Alphabetisches

Heike (04.07.2010, 22:20):
So, angesichts der um sich greifenden sommerlichen Schreibmüdigkeit mache ich mal einen neuen Spielvorschlag: Alphabetisches

Die Regeln:
Die Form ist: Buchstabe - Komponiist - (Lieblings)Werk

1. Angefangen bei A und (irgendwann vielleicht) endend bei Z sollen in diesem Thread Komponisten benannt werden. Zu jedem genannten Komponisten solltet ihr euer Lieblingswerk nennen.
2. Wenn ich bei A.... beginne, sollte also der nächste Komponist B... sein. Er darf aber auch genausogut nochmal A..... sein - wenn 3 Bedingungen eingehalten sind:
- es darf noch niemand einen Beitrag mit B..... geschrieben haben
- es darf sich kein Beitrag komplett wiederholen (also in Komponist UND Werk identisch sein.
- jeder darf zu jedem --> Komponisten nur einen Beitrag schreiben
3. Es kann jeder jederzeit zum nächsten Buchstaben übergehen, wenn er will. (Auslassungen sind nicht erlaubt)
4. Zu jedem Komponisten darf nur ein Werk geschrieben werden, und zwar das, was euch von diesem Komponisten am besten gefällt. Begründungen sind möglich, aber nicht notwendig. Fakultativ darf dazu auch ein Lieblingsinterpret oder eine Lieblingsaufnahme genannt werden.
5. Längere Diskussionen zu den genannten Aufnahmen sind bitte günstigenfalls im entsprechenden Werkthread und nicht hier zu führen, um das Spiel übersichtlich zu halten. Auf jeden Fall muss jeder Beitrag Buchstaben+ Komponisten+ Werk enthalten, also falls doch hier oder da Anmerkungen gemacht werden, dann bitte dieses oben und fett schreiben und den Rest drunter!

Also, los gehts:

A - Albeniz - Iberia

So und jetzt könnt ihr bei A weitermachen oder zu B übergehen, was ja ziemlich viele Möglichkeiten bereithält.
Heike

Ich habe noch eine wichtige Regel vergessen:
Niemand darf 2 Beiträge DIREKT nacheinander schreiben!
Agravain (04.07.2010, 22:26):
A - Allegri - Miserere (The Tallis Scholars)
Armin70 (04.07.2010, 22:34):
Adams, John: The Chairman Dances (Foxtrott for Orchestra)
Heike (04.07.2010, 22:45):
B - Bach, J.S. - Die Kunst der Fuge (Sokolov)


So und jetzt bin ich ja mal gespannt, wie lange wir bei B bleiben :-)
Heike
Armin70 (04.07.2010, 23:07):
Ok, dann editiere ich meinen Beitrag halt doch...

Biber, Franz Ignaz: Missa Salisburgensis
Heike (04.07.2010, 23:13):
Nein, nein, wir bleiben nicht ewig bei Bach, weil nämlich jeder nur einmal ein Werk zu Bach schreiben darf. Niemand darf zum selben Komponisten zwei Beiträge schreiben (siehe Regeln). Vielleicht möchtest Du ja noch editieren .... oder kannst du dich einfach nicht eintscheiden??? :leb
(daran möge sich dann aber bitte niemand ein Beispiel nehmen!!!)

Ich mache unterdessen schon mal weiter:

B - Brahms - Ein Deutsches Requiem

P.s
Und außerdem, es KÖÖÖÖÖÖNTE ja schon gleich jemand kommen, der gar keine B's mag und dann sind wir fix bei C
Armin70 (04.07.2010, 23:17):
Original von Heike
Vielleicht möchtest Du ja noch editieren ....

Nö, möchte ich nicht.
Nicolas_Aine (04.07.2010, 23:23):
B - Bruch, Max - Violinkonzert Nr. 1 g - moll Op. 26 (Heifetz, Francescatti)
Heike (04.07.2010, 23:23):
B - Bartók - Streichquartett Nr. 1

P.s. Ok, lieber Armin, aber dann bestimme ich jetzt mal als Oberschiedsrichterin, dass bis auf BWV 1080 (die Kunst der Fuge) noch keine Bachwerke genannt wurden, weil das Gesamtwerk als Nennung gegen die Regeln verstößt. Wo kommen wir denn sonst hin - das droht uns ja dann bei Beethoven, Schubert, Mozart etc. demnächst sonst auch!

Heike
Armin70 (04.07.2010, 23:37):
Original von Heike
P.s. Ok, lieber Armin, aber dann bestimme ich jetzt mal als Oberschiedsrichterin, dass bis auf BWV 1080 (die Kunst der Fuge) noch keine Bachwerke genannt wurden, weil das Gesamtwerk als Nennung gegen die Regeln verstößt. Wo kommen wir denn sonst hin - das droht uns ja dann bei Beethoven, Schubert, Mozart etc. demnächst sonst auch!
Heike

Ok, die "Oberschiedsrichterin" hat gewonnen... s. o.
Heike (04.07.2010, 23:43):
B - Biber - Rosenkranzsonaten

:beer Merci Armin, das finde ich schön, wenn die Männer auf uns Frauen hören ;-)
Träumt schön!
Heike
Agravain (05.07.2010, 08:21):
Nun eine Überraschung ( :J).

B - Bruckner - Symphonie Nr. 8

:hello Agravain
Cetay (inaktiv) (05.07.2010, 08:27):
Ein schöner Sommerlochstopf-Faden :down

B - Pierluigi Billone - 1+1=1

Das Einzige, das ich von Billone kenne und per se mein Lieblingsstück
Rideamus (05.07.2010, 09:45):
Noch eine Überraschung in diesem hübschen Spiel:

B - Berlioz - LES TROYENS

B hat's halt in sich.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (05.07.2010, 10:16):
Und jetzt die Sensation:

B - Beethoven - Klavierkonzert Nr. 3

Meine Eintrittskarte in die Welt der Klassik im engeren Sinne. Bis dahin wurden aus der Zeit vor dem 20 Jahrhundert nur Bruckner und die Unvollendete toleriert.
Honoria Lucasta (05.07.2010, 11:20):
Mein Beitrag:

Bellini: Norma

Ich bin dieser Oper verfallen, seit ich sie vor Ewigkeiten in Bonn einmal mit Mara Zampieri und Delores Ziegler gesehen habe - ich finde sie musikalisch vollkommen schön.

Grüße!

Honoria
Agravain (05.07.2010, 11:42):
Nicht zu vergessen:

B - Bax - Tintagel (Symphonische Dichtung)

:hello
Cetay (inaktiv) (05.07.2010, 11:44):
B - Gavin Bryars - The Black River (für Sopran und Orgel)

Bryars ist einer der zugänglichsten (Minimalismus trifft Prä-Barock und schillert oft in ungewöhnlichen Klangfarben) und -eben wegen der Instrumentierungskunst- interessantesten Komponisten der Gegenwart.
Heike (05.07.2010, 13:06):
B - Berg - Violinkonzert "Dem Andenken eines Engels"

Vor allem live für mich immer noch eines der intensivsten und berührendsten Violinkonzerte, die ich kenne.
Heike
Rideamus (05.07.2010, 13:06):
B - Bernstein - Candide

Kommentar wahrscheinlich überflüssig. Die Aufnahme ist natürlich die von Lennie selbst

:hello Rideamus
Heike (05.07.2010, 13:16):
B - Beethoven - Klaviersonate Nr. 29 B-Dur op. 106 „Hammerklaviersonate“

Hier hat Beethoven alles gezeigt, was er kann: Große Lyrik, meisterlich spannende Strukturen, wilde Emotionen zugleich. Es gibt so viele immer andere Interpretationen, das reißt mich wieder und wieder mit. Ich liebe vor allem den langsamen Satz! Und das Finale ist einfach überwältigend.
Wozu braucht man ein Orchester, wenn man so ein Klavierstück hört!
Heike
Sfantu (05.07.2010, 14:13):
Johann Christian Bach - Finalsatz der Ballettmusik aus der Oper "Amadis des Gaulles"

Pures Coffein, euphorisierend, süchtig machend! Trotz konventioneller Mittel farbig orchestriert und mit unbeschreiblichem Drive - möchte sehen, wer von euch dabei noch stillsitzen kann...
Sfantu (05.07.2010, 14:19):
Excusée - Fettdruck klappt nicht - keine Ahnung...
Agravain (05.07.2010, 14:56):
B - Brahms - Schicksalslied

Wunderbare Musik, das Vor-/Nachspiel geradezu sphärisch. So kennt man old Joe ja kaum.

:hello Agravain
Amadé (05.07.2010, 16:52):
B - Brahms - Klarinettenquintett op.115

Wer hätte solch schwärmerische Klänge vom alten "hölzernen Johannes" erwartet?
Rideamus (05.07.2010, 18:15):
Did you know?

Aus der englischen Wikipedia:
"The Three Bs" is an English-language phrase derived from an expression coined by Peter Cornelius in 1854, which added Hector Berlioz as the third B to occupy the heights already occupied by Johann Sebastian Bach and Ludwig van Beethoven. Later in the century, the famous conductor Hans von Bülow would substitute Johannes Brahms for Berlioz. The phrase is generally used in discussions of Western classical music to refer to the supposed primacy of Bach, Beethoven, and Brahms in the field." (s. http://en.wikipedia.org/wiki/Three_Bs)

Richard Rodgers und Lorenz Hart widmeten ihnen in ihrem Musical ON YOUR TOES einen Song: "The Three Bs".

Also zurück zu den Quellen:

B - Berlioz - Béatrice et Bénedict

:hello Rideamus
Heike (05.07.2010, 18:55):
Lieber Rideamus,
B - Berlioz - Béatrice et Bénedict
leider muss sich auch hier die Oberschiedsrichterin einschalten:
Du hattest zu Berlioz schon LES TROYENS nominiert, also nochmal Berlioz ist für dich leider verboten. Das gilt also nicht. Du darfst editieren und dir einen anderen B-Komponisten aussuchen, zu dem du noch nichts geschrieben hast und zu dem auch noch niemand anderer das von dir favorisierte Werk nominierte. Oder du kannst zu C übergehen.
Ordnung muss sein!!!!


@Sfantu
du kannst Fettdruck auch erzeugen, indem du den Text zwischen .... anstatt der .... setzt
(das Sternchen musst du weglassen, das habe ich nur deshlab eingefügt, weil es ja sonst als Befehl gedeutet und nicht angezeigt wird)

So und jetzt noch meine nächste Nominierung:
B - Britten - Streichquartett Nr. 1 D-Dur op. 25
Großartige moderne Musik - witzig, traurig, zart, skuril, spannend und virtuos - alles zugleich und deshalb unglaublich gut :-)


Heike
Armin70 (05.07.2010, 21:46):
B - Blacher, Boris: Paganini-Variationen

Auf dieses Werk treffen fast die gleichen Attribute zu, die Heike für Brittens 1. Streichquartett nannte: witzig, skurril, spannend und virtuos.
Sfantu (05.07.2010, 22:25):
- Butterworth (Frank, nicht George) - Klassischer Zitatensalat für Orchester

Nicht viel mehr als ein Gag - die wesentliche Kunstfertigkeit besteht darin, dass die Zitatenschnipsel in ihren Übergängen zum jeweils nächsten unvermutete "Brücken" offenbaren (ein Motivfetzen aus dem Finale von Beethovens Erster passt dabei verblüffend gut zu dem berühmten Thema aus Händels Water Musick, nur dass hierbei die Geradtaktigkeit des Ersteren abrupt verlassen und gleichzeitig mal eben ein Sprung von 70 Jahren Musikgeschichte vollzogen wird). Einfach was zum Schmunzeln, kaum der Rede wert aber es macht Spass, das B ein bisschen auszureizen - schliesslich kommt der Anstoss aus'm dicken B oben anner Spree...

Gruss - Sfantu
Sfantu (05.07.2010, 22:30):
Nebenbei, vielen Dank, Heike, für den technischen Hinweis! Tja, man lebt und lernt...
Nicolas_Aine (05.07.2010, 22:36):
Sfantu: Vielen Dank für den Tipp!! Ich hörs grad an und finds einfach genial :D

B - Barber - Violinkonzert
B - Borodin - Polowetzer Tänze
B - Bazzini - La Ronde des Lutins
Heike (05.07.2010, 22:39):
B - Bizet - Carmen

Da erübrigt sich wohl die Begründung, tausendmal gehört und trotzdem wegen der tausend Leidenschaften auf ewig faszinierend.

Was diesen thread angeht - ich find den inzwischen richtig gut: Was es alles interessantes gibt, was ich nicht kenne! Da wird man richtig neugierig bei den Begründungen, ach du meine Güte, soviel Zeit zum Probehören hab ich ja nie im Leben, wenn das bis Z so innovativ weitergeht!!!


@Nicolas_Aine
Hinweis von der Oberschiedsrichterin: Es ist nur eine Nennung je Beitrag erlaubt (siehe Regeln ganz oben) - sonst werden das ja Listen und so ist das natürlich nicht gedacht.

Heike
Armin70 (05.07.2010, 22:54):
B - Berwald, Franz: 2. Sinfonie (Capricieuse)

Eigentlich müsste ich alle 4 Sinfonien von Berwald nennen aber stellvertretend habe ich mal die 2. Sinfonie genommen. Das ist eine Musik, die auf der einen Seite auf bekannten klassisch-romantischen Pfaden wandelt aber auf der anderen Seite geht Berwald auch eigene Wege, die für die damalige Zeit fast schon sehr modern klingen.
Agravain (06.07.2010, 08:54):
B - Brahms - Symphonie Nr. 1

mit Bychkov (noch ein "B"), der - ich hatte es ja im entsprechenden Thread schon begründet - den gegenwärtig überzeugensten Brahms musizieren lässt.

:hello
Rideamus (06.07.2010, 09:21):
Original von Heike
Lieber Rideamus,
B - Berlioz - Béatrice et Bénedict
leider muss sich auch hier die Oberschiedsrichterin einschalten:
Du hattest zu Berlioz schon LES TROYENS nominiert, also nochmal Berlioz ist für dich leider verboten. Das gilt also nicht. Du darfst editieren und dir einen anderen B-Komponisten aussuchen, zu dem du noch nichts geschrieben hast und zu dem auch noch niemand anderer das von dir favorisierte Werk nominierte. Oder du kannst zu C übergehen.
Ordnung muss sein!!!!

Verehrte Oberschiedsrichterin,

ich bekenne mich reumütig schuldig, verbessere mich wunschgemäß und bringe, ganz im angesprochenen Sinne eines heiteren Sommerthreads, den Wetterbericht:

B - Berlin (Irving) - Blue Skies

Eine Begründung erübrigt sich, denn man kann sich hier von dem Werk selbst überzeugen lassen: http://www.youtube.com/watch?v=nB-xqDZbEVQ
Man muss allerdings in Kauf nehmen, was nicht schwer fallen dürfte, dass Ella Fitzgerald hier als Co-Komponistin fungiert.

:hello Rideamus
Sfantu (06.07.2010, 10:34):
B - Beach, Amy Marcy - Klavierkonzert

US-amerikanische Pianistin und Komponistin, 1867-1944. Brahms'sches Fahrwasser wird nur selten verlassen, dennoch ein interessanter Abstecher, denn wie stark, tragfähig und fruchtbar wäre der prächtigste Baum ohne seine Äste, Zweige,Triebe...?
Amadé (06.07.2010, 17:33):
B - Busoni - Doktor Faustus

Oper in drei Bildern und Epilog (dieser wurde von Philipp Jarnach ergänzt).
Eine eindrucksvolle Aufnahme hat F.Leitner für die DGG erstellt, den Faust singt DFD.
Sfantu (07.07.2010, 08:49):
B - Buffardin, Pierre Gabriel - Concerto à cinque e-moll für Flöte, Violine, Bratsche, Violoncello und B. c.

Für mich im positiven Sinne ein Prototypus für "sprechenden", lebendig-virtuosen Barock. Zwei auf Augenhöhe agierende Spitzenensembles machen mit ihrem jeweiligen eigenen Charme gleichermassen Lust auf dieses und Freude an diesem kleinen Juwel: Musica Antiqua Köln (DGA) und die Akademie für alte Musik Berlin (noch vor der Wende: Eterna/VEB Deutsche Schallplatten).
Rideamus (07.07.2010, 09:31):
Nachdem ich auch noch keine Lust auf C habe, obwohl B schon langsam unübersichtlich wird, Barber aber schon angerissen wurde, gehe ich mal in die andere Richtung und erwähne einen Komponisten, der all zu sehr unterschätzt wird, weil er fast so konservativ war, wie man ihn verrufen hat. Er hat aber weit mehr und Besseres als den Schmachtfetzen über die holde Dame geschrieben, auch hier:

B - Boieldieu - La dame blanche

Die Oper lohnt sich wirklich, zumal in der gerade sehr billigen Minkowski-Einspielung.

:hello Rideamus
Sfantu (07.07.2010, 11:09):
Danke - schön, zu lesen, dass Du als frankophiler Opernfreund unter uns die Minkowski-Aufnahme empfiehlst - ich hoffe, nicht nur wegen des günstigen Preises ? Hatte schon seit längerem damit geliebäugelt, begeisterte Kritiken gelesen und ausschnittweise reingehört.

Gruss - Sfantu
Severina (07.07.2010, 11:16):
Original von Rideamus
Nachdem ich auch noch keine Lust auf C habe, obwohl B schon langsam unübersichtlich wird, Barber aber schon angerissen wurde, gehe ich mal in die andere Richtung und erwähne einen Komponisten, der all zu sehr unterschätzt wird, weil er fast so konservativ war, wie man ihn verrufen hat. Er hat aber weit mehr und Besseres als den Schmachtfetzen über die holde Dame geschrieben, auch hier:

B - Boieldieu - La dame blanche

Die Oper lohnt sich wirklich, zumal in der gerade sehr billigen Minkowski-Einspielung.

:hello Rideamus

Stimmt haargenau, ich habe mir diese CD eigentlich wegen Minkowski gekauft, dacht auch, bei 5€ ist nicht viel verhackt, und war dann ganz von den Socken, wie entzücked die ganze Oper ist, von der ich bis dahin auch nur den berühmten Schmachtfetzen für Tenöre kannte.

Ich muss noch einmal für Bellini voten:

Bellini, La sonnambula

OK, das Libretto ist nicht ganz frei von Absurditäten - aber damit befindet sich Bellini (bzw. Felice Romani) in bester Gesellschaft, aber wer Belcanto liebt, kann in der "Sonnambula" vom ersten bis zum letzten Ton einfach nur schwelgen.

Leider ist mein Dreamteam Dessay & Flórez jeweils mit anderen Partnern fremdgegangen, daher zwei CD-Empfehlungen, je nachdem, ob einem der Tenor- oder Sopranpart wichtiger ist:

1. DECCA: Orchesttra la Scintilla unter de Marchi; Bartoli, Flórez, D'Arcangelo

2. VIRGIN-Classics, Orchestre de L'Opera de Lyon unter Pidò; Dessay, Meli, Colombara

Das Dreamteam gibt's dafür auf DVD in einer sehr modernen, aber tollen MET-Produktion!

lg Sevi :hello
Rideamus (07.07.2010, 11:40):
Sevis Ansicht kann ich mich nur vorbehaltlos anschließen (übrigens auch, was die SONNAMBULA betrifft): Die Minkowski-Aufnahme wäre auch zum Hochpreis zu empfehlen! Ich bleibe noch bei B:

B - Boito - Mefistofele

Es gibt keinen besseren Beweis dafür, dass Boito nicht nur ein grandioser Librettist war, aber die Oper ist auch ein starkes Plädoyer für den Musiker Boito, den Verdi nicht zu Unrecht drängte, endlich seinen NERONE fertig zu machen statt immer nur Texte für ihn zu schreiben.

Hier gilt meine Empfehlung einer DVD, und zwar der aus San Francisco mit dem idealen Samuel Ramey in einer ungemein eindrucksvollen Inszenierung.

:hello Rideamus
Sfantu (07.07.2010, 17:24):
B - Bortnjanskij, Dmitri Stepanowitsch - Sokol (Der Falke)

Gediegene Opera buffa der Hochklassik, etwa im Ponchielli- oder Cimarosa-Stil. Den Reiz macht hier das ungewohnte Russisch aus, das man eigentlich vor Dagormischskij oder Glinka in der Kunstmusik als nicht existent vermutet. Eine würzige, erfrischende Abwechslung also, die ganz sicher eine Wiederbelebung und Neubewertung wert wäre. Die (Vinyl-) Gesamtaufnahme in meiner Sammlung lässt auf solidem Niveau bei uns namenlose Künstler und Ensembles der UdSSR der 7oer Jahre zu Gehör kommen.
Sfantu (07.07.2010, 17:33):
T'schuldigung - das Label ist (was sonst?) Melodya.
Sfantu (08.07.2010, 08:13):
Mea culpa!!! Natürlich im Paisiello-, nicht im Ponchielli-Stil :A
Agravain (08.07.2010, 08:41):
B - Bantock - Celtic Symphony
Das ist doch mal was. Wenig bekannte, enorm süffige, bildhafte, sinnliche Mucke - einspielt von Handley und RPO ist das wirklich ein echter Klanggenuss.
Heike (08.07.2010, 17:32):
Da niemand anderer die Initiative ergreift, wechsle ich diesmal nochmal selbst den Buchstaben:


C - Chopin - Preludes

Meisterliche Miniaturen mit großem Interpretationsspielraum.
Amadé (08.07.2010, 18:12):
C ist nicht so üppig bestückt, ich mache mal weiter mit

C - Chabrier - Espagna-Rhapsodie

Ein Leckerbissen für Beecham, Paray, Markevitch und Argenta.
Cetay (inaktiv) (08.07.2010, 19:17):
Ah, endlich!

Suprise, surprise:

C - Cage - Concert for Piano and Orchestra

Klingt durch Zufallsoperationen und Freiheiten für die Interpreten jedesmal unvorhersehbar anders und entsprechend abenteuerlich ist das Surfen durch die verschiedenen Interpretationen auf Tonträger. Tiefgründige Philosophie gibt es bei der näheren Beschäftigung mit dem Werk gratis dazu.
Heike (08.07.2010, 19:34):
C - Clementi - Sonate für Klavier B-Dur op. 24 Nr. 2
(die mit dem Thema aus der Zauberflöte)
Übrigens ist eine schöne Clementi-CD gerade bei jpc für 7,99 Euro zu haben:

op. 24, 2;op. 25, 5;op. 40 Nr. 2 & 3 Nikolai Demidenko, Klavier


@Cetay - wieso "endlich" - du hättest doch jederzeit wechseln können!
Heike
Cetay (inaktiv) (08.07.2010, 20:34):
Ich wollte doch nicht der Spielverderber sein... :D

C - Gloria Coates - Sinfonie Nr. 4

Eine von mir schon mehrfach in höchste Sphären gelobte Zeitgenossin, die die Klangwelten von Xenakis gezähmt und verschönert hat, ohne ihnen etwas von ihrer archaischen Urgewalt zu nehmen. In die 4. schmuggelt sie einen Purcellschen Trauermarsch hinein; das Resultat ist überwältigend.
Armin70 (08.07.2010, 21:14):
C - Canteloube, Joseph: Chants d'Auvergne

Schöne, charmante und zugleich schlichte bis raffinierte Arrangements von Volksliedern aus der Auvergne.
Cetay (inaktiv) (08.07.2010, 21:45):
C - Giulio Caccini - Tutto'l di piango

Für mich zählt die Nahtstelle zwischen Renaissance und Barock zum aufregendsten, was die Musikgeschichte zu bieten hat. Das Florenz zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde un laboratoire musical genannt und das trifft es ganz ausgezeichet. Das damalige Experimentieren mit neuen Ausdrucksmitteln und Formen klingt auch heute noch modern, frisch und unverbraucht. Die unverstimmte Harmonik (nicht temperierte Stimmung) und der Klang des Instrumentariums der Zeit tragen zur Faszination bei.
Agravain (08.07.2010, 22:14):
Original von Amadé
C ist nicht so üppig bestückt, ich mache mal weiter mit...


Naja. So wenige sind's ja nun auch nicht...Siehe HIER.

C - Cherubini - Requiem c-moll

Grandioses Dies irae. Grandios.
Armin70 (08.07.2010, 22:20):
C - Chatchaturian, Aram: Gayaneh

Zusammen mit Spartacus zählt Gayaneh zu den spektakulärsten Ballettmusiken, die überhaupt komponiert wurden. Am besten kann man das in Chatchaturians eigenen Aufnahmen mit den Wiener Philharmonikern erleben.
Rideamus (08.07.2010, 23:44):
Na, wenn ich den nicht bringe, werde ich unglaubwürdig. Sorry, weil der Komponist schon genannt wurde und ich L'ÉTOILE nicht auch noch unterbringen darf..

C - Chabrier - Le roi malgré lui

Vielleich die beste weitgehend unbekannt Oper überhaupt, und das schreibe ich sehr wissentlich. Die Vielfarbigkeit dieser Oper ist ein Wunder, und dass sie schon 1887 entstand kann man ihr kaum anhören, so modern klingt sie für die damalige Zeit. Kein Wunder, dass Debussy, Ravel & Co. Chabrier so sehr bewunderten. Die Empfehlung muss leider einer Aufnahme gelten, die es derzeiot nicht mehr gibt, nämlich der von Charles Dutoit mit Barbara Hendricks. Wer immer sie erhaschen kann, sollte es tun, auch wenn die geforderten Preise derzeit ziemlich steif sind.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (09.07.2010, 08:44):
C - Elliott Carter - Konzert für Orchester

Für mich ist das Konzert für Orchester die Krone der instrumentalen Musikgattungen. Neben den Großen Drei, Hindemith, Kodaly und Bartok gibt es zahlreiche weitere, u.a. das von Lutoslawski, dessen Thema als Titelmusik für eine Reportageserie im Deutschen Fernsehen verwendet wurde.
Ich kenne viel zu wenig aus dieser Gattung. Mit Hovhanness, Tippet, Kancheli, Brian und Lindberg warten noch einige höchst vielversprechende Kandidaten darauf, gehört zu werden. Es wäre ein schönes Projekt, sich die ganze Liste vorzunehmen ... soweit überhaupt Aufnahmen zu bekommen sind.
Sfantu (09.07.2010, 11:26):
C - Castaldi, Alfredo - Marysa, Sinfonische Dichtung

Grosses impressionistisches Tableau mit deutlichen Debussy-Anklängen, hie & da eine Prise Pfitzner und Respighi neben der eigenen, originären Farbe. Drama und Naturlyrik halten sich etwa die Waage - eine lohnende Ergänzung des impressionistisch-neoromantischen Kanons.
Sfantu (09.07.2010, 13:49):
Dringende Korrektur infolge torschlusspanikgesteuerter Schluderei:

Alfonso Castaldi, nicht Alfredo

und:

Marsyas, nicht Marysa.

So kann's gehen, wenn die Angst einen treibt, die/der Nächste könnte schon zum D weitereilen - da bleibt dann die Sorgfalt auf der Strecke...Wäre übrigens auch beim A zu gern noch ein bisschen geblieben...Menno! :I
Rideamus (09.07.2010, 17:00):
Bleiben wir ruhig noch eine Weile bei C und nehmen eine der besten Paris-Opern aller Zeiten:

C - Charpentier (Gustave) - Louise

Ich würde die Aufzeichnung der sehr guten Aufführung der Pariser Oper unter Sylvain Cambreling mit Mireille Delunsch empfehlen, aber die gibt's leider nicht am Markt. Aber auch Georges Pretre hat mit Ileana Cotrubas und trotz eines - wie immer im Französischen - unidiomatischen, aber wenigstens sehr schön singenden Placido Domingo das Wesen der Oper sehr gut eingefangen, und seine Aufnahme ist derzeit sogar günstig.

Wer historische Klangbilder nicht scheut, sollte zu der Naxos-Aufnahme mit Ninon Vallin und Georges Thill greifen. Authentischer geht's nicht.

:hello Rideamus
Sfantu (09.07.2010, 17:30):
C - Chabrier - Cortège burlesque für Klavier zu vier Händen

Noch knapp vor der Marche joyeux und der inzwischen etwas überstrapazierten Espana mein Lieblings-Chabrier:

Diese charmante Petitesse lässt vor meinen Augen die (vermeintlich?)gute alte Zeit bildhaft werden, bevor unser irrer Willem Zwo sie letztlich begrub: Sommersonntagsausflug, Papa mit gezwirbeltem Bart, die Lütten im Matrosen-Anzug, Kreisel mit Peitsche, Pilsbier und Rixdorfer Fassbrause, so geht's raus in die Hasenheide oder in'n Grunewald (wohl eher Bois de Bologne) - könnt' ich mir auch gut auf 'ner puttenumkränzten Konzertorgel vorstellen...bezaubernd!

:hello

Sfantu
Cetay (inaktiv) (10.07.2010, 05:47):
Für mich zählt die Nahtstelle zwischen Renaissance und Barock zum aufregendsten, was die Musikgeschichte zu bieten hat. Das Florenz zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde un laboratoire musical genannt und das trifft es ganz ausgezeichet. Das damalige Experimentieren mit neuen Ausdrucksmitteln und Formen klingt auch heute noch modern, frisch und unverbraucht. Die unverstimmte Harmonik (nicht temperierte Stimmung) und der Klang des Instrumentariums der Zeit tragen zur Faszination bei.

Ein weiterer Vetreter:

C - Emilio de' Cavalieri - Klagegesänge des Propheten Jeremias (Lamentationes Hieremiae Prophetae)

Seligmachend schön. :engel
Fairy Queen (10.07.2010, 07:55):
Ich entdecke gerade dieses Spiel und mache mal weiter mit D wie Leo Delibes und "Lakmé".
Eine Oper, aus der leider nur die virtuosen "Renner" nämlich die sogenannte Glöckchen Arie(Ou va la jeune hindoue" und das sogenannte Blumenduett"Dôme epais, blanc jasmin" bekannt sind und die in Deutschland so gut wie nie gespielt wird und auch in Frankreich äusserst selten zu sehen ist. Delibes hat den seinerzeit hochmodernen Exotismus in wunderschöne Musik gesetzt, die manchmal ganz erstaunlch modern anmutet. So sind z.B.die hierzulande unbekannten Arien der Lakmé "Les fleur me parraissent plus belles" und "Tu m'a donné le plus beau rêve" harmonisch und melodisch auf dem direkten Weg zur Moderne und die serh traurige Geschichte einer verbotenen liebe zwischen einem Hindumädchen und einem englischen Offizier erinnert zwar thematisch stark an Puccinis Butterfly, wird jedoch weit weniger larmoyant und plakativ behandelt.
Meine Lieblings Lakmé ist Nathalie Dessay unter Michel Plassoon. José van Dam und Gregory Kunde singen den Hindupriester/Vater bzw den Liebhaber (eine ebenfalls schwieirg zu besetzedne sehr hohe Tenorrolle!) Und die wunderbare Patricia Petibon ist sich nicht zu schade, die kleine Rolle der Ellen (Lakmés englische Rivalin) zu singen.
F.Q.




P.S. Caccini hâtte ich bei C auch genannt- was für eine ergreifende Musik in all ihrer Schlichtheit!
Heike (10.07.2010, 08:22):
D - Dvorák - Stabat Mater

Hier gibt es eine ganz ganz tragische Entstehungsgeschichte:
Im Dezember 1875 war seine Tochter Josefa zwei Tage nach der Geburt gestorben. Direkt danach, Anfang 1876 begann er die Arbeit am Stabat Mater. Es war seine erste Arbeit zu religiösen Themen, es blieb zunächst unvollendet. Mitte 1877 starben innerhalb weniger Tage seine elf Monate alte Tochter Ružena an einer Vergiftung und sein dreijähriger Sohn Otakar an Pocken und ließen Dvorák und seine Frau kinderlos zurück. In der Trauer um die Kinder nahm er die Komposition wieder auf und schrieb das Werk Ende 1877 zu Ende.
Severina (10.07.2010, 12:38):
D - Donizetti - Alahor in Granata

Ich hätte natürlich jede Donizettioper nominieren können, ich liebe sie alle, will aber doch ein wenig Werbung für diese vergessene Perle machen, die wahrscheinlich wegen der ziemlich kruden Handlung von den Bühnen verschwunden ist. Denn musikalisch reicht sie zwar an die berühmten Werke Donizettis nicht ganz heran, braucht sich aber auch nicht vor ihnen zu verstecken.

lg Sevi :hello

PS: Böse Fairy - jetzt hast Du mich daran gehindert, einen Cavalli zu nominieren :I (Selber Schuld, ich hätte den ganzen gestrigen Tag Zeit dafür gehabt....)
Rideamus (10.07.2010, 13:00):
Bei C hätte ich auch noch Einiges im Köcher gehabt. :I

Nun denn, bevor auch D gleich wieder verschwindet, weise ich mal auf eine der schönsten Liedkompositionen hin:

D - Duparc - L'invitation au voyage

Ich hätte natürlich auch jedes seiner anderen Lieder nehmen können. Wenig genug haben ja seine Zerstörungswut überlebt. Ich mag sie besonders in der genial orchestrierten Fassung, und dieses vor allem mit Victoria de los Angeles.

:hello Rideamus
Agravain (10.07.2010, 13:03):
D - Du Fay/Dufay - Missa l'homme Arme

Herrliche Musik aus einer ganz andern Welt.

:hello
Severina (10.07.2010, 13:57):
D- Antonin Dvorak, Symphonie Nr.9 "aus der Neuen Welt"

Eine meiner Lieblingssymphonien und gleichzeitig mein "klassisches Erweckungserlebnis" im Alter von 14 Jahren! Schon deshalb wird sie immer einen besonderen Stellenwert für mich einnehmen, und ich freue mich schon riesig, wenn ich sie am 21. August unter Andris Nelsons in Grafenegg (hoffentlich unter Sternenhimmel) hören werde!

lg Sevi :hello
Rideamus (10.07.2010, 15:34):
Mal was Anderes:

D - Delerue - A Little Romance

Der Hauskomponist Truffauts und überhaupt, aber nicht nur der Nouvelle Vague von Resnais über De Broca bis Godard hat mit seinen fast 350 Filmkompositionen zahllose Meisterwerke geschaffen, aber wenige sind mir so prägnant in Erinnerung wie seine moderne "Barockmusik" für diese herrlich versponnene Liebeskomödie zweier Kinder von George Roy Hill aus dem Jahr 1979 mit Laurence Olivier. Ein wunderschöner Film, der viel zu wenig bekannt ist, was auch um die Musik sehr schade ist.

:hello Rideamus
Fairy Queen (10.07.2010, 15:40):
Was glaubt ihr, was ich bei B wie Bellini und Bizet und Bach plus Söhne noch alles in meinem Feenhut hatte! :D :I
Aber am Besten wir fangen nach Z halt gleich wieder mit A an- oder?
Duparc hat hier auch shcon einen Extra- Thread- ich nenne ein anderes wunderschönesLlied (obschon "L'Inviatation au voyage" für mich sein Meisterstück ist):

"Chanson triste"- mit Gerard Souzay oder José van Dam oder Ileana Cortubas.

F.Q.
Heike (10.07.2010, 15:58):
D - Debussy - Préludes

Jedes kleine Stück für sich lässt ganz viel Spielraum für Ideen, zum Träumen, zum Phantasieren. Nicht soviel Melodie wie bei Chopin, aber dafür mehr spannende Klangspiele.

Aber am Besten wir fangen nach Z halt gleich wieder mit A an- oder?
LOL von mir aus gerne! Dann muss man auch nicht so ängstlich mit dem Buchstabenwechsel sein, wenn sowieso alles wieder von vorn losgeht!
Heike
Nicolas_Aine (10.07.2010, 16:41):
Dvorak - Violinkonzert Op. 53 a - moll
Severina (10.07.2010, 17:01):
D -Debussy - Pelléas et Mélisande eine irisierende Musik, die das Geheimnis, das Melisande umgibt, pefekt transportiert.
Ebenso perfekt Natalie Dessay in der DVD vom ThadW :down :down

lg Sevi :hello
Armin70 (10.07.2010, 19:41):
D - Delius, Frederick: Sea Drift

Wie VW`s "Sea Symphony" basiert auch dieses Werk auf Gedichten von Walt Whitman. Ein schönes und interessantes Werk für Bariton, Chor und Orchester mit kraftvollen und lyrischen Stimmungen.
Rideamus (10.07.2010, 23:11):
Ich kann diesen Komponisten nicht stehen lassen ohne seine hinreißende Oper zu erwähnen:

D - Delius - A VILLAGE ROMEO AND JULIET

Eine weitere jener viel zu unbekannten, unterschätzten Opern dieses ansonsten eher undramatiscvhen Komponisten, wie mir zu meiner eigenen Überraschung ein Film von Petr Weigl vermittelt hat, der sich auf eine vorzügliche Interpretation von Charles Mackerras stützen konnte.

Für mich die dritte (oder vierte, wenn man die WEST SIDE STORY hinzu rechnet) große Vertonung des R+J - Stoffes, die den übrigen keineswegs nachsteht.

:hello Rideamus
Agravain (11.07.2010, 13:22):
D - Durufé - Requiem

Eine der schönsten neueren (naja 1947) Vertonungen des Missa pro defundtis Textes.

:hello
Cetay (inaktiv) (11.07.2010, 15:18):
D ist bei mir ganz dünn vertreten und scheint auch allgemein eher ein Rairtätenkabinett zu sein: DuFay, Desprez, Debussy und Dvorak sind die einzigen "Großen", die mir einfallen (man verzeihe mir, falls es einen ungenannten Belcanto-Schreiberling mit D geben sollte :D).
Von den ersten beiden habe ich wenigstens eine Anstands-CD im Regal, von Debussy sogar drei, dafür von Dvorak gar nichts. Dann finde ich noch etwas von Dallapiccola und Peter Maxwell Davies. C'était tout!
Ich warte auf ergiebigere Buchstaben...

D - Debussy - Streichquartett
Amadé (11.07.2010, 20:07):
D - Debussy - 3 Images pour orchestre

Iberia - als Zwischenmusik in der Halbzeit
Sfantu (12.07.2010, 08:22):
Lieber Amadé,

das hat ja offenbar geholfen mit der Zwischenaktmusik - das hätte Dir mal zum vergangenen Mittwoch einfallen sollen (mit 'nem entsprechenden Equivalent für Deutschland - nebenbei: was käm' denn da wohl in Frage?) Sei's drum - das kleine Finale am Samstag war ohnehin das schönere!

Zum Thema:

D - Dreyschock, Alexander - Klavierkonzert d-moll op. 137

Verlasst ihr gern mal ausgetretene Pfade, so wie ich? Voila - dies hier ist eine Einladung dazu. Manchmal etwas brachial und knallig kommt es daher, dieses Konzert (nomen est omen) mit Liszt-Anklängen, birgt aber auch einige Finessen, rhythmisch und thematisch teils eigenwillig und herrlich gegen den Strich gebürstet. Langeweile dabei ist denkbar undenkbar...
Fairy Queen (12.07.2010, 10:03):
Debussy kann man gar nciht oft genug nennen! :down
Ich liebe nciht nur seine Klavierwerke und Orchesterklangfarben, sondern auch besonders die Lieder!
Daher stellvertretend:

Debussy -Lieder nach Gedichten von Baudelaire-
gesungen von Dame Felicity Lott, die in diesem Repertoire beispielhaft ist.

F.Q.
Sfantu (12.07.2010, 13:15):
D - Dessau, Paul - "In memoriam Bertolt Brecht" für Orchester

Der Anfang von Dessaus nicht gerade üppigem Orchesteroevre. Im Unterschied zu dessen Abschluss und Krönung, der Orchestermusik Nr. 4 von 1973 naturgemäss weniger raffiniert und ausgereift - was dennoch für dieses Werk spricht, ist die tiefe Empfindung, die aufrichtige Trauer um den Freund und künstlerischen Partner. Für mein Empfinden eine kleine Schwester der Sinfonia da Requiem von Britten - ohne deren erhabene Grösse, dafür sehr persönlich.
Amadé (12.07.2010, 16:53):
Ich komme noch mal auf Debussy zurück, auf eine seiner kürzesten, jedoch keinesfalls zu unterschätzenden, Kompositionen:

D - Debussy - Syrinx für Querflöte
Sfantu (12.07.2010, 17:43):
D - Dvorak - Scherzo cappricioso

Hätt' ich doch bei alle meiner Vorliebe für abseitiges Repertoire Herrn Dvorak vergessen? Noch knapp vor seinem m. E. ausgereiftesten, meisterhaften sinfonischen Wurf (Nr. 7, d-moll) meine Dvorak-Nummer 1: in einer guten Viertelstunde kommen in bester Essenz pure Dramatik, blendende Orchestrierungskunst, rhythmische Verve & melodischer Schmelz aus den Boxen resp. Instrumentencorpii. Ohne irgendwas mit Udo Lindenberg zu schaffen zu haben, stammt von ihm eines meiner Lieblings-Zitate & hier passt es so gut wie selten: Diese Musik ist "wie'n Hammer, der dir vor die Mütze knallt".
Wer das dann noch mit dem London Symphony Orchestra unter Istvan Kertesz auflegt (60er Jahre / DECCA) in spieltechnischer Perfektion und in herrlich trocknem Stereosound, der kommt schwerlich wieder los davon...
Rideamus (12.07.2010, 17:45):
Anlässlich der Europameisterschaft vor zwei Jahren (Fußball, natürlich) gab es in einem anderen Forum mal ein Spiel, in dem Nationalmannschaften aus Komponisten aufgestellt wurden. Einer kam dabei auf die geniale Idee, die gesamte französische Nationalmannschaft mit Debussy zu bestücken. Bevor das hier auch um sich greift (nichts gegen Debussy, aber...), wechsle ich mal zu

E - Elgar - Cellokonzert

Muss man das Konzert hier noch bewerben? Ich beschränke mich jedenfalls darauf, mich zu der intensiv romantischen Lesart von Jacqueline du Pré zu bekennen. :)

:hello Rideamus
Nicolas_Aine (12.07.2010, 18:11):
E - Elgar - Violinkonzert
Armin70 (12.07.2010, 18:29):
E - Eisler, Hanns: Deutsche Sinfonie

Der Komponist der DDR-Nationalhymne komponierte mit der Deutschen Sinfonie ein sehr komplexes politisches Werk in einer anspruchsvollen Zwölftonmusik. Dennoch klingt das nicht akademisch trocken, sondern ist meiner nach meiner Meinung eine interessante, teilweise packende Musik.
Heike (12.07.2010, 18:31):
E - Esterhazy, Paul (1635-1713) - Kantaten "Harmonia caelestis"



Sehr meditative, beruhigende und hier auch schön klar gesungene geistliche Barockmusik.
Heike
Cetay (inaktiv) (12.07.2010, 22:16):
E - Peter Eötvös - IMA
Severina (12.07.2010, 23:03):
E - Istvan Eröd - Pünktchen und Anton

Warum nicht auch einmal eine Kinderoper? Und diese finde ich wirklich gelungen, und sie war bei der Uraufführung im Juni auch ein großer Erfolg (trotz unseres "singenden" Herrn Direktors :ignore )

lg Sevi :hello
Rideamus (12.07.2010, 23:10):
Jetzt käme bei mir schon der Jazz dran, aber eine relative Neuentdeckung, die sich wirklich lohnt, habe ich noch:

E - Erkel (Ferenc) - Bank Ban

Ich bin sicher, wäre Erkel etwas weiter westlich geboren worden und aktiv gewesen, er wäre heute kaum weniger populär als seine Zeitgenossen Lortzing, Cornelius oder Nicolai, von Marschner, der ihm vielleicht von den bekannteren Deutschen am ähnlichsten war, ganz zu schweigen - oder auch Bedrich Smetana, der ähnliche Sujets komponierte. Man höre mal in die Beispiele bei YouTube um zu ahnen, warum ich das sage.

:hello Rideamus
Sfantu (13.07.2010, 09:22):
E - Eisler, Hanns - Konzertsuite op. 26 "Kuhle Wampe"

Ein Extrakt aus Eislers Musik zu dem gleichnamigen Film von 1931. Die wesentlichen Teile des Drehbuchs stammen von Bertolt Brecht, in den Hauptrollen Hertha Tihiele und Ernst Busch.
Auf Verknappung/Konzentration der musikalischen Aussage getrimmt, vermitteln sich auch ohne Bilder und Handlung die Stimmungen und Szenen: Trostlose Berliner Hinterhöfe, Arbeitslosigkeit, Wirtschaftskrise, Klassenkampf. Ein Fanal, ein flammendes Plädoyer für die (leider nur theoretisch) beste aller Gesellschaftsformen.

Mit sozialistischem Gruss :wink

Sfantu
Agravain (13.07.2010, 10:01):
E - Elgar - Symphonie Nr. 2

Das Werk läutet die Spätphase Elgars ein. Nur selten postiv, eher grüblerisch, dunkel bisweilen. Das Larghetto ist einer, wenn nicht der Höhepunkt des Elgarschen Oeuvres. Dann am besten von Sinopoli dirigiert.
Amadé (13.07.2010, 17:27):
E - Egk - Geigenmusik mit Orchester

Werner Egk konnte sich nie richtig durchsetzen und blieb eher eine süddeutsche Lokalgröße.
Sein "Violinkonzert" spielte die polnische Geigerin Wanda Wilkomirska unter Leitung des Komponisten mit dem SO des BR für DGG ein.
Armin70 (13.07.2010, 19:38):
F - Fasch, Johann Friedrich (1688 - 1758): Konzert für Chalumeau

Fasch war ein bedeutender Komponist des deutschen Barock, dessen Instrumentalmusik keinen Vergleich mit denen von Bach, Händel oder Telemann zu scheuen braucht. Johann Friedrich Fasch wurde von Johann Sebastian Bach auch sehr geschätzt.

Die Chalumeau oder Schalmei kann man als Vorläufer der Klarinette bezeichnen. Der Klang der Chalumeau ist allerdings etwas rauher und nicht so geschmeidig wie der Klang der Klarinette. Faschs Konzert für dieses Instrument ist für Barock-Musik sehr lyrisch gehalten und verweist schon eher in die Rokoko-Zeit bzw. erinnert an den sog. "galanten" Stil.
Fairy Queen (13.07.2010, 19:44):
Ach ihr seid schon beim F! Na denn:

F-Fauré- stellvertetend für seine wunderbaren Lieder:
Clair de lune nach einem gedciht von Verlaine das wiederum nach einem Gemâlde von Watteau und das nach der Commedia dell'arte.

Meine Favoriten -Interpreten: Elly Ameling zusammen mit Gérard Souzay auf einer 4-Cd box- unerreciht.
Clair de lune singt aber am schönsten Charlotte Lehmann, Lehrerin von z.B. Thomas Quasthoff (nciht zu verwechseln mit Lotte Lehmann!)- das ist überirdisch! Leider gibt es nur eine uralte LP, zumindest habe ich nie etwas anderes gefunden.

F.Q.
Heike (13.07.2010, 19:47):
D - de Falla, Manuel - Noches en los jardines de España

Nächte in spanischen Gärten.... ob es da wohl jetzt erfrischender ist als hier???
Agravain (13.07.2010, 20:14):
F - Flotow - Martha oder Der Markt von Richmond

Martha, Martha, Du entschwandest und mit Dir mein....
Wohl eine der schönsten deutschen romantischen Opern, nicht nur wegen der berühmt-berüchtigten "Letzten Rose".
Armin70 (13.07.2010, 20:26):
F - Franck, Cesar: Sinfonie d-moll

Dieses Werk zeigt, dass im späten 19. Jahrhundert auch ausserhalb von Deutschland-Österreich gewichtige Sinfonien komponiert wurden.
Sfantu (13.07.2010, 20:46):
F - Fux, Johann Joseph - Requiem

Von nobler, erhabener, abgeklärter Grösse. Ein barockes Meisterwerk, trotz oder gerade wegen des Spiels mit Stilen und Epochen. Kenne nur die ArteNova-Einspielung mit dem Clemencic Consort von 1995, die erste Aufnahme des Werkes überhaupt & eine zweite ist mir seither nicht bekannt. Grossartig dargeboten nur leider ziemlich schlampig ediert - zumindest trifft das auf die Erstausgabe zu - inzwischen ist sie, soweit ich weiss, zweimal neu veröffentlicht worden.
Nicolas_Aine (13.07.2010, 21:25):
F - Franck, Cesar - Violinsonate A - Dur (Oistrach, Richter)
Cetay (inaktiv) (13.07.2010, 21:44):
César zum Dritten:

F - Franck - Psyché (die ganze symphonische Dichtung; das bekannte Psyché et Éros ist der letzte Teil daraus)
Sfantu (13.07.2010, 22:25):
Na, dann könnt ihr ja den Club der Cäsaren gründen (der gleichnamige Kinofilm mit Kevin Kline floppte ziemlich, was natürlich sogleich meine Neugier entfachte. Mag ihn sehr: altmodisch, sentimental, etwas moralinsauer). Die von K. K. gespielte Hauptfigur würde sich garantiert gern diese Musik zum entspannten Tee bei sanfter Herbstbrise im Garten auflegen:

F - Fernström, John (1897-1961) - Bläserquintett op. 59

Cetay - bitte eine Kaufempfehlung dazu: mag am liebsten einen blumig zarte Darjeeling first flush oder Zwischenpflückung - so, wie diese Klänge.
Cetay (inaktiv) (13.07.2010, 22:34):
F - Feldman - Why Patterns?

:times10 :down :times10
Rideamus (13.07.2010, 22:55):
Ich erspare Euch mal Flötenwerke von Friedrich II, bleibe aber in derselben Epoche - thematisch jedenfalls:

F - Fall, Leo - Madame Pompadour

Eine der wenigen fast perfekten Operetten aus der sogenannten silbernen Epoche der Gattung, weil sie, selten genug, ein LIbretto hat, das man auch heute noch genießen kann, aber natürlich auch wegen Leo Falls Musik, die beileibe nicht nur aus "Heut kann einer sein Glück bei mir machen" besteht, wobei ruhig erwähnt werden kann, dass der melodische Einfall zu dieser langen Zeile und mehr noch dessen Fiortführung exquisit sind.

Schade, dass sie inzwischen nur noch selten aufgeführt wird, denn ich bin sicher, dass sie in guten Händen ihre Lebensfähigkeit bis heute beweisen kann.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (14.07.2010, 08:41):
F - Foulds - 3 Mantras Op.61b (I Of Action and Vision of Terrestrial, II Of Bliss and Vision of Celestial Avataras, III Of Will and Vision of Cosmic Avataras)

Dazu muss ich ein altes Zitat herausziehen:
In seinem Werk finden sich unter anderem Einflüsse von Sibelius, Debussy, Rachmaniniov und der indischen Musik, die sich von "atmosphärische(r) Kontinuität von zauberhafter Zeitentrücktheit" bis hin zu "reinste(r) Dämonie in Klängen" bewegen.
Heike (14.07.2010, 18:21):
G - Glass, Philip - Four movements for two pianos (2008)

Ich liebe diese minimalistischen, sich endlos und dann doch nicht ganz wiederholenden Motive und Phrasen!
Fairy Queen (14.07.2010, 20:43):
Zur Feier des Sturms auf die Bastille und des heutigen Nationalfeiertages:

G- Gossec "Hymne à la Marseillaise

Wenn man das zum ersten Mzl hört, glaubt man seinen Ohren nicht- diese art von patritismus sollte sich heutzutage mal ein Deutscher wagen! Die Franzosen haben kein Problem damit und senden dass frank und frei im Radio.
Sopran und Tenor im Wechsel mit Chor, begleitet vom Orchester bejubeln die Revolution und Liberté, egalité, fraternité.


F.Q.
Cetay (inaktiv) (14.07.2010, 21:12):
Einer der heissesten Komponisten der gegenwärtigen Generation:

G - Gander - Bunny Games für Ensemble (2006)

Gander beschreibt hier seinen Stil wie folgt: verführung abschied alkohol nähe weinen 90-63-92 kotzen schöne worte schnelle autos playmate scarlatti flirten flüstern tanzen achterbahn verzweiflung teure uhren schreien parfum porno bahnhof playboy distanz nothing reality matters kommen covergirl after midnight sprechen unaussprechliches hasen mit langen ohren
Heike (14.07.2010, 21:28):
G - Gluck, Christoph Willibald Ritter von - Iphigénie en Tauride

Dahinschmelzmusik zu einer Psychostory!

@Cetay: Scarlatti zwischen playmate und flirten ?!?
Cetay (inaktiv) (15.07.2010, 11:28):
Original von Heike
G - Gluck, Christoph Willibald Ritter von - Iphigénie en Tauride

Dahinschmelzmusik zu einer Psychostory!

@Cetay: Scarlatti zwischen playmate und flirten ?!?

Es gibt schlimmere Orte... :D

Ein Weiterer aus der Garde der Neuen Wilden Austrias:

G - Gadenstätter - Comic Sense
Rideamus (15.07.2010, 11:47):
Bei diesem KOmponisten fällt mir die festlegung auf ein einzelnes Werk besonders schwer, also mache ich es mir leicht und nehme das erste Musical, das den Pulitzer Preis erhalten hat:

G - Gershwin, George . Of Thee I Sing

Selten sind treffewnde Politsatire und schmissige Melodien so brillant verbunden worden wie hier. Leider gehört die Aufnahme von Michael Tilson Thomas inzwischen zu den gesuchten Raritäten, aber sie ist einige Anstrengung wert. (s. a. http://www.capriccio-kulturforum.de/operette-musical-zarzuela/1379-gershwin-george-die-musicals-of-thee-i-sing-und-let-em-eat-cake/)


:hello Rideamus
Fairy Queen (15.07.2010, 12:41):
G- Gluck, Ritter von : La clemenza di Tito

Weitaus unbekannter als die gleichnamige Oper seines mozärtlichen Kollegen, aber für meine ohren ein ebensolcher Schmaus.
Ich weiss nciht ob es inzwischen eine gute Aufnahme im Handel gibt. Ich habe diese Oper in ienem Mitschnitt des damals(vor etwa 25 Jahren) noch pioniermässig in Alter Musik aktiven Jean-Claude Malgoire und seinem Atelier Lyrique de Tourcoing gehört. Und mit meiner Gesangsprofessorin in der Rolle der Vitellia

F.Q.
Nicolas_Aine (15.07.2010, 14:41):
G - Grieg - Klavierkonzert a - moll
Agravain (15.07.2010, 15:31):
G- Górecki - Symphonie Nr. 3 "Sinfonie der Klagelieder"

Trotz des Hypes, der um diese Symphonie gemacht wurde (Pop-Charts etc.), bin ich immer wieder betroffen, wenn ich sie höre.

:hello
Cetay (inaktiv) (15.07.2010, 16:28):
Original von Agravain
G- Górecki - Symphonie Nr. 3 "Sinfonie der Klagelieder"

Trotz des Hypes, der um diese Symphonie gemacht wurde (Pop-Charts etc.), bin ich immer wieder betroffen, wenn ich sie höre.

:hello

Ich hätte die auch genannt, aber da dies nicht im Sinne des Schiedsgerichts ist, weiche ich aus:

G - Górecki - O Domina Nostra
Severina (15.07.2010, 16:48):
G - Gluck, Orphée et Eurydice

Einfach zum Dahinschmelzen, besonders wenn Juan Diego Flórez den Orphée veredelt!

lg Sevi :((bei 31° vor dem Compi auch am dahinschmelzen...)
Honoria Lucasta (15.07.2010, 16:59):
G - Glasunow, Violinkonzert in a-moll, op. 82

Wenn's mal schnell gehen muß mit dem Kunstgenuß :wink:
1. Satz Moderato (unter 4')
2. Satz Andante Sostenuto (ca. 9 ')
3. Satz Allegro (5 ')

Gefällt mir trotz der Kürze sehr gut.

Grüße!

Honoria
Fairy Queen (15.07.2010, 18:19):
G- Grieg- Solveigs Sang, Varen und andere Lieder!)

Die Lieder von Edvard Grieg sind ein Juwel in seinem Werk "Varen"= Letzter Frühling geht mir ganz besonders zu Herzen.

F.Q.
Rideamus (15.07.2010, 19:17):
Damit es auch mehrstimmig glucken kann:

G - Gluck - Don Juan

Gnz einfach die beste Ballettmusik, die ich kenne. Ich sah sie mal in Frankfurt in einer Choreographie John Neumeiers in Kombination mit Strawinskys SACRE und bin seither für "normales" Ballett verdorben, so großartig war diese Sternstunde.

Wer das Werk nicht kennt, greife sofort zu der spottbilligen Aufnahme der Englsh Baroque Soloists unter John Eliot Gardiner.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (15.07.2010, 19:20):
G - Giovanni Gabrieli - Sacrae Symphoniae (1597)

(unbedingt mit dem Concerto Palatino!)
Agravain (15.07.2010, 20:06):
G - Gounod - Roméo et Juliette

...weil's so eine schöne Vertonung des klassischen Stoffes ist.
Severina (16.07.2010, 00:11):
G - Gounod - Faust (bzw. Margarethe)
Da mir Agravain "Romeo et Juliette" weggenommen hat :wink, nominiere ich meine zweitliebste Gounodoper! An die literarische Vorlage darf man dabei natürlich nicht denken, die ist in der Oper mehr oder weniger auf die Lovestory reduziert, aber bei so schönen Melodien vergisst man bald auf die "zwei Seelen in einer Brust" und möchte mit Faust dem Augenblick huldigen "Verweile doch, du bist so schön!"

lg Severina :hello
Fairy Queen (16.07.2010, 09:34):
Da mache ich mal mit Gounod weiter- wobei meine Lieblingsoper ebenfalls Romeo et Juliette ist.
G-Gounod Arie der Sappho "O ma lyre immortelle" aus der Oper "Sapho"

Sapho war Gounods erste in Paris aufgeführte Oper und leider ein ziemlicher Miss-Erfolg. Die Rolle der Titelheldin war auf die Sängerin Pauline Viardot zugeschitten, die ihm die Tore der Pariser Oper damit geöffnet hat. Es soll angeblich auch eine Romanze- die aber eher einseitig war- zwischen Sängerin und Komponist gegeben haben. Um Sitte udn anstand willen darf Sapho in dieser Oper natürlich keine Frauen lieben sondern wird mit einem Mann (unglücklich, was sonst,) verkuppelt. Dieses absurde Szenario udn das schwache Libretto hat sicher auch zum Misserfolg der Oper beigetragen, denn wer glaubt schon einer Sapho die unglûcklcihe Liebe zu ienem mann?

Besagte Arie ist jedenfalls absolut himmlisch : Sapho besingt ihre Kunst, die ihr einziger Trost und Halt im Leben war und will sich, enttäuscht und gedemütigt, mit der Lyra ins Meer stürzen. Erinnert thematisch sehr entschieden an Tosacas "Vissi d'arte" (Ich lebte für die Kunst)
Die Arie steht in keiner Weise den grossen Sterbeszenen anderer Heroinen nach und ist das Einzige, was von dieser misslungenen Oper bis heute erhalten ist . Ich habe sie schon mehrfach von befreundeten Sängerinnen liver erleben dürfen. auf Cd gefällt mir bisher Regine Crespin am besten. Die ideale Arie für alle Stimmen zwischen Sopran und Mezzo die einen lyrischen Kern und ein gewisses dramatisches Potential haben- denn da geht es am Ende, beim Sprung ins tosende Meer, schon richtig in die Vollen!
Heike (16.07.2010, 10:24):
G - Gubaidulina, Sofia - Violakonzert

Ich kenne (noch) nicht viel von Gubaidulina, aber ganz besonders gut gefällt mir das Violakonzert von 1997. Dieses filigrane, morbide Werk hat mich durch den warmen, dunklen und zugleich oft herzzerreißend sprechenden Bratschenton besonders angerührt. Eine gelungene Verknüpfung neuer und traditioneller Musikkomponenten.
Cetay (inaktiv) (16.07.2010, 10:56):
Hartmann, Henze, Hespos, Hosokawa, Hovhaness, Harrison, Holliger, Holst, Haba, Hamel
vs
Hadyn, Hummel, Händel

Bei H dominiert in meiner Sammlung (soweit ich sie im Kopf habe) das 20. Jhd.
Stellvertretend:

H - Hans Joachim Hespos - Seiltanz
Agravain (16.07.2010, 11:43):
H - Händel - Saul

Was für ein Drama! Was für ein musikalischer Einfallsreichtum! Was für eine glänzende Dramaturgie! Der Eingangshymnus! Die Neid des Saul angesichts der Siegesfeierlichkeiten nach dem Tod des Riesen! Die herrliche Arie des David ("Oh Lord, whoese mercies numberless")! Die Hexe von Endor! Der Geist des Samuel!

Ganz großes barockes Ohrenkino!

:hello
Amadé (16.07.2010, 20:41):
H - Händel - Wassermusik, was denn sonst bei diesem Wetter?
Severina (17.07.2010, 00:10):
H - Händel, Semele

enthält mehr himmlische Musik als nur die berkannte virtuose (Spiegel-)Arie für ein Koloraturwunder!
Wenn jemand wissen will, wie witzig eine Barockoper sein kann, empfehle ich die DVD in der Carsen-Inszenierung mit Cecilia Bartoli und Charles Workman! Im September kommt diese Produktion ins ThadW - das wird garantiert ein highlight der nächsten Saison!

lg Severina :hello
Heike (18.07.2010, 07:59):
gerade im Radio gehört und für richtig gut befunden:

H - Heinichen, Johann David - Messe Nr. 9 für Soli, Chor und Orchester D-Dur
(Dresdner Barockorchester, Rademann)
Rideamus (18.07.2010, 08:49):
Früh kräht er, aber das exquisit:

H - Hahn, Reynaldo - L'heure exquise

Bei den vielen wunderschönen Liedern und Operetten Reynaldo Hahns hat man wirklich die Qual der Wahl, aber letztlich gibt es für mich kein schöneres als dieses so passend betitelte Lied, das ich in allen mir verfügbaren Fassungen mag, also auch Jarousky und Nicolai Gedda und natürlich Felicity Lott, Janet Baker und selbstmurmelnd Ninon Vallin, aber am liebsten gesungen von Susan Graham auf ihrer Reynaldo Hahn - cd, die es jetzt sogar recht günstig gibt:

.Wie schön, dass dieses Spiel mich dazu bringt, sie wieder einmal anzuhören.

:hello Rideamus
Heike (18.07.2010, 09:15):
H - Händel - Dixit Dominus

Schrecklich gewaltige, harte und dabei ganz aufwühlende, temperamentvolle Musik des jungen Händel.
Cetay (inaktiv) (18.07.2010, 09:48):
H - Haydn - The Creation / Die Schöpfung (natürlich mit McCreesh)
Rideamus (18.07.2010, 10:21):
Da darf natürlich diese Sinfonie nicht fehlen, die zu den einfallsreichsten und schönsten der Klassik gehört:

H - Haydn, Josef - Sinfonie Nr. 88 G-Dur

Braucht es da wirklich eine Begründung? Man höre und sehe sich mal an, wie Bernstein den vierten Satz mit den Wiener Philharmonikern erst mit Stab und dann nur mit den Augen "dirigiert": http://www.youtube.com/watch?v=WlURvraEmeY

:hello Rideamus
Heike (18.07.2010, 11:10):
Da Cetay mir schon mit der Schöpfung vorweggekommen ist, nehme ich (stellvertretend für seine gesamten Streichquartette)

H - Haydn - Streichquartett Nr. 77 C-Dur op. 76 Nr. 3 Hob. III:77 "Kaiser-Quartett"

Der zweite Satz, „Poco Adagio, Cantabile“ enthält vier Variationen über das Thema zum schon vorher komponierten Kaiserliedes „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ - woraus später wie bekannt die dt. Nationalhynme entstand.
Poztupimi (18.07.2010, 11:53):
Original von Heike
Da Cetay mir schon mit der Schöpfung vorweggekommen ist, nehme ich (stellvertretend für seine gesamten Streichquartette)

H - Haydn - Streichquartett Nr. 77 C-Dur op. 76 Nr. 3 Hob. III:77 "Kaiser-Quartett"

Der zweite Satz, „Poco Adagio, Cantabile“ enthält vier Variationen über das Thema zum schon vorher komponierten Kaiserliedes „Gott erhalte Franz, den Kaiser“ - woraus später wie bekannt die dt. Nationalhynme entstand.

Dazu fällt mir ein Zitat von einem Kaiser – Joachim, was habt Ihr denn gedacht? – ein, das ich mir mal notiert habe:

Wer nur unsere Nationalhyme im Ohr hat, von Blaskapellen getutet oder von
textunsicheren Versammelten bei Staatsakten gekrächzt, der kann schwerlich
ahnen, wie nobel und nachdenklich diese Melodie ist, die Haydn 1797 erfand.
(Joachim Kaiser: Kaisers Klassik – 100 Meisterwerke der Musik)

Grüße,
Wolfgang
Armin70 (18.07.2010, 17:33):
H - Herrmann, Bernard: Vertigo

Bernard Herrmann gehört unbestritten zu den brilliantesten Filmmusikkomponisten. Vor allem seine Musiken zu Hitchcocks Filmen machen diese erst zu den Meisterwerken, die sie sind. Stellvertretend habe ich hier Herrmanns atmosphärisch-dunkele und geheimsnisvolle Musik zu Hichtcocks Vertigo genannt. Vor allem das sehnsüchtige Liebesthema daraus entfaltet einen wahren Rausch und eine Sogwirkung, die an Wagner erinnert.
Cetay (inaktiv) (19.07.2010, 09:05):
I - Charles Ives - Robert Browning Overture

Der hyperoriginelle, unkategorisierbare Traditionavantgardist ist von mir längst noch nicht so erforscht, wie er es verdient hätte. Die Klavier- und Kammermusik scheint den kühnen Orchesterwerken kaum nachzustehen und selbst die Lieder haben beim Schnipseln neugierig gemacht.
Rideamus (19.07.2010, 11:25):
Bevor auch das I wieder vorzeitig verschwindet, hier ein Lieblingsstück von mir:

I - Ibert, Jacques - Divertissement

Ich lernte dieses herrliche und keineswegs flache "Unterhaltungsstück" kennen als Begleitmusik zu einem Marionettenspiel, das mit dem von Ibert so köstlich verfremdeten Hochzeitsmarsch Mendelssohns endete. Danach gewann ich das Stück richtig lieb und höre es immer wieder mal, am liebsten in der Aufnahme mit Charles Dutoit.

:hello Rideamus
Heike (19.07.2010, 18:50):
I ist für mich terra incognita, daher wechsle ich mal gleich zu J:

J - Janácek, Leoš - Streichquartett Nr. 1 "Kreutzersonate "

Das habe ich ja schon ausgiebig hier gelobt - ein extrem faszinierendes und höchst intimes Werk. Wobei das zweite Streichquartett auch keinen Deut schlechter ist.

Heike
Armin70 (19.07.2010, 19:32):
J - Janacek, Leos: Katja Kabanova

Ein packendes und gleichzeitig hoch-emotionales Drama um die klassischen Themen Liebe und Eifersucht aber vollkommen ohne rührseligen Kitsch.
Heike (19.07.2010, 19:39):
J - Jarrett, Keith - The Köln Concert

Das ist überhaupt DER Klassiker der Klavier- Solo- Improvisation, und meiner Meinung näher an Klassik als an Jazz.

"Die Einspielung des Köln Concert fand unter extrem widrigen Umständen statt. Der eigentlich ausgesuchte Konzertflügel war nicht rechtzeitig da. Jarrett musste auf einem mäßigen Stutzflügel spielen, der auch noch verstimmt war; zudem hatte der Musiker eine Nacht zuvor schlecht geschlafen. Sein Essen vor dem Konzert kam erst eine Viertelstunde vor der Rückkehr ins Opernhaus. Nur auf ausdrückliche Bitten der lokalen Veranstalterin Vera Brandes war Jarrett bereit, doch aufzutreten. Das Team wollte die Live-Aufnahme bereits streichen, als sich die Tontechniker darauf einigten, das ausverkaufte Kölner Konzert schließlich doch für interne Zwecke mitzuschneiden: Keith Jarrett passte das musikalische Geschehen dem Instrument an und beschränkte sich auf die mittleren und tiefen Töne, wobei er wiederholende Muster bevorzugte" (Quelle Wiki)

Eine meiner ältesten Aufnahmen und eine, die ich immernoch gern höre.
Heike
Rideamus (20.07.2010, 08:14):
Wahrscheinlich sagt THE ENTERTAINER den meisten mehr, aber ich nehme eine der erstaunlichsten Opern:

J - Joplin, Scott - Treemonisha

Diese einzige Oper des Autodidakten Scott Joplin, den wir eher durch seine Ragtimes kennen, ist weder in Wort noch in der Musik ein im akademischen Sinne perfektes Werk, aber sicher eines der besten Pendants zu einem Meisterwerk der naiven Kunst in der Oper.

:hello Rideamus
Agravain (20.07.2010, 19:20):
K - Korngold - The Adventures of Robin Hood

Sicher, man hätte natürlich "Die tote Stadt" nennen können. Aber ich liebe nun einmal den Film (kann es einen eleganteren Robin Hood geben als Errol Flynn?) und die Musik zu selbigem cineastischen Großereignis.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/61xFic7ttrL._SS500_.jpg

:hello
Heike (20.07.2010, 19:55):
K- Kurtág, György - Játékok (Spiele) für Klavier

Das sind viele kleine Stücke, die im Zeitraum von mehr als 20 Jahren geschrieben wurden. Kurtág bastelt da wie Kinder aus Bausteinen was zusammen - oder lässt alles wieder zusammenfallen, wirft Bälle hin und her und spielt mit den Noten.

Ich hab vor Jahren mal Leif Ove Andsnes einige Stücke live spielen sehen, das war auch ausgesprochen amüsant und höchst originell.

Hier aber eine andere Aufnahme mit Kurtágs Frau am Klavier.
http://www.youtube.com/watch?v=J7IRyDlcdzA
Einer der großen lebenden Komponisten!

Heike
Armin70 (20.07.2010, 20:16):
K - Korngold, Erich Wolfgang: Violinkonzert

Ein spätromantisches Violinkonzert in schwelgerisch-luxuriösen Klängen gekleidet. Korngold verarbeitete in diesem Werk kunstvoll eigene Filmmusikpartituren (Anthony Adverse, Juarez, Another Dawn und The Prince and the Pauper).
Nicolas_Aine (20.07.2010, 21:13):
K - Khachaturian - Violinkonzert
Rideamus (20.07.2010, 21:30):
K ist ganz eindeutig die Domäne der Operette und des Musicals. Ich fange mal mit dem besten Klassiker an, zumal die Texte von meinem Namenspatron stammen:

K - Künneke, Eduard - Der Vetter aus Dingsda

Ich sage nur: Sieben Jahre lebt' ich in Batavia.

:hello Rideamus
Fairy Queen (20.07.2010, 21:44):
K- Koechlin, Charles

Si tu le veux stellvertretend für die wunderschöne spâtromantsiche Musik des belgischen Komponisten und zu Ehren des belgischen Nationalfeiertags morgen!

F.Q.
Cetay (inaktiv) (20.07.2010, 21:50):
K - Volker David Kirchner - Missa Moguntina

Ein effektvoller und tiefgründiger Brocken, der mich immer wieder überwältigt.
Rideamus (20.07.2010, 23:09):
Trotz CHICAGO muss jetzt natürlich das hier sein:

K - Kander, John - Cabaret

Willkommen, bienvenue, welcome au Cabaret

:hello Rideamus
Armin70 (20.07.2010, 23:16):
K - Kodaly, Zoltan: Marosszeker Tänze

Neben der Hary-Janos-Suite und den Tänzen aus Galanta gehören die Marosszeker Tänze zu den berühmtesten Orchesterwerke von Zoltan Kodaly.
Severina (20.07.2010, 23:22):
Nun, wenn's Agravain nicht tut, dann eben ich :D:

K - Korngold, Die tote Stadt

Laut Marcel Prawy die letzte Oper mit einem Ohrwurm: "Glück, das mir verblieb". Damit erschöpft sich die Schönheit von Korngolds Klangwelt aber natürlich nicht!

lg Severina :hello
Rideamus (21.07.2010, 07:37):
Mindestens Einer fehltr noch:

K - Kern, Jerome - Show Boat

Nichjt nur der "Ol' Man River" fließt in einem der großartigsten Musicals überhaupt, beständig dahin, sondern ein ganzes Füllhorn hinreißender Melodien, die dennoch, Oscar Hammerstein II sei Dank, zu keinem Zeitpunkt die Ernsthaftigkeit ihres Stoffes verraten. Am besten genießt man es in der mustergültigen Gesamtaufnahme von John McGlinn.

:hello Rideamus
Heike (21.07.2010, 08:14):
K - Korngold - "Viel Lärm um nichts"-Suite

In der Fassung Cello - Klavier (Auszüge mit unserem Forenmitglied Michael am Cello):
Agravain (21.07.2010, 10:25):
L -Ljadow - Der verzauberte See op. 62

Was für eine herrliche kleine Tondichtung. Augesprochen zauberhafte Atmosphäre, romantisch und impressionistisch in einem.
Cetay (inaktiv) (21.07.2010, 10:44):
L - Klaus Lang - The book of serenity

Lang ist ein hochinteressanter Zeitgenosse, dessen versponnene Zen-meisterlichen Essays nicht minder interessant sind als seine subtilen Klanglandschaften.
Heike (21.07.2010, 15:30):
L - Lutoslawski, Witold - Konzert für Violoncello und Orchester (1969-1970)

Ein modern expressives, aber doch lyrisches Werk von großer Virtuosität.
Heike
Cetay (inaktiv) (21.07.2010, 21:00):
L - Lutoslawski - Sinfonie Nr. 3

Ein Klassiker der "Musik nach 1950".
Heike (21.07.2010, 21:24):
L- Ligeti, György - Lontano für großes Orchester

Ganz diffizile und interessante, sich aus vielen Solisten auf- und abbauende Klangwelten, das hat mich sofort beim ersten Hören (letztes Jahr im Konzert) sehr fasziniert!
Heike
Nicolas_Aine (21.07.2010, 23:15):
L - Lalo - Symphonie Espagnole
Armin70 (22.07.2010, 01:01):
L - Loewe, Frederick: My Fair Lady

Ein schöner Musical-Klassiker mit vielen bekannten Ohrwürmern und Evergreens.
Cetay (inaktiv) (22.07.2010, 08:31):
L - David Lang - Slow Movement
Eine quasi stehende Klangfläche, deren ständige innere Bewegung über die Zeit einen düster-bedrohlichen Charakter entwickelt; beklemmend. Hier drauf zu finden:

http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/01/ciu/28/83/030d51c88da09247a3db1210.L._AA300_.jpg
Rideamus (22.07.2010, 08:40):
Jetzt ist die Operette aber wirklich unvermeidlich:

L - Léhar, Ferenc - Die lustige Witwe

Eigentlich wollte ich ja DER GRAF VON LUXEMBURG nehmen, aber die WITWE ist nicht von ungefähr der Klassiker der "silbernen" Operette schlechthin geworden. Man höre sich das mal an, wenn die Musik ernst genommen wird, etwa von John Eliot Gardiner.

:hello Rideamus
Honoria Lucasta (22.07.2010, 09:46):
Unglaublich, so viele L's und noch kein Liszt !

Dafür jetzt aber:

L - Liszt, Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur

Wuchtig, farbig, brilliant.

Grüße!

Honoria
Rideamus (22.07.2010, 12:24):
Noch ein großartiges Musical:

L - Loesser, Frank - Guys and Dolls

oder: was passieren kann, wenn ein Führer der New Yorker Unterwelt sich in eine Offizierin der Heilsarmee verliebt. Ausnahmsweise ist hier der Film mit Marlon Brando, Jean Simmons und Frank Sinatra nicht schlechter als das Broadway-Original.

:hello Rideamus
Fairy Queen (22.07.2010, 15:02):
L- Franz Liszt: Sonette nach Petrarca- stellvertretend für seine herausragenden Liedkompositionen und seinen excellenten Geschmack für hochwertige literarische Vorlagen

F.Q.
Heike (22.07.2010, 15:09):
L - Liszt, Franz - h moll Klaviersonate

Ich glaube, da muss ich nicht viel dazu erklären, so allgemein bekannt wie die ist. Immer wieder zum Reinversenken für mich: das allgegenwärtige absteigende Tonleiter- Motiv
Armin70 (22.07.2010, 18:54):
L - Ligeti, György: Atmospheres

Für mich persönlich DER Klassiker der zeitgenössischen Orchestermusik.
Heike (23.07.2010, 09:25):
M - Mussorgsky - Bilder einer Ausstellung

In der von mir meist bevorzugten Klavierfassung mit Ivo Pogerelich
oder in der Orchesterfassung die ganz wunderbare live Aufnahme mit MarisS Jansons von 2009
Rideamus (23.07.2010, 10:55):
Bei M geht's ja gar nicht anders:

M - Massenet - Manon

Ist aber auch eine der schönsten und besten Opern, besonders in der DVD aus Barcelona mit Nathalie Dessay und Rolando Villazon.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (23.07.2010, 11:46):
Es juckt mich in den Fingern, gleich zum N überzugehen.http://www.smileygarden.de/smilie/Teufel/99.gif

Aber gut:
M - Mitterer - Coloured Noise (Brachialsymphonie für 23 Musiker und Elektronik)

Erregende Klänge im Spannungsfeld zwischen klassischer Avantgarde, Jazz und Neuer Improvisationsmusik
Heike (23.07.2010, 13:55):
M - Mahler, Gustav - Sinfonie Nr. 9

Ich mag alle Mahler-Sinfonien, aber die 9. (und die 6.) besonders. Mahler gibt sich seinen Erinnerungen hin, aber es will kein Leben mehr fließen. Jedes Aufblitzen von Fröhlichkeit versackt wieder oder wird tragisch verzerrt. So als ob er dagegen ankämpft, dass es zu Ende ist. Erst zum Schluss siegt Trauer.
Heike
Rideamus (23.07.2010, 16:10):
Bevor noch weiter um diesen wichtigsten M-Komponiten herumgezirkelt wird, entscheide ich mich trotz seines grandiosen Klarinettenkonzertes für

M - Mozart, Wolfgang Amadeus - Le nozze di Figaro

Eine meiner drei Kandidatinnen für die vollkommene Oper, und wenn man alle Bewertungspunkte isolieren und einzeln zusammenzählen könnte, wäre es vielleicht sogar die, auf die meine endgültige Wahl als beste Oper überhaupt fiele.

:hello Rideamus
Heike (23.07.2010, 16:17):
Wichtige M-Komponisten gibts ja jede Menge, also auf jeden Fall fehlt noch
M - Mendelssohn-Bartholdy - Elias

Obwohl ich ziemlich vieles von FMB mag, ist mein Lieblingswerk zur Zeit sein "Elias": das Oratorium über die Geschichte des biblischen Propheten Elias. Sehr dramatisch, sehr schöne Chöre, berührend emotionale Musik! Eigentlich Romantik pur.
Nicolas_Aine (23.07.2010, 22:29):
M - Mahler - Symphonie Nr. 3 d - moll
Nicolas_Aine (23.07.2010, 23:23):
M - Mendelssohn - Violinkonzert e - moll Op. 64
Armin70 (24.07.2010, 00:28):
M - Merikanto, Aarre: Lemminkäinen, Symphonisches Poem
Heike (24.07.2010, 08:15):
M - Mozart, Wolfgang Amadeus - Requiem

Auch wenn er es gar nicht selbst zu Ende geschrieben hat, finde ich es genial.
Heike

P.s.
@Nicolas_Aine: bitte nicht 2 Beiträge direkt nacheinander schreiben, das ist laut Regeln (siehe Eingangsbeitrag) verboten!
Cetay (inaktiv) (24.07.2010, 09:43):
M - Machaut - Messe de Notre Dame
Heike (24.07.2010, 15:31):
M - Monteverdi - L’Orfeo

Die ewig schöne und tiefgründige Tragödie von Orpheus, Euridice und der Unterwelt; selbstverständlich ist dieser Stoff ein Klassiker der Psychologie. Und die Musik dazu ist bezüglich Klarheit und Melodienreichtum ein großes Wunderwerk des Frühbarock.
Rideamus (24.07.2010, 16:22):
Mindestens einer fehlt noch:

M - Magnard, Alberic - Guercoeur

Wahrscheinlich meine letzte ganz große Entdeckung und eine der besonders bedeutenden, die ich den Foren verdanke. Allein das Schlussquartett der göttlichen Wesen Wahrheit, Güte, Schönheit und Leiden (Mère, vois l'orgeilleux) ist in jeder Bedeutung des Wortes himmlisch. Leider ist die einzige Gesamteinspielung unter Michael Plasson mit José van Dam, Nadine Denize, Hildegard Behrens und Gary Lakes (beide damals noch richtig gut) schon lange nicht mehr am Markt.

:hello Rideamus
Heike (24.07.2010, 16:37):
M - Medtner - "Vergessene Weisen", 3 Zyklen op.38, 39 und 40 (1918-22)

Sehr russische, an Rachmaninov erinnernde, komplexe Klavierstücke, die es in sich haben. Meiner Meinung nach Rachmaninov durchaus ebenbürtig - es ist mir jedenfalls schleierhaft, warum Medtner heute so viel weniger bekannt ist als sein musikalischer Bruder. Ich finde Medtners Klavierwerke mitunter sogar schöner, weil klarer und geradliniger.


(z.Zt. günstig bei jpc für 7,99 €)

Heike
Armin70 (24.07.2010, 16:52):
M - Mussorgsky, Modest: Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Orginalfassung)
Rideamus (24.07.2010, 17:46):
Noch ein Beitrag zur gebührenden Präsenz der Opernkomponisten:

M - Meyerbeer, Giacomo - Les Huguenots

Eine der großartigsten der Grand Opéras und das Vorbild der ganzen Gattung darf hier keinesfalls fehlen. Leider ist auch hier die beste Aufnahme schon lange vergriffen, nämlich die von Cyril Diederichs mit Richard Leech und Ghyslaine Raphanel.

:hello Rideamus
Heike (24.07.2010, 20:07):
M - Messiaen - Quatuor pour la fin du temps

Das "Quartett für das Ende der Zeit" für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier wurde von Messiaen 1940/41 in einem deutschen Kriegsgefangenenlager komponiert, mit den dort verfügbaren Musikern. Es erinnert an die Offenbarung des Johannes. Die Uraufführung des kompletten Werkes fand im Lager in Görlitz am 15. Januar 1941 vor ca. 400 Kriegsgefangenen statt, der Komponist selbst übernahm den Klavierpart. Das ist extrem berührende Musik, die mich beim ersten Hören direkt überwältigt hat.
Cetay (inaktiv) (25.07.2010, 12:14):
M - Maderna - Oboenkonzert Nr. 3

Diesen Faden kann man gut nutzen, um im Sinne des Missionsgedankens alte Beiträge zu recyclen: :P

Allein für diese Überwerke hat sich die "Erfindung" des Serialismus gelohnt. Selten kann man einen so differenziert ausgeleuchtenden Orchesterklang erleben. Maderna nutzt die ganze Palette von feinst ausgestalteten Einzelklängen, über kammermusikalische Einschübe bis zum (seltenen) massiven Tuttiausbruch. Dazu kommt der Solist, der mit seinem Instumentarium (u.a. English-Horn und Oboe d'amore) eine sehr breite Klangfarben- und Ausdruckspalette von italienischer Klangseligkeit bis hin zu Free Jazz-artigen Eruptionen abdeckt. Das alles fügt sich zwingend und schlüssig zu einem oppulenten Ohrenschmaus zusammen. Spannende und positiv aufregende Musik von großer emotionaler Kraft.
Bruno Maderna ist für mich der größte Komponist der radikalen Moderne. Ohne dass er dem Zuhörer in punkto Tonalität auch nur einen Millimeter entgegen kommt, ist er zugänglich und stellenweise sogar eingängig. Empfindsame Solopassagen, kammermusikalische Einschübe, betörende Klangkombinationen und heftige Tuttipassagen, die immer fein differenziert und durchhörbar bleiben, fügen sich mit einer bestechenden Logik zu einer großformatigen Anlage zusammen. Madernas Kompositionen sind abenteurliche Reisen, die mich von Anfang bis Ende in atemloser Spannung gefangen halten.
Maggie (25.07.2010, 14:35):
Original von Rideamus
Noch ein Beitrag zur gebührenden Präsenz der Opernkomponisten:

M - Meyerbeer, Giacomo - Les Huguenots

Eine der großartigsten der Grand Opéras und das Vorbild der ganzen Gattung darf hier keinesfalls fehlen. Leider ist auch hier die beste Aufnahme schon lange vergriffen, nämlich die von Cyril Diederichs mit Richard Leech und Ghyslaine Raphanel.

:hello Rideamus

Lieber Rideamus,

bist du sicher, dass die beste Aufnahme vergriffen ist? ;-)

Ich liebe diese.

Nicolai Gedda - Raoul de Nangis
Rita Shane - Marquerite de Valaois
Enriqueta Tarres - Valentine
Justino Diaz - Marcel
Jeanette Scovotti - Urbain
Dimiter Petkov - Le Cornte de Saint-Bris
Orchestra e Coro della Radio Austriaca unter Ernst Märzendorfer



Um nicht mit dem ersten Posting ins Fettnäpfchen zu treten, hier auch von mir noch eine M - Antwort

Mozart - Don Giovanni

Meine Lieblingsaufnahme ist diese:

"http://www.amazon.de/Mozart-Don-Giovanni-Simon-Keenlyside/dp/B001U5V03U/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1280061060&sr=1-1"

Ok,ok ich bin voreingenommen. :J

LG

Maggie
Agravain (25.07.2010, 14:36):
M- Mahler- Das Lied von der Erde

„Ich spiele noch oft das ‚Lied von der Erde’. Es ist unglaublich schön. Es ist nicht zu sagen.“ Wie recht hatte Alban Berg. Und: Ist uns Mahler je näher als hier?
Armin70 (25.07.2010, 14:50):
M - Martinu, Bohuslav: Sinfonie Nr. 5

Stellvertretend für Martinus 6 Sinfonien habe ich mal die 5. genannt. Ein interessantes neoklassizistisches Werk, das mit einer vitalen tänzerischen Rhythmik geprägt ist.

P.S.: Hallo Maggie und ein herzliches Willkommen hier im Klassikforum.
Rideamus (25.07.2010, 17:32):
Original von Maggie

Lieber Rideamus,

bist du sicher, dass die beste Aufnahme vergriffen ist? ;-)

Ich liebe diese.

Nicolai Gedda - Raoul de Nangis
Rita Shane - Marquerite de Valaois
Enriqueta Tarres - Valentine
Justino Diaz - Marcel
Jeanette Scovotti - Urbain
Dimiter Petkov - Le Cornte de Saint-Bris
Orchestra e Coro della Radio Austriaca unter Ernst Märzendorfer

Maggie

Liebe Maggie,

die von Dir bevorzugte Aufnahme ist auch großartig. Leider aber stark gekürzt, und der Klang ist bei der Studioaufnahme auch deutlich besser. Aber genug mit dem OT, das in einen anderen, am besten eigenen Strang gehört. Vielleicht einer zu Meyerbeer allgemein, denn ich darf seinen großartigen ROBERT LE DIABLE hier nicht mehr nennen. Also komme ich Euch mit

M - Menotti, Gian Carlo - AMAHL AND THE NIGHT VISITORS

Ich hätte vielleicht besser den CONSUL genommen, oder AMELIA AL BALLO, aber für diese Weihnachtsoper habe ich eine ganz weiche Stelle in meinem musikalischen Herzen, weshalb ich auch das Original unter der Leitung von Menottis damaligem Lebensgefährten Thomas Schippers vorziehe.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (25.07.2010, 19:08):
M - Frank Martin - Maria-Triptychon für Sopran, Violine und Orchester

Zwischen Meditativität und dramatisch-expressiver Intensität. Martin ist ein hochinteresanter Komponist, von dem es noch viel zu entdecken gibt: Eine Messe für Doppelchor, ein Requiem, das Oratorium Golgotha...
Heike (25.07.2010, 19:29):
M - Mompou, Frederic - El Pont für Cello & Klavier

Sehr meditatives, ein wenig wehmütiges Stück, zum träumen schön!
Cetay (inaktiv) (25.07.2010, 21:31):
M - Isabel Mundry - Dufay-Bearbeitungen 1-7
Armin70 (25.07.2010, 22:20):
M - Milhaud, Darius: Le boeuf sur le toit

Bunte witzige Musik mit einer Mischung aus Jazz und brasilianischer Folklore.
Cetay (inaktiv) (26.07.2010, 10:08):
M - Mozart - Große Messe in c-Moll KV 427

Die Mozart’sche Melodie ist, losgelöst von irdischer Gestalt, das Ding an sich, schwebt… zwischen Himmel und Erde. (R. Strauss)
Heike (29.07.2010, 17:25):
N - Nono - Fragmente - Stille, An Diotima.

Na was wohl, natürlich dieses Streichquartett, was vielleicht das einzige ist, was manche von Nono kennen. Die Faszination zwischen Stille und Klang schlechthin!
Rideamus (29.07.2010, 17:50):
Jetzt ommt schon wieder eine viel zu unbekannte, grandiose Oper:

N - Nielsen, Carl - MASKERADE

Wer Nielsen nur als großartigen Sinfoniker kennt, hat es schon mal gut, aber ihm fehlt etwas ganz Wichtiges, nämlich eine der letzten rundum geglückten komischen Opern überhaupt.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (30.07.2010, 09:58):
N - Gösta Nystroem - Sinfonia del Mare

Ich weiß nicht, wie lange ich schon vorhabe, dieses grandiose Werk zu besprechen... :ignore
Heike (30.07.2010, 13:58):
N - de Nebra, Blasco - Pastorale für Cembalo Nr. 6 e-moll

Stellvertretend für seine Cembalowerke, die (auch auf dem Klavier gespielt) wunderschöne kleine Perlen sind.
Cetay (inaktiv) (31.07.2010, 13:48):
O - Offenbach - Orphée aux enfers

Bevor man das Thema "Operette" für sich ad acta legt, sollte man dieses Werk (mit Leibowitz am Pult!) gehört haben.
Severina (31.07.2010, 17:37):
O -Carl Orff - Carmina Burana

Trotz maximaler kommerzieller Verwurschtung einfach nicht umzubringen und immer wieder mitreißend!

lg Severina :hello
Cetay (inaktiv) (01.08.2010, 15:17):
P - Pousseur - Aquarius-Mémorial (1994-99)

Eines der anregendsten Konzertwerke der Moderne im engeren Sinne (Post-Webern, Serialismus, Aleatorik). Die großformatige Anlage der 80-minütigen Klangskulptur ist originell. Im ersten Satz spielt das Klavier alleine, der 2. und 3. Satz gehören dem Orchester (im 2. Satz "36 unspecified musicians divided into six groups of gradually differentiated registers" und im 3. Satz "37 solists"). Der halbstündige Schlußsatz wird zunächst wieder vom Klavier alleine bestritten, ehe schließlich die Vereinigung stattfindet.
Heike (01.08.2010, 18:26):
P - Poulenc - Dialogues des Carmélites

Eine großartige Oper, die ich dank Rideamus' vergangenem Rätsel kennenlernen durfte. Ich freue mich schon auf 2 Aufführungen in der nächsten Berliner Saison: Eine Neuinszenierung an der KOB von Calixto Bieito und eine Wiederaufnahme an der DOB nach Günter Krämer.
Cetay (inaktiv) (01.08.2010, 18:41):
P - Purcell - Funeral Music for Queen Mary

Das resoniert bis in die letzte Zelle.
Amadé (01.08.2010, 20:13):
P - Paganini - Capricen für Violine

Immer noch Maßstab!
Cetay (inaktiv) (02.08.2010, 10:52):
P - Hèctor Parra - Hypermusic Prologue

Diese "Oper in der 5. Dimension" basiert auf den Ideen der Star-Physikerin und Bestsellerautorin Lisa Randall (Verborgene Universen). Die versuchte Verquickung aus Wissenschaft und Kunst ist ein recht ambitioniertes und nach Meinung dieser Rezension wenig gelungenes Unterfangen. Interessanter als die 2589. Einspielung der X-ten von Y ist sie allemal.

Ich bin gespannt, ob wir das Q schaffen. Ich kenne kein einziges Werk eines Komponisten mit Q... es sei denn, wir würden Suzi Quatro den Status als "Komponistin" zugestehen. :D
Sfantu (02.08.2010, 12:25):
P - Porumbescu, Ciprian (1853-83) - Ballade für Violine und Klavier

Bekannter (& für meinen Geschmack auch reizvoller) wurde das Stück durch posthume Orchestrierungen des Klavierparts. Die Tür zum Salon wird manchmal fast geschrappt - aber eben nur fast. Zugrunde liegen volksmusikalische Muster wie Doina und Romante (unter das "t" gehört eigentlich noch ein Häkchen, wodurch es dann als "z" gesprochen wird) und die bedienen nunmal Themen wie Naturpoesie, Liebesleid und Verzicht. Schwermütig, sentimental aber kein Schmachtfetzen, sozusagen fettfrei (ungewöhnlich für rumänische Küche). Gemeinhin gilt die Balada als (späte) Geburtsstunde der rumänischen Kunstmusik - ein gelungener Einstand - foarte frumos!!!

:hello Sfantu
Agravain (03.08.2010, 13:08):
P - Puccini - Tosca

Neben dem Don Giovanni für mich die Oper. Was für Musik...

:hello
Severina (03.08.2010, 13:44):
P - Pizzetti, Ildebrando - Assassino nella Cattedrale

Großartige musikalische Umsetzung von T.S Eliots Theaterstück über die Ermordung Thomas Beckets!

lg Severina :hello
Heike (03.08.2010, 23:30):
P - Prokofjew - Klaviersonate Nr. 8

Heike
Sfantu (04.08.2010, 12:51):
Zufälle gibt's...Prokofiews Achte lag mir auch auf der Zunge (am liebsten mit Gawrilov oder Glemser)

P - Pierné, Gabriel - Marche des petits soldats de plomb

Ursprünglich wohl aus dem Ballett "Cydalise et le Chèvre-pied" stammend, hat es sich verselbständigt und zu einiger Popularität gebracht - in unzähligen Eigen- und Fremdarrangements.

Zauberhaftes Zuckerwerk, ein Geschwisterchen des Drehorgelwalzers aus Schostakowitschs "Hornisse"
Heike (04.08.2010, 14:35):
P - Puccini - La Boheme

Weil es so schrecklich traurig ist und so herzzerreißende Musik. Wenn Mirella Freni als Mimi stirbt, kann man einfach nur mitheulen.
Heike
Sfantu (04.08.2010, 16:34):
P - Puccini - La Tregenda (2. Interludio, II. Akt aus Le Villi)

Ein furioser Hexenritt - dramatisch, knallig, mit unwiderstehlichem Drive.
Insbesondere aus dem Puccini-Instrumentalalbum des (damals noch) RSO Berlin unter Chailly (DECCA, wiederveröffentlicht in der Budget-Serie "The-Originals") ein atemberaubendes Klangspektakel - ideal als Prüfstein für die Leistungsreserven einer HiFi-Kette. Ein Bekannter von mir war seinerzeit RSO-Musiker und charakterisierte Chailly mit einem Ausdruck, dessen höfliche Entsprechung wohl "Scheusal" oder "Tyrann" lauten müsste. Wenn's solche Ergebnisse zutage fördert - kann man's da nicht vielleicht sogar verzeihen...?
Sfantu (04.08.2010, 17:03):
:W
Amadé (04.08.2010, 18:38):
P - Punto, Giovanni - Konzerte für Horn und Orchester

bei Jan Vaclav Stich werde ich mich dann zurückhalten.

Amadé
Agravain (05.08.2010, 16:47):
R - Rachmaninow - Das große Abend- und Morgenlob op. 37

...und zwar am liebsten in der glänzenden Aufnahme mit dem MDR Rundfunkchor Leipzig, die den russischen Ton mit präzisem deutschen Chorklang verbinden. Das macht wahrhaft was her!

:hello
Severina (05.08.2010, 17:41):
R - Rameau - Platée

Vieles an Rameau mutet erstaunlich modern an, beim "Blindhören" wären Einordnungen so mancher Passagen in spätere Jahrhunderte nicht unwahrscheinlich.
Die DVD in der Regie Laurent Pellys und mit dem umwerfenden Paul Agnew ist das beste Plädoyer für Barockopern - herrlich!! :down

lg Severina :hello
Maggie (05.08.2010, 20:51):
R - Rossini - Der Barbier von Sevilla

Meine liebste Einspielung ist eine in deutscher Sprache.


Solistenvereinigung des Berliner Rundfunks
Staatskapelle Berlin - Otmar Suitner

Peter Schreier
Fritz Ollendorff
Ruth-Margret Pütz
Hermann Prey
Annelies Burmeister
Franz Crass


LG

Maggie
Cetay (inaktiv) (05.08.2010, 22:02):
Na, na?! Ich sehe die virtuellen Augenbrauen der Oberschiedsrichterin ganz weit hochgezogen. Wehe, wenn das jemand mit dem X oder Y macht... http://www.smileygarden.de/smilie/Sauer/255.gif

R - Rameau - Anacréon
Heike (05.08.2010, 22:34):
Jaaaaaa das Q - es gäbe da schon einige ..... siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Komponisten/Q
und was das X oder Y angeht, ich warne schon mal: das kommt auf keinen Fall in Frage, die auszulassen (das wäre einfach unverzeihlich)!

also erstmal weiter zu R
R - Rameau - Pièces de Clavecin

Das sind Suiten aus Tanzsätzen oder Charakterstücken, die für Cembalo komponiert sind. Auf einem Flügel klingen sie unglauiblich modern und spannend, aber ich habe auch schon sehr schöne Cembaloeinspielungen gehört. Rameau scheint ja mehrere Liebhaber zu haben :-)

Heike
Severina (05.08.2010, 23:27):
Da mir Maggie (Schön, Dich hier zu lesen! :D ) den Barbiere weggeschnappt hat, ein anderes Werk des Schwans von Pesaro:

R - Rossini - Il viaggio a Reims

Wenige Reise sind so vergnüglich und eignen sich so zur Stimmrotzenprotzerei! :D

lg Severina :hello
Heike (06.08.2010, 08:47):
R - Rachmaninov - Preludes

Da ich mich für keines der Klavierkonzerte entscheiden kann, weil ich alle mag, nehme ich die Preludes, am liebsten mit Osborne (und was für ein schönes Cover!)



Heike
Amadé (06.08.2010, 09:46):
R - Rebel, Jean-Féry - Les Elémens

natürlich in der hinreisenden Aufnahme mit Goebel:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51C62QSDKKL._SL500_AA300_.jpg
Nicolas_Aine (06.08.2010, 20:58):
R - Rachmaninov - Klaviertrio elegiaque
Sfantu (06.08.2010, 23:38):
R - Revueltas, Silvestre (1899-1940) - Kleines ernstes Stück Nr. 1 für Orchester

Filigran, durchsichtig, neoklassizistisch, an Milhaud gemahnend. Anders als in seinen manchmal etwas lärmenden grossorchestralen Schinken, die auch die Nähe zu seinem Mitstreiter für eine nationale mexikanische Tonkunst, Carlos Chavez, erkennen lassen, hört man hier nicht das scheinbar unvermeidliche und schnell das Ohr ermüdende Schlagwerk-und-Sambagurken-Spektakel.
Eines der interessanteren, fortschrittlicheren Revueltas-Werke.

Sein Leben verlief übrigens ausgesprochen abenteuerlich - ist das eigentlich schon verfilmt worden? Wenn nicht - hier würd' sich's lohnen...
Armin70 (07.08.2010, 06:59):
R - Reger, Max: Vier Tondichtungen nach Arnold Böcklin

Irgendwie habe ich eine kleine Schwäche für diesen leider unterschätzten Komponisten. Übrigens finde ich Regers Version der Toteninsel besser als Rachmaninows musikalische Umsetzung, weil Reger für mich düsterer und dramatischer klingt.
Cetay (inaktiv) (07.08.2010, 21:02):
R - Ferdinand Ries - Konzert für 2 Hörner & Orchester WoO. 19 (1811)

Ob es gerechtfertigt ist, Ries als Beethoven-Epigonen abzuqualifizieren, weiß ich nicht. Dieses vielschichtige Doppelkonzert ist jedenfalls nicht nur für Horn-Fans eine echte Entdeckung.
Sfantu (08.08.2010, 01:54):
R - Rawsthorne, Alan (1905-71) - Klavierkonzert Nr. 2 (1951)

Nomen est omen? Ja und nein: Mit "grobem Stachel" haben wohl eher Mussorgskij oder Janacek ihre Tinte aufs Notenpapier gebracht. Rawsthorne bürstet gelegentlich zwar auch gern gegen den Strich - nur schichtet und massiert er die Klangressourcen des Orchesters weniger, setzt vielmehr auf eine nicht gerade typisch britische Clarte - alles ist durchsichtig, konturenscharf, lichtdurchflutet. Eine durchaus eigene Stimme im Spannungsfeld zwischen Poulenc und Prokofiev - prägnant, virtuos (und bei Naxos hochwertig & zu günstigen Konditionen zu entdecken).
Cetay (inaktiv) (08.08.2010, 09:31):
Da fehlt doch noch ein Schwergewicht.

R - Ravel - Sonate für Violine und Klavier (1897)
Sfantu (09.08.2010, 10:39):
R - Roman, Johan Helmich (1694-1758) - Drottningholmmusiken

Anlässlich der Feierlichkeiten zur Eheschliessung Kronprinz Adolf Fredriks von Schweden mit Prinzessin Luise Ulrike von Preussen geschrieben, bietet diese grossangelegte, vielsätzige Suite, Gelegenheit, eingängiges, unterhaltsames, prunkvolles Barock zu verkosten, wenn es nicht zum Xten Mal die Water Musick sein soll.

Soweit ich es überblicke, gibt es überraschend wenig Aufnahmen. Meine ist die mit dem Upsalla Kammerorchester unter Anthony Halstead - modernes Instrumentarium mit einem Leiter aus der historisierenden Szene: sehr ansprechend, das Ganze - nur leider noch im topfigen Schmalspur-Sound der früheren Naxos-Jahre.
Honoria Lucasta (10.08.2010, 07:32):
Weil es buchstäblich paßt und ich es gerade höre (Horowitz, RCA Victor Symphony Orchestra, Fritz Reiner)

R - Rachmaninov, Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 in d-moll op. 30

Ich liebe es vor allem wegen seines Melos und der schwelgerischen Üppigkeit - gerade das Richtige, um einen Dienstagmorgen zu begleiten.

Grüße!

Honoria
Nightrider (10.08.2010, 09:12):
R - Respighi: Alte Weisen und Tänze

Die Ehre gebührt eigentlich den zahlreichen alten Komponisten, die Respighi hier auf respektvolle Weise "aufpoliert" hat.

Schöne Grüße,
Peter
Heike (10.08.2010, 14:25):
S- Scarlatti, Dominico - Sonate für Klavier d-moll K 9

stellvertretend für seine Hunderte von bezaubernden kleinen Cembalo- bzw. Klaviersonaten.
Sfantu (10.08.2010, 15:48):
S - Scelsi, Giacinto (1905-88) - Quatro pezzi su una sola nota per orchestra (1959)

Wie der Titel schon andeutet, hört man fast ausschliesslich Primen. Lange Notenwerte, viel Blech (meist gestopft) und Schlagwerk, weniger Holz, selten hohe Streicher con sordino. Stetiger, unvorhersehbarer Wechsel von Stille, Geräusch und Klangballung.
Das Bild eines gefangenen Ungeheuers steigt auf, nicht durch ein Gitter, nur durch einen (vielleicht) überwindbaren Graben vom Betrachter (Hörer) getrennt. Fesselnd, hypnotisierend, angsteinflössend.

Gestern war Scelsis 22. Todestag.
Heike (10.08.2010, 16:18):
S ist einer meiner Lieblingsbuchstaben:

S- Schostakowitsch - Cellokonzert Nr. 1 op. 107

(knapp vor den Präludien op. 34) - weil dieses grandiose Cellokonzert meine Liebe zu Schostakowitsch einst begründete. Ich hab es im Radio gehört und war elektrisiert bis ins letzte Haar. Unübertroffen für mich diese Aufnahme:
Nightrider (10.08.2010, 18:50):
S - Schubert: Die schöne Müllerin

stellvertretend für seine Hunderte von bezaubernden Liedern.
Severina (10.08.2010, 19:08):
S - Schubert, Fierrabras
Schuberts Stärke war sicher nicht die Oper, aber speziell "Fierrabras" finde ich nicht so schlecht, wie oft behauptet wird.
Claus Guth hat in Zürich aus dem verqueren Libretto eine ziemlich spannendes Psychodrama gemacht, die DVD kann ich wärmstens empfehlen!
(Leider gibt es die ebenfalls sehr gute Wiener Aufführung unter Abbado 1988 nicht auf DVD)

lg Severina :hello
Maggie (10.08.2010, 20:56):
S - Smetana Bedrich - Die verkaufte Braut

:down

Ich mag diese Einspielung.

"http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Bedrich-Smetana-Die-verkaufte-Braut-in-dt-Spr/hnum/3953411"

LG

Maggie
Sfantu (10.08.2010, 22:24):
Strauss, Eduard - Fesche Geister, Walzer op. 75

Der schöne Edi at his best!
Mal nicht die ewig gleichen Schnellpolkas mit Knalleffekten. Klar, dass neben zweien solcher Über-Brüder spätestens der dritte nicht ganz so stürmisch von den Musen geschmatzt worden sein konnte. Überhaupt liefert er vielleicht noch das interessanteste Psychogramm unter ihnen. Dieses Beispiel aber erfreut durch Charme, gewinnende Themen und wohl gefügte Proportionen - allerliebst.

Chapeau, petit frère!
Heike (11.08.2010, 08:03):
S - Strawinski - Le sacre du printemps

Eines der Wahnsinnswerke des 20. Jahrhunderts. Wenn ich es live höre, steigt mein Puls regelmäßig in bedenkliche Höhen.
Heike
Nightrider (11.08.2010, 09:57):
S - Schostakowitsch: Symphonie No. 4

Das ist ein harter Brocken, mitunter geradezu brutal.
Heike (11.08.2010, 16:57):
S - Schubert - Streichquintett D 956

Ein absolutes Meisterwerk komponierte Schuebrt da noch 2 Monate vor seinem Tod, es ist so großartig und so berührend, dass es bei mir sogar noch vor seinen wunderbaren Klaviersonaten rangiert.
Cetay (inaktiv) (12.08.2010, 14:23):
Original von Heike
S- Schostakowitsch - Cellokonzert Nr. 1 op. 107
Unübertroffen für mich diese Aufnahme:
Aaahh, schön zu hören ... wer hat dir die damals empfohlen? :cool

Trotz großer Konkurrenz. Bei S sehe ich Scelsi ganz oben:
S - Scelsi - Quattro illustrazioni sulle metamorfosi di Vishnu
Amadé (12.08.2010, 20:05):
S-Schubert-3 Klavierstücke D.946

Ein herrliches Werk

Gruß Amadé
Cetay (inaktiv) (12.08.2010, 21:31):
S - Sallinen - Sinfonie Nr. 5

Aulis Sallinen ist Träger des hochdotierten Wihuri Sibelius Prize und damit in hochkarätiger Gesellschaft von u.a. Sibelius, Hindemith, Schostakowitsch, Strawinski, Britten, Messiaen und Lutoslawski. Herausragend ist seine 5. Sinfonie (1985-87) mit dem Untertitel Washington Mosaics. Ich schrieb: Er gehört zu der postmodernen Komponistengeneration, die souverän über alles, was die Musikgeschichte bietet, verfügt und daraus eine ganz eigene Klangsprache entwickelt, die sehr modern, aber nicht avantgardistisch klingt. Besonders gut zu nachzuhören ist das in der 5. Sinfonie.
Nicolas_Aine (12.08.2010, 23:13):
S - Sibelius - Violinkonzert d - moll Op. 47
Heike (13.08.2010, 08:28):
S - Schumann - Klavierkonzert a-Moll op. 54

mit dem Ohrwurm-Thema, das kriegt man einmal gehört nie wieder aus dem Kopf
Agravain (13.08.2010, 10:53):
S - Stanford - Irish Rhapsodies

..., weil das einfach schöne, viel zu wenig aufgeführte Mucke ist.

http://paddysday.us/smiley/paddy-smiley128.gif

:hello Agravain
Heike (13.08.2010, 14:56):
S ist wirklich einer meiner Lieblingsbuchstaben:
S- Scrjabin - Klaviersonate Nr.9

Der Synästhet Scrjabin muss ein interessantes Leben gehabt haben (irgendwann lese ich eine Biographie). Ich mag besonders diese Aufnahme zweier Klaviersonaten mit Sokolov:
Severina (13.08.2010, 19:03):
S - Schostakovich - Lady Macbeth von Mzesnk

Ein aufwühlendes Operndrama, das allerdings gute Singschauspieler braucht, um diesem Werk gerecht zu werden.

lg Severina :hello
Heike (14.08.2010, 08:44):
S- Saint-Saëns - Klavierkonzert Nr. 2 g-Moll op. 22
Cetay (inaktiv) (14.08.2010, 09:57):
S - Sessions - The Black Maskers Suite

Ein fulminantes Frühwerk des "amerikanischen Brahms".
Agravain (14.08.2010, 12:23):
S - Schütz - Musikalische Exequien

Eine der großen deutschen Trauermusiken ("Das erste deutsche Requiem"), die - fürchte ich - leider nicht vielen Hörern klassischer Musik geläufig ist.

:hello Agravain
Heike (14.08.2010, 14:54):
S - Soler, Antonio - Fandango

stellvertretend für seine über hundert Werke für Tasteninstrumente. Vorgestellt von Peter in diesem Thread, der mich auf diesen wunderbaren Komponisten aufmerksam machte.
Cetay (inaktiv) (15.08.2010, 18:25):
S - Claudio Saracini - Io Moro

Ungreifbar schön dargeboten von Le Poème Harmonique / Vincent Dumestre. Leider gibt es von Saracini wenig auf Tonträger. Von seiner experimentell anmutenden Klangsprache aus der Barockmorgendämmerung würde ich gerne mehr hören.
AcomA (15.08.2010, 18:55):
S - Strauss, Richard - Burleske d-moll für Klavier und Orchester

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4010276014928.jpg
genau in dieser besetzung mit Oppitz gehört.

ich bin kein Strauss-Fan aber dieses werk mag ich sehr. es trifft in der aussage die satzbezeichnung sehr und hat etwas dämonisch-teuflisches. toller klavierpart.

lg, siamak
Armin70 (15.08.2010, 20:46):
S - Sibelius, Jean: Lemminkäinen - Suite op. 22

Nicht nur wegen dem vielgespielten "Schwan von Tuonela", sondern vor allem auch wegen der übrigen 3 Sätze mag ich dieses frühe Meisterwerk des großen Finnen sehr. Da geht wirklich die Post ab in diesen knapp 45 Minuten: packende, dramatische, düstere und vor allem leidenschaftliche Musik ist das.
Heike (16.08.2010, 08:00):
S - Strauss, Richard - Elektra

Die Racheoper schlechthin, welche ich sehr mag, obwohl ich sonst kein großer Richard Strauss Fan bin.
Sfantu (16.08.2010, 09:05):
S - Schmitt, Florent - "Habeysée", Suite für Violine und Orchester op. 110

Ein sehr "sprechendes" Werk, farbig orchestriert und ohne die manchmal bei Schmitt anzutreffende Schwüle. Das Soloinstrument als Primus inter pares, etwa wie in Berlioz' "Harold".
Amadé (16.08.2010, 14:13):
S - Strauß, Johann Vater - Radetzky-Marsch
nur mit Ferenc Fricsay und dem RSO Berlin, da hört man auch endlich mal das, was in Neujahrskonzerten u.a. zugeklatscht wird.
Agravain (16.08.2010, 14:39):
S - Strauss - Vier letzte Lieder

Muss sein. Immer. Jetzt auch, denn beim Blick in den Garten geht mir durch den Kopf: "Der Garten trauert, / Kühl sinkt in die Blumek der Regen..."
Heike (17.08.2010, 08:03):
S - Schönberg - Streichquartett Nr. 2 fis moll

melancholisch, expressiv und durch die Sopranstimme fast jenseitig
Cetay (inaktiv) (17.08.2010, 09:58):
Da schließe ich mich an:

S - Schönberg - Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott op. 26

Beunruhigend und besänftigend war das vom Komponisten gedacht - Einblick in Liebe und Schmerz, Todesnähe und Freude, Verzweiflung und Vertrauen gebend.
Strukturlastig, emotionsarm, konstruiert, verkopft und akademisch kommt es bei vielen Hörern an.

Dazu passt ein Zitat von Roger Sessions: "Jeder Komponist, dessen Musik schwierig zu erfassen (begreifen, verstehen) ist, wird -so lange die Schwierigkeiten bestehen- verdächtigt oder beschuldigt, eher mit dem Hirn als mit dem Herzen zu komponieren - als ob das eine ohne das andere funktionieren könnte."
Rideamus (18.08.2010, 06:09):
Da melde ich mich doch gleich mit meinem Liebling zurück:

S - SONDHEIM, STEPHEN - A LITTLE NIGHT MUSIC


Ingmar Bergmans LÄCHELN EINER SOMMERNACHT gekreuzt mit Shekspeare, Marivaux und der zauberhaften Musik ganz in der Inspiration Mozarts von einem der besten lebenden Komponisten überhaupt. Näheres s. hier:
http://www.capriccio-kulturforum.de/operette-musical-zarzuela/399-sondheim-a-little-night-music-wenn-die-mitternachtssonne-dreimal-l%C3%A4chelt-ein-werkf%C3%BChrer/?

:hello Rideamus
Heike (18.08.2010, 08:02):
S - Sibelius - Sinfonie Nr. 2

Ein Puzzlespiel zwischen Klassik und Moderne.
Heike
Nicolas_Aine (18.08.2010, 13:47):
S - Shostakovich - Streichquartett Nr. 8 c - moll
Cetay (inaktiv) (18.08.2010, 16:20):
S - Sibelius - The Tempest

Bei mir haben die Schauspielmusiken den Sinfonien mittlerweile den Rang abgelaufen.
Der Shakespeare-Vertonung hört man die Nähe zur 7. Sinfonie und zu Tapiola deutlich an. Die fehlenden fomalen Zwänge erlauben beim Stum noch mehr Dramatik und Ausdrucksgewalt und noch schärfere Kontraste als bei den Nachbarwerken.
Die beiden Suiten wurden oft aufgenommen, die unbedingt hörenswerte komplette Original-Bühnenmusik mit Chor ist selten zu finden. Ich kenne nur Vänskä (mal günstig als Teil der 6er Box "Theater Music" erstanden, mit allen Originalen und den Suiten) und weiß noch von Saraste.
Heike (18.08.2010, 17:52):
S - Satie - Gymnopédies

Eines der ersten Klassikstücke überhaupt, die ich schon als Kind bewusst wahrnahm und mochte - daher gehört ihnen hier ein Denkmal gesetzt (auch wenn ich sie inzwischen viel öfter schlecht als gut gespielt gehört habe)
Amadé (18.08.2010, 20:18):
S-Stephan, Rudi-Musik für Orchester

Stephan hat uns nicht viel hinterlassen, er fiel 38jährig im 1.Weltkrieg.
Weitere Werke: Musik für Geige und Orchester, "Liebeszauber" für Bariton und Orchester, Musik für 7 Saiteninstrumente sowie eine Oper "Die ersten Menschen".
Rideamus (19.08.2010, 00:16):
Was gibt es doch noch alles Bemerkenswertes mit S! Aber bevor er wieder mal übersehen wird:

S - Straus, Oscar - Die lustigen Nibelungen

Wenn es je eine dem originalen Offenbach gewachsene, deutsche Operette gegeben hat, dann ist es diese, und das liegt sehr wohl auch an Straus und nicht nur an dem extrem unterhaltsamen Textbuch eines gewissen Rideamus.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (19.08.2010, 09:21):
S - Schuller - Sinfonie Nr. 3, "In praise of winds" for large wind ensemble.

Gunther Schuller gehört zu den ganz Wenigen, die sich sowohl in der Jazzwelt (er war bei Miles Davis' historischem Meilenstein Birth of the Cool mit von der Partie) als auch in der Klassikwelt (als Komponist und Dirigent) einen Namen gemacht haben.
Amadé (19.08.2010, 09:37):
S-Schubert-Klaviersonate a-moll D.845

eines der - vielen - großen Schubertstücke.
Rideamus (19.08.2010, 09:40):
Zum Gedenken an eine wunderschöne Ballettmusik, die viel zu oft übergangen wird:

S - Strawinsky - Apollon Mussagete

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (19.08.2010, 12:25):
Original von Amadé
S-Schubert-Klaviersonate a-moll D.845

eines der - vielen - großen Schubertstücke.

Ist nun diese Sonate oder die 3 Klavierstücke D.946 dein Lieblingswerk?
*mich bei der Schiedsrichterin einschleimend* :tongue:

S -Rebecca Saunders - Rubricare für Orgel und Streicher (2005)

Von dieser begnadeten Klangforscherin kenne ich noch viel zu wenig. Ihre Vorliebe für ungewohnte Instrumentenkombination fällt bei mir auf fruchtbaren Boden. Bei einer Komposition wie Molly's Song 3 - Shades of crimson für Alt-Flöte, Bratsche, Gitarre mit Stahl-Saiten, 4 Radios und eine Spieldose wird schon der Titel zum Hörpflichtfaktor.
Amadé (19.08.2010, 20:23):
Original von Cetay
Ist nun diese Sonate oder die 3 Klavierstücke D.946 dein Lieblingswerk?

Insgesamt ziehe ich die kontrastreicheren letzten KLavierstücke D.946 der großen a-moll Sonate vor, d.h., ich höre sie öfter und besitze auch mehr Aufnahmen davon. Der 2.Satz der Sonate ist ein Variationssatz, der wunderschön endet, sofern der Interpret über feine Klangfarben verfügt. Die solltest Du mal kennenlernen. Ich habe sie früher zweimal mit Kempff gehört.

Gruß Amadé
Rideamus (20.08.2010, 06:00):
Oje, der wurde ja noch gar nicht erwähnt:

S - Sullivan, Arthur - The Pirates of Penzance

Gute-Laune-Musik bis zum Exzess. Ich lasse aber auch gerne mit mir handeln und nenne einen Film:




Glaubt mir besser als mit Mike Leigh werdet Ihr das viktorianische England von Gilbert und Sullivan nie kennen -. und schätzen - lernen. In der Tat ein Meisterwerk! Leider gibt es das nur auf englisch.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (20.08.2010, 08:53):
Original von Amadé
Original von Cetay
Ist nun diese Sonate oder die 3 Klavierstücke D.946 dein Lieblingswerk?

Insgesamt ziehe ich die kontrastreicheren letzten KLavierstücke D.946 der großen a-moll Sonate vor, d.h., ich höre sie öfter und besitze auch mehr Aufnahmen davon. Der 2.Satz der Sonate ist ein Variationssatz, der wunderschön endet, sofern der Interpret über feine Klangfarben verfügt. Die solltest Du mal kennenlernen. Ich habe sie früher zweimal mit Kempff gehört.

Gruß Amadé

Ich muss zugeben, dass sich mein Schubert Klavier-Hörrepertoire bislang weitestgehend auf die 3 letzen Sonaten und D850 beschränkt. :ignore

T - Telemann - Concerto für vier Violinen G-Dur
Heike (20.08.2010, 08:53):
T- Tschaiikowski - Eugen Onegin

@Amadé - es ist leider gegen die Regeln, dass jemand von ein und demselben Komponisten mehrere Werke nennt. Jeder soll nur sein Lieblingswerk nennen. Siehe Beitrag 1
Wie ich sehe, wird aufgepasst (danke Cetay!)
Cetay (inaktiv) (20.08.2010, 08:56):
Stets zu Diensten ... :D
... und ich muss gleich einen Verstoss deinerseits monieren, dessen Ursache wohl in ein paar Sekunden liegt. :cool

Edit: und schon korrigiert, während ich das getippt habe. Chapeau! :)
Nicolas_Aine (20.08.2010, 13:17):
bei Tchaikovsky tue ich mir noch schwerer als bei Dvorak:

T - Tchaikovsky: Symphonie Nr. 5 e - moll
Rideamus (20.08.2010, 14:04):
Genau der richtige Platz für eine phänomenale Oper nach einem traumhaften Text von Getrude Stein:

T - Thomson, Virgil - Four Saints in Three Acts

Richtig, diese Oper aus dem Jahre 1934 handelt von vier Heiligen (primär aber um Ignatius von Loyola und die Heilige Teresa von Avila) und "Pidgeons in the grass, alas". Thomson war (m,ir Recht) derart begeistert von Getrude SAteins Sprache, dass er sogar ihre Handlungsanweisungen mitkomponierte.

Ein Stück, das jeder mal gehört haben sollte, leider aber kaum kennen kann.

:hello Rideamus
Severina (22.08.2010, 17:49):
T - Thomas, Hamlet

Eine wunderbare Oper, von der ich einfach nicht verstehe, warum sie so selten auf den Spielplänen auftaucht.

lg Severina :hello
Armin70 (22.08.2010, 17:57):
T - Tartini, Giuseppe: Konzert für Trompete, Streicher und 2 Hörner
Rideamus (22.08.2010, 18:04):
Damit er nicht wieder vergessen wird und Thomas jetzt endlich genannt wurde:

T - Traetta, Tommaso - Antigona

Warum reden eigentlich alle immer nur von Gluck, wenn es um die reform der Barockoper geht, und nie von Traetta? Die Musikgeschichte ist auch heute noch ungerecht.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (23.08.2010, 11:26):
Ich schätze, das U ist schnell abgehandelt:

U - Galina Ustwolskaja (Ustvolskaya) - Octet (für 2 Oboen, 4 Violinen, Pauken & Klavier)
Amadé (23.08.2010, 11:54):
Das geht aber rasend, ich muss noch mal den Buchstaben T aufrufen:

T - Tanejew - Konzertsuite für Violine und Orchester op.28

David Oistrach hat sich für diese Werk eingesetzt, auch 2 Aufnahmen sind mit ihm lieferbar (EMI, Brilliant).

Gruß Amadé
Heike (23.08.2010, 16:28):
@ Amadé
Sorry, aber das geht nicht - wenn wir bei U sind kannst du nicht wieder bei T anfangen. Sei doch so lieb und lies nochmal die Regeln in Beitrag 1, denn ich will dich nicht so gern immer anmahnen, danke!


also, weiter, ihr könnt ja gern nach Z wieder bei A anfangen und dann alles nachholen, was euch zu schnell ging, aber jetzt kommt nach U das V:

V - Verdi - Requiem

Heike
Severina (23.08.2010, 16:37):
V - Verdi, Simone Boccanegra
Eine Oper, die in meinem persönlichen Ranking seit Jahren eine Spitzenposition behauptet, eine Musik, nach der ich süchtig bin!

lg Severina :hello
Agravain (23.08.2010, 16:52):
V - Vaughan Williams - Symphonie Nr. 3 (A Pastoral Symphony)

Keine Pastorale im Beethovenschen Sinne, sondern des Komponisten Requiem für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Hinter der scheinbaren Ruhe der meditativen Musik lauert eine Dimension der Leere, ja der Ödnis, die keine Tröstungen zu bieten hat. Es ist ein trauriger Friede, den diese Klänge zeichnen. Große Musik.

:hello Agravain
Sfantu (23.08.2010, 16:53):
Holla, holla - das geht ja im Schweinsgalopp! Werdet ihr vom Leibhaftigen gehetzt? Finde auch, das T war längst noch nicht ausgeschöpft, sogar beim U wär' noch was gegangen.

Zwar mag ich Operetten nach dem "Goldenen Zeitalter" überhaupt nicht - als Kofferboy der Fürstin Kokozov in meinen Jünglingsjahren als Statist hat mich ihr Lied allerdings immer beeindruckt und genau meine innerste Natur an- und ausgesprochen. Hört euch's mal an - es ist für mich die Hymne der Entschleunigung!

Sei's drum - das Regelwerk will's halt so - obwohl noch viel zu früh:

V - Vorisek, Jan Hugo (1791-1825) - Sinfonie D-dur

Das hat Biss, Dramatik, Aplomp! Schubert und Ludwig van sind nicht weit und doch ist es ganz Vorisek.

:hello Sfantu
Rideamus (23.08.2010, 17:45):
Schön, dass der SIMON BOCCANEGRA schon genannt wurde, denn mein Verdi bleibt natürlich

V - Verdi - Falstaff

Es gibt keine bessere komische Oper. Punkt. (Nicht mal von Mozart)

:hello Rideamus
Armin70 (23.08.2010, 18:10):
V - Vaughan Williams, Ralph: Sinfonie Nr. 5

Vielleicht ist dies RVW`s eigentliche "Pastorale", denn Agravain hatte bereits richtigerweise darauf hingewiesen, dass seine als Pastorale benannte 3. Sinfonie eher eine "Sinfonia da Requiem" ist. Die 5. Sinfonie ist für mich hymnische, irgendwie auch mysthische Musik. Teile davon flossen in seine späte Oper "The Pilgrims Progress" ein.
Rideamus (23.08.2010, 18:50):
Noch ein Lieblingsstück von mir, das hier unbedingt genannt werden will:

V - Villa-Lobos, Heitor - Bacchianas Brasilieiras Nr. 5

am liebsten in dieser Aufnahme:


Wohlklang pur, aber auch weit mehr als das.

:hello Rideamus
Cetay (inaktiv) (23.08.2010, 18:57):
Wer mit V kommen muss ist klar, aber welches Werk?
Das Gesamtwerk von Varèse passt auf 2 CDs, sein Einfluss inner- und außerhalb der Klassik ist jedoch weitreichend: von Charlie Parker über Frank Zappa bis zu Bernhard Gander. Ich liebe vor allem die Stücke für Bläser (besonders Intégrales), die Tonbandkomposition Poème électronique, das Soloflöten-Stück Density 21.5, das Schlagzeugstück Ionisation ... und den ganzen Rest. :)
Etwas von allem findet sich einer späten Kompostion:

V - Varèse - Déserts für Bläser, Klavier, Schlaginstrumente und Tonband (1954)
Nicolas_Aine (23.08.2010, 20:48):
V - Vieuxtemps - Violinkonzert Nr. 5 a - moll
Cetay (inaktiv) (24.08.2010, 08:38):
V - Nadir Vassena - "Bagatelle trancendali" für Laute solo, Viola da Gamba solo, Violine, Viola d'Amore, 2 Celli, Kontrabass und Cembalo

"Was ich bekämpfe sind die (...) Annahmen und Theorien über Musik, welche den Weg zu ihr verbauen" (Vassena im Booklettext zur "About Baroque" CD, Harmonia Mundi Fr. ).
Heike (24.08.2010, 20:49):
W - Wagner, Richard - Tristan und Isolde

Genialer Beginn mit dem Tristan- Akkord; und Wahnsinnsfinale, „ertrinken, versinken, unbewusst – höchste Lust!“ - so intensiv wie Isolde stirbt kaum jemand.
Heike
peter337 (24.08.2010, 21:15):
Y - Youmans Vincent - No, no, Nanette.

"Tea for two". Ist doch wirklich etwas wunderbares. :down :down
Heike (24.08.2010, 21:24):
@Peter:
Das gilt nicht: es fehlt das X!!! Bitte edtieren (Beitrag mit W oder mit X), sonst muss es leider als ungültiger Eintrag betrachtet werden
peter337 (25.08.2010, 07:11):
Liebe Heike!

Entschuldige bitte ich habe fast vergessen, dass es auch ein X gibt, also:

Xinta Xyndas - O ypopsifios wulefelis Soviel X gleich auf einmal!

Xinta Xynadas wurde am 6.8.1812 in Corfu geboren und starb am 12.11.1896 in Athinai.

Liebe Grüße sendet Dir Peter aus dem morgendlichen Wien.
Cetay (inaktiv) (25.08.2010, 07:37):
Ausnahmsweise war es mal nicht ich, der einen unausgereizten Buchstaben zu früh geschlachtet hat. :cool

X - Xenakis - Anaktoria pour quatuor à cordes, contrabasse, clarinette, cor et basson (1969)

Anaktoria ist das extremste Stück, das ich von Xenakis kenne. Die Energie, die hier vermittelt wird, ist mit Worten nicht mehr zu beschreiben (außer, dass Mitglieder des Octour de Paris von einer länger anhaltenden Unfähigkeit, danach Mozart zu spielen, berichten - nicht nur, weil die Instrumente so mitgenommen sind, sondern auch die Physis). Unter anderem benutzt Xenakis hier die Dichteschwankungen der Luft bei der Schallausbreitung als Kompositionsgrundlage, was zu Resonanzeffekten führt, die manchen Klängen eine unglaubliche subjektive Lautheit verschaffen - die Töne scheinen direkt im Ohr des Hörers anzuschwellen. Das Ganze wird in eine bezwingende Form gegossen, die dieses 13-minütige Klanggetöse fast "klassisch" wirken läßt.
Heike (25.08.2010, 19:33):
X - Xenakis - Jonchaies für großes Orchester

Das habe ich einmal in der Philharmonie gehört: man sitzt da wie innerhalb eines Klangteppichs, oder obendrauf, und wird fasziniert durch cluster von Wolken getragen, unheimlich intensiv und unmittelbar fesselnd! Unvergesslich.

@Peter: kein Problem, kann passieren, merci für die Korrektur!
Cetay (inaktiv) (26.08.2010, 11:36):
Wir nähern uns dem Ziel in Riesenschritten.
Isang Yun, der Vermittler zwischen östlicher Tradition und westlicher Avantgarde hat über 100 Werke hinterlassen, darunter 4 Opern und 5 Sinfonien. Faszinierend finde ich seine Kammermusikwerke, darunter sehr viele für ein unbegleitetes Soloinstrument. Stellvertetend:

Y - Yun - Salomo für Alt-Flöte solo (1976)
Rideamus (26.08.2010, 12:23):
Noch aber haben wir mindestens einen wichtigen Komponisten mit Y, nämlich

Y - Yeston, Maury - NINE

Diese revueartige Musicalversion von Fellinis 8 1/2 ist fraglos Yestons Meisterwerk, zugleich ein waschechtes Zeugnis sprühender Italianitá.

Diese Musik kann man nicht beschreiben, man muss sie hören - am besten natürlich auf der Bühne. Rob Marshalls letztjährige Verfilmung mit Damniel Day-Lewis scheint ja ziemlich daneben gegangen zu sein. Jedenfalls ist sie trotz bemerkenswerter Starbesetzung nirgendwo zu sehen.

:hello Rideamus
Nicolas_Aine (26.08.2010, 14:02):
Y - Ysaye - Sonate für Violine Solo Op. 27 Nr. 2 a - moll
Rideamus (26.08.2010, 15:20):
Fehlt noch

Y - Yvain, Maurice - La-haut

Eine in jedem Wortsinn himmlische französische Operette, die hierzulande leider kaum jemand kennt. Jetzt darf Z von mir aus kommen.

:hello Rideamus
Honoria Lucasta (26.08.2010, 16:47):
Nein, halt: kein ZZZZZZumachen des Kartons, bevor wir nicht noch ein wenig populär-sentimental geworden sind:

Y - Yradier, Sebastian de - La paloma

Auch ein Klassiker, sozusagen. Jetzt könnt Ihr zu ZZZZ übergehen - nihil obstat.

Grüße aus der Glut des Feuerofens Sarajewo (heute 39 °C) :hello!

Honoria
Cetay (inaktiv) (27.08.2010, 16:57):
Mein letztes Statement in diesem Thread. Nochmals Dank an Heike für diese schöne Idee. :beer

Z - Zelenka - Miserere in c-Moll (1738)
Heike (27.08.2010, 18:12):
Das Z ist nach 6-7 Wochen schon erreicht, wer hätte das gedacht!

Damit gebe ich den Thread frei - ihr dürft bei Z weitermachen .... wer will, kann auch wieder bei A anfangen ... Und ab jetzt werde ich auch keine Regelverstöße mehr anmahnen, ihr müsst das also nicht mehr so streng befolgen mit den Regeln. Allso, wer bei A,B, C ... nicht zum Zuge gekommen ist, weil zu schnell gewechselt wurde, der eröffne einfach einen zweiten Durchgang, jetzt oder wann auch immer.
Heike
Rideamus (28.08.2010, 13:59):
Ich bleibe noch bei Z und greife einen Hinweis unseres Opernpeters auf:

Z - Zemlinsky, Alexander - Der Traumgörge

Eine der schönsten von mehreren Partituren dieses Komponisten, zwischen denen ich mich kaum entscheiden konnte. Leider hören wir viel zu wenig von ihm.

:hello Rideamus
Severina (29.08.2010, 11:57):
Na, dann will ich doch gleich nachlegen:

Z - Zemlinsky - Der Zwerg

Diese Geschichte geht mir immer unter die Haut, ähnlich wie Platée (Rameau), wo ein Außenseiter (weil er rein äußerlich nicht der Norm entspricht) der Lächerlichkeit preisgegeben wird.

lg Severina :hello
Rideamus (29.08.2010, 12:30):
...und ich fange mit einer von mehreren empfindlichen Lücken bei A wieder neu an:

A - Auber, Daniel Francopis Esprit - La muette de Portici

Diese nicht nur historisch bedeutende, sondern bis heute höchst anhörbare Oper sollte wieder zum Standardrepertoire gehören, denn sie steckt voller herrlicher Melodien und aufregender Musik (von dem Vulkan in der Nähe ganz zu schweigen. Für die Titelrolle hätte ich auch ein paar Vorschläge namhafter Sängerinnen, aber ich bleibe diskret.

:hello Rideamus
Sfantu (30.08.2010, 08:15):
A - Antheil, George - Ballet mécanique

Eine Viertelstunde erfrischende, blitzgescheite Unterhaltung!