Antonio Stradivari oder Guarneri del Gesù nicht besser?

Rachmaninov (03.01.2012, 13:16):
Egal ob alt oder neu: Stradivari-Geige nicht besser

Wüßte zu gerne wer den die angeblichen Geiger gewesen sein sollen!
Nicolas_Aine (03.01.2012, 14:48):
Hier ist das auch auf zeit.de


Die Geiger würde ich auch mal gern kennen lernen, was mich aber noch viel mehr interessieren würde, ist, welche Strads / del Gesus das im Einzelnen waren...
Rachmaninov (03.01.2012, 15:05):
Vor einigen Jahren las ich etwas vergleichbares, jedoch mit exakt umgekehrten Ergebnis!
Cetay (inaktiv) (03.01.2012, 16:50):
Das wirklich interessante an diesem Artikel ist die Art seiner Verbreitung. Er ist X-Mal im Netz zu finden (auch auf den Seiten der "Qualitätsmedien"), ohne dass irgendjemand hinterfragt hat, ob das was taugt. Es reicht offenbar, dass eine Zeitschrift, die "Academy" und "Science" in Namen trägt, so etwas veröffentlicht und schon wird es für bare Münze genommen. Und für die Leser, die (noch) an Spiegel und Co. glauben, ist es damit im Weltbild. Ich wette, über die stichhaltigen Kritikpunkte, die hier zu finden sind, werden wir nichts zu lesen bekommen.
Das ist ein harmloses Beispiel, aber zeigt, wie unsere Medien Meinung unter das Volk bringen.
Heike (03.01.2012, 18:00):
Hallo Cetay,
könntest du mal kurz die wichtigsten Kritikpunkte zitieren? Der Link ist leider ohne Login nicht aufrufbar.
Heike
Cetay (inaktiv) (04.01.2012, 08:45):
Original von Heike
Hallo Cetay,
könntest du mal kurz die wichtigsten Kritikpunkte zitieren? Der Link ist leider ohne Login nicht aufrufbar.
Heike
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Ich kann mich nicht erinnern, mich irgendwo eingeloggt zu haben?!

Earl Carlyss (Juilliard Quartett) findet den Vergleich in einem Hotelzimmer total ungeeigent, um über die Qualität der Instrumente etwas auzusagen. Geiger müssten immer beurteilen, wie das im Konzertsaal herauskommt. Der Test gleiche dem Versuch, einen Ford und einen Ferrari auf einem Kaufhaus-Parkplatz zu vergleichen. Mark Ptashne sagt, dass selbst erfahrene Spieler, die nicht mit einem solchen Instrument gelebt haben, nicht wissen was sie hören und tun, wenn sie das erste mal ein great Instrument spielen. Und solche Instrumente würden sehr stark in Klangcharakterisitk und Qualität varrieren, so dass Verallgemeinerungen aufgrund von wenigen Fällen schwierig wären.

In der Tat wurden bei der Studie gerade mal drei Geigen der jeweilgen Gruppe miteinander verglichen, weswegen es mich wundert, dass diese Studie überhaupt zur Publikation angenommen wurde. Interessant wäre zu wissen, wieviele der Probanden tatsächlich schon mit einem solchen Instrument gelebt haben -eher weniger, denn die Studie wurde am Rande eines Wettbewerbs gemacht- und wie diese abgeschnitten haben. Ich weiß nicht ob im Originalartikel etwas dazu steht (aber das wäre eh statistisch so insignifikant wie die ganze Studie). Man könnte auch argumentieren, dass Ptashnes Argumentation beudeten würde, das Publikum könne eine solche Unterscheidung nie treffen, weswegen alles doch ein Mythos sei, usw.

Aber wozu die Diskussion, es steht doch im Spiegel!
Heike (04.01.2012, 18:38):
Ich kann mich nicht erinnern, mich irgendwo eingeloggt zu haben?!
Komisch, jetzt geht es bei mir auch, gestern nicht. egal, danke jedenfalls.
Heike