Zelenka (27.04.2006, 12:54): Glenn Gould schmückt die Titelseite des französischen Mai-Diapason. Im Heftinneren recht interessantes Interview mit Bruno Monsaingeon aus Anlaß seines neuen Gould-Films, den arte am 13. Mai um 22:30h ausstrahlen wird. Preisfrage: Wie heißt Goulds Lieblingsoper?
Gruß,
Zelenka
Cosima (27.04.2006, 13:04): Hallo Zelenka,
ich habe keine Ahnung. Welchen Preis gibt es denn zu gewinnen? :engel
Danke für den Hinweis auf den Gould-Film! Werde ich mir anschauen.
Gruß, Cosima
Zelenka (27.04.2006, 13:26): Gestern im Londoner Evening Standard:
Norman Lebrechts "The definitive 100 classical CDs", Folge 86:
Ives' vierte Symphonie (!) mit dem American Symphony Orchestra unter Stokowski (CBS). Die CD ist so definitiv, daß sie natürlich vergriffen ist. Eine Abbildung ist leider nicht aufzutreiben. Über dieser Empfehlung Lebrechts Artikel "Why should we fly the flag for English music"? L. möchte die Flagge nicht unbedingt wehen lassen, die englischen Komponisten seien doch zu unbeständig in ihrer Qualität.
Demnächst oder jetzt schon online zu lesen an den bekannten Orten.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (27.04.2006, 13:39): Im Diapason eine goldene Stimmgabel für Kogans neue "Les Introuvables"-Box:
Dort angekündigt wird auch ein Brillant-Box mit Kogans sowjetischen Aufnahmen.
Gruß,
Zelenka
Ganong (27.04.2006, 15:16): Lieber Zelenka ,
dies Nr 86 aus Norman Lebrecht sam 1. September 2004 begonnen Edition zeigt erneut , dass er völlig von seinem ursprünglichen Konzept abgekommen ist . Ives 4. Symphonie ist sicherlich keine der 100 wichtigsten Aufnahmen ( geradeu unter Lebrechts Kriterien nicht ) . NL ist leider zu sehr ins englich-britische und anglo-amerikanisch eRepertoire abgeglitten ( die hat , wie mir ien britischer Berufsmusiker 2005 per E-Mail schrieb rein kommerzielle Gründ e) . Und die Stokowskylastigkeit bei NL ist schon auffalen d. Das ist wie in der Edition "Great Pianists of the Century " : Was machen da ein Previn (!!!) , Wild ? und hätte Bolet nicht das für ihn sensationelle recital i der Carnegie Hall gehabt ( mit den Prérludes von Chopin und "An der schönen blauen Donau" im Vergleich zu der überragenden Aufnahme mit Josef Lhévinne ) , so müsst eman auch bei Bolet sagen . eine reine Konzession an den USA - Markt . Viele Grüsse, Frank
Zelenka (27.04.2006, 15:23): Als Experiment hier im Maiheft des Diapason mit goldenen Simmgabeln ausgezeichnet worden sind. (Aufkleber mit der goldenen Stimmgabel schmücken, oft mit weiteren entsprechenden Aufklebern anderer, insbesondere französischer Zeitschriften, so manche CD, manchmal sind CDs übersät damit). Das englische Gramophone hat 10 Editor's Choice CD's pro Monat, die man online via "www.gramophone.co.uk" ansehen kann. Andere Zeitschriften verzichten, vielleicht gescheiterweise, auf derlei Distinktionen, z.B. der englische International Record Review oder die amerikanischen Fanfare und American Record Guide. Man kann sich ohne Ende über den Sinn der Auszeichnungen streiten, aber sie spielen sicher eine große Rolle und sind manchmal sogar hilfreich.
Taneyev Kammermusik mit Yudina und dem Beethoven-Quartett Vista Vera), Yvonne Lefébure (und Furtwängler) mit Bach/Liszt, Bach/Busoni, Mozart und Beethoven (EMI Les Rarissimes), Milhaud, Ravel und Honegger mit Janine Michaud (EMI Les Rarissimes), Boridin, Khatchaturian, Brahms, Mendelssohn etc. unter Mitropoulos (United Artists)
Wiederauflagen (auch ohne Abb.):
Das 6. Madrigalbuch von Monteverdi mit dem Concerto Italiano und Alessandrini (Arcana), Backhaus mit allen Beethoven-Sonaten (Decca Original Masters), Mahler 4, Lied von der Erde, Adagietto mit Kletzki und dem Philharmonia O (und u.a. Fischer-Dieskau) (EMI Gemini), Fassbaender mit Liedern (vol. 1) (EMI), das Weller Quartet (Decca)
Ich erspare mir die DVDs.
Gruß,
Zelenka
Cosima (27.04.2006, 17:46): Original von Zelenka Eine Entdeckung:
Falls es noch nicht bekannt ist: Larissa Gergieva ist übrigens die Schwester von Valery Gergiev. Eine fast furchteinflößende, resolute Person. So erschien sie mir zumindest, als ich sie auf einigen DVD-Mitschnitten sah. Gergiev selber hatte ja auch zunächst eine Pianisten-Laufbahn angestrebt.
Gruß, Cosima
Zelenka (28.04.2006, 13:24): Auf wenig Begeisterung stößt die neue Tretiakov-Box bei Brilliant im Juni-Heft des Gramophone. (Die Engländer sind der Zeit weit voraus.) Rob Cowan bemängelt u.a. mangelnde Individualität. Im Besprechungsexemplar war eine CD dupliziert (mit falscher Beschriftung, eine CD fehlte also), caveat emptor! Und besser z.B. bei Oistrakh bleiben.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (28.04.2006, 13:32): Im Mai-Heft des Diapason werden zwei Alben des in Deutschland weltberühmten Martin Stadtfeld besprochen, seine Aufnahme der Goldberg-Variationen und weiter "Bach Pure" (offenbar nicht so pur, weil letzteres auch Bach/Busoni und Bach/Siloti enthält). Es wird Stadtfeld zwar einige Fingerfertigkeit attestiert, letztlich wird er aber als bloßer Gould-Clone geoutet.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.04.2006, 13:09): Die Spitzenempfehlung (vor Hamelin) für Shostakovichs Klavierkonzerte im heutigen Daily Telegraph (The Classic Collection) ist diese:
Alternative First Choice: Maria Callas (Manon Lescaut), Giuseppe di Stefano (Des Grieux), Giulio Fioravanti (Lescaut), Franco Calabrese (Geronte), Dino Formachini (Edmondo), Chorus and Orchestra of La Scala Milan, Tullio Serafin (conductor) (Recorded 1957) EMI CLASSICS 5563012 (2-CD, mid-price)
Modern Choice: Mirella Freni (Manon Lescaut), Placido Domingo (Des Grieux), Renato Bruson (Lescaut), Kurt Rydl (Geronte), Robert Gambill (Edmondo), Chorus of the Royal Opera House Covent Garden, Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli (conductor) (Recorded 1983) DEUTSCHE GRAMMOPHON 4138932 (2-CD)
Eine Woche lang noch zu hören via "http://www.bbc.co.uk/radio3/cdreview/".
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.04.2006, 17:32): Glenn Gould mag zwar auf dem Titelblatt sein, aber der Diapason räumt dem Shostakovich-Jahr sehr viel mehr Platz ein, nämlich 14 Seiten. Ein Überblicksartikel, eine Chronologie seines Lebens, eine Diskussion der Diskographie und ein Interview mit Gennadi Rozhdestvensky. Eine Liste mit Werkaufnahmen, die der Diapason für unverzichtbar hält, ist auch dabei:
Symphonien Nr. 1 und 5: Tschechische Philharmonie, Ancerl (Supraphon)
Symphonien Nr. 1, 5, 6, 8, 10, 15: Berliner Symphoniker, Sanderling (Berlin Classics)
Symphonie Nr. 15, Klaviersonate Nr. 2: Philadelphia Orchestra, Ormandy, Gilels (RCA)
Symphonie Nr. 14: Göteburger Symphonieorchester, N. Järvi (DG)
Symphonie Nr. 4: Bayerisches Radio-Symphonie-Orchester, Jansons (EMI)
Klavierkonzerte Nr. 1 und 2: Shostakovich, Orchestre national de France, Cluytens (EMI)
Violinkonzerte Nr. 1 und 2: Oistrakh, Kondrashin (RCA, die vom Diapason genannte Ausgabe (The Essential …) ist bei BMG natürlich gestrichen und mittlerweile offenbar ein relativ teures Sammlerstück)
Cellokonzerte Nr. 1 und 2, Cellosonate op. 40: Rostropovich, D. Shostakovich, Moscow Philharmonic O, Rozhdestvensky (EMI, Rostropovich, the Russian years)
Violinkonzert Nr. 1, Cellokonzert Nr.1: Oistrakh, New York Philharmonic, Mitropoulos, Rostropovich, Philadelphia Orchestra, Ormandy (Sony)
Violinkonzerte Nr. 1 und 2: Oistrakh, Philharmonia O, Rozhdestvensky, Symphonisches Staatsorchester de UdSSR, Svetlanov (BBC Legend)
Orchesterlieder: Zaremba, Leiferkus, Göteborger Symphonie-Orchester, N. Järvi (DG)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.04.2006, 17:57): Original von Rachmaninov Vielleicht sollten wir anlässliche des DSch Jahres den passenden Thread wieder "aufleben" :wink
Vielleicht ... Der Faden war sogar schon vor meiner Zeit hier im Forum eingeschlafen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (03.05.2006, 14:40): Das vergleichende Hören geht weiter. Im Juni-Heft des Gramophone bemüht sich Richard Wigmore in Sachen Haydns Schöpfung. Auf eine Aufnahme will er sich nicht richtig festlegen, in die engere Auswahl kommen Harnoncourt (DHM), Gardiner (DG Archiv), Spering (die Frische ...) (Naxos) Karajan (DG), Marriner (EMI) und Rattle (EMI). (Ich selbst bin nicht über Karajan mit Janowitz und Wunderlich hinausgekommen, es scheint mir zu reichen.)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (03.05.2006, 15:04): Der Coverboy des Juni-Gramophone ist übrigens Valery Gergiev, der im Januar 2007 Chefdirigent des LSO wird. Aus diesem Anlaß ist ihm ein längerer Artikel gewidmet. (Das Gramophone weist auch gesondert auf die Arbeitsleistung Gergievs hin: z.B. in der ersten Hälfte des Juni 10 Konzerte in 12 Tagen ...) Beigefügt ist eine Rezension seiner Gesamtaufnahme der Symphonien von Prokofiev (live 2004, LSO). Die 4 CD-Box erscheint am 12. Juni in England - nicht beim eigenen LSO-Label, sondern bei Philips. Der Rezensent hält die Versionen der 2., 6. und 7. für wahrscheinlich die besten, die derzeit zu haben sind. Die "Klassische" hält er für eher mißlungen z.B. Die Gesamtaufnahme enthält beide Versionen der 4., nicht aber die Zutat zur 7. Fazit: "... the set confirms Gergiev as Prokofiev's most ardent contemporary advocate."
Gruß,
Zelenka
Ganong (03.05.2006, 16:00): Lieber Zelenka , ich habe mich bei diser Oper nie für e i n e Aufnahme entscheiden können . Kannst Du mir bitte helfen - mit kurzen Worten - dann "meine" aufnahme zu finden ? danke u nd grüsse , Frank
Ganong (03.05.2006, 16:04): Lieber zelenka , ich denke , dass die Karajan-Aufnahme mit den herausragenden Sängern wohl die beste Interpretation ist . Auch ich brauche da keine weitere Einspielung . Grüsse , Frank
Cosima (03.05.2006, 16:39): Original von Zelenka Der Coverboy des Juni-Gramophone ist übrigens Valery Gergiev, der im Januar 2007 Chefdirigent des LSO wird.
"Coverboy".... :D
Könntest Du nicht etwas mehr Infos zu der Rezension geben, bitte? Vielleicht im Gergiev-Thread? Ich hoffe nämlich, dass die Sinfonien bald in D erscheinen werden ... und das würde meine Vorfreude immens vergrößern. :)
Was hältst Du eigentlich von Gergiev?
Gruß, Cosima
Zelenka (03.05.2006, 16:59): Original von Cosima Original von Zelenka Der Coverboy des Juni-Gramophone ist übrigens Valery Gergiev, der im Januar 2007 Chefdirigent des LSO wird.
"Coverboy".... :D
Könntest Du nicht etwas mehr Infos zu der Rezension geben, bitte? Vielleicht im Gergiev-Thread? Ich hoffe nämlich, dass die Sinfonien bald in D erscheinen werden ... und das würde meine Vorfreude immens vergrößern. :)
Was hältst Du eigentlich von Gergiev?
Gruß, Cosima
Was ich von Gergiev halte? Ich bin nicht qualifiziert, eine Meinung über ihn zu haben. Die einzige Aufnahme mit ihm, die ich besitze, ist ein rasanter Nußknacker (Philips). Ansonsten scheint er, zuweilen zumindest, mit einem Zahnstocher statt Taktstock zu dirigieren.
Unwissend,
Zelenka
Zelenka (03.05.2006, 17:12): Original von Ganong Lieber Zelenka , ich habe mich bei diser Oper nie für e i n e Aufnahme entscheiden können . Kannst Du mir bitte helfen - mit kurzen Worten - dann "meine" aufnahme zu finden ? danke u nd grüsse , Frank
Lieber Frank:
Ich habe gerade schon anderswo im Forum einen geistigen Offenbarungseid geleistet und auf mein Nichtwissen hinweisen müssen (Gergiev), hier muß es ein zweites Mal geschehen. Ich besitze keine Aufnahme von "Manon Lescaut" und kann keine Stellung beziehen. Ich fand beim Hören der BBC-Sendung die bei Naxos erschienene Aufnahme hochinteresant (schon wegen Björling) und werde sie vielleicht sogar irgendwann kaufen. Deine Frage allerdings müssen die Opern-Experten hier im Forum beantworten.
Völlig hilflos,
Zelenka
Ganong (03.05.2006, 17:52): Lieber zelenka , du bist wenigstens ehrlich . Danke . Mit Björling hatte ich immer meine Schwierigkeiten . Aber der "späte" Domingo ist auch nicht mein Fall . Noch eine grundsätzliche F r a g e : 1. Ist für Dich "Gramophone" d a s ultimative Musikmagazion ? oder würdest Du nicht doch eher das liberale BBC Music Magazine vorziehen? James Jolly bei Gr. ist doch unerträglich borniert .
2. Steelst Du auch einen enormen Leistungsverlust bei Gramophone fest ?
3. Welche(s) französische gut eMusikblatt kennst Du ?
Dank für die Antwort(en) .
Beste Grüsse , Frank
Zelenka (03.05.2006, 18:21): Original von Ganong Lieber zelenka , du bist wenigstens ehrlich . Danke . Mit Björling hatte ich immer meine Schwierigkeiten . Aber der "späte" Domingo ist auch nicht mein Fall . Noch eine grundsätzliche F r a g e : 1. Ist für Dich "Gramophone" d a s ultimative Musikmagazion ? oder würdest Du nicht doch eher das liberale BBC Music Magazine vorziehen? James Jolly bei Gr. ist doch unerträglich borniert .
2. Steelst Du auch einen enormen Leistungsverlust bei Gramophone fest ?
3. Welche(s) französische gut eMusikblatt kennst Du ?
Dank für die Antwort(en) .
Beste Grüsse , Frank
Nein, ich fürchte, daß ich das Gramophone nicht mehr für das ultimative Musikmagazin halte. Schon länger nicht mehr. Ich lese es halt aus träger alter Gewohnheit. (James Jolly führt übrigens nur noch eine Art Oberaufsicht, der derzeitige Chefredakteur heißt James Inverne, Kursänderungen bemerke ich noch nicht). Andererseits ist es immer noch eine Art "magazine of record" und jedem deutschen Magazin haushoch überlegen. Eine Reihe der Rezensenten halte ich schon für kompetent. Eine Zeitlang habe ich auch den "International Record Review" gelesen, eine Art Absplitterung vom Gramophone, als letzteres noch etwas mehr "dumbed-down" war als heutzutage. Ich kann allerdings nicht alles lesen - und bezahlen. Das "BBC Music Magazine" ist ein Leichtgewicht, das sich eher an ein größeres Publikum wendet. Die Rezensionen sind erheblich kürzer, und die Hauptattraktion ist die beigegebene CD, auf der BBC Musikproduktionen zu hören sind.
Französische Magazine: Den Diapason habe ich abonniert, und er ist wohl das Magazin, das ich wirklich am liebsten lese. Vor allem sind die Rezensionen nicht so vorhersagbar wie beim Gramophone, bei dem z.B. ein Rattle kaum etwas falsch machen kann. Weitere Zeitschriften, die ich gelegentlich kaufe, wenn ich in Belgien oder Frankreich bin, sind Le Monde de la Musique und Classica. Beide nie uninteressant, das letztere vielleicht etwas leichtgewichtiger, manchmal aber auch aufmüpfiger.
Mit meinen Berichten aus der internationalen Presse will ich nur gelegentlich Informationen vermitteln, die vielleicht den einen oder anderen interessieren, und vielleicht auch Anlaß für Diskussionen liefern. Eine vollständige Presseschau kann ich natürlich noch nicht einmal versuchen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (04.05.2006, 13:03): Im amerikanischen Commentary (Mai 2006) ein schöner und interessanter Artikel von Terry Teachout über Lipatti:
Mit meinen Berichten aus der internationalen Presse will ich nur gelegentlich Informationen vermitteln, die vielleicht den einen oder anderen interessieren, und vielleicht auch Anlaß für Diskussionen liefern.
Gruß,
Zelenka
Mir gefällt Deine Presseschau sehr, lieber Zelenka.
Vielen Dank dafür!
sagt Carola
Ganong (04.05.2006, 15:17): Liber Zelenka ,
besten Dank für Deine Antwort .
Ich stimme Dir , soweit ich dies bewerten kann , s e h r zu . "Gramophone" kenne ich seit meiner Schulzeit ; es war nie so schlecht wie zur Zeit ! Nahezu alles ist "vorhersehbar" . Stromlinienförmig wie ein alter Mini ( Cooper ) .
in Deutschland gibt es meiner Meinung nach k e i n einziges Magazin von Rang . RONDo war auf einem sehrh guten Weg , zumal nach der Abkopplung von "Gramophone" und , um eine Formulierung von Dir zu verwenden , gelegentlich recht "aufmüpfig" .
Viele Grüsse , Frank
Zelenka (06.05.2006, 12:15): Wieder Samstag, wieder "Building a Library" auf BBC Radio 3, diesmal mit Kammermusik von César Franck:
9.30am Building a Library
FRANCK Piano Quintet in F minor
Reviewer: Paul Guinery
First Choice: Clifford Curzon (piano), Vienna Philharmonic Quartet (Recorded 1960) c/w Schubert Impromptus D.899, Concertos by Mozart, Brahms & Grieg, Sonatas by Brahms & Schubert, Dvorak Piano Quintet DECCA 475 0842 (4-CD, budget)
Alternative First Choice: Clifford Curzon (piano), Amadeus Quartet (Recorded 1960) c/w Mozart Clarinet Quintet K.581 (Gervase de Peyer - clarinet), R Strauss String sextet from Capriccio, Op.85 BBC BBCL40612 (CD, mid-price, MONO recording)
Modern Choice: William Howard (piano), Schubert Ensemble (Recorded 2003) c/w Sonata for violin and piano in A (Simon Blendis - violin, William Howard - piano) ASV GOLD GLD 4019 (CD)
Historic Choice: Victor Aller (piano), Hollywood String Quartet (Recorded 1953) c/w Shostakovich Piano Quintet, Op.57 TESTAMENT SBT 1077 (CD, MONO recording)
Ich freue mich natürlich unbändig, weil ausgerechnet die einzige Version, die ich besitze, die Spitzenposition eingenommen hat:
Curzons Frank-Quintett ist zur Zeit nur zu bekommen, wenn man in eine 4-CD-Box investiert (die allerdings sehr empfehlenswert ist).
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.05.2006, 12:29): Noch ein samstägliches Ritual, die "Classic Collection" im Londoner Daily Telegraph. Heute Mendelssohns komplette Streichquartette, noch mehr Kammermusik also. Der Autor, Richard Wigmore, entscheidet sich für die Einspielung, für die ich mich auch entschieden habe (bin offenbar ein Glückspilz heute):
Im Prinzip sind allerdings in letzter Zeit nach einer gewißen Periode der Vernachlässigung wohl eher zuviele gute Einspielungen der Mendelssohn-Quartette erschienen (Emerson (DG), Henschel (Arte Nova), Eroica (Harmonia Mundi)). Ob wirklich soviel Mendelssohn gehört werden kann? Schön wärs.
Gruß,
Zelenka
Carola (09.05.2006, 09:30): Auch wenn der Kölner Stadtanzeiger wohl eher nicht zur internationalen Presse gehört, diese heutige Meldung scheint mir dennoch erwähnenswert zu sein - ich will aber keinen eigenen Faden dafür aufmachen:
Reinhard Goebel und sein Ensemble "Musica Antiqua" hören im November auf. Grund: Goebel hat eine Dystonie in der linken Hand.
Auf die Frage, wie denn die Deutsche Grammophon auf die Nachricht reagiert habe, antwortete Goebel:
"Gar nicht. Die Herrschaften sind sowieso mit was ganz anderem beschäftigt. Die spielen ja Monopoly, indem sie versuchen, die Renner von anderen zu kaufen und dannn och ein paar Vivaldi-Opern zu machen. Wenn Alan Curtis´blutrünstige Produktionen sich besser verkaufen als Reinhard Goebels hartleibige Pachelbel-Sonaten, dann ist das unter wirtschaftlichen Aspekten völlig okay, dass sie den Goebel fallenlassen."
Man sollte die DGG / Universal , die EMI , die SONY / BMG einmal drei Monate total bestreiken ( auch Callas - und Beatles-und Stones - Aufnahmen ) .
Einzig dies hilft , solche Skandale zu verhindern .
Die CD - Firmen leben vom Geld der Konsumenten und nicht ihren eigenen "Leistungen" ! . .
:( :( :( :( :(
Frank
Zelenka (09.05.2006, 12:50): Original von Carola Auch wenn der Kölner Stadtanzeiger wohl eher nicht zur internationalen Presse gehört, diese heutige Meldung scheint mir dennoch erwähnenswert zu sein - ich will aber keinen eigenen Faden dafür aufmachen:
Reinhard Goebel und sein Ensemble "Musica Antiqua" hören im November auf. Grund: Goebel hat eine Dystonie in der linken Hand.
Auf die Frage, wie denn die Deutsche Grammophon auf die Nachricht reagiert habe, antwortete Goebel:
"Gar nicht. Die Herrschaften sind sowieso mit was ganz anderem beschäftigt. Die spielen ja Monopoly, indem sie versuchen, die Renner von anderen zu kaufen und dannn och ein paar Vivaldi-Opern zu machen. Wenn Alan Curtis´blutrünstige Produktionen sich besser verkaufen als Reinhard Goebels hartleibige Pachelbel-Sonaten, dann ist das unter wirtschaftlichen Aspekten völlig okay, dass sie den Goebel fallenlassen."
Mit Gruß von Carola
Liebe Carola:
Ich sehe mit Freuden, daß eine weitere Pressekorrespondentin aktiv geworden ist. Ob In- oder Ausland spielt überhaupt keine Rolle. Die Nachricht von Goebel habe ich in meinem Lokalblatt heute auch mit einiger Betrübnis gelesen, auch wenn Goebel schon vor Jahren Schwierigkeiten hatte mit seiner Hand und man mancherorts meinte, er sei nicht mehr der alte Goebel. Daß die heutige Plattenindustrie nicht zu sentimentaler Dankbarkeit neigt, überrascht einen leider auch nicht. Ich bin jedenfalls Goebel für viel hochinteressantes Gehörte und auch für einige Provokationen sehr zu Dank verpflichtet.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.05.2006, 12:17): Wieder Samstag, wieder "Building a Library" auf BBC Radio 3, heute mit Beethovens Tripelkonzert:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
BEETHOVEN Triple Concerto in C, Op.56
Reviewer: Hilary Finch
First Choice: c/w BEETHOVEN Piano Concerto No.3 in C minor, Op.37: Urban Svensson (violin), Mats Rondin (cello), Boris Berezovsky (piano), Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard (conductor) SIMAX PSC1183 (CD)
Mid-Price Choice: c/w BRAHMS Double Concerto in A minor, Op.102: David Oistrakh (violin), Mstislav Rostropovich (cello), Sviatoslav Richter (piano), Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (conductor) EMI CLASSICS 5669022 (CD, mid-price)
Budget Choice: c/w BEETHOVEN Symphony No.7 in A, Op.92: Gordan Nikolitch (violin), Tim Hugh (cello), Lars Vogt (piano), London Symphony Orchestra, Bernard Haitink (conductor) LSO LIVE LSO0078 (CD, budget)
In next week's Building a Library, Graeme Kay compares the available recordings of Durufle's complete organ music.
Daß als Mid-Price-Choice Oistrakh/Rostropovich/Richter/Karajan (EMI) auftaucht, ist nicht weiter überraschend, obwohl wenigstens einer der Beteiligten (Richter) kreuzunglücklich über die Aufnahme war. Vor allem gab es wohl unterschiedliche Auffassungen über anzuschlagende Tempi. Und auf den PR-Aufnahmen mußten die Solisten (nicht Karajan) wie Idioten grinsen, was Richter auch nicht mochte. Dafür kann man Verständnis haben.
Obwohl die BBC erst einmal dankenswerterweise das Tripelkonzert "erledigt" hat, bleibt noch der angekündigte Thread zum Violinkonzert fertigzustellen ...
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.05.2006, 12:27): Original von Rachmaninov Original von Zelenka BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
BEETHOVEN Triple Concerto in C, Op.56
Reviewer: Hilary Finch
First Choice: c/w BEETHOVEN Piano Concerto No.3 in C minor, Op.37: Urban Svensson (violin), Mats Rondin (cello), Boris Berezovsky (piano), Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard (conductor) SIMAX PSC1183 (CD)
Es freut mich zu lesen, daß nicht immer, fast wie vor programiert, imemr wieder die Legenden die #1 Position erreichen!
Daß als Mid-Price-Choice Oistrakh/Rostropovich/Richter/Karajan (EMI) auftaucht, ist nicht weiter überraschend, obwohl wenigstens einer der Beteiligten (Richter) kreuzunglücklich über die Aufnahme war. Vor allem gab es wohl unterschiedliche Auffassungen über anzuschlagende Tempi.
Allerdings ist der Klavierpart in diesem Konzert eh nicht so schwierig und Richter war wohl auch deshalb bei den Tempi's nicht so glücklich :cool
Sicher erfreulich, daß auch mal Platten von kleineren Firmen zum Zuge kommen. Leider habe ich der erste Wahl nicht, was sich vielleicht auch ändern sollte.
Mid-Price-Choice: "Slava" Rostropovich wollte wohl vor allem und vor allen scheinen. Und den hat Richter ja irgendwann richtig "quergefressen".
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.05.2006, 12:31): Und weitere totsichere oder auch weniger totsichere Empfehlungen, diesmal aus dem heutigen "Daily Telegraph" ("The Classic Collection"):
Zelenka (21.05.2006, 08:19): Gestern war Samstag und wieder "Building a Library" auf BBC Radio 3. Hier Empfehlungen für die zahlreichen Orgelfreunde unter uns:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
DURUFLE Complete Organ Works
Reviewer: Graeme Kay
First Choice, including chanted plainsong versets in Op.2: John Scott (organ of St Paul 's Cathedral) HYPERION CDA66368 (CD)
First Choice, without chanted plainsong versets in Op.2: Stefan Schmidt (organ of St. Peter's, Dusseldorf ) AEOLUS AE10211 (CD)
Mid-Price Choice: c/w VIERNE Trois Improvisations: David M. Patrick (organ of Coventry Cathedral) ASV CDDCA993 (CD, mid-price)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (21.05.2006, 08:28): Gestern die Empfehlung in der Classic Collection des Daily Telegraph für eine Aufnahme des Balletts Job von Ralph Vaughan Williams:
Zelenka (24.05.2006, 16:31): Zum Mozart-Jahr bring das französische Magazin Diapason eine Serie, die empfehlenswerte Aufnahmen der Werke des Meisters bespricht. Die erste Folge im Februarheft war der Kammermusik gewidmet. Die Empfehlungen sind in die Kategorien "unverzichtbar" und "zur Vertiefung" unterteilt. Für die die Mozart-Freunde im Forum (von denen es nicht sehr viele zu geben scheint) vielleicht eine Gelegenheit, die Bestände zu überprüfen. Besitzer nur der notorischen Brilliant-Box können hier sehen, was ihnen entgeht.
Beaux Arts Trio (1987) (Philips) (doch die digitale Version, die im Moment offenbar vergriffen ist, in der Zeitschrift ist die analoge Aufnahme abgebildet)
vielen Dank wieder einmal für die Mühe, die Du Dir mit diesem Nachrichten-Thread machst. Die o.g. Aufnahme würde mich interessieren, da ich mit der gleichen Formation bereits eine überragende Brahms/Dvorák-CD besitze. Kennt die Mozart-Aufnahmen jemand und kann das positive Urteil unterstützen?
Gruß, Cosima
Carola (24.05.2006, 17:20): Das ist sehr interessant, vielen Dank.
Die erwähnten Aufnahmen des Alban Berg Quartetts sind übrigens alle in der blauen EMI-Box mit drin, auch die mit dem Klavierquartett (mit Brendel) und der Kammermusikfassung des 12. Klavierkonzerts. 7 CD´s für 25 Euro.
Bei den Violinsonaten hätte aus meiner Sicht auf jeden Fall die Aufnahme mit Pires/Dumay erwähnt werden müssen, ebenfalls bei den Klaviertrios. Nun ja, da wird es wohl immer unterschiedliche Meinungen zu geben.
Was das Talich-Quartett angeht, so habe ich mir die Gesamtaufnahme der Streichquintette inzwischen bestellt - ich konnte Zelenkas Lobpreisungen einfach nicht widerstehen, obwohl ich doch eigentlich bis zum 1. Juni nichts bestellen wollte. :( Rechnung geht an Zelenka. :)
Mit Gruß von Carola
Zelenka (24.05.2006, 17:21): Original von Carola
Was das Talich-Quartett angeht, so habe ich mir die Gesamtaufnahme der Streichquintette inzwischen bestellt - ich konnte Zelenkas Lobpreisungen einfach nicht widerstehen, obwohl ich doch eigentlich bis zum 1. Juni nichts bestellen wollte. :( Rechnung geht an Zelenka. :)
Mit Gruß von Carola
Bin gerade unbekannt verzogen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (24.05.2006, 19:10): Original von Carola Das ist sehr interessant, vielen Dank.
Die erwähnten Aufnahmen des Alban Berg Quartetts sind übrigens alle in der blauen EMI-Box mit drin, auch die mit dem Klavierquartett (mit Brendel) und der Kammermusikfassung des 12. Klavierkonzerts. 7 CD´s für 25 Euro.
Die Alban-Berg-Aufnahmen der Streichquartette, die der Diapason empfiehlt sind die älteren (analogen), die bei Teldec erschienen sind. Das Magazin meint, sie seien den digitalen Remakes vorzuziehen. Ich kann dazu garnichts sagen, weil ich die neueren Aufnahmen nicht besitze. Ich habe die blaue Box von EMI schon mehrfach in der Hand gehabt, um sie zur Kasse zu tragen und mir dann ein eigenes Urteil zu bilden. Bislang bin ich mit der Box dann doch noch nicht an der Kasse angekommen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.05.2006, 12:46): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
SCHUMANN Liederkreis Op.24
Reviewer: Richard Wigmore
First Choice: c/w C. SCHUMANN Lieder; BRAHMS Deutsche Volkslieder: Werner Gura (tenor), Christoph Berner (piano Friedrich Ehrbar 1877-78) (rec.2003) HARMONIA MUNDI HMC901842 (CD)
Alternative Choice (baritone): c/w other songs by SCHUMANN: Christopher Maltman (baritone), Graham Johnson (piano) - disc also features Mark Padmore (tenor) and Jonathan Lemalu (baritone) (rec.2002) HYPERION CDJ33108 (CD)
Ich würde andere, schnellere Aufnahmen (Goebel, Koopman) vorziehen.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 15:08): Original von Zelenka
Die Alban-Berg-Aufnahmen der Streichquartette, die der Diapason empfiehlt sind die älteren (analogen), die bei Teldec erschienen sind. Das Magazin meint, sie seien den digitalen Remakes vorzuziehen.
Ich teile diese Einschätzung! Das Geld ist da woanders besser investiert!
(Das Gleiche gilt übrigens mE auch für den Brahms, den es bei teldec und bei der EMI gab / gibt.)
Zelenka (29.05.2006, 15:12): Original von ab Original von Zelenka
Die Alban-Berg-Aufnahmen der Streichquartette, die der Diapason empfiehlt sind die älteren (analogen), die bei Teldec erschienen sind. Das Magazin meint, sie seien den digitalen Remakes vorzuziehen.
Ich teile diese Einschätzung! Das Geld ist da woanders besser investiert!
(Das Gleiche gilt übrigens mE auch für den Brahms, den es bei teldec und bei der EMI gab / gibt.)
Danke für den Hinweis! Ich werde die neueren Aufnahmen dann garnicht mehr ausprobieren.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 15:16): Original von Zelenka Am letzten Samstag die Empfehlung für eine Aufnahme von Bachs Orchestersuiten:
Ich würde andere, schnellere Aufnahmen (Goebel) vorziehen.
Ich würde gerne eine Mischbox haben: die Brandenburgischen von Pinnock und die Orchestersuiten von Goebel, das scheint mir die Refernez (zumindest bei Archiv/DG) zu sei!
Sehr empfohen wurde mir übrigens jüngst von einem Pinnock-Brandenburgischen-Fan die Neuaufnahme von Alessandrini!
ab (29.05.2006, 15:32): Original von Zelenka [Danke für den Hinweis! Ich werde die neueren Aufnahmen dann garnicht mehr ausprobieren.
Ein gefährliches Unterfangen, sich auf den Geschmack von anderen so zu verlassen. ;-)
Mich hätte mehr Dein eigenes Urteil interessiert! Womöglich gefiele Dir die spätere Aufnahme bei der EMI viel besser. Beide sind technisch überigens ausgezeichnet: Niemand spielt so wie aus einem Guss wie das Alban Berg Quartett! In technischer Präzission lassen sie die berühmtesten Mitstreiter oft alt aussehen!
(Ich würde, übrigens, auch nicht zur älteren Aufnahme greifen.)
Vergleiche lieber folgende Einspielungen: Amadeus Quartett (DG), Talich Quartet (Caliope) und Hagen Quartett (DG, extrem - aus sehr unterschiedlicher Zeit)! Eventuell auch Quartetto Italiano (Philips), die von vielen geliebt wird, und bei alten Instrumentarium das Quatuour Mosaique (Astree, das Studio - nicht im Konzert) immer eine Empfehlung wert ist.
Zelenka (29.05.2006, 15:48): Original von ab Original von Zelenka [Danke für den Hinweis! Ich werde die neueren Aufnahmen dann garnicht mehr ausprobieren.
Ein gefährliches Unterfangen, sich auf den Geschmack von anderen so zu verlassen. ;-)
Mich hätte mehr Dein eigenes Urteil interessiert! Womöglich gefiele Dir die spätere Aufnahme bei der EMI viel besser. Beide sind technisch überigens ausgezeichnet: Niemand spielt so wie aus einem Guss wie das Alban Berg Quartett! In technischer Präzission lassen sie die berühmtesten Mitstreiter oft alt aussehen!
(Ich würde, übrigens, auch nicht zur älteren Aufnahme greifen.)
Vergleiche lieber folgende Einspielungen: Amadeus Quartett (DG), Talich Quartet (Caliope) und Hagen Quartett (DG, extrem - aus sehr unterschiedlicher Zeit)! Eventuell auch Quartetto Italiano (Philips), die von vielen geliebt wird, und bei alten Instrumentarium das Quatuour Mosaique (Astree, das Studio - nicht im Konzert) immer eine Empfehlung wert ist.
Lieber ab:
Du hast natürlich völlig recht, und ich wollte auch mein eigenes Urteil im Falle ABQ bilden. Die communis opinio scheint ja zu sein, daß die älteren Aufnahmen die besseren seien, und da stellt sich eben das Zeitproblem ... Beim besten Willen kann man nicht alle eigenen Vorurteile ausrotten. (Im Moment will ich Thielemann z.B. wieder eine Chance geben und habe zwei neuere CDs erstanden.) Das Quartetto Italiano und das Quattuor Mosaiques besitze ich und mag beide auf ihre Art. Mit dem Hagen-Quartett, das Du ja anderswo im Forum vorgestellt hast, müßte ich mich auch eingehender beschäftigen. Bislang kenne ich nur ihren Schumann, der mir gefällt, und Beethoven-Petitessen für Quartett, die sie für die Beethoven-Jübliläumsbox der DG eingespielt haben. Vor allem würde ich gern das Talich-Quartett hören und habe die Anschaffung der Box auch irgendwann demnächst vor. Wenn ich bloß mehr Zeit hätte ... Im Falle des Amadeus-Quartetts bin ich etwas skeptisch, die Formation ist mir immer ein wenig teutonisch behäbig vorgekommen.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 15:54): Original von Zelenka Im Falle des Amadeus-Quartetts bin ich etwas skeptisch, die Formation ist mir immer ein wenig teutonisch behäbig vorgekommen.
Nicht so bei Mozart!
(Übrigens kam das Amadeus Quartett aus England, wohin die Wiener aus bekannten Gründen flüchten mussten...)
Zelenka (29.05.2006, 16:32): Original von ab Original von Zelenka Im Falle des Amadeus-Quartetts bin ich etwas skeptisch, die Formation ist mir immer ein wenig teutonisch behäbig vorgekommen.
Nicht so bei Mozart!
(Übrigens kam das Amadeus Quartett aus England, wohin die Wiener aus bekannten Gründen flüchten mussten...)
Ja, sicher! Svjatoslav Richter hat diese Tatsache nicht abgehalten, vor mir eine ähnliche Unverschämtheit zu äußern.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 16:42): Original von Zelenka Svjatoslav Richter hat diese Tatsache nicht abgehalten, vor mir eine ähnliche Unverschämtheit zu äußern.
Sorry, ich stehe auf der Leitung und verstehe nicht, was Du damit zum Ausdruck bringen möchtest...
Zelenka (29.05.2006, 16:50): Original von ab Original von Zelenka Svjatoslav Richter hat diese Tatsache nicht abgehalten, vor mir eine ähnliche Unverschämtheit zu äußern.
Sorry, ich stehe auf der Leitung und verstehe nicht, was Du damit zum Ausdruck bringen möchtest...
Tut mir leid! Richter hat das Amadeus-Quartett, das bei seinem Festival in Frankreich aufgetreten ist, ähnlich charakterisiert. Will damit nur sagen, daß meine Einschätzung des Amadeus-Quartetts nicht ganz einzigartig ist.
Gruß,
Zelenka
ab (30.05.2006, 09:29): Original von Zelenka Richter hat das Amadeus-Quartett, das bei seinem Festival in Frankreich aufgetreten ist, ähnlich charakterisiert. Will damit nur sagen, daß meine Einschätzung des Amadeus-Quartetts nicht ganz einzigartig ist.
Ich denke, dem könnte man in gewisser Hinsicht (zB beim späten Beethoven) vielleicht etwas abgewinnen. Ich denke aber, bei der Spielfreude bei Mozart trifft dies nicht zu.
Zelenka (30.05.2006, 12:31): Original von ab Original von Zelenka Richter hat das Amadeus-Quartett, das bei seinem Festival in Frankreich aufgetreten ist, ähnlich charakterisiert. Will damit nur sagen, daß meine Einschätzung des Amadeus-Quartetts nicht ganz einzigartig ist.
Ich denke, dem könnte man in gewisser Hinsicht (zB beim späten Beethoven) vielleicht etwas abgewinnen. Ich denke aber, bei der Spielfreude bei Mozart trifft dies nicht zu.
Lieber ab:
Werde mich (ohne Eile) auch um das Amadeus-Quartett bemühen. Einigen Beethoven von ihnen habe ich weiland entsorgt.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (30.05.2006, 20:26): Die goldenen Stimmgabeln im Juni-Diapason:
Prinzessin Gamaheh? E.T.A.? Jedenfalls ein herzliches Willkommen im Forum! Das Willkommen fällt meinerseits umso herzlicher aus, als ich vielleicht doch darauf hoffen kann, in meiner Rolle als Auslandskorrespondent entlastet zu werden. Würde eigentlich gern öfter wieder einmal Musik hören :D.
Ja, ich habe sie gehört, die Reith Lectures auf BBC Radio 4. Die Vorfreude war relativ groß, die Wirklichkeit konnte wie so oft nicht mithalten. Die Vorträge waren keine, stattdessen gab es Frage- und Antwortspiele. Und das Ganze war dann doch einigermaßen voll von Platitüden. In der englischen Presse gab es dementsprechend einige saftige Verrisse.
Beste Grüße,
Zelenka
Zelenka (02.06.2006, 15:50): Die zweite Folge der Mozartempfehlungen aus dem Diapason widmet sich den Serenaden, Divertimenti, Tänzen und Märschen. Dies sind die Tips aus dem Märzheft:
Carola (02.06.2006, 17:03): Die oben genannten Aufnahmen mit Sandor Vegh, Camerata Academica des Mozarteums Salzburg gibt es in einer Box sehr preisgünstig bei 2001. Knapp 17 Euro für die 10 CD´s, wenn ich mich richtig erinnnere.
Ich höre die Serenaden und Divertimenti immer wieder gerne. Die ebenfalls aufgenommenen Märsche und Tänze dafür allerdings weniger.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (02.06.2006, 17:27): Original von Carola Die oben genannten Aufnahmen mit Sandor Vegh, Camerata Academica des Mozarteums Salzburg gibt es in einer Box sehr preisgünstig bei 2001. Knapp 17 Euro für die 10 CD´s, wenn ich mich richtig erinnnere.
Ich höre die Serenaden und Divertimenti immer wieder gerne. Die ebenfalls aufgenommenen Märsche und Tänze dafür allerdings weniger.
Mit Gruß von Carola
Die Box scheint es im Moment nicht mehr bei 2001 zu geben. Amazon nimmt EUR 22.99 für die 10 CDs. Was wohl Saturn nimmt?
Gruß,
Zelenka
Carola (02.06.2006, 18:13): Original von Zelenka
... Was wohl Saturn nimmt?
Gruß,
Zelenka
Höchste Zeit, das herauszufinden! Nichts wie hin!!! :D
meint Carola
aber meistens ist Saturn in etwa bei den Amazon-Preisen.
P.S. Hast Du zufällig ebenfalls einen DSL-Anschluss bei NetCologne, Zelenka? Es gibt Probleme.
Zelenka (02.06.2006, 18:31): Original von Carola
P.S. Hast Du zufällig ebenfalls einen DSL-Anschluss bei NetCologne, Zelenka? Es gibt Probleme.
Nein, T-Com (ex-Post). Was ist denn das Problem? Du kommst doch offenbei rein ins Netz?
Gruß,
Zelenka
Carola (02.06.2006, 18:44): Original von Zelenka
Was ist denn das Problem? Du kommst doch offenbei rein ins Netz?
Gruß,
Zelenka
Ja, aber nicht immer. Ab und zu wird bei der Einwahl behauptet, ich hätte das falsche Passwort angegeben (das ja immer gleich und gespeichert ist, ich gebe das schließlich nicht jedesmal neu ein). Wenn ich den PC dann ausstelle und neu hochfahre, geht´s wieder.
Immer online bleiben geht trotz Flatrate auch nicht, da macht die alterschwache Lüftung von meinem Laptop nicht mit. Der braucht zur Erholung zwischendurch den Stand-by-Modus.
Ich telefoniere nachher aber noch mit einem computerkundigen Freund - dann sehen wir weiter. Hotline ist mir zu teuer.
Soweit völlig am Thema des Fadens vorbei
Carola
Zelenka (02.06.2006, 18:47): Merkwürdiges Problem ... Ich hoffe, Dir kann am Telefon geholfen werden, ich habe keine Lösung parat.
Hilflos,
Zelenka
Zelenka (03.06.2006, 11:35): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
SCHUBERT Piano Sonata in A, D959:
Reviewer: Iain Burnside
First Choice: c/w Sonata in C minor, D958; Sonata in B flat, D960; Three Piano Pieces, D946: Alfred Brendel (piano) (rec.1971) PHILIPS 4387032 (2-CD, mid-price)
Die Sendung ist wie immer noch eine Woche lang im Internet zu hören (http://www.bbc.co.uk/radio3/cdreview/pip/70jog/). Ein Hinweis für diejenigen, die es genau wissen wollen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (03.06.2006, 12:17): Heute im Daily Telegraph ein Vorschlag für eine Aufnahme von Mahler 2:
Nein, die Tatsache, daß Dir die Reith-Lectures gefallen haben, macht Dich nicht zu einem Ignoramus! Ich bin ein wenig zu forsch gewesen. Und ich leide auch an einem Verfolgungswahn: Ich wittere überall dumbing down. Ich mag es nicht, wenn ich als ein Teil des Publikums unterschätzt werde. Ich tue den Verantwortlichen von Radio 4 sicher Unrecht. Sie meinen eben, daß der Frontalunterricht der alten Lectures ein überholtes Konzept sei. Mich hätte es nicht gestört, wenn Barenboim allein geblieben wäre. Reith sebst dreht sich vielleicht jetzt noch in seinem Grab. Und andererseits muß man dankbar sein, daß die klassische Musik diese Chance bei Radio 4 eingeräumt bekommen hat. Der BBC müssen wir überhaupt auch sonst als Non-Licence-Payers für einige schöne Dinge sehr danken, die bislang noch nichts kosten. Möge es so bleiben!
My humble apologies,
Zelenka
Zelenka (08.06.2006, 17:48): Im Maiheft des Diapason gab es Empfehlungen für Mozarts Konzerte:
Zelenka (08.06.2006, 18:17): Original von Rachmaninov @Zelenka,
ich hoffe Du weißt was Du mit Deinen Beiträge anstellst :haha
Das weckt Kauflust :I
:D Ich hoffe, das bleibt unter uns: Ich bin ein Maulwurf der Plattenindustrie!
Gruß,
Zelenka
Zelenka (08.06.2006, 18:51): Vielleicht peinlich (jahrelang falsch gesammelt), aber von den Mozart-Konzertempfehlungen besitze ich nur die beiden CDs von Staier und die Hornkonzerte mit Brain (letztere in audiophiler Hinsicht eher waffenscheinpflichtig). Am meisten reizt mich die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Zacharias.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (08.06.2006, 19:03): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Am meisten reizt mich die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Zacharias.
Okay, dann haben wir immerhin das gleiche Problem :beer
Der Caiman wird wohl bald wieder zuschnappen ... :D
:beer,
J.D.Z.
Carola (08.06.2006, 19:47): Was heißt hier "falsch gesammelt"? Eine Zeitschrift, die Andreas Staier/Concerto Köln bei den Klavierkonzerten für unverzichtbar hält, trifft meinen Geschmack ganz sicher nicht.
Und die wunderbare Aufnahme mit Kempff/Bamberger Symphoniker vom 23. und 24. Klavierkonzert wird erst gar nicht erwähnt.
Da bleibe ich doch lieber bei den Aufnahmen, die mir gefallen.
findet Carola
Zelenka (08.06.2006, 20:06): Original von Carola Was heißt hier "falsch gesammelt"? Eine Zeitschrift, die Andreas Staier/Concerto Köln bei den Klavierkonzerten für unverzichtbar hält, trifft meinen Geschmack ganz sicher nicht.
Und die wunderbare Aufnahme mit Kempff/Bamberger Symphoniker vom 23. und 24. Klavierkonzert wird erst gar nicht erwähnt.
Da bleibe ich doch lieber bei den Aufnahmen, die mir gefallen.
findet Carola
Liebe Carola:
Das mit dem falschen Sammeln war meinerseits natürlich überhaupt nicht ernst gemeint. Ich schätze wie Du Kempffs Mozart-Aufnahmen sehr (und mag allerdings auch Staier, was möglicherweise einen recht weiten Spagat bedeutet). Andererseits ist es vielleicht auch nicht schlecht zu sehen, was andere schätzen. Die Empfehlungen des Diapason sind für mich sicher nicht verbindlich. O nein! Aber vielleicht geben sie doch die eine oder andere Anregung und auch Anlaß zur Auseinandersetzung - wie jetzt hier geschehen.
Völlig undogmatisch,
Zelenka
Carola (08.06.2006, 20:28): Lieber Zelenka,
in Ordnung, auf der - undogmatischen - Basis können wir uns einigen. :)
Was die Mozart-Klavierkonzerte mit Zacharias angeht, ich habe eine Aufnahme mit dem 20. und 21. Konzert von ihm, die wirklich sehr schön ist.
Ich sehe gerade, über Amazon Marketplace gibt es die Gesamtaufnahme ja sehr günstig (Caiman). seltsam nur, dass auf dem Cover gar nicht steht, mit welchem Orchester die Einspielung ist.
ebenfalls als Gesamtaufnahme angegeben, 10 CD´s enthält (und über 70 Euro kostet).
Verstehe ich nicht
sagt Carola
Carola (08.06.2006, 22:43): Original von Rachmaninov
Wahrscheinlich ist die zweite die Originalausgabe, bei der man nicht Konzerte nicht "zerstückelt" hat und sie dadurch auf 10 statt 8 CD's zu packen ?(
Die Gesamtaufnahme mit Barenboim/Berliner Philharmoniker hat neun CDs. Und da sind die Konzerte nicht "zerstückelt". Aber acht?
Vielleicht sollten wir Zelenka als Testkäufer vorschicken. :D
meint Carola
Carola (08.06.2006, 23:33): Original von Jeff Klein Hallo!
Mozart hat doch 27 Konzerte geschrieben?Auf dem Cover steht jedoch "21 concertos pour piano"!?Also ist es keine Gesamtaufnahme ?(!Ausserdem gibt Amazon an dass die Barenboim Aufnahme 10 CDs enthält.Also würden die 2 fehlenden CDs den 6 "fehlenden" Konzerten entsprechen ?(!
Gruss, Jeff
Hallo Jeff,
Bei der Aufnahme mit Barenboim ist die zehnte CD eine Bonus-DVD (Video), auf der die Konzerte für zwei und 3 Klaviere, KV 242 und KV 365 aufgezeichnet sind.
Mozart hat 23 selbstständige Klavierkonzerte geschrieben (21 für ein Klavier, eines für zwei und eines für drei Klaviere). Dazu kommen noch Berarbeitungen nach Klaviersonaten anderer Komponisten.
sagt Harenberg, Konzertführer, S. 572
Mit Gruß von Carola
Carola (09.06.2006, 00:05): Original von Jeff Klein [q
Hallo Carola,
ich kenne leider nur einen geringen Teil der Konzerte, deshalb auch mein Interesse an einer Gesamteinspielung.Bei wikipedia habe ich jedoch von 27 Konzerten gelesen, das wird dann die Werke für mehrere Klaviere und die Bearbeitungen enthalten!Vielleicht enthält die eine Box zusätzlich noch Bearbeitungen oder die Werke für mehrere Klaviere?Weder bei amazon noch bei jpc finde ich Angaben dazu... ?(
Gruss, Jeff
Hallo Jeff,
vermutlich kommt die Zahl 27 in der Tat daher, dass die beiden Konzerte für zwei und drei Klaviere und weitere Bearbeitungen dazugezählt werden.
Ich habe gerade nochmal nachgesehen im Booklet: Die Barenboim/Berliner Philharmoniker - Aufnahme enthält auf neun CDs 21 Klaiverkonzerte plus das Rondo KV 382 (in einer Länge von 10.31 Minuten).
Ein Teil der CDs liegt bei 60 bis 65 Minunten. Wenn man auf jede CD 80 Minuten Spieldauer bringt, passen die 21 Konzerte also vermutlich wirklich auf nur acht CDs. Die Frage ist eben, ob es auch ohne Stückeln möglich ist.
Gute Nacht!
wünscht Carola
ab (09.06.2006, 12:15): Original von Ganong hätte Bolet nicht das für ihn sensationelle recital i der Carnegie Hall gehabt ( mit den Prérludes von Chopin und "An der schönen blauen Donau" im Vergleich zu der überragenden Aufnahme mit Josef Lhévinne ) , so müsst eman auch bei Bolet sagen .
Lieber Frank,
kennst Du die kurze Liszt Paraphrases -Aufnahme von Bolet bei Ensayo? Wesentlich besser und farbiger (geradezu erstaunlich!) wie das Zeug bei der DECCA! Wenn etwas in die Serie der Great Piansist von ihm aufgenommen gehört hätte, dann wohl eher davon.
Zelenka (10.06.2006, 12:28): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
First Choice: c/w SCHNITTKE Concerto for Piano Four Hands & Chamber Orchestra*: Viktoria Postnikova (piano), Irina Schnittke (piano)*, London S info nietta, Gennadi Rozhdestvensky (conductor) APEX 0927498112 (CD, budget)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (10.06.2006, 12:35): Die Empfehlung im Daily Telegraph heute für Rachmaninovs Cellosonate:
Ich besitze leider nur eine Aufnahme mit Slava Rostropovich.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (11.06.2006, 09:08): Original von AcomA lieber Jan Dismas,
ich bin ein großer rachmaninov-anhänger, habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ?
gruß, siamak :)
Lieber Siamak:
Ich beneide Dich natürlich um Deine Isserlis/Hough-Version! Die beiden werden sicher das herausholen, was herauszuholen ist. Stark finde ich die Cello-Sonate auch nicht, und sie ist einfach zu lang. Das Cello wird auch ein bißchen stiefmütterlich behandelt ... :S Aber ich habe ohnehin erhebliche Schwierigkeiten mit Rachmaninov dem Komponisten. Mit der Vokabel "vordergründig" würde ich auch seine Klavierkonzerte belegen :ignore.
Gruß,
Zelenka
Cosima (11.06.2006, 09:15): Original von Zelenka Mit der Vokabel "vordergründig" würde ich auch seine Klavierkonzerte belegen
Lieber Zelenka,
um diese Aussage zu verstehen, eine Frage: Welches Klavierkonzert wäre dann in Deinem Sinne als besonders "hintergründig" einzuordnen?
Gruß, Cosima
Zelenka (11.06.2006, 10:01): Original von Cosima Original von Zelenka Mit der Vokabel "vordergründig" würde ich auch seine Klavierkonzerte belegen
Lieber Zelenka,
um diese Aussage zu verstehen, eine Frage: Welches Klavierkonzert wäre dann in Deinem Sinne als besonders "hintergründig" einzuordnen?
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Brahmsens Klavierkonzerte würde ich z.B. nicht als vordergründig bezeichnen wollen.
Gruß,
Zelenka
Carola (14.06.2006, 13:46): In der aktuellen Online-Ausgabe der Welt ist ein Interview über die "Einsamkeit des Dirigenten" mit Riccardo Muti zu lesen. Überschrift: Karajan war besser als ich.
"http://www.welt.de/data/2006/06/14/914213.html"
Ich hoffe, der Link ist so ok mit den hinzugefügten Anführungsstrichen.
Es grüßt Euch Carola
Zelenka (17.06.2006, 13:29): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATIONS:
BARBER Symphony No.1, Op.9 and Symphony No.2, Op.19
Reviewer: Alyn Shipton
First Choice (Symphony No.1): c/w BARBER Adagio for Strings, Op.11; Overture to 'The School for Scandal', Op.5; First Essay for Orchestra, Op.12; Music for a Scene from Shelley, Op.7; Second Essay for Orchestra, Op.17: Baltimore Symphony Orchestra, David Zinman (conductor) ARGO 4362882 (CD)
Budget Choice (Symphony No.1): Saint Louis Symphony Orchestra, Leonard Slatkin (conductor) c/w BARBER Adagio for Strings, Op.11*; Meditation de Medee*; Danse de la Vengeance*; Piano Concerto; Violin Concerto; Capricorn Concerto; Cello Concerto; Souvenirs (for piano four hands)+: John Browning (piano), Kyoto Takezawa (violin), Steven Isserlis (cello), Boston Symphony Orchestra*, Charles Munch (conductor)*, Saint Louis Symphony Orchestra, Leonard Slatkin (conductor/piano+) RCA 74321987042 (2-CD, budget)
First Choice (Symphony No.2): c/w BARBER Symphony No.1, Op.9; Overture to 'The School of Scandal ', Op.5; Adagio for Strings, Op.11: Detroit Symphony Orchestra, Neeme Jarvi (conductor) CHANDOS CHAN9684 (CD) also available on CHAN9169 (c/w Adagio for Strings, Op.11; BRISTOW Symphony in F sharp minor, Op.26)
First Choice (both Symphonies): Detroit Symphony Orchestra, Neeme Jarvi (conductor) - as above
Budget Choice (both Symphonies): c/w Overture to 'The School of Scandal ', Op.5; First Essay for Orchestra, Op.12: Royal Scottish National Orchestra, Marin Alsop (conductor) NAXOS 8.559024 (CD, budget)
Die beiden Empfehlungen für No. 1 besitze ich sogar.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (17.06.2006, 14:12): Heute wird im Daily Telegraph diese Aufnahme von Mozarts Streichquartetten KV 464 und 465 "Dissonanzen-Quartett" empfohlen:
Zelenka (24.06.2006, 11:55): Heute allgemeine Empfehlungen zur Musik Lullys:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATIONS:
Recordings of music by LULLY
Reviewer: Graham Sadler
LULLY Grands Motets Vol.1 - Te Deum; Miserere; Plaude laetare Gallia : Le Concert Spirituel, Herve Niquet (conductor) NAXOS 8.554397 (CD, budget)
LULLY Petits Motets - Omnes gentes; Regina Coeli; O sapientia; Laudate pueri; Salver Regina; Exaudi Deus; Anima Christi; Ave coeli; Dixit Dominus; O dulcissime; Domine salvum regem: Les Arts Florissants, William Christie (conductor) MUSIQUE D'ABORD HMA 1951274 (CD, budget)
LULLY 'Ballet Music for the Sun King' - Le Bourgeois Gentilhomme; Ballet d'Alcidiane et polexandre; Bellet de Xerxes; L'Amour Malade; Ballet du Temps; Ballet des Plaisirs: Aradia Baroque Ensemble, Kevin Mallon (conductor) NAXOS 8.554003 (CD, budget)
LULLY Le Bourgeois Gentilhomme; Les Nopces de Village; Cadmus et Hermione; PHILIDOR Le Mariage de la Grosse Cathos: London Oboe Band, Marie-Ange Petit (baroque percussion), Paul Goodwin (conductor) HARMONIA MUNDI HMU907122 (CD)
LULLY Atys: Guy de Mey (Atys), Guillemette Laurens (Cybele), Agnes Mellon (Sangaride), Jean-Francois Gardeil (Celenus), Les Arts Florissants, William Christie (conductor) HARMONIA MUNDI HMC901257.59 (3-CD)
LULLY Les Divertissements de Versailles - selections from the operas and ballets, including Isis; Armide; Psyche; Georges Dandin; Les Plaisirs de l'Ile Enchantee; Ballet des Muses; Roland: Les Arts Florissants, William Christie (conductor) ERATO 0927-44655-2 (CD)
LULLY Phaeton: Howard Crook (Phaeton), Rachel Yakar (Clymene), Jennifer Smith (Theone), Veronique Gens (Libye), Gerard Theruel (Epaphus), Ensemble Vocal Sagittarius, Les Musiciens de Louvre, Marc Minkowski (conductor) APEX 2564621842 (2-CD, budget)
LULLY Persee: Paul Agnew (Persee), Anna Maria Panzarella (Andromede), Salome Haller (Merope), Jerome Correas (Phinee), Maitrise du Centre de Musique Bbaroque de Versailles "Les Chantres de la Chapelle", Les Talens Lyrique, Christophe Rousset (conductor) NAIVE E8874 (3-CD, mid-price)
LULLY Armide: Guillemette Laurens (Armide), Howard Crook (Renaud), Veronique Gens (La Gloire, Phenice, Melisse, Une Bergere), Noemi Rime (La Sagesse, Sidonie, Lucinde, Une Naiade), Bernard Deletre (Hidraot, Ubalde), Gilles Ragon (Le Chevalier Danois, Un Amant Fortune), Chorus and Orchestra of Collegium Vocale and Chapelle Royale, Philippe Herreweghe (conductor) HARMONIA MUNDI HMC901456.57 (2-CD)
LULLY Roland: Nicolas Teste (Roland), Anna-Maria Panzarella (Angelique), Olivier Dumait (Medor), Monique Zanetti (Temire, Belise), Robert Getchell (Astolfe), Salome Haller (Logistille), Les Talens Lyriques, Christophe Rousset (conductor) AMBROISIE AMB 9949 (3-CD)
Next week's Building a Library features SCHUMANN's Carnaval]
Zelenka (24.06.2006, 12:01): Heute eine Empfehlung für eine Spitzenaufnahme von Borodins Streichquartetten Nos. 1 und 2:
Vittorio Ghielmi, Il Suonar Parlante, Reijseger (Winter & Winter)
Ohne Abbildung: Robert Casadesus, Klavierwerke, Bouvery (Opus Millésime)
Sammlerecke
Ohne Abbildungen: vols. V, VII, IX und XI der Yudina-Edition bei Vista Vera
Wiederveröffentlichungen
Ohne Abbildungen: Gerhard, The Plague (Explorer), Xenakis, Synaphai, Aroura, Antikhton … (Explorer), Rachmaninov, Symphonie No. 2, 3 russische Volkslieder, Der Fels, Golovanov (Boheme) Gruß,
Zelenka
Zelenka (01.07.2006, 12:46): Die Empfehlungen in "Building a Library" (BBC Radio 3) für Schumanns Carnaval (schon im Forum in einem eigenen Faden behandelt):
Das verwundert mich doch sehr! Hamelin mit Schumann als "top Empfehlung" ?(
Das wundert mich auch ungemein. Die Begründung für die überraschende Wahl ist noch eine Woche auf der Website von BBC Radio 3 zu hören: http://www.bbc.co.uk/radio3/cdreview/pip/hsuoz/ ("Building a Library" läuft eine halbe Stunde nach Beginn von CD Review, zweimal auf den Button "> 15 min" klicken und man ist angekommen).
Ich habe das Programm noch nicht gehört, ich muß auch manchmal an die frische Luft ...
Gruß,
Zelenka
Zelenka (01.07.2006, 17:46): Ich habe mir die Carnaval-Folge von "Building a Library" jetzt angehört. In die engste Wahl kamen Uchida (Philips, vergriffen, für die Aufnahme werden Phantasiepreise verlangt z.T.), Hamelin (Hyperion), Cortot (1928) und Rachmaninov (1929, RCA). Hamelin sei perfekt, nuanciert und sehr gut aufgenommen, Uchida fehle es doch etwas an Feuer am Ende. Cortot, sonst ausgezeichnet, scheidet wegen einiger falscher Noten gegen Rachmaninov aus. (Der Rachmaninov-Carnaval ist im Moment nur in einer 10-CD-Box (RCA) zu bekommen.) Schon vorher auf der Strecke, teils wegen schlechter Aufnahmequalität, blieben Solomon, Hess, Arrau (1939), bei den weniger alten Einspielungen Kempff ("tired", "arrived too late at the party"), Michelangeli (beste seiner Versionen bei Testament) ("coolness"), Kissin ("earnest") und Yundi Li ("unimaginitive"). Garnicht angespielt wurden u.a. Anda, Rubinstein und Freire ("too hard-edged"). Mit Ausschnitten vorgestellt wurden von den jüngeren Pianisten noch Freddy Kempf und Stefan Vladar ("frustrating interpretation").
Ich selbst würde Cortot und Rachmaninov Hamelin vorziehen ... Bei Hamelin scheint mir doch etwas zu fehlen. Spontaneität?
Gruß,
Zelenka
Zelenka (01.07.2006, 20:27): Original von nubar Hallo,
der Rachmaninov ist auch noch in einer anderen Aufmachung zu haben. Vor Jahren wurde bei BrilliantClassics eine Box mit großen Pianisten des 20.Jahrhunderts in teilweise historischen Aufnahmen herausgebracht. Darin ist auch der Carnaval enthalten. Nebenbei: Interessant sind auch die 2.Chopinsonate mit Cortot, die Chopinetüde 0p.25/6 mit Josef Lhevinne, das Schumannkonzert mit Lipatti und Karajan, eine Aufnahme der Schumann-Toccata mit Gilels, die Images I&II von Debussy mit ABM und die berühmte Prokofieff-Toccata mit Martha Argerich vom Busoni-Wettbewerb 1953, die sogar die Studioproduktion bei der DG schlägt.
Grüße nubar
Hallo nubar:
Danke für den Hinweis! Bleibt natürlich die Frage nach der Qualität des Brilliant-Transfers ... Die RCA-Box soll auch nicht optimal sein, u.a. fehlen wohl die Aufnahmedaten, die man schon gerne wissen würde.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (02.07.2006, 15:57): Aus dem dem Juli/August-Heft des Diapason die Empfehlungen für Aufnahmen von Mozarts Sakralmusik:
Zelenka (02.07.2006, 16:43): Original von Rachmaninov Nicht eine der empfohlenen Requiem Aufnahmen besitze ich ......
?(
Wenn es ein Trost sein sollte: Ich auch nicht. :D Bei der Großen Messe sieht es auch nur geringfügig besser bei mir aus.
Gruß,
Zelenka
Carola (02.07.2006, 17:46): Original von Zelenka Original von Rachmaninov Nicht eine der empfohlenen Requiem Aufnahmen besitze ich ......
?(
Wenn es ein Trost sein sollte: Ich auch nicht. :D Bei der Großen Messe sieht es auch nur geringfügig besser bei mir aus.
Gruß,
Zelenka
dito! :D
Ist schon erstaunlich, was andere alles so für unverzichtbar halten. Und dass bei der c-Moll-Messe Rilling empfohlen wird, Gardiner aber nicht, stimmt mich eher misstrauisch.
Immerhin, mit der Fricsay-Aufnahme bin ich einverstanden. Die ist unverzichtbar.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (03.07.2006, 15:49): Leider mit einiger Verspätung, weil das Juli-Heft des Gramophone etwas spät bei mir angekommen ist, hier das Ergebnis eines vergleichenden Hörens von etwa 20 Aufnahmen von Schostakowitschs Achter. Der Rezensent scheut sich ein wenig, eine eindeutige Spitzenempfehlung zu geben, aber es wird doch sehr deutlich, welche Version er bevorzugt: Mravinsky, dem der Komponist die Achte gewidmet hat, mit dem Leningrader Philharmonischen Orchester in einer Londoner Live-Aufnahme von 1960:
Gergiev mit dem Kirov-O schneidet leider nicht gut ab ... :)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (08.07.2006, 11:58): Heute morgen im Daily Telegraph eine Empfehlung fuer eine Aufnahme von Smetanas "Mein Heimatland (Ma vlast)": das Boston Symphony Orchestra unter Kubelik (DG 2CD). Empfohlen werden auch Talich (1954, Supraphon), Wit (Naxos) und Colin Davis (LSO Live).
Gruss,
Zelenka
Zelenka (08.07.2006, 12:01): Heute morgen im "Guardian" eine neuaufgefundene Photographie von 1840, auf der die 78jaehrige Constanze Mozart abgebildet sein soll ....
Gruss,
Zelenka
Carola (12.07.2006, 20:05): ... ist zwar weder international noch zählt er zur Presse aber folgende Meldung finde ich dennoch mitteilenswert:
Die Neue Mozartausgabe wird digitalisiert und - mit allerlei Finessen versehen - via Internet jedem zugänglich gemacht.
Zelenka (17.07.2006, 07:58): Die Empfehlungen am 8. Juli für Aufnahmen von Brahms' vierter Symphonie:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATIONS:
BRAHMS Symphony No.4 in E minor, Op.98
Reviewer: Jonathan Swain
First Choice: Royal Philharmonic Orchestra, Fritz Reiner (conductor) (recorded 1962; c/w BEETHOVEN Egmont Overture*) Rene Leibowitz (conductor)* CHESKY CD006 (CD)
Die Philips-Doppel-CD, die ja nicht sehr viel kostet, sollte in keiner Sammlung fehlen. Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach der Einspielung von Roger Desormières, die Sviatoslav Richter so fasziniert hat ...
Gruss,
Zelenka
ab (18.07.2006, 22:14): Original von Zelenka Die Empfehlungen für Aufnahmen von Mozarts Arien und Liedern im Juni-Heft des Diapason:
Die Unverzichtbaren
wie kann man nur folgende von Elly Ameling vergessen haben???!!!
ab (18.07.2006, 22:19): Original von AcomA
ich bin ein großer rachmaninov-anhänger, habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ? :) Hallo siamak,
Ich finde, bei Isserlis kling alles sentimental: Sein Spiel ist für mich geradezu der Inbegriff des süsslichen Salonkitsches. Das dafür auf höchstem Niveau...
ab (18.07.2006, 22:25): Original von Zelenka Debussys "La mer": Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach der Einspielung von Roger Desormières, die Sviatoslav Richter so fasziniert hat ...
die würde mich auch sehr interessieren! Mich hat als letztes sehr fasziniert (wie sonst nur noch in dieser Edition seine späte Bruckner 4):
Ganz ausgezeichnet und ganz zurecht höchst gerühmt (hier) aber dennoch für diesen Dirigenten etwas enttäuschend fand ich folgende:
denn Fournet ist einer meiner Lieblingsdirigenten französischer Musik!
Carola (21.07.2006, 09:34): In der FR-online gibt es ein Interview mit dem Dirigenten Hugh Wolff
Zelenka (22.07.2006, 13:55): Am heutigen Samstagmorgen im Daily Telegraph (London) eine Referenzaufnahme von de Fallas Naechten in spanischen Gaerten: Empfohlen wird Alicia de Larrochas digitale Version mit dem LPO unter Rafael Fruehbeck de Burgos (Decca Double Decca "The Essential Falla").
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9781481.jpg
Erwaehnt werden noch Thiollier (Naxos) (extrovertiert) und Orozco (Auvidis) (introvertiert).
Gruss,
Zelenka
ab (25.07.2006, 10:37): Original von Zelenka Am heutigen Samstagmorgen im Daily Telegraph (London) eine Referenzaufnahme von de Fallas Naechten in spanischen Gaerten: Empfohlen wird Alicia de Larrochas digitale Version mit dem LPO unter Rafael Fruehbeck de Burgos (Decca Double Decca "The Essential Falla").
die wird zurecht empfohlen; wiewohl ich ihre Analog-Aufnahme unter Ansermet fast noch lieber mag...
Zelenka (28.07.2006, 14:13): Derzeit gibt es übrigens keine neuen Empfehlungen von BBC "Building a Library": die übliche Sommerpause. Neues aus dem Diapason wird es auch nicht geben, das letzte Heft war für den Juli und den August zusammen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.07.2006, 12:37): Die Empfehlung des Daily Telegraph für eine Aufnahme von Händels Alexander's Feast:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1357215.jpg
Argenta, Partridge, George, The Sixteen, Christophers (Coro)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.07.2006, 14:51): Um das Sommerloch in diesem Faden ein wenig zu füllen, stelle ich hier die klassischen Superstars von morgen vor – zumindest diejenigen, die in der englischen Klassikzeitschrift Gramophone dafür gehalten werden. Die hoffnungsvollen Stars von heute, von denen eben noch mehr in Zukunft zu erwarten sein wird, werden jeweils knapp in der Zeitschrift vorgestellt (Name, Instrument, Alter, Wettbewerbe, Hörempfehlungen). Es folgt jeweils eine Laudatio von einem Prominenten.
Lisa Batiashvili (27) (Violine)
Alfred Brendel (!): "Among the young musicians I have listened to throughout my life, Lisa Batiashvili is one of the most spectacular. If there is a more accomplished violinist I still have to hear her (or him). (...)"
Alan Gilbert (39) (Dirigent) (Lob von Christoph von Dohnányi)
Carolyn Sampson (32) (Sopran)
Alison Balsam (27) (Trompete)
Nicholas Angelich (35) (Klavier)
Marta Argerich: "Nicholas is a very spezial case, quite fascinating, who also interests me as a person. A genuine and authentic voice in today's musical scene, he has a very wide range of musical and pianistic resources. Each time I listen to him I discover a different facet of his many-sided talent. His honesty is never synonymous with boredom. (...)"
Sarah Connolly (43) (Mezzo)
Han-Na Chang (23) (Cello) (Lob von Misha Maisky)
Joyce DiDonato (37) (Mezzo)
Gustavo Dudamel (25) (Dirigent) (Im Oktober bei DG mit Beethoven 5 und 7)
Elina Garanca (29) (Mezzo)
Philippe Jaroussky (28) (Kontratenor)
Vladimir Jurowski (34) (Dirigent) (Hörempfehlung: Schostakowitsch 1 und 6 (Pentatone))
Yevgeny Sudbin (26) (Klavier) (Dickes Lob von Stephen Hough)
Kate Royal (27) (Sopran)
Martin Fröst (25) (Klarinette) (Hörempfehlung: Brahms (BIS))
Ilan Volkov (29) (Dirigent)
Julia Fischer (23) (Violine) (Hörempfehlung: Bach (Pentatone))
Alban Gerhardt (37) (Cello) (Hörempfehlung: Schostakowitsch und Schnittke (Hyperion))
Jonathan Lemalu (30) (Bassbariton)
Ingrid Fliter (32) (Klavier) (Hörempfehlung: Beethoven, Chopin (VAI Audio)) (Lob von Zoltan Kocsis)
Grüße aus dem Sommerloch,
Zelenka
Zelenka (30.07.2006, 08:45): Hier ein Link zu einem Artikel von Norman Lebrecht über den polnischen Pianisten Piotr Anderszewski (ursprünglich erschienen im Londoner Evening Standard am 26.7.):
Anderszewski wird zum Herbst hin eine fünfmonatige Auszeit hauptsächlich in Laos nehmen ...
Im Artikel auch ein paar Spitzen über bekanntere Kollegen von Anderszewski:
There is Lang Lang, the Chinese wizard who can play anything except pianissimo :D; Evgeny Kissin, the Russian speed king with an emotional bypass :D; Helene Grimaud, the French save-the-wolf campaigner; and Yundi Li, the one in the Nike ad.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.08.2006, 07:49): Gestern im Daily Telegraph zur Anschaffung empfohlen, wenn man eine Aufnahme von Mozarts Klavierkonzert No. 25 in C-Dur KV 503 sucht:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7291381.jpg
Brendel, ASMF, Marriner, Philips Duo 4425712
Erwähnt werden noch Uchida (Philips) (letztlich leider zu schön) und Ashkenazy (Decca) (muskulös, aber eher Beethoven angemessen). Nicht erwähnt wird Brendels neuere Aufnahme unter Mackerras.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (12.08.2006, 12:43): Heute im Daily Telegraph eine Empfehlung für eine Aufnahme von Beethoven Violinkonzert op. 77:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3546220.jpg
Tetzlaff, Tonhalle O Zürich, Zinman (Arte Nova)
Richard Wigmore, der die Aufnahme empfiehlt, diskutiert auch kurz weitere Einspielungen. Aus früheren Zeiten, in denen das Allegro ma non troppo seiner Meinung nach zu pompös und langsam gespielt worden sei, nennt er Menuhin/Furtwängler (EMI) und Perlman/Giulini (EMI). Heifetz/Reiner (RCA) hätten diese Tradition schon in den 50ern durchbrochen - wie später auch Kremer/Harnoncourt. Tetzlaffs Version wird "playful grace" und im Finale "irresistible wit and élan" attestiert. (Das Konzert hat seinen eigenen Faden hier im Forum. Mir selbst hat Tetzlaff nicht zugesagt.)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.08.2006, 08:30): Heute morgen in der Sunday Times (London) eine sehr positive Besprechung der neuen CD mit Beethoven-Violinsonaten opp .23, 30,2 etc., die Andreas Staier und Daniel Sepec für Harmonia Mundi eingespielt haben. Sepec spielt auf einer Geige, die Beethoven einst besaß. (Schade, daß die Kreutzer-Sonate nicht dabei ist ...)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.08.2006, 08:51): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Heute morgen in der Sunday Times (London) eine sehr positive Besprechung der neuen CD mit Beethoven-Violinsonaten opp .23, 30,2 etc., die Andreas Staier und Daniel Sepec für Harmonia Mundi eingespielt haben. Sepec spielt auf einer Geige, die Beethoven einst besaß. (Schade, daß die Kreutzer-Sonate nicht dabei ist ...)
Gruß,
Zelenka
@Zelenka,
gehe ich recht in der Annahme das Staier auch ein historisches Instrument spielt?
Lieber Rachmaninov:
Ja, Du gehst recht in der Annahme! Staier spielt auf einem Hammerklavier von Graf aus dem Jahre 1824!
Gruß,
Zelenka
Carola (17.08.2006, 09:27): Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Zelenka (17.08.2006, 12:25): Original von Carola Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Zelenka (20.08.2006, 14:13): Gestern im Daily Telegraph eine Empfehlung für Schostakowitschs Lady Macbeth von Mtsensk
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4711937.jpg
Wischnewskaja, Gedda, Petkov, Krenn, Valjakka, London PO, Rostropovich (EMI)
Wie der Rezensent bemerkt, ist es ohnehin die einzige wirklich greifbare Einspielung ... Im Rahmen der BBC Proms findet heute abend übrigens eine konzertante Aufführung der Oper mit Kirov-Personal unter Gergiev statt. Sie ist auch live über das Internet zu hören und dann für eine Woche lang jederzeit abrufbar (http://www.bbc.co.uk/proms/).
Gruß,
Zelenka
Zelenka (22.08.2006, 16:34): Um das Sommerloch ein wenig zu füllen, hier eine Top 10-Liste der großen Chopin-Pianisten, die Bryce Morrison für das September-Heft des Gramophone zusammengestellt hat:
1 Arthur Rubinstein "exuberance and idiomatic command" 2 Alfred Cortot "more idiosyncratic than Rubinstein, winged virtuosity" 3 Vladimir Horowitz " Chopin was a mesmeric sea of extremes" 4 Benno Moiseiwitsch "often as trickster with the text, cast his own idiosyncratic spell" 5 Dinu Lipatti "a regal perfectionist, sought ... purity and transparency" 6 Emil Gilels "his early incandescence modulating over the years into a rich, full-toned mastery" 7 Maurizio Pollini "the early work ... showed heroic strength and lucidity" 8 Martha Argerich "brilliance and volatility" 9 Krystian Zimerman "ever seeking to define the borderline between fredom and distortion, clarity and obscurity" 10 Murray Perahia "Chopin of rare poise and articulacy"
Aus älteren Zeiten mag man hier Josef Hofmann z.B. vermissen, aus neueren vielleicht Ivan Moravec. Ob ich hier Gilels nominiert hätte, weiß ich nicht … Und man wünschte, es gäbe mehr Chopin von Lipatti.
Gruß,
Zelenka
Carola (25.08.2006, 14:51): Im aktuellen SPIEGEL, leider nur in der Printausgabe, ist ein ganzseitiger Artikel über Ivo Pogorelich zu lesen -
Titel: Beckham des Pianos
Untertitel: Ivo Pogorelich, einst als Genie und schönster Pianist seit Franz Liszt gefeiert, wagt nach einem Karrierieknick den Neuanfang - in der Provinz.
Die Tendenz des Artikels ist eher negativ, es heißt dort zum Beispiel: Sein Spiel hat alle Leichtigkeit verloren, es klingt schwer und düster.
Nun ja, was weiß der SPIEGEL schon über Kultur.
Ein Foto ist auch zu sehen, Pgorelich mit Glatze. :D
Es grüßt Euch Carola
Zelenka (26.08.2006, 17:57): Heute im Daily Telegraph eine Empfehlung für Stravinskys Violinkonzert:
Chung, LSO, Previn ADD (Decca) (gekoppelt mit Prokofievs Konzerten, die der Rezensent auch sehr schätzt und nur hinter der Einspielung von Mintz platziert).
Gruß,
Zelenka
Zelenka (26.08.2006, 20:22): Nach der Sommerpause ist der September-Diapason eingetroffen. In der Reihe der Mozartempfehlungen sind wir nun bei den Symphonien angekommen. Im einen oder anderen Falle ist dabei der Berichterstatter ganz anderer Meinung, aber er wird sich hier natürlich bedeckt halten.
Symphonie No. 40: Orchestra of the 18th Century, Brüggen (Philips)
Symphonien Nos. 39-41: Chicago Symphony O, Reiner (RCA)
Symphonien Nos. 25, 29, 38-41: English Chamber O, Britten (Decca)
Gesamtaufnahme: Levine (DG)
Auf die Diskussion im Diapason werde ich demnächst noch im Mozart-Symphonien-Faden zurückkommen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (31.08.2006, 16:28): In "Die Welt" vom 21.8. stand dieses Interview mit Ivo Pogorelich.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (02.09.2006, 12:18): Im Daily Telegraph heute eine Empfehlung für eine Aufnahme des ersten Klavierkonzerts von Chopin:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7221499.jpg
Arrau, LPO, Inbal
Der Rezensent schätzt hier die Melancholie Arraus und auch das Dirigat Inbals. Pollinis virtuose Einspielung (EMI) wird auch erwähnt und gelobt. (In dieser Serie geht es übrigens nur um Einspielungen zum Budget Price.)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.09.2006, 18:54): Die goldenen Stimmgabeln im Septemberheft des Diapason:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6121989.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3020050.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7020793.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5802157.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4505646.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7399435.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6854306.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4517739.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6123358.jpg
Entdeckungen
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7148371.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5304877.jpg
Wiederauflagen
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7571330.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3896596.jpg
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.09.2006, 19:15): Original von Rachmaninov Original von Zelenka
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7571330.jpg
Wie ist diese Aufnahme im Vergleich zu der bei Chandos veröffentlichten?
Erst einmal älter natürlich, die Aufnahmen sind von 1958 und 1965, die Mitglieder des Quartetts sind teils andere. Die älteren Versionen werden in der Besprechung im Blatt hochgelobt, ein direkter Vergleich wird nicht gemacht. Eine unverzichtbare Aufnahme, heißt es. Tonqualität 6.5 von 10.
Gruß,
Zelenka
Rachmaninov (27.04.2006, 15:08): Original von Zelenka Im Diapason eine goldene Stimmgabel für Kogans neue "Les Introuvables"-Box:
Dort angekündigt wird auch ein Brillant-Box mit Kogans sowjetischen Aufnahmen.
Gruß,
Zelenka
Frage: Sind die Aufnahmen identisch mit denen der "Testament" Box?
R
Rachmaninov (29.04.2006, 17:53): Vielleicht sollten wir anlässliche des DSch Jahres den passenden Thread wieder "aufleben" :wink
Rachmaninov (13.05.2006, 12:22): Original von Zelenka BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
BEETHOVEN Triple Concerto in C, Op.56
Reviewer: Hilary Finch
First Choice: c/w BEETHOVEN Piano Concerto No.3 in C minor, Op.37: Urban Svensson (violin), Mats Rondin (cello), Boris Berezovsky (piano), Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard (conductor) SIMAX PSC1183 (CD)
Es freut mich zu lesen, daß nicht immer, fast wie vor programiert, imemr wieder die Legenden die #1 Position erreichen!
Daß als Mid-Price-Choice Oistrakh/Rostropovich/Richter/Karajan (EMI) auftaucht, ist nicht weiter überraschend, obwohl wenigstens einer der Beteiligten (Richter) kreuzunglücklich über die Aufnahme war. Vor allem gab es wohl unterschiedliche Auffassungen über anzuschlagende Tempi.
Allerdings ist der Klavierpart in diesem Konzert eh nicht so schwierig und Richter war wohl auch deshalb bei den Tempi's nicht so glücklich :cool
Rachmaninov (24.05.2006, 17:11): Original von Cosima
vielen Dank wieder einmal für die Mühe, die Du Dir mit diesem Nachrichten-Thread machst.
Ja, dem schließe ich mich an! Toller Thread und sehr informativ :down
Rachmaninov (24.05.2006, 17:22): Original von Zelenka Bin gerade unbekannt verzogen.
Ist auch super! Geniale Aufnahme mit Pletnev, Repin usw.
Rachmaninov (08.06.2006, 18:15): @Zelenka,
ich hoffe Du weißt was Du mit Deinen Beiträge anstellst :haha
Das weckt Kauflust :I
Rachmaninov (08.06.2006, 18:55): Original von Zelenka Am meisten reizt mich die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Zacharias.
Okay, dann haben wir immerhin das gleiche Problem :beer
Rachmaninov (08.06.2006, 20:30): Original von Carola
ebenfalls als Gesamtaufnahme angegeben, 10 CD´s enthält (und über 70 Euro kostet).
Verstehe ich nicht
sagt Carola
Wahrscheinlich ist die zweite die Originalausgabe, bei der man nicht Konzerte nicht "zerstückelt" hat und sie dadurch auf 10 statt 8 CD's zu packen ?(
Rachmaninov (09.06.2006, 12:38): Original von Jeff Klein Hallo!
Laut amazon.fr wurden die Konzerte NICHT "zerstückelt"!Dann werde ich sie mir wohl demnächst bestellen!
Gute Nacht, Jeff
Du meinst hier die Zacharias Aufnahme oder?
Das wäre eine tolle Nachricht :leb
Rachmaninov (10.06.2006, 12:52): Original von AcomA ich bin ein großer rachmaninov-anhänger,
Siamak meint hier den Komponisten, nicht den Admin :haha
habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ?
Da wäre ein passender Faden geeignet :ignore
Rachmaninov (01.07.2006, 12:50): Original von Zelenka
Wurde auch in der aktuellen FF sehr positiv besprochen :)
Rachmaninov (29.07.2006, 15:29): Original von Zelenka Um das Sommerloch in diesem Faden ein wenig zu füllen, stelle ich hier die klassischen Superstars von morgen vor – zumindest diejenigen, die in der englischen Klassikzeitschrift Gramophone dafür gehalten werden. Die hoffnungsvollen Stars von heute, von denen eben noch mehr in Zukunft zu erwarten sein wird, werden jeweils knapp in der Zeitschrift vorgestellt (Name, Instrument, Alter, Wettbewerbe, Hörempfehlungen). Es folgt jeweils eine Laudatio von einem Prominenten.
Lisa Batiashvili (27) (Violine)
Nicholas Angelich (35) (Klavier)
Yevgeny Sudbin (26) (Klavier) (Dickes Lob von Stephen Hough)
Martin Fröst (25) (Klarinette) (Hörempfehlung: Brahms (BIS))
Julia Fischer (23) (Violine) (Hörempfehlung: Bach (Pentatone))
Meine Zustimmung!
Rachmaninov (13.08.2006, 08:39): Original von Zelenka Heute morgen in der Sunday Times (London) eine sehr positive Besprechung der neuen CD mit Beethoven-Violinsonaten opp .23, 30,2 etc., die Andreas Staier und Daniel Sepec für Harmonia Mundi eingespielt haben. Sepec spielt auf einer Geige, die Beethoven einst besaß. (Schade, daß die Kreutzer-Sonate nicht dabei ist ...)
Gruß,
Zelenka
@Zelenka,
gehe ich recht in der Annahme das Staier auch ein historisches Instrument spielt?
Rachmaninov (17.08.2006, 13:14): Original von Zelenka Original von Carola Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Ja, klingt nach: "Da hab ich noch ne Rechnung offen!"
Rachmaninov (25.08.2006, 14:55): Original von Carola Im aktuellen SPIEGEL, leider nur in der Printausgabe, ist ein ganzseitiger Artikel über Ivo Pogorelich zu lesen -
Titel: Beckham des Pianos
Den Vergleich mit David Beckham finde ich äußerst unpassend und völlig unangebracht!
Rachmaninov (01.09.2006, 12:53): Bachs bisher früheste Handschrift entdeckt
:D
Rachmaninov (06.09.2006, 19:05): Original von Zelenka
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7571330.jpg
Wie ist diese Aufnahme im Vergleich zu der bei Chandos veröffentlichten?
Rachmaninov (25.08.2007, 12:31): In der Gramophone May 2007 ist ein Artikel über Y. Sudbin. U.A. wird dort geschrieben, dass die nächste Aufnahme die Scriabin Sonaten #2,5 und 9, sowie iop.38 und op.10 beinhalten wird.
Na, da freue ich mich doch schonmal :leb
Rachmaninov (02.09.2007, 16:27): Original von Zelenka 1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942 Gruß, Zelenka
Mir scheint Zinman prodziert derzeit einige sehr gute, sehr günstige Aufnahmen mit diesem Orchester in Sachen "Beethoven"!
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Rachmaninov (04.09.2007, 18:03): Original von Zelenka Original von Rachmaninov @Wolfgang, @Zelenka,
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Repins neues Beethoven-Konzert ist schon fest bei mir eingeplant!!! Wahrscheinlich werde ich es sogar in England bestellen, weil es da ein paar Wochen früher herauskommt.
Gruß, Zelenka
Ich werde da 100%ig bestellen, ist fast 1 Monat unterschied!
Rachmaninov (04.09.2007, 18:11): Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, die Spitzenempfehlung von "The Gramophone Collection" im August-Heft 2007:
diese Aufnahme besitze ich und kann diese Empfehlung nur unterstützen! Eine Top Aufnahme :cool
Rachmaninov (05.09.2007, 18:24): Original von Satie Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte
Weil es einem einfach gefällt?
Rachmaninov (11.09.2007, 18:55): Original von Tangua Als bekennender Planeten-Fetischist besitze ich bis auf die Nr.3 alle Einspielungen und selbstverständlich ist keine verzichtbar.
Zu Euren Kommentaren zu diesem Werk sage ich nur:
Grrr... :S :S :S
@Tangua,
dennoch hat jeder ein recht auf eine eigene Meinug, auch wenn sie von der eigenen Meinung ggf. deutlich abweicht!
Rachmaninov (22.09.2007, 09:42): Original von Zelenka Im "New Yorker" vom 17.9.2007 findet sich dieser längere Artikel zum Joyce-Hatto-Skandal. (Unter dem Namen Joyce Hatto veröffentlichte das englische Label Concert Artists piratisierte Aufnahmen anderer Pianisten.)
Gruß, Zelenka
@Zelenka, danke für den Hinweis! Es gibt hier auch einen passenden Thread! BTW, hat nicht eigentlich ihr Ehemann alle betrogen? Gruß R
Rachmaninov (23.09.2007, 12:16): @Zelenka,
danke für diese Übersicht zum 1. Klavierkonzert Rachmaninov's-
Ich besitze bzw. kenne zahlreiche dieser Aufnahmen.
Die Zimerman/Ozawa Aufnahme hätte ich in dieser Aufzählung erwartet. Ozawa führt IMO ein tolles Dirigat und zusammen mit Zimerman, den ich mehr und mehr schätze. ist dies eine klasse Aufnahme.
Janis und Kondrashin, leider nicht in bester Klandqualität ist ein MUST HAVE, vor allem in der Kopplung mit der 3. Prokofiev Konzert! :times10
NIchts gegen Lugansky aber ich empfinde seine Partner in dieser Aufnahme eher nicht ansprechend und wundere mich doch über die Nennung! Allerdings ist der Markt mit diesem Konzert durchaus "übersichtlich" :D
Andsnes wundert mich auch, wobei ich ihn nicht unbedingt als Empfehlung auf dem Zettel habe!
Ashkenazy wäre für mich, egal ob mit Haitik oder Previn, keine Empfehlung! MIr ist er immer zu "belanglos" und eintönig!
Soweit mir bekannt kennt Jeremias Shelly oder zumindestens dessen Sohn! Ich erinner mich auch, dass ich mal vor hatte seine Rachmaninov-Konzerte zu kaufen :engel
Rachmaninov (24.09.2007, 13:58): Original von Cosima Ich finde die Hough-Einspielung nicht schlecht. Mit ihrer Nüchternheit kommt sie Rachmaninows eigenen Aufnahmen recht nahe. Mir gefällt das - als Alternative zu den anderen Interpretations-Ansätzen - eigentlich ganz gut.
Gruß, Cosima
Mir gefällt die Hough Aufnahme auch wenige, nicht nur aufgrund des Pianisten sondern auch wegen dieser kühlen Orchesterführung von Litton.
BTW, der Komponist ist nicht immer der beste Interpret seinr Werke. Bei Rachmaninov empfinde ich sein eher harten kühlen Klang eher unpassend.
Hier geht es zum passenden Thread über das Thema
AcomA (10.06.2006, 12:50): lieber Jan Dismas,
ich bin ein großer rachmaninov-anhänger, habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ?
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7812185.jpg
gruß, siamak :)
AcomA (10.06.2006, 12:57): lieber Sergejewitsch,
nicht so bescheiden !
gruß, siamak :beer
Tangua (11.05.2006, 09:43): Ein genialer Thread!!!
Vielen Dank den fleißigen Postern, die auf diese Weise den anderen Forums-Mitgliedern den Zugriff auf interessante Artikel ermöglichen, die sie sonst nicht zur Kenntnis bekämen. :thanks :thanks :thanks
Tangua (10.09.2007, 18:50): Als bekennender Planeten-Fetischist besitze ich bis auf die Nr.3 alle Einspielungen und selbstverständlich ist keine verzichtbar.
Zu Euren Kommentaren zu diesem Werk sage ich nur:
Grrr... :S :S :S
Tangua (13.09.2007, 17:19): Hallo Jürgen, endlich ein Bruder im Geiste :beer - mit meiner Planeten-Vorliebe stehe ich ja ansonsten ziemlich einsam da... Und Dein Hinweis auf die Karajan-Einspielung mit den BPO könnte ebenfalls von mir sein!
An Rachmaninov: Das "Grrr..." war natürlich nicht ernst gemeint!!!
nikolaus (10.05.2006, 22:57): Ja, in der Tat ein diskussionswürdiger Artikel. Beim ersten Lesen habe ich mich sehr amüsiert, aber dann habe ich angefangen nachzudenken. Jetzt stehen mir teilweise die wenigen Haare zu Berge, die ich noch habe :wink.
Doch der Reihe nach:
hier klopfen frustrierte No-Names in der Hoffnung auf Absolution an die Tür
Ich war bisher zweimal dort und hatte jeweils nicht den Eindruck, daß die jungen Künstler, die dort zusammen mit den "Weltstars" musizieren, frustiert wären. Die Atmosphäre erscheint mir sehr entspannt und freundschaftlich; man trifft sich und musiziert zusammen und hat (z.T. wohl enorm viel :beer) Spaß dabei.
Die Chinesen Lang Lang oder Yundi Li werden hauptsächlich wegen ihrer exzentrischen Gesten gefeiert, Martin Stadtfeld dafür, daß er sich als Glenn-Gould-Imitation im Boss-Anzug produziert.
Ich muß gestehen, daß ich mit diesen "gefeierten Stars" auch meine Probleme habe - nein, eigentlich nicht mit den Personen an sich, sondern mit dem Hype um sie. Ich mag ihre Spielweisen nicht besonders, das gebe ich zu, aber das ist einfach meine subjektiv Meinung. Sie haben dennoch ihre Qualitäten, und sie auf Äusserlichkeiten zu reduzieren, finde ich ziemlich hart, das haben sie nicht verdient. Es ist doch schade, daß sie sich in eine Richtung entwickeln (bewußt oder durch Einfluß von außen), in der sie sich wahrscheinlich gar nicht frei entfalten können.
Daß sie am Ende ihrer Programme improvisiert, das Publikum um eine Melodie bittet, die sie im Stil von Bach, Brahms oder Boogie verwandelt, scheint spektakulärer zu sein als ihr abgeklärter Umgang mit Chopin.
Die Gefahr besteht allerdings. So sehr ich Monteros neue CD mit Improvisationen zu Bach mag, ich befürchte, daß sie in eine Schublade mgeschoben wird, aus der sie schlecht wieder herauskommt. Sie ist meiner Meinung nach eine tolle Pianistin, die auch im "klassischen" Repertoire etwas zu sagen hat. Allerdings - was soll's, solange sie glücklich ist, das tun zu können, was sie am meisten mag.
„Zum musikalischen Schaffen fehlt ihnen die Vertiefung, die Konzentration, die Denkkraft, die Weite der Gefühlshorizonte, die Freiheit des Strichs. Rätselhaft ist es, daß gerade die Musik - das Edelste, Schönste, Feinste, Seelischste, Herzlichste, was des Menschen Geist geschaffen, der Frau, die ja doch aus allen diesen Eigenschaften zusammengesetzt ist, so unerreichbar ist.“
Da fällt mir nichts zu ein! :ignore ?( :I X(
Sie spielen keine Weltanschauung vor wie die Männer und ringen nicht mehr um die Emanzipation wie Elfriede Jelinek. Sie haben sich im Schatten eingerichtet, genießen es, unterschätzt zu werden. Sie haben ihren Halt in der Musik längst gefunden. Und das scheint ihre einzige Botschaft. Sie sind Klavierspielerinnen, die etwas zu sagen haben. Beweisen müssen sie nichts mehr.
Was soll das denn?! Bei beiden Geschlechtern gibt es doch solche und solche, warum dieses heroische, auf die Tränendrüse drückendes Fazit? Da macht sich der Autor doch lächerlich, wenn er Vorurteile mit Vorurteilen kritisiert (oder habe ich da was falsch verstanden?). So gerne ich augenzwinkernde Artikel mag, dieser erscheint mir doch leider etwas platt. Die Themen, die er anspricht, sind dafür meines Erachtens viel zu wichtig und tiefgreifend.
Eine gute Nacht allerseits. :hello
nikolaus (29.07.2006, 15:43): Danke für diesen Beitrag!
Sehr interessant zu wissen, wen andere Musiker schätzen. Ich glaube, diese Ausgabe der Gramophone werde ich mir besorgen.
Gruß, Nikolaus.
nikolaus (17.09.2007, 22:05): Was war da nur wieder los?
Weiss einer noch mehr darüber?
Nikolaus.
nikolaus (23.09.2007, 10:56): Hm, interessant: das sind ja zwei relativ neue Aufnahmen an vorderster Front.
Ich besitze 2 u. 6, ausserdem Pletnev u. Andsnes, die hier nicht auftauchen... :ignore
Nikolaus.
P.S.: Ups, vertan: Ashkenazy hätte ich wenn überhaupt unter Haitink gehabt, davon habe ich allerdings nur No. 2/4. Also bleibt noch Zimerman aus dieser Liste :(
nikolaus (23.09.2007, 12:59): Original von Zelenka Lieber Nikolaus, lieber Rachmaninov:
Andsnes/BPO/Pappano werden noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt (ehe es überhaupt an das vergleichende Blindhören geht). Dem "expressiven" Pletnev wird dort eine schlechte Orchesterleistung zum Verhängnis (wie im Falle von Berezovsky und seinem Orchester vom Ural). Unter den neueren Aufnahmen kommt auch Hough (Hyperion) sehr schlecht weg (unpersönliches Spiel, nur routinierte Begleitung unter Litton).
Gruß, Zelenka
Aber habe ich nicht richtig in Erinnerung, daß Hough bei Erscheinen seiner Aufnahmen über die Maßen gelobt wurde? Oder verwechsle ich ihn mit Shelley?
Nikolaus. ?(
nikolaus (23.09.2007, 13:15): Original von Zelenka
Lieber Nikolaus:
Du hast ganz richtig in Erinnerung, daß Hough nach dem Erscheinen seiner Gesamteinspielung der Konzerte über den grünen Klee gelobt wurde! "Sheer hype", wie so oft!
Gruß, Zelenka
Na ja, ist vielleicht auch nur menschlich: kommt etwas "Neues", ist es erstmal wahnsinnig toll, bis man die Lust verliert und sich auf "Bewährtes" besinnt...
Aber manchmal frage ich mich, ob die Rezensionen dann nicht oft zu voreilig sind...
Gruß zurück, Nikolaus.
nikolaus (23.09.2007, 13:19): Original von Zelenka
Es lastet vielleicht auch ein gewisser Druck der CD-Industrie und des Handels auf den armen Rezensenten ...
Gruß, Zelenka
Da hast du wohl Recht, die armen.... :I
Nikolaus :wink
claashorst (26.08.2006, 21:25): ich bin begeistert. ein fantastisches Interview. Endlich mal jemand, der redet, wie er denkt. für mich ein "freier" Musiker, ähnlich dem, was in meinem Berufsstand so langsam auf den Weg kommt. Klasse und danke !. (selbst stelle ich mal wieder fest, was ich für ein Banause bin. Von seinem Musik-Segment habe ich null bis wenig Ahnung. Na, viell. komm ich ja noch mal auf den Trichter. will mal sehn, was es denn so von seinen (früheren) Einspielungen so gibt. Tips ab und an für einsteiger viell. auch hilfreich. In diesem sinne, 5 Daumen für den Beitrag, CH
claashorst (26.08.2006, 21:33): auch hier: sehr gute Empfindung für die mediale berichterstattung ! analog in meinem Berufs-forum wird seit längerer zeit festgestellt, dass die grundgesetzlich garantierte Freiheit der meinungsäusserung erheblich eingeschränkt ist und die medien nur ein spiegelbild bestimmter interessen darstellen. kaum ein journalist, kaum ein interview, das nicht geprägt ist von dem "wes speis ich ess, des Lied ich sing". ich werde zukünftig diesen presse-thread weiter mit beobachten. Für mich hochinteressant ! wieder mal ein beispiel dafür, wie das internet es schafft, uabhängige meinungsbildung zu ermöglichen. in diesem sinne, danke ! CH P.S. an ivo können sich tintenkleckser abarbeiten, er steht in seiner klasse meilenweit drüber.
Jimi (05.09.2007, 15:15): Original von Jürgen Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen
Ich oute mich als Freund, verstehe aber nicht, warum damit jemand Probleme haben soll.
Speziell diese Aufnahme habe ich schon in einer Romero-Triple-CD-Box. Sehr schön !!
Hallo zusammen,
ich habe diese 3er-Cd von Pepe Romero auch zu hause, und hör sie zwar nicht oft aber dann sehr gerne. Das"Concierto de Aranjuez" ist wohl das bekannteste Werk von Rodrigo, aber auf der Cd sind noch einige andere Stücke die ich mindestens genauso gern höre:
Concierto Andaluz (für 4 Gitarren und Orchester)
und
Concierto para una fiesta,
das Rodrigo speziell für Pepe Romero geschrieben hat, Romero bezeichnet es als das schwierigste Werk, das er je gespielt hat !!!
Das "Concierto de Aranjuez" hab ich auch noch auf einer 5CD-Box von Narciso Yepes, auch nicht übel , aber die Aufnahme mit Romero ist mir insgesamt schon lieber.
:hello Jimi
satie (05.09.2007, 16:46): Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte. a) Saukitschig b) Plakativstes Hispanisieren für den Touristengeschmack c) Selten einfallslos in der Harmonik und Melodik.
Ein guter Freund von mir hat immer nur gesagt: "Bloss weil er blind ist, braucht der Mann nicht komponieren." Naja, das ist zugegeben schon sehr frech...
S A T I E
satie (05.09.2007, 19:11): Hihi, wusste ich es doch, dass ich damit provoziere. Natürlich habe ich sehr frech geschrieben. Ich kann das Stück einfach nicht leiden. Aber ich kann auch Fußball nicht leiden, daher sollte sich niemand hier angesprochen fühlen. Außer Rodrigo selber, aber der hat ja mittlerweile schon das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt...
S A T I E
satie (08.09.2007, 01:02): Original von Cosima Ich habe diese hier:
Original von Zelenka 4. Gardiner/Philharmonia O DG 4458602
Es ist meine einzige Holst-CD. Und ehrlich gesagt: Ich habe sie nur gekauft, weil ich meinte, dass man die „Planeten“ mal gehört haben sollte.
(Oder sollte ich mich mit dem Werk bzw. Holst intensiver beschäftigen? Vielleicht entgeht mir ja etwas... )
Gruß, Cosima
Liebe Cosima, nein, ich denke auf Holst kann man verzichten. Die Planeten dürften aus dem schmalen Oeuvre tatsächlich die interessanteste Komposition sein, und da gibt es ja auch durchaus schöne Sätze, die sehr gut instrumentiert sind. Wenns um Planeten geht, finde ich denn aber die Sphärenharmonien etwa eines Du Caurroy weit sublimer...
Herzlich, S A T I E
satie (08.09.2007, 15:30): Lieber Zelenka, es ist weniger ein konkretes Werk als vielmehr ein generell bei ihm vorhandener Einfluss. Es war ja vor allem Kepler, der in seiner Harmonia unheimlich viel über die von den Bewegungen der Himmelskörper abgeleiteten Harmonie-Proportionen geschrieben hatte. Noch heute versucht die sogenannte "Harmonikale Grundlagenforschung" (vor allem in Österreich) die Harmonik an sich von derartigen Prinzipien abzuleiten. Man sieht das heute skeptisch, aber ich persönlich bin ein Befürworter einer solchen eher holistischen Sichtweise, die Musik nicht als isolierbare Erscheinung betrachtet. Doch das ist Ansichtssache. Auf Du Caurroy bin ich gestoßen, als ich nach Aufnahmen mit Savall suchte. Tatsächlich sehr schöne Musik, wenn man denn alte Musik mag. Die Aufnahme enthält einige Fantaisies. Ich habe dazu folgendes gefunden (bin nicht sicher, ob das auch im Booklet stand, welches ich wie üblich aus Platzgründen nicht mehr besitze):
"Eustache du Caurroy, who died a year before his patron King Henry IV, was one of the first humanist musicians. He believed that the art of man is both a feeble echo of divine harmony - the music of the spheres - and an abstract process, based on occult calculations. He created these Fantasies without worrying about instrumentation." (http://www.hbdirect.com/album_detail.php?pid=366948)
Man darf sich natürlich darunter keine "sphärischen Klänge" in der Art von einer besonderen Klangfarbe vorstellen. Es geht dabei primär um Zahlenproportionen. Dennoch - oder vielleicht deshalb? - finde ich, dass da etwas ganz feines ist, was erahnen lässt, dass ein Glaube an die Makro-Mikrokosmos-Emntsprechung ist und die Musik auch im Gestus auf etwas "größeres" weist. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein, weil ich darüber gelesen habe. Who knows.
Herzliche Grüße
S A T I E
satie (18.09.2007, 07:57): Original von nikolaus Was war da nur wieder los?
Weiss einer noch mehr darüber?
Nikolaus.
Eine sehr schöne Geschichte, etwas fürs Album. Danke Nikolaus für diesen Hinweis. Das lehrt eben wieder einmal, dass a) Musiker saufen b) Direktoren keine guten Menschen sind c) es keine Notfallverhaltensregeln für Musiker gibt (man hätte ja meutern können und trotzdem das Konzert durchführen. Dann wäre der Direktor eben mal unzurechnungsfähig gewesen). Was da gelaufen ist, werden wir niemals erfahren. Ich vermute aber mal, es war das Übliche, nämlich abgewiesene Avancen des Direktors. Da gibts so viele Fälle... aber die Scham verbietet, darüber zu berichten.
S A T I E
nubar (10.05.2006, 16:02): Heute in der Online-Ausgabe der FAZ:
Konzertsaal
Frauen mit Flügeln Von Fabian Bremer
10. Mai 2006 Sie waren um acht Uhr verabredet, nach der Probe. Aber wenn Martha Argerich probt, bleibt die Zeit stehen, und die junge Pianistin aus Venezuela mußte warten. Um zehn Uhr trank sie das erste Bier. Eigentlich hatte Gabriela Montero die Klavierkarriere sowieso schon an den Nagel gehängt. Damals, als ihre alte Lehrerin nicht wollte, daß sie improvisierte, aus Bach einen Boogie, aus Rachmaninow einen Reggae und aus Chopin einen Cha-Cha-Cha machte. Musik sei eine ernsthafte Sache, sagte die Klavierlehrerin - und das gelte besonders für Frauen. Die hätten es schwerer. Die müßten genauer arbeiten. Die dürften keine Flausen im Kopf haben. Da hatte Montero keine Lust mehr auf Bach, Rachmaninow und Chopin.
Mama der Musik
Aber an diesem lauen Sommerabend im schweizerischen Lugano wollte sie es noch einmal wissen, und so wartete sie weiter, trank noch ein Bier und dann noch eines, und irgendwann war es halb zwei. Gabriela Montero war angetrunken und Martha Argerich endlich fertig mit ihren Proben. Die Argentinierin Martha Argerich ist eine Mama der Musik. 1957, mit sechzehn Jahren, gewann sie die Klavierwettbewerbe in Genf und Bozen, später den ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau. „Als ich anfing, haben Frauen am Cello noch in ,Damenposition' gespielt, weil es sich nicht gehörte, die Beine zu spreizen.“ Sie wollte sich aber damals spreizen, gegen alle Rollenklischees. Gelungen ist ihr das erst nach einer Lebenskrise. So wie Gabriela Montero zog sich Argerich mit zwanzig Jahren aus der Öffentlichkeit zurück. Danach hat sie die Geschlechterrolle einfach ignoriert, sich nicht mehr allein um die musikalische Frauenliteratur von Bach über Chopin bis Schumann gekümmert, sondern auch das Männerrepertoire von Brahms, Beethoven und Bartok attackiert. Sie wollte einfach nur Musik machen. Und deshalb spielte sie weiter.
Es lebe die Freiheit
Martha Argerich hat drei Töchter von drei unterschiedlichen Männern, wurde von ihrem Lehrer und Mentor Friedrich Gulda gern mit dem Satz begrüßt: „No, mit wem schlafst denn jetzt wieder?“ Solche Geschmacklosigkeiten überhörte sie, weil sie von Gulda etwas Wichtigeres bekam: Die Anerkennung als Musikerin. Argerich wurde unabhängig und kompromißlos. Die Musik machte sie frei. Und bis heute kämpft sie für die Freiheit in der Musik, wettert gegen die Klassikwerbung und hält die guten alten Klassikwerte dagegen. Sie hat für ihre Karriere gekämpft - und um ihr Leben. Argerich hat den Krebs besiegt, das Rauchen aufgegeben. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Öffentlich kritisiert sie die Karrieren von Show-Pianisten wie Lang Lang und sorgt sich, daß die Augen die Ohren beim Hören ablösen: „Wissen Sie“, sagt die Grande Dame, „mich irritieren die Erfolge einiger weniger begabter Klavierspieler, während andere, gute, nicht genug Konzerte bekommen, um zu überleben.“ Deshalb hat sie in Lugano das „Progetto Martha Argerich“ gegründet, eine Bastion, abgeschieden von der öffentlichen Meinung. Hier spielen Stars wie der Cellist Mischa Maisky und der Pianist Piotr Anderszewski in Jeans, hier klopfen frustrierte No-Names in der Hoffnung auf Absolution an die Tür. Und wer bei Mama Martha anklopft, wird eingelassen, wenn er es ernst meint mit der Musik.
Was immer verboten war: improvisieren
Als Martha Argerich die junge Klavierspielerin aus Venezuela empfing, hatte die ihren Beethoven, Bach und Brahms längst vergessen. „Ich war schon ziemlich angeschickert“, erinnert sich Gabriela Montero, „und ich habe mich an das Klavier gesetzt und gemacht, was mir immer verboten war: improvisiert.“ Sie griff in die Tasten und machte sich ein bißchen lustig über den Stil der Ikone Argerich. Der gefiel das. Einige Tage später schwärmte sie der Plattenfirma EMI vor, daß sie ein neues Talent entdeckt habe, und Montero nahm sofort eine Doppel-CD auf: klassisches Repertoire auf der einen Platte, Improvisationen auf der anderen. Wenn Männer Klavier spielen, wird die Konzerthalle zur Kanzel. Da werden Glaubensbekenntnisse abgelegt, Exegesen formuliert, und die Welt wird neu erfunden. Wenn Frauen den Konzertsaal betreten, bleibt er meist ein bürgerlicher Salon. Ein Raum, in dem es um die Musik als Selbstzweck geht. Amerikas Außenministerin Condoleezza Rice hat sich gegen eine Klavierkarriere entschieden. Sie wollte die Welt verändern und ging in die Politik. Aber wenn sie über die Welt nachdenken will, setzt sie sich noch immer an den Flügel und macht Hausmusik.
Glenn-Gould-Imitation im Boss-Anzug
Im 19. Jahrhundert war das Klavier noch braun, stand auf zart gedrechselten Beinen, und meist saß hinter ihm eine Frau. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der Flügel zum schwarzen Monstrum. Bösendorfer nannte sein Konzertinstrument „Imperial“. Klavierkonzerte wurden zu kommerziellen Schlachtfeldern über die Deutungshoheit der Welt - und Frauen schienen dafür sowenig geeignet wie fürs Verstehen der Abseitsregel. Während die Patriarchen Friedrich Gulda, Glenn Gould und Wladimir Horowitz noch Meister der Aussage waren, haben die Männer am Klavier heute weniger zu behaupten. Die Chinesen Lang Lang oder Yundi Li werden hauptsächlich wegen ihrer exzentrischen Gesten gefeiert, Martin Stadtfeld dafür, daß er sich als Glenn-Gould-Imitation im Boss-Anzug produziert. Männer benehmen sich im Konzertsaal, wie sie es im letzten Jahrhundert von den Frauen erwartet haben: als sexuell aufgeladene Hintergrundmusiker. Sie sind zu Mainstream-Musikern geworden, zu Sex-Symbolen. Und da müssen sie auch wieder die Frauen neben sich dulden.
Das unmusikalische Geschlecht
Während Martha Argerich eine Pianistin wie Gabriela Montero aus Überzeugung fördert, wird die Venezolanerin in der öffentlichen Kritik gern auf ihre weiblichen Unterhaltungsqualitäten reduziert. Daß sie am Ende ihrer Programme improvisiert, das Publikum um eine Melodie bittet, die sie im Stil von Bach, Brahms oder Boogie verwandelt, scheint spektakulärer zu sein als ihr abgeklärter Umgang mit Chopin. Ähnlich ist das bei ihrer Klavierkollegin Helene Grimaud. Daß die Französin eine Wolfsfarm in Amerika leitet und nicht wirklich häßlich ist, scheint wichtiger als ihr moderner und absolut antieffekthascherischer Umgang mit den Standardwerken der Klavierklassik. Und wenn es bei Frauen dann doch einmal um musikalische Qualitäten geht, reicht oft der lapidare Satz: „Sie spielt wie ein Kerl.“ Das ist als Lob gemeint und soll bedeuten: sie spielt hart, kraftvoll und durchdacht.
Clara Schumann als Piano-Pionierin
Qualitäten, die der Pianist Anton Rubinstein dem anderen Geschlecht 1890 noch nicht zutraute: „Zum musikalischen Schaffen fehlt ihnen die Vertiefung, die Konzentration, die Denkkraft, die Weite der Gefühlshorizonte, die Freiheit des Strichs. Rätselhaft ist es, daß gerade die Musik - das Edelste, Schönste, Feinste, Seelischste, Herzlichste, was des Menschen Geist geschaffen, der Frau, die ja doch aus allen diesen Eigenschaften zusammengesetzt ist, so unerreichbar ist.“In Wirklichkeit sind Anschlag, Aufbau und Logik gleich. Den musikalischen Unterschied macht allein die Phantasie des Publikums. Es war eine Frau, die das Klavierspiel modernisierte. Clara Schumann machte Schluß mit dem Virtuosentum und der exzentrischen Selbstdarstellung des frühen 19. Jahrhunderts, konzentrierte sich wieder auf musikalische Inhalte und verstand sich als Dienerin der Komposition. In sechzehn Ehejahren schenkte sie ihrem Mann Robert acht Kinder, hatte zwei Fehlgeburten, und wenn sie öffentlich auftreten wollte, mußte sie mit dem Zorn ihres Mannes rechnen. Erst als Robert Schumann wahnsinnig wurde, befreite sich Clara, intensivierte ihre Beziehung zu Brahms und kehrte erfolgreich zurück auf die Konzertpodien. Sie war eine Piano-Pionierin. Eine Martha Argerich ihrer Zeit, bildete Schülerinnen wie Mathilde Verne, Adelina de Lara und Fanny Davies aus und beflügelte die Frauen am Klavier. Clara Schumann zeigte der Männerwelt, wie gut weibliche Netzwerke funktionieren. Und sie definierte, was weibliches Klavierspiel wirklich war, indem sie die Herren attackierte. Rubinstein warf sie „ein unsinniges Gepauke oder Verschiebungsgeflüster“ vor und Liszt den Verfall des Klavierspiels. Sie mochte sein virtuoses Geklimper nicht und polemisierte: „Vor Liszt wurde gespielt, nach Liszt gehauen und gesäuselt.“
Liebe, Tod und Transzendenz
In ihrem letzten Album hat sich Helene Grimaud die Werke des Dreigestirns Robert und Clara Schumann sowie Brahms vorgenommen; hier, glaubt sie, herrsche „das ewige Spannungsfeld von Liebe, Tod und Transzendenz“. Helene Grimaud ist mit ihrem sachlichen und geerdeten Klang eine Erbin Clara Schumanns. Sie ignoriert den Wechsel vom Salon zum Konzertpodium, vom feinbeinigen Wohnzimmerinstrument zum schwarzen Monstrum. Dafür wird sie oft kritisiert. Für sie ist das Klavierspiel keine Produktion des Ichs, sondern ein Akt der Intimität. Die Öffentlichkeit hat sie längst hinter sich gelassen. So wie Gabriela Montero, als sie ihre Klavierkarriere aufgegeben hatte, nach einem neuen Sinn in der Musik suchte und in Lugano bei Martha Argerich anklopfte. Grimaud hat mit ihrem neuesten Buch, „Lecons Particulieres“, das gerade in Frankreich erschienen ist, an die Tradition der literarischen Klavierspielerinnen angeknüpft. Amy Fay schrieb „Music Study in Germany“, einen Bestseller; Mathilde Vernes „Chords of Remembrance“ ist ein musikalischer Abenteuerroman. Und auch Grimauds Altersgenossin, die russische Komponistin und Klavierspielerin Lera Auerbach, schreibt. Die Frauen erreichen in der Literatur, was die Männer am Klavier versuchen: sie erklären die Welt. Grimauds Reisebericht zwischen New York, Hamburg und Paris, der nächstes Jahr auf deutsch erscheint, endet mit der Auflösung des Menschen im Klang, der für sie die wahrhaftigste Form der Liebe ist.
Das schwarze Monstrum
Gabriela Montero schreibt nicht, sie kommuniziert im Konzert, involviert das Publikum in ihre Improvisationen. Und damit knüpft auch sie an eine typisch weibliche Tradition an: Die Pianistin Amy Fay gründete 1890 in Chicago die „Piano Conversations“, Mathilde Verne in London die „Thursday Twelve O'Clocks“ - neue Formen der dialogischen Musik. Während des Bombenkriegs gegen England hat Myra Hess die „National Gallery Concerts“ ins Leben gerufen und bis zu 2.000 Zuhörer im leergeräumten Museum zum Musikhören versammelt. Nach Kriegsende wurde sie gefeuert. Während Lang Lang, Yundi Li und Martin Stadtfeld sich auf den Konzertpodien als echte Kerle behaupten wollen, ist für Argerich, Montero und Grimaud das Klavierspiel noch immer im Salon zu Hause. Sie haben den Kampf der Geschlechter längst hinter sich gelassen, den Elfriede Jelinek in ihrem Roman „Die Klavierspielerin“ noch mit aller emanzipatorischen Lust-, Leib- und Seele-Rhetorik ausgefochten hat. „Ihre Klauen kratzen an den Tasten“, heißt es dort über die Pianistin, „ihre Füße scharren sinnlos und verlegen. Sie streicht und zupft vage an sich herum, der Mann macht die Frau nervös und beraubt sie ihres Haltes, der Musik.“ Für Grimaud und Montero ist das Klavier kein Kampfplatz mehr. Sie spielen keine Weltanschauung vor wie die Männer und ringen nicht mehr um die Emanzipation wie Elfriede Jelinek. Sie haben sich im Schatten eingerichtet, genießen es, unterschätzt zu werden. Sie haben ihren Halt in der Musik längst gefunden. Und das scheint ihre einzige Botschaft. Sie sind Klavierspielerinnen, die etwas zu sagen haben. Beweisen müssen sie nichts mehr.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.05.2006, Nr. 18 / Seite 25
Wie ich finde, ein diskussionswürdiger Artikel. nubar
nubar (01.07.2006, 20:17): Hallo,
der Rachmaninov ist auch noch in einer anderen Aufmachung zu haben. Vor Jahren wurde bei BrilliantClassics eine Box mit großen Pianisten des 20.Jahrhunderts in teilweise historischen Aufnahmen herausgebracht. Darin ist auch der Carnaval enthalten. Nebenbei: Interessant sind auch die 2.Chopinsonate mit Cortot, die Chopinetüde 0p.25/6 mit Josef Lhevinne, das Schumannkonzert mit Lipatti und Karajan, eine Aufnahme der Schumann-Toccata mit Gilels, die Images I&II von Debussy mit ABM und die berühmte Prokofieff-Toccata mit Martha Argerich vom Busoni-Wettbewerb 1953, die sogar die Studioproduktion bei der DG schlägt.
Grüße nubar
Jack Bristow (17.08.2006, 14:18): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Original von Carola Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Ja, klingt nach: "Da hab ich noch ne Rechnung offen!"
Klingt für mich eher nach einem halben Dutzend solcher Rechungen ;)
"Wenn ich den in Santa Fé umgelegt habe kommt als nächster der Bastard in Alamos dran und dann der in Dodge City", Sprach's und ritt in den Sonnenuntergang...
viele Grüße
J. Bristow
Jürgen (05.09.2007, 11:05): Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen
Ich oute mich als Freund, verstehe aber nicht, warum damit jemand Probleme haben soll.
Speziell diese Aufnahme habe ich schon in einer Romero-Triple-CD-Box. Sehr schön !!
Jürgen (05.09.2007, 17:50): Original von Satie Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte. a) Saukitschig b) Plakativstes Hispanisieren für den Touristengeschmack c) Selten einfallslos in der Harmonik und Melodik.
Ein guter Freund von mir hat immer nur gesagt: "Bloss weil er blind ist, braucht der Mann nicht komponieren." Naja, das ist zugegeben schon sehr frech...
S A T I E
zu a) Das wäre nicht das einzige kitschige Stück Musik, das mir gefällt zu b) Die typischen Sommerhits der Spanientouristen sind doch wohl Andere. zu c) Ist mir als nichtwissenschaftlicher Nur-Hörer der Amateurklasse noch gar nicht aufgefallen. Aber jetzt, wo Du's sagst, will ich nochmal genauer hinhören.
Grüße Jürgen
Jürgen (11.09.2007, 09:01): Von den gelisteten habe ich immerhin zwei.
Gardiner und Previn, die Einstufungen kann ich nachvollziehen.
Dass die DG-Aufnahme von Karajan fehlt wundert mich aber. Ich mag sie mindestens genauso, wie die von Gardiner. Mit klanglichen Vorteilen für Gardiner, besseren Spannungsbögen bei Karajan.
Und überhaupt: Ich höre sie sehr gerne, die Planeten. Tangua, you're not alone. Bei den Planeten gibt es ausserdem immer wieder interessante Cover.
Grüße Jürgen
Jeff Klein (08.06.2006, 23:09): Hallo!
Mozart hat doch 27 Konzerte geschrieben?Auf dem Cover steht jedoch "21 concertos pour piano"!?Also ist es keine Gesamtaufnahme ?(!Ausserdem gibt Amazon an dass die Barenboim Aufnahme 10 CDs enthält.Also würden die 2 fehlenden CDs den 6 "fehlenden" Konzerten entsprechen ?(!
Gruss, Jeff
Jeff Klein (08.06.2006, 23:46): Original von Carola Original von Jeff Klein Hallo!
Mozart hat doch 27 Konzerte geschrieben?Auf dem Cover steht jedoch "21 concertos pour piano"!?Also ist es keine Gesamtaufnahme ?(!Ausserdem gibt Amazon an dass die Barenboim Aufnahme 10 CDs enthält.Also würden die 2 fehlenden CDs den 6 "fehlenden" Konzerten entsprechen ?(!
Gruss, Jeff
Hallo Jeff,
Bei der Aufnahme mit Barenboim ist die zehnte CD eine Bonus-DVD (Video), auf der die Konzerte für zwei und 3 Klaviere, KV 242 und KV 365 aufgezeichnet sind.
Mozart hat 23 selbstständige Klavierkonzerte geschrieben (21 für ein Klavier, eines für zwei und eines für drei Klaviere). Dazu kommen noch Berarbeitungen nach Klaviersonaten anderer Komponisten.
sagt Harenberg, Konzertführer, S. 572
Mit Gruß von Carola
Hallo Carola,
ich kenne leider nur einen geringen Teil der Konzerte, deshalb auch mein Interesse an einer Gesamteinspielung.Bei wikipedia habe ich jedoch von 27 Konzerten gelesen, das wird dann die Werke für mehrere Klaviere und die Bearbeitungen enthalten!Vielleicht enthält die eine Box zusätzlich noch Bearbeitungen oder die Werke für mehrere Klaviere?Weder bei amazon noch bei jpc finde ich Angaben dazu... ?(
Gruss, Jeff
Jeff Klein (09.06.2006, 00:21): Hallo!
Laut amazon.fr wurden die Konzerte NICHT "zerstückelt"!Dann werde ich sie mir wohl demnächst bestellen!
Gute Nacht, Jeff
Jeff Klein (09.06.2006, 12:43): Original von Rachmaninov Original von Jeff Klein Hallo!
Laut amazon.fr wurden die Konzerte NICHT "zerstückelt"!Dann werde ich sie mir wohl demnächst bestellen!
Gute Nacht, Jeff
Du meinst hier die Zacharias Aufnahme oder?
Das wäre eine tolle Nachricht :leb
Ja die Box mit den 8 CDs!
Gruss, Jeff
Gamaheh (01.06.2006, 22:28): Lieber Zelenka,
hast Du auch die Reith Lectures von Barenboim auf Radio 4 gehört? Er spricht dort u.a. über die Rolle, die seiner Meinung nach der Musik im Leben der Menschen zukommen sollte, von der allgemein geringer werdenden Rolle des auditiven Sinns (im Gegensatz zum visuellen) heute, von Fahrstuhlmusik usw., und (in Jerusalem) über Wagner. Man kann sie - glaube ich - immer noch online hören, obwohl man sie nicht mehr so komfortabel herunterladen kann wie just danach. Ich habe übrigens auch seit kurzem Diapason abonniert, nachdem man die Zeitschrift hier nicht kaufen kann und sie für mich zur Zeit auch die beste Musikzeitschrift ist, die ich kenne.
Grüße, Gamaheh
P.S.: Ja, man kann sie noch hören, und Transkripte gibt es auch noch: http://www.bbc.co.uk/radio4/reith2006/lectures.shtml#lecture1
Gamaheh (06.06.2006, 18:57): Lieber Zelenka,
ja, E.T.A. - der Name hat es mir irgendwie angetan, die Geschichte auch.
Ich fand die Reith Lectures eigentlich interessant (ich hoffe, das macht mich in Deinen Augen nicht zu einer Ignoramus). Sie sind ja nicht als fachwissenschaftliche Vorlesungen konzipiert und erreichen doch ein sehr breites Publikum (auch wenn der Marktanteil von Radio 4 normalerweise eher verschwindend gering ist). Barenboim hat zwar nichts umwerfend Neues gesagt, sondern eher wie der alte Cato das, was er schon immer mal sagen wollte, aber es ist doch schön, daß auch mal einem Musiker (einem, der sich sein ganzes Leben vorrangig mit der Musik beschäftigt hat) die Gelegenheit gegeben wird, das zu tun. Und die Fragestunde kam ja immer erst am Ende (was bei Vorträgen ja nicht unüblich ist). Von Platitüden würde ich auch nicht reden - teilweise hat er das Banale ausgesprochen, aber ich finde es durchaus legitim (wenn nicht sogar wichtig), auch das Banale gelegentlich offen zu sagen, denn das Banale ist ja häufig das Wesentliche. Und seine Metaphern fand ich wirklich sehr anschaulich - für viele Leute ist das ja durchaus nichts Selbstverständliches.
Grüße, Gamaheh
Gamaheh (27.10.2006, 22:57): Liebe Melomanen,
heute abend begrüßte mich aus meinem Briefkasten die November-Ausgabe von Diapason. In Abwesenheit von Zelenka melde ich Euch die siebzehn CD-Neuerscheinungen, die die Redaktion von Diapason und Produzenten von France Musique aus über zweitausend ausgewählt hat, die in den letzten zwölf Monaten in der Redaktion angekommen sind:
da dies bereits anderswo (im Mitgliederbereich) thematisiert worden ist, referiere ich kurz eine Diskussion, die in den französischen Medien des Genres aktuell geführt wird: die Zukunft der CD.
Ausgelöst durch die Einführung von Downloadmöglichkeiten von klassischer Musik von Universal, brachte die Zeitung Libération ein Interview mit dem 85-jährigen Gründer und Chef von Harmonia Mundi, der in stammtischreifer Metaphorik die ungebrochene Vitalität der CD proklamierte - nachzulesen hier .
Darauf antwortete der Chefredakteur von abeilleinfo.com mit einem polemischen Artikel - hier. Das angeschlossene Forum nahm sich mit Gusto des Themas und insbesondere der Metaphorik an ...
Auch der Chefredakteur von Diapason widmete sich in der Dezember-Ausgabe dem Thema, allerdings mehr von einem sachlichen und technischen Standpunkt aus. Im Prinzip sei er nicht gegen Downloads, aber das mp3-Format sei ungeeignet, da es durch hohe Komprimierung wichtige Details unterdrücke. Das sei zwar nicht beim ersten Hören zu bemerken, aber bei intensivem, wiederholtem Hören werde man sich der Fehler dieses Systems bewußt: Es unterdrücke genau die Details, die Aufnahmen in ihrer Qualität voneinander unterscheiden, und z.B. die klanglichen Unterschiede zwischen einer exquisiten Stradivari und einer gemeinen Geige seien nicht mehr wahrzunehmen. Man müsse die Entwicklung von Blu-Ray abwarten.
Ich fürchte, ich kann diese Unterschiede nicht warhnehmen (jedenfalls habe ich es noch nicht bemerkt). Habt Ihr ein besseres Gehör oder eine bessere Anlage, die Euch erlauben, dies nachzuvollziehen? Wißt Ihr etwas über die Entwicklungen in der Technik, wie z.B. Blu-Ray?
Grüße, Gamaheh
ab (16.09.2007, 21:28): Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen. Er entschied sich für Marc Minkowskis Einspielung mit seinen Musiciens du Louvre (moderne und historische Instrumente gemischt):
Wenn ich mich recht entsinne, dann ist in der Edition des Österreichischen Rundfunks ORF "Ö1-Klassiker Vol. 5" ebendieses Werk undter ebenjenen Dirigenten, aber Live mit den Wienern zu hören. Auf der entsprechenden Seite aber schweigen sie sich über die Interperten aus...
ab (17.09.2007, 21:35): Die DGG-CD war von einem Konzert in Paris, Cité de la Musique, décembre 2002 - Mahler Chamber Orchestra.
Auch die ORF-Ausgabe ist Live, die Angaben differieren von Gustav Mahler Orchester (Jugend- oder Kammer-???) bis zu Les Musiciens du Louvre.
Aber ich meine mich zu entsinnen, dass es ein Mitschnitt aus Wien gewesen sei.
die Serie ist übrigens besser als so viele, weil nicht an bestimmte Labels gebunden. Dazu hier eine Übersicht.
Poztupimi (02.09.2007, 15:02): Original von Zelenka Und nun endlich zu den Ergebnissen des Blindhörens von Beethovens Violinkonzert aus dem Juni-Heft von Classica:
1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942
2. Francescatti, Columbia Symphony O, Walter Sony SBK47659
3. Kogan, O de la Société des Concerts du Conservatoire, Vandernoot Testament SBT1228
4. Mutter, BPO, Karajan DG 4238182
9
5. Ferras, BPO, Karajan DG 4379492
6. Milstein, Pittsburgh Symphony O, Steinberg EMI 5675832
7. Oistrakh, O national de la Radiodiffusion francaise, Cluytens EMI 7692612
8. Perlman, Philharmonia O, Giulini EMI 7470022
8
9. Heifetz, Boston Symphony O, Munch RCA RD85402
10. Menuhin, Lucerne Festival O, Furtwängler Testament SBT1109
Ich besitze von den zehn Versionen nur die ersten drei und die No. 9, Ferras steht leider immer noch auf meiner Wunschliste. Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Gruß, Zelenka
Schon erstaunlich, daß in dieser Liste nur eine Aufnahme aus jüngerer Zeit Gnade vor den Augen der Kritik gefunden hat.
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), kann ich mir zumindest mal vornehmen, über meine Reihung dieser und die Einordnung einiger anderer in die Liste Gedanken zu machen.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (02.09.2007, 15:58): Original von Zelenka Original von Poztupimi
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), ...
Grüße, Wolfgang
:down :down :down :down :down
Gruß, Zelenka
Halt eine kleine Marotte von mir, aber weit davon entfernt, jemals eine vollständige Sammlung zu werden. Den Ehrgeiz besitze ich dann auch wieder nicht.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (02.09.2007, 23:11): Original von Zelenka
Eine schöne Marotte! Wieviele Aufnahmen hast Du denn zur Zeit?
Gruß, Zelenka
Also, wenn ich mich gerade nicht verzählt habe, sind es 55. Aber die nächsten beiden Aufnahmen stehen schon an erster und zweiter Stelle auf meiner Liste (Faust, Repin). Ich habe allerdings keine Vorstellung, wie oft dieses Werk bisher eingespielt wurde und wieviele davon zur Zeit verfügbar sind. Und darin liegt dann natürlich auch schon die Schwierigkeit, eine Vorauswahl für einen solchen Vergleich zu treffen. Aber die eine oder andere mehr oder weniger jüngere hätte es schon sein können (Mullova, Hahn, Znaider, Scholz, Zehetmair, Bell als Beispiel). Ich gebe aber auch zu, daß ich Oistrach, Millstein oder Perlman durchaus schätze.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (08.09.2007, 10:39): Original von Zelenka Im März-Heft von Classica gab es ein Blindhören von Gustav Holsts "The Planets". Hier die Resultate der französischen Jury:
7. Bernstein/New York Philharmonic Sony SMK47567
Ich besitze keine der genannten Aufnahmen.
Gruß, Zelenka
Guten Morgen,
immerhin besitze ich diese eine Aufnahme aus der Liste. Meine CD hat zwar eine ander Nummer, aber könnte ja die gleiche sein.
Aber ich habe sie wohl schon lange nicht mehr gehört, irgendwie habe ich keinen rechten Zugang dazu gefunden. Und meine zweite AUfnahme war eigentlich auch nur eine Beigabe zu Janacek (Rattle, Philharmonia).
@Satie: Da bin ich aber beruhigt, daß sich hier offensichtlich nicht weitere Lücken in meiner Tonträgersammlung auftun.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (09.09.2007, 13:38): Original von Zelenka Im Januar-Heft 2007 von Classica hörte man Mozarts wohlvertraute "Eine kleine Nachtmusik" im Blindvergleich. Die Ergebnisse:
1. Manze/The English Concert (2003) Harmonia Mundi HMC907280
Gruß, Zelenka
Immerhin, die zweite Nummer 1, die sich unter meinen CDs tummelt. Womit es das dann aber auch schon fast war, noch eine alte LP: Fricsy/Berliner Philharmoniker (1958; DGG 136 226 SLPEM).
Grüße, Wolfgang
Cosima (01.09.2007, 18:37): Original von Zelenka In der nächsten Zeit sollen in diesem Faden in lockerer Folge die Resultate mehrer Blindhör-Vergleiche aus den letzten Heften der französischen Zeitschrift Classica/Répertoire erscheinen. Ich bin selbst reichlich skeptisch, was solche Ranglisten angeht, aber vielleicht sind diese Listen ja doch von Interesse.
Lieber Zelenka,
bitte führe diese Reihe fort. Ich finde sie sehr interessant.
Beim Boléro habe ich 'meine' Aufnahme wohl gefunden, nämlich jene mit Anima Eterna und Immerseel. Chailly wäre trotzdem sicher interessant. Munch/Boston Symphony hätte ich auch eine 7 gegeben.
Gruß, Cosima
Cosima (02.09.2007, 09:10): Original von Zelenka Aber ich warne: Es werden auch eine Bach-Kantate (BWV 82) und Bellinis Norma dabeisein.
Vielleicht könntest Du die ganz ans Ende der Reihe stellen. :beer Was kommt denn alles noch?
Gruß, Cosima
Cosima (02.09.2007, 16:24): Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Die Tetzlaff-Aufnahme kenne ich nicht, aber wieso magst Du den Francescatti nicht? Ich höre ihn sehr gerne. - Den Kogan setze ich gedanklich auf meine Wunschliste.
Gruß, Cosima
Cosima (02.09.2007, 18:14): Ich finde, Walter und er passen nicht recht zusammen. Francescatti ist eher leicht, Walter eher schwerblütig-robust. Vielleicht ist Francescatti sogar ein klein wenig fehlbesetzt. Ich bin eigentlich der Überzeugung, daß es in dem Konzert nicht nur mit "französischer Leichtigkeit" zugehen kann, daß es auch manchmal "innig" werden muß.
Ich höre nichts, was mich stören würde. Ich meine, dass das sehr gut passt mit Francescatti und Walter. Solist und Orchester spielen klassisch-schnörkellos und warm im Klang. Weder erscheint mir das Orchester besonders schwerblütig, noch empfinde ich Francescatti im Verhältnis als zu "leicht". Komisch, wie die Eindrücke sich hier unterscheiden...
Gruß, Cosima
Cosima (04.09.2007, 19:54): Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, ...
Ich oute mich mal: Ich hasse das! Gitarre sowieso und dieses Werk ganz speziell. Nichts für ungut. :engel
Gruß, Cosima
Cosima (07.09.2007, 21:02): Ich habe diese hier:
Original von Zelenka 4. Gardiner/Philharmonia O DG 4458602
Es ist meine einzige Holst-CD. Und ehrlich gesagt: Ich habe sie nur gekauft, weil ich meinte, dass man die „Planeten“ mal gehört haben sollte.
(Oder sollte ich mich mit dem Werk bzw. Holst intensiver beschäftigen? Vielleicht entgeht mir ja etwas... )
Gruß, Cosima
Cosima (09.09.2007, 11:13): Original von Zelenka Meine Bestände an Nachtmusiken sind nicht übergroß, von den genannten Aufnahmen besitze ich nur die No. 4.
Meine auch nicht (Karl Böhm und Erich Kleiber). Aber diese beiden genügen mir auch. Obwohl die Kleine Nachtmusik doch eigentlich ein sehr hübsches Werk ist… vielleicht ein wenig zu "wohlvertraut".
Gruß, Cosima
Cosima (15.09.2007, 13:13): Original von Zelenka Ich bin hier nur mit Bernstein beteiligt.
Ja, ich auch. Ansonsten mit Giulini, Ozawa, Horenstein und Kegel. Aus dieser Auswahl favorisiere ich Jascha Horenstein. (Solti mag ich generell nicht besonders.)
Gruß, Cosima
Cosima (16.09.2007, 10:38): Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen.
Ah! Das ist ja mal interessant! Ich liebe die Symphonie fantastique sehr! Was ist denn mit den anderen Aufnahmen? Wird Leonard Bernstein mit der New York Philharmonic nicht gewürdigt? Die Aufnahme ist doch toll!
Wieso denn „Oper für Orchester“? Könntest Du bitte etwas detaillierter berichten? Danke!
Interessanter Beitrag! Die o.g. habe ich (neben einigen anderen Aufnahmen). Ich meine, dass die Platzierungen so in etwa mit meinen Eindrücken übereinstimmen.
Gruß, Cosima
Cosima (23.09.2007, 13:23): Ich finde die Hough-Einspielung nicht schlecht. Mit ihrer Nüchternheit kommt sie Rachmaninows eigenen Aufnahmen recht nahe. Mir gefällt das - als Alternative zu den anderen Interpretations-Ansätzen - eigentlich ganz gut.
Gruß, Cosima
Zelenka (27.08.2007, 17:16): Nach einer längeren Pause und im neuen Design (ohne Cover-Abbildungen):
Zelenka (01.09.2007, 16:01): In der nächsten Zeit sollen in diesem Faden in lockerer Folge die Resultate mehrer Blindhör-Vergleiche aus den letzten Heften der französischen Zeitschrift Classica/Répertoire erscheinen. Ich bin selbst reichlich skeptisch, was solche Ranglisten angeht, aber vielleicht sind diese Listen ja doch von Interesse. Vor dem Blindhören findet immer eine Vorauswahl statt, in den Endlauf kommen dann 10 Aufnahmen. Die Höchstpunktzahl bei Classica ist 10. Im Maiheft dieses Jahres wurde Ravels Boléro gehört:
2. Paray/Detroit Symphony O 1958 Mercury 4343062 3. Fricsay/RIAS-Symphonie-O 1956 DG 457080 4. Solti/Chicago Symphony O 1974 Decca 4119282
8
5. Abbado/LSO 1985 DG 4159722 6. P. Järvi/Cincinnati Symphony O 2003 Telarc 80601 7. von Karajan/BPO 1977 EMI 769007
7
8. Boulez/BPO 1993 DG 4398592 9. Munch/Boston Symphony O 1957 RCA GD86522 10. Cluytens/O des Concerts du Conservatoire 1961 EMI 7691652
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 07:36): Original von Cosima Original von Zelenka In der nächsten Zeit sollen in diesem Faden in lockerer Folge die Resultate mehrer Blindhör-Vergleiche aus den letzten Heften der französischen Zeitschrift Classica/Répertoire erscheinen. Ich bin selbst reichlich skeptisch, was solche Ranglisten angeht, aber vielleicht sind diese Listen ja doch von Interesse.
Lieber Zelenka,
bitte führe diese Reihe fort. Ich finde sie sehr interessant.
Beim Boléro habe ich 'meine' Aufnahme wohl gefunden, nämlich jene mit Anima Eterna und Immerseel. Chailly wäre trotzdem sicher interessant. Munch/Boston Symphony hätte ich auch eine 7 gegeben.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Es geht demnächst weiter mit der Reihe! Aber ich warne: Es werden auch eine Bach-Kantate (BWV 82) und Bellinis Norma dabeisein.
Van Immerseel ist bei Classica mit seinem Boléro schon in der Vorauswahl gescheitert - ohne wirkliche Begründung. Und mehr als eine Sieben ist Munchs Boléro wirklich nicht wert.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 09:32): Original von Cosima Original von Zelenka Aber ich warne: Es werden auch eine Bach-Kantate (BWV 82) und Bellinis Norma dabeisein.
Vielleicht könntest Du die ganz ans Ende der Reihe stellen. :beer Was kommt denn alles noch?
Gruß, Cosima
Mal schauen, ob ich da etwas drehen kann ... :D Es kommen z.B. Mozarts Kleine Nachtmusik, Beethovens Violinkonzert, Rachs erstes Klavierkonzert und Holsts Planeten.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 13:58): Vor das Beethoven-Violinkonzert setzen die Götter, in diesem Falle stellvertretend ich, die Bach-Kantate BWV 82 "Ich habe genug". Im Aprilheft von "Classica" erbrachte das Blindhören von 10 Aufnahmen die folgenden Resultate (N.B.: Die Höchstnote 10 wurde nicht vergeben!):
1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942
2. Francescatti, Columbia Symphony O, Walter Sony SBK47659
3. Kogan, O de la Société des Concerts du Conservatoire, Vandernoot Testament SBT1228
4. Mutter, BPO, Karajan DG 4238182
9
5. Ferras, BPO, Karajan DG 4379492
6. Milstein, Pittsburgh Symphony O, Steinberg EMI 5675832
7. Oistrakh, O national de la Radiodiffusion francaise, Cluytens EMI 7692612
8. Perlman, Philharmonia O, Giulini EMI 7470022
8
9. Heifetz, Boston Symphony O, Munch RCA RD85402
10. Menuhin, Lucerne Festival O, Furtwängler Testament SBT1109
Ich besitze von den zehn Versionen nur die ersten drei und die No. 9, Ferras steht leider immer noch auf meiner Wunschliste. Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 15:33): Original von Poztupimi
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), ...
Grüße, Wolfgang
:down :down :down :down :down
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:25): Original von Cosima Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Die Tetzlaff-Aufnahme kenne ich nicht, aber wieso magst Du den Francescatti nicht? Ich höre ihn sehr gerne. - Den Kogan setze ich gedanklich auf meine Wunschliste.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Über die Tetzlaff-Version habe ich schon letztes Jahr kurz etwas in meiner Fadeneröffnung zum Beethoven-Violinkonzert geschrieben. Francescatti ist noch recht neu für mich. Ich finde, Walter und er passen nicht recht zusammen. Francescatti ist eher leicht, Walter eher schwerblütig-robust. Vielleicht ist Francescatti sogar ein klein wenig fehlbesetzt. Ich bin eigentlich der Überzeugung, daß es in dem Konzert nicht nur mit "französischer Leichtigkeit" zugehen kann, daß es auch manchmal "innig" werden muß.
Die Kogan-Version muß man übrigens nicht unbedingt in der Testament-Ausgabe kaufen, das Konzert ist auch in der Introuvables-Box von EMI enthalten, die selbstredend höchst empfehlenswert ist.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:29): Original von Rachmaninov Original von Zelenka 1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942 Gruß, Zelenka
Mir scheint Zinman prodziert derzeit einige sehr gute, sehr günstige Aufnahmen mit diesem Orchester in Sachen "Beethoven"!
Kann einer etwas zu dieser Aufnahme berichten?
Ein wenig habe ich hier zur Aufnahme geschrieben.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:33): Original von Poztupimi Original von Zelenka Original von Poztupimi
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), ...
Grüße, Wolfgang
:down :down :down :down :down
Gruß, Zelenka
Halt eine kleine Marotte von mir, aber weit davon entfernt, jemals eine vollständige Sammlung zu werden. Den Ehrgeiz besitze ich dann auch wieder nicht.
Grüße, Wolfgang
Eine schöne Marotte! Wieviele Aufnahmen hast Du denn zur Zeit?
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:51): Nur nebenbei: Mein eigentlicher Lieblingsgeiger im Beethoven-Konzert, nämlich Wolfgang Schneiderhan, wird in dem Classica-Artikel noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt, geschweige denn besprochen.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 18:58): Original von Cosima Ich finde, Walter und er passen nicht recht zusammen. Francescatti ist eher leicht, Walter eher schwerblütig-robust. Vielleicht ist Francescatti sogar ein klein wenig fehlbesetzt. Ich bin eigentlich der Überzeugung, daß es in dem Konzert nicht nur mit "französischer Leichtigkeit" zugehen kann, daß es auch manchmal "innig" werden muß.
Ich höre nichts, was mich stören würde. Ich meine, dass das sehr gut passt mit Francescatti und Walter. Solist und Orchester spielen klassisch-schnörkellos und warm im Klang. Weder erscheint mir das Orchester besonders schwerblütig, noch empfinde ich Francescatti im Verhältnis als zu "leicht". Komisch, wie die Eindrücke sich hier unterscheiden...
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich höre vielleicht anders, weil ich wahrscheinlich mit anderen Versionen vergleiche als Du. Und vielleicht andere Vorstellungen habe, wie das Konzert vielleicht zu spielen wäre. Z.B. finde ich, daß zu Beginn des Larghetto Walter sehr düster einsetzt, Francescatti aber im Gegensatz eher leicht und hell. Ein wenig ist dieser Kontrast schon zu Beginn des ersten Satzes hörbar. Mir ist Walter mit seinem Orchester hier und anderswo einfach zu robust für den Solisten. Besonders warm finde ich Francescattis vibratoreiches Spiel noch nicht einmal, wenn ich ihn z.B. mit Oistrakh vergleiche, vielleicht trifft aber die Kombination "klassisch-schnörkellos". Bei Walter sehe ich eher nicht das "Klassische", sondern schon "Romantisches". Francescatti hat drei weitere Versionen unter Cluytens, Ormandy und Mitropoulos eingespielt, die ich leider alle nicht kenne. "Classica" hat sich für diejenige mit Walter entschieden, was ich ohnehin einfach respektieren muß. Es macht ja weiter nichts.
Gruß, Zelenka
Zelenka (03.09.2007, 17:07): Original von Poztupimi Original von Zelenka
Eine schöne Marotte! Wieviele Aufnahmen hast Du denn zur Zeit?
Gruß, Zelenka
Also, wenn ich mich gerade nicht verzählt habe, sind es 55. Aber die nächsten beiden Aufnahmen stehen schon an erster und zweiter Stelle auf meiner Liste (Faust, Repin). Ich habe allerdings keine Vorstellung, wie oft dieses Werk bisher eingespielt wurde und wieviele davon zur Zeit verfügbar sind. Und darin liegt dann natürlich auch schon die Schwierigkeit, eine Vorauswahl für einen solchen Vergleich zu treffen. Aber die eine oder andere mehr oder weniger jüngere hätte es schon sein können (Mullova, Hahn, Znaider, Scholz, Zehetmair, Bell als Beispiel). Ich gebe aber auch zu, daß ich Oistrach, Milstein oder Perlman durchaus schätze.
Grüße, Wolfgang Lieber Wolfgang:
In der Vorauswahl des Classica-Artikels erscheinen natürlich auch die Namen von Interpreten der neueren und neuesten Zeit, nur um zum großen Teil gleich disqualifiziert zu werden: Bell (zuviel Rubato etc.), Hahn (technisch perfekt, aber ohne Persönlichkeit), Kennedy (preziös), Mullova (kalt, steif), Vengerov (inkohärent), Zehetmair (spielt das Konzert wie man es im 18. Jhdt, gespielt hätte, u.a. zu schnell nämlich), Zimmermann (ohne Leidenschaft). Es werden hier großenteils einfach jene gängigen Klischees in Anwendung gebracht, die man den betreffenden Solisten immer wieder anhängt. Nur Tetzlaff und Znaider kommen gut weg, letzterer gelangt dann aber nicht in die Endausscheidung.
Deine 55 Versionen des Konzerts machen mich natürlich grün vor Neid!
Gruß, Zelenka
Zelenka (04.09.2007, 18:02): Original von Rachmaninov @Wolfgang, @Zelenka,
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Repins neues Beethoven-Konzert ist schon fest bei mir eingeplant!!! Wahrscheinlich werde ich es sogar in England bestellen, weil es da ein paar Wochen früher herauskommt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (04.09.2007, 18:09): Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, die Spitzenempfehlung von "The Gramophone Collection" im August-Heft 2007:
Zelenka (04.09.2007, 18:19): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, die Spitzenempfehlung von "The Gramophone Collection" im August-Heft 2007:
diese Aufnahme besitze ich und kann diese Empfehlung nur unterstützen! Eine Top Aufnahme :cool
Ganz unter uns, Rach, ich besitze diese Aufnahme auch, allerdings noch die Erstausgabe. Das Gramophone hat hier wirklich einmal recht!
Gruß, Zelenka (<
- verkappter Rodrigo-Fan)
Zelenka (04.09.2007, 18:21): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Original von Rachmaninov @Wolfgang, @Zelenka,
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Repins neues Beethoven-Konzert ist schon fest bei mir eingeplant!!! Wahrscheinlich werde ich es sogar in England bestellen, weil es da ein paar Wochen früher herauskommt.
Gruß, Zelenka
Ich werde da 100%ig bestellen, ist fast 1 Monat unterschied!
:beer
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.09.2007, 18:02): Original von Satie Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte. a) Saukitschig b) Plakativstes Hispanisieren für den Touristengeschmack c) Selten einfallslos in der Harmonik und Melodik.
S A T I E
:A Aua! Das hat gesessen!
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.09.2007, 18:06): Im März-Heft von Classica gab es ein Blindhören von Gustav Holsts "The Planets". Hier die Resultate der französischen Jury:
10. Ozawa/ Boston Symphony O Philips (Japan) UCCP7002
Ich besitze keine der genannten Aufnahmen.
Gruß, Zelenka
Zelenka (08.09.2007, 14:16): Original von Satie [Wenns um Planeten geht, finde ich denn aber die Sphärenharmonien etwa eines Du Caurroy weit sublimer...
Herzlich, S A T I E
Lieber Satie:
In welchem Werk des mir bis eben völlig unbekannten du Caurroy* erklingen denn die sublimen Sphärenharmonien? Oder sind sie überall präsent?
*Aus dem "Concise Grove":
Du Caurroy, Eustache
(b ?Gerberoy, bap.4 Feb 1549; d Paris, 7 Aug 1609). French composer. A singer at court from c 1570, he was vice- maître of the Chapelle Royale until 1595 and then surintendant de la musique. He wrote motets, psalms, chansons and instrumental fantasias (many published posthumously). His requiem remained the official mass for French kings funerals.
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.09.2007, 08:04): Lieber Satie:
Ganz herzlichen Dank für Deine Erläuterungen! Die Savall-Aufnahme, auf die Du gestoßen bist, war dann wohl diese:
Obwohl ich ein großer Savall-Fan bin, ist die CD mir leider entgangen ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.09.2007, 09:44): Im Januar-Heft 2007 von Classica hörte man Mozarts wohlvertraute "Eine kleine Nachtmusik" im Blindvergleich. Die Ergebnisse:
8. Casals/Marlboro Festival O (1967) Sony SMK47295
7
9. Wand/Gürzenich-O Köln (1957) Testament SBT1303
10. Walter/Columbia Symphony O (1954) Sony SMK64468
Meine Bestände an Nachtmusiken sind nicht übergroß, von den genannten Aufnahmen besitze ich nur die No. 4.
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.09.2007, 12:37): Original von Cosima Original von Zelenka Meine Bestände an Nachtmusiken sind nicht übergroß, von den genannten Aufnahmen besitze ich nur die No. 4.
Meine auch nicht (Karl Böhm und Erich Kleiber). Aber diese beiden genügen mir auch. Obwohl die Kleine Nachtmusik doch eigentlich ein sehr hübsches Werk ist… vielleicht ein wenig zu "wohlvertraut".
Gruß, Cosima
Bei mir gibt es noch Szell (Sony,viel zu kalt) und merkwürdigerweise eine Version unter Wolfgang Schneiderhan (Orfeo, zu warm). Das muß reichen und tut es auch.
Gruß, Zelenka
Zelenka (10.09.2007, 17:04): Die Ergebnisse eines Vergleichshörens von Aufnahmen von Bellinis "Norma" im Juli/August-Heft 2007 von "Classica":
Zelenka (11.09.2007, 20:37): Im aktuellen September-Heft von "Classica" wird Sibelius' 5. Symphonie von drei Jury-Mitgliedern und (nach Ausweis des beigegebenen Photos) auch von einer Katze blindgehört. Dies sind die Ergebnisse:
7. New York Philharmonic/Bernstein Sony Bernstein Century SMK60732
7
8. Philadelphia O/Muti EMI 76422872
9. Concertgebouw/Haitink (1977) Philips 4643222
10. Moskauer Philharmonisches O, Kondraschin Melodiya MEL1000807
Ich bin hier nur mit Bernstein beteiligt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.09.2007, 10:09): Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen. Er entschied sich für Marc Minkowskis Einspielung mit seinen Musiciens du Louvre (moderne und historische Instrumente gemischt):
Herausgestellt wird Minkowskis Auffassung der Symphonie als "Oper für Orchester". Die Aufnahme ist derzeit gestrichen und wird teils zu absoluten Phantasiepreisen angeboten.
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.09.2007, 12:54): Original von Cosima Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen.
Ah! Das ist ja mal interessant! Ich liebe die Symphonie fantastique sehr! Was ist denn mit den anderen Aufnahmen? Wird Leonard Bernstein mit der New York Philharmonic nicht gewürdigt? Die Aufnahme ist doch toll!
Wieso denn „Oper für Orchester“? Könntest Du bitte etwas detaillierter berichten? Danke!
Gruß, Cosima
Doch, Bernstein wird gewürdigt, seine Einspielung von 1963 (Sony) mit den New Yorkern gehört zu den vier besten Aufnahmen zusammen mit Beecham (1957, EMI), Colin Davis (1974, Philips), den ich habe, und eben Minkowski. (Insgesamt wurden 28 Aufnahmen von 1931 bis 2003 gehört.) Auch andere Dirigenten werden ein wenig gewürdigt, aber eben nicht ganz so sehr, wie Norrington oder Gardiner mit ihrem HIP-Ansatz. Gardiner besitze und schätze ich sehr. Die historischen Blasinstrumente z.B. klingen doch sehr anders und oft gespenstischer.
Mit "Oper für Orchester" ist wohl nur ein Zugriff gemeint, der noch dramatischer ist als sonst üblich, teils aber auch ein Ansatz, die Tempi zu verlangsamen und sangbarer zu machen. Eigentlich wird ja jeder Dirigent das Drama dieser Programm-Musik zur Kenntnis genommen und dann mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt haben.
In der ursprünglichen Besprechung im "Gramophone" (10/2003) war der Veteran Edward Greenfield nicht sonderlich begeistert über Minkowski:
A live Fantastique doesn’t challenge the best, but there is a welcome bonus
Recorded live, this characterful version of the Symphonie fantastique breaks new ground in bringing together the talented performers of the Mahler Chamber Orchestra, using modern instruments, and wind-players from Marc Minkowski’s period orchestra, Les Musiciens du Louvre. Not that I would have noticed; there is no discrepancy between the two groups, and Minkowski, period specialist though he is, takes an unashamedly romantic view of Berlioz, generally preferring spacious speeds, strikingly different from Gardiner or Norrington in their period performances.
Minkowski takes this tendency to its extreme in the slow introduction with its self-conscious pauses. While he sustains his tempi remarkably well, never letting the music sag in the evocative sections of the 20-minute ‘Scène aux champs’, Sir Colin Davis – in all his versions – and Myung Whun Chung in another Paris recording from DG, make the music flow more easily, and just as expressively.
Ich hätte in meinem ersten kurzen Beitrag natürlich erwähnen müssen, daß auch das Mahler Chamber Orchestra beteiligt ist.
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.09.2007, 17:55): Gestern in "Building a Library" auf BBC Radio 3 die folgenden Empfehlungen für Einspielungen von Bachs "Kunst der Fuge":
BACH: The Art of Fugue, BWV. 1080
Overall choice:
Phantasm Laurence Dreyfus & Wendy Gillespie (treble viols) Jonathan Manson (tenor viol), Markku Luolajan-Mikkola (bass viol) SIMAX PSC1135 (CD)
Solo instrumental choice:
Davitt Moroney (harpsichord) (HARMONIA MUNDI HMX2901169-70 (2-CDS) (mid price)
Budget price recommendation:
BACH: THE KEYBOARD ALBUM Charles Rosen (piano) (CD2) c/w Bach: Applicato in C BWV.994; Chorale: Joy & Peace BWV512; Musettes, Minuets and Inventions; Italian Concerto in F BWV.971 Rosalyn Tureck (piano) ESSENTIAL CLASSICS SB2K 63231 (2 CDs)
Gruß, Zelenka
Zelenka (17.09.2007, 17:46): Original von ab Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen. Er entschied sich für Marc Minkowskis Einspielung mit seinen Musiciens du Louvre (moderne und historische Instrumente gemischt):
Wenn ich mich recht entsinne, dann ist in der Edition des Österreichischen Rundfunks ORF "Ö1-Klassiker Vol. 5" ebendieses Werk undter ebenjenen Dirigenten, aber Live mit den Wienern zu hören. Auf der entsprechenden Seite aber schweigen sie sich über die Interperten aus...
Ich gehe davon aus, daß es sich hier um eine Lizenzausgabe der vergriffenen DG-Version handelt. Es spielt das Mahler Chamber O, auf der CD sind auch andere Übernahmen von Universal.
Gruß, Zelenka
Zelenka (18.09.2007, 17:34): Original von ab Die DGG-CD war von einem Konzert in Paris, Cité de la Musique, décembre 2002 - Mahler Chamber Orchestra.
Auch die ORF-Ausgabe ist Live, die Angaben differieren von Gustav Mahler Orchester (Jugend- oder Kammer-???) bis zu Les Musiciens du Louvre.
Aber ich meine mich zu entsinnen, dass es ein Mitschnitt aus Wien gewesen sei.
die Serie ist übrigens besser als so viele, weil nicht an bestimmte Labels gebunden. Dazu hier eine Übersicht.
Die DG-Aufnahme ist ja auch aus Live-Mitschnitten zusammengestückelt. Herzlichen Dank für den Link!
Gruß, Zelenka
Zelenka (21.09.2007, 17:14): Im "New Yorker" vom 17.9.2007 findet sich dieser längere Artikel zum Joyce-Hatto-Skandal. (Unter dem Namen Joyce Hatto veröffentlichte das englische Label Concert Artists piratisierte Aufnahmen anderer Pianisten.)
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 08:33): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Im "New Yorker" vom 17.9.2007 findet sich dieser längere Artikel zum Joyce-Hatto-Skandal. (Unter dem Namen Joyce Hatto veröffentlichte das englische Label Concert Artists piratisierte Aufnahmen anderer Pianisten.)
Gruß, Zelenka
@Zelenka, danke für den Hinweis! Es gibt hier auch einen passenden Thread! BTW, hat nicht eigentlich ihr Ehemann alle betrogen? Gruß R
Joyce Hatto selbst hat u.a. nach dem New Yorker-Artikel kräftig mitbetrogen. Was für eine bizarre Geschichte!
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 10:33): Im Februar-Heft der französischen Zeitschrift "Classica" wurden nach einer Vorauswahl 11 Versionen von Rachmaninovs 1. Klavierkonzert gehört. Dies ist das Ergebnis:
Andsnes/BPO/Pappano werden noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt (ehe es überhaupt an das vergleichende Blindhören geht). Dem "expressiven" Pletnev wird dort eine schlechte Orchesterleistung zum Verhängnis (wie im Falle von Berezovsky und seinem Orchester vom Ural). Unter den neueren Aufnahmen kommt auch Hough (Hyperion) sehr schlecht weg (unpersönliches Spiel, nur routinierte Begleitung unter Litton).
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 13:07): Original von nikolaus Original von Zelenka Lieber Nikolaus, lieber Rachmaninov:
Andsnes/BPO/Pappano werden noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt (ehe es überhaupt an das vergleichende Blindhören geht). Dem "expressiven" Pletnev wird dort eine schlechte Orchesterleistung zum Verhängnis (wie im Falle von Berezovsky und seinem Orchester vom Ural). Unter den neueren Aufnahmen kommt auch Hough (Hyperion) sehr schlecht weg (unpersönliches Spiel, nur routinierte Begleitung unter Litton).
Gruß, Zelenka
Aber habe ich nicht richtig in Erinnerung, daß Hough bei Erscheinen seiner Aufnahmen über die Maßen gelobt wurde? Oder verwechsle ich ihn mit Shelley?
Nikolaus. ?(
Lieber Nikolaus:
Du hast ganz richtig in Erinnerung, daß Hough nach dem Erscheinen seiner Gesamteinspielung der Konzerte über den grünen Klee gelobt wurde! "Sheer hype", wie so oft!
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 13:17): Original von nikolaus Original von Zelenka
Lieber Nikolaus:
Du hast ganz richtig in Erinnerung, daß Hough nach dem Erscheinen seiner Gesamteinspielung der Konzerte über den grünen Klee gelobt wurde! "Sheer hype", wie so oft!
Gruß, Zelenka
Na ja, ist vielleicht auch nur menschlich: kommt etwas "Neues", ist es erstmal wahnsinnig toll, bis man die Lust verliert und sich auf "Bewährtes" besinnt...
Aber manchmal frage ich mich, ob die Rezensionen dann nicht oft zu voreilig sind...
Gruß zurück, Nikolaus.
Es lastet vielleicht auch ein gewisser Druck der CD-Industrie und des Handels auf den armen Rezensenten ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 13:21): Original von nikolaus Original von Zelenka
Es lastet vielleicht auch ein gewisser Druck der CD-Industrie und des Handels auf den armen Rezensenten ...
Gruß, Zelenka
Da hast du wohl Recht, die armen.... :I
Nikolaus :wink
Mir kommen jetzt auch die Tränen! :I
Gruß, Zelenka
Zelenka (26.09.2007, 12:59): Am letzten Samstag (22.9.) war dies in "Building a Library" die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Mozarts Sinfonia concertante KV 364:
Cosima (26.09.2007, 16:49): Original von Zelenka Am letzten Samstag (22.9.) war dies in "Building a Library" die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Mozarts Sinfonia concertante KV 364:
Kenne ich gar nicht. Sollte man das Werk kennen? Kennst Du es?
Gruß, Cosima
Zelenka (27.09.2007, 13:38): Original von Cosima Original von Zelenka Am letzten Samstag (22.9.) war dies in "Building a Library" die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Mozarts Sinfonia concertante KV 364:
Kenne ich gar nicht. Sollte man das Werk kennen? Kennst Du es?
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Das Werk sollte man doch mal gehört haben! Es ist ein Doppelkonzert für Geige und Bratsche, das nach Mozarts Violinkonzerten 1779/80 entstand und formal ein paar neue Wege geht.
Gruß, Zelenka
Zelenka (29.09.2007, 10:13): In "The Collection" im Oktoberheft 2007 des Gramophone ging es um Vivaldis "Stabat mater". Für David Vickers ist die Version mit Sara Mingardo (Contralto) (Concerto Italiano, Alssandrini, Naive) die Spitzenempfehlung. (Ich kann diese Empfehlung sehr gut nachvollziehen!) Drei Aufnahmen mit Altisten werden auch herausgehoben: Chance unter Pinnock (DG Archiv), Blaze unter King (Hyperion) und Mena unter Pierlot (Mirare).
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.10.2007, 10:26): Die goldenen Stimmgabeln aus dem Oktoberheft 2007 der Zeitschrift "Diapason":
Schumann/Brahms, Klavierquintette, Andsnes, Artemis-Quartett, Virgin 3951432 (CD des Monats)
Fux, Orchesterwerke, Freiburger Barockorchester, von der Goltz, Carus CAR83308
Verdi, La Traviata, Cotrubas et al., Bayerisches Staatsorchester, C. Kleiber, DG Originals 47777115
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.10.2007, 10:31): Im Oktober-Heft 2007 des "Diapason" wird in Albéniz' "Iberia" eingeführt, und es werden Empfehlungen für Aufnahmen gegeben.: Ein eindeutiges Votum für Alicia de Larrocha und ihre drei Versionen von 1962 (EMI), 1972 (Decca) und 1986 (Decca), wobei die früheste den Spitzenplatz behauptet. (Der derzeitige Transfer, der in der GROC-Reihe erschienen ist, stellt leider einen Rückschritt dar.) "Outsiders" sind Querol (1954, EMI), Orozco (1992, Naive) und Hamelin (2005, Hyperion).
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (02.10.2007, 17:20): Original von Zelenka Im Oktober-Heft 2007 des "Diapason" wird in Albéniz' "Iberia" eingeführt, und es werden Empfehlungen für Aufnahmen gegeben.: Ein eindeutiges Votum für Alicia de Larrocha und ihre drei Versionen von 1962 (EMI), 1972 (Decca) und 1986 (Decca), wobei die früheste den Spitzenplatz behauptet. (Der derzeitige Transfer, der in der GROC-Reihe erschienen ist, stellt leider einen Rückschritt dar.) "Outsiders" sind Querol (1954, EMI), Orozco (1992, Naive) und Hamelin (2005, Hyperion).
Gruß, Zelenka
Keine Erwähnung von Esteban Sanchez?
Zelenka (03.10.2007, 12:40): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Im Oktober-Heft 2007 des "Diapason" wird in Albéniz' "Iberia" eingeführt, und es werden Empfehlungen für Aufnahmen gegeben.: Ein eindeutiges Votum für Alicia de Larrocha und ihre drei Versionen von 1962 (EMI), 1972 (Decca) und 1986 (Decca), wobei die früheste den Spitzenplatz behauptet. (Der derzeitige Transfer, der in der GROC-Reihe erschienen ist, stellt leider einen Rückschritt dar.) "Outsiders" sind Querol (1954, EMI), Orozco (1992, Naive) und Hamelin (2005, Hyperion).
Gruß, Zelenka
Keine Erwähnung von Esteban Sanchez?
Doch, Sánchez wird ehrenvoll erwähnt, aber er schafft es diesmal nicht ganz in den obersten Bereich ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (03.10.2007, 12:43): Am letzten Samstag (29.9.07) war dies in "Building a Library" die nicht ganz unerwartete Spitzenempfehlung für eine Version von Ravels Sheherezade:
RAVEL: Sheherazade c/w Berlioz: Les Nuits d'ete; Debussy: Trois Chansons de Bilitis; Poulenc: Chansons
Regine Crespin (soprano) Orchestre de la Suisse Romande Ernest Ansermet (conductor) DECCA 4609732 (Mid price)
Gruß, Zelenka
Cosima (03.10.2007, 17:24): Original von Zelenka RAVEL: Sheherazade
Ich habe die Schéhérazade nur zufällig, weil sie auf einer Ravel-Klavierkonzerte-CD mit Duchable mit drauf ist. Ich glaube sogar, ich habe das Werk noch nie bewusst gehört. Gleiches Orchester, aber anderer Dirigent (Armin Jordan). Da wird gesungen, außerdem kommt eine Flöte zum Einsatz – das werden die Gründe für mein Nichtbeachten sein. Ich werde es mir nachher aber mal anhören; sind ja nur knapp 16 Minuten…
Gruß, Cosima
Zelenka (04.10.2007, 12:44): Original von Cosima Original von Zelenka RAVEL: Sheherazade
Ich habe die Schéhérazade nur zufällig, weil sie auf einer Ravel-Klavierkonzerte-CD mit Duchable mit drauf ist. Ich glaube sogar, ich habe das Werk noch nie bewusst gehört. Gleiches Orchester, aber anderer Dirigent (Armin Jordan). Da wird gesungen, außerdem kommt eine Flöte zum Einsatz – das werden die Gründe für mein Nichtbeachten sein. Ich werde es mir nachher aber mal anhören; sind ja nur knapp 16 Minuten…
Gruß, Cosima
Wie hat die Shéhérezade denn gefallen?
Gruß, Zelenka
Zelenka (06.10.2007, 16:12): Zum dreißigjährigen Jubiläum widmete man sich in "Building a Library" auf BBC Radio 3 einmal wieder Beethovens Fünfter. Und wie vor zehn Jahren ist wieder Carlos Kleiber (DG) nicht sehr überraschend der Sieger. "Historical Choice" ist Klemperers Mono-Aufnahme von 1955 (EMI).
Gruß, Zelenka
Cosima (07.10.2007, 11:11): Original von Zelenka Wie hat die Shéhérezade denn gefallen?
Lieber Zelenka,
ich hatte das ganz vergessen (besser gesagt: verdrängt). Mein Eindruck also: 16 Minuten können einem verdammt lang erscheinen. :D Rimskij-Korsakows Scheherazade ziehe ich eindeutig vor.
Gruß, Cosima
Zelenka (07.10.2007, 13:20): Original von Cosima Original von Zelenka Wie hat die Shéhérezade denn gefallen?
Lieber Zelenka,
ich hatte das ganz vergessen (besser gesagt: verdrängt). Mein Eindruck also: 16 Minuten können einem verdammt lang erscheinen. :D Rimskij-Korsakows Scheherazade ziehe ich eindeutig vor.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich fürchte, meine Nachfrage war eigentlich überflüssig ... :engel
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.10.2007, 16:49): Im aktuellen Oktober-Heft der französischen Zeitschrift "Classica" werden 11 Aufnahmen von Bartóks teils sehr amüsantem "Konzert für Orchester" blind gehört. Dies ist das Ergebnis:
Ich besitze Szell, Reiner und Fricsay. Szell ist hier mein Favorit.
Gruß, Zelenka
Jürgen (10.10.2007, 07:50): Solti ganz vorne, mit dieser Aufnahme habe ich das Konzert kennen gelernt. Wenn mich das Cover (und meine Erinnerung) nicht täuscht, ist diese Aufnahme mit den Chicago SO und nicht LSO. Jedenfalls gefällt sie mir sehr gut (ich kenne nur noch Previn/Telarc, aber Solti ist besser).
Und es drängt sich einem wieder die Frage auf: Muss man Ungar sein, um Bartok richtig gut zu spielen?
Korrektur: Kennegelernt habe ich das Konzert hiermit (auf LP): http://ec1.images-amazon.com/images/I/418KK0J2SPL._AA240_.jpg
Auf CD habe ich diese (entspricht wohl der getesteten): http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/4163R4VPS9L._AA240_.jpg
Grüße Jürgen
Zelenka (10.10.2007, 12:58): Original von Jürgen Solti ganz vorne, mit dieser Aufnahme habe ich das Konzert kennen gelernt. Wenn mich das Cover (und meine Erinnerung) nicht täuscht, ist diese Aufnahme mit den Chicago SO und nicht LSO. Jedenfalls gefällt sie mir sehr gut (ich kenne nur noch Previn/Telarc, aber Solti ist besser).
Und es drängt sich einem wieder die Frage auf: Muss man Ungar sein, um Bartok richtig gut zu spielen?
Korrektur: Kennegelernt habe ich das Konzert hiermit (auf LP): http://ec1.images-amazon.com/images/I/418KK0J2SPL._AA240_.jpg
Grüße Jürgen
Lieber Jürgen:
Mein Versehen: Ich habe in der Rangliste aus "Classica" das falsche Cover abgebildet, es geht um Solti mit dem LSO! Die von Dir abgebildete Decca Legends-Ausgabe ist die richtige No. 1.
Gruß, Zelenka
Zelenka (13.10.2007, 14:26): Nach dem "Diapason" (siehe oben) behandelt auch "Building a Library" (BBC Radio 3) Albéniz' "Iberia" (13.10.07). Die Spitzenempfehlung ist hier Rafael Orozco (1992, Naive Valois). Die Aufnahme ist derzeit vergriffen, soll aber Anfang November zu einem relativ günstigen Preis (2 für 1) wiederveröffentlicht werden.
Gruß, Zelenka
Zelenka (19.10.2007, 19:03): In der "Awards"-Nummer 2007 des "Gramophone" sucht Mike Ashman nach der besten Gesamtaufnahme von Wagners "Ring". Solti, Böhm oder gar Karajan sind nicht vorne, sondern Clemens Krauss (1953, u.a. Archipel). Beste moderne Aufnahme Janowski (RCA), beste DVD-Version Barenboim (Warner) ...
Gruß, Zelenka
HenningKolf (19.10.2007, 21:45): In der neuen FF wird die "Zenph Re-Performance" CD mit den computerbearbeiteten!! Gould´schen Goldbergvariationen besprochen. Laut Sony seien die 1955er-Aufnahmen durch ein Computerprogramm im "Zenph- Studio" nach Tonhöhe und Dauer, Anschlagsgeschwindigkeit, Artikulation(?) analysiert worden und sodann vom Computer über einen "Yamaha Disklavier Pro Konzertflügel" abgespielt und dabei aufgenommen worden. Na wie schön. Gould klinge dadurch räumlicher und wärmer. Na noch schöner..........
Hoffentlich macht das nicht Schule. Die EU regelt ja alles. Eine Verordnung über eine entsprechende Kennzeichnungspflicht wäre nicht schlecht. Sonst fragt man sich womöglich in 40 Jahren beim download eines nicht weiter gekennzeichneten Sonderangebots " ist es Repin, eine computergesteuerte Philipsgeige oder doch eher ein echter Sony?" ?( Henning
Zelenka (21.10.2007, 08:35): Gestern in "Building a Library" auf BBC Radio 3 diese Empfehlung für eine Aufnahme von Glucks "Iphigénie en Tauride":
Delunsch · Keenlyside · Beuron · Naouri · Cousin · Les Musiciens du Louvre · Minkowski
Gruß, Zelenka
Zelenka (27.10.2007, 19:37): Heute wurde in "Building a Library" (CD Review, BBC Radio 3) Schuberts Streichquartett in C-Dur D 956 besprochen. Die Empfehlungen:
Ich habe Heinrich Schiff mit dem Alban Berg Quartett. Keine Ahnung wo die Unterschiede liegen, allerdings bin ich mit diesem Streichquintett auch noch nicht recht warm geworden.
Gruß, Cosima
Zelenka (30.10.2007, 17:09): Die Goldenen Stimmgabeln im Novemberheft des "Diapason":
Zelenka (30.10.2007, 17:53): Im Novemberheft des "Diapason" wird in "Le point sur …" Beethovens Streichquartett op. 131 diskutiert. Dies sind die empfohlenen Aufnahmen:
First choice: Lawrence Power, BBC Scottish Symphony Orchestra, Ivan Volkov (conductor) Hyperion CDA67587 (CD) (c/w RUBBRA: Viola Concerto in A major Op. 75; Meditations on a Byzantine Hymn for solo viola Op. 117)
Midprice choice: Nigel Kennedy*, Royal Philharmonic Orchestra*, City of Birmingham Symphony Orchestra, Andre Previn (conductor)*, Simon Rattle (conductor) (c/w Violin Concerto; VAUGHAN WILLIAMS: The Lark Ascending) EMI 5628132 (CD)
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (05.11.2007, 20:50): @Zelenka,
kennst Du das Viola Konzert? Sowohl bei VK als auch bei CK empfinde ich es jeweils anfänglich interessant, aber dann überkommt mich die große Langeweile!
Zelenka (06.11.2007, 16:16): Original von Rachmaninov @Zelenka,
kennst Du das Viola Konzert? Sowohl bei VK als auch bei CK empfinde ich es jeweils anfänglich interessant, aber dann überkommt mich die große Langeweile!
Lieber Rach:
Ich kenne das Bratschenkonzert, habe aber nur eine Aufnahme, die nicht einer der beiden Spitzenreiter hier ist. Auch bei mir wandern die Gedanken beim Hören des Konzerts auf Dauer woanders hin ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.11.2007, 17:03): Für die November-Ausgabe der französischen Zeitschrift "Classica/Répertoire" wurde Mozarts Klavierkonzert No. 23 in A-Dur vergleichend blindgehört. Dabei ergab sich die folgende Rangliste von 12 Aufnahmen:
6. Han, Philharmonia O, Freeman Brilliant 170 CDs 92540
7. Gulda, Concertgebouw O, Harnoncourt Teldec 3984267732
7
8. Rubinstein, RCA Victor SO, Wallenstein RCA 2 CDs 09026630612
9. Barenboim, ECO EMI 10 CDs 5729302
10. Larrocha, ECO, Davis RCA 74321930742
11. Schiff, Camerata Salzburg, Végh Decca 4258552
6
Casadesus, Columbia SO, Szell Sony 5033902
Ich besitze Brendel, Kempff und Gulda, anderes ist schon in der Vorrunde auf der Strecke geblieben. Persönlich würde ich Kempff an die Spitze setzen, allein schon wegen der Farbigkeit seines Spiels, aber Brendel geht schon sehr in Ordnung, besonders auch wegen des ihn begleitenden Orchesters …
Gruß, Zelenka
Cosima (07.11.2007, 19:12): Original von Zelenka Persönlich würde ich Kempff an die Spitze setzen, allein schon wegen der Farbigkeit seines Spiels,...
Die Kempff-Aufnahme habe ich auch :cool, aber leider gerade keine Erinnerung daran. Pollini/Böhm habe ich erst vor ein paar Tagen gehört; die Aufnahme ist IMO sehr gut. Curzon und Moravec würden mir in der Auflistung vielleicht noch fehlen.
Gruß, Cosima
Zelenka (07.11.2007, 19:40): Original von Cosima
Die Kempff-Aufnahme habe ich auch :cool, aber leider gerade keine Erinnerung daran.
:S :S :S
Gruß, Zelenka
Zelenka (10.11.2007, 15:40): In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
Rachmaninov (10.11.2007, 15:46): Von La Venexiana besitze ich auch eine Aufnahme und bin nicht verwundert sie hier als Topempfehlung zu finden!
Zelenka (19.11.2007, 17:53): Am 17.11. wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Mahlers Symphonie No. 3 besprochen. Dies sind die beiden Empfehlungen:
Reviewer - Edward Seckerson
First choice: (c/w Suites from works by Bach) Royal Concertgebouw Orchestra, Petra Lang, Prague Philharmonic Choir, Netherlands Children's Choir, Riccardo Chailly (conductor) Decca 4706522 (2 Hybrid SACDs)
Budget choice:
(c/w Kindertotenlieder, Ruckert-Lieder, Lieder aus 'Des Knaben Wunderhorn') New York Philharmonic Orchestra, Martha Lipton, New York Church of the Transfiguration Boys' Choir, New York Schola Cantorum, Jennie Tourel (in the disk couplings), Leonard Bernstein (conductor) Sony SM2K61831 (2CDs)
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (19.11.2007, 20:12): Original von Zelenka Am 17.11. wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Mahlers Symphonie No. 3 besprochen. Dies sind die beiden Empfehlungen:
Reviewer - Edward Seckerson
First choice: (c/w Suites from works by Bach) Royal Concertgebouw Orchestra, Petra Lang, Prague Philharmonic Choir, Netherlands Children's Choir, Riccardo Chailly (conductor) Decca 4706522 (2 Hybrid SACDs)
Oh, da bin ich aber froh mir diese Aufnahme als Gesamtaufnahme, dank freundlichen Link von Uhlmann, gekauft zu haben!
Tangua (22.11.2007, 10:37): Oh, da bin ich aber froh mir diese Aufnahme als Gesamtaufnahme, dank freundlichen Link von Uhlmann, gekauft zu haben!
... und ich erst! Ich hatte vorher die Einspielung von Salonen, die teilweise auch hoch gelobt worden war, aber die Chailly-Aufnahme gefällt mir in jeder Hinsicht besser.
ab (22.11.2007, 11:15): Original von Zelenka In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
Lieber Zelaenka,
kennst du diese drei empfohlenen Einspielungen und kannst einen Vergleich zu Deiner Empfehlung vom Elyma Ensemble unter Garrido ziehen?
satie (22.11.2007, 11:26): Original von Zelenka In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
Ist die zerste DVD die mit Savall? Leider gibt es davon keine CD, sonst hätte ich mir die bestimmt zugelegt. Kennt jemand die DVD?
Zelenka (22.11.2007, 18:13): Original von Satie Original von Zelenka In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
(c/w Roman Festivals, Fountains of Rome) Boston Symphony Orchestra Seiji Ozawa (conductor) Deutsche Grammophon 4158462 (CD, Mid Price)
Next week Richard Wigmore reviews recordings of Haydn's 'Theresienmesse'.
Gruß, Zelenka
Cosima (24.11.2007, 17:55): Original von Zelenka Heute morgen diese Spitzenempfehlung für Respighis "Pini di Roma" in "Building a Library" auf BBC Radio 3:
Ich habe hier lediglich die Bátiz-Einspielung auf Naxos. Aber ehrlich gesagt: Ich habe keinerlei Erinnerung an das Werk. :engel Was meinst Du? Sollte ich die CD mal wieder hervorkramen?
Haydn's 'Theresienmesse'... :ignore
Gruß, Cosima
Zelenka (24.11.2007, 17:59): Original von Cosima Original von Zelenka Heute morgen diese Spitzenempfehlung für Respighis "Pini di Roma" in "Building a Library" auf BBC Radio 3:
Ich habe hier lediglich die Bátiz-Einspielung auf Naxos. Aber ehrlich gesagt: Ich habe keinerlei Erinnerung an das Werk. :engel Was meinst Du? Sollte ich die CD mal wieder hervorkramen?
Haydn's 'Theresienmesse'... :ignore
Gruß, Cosima
Haydns Theresienmesse: Ab und zu muß auch einmal an die Freunde der sakralen Musik gedacht werden! :)
Bátiz: Doch, die CD würde ich mal wieder hervorkramen! Sie klingt auch sehr gut! In Maßen genossen wird spätromantische Programm-Musik nicht schaden.
Gruß, Zelenka
Zelenka (25.11.2007, 08:35): Im neuen Dezember-Heft des Diapason wie üblich die goldenen Stimmgabeln des Jahres 2007. Vielleicht gibt es hier auch noch ein paar Anregungen für weihnachtliches Schenken und Selbstbeschenken …
Ich war von dieser aufnahme eher weniger begeistert!
Ich war von dieser Aufnahme sehr begeistert! :times10
Also ich empfand sein SPiel eher als "donnernd" und Jermias hat damals auch auf "Veränderungen" hingewiesen. Aber so ist das mit dem Geschmack....
Cosima (25.11.2007, 13:13): Original von Rachmaninov Also ich empfand sein SPiel eher als "donnernd" und Jermias hat damals auch auf "Veränderungen" hingewiesen. Aber so ist das mit dem Geschmack....
Wenn Du von „donnerndem Spiel“ sprichst, ist das aber nicht mehr nur ein Geschmacksurteil. Ich weiß wirklich nicht, wo Du hier vorwiegend Klavierdonner hörst. Im Gegenteil: Das ist eine eher ruhige, transparente, an einigen Stellen fast meditative Einspielung, mit feinen Nuancierungen. Auf jeden Fall eine Einspielung, wie ich sie von Volodos nicht erwartet hätte (ich hätte nämlich gerade mit mehr Pranke und Zurschaustellung seiner Virtuosität gerechnet). Freilich handelt es sich um Liszt – da geht es auch schon mal markiger und muskulöser zu, da spielen die Virtuosität und interessante Effekte auch eine Rolle. Das hat IMO aber nichts mit Donnern zu tun.
Gruß, Cosima
Zelenka (02.12.2007, 09:52): Gestern morgen war die Empfehlung in "Building a Library" auf BBC Radio 3 für die beste Aufnahme von Haydns Theresienmesse Hickox' Version mit seinem Collegium Musicum 90 (Chandos):
ab (02.12.2007, 11:32): Original von Zelenka Im neuen Dezember-Heft des Diapason wie üblich die goldenen Stimmgabeln des Jahres 2007. Vielleicht gibt es hier auch noch ein paar Anregungen für weihnachtliches Schenken und Selbstbeschenken …
das kann ich gar icht nachvollziehen, dies fand ich rundum eine schreckliche Aufnahme, anders als seinen Beethoven, den ich bedeutnend besser fand. Den Schumann fand ich so aufregend wie seinen Bick auf dem Cover :ignore
Zelenka (06.12.2007, 17:01): Im aktuellen Dezember-Heft des "Gramophone" fahndet David Threasher nach der besten Version von Schumanns Klavierquintett op. 44.
Ganz oben landet die noch sehr neue Einspielung von Andsnes mit dem Artemis-Quartett (Virgin):
Dann gibt es noch eine historische Empfehlung (Primrose Quartet, Sanromá (Biddulph)), eine für Sparsame (das verstärkte Beaux Arts Trio (Philips Duo)) und eine Argerich-Empfehlung (ihre Version aus Lugano, nicht die aus Nijmwegen (EMI)).
Gruß, Zelenka
nikolaus (06.12.2007, 19:36): Original von Zelenka Im aktuellen Dezember-Heft des "Gramophone" fahndet David Threasher nach der besten Version von Schumanns Klavierquintett op. 44.
Ganz oben landet die noch sehr neue Einspielung von Andsnes mit dem Artemis-Quartett (Virgin):
Dann gibt es noch eine historische Empfehlung (Primrose Quartet, Sanromá (Biddulph)), eine für Sparsame (das verstärkte Beaux Arts Trio (Philips Duo)) und eine Argerich-Empfehlung (ihre Version aus Lugano, nicht die aus Nijmwegen (EMI)).
Gruß, Zelenka
Ich habe sie probegehört: Sicher eine sehr gute Einspielung, aber mir fehlt ein bisschen der Pfeffer, da ich beide Argerich-Einspielungen gewohnt bin (die aus Lugano ist sogar die lebendigere). Vielleicht lege ich sie mir doch als "gemässigte" Variante zu...
Nikolaus.
Zelenka (06.12.2007, 19:59): Original von nikolaus Original von Zelenka Im aktuellen Dezember-Heft des "Gramophone" fahndet David Threasher nach der besten Version von Schumanns Klavierquintett op. 44.
Ganz oben landet die noch sehr neue Einspielung von Andsnes mit dem Artemis-Quartett (Virgin):
Dann gibt es noch eine historische Empfehlung (Primrose Quartet, Sanromá (Biddulph)), eine für Sparsame (das verstärkte Beaux Arts Trio (Philips Duo)) und eine Argerich-Empfehlung (ihre Version aus Lugano, nicht die aus Nijmwegen (EMI)).
Gruß, Zelenka
Ich habe sie probegehört: Sicher eine sehr gute Einspielung, aber mir fehlt ein bisschen der Pfeffer, da ich beide Argerich-Einspielungen gewohnt bin (die aus Lugano ist sogar die lebendigere). Vielleicht lege ich sie mir doch als "gemässigte" Variante zu...
Nikolaus.
Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
nikolaus (06.12.2007, 20:02): Original von Zelenka
Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
Gruß, Zelenka
Na, das ist sicher gut investiertes Geld. Berichte doch bitte, sobald Du sie gehört hast. Und Hagen/Gulda sind wirklich so pfeffrig? Das wäre vielleicht auch was für mich...
Gruß zurück, Nikolaus.
Zelenka (06.12.2007, 20:07): Original von nikolaus Original von Zelenka
Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
Gruß, Zelenka
Na, das ist sicher gut investiertes Geld. Berichte doch bitte, sobald Du sie gehört hast. Und Hagen/Gulda sind wirklich so pfeffrig? Das wäre vielleicht auch was für mich...
Gruß zurück, Nikolaus.
Die Hagens und der Gulda sind sehr schnell und sehr pfeffrig, einigen zu schnell ... Hör mal rein!
Gruß, Zelenka
ab (06.12.2007, 20:48): Original von Zelenka Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
Ich muss sagen, die Streichquartette mit dem Hagen Quartett finde ich unübertroffen (obwohl sie starke Konkurenz von Zehetmair und auch jüngst aus Frankreich bekommen haben), das Quintett mit Paul Gulda higegen leider nicht (was nicht nur am Pianisten liegt...).
Ich schwöre immer noch auf Bernstein und das Juilliard Quartet, natürlich in der alten blauen CBS-, nicht aber in der jüngeren weißen Sony-Ausgabe. Einziges "Manko" (oder gar der Clue der Sache?): Der dritte Satz ist gespielt als wäre er der letzte. Es verblüfft mich stets erneut, dass dann noch etwas kommt.
Ich fand Andsnes und die Artemiser sehr goutierlich, jedenfalls auf den ersten Eindruck überzeugender als Paul Gulda mit den Hagens. - Und bin daher sehr gespannt was uns Zelenka noch berichten wird. :thanks
nikolaus (06.12.2007, 21:27): Original von ab
Ich fand Andsnes und die Artemiser sehr goutierlich, jedenfalls auf den ersten Eindruck überzeugender als Paul Gulda mit den Hagens. -
Jetzt muss ich mal ein Lob loswerden: ich habe grossen Spass an Deiner Ausdrucksweise :down
Gruß, Nikolaus.
ab (07.12.2007, 09:16): Original von nikolaus Jetzt muss ich mal ein Lob loswerden: ich habe grossen Spass an Deiner Ausdrucksweise :down
Gruß, Nikolaus.
Danke, aber: halte Dich mal lieber etwas zurück, denn sonst fehlen uns die Worte für unseres Saties seine Formulierungen :)
nikolaus (07.12.2007, 13:11): Original von ab Original von nikolaus Jetzt muss ich mal ein Lob loswerden: ich habe grossen Spass an Deiner Ausdrucksweise :down
Gruß, Nikolaus.
Danke, aber: halte Dich mal lieber etwas zurück, denn sonst fehlen uns die Worte für unseres Saties seine Formulierungen :)
Jau, wo Du Recht hast...
Zelenka (08.12.2007, 12:24): Original von ab
Ich schwöre immer noch auf Bernstein und das Juilliard Quartet, natürlich in der alten blauen CBS-, nicht aber in der jüngeren weißen Sony-Ausgabe. Einziges "Manko" (oder gar der Clue der Sache?): Der dritte Satz ist gespielt als wäre er der letzte. Es verblüfft mich stets erneut, dass dann noch etwas kommt.
Im "Gramophone" meinte man 1988, daß die Aufnahme mit Lenny besser im Tresor geblieben wäre:
Despite its incidental felicities, the third CD of chamber music might also have been left in the Columbia vault, where at least one great performance of the Schumann (by Rudolf Serkin and the Budapest Quartet) languishes in obscurity. Bernstein and the Juilliard Quartet members seem marginally happier with Mozart, although their dynamic range is curtailed by the engineers and the strings sound disagreeably coarse throughout. A final word of warning.
Gruß, Zelenka
ab (08.12.2007, 13:43): Original von Zelenka Im "Gramophone" meinte man 1988, daß die Aufnahme mit Lenny besser im Tresor geblieben wäre:
Despite its incidental felicities, the third CD of chamber music might also have been left in the Columbia vault, where at least one great performance of the Schumann (by Rudolf Serkin and the Budapest Quartet) languishes in obscurity. Bernstein and the Juilliard Quartet members seem marginally happier with Mozart, although their dynamic range is curtailed by the engineers and the strings sound disagreeably coarse throughout. A final word of warning.
Gruß, Zelenka
Wird hier das Sony-Remastering kritisiert, oder die Interpetation getadelt? Das wird mir hier nicht klar...
Serkin mit den Budapestern ist inzwischen bei Sony erschienen: Hat mir gar nicht gefallen (warum nur nicht mit den Buschquartett!?)
Zelenka (08.12.2007, 14:01): Original von ab Original von Zelenka Im "Gramophone" meinte man 1988, daß die Aufnahme mit Lenny besser im Tresor geblieben wäre:
Despite its incidental felicities, the third CD of chamber music might also have been left in the Columbia vault, where at least one great performance of the Schumann (by Rudolf Serkin and the Budapest Quartet) languishes in obscurity. Bernstein and the Juilliard Quartet members seem marginally happier with Mozart, although their dynamic range is curtailed by the engineers and the strings sound disagreeably coarse throughout. A final word of warning.
Gruß, Zelenka
Wird hier das Sony-Remastering kritisiert, oder die Interpetation getadelt? Das wird mir hier nicht klar...
Serkin mit den Budapestern ist inzwischen bei Sony erschienen: Hat mir gar nicht gefallen (warum nur nicht mit den Buschquartett!?)
Ich fürchte, auch die Interpretation wird getadelt ...
Serkin mit dem Busch-Quartett gibt es ja auch aus dem Jahre 1942 (Biddulph oder Pearl) ... Er ist halt nur mal fremdgegangen mit den Budapestern.
Gruß, Zelenka
Zelenka (08.12.2007, 14:04): Das Karajan-Jahr 2008 wirft seinen Schatten voraus, das Dezember-Januar-Heft von "Classica/Répertoire" hat den Maestro auf dem Titel und bietet u.a. ein etwas ungewöhnliches Vergleichshören seiner 10 Aufnahmen von Beethovens Siebenter. Das kam dabei heraus:
Zelenka (16.12.2007, 08:54): Gestern kein "Building a Library" auf BBC Radio 3, dafür der unvermeidliche Rückblick auf die CD-Neuerscheinungen des Jahres und persönliche Bestenlisten:
CD Review regular critics, Harriet Smith, Stephen Johnson and Simon Heighes choose their favourite recordings of 2007
Bach: Cello Suites Steven Isserlis Hyperion CDA67541-2 (2CDs)
Bach: Christmas Oratorio Jan Willem de Vriend/Cappella Amsterdam Challenge Classics CC76607 (2 Hybrid SACDs)
Brahms: Klavierstucke Op 116-119 Nicholas Angelich Virgin 00946 379302 2 9 (2CDs)
William Hayes: Concerti Grossi Capriccio Basel Capriccio 71135 (Hybrid SACD)
Mendelssohn: Piano Trios Fischer/Muller-Schott/Gilad Pentatone PTC5186085 (Hybrid SACD)
Nielsen: Orchestral Music Danish National SO/Thomas Dausgaard Dacapo 6.220518 (Hybrid SACD)
Schumann: Fantasie in C; Kreisleriana; Arabeske Jonathan Biss EMI 3 65391 2 (CD)
Shostakovich: Piano and Trumpet Concerto/Piano Quintet etc. Martha Argerich, Orchestra della Svizzera Italiana, Alexander Verdernikov (conductor); Renaud Capucon and Alissa Margulis (violin), Lyda Chen (viola), Mischa Maisky (cello) EMI Classics 5099950450428 (CD)
Tippett: Piano Concerto and Sonatas Steven Osborne Hyperion CDA67461/2 (2CDs)
Vaughan Williams: Symphony No 5; Dona Nobis Pacem LPO/BBCSO & Chorus/Ralph Vaughan Williams, Renee Flynn (soprano), Roy Henderson (baritone) (1952 & 1936) Somm SOMM071 (CD)
'Terezin' Works by Weber, Svenk, Strauss, Kalman, Roman, Krasa Ullmann, Haas, Schulhoff Anne Sofie Von Otter (mezzo-soprano), Bengt Forsberg (piano), Christian Gerhaher (baritone), Daniel Hope (violin), Gerold Humber (piano). DG4776546 (CD)
Der Schumann von Biss und die Theresienstadt-CD von Otter tauchten weiter oben auch im "Diapason" bei den Stimmgabeln des Jahres auf.
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (16.12.2007, 11:05): Original von Zelenka Shostakovich: Piano and Trumpet Concerto/Piano Quintet etc. Martha Argerich, Orchestra della Svizzera Italiana, Alexander Verdernikov (conductor); Renaud Capucon and Alissa Margulis (violin), Lyda Chen (viola), Mischa Maisky (cello) EMI Classics 5099950450428 (CD
Also, ich kenne mittlerweile sehr viele Aufnahmen des Konzerts. Die DG Aufnahme von Argerich gefällt mir besser. Aktueller Eindruck versteht sich.
Zelenka (22.12.2007, 12:54): Heute morgen war Gergievs Version von Tschaikowskys "Nussknacker" mit dem Kirov-Orchester (Philips) in "Building a Library" auf BBC Radio 3 die Spitzenempfehlung.
Gruss, Zelenka
Zelenka (10.01.2008, 16:40): Endlich nachgereicht seien hier die im Dezember-"Diapason" des letzten Jahres mit goldenen Stimmgabeln ausgezeichneten Aufnahmen:
Dufourt, Le Cyprès blanc, Surgir, Caussé, O philharmonique de Luxembourg, Valade Timpani 1C1112
Tansman, Symphonien 7-9, Melbourne Symphony O, Caetani Chandos CHSA5054
Honegger, Cellokonzert, Kammermusik mit Cello, Poltéra, Tetzlaff, Stott, Malmö Symphony O, Ollila-Hannikainen BIS 1617
Alkan, Konzert für Soloklavier etc., Hamelin Hyperion CDA67569
Cosima (13.01.2008, 10:24): Original von Zelenka Alkan, Konzert für Soloklavier etc., Hamelin Hyperion CDA67569 Beethoven, Klaviersonaten op. 2, Pollini DG 4776594
Ehre, wem Ehre gebührt! – Ich glaube, die anderen Aufnahmen kenne ich gar nicht. (Es ist auch nichts darunter, was mich besonders reizen würde.)
Gruß, Cosima
Zelenka (13.01.2008, 10:57): Original von Cosima Original von Zelenka Alkan, Konzert für Soloklavier etc., Hamelin Hyperion CDA67569 Beethoven, Klaviersonaten op. 2, Pollini DG 4776594
Ehre, wem Ehre gebührt! – Ich glaube, die anderen Aufnahmen kenne ich gar nicht. (Es ist auch nichts darunter, was mich besonders reizen würde.)
Gruß, Cosima
Milstein würde mich schon reizen, auch Cortot mit seinen Zugaben, auch Walter mit seinem Beethoven. Und Schütz ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (13.01.2008, 17:24): In "Seven", dem Magazin des englischen "Sunday Telegraph", vom letzten Sonntag versucht der Musikkritiker Michael Kennedy etwas, das ich selbst sehr ungern auf mich nehmen würde, nämlich eine Liste von 100 Aufnahmen klassischer Musik zusammenzustellen, die man unbedingt hören sollte ("100 classical albums you must hear"). Das Spiel ist nicht ganz neu, Norman Lebrecht hat über einen längeren Zeitraum ähnliches ausführlicher versucht. Insgesamt ist die Liste keinesfalls uninteressant, einiges ist aber doch eher überraschend. Unendlich streiten könnte man sich über die 5 Aufnahmen, die mit "Must buy!" besonders ans Herz gelegt werden, vier davon gehören in den Bereich der Vokalmusik, zweimal ist Richard Strauss vertreten:
Mahler, Das Lied von der Erde, Ferrier, Patzak, VPO, Walter, Decca
Strauss, Four Last Songs, Janowitz, BPO, Karajan, DG
Strauss, Der Rosenkavalier, VPO, Solti, Decca
Wagner, Der Ring des Nibelungen, Bayreuther Festival 1955, Keilberth, Testament
Gruß, Zelenka
Cosima (13.01.2008, 17:35): Original von Zelenka ("100 classical albums you must hear")
Ich mag solche Listen nicht, diese gefällt mir noch weniger als die meisten anderen. Das fängt schon bei der Auswahl der Komponisten an. Sei's drum.
Zelenka (13.01.2008, 17:43): Original von Cosima Original von Zelenka ("100 classical albums you must hear")
Ich mag solche Listen nicht, diese gefällt mir noch weniger als die meisten anderen. Das fängt schon bei der Auswahl der Komponisten an. Sei's drum.
Die Auswahl ist sehr englisch und erst einmal natürlich auch für ein englisches Publikum gedacht. Sie ist auch sehr persönlich, was ich durchaus sympathisch finde. Ansonsten mag ich solche TOP 5/10/20/50/100-Listen auch gar nicht und drücke mich gern davor, selbst solche (etwa hier im Forum) zu erstellen ("5 Top-Geiger" etc.). Ich bin nur meiner Chronistenpflicht nachgekommen ...
Gruß, Zelenka
Cosima (13.01.2008, 17:58): Original von Zelenka Sie ist auch sehr persönlich, was ich durchaus sympathisch finde.
Ja, sympathisch vielleicht. Ich kenne allerdings die Verfasser dieser Listen meistens nicht. Ich weiß nichts über ihren musikalischen Hintergrund, ihre generellen Vorlieben, welche Aufnahmen sie gehört haben, ob sie bestimmte Interpreten vorziehen oder ablehnen etc. Wem ist also mit so einer Liste am Ende geholfen? – Dennoch ein Dankeschön an den Chronisten.
Gruß, Cosima
Zelenka (15.01.2008, 17:43): Mit einiger Verspätung hier die CDs, die im Januarheft des "Diapason" goldene Stimmgabeln bekommen haben:
Nouveautés
Angela Georghiu, Cohen, Live from La Scala EMI 3944202
Abel, Mr Abel's fine airs (Musik für Solo-Gambe), Heinrich Hyperion CDA67628
Beethoven, Klavierkonzerte Nos. 1-5, Badura-Skoda, Vienna State Opera O, Scherchen Genuin GEN87102
Beethoven, Klavierkonzert No. 3, Große Fuge, Ouvertüren, Badura-Skoda,Vienna State Opera O Tahra WEST300910
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.01.2008, 17:24): Im aktuellen Januar-Heft der Zeitschrift "Diapason" werden auf drei Seiten Hör-Empfehlungen für Schubert-Einsteiger gegeben:
Symphonie No. 8 (+ Beethovens Pastorale), Chicago Symphony O, Giulini (DG)
Symphonien Nos. 8 und 9, BPO, Wand (RCA)
Symphonie No. 9, VPO, Böhm (DVD) (EuroArts)
Rosamunde, Ouvertüren, BPO, Lehmann (DG)
Gruß, Zelenka
ab (16.01.2008, 21:46): Original von Zelenka Im aktuellen Januar-Heft der Zeitschrift "Diapason" werden auf drei Seiten Hör-Empfehlungen für Schubert-Einsteiger gegeben:
recht passabel, durchaus! Da wird kein Schrott empfohlen...
Zelenka (17.01.2008, 18:44): Original von ab Original von Zelenka Im aktuellen Januar-Heft der Zeitschrift "Diapason" werden auf drei Seiten Hör-Empfehlungen für Schubert-Einsteiger gegeben:
recht passabel, durchaus! Da wird kein Schrott empfohlen...
Ich finde auch, daß da im ganzen kein Schrott empfohlen wird. Bei den GAen der Symphonien würde ich andere empfehlen. Beim ewigen Forellen-Quintett würde ich auch andere Versionen empfehlen, auch eine GA der Trios vorschlagen. Aber ansonsten ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (31.01.2008, 16:01): Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen. Die Empfehlung der Güra-Aufnahme kann ich nur unterstützen, sie ist auch noch dazu sehr billig zu haben.
zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
aha!? Trekels Schumann-CD bei Oehms hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Fassbaender-Aufnahmen kenne ich leider nicht.
ich bin ja bei der schönen Müllerin bekenneder Ernst Haefliger-Fan (claves)
Zelenka (31.01.2008, 19:58): Original von ab Original von Zelenka
zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
aha!? Trekels Schumann-CD bei Oehms hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Fassbaender-Aufnahmen kenne ich leider nicht.
ich bin ja bei der schönen Müllerin bekenneder Ernst Haefliger-Fan (claves)
Die Erwähnung des Namens Trekel veranlaßt mich auch eher zur Skepsis, allerdings tut das auch Haefligers Begleiter Dähler auf seinem Fortepiano, das ich aus der "Winterreise" kenne und nicht sonderlich schön oder auch nur interessant finde.
Gruß, Zelenka
ab (31.01.2008, 23:00): Original von Zelenka ..zur Skepsis, allerdings tut das auch Haefligers Begleiter Dähler auf seinem Fortepiano, das ich aus der "Winterreise" kenne und nicht sonderlich schön oder auch nur interessant finde.
Ja, das Kapitel der Liedbegleiter ist ein eigenes, meist sehr trauriges Kapitel für sich...
uhlmann (01.02.2008, 09:52): Original von Zelenka Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Jimi (01.02.2008, 19:50): Original von uhlmann Original von Zelenka Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Ja, wunderlicht äh wundert mich auch, wenn auch noch die Aufnahme von Aksel Schiøtz/Moore fehlt, dann finde ich die Liste schon irgendwie sehr merkwürdig. Ich weiss den Wortlaut nicht mehr, aber Gerald Moore hat die Schiøtz-Aufnahme der Müllerin so sinngemäß als die vielleicht beste bezeichnet die er begleitet hat ( FiDi wird sich freuen :rofl)
:hello Jimi
Zelenka (02.02.2008, 12:16): Original von uhlmann Original von Zelenka Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.02.2008, 13:24): Das Festival "La folle journée" in Nantes steht dieses Jahr (noch bis einschließlich morgen) im Zeichen von Schubert. Das hat seine Auswirkungen auf das Programm von arte morgen und hat auch dafür gesorgt, daß die französischen Klassikzeitschriften Hörempfehlungen für Schubert-Aufnahmen geben. Um die Verwirrung also noch weiter zu vergrößern, hier auch die Hinweise, die "Le Monde de la Musique" im Februarheft gibt. 10 Werke werden genannt, die man hemmungslos ausprobieren soll:
Forellenquintett D 667
Schnabel, Pro Arte Quartet (EMI, 1935) Curzon, Wiener Oktett (Decca, 1957) Horszowski, Budapest Quartet (Sony, 1960) Serkin, Laredo, Naegele, Parnas, Levine (Sony, 1967) Trio Wanderer, Logerot, Gaugué (Harmonia Mundi, 2003)
Symphonie No. 8 "Unvollendete" D 759
BPO, Furtwängler (EMI, 1952) Boston Symphony O, Jochum (DG, 1973) VPO, C. Kleiber (DG, 1978) BPO, Wand (RCA, 1995) Bamberger Symphoniker, Nott (Tudor, 2004)
ab (02.02.2008, 18:41): Original von Zelenka Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
womöglich siehst Du das verkehrt herum: Es gibt doch die Aufnahmen aus Proben der beiden, die deutlich zeigen, dass Wunderlich alles, aber auch jede kleinste Gestaltung von seinem "Begleiter" angesagt wurde, so als ob er selbst aber auch garnichts vom Text verstanden hätte und von sich aus hätte zum Ausdruck bringen können.
Zelenka (03.02.2008, 08:50): Original von ab Original von Zelenka Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
womöglich siehst Du das verkehrt herum: Es gibt doch die Aufnahmen aus Proben der beiden, die deutlich zeigen, dass Wunderlich alles, aber auch jede kleinste Gestaltung von seinem "Begleiter" angesagt wurde, so als ob er selbst aber auch garnichts vom Text verstanden hätte und von sich aus hätte zum Ausdruck bringen können.
Herzlichen Dank für den Hinweis! Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Gruß, Zelenka
ab (04.02.2008, 10:48): Original von Zelenka Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Lieber Zelenka,
dies hörte ich einmal im Radio (und fand es mindestens so interessant, wie den oft zu hörenden köstlichen Mitschnitt, wo Gerald Moore aus der Dichterliebe voll Hingabe singt und sich vom Sänger ??? begleiten ließ )
Es könnte sein - ohne Gewähr -, dass es sich hier findet.
Mime (04.02.2008, 11:31): Original von Zelenka Original von uhlmann
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Meinst du Fritzi Massari ? Herr Wunderlich hiess Fritz ! Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
Gruß, Zelenka
Hallo Zelenka,
welchen Begleiter meinst du?
Es gibt einmal Karl-Heinz Stolze und dann Hubert Giesen, die den Sänger bei Gesamtaufnahme der schönen Müllerin begletet haben. :hello
Zelenka (04.02.2008, 11:41): Original von Mime Original von Zelenka Original von uhlmann
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Meinst du Fritzi Massari ? Herr Wunderlich hiess Fritz ! Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
Gruß, Zelenka
Hallo Zelenka,
welchen Begleiter meinst du?
Es gibt einmal Karl-Heinz Stolze und dann Hubert Giesen, die den Sänger bei Gesamtaufnahme der schönen Müllerin begletet haben. :hello
Lieber Mime:
Ich fürchte, ich meinte Hubert Giesen, die WDR-Aufnahme mit Stolze kenne ich leider nicht. :A
Gruß, Zelenka
ab (04.02.2008, 11:49): Original von Zelenka
Ich fürchte, ich meinte Hubert Giesen, die WDR-Aufnahme mit Stolze kenne ich leider nicht. :A
Gruß, Zelenka
auch ich bezog mich oben auf den Schverwalter Giesen.
Zelenka (04.02.2008, 11:52): Original von ab Original von Zelenka Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Lieber Zelenka,
dies hörte ich einmal im Radio (und fand es mindestens so interessant, wie den oft zu hörenden köstlichen Mitschnitt, wo Gerald Moore aus der Dichterliebe voll Hingabe singt und sich vom Sänger ??? begleiten ließ )
Lieber ab:
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
ab (04.02.2008, 13:23): Original von Zelenka Lieber ab:
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
Vermutlich... (Ich bin kein Kuriositätensammler...)
Jimi (04.02.2008, 13:52): Original von Zelenka
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
Moore - Ich grolle nicht
Find ich echt Klasse !!!! :rofl :rofl :rofl
:hello Jimi
Zelenka (04.02.2008, 14:20): Original von Jimi Original von Zelenka
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
Moore - Ich grolle nicht
Find ich echt Klasse !!!! :rofl :rofl :rofl
:hello Jimi
Lieber Jimi:
Ganz herzlichen Dank für den Link! Ich wußte nicht, daß diese Kostbarkeit online zu hören ist. Victoria de los Angeles konnte jedenfalls sehr gut Klavier spielen. Moore ist nicht viel besser als ich.
Gruß, Zelenka
Poztupimi (04.02.2008, 20:10): Original von Jimi
Moore - Ich grolle nicht
Find ich echt Klasse !!!! :rofl :rofl :rofl
:hello Jimi
Puh, starker Tobak http://www.smileygarden.de/smilie/Fragend/25.gif (da mußte ich spontan an Jose Ferrer im Film Eine Sommernachts-Sexkomödie (Regie: Woody Allen) denken; ein echter Hochgenuß dagegen :D)
Viele Grüße, Wolfgang
Jimi (05.02.2008, 11:09): Original von Zelenka
Herzlichen Dank für den Hinweis! Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Gruß, Zelenka
Auch hier wird man bei youtube fündig, ab 3:19 ein Ausschnitt aus einer Probe der Dichterliebe von Giesen und Wunderlich:
Wunderlich Liedgesang
:hello Jimi
Zelenka (05.02.2008, 16:05): Original von Jimi Original von Zelenka
Herzlichen Dank für den Hinweis! Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Gruß, Zelenka
Auch hier wird man bei youtube fündig, ab 3:19 ein Ausschnitt aus einer Probe der Dichterliebe von Giesen und Wunderlich:
Wunderlich Liedgesang
:hello Jimi
Herzlichen Dank für den Link! YouTube ist ja ein Schatzhaus!
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.02.2008, 17:00): In "Building a Library" auf BBC Radio 3 wurde im Monat Januar Wagners Ring auf CD und DVD besprochen. Die Empfehlungen:
Das Rheingold:
First choice:
Wotan - Hans Hotter; Fricka - Georgine von Milinkovic; Loge - Rudolf Lustig; Alberich - Gustav Neidlinger; Mime - Paul Kuen; Donner - Toni Blankenheim; Froh - Josef Traxel; Freia - Hertha Wilfert; Erda - Maria von Ilosvay; Fasolt - Ludwig Weber; Fafner - Josef Greindl; Woglinde - Jutta Vulpius; Wellgunde - Elisabeth Schartel; Flo?hilde - Maria Graf Orchester der Bayreuther Festspiele, Joseph Keilberth (conductor) Testament SBT21390 (2 CDs)
Die Walküre:
First choice:
Siegmund - Jon Vickers; Hunding - Martti Talvela; Wotan - Thomas Stewart; Sieglinde - Gundula Janowitz; Brunnhilde - Regine Crespin; Fricka - Josephine Veasey; Gerhilde - Liselotte Rebmann; Ortlinde - Carlotta Ordassy; Waltraute - Ingrid Steger; Schwertleite - Lilo Brockhaus; Helmwige - Daniza Mastilovic; Siegrune - Barbro Ericson; Grimgerde - Cvetka Ahlin; Rossweisse - Helga Jenckel Berlin Philharmonic Orchestra, Herbert von Karajan (conductor) DG 457 785-2 (4 CDs - also in 14 CD Box Set on DG 457 780-2, both Mid Price)
Siegfried:
First choice:
Siegfried - Wolfgang Windgassen; Brunnhilde - Astrid Varnay; Wanderer - Hans Hotter; Alberich - Gustav Neidlinger; Mime - Paul Kuen; Erda - Maria von Ilosvay; Fafner - Josef Greindl; Waldvogel - Ilse Hollweg; Orchester der Bayreuther Festspiele Joseph Keilberth (conductor) Testament SBT4 1392 (4 CDs)
Siegfried - Rene Kollo; Gunther - Hans Gunter Nocker; Alberich - Siegmund Nimsgern; Hagen - Matti Salminen; Brunnhilde - Jeannine Altmeyer; Gutrune - Norma Sharp; Waltraute - Ortrun Wenkel; 1 Norn - Anne Gjevang; 2 Norn - Daphne Evangelatos; 3 Norn - Ruth Falcon; Woglinde - Lucia Popp; Wellgune - Uta Priew; Flosshilde - Hanna Schwarz Staatskapelle Dresden, Marek Janowski (conductor) RCA 82876557092 (only available as part of a 14 CD set of the complete Ring Cycle, Super Budget)
Der Ring auf DVD:
First choice:
Donald McIntyre, Heinz Zednik, Hermann Becht, Hanna Schwarz, Siegfried Jerusalem, Matti Salminen, Gwyneth Jones, Jeannine Altmeyer, Peter Hofmann, Gabriele Schnaut, Manfred Jung, Fritz Hubner, Franz Mazura, Gwendolyn Killebrew, Choir and Orchestra of the Bayreuther Festspiele, Pierre Boulez (conductor) Deutsche Grammophon 00440 073 4057 (8 DVDs, including Bonus DVD on the making of this production. Each opera also available separately)
Gruß, Zelenka
Jürgen (08.02.2008, 09:07): Da sind die Briten doch gar nicht so weit von meinem Geschmack entfernt.
Zuerst die DVD: Absolute Übereinstimmung. Die Inszenierung gefällt mir immer besser, hat mich aber auch versaut. Ich kann wohl keine Bärenfelle mehr sehen. Boulez auf CD landet bei mir allerdings nicht unter den Top 5.
Grundsätzlich zu Keilberth auf Testament: Ich habe mal im Radio Ausschnitte der Götterdämmerung gehört, als sie bei HR2 besprochen wurde. Musikalisch sicherlich wunderbar, Varnay und Nilsson singen mE in der gleichen Liga. Soundtechnisch stufe ich die Aufnahme aber trotz Überarbeitung als historisch ein. Zwischen diesem Mitschnitt und dem etwa 2 Jahre später entstandenen Rheingold unter Solti liegen Welten. Nun bin ich jemand, der der Tonqualität durchaus Bedeutung beimisst. Sie ist nicht das einzige Kriterium aber ein wichtiges. Gemessen daran ist mir dieser Keilberth-Ring bisher viel zu teuer gewesen, um ihn mir zuzulegen.
Daher Rheingold: Solti. London als Wotan allein ist schon Grund genug. Sein Auftakt (Walhalla) Gesang ist unübertroffen, von göttlicher Gewalt eben. Solti's Vorspiel ist m E das zweitbeste, das ich kenne. Lediglich Janowski ist etwas nuancierter, die Bläser etwas weniger aufdringlich.
Walküre: Hier habe ich keinen eindeutigen Favoriten, muß ich auch nicht. Aber ich schwanke zwischen Solti, Böhm und Leinsdorf.
Siegfried: Auch Solti. Ich kann es schlecht begründen, weil ich noch nicht vergleichend gehört habe. Aber aus dem Bauch heraus ist es Solti.
Götterdämmerung: Unbedingt Solti. Zum einen wegen der schön expressiv herausgearbeiteten Orchesterpassagen, an die nur Karajan phasenweise heranreicht. Zum anderen wegen einem wunderbaren Schlußgesang. Auf jeden Fall aber wegen Gottlob Frick als Hagen. Hier klingt er so Rabenschwarz, bei seiner Ansprache an die Gibichsmannen hält er diese tiefen Töne, wo Anderen die Luft ausgeht.
Super-Budget Choice: Janowski ist sicherlich sehr gut, aber super Budget ? Was ist denn dann Neuhold ?? Den würde ich dorthin packen. Zum Kennenlernen und für den Preis einer einzelnen CD durchaus erste Wahl. Die Tonqualität ist gut und die Sänger gute Landesliga. Ich sage extra zum Kennenlernen. Wenn einem diese Musik nicht gefällt, ist man froh, nicht mehr ausgegeben zu haben. Andernfalls legt man sich noch ein paar andere Ringe zu und Neuhold verstaubt. Na und?
Welche Aufnahmen kenne ich überhaupt ? 1. Furtwängler, Scala 2. Solti 3. Böhm 4. Karajan (nur auf LP) 5. Boulez (mehrmals im TV gesehen/gehört) 6. Janowski 7. Keilberth auf Testament (Schnippsel im Radio) 8. Levine, Met (Auszüge im Wagner-Web) 9. Neuhold
Das nur zur Orientierung. Vielleicht kenne ich den Ring noch gar nicht?
Grüße Jürgen
Zelenka (08.02.2008, 16:08): Beim Vergleichshören im Februarheft von "Classica/Répertoire" geht es um César Francks Violinsonate, die ja ihrerseits den größten Einfluß auf Vinteuils berühmte Sonate in Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" hat. 10 Versionen schafften es in die Endausscheidung, in der drei Kritiker blindhörten.
3. Oistrakh/S. Richter (Le Chant du Monde LDC278885, Paris 1968)
4. Menuhin/H. Menuhin (Naxos 8110989)
5. Pasquier/C. Collard (Lyrinx CD104)
8
6. Francescatti/Casadesus (Sony SM2K61722)
7
7. Perlman/Ashkenazy (Decca 4528872)
6
8. Kogan/N. Kogan (Orfeo C657051B)
9. Poulet/Lee (Arion ARN68210)
10. Korcia/Luisada (RCA 74321877622)
Ich besitze leider nur die an 6. und 7. Stelle liegenden Aufnahmen, meine anderen Versionen (z.B. Thibaud/Cortot, Chung/Lupu, Mintz/Bronfman) sind nicht bis zum Blindhören vorgedrungen.
Gruß, Zelenka
Amadé (08.02.2008, 19:02): @ Jürgen und Zelenka
Meine Frau hat ihn mir zu Weihnachten geschenkt.
Künstlerischer Eindruck: Sehr gut, die einzelnen Werke bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt, Keilberth sehr kompetent, er dirigierte den Ring bereits seit 1952 in Bayreuth, teilweise immer mit derselben Sängerriege: Varnay, Uhde, Greindl, Hotter, Mödl, Neidlinger, Kuen, ab 1953 Windgassen, der Bernd Aldenhoff ablöste. Diese Aufnahmen besitze ich bereits und kann so feststellen, dass er von der musikalischen Seite nicht wesentlich besser als die Vorgänger-Ringe ist.
Klangliche Erscheinung: Was wir heute von einer Stereo-Aufnahme erwarten, sucht man noch vergebends: Raumklang, Tiefenstaffelung, Aufteilung des Klangbildes auf zwei Lautsprecher. Jedoch gute Präsenz, deutliche STimmen, wenige Publikumsgeräusche. Der Ring wurde von einem Decca-Team aufgenommen. Diese Firma zeichnete in Wien mit Erich KLeiber den Figaro und Josef Krips Don Giovanni in Stereo auf. Wer die Aufnahmen kennt, findet ähnliche Klangverhältnisse vor wie in der Bayreuther Aufnahme.
Insgesamt gesehen ist dieser Ring allein schon von der künstlerischen Qualität her sein Geld wert. Für den schmaleren Geldbeutel empfehle ich den 52er mit Keilberth sowie als neuere Aufnahme die mit Janowski und der Dresdner Zauberharfe, die spielt nämlich die erste Geige, ein Genuss!
Grüße Amadé
Zelenka (09.02.2008, 12:11): Original von Amadé @ Jürgen und Zelenka
Meine Frau hat ihn mir zu Weihnachten geschenkt.
Lieber Amadé:
Du bist ein Glückspilz!
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.02.2008, 14:18): Die Spitzenempfehlung für Mozarts letztes Streichquartett KV 590 war heute morgen diese:
ab (10.02.2008, 12:32): Original von Zelenka Denen, die historischen Instrumenten skeptisch gegenüberstehen, wird die Aufnahme des Tokyo String Quartets bei Biddulph empfohlen.
Dieser Empfehlung kan ich mich nicht im Geringsten anschließen, weder tonlich, noch klanglich oder von der Durcharbeitung in puncot Phrasierung und Artikulation; und vom Ausdruck schon gar nicht. Ich fand sie höchstgradig langweilig, wenn auch nicht uninspiriert.
Zelenka (10.02.2008, 13:03): Original von ab Original von Zelenka Denen, die historischen Instrumenten skeptisch gegenüberstehen, wird die Aufnahme des Tokyo String Quartets bei Biddulph empfohlen.
Dieser Empfehlung kan ich mich nicht im Geringsten anschließen, weder tonlich, noch klanglich oder von der Durcharbeitung in puncot Phrasierung und Artikulation; und vom Ausdruck schon gar nicht. Ich fand sie höchstgradig langweilig, wenn auch nicht uninspiriert.
Danke für die deutliche Warnung!
Gruß, Zelenka
Zelenka (27.04.2006, 12:54): Glenn Gould schmückt die Titelseite des französischen Mai-Diapason. Im Heftinneren recht interessantes Interview mit Bruno Monsaingeon aus Anlaß seines neuen Gould-Films, den arte am 13. Mai um 22:30h ausstrahlen wird. Preisfrage: Wie heißt Goulds Lieblingsoper?
Gruß,
Zelenka
Cosima (27.04.2006, 13:04): Hallo Zelenka,
ich habe keine Ahnung. Welchen Preis gibt es denn zu gewinnen? :engel
Danke für den Hinweis auf den Gould-Film! Werde ich mir anschauen.
Gruß, Cosima
Zelenka (27.04.2006, 13:26): Gestern im Londoner Evening Standard:
Norman Lebrechts "The definitive 100 classical CDs", Folge 86:
Ives' vierte Symphonie (!) mit dem American Symphony Orchestra unter Stokowski (CBS). Die CD ist so definitiv, daß sie natürlich vergriffen ist. Eine Abbildung ist leider nicht aufzutreiben. Über dieser Empfehlung Lebrechts Artikel "Why should we fly the flag for English music"? L. möchte die Flagge nicht unbedingt wehen lassen, die englischen Komponisten seien doch zu unbeständig in ihrer Qualität.
Demnächst oder jetzt schon online zu lesen an den bekannten Orten.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (27.04.2006, 13:39): Im Diapason eine goldene Stimmgabel für Kogans neue "Les Introuvables"-Box:
Dort angekündigt wird auch ein Brillant-Box mit Kogans sowjetischen Aufnahmen.
Gruß,
Zelenka
Ganong (27.04.2006, 15:16): Lieber Zelenka ,
dies Nr 86 aus Norman Lebrecht sam 1. September 2004 begonnen Edition zeigt erneut , dass er völlig von seinem ursprünglichen Konzept abgekommen ist . Ives 4. Symphonie ist sicherlich keine der 100 wichtigsten Aufnahmen ( geradeu unter Lebrechts Kriterien nicht ) . NL ist leider zu sehr ins englich-britische und anglo-amerikanisch eRepertoire abgeglitten ( die hat , wie mir ien britischer Berufsmusiker 2005 per E-Mail schrieb rein kommerzielle Gründ e) . Und die Stokowskylastigkeit bei NL ist schon auffalen d. Das ist wie in der Edition "Great Pianists of the Century " : Was machen da ein Previn (!!!) , Wild ? und hätte Bolet nicht das für ihn sensationelle recital i der Carnegie Hall gehabt ( mit den Prérludes von Chopin und "An der schönen blauen Donau" im Vergleich zu der überragenden Aufnahme mit Josef Lhévinne ) , so müsst eman auch bei Bolet sagen . eine reine Konzession an den USA - Markt . Viele Grüsse, Frank
Zelenka (27.04.2006, 15:23): Als Experiment hier im Maiheft des Diapason mit goldenen Simmgabeln ausgezeichnet worden sind. (Aufkleber mit der goldenen Stimmgabel schmücken, oft mit weiteren entsprechenden Aufklebern anderer, insbesondere französischer Zeitschriften, so manche CD, manchmal sind CDs übersät damit). Das englische Gramophone hat 10 Editor's Choice CD's pro Monat, die man online via "www.gramophone.co.uk" ansehen kann. Andere Zeitschriften verzichten, vielleicht gescheiterweise, auf derlei Distinktionen, z.B. der englische International Record Review oder die amerikanischen Fanfare und American Record Guide. Man kann sich ohne Ende über den Sinn der Auszeichnungen streiten, aber sie spielen sicher eine große Rolle und sind manchmal sogar hilfreich.
Taneyev Kammermusik mit Yudina und dem Beethoven-Quartett Vista Vera), Yvonne Lefébure (und Furtwängler) mit Bach/Liszt, Bach/Busoni, Mozart und Beethoven (EMI Les Rarissimes), Milhaud, Ravel und Honegger mit Janine Michaud (EMI Les Rarissimes), Boridin, Khatchaturian, Brahms, Mendelssohn etc. unter Mitropoulos (United Artists)
Wiederauflagen (auch ohne Abb.):
Das 6. Madrigalbuch von Monteverdi mit dem Concerto Italiano und Alessandrini (Arcana), Backhaus mit allen Beethoven-Sonaten (Decca Original Masters), Mahler 4, Lied von der Erde, Adagietto mit Kletzki und dem Philharmonia O (und u.a. Fischer-Dieskau) (EMI Gemini), Fassbaender mit Liedern (vol. 1) (EMI), das Weller Quartet (Decca)
Ich erspare mir die DVDs.
Gruß,
Zelenka
Cosima (27.04.2006, 17:46): Original von Zelenka Eine Entdeckung:
Falls es noch nicht bekannt ist: Larissa Gergieva ist übrigens die Schwester von Valery Gergiev. Eine fast furchteinflößende, resolute Person. So erschien sie mir zumindest, als ich sie auf einigen DVD-Mitschnitten sah. Gergiev selber hatte ja auch zunächst eine Pianisten-Laufbahn angestrebt.
Gruß, Cosima
Zelenka (28.04.2006, 13:24): Auf wenig Begeisterung stößt die neue Tretiakov-Box bei Brilliant im Juni-Heft des Gramophone. (Die Engländer sind der Zeit weit voraus.) Rob Cowan bemängelt u.a. mangelnde Individualität. Im Besprechungsexemplar war eine CD dupliziert (mit falscher Beschriftung, eine CD fehlte also), caveat emptor! Und besser z.B. bei Oistrakh bleiben.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (28.04.2006, 13:32): Im Mai-Heft des Diapason werden zwei Alben des in Deutschland weltberühmten Martin Stadtfeld besprochen, seine Aufnahme der Goldberg-Variationen und weiter "Bach Pure" (offenbar nicht so pur, weil letzteres auch Bach/Busoni und Bach/Siloti enthält). Es wird Stadtfeld zwar einige Fingerfertigkeit attestiert, letztlich wird er aber als bloßer Gould-Clone geoutet.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.04.2006, 13:09): Die Spitzenempfehlung (vor Hamelin) für Shostakovichs Klavierkonzerte im heutigen Daily Telegraph (The Classic Collection) ist diese:
Alternative First Choice: Maria Callas (Manon Lescaut), Giuseppe di Stefano (Des Grieux), Giulio Fioravanti (Lescaut), Franco Calabrese (Geronte), Dino Formachini (Edmondo), Chorus and Orchestra of La Scala Milan, Tullio Serafin (conductor) (Recorded 1957) EMI CLASSICS 5563012 (2-CD, mid-price)
Modern Choice: Mirella Freni (Manon Lescaut), Placido Domingo (Des Grieux), Renato Bruson (Lescaut), Kurt Rydl (Geronte), Robert Gambill (Edmondo), Chorus of the Royal Opera House Covent Garden, Philharmonia Orchestra, Giuseppe Sinopoli (conductor) (Recorded 1983) DEUTSCHE GRAMMOPHON 4138932 (2-CD)
Eine Woche lang noch zu hören via "http://www.bbc.co.uk/radio3/cdreview/".
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.04.2006, 17:32): Glenn Gould mag zwar auf dem Titelblatt sein, aber der Diapason räumt dem Shostakovich-Jahr sehr viel mehr Platz ein, nämlich 14 Seiten. Ein Überblicksartikel, eine Chronologie seines Lebens, eine Diskussion der Diskographie und ein Interview mit Gennadi Rozhdestvensky. Eine Liste mit Werkaufnahmen, die der Diapason für unverzichtbar hält, ist auch dabei:
Symphonien Nr. 1 und 5: Tschechische Philharmonie, Ancerl (Supraphon)
Symphonien Nr. 1, 5, 6, 8, 10, 15: Berliner Symphoniker, Sanderling (Berlin Classics)
Symphonie Nr. 15, Klaviersonate Nr. 2: Philadelphia Orchestra, Ormandy, Gilels (RCA)
Symphonie Nr. 14: Göteburger Symphonieorchester, N. Järvi (DG)
Symphonie Nr. 4: Bayerisches Radio-Symphonie-Orchester, Jansons (EMI)
Klavierkonzerte Nr. 1 und 2: Shostakovich, Orchestre national de France, Cluytens (EMI)
Violinkonzerte Nr. 1 und 2: Oistrakh, Kondrashin (RCA, die vom Diapason genannte Ausgabe (The Essential …) ist bei BMG natürlich gestrichen und mittlerweile offenbar ein relativ teures Sammlerstück)
Cellokonzerte Nr. 1 und 2, Cellosonate op. 40: Rostropovich, D. Shostakovich, Moscow Philharmonic O, Rozhdestvensky (EMI, Rostropovich, the Russian years)
Violinkonzert Nr. 1, Cellokonzert Nr.1: Oistrakh, New York Philharmonic, Mitropoulos, Rostropovich, Philadelphia Orchestra, Ormandy (Sony)
Violinkonzerte Nr. 1 und 2: Oistrakh, Philharmonia O, Rozhdestvensky, Symphonisches Staatsorchester de UdSSR, Svetlanov (BBC Legend)
Orchesterlieder: Zaremba, Leiferkus, Göteborger Symphonie-Orchester, N. Järvi (DG)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.04.2006, 17:57): Original von Rachmaninov Vielleicht sollten wir anlässliche des DSch Jahres den passenden Thread wieder "aufleben" :wink
Vielleicht ... Der Faden war sogar schon vor meiner Zeit hier im Forum eingeschlafen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (03.05.2006, 14:40): Das vergleichende Hören geht weiter. Im Juni-Heft des Gramophone bemüht sich Richard Wigmore in Sachen Haydns Schöpfung. Auf eine Aufnahme will er sich nicht richtig festlegen, in die engere Auswahl kommen Harnoncourt (DHM), Gardiner (DG Archiv), Spering (die Frische ...) (Naxos) Karajan (DG), Marriner (EMI) und Rattle (EMI). (Ich selbst bin nicht über Karajan mit Janowitz und Wunderlich hinausgekommen, es scheint mir zu reichen.)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (03.05.2006, 15:04): Der Coverboy des Juni-Gramophone ist übrigens Valery Gergiev, der im Januar 2007 Chefdirigent des LSO wird. Aus diesem Anlaß ist ihm ein längerer Artikel gewidmet. (Das Gramophone weist auch gesondert auf die Arbeitsleistung Gergievs hin: z.B. in der ersten Hälfte des Juni 10 Konzerte in 12 Tagen ...) Beigefügt ist eine Rezension seiner Gesamtaufnahme der Symphonien von Prokofiev (live 2004, LSO). Die 4 CD-Box erscheint am 12. Juni in England - nicht beim eigenen LSO-Label, sondern bei Philips. Der Rezensent hält die Versionen der 2., 6. und 7. für wahrscheinlich die besten, die derzeit zu haben sind. Die "Klassische" hält er für eher mißlungen z.B. Die Gesamtaufnahme enthält beide Versionen der 4., nicht aber die Zutat zur 7. Fazit: "... the set confirms Gergiev as Prokofiev's most ardent contemporary advocate."
Gruß,
Zelenka
Ganong (03.05.2006, 16:00): Lieber Zelenka , ich habe mich bei diser Oper nie für e i n e Aufnahme entscheiden können . Kannst Du mir bitte helfen - mit kurzen Worten - dann "meine" aufnahme zu finden ? danke u nd grüsse , Frank
Ganong (03.05.2006, 16:04): Lieber zelenka , ich denke , dass die Karajan-Aufnahme mit den herausragenden Sängern wohl die beste Interpretation ist . Auch ich brauche da keine weitere Einspielung . Grüsse , Frank
Cosima (03.05.2006, 16:39): Original von Zelenka Der Coverboy des Juni-Gramophone ist übrigens Valery Gergiev, der im Januar 2007 Chefdirigent des LSO wird.
"Coverboy".... :D
Könntest Du nicht etwas mehr Infos zu der Rezension geben, bitte? Vielleicht im Gergiev-Thread? Ich hoffe nämlich, dass die Sinfonien bald in D erscheinen werden ... und das würde meine Vorfreude immens vergrößern. :)
Was hältst Du eigentlich von Gergiev?
Gruß, Cosima
Zelenka (03.05.2006, 16:59): Original von Cosima Original von Zelenka Der Coverboy des Juni-Gramophone ist übrigens Valery Gergiev, der im Januar 2007 Chefdirigent des LSO wird.
"Coverboy".... :D
Könntest Du nicht etwas mehr Infos zu der Rezension geben, bitte? Vielleicht im Gergiev-Thread? Ich hoffe nämlich, dass die Sinfonien bald in D erscheinen werden ... und das würde meine Vorfreude immens vergrößern. :)
Was hältst Du eigentlich von Gergiev?
Gruß, Cosima
Was ich von Gergiev halte? Ich bin nicht qualifiziert, eine Meinung über ihn zu haben. Die einzige Aufnahme mit ihm, die ich besitze, ist ein rasanter Nußknacker (Philips). Ansonsten scheint er, zuweilen zumindest, mit einem Zahnstocher statt Taktstock zu dirigieren.
Unwissend,
Zelenka
Zelenka (03.05.2006, 17:12): Original von Ganong Lieber Zelenka , ich habe mich bei diser Oper nie für e i n e Aufnahme entscheiden können . Kannst Du mir bitte helfen - mit kurzen Worten - dann "meine" aufnahme zu finden ? danke u nd grüsse , Frank
Lieber Frank:
Ich habe gerade schon anderswo im Forum einen geistigen Offenbarungseid geleistet und auf mein Nichtwissen hinweisen müssen (Gergiev), hier muß es ein zweites Mal geschehen. Ich besitze keine Aufnahme von "Manon Lescaut" und kann keine Stellung beziehen. Ich fand beim Hören der BBC-Sendung die bei Naxos erschienene Aufnahme hochinteresant (schon wegen Björling) und werde sie vielleicht sogar irgendwann kaufen. Deine Frage allerdings müssen die Opern-Experten hier im Forum beantworten.
Völlig hilflos,
Zelenka
Ganong (03.05.2006, 17:52): Lieber zelenka , du bist wenigstens ehrlich . Danke . Mit Björling hatte ich immer meine Schwierigkeiten . Aber der "späte" Domingo ist auch nicht mein Fall . Noch eine grundsätzliche F r a g e : 1. Ist für Dich "Gramophone" d a s ultimative Musikmagazion ? oder würdest Du nicht doch eher das liberale BBC Music Magazine vorziehen? James Jolly bei Gr. ist doch unerträglich borniert .
2. Steelst Du auch einen enormen Leistungsverlust bei Gramophone fest ?
3. Welche(s) französische gut eMusikblatt kennst Du ?
Dank für die Antwort(en) .
Beste Grüsse , Frank
Zelenka (03.05.2006, 18:21): Original von Ganong Lieber zelenka , du bist wenigstens ehrlich . Danke . Mit Björling hatte ich immer meine Schwierigkeiten . Aber der "späte" Domingo ist auch nicht mein Fall . Noch eine grundsätzliche F r a g e : 1. Ist für Dich "Gramophone" d a s ultimative Musikmagazion ? oder würdest Du nicht doch eher das liberale BBC Music Magazine vorziehen? James Jolly bei Gr. ist doch unerträglich borniert .
2. Steelst Du auch einen enormen Leistungsverlust bei Gramophone fest ?
3. Welche(s) französische gut eMusikblatt kennst Du ?
Dank für die Antwort(en) .
Beste Grüsse , Frank
Nein, ich fürchte, daß ich das Gramophone nicht mehr für das ultimative Musikmagazin halte. Schon länger nicht mehr. Ich lese es halt aus träger alter Gewohnheit. (James Jolly führt übrigens nur noch eine Art Oberaufsicht, der derzeitige Chefredakteur heißt James Inverne, Kursänderungen bemerke ich noch nicht). Andererseits ist es immer noch eine Art "magazine of record" und jedem deutschen Magazin haushoch überlegen. Eine Reihe der Rezensenten halte ich schon für kompetent. Eine Zeitlang habe ich auch den "International Record Review" gelesen, eine Art Absplitterung vom Gramophone, als letzteres noch etwas mehr "dumbed-down" war als heutzutage. Ich kann allerdings nicht alles lesen - und bezahlen. Das "BBC Music Magazine" ist ein Leichtgewicht, das sich eher an ein größeres Publikum wendet. Die Rezensionen sind erheblich kürzer, und die Hauptattraktion ist die beigegebene CD, auf der BBC Musikproduktionen zu hören sind.
Französische Magazine: Den Diapason habe ich abonniert, und er ist wohl das Magazin, das ich wirklich am liebsten lese. Vor allem sind die Rezensionen nicht so vorhersagbar wie beim Gramophone, bei dem z.B. ein Rattle kaum etwas falsch machen kann. Weitere Zeitschriften, die ich gelegentlich kaufe, wenn ich in Belgien oder Frankreich bin, sind Le Monde de la Musique und Classica. Beide nie uninteressant, das letztere vielleicht etwas leichtgewichtiger, manchmal aber auch aufmüpfiger.
Mit meinen Berichten aus der internationalen Presse will ich nur gelegentlich Informationen vermitteln, die vielleicht den einen oder anderen interessieren, und vielleicht auch Anlaß für Diskussionen liefern. Eine vollständige Presseschau kann ich natürlich noch nicht einmal versuchen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (04.05.2006, 13:03): Im amerikanischen Commentary (Mai 2006) ein schöner und interessanter Artikel von Terry Teachout über Lipatti:
Mit meinen Berichten aus der internationalen Presse will ich nur gelegentlich Informationen vermitteln, die vielleicht den einen oder anderen interessieren, und vielleicht auch Anlaß für Diskussionen liefern.
Gruß,
Zelenka
Mir gefällt Deine Presseschau sehr, lieber Zelenka.
Vielen Dank dafür!
sagt Carola
Ganong (04.05.2006, 15:17): Liber Zelenka ,
besten Dank für Deine Antwort .
Ich stimme Dir , soweit ich dies bewerten kann , s e h r zu . "Gramophone" kenne ich seit meiner Schulzeit ; es war nie so schlecht wie zur Zeit ! Nahezu alles ist "vorhersehbar" . Stromlinienförmig wie ein alter Mini ( Cooper ) .
in Deutschland gibt es meiner Meinung nach k e i n einziges Magazin von Rang . RONDo war auf einem sehrh guten Weg , zumal nach der Abkopplung von "Gramophone" und , um eine Formulierung von Dir zu verwenden , gelegentlich recht "aufmüpfig" .
Viele Grüsse , Frank
Zelenka (06.05.2006, 12:15): Wieder Samstag, wieder "Building a Library" auf BBC Radio 3, diesmal mit Kammermusik von César Franck:
9.30am Building a Library
FRANCK Piano Quintet in F minor
Reviewer: Paul Guinery
First Choice: Clifford Curzon (piano), Vienna Philharmonic Quartet (Recorded 1960) c/w Schubert Impromptus D.899, Concertos by Mozart, Brahms & Grieg, Sonatas by Brahms & Schubert, Dvorak Piano Quintet DECCA 475 0842 (4-CD, budget)
Alternative First Choice: Clifford Curzon (piano), Amadeus Quartet (Recorded 1960) c/w Mozart Clarinet Quintet K.581 (Gervase de Peyer - clarinet), R Strauss String sextet from Capriccio, Op.85 BBC BBCL40612 (CD, mid-price, MONO recording)
Modern Choice: William Howard (piano), Schubert Ensemble (Recorded 2003) c/w Sonata for violin and piano in A (Simon Blendis - violin, William Howard - piano) ASV GOLD GLD 4019 (CD)
Historic Choice: Victor Aller (piano), Hollywood String Quartet (Recorded 1953) c/w Shostakovich Piano Quintet, Op.57 TESTAMENT SBT 1077 (CD, MONO recording)
Ich freue mich natürlich unbändig, weil ausgerechnet die einzige Version, die ich besitze, die Spitzenposition eingenommen hat:
Curzons Frank-Quintett ist zur Zeit nur zu bekommen, wenn man in eine 4-CD-Box investiert (die allerdings sehr empfehlenswert ist).
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.05.2006, 12:29): Noch ein samstägliches Ritual, die "Classic Collection" im Londoner Daily Telegraph. Heute Mendelssohns komplette Streichquartette, noch mehr Kammermusik also. Der Autor, Richard Wigmore, entscheidet sich für die Einspielung, für die ich mich auch entschieden habe (bin offenbar ein Glückspilz heute):
Im Prinzip sind allerdings in letzter Zeit nach einer gewißen Periode der Vernachlässigung wohl eher zuviele gute Einspielungen der Mendelssohn-Quartette erschienen (Emerson (DG), Henschel (Arte Nova), Eroica (Harmonia Mundi)). Ob wirklich soviel Mendelssohn gehört werden kann? Schön wärs.
Gruß,
Zelenka
Carola (09.05.2006, 09:30): Auch wenn der Kölner Stadtanzeiger wohl eher nicht zur internationalen Presse gehört, diese heutige Meldung scheint mir dennoch erwähnenswert zu sein - ich will aber keinen eigenen Faden dafür aufmachen:
Reinhard Goebel und sein Ensemble "Musica Antiqua" hören im November auf. Grund: Goebel hat eine Dystonie in der linken Hand.
Auf die Frage, wie denn die Deutsche Grammophon auf die Nachricht reagiert habe, antwortete Goebel:
"Gar nicht. Die Herrschaften sind sowieso mit was ganz anderem beschäftigt. Die spielen ja Monopoly, indem sie versuchen, die Renner von anderen zu kaufen und dannn och ein paar Vivaldi-Opern zu machen. Wenn Alan Curtis´blutrünstige Produktionen sich besser verkaufen als Reinhard Goebels hartleibige Pachelbel-Sonaten, dann ist das unter wirtschaftlichen Aspekten völlig okay, dass sie den Goebel fallenlassen."
Man sollte die DGG / Universal , die EMI , die SONY / BMG einmal drei Monate total bestreiken ( auch Callas - und Beatles-und Stones - Aufnahmen ) .
Einzig dies hilft , solche Skandale zu verhindern .
Die CD - Firmen leben vom Geld der Konsumenten und nicht ihren eigenen "Leistungen" ! . .
:( :( :( :( :(
Frank
Zelenka (09.05.2006, 12:50): Original von Carola Auch wenn der Kölner Stadtanzeiger wohl eher nicht zur internationalen Presse gehört, diese heutige Meldung scheint mir dennoch erwähnenswert zu sein - ich will aber keinen eigenen Faden dafür aufmachen:
Reinhard Goebel und sein Ensemble "Musica Antiqua" hören im November auf. Grund: Goebel hat eine Dystonie in der linken Hand.
Auf die Frage, wie denn die Deutsche Grammophon auf die Nachricht reagiert habe, antwortete Goebel:
"Gar nicht. Die Herrschaften sind sowieso mit was ganz anderem beschäftigt. Die spielen ja Monopoly, indem sie versuchen, die Renner von anderen zu kaufen und dannn och ein paar Vivaldi-Opern zu machen. Wenn Alan Curtis´blutrünstige Produktionen sich besser verkaufen als Reinhard Goebels hartleibige Pachelbel-Sonaten, dann ist das unter wirtschaftlichen Aspekten völlig okay, dass sie den Goebel fallenlassen."
Mit Gruß von Carola
Liebe Carola:
Ich sehe mit Freuden, daß eine weitere Pressekorrespondentin aktiv geworden ist. Ob In- oder Ausland spielt überhaupt keine Rolle. Die Nachricht von Goebel habe ich in meinem Lokalblatt heute auch mit einiger Betrübnis gelesen, auch wenn Goebel schon vor Jahren Schwierigkeiten hatte mit seiner Hand und man mancherorts meinte, er sei nicht mehr der alte Goebel. Daß die heutige Plattenindustrie nicht zu sentimentaler Dankbarkeit neigt, überrascht einen leider auch nicht. Ich bin jedenfalls Goebel für viel hochinteressantes Gehörte und auch für einige Provokationen sehr zu Dank verpflichtet.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.05.2006, 12:17): Wieder Samstag, wieder "Building a Library" auf BBC Radio 3, heute mit Beethovens Tripelkonzert:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
BEETHOVEN Triple Concerto in C, Op.56
Reviewer: Hilary Finch
First Choice: c/w BEETHOVEN Piano Concerto No.3 in C minor, Op.37: Urban Svensson (violin), Mats Rondin (cello), Boris Berezovsky (piano), Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard (conductor) SIMAX PSC1183 (CD)
Mid-Price Choice: c/w BRAHMS Double Concerto in A minor, Op.102: David Oistrakh (violin), Mstislav Rostropovich (cello), Sviatoslav Richter (piano), Berliner Philharmoniker, Herbert von Karajan (conductor) EMI CLASSICS 5669022 (CD, mid-price)
Budget Choice: c/w BEETHOVEN Symphony No.7 in A, Op.92: Gordan Nikolitch (violin), Tim Hugh (cello), Lars Vogt (piano), London Symphony Orchestra, Bernard Haitink (conductor) LSO LIVE LSO0078 (CD, budget)
In next week's Building a Library, Graeme Kay compares the available recordings of Durufle's complete organ music.
Daß als Mid-Price-Choice Oistrakh/Rostropovich/Richter/Karajan (EMI) auftaucht, ist nicht weiter überraschend, obwohl wenigstens einer der Beteiligten (Richter) kreuzunglücklich über die Aufnahme war. Vor allem gab es wohl unterschiedliche Auffassungen über anzuschlagende Tempi. Und auf den PR-Aufnahmen mußten die Solisten (nicht Karajan) wie Idioten grinsen, was Richter auch nicht mochte. Dafür kann man Verständnis haben.
Obwohl die BBC erst einmal dankenswerterweise das Tripelkonzert "erledigt" hat, bleibt noch der angekündigte Thread zum Violinkonzert fertigzustellen ...
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.05.2006, 12:27): Original von Rachmaninov Original von Zelenka BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
BEETHOVEN Triple Concerto in C, Op.56
Reviewer: Hilary Finch
First Choice: c/w BEETHOVEN Piano Concerto No.3 in C minor, Op.37: Urban Svensson (violin), Mats Rondin (cello), Boris Berezovsky (piano), Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard (conductor) SIMAX PSC1183 (CD)
Es freut mich zu lesen, daß nicht immer, fast wie vor programiert, imemr wieder die Legenden die #1 Position erreichen!
Daß als Mid-Price-Choice Oistrakh/Rostropovich/Richter/Karajan (EMI) auftaucht, ist nicht weiter überraschend, obwohl wenigstens einer der Beteiligten (Richter) kreuzunglücklich über die Aufnahme war. Vor allem gab es wohl unterschiedliche Auffassungen über anzuschlagende Tempi.
Allerdings ist der Klavierpart in diesem Konzert eh nicht so schwierig und Richter war wohl auch deshalb bei den Tempi's nicht so glücklich :cool
Sicher erfreulich, daß auch mal Platten von kleineren Firmen zum Zuge kommen. Leider habe ich der erste Wahl nicht, was sich vielleicht auch ändern sollte.
Mid-Price-Choice: "Slava" Rostropovich wollte wohl vor allem und vor allen scheinen. Und den hat Richter ja irgendwann richtig "quergefressen".
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.05.2006, 12:31): Und weitere totsichere oder auch weniger totsichere Empfehlungen, diesmal aus dem heutigen "Daily Telegraph" ("The Classic Collection"):
Zelenka (21.05.2006, 08:19): Gestern war Samstag und wieder "Building a Library" auf BBC Radio 3. Hier Empfehlungen für die zahlreichen Orgelfreunde unter uns:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
DURUFLE Complete Organ Works
Reviewer: Graeme Kay
First Choice, including chanted plainsong versets in Op.2: John Scott (organ of St Paul 's Cathedral) HYPERION CDA66368 (CD)
First Choice, without chanted plainsong versets in Op.2: Stefan Schmidt (organ of St. Peter's, Dusseldorf ) AEOLUS AE10211 (CD)
Mid-Price Choice: c/w VIERNE Trois Improvisations: David M. Patrick (organ of Coventry Cathedral) ASV CDDCA993 (CD, mid-price)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (21.05.2006, 08:28): Gestern die Empfehlung in der Classic Collection des Daily Telegraph für eine Aufnahme des Balletts Job von Ralph Vaughan Williams:
Zelenka (24.05.2006, 16:31): Zum Mozart-Jahr bring das französische Magazin Diapason eine Serie, die empfehlenswerte Aufnahmen der Werke des Meisters bespricht. Die erste Folge im Februarheft war der Kammermusik gewidmet. Die Empfehlungen sind in die Kategorien "unverzichtbar" und "zur Vertiefung" unterteilt. Für die die Mozart-Freunde im Forum (von denen es nicht sehr viele zu geben scheint) vielleicht eine Gelegenheit, die Bestände zu überprüfen. Besitzer nur der notorischen Brilliant-Box können hier sehen, was ihnen entgeht.
Beaux Arts Trio (1987) (Philips) (doch die digitale Version, die im Moment offenbar vergriffen ist, in der Zeitschrift ist die analoge Aufnahme abgebildet)
vielen Dank wieder einmal für die Mühe, die Du Dir mit diesem Nachrichten-Thread machst. Die o.g. Aufnahme würde mich interessieren, da ich mit der gleichen Formation bereits eine überragende Brahms/Dvorák-CD besitze. Kennt die Mozart-Aufnahmen jemand und kann das positive Urteil unterstützen?
Gruß, Cosima
Carola (24.05.2006, 17:20): Das ist sehr interessant, vielen Dank.
Die erwähnten Aufnahmen des Alban Berg Quartetts sind übrigens alle in der blauen EMI-Box mit drin, auch die mit dem Klavierquartett (mit Brendel) und der Kammermusikfassung des 12. Klavierkonzerts. 7 CD´s für 25 Euro.
Bei den Violinsonaten hätte aus meiner Sicht auf jeden Fall die Aufnahme mit Pires/Dumay erwähnt werden müssen, ebenfalls bei den Klaviertrios. Nun ja, da wird es wohl immer unterschiedliche Meinungen zu geben.
Was das Talich-Quartett angeht, so habe ich mir die Gesamtaufnahme der Streichquintette inzwischen bestellt - ich konnte Zelenkas Lobpreisungen einfach nicht widerstehen, obwohl ich doch eigentlich bis zum 1. Juni nichts bestellen wollte. :( Rechnung geht an Zelenka. :)
Mit Gruß von Carola
Zelenka (24.05.2006, 17:21): Original von Carola
Was das Talich-Quartett angeht, so habe ich mir die Gesamtaufnahme der Streichquintette inzwischen bestellt - ich konnte Zelenkas Lobpreisungen einfach nicht widerstehen, obwohl ich doch eigentlich bis zum 1. Juni nichts bestellen wollte. :( Rechnung geht an Zelenka. :)
Mit Gruß von Carola
Bin gerade unbekannt verzogen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (24.05.2006, 19:10): Original von Carola Das ist sehr interessant, vielen Dank.
Die erwähnten Aufnahmen des Alban Berg Quartetts sind übrigens alle in der blauen EMI-Box mit drin, auch die mit dem Klavierquartett (mit Brendel) und der Kammermusikfassung des 12. Klavierkonzerts. 7 CD´s für 25 Euro.
Die Alban-Berg-Aufnahmen der Streichquartette, die der Diapason empfiehlt sind die älteren (analogen), die bei Teldec erschienen sind. Das Magazin meint, sie seien den digitalen Remakes vorzuziehen. Ich kann dazu garnichts sagen, weil ich die neueren Aufnahmen nicht besitze. Ich habe die blaue Box von EMI schon mehrfach in der Hand gehabt, um sie zur Kasse zu tragen und mir dann ein eigenes Urteil zu bilden. Bislang bin ich mit der Box dann doch noch nicht an der Kasse angekommen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.05.2006, 12:46): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
SCHUMANN Liederkreis Op.24
Reviewer: Richard Wigmore
First Choice: c/w C. SCHUMANN Lieder; BRAHMS Deutsche Volkslieder: Werner Gura (tenor), Christoph Berner (piano Friedrich Ehrbar 1877-78) (rec.2003) HARMONIA MUNDI HMC901842 (CD)
Alternative Choice (baritone): c/w other songs by SCHUMANN: Christopher Maltman (baritone), Graham Johnson (piano) - disc also features Mark Padmore (tenor) and Jonathan Lemalu (baritone) (rec.2002) HYPERION CDJ33108 (CD)
Ich würde andere, schnellere Aufnahmen (Goebel, Koopman) vorziehen.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 15:08): Original von Zelenka
Die Alban-Berg-Aufnahmen der Streichquartette, die der Diapason empfiehlt sind die älteren (analogen), die bei Teldec erschienen sind. Das Magazin meint, sie seien den digitalen Remakes vorzuziehen.
Ich teile diese Einschätzung! Das Geld ist da woanders besser investiert!
(Das Gleiche gilt übrigens mE auch für den Brahms, den es bei teldec und bei der EMI gab / gibt.)
Zelenka (29.05.2006, 15:12): Original von ab Original von Zelenka
Die Alban-Berg-Aufnahmen der Streichquartette, die der Diapason empfiehlt sind die älteren (analogen), die bei Teldec erschienen sind. Das Magazin meint, sie seien den digitalen Remakes vorzuziehen.
Ich teile diese Einschätzung! Das Geld ist da woanders besser investiert!
(Das Gleiche gilt übrigens mE auch für den Brahms, den es bei teldec und bei der EMI gab / gibt.)
Danke für den Hinweis! Ich werde die neueren Aufnahmen dann garnicht mehr ausprobieren.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 15:16): Original von Zelenka Am letzten Samstag die Empfehlung für eine Aufnahme von Bachs Orchestersuiten:
Ich würde andere, schnellere Aufnahmen (Goebel) vorziehen.
Ich würde gerne eine Mischbox haben: die Brandenburgischen von Pinnock und die Orchestersuiten von Goebel, das scheint mir die Refernez (zumindest bei Archiv/DG) zu sei!
Sehr empfohen wurde mir übrigens jüngst von einem Pinnock-Brandenburgischen-Fan die Neuaufnahme von Alessandrini!
ab (29.05.2006, 15:32): Original von Zelenka [Danke für den Hinweis! Ich werde die neueren Aufnahmen dann garnicht mehr ausprobieren.
Ein gefährliches Unterfangen, sich auf den Geschmack von anderen so zu verlassen. ;-)
Mich hätte mehr Dein eigenes Urteil interessiert! Womöglich gefiele Dir die spätere Aufnahme bei der EMI viel besser. Beide sind technisch überigens ausgezeichnet: Niemand spielt so wie aus einem Guss wie das Alban Berg Quartett! In technischer Präzission lassen sie die berühmtesten Mitstreiter oft alt aussehen!
(Ich würde, übrigens, auch nicht zur älteren Aufnahme greifen.)
Vergleiche lieber folgende Einspielungen: Amadeus Quartett (DG), Talich Quartet (Caliope) und Hagen Quartett (DG, extrem - aus sehr unterschiedlicher Zeit)! Eventuell auch Quartetto Italiano (Philips), die von vielen geliebt wird, und bei alten Instrumentarium das Quatuour Mosaique (Astree, das Studio - nicht im Konzert) immer eine Empfehlung wert ist.
Zelenka (29.05.2006, 15:48): Original von ab Original von Zelenka [Danke für den Hinweis! Ich werde die neueren Aufnahmen dann garnicht mehr ausprobieren.
Ein gefährliches Unterfangen, sich auf den Geschmack von anderen so zu verlassen. ;-)
Mich hätte mehr Dein eigenes Urteil interessiert! Womöglich gefiele Dir die spätere Aufnahme bei der EMI viel besser. Beide sind technisch überigens ausgezeichnet: Niemand spielt so wie aus einem Guss wie das Alban Berg Quartett! In technischer Präzission lassen sie die berühmtesten Mitstreiter oft alt aussehen!
(Ich würde, übrigens, auch nicht zur älteren Aufnahme greifen.)
Vergleiche lieber folgende Einspielungen: Amadeus Quartett (DG), Talich Quartet (Caliope) und Hagen Quartett (DG, extrem - aus sehr unterschiedlicher Zeit)! Eventuell auch Quartetto Italiano (Philips), die von vielen geliebt wird, und bei alten Instrumentarium das Quatuour Mosaique (Astree, das Studio - nicht im Konzert) immer eine Empfehlung wert ist.
Lieber ab:
Du hast natürlich völlig recht, und ich wollte auch mein eigenes Urteil im Falle ABQ bilden. Die communis opinio scheint ja zu sein, daß die älteren Aufnahmen die besseren seien, und da stellt sich eben das Zeitproblem ... Beim besten Willen kann man nicht alle eigenen Vorurteile ausrotten. (Im Moment will ich Thielemann z.B. wieder eine Chance geben und habe zwei neuere CDs erstanden.) Das Quartetto Italiano und das Quattuor Mosaiques besitze ich und mag beide auf ihre Art. Mit dem Hagen-Quartett, das Du ja anderswo im Forum vorgestellt hast, müßte ich mich auch eingehender beschäftigen. Bislang kenne ich nur ihren Schumann, der mir gefällt, und Beethoven-Petitessen für Quartett, die sie für die Beethoven-Jübliläumsbox der DG eingespielt haben. Vor allem würde ich gern das Talich-Quartett hören und habe die Anschaffung der Box auch irgendwann demnächst vor. Wenn ich bloß mehr Zeit hätte ... Im Falle des Amadeus-Quartetts bin ich etwas skeptisch, die Formation ist mir immer ein wenig teutonisch behäbig vorgekommen.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 15:54): Original von Zelenka Im Falle des Amadeus-Quartetts bin ich etwas skeptisch, die Formation ist mir immer ein wenig teutonisch behäbig vorgekommen.
Nicht so bei Mozart!
(Übrigens kam das Amadeus Quartett aus England, wohin die Wiener aus bekannten Gründen flüchten mussten...)
Zelenka (29.05.2006, 16:32): Original von ab Original von Zelenka Im Falle des Amadeus-Quartetts bin ich etwas skeptisch, die Formation ist mir immer ein wenig teutonisch behäbig vorgekommen.
Nicht so bei Mozart!
(Übrigens kam das Amadeus Quartett aus England, wohin die Wiener aus bekannten Gründen flüchten mussten...)
Ja, sicher! Svjatoslav Richter hat diese Tatsache nicht abgehalten, vor mir eine ähnliche Unverschämtheit zu äußern.
Gruß,
Zelenka
ab (29.05.2006, 16:42): Original von Zelenka Svjatoslav Richter hat diese Tatsache nicht abgehalten, vor mir eine ähnliche Unverschämtheit zu äußern.
Sorry, ich stehe auf der Leitung und verstehe nicht, was Du damit zum Ausdruck bringen möchtest...
Zelenka (29.05.2006, 16:50): Original von ab Original von Zelenka Svjatoslav Richter hat diese Tatsache nicht abgehalten, vor mir eine ähnliche Unverschämtheit zu äußern.
Sorry, ich stehe auf der Leitung und verstehe nicht, was Du damit zum Ausdruck bringen möchtest...
Tut mir leid! Richter hat das Amadeus-Quartett, das bei seinem Festival in Frankreich aufgetreten ist, ähnlich charakterisiert. Will damit nur sagen, daß meine Einschätzung des Amadeus-Quartetts nicht ganz einzigartig ist.
Gruß,
Zelenka
ab (30.05.2006, 09:29): Original von Zelenka Richter hat das Amadeus-Quartett, das bei seinem Festival in Frankreich aufgetreten ist, ähnlich charakterisiert. Will damit nur sagen, daß meine Einschätzung des Amadeus-Quartetts nicht ganz einzigartig ist.
Ich denke, dem könnte man in gewisser Hinsicht (zB beim späten Beethoven) vielleicht etwas abgewinnen. Ich denke aber, bei der Spielfreude bei Mozart trifft dies nicht zu.
Zelenka (30.05.2006, 12:31): Original von ab Original von Zelenka Richter hat das Amadeus-Quartett, das bei seinem Festival in Frankreich aufgetreten ist, ähnlich charakterisiert. Will damit nur sagen, daß meine Einschätzung des Amadeus-Quartetts nicht ganz einzigartig ist.
Ich denke, dem könnte man in gewisser Hinsicht (zB beim späten Beethoven) vielleicht etwas abgewinnen. Ich denke aber, bei der Spielfreude bei Mozart trifft dies nicht zu.
Lieber ab:
Werde mich (ohne Eile) auch um das Amadeus-Quartett bemühen. Einigen Beethoven von ihnen habe ich weiland entsorgt.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (30.05.2006, 20:26): Die goldenen Stimmgabeln im Juni-Diapason:
Prinzessin Gamaheh? E.T.A.? Jedenfalls ein herzliches Willkommen im Forum! Das Willkommen fällt meinerseits umso herzlicher aus, als ich vielleicht doch darauf hoffen kann, in meiner Rolle als Auslandskorrespondent entlastet zu werden. Würde eigentlich gern öfter wieder einmal Musik hören :D.
Ja, ich habe sie gehört, die Reith Lectures auf BBC Radio 4. Die Vorfreude war relativ groß, die Wirklichkeit konnte wie so oft nicht mithalten. Die Vorträge waren keine, stattdessen gab es Frage- und Antwortspiele. Und das Ganze war dann doch einigermaßen voll von Platitüden. In der englischen Presse gab es dementsprechend einige saftige Verrisse.
Beste Grüße,
Zelenka
Zelenka (02.06.2006, 15:50): Die zweite Folge der Mozartempfehlungen aus dem Diapason widmet sich den Serenaden, Divertimenti, Tänzen und Märschen. Dies sind die Tips aus dem Märzheft:
Carola (02.06.2006, 17:03): Die oben genannten Aufnahmen mit Sandor Vegh, Camerata Academica des Mozarteums Salzburg gibt es in einer Box sehr preisgünstig bei 2001. Knapp 17 Euro für die 10 CD´s, wenn ich mich richtig erinnnere.
Ich höre die Serenaden und Divertimenti immer wieder gerne. Die ebenfalls aufgenommenen Märsche und Tänze dafür allerdings weniger.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (02.06.2006, 17:27): Original von Carola Die oben genannten Aufnahmen mit Sandor Vegh, Camerata Academica des Mozarteums Salzburg gibt es in einer Box sehr preisgünstig bei 2001. Knapp 17 Euro für die 10 CD´s, wenn ich mich richtig erinnnere.
Ich höre die Serenaden und Divertimenti immer wieder gerne. Die ebenfalls aufgenommenen Märsche und Tänze dafür allerdings weniger.
Mit Gruß von Carola
Die Box scheint es im Moment nicht mehr bei 2001 zu geben. Amazon nimmt EUR 22.99 für die 10 CDs. Was wohl Saturn nimmt?
Gruß,
Zelenka
Carola (02.06.2006, 18:13): Original von Zelenka
... Was wohl Saturn nimmt?
Gruß,
Zelenka
Höchste Zeit, das herauszufinden! Nichts wie hin!!! :D
meint Carola
aber meistens ist Saturn in etwa bei den Amazon-Preisen.
P.S. Hast Du zufällig ebenfalls einen DSL-Anschluss bei NetCologne, Zelenka? Es gibt Probleme.
Zelenka (02.06.2006, 18:31): Original von Carola
P.S. Hast Du zufällig ebenfalls einen DSL-Anschluss bei NetCologne, Zelenka? Es gibt Probleme.
Nein, T-Com (ex-Post). Was ist denn das Problem? Du kommst doch offenbei rein ins Netz?
Gruß,
Zelenka
Carola (02.06.2006, 18:44): Original von Zelenka
Was ist denn das Problem? Du kommst doch offenbei rein ins Netz?
Gruß,
Zelenka
Ja, aber nicht immer. Ab und zu wird bei der Einwahl behauptet, ich hätte das falsche Passwort angegeben (das ja immer gleich und gespeichert ist, ich gebe das schließlich nicht jedesmal neu ein). Wenn ich den PC dann ausstelle und neu hochfahre, geht´s wieder.
Immer online bleiben geht trotz Flatrate auch nicht, da macht die alterschwache Lüftung von meinem Laptop nicht mit. Der braucht zur Erholung zwischendurch den Stand-by-Modus.
Ich telefoniere nachher aber noch mit einem computerkundigen Freund - dann sehen wir weiter. Hotline ist mir zu teuer.
Soweit völlig am Thema des Fadens vorbei
Carola
Zelenka (02.06.2006, 18:47): Merkwürdiges Problem ... Ich hoffe, Dir kann am Telefon geholfen werden, ich habe keine Lösung parat.
Hilflos,
Zelenka
Zelenka (03.06.2006, 11:35): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
SCHUBERT Piano Sonata in A, D959:
Reviewer: Iain Burnside
First Choice: c/w Sonata in C minor, D958; Sonata in B flat, D960; Three Piano Pieces, D946: Alfred Brendel (piano) (rec.1971) PHILIPS 4387032 (2-CD, mid-price)
Die Sendung ist wie immer noch eine Woche lang im Internet zu hören (http://www.bbc.co.uk/radio3/cdreview/pip/70jog/). Ein Hinweis für diejenigen, die es genau wissen wollen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (03.06.2006, 12:17): Heute im Daily Telegraph ein Vorschlag für eine Aufnahme von Mahler 2:
Nein, die Tatsache, daß Dir die Reith-Lectures gefallen haben, macht Dich nicht zu einem Ignoramus! Ich bin ein wenig zu forsch gewesen. Und ich leide auch an einem Verfolgungswahn: Ich wittere überall dumbing down. Ich mag es nicht, wenn ich als ein Teil des Publikums unterschätzt werde. Ich tue den Verantwortlichen von Radio 4 sicher Unrecht. Sie meinen eben, daß der Frontalunterricht der alten Lectures ein überholtes Konzept sei. Mich hätte es nicht gestört, wenn Barenboim allein geblieben wäre. Reith sebst dreht sich vielleicht jetzt noch in seinem Grab. Und andererseits muß man dankbar sein, daß die klassische Musik diese Chance bei Radio 4 eingeräumt bekommen hat. Der BBC müssen wir überhaupt auch sonst als Non-Licence-Payers für einige schöne Dinge sehr danken, die bislang noch nichts kosten. Möge es so bleiben!
My humble apologies,
Zelenka
Zelenka (08.06.2006, 17:48): Im Maiheft des Diapason gab es Empfehlungen für Mozarts Konzerte:
Zelenka (08.06.2006, 18:17): Original von Rachmaninov @Zelenka,
ich hoffe Du weißt was Du mit Deinen Beiträge anstellst :haha
Das weckt Kauflust :I
:D Ich hoffe, das bleibt unter uns: Ich bin ein Maulwurf der Plattenindustrie!
Gruß,
Zelenka
Zelenka (08.06.2006, 18:51): Vielleicht peinlich (jahrelang falsch gesammelt), aber von den Mozart-Konzertempfehlungen besitze ich nur die beiden CDs von Staier und die Hornkonzerte mit Brain (letztere in audiophiler Hinsicht eher waffenscheinpflichtig). Am meisten reizt mich die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Zacharias.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (08.06.2006, 19:03): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Am meisten reizt mich die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Zacharias.
Okay, dann haben wir immerhin das gleiche Problem :beer
Der Caiman wird wohl bald wieder zuschnappen ... :D
:beer,
J.D.Z.
Carola (08.06.2006, 19:47): Was heißt hier "falsch gesammelt"? Eine Zeitschrift, die Andreas Staier/Concerto Köln bei den Klavierkonzerten für unverzichtbar hält, trifft meinen Geschmack ganz sicher nicht.
Und die wunderbare Aufnahme mit Kempff/Bamberger Symphoniker vom 23. und 24. Klavierkonzert wird erst gar nicht erwähnt.
Da bleibe ich doch lieber bei den Aufnahmen, die mir gefallen.
findet Carola
Zelenka (08.06.2006, 20:06): Original von Carola Was heißt hier "falsch gesammelt"? Eine Zeitschrift, die Andreas Staier/Concerto Köln bei den Klavierkonzerten für unverzichtbar hält, trifft meinen Geschmack ganz sicher nicht.
Und die wunderbare Aufnahme mit Kempff/Bamberger Symphoniker vom 23. und 24. Klavierkonzert wird erst gar nicht erwähnt.
Da bleibe ich doch lieber bei den Aufnahmen, die mir gefallen.
findet Carola
Liebe Carola:
Das mit dem falschen Sammeln war meinerseits natürlich überhaupt nicht ernst gemeint. Ich schätze wie Du Kempffs Mozart-Aufnahmen sehr (und mag allerdings auch Staier, was möglicherweise einen recht weiten Spagat bedeutet). Andererseits ist es vielleicht auch nicht schlecht zu sehen, was andere schätzen. Die Empfehlungen des Diapason sind für mich sicher nicht verbindlich. O nein! Aber vielleicht geben sie doch die eine oder andere Anregung und auch Anlaß zur Auseinandersetzung - wie jetzt hier geschehen.
Völlig undogmatisch,
Zelenka
Carola (08.06.2006, 20:28): Lieber Zelenka,
in Ordnung, auf der - undogmatischen - Basis können wir uns einigen. :)
Was die Mozart-Klavierkonzerte mit Zacharias angeht, ich habe eine Aufnahme mit dem 20. und 21. Konzert von ihm, die wirklich sehr schön ist.
Ich sehe gerade, über Amazon Marketplace gibt es die Gesamtaufnahme ja sehr günstig (Caiman). seltsam nur, dass auf dem Cover gar nicht steht, mit welchem Orchester die Einspielung ist.
ebenfalls als Gesamtaufnahme angegeben, 10 CD´s enthält (und über 70 Euro kostet).
Verstehe ich nicht
sagt Carola
Carola (08.06.2006, 22:43): Original von Rachmaninov
Wahrscheinlich ist die zweite die Originalausgabe, bei der man nicht Konzerte nicht "zerstückelt" hat und sie dadurch auf 10 statt 8 CD's zu packen ?(
Die Gesamtaufnahme mit Barenboim/Berliner Philharmoniker hat neun CDs. Und da sind die Konzerte nicht "zerstückelt". Aber acht?
Vielleicht sollten wir Zelenka als Testkäufer vorschicken. :D
meint Carola
Carola (08.06.2006, 23:33): Original von Jeff Klein Hallo!
Mozart hat doch 27 Konzerte geschrieben?Auf dem Cover steht jedoch "21 concertos pour piano"!?Also ist es keine Gesamtaufnahme ?(!Ausserdem gibt Amazon an dass die Barenboim Aufnahme 10 CDs enthält.Also würden die 2 fehlenden CDs den 6 "fehlenden" Konzerten entsprechen ?(!
Gruss, Jeff
Hallo Jeff,
Bei der Aufnahme mit Barenboim ist die zehnte CD eine Bonus-DVD (Video), auf der die Konzerte für zwei und 3 Klaviere, KV 242 und KV 365 aufgezeichnet sind.
Mozart hat 23 selbstständige Klavierkonzerte geschrieben (21 für ein Klavier, eines für zwei und eines für drei Klaviere). Dazu kommen noch Berarbeitungen nach Klaviersonaten anderer Komponisten.
sagt Harenberg, Konzertführer, S. 572
Mit Gruß von Carola
Carola (09.06.2006, 00:05): Original von Jeff Klein [q
Hallo Carola,
ich kenne leider nur einen geringen Teil der Konzerte, deshalb auch mein Interesse an einer Gesamteinspielung.Bei wikipedia habe ich jedoch von 27 Konzerten gelesen, das wird dann die Werke für mehrere Klaviere und die Bearbeitungen enthalten!Vielleicht enthält die eine Box zusätzlich noch Bearbeitungen oder die Werke für mehrere Klaviere?Weder bei amazon noch bei jpc finde ich Angaben dazu... ?(
Gruss, Jeff
Hallo Jeff,
vermutlich kommt die Zahl 27 in der Tat daher, dass die beiden Konzerte für zwei und drei Klaviere und weitere Bearbeitungen dazugezählt werden.
Ich habe gerade nochmal nachgesehen im Booklet: Die Barenboim/Berliner Philharmoniker - Aufnahme enthält auf neun CDs 21 Klaiverkonzerte plus das Rondo KV 382 (in einer Länge von 10.31 Minuten).
Ein Teil der CDs liegt bei 60 bis 65 Minunten. Wenn man auf jede CD 80 Minuten Spieldauer bringt, passen die 21 Konzerte also vermutlich wirklich auf nur acht CDs. Die Frage ist eben, ob es auch ohne Stückeln möglich ist.
Gute Nacht!
wünscht Carola
ab (09.06.2006, 12:15): Original von Ganong hätte Bolet nicht das für ihn sensationelle recital i der Carnegie Hall gehabt ( mit den Prérludes von Chopin und "An der schönen blauen Donau" im Vergleich zu der überragenden Aufnahme mit Josef Lhévinne ) , so müsst eman auch bei Bolet sagen .
Lieber Frank,
kennst Du die kurze Liszt Paraphrases -Aufnahme von Bolet bei Ensayo? Wesentlich besser und farbiger (geradezu erstaunlich!) wie das Zeug bei der DECCA! Wenn etwas in die Serie der Great Piansist von ihm aufgenommen gehört hätte, dann wohl eher davon.
Zelenka (10.06.2006, 12:28): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
First Choice: c/w SCHNITTKE Concerto for Piano Four Hands & Chamber Orchestra*: Viktoria Postnikova (piano), Irina Schnittke (piano)*, London S info nietta, Gennadi Rozhdestvensky (conductor) APEX 0927498112 (CD, budget)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (10.06.2006, 12:35): Die Empfehlung im Daily Telegraph heute für Rachmaninovs Cellosonate:
Ich besitze leider nur eine Aufnahme mit Slava Rostropovich.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (11.06.2006, 09:08): Original von AcomA lieber Jan Dismas,
ich bin ein großer rachmaninov-anhänger, habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ?
gruß, siamak :)
Lieber Siamak:
Ich beneide Dich natürlich um Deine Isserlis/Hough-Version! Die beiden werden sicher das herausholen, was herauszuholen ist. Stark finde ich die Cello-Sonate auch nicht, und sie ist einfach zu lang. Das Cello wird auch ein bißchen stiefmütterlich behandelt ... :S Aber ich habe ohnehin erhebliche Schwierigkeiten mit Rachmaninov dem Komponisten. Mit der Vokabel "vordergründig" würde ich auch seine Klavierkonzerte belegen :ignore.
Gruß,
Zelenka
Cosima (11.06.2006, 09:15): Original von Zelenka Mit der Vokabel "vordergründig" würde ich auch seine Klavierkonzerte belegen
Lieber Zelenka,
um diese Aussage zu verstehen, eine Frage: Welches Klavierkonzert wäre dann in Deinem Sinne als besonders "hintergründig" einzuordnen?
Gruß, Cosima
Zelenka (11.06.2006, 10:01): Original von Cosima Original von Zelenka Mit der Vokabel "vordergründig" würde ich auch seine Klavierkonzerte belegen
Lieber Zelenka,
um diese Aussage zu verstehen, eine Frage: Welches Klavierkonzert wäre dann in Deinem Sinne als besonders "hintergründig" einzuordnen?
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Brahmsens Klavierkonzerte würde ich z.B. nicht als vordergründig bezeichnen wollen.
Gruß,
Zelenka
Carola (14.06.2006, 13:46): In der aktuellen Online-Ausgabe der Welt ist ein Interview über die "Einsamkeit des Dirigenten" mit Riccardo Muti zu lesen. Überschrift: Karajan war besser als ich.
"http://www.welt.de/data/2006/06/14/914213.html"
Ich hoffe, der Link ist so ok mit den hinzugefügten Anführungsstrichen.
Es grüßt Euch Carola
Zelenka (17.06.2006, 13:29): BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATIONS:
BARBER Symphony No.1, Op.9 and Symphony No.2, Op.19
Reviewer: Alyn Shipton
First Choice (Symphony No.1): c/w BARBER Adagio for Strings, Op.11; Overture to 'The School for Scandal', Op.5; First Essay for Orchestra, Op.12; Music for a Scene from Shelley, Op.7; Second Essay for Orchestra, Op.17: Baltimore Symphony Orchestra, David Zinman (conductor) ARGO 4362882 (CD)
Budget Choice (Symphony No.1): Saint Louis Symphony Orchestra, Leonard Slatkin (conductor) c/w BARBER Adagio for Strings, Op.11*; Meditation de Medee*; Danse de la Vengeance*; Piano Concerto; Violin Concerto; Capricorn Concerto; Cello Concerto; Souvenirs (for piano four hands)+: John Browning (piano), Kyoto Takezawa (violin), Steven Isserlis (cello), Boston Symphony Orchestra*, Charles Munch (conductor)*, Saint Louis Symphony Orchestra, Leonard Slatkin (conductor/piano+) RCA 74321987042 (2-CD, budget)
First Choice (Symphony No.2): c/w BARBER Symphony No.1, Op.9; Overture to 'The School of Scandal ', Op.5; Adagio for Strings, Op.11: Detroit Symphony Orchestra, Neeme Jarvi (conductor) CHANDOS CHAN9684 (CD) also available on CHAN9169 (c/w Adagio for Strings, Op.11; BRISTOW Symphony in F sharp minor, Op.26)
First Choice (both Symphonies): Detroit Symphony Orchestra, Neeme Jarvi (conductor) - as above
Budget Choice (both Symphonies): c/w Overture to 'The School of Scandal ', Op.5; First Essay for Orchestra, Op.12: Royal Scottish National Orchestra, Marin Alsop (conductor) NAXOS 8.559024 (CD, budget)
Die beiden Empfehlungen für No. 1 besitze ich sogar.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (17.06.2006, 14:12): Heute wird im Daily Telegraph diese Aufnahme von Mozarts Streichquartetten KV 464 und 465 "Dissonanzen-Quartett" empfohlen:
Zelenka (24.06.2006, 11:55): Heute allgemeine Empfehlungen zur Musik Lullys:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATIONS:
Recordings of music by LULLY
Reviewer: Graham Sadler
LULLY Grands Motets Vol.1 - Te Deum; Miserere; Plaude laetare Gallia : Le Concert Spirituel, Herve Niquet (conductor) NAXOS 8.554397 (CD, budget)
LULLY Petits Motets - Omnes gentes; Regina Coeli; O sapientia; Laudate pueri; Salver Regina; Exaudi Deus; Anima Christi; Ave coeli; Dixit Dominus; O dulcissime; Domine salvum regem: Les Arts Florissants, William Christie (conductor) MUSIQUE D'ABORD HMA 1951274 (CD, budget)
LULLY 'Ballet Music for the Sun King' - Le Bourgeois Gentilhomme; Ballet d'Alcidiane et polexandre; Bellet de Xerxes; L'Amour Malade; Ballet du Temps; Ballet des Plaisirs: Aradia Baroque Ensemble, Kevin Mallon (conductor) NAXOS 8.554003 (CD, budget)
LULLY Le Bourgeois Gentilhomme; Les Nopces de Village; Cadmus et Hermione; PHILIDOR Le Mariage de la Grosse Cathos: London Oboe Band, Marie-Ange Petit (baroque percussion), Paul Goodwin (conductor) HARMONIA MUNDI HMU907122 (CD)
LULLY Atys: Guy de Mey (Atys), Guillemette Laurens (Cybele), Agnes Mellon (Sangaride), Jean-Francois Gardeil (Celenus), Les Arts Florissants, William Christie (conductor) HARMONIA MUNDI HMC901257.59 (3-CD)
LULLY Les Divertissements de Versailles - selections from the operas and ballets, including Isis; Armide; Psyche; Georges Dandin; Les Plaisirs de l'Ile Enchantee; Ballet des Muses; Roland: Les Arts Florissants, William Christie (conductor) ERATO 0927-44655-2 (CD)
LULLY Phaeton: Howard Crook (Phaeton), Rachel Yakar (Clymene), Jennifer Smith (Theone), Veronique Gens (Libye), Gerard Theruel (Epaphus), Ensemble Vocal Sagittarius, Les Musiciens de Louvre, Marc Minkowski (conductor) APEX 2564621842 (2-CD, budget)
LULLY Persee: Paul Agnew (Persee), Anna Maria Panzarella (Andromede), Salome Haller (Merope), Jerome Correas (Phinee), Maitrise du Centre de Musique Bbaroque de Versailles "Les Chantres de la Chapelle", Les Talens Lyrique, Christophe Rousset (conductor) NAIVE E8874 (3-CD, mid-price)
LULLY Armide: Guillemette Laurens (Armide), Howard Crook (Renaud), Veronique Gens (La Gloire, Phenice, Melisse, Une Bergere), Noemi Rime (La Sagesse, Sidonie, Lucinde, Une Naiade), Bernard Deletre (Hidraot, Ubalde), Gilles Ragon (Le Chevalier Danois, Un Amant Fortune), Chorus and Orchestra of Collegium Vocale and Chapelle Royale, Philippe Herreweghe (conductor) HARMONIA MUNDI HMC901456.57 (2-CD)
LULLY Roland: Nicolas Teste (Roland), Anna-Maria Panzarella (Angelique), Olivier Dumait (Medor), Monique Zanetti (Temire, Belise), Robert Getchell (Astolfe), Salome Haller (Logistille), Les Talens Lyriques, Christophe Rousset (conductor) AMBROISIE AMB 9949 (3-CD)
Next week's Building a Library features SCHUMANN's Carnaval]
Zelenka (24.06.2006, 12:01): Heute eine Empfehlung für eine Spitzenaufnahme von Borodins Streichquartetten Nos. 1 und 2:
Vittorio Ghielmi, Il Suonar Parlante, Reijseger (Winter & Winter)
Ohne Abbildung: Robert Casadesus, Klavierwerke, Bouvery (Opus Millésime)
Sammlerecke
Ohne Abbildungen: vols. V, VII, IX und XI der Yudina-Edition bei Vista Vera
Wiederveröffentlichungen
Ohne Abbildungen: Gerhard, The Plague (Explorer), Xenakis, Synaphai, Aroura, Antikhton … (Explorer), Rachmaninov, Symphonie No. 2, 3 russische Volkslieder, Der Fels, Golovanov (Boheme) Gruß,
Zelenka
Zelenka (01.07.2006, 12:46): Die Empfehlungen in "Building a Library" (BBC Radio 3) für Schumanns Carnaval (schon im Forum in einem eigenen Faden behandelt):
Das verwundert mich doch sehr! Hamelin mit Schumann als "top Empfehlung" ?(
Das wundert mich auch ungemein. Die Begründung für die überraschende Wahl ist noch eine Woche auf der Website von BBC Radio 3 zu hören: http://www.bbc.co.uk/radio3/cdreview/pip/hsuoz/ ("Building a Library" läuft eine halbe Stunde nach Beginn von CD Review, zweimal auf den Button "> 15 min" klicken und man ist angekommen).
Ich habe das Programm noch nicht gehört, ich muß auch manchmal an die frische Luft ...
Gruß,
Zelenka
Zelenka (01.07.2006, 17:46): Ich habe mir die Carnaval-Folge von "Building a Library" jetzt angehört. In die engste Wahl kamen Uchida (Philips, vergriffen, für die Aufnahme werden Phantasiepreise verlangt z.T.), Hamelin (Hyperion), Cortot (1928) und Rachmaninov (1929, RCA). Hamelin sei perfekt, nuanciert und sehr gut aufgenommen, Uchida fehle es doch etwas an Feuer am Ende. Cortot, sonst ausgezeichnet, scheidet wegen einiger falscher Noten gegen Rachmaninov aus. (Der Rachmaninov-Carnaval ist im Moment nur in einer 10-CD-Box (RCA) zu bekommen.) Schon vorher auf der Strecke, teils wegen schlechter Aufnahmequalität, blieben Solomon, Hess, Arrau (1939), bei den weniger alten Einspielungen Kempff ("tired", "arrived too late at the party"), Michelangeli (beste seiner Versionen bei Testament) ("coolness"), Kissin ("earnest") und Yundi Li ("unimaginitive"). Garnicht angespielt wurden u.a. Anda, Rubinstein und Freire ("too hard-edged"). Mit Ausschnitten vorgestellt wurden von den jüngeren Pianisten noch Freddy Kempf und Stefan Vladar ("frustrating interpretation").
Ich selbst würde Cortot und Rachmaninov Hamelin vorziehen ... Bei Hamelin scheint mir doch etwas zu fehlen. Spontaneität?
Gruß,
Zelenka
Zelenka (01.07.2006, 20:27): Original von nubar Hallo,
der Rachmaninov ist auch noch in einer anderen Aufmachung zu haben. Vor Jahren wurde bei BrilliantClassics eine Box mit großen Pianisten des 20.Jahrhunderts in teilweise historischen Aufnahmen herausgebracht. Darin ist auch der Carnaval enthalten. Nebenbei: Interessant sind auch die 2.Chopinsonate mit Cortot, die Chopinetüde 0p.25/6 mit Josef Lhevinne, das Schumannkonzert mit Lipatti und Karajan, eine Aufnahme der Schumann-Toccata mit Gilels, die Images I&II von Debussy mit ABM und die berühmte Prokofieff-Toccata mit Martha Argerich vom Busoni-Wettbewerb 1953, die sogar die Studioproduktion bei der DG schlägt.
Grüße nubar
Hallo nubar:
Danke für den Hinweis! Bleibt natürlich die Frage nach der Qualität des Brilliant-Transfers ... Die RCA-Box soll auch nicht optimal sein, u.a. fehlen wohl die Aufnahmedaten, die man schon gerne wissen würde.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (02.07.2006, 15:57): Aus dem dem Juli/August-Heft des Diapason die Empfehlungen für Aufnahmen von Mozarts Sakralmusik:
Zelenka (02.07.2006, 16:43): Original von Rachmaninov Nicht eine der empfohlenen Requiem Aufnahmen besitze ich ......
?(
Wenn es ein Trost sein sollte: Ich auch nicht. :D Bei der Großen Messe sieht es auch nur geringfügig besser bei mir aus.
Gruß,
Zelenka
Carola (02.07.2006, 17:46): Original von Zelenka Original von Rachmaninov Nicht eine der empfohlenen Requiem Aufnahmen besitze ich ......
?(
Wenn es ein Trost sein sollte: Ich auch nicht. :D Bei der Großen Messe sieht es auch nur geringfügig besser bei mir aus.
Gruß,
Zelenka
dito! :D
Ist schon erstaunlich, was andere alles so für unverzichtbar halten. Und dass bei der c-Moll-Messe Rilling empfohlen wird, Gardiner aber nicht, stimmt mich eher misstrauisch.
Immerhin, mit der Fricsay-Aufnahme bin ich einverstanden. Die ist unverzichtbar.
Mit Gruß von Carola
Zelenka (03.07.2006, 15:49): Leider mit einiger Verspätung, weil das Juli-Heft des Gramophone etwas spät bei mir angekommen ist, hier das Ergebnis eines vergleichenden Hörens von etwa 20 Aufnahmen von Schostakowitschs Achter. Der Rezensent scheut sich ein wenig, eine eindeutige Spitzenempfehlung zu geben, aber es wird doch sehr deutlich, welche Version er bevorzugt: Mravinsky, dem der Komponist die Achte gewidmet hat, mit dem Leningrader Philharmonischen Orchester in einer Londoner Live-Aufnahme von 1960:
Gergiev mit dem Kirov-O schneidet leider nicht gut ab ... :)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (08.07.2006, 11:58): Heute morgen im Daily Telegraph eine Empfehlung fuer eine Aufnahme von Smetanas "Mein Heimatland (Ma vlast)": das Boston Symphony Orchestra unter Kubelik (DG 2CD). Empfohlen werden auch Talich (1954, Supraphon), Wit (Naxos) und Colin Davis (LSO Live).
Gruss,
Zelenka
Zelenka (08.07.2006, 12:01): Heute morgen im "Guardian" eine neuaufgefundene Photographie von 1840, auf der die 78jaehrige Constanze Mozart abgebildet sein soll ....
Gruss,
Zelenka
Carola (12.07.2006, 20:05): ... ist zwar weder international noch zählt er zur Presse aber folgende Meldung finde ich dennoch mitteilenswert:
Die Neue Mozartausgabe wird digitalisiert und - mit allerlei Finessen versehen - via Internet jedem zugänglich gemacht.
Zelenka (17.07.2006, 07:58): Die Empfehlungen am 8. Juli für Aufnahmen von Brahms' vierter Symphonie:
BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATIONS:
BRAHMS Symphony No.4 in E minor, Op.98
Reviewer: Jonathan Swain
First Choice: Royal Philharmonic Orchestra, Fritz Reiner (conductor) (recorded 1962; c/w BEETHOVEN Egmont Overture*) Rene Leibowitz (conductor)* CHESKY CD006 (CD)
Die Philips-Doppel-CD, die ja nicht sehr viel kostet, sollte in keiner Sammlung fehlen. Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach der Einspielung von Roger Desormières, die Sviatoslav Richter so fasziniert hat ...
Gruss,
Zelenka
ab (18.07.2006, 22:14): Original von Zelenka Die Empfehlungen für Aufnahmen von Mozarts Arien und Liedern im Juni-Heft des Diapason:
Die Unverzichtbaren
wie kann man nur folgende von Elly Ameling vergessen haben???!!!
ab (18.07.2006, 22:19): Original von AcomA
ich bin ein großer rachmaninov-anhänger, habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ? :) Hallo siamak,
Ich finde, bei Isserlis kling alles sentimental: Sein Spiel ist für mich geradezu der Inbegriff des süsslichen Salonkitsches. Das dafür auf höchstem Niveau...
ab (18.07.2006, 22:25): Original von Zelenka Debussys "La mer": Ich selbst bin immer noch auf der Suche nach der Einspielung von Roger Desormières, die Sviatoslav Richter so fasziniert hat ...
die würde mich auch sehr interessieren! Mich hat als letztes sehr fasziniert (wie sonst nur noch in dieser Edition seine späte Bruckner 4):
Ganz ausgezeichnet und ganz zurecht höchst gerühmt (hier) aber dennoch für diesen Dirigenten etwas enttäuschend fand ich folgende:
denn Fournet ist einer meiner Lieblingsdirigenten französischer Musik!
Carola (21.07.2006, 09:34): In der FR-online gibt es ein Interview mit dem Dirigenten Hugh Wolff
Zelenka (22.07.2006, 13:55): Am heutigen Samstagmorgen im Daily Telegraph (London) eine Referenzaufnahme von de Fallas Naechten in spanischen Gaerten: Empfohlen wird Alicia de Larrochas digitale Version mit dem LPO unter Rafael Fruehbeck de Burgos (Decca Double Decca "The Essential Falla").
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9781481.jpg
Erwaehnt werden noch Thiollier (Naxos) (extrovertiert) und Orozco (Auvidis) (introvertiert).
Gruss,
Zelenka
ab (25.07.2006, 10:37): Original von Zelenka Am heutigen Samstagmorgen im Daily Telegraph (London) eine Referenzaufnahme von de Fallas Naechten in spanischen Gaerten: Empfohlen wird Alicia de Larrochas digitale Version mit dem LPO unter Rafael Fruehbeck de Burgos (Decca Double Decca "The Essential Falla").
die wird zurecht empfohlen; wiewohl ich ihre Analog-Aufnahme unter Ansermet fast noch lieber mag...
Zelenka (28.07.2006, 14:13): Derzeit gibt es übrigens keine neuen Empfehlungen von BBC "Building a Library": die übliche Sommerpause. Neues aus dem Diapason wird es auch nicht geben, das letzte Heft war für den Juli und den August zusammen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.07.2006, 12:37): Die Empfehlung des Daily Telegraph für eine Aufnahme von Händels Alexander's Feast:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1357215.jpg
Argenta, Partridge, George, The Sixteen, Christophers (Coro)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (29.07.2006, 14:51): Um das Sommerloch in diesem Faden ein wenig zu füllen, stelle ich hier die klassischen Superstars von morgen vor – zumindest diejenigen, die in der englischen Klassikzeitschrift Gramophone dafür gehalten werden. Die hoffnungsvollen Stars von heute, von denen eben noch mehr in Zukunft zu erwarten sein wird, werden jeweils knapp in der Zeitschrift vorgestellt (Name, Instrument, Alter, Wettbewerbe, Hörempfehlungen). Es folgt jeweils eine Laudatio von einem Prominenten.
Lisa Batiashvili (27) (Violine)
Alfred Brendel (!): "Among the young musicians I have listened to throughout my life, Lisa Batiashvili is one of the most spectacular. If there is a more accomplished violinist I still have to hear her (or him). (...)"
Alan Gilbert (39) (Dirigent) (Lob von Christoph von Dohnányi)
Carolyn Sampson (32) (Sopran)
Alison Balsam (27) (Trompete)
Nicholas Angelich (35) (Klavier)
Marta Argerich: "Nicholas is a very spezial case, quite fascinating, who also interests me as a person. A genuine and authentic voice in today's musical scene, he has a very wide range of musical and pianistic resources. Each time I listen to him I discover a different facet of his many-sided talent. His honesty is never synonymous with boredom. (...)"
Sarah Connolly (43) (Mezzo)
Han-Na Chang (23) (Cello) (Lob von Misha Maisky)
Joyce DiDonato (37) (Mezzo)
Gustavo Dudamel (25) (Dirigent) (Im Oktober bei DG mit Beethoven 5 und 7)
Elina Garanca (29) (Mezzo)
Philippe Jaroussky (28) (Kontratenor)
Vladimir Jurowski (34) (Dirigent) (Hörempfehlung: Schostakowitsch 1 und 6 (Pentatone))
Yevgeny Sudbin (26) (Klavier) (Dickes Lob von Stephen Hough)
Kate Royal (27) (Sopran)
Martin Fröst (25) (Klarinette) (Hörempfehlung: Brahms (BIS))
Ilan Volkov (29) (Dirigent)
Julia Fischer (23) (Violine) (Hörempfehlung: Bach (Pentatone))
Alban Gerhardt (37) (Cello) (Hörempfehlung: Schostakowitsch und Schnittke (Hyperion))
Jonathan Lemalu (30) (Bassbariton)
Ingrid Fliter (32) (Klavier) (Hörempfehlung: Beethoven, Chopin (VAI Audio)) (Lob von Zoltan Kocsis)
Grüße aus dem Sommerloch,
Zelenka
Zelenka (30.07.2006, 08:45): Hier ein Link zu einem Artikel von Norman Lebrecht über den polnischen Pianisten Piotr Anderszewski (ursprünglich erschienen im Londoner Evening Standard am 26.7.):
Anderszewski wird zum Herbst hin eine fünfmonatige Auszeit hauptsächlich in Laos nehmen ...
Im Artikel auch ein paar Spitzen über bekanntere Kollegen von Anderszewski:
There is Lang Lang, the Chinese wizard who can play anything except pianissimo :D; Evgeny Kissin, the Russian speed king with an emotional bypass :D; Helene Grimaud, the French save-the-wolf campaigner; and Yundi Li, the one in the Nike ad.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.08.2006, 07:49): Gestern im Daily Telegraph zur Anschaffung empfohlen, wenn man eine Aufnahme von Mozarts Klavierkonzert No. 25 in C-Dur KV 503 sucht:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7291381.jpg
Brendel, ASMF, Marriner, Philips Duo 4425712
Erwähnt werden noch Uchida (Philips) (letztlich leider zu schön) und Ashkenazy (Decca) (muskulös, aber eher Beethoven angemessen). Nicht erwähnt wird Brendels neuere Aufnahme unter Mackerras.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (12.08.2006, 12:43): Heute im Daily Telegraph eine Empfehlung für eine Aufnahme von Beethoven Violinkonzert op. 77:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3546220.jpg
Tetzlaff, Tonhalle O Zürich, Zinman (Arte Nova)
Richard Wigmore, der die Aufnahme empfiehlt, diskutiert auch kurz weitere Einspielungen. Aus früheren Zeiten, in denen das Allegro ma non troppo seiner Meinung nach zu pompös und langsam gespielt worden sei, nennt er Menuhin/Furtwängler (EMI) und Perlman/Giulini (EMI). Heifetz/Reiner (RCA) hätten diese Tradition schon in den 50ern durchbrochen - wie später auch Kremer/Harnoncourt. Tetzlaffs Version wird "playful grace" und im Finale "irresistible wit and élan" attestiert. (Das Konzert hat seinen eigenen Faden hier im Forum. Mir selbst hat Tetzlaff nicht zugesagt.)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.08.2006, 08:30): Heute morgen in der Sunday Times (London) eine sehr positive Besprechung der neuen CD mit Beethoven-Violinsonaten opp .23, 30,2 etc., die Andreas Staier und Daniel Sepec für Harmonia Mundi eingespielt haben. Sepec spielt auf einer Geige, die Beethoven einst besaß. (Schade, daß die Kreutzer-Sonate nicht dabei ist ...)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (13.08.2006, 08:51): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Heute morgen in der Sunday Times (London) eine sehr positive Besprechung der neuen CD mit Beethoven-Violinsonaten opp .23, 30,2 etc., die Andreas Staier und Daniel Sepec für Harmonia Mundi eingespielt haben. Sepec spielt auf einer Geige, die Beethoven einst besaß. (Schade, daß die Kreutzer-Sonate nicht dabei ist ...)
Gruß,
Zelenka
@Zelenka,
gehe ich recht in der Annahme das Staier auch ein historisches Instrument spielt?
Lieber Rachmaninov:
Ja, Du gehst recht in der Annahme! Staier spielt auf einem Hammerklavier von Graf aus dem Jahre 1824!
Gruß,
Zelenka
Carola (17.08.2006, 09:27): Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Zelenka (17.08.2006, 12:25): Original von Carola Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Zelenka (20.08.2006, 14:13): Gestern im Daily Telegraph eine Empfehlung für Schostakowitschs Lady Macbeth von Mtsensk
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4711937.jpg
Wischnewskaja, Gedda, Petkov, Krenn, Valjakka, London PO, Rostropovich (EMI)
Wie der Rezensent bemerkt, ist es ohnehin die einzige wirklich greifbare Einspielung ... Im Rahmen der BBC Proms findet heute abend übrigens eine konzertante Aufführung der Oper mit Kirov-Personal unter Gergiev statt. Sie ist auch live über das Internet zu hören und dann für eine Woche lang jederzeit abrufbar (http://www.bbc.co.uk/proms/).
Gruß,
Zelenka
Zelenka (22.08.2006, 16:34): Um das Sommerloch ein wenig zu füllen, hier eine Top 10-Liste der großen Chopin-Pianisten, die Bryce Morrison für das September-Heft des Gramophone zusammengestellt hat:
1 Arthur Rubinstein "exuberance and idiomatic command" 2 Alfred Cortot "more idiosyncratic than Rubinstein, winged virtuosity" 3 Vladimir Horowitz " Chopin was a mesmeric sea of extremes" 4 Benno Moiseiwitsch "often as trickster with the text, cast his own idiosyncratic spell" 5 Dinu Lipatti "a regal perfectionist, sought ... purity and transparency" 6 Emil Gilels "his early incandescence modulating over the years into a rich, full-toned mastery" 7 Maurizio Pollini "the early work ... showed heroic strength and lucidity" 8 Martha Argerich "brilliance and volatility" 9 Krystian Zimerman "ever seeking to define the borderline between fredom and distortion, clarity and obscurity" 10 Murray Perahia "Chopin of rare poise and articulacy"
Aus älteren Zeiten mag man hier Josef Hofmann z.B. vermissen, aus neueren vielleicht Ivan Moravec. Ob ich hier Gilels nominiert hätte, weiß ich nicht … Und man wünschte, es gäbe mehr Chopin von Lipatti.
Gruß,
Zelenka
Carola (25.08.2006, 14:51): Im aktuellen SPIEGEL, leider nur in der Printausgabe, ist ein ganzseitiger Artikel über Ivo Pogorelich zu lesen -
Titel: Beckham des Pianos
Untertitel: Ivo Pogorelich, einst als Genie und schönster Pianist seit Franz Liszt gefeiert, wagt nach einem Karrierieknick den Neuanfang - in der Provinz.
Die Tendenz des Artikels ist eher negativ, es heißt dort zum Beispiel: Sein Spiel hat alle Leichtigkeit verloren, es klingt schwer und düster.
Nun ja, was weiß der SPIEGEL schon über Kultur.
Ein Foto ist auch zu sehen, Pgorelich mit Glatze. :D
Es grüßt Euch Carola
Zelenka (26.08.2006, 17:57): Heute im Daily Telegraph eine Empfehlung für Stravinskys Violinkonzert:
Chung, LSO, Previn ADD (Decca) (gekoppelt mit Prokofievs Konzerten, die der Rezensent auch sehr schätzt und nur hinter der Einspielung von Mintz platziert).
Gruß,
Zelenka
Zelenka (26.08.2006, 20:22): Nach der Sommerpause ist der September-Diapason eingetroffen. In der Reihe der Mozartempfehlungen sind wir nun bei den Symphonien angekommen. Im einen oder anderen Falle ist dabei der Berichterstatter ganz anderer Meinung, aber er wird sich hier natürlich bedeckt halten.
Symphonie No. 40: Orchestra of the 18th Century, Brüggen (Philips)
Symphonien Nos. 39-41: Chicago Symphony O, Reiner (RCA)
Symphonien Nos. 25, 29, 38-41: English Chamber O, Britten (Decca)
Gesamtaufnahme: Levine (DG)
Auf die Diskussion im Diapason werde ich demnächst noch im Mozart-Symphonien-Faden zurückkommen.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (31.08.2006, 16:28): In "Die Welt" vom 21.8. stand dieses Interview mit Ivo Pogorelich.
Gruß,
Zelenka
Zelenka (02.09.2006, 12:18): Im Daily Telegraph heute eine Empfehlung für eine Aufnahme des ersten Klavierkonzerts von Chopin:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7221499.jpg
Arrau, LPO, Inbal
Der Rezensent schätzt hier die Melancholie Arraus und auch das Dirigat Inbals. Pollinis virtuose Einspielung (EMI) wird auch erwähnt und gelobt. (In dieser Serie geht es übrigens nur um Einspielungen zum Budget Price.)
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.09.2006, 18:54): Die goldenen Stimmgabeln im Septemberheft des Diapason:
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6121989.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3020050.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7020793.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5802157.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4505646.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7399435.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6854306.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4517739.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6123358.jpg
Entdeckungen
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7148371.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5304877.jpg
Wiederauflagen
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7571330.jpg
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3896596.jpg
Gruß,
Zelenka
Zelenka (06.09.2006, 19:15): Original von Rachmaninov Original von Zelenka
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7571330.jpg
Wie ist diese Aufnahme im Vergleich zu der bei Chandos veröffentlichten?
Erst einmal älter natürlich, die Aufnahmen sind von 1958 und 1965, die Mitglieder des Quartetts sind teils andere. Die älteren Versionen werden in der Besprechung im Blatt hochgelobt, ein direkter Vergleich wird nicht gemacht. Eine unverzichtbare Aufnahme, heißt es. Tonqualität 6.5 von 10.
Gruß,
Zelenka
Rachmaninov (27.04.2006, 15:08): Original von Zelenka Im Diapason eine goldene Stimmgabel für Kogans neue "Les Introuvables"-Box:
Dort angekündigt wird auch ein Brillant-Box mit Kogans sowjetischen Aufnahmen.
Gruß,
Zelenka
Frage: Sind die Aufnahmen identisch mit denen der "Testament" Box?
R
Rachmaninov (29.04.2006, 17:53): Vielleicht sollten wir anlässliche des DSch Jahres den passenden Thread wieder "aufleben" :wink
Rachmaninov (13.05.2006, 12:22): Original von Zelenka BUILDING A LIBRARY RECOMMENDATION:
BEETHOVEN Triple Concerto in C, Op.56
Reviewer: Hilary Finch
First Choice: c/w BEETHOVEN Piano Concerto No.3 in C minor, Op.37: Urban Svensson (violin), Mats Rondin (cello), Boris Berezovsky (piano), Swedish Chamber Orchestra, Thomas Dausgaard (conductor) SIMAX PSC1183 (CD)
Es freut mich zu lesen, daß nicht immer, fast wie vor programiert, imemr wieder die Legenden die #1 Position erreichen!
Daß als Mid-Price-Choice Oistrakh/Rostropovich/Richter/Karajan (EMI) auftaucht, ist nicht weiter überraschend, obwohl wenigstens einer der Beteiligten (Richter) kreuzunglücklich über die Aufnahme war. Vor allem gab es wohl unterschiedliche Auffassungen über anzuschlagende Tempi.
Allerdings ist der Klavierpart in diesem Konzert eh nicht so schwierig und Richter war wohl auch deshalb bei den Tempi's nicht so glücklich :cool
Rachmaninov (24.05.2006, 17:11): Original von Cosima
vielen Dank wieder einmal für die Mühe, die Du Dir mit diesem Nachrichten-Thread machst.
Ja, dem schließe ich mich an! Toller Thread und sehr informativ :down
Rachmaninov (24.05.2006, 17:22): Original von Zelenka Bin gerade unbekannt verzogen.
Ist auch super! Geniale Aufnahme mit Pletnev, Repin usw.
Rachmaninov (08.06.2006, 18:15): @Zelenka,
ich hoffe Du weißt was Du mit Deinen Beiträge anstellst :haha
Das weckt Kauflust :I
Rachmaninov (08.06.2006, 18:55): Original von Zelenka Am meisten reizt mich die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Zacharias.
Okay, dann haben wir immerhin das gleiche Problem :beer
Rachmaninov (08.06.2006, 20:30): Original von Carola
ebenfalls als Gesamtaufnahme angegeben, 10 CD´s enthält (und über 70 Euro kostet).
Verstehe ich nicht
sagt Carola
Wahrscheinlich ist die zweite die Originalausgabe, bei der man nicht Konzerte nicht "zerstückelt" hat und sie dadurch auf 10 statt 8 CD's zu packen ?(
Rachmaninov (09.06.2006, 12:38): Original von Jeff Klein Hallo!
Laut amazon.fr wurden die Konzerte NICHT "zerstückelt"!Dann werde ich sie mir wohl demnächst bestellen!
Gute Nacht, Jeff
Du meinst hier die Zacharias Aufnahme oder?
Das wäre eine tolle Nachricht :leb
Rachmaninov (10.06.2006, 12:52): Original von AcomA ich bin ein großer rachmaninov-anhänger,
Siamak meint hier den Komponisten, nicht den Admin :haha
habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ?
Da wäre ein passender Faden geeignet :ignore
Rachmaninov (01.07.2006, 12:50): Original von Zelenka
Wurde auch in der aktuellen FF sehr positiv besprochen :)
Rachmaninov (29.07.2006, 15:29): Original von Zelenka Um das Sommerloch in diesem Faden ein wenig zu füllen, stelle ich hier die klassischen Superstars von morgen vor – zumindest diejenigen, die in der englischen Klassikzeitschrift Gramophone dafür gehalten werden. Die hoffnungsvollen Stars von heute, von denen eben noch mehr in Zukunft zu erwarten sein wird, werden jeweils knapp in der Zeitschrift vorgestellt (Name, Instrument, Alter, Wettbewerbe, Hörempfehlungen). Es folgt jeweils eine Laudatio von einem Prominenten.
Lisa Batiashvili (27) (Violine)
Nicholas Angelich (35) (Klavier)
Yevgeny Sudbin (26) (Klavier) (Dickes Lob von Stephen Hough)
Martin Fröst (25) (Klarinette) (Hörempfehlung: Brahms (BIS))
Julia Fischer (23) (Violine) (Hörempfehlung: Bach (Pentatone))
Meine Zustimmung!
Rachmaninov (13.08.2006, 08:39): Original von Zelenka Heute morgen in der Sunday Times (London) eine sehr positive Besprechung der neuen CD mit Beethoven-Violinsonaten opp .23, 30,2 etc., die Andreas Staier und Daniel Sepec für Harmonia Mundi eingespielt haben. Sepec spielt auf einer Geige, die Beethoven einst besaß. (Schade, daß die Kreutzer-Sonate nicht dabei ist ...)
Gruß,
Zelenka
@Zelenka,
gehe ich recht in der Annahme das Staier auch ein historisches Instrument spielt?
Rachmaninov (17.08.2006, 13:14): Original von Zelenka Original von Carola Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Ja, klingt nach: "Da hab ich noch ne Rechnung offen!"
Rachmaninov (25.08.2006, 14:55): Original von Carola Im aktuellen SPIEGEL, leider nur in der Printausgabe, ist ein ganzseitiger Artikel über Ivo Pogorelich zu lesen -
Titel: Beckham des Pianos
Den Vergleich mit David Beckham finde ich äußerst unpassend und völlig unangebracht!
Rachmaninov (01.09.2006, 12:53): Bachs bisher früheste Handschrift entdeckt
:D
Rachmaninov (06.09.2006, 19:05): Original von Zelenka
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7571330.jpg
Wie ist diese Aufnahme im Vergleich zu der bei Chandos veröffentlichten?
Rachmaninov (25.08.2007, 12:31): In der Gramophone May 2007 ist ein Artikel über Y. Sudbin. U.A. wird dort geschrieben, dass die nächste Aufnahme die Scriabin Sonaten #2,5 und 9, sowie iop.38 und op.10 beinhalten wird.
Na, da freue ich mich doch schonmal :leb
Rachmaninov (02.09.2007, 16:27): Original von Zelenka 1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942 Gruß, Zelenka
Mir scheint Zinman prodziert derzeit einige sehr gute, sehr günstige Aufnahmen mit diesem Orchester in Sachen "Beethoven"!
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Rachmaninov (04.09.2007, 18:03): Original von Zelenka Original von Rachmaninov @Wolfgang, @Zelenka,
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Repins neues Beethoven-Konzert ist schon fest bei mir eingeplant!!! Wahrscheinlich werde ich es sogar in England bestellen, weil es da ein paar Wochen früher herauskommt.
Gruß, Zelenka
Ich werde da 100%ig bestellen, ist fast 1 Monat unterschied!
Rachmaninov (04.09.2007, 18:11): Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, die Spitzenempfehlung von "The Gramophone Collection" im August-Heft 2007:
diese Aufnahme besitze ich und kann diese Empfehlung nur unterstützen! Eine Top Aufnahme :cool
Rachmaninov (05.09.2007, 18:24): Original von Satie Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte
Weil es einem einfach gefällt?
Rachmaninov (11.09.2007, 18:55): Original von Tangua Als bekennender Planeten-Fetischist besitze ich bis auf die Nr.3 alle Einspielungen und selbstverständlich ist keine verzichtbar.
Zu Euren Kommentaren zu diesem Werk sage ich nur:
Grrr... :S :S :S
@Tangua,
dennoch hat jeder ein recht auf eine eigene Meinug, auch wenn sie von der eigenen Meinung ggf. deutlich abweicht!
Rachmaninov (22.09.2007, 09:42): Original von Zelenka Im "New Yorker" vom 17.9.2007 findet sich dieser längere Artikel zum Joyce-Hatto-Skandal. (Unter dem Namen Joyce Hatto veröffentlichte das englische Label Concert Artists piratisierte Aufnahmen anderer Pianisten.)
Gruß, Zelenka
@Zelenka, danke für den Hinweis! Es gibt hier auch einen passenden Thread! BTW, hat nicht eigentlich ihr Ehemann alle betrogen? Gruß R
Rachmaninov (23.09.2007, 12:16): @Zelenka,
danke für diese Übersicht zum 1. Klavierkonzert Rachmaninov's-
Ich besitze bzw. kenne zahlreiche dieser Aufnahmen.
Die Zimerman/Ozawa Aufnahme hätte ich in dieser Aufzählung erwartet. Ozawa führt IMO ein tolles Dirigat und zusammen mit Zimerman, den ich mehr und mehr schätze. ist dies eine klasse Aufnahme.
Janis und Kondrashin, leider nicht in bester Klandqualität ist ein MUST HAVE, vor allem in der Kopplung mit der 3. Prokofiev Konzert! :times10
NIchts gegen Lugansky aber ich empfinde seine Partner in dieser Aufnahme eher nicht ansprechend und wundere mich doch über die Nennung! Allerdings ist der Markt mit diesem Konzert durchaus "übersichtlich" :D
Andsnes wundert mich auch, wobei ich ihn nicht unbedingt als Empfehlung auf dem Zettel habe!
Ashkenazy wäre für mich, egal ob mit Haitik oder Previn, keine Empfehlung! MIr ist er immer zu "belanglos" und eintönig!
Soweit mir bekannt kennt Jeremias Shelly oder zumindestens dessen Sohn! Ich erinner mich auch, dass ich mal vor hatte seine Rachmaninov-Konzerte zu kaufen :engel
Rachmaninov (24.09.2007, 13:58): Original von Cosima Ich finde die Hough-Einspielung nicht schlecht. Mit ihrer Nüchternheit kommt sie Rachmaninows eigenen Aufnahmen recht nahe. Mir gefällt das - als Alternative zu den anderen Interpretations-Ansätzen - eigentlich ganz gut.
Gruß, Cosima
Mir gefällt die Hough Aufnahme auch wenige, nicht nur aufgrund des Pianisten sondern auch wegen dieser kühlen Orchesterführung von Litton.
BTW, der Komponist ist nicht immer der beste Interpret seinr Werke. Bei Rachmaninov empfinde ich sein eher harten kühlen Klang eher unpassend.
Hier geht es zum passenden Thread über das Thema
AcomA (10.06.2006, 12:50): lieber Jan Dismas,
ich bin ein großer rachmaninov-anhänger, habe seine cellosonate bisher nur mit dem gespann isserlis/hough gehört. ich finde dieses werk nicht stark. es klingt sehr vordergründig sentimental. wie ist deine einschätzung des werkes ?
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7812185.jpg
gruß, siamak :)
AcomA (10.06.2006, 12:57): lieber Sergejewitsch,
nicht so bescheiden !
gruß, siamak :beer
Tangua (11.05.2006, 09:43): Ein genialer Thread!!!
Vielen Dank den fleißigen Postern, die auf diese Weise den anderen Forums-Mitgliedern den Zugriff auf interessante Artikel ermöglichen, die sie sonst nicht zur Kenntnis bekämen. :thanks :thanks :thanks
Tangua (10.09.2007, 18:50): Als bekennender Planeten-Fetischist besitze ich bis auf die Nr.3 alle Einspielungen und selbstverständlich ist keine verzichtbar.
Zu Euren Kommentaren zu diesem Werk sage ich nur:
Grrr... :S :S :S
Tangua (13.09.2007, 17:19): Hallo Jürgen, endlich ein Bruder im Geiste :beer - mit meiner Planeten-Vorliebe stehe ich ja ansonsten ziemlich einsam da... Und Dein Hinweis auf die Karajan-Einspielung mit den BPO könnte ebenfalls von mir sein!
An Rachmaninov: Das "Grrr..." war natürlich nicht ernst gemeint!!!
nikolaus (10.05.2006, 22:57): Ja, in der Tat ein diskussionswürdiger Artikel. Beim ersten Lesen habe ich mich sehr amüsiert, aber dann habe ich angefangen nachzudenken. Jetzt stehen mir teilweise die wenigen Haare zu Berge, die ich noch habe :wink.
Doch der Reihe nach:
hier klopfen frustrierte No-Names in der Hoffnung auf Absolution an die Tür
Ich war bisher zweimal dort und hatte jeweils nicht den Eindruck, daß die jungen Künstler, die dort zusammen mit den "Weltstars" musizieren, frustiert wären. Die Atmosphäre erscheint mir sehr entspannt und freundschaftlich; man trifft sich und musiziert zusammen und hat (z.T. wohl enorm viel :beer) Spaß dabei.
Die Chinesen Lang Lang oder Yundi Li werden hauptsächlich wegen ihrer exzentrischen Gesten gefeiert, Martin Stadtfeld dafür, daß er sich als Glenn-Gould-Imitation im Boss-Anzug produziert.
Ich muß gestehen, daß ich mit diesen "gefeierten Stars" auch meine Probleme habe - nein, eigentlich nicht mit den Personen an sich, sondern mit dem Hype um sie. Ich mag ihre Spielweisen nicht besonders, das gebe ich zu, aber das ist einfach meine subjektiv Meinung. Sie haben dennoch ihre Qualitäten, und sie auf Äusserlichkeiten zu reduzieren, finde ich ziemlich hart, das haben sie nicht verdient. Es ist doch schade, daß sie sich in eine Richtung entwickeln (bewußt oder durch Einfluß von außen), in der sie sich wahrscheinlich gar nicht frei entfalten können.
Daß sie am Ende ihrer Programme improvisiert, das Publikum um eine Melodie bittet, die sie im Stil von Bach, Brahms oder Boogie verwandelt, scheint spektakulärer zu sein als ihr abgeklärter Umgang mit Chopin.
Die Gefahr besteht allerdings. So sehr ich Monteros neue CD mit Improvisationen zu Bach mag, ich befürchte, daß sie in eine Schublade mgeschoben wird, aus der sie schlecht wieder herauskommt. Sie ist meiner Meinung nach eine tolle Pianistin, die auch im "klassischen" Repertoire etwas zu sagen hat. Allerdings - was soll's, solange sie glücklich ist, das tun zu können, was sie am meisten mag.
„Zum musikalischen Schaffen fehlt ihnen die Vertiefung, die Konzentration, die Denkkraft, die Weite der Gefühlshorizonte, die Freiheit des Strichs. Rätselhaft ist es, daß gerade die Musik - das Edelste, Schönste, Feinste, Seelischste, Herzlichste, was des Menschen Geist geschaffen, der Frau, die ja doch aus allen diesen Eigenschaften zusammengesetzt ist, so unerreichbar ist.“
Da fällt mir nichts zu ein! :ignore ?( :I X(
Sie spielen keine Weltanschauung vor wie die Männer und ringen nicht mehr um die Emanzipation wie Elfriede Jelinek. Sie haben sich im Schatten eingerichtet, genießen es, unterschätzt zu werden. Sie haben ihren Halt in der Musik längst gefunden. Und das scheint ihre einzige Botschaft. Sie sind Klavierspielerinnen, die etwas zu sagen haben. Beweisen müssen sie nichts mehr.
Was soll das denn?! Bei beiden Geschlechtern gibt es doch solche und solche, warum dieses heroische, auf die Tränendrüse drückendes Fazit? Da macht sich der Autor doch lächerlich, wenn er Vorurteile mit Vorurteilen kritisiert (oder habe ich da was falsch verstanden?). So gerne ich augenzwinkernde Artikel mag, dieser erscheint mir doch leider etwas platt. Die Themen, die er anspricht, sind dafür meines Erachtens viel zu wichtig und tiefgreifend.
Eine gute Nacht allerseits. :hello
nikolaus (29.07.2006, 15:43): Danke für diesen Beitrag!
Sehr interessant zu wissen, wen andere Musiker schätzen. Ich glaube, diese Ausgabe der Gramophone werde ich mir besorgen.
Gruß, Nikolaus.
nikolaus (17.09.2007, 22:05): Was war da nur wieder los?
Weiss einer noch mehr darüber?
Nikolaus.
nikolaus (23.09.2007, 10:56): Hm, interessant: das sind ja zwei relativ neue Aufnahmen an vorderster Front.
Ich besitze 2 u. 6, ausserdem Pletnev u. Andsnes, die hier nicht auftauchen... :ignore
Nikolaus.
P.S.: Ups, vertan: Ashkenazy hätte ich wenn überhaupt unter Haitink gehabt, davon habe ich allerdings nur No. 2/4. Also bleibt noch Zimerman aus dieser Liste :(
nikolaus (23.09.2007, 12:59): Original von Zelenka Lieber Nikolaus, lieber Rachmaninov:
Andsnes/BPO/Pappano werden noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt (ehe es überhaupt an das vergleichende Blindhören geht). Dem "expressiven" Pletnev wird dort eine schlechte Orchesterleistung zum Verhängnis (wie im Falle von Berezovsky und seinem Orchester vom Ural). Unter den neueren Aufnahmen kommt auch Hough (Hyperion) sehr schlecht weg (unpersönliches Spiel, nur routinierte Begleitung unter Litton).
Gruß, Zelenka
Aber habe ich nicht richtig in Erinnerung, daß Hough bei Erscheinen seiner Aufnahmen über die Maßen gelobt wurde? Oder verwechsle ich ihn mit Shelley?
Nikolaus. ?(
nikolaus (23.09.2007, 13:15): Original von Zelenka
Lieber Nikolaus:
Du hast ganz richtig in Erinnerung, daß Hough nach dem Erscheinen seiner Gesamteinspielung der Konzerte über den grünen Klee gelobt wurde! "Sheer hype", wie so oft!
Gruß, Zelenka
Na ja, ist vielleicht auch nur menschlich: kommt etwas "Neues", ist es erstmal wahnsinnig toll, bis man die Lust verliert und sich auf "Bewährtes" besinnt...
Aber manchmal frage ich mich, ob die Rezensionen dann nicht oft zu voreilig sind...
Gruß zurück, Nikolaus.
nikolaus (23.09.2007, 13:19): Original von Zelenka
Es lastet vielleicht auch ein gewisser Druck der CD-Industrie und des Handels auf den armen Rezensenten ...
Gruß, Zelenka
Da hast du wohl Recht, die armen.... :I
Nikolaus :wink
claashorst (26.08.2006, 21:25): ich bin begeistert. ein fantastisches Interview. Endlich mal jemand, der redet, wie er denkt. für mich ein "freier" Musiker, ähnlich dem, was in meinem Berufsstand so langsam auf den Weg kommt. Klasse und danke !. (selbst stelle ich mal wieder fest, was ich für ein Banause bin. Von seinem Musik-Segment habe ich null bis wenig Ahnung. Na, viell. komm ich ja noch mal auf den Trichter. will mal sehn, was es denn so von seinen (früheren) Einspielungen so gibt. Tips ab und an für einsteiger viell. auch hilfreich. In diesem sinne, 5 Daumen für den Beitrag, CH
claashorst (26.08.2006, 21:33): auch hier: sehr gute Empfindung für die mediale berichterstattung ! analog in meinem Berufs-forum wird seit längerer zeit festgestellt, dass die grundgesetzlich garantierte Freiheit der meinungsäusserung erheblich eingeschränkt ist und die medien nur ein spiegelbild bestimmter interessen darstellen. kaum ein journalist, kaum ein interview, das nicht geprägt ist von dem "wes speis ich ess, des Lied ich sing". ich werde zukünftig diesen presse-thread weiter mit beobachten. Für mich hochinteressant ! wieder mal ein beispiel dafür, wie das internet es schafft, uabhängige meinungsbildung zu ermöglichen. in diesem sinne, danke ! CH P.S. an ivo können sich tintenkleckser abarbeiten, er steht in seiner klasse meilenweit drüber.
Jimi (05.09.2007, 15:15): Original von Jürgen Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen
Ich oute mich als Freund, verstehe aber nicht, warum damit jemand Probleme haben soll.
Speziell diese Aufnahme habe ich schon in einer Romero-Triple-CD-Box. Sehr schön !!
Hallo zusammen,
ich habe diese 3er-Cd von Pepe Romero auch zu hause, und hör sie zwar nicht oft aber dann sehr gerne. Das"Concierto de Aranjuez" ist wohl das bekannteste Werk von Rodrigo, aber auf der Cd sind noch einige andere Stücke die ich mindestens genauso gern höre:
Concierto Andaluz (für 4 Gitarren und Orchester)
und
Concierto para una fiesta,
das Rodrigo speziell für Pepe Romero geschrieben hat, Romero bezeichnet es als das schwierigste Werk, das er je gespielt hat !!!
Das "Concierto de Aranjuez" hab ich auch noch auf einer 5CD-Box von Narciso Yepes, auch nicht übel , aber die Aufnahme mit Romero ist mir insgesamt schon lieber.
:hello Jimi
satie (05.09.2007, 16:46): Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte. a) Saukitschig b) Plakativstes Hispanisieren für den Touristengeschmack c) Selten einfallslos in der Harmonik und Melodik.
Ein guter Freund von mir hat immer nur gesagt: "Bloss weil er blind ist, braucht der Mann nicht komponieren." Naja, das ist zugegeben schon sehr frech...
S A T I E
satie (05.09.2007, 19:11): Hihi, wusste ich es doch, dass ich damit provoziere. Natürlich habe ich sehr frech geschrieben. Ich kann das Stück einfach nicht leiden. Aber ich kann auch Fußball nicht leiden, daher sollte sich niemand hier angesprochen fühlen. Außer Rodrigo selber, aber der hat ja mittlerweile schon das Zeitliche mit dem Ewigen verwechselt...
S A T I E
satie (08.09.2007, 01:02): Original von Cosima Ich habe diese hier:
Original von Zelenka 4. Gardiner/Philharmonia O DG 4458602
Es ist meine einzige Holst-CD. Und ehrlich gesagt: Ich habe sie nur gekauft, weil ich meinte, dass man die „Planeten“ mal gehört haben sollte.
(Oder sollte ich mich mit dem Werk bzw. Holst intensiver beschäftigen? Vielleicht entgeht mir ja etwas... )
Gruß, Cosima
Liebe Cosima, nein, ich denke auf Holst kann man verzichten. Die Planeten dürften aus dem schmalen Oeuvre tatsächlich die interessanteste Komposition sein, und da gibt es ja auch durchaus schöne Sätze, die sehr gut instrumentiert sind. Wenns um Planeten geht, finde ich denn aber die Sphärenharmonien etwa eines Du Caurroy weit sublimer...
Herzlich, S A T I E
satie (08.09.2007, 15:30): Lieber Zelenka, es ist weniger ein konkretes Werk als vielmehr ein generell bei ihm vorhandener Einfluss. Es war ja vor allem Kepler, der in seiner Harmonia unheimlich viel über die von den Bewegungen der Himmelskörper abgeleiteten Harmonie-Proportionen geschrieben hatte. Noch heute versucht die sogenannte "Harmonikale Grundlagenforschung" (vor allem in Österreich) die Harmonik an sich von derartigen Prinzipien abzuleiten. Man sieht das heute skeptisch, aber ich persönlich bin ein Befürworter einer solchen eher holistischen Sichtweise, die Musik nicht als isolierbare Erscheinung betrachtet. Doch das ist Ansichtssache. Auf Du Caurroy bin ich gestoßen, als ich nach Aufnahmen mit Savall suchte. Tatsächlich sehr schöne Musik, wenn man denn alte Musik mag. Die Aufnahme enthält einige Fantaisies. Ich habe dazu folgendes gefunden (bin nicht sicher, ob das auch im Booklet stand, welches ich wie üblich aus Platzgründen nicht mehr besitze):
"Eustache du Caurroy, who died a year before his patron King Henry IV, was one of the first humanist musicians. He believed that the art of man is both a feeble echo of divine harmony - the music of the spheres - and an abstract process, based on occult calculations. He created these Fantasies without worrying about instrumentation." (http://www.hbdirect.com/album_detail.php?pid=366948)
Man darf sich natürlich darunter keine "sphärischen Klänge" in der Art von einer besonderen Klangfarbe vorstellen. Es geht dabei primär um Zahlenproportionen. Dennoch - oder vielleicht deshalb? - finde ich, dass da etwas ganz feines ist, was erahnen lässt, dass ein Glaube an die Makro-Mikrokosmos-Emntsprechung ist und die Musik auch im Gestus auf etwas "größeres" weist. Vielleicht bilde ich mir das aber auch nur ein, weil ich darüber gelesen habe. Who knows.
Herzliche Grüße
S A T I E
satie (18.09.2007, 07:57): Original von nikolaus Was war da nur wieder los?
Weiss einer noch mehr darüber?
Nikolaus.
Eine sehr schöne Geschichte, etwas fürs Album. Danke Nikolaus für diesen Hinweis. Das lehrt eben wieder einmal, dass a) Musiker saufen b) Direktoren keine guten Menschen sind c) es keine Notfallverhaltensregeln für Musiker gibt (man hätte ja meutern können und trotzdem das Konzert durchführen. Dann wäre der Direktor eben mal unzurechnungsfähig gewesen). Was da gelaufen ist, werden wir niemals erfahren. Ich vermute aber mal, es war das Übliche, nämlich abgewiesene Avancen des Direktors. Da gibts so viele Fälle... aber die Scham verbietet, darüber zu berichten.
S A T I E
nubar (10.05.2006, 16:02): Heute in der Online-Ausgabe der FAZ:
Konzertsaal
Frauen mit Flügeln Von Fabian Bremer
10. Mai 2006 Sie waren um acht Uhr verabredet, nach der Probe. Aber wenn Martha Argerich probt, bleibt die Zeit stehen, und die junge Pianistin aus Venezuela mußte warten. Um zehn Uhr trank sie das erste Bier. Eigentlich hatte Gabriela Montero die Klavierkarriere sowieso schon an den Nagel gehängt. Damals, als ihre alte Lehrerin nicht wollte, daß sie improvisierte, aus Bach einen Boogie, aus Rachmaninow einen Reggae und aus Chopin einen Cha-Cha-Cha machte. Musik sei eine ernsthafte Sache, sagte die Klavierlehrerin - und das gelte besonders für Frauen. Die hätten es schwerer. Die müßten genauer arbeiten. Die dürften keine Flausen im Kopf haben. Da hatte Montero keine Lust mehr auf Bach, Rachmaninow und Chopin.
Mama der Musik
Aber an diesem lauen Sommerabend im schweizerischen Lugano wollte sie es noch einmal wissen, und so wartete sie weiter, trank noch ein Bier und dann noch eines, und irgendwann war es halb zwei. Gabriela Montero war angetrunken und Martha Argerich endlich fertig mit ihren Proben. Die Argentinierin Martha Argerich ist eine Mama der Musik. 1957, mit sechzehn Jahren, gewann sie die Klavierwettbewerbe in Genf und Bozen, später den ersten Preis beim Chopin-Wettbewerb in Warschau. „Als ich anfing, haben Frauen am Cello noch in ,Damenposition' gespielt, weil es sich nicht gehörte, die Beine zu spreizen.“ Sie wollte sich aber damals spreizen, gegen alle Rollenklischees. Gelungen ist ihr das erst nach einer Lebenskrise. So wie Gabriela Montero zog sich Argerich mit zwanzig Jahren aus der Öffentlichkeit zurück. Danach hat sie die Geschlechterrolle einfach ignoriert, sich nicht mehr allein um die musikalische Frauenliteratur von Bach über Chopin bis Schumann gekümmert, sondern auch das Männerrepertoire von Brahms, Beethoven und Bartok attackiert. Sie wollte einfach nur Musik machen. Und deshalb spielte sie weiter.
Es lebe die Freiheit
Martha Argerich hat drei Töchter von drei unterschiedlichen Männern, wurde von ihrem Lehrer und Mentor Friedrich Gulda gern mit dem Satz begrüßt: „No, mit wem schlafst denn jetzt wieder?“ Solche Geschmacklosigkeiten überhörte sie, weil sie von Gulda etwas Wichtigeres bekam: Die Anerkennung als Musikerin. Argerich wurde unabhängig und kompromißlos. Die Musik machte sie frei. Und bis heute kämpft sie für die Freiheit in der Musik, wettert gegen die Klassikwerbung und hält die guten alten Klassikwerte dagegen. Sie hat für ihre Karriere gekämpft - und um ihr Leben. Argerich hat den Krebs besiegt, das Rauchen aufgegeben. Sie hat nichts mehr zu verlieren. Öffentlich kritisiert sie die Karrieren von Show-Pianisten wie Lang Lang und sorgt sich, daß die Augen die Ohren beim Hören ablösen: „Wissen Sie“, sagt die Grande Dame, „mich irritieren die Erfolge einiger weniger begabter Klavierspieler, während andere, gute, nicht genug Konzerte bekommen, um zu überleben.“ Deshalb hat sie in Lugano das „Progetto Martha Argerich“ gegründet, eine Bastion, abgeschieden von der öffentlichen Meinung. Hier spielen Stars wie der Cellist Mischa Maisky und der Pianist Piotr Anderszewski in Jeans, hier klopfen frustrierte No-Names in der Hoffnung auf Absolution an die Tür. Und wer bei Mama Martha anklopft, wird eingelassen, wenn er es ernst meint mit der Musik.
Was immer verboten war: improvisieren
Als Martha Argerich die junge Klavierspielerin aus Venezuela empfing, hatte die ihren Beethoven, Bach und Brahms längst vergessen. „Ich war schon ziemlich angeschickert“, erinnert sich Gabriela Montero, „und ich habe mich an das Klavier gesetzt und gemacht, was mir immer verboten war: improvisiert.“ Sie griff in die Tasten und machte sich ein bißchen lustig über den Stil der Ikone Argerich. Der gefiel das. Einige Tage später schwärmte sie der Plattenfirma EMI vor, daß sie ein neues Talent entdeckt habe, und Montero nahm sofort eine Doppel-CD auf: klassisches Repertoire auf der einen Platte, Improvisationen auf der anderen. Wenn Männer Klavier spielen, wird die Konzerthalle zur Kanzel. Da werden Glaubensbekenntnisse abgelegt, Exegesen formuliert, und die Welt wird neu erfunden. Wenn Frauen den Konzertsaal betreten, bleibt er meist ein bürgerlicher Salon. Ein Raum, in dem es um die Musik als Selbstzweck geht. Amerikas Außenministerin Condoleezza Rice hat sich gegen eine Klavierkarriere entschieden. Sie wollte die Welt verändern und ging in die Politik. Aber wenn sie über die Welt nachdenken will, setzt sie sich noch immer an den Flügel und macht Hausmusik.
Glenn-Gould-Imitation im Boss-Anzug
Im 19. Jahrhundert war das Klavier noch braun, stand auf zart gedrechselten Beinen, und meist saß hinter ihm eine Frau. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs der Flügel zum schwarzen Monstrum. Bösendorfer nannte sein Konzertinstrument „Imperial“. Klavierkonzerte wurden zu kommerziellen Schlachtfeldern über die Deutungshoheit der Welt - und Frauen schienen dafür sowenig geeignet wie fürs Verstehen der Abseitsregel. Während die Patriarchen Friedrich Gulda, Glenn Gould und Wladimir Horowitz noch Meister der Aussage waren, haben die Männer am Klavier heute weniger zu behaupten. Die Chinesen Lang Lang oder Yundi Li werden hauptsächlich wegen ihrer exzentrischen Gesten gefeiert, Martin Stadtfeld dafür, daß er sich als Glenn-Gould-Imitation im Boss-Anzug produziert. Männer benehmen sich im Konzertsaal, wie sie es im letzten Jahrhundert von den Frauen erwartet haben: als sexuell aufgeladene Hintergrundmusiker. Sie sind zu Mainstream-Musikern geworden, zu Sex-Symbolen. Und da müssen sie auch wieder die Frauen neben sich dulden.
Das unmusikalische Geschlecht
Während Martha Argerich eine Pianistin wie Gabriela Montero aus Überzeugung fördert, wird die Venezolanerin in der öffentlichen Kritik gern auf ihre weiblichen Unterhaltungsqualitäten reduziert. Daß sie am Ende ihrer Programme improvisiert, das Publikum um eine Melodie bittet, die sie im Stil von Bach, Brahms oder Boogie verwandelt, scheint spektakulärer zu sein als ihr abgeklärter Umgang mit Chopin. Ähnlich ist das bei ihrer Klavierkollegin Helene Grimaud. Daß die Französin eine Wolfsfarm in Amerika leitet und nicht wirklich häßlich ist, scheint wichtiger als ihr moderner und absolut antieffekthascherischer Umgang mit den Standardwerken der Klavierklassik. Und wenn es bei Frauen dann doch einmal um musikalische Qualitäten geht, reicht oft der lapidare Satz: „Sie spielt wie ein Kerl.“ Das ist als Lob gemeint und soll bedeuten: sie spielt hart, kraftvoll und durchdacht.
Clara Schumann als Piano-Pionierin
Qualitäten, die der Pianist Anton Rubinstein dem anderen Geschlecht 1890 noch nicht zutraute: „Zum musikalischen Schaffen fehlt ihnen die Vertiefung, die Konzentration, die Denkkraft, die Weite der Gefühlshorizonte, die Freiheit des Strichs. Rätselhaft ist es, daß gerade die Musik - das Edelste, Schönste, Feinste, Seelischste, Herzlichste, was des Menschen Geist geschaffen, der Frau, die ja doch aus allen diesen Eigenschaften zusammengesetzt ist, so unerreichbar ist.“In Wirklichkeit sind Anschlag, Aufbau und Logik gleich. Den musikalischen Unterschied macht allein die Phantasie des Publikums. Es war eine Frau, die das Klavierspiel modernisierte. Clara Schumann machte Schluß mit dem Virtuosentum und der exzentrischen Selbstdarstellung des frühen 19. Jahrhunderts, konzentrierte sich wieder auf musikalische Inhalte und verstand sich als Dienerin der Komposition. In sechzehn Ehejahren schenkte sie ihrem Mann Robert acht Kinder, hatte zwei Fehlgeburten, und wenn sie öffentlich auftreten wollte, mußte sie mit dem Zorn ihres Mannes rechnen. Erst als Robert Schumann wahnsinnig wurde, befreite sich Clara, intensivierte ihre Beziehung zu Brahms und kehrte erfolgreich zurück auf die Konzertpodien. Sie war eine Piano-Pionierin. Eine Martha Argerich ihrer Zeit, bildete Schülerinnen wie Mathilde Verne, Adelina de Lara und Fanny Davies aus und beflügelte die Frauen am Klavier. Clara Schumann zeigte der Männerwelt, wie gut weibliche Netzwerke funktionieren. Und sie definierte, was weibliches Klavierspiel wirklich war, indem sie die Herren attackierte. Rubinstein warf sie „ein unsinniges Gepauke oder Verschiebungsgeflüster“ vor und Liszt den Verfall des Klavierspiels. Sie mochte sein virtuoses Geklimper nicht und polemisierte: „Vor Liszt wurde gespielt, nach Liszt gehauen und gesäuselt.“
Liebe, Tod und Transzendenz
In ihrem letzten Album hat sich Helene Grimaud die Werke des Dreigestirns Robert und Clara Schumann sowie Brahms vorgenommen; hier, glaubt sie, herrsche „das ewige Spannungsfeld von Liebe, Tod und Transzendenz“. Helene Grimaud ist mit ihrem sachlichen und geerdeten Klang eine Erbin Clara Schumanns. Sie ignoriert den Wechsel vom Salon zum Konzertpodium, vom feinbeinigen Wohnzimmerinstrument zum schwarzen Monstrum. Dafür wird sie oft kritisiert. Für sie ist das Klavierspiel keine Produktion des Ichs, sondern ein Akt der Intimität. Die Öffentlichkeit hat sie längst hinter sich gelassen. So wie Gabriela Montero, als sie ihre Klavierkarriere aufgegeben hatte, nach einem neuen Sinn in der Musik suchte und in Lugano bei Martha Argerich anklopfte. Grimaud hat mit ihrem neuesten Buch, „Lecons Particulieres“, das gerade in Frankreich erschienen ist, an die Tradition der literarischen Klavierspielerinnen angeknüpft. Amy Fay schrieb „Music Study in Germany“, einen Bestseller; Mathilde Vernes „Chords of Remembrance“ ist ein musikalischer Abenteuerroman. Und auch Grimauds Altersgenossin, die russische Komponistin und Klavierspielerin Lera Auerbach, schreibt. Die Frauen erreichen in der Literatur, was die Männer am Klavier versuchen: sie erklären die Welt. Grimauds Reisebericht zwischen New York, Hamburg und Paris, der nächstes Jahr auf deutsch erscheint, endet mit der Auflösung des Menschen im Klang, der für sie die wahrhaftigste Form der Liebe ist.
Das schwarze Monstrum
Gabriela Montero schreibt nicht, sie kommuniziert im Konzert, involviert das Publikum in ihre Improvisationen. Und damit knüpft auch sie an eine typisch weibliche Tradition an: Die Pianistin Amy Fay gründete 1890 in Chicago die „Piano Conversations“, Mathilde Verne in London die „Thursday Twelve O'Clocks“ - neue Formen der dialogischen Musik. Während des Bombenkriegs gegen England hat Myra Hess die „National Gallery Concerts“ ins Leben gerufen und bis zu 2.000 Zuhörer im leergeräumten Museum zum Musikhören versammelt. Nach Kriegsende wurde sie gefeuert. Während Lang Lang, Yundi Li und Martin Stadtfeld sich auf den Konzertpodien als echte Kerle behaupten wollen, ist für Argerich, Montero und Grimaud das Klavierspiel noch immer im Salon zu Hause. Sie haben den Kampf der Geschlechter längst hinter sich gelassen, den Elfriede Jelinek in ihrem Roman „Die Klavierspielerin“ noch mit aller emanzipatorischen Lust-, Leib- und Seele-Rhetorik ausgefochten hat. „Ihre Klauen kratzen an den Tasten“, heißt es dort über die Pianistin, „ihre Füße scharren sinnlos und verlegen. Sie streicht und zupft vage an sich herum, der Mann macht die Frau nervös und beraubt sie ihres Haltes, der Musik.“ Für Grimaud und Montero ist das Klavier kein Kampfplatz mehr. Sie spielen keine Weltanschauung vor wie die Männer und ringen nicht mehr um die Emanzipation wie Elfriede Jelinek. Sie haben sich im Schatten eingerichtet, genießen es, unterschätzt zu werden. Sie haben ihren Halt in der Musik längst gefunden. Und das scheint ihre einzige Botschaft. Sie sind Klavierspielerinnen, die etwas zu sagen haben. Beweisen müssen sie nichts mehr.
Text: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.05.2006, Nr. 18 / Seite 25
Wie ich finde, ein diskussionswürdiger Artikel. nubar
nubar (01.07.2006, 20:17): Hallo,
der Rachmaninov ist auch noch in einer anderen Aufmachung zu haben. Vor Jahren wurde bei BrilliantClassics eine Box mit großen Pianisten des 20.Jahrhunderts in teilweise historischen Aufnahmen herausgebracht. Darin ist auch der Carnaval enthalten. Nebenbei: Interessant sind auch die 2.Chopinsonate mit Cortot, die Chopinetüde 0p.25/6 mit Josef Lhevinne, das Schumannkonzert mit Lipatti und Karajan, eine Aufnahme der Schumann-Toccata mit Gilels, die Images I&II von Debussy mit ABM und die berühmte Prokofieff-Toccata mit Martha Argerich vom Busoni-Wettbewerb 1953, die sogar die Studioproduktion bei der DG schlägt.
Grüße nubar
Jack Bristow (17.08.2006, 14:18): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Original von Carola Interview in der Fraunkfurter Rundschau-online mit Reinhard Goebel - es klingt ganz schön bitter, was er über die Deutsche Grammophon in ihrem gegenwärtigen Zustand sagt. Recht hat er!
Ja, klingt nach: "Da hab ich noch ne Rechnung offen!"
Klingt für mich eher nach einem halben Dutzend solcher Rechungen ;)
"Wenn ich den in Santa Fé umgelegt habe kommt als nächster der Bastard in Alamos dran und dann der in Dodge City", Sprach's und ritt in den Sonnenuntergang...
viele Grüße
J. Bristow
Jürgen (05.09.2007, 11:05): Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen
Ich oute mich als Freund, verstehe aber nicht, warum damit jemand Probleme haben soll.
Speziell diese Aufnahme habe ich schon in einer Romero-Triple-CD-Box. Sehr schön !!
Jürgen (05.09.2007, 17:50): Original von Satie Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte. a) Saukitschig b) Plakativstes Hispanisieren für den Touristengeschmack c) Selten einfallslos in der Harmonik und Melodik.
Ein guter Freund von mir hat immer nur gesagt: "Bloss weil er blind ist, braucht der Mann nicht komponieren." Naja, das ist zugegeben schon sehr frech...
S A T I E
zu a) Das wäre nicht das einzige kitschige Stück Musik, das mir gefällt zu b) Die typischen Sommerhits der Spanientouristen sind doch wohl Andere. zu c) Ist mir als nichtwissenschaftlicher Nur-Hörer der Amateurklasse noch gar nicht aufgefallen. Aber jetzt, wo Du's sagst, will ich nochmal genauer hinhören.
Grüße Jürgen
Jürgen (11.09.2007, 09:01): Von den gelisteten habe ich immerhin zwei.
Gardiner und Previn, die Einstufungen kann ich nachvollziehen.
Dass die DG-Aufnahme von Karajan fehlt wundert mich aber. Ich mag sie mindestens genauso, wie die von Gardiner. Mit klanglichen Vorteilen für Gardiner, besseren Spannungsbögen bei Karajan.
Und überhaupt: Ich höre sie sehr gerne, die Planeten. Tangua, you're not alone. Bei den Planeten gibt es ausserdem immer wieder interessante Cover.
Grüße Jürgen
Jeff Klein (08.06.2006, 23:09): Hallo!
Mozart hat doch 27 Konzerte geschrieben?Auf dem Cover steht jedoch "21 concertos pour piano"!?Also ist es keine Gesamtaufnahme ?(!Ausserdem gibt Amazon an dass die Barenboim Aufnahme 10 CDs enthält.Also würden die 2 fehlenden CDs den 6 "fehlenden" Konzerten entsprechen ?(!
Gruss, Jeff
Jeff Klein (08.06.2006, 23:46): Original von Carola Original von Jeff Klein Hallo!
Mozart hat doch 27 Konzerte geschrieben?Auf dem Cover steht jedoch "21 concertos pour piano"!?Also ist es keine Gesamtaufnahme ?(!Ausserdem gibt Amazon an dass die Barenboim Aufnahme 10 CDs enthält.Also würden die 2 fehlenden CDs den 6 "fehlenden" Konzerten entsprechen ?(!
Gruss, Jeff
Hallo Jeff,
Bei der Aufnahme mit Barenboim ist die zehnte CD eine Bonus-DVD (Video), auf der die Konzerte für zwei und 3 Klaviere, KV 242 und KV 365 aufgezeichnet sind.
Mozart hat 23 selbstständige Klavierkonzerte geschrieben (21 für ein Klavier, eines für zwei und eines für drei Klaviere). Dazu kommen noch Berarbeitungen nach Klaviersonaten anderer Komponisten.
sagt Harenberg, Konzertführer, S. 572
Mit Gruß von Carola
Hallo Carola,
ich kenne leider nur einen geringen Teil der Konzerte, deshalb auch mein Interesse an einer Gesamteinspielung.Bei wikipedia habe ich jedoch von 27 Konzerten gelesen, das wird dann die Werke für mehrere Klaviere und die Bearbeitungen enthalten!Vielleicht enthält die eine Box zusätzlich noch Bearbeitungen oder die Werke für mehrere Klaviere?Weder bei amazon noch bei jpc finde ich Angaben dazu... ?(
Gruss, Jeff
Jeff Klein (09.06.2006, 00:21): Hallo!
Laut amazon.fr wurden die Konzerte NICHT "zerstückelt"!Dann werde ich sie mir wohl demnächst bestellen!
Gute Nacht, Jeff
Jeff Klein (09.06.2006, 12:43): Original von Rachmaninov Original von Jeff Klein Hallo!
Laut amazon.fr wurden die Konzerte NICHT "zerstückelt"!Dann werde ich sie mir wohl demnächst bestellen!
Gute Nacht, Jeff
Du meinst hier die Zacharias Aufnahme oder?
Das wäre eine tolle Nachricht :leb
Ja die Box mit den 8 CDs!
Gruss, Jeff
Gamaheh (01.06.2006, 22:28): Lieber Zelenka,
hast Du auch die Reith Lectures von Barenboim auf Radio 4 gehört? Er spricht dort u.a. über die Rolle, die seiner Meinung nach der Musik im Leben der Menschen zukommen sollte, von der allgemein geringer werdenden Rolle des auditiven Sinns (im Gegensatz zum visuellen) heute, von Fahrstuhlmusik usw., und (in Jerusalem) über Wagner. Man kann sie - glaube ich - immer noch online hören, obwohl man sie nicht mehr so komfortabel herunterladen kann wie just danach. Ich habe übrigens auch seit kurzem Diapason abonniert, nachdem man die Zeitschrift hier nicht kaufen kann und sie für mich zur Zeit auch die beste Musikzeitschrift ist, die ich kenne.
Grüße, Gamaheh
P.S.: Ja, man kann sie noch hören, und Transkripte gibt es auch noch: http://www.bbc.co.uk/radio4/reith2006/lectures.shtml#lecture1
Gamaheh (06.06.2006, 18:57): Lieber Zelenka,
ja, E.T.A. - der Name hat es mir irgendwie angetan, die Geschichte auch.
Ich fand die Reith Lectures eigentlich interessant (ich hoffe, das macht mich in Deinen Augen nicht zu einer Ignoramus). Sie sind ja nicht als fachwissenschaftliche Vorlesungen konzipiert und erreichen doch ein sehr breites Publikum (auch wenn der Marktanteil von Radio 4 normalerweise eher verschwindend gering ist). Barenboim hat zwar nichts umwerfend Neues gesagt, sondern eher wie der alte Cato das, was er schon immer mal sagen wollte, aber es ist doch schön, daß auch mal einem Musiker (einem, der sich sein ganzes Leben vorrangig mit der Musik beschäftigt hat) die Gelegenheit gegeben wird, das zu tun. Und die Fragestunde kam ja immer erst am Ende (was bei Vorträgen ja nicht unüblich ist). Von Platitüden würde ich auch nicht reden - teilweise hat er das Banale ausgesprochen, aber ich finde es durchaus legitim (wenn nicht sogar wichtig), auch das Banale gelegentlich offen zu sagen, denn das Banale ist ja häufig das Wesentliche. Und seine Metaphern fand ich wirklich sehr anschaulich - für viele Leute ist das ja durchaus nichts Selbstverständliches.
Grüße, Gamaheh
Gamaheh (27.10.2006, 22:57): Liebe Melomanen,
heute abend begrüßte mich aus meinem Briefkasten die November-Ausgabe von Diapason. In Abwesenheit von Zelenka melde ich Euch die siebzehn CD-Neuerscheinungen, die die Redaktion von Diapason und Produzenten von France Musique aus über zweitausend ausgewählt hat, die in den letzten zwölf Monaten in der Redaktion angekommen sind:
da dies bereits anderswo (im Mitgliederbereich) thematisiert worden ist, referiere ich kurz eine Diskussion, die in den französischen Medien des Genres aktuell geführt wird: die Zukunft der CD.
Ausgelöst durch die Einführung von Downloadmöglichkeiten von klassischer Musik von Universal, brachte die Zeitung Libération ein Interview mit dem 85-jährigen Gründer und Chef von Harmonia Mundi, der in stammtischreifer Metaphorik die ungebrochene Vitalität der CD proklamierte - nachzulesen hier .
Darauf antwortete der Chefredakteur von abeilleinfo.com mit einem polemischen Artikel - hier. Das angeschlossene Forum nahm sich mit Gusto des Themas und insbesondere der Metaphorik an ...
Auch der Chefredakteur von Diapason widmete sich in der Dezember-Ausgabe dem Thema, allerdings mehr von einem sachlichen und technischen Standpunkt aus. Im Prinzip sei er nicht gegen Downloads, aber das mp3-Format sei ungeeignet, da es durch hohe Komprimierung wichtige Details unterdrücke. Das sei zwar nicht beim ersten Hören zu bemerken, aber bei intensivem, wiederholtem Hören werde man sich der Fehler dieses Systems bewußt: Es unterdrücke genau die Details, die Aufnahmen in ihrer Qualität voneinander unterscheiden, und z.B. die klanglichen Unterschiede zwischen einer exquisiten Stradivari und einer gemeinen Geige seien nicht mehr wahrzunehmen. Man müsse die Entwicklung von Blu-Ray abwarten.
Ich fürchte, ich kann diese Unterschiede nicht warhnehmen (jedenfalls habe ich es noch nicht bemerkt). Habt Ihr ein besseres Gehör oder eine bessere Anlage, die Euch erlauben, dies nachzuvollziehen? Wißt Ihr etwas über die Entwicklungen in der Technik, wie z.B. Blu-Ray?
Grüße, Gamaheh
ab (16.09.2007, 21:28): Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen. Er entschied sich für Marc Minkowskis Einspielung mit seinen Musiciens du Louvre (moderne und historische Instrumente gemischt):
Wenn ich mich recht entsinne, dann ist in der Edition des Österreichischen Rundfunks ORF "Ö1-Klassiker Vol. 5" ebendieses Werk undter ebenjenen Dirigenten, aber Live mit den Wienern zu hören. Auf der entsprechenden Seite aber schweigen sie sich über die Interperten aus...
ab (17.09.2007, 21:35): Die DGG-CD war von einem Konzert in Paris, Cité de la Musique, décembre 2002 - Mahler Chamber Orchestra.
Auch die ORF-Ausgabe ist Live, die Angaben differieren von Gustav Mahler Orchester (Jugend- oder Kammer-???) bis zu Les Musiciens du Louvre.
Aber ich meine mich zu entsinnen, dass es ein Mitschnitt aus Wien gewesen sei.
die Serie ist übrigens besser als so viele, weil nicht an bestimmte Labels gebunden. Dazu hier eine Übersicht.
Poztupimi (02.09.2007, 15:02): Original von Zelenka Und nun endlich zu den Ergebnissen des Blindhörens von Beethovens Violinkonzert aus dem Juni-Heft von Classica:
1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942
2. Francescatti, Columbia Symphony O, Walter Sony SBK47659
3. Kogan, O de la Société des Concerts du Conservatoire, Vandernoot Testament SBT1228
4. Mutter, BPO, Karajan DG 4238182
9
5. Ferras, BPO, Karajan DG 4379492
6. Milstein, Pittsburgh Symphony O, Steinberg EMI 5675832
7. Oistrakh, O national de la Radiodiffusion francaise, Cluytens EMI 7692612
8. Perlman, Philharmonia O, Giulini EMI 7470022
8
9. Heifetz, Boston Symphony O, Munch RCA RD85402
10. Menuhin, Lucerne Festival O, Furtwängler Testament SBT1109
Ich besitze von den zehn Versionen nur die ersten drei und die No. 9, Ferras steht leider immer noch auf meiner Wunschliste. Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Gruß, Zelenka
Schon erstaunlich, daß in dieser Liste nur eine Aufnahme aus jüngerer Zeit Gnade vor den Augen der Kritik gefunden hat.
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), kann ich mir zumindest mal vornehmen, über meine Reihung dieser und die Einordnung einiger anderer in die Liste Gedanken zu machen.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (02.09.2007, 15:58): Original von Zelenka Original von Poztupimi
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), ...
Grüße, Wolfgang
:down :down :down :down :down
Gruß, Zelenka
Halt eine kleine Marotte von mir, aber weit davon entfernt, jemals eine vollständige Sammlung zu werden. Den Ehrgeiz besitze ich dann auch wieder nicht.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (02.09.2007, 23:11): Original von Zelenka
Eine schöne Marotte! Wieviele Aufnahmen hast Du denn zur Zeit?
Gruß, Zelenka
Also, wenn ich mich gerade nicht verzählt habe, sind es 55. Aber die nächsten beiden Aufnahmen stehen schon an erster und zweiter Stelle auf meiner Liste (Faust, Repin). Ich habe allerdings keine Vorstellung, wie oft dieses Werk bisher eingespielt wurde und wieviele davon zur Zeit verfügbar sind. Und darin liegt dann natürlich auch schon die Schwierigkeit, eine Vorauswahl für einen solchen Vergleich zu treffen. Aber die eine oder andere mehr oder weniger jüngere hätte es schon sein können (Mullova, Hahn, Znaider, Scholz, Zehetmair, Bell als Beispiel). Ich gebe aber auch zu, daß ich Oistrach, Millstein oder Perlman durchaus schätze.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (08.09.2007, 10:39): Original von Zelenka Im März-Heft von Classica gab es ein Blindhören von Gustav Holsts "The Planets". Hier die Resultate der französischen Jury:
7. Bernstein/New York Philharmonic Sony SMK47567
Ich besitze keine der genannten Aufnahmen.
Gruß, Zelenka
Guten Morgen,
immerhin besitze ich diese eine Aufnahme aus der Liste. Meine CD hat zwar eine ander Nummer, aber könnte ja die gleiche sein.
Aber ich habe sie wohl schon lange nicht mehr gehört, irgendwie habe ich keinen rechten Zugang dazu gefunden. Und meine zweite AUfnahme war eigentlich auch nur eine Beigabe zu Janacek (Rattle, Philharmonia).
@Satie: Da bin ich aber beruhigt, daß sich hier offensichtlich nicht weitere Lücken in meiner Tonträgersammlung auftun.
Grüße, Wolfgang
Poztupimi (09.09.2007, 13:38): Original von Zelenka Im Januar-Heft 2007 von Classica hörte man Mozarts wohlvertraute "Eine kleine Nachtmusik" im Blindvergleich. Die Ergebnisse:
1. Manze/The English Concert (2003) Harmonia Mundi HMC907280
Gruß, Zelenka
Immerhin, die zweite Nummer 1, die sich unter meinen CDs tummelt. Womit es das dann aber auch schon fast war, noch eine alte LP: Fricsy/Berliner Philharmoniker (1958; DGG 136 226 SLPEM).
Grüße, Wolfgang
Cosima (01.09.2007, 18:37): Original von Zelenka In der nächsten Zeit sollen in diesem Faden in lockerer Folge die Resultate mehrer Blindhör-Vergleiche aus den letzten Heften der französischen Zeitschrift Classica/Répertoire erscheinen. Ich bin selbst reichlich skeptisch, was solche Ranglisten angeht, aber vielleicht sind diese Listen ja doch von Interesse.
Lieber Zelenka,
bitte führe diese Reihe fort. Ich finde sie sehr interessant.
Beim Boléro habe ich 'meine' Aufnahme wohl gefunden, nämlich jene mit Anima Eterna und Immerseel. Chailly wäre trotzdem sicher interessant. Munch/Boston Symphony hätte ich auch eine 7 gegeben.
Gruß, Cosima
Cosima (02.09.2007, 09:10): Original von Zelenka Aber ich warne: Es werden auch eine Bach-Kantate (BWV 82) und Bellinis Norma dabeisein.
Vielleicht könntest Du die ganz ans Ende der Reihe stellen. :beer Was kommt denn alles noch?
Gruß, Cosima
Cosima (02.09.2007, 16:24): Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Die Tetzlaff-Aufnahme kenne ich nicht, aber wieso magst Du den Francescatti nicht? Ich höre ihn sehr gerne. - Den Kogan setze ich gedanklich auf meine Wunschliste.
Gruß, Cosima
Cosima (02.09.2007, 18:14): Ich finde, Walter und er passen nicht recht zusammen. Francescatti ist eher leicht, Walter eher schwerblütig-robust. Vielleicht ist Francescatti sogar ein klein wenig fehlbesetzt. Ich bin eigentlich der Überzeugung, daß es in dem Konzert nicht nur mit "französischer Leichtigkeit" zugehen kann, daß es auch manchmal "innig" werden muß.
Ich höre nichts, was mich stören würde. Ich meine, dass das sehr gut passt mit Francescatti und Walter. Solist und Orchester spielen klassisch-schnörkellos und warm im Klang. Weder erscheint mir das Orchester besonders schwerblütig, noch empfinde ich Francescatti im Verhältnis als zu "leicht". Komisch, wie die Eindrücke sich hier unterscheiden...
Gruß, Cosima
Cosima (04.09.2007, 19:54): Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, ...
Ich oute mich mal: Ich hasse das! Gitarre sowieso und dieses Werk ganz speziell. Nichts für ungut. :engel
Gruß, Cosima
Cosima (07.09.2007, 21:02): Ich habe diese hier:
Original von Zelenka 4. Gardiner/Philharmonia O DG 4458602
Es ist meine einzige Holst-CD. Und ehrlich gesagt: Ich habe sie nur gekauft, weil ich meinte, dass man die „Planeten“ mal gehört haben sollte.
(Oder sollte ich mich mit dem Werk bzw. Holst intensiver beschäftigen? Vielleicht entgeht mir ja etwas... )
Gruß, Cosima
Cosima (09.09.2007, 11:13): Original von Zelenka Meine Bestände an Nachtmusiken sind nicht übergroß, von den genannten Aufnahmen besitze ich nur die No. 4.
Meine auch nicht (Karl Böhm und Erich Kleiber). Aber diese beiden genügen mir auch. Obwohl die Kleine Nachtmusik doch eigentlich ein sehr hübsches Werk ist… vielleicht ein wenig zu "wohlvertraut".
Gruß, Cosima
Cosima (15.09.2007, 13:13): Original von Zelenka Ich bin hier nur mit Bernstein beteiligt.
Ja, ich auch. Ansonsten mit Giulini, Ozawa, Horenstein und Kegel. Aus dieser Auswahl favorisiere ich Jascha Horenstein. (Solti mag ich generell nicht besonders.)
Gruß, Cosima
Cosima (16.09.2007, 10:38): Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen.
Ah! Das ist ja mal interessant! Ich liebe die Symphonie fantastique sehr! Was ist denn mit den anderen Aufnahmen? Wird Leonard Bernstein mit der New York Philharmonic nicht gewürdigt? Die Aufnahme ist doch toll!
Wieso denn „Oper für Orchester“? Könntest Du bitte etwas detaillierter berichten? Danke!
Interessanter Beitrag! Die o.g. habe ich (neben einigen anderen Aufnahmen). Ich meine, dass die Platzierungen so in etwa mit meinen Eindrücken übereinstimmen.
Gruß, Cosima
Cosima (23.09.2007, 13:23): Ich finde die Hough-Einspielung nicht schlecht. Mit ihrer Nüchternheit kommt sie Rachmaninows eigenen Aufnahmen recht nahe. Mir gefällt das - als Alternative zu den anderen Interpretations-Ansätzen - eigentlich ganz gut.
Gruß, Cosima
Zelenka (27.08.2007, 17:16): Nach einer längeren Pause und im neuen Design (ohne Cover-Abbildungen):
Zelenka (01.09.2007, 16:01): In der nächsten Zeit sollen in diesem Faden in lockerer Folge die Resultate mehrer Blindhör-Vergleiche aus den letzten Heften der französischen Zeitschrift Classica/Répertoire erscheinen. Ich bin selbst reichlich skeptisch, was solche Ranglisten angeht, aber vielleicht sind diese Listen ja doch von Interesse. Vor dem Blindhören findet immer eine Vorauswahl statt, in den Endlauf kommen dann 10 Aufnahmen. Die Höchstpunktzahl bei Classica ist 10. Im Maiheft dieses Jahres wurde Ravels Boléro gehört:
2. Paray/Detroit Symphony O 1958 Mercury 4343062 3. Fricsay/RIAS-Symphonie-O 1956 DG 457080 4. Solti/Chicago Symphony O 1974 Decca 4119282
8
5. Abbado/LSO 1985 DG 4159722 6. P. Järvi/Cincinnati Symphony O 2003 Telarc 80601 7. von Karajan/BPO 1977 EMI 769007
7
8. Boulez/BPO 1993 DG 4398592 9. Munch/Boston Symphony O 1957 RCA GD86522 10. Cluytens/O des Concerts du Conservatoire 1961 EMI 7691652
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 07:36): Original von Cosima Original von Zelenka In der nächsten Zeit sollen in diesem Faden in lockerer Folge die Resultate mehrer Blindhör-Vergleiche aus den letzten Heften der französischen Zeitschrift Classica/Répertoire erscheinen. Ich bin selbst reichlich skeptisch, was solche Ranglisten angeht, aber vielleicht sind diese Listen ja doch von Interesse.
Lieber Zelenka,
bitte führe diese Reihe fort. Ich finde sie sehr interessant.
Beim Boléro habe ich 'meine' Aufnahme wohl gefunden, nämlich jene mit Anima Eterna und Immerseel. Chailly wäre trotzdem sicher interessant. Munch/Boston Symphony hätte ich auch eine 7 gegeben.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Es geht demnächst weiter mit der Reihe! Aber ich warne: Es werden auch eine Bach-Kantate (BWV 82) und Bellinis Norma dabeisein.
Van Immerseel ist bei Classica mit seinem Boléro schon in der Vorauswahl gescheitert - ohne wirkliche Begründung. Und mehr als eine Sieben ist Munchs Boléro wirklich nicht wert.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 09:32): Original von Cosima Original von Zelenka Aber ich warne: Es werden auch eine Bach-Kantate (BWV 82) und Bellinis Norma dabeisein.
Vielleicht könntest Du die ganz ans Ende der Reihe stellen. :beer Was kommt denn alles noch?
Gruß, Cosima
Mal schauen, ob ich da etwas drehen kann ... :D Es kommen z.B. Mozarts Kleine Nachtmusik, Beethovens Violinkonzert, Rachs erstes Klavierkonzert und Holsts Planeten.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 13:58): Vor das Beethoven-Violinkonzert setzen die Götter, in diesem Falle stellvertretend ich, die Bach-Kantate BWV 82 "Ich habe genug". Im Aprilheft von "Classica" erbrachte das Blindhören von 10 Aufnahmen die folgenden Resultate (N.B.: Die Höchstnote 10 wurde nicht vergeben!):
1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942
2. Francescatti, Columbia Symphony O, Walter Sony SBK47659
3. Kogan, O de la Société des Concerts du Conservatoire, Vandernoot Testament SBT1228
4. Mutter, BPO, Karajan DG 4238182
9
5. Ferras, BPO, Karajan DG 4379492
6. Milstein, Pittsburgh Symphony O, Steinberg EMI 5675832
7. Oistrakh, O national de la Radiodiffusion francaise, Cluytens EMI 7692612
8. Perlman, Philharmonia O, Giulini EMI 7470022
8
9. Heifetz, Boston Symphony O, Munch RCA RD85402
10. Menuhin, Lucerne Festival O, Furtwängler Testament SBT1109
Ich besitze von den zehn Versionen nur die ersten drei und die No. 9, Ferras steht leider immer noch auf meiner Wunschliste. Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 15:33): Original von Poztupimi
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), ...
Grüße, Wolfgang
:down :down :down :down :down
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:25): Original von Cosima Die ersten beiden Einspielungen mag ich nicht besonders …
Die Tetzlaff-Aufnahme kenne ich nicht, aber wieso magst Du den Francescatti nicht? Ich höre ihn sehr gerne. - Den Kogan setze ich gedanklich auf meine Wunschliste.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Über die Tetzlaff-Version habe ich schon letztes Jahr kurz etwas in meiner Fadeneröffnung zum Beethoven-Violinkonzert geschrieben. Francescatti ist noch recht neu für mich. Ich finde, Walter und er passen nicht recht zusammen. Francescatti ist eher leicht, Walter eher schwerblütig-robust. Vielleicht ist Francescatti sogar ein klein wenig fehlbesetzt. Ich bin eigentlich der Überzeugung, daß es in dem Konzert nicht nur mit "französischer Leichtigkeit" zugehen kann, daß es auch manchmal "innig" werden muß.
Die Kogan-Version muß man übrigens nicht unbedingt in der Testament-Ausgabe kaufen, das Konzert ist auch in der Introuvables-Box von EMI enthalten, die selbstredend höchst empfehlenswert ist.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:29): Original von Rachmaninov Original von Zelenka 1. Tetzlaff, Tonhalle Orchester Zürich, Zinman Arte Nova 82876769942 Gruß, Zelenka
Mir scheint Zinman prodziert derzeit einige sehr gute, sehr günstige Aufnahmen mit diesem Orchester in Sachen "Beethoven"!
Kann einer etwas zu dieser Aufnahme berichten?
Ein wenig habe ich hier zur Aufnahme geschrieben.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:33): Original von Poztupimi Original von Zelenka Original von Poztupimi
Da ich alle diese Aufnahmen besitze (1, 3, 9 & 10 auf CD, die übrigen als LP), ...
Grüße, Wolfgang
:down :down :down :down :down
Gruß, Zelenka
Halt eine kleine Marotte von mir, aber weit davon entfernt, jemals eine vollständige Sammlung zu werden. Den Ehrgeiz besitze ich dann auch wieder nicht.
Grüße, Wolfgang
Eine schöne Marotte! Wieviele Aufnahmen hast Du denn zur Zeit?
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 17:51): Nur nebenbei: Mein eigentlicher Lieblingsgeiger im Beethoven-Konzert, nämlich Wolfgang Schneiderhan, wird in dem Classica-Artikel noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt, geschweige denn besprochen.
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.09.2007, 18:58): Original von Cosima Ich finde, Walter und er passen nicht recht zusammen. Francescatti ist eher leicht, Walter eher schwerblütig-robust. Vielleicht ist Francescatti sogar ein klein wenig fehlbesetzt. Ich bin eigentlich der Überzeugung, daß es in dem Konzert nicht nur mit "französischer Leichtigkeit" zugehen kann, daß es auch manchmal "innig" werden muß.
Ich höre nichts, was mich stören würde. Ich meine, dass das sehr gut passt mit Francescatti und Walter. Solist und Orchester spielen klassisch-schnörkellos und warm im Klang. Weder erscheint mir das Orchester besonders schwerblütig, noch empfinde ich Francescatti im Verhältnis als zu "leicht". Komisch, wie die Eindrücke sich hier unterscheiden...
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich höre vielleicht anders, weil ich wahrscheinlich mit anderen Versionen vergleiche als Du. Und vielleicht andere Vorstellungen habe, wie das Konzert vielleicht zu spielen wäre. Z.B. finde ich, daß zu Beginn des Larghetto Walter sehr düster einsetzt, Francescatti aber im Gegensatz eher leicht und hell. Ein wenig ist dieser Kontrast schon zu Beginn des ersten Satzes hörbar. Mir ist Walter mit seinem Orchester hier und anderswo einfach zu robust für den Solisten. Besonders warm finde ich Francescattis vibratoreiches Spiel noch nicht einmal, wenn ich ihn z.B. mit Oistrakh vergleiche, vielleicht trifft aber die Kombination "klassisch-schnörkellos". Bei Walter sehe ich eher nicht das "Klassische", sondern schon "Romantisches". Francescatti hat drei weitere Versionen unter Cluytens, Ormandy und Mitropoulos eingespielt, die ich leider alle nicht kenne. "Classica" hat sich für diejenige mit Walter entschieden, was ich ohnehin einfach respektieren muß. Es macht ja weiter nichts.
Gruß, Zelenka
Zelenka (03.09.2007, 17:07): Original von Poztupimi Original von Zelenka
Eine schöne Marotte! Wieviele Aufnahmen hast Du denn zur Zeit?
Gruß, Zelenka
Also, wenn ich mich gerade nicht verzählt habe, sind es 55. Aber die nächsten beiden Aufnahmen stehen schon an erster und zweiter Stelle auf meiner Liste (Faust, Repin). Ich habe allerdings keine Vorstellung, wie oft dieses Werk bisher eingespielt wurde und wieviele davon zur Zeit verfügbar sind. Und darin liegt dann natürlich auch schon die Schwierigkeit, eine Vorauswahl für einen solchen Vergleich zu treffen. Aber die eine oder andere mehr oder weniger jüngere hätte es schon sein können (Mullova, Hahn, Znaider, Scholz, Zehetmair, Bell als Beispiel). Ich gebe aber auch zu, daß ich Oistrach, Milstein oder Perlman durchaus schätze.
Grüße, Wolfgang Lieber Wolfgang:
In der Vorauswahl des Classica-Artikels erscheinen natürlich auch die Namen von Interpreten der neueren und neuesten Zeit, nur um zum großen Teil gleich disqualifiziert zu werden: Bell (zuviel Rubato etc.), Hahn (technisch perfekt, aber ohne Persönlichkeit), Kennedy (preziös), Mullova (kalt, steif), Vengerov (inkohärent), Zehetmair (spielt das Konzert wie man es im 18. Jhdt, gespielt hätte, u.a. zu schnell nämlich), Zimmermann (ohne Leidenschaft). Es werden hier großenteils einfach jene gängigen Klischees in Anwendung gebracht, die man den betreffenden Solisten immer wieder anhängt. Nur Tetzlaff und Znaider kommen gut weg, letzterer gelangt dann aber nicht in die Endausscheidung.
Deine 55 Versionen des Konzerts machen mich natürlich grün vor Neid!
Gruß, Zelenka
Zelenka (04.09.2007, 18:02): Original von Rachmaninov @Wolfgang, @Zelenka,
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Repins neues Beethoven-Konzert ist schon fest bei mir eingeplant!!! Wahrscheinlich werde ich es sogar in England bestellen, weil es da ein paar Wochen früher herauskommt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (04.09.2007, 18:09): Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, die Spitzenempfehlung von "The Gramophone Collection" im August-Heft 2007:
Zelenka (04.09.2007, 18:19): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Speziell für die vielen Freunde von Rodrigos "Concierto de Aranjuez", die sich aber bestimmt hier im Forum nicht outen wollen, die Spitzenempfehlung von "The Gramophone Collection" im August-Heft 2007:
diese Aufnahme besitze ich und kann diese Empfehlung nur unterstützen! Eine Top Aufnahme :cool
Ganz unter uns, Rach, ich besitze diese Aufnahme auch, allerdings noch die Erstausgabe. Das Gramophone hat hier wirklich einmal recht!
Gruß, Zelenka (<
- verkappter Rodrigo-Fan)
Zelenka (04.09.2007, 18:21): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Original von Rachmaninov @Wolfgang, @Zelenka,
ich hoffe Repin wird hier Maßstäbe setzen (sofern er auf dem Niveau wie vor Jahren spielt!)
Repins neues Beethoven-Konzert ist schon fest bei mir eingeplant!!! Wahrscheinlich werde ich es sogar in England bestellen, weil es da ein paar Wochen früher herauskommt.
Gruß, Zelenka
Ich werde da 100%ig bestellen, ist fast 1 Monat unterschied!
:beer
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.09.2007, 18:02): Original von Satie Auweia... also ich frage mich, wie man gegen dieses Stück (und generell Rodrigo) keine Einwände haben könnte. a) Saukitschig b) Plakativstes Hispanisieren für den Touristengeschmack c) Selten einfallslos in der Harmonik und Melodik.
S A T I E
:A Aua! Das hat gesessen!
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.09.2007, 18:06): Im März-Heft von Classica gab es ein Blindhören von Gustav Holsts "The Planets". Hier die Resultate der französischen Jury:
10. Ozawa/ Boston Symphony O Philips (Japan) UCCP7002
Ich besitze keine der genannten Aufnahmen.
Gruß, Zelenka
Zelenka (08.09.2007, 14:16): Original von Satie [Wenns um Planeten geht, finde ich denn aber die Sphärenharmonien etwa eines Du Caurroy weit sublimer...
Herzlich, S A T I E
Lieber Satie:
In welchem Werk des mir bis eben völlig unbekannten du Caurroy* erklingen denn die sublimen Sphärenharmonien? Oder sind sie überall präsent?
*Aus dem "Concise Grove":
Du Caurroy, Eustache
(b ?Gerberoy, bap.4 Feb 1549; d Paris, 7 Aug 1609). French composer. A singer at court from c 1570, he was vice- maître of the Chapelle Royale until 1595 and then surintendant de la musique. He wrote motets, psalms, chansons and instrumental fantasias (many published posthumously). His requiem remained the official mass for French kings funerals.
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.09.2007, 08:04): Lieber Satie:
Ganz herzlichen Dank für Deine Erläuterungen! Die Savall-Aufnahme, auf die Du gestoßen bist, war dann wohl diese:
Obwohl ich ein großer Savall-Fan bin, ist die CD mir leider entgangen ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.09.2007, 09:44): Im Januar-Heft 2007 von Classica hörte man Mozarts wohlvertraute "Eine kleine Nachtmusik" im Blindvergleich. Die Ergebnisse:
8. Casals/Marlboro Festival O (1967) Sony SMK47295
7
9. Wand/Gürzenich-O Köln (1957) Testament SBT1303
10. Walter/Columbia Symphony O (1954) Sony SMK64468
Meine Bestände an Nachtmusiken sind nicht übergroß, von den genannten Aufnahmen besitze ich nur die No. 4.
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.09.2007, 12:37): Original von Cosima Original von Zelenka Meine Bestände an Nachtmusiken sind nicht übergroß, von den genannten Aufnahmen besitze ich nur die No. 4.
Meine auch nicht (Karl Böhm und Erich Kleiber). Aber diese beiden genügen mir auch. Obwohl die Kleine Nachtmusik doch eigentlich ein sehr hübsches Werk ist… vielleicht ein wenig zu "wohlvertraut".
Gruß, Cosima
Bei mir gibt es noch Szell (Sony,viel zu kalt) und merkwürdigerweise eine Version unter Wolfgang Schneiderhan (Orfeo, zu warm). Das muß reichen und tut es auch.
Gruß, Zelenka
Zelenka (10.09.2007, 17:04): Die Ergebnisse eines Vergleichshörens von Aufnahmen von Bellinis "Norma" im Juli/August-Heft 2007 von "Classica":
Zelenka (11.09.2007, 20:37): Im aktuellen September-Heft von "Classica" wird Sibelius' 5. Symphonie von drei Jury-Mitgliedern und (nach Ausweis des beigegebenen Photos) auch von einer Katze blindgehört. Dies sind die Ergebnisse:
7. New York Philharmonic/Bernstein Sony Bernstein Century SMK60732
7
8. Philadelphia O/Muti EMI 76422872
9. Concertgebouw/Haitink (1977) Philips 4643222
10. Moskauer Philharmonisches O, Kondraschin Melodiya MEL1000807
Ich bin hier nur mit Bernstein beteiligt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.09.2007, 10:09): Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen. Er entschied sich für Marc Minkowskis Einspielung mit seinen Musiciens du Louvre (moderne und historische Instrumente gemischt):
Herausgestellt wird Minkowskis Auffassung der Symphonie als "Oper für Orchester". Die Aufnahme ist derzeit gestrichen und wird teils zu absoluten Phantasiepreisen angeboten.
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.09.2007, 12:54): Original von Cosima Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen.
Ah! Das ist ja mal interessant! Ich liebe die Symphonie fantastique sehr! Was ist denn mit den anderen Aufnahmen? Wird Leonard Bernstein mit der New York Philharmonic nicht gewürdigt? Die Aufnahme ist doch toll!
Wieso denn „Oper für Orchester“? Könntest Du bitte etwas detaillierter berichten? Danke!
Gruß, Cosima
Doch, Bernstein wird gewürdigt, seine Einspielung von 1963 (Sony) mit den New Yorkern gehört zu den vier besten Aufnahmen zusammen mit Beecham (1957, EMI), Colin Davis (1974, Philips), den ich habe, und eben Minkowski. (Insgesamt wurden 28 Aufnahmen von 1931 bis 2003 gehört.) Auch andere Dirigenten werden ein wenig gewürdigt, aber eben nicht ganz so sehr, wie Norrington oder Gardiner mit ihrem HIP-Ansatz. Gardiner besitze und schätze ich sehr. Die historischen Blasinstrumente z.B. klingen doch sehr anders und oft gespenstischer.
Mit "Oper für Orchester" ist wohl nur ein Zugriff gemeint, der noch dramatischer ist als sonst üblich, teils aber auch ein Ansatz, die Tempi zu verlangsamen und sangbarer zu machen. Eigentlich wird ja jeder Dirigent das Drama dieser Programm-Musik zur Kenntnis genommen und dann mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt haben.
In der ursprünglichen Besprechung im "Gramophone" (10/2003) war der Veteran Edward Greenfield nicht sonderlich begeistert über Minkowski:
A live Fantastique doesn’t challenge the best, but there is a welcome bonus
Recorded live, this characterful version of the Symphonie fantastique breaks new ground in bringing together the talented performers of the Mahler Chamber Orchestra, using modern instruments, and wind-players from Marc Minkowski’s period orchestra, Les Musiciens du Louvre. Not that I would have noticed; there is no discrepancy between the two groups, and Minkowski, period specialist though he is, takes an unashamedly romantic view of Berlioz, generally preferring spacious speeds, strikingly different from Gardiner or Norrington in their period performances.
Minkowski takes this tendency to its extreme in the slow introduction with its self-conscious pauses. While he sustains his tempi remarkably well, never letting the music sag in the evocative sections of the 20-minute ‘Scène aux champs’, Sir Colin Davis – in all his versions – and Myung Whun Chung in another Paris recording from DG, make the music flow more easily, and just as expressively.
Ich hätte in meinem ersten kurzen Beitrag natürlich erwähnen müssen, daß auch das Mahler Chamber Orchestra beteiligt ist.
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.09.2007, 17:55): Gestern in "Building a Library" auf BBC Radio 3 die folgenden Empfehlungen für Einspielungen von Bachs "Kunst der Fuge":
BACH: The Art of Fugue, BWV. 1080
Overall choice:
Phantasm Laurence Dreyfus & Wendy Gillespie (treble viols) Jonathan Manson (tenor viol), Markku Luolajan-Mikkola (bass viol) SIMAX PSC1135 (CD)
Solo instrumental choice:
Davitt Moroney (harpsichord) (HARMONIA MUNDI HMX2901169-70 (2-CDS) (mid price)
Budget price recommendation:
BACH: THE KEYBOARD ALBUM Charles Rosen (piano) (CD2) c/w Bach: Applicato in C BWV.994; Chorale: Joy & Peace BWV512; Musettes, Minuets and Inventions; Italian Concerto in F BWV.971 Rosalyn Tureck (piano) ESSENTIAL CLASSICS SB2K 63231 (2 CDs)
Gruß, Zelenka
Zelenka (17.09.2007, 17:46): Original von ab Original von Zelenka Im Juli-Heft des "Gramophone" versuchte Mike Ashman die beste Version von Berlioz' Symphonie fantastique namhaft zu machen. Er entschied sich für Marc Minkowskis Einspielung mit seinen Musiciens du Louvre (moderne und historische Instrumente gemischt):
Wenn ich mich recht entsinne, dann ist in der Edition des Österreichischen Rundfunks ORF "Ö1-Klassiker Vol. 5" ebendieses Werk undter ebenjenen Dirigenten, aber Live mit den Wienern zu hören. Auf der entsprechenden Seite aber schweigen sie sich über die Interperten aus...
Ich gehe davon aus, daß es sich hier um eine Lizenzausgabe der vergriffenen DG-Version handelt. Es spielt das Mahler Chamber O, auf der CD sind auch andere Übernahmen von Universal.
Gruß, Zelenka
Zelenka (18.09.2007, 17:34): Original von ab Die DGG-CD war von einem Konzert in Paris, Cité de la Musique, décembre 2002 - Mahler Chamber Orchestra.
Auch die ORF-Ausgabe ist Live, die Angaben differieren von Gustav Mahler Orchester (Jugend- oder Kammer-???) bis zu Les Musiciens du Louvre.
Aber ich meine mich zu entsinnen, dass es ein Mitschnitt aus Wien gewesen sei.
die Serie ist übrigens besser als so viele, weil nicht an bestimmte Labels gebunden. Dazu hier eine Übersicht.
Die DG-Aufnahme ist ja auch aus Live-Mitschnitten zusammengestückelt. Herzlichen Dank für den Link!
Gruß, Zelenka
Zelenka (21.09.2007, 17:14): Im "New Yorker" vom 17.9.2007 findet sich dieser längere Artikel zum Joyce-Hatto-Skandal. (Unter dem Namen Joyce Hatto veröffentlichte das englische Label Concert Artists piratisierte Aufnahmen anderer Pianisten.)
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 08:33): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Im "New Yorker" vom 17.9.2007 findet sich dieser längere Artikel zum Joyce-Hatto-Skandal. (Unter dem Namen Joyce Hatto veröffentlichte das englische Label Concert Artists piratisierte Aufnahmen anderer Pianisten.)
Gruß, Zelenka
@Zelenka, danke für den Hinweis! Es gibt hier auch einen passenden Thread! BTW, hat nicht eigentlich ihr Ehemann alle betrogen? Gruß R
Joyce Hatto selbst hat u.a. nach dem New Yorker-Artikel kräftig mitbetrogen. Was für eine bizarre Geschichte!
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 10:33): Im Februar-Heft der französischen Zeitschrift "Classica" wurden nach einer Vorauswahl 11 Versionen von Rachmaninovs 1. Klavierkonzert gehört. Dies ist das Ergebnis:
Andsnes/BPO/Pappano werden noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt (ehe es überhaupt an das vergleichende Blindhören geht). Dem "expressiven" Pletnev wird dort eine schlechte Orchesterleistung zum Verhängnis (wie im Falle von Berezovsky und seinem Orchester vom Ural). Unter den neueren Aufnahmen kommt auch Hough (Hyperion) sehr schlecht weg (unpersönliches Spiel, nur routinierte Begleitung unter Litton).
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 13:07): Original von nikolaus Original von Zelenka Lieber Nikolaus, lieber Rachmaninov:
Andsnes/BPO/Pappano werden noch nicht einmal in der Vorauswahl erwähnt (ehe es überhaupt an das vergleichende Blindhören geht). Dem "expressiven" Pletnev wird dort eine schlechte Orchesterleistung zum Verhängnis (wie im Falle von Berezovsky und seinem Orchester vom Ural). Unter den neueren Aufnahmen kommt auch Hough (Hyperion) sehr schlecht weg (unpersönliches Spiel, nur routinierte Begleitung unter Litton).
Gruß, Zelenka
Aber habe ich nicht richtig in Erinnerung, daß Hough bei Erscheinen seiner Aufnahmen über die Maßen gelobt wurde? Oder verwechsle ich ihn mit Shelley?
Nikolaus. ?(
Lieber Nikolaus:
Du hast ganz richtig in Erinnerung, daß Hough nach dem Erscheinen seiner Gesamteinspielung der Konzerte über den grünen Klee gelobt wurde! "Sheer hype", wie so oft!
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 13:17): Original von nikolaus Original von Zelenka
Lieber Nikolaus:
Du hast ganz richtig in Erinnerung, daß Hough nach dem Erscheinen seiner Gesamteinspielung der Konzerte über den grünen Klee gelobt wurde! "Sheer hype", wie so oft!
Gruß, Zelenka
Na ja, ist vielleicht auch nur menschlich: kommt etwas "Neues", ist es erstmal wahnsinnig toll, bis man die Lust verliert und sich auf "Bewährtes" besinnt...
Aber manchmal frage ich mich, ob die Rezensionen dann nicht oft zu voreilig sind...
Gruß zurück, Nikolaus.
Es lastet vielleicht auch ein gewisser Druck der CD-Industrie und des Handels auf den armen Rezensenten ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.09.2007, 13:21): Original von nikolaus Original von Zelenka
Es lastet vielleicht auch ein gewisser Druck der CD-Industrie und des Handels auf den armen Rezensenten ...
Gruß, Zelenka
Da hast du wohl Recht, die armen.... :I
Nikolaus :wink
Mir kommen jetzt auch die Tränen! :I
Gruß, Zelenka
Zelenka (26.09.2007, 12:59): Am letzten Samstag (22.9.) war dies in "Building a Library" die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Mozarts Sinfonia concertante KV 364:
Cosima (26.09.2007, 16:49): Original von Zelenka Am letzten Samstag (22.9.) war dies in "Building a Library" die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Mozarts Sinfonia concertante KV 364:
Kenne ich gar nicht. Sollte man das Werk kennen? Kennst Du es?
Gruß, Cosima
Zelenka (27.09.2007, 13:38): Original von Cosima Original von Zelenka Am letzten Samstag (22.9.) war dies in "Building a Library" die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Mozarts Sinfonia concertante KV 364:
Kenne ich gar nicht. Sollte man das Werk kennen? Kennst Du es?
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Das Werk sollte man doch mal gehört haben! Es ist ein Doppelkonzert für Geige und Bratsche, das nach Mozarts Violinkonzerten 1779/80 entstand und formal ein paar neue Wege geht.
Gruß, Zelenka
Zelenka (29.09.2007, 10:13): In "The Collection" im Oktoberheft 2007 des Gramophone ging es um Vivaldis "Stabat mater". Für David Vickers ist die Version mit Sara Mingardo (Contralto) (Concerto Italiano, Alssandrini, Naive) die Spitzenempfehlung. (Ich kann diese Empfehlung sehr gut nachvollziehen!) Drei Aufnahmen mit Altisten werden auch herausgehoben: Chance unter Pinnock (DG Archiv), Blaze unter King (Hyperion) und Mena unter Pierlot (Mirare).
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.10.2007, 10:26): Die goldenen Stimmgabeln aus dem Oktoberheft 2007 der Zeitschrift "Diapason":
Schumann/Brahms, Klavierquintette, Andsnes, Artemis-Quartett, Virgin 3951432 (CD des Monats)
Fux, Orchesterwerke, Freiburger Barockorchester, von der Goltz, Carus CAR83308
Verdi, La Traviata, Cotrubas et al., Bayerisches Staatsorchester, C. Kleiber, DG Originals 47777115
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.10.2007, 10:31): Im Oktober-Heft 2007 des "Diapason" wird in Albéniz' "Iberia" eingeführt, und es werden Empfehlungen für Aufnahmen gegeben.: Ein eindeutiges Votum für Alicia de Larrocha und ihre drei Versionen von 1962 (EMI), 1972 (Decca) und 1986 (Decca), wobei die früheste den Spitzenplatz behauptet. (Der derzeitige Transfer, der in der GROC-Reihe erschienen ist, stellt leider einen Rückschritt dar.) "Outsiders" sind Querol (1954, EMI), Orozco (1992, Naive) und Hamelin (2005, Hyperion).
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (02.10.2007, 17:20): Original von Zelenka Im Oktober-Heft 2007 des "Diapason" wird in Albéniz' "Iberia" eingeführt, und es werden Empfehlungen für Aufnahmen gegeben.: Ein eindeutiges Votum für Alicia de Larrocha und ihre drei Versionen von 1962 (EMI), 1972 (Decca) und 1986 (Decca), wobei die früheste den Spitzenplatz behauptet. (Der derzeitige Transfer, der in der GROC-Reihe erschienen ist, stellt leider einen Rückschritt dar.) "Outsiders" sind Querol (1954, EMI), Orozco (1992, Naive) und Hamelin (2005, Hyperion).
Gruß, Zelenka
Keine Erwähnung von Esteban Sanchez?
Zelenka (03.10.2007, 12:40): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Im Oktober-Heft 2007 des "Diapason" wird in Albéniz' "Iberia" eingeführt, und es werden Empfehlungen für Aufnahmen gegeben.: Ein eindeutiges Votum für Alicia de Larrocha und ihre drei Versionen von 1962 (EMI), 1972 (Decca) und 1986 (Decca), wobei die früheste den Spitzenplatz behauptet. (Der derzeitige Transfer, der in der GROC-Reihe erschienen ist, stellt leider einen Rückschritt dar.) "Outsiders" sind Querol (1954, EMI), Orozco (1992, Naive) und Hamelin (2005, Hyperion).
Gruß, Zelenka
Keine Erwähnung von Esteban Sanchez?
Doch, Sánchez wird ehrenvoll erwähnt, aber er schafft es diesmal nicht ganz in den obersten Bereich ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (03.10.2007, 12:43): Am letzten Samstag (29.9.07) war dies in "Building a Library" die nicht ganz unerwartete Spitzenempfehlung für eine Version von Ravels Sheherezade:
RAVEL: Sheherazade c/w Berlioz: Les Nuits d'ete; Debussy: Trois Chansons de Bilitis; Poulenc: Chansons
Regine Crespin (soprano) Orchestre de la Suisse Romande Ernest Ansermet (conductor) DECCA 4609732 (Mid price)
Gruß, Zelenka
Cosima (03.10.2007, 17:24): Original von Zelenka RAVEL: Sheherazade
Ich habe die Schéhérazade nur zufällig, weil sie auf einer Ravel-Klavierkonzerte-CD mit Duchable mit drauf ist. Ich glaube sogar, ich habe das Werk noch nie bewusst gehört. Gleiches Orchester, aber anderer Dirigent (Armin Jordan). Da wird gesungen, außerdem kommt eine Flöte zum Einsatz – das werden die Gründe für mein Nichtbeachten sein. Ich werde es mir nachher aber mal anhören; sind ja nur knapp 16 Minuten…
Gruß, Cosima
Zelenka (04.10.2007, 12:44): Original von Cosima Original von Zelenka RAVEL: Sheherazade
Ich habe die Schéhérazade nur zufällig, weil sie auf einer Ravel-Klavierkonzerte-CD mit Duchable mit drauf ist. Ich glaube sogar, ich habe das Werk noch nie bewusst gehört. Gleiches Orchester, aber anderer Dirigent (Armin Jordan). Da wird gesungen, außerdem kommt eine Flöte zum Einsatz – das werden die Gründe für mein Nichtbeachten sein. Ich werde es mir nachher aber mal anhören; sind ja nur knapp 16 Minuten…
Gruß, Cosima
Wie hat die Shéhérezade denn gefallen?
Gruß, Zelenka
Zelenka (06.10.2007, 16:12): Zum dreißigjährigen Jubiläum widmete man sich in "Building a Library" auf BBC Radio 3 einmal wieder Beethovens Fünfter. Und wie vor zehn Jahren ist wieder Carlos Kleiber (DG) nicht sehr überraschend der Sieger. "Historical Choice" ist Klemperers Mono-Aufnahme von 1955 (EMI).
Gruß, Zelenka
Cosima (07.10.2007, 11:11): Original von Zelenka Wie hat die Shéhérezade denn gefallen?
Lieber Zelenka,
ich hatte das ganz vergessen (besser gesagt: verdrängt). Mein Eindruck also: 16 Minuten können einem verdammt lang erscheinen. :D Rimskij-Korsakows Scheherazade ziehe ich eindeutig vor.
Gruß, Cosima
Zelenka (07.10.2007, 13:20): Original von Cosima Original von Zelenka Wie hat die Shéhérezade denn gefallen?
Lieber Zelenka,
ich hatte das ganz vergessen (besser gesagt: verdrängt). Mein Eindruck also: 16 Minuten können einem verdammt lang erscheinen. :D Rimskij-Korsakows Scheherazade ziehe ich eindeutig vor.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich fürchte, meine Nachfrage war eigentlich überflüssig ... :engel
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.10.2007, 16:49): Im aktuellen Oktober-Heft der französischen Zeitschrift "Classica" werden 11 Aufnahmen von Bartóks teils sehr amüsantem "Konzert für Orchester" blind gehört. Dies ist das Ergebnis:
Ich besitze Szell, Reiner und Fricsay. Szell ist hier mein Favorit.
Gruß, Zelenka
Jürgen (10.10.2007, 07:50): Solti ganz vorne, mit dieser Aufnahme habe ich das Konzert kennen gelernt. Wenn mich das Cover (und meine Erinnerung) nicht täuscht, ist diese Aufnahme mit den Chicago SO und nicht LSO. Jedenfalls gefällt sie mir sehr gut (ich kenne nur noch Previn/Telarc, aber Solti ist besser).
Und es drängt sich einem wieder die Frage auf: Muss man Ungar sein, um Bartok richtig gut zu spielen?
Korrektur: Kennegelernt habe ich das Konzert hiermit (auf LP): http://ec1.images-amazon.com/images/I/418KK0J2SPL._AA240_.jpg
Auf CD habe ich diese (entspricht wohl der getesteten): http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/4163R4VPS9L._AA240_.jpg
Grüße Jürgen
Zelenka (10.10.2007, 12:58): Original von Jürgen Solti ganz vorne, mit dieser Aufnahme habe ich das Konzert kennen gelernt. Wenn mich das Cover (und meine Erinnerung) nicht täuscht, ist diese Aufnahme mit den Chicago SO und nicht LSO. Jedenfalls gefällt sie mir sehr gut (ich kenne nur noch Previn/Telarc, aber Solti ist besser).
Und es drängt sich einem wieder die Frage auf: Muss man Ungar sein, um Bartok richtig gut zu spielen?
Korrektur: Kennegelernt habe ich das Konzert hiermit (auf LP): http://ec1.images-amazon.com/images/I/418KK0J2SPL._AA240_.jpg
Grüße Jürgen
Lieber Jürgen:
Mein Versehen: Ich habe in der Rangliste aus "Classica" das falsche Cover abgebildet, es geht um Solti mit dem LSO! Die von Dir abgebildete Decca Legends-Ausgabe ist die richtige No. 1.
Gruß, Zelenka
Zelenka (13.10.2007, 14:26): Nach dem "Diapason" (siehe oben) behandelt auch "Building a Library" (BBC Radio 3) Albéniz' "Iberia" (13.10.07). Die Spitzenempfehlung ist hier Rafael Orozco (1992, Naive Valois). Die Aufnahme ist derzeit vergriffen, soll aber Anfang November zu einem relativ günstigen Preis (2 für 1) wiederveröffentlicht werden.
Gruß, Zelenka
Zelenka (19.10.2007, 19:03): In der "Awards"-Nummer 2007 des "Gramophone" sucht Mike Ashman nach der besten Gesamtaufnahme von Wagners "Ring". Solti, Böhm oder gar Karajan sind nicht vorne, sondern Clemens Krauss (1953, u.a. Archipel). Beste moderne Aufnahme Janowski (RCA), beste DVD-Version Barenboim (Warner) ...
Gruß, Zelenka
HenningKolf (19.10.2007, 21:45): In der neuen FF wird die "Zenph Re-Performance" CD mit den computerbearbeiteten!! Gould´schen Goldbergvariationen besprochen. Laut Sony seien die 1955er-Aufnahmen durch ein Computerprogramm im "Zenph- Studio" nach Tonhöhe und Dauer, Anschlagsgeschwindigkeit, Artikulation(?) analysiert worden und sodann vom Computer über einen "Yamaha Disklavier Pro Konzertflügel" abgespielt und dabei aufgenommen worden. Na wie schön. Gould klinge dadurch räumlicher und wärmer. Na noch schöner..........
Hoffentlich macht das nicht Schule. Die EU regelt ja alles. Eine Verordnung über eine entsprechende Kennzeichnungspflicht wäre nicht schlecht. Sonst fragt man sich womöglich in 40 Jahren beim download eines nicht weiter gekennzeichneten Sonderangebots " ist es Repin, eine computergesteuerte Philipsgeige oder doch eher ein echter Sony?" ?( Henning
Zelenka (21.10.2007, 08:35): Gestern in "Building a Library" auf BBC Radio 3 diese Empfehlung für eine Aufnahme von Glucks "Iphigénie en Tauride":
Delunsch · Keenlyside · Beuron · Naouri · Cousin · Les Musiciens du Louvre · Minkowski
Gruß, Zelenka
Zelenka (27.10.2007, 19:37): Heute wurde in "Building a Library" (CD Review, BBC Radio 3) Schuberts Streichquartett in C-Dur D 956 besprochen. Die Empfehlungen:
Ich habe Heinrich Schiff mit dem Alban Berg Quartett. Keine Ahnung wo die Unterschiede liegen, allerdings bin ich mit diesem Streichquintett auch noch nicht recht warm geworden.
Gruß, Cosima
Zelenka (30.10.2007, 17:09): Die Goldenen Stimmgabeln im Novemberheft des "Diapason":
Zelenka (30.10.2007, 17:53): Im Novemberheft des "Diapason" wird in "Le point sur …" Beethovens Streichquartett op. 131 diskutiert. Dies sind die empfohlenen Aufnahmen:
First choice: Lawrence Power, BBC Scottish Symphony Orchestra, Ivan Volkov (conductor) Hyperion CDA67587 (CD) (c/w RUBBRA: Viola Concerto in A major Op. 75; Meditations on a Byzantine Hymn for solo viola Op. 117)
Midprice choice: Nigel Kennedy*, Royal Philharmonic Orchestra*, City of Birmingham Symphony Orchestra, Andre Previn (conductor)*, Simon Rattle (conductor) (c/w Violin Concerto; VAUGHAN WILLIAMS: The Lark Ascending) EMI 5628132 (CD)
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (05.11.2007, 20:50): @Zelenka,
kennst Du das Viola Konzert? Sowohl bei VK als auch bei CK empfinde ich es jeweils anfänglich interessant, aber dann überkommt mich die große Langeweile!
Zelenka (06.11.2007, 16:16): Original von Rachmaninov @Zelenka,
kennst Du das Viola Konzert? Sowohl bei VK als auch bei CK empfinde ich es jeweils anfänglich interessant, aber dann überkommt mich die große Langeweile!
Lieber Rach:
Ich kenne das Bratschenkonzert, habe aber nur eine Aufnahme, die nicht einer der beiden Spitzenreiter hier ist. Auch bei mir wandern die Gedanken beim Hören des Konzerts auf Dauer woanders hin ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.11.2007, 17:03): Für die November-Ausgabe der französischen Zeitschrift "Classica/Répertoire" wurde Mozarts Klavierkonzert No. 23 in A-Dur vergleichend blindgehört. Dabei ergab sich die folgende Rangliste von 12 Aufnahmen:
6. Han, Philharmonia O, Freeman Brilliant 170 CDs 92540
7. Gulda, Concertgebouw O, Harnoncourt Teldec 3984267732
7
8. Rubinstein, RCA Victor SO, Wallenstein RCA 2 CDs 09026630612
9. Barenboim, ECO EMI 10 CDs 5729302
10. Larrocha, ECO, Davis RCA 74321930742
11. Schiff, Camerata Salzburg, Végh Decca 4258552
6
Casadesus, Columbia SO, Szell Sony 5033902
Ich besitze Brendel, Kempff und Gulda, anderes ist schon in der Vorrunde auf der Strecke geblieben. Persönlich würde ich Kempff an die Spitze setzen, allein schon wegen der Farbigkeit seines Spiels, aber Brendel geht schon sehr in Ordnung, besonders auch wegen des ihn begleitenden Orchesters …
Gruß, Zelenka
Cosima (07.11.2007, 19:12): Original von Zelenka Persönlich würde ich Kempff an die Spitze setzen, allein schon wegen der Farbigkeit seines Spiels,...
Die Kempff-Aufnahme habe ich auch :cool, aber leider gerade keine Erinnerung daran. Pollini/Böhm habe ich erst vor ein paar Tagen gehört; die Aufnahme ist IMO sehr gut. Curzon und Moravec würden mir in der Auflistung vielleicht noch fehlen.
Gruß, Cosima
Zelenka (07.11.2007, 19:40): Original von Cosima
Die Kempff-Aufnahme habe ich auch :cool, aber leider gerade keine Erinnerung daran.
:S :S :S
Gruß, Zelenka
Zelenka (10.11.2007, 15:40): In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
Rachmaninov (10.11.2007, 15:46): Von La Venexiana besitze ich auch eine Aufnahme und bin nicht verwundert sie hier als Topempfehlung zu finden!
Zelenka (19.11.2007, 17:53): Am 17.11. wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Mahlers Symphonie No. 3 besprochen. Dies sind die beiden Empfehlungen:
Reviewer - Edward Seckerson
First choice: (c/w Suites from works by Bach) Royal Concertgebouw Orchestra, Petra Lang, Prague Philharmonic Choir, Netherlands Children's Choir, Riccardo Chailly (conductor) Decca 4706522 (2 Hybrid SACDs)
Budget choice:
(c/w Kindertotenlieder, Ruckert-Lieder, Lieder aus 'Des Knaben Wunderhorn') New York Philharmonic Orchestra, Martha Lipton, New York Church of the Transfiguration Boys' Choir, New York Schola Cantorum, Jennie Tourel (in the disk couplings), Leonard Bernstein (conductor) Sony SM2K61831 (2CDs)
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (19.11.2007, 20:12): Original von Zelenka Am 17.11. wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Mahlers Symphonie No. 3 besprochen. Dies sind die beiden Empfehlungen:
Reviewer - Edward Seckerson
First choice: (c/w Suites from works by Bach) Royal Concertgebouw Orchestra, Petra Lang, Prague Philharmonic Choir, Netherlands Children's Choir, Riccardo Chailly (conductor) Decca 4706522 (2 Hybrid SACDs)
Oh, da bin ich aber froh mir diese Aufnahme als Gesamtaufnahme, dank freundlichen Link von Uhlmann, gekauft zu haben!
Tangua (22.11.2007, 10:37): Oh, da bin ich aber froh mir diese Aufnahme als Gesamtaufnahme, dank freundlichen Link von Uhlmann, gekauft zu haben!
... und ich erst! Ich hatte vorher die Einspielung von Salonen, die teilweise auch hoch gelobt worden war, aber die Chailly-Aufnahme gefällt mir in jeder Hinsicht besser.
ab (22.11.2007, 11:15): Original von Zelenka In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
Lieber Zelaenka,
kennst du diese drei empfohlenen Einspielungen und kannst einen Vergleich zu Deiner Empfehlung vom Elyma Ensemble unter Garrido ziehen?
satie (22.11.2007, 11:26): Original von Zelenka In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
Ist die zerste DVD die mit Savall? Leider gibt es davon keine CD, sonst hätte ich mir die bestimmt zugelegt. Kennt jemand die DVD?
Zelenka (22.11.2007, 18:13): Original von Satie Original von Zelenka In "Building a Library" wurde heute morgen nach der besten Version von Monterverdis "L'Orfeo" gesucht, die Spitzenempfehlung ist die noch sehr neue Aufnahme mit La Venexiana unter Claudio Cavina. Auch die Essays im Buch wurden sehr gelobt.
(c/w Roman Festivals, Fountains of Rome) Boston Symphony Orchestra Seiji Ozawa (conductor) Deutsche Grammophon 4158462 (CD, Mid Price)
Next week Richard Wigmore reviews recordings of Haydn's 'Theresienmesse'.
Gruß, Zelenka
Cosima (24.11.2007, 17:55): Original von Zelenka Heute morgen diese Spitzenempfehlung für Respighis "Pini di Roma" in "Building a Library" auf BBC Radio 3:
Ich habe hier lediglich die Bátiz-Einspielung auf Naxos. Aber ehrlich gesagt: Ich habe keinerlei Erinnerung an das Werk. :engel Was meinst Du? Sollte ich die CD mal wieder hervorkramen?
Haydn's 'Theresienmesse'... :ignore
Gruß, Cosima
Zelenka (24.11.2007, 17:59): Original von Cosima Original von Zelenka Heute morgen diese Spitzenempfehlung für Respighis "Pini di Roma" in "Building a Library" auf BBC Radio 3:
Ich habe hier lediglich die Bátiz-Einspielung auf Naxos. Aber ehrlich gesagt: Ich habe keinerlei Erinnerung an das Werk. :engel Was meinst Du? Sollte ich die CD mal wieder hervorkramen?
Haydn's 'Theresienmesse'... :ignore
Gruß, Cosima
Haydns Theresienmesse: Ab und zu muß auch einmal an die Freunde der sakralen Musik gedacht werden! :)
Bátiz: Doch, die CD würde ich mal wieder hervorkramen! Sie klingt auch sehr gut! In Maßen genossen wird spätromantische Programm-Musik nicht schaden.
Gruß, Zelenka
Zelenka (25.11.2007, 08:35): Im neuen Dezember-Heft des Diapason wie üblich die goldenen Stimmgabeln des Jahres 2007. Vielleicht gibt es hier auch noch ein paar Anregungen für weihnachtliches Schenken und Selbstbeschenken …
Ich war von dieser aufnahme eher weniger begeistert!
Ich war von dieser Aufnahme sehr begeistert! :times10
Also ich empfand sein SPiel eher als "donnernd" und Jermias hat damals auch auf "Veränderungen" hingewiesen. Aber so ist das mit dem Geschmack....
Cosima (25.11.2007, 13:13): Original von Rachmaninov Also ich empfand sein SPiel eher als "donnernd" und Jermias hat damals auch auf "Veränderungen" hingewiesen. Aber so ist das mit dem Geschmack....
Wenn Du von „donnerndem Spiel“ sprichst, ist das aber nicht mehr nur ein Geschmacksurteil. Ich weiß wirklich nicht, wo Du hier vorwiegend Klavierdonner hörst. Im Gegenteil: Das ist eine eher ruhige, transparente, an einigen Stellen fast meditative Einspielung, mit feinen Nuancierungen. Auf jeden Fall eine Einspielung, wie ich sie von Volodos nicht erwartet hätte (ich hätte nämlich gerade mit mehr Pranke und Zurschaustellung seiner Virtuosität gerechnet). Freilich handelt es sich um Liszt – da geht es auch schon mal markiger und muskulöser zu, da spielen die Virtuosität und interessante Effekte auch eine Rolle. Das hat IMO aber nichts mit Donnern zu tun.
Gruß, Cosima
Zelenka (02.12.2007, 09:52): Gestern morgen war die Empfehlung in "Building a Library" auf BBC Radio 3 für die beste Aufnahme von Haydns Theresienmesse Hickox' Version mit seinem Collegium Musicum 90 (Chandos):
ab (02.12.2007, 11:32): Original von Zelenka Im neuen Dezember-Heft des Diapason wie üblich die goldenen Stimmgabeln des Jahres 2007. Vielleicht gibt es hier auch noch ein paar Anregungen für weihnachtliches Schenken und Selbstbeschenken …
das kann ich gar icht nachvollziehen, dies fand ich rundum eine schreckliche Aufnahme, anders als seinen Beethoven, den ich bedeutnend besser fand. Den Schumann fand ich so aufregend wie seinen Bick auf dem Cover :ignore
Zelenka (06.12.2007, 17:01): Im aktuellen Dezember-Heft des "Gramophone" fahndet David Threasher nach der besten Version von Schumanns Klavierquintett op. 44.
Ganz oben landet die noch sehr neue Einspielung von Andsnes mit dem Artemis-Quartett (Virgin):
Dann gibt es noch eine historische Empfehlung (Primrose Quartet, Sanromá (Biddulph)), eine für Sparsame (das verstärkte Beaux Arts Trio (Philips Duo)) und eine Argerich-Empfehlung (ihre Version aus Lugano, nicht die aus Nijmwegen (EMI)).
Gruß, Zelenka
nikolaus (06.12.2007, 19:36): Original von Zelenka Im aktuellen Dezember-Heft des "Gramophone" fahndet David Threasher nach der besten Version von Schumanns Klavierquintett op. 44.
Ganz oben landet die noch sehr neue Einspielung von Andsnes mit dem Artemis-Quartett (Virgin):
Dann gibt es noch eine historische Empfehlung (Primrose Quartet, Sanromá (Biddulph)), eine für Sparsame (das verstärkte Beaux Arts Trio (Philips Duo)) und eine Argerich-Empfehlung (ihre Version aus Lugano, nicht die aus Nijmwegen (EMI)).
Gruß, Zelenka
Ich habe sie probegehört: Sicher eine sehr gute Einspielung, aber mir fehlt ein bisschen der Pfeffer, da ich beide Argerich-Einspielungen gewohnt bin (die aus Lugano ist sogar die lebendigere). Vielleicht lege ich sie mir doch als "gemässigte" Variante zu...
Nikolaus.
Zelenka (06.12.2007, 19:59): Original von nikolaus Original von Zelenka Im aktuellen Dezember-Heft des "Gramophone" fahndet David Threasher nach der besten Version von Schumanns Klavierquintett op. 44.
Ganz oben landet die noch sehr neue Einspielung von Andsnes mit dem Artemis-Quartett (Virgin):
Dann gibt es noch eine historische Empfehlung (Primrose Quartet, Sanromá (Biddulph)), eine für Sparsame (das verstärkte Beaux Arts Trio (Philips Duo)) und eine Argerich-Empfehlung (ihre Version aus Lugano, nicht die aus Nijmwegen (EMI)).
Gruß, Zelenka
Ich habe sie probegehört: Sicher eine sehr gute Einspielung, aber mir fehlt ein bisschen der Pfeffer, da ich beide Argerich-Einspielungen gewohnt bin (die aus Lugano ist sogar die lebendigere). Vielleicht lege ich sie mir doch als "gemässigte" Variante zu...
Nikolaus.
Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
nikolaus (06.12.2007, 20:02): Original von Zelenka
Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
Gruß, Zelenka
Na, das ist sicher gut investiertes Geld. Berichte doch bitte, sobald Du sie gehört hast. Und Hagen/Gulda sind wirklich so pfeffrig? Das wäre vielleicht auch was für mich...
Gruß zurück, Nikolaus.
Zelenka (06.12.2007, 20:07): Original von nikolaus Original von Zelenka
Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
Gruß, Zelenka
Na, das ist sicher gut investiertes Geld. Berichte doch bitte, sobald Du sie gehört hast. Und Hagen/Gulda sind wirklich so pfeffrig? Das wäre vielleicht auch was für mich...
Gruß zurück, Nikolaus.
Die Hagens und der Gulda sind sehr schnell und sehr pfeffrig, einigen zu schnell ... Hör mal rein!
Gruß, Zelenka
ab (06.12.2007, 20:48): Original von Zelenka Ich habe Andsnes & Co. einfach mal für EUR 8.88 incl. Porto bestellt, das werden sie hoffentlich wert sein. Ich gehe auch davon aus, daß sie meine beiden Martha Argerich-Versionen nicht übertrumpfen werden, was den Pfeffer angeht ... Noch pfeffriger sind das Hagen-Quartett und P. Gulda ...
Gruß, Zelenka
Ich muss sagen, die Streichquartette mit dem Hagen Quartett finde ich unübertroffen (obwohl sie starke Konkurenz von Zehetmair und auch jüngst aus Frankreich bekommen haben), das Quintett mit Paul Gulda higegen leider nicht (was nicht nur am Pianisten liegt...).
Ich schwöre immer noch auf Bernstein und das Juilliard Quartet, natürlich in der alten blauen CBS-, nicht aber in der jüngeren weißen Sony-Ausgabe. Einziges "Manko" (oder gar der Clue der Sache?): Der dritte Satz ist gespielt als wäre er der letzte. Es verblüfft mich stets erneut, dass dann noch etwas kommt.
Ich fand Andsnes und die Artemiser sehr goutierlich, jedenfalls auf den ersten Eindruck überzeugender als Paul Gulda mit den Hagens. - Und bin daher sehr gespannt was uns Zelenka noch berichten wird. :thanks
nikolaus (06.12.2007, 21:27): Original von ab
Ich fand Andsnes und die Artemiser sehr goutierlich, jedenfalls auf den ersten Eindruck überzeugender als Paul Gulda mit den Hagens. -
Jetzt muss ich mal ein Lob loswerden: ich habe grossen Spass an Deiner Ausdrucksweise :down
Gruß, Nikolaus.
ab (07.12.2007, 09:16): Original von nikolaus Jetzt muss ich mal ein Lob loswerden: ich habe grossen Spass an Deiner Ausdrucksweise :down
Gruß, Nikolaus.
Danke, aber: halte Dich mal lieber etwas zurück, denn sonst fehlen uns die Worte für unseres Saties seine Formulierungen :)
nikolaus (07.12.2007, 13:11): Original von ab Original von nikolaus Jetzt muss ich mal ein Lob loswerden: ich habe grossen Spass an Deiner Ausdrucksweise :down
Gruß, Nikolaus.
Danke, aber: halte Dich mal lieber etwas zurück, denn sonst fehlen uns die Worte für unseres Saties seine Formulierungen :)
Jau, wo Du Recht hast...
Zelenka (08.12.2007, 12:24): Original von ab
Ich schwöre immer noch auf Bernstein und das Juilliard Quartet, natürlich in der alten blauen CBS-, nicht aber in der jüngeren weißen Sony-Ausgabe. Einziges "Manko" (oder gar der Clue der Sache?): Der dritte Satz ist gespielt als wäre er der letzte. Es verblüfft mich stets erneut, dass dann noch etwas kommt.
Im "Gramophone" meinte man 1988, daß die Aufnahme mit Lenny besser im Tresor geblieben wäre:
Despite its incidental felicities, the third CD of chamber music might also have been left in the Columbia vault, where at least one great performance of the Schumann (by Rudolf Serkin and the Budapest Quartet) languishes in obscurity. Bernstein and the Juilliard Quartet members seem marginally happier with Mozart, although their dynamic range is curtailed by the engineers and the strings sound disagreeably coarse throughout. A final word of warning.
Gruß, Zelenka
ab (08.12.2007, 13:43): Original von Zelenka Im "Gramophone" meinte man 1988, daß die Aufnahme mit Lenny besser im Tresor geblieben wäre:
Despite its incidental felicities, the third CD of chamber music might also have been left in the Columbia vault, where at least one great performance of the Schumann (by Rudolf Serkin and the Budapest Quartet) languishes in obscurity. Bernstein and the Juilliard Quartet members seem marginally happier with Mozart, although their dynamic range is curtailed by the engineers and the strings sound disagreeably coarse throughout. A final word of warning.
Gruß, Zelenka
Wird hier das Sony-Remastering kritisiert, oder die Interpetation getadelt? Das wird mir hier nicht klar...
Serkin mit den Budapestern ist inzwischen bei Sony erschienen: Hat mir gar nicht gefallen (warum nur nicht mit den Buschquartett!?)
Zelenka (08.12.2007, 14:01): Original von ab Original von Zelenka Im "Gramophone" meinte man 1988, daß die Aufnahme mit Lenny besser im Tresor geblieben wäre:
Despite its incidental felicities, the third CD of chamber music might also have been left in the Columbia vault, where at least one great performance of the Schumann (by Rudolf Serkin and the Budapest Quartet) languishes in obscurity. Bernstein and the Juilliard Quartet members seem marginally happier with Mozart, although their dynamic range is curtailed by the engineers and the strings sound disagreeably coarse throughout. A final word of warning.
Gruß, Zelenka
Wird hier das Sony-Remastering kritisiert, oder die Interpetation getadelt? Das wird mir hier nicht klar...
Serkin mit den Budapestern ist inzwischen bei Sony erschienen: Hat mir gar nicht gefallen (warum nur nicht mit den Buschquartett!?)
Ich fürchte, auch die Interpretation wird getadelt ...
Serkin mit dem Busch-Quartett gibt es ja auch aus dem Jahre 1942 (Biddulph oder Pearl) ... Er ist halt nur mal fremdgegangen mit den Budapestern.
Gruß, Zelenka
Zelenka (08.12.2007, 14:04): Das Karajan-Jahr 2008 wirft seinen Schatten voraus, das Dezember-Januar-Heft von "Classica/Répertoire" hat den Maestro auf dem Titel und bietet u.a. ein etwas ungewöhnliches Vergleichshören seiner 10 Aufnahmen von Beethovens Siebenter. Das kam dabei heraus:
Zelenka (16.12.2007, 08:54): Gestern kein "Building a Library" auf BBC Radio 3, dafür der unvermeidliche Rückblick auf die CD-Neuerscheinungen des Jahres und persönliche Bestenlisten:
CD Review regular critics, Harriet Smith, Stephen Johnson and Simon Heighes choose their favourite recordings of 2007
Bach: Cello Suites Steven Isserlis Hyperion CDA67541-2 (2CDs)
Bach: Christmas Oratorio Jan Willem de Vriend/Cappella Amsterdam Challenge Classics CC76607 (2 Hybrid SACDs)
Brahms: Klavierstucke Op 116-119 Nicholas Angelich Virgin 00946 379302 2 9 (2CDs)
William Hayes: Concerti Grossi Capriccio Basel Capriccio 71135 (Hybrid SACD)
Mendelssohn: Piano Trios Fischer/Muller-Schott/Gilad Pentatone PTC5186085 (Hybrid SACD)
Nielsen: Orchestral Music Danish National SO/Thomas Dausgaard Dacapo 6.220518 (Hybrid SACD)
Schumann: Fantasie in C; Kreisleriana; Arabeske Jonathan Biss EMI 3 65391 2 (CD)
Shostakovich: Piano and Trumpet Concerto/Piano Quintet etc. Martha Argerich, Orchestra della Svizzera Italiana, Alexander Verdernikov (conductor); Renaud Capucon and Alissa Margulis (violin), Lyda Chen (viola), Mischa Maisky (cello) EMI Classics 5099950450428 (CD)
Tippett: Piano Concerto and Sonatas Steven Osborne Hyperion CDA67461/2 (2CDs)
Vaughan Williams: Symphony No 5; Dona Nobis Pacem LPO/BBCSO & Chorus/Ralph Vaughan Williams, Renee Flynn (soprano), Roy Henderson (baritone) (1952 & 1936) Somm SOMM071 (CD)
'Terezin' Works by Weber, Svenk, Strauss, Kalman, Roman, Krasa Ullmann, Haas, Schulhoff Anne Sofie Von Otter (mezzo-soprano), Bengt Forsberg (piano), Christian Gerhaher (baritone), Daniel Hope (violin), Gerold Humber (piano). DG4776546 (CD)
Der Schumann von Biss und die Theresienstadt-CD von Otter tauchten weiter oben auch im "Diapason" bei den Stimmgabeln des Jahres auf.
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (16.12.2007, 11:05): Original von Zelenka Shostakovich: Piano and Trumpet Concerto/Piano Quintet etc. Martha Argerich, Orchestra della Svizzera Italiana, Alexander Verdernikov (conductor); Renaud Capucon and Alissa Margulis (violin), Lyda Chen (viola), Mischa Maisky (cello) EMI Classics 5099950450428 (CD
Also, ich kenne mittlerweile sehr viele Aufnahmen des Konzerts. Die DG Aufnahme von Argerich gefällt mir besser. Aktueller Eindruck versteht sich.
Zelenka (22.12.2007, 12:54): Heute morgen war Gergievs Version von Tschaikowskys "Nussknacker" mit dem Kirov-Orchester (Philips) in "Building a Library" auf BBC Radio 3 die Spitzenempfehlung.
Gruss, Zelenka
Zelenka (10.01.2008, 16:40): Endlich nachgereicht seien hier die im Dezember-"Diapason" des letzten Jahres mit goldenen Stimmgabeln ausgezeichneten Aufnahmen:
Dufourt, Le Cyprès blanc, Surgir, Caussé, O philharmonique de Luxembourg, Valade Timpani 1C1112
Tansman, Symphonien 7-9, Melbourne Symphony O, Caetani Chandos CHSA5054
Honegger, Cellokonzert, Kammermusik mit Cello, Poltéra, Tetzlaff, Stott, Malmö Symphony O, Ollila-Hannikainen BIS 1617
Alkan, Konzert für Soloklavier etc., Hamelin Hyperion CDA67569
Cosima (13.01.2008, 10:24): Original von Zelenka Alkan, Konzert für Soloklavier etc., Hamelin Hyperion CDA67569 Beethoven, Klaviersonaten op. 2, Pollini DG 4776594
Ehre, wem Ehre gebührt! – Ich glaube, die anderen Aufnahmen kenne ich gar nicht. (Es ist auch nichts darunter, was mich besonders reizen würde.)
Gruß, Cosima
Zelenka (13.01.2008, 10:57): Original von Cosima Original von Zelenka Alkan, Konzert für Soloklavier etc., Hamelin Hyperion CDA67569 Beethoven, Klaviersonaten op. 2, Pollini DG 4776594
Ehre, wem Ehre gebührt! – Ich glaube, die anderen Aufnahmen kenne ich gar nicht. (Es ist auch nichts darunter, was mich besonders reizen würde.)
Gruß, Cosima
Milstein würde mich schon reizen, auch Cortot mit seinen Zugaben, auch Walter mit seinem Beethoven. Und Schütz ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (13.01.2008, 17:24): In "Seven", dem Magazin des englischen "Sunday Telegraph", vom letzten Sonntag versucht der Musikkritiker Michael Kennedy etwas, das ich selbst sehr ungern auf mich nehmen würde, nämlich eine Liste von 100 Aufnahmen klassischer Musik zusammenzustellen, die man unbedingt hören sollte ("100 classical albums you must hear"). Das Spiel ist nicht ganz neu, Norman Lebrecht hat über einen längeren Zeitraum ähnliches ausführlicher versucht. Insgesamt ist die Liste keinesfalls uninteressant, einiges ist aber doch eher überraschend. Unendlich streiten könnte man sich über die 5 Aufnahmen, die mit "Must buy!" besonders ans Herz gelegt werden, vier davon gehören in den Bereich der Vokalmusik, zweimal ist Richard Strauss vertreten:
Mahler, Das Lied von der Erde, Ferrier, Patzak, VPO, Walter, Decca
Strauss, Four Last Songs, Janowitz, BPO, Karajan, DG
Strauss, Der Rosenkavalier, VPO, Solti, Decca
Wagner, Der Ring des Nibelungen, Bayreuther Festival 1955, Keilberth, Testament
Gruß, Zelenka
Cosima (13.01.2008, 17:35): Original von Zelenka ("100 classical albums you must hear")
Ich mag solche Listen nicht, diese gefällt mir noch weniger als die meisten anderen. Das fängt schon bei der Auswahl der Komponisten an. Sei's drum.
Zelenka (13.01.2008, 17:43): Original von Cosima Original von Zelenka ("100 classical albums you must hear")
Ich mag solche Listen nicht, diese gefällt mir noch weniger als die meisten anderen. Das fängt schon bei der Auswahl der Komponisten an. Sei's drum.
Die Auswahl ist sehr englisch und erst einmal natürlich auch für ein englisches Publikum gedacht. Sie ist auch sehr persönlich, was ich durchaus sympathisch finde. Ansonsten mag ich solche TOP 5/10/20/50/100-Listen auch gar nicht und drücke mich gern davor, selbst solche (etwa hier im Forum) zu erstellen ("5 Top-Geiger" etc.). Ich bin nur meiner Chronistenpflicht nachgekommen ...
Gruß, Zelenka
Cosima (13.01.2008, 17:58): Original von Zelenka Sie ist auch sehr persönlich, was ich durchaus sympathisch finde.
Ja, sympathisch vielleicht. Ich kenne allerdings die Verfasser dieser Listen meistens nicht. Ich weiß nichts über ihren musikalischen Hintergrund, ihre generellen Vorlieben, welche Aufnahmen sie gehört haben, ob sie bestimmte Interpreten vorziehen oder ablehnen etc. Wem ist also mit so einer Liste am Ende geholfen? – Dennoch ein Dankeschön an den Chronisten.
Gruß, Cosima
Zelenka (15.01.2008, 17:43): Mit einiger Verspätung hier die CDs, die im Januarheft des "Diapason" goldene Stimmgabeln bekommen haben:
Nouveautés
Angela Georghiu, Cohen, Live from La Scala EMI 3944202
Abel, Mr Abel's fine airs (Musik für Solo-Gambe), Heinrich Hyperion CDA67628
Beethoven, Klavierkonzerte Nos. 1-5, Badura-Skoda, Vienna State Opera O, Scherchen Genuin GEN87102
Beethoven, Klavierkonzert No. 3, Große Fuge, Ouvertüren, Badura-Skoda,Vienna State Opera O Tahra WEST300910
Gruß, Zelenka
Zelenka (16.01.2008, 17:24): Im aktuellen Januar-Heft der Zeitschrift "Diapason" werden auf drei Seiten Hör-Empfehlungen für Schubert-Einsteiger gegeben:
Symphonie No. 8 (+ Beethovens Pastorale), Chicago Symphony O, Giulini (DG)
Symphonien Nos. 8 und 9, BPO, Wand (RCA)
Symphonie No. 9, VPO, Böhm (DVD) (EuroArts)
Rosamunde, Ouvertüren, BPO, Lehmann (DG)
Gruß, Zelenka
ab (16.01.2008, 21:46): Original von Zelenka Im aktuellen Januar-Heft der Zeitschrift "Diapason" werden auf drei Seiten Hör-Empfehlungen für Schubert-Einsteiger gegeben:
recht passabel, durchaus! Da wird kein Schrott empfohlen...
Zelenka (17.01.2008, 18:44): Original von ab Original von Zelenka Im aktuellen Januar-Heft der Zeitschrift "Diapason" werden auf drei Seiten Hör-Empfehlungen für Schubert-Einsteiger gegeben:
recht passabel, durchaus! Da wird kein Schrott empfohlen...
Ich finde auch, daß da im ganzen kein Schrott empfohlen wird. Bei den GAen der Symphonien würde ich andere empfehlen. Beim ewigen Forellen-Quintett würde ich auch andere Versionen empfehlen, auch eine GA der Trios vorschlagen. Aber ansonsten ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (31.01.2008, 16:01): Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen. Die Empfehlung der Güra-Aufnahme kann ich nur unterstützen, sie ist auch noch dazu sehr billig zu haben.
zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
aha!? Trekels Schumann-CD bei Oehms hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Fassbaender-Aufnahmen kenne ich leider nicht.
ich bin ja bei der schönen Müllerin bekenneder Ernst Haefliger-Fan (claves)
Zelenka (31.01.2008, 19:58): Original von ab Original von Zelenka
zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
aha!? Trekels Schumann-CD bei Oehms hat mir überhaupt nicht gefallen. Die Fassbaender-Aufnahmen kenne ich leider nicht.
ich bin ja bei der schönen Müllerin bekenneder Ernst Haefliger-Fan (claves)
Die Erwähnung des Namens Trekel veranlaßt mich auch eher zur Skepsis, allerdings tut das auch Haefligers Begleiter Dähler auf seinem Fortepiano, das ich aus der "Winterreise" kenne und nicht sonderlich schön oder auch nur interessant finde.
Gruß, Zelenka
ab (31.01.2008, 23:00): Original von Zelenka ..zur Skepsis, allerdings tut das auch Haefligers Begleiter Dähler auf seinem Fortepiano, das ich aus der "Winterreise" kenne und nicht sonderlich schön oder auch nur interessant finde.
Ja, das Kapitel der Liedbegleiter ist ein eigenes, meist sehr trauriges Kapitel für sich...
uhlmann (01.02.2008, 09:52): Original von Zelenka Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Jimi (01.02.2008, 19:50): Original von uhlmann Original von Zelenka Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Ja, wunderlicht äh wundert mich auch, wenn auch noch die Aufnahme von Aksel Schiøtz/Moore fehlt, dann finde ich die Liste schon irgendwie sehr merkwürdig. Ich weiss den Wortlaut nicht mehr, aber Gerald Moore hat die Schiøtz-Aufnahme der Müllerin so sinngemäß als die vielleicht beste bezeichnet die er begleitet hat ( FiDi wird sich freuen :rofl)
:hello Jimi
Zelenka (02.02.2008, 12:16): Original von uhlmann Original von Zelenka Im Januar-Heft des Diapason ging es in "Le point sur ..." um Schuberts "Die schöne Müllerin" und ihre besten Aufnahmen:
Zum Einstieg werden Prégardien/Staier (DHM) und Fischer-Dieskau/Moore (EMI, 1951) empfohlen, als moderne Refernzaufnahme werden Güra/Schultsz (HM Musique d'abord)) namhaft gemacht. Legendär seien Patzak und Raucheisen (Preiser), die ich leider nicht kenne, zur Vertiefung solle man zu Trekel/Pohl (Oehms) und Fassbaender/Reimann (DG) greifen.
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.02.2008, 13:24): Das Festival "La folle journée" in Nantes steht dieses Jahr (noch bis einschließlich morgen) im Zeichen von Schubert. Das hat seine Auswirkungen auf das Programm von arte morgen und hat auch dafür gesorgt, daß die französischen Klassikzeitschriften Hörempfehlungen für Schubert-Aufnahmen geben. Um die Verwirrung also noch weiter zu vergrößern, hier auch die Hinweise, die "Le Monde de la Musique" im Februarheft gibt. 10 Werke werden genannt, die man hemmungslos ausprobieren soll:
Forellenquintett D 667
Schnabel, Pro Arte Quartet (EMI, 1935) Curzon, Wiener Oktett (Decca, 1957) Horszowski, Budapest Quartet (Sony, 1960) Serkin, Laredo, Naegele, Parnas, Levine (Sony, 1967) Trio Wanderer, Logerot, Gaugué (Harmonia Mundi, 2003)
Symphonie No. 8 "Unvollendete" D 759
BPO, Furtwängler (EMI, 1952) Boston Symphony O, Jochum (DG, 1973) VPO, C. Kleiber (DG, 1978) BPO, Wand (RCA, 1995) Bamberger Symphoniker, Nott (Tudor, 2004)
ab (02.02.2008, 18:41): Original von Zelenka Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
womöglich siehst Du das verkehrt herum: Es gibt doch die Aufnahmen aus Proben der beiden, die deutlich zeigen, dass Wunderlich alles, aber auch jede kleinste Gestaltung von seinem "Begleiter" angesagt wurde, so als ob er selbst aber auch garnichts vom Text verstanden hätte und von sich aus hätte zum Ausdruck bringen können.
Zelenka (03.02.2008, 08:50): Original von ab Original von Zelenka Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
womöglich siehst Du das verkehrt herum: Es gibt doch die Aufnahmen aus Proben der beiden, die deutlich zeigen, dass Wunderlich alles, aber auch jede kleinste Gestaltung von seinem "Begleiter" angesagt wurde, so als ob er selbst aber auch garnichts vom Text verstanden hätte und von sich aus hätte zum Ausdruck bringen können.
Herzlichen Dank für den Hinweis! Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Gruß, Zelenka
ab (04.02.2008, 10:48): Original von Zelenka Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Lieber Zelenka,
dies hörte ich einmal im Radio (und fand es mindestens so interessant, wie den oft zu hörenden köstlichen Mitschnitt, wo Gerald Moore aus der Dichterliebe voll Hingabe singt und sich vom Sänger ??? begleiten ließ )
Es könnte sein - ohne Gewähr -, dass es sich hier findet.
Mime (04.02.2008, 11:31): Original von Zelenka Original von uhlmann
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Meinst du Fritzi Massari ? Herr Wunderlich hiess Fritz ! Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
Gruß, Zelenka
Hallo Zelenka,
welchen Begleiter meinst du?
Es gibt einmal Karl-Heinz Stolze und dann Hubert Giesen, die den Sänger bei Gesamtaufnahme der schönen Müllerin begletet haben. :hello
Zelenka (04.02.2008, 11:41): Original von Mime Original von Zelenka Original von uhlmann
und nichts von fritzi wunderlich? wundert mich.
Meinst du Fritzi Massari ? Herr Wunderlich hiess Fritz ! Vielleicht ist auch Wunderlich sein wenig inspirierender Begleiter zum Verhängnis geworden ...
Gruß, Zelenka
Hallo Zelenka,
welchen Begleiter meinst du?
Es gibt einmal Karl-Heinz Stolze und dann Hubert Giesen, die den Sänger bei Gesamtaufnahme der schönen Müllerin begletet haben. :hello
Lieber Mime:
Ich fürchte, ich meinte Hubert Giesen, die WDR-Aufnahme mit Stolze kenne ich leider nicht. :A
Gruß, Zelenka
ab (04.02.2008, 11:49): Original von Zelenka
Ich fürchte, ich meinte Hubert Giesen, die WDR-Aufnahme mit Stolze kenne ich leider nicht. :A
Gruß, Zelenka
auch ich bezog mich oben auf den Schverwalter Giesen.
Zelenka (04.02.2008, 11:52): Original von ab Original von Zelenka Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Lieber Zelenka,
dies hörte ich einmal im Radio (und fand es mindestens so interessant, wie den oft zu hörenden köstlichen Mitschnitt, wo Gerald Moore aus der Dichterliebe voll Hingabe singt und sich vom Sänger ??? begleiten ließ )
Lieber ab:
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
ab (04.02.2008, 13:23): Original von Zelenka Lieber ab:
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
Vermutlich... (Ich bin kein Kuriositätensammler...)
Jimi (04.02.2008, 13:52): Original von Zelenka
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
Moore - Ich grolle nicht
Find ich echt Klasse !!!! :rofl :rofl :rofl
:hello Jimi
Zelenka (04.02.2008, 14:20): Original von Jimi Original von Zelenka
Ich nehme an, Du hast Gerald Moore in "Ich grolle nicht" aus der Dichterliebe gehört - begleitet von Victoria de los Angeles ...
Gruß, Zelenka
Moore - Ich grolle nicht
Find ich echt Klasse !!!! :rofl :rofl :rofl
:hello Jimi
Lieber Jimi:
Ganz herzlichen Dank für den Link! Ich wußte nicht, daß diese Kostbarkeit online zu hören ist. Victoria de los Angeles konnte jedenfalls sehr gut Klavier spielen. Moore ist nicht viel besser als ich.
Gruß, Zelenka
Poztupimi (04.02.2008, 20:10): Original von Jimi
Moore - Ich grolle nicht
Find ich echt Klasse !!!! :rofl :rofl :rofl
:hello Jimi
Puh, starker Tobak http://www.smileygarden.de/smilie/Fragend/25.gif (da mußte ich spontan an Jose Ferrer im Film Eine Sommernachts-Sexkomödie (Regie: Woody Allen) denken; ein echter Hochgenuß dagegen :D)
Viele Grüße, Wolfgang
Jimi (05.02.2008, 11:09): Original von Zelenka
Herzlichen Dank für den Hinweis! Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Gruß, Zelenka
Auch hier wird man bei youtube fündig, ab 3:19 ein Ausschnitt aus einer Probe der Dichterliebe von Giesen und Wunderlich:
Wunderlich Liedgesang
:hello Jimi
Zelenka (05.02.2008, 16:05): Original von Jimi Original von Zelenka
Herzlichen Dank für den Hinweis! Die Probenaufnahmen kenne ich leider nicht.
Gruß, Zelenka
Auch hier wird man bei youtube fündig, ab 3:19 ein Ausschnitt aus einer Probe der Dichterliebe von Giesen und Wunderlich:
Wunderlich Liedgesang
:hello Jimi
Herzlichen Dank für den Link! YouTube ist ja ein Schatzhaus!
Gruß, Zelenka
Zelenka (07.02.2008, 17:00): In "Building a Library" auf BBC Radio 3 wurde im Monat Januar Wagners Ring auf CD und DVD besprochen. Die Empfehlungen:
Das Rheingold:
First choice:
Wotan - Hans Hotter; Fricka - Georgine von Milinkovic; Loge - Rudolf Lustig; Alberich - Gustav Neidlinger; Mime - Paul Kuen; Donner - Toni Blankenheim; Froh - Josef Traxel; Freia - Hertha Wilfert; Erda - Maria von Ilosvay; Fasolt - Ludwig Weber; Fafner - Josef Greindl; Woglinde - Jutta Vulpius; Wellgunde - Elisabeth Schartel; Flo?hilde - Maria Graf Orchester der Bayreuther Festspiele, Joseph Keilberth (conductor) Testament SBT21390 (2 CDs)
Die Walküre:
First choice:
Siegmund - Jon Vickers; Hunding - Martti Talvela; Wotan - Thomas Stewart; Sieglinde - Gundula Janowitz; Brunnhilde - Regine Crespin; Fricka - Josephine Veasey; Gerhilde - Liselotte Rebmann; Ortlinde - Carlotta Ordassy; Waltraute - Ingrid Steger; Schwertleite - Lilo Brockhaus; Helmwige - Daniza Mastilovic; Siegrune - Barbro Ericson; Grimgerde - Cvetka Ahlin; Rossweisse - Helga Jenckel Berlin Philharmonic Orchestra, Herbert von Karajan (conductor) DG 457 785-2 (4 CDs - also in 14 CD Box Set on DG 457 780-2, both Mid Price)
Siegfried:
First choice:
Siegfried - Wolfgang Windgassen; Brunnhilde - Astrid Varnay; Wanderer - Hans Hotter; Alberich - Gustav Neidlinger; Mime - Paul Kuen; Erda - Maria von Ilosvay; Fafner - Josef Greindl; Waldvogel - Ilse Hollweg; Orchester der Bayreuther Festspiele Joseph Keilberth (conductor) Testament SBT4 1392 (4 CDs)
Siegfried - Rene Kollo; Gunther - Hans Gunter Nocker; Alberich - Siegmund Nimsgern; Hagen - Matti Salminen; Brunnhilde - Jeannine Altmeyer; Gutrune - Norma Sharp; Waltraute - Ortrun Wenkel; 1 Norn - Anne Gjevang; 2 Norn - Daphne Evangelatos; 3 Norn - Ruth Falcon; Woglinde - Lucia Popp; Wellgune - Uta Priew; Flosshilde - Hanna Schwarz Staatskapelle Dresden, Marek Janowski (conductor) RCA 82876557092 (only available as part of a 14 CD set of the complete Ring Cycle, Super Budget)
Der Ring auf DVD:
First choice:
Donald McIntyre, Heinz Zednik, Hermann Becht, Hanna Schwarz, Siegfried Jerusalem, Matti Salminen, Gwyneth Jones, Jeannine Altmeyer, Peter Hofmann, Gabriele Schnaut, Manfred Jung, Fritz Hubner, Franz Mazura, Gwendolyn Killebrew, Choir and Orchestra of the Bayreuther Festspiele, Pierre Boulez (conductor) Deutsche Grammophon 00440 073 4057 (8 DVDs, including Bonus DVD on the making of this production. Each opera also available separately)
Gruß, Zelenka
Jürgen (08.02.2008, 09:07): Da sind die Briten doch gar nicht so weit von meinem Geschmack entfernt.
Zuerst die DVD: Absolute Übereinstimmung. Die Inszenierung gefällt mir immer besser, hat mich aber auch versaut. Ich kann wohl keine Bärenfelle mehr sehen. Boulez auf CD landet bei mir allerdings nicht unter den Top 5.
Grundsätzlich zu Keilberth auf Testament: Ich habe mal im Radio Ausschnitte der Götterdämmerung gehört, als sie bei HR2 besprochen wurde. Musikalisch sicherlich wunderbar, Varnay und Nilsson singen mE in der gleichen Liga. Soundtechnisch stufe ich die Aufnahme aber trotz Überarbeitung als historisch ein. Zwischen diesem Mitschnitt und dem etwa 2 Jahre später entstandenen Rheingold unter Solti liegen Welten. Nun bin ich jemand, der der Tonqualität durchaus Bedeutung beimisst. Sie ist nicht das einzige Kriterium aber ein wichtiges. Gemessen daran ist mir dieser Keilberth-Ring bisher viel zu teuer gewesen, um ihn mir zuzulegen.
Daher Rheingold: Solti. London als Wotan allein ist schon Grund genug. Sein Auftakt (Walhalla) Gesang ist unübertroffen, von göttlicher Gewalt eben. Solti's Vorspiel ist m E das zweitbeste, das ich kenne. Lediglich Janowski ist etwas nuancierter, die Bläser etwas weniger aufdringlich.
Walküre: Hier habe ich keinen eindeutigen Favoriten, muß ich auch nicht. Aber ich schwanke zwischen Solti, Böhm und Leinsdorf.
Siegfried: Auch Solti. Ich kann es schlecht begründen, weil ich noch nicht vergleichend gehört habe. Aber aus dem Bauch heraus ist es Solti.
Götterdämmerung: Unbedingt Solti. Zum einen wegen der schön expressiv herausgearbeiteten Orchesterpassagen, an die nur Karajan phasenweise heranreicht. Zum anderen wegen einem wunderbaren Schlußgesang. Auf jeden Fall aber wegen Gottlob Frick als Hagen. Hier klingt er so Rabenschwarz, bei seiner Ansprache an die Gibichsmannen hält er diese tiefen Töne, wo Anderen die Luft ausgeht.
Super-Budget Choice: Janowski ist sicherlich sehr gut, aber super Budget ? Was ist denn dann Neuhold ?? Den würde ich dorthin packen. Zum Kennenlernen und für den Preis einer einzelnen CD durchaus erste Wahl. Die Tonqualität ist gut und die Sänger gute Landesliga. Ich sage extra zum Kennenlernen. Wenn einem diese Musik nicht gefällt, ist man froh, nicht mehr ausgegeben zu haben. Andernfalls legt man sich noch ein paar andere Ringe zu und Neuhold verstaubt. Na und?
Welche Aufnahmen kenne ich überhaupt ? 1. Furtwängler, Scala 2. Solti 3. Böhm 4. Karajan (nur auf LP) 5. Boulez (mehrmals im TV gesehen/gehört) 6. Janowski 7. Keilberth auf Testament (Schnippsel im Radio) 8. Levine, Met (Auszüge im Wagner-Web) 9. Neuhold
Das nur zur Orientierung. Vielleicht kenne ich den Ring noch gar nicht?
Grüße Jürgen
Zelenka (08.02.2008, 16:08): Beim Vergleichshören im Februarheft von "Classica/Répertoire" geht es um César Francks Violinsonate, die ja ihrerseits den größten Einfluß auf Vinteuils berühmte Sonate in Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" hat. 10 Versionen schafften es in die Endausscheidung, in der drei Kritiker blindhörten.
3. Oistrakh/S. Richter (Le Chant du Monde LDC278885, Paris 1968)
4. Menuhin/H. Menuhin (Naxos 8110989)
5. Pasquier/C. Collard (Lyrinx CD104)
8
6. Francescatti/Casadesus (Sony SM2K61722)
7
7. Perlman/Ashkenazy (Decca 4528872)
6
8. Kogan/N. Kogan (Orfeo C657051B)
9. Poulet/Lee (Arion ARN68210)
10. Korcia/Luisada (RCA 74321877622)
Ich besitze leider nur die an 6. und 7. Stelle liegenden Aufnahmen, meine anderen Versionen (z.B. Thibaud/Cortot, Chung/Lupu, Mintz/Bronfman) sind nicht bis zum Blindhören vorgedrungen.
Gruß, Zelenka
Amadé (08.02.2008, 19:02): @ Jürgen und Zelenka
Meine Frau hat ihn mir zu Weihnachten geschenkt.
Künstlerischer Eindruck: Sehr gut, die einzelnen Werke bis in die Nebenrollen hervorragend besetzt, Keilberth sehr kompetent, er dirigierte den Ring bereits seit 1952 in Bayreuth, teilweise immer mit derselben Sängerriege: Varnay, Uhde, Greindl, Hotter, Mödl, Neidlinger, Kuen, ab 1953 Windgassen, der Bernd Aldenhoff ablöste. Diese Aufnahmen besitze ich bereits und kann so feststellen, dass er von der musikalischen Seite nicht wesentlich besser als die Vorgänger-Ringe ist.
Klangliche Erscheinung: Was wir heute von einer Stereo-Aufnahme erwarten, sucht man noch vergebends: Raumklang, Tiefenstaffelung, Aufteilung des Klangbildes auf zwei Lautsprecher. Jedoch gute Präsenz, deutliche STimmen, wenige Publikumsgeräusche. Der Ring wurde von einem Decca-Team aufgenommen. Diese Firma zeichnete in Wien mit Erich KLeiber den Figaro und Josef Krips Don Giovanni in Stereo auf. Wer die Aufnahmen kennt, findet ähnliche Klangverhältnisse vor wie in der Bayreuther Aufnahme.
Insgesamt gesehen ist dieser Ring allein schon von der künstlerischen Qualität her sein Geld wert. Für den schmaleren Geldbeutel empfehle ich den 52er mit Keilberth sowie als neuere Aufnahme die mit Janowski und der Dresdner Zauberharfe, die spielt nämlich die erste Geige, ein Genuss!
Grüße Amadé
Zelenka (09.02.2008, 12:11): Original von Amadé @ Jürgen und Zelenka
Meine Frau hat ihn mir zu Weihnachten geschenkt.
Lieber Amadé:
Du bist ein Glückspilz!
Gruß, Zelenka
Zelenka (09.02.2008, 14:18): Die Spitzenempfehlung für Mozarts letztes Streichquartett KV 590 war heute morgen diese:
ab (10.02.2008, 12:32): Original von Zelenka Denen, die historischen Instrumenten skeptisch gegenüberstehen, wird die Aufnahme des Tokyo String Quartets bei Biddulph empfohlen.
Dieser Empfehlung kan ich mich nicht im Geringsten anschließen, weder tonlich, noch klanglich oder von der Durcharbeitung in puncot Phrasierung und Artikulation; und vom Ausdruck schon gar nicht. Ich fand sie höchstgradig langweilig, wenn auch nicht uninspiriert.
Zelenka (10.02.2008, 13:03): Original von ab Original von Zelenka Denen, die historischen Instrumenten skeptisch gegenüberstehen, wird die Aufnahme des Tokyo String Quartets bei Biddulph empfohlen.
Dieser Empfehlung kan ich mich nicht im Geringsten anschließen, weder tonlich, noch klanglich oder von der Durcharbeitung in puncot Phrasierung und Artikulation; und vom Ausdruck schon gar nicht. Ich fand sie höchstgradig langweilig, wenn auch nicht uninspiriert.
Danke für die deutliche Warnung!
Gruß, Zelenka
Zelenka (17.02.2008, 08:39): Hier endlich die goldenen Stimmgabeln für den Monat Februar aus der Zeitschrift "Diapason":
R. Strauss, Ariadne auf Naxos, Janowitz, Böhm DG 0734370
Gruß, Zelenka
Zelenka (17.02.2008, 09:41): Gestern war dies "First Choice" bei der Besprechung von Vivaldis Stabat Mater RV 621 in "Building a Library" auf BBC Radio 3:
Janácek, The Excursions of Mr. Broucek , Vacik, BBC Singers and O, Belohlávek DG4777387
Wiéner, Klavierstücke, Pascal Sisyphe 006
Découverte
Foulds, A World Requiem, Trinity Boys Choir, Philharmonia Chorus, BBC Symphony O and Chorus, Botstein
Réédition
Bach, Messe in h-Moll, Wiener Sängerknaben, Concentus musicus Wien, Harnoncourt Warner2564698535
Le coin du collectionneur
Weber, Liszt etc., BPO, Oskar Fried Music & Arts 11981
DVD
Stravinsky, The Rake's Progress, Ono Opus Arte OA0991D
Lucerne Festival Orchestra: The first 5 years, Abbado EuroArts 2000078
Brahms, Symphonien, von Karajan DG 0734386
Gruß, Zelenka
Zelenka (25.02.2008, 16:39): Am letzten Samstag war dies die Empfehlung für eine Aufnahme von Bartóks zweitem Violinkonzert in "Building a Library" auf BBC Radio 3:
First Choice:
(c/w Concerto for Orchestra Sz116; Piano Concerto No. 2 Sz95; Piano Concerto No. 3 Sz119; Violin Concerto No. 1 Sz36; Viola Concerto Op. posth. Sz120; The Miraculous Mandarin - Suite Sz73; Music for Strings, Percussion and Celesta Sz106) Kyung-Wha Chung (violin)*, City of Birmingham Symphony Orchestra*, Simon Rattle (conductor)* Royal Philharmonic Orchestra, Rafael Kubelik (conductor), Sviatoslav Richter (piano), Orchestre de Paris, Lorin Maazel (conductor), Martha Argerich (piano), Orchestre Philharmonique de Montreal, Charles Dutoit (conductor), Dmitry Sitkovetsky (violin), Philharmonia Orchestra, Libor Pesek (conductor), Tabea Zimmermann (viola), Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, David Shallon (conductor), Philadelphia Orchestra, Eugene Ormandy (conductor) EMI 509407 2 (3 CDs, Budget)
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.03.2008, 08:33): Gestern war dies in "Building a Library" auf BBC Radio 3 die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme von Poulencs Gloria:
Zelenka (08.03.2008, 13:36): Beim monatlichen Blindhören geht es in der März-Ausgabe von Classica-Répertoire um Haydns Symphonie No. 104. (Mittlerweile ist die Diskussion mit Hörbeispielen auch als Podcast herunterladbar.)
Ein wenig überraschend ist der relativ schlechte Platz von Fey (zu schnell und überakzentuiert nach Meinung der Blindhörer), auf den obersten Plätzen liegen eher die üblichen Verdächtigen. Brüggen ist gar nicht erst in die Endrunde gelangt. Es ist bedauerlich, daß Mackerras nur insgesamt 6 Haydn-Symphonien für Telarc aufgenommen hat.
Gruß, Zelenka
Cetay (inaktiv) (08.03.2008, 14:26): Original von Zelenka Beim monatlichen Blindhören geht es in der März-Ausgabe von Classica-Répertoire um Haydns Symphonie No. 104. (Mittlerweile ist die Diskussion mit Hörbeispielen auch als Podcast herunterladbar.)
Es ist bedauerlich, daß Mackerras nur insgesamt 6 Haydn-Symphonien für Telarc aufgenommen hat.
Gruß, Zelenka
Ich habe neulich im Rundfunk ein langes Interview mit Mackerras verfolgen dürfen. Es ist unfassbar, mit welcher Tiefe und Weisheit er in Fragen zur Interpretation und Ausführung eintaucht. Da ist alles bis ins kleinste Detail durchdacht und absolut nichts fällt der Willkür anheim. Die Hadyn-Aufnahme kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl ändern müssen.
Zelenka (08.03.2008, 14:35): Original von Dox Orkh
Ich habe neulich im Rundfunk ein langes Interview mit Mackerras verfolgen dürfen. Es ist unfassbar, mit welcher Tiefe und Weisheit er in Fragen zur Interpretation und Ausführung eintaucht. Da ist alles bis ins kleinste Detail durchdacht und absolut nichts fällt der Willkür anheim. Die Hadyn-Aufnahme kenne ich noch nicht, aber das werde ich wohl ändern müssen.
Ja, es ist immer eine Freude Sir Charles zuzuhören. Im Moment aktuell ist seine Aufnahme der letzten Mozart-Symphonien (Linn), die viel gelobt wird und auf die ich immer noch warte.
Gruß, Zelenka
Zelenka (08.03.2008, 14:38): Heute war in "Building a Library" auf BBC Radio 3 dies die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme des zweiten Buchs von Debussys Préludes:
Tangua (10.03.2008, 11:10): ... und dabei sind ja schon die, die er für Telarc aufgenommen hat, herausragend - meine Lieblingseinspielungen!
ab (10.03.2008, 13:44): Original von Zelenka Heute war in "Building a Library" auf BBC Radio 3 dies die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme des zweiten Buchs von Debussys Préludes: Jean-Efflam Bavouzet (Chandos)
Gruß, Zelenka
Schon gehört? :hello
Zelenka (10.03.2008, 19:43): Original von ab Original von Zelenka Heute war in "Building a Library" auf BBC Radio 3 dies die Spitzenempfehlung für eine Aufnahme des zweiten Buchs von Debussys Préludes: Jean-Efflam Bavouzet (Chandos)
Gruß, Zelenka
Schon gehört? :hello
Bavouzet ist immer noch via Neuseeland unterwegs, mehr erst dann, wenn er eingetroffen ist ...
:hello
ab (10.03.2008, 22:04): Original von Zelenka Bavouzet ist immer noch via Neuseeland unterwegs, mehr erst dann, wenn er eingetroffen ist ...
:hello
Möge die Musik nach einer solch langen Reise nicht jet-lag-mäßig ermüdet wirken :P
Bin schon auf Deinen Bericht sehr gespannt! (Von verschiedenen Interpretationen bei der Klaviermusik von Beethoven :down und Debussy :down werden ich wohl nie ermüdet sein...)
Zelenka (15.03.2008, 14:44): Heute wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Bibers Rosenkranzsonaten besprochen:
Als Alternative wird Karajan (DG) genannt, als "Modern Choice" Chailly (Decca), die beste DVD-Version ist die unter López-Cobos (Opus Arte).
Gruß, Zelenka
Zelenka (19.03.2008, 16:47): Im April-Heft des "Gramophone" geht es in der Rubrik "Collection" um Brahms' "Ein deutsches Requiem". An der Spitze liegt Frieder Bernius (Carus):
Die "DVD Choice" ist Abbado (Arthaus), die "Period Choice" Herreweghe (HM), die "Historical Choice" Furtwängler (Luzern 1947, Music & Arts).
Meine Lieblingsaufnahme (Lehmann, DG) ist allein schon aus klanglichen Gründen ausgeschieden …
Gruß, Zelenka
Amadé (19.03.2008, 17:17): Original von Zelenka die "Historical Choice" Furtwängler (Luzern 1947, Music & Arts).
Wo waren da die Ohren des/der Rezensenten? Aha, Furtwängler, muss gut sein! dachte man da. Die Aufnahme ist klanglich=aufnahmetechnisch völlig misslungen! Ich kann nicht glauben, dass das sonst von mir geschätze Label M&A besseres Material zur Verfügung hatte als die französische Furtwängler-Gesellschaft. Dein Hinweis auf Lehmann kommt mir aus dem Herzen.
Gruß Amadé
Zelenka (23.03.2008, 09:25): Es ist nach dem Kalender immerhin Frühling, weswegen wohl "Building a Library" auf BBC Radio 4 gestern Stravinskys "Sacre du Printemps" besprach. Das Spitzenempfehlung des Vergleichshörens:
Reviewer - Rob Cowan
First Choice: Junge Deutsche Philharmonie, Peter Eotvos (conductor) (c/w Mavra, with the Goteborgs Symfoniker) BMC (Budapest Music Centre) BMC CD 118 (CD)
Cetay (inaktiv) (23.03.2008, 09:36): Original von Zelenka Es ist nach dem Kalender immerhin Frühling, weswegen wohl "Building a Library" auf BBC Radio 4 gestern Stravinskys "Sacre du Printemps" besprach.
Kann man eigentlich die bisher aufgebaute Bibliothek irgendwo im Netz nachlesen?
HenningKolf (23.03.2008, 09:40): hier
kann man nachlesen, man kann hier in die zurückliegende Sendung über internetstream hineinhören
(dort versteckt in der längeren cd review - Sendung)
Gruß Henning
Zelenka (23.03.2008, 09:48): Original von Dox Orkh Original von Zelenka Es ist nach dem Kalender immerhin Frühling, weswegen wohl "Building a Library" auf BBC Radio 4 gestern Stravinskys "Sacre du Printemps" besprach.
Kann man eigentlich die bisher aufgebaute Bibliothek irgendwo im Netz nachlesen?
Man kann es von hier aus! Es ist auch möglich, die Sendungen noch sieben Tage nach Ausstrahlung jederzeit über das Internet zu hören.
Gruß, Zelenka
HenningKolf (23.03.2008, 09:51): Original von HenningKolf hier
kann man nachlesen, man kann hier in die zurückliegende Sendung über internetstream hineinhören
(dort versteckt in der längeren cd review - Sendung)
Gruß Henning
irgendwie klappt der zweite link nicht: über listen again in der dann öffnenden Seite cd review - in dieser mehrstündigen Sendung ist auch "building a library" ein Bestandteil
Zelenka (30.03.2008, 08:05): Gestern ging es in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten". Die Empfehlung war René Jacobs (HM):
Rachmaninov (30.03.2008, 11:04): Original von Zelenka Gestern ging es in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten". Die Empfehlung war René Jacobs (HM):
Naja, die Aufnahme besitze ich und die Textverständlichkeit ist IMO eher ausreichend als spitze!
Tranquillo (30.03.2008, 11:30): Original von Rachmaninov Original von Zelenka Gestern ging es in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten". Die Empfehlung war René Jacobs (HM):
Naja, die Aufnahme besitze ich und die Textverständlichkeit ist IMO eher ausreichend als spitze! Die "Building a Library"-Empfehlungen sind durchaus mit Vorsicht zu handhaben. Bei Bachs "Brandenburgischen Konzerten" beispielsweise wird die Aufnahme mit Il Giardino Armonico empfohlen, die nach meinem Empfinden nur für HIP-Extremisten geniessbar ist. Es ist allemal besser, mehrere Meinungen einzuholen und sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen (Hörschnipsel oder noch besser CD-Fachhandel, sofern vorhanden).
Viele Grüsse Andreas
HenningKolf (30.03.2008, 13:05): Natürlich sind auch die BBC-Empfehlungen subjektiv. Es wird sogar Wigglesworth´Schostakowitsch empfohlen. In meinen Ohren zusammen mit Slovak der Dirigent, der hätte davon absehen sollen, Schostakowitsch einzuspielen. Aber interessant sind solche Empfehlungslisten allemal, wobei man sich in der building a library - Sendung ja anhand von Hörbeispielen selbst ein Bild machen kann.
Gruß Henning
Zelenka (30.03.2008, 16:52): Lieber Andreas:
Wie fast alle CD-Empfehlungen sind auch die von "Building a Library" mit Vorsicht zu genießen, alles ist eher ohne Gewähr. Was die empfohlene "Jahreszeiten"-Aufnahme von gestern angeht, so sind im "Messageboard" von "CD Review" schon ein paar kritische Stimmen zu lesen gewesen. Diese Folge von "Building a Library" war wohl kein großer Wurf. Vieles hängt eben auch von den jeweiligen Rezensenten ab.
Gruß, Zelenka
ab (31.03.2008, 10:45): Original von Zelenka Es ist nach dem Kalender immerhin Frühling, weswegen wohl "Building a Library" auf BBC Radio 4 gestern Stravinskys "Sacre du Printemps" besprach. Das Spitzenempfehlung des Vergleichshörens:
Reviewer - Rob Cowan
First Choice: Junge Deutsche Philharmonie, Peter Eotvos (conductor) (c/w Mavra, with the Goteborgs Symfoniker) BMC (Budapest Music Centre) BMC CD 118 (CD)
Kennst DU dieses Eötvös-Aufnahme? Das kann ich mir ganz interessant vorstellen. Überhaupt, dieses Label BMC sollte ich einmal genauer unter die Lupe nehmen... :hello
Ps. Andreas' Vorbehalt zur Il Giardinos Armonicos Einspielung der Brandenburgischen Konzerten teile ich voll und ganz..
Zelenka (31.03.2008, 16:56): Original von ab
Kennst DU dieses Eötvös-Aufnahme? Das kann ich mir ganz interessant vorstellen. Überhaupt, dieses Label BMC sollte ich einmal genauer unter die Lupe nehmen... :hello
Ps. Andreas' Vorbehalt zur Il Giardinos Armonicos Einspielung der Brandenburgischen Konzerten teile ich voll und ganz..
Leider nicht, aber diese Besprechung stimmt ohnehin ein wenig bedenklich, auch wenn man David Hurwitz längst nicht alles abnimmt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (05.04.2008, 14:13): Heute beschäftigte sich "Building a Library" auf BBC Radio 3 mit Scriabins "Poème de l'extase" op. 54. An der Spitze lag Muti (EMI oder Brilliant):
nikolaus (05.04.2008, 14:48): Original von Zelenka Heute beschäftigte sich "Building a Library" auf BBC Radio 3 mit Scriabins "Poème de l'extase" op. 54. An der Spitze lag Muti (EMI oder Brilliant):
Muti hätte ich jetzt nicht spontan mit Skriabin in Vergindung gebracht. Ist die Aufnahme wirklich so gut?
Zelenka (05.04.2008, 14:52): Original von nikolaus Original von Zelenka Heute beschäftigte sich "Building a Library" auf BBC Radio 3 mit Scriabins "Poème de l'extase" op. 54. An der Spitze lag Muti (EMI oder Brilliant):
The Red Baton: Rozhdestvensky Ideale Audience 3073498
Gruß, Zelenka
ab (05.04.2008, 23:16): Original von Zelenka Original von nikolaus Original von Zelenka Heute beschäftigte sich "Building a Library" auf BBC Radio 3 mit Scriabins "Poème de l'extase" op. 54. An der Spitze lag Muti (EMI oder Brilliant):
Muti hätte ich jetzt nicht spontan mit Skriabin in Verbindung gebracht. Ist die Aufnahme wirklich so gut?
Ja! Vergleiche auch hier!
Gruß, Zelenka
Ins selbe Horn wurde bei Grammophone geblasen:
Reviewed: Gramophone 7/1991, John Steane There can be few more thrilling sounds on disc (and no more compelling reason for a totally sound-proofed listening room) than the climax to Muti's Poeme de l'extase. The clamour of bells here (both literal and imitative) reveals an essentially Russian heart at the core of this most cosmopolitan of Russian composers, and (at 17'51'') the maestoso proclamation of the theme of self assertion has the raised Philadelphia horns in crucially sharper focus than their New York rivals for Sinopoli (DG). The percussion peals more clearly too.
Dennoch:
Nein! Muti, finde ich, muss man wirklich nicht haben. Muti kommt mir wie der schwächelnde Abgesang auf die Romantik interpretiert vor. Das finde ich zB Boulez (DG) sogar wesentlich besser.
Svetlanov dirigiert Scriabin sehr expressiv. (Unter Extase stelle ich mir aber etwas klangsinnlicheres vor.) Geradezu audiophil ist die Japanaufnahme kurz vor seinem Tod aus Moskau, die es nun bei Warner gibt. (Die BBC-Aufnahme kenne ich nicht, die bei Melodiya ist im miesen Klang nicht zu hörern)
Das faszinierendste dazu, was ich bislang hörte, war von Stokowski , ebenfalls in der BBC-Legends-Ausgabe, und zwar jene der beiden, die (nicht mit Tschaikowsky, sondern) mit Berlioz' Symphonie Fantastique gekoppelt ist.
Hier die Vergleichsgehörten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Mitropoulos, E. Goossens, Mravinsky, Stokowski, Svetlanov (3x),Gergiev, Muti, Ashkenazy wurde nur erwähnt, an Boulez, den ich besitze und sogar ein wenig schätze, kann ich mich nicht erinnern. In der Entausscheidung waren Gergiev, Mravinsky, Svetlanov (BBC) und Muti. Mravinsky wäre vielleicht der Sieger gewesen, wenn die Aufnahmequalität nicht so grottenschlecht wäre. Die Sendung ist noch bis zum nächsten Wochenende jederzeit abrufbar.
Gruß, Zelenka
Zelenka (06.04.2008, 09:08): Ein allgemeiner Hinweis: Große Teile (besonders auch Besprechungen) des aktuellen Heftinhalts der französischen Zeitschrift "Classica" sind auf der noch ziemlich neuen Quobuz-Website zu lesen.
Gruß, Zelenka
ab (06.04.2008, 12:37): Original von Zelenka
Hier die Vergleichsgehörten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Mitropoulos, E. Goossens, Mravinsky, Stokowski, Svetlanov (3x),Gergiev, Muti, Ashkenazy wurde nur erwähnt, an Boulez, den ich besitze und sogar ein wenig schätze, kann ich mich nicht erinnern. In der Entausscheidung waren Gergiev, Mravinsky, Svetlanov (BBC) und Muti. Mravinsky wäre vielleicht der Sieger gewesen, wenn die Aufnahmequalität nicht so grottenschlecht wäre.
Danke, in alle drei, Gergiev, Mravinsky, Svetlanov (BBC), würde ich gerne einmal hineinhören...
Zelenka (06.04.2008, 14:34): Original von ab
Danke, in alle drei, Gergiev, Mravinsky, Svetlanov (BBC), würde ich gerne einmal hineinhören...
Heute lagen in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Andsnes und das Artemis-Quartett bei einem Vergleichshören von Schumanns Klavierquintett op. 44 ganz vorne. Merkwürdig, daß in dieser Sendereihe so oft eher die neuesten Aufnahmen auf den Spitzenplatz kommen ...
Gruß, Zelenka
Cosima (12.04.2008, 19:38): Original von Zelenka Heute lagen in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Andsnes und das Artemis-Quartett bei einem Vergleichshören von Schumanns Klavierquintett op. 44 ganz vorne.
Und welche Aufnahmen wurden verglichen? Ich kenne ja nur S. Richter/Borodin-Q. und Zacharias/Cherubini-Q.
Gruß, Cosima
Zelenka (13.04.2008, 08:48): Original von Cosima Original von Zelenka Heute lagen in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Andsnes und das Artemis-Quartett bei einem Vergleichshören von Schumanns Klavierquintett op. 44 ganz vorne.
Und welche Aufnahmen wurden verglichen? Ich kenne ja nur S. Richter/Borodin-Q. und Zacharias/Cherubini-Q.
Nachzutragen wäre, daß Curzon/Budapest Qt. (Naxos) die "Budget Choice" sind, "La Gaia Scienza" (Winter & Winter) die Empfehlung auf dem HIP-Sektor. In die allgemeine Endrunde kamen Beaux Arts et al. (Philips), Stepán/Smetana Qt. (Testament) und Andsnes/Artemis Qt. (Virgin).
Gruß, Zelenka
Cosima (13.04.2008, 09:20): Ich habe gerade einen Gramophone-Artikel vom letzten Dezember zum Klavierquintett gelesen. Meine beiden Aufnahmen kommen darin ganz gut weg. Mir gefallen sie. - Serkin und Curzon mit dem Budapest bzw. Busch-Q. würden mich interessieren. Michelangeli vielleicht noch, aber eher zu Informationszwecken.
Gruß, Cosima
Zelenka (13.04.2008, 17:10): Im Aprilheft von "Classica" geht es beim blinden Vergleichshören um Tschaikowskys Fantasieouvertüre "Romeo und Julia". Die Diskussionen können hier auch akustisch incl. der Hörbeispiele verfolgt werden.
Zelenka (14.04.2008, 17:49): Ein sehr interessanter Artikel (in englischer Sprache) aus dem Aprilheft der amerikanischen Zeitschrift "Commentary" findet sich hier. Der Rückblick auf das "Goldene Zeitalter des Klaviers" könnte vielleicht hilfreich sein, wenn es um die Belebung des etwas müden heutigen Konzertbetriebs geht.
Gruß, Zelenka
Tranquillo (15.04.2008, 20:24): In einem Nachlass haben Wissenschaftler ein Orgelwerk Johann Sebastian Bachs entdeckt, von dem bisher nur die ersten fünf Takte bekannt waren. Es handelt sich um eine Choralfantasie über den Choral "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält", vermutlich zwischen 1705 und 1710 komponiert. Nähere Informationen hier.
Viele Grüsse Andreas
Jürgen (16.04.2008, 09:22): Original von Zelenka Im Aprilheft von "Classica" geht es beim blinden Vergleichshören um Tschaikowskys Fantasieouvertüre "Romeo und Julia". Die Diskussionen können hier auch akustisch incl. der Hörbeispiele verfolgt werden.
mein Französisch ist eher mager. Daher habe ich den Artikel nicht durchgelesen. Ich frage mich also, wie die 8 Teilnehmer des Probehörens ausgewählt wurden. Davon hängt es ab, wie ein Platz im Mittelfeld einzuordnen ist. Etwa einem durchschnittlichen Ergebnis im Feld aller existierenden Einspielungen? Oder wie einem 5.Platz bei einer Weltmeisterschaft?
Grüße Jürgen
Rachmaninov (16.04.2008, 09:23): Original von Tranquillo In einem Nachlass haben Wissenschaftler ein Orgelwerk Johann Sebastian Bachs entdeckt, von dem bisher nur die ersten fünf Takte bekannt waren. Es handelt sich um eine Choralfantasie über den Choral "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält", vermutlich zwischen 1705 und 1710 komponiert. Nähere Informationen hier.
Viele Grüsse Andreas
Oh, wenn das wahr ist freue ich mich auf die ersten Aufnahmen :tongue:
Zelenka (17.04.2008, 16:29): Original von Jürgen
Hallo Zelenka,
mein Französisch ist eher mager. Daher habe ich den Artikel nicht durchgelesen. Ich frage mich also, wie die 8 Teilnehmer des Probehörens ausgewählt wurden. Davon hängt es ab, wie ein Platz im Mittelfeld einzuordnen ist. Etwa einem durchschnittlichen Ergebnis im Feld aller existierenden Einspielungen? Oder wie einem 5.Platz bei einer Weltmeisterschaft?
Grüße Jürgen
Lieber Jürgen:
Die Aufnahmen, die in die Endauswahl gelangen, werden nicht von den Blindhörern ausgewählt, das besorgt jemand anderer. Wer in die Endauswahl gelangt, kann schon stolz sein. Ansonsten ist das alles nicht zu ernst zu nehmen, auch dieses Verfahren ist nicht perfekt.
Gruß, Zelenka
ab (19.04.2008, 13:00): Original von Zelenka Ein sehr interessanter Artikel (in englischer Sprache) aus dem Aprilheft der amerikanischen Zeitschrift "Commentary" findet sich hier. Der Rückblick auf das "Goldene Zeitalter des Klaviers" könnte vielleicht hilfreich sein, wenn es um die Belebung des etwas müden heutigen Konzertbetriebs geht.
Gruß, Zelenka
Lieber Zelenka,
diese Ansicht, mehr Mut zur freien Gestaltung und Interpretation zu zeigen, vertrittst Du aber nur in Bezug auf Konzertauftritte; nicht aber auch in Bezug auf Aufnahmen. Bei Aufnahmen möchtest Du schon werkauthentische Interpretationen so nah wie möglich an Notentext oder zumindest (vermuteteter/rekonstruierter) Intention der Komponistin? Sehe ich das recht?
Zelenka (19.04.2008, 15:38): Original von ab Original von Zelenka Ein sehr interessanter Artikel (in englischer Sprache) aus dem Aprilheft der amerikanischen Zeitschrift "Commentary" findet sich hier. Der Rückblick auf das "Goldene Zeitalter des Klaviers" könnte vielleicht hilfreich sein, wenn es um die Belebung des etwas müden heutigen Konzertbetriebs geht.
Gruß, Zelenka
Lieber Zelenka,
diese Ansicht, mehr Mut zur freien Gestaltung und Interpretation zu zeigen, vertrittst Du aber nur in Bezug auf Konzertauftritte; nicht aber auch in Bezug auf Aufnahmen. Bei Aufnahmen möchtest Du schon werkauthentische Interpretationen so nah wie möglich an Notentext oder zumindest (vermuteteter/rekonstruierter) Intention der Komponistin? Sehe ich das recht?
Lieber ab:
Ich weiß manchmal selbst nicht, was ich eigentlich will. Konzert und Studioaufnahmen sind sicher unterschiedlich zu beurteilen, letztere sollten, weil man sie halt öfter hört, einigermaßen frei von Patzern sein ... Sie sollten vielleicht auch nicht auf extreme Abwege führen. Im Konzert erwarte ich andererseits schon ein Plus an Adrenalin und kein totes, gepflegt-langweiliges Produkt.
Generell, das gilt für das Konzert und das Studio, sollte der Notentext einigermaßen heilig sein. Statt eines Trauermarschs möchte ich keinen Geschwindmarsch hören und umgekehrt. In vielen Fällen, z.B. bei Mozart oder Beethoven, erwarte ich in der Regel schnellere Tempi als die in der Regel gehörten. Die schnelleren Tempi sind eben die authentischen. Ansonsten ist Tempo natürlich nicht alles, auch schnelle Tempi können sterbenslangweilig werden. Auf das Wechselspiel von Spannung und Entspannung kommt es an.
Teachout beschäftigt sich vornehmlich mit dem Klavierspiels des wohl tatsächlich Goldenen Zeitalters. Ich bewundere zu einem Teil die Freiheiten, die sich die damaligen Pianisten mit dem Text nehmen konnten, aber auch ihre Art der Programmgestaltung. Mit teils schlechtem Gewissen genieße ich auch allerlei Bearbeitungen von zweifelhaftem Geschmack wie Schubert/Liszt oder Bach/Busoni, auch schamlos Populistisches wie Schulz-Evlers Arabesken zur "Schönen blauen Donau" oder Godowsky-Bearbeitungen wie der von "Wein, Weib und Gesang". Ich möchte im Konzert auch nicht unbedingt in eine akademische Vorlesung der Art geraten, wie sie schulemachend von Schnabel zelebriert wurde, in unseren Tagen von Brendel noch wird. Ich möchte wiederum nicht einer reinen Zirkusvorstellung beiwohnen. Ich empfinde im übrigen das Répertoire heutzutage als viel zu eng. Warum im Klavierbereich nicht mehr Weber, Hummel, Spanier z.B., warum nicht mehr Modernes? Ich würde mir jedenfalls mehr Risikobereitschaft bei der Programmgestaltung wünschen. Man könnte auch mehr Ernstes und Heiteres mischen.
Was ich nicht möchte, ist Show, Faxen, Firlefanz, Fünftagebärte und um den Kopf geschlungene Tücher. Ich würde auch auf Ansprachen und Erklärungen der Pianisten im Konzertsaal verzichten wollen, von denen Teachout berichtet. Vor oder nach dem Konzert könnten allerdings Begegnungen und Austausch mit dem Publikum ganz interessant sein.
Gruß, Zelenka
Zelenka (20.04.2008, 08:18): Trotz dem einen oder anderen Schönheitsfehler der Aufnahme lag Hickox mit dem LSO vorn, als es gestern in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Ralph Vaughan Williams' 6. Symphonie ging.
ab (21.04.2008, 10:12): Original von Zelenka Ich weiß manchmal selbst nicht, was ich eigentlich will.
Generell, das gilt für das Konzert und das Studio, sollte der Notentext einigermaßen heilig sein.
Ich bewundere die Freiheiten, die sich die damaligen Pianisten mit dem Text nehmen konnten
Lieber Zelanka,
Genau das scheint wirklich der Punkt zu sein: Einerseits bewunderst Du die Notentextheiligkeit; andererseits scheintst Du aber auch (gewisse) Notentextfreiheiten zu bewundern.
Kein Wunder, dass Dich soche gegenseitig auschließende Bewunderungen verwirren müssen!
Die entscheidende Frage wäre wohl: Was ist es, dass Du trotz Liebe zur Notentextheiligkeit gewisse freie Interpretationen dennoch rühmst? Was weisen diese Interpretationen (zumindest der Alten) für ein lobenswertes Plus aus? - am Alter liegst hoffentlich nicht :W
Zelenka (21.04.2008, 16:46): Original von ab Original von Zelenka Ich weiß manchmal selbst nicht, was ich eigentlich will.
Generell, das gilt für das Konzert und das Studio, sollte der Notentext einigermaßen heilig sein.
Ich bewundere die Freiheiten, die sich die damaligen Pianisten mit dem Text nehmen konnten
Lieber Zelanka,
Genau das scheint wirklich der Punkt zu sein: Einerseits bewunderst Du die Notentextheiligkeit; andererseits scheintst Du aber auch (gewisse) Notentextfreiheiten zu bewundern.
Kein Wunder, dass Dich soche gegenseitig auschließende Bewunderungen verwirren müssen!
Die entscheidende Frage wäre wohl: Was ist es, dass Du trotz Liebe zur Notentextheiligkeit gewisse freie Interpretationen dennoch rühmst? Was weisen diese Interpretationen (zumindest der Alten) für ein lobenswertes Plus aus? - am Alter liegst hoffentlich nicht :W
Lieber ab:
Es macht natürlich immer einen schlechten Eindruck, wenn man unsicher und verwirrt ist und es auch noch selbst zugibt. Ganz überraschend sollte meine Haltung nicht sein, anläßlich einer Besprechung von Schuberts D 960 habe ich z.B. S. Richters Aufnahmen geschätzt, obwohl ich die Interpretation besonders des 1. Satzes für verfehlt halte. Wenn ich etwas für tief empfunden halte, zolle ich eben meinen Respekt. Bei anderen Pianisten (und in anderer Literatur) gelange ich auch zu anderen Urteilen, etwa im Falle von Gould oder Barto, denen ich generell unterstelle, ganz mechanisch anders sein zu wollen. Ein anderes Beispiel einer Billigung von Eingriffen in den Notentext ist meine Begeisterung für Chaillys Einspielungen der Schumann-Symphonien in der Mahler-Bearbeitung. Mahler hat da teils Wunder gewirkt ...
Was macht das Plus der Alten aus? Ich unterstelle ihnen generell eine höhere Allgemeinbildung als den heutigen Jungen, mehr echte Vertrautheit mit den großen Komponisten der Klassik und Romantik und den Zeitumständen und, da sie häufig auch noch selbst komponierten, eher mehr Einsicht in kompositorische Zusammenhänge. Und bei aller in Anspruch genommenen Freiheit haben auch die Alten den gespielten Komponisten dienen wollen. Vieles, das heute zu hören ist, ist dagegen schrecklich beliebig, neutral und langweilig.
Vielleicht ist es aber auch mein Alter, das zu meiner Verwirrung beiträgt.
Gruß, Zelenka
Gamaheh (21.04.2008, 17:07): Lieber Zelenka,
ein interessanter Text, der zwar interessante Gedankengänge stimuliert, mich aber überhaupt nicht überzeugt (vielleicht macht er da genau das, was er will).
Kein Wunder, daß Du so verwirrt bist, denn ich glaube, daß es hier keine wirklich schlüssigen Antworten gibt, hier kann man nicht rigoros sagen, daß man nur das eine oder das andere akzeptiert - es hängt eben davon ab ...
Wovon, das wäre vielleicht mal einen separaten Faden wert. Du hast es schon ansatzweise angesprochen, ich habe es schon öfters hier und da angesprochen (zuletzt zum Stichwort "authentisch" unpassenderweise im Barcarolle-Faden).
Grüße, Gamaheh
P.S.: Unsicher und verwirrt zu sein und es auch noch zuzugeben macht auf mich überhaupt keinen schlechten Eindruck!
ab (21.04.2008, 17:19): Original von Zelenka Lieber ab:
Es macht natürlich immer einen schlechten Eindruck, wenn man unsicher und verwirrt ist und es auch noch selbst zugibt. Ganz überraschend sollte meine Haltung nicht sein, anläßlich einer Besprechung von Schuberts D 960 habe ich z.B. S. Richters Aufnahmen geschätzt, obwohl ich die Interpretation besonders des 1. Satzes für verfehlt halte. Wenn ich etwas für tief empfunden halte, zolle ich eben meinen Respekt. Bei anderen Pianisten (und in anderer Literatur) gelange ich auch zu anderen Urteilen, etwa im Falle von Gould oder Barto, denen ich generell unterstelle, ganz mechanisch anders sein zu wollen. Ein anderes Beispiel einer Billigung von Eingriffen in den Notentext ist meine Begeisterung für Chaillys Einspielungen der Schumann-Symphonien in der Mahler-Bearbeitung. Mahler hat da teils Wunder gewirkt ...
Was macht das Plus der Alten aus? Ich unterstelle ihnen generell eine höhere Allgemeinbildung als den heutigen Jungen, mehr echte Vertrautheit mit den großen Komponisten der Klassik und Romantik und den Zeitumständen und, da sie häufig auch noch selbst komponierten, eher mehr Einsicht in kompositorische Zusammenhänge. Und bei aller in Anspruch genommenen Freiheit haben auch die Alten den gespielten Komponisten dienen wollen. Vieles, das heute zu hören ist, ist dagegen schrecklich beliebig, neutral und langweilig.
Gruß, Zelenka
Lieber Zelenka,
ich bin überhaupt nicht der Ansicht, dass dies einen schlechten Eindruck hinterlässt, schon gar nicht generell. Ganz im Gegenteil: Gerade aus solchem Staunen entsteht ja die Kraft, sich tiefer liegende Fragen zu stellen.
Ganz gut vestehe und teile ich Dein Kriterium der tiefen Empfundenheit einer Interpretation.
Problematischer sehe ich es bei bei den "genialischen Interpreten", jene, die etwas ihrem Naturell gemäß (etwa Gould oder Gulda) oder aber gewollt anders machen wollen. Wenn sie dabei ihr Eigenes tief empfunden interpretieren (Gould oft, Gulda vermutlich immer), so habe ich damit keine Schwierigkeiten. Was ich nicht mag, ist das Epigonentum, irgend einer zeitgeistigen Strömung (manche HIP-Orchester oder Interpreten, fast alles im Jazz heute) oder aber einem Interpreten nacheifer zu wollen (LangLang-Anbeter aus China, angeblich) - oder Leute, denen es um Show und Verkaufszahlen nicht aber um die Musik selbst geht.
Gar nicht genannt scheinen mir "Konzept-Interpreten", wie zB Afanassiev, die eine bestimmte Klagvorstellung haben, die gelegentlich nur auf Kosten des Notentextes realisiert weden können. Das sind keine Ich-mach'-es-anders-Gecken, sondern denen geht es auch um Musik selbst, aber weniger, um den Komponisten zu dienen als dem Hörbaren. (Mittlerweile scheint mir fast schon Brendel dazu zu gehören, indem er versucht, haydenschen Humor in sämtliche Sonaten der Klassik hineinzudeuten.) Bei den Diregenten denke ich etwa an Interpreten wie Eötvös (exemplarisch Bartok-Violakonzert) oder Ruzicka, die auch Klangcluster-Musik kennen.
Das mit dem "Plus der Alten" mag womöglich auch eine Altersfrage sein, ein reifer Schnabel oder Backhaus hat zwangsläufig mehr Vertrautheit aus ein junger Stadtfeld. Junge Interpreten kennen aber auch Pop-, Rock- und Jazzmusik sowie Dinge aus aller Welt. Ohne einen solchen Einluss wird die Musik leicht sehr schnell museal-epigonenhaft oder "beliebig, neutral und langweilig". (Vgl Hahns Sibelius mit ASMutters Mozart oder Kennedys Beethoven!)
:hello
HenningKolf (21.04.2008, 19:27): Junge Interpreten kennen aber auch Pop-, Rock- und Jazzmusik sowie Dinge aus aller Welt. Ohne einen solchen Einluss wird die Musik leicht sehr schnell museal-epigonenhaft oder "beliebig, neutral und langweilig". (Vgl Hahns Sibelius mit ASMutters Mozart oder Kennedys Beethoven!)
:hello
Ich fürchte, mit beliebig, neutral und langweilig meinst Du Hilary Hahn, weil du dich an anderer Stelle über ihren Sibelius enttäuscht geäußert hast. Zum Sibelius kann ich nichts sagen, weil ich die Aufnahme nicht kenne (ansonsten schätze ich Hahn von den jungen Geigern und Geigerinnen durchaus, zwar nicht so sehr wie Batiashvili, aber mehr als Fischer z.B). Jedenfalls kann man Hahn nicht vorwerfen, dass sie sich populärer Musik verschließt. Sie hat mit dem Folkmusiker Tom Brosseaux zusammen aufgenommen, ebenso mit der Indie-Band "And you will know us by the trail of dead". Hinzu kommt Filmmusik von James Newton Howard ("The village"). Sie tourt auch gelegentlich mit Josh Ritter, einem amerikanischen Songwriter und Gitarristen. (Abgesehen davon ist auch die Entscheidung Schönberg zu spielen nicht Ausdruck von Konformismus). Wenn also der Sibelius wirklich museal klingt (mir könnte das möglicherweise gefallen, weil ich sog. modernen Interpretationen oder der HIP-Bewegung kritisch gegenüberstehe - wahrscheinlich mag ich deswegen Heifetz und Oistrach), dann wohl eher nicht, weil Frau Hahn prinzipiell nicht "open-minded" wäre.
Gruß Henning
ab (22.04.2008, 13:58): Original von HenningKolf Wenn also der Sibelius wirklich museal klingt, dann wohl eher nicht, weil Frau Hahn prinzipiell nicht "open-minded" wäre.
In der Tat! :hello
Zelenka (23.04.2008, 19:13): Im Maiheft des "Gramophone" geht es in der "Collection" um Richard Strauss' "Salomé". "Historical Choice" ist die legendäre New Yorker Aufführung mit Ljuba Welitsch in der Titelrolle unter Fritz Reiner (1949) (Golden Melodram oder Gebhardt).
Arrau, Werke von Schumann, Strauss, Beethoven, Weber Naxos 8111265, 8111263
Milstein, Klien, Sonaten von Vivaldi, Mozart, Bach und Brahms Orfeo C743071B
Beethoven, Symphonie No. 9, Philharmonia O, Furtwängler (Luzern, 1954) Music & Arts CD790
DVD
Donizetti, La Fille du régiment, Dessay, Florez, Campanella Virgin 5190029
Cecilia Bartoli, Maria Decca 0743252
Karl Böhm in rehearsal and performance EuroArts 2072188
Brahms, Ein deutsches Requiem DG 0734398
Pizetti, Assassinio nelle cattedrale, Raimondi, Morandi DG 0743253
Gruß, Zelenka
Zelenka (27.04.2008, 08:08): Gestern war dies in "Building a Library" auf BBC Radio 3 die Empfehlung für eine Aufnahme von Josquins Missa Pange lingua:
Die CD ist derzeit vergriffen und wird zu Phantasiepreisen gehandelt, sie wird allerdings im September in der "Gold"-Reihe von Harmonia Mundi wiederaufgelegt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (27.04.2008, 10:15): Im Maiheft des "Diapason" geht es in "Le point sur" um Händels Wassermusik. Für unverzichtbar werden diese beiden Aufnahmen gehalten:
Le Concert des Nations, Savall, hier in der neuen SACD-Version bei Alia Vox (1993)
Referenzaufnahmen sind Marriner (Decca, 1971) und Pinnock (DG Archiv, 1983), Harnoncourt (Teldec, 1978) ist ein ehrenvoller "Outsider".
Gruß, Zelenka
Laut Amazon erscheint die Savall als SACD erst am 18.Juli 2008 :I
In Frankreich ist sie am 15. April erschienen, bei amzon.fr ist sie auf Lager, der Preis könnte allerdings etwas niedriger sein ...
Gruß, Zelenka
Cosima (27.04.2008, 11:45): 18. Juli? Ich lese bei amazon.de: Dieser Artikel wird am 13. Juni 2008 veröffentlicht.
Egal... die möchte ich auf jeden Fall haben. Den Savall-Händel habe ich bereits als Leihgabe gehört. Die Aufnahmen sind wirklich sehr gut!
Gruß, Cosima
Rachmaninov (27.04.2008, 11:53): Original von Cosima 18. Juli? Ich lese bei amazon.de: Dieser Artikel wird am 13. Juni 2008 veröffentlicht.
Egal... die möchte ich auf jeden Fall haben. Den Savall-Händel habe ich bereits als Leihgabe gehört. Die Aufnahmen sind wirklich sehr gut!
Gruß, Cosima
der große Meister Händel ist bei mir sehr unterrepräsentiert :D
Tangua (29.04.2008, 08:47): Die Planeten scheinen sich in diesem Forum ja doch eher einer sehr überschaubaren Beliebtheit zu erfreuen. Das ist bei mir ganz anders, und "zufällig" besitze ich alle 10 dieser Aufnahmen, daher für die wenigen dennoch Interessierten die Reihenfolge der 10, die ich festlegen würde: 1.Gardiner 2.Karajan 3.Steinberg 4.Previn 5.Bernstein 6.Ormandy 7.Levine 8.Ozawa 9.Boult 10.Svetlanov
Die m.E. beste Aufnahme des Werkes fehlt in dieser Liste: Karajan mit den Berliner Philharmonikern!
Zelenka (29.04.2008, 16:51): Original von Tangua Die Planeten scheinen sich in diesem Forum ja doch eher einer sehr überschaubaren Beliebtheit zu erfreuen. Das ist bei mir ganz anders, und "zufällig" besitze ich alle 10 dieser Aufnahmen, daher für die wenigen dennoch Interessierten die Reihenfolge der 10, die ich festlegen würde: 1.Gardiner 2.Karajan 3.Steinberg 4.Previn 5.Bernstein 6.Ormandy 7.Levine 8.Ozawa 9.Boult 10.Svetlanov
Die m.E. beste Aufnahme des Werkes fehlt in dieser Liste: Karajan mit den Berliner Philharmonikern!
Lieber Tangua:
Ganz herzlichen Dank für Deine Mühen! Gardiner ist es also ...
Gruß, Zelenka
HenningKolf (29.04.2008, 17:23): Original von Tangua Die Planeten scheinen sich in diesem Forum ja doch eher einer sehr überschaubaren Beliebtheit zu erfreuen. Das ist bei mir ganz anders, und "zufällig" besitze ich alle 10 dieser Aufnahmen, daher für die wenigen dennoch Interessierten die Reihenfolge der 10, die ich festlegen würde: 1.Gardiner 2.Karajan 3.Steinberg 4.Previn 5.Bernstein 6.Ormandy 7.Levine 8.Ozawa 9.Boult 10.Svetlanov
Die m.E. beste Aufnahme des Werkes fehlt in dieser Liste: Karajan mit den Berliner Philharmonikern!
Ich habe die Planeten mit Marriner, Dutoit und Davis...keiner unter den ersten zehn? Egal, ich kaufe keine weitere Einspielung. Mir gefallen eigentlich alle drei die ich habe und mehr als drei Aufnahmen muss ich von den Planeten nun auch nicht haben...
Gruß Henning
Zelenka (02.05.2008, 20:21): Hingewiesen sei auf dieses Interview mit Alfred Brendel, der sich dieses Jahr vom Konzertpodium zurückzieht.
Gruß, Zelenka
Zelenka (04.05.2008, 09:41): Gestern ging es in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Ravels "Le Tombeau de Couperin". An der Spitze lag Louis Lortie (Chandos):
Tranquillo (04.05.2008, 14:46): Hier gibt es ein interessantes Interview mit dem "Ausnahme-Geiger" Nigel Kennedy.
Viele Grüsse Andreas
Zelenka (06.05.2008, 17:31): Eine schöne Nachricht: Demnächst sollen alle "Gramophone"-Jahrgänge ab 1923 komplett on line kostenlos verfügbar sein (mit Ausnahme der aktuellsten Hefte natürlich).
Gruß, Zelenka
HenningKolf (06.05.2008, 18:02): Original von Zelenka Eine schöne Nachricht: Demnächst sollen alle "Gramophone"-Jahrgänge ab 1923 komplett on line kostenlos verfügbar sein (mit Ausnahme der aktuellsten Hefte natürlich).
Gruß, Zelenka
hoffentlich mit einer besseren Suchfunktion ausgestattet als dies bei der FonoForum der Fall ist - da habe ich als Abonnent zwar die Möglichkeit mir Artikel und Kritiken sämtlicher Jahrgänge anzuschauen aber eben weil die Suchfunktion bescheiden ist und die Ladezeiten der pdf-Artikel - auch mit dsl 6000 - vergleichsweise hoch, nutze ich die Möglichkeit schon lange nicht mehr............... Gruß Henning
Zelenka (06.05.2008, 20:02): Original von HenningKolf Original von Zelenka Eine schöne Nachricht: Demnächst sollen alle "Gramophone"-Jahrgänge ab 1923 komplett on line kostenlos verfügbar sein (mit Ausnahme der aktuellsten Hefte natürlich).
Gruß, Zelenka
hoffentlich mit einer besseren Suchfunktion ausgestattet als dies bei der FonoForum der Fall ist - da habe ich als Abonnent zwar die Möglichkeit mir Artikel und Kritiken sämtlicher Jahrgänge anzuschauen aber eben weil die Suchfunktion bescheiden ist und die Ladezeiten der pdf-Artikel - auch mit dsl 6000 - vergleichsweise hoch, nutze ich die Möglichkeit schon lange nicht mehr............... Gruß Henning
Im Moment darf man ja noch hoffen, daß das "Gramophone" eine intelligentere Lösung findet als das FonoForum. Freuen wir uns erst einmal auf das, was da kommen mag!
Gruß, Zelenka
ab (06.05.2008, 21:28): Original von Zelenka Eine schöne Nachricht: Demnächst sollen alle "Gramophone"-Jahrgänge ab 1923 komplett on line kostenlos verfügbar sein (mit Ausnahme der aktuellsten Hefte natürlich).
Gruß, Zelenka
Ist das nötig? ?(
Die Rezensionen kann man doch sowieso schon alle kostenfrei mittels einfacher Suchmaske recherchieren.
Zelenka (07.05.2008, 17:48): Original von ab Original von Zelenka Eine schöne Nachricht: Demnächst sollen alle "Gramophone"-Jahrgänge ab 1923 komplett on line kostenlos verfügbar sein (mit Ausnahme der aktuellsten Hefte natürlich).
Gruß, Zelenka
Ist das nötig? ?(
Die Rezensionen kann man doch sowieso schon alle kostenfrei mittels einfacher Suchmaske recherchieren.
Ich finde schon ... Bislang reichen die Rezensionen doch höchstens bis in die 80er. Und es käme natürlich einiges andere hinzu, etwa alle Folgen der "Collection", in denen die Diskographie einzelner Werke diskutiert wird.
Gruß, Zelenka
HenningKolf (07.05.2008, 17:56): Wenn das benutzerfreundlich funktioniert fände ich es sehr interessant zu lesen, was 1940 oder 1950 zu Komponisten wie Tippett oder Britten geschrieben wurde oder wie man zu Zeiten der Kubakrise Schostakowitsch oder andere sowjetische Komponisten würdigte (oder auch nicht)
Gruß Henning
ab (07.05.2008, 18:01): Mögen sie dies nicht als pdf.dateien, sondern ebeso user-freundlich Artieklweise und recherchierbar ins Netz stellen!
Zelenka (07.05.2008, 19:06): Original von ab Mögen sie dies nicht als pdf.dateien, sondern ebeso user-freundlich Artieklweise und recherchierbar ins Netz stellen!
Wird schon schiefgehen! :)
Gruß, Zelenka
Zelenka (10.05.2008, 20:41): Heute morgen ging es in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Tippetts Konzert für doppeltes Streichorchester. Ganz oben lag Neville Marriner mit seiner ASMF auf einer älteren Argo-Aufnahme, die jetzt am einfachsten auf einer Australian Eloquence-CD zu haben ist:
Nächste Woche wird es um Chopins zweite Klaviersonate gehen ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (14.05.2008, 18:55): Das monatliche Blindhören beschäftigt sich im Maiheft von Classica-Répertoire mit Bachs Magnificat BWV 243. Die Ergebnisse:
10
1. Münchinger Decca 4557832
Die Box "Sacred Masterworks" scheint derzeit vergriffen zu sein, eine brauchbare Abbildung des Covers habe ich nicht gefunden.
9
2. Herreweghe Harmonia Mundi HMC901326
8
3. Suzuki BIS CD1011
4. Haïm Virgin 3952412
5. Gardiner Philips 4114582
7
6. Rilling Hänssler CD9203
6
7. Harnoncourt Teldec 0630135732
8. Richter DG Archiv 4637012
Ich besitze nur die Nos. 2, 3 und 8 und hätte die No. 8 nicht ganz so tief angesiedelt …
Gruß, Zelenka
Zelenka (17.05.2008, 14:22): In "Building a Library" auf BBC Radio 3, diesmal Teil des "Chopin Experience", das dieses Wochenende Chopins Gesamtwerk zu Gehör bringt, war heute die zweite Sonate des Komponisten das Thema. Der Sieger ist Nelson Freire mit seiner noch relativ neuen Aufnahme (Decca):
Rachmaninov (17.05.2008, 14:55): Original von Zelenka In "Building a Library" auf BBC Radio 3, diesmal Teil des "Chopin Experience", das dieses Wochenende Chopins Gesamtwerk zu Gehör bringt, war heute die zweite Sonate des Komponisten das Thema. Der Sieger ist Nelson Freire mit seiner noch relativ neuen Aufnahme (Decca):
"Gergiev - grunts and all - tops the list": "All-Round Choice" ist Gergiev (Philips 4757655, 4 CDs), "Historical Choice" Mravinsky (Praga PR256016/9, 4 CDs), "Bargain Choice" Kuchar (Naxos 8553069), "Studio Choice" N. Järvi (Chandos CHAN8359).
Gruß, Zelenka
Cosima (23.05.2008, 19:51): Original von Zelenka "Gergiev - grunts and all - tops the list": "All-Round Choice" ist Gergiev (Philips 4757655, 4 CDs)
Um die GA mit Gergiev schleiche ich schon herum seit sie erschienen ist. Zwischendurch vergesse ich sie immer wieder, nun taucht sie wieder auf. :( Einerseits bin ich kein großer Fan der Prokofjew-Sinfonien (außer der 1., die liebe ich) - andererseits bin ich schon so etwas wie ein Fan von Gergiev.
Hat jemand mal die Aufnahmen gehört und kann etwas dazu sagen?
Gruß, Cosima
Zelenka (25.05.2008, 07:51): "Building a Library" auf BBC Radio 3 beschäftigte sich gestern mit der 13. Symphonie von Schostakowitsch. Dies ist das Ergebnis der Bemühungen:
First Choice: (c/w Symphonies 1-12; Symphonies 14-15; October Op. 131; The Sun Shines on Our Motherland Op. 90; The Execution of Stepan Razin Op. 119; Violin Concerto No. 2) Artur Eizen (bass), Moscow Philharmonic Orchestra, Kirill Kondrashin (conductor) Melodiya MELCD1001065 (11 CDs, Budget)
Budget Choice: Sergei Aleksashkin (bass), West German Radio (WDR) Symphony Orchestra, Rudolf Barshai (conductor) Regis RRC 1102 (CD, Budget) Also available on Brilliant Classics 6324 (11 CDs, Budget - The Complete Symphonies)
Gruß, Zelenka
ab (25.05.2008, 12:21): Die Budget Choice kann ich durchaus nachvollziehen angesichts der Leistung von Sergei Aleksashkin. Wie hat er doch abgebaut in der Zeit bis hin zur öden Jansons-Aufnahme! Welche waren denn noch im Rennen? Wie hat denn Järvis DG-Aufnahme abgeschnitten?
:hello
Zelenka (25.05.2008, 16:54): Original von ab Die Budget Choice kann ich durchaus nachvollziehen angesichts der Leistung von Sergei Aleksashkin. Wie hat er doch abgebaut in der Zeit bis hin zur öden Jansons-Aufnahme! Welche waren denn noch im Rennen? Wie hat denn Järvis DG-Aufnahme abgeschnitten?
:hello
Ausgehend von etwa 17 lieferbaren Aufnahmen hat der Rezensent (Edward Seckerson) wenigstens ein Dutzend mehr oder weniger ausführlich behandelt: Haitink, Schwartz, Masur, Kondrashin, der ja die Premiere leitete, Wigglesworth, Polyansky, N. Järvi, Maxim Schostakowitsch, Rostropovich, Slovák, Temirkanov, Barshai und Jansons. Die Järvi-Aufnahme hat nicht so toll abgeschnitten, schon zu Beginn störten "Fussiness", Rubato, der Belcanto-Stil des Basses ... Sehr gut weg kam übrigens auch die Aufnahme des Komponistensohns, wobei hier die mangelnde Tonqualität störte.
Gruß, Zelenka
ab (26.05.2008, 11:05): :thanks
Hoffen wir auf einen "Test" der 14. Sinfonie!
ab (26.05.2008, 11:43): Original von Zelenka Gestern kein "Building a Library" auf BBC Radio 3, dafür der unvermeidliche Rückblick auf die CD-Neuerscheinungen des Jahres und persönliche Bestenlisten:
Schumann: Fantasie in C; Kreisleriana; Arabeske Jonathan Biss EMI 3 65391 2 (CD)
Der Schumann von Biss tauchte weiter oben auch im "Diapason" bei den Stimmgabeln des Jahres auf.
Gruß, Zelenka
diese CD wird bereits in Osnarbrück für 5 EUR verramscht.
Rachmaninov (26.05.2008, 11:48): Original von ab Original von Zelenka Gestern kein "Building a Library" auf BBC Radio 3, dafür der unvermeidliche Rückblick auf die CD-Neuerscheinungen des Jahres und persönliche Bestenlisten:
Schumann: Fantasie in C; Kreisleriana; Arabeske Jonathan Biss EMI 3 65391 2 (CD)
Der Schumann von Biss tauchte weiter oben auch im "Diapason" bei den Stimmgabeln des Jahres auf.
Gruß, Zelenka
diese CD wird bereits in Osnarbrück für 5 EUR verramscht.
Ja, habe ichauch gesehen :W
Zelenka (26.05.2008, 20:30): Original von Rachmaninov Original von ab Original von Zelenka Gestern kein "Building a Library" auf BBC Radio 3, dafür der unvermeidliche Rückblick auf die CD-Neuerscheinungen des Jahres und persönliche Bestenlisten:
Schumann: Fantasie in C; Kreisleriana; Arabeske Jonathan Biss EMI 3 65391 2 (CD)
Der Schumann von Biss tauchte weiter oben auch im "Diapason" bei den Stimmgabeln des Jahres auf.
Gruß, Zelenka
diese CD wird bereits in Osnarbrück für 5 EUR verramscht.
Ja, habe ichauch gesehen :W
Sic transit gloria mundi!
Gruß, Zelenka
Gamaheh (26.05.2008, 22:14): Original von Zelenka Original von Rachmaninov Original von ab Original von Zelenka Gestern kein "Building a Library" auf BBC Radio 3, dafür der unvermeidliche Rückblick auf die CD-Neuerscheinungen des Jahres und persönliche Bestenlisten:
Schumann: Fantasie in C; Kreisleriana; Arabeske Jonathan Biss EMI 3 65391 2 (CD)
Der Schumann von Biss tauchte weiter oben auch im "Diapason" bei den Stimmgabeln des Jahres auf.
Gruß, Zelenka
diese CD wird bereits in Osnarbrück für 5 EUR verramscht.
Ja, habe ichauch gesehen :W
Sic transit gloria mundi!
Gruß, Zelenka
"Gloria"?
Biss habe ich mal mit einer Zugabe von Schumann gehört (ansonsten Mozart, glaube ich mich zu erinnern; über das Konzert habe ich berichtet), und da kann ich nur sagen : nomen non est omen. Dafür wären mir auch die 5 Euro zuviel. Aber das ist natürlich Geschmackssache, und selbst ich kann mich irren!
Grüße, Gamaheh
ab (26.05.2008, 22:22): Original von Gamaheh
Biss habe ich mal mit einer Zugabe von Schumann gehört (ansonsten Mozart, glaube ich mich zu erinnern; über das Konzert habe ich berichtet), und da kann ich nur sagen : nomen non est omen. Dafür wären mir auch die 5 Euro zuviel.
Aber das ist natürlich Geschmackssache, und selbst ich kann mich irren!
Grüße, Gamaheh
Das war, wie berichtet, auch ganz mein Eindruck bei der Schumann-CD.
Gamaheh (26.05.2008, 22:39): Original von ab Original von Gamaheh
Biss habe ich mal mit einer Zugabe von Schumann gehört (ansonsten Mozart, glaube ich mich zu erinnern; über das Konzert habe ich berichtet), und da kann ich nur sagen : nomen non est omen. Dafür wären mir auch die 5 Euro zuviel.
Aber das ist natürlich Geschmackssache, und selbst ich kann mich irren!
Grüße, Gamaheh
Das war, wie berichtet, auch ganz mein Eindruck bei der Schumann-CD.
Endlich einig!!
Einige Grüße, Gamaheh
ab (26.05.2008, 22:49): Original von Gamaheh Endlich einig!!
Einige Grüße, Gamaheh
:J :P
Zelenka (29.05.2008, 20:22): Die goldenen Stimmgabeln aus dem druckfrischen Juniheft des "Diapason":
Strauss, Eine Alpensinfonie, Sinopoli EuroArts 2056138
Gruß, Zelenka
Zelenka (31.05.2008, 14:16): Heute, am letzten Tag des Monats Mai, Weihnachtliches für die Orgel, nämlich Olivier Messiaens "La Nativité du Seigneur", in "Building a Library" auf BBC Radio 3. Die Top-Empfehlung ist Gillian Weir (Priory, ex-Collins):
"Historical Choice" ist Messiaens eigene Einspielung (EMI).
Gruß, Zelenka
Zelenka (31.05.2008, 19:13): Das aktuelle Juniheft des "Diapason" berichtet auf 5 Seiten über die französische Cellistenszene: Wer sind die heutigen Nachfahren von Fournier, Navarra, Tortelier und Gendron? 12 Cellisten werden vorgestellt (mit jeweils einer Hörempfehlung):
Emmanuelle Bertrand, Henri Demarquette, Anthony Leroy, Xavier Phillips, François Salque, Jérôme Pernoo, Ophélie Gaillard, Marc Coppey, Gautier Capuçon, Alexis Descharmes, Anne Gastinel und Jean-Guihen Queyras. Peinlich: Ich kenne nur die Hälfte in Aufnahmen (Bertrand, Salque, Coppey, Capuçon, Gastinel und Queyras). Außer Queyras sind alle genannten Cellisten zumindest eine Zeitlang Schüler von Philippe Muller am Pariser Konservatorium gewesen. Mullers Kollege Michel Strauss vermisst Individualität, zuviel Wert würde auf sauberes Spiel gelegt, zuwenig auf die Entwicklung der Persönlichkeit, was er, der Gedanke ist nicht gerade originell, mit den Wettbewerben und den üblicherweise fehlerlosen CDs in Zusammenhang bringt. Einen Maisky etwa würden die heutigen Konservatorien nicht ausbilden …
Gruß, Zelenka
nikolaus (31.05.2008, 23:48): @ Zelenka
Würdest Du Michel Strauss denn zustimmen (auch wenn Du nur fünf dieser Cellisten von Aufnahmen kennst)? Ich bin weiß Gott kein Kenner der Cellisten-Szene, bewußt gehört habe ich nur Capucon, Queyras, Gaillard), aber die würde ich nicht über einen Kamm scheren. Spielt Kritik an der Konkurrenz eine Rolle (wenn es denn überhaupt welche ist, ich kenne mich da wirklich nicht aus)?
Gruß, Nikolaus.
Zelenka (01.06.2008, 08:36): Original von nikolaus @ Zelenka
Würdest Du Michel Strauss denn zustimmen (auch wenn Du nur fünf dieser Cellisten von Aufnahmen kennst)? Ich bin weiß Gott kein Kenner der Cellisten-Szene, bewußt gehört habe ich nur Capucon, Queyras, Gaillard), aber die würde ich nicht über einen Kamm scheren. Spielt Kritik an der Konkurrenz eine Rolle (wenn es denn überhaupt welche ist, ich kenne mich da wirklich nicht aus)?
Gruß, Nikolaus.
Lieber Nikolaus:
Unterschiede sind schon auszumachen. Der Bach von Queyras, der allerdings hier ohnehin der "odd man out" ist, ist recht anders als der von Gastinel. Insbesondere Capuçon legt oft - zugunsten des Ausdrucks - wenig Wert auf sauberes Spiel ... Die Expressivität eines Casals oder eines Rostropovich (oder Maisky), die vielleicht auch nicht in jeder Stimmung erträglich ist, erreicht wohl niemand von den 12 relativ jungen Franzosen. Aber die Klage, daß zumeist eher auf Nummer Sicher gespielt wird, betrifft ja nicht nur den Bereich des Cellos. Es ist eine allgemeine Malaise. Früher war eben alles besser, was im einzelnen dann nur von oft knisternden und rauschenden Aufnahmen zu erfahren ist.
Gruß, Zelenka
ab (01.06.2008, 12:37): Original von Zelenka Das aktuelle Juniheft des "Diapason" berichtet auf 5 Seiten über die französische Cellistenszene: Wer sind die heutigen Nachfahren von Fournier, Navarra, Tortelier und Gendron? 12 Cellisten werden vorgestellt (mit jeweils einer Hörempfehlung):
Emmanuelle Bertrand, Henri Demarquette, Anthony Leroy, Xavier Phillips, François Salque, Jérôme Pernoo, Ophélie Gaillard, Marc Coppey, Gautier Capuçon, Alexis Descharmes, Anne Gastinel und Jean-Guihen Queyras. Peinlich: Ich kenne nur die Hälfte in Aufnahmen (Bertrand, Salque, Coppey, Capuçon, Gastinel und Queyras). Außer Queyras sind alle genannten Cellisten zumindest eine Zeitlang Schüler von Philippe Muller am Pariser Konservatorium gewesen. Mullers Kollege Michel Strauss vermisst Individualität, zuviel Wert würde auf sauberes Spiel gelegt, zuwenig auf die Entwicklung der Persönlichkeit, was er, der Gedanke ist nicht gerade originell, mit den Wettbewerben und den üblicherweise fehlerlosen CDs in Zusammenhang bringt. Einen Maisky etwa würden die heutigen Konservatorien nicht ausbilden …
Gruß, Zelenka
Höchst interessant! :thanks Was sind denn die jeweiligen CD-Empfehlungen?
Zelenka (01.06.2008, 15:02): Original von ab Was sind denn die jeweiligen CD-Empfehlungen?
Voilà:
Bertrand: Dutillieux, Henze, Ligeti, Bacri, Crumb, Werke für Cello solo HM Les nouveaux interprêtes
Zelenka (05.06.2008, 19:03): Im Juni-Heft von Classica-Répertoire wird Brahms' Symphonie No. 3 op. 90 vergleichend blindgehört. Klassiker der Monozeit wie Toscanini, Walter und Furtwängler werden hierbei nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse:
Kennst Du die zufällig? Ich frage, weil Freund Hurwitz nur 6/9 vergibt. Als Referenz wird Klemperer (EMI) genannt.
Gruß, Cosima
Ich kenne die Aufnahme leider nicht, ich war selbst sehr überrascht über das Ergebnis ...
Gruß, Zelenka
ab (05.06.2008, 22:01): Original von Zelenka Ich kenne die Aufnahme leider nicht, ich war selbst sehr überrascht über das Ergebnis ...
Gruß, Zelenka
womöglich wurde die Aufnahmetechnik bewertet :ignore
:D
Zelenka (07.06.2008, 16:02): In "Building a Library" auf BBC Radio 3 wurden heute Aufnahmen von Mozarts "Dissonanzen-Quartett" KV 465 besprochen. Spitzenreiter, zumindest für mich ein wenig überraschend, war das Emerson String Quartet (DG):
Zelenka (15.06.2008, 09:09): Gestern ging in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Puccinis "La Bohème" auf CD und DVD. Auf CD war Beechams klassische Mono-Aufnahme (EMI und mittlerweile auch andere) mit Björling und de los Angeles siegreich:
Carola (17.06.2008, 11:52): Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Rachmaninov (17.06.2008, 16:40): Original von Carola Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Was für dumme Vorurteile!!!!
satie (17.06.2008, 16:52): Original von Rachmaninov Original von Carola Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Was für dumme Vorurteile!!!!
Die er aber - zumindest was die Spieler betrifft - bestätigt...
Zelenka (17.06.2008, 16:59): Original von Rachmaninov Original von Carola Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Was für dumme Vorurteile!!!!
Könnten wir versuchen, den Ball etwas flacher zu halten?
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (17.06.2008, 19:11): Original von Satie Original von Rachmaninov Original von Carola Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Was für dumme Vorurteile!!!!
Die er aber - zumindest was die Spieler betrifft - bestätigt...
Was wohl auch inhaltlich falsch ist! Zahlreiche Spieler haben ihr Abitur mit besten Noten bestanden.
ab (17.06.2008, 21:33): Original von Zelenka
Könnten wir versuchen, den Ball etwas flacher zu halten?
Gruß, Zelenka :J
Jürgen (18.06.2008, 10:07): Original von Rachmaninov Original von Satie Original von Rachmaninov Original von Carola Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Was für dumme Vorurteile!!!!
Die er aber - zumindest was die Spieler betrifft - bestätigt...
Was wohl auch inhaltlich falsch ist! Zahlreiche Spieler haben ihr Abitur mit besten Noten bestanden.
Ich habe das Interview mit interesse gelesen. Trap hat schon als Spieler klassische Musik gehört und wurde von seinen Kollegen deswegen etwas als Exot angesehen. Heute sind Klassik hörende Fußballer noch seltener. Ich sehe das als einen Erfahrungsbericht eines Spielers/Trainers, der viel rumgekommen ist. Und zumindest die zeitliche Entwicklung, die er beobachtet hat, nährt zwar ein dummes Vorurteil, ist aber inhaltlich nicht unbedingt falsch, sondern wird von vielen Forianern schon länger so beobachtet.
Grüße Jürgen
ab (18.06.2008, 10:22): Original von Rachmaninov
Was für dumme Vorurteile!!!!
Hier noch eines in bezug auf den aller letzten Satz des Artikels:
"Wo nichts ist, da kann auch nichts größer werden" :W
(Selbst Bach bringt das nicht zustande.)
HenningKolf (18.06.2008, 10:44): Original von Rachmaninov Original von Satie Original von Rachmaninov Original von Carola Ein Fußballtrainer mit einer Sammlung von 2000 Klassik-CDs - wer hätte das gedacht.
Hier
in der FAZ nachzulesen.
Gruß, Carola
Was für dumme Vorurteile!!!!
Die er aber - zumindest was die Spieler betrifft - bestätigt...
Was wohl auch inhaltlich falsch ist! Zahlreiche Spieler haben ihr Abitur mit besten Noten bestanden.
Klassische Musik hört von denen trotzdem kaum einer....wie die gleichalte Bevölkerung im Allgemeinen - fürchte ich jedenfalls.
Ausgerechnet Mozart und Vivaldi...passt garnicht zu dem Catenaggio, den Trap üblicherweise spielen ließ/läßt...
Zelenka (23.06.2008, 19:42): Vorgestern ging es in "Building a Library" auf BBC Radio 3 um Borodins zweite Symphonie. Das Resultat der Hörbemühungen:
BORODIN: Symphony No. 2
Reviewer - Jonathan Swain
Studio Recommendation: (c/w In The Steppes of Central Asia; Symphony No. 1) Royal Philharmonic Orchestra, Vladimir Ashkenazy (conductor) Decca 436 6512 (CD)
Live Recommendation: (c/w RIMSKY-KORSAKOV: Scheherazade Op. 35) Royal Concertgebouw Orchestra*, Herman Krebbers (violin), Kyril Kondrashin (conductor)* Philips 475 7570 (CD, Medium Price)
Budget Recommendations: (c/w Symphonies 1 and 3) National Philharmonic Orchestra, Loris Tjeknavorian (conductor) RCA 82876623212 (CD, Budget)
Carola (27.06.2008, 15:03): Hier ein Artikel in der ZEIT über einen Wettbewerb für Streichquartett-Ensembles. Macht richtig Lust, mal wieder ein Beethoven-Quartett zu hören.
Gruß, Carola
Zelenka (28.06.2008, 13:59): Heute ging es in "Building a Libray" auf BBC Radio 3 um Bachs Messe in F-Dur BWV 233. Vorne lag am Ende Cantus Cölln:
Beethoven, Blochm Sibelius, Tschaikowsky, Camilla Wicks (Violine) Music & Arts CD1160
Kapell rediscovered RCA 82876685602
DVD
Berg, Wozzeck, Barenboim Warner 2564697427
Maazel, 1984, Maazel DG 0743289
Rossini, La Gazza Ladra, Lü Jia Dynamic 33567
Gruß, Zelenka
Zelenka (02.07.2008, 19:13): Das Juli/August-Heft 2008 des "Diapason" ist ein "Spécial Piano", u.a. wird ein Pantheon von 30 Pianisten (Rachmaninov bis Gould) vorgestellt, die natürlich schon tot sein müssen. Es wird jeweils eine Hörempfehlung gegeben.
Sergei Rachmaninov (1873-1943): Rachmaninov, Klavierkonzerte (Stokowski, Ormandy) (Naxos)
Alfred Cortot (1877-1962): Chopin, Etüden (1933) (Naxos)
Den einen oder anderen hätte ich eher nicht ins Pantheon gelassen, Bolet und Gulda z.B. Ich vermisse u.a. Josef Hofmann.
Gruß, Zelenka
Cosima (02.07.2008, 19:34): Original von Zelenka Den einen oder anderen hätte ich eher nicht ins Pantheon gelassen, Bolet und Gulda z.B. Ich vermisse u.a. Josef Hofmann.
Ja, aber insgesamt ist die Pianisten-Auswahl doch sehr gut. Wenn ich auch nicht immer mit der Wahl der jeweiligen Aufnahme übereinstimme. Solomon fehlt z.B. auch. Einzig von der Pianistin Guiomar Novaes habe ich noch nichts gehört.
Dass diese Aufnahme: Rudolf Serkin (1903-1991): Schubert, Sonate D 959 (Sony) … sehr gut sein soll, habe ich zuletzt – wenn ich mich recht erinnere – auch auf Amadés Website gelesen. Kennst Du die Aufnahme und kannst etwas darüber sagen?
Gruß, Cosima
Zelenka (02.07.2008, 20:23): Original von Cosima Original von Zelenka Den einen oder anderen hätte ich eher nicht ins Pantheon gelassen, Bolet und Gulda z.B. Ich vermisse u.a. Josef Hofmann.
Ja, aber insgesamt ist die Pianisten-Auswahl doch sehr gut. Wenn ich auch nicht immer mit der Wahl der jeweiligen Aufnahme übereinstimme. Solomon fehlt z.B. auch. Einzig von der Pianistin Guiomar Novaes habe ich noch nichts gehört.
Dass diese Aufnahme: Rudolf Serkin (1903-1991): Schubert, Sonate D 959 (Sony) … sehr gut sein soll, habe ich zuletzt – wenn ich mich recht erinnere – auch auf Amadés Website gelesen. Kennst Du die Aufnahme und kannst etwas darüber sagen?
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich habe ja auch nicht geschrieben, daß ich die Auswahl der Pianisten insgesamt für schlecht halte. Die meisten Namen dürften ungeteilte Zustimmung finden. Solomons Fehlen bedaure ich auch.
Ich besitze Serkins Aufnahme von D 959, ich bin allerdings nicht so begeistert wie Amadé. Ich habe generelle Schwierigkeiten mit Serkins zwar sachdienlichem, aber in meinern Ohren wenig schönem und wenig farbigem Spiel. Mehr als Respekt kann ich nicht aufbringen.
Gruß, Zelenka
Zelenka (06.07.2008, 08:40): Gestern wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Rachmaninovs Etudes-Tableaux op. 39 besprochen. Vor Melnikov und Lugansky platzierte sich Rustem Hayroudinoff (Chandos):
Cosima (06.07.2008, 12:03): Original von Zelenka Gestern wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Rachmaninovs Etudes-Tableaux op. 39 besprochen. Vor Melnikov und Lugansky platzierte sich Rustem Hayroudinoff (Chandos):
Lieber Zelenka,
das ist interessant! Irgendwo im Forum hatte ich schon mal etwas zu Hayroudinoff geschrieben, es gibt ja noch eine weitere Rachmaninov-Scheibe von ihm mit den Préludes.
Ich habe alle drei Aufnahmen - außerdem noch John Ogdon, dessen ruppiges Klavierspiel mir jedoch nicht behagt. Sie sind sehr unterschiedlich in ihren Interpretationsansätzen, weshalb ich eigentlich jede auf ihre Art schätze. (Richter hat leider – mal wieder - nicht alle Études-Tableaux eingespielt, aber er gefällt mir hier auch sehr gut!)
Gruß, Cosima
Zelenka (06.07.2008, 19:40): Original von Cosima Original von Zelenka Gestern wurden in "Building a Library" auf BBC Radio 3 Aufnahmen von Rachmaninovs Etudes-Tableaux op. 39 besprochen. Vor Melnikov und Lugansky platzierte sich Rustem Hayroudinoff (Chandos):
Lieber Zelenka,
das ist interessant! Irgendwo im Forum hatte ich schon mal etwas zu Hayroudinoff geschrieben, es gibt ja noch eine weitere Rachmaninov-Scheibe von ihm mit den Préludes.
Ich habe alle drei Aufnahmen - außerdem noch John Ogdon, dessen ruppiges Klavierspiel mir jedoch nicht behagt. Sie sind sehr unterschiedlich in ihren Interpretationsansätzen, weshalb ich eigentlich jede auf ihre Art schätze. (Richter hat leider – mal wieder - nicht alle Études-Tableaux eingespielt, aber er gefällt mir hier auch sehr gut!)
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ja, Du hast die siegreiche Aufnahme in Deinem Etudes-Tableaux-Faden gewürdigt, und auch im Falle Luganskys hatte der Rezensent der "Building a Library"-Folge einen ganz ähnlichen Geschmack. Melnikov schien es damals noch nicht gegeben zu haben. Soweit ich die Hörschnipsel der Hayroudinoff-Aufnahme gehört habe, waren sie in der Tat beeindruckend. Ogdon wurde in der Sendung übrigens auch durchaus geschätzt.
Gruß, Zelenka
Zelenka (06.07.2008, 20:01): In der Rubrik "Le point sur ..." im Juli/August-Heft des "Diapason" wird Rachmaninovs zweites Klavierkonzert in seinen Aufnahmen durchgenommen. Für unverzichtbar hält man Rachmaninovs eigene Einspielung unter Stokowski (Naxos) und S. Richters unter Wislocki (DG). Zur Vertiefung empfiehlt man Janis unter Dorati (Mercury). Andsnes unter Pappano (EMI) und Bolet unter Dutoit (Decca) ...
Gruß, Zelenka
Carola (09.07.2008, 09:24): Hier ein Interview mit dem amerikanischen Bariton Thomas Hampson in der Frankfurter Rundschau.
Gruß, Carola
Zelenka (11.07.2008, 12:00): Im Augustheft des "Gramophone" widmet sich Bryce Morrison in der Rubrik "The Collection" den Gesamteinspielungen von Ravels Werk fuer Klavier solo. 5 Zyklen kommen bei ihm in die engere Wahl: Roge' (Decca), Thibaudet (Decca), Bavouzet (MDG), Hewitt (Hyperion) und Tharaud (HM). Schon lange u.a. vorher ausgeschieden, teils mit vernichtenden Beurteilungen: Gieseking (EMI), Francois (EMI) und Perlemutter (Nimbus, die fruehere GA bei Vox ist nicht beruecksichtigt).
Die Nase vorn bei Morrison hat Thibaudet.
Gruss, Zelenka
Zelenka (12.07.2008, 12:22): Heute morgen ging es in "Building a Libray" auf BBC Radio 3 um Bizets einzige Symphonie. Am Ende lag einmal wieder die neueste Einspielung vorn, Les Si`ecles unter Francois Xavier Roth (Mirare). Die gespielten Ausschnitte haben mir allerdings sehr gefallen, und es wird auch noch auf historischen Instrumenten gespielt. Dahinter lagen Saraste (SCO, Virgin) und Dutoit (OSM, Decca).
"Building a Library" geht mit dem heutigen Tag in die Sommerpause.
Gruss, Zelenka
Zelenka (12.07.2008, 15:31): Im Juli/August-Heft von "International Piano" beschaeftigt sich Joe Laredo mit Chopins Preludes, d.h. er bespricht die in Grossbritannien derzeit lieferbaren Versionen plus eine (Lugansky/Erato), die gestrichen ist. Es sind allerdings entgegen Laredo durchaus noch mehr als die 21 gelisteten Einspielungen im Vereinigten Koenigreich lieferbar, z.B. Anda (DG) und Arrau (United Archives).
Das Ergebnis von Laredos Bemuehungen ist folgendes: An erster Stelle liegt Martha Argerich ("But there is only one performance which, without violating the text, reproduces the shock Parisian audiences must have experienced when Chopin unleashed his Preludes on them just 14 years after Beethoven's death.") Zwei weitere Versionen, die Laredo besonders schaetzt, sind Pollinis (DG) und Luganskys (Erato), dann auch Egon Petris (APR), Moiseiwitschs (Testament) und Tharauds (HM), wobei letztere beide doch ein wenig zu exzentrisch seien.
Gruss, Zelenka
nikolaus (12.07.2008, 23:05): Tharaud zu exzentrisch?
Ich kenne diese Aufnahme nicht, kann es mir aber nicht ganz vorstellen
?( Nikolaus.
Zelenka (14.07.2008, 12:31): Original von nikolaus Tharaud zu exzentrisch?
Ich kenne diese Aufnahme nicht, kann es mir aber nicht ganz vorstellen
?( Nikolaus.
Die Exzentrizitaet Tharauds wird schon von Joe Laredo begruendet: "He uses a beguiling variety of touch and phrasing, though neither vgratuitous nor predictable, and captures the mood of each Prelude while making of the cycle aconvincing whole. His tempos always feel exactly richt, but otherwise his playing is full of surprises, both marked and unmarked. Scarcely a detail of the score has escaped his attention, but he too often chooses to do something radically different. No. 1 ends mf (instead of pp) and the penultimate chord of 3 (p) is forte; the first note of 7 is four times its notated length; 9 starts p (f), 12 mp (f) and 14 p (mf); 13's middle section (p/piu` piano) is uniformly loud; bars 81-82 of 15 are at double speed and its last chord altered; 17 begins with a 'slow inroduction'; and 19's final chord is pp (ff). Tharaud also appears to have a technical problem in 10, generally underplays dynamic contrasts, and in Chopin's most demonic passages (in 8, 12, 16 and 24) lacks power. The recording is shallow and hard-edged."
Gruss, Zelenka
Zelenka (14.07.2008, 17:47): Im "Collector's Guide" des Mai/Juni-Hefts von "International Piano" bespricht Alan Thorpe Albeson 27 Einspielungen des 4. Rachmaninov-Konzerts, 5 Versionen empfiehlt er:
Rachmaninov, Philadelphia O, Ormandy (Naxos)
Michelangeli, Philharmonia O, Gracis (EMI)
Zak, Moscow SO, Kondrashin (APR)
Wild, Royal PO, Horenstein (Chandos)
Petrov, Moscow Radio SO, Rozhdestvensky (Melodiya, LP, vergriffen)
Gruss, Zelenka
Cosima (14.07.2008, 18:36): Original von Zelenka Im "Collector's Guide" des Mai/Juni-Hefts von "International Piano" bespricht Alan Thorpe Albeson 27 Einspielungen des 4. Rachmaninov-Konzerts, 5 Versionen empfiehlt er:
Zak und Petrov kenne ich nicht, aber mit dem Rest bin ich absolut einverstanden!
Gruß, Cosima
Zelenka (14.07.2008, 18:42): Original von Cosima Original von Zelenka Im "Collector's Guide" des Mai/Juni-Hefts von "International Piano" bespricht Alan Thorpe Albeson 27 Einspielungen des 4. Rachmaninov-Konzerts, 5 Versionen empfiehlt er:
Zak und Petrov kenne ich nicht, aber mit dem Rest bin ich absolut einverstanden!
Gruß, Cosima
Ich kenne Petrov leider nur in einer zumindest sehr interessanten letzten Schubert-Sonate. Er war Zak-Schueler am Moskauer Konservatorium wie Afanassiev und Egorov, Zak wiederum war ein Schueler von Neuhaus. APR kuemmert sich derzeit ein wenig um Zak.
Gruss, Zelenka
Cosima (14.07.2008, 19:33): Original von Zelenka Ich kenne Petrov leider nur in einer zumindest sehr interessanten letzten Schubert-Sonate.
Ja, ich auch. Aber mehr als "interessant" fand ich sie dann auch wieder nicht...
Er war Zak-Schueler am Moskauer Konservatorium wie Afanassiev und Egorov, Zak wiederum war ein Schueler von Neuhaus. APR kuemmert sich derzeit ein wenig um Zak.
Ah, interessant! Das ist dann wohl diese Scheibe von APR mit den Rach-Konzerten:
Da ist auch ein Richter-Konzert drauf. Aber das ist jenes aus 1955 unter Sanderling, das ich schon auf Melodiya habe. Schade!
Dann wäre da noch eine Gilels-Zak-Aufnahme mit:
WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791) arranged by FERRUCCIO BUSONI (1866–1924) Overture ‘The Magic Flute’ for two pianos (K620) (6.08) Fantasia in F minor for two pianos (Fantasie für eine Orgelwalze after K608) Duettino Concertante for two pianos (after Concerto K459 finale) WOLFGANG AMADEUS MOZART (1756–1791) Fugue in C minor for two pianos, K426 Concerto for two pianos and orchestra in E flat K365 (with USSR STATE ORCHESTRA / KYRILL KONDRASHIN) CAMILLE SAINT-SAËNS (1835–1921) Variations for two pianos on a theme of Beethoven Op 35
Von der APR-Seite: „That Gilels and Zak began performing together is perhaps not surprising as they both grew up in Odessa and then moved to Moscow to study with Neuhaus, however it was probably the Second World War, and their confinement to the Soviet Union where there was a need for morale boosting concerts, which brought the duo together in a partnership which lasted about ten years.“
Wusste ich gar nicht! Ich werde mal in einer stillen Stunde über die Scheibe nachdenken… (obwohl: ein großer Gilels-Fan bin ich eh nicht, das Rachmaninov-Konzert wäre schon interessanter...)
Gruß, Cosima
Carola (15.07.2008, 09:37): Hier ein Artikel in der Frankfurter Rundschau über Gregorianik als Popmusik. Gruß, Carola
Carola (16.07.2008, 09:30): Hier ein Artikel in der WELT über das Label Harmonia Mundi France.
Gruß, Carola
uhlmann (16.07.2008, 09:59): Original von Carola Hier ein Artikel in der WELT über das Label Harmonia Mundi France.
klingt eher wie ein pr-artikel - immer schön schwarz-weiss...
Zelenka (18.07.2008, 13:34): Im Collector's Guide des "International Piano" beschaeftigt sich Joe Laredo mit den reizvollen, aber leider nicht allzu of gegebenen Brahmsschen Haendelvariationen op. 24. (Offenbar ist "Joe Laredo" ein Pseudonym fuer eine Frau namens Frances Hedley ...) Er/Sie hat 31 Versionen fuer den Artikel vergleichend gehoert, es sollen alle in Grossbritannien lieferbaren Einspielungen erfasst sein (28) und drei gestrichene CDs. (Wiederum ist mehr im Vereinigten Koenigreich erhaeltlich, z.B. Arraus Version bei Fabula).
Die vier Spitzenreiter:
Emanuel Ax (1991, Sony)
Solomon (1942, Testament)
Jonathan Gilad (1997, EMI)
Egon Petri (1938, Naxos)
Die No. 1 (Ax) ist in Europa derzeit gestrichen, in den U.S.A. nicht, deshalb ueber die ueblichen Kanaele auch sehr guenstig zu bekommen.
Gruss, Zelenka
Cosima (19.07.2008, 09:47): Original von Zelenka Im Collector's Guide des "International Piano" beschaeftigt sich Joe Laredo mit den reizvollen, aber leider nicht allzu of gegebenen Brahmsschen Haendelvariationen op. 24.
Von den genannten Spitzenreitern kenne ich nur die Aufnahme mit Egon Petri. Die Händel-Variationen spielt er m.E. wirklich sehr gut! Noch besser gefallen mir seine Paganini-Variationen (auch auf der Naxos-CD enthalten), mit denen er Michelangelis Interpretationen leicht Konkurrenz machen kann.
Solomon ist bestimmt interessant, Gilad kenne ich gar nicht. Gegen Emanuel Ax habe ich Vorurteile: Seit seiner Haydn-Aufnahme (?), die ich seinerzeit eher fade fand (ich glaube, sein Klavierspiel gefiel mir an sich auch nicht so gut), habe ich diese Vorurteile nicht mehr überprüft.
Wie schneiden denn Arrau, Katchen und Rudolf Serkin ab? Die habe ich eigentlich auch in recht guter Erinnerung mit op. 24.
Gruß, Cosima
Zelenka (19.07.2008, 12:56): Original von Cosima Original von Zelenka Im Collector's Guide des "International Piano" beschaeftigt sich Joe Laredo mit den reizvollen, aber leider nicht allzu of gegebenen Brahmsschen Haendelvariationen op. 24.
Von den genannten Spitzenreitern kenne ich nur die Aufnahme mit Egon Petri. Die Händel-Variationen spielt er m.E. wirklich sehr gut! Noch besser gefallen mir seine Paganini-Variationen (auch auf der Naxos-CD enthalten), mit denen er Michelangelis Interpretationen leicht Konkurrenz machen kann.
Solomon ist bestimmt interessant, Gilad kenne ich gar nicht. Gegen Emanuel Ax habe ich Vorurteile: Seit seiner Haydn-Aufnahme (?), die ich seinerzeit eher fade fand (ich glaube, sein Klavierspiel gefiel mir an sich auch nicht so gut), habe ich diese Vorurteile nicht mehr überprüft.
Wie schneiden denn Arrau, Katchen und Rudolf Serkin ab? Die habe ich eigentlich auch in recht guter Erinnerung mit op. 24.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Petri kenne ich hier leider noch nicht, das wird sich noch aendern muessen! Gilad kenne ich nur vom Namen her, mit 16 hat er fuer EMI Debut eine CD u.a. mit den Variationen aufnehmen duerfen, was danach noch war, weiss ich im Moment nicht (vielleicht nichts). Den Ax werde ich mir demnaechst vorknoepfen koennen.
Arrau taucht gar nicht in dem Artikel auf, "Joe Laredo" weiss offenbar nichts von der Aufnahme. Serkin wird erwaehnt, aber wie andere vergriffene Einspielungen aus Platzgruenden nicht diskutiert. Zu Katchen: "Julius Katchen could hardly be accused of reticence. No one produces more brilliant trills in the theme or more scintillating flourishes in 1. His cantabile is often beguiling (especially in 5 an 12), and in 22 he transports us to another world, but his rubato can allso be exaggerated (as in 3 and 20) and his propensity for playing fast and loud gets the better of him in 14, 15, 24, 25 and the fugue (B8). (Katchen's earlier recording on London is immature and ill-disciplined.)" Immerhin transportiert er uns einmal in eine andere Welt, was schon etwas sein sollte ...
Gruss, Zelenka
Cosima (19.07.2008, 13:03): Lieber Zelenka,
danke für die weiteren Anmerkungen zu Katchen usw.!
Original von Zelenka Den Ax werde ich mir demnaechst vorknoepfen koennen.
Dann berichte bitte unbedingt von Deinen Eindrücken, wenn Du ihn gehört hast.
Gruß, Cosima
Zelenka (19.07.2008, 13:07): Original von Cosima Lieber Zelenka,
danke für die weiteren Anmerkungen zu Katchen usw.!
Original von Zelenka Den Ax werde ich mir demnaechst vorknoepfen koennen.
Dann berichte bitte unbedingt von Deinen Eindrücken, wenn Du ihn gehört hast.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Das werde ich natuerlich tun! Noch bin ich sehr gespannt ...
Gruss, Zelenka
Carola (21.07.2008, 09:32): Hier Ein Gang mit dem Dirigenten Mariss Jansons durch St. Petersburg (NZZ)
Gruß, Carola
uhlmann (22.07.2008, 11:44): hier ein interview mit dem dirigenten helmut müller-brühl.
interessanter ausschnitt:
frage: War die Alte-Musik-Szene ein Tummelplatz für Minderqualifizierte?
antwort: War? Das ist sie immer noch. Kein Streicher, der da spielt, wird je eine Stelle bei den Berliner Philharmonikern kriegen.
:D
Zelenka (23.07.2008, 11:39): Original von uhlmann hier ein interview mit dem dirigenten helmut müller-brühl.
Lieber uhlmann:
Leider wirft das Interview auch ein sehr schräges Licht auf Wilhelm Kempff X(:
MÜLLER-BRÜHL: Wir machten mit Wilhelm Kempff unsere erste Auslandsreise - in die Schweiz. Da bekamen wir dann eine Kritik, die fragte: Wieso spielt ein so begnadeter Pianist mit einem derartig unfähigen Dirigenten? Ich war am Boden zerstört, und Kempff tröstete mich jovial: „Machen Sie sich nichts draus, ich gebe schon seit Jahrzehnten nichts mehr auf Kritiken.“ Kurz darauf war es umgekehrt: Ich bekam eine glänzende Kritik, während Kempff nebenbei abgehandelt wurde. Der war so sauer, dass er nicht mal mehr mit mir frühstücken wollte. Ganz so gleichgültig waren ihm also Kritiken nicht.
Gruß, Zelenka
Frühlingsblüte (23.07.2008, 12:04): Da die Geigerin Arabella Steinbacher beim Thema "Junge Geiger" schon für pro und contra gesorgt hat, hab ich mal ein bisschen in der Presse nachgestöbert. Sie trat nämlich am 9. April 08 im Rahmen des "Heidelberger Frühling" hier bei mir in Heidelberg auf. Leider sind die Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg nicht im Internet abrufbar. Ich hätte sie wohl hier, aber ich weiß nicht, wo ich die hochladen könnte.... (hat einer einen Rat?)
Darum hier abgetippt: (offenbar hat die gutaussehende junge Dame den Rezensenten um den kleinen Finger gewickelt :wink )
"In der Aula des Forschungszentrums EMBL spielten die Münchner Geigerin Arabella Steinbacher und der Pianist Rubert Kulek vier anspruchsvolle Sonaten für Violine und Klavier von Francis Poulenc, Gabriel Fauré, Maurice Ravel und Sergej Prokofiew. Die Harmonie zwischen den beiden Künstlern, ihr stilistischer Spürsinn und ihre Technik sind bewunderns- und einen Jubel wert. Die Geigerin spielte in der ersten Halbzeit des Konzertes auf einer Stradivari, in der zweiten probierte sie eine Guarneri aus. Sanglich und individuell empfinde sie die Guarneri, ideal für Kammermusik. Die "Strad" sei für große Räume besser. Klar strukturiert spielt sie die Poulenc, poesieverliebt und mit gelegentlichen Abstechern in die Abgründe der Seele die Fauré-Sonate. Bei Ravel favorisiert sie den Witz, die höllische Virtuosität in den Ecksätzen und im zweiten Satz, einem Blues, spielt sie mit Ravels geilen Jazz-Glissandi."
usw. usf.
Besonders interessant finde ich, dass sie einmal eine Stradivari und einmal eine Guarneri im gleichen Konzert spielte. Kommt das öfter vor? Welche/r Geiger/in trat schon mal mit gleich mehreren Instrumenten auf?
Viele Grüße Frühlingsblüte
uhlmann (23.07.2008, 12:07): Original von Zelenka Original von uhlmann hier ein interview mit dem dirigenten helmut müller-brühl.
Lieber uhlmann:
Leider wirft das Interview auch ein sehr schräges Licht auf Wilhelm Kempff X(:
MÜLLER-BRÜHL: Wir machten mit Wilhelm Kempff unsere erste Auslandsreise - in die Schweiz. Da bekamen wir dann eine Kritik, die fragte: Wieso spielt ein so begnadeter Pianist mit einem derartig unfähigen Dirigenten? Ich war am Boden zerstört, und Kempff tröstete mich jovial: „Machen Sie sich nichts draus, ich gebe schon seit Jahrzehnten nichts mehr auf Kritiken.“ Kurz darauf war es umgekehrt: Ich bekam eine glänzende Kritik, während Kempff nebenbei abgehandelt wurde. Der war so sauer, dass er nicht mal mehr mit mir frühstücken wollte. Ganz so gleichgültig waren ihm also Kritiken nicht.
Gruß, Zelenka
ich finde die anekdote eher witzig, und etwas eitel sind wohl alle künstler. müller-brühl nimmt sich kein blatt vor den mund. das interview enthält nicht die standard-antworten, die man sonst oft lesen muss.
Zelenka (23.07.2008, 16:51): Das Blindhören im Juli/August-Heft von "Classica" widmete sich Beethovens Klaviersonate No. 23 op. 57, der "Apassionata". Dabei wurde erst einmal der Ballast der Vergangenheit abgeworfen, sprich die Aufnahmen vor den 90ern. Eine Ausnahme wurde gestattet, Moravec' Version (VAI) stammt zwar aus dem Jahre 1962, wurde aber zumindest in Frankreich erst Mitte des letzten Jahrzehnts bekannt.
2. Igor Tchetuev Caro Mitis CM0042005 (offenbar vergriffen)
3. Maurizio Pollini (Studio) DG 4744512
8
4. Ivan Moravec VAI VAIA1069
7
5. Laurent Aimard Teldec 0927430882
6. Alfred Brendel Philips 4427872
7. Stephen Kovacevich EMI 9CD 5627002
6
8. Fazil Say Naïve V5016
9. Angela Hewitt Hyperion SACDA67518
10. Muriel Chemin Solstice SOCD174/5
Oben also gleich zweimal Pollini, der mit der Wiener Live-Aufnahme seine Studioaufnahme schlägt. (Der klanglich nicht ganz so gelungene Live-Mitschnitt war ein "Bonus".) Von den übrigen Versionen besitze ich nur Aimard, der mir nicht sehr gefällt, und Kovacevich, der ebenfalls mit seinen sieben Punkten von zehn recht zufrieden sein kann.
Gruß, Zelenka
Cosima (23.07.2008, 17:23): Original von Zelenka Das Blindhören im Juli/August-Heft von "Classica" widmete sich Beethovens Klaviersonate No. 23 op. 57, die "Apassionata". Dabei wurde erst einmal der Ballast der Vergangenheit abgeworfen, sprich die Aufnahmen vor den 90ern. Eine Ausnahme wurde gestattet, Moravec' Version (VAI) stammt zwar aus dem Jahre 1962, wurde aber zumindest in Frankreich erst Mitte des letzten Jahrzehnts bekannt.
Die Moravec-Aufnahme kenne ich noch nicht einmal. Muss ich bald nachholen. - Ansonsten habe (und schätze) ich aus der Liste nur die beiden Pollini-Interpretationen. Arrau und Gilels fehlen mir auf jeden Fall. Aber eine Appassionata-Liste ohne Richter - das geht eigentlich gar nicht! Von wegen "Ballast"...:(
Gruß, Cosima
Rachmaninov (23.07.2008, 17:33): Original von Cosima Die Moravec-Aufnahme kenne ich noch nicht einmal. Muss ich bald nachholen. - Ansonsten habe (und schätze) ich aus der Liste nur die beiden Pollini-Interpretationen. Arrau und Gilels fehlen mir auf jeden Fall. Aber eine Appassionata-Liste ohne Richter - das geht eigentlich gar nicht! Von wegen "Ballast"...:(
Gruß, Cosima
Nach 1990 und Gilels Beethoven ist grandios, Richter ist mir mehr und mehr zu wieder :ignore
Cosima (23.07.2008, 17:44): Original von Rachmaninov Nach 1990 und Gilels Beethoven ist grandios, Richter ist mir mehr und mehr zu wieder :ignore
1) Ich hatte sehr wohl gelesen, dass nur Aufnahmen ab den 90ern zum Vergleichshören überhaupt zugelassen worden sind. In einem solchen Falle muss man sich allerdings fragen, welchen Sinn eine solche Liste dann überhaupt noch hat.
2) "Richter ist mir mehr und mehr zu wieder" War das wirklich notwendig? In dieser Form meine ich...
Gruß, Cosima
Rachmaninov (23.07.2008, 17:54): Original von Cosima Original von Rachmaninov Nach 1990 und Gilels Beethoven ist grandios, Richter ist mir mehr und mehr zu wieder :ignore
1) Ich hatte sehr wohl gelesen, dass nur Aufnahmen ab den 90ern zum Vergleichshören überhaupt zugelassen worden sind. In einem solchen Falle muss man sich allerdings fragen, welchen Sinn eine solche Liste dann überhaupt noch hat.
Die Frage ist berechtigt.
2) "Richter ist mir mehr und mehr zu wieder" War das wirklich notwendig? In dieser Form meine ich...
Gruß, Cosima
An der Form fand ich jetzt nichts dramatisches.
Zelenka (23.07.2008, 18:43): Original von Cosima Original von Zelenka Das Blindhören im Juli/August-Heft von "Classica" widmete sich Beethovens Klaviersonate No. 23 op. 57, die "Apassionata". Dabei wurde erst einmal der Ballast der Vergangenheit abgeworfen, sprich die Aufnahmen vor den 90ern. Eine Ausnahme wurde gestattet, Moravec' Version (VAI) stammt zwar aus dem Jahre 1962, wurde aber zumindest in Frankreich erst Mitte des letzten Jahrzehnts bekannt.
Die Moravec-Aufnahme kenne ich noch nicht einmal. Muss ich bald nachholen. - Ansonsten habe (und schätze) ich aus der Liste nur die beiden Pollini-Interpretationen. Arrau und Gilels fehlen mir auf jeden Fall. Aber eine Appassionata-Liste ohne Richter - das geht eigentlich gar nicht! Von wegen "Ballast"...:(
Gruß, Cosima
Das mit dem "Ballast" war zutiefst ironisch gemeint natürlich! Ich fürchte, die meisten hervorragenden "Appassionata"-Versionen sind vor dem Jahr 1990 aufgenommen worden ... Andererseits muß man wohl Verständnis für die Blindhörer haben. Einmal wieder gibt es bei auch bei der "Appassionate" eine schier unüberschaubare Diskographie. Vielleicht ist es am Ende verzeihlich, sich einmal nur den neueren Produktionen zuzuwenden. Mir selbst widerstrebt es zutiefst ...
Gruß, Zelenka
Zelenka (23.07.2008, 18:46): Original von Rachmaninov
Nach 1990 und Gilels Beethoven ist grandios, Richter ist mir mehr und mehr zu wieder :ignore
Lieber Rachmaninov:
Eine kleine Begründung, warum Richter Dir so zuwider ist, wäre natürlich willkommen! Sind Dir alle seine Appassionata-Versionen gleichmäßig zuwider?
Gruß, Zelenka
Zelenka (01.08.2008, 17:43): Vor einiger Zeit hat Henri-Louis de La Grange seine vierbändige monumentale Mahler-Biographie abgeschlossen (Oxford University Press). Eine Besprechung des vierten Bandes ist im "Times Literary Supplement" von dieser Woche zu lesen.
Gruß, Zelenka
Carola (02.08.2008, 20:03): Bei ZEIT ONLINE ein Artikel über die französische Komponistin Mel Bonis.
Gruß, Carola
Zelenka (07.08.2008, 19:27): Bertelsmann verläßt das sinkende Schiff und zieht sich aus der CD-Branche zurück.
Gruß, Zelenka
Carola (12.08.2008, 09:38): Die Frankfurter Rundschau zum Lärmschutz für das Orchester.
Gruß, Carola
Carola (12.08.2008, 14:33): Die sueddeutsche.de berichtet über (klassische) Musik bei YouTube. Am interessantesten finde ich die eingestellten Beispiele auf Seite 2 des Artikels.
Gruß, Carola
Carola (13.08.2008, 09:49): Die FAZ mit einer Glosse aus dem Konzertleben eines Pianisten.
Gruß, Carola
nikolaus (13.08.2008, 22:51): Original von Carola Die FAZ mit einer Glosse aus dem Konzertleben eines Pianisten.
Gruß, Carola
Schmunzel!
Ob der Herr Z. das wohl wirklich gemacht hat?!
Carola (14.08.2008, 10:20): Original von nikolaus Original von Carola Die FAZ mit einer Glosse aus dem Konzertleben eines Pianisten.
Gruß, Carola
Schmunzel!
Ob der Herr Z. das wohl wirklich gemacht hat?!
Ja, ich fand es auch recht witzig. Aber wer ist "Herr Z."?
Ahnungslos, Carola
Amadé (14.08.2008, 21:50): @ Carola Herr Z ist ein polnischer Pianist mit deutschem Vor- und Nachnamen, Vorname polnisch geschrieben. Er ist bei DGG unter Vertrag, macht sich, was Aufnahmen betreffen jedoch sehr rar.
Die im FAZ-Artikel aufgestellte Behauptung, er spiele keine Zugaben, kann nur bedingt gelten. Vor ein paar Jahren hörte ich ihn als Zugabe Beethovens langsamen SAtz aus der Pathetique spielen.
Gruß Amadé
Carola (14.08.2008, 22:13): Original von Amadé @ Carola Herr Z ist ein polnischer Pianist mit deutschem Vor- und Nachnamen, Vorname polnisch geschrieben. Er ist bei DGG unter Vertrag, macht sich, was Aufnahmen betreffen jedoch sehr rar.
Carola (16.08.2008, 10:31): In der WELT ONLINE ein schöner, sehr persönlicher Text über Karlheinz Stockhausen.
Gruß, Carola
Carola (18.08.2008, 21:21): Die ZEITmit einem Veriss von Daniel Barenboims neuem Buch Klang ist Leben. Die Macht der Musik.
Gruß, Carola
Carola (21.08.2008, 09:38): In der WELT ONLINE ein Interview mit Ton Koopman - es geht hauptsächlich um Buxtehude und Bach.
Gruß, Carola
Carola (21.08.2008, 14:48): Die FAZ zur Programmreform von WDR 3 ab September.
Wie gut, dass ich meine CDs habe...
Gruß, Carola
nikolaus (21.08.2008, 22:24): Original von Carola Die FAZ zur Programmreform von WDR 3 ab September.
Wie gut, dass ich meine CDs habe...
Gruß, Carola
Danke für den link. Wenn ich Radio höre (vielleicht eine Stunde am Tag), höre ich ausschliesslich WDR3, und trotzdem habe ich von diesen Änderungsvorhaben nichts mitbekommen. :ignore
Ich denke, man muss abwarten. Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Ein paar Änderungen sind sicher sinnvoll, aber es wäre wirklich Schade, wenn die Kreativität und das Niveau mancher Redakteure darunter leiden würde und der Sender zu einem reinen Begleitprogramm verkommen würde. Aber über Ausdrücke wie "Elfenbeinturm" und über das ständige Insistieren auf dem "Bildungsbürgertum" ärgere ich mich...
Nikolaus.
Tranquillo (22.08.2008, 13:26): Original von nikolaus Ich denke, man muss abwarten. Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Ein paar Änderungen sind sicher sinnvoll, aber es wäre wirklich Schade, wenn die Kreativität und das Niveau mancher Redakteure darunter leiden würde und der Sender zu einem reinen Begleitprogramm verkommen würde. Aber über Ausdrücke wie "Elfenbeinturm" und über das ständige Insistieren auf dem "Bildungsbürgertum" ärgere ich mich... Bei den "dritten" Hörfunkprogrammen scheint es aus meiner Sicht einen allgemeinen Niedergang zu geben, vor dem auch NDR 3 nicht verschont geblieben ist. Gut, dass man nicht mehr unbedingt auf die vor Ort empfangbaren Sender angewiesen ist und es im Internet noch Radioprogramme gibt, wo man die Werke vollständig und nicht in unsinniger Mischung und satzweise zerstückelt wie bei Klassik Radio hören kann. Allgemein ist leider festzustellen: Die öffentlich-rechtlichen Sender (egal, ob Rundfunk oder Fernsehen) passen sich in ihrem Niveau offenbar immer mehr den Privatsendern an :(
Viele Grüsse Andreas
Rachmaninov (22.08.2008, 13:30): Original von Tranquillo Die öffentlich-rechtlichen Sender (egal, ob Rundfunk oder Fernsehen) passen sich in ihrem Niveau offenbar immer mehr den Privatsendern an :(
ich stimme mit Macht in die Jammerharfe ein. Bayern 4 ist nach der Programmreform viel schlechter. HR2+ ist von dem amusischen Intendanten abgeschafft worden, es war der einzige Sender mit 24 h Klassikprogramm. Seitdem war WDR 3 der beste - im September wird die Programmreform eingeführt: "Begleitradio" statt "Einschaltradio". Das Publikum sei überaltert - 66 Jahre Altersdurchschnitt. Der Pionier bei dieser schlechten Entwicklung war SWR 2. Der Anteil der Wortprogramme ist dort viel zu hoch .
Und das gerade zu dem Zeitpunkt, wo CD Qualität erreicht worden ist bei der Übertragung.
Gruß, Leif.
Amadé (22.08.2008, 19:13): Der Niedergang, bzw. die Entmündigung der Klassik-Hörer fing bereits mit der Abschaltung des Digital-Radios (12 Programme über Kabel) in den 90er Jahren an. Damals musste auf der Frequenz unbedingt ein neuer Privat-Fernsehsender installiert werden, auf den ganz Deutschland schon so lange gewartet hatte (RTL 2 sendete bereits). 1:0 für Kirch und Co.!
Grüße Amadé
nikolaus (22.08.2008, 22:52): Pogorelich macht wieder auf sich aufmerksam, hier nachzulesen.
Carola (27.08.2008, 18:28): Die ZEIT bringt ein Interview mit dem Pianisten Pierre-Laurent Aimard über Olivier Messiaen, zu dessen 100. Geburtstag er ein Album veröffentlicht hat.
Gruß, Carola
Carola (01.09.2008, 09:23): Die FAZ zur alljährlichen „Last Night of the Proms“. Roger Norrigton will dort dieses Jahr ein Paradestück von Elgar ohne Vibrato spielen lassen! Na sowas...
Gruß, Carola
ab (01.09.2008, 09:47): Original von Carola Roger Norrigton will dort dieses Jahr ein Paradestück von Elgar ohne Vibrato spielen lassen! Na sowas...
Gruß, Carola
Er soll endlich sich der italienischen Oper zuwenden und ebensolche Sängerinnen und Sänger dazu finden: Nach Barock und Klassik wird es höchste Zeit für eine Entschlackung dieser Epoche!
Tranquillo (01.09.2008, 09:50): Original von Carola Die FAZ zur alljährlichen „Last Night of the Proms“. Roger Norrigton will dort dieses Jahr ein Paradestück von Elgar ohne Vibrato spielen lassen! Na sowas... Der "Pomp and Circumstance March No. 1" ohne Vibrato - das dürfte den Briten vor allem im hymnischen Mittelteil ("Land of Hope and Glory") wohl nicht besonders zusagen. Das ist ja wie London ohne Nebel und die Queen ohne Hut...
Viele Grüsse Andreas
Carola (01.09.2008, 15:01): Original von nikolaus Original von Carola Die FAZ zur Programmreform von WDR 3 ab September.
Wie gut, dass ich meine CDs habe...
Gruß, Carola
Danke für den link. Wenn ich Radio höre (vielleicht eine Stunde am Tag), höre ich ausschliesslich WDR3, und trotzdem habe ich von diesen Änderungsvorhaben nichts mitbekommen. :ignore
Ich denke, man muss abwarten. Nichts wird so heiss gegessen, wie es gekocht wird. Ein paar Änderungen sind sicher sinnvoll, aber es wäre wirklich Schade, wenn die Kreativität und das Niveau mancher Redakteure darunter leiden würde und der Sender zu einem reinen Begleitprogramm verkommen würde. Aber über Ausdrücke wie "Elfenbeinturm" und über das ständige Insistieren auf dem "Bildungsbürgertum" ärgere ich mich...
Nikolaus.
Wie ich gerade feststellen musste, sind die einzigen Sendungen, die ich im WDR 3 noch gerne gehört habe, nun offenbar ersatzlos gestrichen. Das war zum einen das tägliche HörZeichen, zum anderen sonntags die Sendung Ariadne - die in letzter Zeit schon stark nachgelassen hatte.
Dafür hat der WDR jetzt sein Angebot zum Herunterladen ausgebaut. Bloß, was nützt mir das, wenn die Sendungen mich nicht mehr interessieren.
Gruß, Carola
Carola (03.09.2008, 09:38): Die NZZ über drei Konzerte des Cleveland Orchestra beim diesjährigen Lucerne Festival.
Gruß, Carola
Carola (11.09.2008, 09:23): Die WELT zum Thema: Der Glamour kehrt in die Oper zurück
Gruß, Carola
Carola (19.09.2008, 09:07): Die NZZ über David Zinmann und das Tonhalle-Orchester. Thema: Den Faden mit Lust wiederaufgenommen - Sinfonien von Gustav Mahler aus Zürich
Gruß, Carola
Carola (25.09.2008, 10:58): Die ZEIT über eine Aufführung von Stockhausens Gruppen beim diesjährigen Musikfest Berlin.
Gruß, Carola
Carola (01.10.2008, 18:07): In der ZEIT ein Interview mit Anne-Sophie Mutter über das ihr gewidmete Violinkonzert In tempus praesens von Sofia Gubaidulina
Gruß, Carola
Tranquillo (02.10.2008, 13:12): Bertelsmann-Ausstieg bei Sony perfekt
Mal sehen, was das für Auswirkungen auf die Klassiklabels hat - HMD gehört ja auch zu Sony BMG...
Viele Grüsse Andreas
Leif Erikson (29.10.2008, 12:20): Von den riesigen Zahlen bin ich doch überrascht. Aber bei der Art Firmenkultur müssen wir uns wohl bald von EMI verabschieden.
Leif Erikson (30.10.2008, 10:04): Der folgende Tip ist zwar eine Internet-Adresse, aber sie listet die Empfehlungen der maßgebenden französischen Zeitschrift "Diapason" auf. (Ist dies hier der richtige thread für sowas ?)
hier
Poztupimi (02.11.2008, 16:27): Original von Leif Erikson Von den riesigen Zahlen bin ich doch überrascht. Aber bei der Art Firmenkultur müssen wir uns wohl bald von EMI verabschieden.
Hierzu paßt dann vielleicht diese Meldung, nach der darüber spekuliert wird, daß EMI den Vertrieb der CDs in den USA an andere Labels abgeben wird.
Wie heißen diese possierlichen Hüpferlinge noch mal ...
Grüße, Wolfgang
Leif Erikson (08.11.2008, 22:31): Im Fonoforum vom Dezember ist ein Interview mit J.E. Gardiner, welches ich für sehr lesenswert halte. Unter anderem outet er sich als Großbauer und Wagnerhasser. Er hält dessen Musik für "giftig" und gefährlich.
Da mir diese Musik vor allem voll von unechten Gefühlen zu sein scheint, bin ich über den großen Bundesgenossen sehr erfreut.
Gruß, Leif.
Dr. Schön (08.11.2008, 23:00): Du hast bereits Nietzsche auf deiner Seite. Was brauchst du noch Gardiner?
ab (08.11.2008, 23:14): Nietzsche war aber auch eine Zeit lang Wagner-Anhänger :cool
Ich hörte gerne einmal Gardiner als Wagner-Dirigenten ...
satie (08.11.2008, 23:44): Original von ab Nietzsche war aber auch eine Zeit lang Wagner-Anhänger :cool
Genau wie Debussy, der ihn später ebenfalls nicht mehr mochte. Allerdings war der Wagnerisme in Frankreich ohnehin eine etwas eigene Sache...
Dr. Schön (09.11.2008, 13:15): Original von ab
Ich hörte gerne einmal Gardiner als Wagner-Dirigenten ...
dito
Nordolf (10.11.2008, 00:43): Original von Leif Erikson Im Fonoforum vom Dezember ist ein Interview mit J.E. Gardiner, welches ich für sehr lesenswert halte. Unter anderem outet er sich als Großbauer und Wagnerhasser. Er hält dessen Musik für "giftig" und gefährlich.
Fundamentalistische Ansichten über Musik gab es ja leider zu allen Zeiten - offenbar auch unter modernen Dirigenten...
Mit Nietzsche lässt sich das sicher nicht vergleichen. Nietzsches Wagner-Kritik hat ganz andere Wurzeln:
1. er wollte in Wagner nicht in erster Linie den konkreten Menschen treffen (das zeitweilig vielleicht auch), sondern bestimmte Erscheinungen seiner Zeit, die er als dekadent bewertete. 2. für Nietzsche war es außerordentlich wichtig sich von dem charismatischen Freund zu lösen: - er musste sich seine geistige Eigenständigkeit bewahren, sich seinen eigenen Denkweg suchen. Solche Abnabelungsprozesse laufen nun manchmal auch heftig ab. 3. war sich Nietzsche immer der Bedeutung von Wagner bewußt. Noch in der "Fröhlichen Wissenschaft" sprach er von einer "Sternen-Freundschaft" zwischen ihm und Wagner, die auf der Erde aber eine Feindschaft sein müsse. In seiner geistigen Autobiographie "Ecce homo" schließlich schrieb Nietzsche, das er das Ungeheure genau kenne, das Wagner vermag. Es bestehe eine Verwandschaft zwischen ihnen und ihre Namen würde auf ewig zusammengebracht werden. Auch die Heraushebung von Bizet ("Carmen"), den er gegenüber Wagner ins Feld führte, relativiert sich schnell, wenn man in die Briefe Nietzsches schaut. An Carl Fuchs, 27. 11. 1888: "Das, was ich über Bizet sage, dürfen Sie nicht ernst nehmen; so wie ich bin, kommt Bizet Tausend Mal für mich nicht in Betracht. Aber als ironische Antithese gegen Wagner wirkt es sehr stark; (...)"
Herzliche Grüsse! Jörg
Gerion (23.01.2009, 21:07): Irgendwie habe ich keinen wirklich geeigneten Thread gefunden, daher die Platzierung hier...:
Manchmal hat Jura auch etwas mit Musik zu tun - vgl. diese Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs vom heutigen Tage.
:hello
Herzliche Grüße Gerion
Gamaheh (31.01.2009, 20:03): Liebe Forenser,
die englische Wissenschaft hat nun endlich festgestellt ... daß das "Cello-Scrotum" ein Scherz war. Anscheinend hat diese potentielle Affliktion männlicher Cellisten über dreißig Jahre die medizinische Fachpresse bewegt und möglicherweise begabte junge Männer davon abgehalten, das Cellospiel zu erlernen. Nun haben die Urheber dieses Phantoms endlich zugegeben, daß es sich um einen hochrangigen Witz handelte, eine Antwort auf den "guitarist's nipple".
In der online-Ausgabe der Times könnt Ihr's im Detail nachlesen (oder auf der Homepage der BBC).
Kein Wunder, daß ich den englischen Wissenschaftlern seinerzeit auch die Erkenntnis zugetraut hätte, daß Brahms in Wirklichkeit eine Frau war! Diese Scherze haben ja im Königreich Tradition (gab es nicht einmal eine Ausgabe des Grove, in der jemand Vororte von Kopenhagen als Komponisten untergebracht hatte?).
Grüße, Gamaheh
nikolaus (29.04.2009, 20:51): Krystian Zimerman will nicht mehr in den USA auftreten: siehe hier
Nikolaus.
Rachmaninov (30.04.2009, 06:33): Original von nikolaus Krystian Zimerman will nicht mehr in den USA auftreten: siehe hier
Nikolaus.
RESPEKT! Der Mann steht zu seiner Überzeugung ....und weiss sie in "Szene" zu setzen...
Jürgen (19.05.2009, 13:47): Polar-Musikpreis für José Antonio Abreu und Peter Gabriel ist bei Klassik.com nachzulesen. Ich habe es aber auch schon vor ein paar Tagen im Radio gehört.
Grüße Jürgen
Gamaheh (09.06.2009, 13:14): Liebe Forenser,
während wir alle (oder auch nicht) das europäische Parlament gewählt haben, hat qobuz.com für jedes der 27 Länder der EU eine CD ausgesucht und versucht herauszufinden, ob es eine europäische Musik gibt und, wenn ja, wie sie sich definiert. Das diplomatische Ergebnis: in varietate concordia.
Hier sind die CDs, die für die einzelnen Länder empfohlen werden - eine teilweise erstaunliche Wahl (und ich frage mich, wieviele dieser Werke Euch bekannt sind - mir nur sehr wenige ... aber vielleicht die eine oder andere Anregung):
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/0002/0002894316552_230.jpg Schubert wird hier mit Zypern assoziiert über "Rosamunde" (Prinzessin von Zypern)
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/0002/0002894577452_230.jpg Ungarn: Kodály : Háry Janos Suite Op.15
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/0002/0002894663892_600.jpg Slowenien: Mozart : Don Giovanni
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/5099/5099920883355_230.jpg Rumänien: Georges Enesco Œdipe
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/5099/5099923759558_230.jpg Spanien: Manuel de Falla Œuvres classiques du 20e siècle
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/5412/5412217016173_600.jpg Belgien: Guillaume Lekeu Sonate pour violoncelle
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/5412/5412217016395_600.jpg Malta: Stabat Mater von Abos u.a.
http://www.qobuz.com/images/jaquettes/0822/0822252216325_230.jpg Litauen: Vytautas Barkauskas. Sun - Concerto pour alto & Orchestre de Chambre - Symphonie n°5 u.a.
ab (09.06.2009, 13:48): Original von Gamaheh Liebe Forenser,
während wir alle (oder auch nicht) das europäische Parlament gewählt haben, hat qobuz.com für jedes der 27 Länder der EU eine CD ausgesucht und versucht herauszufinden, ob es eine europäische Musik gibt und, wenn ja, wie sie sich definiert. Das diplomatische Ergebnis: in varietate concordia.
Danke für diesen Hinweis auf die interessante und ganz vorzüglich aufbereitete Web-Seite!
Auch die Auswahl ist durchaus interessant und erfreulich abseits des mainstreams! (Den Artikel selbst indes habe ich nicht auf der Seite gefunden, haben die auch ein Print-Medium?)
:hello
Gamaheh (09.06.2009, 13:57): Original von ab Original von Gamaheh Liebe Forenser,
während wir alle (oder auch nicht) das europäische Parlament gewählt haben, hat qobuz.com für jedes der 27 Länder der EU eine CD ausgesucht und versucht herauszufinden, ob es eine europäische Musik gibt und, wenn ja, wie sie sich definiert. Das diplomatische Ergebnis: in varietate concordia.
Danke für diesen Hinweis auf die interessante und ganz vorzüglich aufbereitete Web-Seite!
Auch die Auswahl ist durchaus interessant und erfreulich abseits des mainstreams! (Den Artikel selbst indes habe ich nicht auf der Seite gefunden, haben die auch ein Print-Medium?)
:hello
Hallo ab,
den Artikel findest Du hier,
das Printmedium heißt Classica (vor kurzem mit Le Monde de la musique fusioniert). Die aktuellen Informationen bekommst Du, wenn Du ihren Newsletter bestellst, einmal in der Woche.
Beste Grüße, Gamaheh
ab (09.06.2009, 14:07): Original von Gamaheh das Printmedium heißt Classica (vor kurzem mit Le Monde de la musique fusioniert). Die aktuellen Informationen bekommst Du, wenn Du ihren Newsletter bestellst, einmal in der Woche.
Beste Grüße, Gamaheh
Merci beaucoup :hello
HenningKolf (05.11.2010, 15:36): Dieser Artikel hat bei mir ein ziemlich ungutes Gefühl hinterlassen. Ich mag das nicht weiter kommentieren, der Artikel spricht für sich.
(Ich bin nur noch sporadisch hier und vermeide die Diskussionsteilnahme, deshalb ist es möglich dass das Thema hier an anderer Stelle bereits angeführt wurde und ich es nicht bemerkt habe....diesenfalls mögen Rachmaninow oder Satie bitte die Löschtaste betätigen - Danke)
Gruß Henning
Heike (10.02.2012, 09:07): "Der Gründer und Leiter der Internationalen Bachakademie Stuttgart, Helmuth Rilling, tritt offenbar mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Das melden die "Stuttgarter Nachrichten". Er reagiere damit auf die Berufung des Berliner Musikmanagers Gernot Rehrl zum neuen Intendanten der Bachakademie. Rilling hätte der Zeitung zufolge gerne weiter den bisherigen Intendanten Christian Lorenz auf diesem Posten gesehen. Wegen Unstimmigkeiten in Personalfragen hatte Rilling bereits im Januar mit seinem Rücktritt gedroht. Zuletzt hatte man sich aber darauf geeinigt, dass er bis Sommer 2013 im Amt bleibt." Quelle: http://www.dradio.de/kulturnachrichten/201202100700/3
Heike (25.04.2012, 00:38): In der FAZ am letzten Sonntag habe ich so ein schönes Zitat gelesen, das will ich euch nicht vorenthalten: (es ging um den Komponisten Rzewski und dessen bekanntestes Klavierwerk „The People United Will Never Be Defeated“)
"Rzewski sagt: „Wahrscheinlich werden künftige Generationen sich erinnern, dass dieses Jahrhundert das ,Century of Recordings’ war, in dem die Menschen auf die seltsame Idee verfielen, man könne Musik in kleine Plastikteile einfrieren. Mich erinnert das an die Idee der Ägypter vom Leben nach dem Tod. Eine ungesunde Idee. Studiomusik ist eine Verirrung des 20. Jahrhunderts. Das wird verschwinden.“ Ich frage zurück: „Wirklich? Sie halten die Tonaufzeichnung für eine vorübergehende Krankheit? Glauben Sie, die Digitalisierung ist auch ein Irrtum und wird wieder abgeschafft? Und im 22. Jahrhundert werden wieder alle Menschen selbst Musik machen, live und miteinander? Wie vor 35.000 Jahren, wie im Neandertal?“ Da lacht Rzewski doch noch einmal, knarrend und sagt: „Ja, ich glaube schon! Wäre doch ein Fortschritt, wenn man wieder herausfindet aus dem kapitalistischen Konsum. "
Quelle und ganzer Artikel hier (Keine Ahnung, wann der ins kostenpflichtige Archiv wandert)
In dem Artikel wurde übrigens auch der junge Pianist Igor Levit sehr gelobt, über den ich hier, so glaube ich, auch schon was gelesen habe.
Heike (02.06.2012, 15:12): Wie die NYTimes heute meldet, ist offensichtlich in Istanbul Anklage gegen Fazil Say wegen Beleidigung des Islam erhoben worden:
"ISTANBUL — A court here on Friday charged Fazil Say, a classical and jazz pianist with an international career, with insulting Islamic values in Twitter messages, the latest in a series of legal actions against Turkish artists, writers and intellectuals for statements they have made about religion and Turkish national identity. ...A trial is scheduled to begin on Oct. 18, with Mr. Say facing up to 18 months in prison if convicted. "
Quelle und ganzer Artikel: http://www.nytimes.com/2012/06/02/world/europe/turkey-charges-pianist-fazil-say-over-twitter-posts.html
Heike
Heike (08.11.2012, 21:26): Simon Rattle über München, Wuppertal und die Akustik in Konzertsälen: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/dirigent-simon-rattle-im-gespraech-muenchen-sollte-nach-wuppertal-schauen-1.1515130
Zitat: "Der Gasteig ist einer der Säle, den Orchester und Dirigenten in Europa meiden", sagte Rattle. In München gebe es "keinen Saal, in dem man wirklich gut spielen kann und der groß genug ist".
Heike (23.11.2012, 08:49): die WELT berichtet: http://www.welt.de/kultur/musik/article111376424/Madrid-sagt-Oper-mit-Berliner-Philharmonikern-ab.html Zitat: Die geplante Aufführung der "Zauberflöte" mit den Berliner Philharmonikern und Simon Rattle in Madrid fällt der Finanzkrise in Spanien zum Opfer.
Aus Geldmangel hat das Madrider Opernhaus "Teatro Real" drei geplante Aufführungen der Oper "Die Zauberflöte" mit den Berliner Philharmonikern abgesagt. ...Der künstlerische Direktor des Opernhauses, Gérard Mortier, bedauerte die Absage der Oper. "Rattle und die Philharmoniker haben alles getan, was in ihren Möglichkeiten stand, um uns zu helfen", sagte der Belgier. "Aber wir konnten die Kosten der Oper nicht tragen."
Heike (20.12.2012, 00:02): Oh, das habe ich gar nicht mitbekommen und lese jetzt in der FAZ, dass Charles Rosen am 9.12. verstorben ist! http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buehne-und-konzert/zum-tod-des-pianisten-charles-rosen-kunst-des-widerspruchs-11991081.html
nikolaus (02.04.2013, 22:04): Neues von der "Elfi", der Elbphilharmonie in Hamburg:
Götterdämmerung an der Elbe
Was wird dann wohl aus dem Berliner Flughafen?
Nikolaus.
Amadé (03.04.2013, 09:55): Ein Aprilscherz! :D
nikolaus (03.04.2013, 22:38): Original von Amadé Ein Aprilscherz! :D
Ja, aber ich fand ihn richtig gut (und vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich in der heutigen Zeit...)!
Nikolaus :D
ab (18.06.2013, 16:19): Gramophone, "The world's authority on classical music since 1923" kührt die CD des Jahres. Winner in der Kategorie "Baroque Vocal" ist:
ab (26.06.2013, 17:21): Der Internationale Aram Khachaturian-Wettbewerb 2013 in Armeniens Hauptstadt Eriwan wurde dieses Jahr für das Violoncello ausgetragen.
Gewinner ist der 19-jährige Cellist Andrei Ionita aus Rumänien. Zweiter Preis geht an Anna Morozova aus Russland. Den dritten Preis teilen sich Aleksandra Perlova aus Russland und Gayane Khachatryan aus Armenien.
Am 6. Juni wurde übrigens der 110. Geburtstag von Khachaturian gefeiert. :hello
ab (30.08.2013, 22:10): Gerard Mortier über die problematische Rolle der Wiener Philharmoniker bei den Salzburger Festspielen und in der Wiener Staatsoper.
:hello
abendroth (14.09.2013, 22:32): Laut klassik.com hat die Madrider Oper ihren flämischen Intendanten, Gerard Mortier, fristlos entlassen. Dieser hatte ein Mitspracherecht bei seiner Nachfolge, die 2016 vorgesehen war, gefordert und andernfalls damit gedroht, selbst vorzeitig zurückzutreten.
Nicolas_Aine (12.04.2015, 20:41): Hier eine Besprechung der Neuaufnahmen der Mozart Violinkonzerte von Zimmermann und Frang-
Jürgen (10.08.2016, 08:40): http://ecx.images-amazon.com/images/I/81OSroFnRBL._SL500_AA325_.jpg
Obwohl schon im April erschienen (Cetay berichtete zeitnah), hat es der Spiegel erst am Sonntag, also etwa 4 Monate später gemerkt.
Leider kenne ich die Aufnahme nicht. Daher kann ich den Artikel nicht bewerten, aber das gewählte Vokabular ist schon arg reißerisch. Zumindest macht es neugierig. Ah, gerade in Spotify gefunden.
Grüße Jürgen
Cetay (inaktiv) (10.08.2016, 11:47): Realitätscheck: Spiegel online gehört zum Spiegelverlag, wo G+J eine Sperrminorität besitzt. G+J gehört zu Bertelsmann, dessen Musiksparte die BMG ist. Erato gehört zu Warner. Warner und BMG wollten mal fusionieren, aber das kam nicht zustande. Insofern gibt es keine Konzern-Verflechtungen zwischen Rezensent und rezensiertem Objekt. Damit kann zumindest mal angenommen werden, dass der Rezensent sagt, was er denkt.
Hosenrolle1 (10.08.2016, 14:33): @Jürgen:
Ich habe die Rezension auch gerade gelesen, und fand sie nicht gut. In erster Linie wird hier nur über das Werk geschrieben (und das auch ziemlich bemüht-professionell), wenig über die Interpretation.
In einem Kommentar darunter meint eh jemand:
Es besteht bei Herrn Theurich immer die Tendenz, neue Einspielungen sehr zu loben und ihnen Referenzcharakter oder revolutionäre Qualitäten zuzumessen. Diese hier ist IMO sehr gut (nach einmaligem Hören), fügt sich aber in eine lange Reihe sehr guter Einspielungen ein. Dies ist weder was das Stück noch was die Interpretation angeht eine Neuentdeckung. Ärgerlich ist aber das "mit Beethoven aufnehmen können", der abgekauteste Gemeinplatz der Musikschreiberei. Schubert ist Schubert (Mozart ist Mozart etc.pp.) und niemand muss da am Beethoven-Schrein opfern, um das zu würdigen, im Gegenteil.
Aber wenn ich in einem anderen Kommentar so etwas lese:
Der zweite Satz erreicht eine weihevolle, mysteriöse, schlechterdings unaussprechbare Heiligkeit. Im Mittelteil wird ein überirdischer Schmerz zum Ausdruck gebracht, der aus Grenzregionen menschlichen Erlebens stammt, die nicht von dieser Welt sind. Dies ist die verzweifelte Äußerung einer ewigen transzendenten Einsamkeit. Diese gewaltige das Innerste der Seele erschütternde Eindringlichkeit klingt dann allmählich in hingebungsvoller Klage aus und mündet in die wohl rätselhafteste Stelle der ganzen Musikgeschichte. Wie aus einem ewigen schwarzen Nichts heraus erklingen Harmonien von einer Fremdartigkeit, die nicht aus einer jenseitigen Welt, nicht aus einem anderen Universum, sondern aus einer seelischen Realitätsebene stammen, die unendlich weit weg ist, von allem, was man jemals im Leben oder in der Spiritualität wird erfahren können.
dann finde ich die Rezension schon wieder hervorragend im Vergleich :D