teleton (23.11.2007, 08:50): Hallo Beethoven-Freunde (und wer ist das nicht?),
über Beethovens Sinfonien und Werke wurde bisher zahlreich geschrieben, aber die Beethoven-Ouvertüren sind sinfonische Meisterwerke, die man nicht nur als Füller auf CD´s ansehen sollte: Leonore Nr. 1-3; Fidelio-Ouvertüre; Die Geschöpfe des Prometheus op. 43; König Stephan op. 117; Die Ruinen von Athen op. 113; Egmont-Ouvertüre op. 84; Coriolan op. 62; Zur Namensfeier op. 115; Weihe d. Hauses op. 124
Ich habe deshalb schon seit fast 20Jahren auch die DG-Doppel-CD mit Karajan/Berliner PH, die ich vorher auch schon auf LP hatte. Ich höre die Ouvertüren auch nicht nach einer Sinfonie, weil sie noch auf der CD drauf sind, sondern lege diese bewusst separat auf.
Die Karajan-Aufnahmen sind, soweit ich es gelesen habe, in der JesusChristus-Kirche in Berlin in den 60erJahren entstanden und haben interpretatorisch die gleiche Spitzenqualität wie seine Sinfonie-Aufnahmen. Auch die Klangqualität ist natürlich eingefangen, wenn auch mit etwas Rauschen versehen. :engel Vergleiche mit anderen Dirigenten lassen mich immer wieder zu Karajan zurückkehren. Wer hat zum Beispiel noch die Coriolan-Ouvertüre so dramatisch unerbittlich und vollendet aufgenommen ?
:hello Daniel hat diese DG-Karajan-Doppel-CD gestern auch erhalten (sihe "heute erste gekauft"). Ich bin mal gespannt, welche Eindrücke er dazu schreibt. Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe.
:) Im Rahmen meines Szell-Wahns im Jahre 2006, als ich mir vieles greifbare mit ihm kaufte, war auch die SONY - CD mit George Szell / Cleveland Orchestra dabei. Diese hat mich aufhorchen lassen - die gefällt mir durchs Szells straffe, strenge Art ebenfalls sehr gut:
Auf der Szell-CD sind zwar nicht alle Beethoven - Ouvertüren, aber sie ist voll gepackt, was die CD-Technik hergibt: Leonore Nr. 1-3; Fidelio;Egmont; Coriolan; König Stephan; Die Geschöpfe des Prometheus.
:hello Die Beethoven-Ouvertüren sind es nun wert auf jede einzelne Ouvertüre noch genau einzugehen !
die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.
:( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt: Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan. :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten. Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/2629881.jpg ARTE, 2004, DDD
:( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!
Amadé (25.11.2007, 00:19): @ teleton
Zustimmung, die Beethoven-Ouvertüren sind gewiss gewichtige Werke per se, sie sollten nicht wie Anhängsel von Sinfonien verstanden werden, auch wenn die Kopplung auf LP oder CD mit einer derselben dies vielleicht suggerieren möchte. Die von Dir angesprochene Aufnahme mit HvK hat m.E. nicht die Bedeutung einiger seiner Sinfonien, sie scheinen mir oft zu glatt gespielt, auf die Besonderheiten der einzelen Stücke wird wenig eingegangen, es ist mehr Karajan als LvB. Hier einige Hinweise auf gelungene, da werkgerechte, Einspielungen:
Coriolan-Ouvertüre, Fritz Reiner Chicago Symphony Orchestra RCA
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/4171908.jpg
Ouvertüre Leonore II, Furtwängler, Berliner Philharmoniker DGG, KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/3162134.jpg
Ouvertüre Leonore III, KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI, Fricsay, Berliner Philharmoniker DGG
Zur Ouvertüre "Die Geschöpfe des Prometheus" und "Egmont" siehe www.klassik-prisma.de
Grüße Amadé
daniel5993 (25.11.2007, 11:57): Hallo, :hello
Was ich vermisse sind die Ouvertüren Beethovens unter Leonard Bernstein und wie Wolfgang schon angedeutet hatte, nicht als Beigabe, sondern als Eigenständige Werke auf "Einzel CD's"
Ich merk immer wieder,dass wenn ich Lenny und Bernstein habe, alles an Bedarf abgedeckt ist! Karajan mit hervorragendem Klang und meist schneller als Bernstein, dagegen Lenny langsamer und mit Packender Tiefe. In Sachen "Dramatik" nehmen sich beide meist nichts. Tiefer und Leidenschaftlicher ist meist Bernstein. Diese verschiedenen Ansätze eines Herbert von Karajan und eines Leonard Bernstein sind je auf Ihre Weise "Weltklasse"! Meine Männer für Beethoven.
Ich hab auch die Ouvertüren unter Böhm besessen und besitze Sie zum Teil auch noch, allerdings sprechen mich diese Aufnahmen nicht mehr an. Böhm spielt ohne alles, ohne etwas eigenes mit einzubringen, einfach "normal"!
Um wieder zu Bernstein zu kommen, auch er hat eine Kraftvolle Coriolan Ouvertüre unter der DGG auf die Beine gestellt, welche allerdings noch nicht auf CD einzeln zu bekommen ist, dafür aber bei Youtube zu sehen ist!
@ Wolfgang: Wie findest du die Coriolan + Egmont- Ouvertüre unter Lenny aus der Beethoven Symphonien GA mit den New Yorkern?
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6267379.jpg
Ich finde Sie :down. Ebenso schön kommt aber auch die der DGG durch (vom hören-sehen).
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5023750.jpg Die oben genannten Ouvertüren Beethovens unter Karajan sind Klasse! Die Aufnahmen aus der Jesus-Christus-Kirche sind vom Klang sowieso Spitze. Coriolan und Egmont sprühen nur so von Dramatik und was ich sonst nicht kannte vom Herrn Herbert, er spielt diese dramtischen Stellen länger aus als ich das von Ihm kenne :).
Gruß Daniel
teleton (25.11.2007, 12:56): Hallo daniel,
nur kurz: :beer Volle Zustimmung zu Deinem Beitrag.
Mit karajan´s Beethoven bin ich ohnehin aufgewachsen/geprägt und die Ouvertüren, sind eine der besten Aufnahmen überhaupt.
Nochmal zu meiner Frage, die Tontechnik bei der Coriolan betreffend ??? Findest Du auch, das da eine gerade noch vermiedendér fehler vorhanden ist ?
Zu Leonard Bernstein: Ich habe mir lange nach der bewundernswerten GA der Sinfonien mit einigen Ouvertüren auch dieses Jahr die oben abgebildete GA mit den NewYorker PH (SONY) gekauft, von der ich sehr begeistert bin.
Auch die enthaltenen Ouvertüren sind sehr gut interpretiert, mit voller Dramatik und insgesamt flotter mit mehr jugendlichem Überschwang als die DG-Aufnahmen. Für meinen Geschmack voll gelungen und Qualitativ Karajan nicht nachstehend.
Da ich diese GA bei den Sinfonien mit Bernstein (SONY) inzwischen noch höher schätze, als die fantastischen Karajan-Aufnahmen (60er,77,84), würde ich heute diese GA mit Bernstein mit auf die Insel nehmen.
Die Ouvertüren mit Bernstein sind alle auf höchstem Niveau, auch die Coriolna und Egmont, wie gesagt noch besser als in Wien auf DG.
:times10 Nur die Coriolan mit Karajan - das ist IMO die Allerbeste.
HenningKolf (25.11.2007, 13:34): Mein absoluter Ouvertüren - "Favorit" ist Szell, ein CD-Cover ist ja bereits oben abgebildet. Ich mag es halt auch und gerade bei Beethoven, wenn man den angesprochenen "jugendlichen" Überschwang im Zaum hält und präzis die "Architektur" herausarbeitet.
Sehr empfehlenswert finde ich auch Doratis Prometheus
Zelenka (26.11.2007, 19:55): Original von teleton Hallo Beethoven-Freunde,
die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.
:( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt: Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan. :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten. Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/2629881.jpg ARTE, 2004, DDD
:( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!
Lieber Wolfgang:
Ein wenig möchte ich Dir widersprechen, auch wenn es letztlich hier eher um den Geschmack geht, über den sich bekanntlich am allerbesten streiten läßt.
Die einigermaßen preiswerte Doppel-CD, die sehr gut klingt, ist ein sehr brauchbarer Einstieg in die Welt der Beethovenschen Ouvertüren. Zinman hat sich der Mühe unterzogen, genauer in die Partituren zu schauen als viele seiner Vorgänger. Die Tempi sind eher die von Beethoven gewünschten ... Man mag sich etwa im "Egmont" mehr (Bedeutungs-) Schwere wünschen, anderswo stört die schlanke Herangehensweise eigentlich kaum. Es bekommt diesen Werken gut, daß einige Patina entfernt worden ist. Aufführungstraditionen haben vor allem auch mit Schlamperei zu tun. Natürlich höre ich auch Furtwängler, Reiner, Böhm, Karajan und die anderen Alten gern, aber eine andere Sichtweise sei doch gestattet!
Gruß. Zelenka
teleton (27.11.2007, 08:20): Lieber Zelenka,
ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht. Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !
Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen. :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.
Zelenka (27.11.2007, 13:32): Original von teleton Lieber Zelenka,
ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht. Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !
Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen. :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.
:beer Ich bin beruhigt, daß Zinman einstweilen weiter eine Bleibe bei Dir hat! Ein großer Alter wie Furtwängler nahm sich Freiheiten, die schon Deine drei genannten Favoriten sich nicht mehr gestattet hätten. Als Furtwängler in Wien Leonore III (?) probte, verlangte er an einer Stelle ein intensives Crescendo, das gar nicht in der Partitur vermerkt war. Der Konzertmeister machte ihn darauf aufmerksam, Furtwängler gab ihm auch recht. Aber es war "halt so schön", dieses Crescendo gespielt zu hören. Ich kann diese Haltung sogar verstehen ...
Gruß, Zelenka
Pollux (27.11.2007, 19:51): Als ich die Egmont-Ouvertüre zum ersten Mal gehört habe, ist sie gleich wie der Blitz eingeschlagen. Alles was ich an Beethoven so schätze, Kraft, Feuer und Dramatik ist hier exemplarisch verdichtet zu hören. Coriolan höre ich auch oft, ebenso Leonore II und III. Die anderen Ouvertüren konnten mich bis jetzt nicht begeistern.
Ich besitze zwei CDs mit den Ouvertüren und bin mit beiden sehr zufrieden. Da wäre einmal die schon erwähnte Sony-CD mit George Szell, dessen Egmont-Interpretation ich mir kaum besser vorstellen kann.
Dann habe ich noch diese hier mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7943721.jpg
Typisch Harnoncourt: zügig, zupackend, mit viel Dynamik, teils geradezu rotzig im Ton, was zu Beethoven gut passt, wie ich finde. Seltsamerweise ist aber in dieser Einspielung gerade der Egmont etwas zahmer ausgefallen und lange nicht so feurig wie bei Szell.
Dann habe ich noch Egmont und Coriolan mit Bernstein/Wiener, die als Dreingabe auf der Scheibe mit Brahmsens erster Symphonie mit drauf sind.
Bernstein malt mit einem breiteren Pinsel, mit wärmerem Klang, mehr Streicherschmelz. Finde ich zwar auch nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut, lege ich daher meist nur zum vergleichenden Hören auf. Bei dieser Musik bevorzuge ich ganz klar eine straffe Gangart, die das Beethovensche Feuer nicht bloß zum Glühen bringt, sondern richtig brennen lässt.
Gruß, Pollux
daniel5993 (04.12.2007, 10:37): @ teleton
Nochmal zu meiner Frage, die Tontechnik bei der Coriolan betreffend ??? Findest Du auch, das da eine gerade noch vermiedendér fehler vorhanden ist ?
Entschuldigung Wolfgang, aber ich kann dir nicht ganz folgen
Gruß Daniel
teleton (04.12.2007, 11:37): Hallo Daniel,
um das zu verstehen hättest Du den allerersten Beitrag dieses Threads nochmal lesen müssen, da hatte ich meine Frage zuerst formuliert: Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer Fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe. Empfindest Du das auch als DG-Huddelei ? Das ist doch kein tontechnisch exakter Einstieg !?!
daniel5993 (05.12.2007, 00:56): Original von teleton Hallo Daniel,
um das zu verstehen hättest Du den allerersten Beitrag dieses Threads nochmal lesen müssen, da hatte ich meine Frage zuerst formuliert: Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer Fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe. Empfindest Du das auch als DG-Huddelei ? Das ist doch kein tontechnisch exakter Einstieg !?!
Hallo Wolfgang!
Ich hör gerade diese Ouvertüre und hab ca. 10 mal hintereinander die Anfangssekunde gehört und Ja, das ist kein Tontechnisch exakter Einstieg! Es scheint wirklich so, als ob ein Bruchteil einer Sekunde vom Anfang weggeschnitten wurde! Normal ist es ja so, das wenigsten ein winziger Augenblick Stille ist, bevor das Stück beginnt, hier aber fällt jemand mit der Tür ins Haus. Aber so unbekannt ist mir diese Art nicht! Habe schon öffter solche abgehackten Einsatze gehört, kann aber grad nicht sagen wo noch.
Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe.
So wild ist das aber nicht! Was mich viel mehr stört an dieser "fast" Perfekten Coriolan Aufnahme ist, das diese Aufnahme sehr dumpf klingt! Das ist mir besonders nach dem Hören von Böhms - Coriolan und Bernsteins - Coriolan aufgefallen!
daniel5993 Original: Ich hab auch die Ouvertüren unter Böhm besessen und besitze Sie zum Teil auch noch, allerdings sprechen mich diese Aufnahmen nicht mehr an. Böhm spielt ohne alles, ohne etwas eigenes mit einzubringen, einfach "normal"
Diese (meine) Aussage muss ich korrigieren! Die Coriolan Ouvertüre ist mit Feuer und Dramatik gespielt! Neben Karajan hört sich manches im Vergleich halt anders an. Zwar kann der Klang keinesfalls mithalten, dafür ist die Interpretation bemerkenswert!
Jetzt wiederum meine Frage: Fällt dir auch diese Teilweise Extreme Dumpfheit bei der Karajan - Coriolan - Aufnahme auf ?
Mein Favourit für "Egmont" ist Bernstein mit den Wiener Philharmonikern! Die Absolute Dramatik, Power, zudem diese Perfekten Einstiege des Orchesters. Ohhhhhhh welch eine Leidenschaftliche und himmlische Aufnahme :down :engel! Meine Absolute NR 1! Auf CD ist diese Ouvertüre leider nicht erhältlich, außer auf in dieser CD - Box, gekoppelt mit den Symphonien.
Ich bin versucht, diese Box nur wegen der DGG - Bernstein - Ouvertüren zu kaufen!
Hier kannst du die DGG - Egmont - Overtüre unter Bernstein hören bzw. sehen! Beethoven Egmont Overture Bernstein Vienna Philharmonic Am Besten kann man das wohl beurteilen, wenn man nur hört und nicht Bernstein bei seiner Harten Arbeit zusieht :D. Obwohl auch diese eine glatte 1 verdient :D! Da wäre dann diese (gleiche) Aufnahme angebrachter: BEETHOVEN: Egmont Overture, Op. 84 - BERNSTEIN (Die Qualität ist wesentlich besser, woraus ich schließe, dass diese Ausführung bereits von der CD stammt :down)
Welchen Favourit hast du bei "Egmont" ?
Gruß Daniel
teleton (05.12.2007, 07:47): Hallo Daniel,
Jetzt wiederum meine Frage: Fällt dir auch diese Teilweise Extreme Dumpfheit bei der Karajan - Coriolan - Aufnahme auf ? Nein, ich finde sie nicht dumpf. Das ist die Aufnahme. die ich auch zuvor schon auf LP hatte; meine Erste überhaupt - damit von dieser geprägt. Für mich der Maßstab - sie klingt in meinen Ohren perfekt (bis auf den Auftakt. Dies hast Du ja nun auch bestätigt)=Huddelei von DG.
Zustimmung das Bernstein / WPO (DG) auch super ist. Du kennst ja meine Meinung über Bernstein: Bernstein und Beethoven = :engel Ich habe die von Dir abgebildete Beethoven-Sinfonien-GA mit Bernstein (DG) auch und schätze nicht nur die die enthaltenen Ouvertüren sehr. Ich bin versucht, diese Box nur wegen der DGG - Bernstein - Ouvertüren zu kaufen! Du solltest sie unbedingt auch wegen dem :D kleinen Rest, den Sinfonien kaufen.
Interessant und voll nachvollziehbar sind Deine Eindrücke zur Egmont-Ouvertüre mit Bernstein und das diese nur in dieser GA erhältlich ist. Ich habe sie aber auch schon als Filler auf dieser CD gesehen: http://ecx.images-amazon.com/images/I/61W9SVYXP5L._AA240_.gif
:thanks Mein Musiknachmittag (bei dem Wetter das Beste) ist heute "gerettet": Ich werde heute die Aufnahmen der Egmont-Ouvertüre mit Bernstein und den Wiener Ph und den New Yorker PH(aus meiner SONY-GA) vergleichen - beides absolute Spitze !
:hello Welche Eindrücke ich dabei habe, werde ich morgen berichten.
daniel5993 (05.12.2007, 11:48): Original von teleton
daniel5993 schrieb: Ich bin versucht, diese Box nur wegen der DGG - Bernstein - Ouvertüren zu kaufen! Du solltest sie unbedingt auch wegen dem :D kleinen Rest, den Sinfonien kaufen.
Die Symphonien hab ich doch schon! ....Aber.....2mal ist besser als 1mal :D
Habe ich richtig gesehen? Die DG-Aufnahme des Fidelio ist ebenfalls mit an Bord?
teleton (06.12.2007, 09:01): Hallo Daniel,
gestern lagen zwei CD´s im Briefkasten - :D die kamnen erst mal dran !
Dann wurde es mit Beethoven: Egmont-Ouvertüre vollends dramatisch.
:hello Das Dein Favorit Bernstein / WPO (DG) ist, kann ich 100% nachvollziehen. Klasse wie Bernstein das Werk gestaltet und dramatisch aufbaut. Die Pauken der Wiener PH habe ich schon immer geschätzt und die sind hier prägnant und ohne Wattebausch zu hören - Super.
Allgemein schätze ich den Wiener Orchesterklang nicht so hoch ein, da der unverwechselbare Wiener Streicherschmelz eher was für Johann Strauß ist :ignore. Hier aber voll OK.
:cool Bei vielen nicht so beliebt, aber bei mir, sind die amerikanischen Orchester und ihr Sound. :) In der Aufnahme mit den New Yorker PH / Bernstein (SONY) steht er seiner späteren DG-Aufnahme aus Wien in nichts nach. Der Klang wirkt durch den gering größeren Hall sinfonischer, ist aber ansonsten sehr durchsichtig. Wahnsinn, wie ähnlich die Interpretationen nach fast 20Jahren sind. Die Pauken sind auch sehr prägnant und Bernstein läßt es an den richtigen Stellen dramatisch krachen. Der Klang ist bei beiden sehr gut und als natürliche Orchesterabbilung zu bezeichnen: Der zeitliche Aufnahedatenunterschied ist nicht technisch feststellbar - Super. :beer Ich habe die CD´s mehrmals gewechselt und bestimmte Passagen verglichen. Bei SONY ist der Klang unmittelbarer. Schon der erste dramatische Einstieg mit den Blechbläsern wirkt bei den NewYorker PH direkt überrumpelnd und er kommt dann erst gar nicht zur Ruhe, so wie zunächst in Wien. Da ich bei Beiden Passagen höre die mir dort und dort wieder besser gefallen kann ich mich einfach nicht entscheiden. :W :W Ich bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind !
Bei soviel Egmont mit Bernstein war ich angeheizt und es ging weiter: Es folgte Szell / Cleveland Orchestra (SONY), der äußerst Präzise und straff, hochdramatisch interpretiert und damit fast mit Bernstein gleichzieht. Eine ebenfalls große Aufnahme.
Weiter mit meiner Gewohntesten: Karajan / Berliner PH (DG); auch bei ihm kann man nicht meckern. Hochdramatisch packend. Leider ist durch die Aufnahmebedingungen in der Jesus-Christus-Kirche der Paukenklang (den ich überaus schätze) mehr in den Orchesterklang integriert, sodaß mein jahrelanger Favorit nun tatsächlich nur in diesem Punkt das Nachsehen hat. Aber eine Wahnsinnsinterpretation liefert er auch.
Meine Aufnahmen mit Zinmann(Arte) und Solti(Decca) habe ich mir dann gespart - genug Egmont an einem Tag ! Diese können aber Bernstein ohnehin nicht toppen !
daniel5993 (06.12.2007, 12:11): Guten Tag Wolfgang,
In der Aufnahme mit den New Yorker PH / Bernstein (SONY) steht er seiner späteren DG-Aufnahme aus Wien in nichts nach.
Ich weiß! Das ist die Aufnahme, die ich bis vor ca. 1,5 Monaten regelmäßig gehört habe, bis ich auf diese DGG Aufnahme gestoßen bin. Als ich dann aber (wie du auch angedeutet hast) auf die ähnliche Interpretation aufmerksam wurde, hab ich gleich erstmal ungläubig in die Sony Box geschaut und genau nachgelesen, ob die Sony Aufnahme nicht doch die der DGG war.
:W :WIch bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind !
Wie oft ist das doch auch bei mir der Fall :beer
Es folgte Szell / Cleveland Orchestra (SONY), der äußerst Präzise und straff, hochdramatisch interpretiert und damit fast mit Bernstein gleichzieht. Eine ebenfalls große Aufnahme.
Mit Szell hab ich relativ wenig zu tun! Sein Mozart mag ich nicht wirklich und dann wollte ich einen Neuen Versuch mit seinem Schumann starten und auch der ist bei mir teilweise Baden gegangen! Irgentwie verspühre ich kein Verlangen nach Ihm! Der Dirigent dem ich jetzt jedoch von 0 an Aufmerksamkeit schenken möchte (so aus dem Bauch heraus) ist Georg Solti. Mal sehen, was mich erwartet
:coolBei vielen nicht so beliebt, aber bei mir, sind die amerikanischen Orchester und ihr Sound.
Ja, die New Yorker! Tschaikowsky, Dvorak, Haydn, Mahler, da lieb ich Lenny mit seinen New Yorkern! Mit deiner bevorzugten Beethoven GA mit Bernstein + New Yorker Philharmoniker bin ich noch nicht recht warm geworden, hab mich aber auch noch nicht sonderlich viel mit der GA beschäftigt! Ich liebe über alles die Wiener - Beethoven - Ga mit Lenny! Übrigens kann ich dir bei der 5 zustimmen, dass Sie doch etwas mehr Dramatik besitzt (ich mein damit den Eingangssatz), bei der Sony Aufnahme! Ich liebe total diesen überaus reinen und Perfekten :engel Klang der DGG - Aufnahmen! So rein, so direkt, ohne das im Raum ein Ton verloren geht! So eine Qualität kenne ich nirgens! Dazu sind die Symphonien 3, 4, (5), 6, 7, 8 nirgens besser, gewaltiger zu hören :down! Bei der Neunten bin ich unter Lenny allgemein noch nicht warm geworden (weder DGG, noch Sony). Da bevorzuge ich in allen Belangen Karajan! Ich hab dir ja mal versprochen, die Sony GA sorgfältig auseinander zu nehmen und dann zu berichten (Ich glaub im Beethoven Symphonien Thread) aber es fehlt mir noch so recht die Lust auf dieses Große Vorhaben, da gerade anderes wichtiger ist! Aber ich werds bei Zeiten nachholen!
Da wir uns ja in Sachen Beethoven mit Lenny und Karajan einig sind, kannst du vielleicht in Sachen Symphonien, Ouvertüren, noch eine Person in den Raum stellen, welche man unbedingt bei Beethoven kennen und hören müsste?
Gruß Daniel :hello
teleton (06.12.2007, 12:40): Da wir uns ja in Sachen Beethoven mit Lenny und Karajan einig sind, kannst du vielleicht in Sachen Symphonien, Ouvertüren, noch eine Person in den Raum stellen, welche man unbedingt bei Beethoven kennen und hören müsste?
Hallo Daniel,
ja mit Bernstein und Karajan sind wir uns voll einig. Die Person, die noch zu nennen wäre hatte ich schon in den Raum gestellt - es ist Gerorge Szell. Auch von ihm habe ich alle Beethoven-Sinfonien, Klavierkonzerte (Fleisher) und Ouvertüren !
:engel Ich habe noch nie eine Szell-Aufnahme gehört, die mir nicht gefallen hat. Diese starffe und präzise, dabei hochdramatische Art liegt mir voll
bei allen !
Du erwähnst Gerog Solti: Einer meiner weiteren Lieblingsdirigenten. Im "anderen" Forum bin ich schion als Solti-Fan abgestempelt, so als wenn bei mir alles nur Solti wäre. Dies mußte ich dann an Beispielen klarstellen.
Soltis Beethoven wird in Kritiken als Referenz bezeichnet. Das liegt daran, das er sehr präzise beim Notentext bleibt und wie bei Brahms alle Wiederholungszeichen beachtet. Ich finde ihn bei Beethoven auch gut, aber oft nicht so zupackend, wie ich ihn bei seinen Decca-Aufnahmen von Werken der Spätromanitik und des 20.Jahrhunderts her kenne und hoch schätze. Er ist vom Tempo her auch ein ganzes Stück langsamer als Karajan und der straffe Szell. Die Sinfonie Nr.5 in der GA ist eine der am wenigsten mit Dramatik ausgestatteten Aufnahme, die ich kenne. Und das bei Solti !?! Er hat ja Live in Wien dieses manko später nachkorrigiert.
:beer Ansonsten kann ich Dir zu Deinem Entschluß Dich mehr für Solti zu interessieren nur beglückwünschen. Er hat für mich bei Bartok, Mahler, Bruckner, Wagner, Richard Strauss, Liszt, Brahms, Blacher.....(es gibt noch mehr) jede Menge Favoriten-Aufnahmen hervorgebracht.
Heute oder in den nächsten Tagen werde ich mir auch wiedermal die Beethoven-Ouvertüren (besonders Egmont und Coriolan) mit Solti vorknöpfen und berichten.
Rachmaninov (06.12.2007, 13:07): Original von teleton Du erwähnst Gerog Solti: Einer meiner weiteren Lieblingsdirigenten. Im "anderen" Forum bin ich schion als Solti-Fan abgestempelt, so als wenn bei mir alles nur Solti wäre. Dies mußte ich dann an Beispielen klarstellen.
Soltis Beethoven wird in Kritiken als Referenz bezeichnet. Das liegt daran, das er sehr präzise beim Notentext bleibt und wie bei Brahms alle Wiederholungszeichen beachtet. Ich finde ihn bei Beethoven auch gut, aber oft nicht so zupackend, wie ich ihn bei seinen Decca-Aufnahmen von Werken der Spätromanitik und des 20.Jahrhunderts her kenne und hoch schätze. Er ist vom Tempo her auch ein ganzes Stück langsamer als Karajan und der straffe Szell. Die Sinfonie Nr.5 in der GA ist eine der am wenigsten mit Dramatik ausgestatteten Aufnahme, die ich kenne. Und das bei Solti !?! Er hat ja Live in Wien dieses manko später nachkorrigiert.
Vielleicht gehst Du hier oder hier auf seinen Beethoven mal genauer ein? Die Aufnahme reizt mich nämlich!
daniel5993 (06.12.2007, 13:09): Hallo Wolfgang!
Als erstes dachte ich bei Solti an Haydns "Londoner" Symphonien, welche eine Gute Kritik bekommen haben! Kennst du Sie?
Gruß Daniel
Cosima (07.12.2007, 21:00): Original von Pollux http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7943721.jpg
Typisch Harnoncourt: zügig, zupackend, mit viel Dynamik, teils geradezu rotzig im Ton,...
Ja, typisch Harnoncourt… Diese CD habe ich heute gehört, d.h. nach der Hälfte der Zeit musste ich sie ausstellen. Was Du als „rotzig“ bezeichnest, klingt für mich nur nervtötend. Dies war definitiv mein letzter Versuch mit einer von Harnoncourt dirigierten Aufnahme.
Gruß, Cosima
Pollux (10.12.2007, 19:46): Liebe Cosima, ich hoffe, du hast nicht aufgrund meines Lobes der Harnoncourt-CD einen Fehlkauf getätigt, das täte mir leid. Aber wo harnoncourt draufsteht ist auch harnoncourt drin. Wenn ich die Scheibe nicht schon hätte, würde ich sie dir glatt abkaufen. :hello
Weil die Bernstein-Interpretationen mit den Wienern hier so gut weggekommen ist, habe ich mir Coriolan und Egmont mit Bernstein nochmals in Ruhe angehört - zweimal. Ich habe bewusst darauf verzichtet, Szell und Harnoncourt bei dieser Sitzung gegenzuhören. Hat mir gefallen, ganz besonders die Schlusstakte von Coriolan. Aber direkt vom Sitz gerissen hat es mich nicht.
Einen Tag später habe ich dann die Ouvertüren mit allen drei genannten Dirigenten gehört, und da haben dann Szell und Harnoncourt im unmittelbaren Vergleich die Nase wieder vorn. Es bleibt für mich also dabei, im Zweifel ziehe ich die straffen, kontrastreicheren, farbigeren Interpretationen von Harnoncourt und Szell der klangschöneren und etwas getrageneren Lesart Bernsteins vor, die mir auf ihre Weise ja durchaus auch gefällt. Zum Glück muss ich mich ja nicht entscheiden, sondern kann alle hören.
Cosima (10.12.2007, 20:54): ich hoffe, du hast nicht aufgrund meines Lobes der Harnoncourt-CD einen Fehlkauf getätigt, das täte mir leid.
Lieber Pollux,
nein, so leichtsinnig bin ich nicht (wenn es um H. geht). Ich habe sie nur gehört, nicht gekauft.
Gruß, Cosima :)
teleton (11.12.2007, 08:26): Hallo Daniel, Pollux und Cosima,
nachdem mich Daniel am 06.12. an Solti erinnert hat habe ich gestern Zeit gefunden mir die Solti-Decca-Beethoven-Box mit dem Chicago SO nach ca.10Jahren wiedereinmal vorzuknöpfen (man hat eben so viel anderes, das solche Zeitabstände vorkommen).
Ich hatte diese Beethoven-Sinfonien-GA mit den wichtigsten Ouvertüren Anfang der 90er-Jahre von einem "Nichtklassiker" eher zufällig gekauft. Der Verkäufer meldete sich auf meine ANONCE für CD-Suche (in der Anonce) und bot sie mir für sagenhafte 25,-DM(NEU) an.
Die Analogaufnahmen der Ouvertüren sind von 1975 ADD und klingen sehr präzise und natürlich mit großem Dynamikumfang und sind rein klanglich mit guten Digitalaufnahmen vergleichbar. Einzig über Kopfhörer ist ein nicht störendes Grundrauschen vernehmbar.
Ich hörte die Ouvertüren Egmont und Coriolan. Egmont: Solti ist ähnlich straff wie Szell, läßt im Prinzip das Werk nirgendwo richtig zur Ruhe kommen und peitscht die dramatischen Stellen hoch. Hier zwar nicht so hochemotional wie Bernstein, aber mit Saft und Kraft. Ich hatte wirklich den Eindruck, dass er hier weniger auszelebrierend agiert, als bei einigen Sinfonien-Aufnahmen. Die Paukenstellen sind klar und prägnant hörbar. Kein Gewusel und Gebrummel, wie in vielen anderen Aufnahmen, sondern in den Spitzen sind die Paukenschläge sogar einzeln hörbar.
Coriolan: Dramatisch und zupackend ohne irgendwo schleppend zu werden zieht Solti die Ouvertüre durch. Für einige mag es nervös wirken (wie ich schon lesen müßte), auf mich wirkt es packend. Hochdramatisch wo es angebracht ist. Rhymisch perfektes musizieren des Chicago SO, dessen Klang ich ohnehin sehr schätze.
Fazit: Ich war überrascht und hocherfreut Solti in gewohnt agiler Form wiedermal erleben zu können (wie einfach doch : CD raußholen und genießen). :beer Solti reiht sich für meinen Geschmack, ohne mit der Wimper zu zucken, in die Spitzenaufnahmen von Bernstein (SONY und DG), Karajan (DG), Szell (SONY) ein. Er rüttelt aber nicht an Daniels und meinem Favoriten Bernstein.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/8015840.jpg..neues Decca-Cover, sah vor 15Jahren anders aus. Symphonien Nr. 1-9 +Ouvertüren:Egmont;Coriolan;Leonore Nr. 3 Pilar Lorengar, Yvonne Minton, Stuart Burrows, Martti Talvela, Chicago SO, Georg Solti Decca , ADD, 1972-1975, 7 CD
klarer Trennstrich
Harnoncourt´s Beethoven-Ouvertüren wurde von Pollux genannt. Ich kenne diese Aufnahmen nicht. Ich weis auch nicht ob ich dies überhaupt will !?! Nur soviel kann ich sagen: Alle CD´s und Aufnahmen, die ich bisher von Harni gehört habe, haben mich nicht begeistern können. Den größen Schock haben bei mir seine Brahms-Sinfonien hinterlassen.
Cosima (11.12.2007, 12:44): Original von teleton Nur soviel kann ich sagen: Alle CD´s und Aufnahmen, die ich bisher von Harni gehört habe, haben mich nicht begeistern können.
:beer
Vielleicht versuche ich es dann auch einmal mit Bernstein (oder Szell).
Gruß, Cosima
Wotan (11.12.2007, 15:22): Ich liebe von Beethovens Overtüren vor allem den "Coriolan". Die Aufnahme, die mich mi Abstand am meisten beeindruckt ist Carlos Kleiber. Selbst Bernstein oder Karajan können diese Dramatik nicht wiedergeben, wie es Kleiber tat. Für mich die Referenz.
Gibts davon auch eine CD - Aufnahme ? Wie ich sehe, ist das von dir gezeigte eine DVD. Aufnahmen, welche Live zu sehen sind, sind meist auch durch die Ausstrahlung des Dirigenten intensiver und kommen kräftiger und intensiver bei Zuschauer an. Deswegen frag ich! Wirklich beurteilen kann ich das jedenfalls nur, wenn ich die Aufnahmen höre, ohne dem Dirigiertheater zuzusehen. Ähh, siehe Bernstein :D
ich muß ehrlich gestehen, die Overtüren von Beethoven sind an mir weitestgehend "vorbei" gegangen. Letztlich hörte ich auf Bayern4 die Egmont Overtüre, die mich doch sehr begeistert hat. Typische Sinfonische Sprache Beethoven's eben.
Bin gespannt welche Favoriten sich hier herauskristalisieren.
HenningKolf (11.12.2007, 19:16): Original von Cosima Original von teleton Nur soviel kann ich sagen: Alle CD´s und Aufnahmen, die ich bisher von Harni gehört habe, haben mich nicht begeistern können.
:beer
Vielleicht versuche ich es dann auch einmal mit Bernstein (oder Szell).
Gruß, Cosima
ich habe gerade mal nachgeschaut. Ich habe ja (fast) alles auf die Festplatte gebracht und da ist statistische Auswertung kein Problem. Ich habe ca 8000 Dateien mit klassischer Musik auf der Platte. Dateien, die Harnancourt als Dirigenten führen: Null!!
Das führe ich schon auf eine recht bewusste Entscheidung zurück....... :)
Gruß Henning
Wotan (11.12.2007, 21:52): Original von daniel5993 Hallo Wotan,
Gibts davon auch eine CD - Aufnahme ? Wie ich sehe, ist das von dir gezeigte eine DVD. Aufnahmen, welche Live zu sehen sind, sind meist auch durch die Ausstrahlung des Dirigenten intensiver und kommen kräftiger und intensiver bei Zuschauer an. Deswegen frag ich! Wirklich beurteilen kann ich das jedenfalls nur, wenn ich die Aufnahmen höre, ohne dem Dirigiertheater zuzusehen. Ähh, siehe Bernstein :D
Gruß Daniel
Leider gibt es die Aufnahme nicht auf CD (das auch der Grund warum ich die DVD abgebildet habe). Aber Kleibers Bewegungen sind sehr spärlich (anders als Bernstein einnehmende Art), das es glaube ich weniger ausmacht. Alternativ kannst du ja auch wegsehen und nur zuhören... :J Aver ich kann die DVD nur empfehlen, nicht nur (aber doch vor allem) wegen des "Coriolan".
MfG Wotan
Amadé (12.12.2007, 18:50): Hallo Forianer,
nach etlichen Beiträgen engt sich die Diskussion nun auf ganz wenige Interpretennamen ein, in anderen Threads ist ähnliches zu beobachten. Mir drängt sich der Vergleich auf von einem Menschen, der sein Leben lang seinen Weinbedarf ausschließlich bei ein und demselben Winzer tätigt. Dabei entgeht ihm völlig, dass noch andere Erzeuger mindestens genau so gute wenn nicht sogar qualitativ höherwertige Weine erzeugen. Er erfährt sein Leben lang nichts vom Oestricher Lehnchen, vom Niederhäuser Rosenberg, vom Bacharacher Hahn, vom Sommeracher Katzenkopf oder vom Brackenheimer Zweifelberg und gibt sich mit dem hergekommenen zufrieden. Mein Rat: auch mal andere Tropfen probieren!
Von der Coriolan-Ouvertüre, die hier zuletzt gehandelt wurde, besitze ich rund 60 Aufnahmen, darunter solche Perlen wie die von Erich Kleiber mit den Berliner Philharmonikern (Teldec), http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CK6JNMQYL._AA240_.jpg
Fritz Reiner (erwähnte ich schon weiter oben), Georg Solti und Paul Kletzki, diesen Namen lesen einige Forianer vielleicht zum erstenmal, dabei war er ein ganz außergewöhnlicher Dirigent. Für Supraphon hat er einen bemerkenswerten Zyklus der Beethoven-Sinfonien hinterlassen, darunter eine schöne Pastorale sowie die Coriolan und die Egmont Ouvertüre. Die Coriolan-Ouvertüre ist auf der abgebildeten CD mit der 6. gekoppelt.
Kletzkis Aufnahmen sind aus heutiger Sicht schon historisch zu nennen, die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1964-1968, aber müssen wir uns mit Scheuklappen im breiten Spektrum der Aufnahmen bewegen und nur das Allerneueste wahrnehmen und gelten lassen? Von KLetzki ist unlängst auch eine gute Tschaikowsky-CD mit der Pathetique und dem Violinkonzert bei medici arts, einem Sublabel von BBCL, herausgekommen. Solist im Violinkozert ist David Oistrach, sehr empfehlenswert. http://ecx.images-amazon.com/images/I/513MHPX0lpL._AA240_.jpg
Grüße Amadé
Zelenka (12.12.2007, 19:48): Original von Amadé
Von der Coriolan-Ouvertüre, die hier zuletzt gehandelt wurde, besitze ich rund 60 Aufnahmen, darunter solche Perlen wie die von Erich Kleiber mit den Berliner Philharmonikern (Teldec), http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CK6JNMQYL._AA240_.jpg
Fritz Reiner (erwähnte ich schon weiter oben), Georg Solti und Paul Kletzki, diesen Namen lesen einige Forianer vielleicht zum erstenmal, dabei war er ein ganz außergewöhnlicher Dirigent. Grüße Amadé
Den E. Kleiber-Coriolan besitze und schätze ich, Reiner auch, und Klemperer hat auch vor dem letzten Weltkrieg einen durchaus beachtenswerten "Coriolan" eingespielt. Solti ist eher kein großer Dirigent gewesen, dann schon lieber Kletzki, den ich hier gern einmal kennenlernen würde ...
Gruß, Zelenka
daniel5993 (13.12.2007, 02:14): @ alle
Es geht hier nicht nur um die Coriolanouvertüre! Mich würden Meinungen ebenfalls zur Egmont Ouvertüre (meine Liebste), Fidelio-Ouvertüre und zu den Leonoren-Ouvertüren interessieren.
Hallo Amade,
Mein Rat: auch mal andere Tropfen probieren!
Stimmt schon, nur sind nicht alle so Archivgesinnt wie du und ich denke, dass wenn man 5 Aufnahmen der jeweiligen Ouvertüren besitzt, genügt das irgentwie auch. Natürlich sinnt es in erster Linie "große Namen" wie Karajan, Bernstein. Ich bin interessiert an wirklich kraftvollen Aufnahmen mit viel Getöse und schneidiger schärfe! Die Schnelligkeit spielt dabei keine Rolle. Wenn du mir weitere empfehlen würdest, wäre das schön (besonders zur Ouvertüre zu Egmont). Die Aufnahmen können ruhig auch aus den dreißgern oder 40ern sein. Da fällt mir ein, am Sonntag in "die großen Stars der Musik" habe ich die Coriolanouvertüre unter Furtwängler gehört und es war der Wahnsinn :down. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1943 und das Klang teilweise wirklich brutal, Spannungsvoll geladen und in den Ruhigen Passagen so gefühlvoll! Die Tempi waren das schnellste, was ich bisher hörte. Mit Furtwängler werd ich mich noch intensiv beschäftigen - ein muss! "Faszination Furtwängler :engel" An dieser Stelle mal wieder meine Empfehlung! Auch die nächsten 4 Sonntage im Dezember, jeweils von 18 - 19 Uhr "Die großen Stars der Musik" - Wilhelm Furtwängler, auf NDR - Kultur. Man lernt wirklich viel und obendrein macht es riesen Spaß zuzuhören. Und wer den Sender nicht im Radio reinbekommt, der kann auf www.ndr-kultur.de gehen, da gibt es dann einen Livestream. So gilt jedenfalls die Ausrede nicht, dass man den Sender nicht reinbekommt :D
Gruß Daniel
daniel5993 (31.12.2007, 13:53): Original von teleton Hallo Daniel,
gestern lagen zwei CD´s im Briefkasten - :D die kamnen erst mal dran !
Dann wurde es mit Beethoven: Egmont-Ouvertüre vollends dramatisch.
:hello Das Dein Favorit Bernstein / WPO (DG) ist, kann ich 100% nachvollziehen. Klasse wie Bernstein das Werk gestaltet und dramatisch aufbaut. Die Pauken der Wiener PH habe ich schon immer geschätzt und die sind hier prägnant und ohne Wattebausch zu hören - Super.
Allgemein schätze ich den Wiener Orchesterklang nicht so hoch ein, da der unverwechselbare Wiener Streicherschmelz eher was für Johann Strauß ist :ignore. Hier aber voll OK.
:cool Bei vielen nicht so beliebt, aber bei mir, sind die amerikanischen Orchester und ihr Sound. :) In der Aufnahme mit den New Yorker PH / Bernstein (SONY) steht er seiner späteren DG-Aufnahme aus Wien in nichts nach. Der Klang wirkt durch den gering größeren Hall sinfonischer, ist aber ansonsten sehr durchsichtig. Wahnsinn, wie ähnlich die Interpretationen nach fast 20Jahren sind. Die Pauken sind auch sehr prägnant und Bernstein läßt es an den richtigen Stellen dramatisch krachen. Der Klang ist bei beiden sehr gut und als natürliche Orchesterabbilung zu bezeichnen: Der zeitliche Aufnahedatenunterschied ist nicht technisch feststellbar - Super. :beer Ich habe die CD´s mehrmals gewechselt und bestimmte Passagen verglichen. Bei SONY ist der Klang unmittelbarer. Schon der erste dramatische Einstieg mit den Blechbläsern wirkt bei den NewYorker PH direkt überrumpelnd und er kommt dann erst gar nicht zur Ruhe, so wie zunächst in Wien. Da ich bei Beiden Passagen höre die mir dort und dort wieder besser gefallen kann ich mich einfach nicht entscheiden. Ich habe die CD´s mehrmals gewechselt und bestimmte Passagen verglichen. Bei SONY ist der Klang unmittelbarer. Schon der erste dramatische Einstieg mit den Blechbläsern wirkt bei den NewYorker PH direkt überrumpelnd und er kommt dann erst gar nicht zur Ruhe, so wie zunächst in Wien. Da ich bei Beiden Passagen höre die mir dort und dort wieder besser gefallen kann ich mich einfach nicht entscheiden. :) :) Ich bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind !
:) :) Ich bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind ! Hierrauf bekommst du 97% + 3 % Zustimmung :J
teleton (02.01.2008, 10:53): Hallo Daniel und alle - frohes neues Jahr 2008 (mein erster Beitrag 2008),
über die Weihnachtstage habe ich sehr viel "anständige Musik" (tonale Musik) gehört. Wieder mußte ich feststellen, dass sich Bernstein und Karajan ein richtiges Duell bieten. Mal hat Bernstein für meinen Geschmack die Nase vorn mal Karajan - diese Ausage bezieht sich auf die "anständige Musik", die ich hörte von Brahms und Beethoven.
Zur Egmont - Overtüre: Ich habe mal wieder die DG-CD von 1984 mit Beethovens Eroika herausgeholt. Auf dieser CD ist die Egmont-Ouvertüre in der Aufnahme von 1984 vorhanden. Leider bleibt Karajan an Drive und Dramatik hinter seiner Aufnahme von 1962 weit zurück, sodaß die Alte unbedingt vorzuziehen ist. Die Interpretation wirkt auzf mioch zu brav. Die Eroika auf gleicher Cd ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt.
:hello Freut mich das Du Bernstein nochmal bestätigst - The Master of EGMONT !
Rachmaninov (04.02.2008, 17:07): Ich muss ja nun ehrlich gestehen, daß ich die Beethoven Overtüren nahezu ignoriert habe mit Ausnahme der einen Radioübertragung der Egmont Overtüre, die ich einst auf Bayern 4 gehört hatte. Dies sogar unmittelbar vor diesem Thread.
Angeregt durch diesen Thread, aber auch der Diskussion um die Beethoven-Sinfonien 1-9 kaufte ich mir diese Box.
Daraus hörte ich mittlerweile mehrfach die Egmont Overtüre. Ein sehr spannendes und interessantes Werk und ich muß sagen, daß ich nachvollziehen kann warum diese Bernsteinaufnahme mehrfach genannt wurde. Bedürfnisse nach einer weiteren Aufnahme verspühre ich jedenfalls nicht.
teleton (23.11.2007, 08:50): Hallo Beethoven-Freunde (und wer ist das nicht?),
über Beethovens Sinfonien und Werke wurde bisher zahlreich geschrieben, aber die Beethoven-Ouvertüren sind sinfonische Meisterwerke, die man nicht nur als Füller auf CD´s ansehen sollte: Leonore Nr. 1-3; Fidelio-Ouvertüre; Die Geschöpfe des Prometheus op. 43; König Stephan op. 117; Die Ruinen von Athen op. 113; Egmont-Ouvertüre op. 84; Coriolan op. 62; Zur Namensfeier op. 115; Weihe d. Hauses op. 124
Ich habe deshalb schon seit fast 20Jahren auch die DG-Doppel-CD mit Karajan/Berliner PH, die ich vorher auch schon auf LP hatte. Ich höre die Ouvertüren auch nicht nach einer Sinfonie, weil sie noch auf der CD drauf sind, sondern lege diese bewusst separat auf.
Die Karajan-Aufnahmen sind, soweit ich es gelesen habe, in der JesusChristus-Kirche in Berlin in den 60erJahren entstanden und haben interpretatorisch die gleiche Spitzenqualität wie seine Sinfonie-Aufnahmen. Auch die Klangqualität ist natürlich eingefangen, wenn auch mit etwas Rauschen versehen. :engel Vergleiche mit anderen Dirigenten lassen mich immer wieder zu Karajan zurückkehren. Wer hat zum Beispiel noch die Coriolan-Ouvertüre so dramatisch unerbittlich und vollendet aufgenommen ?
:hello Daniel hat diese DG-Karajan-Doppel-CD gestern auch erhalten (sihe "heute erste gekauft"). Ich bin mal gespannt, welche Eindrücke er dazu schreibt. Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe.
:) Im Rahmen meines Szell-Wahns im Jahre 2006, als ich mir vieles greifbare mit ihm kaufte, war auch die SONY - CD mit George Szell / Cleveland Orchestra dabei. Diese hat mich aufhorchen lassen - die gefällt mir durchs Szells straffe, strenge Art ebenfalls sehr gut:
Auf der Szell-CD sind zwar nicht alle Beethoven - Ouvertüren, aber sie ist voll gepackt, was die CD-Technik hergibt: Leonore Nr. 1-3; Fidelio;Egmont; Coriolan; König Stephan; Die Geschöpfe des Prometheus.
:hello Die Beethoven-Ouvertüren sind es nun wert auf jede einzelne Ouvertüre noch genau einzugehen !
die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.
:( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt: Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan. :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten. Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/2629881.jpg ARTE, 2004, DDD
:( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!
Amadé (25.11.2007, 00:19): @ teleton
Zustimmung, die Beethoven-Ouvertüren sind gewiss gewichtige Werke per se, sie sollten nicht wie Anhängsel von Sinfonien verstanden werden, auch wenn die Kopplung auf LP oder CD mit einer derselben dies vielleicht suggerieren möchte. Die von Dir angesprochene Aufnahme mit HvK hat m.E. nicht die Bedeutung einiger seiner Sinfonien, sie scheinen mir oft zu glatt gespielt, auf die Besonderheiten der einzelen Stücke wird wenig eingegangen, es ist mehr Karajan als LvB. Hier einige Hinweise auf gelungene, da werkgerechte, Einspielungen:
Coriolan-Ouvertüre, Fritz Reiner Chicago Symphony Orchestra RCA
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/4171908.jpg
Ouvertüre Leonore II, Furtwängler, Berliner Philharmoniker DGG, KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/3162134.jpg
Ouvertüre Leonore III, KLemperer, Philharmonia Orchestra EMI, Fricsay, Berliner Philharmoniker DGG
Zur Ouvertüre "Die Geschöpfe des Prometheus" und "Egmont" siehe www.klassik-prisma.de
Grüße Amadé
daniel5993 (25.11.2007, 11:57): Hallo, :hello
Was ich vermisse sind die Ouvertüren Beethovens unter Leonard Bernstein und wie Wolfgang schon angedeutet hatte, nicht als Beigabe, sondern als Eigenständige Werke auf "Einzel CD's"
Ich merk immer wieder,dass wenn ich Lenny und Bernstein habe, alles an Bedarf abgedeckt ist! Karajan mit hervorragendem Klang und meist schneller als Bernstein, dagegen Lenny langsamer und mit Packender Tiefe. In Sachen "Dramatik" nehmen sich beide meist nichts. Tiefer und Leidenschaftlicher ist meist Bernstein. Diese verschiedenen Ansätze eines Herbert von Karajan und eines Leonard Bernstein sind je auf Ihre Weise "Weltklasse"! Meine Männer für Beethoven.
Ich hab auch die Ouvertüren unter Böhm besessen und besitze Sie zum Teil auch noch, allerdings sprechen mich diese Aufnahmen nicht mehr an. Böhm spielt ohne alles, ohne etwas eigenes mit einzubringen, einfach "normal"!
Um wieder zu Bernstein zu kommen, auch er hat eine Kraftvolle Coriolan Ouvertüre unter der DGG auf die Beine gestellt, welche allerdings noch nicht auf CD einzeln zu bekommen ist, dafür aber bei Youtube zu sehen ist!
@ Wolfgang: Wie findest du die Coriolan + Egmont- Ouvertüre unter Lenny aus der Beethoven Symphonien GA mit den New Yorkern?
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6267379.jpg
Ich finde Sie :down. Ebenso schön kommt aber auch die der DGG durch (vom hören-sehen).
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5023750.jpg Die oben genannten Ouvertüren Beethovens unter Karajan sind Klasse! Die Aufnahmen aus der Jesus-Christus-Kirche sind vom Klang sowieso Spitze. Coriolan und Egmont sprühen nur so von Dramatik und was ich sonst nicht kannte vom Herrn Herbert, er spielt diese dramtischen Stellen länger aus als ich das von Ihm kenne :).
Gruß Daniel
teleton (25.11.2007, 12:56): Hallo daniel,
nur kurz: :beer Volle Zustimmung zu Deinem Beitrag.
Mit karajan´s Beethoven bin ich ohnehin aufgewachsen/geprägt und die Ouvertüren, sind eine der besten Aufnahmen überhaupt.
Nochmal zu meiner Frage, die Tontechnik bei der Coriolan betreffend ??? Findest Du auch, das da eine gerade noch vermiedendér fehler vorhanden ist ?
Zu Leonard Bernstein: Ich habe mir lange nach der bewundernswerten GA der Sinfonien mit einigen Ouvertüren auch dieses Jahr die oben abgebildete GA mit den NewYorker PH (SONY) gekauft, von der ich sehr begeistert bin.
Auch die enthaltenen Ouvertüren sind sehr gut interpretiert, mit voller Dramatik und insgesamt flotter mit mehr jugendlichem Überschwang als die DG-Aufnahmen. Für meinen Geschmack voll gelungen und Qualitativ Karajan nicht nachstehend.
Da ich diese GA bei den Sinfonien mit Bernstein (SONY) inzwischen noch höher schätze, als die fantastischen Karajan-Aufnahmen (60er,77,84), würde ich heute diese GA mit Bernstein mit auf die Insel nehmen.
Die Ouvertüren mit Bernstein sind alle auf höchstem Niveau, auch die Coriolna und Egmont, wie gesagt noch besser als in Wien auf DG.
:times10 Nur die Coriolan mit Karajan - das ist IMO die Allerbeste.
HenningKolf (25.11.2007, 13:34): Mein absoluter Ouvertüren - "Favorit" ist Szell, ein CD-Cover ist ja bereits oben abgebildet. Ich mag es halt auch und gerade bei Beethoven, wenn man den angesprochenen "jugendlichen" Überschwang im Zaum hält und präzis die "Architektur" herausarbeitet.
Sehr empfehlenswert finde ich auch Doratis Prometheus
Zelenka (26.11.2007, 19:55): Original von teleton Hallo Beethoven-Freunde,
die Beethoven-Ouvertüren hatte ich mir im Jahre 2005 auch als ARTE_NOVA-Doppel-CD mit Zinman gekauft und nach und nach gehört. Mein Gesamteindruck ist zweispältig und kann nur positive Worte für die Klangqualität finden, die sehr sauber gestaffelt und natürlichen Orchestersound bietet.
:( Die Interpretation von Zinman hingegen ist sehr eigenwillig und ungewohnt: Das fängt an mit der Besetzung, die gerade da, wo man großen Orchesterklang erwartet kammermusikalisch reduziert erscheint (Coriolan und Egmont). Der Anfang bei der Egmont-Ouvertüre und einiges andere waird ganz anders intoniert, als wenn er eine Neufassung auf dem Notenblatt vor sich hätte. Die Art zu dirigieren wirkt ungestüm, aber das hat nichts mit der straffen, strengen Sicht eines Szell zu tun, die mir wirklich liegt; oder der hochdramatischen Sicht eines Karajan. :wink Man kennt es es von sonstigen klassischen Aufnahmen (Karajan, Solti, Szell, Bernstein, Böhm)her einfach anders und ich glaube nicht das die anderen großen Namen irrten. Einzig die Leonore III und die Weihe des Hauses fand ich mit Zinman wirklich brauchbar, da dramatisch und zupackend gespielt.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/2629881.jpg ARTE, 2004, DDD
:( Diese Doppel-CD für ca.12,-€ ist für mich nicht wirklich empfehlenswert !!!
Lieber Wolfgang:
Ein wenig möchte ich Dir widersprechen, auch wenn es letztlich hier eher um den Geschmack geht, über den sich bekanntlich am allerbesten streiten läßt.
Die einigermaßen preiswerte Doppel-CD, die sehr gut klingt, ist ein sehr brauchbarer Einstieg in die Welt der Beethovenschen Ouvertüren. Zinman hat sich der Mühe unterzogen, genauer in die Partituren zu schauen als viele seiner Vorgänger. Die Tempi sind eher die von Beethoven gewünschten ... Man mag sich etwa im "Egmont" mehr (Bedeutungs-) Schwere wünschen, anderswo stört die schlanke Herangehensweise eigentlich kaum. Es bekommt diesen Werken gut, daß einige Patina entfernt worden ist. Aufführungstraditionen haben vor allem auch mit Schlamperei zu tun. Natürlich höre ich auch Furtwängler, Reiner, Böhm, Karajan und die anderen Alten gern, aber eine andere Sichtweise sei doch gestattet!
Gruß. Zelenka
teleton (27.11.2007, 08:20): Lieber Zelenka,
ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht. Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !
Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen. :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.
Zelenka (27.11.2007, 13:32): Original von teleton Lieber Zelenka,
ich akzeptiere und erkenne ja auch die wirklich andere Sichtweise von Zinmann und finde die Aufnahmen ja auch nicht total schlecht. Diese beiden ARTE-CD´s der Ouvertüren gehören auch nicht zu den CD´s , die ich wieder an die Luft setzten würde !
Aber Karajan, Bernstein und Szell gefallen mir einfach besser. Die sprechen mich wirklich an - Gänsehautfaktor inbegriffen. :beer Wie Du schon schreibst - Geschmackssache.
:beer Ich bin beruhigt, daß Zinman einstweilen weiter eine Bleibe bei Dir hat! Ein großer Alter wie Furtwängler nahm sich Freiheiten, die schon Deine drei genannten Favoriten sich nicht mehr gestattet hätten. Als Furtwängler in Wien Leonore III (?) probte, verlangte er an einer Stelle ein intensives Crescendo, das gar nicht in der Partitur vermerkt war. Der Konzertmeister machte ihn darauf aufmerksam, Furtwängler gab ihm auch recht. Aber es war "halt so schön", dieses Crescendo gespielt zu hören. Ich kann diese Haltung sogar verstehen ...
Gruß, Zelenka
Pollux (27.11.2007, 19:51): Als ich die Egmont-Ouvertüre zum ersten Mal gehört habe, ist sie gleich wie der Blitz eingeschlagen. Alles was ich an Beethoven so schätze, Kraft, Feuer und Dramatik ist hier exemplarisch verdichtet zu hören. Coriolan höre ich auch oft, ebenso Leonore II und III. Die anderen Ouvertüren konnten mich bis jetzt nicht begeistern.
Ich besitze zwei CDs mit den Ouvertüren und bin mit beiden sehr zufrieden. Da wäre einmal die schon erwähnte Sony-CD mit George Szell, dessen Egmont-Interpretation ich mir kaum besser vorstellen kann.
Dann habe ich noch diese hier mit Harnoncourt und dem Chamber Orchestra of Europe:
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7943721.jpg
Typisch Harnoncourt: zügig, zupackend, mit viel Dynamik, teils geradezu rotzig im Ton, was zu Beethoven gut passt, wie ich finde. Seltsamerweise ist aber in dieser Einspielung gerade der Egmont etwas zahmer ausgefallen und lange nicht so feurig wie bei Szell.
Dann habe ich noch Egmont und Coriolan mit Bernstein/Wiener, die als Dreingabe auf der Scheibe mit Brahmsens erster Symphonie mit drauf sind.
Bernstein malt mit einem breiteren Pinsel, mit wärmerem Klang, mehr Streicherschmelz. Finde ich zwar auch nicht schlecht, aber auch nicht richtig gut, lege ich daher meist nur zum vergleichenden Hören auf. Bei dieser Musik bevorzuge ich ganz klar eine straffe Gangart, die das Beethovensche Feuer nicht bloß zum Glühen bringt, sondern richtig brennen lässt.
Gruß, Pollux
daniel5993 (04.12.2007, 10:37): @ teleton
Nochmal zu meiner Frage, die Tontechnik bei der Coriolan betreffend ??? Findest Du auch, das da eine gerade noch vermiedendér fehler vorhanden ist ?
Entschuldigung Wolfgang, aber ich kann dir nicht ganz folgen
Gruß Daniel
teleton (04.12.2007, 11:37): Hallo Daniel,
um das zu verstehen hättest Du den allerersten Beitrag dieses Threads nochmal lesen müssen, da hatte ich meine Frage zuerst formuliert: Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer Fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe. Empfindest Du das auch als DG-Huddelei ? Das ist doch kein tontechnisch exakter Einstieg !?!
daniel5993 (05.12.2007, 00:56): Original von teleton Hallo Daniel,
um das zu verstehen hättest Du den allerersten Beitrag dieses Threads nochmal lesen müssen, da hatte ich meine Frage zuerst formuliert: Bei der Coriolan-Ouvertüre ist der Anfang sehr direkt abgemischt, so das er gerade noch auf der CD drauf ist. Hast Du auch den Eindruck, das da ein tontechnischer Fehler vorliegt ? Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe. Empfindest Du das auch als DG-Huddelei ? Das ist doch kein tontechnisch exakter Einstieg !?!
Hallo Wolfgang!
Ich hör gerade diese Ouvertüre und hab ca. 10 mal hintereinander die Anfangssekunde gehört und Ja, das ist kein Tontechnisch exakter Einstieg! Es scheint wirklich so, als ob ein Bruchteil einer Sekunde vom Anfang weggeschnitten wurde! Normal ist es ja so, das wenigsten ein winziger Augenblick Stille ist, bevor das Stück beginnt, hier aber fällt jemand mit der Tür ins Haus. Aber so unbekannt ist mir diese Art nicht! Habe schon öffter solche abgehackten Einsatze gehört, kann aber grad nicht sagen wo noch.
Eigendlich Schade, da es sich IMO um die beste Interpretation der Coriolan-Ouvertüre handelt, die ich jemals gehört habe.
So wild ist das aber nicht! Was mich viel mehr stört an dieser "fast" Perfekten Coriolan Aufnahme ist, das diese Aufnahme sehr dumpf klingt! Das ist mir besonders nach dem Hören von Böhms - Coriolan und Bernsteins - Coriolan aufgefallen!
daniel5993 Original: Ich hab auch die Ouvertüren unter Böhm besessen und besitze Sie zum Teil auch noch, allerdings sprechen mich diese Aufnahmen nicht mehr an. Böhm spielt ohne alles, ohne etwas eigenes mit einzubringen, einfach "normal"
Diese (meine) Aussage muss ich korrigieren! Die Coriolan Ouvertüre ist mit Feuer und Dramatik gespielt! Neben Karajan hört sich manches im Vergleich halt anders an. Zwar kann der Klang keinesfalls mithalten, dafür ist die Interpretation bemerkenswert!
Jetzt wiederum meine Frage: Fällt dir auch diese Teilweise Extreme Dumpfheit bei der Karajan - Coriolan - Aufnahme auf ?
Mein Favourit für "Egmont" ist Bernstein mit den Wiener Philharmonikern! Die Absolute Dramatik, Power, zudem diese Perfekten Einstiege des Orchesters. Ohhhhhhh welch eine Leidenschaftliche und himmlische Aufnahme :down :engel! Meine Absolute NR 1! Auf CD ist diese Ouvertüre leider nicht erhältlich, außer auf in dieser CD - Box, gekoppelt mit den Symphonien.
Ich bin versucht, diese Box nur wegen der DGG - Bernstein - Ouvertüren zu kaufen!
Hier kannst du die DGG - Egmont - Overtüre unter Bernstein hören bzw. sehen! Beethoven Egmont Overture Bernstein Vienna Philharmonic Am Besten kann man das wohl beurteilen, wenn man nur hört und nicht Bernstein bei seiner Harten Arbeit zusieht :D. Obwohl auch diese eine glatte 1 verdient :D! Da wäre dann diese (gleiche) Aufnahme angebrachter: BEETHOVEN: Egmont Overture, Op. 84 - BERNSTEIN (Die Qualität ist wesentlich besser, woraus ich schließe, dass diese Ausführung bereits von der CD stammt :down)
Welchen Favourit hast du bei "Egmont" ?
Gruß Daniel
teleton (05.12.2007, 07:47): Hallo Daniel,
Jetzt wiederum meine Frage: Fällt dir auch diese Teilweise Extreme Dumpfheit bei der Karajan - Coriolan - Aufnahme auf ? Nein, ich finde sie nicht dumpf. Das ist die Aufnahme. die ich auch zuvor schon auf LP hatte; meine Erste überhaupt - damit von dieser geprägt. Für mich der Maßstab - sie klingt in meinen Ohren perfekt (bis auf den Auftakt. Dies hast Du ja nun auch bestätigt)=Huddelei von DG.
Zustimmung das Bernstein / WPO (DG) auch super ist. Du kennst ja meine Meinung über Bernstein: Bernstein und Beethoven = :engel Ich habe die von Dir abgebildete Beethoven-Sinfonien-GA mit Bernstein (DG) auch und schätze nicht nur die die enthaltenen Ouvertüren sehr. Ich bin versucht, diese Box nur wegen der DGG - Bernstein - Ouvertüren zu kaufen! Du solltest sie unbedingt auch wegen dem :D kleinen Rest, den Sinfonien kaufen.
Interessant und voll nachvollziehbar sind Deine Eindrücke zur Egmont-Ouvertüre mit Bernstein und das diese nur in dieser GA erhältlich ist. Ich habe sie aber auch schon als Filler auf dieser CD gesehen: http://ecx.images-amazon.com/images/I/61W9SVYXP5L._AA240_.gif
:thanks Mein Musiknachmittag (bei dem Wetter das Beste) ist heute "gerettet": Ich werde heute die Aufnahmen der Egmont-Ouvertüre mit Bernstein und den Wiener Ph und den New Yorker PH(aus meiner SONY-GA) vergleichen - beides absolute Spitze !
:hello Welche Eindrücke ich dabei habe, werde ich morgen berichten.
daniel5993 (05.12.2007, 11:48): Original von teleton
daniel5993 schrieb: Ich bin versucht, diese Box nur wegen der DGG - Bernstein - Ouvertüren zu kaufen! Du solltest sie unbedingt auch wegen dem :D kleinen Rest, den Sinfonien kaufen.
Die Symphonien hab ich doch schon! ....Aber.....2mal ist besser als 1mal :D
Habe ich richtig gesehen? Die DG-Aufnahme des Fidelio ist ebenfalls mit an Bord?
teleton (06.12.2007, 09:01): Hallo Daniel,
gestern lagen zwei CD´s im Briefkasten - :D die kamnen erst mal dran !
Dann wurde es mit Beethoven: Egmont-Ouvertüre vollends dramatisch.
:hello Das Dein Favorit Bernstein / WPO (DG) ist, kann ich 100% nachvollziehen. Klasse wie Bernstein das Werk gestaltet und dramatisch aufbaut. Die Pauken der Wiener PH habe ich schon immer geschätzt und die sind hier prägnant und ohne Wattebausch zu hören - Super.
Allgemein schätze ich den Wiener Orchesterklang nicht so hoch ein, da der unverwechselbare Wiener Streicherschmelz eher was für Johann Strauß ist :ignore. Hier aber voll OK.
:cool Bei vielen nicht so beliebt, aber bei mir, sind die amerikanischen Orchester und ihr Sound. :) In der Aufnahme mit den New Yorker PH / Bernstein (SONY) steht er seiner späteren DG-Aufnahme aus Wien in nichts nach. Der Klang wirkt durch den gering größeren Hall sinfonischer, ist aber ansonsten sehr durchsichtig. Wahnsinn, wie ähnlich die Interpretationen nach fast 20Jahren sind. Die Pauken sind auch sehr prägnant und Bernstein läßt es an den richtigen Stellen dramatisch krachen. Der Klang ist bei beiden sehr gut und als natürliche Orchesterabbilung zu bezeichnen: Der zeitliche Aufnahedatenunterschied ist nicht technisch feststellbar - Super. :beer Ich habe die CD´s mehrmals gewechselt und bestimmte Passagen verglichen. Bei SONY ist der Klang unmittelbarer. Schon der erste dramatische Einstieg mit den Blechbläsern wirkt bei den NewYorker PH direkt überrumpelnd und er kommt dann erst gar nicht zur Ruhe, so wie zunächst in Wien. Da ich bei Beiden Passagen höre die mir dort und dort wieder besser gefallen kann ich mich einfach nicht entscheiden. :W :W Ich bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind !
Bei soviel Egmont mit Bernstein war ich angeheizt und es ging weiter: Es folgte Szell / Cleveland Orchestra (SONY), der äußerst Präzise und straff, hochdramatisch interpretiert und damit fast mit Bernstein gleichzieht. Eine ebenfalls große Aufnahme.
Weiter mit meiner Gewohntesten: Karajan / Berliner PH (DG); auch bei ihm kann man nicht meckern. Hochdramatisch packend. Leider ist durch die Aufnahmebedingungen in der Jesus-Christus-Kirche der Paukenklang (den ich überaus schätze) mehr in den Orchesterklang integriert, sodaß mein jahrelanger Favorit nun tatsächlich nur in diesem Punkt das Nachsehen hat. Aber eine Wahnsinnsinterpretation liefert er auch.
Meine Aufnahmen mit Zinmann(Arte) und Solti(Decca) habe ich mir dann gespart - genug Egmont an einem Tag ! Diese können aber Bernstein ohnehin nicht toppen !
daniel5993 (06.12.2007, 12:11): Guten Tag Wolfgang,
In der Aufnahme mit den New Yorker PH / Bernstein (SONY) steht er seiner späteren DG-Aufnahme aus Wien in nichts nach.
Ich weiß! Das ist die Aufnahme, die ich bis vor ca. 1,5 Monaten regelmäßig gehört habe, bis ich auf diese DGG Aufnahme gestoßen bin. Als ich dann aber (wie du auch angedeutet hast) auf die ähnliche Interpretation aufmerksam wurde, hab ich gleich erstmal ungläubig in die Sony Box geschaut und genau nachgelesen, ob die Sony Aufnahme nicht doch die der DGG war.
:W :WIch bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind !
Wie oft ist das doch auch bei mir der Fall :beer
Es folgte Szell / Cleveland Orchestra (SONY), der äußerst Präzise und straff, hochdramatisch interpretiert und damit fast mit Bernstein gleichzieht. Eine ebenfalls große Aufnahme.
Mit Szell hab ich relativ wenig zu tun! Sein Mozart mag ich nicht wirklich und dann wollte ich einen Neuen Versuch mit seinem Schumann starten und auch der ist bei mir teilweise Baden gegangen! Irgentwie verspühre ich kein Verlangen nach Ihm! Der Dirigent dem ich jetzt jedoch von 0 an Aufmerksamkeit schenken möchte (so aus dem Bauch heraus) ist Georg Solti. Mal sehen, was mich erwartet
:coolBei vielen nicht so beliebt, aber bei mir, sind die amerikanischen Orchester und ihr Sound.
Ja, die New Yorker! Tschaikowsky, Dvorak, Haydn, Mahler, da lieb ich Lenny mit seinen New Yorkern! Mit deiner bevorzugten Beethoven GA mit Bernstein + New Yorker Philharmoniker bin ich noch nicht recht warm geworden, hab mich aber auch noch nicht sonderlich viel mit der GA beschäftigt! Ich liebe über alles die Wiener - Beethoven - Ga mit Lenny! Übrigens kann ich dir bei der 5 zustimmen, dass Sie doch etwas mehr Dramatik besitzt (ich mein damit den Eingangssatz), bei der Sony Aufnahme! Ich liebe total diesen überaus reinen und Perfekten :engel Klang der DGG - Aufnahmen! So rein, so direkt, ohne das im Raum ein Ton verloren geht! So eine Qualität kenne ich nirgens! Dazu sind die Symphonien 3, 4, (5), 6, 7, 8 nirgens besser, gewaltiger zu hören :down! Bei der Neunten bin ich unter Lenny allgemein noch nicht warm geworden (weder DGG, noch Sony). Da bevorzuge ich in allen Belangen Karajan! Ich hab dir ja mal versprochen, die Sony GA sorgfältig auseinander zu nehmen und dann zu berichten (Ich glaub im Beethoven Symphonien Thread) aber es fehlt mir noch so recht die Lust auf dieses Große Vorhaben, da gerade anderes wichtiger ist! Aber ich werds bei Zeiten nachholen!
Da wir uns ja in Sachen Beethoven mit Lenny und Karajan einig sind, kannst du vielleicht in Sachen Symphonien, Ouvertüren, noch eine Person in den Raum stellen, welche man unbedingt bei Beethoven kennen und hören müsste?
Gruß Daniel :hello
teleton (06.12.2007, 12:40): Da wir uns ja in Sachen Beethoven mit Lenny und Karajan einig sind, kannst du vielleicht in Sachen Symphonien, Ouvertüren, noch eine Person in den Raum stellen, welche man unbedingt bei Beethoven kennen und hören müsste?
Hallo Daniel,
ja mit Bernstein und Karajan sind wir uns voll einig. Die Person, die noch zu nennen wäre hatte ich schon in den Raum gestellt - es ist Gerorge Szell. Auch von ihm habe ich alle Beethoven-Sinfonien, Klavierkonzerte (Fleisher) und Ouvertüren !
:engel Ich habe noch nie eine Szell-Aufnahme gehört, die mir nicht gefallen hat. Diese starffe und präzise, dabei hochdramatische Art liegt mir voll
bei allen !
Du erwähnst Gerog Solti: Einer meiner weiteren Lieblingsdirigenten. Im "anderen" Forum bin ich schion als Solti-Fan abgestempelt, so als wenn bei mir alles nur Solti wäre. Dies mußte ich dann an Beispielen klarstellen.
Soltis Beethoven wird in Kritiken als Referenz bezeichnet. Das liegt daran, das er sehr präzise beim Notentext bleibt und wie bei Brahms alle Wiederholungszeichen beachtet. Ich finde ihn bei Beethoven auch gut, aber oft nicht so zupackend, wie ich ihn bei seinen Decca-Aufnahmen von Werken der Spätromanitik und des 20.Jahrhunderts her kenne und hoch schätze. Er ist vom Tempo her auch ein ganzes Stück langsamer als Karajan und der straffe Szell. Die Sinfonie Nr.5 in der GA ist eine der am wenigsten mit Dramatik ausgestatteten Aufnahme, die ich kenne. Und das bei Solti !?! Er hat ja Live in Wien dieses manko später nachkorrigiert.
:beer Ansonsten kann ich Dir zu Deinem Entschluß Dich mehr für Solti zu interessieren nur beglückwünschen. Er hat für mich bei Bartok, Mahler, Bruckner, Wagner, Richard Strauss, Liszt, Brahms, Blacher.....(es gibt noch mehr) jede Menge Favoriten-Aufnahmen hervorgebracht.
Heute oder in den nächsten Tagen werde ich mir auch wiedermal die Beethoven-Ouvertüren (besonders Egmont und Coriolan) mit Solti vorknöpfen und berichten.
Rachmaninov (06.12.2007, 13:07): Original von teleton Du erwähnst Gerog Solti: Einer meiner weiteren Lieblingsdirigenten. Im "anderen" Forum bin ich schion als Solti-Fan abgestempelt, so als wenn bei mir alles nur Solti wäre. Dies mußte ich dann an Beispielen klarstellen.
Soltis Beethoven wird in Kritiken als Referenz bezeichnet. Das liegt daran, das er sehr präzise beim Notentext bleibt und wie bei Brahms alle Wiederholungszeichen beachtet. Ich finde ihn bei Beethoven auch gut, aber oft nicht so zupackend, wie ich ihn bei seinen Decca-Aufnahmen von Werken der Spätromanitik und des 20.Jahrhunderts her kenne und hoch schätze. Er ist vom Tempo her auch ein ganzes Stück langsamer als Karajan und der straffe Szell. Die Sinfonie Nr.5 in der GA ist eine der am wenigsten mit Dramatik ausgestatteten Aufnahme, die ich kenne. Und das bei Solti !?! Er hat ja Live in Wien dieses manko später nachkorrigiert.
Vielleicht gehst Du hier oder hier auf seinen Beethoven mal genauer ein? Die Aufnahme reizt mich nämlich!
daniel5993 (06.12.2007, 13:09): Hallo Wolfgang!
Als erstes dachte ich bei Solti an Haydns "Londoner" Symphonien, welche eine Gute Kritik bekommen haben! Kennst du Sie?
Gruß Daniel
Cosima (07.12.2007, 21:00): Original von Pollux http://www.jpc.de/image/w183/front/0/7943721.jpg
Typisch Harnoncourt: zügig, zupackend, mit viel Dynamik, teils geradezu rotzig im Ton,...
Ja, typisch Harnoncourt… Diese CD habe ich heute gehört, d.h. nach der Hälfte der Zeit musste ich sie ausstellen. Was Du als „rotzig“ bezeichnest, klingt für mich nur nervtötend. Dies war definitiv mein letzter Versuch mit einer von Harnoncourt dirigierten Aufnahme.
Gruß, Cosima
Pollux (10.12.2007, 19:46): Liebe Cosima, ich hoffe, du hast nicht aufgrund meines Lobes der Harnoncourt-CD einen Fehlkauf getätigt, das täte mir leid. Aber wo harnoncourt draufsteht ist auch harnoncourt drin. Wenn ich die Scheibe nicht schon hätte, würde ich sie dir glatt abkaufen. :hello
Weil die Bernstein-Interpretationen mit den Wienern hier so gut weggekommen ist, habe ich mir Coriolan und Egmont mit Bernstein nochmals in Ruhe angehört - zweimal. Ich habe bewusst darauf verzichtet, Szell und Harnoncourt bei dieser Sitzung gegenzuhören. Hat mir gefallen, ganz besonders die Schlusstakte von Coriolan. Aber direkt vom Sitz gerissen hat es mich nicht.
Einen Tag später habe ich dann die Ouvertüren mit allen drei genannten Dirigenten gehört, und da haben dann Szell und Harnoncourt im unmittelbaren Vergleich die Nase wieder vorn. Es bleibt für mich also dabei, im Zweifel ziehe ich die straffen, kontrastreicheren, farbigeren Interpretationen von Harnoncourt und Szell der klangschöneren und etwas getrageneren Lesart Bernsteins vor, die mir auf ihre Weise ja durchaus auch gefällt. Zum Glück muss ich mich ja nicht entscheiden, sondern kann alle hören.
Cosima (10.12.2007, 20:54): ich hoffe, du hast nicht aufgrund meines Lobes der Harnoncourt-CD einen Fehlkauf getätigt, das täte mir leid.
Lieber Pollux,
nein, so leichtsinnig bin ich nicht (wenn es um H. geht). Ich habe sie nur gehört, nicht gekauft.
Gruß, Cosima :)
teleton (11.12.2007, 08:26): Hallo Daniel, Pollux und Cosima,
nachdem mich Daniel am 06.12. an Solti erinnert hat habe ich gestern Zeit gefunden mir die Solti-Decca-Beethoven-Box mit dem Chicago SO nach ca.10Jahren wiedereinmal vorzuknöpfen (man hat eben so viel anderes, das solche Zeitabstände vorkommen).
Ich hatte diese Beethoven-Sinfonien-GA mit den wichtigsten Ouvertüren Anfang der 90er-Jahre von einem "Nichtklassiker" eher zufällig gekauft. Der Verkäufer meldete sich auf meine ANONCE für CD-Suche (in der Anonce) und bot sie mir für sagenhafte 25,-DM(NEU) an.
Die Analogaufnahmen der Ouvertüren sind von 1975 ADD und klingen sehr präzise und natürlich mit großem Dynamikumfang und sind rein klanglich mit guten Digitalaufnahmen vergleichbar. Einzig über Kopfhörer ist ein nicht störendes Grundrauschen vernehmbar.
Ich hörte die Ouvertüren Egmont und Coriolan. Egmont: Solti ist ähnlich straff wie Szell, läßt im Prinzip das Werk nirgendwo richtig zur Ruhe kommen und peitscht die dramatischen Stellen hoch. Hier zwar nicht so hochemotional wie Bernstein, aber mit Saft und Kraft. Ich hatte wirklich den Eindruck, dass er hier weniger auszelebrierend agiert, als bei einigen Sinfonien-Aufnahmen. Die Paukenstellen sind klar und prägnant hörbar. Kein Gewusel und Gebrummel, wie in vielen anderen Aufnahmen, sondern in den Spitzen sind die Paukenschläge sogar einzeln hörbar.
Coriolan: Dramatisch und zupackend ohne irgendwo schleppend zu werden zieht Solti die Ouvertüre durch. Für einige mag es nervös wirken (wie ich schon lesen müßte), auf mich wirkt es packend. Hochdramatisch wo es angebracht ist. Rhymisch perfektes musizieren des Chicago SO, dessen Klang ich ohnehin sehr schätze.
Fazit: Ich war überrascht und hocherfreut Solti in gewohnt agiler Form wiedermal erleben zu können (wie einfach doch : CD raußholen und genießen). :beer Solti reiht sich für meinen Geschmack, ohne mit der Wimper zu zucken, in die Spitzenaufnahmen von Bernstein (SONY und DG), Karajan (DG), Szell (SONY) ein. Er rüttelt aber nicht an Daniels und meinem Favoriten Bernstein.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/8015840.jpg..neues Decca-Cover, sah vor 15Jahren anders aus. Symphonien Nr. 1-9 +Ouvertüren:Egmont;Coriolan;Leonore Nr. 3 Pilar Lorengar, Yvonne Minton, Stuart Burrows, Martti Talvela, Chicago SO, Georg Solti Decca , ADD, 1972-1975, 7 CD
klarer Trennstrich
Harnoncourt´s Beethoven-Ouvertüren wurde von Pollux genannt. Ich kenne diese Aufnahmen nicht. Ich weis auch nicht ob ich dies überhaupt will !?! Nur soviel kann ich sagen: Alle CD´s und Aufnahmen, die ich bisher von Harni gehört habe, haben mich nicht begeistern können. Den größen Schock haben bei mir seine Brahms-Sinfonien hinterlassen.
Cosima (11.12.2007, 12:44): Original von teleton Nur soviel kann ich sagen: Alle CD´s und Aufnahmen, die ich bisher von Harni gehört habe, haben mich nicht begeistern können.
:beer
Vielleicht versuche ich es dann auch einmal mit Bernstein (oder Szell).
Gruß, Cosima
Wotan (11.12.2007, 15:22): Ich liebe von Beethovens Overtüren vor allem den "Coriolan". Die Aufnahme, die mich mi Abstand am meisten beeindruckt ist Carlos Kleiber. Selbst Bernstein oder Karajan können diese Dramatik nicht wiedergeben, wie es Kleiber tat. Für mich die Referenz.
Gibts davon auch eine CD - Aufnahme ? Wie ich sehe, ist das von dir gezeigte eine DVD. Aufnahmen, welche Live zu sehen sind, sind meist auch durch die Ausstrahlung des Dirigenten intensiver und kommen kräftiger und intensiver bei Zuschauer an. Deswegen frag ich! Wirklich beurteilen kann ich das jedenfalls nur, wenn ich die Aufnahmen höre, ohne dem Dirigiertheater zuzusehen. Ähh, siehe Bernstein :D
ich muß ehrlich gestehen, die Overtüren von Beethoven sind an mir weitestgehend "vorbei" gegangen. Letztlich hörte ich auf Bayern4 die Egmont Overtüre, die mich doch sehr begeistert hat. Typische Sinfonische Sprache Beethoven's eben.
Bin gespannt welche Favoriten sich hier herauskristalisieren.
HenningKolf (11.12.2007, 19:16): Original von Cosima Original von teleton Nur soviel kann ich sagen: Alle CD´s und Aufnahmen, die ich bisher von Harni gehört habe, haben mich nicht begeistern können.
:beer
Vielleicht versuche ich es dann auch einmal mit Bernstein (oder Szell).
Gruß, Cosima
ich habe gerade mal nachgeschaut. Ich habe ja (fast) alles auf die Festplatte gebracht und da ist statistische Auswertung kein Problem. Ich habe ca 8000 Dateien mit klassischer Musik auf der Platte. Dateien, die Harnancourt als Dirigenten führen: Null!!
Das führe ich schon auf eine recht bewusste Entscheidung zurück....... :)
Gruß Henning
Wotan (11.12.2007, 21:52): Original von daniel5993 Hallo Wotan,
Gibts davon auch eine CD - Aufnahme ? Wie ich sehe, ist das von dir gezeigte eine DVD. Aufnahmen, welche Live zu sehen sind, sind meist auch durch die Ausstrahlung des Dirigenten intensiver und kommen kräftiger und intensiver bei Zuschauer an. Deswegen frag ich! Wirklich beurteilen kann ich das jedenfalls nur, wenn ich die Aufnahmen höre, ohne dem Dirigiertheater zuzusehen. Ähh, siehe Bernstein :D
Gruß Daniel
Leider gibt es die Aufnahme nicht auf CD (das auch der Grund warum ich die DVD abgebildet habe). Aber Kleibers Bewegungen sind sehr spärlich (anders als Bernstein einnehmende Art), das es glaube ich weniger ausmacht. Alternativ kannst du ja auch wegsehen und nur zuhören... :J Aver ich kann die DVD nur empfehlen, nicht nur (aber doch vor allem) wegen des "Coriolan".
MfG Wotan
Amadé (12.12.2007, 18:50): Hallo Forianer,
nach etlichen Beiträgen engt sich die Diskussion nun auf ganz wenige Interpretennamen ein, in anderen Threads ist ähnliches zu beobachten. Mir drängt sich der Vergleich auf von einem Menschen, der sein Leben lang seinen Weinbedarf ausschließlich bei ein und demselben Winzer tätigt. Dabei entgeht ihm völlig, dass noch andere Erzeuger mindestens genau so gute wenn nicht sogar qualitativ höherwertige Weine erzeugen. Er erfährt sein Leben lang nichts vom Oestricher Lehnchen, vom Niederhäuser Rosenberg, vom Bacharacher Hahn, vom Sommeracher Katzenkopf oder vom Brackenheimer Zweifelberg und gibt sich mit dem hergekommenen zufrieden. Mein Rat: auch mal andere Tropfen probieren!
Von der Coriolan-Ouvertüre, die hier zuletzt gehandelt wurde, besitze ich rund 60 Aufnahmen, darunter solche Perlen wie die von Erich Kleiber mit den Berliner Philharmonikern (Teldec), http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CK6JNMQYL._AA240_.jpg
Fritz Reiner (erwähnte ich schon weiter oben), Georg Solti und Paul Kletzki, diesen Namen lesen einige Forianer vielleicht zum erstenmal, dabei war er ein ganz außergewöhnlicher Dirigent. Für Supraphon hat er einen bemerkenswerten Zyklus der Beethoven-Sinfonien hinterlassen, darunter eine schöne Pastorale sowie die Coriolan und die Egmont Ouvertüre. Die Coriolan-Ouvertüre ist auf der abgebildeten CD mit der 6. gekoppelt.
Kletzkis Aufnahmen sind aus heutiger Sicht schon historisch zu nennen, die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1964-1968, aber müssen wir uns mit Scheuklappen im breiten Spektrum der Aufnahmen bewegen und nur das Allerneueste wahrnehmen und gelten lassen? Von KLetzki ist unlängst auch eine gute Tschaikowsky-CD mit der Pathetique und dem Violinkonzert bei medici arts, einem Sublabel von BBCL, herausgekommen. Solist im Violinkozert ist David Oistrach, sehr empfehlenswert. http://ecx.images-amazon.com/images/I/513MHPX0lpL._AA240_.jpg
Grüße Amadé
Zelenka (12.12.2007, 19:48): Original von Amadé
Von der Coriolan-Ouvertüre, die hier zuletzt gehandelt wurde, besitze ich rund 60 Aufnahmen, darunter solche Perlen wie die von Erich Kleiber mit den Berliner Philharmonikern (Teldec), http://ecx.images-amazon.com/images/I/51CK6JNMQYL._AA240_.jpg
Fritz Reiner (erwähnte ich schon weiter oben), Georg Solti und Paul Kletzki, diesen Namen lesen einige Forianer vielleicht zum erstenmal, dabei war er ein ganz außergewöhnlicher Dirigent. Grüße Amadé
Den E. Kleiber-Coriolan besitze und schätze ich, Reiner auch, und Klemperer hat auch vor dem letzten Weltkrieg einen durchaus beachtenswerten "Coriolan" eingespielt. Solti ist eher kein großer Dirigent gewesen, dann schon lieber Kletzki, den ich hier gern einmal kennenlernen würde ...
Gruß, Zelenka
daniel5993 (13.12.2007, 02:14): @ alle
Es geht hier nicht nur um die Coriolanouvertüre! Mich würden Meinungen ebenfalls zur Egmont Ouvertüre (meine Liebste), Fidelio-Ouvertüre und zu den Leonoren-Ouvertüren interessieren.
Hallo Amade,
Mein Rat: auch mal andere Tropfen probieren!
Stimmt schon, nur sind nicht alle so Archivgesinnt wie du und ich denke, dass wenn man 5 Aufnahmen der jeweiligen Ouvertüren besitzt, genügt das irgentwie auch. Natürlich sinnt es in erster Linie "große Namen" wie Karajan, Bernstein. Ich bin interessiert an wirklich kraftvollen Aufnahmen mit viel Getöse und schneidiger schärfe! Die Schnelligkeit spielt dabei keine Rolle. Wenn du mir weitere empfehlen würdest, wäre das schön (besonders zur Ouvertüre zu Egmont). Die Aufnahmen können ruhig auch aus den dreißgern oder 40ern sein. Da fällt mir ein, am Sonntag in "die großen Stars der Musik" habe ich die Coriolanouvertüre unter Furtwängler gehört und es war der Wahnsinn :down. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1943 und das Klang teilweise wirklich brutal, Spannungsvoll geladen und in den Ruhigen Passagen so gefühlvoll! Die Tempi waren das schnellste, was ich bisher hörte. Mit Furtwängler werd ich mich noch intensiv beschäftigen - ein muss! "Faszination Furtwängler :engel" An dieser Stelle mal wieder meine Empfehlung! Auch die nächsten 4 Sonntage im Dezember, jeweils von 18 - 19 Uhr "Die großen Stars der Musik" - Wilhelm Furtwängler, auf NDR - Kultur. Man lernt wirklich viel und obendrein macht es riesen Spaß zuzuhören. Und wer den Sender nicht im Radio reinbekommt, der kann auf www.ndr-kultur.de gehen, da gibt es dann einen Livestream. So gilt jedenfalls die Ausrede nicht, dass man den Sender nicht reinbekommt :D
Gruß Daniel
daniel5993 (31.12.2007, 13:53): Original von teleton Hallo Daniel,
gestern lagen zwei CD´s im Briefkasten - :D die kamnen erst mal dran !
Dann wurde es mit Beethoven: Egmont-Ouvertüre vollends dramatisch.
:hello Das Dein Favorit Bernstein / WPO (DG) ist, kann ich 100% nachvollziehen. Klasse wie Bernstein das Werk gestaltet und dramatisch aufbaut. Die Pauken der Wiener PH habe ich schon immer geschätzt und die sind hier prägnant und ohne Wattebausch zu hören - Super.
Allgemein schätze ich den Wiener Orchesterklang nicht so hoch ein, da der unverwechselbare Wiener Streicherschmelz eher was für Johann Strauß ist :ignore. Hier aber voll OK.
:cool Bei vielen nicht so beliebt, aber bei mir, sind die amerikanischen Orchester und ihr Sound. :) In der Aufnahme mit den New Yorker PH / Bernstein (SONY) steht er seiner späteren DG-Aufnahme aus Wien in nichts nach. Der Klang wirkt durch den gering größeren Hall sinfonischer, ist aber ansonsten sehr durchsichtig. Wahnsinn, wie ähnlich die Interpretationen nach fast 20Jahren sind. Die Pauken sind auch sehr prägnant und Bernstein läßt es an den richtigen Stellen dramatisch krachen. Der Klang ist bei beiden sehr gut und als natürliche Orchesterabbilung zu bezeichnen: Der zeitliche Aufnahedatenunterschied ist nicht technisch feststellbar - Super. :beer Ich habe die CD´s mehrmals gewechselt und bestimmte Passagen verglichen. Bei SONY ist der Klang unmittelbarer. Schon der erste dramatische Einstieg mit den Blechbläsern wirkt bei den NewYorker PH direkt überrumpelnd und er kommt dann erst gar nicht zur Ruhe, so wie zunächst in Wien. Da ich bei Beiden Passagen höre die mir dort und dort wieder besser gefallen kann ich mich einfach nicht entscheiden. Ich habe die CD´s mehrmals gewechselt und bestimmte Passagen verglichen. Bei SONY ist der Klang unmittelbarer. Schon der erste dramatische Einstieg mit den Blechbläsern wirkt bei den NewYorker PH direkt überrumpelnd und er kommt dann erst gar nicht zur Ruhe, so wie zunächst in Wien. Da ich bei Beiden Passagen höre die mir dort und dort wieder besser gefallen kann ich mich einfach nicht entscheiden. :) :) Ich bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind !
:) :) Ich bin zum Schluß gekommen, das beide (SONY und DG) meine Favoriten sind ! Hierrauf bekommst du 97% + 3 % Zustimmung :J
teleton (02.01.2008, 10:53): Hallo Daniel und alle - frohes neues Jahr 2008 (mein erster Beitrag 2008),
über die Weihnachtstage habe ich sehr viel "anständige Musik" (tonale Musik) gehört. Wieder mußte ich feststellen, dass sich Bernstein und Karajan ein richtiges Duell bieten. Mal hat Bernstein für meinen Geschmack die Nase vorn mal Karajan - diese Ausage bezieht sich auf die "anständige Musik", die ich hörte von Brahms und Beethoven.
Zur Egmont - Overtüre: Ich habe mal wieder die DG-CD von 1984 mit Beethovens Eroika herausgeholt. Auf dieser CD ist die Egmont-Ouvertüre in der Aufnahme von 1984 vorhanden. Leider bleibt Karajan an Drive und Dramatik hinter seiner Aufnahme von 1962 weit zurück, sodaß die Alte unbedingt vorzuziehen ist. Die Interpretation wirkt auzf mioch zu brav. Die Eroika auf gleicher Cd ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt.
:hello Freut mich das Du Bernstein nochmal bestätigst - The Master of EGMONT !
Rachmaninov (04.02.2008, 17:07): Ich muss ja nun ehrlich gestehen, daß ich die Beethoven Overtüren nahezu ignoriert habe mit Ausnahme der einen Radioübertragung der Egmont Overtüre, die ich einst auf Bayern 4 gehört hatte. Dies sogar unmittelbar vor diesem Thread.
Angeregt durch diesen Thread, aber auch der Diskussion um die Beethoven-Sinfonien 1-9 kaufte ich mir diese Box.
Daraus hörte ich mittlerweile mehrfach die Egmont Overtüre. Ein sehr spannendes und interessantes Werk und ich muß sagen, daß ich nachvollziehen kann warum diese Bernsteinaufnahme mehrfach genannt wurde. Bedürfnisse nach einer weiteren Aufnahme verspühre ich jedenfalls nicht.