palestrina (24.02.2017, 17:12):
Beverly Sills, eigentlich Belle Miriam Silverman
Wiki Zeit
„ Belcanto Beverly " „ Miss American Superstar " „ America's Queen of Opera "
Mit diesen Titeln wurde B.Sills von der Amerikanischen Presse nach ihrer triumphalen Rückkehr auf die Bühne 1966, (nach privaten Rückschlägen und einer damit verbundenen Auszeit) mit der Oper „ Giulio Cesare " bedacht, und sie wurde mit einem Schlag in ganz America berühmt, daraufhin widmete ihr sogar das Time Magazin ein Titelbild und eine Story.
Nachdem Rudolf Bing als als Chef der MET zurück trat, wurden ihr auch dort keine Steine mehr in den Weg gelegt, so konnte sie auch endlich dort ihre große Karriere vorsetzen. Die ersten Auftritte in Europa war die der Königin der Nacht aus der Zauberflöte, div.andere Mozartpartien und mit Rossini.
Ich habe Beverly Sills durch diese Aufnahme kennen und lieben gelernt, natürlich ist dies ganz weit von HIP entfernt. Ähnlich Sutherland, ging dann die Suche nach weiteren Aufnahmen weiter, aber das gestaltete sich schwieriger als gedacht, die ganzen schönen Westminster Aufnahmen gab es zu der Zeit noch nicht, aber kommt Zeit kommt Erfolg!
Julius Rudel, New York City Opera Orchestra, 1967
Norman Treigle Cesare
Beverly Sills Cleopatra
Maureen Forrester Cornelia
Beverly Wolff Sextus
Spiro Malas Ptolemy
Dominik Cossa Achillas
Michael Devlin Nirenus (welch ein Zufall, 10 Jahre später sang M.Devlin den Cesare in Frankfurt)
William Beck Curio
Viele verbinden den Namen B.Sills als erstes wohl mit dieser Aufnahme.
Trotz aller Ungereimtheiten ist es eine gute Einspielung, die mit den drei weiblichen Protagonisten glänzend besetzt ist.
Allen voran die Sills mit einem außerordentlich guten Gespür für die Rolle, des weiteren Maureen Forrester gesegnet mit einer prachtvollen Stimme, als leidende und auch zornigen Cornelia und Beverly Wolff steht dem in nichts nach, doch, sie klingt nicht nach jungem Mann!
Auch Normen Treigle gibt einen hervorragenden Cesare, das waren noch andere Zeiten als man den Cesare mit einem Bariton/Baßbariton besetzt hat, allerdings gibt es heute vereinzelt wieder Aufführungen mit Bariton (so gesehen in Frankfurt ), zu Händels Zeiten wäre es undenkbar gewesen eine Titelhelden mit einem Männerstimme zu besetzen, und dann in den sechzigern umgekehrt, also hat in gewisser Weise diese Aufnahme auch ihre Berechtigung.
Der Rest ist auch auf sehr gutem Niveau angesiedelt.
LG palestrina