Borodin - Streichquartette Nr. 1 & 2

Cosima (24.06.2006, 13:36):
Liebe Gemeinde,
ein Beitrag Zelenkas brachte mich eben drauf ... :beer

Alexander Borodin (1833-1887) wird anscheinend eher vernachlässigt, was nicht weiter verwunderlich ist, da er - unter quantitativen Gesichtspunkten betrachtet - alles andere als ein fruchtbarer Komponist war.

Obgleich er ein Mitglied der Komponistenvereinigung „Das mächtige Häuflein“ war, stand das Komponieren für Borodin erst an zweiter Stelle, hauptberuflich war er Chemieprofessor.

Seine meistverbreiteten Werke sind somit wohl die 2. Sinfonie, seine Oper „Fürst Igor“ und die „Steppenskizze aus Mittelasien“. Durchaus populär sind aber auch seine beiden Streichquartette, um die es hier gehen soll.

Quartett Nr. 1: A-Dur, komponiert 1874-79;
Quartett Nr. 2: D-Dur, komponiert 1881.

Beide Quartette sind sehr melodisch, westliche Themen finden sich darin wieder, sogar anmutiger Walzerschwung, aber auch zarte und stimmungsvolle Momente und kraftvoll-wuchtige Elemente.

Ich habe diese IMO exzellenten Kammermusikwerke mit dem Haydn Quartet kennen gelernt:

http://www.wom.de/image/cover/front/0/7191037.jpg

Farbig, klangschön und ausdrucksstark – m.E. eines der Beispiele für eine hervorragende Naxos-Produktion.

Nun könnt Ihr Eure liebsten Aufnahmen dieser Streichquartette vorstellen, Kritik daran üben… oder was auch immer.

Gruß, Cosima :)
Holger S. (25.06.2006, 07:22):
Hallo Cosima,

du hast Recht: Borodins Streichquartette sind tolle Werke (die ich im Übrigen auch mal wieder hören müsste). Diese Musik ist exzellent gemacht, die Thematik "geht sofort ins Ohr". Ich habe die gleiche Aufnahme wie du, mit Sicherheit ist das eine sehr gute Einspielung. Vom 2. Streichquartett besitze ich noch eine Alternativ-Einspielung mit dem Borodin-Quartett, die ich mir aber noch nicht angehört habe (diese CD habe ich in erster Linie wegen eines Streichquintetts von Sergei Tanejew gekauft). Übrigens hat Rimski-Korsakow den stimmungsvollen langsamen Satz des 2. Streichquartettes für Violine und Orchester bearbeitet (unter dem Titel "Nocturne").

Borodin hat in jungen Jahren noch mehr Kammermusik komponiert. Neben einer Cellosonate über ein Thema von Bach sind vor allem zwei Werke hervorzuheben: ein Streichquintett und besonders ein Klavierquintett. Das sind zwar noch keine ganz "reifen" Werke, aber für meine Begriffe wirklich hörenswert. Das Klavierquintett ist schon durch einen wirklich nationalen Tonfall geprägt. Alle drei Werke gab es mal bei Marco Polo - diese CD habe ich bei jpc nicht mehr gefunden, aber die Stücke sind auch in anderen Einspielungen erhältlich.

Viele Grüße
Holger
Cosima (25.06.2006, 08:58):
Original von Holger S.
Vom 2. Streichquartett besitze ich noch eine Alternativ-Einspielung mit dem Borodin-Quartett, die ich mir aber noch nicht angehört habe (diese CD habe ich in erster Linie wegen eines Streichquintetts von Sergei Tanejew gekauft).

Hallo Holger,

Deine Eindrücke zu beiden Werken würden mich interessieren. Zu Tanejew habe ich eben einen eigenen Thread eröffnet.

Gruß, Cosima :)
ab (17.07.2006, 18:32):
Ich sage nur:
Original Borodin Quartet Rostislav Dubinsky - Yaroslav Alexandrov violins Dmitry Shebalin viola Valentin Berlinsky cello
Zelenka (17.07.2006, 18:39):
Original von ab
Ich sage nur:
Original Borodin Quartet Rostislav Dubinsky - Yaroslav Alexandrov violins Dmitry Shebalin viola Valentin Berlinsky cello


Dies war auch die Spitzenempfehlung eines Kritikers im Daily Telegraph (24.6.), siehe den Beitrag im Faden "Aus der internationalen Presse".

Gruß,

Zelenka
Cosima (24.06.2006, 13:36):
Liebe Gemeinde,
ein Beitrag Zelenkas brachte mich eben drauf ... :beer

Alexander Borodin (1833-1887) wird anscheinend eher vernachlässigt, was nicht weiter verwunderlich ist, da er - unter quantitativen Gesichtspunkten betrachtet - alles andere als ein fruchtbarer Komponist war.

Obgleich er ein Mitglied der Komponistenvereinigung „Das mächtige Häuflein“ war, stand das Komponieren für Borodin erst an zweiter Stelle, hauptberuflich war er Chemieprofessor.

Seine meistverbreiteten Werke sind somit wohl die 2. Sinfonie, seine Oper „Fürst Igor“ und die „Steppenskizze aus Mittelasien“. Durchaus populär sind aber auch seine beiden Streichquartette, um die es hier gehen soll.

Quartett Nr. 1: A-Dur, komponiert 1874-79;
Quartett Nr. 2: D-Dur, komponiert 1881.

Beide Quartette sind sehr melodisch, westliche Themen finden sich darin wieder, sogar anmutiger Walzerschwung, aber auch zarte und stimmungsvolle Momente und kraftvoll-wuchtige Elemente.

Ich habe diese IMO exzellenten Kammermusikwerke mit dem Haydn Quartet kennen gelernt:

http://www.wom.de/image/cover/front/0/7191037.jpg

Farbig, klangschön und ausdrucksstark – m.E. eines der Beispiele für eine hervorragende Naxos-Produktion.

Nun könnt Ihr Eure liebsten Aufnahmen dieser Streichquartette vorstellen, Kritik daran üben… oder was auch immer.

Gruß, Cosima :)
Holger S. (25.06.2006, 07:22):
Hallo Cosima,

du hast Recht: Borodins Streichquartette sind tolle Werke (die ich im Übrigen auch mal wieder hören müsste). Diese Musik ist exzellent gemacht, die Thematik "geht sofort ins Ohr". Ich habe die gleiche Aufnahme wie du, mit Sicherheit ist das eine sehr gute Einspielung. Vom 2. Streichquartett besitze ich noch eine Alternativ-Einspielung mit dem Borodin-Quartett, die ich mir aber noch nicht angehört habe (diese CD habe ich in erster Linie wegen eines Streichquintetts von Sergei Tanejew gekauft). Übrigens hat Rimski-Korsakow den stimmungsvollen langsamen Satz des 2. Streichquartettes für Violine und Orchester bearbeitet (unter dem Titel "Nocturne").

Borodin hat in jungen Jahren noch mehr Kammermusik komponiert. Neben einer Cellosonate über ein Thema von Bach sind vor allem zwei Werke hervorzuheben: ein Streichquintett und besonders ein Klavierquintett. Das sind zwar noch keine ganz "reifen" Werke, aber für meine Begriffe wirklich hörenswert. Das Klavierquintett ist schon durch einen wirklich nationalen Tonfall geprägt. Alle drei Werke gab es mal bei Marco Polo - diese CD habe ich bei jpc nicht mehr gefunden, aber die Stücke sind auch in anderen Einspielungen erhältlich.

Viele Grüße
Holger
Cosima (25.06.2006, 08:58):
Original von Holger S.
Vom 2. Streichquartett besitze ich noch eine Alternativ-Einspielung mit dem Borodin-Quartett, die ich mir aber noch nicht angehört habe (diese CD habe ich in erster Linie wegen eines Streichquintetts von Sergei Tanejew gekauft).

Hallo Holger,

Deine Eindrücke zu beiden Werken würden mich interessieren. Zu Tanejew habe ich eben einen eigenen Thread eröffnet.

Gruß, Cosima :)
ab (17.07.2006, 18:32):
Ich sage nur:
Original Borodin Quartet Rostislav Dubinsky - Yaroslav Alexandrov violins Dmitry Shebalin viola Valentin Berlinsky cello
Zelenka (17.07.2006, 18:39):
Original von ab
Ich sage nur:
Original Borodin Quartet Rostislav Dubinsky - Yaroslav Alexandrov violins Dmitry Shebalin viola Valentin Berlinsky cello


Dies war auch die Spitzenempfehlung eines Kritikers im Daily Telegraph (24.6.), siehe den Beitrag im Faden "Aus der internationalen Presse".

Gruß,

Zelenka