Rachmaninov (11.01.2007, 13:22): Eben schrieb Walter anderswo:
Herzlich Willkommen Daniel!
Zitat: Original von Rachmaninov Leider kann ich Dich aber was Schallplattenaufnahmen angeht wenig unterstützen smiley19
Da stellt sich bei dieser Gelegenheit die Frage, wer hier im Forum denn überhaupt noch mit dem Plattenspieler hört? Um das etwas präziser zu fragen:
1. Wer hört noch mit Plattenspieler? 2. Wer kauft noch neue Platten?
Ich habe noch einen Plattenspieler mit dem ich meinen Bestand an Schallplatten digitalisiere. Neue Platten kaufe ich mir nicht mehr! Von daher ergibt sich eine ähnliche Antwort wie bei R.
Allerdings gehe ich davon aus, dass man einige Aufnahmen sowohl auf CD als auch auf Platte kaufen kann. Von daher wären Empfehlungen immer interessant!
Gruss,
__________________ Walter
Denke das sollte besser hier als im Thread passieren in dem Walter dies schrieb!
Rachmaninov (11.01.2007, 20:23): Aus dem Verlangen heraus die Möglichkeiten eines CD Players zu nutzen ohne dabei die Musikalität eines Schallplattenspielers missen zu müssen habe ich mich damals für Naim Audio entschieden.
Gute Wahl :leb
Amadé (11.01.2007, 20:36): Hallo Rachmaninow,
da meinen Plattenbestand, obwohl heruntergefahren, noch ziemlich hoch ist, höre ich nach wie vor auch LPs. Ich bin sehr an historischen Aufnahmen- also vor 1960 - interessiert, in diesem Bereich ist zwar vieles mittlerweile auf CD erschienen, jedoch meist nurvon bekannten Interpreten. Künstler der 2. Reihe (von Produzenten und "Fachleuten" der Plattenindustrie so eingestuft) warten noch auf ihre Auferstehung, z.B. Ansermet. Ja, da gibt's doch viel! Aber keine Brahms, Schumann und Beethoven-Sinfonien, kein Deutsches Requiem, nicht die herrliche Interpretation der Weber-Ouvertüren. Deshalb bleibe ich bei der LP. Außerdem ist es eine Frage des Geldes, ob man sich liebgewonnene Aufnahmen nochmals auf CD zulegen kann oder sollte. Klanglich hat die CD die LP nicht übertroffen, dass kann man vor allem mit Kopfhörer erfahren. Der Vorteil der CD liegt im störungsfreien Spiel und der direkten Zugriffsmöglichkeit auf bestimmte Stellen. Neue LPs kaufe ich jedoch nicht mehr.
Gruß Amadé
Gerion (25.01.2007, 10:44): Als "Kind der Achziger und Neunziger" bin ich mit LPs zwar im Elternhaus noch in Berührung gekommen, habe aber selbst seit Beginn meiner Leidenschaft für die Klassik nichts von LP gehört.
Mich würde interessieren, wie "gut" die DGG/Decca/Phillips Originals und EMI Great Recordings den "warmen LP-Ton" imitieren. Hat jemand von Euch das schonmal verglichen, zB anhand einer Aufnahme, die er als Original-LP und CD aus einer dieser Reihen hat?
An LPs schreckt mich im übrigen der mE immens hohe finanzielle Aufwand (Verstärker mit ordentlichem Phono-Eingang oder gar Vorstufe, guter Plattenspieler mit allerlei magischem Hexenzeugs um Schwingungen zu vermeiden, sündhaft teurer Tonarm, regelmäßige Wartung (Nadel etc.), Plattenwäsche...) ab, der auf den "normalen" Etat nochmal draufkäme... :(
Walter (25.01.2007, 17:36): Original von Gerion
An LPs schreckt mich im übrigen der mE immens hohe finanzielle Aufwand ab
ich denke nicht, dass man mit einer preiswerten Anlage gehobene Ansprüche an den Klang der aufgezeichneten Musik stellen kann. Da ist es ziemlich Egal, ob die auf CD oder LP aufgezeichnet wurde.
Allerdings gibt es auch nicht so viele Aufnahmen, die die Möglichkeiten der Aufzeichnungstechnik wirklich gekonnt ausnutzen. Hier kommt dann alles zusammen:
Gute Musik Gute Interpretation Gute Aufzeichnungstechnik Gute Abspielgeräte Gute Abspielumgebung (lassen dich Frau, Kinder, Nachbarn in Ruhe) Genug Muse
Dann wird es richtig schön :rofl
Gruss,
ab (25.01.2007, 17:49): Original von Gerion
An LPs schreckt mich im übrigen der mE immens hohe finanzielle Aufwand (Verstärker mit ordentlichem Phono-Eingang oder gar Vorstufe
Inzwischen kann man High-End Geräte in Europa für etwa 300 € kaufen, die in den USA für über 2.000 $ (!) angeboten werden: Diese Fernost-Geräte (es gibt ja fast nichts anderes mehr) werden durch heimnische Vertreter also incl. üblicher Garatie verkauft. (Noch) fehlende Handelsabkommen machens möglich!
Gerion (25.01.2007, 18:11): Original von Walter
ich denke nicht, dass man mit einer preiswerten Anlage gehobene Ansprüche an den Klang der aufgezeichneten Musik stellen kann. Da ist es ziemlich Egal, ob die auf CD oder LP aufgezeichnet wurde.
Das ist mir natürlich klar. Ich wollte aber auf den zusätzlichen finanziellen Aufwand hinaus, den das Betreiben einer LP-Abspielmöglichkeit mit sich bringt. Phonovorstufe u. geeigneter Verstärker, mehr Hardware, mehr Equipment etc.
Wenn man das auf dem - offensichtlich auch von Dir befürworteten - Niveau parallel zu guter CD-Abspieltechnik bewerkstelligen will, muss man eben nochmals tief in die Tasche greifen.
Original von ab
Inzwischen kann man High-End Geräte in Europa für etwa 300 € kaufen, die in den USA für über 2.000 $ (!) angeboten werden: Diese Fernost-Geräte (es gibt ja fast nichts anderes mehr) werden durch heimnische Vertreter also incl. üblicher Garatie verkauft. (Noch) fehlende Handelsabkommen machens möglich!
Dass sich der insgesamt zu berechnende Aufwand für gute bis sehr gute LP-Wiedergabe unterhalb von 800-1000 € bewegt, glaube ich nicht.
Auf was für High-End Geräte beziehst Du dich denn? Mit der Bezeichnung "High-End" verbinde ich Geräte, die in etwa dem hochwertigen Ende der Modellpalette von Thorens oder dem (einzigen?) Modell von Marantz entsprechen. Da ist unter 900 Euro nichts drin.
Jack Bristow (25.01.2007, 20:40): Original von Gerion Dass sich der insgesamt zu berechnende Aufwand für gute bis sehr gute LP-Wiedergabe unterhalb von 800-1000 € bewegt, glaube ich nicht.
Auf was für High-End Geräte beziehst Du dich denn? Mit der Bezeichnung "High-End" verbinde ich Geräte, die in etwa dem hochwertigen Ende der Modellpalette von Thorens oder dem (einzigen?) Modell von Marantz entsprechen. Da ist unter 900 Euro nichts drin.
Die Lösung heißt: ein gut erhaltenes oder überholtes Gebrauchtgerät. Je nach Ausdauer beim Suchen und Anspruch kriegt man Klassiker (70er und 80er) von Thorens oder Technics gebraucht, aber brauchbar für ca. 100-300 EUR. Dann entweder einen preiswerten neuen VV (ca. 100) oder einfach einen 20 Jahre alten Mittelklassevollverstärker von Ebay, der hat normalerweise sogar MC/MM Umschaltung, vermutlich auch < 100 EUR.
Es ist allerdings besser, wenn man jemanden dabei hat, der sich auskennt (ich leider auch nicht gut genug). In größeren Städten müßte man aber auch Händler finden, bei denen man ein generalüberholtes hochwertiges Gebrauchtmodell finden kann. Aber es sollte problemlos mit weniger als EUR 500 Aufwand möglich sein, mit etwas Geduld beim Suchen. Und dann kann man mit Glück gut erhaltene LPs kistenweise serh preiswert erhalten.
Ob es sich lohnt, hängt u.a. davon ab, wieviel Interesse man an älteren, evtl. nicht auf CD erhältlichen Aufnahmen hat.
viele Grüße
J Bristow
Gerion (25.01.2007, 20:48): Lieber Jack,
danke für den Hinweis auf das Gebrauchtsegment. Ich muss gestehen, dass ich der Kombination "Technik und Gebrauchtes" äußerst skeptisch gegenüberstehe. Umso mehr stimmt ich mit Dir darin überein, dass ein fachkundiger Externer dabei sein sollte. Ich persönlich kenne leider niemanden, der sich so gut auskennt, und schon gar niemanden, der mich auf einem monatelangen Suchprozess on- und offline mit immer neuen Bewertungen begleiten will.
Ich denke, ich werde einfach warten, bis ich (hoffentlich) mal einen Berufseinstieg schaffe, und dann eine neue Anlage kaufen. Auf LPs werde ich sicher verzichten.
Walter (26.01.2007, 08:09): Original von Gerion
danke für den Hinweis auf das Gebrauchtsegment. Ich muss gestehen, dass ich der Kombination "Technik und Gebrauchtes" äußerst skeptisch gegenüberstehe.
Ich habe, obwohl ich meinen Berufseinstieg schon länger hinter mir habe auch auf gebrauchte Geräte (zum Teil auch von Ebay) zurückgegriffen. Es gib aber auch noch andere Gebrauchtbörsen im Internet - speziell für HiFi - bei denen man mal nachsehen kann.
z.B. ..... audio-markt. .. man findet aber sicher weitere. Das Sparpotenzial ist dabei nicht zu unterschätzen (was gibs denn schon ohne Risiko!!!).
Dann sollte man nicht vergessen, dass es bei Boxen auch noch die Möglichkeit gibt selbs handwerklich tätig zu werden. Für ne Mark gibt es hier meist einen Euro!! Ich habe jedenfalls meine Boxen selbst gebaut - und die stellen soweit ich weiss auch R. zufrieden (der hat nämlich die gleichen :rofl)
Gruss und viel Spass beim Sparen :leb
Gerion (26.01.2007, 10:25): Lieber Walter,
danke für die Anregung. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich mich alleine jedenfalls nicht auf so eine Gebrauchtbörse wagen will. Ohne fachliche Kompetenz ist das Humbug.
Ein Selbstbau eines Lautsprechers würde bei mir in abstrakter Kunst, nicht aber in einem Hörerlebnis enden. :D
ab (26.01.2007, 11:52): Original von Gerion Auf was für High-End Geräte beziehst Du dich denn? Mit der Bezeichnung "High-End" verbinde ich Geräte, die in etwa dem hochwertigen Ende der Modellpalette von Thorens oder dem (einzigen?) Modell von Marantz entsprechen. Da ist unter 900 Euro nichts drin.
Ich schicke Dir dazu ein Privatnachricht!
daniel5993 (02.05.2007, 15:12): Hallo,
Keine Frage, in Sachen LP, ist der Zusammenkauf einer größeren Anlage und vielen Zusatzteilen notwendig(z.B Vorstufe, Vollverstärker usw.)! Und dadurch sehr sehr teuer! Da ich mir zur Zeit alles zusammenkaufe, was noch erschwinglich ist und doch gleichzeitig Qualität hat, komme ich voll auf meine Kosten! Es ist Sündhaft teuer und das wäre meiner Meinung nach der Wichtigste Grund die "Plattengeschichte" ruhen zu lassen und zur CD zu wechseln! Allerdings macht man solch eine Investition nicht alle Tage! Und dadurch lohnt es sich auf längere Zeit doch! Ich bin froh, dass ich mich für die LP entschieden habe! Wenn man eine neue Anlage mit allem drum und dran, neu kaufen will, bekommt man nichts unter 1500€, wenn man zusätzlich noch Qualität haben will!
Gruß daniel
daniel5993 (31.07.2007, 19:09): Hallo,
Ich habe eine Frage zu meinem Tonabnehmer! Zurzeit habe ich einen Denon DL 103 und die Frage ist, wie lange solch eine Nadel hält, bei einer Abnutzung von 4 Stunden pro Tag, durchschnittlich. Wann würde es Zeit werden diesen Tonabneher samt Nadel zu erneuern? Ich denke mal, dass es sich hier um eine Diamantnadel handelt!
Vielleicht hat ja jemand Ahnung davon!
Gruß und Dank! Daniel
:beer
Amadé (31.07.2007, 21:36): Hallo Daniel,
als langjähriger LP-Hörer weiß ich aus Erfahrung, dass die Lebensdauer einmal vom Auflagegewicht (ist am Tonabnehmer einzustellen nachdem der Tonarm vorher justiert wurde, d.h. Gewicht des Tonarmes und Tonabnehmer sind gleich schwer und halten sich in der Waage. Ich spiele meist mit 1,5 g ab. Andererseits hat die Beschaffenheit der Plattenoberfläche großen Einfluss die Lebensdauer. Vermutzte LPs produzieren nicht nur Knacker etc. sondern beschädigen auf Dauer auch den Diamanten.
Meine Platten sind fast ohne Ausnahme 1A! Sauber und krazerfrei! Meine Nadel liegt sehr weich auf! Ein Arbeitskollege, welcher selbst viele Platten hört hat mir das eingestellt! Ich weiß nur, das auch er übervorsichtig war. Bedeutet das, dass du den Tonarmkopf mit 1,5 gramm Übergewicht auf der Platte aufliegen hast? Das kann man doch so mit einer Tonarmwaage abmessen oder?
Also mein Tonarm liegt so weich auf der Platte, sodass er bei der geringsten Bewegung einen Satz nach hinten macht (durch das gegengewicht)
Kannst du ungefähr schätzen?
Gruß Daniel
:thanks
Amadé (02.08.2007, 00:10): Mein lieber Daniel,
ich habe auch im LP-Leben oft experimentiert. Die Herstellerangaben für das Auflagegewicht waren oft geringer, ich habe jedoch in den Jahren festgestellt, dass auf meinen Spielern 1,5 g Tonarmgewicht ideal waren. WEnn mann weniger einstellt, kann es wegen des geringen Rillendrucks des Diamanten zu Verzerrungen vor allem im Innenbereich der LP kommen. DU must selbst mal ausprobieren.
Gruß Bernd
daniel5993 (02.08.2007, 14:46): OK :hello
daniel5993 (13.08.2007, 02:45): Hallo,
Letzte Woche, als mein Plattenspieler durch mein Verschulden kaputtgegangen ist, hatte ich mir vorgenommen, dass es mit Schallplatten und Plattenspieler für mich von nun an vorbei sein sollte! Die großen Kosten, welches ein solches Vergnügen mit sich bringt sind kein kleiner Grund dafür gewesen! Und dauernd geht etwas kaputt, muss neu gekauft werden (z.B Tonabnehmer) und man muss immer aufstehen um die Platte umzudrehen! Und man muss, wenn man einen manuellen Plattenspieler hat, wie ich (Pro-ject hats nun einmal nicht anders) muss man auch den Tonarm auf die Platte legen und nach dem Genuss wieder auf den Tonarmhalter zurrückführen! All das kam mir, als mein Plattenspieler kaputt war in den Sinn! Ich hatte bereits nach 2 Tagen mehrere Käufer für meine große Plattensammlung, in der fast alle der 1.100 Platten im Neuwertigem Zustand sind, welche auch einen hohen Preis bezahlt hätten, mit dem ich Mühelos einen hochwertigen neuen CD-Player, sowie einen Haufen Klassik CD's für den Anfang hätte kaufen können! Aber nach gutem Überlegen, schmiss ich den Gedanken weg, meine Platten zu verkaufen, welche ich jahrelang mühevoll zusammengekauft und lieblich gepflegt hatte! Viel zu sehr sind mir diese riesigen Kratzplatten, wie Sie oft genannt werden, ans Herz gewachsen! Es ist für mich einfach etwas ganz besonderes, neben der Musik die die Platte mit sich bringt, das diese ganze Arbeit mit auflegen, Tonarm auf die Platte und wieder runter und das zwischenzeitliche umdrehen der Platte ebenfalls immer ein Erlebnis für mich ist! Und dann nach getaner Arbeit hört man diesen Wunderschönen Warmen Klang. Dafür lohnt sich die Mühe! Zudem geht man Viel gepflegter mit diesen so empfindlichen Platten um! Kurz gesagt, ich hab mir anstatt einen CD-Player zu kaufen, einen neuen Plattenspieler gekauft! Klassik gehört für mich auf die Platte! Dieses ganze drumherum, das knistern, dieses Lebendige atmen des Plattenspielers fehlt mir bei der CD so sehr! Ich bin sehr froh und habe es keinen Moment bereut, das ich meinen "vor mir gelegenen Neuanfang mit der CD" ausgeschlagen habe!
Gruß Daniel
Platte ? :times10 !!!
LazarusLong (21.08.2007, 07:59): Ich habe letzte Woche von meiner Großmutter einen ganzen Umzugskarton LP abgestaubt. Ob die Scheibe noch was taugen, weiss ich ehrlic gesagt nicht, aber ich hab e meinen alten Yamaha-Verstärker wieder ausgegraben, der im Gegensatz zu meinem aktuellen Modell noch einen Phono-Eingang hat, und meinen alten Grundig-Plattenspieler (Halbautomat mit Direktantrieb, war damals obwohl gebraucht ziemlich teuer). Kann mir jemand ein gutes Tonabnehmersystem empfehlen, das nicht gleich einen ganzen Wochenverdienst kostet? Wenn die LPs noch was taugen, will ich sie sowieso digitalisieren und auf CD brennen, dh. der Plattenspieler wird auch in Zukunft für mich nur eine gelegentliche Alternative sein. Kann mir jemand ein gutes Programm zum Bearbeiten der digitalisierten Aufnahmen empfehlen? Ich möchte eigentlich die Musik und nicht das Knistern der Nadel hören.
Viele Grüsse
Frank
PS @ Rachmaninoff
Du wolltest dich bei mir noch zum Thema Boxen äussern, ich meine allerdings irgendwo im Forum gelesen zu haben, Du seist krank gewesen??, hat also keine Eile gute Besserung.
Rachmaninov (11.01.2007, 13:22): Eben schrieb Walter anderswo:
Herzlich Willkommen Daniel!
Zitat: Original von Rachmaninov Leider kann ich Dich aber was Schallplattenaufnahmen angeht wenig unterstützen smiley19
Da stellt sich bei dieser Gelegenheit die Frage, wer hier im Forum denn überhaupt noch mit dem Plattenspieler hört? Um das etwas präziser zu fragen:
1. Wer hört noch mit Plattenspieler? 2. Wer kauft noch neue Platten?
Ich habe noch einen Plattenspieler mit dem ich meinen Bestand an Schallplatten digitalisiere. Neue Platten kaufe ich mir nicht mehr! Von daher ergibt sich eine ähnliche Antwort wie bei R.
Allerdings gehe ich davon aus, dass man einige Aufnahmen sowohl auf CD als auch auf Platte kaufen kann. Von daher wären Empfehlungen immer interessant!
Gruss,
__________________ Walter
Denke das sollte besser hier als im Thread passieren in dem Walter dies schrieb!
Rachmaninov (11.01.2007, 20:23): Aus dem Verlangen heraus die Möglichkeiten eines CD Players zu nutzen ohne dabei die Musikalität eines Schallplattenspielers missen zu müssen habe ich mich damals für Naim Audio entschieden.
Gute Wahl :leb
Amadé (11.01.2007, 20:36): Hallo Rachmaninow,
da meinen Plattenbestand, obwohl heruntergefahren, noch ziemlich hoch ist, höre ich nach wie vor auch LPs. Ich bin sehr an historischen Aufnahmen- also vor 1960 - interessiert, in diesem Bereich ist zwar vieles mittlerweile auf CD erschienen, jedoch meist nurvon bekannten Interpreten. Künstler der 2. Reihe (von Produzenten und "Fachleuten" der Plattenindustrie so eingestuft) warten noch auf ihre Auferstehung, z.B. Ansermet. Ja, da gibt's doch viel! Aber keine Brahms, Schumann und Beethoven-Sinfonien, kein Deutsches Requiem, nicht die herrliche Interpretation der Weber-Ouvertüren. Deshalb bleibe ich bei der LP. Außerdem ist es eine Frage des Geldes, ob man sich liebgewonnene Aufnahmen nochmals auf CD zulegen kann oder sollte. Klanglich hat die CD die LP nicht übertroffen, dass kann man vor allem mit Kopfhörer erfahren. Der Vorteil der CD liegt im störungsfreien Spiel und der direkten Zugriffsmöglichkeit auf bestimmte Stellen. Neue LPs kaufe ich jedoch nicht mehr.
Gruß Amadé
Gerion (25.01.2007, 10:44): Als "Kind der Achziger und Neunziger" bin ich mit LPs zwar im Elternhaus noch in Berührung gekommen, habe aber selbst seit Beginn meiner Leidenschaft für die Klassik nichts von LP gehört.
Mich würde interessieren, wie "gut" die DGG/Decca/Phillips Originals und EMI Great Recordings den "warmen LP-Ton" imitieren. Hat jemand von Euch das schonmal verglichen, zB anhand einer Aufnahme, die er als Original-LP und CD aus einer dieser Reihen hat?
An LPs schreckt mich im übrigen der mE immens hohe finanzielle Aufwand (Verstärker mit ordentlichem Phono-Eingang oder gar Vorstufe, guter Plattenspieler mit allerlei magischem Hexenzeugs um Schwingungen zu vermeiden, sündhaft teurer Tonarm, regelmäßige Wartung (Nadel etc.), Plattenwäsche...) ab, der auf den "normalen" Etat nochmal draufkäme... :(
Walter (25.01.2007, 17:36): Original von Gerion
An LPs schreckt mich im übrigen der mE immens hohe finanzielle Aufwand ab
ich denke nicht, dass man mit einer preiswerten Anlage gehobene Ansprüche an den Klang der aufgezeichneten Musik stellen kann. Da ist es ziemlich Egal, ob die auf CD oder LP aufgezeichnet wurde.
Allerdings gibt es auch nicht so viele Aufnahmen, die die Möglichkeiten der Aufzeichnungstechnik wirklich gekonnt ausnutzen. Hier kommt dann alles zusammen:
Gute Musik Gute Interpretation Gute Aufzeichnungstechnik Gute Abspielgeräte Gute Abspielumgebung (lassen dich Frau, Kinder, Nachbarn in Ruhe) Genug Muse
Dann wird es richtig schön :rofl
Gruss,
ab (25.01.2007, 17:49): Original von Gerion
An LPs schreckt mich im übrigen der mE immens hohe finanzielle Aufwand (Verstärker mit ordentlichem Phono-Eingang oder gar Vorstufe
Inzwischen kann man High-End Geräte in Europa für etwa 300 € kaufen, die in den USA für über 2.000 $ (!) angeboten werden: Diese Fernost-Geräte (es gibt ja fast nichts anderes mehr) werden durch heimnische Vertreter also incl. üblicher Garatie verkauft. (Noch) fehlende Handelsabkommen machens möglich!
Gerion (25.01.2007, 18:11): Original von Walter
ich denke nicht, dass man mit einer preiswerten Anlage gehobene Ansprüche an den Klang der aufgezeichneten Musik stellen kann. Da ist es ziemlich Egal, ob die auf CD oder LP aufgezeichnet wurde.
Das ist mir natürlich klar. Ich wollte aber auf den zusätzlichen finanziellen Aufwand hinaus, den das Betreiben einer LP-Abspielmöglichkeit mit sich bringt. Phonovorstufe u. geeigneter Verstärker, mehr Hardware, mehr Equipment etc.
Wenn man das auf dem - offensichtlich auch von Dir befürworteten - Niveau parallel zu guter CD-Abspieltechnik bewerkstelligen will, muss man eben nochmals tief in die Tasche greifen.
Original von ab
Inzwischen kann man High-End Geräte in Europa für etwa 300 € kaufen, die in den USA für über 2.000 $ (!) angeboten werden: Diese Fernost-Geräte (es gibt ja fast nichts anderes mehr) werden durch heimnische Vertreter also incl. üblicher Garatie verkauft. (Noch) fehlende Handelsabkommen machens möglich!
Dass sich der insgesamt zu berechnende Aufwand für gute bis sehr gute LP-Wiedergabe unterhalb von 800-1000 € bewegt, glaube ich nicht.
Auf was für High-End Geräte beziehst Du dich denn? Mit der Bezeichnung "High-End" verbinde ich Geräte, die in etwa dem hochwertigen Ende der Modellpalette von Thorens oder dem (einzigen?) Modell von Marantz entsprechen. Da ist unter 900 Euro nichts drin.
Jack Bristow (25.01.2007, 20:40): Original von Gerion Dass sich der insgesamt zu berechnende Aufwand für gute bis sehr gute LP-Wiedergabe unterhalb von 800-1000 € bewegt, glaube ich nicht.
Auf was für High-End Geräte beziehst Du dich denn? Mit der Bezeichnung "High-End" verbinde ich Geräte, die in etwa dem hochwertigen Ende der Modellpalette von Thorens oder dem (einzigen?) Modell von Marantz entsprechen. Da ist unter 900 Euro nichts drin.
Die Lösung heißt: ein gut erhaltenes oder überholtes Gebrauchtgerät. Je nach Ausdauer beim Suchen und Anspruch kriegt man Klassiker (70er und 80er) von Thorens oder Technics gebraucht, aber brauchbar für ca. 100-300 EUR. Dann entweder einen preiswerten neuen VV (ca. 100) oder einfach einen 20 Jahre alten Mittelklassevollverstärker von Ebay, der hat normalerweise sogar MC/MM Umschaltung, vermutlich auch < 100 EUR.
Es ist allerdings besser, wenn man jemanden dabei hat, der sich auskennt (ich leider auch nicht gut genug). In größeren Städten müßte man aber auch Händler finden, bei denen man ein generalüberholtes hochwertiges Gebrauchtmodell finden kann. Aber es sollte problemlos mit weniger als EUR 500 Aufwand möglich sein, mit etwas Geduld beim Suchen. Und dann kann man mit Glück gut erhaltene LPs kistenweise serh preiswert erhalten.
Ob es sich lohnt, hängt u.a. davon ab, wieviel Interesse man an älteren, evtl. nicht auf CD erhältlichen Aufnahmen hat.
viele Grüße
J Bristow
Gerion (25.01.2007, 20:48): Lieber Jack,
danke für den Hinweis auf das Gebrauchtsegment. Ich muss gestehen, dass ich der Kombination "Technik und Gebrauchtes" äußerst skeptisch gegenüberstehe. Umso mehr stimmt ich mit Dir darin überein, dass ein fachkundiger Externer dabei sein sollte. Ich persönlich kenne leider niemanden, der sich so gut auskennt, und schon gar niemanden, der mich auf einem monatelangen Suchprozess on- und offline mit immer neuen Bewertungen begleiten will.
Ich denke, ich werde einfach warten, bis ich (hoffentlich) mal einen Berufseinstieg schaffe, und dann eine neue Anlage kaufen. Auf LPs werde ich sicher verzichten.
Walter (26.01.2007, 08:09): Original von Gerion
danke für den Hinweis auf das Gebrauchtsegment. Ich muss gestehen, dass ich der Kombination "Technik und Gebrauchtes" äußerst skeptisch gegenüberstehe.
Ich habe, obwohl ich meinen Berufseinstieg schon länger hinter mir habe auch auf gebrauchte Geräte (zum Teil auch von Ebay) zurückgegriffen. Es gib aber auch noch andere Gebrauchtbörsen im Internet - speziell für HiFi - bei denen man mal nachsehen kann.
z.B. ..... audio-markt. .. man findet aber sicher weitere. Das Sparpotenzial ist dabei nicht zu unterschätzen (was gibs denn schon ohne Risiko!!!).
Dann sollte man nicht vergessen, dass es bei Boxen auch noch die Möglichkeit gibt selbs handwerklich tätig zu werden. Für ne Mark gibt es hier meist einen Euro!! Ich habe jedenfalls meine Boxen selbst gebaut - und die stellen soweit ich weiss auch R. zufrieden (der hat nämlich die gleichen :rofl)
Gruss und viel Spass beim Sparen :leb
Gerion (26.01.2007, 10:25): Lieber Walter,
danke für die Anregung. Ich stehe auf dem Standpunkt, dass ich mich alleine jedenfalls nicht auf so eine Gebrauchtbörse wagen will. Ohne fachliche Kompetenz ist das Humbug.
Ein Selbstbau eines Lautsprechers würde bei mir in abstrakter Kunst, nicht aber in einem Hörerlebnis enden. :D
ab (26.01.2007, 11:52): Original von Gerion Auf was für High-End Geräte beziehst Du dich denn? Mit der Bezeichnung "High-End" verbinde ich Geräte, die in etwa dem hochwertigen Ende der Modellpalette von Thorens oder dem (einzigen?) Modell von Marantz entsprechen. Da ist unter 900 Euro nichts drin.
Ich schicke Dir dazu ein Privatnachricht!
daniel5993 (02.05.2007, 15:12): Hallo,
Keine Frage, in Sachen LP, ist der Zusammenkauf einer größeren Anlage und vielen Zusatzteilen notwendig(z.B Vorstufe, Vollverstärker usw.)! Und dadurch sehr sehr teuer! Da ich mir zur Zeit alles zusammenkaufe, was noch erschwinglich ist und doch gleichzeitig Qualität hat, komme ich voll auf meine Kosten! Es ist Sündhaft teuer und das wäre meiner Meinung nach der Wichtigste Grund die "Plattengeschichte" ruhen zu lassen und zur CD zu wechseln! Allerdings macht man solch eine Investition nicht alle Tage! Und dadurch lohnt es sich auf längere Zeit doch! Ich bin froh, dass ich mich für die LP entschieden habe! Wenn man eine neue Anlage mit allem drum und dran, neu kaufen will, bekommt man nichts unter 1500€, wenn man zusätzlich noch Qualität haben will!
Gruß daniel
daniel5993 (31.07.2007, 19:09): Hallo,
Ich habe eine Frage zu meinem Tonabnehmer! Zurzeit habe ich einen Denon DL 103 und die Frage ist, wie lange solch eine Nadel hält, bei einer Abnutzung von 4 Stunden pro Tag, durchschnittlich. Wann würde es Zeit werden diesen Tonabneher samt Nadel zu erneuern? Ich denke mal, dass es sich hier um eine Diamantnadel handelt!
Vielleicht hat ja jemand Ahnung davon!
Gruß und Dank! Daniel
:beer
Amadé (31.07.2007, 21:36): Hallo Daniel,
als langjähriger LP-Hörer weiß ich aus Erfahrung, dass die Lebensdauer einmal vom Auflagegewicht (ist am Tonabnehmer einzustellen nachdem der Tonarm vorher justiert wurde, d.h. Gewicht des Tonarmes und Tonabnehmer sind gleich schwer und halten sich in der Waage. Ich spiele meist mit 1,5 g ab. Andererseits hat die Beschaffenheit der Plattenoberfläche großen Einfluss die Lebensdauer. Vermutzte LPs produzieren nicht nur Knacker etc. sondern beschädigen auf Dauer auch den Diamanten.
Meine Platten sind fast ohne Ausnahme 1A! Sauber und krazerfrei! Meine Nadel liegt sehr weich auf! Ein Arbeitskollege, welcher selbst viele Platten hört hat mir das eingestellt! Ich weiß nur, das auch er übervorsichtig war. Bedeutet das, dass du den Tonarmkopf mit 1,5 gramm Übergewicht auf der Platte aufliegen hast? Das kann man doch so mit einer Tonarmwaage abmessen oder?
Also mein Tonarm liegt so weich auf der Platte, sodass er bei der geringsten Bewegung einen Satz nach hinten macht (durch das gegengewicht)
Kannst du ungefähr schätzen?
Gruß Daniel
:thanks
Amadé (02.08.2007, 00:10): Mein lieber Daniel,
ich habe auch im LP-Leben oft experimentiert. Die Herstellerangaben für das Auflagegewicht waren oft geringer, ich habe jedoch in den Jahren festgestellt, dass auf meinen Spielern 1,5 g Tonarmgewicht ideal waren. WEnn mann weniger einstellt, kann es wegen des geringen Rillendrucks des Diamanten zu Verzerrungen vor allem im Innenbereich der LP kommen. DU must selbst mal ausprobieren.
Gruß Bernd
daniel5993 (02.08.2007, 14:46): OK :hello
daniel5993 (13.08.2007, 02:45): Hallo,
Letzte Woche, als mein Plattenspieler durch mein Verschulden kaputtgegangen ist, hatte ich mir vorgenommen, dass es mit Schallplatten und Plattenspieler für mich von nun an vorbei sein sollte! Die großen Kosten, welches ein solches Vergnügen mit sich bringt sind kein kleiner Grund dafür gewesen! Und dauernd geht etwas kaputt, muss neu gekauft werden (z.B Tonabnehmer) und man muss immer aufstehen um die Platte umzudrehen! Und man muss, wenn man einen manuellen Plattenspieler hat, wie ich (Pro-ject hats nun einmal nicht anders) muss man auch den Tonarm auf die Platte legen und nach dem Genuss wieder auf den Tonarmhalter zurrückführen! All das kam mir, als mein Plattenspieler kaputt war in den Sinn! Ich hatte bereits nach 2 Tagen mehrere Käufer für meine große Plattensammlung, in der fast alle der 1.100 Platten im Neuwertigem Zustand sind, welche auch einen hohen Preis bezahlt hätten, mit dem ich Mühelos einen hochwertigen neuen CD-Player, sowie einen Haufen Klassik CD's für den Anfang hätte kaufen können! Aber nach gutem Überlegen, schmiss ich den Gedanken weg, meine Platten zu verkaufen, welche ich jahrelang mühevoll zusammengekauft und lieblich gepflegt hatte! Viel zu sehr sind mir diese riesigen Kratzplatten, wie Sie oft genannt werden, ans Herz gewachsen! Es ist für mich einfach etwas ganz besonderes, neben der Musik die die Platte mit sich bringt, das diese ganze Arbeit mit auflegen, Tonarm auf die Platte und wieder runter und das zwischenzeitliche umdrehen der Platte ebenfalls immer ein Erlebnis für mich ist! Und dann nach getaner Arbeit hört man diesen Wunderschönen Warmen Klang. Dafür lohnt sich die Mühe! Zudem geht man Viel gepflegter mit diesen so empfindlichen Platten um! Kurz gesagt, ich hab mir anstatt einen CD-Player zu kaufen, einen neuen Plattenspieler gekauft! Klassik gehört für mich auf die Platte! Dieses ganze drumherum, das knistern, dieses Lebendige atmen des Plattenspielers fehlt mir bei der CD so sehr! Ich bin sehr froh und habe es keinen Moment bereut, das ich meinen "vor mir gelegenen Neuanfang mit der CD" ausgeschlagen habe!
Gruß Daniel
Platte ? :times10 !!!
LazarusLong (21.08.2007, 07:59): Ich habe letzte Woche von meiner Großmutter einen ganzen Umzugskarton LP abgestaubt. Ob die Scheibe noch was taugen, weiss ich ehrlic gesagt nicht, aber ich hab e meinen alten Yamaha-Verstärker wieder ausgegraben, der im Gegensatz zu meinem aktuellen Modell noch einen Phono-Eingang hat, und meinen alten Grundig-Plattenspieler (Halbautomat mit Direktantrieb, war damals obwohl gebraucht ziemlich teuer). Kann mir jemand ein gutes Tonabnehmersystem empfehlen, das nicht gleich einen ganzen Wochenverdienst kostet? Wenn die LPs noch was taugen, will ich sie sowieso digitalisieren und auf CD brennen, dh. der Plattenspieler wird auch in Zukunft für mich nur eine gelegentliche Alternative sein. Kann mir jemand ein gutes Programm zum Bearbeiten der digitalisierten Aufnahmen empfehlen? Ich möchte eigentlich die Musik und nicht das Knistern der Nadel hören.
Viele Grüsse
Frank
PS @ Rachmaninoff
Du wolltest dich bei mir noch zum Thema Boxen äussern, ich meine allerdings irgendwo im Forum gelesen zu haben, Du seist krank gewesen??, hat also keine Eile gute Besserung.