C Fängt Gut An - Zur Vorbereitung des Adventsrätsels 2011
Rideamus (07.11.2011, 15:35): C Fängt Gut An
Bei der derzeit so erfreulichen Flut an Spielideen ist vielleicht die rechte Zeit, mein diesjähriges Weihnachtsrätsel anzukündigen. Ich möchte dabei einmal etwas anderes versuchen. Diesmal sollen keine ergooglebaren Themen aus Opern und anderen Bühnenmusiken im Mittelpunkt stehen, sondern die Musik selbst.
Bitte nicht erschrecken. Dabei werde ich mich nämlich ausdrücklich nicht an notenfeste oder gar partitursichere Leser wenden, die natürlich auch gerne mitmachen dürfen, sondern an Leute mit allenfalls einigen wenigen Grundkenntnissen, so wie mich selbst. Die Fachleute mögen mir also verzeihen, wenn ich hier mit dem musikalischen Vokabular etwas stümperhaft vorgehe. Die Idee ist, mit diesem Ratespiel (auch) eine Vorstellung davon zu wecken, wie flexibel Musik ist, und mit wie wenig Elementen sie im Grunde auskommt. Viel weniger als jede Sprache, um genau zu sein. Und dennoch können viel zu viele diese Sprache nur hören, aber nicht oder nur mehr oder weniger schlecht lesen oder gar sprechen. Ich zum Beispiel gehöre auch dazu, obwohl ich mir gerne einbilde, musikalisch zu sein.
Nun zum Thema dieses Postings. Konkret geht es um vier Noten, zum Beispiel
C – F – G – Abzw.G – C1 – D1 – E1
Manche von Euch werden vielleicht gleich wissen, worum es hier geht. Um so besser. Vielleicht könnt Ihr mir helfen, diese Noten auch richtig geschrieben einzuzustellen.
Ihr wisst nicht gleich, was das für Töne sind? Kein Problem. Schlagt einfach diese Seite auf: http://www.bgfl.org/bgfl/custom/resources_ftp/client_ftp/ks2/music/piano/index.htm . Dann spielt dort die oben bezeichneten Töne. Ihr könnt Euch natürlich auch an den Glockenschlägen des Big Ben orientieren. Der verdreht sie allerdings. Das ist aber auch in Ordnung, denn es gilt nicht nur jede Transposition, sondern auch jede Variation dieser Abfolge einschließlich Wiederholungen, solange kein fünfter Ton hinzu kommt, bevor alle vier Noten gespielt sind. Zulässig sind also nur Melodien, die zunächst diese vier Töne anspielen und erst danach anders weiter machen.
Beispiel: der Song „You Are My Sunshine, My Sunny Sunshine“ beginnt so: C-F-G-A-A / A-G#-A-F-F ... Er bringt also sogar sechs mal die Grundnoten, bevor er anders weiter geht.
Einfach, nicht wahr? Eben. Zwölftonmusik ist drei mal so kompliziert. Mindestens.
Vielleicht fallen Euch gleich ein paar Stücke dazu ein, denn diese Tonfolge steckt in ungemein vielen Melodien vom einfachsten bis zum komplexesten Niveau. Um deren Verstecke wird es gehen. Ich habe jetzt annähernd 24 solcher Stücke beisammen, aber vielleicht kennt Ihr noch andere. Wenn dem so istund Ihr mir entsprechende Stücke vorschlagt, könnt erstmals selbst einen Teil der Fragen des nächsten Rätsels bestimmen, natürlich mit voller Nennung. Nur, bitte: nicht böse sein, wenn ich nur die Quellen der Stücke erwähne, die wirklich neu für mich waren, denn manche sind sehr bekannt und/oder sehr offensichtlich, sogar jetzt schon für mich.
Ach so: da Ostern noch weit ist, werden natürlich auch etliche Weihnachtslieder in den Verstecken zu finden sein. Noch aber bin ich am Sammeln, denn erlaubt ist, was gefällt und halbwegs erkennbar ist. Idealerweise anhand eines Clips auf YouTube. Wer also einen Vorschlag hat, sende ihn mir bitte per PN oder an Rideamus@email.de zu. Hier bitte keine Vorschläge einstellen.
Pünktlich zum 1. Dezember soll es dann losgehen. Bis dahin wünsche ich Euch einen weiterhin so angenehmen Herbst.
:hello Rideamus
Heike (07.11.2011, 19:40): http://www.bgfl.org/bgfl/custom/resources_ftp/client_ftp/ks2/music/piano/index.htm (der Link oben funktioniert nicht) Heike
Rideamus (07.11.2011, 23:31): Original von Heike der Link oben funktioniert nicht Heike
:thanks Ich hab's gerade korrigiert. Wer sich an dem Piano stört, kann da natürlich auch die anderen Instrumente wie Orgel, Flöte oder Gitarre wählen.
:hello Rideamus
Heike (07.11.2011, 23:48): Oh Gott, Orgel klingt da aber besonders furchtbar! Aber eine schöne Rätselidee! :down Heike
Nicolas_Aine (08.11.2011, 00:00): Original von Rideamus C Fängt Gut An
Einfach, nicht wahr? Eben. Zwölftonmusik ist drei mal so kompliziert. Mindestens.
:hello Rideamus
war das Absicht? Oo Ich blicks grad nicht. Wenn ja, dann: :times10 Wenn nein, dann: :beer
Rideamus (08.11.2011, 12:44): Lieber Nicolas,
ich weiß nicht, ob wir dasselbe meinen, aber das Rechenexempel war Absicht. Ob es aufgeht, ist Ansichtssache. :W
Ansonsten:
Liebe Rätelfreunde,
das geht ja wie Lebkuchen essen!
Noch sind es "nur" wenige, die viele Tipps geben, aber auch viele mehr mit nur einem oder zwei Tipps sind noch den ganzen Monat lang willkommen, weil dadurch das Rätsel anspruchsvoller wird.
Schon jetzt habe ich die Qual der Wahl, aber der Qual setze ich mich gerne aus. Also lasst die Tipps ruhig weiter anrollen. Dafür verteile ich ausnahmsweise die Extrapunkte schon vor dem Rätsel. Jeder richtige Tipp verdient einen - egal, ob ich ihn in dem Rätsel einsetze oder nicht. Bisher sind schon neun solcher Pünktchen zusammengekommen.
Ich sehe also mit großer Freude, dass da eine stattliche Reihe von Nominierungen zustande kommen wird.
:hello Rideamusement
Rideamus (09.11.2011, 15:56): Es ist der Wahnsinn!
Ich hatte ja schon vermutet, dass die Auswahl für dieses Rätsel weit größer sein würde, als mir bekannt war, aber dank Eurer Mithilfe musste bzw. konnte ich schon an die 40 Extrapunkte für wertvolle Hinweise vergeben, die alle passen.
Jetzt ist es wirklich schade, dass der Advent nur 24 Tage und damit auch nicht mehr Fragen hat. Also habe ich mich entschlossen, sozusagen zur Übung für alle, die diese Rätsel noch nicht so gut kennen, weil bislang fast nur Opernwissen und Ähnliches gefragt war, in den nächsten Tagen schon mal ein paar Fragen einzustellen, die im eigentlichen Rätsel leider draußen bleiben müssen.
Wenn ich nicht noch mehr überschwemmt werde, wird jetzt also hier an jedem verbleibenden Tag des Monats eine Frage oder die Antwort auf die Frage vom Vortag eingestellt werden. Diesmal könnt Ihr Euch in aller Ruhe selbst überprüfen, weil ich gar nicht erst wissen will, wer die Antort kennt. Hier sollten also nur Kommentare, Korrekturen oder Rückfragen zu den Fragen eingestellt werden, falls sich welche ergeben, damit das Rätsel dann möglichst pannenfrei ablaufen kann.
Hier also der Testballon Nr. 1:
Hier illustriert die Tonfolge C-G-A-E eine Angelegenheit für ein schwäbisches Fundamt.
Die Lösung kommt in Form eines YouTube - Links hier morgen.
Viel Spaß bis dahin und herzliche Grüße
:hello Rideamus
Rideamus (10.11.2011, 06:23): Ich denke, für den Anfang war das noch nicht zu schwer. Der verlorene Gegenstand war ein , und es ging natürlich um dieses Lied von Fred Raymond:
"http://www.youtube.com/watch?v=q90-RK_rm_s"
Von Heidelberg aus gehen wir umstandslos in den Wilden Westen und finden gleich zweimal ein C-F-G-A mit einem Sheriffstern. Logischerweise kommen beide aus Filmen, aber verschiedener könnten sie oder ihre Komponisten nicht sein.
Wer findet sie?
Zum Üben dürft Ihr ab jetzt auch gerne Tipps, aber nicht die Lösung einstellen. Die kommt nämlich erst morgen
Rideamus
Rideamus (11.11.2011, 07:08): Hmmmm. Gut, dass ich diese Fragen getestet habe, denn die überwältigende Reaktion bislang lässt auf ein Kommunikationsproblem schließen. Ich glaube nämlich nicht, dass die bisherigen Testaufgaben viel zu leicht waren um einer Antwort würdig zu sein. Nur weiß ich jetzt nicht, ob die Fragen zu schwer oder die Lösungen zu exotisch sind. Dabei sind sie fast alle viel bekannter als die Lösungen meiner bisherigen Rätsel. Ich werde also mal versuchen, die Fragen ausführlicher und einfacher zu machen.
Zunächst aber mal die beiden G-F-G-As mit Sheriffstern. Auf den ersten hat Quasimodo vollkommen zu Recht bis 12 Uhr mittags gewartet, wie man hier leicht hören kann:
http://www.youtube.com/watch?v=A4a_1UhwgFU
Der Komponist, kein Geringerer als der berühmte Filmkomponist Dimitri Tiomkin, hat es sich sehr leicht gemacht, denn sein "Do not forsake me" ist die schlichte Abfolge C-F-G-A-F. Erst dann geht es mit einem neuen Ton weiter, nämlich Ais oder auf der Computerklaviatur Bb, die oft gebraucht wird um diesen Beginn aufzulösen, um dann wieder mit A-G-F weiter zu machen.
Spielt es einmal hier (http://www.bgfl.org/bgfl/custom/resources_ftp/client_ftp/ks2/music/piano/index.htm), und Ihr werdet das Lied sofort wiedererkennen. So leicht kann Musik sein.
Auch der zweite Sheriff ist dann leicht wieder zu erkennen. Hier seine erste öffentliche Präsentation mit Roy Rogers und Trigger in HOLLYWOOD CANTEEN:
http://www.youtube.com/watch?v=WLoYFvbR0XY
Wie schon gesagt, der Sheriff kommt nur in dem ersten Vers vor, aber mit dem
Oh, give me land, lots of land C-F-G-A-A-G-A Under starry skies above, A-G-A-G-F-G-A Don't fence me in. A-Bb-A-G
hat es sich der Komponist Cole Porter, und um keinen Geringeren geht es hier, ebenfalls sehr einfach gemacht. Erst auf dem wichtigsten Wort "Fence" macht auch er mit Bb weiter und gibt dem Wort so auch musikalisch seine besondere Bedeutung.
Natürlich ist es mit der Einfachkeit in beiden Fällen so eine Sache, denn man muss ja erst einmal drauf kommen.
Einfachkeit ist auch ein Merkmal der beiden Lieder meiner nächsten Frage. Das erste wurde in diesem Jahr genau vierhindert Jahre alt, geht man von seiner ersten bekannten schriftlichen Niederlegung aus. Das zweite Lied, das eigentlich mit dem ersten identisch ist, aber merkwürdigerweise einen eigenen Komponisten führt, kennen viele aus der Sammlung DES KNABEN WUNDERHORN. Die Melodie ist in beiden Fällen dieselbe, kehrt aber die Reihenfolge C-F-G-A um und verdoppelt das G.
Beides sind übrigens Schlaflieder, wenn auch textlich sehr verschiedenen Charakters. Einfacher kann ich es jetzt aber wirklich nicht mehr machen.
Aber vielleicht könnt Ihr es und wollt den Mitratern Tipps geben?
:hello Rideamus
Heike (11.11.2011, 12:51): Nena hat das auch mal gesungen, aber mit leicht abgewandeltem Text. Heike
Rideamus (12.11.2011, 08:00): Liebe Ratefreunde,
anscheinend war die letzte Frage so leicht, dass kaum jemand sie einer Antwort für würdig befand. Für diejenigen, die sich nicht an die passenden Schlaflieder erinnern konnten oder dem bei tradierten Liedern nicht unüblichen Problem zum Opfer fielen, dass sie nur eine andere Tonfolge kennen, gebe ich sie trotzdem. Es handelt sich natürlich um
1) Schlaf, Kindlein, Schlaf
Leut dem Wikipedia-Artikel hier (http://de.wikipedia.org/wiki/Schlaf,_Kindlein,_schlaf) stammt die älteste bekannte Textfassung bereits aus dem Jahr 1611, aber es wurde auch in DES KNABEN WUNDERHORN aufgenommen. Dort findet man dieses Lied auch mit dem seltsam erschröcklichen Text des
2) Maikäfer, flieg
Laut einem anderen Artikel (http://de.wikipedia.org/wiki/Maik%C3%A4fer_flieg) stammt es aus dem Jahr 1781 und von einem gewissen Johann Friedrich Reichardt, der gelegentlich auch als Autor des ersten Liedes auftaucht. In beiden Fällen erscheint mir die Aneignung Reichardts sehr fragwürdig, da das Lied ersichtlich viel älter ist und vermutlich schon vor dem 30-jährigen Krieg entstand, wie Alternativtexte auf dieselbe oder eine ähnliche Melodie belegen.
Ineressant finde ich auch, dass es ein englisches Pendant gibt, in dem der braunschwarze und leider anscheinend ausgestorbene Maikäfer (wr hat zuletzt einen gesehen?) zum rotschwarzen Marienkäfer wird. (Ladybird, Ladybird - bzw. Ladybug - / Fly away home / Your house is on fire / And your children are gone)
Vermutlich haben diese erschreckenden Verse eine ähnliche Funktion wie die furchtbaren Ereignisse vieler Märchen, aber diesen schwarzen Unterton eines Schlafliedes zu erklären, der eher geeignet ist, Albträume auszulösen, übersteigt derzeit meinen Horizont.
Anscheinend ist das Interesse daran aber ohnehin begrenzt, und deshalb frage ich mich, ob es wirklich sinnvoll ist, die Tonfolge C-F-G-A noch weiter zu den Klassikern zu verfolgen, denn man findet sie bei allen von Bach bis Beethoven (und vermutlich auch Berg)) oder von Mozart bis hin zu Mahler.
Statt eines weiteren Testballons starte ich also mal die Frage, ob das Thema überhaupt interessiert und, wenn doch, woran es liegen könnte, dass es zwar einzelne Enthusiasten hervor lockt, die mir haufenweise tolle Tipps gaben, ansonsten aber kaum eine Reaktion. Ist die Ehrfurcht vor dem Notenbild zu groß? Mein Ansatz einer Musikanalyse zu laienhaft? Oder woran könnte es sonst liegen?
Ich werde mir einstweilen mal ein alternatives Rätselthema überlegen. Vielleicht finde ich ja noch rechtzeitig etwas Besseres.
:hello Rideamus
Heike (13.11.2011, 10:08): Die Sheriffs kannte ich nicht (es gibt kaum ein Filmgenre, was mir so zuwider ist wie Western). Zu den Schlafliedern habe ich mich ja geäußert, das war leicht, wobei ich eine leicht abgewandelte Version vorgesungen gekriegt habe.
Ich glaube nicht, dass es so schwierig ist. aber Hör-Rätsel bieten vielleicht ein größeres Unsicherheits-Potential, wenn man sich auf sein eigenes Gehör verlassen muss, statt auf die nachprüfbare Google-Bestätigung. Ich hatte auch mal ein "erkennen Sie die Melodie"-Rätsel gemacht, wo auch nur wenige mitgemacht hatten (obwohl man da nicht mal Noten brauchte). Vielleicht will man sich einfach nicht so viel ärgern, wenn man es nicht (er)kennt, was ja bei diesen Dingen fast zwangsläufig vorkommt? Während man nach Infos googeln kann, ist man bei Melodien drauf angewiesen, es überhaupt zu kennen bzw. wiederzuerkennen. Heike
Rideamus (13.11.2011, 12:45): Liebe Heike,
der Einwand ist sicher richtig und verständlich. Dein Melodienrätsel vor knapp einem Jahr hat mich ja auch vor entsprechende Probleme gestellt, denn da kannte ich knapp die Hälfte der gefragten Stücke überhaupt nicht. Deswegen scheint mir die eigentlich schwere Aufgabe die für den Rätselsteller zu sein, nämlich die Fragen so zu formulieren, dass man die Antwort finden kann auch ohne das gesuchte Stück zu kennen, wie das ja für die meisten Rätsel hier gelten dürfte. Die Melodie bzw Noten sollte man allenfalls zur Vorabbestätigung der Lösung brauchen.
Ich finde es zwar seltsam, dass das auch in einem Klassikforum so ist, aber damit muss man halt leben. Jedenfalls werde ich das mal weiter testen und versuche es gleich mit dem Testballon Nr. 4.
Hier geht es um jemanden, der geteert und gefedert und von seinem Wohnort vertrieben worden sein könnte (tatsächlich ist es ein Handwerksgeselle), aber wie ein gelassener Philosoph oder ein Meister des Galgenhumors (mit den Tönen F-G-A-A-C1) Abschied nimmt.
Mal sehen, ob das leichter ist. Das Lied ist jedenfalls sehr bekannt. Ich bin gespannt, ob diesmal mehr Tipps kommen.
:hello Rideamus
Rideamus (13.11.2011, 17:09): Na, das wird wohl niohts mehr mit diesem Thema.
Versuchsweise noch ein Tipp von mir: in einer fremdsprachigen Übrsetzung des Liedes ist von einem hölzernen Herzen die Rede.
:hello Rideamus
Heike (13.11.2011, 23:09): Da war ich bisher tatsächlich nicht drauf gekommen, aber ich wohne auch weit weg vom Schwabenländle, muss i mal sagen! Heike
Rideamus (14.11.2011, 08:21): Liebe Heike
vielen Dank für Deinen Tipp, der natürlich das richtige Lied trifft. Manche erinnern sich bestimmt noch, dass Elvis es für den Film GI BLUES mal als "Wooden Heart" eingesiungen hat, wie man hier hören und sehen kann: http://www.youtube.com/watch?v=E9W6m_PhXq4.
Das "Gemeine" an diesem Lied, jedenfalls im Zusammenhang mit der allgemeinen Fragestellung des C_F_G_A, ist, dass es nicht mit C anfängt und das zweite, sehr wichtige "denn" des "Muss i denn" einen Halbton höher liegt, die Tonfolge auf dem Computerkeyboard also F-G-A-A-C1-bb lautet. Ist das der Grund, warum manche die Tonfolge nicht einmal erkannten, als sie die Lösung entdeckt hatten?
Jedenfalls will sich die Problematik dieses Rätsels nicht einfach in Wohlgefallen auflösen. Ich werde daher versuchen, mir rechtzeitig noch eine Alternative auszudenken, denn die Vorweihnachtszeit ist gewiss nicht dazu da, Rätselfreunde (und Rätselsteller) zu frustrieren.
Inzwischen mache ich aber mit den Testballons weiter. Vielleicht kommt der/die eine oder andere ja noch auf den Geschmack. Also weiter zum Testballon Nr. 5, den ich Frank Pronath verdanke, und der wieder mit einer glatten C-F-G-A Tonfolge ansetzt. Wir gehen dazu etwas weiter in den klassischen Bereich hinein ohne schon ganz da anzukommen:
Dieses Duett verewigt eine Stadt, die für kurze Zeit sogar einmal Hauptstadt des Landes war, zu dem sie jetzt wieder gehört. Zwischendurch gehörte sie auch mal zu den beiden Ländern, in deren Sprachen das Duett geschrieben bzw. besonders bekannt wurde.
:hello Rideamus
Rideamus (15.11.2011, 05:52): Testballon 5 war doch leicht, oder? Er bezog sich auf dieses beliebte Duett aus Emmerich Kalmanns GRÄFIN MARIZA, das in ungarischer Sprache komponiert und in deutscher populär wurde: http://www.youtube.com/watch?v=PqIBWYWjnf4 . Die angesprochene Stadt war lange österreichisch-ungarisch und gehört heute wieder zu Kroatien, dessen Hauptstadt sie 20 Jahre lang war. Das ist aber schon eine Weile her, nämlich 1756 - 1776.
Das Echo ist zwar immer noch verhalten, aber nachgeschaut wird diese Teststrecke anscheinend immer häufiger. Ich bleibe also vorerst am Ball, und zwar mit einer Musik, die klassischer nicht sein könnte:
Ein Komponist, der gerne "dem Schicksal in den Rachen greifen" wollte, beginnt den langsamen Satz einer seiner populärsten Sinfonien mit einer recht vertrauten Tonfolge, allerdings nicht genau C-F-G-A sondern C-F-A-A-G-F-A-C
Gesucht sind der Komponist, die Sinfonie und der Satz
Vielen Dank an Tharon für den Hinweis auf diese Stelle.
:hello Rideamus
Heike (15.11.2011, 07:56): Testballon 5 war doch leicht, oder? Ganz und gar nicht, ich habe dieses Duett noch nie gehört!
Heute ist es dafür nun wirklich einfach, der Satz in seiner durchaus sehr schlichten Melodie ist ja fast so bekannt wie der Anfang des Werkes Heike
Rideamus (15.11.2011, 10:26): Liebe Heike,
dass es Dir ernsthaft gelungen sein soll, dem "Komm mit nach Varasdin, solange noch die Rosen blüh'n" trotz Rundfunk etc. gänzlich zu entgehen und doch so viel Musik mitzubekommen, dass Du auf Anhieb das Andante des Op. 67 erkennst, ist schon sehr erstaunlich.
Übrigens hat sich da bei mir ein Fehler eingeschlichen, der in beiden Foren bereits erkannt wurde: der letzte Ton des Testballons Nr. 6 sollte ein D sein, kein C.
Vielleicht sind klassische Stücke tatsächlich leichter, weil da verbindliche Vorgaben exisitieren, die hier sehr bekannt und für die meisten leicht nachprüfbar sind?
:hello Rideamus
Heike (15.11.2011, 11:04): Lieber Rideamus, das "Varasdin -Duett ist mir" - und das ist bei meiner familiären und sonstigen Ungarn-Affinität um so erstaunlicher - absolut noch nie begegnet. Ich dachte spontan an Städtesongs ala Barcelona, Valencia, Marsaille(aise) oder Granada, die aber dann (weil melodiös völlig unpassend) sofort verworfen werden mussten. Tja. Heike
Rideamus (16.11.2011, 06:05): Der letzte Testballon war offensichtlich gut erkennbar, trotz meines Übertragungsfehlers bei der letzten Note. Hier die hörbare Lösung in einer Transkription: "http://www.youtube.com/watch?v=-mom8rWHpfM".
Der Testballon Nr. 7 wagt sich auf das Gebiet der Oper vor:
Zu den beliebtesten Wunschkonzertstücken überhaupt gehörte zumindest zu meiner Zeit ein Chorlied, das in der Regel von grün uniformierten Leuten geschmettert wird und viel Fallera bietet. Es begnnt wieder mit der klassischen Tonfolge, wiederholt allerdings das F bevor es weiter geht.
Welchen Beruf stellen die Sänger dar, und wer hat ihnen wo die Musik dazu geschrieben?
Diese Aufgabe ist so leicht, dass Ihr gleich Tipps geben dürft, wenn Ihr die Lösung zu haben glaubt., denn ich werde heute nicht viel Zeit zum Verifizieren haben,.
:hello Rideamus
Heike (16.11.2011, 08:55): Peng. Hase tot.
Rideamus (16.11.2011, 09:16): ... oder der Zwölfender. Oder die Taube. :times10
:hello Rideamus
Rideamus (16.11.2011, 11:36): Da wohl fast jeder die Lösung gleich erkannt hat, verrate ich sie schon jetzt, denn das Vergnügen des Ratestellers besteht ja auch darin, passende Clips zu finden und zu präsentieren:
Hier ist die Lösung zwar gut zu lesen, aber noch schlecht zu erkennen. Dafür ist sie besonders nett: http://www.youtube.com/watch?v=a0M-sZzTDKY
Und hier gibt's die (vermutlich originalen) Noten, die mich aber - nicht nur von der Bildgröße her - überfordern: http://www.youtube.com/watch?v=GKIvaGCu8Mw
Bis zum nächsten Testballon
:hello Rideamus
Bert (16.11.2011, 20:08): Hallo Rideamus,
ich weiß nicht, ob ich das Spiel richtig verstanden habe, aber ich habe seit einigen Tagen einen Ohrwurm, der mit (zumindest in meinem Ohr) C F C F G A G F G A G F G A ... anfängt. Ich habe das Stück in meiner Kindheit regelmäßig gehört, aber seit mehr als 40 Jahren nicht mehr. Ich weiß nicht, wie es heißt, kenne auch keinen Text dazu; es wurde auf einem Blechblasinstrument gespielt (höchstwahrscheinlich eine Art Trompete).
Ich habe versucht, das "Liedchen" auf ein Notenblatt zu bringen - es wird recht langsam gespielt; ob die Notation so stimmt, weiß ich nicht - aber so etwa habe ich es im Ohr.
Kennst du die Melodie u/o das Stück?
Gruß, Bert
P.S. Falls es hier falsch plaziert ist, bitte in die Rubrik "Erkennen sie die Melodie" verschieben, denn ich suche wirklich den Namen/Komponisten und die (echten) Noten von diesem Stück.
Armin70 (16.11.2011, 22:01): Hallo Bert,
kann es sich vielleicht um "Il Silenzio" des italienischen Trompeters Nini Rosso von 1965 handeln ?
Il Silenzio
Nach ca. 17 Sekunden setzt das eigentliche Thema ein, das ungefähr zu den von dir aufgeschriebenen Noten passen könnte.
Armin
Bert (16.11.2011, 23:24): Original von Armin70
kann es sich vielleicht um "Il Silenzio" des italienischen Trompeters Nini Rosso von 1965 handeln ?
Hallo Armin,
tolle Leistung! Ja, das ist es! Und da stimmt auch die Zeit (etwa 1966).
Leider wurde meine Erinnerung ziemlich löchrig, von daher bewundere ich, daß du das Thema, das ich gemeint habe, trotzdem erkannt hast (obwohl das, was ich notiert habe, natürlich völlig falsch ist!). Ich habe jetzt auch ein Notenblatt von "Il Silenzio" ergoogelt - der Takt und die Notenwerte sind gänzlich anders, als ich aus dem Gedächtnis (nach über 40 Jahren) notiert habe, aber die ersten 15-20 Tonnamen (Melodie) enthalten in der Tat nur C F G A (wenn man das Stück mit C anfängt).
Vielen Dank, Armin.
Gruß, Bert
Rideamus (17.11.2011, 05:16): Dem Kompliment an Armin kann ich mich nur anschließen, denn ich bin über eine Vermutung zum Anfang des Motivs, das Nino Rossi dann so schön weiterntwickelt hat, nicht hinausgekommen. Diese Vermutung gab mir aber den nächsten Testballon ein, für den ich Armin und Bert danke:
In einem bewegenden Film spielt ein Soldat im Gedenken an einen toten Freund unter Tränen eine Melodie, die selbst die Hartgesottensten berührt, obwohl sie sie kennen. Welcher Film war das und welche Melodie ist es?
Für alle, die sich über die Töne an die Lösung heranrobben möchten, sind es diese: C-F-A-C-F-A-G-F-G-A -- F-A-G-C
F-F
:hello Rideamus
Heike (17.11.2011, 12:42): Ja, das kannte ich irgendwoher, hat mich gleich an ein Signal erinnert, was mir bekannt vorkam. Trompete war auch naheliegend. Aber das hat mich alles nicht zu dem Film gebracht, den ich nicht kenne (ja, sowas gibts). Aber mit Hilfe derTipps bei Capriccio ist es natürlich einfach und weitere Tipps sind sicher nicht mehr nötig Heike.
Armin70 (17.11.2011, 13:41): Dieses "Wiegenlied" sieht notenmäßig wie folgt aus:
Rideamus (17.11.2011, 15:45): Nachdem nunmehr zu dem "Wiegenlied" des Testballons Nr. 8 kaum mehr Zweifel bestehen dürften, starte ich den nächsten Ballon am selben Schauplatz, weil beide Lösungen irgendwie zusammen gehören, obwohl die Melodien denkbar verschieden sind - jedenfalls innerhalb der Vorgabe der vier Töne. Also:
Eine in unseren derzeit wieder mal kalten Breiten einst sehr beliebte Melodie beklagte den Mangel an einem bestimmten Getränk in einer eher warmen Region der Welt. Um welches Getränk geht es, und welcher Sänger machte diese Klage mit der Tonfolge C-F-G-A- A-G-F- A-F-A-G berühmt?
Die Erklärung beider Testballons kommt morgen früh.
:hello Rideamus
Bert (17.11.2011, 17:42): Original von Rideamus Um welches Getränk geht es, und welcher Sänger machte diese Klage mit der Tonfolge C-F-G-A- A-G-F- A-F-A-G berühmt?
Getränk: Bier Lied: "Es gibt kein Bier auf Hawaii"
den Sänger kenne ich nicht, aber Google sagt: Paul-Kuhn.
Gruß, Bert
Rideamus (17.11.2011, 19:01): Lieber Bert,
die Lösung ist richtig. :times10
Aber bitte aus Rücksicht auf die Mitrater, die vielleicht noch nicht so weit sind, hier keine Lösungen eintragen, bevor ich die frei gebe, sondern nur Tipps.
Und wenn zum 1. 12. das eigentliche Rätsel anfängt dann bitte Lösungen nur noch per PN an mich. :thanks
:hello Rideamus
Heike (17.11.2011, 19:05): @Armin: das ist aber, selbst wenn man den Auftakt etc weglässt, nicht ganz dieselbe Melodie wie oben angegeben. CFGA bzs CFAG kommt jedenfalls nicht vor. Heike
Bert (17.11.2011, 19:41): Original von Rideamus Aber bitte aus Rücksicht auf die Mitrater, die vielleicht noch nicht so weit sind, hier keine Lösungen eintragen, bevor ich die frei gebe...
Entschuldigung, das wußte ich nicht. :ignore
Gruß, Bert
Rideamus (17.11.2011, 19:45): Du hast Recht, Heike, aber der Fehler war meiner, nicht Armins, weil ich den Ballon von dem ursprünglich angesprochenen IL SILENZIO des Trompeters Nini Rosso auf dieses Stück verkürzt habe, das es zitiert und mit dem es anfängt.
@ Bert Macht ja nichts. Dafür, auch solches Nichtiwissen aufzuklären, ist ja die Testphase da. :hello Rideamus
Armin70 (17.11.2011, 19:48): Original von Heike @Armin: das ist aber, selbst wenn man den Auftakt etc weglässt, nicht ganz dieselbe Melodie wie oben angegeben. CFGA bzs CFAG kommt jedenfalls nicht vor. Heike
In Rideamus ursprünglicher Notenfolge zum 8. Testballon kommt gar kein g vor. Wenn man es auf dem virtuellen Klavier nachspielt und mit dem Grundton c beginnt, sieht das so aus:
Auf dem virtuellen Klavier kann man das nicht komplett nachspielen, weil das zu hoch liegt und auf den Tasten der Ton g1 nicht drauf ist.
Heike (17.11.2011, 19:53): Original von Armin70 In Rideamus ursprünglicher Notenfolge zum 8. Testballon kommt gar kein g vor.
Original von Rideamus Für alle, die sich über die Töne an die Lösung heranrobben möchten, sind es diese: C-F-A-C-F-A-G-F-G-A -- F-A-G-C
F-F
??? Heike
p.s. habe grade Rideamus' Erklärung gesehen, alles klaro!
Rideamus (18.11.2011, 06:22): Für alle, die wirklich noch einen Hinweis brauchen (viele können es ja nicht mehr sein):
Die zunächst gefragte Szene stammt aus dem Film FROM HERE TO ETERNITY bzw. VERDAMMT IN ALLE EWIGKEIT von Fred Zinnemann. MOntgomery Clift als eingezogener, brillianter Jazztrompeter betrauert da seinen verstorbenen Kameraden (Frank Sinatra) mit dem besonders bewegend gespielten Zapfenstreich der amerikanischen Armee: http://www.youtube.com/watch?v=9fxH-2LnRkc
Dieser "Taps" oder auch "Butterfileds Schlaflied" (so genannt nach dem Südstaatengeneral, der den Zapfenstreich ausarbeitete) genannte Zapfenstreich hat in der Tat nur drei der vier Töne (wenn man das C und das C1 als einen nimmt). Mein Fehler kam von der weiter oben beschriebenen Frage nach Nini Rossos IL SILENZIO, der diesen Zapfenstreich geschickt weiter entwickelte und leider auch verkitschte: http://www.youtube.com/watch?v=YjyMupjXD34&feature=related
Zusammen mit Bert Kämpferts UNSER WUNDERLAND BEI NACHT - übrigens auch ein invertiertes C-F-G-A, nämlich F-A-C1-C1-G (http://www.youtube.com/watch?v=Jn2ieeRqUBI) war das wohl der Trompetenhit der 60er Jahre schlechthin.
In Abwandlung eines berühmten Scherzes von Mae West könnte man sagen: Gute Noten führen in den Himmel. Diese vier Noten führen überall hin. Schauplatz des im Vorfeld des Überfalls auf Pearl Harbour spielenden Films FROM HERE TO ETERNITY war natürlich Hawaii, weshalb dieser mit C-F-G-A beginnende Schlager mit dem Mann am Klavier sich geradezu aufdrängte: http://www.youtube.com/watch?v=K1_mkxbd5jU&feature=related
Da man mich gebeten hat zu prüfen ob ich das Rätsel nicht auf die eigentliche Tonfolge beschränken kann, lasse ich mal keine weiteren Testballons mit dieser speziellen Kombination steigen, die vielleicht noch gebraucht werden. Dafür teste ich eine weitere invertierte Fassung zum Üben als Testballon Nr. 10:
Gesucht wird ein Abendlied der Wandervogelbewegung (es ist allerdings viel älter), das die Schönheit unseres Landes preist und deshalb gerne als Satirevorlage benutzt wird. Die Tonfolge: C-C-C-F-A-G-F-G
:hello Rideamus
Heike (18.11.2011, 08:37): Das ist heute einfach anhand der Tonfolge zu erkennen. Zudem ist es glaube ich Schulstoff, Linden und Eichen kommen vor und der liebe Gott wird auch besungen. Heike
Rideamus (19.11.2011, 07:36): Heike hat natürlich Recht. Testballon 10 war dieser: http://www.youtube.com/watch?v=P7heFCWtzTM&feature=related
Jetzt dürft Ihr Eure Schuhe wieder anziehen.
Weil das so leicht war, kommt als Testballon Nr. 11 eine im zweiten Teil etwas schwierigere Doppelfrage:
Das Thema des langsamen Satzes einer beliebten, im Ausland konzipierten Sinfonie wurde vom Hauskomponisten des Studios in ein Lied umgewandelt, das den emotionalen Höhepunkt eines mehrfach preisgekrönten Films um eine Nervenheilanstalt gestaltet. Wie nennt man, und von wem ist die Sinfonie? Außerdem: wie heißt das Lied, wie der Film und seine Hauptdarstellerin?
Wie ich schon fürchtete, werde ich voraussichtlich nicht nur, wenn auch immerhin überwiegend, Fragen nach Stücken auf der Basis der linearen Tonfolge C-G-F-A bleiben können. Weitere Hinweise auf mögliche Fragen, vorzugsweise nach linearen Themen aus dem klassischen Bereich, werden aber im Laufe der kommenden Woche gerne noch per PN angenommen.
Wenn eine gesuchte Melodie von der linearen Tonfolge abweicht, gebe ich das aber an. Hier ist es diese: A-C1-C1-A-G-F
:hello Rideamus
Heike (19.11.2011, 08:16): Das ist wieder eine lösbare Aufgabe. Da man das Largo leicht erkennt (zumal es sehr prominent solistisch gespielt ist) und da der Film mir (durch berufliches Interesse) bekannt ist, meine ich es zu wissen. Der Filmtitel enthält ein Tier, aber es ist kein Vogel. Heike
Armin70 (19.11.2011, 08:21): Die weibliche Hauptrolle in dem Film spielt die Schwester von Joan Fontaine.
Rideamus (19.11.2011, 10:30): Ihr habt das Thema natürlich richtig verortet. Was das Lied betrifft, so ist unsicher, ob der Komponist das Motiv vielleicht in einer Kirche gehört haben könnte, bevor er seine Sinfonie schrieb. So, wie es in dem erfragten Film verwandt wurde, basiert es jedenfalls auf dem langsamen Satz der Sinfonie. Beide machten einander dann wechselseitig populär. Der Film, den man anhand des Komponisten ergoogeln kann, z. B. auf IMDB, ist übrigens noch etwas älter als der zuvor erfragte Western. Es gibt aber auch noch andere Filme mit diesem Lied.
Was die Eignung des Motivs für das Rätsel betrifft, bedenkt bitte, dass dies kein musikologisches Seminar ist, sondern ein, hoffentlich unterhaltsames, Spiel, für das die vier Töne "nur" der gemeinsame Nenner sind, aber nicht die einzige raison d'être. Sie zu erkennen sollte zielführend, aber nicht der einzige Weg zum Ziel sein. Ich würde sonst zu viele Ratefreunde ausschließen, die sich unmusikalischer fühlen, als sie wahrscheinlich sind. Sonst wären sie nämlich kaum hier.
:hello Rideamus
Rideamus (20.11.2011, 06:33): Ich denke, die meisten haben die Sinfonie gefunden, denn ich meinte natürlich das Largo aus Antonin Dvoraks Sinfonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt" : http://www.youtube.com/watch?v=KhbNFWvh9Mw . Bei mir weckt die übrigens eher heimelige Assozitaionen als Bilder der Prärie, wie ein Tippgeber schrieb.
Wie vorausgesehen, war die Identifikation des Films schon schwerer. Sein Komponist Alfred Newman, der langjährige und sehr verdienstvolle Leiter der Musikabteilung des Studios, hat tatsächlich die Fanfare der Twentieth Century Fox komponiert, wie Lionel schlau herausgefunden hat. Mit dem Lied "Going Home" hat er allerdings wohl nur insofern zu tun, als er es ausgewählt haben könnte. Gemeint war der Film THE SNAKE PIT mit Olivia de Havilland, der 1948 bei den Filmfestspielen in Venedig mehrfach aisgezeichnet und 1949 für viele Oscars nominiert wurde, darunter als bester Film, für die beste Schauspielerin und die beste Musik (er erhielt nur den für den besten Ton). Das Lied wurde von dem Dichter William Arms Fisher auf der Basis von Dvoraks Largo getextet. Es gibt Spekulationen, dass Dvorak die Melodie einem Spiritual entlehnt hat, das er in einer amerikanischen Kirche gehört haben könnte, aber das konnte noch niemand wirklich belegen.
Hier die Szene, auf die ich mich bezog: http://www.youtube.com/watch?v=2-ZVUlzFmJ0
Und nun weiter zum Testballon 12:
Ohne Veränderung findet man die aufsteigende Skala besonders häufig in einfachen Volks- und Kirchenmusiken. Heike und Frank Pronath, bei denen ich mich gerne dafür bedanke, haben mir beide dieselbe Melodie genannt, aber mit verschiedenen Texten, die jeweils zur Nacht spielen. Die eine Szene ist bald saisonal, und die andere findet jede Nacht statt. Jedenfalls habe ich noch nie von schlaflosen Pflanzen gehört. Wer rät die beiden Titel?
:hello Rideamus
Heike (20.11.2011, 14:46): Nach dem C F G A geht es weiter mit G F E F G F G A G F, so kenne ich jedenfalls die Melodie des alten Liedes aus dem 17. Jh. Das heute populärere Schlaflied geht fast genauso weiter. Heike
Rideamus (21.11.2011, 05:52): Die Melodie des gestern erfragten Testballons Nr. 12 ist wohl eine alte französische, nach anderen Quellen niederrheinische Volksweise aus dem 16. Jahrhundert, zu der ein Jesuitenpater namens Friedrich Spee von Langenfeld (1591-1635) den Text geschrieben hat. Dieses traditionelle Weihnachtslied könnt Ihr zur Einstimmung in den bevorstehenden Advent u. a. hier hören: http://www.youtube.com/watch?v=RBabfFoHAfE
Der andere Text, der, wie ich im gestrigen „Tatort“ lernte, mit „Mädchengemüse“, nämlich Blumen, zu tun hat, aber meist „Sandmännchen“ genannt wird, wurde auf sehr ähnliche Weise von Johannes Brahms vertont. Überhaupt haben die drei großen deutschen B gerne auf dieses Motiv zurückgegriffen, wie wir sicher noch sehen werden. Dieses Schlaflied gibt es in einer schönen Version mit Angelika Kirchschlager hier: http://www.youtube.com/watch?v=jzEXbUUMIJE. Die Noten zu dem Volkslied findet Ihr hier: http://www.volksliederarchiv.de/notenpdfs/527.pdf
Wie leicht zu hören und zu sehen sein sollte, fangen beide lupenrein mit der Tonfolge C-G-F-A an.
Testballon Nr. 13 ist weit weniger lupenrein, denn er invertiert die Reihe zu C-C1-A-G C-C1-G-F, bleibt damit aber immer noch erkennbar im Rahmen unserer Vorgabe, dass erst diese vier Töne angespielt werden müssen, bevor ein fünfter dazu kommt. Natürlich sehe ich dabei das C und C1 als den gleichen Ton an. Die Melodie entstammt einem Film, den selbst die meisten Leute kennen, die sonst keine Filme kennen, obwohl er noch älter ist als die bisher erfragten. Wer es nicht gleich erkannt hat, möge sich mit dieser Textaufgabe behelfen:
Es gibt ein Werk eines großen Komponisten, das der Einweihung eines Hauses gewidmet ist. Leider passt es nicht ganz zu unserer Tonreihe. Das aber brachte mich auf diese Filmmelodie, die ebenfalls der Glorifizierung eines Hauses und allem, wofür es steht, gewidmet ist.
Wer errät den Film, das Thema und seinen Komponisten?
:hello Rideamus
Armin70 (21.11.2011, 07:28): Der Film gilt heute immer noch als kommerziell erfolgreichstes Werk der Filmgeschichte.
Heike (21.11.2011, 08:00): Als ich den Film als Kind gesehen habe, fand ich es besonders schrecklich, dass das Mädchen vom Pony fällt und stirbt.
Rideamus (21.11.2011, 14:13): Original von Heike Als ich den Film als Kind gesehen habe, fand ich es besonders schrecklich, dass das Mädchen vom Pony fällt und stirbt.
Seltsam. Meine Erinnerung hat diese Szene in GIGANTEN gepackt, aber Du hast so oder so einen guten Punkt, denn auch die Titelmelodie dieses Films erfüllt die Bedingungen des Rätsels. Allerdings ist das eine andere Melodie (F-F-G-A-C1), deren Komponisten wir hier schon mal hatten
:hello Rideamus
Heike (21.11.2011, 14:49): "Giganten" habe ich nicht gesehen. Wahrscheinlich war ich als Kind selbst wie alle Mädchen in Ponys verknallt und fand es deshalb so furchtbar, dass man dabei ums Leben kommen kann. Heike
Armin70 (21.11.2011, 17:22): In "Giganten" bekommt der kleine Sohn des Benedickt-Clans zum Geburtstag ein Pony geschenkt aber das findet der gar nicht lustig und als sein Vater ihn auf ein Pferd setzt und mit ihm zusammen in einem irren Tempo um das Anwesen galoppiert wirds noch schlimmer.
Rideamus (22.11.2011, 05:40): Die meisten von Euch haben es erkannt, und manche haben sich vielleicht auch daran erinnert, dass dies schon der zweite erfragte Film mit Olivia de Havilland war. Gemeint war natürlich die Musik des gebürtigen Wieners Max Steiner für das Haus und Gut Tara hier: http://www.youtube.com/watch?v=dF48Oo7hKeU. Deswegen dachte ich auch, als ein Tipp versehentlich gar nichts enthielt, er sei "Vom Winde verweht" gewesen. :rofl
Ein anderer Tipp hat mich dagegen irritiert, denn er bezog sich vermutlich auf Felix Mendelsohn-Bartholdys FESTGESANG ZUM GUTENBERGFEST, der heute wohl auch bei uns bekannter ist als das englische Weihnachtslied "Hark! the herald angel sing": http://www.youtube.com/watch?v=sUQaoBNA9K0
Ein schönes Lied, aber leider ist die dritte Note ein E und die Ähnlchkeit mit dem Tara-Motiv doch eher begrenzt - oder höre ich da etwas falsch?
Eine definitive Verwandtschaft, die Max Steiner wahrscheinlich gar nicht bewusst war, obwohl er das Stück bestimmt kannte, gibt es aber mit dem Testballon Nr. 14, den ich Tharon verdanke:
Im dritten Satz einer berühmten Sonate, die man ähnlich wie Woodstock benannt, die damit aber nichts gemeinsam hat, beginnt die Melodie gleich mit unseren vier Tönen im (teilweisen) Krebsgang. Wie heißt die Sonate und wer war ihr Komponist?
:hello Rideamus
Heike (22.11.2011, 10:42): Hmm. Ich weiß, was gemeint ist, finde die Formulierung "im teilweisen Krebsgang" aber sehr abenteuerlich für den Beginn der original-Melodie namens: g" g" e" d" g' c" e" Heike
Rideamus (22.11.2011, 11:17): Wieso abenteuerlich? Auf das virtuelle Keyboard transponiert läuft das bei mir so:
C1-C1-A-G -C-F-A
Von C1 - G werden drei der vier Noten rückwärts, also im Krebsgang, gespielt. Lediglich der Schluss läuft mit C-F-A halbwegs "normal".
Herr B. macht es einem halt nicht so leicht, ihm auf die "Schliche" zu kommen.
:hello Rideamus
Heike (22.11.2011, 11:43): D.h. C und C1 sind in den Folgen beliebig austauschbar? Dass C1 A G dann der teilweise Krebsgang von FGAC1 ist passt schon, aber ich dachte bisher, wir gehen bei "unseren 4 Tönen" von CFGA aus. Heike
Rideamus (22.11.2011, 11:48): Ich meine, schon anlässlich des Tara-Motivs bestätigt zu haben, dass ich das Oktav-C1 als einen mit dem (auf dem virtuellen Keyboard) tieferen C austauschbaren Ton betrachte. Vielleicht war das aber nur im anderen Forum.
Sorry, aber jetzt wisst Ihr's. Das gilt natürlich vor allem dann, wenn es rückwärts geht.
:hello Rideamus
Heike (22.11.2011, 11:51): Ok, verstanden. Das ist für mich eine schwierige Übung, ich denke eher in Intervallen und CFGA ist für mich intuitiv was ganz anderes als FGAC1. Heike
Rideamus (22.11.2011, 12:23): Deswegen kann ich nur wiederholen, dass das Rätsel ja primär aus Textaufgaben bestehen wird und die Noten eher der gemeinsame Nenner der Fragen als der Lösungsansatz sind. Beim eigentlichen Rätsel werde ich die gar nicht mehr nennen. Somit unterscheidet sich das Rätsel selbst gar nicht mehr so sehr von den früheren, weil ich zumindest versuche, die Fragen immer so zu stellen, dass man allein aus dem Text das Richtige finden kann und die Töne eher zur Bestätigung braucht.
Natürlich haben dann diejenigen, die ein Thema schon anhand der Noten identifizieren können, einen Vorteil, denn ich kann mir vorstellen, dass die Tipps gerne darauf abheben werden.
Ich hätte nicht gedacht, dass ein Baderätsel in einem Musikforum leichter ist als ein musikalisches. :engel
:hello Rideamus
Rideamus (23.11.2011, 07:56): Graf Ferdinand Ernst Gabriel von Waldstein, tatsächlich ein weitläufiger Verwandter Albrecht von Wallensteins, des berühmten Feldherrn des 30-jährigen Krieges, wie Pavel herausgefunden hat, war schon seit seiner Zeit als Geheimrat in Bonn ein Freund und Förderer Ludwig van Beethovens, der ihn nach Wien brachte und ihn Mozart und Haydn empfahl. Die allgemein nach ihm benannte Sonate für Klavier Nr. 21 op. 53 in C-Dur ist nur eines von mehreren Werken, die Beethoven ihm gewidmet hat, wiewohl das ambitionierteste, und eines der ganz großen seines Schöpfers. Der im Testballon Nr. 14, in dem ich nach dieser Sonate fragte, bezieht sich auf den lyrischen Beginn des dritten Satzes, der zunächst ganz leise gespielt wird und der Sonate in manchen Ländern den Namen „Aurore „ bzw. „Aurora“ eingetragen hat, bevor er in ein rasantes Rondo mündet, in dem das Motiv C1-C1-A-G-C-F-A immer wieder anklingt, wie man hier sehr schön hören kann: http://www.youtube.com/watch?v=Q6Yn96G16Og. Ich bedanke mich noch einmal sehr herzlich bei Tharon für diesen schönen Hinweis auf eine Stelle, auf die ich selbst nie gekommen wäre.
Bei dem heutigen leichten, wenn auch leicht invertierten Testballon (F-C-F-A-A-G-G-F) werden zwei sehr verschiedene Begriffe, die den gleichen Anfangsbuchstaben haben, als ein untrennbares Paar in den Himmel gehoben. Einer ist zur Zeit kalt und einer flüssig. Wer identifiziert ihn und nennt die beiden Komponisten, denen wir seine Existenz und seine Popularität verdanken?
:hello Rideamus
Rideamus (23.11.2011, 12:08): Dieser Testballon scheint doch schwerer zu fassen zu sein, als ich dachte. Gut, dass ich ihn aus dem eigentlichen Rätsel herausgenommen habe. Deshalb zwei Tipps dazu von mir:
Franz Welser-Möst ließ das Original im diesjährigen Neujahrskonzert spielen, und seine enorme Popularisierung verdankt das Motiv einem frühen Tonfilm, für den der zweite Komponist die Musik und Lieder einrichtete.
:hello Rideamus
Heike (23.11.2011, 17:09): Da habe ich keine Chance in diesem Repertoire.
Rideamus (23.11.2011, 19:51): Liebe Heike,
wetten, dass Du diesen Teil des Repertoires kennst?
Denk einfach an eine Stadt, die man jetzt mit einem glühenden Getränk gleichen Anfangsbuchstabens etwas gemütlicher machen könnte.
Glaub' mir, das gibt's nur einmal, udn auch deswegen kennt es jeder.
:hello Rideamus
Armin70 (23.11.2011, 21:40): Der Komponist des Originalwerks hatte einen berühmteren Bruder, der auch Komponist war und z. B. einen Walzer schrieb, welcher ein Lieblingsstück von Graf Dracula sein könnte.
Rideamus (24.11.2011, 07:14): Der Tipp mit dem Grafen Dracula und dem Wiener Blut hat mir besonders gefallen :rofl
Ansonsten aber war der Testballon Nr. 15 doch mühsamer, als ich angesichts der Popularität der gesuchten Melodie erwartet hatte. Beim Original kann ich das noch verstehen, denn das Werk von Josef Strauß, des Bruders des berühmtern Johann Strauß II, ist nicht jedem präsent, und sein Walzer "Mein Lebenslauf ist Lieb und Lust" im Original nicht einer der bekanntesten, obwohl ihn sicher viele schon irgendwann mal gehört haben: http://www.youtube.com/watch?v=k-LzTGjg8TM
Sicher jeder kennt aber das Stück vom Himmel, das der Komponist Werner Heymann aus dem Walzr für den Film DER KONGRESS TANZT gefertigt hat. Hier Aufnahmen mit Willy Fritsch, dem originalen Zaren, und dem originalen Heurigensänger Paul Hörbiger: http://www.youtube.com/watch?v=Y-Iqnqipza8
Wie gesagt: ich hätte diese Frage für leichter gehalten, aber so kann man sich täuschen. Deshalb gebe ich mal keine Schwierigkeitsprognose, wenn ich mit herzlichem Dank an Arundo Donax und dem Testballon Nr. 16 zu einem der großen deutschen Komponisten zurück kehre:
Der hat sich in seiner Nr. 93 an die Zappelphilippe im Publikum gewandt und dazu aufgefordert, sich ruhig zu verhalten. Dafür hat er nicht nur die hier inzwischen sehr beliebten vier Töne gewählt, sondern lässt sie gleich anschließend noch einmal im Rückwärtsgang ablaufen.
:hello Rideamus
Armin70 (24.11.2011, 08:11): Mein urspr. hier abgegebener Tipp war totaler Quatsch. Hätte ich die Frage gründlicher gelesen, wäre mir das wahrscheinlich auch nicht passiert. In Zukunft werde ich nur noch dann die Fragen lösen, wenn ich besser konzentriert bin.
Heike (24.11.2011, 08:21): Ja, das von gestern kenne ich tatsächlich (bzw. sagen wir mal, das habe ich schon gehört), aber gestern war es zu spät für die Tipps, ich habe Pogorelich live gehört, das kommt mir dann doch näher ;-)
Heute ist es dafür einfach, so groß ist die Auswahl an großen Deutschen mit einer Nummer 93 ja nicht ;-) Heike
Rideamus (25.11.2011, 06:28): Nun ja, da gäbe es noch Haydn... Aber der mahnt in seiner 93 Sinfonie eher nicht spezifisch zum Stillhalten.
Tatsächlich ging es um den dritten großen Komponisten mit B in dieser Übungsstrecke. Johann Sebastian Bachs Kantate BWV 93 mit dem Titel WER NUR DEN LIEBEN GOTT LÄSST WALTEN fußt auf einem Kirchenchoral, den auch Mendelssohn bearbeitet hat. Das allein wäre allerdings ein wenig zu leicht gewesen, also führte ich die Zappelphilippe ein, den mir ging es um die Nr. 3 dieser Kantate mit der ersten Zeile "Man halte nur ein wenig stille". Trotz starker Ähnlichkeit mit dem Hauptchoral der Kantate enthält nämlich nur dieses Stück die (fast) lupenreine Abfolge vorwärts und rückwärts, nämlich C-F-G-A-G-B-A-G-F-C. Hier ein Hörbeispiel, bei dem allerdings die falsche Nummer des Werksverzeichnisses angegeben wird: http://www.youtube.com/watch?v=CJ-IqiXoAno. Und hier noch die schöne Szene mit dem Kirchenlied aus dem Film VAYA CON DIOS: http://www.youtube.com/watch?v=AJsTkY_rMFk&feature=related
Nochmals herzlichen Dank an Arundo Donax für diesen Fund. Von ihm stammt dankenswerterweise auch der Hinweis auf den Testballon Nr. 17, mit dem wir das Genre wechseln:
Vor nicht all zu langer Zeit hörten Millionen bei einem - zumindest für viele hier - erfreulich verlaufenden Großereignis die vier Töne. Sie leiteten neben großen Triumphen auch schon mal schmachvolle Niederlagen ein, motivierten Lamas etc. Was ist und wie heißt diese Erinnerung an große Zeiten eines Landes, die mit den Tönen C-F-F-G-A-B-G-A beginnt?
:hello Rideamus
Rideamus (25.11.2011, 11:02): Ist's zu schwer oder nur Freitag?
Das Großereignis, das Lama usw. haben mit Fußball zu tun, die Musik, aber nur marginal
:hello Rideamus
Heike (25.11.2011, 11:33): Als Nicht-Fußball-Gucker ist mir dieses Stück nicht so geläufig, aber es war klar, in welcher Liste ich gucken musste und dann kann man es sich ja vorspielen lassen. Ich habe gar nicht gewusst, dass die Melodie schon so alt ist. Heike
Rideamus (26.11.2011, 07:14): Zugegeben, der letzte Testballon wäre für mich auch sehr schwer gewesen, denn Nationalhymnen bei Sportereignissen haben zumindest für mich die Eigenart, zum einen Ohr so schnell wieder hinaus zu fliegen, wie sie in das andere hinein geraten sind. Die hier erfragte holländische aber fand ich schon immer besonders attraktiv - vielleicht, weil sie ein wenig wie ein Weihnachtschoral klingt. Das liegt nicht zuletzt an ihrem stattlichen Alter, denn die holländische Nationalhymne, die sogenannte "Wilhelmus", um die es hier ging, ist wohl die älteste der Welt. Entstanden ist sie auf der Basis einer ursprünglich französischen Melodie und eines ursprünglich deutschen Textes, dessen Strophen mit ihren Anfangsbuchstaben den Namen Willem van Nazzov bilden (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Het_Wilhelmus).
Heike (26.11.2011, 12:14): Zufall! Eine meiner aktuellen Lieblings-Klavier-CDs :- ) die habe ich gerade noch (allerdings v.a. wegen des folgenden op.) gehört :-) Heike
p.s. EDIT: ist ja wie verhext heut mit den Tippfehlern
Rideamus (27.11.2011, 05:55): Ich staune doch immer wieder, wie sehr man sich beim Einschätzen der Kaliber seiner Fragen irren kann. Vermeintlich leichte werden zu dicken Stolpersteinen, während die richtig schweren mindestens eine ganze Reihe richtiger Antworten hervor bringen. Zumindest war das bei der gestrigen der Fall, die ich selbst kaum hätte lösen können. Hier eine Antwort, die vorbildlicher nicht sein kann, nur ergänzt um die jeweiligen YouTube-Links zu Wilhelm Kempff:
Johannes Brahms, Opus 118, Nr. 5 und Opus 117 Nr. 1. http://www.youtube.com/watch?v=Olh5Jv2oUNw. http://www.youtube.com/watch?v=d1uMFlRkRmk
Was ich mal wusste, aber nicht mehr erinnerte, bis mich Quasimodos Tipp darauf stieß: Christian Köhn, dem ich für diesen Hnweis nochmals danken möchte, hatte das op. 118 vor einiger Zeit ausführlich beschrieben http://www.capriccio-kulturforum.de/musik-fuer-tasteninstrumente-klavier-orgel/3538-johannes-brahms-klavierstuecke-op-118 und auch schon einmal eine Rätselfrage zur Verbindung Chaplin-Brahms gestellt gehabt. Es gibt eben nichts Neues mehr. Neu ist nur, was vergessen wurde. Man sollte aber für jede Gelegenheit dankbar sein, diese beiden Stücke zu hören, und zwar ganz, nicht nur die einschlägigen Töne.
Übrigens sollte man Chaplin seine Plagiate nicht zu heftig vorwerfen. Die Musik zu THE GOLD RUSH enthält zwar eine ganze Reihe von unidentifizierten Leihnamen. Allein der Beginn erinnert neben amerikanischen Volksweisen auch an Rimskys HUMMELFLUG und, wenn ich richtig erinnere, auch eine Brahms-Sinfonie. Aber Chaplin wollte ja keine Doktorarbeit schreiben, sondern bediente sich der gängigen Praxis der Stummfilmbegleiter, deren Musiken fast nur aus Zitaten zusammengestellt waren, so dass es schon fast als erhebliche Eigenleistung gelten muss, dass Chaplin tatsächlich auch eine ganze Reihe eigener Ideen in seine Partitur einbraxhte.
Die hatte natürlich auch der Komponist unserer nächsten Testballons, der die vier hier zur Debatte stehenden Noten wirklich geliebt zu haben scheint. Jedenfalls verwandte er sie immer wieder. Manche dieser Stücke sind nur von Spezialisten zu finden, etwa der zweite Satz seines Opus 18.1, der mit einer lupenreinen Moll-Folge, nämlich A-D-E-F beginnt, die transponiert auch ein C-F-G-A ergibt. Dann wäre noch ein Spätwerk zu erwähnen, dessen Ariette Thomas Mann sogar ein Thema in den Musikvorträgen Dr. Kretzschmanns wert war (Kapitel 8 von DR. FAUSTUS). Überhaupt wimmeln die Klaviersonaten dieses Mannes von Motiven mit unserer Tonfolge. Sogar seine Abschiedsmusik fängt mit diesen vier Tönen an, allerdings bunt durcheinander gewürfelt. Für den Testballon, der nicht wieder so schwierig sein soll, nehme ich aber lieber eine einfache Frage, für die ich mich gerne bei Tharon und wiederum Christian Köhn bedanke:
Ein beliebtes Stück aus einem Vokalwerk dieser Komponisten preist die Bedeutung materieller Werte für das Glück einer Ehe mit unseren vier Tönen in der Folge F-C-F-C-A-G-F-A. Wer ist der Komponist, und welches sind die vier angesprochenen Werke?
Das virtuelle Keyboard hilft hier leider nur bedingt, weil ihm die Bassabteilung bzw. die zusätzlichen Oktaven fehlen.
Ich wünsche Euch allen einen besinnlichen Ersten Advent
:hello Rideamus
Heike (27.11.2011, 10:22): das erste spielt der Primus im pianissimo ....
Heike (27.11.2011, 13:01): und das letzte würde auf dem virtuellen Keybord mit Bb F D F Bb C1 D1 Bb beginnen
Rideamus (28.11.2011, 06:07): Es gibt ein Reich, Das niemals mein ist. Es hat auch einen Namen: Notenreich
Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er aufs Eis und darf sich nicht wundern, wenn er da einbricht. Offensichtlich fällt mir der Riesenschritt von Norman Mailer zu Hugo von Hofmannsthal leichter als der Sekundschritt von F nach G. In meine letzte Frage haben sich nämlich wieder einmal einige Fehler in die Notenbezeichnungen eingeschlichen, für die ich mich entschuldigen muss, weil sie zu unnötiger Verwirrung und Zeitverlust führten.
Zum Glück habe ich diese Teststrecke eingerichtet, weil ich Bedenken hatte, dass mir genau das passieren könnte. Das gab mir Gelegenheit festzustellen, dass die Probleme mit meinen Transkriptionen bislang „nur“ die Fragen und nicht die Lösungen betrafen. Das macht es mir möglich, Euch künftig mit meinen eigenen Versuchen auf diesem Sektor zu verschonen und meinem eigenen Rat auch als Fragesteller zu folgen, nämlich vor allem auf die Texte zu achten und weniger auf die Noten. Die sollen ja nur Anlass, aber höchstens mittelbar der Schwerpunkt des Rätsels sein.
Den letzten Testballon habt Ihr ja trotz meines Fehlers wieder sehr gut erkannt, denn natürlich fragte ich nach diesen Stücken von Ludwig van Beethoven, die sich, wie ich meine, selbst erklären und empfehlen, also keiner weiteren Erläuterung bedürfen:
1) Fidelio, Arie des Rocco, "Hat man nicht auch Gold daneben" http://www.youtube.com/watch?v=LBHFj9LIps4&feature=related
3) Klaviersonate Nr. 26 Op. 81 a "Les Adieux" http://www.youtube.com/watch?v=S9BE3yTr2dc
4) Klaviersonate Nr. 32 Op. 111 2. Satz: Arietta http://www.youtube.com/watch?v=YYN6Klrplk4
Nun kommen wir zum letzten Teil der Teststrecke, auf der nur noch zwei Ballons steigen werden, bevor am Mittwoch das eigentliche Rätsel erläutert wird, das pünktlich am Morgen des Donnerstag beginnen soll.
Der Testballon 20 steigt mit einem Werk, das man hier nicht ohne Weiteres vermuten würde: Die vier Töne sind vielleicht nicht ganz so leicht zu erkennen, aber sie sind genau da, wo sie idealerweise in diesen Fragen hingehören.
Ein Komponist, der sich in den Augen und Ohren seines Herrschers rehabilitieren musste, schrieb diese Sinfonie um das Thema Wiedergeburt und hatte großen Erfolg damit. Der vierte Satz beginnt mit vier bekannten Noten. Wer ist der Komponist, und welches seiner Werke ist gemeint?
:helloRideamus
Heike (28.11.2011, 11:05): Mit dem Komponisten bringt man üblicherweise eine ganz andere Viertonfolge in Zusammenhang. Hieke
Rideamus (29.11.2011, 07:14): Guten Morgen
Ich begrüße Euch zum letzten Testballon, bevor das Rätsel ernsthaft los geht.
Den rehabilitierungsbedürftigen Komponisten haben wohl alle erkannt. Es handelt sich natürlich um Dimitri Schostakowitsch, der mit dem Skandal um seine Oper LADY MACBETH VON MZENSK bei Stalin in Ungnade gefallen war und mit seiner fünften Sinfonie große Anstrengungen unternahm, seine höchst gefährdete Situation zu bessern ohne seine künstlerische Verantwortung zu sehr zu verraten. Das Ergebnis war die fünfte Sinfonie op. 45 von 1937. Um den Vorwurf der Gigantomanie auszuschließen, ist sie deutlich weniger stark besetzt als ihre Vorgänger. Vor allem aber folgt sie weit mehr dem konservativen Grundton der offiziellen Kulturpolitik. Vielleichtliegt es auch daran, dass gerade diese Sinfonie in der sehr volkstümlichen Tonfolge C-F-G-A kulminiert. Dennoch (oder doch deshalb?) wurde sie ein Riesenerfolg. Dabei bemerkte kaum jemand die keineswegs affirmativen Untertöne des Werkes, die auch in dem Umstand zu erkennen sind, dass Schostakowitsch in dem hier gefragten vierten Satz seine Vertonung des Gedichtes "Vozrozhdenije" (Wiedergeburt) von Alexander Pushkin zitierte, das vielen als ein Schlüssel zum Verständnis der Sinfonie gilt.
Einen umfangreichen Thread zu dieser Sinfonie findet Ihr hier: http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=305& Und hier eine Aufnahme des vierten Satzes mit vier Tönen des Rätsels unter dem Uraufführungsdirigenten des Werkes, Jewgenji Mrawinsky: http://www.youtube.com/watch?v=n0iqZbM1Pdc
Nun zum letzten Testballon Nr. 21. Ich hatte Euch versprochen, dass ich in diesem Rätsel einmal nicht nach einem Musical fragen würde, aber so ganz ohne kommt Ihr mir natürlich nicht davon.
Das gesuchte Stück spielt zu Zeiten, als es noch ein "Fräuleins vom Amt" gab, das einen mit freundlicher Stimme telefonisch weckte oder an andere Termine erinnerte. Als Heldin des gesuchten Werkes singt ein solches Fräulein eine Ballade, die ganz linear mit unseren vier Tönen beginnt und etwas über den Zustand dieses Vorbereitungsthreads verrät. Wie heißt das Stück, wie das Lied, und wer waren der Komponist, die Textautoren und das "Fräulein vom Amt", das auch in der erfolgreichen Verfilmung mitwirkte?
:hello Rideamus
Rideamus (29.11.2011, 12:15): Klingeln wirklich keine Glocken?
Ein Tipp: Im Film ersetzte Dean Martin Sidney Chaplin, der seine Rolle am Broadway gespielt hatte.
:hello Riddleamus
Rideamus (30.11.2011, 06:12): Auf Grund mehrerer Einwände im anderen Forum erkläre ich hiermit zum Abschluss der Teststrecke neben dem Krebsgang und den Inversionen auch die f-moll – Variante, also die Abfolge C-F-G-As für genauso legitim in unserem Spiel wie die C-Dur – Basis C-F-G-A. Das kommt mir insofern entgegen, als auch der letzte Testballon sich in einer solchen Version eingebürgert hat.
Dieses Lied, das bei uns – für mich überraschend – sehr unbekannt zu sein scheint, gehört zu den großen Hits des sogenannten American Songbook und wurde von zahlreichen Künstlern eingespielt, wie man hier sehen kann: http://www.jazzstandards.com/composition....htm. Es entstammt einem der größten Erfolge des Librettistenduos Betty Comden und Adolph Green, die neben den New York – Musicals Leonard Bernsteins BERNSTEIN, Leonard: Die New York Musicals - I) ON THE TOWN und BERNSTEIN, Leonard: Die New York Musicals - II) WONDERFUL TOWN auch einige andere sehr schöne Musicals geschrieben haben, unter anderem SINGING IN THE RAIN (DU SOLLST MEIN GLÜCKSSTERN SEIN) nach Melodien von Nacio Herb Brown und eben BELLS ARE RINGING (ANRUF GENÜGT – KOMME INS HAUS).
Die Melodien dieses Erfolgsmusicals, das 1956 mit Judy Holliday in der Hauptrolle am Broadway debütierte, verfasste Jule Styne, der Erfolgskomponist von GENTLEMEN PREFER BLONDES (verfilmt mit Jane Russell und Marilyn Monroe), GYPSY (verfilmt mit Rosalind Russell und Natalie Wood) sowie FUNNY GIRL (verfilmt mit Barbra Streisand) – um nur seine beständigsten Erfolge zu nennen.
BELLS ARE RINGING erzählt die Geschichte einer Telefonistin, die sich in einen ihrer Klienten verliebt, der aber nur Ohren für ihre Telefonstimme hat, die sich ihm mit einem anderen Namen vorgestellt hatte. Dieser Ausschnitt (http://www.youtube.com/watch?v=fgcAOOAIlhA&feature=related) aus einem Tribut an die bezaubernde Judy Holliday bringt nach gut einer Minute die Szene mit dem Lied, in dem sie realisiert, dass ihr Schwarm nur ein erfundenes Mädchen namens Melisande Scott liebt und nicht sie - obwohl beide eigentlich identisch sind, was er aber nicht wissen darf. Ihr Song „The Party’s Over“ war noch vor den Hits „Long Before I Knew You“ und „Just in Time“ der große Erfolgsschlager dieses Musicals, das es in seiner Uraufführungsserie auf fast tausend Aufführungen brachte. Wer übrigens den gesamten Film sehen will, den Vicente Minnelli mit einer für Hollywood-Verhältnisse bemerkenswerten Treue zur Originalvorlage auf die Leinwand gebracht hat, kann dies ab hier tun: http://www.youtube.com/watch?v=UlGlNmPOrqk&feature=related.
Damit ist auch die Partie meiner Teststrecke an ihr Ende gekommen. Morgen geht es mit dem eigentlichen Adventsrätsel los, das ich später unter dem Titel O HAPPY DAY näher vorstellen werde. In diesem Thread können und sollten aber ruhig noch weitere Beispiele für Musikstücke auf der Basis der Töne C-F-G-A (oder As) diskutiert werden. Wenn mir noch welche einfallen, die nicht in dem Rätsel vorkommen, werde ich mich ebenfalls hier zurück melden.
Ich danke für Euer Interesse und Eure Geduld mit meiner Fehlerhaftigkeit bis zu diesem Zeitpunkt
:hello Rideamus
Rideamus (21.02.2012, 15:03): Das eigentliche Adventsrätsel und seine Auflösung sind zwar beendet und die Gewinner ausgelobt (s.http://www.das-klassikforum.de/thread.php?postid=101644#post101644), aber hier dürfen natürlich weiterhin Funde von Musikstücken eingestellt werden, die auf der Tonfolge C-F-G-A aufbauen.
Ich fange gleich mal mit dem ersten an, auf das mich der nette Zufall einer Anfrage an das Klassikforum gerade zum jetzigen Zeitpunkt gestoßen hat.
Das beweist, dass die Tonreihe C_F_G_A offensichtlich auch in die Welt der Videospiele vorgedrungen ist,, wie man diesem Beispiel des Games MINECRAFT anhören kann: http://www.youtube.com/watch?v=LeCaodOhTnI&lc=KbS2bbuBfJsWJojOTG5Fr4cRLbv_FJmU6bB4ZwwUeCg&context=C3e7c709ADOEgsToPDskI9tZYUGVedTSpnqpqOrVdM