Camille Saint-Saens: Sinfonie 3 c-Moll op.78 "Orgelsinfonie"

Rachmaninov (02.04.2006, 21:41):
Bis zum Jahr 1877 war C.S.S. selber Organist an "La Madelein" in Paris und von daher wundert es nicht, daß er eine seiner 5. Sinfonien, von denen er drei veröffentlichte, diesem Instrument widmete.

Die Sinfonie ist Franz Liszt gewidmet der mit seinen Sinfonischen Dichtungen erheblichen Einfluss auf diese Komposition C.S.S. hatte, die der Komponist am 19.Mai 1886 in London uraufführte.

Die Orgel dient der Erweiterung der Klangfarben des Orchesters und erweitert mit den tiefen Registern den Frequenzgang des Orchesters.

Das viersätzige Werk weisst zudem noch Besonderheiten in der Besetzung auf mit dem Einsatz des Cor Anglais, drei Kesselpauken und einem Flügel.

Ohne Zweifel stellt die "Orgelsinfonie" eine der bedeutensten sinfonischen Kompositionen des 19. Jahrhunderts dar.

Kennengelernt habe ich die Sinfonie in der Aufnahme mit Daniel Barenboim, die ich bis heute immer wieder gerne höre:



Wie gefällt euch diese Sinfonie, die nebenbei natürlich eine "ultimative" Möglichkeit darstellt eine Hifi-Kette richtig zu testen?
Anton (05.04.2006, 11:05):
Hallo,

so ganz warm werde ich mit diesem Werk wohl nie.
Aber sage einmal, Rachmaninoff - wo ist das Werk denn viersätzig? Gibt es einen 3. und 4.Satz die ich nicht kenne, denn mir ist die Orgelsymphonie als zweisätziges Werk bekannt.

Ich glaube manchmal wird das Werk einfach in mehrere Tracks aufgeteilt, aber es ist zweisätzig (1.Adagio - Allegro moderato - Poco adagio und 2.Allegro moderato - Presto - Maestoso - Più allegro).

Mir liegt auch nur die von dir gennate Aufnahme mit Barenboim vor - mehr brauche und will ich nicht.

Einzig interessant und packend ist für mich der Teil mit der Orgel (müsste Maestoso - Allegro sein). Alles andere finde ich eher fad und träge - ist aber nur mein Empfinden. Ich könnte getrost auf alles außer den Orgelpart verzichten.

Von der CD mit Barenboim finde ich Samson et Dalila und Danse macabre viel schöner. Somit hat die CD auch noch seinen Reiz.

Es grüßt Anton.
Ganong (07.04.2006, 15:47):
Lieber Richard , lieber Anton !
ein sehr komplexes werk , dessen bedeutung Richard zu recht hervorgehoben hat . es ist - wohl wegen des Titels - so , dass "alle" auf den Orgeleionsatz warten .
ich denke , dass man sich näher mit C.S.S. und seinem Werk befassen muss , um einen tieferen Zugang zu seinen Werken zu bekommen .
Eine überzeugende Aufnahme ist die mit Seiji O z a w a .
Viele grüsse , Frank
Rachmaninov (07.04.2006, 19:02):
Original von Ganong
ich denke , dass man sich näher mit C.S.S. und seinem Werk befassen muss , um einen tieferen Zugang zu seinen Werken zu bekommen .

Da bin ich ganz Deiner Meinung! Die VK, CK und Klavierkonzerte sind alle einen Thread wert ......... nach und nach halt :D
Zelenka (07.04.2006, 19:18):
Und die Kammermusik sollte man auch nicht vergessen :leb. Aber das ist ja eine andere Abteilung.

Gruß,

J.D.Z.
Ganong (08.04.2006, 11:43):
Lieber Rachmaninov ,
mit Arthur Rubinstein hattest Du ja einen zweitweise Weggefährten , wie mit Casadesus , die sich um die Klavierwerkkonzerte grösste Verdienste erworben haben . Bi sheute , von Collard vielleicht abgesehen , konkurrenzlos !
Viele Grüsse , Frank
Cosima (20.04.2006, 17:35):
Die „Orgelsymphonie“ rangiert auf meiner Beliebtheitsskala gleich neben der d-Moll-Symphonie von Franck. Beide sind originell, abwechslungsreich, gehen für meinen Geschmack aber nicht so sehr in die Tiefe und waren für mich leicht eingängig.

Als Aufnahmen kann ich Ormandy/Philadelphia Orchestra (Virgil Fox an der Orgel) und Munch/Boston Symphony (Living Stereo) empfehlen, wobei letztere die bessere Klangqualität hat.

Gruß, Cosima
Zelenka (20.04.2006, 17:56):
Auch nicht in bester Tonqualität orgelt Edward Power Biggs mit Ormandy auf CBS/Sony. Ich kann vor allem den letzten Satz der Symphonie nicht mehr hören, seit ich in einen Film gehen mußte, in dem ein Schwein/Ferkel die Hauptrolle hat, das partout Hirtenhund werden möchte. Am Ende ertönt der Orgelsatz, der Effekt ist zu rührend.

Gruß,

Zelenka
Rolf Scheiwiller (21.04.2006, 14:57):
Original von Zelenka
Auch nicht in bester Tonqualität orgelt Edward Power Biggs mit Ormandy auf CBS/Sony. Ich kann vor allem den letzten Satz der Symphonie nicht mehr hören, seit ich in einen Film gehen mußte, in dem ein Schwein/Ferkel die Hauptrolle hat, das partout Hirtenhund werden möchte. Am Ende ertönt der Orgelsatz, der Effekt ist zu rührend.

Gruß,

Zelenka

@ Zelenka.
Meinst Du " BABE " ? Auf die Musik hab ich gar nicht geachtet. Oder im Fortsetzungsfilm ?
Muss ihn morgen mal anschaun.
Tschau
R.
Zelenka (21.04.2006, 15:01):
Lieber Rolf:

Ja, ich meine "Babe" oder "Babe 1", eine Fortsetzung mußte ich, Gott sei Dank, nicht anschauen.

Beste Grüße,

Zelenka
martin (22.04.2006, 15:26):
Die Orgelsinfonie habe ich gestern mal wieder gehört. An sich ein schönes Werk und ich denke für Klassikeinsteiger unbedingt empfehlenswert. Aber vielleicht ist es doch tatsächlich so, daß sie doch nicht so sehr in die Tiefe geht, wie hier schon jemand geschrieben hat. Sie hat mich beim Wiederhören dann doch nicht so gefesselt.

Ich habe zwei Aufnahmen, eine aus der Gesamteinspielung der Sinfonien mit Martinont ( glaube ich), dann noch eine billigere von Zyx mit der Slowakischen Philharmonie.

Gruß Martin
Rachmaninov (06.01.2007, 14:18):
Eben hörte ich die Aufnahme der Sinfonie mit Charles Munch und dem BSO.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4308876.jpg

Dabei ist mir wiedereinmal aufgefallen was für ein fantastisches Werk diese Sinfonie doch ist!

Die Aufnahme gefiel mir recht gut, wobei ich die Barenboim Aufnahme tendenziell stärker in Erinnerung habe! Müßte ich aber auch nochmal hören zwecks Vergleich .... aber zu wenig Zeit :I
Rachmaninov (02.04.2006, 21:41):
Bis zum Jahr 1877 war C.S.S. selber Organist an "La Madelein" in Paris und von daher wundert es nicht, daß er eine seiner 5. Sinfonien, von denen er drei veröffentlichte, diesem Instrument widmete.

Die Sinfonie ist Franz Liszt gewidmet der mit seinen Sinfonischen Dichtungen erheblichen Einfluss auf diese Komposition C.S.S. hatte, die der Komponist am 19.Mai 1886 in London uraufführte.

Die Orgel dient der Erweiterung der Klangfarben des Orchesters und erweitert mit den tiefen Registern den Frequenzgang des Orchesters.

Das viersätzige Werk weisst zudem noch Besonderheiten in der Besetzung auf mit dem Einsatz des Cor Anglais, drei Kesselpauken und einem Flügel.

Ohne Zweifel stellt die "Orgelsinfonie" eine der bedeutensten sinfonischen Kompositionen des 19. Jahrhunderts dar.

Kennengelernt habe ich die Sinfonie in der Aufnahme mit Daniel Barenboim, die ich bis heute immer wieder gerne höre:



Wie gefällt euch diese Sinfonie, die nebenbei natürlich eine "ultimative" Möglichkeit darstellt eine Hifi-Kette richtig zu testen?
Anton (05.04.2006, 11:05):
Hallo,

so ganz warm werde ich mit diesem Werk wohl nie.
Aber sage einmal, Rachmaninoff - wo ist das Werk denn viersätzig? Gibt es einen 3. und 4.Satz die ich nicht kenne, denn mir ist die Orgelsymphonie als zweisätziges Werk bekannt.

Ich glaube manchmal wird das Werk einfach in mehrere Tracks aufgeteilt, aber es ist zweisätzig (1.Adagio - Allegro moderato - Poco adagio und 2.Allegro moderato - Presto - Maestoso - Più allegro).

Mir liegt auch nur die von dir gennate Aufnahme mit Barenboim vor - mehr brauche und will ich nicht.

Einzig interessant und packend ist für mich der Teil mit der Orgel (müsste Maestoso - Allegro sein). Alles andere finde ich eher fad und träge - ist aber nur mein Empfinden. Ich könnte getrost auf alles außer den Orgelpart verzichten.

Von der CD mit Barenboim finde ich Samson et Dalila und Danse macabre viel schöner. Somit hat die CD auch noch seinen Reiz.

Es grüßt Anton.
Ganong (07.04.2006, 15:47):
Lieber Richard , lieber Anton !
ein sehr komplexes werk , dessen bedeutung Richard zu recht hervorgehoben hat . es ist - wohl wegen des Titels - so , dass "alle" auf den Orgeleionsatz warten .
ich denke , dass man sich näher mit C.S.S. und seinem Werk befassen muss , um einen tieferen Zugang zu seinen Werken zu bekommen .
Eine überzeugende Aufnahme ist die mit Seiji O z a w a .
Viele grüsse , Frank
Rachmaninov (07.04.2006, 19:02):
Original von Ganong
ich denke , dass man sich näher mit C.S.S. und seinem Werk befassen muss , um einen tieferen Zugang zu seinen Werken zu bekommen .

Da bin ich ganz Deiner Meinung! Die VK, CK und Klavierkonzerte sind alle einen Thread wert ......... nach und nach halt :D
Zelenka (07.04.2006, 19:18):
Und die Kammermusik sollte man auch nicht vergessen :leb. Aber das ist ja eine andere Abteilung.

Gruß,

J.D.Z.
Ganong (08.04.2006, 11:43):
Lieber Rachmaninov ,
mit Arthur Rubinstein hattest Du ja einen zweitweise Weggefährten , wie mit Casadesus , die sich um die Klavierwerkkonzerte grösste Verdienste erworben haben . Bi sheute , von Collard vielleicht abgesehen , konkurrenzlos !
Viele Grüsse , Frank
Rachmaninov (06.01.2007, 14:18):
Eben hörte ich die Aufnahme der Sinfonie mit Charles Munch und dem BSO.

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4308876.jpg

Dabei ist mir wiedereinmal aufgefallen was für ein fantastisches Werk diese Sinfonie doch ist!

Die Aufnahme gefiel mir recht gut, wobei ich die Barenboim Aufnahme tendenziell stärker in Erinnerung habe! Müßte ich aber auch nochmal hören zwecks Vergleich .... aber zu wenig Zeit :I