Christian Zacharias - Pianist und Dirigent

Cosima (07.08.2007, 09:51):
http://www.nortecastilla.es/prensa/fotos/200612/11/044D1VP2_1.jpg

Christian Zacharias (* 1950)

Geboren in in Jamshedpur (Indien) als Sohn deutscher Eltern, Pianist und Dirigent; seit 2000 Leiter des Lausanner Kammerorchesters.

Mit dem Sieg 1975 beim Pariser Ravel-Wettbewerb begann seine internationale Karriere. Berühmt geworden ist er vor allem durch seine Mozart-, Scarlatti- und Schubert-Interpretationen, die durch Makellosigkeit und Leuchtkraft zu überzeugen wissen. Einer seiner Lehrer war Vlado Perlemutter.

Zu seinem 50. Geburtstag (im Jahre 2000) erschien bei der EMI eine Doppel-CD mit bis dahin unveröffentlichten Werken, bei denen Christian Zacharias beweist, dass er auch einen virtuosen Zugriff mühelos beherrscht.

http://ec1.images-amazon.com/images/I/61XY2MFDT4L._AA240_.gif

Es handelt sich um Live-Aufnahmen aus den Jahren 1969 bis 1977. Da ist u.a. Ravels „Gaspard de la nuit“ zu hören, mit dem Zacharias im o.g. Ravel-Wettbewerb alle Mitstreiter an die Wand spielte. Die Schumann-Sonate op. 11 ist mitreißend und brillant gespielt.
Atemberaubend sind Zacharias’ frühe Chopin-Interpretationen auf dieser CD: Blitzschnell und ausdrucksstark im 1. Scherzo, voller Einfühlungsvermögen in den Mazurken. Großes Klavierspiel eines großen und sympathischen Künstlers!

Wie steht Ihr zu Christian Zacharias?

Gruß, Cosima
Amadé (10.08.2007, 18:04):
Hallo Cosima,

keiner will hier so richtig anbeißen, schade.
Die von Dir vorgestellte Doppel-CD habe ich auch und teile Deine Einschätzung.
Außerdem besitze ich seine Schubert-Sonaten von EMI, die meiner Meinung nach in jede ernste Schubert-Diskothek gehören. Auch die Gesamt-Einspielung der Mozart-Konzerte (EMI) mit verschiedenen Dirigenten imponiert, ich kenne darin kein Konzert, dass qualitativ abfällt. Zacharias ergänzt, wie es zu Mozarts Lebzeiten gusto war, den Notentext mit fantasievollen Eingängen und Kadenzen, soweit sie nicht von MOzart selbst stammen. Da tritt z.B. im letzten SAtz von KV 466 für einen Moment Don Giovanni auf. Mittlerweile hat Zacharias die Plattenfirma gewechselt, bei Dabringhaus&Grimm=MDG spielt u.a. erneut Schubert ein und Mozart-Konzerte mit dem Lausanner Kammerorchester, dessen künstlerischer Leiter er ist. Die ersten beiden Volumina sind vielversprechend.

Eine seiner schönsten Einspielungen ist das KLaviertrio H-dur op.8 (2.Fassung) von BRahms mit U.Hoelscher und H.SChiff (EMI), ich habe die drei auch live mit diesem Werk gehört.

Ich hoffe nur, dass er sein KLavierspiel nicht zugunsten der Orchestertätigkeit vernachlässigt, wie einige seiner Kollegen, dass wäre schade. Es gibt augenblicklich zwar viele gute Pianisten, darüber wird die Luft jedoch dünn.

Gruß Bernd
Rachmaninov (17.08.2007, 13:37):
@Cosima, Amade,

Zacharias schätze ich als Pianist durchaus.

Eben hörte ich nochmals etwas Schubert mit ihm, der bei Zacharias immer so frei klingt. Als gäbe es nichts belastendes in der Musik oder im Leben des Koponisten. Dann höre ich in dieser Form auch immer wieder gerne.
Zacharias ist für mich einer der Vertreter, die nicht unbedingt immer etwas "Besonderes" darstellen wollen. Das macht für mich viel von seinem Reiz aus.
Die Schubert Aufnahme wird ja derzeit seitens EMI verschleudert. IMO ein klarer Kauf, wegen Schubert und Zacharias.

Gerne würde ich auch einmal seinen Schumann hören!!!

Als Dirigent hörte ich ihn noch nie. Halte aber grundsätzlich wenig von Instrumentalisten, die spät Dirigent werden.

:engel
Cosima (07.08.2007, 09:51):
http://www.nortecastilla.es/prensa/fotos/200612/11/044D1VP2_1.jpg

Christian Zacharias (* 1950)

Geboren in in Jamshedpur (Indien) als Sohn deutscher Eltern, Pianist und Dirigent; seit 2000 Leiter des Lausanner Kammerorchesters.

Mit dem Sieg 1975 beim Pariser Ravel-Wettbewerb begann seine internationale Karriere. Berühmt geworden ist er vor allem durch seine Mozart-, Scarlatti- und Schubert-Interpretationen, die durch Makellosigkeit und Leuchtkraft zu überzeugen wissen. Einer seiner Lehrer war Vlado Perlemutter.

Zu seinem 50. Geburtstag (im Jahre 2000) erschien bei der EMI eine Doppel-CD mit bis dahin unveröffentlichten Werken, bei denen Christian Zacharias beweist, dass er auch einen virtuosen Zugriff mühelos beherrscht.

http://ec1.images-amazon.com/images/I/61XY2MFDT4L._AA240_.gif

Es handelt sich um Live-Aufnahmen aus den Jahren 1969 bis 1977. Da ist u.a. Ravels „Gaspard de la nuit“ zu hören, mit dem Zacharias im o.g. Ravel-Wettbewerb alle Mitstreiter an die Wand spielte. Die Schumann-Sonate op. 11 ist mitreißend und brillant gespielt.
Atemberaubend sind Zacharias’ frühe Chopin-Interpretationen auf dieser CD: Blitzschnell und ausdrucksstark im 1. Scherzo, voller Einfühlungsvermögen in den Mazurken. Großes Klavierspiel eines großen und sympathischen Künstlers!

Wie steht Ihr zu Christian Zacharias?

Gruß, Cosima
Amadé (10.08.2007, 18:04):
Hallo Cosima,

keiner will hier so richtig anbeißen, schade.
Die von Dir vorgestellte Doppel-CD habe ich auch und teile Deine Einschätzung.
Außerdem besitze ich seine Schubert-Sonaten von EMI, die meiner Meinung nach in jede ernste Schubert-Diskothek gehören. Auch die Gesamt-Einspielung der Mozart-Konzerte (EMI) mit verschiedenen Dirigenten imponiert, ich kenne darin kein Konzert, dass qualitativ abfällt. Zacharias ergänzt, wie es zu Mozarts Lebzeiten gusto war, den Notentext mit fantasievollen Eingängen und Kadenzen, soweit sie nicht von MOzart selbst stammen. Da tritt z.B. im letzten SAtz von KV 466 für einen Moment Don Giovanni auf. Mittlerweile hat Zacharias die Plattenfirma gewechselt, bei Dabringhaus&Grimm=MDG spielt u.a. erneut Schubert ein und Mozart-Konzerte mit dem Lausanner Kammerorchester, dessen künstlerischer Leiter er ist. Die ersten beiden Volumina sind vielversprechend.

Eine seiner schönsten Einspielungen ist das KLaviertrio H-dur op.8 (2.Fassung) von BRahms mit U.Hoelscher und H.SChiff (EMI), ich habe die drei auch live mit diesem Werk gehört.

Ich hoffe nur, dass er sein KLavierspiel nicht zugunsten der Orchestertätigkeit vernachlässigt, wie einige seiner Kollegen, dass wäre schade. Es gibt augenblicklich zwar viele gute Pianisten, darüber wird die Luft jedoch dünn.

Gruß Bernd
Rachmaninov (17.08.2007, 13:37):
@Cosima, Amade,

Zacharias schätze ich als Pianist durchaus.

Eben hörte ich nochmals etwas Schubert mit ihm, der bei Zacharias immer so frei klingt. Als gäbe es nichts belastendes in der Musik oder im Leben des Koponisten. Dann höre ich in dieser Form auch immer wieder gerne.
Zacharias ist für mich einer der Vertreter, die nicht unbedingt immer etwas "Besonderes" darstellen wollen. Das macht für mich viel von seinem Reiz aus.
Die Schubert Aufnahme wird ja derzeit seitens EMI verschleudert. IMO ein klarer Kauf, wegen Schubert und Zacharias.

Gerne würde ich auch einmal seinen Schumann hören!!!

Als Dirigent hörte ich ihn noch nie. Halte aber grundsätzlich wenig von Instrumentalisten, die spät Dirigent werden.

:engel