Das Klassikjahr 2007 – Eure Highlights

Rachmaninov (28.11.2007, 08:52):
Hallo Forianer,

das Jahr neigt sich dem Ende, das Weihnachtsfest naht und bald schon feiern wir Silvester und das Jahr 2007 ist Vergangenheit.
Aus diesem Grund möchte ich euch nach euren Klassik-Highlights im Jahr 2007 fragen.

Was waren eure Aufnahmen, Erlebnisse und Ereignisse, die für euch besonders waren?

Verdi - La Traviata in Düsseldorf

Eins meiner Highlights 2007 war mein erster Opern Besuch. Gesehen habe ich Verdi’s La Traviata in Düsseldorf. Ein besonderes Erlebnis, da die Wirkung einer Oper in der Kombination Gesang und Schauspiel grandios ist. Da kann eine reine Audio CD nicht konkurrieren.

V.Repin – DG Debüt

Es war lange sehr still um Vadim Repin, jedenfalls was die Bereicherung des Tonträgermarktes angeht. Mit seiner Debüt Aufnahme bei der DG mit dem Beethoven-Konzert hat sich ein persönlicher Wunsch meinerseits erfüllt. Eine wunderbare Aufnahme und hoffentlich folgen weitere Aufnahmen.

Y. Sudbin.

Sudbin’s Karriere verfolge ich schon seit langem. Seine Scarlatti und Rachmaninov Aufnahme sind spitze. Anfang des Jahres kam seine erste Aufnahme mit Klavierkonzerten auf den Markt (medtner / Tchaikovsky). Auch hier wieder Aufnahmen, die sich messen lassen können und dabei bestehen!
Seine erst kürzlich erschienene Aufnahme mit Werken von Scriabin lässt erneut aufhorchen. Ohne Zweifel, eine große Karriere dürfen wir miterleben.

Schostakowitsch:

Schostakowitsch war einer meiner Schwerpunkte 2007. Vor allem in den letzten Wochen konnte ich, aufgrund zahlreicher Threads, mich hier weiter in die Thematik vertiefen. Vor allem im Bereich der Sinfonien.
Jeremias (28.11.2007, 09:03):
La Traviata war sicherlich auch eines meiner Highlights, ich habe die Aufführung einen Tag nach dem Admin gesehen. Nicht schlecht für Düsseldorf :haha

Mein klares Highlight war das Requiem von Verdi am 10.11. in Köln mit Semyon Bychkov und u.a. Olga Borodina und Ramon Vargas (hab ich erwähnt, dass die Karte nur 19 € gekostet hat und für meine Freundin nur die Hälfte? :cool)

Was CDs angeht, so waren das auch für mich die Scheibe von Repin, dazu die 1. Chopin CD von Blechacz bei der DG.

Mal schauen, was mir noch so im Laufe des Tages einfällt....
Rachmaninov (28.11.2007, 09:08):
Original von Jeremias
Mein klares Highlight war das Requiem von Verdi am 10.11. in Köln mit Semyon Bychkov und u.a. Olga Borodina und Ramon Vargas (hab ich erwähnt, dass die Karte nur 19 € gekostet hat und für meine Freundin nur die Hälfte? :cool)


Glücklicherweise wurde dieses Konzert auch konserviert und wir dürfen uns auf eine CD freuen!


Was CDs angeht, so waren das auch für mich die Scheibe von Repin, dazu die 1. Chopin CD von Blechacz bei der DG.

In der Tat ist die Blechacz Aufnahme eine Nennung wert!
HenningKolf (28.11.2007, 09:36):
Original von Jeremias
La Traviata war sicherlich auch eines meiner Highlights, ich habe die Aufführung einen Tag nach dem Admin gesehen. Nicht schlecht für Düsseldorf :haha

Mein klares Highlight war das Requiem von Verdi am 10.11. in Köln mit Semyon Bychkov und u.a. Olga Borodina und Ramon Vargas (hab ich erwähnt, dass die Karte nur 19 € gekostet hat und für meine Freundin nur die Hälfte? :cool)

Was CDs angeht, so waren das auch für mich die Scheibe von Repin, dazu die 1. Chopin CD von Blechacz bei der DG.

Mal schauen, was mir noch so im Laufe des Tages einfällt....


Die Freundin nur die Hälfte? Noch so jung, dass sie die verbilligten Karten bekommt? :haha :D

..................................................................................................


Konzertbesuche gab es dieses Jahr überhaupt nicht. Das einzige was es hier in der Nähe gab..(wobei auch das nicht wirklich nah war) wäre Schostakowitschs 8. in Peenemünde gewesen (allerdings in einer Fabrikhalle auf dem früheren Raketenversuchsgelände, da bin ich im Hinblick auf die Akustik nicht überzeugt, dass dies gut geklungen hat), aber ausgerechnet an diesem Wochenende hatte ich keine Zeit.


Mein Highlight ist natürlich die - zufällige - Entdeckung dieses Forums. Davor kannte ich nur eines, welches sich nur so alle 2 oder 3 Wochen mal regte und halt jenes arrogant geführte bekannte andere welches Telefonbucheintragungen voraussetzt und eher wenig nett daher kommt.

Ein Ergebnis hat die Forenmitgliedschaft für mich auf jeden Fall:

Die Erkenntnis, dass es Klaviersolomusik gibt, die auch mir gefällt. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass Ravel gut daran getan hat, die Bilder von Mussorgski zu orchestrieren und Liszt mir niemals gefallen wird, aber Sudbin, Koroliov, Anderszewski, Planes hätte ich mir ohne dieses Forum nicht zugelegt, weil ich mit dem Genre auf Grund der Kenntnis Gouldscher Interpretation und Lisztscher Rhapsodien schon abgeschlossen hatte.

Gruß
Henning
Rachmaninov (28.11.2007, 09:43):
Original von HenningKolf
.... und Liszt mir niemals gefallen wird...

Dann kennst Du S. Osbornes Aufnahme von "Harmonies poetiques et religieuses" nicht. DAS ist Musik, das ist spitze!
Jeremias (28.11.2007, 10:44):
Ich empfehle die Andsnes-CD mit Liszt... ganz große Klasse!

@ Henning: nicht nur sie ist jung, ich bin es mit meinen 28 Lenzen auch noch :haha
HenningKolf (28.11.2007, 11:23):
überlege gerade, ob ich in meinem Profil mal mein Geburtsdatum ein wenig fälsche........


X(
Henning
ab (28.11.2007, 11:38):
meine großen Entdeckungen des Jahres 2007 waren sicherlich:


die 4- CD-Box mit historischen Aufnahmen von Werken Debussys beim Label Documents
http://www.jpc.de/image/w150/front/0/2937221.jpg


Daniil Shafran als Cellist und Musiker

Die Schubert D.960er Sonate in den Einspielungen von Kempff (BBC-Legends) und Petrov (Olympia)


Sofronitsky als Scriabin und Prokofiev aber auch Mozart Interpret


Was Neu-Aufnahmen betrifft, so habe ich wenig gefunden.
Mein Highlight ist sicherlich das Zehetmair Quartett mit Bartók (ECM).
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5308369.jpg


Stark beeidruckt hat mich auch Le Chant des templiers (Manuscrit du saint sepulcre de Jerusalem 12.Jh.) archaisch interpretiert vom Ensemble Organum, Marcel Peres (Ambroisie)
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/8220248.jpg
AcomA (28.11.2007, 12:31):
hallo liebe freunde,

meine highlights dieses jahres:

ivo janssen und seine bach-interpretationen, u.a. die kunst der fuge

jean-ives thibaudets cd mit opernparaphrasen

rafal blechacz mit den chopin-preludes und einigen nocturnes

leonid kogan und karl richter mit den bachschen violinsonaten

bud powell


gruß, siamak :engel
Zelenka (28.11.2007, 18:31):
Obwohl ich die Frage nach den Klassik-Highlights des Jahres 2007 schon erwartet, vielleicht auch gefürchtet habe, bin ich mir auch nach einigem Nachdenken immer noch nicht ganz sicher.

Sehr viel Freude haben mir einige für mich neue Versionen von Schuberts D 960-Klaviersonate gemacht. ab hat hier ja weiter oben auch Entdeckungen gemacht, bei mir sind es Einspielungen von Malikova (RS) und Zhu (Mandala), vor allem aber gleich drei von Eduard Erdmann (Tahra, Orfeo), den ich erst dieses Jahr als Pianisten entdeckt habe.

Eine Freude war auch diese Box mit alten DG-Aufnahmen von Monique Haas:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51W29GV0JRL._AA240_.jpg

Ein Quell der Freude war auch diese Introuvables-Box:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51lfPSGa6ZL._AA240_.jpg

Noch zuletzt auch diese relativ wohlfeile Box:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/31eOdeyXXVL._AA240_.jpg

Regelrecht verfallen war und bin ich Thibaudets "Aria"-CD, die Siamak schon genannt hat:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/414kjyCQUuL._AA240_.jpg

Fortsetzung folgt!

Gruß, Zelenka
Poztupimi (28.11.2007, 19:42):
Konzerte habe ich nur eines besucht in diesem Jahr, und das war schon ein besonderes Erlebnis: Abschlußkonzert der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle in der Waldbühne. Wenn ich mich also in Ermangelung weiterer Konzert- oder Opernbesuche auf meine Neuzugänge beschränke, bleiben als persönliche Favoriten unter den Neuerscheinungen diese beiden:



und unter den Aufnahmen, die schon länger auf dem Markt sind, die ich aber erst dieses Jahr für mich entdeckt habe, diese:



(wobei die eine Klenke-Aufnahme für alle drei aus der Reihe steht)

Unter den oben gezeigten finden sich Künstler und Ensemble, die sicher Zuwachs in meiner Sammlung bekommen werden.

Grüße,
Wolfgang
uhlmann (28.11.2007, 20:03):
absolutes highlight: die bruckner fünfte unter marthé in st. florian.

das war eines der absoluten highlights meiner gesamten "klassik-karriere". für solche erlebnisse quält man sich durch so manches konzert. bis man dann solche sternstunden alle heiligen zeiten mal erleben darf.

plattentechnisches highlight war der erwerb eines rapidshare-premium-accounts und damit verbunden der praktisch unbegrenzte zugang zu jeglicher art von musik. so entdecke ich neues, wann immer ich lust darauf habe.
ab (28.11.2007, 22:17):
Ist dies ironisch zu verstehen? Marthé verdanke ich die groteskesten Tiefpunkte meiner Klassikkonzerterfahrungen...

Was mich aber wirklich einmal beeindruckt hat, war, dass er einst in Bruckners 3. Sinfonie die Pause zwischen ersten und zweiten Satz so lange aushielt, bis es in der Kirche absolut still war: Das war erhaben! Ich dachte, wenn er dies die anderen Sätze auch schafft, dann hat dieser Helge Schneider :ignore wirklich etwas verstanden. Dem war aber nicht so; und so bin ich geneigt, dies für einen glücklichen Zufall zu halten...
cellodil (29.11.2007, 01:06):
Für mich dieses Jahr die erfreulichste Neueinspielung meiner geliebten Bach-Suiten war die von Jean-Guihen Queyras:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Q9Sp%2BVi8L._SS400_.jpg

Ich denke, die wird sich auch auf längere Sicht einen Platz unter meinen Lieblingseinspielungen erobern können.


Am meisten, das habt Ihr vermutlich bemerkt, hat mich Miklos Perényi, den ich in Kronberg nicht nur im Konzert hören konnte, sondern auch als Lehrer erleben durfte, berührt und beeindruckt.

Aber insgesamt war das Kronberg Cello-Festival dieses Jahr mein musikalisches Highlight. Großartige Konzerte (vor allem Lynn Harrell, Natalia Gutman, Arto Noras) und eine ganz und gar wunderbare Atmosphäre. Werde ganz bestimmt in zwei Jahren wieder hingehen.

Alles in allem war 2007 ein an musikalischen Momenten für mich sehr reiches Jahr:
- In Schwetzingen das Opernspektakel Il Giustino und Gidon Kremer mit der Kremerata Baltica im Rokoko-Theater
- Jan Vogler mit Dutilleux (Tout un monde lointain) in Freiburg
- Alban Gerhard und Cecile Licad bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen
- Heinrich Schiff, der an zwei Abenden (auch in Ludwigsburg) die Cello-Suiten von Bach gespielt hat
- Jean-Guihen Queyras mit Britten und Bach beim Europäischen Musikfest in Stuttgart
- Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra mit Mahlers 1. Sinfonie beim Europäischen Musikfest in Stuttgart
- und dann noch drei Quartett-Abende mit dem Artemis-Quartett, dem Guarneri Quartet und dem Hagen Quartett, das tatsächlich immer besser zu werden scheint
- die Meisterkurse von Anner Bylsma, David Geringas und - sehr erhellend in vieler Hinsicht - von Rohan de Saram und die Gesprächskonzerte des Vogler Quartetts

... und 2008 fängt mit Yo-Yo Ma in Basel ja auch schon mal gut an...

Liebe Grüße

Sabine
teleton (29.11.2007, 08:17):
Hallo Das-Klassikforumianer,

ich habe auch dieses Jahr keine Livekonzerte besucht.
Ich wollte für das Beethovenfest in Bonn Karten besorgen, aber die lagen in Preisregionen für ein Konzert, was ich früher für eine ganze Spielsaison mit 12Konzerten bezahlt hätte.

:rofl Da habe ich lieber in CD´s investiert !


Was ich nie für möglich gehalten hätte:
Das ich mal Beethoven-Sinfonien hören werde, die mir über die Karajanaufnahmen (DG 60,77,84) gehen werden. Von diesen bin ich geprägt, die hatte ich schon immer (auch früher aif LP) am liebsten gehört.
Das jetzt viele denken: Ist doch klar, kann ich mir vorstellen (besonders die, die Karajan wenig schätzen).
Nein, von den Bernstein-Aufnahmen mit den Wiener PH war ich auch schon seit Jahrzehnten sehr angetan. Besonders seine EROICA ist dort mein Favorit.

Mein HIGHLIGHT war dann dieses Jahr die Anschaffung der
Beethoven-Sinfonien mit Bernstein / New Yorker PH (SONY).
Diese hatte ich mir zunächst als SONY-Einzel-CD´s gekauft und war jedesmal hingerissen. Weil ich die Nr.6 und Nr.9 aber einzeln nur sehr teuer bekommen konnte , habe ich die GA (die jetzt auch sehr preiswert ist) gekauft.
:down Das ist die GA, die ich auf die Insel mitnehmen würde.


Mein zweites HIGHLIGHT ist die neue
Ashkenazy-GA der Schostakowitsch-Sinfonien (DECCA).
Es ist unglaublich, wie nah Ashkenazy an Roshdestwensky und Kondraschin dran ist.
Das das ganze aber in einer TOP-Klangqaulität von Decca geboten wird, macht die Aufnahme für mich zur moderenen Referenz.


Mein drittes HIGHLIGHT war die Anschaffung einer weiteren Aufnahme des Khatchaturian Klavierkonzertes D-Dur, hier mit Flier, Moskauer PH, Kondraschin (Melodiya).
Ich hatte die CD eigendlich hauptsächlich wegen der Khatchaturian: Sinfonie Nr.3 unter Kondraschin gekauft (die beste Aufnahme die es gibt). Diese hatte ich schon auf Eurodisc-LP.
Aber das KK war dann die noch größere Überraschung.
--

Ich habe weiter oben von Henning gelesen:
.... und Liszt mir niemals gefallen wird...
:beer Das wird mich veranlassen einen Liszt-Thread zu erstellen.

Es kommt glaube ich immer darauf an, welchen klassischen Werdegang jeder hinter sich hat:
Mein erster Komponist in meinem Leben war Beethoven.
Meine erste LP war - Beethoven Sinfonie Nr.3 mit Klemperer (EMI).
Das mir Barockmusik wenig liegt, erkannte ich damals schon: Ohne Moos nix los ! Dann wollte ich Beethovens Umfeld kennenlernen; sogleich folgten Tschaikowsky und Liszt.
Die Sinfonischen Dichtungen mit Haitink (Philips) hatten es mir angetan -und Liszt´s Klavierwerke natürlich auch.
HenningKolf (29.11.2007, 08:35):
@ teleton

das bezog sich nur auf Klaviersolo und auch auf KK, nicht auf sinfonische Werke von Liszt. Auch die bringen mich nicht ins Schwelgen, aber immerhin höre ich Les Preludes, Tasso, Mazeppa u.a. gelegentlich ganz gerne.

Gruß
Henning
uhlmann (29.11.2007, 10:52):
Original von ab
Ist dies ironisch zu verstehen? Marthé verdanke ich die groteskesten Tiefpunkte meiner Klassikkonzerterfahrungen...

Was mich aber wirklich einmal beeindruckt hat, war, dass er einst in Bruckners 3. Sinfonie die Pause zwischen ersten und zweiten Satz so lange aushielt, bis es in der Kirche absolut still war: Das war erhaben! Ich dachte, wenn er dies die anderen Sätze auch schafft, dann hat dieser Helge Schneider :ignore wirklich etwas verstanden. Dem war aber nicht so; und so bin ich geneigt, dies für einen glücklichen Zufall zu halten...

nix ironisch, war schon so gemeint.

das konzert in florian war einfach nur geil. es war das letzte konzert des european philharmonic (das orchester wird aufgelöst), die haben für ihr leben gespielt. an solchen einsatz und solche spielfreude kann ich mich zb bei den wiener philharmonikern nicht ein einziges mal erinnern.

und marthés interpretation war auch grandios. gaaanz langsam, aber doch aus einem guss, getragen von einem tiefen verständnis für bruckners musik. da passte einfach alles.

das war einer jener abende, an denen das ganze mehr war als die summe der einzelnen teile (um es mal pathetisch auszudrücken). und dann noch in florian, direkt unter tonerls sarkophag... ich muss gleich heulen :D (das war jetzt ironisch gemeint)
ab (29.11.2007, 11:34):
Original von uhlmann
es war das letzte konzert des european philharmonic (das orchester wird aufgelöst), die haben für ihr leben gespielt. an solchen einsatz und solche spielfreude kann ich mich zb bei den wiener philharmonikern nicht ein einziges mal erinnern.

freut mich für Dich!
:hello

Das mit der Spielfreude ist ein typisches Charakteristikum für Jugendorchester. Oder? Schon einmal das Gustav Mahler Jugendorchester motiviert gehört oder gar jenes aus Verbier? Ich denke, auch bei der Jungen Deutschen Philharmonie ist dies zu hören.
nikolaus (29.11.2007, 22:19):
Original von ab

Das mit der Spielfreude ist ein typisches Charakteristikum für Jugendorchester. Oder?

Oh ja!
Wie andernorts berichtet habe ich das UBS Verbier Festival Youth Orchestra letzten Samstag gehört und war schwer beeindruckt vom Engagement und Spielfreude der jungen Musiker!
Ich denke, diese Jugendorchester können es zu allererst schaffen, andere Jugendliche von der "Klassischen Musik" zu überzeugen.

Gruß, Nikolaus.
ab (29.11.2007, 22:36):
Meine Konzert Highlights 2007 wolle ich auch noch nennen:

Das Hagen Quartett mit Schubert, Schostakowitsch und Bach.

Das Huelgas-Ensemble mit Werken der Chansons parisienne des frühen 15. Jahrhunderts.

Das Minguet Quartett mit den 5 Streichquartetten von Jörg Widmann

Die erfreulichste Oper war zweifellos Händels Acis and Galatea mit dem Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen.

Das erfreulichste Ensembledebut für mich war das exzellente italienische Klavierduo Davide und Daniele Trivella mit Musik von Ligeti, Stravinsky und Piazzolla.

Die erfreulichste Repertoireerweiterung war das Kennelernen von Dieterich Buxtehudes Violinsonaten mit einem doch erfreulichen Konzert mit dem Geiger Daniel Sepec sowie die Gambistin Friederike Heumann und Peter Waldner am Cembalo.

Schon estaunlich, wie trocken sich das einfach hinschreiben lässt, wobei es sich doch mit um die intensivsten Momente des ganzen Jahres gehandelt hat...
:engel
cellodil (30.11.2007, 23:50):
Original von ab
Schon estaunlich, wie trocken sich das einfach hinschreiben lässt, wobei es sich doch mit um die intensivsten Momente des ganzen Jahres gehandelt hat...
:engel

Den Gedanken hatte ich beim Aufschreiben meiner "Highlights 2007" auch. Aber ich glaube, diese Erlebnisse lassen sich vermutlich nicht einmal in seitenlangen Ausführungen wirklich vermitteln. Und für mich selbst fand ich es schön, diese ganz persönlichen musikalischen Sternstunden in diesem Moment noch einmal revue passieren zu lassen.

Schön, sie hin und wieder und manchmal auch ganz unerwartet zu haben, diese Momente - um nicht zu sagen lebensnotwendig.

Herzliche Grüße

Sabine
Zelenka (20.12.2007, 16:01):
Ich hatte in meinem ersten Beitrag in diesem Faden eine Fortsetzung angekündigt, es wird Zeit sie zu schreiben, ehe es zu spät ist:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41%2BJOKhM%2BZL._AA240_.jpg


Die größte pianistische Entdeckung dieses Jahres war für mich Claudio Arrau, dem ich vorher nach Möglichkeit immer aus dem Weg gegangen bin. Ich bereue es zutiefst! (Arrau schätzte einen weiteren Pianisten sehr, den ich auch erst dieses Jahr für mich entdeckt habe (s.o.): Eduard Erdmann.)

Der Rest ist Schweigen.

Gruß, Zelenka
Zelenka (20.12.2007, 17:40):
Original von Zelenka

Der Rest ist Schweigen.

Gruß, Zelenka

Noch nicht ganz: Da war noch der vielleicht längste und gleichzeitig beste Boléro aller Zeiten bei einer Dauer von 18:36 (zum Vergleich "Ravel" (tatsächlich aber Albert Wolff) 15:20) mit dem Orchestre du Théâtre des Champs-Elysées unter Pedro de Freitas Branco aus dem Jahre 1953 (EMI Les Rarissimes). De Freitas Branco war mit Ravel befreundet, hatte aber offenbar eine andere Auffassung von dem Werk ...

Das war es dann aber!

Gruß, Zelenka
Rachmaninov (28.11.2007, 08:52):
Hallo Forianer,

das Jahr neigt sich dem Ende, das Weihnachtsfest naht und bald schon feiern wir Silvester und das Jahr 2007 ist Vergangenheit.
Aus diesem Grund möchte ich euch nach euren Klassik-Highlights im Jahr 2007 fragen.

Was waren eure Aufnahmen, Erlebnisse und Ereignisse, die für euch besonders waren?

Verdi - La Traviata in Düsseldorf

Eins meiner Highlights 2007 war mein erster Opern Besuch. Gesehen habe ich Verdi’s La Traviata in Düsseldorf. Ein besonderes Erlebnis, da die Wirkung einer Oper in der Kombination Gesang und Schauspiel grandios ist. Da kann eine reine Audio CD nicht konkurrieren.

V.Repin – DG Debüt

Es war lange sehr still um Vadim Repin, jedenfalls was die Bereicherung des Tonträgermarktes angeht. Mit seiner Debüt Aufnahme bei der DG mit dem Beethoven-Konzert hat sich ein persönlicher Wunsch meinerseits erfüllt. Eine wunderbare Aufnahme und hoffentlich folgen weitere Aufnahmen.

Y. Sudbin.

Sudbin’s Karriere verfolge ich schon seit langem. Seine Scarlatti und Rachmaninov Aufnahme sind spitze. Anfang des Jahres kam seine erste Aufnahme mit Klavierkonzerten auf den Markt (medtner / Tchaikovsky). Auch hier wieder Aufnahmen, die sich messen lassen können und dabei bestehen!
Seine erst kürzlich erschienene Aufnahme mit Werken von Scriabin lässt erneut aufhorchen. Ohne Zweifel, eine große Karriere dürfen wir miterleben.

Schostakowitsch:

Schostakowitsch war einer meiner Schwerpunkte 2007. Vor allem in den letzten Wochen konnte ich, aufgrund zahlreicher Threads, mich hier weiter in die Thematik vertiefen. Vor allem im Bereich der Sinfonien.
Jeremias (28.11.2007, 09:03):
La Traviata war sicherlich auch eines meiner Highlights, ich habe die Aufführung einen Tag nach dem Admin gesehen. Nicht schlecht für Düsseldorf :haha

Mein klares Highlight war das Requiem von Verdi am 10.11. in Köln mit Semyon Bychkov und u.a. Olga Borodina und Ramon Vargas (hab ich erwähnt, dass die Karte nur 19 € gekostet hat und für meine Freundin nur die Hälfte? :cool)

Was CDs angeht, so waren das auch für mich die Scheibe von Repin, dazu die 1. Chopin CD von Blechacz bei der DG.

Mal schauen, was mir noch so im Laufe des Tages einfällt....
Rachmaninov (28.11.2007, 09:08):
Original von Jeremias
Mein klares Highlight war das Requiem von Verdi am 10.11. in Köln mit Semyon Bychkov und u.a. Olga Borodina und Ramon Vargas (hab ich erwähnt, dass die Karte nur 19 € gekostet hat und für meine Freundin nur die Hälfte? :cool)


Glücklicherweise wurde dieses Konzert auch konserviert und wir dürfen uns auf eine CD freuen!


Was CDs angeht, so waren das auch für mich die Scheibe von Repin, dazu die 1. Chopin CD von Blechacz bei der DG.

In der Tat ist die Blechacz Aufnahme eine Nennung wert!
HenningKolf (28.11.2007, 09:36):
Original von Jeremias
La Traviata war sicherlich auch eines meiner Highlights, ich habe die Aufführung einen Tag nach dem Admin gesehen. Nicht schlecht für Düsseldorf :haha

Mein klares Highlight war das Requiem von Verdi am 10.11. in Köln mit Semyon Bychkov und u.a. Olga Borodina und Ramon Vargas (hab ich erwähnt, dass die Karte nur 19 € gekostet hat und für meine Freundin nur die Hälfte? :cool)

Was CDs angeht, so waren das auch für mich die Scheibe von Repin, dazu die 1. Chopin CD von Blechacz bei der DG.

Mal schauen, was mir noch so im Laufe des Tages einfällt....


Die Freundin nur die Hälfte? Noch so jung, dass sie die verbilligten Karten bekommt? :haha :D

..................................................................................................


Konzertbesuche gab es dieses Jahr überhaupt nicht. Das einzige was es hier in der Nähe gab..(wobei auch das nicht wirklich nah war) wäre Schostakowitschs 8. in Peenemünde gewesen (allerdings in einer Fabrikhalle auf dem früheren Raketenversuchsgelände, da bin ich im Hinblick auf die Akustik nicht überzeugt, dass dies gut geklungen hat), aber ausgerechnet an diesem Wochenende hatte ich keine Zeit.


Mein Highlight ist natürlich die - zufällige - Entdeckung dieses Forums. Davor kannte ich nur eines, welches sich nur so alle 2 oder 3 Wochen mal regte und halt jenes arrogant geführte bekannte andere welches Telefonbucheintragungen voraussetzt und eher wenig nett daher kommt.

Ein Ergebnis hat die Forenmitgliedschaft für mich auf jeden Fall:

Die Erkenntnis, dass es Klaviersolomusik gibt, die auch mir gefällt. Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass Ravel gut daran getan hat, die Bilder von Mussorgski zu orchestrieren und Liszt mir niemals gefallen wird, aber Sudbin, Koroliov, Anderszewski, Planes hätte ich mir ohne dieses Forum nicht zugelegt, weil ich mit dem Genre auf Grund der Kenntnis Gouldscher Interpretation und Lisztscher Rhapsodien schon abgeschlossen hatte.

Gruß
Henning
Rachmaninov (28.11.2007, 09:43):
Original von HenningKolf
.... und Liszt mir niemals gefallen wird...

Dann kennst Du S. Osbornes Aufnahme von "Harmonies poetiques et religieuses" nicht. DAS ist Musik, das ist spitze!
Jeremias (28.11.2007, 10:44):
Ich empfehle die Andsnes-CD mit Liszt... ganz große Klasse!

@ Henning: nicht nur sie ist jung, ich bin es mit meinen 28 Lenzen auch noch :haha
HenningKolf (28.11.2007, 11:23):
überlege gerade, ob ich in meinem Profil mal mein Geburtsdatum ein wenig fälsche........


X(
Henning
ab (28.11.2007, 11:38):
meine großen Entdeckungen des Jahres 2007 waren sicherlich:


die 4- CD-Box mit historischen Aufnahmen von Werken Debussys beim Label Documents
http://www.jpc.de/image/w150/front/0/2937221.jpg


Daniil Shafran als Cellist und Musiker

Die Schubert D.960er Sonate in den Einspielungen von Kempff (BBC-Legends) und Petrov (Olympia)


Sofronitsky als Scriabin und Prokofiev aber auch Mozart Interpret


Was Neu-Aufnahmen betrifft, so habe ich wenig gefunden.
Mein Highlight ist sicherlich das Zehetmair Quartett mit Bartók (ECM).
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/5308369.jpg


Stark beeidruckt hat mich auch Le Chant des templiers (Manuscrit du saint sepulcre de Jerusalem 12.Jh.) archaisch interpretiert vom Ensemble Organum, Marcel Peres (Ambroisie)
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/8220248.jpg
AcomA (28.11.2007, 12:31):
hallo liebe freunde,

meine highlights dieses jahres:

ivo janssen und seine bach-interpretationen, u.a. die kunst der fuge

jean-ives thibaudets cd mit opernparaphrasen

rafal blechacz mit den chopin-preludes und einigen nocturnes

leonid kogan und karl richter mit den bachschen violinsonaten

bud powell


gruß, siamak :engel
Zelenka (28.11.2007, 18:31):
Obwohl ich die Frage nach den Klassik-Highlights des Jahres 2007 schon erwartet, vielleicht auch gefürchtet habe, bin ich mir auch nach einigem Nachdenken immer noch nicht ganz sicher.

Sehr viel Freude haben mir einige für mich neue Versionen von Schuberts D 960-Klaviersonate gemacht. ab hat hier ja weiter oben auch Entdeckungen gemacht, bei mir sind es Einspielungen von Malikova (RS) und Zhu (Mandala), vor allem aber gleich drei von Eduard Erdmann (Tahra, Orfeo), den ich erst dieses Jahr als Pianisten entdeckt habe.

Eine Freude war auch diese Box mit alten DG-Aufnahmen von Monique Haas:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51W29GV0JRL._AA240_.jpg

Ein Quell der Freude war auch diese Introuvables-Box:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51lfPSGa6ZL._AA240_.jpg

Noch zuletzt auch diese relativ wohlfeile Box:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/31eOdeyXXVL._AA240_.jpg

Regelrecht verfallen war und bin ich Thibaudets "Aria"-CD, die Siamak schon genannt hat:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/414kjyCQUuL._AA240_.jpg

Fortsetzung folgt!

Gruß, Zelenka
Poztupimi (28.11.2007, 19:42):
Konzerte habe ich nur eines besucht in diesem Jahr, und das war schon ein besonderes Erlebnis: Abschlußkonzert der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle in der Waldbühne. Wenn ich mich also in Ermangelung weiterer Konzert- oder Opernbesuche auf meine Neuzugänge beschränke, bleiben als persönliche Favoriten unter den Neuerscheinungen diese beiden:



und unter den Aufnahmen, die schon länger auf dem Markt sind, die ich aber erst dieses Jahr für mich entdeckt habe, diese:



(wobei die eine Klenke-Aufnahme für alle drei aus der Reihe steht)

Unter den oben gezeigten finden sich Künstler und Ensemble, die sicher Zuwachs in meiner Sammlung bekommen werden.

Grüße,
Wolfgang
uhlmann (28.11.2007, 20:03):
absolutes highlight: die bruckner fünfte unter marthé in st. florian.

das war eines der absoluten highlights meiner gesamten "klassik-karriere". für solche erlebnisse quält man sich durch so manches konzert. bis man dann solche sternstunden alle heiligen zeiten mal erleben darf.

plattentechnisches highlight war der erwerb eines rapidshare-premium-accounts und damit verbunden der praktisch unbegrenzte zugang zu jeglicher art von musik. so entdecke ich neues, wann immer ich lust darauf habe.
ab (28.11.2007, 22:17):
Ist dies ironisch zu verstehen? Marthé verdanke ich die groteskesten Tiefpunkte meiner Klassikkonzerterfahrungen...

Was mich aber wirklich einmal beeindruckt hat, war, dass er einst in Bruckners 3. Sinfonie die Pause zwischen ersten und zweiten Satz so lange aushielt, bis es in der Kirche absolut still war: Das war erhaben! Ich dachte, wenn er dies die anderen Sätze auch schafft, dann hat dieser Helge Schneider :ignore wirklich etwas verstanden. Dem war aber nicht so; und so bin ich geneigt, dies für einen glücklichen Zufall zu halten...
cellodil (29.11.2007, 01:06):
Für mich dieses Jahr die erfreulichste Neueinspielung meiner geliebten Bach-Suiten war die von Jean-Guihen Queyras:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41Q9Sp%2BVi8L._SS400_.jpg

Ich denke, die wird sich auch auf längere Sicht einen Platz unter meinen Lieblingseinspielungen erobern können.


Am meisten, das habt Ihr vermutlich bemerkt, hat mich Miklos Perényi, den ich in Kronberg nicht nur im Konzert hören konnte, sondern auch als Lehrer erleben durfte, berührt und beeindruckt.

Aber insgesamt war das Kronberg Cello-Festival dieses Jahr mein musikalisches Highlight. Großartige Konzerte (vor allem Lynn Harrell, Natalia Gutman, Arto Noras) und eine ganz und gar wunderbare Atmosphäre. Werde ganz bestimmt in zwei Jahren wieder hingehen.

Alles in allem war 2007 ein an musikalischen Momenten für mich sehr reiches Jahr:
- In Schwetzingen das Opernspektakel Il Giustino und Gidon Kremer mit der Kremerata Baltica im Rokoko-Theater
- Jan Vogler mit Dutilleux (Tout un monde lointain) in Freiburg
- Alban Gerhard und Cecile Licad bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen
- Heinrich Schiff, der an zwei Abenden (auch in Ludwigsburg) die Cello-Suiten von Bach gespielt hat
- Jean-Guihen Queyras mit Britten und Bach beim Europäischen Musikfest in Stuttgart
- Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra mit Mahlers 1. Sinfonie beim Europäischen Musikfest in Stuttgart
- und dann noch drei Quartett-Abende mit dem Artemis-Quartett, dem Guarneri Quartet und dem Hagen Quartett, das tatsächlich immer besser zu werden scheint
- die Meisterkurse von Anner Bylsma, David Geringas und - sehr erhellend in vieler Hinsicht - von Rohan de Saram und die Gesprächskonzerte des Vogler Quartetts

... und 2008 fängt mit Yo-Yo Ma in Basel ja auch schon mal gut an...

Liebe Grüße

Sabine
teleton (29.11.2007, 08:17):
Hallo Das-Klassikforumianer,

ich habe auch dieses Jahr keine Livekonzerte besucht.
Ich wollte für das Beethovenfest in Bonn Karten besorgen, aber die lagen in Preisregionen für ein Konzert, was ich früher für eine ganze Spielsaison mit 12Konzerten bezahlt hätte.

:rofl Da habe ich lieber in CD´s investiert !


Was ich nie für möglich gehalten hätte:
Das ich mal Beethoven-Sinfonien hören werde, die mir über die Karajanaufnahmen (DG 60,77,84) gehen werden. Von diesen bin ich geprägt, die hatte ich schon immer (auch früher aif LP) am liebsten gehört.
Das jetzt viele denken: Ist doch klar, kann ich mir vorstellen (besonders die, die Karajan wenig schätzen).
Nein, von den Bernstein-Aufnahmen mit den Wiener PH war ich auch schon seit Jahrzehnten sehr angetan. Besonders seine EROICA ist dort mein Favorit.

Mein HIGHLIGHT war dann dieses Jahr die Anschaffung der
Beethoven-Sinfonien mit Bernstein / New Yorker PH (SONY).
Diese hatte ich mir zunächst als SONY-Einzel-CD´s gekauft und war jedesmal hingerissen. Weil ich die Nr.6 und Nr.9 aber einzeln nur sehr teuer bekommen konnte , habe ich die GA (die jetzt auch sehr preiswert ist) gekauft.
:down Das ist die GA, die ich auf die Insel mitnehmen würde.


Mein zweites HIGHLIGHT ist die neue
Ashkenazy-GA der Schostakowitsch-Sinfonien (DECCA).
Es ist unglaublich, wie nah Ashkenazy an Roshdestwensky und Kondraschin dran ist.
Das das ganze aber in einer TOP-Klangqaulität von Decca geboten wird, macht die Aufnahme für mich zur moderenen Referenz.


Mein drittes HIGHLIGHT war die Anschaffung einer weiteren Aufnahme des Khatchaturian Klavierkonzertes D-Dur, hier mit Flier, Moskauer PH, Kondraschin (Melodiya).
Ich hatte die CD eigendlich hauptsächlich wegen der Khatchaturian: Sinfonie Nr.3 unter Kondraschin gekauft (die beste Aufnahme die es gibt). Diese hatte ich schon auf Eurodisc-LP.
Aber das KK war dann die noch größere Überraschung.
--

Ich habe weiter oben von Henning gelesen:
.... und Liszt mir niemals gefallen wird...
:beer Das wird mich veranlassen einen Liszt-Thread zu erstellen.

Es kommt glaube ich immer darauf an, welchen klassischen Werdegang jeder hinter sich hat:
Mein erster Komponist in meinem Leben war Beethoven.
Meine erste LP war - Beethoven Sinfonie Nr.3 mit Klemperer (EMI).
Das mir Barockmusik wenig liegt, erkannte ich damals schon: Ohne Moos nix los ! Dann wollte ich Beethovens Umfeld kennenlernen; sogleich folgten Tschaikowsky und Liszt.
Die Sinfonischen Dichtungen mit Haitink (Philips) hatten es mir angetan -und Liszt´s Klavierwerke natürlich auch.
HenningKolf (29.11.2007, 08:35):
@ teleton

das bezog sich nur auf Klaviersolo und auch auf KK, nicht auf sinfonische Werke von Liszt. Auch die bringen mich nicht ins Schwelgen, aber immerhin höre ich Les Preludes, Tasso, Mazeppa u.a. gelegentlich ganz gerne.

Gruß
Henning
uhlmann (29.11.2007, 10:52):
Original von ab
Ist dies ironisch zu verstehen? Marthé verdanke ich die groteskesten Tiefpunkte meiner Klassikkonzerterfahrungen...

Was mich aber wirklich einmal beeindruckt hat, war, dass er einst in Bruckners 3. Sinfonie die Pause zwischen ersten und zweiten Satz so lange aushielt, bis es in der Kirche absolut still war: Das war erhaben! Ich dachte, wenn er dies die anderen Sätze auch schafft, dann hat dieser Helge Schneider :ignore wirklich etwas verstanden. Dem war aber nicht so; und so bin ich geneigt, dies für einen glücklichen Zufall zu halten...

nix ironisch, war schon so gemeint.

das konzert in florian war einfach nur geil. es war das letzte konzert des european philharmonic (das orchester wird aufgelöst), die haben für ihr leben gespielt. an solchen einsatz und solche spielfreude kann ich mich zb bei den wiener philharmonikern nicht ein einziges mal erinnern.

und marthés interpretation war auch grandios. gaaanz langsam, aber doch aus einem guss, getragen von einem tiefen verständnis für bruckners musik. da passte einfach alles.

das war einer jener abende, an denen das ganze mehr war als die summe der einzelnen teile (um es mal pathetisch auszudrücken). und dann noch in florian, direkt unter tonerls sarkophag... ich muss gleich heulen :D (das war jetzt ironisch gemeint)
ab (29.11.2007, 11:34):
Original von uhlmann
es war das letzte konzert des european philharmonic (das orchester wird aufgelöst), die haben für ihr leben gespielt. an solchen einsatz und solche spielfreude kann ich mich zb bei den wiener philharmonikern nicht ein einziges mal erinnern.

freut mich für Dich!
:hello

Das mit der Spielfreude ist ein typisches Charakteristikum für Jugendorchester. Oder? Schon einmal das Gustav Mahler Jugendorchester motiviert gehört oder gar jenes aus Verbier? Ich denke, auch bei der Jungen Deutschen Philharmonie ist dies zu hören.
nikolaus (29.11.2007, 22:19):
Original von ab

Das mit der Spielfreude ist ein typisches Charakteristikum für Jugendorchester. Oder?

Oh ja!
Wie andernorts berichtet habe ich das UBS Verbier Festival Youth Orchestra letzten Samstag gehört und war schwer beeindruckt vom Engagement und Spielfreude der jungen Musiker!
Ich denke, diese Jugendorchester können es zu allererst schaffen, andere Jugendliche von der "Klassischen Musik" zu überzeugen.

Gruß, Nikolaus.
ab (29.11.2007, 22:36):
Meine Konzert Highlights 2007 wolle ich auch noch nennen:

Das Hagen Quartett mit Schubert, Schostakowitsch und Bach.

Das Huelgas-Ensemble mit Werken der Chansons parisienne des frühen 15. Jahrhunderts.

Das Minguet Quartett mit den 5 Streichquartetten von Jörg Widmann

Die erfreulichste Oper war zweifellos Händels Acis and Galatea mit dem Concerto Copenhagen unter Lars Ulrik Mortensen.

Das erfreulichste Ensembledebut für mich war das exzellente italienische Klavierduo Davide und Daniele Trivella mit Musik von Ligeti, Stravinsky und Piazzolla.

Die erfreulichste Repertoireerweiterung war das Kennelernen von Dieterich Buxtehudes Violinsonaten mit einem doch erfreulichen Konzert mit dem Geiger Daniel Sepec sowie die Gambistin Friederike Heumann und Peter Waldner am Cembalo.

Schon estaunlich, wie trocken sich das einfach hinschreiben lässt, wobei es sich doch mit um die intensivsten Momente des ganzen Jahres gehandelt hat...
:engel
cellodil (30.11.2007, 23:50):
Original von ab
Schon estaunlich, wie trocken sich das einfach hinschreiben lässt, wobei es sich doch mit um die intensivsten Momente des ganzen Jahres gehandelt hat...
:engel

Den Gedanken hatte ich beim Aufschreiben meiner "Highlights 2007" auch. Aber ich glaube, diese Erlebnisse lassen sich vermutlich nicht einmal in seitenlangen Ausführungen wirklich vermitteln. Und für mich selbst fand ich es schön, diese ganz persönlichen musikalischen Sternstunden in diesem Moment noch einmal revue passieren zu lassen.

Schön, sie hin und wieder und manchmal auch ganz unerwartet zu haben, diese Momente - um nicht zu sagen lebensnotwendig.

Herzliche Grüße

Sabine
Zelenka (20.12.2007, 16:01):
Ich hatte in meinem ersten Beitrag in diesem Faden eine Fortsetzung angekündigt, es wird Zeit sie zu schreiben, ehe es zu spät ist:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41%2BJOKhM%2BZL._AA240_.jpg


Die größte pianistische Entdeckung dieses Jahres war für mich Claudio Arrau, dem ich vorher nach Möglichkeit immer aus dem Weg gegangen bin. Ich bereue es zutiefst! (Arrau schätzte einen weiteren Pianisten sehr, den ich auch erst dieses Jahr für mich entdeckt habe (s.o.): Eduard Erdmann.)

Der Rest ist Schweigen.

Gruß, Zelenka
Zelenka (20.12.2007, 17:40):
Original von Zelenka

Der Rest ist Schweigen.

Gruß, Zelenka

Noch nicht ganz: Da war noch der vielleicht längste und gleichzeitig beste Boléro aller Zeiten bei einer Dauer von 18:36 (zum Vergleich "Ravel" (tatsächlich aber Albert Wolff) 15:20) mit dem Orchestre du Théâtre des Champs-Elysées unter Pedro de Freitas Branco aus dem Jahre 1953 (EMI Les Rarissimes). De Freitas Branco war mit Ravel befreundet, hatte aber offenbar eine andere Auffassung von dem Werk ...

Das war es dann aber!

Gruß, Zelenka