Das will ich hören: Jahr 2021

Jan Van Karajan (15.01.2021, 15:40):
Habt ihr auch Hörvorsätze für das neue Jahr? Was möchtet ihr noch kennenlernen? Was fehlt bei euch im Plattenschrank? Ich möchte dieses Jahr unbedingt noch erkunden:
Wagners "Ring" mit Solti oder Karajan
Die Klavierkonzerte von Mozart mit Perehia, Brendel, Ashkenazy oder Barenboim
Die Streichquartette, Klavierwerke und Kunstlieder Schuberts
Das Kantatenwerk von Bach
Zudem möchte ich mein Reportoire in der italienischen Oper vergrößern. Hab schon Aufnahmen auf Festplatte, aber ohne Libretto. Aber das kann man ja nachbestellen. Verdi, Rossini, Puccini usw.
Das Orchesterwerk von Prokofjew
Gerne weiter mit euren persönlichen Wünschen :) .
Grüße
Jan :hello
Klassiknerd (15.01.2021, 17:01):
Schönes Thema:

Mir geht da gerade einiges durch den Kopf.

Aktuell denke ich, dass ich wieder mehr Opern hören möchte (und vielleicht auch auf DVD sehen):
Neben meinen langjährigen Favoriten Mozart, Wagner und Strauss (Salome und Elektra!) geht mein Interesse in folgende Richtung:

Mussorgsky - Boris und Khovanshchina
Berg - Wozzeck und Lulu
Britten - Peter Grimes, Billy Budd, Death in Venice....
Reimann - Lear und Medea

Fortsetzung folgt.... Bei mir ist diesbezüglich immer viel in Bewegung.
michael74 (15.01.2021, 18:15):
Hallo Zusammen

ich habe mir Literatur über die Beethoven, Bruckner und Mahler Sinfonien bestellt und werde diese dann in verschiedenen Einspielungen analysieren.
Als nächstes steht dann Schumann an aber denke werde erstmal beschäftigt sein

Gruß Michael
Philidor (15.01.2021, 18:18):
Hmmm ... darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht.

Bach-Kantaten zum jeweiligen Sonn- und Feiertag sind bei mir ohnehin gesetzt (welche unglaubliche Menge hervorragender Musik), dieses Kirchenjahr mit Schwerpunkt auf den Choralkantaten.

Mir schwebt ein Hörvergleich zu Bruckner 8 vor. (Cetay hat mich angefixt.) Erst zur Urfassung, dann Novak 1890, dann Haas. Die Haas-Fassung haben komischerweise nur wenige, dafür umso Bruckner-affiner eingeschätzte Dirigenten eingespielt: Furtwängler, Karajan, Böhm, Wand, Barenboim, Thielemann. Andere für Bruckner berühmte Dirigenten haben immer Nowak bevorzugt: Schuricht, Jochum, Giulini, Celibidache. - Jedenfalls habe ich mal eine Partitur zur Nowak-Ausgabe der Fassung von 1890 bestellt. Eine Partitur der Urfassung liegt hier seit ca. 20 Jahren. Eine Partitur zur Haas-Fassung habe ich nicht auftreiben können. Na ja, vielleicht mit Schere und Klebstoff aus den beiden anderen ... ;) ... wobei Haas angeblich ein paar Takte hinzukomponiert hat. (Das geht ja eigentlich gar nicht! Sakrileg! Was erlauben Haas ...?)

Ansonsten reizen mich die Klavierwerke Liszts, die "Années", die "Harmonies", die "Études d'exécution transcendante", da gibt's hier auch irgendwo Noten ...

Dann mal schauen. Mit dem Opernsehen und -hören per Blu-ray bzw. DVD wird es sicher ebenfalls weitergehen.

Gruß
Philidor

:hello
aiel (15.01.2021, 19:25):
Hallo,

grundsätzlich fasse ich keine Vorsätze zu Jahreswechseln, zumal mir Jahreswechsel nichts bedeuten.

Im Bereich der klassischen Musik würde ich mir gerne in den nächsten Jahren folgende Werke anhören:

Borodin: Sinfonie 3
Schubert: Sinfonie 2-9
Dvorak: Sinfonie 7,8
Nielsen: Sinfonie 1, 2
Mahler: Sinfonie 2,3, 5-10
Mendelssohn: Sinfonie 1-5
Prokofjew: Sinfonie 1-7
Rachmaninow: Sinfonie 1-3
Rimsky-Korsakow: Sinfonie 1-3
Schumann: Sinfonie 1-4
Scriabin: Sinfonie 1-3
Schostakowitsch: Sinfonie 1-15
Vaughan Williams: Sinfonie 1-9
Raff: Sinfonie 1-11
Debussy: Sinfonische Werke außer La Mer
Elgar: Sinfonie 1,2, Pomp and Circumstance Marches

Gruß
Ronald
xarddam (15.01.2021, 19:48):
Anton Bruckner : Sinfonien (damit habe ich ja bereits Ende letzten Jahres begonnen und höre momentan intensiv die Dritte)
Gustav Mahler : Sinfonien
Franz Schubert : Sinfonien
Robert Schumann: Sinfonien
Dvorak: Sinfonien
Mendelssohn: Sinfonien (die kenne ich zwar, aber ich möchte sie einzeln intensiver kennen lernen)
Beethoven: Sinfonien (siehe Mendelsson)
Sinfonien von Nordischen Komponisten; da kenn ich kaum was.
Mozart: Klavierkonzerte und Konzerte für andere Instrumente (Flöten, Trompeten usw...)
Haydn: Kalvierkonzerte und Konzerte für andere Instrumente ((Flöten, Trompeten usw...)
Bach: kenn ich nicht so viel, daher alles (ausser mit Gesang)

da gibt es so viel, das ist nur eine kleine Auswahl...
Marcie (15.01.2021, 19:52):


Sinfonien von Nordischen Komponisten; da kenn ich kaum was.
Oh, da hast Du aber ganz viel Wundervolles vor Dir! :thumbup:
Amonasro (15.01.2021, 20:04):
Ich möchte mir vor allem die Sinfonien von Schostakowitsch vornehmen.

Gruß Amonasro
Jan Van Karajan (15.01.2021, 22:11):
Danke für eure zahlreichen Antworten :) . Ich mache es eigentlich immer so, dass ich eine Liste im Laufe der Zeit erweitere und dann Stück für Stück abarbeite. Diese Sachen bestelle ich mir dann und meine Sammlung wächst dann entsprechend :thumbsup: .
Grüße
Jan :hello
Philidor (15.01.2021, 22:53):
Hm ... ganz viele Sinfonien stehen auf den Listen.

Will niemand eine Winterreise hören? Oder eine Dichterliebe? Oder das "Buch der hängenden Gärten"? Oder Schuberts Streichquintett? ?(

Gruß
Philidor

:hello
Nicolas_Aine (15.01.2021, 23:12):
Hm ... ganz viele Sinfonien stehen auf den Listen.

Will niemand eine Winterreise hören? Oder eine Dichterliebe? Oder das "Buch der hängenden Gärten"? Oder Schuberts Streichquintett? ?(

Gruß
Philidor

:hello
O doch!
Jan Van Karajan (15.01.2021, 23:19):
Und die Winterreise steht auch noch auf meiner Wunschliste :D
Philidor (16.01.2021, 09:35):
Und die Winterreise steht auch noch auf meiner Wunschliste
Tatsächlich ... gut versteckt ... fein! :beer

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (16.01.2021, 09:41):
grundsätzlich fasse ich keine Vorsätze zu Jahreswechseln, zumal mir Jahreswechsel nichts bedeuten.
Mir geht es ähnlich wie aiel.

Aber: ausgelöst durch den Thread das Vorhaben: ein Jahr nur Komponistinnen hören / mich damit auseinander setzen.
Mein Partner macht mit und In einem langen Telefonat gestern habe ich eine Freundin dafür gewinnen können.

Dokumentieren wollen wir das auch. Für uns erstmal und dann mal schauen.

Wobei - die Bachkantaten sonntäglich waren eigentlich angedacht - aber da war dann auch schnell klar - das möchte ich nicht tiefer analysieren.
Bzw. mich interessieren die Kantaten nicht unter musik-theoretischen Aspekten.

Ja, ich denke, ein Jahr nur Komponistinnen wäre einen Versuch wert.

Gruß, tapeesa
Marcie (16.01.2021, 11:03):


Ja, ich denke, ein Jahr nur Komponistinnen wäre einen Versuch wert.
Warum so rassistisch Musikhören?
tapeesa (16.01.2021, 11:35):
War ja klar - immerhin bin ich mittlerweile besser aufgestellt und vorbereitet :D
Warum so rassistisch Musikhören?

interessante Definition von Rassismus
Da ich die letzten 2 Jahre ca. 80 % vermutlich Komponisten gehört habe - gleiche ich meinen diesbezüglichen Rassismus einfach nur aus :D Nächstes Jahr höre ich dann 20 % Komponisten und dürfte damit über jeden Rassismus-Vorwurf erhaben sein -

vermutlich deutlich weniger rassistisch* als du dann sogar -

ansonsten werde ich ganz und gar marcieistisch aller Voraussicht nach nicht mehr auf deine Fragen eingehen.
Kannst mich ja beim anti-marcieistischen Aktionsbüro melden.
Gerne auch ein paar Anträge - falls es sein muss führe ich in mein Vorhaben eine Quote ein.
Aber vorher möchte ich dann bitte Rechenschaft zu deinen Hör-Vorhaben.
50 % Komponistinnen - auch in deinen geposteten Hör-Beiträgen, in deinen Lieblingslisten - dann bitte auch -

(* Verwendung des Rassismus-Begriffes in Anlehnung an Marcie)
Marcie (16.01.2021, 11:38):
War ja klar - immerhin bin ich mittlerweile besser aufgestellt und vorbereitet :D
Warum so rassistisch Musikhören?
interessante Definition von Rassismus
Da ich die letzten 2 Jahre ca. 80 % vermutlich Komponisten gehört habe - gleiche ich meinen diesbezüglichen Rassismus einfach nur aus :D Nächstes Jahr höre ich dann 20 % Komponisten und dürfte damit über jeden Rassismus-Vorwurf erhaben sein -

vermutlich deutlich weniger rassistisch* als du dann sogar -

ansonsten werde ich ganz und gar marciestisch nicht mehr auf deine Fragen eingehen.
Tue dir keinen Zwang an, mich einer Rassismus-Behörde zu melden - oder weil ich mir vielleicht vornehmen könnte, dich hier gar nicht mehr zu lesen -
beim anti-marciestischen Aktionsbüro.
Gerne auch ein paar Anträge - falls es sein muss führe ich in mein Vorhaben eine Quote ein.
Aber vorher möchte ich dann bitte Rechenschaft zu deinen Hör-Vorhaben.
50 % Komponistinnen - auch in deinen geposteten Hör-Beiträgen, in deinen Lieblingslisten - dann bitte auch -

(* Verwendung des Rassismus-Begriffes in Anlehnung an Marcie)
Hm so richtig verstehen muss ich das aber alles nicht oder?

Ich meinte eigentlich eher mit meiner Wortwahl, dass ich nicht verstehen kann, wie man sich selbst so einschränken kann/möchte. Weil ein Einschränkung ist das ja, wenn man sagt, ich höre nur das und das.
Philidor (16.01.2021, 11:52):
Leben heißt wählen. Jede Wahl impliziert den Verzicht auf andere Alternativen.

Wer z. B. vegetarisch leben möchte. aus welchen gut nachvollziehbaren Gründen auch immer, verzichtet halt auf Fleisch. Wer sich hauptberuflich für den Dienst direkt am Menschen entschieden hat, erteilt bspw. der Arbeit als Forscher eine Absage. Wer heiratet, hat sich für das Leben mit einem Menschen entschieden. Usw. usw. Und naklar sind das Einschränkungen.

Die Freiheit liegt darin, diese Entscheidung zu treffen, und morgens aufzuwachen, und bei dieser Entscheidung zu bleiben (oder eben eine andere Entscheidung zu treffen). In der Musik wie im Beruf wie in der Liebe. Zu verstehen, dass Freiheit genau darin liegt, ist m. E. kritisch für das Verständnis von "Freiheit". Freiheit ist auch die Freiheit zur Bindung.

Ich kenne die Alternativen zu meiner Entscheidung, ich kenne die damit verbundenen Versuchungen, und ich nehme mir die Freiheit, diesen zu widerstehen. Ich bin meinen spontanen Wünschen nicht ausgeliefert, bin nicht Sklave meiner temporären Begierden, sondern bleibe Herr im Haus.

Bindung funktioniert m. E. nur dann dauerhaft, wenn sie aus freiem Entschluss eingegangen wird. Ganz schön kompliziert, und bestimmt viel komplizierter, als dass ich es formulieren könnte.

Was ich nicht so gut verstehe: Wenn doch immer wieder beteuert wird, dass Frauen eigentlich genauso komponieren wie Männer, d. h. genauso gut, genauso vielfältig, genauso handwerklich vollendet usw. usw., worin liegt dann der besondere Sinn, nur Kompositionen von Frauen zu hören?

Gruß
Philidor

:hello
tapeesa (16.01.2021, 12:01):
Aber Marcie- warum dann dieser Rassismus-Keulen-Umweg?

Das muss ich sagen - verstehe ich dann nicht.

Dass das:

Ich meinte eigentlich eher mit meiner Wortwahl, dass ich nicht verstehen kann, wie man sich selbst so einschränken kann/möchte. Weil ein Einschränkung ist das ja, wenn man sagt, ich höre nur das und das.
hinter deiner Frage steckt - ich wüsste nicht, wie ich das hätte rauslesen sollen?
Fände die Kommunikation an dem Punkt für mich deutlich erleichternd, wenn du dein Anliegen mich zu verstehen anders kommunizieren würdest.

Ich empfinde das übrigens nicht als Einschränkung.
Eher als einen Ausgleich.
Darüber dann erweiternd.

Wenn ich mich klarer auf etwas fokussiere - dann gehen für mich oft mehr Türen auf, als wenn ich breit gestreut mich verzettele (wozu ich einen Hang habe).

Ansonsten ist es ein Vorhaben und ob es so resolut bleibt oder eher Richtung "Schwerpunkt" geht - werde ich sehen.

Ich muss auch nicht um jeden Preis verstanden werden. Hier im Thread geht es für mich nicht um Verständnis-Bitten für die einzelnen Vorhaben. ;)

Ebenso verstehe ich auch nicht alles von anderen - und schon gar nicht von mir weitestgehend Unbekannten im Internet.
tapeesa (16.01.2021, 12:31):
Was ich nicht so gut verstehe: Wenn doch immer wieder beteuert wird, dass Frauen eigentlich genauso komponieren wie Männer, d. h. genauso gut, genauso vielfältig, genauso handwerklich vollendet usw. usw., worin liegt dann der besondere Sinn, nur Kompositionen von Frauen zu hören?

Ich habe das nicht beteuert also das mit dem "genauso komponieren" (unabhängig von der Wertung besser - schlechter).

Ebenso muss mein Vorhaben für mich nicht zwingend sinn-behaftet sein.

Leben heißt wählen. Jede Wahl impliziert den Verzicht auf andere Alternativen.
Danke - so hätte ich es auch sagen können :)

Zur Frage nach dem Sinn:
mir tut es grad gut, dieses Vorhaben - unabängig davon, wohin das führt.

Reicht das als Sinn?

Vielleicht war auch der Sinn, dass ich nun Marcie mit seinen Fragen besser verstehe :engel
Philidor (16.01.2021, 13:40):
Ich habe das nicht beteuert also das mit dem "genauso komponieren" (unabhängig von der Wertung besser - schlechter).Das ist wahr.
Ebenso muss mein Vorhaben für mich nicht zwingend sinn-behaftet sein.Das ist freilich richtig ... wenn Du Dich dafür entschieden hast, gibt es dennoch eventuell einen Grund dafür
Vielleicht war auch der Sinn, dass ich nun Marcie mit seinen Fragen besser versteheJa, manche Dinge versteht man erst Jahre, Jahrzehnte später ... ;)

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (16.01.2021, 16:38):
Ich frage mich gerade, warum hier über Zeugs diskutiert wird, was am Ende völlig wurscht ist. Warum jemand ein Jahr lang nur Komponistinnen hören möchte, erschließt mir auch nicht so recht. Dafür würde ich auch niemals auf die Idee kommen, jemanden da mit ins Boot zu holen. Doch es muss sich mir nicht erschließen. Offenbar gibt es aber noch andere User, die das so recht nicht nachvollziehen können.

Man muss halt manchmal auch die Ironie verstehen, wenn dann ein User das Wort "Rassismus" in den Raum wirft, auch wenn das Wort an sich wohl eher nicht zu den ironischen Worten gehört.

Grundsätzlich halte ich solche "Versuche" für am Ende eher erfolglos, weil durch eventuelle Schwerpunkte in einem Forum so etwas ganz schnell über den Haufen geworfen werden kann, oder durch Neueinspielungen anderer Werke der Schwerpunkt auf einmal woanders liegen kann. Daher lasse ich sowas in der Regel sein. Doch das soll jeder wirklich selbst entscheiden können.

Es muss nicht immer "einen Sinn" ergeben, aber wie schnell sich im persönlichen Umfeld etwas Schwerwiegendes ereignen, was das gewohnte Leben auf den Kopf stellen kann, habe ich selbst erst erfahren müssen. Und da meine ich nicht mal das Corvid 19-Virus. Das hat damit ausnahmsweise mal nichts zu tun.
Nicolas_Aine (18.01.2021, 00:34):
ich muss sagen, ich finde solche Vorhaben wie das von @tapeesa immer interessant, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Und zwar jaben mich solche Einschränkungen tatsächlich schon oft zu neuen Entdeckungen geführt, einfavh aus dem banalen Grund, dass ich ausgetretene Pfade verlassen muss. Man könnte natürlich argumentieren, dass man das auch ohne solche Einschränkungen machen könnte, aber zum einen siegt bei mir da leider dann oft die Macht der Gewohnheit bzw. Faulheit, zum anderen habe ich irgendeine Art Richtung vorgegeben, in die ich gehen kann. Und für mich persönlich gilt da tatsâchlich, je absurder die Einschränkung, desto interessanter :)

Harmloses Beispiel: im Studium hatte ich ein Theorieseminar namens "letzte Werke", in dem wir die (mehr oder weniger) letzten Werke verschiedener Komponisten quer durch die Musikgeschichte analysiert haben, völlig zusammenhangslos. Und tatsächlich meinte der Dozent, er hatte einfach mal Lust, einfach mal rumzuschauen, was es so gibt und das zu analysieren, der Titel des Seminars kam in erster Linie dadurch zustande, dass ein Seminar einen Titel haben muss, schon wegen des Vorlesungsverzeichnisses… es war eines der interessantesten Seminare meines gesamten Studiums. Die daraus resultierende Hausarbeit über Haydns letztes Streichquartett findet sich hier irgendwo im Forum :)
Maurice inaktiv (18.01.2021, 02:07):
ich muss sagen, ich finde solche Vorhaben wie das von @tapeesa immer interessant, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Und zwar jaben mich solche Einschränkungen tatsächlich schon oft zu neuen Entdeckungen geführt, einfavh aus dem banalen Grund, dass ich ausgetretene Pfade verlassen muss. Man könnte natürlich argumentieren, dass man das auch ohne solche Einschränkungen machen könnte, aber zum einen siegt bei mir da leider dann oft die Macht der Gewohnheit bzw. Faulheit, zum anderen habe ich irgendeine Art Richtung vorgegeben, in die ich gehen kann. Und für mich persönlich gilt da tatsâchlich, je absurder die Einschränkung, desto interessanter
Nun, man kann heute auch immer noch ohne Navi ans Ziel kommen, doch unter Umständen dauert es weitaus länger. Solche Ansichten sind wohl schon "sehr speziell". Das meine ich jetzt nicht abwertend, aber doch eher kurios.

Wenn ich nach meiner Sammlung gehen würde, dürfte ich vermutlich eine längere Zeit ohne Komponisten wie Beethoven, Bruckner, Brahms oder Mahler auskommen können, da ich wirklich sehr umfangreich gesammelt und gehört habe. Dieses Jahr wollte ich eigentlich diverse Komponisten anhören, aber auf Grund der Vorkommnisse bei mir ist mir das leider nicht möglich. Mehrere Versuche sind gescheitert. Doch ich hoffe, bald zumindest wieder ein wenig anfangen können zu hören.

Mein Weg war schon immer anders gewesen, doch jeder Mensch hat auch eine andere Vorgeschichte, wie er/sie zur Musik gekommen ist. eist wird man in Foren oder durch das Lesen von Literatur über andere Komponisten auf weitere Zeitgenossen aufmerksam gemacht, man kann dann auf Youtube oder über JPC und Amazon in Hörschnipsel lauschen, und da gefällt einem etwas oder nicht. Doch am Ende ist es völlig egal, jeder hat da seinen Weg gefunden. Nach Geschlechtern würde ich nie vorgehen, ich kann mit sowas nichts anfangen. Das wäre in etwa so, wenn ich nur in Konzerte mit Dirigentinnen gehen würde, oder CD-Einspielungen nur mit Dirigenten und Solisten kaufen würde.

Ich käme auch nicht auf Idee, eine Band nur mit Musikerinnen neben mir zu besetzen, das gäbe allerhöchstens "Zickenalarm" auf der Bühne. :D
Cetay (inaktiv) (18.01.2021, 04:04):
ich muss sagen, ich finde solche Vorhaben wie das von @tapeesa immer interessant, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Und zwar jaben mich solche Einschränkungen tatsächlich schon oft zu neuen Entdeckungen geführt, einfavh aus dem banalen Grund, dass ich ausgetretene Pfade verlassen muss. Man könnte natürlich argumentieren, dass man das auch ohne solche Einschränkungen machen könnte, aber zum einen siegt bei mir da leider dann oft die Macht der Gewohnheit bzw. Faulheit, zum anderen habe ich irgendeine Art Richtung vorgegeben, in die ich gehen kann. Und für mich persönlich gilt da tatsâchlich, je absurder die Einschränkung, desto interessanter
Nun, man kann heute auch immer noch ohne Navi ans Ziel kommen, doch unter Umständen dauert es weitaus länger. Solche Ansichten sind wohl schon "sehr speziell". Das meine ich jetzt nicht abwertend, aber doch eher kurios.
Ich habe ein Faible für solche Experimente, insbesondere wo Wegweiser fehlen. Es gab einmal eine Phase, in der ich nur Werke mit dem Titel Concerto for Orchestra gehört habe - alles, was ich finden konnte. Da diese Gattung bis auf drei Ausnahmen in der Moderne angesiedelt ist, führt das fast zwangläufig zu Komponisten, auf die man sonst kaum stossen würde. So ist es mit der Sinfonia Concertante. Hier kommt fast alles aus der Vor- und Frühklassik und deckt viele geographische Regionen ab. Ober kann man sich gleich durch Nationalitäten arbeiten. Ich hatte mal Bulgarien ausgewählt - spannend! Oder man hangelt sich entlang von Gender. Auch hier ist die Moderne stark vertreten: Alla Pavlova, Gloria Coates, Rebecca Saunders, Kaija Saariaho, Olga Neuwirth... Ich weiss nicht mehr, welche davon ich als erste entdeckt habe, aber ich bin mir sicher, dass mir die anderen auf den diversen Platformen nur deshalb als als "ähnlich" angezeigt wurden, weil es ebenfalls Frauen sind.
Cetay (31.12.2021, 03:35):
Die Eroeffnung eines Threads ueber musiklaische Vorsaetze artet nicht selten in eine Diskussion ueber Sinn und Unsinn solcher Vorsaetze aus, mit dem Tenor, dass der Unsinn darin besteht, dass es ohnehin anders kommt. Stimmt das? Realitaetscheck:



Wagners "Ring" mit Solti oder Karajan
Die Klavierkonzerte von Mozart mit Perehia, Brendel, Ashkenazy oder Barenboim
Die Streichquartette, Klavierwerke und Kunstlieder Schuberts
Das Kantatenwerk von Bach
Zudem möchte ich mein Reportoire in der italienischen Oper vergrößern. Hab schon Aufnahmen auf Festplatte, aber ohne Libretto. Aber das kann man ja nachbestellen. Verdi, Rossini, Puccini usw.
Das Orchesterwerk von Prokofjew

(...) wieder mehr Opern hören (und vielleicht auch auf DVD sehen):
Neben meinen langjährigen Favoriten Mozart, Wagner und Strauss (Salome und Elektra!) geht mein Interesse in folgende Richtung:

Mussorgsky - Boris und Khovanshchina
Berg - Wozzeck und Lulu
Britten - Peter Grimes, Billy Budd, Death in Venice....
Reimann - Lear und Medea

Ich habe mir Literatur über die Beethoven, Bruckner und Mahler Sinfonien bestellt und werde diese dann in verschiedenen Einspielungen analysieren.
Als nächstes steht dann Schumann an aber denke werde erstmal beschäftigt sein.
Bach-Kantaten zum jeweiligen Sonn- und Feiertag sind bei mir ohnehin gesetzt (welche unglaubliche Menge hervorragender Musik), dieses Kirchenjahr mit Schwerpunkt auf den Choralkantaten.

Mir schwebt ein Hörvergleich zu Bruckner 8 vor. (...) Erst zur Urfassung, dann Novak 1890, dann Haas.
Ansonsten reizen mich die Klavierwerke Liszts, die "Années", die "Harmonies", die "Études d'exécution transcendante", da gibt's hier auch irgendwo Noten ...

Dann mal schauen. Mit dem Opernsehen und -hören per Blu-ray bzw. DVD wird es sicher ebenfalls weitergehen.
Borodin: Sinfonie 3
Schubert: Sinfonie 2-9
Dvorak: Sinfonie 7,8
Nielsen: Sinfonie 1, 2
Mahler: Sinfonie 2,3, 5-10
Mendelssohn: Sinfonie 1-5
Prokofjew: Sinfonie 1-7
Rachmaninow: Sinfonie 1-3
Rimsky-Korsakow: Sinfonie 1-3
Schumann: Sinfonie 1-4
Scriabin: Sinfonie 1-3
Schostakowitsch: Sinfonie 1-15
Vaughan Williams: Sinfonie 1-9
Raff: Sinfonie 1-11
Debussy: Sinfonische Werke außer La Mer
Elgar: Sinfonie 1,2, Pomp and Circumstance Marches
Ich bin gespannt, was (noch ausser Bruckner 8, das war unuebersehbar :D ) umgesetzt wurde.
aiel (31.12.2021, 10:33):
"Ich bin gespannt, was (noch ausser Bruckner 8, das war unuebersehbar ) umgesetzt wurde."

Nichts davon. Ich habe mich mit anderen Dingen beschäftigt.
Jan Van Karajan (31.12.2021, 10:52):
Tja, bei mir ist es tatsächlich etwas anders gekommen, ich habe aber viel anderes kennengelernt:
Die Klaviersonaten von Schubert
Die Cellosuiten von Bach
Die Klavierkonzerte, symphonischen Dichtungen und einige Klavierwerke von Liszt
Feuerwerksmusik und Wassermusik von Händel
Die Klavierkonzerte von Chopin
Das symphonische Werk von Bruch
Die Symphonien von Borodin
Mahlers Lied von der Erde
Und natürlich meinen neuen Haydn. Ich war also nicht unproduktiv :thumbsup: .
Grüße
Jan :hello
Philidor (31.12.2021, 10:59):
Bach-Kantaten zum jeweiligen Sonn- und Feiertag sind bei mir ohnehin gesetzt (welche unglaubliche Menge hervorragender Musik), dieses Kirchenjahr mit Schwerpunkt auf den Choralkantaten.
Das wurde brav abgearbeitet ... :saint:
Ansonsten reizen mich die Klavierwerke Liszts, die "Années", die "Harmonies", die "Études d'exécution transcendante", da gibt's hier auch irgendwo Noten ...
Die sind leider liegengeblieben ...

... ansonsten gab es (fast) den ganzen Bartók. Und ich durfte von Gioachino Rossini die "Petite Messe solennelle" kennenlernen - was für ein bezauberndes Werk!

Gruß
Philidor

:hello
michael74 (01.01.2022, 18:16):

Die Eroeffnung eines Threads ueber musiklaische Vorsaetze artet nicht selten in eine Diskussion ueber Sinn und Unsinn solcher Vorsaetze aus, mit dem Tenor, dass der Unsinn darin besteht, dass es ohnehin anders kommt. Stimmt das? Realitaetscheck:

Ich habe mir Literatur über die Beethoven, Bruckner und Mahler Sinfonien bestellt und werde diese dann in verschiedenen Einspielungen analysieren.
Als nächstes steht dann Schumann an aber denke werde erstmal beschäftigt sein.
Ich bin gespannt, was (noch ausser Bruckner 8, das war unuebersehbar :D ) umgesetzt wurde.

Hust hust…
die Literatur habe eigentlich als Nachschlagewerk genutzt, die Schumann Sinfonien habe ich tatsächlich durch. Ich bin aber mit den Themenwochen besser gefahren 1 Woche z.b Tschaikowski Sinfonien oder 1 Mendelssohn und andere realistische Vorgaben.

Gruß Michael
Cetay (02.01.2022, 00:06):
Danke fuer eure Rueckmeldungen. Als Fazit ist die Einhaltungsquote insgesamt eher mager, so dass es nicht verkehrt war, auf einen Vorsatz-Thread fuer dieses Jahr zu verzichten.

:hello
Philidor (02.01.2022, 07:34):
Als Fazit ist die Einhaltungsquote insgesamt eher mager, so dass es nicht verkehrt war, auf einen Vorsatz-Thread fuer dieses Jahr zu verzichten.
Wieso? Der Sinn des Vorsatzthreads ist doch nicht, ihn minutiös abzuarbeiten, oder?

Will sagen: Der Sinn eines Plans besteht zu einem gewissen Teil darin, dass man die Planabweichung berichten kann ... ;)

Viele hier widmen einen großen Teil ihrer endlichen Lebenszeit dem Musikhören, da schadet doch ein bisschen Reflexion darüber nicht - meine ich.

Und wenn's nach einem Jahr heißt "eigentlich wollte ich Musik von Janacek, Britten und Prokofiev kennenlernen, hab aber wieder nur Bach, Bruckner und Strauss gehört" - warum nicht?

Gruß
Philidor

:hello