Demnächst im TV (sehenswerte Filme)

Heike (15.03.2010, 20:13):
Ich mach mal einen Thread für TV-Tipps auf.
Das Programm ist sowieso schon mäßig genug und da freue ich mich immer, wenn jemand mich auf einen guten Film hinweist, der demnächst kommt.

Heute 15.3.10 zum Beispiel:
Das perfekte Verbrechen
werbefrei um 22.15 im ZDF

Als Ted Crawford (Anthony Hopkins) entdeckt, dass ihn seine schöne junge Ehefrau Jennifer (Embeth Davidtz) betrügt, plant er ihren Tod - den perfekten Mord. ....

Gut gemachter, intelligenter Krimi, den ich vor 3 Jahren im Kino sah und ziemlich gelungen fand.
Heike
Armin70 (27.03.2010, 00:33):
Am 01.04.2010:

WDR-Fernsehen von 23:15 - 00:40 Uhr

Rembrandts Nachtwache - Geheimnisse eines Gemäldes
Film-Essay aus dem Jahr 2007 von Peter Greenaway. Es geht um Rembrandts berühmtes Bild "Nachtwache" aus dem Jahr 1642, das den Namen erst nachträglich erhielt, weil es stark nachdunkelte. Zeigt das Bild wirklich finstere Verschwörer ? Geht es um Mord ? In dem Film werden die Figuren lebendig und Greenaway bringt so Licht ins Dunkel.




Am 02.04.2010, Karfreitag:

BR-Fernsehen von 11:30 - 13:40 Uhr

Das 1. Evangelium - Matthäus
Skandalregisseur Pier Paolo Pasolini drehte 1964 mit Laien vor der kargen Kulisse Siziliens . Jesus wird hier als sozialrevolutionärer Messias dargestellt. Pasolini verwendet dazu Musik von Bach bis Billie Holiday.

WDR-Fernsehen von 00:00 - 02:20 Uhr

Der Pianist
Holocaust-Drama von Regisseur Roman Polanski über den jüdischen Musiker Wladyslaw Szpilman, der das Grauen im Warschauer Ghetto überlebt.
Heike (31.03.2010, 18:08):
Bram Stoker's Dracula USA 1992
Kabel1, Mittwoch, heute, 22:00 - 00:15 Uhr

Ein schaurig schönes Meisterwerk von Altmeister Francis Ford Coppola, das mit seiner Bildgewalt der literarischen Vorlage alle Ehre macht. Dabei erhält die Hauptperson Dracula, dargestellt von Gary Oldman, äußerst tragische, aber auch durchaus erotische Züge. Die schauspielerischen Leistungen von Anthony Hopkins, Winona Ryder und Keanu Reeves runden die aufwändige Neuverfilmung perfekt ab. (www.tvinfo.de)

Der kultigste, kitschigste und beste Draculafilm aller Zeiten :-)
Heike
Heike (14.04.2010, 20:15):
für die Nachteulen unter uns:
La vie en Rose
SWR, Mittwoch 14.4., heute, 23:00 - 01:10 Uhr

Die aufregende und tragische Lebensgeschichte der Edith Piaf: düster und höchst eindrücklich verfilmt. In der Hauptrolle ganz großartig: Marion Cotillard.
Heike
Fairy Queen (15.04.2010, 07:59):
Liebe Heike, den Film habe ich im Kino gesehen und empfehle ihn nachdrücklcih. auch wenn er nciht immer serh schmeichelhaft für Piaf ausfällt und ich finde, das das Künstlertum im Vergleich zu ihren Selbstzerstörung etwas zu kurz kommt.
Marion Cotillard ist grossartig in der Rolle und es war sciher mehr als schweirig ein solches Idol wie die Piaf hier in Frankreich ist zu verkörpern.

Das Lied "hymne à l'amour" hatte schon immer ienen besonderen Platz bei mir und nach dem Film...... :I :I :I

F.Q.
Solitaire (15.04.2010, 10:05):
Ach ja, eine Empfehlung der ich mich absolut anschließen kann! Muß ja nicht zu nachtschlafender Zeit sein, zum Glück gibt's den Film ja auf DVD.
Ich habe ihn damals im Kino gesehen und war sehr beeindruckt. Cotillard fand ich auch großartig, die Ähnlichkeit mit Piaf war manchmal geradezu gespenstisch und grandios gespielt hat sie sowieso.
Für mich wird Edith Piaf immer zu den ganz Großen gehören und ich weiß gar nicht, welches ihrer Lieder ich am wunderbarsten finden soll, ich liebe sie alle. Aber "Hymne à l'amour" ist in der Tat etwas ganz besonderes.
Armin70 (16.04.2010, 15:00):
Heute Abend auf 3Sat, 22:25 - 0:10 Uhr

Die Tür der Versuchung
USA 2004, Regie: Tod Williams

John-Irving-Verfilmung:
Seit dem Unfalltod ihrer zwei Söhne ist die Liebe zwischen Marion (Kim Basinger) und Ted Cole (Jeff Bridges) erkaltet. Daran konnte auch die Geburt von Ruth (Elle Fanning) nie etwas ändern. Beide versuchen, auf ihre Weise mit dem Verlust zu leben: Marion, für Ruth kaum erreichbar, verharrt in stiller Trauer. Kinderbuchautor und Zeichner Ted stürzt sich in die Arbeit und seine Affären. Als er den Studenten Eddie (Jon Foster) als Assistenten einstellt, ist der endgültige Zerfall der Familie eingeläutet: Marion beginnt eine Affäre mit Eddie und trifft eine Entscheidung...

Interessantes Drama, das aber auch heitere Momente hat.
Heike (17.04.2010, 08:47):
heute abend auf arte 22:05 - 23:35 Uhr
(Wiederholung: 02.05., 21:55, arte)

Der neunte Tag
Im sogenannten Pfarrerblock des Konzentrationslagers Dachau sind Geistliche aus ganz Europa inhaftiert. Einer von ihnen ist der luxemburgische Priester Henri Kremer, im KZ wegen seines Widerstandes gegen das Naziregime. Hilflos muss er mit ansehen, wie Mithäftlinge grausam ermordet, ja sogar gekreuzigt werden.

Im Januar 1942 wird Kremer unerwartet ein neuntägiger Urlaub gewährt - doch dieser ist an eine furchtbare Bedingung geknüpft: Sollte er nicht ins Lager zurückkehren, werden seine sämtlichen Mithäftlinge aus dem Pfarrerblock exekutiert.

Daheim in Luxemburg muss er sich täglich bei Untersturmführer Gebhardt melden. Der macht ihm ein schreckliches Angebot: Er verspricht Kremer die Freiheit, wenn er den passiven Widerstand des luxemburgischen Bischofs bricht und ihn zur Unterstützung von Hitlers Kirchenpolitik zu bewegen. Sollte Kremer stattdessen fliehen, brächte er nicht nur das Leben seiner Leidensgenossen sondern auch das seiner Familie in Gefahr. Hin und her gerissen zwischen den grausamen Erinnerungen an das Leben im KZ und seinem festen Glauben an Gott, gerät Kremer in einen schier unerträglichen Gewissenskonflikt.
(Quelle: http://www.tvinfo.de/)



Ein extrem intensiver Film, teilweise fast nicht auszuhalten. Unbedingt sehenswert, auch wegen der geschichtlichen Rolle der katholischen Kirche und der allgemeingültigen Frage nach Gewissen und Schuld des einzelnen in Extremsituationen.
In der Hauptrolle der großartige Ulrich Matthes.
Regie Volker Schlöndorff
Solitaire (04.06.2010, 16:32):
Auf dem französischen Sender TV 5, den ich hier empfangen kann, lief vor einigen Tagen eine Folge einer Krimiserie in historischem Gewand, die mich sehr begeistert hat: „Le fantôme de la rue Royale“ aus der Serie „Nicholas Le Floch“ die auf den Büchern von Jean-Francois Parot beruht (die ich nicht kenne). Ich behaupte nicht, daß das große Filmkunst ist, ich stelle nur fest, daß ich mich außerordentlich gut unterhalten habe, und dank der deutschen Untertitel der Handlung auch da folgen konnte wo mein Französisch mich im Stich gelassen hat, was leider häufig der Fall war.
Aufzuklären war der Mord an einer jungen Frau, die zunächst ein Opfer der (historisch belegten) Feuerwerkskatastrophe vom Mai 1770 zu sein scheint, was der pfiffige Commissaire aber schon bald bezweifelt.
Es ist dies übrigens jene Katastrophe, die auch in der Vorgeschichte zu „Les Dialogues des Carmelites“ eine Rolle spielt.
Der Fall und seine Auflösung sind nicht übermäßig originell, eigentlich sogar recht platt, aber das hat meiner Begeisterung keinen Abbruch getan. Der Film lebt von prächtigen Kostümen, witzigen Dialogen, einem Schuß Mystik, einem nicht unbedingt unattraktiven Hauptdarsteller :D und der wunderschönen französischen Sprache der zu lauschen einfach Spaß macht, ob man nun immer versteht was sie da erzählen oder nicht.
Falls jemand mal reinschauen möchte, am kommenden Dienstag läuft auf TV5 ab 18.35 Uhr die nächste Folge:
Heike (20.06.2010, 21:03):
Das Meer in mir
MAR ADENTRO, Spanien/Italien/Frankreich 2004
RBB, Dienstag, 22.06., 23:35 - 01:35 Uhr

Ein mehrfach preisgekrönter und oscarprämierter Film von Alejandro Amenábar, basierend auf einer realen Geschichte, sehr einfühlsam und mit viel Tragikkomik erzählt. Eine berührende Lebensgeschichte und eine nachdenklich machende Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe.

Gezeigt wird die wahre Geschichte des galicischen Seemannes Ramón Sampedro (1943–1998), der im Alter von 25 Jahren im Jahre 1969 einen Badeunfall erlitt. Beim Sturz ins flache Wasser brach er sich das Genick und war vom Hals abwärts vollständig gelähmt. Ramóns sehnlichster Wunsch ist es, in Würde zu sterben, der Wunsch findet jedoch bei seiner Familie nur wenig Anklang. Unterstützung bekommt er jedoch von einer Organisation, die sich für die Legalisierung der aktiven Sterbehilfe einsetzt. Prozesse werden geführt, die mediale Aufmerksamkeit steigt unaufhörlich. Die Fabrikarbeiterin Rosa, die sich mit Ramón anfreundet, kann dem Wunsch Ramóns zu sterben zuerst auch kaum etwas abgewinnen. Im Laufe der Zeit lernt sie ihn jedoch verstehen ......

Zum Titel: Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer .....
Ingrid (21.06.2010, 00:37):
Ich sah diesen Film zum ersten Mal vor ca. 2 1/2 Jahren bei guten Freunden auf Ibiza und er begleitet mich gedanklich noch bis heute, gerade auch die letzte Szene. Besonders dramatisch wurde diese Geschichte für uns alle zusammen, da eine ganz nahe Verwandte an ALS erkrankt war (wie Immendorf) und von oben bis unten bewegungsunfähig, aber vom Kopf her noch so aktiv wie zu gesunden Zeiten. Das kann man wirklich mit einem Halsquerschnitt vergleichen, nur kommen da dann noch die Atemprobleme dazu. Inzwischen ist sie auch verstorben, aber auf Grund der Erkrankung. LG Ingrid
Fairy Queen (21.06.2010, 02:50):
Liebe Heike und liebe Ingrid, ich habe diesen Film - auf Empfehlung- ausgerechnet zu einem Zeitpunkt gesehen, als ich mit Patienten, die aus einem langdauernden Koma erwacht sind, gearbeitet habe. Er hat mir sehr viel zu Denken gegeben udn ist ganz wunderbar einfühlsam, wie ihr schon sagt, gemacht und gespielt. Die Frage nach der Entscheidung für den Zeitpunkt des eigenen Todes wird für Jeden nachvollziehbar und frei von jeder Ideologie aufgeworfen. Die sehr schwere Rolle der Familie fand ich auch besonders bewegend dargestellt

F.Q.
Heike (01.07.2010, 20:42):
Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa
Orig.: What's Eating Gilbert Grape?, USA 1994

RTL2, Freitag, 02.07, 20:15 - 22:15 Uhr

Ein wundervoller Film mit drei noch ganz jungen Stars: Johnny Depp, Leonardo DiCaprio, Juliette Lewis. Das Ganze ist eine humorvolle, fast groteske und doch extrem feinfühlige Studie über das Leben an sich und insbesondere über den Umgang mit Behinderten und Sonderlingen.

Der 18jährige Gilbert (J. Depp) lebt seit dem Suizid des Vaters allein mit seiner extrem fetten Mutter, zwei Schwestern und seinem geistig behinderten Bruder Arnie (DiCaprio) zusammen. Er verliebt sich in die in einer Wohnwagenkarawane durchreisende Becky (J. Lewis) und sein gesamtes Leben wird von ihm nun nochmal hinterfragt. Er beginnt an sich selbst (bzw. an Becky) zu denken, vernachlässigt seine bisher übernommenen Aufgaben und muss seine Prioritäten neu ordnen.

Sehr sehr sehenswert, ein leiser und eindringlicher Film, zum heulen traurig und zum totlachen komisch gleichzeitig.
Heike
Ingrid (01.07.2010, 23:23):
Für die Rolle des Arnie hätte DiCaprio unbedingt einen Oscar bekommen müssen und auch später für die Hauptrolle in der Titanic (da wurde er nicht mal nominiert).

Läuft er eigentlich immer noch einem Oscar hinterher? Habe das nicht mehr so verfolgt, denn verdient hätte er ihn wirklich schon längst.


Liebe Fairy,

inzwischen wurde wenigstens gesetzlich in Deutschland festgelegt, dass die künstliche Verlängerung eines Lebens, gegen den ausdrücklichen Wunsch des Patienten, nicht mehr aufrecht erhalten werden darf. Das Abschalten der Geräte (Durchtrennung eines Schlauchs) kann jetzt nicht mehr geandet werden, wie es früher wohl war.

Die Freundin mit ALS hatte auch ernsthaft überlegt, in die Schweiz zu gehen oder es ähnlich wie in diesem Film machen zu lassen, aber sie hielt dann doch durch und konnte noch eine ganze Weile Freude an dem so heiß ersehnten Enkelkind haben, dass sich kurz nach diesen Überlegungen anmeldete.

LG Ingrid
Heike (02.07.2010, 08:19):
Liebe Ingrid,
ich stimme dir absolut zu - für Arnie in diesem Film hätte DiCaprio den Oscar verdient gehabt. Ich habe ihn damals, ehe ich diesen Film gesehen habe (nach Titanic), noch für überschätzt gehalten, aber das war ein großer Irrtum.

Nein, er hat den Oscar bisher nicht bekommen (nur 3 Niominierungen: in Gilbert Grape, Aviator und Blood Diamond). Er hätte ihn meiner Meinung nach auch für Aviator unbedingt verdient gehabt (großartige psychologische Studie!).
Heike
Heike (19.07.2010, 19:23):
WDR, 19.7. Montag, heute, 22:45 - 00:55 Uhr
Babel
Regie: Alejandro González Iñárritu, 2006.
in zwei Hauptrollen Brad Pitt und Cate Blanchett.

Der perfekte Film über kulturelle Codes und die Schwierigkeiten der (Völker-)Verständigung - schrieb ein Kritiker.

Schon in der Bibel lesen wir ja von der babylonischen Sprachverwirrung, der Film baut eine moderne und kunstvolle Parabel über Kommunikation wie ein Puzzle zusammen, das erst am Ende ein ganzes Bild ergbt. Er zeigt die Verletzlichkeit und Zerbrechlichkeit von Menschen in psychologischen Ausnahmesituationen und stellt das den sozial üblichen Kommunikationsregeln gegenüber.

Schauplätze der Schmetterlingstheorie: Marokko (Atlasgebirge); San Diego USA; Mexiko, Tokio.

Der Regisseur selbst sagte, er habe mit seinem Film „den Widerspruch zwischen dem Eindruck, dass die Welt durch all die Kommunikationswerkzeuge, die wir hätten, kleiner geworden wäre und das Gefühl, dass die Menschen dennoch unfähig sind, sich selbst auf einem grundlegenden Niveau auszudrücken und untereinander zu kommunizieren“.

Der Film ist zwar (und da stimme ich dem Kritiker oben nicht zu) meiner Meinung nach nicht perfekt, besonders über das Ende und einige Klischees kann man streiten, aber er ist auf jeden Fall sehr interessant, gut gemacht und daher sehenswert!

Heike
Heike (08.09.2010, 19:11):
Million Dollar Baby
Kabel1, Mittwoch, heute, 20:15 - 22:55 Uhr

Ein sehenswerter Film von und mit Clint Eastwood. Auch wenn man weder Ahnung noch Sympathie für Boxen hat, kann man sich der großartig erzählten Geschichte kaum entziehen. Der Film ist kein Sportfilm. Es geht um kämpfen, um Schuld, um Einsamkeit, um Liebe und um Sterben.
Heike
Heike (14.10.2010, 18:11):
Habt ihr schon die neue Serie "MAD MAN" gesehen? Kommt seit 6.Oktober immer mittwochs um 22.30 Uhr in ZDFneo.

"Eine elegante Lounge. Ein attraktiver, adrett gekleideter Mann sitzt seinem weiblichen Pendant gegenüber. Zwischen Drinks und Zigaretten sagt er ihr unverblümt ins Gesicht: "Was sie unter Liebe verstehen, wurde von Leuten wie mir erfunden, um Nylons zu verkaufen." Man könnte annehmen dieser Mann spinnt, aber eigentlich ist er einfach nur ein "Mad Men"."

Das Ganze ist wirklich witzige und gute Unterhaltung mit Tiefgang.

"Der Titel der US-Serie "Mad Men" bezeichnet keinesfalls eine Bande von Verrückten, sondern ist der Name, den sich in den 60ern die kreativen Werbeleute der Madison Avenue selbst gegeben haben. Jon Hamm verkörpert in dieser Serie, die in den frühen 60er Jahren spielt, meisterhaft die Figur des Don Draper: Werbegenie, eloquenter Egomane, Betrüger, Womanizer, Hedonist und Familienvater .... Und doch repräsentieren die "Mad Men" und "Mad Women" der Serie nur in Teilen die Welt von gestern. Sie stehen für ein Suchen und Getriebensein, das auch heute nur allzu gegenwärtig ist." (Quelle http://neo.zdf.de)

Warum kommen solch gute Sachen auf Spartenkanälen und vor allem warum so spät?

Heike
P.s. heute Do. 23.25 Uhr kommt übrigens die Weiderholung von gestern
Heike (23.10.2010, 08:34):
3sat, Samstag, 23.10.2010, 22:40 - 00:10 Uhr
Egomania - Insel ohne Hoffnung
Deutschland 1986 Regie Christoph Schlingensief

"Eine Ostseeinsel im Winter: Baron Tante Teufel duldet kein positives Gefühl, erst recht nicht die zärtlichen Gefühle zweier Liebenden. Er säht Zwietracht, entzweit, um zu besitzen, und triumphiert. Am Ende hat er den archaischen Urzustand wiederhergestellt und regiert ein winterlich karges Inselreich, eine menschenfeindliche Stein- und Eiswüste, in der nichts gedeiht und alles erstorben ist.
...
'Egomania - Insel ohne Hoffnung' ist ein filmisches Experiment zwischen Improvisation und der theatralen Inszenierung einer Dreiecksbeziehung."
www.tvinfo.de
Heike (03.11.2010, 15:29):
SWR, Mittwoch, heute, 23:00 - 00:50 Uhr
Memento
USA 2000 von Christopher Nolan

Einer meiner TOP 10 Filme!

Ein Mann ohne Kurzzeitgedächtnis auf einem Rachefeldzug: Er will den Mann aufspüren und töten, der seine Frau vergewaltigt und ermordet hat. Da er sich schon kurze Zeit später an nichts mehr erinnern kann, was er tat oder erlebte, hat er Erinnerungsersatz-Methoden entwickelt: So speichert er u.a. mit einer Sofortbildkamera, was er für wichtig hält.

Und wir sehen das ganze quasi szenenweise rückwärts erzählt und stellen unser eigenes Gedächtnis vor große Aufgaben und und die Logik des Erinnerns ganz genauso in Frage. Das ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein psychologisches Meisterstück; man lernt was über Konditionierungen, Wahrnehmung, Ursache-Folge-Interpretationen und Manipulation .

"Der Film beginnt am Ende der Geschichte: Shelby tötet den Mörder seiner Frau. Schnitt. Sprung auf 15 Minuten früher. Wie hat Shelby gewusst, wo der Mörder ist? Bevor er wieder sein Gedächtnis verliert. Wieder Schnitt und Sprung zurück in der Zeit. Der Zuschauer wird so Zeuge der wohl ungewöhnlichsten Tätersuche der Filmgeschichte: Nicht ob er den Mörder findet, sondern ob der auch der richtige war, das ist der rote Faden, der sich durch 'Memento' zieht."
Quelle: www.tvinfo.de
Heike
nikolaus (03.11.2010, 20:34):
Danke für den Tipp!

Den Film habe ich seinerzeit begeistert im Kino gesehe...

Nikolaus.
Heike (28.11.2010, 22:39):
Jetzt gleich in 3sat 22:35 - 00:10 Uhr:
In dem Dokumentarfilm 'Unser täglich Brot' lässt Regisseur Nikolaus Geyrhalter ('Das Jahr nach Dayton', 'Pripyat', 'Elsewhere') den Zuschauer Zeuge einer ganz eigenen, anderen Schöpfungsgeschichte werden: der Lebensmittelproduktion.

Ein Film zum Gruseln!
Heike
Fairy Queen (29.11.2010, 08:40):
Dazu ergänzend zu empfehlen: "Super size me". Ein amerikanischer Dokumentarfilm, der einem den Appetit auf Fastfood nachhaltig verdirbt.

F.Q.
Heike (02.01.2011, 11:22):
Krimi-Trilogie "Yorkshire Killer"
Das klingt spannend: "Für die britische Trilogie "Yorkshire Killer" haben sich drei verschiedene Regisseure der wahren Geschichte eines Serienmörders angenommen. Herausgekommen ist ein verstörenden Epos von Gewalt und Verschwörung."

zum Konzept und Inhalt siehe: http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,737241,00.html

Sendetermine:
"Yorkshire Killer 1974", 2.1., 23.30 Uhr;
"Yorkshire Killer 1980", 9.1., 23.30 Uhr;
"Yorkshire Killer 1983", 16.1., 23.35 Uhr, jeweils ARD
Jürgen (02.01.2011, 23:15):
Hört sich sehr gut an.

Aber warum soo spät? Ich habe momentan keine Aufnahmemöglichkeit und der Wecker klingelt um 5.
Schade.

Grüße
Jürgen
Armin70 (24.01.2011, 17:13):
3Sat bringt vom 25.01. - 04.02.2011 die Filmreihe "Amour fou". Wie der Name schon andeutet, geht es in den 8 Filmen, die in dieser Reihe gezeigt werden, um das Eine.

Am Donnerstag, 03.02.2011, überträgt 3Sat ab 22:25 Uhr in dieser Filmreihe den französischen Spielfilm "Coco Chanel und Igor Stravinsky" aus dem Jahr 2009 mit Anna Mouglalis und Mads Mikkelsen in den Hauptrollen.

In dem Film geht es darum, wie Igor Stravinsky nach dem Skandal der "Sacre"-Uraufführung im Jahr 1913 die erfolgreiche Modeschöpferin Coco Chanel kennenlernt. Sie bietet ihm und seiner Familie Asyl in ihrer Villa bei Paris an und die beiden beginnen eine Affaire...
Heike (24.01.2011, 17:59):
http://www.das-klassikforum.de/thread.php?postid=83491#post83491
da hab ich über den Strawinsky-Film berichtet, sehenswert ist der allemal. Wenn ich Zeit hab, guck ich mir den nochmal an (schon wegen der schönen Sacre-Skandal-Szenen)
Heike
Heike (03.02.2011, 19:07):
*hochhol* weil heute (3Sat ab 22:25 Uhr) der Strawinsky-Film kommt, den Armin neulich schon empfohlen hat (ist schon so lang her)
Heike
Heike (05.02.2011, 20:11):
Bayern3, Samstag, heute, 22:50 - 00:50 Uhr
Séraphine
Frankreich/Deutschland 2008, mit Yolande Moreau und Ulrich Tukur

Ein biographischer Spielfilm über die 1864 geborene, geniale und zugleich wahnsinnige Künstlerin Séraphine Louis , die als tiefreligiöse Putzfrau heimlich malt und im Urlaub vom Kunstsammler Uhde entdeckt wird.
Ich habe den Film selbst noch nicht gesehen, aber 2 meiner Freundinnen, die ihn aus dem Kino kennen (und bisher meist treffende Empfehlungen für mich abgegaben) haben ihn mir sehr ans Herz gelegt.

Heike
Heike (09.02.2011, 16:31):
Sat1, Mittwoch, heute, 20:15 - 22:35 Uhr

Das perfekte Verbrechen
USA 2006

Toller Psychokrimi mit Anthony Hopkins in der Hauptrolle!
Fairy Queen (09.02.2011, 18:22):
Liebe Heike , wie hat dir Séraphine gefallen? Ich habe ihn vor lângerer Zeit im Kino gesehen und war serh beeindruckt!

F.Q.
Zefira (10.02.2011, 00:41):
Den Krimi mit Anthony Hopkins habe ich gesehen ... der interessanteste Moment: als der Ankläger im Gerichtssaal das Handy herausnahm, um das verabredete Signal zu geben ... und es dann nach langem Überlegen wieder wegsteckte.

Mich schaudert es allerdings immer bei amerikanischen Gerichtskrimis, ich komme mit dieser Verfahrensart einfach nicht klar.

Hat irgendjemand einen oder mehrere Teile des "Fall Maurizuis" im Theaterkanal gesehen? Mit 20 oder so war ich hell begeistert von dem Roman und habe mir deshalb alle fünf Teile angeschaut. Die ganze Zeit schwankte ich, ob die Darstellerin der Anna Jahn absichtlich so fürchterlich hölzern spielte oder ob es einfach eine grottenschlechte Schauspielerin war. Immerhin stellt sie eine Frau dar, die zwei Männern total den Kopf verdreht - war bei ihrem Benehmen nicht so recht glaubhaft ...

Gruß von Zefira
Heike (10.02.2011, 07:45):
Liebe Heike , wie hat dir Séraphine gefallen? Ich habe ihn vor lângerer Zeit im Kino gesehen und war serh beeindruckt!
Liebe Fairy,
ich fand den Film auch wirklich klasse! Ein beeindruckendes Porträt der Frau und auch dieser Zeit.
Heike
Heike (02.03.2011, 11:39):
4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage
3sat, Mittwoch, heute, 22:25 - 00:10 Uhr

"Rumänien 1987: Die Technik-Studentinnen Otilia und Gabita teilen sich ein Zimmer im Wohnheim einer Kleinstadt. Das kommunistische Regime unter Ceausescu liegt in den letzten Zügen, das Leben ist für die Menschen täglich eine neue Herausforderung. Zigaretten, Süßwaren, Kosmetik, überhaupt alle schönen Dinge des Lebens sind Mangelware, der Schwarzmarkt blüht. Gabita ist schwanger und weiß nicht, wie sie sich und ein Kind ohne Ehemann durchbringen soll. Sie beschließt nach langem Zögern abzutreiben und verlässt sich ganz auf die Hilfe ihrer pragmatischen Freundin Otilia. Doch Abtreibungen sind seit 1960 illegal, und der Vorgang muss wie eine Geheimoperation geplant werden. In einem Hotelzimmer erwarten die beiden Freundinnen den unheimlichen Dr. Bebe. Als dieser erfährt, dass Gabita bereits im vierten Monat ist und die Frauen nicht genug Geld haben um ihn zu bezahlen, stellt er Bedingungen." (Quelle www.tvinfo.de)

Der Film erhielt in Cannes 2007 die Goldene Palme; ich habe ihn damals im Kino gesehen und erinnere mich noch heute daran - mit Schrecken.
Heike
Heike (22.04.2011, 09:15):
arte, Freitag, heute, 20:15 - 22:20 Uhr
Schlafes Bruder
Deutschland 1995

Tolle Verfilmung eines ebenso tollen Buches von Robert Schneider, der auch das Drehbuch schrieb.

Musik spielt eine große Rolle in dem Film, aber die Geschichte an sich ist außerordentlich spannend und wahnsinnig gut gespielt:
André Eisermann (Elias)
Dana Vávrová (Elsbeth)
Ben Becker (Peter)
Regie: Joseph Vilsmaier

"Das kleine Bergdorf Eschberg Anfang des 19. Jahrhunderts: Schon seit seiner Geburt ist Elias Alder als Sonderling verschrien. Die Bewohner meiden den seltsamen, der Welt entrückten Jungen. Seine außerordentliche Sensibilität für Töne und Musik machen ihn zu einem Außenseiter. Sein einziger Freund ist Peter, der ihn bei seinen nächtlichen Einbrüchen in die Dorfkirche, bei denen er sich selbst das Orgelspielen beibringt, begleitet und Elias leidenschaftlich verehrt.

Doch Elias hat nur Augen für Peters Schwester Elsbeth. Die wiederum ist Lukas versprochen, einem Bauernsohn aus dem Dorf. Das komplexe Geflecht aus Begehrlichkeiten und Eifersucht bricht in sich zusammen, als Peter Elsbeth eines Nachts in ihr Zimmer einsperrt und das Haus anzündet. Die Flammen greifen über, und das ganze Dorf wird in Schutt und Asche gelegt.

Elias, inzwischen von den Dorfbewohnern als musikalisches Wunderkind erkannt, rettet Elsbeth und will in Eschberg bleiben, schert sich nicht um die Ratschläge seiner Freunde, sein Talent zur Flucht aus der Einöde zu nutzen.

Elsbeth zieht daraufhin enttäuscht mit Lukas in die Stadt. Elias' große Stunde kommt schließlich, als er zu einem Orgelfest nach Feldberg eingeladen wird. Das Stadtpublikum verfällt dem Musiker vollkommen, sein Auftritt - dem auch Elsbeth unerkannt beiwohnt - löst Hysterie aus. Doch Elias kehrt wieder in sein Heimatdorf zurück. Seine Liebe zu Elsbeth ist ihm wichtiger als der Ruhm. Er beschließt, sich das Leben zu nehmen, indem er nicht mehr schläft ... "

Quelle: http://www.tvinfo.de/
Heike (01.10.2011, 17:22):
Montag, 03.10., Spielfilm/Thriller
ZDF 22:00 - 00:15 Uhr

Der fremde Sohn
The Changeling, USA 2008
Regie Clint Eastwood
mit Angelina Jolie, John Malkovich, Jeffrey Donovan

Einer der schrecklichsten Filme, die ich je gesehen habe.
Los Angeles 1928: Der 9jährige Sohn einer alleinerziehende Mutter ist verschwunden. Nach monatelanger Suche wird der Junge gefunden und der Mutter übergeben, aber diese behauptet, es sei nicht ihr Sohn. Nur wenige Menschen glauben ihr. Die ermittelnde Polizeibehörde scheint korrupt. Die verzweifelte Mutter wird als geisteskrank abgestempelt und in die Psychiatrie eingeliefert.

Ein wahnsinnig beklemmender Psychothriller nach einer wahren Geschichte.
Heike
Heike (01.05.2012, 22:14):
gerade beim Programmdurchforsten endeckt:
heute, 22:25 RTL
Inglourious Basterds

Falls es noch jemanden gibt der den Film noch ncht gesehen hat - umschalten! Ein genial faszinierender und hoch befremdlicher Film zugleich.
Heike (02.07.2012, 20:59):
22.30 Kabel1
Fight Club ( Spielfilm / Thriller, USA 1999 )

einer meiner all time Lieblingsfilme wird mal wieder gesendet
Solitaire (03.07.2012, 10:50):
Original von Heike

Inglourious Basterds

Ich habe mich vor ein paar Wochen endlich mal durchgerungen und die DVD angesehen...in der Tat sehr seltsam und befremdlich, aber durchaus unterhaltsam und nicht ganz so brutal wie ich befürchtet habe. Oder anders formuliert: doch, der Film war brutal (Tarantino eben), aber da er dermaßen surreal war, konnte ich die Brutalität besser ertragen als in "Pans Labyrinth", der mir bis heute nachläuft...
Jedenfalls habe ich gelernt, daß es wichtig sein kann wie man drei Gläser Whiskey bestellt :D
Außerdem habe ich meinen Zitatenschatz erweitert: "Das ist ein Bingo!" :engel
Aber ob der Film ohne Christoph Waltz sehenswert wäre, ist noch die Frage...
Heike (03.07.2012, 11:20):
Aber ob der Film ohne Christoph Waltz sehenswert wäre, ist noch die Frage...
Nee, glaub ich auch nicht - das kann man ja gar nicht trennen, dessen subtil sarkastisch böses Spiel und diese surreale grausame Handlung. Trotzdem, ein genial gemachter Film.
Heike
Heike (19.08.2012, 18:52):
arte heute 20:15 Uhr
"Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa"

Ein großartiger, tragikkomischer Film mit den fantastisch spielenden jungen Schauspielern Juliette Lewis, Leonardo DiCaprio und Johnnie Depp.
Einer meiner Lieblingsfilme.
Heike