Bei diesem Thread soll sich alles um den Dirigenten Karl Böhm drehen! Man kann sagen, dass Karl Böhm meine Nr. 1 ist! Kein anderer Dirigent nimmt auch nur annähernd soviel Platz in meiner Plattenammlung ein, wie der Herr Böhm! Ob es nun Mozarts Symphonien sind, seine Opern, ob es der Rosenkavallier, der Tristan, Bruckners 8, oder letztendlich die Beethoven-Symphonien sind. Alles scheint irgentwie ein Meisterwerk geworden zu sein. Ich mag zwar nicht alles, was Böhm im Laufe seines Lebens auf die Beine gestellt hat,z.B seine Interpretation der Neunten von Dvorak, aber den größten Teil halte ich für sehr gelungen! An Ihm liebe ich so sehr seine eher langsamen und oft "schwerfällig, behagliche" Tempi, wie bei den Symphonien Mozarts! Dadurch werden bei seinen Aufnahmen keine Noten verschluckt.
http://www.cs.princeton.edu/~san/boehm.jpg
Über den Menschen Böhm weiß ich jedoch nicht viel! Nicht einmal eine Biographie kann man von Ihm kaufen! Ein eher ruhiger und Bodenständiger Mensch, welcher sich selbst am Pult nicht zum "Hampelmann" gemacht hat! Ruhig und solide, ohne große "sportliche Gefühlsausbrüche", (mit Hinblick auf Bernstein, welchen ich aber auch sehr schätze)! Wegen seiner eher zurrückhaltenden Art schätze ich diesen Dirigenten sehr und natürlich wegen seine Liebe zu Mozart und Schubert!
Bekannt war er doch für seine Große Liebe zu Mozart, welcher auch ich verfallen bin! Egal wie groß und Meisterhaft z.B Beethovens Symphonien sind, oder auch die von Mahler, so sehr ich diese auch liebe, es zieht mich letztendlich immer wieder zu der Musik Mozarts. Diese Musik ist für mich geschrieben :engel!
Weiter war Böhm für seine Werke von Schubert, Wagner und Strauss bekannt! In erster Linie war auch das der Grund, warum ich angefangen habe all diese Aufnahmen unter der Leitung Böhms zu kaufen. Ich muss auch sagen, dass ich bei den Opern keine Vergleichsaufnahmen habe, außer die eine oder andere unter Solti, Fricsay!
Mich würde interessieren, was Karl Böhm in eurer Musik für einen Platz einnimmt und welchen Platz in eurer Sammlung und nicht zuletzt, wie Ihr zu diesem Mann steht!
Lasst einfach alles raus! Mich interessierts!
Mit freundlichem Gruß, daniel :beer
Ganong (28.06.2007, 19:45): Lieber Daniel ,
über den Menschen Karl Böhm erfährst Du am meisten in dem Archiv der "frankfurter Allgemeinen Zeitung" . Wenn Du dort die willkürlich gesetzten Positivkommentare weglässt , dann steht derb wahre Böhm vor Dir .
Die ändert nichts an seien#m wirklich grossartigen Tristan ( 1966 ) und seinen Strauss-Opern sowie seinem "Ring" .
Viele mögenen sein Beethovensche "Pastorele"-Symphonie besonders .
Mir ist er sonst vor allem als Dirrigent von Klavierkonzerten völlig fremd geblieben .
Viel Freude mit seinen Aufnahmen !
Frank
Amadé (29.06.2007, 21:08): Hallo Daniel,
bei Böhm bin ich völlig anderer Meinung als Du.
Er war zwar ein genauer und penibler Probierer, der die Musiker bis zur Weißglut bringen konnte, die Resultate jedoch waren oft nur durchschnittlich, oft gleichgültig, mit wenig Gespür für die Besonderheiten des gerade aufgeführten Stückes. Fast alles was er einspielte, wurde damals von der einschlägigen Presse (blind) hochgejubelt. Heute hat sich vieles relativiert. Seine Mozart-Sinfonien, na ja, da bleiben nur ganz wenige übrig, die Bestand haben. Bitte vergleiche nur mal den Beginn des 1. und des letzten Satzes der g-moll Sinfonie KV 550 mit Fricsay und Böhm, sowohl BPh als auch WPh, da liegen Welten dazwischen! :ISein Beethoven? Die älteren Berliner Aufnahmen übertreffen die neueren mit den Wienern, wenn es schon ein östrerreichischer Dirigent sein soll, dann greife man zur alten Krips-Aufnahme mit dem LSO!:I Brahms? Auch hier sind die Berliner Aufnahmen besser als die trägen mit den Wiener Philharmonikern.:I Gut: Schubert 8. und 9.Sinfonie BPh, Haydn: Sinfonien Nr.88-92, Tondichtungen von Strauss.
Als Operndirigent hat er mich wesentlich mehr überzeugt, Tristan - unschlagbar, Ring - sehr gut. Von seinen vielen Mozart-Opern gefallen mir am besten Cosi fan tutte, sowohl die Wiener als auch die Londoner Aufnahme, die Zauberflöte mit Einschränkungen. Seine Strauss-Opern sind auch durchweg gut, keine erreicht jedoch einen Spitzenplatz. :I Gruß Bernd
Ich finde es gut, dass du dich zu diesem Thread geäußert hast!
KV 550, 1 Satz, liebe ich besonders, weil er eine Ecke langsamer und tacktvoller dirigiert wurde! Ein deutliche Spur "traurigkeit" zieht sich dadurch, dass es langsam gespielt wird, durch den ganzen ersten Satz. Ich weiß aus Erfahrung, dass nicht jeder, die langsame und behagliche Art von Mozart unter Böhm schätzt, aber genau diese recht eigenwillige Art liegt mir! Ich mag keinen schnellen und überhasteten Mozart, wie ihn die meisten spielen! Von Fricsay habe ich die 39,40, 41 und 29 Symphonie unter den Wiener Symphonikern. Mir gefallen auch diese Aufnahmen.
Ebenfalls ein Vergleich: 39 Symphonie, Satz 1 und 2! Vergleiche diese Sätze unter Böhm (1966, aus der GA, Berliner Philarmoniker) mit anderen Aufnahmen. Immer wieder jagt mir ein Schauer über den Rücken :engel, wenn ich den 2.Satz unter Böhm höre und dass passiert mir bei keiner anderen Aufnahme!
Jedoch muss ich auch sagen, dass ich nicht sehr sehr viele Aufnahmen kenne, vielleicht 7 - 9. Aber ich kenne den Vergleich zu Fricsay. Bei dir ziehe ich da natürlich ein schweres los, da du wohl sämtliche Aufnahmen kennst und dich mit jeder beschäftigst! So lange zu suchen, bis ich in jeder Hinsicht die Spitzenaufnahmen gefunden habe, kann ich mir nicht leisten und die Lust hätte ich auch nicht drauf! Ein paar Aufnahmen von jedem und daraus das Beste rausgesucht macht mich auch zu einem glücklicklichen Menschen.Wie du siehst ist es oft Geschmackssache und die ist bei jedem ein wenig anders. Und das ist ja auch gut, wo kämen wir den hin, wenn wir alle nur dasselbe hören würden.
"Übrigens habe ich das Gefühl, dass du sehr traurig bist!" 4x :I :I :I :I kam dieses Smiley in deinem Bericht vor, "das musst du nicht" :wink Das Leben ist schön! :rofl
Mit freundlichem Gruß daniel :beer
Amadé (29.06.2007, 23:48): Hallo Daniel, :hello danke für Deine prompte Antwort. Bitte höre noch einmal den Anfang von KV 550, bei Fricsay spielen da neben dem Thema noch Bratschen, bei Böhm hört man nur Hintergrund.
Übrigens bin ich keineswegs traurig, mir ist es jedoch wichtig Menschen bei Musikaufnahmen die Ohren zu öffnen, um Ihnen bessere LPs oder CDs nahezubringen. Die Musikschreiber=Meinungsbildner haben oft keine Ahnung, was es alles so gab/gibt und geben verzerrte Statements ab.
Nichts für Ungut, ich fahre erst mal in Urlaub.
Gruß Bernd :beer
daniel5993 (30.06.2007, 11:08): Hallo Amade!
Danke für dein Bemühen, mir bessere Musik, "interpretationen" nahezubringen! :wink Ich werde es mir noch einmal gründlich und in Ruhe anhören!
Ich wünsche dir einen schönen Urlaub!
Mit freundlichem Gruß Daniel :beer
daniel5993 (30.06.2007, 13:09): Hallo Bernd!
Meine Analyse: Ich habe mir den Eingangssatz der 40 Symphonie, KV 550 noch mehrere Male unter Böhm und unter Fricsay angehört und bin zu folgendem Schluss gekommen
Böhm, Berliner Philharmoniker,1962 Fricsay, Wiener Symphoniker, keine Angaben, wohl auch Anfang der sechziger
Fricsay geht noch mehr als Böhm in die Details, spielt alles sogar noch langsamer und betonter aus als Böhm, verbindet jedoch nicht die hoch detailliert ausgespielten Stellen! Es kommt einfach nicht zu einer Art „Spiel-Fluss“ , sondern es hört sich eher wie eine Dokumentation an, wo zwar alles recht betont ist, aber die mitreißende Musik nicht entsteht, da wie schon gesagt, die musikalische, mitreißende Verbindung (damit meine ich den Rytmisch mitreißenden Übergang, welche die Detaillierten Stellen verbindet und es dadurch zu einer Rytmisch, fröhlichen und Mitreißenden Musik kommt) zwischen den Hochdetaillierten stellen einfach nicht besteht!
Böhm: langsam, zwar nicht ganz so hart analysiert und detailreich ausgespielt, aber dafür schafft er es zwischen den Detailreichen Stellen ein tanzend,-rytmisch- dramatischen Spielfluss zu entwickeln, welcher über den ganzen ersten Satz reicht und einen mitreißt :engel Zudem ist der Klang im Gegensatz zu Fricsay, dumpfer und bassreicher, nicht so schrill und aufdringlich wie bei Fricsay’s Aufnahme. Bei Fricsay’s Aufnahme tun einem dabei die Ohren weh!
Letztendlich ist Fricsay Aufnahme noch länger als die von Böhm! Liegt wahrscheinlich auch daran, dass Böhm die Wiederholungen am Ende weglässt!
Nach meinem Geschmack, hat Karl Böhm hier klar die Nase vorn, er schafft es einen mitreißenden ersten Satz zu interpretieren! Bei Fricsay fehlt mir eindeutig der Spielfluss!
Wie verschieden die Geschmäcker doch sind :wink
Mit freundlichem Gruß Daniel :beer
karajan (08.07.2007, 20:41): Der Dirigent Dr.Karl Böhm
Hallo Daniel
Der weltberühmte Dirigent und Vater von Karl-Heinz Böhm (bekannt aus den "Sissi"-Filmen und Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen") erblickte 1894 in der steirischen Landeshauptstadt Graz, wo er auch aufwuchs, das Licht der Welt. Sein Interesse für Musik zeigte sich schon in seiner Jugend, dennoch beschloss der Sohn eines Juristen vorerst, Rechtswissenschaften zu studieren. Noch vor seiner Promotion begann er nebenbei mit einer Musikausbildung, zuerst am Grazer Konservatorium, dann am Wiener, wo Eusebius Mandyczewski, ein Freund Johannes Brahms', sein Lehrer war.
Erste Engagements
Dr. jur. Karl Böhm hatte sein Debut als Dirigent schließlich im Alter von 27 Jahren in seiner Heimatstadt, wo er bereits vier Jahre zuvor am Opernhaus als Repetitor eingestellt und schließlich Kapellmeister wurde. 1921 zog es ihn in Richtung München, wo Bruno Walter ihn mit einem Engagement an der dortigen Oper erwartet
Tiefe Freundschaft
Sechs Jahre später wurde er Generalmusikdirektor in Darmstadt und 1931 in Hamburg. 1933 dirigierte der Grazer erstmals in der Wiener Staatsoper (Wagners "Tristan und Isolde"). Im selben Jahr wurde er zum Direktor der Dresdner Staatsoper berufen. Dort traf Böhm auf Richard Strauss, dessen Opern "Die schweigsame Frau" und "Daphne" er uraufführte. Doch nicht nur professionell kam es zu einer langjährigen Zusammenarbeit der beiden Musiker, auch privat entwickelte sich eine Freundschaft.
Große Erfolge
Nachdem Böhm 1942 Dresden verlassen hatte, ging er zurück nach Wien, wo er zwischen 1943 und 1945 sowie zwischen 1954 und 1956 die Staatsoper leitete. 1957 stand er dann erstmals dem Orchester der Metropoliten Opera in New York vor. Dazwischen arbeitete er immer wieder mit den international renommiertesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern. Ferner dirigierte er häufig Festspiele, wie die in Salzburg oder Bayreuth.
Bleibende Erinnerung
Trotz seines fortgeschrittenen Alters wollte Karl Böhm die Musik nie aufgeben und so starb er am 14. August 1981 87-jährig während der Proben zu "Elektra" in Salzburg. Zu den von Karl Böhm am meisten geschätzten Komponisten zählten Zeit seines Lebens Mozart und Wagner. Nicht zu vergessen natürlich Strauss. Seine Hingabe zu Musik, seine Einfühlsamkeit aber auch seine Strenge machten den Grazer zu einem der weltbesten Dirigenten, dessen Schaffen noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist.
Dr. Karl Böhm wurde 1969 Ehrendirigent der Wiener Philharmoniker das bis dato nur an zwei Dirigenten vergeben wurde. Nach Karl Böhm auch an Herbert von Karajan. Ich besitze nur die Mozart Symphonie komplett von Karl Böhm, und werde mir die Schubert Symphonien noch zulegen. In den letzten Lebensjahren litt Karl Böhm an einem Augenleiden dieses war auch der Grund das Karl Böhm sich nicht mehr mit Gustav Mahler auseinander setzte. Bei Proben war Karl Böhm des Öfteren sehr ungehalten und konnte auch sehr wütend werden. Das hatte zu folge das so mancher Taktstock zerbrach oder sehr krumm wurde. Bei Fernsehproduktionen sieht man häufig krumme Taktstöcke.
Gruß Andreas
daniel5993 (08.07.2007, 23:02): Hallo Karajan!
Danke, das du dich hier zu Wort gemeldet hast! Dieser Beitrag vervollständigt die Lebensgeschichte um Karl Böhm! Ein Fehler ist jedoch dabei! So weit ich weiß, ist er 1894 geboren worden!
:thanks
Gruß Daniel
karajan (09.07.2007, 21:25): Hier einige sehr gute Aufnahmen mit Dr. Karl Böhm Die Mozart Symphonien für mich die besten!
Gefühlvoll ohne Schnörkel einfach nur zum träumen !
Die 9. ein anderer Karl Böhm einfach super muss man hören!
Ein super Hermann Prey
Die Zauberflöte zählt heute noch zu den Referenzaufnahmen!
Gruß Andreas
daniel5993 (16.08.2007, 22:33): Meine Wertvollsten Platten von Karl Böhm!
Und das wars auch schon! Allerdings kenne ich noch lange nicht jede Musik eines jeden Komponisten! Es kann also mit der Zeit etwas Neues dazu kommen
Gruß Daniel :)
manrico (17.08.2007, 09:01): Lieber Daniel!
Wie schätzt du eigentlich den Giovanni Böhms ein? Ich habe da ein wenig Vorbehalte a) wegen der doch sehr breiten Tempi und b) wegen der Besetzung (muss allerdings gestehen, dass ich diese Aufnahme nicht besitze, sondern nur im Plattengeschäft reingehört und sie wieder zurückgestellt habe). An der Besetzung stören mich in erster Linie Fischer-Dieskau, Schreier und Nillsson.
Allerdings habe ich zwei wirklich geniale Böhm-Einspielungen vom Don. Die erste stammt von 1954 und gehört neben der Solti- und der Fricsay-Aufnahme zu meinen Lieblingen. Es handelt sich dabei um ein Gastspiel der Wiener Staatsoper in London mit einer unglaublichen Luxusbesetzung (London, Grümmer, Jurinac, Kunz, Simoneau, Loose, Pröglhoff, Weber). Die zweite Böhm-Aufnahme ist nur ein Jahr jünger und im Rahmen der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper 1955 (5. November Fidelio, &. November Don Giovanni) statt. Ebenfalls ein Meisterwerk an blutvollem, ausgewogenen Musizieren. Viele sprechen vom eigentlichen Höhepunkt der Eröffnung.
Liebe Grüße
Werner
daniel5993 (17.08.2007, 20:13): Hallo Werner!
An der Besetzung stören mich in erster Linie Fischer-Dieskau, Schreier und Nillsson.
Ich habe schon einmal irgendwo gelesen, das Fischer Dieskau nicht solche einen Bösewicht spielen könne! Ich kenne keine andere Aufnahme zum Vergleich! Aber zu Böhms breiten Tempi kann ich sagen, das es wohl so seine Art war, vieles langsamer anzugehen! Das ist bei seinen Mozart Symphonien der und besonders beim Requiem gut zu verfolgen, dass er ein sehr langsames Tempo vorgibt! Aber bei Requiem kommt genau wegen seinen langsameren herangehensweise dieses Requiem so Schaudernd Echt und dramatisch rüberkommt! Ich finde, dass Dieskau seine Sache Gut macht, aber ich kenne es auch nicht anders! Noch einmal zum Tempo, Böhm ist z.B im Gegensatz zu Karajan immer ein bisschen langsamer! Das merkt man besonders bei den Aufnahmen der Zauberflöte! Ja, ich denke Böhm war in der Musik ein etwas gemächlich bewegender Mann.
Ich habe leider keinen der von dir genannten Aufnahmen des Don Giovanni unter Böhm, aus den 50ern! Und auf Platte auch, soweit ich mich erinnere auch noch nie gesehen.
Was stört dich an Dieskau, Schreier und Nillsson? Unter Böhm sind diese oft aufgetreten. Da kann ich mich gerade an eine Äußerung Böhms erinnern, aus den 70ern, wo er meinte, dass er sich bei Operneispielungen von seinen Mozart-Opern gerne die Besetzung aus den 30er Jahren gewünscht hätte! Mit anderen Worten, damals konnten die noch singen! :wink Das Gespräch ist auf einer meiner Platten drauf und wenn ich wieder hören kann sage ich dir, von welchen Sängern er gesprochen hat!
Dir nen schönen Abend! Daniel :beer
manrico (18.08.2007, 02:28): Lieber Daniel !
Danke, der Abend war tatsächlich schön: Ein Freiluft-Nabucco im Römersteinbruch St. Margarethen, bei sie auf einer Bühne mit 7000m2 halb Babylon aufgebaut und mit Pyrotechnik und Laser nicht gespart haben (die Richtungsmikrophone sind eher ungefährer Natur gewesen und so hat man eher den Eindruck, man hört eine CD und sieht vorne einen spektakulären Stummfilm mit halsbrecherischen Stunts, bei dem Scheiterhaufen entzündet, Menschen gehängt, niedergemetzelt werden. Eine perfekte Opernshow). ....ach ja, habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es pünktlich um halb neun mit Vorstellungsbeginn wie aus Schaffeln zu schütten begonnen und erst gegen Ende des vierten Aktes wieder aufgehört hat? Aber ein echter Österreicher sitzt das locker aus (Motto: des hab i bezahlt, des will i seh'n!). Und wir waren etwa 5000, die bei strömenden Regen bis zum bitteren Ende geblieben sind!
Aber du wolltest ja eigentlich wissen, wo ich die Probleme mit Nilsson und Co. sehe. (Ich sag aber gleich dazu, dass ich die Aufnahme wirklich nur sehr am Rande kenne, weil ich sie nach ein bißchen Reinhören eben nicht gekauft habe).
Also: die Nilsson war eine exeptionelle Isolde und Turandot, singt aber die Koloraturen der Donna Anna so wie ihre Landmännin Anja Pärson im Weltcup 2006 Slalom gefahren ist: es wirft sie dauernd aus der Bahn. Wenn man immer nur Kraft und Speed trainiert, bleibt halt die Beweglichkeit ein wenig auf der Strecke.
Der ganz junge Fischer-Dieskau war sicher ein großes Talent mit einer eher kleinen Stimme. Trotzdem singt er unter Fricsay 1959 einen sehr klangschönen Don, weil er auf der Gesangslinie bleibt. Je länger seine Karriere dauert, desto mehr fühlt er sich berufen, seinem Publikum die Rollen zu erklären (was ich schon überhaupt nicht leiden kann, wenn mir jemand wie ein Oberlehrer daherkommt). Zuzüglich glaubt er mehr Effekt zu erzielen, indem er mit mehr Druck anstatt mit mehr Intensität singt (wie das etwa Bruson macht). Das Ergebnis davon ist, dass er nicht lauter wird sondern unschön zu bellen anfängt (wenn du Gelegenheit hast, dann hör dir mal an, was Bruson im Gegensatz zu Fi-Di aus Rollen wie etwa dem Macbeth oder dem Jago machen. Dazwischen liegen Welten. Und Bruson hat ganz bestimmt keine Löwenstimme. ) Zu allem Überfluß kommt dann auch noch der verhungerte anämische Peter Schreier als Partner der fülligen Nilsson dazu, der immer mit dem Temprament und der Sinnlichkeit eines Kantors singt (korrekt allein ist halt auch ein bisserl wenig). So gesehen ist das eigentlich eine wirklich kuriose Besetzung. Herr Professor Giovanni, ein Liebespaar bei dem eine Walküre einen schmalbrüstigen Buchhalter noch ein weiteres Jahr zappeln läßt und dazu noch die normaler Weise rauchige, etwas ungenaue, aber sehr aparte Martina Arroyo als Donna Elvira.
Die gemächlichen Tempi stören mich bei Böhm nicht, denn er musiziert generell sehr exakt, aber ich gebe schon durchaus zu, dass ich Fricsays schlanker, straffer und durchsichtiger Lesart sehr oft den Vorzug gebe - sie wirkt einfach frischer, agiler und dynamischer (aber ich bin auch jemand, der nicht lang ruhig sitzen kann - insofern kommen mir die sehnigen, gespannten Interpretationen sehr entgegen).
Wenn du prachtvolle Don Giovannis hören willst, schau mal ob du die Wiener Aufnahme unter Josef Krips mit Cesare Siepi - geschmeidig wie ein Leopard - (1951 - das sollte es eigentlich auf LP geben), eine Aufnahme aus NY mit Ezio Pinza - eine dunkle, reiche Stimme - (da hab ich 3: 1942 Bruno Walter, 1943 Paul Breisach und 1944 Georg Szell) oder George London - eine sehr intensive Stimme- kriegst. Das ist verglichen mit Fi-Di einfach eine andere Liga.
zum Requiem: Mit Totenmessen ist das bei mir so eine Sache: das liegt mir einfach von der Thematik her so ferne, dass mir relativ wurscht ist, wie schön die Musik dazu sein mag. Da steht bei mir im Regal eine Pflichtaufnahme (1 x Verdi, 1 x Mozart), damit ich's zur Not kenne, aber freiwillig hör ich mir's kaum an. Ich will Musik für die Lebendigen!
So, und jetzt geh ich schlafen, sonst g'winn ich morgen beim Beachvolleyballturnier nix!
Ich hab mal ne Frage! Wie war eigentlich das Verhältnis zwischen Böhm und Karajan? Ich hab mitbekommen, dass Karajan genau aufgepasst hat, wem er sein Orchester überlässt! Wenn ich das richtig einschätze, ist Karl Böhm wohl der Dirigent gewesen, der am meisten hinter Karajan diese Orchester geleitet hat oder irre ich mich da? Weil ich habe unzählige Aufnahmen von Böhm mit den Berlinern und das nicht nur bei Mozart!
Übrigens haben Böhm und Bernstein sich prächtig verstanden! Bernstein hat den Karl sehr gemocht! Diese beiden waren ja auch diejenigen, die sich die Wiener Philharmoniker geteilt haben! Leider ist Böhm dann gestorben und Bernstein war dann der Vater der Wiener! Bernstein hat sich einmal über Böhm geäußert: Was Böhm mit einer unmerklichen Bewegung seines kleinen Fingers dem Orchester vermittle, dafür bedürfe er, Bernstein, des heftigsten gestikulatorischen Aufwands.
Böhm muss wirklich in Sachen "Interpretation und Werktreue" alles drauf gehabt haben. Ehrlich gesagt finde ich seinen Dirigierstil nicht gerade wunderschön, vergleichsweise mit dem von Abbado! Da sieht man doch wirklich, wie sehr er die Werke gekannt haben musste und mit welch einer Autorität er dem Orchester gegenüber stand!
Gruß Daniel :cool
karajan (24.08.2007, 23:44): Original von daniel5993 @ Karajan
Hallo Andreas!
Ich hab mal ne Frage! Wie war eigentlich das Verhältnis zwischen Böhm und Karajan? Ich hab mitbekommen, dass Karajan genau aufgepasst hat, wem er sein Orchester überlässt! Wenn ich das richtig einschätze, ist Karl Böhm wohl der Dirigent gewesen, der am meisten hinter Karajan diese Orchester geleitet hat oder irre ich mich da? Weil ich habe unzählige Aufnahmen von Böhm mit den Berlinern und das nicht nur bei Mozart!
Übrigens haben Böhm und Bernstein sich prächtig verstanden! Bernstein hat den Karl sehr gemocht! Diese beiden waren ja auch diejenigen, die sich die Wiener Philharmoniker geteilt haben! Leider ist Böhm dann gestorben und Bernstein war dann der Vater der Wiener! Bernstein hat sich einmal über Böhm geäußert: Was Böhm mit einer unmerklichen Bewegung seines kleinen Fingers dem Orchester vermittle, dafür bedürfe er, Bernstein, des heftigsten gestikulatorischen Aufwands.
Böhm muss wirklich in Sachen "Interpretation und Werktreue" alles drauf gehabt haben. Ehrlich gesagt finde ich seinen Dirigierstil nicht gerade wunderschön, vergleichsweise mit dem von Abbado! Da sieht man doch wirklich, wie sehr er die Werke gekannt haben musste und mit welch einer Autorität er dem Orchester gegenüber stand!
Gruß Daniel :cool
Hallo Daniel
Das ist eine Frage die garnicht so schnell und einfach zu beantworten ist. Muß erst noch einiges nachlesen dann kommt die Antwort. Habe heute abend auch meine eigenen Cover verwendet. Die Anregung dazu kam von dir habe nur einen anderen Anbieter genommen wo es etwas schneller geht.
LG Andy
ab (28.11.2007, 20:57): Nun muss ich mich auch zu diesem Thema äußern. Mit Böhm verbinde ich eher schreckliche Kindheitserinnerungen, insbesondere seinem Mozart verdanke ich es, mich lange überhaupt nicht mehr mit Klassicher Musik befasst zu haben und Mozart irrtümlich für eine miesen Komponisten gehalten zu haben. Das war für mich einfach grauslig. Viel später, in frühen Studienjahren, habe ich mir noch Straußens Elektra gekauft, die mir ein recht guter Kompromiss zwischen Orchester, Dirigat und Ensemble schien. Sonst habe ich fast gar nichts von ihm.
Schon seit langem dachte ich immer wieder, eigentlich müsste ich mein uraltes Urteil wieder einmal überprüfen. Und da kam mir heute die Gunst der Stunde entgegen: Im Radio erklang Brahms 4. Sinfonie - ohne dass ich wusste von wem, klanglich unverkennbar aber mit den Wiener Philharmonikern. Ich war ganz fasziniert von dem klangschönen, eher lyrisch gehaltenen Brahms mit sehr durchsichtiger Gestaltung und insbesondere großer Natürlichkeit. Ganz mein Geschmack. Nun hörete ich, es sei die DG-Aufnahme von 1976.
Da kommt also künftig noch gehörige Hörarbeit in Puncto Böhm auf ich zu...
Gleich nachgesehen, sehe ich, dass zwei Ausgaben vorhanden sind, einmal eine 3-CD-Box und eine eloquence-CD. Wer kann mir bitte sagen, ob es sich dabei um dieselbe Aufnahme aus den 70er handelt?
Danke!
http://www.jpc.de/image/w150/front/0/6138998.jpg
http://www.jpc.de/image/w150/front/0/2955120.jpg
Amadé (28.11.2007, 21:50): Lieber ab,
es muss sich um diesselbe Aufnahme handeln, da Böhm bei der DGG die 4. wie die 3. nur einmal aufgenommen hat, Aufnahmedatum: 1975. Von der 1. und 2. Sinfonie wurden Mitte der 50er Jahre mit den Berliner Philharmonikern bereits Aufnahmen erstellt.
Gruß Amadé
ab (28.11.2007, 22:03): Danke! Sind die anderen drei Sinfonien auch so gut?
Jürgen (29.11.2007, 12:28): Was muß man haben von Böhm ?
Als Wagner-Fan, wie ich einer bin, natürlich seinen Ring: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41HXCVCAG0L._AA240_.jpg Obwohl Solti bei mir die Nase ein wenig vorn hat, ist dies ein excelenter Ring. Auf LP habe ich ihn mir schon als Schüler zugelegt. Es gab damals zum 100jährigen Bestehen des Bayreuther Festspielhauses eine Jubiläumsedition von Phillips in drei großen Boxen. In Leinen gebunden sehen die echt edel aus.
Der Ring des Nibelungen / Böhm Meistersinger(Varviso)/Tristan(Böhm)/Lohengrin(Sawallisch)incl. eine LP Seite mit Tristan-Proben Parsifal(Knappertsbusch)/Holländer/Tannhäuser(beide Sawallisch)
Ich habe noch zwei Originalcover gefunden: http://www.southaudio.com.tw/WagnerO-6747037.JPG
http://www.ekmpowershop.com/ekmps/shops/padmagupta/images/dscn6605.jpg Das dritte Cover habe ich nicht gefunden, aber die Aufmachung ist ähnlich, nur die Farbe ist grün.
Oh, ich schweife ab. Zurück zu Böhm: Und selbstverständlich auch seinen Tristan (Bild gibt es schon weiter oben).
Beethovens Neunte als eine seiner letzten Aufnahmen, habe ich auch. Welch eine Sängerriege, aber ans Tempo muss man sich erst gewöhnen.
Die Zauberflöte habe ich noch nicht. Eine echte Lücke.
Grüße Jürgen
daniel5993 (29.11.2007, 12:38): Hallo Jürgen,
Die Zauberflöte habe ich noch nicht. Eine echte Lücke.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/7948329.jpg
Lear, Otto, Peters, Fischer-Dieskau, Crass, Hotter, Wunderlich, Berlin PO, Böhm
Meine Lieblingszauberflöte :D Die muss eigentlich jeder haben :D
Den Ring unter Karl Böhm hatte ich kurze Zeit auf Schallplatte, irgentwann hab ich bestimmt den Mut mich dem Gesamten Ring zu widmen, aber dann natürlich unterm Böhmerl :D
Das einzige WagnerWerk in das ich wirklich ernst reingehört habe war der Tristan unter Böhm. Gefiel mir eigentlich GUt, konnte mich aber nicht fesseln und desshalb bin ich vom Wagner Weg wieder abgedriftet.
Nochmal zu deiner Frage: Was muss man unter Böhm haben?
Klare Antwort von mir: Alles :D Nein, im Ernst! An seinem Mozart führt kein weg vorbei, bei Symphonien wie Opern.
Auf das Ihr euch die Bilder merket und fröhlich kaufet! :D Ansonsten bin ich auch erst mehr oder weniger tief in andere Aufnahmen vorgedrungen.
Gruß Daniel
Amadé (29.11.2007, 17:44): @ ab
Von den Brahms-Aufnahmen mit Böhm gefallen mir die 1. und 2, mit den Berliner !! Philharmonikern, noch hörenswert ist die 2. mit den Wiener Philharmonikern, sie ist aber um 2 Min. langsamer. Bei der 3. sind die ersten beiden Saätze total verschleppt, im 2. Satz tritt er zeitweilig auf Stelle, die beiden letzten Sätze sind merklich besser. Auch die 4. ist langsamer gespielt als üblich. Die angekoppelte Altrhapsodie errreicht bei weitem nicht das Niveu anderer Einspielungen. Insgesamt also ein recht zwiespältiger, nicht unbedingt überzeugender Eindruck, auch wenn es einige Mitglieder des Forums anders sehen. Die Berliner Aufnahmen sind einzeln erhältlich, die 2. ist gekoppelt mit einer gelungenen ! Aufnahme von Regers Mozart-Variationen, aber in hervorragendem mono (1956).
Grüße Amadé
ab (29.11.2007, 20:50): Offensichtlich gibts bei membran auch noch Aufnahmen mit den Dresdnern:
http://www.grosser-stein.de/img/231060_back.jpg
Wie schätzt ihr eigentlich Böhm ein, ist er in jungen Jahren oder in späten besser gewesen?
Danke!
daniel5993 (29.11.2007, 21:22): Abend ab,
Ich habe hier 10 CD's mit Aufnahmen des Jungen Böhm und auch noch ein Paar andere CD's und ich werd mal übers Wochenende verstärkt reinhören! Allerdings kann ich dir bei Brahms nicht so richtig weiterhelfen! Brahms hab ich bis jetzt sehr sperrlich gehört, allerdings wird sein Brahms in anderen Foren hoch geschätzt und damit meine ich die GA! Mein Eindruck bisher ist, das die alten Aufnahmen nicht nur klanglich "schlecht" sind, sondern auch von der Interpretation, jedenfalls was Mozart betrifft!
Gruß Daniel
teleton (30.11.2007, 11:02): Karl Böhm zu ihm hatte ich nie großen Zugang, weil sein Repertoire meist schon von anderen Dirigenten in meinen Tonträgersammlungen gut abgedeckt war.
Er war ja als Richard Strauss - Dirigent berühmt. Ich hatte mal Schallplatten von einigen Strauss-Werken. Die waren aber klanglich so miserabel, das ich meine Karajan, Solti und Dohnanyi-Aufnahmen immer vorgezogen habe. Ein Böhm-Vorteil konnte ich dabei auch nie entdecken.
Dann hatte ich die Beethoven - Leonore III auf Platte - eine tolle Interpretation, die später zur CD-Zeit verschollen war.
:P Tja, auf CD habe ich nur die DG-Doppel-CD mit den letzten Sinfonien von Mozart -- das wars !
Amadé (01.12.2007, 19:01): Hallo Daniel
Obwohl Böhm hunderte von Aufnahmen gemacht hat, sind seine m.E. gültigen Aufnahmen doch überschaubar. Einiges deckt sich mit dem anderer Forianer, s.o.. Böhm hat Herausragendes vor allem im Bereich der Oper hinterlassen, seine Interpretationen auf dem Konzertpodium wirkten bei weitem nicht so zwingend.
Cosi fan tutte, 2 Aufnahmen, 1955 in Wien, 1962 in London, die Winer Aufnahme ziehe ich der Sänger wegen der Londoner vor. Eine dritte live-Aufnahme aus Salzburg finde ich weniger gelungen.
daniel5993 (14.12.2007, 22:59): 1973, Wiener Philharmoniker, Karl Böhm
Schuberts große C-dur Symphonie Nr. 9
Satz 1: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 1st. MOV. PART 1, BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 2nd. MOV.PART 1 BÖHM
Satz 2: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 2nd. MOV.PART 1 BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 2nd. MOV.PART 2 BÖHM
Satz 3: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 3rd. MOV.PART 1 BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 3rd. MOV.PART 2 BÖHM
Satz 4: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 4th. MOV. PART 1, BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 4th. MOV. PART 2, BÖHM
daniel5993 (14.12.2007, 23:09): Ausschnitte aus dem Requiem KV 626 von 1971 mit den Wiener Symphonikern und dem Chor der Wiener Staatsoper, Karl Böhm.
Gewaltiger hab ichs noch nicht gehört! Die hier hört sich wirklich wie eine Totenmesse an.
Mozart - Requiem - Karl Bohm MOZART REQUIEM - Dies irae
:engel
Diese Aufnahme ist leider nie auf CD erschienen, hab ich jedenfalls nie gesehen, trotz eifrigen suchens.
ab (14.12.2007, 23:28): Wohl noch nicht viele Aufnahmen gehört!? :D
Ich hoffe die Ungereimtheiten beim Chor sind nicht auch auf der DVD zu hören...
daniel5993 (14.12.2007, 23:40): Abend ab,
Wohl noch nicht viele Aufnahmen gehört!? :D
Was meint unser ab damit ?(
Ich hoffe die Ungereimtheiten beim Chor sind nicht auch auf der DVD zu hören...
Auf der DVD stimmt alles :D :engel der Klang, auch der Chor singt in einem.
Ich würd die Aufnahme gern auf CD haben! Ich hoffe ein Zuständiger der Grammophon liest das und erledigt das für mich :D!
:hello
ab (15.12.2007, 00:05): Original von daniel5993
Was meint unser ab damit ?(
Er, respektive ich meine damit, dass Du wohl noch nicht so viele Versionen gehört hast, wenn Dir diese Böhm-Aufnahme so gewaltig vorkommt. Totenmessenmäßig erklingen auch einige andere.
Unabhänig davon, schön, dass Du eine Aufnahme gefunden hast, die Dir gut gefällt!
Ich kenne leider die Viereinigkeit von gutem Orchester, guten Solisten und gutem Chor bei gutem Dirigat, das mir auch noch geschmacksmäßig gut gefällt noch nicht. (Ich empfehle stets Harnoncourt (alt) - miese Solisten, aber sagenhaftes Dirigat vor allem auch bei den stiefmütterlich behandelten Süssmair-Stellen (sehr Totenmessenmäßig!), Gardiner - gute Solisten, sagenhafter Chor, nicht übereinstimmendes Orchester - oder Savall - alles ganz ausgezeichent aber durchwegs vorwärtsdrängend.)
Nimm doch eine ander von Böhm:
1971 Edith Mathis sop Júlia Hamari mez Wieslaw Ochman ten Karl Ridderbusch bass Vienna State Opera Chorus; Vienna Philharmonic Orchestra/Karl Böhm Deutsche Grammophon 413 553-2GH
1958 (57?) Teresa Stich-Randall sop Ira Malaniuk cont Waldemar Kmentt ten Kurt Böhme bass Vienna Symphony Orchestra; Vienna State Opera Chorus/Karl Böhm Philips CD 420 772-2PLC
1955 Irmgard Seefried (Sopran) Hildegard Rössel-Majdan (Alt) Anton Dermota (Tenor) Gottlob Frick (Bass) Chor der Wiener Staatsoper (Chor) Wiener Philharmoniker (Orchester) Karl Böhm (Dirigent) Orfeo C 670 051 B
daniel5993 (15.12.2007, 00:10): Original von ab Wohl noch nicht viele Aufnahmen gehört!?
Ahh, es hat Klick gemacht! Doch! Eigentlich kenne ich genug oder muss ich jemanden bestimmtes kennen? Neben Böhm hat mir Marriners späte Aufnahme sehr Gut gefallen (ich glaub 1990-Phillips), welche ja das komplette Gegenteil von Böhm ist, bei Marriners 2 Aufnahme hats sich angehört, als ob er in 20 Minuten durchs Werk war. Bernstein hats auch Gut hinbekommen (ich glaub 1989). Marriners erste Aufnahme war nicht sooo berauschend (decca-Aufnahme). Bei Karajan habe ich eine Superschlechte Aufnahme hinter mir, da mich ein Sänger tief erschreckt hat mit seiner grausamen Stimme! Bei Tuba Mirum wär ich fast aus dem Fenster gesprungen, was aber nicht viel gebracht hätte, es sind bloß 3 Meter bis Mutter Erde. Das war eine Aufnahme mit den Wienern und ich glaub der Übeltäter war einer von diesen hier (Tomowa-Sintow, Müller-Molinari, Cole, Burchuladze) Ich kenne niemanden der Sänger, weiß daher nich wer es war, aber so sah das Cover aus:
Wenn man das Tuba Mirum gehört hat und überlebt hat, der hat alles gehört und ist hart im Nehmen!
Gruß Daniel
Ist das nicht genug??
daniel5993 (15.12.2007, 00:19): Guten Morgen ab!
Gern lass ich mich beraten, aber alles kann ich ja noch nicht kennen. Ich kann sagen, ich habe ne Menge Vergleiche! Nein, es muss nicht immer Böhm sein!
Nimm doch eine ander von Böhm:
1971 Edith Mathis sop Júlia Hamari mez Wieslaw Ochman ten Karl Ridderbusch bass Vienna State Opera Chorus; Vienna Philharmonic Orchestra/Karl Böhm Deutsche Grammophon 413 553-2GH
1958 (57?) Teresa Stich-Randall sop Ira Malaniuk cont Waldemar Kmentt ten Kurt Böhme bass Vienna Symphony Orchestra; Vienna State Opera Chorus/Karl Böhm Philips CD 420 772-2PLC
1955 Irmgard Seefried (Sopran) Hildegard Rössel-Majdan (Alt) Anton Dermota (Tenor) Gottlob Frick (Bass) Chor der Wiener Staatsoper (Chor) Wiener Philharmoniker (Orchester) Karl Böhm (Dirigent) Orfeo C 670 051 B
Die Aufnahme von 1971 hatte ich auf LP und die war herrlich, habs aber noch nicht auf CD.
Mit der Zeit werd ich mich auch noch anderen Aufnahmen zuwenden, mit der Zeit :tongue:
Oh, Mozarts Requiem unter Abbado (1999) hab ich auf CD und DVD, gefällt mir aber auch nicht sooo...... doll! sehr schnell und die oben im Beitrag genannte "Wirklichkeit einer Totenmesse" kommt nicht zum Ausdruck.
ab (15.12.2007, 00:22): Original von daniel5993 Ist das nicht genug??
Wenn Dir Bernstein und Böhm gefällt, wirst Du kaum Konkurenz finden, so langsam dirigiert niemand, nicht einmal Karajan - denn von Celebidache gibts keine... (Jochum kenne ich aber nicht und Thielmann will ich gar nicht hören... :ignore )
Die von mir genannten sind alle drei auf s.g. Alten Instrumenten. Wird Dir womöglich gar nicht zusagen...
daniel5993 (15.12.2007, 00:32): Original von ab Original von daniel5993 Ist das nicht genug??
Wenn Dir Bernstein und Böhm gefällt, wirst Du kaum Konkurenz finden, so langsam dirigiert niemand, nicht einmal Karajan - denn von Celebidache gibts keine...
Die von mir genannten sind alle drei auf s.g. Alten Instrumenten. Wird Dir womöglich gar nicht zusagen...
Bei JPC kannst du Schnippsel hören (glaub ich) Ich hab in der Celibidachesendung ein Paar Ausschnitte hören können und die fand ich recht interessant! Allerdings beim Wiederholungshören vor einer Woche ist mir der Gedanke durch den Kopf geschossen: "Der kanns auch übertreiben". Also bei mir je nach Stimmung und innerer Ruhe, schön anzuhören und wieder weniger schön anzuhören!
Gruß Daniel
Wir sind hier im Falschen Thread! Das gibt Ärger vom Cheff :A :tongue:
ab (15.12.2007, 00:33): Original von ab Wenn Dir Bernstein und Böhm gefällt, wirst Du kaum Konkurenz finden, so langsam dirigiert niemand, nicht einmal Karajan - denn von Celebidache gibts keine... (Jochum kenne ich aber nicht und Thielmann will ich gar nicht hören... :ignore )
Die von mir genannten sind alle drei auf s.g. Alten Instrumenten. Wird Dir womöglich gar nicht zusagen...
Sorry, sehe gerade, dass es doch eine von Celibidache gibt. Muss ich mal anhören...(Bei EMI muss ich sofort mit Grausen an die von Muti denken, wo die Spannung völlig zusammenbricht.)
karajan (09.07.2007, 21:25): Hier einige sehr gute Aufnahmen mit Dr. Karl Böhm Die Mozart Symphonien für mich die besten!
Gefühlvoll ohne Schnörkel einfach nur zum träumen !
Die 9. ein anderer Karl Böhm einfach super muss man hören!
Ein super Hermann Prey
Die Zauberflöte zählt heute noch zu den Referenzaufnahmen!
Gruß Andreas
daniel5993 (16.08.2007, 22:33): Meine Wertvollsten Platten von Karl Böhm!
Und das wars auch schon! Allerdings kenne ich noch lange nicht jede Musik eines jeden Komponisten! Es kann also mit der Zeit etwas Neues dazu kommen
Gruß Daniel :)
manrico (17.08.2007, 09:01): Lieber Daniel!
Wie schätzt du eigentlich den Giovanni Böhms ein? Ich habe da ein wenig Vorbehalte a) wegen der doch sehr breiten Tempi und b) wegen der Besetzung (muss allerdings gestehen, dass ich diese Aufnahme nicht besitze, sondern nur im Plattengeschäft reingehört und sie wieder zurückgestellt habe). An der Besetzung stören mich in erster Linie Fischer-Dieskau, Schreier und Nillsson.
Allerdings habe ich zwei wirklich geniale Böhm-Einspielungen vom Don. Die erste stammt von 1954 und gehört neben der Solti- und der Fricsay-Aufnahme zu meinen Lieblingen. Es handelt sich dabei um ein Gastspiel der Wiener Staatsoper in London mit einer unglaublichen Luxusbesetzung (London, Grümmer, Jurinac, Kunz, Simoneau, Loose, Pröglhoff, Weber). Die zweite Böhm-Aufnahme ist nur ein Jahr jünger und im Rahmen der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper 1955 (5. November Fidelio, &. November Don Giovanni) statt. Ebenfalls ein Meisterwerk an blutvollem, ausgewogenen Musizieren. Viele sprechen vom eigentlichen Höhepunkt der Eröffnung.
Liebe Grüße
Werner
daniel5993 (17.08.2007, 20:13): Hallo Werner!
An der Besetzung stören mich in erster Linie Fischer-Dieskau, Schreier und Nillsson.
Ich habe schon einmal irgendwo gelesen, das Fischer Dieskau nicht solche einen Bösewicht spielen könne! Ich kenne keine andere Aufnahme zum Vergleich! Aber zu Böhms breiten Tempi kann ich sagen, das es wohl so seine Art war, vieles langsamer anzugehen! Das ist bei seinen Mozart Symphonien der und besonders beim Requiem gut zu verfolgen, dass er ein sehr langsames Tempo vorgibt! Aber bei Requiem kommt genau wegen seinen langsameren herangehensweise dieses Requiem so Schaudernd Echt und dramatisch rüberkommt! Ich finde, dass Dieskau seine Sache Gut macht, aber ich kenne es auch nicht anders! Noch einmal zum Tempo, Böhm ist z.B im Gegensatz zu Karajan immer ein bisschen langsamer! Das merkt man besonders bei den Aufnahmen der Zauberflöte! Ja, ich denke Böhm war in der Musik ein etwas gemächlich bewegender Mann.
Ich habe leider keinen der von dir genannten Aufnahmen des Don Giovanni unter Böhm, aus den 50ern! Und auf Platte auch, soweit ich mich erinnere auch noch nie gesehen.
Was stört dich an Dieskau, Schreier und Nillsson? Unter Böhm sind diese oft aufgetreten. Da kann ich mich gerade an eine Äußerung Böhms erinnern, aus den 70ern, wo er meinte, dass er sich bei Operneispielungen von seinen Mozart-Opern gerne die Besetzung aus den 30er Jahren gewünscht hätte! Mit anderen Worten, damals konnten die noch singen! :wink Das Gespräch ist auf einer meiner Platten drauf und wenn ich wieder hören kann sage ich dir, von welchen Sängern er gesprochen hat!
Dir nen schönen Abend! Daniel :beer
manrico (18.08.2007, 02:28): Lieber Daniel !
Danke, der Abend war tatsächlich schön: Ein Freiluft-Nabucco im Römersteinbruch St. Margarethen, bei sie auf einer Bühne mit 7000m2 halb Babylon aufgebaut und mit Pyrotechnik und Laser nicht gespart haben (die Richtungsmikrophone sind eher ungefährer Natur gewesen und so hat man eher den Eindruck, man hört eine CD und sieht vorne einen spektakulären Stummfilm mit halsbrecherischen Stunts, bei dem Scheiterhaufen entzündet, Menschen gehängt, niedergemetzelt werden. Eine perfekte Opernshow). ....ach ja, habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es pünktlich um halb neun mit Vorstellungsbeginn wie aus Schaffeln zu schütten begonnen und erst gegen Ende des vierten Aktes wieder aufgehört hat? Aber ein echter Österreicher sitzt das locker aus (Motto: des hab i bezahlt, des will i seh'n!). Und wir waren etwa 5000, die bei strömenden Regen bis zum bitteren Ende geblieben sind!
Aber du wolltest ja eigentlich wissen, wo ich die Probleme mit Nilsson und Co. sehe. (Ich sag aber gleich dazu, dass ich die Aufnahme wirklich nur sehr am Rande kenne, weil ich sie nach ein bißchen Reinhören eben nicht gekauft habe).
Also: die Nilsson war eine exeptionelle Isolde und Turandot, singt aber die Koloraturen der Donna Anna so wie ihre Landmännin Anja Pärson im Weltcup 2006 Slalom gefahren ist: es wirft sie dauernd aus der Bahn. Wenn man immer nur Kraft und Speed trainiert, bleibt halt die Beweglichkeit ein wenig auf der Strecke.
Der ganz junge Fischer-Dieskau war sicher ein großes Talent mit einer eher kleinen Stimme. Trotzdem singt er unter Fricsay 1959 einen sehr klangschönen Don, weil er auf der Gesangslinie bleibt. Je länger seine Karriere dauert, desto mehr fühlt er sich berufen, seinem Publikum die Rollen zu erklären (was ich schon überhaupt nicht leiden kann, wenn mir jemand wie ein Oberlehrer daherkommt). Zuzüglich glaubt er mehr Effekt zu erzielen, indem er mit mehr Druck anstatt mit mehr Intensität singt (wie das etwa Bruson macht). Das Ergebnis davon ist, dass er nicht lauter wird sondern unschön zu bellen anfängt (wenn du Gelegenheit hast, dann hör dir mal an, was Bruson im Gegensatz zu Fi-Di aus Rollen wie etwa dem Macbeth oder dem Jago machen. Dazwischen liegen Welten. Und Bruson hat ganz bestimmt keine Löwenstimme. ) Zu allem Überfluß kommt dann auch noch der verhungerte anämische Peter Schreier als Partner der fülligen Nilsson dazu, der immer mit dem Temprament und der Sinnlichkeit eines Kantors singt (korrekt allein ist halt auch ein bisserl wenig). So gesehen ist das eigentlich eine wirklich kuriose Besetzung. Herr Professor Giovanni, ein Liebespaar bei dem eine Walküre einen schmalbrüstigen Buchhalter noch ein weiteres Jahr zappeln läßt und dazu noch die normaler Weise rauchige, etwas ungenaue, aber sehr aparte Martina Arroyo als Donna Elvira.
Die gemächlichen Tempi stören mich bei Böhm nicht, denn er musiziert generell sehr exakt, aber ich gebe schon durchaus zu, dass ich Fricsays schlanker, straffer und durchsichtiger Lesart sehr oft den Vorzug gebe - sie wirkt einfach frischer, agiler und dynamischer (aber ich bin auch jemand, der nicht lang ruhig sitzen kann - insofern kommen mir die sehnigen, gespannten Interpretationen sehr entgegen).
Wenn du prachtvolle Don Giovannis hören willst, schau mal ob du die Wiener Aufnahme unter Josef Krips mit Cesare Siepi - geschmeidig wie ein Leopard - (1951 - das sollte es eigentlich auf LP geben), eine Aufnahme aus NY mit Ezio Pinza - eine dunkle, reiche Stimme - (da hab ich 3: 1942 Bruno Walter, 1943 Paul Breisach und 1944 Georg Szell) oder George London - eine sehr intensive Stimme- kriegst. Das ist verglichen mit Fi-Di einfach eine andere Liga.
zum Requiem: Mit Totenmessen ist das bei mir so eine Sache: das liegt mir einfach von der Thematik her so ferne, dass mir relativ wurscht ist, wie schön die Musik dazu sein mag. Da steht bei mir im Regal eine Pflichtaufnahme (1 x Verdi, 1 x Mozart), damit ich's zur Not kenne, aber freiwillig hör ich mir's kaum an. Ich will Musik für die Lebendigen!
So, und jetzt geh ich schlafen, sonst g'winn ich morgen beim Beachvolleyballturnier nix!
Ich hab mal ne Frage! Wie war eigentlich das Verhältnis zwischen Böhm und Karajan? Ich hab mitbekommen, dass Karajan genau aufgepasst hat, wem er sein Orchester überlässt! Wenn ich das richtig einschätze, ist Karl Böhm wohl der Dirigent gewesen, der am meisten hinter Karajan diese Orchester geleitet hat oder irre ich mich da? Weil ich habe unzählige Aufnahmen von Böhm mit den Berlinern und das nicht nur bei Mozart!
Übrigens haben Böhm und Bernstein sich prächtig verstanden! Bernstein hat den Karl sehr gemocht! Diese beiden waren ja auch diejenigen, die sich die Wiener Philharmoniker geteilt haben! Leider ist Böhm dann gestorben und Bernstein war dann der Vater der Wiener! Bernstein hat sich einmal über Böhm geäußert: Was Böhm mit einer unmerklichen Bewegung seines kleinen Fingers dem Orchester vermittle, dafür bedürfe er, Bernstein, des heftigsten gestikulatorischen Aufwands.
Böhm muss wirklich in Sachen "Interpretation und Werktreue" alles drauf gehabt haben. Ehrlich gesagt finde ich seinen Dirigierstil nicht gerade wunderschön, vergleichsweise mit dem von Abbado! Da sieht man doch wirklich, wie sehr er die Werke gekannt haben musste und mit welch einer Autorität er dem Orchester gegenüber stand!
Gruß Daniel :cool
karajan (24.08.2007, 23:44): Original von daniel5993 @ Karajan
Hallo Andreas!
Ich hab mal ne Frage! Wie war eigentlich das Verhältnis zwischen Böhm und Karajan? Ich hab mitbekommen, dass Karajan genau aufgepasst hat, wem er sein Orchester überlässt! Wenn ich das richtig einschätze, ist Karl Böhm wohl der Dirigent gewesen, der am meisten hinter Karajan diese Orchester geleitet hat oder irre ich mich da? Weil ich habe unzählige Aufnahmen von Böhm mit den Berlinern und das nicht nur bei Mozart!
Übrigens haben Böhm und Bernstein sich prächtig verstanden! Bernstein hat den Karl sehr gemocht! Diese beiden waren ja auch diejenigen, die sich die Wiener Philharmoniker geteilt haben! Leider ist Böhm dann gestorben und Bernstein war dann der Vater der Wiener! Bernstein hat sich einmal über Böhm geäußert: Was Böhm mit einer unmerklichen Bewegung seines kleinen Fingers dem Orchester vermittle, dafür bedürfe er, Bernstein, des heftigsten gestikulatorischen Aufwands.
Böhm muss wirklich in Sachen "Interpretation und Werktreue" alles drauf gehabt haben. Ehrlich gesagt finde ich seinen Dirigierstil nicht gerade wunderschön, vergleichsweise mit dem von Abbado! Da sieht man doch wirklich, wie sehr er die Werke gekannt haben musste und mit welch einer Autorität er dem Orchester gegenüber stand!
Gruß Daniel :cool
Hallo Daniel
Das ist eine Frage die garnicht so schnell und einfach zu beantworten ist. Muß erst noch einiges nachlesen dann kommt die Antwort. Habe heute abend auch meine eigenen Cover verwendet. Die Anregung dazu kam von dir habe nur einen anderen Anbieter genommen wo es etwas schneller geht.
LG Andy
ab (28.11.2007, 20:57): Nun muss ich mich auch zu diesem Thema äußern. Mit Böhm verbinde ich eher schreckliche Kindheitserinnerungen, insbesondere seinem Mozart verdanke ich es, mich lange überhaupt nicht mehr mit Klassicher Musik befasst zu haben und Mozart irrtümlich für eine miesen Komponisten gehalten zu haben. Das war für mich einfach grauslig. Viel später, in frühen Studienjahren, habe ich mir noch Straußens Elektra gekauft, die mir ein recht guter Kompromiss zwischen Orchester, Dirigat und Ensemble schien. Sonst habe ich fast gar nichts von ihm.
Schon seit langem dachte ich immer wieder, eigentlich müsste ich mein uraltes Urteil wieder einmal überprüfen. Und da kam mir heute die Gunst der Stunde entgegen: Im Radio erklang Brahms 4. Sinfonie - ohne dass ich wusste von wem, klanglich unverkennbar aber mit den Wiener Philharmonikern. Ich war ganz fasziniert von dem klangschönen, eher lyrisch gehaltenen Brahms mit sehr durchsichtiger Gestaltung und insbesondere großer Natürlichkeit. Ganz mein Geschmack. Nun hörete ich, es sei die DG-Aufnahme von 1976.
Da kommt also künftig noch gehörige Hörarbeit in Puncto Böhm auf ich zu...
Gleich nachgesehen, sehe ich, dass zwei Ausgaben vorhanden sind, einmal eine 3-CD-Box und eine eloquence-CD. Wer kann mir bitte sagen, ob es sich dabei um dieselbe Aufnahme aus den 70er handelt?
Danke!
http://www.jpc.de/image/w150/front/0/6138998.jpg
http://www.jpc.de/image/w150/front/0/2955120.jpg
Amadé (28.11.2007, 21:50): Lieber ab,
es muss sich um diesselbe Aufnahme handeln, da Böhm bei der DGG die 4. wie die 3. nur einmal aufgenommen hat, Aufnahmedatum: 1975. Von der 1. und 2. Sinfonie wurden Mitte der 50er Jahre mit den Berliner Philharmonikern bereits Aufnahmen erstellt.
Gruß Amadé
ab (28.11.2007, 22:03): Danke! Sind die anderen drei Sinfonien auch so gut?
Jürgen (29.11.2007, 12:28): Was muß man haben von Böhm ?
Als Wagner-Fan, wie ich einer bin, natürlich seinen Ring: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41HXCVCAG0L._AA240_.jpg Obwohl Solti bei mir die Nase ein wenig vorn hat, ist dies ein excelenter Ring. Auf LP habe ich ihn mir schon als Schüler zugelegt. Es gab damals zum 100jährigen Bestehen des Bayreuther Festspielhauses eine Jubiläumsedition von Phillips in drei großen Boxen. In Leinen gebunden sehen die echt edel aus.
Der Ring des Nibelungen / Böhm Meistersinger(Varviso)/Tristan(Böhm)/Lohengrin(Sawallisch)incl. eine LP Seite mit Tristan-Proben Parsifal(Knappertsbusch)/Holländer/Tannhäuser(beide Sawallisch)
Ich habe noch zwei Originalcover gefunden: http://www.southaudio.com.tw/WagnerO-6747037.JPG
http://www.ekmpowershop.com/ekmps/shops/padmagupta/images/dscn6605.jpg Das dritte Cover habe ich nicht gefunden, aber die Aufmachung ist ähnlich, nur die Farbe ist grün.
Oh, ich schweife ab. Zurück zu Böhm: Und selbstverständlich auch seinen Tristan (Bild gibt es schon weiter oben).
Beethovens Neunte als eine seiner letzten Aufnahmen, habe ich auch. Welch eine Sängerriege, aber ans Tempo muss man sich erst gewöhnen.
Die Zauberflöte habe ich noch nicht. Eine echte Lücke.
Grüße Jürgen
daniel5993 (29.11.2007, 12:38): Hallo Jürgen,
Die Zauberflöte habe ich noch nicht. Eine echte Lücke.
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/7948329.jpg
Lear, Otto, Peters, Fischer-Dieskau, Crass, Hotter, Wunderlich, Berlin PO, Böhm
Meine Lieblingszauberflöte :D Die muss eigentlich jeder haben :D
Den Ring unter Karl Böhm hatte ich kurze Zeit auf Schallplatte, irgentwann hab ich bestimmt den Mut mich dem Gesamten Ring zu widmen, aber dann natürlich unterm Böhmerl :D
Das einzige WagnerWerk in das ich wirklich ernst reingehört habe war der Tristan unter Böhm. Gefiel mir eigentlich GUt, konnte mich aber nicht fesseln und desshalb bin ich vom Wagner Weg wieder abgedriftet.
Nochmal zu deiner Frage: Was muss man unter Böhm haben?
Klare Antwort von mir: Alles :D Nein, im Ernst! An seinem Mozart führt kein weg vorbei, bei Symphonien wie Opern.
Auf das Ihr euch die Bilder merket und fröhlich kaufet! :D Ansonsten bin ich auch erst mehr oder weniger tief in andere Aufnahmen vorgedrungen.
Gruß Daniel
Amadé (29.11.2007, 17:44): @ ab
Von den Brahms-Aufnahmen mit Böhm gefallen mir die 1. und 2, mit den Berliner !! Philharmonikern, noch hörenswert ist die 2. mit den Wiener Philharmonikern, sie ist aber um 2 Min. langsamer. Bei der 3. sind die ersten beiden Saätze total verschleppt, im 2. Satz tritt er zeitweilig auf Stelle, die beiden letzten Sätze sind merklich besser. Auch die 4. ist langsamer gespielt als üblich. Die angekoppelte Altrhapsodie errreicht bei weitem nicht das Niveu anderer Einspielungen. Insgesamt also ein recht zwiespältiger, nicht unbedingt überzeugender Eindruck, auch wenn es einige Mitglieder des Forums anders sehen. Die Berliner Aufnahmen sind einzeln erhältlich, die 2. ist gekoppelt mit einer gelungenen ! Aufnahme von Regers Mozart-Variationen, aber in hervorragendem mono (1956).
Grüße Amadé
ab (29.11.2007, 20:50): Offensichtlich gibts bei membran auch noch Aufnahmen mit den Dresdnern:
http://www.grosser-stein.de/img/231060_back.jpg
Wie schätzt ihr eigentlich Böhm ein, ist er in jungen Jahren oder in späten besser gewesen?
Danke!
daniel5993 (29.11.2007, 21:22): Abend ab,
Ich habe hier 10 CD's mit Aufnahmen des Jungen Böhm und auch noch ein Paar andere CD's und ich werd mal übers Wochenende verstärkt reinhören! Allerdings kann ich dir bei Brahms nicht so richtig weiterhelfen! Brahms hab ich bis jetzt sehr sperrlich gehört, allerdings wird sein Brahms in anderen Foren hoch geschätzt und damit meine ich die GA! Mein Eindruck bisher ist, das die alten Aufnahmen nicht nur klanglich "schlecht" sind, sondern auch von der Interpretation, jedenfalls was Mozart betrifft!
Gruß Daniel
teleton (30.11.2007, 11:02): Karl Böhm zu ihm hatte ich nie großen Zugang, weil sein Repertoire meist schon von anderen Dirigenten in meinen Tonträgersammlungen gut abgedeckt war.
Er war ja als Richard Strauss - Dirigent berühmt. Ich hatte mal Schallplatten von einigen Strauss-Werken. Die waren aber klanglich so miserabel, das ich meine Karajan, Solti und Dohnanyi-Aufnahmen immer vorgezogen habe. Ein Böhm-Vorteil konnte ich dabei auch nie entdecken.
Dann hatte ich die Beethoven - Leonore III auf Platte - eine tolle Interpretation, die später zur CD-Zeit verschollen war.
:P Tja, auf CD habe ich nur die DG-Doppel-CD mit den letzten Sinfonien von Mozart -- das wars !
Amadé (01.12.2007, 19:01): Hallo Daniel
Obwohl Böhm hunderte von Aufnahmen gemacht hat, sind seine m.E. gültigen Aufnahmen doch überschaubar. Einiges deckt sich mit dem anderer Forianer, s.o.. Böhm hat Herausragendes vor allem im Bereich der Oper hinterlassen, seine Interpretationen auf dem Konzertpodium wirkten bei weitem nicht so zwingend.
Cosi fan tutte, 2 Aufnahmen, 1955 in Wien, 1962 in London, die Winer Aufnahme ziehe ich der Sänger wegen der Londoner vor. Eine dritte live-Aufnahme aus Salzburg finde ich weniger gelungen.
daniel5993 (14.12.2007, 22:59): 1973, Wiener Philharmoniker, Karl Böhm
Schuberts große C-dur Symphonie Nr. 9
Satz 1: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 1st. MOV. PART 1, BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 2nd. MOV.PART 1 BÖHM
Satz 2: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 2nd. MOV.PART 1 BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 2nd. MOV.PART 2 BÖHM
Satz 3: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 3rd. MOV.PART 1 BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 3rd. MOV.PART 2 BÖHM
Satz 4: FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 4th. MOV. PART 1, BÖHM FRANZ SCHUBERT SYMPHONY 9 4th. MOV. PART 2, BÖHM
daniel5993 (14.12.2007, 23:09): Ausschnitte aus dem Requiem KV 626 von 1971 mit den Wiener Symphonikern und dem Chor der Wiener Staatsoper, Karl Böhm.
Gewaltiger hab ichs noch nicht gehört! Die hier hört sich wirklich wie eine Totenmesse an.
Mozart - Requiem - Karl Bohm MOZART REQUIEM - Dies irae
:engel
Diese Aufnahme ist leider nie auf CD erschienen, hab ich jedenfalls nie gesehen, trotz eifrigen suchens.
ab (14.12.2007, 23:28): Wohl noch nicht viele Aufnahmen gehört!? :D
Ich hoffe die Ungereimtheiten beim Chor sind nicht auch auf der DVD zu hören...
daniel5993 (14.12.2007, 23:40): Abend ab,
Wohl noch nicht viele Aufnahmen gehört!? :D
Was meint unser ab damit ?(
Ich hoffe die Ungereimtheiten beim Chor sind nicht auch auf der DVD zu hören...
Auf der DVD stimmt alles :D :engel der Klang, auch der Chor singt in einem.
Ich würd die Aufnahme gern auf CD haben! Ich hoffe ein Zuständiger der Grammophon liest das und erledigt das für mich :D!
:hello
ab (15.12.2007, 00:05): Original von daniel5993
Was meint unser ab damit ?(
Er, respektive ich meine damit, dass Du wohl noch nicht so viele Versionen gehört hast, wenn Dir diese Böhm-Aufnahme so gewaltig vorkommt. Totenmessenmäßig erklingen auch einige andere.
Unabhänig davon, schön, dass Du eine Aufnahme gefunden hast, die Dir gut gefällt!
Ich kenne leider die Viereinigkeit von gutem Orchester, guten Solisten und gutem Chor bei gutem Dirigat, das mir auch noch geschmacksmäßig gut gefällt noch nicht. (Ich empfehle stets Harnoncourt (alt) - miese Solisten, aber sagenhaftes Dirigat vor allem auch bei den stiefmütterlich behandelten Süssmair-Stellen (sehr Totenmessenmäßig!), Gardiner - gute Solisten, sagenhafter Chor, nicht übereinstimmendes Orchester - oder Savall - alles ganz ausgezeichent aber durchwegs vorwärtsdrängend.)
Nimm doch eine ander von Böhm:
1971 Edith Mathis sop Júlia Hamari mez Wieslaw Ochman ten Karl Ridderbusch bass Vienna State Opera Chorus; Vienna Philharmonic Orchestra/Karl Böhm Deutsche Grammophon 413 553-2GH
1958 (57?) Teresa Stich-Randall sop Ira Malaniuk cont Waldemar Kmentt ten Kurt Böhme bass Vienna Symphony Orchestra; Vienna State Opera Chorus/Karl Böhm Philips CD 420 772-2PLC
1955 Irmgard Seefried (Sopran) Hildegard Rössel-Majdan (Alt) Anton Dermota (Tenor) Gottlob Frick (Bass) Chor der Wiener Staatsoper (Chor) Wiener Philharmoniker (Orchester) Karl Böhm (Dirigent) Orfeo C 670 051 B
daniel5993 (15.12.2007, 00:10): Original von ab Wohl noch nicht viele Aufnahmen gehört!?
Ahh, es hat Klick gemacht! Doch! Eigentlich kenne ich genug oder muss ich jemanden bestimmtes kennen? Neben Böhm hat mir Marriners späte Aufnahme sehr Gut gefallen (ich glaub 1990-Phillips), welche ja das komplette Gegenteil von Böhm ist, bei Marriners 2 Aufnahme hats sich angehört, als ob er in 20 Minuten durchs Werk war. Bernstein hats auch Gut hinbekommen (ich glaub 1989). Marriners erste Aufnahme war nicht sooo berauschend (decca-Aufnahme). Bei Karajan habe ich eine Superschlechte Aufnahme hinter mir, da mich ein Sänger tief erschreckt hat mit seiner grausamen Stimme! Bei Tuba Mirum wär ich fast aus dem Fenster gesprungen, was aber nicht viel gebracht hätte, es sind bloß 3 Meter bis Mutter Erde. Das war eine Aufnahme mit den Wienern und ich glaub der Übeltäter war einer von diesen hier (Tomowa-Sintow, Müller-Molinari, Cole, Burchuladze) Ich kenne niemanden der Sänger, weiß daher nich wer es war, aber so sah das Cover aus:
Wenn man das Tuba Mirum gehört hat und überlebt hat, der hat alles gehört und ist hart im Nehmen!
Gruß Daniel
Ist das nicht genug??
daniel5993 (15.12.2007, 00:19): Guten Morgen ab!
Gern lass ich mich beraten, aber alles kann ich ja noch nicht kennen. Ich kann sagen, ich habe ne Menge Vergleiche! Nein, es muss nicht immer Böhm sein!
Nimm doch eine ander von Böhm:
1971 Edith Mathis sop Júlia Hamari mez Wieslaw Ochman ten Karl Ridderbusch bass Vienna State Opera Chorus; Vienna Philharmonic Orchestra/Karl Böhm Deutsche Grammophon 413 553-2GH
1958 (57?) Teresa Stich-Randall sop Ira Malaniuk cont Waldemar Kmentt ten Kurt Böhme bass Vienna Symphony Orchestra; Vienna State Opera Chorus/Karl Böhm Philips CD 420 772-2PLC
1955 Irmgard Seefried (Sopran) Hildegard Rössel-Majdan (Alt) Anton Dermota (Tenor) Gottlob Frick (Bass) Chor der Wiener Staatsoper (Chor) Wiener Philharmoniker (Orchester) Karl Böhm (Dirigent) Orfeo C 670 051 B
Die Aufnahme von 1971 hatte ich auf LP und die war herrlich, habs aber noch nicht auf CD.
Mit der Zeit werd ich mich auch noch anderen Aufnahmen zuwenden, mit der Zeit :tongue:
Oh, Mozarts Requiem unter Abbado (1999) hab ich auf CD und DVD, gefällt mir aber auch nicht sooo...... doll! sehr schnell und die oben im Beitrag genannte "Wirklichkeit einer Totenmesse" kommt nicht zum Ausdruck.
ab (15.12.2007, 00:22): Original von daniel5993 Ist das nicht genug??
Wenn Dir Bernstein und Böhm gefällt, wirst Du kaum Konkurenz finden, so langsam dirigiert niemand, nicht einmal Karajan - denn von Celebidache gibts keine... (Jochum kenne ich aber nicht und Thielmann will ich gar nicht hören... :ignore )
Die von mir genannten sind alle drei auf s.g. Alten Instrumenten. Wird Dir womöglich gar nicht zusagen...
daniel5993 (15.12.2007, 00:32): Original von ab Original von daniel5993 Ist das nicht genug??
Wenn Dir Bernstein und Böhm gefällt, wirst Du kaum Konkurenz finden, so langsam dirigiert niemand, nicht einmal Karajan - denn von Celebidache gibts keine...
Die von mir genannten sind alle drei auf s.g. Alten Instrumenten. Wird Dir womöglich gar nicht zusagen...
Bei JPC kannst du Schnippsel hören (glaub ich) Ich hab in der Celibidachesendung ein Paar Ausschnitte hören können und die fand ich recht interessant! Allerdings beim Wiederholungshören vor einer Woche ist mir der Gedanke durch den Kopf geschossen: "Der kanns auch übertreiben". Also bei mir je nach Stimmung und innerer Ruhe, schön anzuhören und wieder weniger schön anzuhören!
Gruß Daniel
Wir sind hier im Falschen Thread! Das gibt Ärger vom Cheff :A :tongue:
ab (15.12.2007, 00:33): Original von ab Wenn Dir Bernstein und Böhm gefällt, wirst Du kaum Konkurenz finden, so langsam dirigiert niemand, nicht einmal Karajan - denn von Celebidache gibts keine... (Jochum kenne ich aber nicht und Thielmann will ich gar nicht hören... :ignore )
Die von mir genannten sind alle drei auf s.g. Alten Instrumenten. Wird Dir womöglich gar nicht zusagen...
Sorry, sehe gerade, dass es doch eine von Celibidache gibt. Muss ich mal anhören...(Bei EMI muss ich sofort mit Grausen an die von Muti denken, wo die Spannung völlig zusammenbricht.)
Bert (28.09.2010, 23:07): Seine „Tristan und Isolde“ wird von mir am höchsten geschätzt; für Instrumentalmusik wähle ich meist andere Dirigenten.
Gruß, Bert
udabonn (26.04.2020, 10:34): Ich möchte jetzt gar nicht in die Diskussion um Böhm als Mozart-Dirigent einsteigen; habe nur eine Frage: Böhm hat in den 70ern einige späte Mozart Sinfonien (Pariser und die späten ohne Nr. 32 und 37) mit den WIENER Philharmonikern nochmal eingespielt. Auf CD habe ich nur Nr. 40 und 41 gefunden. Sind diese Aufnahmen nie auf CD erschienen? Oder gibt es da eine Gesamtausgabe oder noch andere Einzel-CDs, die mir durchgegangen sind? Dank und Gruß
Maurice inaktiv (26.04.2020, 10:45): Böhm hat in den 70ern einige späte Mozart Sinfonien (Pariser und die späten ohne Nr. 32 und 37) mit den WIENER Philharmonikern nochmal eingespielt. Auf CD habe ich nur Nr. 40 und 41 gefunden. Sind diese Aufnahmen nie auf CD erschienen? Oder gibt es da eine Gesamtausgabe oder noch andere Einzel-CDs, die mir durchgegangen sind? Nicht das ich wüsste. Es gibt ein DVD-Set. Vielleicht hilft Dir das weiter?
Böhm hat in den 70ern einige späte Mozart Sinfonien (Pariser und die späten ohne Nr. 32 und 37) mit den WIENER Philharmonikern nochmal eingespielt. Auf CD habe ich nur Nr. 40 und 41 gefunden. Sind diese Aufnahmen nie auf CD erschienen? Oder gibt es da eine Gesamtausgabe oder noch andere Einzel-CDs, die mir durchgegangen sind?
udabonn (26.04.2020, 10:58): Tja, DVD hab ich leider nicht. Aber danke für die Antwort! Von der Hülle wusste ich allerdings, was er alles eingespielt hat, und auf LP ist das Meiste davon tatsächlich in einigen Zusammenstellungen zu finden.
Maurice inaktiv (26.04.2020, 11:20): LPs sind heute nicht mehr jedermanns Sache, vor allem sind es alte LPs. deren Zustand man auch nicht wirklich kennt. Und die DVD war leider das Einzige, was ich - neben LPs - gefunden hatte. Sorry. Vielleicht weiß ja ein anderer User noch was dazu zu berichten.
satie (26.04.2020, 12:01):
Hier scheinen zumindest 38 und 39 mit drauf.
Amadé (26.04.2020, 20:13): Beim 3-Buchstabenversand einzeln zu erwerben:
Einspielungen weiterer Sinfonien in der Interpretzation Böhm/WPh sind mir nicht bekannt. Jedoch gibt es eine Aufnahme der Kleinen Nachtmusik mit den Wienern.