Cosima (20.07.2008, 00:09): Den Berlioz-Memoiren entspringt mein momentanes Interesse für die Harfe. Für seine Konzerte außerhalb Frankreichs suchte der Komponist immer verzweifelt nach guten Harfenisten, die zu seiner Zeit noch rar gesät waren. Nun spielen die zwei vorgesehenen Harfen in der "Symphonie fantastique" natürlich nicht die Hauptrolle - mir geht es in diesem Thread aber um Werke, die eben für dieses Instrument geschrieben wurden: vor allem um Harfenkonzerte, evtl. auch um Harfensonaten etc.
Außer William Alwyns "Lyra Angelica" (Konzert für Harfe und Streichorchester) kenne ich bislang gar keine Werke für die Harfe. Bei meiner Suche bin ich auf die Harfenisten Zabaleta und de Maistre gestoßen, auf Komponisten wie Händel, Parish-Alvars, Reinecke, Boieldieu, Dohnányi, die allesamt Harfenkonzerte geschrieben haben. Obwohl die Harfe zu den ältesten Musikinstrumenten gehört, ist die Zahl der Harfenkonzerte recht überschaubar, wie ich eben feststellte.
Was würdet Ihr empfehlen? Welche Werke, welche Künstler? Kann und möchte jemand etwas zur Harfe an sich beitragen? Hört Ihr dieses Instrument mit seinen "himmlischen Klängen" überhaupt gern?
Danke und Gruß, Cosima
Sarastro (20.07.2008, 12:29): Liebe Cosima, als Freund der Wiener Klassik einschließlich ihrer Zeitgenossen fallen mir nur zwei Werke ein: das bekannte Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur von Mozart (KV 299), das 1778 in Paris entstand, sowie das ebenfalls recht bekannte, 1779 komponierte hörenswerte Harfenkonzert A-Dur von Karl Ditters von Dittersdorf. (schau mal bei Youtube http://www.youtube.com/watch?v=beW1ZFwo3Lg&NR=1 hinein) Was die Barockmusik betrifft, so hast Du Händel hast Du ja schon genannt, da gibt es ein gern gespieltes Harfenkonzert in B-Dur.
Spezielle Empfehlungen gebe ich lieber nicht; die mir vorliegenden Aufnahmen gibt´s wahrscheinlich längst nicht mehr (meist alte Schallplatten ...). KV 299 z.B. habe ich mit dem Philharmonia Orchestra unter Yehudi Menuhin mit Elaine Shaffer (Flöte) und Marilyn Costello (Harfe). Die Kadenzen sind von M. Flothuis, das ist derselbe, von dem in der Reihe "Beck Wissen" ein Büchlein über Mozarts Klavierkonzerte erschien. Das Dittersdorfkonzert spielt bei mir Helga Storck mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn unter Jörg Faerber.
Herzliche Grüße, Sarastro
Cosima (20.07.2008, 14:32): Erwartungsgemäß bricht nicht gerade Euphorie aus, wenn man auf die Harfe als Soloinstrument zu sprechen kommt :D (bei mir ja auch nicht), deshalb vielen Dank an Dich, Sarastro, für Deine Hinweise.
Mozarts KV 299 scheidet für mich aus – wegen der Flöte. In das Dittersdorf-Konzert habe ich reingehört. Es hat mein Blut auch nicht wirklich in Wallung bringen können.
Bei der Thread-Eröffnung hatte ich die Vorstellung, dass für ein Instrument, das immerhin schon auf ägyptischen Wandmalereien zu bewundern ist, irgendein Komponist doch so etwas wie den „ultimativen Harfen-Reißer“ (ich weiß, die Harfe gehört zu den Zupfinstrumenten) geschrieben haben muss.
Vielleicht sollte ich mich einfach an Nicanor Zabaleta halten, über den ich eben las, dass er als der bedeutendste Harfenist des 20. Jahrhunderts gilt. Er bestätigt Berlioz’ Beobachtung, wonach Paris die Hauptstadt der Harfe in Bezug auf das Studium war. Die Sonate von Hindemith und die Stücke von Caplet, Debussy und Ravel-Werke für Harfe und kleines Orchester werden von ihm besonders hervorgehoben.
Gruß, Cosima
satie (20.07.2008, 15:13): Liebe Cosima, ich hatte noch keine Gelegenheit, zu antworten (auch jetzt habe ich nicht wirklich die Zeit). Aber ich wollte immerhin anmerken, dass ich in meinen Stücken gerne die Harfe benutze, wenn auch bislang noch nicht solistisch, im Ensemble aber durchaus. Ich habe vier Stücke mit Harfe geschrieben, jeweils insgesamt etwa Quartettbesetzung. Zur Harfe selber kann ich dann sicherlich noch etwas beisteuern, falls es von Interesse ist. Bei der Harfe gibt es halt vom Repertoire her die Krux, dass recht wenige wirklich interessante Solostücke existieren und sie als Solistin in Konzerten nicht die Kraft hat, die man mit einem anderen Instrument erreicht (im Grunde steht da nur die Gitarre noch schlechter da und vielleicht die Maultrommel, die meines Wissens nur von Albrechtsberger mit Konzerten gewürdigt wurde). Kleinere Harfen in alter Musik sind wunderbar, auch gibt es mitteltönige Barockharfen, selbst chromatische Harfen wurden gebaut, die sich aber als nicht sonderlich praktisch erwiesen. Stücke, die ich spontan empfehlen würde: die Harfensonate von Hindemith (wirklich ein gutes Stück!), dann gibt es Madrigale von Crumb, in denen die Harfe im Ensemble spielt. Sicherlich gibt es diverse impressionistische Stücke, die man einmal heraussuchen müsste. Ich werde mich da auch einmal schlau machen. Oft gibt es die Kombination Harfe und Flöte, allerdings haftet dieser Kombination das Klischee des Kitschigen an, wie auch (völlig zu Unrecht) der Harfe selbst. Ich werde hierzu bald mehr schreiben, gerade habe ich einiges zu tun.
Herzliche Grüße, S A T I E
Cosima (20.07.2008, 17:17): Original von Satie Aber ich wollte immerhin anmerken, dass ich in meinen Stücken gerne die Harfe benutze, wenn auch bislang noch nicht solistisch, im Ensemble aber durchaus.
Lieber Satie,
ich hatte das vorher gar nicht gewusst, aber als ich kürzlich auf Deiner Homepage war und den Satz (ich hoffe, ich darf das zitieren!?) las: „Seine Musik ist eine therapeutische in dem Sinn, dass sie den Hörer in einen Zustand des Gleichgewichts versetzen möchte, ihn zur Ruhe bringen will.“, dachte ich spontan, dass die Harfe hier gut passen müsse. Der Klang dieses Instrumentes hat m.E. etwas sehr Beruhigendes und Ausgleichendes. Leider bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, unter „Kompositionen“ nachzusehen, dort sind ja Deine Werke u.a. mit Harfe aufgelistet.
Hindemith werde ich mir also vormerken. Über weitere Informationen würde ich mich natürlich freuen.
Gruß, Cosima
Poztupimi (21.07.2008, 19:13): Liebe Cosima,
die Zahl der Tonträger, die sich in meinen Regalen befinden und in denen die Harfe explizit eine Rolle spielen - wenn auch nicht die, die Dir vorschwebt - ist sehr überschaubar. Als da wären 3 CDs:
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0828765894029.jpg Verschollenen Lieder eines Rheinischen Harfners Sequentia: Agnethe Christensen, Gesang Eric Mentzel, Gesang Benjamin Bagby, Harfe Norbert Rodenkirchen, Flöte
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41X2MTSY1RL._SL500_AA240_.jpg The Castle of Fair Welcome Lieder von Robert Morton (um 1440-nach 1478), Johannes Regis (15. Jh.), John Bedyngham (15. Jh.), Guillaume Dufay (1397-1474) und andern Christopher Page, Harfe / Christopher Wilson, Laute Gothic Voices / Christopher Page
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51WyFZM5u9L._SL500_AA240_.jpg Werke von Carlos Salzedo (1885-1961), Germaine Tailleferre (1892-1983), Caroline Lizotte (*1969), Marcel Grandjany (1891-1975) Paul Hindemith (1885-1963): Sonate für Harfe solo Jennifer Swartz
Dann noch zwei LPs, Abbildungen der Original-Cover habe ich nicht gefunden
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Konzert für Flöte, Harfe und Orchester C-Dur KV 299 Elaine Shaffer, Flöte / Marilyn Costello, Harfe Philharmonia Orchestra London / Yehudi Menuhin
Dies ist die LP, die Sarastro auch erwähnt hat und die Du ja wegen der Flöte nicht in Betracht zeihst.
Joaquin Rodrigo (1901-1999) Konzert-Serenade für Harfe Nicanor Zabaleta, Harfe Radio-Symphonie-Orchester Berlin / Ernst Marzendorfer
Ich habe sie schon eine Ewigkeit nicht mehr gehört und müßte sie mal raussuchen, ob das Werk Deinen Vorstellungen entsprechn könnte.
Viele Grüße, Wolfgang
Cosima (21.07.2008, 19:32): Lieber Wolfgang,
vielen Dank für Deine Hinweise! – Da taucht ja auch die Hindemith-Sonate wieder auf. Und der legendäre Zabaleta! Sind Unterschiede bei den Harfenisten eigentlich so deutlich hörbar wie bei den Violinisten und Pianisten bzw. hörst Du sie? Es muss ja Gründe geben, warum Zabaleta so berühmt wurde.
Die Kombination Harfe – Flöte scheint sehr beliebt zu sein. :(
Gruß, Cosima
Poztupimi (21.07.2008, 19:41): Liebe Cosima,
Original von Cosima Lieber Wolfgang,
vielen Dank für Deine Hinweise! – Da taucht ja auch die Hindemith-Sonate wieder auf. Und der legendäre Zabaleta! Sind Unterschiede bei den Harfenisten eigentlich so deutlich hörbar wie bei den Violinisten und Pianisten bzw. hörst Du sie? Es muss ja Gründe geben, warum Zabaleta so berühmt wurde.
Die Kombination Harfe – Flöte scheint sehr beliebt zu sein. :(
Gruß, Cosima
ich werde mir meine beiden LPs mal raussuchen, bin aber skeptisch, ob ich mit meiner mangelnden Harfen-Sensibilisierung da groß Unterschiede höre.
Viele Grüße, Wolfgang
uhlmann (21.07.2008, 19:48): weil ich gerade in wolfgangs post "sequentia" lese:
luciano berio hat eine seiner sequenzas der harfe gewidmet, und zwar die nummer 2, geschrieben 1963 für den harfenisten francis pierre. das stück ist recht "atmosphärisch", würde ich meinen. es beginnt ruhig, je länger es dauert, umso vielschichtiger werden die klänge, bis etwa ab der mitte eine erstaunliche klangfülle erreicht wird. ein schönes werkchen.
Cosima (21.07.2008, 19:50): Hier ist übrigens das Interview mit Nicanor Zabaleta (schon der Name klingt wie Musik :) ) nachzulesen:
obwohl ich den Klang der Harfe sehr gerne mag, sieht es in meiner Sammlung ziemlich düster aus:
Mozarts KV299 wurde ja schon mehrfach (leider vergeblich) empfohlen.
Dann wäre die Sinfonische Dichtung Der Barde op. 64 von Sibelius zu nennen. Das düster-impressionistische Stück, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur 4. Sinfonie entstanden ist, geht fast schon als verkapptes Harfenkonzert durch. Auch bei den Ozenaiden op. 73 des selben Komponisten spielt die Harfe zumindest im ersten Teil eine wichtige Rolle. Meine Lieblingsaufnahmen mit Jukka-Pekka Saraste scheinen zur Zeit vergriffen zu sein.
Eine sehr Harfen-lastige CD ist Lachrimae Caravaggio von Jordi Savall. Die CD enthält Bearbeitungen -u.a. von Gesualdo und Monteverdi-, Kompositionen von Savall und Improvisationen, bei denen sich häufig Andrew Lawrence-King an der "arpa doppia" in Szene setzt.
Ansonsten muss ich in schon moderne Gefilde vorstoßen und finde hier gleich den Harfen-Overkill:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51QB3jy2hwL._SL500_AA240_.jpg John Cage, Postcard from Heaven für 1-20 Harfen
Auch Exzentriker Klaus Huber hat die Harfe zur Hälfte mit einem Werk bedacht. Das 16-minütige Stück ist über weite Strecken lyrisch und ruhig mit einigen chaotisch anmutenden Eruptionen.
http://www.jpc.de/image/w183/front/0/3377891310752.jpg Klaus Huber; James Joyce Chamber Music für Harfe, Horn & Kammerorchester
Zumindest am Rande könnte man hier noch das Adagio aus Bruckners 8. Sinfonie erwähnen, in dem der Harfe einige Momente gegönnt werden.
satie (21.07.2008, 22:20): Dank Dox fällt mir jetzt wieder Cages wunderschönes Stück "In a Landscape" für Harfe solo ein! Unbedingt hören!
Poztupimi (21.07.2008, 22:50): Original von Dox Orkh
Zumindest am Rande könnte man hier noch das Adagio aus Bruckners 8. Sinfonie erwähnen, in dem der Harfe einige Momente gegönnt werden.
http://www.smileygarden.de/smilie/Musik/10.gif
:down
Gibt es da nicht auch eine Harfeneinsatz in Brahms' Requiem? (Wenn Mozart durch ist ...)
Grüße, Wolfgang
EinTon (22.07.2008, 00:21): Wenn ich 2 "nichtklassische" Tips abgeben darf:
Eine "kammermusikalisch" klingende ArtRock- (genauer: R.I.O.-)Band u. a. mit Harfe (Zeena Parkins), diversen Holzblasinstrumenten (Lindsay Cooper), Gesang und Schlagzeug - vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich habe von dieser Musikrichtung (und auch von diesem Album) eine außerordentlich hohe Meinung!
Für Freunde des gefälligen, aber noch nicht süßlichen Wohlklangs empfehle ich dagegen das da:
- das meiste ist für Harfe solo oder aber mehrere Harfen, die vom Interpreten nacheinander per Overdubbing "auf Band" gespielt wurden.
Gruß,
Normann
EinTon (22.07.2008, 00:27): An klassischen Sachen fällt mir jetzt noch die Sonate für Flöte, Viola und Harfe von Debussy ein, die kenne ich aber nur dem Namen nach.
Cetay (inaktiv) (22.07.2008, 06:53): Natürlich! Wie konnte ich die Franzosen nur vergessen? Meine Softwareverwaltung B.R.A.I.N. bekommt langsam die ersten Bugs. :(
1. Ravel: Introduction et Allegro 2. Satie: Gymnopedie No. 1 for solo harp 3. Debussy: Reverie for harp and violin 4. Ibert: Scherzetto for solo harp 5. Ravel: Pavane pour une infante defunte for harp and cello 6. Debussy: Arabesque No. 1 for solo harp 7. Debussy: La plus que lente for harp and violin 8. Pierne: Impromptu-caprice for harp, Op. 9 9. Debussy: La fille aux cheveux de lin for solo harp 10. Debussy: Danses for harp and string quintet: Danse sacree 11. Debussy: Danses for harp and string quintet: Danse profane
Cetay (inaktiv) (22.07.2008, 06:57): Original von EinTon
Soundbeispiel
Eine "kammermusikalisch" klingende ArtRock- (genauer: R.I.O.-)Band u. a. mit Harfe (Zeena Parkins), diversen Holzblasinstrumenten (Lindsay Cooper), Gesang und Schlagzeug - vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber ich habe von dieser Musikrichtung (und auch von diesem Album) eine außerordentlich hohe Meinung!
Wenn ich allerdings Dagmar Krause auf der Besetzungsliste lese, ist jeder Anflug von Neugierde wie weggeblasen.
EinTon (22.07.2008, 18:22): Was gefällt Dir nicht an Dagmar Krause?
Ansonsten sei erwähnt, das Krause auf dem 2. Album der Band nicht mehr dabei ist (bis auf 2 Stücke) - der Haupt-Vokalist ist da Robert Wyatt.
vielen Dank für die vielen Tipps! Die Naxos-CD werde ich mir auf jeden Fall vormerken, darauf sind mit Ravel und Debussy genau die Komponisten vertreten, die ich eh sehr schätze. Die Savall-Aufnahme kommt auch auf meine Merkliste zum Reinhören.
Für den Anfang habe ich mich nun aber doch für Nicanor Zabaleta (irgendwie zieht mich schon der Name magisch an) entschieden. Genauer für diese Doppel-CD…
… die wohl die wichtigsten „Harfen-Reißer“ enthält: Debussy, von Dittersdorf, Mozart (nun also doch KV 299, ich komme nicht drum herum :D), Ravel, Rodrigo, Händel, Albrechtsberger, Boieldieu etc. – also all die Namen, die mir bei meinen Recherchen schon begegnet sind. Nur Hindemith fehlt leider. Ich bin gespannt, ob ich tatsächlich Unterschiede zwischen den Künstlern feststellen kann und wie sich so ein „superstar virtuoso harpist“ (so schrieb ein Rezensent) anhört.
Gruß, Cosima
Zelenka (25.07.2008, 19:16): Ich bin gewiß kein eifriger Sammler von Harfenmusik, obwohl ich nichts gegen die Harfe als Instrument habe. Das Solorépertoire scheint im ganzen ein wenig begrenzt zu sein, so daß man auch schon mal zu Bearbeitungen greift. Wenigstens ein Beispiel für letztere ist in meiner Sammlung vorhanden: Rodrigos Concierto de Aranjuez ... Gehört habe ich auch (besitze sie aber nicht) eine der vielleicht besten Versionen von Vivaldis 4 Jahreszeiten, in der die Harfe die Violine ersetzt, Lawrence-King ist der Solist (DHM).
Zu den Konzerten, in denen die Harfe vom Komponisten vorgesehen ist: Mozarts KV 299 besitze ich in drei Versionen, die mehr oder weniger alle sehr gelegentlich Freude machen. Dittersdorfs Versuch besitze ich leider noch nicht. Noch nicht genannt worden sind hier Castelnuovo-Tedescos Concertino für Harfe und Kammerorchester op. 93, Eichners Harfenkonzert in C-Dur, Ginasteras ausgezeichnetes Harfenkonzert op. 25, das ich in 3 Einspielungen besitze, Milhauds Konzert op. 323 (!) und jenes von Villa-Lobos.
In der Kammermusik sieht es bei mir auch nicht besser aus: Cras, Debussy, Ravel, Saint-Saëns, des keltisierenden Bax Harfenquintett. (Die Harfe spielt im keltischen Bereich ja eine wichtige Rolle.)
Dr. Schön (25.07.2008, 19:22): Zur Harfe fällt mir ein, dass Tannhäuser, in der gleichnamigen Wagner Oper, dieses Instrument immer bei sich hat und gelegentlich etwas damit zu besten gibt.
(Mein Sänger, auf! Ergreife deine Harfe! Die Liebe feire, die so herrlich du besingst, dass du der Liebe Göttin selber dir gewannst!)
EinTon (25.07.2008, 19:45): Mir fiel noch die Konzertmusik für Klavier, Blechbläser und 2 Harfen von Hindemith ein.
Cosima (26.07.2008, 19:58): Original von Zelenka Das Solorépertoire scheint im ganzen ein wenig begrenzt zu sein, so daß man auch schon mal zu Bearbeitungen greift. Wenigstens ein Beispiel für letztere ist in meiner Sammlung vorhanden: Rodrigos Concierto de Aranjuez
Lieber Zelenka,
Zabaleta hat auch sehr viele Transkriptionen gemacht, vor allem von spanischer Musik. Er sagt, dass er viele Jahre lang gekämpft habe, weil es so viel Widerstand gegen das Instrument an sich und eben nicht das große Repertoire gegeben habe. Im Zitat: „Es sind zweiundsechzig Jahre, die ich gegen die ganze Welt gekämpft habe. Praktisch in der ganzen Welt.“ Das imponiert mir sehr! Gleichwohl kann ich Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ nur schwer ertragen – da wird auch die Harfe nichts mehr richten können.
Gehört habe ich auch (besitze sie aber nicht) eine der vielleicht besten Versionen von Vivaldis 4 Jahreszeiten, in der die Harfe die Violine ersetzt, Lawrence-King ist der Solist (DHM).
Klingt interessant, habe ich aber eben auf die Schnelle nicht finden können.
Gruß, Cosima
Zelenka (27.07.2008, 08:02): Original von Cosima Original von Zelenka Das Solorépertoire scheint im ganzen ein wenig begrenzt zu sein, so daß man auch schon mal zu Bearbeitungen greift. Wenigstens ein Beispiel für letztere ist in meiner Sammlung vorhanden: Rodrigos Concierto de Aranjuez
Lieber Zelenka,
Zabaleta hat auch sehr viele Transkriptionen gemacht, vor allem von spanischer Musik. Er sagt, dass er viele Jahre lang gekämpft habe, weil es so viel Widerstand gegen das Instrument an sich und eben nicht das große Repertoire gegeben habe. Im Zitat: „Es sind zweiundsechzig Jahre, die ich gegen die ganze Welt gekämpft habe. Praktisch in der ganzen Welt.“ Das imponiert mir sehr! Gleichwohl kann ich Rodrigos „Concierto de Aranjuez“ nur schwer ertragen – da wird auch die Harfe nichts mehr richten können.
Gehört habe ich auch (besitze sie aber nicht) eine der vielleicht besten Versionen von Vivaldis 4 Jahreszeiten, in der die Harfe die Violine ersetzt, Lawrence-King ist der Solist (DHM).
Klingt interessant, habe ich aber eben auf die Schnelle nicht finden können.
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich hatte schon befürchtet, daß das Concierto de Aranjuez nicht zu Deinen Lieblingen gehört. Ich habe allerdings nach wie vor eine große Schwäche für das Werk ...
In der Harfenversion von Vivaldis 4 Jahreszeiten tritt Lawrence-King's ganzes Harp Consort zusammen mit dem Freiburger Barockorchester auf, also nicht nur er allein, wie ich irrtümlich geschrieben habe:
Die CD ist auch in der Jubiläumsmegabox von DHM enthalten.
Gruß, Zelenka
Cosima (27.07.2008, 08:14): Original von Zelenka http://ecx.images-amazon.com/images/I/41TXG4N42NL._SL500_AA240_.jpg
Die CD ist auch in der Jubiläumsmegabox von DHM enthalten.
Lieber Zelenka,
danke für die weiteren Hinweise auf die Vivaldi-Aufnahme! Ich habe in die Aufnahme hineingehört, die Schnippsel für interessant befunden und die CD deshalb kurzerhand bestellt. (Die Jubiläums-Box ist nichts für mich.)
Gruß, Cosima
Zelenka (27.07.2008, 08:24): Original von Cosima Original von Zelenka http://ecx.images-amazon.com/images/I/41TXG4N42NL._SL500_AA240_.jpg
Die CD ist auch in der Jubiläumsmegabox von DHM enthalten.
Lieber Zelenka,
danke für die weiteren Hinweise auf die Vivaldi-Aufnahme! Ich habe in die Aufnahme hineingehört, die Schnippsel für interessant befunden und die CD deshalb kurzerhand bestellt. (Die Jubiläums-Box ist nichts für mich.)
Gruß, Cosima
Liebe Cosima:
Ich wollte ja gar nicht zum spontanen Kauf verführen ... :D
Gruß, Zelenka
Cetay (inaktiv) (27.07.2008, 11:01): Original von Zelenka
In der Harfenversion von Vivaldis 4 Jahreszeiten tritt Lawrence-King's ganzes Harp Consort zusammen mit dem Freiburger Barockorchester auf, also nicht nur er allein, wie ich irrtümlich geschrieben habe:
Die CD ist auch in der Jubiläumsmegabox von DHM enthalten.
Gruß, Zelenka
Das Consort, das mit Lawrence-King nur einen einzigen Harfenspieler enthält, ersetzt dabei nicht die Solovioline (die wird vom Dirigenten gespielt), sondern tritt als Continuogruppe auf. Diese Einspielung ist bei mir spontan zu meiner absoluten Lieblingaufnahme der 4 Jahreszeiten aufgestiegen. Dass es auch andere Meinungen dazu gibt, kann man in diesem schlimmen Veriss nachlesen.
Cosima (27.07.2008, 11:07): Original von Dox Orkh Diese Einspielung ist bei mir spontan zu meiner absoluten Lieblingaufnahme der 4 Jahreszeiten aufgestiegen. Dass es auch andere Meinungen dazu gibt, kann man in diesem schlimmen Veriss nachlesen.
" This is a horrible and noisy arrangement..." Au weia... - Ich vertraue Euch aber, storniere die Bestellung nicht und werde mir einen eigenen Eindruck verschaffen. :J
Gruß, Cosima
satie (27.07.2008, 11:11): Original von Dox Orkh Original von Zelenka
In der Harfenversion von Vivaldis 4 Jahreszeiten tritt Lawrence-King's ganzes Harp Consort zusammen mit dem Freiburger Barockorchester auf, also nicht nur er allein, wie ich irrtümlich geschrieben habe:
Die CD ist auch in der Jubiläumsmegabox von DHM enthalten.
Gruß, Zelenka
Das Consort, das mit Lawrence-King nur einen einzigen Harfenspieler enthält, ersetzt dabei nicht die Solovioline (die wird vom Dirigenten gespielt), sondern tritt als Continuogruppe auf. Diese Einspielung ist bei mir spontan zu meiner absoluten Lieblingaufnahme der 4 Jahreszeiten aufgestiegen. Dass es auch andere Meinungen dazu gibt, kann man in diesem schlimmen Veriss nachlesen.
Den Verriss kann man schon allein deswegen verreissen, weil der Rezensent allen Ernstes die Lesung der Sonette als das Beste an der Aufnahme hervorhebt. Und gerade die hätten meiner Meinung nach nicht drauf sein müssen... Der Rezensent schreibt teilweise absoluten Blödsinn. Aber gut, das gehört nicht hierhin...
Zelenka (27.07.2008, 13:17): Original von Dox Orkh Original von Zelenka
In der Harfenversion von Vivaldis 4 Jahreszeiten tritt Lawrence-King's ganzes Harp Consort zusammen mit dem Freiburger Barockorchester auf, also nicht nur er allein, wie ich irrtümlich geschrieben habe:
Die CD ist auch in der Jubiläumsmegabox von DHM enthalten.
Gruß, Zelenka
Das Consort, das mit Lawrence-King nur einen einzigen Harfenspieler enthält, ersetzt dabei nicht die Solovioline (die wird vom Dirigenten gespielt), sondern tritt als Continuogruppe auf.
Wie die Erinnerung trügen kann ... Besten Dank für die Richtigstellung!!!
Gruß, Zelenka
Nordolf (12.08.2008, 16:57): Liebe Cosmia,
ich will ein Werk des englischen Spätestromantikers Granville Bantock (1868 - 1946) empfehlen: - "A Celtic Symphony" für Streichorchester und sechs Harfen.
Bantock war ein umtriebiger und extrovertierter Mensch, der eine Provinzkapelle hochpäbelte, sich für die Musik von Wagner und Liszt einsetzte (ebenso wie für zeitgenössiche britische Komponisten), der Französisch, Deutsch, Persisch und Arabisch sprach (abgesehen von seiner perfekten Meisterung des Lateinischen), sich für Philosophie und Literatur interessierte, eine Faszination sowohl für alles Orientalische als auch für das Keltentum hegte und natürlich jede Menge komponierte - zumeist symphonische Dichtungen. Viele seiner Werke verbreiten unter dem Einfluss von Wagner, Liszt und Tschaikowsky eine monumental-heroische Aura, aber er hatte auch ein Gespür für zarte, bisweilen schweifend-dekadente erotische Stimmungen (z.B. die Sappho-Lieder - ebenfalls mit starkem Einsatz der Harfe).
Die "Keltische Symphonie" gehört zu seinem Spätwerk und wurde im Jahre 1940 vollendet. Die Besetzung lässt es bereits erahnen: - das Werk arbeitet weniger mit Bombast und Dramatik, sondern stellt eine lyrische, gleichwohl sehr episch angelegte Fantasie dar. Die keltische Folklore der Hebriden-Inselgruppe beeinflusste Bantock bei der Melodik dieses Werkes. Gerade die Melodien sind ganz raffiniert ersonnen und bleiben lange im Ohr. Die ca. zwanzigminütige symphonische Dichtung wurzelt in dem Lied "An Ionndrainn-Mhara": "Heftige Meeressehnsucht in meinem Herzen / Blaue tiefe Barra-Wellen locken / es driftet die Sonne / aber ach! wie langsam / weit hinweg zu lockenden Meeren!" Diese Auf und Ab der Wellen, die gleichmässige Bewegung des Meeres spiegelt sich durchaus in den Klängen dieser keltischen Symphonie. Die Einleitung ist sehr ruhig gehalten - die tiefen Streicher vermitteln das Bild einer stillen, murmelnden See. Danach gibt es tänzerisch-bewegte Momente, die in ein ausgesprochen lyrisches Thema übergehen. In einem langsamen Teil erklingt nun ganz deutlich die Melodik des Liedes, welches die Symphonie inspiriert hat: - sehnsüchtig, verträumt, tönendes Fernweh. Die Rhythmen eines Reel aus den Highlands erzeugen einen Kontrast zu diesen verinnerlicht-melancholischen Stimmungen und bringen ein Flair von Erdverbundenheit in die Musik. Schließlich leitet dieser Abschnitt in eine fließende, beseelte Apotheose über, die das Liedmotiv aufgreift: - die Harfen schlagen einige schöne "himmlische" Wogen. Ich kann mich nur wiederholen: - die feinen Melodeien machen das Werk zu einem Hochgenuß! Die Harfen sind übrigens nahtlos in das Gesamtbild integriert. Sie werden nicht besonders herausgestellt, sondern bilden zusammen mit den Streichern ein spezielles, einheitliches Orchester.
Durch diesen Faden angeregt, habe ich mich mal bei jpc umgetan. Dabei kamen zwei CDs auf den Wunschzettel (das Bild ist ein Link zu den Hörproben):
Reinhold Gliere: Harfenkonzert / Concerto for Coloratura Soprano Alberto Ginastera: Harfenkonzert
Die Zweite ist von Arnold Bax (1883-1953):
Das Trio Turner 1998 mit: Sonate Fantaisie für Bratsche und Harfe Trio elegiaque für Flöte, Bratsche und Harfe Sonate für Flöte und Harfe (leider ohne Hörproben)
Herzliche Grüsse! Jörg
satie (12.08.2008, 17:29): So, jetzt will ich mal meinen versprochenen Beitrag zur Harfe an sich abliefern. Auch wenn ich nicht all zu viel über die Harfe weiß, so mag ich das Instrument doch sehr und habe ja auch schon öfters für das Instrument geschrieben. Als Komponist muss man dabei höllisch aufpassen, dass man ja nichts unspielbares schreibt, denn die Harfe ist, auch wenn sie oft nicht danach klingt, ein diatonisches Instrument, sprich, sie verfügt immer nur über sieben verschiedene Töne (gleichzeitig). Damit es für Nichtmusiker vorstellbar ist: sie hat praktisch nur die weißen Tasten des Klaviers. Allerdings kann eine Harfenistin jeden dieser Töne einen Halbton nach oben oder unten verschieben mittels der Pedale. Sind alle Saiten der Harfe auf voller Länge (sprich die Pedale quasi ausgeschaltet), ist sie in Ces-Dur gestimmt. Stellt man alle Pedale auf die mittlere Position, spielt sie in C-Dur, stellt man die Pedale auf die untere Position, kann sie in Cis-Dur spielen. Beim Drücken eines Pedals werden immer alle Oktaven mitverändert (wenn man also das C zum Cis erhöht, sind alle C plötzlich Cis, also nicht nur eines. Das begründet sich natürlich zum einen darin, dass die Harfe in dieser Bauform eben doch noch für tonale Musik gemacht wurde, aber auch daran, dass sich etwa vollchromatische Harfen einfach nicht durchgesetzt haben, obwohl es solche gab (z.B. von Pleyel, aber auch schon viel früher). Es existierten Harfen mit gekreuzten Saiten (leider finde ich kein Bild davon), die durchaus ein gutes Spiel ermöglichten. Ein Problem dabei ist allerdings, dass man einen komplizierteren und anfälligeren Bau hat, der auch nicht so kompakt ist, auch ist das Stimmen dann viel aufwändiger (immerhin muss ein Harfenist ja das Instrument vor jedem Spiel stimmen, was bei rund 50 Saiten schon eine Weile dauert...). Aus dieser Einschränkung ergeben sich also gewisse Probleme: wenn ein Harfenist etwa ein Stück von Schönberg spielen wollte (oder ein anderes zwölftöniges), müsste er ständig umpedalisieren, um die fehlenden Halbtöne zu erreichen (man kann diese armen, schwitzenden Schweine bei manchen Konzerten mit neuer Musik sehen...die tun mir dann immer leid). Ein Komponist muss also sein Stück so einrichten, dass entweder wenig pedalisiert werden muss (so mache ich es) oder aber der Harfenistin immer genug Zeit für den Wechsel bleibt. Der Tonumfang der Harfe von Kontra-Ces bis zum viergestrichenen g ist enorm, beinahe so groß wie bei einem Klavier. Meines Wissens kann man zumindest den tiefsten Ton nicht umstimmen, eventuell auch die ersten zwei drei Saiten, vielleicht auch die höchsten nicht (bei denen könnte ich mir vorstellen wegen der Kürze der Saite und der starken Spannung; das könnte Schaden anrichten). In der Tiefe klingt die Harfe immer etwas "schmutzig" (das kann man etwa bei Ravels "La belle et la bete" aus "Ma mere l'oye" hören im Mittelteil oder in Scelsis gewaltigem "Okanagon", wo nur die tiefste Lage vorkommt). Ein besonderes Merkmal der Harfe sind die (leider zu oft benutzten) Glissandi. Die Harfe kann z.B. auch Glissandi mit ganzen Akkorden spielen, was auf keinem anderen Instrument so funktioniert. Auch das kann man bei Ravel öfters hören. Für die Flageolette haben die Harfenisten eine ganz eigene Technik: zum abdämpfen der Saite wird der Handballen benutzt, gezupft wird mit der selben Hand (es ist also ähnlich wie bei den Gitarristen, die ebenfalls Flageolette mit einer Hand spielen). Viele Effekte sind auf der Harfe möglich, so etwa verschiedene Schlagtechniken auch mit der flachen Hand, Spiel mit Fingerkuppen oder mit Fingernägeln, Gebrauch eines Plektrums, Präparation etc. Man kann natürlich auch einen interessanten Effekt erzeugen, indem man mit einer Heckenschere... Übrigens: Harpo Marx, der ja so hieß, weil er der Harfenspieler unter den Marx-Brothers war, bekam von seinem Freund Salvador Dali eine Harfe geschenkt, die Stracheldrahtsaiten hatte. Ein Foto davon gibt es, mit Harpo, der das Instrument gerade ausprobiert. Der Klang seiner Schreie dürfte allerdings den der Harfe weit übertönt haben...
Herzlich, S A T I E
Cosima (12.08.2008, 17:50): Lieber Jörg,
als ich eben das Hyperion-Cover zu "A Celtic Symphony" sah, fiel mir ein, dass ich die CD auch schon recht lange besitze. Sie war seinerzeit eher eine Art Pflichtkauf, um von Bantock etwas kennen zu lernen. Ehrlich gesagt: Ich habe keinerlei Erinnerung daran. Zeit, die Aufnahme endlich wieder hervorzuholen!
Lieber Satie,
vielen Dank für Deine Erläuterungen! Ich hatte mich eh schon gefragt, was es mit den Pedalen auf sich hat. Dein einleitendes „Auch wenn ich nicht all zu viel über die Harfe weiß“ war ein Scherz, nehme ich an. :wink
Gruß, Cosima
Tranquillo (13.08.2008, 11:10): Hallo zusammen,
leider sind die meisten Harfen-CD's nur Sammlungen von Bravourstücken. Es gibt ganz wenige, auf denen umfangreichere Werke oder gar Werkzyklen eingespielt sind - zum Beispiel diese, die ich sehr empfehlen kann:
Leif Erikson (26.12.2008, 01:30): Ich bin auch ein verhinderter Harfen - Fan, da mir die älteren Werke nicht zusagen. Für die Nennung der französichen Stücke des Impressionismus bin ich sehr dankbar ich habe schon eine CD davon bestellt.
Vor ein paar Tagen kam auf SWR2 ein Duo mit Harfe und Piano von Henri Zagwijn "Van der Jaargetijden" was mir gut gefallen hat. Ich habe es mir bestellt. Auf der CD sind noch weitere teilweise noch bessere moderne Stücke von - mir - völlig unbekannten Komponisten. Sehr empfehlenswert.
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4260033730077.jpg [ Die beiden beteiligten Musiker Alice Giles und Arnan Wiesel sind hervorragend. Alice Giles hat noch eine weitere CD eingespielt, die ich auch noch bestellen werde, da die Hörbeispiele sehr vielversprechend sind:
Leif Erikson (26.12.2008, 01:41): Da Alice Giles den weltweit bedeutendsten Harfenwettbewerb gewonnen hat, der in Israel ausgetragen wird, habe ich nach der Website gesucht und sie auch gefunden:
Harfenwettbewerb Israel
Wenn man mit den Namen der Gewinner sucht, wird man sicher viele gute CD's finden.
Gruß, Leif.
teleton (28.12.2008, 12:41): Hallo Jörg und alle Harfenkonzert-Hörer,
auf Jörgs Wunschliste steht es und es ist wirklich ein fastzinierendes Werk ohne Kurzweiligkeiten - das Ginastera Harfenkonzert. Da geht trotz Harfe, der man ja eigendlich etwas ruhiges, besinnlichers zutraut, absolut "die Post ab".
Ich habe die vorbildlliche ASV-Aufnahme mit Enrique Batiz und Nancy Allen, Harfe. Batiz, der sinenen Landsmann wiedereinmal bestens in Szene setzt ist erstklassig; auch bei den anderen beiden Werken auf der CD.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61JK4NY7N7L._SL500_AA240_.jpg Ginastera: Harfenkonzert, Estancia-Suite KK Nr.1 ASV, DDD
:thanks Sehr schön auch der Hinweis von Jörg auf die Bantock Celtic Symphony, die ich auch in dieser guten Handley-Aufnahme (wem sonst ?) habe. Genau wie bei cosima ist die Empfehlung für mich ein Anlass dieses Werk wiedereinmal zu hören.
:hello Ich wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2009 mit viel guter klassischer Musik.
Cetay (inaktiv) (09.05.2009, 15:38): Eben hörte ich das Konzert für Harfe und Streichorchester von Harald Genzmer. Für Freunde des Instruments ist dieses viersätzige Werk eine schöne Erweiterung des Hörrepertoires. Über Genzmer schreib ich bereits früher zu einem anderen Werk: Harmonisch, klanglich und rhythmisch "modern" geschärfte, aber dennoch irgendwie im Barock verwurzelte Musik. Nachdem ich etwas mehr von ihm gehört habe, würde ich verallgemeinern: in der Tradition verwurzelt. Wer von der modernen Musik "Fasslichkeit" und "Verständlichkeit" fordert, dabei aber auf allzuviel Pathos verzichten kann, liegt hier richtig.
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51H7QLd3b4L._SL500_AA240_.jpg Harald Genzmer; Konzert für Harfe und Streichorchester; Helga Storck, Münchener Kammerorchester, Hans Stadlmair (Die CD ist Teil der 100. Jahre Box)
Amadé (26.04.2019, 19:56): Dieses Konzert besitze ich noch in einer fast schon uralten Aufnahme auf LP mit Zabaleta und den BPh unter Ernst Märzendorfer. Gruß Amadé
Sfantu (26.04.2019, 20:28):
Catherine Michel Orchestre de Radio Télé Luxembourg - Louis de Froment (LP, turnabout, 1978)
Xavier de Maistre Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ludwigshafen - Hannu Lintu (CD, claves, 2006)
Finde dieses Konzert ebenfalls ganz wunderbar & habe die o. g. Aufnahmen in meiner Sammlung. Eine Meisterelistung, ein spätromantisches Konzert so klug zu fügen, daß ein vergleichsweise schmalbrüstiges Soloinstrument trotzdem zur Geltung kommt... Das ist Reinecke auch in seinem Flötenkonzert gelungen, hier die Vergleichsbesprechung in der "Diskothek im zwei" https://www.srf.ch/sendungen/diskothek/carl-reinecke-floetenkonzert-d-dur
War eigentlich der Meinung, das Harfenkonzert sei dort auch schon mal Thema gewesen, hab's aber nicht auf Anhieb gefunden...
Nicolas_Aine (26.04.2019, 21:20): ich weiß nicht genau, wie das bei der Gitarre funktioniert, aber es gibt auf der Harfe Flageolett Töne. Meines Wissens wird dazu die Saite leicht mit einem Finger berührt und mit einem anderen gezupft. Eigentlich ähnlich wie auf der Geige, nur dass dann nicht mit dem Bogen gestrichen, sondern eben gezupft wird
EinTon (26.04.2019, 22:54): ich weiß nicht genau, wie das bei der Gitarre funktioniert, aber es gibt auf der Harfe Flageolett Töne. Hier ist Video, in dem die Technik demonstriert wird: