Die Kraft der Tradition - Alexander Glazunovs Symphonien

Nordolf (10.11.2007, 15:28):
Hallo!

http://www.balletmet.org/Notes/Glazunov.jpg

Seit kurzem gibt es diese Box mit vorrangig alten Chandos-Aufnahmen bei Brilliant, die es nun jedem ermöglicht zu einem erschwinglichen Preis die kompletten Symphonien Alexander Glazunovs (1865 - 1936) zu hören:

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6203450.jpg

Der Dirigent Valeri Polyansky und das Russische Staatsorchester setzen sich voller Elan und mit merklicher Freude am Schönklang für diese Werke ein.

Alexander Glazunovs Musik gehört zur russischen Nationalromantik. Zu Lebzeiten galt sie einigen sogar als die Verkörperung der russischen Musik an sich. Stilistisch liegen seine Kompositionen irgendwo zwischen Mily Balakirev, Alexander Borodin, Nikolai Rimsky-Korsakoff und Peter Tschaikowsky. Vieles in seiner Musik erinnert an russische Folklore. Sie diente ihm aber nur als Inspirationsquelle - kein einziges Thema in den Symphonien ist direkt von russischen Volksmelodien abgeleitet. Neben der russischen Schule beeinflusste ihm aber auch die deutsche romantische Musiktradition - ganz besonders Wagner, Liszt und Brahms. Sein erster Besuch einer Wagneroper hinterließ einen großen Eindruck und stürzte ihn in Zweifel über die eigenen Fähigkeiten.

Glazunovs Persönlichkeit berührt mich durch seine Menschlichkeit. Glazunov leitete von 1905 - 1930 das Petersburger Konservatorium. Für seine Studenten am Konservatorium setzte er sich mit aller Kraft ein und bemühte sich auch um finanzielle Aufwendungen für sie. Er verhalf einem Schostakowitsch oder einem Prokofiev zur Aufnahme ans Konservatorium, zu Aufführungen ihrer Werke oder zu der Teilnahme an Wettbewerben - Möglichkeiten, die sie sich aus eigener Kraft niemals hätten schaffen können. Das er sowohl im späten Zarenreich als auch in der jungen Sowjetrepublik eine bedeutende Stellung einnehmen konnte, lag nicht etwa an einem ausgeprägten Opportunismus, sondern vielmehr an seiner Fähigkeit jenseits der Ideologien auf sozialer Ebene organisatorisch für Andere tätig zu werden. Zudem war seine Musik bei den Russen sehr populär. Die Sowjetunion erklärte ihn schließlich zum "Freund des Volkes".

Nahe kommt mir Glazunov aber besonders durch sein Allzumenschliches, ja durch die Schwächen und Katastrophen seines musikalischen Lebens:

1. Wir befinden uns in den Wintermonaten des Jahres 1920. Glazunov ist Rektor des Petersburger Konservatoriums und unterrichtet dort u.a. Komposition. In seiner Klasse sitzt ein schmächtiger junger Mann mit einer altmodischen Brille. Es ist Dmitri Schostakowitsch, den er für einen seiner begabtetsten Schüler hält, mit dessen Musik er aber gar nichts anfangen kann (O-Ton Glazunov "Das ist die erste Musik, die ich nicht hören kann, wenn ich die Partitur lese"). Die Unterrichtsräume sind nicht beheizt. In der eisigen Kälte sitzen der Lehrer und die Schüler in dicken Mänteln und mit Handschuhen auf den Holzbänken. Schostakowitsch erledigt Botengänge für Glazunov und besorgt heimlich über seinen Vater den streng rationierten Wodka für seinen Lehrer. Diese Tätigkeit ist nicht ganz ungefährlich: - bei Entdeckung steht die Erschießung auf ein solches Vergehen. Diesen Wodka hat Glazunov - wie so häufig - am Vorabend in rauhen Mengen zu sich genommen. Manchmal trinkt er ihn sogar noch in der Schule durch das Saugrohr einer Flasche. Während seines eigenen Unterrichtes schläft der Lehrer nun ein und beginnt laut zu schnarchen... Und das nicht zum ersten Mal...

2. Über zwei Jahrzehnte früher im Jahre 1897 ist der Wodka bei weitem noch nicht so knapp. Glazunov dirigiert die Ur-Aufführung der 1. Symphonie von Sergej Rachmaninov. Sie fällt durch und wird von der Kritik zerrissen. Der hochsensible Rachmaninov fragt sich erschüttert, warum ein solch begabter Mann wie Glazunov so dirigiert habe, als verstünde er gar nichts. Danach gibt Rachmaninov seinen Traum auf, ein großer Symphoniker zu werden und verfällt in eine große Depression.
Hatte Glazunov nichts verstanden? Vermutlich hätte er es können - aber er war während der Aufführung sturzbetrunken...

Einblick in das Innenleben eines Künstlers können uns nur ansatzweise seine Werke bieten. Aber die Vorliebe für Alkohol, Drogen und Exzesse betrifft einen Großteil von ihnen. Auch ein in so vielem bodenständiger Mensch wie Glaszunov vermochte die Welt offensichtlich nicht ohne Rausch zu ertragen. Trotzdem ist Glazunov immerhin 71 Jahre alt geworden. Er starb 1936 in Paris, das er aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr verlassen konnte.

Glazunovs Klangsprache ist traditionell, aber nicht rein akademisch. Sie bezaubert durch Farbenfülle, Kraft, Heroik, Überschwang und ihre Affinität nicht zur "unerbittlichen" sondern "warmen" Seite der russischen Seele. Glazunov war ein überagender Orchestrator. Er hat in fast jedem Genre etwas geschrieben (nur in der Oper nicht - dafür komplettierte er Borodins "Fürst Igor"), aber die 8 Symphonien stehen im Zentrum seines Schaffens:

Die 1. Symphonie in E-Dur "Slavyanskaya" (1882) ist stark beinflusst durch Balakirev und die Theorien des national gestimmten "Mächtigen Häufleins". Er komponierte sie mit 17 Jahren. Der jugendliche Überschwang ist hier genauso zu spüren, wie in der vier Jahre später veröffentlichten 2. Symphonie in fis-Moll, die er dem Andenken Franz Liszts widmete. Die Zweite beginnt mit einem eindrucksvollen majestätischen Andante Maestoso. Die 3. Symphonie in D-Dur (1890) erhielt eine Widmung für Peter Tschaikowsky, dessen Einfluß hier zum ersten Mal deutlich wird. Zwischenzeitlich hatte Glazunov die 3. Symphonie Borodins vervollständigt. In der 4. Symphonie in Es-Dur (1893) sind nur drei Sätze zu hören. Zwei lange monumentale Ecksätze, die durch ihre "endlose Melodik" ein wenig an Wagner erinnern, umspannen ein unbeschwertes Scherzo. Wagners Einfluß ist auch in der 5. Symphonie in B-Dur aus dem Jahre 1895 zu spüren. Die Symphonie beginnt mit einem prägnanten Thema, das an einen Wagnerisches Leitmotiv erinnert und während des Satzes in verschiedenen Variationen wiederkehrt. Das Scherzo ist typisch für den folklore-nahen Ton, in dem Glazunov komponierte. Ein Jahr später stellte er die 6. Symphonie in c-Moll fertig, die Rimsky-Korsakoff für seine beste hielt. Der Beginn hinterlässt einen tragischen Eindruck - ein Adagio leitet die Symphonie ein und mündet schließlich in ein Allegro appassionato. Das Finale bringt wieder ein "russisch" klingendes Thema und endet wie die meisten Symphonien Glazunovs im Triumph. Die 7. Symphonie in F-Dur (1902) bringt vorrangig pastorale und ruhige Stimmungen zu Gehör. Die letzte 8. Symphonie in Es-Dur vollendete er 1906. Von allen trägt sie den dunkelsten Charakter. Die Februarrevolution des Jahres 1905 hat vermutlich dazu beigetragen, das hier einige sehr harsche Elemente zu hören sind. Die Tochter Glazunows bezeichnete den Allegro-Satz als "diabolisch".

Die Legende will, das Glasunov an seiner 9. Symphonie nicht weitergearbeitet habe, weil er - genau wie Mahler - dem Aberglauben anhing, das ein Komponist nach der Neunten (z.B. Beethoven oder Bruckner) recht bald das Zeitliche segnen könnte. Aber was heißt schon Aberglauben! Mahler starb ja tatsächlich nach seiner Nummer 9 (eigentlich war es ja die 10.) - Glazunov lebte dagegen noch 30 Jahre weiter. Von seiner Neunten sind nur noch Klavierauszüge des 1. Satzes überliefert.

Glazunovs klangliche Ausdrucksmittel haben sich in den 71 Jahren seines Lebens kaum geändert. Eine musikalische "Entwicklung" im üblichen Sinne hat der Komponist nicht durchgemacht. Seine Musik ist im vollsten Wortsinne konservativ. Aber es ist kein enger hartherziger Konservatismus, sondern einer voller Wärme, lyrischer Momente und Nostalgik. Die Schönheit und Tiefe seiner Musik liegen an ihrer Oberfläche - woanders wird man sie nicht finden. In dieser Hinsicht gleicht er übrigens Richard Strauss, den Glazunov allerdings für einen "infamen Scheiberling" hielt.

Wer diese Tiefe an der Oberfläche nicht akzeptieren kann, wird keinen Zugang zu Glazunovs Werk finden.

Wer hört Glazunov noch gern in diesem Forum? Vielleicht aber lässt sich hier auch darüber diskutieren, wie berechtigt ein solcher musikalischer Konservatismus ist...

Herzliche Grüsse!
Jörg
Cosima (10.11.2007, 16:27):
Lieber Jörg,

vielen Dank für diesen Thread! Ich höre gelegentlich Glazunov sehr gern.

Ähnlich wie Taneyev war es Glazunov daran gelegen, zwischen der nationalrussischen Komponistengeneration und den westlich orientierten Nachfolgern zu vermitteln - dieser Wunsch nach Verbindung zwischen westlicher und östlicher Musiksprache findet Niederschlag in der stilistischen Vielfältigkeit seiner Kompositionen.

Bei Naxos ist eine 17-teilige Reihe mit sämtlichen Orchesterwerken Glazunovs herausgebracht worden, die durchaus positiv von den Kritikern aufgenommen wurde. Da die späteren als seine überzeugendsten Sinfonien gelten, habe ich mich zunächst hiermit befasst:

Symphonien Nr. 5 & 8
Moskau SO, Anissimov

Glazunov schrieb diese 5. Sinfonie B-Dur im Jahre 1895 und widmete sie Sergej Taneyev. Sie fand u.a. begeisterte Zustimmung bei Rimski-Korsakow, der darin etwas völlig Neues sah.

Zur Beschreibung des Werkes beziehe ich mich auf den Booklet-Text:

„Der erste Satz ist ein Sonatensatz, in dessen langsamer Einleitung die Motive des Hauptthemas und des Überleitungsgedankens zum zweiten Thema bereits vorgebildet sind. Das Scherzo in g-Moll erinnert ein wenig an Mendelssohn, mehr noch an Tschaikowsky. Ein Violinthema umspannt das Andante in Es-Dur, Blechbläser führen eine kontrastierende mittlere Episode ein. Die Sinfonie endet mit einem Rondo, dessen Haupt- und Nebenthemen von den Rhythmen und Melodien Russlands erfüllt sind.“

Die 8. Sinfonie entstand 1905/1906, zeigt nach Ansicht von Glazunov-Kennern den Komponisten auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft – sie ist in der Tat markant und monumental.

Eine Anekdote besagt, dass Glazunov die Ouvertüre aus Borodins „Fürst Igor“, die dieser, ohne sie niedergeschrieben zu haben aus dem Gedächtnis spielte, nach dessen Tod aus der Erinnerung aufgeschrieben hat. Das bedarf schon einer gehörigen Kombination aus großer Musikalität und enormen Gedächtnis.

Gruß, Cosima
Nordolf (10.11.2007, 16:50):
Liebe Cosima,

danke für Deine wichtigen Ergänzungen!
:thanks

Und auch für den Hinweis auf die Naxos-Serie. Da gibt es ja noch einiges zu entdecken für mich - Klavierkonzerte, symphonische Dichtungen usw. :W

Glazunovs handwerkliches Können war schon immer unbestritten. Er selbst hatte allerdings Zweifel an seiner Inspiration. Von diesen Zweifeln scheinen häufig gerade russische Künstler geplagt zu werden. Tschaikowsky und Rachmaninov fallen einem natürlich sofort ein. Aber selbst von Sviatoslav Richter hörte ich in der "Enigma"-Dokumentation Aussagen wie "Diese meine Interpretation hinterließ gar keinen Eindruck bei mir" oder gar "Ich kann mich selbst nicht leiden". Die Russen scheinen eine besondere Veranlagung dafür zu haben, den Mangel in ihrer Kunst hervorzuheben.

Herzliche Grüsse!
Jörg
HenningKolf (10.11.2007, 21:31):
Hallo,

vielen Dank für die Eröffnung des threads. Ich schätze Glasunow sehr, besonders die Sinfonien Nr. 5, 6 und 8.

Der zu seiner Zeit bereits konservative wenn nicht gar veraltete Kompositionsstil stört mich nicht. Für mich gibt es gute und schlechte Musik oder auch langweilige und interessante, und Glasunow komponierte in meinen Augen (oder besser Ohren) gute und interessante Musik. Stören würde mich nur das Plagiat. Im übrigen: Wenn ich Musik höre muss ich mir nicht ständig das Geburtsdatum des Komponisten vergegenwärtigen.

Was die Einspielungen betrifft, nehme ich zur Zeit mit Naxos und den BIS-Einspielungen unter Otaka vorlieb, wobei diese Einspielungen sicherlich nicht schlecht sind...das Problem ist nur, ich kenne Glasunow mit Svetlanow und dem damaligen UDSSR-Staatsorchester. Leider sind die Melodyia-CDs zusammen mit einigen anderen Schätzen (Mahlers 6. unter Mitropolous z.B) bei einem Umzug auf der Strecke geblieben zu einer Zeit, als ich noch nicht über PC-Dateien archiviert habe. Ich warte jedenfalls schon länger darauf, dass diese Aufnahmen wieder veröffentlicht werden (die alten Melodya-CDs bekommt man nicht oder zu sogenannten Sammlerpreisen)...sehr sehr viel Emotion zeichnet Swetlanows Dirigat aus, solche Intensität vermitteln die Aufnahmen, die ich momentan habe, nicht. Die Poljanski-Einspielungen kenne ich übrigens nicht.

Gruß
Henning
teleton (12.11.2007, 10:37):
Hallo henning,

volle Zustimmung zu Jewgenij Swetlanow.

Ich hatte mir damals alle verfügbaren Eurodisc-LP´s mit Swetlanow gekauft, eben die Musik "Orchesterbilder aus dem alten Russland" von Borodin bis Rachmaninoff war da alles dabei, auch einiges von Glasunow.

Diese Glasunow-Aufnahmen mit Swetlanow haben mich damals noch angesprochen.
Ansonsten finde ich Glasonow nicht so überragend, dass ich nun etwas von ihm haben müßte
es sei denn, Swetlanow steht mit drauf, aber diese CD´s sind derzeit nur schwer zu haben und zu bekommen.
Nordolf (12.11.2007, 19:23):
Hallo Henning!

Original von HenningKolf

Der zu seiner Zeit bereits konservative wenn nicht gar veraltete Kompositionsstil stört mich nicht. Für mich gibt es gute und schlechte Musik oder auch langweilige und interessante, und Glasunow komponierte in meinen Augen (oder besser Ohren) gute und interessante Musik. Stören würde mich nur das Plagiat. Im übrigen: Wenn ich Musik höre muss ich mir nicht ständig das Geburtsdatum des Komponisten vergegenwärtigen.


Das sehe ich ähnlich. Das Geburtsdatum bleibt natürlich aus historisch-biographischen Gründe interessant. Aber letztlich gibt es für mich in der Musik neben allem Gegenwartsbezug etwas Überzeitliches, Immer-Gültiges...

das Problem ist nur, ich kenne Glasunow mit Svetlanow und dem damaligen UDSSR-Staatsorchester.

Oh - ich kenne die Aufnahmen leider nicht. Da wird Polyansky vermutlich auch nicht mitkommen. Alles, was Svetlanov anpackt, scheint ihm zu gelingen - immer klingt es energisch, packend, voller Emotion...

Herzliche Grüsse!
Jörg
HenningKolf (18.11.2007, 13:48):
Kann jemand etwas zu dieser

Swetlanow-Aufnahme, gelistet bei HMV-Japan sagen?


Meine Befürchtung ist nämlich, dass es sich um eine der nicht wenigen "Alterseinspielungen" Swetlanows ohne Biss handelt und nicht um das remasterte Melodya-Original.....


Gruß
Henning
teleton (19.11.2007, 11:58):
Hallo Henning,

ich denke Du brauchst Dir da keine Sorgen zu machen - es sind die Melodiya-Aufnahmen, die auch Eurodisc in Deutschland mal im Katalog hatte.

Schade das es die Firma EURODISC nicht mehr gibt.
:leb Die hatten alles was das Russenherz begehrt !
HenningKolf (19.11.2007, 12:19):
@ teleton

Danke Dir, dann werde ich mir die wohl auch - im neuen Jahr - bestellen.

Henning
Nordolf (10.11.2007, 15:28):
Hallo!

http://www.balletmet.org/Notes/Glazunov.jpg

Seit kurzem gibt es diese Box mit vorrangig alten Chandos-Aufnahmen bei Brilliant, die es nun jedem ermöglicht zu einem erschwinglichen Preis die kompletten Symphonien Alexander Glazunovs (1865 - 1936) zu hören:

http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6203450.jpg

Der Dirigent Valeri Polyansky und das Russische Staatsorchester setzen sich voller Elan und mit merklicher Freude am Schönklang für diese Werke ein.

Alexander Glazunovs Musik gehört zur russischen Nationalromantik. Zu Lebzeiten galt sie einigen sogar als die Verkörperung der russischen Musik an sich. Stilistisch liegen seine Kompositionen irgendwo zwischen Mily Balakirev, Alexander Borodin, Nikolai Rimsky-Korsakoff und Peter Tschaikowsky. Vieles in seiner Musik erinnert an russische Folklore. Sie diente ihm aber nur als Inspirationsquelle - kein einziges Thema in den Symphonien ist direkt von russischen Volksmelodien abgeleitet. Neben der russischen Schule beeinflusste ihm aber auch die deutsche romantische Musiktradition - ganz besonders Wagner, Liszt und Brahms. Sein erster Besuch einer Wagneroper hinterließ einen großen Eindruck und stürzte ihn in Zweifel über die eigenen Fähigkeiten.

Glazunovs Persönlichkeit berührt mich durch seine Menschlichkeit. Glazunov leitete von 1905 - 1930 das Petersburger Konservatorium. Für seine Studenten am Konservatorium setzte er sich mit aller Kraft ein und bemühte sich auch um finanzielle Aufwendungen für sie. Er verhalf einem Schostakowitsch oder einem Prokofiev zur Aufnahme ans Konservatorium, zu Aufführungen ihrer Werke oder zu der Teilnahme an Wettbewerben - Möglichkeiten, die sie sich aus eigener Kraft niemals hätten schaffen können. Das er sowohl im späten Zarenreich als auch in der jungen Sowjetrepublik eine bedeutende Stellung einnehmen konnte, lag nicht etwa an einem ausgeprägten Opportunismus, sondern vielmehr an seiner Fähigkeit jenseits der Ideologien auf sozialer Ebene organisatorisch für Andere tätig zu werden. Zudem war seine Musik bei den Russen sehr populär. Die Sowjetunion erklärte ihn schließlich zum "Freund des Volkes".

Nahe kommt mir Glazunov aber besonders durch sein Allzumenschliches, ja durch die Schwächen und Katastrophen seines musikalischen Lebens:

1. Wir befinden uns in den Wintermonaten des Jahres 1920. Glazunov ist Rektor des Petersburger Konservatoriums und unterrichtet dort u.a. Komposition. In seiner Klasse sitzt ein schmächtiger junger Mann mit einer altmodischen Brille. Es ist Dmitri Schostakowitsch, den er für einen seiner begabtetsten Schüler hält, mit dessen Musik er aber gar nichts anfangen kann (O-Ton Glazunov "Das ist die erste Musik, die ich nicht hören kann, wenn ich die Partitur lese"). Die Unterrichtsräume sind nicht beheizt. In der eisigen Kälte sitzen der Lehrer und die Schüler in dicken Mänteln und mit Handschuhen auf den Holzbänken. Schostakowitsch erledigt Botengänge für Glazunov und besorgt heimlich über seinen Vater den streng rationierten Wodka für seinen Lehrer. Diese Tätigkeit ist nicht ganz ungefährlich: - bei Entdeckung steht die Erschießung auf ein solches Vergehen. Diesen Wodka hat Glazunov - wie so häufig - am Vorabend in rauhen Mengen zu sich genommen. Manchmal trinkt er ihn sogar noch in der Schule durch das Saugrohr einer Flasche. Während seines eigenen Unterrichtes schläft der Lehrer nun ein und beginnt laut zu schnarchen... Und das nicht zum ersten Mal...

2. Über zwei Jahrzehnte früher im Jahre 1897 ist der Wodka bei weitem noch nicht so knapp. Glazunov dirigiert die Ur-Aufführung der 1. Symphonie von Sergej Rachmaninov. Sie fällt durch und wird von der Kritik zerrissen. Der hochsensible Rachmaninov fragt sich erschüttert, warum ein solch begabter Mann wie Glazunov so dirigiert habe, als verstünde er gar nichts. Danach gibt Rachmaninov seinen Traum auf, ein großer Symphoniker zu werden und verfällt in eine große Depression.
Hatte Glazunov nichts verstanden? Vermutlich hätte er es können - aber er war während der Aufführung sturzbetrunken...

Einblick in das Innenleben eines Künstlers können uns nur ansatzweise seine Werke bieten. Aber die Vorliebe für Alkohol, Drogen und Exzesse betrifft einen Großteil von ihnen. Auch ein in so vielem bodenständiger Mensch wie Glaszunov vermochte die Welt offensichtlich nicht ohne Rausch zu ertragen. Trotzdem ist Glazunov immerhin 71 Jahre alt geworden. Er starb 1936 in Paris, das er aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr verlassen konnte.

Glazunovs Klangsprache ist traditionell, aber nicht rein akademisch. Sie bezaubert durch Farbenfülle, Kraft, Heroik, Überschwang und ihre Affinität nicht zur "unerbittlichen" sondern "warmen" Seite der russischen Seele. Glazunov war ein überagender Orchestrator. Er hat in fast jedem Genre etwas geschrieben (nur in der Oper nicht - dafür komplettierte er Borodins "Fürst Igor"), aber die 8 Symphonien stehen im Zentrum seines Schaffens:

Die 1. Symphonie in E-Dur "Slavyanskaya" (1882) ist stark beinflusst durch Balakirev und die Theorien des national gestimmten "Mächtigen Häufleins". Er komponierte sie mit 17 Jahren. Der jugendliche Überschwang ist hier genauso zu spüren, wie in der vier Jahre später veröffentlichten 2. Symphonie in fis-Moll, die er dem Andenken Franz Liszts widmete. Die Zweite beginnt mit einem eindrucksvollen majestätischen Andante Maestoso. Die 3. Symphonie in D-Dur (1890) erhielt eine Widmung für Peter Tschaikowsky, dessen Einfluß hier zum ersten Mal deutlich wird. Zwischenzeitlich hatte Glazunov die 3. Symphonie Borodins vervollständigt. In der 4. Symphonie in Es-Dur (1893) sind nur drei Sätze zu hören. Zwei lange monumentale Ecksätze, die durch ihre "endlose Melodik" ein wenig an Wagner erinnern, umspannen ein unbeschwertes Scherzo. Wagners Einfluß ist auch in der 5. Symphonie in B-Dur aus dem Jahre 1895 zu spüren. Die Symphonie beginnt mit einem prägnanten Thema, das an einen Wagnerisches Leitmotiv erinnert und während des Satzes in verschiedenen Variationen wiederkehrt. Das Scherzo ist typisch für den folklore-nahen Ton, in dem Glazunov komponierte. Ein Jahr später stellte er die 6. Symphonie in c-Moll fertig, die Rimsky-Korsakoff für seine beste hielt. Der Beginn hinterlässt einen tragischen Eindruck - ein Adagio leitet die Symphonie ein und mündet schließlich in ein Allegro appassionato. Das Finale bringt wieder ein "russisch" klingendes Thema und endet wie die meisten Symphonien Glazunovs im Triumph. Die 7. Symphonie in F-Dur (1902) bringt vorrangig pastorale und ruhige Stimmungen zu Gehör. Die letzte 8. Symphonie in Es-Dur vollendete er 1906. Von allen trägt sie den dunkelsten Charakter. Die Februarrevolution des Jahres 1905 hat vermutlich dazu beigetragen, das hier einige sehr harsche Elemente zu hören sind. Die Tochter Glazunows bezeichnete den Allegro-Satz als "diabolisch".

Die Legende will, das Glasunov an seiner 9. Symphonie nicht weitergearbeitet habe, weil er - genau wie Mahler - dem Aberglauben anhing, das ein Komponist nach der Neunten (z.B. Beethoven oder Bruckner) recht bald das Zeitliche segnen könnte. Aber was heißt schon Aberglauben! Mahler starb ja tatsächlich nach seiner Nummer 9 (eigentlich war es ja die 10.) - Glazunov lebte dagegen noch 30 Jahre weiter. Von seiner Neunten sind nur noch Klavierauszüge des 1. Satzes überliefert.

Glazunovs klangliche Ausdrucksmittel haben sich in den 71 Jahren seines Lebens kaum geändert. Eine musikalische "Entwicklung" im üblichen Sinne hat der Komponist nicht durchgemacht. Seine Musik ist im vollsten Wortsinne konservativ. Aber es ist kein enger hartherziger Konservatismus, sondern einer voller Wärme, lyrischer Momente und Nostalgik. Die Schönheit und Tiefe seiner Musik liegen an ihrer Oberfläche - woanders wird man sie nicht finden. In dieser Hinsicht gleicht er übrigens Richard Strauss, den Glazunov allerdings für einen "infamen Scheiberling" hielt.

Wer diese Tiefe an der Oberfläche nicht akzeptieren kann, wird keinen Zugang zu Glazunovs Werk finden.

Wer hört Glazunov noch gern in diesem Forum? Vielleicht aber lässt sich hier auch darüber diskutieren, wie berechtigt ein solcher musikalischer Konservatismus ist...

Herzliche Grüsse!
Jörg
Cosima (10.11.2007, 16:27):
Lieber Jörg,

vielen Dank für diesen Thread! Ich höre gelegentlich Glazunov sehr gern.

Ähnlich wie Taneyev war es Glazunov daran gelegen, zwischen der nationalrussischen Komponistengeneration und den westlich orientierten Nachfolgern zu vermitteln - dieser Wunsch nach Verbindung zwischen westlicher und östlicher Musiksprache findet Niederschlag in der stilistischen Vielfältigkeit seiner Kompositionen.

Bei Naxos ist eine 17-teilige Reihe mit sämtlichen Orchesterwerken Glazunovs herausgebracht worden, die durchaus positiv von den Kritikern aufgenommen wurde. Da die späteren als seine überzeugendsten Sinfonien gelten, habe ich mich zunächst hiermit befasst:

Symphonien Nr. 5 & 8
Moskau SO, Anissimov

Glazunov schrieb diese 5. Sinfonie B-Dur im Jahre 1895 und widmete sie Sergej Taneyev. Sie fand u.a. begeisterte Zustimmung bei Rimski-Korsakow, der darin etwas völlig Neues sah.

Zur Beschreibung des Werkes beziehe ich mich auf den Booklet-Text:

„Der erste Satz ist ein Sonatensatz, in dessen langsamer Einleitung die Motive des Hauptthemas und des Überleitungsgedankens zum zweiten Thema bereits vorgebildet sind. Das Scherzo in g-Moll erinnert ein wenig an Mendelssohn, mehr noch an Tschaikowsky. Ein Violinthema umspannt das Andante in Es-Dur, Blechbläser führen eine kontrastierende mittlere Episode ein. Die Sinfonie endet mit einem Rondo, dessen Haupt- und Nebenthemen von den Rhythmen und Melodien Russlands erfüllt sind.“

Die 8. Sinfonie entstand 1905/1906, zeigt nach Ansicht von Glazunov-Kennern den Komponisten auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft – sie ist in der Tat markant und monumental.

Eine Anekdote besagt, dass Glazunov die Ouvertüre aus Borodins „Fürst Igor“, die dieser, ohne sie niedergeschrieben zu haben aus dem Gedächtnis spielte, nach dessen Tod aus der Erinnerung aufgeschrieben hat. Das bedarf schon einer gehörigen Kombination aus großer Musikalität und enormen Gedächtnis.

Gruß, Cosima
Nordolf (10.11.2007, 16:50):
Liebe Cosima,

danke für Deine wichtigen Ergänzungen!
:thanks

Und auch für den Hinweis auf die Naxos-Serie. Da gibt es ja noch einiges zu entdecken für mich - Klavierkonzerte, symphonische Dichtungen usw. :W

Glazunovs handwerkliches Können war schon immer unbestritten. Er selbst hatte allerdings Zweifel an seiner Inspiration. Von diesen Zweifeln scheinen häufig gerade russische Künstler geplagt zu werden. Tschaikowsky und Rachmaninov fallen einem natürlich sofort ein. Aber selbst von Sviatoslav Richter hörte ich in der "Enigma"-Dokumentation Aussagen wie "Diese meine Interpretation hinterließ gar keinen Eindruck bei mir" oder gar "Ich kann mich selbst nicht leiden". Die Russen scheinen eine besondere Veranlagung dafür zu haben, den Mangel in ihrer Kunst hervorzuheben.

Herzliche Grüsse!
Jörg
HenningKolf (10.11.2007, 21:31):
Hallo,

vielen Dank für die Eröffnung des threads. Ich schätze Glasunow sehr, besonders die Sinfonien Nr. 5, 6 und 8.

Der zu seiner Zeit bereits konservative wenn nicht gar veraltete Kompositionsstil stört mich nicht. Für mich gibt es gute und schlechte Musik oder auch langweilige und interessante, und Glasunow komponierte in meinen Augen (oder besser Ohren) gute und interessante Musik. Stören würde mich nur das Plagiat. Im übrigen: Wenn ich Musik höre muss ich mir nicht ständig das Geburtsdatum des Komponisten vergegenwärtigen.

Was die Einspielungen betrifft, nehme ich zur Zeit mit Naxos und den BIS-Einspielungen unter Otaka vorlieb, wobei diese Einspielungen sicherlich nicht schlecht sind...das Problem ist nur, ich kenne Glasunow mit Svetlanow und dem damaligen UDSSR-Staatsorchester. Leider sind die Melodyia-CDs zusammen mit einigen anderen Schätzen (Mahlers 6. unter Mitropolous z.B) bei einem Umzug auf der Strecke geblieben zu einer Zeit, als ich noch nicht über PC-Dateien archiviert habe. Ich warte jedenfalls schon länger darauf, dass diese Aufnahmen wieder veröffentlicht werden (die alten Melodya-CDs bekommt man nicht oder zu sogenannten Sammlerpreisen)...sehr sehr viel Emotion zeichnet Swetlanows Dirigat aus, solche Intensität vermitteln die Aufnahmen, die ich momentan habe, nicht. Die Poljanski-Einspielungen kenne ich übrigens nicht.

Gruß
Henning
teleton (12.11.2007, 10:37):
Hallo henning,

volle Zustimmung zu Jewgenij Swetlanow.

Ich hatte mir damals alle verfügbaren Eurodisc-LP´s mit Swetlanow gekauft, eben die Musik "Orchesterbilder aus dem alten Russland" von Borodin bis Rachmaninoff war da alles dabei, auch einiges von Glasunow.

Diese Glasunow-Aufnahmen mit Swetlanow haben mich damals noch angesprochen.
Ansonsten finde ich Glasonow nicht so überragend, dass ich nun etwas von ihm haben müßte
es sei denn, Swetlanow steht mit drauf, aber diese CD´s sind derzeit nur schwer zu haben und zu bekommen.
Nordolf (12.11.2007, 19:23):
Hallo Henning!

Original von HenningKolf

Der zu seiner Zeit bereits konservative wenn nicht gar veraltete Kompositionsstil stört mich nicht. Für mich gibt es gute und schlechte Musik oder auch langweilige und interessante, und Glasunow komponierte in meinen Augen (oder besser Ohren) gute und interessante Musik. Stören würde mich nur das Plagiat. Im übrigen: Wenn ich Musik höre muss ich mir nicht ständig das Geburtsdatum des Komponisten vergegenwärtigen.


Das sehe ich ähnlich. Das Geburtsdatum bleibt natürlich aus historisch-biographischen Gründe interessant. Aber letztlich gibt es für mich in der Musik neben allem Gegenwartsbezug etwas Überzeitliches, Immer-Gültiges...

das Problem ist nur, ich kenne Glasunow mit Svetlanow und dem damaligen UDSSR-Staatsorchester.

Oh - ich kenne die Aufnahmen leider nicht. Da wird Polyansky vermutlich auch nicht mitkommen. Alles, was Svetlanov anpackt, scheint ihm zu gelingen - immer klingt es energisch, packend, voller Emotion...

Herzliche Grüsse!
Jörg
HenningKolf (18.11.2007, 13:48):
Kann jemand etwas zu dieser

Swetlanow-Aufnahme, gelistet bei HMV-Japan sagen?


Meine Befürchtung ist nämlich, dass es sich um eine der nicht wenigen "Alterseinspielungen" Swetlanows ohne Biss handelt und nicht um das remasterte Melodya-Original.....


Gruß
Henning
teleton (19.11.2007, 11:58):
Hallo Henning,

ich denke Du brauchst Dir da keine Sorgen zu machen - es sind die Melodiya-Aufnahmen, die auch Eurodisc in Deutschland mal im Katalog hatte.

Schade das es die Firma EURODISC nicht mehr gibt.
:leb Die hatten alles was das Russenherz begehrt !
HenningKolf (19.11.2007, 12:19):
@ teleton

Danke Dir, dann werde ich mir die wohl auch - im neuen Jahr - bestellen.

Henning
Agravain (23.11.2010, 09:24):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61-e2e92jZL._SL500_AA300_.jpg

Ich möchte gern auf eine GA der Glasunowschen Symphonien hinweisen, die ich kürzlich angeschafft und jetzt durchgehört habe. Es handelt sich um die 1995 und 1999 entstandene Einspielung des BBC National Orchestra of Wales unter der Leitung seines ehemaligen Chef- und mittlerweile Ehrendirigenten Tadaaki Otaka, die bei BIS erschienen und für einen eiginermaßen erträglichen Preis (5-CD-Box) zu haben ist.

Insegesamt empfinde ich das als ausgesprochen runde Einspielung, die sich gegen jegliche Konkurrenz mühlelos behaupten kann. Otaka und das BBC National Orchestra of Wales nehmen sich der Symphonik des oft der Rückschrittlichkeit bezichtigten Komponisten an und spielen sie in ihrem großen Gestus ganz herrlich aus. Da wird mit viel Liebe zum süffigen Klang dieser Musik musiziert, jedoch ohne dass ein bloß rauschender Klangbrei, ein oberflächliches Fest der glänzenden Instrumentation entstünde. Das liegt zum einen sicherlich an der glänzenden Aufnahme-Technik, auf die man sich bei BIS ja in der Regel verlassen darf.

Zum anderen legt Otaka viel Wert auf die Herausarbeitung der rhythmischen Vielfalt, die Gesamtstruktur dieser Symphonien. Man hört, was für ein hervorragender Techniker Glasunow war. Gleichzeitig ist Otakas Ansatz, der alle Stärken der Glasunowschen Symphonik gleichermaßen auslotet und ausleuchtet ein Plädoyer dafür, dass man den Komponisten eben nicht nur auf den Techniker reduzieren kann.

Es ist mir – auch und gerade angesicht dieser ganz exquisiten GA - ein Rätsel, wie man Glasunows Symphonik als akademisch oder gar langweilig empfinden kann. Ich denke, man muss sie einfach mal intensiv hören und nicht nur – wie es ja leider so oft und an allen Ecken passiert – tradierte Bewertungen nachplappern.

Als Antidot empfiehlt sich beispielweise der ungeheuer mitreißende Finalsatz der Fünften, oder – wenn man gern russisches Sentiment möchte – der Kopfsatz der Vierten oder den frisch und fröhlich perlenden der Siebten. Von der sehr schönen Ersten oder der Sechsetn will ich gar nicht sprechen.

Unbedingt zu empfehlen!

:hello Agravain
Maurice inaktiv (17.03.2013, 10:45):
Glasunow schrieb wunderbare Sachen,vo allem seine Orchesterwerke sind teilweise wahre Entdeckungen.Naxos hat leider auch einige weniger gute CDs in der an sich überzeugenden Reihe auf den Markt gebracht.

Es gibt zwei weitere GE der Sinfonien,aber kenne sie nicht.Die Serebrier soll aber auch nicht schlecht geworden sein.Doch diese Angabe ist ohne Gewähr....

Preislich liegen sie auch im Rahmen,denke ich mal.....

http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Alexander-Glasunow-1865-1936-S%E4mtliche-Symphonien-Konzerte/hnum/1944841

http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Alexander-Glasunow-1865-1936-Symphonien-Nr-1-8/hnum/4950890

An Swetlanow ranzukommen,dürfte aber aber mehr als nur schwer zu schaffen sein.Der Mann war genial gewesen....

Viele Grüße,

Maurice
Maurice inaktiv (17.03.2013, 10:48):
ACHTUNG,HIER IST EINE GE MIT SWETLANOW!!!Ich weiß aber nicht,ob es die gleichen Aufnahmen wie jene bei Melodiya sind....

http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Alexander-Glasunow-1865-1936-Symphonien-Nr-1-8/hnum/2259528

Und hier gibts noch eine GE mit Roshdestvensky.....

http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Alexander-Glasunow-1865-1936-Symphonien-Nr-1-8/hnum/1146520
teleton (18.03.2013, 11:55):
Hallo Maurice,

ich hatte letztes jahr meine NAXOS-GA abgesetzt, weiol mich diese tatal langweilte.

Bei Glasunow geht im Prinzip nur die WARNER - GA:
Ja, es sind die Melodiya-Aufnahmen !

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0825646816224.jpg
WARNER, ADD


Mit Swetlanow habe ich fast alles verfügbare (was mich interssiert) vorliegen - :times10 bei den meisten Werken/Komponisten braucht man dann auch keine andere Aufnahme mehr - das sind Hammer-Int !
Maurice inaktiv (18.03.2013, 12:27):
Vielen Dank für die Info.Ich muss die Einzel-CDs noch haben,so weit ich es auswendig weiß.

Bei Naxos sind machne CDs recht ordentlich geworden,aber manche eben nicht.Diesen Unterschied der Qualität muss man wohl machen,wenn man alle Werke einspielen will,dazu mit unterschiedlichen Dirigenten.

VG,Maurice