heute erst habe ich wieder einen göttlichen Versprecher im Radio gehört und nehme das zum Anlass, hier einen Sammelthread dazu zu eröffnen. Also, heute im Radio:
"Hören Sie jetzt aus Charles Gounods Oper Margarine - oh, pardon, Margarete..."
Und einen weiss ich auch noch, aber der kam schon vor Ewigkeiten. Es ist der schönste wirklich geschehene Versprecher, den ich kenne:
"Meine Damen und Herren, hören Sie nun aus der Hamesmolle ... verzeihung, aus der Hamelmosse ... verzeihung. Hören Sie nun aus der H-Moll-Messe, von Johann Sebaldrian Bach..."
Wer kennt weitere? Oder interessante Pannen? Ich habe selbst eine erlebt: Als Jugendlicher sollte ich bei einer Geburtstagsfeier Klavier spielen, in einem Landgasthof. Mir wurde zugesichert, das Klavier sei tip-top und frisch gestimmt. Ich kam hin, wurde vorgestellt, verbeugte mich und griff in die Tasten. Der Deckel des Klaviers war geöffnet, damit man im großen Saal mehr hören konnte. Es erklang ein Geräusch, als ob man mit einem Teppichklopfer auf einen Teppich einschlägt und passend dazu kam oben aus dem Klavier eine große Staubwolke. Zwar war der Lacheffekt groß - mein Auftritt war beendet, denn mehr war aus dem "Instrument" leider nicht herauszubringen.
Seither vertraue ich niemandem mehr und checke jedes Instrument vorher ab, falls ich mal wieder öffentlich etwas zum Besten gebe. In Landgasthöfen spiele ich allerdings sowieso nicht mehr...
"Meine Damen und Herren, hören Sie nun aus der Hamesmolle ... verzeihung, aus der Hamelmosse ... verzeihung. Hören Sie nun aus der H-Moll-Messe, von Johann Sebaldrian Bach..."
Das erinnert mich - leider off-topic - an Loriot bzw. Evelyn Hamann als "Die Fernsehansagerin" (ihr wisst schon: der Schlipth und andere ti-äitsch-Wörter...)
Nikolaus
Gamaheh (16.10.2007, 12:44): Hierzu fallen mir leider auch nur off-topic Sportreporter wie der in dieser Hinsicht wohl unerreichte Heinz Maegerlein ein ("Tausende standen an den Hängen und Pisten"), und das waren noch nicht einmal Versprecher. Man muß mal drauf achten, denn normalerweise nehme ich richtige Versprecher kaum zur Kenntnis, man hört ja praktisch automatisch das, was sinnvoll erscheint.
Grüße, Gamaheh
satie (09.10.2007, 20:36): Meine Lieben,
heute erst habe ich wieder einen göttlichen Versprecher im Radio gehört und nehme das zum Anlass, hier einen Sammelthread dazu zu eröffnen. Also, heute im Radio:
"Hören Sie jetzt aus Charles Gounods Oper Margarine - oh, pardon, Margarete..."
Und einen weiss ich auch noch, aber der kam schon vor Ewigkeiten. Es ist der schönste wirklich geschehene Versprecher, den ich kenne:
"Meine Damen und Herren, hören Sie nun aus der Hamesmolle ... verzeihung, aus der Hamelmosse ... verzeihung. Hören Sie nun aus der H-Moll-Messe, von Johann Sebaldrian Bach..."
Wer kennt weitere? Oder interessante Pannen? Ich habe selbst eine erlebt: Als Jugendlicher sollte ich bei einer Geburtstagsfeier Klavier spielen, in einem Landgasthof. Mir wurde zugesichert, das Klavier sei tip-top und frisch gestimmt. Ich kam hin, wurde vorgestellt, verbeugte mich und griff in die Tasten. Der Deckel des Klaviers war geöffnet, damit man im großen Saal mehr hören konnte. Es erklang ein Geräusch, als ob man mit einem Teppichklopfer auf einen Teppich einschlägt und passend dazu kam oben aus dem Klavier eine große Staubwolke. Zwar war der Lacheffekt groß - mein Auftritt war beendet, denn mehr war aus dem "Instrument" leider nicht herauszubringen.
Seither vertraue ich niemandem mehr und checke jedes Instrument vorher ab, falls ich mal wieder öffentlich etwas zum Besten gebe. In Landgasthöfen spiele ich allerdings sowieso nicht mehr...
"Meine Damen und Herren, hören Sie nun aus der Hamesmolle ... verzeihung, aus der Hamelmosse ... verzeihung. Hören Sie nun aus der H-Moll-Messe, von Johann Sebaldrian Bach..."
Das erinnert mich - leider off-topic - an Loriot bzw. Evelyn Hamann als "Die Fernsehansagerin" (ihr wisst schon: der Schlipth und andere ti-äitsch-Wörter...)
Nikolaus
Gamaheh (16.10.2007, 12:44): Hierzu fallen mir leider auch nur off-topic Sportreporter wie der in dieser Hinsicht wohl unerreichte Heinz Maegerlein ein ("Tausende standen an den Hängen und Pisten"), und das waren noch nicht einmal Versprecher. Man muß mal drauf achten, denn normalerweise nehme ich richtige Versprecher kaum zur Kenntnis, man hört ja praktisch automatisch das, was sinnvoll erscheint.
Grüße, Gamaheh
Sfantu (25.08.2021, 13:05): Handelte es sich hierbei um keinen "Verschreiber", welcher aus Dvořáks "Teufelskäthe" kurzerhand eine "Teufelsküche" macht, dann wäre es ein schöner Beitrag zu diesem Faden.
Wohl bekomm`s Sfantu
Sfantu (30.10.2025, 19:57): Zwar ist Folgendes kein "Versprecher der Klassik", trägt aber einen unfreiwilligen Querbezug zur Kunstmusik.
Jana Pareigis sagte in der heutigen 19.00 Uhr-Hauptausgabe der "heute"-Sendung:
"Im DFB-Choral sind die Bayern gerade ja wohl kaum aufzuhalten"
Stimmt. Wenn es da ums Singen ginge, wünschte ich ihnen nur das Beste! Da es aber leider um Fußball geht: Würg!!!!