Severina (24.01.2010, 17:57): Heute möchte ich Euch mit einer meiner Lieblingsopern von Gaetano Donizetti bekannt machen, die meiner Meinung nach völlig zu Unrecht auch von vielen Opernfans recht stiefmütterlich behandelt wird: MARIA STUARDA.
Ich beginne mit der Entstehungsgeschichte dieser Oper, die von Anfang an unter einem Unstern stand.
1834 kehrte Donizetti nach längerer Abwesenheit nach Neapel zurück, wo er eine Professur am Konservatorium für die Fächer Komposition und Kontrapunkt antrat. Als Geschenk zu seinem 36. Geburtstag ernannte man ihn außerdem zum Maestro di Musica. Donizetti wollte an den großen Erfolg seiner "Anna Bolena" mit einem weiteren Königinnendrama anknüpfen und entschied sich für die publikumswirksame Auseinandersetzung zwischen Elisabeth I und Maria Stuart. Leider konnte er nicht mehr auf den besten Librettisten seiner Zeit zurückgreifen, denn Felice Romani hatte die Redaktion der "Gazzetta" von Turin übernommen und arbeitete nur mehr sporadisch für die Oper.
Donizetti engagierte nun den 19jährigen angehenden Rechtsanwalt Giuseppe Bardari, der auf der Grundlage einer Versübersetzung des Schiller'schen Dramas durch Andrea Maffei das Libretto zu "Maria Stuarda" verfasste. Er reduzierte nicht ungeschickt Schillers Ideen- und Seelendrama auf die Auseinandersetzung der Königinnen, wobei der politische Gehalt zugunsten des privaten Aspekts völlig zurücktritt: Im Mittelpunkt der Handlung stehen nicht mehr Thronansprüche oder politische und religiöse Konflikte, sondern die Rivalität zweier starker Frauen, die um einen Mann kämpfen. Dieser Leicester übernimmt bei Bardari auch den Part des Mortimer, bei Schiller der schwärmerische Anbeter der schönen schottischen Königin, denn das Personeninventar wird von 21 (Schiller) auf 6 Personen reduziert. Trotz dieser Light-Version lehnt sich das Libretto in weiten Teilen eng an die Dramenvorlage an, besonders nahe am Text Schillers ist die große Szene zwischen den Königinnen im 2. Akt.
Das Sujet der "Maria Stuarda" war so ganz nach den Herzen des Opernpublikums des 19.Jhdt., bot es doch auch die Gelegenheit, zwei Primadonnen in edlem Wettstreit auf der Bühne zu erleben. Dieser Wettstreit brach denn auch erwartungsgemäß schon während der Proben aus, allerdings ganz und gar nicht edel. Heute würde man es wohl Zickenkrieg nennen, was sich zwischen Giuseppina Ronzi de Begnis als Maria Stuarda und Anna Del Serre als Elisabetta abspielte. Letztere fand es empörend, dass ihre Rolle kleiner war als die der Rivalin, und als diese das "Figlia impure di Bolena..." (Eine Verunglimpfung Königin Elisabeths als Bastard) zu genüsslich interpretierte, soll es zu Handgreiflichkeiten auf offener Bühne gekommen sein. Natürlich wurde dieser Probenklatsch begierig kolportiert. Aber das waren Kleingkeiten, verglichen mit den Problemen, die nun auf Donizetti zukommen sollten: Die Zensurbehörde hatte schon am 4. September dies und das beanstandet, was von Bardari wunschgemäß abgeändert wurde. Aber wenige Tage später (und knapp vor dem geplanten PR-Termin) wurde plötzlich das gesamte Libretto per Kabinettorder mit der Begründung abgelehnt, dass während königlicher Festlichkeiten Opern und Ballette mit tragischem Ende verboten seien. Die genauen Hintergründe sind bis heute unklar, das kolportierte Gerücht, Königin Christine habe sich während einer Probe so aufgeregt, dass sie ohnmächtig zusammengebrochen sei, entbehrt wohl jeder Grundlage. Fakt ist, dass Donizetti innerhalb weniger Tage ein unverfängliches Libretto haben musste mit einem Stoff, der inhaltlich mit der ja bereits fertigen Musik korrespondierte. Bardari entschied sich für die Geschichte des florentiner Edelmannes Buondelmonte Buondelmonti, der zwei Damen den Hof machte, die verschiedenen politischen Gruppierungen angehörten. Gemeinsam mit Pietro Salatinos verfasste er in Eiltempo das neue Libretto. Donizetti war natürlich unglücklich und äußerte sich in einem Brief an Jacopo Ferretti: "Du kannst Dir eine Vorstellung bilden, wenn ich Dir erzähle, dass sich das große Gebet der Stuarda in eine prächtige, voll ausgereifte Verschwörung im Buondelmonte verwandelt hat. Die Primadonna wurde zum Richtplatz geschleppt? Jetzt stirbt statt ihrer der Tenor. Die Del Serre unterschrieb das Todesurteil? Jetzt geht es ihr selbst schlecht...... Du kannst Dir ausmalen, was aus der Oper geworden ist."
Am 18. Oktober 1834 fand endlich die Uraufführung des "Buondelmonte" statt, die aber ein totaler Misserfolg wurde, nicht zuletzt deshalb, weil die Sänger die neuen Texte nicht so schnell lernen konnten und nur zu deutlich war, dass es sich nur um eine Notlösung handelte.
Giuseppina Ronzi de Begnis, die Sängerin der Stuarda, bemühte sich noch 1834 um eine Aufführung der Originalfassung an der Scala, aber Donizetti wollte dort nicht in Konkurrenz zu seiner eigenen Oper "Gemma di Vergy" treten, die gerade sehr erfolgreich lief. Nach einer musikalischen Überarbeitung (u.a. kam die Ouvertüre dazu) wollte er die "Maria Stuarda" ein Jahr später mit Maria Malibran in der Titelrrolle herausbringen. Die Zensurbehörde erteilte am 12. November 1835 ihr Placet, aber nun begann ein neuer Primadonnenkrieg: Auch Sofia dell'Oca-Schoberlechner (Welch ein Name!!) wollte nicht akzeptieren, dass die Elisabetta nicht im Zentrum der Handlung steht, und warf nach wenigen Probentagen das Handtuch. Der Ersatz Giacinta Puzzi-Toso wurde hektisch eingeschult, Donizetti konnte nicht einmal am Begräbnis seines Vaters in Bergamo teilnehmen. Zu allem Unglück verkühlte sich Maria Malibran im Dezember kurz vor der PR, bestand aber darauf, dennoch zu singen, und Donizettis lapidarer Kommentar "beide Primadonnen ohne jede Stimme" sagt wohl alles. Das Publikum reagierte empört, und nach nur 7 Vorstellungen wurde "Maria Stuarda" abgesetzt. Einige wenige Versuche im 19. Jhdt., das Werk in Italien und Spanien wieder auf den Spielplan zu bringen, scheiterten, und die "Maria Stuarda" verschwand von 1865 bis 1958 in der Versenkung.
Aber auch den ersten Aufführungen im 20. Jhdt. - 1958 in Bergamo, 1963 in Stuttgart - war kein Erfolg beschieden, erst Giorgio de Lullo gelang es 1967 mit seiner Inszenierung für den Maggio Musicale di Firenze, Donizettis "Maria Stuarda" zu rehabilitieren. Der Dirigent dieser Aufführung war Francesco Molinardi-Pradelli, als Elisabetta und Maria befetzten einander Shirley Verrett und Leyla Gencer.
Severina (24.01.2010, 18:04): INHALTSANGABE:
Opera in tre atti
Libretto von Giuseppe Bardari (nach Friedrich Schiller)
Uraufführung am 18. Oktober 1834, Teatro San Carlo, Neapel
Personen
Elisabetta, Königin von England (Mezzosopran) Maria Stuarda, Königin von Schottland (Sopran) Anna Kennedy, Marias Amme (Mezzosopran)
Roberto, Graf von Leicester (Tenor) Lord Guglielmo Cecil, Schatzmeister der Königin von England (Bass) Giorgio Talbot, Graf von Shrewsbury (Bass)
Handlung der Oper
1. Akt
Die Hofdamen und Ritter erwarten nach einem Turnier zu Ehren des französischen Gesandten in einem Saal des Palastes zu Westminster ihre Königin. Sie verleihen ihrer Hoffnung Ausdruck, dass Elisabeth die Werbung des Herzogs von Anjou annehmen und "Albions Stern mit dem Glanz von Frankreich vereint werde". Elisabetta kennt diese Erwartungen, doch wenn sie der Staatsräson folgt, müsste sie darüber ihre wahre Liebe aus ihrem Herzen verbannen. Talbot und Cecil nützen die allgemeine Stimmung, um das Schicksal der gefangenen schottischen Königin Maria Stuarda aufs Tapet zu bringen. Während Cecil ihre sofortige Hinrichtung fordert, plädiert Talbot, unterstützt vom Chor der Höflinge, für Gnade. Elisabetta ist sich unschlüssig und bittet den Himmel um Erleuchtung, doch wenn ihr furchtbarer Verdacht sich bestätigt, sollte Maria ihrer Rache nicht entrinnen..... Elisabetta vermisst ihren Günstling, den Grafen von Leicester, dem heimlich ihr Herz gehört, doch da tritt er schon herein. Um seine Liebe auf die Probe zu stellen, überreicht sie ihm einen Ring mit dem Auftrag, ihn dem französischen Gesandten zu überbringen als Zeichen, dass sie den Antrag des Herzogs akzeptiere, sich aber die letzte Entscheidung immer noch vorbehalte. Als Leicester den Auftrag emotionslos ausführt, reagiert Elisabetta enttäuscht und sieht darin einen Beweis für seine Untreue. Talbot bittet den Grafen um eine heimliche Unterredung. Er berichtet von seinem Besuch auf Schloss Fotheringhay, wo die schottische Königin gefangen gehalten wird. Er überreicht Leicester einen Brief Marias an die Königin und ein Porträt. Beim Anblick dieses Bildes fühlt der Graf alte, längst vergessene Gefühle für Maria neu erwachen und schwört bei seinem Leben, sie zu befreien. Elisabetta kehrt zurück und findet ihren Gelieben in einer emotional aufgewühlten Stimmung. Vergeblich leugnet er seine Verwirrung, die Königin fühlt instinktiv, dass es mit der verhassten Stuart zusammenhängt - sie hat Talbot gerade noch verschwinden gesehen - und zwingt ihn, ihr Rede und Antwort zu stehen. In die Enge getrieben, gesteht Leicester, die schottische Königin hätte ihn um seine Fürbitte gebeten und schicke ihr diesen Brief. Elisabetta ist scheinbar gerührt über den demütigen Ton, in dem Maria um eine Unterredung bittet, was Leicester ermutigt, stürmisch um Gnade für die Gefangene zu bitten. Sofort erwacht Elisabettas Argwohn und sie sagt ihm auf den Kopf zu, Maria zu lieben, am Hof werde dies auch gemunkelt. Leicester leugnet - nur Mitleid kette ihn an die Unglückliche. Doch als ihn die Königin fragt, ob Maria wirklich so schön sei, wie gemeinhin behauptet werde, lässt er sich von seinen Gefühlen hinreißen und preist in der schwärmerischen Arie "Era d'amour l'immagine" die engelhafte Erscheinung der Gefangenen. Für Elisabetta ist damit sein Verrat erwiesen, ebenso wie die Gefährlichkeit ihrer Feindin, die selbst noch im Gefängnis solche Macht über die Herzen der Männer ausübt. In völliger Verkennung der Lage dringt Leicester in sie, der gewünschten Unterredung zuzustimmen und Maria zu begnadigen. Scheinbar geht die Königin darauf ein, doch in ihrem Herzen brennt die Rache - die Feindin, die nicht nur nach ihrer Krone getrachtet, sondern ihr auch den Geliebten genommen hat, soll büßen!
2. Akt:
Im Park des Schlosses Fotheringhay ergeht sich Maria Stuarda mit ihrer Amme Anna. Trotz ihrer Gefangenschaft freut sie sich über die Blumen und das Vogelgezwitscher, doch dann befällt sie Sehnsucht nach Frankreich, wo sie einst so glücklich gewesen ist, und sie beneidet die Wolke, die in das geliebte Land triftet. Trompetenklänge künden das Nahen der königlichen Jagdgesellschaft an, und obwohl Maria um eine Unterredung mit der Königin gebeten hat, verlässt sie nun der Mut und sie will sich zurückziehen. Doch da kommt Leicester, versichert ihr stürmisch seine Liebe und beschwört sie zu bleiben und sich demütig zu unterwerfen. Elisabeth sei nicht ohne Mitgefühl, der Brief habe sie zu Tränen gerührt, und wenn Maria sich klug verhalte, werde sie die Freiheit wiedererlangen. Aber falls die Königin sich als unnachgiebig erweisen sollte, werde er sie gewaltsam befreien. Zwar könne er ihr kein Königreich, aber ein treues Herz bieten. Maria ist hin und hergerissen zwischen ihrer Angst um den Geliebten - im Unterschied zu seinem Enthusiasmus schätzt sie offensichtlich die Chance, dass sein tollkühner Plan gelingt, ziemlich realistisch ein - und der Hoffnung auf ein Leben in Freiheit, gemeinsam mit Leicester. Leicester erwartet Elisabetta, die völlig ahnungslos tut und vorgibt nicht zu wissen, dass sie sich in Fotheringhay befindet. Sie tadelt den Grafen, dass er sie hierher gelockt habe. Der beschwört sie noch einmal, sich der "Schwester" gegenüber großmütig zu erweisen. Von der anderen Seite dringt Cecil auf seine Königin ein - England erwarte die Hinrichtung der verhassten Stuart. Für Elisabetta zählt aber nur der in ihren Augen erwiesene Treuebruch Leicesters, ihr Hass auf Maria entspringt im Moment keinen staatspolitischen Erwägungen, sie sieht in ihr nur die Rivalin um die Gunst des Mannes, den sie liebt. Talbot führt die widerstrebende Maria herbei. In dem nun folgenden Sextett kommen die unterschiedlichen Gefühle der Beteiligten zum Ausdruck: Elisabettas Wut über den ungebrochenen Stolz in der Haltung der Gefangenen, Marias Angst, denn sie liest die Unerbittlichkeit in den Augen ihrer Feindin, Leicesters Mitleid mit der Geliebten, Annas und Talbots dumpfe Angst, die Sache könne schief gehen, usw. Vergeblich fleht Leicester Elisabetta an, das erste Wort an die Gefangene zu richten. Aber Maria überwindet ihren Stolz, kniet sich vor der Königin nieder und bittet um Vergebung. Cecil beschwört diese, der Heuchlerin nicht zu glauben, aber das ist unnötig, denn Elisabetta hat nur eines im Sinne, die Rivalin zu demütigen und sich damit auch an Leicester zu rächen. Der Staub zu ihren Füßen sei der richtige Platz für Maria, schmäht die Königin und zählt die Liste von Marias Vergehen auf, besondes die Mitschuld an der Ermordung ihres Gatten. Leicester beschwört Maria, standhaft zu bleiben, sich zu keiner unbesonnenen Entgegnung hinreißen zu lassen, doch Elisabetta provoziert sie so lange, bis Maria die Demütigung nicht mehr ertragen kann. Sie springt auf und schleudert der verhassten Rivalin ihre ganze Verachtung ins Gesicht: "Figlia impura di Bolena, parli tu di disonore?" Englands Thron sei durch einen Bastard entweiht, Elisabetta nicht mehr als eine lüstene Dirne. Damit hat sie sich natürlich selbst um Kopf und Kragen geredet, aber während die Königin triumphiert, Leicester, Talbot und Anna die schreckliche Wendung der Dinge beklagen, fühlt sich Maria als die wahre, moralische Siegerin, und beinahe euphorisch vernimmt sie das Todesurteil und lässt sich von den Wachen abführen. Leicester bleibt verzweifelt zurück, er hadert mit dem Schicksal, das sein und Marias Glück just in dem Augenblick zerstörte, als er "treu zu ihr zurückgekehrt".
3. Akt
An ihrem Schreibtisch ringt Elisabetta mit sich, ob sie das Todesurteil für Maria unterzeichnen solle. Wieder hetzt Cecil gegen die Stuart, erinnert seine Königin an die latente politische Gefahr, die von ihr ausgeht, und natürlich an die demütigende Szene in Fotheringhay. Noch immer zögert Elisabetta, aber als Leicester den Saal betritt, unterschreibt sie rasch den Akt und übergibt ihn Cecil. Triumphierend verkündet sie das endgültige Todesurteil, für sie auch eine Genugtuung gegenüber ihm, dem Verräter. Leicesters flehentliche Bitten um Gnade prallen an ihr ab, da braucht es gar nicht Cecils beschwörender Worte, an dem Urteil festzuhalten. Um ihre Rache zu vollenden, erteilt sie Leicester den Befehl, bei der Hinrichtung anwesend zu sein. Auf Schloss Fotheringhay bangt Maria inzwischen um das Leben des Geliebten. Cecil bringt das Todesurteil und bietet Maria den Beistand eines anglikanischen Geistlichen an, doch sie lehnt den "fremden Glauben" auch in ihrer letzten Stunde ab. Talbot bleibt bei ihr, eine Gnade, die er sich von Elisabetta ausgebeten hat. Von ihm erfährt Maria von dem grausamen Befehl, dass Leicester bei ihrer Hinrichtung anwesend sein müsse. Aber Maria quält das schlechte Gewissen wegen der verbrecherischen Taten, die sie sehr wohl auf sich geladen hat, die "Schatten ihrer Sünden", das Gespenst des toten Rizzio verfolgen sie. Da öffnet Talbot seinen Mantel und steht im Habit eines katholischen Priesters vor ihr. Er habe sich zum Priester weihen lassen, um ihr die Beichte abzunehmen. Und Maria erleichtert ihr Gewissen, gesteht ihre Beteiligung an der Ermordung ihres Gatten Heinrich und an der Babington-Verschwörung gegen die englische Königin. Talbot erteilt ihr die Absolution, und versöhnt mit Gott erwartet Maria demütig und gefasst den Tod. Die Vertrauten Marias verfolgen bestürzt die Vorbereitungen zur Hinrichtung und empören sich über den Pöbel, der in Scharen herbeieilt um sich dieses Spektakel nicht entgehen zu lassen. Talbot führt Maria herein, sie ist schwarz gekleidet und trägt die königlichen Insignien. Sie tröstet ihre Getreuen, sie dürften nicht um sie weinen, sie ginge in ein besseres Leben. Dann fordert sie alle zu einem letzten gemeinsamen Gebet auf. Cecil wird Maria zur Hinrichtung führen. Elisabetta habe angeordnet, dass man ihre letzten Wünsche erfüllen solle. Maria bittet um die Gnade, dass Anna sie auf ihrem letzten Weg begleiten dürfe, dann trägt sie Cecil auf, der Königin ihre Vergebung zu überbringen. Sie möge glücklich sein auf ihrem Thron, das schlechte Gewissen solle sie nicht plagen, und sie, Maria, bitte um den Segen des Himmels für Britannien und das Leben seiner Königin. Leicester erscheint, er ist völlig verzweifelt und stürzt sich in blinder Wut auf Cecil, in dem er den wahren Schuldigen erkennt. Doch Maria hält ihn zurück und beruhigt ihn. An seinem Arm wolle sie zur Hinrichtung schreiten, ihr unschuldiges Blut solle den erzürnten Himmel besänftigen und die Rache vom falschen Albion fernhalten. Während Maria von den Scharfrichtern zum Richtblock geführt wird und Leicester gebrochen zurückbleibt, triumphiert Cecil: "Nun ist der Friede England sicher, die Feindin des Reiches stirbt"
Szenenfolge: 1. AKT
Vorspiel Nr.1: "Qui si attenda" (Chor) Nr.2: "Si vuol di Francia il Rege" (Elisabetta) "Ah, quando all'ara" (Elisabetta) "In tal giorno di contento" (Talbot, Elisabetta, Cecil, Chor) Nr.3: "Fra noi perche non veggio Leicester?" (Elisabetta) Nr.4: "Questa imago, questo foglio" (Talbot, Leicester) "Ah! Rimiro il bel sembiante" (Leicester, Talbot) Nr.5: "Tu sei confuso?" (Elisabetta, Leicester) "Era d'amor l'immagine" (Leicester, Elisabetta)
2. Akt
Nr.6: "Allenta il pie, Regina" (Anna, Maria) "O nube che lieve per l'aria" (Maria, Anna, Chor) Nr.7: "Ah! Non m'inganna la gioa!" (Maria, Leicester) "Da tutti abbandonata" (Maria, Leicester) Nr.8: "Qual loco e questo?" (Elisabetta, Leicester, Talbot, Cecil, Talbot, Maria)
Nr.9: "E sempre la stessa" (Elisabetta, Maria, Talbot, Anna, Cecil, Leicester) Nr.10: "Deh! L'accogli!" (Leicester, Elisabetta, Talbot, Maria) "Morta al mondo, e morta al trono" (Maria, Cecil, Elisabetta, Leicester, Anna, Talbot, Chor) Nr.11"Va, preparati, furente!" (Elisabetta, Cecil, Anna, Talbot, Maria, Leicester, Chor)
3. AKT
Nr.12: "E pensi? E tardi?" (Cecil, Elisabetta) "Quella vita a me funesta" (Elisabetta, Cecil) Nr.13: "Regina! A lei s'affreta il supplizio" (Leicester, Elisabetta, Cecil) "Deh! Per pieta sospendi" (Leicester, Cecil, Elisabetta) "D'una sorella, o barbara" (Leicester, Elisabetta, Cecil) Nr.14"La perfida insultarmi anche volea" (Maria, Cecil) Nr.15: "Oh mio buon Talbot!" (Maria, Talbot) "Delle mie colpe lo squallido fantasma" (Maria, Talbot) "Quando di luce rosea" (Maria, Talbot) "Un' altra colpa a piangere" (Talbot, Maria) Nr.16: "Vedeste? Vedemmo. Oh truce apparato!" (Chor) Nr.17: "Anna! Qui piu sommessi favellate" (Anna, Chor) "Deh! Vi rivedo alfin" (Maria, Anna, Chor) "Deh! Tu di un umile preghiera" (Anna, Chor, Maria) Nr.18: "Oh colpo!...." (Talbot, Chor, Cecil, Maria) "D'un cor che muore reca il perdono" (Maria, Talbot, Anna, Cecil, Chor) "Giunge il Conte" (Talbot, Maria, Leicester, Chor, Cecil) ""Ah! Se un giorno" (Maria, Leicester, Talbot, Cecil, Anna, Chor)
Honoria Lucasta (25.01.2010, 09:30): Vielen Dank für die Besprechung und Inhaltsangabe meiner absoluten Donizetti-Lieblingsoper! Als ich Ender der 90er Jahre in Moskau auf Posten war, spielte die Neue Oper (Moskaus bestes Opernhaus) Maria Stuarda regelmäßig (mit der phantastischen Maragrita Nekrassowa als Elisabetta), und ich glaube, ich habe keine Aufführung versäumt. Ich bedauere sehr, daß die Oper nicht regelmäßig auch an anderen Orten gespielt wird. Wahrscheinlich ist es schwer, zwei wirklich gleichwertige Sängerinnen für die Hauptrollen zu bekommen. Idealerweise -aber das ist jetzt meine persönliche Meinung- sollten sie einander stimmlich so ähnlich sein, daß man sie fast austauschen könnte - was von der Partitur her geht, denn beide Rollen sind typischerweise für Donizetti irgendwo zwischen Sopran und Mezzosopran angesiedelt. Man darf sich von der zugegebenermaßen besten Aufnahme der Oper (Sutherland, Tourangeau und ein ganz interessanter Sänger namens Pavarotti :wink) nicht irritieren lassen: Maria Stuard ist durchaus kein engelhafter Charakter, selbst wenn die Sutherland ihr eine solche Stimme verleiht. Die Oper verlangt auch beileibe keine große Ausstattung, was man sieht, wenn man die Aufführung zu Dame Janet Bakers Bühnenabschied aus der English National Opera betrachtet: ein paar gescheite Kostüme, ein wenig drapierter Stoff und das eine oder andere Möbel: fertig. Gerade das Schlußgebet der Maria macht immer einen überwältigenden Eindruck, aber auch alles andere der Musik ist vollkommen schön - Donizetti in Hochform.
Grüße!
Honoria
Rideamus (25.01.2010, 10:09): Meine Präferenz für diese Oper bleibt eine ungewöhnliche, nämlich die Aufnahme mit Janet Baker und Joan Plowright unter Charles Mackerrras. Normalerweise mag ich Opern in fremdsprachigen Aufführungen nicht so sehr, aber hier passt die (sehr gute) englische Fassung ganz vorzüglich und trägt das ihre dazu bei, dieser Fiktion einen ungewöhnlichen Hauch von Authentizität zu verleihen, zumal die beiden Königinnen ideal verkörpert werden.
Wer mag, kann übrigens bei YouTube eine ganze Galerie von Konfrontationen der beiden Königinnen vergleichen. Besonders gefällt mir diese hier mit Agnes Baltsa und Edita Gruberova: "http://www.youtube.com/watch?v=OLDlBSP_15A"
Und keineswegs versäumen darf man das wunderschöne Gebet, das Nathalie Dessay auf dieser Arienplatte eingesungen hat:
Auch das gibt es zum Glück auf YouTube zu hören, nämlich hier: "http://www.youtube.com/watch?v=rSsNMH2QXaI"
:hello Rideamus
Severina (25.01.2010, 13:43): Lieber Rideamus, mein "Dreamteam" ist auch Agnes Baltsa und Edita Gruberova, weil ich beide viele Male live in diesen Partien erleben durfte und die große Konfrontation der Königinnen in ihrer Interpretation an Dramatik kaum zu überbieten war. Es war immer so, als ob zwei wütende Tiger aufeinander los gingen, und so wie die Grubsi das "Figlia impura di Bolena..." ihrer Gegnerin ins Gesicht schleuderte, und Baltsas Wutschrei danach, der einem durch Mark und Bein ging, habe ich es noch mit keiner anderen Besetzung erlebt.
Liebe Honoria, das Gebet der Maria und besonders der Chor (für mich die schönste Chorszene in der gesamten Opernliteratur) gehört auch für mich zu den Gänsehautstellen. Natalie Dessay singt das wirklich zum Niederknien schön.
lg Severina :hello
Fairy Queen (25.01.2010, 18:55): Liebe Sevi, ich kenne diese Oper leider noch gar nciht, aber Du und Peter ihr macht richtig Lust-jeder auf seine unannachahmliche Art :wink Wenn Honoria eine Besetzung mit zwei fast gleichen Stimmen zwischen Mezzo und Sopran passend findet, passt aber Grubsi oder unsere geliebte Natalie da gar nicht rein. Sind das denn nun Koloraturrollen mit viel Höhe oder eher Richtung Mezzo? Bin da nun etwas verwirrt. ?( Euphonia
Honoria Lucasta (26.01.2010, 07:43): Liebe Euphonia, wie bei Donizetti üblich kann man mit den Frauenrollen fast alles machen - so ist Ziergesang in höchster Vollendung für die Rolle der Maria durch Joan Sutherland genauso möglich wie eine eher elegische, nicht ausgezierte Gestaltung durch Dame Janet Baker: wahrlich zwei unterschiedliche Stimmen! Einige Freiheiten nimmt man sich auch gerne bei der Rolle der Elisabeth heraus: in der zitierten Aufnahme mit Sutherland und Pavarotti singt Huguette Tourangeau die Auftrittsarie der Elisabeth "Si, vuol di Francia il rege" einen halben Ton tiefer als in dem mir zugänglichen Klavierauszug notiert, weil die Arie ohnehin ein bißchen unangenehm im Passagio-Bereich liegt - Donizetti verträgt auch das.... Von daher passen Gruberova und Dessay da genauso gut hin wie Baker, Baltsa und andere.
Grüße!
Honoria
Severina (26.01.2010, 11:47): Original von Euphonia Liebe Sevi, ich kenne diese Oper leider noch gar nciht, aber Du und Peter ihr macht richtig Lust-jeder auf seine unannachahmliche Art :wink Wenn Honoria eine Besetzung mit zwei fast gleichen Stimmen zwischen Mezzo und Sopran passend findet, passt aber Grubsi oder unsere geliebte Natalie da gar nicht rein. Sind das denn nun Koloraturrollen mit viel Höhe oder eher Richtung Mezzo? Bin da nun etwas verwirrt. ?( Euphonia
Liebe Euphonia, diese belcanteske Bildungslücke solltest Du wirklich schleunigst schließen, die Musik ist einfach großartig und enthält, wie schon oben erwähnt, meine Chorpassage für die Insel. Das ist eine der wenigen Gelegenheiten, wo unser Staatsopernchor immer großen Szenenapplaus bekam, und zwar völlig zu recht, denn sie sangen das wirlich immer zum :down :down :down :down Aber auch die Arien und Ensembles zählen zum Feinsten, bloß der Tenor wird in dieser Oper etwas stiefmütterlich behandelt. Deshalb ist der Leicester auch so schwer zu besetzen, denn er fordert dem Tenor alles ab (Die Tessitura liegt sehr unangenehm, habe ich mir sagen lassen), ohne dass er mit einer Arie groß abräumen könnte. Zudem steht er immer im Schatten der beiden Primadonnen, und das hat natürlich ein Primouomo nicht so gern..... lg Sevi :hello
Diese DVD ist ein weiteres Maria Stuarda-Juwel - wie bei Schätzen nicht unüblich, heißt es ein wenig forschen und suchen, bis man seiner habhaft wird, denn im Handel sind weder die Kassette noch die DVD im Moment so einfach zu haben, daher habe ich einfach mal eingestellt, was ich bei google so gefunden habe.
Der tschechische Regisseur Petr Weigl drehte 1985 einen Maria Stuarda- Film, in dem er den Text des Schiller'schen Dramas mit der Opernmusik Donizettis kombinierte. Die -sehr guten und vom Typ her rollengenau besetzten- tschechischen Schauspieler bewegen, wenn die Arien der Bonynge-Aufnahme (Sutherland, Tourangeau, Pavarotti) gespielt werden, synchron die Lippen. Wer die gesprochenen deutschen Texte -die an den Stellen, an denen es zur Weiterbeförderung der Handlung oder Vertiefung des Eindrucks erforderlich ist, eingespielt werden- spricht, weiß ich nicht mehr, aber es sind auf jeden Fall geübte Leute vom Sprechtheater.
Die schönen Kostüme, die Aufnahme an authentischen Schauplätzen und die Leistung der Schauspieler machen zusammen einen überwältigenden Eindruck. Wer sich diese DVD beschaffen kann, wird es nicht bereuen.
Grüße!
Honoria
Dulcamara (27.01.2010, 12:24): Eine wirklich großartige aktuelle Elisabetta ist nach meinem Empfinden Joyce diDonato, zahlreiche Ausschnitte aus ihrer Interpretation der Rolle in Genf sind bei youtube zu finden (z.B. hier und hier). Sie wird die Rolle auch in einer der nächsten Seasons an der Met singen, inszeniert von David McVicar. Das wird dann sicher auch in die Kinos übertragen, so dass auch wir Normalsterbliche etwas von der Aufführung mitbekommen können.
Fairy Queen (27.01.2010, 15:23): Lieber Dukcamara, McVicars hat mich sowohl mit der Manon als auch dem Giuio Cesare begeistert. Ich werde vielleicht mit dem Kennenlenren der Maria Stuarda warten, bis ich diese Inszenierung zu sehen bekomme und mir dann gleich das beste Bild von dieser Oper machen können. Wer sind denn ausser der grossartigen di Donato die anderen Protagonisten? Euphonia
Dulcamara (27.01.2010, 20:44): Original von Euphonia Wer sind denn ausser der grossartigen di Donato die anderen Protagonisten?
Sooo fix ist das alles noch nicht, das Ganze wird auf der Met.Futures-Seite für die Saison 2012/2013 prognostiziert und ist wohl auch von Peter Gelb schon verkündet worden. Aber über die genannten Einzelheiten hinaus kursieren noch keine Gerüchte. Es gab mal das Gerücht, dass Anna Netrebko alle Donizetti-Königinnen (Maria Stuarda, Anna Bolena und die Roberto-Devereux-Elisabetta) singen würde, aber mittlerweile wird sie nur noch für Anna Bolena erwartet (und hat das m.W. auch schon einmal bestätigt). Den Roberto Devereux wird es in absehbarer Zukunft in New York wohl auch nicht geben (soweit man solche Aussagen auf Grundlage der Internet-Quellenlage halt treffen kann). (Schade, schade übrigens, denn das ist meine liebste der drei Tudor-Opern).
Fairy Queen (28.01.2010, 06:13): Also ich kenne bisher gar keine Tudor-Oper und würde mich mal für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten interessieren. Falls also jemand irgendwann einen Thread starten würde: "Tudor-Opern"...... :engel
McVicars werde ich mir so oder so nciht entgehen lassen, ich finde seine Inszenierungen einfach toll und sowohl publikums-als auch sängerfreundlich. Der Giulio Cesare war so phantastisch, dass er für mich DIE inszenierung dieser oper wurde. Als Eine, die serh gerne schöne Kostüme sieht, freue ich mich auch immer serh am guten Geschmack seiner Kostümbildner.
Euphonia
Severina (28.01.2010, 12:03): Original von Euphonia Also ich kenne bisher gar keine Tudor-Oper und würde mich mal für die Unterschiede und Gemeinsamkeiten interessieren. Falls also jemand irgendwann einen Thread starten würde: "Tudor-Opern"...... :engel
McVicars werde ich mir so oder so nciht entgehen lassen, ich finde seine Inszenierungen einfach toll und sowohl publikums-als auch sängerfreundlich. Der Giulio Cesare war so phantastisch, dass er für mich DIE inszenierung dieser oper wurde. Als Eine, die serh gerne schöne Kostüme sieht, freue ich mich auch immer serh am guten Geschmack seiner Kostümbildner.
Euphonia
Liebe Euphonia, zur "Anna Bolena" kommt demnächst etwas von mir, den "Roberto Devereux" kenne ich leider noch zu wenig, aber ich habe ohnehin vor, das zu ändern. Also übe Dich noch ein wenig in Geduld! lg Sevi :hello
palestrina (16.08.2015, 18:24): Ja, diese Donizetti Oper ist wirklich ein Juwel , und somit möchte ich auf diese meine ALLERLIEBSTE GA hinweisen ........
hier stimmt einfach alles, Sänger und Orchester ,was die beiden Gencer und Verrett hier abliefern ist ist unbeschreiblich und man hört es auch im Publikum , es rast ! :wink Der Leicester von Franco Tagliavini (noch oft in Berlin gehört) ist superb , ebenfalls der Cecil von Giulio Fioravanti und der Talbot von Agostino Ferrin , sie alle können bestens mit den Damen mithalten , ergo ein Fest der Stimmen ! Die beste der Aufnahmen ist jene von Nuova Era in Stereo, habe sie nicht gefunden allerdings ist jene hier abgebildete und die von Living Stereo auch empfehlenswert. Es gibt noch eine Label ? das Cover ist ganz blau, diese ist nicht zu empfehlen!
Auch empfehlenswert ist die GA mit Janet Baker , gesungen in der Orginalsprache :wink nämlich in englisch. Live from the London Coliseum April '82 Den Reiz dieser Aufn. macht auch aus, die Rolle der Maria Stuarda ist hier ein Mezzo J.Baker und die Rolle der Eisabeth ein Sopran Rosalind Plowright . Ich finde J.Baker fantastisch in ihrer gestaltung und sie geizt auch nicht mit Spitzentönen , der Rest der Besetzung ist auch auf sehr hohem Niveau und es bereitet Freude zuzuhören , trotz der englischen Sprache! man gewöhnt sich sehr schnell daran ! Frau Plowright war ja auch ein paar Jahre in Ffm. an der Oper und ich habe sie oft gehört !
Rotkäppchen (16.08.2015, 18:47): Original von palestrina Ja, diese Donizetti Oper ist wirklich ein Juwel , und somit möchte ich auf diese meine ALLERLIEBSTE GA hinweisen ........
hier stimmt einfach alles Die beste der Aufnahmen ist jene von Nuova Era in Stereo, habe sie nicht gefunden allerdings ist jene hier abgebildete und die von Living Stereo auch empfehlenswert. Es gibt noch eine Label ? das Cover ist ganz blau, diese ist nicht zu empfehlen!
Lieber palestrina,
die Aufnahme scheint ja relativ teuer zu sein... Aber auf youtube gibt es sie "zum Testen" :wink auch. Die Frage ist nur, ist dieses Video wohl von einer der besseren oder der schlechteren Aufnahme(n) erstellt? Was sagen denn Deine Ohren dazu
> https://youtu.be/q1gjBLklwZg ?? Ich bin nicht gerade bewandert, was die Einschätzung historischer Aufnahmen angeht, finde aber nach kurzem Probehören, dass die Stimmen gut rüberkommen, habe jedoch keinen Vergleich ...
LG, Rk
palestrina (16.08.2015, 19:52): Liebes Rotkäppchen, ja, einige davon sind sehr teuer , aber du kannst auch die von Living Stereo nehmen , habe ich auch . Ich besitze von der gleichen Aufnahme 3 verschiedene Ausführungen von div. Labels , ich bin halt verrückt , denke dann wenn eine mal hin ist habe ich noch 2 andere :D, denn ich lieeeeeebe sie über alle Maßen .Das kann man sich gut anhören! :) Nur nicht die blaue !!
Rotkäppchen (16.08.2015, 20:00): Lieber palestrina, danke für Deine Einschätzung -- ich schwelge gerade ein bisschen weiter im youtube-Material :engel .
Nochmal viele Grüße, Rk :hello
palestrina (25.02.2016, 15:58): Original von Cantus Arcticus Hallo Zusammen bei mir ist wieder grosser Operntag:
Hallo Stefan, Hallo zusammen, das war mal wieder ein Anlass die Stuarda zu hören , ja die obige Aufn. war meine erste MS und ich war begeistert, danach hat sich dann viel geändert mit dem hören, heute empfinde ich die Aufn.nicht mehr ganz so toll, weil , wie ich finde der Konflikt der beiden Königinnen nicht stattfindet , die Sutherland bestimmt zusehr das Geschehen und die Tourangeau wird regelrecht untergebuttert , wohlgemerkt , sie hat eine schöne Stimme (Arie, Duett) aber im Konflikt hört man sie kaum noch. Und auch Pavarotti singt , leider, alles ziemlich gleich , wenig differenziert !
Ich poste hier nochmals das Cover der Originalausgabe der Aufnahme mit L Gencer , die ich nochmal seeeehr empfehlen möchte , denn da findet der Konflikt wahrhaftig statt.
Auch die nächsten beiden Gesamtaufnahmen sind sehr empfehlenswert , B.Sills war immer dort am besten wo sie historische Gestalten interpretierte , und E.Farrell ist eine große Elisabetta , auch S.Burrows lässt sich nicht lumpen und gibt einen großartigen Leicester ab.
Auf die folgende GA hatte ich oben schon hingewiesen , in engl.gesungen, aber wenn man sich darauf eingelassen hat , ist das nicht nur gut , nein das ist hervorragend gesungen von allen Protagonisten und hier ist der Konflikt ein zentraler Höhepunkt , einfach SPITZE ! Baker/Plowright gestalten diese Scene wie aus einem Guss und Rendall mit seinem nicht gerade schönen Organ bringt hier aber eine formose Leistung , eine wahrlich gelungene GA.
Übrigens, bei YouTube kann man sich einiges anhören , z.B.die Sills Aufn.ganz !
Cantus Arcticus (26.02.2016, 11:41): Original von palestrina
Hallo Stefan, Hallo zusammen, das war mal wieder ein Anlass die Stuarda zu hören , ja die obige Aufn. war meine erste MS und ich war begeistert, danach hat sich dann viel geändert mit dem hören, heute empfinde ich die Aufn.nicht mehr ganz so toll, weil , wie ich finde der Konflikt der beiden Königinnen nicht stattfindet , die Sutherland bestimmt zusehr das Geschehen und die Tourangeau wird regelrecht untergebuttert , wohlgemerkt , sie hat eine schöne Stimme (Arie, Duett) aber im Konflikt hört man sie kaum noch. Und auch Pavarotti singt , leider, alles ziemlich gleich , wenig differenziert !
Ich poste hier nochmals das Cover der Originalausgabe der Aufnahme mit L Gencer , die ich nochmal seeeehr empfehlen möchte , denn da findet der Konflikt wahrhaftig statt.
Auch die nächsten beiden Gesamtaufnahmen sind sehr empfehlenswert , B.Sills war immer dort am besten wo sie historische Gestalten interpretierte , und E.Farrell ist eine große Elisabetta , auch S.Burrows lässt sich nicht lumpen und gibt einen großartigen Leicester ab.
Auf die folgende GA hatte ich oben schon hingewiesen , in engl.gesungen, aber wenn man sich darauf eingelassen hat , ist das nicht nur gut , nein das ist hervorragend gesungen von allen Protagonisten und hier ist der Konflikt ein zentraler Höhepunkt , einfach SPITZE ! Baker/Plowright gestalten diese Scene wie aus einem Guss und Rendall mit seinem nicht gerade schönen Organ bringt hier aber eine formose Leistung , eine wahrlich gelungene GA.
Übrigens, bei YouTube kann man sich einiges anhören , z.B.die Sills Aufn.ganz !
Lieber palestrina Vielen Dank für Deine Einschätzung der Sutherland-Aufnahme und die Empfehlungen :thanks Ich gebe Dir bezüglich der Sutherland-Aufnahme recht. Die Balance Sutherland / Tourangeau ist nicht im Lot. Diese Aufnahme habe ich letzthin erworben, diese Oper ist sozusagen "neu" für mich. Ich werde mich einmal mit Baker/Plowright als Alternative beschäftigen!