EMI: Great Recordings Of The Century

Rachmaninov (25.03.2006, 21:54):
Hallo,

unter dem o.g. Titel vertreibt die EMI zahlreiche alte Aufnahmen.

Allerdings ist IMO nicht wirklich alles so "great" wie der Titel es suggeriert.

Daher möchte ich hier einen Thread starten, der die "wirklichen" Top Aufnahmen dieser Serie als Inhalt hat :D



Das Ravel und Rachmaninov Klako #4 gespielt von ABM sind für mich zurecht "great recordings"...... :down
josquin (25.03.2006, 22:44):
Original von Rachmaninov

Allerdings ist IMO nicht wirklich alles so "great" wie der Titel es suggeriert.




Hallo Ra.,
in diesem Punkte würde ich Dir widersprechen! :) :ignore

Die Qualitätspalette dieser Serie reicht von "sehr gut" bis "völlig singulär" :down

Absolut überragend ist z.B. fast alles von Klemperer

und völlig singulär das Faure Requiem :down :down :down :down :down

Trotzdem, die Geschmäcker sind verschieden. Gleiches darf man auch über die anderen Serien behaupten :ignore :W :engel

Gruß
Norbert
Carola (26.03.2006, 00:02):
Mir gefällt diese Aufnahme von 1982 aus der Serie sehr gut:

Franz Schubert, Streichquintett, D 956


http://www.jpc.de/image/middle/front/0/5177723.jpg


Mit dem Alban Berg Quartett und Heinrich Schiff, Cello


Mit Gruß von Carola :)
Walter (26.03.2006, 13:14):
@Carola

ja, auch für mich ist das eine der herausragendsten - hätten wir sogar im Kammermusik Thread nennen dürfen - absolut Referenzstatus

Walter
Rachmaninov (26.03.2006, 15:09):
Natürlich muß man hier Oistrach mit Tartini aufführen!



GRANDIOS!
Rolf Scheiwiller (26.03.2006, 15:16):
Diese Serie hat weltweit Erfolg. Auch wenn andere nachziehen.
Aber die EMI hatte damals das grösste Reservoir an Künstlern aller Schattierungen.

Auf allen Gebieten entstanden überragende Einspielungen.
Walter Legge sei Dank! ( Ehemann von Elisabeth Schwarzkopf, für die die es noch nicht wissen)

Fidelio-Klemperer
Matth. Passion -Klemperer- nicht mehr zeitgemäss. Aber beeindruckend.
Meistersinger-Karajan
Ich komme an kein Ende.

Rolf.
Cosima (26.03.2006, 15:25):
Ich habe den 2-CD-Sampler der Reihe mal im Laden dazu bekommen, dort sind kurze Auszüge vieler der 150 Aufnahmen drauf. Einiges habe ich mir im Laufe der Zeit zugelegt; meine Highlights:

Beethoven: Tripelkonzert; Oistrakh, Richter, Rostropovich
Dvorák: Klavierkonzert, Richter / Kleiber
Liszt: Ungarische Rhapsodien, Cziffra
Paganini: 24 Caprices, Itzhak Perlman
Villa-Lobos: Bachianas Brasileiras, Victoria de los Angeles, Villa-Lobos
Und dann natürlich die Lipatti-Scheiben.

Gruß, Cosima
josquin (26.03.2006, 15:32):
Original von Rolf Scheiwiller
Diese Serie hat weltweit Erfolg. Auch wenn andere nachziehen.
Aber die EMI hatte damals das grösste Reservoir an Künstlern aller Schattierungen.


Rolf.

Hallo Rolf,
als Softpatriot muß ich Dich hier korrigieren. EMI !, Decca und Philips sind nachgezogen!
Es war die DGG, die mit der Serie "The Originals" dieses Marktsegment erfand und beeindruckend bediente!

Schönen Sonntag
Norbert
Rolf Scheiwiller (26.03.2006, 16:02):
Danke Norbert.
Ja, bin halt der Aelteste der Truppe!!!
So weiss man wenigstens, dass die Beiträge aufmerksam gelesen werden.

Tschüss.
Rolf.
Ganong (30.03.2006, 17:04):
Liebe Cosima ,
bei den Ungarischen Rhapsodien unbedingt darauf achten , dass Du die EMI-Aufnahme bekommst , auf der alle von Cziffra gespielten sind !
Bei den Paganini - Capricen istmeiner Meinung nach die referzaufnahme die mit Michael rabin (EMI ) , den selbst Perlman in einem TV-interview als den grössten Interpreten dieser Werke nannte .
Viele Grüsse , Ganong
Cosima (31.03.2006, 14:58):
Original von Ganong
bei den Ungarischen Rhapsodien unbedingt darauf achten , dass Du die EMI-Aufnahme bekommst , auf der alle von Cziffra gespielten sind !


Hallo Ganong,

sage einmal, möchtest Du nicht mal etwas im Cziffra-Thread schreiben? Es ist so schade, dass er so einsam vor sich hin dümpelt. Cziffra war doch ein interessanter und großer Künstler, das hat er irgendwie nicht verdient. Aber anscheinend gehen die Meinungen über ihn weit auseinander.

Lieben Gruß, Cosima
Rachmaninov (29.04.2006, 14:18):
unverständlicherweise wurde diese klasse Aufnahme noch gar nicht genannt, oder?
Ganong (01.05.2006, 15:55):
Liebe Cosima ,

Du kennst "aus fernem Land" und "alter Zeit" meine Begeisterung für GEORGES CZIFFRA und seine Kunst .

Ich war 1999 zufällig bei einem früheren Bekannten , der einen Plattenladen hatte und zu der fast vergessenen Genration der "alten Antquare und Musikkener" gehört .

Er hatte zufällig ( bei ihm allerdings dann doch nicht ) Ciffra-CDs aus Frankreich , die ich sofort alle mitnahm . Da damals die Edition Great Pianists "lief" , habe ich mich auch damit aktualierst eingedeckt .
Eine Bekannte meinete , das dies wie eine Sucht sei , wie Spielrauch , Wettsucht . Keine Ahnung hatte sie , obwohl sie mich seit 16 jahren kannte ( und sie mir ihr Medizinstudium verdankt ; endgültige Fachrichtung Neurologie und Psychiatrie ) .

nicht skonnte sie aus der reserve bringen , bis Czifrra La Campanella als Zugabe in einem Konzert live spielte . Seither mochte sie für einige Jahre jedenfalls Cziffra .

Leider wird Cziffra viel zu sehr und ganz unsinnig einseitig auf Franz Liszt festgelegt .

Wen n es die Aufnahmen gibt : Höre Dir seine gegen den Strich gespielten "Valses" von Chopin an , seinen Mozart , seinen Schumann . Und auch die "kleineren" Stücke .

Tja , und dann doch Liszt : Die Ungarischen Rhapsodien °! !

Da müssten die Herren Horowitz & Co. sich aber sehr anstrengen .

Und die Soanten 2 & 3 von Chopin haben eine ganz sltene Faszination ( vgl.: Rubinstein ; Horowitz Nr. 2 ; Weissenebrg 2 &3 EMI & RCA ) , Gilels ( Edition Great Pianists of the century ) , Vlado Perlemuter , Sokolv mit der h-Moll-Sonate und natürlich "meine" Martha mit der h-Moll-Sonate ( EMI ! , nicht DGG )
und ihrem für sie aussergwöhnlich ruhigen , aber angemessenen "Marche funèbre" der b-Moll-Sonate ) .

und Rameau , Fauré , Lully usw.

Grosses Klavierspiel !

Beste Grüsse , Frank
andreas (07.08.2006, 14:22):
Liebe Leute,

Ich schließe mich dem an, was Rolf schrieb

Diese Serie hat weltweit Erfolg. Auch wenn andere nachziehen.
Aber die EMI hatte damals das grösste Reservoir an Künstlern aller Schattierungen.

Auf allen Gebieten entstanden überragende Einspielungen.
Walter Legge sei Dank! ( Ehemann von Elisabeth Schwarzkopf, für die die es noch nicht wissen)

Ich halte EMI für das beste label der 40er ,50er, 60er und 70er Jahre, weil es die besten Interpreten unter Vertrag hatte, die besten Studios und was schon erwähnt wurde, den besten Plattenproduzenten, der jemals gelbt hat: Walter Legge :down .man kann ihn nicht hoch genug loben. :down

Gruß andreas

P.S. ich würde noch gerne mehr schreiben:
aber da ich mich heute in der Fahrschule eingeschrieben habe :D und endlich meinen Führerschein machen möchte und ansonsten recht viel zu tun habe, werde ich in den nächsten Wochen weniger Zeit zum schreiben haben
karajan (25.04.2007, 20:01):
Original von Rachmaninov
unverständlicherweise wurde diese klasse Aufnahme noch gar nicht genannt, oder?



Diese Aufnahme hatte ich schon als LP. Jetzt auf CD ich bin nach wie vor absolut begeistert. Die Aufnahme vom Tripelkonzert wurde in der Jesus Christus Kirche in Berlin Dahlem gemacht. Während der Aufnahme bemerkte Karajan andauernde Störgeräusche. Die Aufnahme wurde mehrere male Unterbrochen bis der Störenfried entdeckt wurde. Es war der Gärtner der Kirche er sprengte den Rasen. Er wurde aufgefordert die Aktion einzustellen. Nur wenn er eine Zigarette vom Maestro bekommt erwiederte er. Schnellstens wurde sie ihm gebracht und die Aufnahme konnte weiter gehen. Es wurde wirklich eine gute Einspielung.

Gruß Andreas
karajan (25.04.2007, 20:07):
Original von andreas
Walter Legge :down .man kann ihn nicht hoch genug loben. :down



Da hast du recht Walter Legge war ein super Produzent. Er wäre gerne Dirigent geworden oder Musiker, aber seine schlechten Augen hinderten ihn daran. Schade ein Legge als Dirigent. Er hatte so mache Schlacht mit Karajan gemeistert. Ein wirklich bemerkenswerter Mann auch bei der EMI musste er oft Schlachten schlagen aber meistens mit Erfolg.
Gruß Andreas
Amadé (27.04.2007, 16:30):
Zweifellos war Walter Legge der führende Produzent von Columbia/EMI, aber auch nicht unumstritten. Furtwängler, dessen Aufnahmen nach dem Krieg meist von Legge produziert worden waren, wandte sich von ihm ab, als er spürte, dass Legge eher auf Karajan als auf ihn setzte. Karajan und Legge standen sich sicher näher, beide waren Perfektionisten. Furtwänglers späte Aufnahmen betreute dann der KOmponist, Dirigent und Produzent Lawrance Collingwood (1887-1982). Neben Legge und Collingwood agierten auch sehr erfolgreich Victor Olof (1957-63), der vorher CHef-Produzent der Decca war. Auch genannt sei noch Suvi Raj Grubb, der als Assistent von Legge bgann und nach dessen Ausscheiden 1963 Legges Aufgaben übernahm. Er betreute noch KLemperer, Barenboim, du Pré, Perlman, Previn, Janet Baker, Rostropovitch.
Nicht vergessen werden sollte der Aufnahmeleiter der deutschen EMI-Tochter Electrola Fritz Ganss (1897-1974), der vor allem in Berlin Aufnahmen mit den Berliner Philharmonikern unter Kempe betreute. Anfangs der 60er Jahre verlies er Electrola und baute für den Bertelsmann-Konzern die Klassik-Abteilung auf, Label Eurodisc. Dort machte er auch die ersten Aufnahmen mit S.Richter für Eurodisc in Salzburg (Schumann, Brahms).

Gruß Amadé
Rachmaninov (24.05.2006, 13:43):
die bereits gestern im passenden Thread (Beethoven op.61) vorgestellte Aufnahme von Milstein gehört hier IMO unbedingt noch rein: