Einst große Pianisten, heute (fast) vergessen

Jeremias (22.06.2006, 00:48):
Dieser Thread soll an die großen Pianisten früherer Tage erinnern, die heutzutage aber fast niemand mehr kennt. Ich beginne mit ihm hier:

Witold Malcuzinsky (1914-1977):

http://malcuzynski.galeon.com/index_a/malc_port.JPG

http://malcuzynski.galeon.com/index_a/malcuz10_mini.jpg

Leider habe ich nur eine englische Biographie im Internet gefunden:

Witold Malcuzynski was born in Warsaw in 1914 and spent his childhood in the capital and in an estate his family owned in the countryside, in the neighbouring The young Witold with his fatherarea of Wilno. The young Witold managed to do well both at school and the conservatory, where he studied solfeggio, harmony, history of music, counterpoint... and of course piano, for which he showed a very special aptitude.
Years went by and he found more and more pleasure in music and interpretation. His father wanted him to study law but, fortunately for us, the teenage Malcuzynski had his own plans for life... Although he attended his studies of law and philosophy at university and had already a vast cultural background, he was each time more convinced that music was the right choice for him. In fact, the choice could not be other, taking into account his strong determination, his love for music and the excellent teacher he had at the Conservatory, Josef Turczynski, an excellent pianist who had been a pupil of Ferruccio Busoni. At 20, when he left the Warsaw ConservatoryMalcuzynski would always be thankful to Turczynski for his lessons; we can imagine how important it was for him to learn from the tradition of Busoni, which meant to receive influences from both the Italians and the Germans. In fact, Malcuzynski took different things from the different traditions, merging them to create a personal, unique style; such a task requires a great effort of adaptation and understanding from very early, the risk being to end up by messing it all up in your brains into a complete disaster. But it is obvious that Malcuzynski did not lack the talent to discern and took good profit from all his teachers. He was said to be "too French for the Germans and too German for the Frenchs", perhaps because he took precisely what it meant from each!

Ruhm erlang er v.a. als Preisträger in Warschau, empfehlen kann ich Euch v.a. folgende CDs:

Brahms, Beethoven, Chopin:

http://images.amazon.com/images/P/B00005BJGT.03._SS500_SCLZZZZZZZ_V1127905196_.jpg

http://images.amazon.com/images/P/B00004THED.03._SS500_SCLZZZZZZZ_V1056671003_.jpg
Engelbert (22.06.2006, 07:30):
Wenn Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre ein Pianist den Durchbruch erreichen wollte, musste er ein gewisses Lebensalter erreicht haben. Jungen Pianisten traute man die Abgeklärtheit, Beethoven spielen zu können, einfach nicht zu und sie bekamen von den Plattenfirmen keinen Vertrag.

Die Senioren-Mannschaft sah folgendermaßen aus:

Nummer 1: Artur Rubinstein, unter Vertrag bei RCA, hatte Beethoven und Chopin zu spielen.
Nummer 2: Wilhelm Backhaus, bei Decca, beschäftigte sich mit Beethoven und Brahms
Nummer 3. Wilhelm Kempff, bei DGG, stürzte sich ausschließlich auf Beethoven und Schumann
Nummer 4. Clara Haskil, bei Phi, hatte vorwiegend Mozart im Sinn, dazu ein bisschen Schumann
Nummer 5. Claudio Arrau, bei Phi, nahm sich Chopin aber auch Beethoven vor
Nummer 6. Robert Casadesus, bei Phi, war mit Beethovens Fünftem vertreten

Etwas jünger waren:

Nummer 7. Géza Anda, bei DGG, mit Beethoven und naturgemäß Bartok
Nummer 8. Monique Haas, bei DGG, durfte ein bisschen Debussy machen

Jugendlichen Elan hatten:

Nummer 9. Adam Harasiewicz, bei Phi, nur für Chopin zuständig
Nummer10. Halina Czerny-Stefanska, auch nur für Chopin

Sonderstatus hatte:

Van Cliburn (ohne Vornamen) mit Tschaikowsky, weil er den Wettbewerb gewonnen hatte, viel später durfte er auch Rachmaninoff spielen.

Jetzt hätte ich fast den Wladimir Horrowitz vergessen! Der gehört natürlich auch dazu mit den „Bildern einer Ausstellung“

:S

Zur damaligen Zeit wurden erst einmal nur die Standardwerke der Klavierliteratur eingespielt, weil man sich nur von diesen Umsätze erhoffte. Prokofieff und Saint-Saens waren Exoten und nicht umsatzträchtig.

:A

Der Kauf einer Schallplatte war eine Anschaffung: Die Preise DM 25,-- und DM 18,-- für 30 cm, 25 cm kosteten DM 15,-- und die kleinen (ich glaube 17 cm) kosteten DM 8,--. Die letztgenannten erhielten etwa 15 Minuten Musik, hauptsächlich Schmuse-Klassik.

Heute leben wir im Schlaraffenland. Die Entwicklung war damals nicht zu erträumen.

Gruss
Engelbert
:engel
Zelenka (22.06.2006, 12:43):
Original von Engelbert

Sonderstatus hatte:

Van Cliburn (ohne Vornamen) mit Tschaikowsky, weil er den Wettbewerb gewonnen hatte, viel später durfte er auch Rachmaninoff spielen.



Lieber Engelbert:

"Van" ist kein Bestandteil des Nachnamens (der nicht holländischen Ursprungs ist), es steht kurz für "Lavan" (Harvey Lavan Cliburn).

Gruß,

Zelenka
Engelbert (22.06.2006, 18:50):
@Zelenka

Danke für die Information

Engelbert
:engel
Zelenka (23.06.2006, 15:25):
Lieber Engelbert:

Besten Dank für Deine heitere "Interpretationsgeschichte aus der Erinnerung", die ich wie alle Deine Beiträge sehr genossen habe. Allerdings frage ich mich, ob sie nicht doch nicht eher aus der Sicht des mittellosen Käufers geschrieben ist, der sich, wenn er bei den saftigen Plattenpreisen überhaupt kaufen konnte, auf Kernrepertoire und totsichere Namen beschränken mußte. DM 25 für eine normale LP waren kein Pappenstiel, eine solche Anschaffung mußte wohlüberlegt sein. (An der "Hörbar" oder in telephonzellenartigen Gelassen durfte man allerdings ausgiebig probehören in der Regel.) Vielleicht wegen der überhöhten Preise und des Preisbindungsregimes war die Industrie aber durchaus in der Lage, Randrepertoire und weniger bekannte, auch neue Künstler aufzunehmen und in relativ kleinen Auflagen zu verbreiten. Seit den 50ern gibt es wirklich eine unüberschaubare Menge von Material, das (vielleicht leider) immer noch die Aufmerksamkeit des Sammlers beansprucht (und seiner Geldbörse erheblich schadet). Wenn ich allein an die Liste mit Vertretern und Vertreterinnen der französischen Klavierschule anderswo im Forum denke ...

Gruß,

Zelenka
Engelbert (23.06.2006, 20:40):
Lieber Zelenka,

Gut, dann bring ein Gegendarstellung, welche Label und welche
Pianisten Du noch vertreten sehen möchtest.

Zur damaligen Zeit wohnte ich in einem kleinen Städtchen im märkischen Sauerland und hatte nur das Musikhaus Dornsaft als Bezugsquelle. Den Bielefelder Katalog gab es auch damals schon, war aber im Umfang sehr bescheiden und noch im Format DIN A 5 erhältlich. Importe enthielt er nicht.

Die finanziellen Mittel waren für einen kaufm. Lehrling sehr bescheiden und ließen Doppeleinspielungen nicht zu. Sie wurden vorwiegend im Opernbereich angelegt und zur Monozeit kaufte ich auch nur Querschnitte.

Gruß
Engelbert
:engel
AcomA (23.06.2006, 23:13):
hallo Engelbert,

ich will zu deinem beitrag erwähnen, dass die meisten der pianisten, welche du aufführtest, nicht ganz zu Jeremias' thread passen, da sie mitnichten heute fast vergessen sind. im gegenteil ! passend wären zum beispiel : benno moisewitsch oder ossip gabrilowitsch oder ignaz friedman und mycislaw horszowski.

gruß, siamak :)
Zelenka (24.06.2006, 11:39):
Original von Engelbert
Lieber Zelenka,

Gut, dann bring ein Gegendarstellung, welche Label und welche
Pianisten Du noch vertreten sehen möchtest.

Zur damaligen Zeit wohnte ich in einem kleinen Städtchen im märkischen Sauerland und hatte nur das Musikhaus Dornsaft als Bezugsquelle. Den Bielefelder Katalog gab es auch damals schon, war aber im Umfang sehr bescheiden und noch im Format DIN A 5 erhältlich. Importe enthielt er nicht.

Die finanziellen Mittel waren für einen kaufm. Lehrling sehr bescheiden und ließen Doppeleinspielungen nicht zu. Sie wurden vorwiegend im Opernbereich angelegt und zur Monozeit kaufte ich auch nur Querschnitte.

Gruß
Engelbert
:engel

Lieber Engelbert:

Die ersten Zeilen Deiner Erwiderung sind zwar nicht in Großbuchstaben geschrieben, aber ich fürchte doch, daß sie etwas laut gemeint sind. Ich wollte Dich wirklich nicht in Rage versetzen. Mein Punkt war nur, daß es abseits der großen Namen in den 50ern und 60ern doch eine Unmenge von eben nicht so bekannten und unmittelbar publikumsträchtigen Aufnahmen mit heute oft vergessenen Tastengenies und weniger Genialen gegeben hat, also nicht nur große Namen eine Chance hatten. (Und als Kind hatte ich in dieser Zeit noch weniger Geld als Du.)

Gruß,

Zelenka
Engelbert (26.06.2006, 22:26):
Hallo Zelenka,

Im Konstrast zu Deinen Ausführungen, daß meine Inzerpretationsgeschichte zum Thema Klavierkonzerte sich ausschließlich an meinen damaligen finanziellen Mitteln orientiert, fasse ich meine Argumente noch einmal zusammen:

1. Zur damaligen Zeit (1955-1965) existierten auf dem deutschen Markt folgende Label: DGG, RCA, Decca, Phi, Emi und Columbia - sonst nichts.

2. Jedes Label hatte einen oder zwei der Pianisten unter Exklusivvertrag genommen, die somit nur bei der Vertragsfirma und nirgendwo anders klimpern durften.

3. Die Bevorzugten gehörten zur Altherren-Riege, die auf dem Olymp ihre Wohnung hatten. Es wäre keinem Käufer in den Sinn gekommen, die Einspielung eines Interpreten zu kaufen, der nicht dort oben wohnt.

4. Da der Kauf einer LP kostspielig war und die Käuferschicht wenig Appetit auf Experimente oder unbekannte Komponisten hatte, wurdern solche Einspielungen erst gar nicht produziert.

5. Mitte der sechziger Jahre besann man sich darauf, dass das Stereo-Zeitalter kürzlich eingeläutet worden war. Es ging darum, einen neuen Katalog zu füllen und die Standardwerke kamen an die Reihe.

6. Mit äußerster Behutsamkeit ging man daran, auch jüngere wie Barenboim und Eschenbach zuzulassen, die das was in Mono vorhanden war in Stero bringen durfte - also das übliche.

7. Der unbekannte Interpret mit dem unbekannten Komponisten wurde nicht vorgestellt. Den Markt von heute ist mit dem von damals überhaupt nicht zu vergleichen. Nachdem Naxos und Marco Polo auf den Markt gekommen ist, kann man am Namen des Interpreten nicht mehr erkennen, ob eine Einspielung gut oder schlechtsein könnte.

8. Zu beachten ist auch, dass die vielen Klavierkonzerte, die sich heute einer gewisser Beliebtheit erfreuen, damals noch gar nicht komponiert waren.

Hans Werner Henze, ein Lieblingskind der DGG, machte eine Ausnahme auch als moderner Komponist zugelassen zu werden.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (27.06.2006, 15:19):
Lieber Engelbert:

Es ist ein Elend, daß wir im Moment beide keine Bielefelder Kataloge der 50er und 60er Jahre zur Hand haben. (Ich werde bei nächster Gelegenheit in Exemplare hineinschauen.) Am Beispiel der Deutschen Grammophon will ich nur kurz illustrieren, daß Artists & Repertoire doch ein wenig breiter gefächert waren. Während der hier zur Debatte stehenden Zeit nahmen u.a. die Pianisten Clara Haskil, Annie Fischer, Monique Haas, Margrit Weber und Carl Seemann (keine Altherrenriege übrigens) für DG auf - keineswegs nur Kernrépertoire, wie die folgenden Abbildungen vielleicht illustrieren:

http://images-eu.amazon.com/images/P/B0006ZFQOO.03.LZZZZZZZ.jpg


Ravel-Konzerte und Solowerke



http://images-eu.amazon.com/images/P/B00002DF2Z.03.LZZZZZZZ.gif

Mit Falla, Tscherepnin und Martinu gewiß nicht für einen Massenmarkt intendiert ...

Gruß,

Zelenka
Engelbert (28.06.2006, 14:21):
Hallo Zelenka,

Anmerkung zu Deinen beiden Abbildungen:

Selbstverständlich besitze ich die beiden Klavierkonzerte von Ravel
mit Monique Haas. Die LP kam im Januar 1966 auf den Markt. Paul Paray
war kein Vertragstar der DGG, und gehört aucht nicht zu den begehrenswerten Dirigenten. Richtig ist, dass zur damaligen Zeit Monique Haas zur jüngeren Generation gehörte und für die Impressionisten vevorzugt eingesetzt wurde. Sie gehört aber bereits in die Gruppe der jungen Wilden, die nach 1965 auftauchten. Zu den
Dirigenten gehörten damals Maazel und Abbado.

Die zweite Platte ist ein Zusammenschnitt, der später aufgelegt wurde und enthält ein Gemüsesortiment aus den frühen 50er Jahren..
Margit Weber fand die DGG nicht für würdig in ihren pompösen Prospekten auch nur ein einziges Mal azubilden. De Falla und Weber sind keine Raritäten.

Carl Seemann hat m.W. keine Klavierkonzerte eingespielt, sondern sich auf Beethoven- und Mozart-Sonaten festgelegt Kein Porträt-Foto im Prospekt.

Die Rumänin Clara Haskil war so alt, dass sie sich entschlossam Ende ihrer Laufbahn nur noch zusammen mit dem Geiger Artur Grumiaux aufzutreten. Sie spielte Mozart und Schumann bei Phi ein, stand dort auch unter Vertrag

Haskil und Haas zähle ich zu den Favoriten und hatte beide erwähnt.
Den Namen Anni Fischer habe ich nie gehört.

:A

In meinem Beitrag wollte ich eine Tendenz anzeigen und keine Produktkataloge aus vergangener Zeit in allen Einzelheiten abschreiben.

Wie heute auch, meinte der Käufer damals, dass für ihn das Allerbeste noch gerade gut genug sei und er hielt sich an die Interpreten, die als Olympier ausgeschrieben waren. Anni Fischer gehörte nun wirklich nicht dazu.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (28.06.2006, 15:43):
Lieber Engelbert:

Ich bestreite nach wie vor nicht, daß die meisten Plattenkäufer der 50er und 60er nach sicheren Anlagen für ihr knappes Geld gesucht haben. Und Du kennst diese Zeiten natürlich besser als ich.

Nur ein paar Anmerkungen:

Ravels Konzerte gehören vielleicht nicht zu dem Repertoire, das eine wirklich breite Käuferschicht anspricht. Deswegen habe ich Monique Haas noch einmal erwähnt, die übrigens nicht zu den "jungen Wilden" gehörte, die nach 1965 auftauchten. Sie war Jahrgang 1909, also wenn wild, zumindest nicht ganz jung.

Die Aufnahmen von Margrit Weber stammen aus den Jahren 1960-4. Für Falla und das Weber-Konzertstück gilt vielleicht doch Ähnliches wie für die Ravel-Konzerte.

Carl Seemann durfte z.B. 1959 mit den Berliner Philharmonikern unter Ferdinand Leitner Mozarts Klavierkonzert KV 491 aufnehmen. Er hat auch z.B. Bach, Haydn, Schumann, Brahms, Debussy und Prokofiev eingespielt, z.T. als Begleiter.

Was die Ungarin Annie Fischer angeht, so hätte mancher es gern gesehen, wenn sie in die verblichene Philips-Reihe "Great Pianists of the 20th Century" aufgenommen worden wäre. Sviatoslav Richter hielt sie für "a wonderful musician and pianist".

Die Tendenz des Käufers, sich an sichere Werte zu halten, ist unbestritten, aber die Plattenfirmen haben ihre Netze doch ein wenig weiter ausgeworfen damals. Gott sei Dank!

Gruß,

Zelenka
Engelbert (19.07.2006, 18:40):
Lieber Zelenka,

es hat mir keine Ruhe gelassen, dass ich Carl Seemann nicht in meiner Sammlung haben soll.. Durch Zufall habe ich ihn jetzt gefunden, wo ich ihn garnicht vermutet hätte.

Er spielt in einer VOX-Aufnahme von 1969 ein witziges Konzert von
Darius Milhaud "Le Carnaval d'Aix"
Orchester von Radio Luxemburg und der Komponist dirigiert bei guter Stimmung selbst.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (19.07.2006, 18:52):
Original von Engelbert
Lieber Zelenka,

es hat mir keine Ruhe gelassen, dass ich Carl Seemann nicht in meiner Sammlung haben soll.. Durch Zufall habe ich ihn jetzt gefunden, wo ich ihn garnicht vermutet hätte.

Er spielt in einer VOX-Aufnahme von 1969 ein witziges Konzert von
Darius Milhaud "Le Carnaval d'Aix"
Orchester von Radio Luxemburg und der Komponist dirigiert bei guter Stimmung selbst.

Gruß
Engelbert
:engel

Lieber Engelbert:

Das wirklich witzige Konzert besitze ich auch in zwei Versionen (mit Beroff und Helffer als Solisten). Daß Seemann es aufgenommen haben könnte, war mir natürlich wieder nicht bekannt. Du hast eine Unmenge von Raritäten in Deiner Sammlung! :down

Beste Grüße,

Zelenka
Jeremias (22.06.2006, 00:48):
Dieser Thread soll an die großen Pianisten früherer Tage erinnern, die heutzutage aber fast niemand mehr kennt. Ich beginne mit ihm hier:

Witold Malcuzinsky (1914-1977):

http://malcuzynski.galeon.com/index_a/malc_port.JPG

http://malcuzynski.galeon.com/index_a/malcuz10_mini.jpg

Leider habe ich nur eine englische Biographie im Internet gefunden:

Witold Malcuzynski was born in Warsaw in 1914 and spent his childhood in the capital and in an estate his family owned in the countryside, in the neighbouring The young Witold with his fatherarea of Wilno. The young Witold managed to do well both at school and the conservatory, where he studied solfeggio, harmony, history of music, counterpoint... and of course piano, for which he showed a very special aptitude.
Years went by and he found more and more pleasure in music and interpretation. His father wanted him to study law but, fortunately for us, the teenage Malcuzynski had his own plans for life... Although he attended his studies of law and philosophy at university and had already a vast cultural background, he was each time more convinced that music was the right choice for him. In fact, the choice could not be other, taking into account his strong determination, his love for music and the excellent teacher he had at the Conservatory, Josef Turczynski, an excellent pianist who had been a pupil of Ferruccio Busoni. At 20, when he left the Warsaw ConservatoryMalcuzynski would always be thankful to Turczynski for his lessons; we can imagine how important it was for him to learn from the tradition of Busoni, which meant to receive influences from both the Italians and the Germans. In fact, Malcuzynski took different things from the different traditions, merging them to create a personal, unique style; such a task requires a great effort of adaptation and understanding from very early, the risk being to end up by messing it all up in your brains into a complete disaster. But it is obvious that Malcuzynski did not lack the talent to discern and took good profit from all his teachers. He was said to be "too French for the Germans and too German for the Frenchs", perhaps because he took precisely what it meant from each!

Ruhm erlang er v.a. als Preisträger in Warschau, empfehlen kann ich Euch v.a. folgende CDs:

Brahms, Beethoven, Chopin:

http://images.amazon.com/images/P/B00005BJGT.03._SS500_SCLZZZZZZZ_V1127905196_.jpg

http://images.amazon.com/images/P/B00004THED.03._SS500_SCLZZZZZZZ_V1056671003_.jpg
Engelbert (22.06.2006, 07:30):
Wenn Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre ein Pianist den Durchbruch erreichen wollte, musste er ein gewisses Lebensalter erreicht haben. Jungen Pianisten traute man die Abgeklärtheit, Beethoven spielen zu können, einfach nicht zu und sie bekamen von den Plattenfirmen keinen Vertrag.

Die Senioren-Mannschaft sah folgendermaßen aus:

Nummer 1: Artur Rubinstein, unter Vertrag bei RCA, hatte Beethoven und Chopin zu spielen.
Nummer 2: Wilhelm Backhaus, bei Decca, beschäftigte sich mit Beethoven und Brahms
Nummer 3. Wilhelm Kempff, bei DGG, stürzte sich ausschließlich auf Beethoven und Schumann
Nummer 4. Clara Haskil, bei Phi, hatte vorwiegend Mozart im Sinn, dazu ein bisschen Schumann
Nummer 5. Claudio Arrau, bei Phi, nahm sich Chopin aber auch Beethoven vor
Nummer 6. Robert Casadesus, bei Phi, war mit Beethovens Fünftem vertreten

Etwas jünger waren:

Nummer 7. Géza Anda, bei DGG, mit Beethoven und naturgemäß Bartok
Nummer 8. Monique Haas, bei DGG, durfte ein bisschen Debussy machen

Jugendlichen Elan hatten:

Nummer 9. Adam Harasiewicz, bei Phi, nur für Chopin zuständig
Nummer10. Halina Czerny-Stefanska, auch nur für Chopin

Sonderstatus hatte:

Van Cliburn (ohne Vornamen) mit Tschaikowsky, weil er den Wettbewerb gewonnen hatte, viel später durfte er auch Rachmaninoff spielen.

Jetzt hätte ich fast den Wladimir Horrowitz vergessen! Der gehört natürlich auch dazu mit den „Bildern einer Ausstellung“

:S

Zur damaligen Zeit wurden erst einmal nur die Standardwerke der Klavierliteratur eingespielt, weil man sich nur von diesen Umsätze erhoffte. Prokofieff und Saint-Saens waren Exoten und nicht umsatzträchtig.

:A

Der Kauf einer Schallplatte war eine Anschaffung: Die Preise DM 25,-- und DM 18,-- für 30 cm, 25 cm kosteten DM 15,-- und die kleinen (ich glaube 17 cm) kosteten DM 8,--. Die letztgenannten erhielten etwa 15 Minuten Musik, hauptsächlich Schmuse-Klassik.

Heute leben wir im Schlaraffenland. Die Entwicklung war damals nicht zu erträumen.

Gruss
Engelbert
:engel
Zelenka (22.06.2006, 12:43):
Original von Engelbert

Sonderstatus hatte:

Van Cliburn (ohne Vornamen) mit Tschaikowsky, weil er den Wettbewerb gewonnen hatte, viel später durfte er auch Rachmaninoff spielen.



Lieber Engelbert:

"Van" ist kein Bestandteil des Nachnamens (der nicht holländischen Ursprungs ist), es steht kurz für "Lavan" (Harvey Lavan Cliburn).

Gruß,

Zelenka
Engelbert (22.06.2006, 18:50):
@Zelenka

Danke für die Information

Engelbert
:engel
Zelenka (23.06.2006, 15:25):
Lieber Engelbert:

Besten Dank für Deine heitere "Interpretationsgeschichte aus der Erinnerung", die ich wie alle Deine Beiträge sehr genossen habe. Allerdings frage ich mich, ob sie nicht doch nicht eher aus der Sicht des mittellosen Käufers geschrieben ist, der sich, wenn er bei den saftigen Plattenpreisen überhaupt kaufen konnte, auf Kernrepertoire und totsichere Namen beschränken mußte. DM 25 für eine normale LP waren kein Pappenstiel, eine solche Anschaffung mußte wohlüberlegt sein. (An der "Hörbar" oder in telephonzellenartigen Gelassen durfte man allerdings ausgiebig probehören in der Regel.) Vielleicht wegen der überhöhten Preise und des Preisbindungsregimes war die Industrie aber durchaus in der Lage, Randrepertoire und weniger bekannte, auch neue Künstler aufzunehmen und in relativ kleinen Auflagen zu verbreiten. Seit den 50ern gibt es wirklich eine unüberschaubare Menge von Material, das (vielleicht leider) immer noch die Aufmerksamkeit des Sammlers beansprucht (und seiner Geldbörse erheblich schadet). Wenn ich allein an die Liste mit Vertretern und Vertreterinnen der französischen Klavierschule anderswo im Forum denke ...

Gruß,

Zelenka
Engelbert (23.06.2006, 20:40):
Lieber Zelenka,

Gut, dann bring ein Gegendarstellung, welche Label und welche
Pianisten Du noch vertreten sehen möchtest.

Zur damaligen Zeit wohnte ich in einem kleinen Städtchen im märkischen Sauerland und hatte nur das Musikhaus Dornsaft als Bezugsquelle. Den Bielefelder Katalog gab es auch damals schon, war aber im Umfang sehr bescheiden und noch im Format DIN A 5 erhältlich. Importe enthielt er nicht.

Die finanziellen Mittel waren für einen kaufm. Lehrling sehr bescheiden und ließen Doppeleinspielungen nicht zu. Sie wurden vorwiegend im Opernbereich angelegt und zur Monozeit kaufte ich auch nur Querschnitte.

Gruß
Engelbert
:engel
AcomA (23.06.2006, 23:13):
hallo Engelbert,

ich will zu deinem beitrag erwähnen, dass die meisten der pianisten, welche du aufführtest, nicht ganz zu Jeremias' thread passen, da sie mitnichten heute fast vergessen sind. im gegenteil ! passend wären zum beispiel : benno moisewitsch oder ossip gabrilowitsch oder ignaz friedman und mycislaw horszowski.

gruß, siamak :)
Zelenka (24.06.2006, 11:39):
Original von Engelbert
Lieber Zelenka,

Gut, dann bring ein Gegendarstellung, welche Label und welche
Pianisten Du noch vertreten sehen möchtest.

Zur damaligen Zeit wohnte ich in einem kleinen Städtchen im märkischen Sauerland und hatte nur das Musikhaus Dornsaft als Bezugsquelle. Den Bielefelder Katalog gab es auch damals schon, war aber im Umfang sehr bescheiden und noch im Format DIN A 5 erhältlich. Importe enthielt er nicht.

Die finanziellen Mittel waren für einen kaufm. Lehrling sehr bescheiden und ließen Doppeleinspielungen nicht zu. Sie wurden vorwiegend im Opernbereich angelegt und zur Monozeit kaufte ich auch nur Querschnitte.

Gruß
Engelbert
:engel

Lieber Engelbert:

Die ersten Zeilen Deiner Erwiderung sind zwar nicht in Großbuchstaben geschrieben, aber ich fürchte doch, daß sie etwas laut gemeint sind. Ich wollte Dich wirklich nicht in Rage versetzen. Mein Punkt war nur, daß es abseits der großen Namen in den 50ern und 60ern doch eine Unmenge von eben nicht so bekannten und unmittelbar publikumsträchtigen Aufnahmen mit heute oft vergessenen Tastengenies und weniger Genialen gegeben hat, also nicht nur große Namen eine Chance hatten. (Und als Kind hatte ich in dieser Zeit noch weniger Geld als Du.)

Gruß,

Zelenka
Engelbert (26.06.2006, 22:26):
Hallo Zelenka,

Im Konstrast zu Deinen Ausführungen, daß meine Inzerpretationsgeschichte zum Thema Klavierkonzerte sich ausschließlich an meinen damaligen finanziellen Mitteln orientiert, fasse ich meine Argumente noch einmal zusammen:

1. Zur damaligen Zeit (1955-1965) existierten auf dem deutschen Markt folgende Label: DGG, RCA, Decca, Phi, Emi und Columbia - sonst nichts.

2. Jedes Label hatte einen oder zwei der Pianisten unter Exklusivvertrag genommen, die somit nur bei der Vertragsfirma und nirgendwo anders klimpern durften.

3. Die Bevorzugten gehörten zur Altherren-Riege, die auf dem Olymp ihre Wohnung hatten. Es wäre keinem Käufer in den Sinn gekommen, die Einspielung eines Interpreten zu kaufen, der nicht dort oben wohnt.

4. Da der Kauf einer LP kostspielig war und die Käuferschicht wenig Appetit auf Experimente oder unbekannte Komponisten hatte, wurdern solche Einspielungen erst gar nicht produziert.

5. Mitte der sechziger Jahre besann man sich darauf, dass das Stereo-Zeitalter kürzlich eingeläutet worden war. Es ging darum, einen neuen Katalog zu füllen und die Standardwerke kamen an die Reihe.

6. Mit äußerster Behutsamkeit ging man daran, auch jüngere wie Barenboim und Eschenbach zuzulassen, die das was in Mono vorhanden war in Stero bringen durfte - also das übliche.

7. Der unbekannte Interpret mit dem unbekannten Komponisten wurde nicht vorgestellt. Den Markt von heute ist mit dem von damals überhaupt nicht zu vergleichen. Nachdem Naxos und Marco Polo auf den Markt gekommen ist, kann man am Namen des Interpreten nicht mehr erkennen, ob eine Einspielung gut oder schlechtsein könnte.

8. Zu beachten ist auch, dass die vielen Klavierkonzerte, die sich heute einer gewisser Beliebtheit erfreuen, damals noch gar nicht komponiert waren.

Hans Werner Henze, ein Lieblingskind der DGG, machte eine Ausnahme auch als moderner Komponist zugelassen zu werden.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (27.06.2006, 15:19):
Lieber Engelbert:

Es ist ein Elend, daß wir im Moment beide keine Bielefelder Kataloge der 50er und 60er Jahre zur Hand haben. (Ich werde bei nächster Gelegenheit in Exemplare hineinschauen.) Am Beispiel der Deutschen Grammophon will ich nur kurz illustrieren, daß Artists & Repertoire doch ein wenig breiter gefächert waren. Während der hier zur Debatte stehenden Zeit nahmen u.a. die Pianisten Clara Haskil, Annie Fischer, Monique Haas, Margrit Weber und Carl Seemann (keine Altherrenriege übrigens) für DG auf - keineswegs nur Kernrépertoire, wie die folgenden Abbildungen vielleicht illustrieren:

http://images-eu.amazon.com/images/P/B0006ZFQOO.03.LZZZZZZZ.jpg


Ravel-Konzerte und Solowerke



http://images-eu.amazon.com/images/P/B00002DF2Z.03.LZZZZZZZ.gif

Mit Falla, Tscherepnin und Martinu gewiß nicht für einen Massenmarkt intendiert ...

Gruß,

Zelenka
Engelbert (28.06.2006, 14:21):
Hallo Zelenka,

Anmerkung zu Deinen beiden Abbildungen:

Selbstverständlich besitze ich die beiden Klavierkonzerte von Ravel
mit Monique Haas. Die LP kam im Januar 1966 auf den Markt. Paul Paray
war kein Vertragstar der DGG, und gehört aucht nicht zu den begehrenswerten Dirigenten. Richtig ist, dass zur damaligen Zeit Monique Haas zur jüngeren Generation gehörte und für die Impressionisten vevorzugt eingesetzt wurde. Sie gehört aber bereits in die Gruppe der jungen Wilden, die nach 1965 auftauchten. Zu den
Dirigenten gehörten damals Maazel und Abbado.

Die zweite Platte ist ein Zusammenschnitt, der später aufgelegt wurde und enthält ein Gemüsesortiment aus den frühen 50er Jahren..
Margit Weber fand die DGG nicht für würdig in ihren pompösen Prospekten auch nur ein einziges Mal azubilden. De Falla und Weber sind keine Raritäten.

Carl Seemann hat m.W. keine Klavierkonzerte eingespielt, sondern sich auf Beethoven- und Mozart-Sonaten festgelegt Kein Porträt-Foto im Prospekt.

Die Rumänin Clara Haskil war so alt, dass sie sich entschlossam Ende ihrer Laufbahn nur noch zusammen mit dem Geiger Artur Grumiaux aufzutreten. Sie spielte Mozart und Schumann bei Phi ein, stand dort auch unter Vertrag

Haskil und Haas zähle ich zu den Favoriten und hatte beide erwähnt.
Den Namen Anni Fischer habe ich nie gehört.

:A

In meinem Beitrag wollte ich eine Tendenz anzeigen und keine Produktkataloge aus vergangener Zeit in allen Einzelheiten abschreiben.

Wie heute auch, meinte der Käufer damals, dass für ihn das Allerbeste noch gerade gut genug sei und er hielt sich an die Interpreten, die als Olympier ausgeschrieben waren. Anni Fischer gehörte nun wirklich nicht dazu.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (28.06.2006, 15:43):
Lieber Engelbert:

Ich bestreite nach wie vor nicht, daß die meisten Plattenkäufer der 50er und 60er nach sicheren Anlagen für ihr knappes Geld gesucht haben. Und Du kennst diese Zeiten natürlich besser als ich.

Nur ein paar Anmerkungen:

Ravels Konzerte gehören vielleicht nicht zu dem Repertoire, das eine wirklich breite Käuferschicht anspricht. Deswegen habe ich Monique Haas noch einmal erwähnt, die übrigens nicht zu den "jungen Wilden" gehörte, die nach 1965 auftauchten. Sie war Jahrgang 1909, also wenn wild, zumindest nicht ganz jung.

Die Aufnahmen von Margrit Weber stammen aus den Jahren 1960-4. Für Falla und das Weber-Konzertstück gilt vielleicht doch Ähnliches wie für die Ravel-Konzerte.

Carl Seemann durfte z.B. 1959 mit den Berliner Philharmonikern unter Ferdinand Leitner Mozarts Klavierkonzert KV 491 aufnehmen. Er hat auch z.B. Bach, Haydn, Schumann, Brahms, Debussy und Prokofiev eingespielt, z.T. als Begleiter.

Was die Ungarin Annie Fischer angeht, so hätte mancher es gern gesehen, wenn sie in die verblichene Philips-Reihe "Great Pianists of the 20th Century" aufgenommen worden wäre. Sviatoslav Richter hielt sie für "a wonderful musician and pianist".

Die Tendenz des Käufers, sich an sichere Werte zu halten, ist unbestritten, aber die Plattenfirmen haben ihre Netze doch ein wenig weiter ausgeworfen damals. Gott sei Dank!

Gruß,

Zelenka
Engelbert (19.07.2006, 18:40):
Lieber Zelenka,

es hat mir keine Ruhe gelassen, dass ich Carl Seemann nicht in meiner Sammlung haben soll.. Durch Zufall habe ich ihn jetzt gefunden, wo ich ihn garnicht vermutet hätte.

Er spielt in einer VOX-Aufnahme von 1969 ein witziges Konzert von
Darius Milhaud "Le Carnaval d'Aix"
Orchester von Radio Luxemburg und der Komponist dirigiert bei guter Stimmung selbst.

Gruß
Engelbert
:engel
Zelenka (19.07.2006, 18:52):
Original von Engelbert
Lieber Zelenka,

es hat mir keine Ruhe gelassen, dass ich Carl Seemann nicht in meiner Sammlung haben soll.. Durch Zufall habe ich ihn jetzt gefunden, wo ich ihn garnicht vermutet hätte.

Er spielt in einer VOX-Aufnahme von 1969 ein witziges Konzert von
Darius Milhaud "Le Carnaval d'Aix"
Orchester von Radio Luxemburg und der Komponist dirigiert bei guter Stimmung selbst.

Gruß
Engelbert
:engel

Lieber Engelbert:

Das wirklich witzige Konzert besitze ich auch in zwei Versionen (mit Beroff und Helffer als Solisten). Daß Seemann es aufgenommen haben könnte, war mir natürlich wieder nicht bekannt. Du hast eine Unmenge von Raritäten in Deiner Sammlung! :down

Beste Grüße,

Zelenka
kreisler (14.01.2009, 18:56):
Ich weiß nicht, ob es eher verpönt ist, oder durchaus erwünscht ist, so alte Thread´s wieder hoch zu hohlen, aber ich wage es einfach mal, da mir da eine Persönlichkeit über den Weg gelaufen ist, die gut zum Thema passt.

Und zwar der polnische Pianist Jozéf Hofmann.
Aber wahrscheinlich ist er überhaupt nicht vergessen und nur ich hatte noch nie etwas von ihm gehört.(Oder gibt es gar einen Thread zu ihm?-Ich habe keinen gefunden)

Er ist mir ganz zufällig über den "Weg gelaufen", doch was mich erst richtig stutzig gemacht hat, war, dass er auf dieser Seite in den aller höchsten Tönen und als "wohl einer der größten Pianisten jemals" gelobt wurde. Stimmt das wirklich und ist er nur so bekannt, weil es schon länger her ist, das er gelebt hat? Kennt bzw. gibt es überhaupt Aufnahmen von ihm?

Würde mich ja sehr interessieren, danke.

kreisler
Rachmaninov (14.01.2009, 19:13):
Original von Amadeus Kreisler
Ich weiß nicht, ob es eher verpönt ist, oder durchaus erwünscht ist, so alte Thread´s wieder hoch zu hohlen, aber ich wage es einfach mal, da mir da eine Persönlichkeit über den Weg gelaufen ist, die gut zum Thema passt.

Du hast als Mitgleid jederzeit das Recht auch alte Threat's wieder zu beleben wenn Du Dich dazu äußern willst. Die Themen sind ja eigentlich immer aktuell, es sei denn sie beziehen sich auf spezifische Events / Termine....
kreisler (14.01.2009, 19:18):
Dann ist ja gt, ich wollte es nur mal wissen, weil ich schon in Foren war (und gleich wieder ausgetreten bin!) in denen in einem solchen fall von "verstaubtem Zeug" und das "interessiert doch keinen mehr".
Nicht das ich sowas von euch denke!
Gamaheh (18.01.2009, 00:52):
Original von Amadeus Kreisler
Und zwar der polnische Pianist Jozéf Hofmann.
Aber wahrscheinlich ist er überhaupt nicht vergessen und nur ich hatte noch nie etwas von ihm gehört.
Lieber A.K.,

Er ist überhaupt nicht vergessen und ist auch in diesem Forum schon öfters erwähnt worden (sieh mal in den Faden über Beethoven 4. Klavierkonzert, davon gibt es zwei Aufnahmen mit ihm). In der Süddeutschen war vor einiger Zeit ein großes Foto von seinen Händen mit der Legende, das seien die Hände des größten Pianisten des vergangenen Jahrhunderts (oder so ähnlich).

... dass er auf dieser Seite ..
Auf welcher Seite?

Kennt bzw. gibt es überhaupt Aufnahmen von ihm?
Es gibt sie schon: außer den oben genannten Aufnahmen (die eine ist bei dem Etikett Urania erschienen und bietet daneben noch das 1. KK von Chopin, beide mit den NY Philharmonikern unter Mitropoulos bzw. Barbirolli; die andere kann ich gerade nicht finden) habe ich drei weitere mit kleineren Stücken aus der romantischen Klavierliteratur (ganz überwiegend Chopin):

Dal Segno (von Piano-Rollen von 1919 bis 1925) mit Liszt, Chopin, Beethoven Sonate in C op.2/3, ein paar anderen und einem Stück von Hofmann selbst

Zwei von Nimbus Records aus der Serie "Grand Piano" (ebenfalls von Rollen), eine mit Chopin (u.a. 2. Sonate, Nocturne op.27/2, zwei Scherzi, der Berceuse), die andere heißt "Chopin & Encores", und das ist auch drauf.

Sicher gibt es noch mehr ...

Nocturne Grüße,
Gamaheh
kreisler (18.01.2009, 12:11):
Ja vielen Dank für die Information!

Ich hatte mir schon gedacht, das er nicht wirklich in Vergesseheit geraten ist, und nur ich ihn nicht kenne.
Hatte mir auch den Thread zu Beethovens Klavierkonzerten noch nicht durchgelesen...

Tut mir leid, ich habe mir den Namen der ersten Seite auf welcher ich ihn gesehen habe nicht gemerkt. Glaube aber sie hatte "Pianisten" m URL. Und dan auf Wikipedia (Ich traue Wikipedia nicht immer:D)

Ich habe mir auf deinen Beitrag gleichmal die Piano Roll Aufnahmen bei jpc (wenn ich daran denke hätte ich das sowieso mal machen können) gesucht. Ich finde das super, das es Aufnahmen "ohne Rauschen" von ihm :) das finde ich bei bsp. Schnabel immer etwas traurig...


Grüße

kreisler
ab (15.10.2009, 23:47):
Wer hat schon einmal etwas von Lya De Barberiis gehört?

Hier ist zu lesen:

Lya de Barberiis wurde 1919 in Lecce geboren, kann aber als Wahlrömerin bezeichnet werden. Ihre musikalische Ausbildung hat sie unter Alessandro Longo erhalten. Mit 15 Jahren erwarb sie das Klavierdiplom am Konservatorium von Neapel mit Höchstnote und Auszeichnung. An der Akademie “S. Cecilia” in Rom besuchte sie Meisterkurse mit Alfredo Casella im Fach Klavier und Arturo Bonucci im Fach Kammermusik, bei denen sie sich mit Bestnote diplomierte. Ähnliche Kurse belegte sie mit den selben Dozenten auch in Siena an der Musikakademie “Chigiana”. Nach dem Gewinn eines vom französischen Staat ausgeschriebenes Stipendiums, besuchte sie für ein Jahr l’ “Ecole de perfectionement des Virtuoses” unter Marguerite Long in Paris. Ihre Konzerttätigkeit begann sie mit 9 Jahren, und nach einer langen, dem strengen Studium gewidmeten Zeit, trat sie auf der ganzen Welt auf, als Solistin, mit Ensembles und mit den bedeutendsten Orchestern unter den berühmtesten Dirigenten. Eifrige Mitarbeiterin bei der RAI und vielen ausländischen Sendern, widmete sie sich mit besonderer Aufmerksamkeit der Auffürung italienischer Musik, indem sie alte und oft unbekannte Partituren wideraufleben ließ und zeitgenössische Stücke auch in Erstaufführungen brachte, und deshalb von Komponisten wie Casella, Pizzetti, Cammarota, Petrassi, Malipiero u. a. bevorzugt beauftragt wurde. Für diese ausserordentliche Tätigkeit wurde ihr der Ehrentietel des “Commendatore della Repubblica Italiana” zuteil. Sie hat für die Fonit Cetra das gesamte Klavierwerk von Petrassi, Dallapiccola und Casella und die Sonaten von Cherubini aufgenommen.
Gamaheh (24.02.2010, 15:18):
Die brasilianische Pianistin Guiomar Novaes (1895 - 1979) kam mit 14 Jahren an das Pariser Konservatorium zu Isidore Philipps, in der Auwahl-Jury hatte sie u.a. Claude Debussy und Gabriel Fauré überzeugt. Hiermit steht sie in der Tradition der französischen Klavierschule und Chopins, von dessen Musik sie wunderbare Aufnahmen gemacht hat.

Ich hatte bis vor kurzem nie von ihr gehört, aber sie gilt oder galt offenbar als eine der größten Pianistinnen des 20. Jahrhunderts. In den letzten Jahren ist sie bzw. sind ihre Aufnahmen wiederentdeckt worden, und erst in diesem Monat ist eine Doppel-CD mit Werken von Schumann herausgekommen (jedenfalls in Frankreich):

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41sUEcD2FOL._SL500_AA240_.jpg

Auf YouTube gibt es reichlich Material, u.a. Chopins 1. und 2. Sonate. Ein wunderbarer Anschlag, der keinerlei Härte hat und dennoch nicht kraftlos wirkt, verbunden mit klaren Strukturen fesseln mich auf Anhieb.

Kennt Ihr bereits Aufnahmen mit Novaes, oder habt Ihr schon von ihr gehört?

Grüße,
Gamaheh
E. Morricone (11.05.2010, 16:05):
Hab ich auf Youtube - natürlich - entdeckt, kannte ich vorher nicht

Aus der englischen Wikipedia:

György Sándor (21 September 1912 – 9 December 2005) was a Hungarian pianist, friend of Béla Bartók and champion of his music.

Sándor was born in Budapest. He studied at the Liszt Academy in Budapest under Béla Bartók and Zoltán Kodály, and debuted as a performer in 1930. He toured as a concert pianist through the 1930s, making his Carnegie Hall debut in 1939. He became an American citizen and served in the Army Signal Corps and the Intelligence and Special Services from 1942 to 1944.

Sándor remained friends with Bartók throughout his life, and was one of only ten people who attended Bartók's funeral in 1945. Sándor played the premiere of Bartók's Piano Concerto No. 3 on 8 February, 1946 with the Philadelphia Orchestra conducted by Eugene Ormandy in Philadelphia, Pennsylvania. The performance was repeated on 26th February 1946 by the same ensemble in Carnegie Hall, New York, and recorded for Columbia Masterworks in April 1946.

Following the war, he returned to the concert stage. His technique was described as "Lisztian" and his repertoire universal, although later in his career his playing of Bartok was much in demand. Initially he recorded numerous piano works by Bach, Beethoven, Brahms, Chopin, Liszt, Rachmaninov, Schumann and others for Columbia Masterworks. Then with Vox, he recorded the complete works for solo piano of Zoltan Kodály, and of Sergei Prokofiev; and the complete piano works of Bela Bartók; for the latter he won the Grand Prix du Disque of the Charles Cros Academy in 1965.

In 1950 he married Christa, née Satzgár de Balvanyós, the divorced wife of Archduke Karl Pius of Austria. They had one son, Michael, and were divorced.

Sándor taught at the Southern Methodist University, then at the University of Michigan from 1961-81, and from 1982, at the Juilliard School. He continued to teach and perform into his nineties. His pupils included Hélène Grimaud, Gyorgy Sebok, Christina Kiss, Barbara Nissman, Ian Pace, fortepiano performer Malcolm Bilson and composers Ezequiel Viñao and Donald Bohlen. In 1996 New York University awarded Sandor an honorary doctorate.

He wrote a book "On Piano Playing: Motion, Sound, Expression", published by Schirmer Books, which is one of the most rational and clear accounts of piano technique. "Today more than ever, audiences mistake the excessively tense muscular activities of the performer for an intense musical experience, and all too often we see the public impressed and awed by convulsive distortions and spastic gyrations." Writing in The Guardian newspaper, Leo Black commented "musical performance desperately needs the sense of rightness, completeness and economy that pervaded his playing and thinking".

A manuscript of a book on his mentor Bela Bartók and his music remains unpublished.

He produced several piano transcriptions, including a fantastically difficult arrangement of The Sorceror's Apprentice by Dukas (pub. 1950), and the first two movements (Tempo di Ciaccona and Fuga) of Bartók's Sonata for Solo Violin (first perf. New York 1975; pub. 1977).

He also edited and published Bartók's own unpublished piano arrangement (made in January 1944) of the Concerto for Orchestra, at the request of the composer's son in 1985. It was published in 2001, and has been recorded by Sándor. Sándor wrote in his introduction to the edition: "It was agreed that the primary goal would not be to make the piano score easier to play, but to make it playable at all. Furthermore, since Bartók's piano score contains only the first ending of the last movement, my role was to provide a reading for the second (alternative) ending. Bartók wrote the second ending to avoid the rather abrupt conclusion of this grandiose work, and this is now accepted as the standard version of the last movement." He also edited the works for solo piano of Sergei Prokofiev.

Some of his students include Dr. Jungwon Jin, an accomplished South Korean pianist and teacher. He is the great-uncle of Timothy Laszlo Sandor, an American artist and musician.

He died in New York of heart failure.

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/5/5d/Sandor2.jpg

Schumann Toccata op.7

Vergleich zwischen heutige und frühere Pianisten
Bert (28.09.2010, 00:36):
Shura Cherkassky

Habe mit ihm eine schöne Einspielung von Tschaikowsky (uralt, noch in Mono), aber sonst sieht man seine Platten eher selten/gar nicht...

Gruß, Bert
Amadé (28.09.2010, 16:19):
Hallo Bert und willkommen hier im Forum,

vermutlich handelt es sich um diese CD mit den ersten beiden Tschaikowsky-Konzerten, die einst getrennt auf 2 LP erschienen waren.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41D5B9MA1TL._SL500_AA300_.jpg

Das 1. Konzerte dirigierte Leopold Ludwig und gehört m.E. zu den gehaltvollsten Interpretationen von op.23, ich höre sie immer wieder gern.
Cherkassky war zu Lebzeiten keineswegs ein früh-Vergessener, er spielte bis zu seinem Lebensende noch öffentlich, weniger in Deutschland, mehr jedoch in England, etliche Mitschnitte bei BBCL geben ein Zeugnis seines Klavierspiels.
Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts konnte ich ihn persönlich in einem reinen Chopin-Recital erleben, die Preludes haben mich damals beeindruckt.

Gruß Amadé
Bert (28.09.2010, 20:41):
Habe diese CD wegen des KK2, Op.44 gekauft (KK1, Op.23 hatte ich schon lange davor als "Referenz" - meine aller erste Schallplatte - mit Svjatoslav Richter, Tschechische Philharmonie; Karel Antscherl; 1954) und war doppelt belohnt, weil er von beiden Konzerten eine herausragende Interpretation liefert. Leider spielt er die von Siloti gekürzte, und nicht die Original-Partitur des KK2...
Aber trotzt der alten Tonqualität ist es ein echter Genuß.

Im Konzertsaal habe ich den leider nicht erlebt, aber viel schlimmer finde ich, daß ihn "keiner" kennt - alle Welt spricht von Rubinstein, Horowitz, Richter, ... aber Cherkassky schien vergessen zu sein, daher wollte ich ihn erinnern. Nun bin ich froh, daß es noch Leute gibt, wie dich, die ihn in Erinnerung haben. :).

Gruß, Bert
ab (29.09.2010, 09:49):
Original von Bert
Shura Cherkassky

Habe mit ihm eine schöne Einspielung von Tschaikowsky (uralt, noch in Mono), aber sonst sieht man seine Platten eher selten/gar nicht...

Gruß, Bert

?(
Irgendwie ist das nicht ganz richtig, gerade in den letzte Jahren ist da viel zusammen gekommen.

Complete Hmv Stereo Recordings
http://ecx.images-amazon.com/images/I/515Hrh3NbIL._SL500_AA300_.jpg

Profil by Hänssler setzt sich ein:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41ssW-%2BlV5L._SL500_AA300_.jpg

Audite zog nach:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ehhrOczOL._SL500_AA300_.jpg

Ganze 7 CDs sind in der BBC-Legends Reihe veröffentlicht worden!

Orfeo macht sich stark:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41uTlgPbzYL._SL500_AA300_.jpg

Nimbus existiert zum Glück wieder und hat eine ganze Box
http://ecx.images-amazon.com/images/I/516tvCjTQxL._SL500_AA300_.jpg

Medici Masters hat beste Kritiken bekommen
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51nQUuF%2B6OL._SL500_AA300_.jpg

Wigmore Hall hat ein hochgelobtes Konzert später Jahre veröffentlich.

Universal wird wohl auch bald eine Box, wohl mit den Aufanhmen der DGG und Decca vereint, rausschmeißen, wenn sie ihrer derzeitigen Linie treu bliebt :D

:hello
Bert (29.09.2010, 18:55):
Ja, im Internet habe ich auch etwas gefunden, aber ich meinte im (Stein)Musikladen - da habe ich in den letzten 30 Jahren keine Platte mit ihm gefunden.

Gruß, Bert
ab (25.04.2012, 13:50):
Habt ihr schon einmal etwas von Nadia Reisenberg (1904-83) gehört?

Ich bin durch Zufall über diesen Namen gestolpert und auf folgendes CD gestoßen:

Nadia Reisenberg - Carnegie Hall Recital, 1947

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Ha4np7IQL._SL500_AA240_.jpg

Hört euch einmal einen solchen Chopin an! :B

Mir scheint, da ist mir bislang eine ganz vortreffliche Musikerin entgangen! Mehr auch hier. :hello
Jeremias (28.04.2012, 11:41):
Heutzutage kaum noch bekannt: Stefan Askenase:

Nach erstem Klavierunterricht durch seine Mutter (einer Studentin des Chopin-Schülers Karol Mikuli) und durch Theodor Pollak war Stefan Askenase 1914/15 Schüler von Emil von Sauer in Wien, später lehrte ihn Joseph Marx. Von 1916 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, danach leitete er das Opernhaus von Lemberg. 1919 debütierte er in Wien, 1922 übernahm er eine Professur am Konservatorium in Kairo. Ab 1925 lebte er in Brüssel und widmete sich seiner 60 Jahre dauernden weltweiten Konzerttätigkeit. Von 1937 bis 1939 lehrte er am Konservatorium von Rotterdam, von 1957 bis 1961 am Brüsseler Konservatorium. 1966 siedelte er nach Bonn über.

Berühmt für seine Interpretationen der Werke Chopins, hatte er ebenfalls besonderen Bezug zu Bach, Mozart und Haydn. In den 1950er Jahren nahm er zahlreiche Werke Chopins für die Deutsche Grammophon Gesellschaft auf.

Zu seinen Schülern gehörten u. a. die argentinische Pianistin Martha Argerich, die Pianistin und Professorin an der Musikhochschule Karlsruhe, Sontraud Speidel sowie die japanische Pianistin Mitsuko Uchida.

(nach Wikipedia)

einen wunderbaren Überlick gibt es seit einiger zeit wieder bei der Deutschen Gramophon in einer preisgünstigen Box.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hAZOSBL4L._SL500_AA300_.jpg

:down :down :down
Lucanuscervus (28.04.2012, 14:26):
Original von Jeremias
Heutzutage kaum noch bekannt: Stefan Askenase:

Nach erstem Klavierunterricht durch seine Mutter (einer Studentin des Chopin-Schülers Karol Mikuli) und durch Theodor Pollak war Stefan Askenase 1914/15 Schüler von Emil von Sauer in Wien, später lehrte ihn Joseph Marx. Von 1916 bis 1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, danach leitete er das Opernhaus von Lemberg. 1919 debütierte er in Wien, 1922 übernahm er eine Professur am Konservatorium in Kairo. Ab 1925 lebte er in Brüssel und widmete sich seiner 60 Jahre dauernden weltweiten Konzerttätigkeit. Von 1937 bis 1939 lehrte er am Konservatorium von Rotterdam, von 1957 bis 1961 am Brüsseler Konservatorium. 1966 siedelte er nach Bonn über.

Berühmt für seine Interpretationen der Werke Chopins, hatte er ebenfalls besonderen Bezug zu Bach, Mozart und Haydn. In den 1950er Jahren nahm er zahlreiche Werke Chopins für die Deutsche Grammophon Gesellschaft auf.

Zu seinen Schülern gehörten u. a. die argentinische Pianistin Martha Argerich, die Pianistin und Professorin an der Musikhochschule Karlsruhe, Sontraud Speidel sowie die japanische Pianistin Mitsuko Uchida.

(nach Wikipedia)

einen wunderbaren Überlick gibt es seit einiger zeit wieder bei der Deutschen Gramophon in einer preisgünstigen Box.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hAZOSBL4L._SL500_AA300_.jpg

:down :down :down


...auch ich besitze diese wunderbare Box und darf stellvertretend für all diese wunderbaren Einspielungen eine nennen, die mich seit frühester Jugend begleitet:
das Scherzo e-moll op.16 von Mendelssohn, welches Askenase mit unnachahmlicher Eleganz zum besten gibt !

:beer
Amadé (28.04.2012, 17:51):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51TyD3BefnL._SL500_AA300_.jpg

Mit dieser Aufnahme lernte ich Chopins Preludes kennen, ich besitze die LP auch heute noch. Später konnte ich ihn noch live hören.

GRuß Amadé
Jeremias (28.04.2012, 22:57):
Mein Vater schwärmte mir einst von seinen Klavierabenden vor. Ich habe dann immer, wenn ich in Antiquariaten war, nach seinen LP geschaut und u.a. in Südengland gekauft....
Lucanuscervus (30.04.2012, 11:44):
http://i.ebayimg.com/00/s/NjAwWDgwMA==/$%28KGrHqJHJCgE9!MFGW2FBPVhEm,guQ~~60_75.JPG


durch diese herrliche LP , auf der u.a. auch Mendelssohns Scherzo op.16 zu hören ist,

bin ich als Kind erstmals in Kontakt mit Askenase und auch anderen Pianistengrössen gekommen
(Wilhelm Kempff, Christoph Eschenbach, Jörg Demus, Paul Badura-Skoda, Aloys und Alfons Kontarsky , Sviatoslav Richter) . . .

besitze sie selbstverständlich heute noch...


:hello