(* 9. Dezember 1915 in Jarotschin, Provinz Posen; † 3. August 2006 in Schruns, Österreich)
Ich weiß, dass es einen Thread zu ihrem Tode gibt. Aber ich denke, dass sie auch einen eigenen verdient, in dem es weniger um sie als Persönlichkeit gehen sollte, sondern mehr um die Besprechung einzelner Aufnahmen und ihrer besonderen Bedeutung innerhalb der klassischen Musik.
Elisabeth Schwarzkopf ist mit Sicherheit, wie auch immer man zu ihr steht, eine der wichtigsten Künstlerinnen der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, auch wenn ihre ersten Aufnahmen vor 1945 entstanden sind.
Nach ihren eigenen Aussagen wurde ihre Stimme während des Gesangsunterricht bei Lula Mysz-Gmeiner, der späteren Schwiegermutter von Peter Anders, fast ruiniert. Erst Maria Ivogün entdeckte ihre richtige Stimmlage und unter deren Ehemann nahm sie auch erste Aufnahmen mit Liedern auf. Aus einem sozialdemokratischen Elternhaus stammend, nahm sie wohl durchaus im Dritten Reich Chancen war, voranzukommen. Wie auch immer das im Einzelnen ausgesehen haben mag.
Nach 1945 wurde sie jedenfalls von Walter Legge, dem damals wichtigsten EMI-Produzenten in Wien entdeckt, der sie formte und sie zu der Sängerin machte, die wir auch heute noch kennen, bewundern oder verabscheuen.
Elisabeth Schwarzkopf ließ und lässt interessanterweise die Gemüter auch heute noch nicht kalt. In der Folge von Legges Entdeckung, Förderung und Beherrschung entstand eine Sängerin, ein 'Kunstprodukt' würden manche sagen, die sich auf wenige Partien bei Live-Auftritten beschränkte, v.a. im Mozart-, Strauss-Bereich. (Was übrigens ihrer wohl recht kleinen Stimme auch geschuldet sein mochte.) Daneben stand aber immer und das mit Nachdruck die Liedsängerin. Und hier (und nicht nur hier) hat sie wohl Unglaubliches geleistet, hat den Liedgesang in alle Welt getragen und hat verzweifelt daran gearbeitet, ihn populär zu machen und ihm die Geltung zu verschaffen, die ihm, mit Sicherheit, gebührt.
Aber gerade da, ebenso wie im Opernbereich, wird das deutlich, was viele ihr ankreiden. Einerseits die extreme Betonung der Konsonanten um die Wortdeutlichkeit zu erhöhen, andererseits der geradezu verzweifelte Versuch, jeder Nuance in Wort und Ton die entsprechende Bedeutung zu geben. Das führte für manche zu einem unerträglichen Manierismus, für andere aber zu dem Liedgesang überhaupt.
Persönlich ist sie für mich einerseits geradezu eine Hohepriesterin des Gesangs, eine Art Vestalin, die das Feuer der reinen (ihrer reinen) Kunst hütet und andererseits wirklich eine der größten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts. Eine Sängerin, deren Timbre mich zunächst ob der unglaublichen Schönheit sofort gefangen nimmt. Darüber hinaus eine Künstlerin, die mich immer wieder aufgrund ihrer Interpretationen, ihres Ausdrucks packt, trifft und überwältigt.
Ich liebe die Schwarzkopf fast so wie die Callas. Ich denke aber, dass ich bei beiden auch ihre jeweiligen Schwachpunkte bemerke und (unter Schmerzen) anerkenne.
Wo fange ich an bei den maßstabsetzenden Interpretationen, bei den Aufnahmen, die ich für unverzichtbar halte. Natürlich die Rosenkavalier-Marschallin (obwohl schlecht dokumentiert: einerseits zu früh, andererseits zu spät), dann die Figaro-Gräfin, die Cosí, Elvira, Ariadne, Capriccio-Gräfin, Arabella, aber auch die Bachkantaten, die Lieder. Die Lieder!!! Hier liebe ich v.a. Mahler und Brahms, aber natürlich auch Strauss und Schubert. Und Wolf!!!
Vielleicht kommt Kunst von künstlich. Dieser Moment, in dem ein hochgradig künstlicher Vortrag in reine Emotion umschlägt. Und wenn das richtig ist, war die Schwarzkopf vielleicht eine der größten Künstlerinnen des letzten Jahrhunderts!
Falstaff (12.02.2017, 01:25):
Schwarzkopf, Ludwig, Stich-Randall, Edelmann, Wächter Philharmonia Orchestra Herbert von Karajan, 1956
Eine durchaus bewundernswerte Aufnahme (auch wenn Stich-Randall das süchtig machende Terzett durch ihre harschen Töne ziemlich ruiniert), aber Schwarzkopf ist hier, so faszinierend und bewegend ihr Porträt auch immer ist, ausdrucksmäßig noch nicht da angelangt, wo sie noch hinkommen wird. Vor allem ihre Monolog-Aufnahmen für die TV-Sparte der BBC ein paar Jahre später zeigen, was sie noch erreichen wird. Trotzdem eine unverzichtbare Aufnahme einerseits für Rosenkavalier- wie auch Schwarzkopf-Fans.
Falstaff (12.02.2017, 01:37):
Schwarzkopf, Schock, Seefried, Streich, Dönch Philharmonia Orchestra Herbert von Karajan, 1954
Eine meiner liebsten Aufnahmen mit der Schwarzkopf. Angefangen von der zickigen Sängerin im Vorspiel (wie es vielleicht nur Schwarzkopf so konnte) bis hin zur hoheitsvollen, pathetischen, immer auch Theater spielenden Ariadne im eigentlich Stück. Dann ein wirklich überzeugender und mitreißender Schock, die wunderbare Seefried (Gott, man möchte auch noch einmal so jugendlich-emphatisch sein. :D ) und die Streich in einer Zeit, bevor Gruberova es uns zeigte, dass man es noch besser singen kann. Dazu Karajan in seiner EMI-Zeit, als sein späterer Wohlklangs'wahn' noch gebremst war.
Ich weiß nicht, wo ich mit dem Schwelgen anfangen soll.
Übrigens hat sie diese Partie wohl nie auf der Bühne vollständig gesungen. Wie gesagt, sie hatte nicht die größte aller Stimmen.
Falstaff (12.02.2017, 01:55):
Schwarzkopf, Seefried, Güden, Schöffler, Kunz Wiener Philharmoniker Wilhelm Furtwängler, 1953
Schwarzkopf mit dem Dirigenten, den sie später für den Größten erklärte. Wohl um Karajan noch ordentlich ein auszuwischen. Warum auch immer. Dies ist ein Figaro auf deutsch, was mich persönlich nicht stört. Schwarzkopf ist überwältigend. Hier hat eine Figur ihre Interpretin gefunden. Das hat Adel, aber auch Gefühl. Und es hat v.a. einen wunderbaren Gesang. Bis hin zu einem beeindruckenden Triller am Ende von 'Wo Susanna nur bleibt - Wohin seid ihr...'. Das Ensemble besteht aus den besten Wiener Kräfte der damaligen Zeit und das sagt schon eine ganze Menge. Und Furtwängler ist, wie immer, bei Mozart ganz speziell. Weit entfernt von jedem HIP-Klang ist er aber trotzdem voll, rund, lebendig, warm, engagiert, mitfühlend, mitleidend. Jedenfalls ganz weit entfernt von dem manchmal recht biederen Sound in dem man Mozart in den 50iger Jahren präsentierte.
Falstaff (12.02.2017, 02:09):
Schwarzkopf, Gedda, Steffek, Wächter Philharmonia Orchestra Lovro von Matacic, 1963
Mal eine ganz andere Seite der Schwarzkopf. Eine der sogenannten 'Champagner-Operetten'. Exquisit besetzt. Hochglanz sozusagen. Und es funktioniert. Das macht Laune, bringt Spaß, zeigt einem, wie gut Operette auch sein kann. Zehn Jahre früher hat sie die 'Lustige Witwe' schon einmal eingespielt. Wieder mit Gedda, aber damals mit Erich Kunz und unter Otto Ackermann. Das klang und klingt alles natürlicher und ohne die bekannten Manierismen der späteren Aufnahme. Aber ich finde, es ist egal, welche Aufnahme man wählt. Bei beiden wird man bestens unterhalten (und das ist eine ganze Menge!). Dank auch an Gedda, der einfach zum Niederknien ist. :down :down :down
Cavaradossi (12.02.2017, 08:43): Hallo, Falstaff!
Mit dem Thema Elisabeth Schwarzkopf stößt Du bei mir offene Türen ein.
Ich weiß, die Sängerin ist noch heute heiß umstritten, aber an Stimmkultur und Schöngesang bleibt sie für mich in der allerobersten Liga. Ihre sogenannten "Manierismen" sind nach meiner Meinung von ihren Gegnern künstlich hochgespielt worden, statt sich auf ihre reine Gesangskultur zu fokussieren. Die von Dir genannten GA habe ich alle, und noch jede Menge mehr, denn wo Elisabeth Schwarzkopf oder Nicolai Gedda draufsteht, da konnte ich nie widerstehen. Und wenn sie dann noch zusammen auftraten, wie in den legendären Operetten-Aufnahmen aus den frühen 1950ern, mit Karajan und Ackermann, oder dem wunderbaren "Barbier von Bagdad" von Cornelius, dann war das Hörglück schier vollkommen. Ich möchte hier folgende CD anpreisen, die Jürgen Kesting in seinem Werk "Die großen Sänger" einmal als die "schönste Operettenplatte aller Zeiten" gepriesen hat:
Sie stammt aus der Steinzeit der Stereophonie, ist aber klanglich erstaunlich gut geraten. Mit dem Dirigenten Otto Ackermann und dem damals unvergleichlichen Philharmonia Orchestra London ist diese Aufnahme aus dem Jahr 1957 nicht zu toppen. Daß Schwarzkopfs Ehemann Walter Legge als Produzent fungierte, brauche ich eigentlich gar nicht zu erwähnen.
LG, Cavaradossi
palestrina (12.02.2017, 09:08):
Schwarzkopf, Seefried, Güden, Schöffler, Kunz Wiener Philharmoniker Wilhelm Furtwängler, 1953
Schwarzkopf mit dem Dirigenten, den sie später für den Größten erklärte. Wohl um Karajan noch ordentlich ein auszuwischen. Warum auch immer. Dies ist ein Figaro auf deutsch, was mich persönlich nicht stört. Schwarzkopf ist überwältigend. Hier hat eine Figur ihre Interpretin gefunden. Das hat Adel, aber auch Gefühl. Und es hat v.a. einen wunderbaren Gesang. Bis hin zu einem beeindruckenden Triller am Ende von 'Wo Susanna nur bleibt - Wohin seid ihr...'. Das Ensemble besteht aus den besten Wiener Kräfte der damaligen Zeit und das sagt schon eine ganze Menge. Und Furtwängler ist, wie immer, bei Mozart ganz speziell. Weit entfernt von jedem HIP-Klang ist er aber trotzdem voll, rund, lebendig, warm, engagiert, mitfühlend, mitleidend. Jedenfalls ganz weit entfernt von dem manchmal recht biederen Sound in dem man Mozart in den 50iger Jahren präsentierte. Hallo Falstaff, so liest man sich wieder ;) , bei deinem Posting über diese Aufnahme musste ich an den guten Karl Löbl denken .. Furtwängler macht aus dem Figaro eine Revolutionsoper wie den Fidelio: Breit und wuchtig werden deren Gedanken verkündet und auch die Gefühle der Protagonisten. Wenn schon Figaro mit Schwarzkopf, dann den mit Karajan, der ist spritzig und pointiert! :)
(Ohne Secco Rezitative) Gesanglich ist bei der Karajan Aufn. alles zum besten bestellt, bei Furtwängler sehe ich einen Schwachpunkt bei der Güden als Cherubino, da ist bei Karajan die Jurinac um längen besser, auch Londons Graf ist ausdrucksvoller als Schöffler, Kunz und die Seefried sind ideal besetzt. Du weißt ja, mit Furtwängler ist bei mir nicht viel zu holen, ich mag diesen Breitwandsound nicht so sehr!
Viel Freude dir hier im Forum! LG palestrina
Falstaff (12.02.2017, 21:06): Hallo Falstaff, so liest man sich wieder ;) Schön, lieber Palestrina, dass wir uns hier wiedertreffen. :hello Als alter Furtwänglerianer kann ich natürlich mit seiner Sicht ordentlich etwas anfangen. Aber ich kann verstehen, dass man gerade bei seinem Mozart heutzutage Schwierigkeiten hat. Den Karajaan kenne ich natürlich auch. Und obwohl ich mit vielen seiner, v.a. späteren Aufnahmen Probleme habe, schätze ich die Opern aus den Fifties, die er für die EMI gemacht hat, in der Regel sehr.
Dies ist aber z.B. solch ein Fall, bei dem ich immer Cantelli vorziehe, auch wenn ich Simoneau weitaus mehr schätze als Alva. (Wobei, nichts gegen Alva. :) )
Falstaff (12.02.2017, 21:21):
Eine Aufnahme, die ich rückhaltlos liebe. :down :down :down Grandiose Sänger, einer besser als der/die andere, überstrahlt von dem großartigen Singschauspieler Gobbi und Karajan, der die Partitur funkeln und glänzen lässt. Und über allem das Genie Verdi.
Zum Glück ist seit einiger Zeit auch die dazugehörende Salzburger Produktion verfügbar. Für Fans der Heiligen Elisabeth natürlich ein Muss. :)
palestrina (13.02.2017, 00:45):
Angefangen von der zickigen Sängerin im Vorspiel (wie es vielleicht nur Schwarzkopf so konnte) Hier konnte sich dann die Schwarzkopf mal selbst spielen ! ;) Für Fans der Heiligen Elisabeth natürlich ein Muss. :) Na ja, HEILIG war sie ja nun nicht gerade, musst ja nicht gleich so übertreiben ! :ignore :sleeping:
LG palestrina
Falstaff (13.02.2017, 00:52):
Angefangen von der zickigen Sängerin im Vorspiel (wie es vielleicht nur Schwarzkopf so konnte) Hier konnte sich dann die Schwarzkopf mal selbst spielen !Für Fans der Heiligen Elisabeth natürlich ein Muss. :)
Das unterschreib ich sofort. Einfach war sie mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil. :D Aber vielleicht gelingt ihr deshalb diese Zeile so unübertrefflich gut.
Falstaff (13.02.2017, 21:22):
Ein absolutes Highlight ihrer Diskographie ist mit Sicherheit diese Aufnahme. Ich gebrauche den Begriff selten, aber dies ist wohl wirklich Referenz. Es macht sich eben bemerkbar, wenn Sänger zusammen agieren, die sich teilweise über Jahre kennen, die aufeinander hören, eingehen, die sich künstlerisch verstehen. Und wenn dann noch die entsprechenden Produktionsbedingungen hinzukommen. Und natürlich ein Dirigent, der ganz aus der Musik heraus und mit einer fühlbaren Liebe zu dieser Musik arbeitet.
Schwarzkopf ist exzellent, ihr Schluss ein Stück für die einsame Insel. Ein Traum. :down :down :down
Falstaff (14.02.2017, 00:32):
Eine durchaus umstrittene Aufnahme. Und ohne Zweifel ist die Schwarzkopf als Hänsel eine zunächst befremdenden Wahl. (Die Grümmer als Gretel vielleicht durchaus auch.) Aber ich mag einfach die Idee, das Kunst von künstlich kommt. Das ist kein naturalistischer Hänsel. Das ist ein vordergründig ein Kunstprodukt. Aber hier zeigt sich eben die überragende Qualität der Schwarzkopf. Sie schafft es eben, wie auch Sir John Gielgud auf der Sprechbühne, ihre durchaus vorhandene Künstlichkeit umschlagen zu lassen in tiefe Emotion. Sie ist kein Hänsel, sie gibt vor, einer zu sein und das mit großem Effekt. Oper als Kunstprodukt. Nicht als Nachahmung irgendeiner vermeintlichen Realität. Was bei diesem Märchen sowieso nicht funktionieren würde.
Hosenrolle1 (14.02.2017, 00:58): Kleine Korrektur: Schwarzkopf singt hier die Gretel, nicht den Hänsel :)
LG, Hosenrolle1
Falstaff (14.02.2017, 01:20): Sorry, aber laut CD singt sie hier den Hänsel.
Hosenrolle1 (14.02.2017, 01:22): Das ist ein Druckfehler. Vielleicht kam der Schreiber da mit den beiden Elisabeths durcheinander. Schwarzkopf singt definitiv die Gretel in dieser Aufnahme. (Auch in der 1954er Aufnahme, erneut unter Karajan in italienischer Sprache). Ich habe die Aufnahme selbst :)
LG, Hosenrolle1
Falstaff (14.02.2017, 01:41): Das ließ mir doch keine Ruhe. Ich befürchte du hast recht. Wie peinlich - für mich. :) Es rächt sich eben, wenn man die Aufnahme lange nicht gehört hat.
Aber was ist nur aus dem EMI geworden? :D Solch ein Fehler.
So, nun muss ich aber wirklich in die Heia. Tschüß so lang. :hello
Cavaradossi (14.02.2017, 09:28): Aber was ist nur aus dem EMI geworden? Solch ein Fehler. Hallo Falstaff,
es kam, wie es kommen mußte: die EMI ist seit 2012 pleite! Der US-Konzern Warner Bros. hat die gesamte Klassiksparte aufgekauft und vertreibt sie nun unter dem Label "Warner Classics". Doch ich denke, daß auch Du davon gehört hast. Nun zu Karajans "Hänsel und Gretel". Auf der Rückseite der von der zuerst abgebildeten Box ist die Rollenverteilung korrekt angegeben: Hänsel: Elisabeth Grümmer Gretel: Elisabeth Schwarzkopf Umgekehrt würde es ja auch keinen Sinn machen; beide sind zwar exzellente Künstlerinnen, aber weder Hänsel noch Gretel. Und Schwarzkopf mit dem deutlich helleren Timbre als Hänsel, das wäre fast schon grotesk. Ich habe übrigens die ältere Ausgabe mit dem Falschdruck. Es ist mir, ehrlich gesagt, bis heute nicht aufgefallen.
Ich wollte das Bild hier einstellen, ist aber so groß geworden, daß ich es lieber gelassen habe. Verkleinert habe ich es nicht bekommen, - bin eben ein PC-Muffel ....
Die Aufnahme aus 1953 ist übrigens ein Juwel. Kein Geringerer als Carlos Kleiber hat einmal gesagt, daß er, wenn er wählen müßte, diese und keine andere mit auf "Desert Island" mitnehmen würde.
Auf die Callas komme ich später zurück.
LG, Cavaradossi :hello
Cavaradossi (14.02.2017, 09:33): So, jetzt habe ich doch noch eine korrekte CD-"Rückseite" gefunden, von einer weiteren EMI-Ausgabe, da sind die Rollen richtig verteilt:
Aber das hat die EMI auch nicht mehr retten können ......
Hosenrolle1 (14.02.2017, 12:27): Ich wollte das Bild hier einstellen, ist aber so groß geworden, daß ich es lieber gelassen habe. Verkleinert habe ich es nicht bekommen, - bin eben ein PC-Muffel .... Das ist nicht schwer! Füg einfach das Bild ein, dann klicke darauf, so dass es markiert wird. Am rechten unteren Eck des Bildes hast du dann ein kleines Kästchen, mit dem du, wenn du es nach innen oder außen ziehst, das Bild größer oder kleiner machen kannst :)
LG, Hosenrolle1
Falstaff (14.02.2017, 12:40): Ich habe übrigens die ältere Ausgabe mit dem Falschdruck. Es ist mir, ehrlich gesagt, bis heute nicht aufgefallen. Lieber Cavaradossi, genau die habe ich auch und auch ich habe es nie bemerkt und deshalb gestern, nach langen Jahren.... ;( ;)
Cavaradossi (14.02.2017, 15:34): Lieber Cavaradossi, genau die habe ich auch und auch ich habe es nie bemerkt und deshalb gestern, nach langen Jahren.... ;( ;) Hallo Falstaff,
das kommt davon, wenn man zu viele CDs bunkert! Ich besitze die alte CD-Ausgabe von 1988 seit mindestens 20 Jahren, hatte sie aber bereits auf LP. Ich habe die CDs höchstens zweimal durchgespielt, und das ist bestimmt auch schon wieder fast 15 Jahre her. Habe mir die Box jetzt mal herausgelegt, es muß ja nicht unbedingt zu Weihnachten sein .... Da kommt man vor lauter Familie sowieso zu nix!
Falstaff (14.02.2017, 20:55): Habe mir die Box jetzt mal herausgelegt, Genau das habe ich auch gemacht. LG Falstaff
Hosenrolle1 (14.02.2017, 21:03): @Cavaradossi: du erwähntest eine HUG-Vinylbox der 1953er Aufnahme.
Ich habe sie zweimal auf Vinyl; hast du auch eine der beiden?
Seinerzeit bei Saturn Köln (Tempi passati!) erworben, aber ich mußte sie leider auslagern, um Platz für immer neue CDs zu schaffen. Seitdem stehen Hunderte von LPs im (zum Glück trockenen) Keller, in Kisten gut verpackt. Ist zwar schade, aber die Sammelwut hat dazu geführt.
Hosenrolle1 (15.02.2017, 13:38): Naja, nimms nicht so tragisch. Die beiden LPs die ich habe taugen überhaupt nichts. Die linke stammt aus den 70ern und wurde fürchterlich remastered, die Musik klingt leise, die Stimmen zu laut und unnatürlich blechern, die rechte stammt aus den 50ern und klingt extrem dumpf. Da ist man mit der EMI-CD Box (Great Recordings of the Century) am besten dran. :)
LG, Hosenrolle1
Falstaff (18.02.2017, 00:30): Eine Aufnahme, die es, so weit ich weiß, noch nie zu CD-Ehren gebracht hat, die aber für mich mit absoluter Sicherheit etwas für die einsame Insel wäre, ist diese hier:
https://www.youtube.com/watch?v=djW70KJHMhg
Wilhelm Schüchter dirigiert 1952 das Hamburger Rundfunkorchester bei dieser Arie aus der 'Toten Stadt' von Korngold.
auf dieser CD findest Du bei Track 8 die Arie aus der "Toten Stadt" (obwohl Korngold nicht auf dem Cover vermerkt ist):
Elisabeth Schwarzkopf zum 100. Geburtstag. Bei jpc gibt es sogar eine Hörprobe. Das Label nennt sich "Forlane" (Classic Center Kassel). bei Amazon findest Du das Album, wenn Du "Schwarzkopf Korngold" eingibst.
Schönen Tag und LG :hello Cavaradossi
Falstaff (19.02.2017, 23:57): Lieber Cavaradossi, you made my day! :beer LG Falstaff
Cavaradossi (20.02.2017, 10:07): Lieber Falstaff,
es freut mich, daß ich Dir einen nützlichen Tip geben konnte. Ehrlich gesagt, ich als eingefleischter Schwarzkopf-Fan wußte bis dato nichts von einer Aufnahme aus der "Toten Stadt", aber Du hattest mich neugierig gemacht, und so habe ich ein bißchen herumgestöbert und wurde mit mehr Glück als Verstand fündig. Ich habe die Arie bisher nur von Lotte Lehmann (1924) und in der Leinsdorf-GA von 1975 mit Carol Neblett. Ich überlege nun, ob ich mir das Album kaufen soll (obwohl ich bestimmt fast alles andere daraus schon sonstwo habe). Mal sehen ....
LG, Cavaradossi
Falstaff (20.02.2017, 23:00): Lieber Cavaradossi, da bin ich schon ein wenig weiter. :) Ich habe es sofort bestellt. Knapp 9,- € beim Urwaldfluss - da konnte ich nicht widerstehen.
LG Falstaff
Cavaradossi (21.02.2017, 10:26): Knapp 9,- € beim Urwaldfluss - da konnte ich nicht widerstehen. Guten Morgen Falstaff,
gratuliere zu Deinem Kauf! Weißt Du, es geht mir weniger um die paar Euronen, der Platz macht mir zu schaffen. Bei mir stapeln sich die (mangels Zeit) ungehörten CDs, und es kommen immer noch mehr .... und kein Mensch in meiner Familie außer mir hat Interesse daran. Von Schwarzkopf habe ich eine große Sammlung, und wie ich feststellen konnte, sind auf dieser Doppel-CD außer dem Korngold fast nur Sachen, die ich schon habe. Deshalb zögere ich noch. Übrigens, ich war ganz erstaunt, daß Schwarzkopf Aufnahmen mit Schüchter gemacht hat, und das auch noch im Hamburg! Sie tummelte sich ja meist in London (oder im Sommer in Salzburg) herum und machte ihre Aufnahmen mit ihrem Walter. Schüchter war in den 50ern der Hausdirigent des Kölner EMI-Ablegers Electrola und war selten in London zu finden. Ihn bringe ich viel mehr mit Köth, Metternich, Cordes und Frick in Verbindung. Vielleicht kannst Du mir helfen, wie diese Aufnahme zustande kam. Ich finde sie übrigens selbst in meinen ältesten Prospekten und Katalogen (die reichen zurück bis 1959) nicht. Deshalb war mir ganz neu, daß Elisabeth Schwarzkopf die tote Stadt besungen hat.
Schönen Tag und LG :hello Cavaradossi
Falstaff (22.02.2017, 00:20): Lieber Cavaradossi, im Moment weiß ich auch noch gar nichts über diese Aufnahme, denke aber, dass das Beiheft einiges dazu sagen wird. Sobald das Ding ankommt, was aber noch dauern wird, reiche ich die Infos nach.
LG Falstaff
Cavaradossi (22.02.2017, 11:29): Lieber Falstaff,
lass Dir ruhig Zeit und genieße zunächst einmal die neue CD. Ich befürchte ohnehin, dass das Beiheft nicht viel an Informationen hergibt, wie das meist bei diesen Lizenzausgaben der Fall ist. Ich habe schon mal in meiner umfangreichen Schwarzkopf-Biographie geblättert, aber nichts über Aufnahmen mit Schüchter in Hamburg gefunden. Doch vielleicht löst sich das Rätsel ja doch irgendwann.
Schönen Tag und LG :hello Cavaradossi
Falstaff (01.03.2017, 22:54):
Lieber Cavaradossi, heute ist die CD gekommen. Der Korngold scheint in Hamburg während eines Konzertes aufgenommen worden zu sein. Jedenfalls wird es als 'Live-Aufnahme' bezeichnet. Allerdings sind kein Applaus oder Publikumsgeräusche zu hören. Aus der selben Aufnahmesitzung/ dem selben Konzert ist dann auch noch 'Porgi amor' vorhanden, eine Aufnahme die ich überhaupt nicht kannte. Toll ist ein Paganini-Potpourri von 1939 mit Rupert Glawitsch. Interessant werden sicherlich Wolf-Lieder von '58 mit Raucheisen. Ansonsten ist es v.a. Bekanntes.
LG Falstaff
Cavaradossi (02.03.2017, 11:24): Lieber Falstaff,
zunächst freue ich mich, daß die CD-Box gut bei Dir angekommen ist. Ich wünsche Dir viel Freude damit. Danke für Deine Informationen, ich hatte es mir ähnlich gedacht. Du wirst mir sicher Deine weiteren Eindrücke schildern, eventuell kaufe ich mir sie dann doch noch. Ich bin gespannt, wie Dir die Wolf-Lieder gefallen werden.
LG :hello Cavaradossi
Falstaff (03.03.2017, 00:10): Lieber Cavaradossi, es scheint von der Kombination Schüchter-Schwarzkopf noch mehr zu geben. Hier ein Tristan-Ausschnitt mit Ludwig Weber von 1951. Schwarzkopf als Brangäne!!!??? Jedenfalls in London aufgenommen.
https://www.youtube.com/watch?v=L2M50Wekqwk
LG Falstaff
Cavaradossi (03.03.2017, 19:12): Hallo, Falstaff,
danke für den Tristan-Ausschnitt. Habe ihn eben angehört. Ich denke mal, Schwarzkopf macht ihre Sache gut, wenn es auch nicht ihr Kernrepertoire ist. Nun muß ich gestehen, Wagner ist nicht so sehr mein Ding, vor allem nicht die Opern ab Tristan. Übrigens habe ich heute eine Rysanek-CD ausgegraben, da sind u.a. Ausschnitte drauf aus dem Holländer, Arabella, Rosenkavalier, Tiefland, alle mit dem Philharmonia Orchestra London unter Wilhelm Schüchter (die Aufnahmen wurden 1952 gemacht). Schüchter ist also zu dieser Zeit auch in London tätig gewesen, was ja auch aus dem Tristan-Ausschnitt mit Weber/Schwarzkopf ersichtlich ist. Den Holländer singt übrigens Sigurd Björling.
Schönen Abend, Cavaradossi
Falstaff (04.03.2017, 01:44): Lieber Cavaradossi, das war wirklich nicht das Repertoire der Schwarzkopf. Keine Ahnung, was sie bewog, da mitzumachen. Höchstwahrscheinlich ihr Göttergatte. :)
Die Rysanek-CD klingt interessant. Kannst du hier ein Bild einstellen?
LG Falstaff
Cavaradossi (04.03.2017, 10:52): Lieber Falstaff,
das mache ich gerne, hier ist es:
Leider ist das Bild ziemlich verwackelt (ich habe es bei Amazon kopiert), die Aufnahmen sind es zum Glück nicht! Die Rückseite mit den Tracks konnte ich nicht finden, deshalb hier kurz der Inhalt der CD:
1. "Holländer": Johohohe! Traft ihr das Schiff 2. dto. Wie aus der Ferne längst vergang'ner Zeiten (mit Sigurd Björling) 3. dto. Wirst du des Vaters Wahl (mit S. Björling) 4. "Arabella": Das war sehr gut, Mandryka 5. "Rosenkavalier": Da geht er hin 6. dto. Die Zeit, die ist ein sonderbar Ding 7. dto. Mein schöner Schatz 8. dto. Ich werd' jetzt in die Kirchen geh'n (mit Elisabeth Grümmer) 9. dto. Marie Theres'! Hab' mir's gelobt (mit Grümmer und Erika Köth) 10. "Tiefland": Ich weiß nicht, wer mein Vater war 11. "Die Macht des Schicksals": Frieden, mein Heiland 12. "Aida": Bald kommt Radames 13. dto. Es hat der Stein sich über mir geschlossen (mit R. Schock) 14. dto. Leb wohl, o Erde (mit Schock und Sieglinde Wagner) Philharmonia Orchestra London (1-4, 10) Berliner Philharmoniker (5-9) Berliner Symphoniker (11-14) Dirigent: Wilhelm Schüchter. Die Tracks 5-9 stammen aus dem bekannten Electrola-Querschnitt von 1955, alle übrigen Aufnahmen wurden 1952 gemacht. Der Klang ist in allen Fällen gutes Mono. Als Rysanek-Recital nach meiner Meinung gut geeignet. Ich habe Rysanek übrigens u.a. auch in der Dorati-GA des "Holländer" (Decca) von 1961, da gefällt sie mir als Senta noch eine Spur besser (vielleicht liegt das aber nur am besseren (Stereo-)Klang. Sehr zu empfehlen ist auch die GA des "Othello" unter Tullio Serafin (RCA) mit Jon Vickers und Tito Gobbi.
Einen schönen Tag :hello Cavaradossi
Falstaff (07.03.2017, 20:53): Alles klar, lieber Cavaradossi, jetzt weiß ich Bescheid.