Erfahrungen mit Class D-Verstärker

ab (04.09.2008, 15:13):
hat irgend jemand von euch bereits Hör-Erfahrungen mit einem Class D-Verstärker gemacht?

:hello
Cetay (inaktiv) (05.09.2008, 12:49):
Bisher noch nicht, aber da ich nach wie vor auf der Suche nach einem hochwertigen Playbacksystem bin und Class-D einige einleuchtende Vorteile bietet, will ich mich mal umhören. Diese Lösung wird oft in Billigkomponenten eingesetzt, deshalb ist der Ruf nicht der allerbeste - wie meistens im Digitalbereich sollen Zeitfehler dem Klang den Garaus machen. Onkyo hat das System mit patentierten Lösungen weiterentwickelt und auch in audiophilen Kreisen aufhorchen lassen. Oft fällt das Wort "Feindynamik" - für mich eines der wichtigsten Kriterien für eine emotional ansprechende Musikwiedergabe.
Mal sehen, wann ich zu einer Hörsitzung komme...
ab (16.09.2008, 00:37):
Mein Bruder hat sich nun selbst einen zusammengebastelt, indem er jene Komponenten bestellt hat, die so in der Literatur am hochwertigsten beschrieben werden. Ich selbst kam leider noch nicht in den Hörgenuss. Er sagte, dass die Widergabe so enorm verzerrungsfrei ist, dass er nun selbst sämtliche Einstrahlungen hören kann, selbst wenn er nur das (zu lange) Boxenkabel 5 cm anhebt oder absenkt!

Der Klang sei "very clean". Das Wichtigste: Auch schlechteste Aufnahmen, die nun ganz erbarmungslos dem Gehört geliefert werden, nerven nicht: Man könne stundenlang Musikhören ohne Ermüdungserscheinungen. Es werde aber schon auch deutlich, dass die Aufnahmen einfach anders klingen als die Instrumente in Wirklichkeit. Wer gerne schmeichelnd Verzerrungen à la Röhre oder Schallplatte liebt, wird dies womöglich gar nicht so schätzen. Jedenfalls habe man nicht das Gefühl, als dass die Musik aus den Boxen käme, sondern "music is in the air".

Bei nur 0,5 Watt Grundstrom und einem lächerlichen Gewicht ist das schon ein deutlich gringerer Stromverbrauch als bei vergleichbarem Class A, auf dem man bald Spiegeleier braten und beim Transport sich fast einen Bandscheibenvorfall holen könnte. Klanglich wäre jedenfalls Class D dem Class A schon sehr ähnlich, das ja bereits bei der Anschaffung in der Regel locker das Fünfache kostet (es sei denn, man kauft aus Fernost einen Jungson oder einen Dussun).

:hello
Rachmaninov (16.09.2008, 07:14):
Original von ab
Bei nur 0,5 Watt Grundstrom und einem lächerlichen Gewicht ist das schon ein deutlich gringerer Stromverbrauch als bei vergleichbarem Class A, auf dem man bald Spiegeleier braten und beim Transport sich fast einen Bandscheibenvorfall holen könnte. Klanglich wäre jedenfalls Class D dem Class A schon sehr ähnlich, das ja bereits bei der Anschaffung in der Regel locker das Fünfache kostet
:hello

Naja, ein Musical Fidelity Class A Verstärker kostet auch kein Vermögen.
ab (16.09.2008, 21:50):
Original von Rachmaninov
Original von ab
Bei nur 0,5 Watt Grundstrom und einem lächerlichen Gewicht ist das schon ein deutlich gringerer Stromverbrauch als bei vergleichbarem Class A, auf dem man bald Spiegeleier braten und beim Transport sich fast einen Bandscheibenvorfall holen könnte. Klanglich wäre jedenfalls Class D dem Class A schon sehr ähnlich, das ja bereits bei der Anschaffung in der Regel locker das Fünfache kostet
:hello

Naja, ein Musical Fidelity Class A Verstärker kostet auch kein Vermögen.

Na ja, das ist relativ, der Jungson z.B. war unter 800 EUR zu bekommen. Wir haben auch Verstärker über 4.000 EUR angehört, die nicht einmal reine Class-A Verstärker waren, die uns deutlich weniger gefallen haben...

Ich meine aber auch laststabile Verstärker, die bis 2 Ohm oder tiefer problemlos hinunterspielen. (Abstrakt gesprochen, unter einem Eigengewicht von 30 kg braucht man da gar nicht zu suchen anfangen. ;-)