gute Idee einen eigenen Rossini Thread zu starten. Du hast ja einleitend schon erwähnt, dass eine Zeit lang relativ wenig von Rossini gespielt wurde(am wenigsten wohl in den 30er und 40er Jahren). Das musste natürlich auch Auswirkung auf den Sängernachwuchs haben. Wenn ich mir z.B. die Armida von Maria Callas(live1952) anhöre fällt mir folgendes auf : Auf der einen Seite eine unglaubliche Callas auf ihrem stimmlichen Höhepunkt, die nicht nur ihre Koloraturen atemberaubend virtuos und leicht singt, sondern auch mit Ausdruck erfüllt(Sie hat die Partie in nur 5 Tagen gelernt!!! :down). Auf der anderen Seite ihre Tenorpartner die ihren Rollen nicht gewachsen sind, obwohl sie zum Teil die Koloraturen einfach weglassen. So bleibt natürlich vom Zauber der Musik Rossinis wenig übrig :I. 1965 bei einer Aufnahme von Semiramide ein ähnliches Bild: Die Duette und Arien von Sutherland/Horne wurden wohl nie mehr erreicht geschweige denn übertroffen. Der Rest der Besetzung kann dieses Niveau nicht ganz halten (um es vorsichtig zu formulieren). Spätestens seit den 80er Jahren schaut es Gott sei dank anders aus. Tolle Rossinisänger wo man nur hinschaut und wir landen direkt bei einer meiner Lieblingsaufnahmen:
Da die Oper kaum in Opernführern erwähnt wird wollte ich sie ursprünglich im Thread über unbekannt ital. Opern besprechen, aber nun ist sie natürlich hier besser aufgehoben. Als ich die Handlung überflog dachte ich als erstes : HILFE nicht schon wieder ein verliebter Türke(siehe „il turco in italia“ und „l’italiana in algeri“). Meine Bedenken waren allerdings unbegründet weder in der Handlung noch musikalisch ist große Ähnlichkeit mit den beiden älteren Opern vorhanden. Im Gegenteil: wenn man von Rossini nur den Barbier und Cenerentola kennt wird man hier eine ordentliche Überraschung erleben. Die Musik ist wesentlich dramatischer aber trotzdem virtuos und auch bei der Handlung gibt es absolut gar nichts zum Lachen : Es handelt sich um die Belagerung einer venezianischen Kolonie in Griechenland durch die türkische Armee im 15. Jahrhundert, da bleiben Tote nicht aus. Aus der tollen Besetzung ist, wenn überhaupt, der überragende Samuel Ramey herauszuheben. Er demonstriert eine außergewöhnliche Agilität ohne seine klangschöne, kräftige Stimme zurücknehmen zu müssen. Gleichzeitig singt er aber sehr ausdrucksstark, d.h. seine Virtuosität verkommt nie zum Selbstzweck. Anspieltipp: „Sorgete, Sorgete“ oder das Duett mit June Anderson „Anna tu piangi“. Natürlich gibt es auch sonst noch jede Menge schöne Musik, wie z.B. die Szene der Anna mit Chor „Nume, cui’l sole e trono“. Wirklich sehr ergreifend, erinnert mich irgendwie an Verdi.
Viele Grüße Jimi
Ps : Die von dir erwähnte Semiramide-DVD war mir nicht bekannt. Die muss natürlich her. Vielen Dank für den Tipp.
Jimi (21.04.2006, 10:19): Original von Rolf Scheiwiller Guten Morgen Jimi.
Leider ist diese prächtige Aufführung des " Barbiere "aus der MET bis jetzt immer noch nicht auf DVD erschienen. Obwohl ich nicht gerne einen Sopran in der Rolle der Rosina höre. Aber Battle ist wirklich unübertroffen. Auf VHS hatte ich sie mal. Vor etwa 10 Jahren. Aber alle VHS Kassetten sind bei mir längstens ausgemustert.
Den " Ermione " kennen wenige. Die einzige Rossini- Oper mit Chor in der Ouvertüre.
Gruss. Rolf.
Hallo zusammen, hallo Rolf,
Ich glaube wir meinen 2 unterschiedliche Aufnahmen. In der meinen singt neben Blake Luciana Serra die Rosina. Es handelt sich um eine Liveaufnahme aus Turin von 1987, geleitet von Bruno Campanella.
Ich habe im Google „battle blake barbiere“ eingegeben und so bei amazon.com eine DVD gefunden auf die deine Beschreibung passt : Blake, Battle, Dara aus der Met unter Ralf Weikert.
So jetzt muss ich aufhören, ich muss zum “Barbiere“(Zahnarzt). :(
In dieser Diskussion (die ja auch schon seit einem Jahr ein Aschenputtel - oder sollte ich besser sagen -Cenerentola-Dasein fristet) fehlt mir doch eine meiner absoluten Rossini-Lieblingsaufnahmen: Il viaggio a Reims. Das Stück ist vordergründig einzige große, witzige Show, bei genauerer Betrachtung darf das Strück durchaus auch als Allegorie auf die poitische Situation Europas in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstanden werden.
Il viaggio a Reims braucht eine unglaubliche Anzahl ausgezeichneter Sänger. Umso höher ist es Claudio Abbado anzurechnen, dass er es zweimal geschafft hat, diese exquisite Sängerriege zusammenzutrommeln (1985 in Pesaro und daraufhin in Wien). Von der Aufführung in Pesaro existiert eine Aufnahme bei DG und ich kann sie jedem Rossini - Fan nur empfehlen. Wo, bitte schön gibt es sonst ein 14tett (!!!!), das von Lella Cuberli, Cecilia Gasdia, Lucia Valentini-Terrani, Francisco Araiza, Edoardo Gimenez, Enzo Dara, Leo Nucci, Samuel Ramey, Ruggero Raimondi, Giorgio Surjan und Katia Ricciarelli (+ 3 Nebenrollen) bestritten wird? Die Musik ist zwar zum Teil in den Comte d'Ory eingeflossen, bei der Viaggio aber viel raffinierter und witziger eingesetzt. Das 14tett wird dort zu einem Septett (Finale 1. Akt) - auch schön (vor allem mit Bonfadelli, Florez, Todorovich u.a.), aber halt doch nicht ganz das gleiche.
Was soll ich zur Musik sagen? Einfach brillant! Das streiten sich im Sextett zwei Rivalen(Russland und Spanien) in den herrlichsten Melodien um die reiche polnische Witwe, während zwei ältliche Gelehrte das Geschehen kopfschüttelnd und zynisch kommentieren und wohl in Wirklichkeit auch gern mitkonkurrieren würden. Das 14tett habe ich schon erwähnt, zu nennen wäre dann noch das Duett "D'alma celeste oh Dio", die Arie des Don Profondo "Medaglie incomparabile".... , ähem....na, einfach die ganze Oper.
Viel Spaß beim Hören
Werner
Rolf Scheiwiller (15.04.2006, 10:24): Dank des Interesses von unserm Mitglied Jimi soll jetzt und hier über den grossen Opernkomponisten Rossini gefachsimpelt werden.
Er gilt als Genie der heiteren Muse. Dutzende seiner Werke entstanden in wenigen Jahren. Bis er genug vom stressigen Opernbetrieb und launischen Primadonnen hatte.Sein letztes Werk, der " Wilhelm Tell " gilt allgemein als seine bedeutendste Schöpfung auf dem Gebiet der " ernsten " Oper.
Viele seiner Werke werden immer mehr aufgeführt. Dies war nicht immer so. Jahrzehnte lang kannte man nur wenige der Opern.
Dank aussergewöhnlichen Sängerinnen und Sänger wurden nach und nach viele seiner besten Schöpfungen wieder ans Licht geholt. Maria Callas mit" Il Turco in Italia " und " Barbiere ", unvergleichlich interpretiert in der Gesamtaufnahme unter Alceo Galliera. EMI
Oder die phänomenale Amerikanerin Marilyn Horne. Sie brachte Werke zum Leben, mit denen niemand mehr gerechnet hatte. Und hatte jahrzehntelangen, weltweiten Erfolg.
Es gäbe noch vieles zu nennen. Aber das werden wir hier in diesem Thread tun. Nach und nach.
Wo sind die Freunde des " Schwans von Pesaro " wie Rossini auch häufig genannt wird ?
Hier im Forum können sie sich treffen und austauschen!
Es gibt viel über seine herrlichen Schöpfungen zu erzählen.
Rolf.
Rolf Scheiwiller (15.04.2006, 11:26): Hallo Jimi. Nun solls losgehen !
Diese Gesamtaufnahme mit dem ganz jungen Florez hab ich auch. Und die DVD aus dem kleinen Theater vom " Falstaff ". Eine Traumbesetzung ! Ein meisterhaftes Dirigat von Muti.
Das Ganze eine hervorragend gelungene Aufführung. Schöne Farben und Kostüme.
So hab ichs am liebsten. Nur nicht die Musik vergewaltigen mit scheinbar " originellen" Inszenierungen.
Eine grandiose DVD hab ich aus der MET. Von " Semiramide ". Sensationell Horne und June Anderson. Inszenierung Luxus PUR ! Mit Samuel Ramey. Eine Sternstunde des Rossinigesangs.
Aus Schwetzingen ist kürzlich einiges von Rossini auf DVD veröffentlicht worden. Hab ich jedoch nicht. Bei diesen Kurzopern genügt die CD Version. " La Gazza Ladra " kenne ich wie Du einzig mit Gelmetti und Ricciarelli. Bis jetzt gibts nichts besseres.
Hoffe, dass von Florez noch einiges erscheint. Einen " Barbiere " aus Madrid gibts ja seit kurzem. Auf DVD Er singt " Cessa di piu resistere... " im letzten Akt.Toll !
Gruss. Rolf.
PS. Was sind Deine Ansprüche und Vorlieben betr. seines" Barbiere" und der" Italienerin in Algier" sowie der" Cenerentola" ? Ich bin sehr gespannt.
Leider kann ich erst heute antworten. War abwesend.
Ja, diese Rarität hab ich sicher schon über 10 Jahre. Und noch viele andere :
Bianca e Falliero
La Gazzetta
La Pietra del Paragone mit dem blutjungen Carreras in seiner allerersten Schallplattenaufnahme, als er noch unbekannt war.
Tancredi auf DVD mit Daniela Bacellona. Aus Triest. Mit Charles Workmann.
und noch viele andere.
Du sagst, dass Deine Frau William Matteuzzi nicht hören kann. Das gibt es leider öfter bei den Tenören welche Randrepertoire singen. Oder selten die bekannten Opern.
Ich denke an die Amerikaner Charles Workmann oder den berühmten Rockwell Blake. Die haben alle eine phänomenale Technik. Aber keine eigentlich schöne Stimme. Wenn das Timbre nicht schön ist, ist es für einen solchen Tenor schwierig eine Spitzenposition zu erklimmen.
PS. Ja, die männliche Besetzung in " Semiramide " mit Sutherland / Horne ist heillos überfordert. Aber das war ja, bevor der Rossini - Boom richtig begann.
nur keine Eile mit den Antworten, ich lauf schon nicht weg.
Bianca e Faliero find ich toll, die hätte ich als nächstes erwähnt. Ich kenne nur eine Aufnahme von 1986 Pesaro live. Recht viele andere Einspielungen gibt es glaube ich auch nicht. In der Oper gibt es ein wunderbares Quartet (ich glaube im 2.Akt, müsste erst reinhören), dass IMO zu den schönsten Stücken Rossinis überhaupt gehört.
Obwohl ich auch noch einige Raritäten im Regal stehen habe wie z.B.: Torvaldo e Dorliska, Ciro in Babilonia, L’occasione fa il ladro, sind mir die Opern La Gazzetta und La Pietra del Paragone unbekannt (bin gespannt ob meine Frau die kennt).
Die Aufnahmen des jungen Carreras finde ich ganz hervorragend, wie z.b.: Un Giorno di Regno , Il Cosaro(beide Verdi), oder sein Otello(Rossini). Wer ihn nur von seinen späten Aufnahmen kennt, dürfte davon ganz schön überrascht werden(angenehm :D).
Was William Matteuzzi angeht, so hat meine Frau mit seiner Stimme (besser mit dem Timbre) nicht das Hauptproblem, sie stört sich an seiner, ihrer Meinung nach problematischer Koloraturtechnik. Vor allen in den späteren Aufnahmen . Man vergleiche nur „Che ascolto“ aus Otello mit der überragenden Aufnahme von Juan Diego Florez.
In Ermione find ich Matteuzzi recht gut. Er singt u.a. ein tolles Duett mit Chris Merritt(Tenorduett, gibt’s auch nicht so häufig).Ach ja, Ermione ist ja auch noch so eine unterschätzte Rossinioper.
Mit Rockwell Blake hast du natürlich vollkommen Recht. Ich habe einen Barbier mit Ihm, unglaubliche Koloraturen, vielleicht der Tenor mit der größten Agilität überhaupt.
Viele Grüße Jimi
Ps . Barbier, Cenerentola und L’Italiana hab ich nicht vergessen.
Leider ist diese prächtige Aufführung des " Barbiere "aus der MET bis jetzt immer noch nicht auf DVD erschienen. Obwohl ich nicht gerne einen Sopran in der Rolle der Rosina höre. Aber Battle ist wirklich unübertroffen. Auf VHS hatte ich sie mal. Vor etwa 10 Jahren. Aber alle VHS Kassetten sind bei mir längstens ausgemustert.
Den " Ermione " kennen wenige. Die einzige Rossini- Oper mit Chor in der Ouvertüre.
In dieser Diskussion (die ja auch schon seit einem Jahr ein Aschenputtel - oder sollte ich besser sagen -Cenerentola-Dasein fristet) fehlt mir doch eine meiner absoluten Rossini-Lieblingsaufnahmen: Il viaggio a Reims. Das Stück ist vordergründig einzige große, witzige Show, bei genauerer Betrachtung darf das Strück durchaus auch als Allegorie auf die poitische Situation Europas in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verstanden werden.
Il viaggio a Reims braucht eine unglaubliche Anzahl ausgezeichneter Sänger. Umso höher ist es Claudio Abbado anzurechnen, dass er es zweimal geschafft hat, diese exquisite Sängerriege zusammenzutrommeln (1985 in Pesaro und daraufhin in Wien). Von der Aufführung in Pesaro existiert eine Aufnahme bei DG und ich kann sie jedem Rossini - Fan nur empfehlen. Wo, bitte schön gibt es sonst ein 14tett (!!!!), das von Lella Cuberli, Cecilia Gasdia, Lucia Valentini-Terrani, Francisco Araiza, Edoardo Gimenez, Enzo Dara, Leo Nucci, Samuel Ramey, Ruggero Raimondi, Giorgio Surjan und Katia Ricciarelli (+ 3 Nebenrollen) bestritten wird? Die Musik ist zwar zum Teil in den Comte d'Ory eingeflossen, bei der Viaggio aber viel raffinierter und witziger eingesetzt. Das 14tett wird dort zu einem Septett (Finale 1. Akt) - auch schön (vor allem mit Bonfadelli, Florez, Todorovich u.a.), aber halt doch nicht ganz das gleiche.
Was soll ich zur Musik sagen? Einfach brillant! Das streiten sich im Sextett zwei Rivalen(Russland und Spanien) in den herrlichsten Melodien um die reiche polnische Witwe, während zwei ältliche Gelehrte das Geschehen kopfschüttelnd und zynisch kommentieren und wohl in Wirklichkeit auch gern mitkonkurrieren würden. Das 14tett habe ich schon erwähnt, zu nennen wäre dann noch das Duett "D'alma celeste oh Dio", die Arie des Don Profondo "Medaglie incomparabile".... , ähem....na, einfach die ganze Oper.
Viel Spaß beim Hören
Werner
Sarastro (23.03.2008, 21:35): Barbier von Sevilla Den Weg zu Rossinis Opern hatte ich bisher noch nicht gefunden, was aber wohl nur an schierer Unkenntnis lag (und vielleicht auch daran, daß mir auf diesem Gebiet ein paar Mozart-Opern vollauf genügten), denn die Ouverturen gefielen mir schon immer alles in allem sehr gut. Ich habe aber inzwischen eine preiswerte Doppel-CD mit einer Einspielung des Barbiers aus dem Jahr 1950 erstanden (Orchestra sinfonica e coro di Milano della RAI; leider habe ich im Internet kein Bild davon gefunden; italienisches Libretto liegt bei), sie bereits mehrfach angehört, und ich muß sagen: Ich bin hellauf begeistert, sowohl vom Werk an sich mit seinen vielen köstlichen Arien als auch von der Leistung der Interpreten (z.B. in dem großen Duett von Graf und Figaro in der 8. Szene, an dessen Schluß die Liebestrunkenheit des ersteren – "Ah, che d´amore la fiamma io sento" – herrlich mit der Aussicht auf materielle Belohnung beim zweiten – "Delle monete il suon già sento!"– kontrastiert wird). Eindrucksvoll finde ich auch die textlich geschickt aufgebaute Arie des Don Basilio, in der eine Verleumdung sozusagen "analysiert" wird (1. Akt, 12. Szene "La calunnia è un venticello (...)"), und vieles andere mehr. Mir ist natürlich bewußt, daß sich die anderen Rossini-Opern bei nicht speziellen Rossini-Fans weniger Beliebtheit erfreuen als der "Barbier", aber das ist ja egal, ich habe Lust auf mehr bekommen (bei mir, wie immer, eine Frage der Zeit ...).
Grüße, Sarastro
manrico (26.03.2008, 00:38): Hallo Sarastro!
Der "Barbiere" ist schon ein einmaliges Meisterwerk. Jede einzelne Nummer ist ein Juwel. Für mich sind die Highlights das Duett Figaro/Rosina (Dunque io son), das Quintett (Don Basilio!), die Arie der Rosina (Una voce poco fa) und das Terzett (Ah quel colpo inaspettato). Ich nehme an, du hast die Einspielung mit Taddei als Figaro. Das ist eine der wenigen Rollen, in der ich Taddei noch nicht kenne (seinen Simone Boccanegra versuch ich grad zu beschaffen). Wie würdest du die anderen Protagonisten einschätzen?
lg
Werner
Sarastro (28.03.2008, 00:12): Lieber Manrico, jawohl, Taddei singt den Figaro, und zwar ganz ausgezeichnet! Ich finde auch die anderen Sänger gut, soweit ich das subjektiv beurteilen kann (ich bin da kein Experte), nicht zuletzt Carlo Badioli als Bartolo. Köstlich die Arie "A un dottor della mia sorte queste scuse, signorina!" (ich habe aber auch ein gewisses Faible für derartige Arien und diese sprudelnden Wortschwallpartien, wie sie sich im konkreten Fall am Ende finden)! Urkomisch und witzig finde ich etwa auch die Szene im zweiten Akt, wo Bartolo mit zittriger Stimme seine eigenen Vorstellungen von einer Arie (Quando mi sei vicina) zum besten gibt und seiner Freude darüber Ausdruck verleiht (Il cor mi brilla in petto, mi balla il minuetto) - zum Kaputtlachen. Ich habe mir die ganze Aufnahme zu Ostern mindestens dreimal angehört, manche Arien gleich öfters, und bin, wie ich schon sagte, hingerissen!
Herzliche Grüße, Sarastro
PS. Da Du anscheinend daran interessiert bist, diese Einspielung zu erwerben: Ich habe sie für € 6,95 bei der Versandbuchhandlung Rhenania gekauft; zufällig habe ich den Prospekt noch (Katalog Ausgabe 5/2008: Der Klang Kompass; Bestellnr. 642 940; geht auch übers Internet).
palestrina (15.07.2013, 19:44): Stelle mal die neue Einspielung der "Semiramide" hier vor !
Was man da aus Wildbad zu hören bekommt ist absolut allererste Wahl ! :down Meine Begeisterung kennt kaum Grenzen! Alex Penda singt eine Semiramide vom Feinsten und dann Marianna Pizzolato ist ein sehr schöner Contralto , mit satter Tiefe und super Kollaraturen und einer fantastischen Höhe.Die Duett der beiden sind das absolute Highlight der Aufnahme. John Osborn ist ein ausgesprochen guter Rossini Tenor ,der z.B.die erste Arie des Idreno ,sehr gelungen Interpretiert !!!!!! Rossini verlangte von Tenören schon einiges . Und Lorenzo Regazzo ist ein toller Bass , in der anspruchsvollen Partie des Assur ! Es ist immer wieder erstaunlich, was man da in Wildbad für Sänger aufbietet , Spitzenklasse ! Dies konzertante Aufführung lässt keine Wünsche offen! :times10