Maurice inaktiv (17.04.2013, 20:41): Ich vermisse hier auch eine eigene Seite für den großartigen George Gershwin.Immerhin hat er die Grenzen zwischen Klassik und Jazz so eng zusammen gerückt,dass man nur von großer Hochachtung von diesem genialen Komponisten sprechen kann.
Hier seine Biographie,des viel zu jung von uns gegangenen Musikers :
George Gershwin (* 26. September 1898 in Brooklyn, New York City; † 11. Juli 1937 in Hollywood) war ein US-amerikanischer Komponist, Pianist und Dirigent.
George Gershwin wurde 1898 als Jacob Gershovitz (benannt nach seinem Großvater) in Brooklyn, New York City als Kind der russisch-jüdischen Immigranten Morris Gershovitz und Rose Gershovitz (geb. Bruskin) geboren. Diese waren etwa um 1891 in die USA eingewandert.
George hatte zwei Brüder, Ira Gershwin (1896–1983) und Arthur (1900 - 1981), sowie eine Schwester, Frances Gershwin (1906 - 1999). 1910 kauften die Gershwins für die Musikstunden des älteren Sohnes Ira ein Klavier, auf dem aber bald George Gershwin spielte.
Nach zwei Jahren wurde Charles Hambitzer sein Klavierlehrer und blieb bis zu seinem Tod 1918 sein Mentor. Hambitzer lehrte George Gershwin konventionelle Klaviertechniken und ließ ihn die europäischen Meisterwerke spielen. Er ermutigte ihn, Orchesterkonzerte zu besuchen (wobei er zu Hause versuchte, die gehörte Musik am Klavier zu reproduzieren).
Ab 1914 arbeitete George Gershwin als „Hauspianist“ im New Yorker Musikverlag Jerome H. Remick. Seine Aufgabe war es bald, neue Lieder seines Verlages den Bandleadern und Theateragenten vorzuspielen und zu verkaufen. Angeregt durch diese Tätigkeit, versuchte er sich in der Komposition von eigenen Liedern und Tanzstücken.
1916 begann er als Pianist Notenrollen für Elektrische Klaviere zu bespielen, zunächst mit Rags und weiteren Werken anderer Komponisten. Im gleichen Jahr ließ er „When You Want 'Em You Can't Get 'Em“ als erstes Lied veröffentlichen. Trotz des Misserfolgs dieser Komposition wurden einige Broadway-Komponisten auf ihn aufmerksam und benutzten in den kommenden Jahren mehrere seiner Lieder in ihren Musicals.
Sein Ragtime „Rialto Ripples“, ebenfalls 1916 komponiert, wurde ein finanzieller Erfolg. Gershwin studierte in diesen Jahren bei dem Komponisten Rubin Goldmark sowie bei dem Avantgardisten Henry Cowell weiterhin Klavier und bei Edward Kilenyi Harmonielehre, Musiktheorie und Instrumentation. Seine großen Vorbilder waren nun die Broadway-Komponisten Irving Berlin und Jerome Kern, deren Stil er begierig in sich aufsog.
1918 gelang ihm mit dem Lied „Swanee“ der erste USA-weite Hit, der zunächst auf dem Broadway zu seiner Anerkennung als Komponist führte. Er interpretierte seine Klavierkonzerte auch als Pianist.
Auf seiner Europareise 1928 lernte er Igor Strawinsky kennen. Er hatte eine längere Liebesbeziehung mit der Komponistin Kay Swift, mit der er sich auch fachlich austauschte, daneben eine weitere mit der Schauspielerin Paulette Goddard.
Während George Gershwin in Hollywood an der Partitur von „The Goldwyn Follies“ arbeitete, brach er am Flügel zusammen und starb am 11. Juli 1937 um 10:35 Uhr an einem Gehirntumor. Er wurde auf dem „Westchester Hills Cemetery“ in Hastings-on-Hudson (New York) beigesetzt.
Künstlerisches Schaffen und Wirkung
Am 7. Januar 1924 begann Gershwin mit der Niederschrift der Rhapsody für zwei Klaviere. Für die Dauer der Entstehung zog Ferde Grofé bei ihm ein und erstellte aus der Klavierfassung die Partitur für Whitemans Jazzorchester. Sie arbeiteten Hand in Hand, und am 4. Februar war die Rhapsody in Blue fertig, komponiert von George Gershwin und instrumentiert von Ferde Grofé.
Das Konzert von Paul Whitemans Orchester in der New Yorker Aeolian Hall am 24. Februar 1924 war ein historisches Ereignis von immenser Tragweite. Es ging als „Birth of Rhapsody in Blue» in die Geschichte ein.
Bei der Uraufführung war die Crème des musikalischen und gesellschaftlichen New York zugegen, so auch Walter Damrosch als Ehrengast.
So kam es, dass Gershwin kurze Zeit später von der New York Symphony Society den Auftrag erhielt, ein Orchesterwerk zu schreiben. Er sagte ein Klavierkonzert zu und erhielt die Garantie von sieben Auftritten als Solist in New York, Philadelphia, Washington und Baltimore. Er instrumentierte das Konzert selbst. Die Uraufführung seines "Concerto in F" fand am 3. Dezember 1925 in der Carnegie Hall mit dem Komponisten am Klavier unter der Leitung von Damrosch statt.
Gershwin komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. Ab 1931 war er auch für den Tonfilm als Komponist tätig. Zu den meisten Kompositionen von George Gershwin schrieb sein Bruder Ira die Texte.
1924 produzierten George und Ira gemeinsam die Musikkomödie „Lady, Be Good“. Standards wie „Fascinating Rhythm“ und „The Man I Love“ debütierten darin.
Dem folgten „Oh, Kay!“ (1926); „Funny Face“ 1927; „Strike Up the Band“ (1927 und 1930); Girl Crazy (1930), mit dem zum Evergreen gewordenen Lied „I Got Rhythm“; „Of Thee I Sing“ (1931), die erste Musikkomödie, die mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde.
1933 erschien „Pardon My English“, das einzige Musical dieser Epoche, das in Deutschland (in Dresden) spielt. George und Ira Gershwin gehörten zu den erfolgreichsten Teams am Broadway.
Vor der Arbeit an der Oper „Porgy and Bess“ verbrachte Gershwin einen Sommer in Folly Island in der Nähe von Charleston (South Carolina), um sich mit der afro-amerikanischen Musik vertrauter zu machen. Gershwin hat verfügt, dass sein Hauptwerk szenisch nur von schwarzen Sängern aufgeführt werden darf. Er hat damit mehr für die Anerkennung und Gleichbehandlung der schwarzen Bevölkerung getan als es irgendein Politiker seiner Zeit jemals vermocht hätte.
Viele seiner Werke erlangten auch über Amerika hinaus große Popularität. Teilweise wurden seine Kompositionen als Filmmusik verwendet. Andere wiederum gelten als Jazz-Standards; sie wurden von namhaften Stars der amerikanischen und internationalen Unterhaltungsmusik interpretiert, darunter Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Frank Sinatra, Judy Garland, Peter Gabriel, Ray Conniff, Percy Faith und Barbra Streisand.
Sie fanden den Weg in den Jazz, beispielsweise mit Interpretationen von Herbie Hancock oder Miles Davis und in den Rock, beispielsweise mit Versionen von Janis Joplin („Summertime“).
Gershwin war Protagonist des "Symphonic Jazz" mit Werken, in denen er in nie dagewesener Weise die afroamerikanische mit der zeitgenössischen symphonischen Kultur (und damit auch der Oper) verband und völlig neue Welten eröffnete.
Seine wichtigsten Werke sind :
1924: Rhapsody in Blue, eine symphonische Jazz-Komposition für eine Jazzband, Klavier und Orchester (viele bezeichnen dieses Stück als Bindeglied zwischen symphonischer Musik und Jazz-Musik)
1925: Klavierkonzert in F-Dur
1926: Three Preludes, für Klavier
1928: Ein Amerikaner in Paris, eine Tondichtung mit Jazzelementen und Soundeffekten
1932: Cuban Overture (ein Stück, welches nach einem Aufenthalt in Havanna entstand)
1933: Pardon my English, ein Stück, das nur 43 Aufführungen erlebte
1935: Porgy and Bess, eine Folk-Oper (nach dem Buch von DuBose Heyward) über das afroamerikanische Leben mit der berühmten Arie "Summertime" neben Hits wie „I Got Plenty o’ Nothin’“ und „It Ain't Necessarily So“. Porgy and Bess gilt als die erste eigenständige Oper Nordamerikas.
Die wichtigsten Gershwin-Musicals :
1924: Lady, Be Good! 1925: Tip-Toes 1926: Oh, Kay! 1927: Funny Face 1927/1930: Strike Up The Band 1929: Show Girl 1930: Girl Crazy 1931: Of Thee I Sing 1933: Pardon My English
Quelle : Wikipedia
Hier einige bedeutende Einspielungen,die ich selbst kenne,habe und schätze :
Diese Doppel-CD mit dem Pianisten und Dirigenten Wayne Marshall und dem Aalbor Symphony Orchestra ist unglaublich "jazzig",tweilweise auch improvisiert.Mein persönlicher Favorit bis zum Schreiben dieser Zeilen.
Bei Jazzpianist Marcus Roberts wird der Übergang noch deutlicher.Nicht umsonst spielte er mit dem ebefalls beide Felder abdeckenden Wynton Marsalis in dessen Jazzband lange Zeit mit.
Im Jazzbereich sind es so viele Aufnahmen,dass ich nur ein paar hier herauspicken kann :
Oscar Peterson,als Pianist mit orchestralem Sound geradezu prädestiniert für Gershwin,hat oft Gershwins Werke gespielt.Hier in dieser Box befinden sich gleich mehrere Komponisten aus dem Gershwin-Umfeld.
Hier eine ebenfalls schöne Einspielung mit Gershwin-Werken
So,jetzt habe ich aber genug zu Gershwin geschrieben.Wer noch was Schönes im Angebot hat,nur zu!!Danke!!
VG,Maurice
Cetay (inaktiv) (17.04.2013, 22:15): Klasse Einführungsbeitrag, Maurice. Hast du bei deinem Output eigentlich Hornhaut auf den Fingerkuppen? :D
Die Themenfrage kann ich knapp und ketzerisch beantworten: weder, noch. Ich kann mit Gershwin wenig anfangen, weil er für mich als Klassikliebhaber zu wenig kompositorische Substanz aufweist und für mich als Jazzfan zu seicht ist. Es gibt freilich eine große Ausnahme. Die Rhapsody in Blue in der Urfassung für Jazzensemble ist ein großer Wurf und von Gershwin selbst und dem Orchester von Auftraggeber Paul Whitemann kongenial umgesetzt worden:
Maurice inaktiv (17.04.2013, 23:04): Danke für die Blumen.Das kopieren ging schnell,die Absätze gliedern hat länger gedauert,die Bilder reinstellen noch ein wenig länger.....grins
Ich finde gerade Whiteman völlig bescheuert,sorry....Der Mann hatte vom Jazz so viel Ahnung wie die berühmte Kuh vom Sonntag....
Er hatte sehr fähige Arrangeure (hier vor allem Ferde Grofé) und exzellente Musiker in seinen Reihen.
Ich finde Gershwins Musik überhaupt nicht mit wenig Substanz verhaftet,sonst würde sie nicht bis heute in BEIDEN Lagern bestehen können.
Da ich selbst Jazz spiele,kann ich das doch ganz gut beurteilen.Cole Porter ist auch so ein Garant für diese hochwertige Musik.
Es ist bei den "Zwitterkomponisten" immer etwas schwierig,da die Einteilung nach den berühmten Schubfächern da eben entfällt.
Und "kompositorische Substanz" fehlt bei manchen "Zeitgenossen" doch völlig.Da scheinen mir Effekte und Effekthascherei wichtiger zu sein als die musikalische Aussage.
Ok,ich bin bei Gershwin natürlich fast "zuhause",das ist fast wie eine Art "Wohnzimmer" für mich.
Es gibt für mich eben nicht nur Beethoven,Bruckner und Mahler,sondern Basie,Ellington und Dizzy Gillespie.....
VG,Maurice
satie (17.04.2013, 23:15): Original von Maurice André Das kopieren ging schnell VG,Maurice
Ich darf bei der Gelegenheit einmal mehr darum bitten, die Quelle(n) anzugeben! Noch schöner wäre, die langen Texte gar nicht zu kopieren, sondern einfach nur darauf zu verlinken. Das hält den Thread dann auch etwas schlanker. S. dazu auch hier: http://das-klassikforum.de/thread.php?threadid=759
DANKE!
S A T I E
Cetay (inaktiv) (19.04.2013, 08:50): Original von Maurice André Ich finde gerade Whiteman völlig bescheuert,sorry....Der Mann hatte vom Jazz so viel Ahnung wie die berühmte Kuh vom Sonntag.... Er hatte sehr fähige Arrangeure (hier vor allem Ferde Grofé) und exzellente Musiker in seinen Reihen.
Whiteman mag "bescheuert" sein, aber seine Ahnung von Jazz sagt nichts aus über die Fähigkeit seines Orchesters, Gershwin zu spielen. Wäre dies ein Kriterium, müsste fast jede Interpretation der Rhaposdy in Blue für die Tonne sein, denn welcher Dirigent, der das aufgenommen hat, hat schon Ahnung vom Jazz? Ich sehe Whiteman bei weitem nicht so negativ, wie es unter Jazzpuristen Mode ist. Whiteman war letzlich Unterhaltungs-, heute würde man sagen Popkünstler. Er hat dem Jazz die Ecken und Kanten abgeschliffen, bis er massentauglich war. Dennoch spielten alle Stars der Chicago-Szene in Whitemans Orchester, nicht nur weil es gutes Geld gab, sondern wegen der hervorragenden Arrangements und der solistischen Entfaltungsmöglichkeiten, die sie trotz der Kommerzialisierung immer noch hatten.
Und "kompositorische Substanz" fehlt bei manchen "Zeitgenossen" doch völlig. Da scheinen mir Effekte und Effekthascherei wichtiger zu sein als die musikalische Aussage. Es gibt für mich eben nicht nur Beethoven,Bruckner und Mahler,sondern Basie,Ellington und Dizzy Gillespie.....
Auch hier verstehe ich den Zusammenhang nicht. Was hat das Fehlen von kompositorischer Substanz bei manchen Zeitgenossen mit dem Vorhandensein oder auch nicht bei Gershwin zu tun? Bei mir hört das Hirn mit und je mehr "Schlager"-Melodien in einem Stück vorhanden sind, desto mehr braucht es eine strenge Form, die sie bändigen, sonst habe ich -wie bei Gershwin- das Gefühl eben "effektvolle" Unterhaltungmusik ohne "musikalische Aussage" zu hören. Das tue ich durchaus gerne, aber da gibt es dann außerhalb der Klassik doch Lohnenderes.
Maurice inaktiv (19.04.2013, 11:40): Die Quellenangabe ist vorhanden,also bitte hinschauen,nicht gleich meckern,danke!!!
Quelle : Wikipedia
Ich finde Verlinkungen nicht immer so dolle,deshalb versuche ich die Angaben so zurecht zu machen,dass sie hier bestens verwendet werden können.
Wenn wir da unterschiedliche Auffassungen haben sollten,ok.Das ist letztendlich Ansichtssache.
Das ist nich böse gemeint jetzt meinerseits.
VG,Maurice
Maurice inaktiv (19.04.2013, 11:48): Whiteman mag "bescheuert" sein, aber seine Ahnung von Jazz sagt nichts aus über die Fähigkeit seines Orchesters, Gershwin zu spielen. Wäre dies ein Kriterium, müsste fast jede Interpretation der Rhaposdy in Blue für die Tonne sein, denn welcher Dirigent, der das aufgenommen hat, hat schon Ahnung vom Jazz? Ich sehe Whiteman bei weitem nicht so negativ, wie es unter Jazzpuristen Mode ist. Whiteman war letzlich Unterhaltungs-, heute würde man sagen Popkünstler. Er hat dem Jazz die Ecken und Kanten abgeschliffen, bis er massentauglich war. Dennoch spielten alle Stars der Chicago-Szene in Whitemans Orchester, nicht nur weil es gutes Geld gab, sondern wegen der hervorragenden Arrangements und der solistischen Entfaltungsmöglichkeiten, die sie trotz der Kommerzialisierung immer noch hatten.
Das ist richtig.Daran ist ein Musiker wie Bix Beiderbecke zugrunde gegangen,und ein Jack Teagarden saß in diesem Orchester,kam aber aus dem Knebelvertrag nicht hinaus und hat so 5 Jahre seines Lebens mit dieser völlig überfrachteten Musik verbringen müssen.
Whiteman war ein gerissener Geschäftsmann,der nur über die gute Bezahlung während der Wirtschaftskrise diese Musiker hat ködern können.
Ich sehe in negativ,weil er in allererster Linie Symphonische Musik spielte,diese aber als "Jazz" verkaufen wollte.Nicht mehr und nicht weniger.
Nicht umsonst ging sein Ruf mit aufkommen der Swing-Ära ab 1935 langsam immer mehr zurück.
Spätere Comeback-Versuche,wie für den Film über George Gershwin,mit Oscar Levant als Gershwin,waren letztendlich alle gescheitert.
Ein weiterer Vertreter dieser Richtung war übrigens ein Schwarzer,der viel weniger bekannt wurde,der aber bereits in den 10-er Jahren Welttourneen durhführte.Auch er nutze Jazzmusiker dafür,logischerweise wegen der Rassentrennung nur Schwarze.Er hieß Noble Sissle....
VG,Maurice
satie (19.04.2013, 12:07): Original von Maurice André Die Quellenangabe ist vorhanden,also bitte hinschauen,nicht gleich meckern,danke!!!
Quelle : Wikipedia
Ich finde Verlinkungen nicht immer so dolle,deshalb versuche ich die Angaben so zurecht zu machen,dass sie hier bestens verwendet werden können.
Wenn wir da unterschiedliche Auffassungen haben sollten,ok.Das ist letztendlich Ansichtssache.
Das ist nich böse gemeint jetzt meinerseits.
VG,Maurice
Hmm... immerhin: ich habe die Quellenangabe zumindest übersehen. Ich habe nämlich genau dafür nicht die Zeit, mir alles komplett durchzulesen. Ich bitte Dich zumindest, das Zitat kenntlich zu machen, wenn Du schon keinen Link setzen willst. Dafür haben wir den schönen Zitat-Tag. Dieses "Zurechtmachen" verstehe ich noch nicht ganz. Bedeutet das, Du veränderst das Zitat geringfügig? Sicher kann man unterschiedlicher Meinung sein, aber ich hatte das eigentlich als Konsens verstanden, dass man hier nicht zu schludrig sein sollte. Ich kann das auch gerne als Regel irgendwohin schreiben, aber sowas möchte ich lieber vermeiden.
Danke für Dein Verständnis.
Herzlich, S A T I E
Maurice inaktiv (19.04.2013, 12:46): Ich habe,seitdem Du auf die Quellenangabe aufmerksam gemacht hast,IMMER diese angegeben.
Ich verändere sie nur,indem ich nicht alles davon übernehme,eben um nicht noch längere "Opern" hier zu veröffentlichen.
Letztendlich geht es um eine einigermaßen übersichtliche Inhaltsangabe,nicht um die Veröffentlichung eines Buches.
Sollte ich darin groß herumbasteln,würde ich auch das dazu schreiben.Auch das habe ich hier bereits so praktiziert.
Was soll ich bitte als Zitat eingeben,wenn ich unter dem Lebenslauf meine Quelle angebe?Man kann auch päpstlicher als der Papst sein,mit Verlaub.Rein rechtlich ist das mMn auch in Ordnung.
Ich würde die Quellenangabe auch ganz Oben platzieren,aber da ich erst am Schluss manchmal sehen kann,was ich übernommen habe,kann ich diese genauer bezeichnen.
VG,Maurice
Florestan (15.06.2013, 12:27): Original von Cetay
Ich kann mit Gershwin wenig anfangen, weil er für mich als Klassikliebhaber zu wenig kompositorische Substanz aufweist und für mich als Jazzfan zu seicht ist.
Ich möchte empfehlen sich mal mit den von Gershwin geschriebenen Stücken etwas intensiver zu beschäftigen, bevor man ein so pauschales Urteil wie "zu wenig kompositorische Substanz" fällt. Wer schon mal sein Songbook, also eine für Klavier aufbereitete Sammlung seiner Lieder, in Augenschein genommen oder gar daraus gespielt hat, merkt sehr schnell das Gershwin ein ausgesprochen innovativer und intelligenter Komponist war. Nicht zuletzt hat Ravel seinen Wunsch bei ihm zu studieren mit den Worten abgelehnt, er könne ihm nichts beibringen, was er nicht schon beherrschen würde. Die Harmonik bei Gershwin macht jedem Spätromantiker Ehre, und hat stilbildend auf etliche Zeitgenossen gewirkt. Sie ist äusserst komplex und erfindungsreich. Und der Melodiker Gershwin ist ein Juwel in der Musikgeschichte. Er war ein Kind seiner Zeit, und hat schnell gemerkt, das er mit dem komponieren von Musical Shows das meiste Geld verdienen konnte. Auf jeden Fall mehr als wenn er sich den sog. E Komponisten angeschlossen hätte, die in den USA ein absolutes Nischendasein fristeten (z.B. Ives oder Carter, selbst Barber). Elemente des Jazz in Musik einzubeziehen war ja gerade in den USA in den 20er und 30er Jahren des 20. Jh sehr en vogue. Gershwin hatte jedoch die Gabe etwas völlig neues daraus zu machen, wofür die Rhapsody in blue oder sein Klavierkonzert beredte Beispiele sind. Das er natürlich bei seinem enormen Ausstoß (an die 700 Songs) auch etliches schwache Stück geschrieben hat liegt in der Natur der Sache. Das gilt auch für eine ganze Reihe sog. klassischer Komponisten. Ihm deswegen geringe kompositorische Substanz vorzuwerfen halte ich daher für unfair. Und in punkto Jazz gibt es wohl keinen Komponisten der annähernd viel Jazzmusiker beeinflusst hat wie er. Die Anzahl der Coverversionen von seinen Stücken ist legendär.
Florestan
Florestan (15.06.2013, 12:46): Nachtragen möchte ich noch das es eine Reihe mit Klaviermusik (Original und Bearbeitungen) gespielt von Jack Gibbons bei ASV gab. Die Aufnahmen sind gebraucht noch zu bekommen. Es sind insgesamt 4 Volumes. Sie bieten einen schönen Querschnitt durch Gershwins Schaffen.
Wer sich für seine Musical Shows interessiert wird bei dem Label nonesuch fündig, wo etliche Shows in Rekonstruktionen aufgenommen wurden. Einige Beispiele