Gerade gesehen / Filme, Videoclips, etc.

Hosenrolle1 (21.04.2015, 23:13):
In diesem Thread soll es um Videos gehen, die nichts mit klassischer Musik zu tun haben.


Nachdem ich mir dieser Tage einen BluRay Player zugelegt habe, hat mir ein Kollege eine BluRay geschenkt, da er weiß, dass ich HUG mag.


http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/thumb/c/c4/Hanselandgretel.jpg/220px-Hanselandgretel.jpg


Er war von dem Film überhaupt nicht begeistert, und auch ich habe mir davon nichts erwartet, und er ist auch ein ziemlicher Schmarren. Wenigstens hat er mir gezeigt, wieso ich mit heutigen Horrorfilmen rein gar nichts anfangen kann. Dann doch lieber die alten Streifen aus den 20er, 30er oder 40er Jahren! Oder einen aus der HAMMER-Filmreihe.





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (23.04.2015, 01:06):
Habe mir gerade meine momentane Lieblingsfolge der Serie "Twilight Zone", die in den USA in den 60er Jahren ausgestrahlt wurde, wieder auf YouTube angesehen.

Die Episode heißt "Number 12 looks just like you", und ist Teil der 5. Staffel - die leider (noch) nicht auf Deutsch erhältlich ist, deswegen hier ein Bild der amerikanischen BluRay.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/91uei8t1rNL._SL1500_.jpg


Die Folge spielt im Jahr 2000, und da ist es nun so, dass jeder Mensch zu seinem 18. Geburtstag sich einer Transformation unterziehen muss; diese Transformation verändert das Aussehen, lässt einen länger leben und eine gratis Gehirnwäsche ist auch dabei, die dafür sorgt, dass man permanent glücklich ist und über nichts mehr nachdenkt.

Aussuchen kann man sich lediglich, wie man nach der Prozedur aussehen möchte, denn zur Wahl stehen gerade einmal 2 verschiedene Modelle (bei den Frauen: Nummer 8 und Nummer 12, darauf bezieht sich auch der Titel). Das hat natürlich zur Folge, dass alle Menschen exakt gleich aussehen.

In dieser Folge geht es nun um Marilyn, die gerade 18 geworden ist, jedoch keineswegs daran denkt, sich transformieren zu lassen. Sie möchte so bleiben wie sie ist, auch wenn ihre Mutter sowie ihre Freundin, die bereits verändert wurden, das nicht nachvollziehen können.

Dennoch besucht sie mit ihrer Mutter das "Spital" für ein unverbindliches Beratungsgespräch, von wo man sie aber nicht gehen lässt, stattdessen immer wieder auf sie einredet. Auch die Doktoren und Krankenschwestern sehen alle gleich aus.


SPOILER ALARM
Am Ende unternimmt Marilyn einen Fluchtversuch, der aber scheitert; sie landet in einem Transformationsraum, wo sie nun aufgibt und am Ende, nach der Transformation, selbst als dummes blondes Modell vor dem Spiegel steht und sich glücklich selbst betrachtet.
SPOILER ALARM ENDE


Was ich an dieser Episode nun besonders mag ist, aber auch etwas gruselig finde, ist, dass viele Dinge vorausgesagt werden, die heute tatsächlich so oder so ähnlich stattfinden. Sie ist heute aktueller als damals.

Jede Folge beginnt mit einer Anmoderation. In diesem Fall lautet der Text:

For want of a better estimate, let's call it the year 2000. At any rate, imagine a time in the future when science has developed the means of giving everyone the face and body he dreams of. It may not happen tomorrow, but it happens now, in the twilight zone.


Und genau so ist es heute: wir sehen massenweise operierte Gesichter und Körper, nichts ist mehr echt, alles muss möglichst jung und faltenfrei aussehen. Botox wird in Gesichter gespritzt, Lippen, Hintern und andere Körperteile werden aufgespritzt, Falten werden geliftet, Nasen neu geformt, usw. usw.


Jede Folge wird auch abmoderiert, und während sich Marilyn im Spiegel bewundert, sagt der Moderator:

Portrait of a young lady in love- with herself.
Improbable? Perhaps.
But in an age of plastic surgery, body building and an infinity of cosmetics let us hesitate to say impossible.These and other strange blessings may be waiting in the future which, after all, is the twilight zone.


In vielen Folgen geht es um eher übersinnliche Dinge, um Außerirdische, um Magie, und ähnliche Sachen.
Aber wenn man sich etwa ansieht, was eine Renee Zellweger aus sich machen hat lassen, wenn man sich die entstellten Gesichter etwa einer Meg Ryan oder einer Kim Novak ansieht, dann merkt man: das ist REAL. Es ist tatsächlich schlimmer geworden.

Abgesehen von dieser tatsächlich auch heute noch gültigen Geschichte gibt es auch sehr gute Dialoge.

Die einzige Schwäche ist für mich der ganze Fluchtversuch, denn irgendwie bleibt offen, was Marilyn wirklich wollte. Wollte sie weglaufen? Wieso gibt sie plötzlich auf?

Vielleicht mag sich ja jemand die Folge ansehen und mir seine Meinung dazu sagen?

https://www.youtube.com/watch?v=cgC8_4DwzOA

ca. 21 Minuten
Das Bild wurde, damit der Copyright-Filter es nicht erwischt, an den Rändern ein klein wenig abgedunkelt.





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (28.04.2015, 23:33):
Gerade das Spiel Bayern vs. Dortmund gesehen ... nach der Verlängerung Elfmeterschießen.

Die ersten beiden Schüsse der Bayern gehen daneben, weil die Spieler ausrutschen, Dortmund trifft jedesmal.

Am Ende schießt Neuer, der Bayern-Torwart, selbst, auch der Ball wird gehalten.

Heftig!




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (07.05.2015, 15:59):
Heute ist die zweite Box der "Harald Schmidt Show - Die zweiten 100 Jahre" eingetrudelt!

http://ecx.images-amazon.com/images/I/91wGrxn9JZL._SL1500_.jpg

Ich habe länger gewartet, bis das Teil billiger war; vor ein paar Tagen kostete es 17 Euro, und da habe ich zugeschlagen. Was gescheit war, denn jetzt kostet es wieder 27 Euro.

Bis ich die 5 DVDs durch habe wird es noch dauern, aber ich habe mir gerade vorher die Kinderspielplatz-Aktion im Studio angesehen - herrlich :D ("Haben wir irgendeine Gruppe nicht beleidigt?" - "Nein, alles ok")

Die beste Zeit hatte Schmidt m.E. von 1999-2003, das war eine tolle Zeit. Danach in der ARD war er nach einigen Anlaufschwierigkeiten wieder ganz der Alte, aber dann hatte er leider den Einfall, Andrack durch einen jungen "Comedien" zu ersetzen: Oliver Pocher. Der Rest ist Geschichte. X(

Ich freu mich schon auf die Box, ist eine schöne Erinnerung an damals!




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (13.05.2015, 01:24):
Mitte der 90er Jahre gab es eine tolle und zugleich sehr ungewöhnliche Talkshow im ORF, nämlich "Phettbergs Nette Leit Show"

Aus der Zeit habe ich noch eine Videokassette, die ich mir jetzt aus nostalgischen Gründen angesehen habe (obwohl ich die ganze "Serie" auch auf DVD habe).

http://ecx.images-amazon.com/images/I/514AAfay9VL._SY300_.jpg


Kennt man Hermes Phettberg eigentlich in Deutschland? Ich weiß, dass er zweimal bei Harald Schmidt zu Gast war, 2006 herum auch einmal in der Show von Kurt Krömer.





LG,
Hosenrolle1
Zefira (13.05.2015, 18:52):
Ich kann mich erinnern, mal eine Sendung mit ihm gesehen zu haben. Vermutlich war es die mit Harald Schmidt, die habe ich damals öfter geschaut.

Herr Phettberg saß in der Badewanne .... örks. Das habe ich behalten.

Grüße von Zefira
Hosenrolle1 (13.05.2015, 19:10):
Ah, das war eine Folge aus "Phettbergs Nette Leit Show", wo er sich in der Badewanne gezeigt hat.

Momentan hört man nicht mehr viel von ihm, nach mehreren Schlaganfällen ist er gesundheitlich stark angeschlagen. Vor kurzem lief sein Film "Der Papst ist kein Jeansboy" in einigen Kinos, 2007 gab es die Doku "Hermes Phettberg, Elender".

Hier gibt´s einen Trailer vom "Papst": https://www.youtube.com/watch?v=TkapNiP26Qw

Aber bitte nicht erschrecken, der Unterschied zu damals ist schon krass.





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (14.05.2015, 00:58):
Und eine andere Erinnerung an die 90er Jahre: die 1. Staffel von "Kalkofes Mattscheibe", von der ich mir ein paar Folgen angesehen habe.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51O41PitvjL.jpg

Sendungen, wo man sich denkt "Jössas, stimmt, das gabs ja auch damals", überhaupt dieser ganze Charme der frühen 90er Jahre Folgen, die damals noch auf Premiere liefen ...

Die Boxen sind auch empfehlenswert, zu jeder Folge gibt es einen Audiokommentar von Kalkofe und dem Regisseur, sehr informativ und unterhaltsam!




LG,
Hosenrolle1
Zefira (14.05.2015, 09:45):
Kalkofe schreibt seit Jahren eine Kolumne in der TV Spielfilm, die ich immer lese. Den Fotos nach zu schließen, die dieser Kolumne beigegeben sind, hat er auch im Lauf der Zeit ziemlich Gewicht verloren, zumindest an Gesicht und Hals.
Hosenrolle1 (14.05.2015, 11:10):
Die Kolumne "Kalkofes letzte Worte" lese ich auch regelmäßig. Die ist mir zur Zeit auch lieber als seine jetzige Mattscheibe, die im Gegensatz zu damals deutlich schlechter ausfällt.

Die meisten Sendungen, die er heute parodiert, sind schon so unterirdisch-grottig, dass es keinen braucht, der da noch ins Bild springt und das nachspielt.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.05.2015, 22:11):
Habe mir gerade eine andere Folge von Staffel 5 angesehen, nämlich "Nightmare at 20,000 feet".

Darin geht es um einen Flugzeugpassagier (gespielt von William Shatner) der einen Gremlin dabei beobachtet, wie dieser das Flugzeug zerstören will. Das Problem: niemand glaubt ihm, und so bricht er immer mehr in Panik aus. Die Folge wurde sehr oft parodiert, eine "Treehouse of Horror"-Folge der Simpsons parodiert diese Folge sogar komplett.


http://ecx.images-amazon.com/images/I/51JHRRWEFTL.jpg



Berühmt ist auch diese Szene:

http://media0.giphy.com/media/HsIS4nDEIMA3S/giphy.gif



die ebenfalls bei den Simpsons parodiert wird. Keine Lieblingsfolge von mir, aber trotzdem sehenswert und spannend.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (19.05.2015, 20:36):
Beim Herumstöbern auf Imdb bemerkte ich, dass es einen Trailer gibt zu einem neuen Film, der sich "Pan" nennt.

"Schon wieder eine Peter Pan-Verfilmung" dachte ich, und schaute ihn mir an.

https://www.youtube.com/watch?v=tjW1mKwNUSo


Es gab besonders in der letzten Zeit ziemlich viele Peter Pan-Varianten; diese Neverland-Serie, dann "Peter Pan Live" als Musical, jetzt dieser Film ...


Und der Trailer bietet genau das, was ich so gräßlich finde: modernen Soundtrack, MASSENWEISE, ich wiederhole, MASSENWEISE CGI-Effekte, alles bunt und grell und unnatürlich, der x-te Versuch, die Story irgendwie neu zu erzählen.
Bezeichnenderweise steht irgendwann, dass der Film von den Leuten gemacht wurde die uns Harry Potter beschert haben. Nuff said.

Ich habe das Gefühl, jede Generation bekommt ihren eigenen Peter Pan Film.

In den 60ern war es der mit Mary Martin, in den 70ern der mit Mia Farrow, meine Generation bekam "Hook", die 2000er Generation den "Peter Pan" von 2003, und jetzt dieser Mist hier.

Einfach unglaublich.

EDIT: gerade ein Interview mit dem Regisseur gelesen. Nicht nur, dass er den Film in den 1940er Jahren ansiedelt (was ja schon mal grober Unfug ist), behauptet er doch, befragt nach dem Einsatz von CGI, allen Ernstes:

"And the level of photographic realism now is so fine that it doesn’t pull me out of the movie like it possibly used to."

Und so jemand darf sich ernsthaft Regisseur schimpfen ...

Wir leben in keinen schönen Zeiten.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (20.05.2015, 22:35):
Habe mir gerade den Film "Die 12 Geschworenen" angesehen, allerdings NICHT das Original mit Henry Fonda, sondern die deutsche Version mit Mario Adorf, von 1963.

https://www.youtube.com/watch?v=rzVvGwOIJN4


Ich weiß nicht, obwohl ich finde, dass die Schauspieler allesamt sehr gut sind (lediglich mit Ralf Wolter kann ich mich nicht so wirklich anfreunden), habe ich so meine Probleme damit, dass die Handlung in Amerika stattfinden soll. Wenn am Ende gesagt wird, dass zwei Figuren "Miller" und "Walker" heißen, oder von einem Baseball-Match die Rede ist .... das fand ich fast unfreiwillig komisch.

Trotzdem sehr sehenswert und für mich genauso spannend wie das Original, dem ich aber trotzdem den Vorzug geben würde, weil das "Deutsche" in dieser amerikanischen Handlung irgendwie deplatziert wirkt.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (27.05.2015, 23:41):
Nachdem ich heute auf imdb.com las, dass eine Neuverfilmung von Stephen Kings "Es" geplant ist, habe ich mir vorher beide Teile der alten Verfilmung von 1990 angesehen.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/41VFA23AXGL.jpg



Das Buch ist über 1000 Seiten dick und derart dicht und komplex, dass man es kaum in aller Kürze zusammenfassen kann.
Ganz grob gesagt geht es um das Böse, das in Gestalt des Clowns Pennywise in der Kanalisation haust und bevorzugt Kinder frisst, bis eine Gruppe von Außenseitern, die ebenfalls von "Es" terrorisiert werden, sich in den Kanal begeben, um "Es" zu töten. Bei der Konfrontation verletzen sie das Monster aber nur, und 30 Jahre später kehrt Pennywise wieder zurück, und auch die Erwachsenen finden sich wieder zusammen, um "Es" endgültig den Garaus zu machen.

Es ist ja leider momentan völlig normal, alte Filme zu remaken; sei es die x-te Peter Pan Verfilmung, sei es der Film "Supergirl", sei es "Es", oder sonstwas.

Das Remake von "Es" wird garantiert nichts, außer ein einziges Effekt-Spektakel.

Leider aber ist die alte Verfilmung ziemlich grottig.

Es handelt sich dabei um eine Miniserie, d.h., es darf nicht geflucht werden, drastische Gewalt (die es im Roman nicht zu knapp gibt) ist ebenfalls tabu, und von Nacktheit dürfen wir gar nicht erst anfangen.

Das Buch beginnt schon damit, dass der Clown einen Jungen, der in einen Gully greift, den Arm außreißt - die Szene wird detailliert geschildert. Im Film gibt es die Szene ebenfalls, allerdings merkt man, wie der Regisseur sich hier an die Restriktionen hält und abblendet, bevor irgendwas passiert.

Die Effekte des Films sind leider ebenfalls ziemlich mies, auch für 1990. Besonders die Szene, in der der Clown plötzlich aus dem Boden eines Duschraums kommt oder gegen Ende verletzt flüchtet, wirkt sowas von unecht und billig.

Generell hat man den Horrorfaktor des Buches stark zurückgeschraubt. Im Buch nimmt "Es" immer die Formen an, vor denen ein Kind am meisten Angst hat.

Hier hat man einiges an Potential verschenkt. Im Buch wird ein Kind von einem Werwolf gejagt - gibt es hier nicht. Ein anderes Kind sieht einen gigantischen weißen Hai - kommt auch nicht vor. Ein anderes Kind wiederum sieht, wie "Es" in Form eines Aussätzigen unter einer Veranda hervorkommt und ihm nacheilt - auch das sucht man im Film vergebens. Und auch viele weitere solche Szenen hat man verschenkt.

Ehrlich gesagt, ich finde, der Film hat nur eine einzige gruselige Szene, nämlich die, wo einer der Kinder ein Fotoalbum öffnet und ein Bild seines von "Es" getöteten Bruders sieht - und plötzlich zwinkert ihm das Foto zu.

Und trotzdem ist er sehenswert, zum einen natürlich wegen der Darstellung des Clowns durch "Rocky Horror"-Tim Curry.

Zum anderen, weil der Film zumindest Wert legt, um die Beziehung der Charaktere untereinander zu zeigen - es ist interessant zu sehen, was aus den Kindern von damals geworden ist, und wie sie sich nach 30 Jahren wieder treffen, sich versuchen zu erinnern, was damals passiert ist, wie sie nun umgehen mit der ganzen Sache.

Ich bin der Meinung, es hätte weder die Verfilmung damals, noch das Remake von heute gebraucht - das Buch kann man einfach nicht verfilmen!

In diesem Sinne:

https://38.media.tumblr.com/tumblr_m22wr36maK1rsitmxo1_500.gif






LG,
Hosenrolle1
Jürgen (28.05.2015, 08:21):
Original von Hosenrolle1
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41VFA23AXGL.jpg

...
Leider aber ist die alte Verfilmung ziemlich grottig.

Es handelt sich dabei um eine Miniserie, d.h., es darf nicht geflucht werden, drastische Gewalt (die es im Roman nicht zu knapp gibt) ist ebenfalls tabu, und von Nacktheit dürfen wir gar nicht erst anfangen.
...


So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein. Es ist zwar schon ein viertel Jahrhundert her, dass ich den Film im TV als Zweiteiler sah. (Das Buch las ich kurz zuvor.) Aber eines ist mir noch deutlich in Erinnerung: Ich empfand ihn wahnsinnig spannend, aber auch gruselig.

Der Mangel an Flüchen, Darstellung von Gewalt & Nacktheit ist mir nicht aufgefallen. Ich empfinde es eher als ein filmisches Qualitätsmerkmal, wenn ein Film ohne explizite Darstellung von Gewalt auskommt und trotzdem Spannung und Horror erzeugen kann.

Grüße
Jürgen
Hosenrolle1 (28.05.2015, 13:53):
Original von Jürgen
So unterschiedlich kann die Wahrnehmung sein. Es ist zwar schon ein viertel Jahrhundert her, dass ich den Film im TV als Zweiteiler sah. (Das Buch las ich kurz zuvor.) Aber eines ist mir noch deutlich in Erinnerung: Ich empfand ihn wahnsinnig spannend, aber auch gruselig.

Spannend ist er auf jeden Fall, gruselig ... ich weiß nicht, es gibt schon gruselige Stellen, aber die sind dann oft so gemacht, dass ich sie unfreiwillig komisch finde.

Ein konkretes Beispiel: im Buch versucht "Es" tatsächlich, ein paar der Helden umzubringen, als Werwolf, oder als riesiger Vogel z.B.

Im Film tut der Clown den Kindern nichts - er lauert ihnen auf, erschreckt sie, redet von seinen Ballons, und das wars.

Viele fürchten sich ja vor Clowns, manche auch erst wegen diesem Film, aber ich sehe da ständig Tim Curry mit Schminke; im zweiten Teil ist der Clown auch deutlich "komischer" als im ersten, wenn er versucht, die Erwachsenen zu erschrecken. (Im Film "Legende" von Ridley Scott erkannte man ihn fast gar nicht).






Der Mangel an Flüchen, Darstellung von Gewalt & Nacktheit ist mir nicht aufgefallen. Ich empfinde es eher als ein filmisches Qualitätsmerkmal, wenn ein Film ohne explizite Darstellung von Gewalt auskommt und trotzdem Spannung und Horror erzeugen kann.

Da gebe ich dir auch völlig recht, ich bin auch alles andere als ein Splatter-Fan, Filme wie "Halloween" oder "Freitag der 13." oder "Saw" geben mir überhaupt nichts.

In diesem Fall ist es halt so, dass man dadurch, dass dadurch, dass es sich um eine Miniserie handelt, GAR NICHT geflucht werden darf, das heißt, noch nicht mal "fuck" oder "shit". In Kings Roman sind die Flüche aber oft in gewisser Weise wichtig, etwa wenn "Es" die Erwachsenen beleidigt, was im Film dann gar nicht mehr vorkommt. Was halt eigenartig ist, wenn keiner im Film flucht, egal wie böse oder aufgeregt er ist. Es wirkt auf mich irgendwie unnatürlich.

Zur Gewalt ... im Buch gibt es davon ja massenweise, teilweise auch ziemlich explizit geschildert. Das muss man auch wirklich nicht alles zeigen, und trotzdem habe ich auch da das Gefühl, dass man alles, was da passiert, verharmlost hat, nach dem Motto "Bloß nichts zeigen, uns sitzen die Zensoren im Nacken".

Was mich eigentlich am meisten stört ist tatsächlich, dass vom Clown nicht wirklich eine Gefahr ausgeht, er redet groß herum, erschreckt die Kinder, unternimmt aber keine Versuche, ihnen etwas zu tun.

Im Buch sieht der Kampf am Ende auch völlig anders aus, du erinnerst dich sicher: die Kinder sowie die Erwachsenen treffen auf keinen Clown, sondern eine gewaltige Spinne, die eines der Kinder festhält und quasi per Telepathie mit ihm redet, und versucht, es in dieses Licht zu ziehen. Da kommt auch der Teil mit der Schildkröte vor. (Klingt jetzt komisch, ist aber im Buch alles genau erklärt).

Im Film gehen die Erwachsenen zur Spinne, hauen ein paar Mal drauf, und das wars. "Es" lebt, seit es die Welt gibt, auf der Erde, mordet alle 30 Jahre vor sich hin, und dann kommen ein paar, hauen ein paar mal drauf, schubsen es um und schon ist es tot? Im Buch kommt ja auch raus, dass "Es" eigentlich weiblich ist und Eier gelegt hat, die auch vernichtet werden müssen - auch das fehlt im Film.

Am interessantesten ist auch im Buch für mich, wie die Kinder großgeworden sind, was aus ihnen geworden ist, und wie sie wieder zusammenfinden. Das Problem ist für mich nur, dass sich der Film, wegen den Restriktionen, zu sehr daran hält und alles andere wegfällt.

Nein, ich denke, das Buch ist zu komplex, um es wirklich zu verfilmen, da muss man ständig etwas kürzen und weglassen und harmloser gestalten, was dann auch wieder ein Nachteil ist. Ich werde mir den neuen "Es" auch nicht anschauen, nur den Trailer, um einen Eindruck davon zu bekommen.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (28.05.2015, 13:57):
Ergänzung: Vielleicht kennst du auf YouTube den "Nostalgia Critic", der über vorwiegend ältere Filme redet, dabei witzig und trotzdem sachlich über Vor- und Nachteile eines Films redet.

Zu "Es" gibt es auch ein Video, wo er auch auf viele Mängel eingeht, er kann das auch besser erklären.

https://www.youtube.com/watch?v=aFcC5xi2W1o

Vielleicht gefällt es dir ja :)




LG,
Hosenrolle1
miclibs (29.05.2015, 17:03):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51ptstzkH2L.jpg
daraus einen meiner Lieblingsfiilme.... :)
(Quelle amazon)
"Stalker"
Unter der Führung des Stalkers, eines Pfadfinders und Ortskundigen, der am Rande einer verfallenen
Industrielandschaft lebt, begeben sich ein Wissenschaftler und ein Schriftsteller in diese mysteriöse "Zone",
in der es angeblich einen Platz geben soll, an dem die geheimsten Wünsche der Menschen in Erfüllung
gehen. Die unterschiedlichen Motive des Schriftstellers, des Wissenschaftlers und des Stalkers für die
verbotene Reise werden erst an diesem geheimnisumwobenen Ort offenbart. Die Expedition wird zur
Reise in die Innenwelt der Protagonisten und gibt einen Ausblick auf eine gescheiterte Zivilisation.
Laufzeit: 154 Min.
Produktionsjahr: 1979
Regie: Andrej Tarkowskij
Darsteller: Aleksandr Kaidanovsky, Anatoly Solonitsyn, Nikolai Grinko;
Hosenrolle1 (01.06.2015, 23:07):
Und nochmal Horror:


http://ecx.images-amazon.com/images/I/81lOHM2AA4L._SL1500_.jpg


Angeregt durch Stephen Kings "Es" habe ich mir nun nach langer Zeit wieder einmal "The Shining" angesehen; dabei handelt es sich um die ebenfalls-TV-Miniserie von 1997, nicht um das berühmte Kubrick-Original.

Ich las Kings Buch Ende der 90er, nachdem ich Kubricks Film gesehen habe, und war doch überrascht, wie wenig er mit dem Roman zu tun hat.

Als ich nun diese Neuverfilmung sah, war ich zunächst begeistert, dass man sich fast 1:1 an das Buch gehalten hat. Viele Episoden, die bei Kubrick fehlen, kommen hier vor; etwa das Wespennest, die Heckentiere, die lebendig werden, der Feuerlöscher, der lebendig wird, etc.

Und trotzdem: ich mag diese Neuverfilmung eigentlich überhaupt nicht, und zwar NICHT im Vergleich zu Kubricks Film, sondern als eigenständige Produktion.

Da es sich auch hier um eine Miniserie handelt, mussten, wie bei "Es", alle Schimpfwörter, sowie die ganz drastischen Gewaltszenen aus dem Buch abgemildert oder geschnitten werden. So zertrümmert sich etwa Jack im Roman am Ende selbst mit einem Holzschläger das Gesicht - eine solche Szene findet man hier nicht, und er darf am Ende wieder für kurze Zeit gut sein.

Positiv ist, dass hier sehr viel Wert auf die Charaktere gelegt wird. Man erfährt (wie auch im Roman) eine Menge über sie, über ihre Vorgeschichte, usw.
King hat immer kritisiert, dass Jack Nicholson aus seiner Sicht für das Publikum schon von Anfang ein ein bisschen verrückt wirkte, so dass es dann keine große Überraschung mehr ist, wenn er dann tatsächlich durchdreht.

Steven Weber tritt hier in die großen Fußstapfen von Nicholson, und ich finde, dass er da durchaus einen guten Job macht. Er ist ein Ex-Alkoholiker, der momentan wieder nüchtern ist und mit seiner Familie einen Neuanfang wagt.
Durch die über 4 Stunden Laufzeit hat er auch wesentlich mehr Zeit, Stück für Stück und wesentlich nachvollziehbarer wahnsinnig zu werden.

Aber freilich: als Wahnsinniger ist Jack Nichsolson einfach unübertrefflich; Weber macht einen guten Job, aber der Vorgänger hockt ihm da einfach auf den Schultern.

Rebecca DeMornay spielt Wendy, Jacks Ehefrau, und sie mag ich WESENTLICH lieber als die hysterische Shelly Duvall bei Kubrick.

Das Kind ist aber ein Jammer. Wer DIESEN Jungen mit seiner Oberlippe und seinem ewig gleichen Gesichtsausdruck ausgesucht hat ... naja.


The Shining ist vor allem ein Horrorfilm, und hier gibt es für mich einiges zu beanstanden.

Der Film hat einen Haufen Schockeffekte, die allesamt sowas von vorhersehbar und billig sind, und dazu gibt es ein paar wirklich miese CGI Grafiken, etwa der Feuerlöscher-Schlauch oder die Heckentiere, die lebendig werden.

Schockeffekte sind für mich nicht gruselig, und auch kein Horror. Wofür ich sehr empfänglich bin, sind Gruselgeschichten, die etwas mit der Vergangenheit zu tun haben.

Eine der, ja, gruseligsten Stellen ist für mich die Szene, in der Jack im Keller alte Zeitungsartikel aus den 20ern und 30ern findet, die von damals begangenen Morden im Hotel berichten. Es braucht kein Blut, kein Gemetzel, die vergilbten s/w-Zeitungsbilder von den Schauplätzen, die bloßen Schlagzeilen und der Gedanke an diese nun völlig leeren und sauberen Hotelzimmer reichen völlig aus für eine Gänsehaut.
Hier kommt dann auch der einzig gute Schockeffekt, wenn plötzlich im Keller ein lautes Knallen zu hören ist und Jack schnell das Weite sucht.

Die gruseligste Szene aus Kubricks Film ist für mich deswegen auch die allerletzte Einstellung, als die Kamera auf eines der Fotos aus den 20er Jahren fährt und man darauf einen Mann erkennt, der wie Nicholson aussieht.

King selbst hat am Drehbuch geschrieben, und ich verstehe nicht, wieso er, trotz der Werktreue, kein Problem hat mit diesen billigen Horroreffekten.

Meine Lieblings-King Verfilmung ist auf jeden Fall "Misery". Habt ihr auch eine?




LG,
Hosenrolle1
satie (01.06.2015, 23:55):
Katzenauge!
Hosenrolle1 (02.06.2015, 00:26):
Ah, ist das der mit Drew Barrymore und dem kleinen Troll?




LG,
Hosenrolle1
satie (02.06.2015, 12:21):
Ja, genau! Besonders der Troll ist einfach zu cool. Aber die anderen Stories sind auch sehr gut (es sind ja drei Kurzgeschichten).

Herzliche Grüße
Satie
Hosenrolle1 (03.06.2015, 23:02):
Nach der ganzen Gruselei etwas zum Lachen: habe mir gerade eine Simpsons-Folge von 1992, Staffel 3, angesehen, nämlich "Homer at the Bat".

http://ecx.images-amazon.com/images/I/916w-a9yyaL._SY679_.jpg


Die Animationen damals waren herrlich, auch die Storys ... früher war nicht alles besser, aber die Simpsons schon!

Dabei gab´s eine Szene ...
http://33.media.tumblr.com/3ea3d5014bccd695aedc42348ce2ee42/tumblr_mrl8poFL4n1spwte1o1_500.gif


die mich an die hier erinnert hat

http://www.fotos-hochladen.net/uploads/bugsbunny0ivap5g8j9.gif


Ich hoffe, dass die Simpsons bald einmal auf BluRay rauskommen!


LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (07.06.2015, 00:18):
Höchst erstaunt schreibe ich diese Zeilen ...

Gerade jetzt läuft "Indiana Jones and the Temple of Doom" (Indiana Jones und der Tempel des Todes" auf Sat1.

Gestern lief er um 20:15, und war, wie auch davor immer, geschnitten.

Heute um 22:45 begann die Nachtwiederholung, und tatsächlich: er ist uncut! Sat1 zeigt den 2. Indiana Jones-Film tatsächlich ungeschnitten! Natürlich mit massenweise Werbung, aber trotzdem.

Ich lese öfter auf Schnittberichte.com von ungekürzten Nachtwiederholungen; meistens geht es da um irgendwelche Gangsterfilme oder ähnliches. Aber der 2. IJ war eigentlich immer nur stark geschnitten im Fernsehen, und ich dachte, auch in der Nachtwiederholung wird man dem erwachsenen Publikum nicht zu viel Angst machen wollen.

Ähnlich überrascht war ich, als der kleine österr. Sender "ATV" vor wenigen Jahren "The Terminator" komplett ungekürzt zeigte. Den Film sah ich im Fernsehen noch nie ungeschnitten, auch in den 90er Jahren nicht.


EDIT: ich kann nur dazu raten, sich Filme möglichst nicht vom Fernsehen anzusehen, bis auf ein paar wenige Sender ausgenommen, etwa ARTE, ARD, ZDF. Leider zeigen die meisten Sender gekürzte Filme, im falschen Bildformat, voller Werbung und störenden Einblendungen, und oft auch (besonders bei älteren Filmen) in einer grauenhaften Fassung.

So läuft "Ben Hur" von 1959 etwa auf TELE 5 in einem VÖLLIG falschen Bildformat, das die Seiten massiv beschneidet, dazu verwenden sie ein grottiges Master, das völlig verdreckt und ausgebleicht ist, so dass rot wie orange aussieht.
Bei ZDF wurde er im richtigen Format gezeigt, in der Fassung, die man auch auf DVD bewundern kann.


LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (07.06.2015, 17:29):
Habt ihr eigentlich 16:9 Flatscreens oder benutzt ihr noch 4:3 Röhrenfernseher?




LG,
Hosenrolle1
Rotkäppchen (07.06.2015, 21:25):
Habe seit elf Jahren keinen Fernseher mehr, macht alles mein Laptop und der entspricht wohl 16:9 (aber bis vor einem Jahr war es eine Art Dinosaurier-Laptop im 4:3-Format) :P.

:hello Rk
satie (07.06.2015, 22:09):
Ich habe einen großen Flatscreen (16:9), aber fast noch öfter schaue ich auf meinem Computerbildschirm (sehr groß, 27 Zoll), ebenfalls 16:9- Format. Allerdings lässt sich das Format doch bei jedem Gerat bei Bedarf umschalten?!
Den letzten Röhrenfernseher hatten wir vor ca. 10 Jahren. Den mussten wir zu dritt tragen beim Entsorgen...
Hosenrolle1 (07.06.2015, 22:52):
Original von Rotkäppchen
Habe seit elf Jahren keinen Fernseher mehr, macht alles mein Laptop und der entspricht wohl 16:9

Hehe, das kann ich verstehen, so ein Gerät + Seiten wie YouTube oder diverse Streams ersetzen da doch einiges. Ich schaue jetzt auch viel weniger fern als früher, aber Filme und DVDs sehe ich mir generell nur auf dem Fernseher an.

Der Bildschirm meines 16:9er ist WESENTLICH größer als der vom Laptop, und ich habe keine Lust, dass dazwischen vielleicht ein kurzer Internetausfall den Film unterbricht.

Und generell sind ja Kinofilme auch für die große Leinwand gemacht, also dafür, dass man sie auch groß sieht.

Wenn man einen großen 16:9 Flatscreen hat, entdeckt man seine Filme echt völlig neu!


(aber bis vor einem Jahr war es eine Art Dinosaurier-Laptop im 4:3-Format) :P

Auweh, an die kann ich mich auch noch erinnern. 1995 bekam ich meinen ersten Laptop, das war ein gebrauchtes Gerät, das vorher in einer Firma verwendet wurde. Ziemlich schwer, und der Bildschirm konnte auch nur alles in Orange darstellen. Leider keine Ahnung, welche Firma das war.


Ich habe einen großen Flatscreen (16:9)

Ich weiß noch, um 2004 herum habe ich mir die Flatscreens angesehen, beim Media Markt etc., und war da absolut nicht begeistert davon. Am ärgsten waren die Nachzieheffekte bei Kameraschwenks. Da war ich froh, meinen alten Röhrenfernseher zu haben, bei dem das Bild nicht so aussah.

Aber heute sind die Flats wirklich ein Wahnsinn.

Besonders skeptisch war ich auch, als es diesen Formatkrieg zwischen der HD-DVD und der BluRay gab. Besonders die blauen Hüllen fand ich grausig - aber als ich dann im Internet verschiedene Vergleiche sah zwischen DVD und BluRay, war mir das egal - technisch ist die DVD, trotz aller Vorteile gegenüber der VHS, absolut nichts! Sie kann einen Film einfach nicht so darstellen, wie er gedreht wurde, selbst wenn das Masterband noch so toll abgetastet wurde - die geringere Speicherkapazität sorgt dafür, dass scharfe Ränder, die auf dem Filmband noch oben waren, unkenntlich werden, verschwimmen (Kompressionsartefakte, Doppelkonturen).

Ich habe ja schon einmal "caps-a-holic" vorgestellt, wo es Vergleiche zwischen DVD und Bluray gibt.

Um zu demonstrieren, was für eine riesen Verbesserung eine BluRay ist, möchte ich ein paar wenige Beispiele bringen.
Wenn man auf meine Links klickt, sieht man einen von mir ausgesuchten Bereich des Bildes, der stark vergrößert wird.

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Bitte fahrt einmal mit der Maus über das vergrößerte Bild, ihr müsst nichts drücken.

http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_comparison.php?art=magnify&x=248&y=269&action=1&image=5&hd_multiID=2346&cap1=54058&cap2=54048&disc1=5758&disc2=5757&lossless=#vergleich

Hier sieht man auf der BluRay plötzlich viel viel mehr Details, etwa die Falten in den Röcken der Frauen, die auf der DVD völlig verschwimmen, oder die Konturen der Pflanzen im Vordergrund.
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http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_comparison.php?art=magnify&x=332&y=295&action=1&image=9&hd_multiID=244&cap1=22188&cap2=22168&disc1=2406&disc2=2404&lossless=#vergleich

Hier sieht man die Autos auf einmal scharf, man sieht die ganzen Details, während auf der DVD nur ein matschiger, teilweise undefinierbarer Brei zu sehen ist.
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Aber auch bei ganz alten Filmen bringen BluRays Vorteile.

Bitte nicht erschrecken bei diesem Bild aus Ben Hur, von 1959:

http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_comparison.php?art=magnify&x=505&y=307&action=1&image=2&hd_multiID=1175&cap1=2209&cap2=2193&disc1=206&disc2=212&lossless=#vergleich

DAS ist krass! Man achte nur auf die ganzen kleinen Details, die kleinen, goldenen Verzierungen auf der Kleidung, die man plötzlich haarscharf sieht.
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Und ein letzter Vergleich, der zeigt, dass auch bei Stummfilmen (hier der Film "Spione" von 1928) viel mehr rauszuholen ist:

http://caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_comparison.php?art=magnify&x=495&y=429&action=1&image=9&hd_multiID=2393&cap1=55327&cap2=55325&disc1=5880&disc2=5881&lossless=#vergleich

Man achte bitte auf die wesentlich schärferen Ränder, auf Details wie die Knöpfe auf dem Mantel, oder wie man bei den Rädern oben im Bild die Löcher zwischen den Speichen erkennt; solche Details kann eine DVD nicht mehr darstellen, obwohl sie von der Kamera damals gefilmt wurden und auch auf dem Film oben sind.

Und da war klar für mich: ab jetzt nur noch BluRay.



aber fast noch öfter schaue ich auf meinem Computerbildschirm (sehr groß, 27 Zoll), ebenfalls 16:9- Format. Allerdings lässt sich das Format doch bei jedem Gerat bei Bedarf umschalten?!

Wie meinst du?




LG,
Hosenrolle1
satie (08.06.2015, 08:31):
Original von Hosenrolle1

aber fast noch öfter schaue ich auf meinem Computerbildschirm (sehr groß, 27 Zoll), ebenfalls 16:9- Format. Allerdings lässt sich das Format doch bei jedem Gerat bei Bedarf umschalten?!

Wie meinst du?


Ich meinte nur, wenn ich fernsehe (was ich selten tue, viel öfter genehmige ich mir doch eine BluRay - und stimme Dir da wirklich in allen Punkten zu!), dann weiß die Glotze nicht selber, ob da ein alter Film in 4:3 läuft, aber das lässt sich dann glücklicherweise umschalten. Wir haben auch noch einen älteren kleinen Flachbildfernseher, bei dem das nicht geht, da sieht Humphrey Bogart dann aus, als wäre er von einer Dampfwalze überfahren worden, weil er auf 16:9 gezerrt wird...
Ich habe den Ärger mit dem Format bei einigen DVDs auch schon gehabt. Wie kann man nur ein 4:3-Bild auf 16:9 beschneiden? Die ganze Bildkomposition geht verloren.

Herzliche Grüße
Satie
Hosenrolle1 (08.06.2015, 12:49):
Original von Satie
Ich meinte nur, wenn ich fernsehe (was ich selten tue, viel öfter genehmige ich mir doch eine BluRay - und stimme Dir da wirklich in allen Punkten zu!), dann weiß die Glotze nicht selber, ob da ein alter Film in 4:3 läuft, aber das lässt sich dann glücklicherweise umschalten.

Ah, ja, das stimmt, das ist wohl der einzige "Nachteil" bei der ganzen Sache.

Wegen den BluRays: technisch sind die eindeutig besser, jedoch muss man doch aufpassen, weil es auch da schlechte gibt - entweder, weil ein Master ziemlich mies ist, oder weil man es mit Filtern (besonders beliebt ist der DNR Filter) verunstaltet, usw.


Ich habe den Ärger mit dem Format bei einigen DVDs auch schon gehabt. Wie kann man nur ein 4:3-Bild auf 16:9 beschneiden? Die ganze Bildkomposition geht verloren.

Grausig! Dieser ganze Pan&Scan-Mist, ich weiß nicht, wieso man sowas erfindet, und wieso manche Leute das tatsächlich verwenden. Denen ist offenbar egal, was der Kameramann gefilmt hat, hauptsache, die bösen Balken gehen weg.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (11.06.2015, 16:46):
Gerade noch habe ich noch durch alte HAMMER-Filme auf BluRay gewühlt, muss ich gerade lesen, dass Christopher Lee mit 93 Jahren gestorben ist :(




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (04.09.2015, 20:17):
Vor wenigen Monaten habe ich eine amerikanische Serie für mich entdeckt, von der es auf YouTube ziemlich viele Episoden gibt.

Sie nennt sich "Mystery Science Theatre 3000" und lief von ungefähr 1989-1998.

Es gibt eine Rahmenhandlung, die aber nicht weiter interessant ist, denn das Hauptaugenmerk liegt darauf, dass in jeder Folge ein grottiges B-Movie gezeigt wird, dass sich drei Darsteller der Serie ansehen müssen.

Ein Darsteller ist ein Mensch, die anderen beiden Roboter, die aber natürlich von Menschen gesprochen werden. Man sieht jeweils auf dem Bildschirm den alten Film, während am unteren Rand als schwarze Silhouette eine Kinositzreihe zu sehen ist, auf dem die drei Protagonisten sitzen.

Was die drei nun machen, nennt sich "Riffing"; dabei wird der Film möglichst witzig und bissig kommentiert. Man macht sich über schlechte Spezialeffekte lustig, über schlechtes Schauspiel, tut so, als würde man mit den Figuren auf der Leinwand interagieren, usw. usw.

Die Folge, die ich vorhin gesehen habe, hieß "Samson vs. The Vampire Women", einem billigen "Horrorstreifen" aus den 60ern, in der ein mexikanischer Profiwrestler gegen weibliche Vampire kämpft, die eine Jungfrau opfern wollen.
So ein Käse ist natürlich schwer zu ertragen, aber zusammen mit den Kommentaren, bei denen ich teilweise laut lachen musste, ist es herrlich :D

Dazu muss man noch sagen, dass man idealerweise englisch können sollte, und natürlich gibt es viele Witze, die man schlecht versteht, weil sie sich auf speziell amerikanische Dinge beziehen, die man hier gar nicht kennt. In solchen Fällen kann man in die Kommentare schauen oder selbst Fragen stellen. Es ist aber nicht so tragisch, wenn man diese Witze nicht versteht, weil sie nur einen kleinen Teil ausmachen und seltener vorkommen.

Häufig aber gibt es auch Anspielungen auf Monty Python Sketche oder auf Songs oder Serien oder Filme der 80er und 90er Jahre.

Aber meistens beschränken sich die Witze auf das oben genannte Riffing, bei dem einfach nur der Film veralbert wird.

In der IMDb gibt es meist aber auch in den Foren Listen mit den "Favourite Quotes", wo man manche Witze nochmal nachlesen kann, die einem vielleicht entgangen sind.

Eine wirklich empfehlenswerte Serie - vielleicht muss man sich erst ein bisschen reinfinden, aber sobald man die Charaktere kennt und man den Humor auch mag, hat man viel Spaß damit :)

In Deutschland ist die Serie ziemlich unbekannt; es gibt nur einen Film von 1996, der auch in Deutschland rauskam, synchronisiert von Oliver Welke und Oliver Kalkofe.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/81XztE4fRrL._SL1500_.jpg





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (05.09.2015, 22:10):
Vorhin habe ich mir eine neue Episode des "MST3K" (Abkürzung für "Mystery Science Theatre 3000") angesehen.

Gezeigt wurde der Film "The Brain that wouldn´t die" (dt. Titel: "Der Kopf, der nicht sterben durfte") von 1962.

Da geht es um einen Arzt, der schon Dreck am Stecken hat mit illegalen Experimenten, und dessen Frau bei einem Autounfall geköpft wird. Er nimmt den Kopf und rennt damit in sein Labor (Kommentar dazu: "He´s at the 30, he´s at the 20 ...!") mit in sein Labor und hält ihn künstlich am Leben, und macht sich dann auf die Suche nach einem Opfer, dem er den Kopf annähen möchte.


Ein billiger Streifen mit schlechten Effekten - aber die Sprüche dazu sind wieder witzig, und wieder mit einer Monty Python Anspielung (Nudge Nudge Sketch).




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (11.09.2015, 02:21):
Es gibt ja mittlerweile für alles mögliche sogenannte Simulatoren-Computerspiele.

Seien es Flugzeug-, Lastwagen-, Landwirtschafts-, Feuerwehr-, Polizei-, Zug-, Post-, Operations-, Fensterputz- und sogar WC-Simulationen.

In dem Video, das ich gerade gesehen habe, spielt der Let´s Player "Gronkh" einen Staubsauger-Simulator.

Dabei spielt man einen automatischen Staubsauger, der auf dem Boden herumliegendes zusammengeknülltes Papier aufsaugt.

Dass die 13 Minuten, die das Video dauert, aber nicht langweilig werden ist der witzigen "Moderation" von Gronkh zu verdanken, der das alles sarkastisch kommentiert. Und der Abspann des Spiels ist auch ganz witzig :)

https://youtu.be/zLI7Pdi9ONc




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (12.09.2015, 20:09):
Nicht "gerade gesehen", sondern "wird gleich gesehen": Schlag den Raab!

Vermutlich die vorletzte Sendung, bevor es eingestellt wird. Im Dezember soll die letzte Ausgabe laufen :(


Mal schauen wie es heute wird ...




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (12.09.2015, 23:40):
Es bleibt spannend, momentan steht es 18:18, der Kandidat ist nicht dumm!

Nur bei einem Quiz ging es um Opern und ihre Komponisten - da wusste Raab die Wagner-Walküre und den Beethoven-Fidelio, der Kandidat meinte, "Cosi fan tutte klingt so italienisch, ich sag mal Verdi".

Die anderen Opern waren, soweit ich mich erinnern kann, "Aida", "Madame Butterfly", "Des Teufels Lustschlösschen", "Pelleas et Medisante" (oder so) und noch was.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (13.09.2015, 01:37):
Aus ist es.

Nach einem tollen Start gewann Raaab die überwiegenden Pultspiele. Im letzten Spiel ging es darum, bekannte Persönlichkeiten an ihrem Bild zu erkennen - dass BEIDE Julianne Moore und Antonio Banderas nicht erkannten ist schon arg ...



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (16.09.2015, 20:26):
Heute ist die von mir bestellte "Ben Hur" Blu Ray angekommen!

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51siGPqEehL.jpg



Ich habe mir jedoch nicht diese Box geholt, die den Stummfilm mit an Bord hat (der vermutlich wie schon bei der DVD geschnitten sein wird) sondern nur den 1959er Film, trotz des fürchterlichen Covers; schlussendlich zählt doch nur die Bildqualität, und nicht das Aussehen der Verpackung.

Ich habe mir den Film noch nicht ganz angesehen, aber er sieht herrlich aus! Ein paar Szenen habe ich mir angesehen, darunter das Wagenrennen, einfach toll!
Auf der DVD-Box hieß es, dass es eine Tonspur nur mit der Musik von Miklós Rózsa gibt, was jedoch nicht korrekt war. Auf dieser Bluray ist er aber drauf! :leb

Ich habe mit Hilfe von caps-a-holic.com ein paar Vergleiche zwischen DVD und BluRay erstellt, alle Bilder zeigen stark vergrößerte Ausschnitte des Bildes.


http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20dvd1.jpg http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20bluray1.jpg

Hier ist das rot des Mantels wirklich rot, und man achte auf die vielen Details, die man auf einmal sieht, besonders diese goldenen Verzierungen auf dem Armschoner.


http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20dvd2.jpg http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20bluray2.jpg

Auch hier ein stark vergrößertes Bild. Wirken bei der DVD die Farben unnatürlich hell und orange (was vor allem die roten Umhänge und den Kopfschmuck der Römer dementsprechend verfärbt), sieht es bei der BluRay viel besser aus.
Auch sieht man hier viel mehr Details, etwa die Kerben auf den Fackeln oder die klar konturierten Speere im Hintergrund.


http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20dvd3.jpg http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20bluray3.jpg

Auch hier ein riesiger Unterschied. Wieder sehen die Farben auf der BluRay natürlicher aus, und wieder sieht man hier viel mehr Details. Auf der DVD verkommen etwa die nebeneinander fahrenden Streitwagen zu einem undefinierbaren Durcheinander, auf der BluRay sieht man die einzelnen Räder deutlich. Auch etwa die kleinen goldenen Verzierungen auf dem roten Streitwagen ganz unten sieht man jetzt.


http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20dvd4.jpg http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20bluray4.jpg

Auch hier mehr Details, so sieht man nun das Gesicht deutlich, und etwa auch diese Stickerei(?) auf dem Gewand.
Besonders krass ist hier der "Ghosting-Effekt" zu sehen, und zwar am ganzen Rand des von uns aus gesehen rechten Armes entlang, wo diese Doppelkontur entsteht. Ein typischer Effekt bei DVDs, den man auch auf den anderen DVD-Bildern, die ich hier gezeigt habe, sehen kann, wenn auch nicht in DIESER krassen Form.


http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20dvd5.jpg http://www.pbrixius.de/Andreas/ben%20hur%20bluray5.jpg

Hier auch noch ein krasses Beispiel, wieder in starker Vergrößerung.
Die einzelnen Löcher, auch die ganz kleinen, sind nun deutlicher zu sehen, und besonders diese einzelnen dünnen Stangen darunter, die die DVD nicht mehr darstellen kann, sind für die BluRay kein Problem mehr.


Und das ganze für 8 Euro. Ich freu mich schon den ganzen Film anzusehen :)




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (20.09.2015, 22:21):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/81XwJvqgUwL._SL300_.jpg

Heute hatte ich Lust, mir den allerersten Columbo-Fall anzusehen, den ich gesehen habe, irgendwann um 1995 herum, nämlich "Traumschiff des Todes" aus der 4. Staffel.

Columbo ist hier gemeinsam mit seiner (wie immer unsichtbaren) Frau auf einer Kreuzfahrt, auf der ein Mord passiert, woraufhin er natürlich ermittelt.

Das Besondere an der Folge ist, dass er nicht in Los Angeles spielt, vor allem aber nur an einem Schauplatz, nämlich dem Schiff.


Ich finde ja, dass Columbo auch ein Kind der 70er ist und am besten in diese Zeit passt. Der ganze Stil, die Mode etc., und natürlich auch der viel jüngere Peter Falk und die tollen Gaststars, das gefällt mir viel besser als diese späteren Folgen aus den 80ern, wo sich schon vieles geändert hat.

Welche Gaststars mochtet ihr als Mörder am meisten? (Einer meiner absoluten Favoriten ist Leonard Nimoy, der den ansonsten so ruhigen Columbo dazu gebracht hat, kurz mal böse zu werden und mit der Teekanne auf den Tisch zu hauen).

Und mögt ihr alle Columbo-Fälle, oder nur die der 70er oder 80er oder 90er Jahre?




LG,
Hosenrolle1
Jürgen (21.09.2015, 08:35):
So richtig in Erinnerung habe ich: Mord á là carte (1978)

Eine Pflichtübung für alle, die richtig gutes Essen und Trinken lieben.
Und natürlich ein typischer Colombo.
Hosenrolle1 (21.09.2015, 15:23):
Ah, ich glaube, die Folge kenne ich. Das ist die, wo der Mörder Columbo am Ende vergiften will :)

Ich fand ja immer amüsant, dass die Mörder meist, nachdem sie von Columbo entlarvt wurden, noch gemütlich mit ihm plauschen :D




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (21.09.2015, 20:20):
So, gerade habe ich mir den Trailer zum "Dschungelbuch" angesehen.

Genau so, wie ich es erwartet habe: alles computeranimiert, alles unecht, der Stil des Trailers ist so wie jeder andere auch - ständige Schwarzblenden, plötzlich aufhörende Musik.

Johansson als Kaa hat man auch gehört, völlig langweilig. Redet einfach nur wie eine verführerische Frau, sonst nichts.
Heutige Filme (und Trailer) sind so vorhersehbar ...



LG,
Hosenrolle1
satie (22.09.2015, 11:22):
Original von Hosenrolle1
So, gerade habe ich mir den Trailer zum "Dschungelbuch" angesehen.

Genau so, wie ich es erwartet habe: alles computeranimiert, alles unecht, der Stil des Trailers ist so wie jeder andere auch - ständige Schwarzblenden, plötzlich aufhörende Musik.

Johansson als Kaa hat man auch gehört, völlig langweilig. Redet einfach nur wie eine verführerische Frau, sonst nichts.
Heutige Filme (und Trailer) sind so vorhersehbar ...



LG,
Hosenrolle1

Wenn schon Scarlet Johansson, dann doch bitte fürs AUGE und nicht fürs Ohr... also wirklich, das nenn ich dann mal Fehlbesetzung... :J
Hosenrolle1 (22.09.2015, 11:38):
Original von Satie
Wenn schon Scarlet Johansson, dann doch bitte fürs AUGE und nicht fürs Ohr... also wirklich, das nenn ich dann mal Fehlbesetzung... :J

Sehr richtig ;)

Sie und Bill Murray haben ja schon in "Lost in Translation" zusammengearbeitet, den Film würde ich dann auch diesem hier vorziehen .... "Lupf meinen Stluumpf" :D




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (22.09.2015, 22:50):
Hahahahahahaha :rofl :rofl :rofl

Ich habe mir gerade ein Video angesehen, von dem ich mich frage, wieso ich es erst jetzt das erste Mal angesehen habe. Wurde vor 8 Jahren hochgeladen, hab über 25 Mio. Views.

https://www.youtube.com/watch?v=Z4Y4keqTV6w


Das ist irgendeine amerikanische TV Show, wo der Moderator drei Leute aus dem Publikum holt, damit sie vor ihm sitzen, und er ihnen per Schaustoffkeule ihre Einsätze für irgendein Karaokespiel geben kann.

Jedoch, der Moderator kommt gar nicht dazu, weil der Mann in der Mitte einen derart genialen Lacher hat, dass der Moderator selbst vor lauter Lachen nicht mehr zum Reden kommt - das Publikum lacht sowieso ständig.

Die Lache ist echt ein Wahnsinn, mir tat schon mein Gesicht weh vor lachen, weil´s so heftig war :D




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (03.10.2015, 23:09):
Ich werde mir am Montag im Geschäft diese BluRay holen:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/71elaNg-ObL._SL400_.jpg

Da sind alle beiden Ghostbusters-Filme in einer Qualität drauf, die die beiden DVD-Veröffentlichungen um Meilen, und sogar die letzte BluRay Version in den Schatten stellt.

Die erste DVD von 1999 war viel zu dunkel, die zweite war zu hell. Die BluRay ebenfalls zu hell, aber diese hier hat nun ein optimales Bild.

Besonders in Details sieht man den Unterschied zwischen DVD und der neuen BD:

http://share-your-photo.com/img/b8bc15dafa.jpg http://share-your-photo.com/img/8f96e41751.jpg


Am ärgsten fand ich aber im zweiten Teil, wo man die Protonenstrahlen gesehen hat - sind die Strahlen auf der DVD noch viel zu orange, und verschwinden die blauen Blitze drumherum teilweise, oder sind unscharf und schwammig, haben sie auf der BD klare, deutliche Konturen, ganz ohne Kompressionsartefakte!

http://share-your-photo.com/img/a4c67fcd28.jpg http://share-your-photo.com/img/1424830108.jpg


Bin schon sehr gespannt wie das dann in Echt aussehen wird!





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (02.11.2015, 17:08):
Gerade habe ich Kenntnis erlangt von Max Giermanns Parodie von Klaus Kinski bei der Verleihung des Deutschen Comedy Preises.

Habe mir das natürlich sofort angesehen, und bin mehr als erstaunt, wie genau Giermann (wieder einmal) das Original studiert hat. Geistik, Mimik, Tonfall, alles passt hier genau.
Natürlich überspitzt dargestellt, es soll ja eine Parodie sein, aber dennoch: Hut ab!

https://www.youtube.com/watch?v=7O96B4cij10


Giermann, der ja auch bei der Sendung "Switch" ist, ist sowieso einer meiner absoluten Favoriten. Sein Stefan Raab, sein Hugo Egon Balder, sein Reinhold Beckmann, das sind Parodien die man einfach gesehen haben muss!




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (03.11.2015, 22:21):
Original von Jürgen
So richtig in Erinnerung habe ich: Mord á là carte (1978)

Eine Pflichtübung für alle, die richtig gutes Essen und Trinken lieben.
Und natürlich ein typischer Colombo.

Die Folge lief gestern auf ZDF_neo! Habe sie mir wieder angesehen, und finde das Ende einfach herrlich.

Wie der Inspektor und der überführte Mörder noch gemeinsam den Fall durchgehen und erörtern, welche Fehler der Mörder gemacht hat ... :times10

Seltsamerweise schrieb der ZDF 1977 als Jahreszahl, obwohl im Abspann deutlich MCMLXXVIII stand.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (04.12.2015, 20:28):
Ich wollte mir ja gerne später mal die Batman-Filme von Tim Burton auf Blu-ray kaufen. Das Bild sieht ja an sich nicht schlecht aus, es ist wesentlich schärfer als auf der DVD.

ABER: nur weil es schärfer ist, bedeutet das nicht automatisch, dass es besser ist.

Hier eine Szene aus "Batman Returns", eine Explosion.


Zuerst die DVD:

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/batmangutih69bm2k3a.jpg

Und hier die Blu-ray:

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/batmanschlechti3yt98ufsl.jpg

Keine Ahnung, was die da gemacht haben, wahrscheinlich einen Kontrast-Boost, oder sowas. Freilich, die DVD ist recht unscharf, aber man sieht dennoch eine "natürliche" Explosion mit Details. Auf der Blu-ray hingegen sieht man nur einen grellen Farbklecks.


Dass es auch anders geht, zeigt etwa die BD von "Speed":

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/speeddvdjuzkl9457r.jpg

Wie sieht das Ganze auf BD aus? Grell und hässlich? Überstrahlt es?

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/speedbdbhuzifj1ar.jpg

SO muss das aussehen! Alle Details sind da, man sieht sogar noch mehr, die Farben wirken natürlich, keine Probleme mit dem Kontrast.


Man muss echt auf viele Dinge schauen!



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (13.12.2015, 14:22):
Ich habe heute Kenntnis erlangt von einem alten Bühnentrick, der sich "Peppers Ghost" nennt.

Darauf gestoßen bin ich als ich Sekundärliteratur zu "Bram Stokers Dracula" las, wo man ebenfalls diesen Effekt - in abgewandelter Form - verwendete.

Der Effekt beruht auf einem Spiegeltrick, und ermöglicht es, dass durchsichtige Bilder (z.B. Geister) auf der Bühne im Theater erscheinen.

http://www.theatrecrafts.com/glossary/pages/peppersghost.jpg


So funktioniert das Prinzip: ein Darsteller steht im Orchestergraben, und hat einen Spiegel vor sich, der sein Spiegelbild auf das Glas oben auf der Bühne wirft.

In der Praxis sieht das dann ungefähr so aus:

https://cdn-images-1.medium.com/max/800/1*IvdGaHqixNBWzx-x3DDHXQ.jpeg


Ich finde das ziemlich genial, wie man sich im 19. Jahrhundert solche Dinge ausgedacht hat!




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.12.2015, 17:47):
Die Liste der Filme, die fortgesetzt werden, reißt nicht ab: jetzt hat es "Independence Day" von 1996 erwischt!

Klar, das Original ist ein Käse, reinstes Popcorn-Kino mit all seinen Schwächen. Damals war der Film natürlich ein Wahnsinn, ich habe ihn mir zweimal hintereinander im Kino angesehen, weil diese Effekte, speziell die Explosionen (die übrigens alle echt waren!) so toll aussahen.

Und jetzt, 20 Jahre später, kommen sie drauf, man könnte den Film auch noch melken, um ein bisschen Geld zu verdienen. Der Trailer dazu sieht so aus, wie ein Trailer zu einem Actionfilm 2015 halt aussieht: nach dem ewig gleichen Muster gestrickt, massenweise CGI, und ein alter Jeff Goldblum und ein alter Bill Pullman mit Vollbart.




Auf YouTube und bei Imdb spielt es sich gerade wegen Star Wars: The Force Awakens ab - da gibt es fette Spoiler-Threads, viele mögen den Film nicht, massenweise Diskussionen, wie zu erwarten.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (20.12.2015, 19:54):
Schaut sich eigentlich jemand von euch den neuen Star Wars-Film an, oder plant noch ihn anzusehen (ob im Kino oder auf Blu-Ray bzw. DVD)?



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (22.12.2015, 01:10):
Ich habe gerade auf YouTube den "Trailer" zur "Salome"-Produktion der Oper Stuttgart gesehen. Die, wo alles modern ist, wo auf Bildschirmen Hinrichtungen zu sehen sind, usw.

Das Beste ist aber, dass dieser Trailer, der von der Oper Stuttgart selbst(!) hochgeladen wurde, nicht nur für Kommentare, sondern auch für Bewertungen gesperrt ist!

Die produzieren sowas, wollen aber nicht, dass die Leute es positiv oder negativ bewerten.


Macht auch nicht grade ein gutes Bild ...



LG,
Hosenrolle1
Rachmaninov (22.12.2015, 09:07):
Gestern nochmal Mad Max 4 gesehen.

Einfach gut - Hirn ausschalten und von der 1. bis zur letzten Minute Vollgas und Aktion :leb
Zefira (16.05.2016, 01:00):
Kennt noch jemand "Die Liebe seines Lebens" ("The Railway Man") mit Colin Firth?

Der Film ist ab 12 freigegeben. Wir waren fünf Erwachsene, und keiner von uns konnte es ertragen.
Leider habe ich den Film auch nicht wirklich verstanden, aber das kann natürlich auch daran liegen, dass ich ihn nicht bis zum Ende gesehen habe. Die merlwürdigen Brüche, die mir aufgefallen sind, werden vielleicht in der zwetien Hälfte aufgeklärt.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/9162WjVkt5L._SY445_.jpg
Zefira (05.06.2016, 14:33):
Ich habe "The Forest" aus der Videothek mitgenommen, weil der Film im "Selbstmordwald" Aokigahara spielt, das hat mich interessiert (ob dort tatsächlich gedreht wurde, weiß ich nicht).
Nach zehn Minuten sagte Herr Zefira: "Am Schluss kommt garantiert heraus, dass ... bla bla bla" (da ich das Ende nicht verraten will, zitiere ich nicht wörtlich). Am Ende kam exakt das heraus. Und dieses Ende wird von den Kritikern auf filmstarts.de als intelligenter Twist, der den Zuschauer perplex zurücklässt, angepriesen.

Mein Mann ging übrigens weg, ich guckte noch fertig, war aber nicht der Knaller. Was natürlich auch daran liegen kann, dass mir Natalie Dormers Synchronstimme regelmäßig nach einer Weile auf die Nerven fällt.
Hosenrolle1 (13.06.2016, 17:41):
Habe mir gerade aus der letzten oder vorletzten "Neo Magazin Royale"-Folge mit Jan Böhmermann die neue Kolumne "Bewusst verletzend" ( :D :down) angesehen.

Der Teil mit Uschi Glas hat mir doch etwas zum Nachdenken gegeben ... eigentlich eine Bestätigung, dass ich trotz meiner Liebe zu den frühen 90er Jahren im falschen Jahrzehnt geboren wurde.

https://i.ytimg.com/vi/zPZVQC9vo7I/hqdefault.jpg

https://www.youtube.com/watch?v=zPZVQC9vo7I




LG,
Hosenrolle1
Zefira (13.06.2016, 17:59):
Du meinst, Du wärst gern in einem Alter, in dem Du mit Roy Black und Uschi Glas aufgewachsen wärst? So wie ich?
(Hab's übrigens nicht gesehen - mich nervt Herr B.)
Hosenrolle1 (13.06.2016, 18:20):
Roy Black nicht unbedingt, aber wenn ich sehe, wieviele Schönheiten es in den 50ern - 70ern gab, dann finde ich es doch bedauerlich, in dieser Zeit nicht erlebt zu haben. Heute hat man offenbar etwas gegen Kurven und normal gebaute Körper, da muss alles möglichst dürr sein.
Böhmermann ist ja meine Generation, ich kann schon nachvollziehen, wieso er sich aufregt, dass die älteren Menschen viele Stars als junge Leute erlebt haben, während "wir" sie nur mehr als ältere kennen, teilweise auch heftig operiert, Stichwort Kim Novak. Google das mal ...

(Nebenbei, ein bisschen ähnlich ist das ja auch mit der Klassik. Viele ältere sagen ja, dass ihnen die jüngeren leid tun, weil die nie eine Chance hatten, einen Karajan, Bernstein oder sonstige Berühmtheiten der 50er oder 60er etc. live erlebt zu haben. Ich kann zwar sagen, dass ich etwa mit Elisabeth Grümmer gelebt habe, oder noch ein paar Jahre mit Karajan, aber das nutzt mir wenig, weil ich als 4 jähriger nicht häufig auf klassische Konzerte oder in die Oper gegangen bin :D)


Böhmermanns Sendung ist auch nicht so mein Ding, die meisten Sachen finde ich langweilig, aber manchmal haut er tolle Sachen raus, wie jetzt unlängst den "Verafake".




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (13.06.2016, 23:53):
Jetzt habe ich mir noch einmal das Video von Böhermanns #verafake angesehen:

https://i.ytimg.com/vi/mG_Fyc-nyOs/hqdefault.jpg

https://www.youtube.com/watch?v=mG_Fyc-nyOs

Herrliche Aktion!

Die haben bei Vera Int Veens Sendung "Schwiegertochter gesucht" einen Schauspieler, also einen gefälschten Kandidaten, eingeschmuggelt, dafür mit großem Aufwand ein Jahr lang eine Wohnung gemietet und eingerichtet etc., und ein paar versteckte Kameras mit dazu, und da sieht man, wie RTL mit den Leuten umgeht und sie verarscht.

Wir bräuchten in Österreich ebenfalls einen Böhmermann!




LG,
Hosenrolle1
Zefira (14.06.2016, 00:14):
Gab es denn vorher wahrhaftig jemanden, der diese Sendungen ernst genommen hat?

"Schwiegertochter gesucht" speziell kenne ich nicht, aber dass die Kandidaten in diesen Sendeformaten nicht so vorgestellt werden, wie sie sind, ist doch allgemein bekannt. Ich habe immer gedacht, die sind alle gecastet.

Vor ein paar Wochen habe ich irgendwo auf Facebook en Video aus einer britischen Show gesehen. Man hat einem Ehepaar zugesagt, ihr Haus zu renovieren, und das Paar dafür in einem Hotel einquartiert. Als sie nach Fertigstellung der Arbeiten ihr Haus wieder betraten, stand die Kamera bereit. Es war ein Alptraum. In Flur und auf den Stufen der Innentreppe war Kunstrasen als Fußboden verlegt, in der Toilette waren die Wände in einer Art Metallic-Pissgelb gestrichen, das Schlafzimmer war komplett pink wie bei Barbie und Ken. Die Frau brach in Tränen aus. Hinterher sagten beide in einem Interview, sie müssten jetzt auf eigene Kosten noch einmal renovieren, sie könnten da nicht wohnen.
Das war, glaube ich, echt. Sicher bin ich nicht ...

Grüße von Zefira
Hosenrolle1 (14.06.2016, 00:21):
Naja, ob ernst oder nicht, die führen da meist Leute vor, die sich schlecht wehren können, und gegen sowas muss man vorgehen.

Böhmermann und seine Sendung hatten dazu die Mittel, die viele Kritiker (was man denen aber natürlich nicht anlasten kann!) dieser Sendungen nicht haben, und haben da mit einigem Aufwand gezeigt, wie da gearbeitet und mit den Leuten umgegangen wird, wie sie sogar noch blöder gemacht werden, indem man ihnen z.B. irgendwelche Sätze in den Mund legt, die sie dann vor der Kamera aufsagen müssen.

Aber auch für gescriptete Sendungen suchen die laut Kalkofe gezielt vor Arbeitsämtern oder Sozialämtern Leute, die sie dann anquatschen, ob sie für 50 Euro auf die Hand ein paar Tage drehen dürfen.

Das Gute dabei ist, dass diese Aktion von Böhmermann dem "Ansehen" dieser Sendung und speziell der Moderatorin geschadet hat, zumindest aber hat denen das einen Stich versetzt, während rein verbale Kritik von anderen Kritikern bei denen bei einem Ohr rein und beim anderen rausläuft.





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.06.2016, 19:37):
Habe mir gerade wieder dieses Video des sehr sehenswerten Kanals von "Cinemassacre" angesehen: https://www.youtube.com/watch?v=PQWWFbaSch8

Darin geht es um Filmklischees, die immer wieder auftauchen. Ab 5:05 wird es für mich besonders interessant, denn da geht es um Filmtrailer, und nachdem ich das Video gesehen habe, fellen mir die genannten Dinge (Schwarzblende, Musikpause, etc.) umso stärker auf - man erkennt umso mehr das Muster dahinter.

Gestern habe ich mir den Trailer für "Pete´s Dragon" angesehen (im deutschen "Elliot, das Schmunzelmonster"), ein weiteres Remake aus dem Hause Disney - und da kamen auch wieder die typischen Schwarzblenden vor. Es ist immer der gleiche Käse ...




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (19.06.2016, 00:04):
Wow!!

https://www.youtube.com/watch?v=aEbAaL7fPl4

Die Vinyl-Platte des Star Wars - The Force Awakens-Soundtracks hat ein Gimmick, das ich noch nie bei einer Schallplatte gesehen habe: sie entwirft ein quasi 3D-Hologramm beim Abspielen.

Ich frage mich, wie man sowas entwerfen kann ...

Was haltet ihr davon?




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (30.06.2016, 00:04):
Beim durchschauen verschiedenster Pop-Videos der 70er und 80er Jahre ist mir etwas aufgefallen: häufig werden (meistens weibliche) Sänger direkt gegenüber aufgestellt, und während dem Singen schaut man sich die ganze Zeit an.

Weil das doch häufiger vorkam, habe ich mich gefragt, wieso wird das gemacht?

Hat das rein "ästhetische" Gründe, quasi eine Art Collage wie man es etwa aus der berühmten Einstellung aus "Wilde Erdbeeren" von Bergman kennt?

Oder hat sowas andere Gründe? Wieso stehen sich zwei frontal gegenüber und schauen nur den jeweils anderen an und singen dabei? Ich kann´s mir nicht erklären.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (08.09.2016, 01:50):
Ich habe mir gerade Ausschnitte aus "Good Will Hunting" angesehen (die, wo Robin Williams mitspielt).

Und da ist mir etwas aufgefallen. Williams´ Figur hat ja eine Zeichnung in ihrem Büro stehen, nämlich diese hier:

http://www.learnedleague.com/images/art/89ud0mrtert.jpg



Und mich hat dieses Bild sehr stark an einen anderen Film erinnert, nämlich an den Beginn des Films "Popeye" von 1980, mit Robin Williams in der Titelrolle.

http://b8.icdn.ru/p/partituren/8/49910658UbR.jpg


http://b8.icdn.ru/p/partituren/3/49910683RhK.jpg


Leider sind die Bilder recht dunkel, aber trotzdem: das Boot, das schwarze identische Gewand, die Ruder, der Aufnahmewinkel, die stürmische See und die Nacht.

Zufall? Absicht? Illuminati?




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (09.09.2016, 08:45):
Diese Nacht lief "Star Trek" im TV, der Film von J.J. Abrams.

Ich dachte mir, den schaust du dir mal an, vielleicht ist es besser als du dachtest.

Fehlanzeige.

Die Story war stinklangweilig und unnötig kompliziert, die Effekte typisch, nämlich die übliche tricktechnische Reizüberflutung mit massenweise Wackelkamera-Einsatz, was Hektik vortäuschen sollte, und die jungen Darsteller sahen Kirk, Spock oder Pille keineswegs ähnlich.

Dazu kommt noch, dass es unlogisch ist, dass die Enterprise so aussieht wie im Film, und auch die Effekte und Planeten usw. so futuristisch aussehen, zeitlich gesehen aber danach die Effekte der 60er Jahre Serie kommen.

Das Problem gab es schon bei den Prequels der Star Wars Trilogie, wo die Raumschiffe alle moderner aussahen, obwohl die Geschichte zeitlich vor den 70er Jahre Filmen spielte.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (11.09.2016, 04:57):
Ich habe mir gerade den Film "Die rote Flut" (orig. Red Dawn) von 1984 angesehen, auf BD in der ungeschnittenen FSK 18 Version.

Aus drei Gründen: ich wollte wissen, was an dem Film eine FSK 18 rechtfertigt. Auch gab es in der Serie South Park eine Parodie auf diesen Film, und ich wollte schon deswegen das Original kennen.
Und ich mag Lea Thompson aus "Zurück in die Zukunft" und "Howard the Duck" ganz gerne ...

Der Film ist leider ziemlicher Murks, der an viele 80er Jahre Kalter Krieg-Actioner erinnert. Die typische patriotische Schwarz-Weiß Malerei. Mehr will ich dazu gar nicht sagen.

Die FSK-Freigabe kann ich nun nachvollziehen. Mit der dargestellten Gewalt dürfte sie recht wenig zu tun haben. Es wird viel geschossen und gestorben und in die Luft geflogen, Blut sieht man aber wenig, und werden Gegner von einer Granate erwischt, gibt es eine kleine Explosion und die Gegner lassen sich nach hinten fallen. Da sind Filme wie "Der Soldat James Ryan" WESENTLICH brutaler. Sogar "Indiana Jones und der Tempel des Todes" aus dem selben Jahr hat eine FSK 16 und zeigt viel mehr drastische Gewalt.

Nein, ich glaube, die Freigabe hatte vor allem damit zu tun, dass der Film eine ziemlich pessimistische Grundeinstellung hat. Am Ende überleben nur zwei der 8 Helden. Verletzte, hilflose Gegner werden (wenn auch im Off) erschossen. Und sehr wahrscheinlich halte ich auch, dass man Menschen unter 18 diese Dinge nicht zeigen wollte, solange sie nicht differenzieren können und wissen, dass das alles Schwarz-Weiß Malerei ist.

Der Film war auch für mehrere Darsteller der Beginn ihrer Karriere. Patrick Swayze spielt den Anführer der Gruppe - ich mochte ihn nie. Ein ganz junger Charlie Sheen spielt seinen Bruder, Jennifer Grey, bekannt aus "Dirty Dancing" ist auch mit von der Partie, und natürlich Lea Thompson, die hier ungewohnterweise in Militärkleidung herumläuft, schießt und prügelt.

Die deutsche Synchro ist auch ein Graus. An manchen Stellen habe ich in die englische Version reingehört.

So fragt Thompson einen gefangenen Soldaten im Original "Sprechen Sie Deutsch?", in der deutschen Fassung sagt sie so etwas wie "Wozu ist dieses Gerät hier!".

Der Film ist spannend und nicht wirklich vorhersehbar - ich hätte gedacht, dass mehr aus der Gruppe überleben. Aber das ist auch schon das einzig gute daran.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (23.09.2016, 06:00):
Heute Nacht lief auf Kabel 1 der Film "The Texas Chainsaw Massacre" von 1974, und zwar ungeschnitten, soweit ich das sehen konnte. Der Film wurde (wie auch Kabel 1 selbst im Teletext schreibt) 2011 vom Index genommen.

Aber der Film ist einfach nur grauenhaft, in allen Belangen. Für 1974 mag er wegen der gezeigten Gewalt revolutionär gewesen sein, aber dennoch, es wirkt wie ein billiger Studentenfilm (vermutlich war er das auch). Die Handlung ist vorhersehbar und kaum vorhanden, die Charaktere uninteressant. Mit diesem Film haben, so heißt es oft, die Slasher-Filme angefangen.

Und das ist etwas, was ich grausig finde. Ich mag gut gemachte Horrorfilme der alten Schule, die handwerklich super umgesetzt wurden, die kein offenes Gemetzel zeigen, sondern der Fantasie des Zusehers alles überlassen.

Zugegeben, die HAMMER-Horrorfilme sind auch alles andere als subtil, aber die haben wenigstens eine Handlung, einen gewissen Charme, die nehmen sich zu keiner Zeit ernst. Heute sind sie meistens eher unfreiwillig komisch oder zumindest amüsant. Aber Texas Chainsaw Massacre ist gar nichts.




LG,
Hosenrolle1
Zefira (23.09.2016, 11:22):
Wenn Du Dich gepflegst gruseln wolltest, hättest Du "Hinter den Mauern" auf Arte gucken sollen. Miniserie, alle drei Folgen am Stück.
Ich wollte eigentlich nur eine halbe Stunde reingucken und blieb wie gebannt vor der Glotze sitzen bis Mitternacht.
Hosenrolle1 (23.09.2016, 18:27):
Ich mag generell neuere Horrorfilme und Gruselfilme nicht, muss ich dazu sagen.

Mir sind die alten Filme lieber, die haben einen ganz eigenen Charme. Ganz grob würde ich sagen, die gute Horrorfilm-Phase hört ungefähr Anfang der 70er Jahre auf.

Bram Stokers Dracula ist zwar von 1992, zugegeben, aber ich finde dass das kein richtiger Horrorfilm ist, dafür ist er viel zu romantisch, und davon abgesehen benutzt er ausschließlich alte Bühnen- und Filmtricks, wie sie um die Jahrhundertwende verwendet wurden, ist also nicht "modern", in dem Sinne.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (24.09.2016, 04:28):
Gerade lief auf Sat1 die neue Sketchcomedy "Rabenmütter", die gerade so angepriesen wird.

Obwohl ich kein Fan von diesen Formaten bin, gibt es doch öfter welche, die ich lustig finde, besonders gerne mag ich "Knallerfrauen" mit Martina Hill, wo gute Ideen dabei sind.

Aber "Rabenmütter" ist sowas von unlustig, dass ich es nicht glauben konnte. Nicht mal schmunzeln musste ich, die Ideen wirkten so originell, als ob sie aus dem Mülleimer für weggeworfene Sketche gefischt und verwertet wurden. Absolut enttäuschend.




LG,
Hosenrolle1
Jürgen (26.09.2016, 13:17):
Original von Hosenrolle1
Bram Stokers Dracula ist zwar von 1992, zugegeben, aber ich finde dass das kein richtiger Horrorfilm ist, dafür ist er viel zu romantisch, und davon abgesehen benutzt er ausschließlich alte Bühnen- und Filmtricks, wie sie um die Jahrhundertwende verwendet wurden, ist also nicht "modern", in dem Sinne.


Welche Jahrhundertwende meintest Du eigentlich?
Hosenrolle1 (26.09.2016, 13:20):
Den Fin de siècle, sozusagen. Wieso?



LG,
Hosenrolle1
Jürgen (26.09.2016, 14:14):
Nun, weil 92 Jahre alte Bühnen- und Filmtricks in der Tat nicht mehr als modern bezeichnet werden können.
Hosenrolle1 (26.09.2016, 14:32):
Das meinte ich ja :)

Der Film ist zwar von 1992, aber die verwendeten Tricks sind allesamt Stummfilm- und Theater- bzw. Zaubertricks aus jener Zeit. Coppola war es wichtig, ein Gefühl für diese Zeit zu erzeugen (etwa durch Kostüme, die Malereien aus dieser Zeit zum Vorbild hatten), indem er auch nur Effekte verwendete, die man auch damals schon verwendet hat.
Ich meine, ganz am Anfang schon, in der Schlachtszene, hat man im Vordergrund echte Schauspieler, im Hintergrund aber Scherenschnitt-Figuren(!) aus Pappe als Statisten eingesetzt.

Deswegen ist der Film für mich eine Ausnahme.

Aber die meisten modernen Horrorfilme in den 80ern, 90ern und danach sind - bis auf die wenigen Ausnahmen - im Grunde alle gleich. Entweder es gibt ein offenes Gemetzel mit literweise Blut, oder aber es gibt immer dieselbe stilisierte Kameraführung mit den Blaufiltern und was weiß ich.

Das gilt aber für andere Genres auch. Schau dir nur die ganzen Sandalenfilm-Neuauflagen an, angefangen mit Ridley Scotts "Gladiator". Ständig nur Wackelkamera und hektische Schnitte, so dass man überhaupt nichts erkennen kann; dazu ein Rom, das aus dem Computer kommt und auch so aussieht.

Ben Hur von 1925 verzichtet beim Wagenrennen oder bei der Seeschlacht auf diese Stilmittel, und ist in diesen Szenen dennoch packend.

Ja selbst Konzertmitschnitte, besonders bei Pop und Rock, sind alle eintönig geworden. Wenn man sich alte Rockpalast-Folgen aus den 80ern ansieht, bleibt die Kamera auch mal längere Zeit auf einem solierenden Gitarristen. Heute aber hast du ungefähr alle 1 oder 2 Sekunden einen Schnitt, es wird wild gezoomt und geschwenkt, was absolut unnötig ist.

Zufällig sah ich heute Nacht auf irgendeinem Spartensender ein Rockkonzerter irgendeiner Gruppe, die ich nicht kannte. Öfter mal hat die Kamera über das reglose Publikum geschwenkt, und auch hier ein wildes Schnitt-Staccato, das einem Hektik oder Lebhaftigkeit vorgaukeln wollte, als ob da gerade DIE Megasause abgeht. Das Publikum hat gezeigt, wie lächerlich diese Bildregie in Wirklichkeit ist.

Die WERBEN ja sogar noch auf den DVD-Cover damit, dass die Show mit 40.000 Kameras aufgezeichnet wurde. Wenn ich das lese, dann weiß ich schon im Vorhinein, was passieren wird - schnelle Bildwechsel.





LG,
Hosenrolle1
Zefira (26.09.2016, 14:45):
Aber die meisten modernen Horrorfilme in den 80ern, 90ern und danach sind - bis auf die wenigen Ausnahmen - im Grunde alle gleich. Entweder es gibt ein offenes Gemetzel mit literweise Blut, oder aber es gibt immer dieselbe stilisierte Kameraführung mit den Blaufiltern und was weiß ich.

Das gilt für den Film, den ich oben empfohlen hatte ("Hinter den Mauern") jedenfalls nicht.

Ich bin nicht leicht für längere Zeit vor dem Bildschirm "anzubinden", und dass ich drei Stunden lang vollkommen gefesselt da saß, erstaunt mich selbst. Der Film (Dreiteiler) hatte, bis auf eine längere idyllische Phase am Anfang des dritten Teils, bei der man sich etwas ausruhen konnte, einen erstaunlich intensiven Spannungsbogen, ohne dass es auch nur ein einiges Schockmoment gegeben hätte.
Hosenrolle1 (21.10.2016, 02:57):
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51AEEFeMSjL._SY445_.jpg

Nachdem ich die beiden auf dieser DVD enthaltenen Programme "Ich hab schon wieder überzogen" von 1985 sowie "Überstehen ist alles" von 1988 lange nicht mehr gesehen hatte, habe ich sie mir heute erneut angesehen, aber leider hat sich mein Eindruck nicht wirklich verbessert.

Schmidt ist hier - ziemlich ungewohnt - noch ziemlich jung, die Stimme ist höher, seine Art wesentlich nervöser und aufgeregter. Aber der Humor ist leider nicht meines, nicht in diesen Programmen, und hat im negativen Sinne etwas Verstaubtes.
Harald Schmidt selbst hat in einem relativ aktuellen Interview gesagt, wenn man sich heute alte Folgen von "Schmidteinander" ansieht, wird man merken, dass der Humor nicht mehr trägt, nicht mehr funktioniert.

Witzig fand ich auf der DVD nur seine Parodie von Marcel Reich-Ranicki, der das Telefonbuch rezensiert.

Also alle jene, die hier einen Schmidt wie in der Harald Schmidt Show erwarten, werden ziemlich enttäuscht sein. (Das Einzige, was ich am jungen Schmidt mag, war die Sendung "Pssst", falls die noch jemand kennt, aus den frühen 90ern.)




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (09.12.2016, 16:00):
Gerade habe ich mir diesen kurzen, witzigen Sketch von Helmut Qualtinger aus dem Jahr 1980 angesehen:

https://www.youtube.com/watch?v=HCy20FESvpw


Aber eine Stelle (ab 2:17) verstehe ich nicht, nämlich wo er einen Deutschen imitiert und einen für ihn offenbar lustigen Witz macht, wo es um Stammheim(?) geht.
Weiß jemand, worum es da genau geht?

(Hinweis: Ton lieber etwas leiser drehen, die Tonqualität ist leider nicht sehr gut hier)



LG,
Hosenrolle1
Waldi (09.12.2016, 16:37):
Stammheim ist eine vor allem wegen der Baader-Meinhof-Gruppe bekanntgewordene Strafanstalt. Dort sollten die Fenster natürlich nicht offenstehen. Allerdings soll es seinerzeit zwischen den Gefangenen teilweise eine übertrieben intensive Kommunikation gegeben haben.
Hosenrolle1 (09.12.2016, 16:43):
Ah super, danke!
:thumbup:


LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (31.12.2016, 03:10):
Ich habe mir dieser Tage den "Ben Hur" angesehen, auf meiner Blu-ray, und zwar ganz. Und habe gemerkt, dass mir der Film gar nicht mehr so gut gefällt, wie noch vor 10 Jahren, wo ich ein riesiger Fan davon war :(
Zu viele Dinge stören mich heute daran, vielleicht sind es auch ein paar Illusionen, die zerstört sind.

Aber egal, die Blu-ray ist dennoch, wie der Film, gigantisch. Die Schärfe des Films ist ein Wahnsinn, die Technicolor-Farben leuchten, der Detailreichtum ist unglaublich, selbst in dunklen Szenen! Und dennoch wurde das Bild hier nicht totgefiltert, sondern man sieht immer noch das Filmkorn, was FÜR die Abtastung spricht. Wenn nur alle Filme auf BD so eine Qualität hätten ...

Ich habe ja schon an früherer Stelle Bildvergleiche von caps-a-holic gebracht, aber ich möchte einmal zeigen, wie das auf einem Fernsehgerät dargestellt wird, und zwar keine ganzen großen Bilder, sondern extreme Nahaufnahmen von Details.







Im Prinzip selbsterklärend, aber dennoch: die feinen Zacken der Sterne, die kleinen Punkte erkennt man hier, und diese Gitterstäbe am unteren Bildrand sind auch als solche erkennbar - auf der DVD nur ein einziger undefinierbarer Matsch.



Und auch hier eine extreme Nahaufnahme, wo die Kamera nur ca. 2 oder 3 cm vom Bildschirm entfernt war.
Auf der DVD links erkennt man von der Rüstung überhaupt nichts, die Farben sind generell ausgewaschen. Die Ränder sind nicht klar umrissen, feinste Details wie etwa die Verzierungen auf der Vorderseite oder auf diesem Armreif erkennt man überhaupt nicht, auch die Falten im Gewand, die unterschiedlichen Schattierungen darauf sind nicht mehr zu erkennen.
Anders auf der BD. Hier erkennt man alles. Scharfe Ränder, natürlichere Farben, Details alle erkennbar. Etwa die Spitze des Schwertes, das auf der DVD gar nicht als Spitze zu erkennen ist.

Ich denke, der einzige Nachteil, der durch gute Blu-rays entstehen kann, ist der, dass man manchmal Details sieht, die man vielleicht gar nicht sehen wollte, auch das kann natürlich passieren. Wenn man etwa ein hübsches Gesicht in Großaufnahme nur recht verschwommen kennt und sich an diesen Anblick so gewöhnt hat, dass es einen erschreckt, wenn man nun jede Pore, jede Unebenheit deutlich erkennt.
Oder auch, wenn das Set, das vorher durch die verschwommene, unscharfe DVD oder Fernsehausstrahlung echt aussah, plötzlich recht deutlich als künstlich zu erkennen ist, wenn Holz auf einmal aussieht wie Plastik (weil es Plastik ist), usw.

Aber generell wird es, eine super Abtastung und Blu-ray vorausgesetzt, wohl für die meisten eine große Entdeckungsreise sein, wenn sie plötzlich Dinge entdecken, die ihnen bisher entgangen sind, eben z.B. was für eine Arbeit der Set Designer geleistet hat, was da für Dinge im Hintergrund stehen, die man nun deutlich erkennt, usw. usf.

(Ich habe gesehen, dass es von "Und täglich grüßt das Murmeltier" eine ausländische BD gibt mit 4K Abtastung! Ich hoffe, dass die auch mal zu uns kommt, weil das einer meiner Lieblingsfilme ist!)



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (08.01.2017, 17:59):
Gerade einen schönen Seitenhieb auf die Romantisierung früherer Zeiten gehört :D
Die Gruppe "Eure Mütter":

https://www.youtube.com/watch?v=D-x0KRfF_Is

Besonders die letzte Strophe gefällt mir gut :D



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (15.01.2017, 20:12):
Ich weiß nicht, warum ich auf dieses Video erst jetzt gestoßen bin.

Sicher kennt jeder die Sesamstraße, bzw. das Original, Sesame Street. Da gibt es einen Grafen, einen Count, der gerne Sachen zählt, und er singt ein Lied dazu. Hier ist das Original:

https://www.youtube.com/watch?v=ZIniljT5lJI


Nun hat jemand die Idee gehabt, den Song schlüpfrig umzudeuten, aber nicht, indem man ihn neu synchronisiert oder so, sondern indem man den Song so lässt wie er ist, nur beim Wort "count" oder "counting" einen Piepton darüber zu legen - alleine durch die Pieptöne, die ja eigentlich eine zensierende Funktion haben, wird der Song erst so versaut, wird er in ein anderes Licht gerückt.

https://www.youtube.com/watch?v=B-Wd-Q3F8KM




Die Kommentare unter dem Originalvideo nehmen auch fast alle Bezug zu der bearbeiteten Piep-Version :D



LG,
Hosenrolle1
Nicolas_Aine (15.01.2017, 21:25):
Danke, mich hats vor Lachen schier vom Stuhl gehauen :D
Hosenrolle1 (15.01.2017, 21:26):
Mich auch, lieber Nicolas :D



LG,
Hosenrolle1
satie (15.01.2017, 23:09):
Sehr schön! So ein arges Accelerando hat eben schon so seine Konnotationen...
Hosenrolle1 (15.01.2017, 23:12):
Ich dachte ja zuerst, dass das nachsynchronisiert ist, aber der Song ist schon das Original :D

Hab auch gesehen, dass es für verschiedene Kinderfilme und Serien solche "Censored"-Videos gibt, muss ich mir mal anschauen.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (15.01.2017, 23:34):
Achso, ich wollte noch anfügen, ich liebe auch, wie der Graf im Original bei 0:34 tanzt, ganz unabhängig vom Text. Das sieht so bescheuert aus :rofl :rofl



LG,
Hosenrolle1
Nicolas_Aine (15.01.2017, 23:37):
Kennt ihr eigentlich die Goat Versionen? Hier z. B. das Violinkonzert von Tchaikovsky:

https://www.youtube.com/watch?v=2ydDFNKz-As
Hosenrolle1 (15.01.2017, 23:44):
:J

Ich hab mich schon gefragt, wo die Goat bleibt ... und dann das.

Aja, vielleicht kennt ihr auch die "Bad Lip Reading" Videos? Die synchronsieren alle möglichen Dinge, und zwar so, dass der neue, meistens sinnfreie Text fast perfekt zu den Lippenbewegungen der Figuren passt. Bekannt sind vor allem die Trump-Clinton-Videos von Bad Lip Reading, wo man den beiden dämliche Sachen in den Mund gelegt hat.

Aber ein anderes Video ist ziemlich populär gerade, mit über 15 Millionen Klicks:

https://www.youtube.com/watch?v=U9t-slLl30E


Der arme Yoda ...



LG,
Hosenrolle1
satie (16.01.2017, 00:29):
Ok, das ist auch sehr gut!
Übrigens, wer das hier noch nicht kennt:

https://www.youtube.com/watch?v=vPA31kvEUyY

Aber Vorsicht, bei dem Anfang hätte ich fast eingenässt vor Lachen...
Nicolas_Aine (16.01.2017, 00:31):
ja, auf das bin ich vorher auch gestoßen :D
Hosenrolle1 (16.01.2017, 03:59):
Haha! Am besten sind ja die Orgelspieler, wo man sich fragt, wo sie die herhaben. Haben die den Hochzeitsmarsch auf dem Keyboard mit Leuchttasten gelernt?

Wenn jemand eine alternative Version von "In the Summertime" hören möchte - bittesehr :D

https://www.youtube.com/watch?v=LKLwBzrCxE8



LG,
Hosenrolle1
Nicolas_Aine (21.01.2017, 09:00):
das Konzerthausorchester Berlin stellt grade Alltagsgeräusche aus Berlin mit Instrumenten dar, hier die Folge 1 "Currywurst":

https://www.youtube.com/watch?v=Dd5BF48LMS0&feature=iv&src_vid=h1cAOmsdLNA&annotation_id=channel%3A587a5bf2-0000-2ba9-aadc-001a114da328
satie (21.01.2017, 09:36):
:D Sehr schön!
Hosenrolle1 (21.02.2017, 22:39):
Nachdem ich mir den 7. Teil von "Star Wars" ausgeborgt habe (natürlich auf Blu-ray), habe ich ihn mir auch angesehen.
Ausgeborgt habe ich mir die 2-Disc Version, auf der zweiten sind interessante, wenn auch leider werbelastige Extras oben.





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (23.02.2017, 17:57):
Showgirls (1995, Paul Verhoeven)
Gerade angesehen und immer noch unschlüssig, ob dieser Film von 1995 Satire oder ernst gemeint sein soll.





LG,
Hosenrolle1
Zefira (23.02.2017, 19:23):
Goldene Himbeere in sieben Kategorien, für sechs weitere nominiert ... :rofl
Falstaff (23.02.2017, 21:59):
Da bin ich gerade nicht ganz so aktuell. :)



Eine von diesen tollen Verfilmungen (eigentlich immer mehr Theater als Kino) mit grandiosen Schauspielerleistungen.
Falstaff (23.02.2017, 22:02):
Und weil es hier auch um Heinrich II. geht, habe ich diesen Film gleich nachgeschoben.



Quasi eine mittelalterliche Version von 'Wer hat Angst vor Virginia Woolf'. Großartig und genauso wie die 'spätere' Version sehr witzig, weil eine einzige Farce.
Hosenrolle1 (28.02.2017, 20:12):
Schaut sich vielleicht noch jemand hier die Quizsendung "Gefragt - Gejagt" auf ARD an?

Ich bin kein großer Freund von Quizsendungen, weil ich finde, dass die meisten davon zäh sind, speziell "Wer wird Millionär?", das ich nicht aushalte. Ewig lange wird geplaudert und überlegt.

Aber "Gefragt - Gejagt" hat ein, wie ich finde, sehr gutes Konzept. Spannend und abwechselnd, weil sich die Show in drei Teile gliedert.


Die heutige Sendung war geil, das Finale ein Wahnsinn! Vielleicht hat´s jemand gesehen?



LG,
Hosenrolle1
Zefira (01.03.2017, 20:24):
Mein Mann sieht das manchmal an. Ich habe mal einen Blick hineingeworfen, aber die "Jäger"-Personen sind mir so gut wie immer unsympathisch. Ich weiß nicht, woran das liegt. Wahrscheinlich gar nicht an den Leuten selbst, sondern an der Art, wie ihre Präsenz gestylt wird; vor allem dieser thronartige Sitz - furchtbar.
Günther Jauch gucke ich gerne, ich mag seinen trockenen Humor - die Abfragerei ist für mich eher zweitrangig.

Aber eigentlich sehe ich lieber Tierfilme ... :tongue:
Neulich gab es mal einen ganz reizenden, über einen Leoparden, der mit 14 Monaten noch im "Hotel Mama" verweilte, d.h. an der Jagdbeute der Mutter partizipierte, ohne selbst etwas dazu zu leisten. Normalerweise fangen Jungleoparden mit 12 Monaten an, selbst zu jagen.
Als der neue Mann der Mama auf den Plan trat, musste sich der faule Sohn verzupfen und wohl oder übel lernen, sich selbst zu verköstigen. Es klappte auch, nach einigen Missgeschicken. Das war ein sehr schöner Film.

Der Film hieß "Ein Leopard mit kleinen Schwächen", glaube ich.
Hosenrolle1 (01.03.2017, 21:06):
Mein Mann sieht das manchmal an. Ich habe mal einen Blick hineingeworfen, aber die "Jäger"-Personen sind mir so gut wie immer unsympathisch. Ich weiß nicht, woran das liegt. Wahrscheinlich gar nicht an den Leuten selbst, sondern an der Art, wie ihre Präsenz gestylt wird; vor allem dieser thronartige Sitz - furchtbar.
Naja, das ist schon extra so hergerichtet, dass der "Jäger" unsympathisch sein soll, aber mir ist das nicht so wichtig.

Ich finde das Konzept hier viel besser: ein Team aus vier Kandidaten kann für das Team jeweils Geld erspielen. Jeder Kandidat kommt an die Reihe und bekommt seine Chance, und es wird hier nicht ewig lange herumgeredet, sondern man hat nur 5 Sekunden Zeit zum Antworten. Alles geht hier schneller.

Bei "Wer wird Millionär" geht mir das ab. Da wird minutenlang geplaudert, während die anderen Kandidaten, die endlich mal die Chance haben, in der Show aufzutreten, im Hintergrund sitzen, sich das anhören müssen und dann gar nicht mehr drankommen, weil die Zeit abgelaufen ist.

Bei "Gefragt - Gejagt" kommt jeder dran, und die Show bietet auch mehr Abwechslung, weil nicht ständig eine Frage und vier Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden, sondern weil sie sich in drei Teile gliedert. Schnellraterunde, um Geld zu erspielen, dann das Spiel gegen den Jäger, dann zusammen mit dem Team gegen den Jäger.



LG,
Hosenrolle1
Zefira (01.03.2017, 23:34):
Gerade dieses schnelle Abfragen ohne viel Drumherumgerede nervt mich ein bisschen, mich interessiert der menschliche Aspekt mehr.
Es gab mal ein Quizformat - ich glaube, es wird nicht mehr gesendet -, bei dem ein zuvor erspielter Geldbetrag, der real zu sehen war (Geldbündel), nach eigener Wahl eingesetzt werden musste. Die Kandidaten waren Promis und der Geldbetrag sollte dann wohltätigen Zwecken zugeführt werden.
Ich habe es nur ein einziges Mal gesehen und Tränen gelacht. Die Kandidaten waren Armin Rohde und Axel Prahl (falls Du sie nicht kennst - beides Schauspieler, die auf Charakterrollen mit "Prollfaktor" spezialisiert sind). Sie hatten einen ganzen Berg Geld erspielt und bekamen dann eine Entscheidungsfrage gestellt, das Geld sollte auf zwei Tische, die die beiden Antwortmöglichkeiten repräsentierten, verteilt werden, und das innerhalb einer Frist von einer halben Minute oder so. Die beiden rannten hektisch hin und her, für eine Absprache war die Zeit zu kurz, Rohde packte das Geld nach links, Prahl nahm die Hälfte und packte es nach rechts, dann rief Rohde, der seiner Sache wohl sicher war, "nein nein!", nahm alles Geld - es war ein satter Haufen - und packte es wieder nach links, "das bleibt so!", und erst in den allerletzten zwei Sekunden rannte er wieder herzu, nahm ein einziges Geldbündel, legte es auf den rechten Tisch und vergrub den Kopf in den Armen ... er gewann, Gott sei Dank.
Hosenrolle1 (01.03.2017, 23:43):
Ah, das war diese Sendung, wo man das Geld auf eine Falltür legen musste, und wenn die Antwort falsch war, öffnete sich die Klappe und das Geld war weg, oder?

Ich sage ja nicht, wenn auch geplaudert wird (ich bräuchte es halt nicht), aber wenn durch das Plaudern den anderen Kandidaten Zeit weggenommen wird, und das Plaudern auch generell zu lange dauert (besonders, wenn der Kandidat langweilig ist), dann finde ich das ermüdend und unfair.



LG,
Hosenrolle1
Zefira (01.03.2017, 23:53):
Nein, es war keine Falltür, einfach zwei weiße Tische.
Ich weiß auch nichts Genaues mehr, habe es nur das eine Mal gesehen. Allgemein bin ich nicht so für Quizsendungen. Ich gucke wie gesagt lieber Tierfilme oder gleich was richtig Dramatisches.
Hosenrolle1 (01.03.2017, 23:59):


Heute habe ich mir "Manhattan" von Woody Allen angesehen, von 1979.

Allerdings NICHT auf der gezeigten DVD, und auch nicht auf Blu-ray, sondern auf meinem alten Mitschnitt des Films auf VHS aus den 90er Jahren. Die DVD hat ein unscharfes Bild und irgendwie teilweise einen komischen Bildausschnitt, die BD bietet ein viel schärferes Bild, das aber seltsam gestaucht aussieht. Beide nicht empfehlenswert.

Angeregt wurde ich durch den Gershwin-Thread. Mir sind Gershwin und sein Werk zwar egal, aber in diesem Film wurde seine Musik wunderbar verwendet, speziell beim wunderbaren Schluss.

(Als ich klein war, hatten wir ein paar Filmplakate an der Wand hängen, darunter auch das von Manhattan. Ich kannte zwar Woody Allen und seine Filme zu dem Zeitpunkt nicht, aber das Plakat hat mich immer irgendwie fasziniert. Die Silhouetten vorne, die riesige Brücke im Hintergrund ...)



LG,
Hosenrolle1
Falstaff (02.03.2017, 00:04):
Mir sind Gershwin und sein Werk zwar egal
Ich kollabiere gerade. :D

LG Falstaff
Hosenrolle1 (08.03.2017, 22:58):
Nachdem ich mir den 7. Teil von "Star Wars" ausgeborgt habe (natürlich auf Blu-ray), habe ich ihn mir auch angesehen.
Ausgeborgt habe ich mir die 2-Disc Version, auf der zweiten sind interessante, wenn auch leider werbelastige Extras oben.





LG,
Hosenrolle1
Heute habe ich mir den Film noch einmal angesehen, diesmal im englischen Original.

Was soll ich zum Film selbst sagen? Ich bin absolut kein Star Wars Fan, mir sind die Filme egal, mir sind die Figuren egal. Meine Kritik dazu ist also nicht die eines Fans.

Der Streifen ist, und das merkt man sehr deutlich, praktisch eine Kopie des ersten Star Wars Films von 1977, die Geschichte ist praktisch die gleiche. Das wurde auch von vielen Fans bemängelt.
Mich persönlich hat das nicht gestört, ich fand die Geschichte angenehmer als diese übermäßig politisierenden Prequels.

Auch als Nicht-Fan war es schon ein großer Moment, als Han Solo das erste Mal auftaucht, begleitet von der Musik. Noch besser war allerdings der Moment im "Indiana Jones 4"-Trailer, als man zuerst nur seinen Schatten sieht, das war auch großartig, im Gegensatz zum Film.
Der Auftritt von Prinzessin Leia sehr viel später war für mich wenig spektakulär, weil ich Carrie Fisher hier überhaupt nicht mehr erkenne. Sie hat keine Ähnlichkeit mehr mit der Leia von früher.

Getragen wird der Film aber von Rey (Daisy Ridley), die für mich auch am interessantesten war. Im Laufe des Films entdeckt sie, dass sie ebenfalls die "Macht" hat und sie benutzen kann.

Der Bösewicht ist allerdings lächerlich. Seine Bösartigkeit wirkt sehr konstruiert und unecht, und die Frage ist, warum er eine Maske trägt, denn darunter verbirgt sich, anders als bei Darth Vader, kein vernarbter, verbrannter Schädel, sondern ein recht junger Bursche Marke Schwiegermutterliebling.

Es gibt auch hier viele CGI Effekte, allerdings hat man es sehr viel dezenter eingesetzt als in den Prequels. Die Raumschiffe in der Luft sehen viel echter aus, auch die Hintergründe wirken nicht wie in einem Videospiel. Hier lohnt übrigens ein Blick in die Extras, wo man sieht, wie viele Kreaturen echte Puppen waren - es ist erstaunlich zu sehen, was für tolle Sachen man mittlerweile bauen kann. Bei einem Alienkopf etwa sah man, welche Mimiken er draufhat. Das sah fast aus wie eine CGI-Animation, aber es war tatsächlich ein Roboter! Wie sich die "Muskeln" im Gesicht bewegen, aber eben nicht so roboterartig, sondern praktisch "lebensecht".

Auch die Choreografie der Laserschwert-Kämpfe wurde geändert. Imdb schreibt dazu:

The lightsaber battles are choreographed to be distinctly different from the ones in the first and second trilogies. Rather than the flashy, Force-assisted moves in the prequels or the formalized, kendo-like movements of the original trilogy, the fights are staged to appear less rehearsed, and more brutal and realistic.

Also kein übertriebenes, choreografiertes Herumgeturne mit Saltos in der Luft.


Auf Englisch finde ich den Film besser. Die Stimme von Wolfgang Pampel für Harrisson Ford ist schon großartig, aber mit den anderen Stimmen komme ich nicht so wirklich zurecht. Mir fehlen auch die unterschiedlichen Akzente. Rey z.B. spricht ärgstes Britisch, Han Solo hingegen amerikanisches Englisch - das geht in der dt. Synchro natürlich verloren. Außerdem mag ich ihre originale Stimme mit dem Akzent viel mehr :)

Ja, für mich ein Film zum einmal ansehen und dann vergessen. Wäre da nicht die Hauptdarstellerin, die ich sympathisch finde, würde der Film noch mehr verlieren.



(Erschreckend war für mich nur, dass die Hauptdarsteller in meinem Alter oder noch um einiges jünger sind als ich ...)



LG,
Hosenrolle1
Zefira (09.03.2017, 00:09):
Ich muss einen größeren Strickauftrag ableisten und habe mir zur Unterhaltung neben der Strickerei gestern und heute die ersten acht Folgen von "Wayward Pines" angeguckt. Zwei Marathonsitzungen.
Das ist mal, wie ich finde, eine richtig gute amerikanische Serie. Origineller aufgebauter Plot - nach den ersten vier oder fünf Folgen kam ein großer "Häh? WTF???"-Effekt, und dann kippte die Story total, und alles rückte an einen anderen Platz. Und was mir ganz besonders gefällt, ist die fast schon überdeutlich eingesetzte Präsenz von Frauen um die 50. (Das ist eine Altersgruppe, die üblicherweise in amerikanischen Serien nicht existiert.)
Zwei Folgen gibt es noch und dann ist die Strickarbeit auch fertig.
Jürgen (09.03.2017, 00:38):

Und was mir ganz besonders gefällt, ist die fast schon überdeutlich eingesetzte Präsenz von Frauen um die 50. (Das ist eine Altersgruppe, die üblicherweise in amerikanischen Serien nicht existiert.)
Es sei denn, Du erinnerst Dich noch an den Denver Clan. :thumbdown:

In den letzten Wochen habe ich mir alle 4 Staffeln den Tudors angeschaut. Da ging es eigentlich nur um die Regierungszeit von Henry VIII. Frauen um die 50 spielten auch dort keine große Rolle.
Die sind meist vorher gestorben (worden). War aber auch eine englische Produktion.

In den nächsten Tagen beginne ich die 6. Staffel von Game of Thrones, die habe ich mir in der Bücherei reservieren lassen.
Zefira (09.03.2017, 00:49):
Ich bin zwar alt genug, um Denver Clan zu kennen, habe es aber damals trotzdem nicht geguckt.
Generell ist die Bedienung von Randgruppen ein interessantes Thema in Amiserien. Da gab es zum Beispiel mal eine Serie, ich habe nur die ersten zwei Folgen gesehen, mit dem Titel "Under The Dome" oder so ähnlich. Es kamen darin neben einem Haufen gutaussehender Männer und dünner junger Frauen vor: Eine dicke Frau, eine Frau über 50, eine farbige Frau und eine lesbische Frau. Die lesbische Frau war zugleich auch die farbige Frau. Damit war sichergestellt, dass mit drei Frauen gleich vier Randgruppen bedient waren. Ideal gewesen wäre natürlich eine dicke, farbige, lesbische Frau über 50, aber die hat man vielleicht nicht gefunden.

Was die Tudors betrifft, ich kenne die Serie. Darin kommen auch keine älteren Frauen vor, weil alle schon im jugendlichen Alter geköpft werden. Ich kann mich erinnern, dass am Ende der Serie von allen Personen, die ich mochte, nur ein einziger übrig geblieben war, nämlich Chapuis.

Und was GoT betrifft - soll ich verraten, was mit Jon Snow ist? :beer Naja, weiß eh schon jeder ...
Falstaff (09.03.2017, 01:11):
Ich oute mich hier als großer Karl-May-Fan. Natürlich bin ich mit den Verfilmungen der 60iger aufgewachsen und sie haben mich geprägt. Deshalb war ich hier sehr skeptisch, aber auch gleichzeitig froh, dass endlich einmal eine Neuverfilmung gewagt wurde.



Nun habe ich endlich die drei Teile gesehen.

Erstmal war ich erstaunt, dass TV, noch dazu privates TV, solch eine Produktion zustande bringt. Den ersten Teil fand ich auch richtig gut. Das nahm dann aber ab. Zu viele 'Essentials', die bei Karl May einfach notwendig sind, fehlten mir. Aber trotzdem insgesamt eine lohnenswerte Neuinterpretation.

:hello Falstaff
Hosenrolle1 (09.03.2017, 01:15):
Hast du in den 90ern "Winnetous Rückkehr", erneut mit Pierre Brice, gesehen, wo gezeigt wurde, dass Winnetou gar nicht gestorben ist?

Ich habe die drei Winnetou-Bücher als Kind gelesen, noch in den alten grünen Ausgaben. Ich bin kein Fan, aber die Filme gefielen mir nie wirklich. Schon dass Santer schon im ersten Teil stirbt, während er in den Büchern erst in Teil 3 draufgeht, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. (Ist doch über 20 Jahre her, dass ich das gelesen habe ^^)



LG,
Hosenrolle1
Falstaff (09.03.2017, 01:25):
Hast du in den 90ern den Winnetou-Film, erneut mit Pierre Brice, gesehen, wo Winnetou wiedererweckt wurde?
Ja, Jahre später. Ganz schrecklich. :evil:

Das Santer im 1. Teil schon stirbt, ist sicherlich filmdramaturgischen Gründen zuzurechnen. Überhaupt haben die Filme der 60iger größtenteils wenig mit den Buchvorlagen zu tun. Ich will sie auch gar nicht in den Himmel heben. Abgesehen davon, dass sie quasi die ersten europäischen Western waren und sie dem Italo-Western den Weg wiesen, sind sie filmhistorisch völlig unbedeutend. Aber ich war ein Kind damals und sie haben ich umgehauen. Und alleine, wenn ich die Musik von Martin Böttcher höre, habe ich heute noch Gänsehaut rauf und runter. Aber das sind halt Kindheitsprägungen.
Übrigens ist Karl May wesentlich besser als sein Ruf (und besser als die Filme). Man lese nur einmal sein Spätwerk. Das ist Hochliteratur. In dem Punkt hat Arno Schmidt recht.

LG Falstaff
Hosenrolle1 (09.03.2017, 01:35):
Das Santer im 1. Teil schon stirbt, ist sicherlich filmdramaturgischen Gründen zuzurechnen.
Oder sie hatten kein Geld, Mario Adorf bis zum dritten Teil beizubehalten ^^

Mich hat auch immer Ralf Wolter genervt, den ich übertrieben komisch fand, ohne dass es wirklich lustig wäre. Wie eine Sidekick-Figur, die für den Humor zuständig ist. Oder dieser "Engländer", der Fotos machen möchte. Peinlich.

Aber natürlich, verglichen mit den Leone-Western sind das Kinderfilme.

Damals war es sicher aufregend, wenn Winnetou heldenhaft durch die yugoslawische Prärie reitet, wie Michael Mittermeier das mal gesagt hat ^^



LG,
Hosenrolle1
Falstaff (09.03.2017, 01:46):
Oder sie hatten kein Geld, Mario Adorf bis zum dritten Teil beizubehalten
Sie hätten ein Kinopublikum niemals 3 Teile vertrösten können bis der Bösewicht stirbt.
Damals war es sicher aufregend, wenn Winnetou heldenhaft durch die yugoslawische Prärie reitet, wie Michael Mittermeier das mal gesagt hat
Man muss diese Filme als Kind in einem richtigen Kino gesehen haben. Das haute einen wirklich um. Pierre Brice vor dieser Naturkulisse mit dieser Musik. Unglaublich! - Gott, war man als Kind damals naiv. :D :D

LG Falstaff
Hosenrolle1 (09.03.2017, 01:47):
Wobei, war Winnetou seinerzeit nicht erst ab 16? Durfte man als Kind überhaupt rein?



LG,
Hosenrolle1
Falstaff (09.03.2017, 02:03):
Die Produzenten haben sich immer sehr bemüht, die Filme schon ab 6 oder 12 erlaubt zu bekommen. Deshalb waren sie (u.a.) ja auch so naiv und lammfromm. :D
Wobei ich sie nie in der ersten Verwertung gesehen habe, sondern erst Jahre später. Aber eigentlich liefen sie immer in der späteren Vorstellung für die Jugendlichen. Da musste man sich teilweise halt reinschummeln. :D

LG Falstaff
Hosenrolle1 (10.03.2017, 18:50):
Gerade "Gefragt - Gejagt" angesehen - die beiden Kandidaten waren herausragend! Jeweils 5000 Euro in der Eingangsrunde erspielt, und am Ende 18 Fragen gewusst und den Jäger fertig gemacht! Bravo!



LG,
Hosenrolle1
palestrina (10.03.2017, 20:06):
Gerade "Gefragt - Gejagt" angesehen - die beiden Kandidaten waren herausragend! Jeweils 5000 Euro in der Eingangsrunde erspielt, und am Ende 18 Fragen gewusst und den Jäger fertig gemacht! Bravo!



LG,
Hosenrolle1
Nein, der zweite Kandidat hat in der Vorrunde 15.000€ erspielt, gewonnene Endsumme waren 20.000€!
Ja, toll war es, und das auch noch gegen diesen jungen Streber! :leb

LG palestrina
Hosenrolle1 (10.03.2017, 20:18):
Ich meine ja die Eröffnungsrunde, da hat er 5000 erspielt. In der zweiten Runde ist er auf Risiko gegangen und hat die 15.000 genommen.


LG,
Hosenrolle1
palestrina (10.03.2017, 20:31):
Da hast du recht! :thumbsup:

LG palestrina
Hosenrolle1 (10.03.2017, 20:36):
Ich versteh sowieso nicht, warum so wenig Risiko spielen, weil WENN man verliert, ist das Geld sowieso weg, ob das jetzt 50.000 oder 3000 Euro sind.


LG,
Hosenrolle1
Zefira (11.03.2017, 10:16):
Amüsant fand ich die Bemerkung bei der Frage nach der zweit-bevölkerungsreichsten Stadt, sinngemäß: "Beim Jauch gäbe das jetzt eine Viertelstunde Hinundhergerede und zwei Werbepausen."
palestrina (11.03.2017, 18:42):
Amüsant fand ich die Bemerkung bei der Frage nach der zweit-bevölkerungsreichsten Stadt, sinngemäß: "Beim Jauch gäbe das jetzt eine Viertelstunde Hinundhergerede und zwei Werbepausen."
:thumbsup: :leb :rofl :beer
Ich schaue mir das auch schon eine ganze Weile nicht mehr an, denn ich empfinde, dass es immer schlimmer wird mit dem hin und her gelaber!

LG palestrina
Hosenrolle1 (11.03.2017, 18:48):
Jetzt schaue ich gerade eine Folge aus dem englischen Original "The Chase", das von der BBC produziert wird.

https://www.youtube.com/watch?v=VrkQPC3XiXQ

Da ist wirklich alles gleich, das Studio, die Musik usw.

Auch die hochnäsigen Chaser (also Jäger) sind im Original vorhanden, ich gehe also davon aus, dass das auch für die deutsche Version übernommen wurde und zum Format gehört.

(Ähnlich wie bei der Quizsendung "The Weakest Link", wo die Fragestellerin rötliche Haare hatte und streng-unfreundlich war. Wurde im deutschen übernommen mit Sonja Zietlow, die ebenfalls rote Haare hatte und ebenfalls künstlich unfreundlich war).



LG,
Hosenrolle1
Falstaff (14.03.2017, 23:39):
Heute einmal wieder den hier reingeschoben:



'Ich bevorzuge die alten Meister, d.h. John Ford, John Ford, John Ford. Er war ein Poet und ein Komödiant. Und in seinen besten Momente ließ er uns erahnen, woraus die Erde gemacht ist.' (Orson Welles)'

Hier ist er weniger Komödiant und auch der Poet ist nicht immer vorhanden. Aber trotzdem ist es vielleicht der Western überhaupt, ein groß angelegter Diskurs über Zivilisation und Freiheit. Und John Wayne ist, wie immer bei John Ford, mit seinem Portrait des Indianerhassers schlichtweg großartig.

:hello Falstaff
Hosenrolle1 (19.03.2017, 05:31):
https://youtu.be/Cfs_UJtILSI

Schau ich immer wieder gern :D



LG,
Hosenrolle1
Zefira (20.03.2017, 10:16):
Erinnert mich an unseren derzeitigen Bürgermeister, der im Wahlkampf, nach dem Hauptziel seiner politichen Bemühungen gefragt, antwortete: "Mensch sein unter Menschen".
Er hatte dabei einen ganz ähnlichen Gesichtsausdruck wie der Rochlitzer :W

Ein löblicher Ansatz, aber muss man dafür Bürgermeister werden? Das schaff ich auch ohne politisches Amt locker mit links ...
Hosenrolle1 (20.03.2017, 18:49):
Ich wusste gar nicht, dass Wilhelm Tell Russe war ...


Ja, dieses Bürgermeister-Video gibt´s auch in voller Länge, über 3 Minuten redet der da. Der Grinser am Ende ist echt gruselig.

Rochlitz - kann mehr. Rochlitz ... kann - wirklich - mehr.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (20.03.2017, 23:27):
Wieder mal angesehen: Jan Böhmermanns Hymne auf die 90er Jahre, wird man fast wehmütig, wenn man aus dieser Generation kommt, und man merkt, dass das Ganze doch schon eine ganze Zeit her ist ...
Besonders mag ich, wie am Anfang leise "Lemon Tree" eingeblendet wird, als Vorbereitung auf diesen Rückblick.

https://www.youtube.com/watch?v=3aSt1J4s_Lk


LG,
Hosenrolle1
Falstaff (20.03.2017, 23:47):
Ich bin gerade dabei, meine ganzen Western wieder zusehen. Im Moment sind es noch John-Wayne-Filme. Was für ein erzreaktionärer Hund, aber ich liebe ihn einfach. Hier in seiner Oscar prämierten Rolle als Rooster Cogburn. Routiniert inszeniert und mit ihm als Marshall wirklich sehenswert.



:hello Falstaff
Jürgen (21.03.2017, 18:46):
Ich habe mir gestern diesen Film bestellt:



Weil er
1. Schon lange nicht mehr im Free-TV gelaufen ist.
2. Ich ihn sehr spannend finde
3. Und dann ist noch dieses Banjo-Duell

Grüße
Jürgen
Hosenrolle1 (21.03.2017, 18:53):
Hab mir grade die Bildvergleiche zu dem Film angesehen, verglichen wurde die alte DVD mit dieser Bluray.
Würd ich vor dem Kauf immer machen :)

http://caps-a-holic.com/c.php?d1=1264&d2=1263&c=842



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (27.03.2017, 18:21):
Boah, sowas regt mich auf!

Ich schaue gerade "Gefragt - gejagt", und in der Schnellraterunde steht eine, die eine Frage mit zwei Auswahlmöglichkeiten bekommt. Sie weiß es nicht und sagt was? "Weiter"!!
Wie bescheuert ist das? Statt dass man eine 50:50 Chance hat, versucht man es gar nicht erst.

Der Kandidat davor war aber super, der wusste sehr viel, ging aber leider auf das niedrige Angebot ein, statt Risiko zu spielen.

Ergänzung: boah, das war ein Finale. Der letzte Kandidat hat Risiko gespielt um 70.000 Euro und ist durchgekommen. Am Ende hat das Team gewonnen, hat dem Experten noch Punkte gestohlen.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (31.03.2017, 21:18):
Die heutige Gefragt-Gejagt Ausgabe tat weh.

Die ersten drei Kandidaten flogen alle raus, der letzte mit Ach und Krach ins Finale gekommen, und dort in zwei Minuten sage und schreibe 5 Antworten geschafft. Und redet sich dann noch raus, dass wenn man alleine da sitzt es schwerer ist. Nöö, ist es nicht. Man muss nur mehr wissen, z.B. dass Whoopie Goldberg mit Nachnamen Goldberg und nicht "Wood" heißt. Whoopie Wood ...

Wo casten die diese Leute? Melden sich da 70 jährige an, die in ihrer Freizeit Kreuzworträtsel ausfüllen und jetzt meinen, sie hätten dort eine Chance? Und wenn dann z.B. nach Computern gefragt wird, heißt es "Das weiß ich nicht, da muss ich raten". Oder eben so junge Kandidaten wie heute. Gestylte Frisur, riesige Ohrringe, Tattoos - aber überhaupt kein Allgemeinwissen.

Das Schlimmste war aber, dass die einzig sympathische Kandidatin bei der Frage "Wer singt in Humperdincks Oper ´Hänsel und Gretel´ Sopran? Sandmännchen oder Schnatterinchen" tatsächlich Schnatterinchen genommen hat und deswegen geflogen ist :(

Lieber mal bessere Kandidaten casten und nicht jeden nehmen.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (01.04.2017, 01:27):
Nach den billigen Schockszenen aus dem "Stephen Kings It"-Trailer zeige ich mal, wie ich mir eine GUTE Schockszene vorstelle, nämlich so wie die hier aus Ridley Scotts "Alien" von 1979.

https://www.youtube.com/watch?v=CRXyWtv-huc&t=98s

Hier hat man m.E. alles richtig gemacht: zuerst die Spannung, wo man auf dem Monitor sieht, wie das Alien immer näher kommt, dann der dunkle Gang, spannende Musik, und wenn das Alien plötzlich aus dem Dunkeln auftaucht STOPPT die Musik, es gibt KEINEN lauten Jumpscare-Tusch, sondern nur das Kreischen des Monsters. SO stelle ich mir gut gemachte Schockszenen vor!

Im "Es"-Trailer arbeiten die Macher nur mehr mit diesen lauten Jumpscare-Tuschs, so dass sich die Leute wegen der Musik erschrecken, nicht wegen dem, was sie sehen. Ziemlich billig,
Aber hier erschreckt man sich wenn schon wegen dem was man sieht, weil es keine Musik gibt.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (02.04.2017, 02:57):
An alle Österreicher hier, die älter sind als ich! (Weil ich glaube, dass das ein speziell österreichischer Spot war)

Seit einiger Zeit spukt mir eine Werbung für die Fanfare-Röllchen im Kopf herum, die ich ca. 25 Jahren im TV gesehen habe; das Problem ist, dass ich nicht weiß ob es diese Werbung wirklich gab, oder ob mir die Erinnerung einen Streich gespielt hat.

Und zwar sah man in dieser Werbung, wie dieser Fanfare-Mann, den man auch auf der Packung sieht, aus der Tür herauskommt und einmal sowas sagt wie "Die san so guat!".

Wie gesagt, diese Bilder hab ich im Kopf, aber ich weiß echt nicht, ob es diese Werbung damals wirklich gab! Vielleicht weiß das jemand hier? Auf YouTube finde ich die Werbung leider nicht.



LG,
Hosenrolle1
satie (02.04.2017, 08:15):
Ich bin zwar kein Österreicher, aber als in der Schweiz Aufgewachsenen habe ich viel ORF geschaut und meine, mich an eben jenen Spot auch erinnern zu können. Nach kurzer Suche fand ich - was es nicht alles gibt - eine Facebookgruppe, deren Anliegen es ist, Fanfare wieder auf den Markt zu bringen:
https://m.facebook.com/WirwollenFanfareEinStueckWienerBackTradition/?locale2=de_DE
Wenn wer die Frage beantworten kann, dann wohl die Leute dort.
Hosenrolle1 (02.04.2017, 15:26):
Danke für den Hinweis!

(Das ist witzig, ich habe vor einziger Zeit auch eine Gruppe gefunden, die sich wiederum dafür einsetzt, die Frufoos, die es vor 20 Jahren mal gab, wieder rauszubringen. Das waren diese Schokoufos, die innen mit Erdbeerjoghurt gefüllt waren. Extrem lecker!)



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (08.04.2017, 19:20):
Danke Böhmermann für die klaren Worte!

https://www.youtube.com/watch?v=nFfu2xDJyVs

Viel Glück, dass die Aktion hinhaut ;)



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (09.04.2017, 21:19):
Gerade vorhin gelesen, dass Böhmermann den Song tatsächlich bei der GEMA angemeldet hat, mit Schimpansen aus dem Zoo als Textdichter. Hoffentlich gewinnt er den Echo 2017!
Laut Zeitungen ist der Song jetzt schon auf Platz 1 der iTunes-Charts (was immer das ist *gg*).



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (12.04.2017, 03:04):
Nun habe ich mir das erste Mal den Film "Die neun Pforten" von 1999 angesehen, auf Blu-ray ausgeliehen. (Übrigens interessant, dass Amazon für den Film gleich zwei verschiedene FSK-Bewertungen hat)



Die von mir ausgeborgte Version hat noch ein anderes Cover und ist von KINOWELT, hat FSK 12. Technisch ist die Scheibe leider leicht unterdurchschnittlich. Das Bild ist sehr soft, könnte fast von einer DVD sein. Nur in Nahaufnahmen sind die Details besser. Wie das auf diesen Blu-rays hier ist weiß ich allerdings nicht.
Es gibt einen wortkarten Audiokommentar von Roman Polanski, der wenigstens deutsch untertitelt wurde. Dazu deutsche Untertitel zum Film, aber KEINE englische!

Ja, was soll ich zum Film sagen? WTF!

Was soll das sein? Worum geht es hier? Ich habe da überhaupt nichts verstanden. Ich bin ja generell kein großer Freund von besonders mystisch-mythischen Stories, womöglich noch mit lauter Fantasienamen, die man sich merken muss. Am Anfang war die Handlung noch nachvollziehbar, Depp wird beauftragt, zwei weitere Versionen eines Buches, das vom Teufel geschrieben sein soll (oder so) zu finden und zu prüfen, ob es sich dabei um Fälschungen handelt. Dabei wird er von einer mysteriösen blonden Frau verfolgt, und die Besitzer der jeweiligen Bücher sterben auf mysteriöse Weise.
Ab da ist es nur noch konfus, irgendwie will der Auftraggeber den Teufel beschwören, die blonde Frau scheint eine Art böser Engel oder so zu sein ... ja was weiß ich.
Ich blick da nicht durch. Allerdings habe ich den ganzen Film über damit gerechnet, dass die vermeintlich gute blonde Frau am Ende böse sein wird, eine große Überraschung war das also keine für mich. Schon die Todesfälle der Besitzer haben sie recht wenig bekümmert, da wusste ich schon, dass da etwas nicht stimmen kann.

Was mir aufgefallen ist, war die Musik von Kilar, die (m.E. zu stark) an seine Arbeit in "Dracula" erinnert. Hier fand ich sie allerdings wenig inspiriert, meistens nur wie auf die Schnelle eingefügt, oder überhaupt nicht zur Situation passend.

Überrascht war ich nur, dass der Grundton des Films ein ganz anderer war, als ich erwartet hatte. Ich dachte, der Film wird eine Art Mystery-Thriller sein, mit Schockeffekten, und einer "bösen Grundstimmung", vielleicht in der Art von "Im Auftrag des Teufels" oder "Rosemarys Baby", ebenfalls von Polanski. Aber nichts da. Es ist eher ein Mystery-Krimi, und Depp spielt hier keineswegs einen total ernsten Typen, sondern hat selbst in heiklen Situationen noch einen Spruch auf Lager. Dazu auch die Musik, die meistens ... naja, nicht fröhlich, aber doch teilweise beschwingt klingt, als sei das jetzt eine Krimikomödie.
Besonders auffallend fand ich, dass Polanski hier auf jeden Schockeffekt verzichtet, und auch die Musik keine billige Jumpscare-Tuscher liefert.
In der Szene, als Depp die im elektrischen Rollstuhl sitzende Leiche der alten Frau umdreht, sieht man ihr verzerrtes Gesicht kurz in Großaufnahme (sieht ein bisschen so aus wie die Leichen aus Hitchcocks "Frenzy"), aber ohne ein Crescendo in der Musik, ohne Jumpscare. Man sieht es einfach, und der Rollstuhl fährt dann von alleine einfach weiter, an der Kamera vorbei.
Der Grundton des Films ist überraschend locker.

Dennoch: ein wirres Produkt, das mir überhaupt nicht gefallen hat. Man hätte wenigstens ein bisschen auflösen können, was es mit der Frau auf sich hatte, und was es mit den Büchern und unterschiedlichen Holzschnitten auf sich hatte, usw.

Ich weiß schon, warum ich diese ganzen Mystery-Sachen normalerweise meide.

EDIT: nach einer kurzen Recherche habe ich verschiedene Interpretationen gelesen, anderen, die sich mehr damit beschäftigt haben und sogar die Buchvorlage kennen, ist offenbar auch nicht klar, was besonders das Ende zu bedeuten hatte. Und auf amazon regen sich auch einige darüber auf, dass der Anfang durchaus vielversprechend war, sich die Geschichte aber über 2 Stunden zieht und keine Spannung aufkommt, und lauter unerklärliche Dinge passieren, von denen man nicht erfährt, was da jetzt los war, stattdessen ist das Finale nur noch rätselhafter.

Ich habe ja nichts gegen Filme, wo man nicht gleich draufkommt, was passiert ist. Nach "Mulholland Drive" von David Lynch war ich verwirrt, aber ich war weiterhin interessiert, was da genau passiert ist, was das zu bedeuten hatte, und habe mir den Film nochmal angesehen, und mir die Theorien im Internet durchgelesen.
Bei "Die neun Pforten" habe ich das nicht getan, weil der Film, im Gegenatz zu "Mulholland Drive" eine im Prinzip ganz klare Geschichte erzählt, ohne ständig mit Traumwelten und Realität etc. zu spielen. Nur wird die so unnötig verworren, dass es mir keinen Spaß macht und mein Interesse gering ist, mir das nochmal anzusehen und groß darüber nachzudenken. Wenn am Ende die Dinge zumindest aufgelöst werden, dann könnte ich ja noch sagen "OK, jetzt weiß ich was los war, jetzt schau ich mir das nochmal an mit diesem Wissen und entdecke Dinge, die mir vorher entgangen sind". Aber hier nicht.


Morgen werde ich mir auf jeden Fall nach langer Zeit mal wieder Ridley Scotts "Alien" von 1979 ansehen (mit dem bescheuerten dt. Titel: "Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt"). Freu mich schon!





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (13.04.2017, 22:58):
Eigentlich gestern und nicht gerade eben angesehen, aber trotzdem:

Ridley Scotts "Alien" von 1979.



Den habe ich schon lange nicht mehr ganz gesehen, das Ende hatte ich z.B. ganz anders in Erinnerung. Eigentlich ist die Handlung schnell erklärt: die Mannschaft der "Nostromo" untersucht ein vermeintliches Notsignal von einem Schiff, und im Laufe des Films tötet das titelgebende Alien die gesamte Besatzung bis auf Sigourney Weaver, die als einzige Überlebende flüchten kann. Doch noch ist die Gefahr nicht gebannt, da sie entdeckt, dass das Alien in einer Nische in ihrer Kapsel sitzt. Sie öffnet die Kapsel und kann das Viech raussaugen, danach begibt sie sich in einen Kälteschlaf in der Hoffnung, dass sie gefunden wird.

Wikipedia sagt:

Als wesentliches Verdienst dieses Films wird Scotts gelungener Versuch angesehen, eine starke Frauenfigur im zuvor von Männern dominierten Action-genre zu etablieren. Gegen alle Widerstände der Produzenten setzte er durch, dass die ursprünglich männliche Figur Ripley in eine Frau umgeschrieben wurde.
Das ist schon mal großartig, aber mir gefällt auch, dass Scott das Alien nie wirklich ganz zeigt (was auch nicht sehr klug gewesen wäre, weil man dann deutlich gesehen hätte, dass es ein Mann in einem Kostüm ist). Stattdessen sieht man immer nur kurze Eindrücke, oft in Großaufnahme, oder im Nebel, man bekommt also nie mit, wie das Ding als Ganzes aussieht. Scott meinte im Audiokommentar auch, dass er auf alle Szenen, wo man das Ding ganz sieht, verzichtet hat, weil es "lächerlich" ausgesehen hätte. ^^

Weitaus grausiger sind aber die "Facehugger", die einem ins Gesicht springen und nicht mehr loslassen, was etwa John Hurt ("Der Elefantenmensch", "1984") passiert:




Dann fällt das Ding ab und ist tot, doch später bricht in der berühmten und oft (von John Hurt in Mel Brooks´ "Spaceballs" auch selbst) parodierten Szene ein "Baby-Alien" aus seinem Bauch hervor.

Die Fortsetzungen finde ich aber allesamt fürchterlich, schon deswegen, weil nicht mehr die originale Crew dabei ist. Die erste Crew fand ich noch gut, da war es immer schade, wenn es jemanden erwischt hat (besonders der Tod von Veronica Cartwrights Figar, den man nur im Off hört, was die Szene umso grausiger macht). In den nachfolgenden Teilen waren mir die Figuren immer egal, es ist nicht mehr das gleiche.

Der Schweizer HR Giger, der für diese Arbeit den Oscar bekam, hat das Alien und den Facehugger entworfen. Für die Szene, in der der tote Facehugger seziert wird, hat man Muscheln und eine Schafsleber für die Darstellung der inneren Organe verwendet - das Ergebnis sieht entsprechend echt (und widerlich) aus!


Das große Filmlexikon schreibt:
Das Raumschiff ist das Gegenteil der sauberen Enterprise und gleicht mehr einer Müllkippe als einem Fahrzeug. Die Mannschaft besteht nicht aus Weltraumhelden wie in Krieg der Sterne, sondern aus einer Gruppe frustrierter Techniker, die dem Monster hilflos ausgeliefert ist.“
Das fiel mir auch auf beim ansehen; ich hatte oft nicht den Eindruck, dass der Film 1979 entstand, sondern sehr viel später. Hier sind Aliens nicht, wie in Star Trek, kuschelige kleine Wesen, die sich rasant vermehren, oder Plastikmonster, wie hier:




und die weibliche Crew läuft nicht in kurzen Röcken herum und sieht nicht aus, als ob man sie aus einem Pin-up Kalender gecastet hätte.





LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (17.04.2017, 02:12):
Vor einer Ewigkeit mal lief im TV im Nachtprogramm mal eine Acting Masterclass mit Michael Caine aus den 80er Jahren, wo dieser Nachwuchsschauspielern wertvolle Hinweise gibt, und alles möglichen Dinge erklärt, was man tun sollte, und was nicht. Lange gesucht, endlich gefunden! Auf YouTube gibt es das nun auch zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=bZPLVDwEr7Y&t=2793s

Siskel & Ebert haben 1990 diese Masterclass auch besprochen:

https://www.youtube.com/watch?v=phQz6SEyCM0

Die beiden haben dabei die gleiche Erfahrung gemacht wie ich: man sieht das Schauspiel hinterher mit etwas anderen Augen, manche Dinge fallen dann durchaus unangenehm auf, andere wiederum weiß man dafür umso mehr zu schätzen.
Auf jeden Fall ein Genuss sich das anzusehen.

Wertvolle Hinweise gibt er aber auch hier in diesem kurzen Ausschnitt, etwa, wie man einen Betrunkenen spielen sollte, oder warum man als Schauspieler auf full frontal nudity-Szenen verzichten sollte.

https://www.youtube.com/watch?v=-hEpUV4_qeY


Absolut sehenswert und jedem zu empfehlen!




LG,
Hosenrolle1
Zefira (24.04.2017, 00:27):
Jim Pandzko (allein der Name!) in Action.
Könnt mich kabuttlache ...

https://www.youtube.com/watch?v=fHOtUohekwk
Zefira (24.04.2017, 01:12):
Und wo ich schon mal dabei bin, auch dies noch. Seit Wochen mein "Rausschmeißer" zum Ausschalten des Rechners.

Jazz Roots 2015
Falstaff (29.04.2017, 01:07):


Eine eigentlich einfache Geschichte, dabei wunderbar präsentiert und grandios fotografiert. Aber dann die weiteren Bedeutungsebenen, die dieser Film enthält!!! Für mich vergleichbar nur mit 'The Searchers' und 'High Noon'.

Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass gerade der Western das ideale Medium wäre, um wirklich existentiellen Fragen aufzuwerfen. (Hätte er sich nicht durch Äonen minderer Produktionen selber desavouiert.)

Dies ist jedenfalls ein Film, den man absolut empfehlen kann/muss. Ein Film, der einen lange nicht loslässt. Ein Film, der unterschiedlichsten Themen anspricht, der den Deus-ex-machina anspricht genauso wie McCarthy und vieles mehr.

:hello Falstaff
Falstaff (10.10.2017, 22:45):
Für 3,99€ im Planetenladen. Da konnte ich doch nicht widerstehen. Ein großartiger Film, großartig von Buch, von der Regie her, großartig n der Ausstattung und auch im Spiel, besonders bei Gabin und Arletty.



:hello Falstaff
Falstaff (10.10.2017, 22:49):
Frei ab 16! Da lachen ja die Hühner.

Zum selben Preis am selben Ort erstanden und gleich danach gesehen:



Fast 60 Jahre alt. Zusammen mit 'Sie küssten und sie schlugen ihn' der Beginn der 'Nouvelle Vague'. Und heute noch genauso frisch und hemmungslos wie immer.

:hello Falstaff
Falstaff (19.10.2017, 22:36):
Heute hier mal wieder reingeschaut:



Klassische Interpretationen. Aber es ist doch immer wieder erstaunlich, was für tolle, neue Schauspieler die Engländer hervorbringen.

:hello Falstaff
Falstaff (19.10.2017, 22:39):
Danach zur Erholung ^^ 'The Hollow' von Agatha Christie.



Beste Unterhaltung, wirklich gekonnt umgesetzt. Und David Suchet ist der beste Poirot, den ich kenne.

:hello Falstaff
Falstaff (19.10.2017, 23:12):
Wie ich gerade erfahren habe, ist Danielle Darrieux bereits am vergangenen Dienstag im Alter von gesegneten 100 Jahren gestorben. Aus diesem Grund wird mein nächster Film morgen jedenfalls dieser von Max Ophüls sein:



:hello Falstaff
satie (20.10.2017, 10:19):
Danach zur Erholung ^^ 'The Hollow' von Agatha Christie.



Beste Unterhaltung, wirklich gekonnt umgesetzt. Und David Suchet ist der beste Poirot, den ich kenne.

:hello Falstaff
Absolute Zustimmung!!! Ich liebe die Serie!
:beer
EinTon (21.10.2017, 18:19):
Etwas für Satie, angesichts unserer kürzlich geführten Diskussion über Interpretationen von Britten-Opern:

http://www.bbc.co.uk/programmes/p05k5q8d 8)
Heike (10.12.2017, 15:32):
Weil Sati grad oben von Poirot schrieb:

Gestern die neue Verfilmung von "Mord im Orientexpress" im Kino gesehen. Nach 30 min rausgegangen. Der Film ist null britisch. Poirot hat keinen Bauch und keinen Charme. Und selbst die wirklich originelle Kameraführung kann kein Interesse oder gar Agatha Christie Flair aufkommen lassen. Lohnt sich nicht.
Falstaff (09.03.2018, 23:39):
In den letzten Tagen alle vier Staffeln verschlungen:



Auf der Bühne finde ich Aktualisierungen meistens nur banal, aber hier ist es einfach nur klasse. Einerseits ist es ein anderes Medium, das bearbeitet wurde, aber andererseits waren hier Leute am Werk, die es einfach schlichtweg konnten.

:hello Falstaff
Falstaff (09.03.2018, 23:44):
Danach dann das Ende dieser langlebigen Serie nach gut 25 Jahren:



Und zum ersten Mal war ich wirklich enttäuscht, zumindest von dreien der fünf Episoden. Ich weiß gar nicht, was es genau war. Vielleicht fehlte der Humor, die leichte Ironie, die sonst immer gegenwärtig war. Aber irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, dass nicht nur Poirot in die Jahre gekommen sei.

:hello Falstaff
satie (10.03.2018, 13:12):
Lieber Falstaff,
ich besitze nun auch endlich die komplette Serie auf DVD, es gibt eine relativ günstige aus GB, die nur englisch ist, aber wer sich das auf Deutsch antut, verpasst ohnehin viel zu viel von David Suchets wunderbarer stimmlicher Darbietung.

Die Box muss man direkt in UK bestellen, z.B.:
https://www.amazon.co.uk/Agatha-Christies-Poirot-Definitive-Collection/dp/B00EQ30DDQ/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1520683603&sr=8-2&keywords=poirot

Ich hatte sie für umgerechnet 50 Euro als Aktion bekommen.

Die einzelnen Episoden sind ohnehin unterschiedlich in der Qualität, Agatha Christie hat nicht immer die besten Einfälle gehabt, was ich ihr nicht verüble. Vielleicht hatten aber auch die Drehbuchautoren irgendwann keinen Bock mehr, schon möglich...Manchmal muss man halt auch etwas schnell arbeiten. Trotzdem: dieser Poirot ist auf jeden Fall der beste, den es je gab. Wenn man bedenkt, über welch langen Zeitraum die Serie produziert wurde, dann verwundert die teilweise schlechte Bildqualität der frühen Folgen auch nicht. Ob man die ganze Box braucht, kann ich nicht sagen.
Was mich allerdings verwundert hat: man hat die Reihenfolge der Poirot-Collections hier übernommen, was nicht der Chronologie der Geschichten entspricht. Das wäre nun kein Luxus gewesen, hier eine vernünftige Ordnung hineinzubringen. Da ich sie mir eh nicht unbedingt der Reihe nach anschaue, ist es nicht weiter schlimm...

Herzliche Grüße
Satie
Falstaff (16.03.2018, 01:09):
Lieber Satie, zunächst Dank für den Hinweis. Allerdings habe ich bereits die Mehrzahl der Boxen, so dass sich das für mich nicht mehr lohnt.
Natürlich muss man, wenn es irgendwie geht, die Serie im Original hören. Nicht nur Suchet ist ein besonderer Genuss, auch der Tonfall der anderen Schauspieler, ich denke hier v.a. an Inspektor Japp, ist einfach Teil des Ganzen. Und wenn man einmal damit angefangen hat, ist man eh für jede Synchronisation verloren.
Natürlich ist es erstaunlich, welch eine Qualität sie über 25 Jahre halten konnten. Trotzdem fallen die Folgen der letzten Box für mich doch ab. Wobei bei mir eine Lücke zwischen Box 8 und 12 klafft. Ich weiß also nicht, wann dieser Bruch eintritt. Äußerlich wird es vielleicht an der veränderten Wohnungseinrichtung deutlich. Ich denke, dass das Produzententeam wohl gewechselt hat. Da müsste ich nochmal die jeweiligen 'Credits' studieren. Oder ich schau einfach mal bei Wikipedia vorbei. ^^
Immerhin hat die letzte Folge doch noch einmal fast altes Niveau.
Tatsache aber ist, worauf du ja schon hingewiesen hast, dass Suchet der absolut beste Poirot ist! :down :down :down

LG Falstaff
Falstaff (24.05.2018, 01:48):


Puh, bin ich enttäuscht. Wie leider so manches Mal bei Kenneth Branagh. Was für ein Talent, aber immer scheint er sich selber im Wege zu stehen. Und so auch hier. Das ist nicht Christies Poirot, das ist Branaghs Poirot. Nur frag ich mich, was der soll.
Insgesamt gefällt mir eine ganze Menge nicht, aber v.a. nicht, dass dieser Film völlig humorfrei ist. Und das geht bei Christie nun schon mal gar nicht.

:hello Falstaff
Falstaff (24.05.2018, 01:51):
Zur Erholung brauchte ich dann erstmal den Klassiker von 1974 mit einem grandiosen Albert Finney als Poirot:



:hello Falstaff
satie (24.05.2018, 08:42):
Ist ja lustig, ich habe ihn mir gestern ebenfalls angetan! Und kann Deine Worte nur bestätigen. Ich gestehe, ab der Hälfte resigniert zu haben. Ich hatte allerdings auch null Erwartung. Neben David Suchet war Albert Finney der einzige, der einen überzeugenden Poirot hingekriegt hat (wenn auch niemals so gut wie Suchet). Die Besetzungsliste des älteren Films ist ein einziger Schmaus, solche Schauspieler gibt es meiner Ansicht nach gar nicht mehr (na gut, sehr selten, und einige leben ja noch).

Ne, das ist wirklich nix gewesen.

Herzliche Grüße
Satie
Zefira (26.05.2018, 22:53):
Ich habe es auch gesehen, vor Wochen schon ... und fand bereits die Eingangsszene völlig daneben.
Fast noch schlimmer fand ich allerdings die Doktor Schiwago-Verfilmung aus 2002, die vor ein paar Tagen im TV lief. Ich meine nicht die schöne alte, sondern eine neuere, zweiteilige mit Keira Knightley als Lara.
Dieser Film zog sich endlos - ich hatte eine große Strickarbeit zu machen und war dankbar für die Beschallung, aber am Ende des Abends hatte ich das Gefühl, dass kaum etwas passiert war. Und das bei einer derart prallen Vorlage ...
Falstaff (27.05.2018, 23:53):
Neben David Suchet war Albert Finney der einzige, der einen überzeugenden Poirot hingekriegt hat (wenn auch niemals so gut wie Suchet).
Mir aus der Seele gesprochen. Auch der von mir sehr geliebte Ustinov ist alles, nur kein Poirot.
Die Besetzungsliste des älteren Films ist ein einziger Schmaus
V.a. Bergmann, Bacall und Gielgud. Einzig die Perücke von Michael York ist ein Fehlgriff. :D
und fand bereits die Eingangsszene völlig daneben.
Genau. Poirot ist zwar pingelig, aber die Größe der Frühstückseier würde er nie so ausmessen. Und der Rest an der Klagemauer ist völlig indiskutabel.

Branagh plant wohl eine weitere Verfilmung. Diesmal 'Tod auf dem Nil'. Das ist nun gerade der einzig akzeptable Film mit Ustinov, v.a. wegen Bette Davis. Als wenn es keine anderen Poirot-Romane geben würde.

:hello Falstaff
Falstaff (28.05.2018, 23:14):
Nun mal weg von Agatha Christie und mal wieder diese köstliche Satire gesehen:



Martin Held war wirklich einer der Großen (alleine diese Sprachkultur), hier auch wieder. Walter Giller wurde nicht umsonst für diesen Film mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Was hätte er im deutschen Film leisten können, wäre er nicht all zu sehr in Komödienfach abgedriftet (worden). Und auch alle anderen Rollen sind durchweg hervorragend besetzt.

Und Wolfgang Staudte? Wenn er gut war, wie im 'Untertan' und in 'Die Mörder sind unter uns', dann war er richtig gut. So wie hier. Der deutsche Film der 50iger ist doch besser als sein Ruf.

:hello Falstaff
Falstaff (31.05.2018, 00:58):
Und noch einmal die 50iger:



Großartige Satire auf die Adenauer-Ära, auch formal sehr interessant.

:hello Falstaff
palestrina (31.05.2018, 10:52):
Und noch einmal die 50iger:



Großartige Satire auf die Adenauer-Ära, auch formal sehr interessant.

:hello Falstaff
Maria Rosalia Auguste Nitribitt

LG palestrina
Falstaff (01.06.2018, 23:21):
Und heute ging es weiter mit Filmen aus der Zeit. Diesmal von der anderen Seite der Elbe und aus dem Jahrzehnt davor.



Für 1948 eine frühe und wichtige Untersuchung darüber, warum das Kleinbürgertum im Dritten Reich so versagt hat (neben anderen Schichten). Sehr gut gespielt und schon ein typischer Staudte dieser Jahre, der wunderbar mit rein filmischen Mitteln interpretieren konnte.
Gefilmt übrigens von Bruno Mondi. (Und das durchaus toll.) Von 'Jud Süß' über 'Rotation' bis zu 'Sissi'. Das nenne ich deutsch-deutsch-deutsche Kontinuität. Man kann natürlich auch 'Wendehals' dazu sagen. :D

:hello Falstaff
Falstaff (01.06.2018, 23:24):
Maria Rosalia Auguste Nitribitt
Danke für den Tipp, lieber Palestrina. Der Film bezieht sich ja sehr auf diesen Fall bis hin zu ihrem Namen. Aber trotzdem geht er doch sehr frei mit dem eigentlichen Fall um. Eichinger mit seinem späteren Film war da sicherlich näher dran, aber die zeitnahe Perspektive macht ihn eben so interessant.

LG Falstaff
Falstaff (06.07.2018, 22:48):
Im Moment ist Hitchcock mal wieder dran.



Das ist schon einsame Klasse. Alles stimmt. Schauspieler, Set, Drehbuch, Musik, Sound-Effekte, Dialoge, Kamera, Suspense, Humor usw. Dann noch die typischen Hitchcock-Themen. Einer der vier/fünf besten Filme von ihm.

:hello Falstaff
Falstaff (06.07.2018, 22:54):
Und danach gleich weiter mit ihm:



Bestimmt nicht rundum geglückt, aber ein hochinteressantes filmisches Experiment. Durch den fast vollständigen Dreh in einer Einstellung (es wird nur dreimal geschnitten) schafft er es immerhin, keine schlichte Verfilmung eines Theaterstücks abzuliefern, sondern sich dem Stoff wirklich mit filmischen Mitteln zu nähern. Witzigerweise gerade dadurch, dass er die Perspektive eines Theaterzuschauers übernimmt und diese auf die Spitze treibt.

:hello Falstaff
Falstaff (08.07.2018, 23:47):
Ich bin wieder mal in einer Hitchcock-Welle:



Sicherlich nicht eines seiner besten Werke. Sein zweiter Farbfilm und wie in 'Cocktail für eine Leiche' ganz mit langen Einstellungen arbeitend, mit langen, sehr langen Kamerafahrten arbeitend, die die Schauspieler begleiten, sie umfahren, auf ihre Bewegungen reagieren, Akzente setzen, Deutungen hervorrufen und sie setzen. Interessanterweise eines der Werke, das die Regisseure des 'Cahiers du Cinema', namentlich Claude Chabrol und Eric Rohmer besonders liebten. Und es ist schon erstaunlich, was Hitchcock aus einer, für mich, relativ belanglosen Geschichte an filmischen Raffinessen herausholt. Hier deutet sich einmal wieder an, was Peter Bogdanovich später feststellte, das Hitchcock niemals falsch gelegen hätte. So und nur so musste eine Einstellung sein. Gut, vielleicht ein wenig zu euphemistisch, aber im Grunde hat er recht. Und dabei verließ sich Hitchcock nie auf eine sich als bewährt herausgefundene Methode, sondern liebte das Experiment.

:hello Falstaff
Falstaff (09.07.2018, 00:03):
Und weiter ohne Unterlass. (Ok, es wird hiernach eine kleine Pause geben, weil ich erstmal anderthalb Wochen im Urlaub bin.) Aber da ich als Hitchcock-Fanatiker eigentlich alle seine Filme auf DVD habe, kann es nach dem Urlaub ungebrochen erstmal weitergehen.



Eigentlich eher eine Arbeit für die 'linke Hand'. So hat er es wohl auch selber gesehen. Aber andererseits, welche cineastischen Schätze bietet dieser in 3D gedrehte Film. Auf engstem Raum gedreht und spielend, ist es zunächst eine schlichte Verfilmung eines erfolgreichen Theaterstücks. Typische englische Krimistory für's Theater konzipiert. Und das merkt man dem Film auch an. Hier fehlen einige der typischen Hitchcock-Themen, wie sie noch in 'Cocktail für eine Leiche' vorhanden waren. Es ist zunächst die solide Verfilmung eines soliden Stoffes. Aber man beachte die gewählten Einstellungen, besonders beim Gespräch zwischen dem Hauptdarsteller und dem erwählten Mörder. Und dann die 'Mordszene' selber. Und die schauspielerischen Leistungen, besonders der jungen Grace Kelly und von Ray Milland in einer seiner besten Rollen. Das ist schon beste Unterhaltung. Was man auch erst einmal hinkriegen muss.

:hello Falstaff
Falstaff (03.08.2018, 00:26):
Die Hitchcock-Wochen dauern an. :D Kürzlich war es dieser hier:



Ein visuell unglaublich faszinierender Film, zudem mit einem Montgomery Clift zum Niederknien, einem tollen Cast und einem für Hitchcock wohl sehr persönlichen, darüber hinaus auch sehr interessanten Thema. Wieder einmal großartig.

:hello Falstaff
Falstaff (03.08.2018, 00:39):
Nach 'Saboteure' :down , 'The Paradin Case' :down , 'The Skin Game', 'Mr. und Mrs. Smith' :down , 'Suspicion' :down , 'Notorious' :down :down :down , 'Lifeboat' :down :down :down :down :down , 'Shadow of a Doubt' :down :down :down :down :down , bin ich nun bei seinem ersten Tonfilm angekommen.



Mit Sicherheit hätte er ihn später straffer inszeniert, aber auch hier gibt es Sequenzen, die einerseits typisch Hitchcock, andererseits mit zu den besten und überzeugendsten gehören, was ich in Bezug auf Montage bislang gesehen habe. Wie so oft liegt ja nicht die Kraft im technisch aufwendigen, sondern im richtigen. Und schon die Einführungssequenz ist wirklich mal reiner Film und bebildertes Gesabbel, wie man es meistens antrifft.

:hello Falstaff
Falstaff (04.08.2018, 22:41):
Kein Ende der Hitchcock-Wochen, nur eine kurze Unterbrechung:



Die einzige Regierarbeit von Charles Laughton. Eine bildgewaltige Schwarz-Weiß-Ballade, in Ansätzen ein Film Noir, ein Märchen und so vieles mehr. Natürlich floppte der Film der der UA. Heute steht er für die 'Cahiers du Cinema' nach einer Umfrage 2008 auf Platz 2 der besten Filme aller Zeiten. Gut, wir müssen nicht über Sinn und Unsinn solcher Umfragen und Abstimmungen reden, sie zeigen aber, die unglaubliche Wertschätzung, die dieser Film heutzutage mit recht erfährt.

:hello Falstaff
satie (05.08.2018, 11:42):
Definitiv ein fantastischer Film!
:beer
Falstaff (06.08.2018, 00:22):
Definitiv ein fantastischer Film!
:times10 möchte ich mal sagen. ;)

LG Falstaff
a-way (07.10.2022, 10:36):


Close - Dem Feind zu nah (Regie Vicky Jewson)