Glarean (02.08.2019, 21:34): Für div. Musiknoten-Software (bzw. Midi-Konvertierung) suche ich noch einen guten SoundFont (möglichst SF2-Format), mit dem v.a. Klassische (Orchester-)Musik gut klingt. (Die üblichen Verdächtigen, die ich kenne, z.B. Arachno, Merlin, Omega, Aegean, klingen eher dürftig...)
Für einen Download-Tipp wäre dankbar:
Glarean
EinTon (03.08.2019, 16:48): Kommt nur etwas Kostenloses in Frage?
Kostengünstig zB Garritan Personal Orchestra, kostet z Zt ca. 150€. Mit einer alten Version dieser Software habe ich mal das hier gemacht :
www.einton.info/kleines-stueck-in-c.mp3
satie (04.08.2019, 17:38): Wenn Du Sibelius als Notationsprogramm nutzt, ist Noteperformer das allerbeste! Und günstig dazu. Es startet direkt als Plugin und bietet u.a. direkte Ums tzung von Klangfarben, Artikulation etc. Es funktioniert als Betaversion auch mit Finale und Dorico.
Klangbeispiel: http://composition.berlin/?p=286
Herzliche Grüße Satie
EinTon (04.08.2019, 19:02): Wenn Du Sibelius als Notationsprogramm nutzt, ist Noteperformer das allerbeste! Und günstig dazu. Hat Sibelius nicht schon eine eigene Soundbibliothek mit dabei? (Ich meinte, das sei eine angepasste Garritan-Version gewesen).
Ich selber habe, seit ich ihn besitze, NI Kontakt benutzt - ich habe ihn vor ca. 10 Jahren gebraucht erstanden. Dessen Orchestersamples stammen mW aus der Vienna Symphonic Library.
EinTon (04.08.2019, 19:04): Klangbeispiel: composition.berlin/?p=286 Das Beispiel klingt für Deine Verhältnisse ja ziemlich konservativ, man könnte es sich auch gut als Filmmusik vorstellen (Szene auf einem geheimnisvollen menschenleeren Planeten mit Felslandschaft im Zwielicht)... ;)
satie (04.08.2019, 20:48): Konservativ? Hm...keine Ahnung. Es entspricht meiner gegenwärtigen Ästhetik, mehr kann ich dazu nicht sagen. Mich stößt das Gros zeitgenössischen Gekreisches mittlerweile ab. So ist es nun mal.
Die integrierten Sounds von Sibelius sind abgespeckte von NI, klingend bei weitem nicht so gut wie Noteperformer, auch Garritan ist nur mittelmäßig. Ein weiterer Tipp: EastWest Symphony Orchestra kann man mieten (30€ im Monat o.ä.), allerdings muss man dann das MIDI erst auf Spuren verteilen in Cubase oder was ähnlichem, dann jede Sample Library laden, die man braucht, und damit das gut klingt in jeder Spur, teilweise bei einzelnen Noten noch feilen etc...ist eigentlich nur was für Geübte, aber das gilt für Garritan ja genauso. Man könnte die Libraries sicher auch direkt aus Sibelius ansteuern, aber ob das komfortabel ist...? Ob es mit Finale ginge, kann ich nicht sagen.
Lotreq (06.08.2019, 06:49): Ich habe früher immer mit Miroslav Philharmonie gearbeitet. Eine sehr umfangreiche Bibliothek mit sehr natürlich klingenden Instrumenten und zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten. Ik-Multimedia hat eine neuere Version im Angebot. (Miroslav Philharmonik 2 | IK-Multimedia | bestservice.de)
Eine andere Soundbibliothek ist Halion von Steinberg mit der man auch sehr natürlich klingende Orchestermusik machen kann.
Allerdings sind beide Bibliotheken nicht gerade billig. Aber es lohnt sich, wenn man ernsthaft Midi - Musik machen will.
satie (06.08.2019, 09:09): Wenn ich die Frage zu Beginn richtig verstehe, ist nicht angedacht, in einer DAW auf mehreren Spuren zu arbeiten, sondern es sollen einfach nur die Standard-MIDI-Klänge durch bessere ersetzt werden (die Beispiele im ersten Beitrag sprechen hierfür). Leider wissen wir nicht, worum genau es geht und welche Notationsprogramme benutzt werden. Lieber Glarean, kannst Du das noch ausführlicher erklären?
EinTon (06.08.2019, 14:38): Mich stößt das Gros zeitgenössischen Gekreisches mittlerweile ab. So ist es nun mal. OK...
Kennst Du Kaija Saariaho, zB deren Oper "L'amour de loin" oder "La passion de Simone" (ein Oratorium). Könnte vielleicht gefallen...
Glarean (07.08.2019, 18:55): Hi Satie & EinTon
Merci für eure Wortmeldungen/Hinweise.
Bis jetzt konnte ich mich (nach ein paar Jahren des flüssigen und durchaus erfolgreichen Arbeitens mit "PriMus") noch nicht zum Erlernen von "Sibelius" durchringen (obwohl ich es gekauft und installiert auf Festplatte habe ;-) Also versuche ich, das Gespann Primus&CoolSoft-VirtualMidi zu optimieren...
Dein "Tortoise" gefällt mir übrigens - nicht zuletzt in klanglicher Hinsicht - gut, Satie. Und alles mit Sibelius-Boardmitteln realisiert?! Also "klassische" Instrumente simuliert? (Das Kinderlied - in der Flöte? - bei 8:40 im Kontrast: hübscher Einfall ;-)
Mein bescheidenes oder unerreichbares Ziel: Mozarts KV 550 ab Notationsprogramm mal so zu einem MP3 hinzukriegen, dass nicht jeder Laie schon von weitem die Ohren zuhält. Will heissen: es soll v.a. zu schulischen Demonstrationszwecken taugen.
PS: Sorry für verspätetes Antworten (habe die entspr. Profil-Einstellungen fürs Benachrichtigen übersehen).
Glarean
satie (07.08.2019, 21:28): Lieber Glarean,
Wenn Du magst und Dein Programm das kann: exportiere doch die Dateien als XML und schick sie mir, ich kann Dir dann daraus ein MP3 machen. Also vorausgesetzt, es muss nicht vorgestern fertig sein und handelt sich um Dutzende Dateien... Du schreibst, es ist für schulische Zwecke? Vielleicht könnten wir da gegenseitig brauchbares Material haben. Vielleicht dazu mehr per PN oder Mail?
Mein Orchesterstück ist nur mit Sibelius und Noteperformer gemacht. Das Kinderlied ist übrigens ein eigenhändig transkribierter Kattajjait, das sind Gesänge/Spiele der Inuit, bei denen quasi Hoquetus-artig der eine Sänger dem anderen jeweils in den Mund singt (der Mund des anderen ist sozusagen Schall-Absorber; wenn der eine singt, atmet der andere ein). Oft endet die Melodie dann in Gelächter, wenn einer der beiden sich nicht mehr beherrschen kann...
Herzliche Grüße Satie
Glarean (07.08.2019, 21:54): Merci fürs XML-Angebot - ggf. komme ich gerne darauf zurück. (XML ist ja auch nur bedingt standardisiert bzw. transportierbar...)
Kattajjait - interessant, war mir noch kein Begriff.
Das hier wäre dann eine moderne Variante? https://www.youtube.com/watch?v=fPI2dXcn8Vw
Herzlicher Gruss zurück:
Glarean
satie (07.08.2019, 23:14):
Das hier wäre dann eine moderne Variante? Ja! Um 36:10 herum beendet auch ein befreites Lachen das Stück. Danke für den Link!
tapeesa (13.08.2019, 19:49): Zum originären Gesuch aus diesem Thread kann ich nichts beitragen; ich möchte mich für den Link zu bzw. die Komposition von "The black tortoise" (@Satie), den folgenden Austausch, sowie das gepostete Video bedanken.
Kattajait kannte ich gar nicht.
Die übergeordneten Assoziationen zum Stück an sich sind bei mir: starke Zentriertheit und: sehr fokussiert.
Zum Begriff "schwarze Schildkröte" habe ich auch erstmal schauen müssen, aber das Wort "Tortoise" bringt mich seit der Geschichte "Esio Trot" (rückwärts lesen ;) ) von Roald Dahl zum Schmunzeln. (Tortoise sowie Porpoise gehören zu meinen englischen Lieblingswörtern :) .)