da ich das VK Nr. 2 von Wieniawski grade selber spiele und mich deswegen etwas damit befasse, dachte ich mir, ich könnte ja mal einen Thread darüber hier aufmachen :)
Gleich vorneweg: Es ist das erste Mal, dass ich sowas mache, deswegen bin ich über jede Kritik erfreut ;) Und noch was: Zur Geschichte des Werkes weiss ich nicht viel und gehe deswegen auch nicht näher drauf ein, falls aber jemand was weiss, fände ich es toll, wenn er / sie es noch dazuschreibt ;)
Also: Das Violinkonzert Nr. 2 wurde am 27.11.1862 uraufgeführt, und zwar in St. Petersburg, leider weiss ich nicht von wem, allerdings wurde es bis 1870 immer wieder überarbeitet. Gewidmet ist es dem damals 25jährigen spanischem Geiger und Komponisten Pablo de Sarasate, der gut mit Wieniawski befreundet war. Die Kritiker waren von dem VK begeistert, und es gehört auch heute noch zu den Standardwerken, die jeder Geiger einmal gespielt haben muss. Auch gibt es Aufnahmen von allen bedeutenden und wohl auch eher unbedeutenden Solisten, mein letzter Geigenlehrer hat gemeint, er hätte schon über zwanzig Aufnahmen davon und das sei nur ein unbedeutender Ausschnitt aus der Diskografie diesen Werkes^^
Das Konzert besteht aus 3 Sätzen, ganz standartmäßig sozusagen schnell-langsam-schnell. Der 1. Satz ist ein Allegro moderato. Es lässt sich nicht so einfach beschreiben, nach der Orchestereinleitung, in der die Themen vorgestellt werden, fängt der Solist mit dem melancholischen und leidenschaftlichem Thema an, über eine kurze Solokadenz mit anschließendem Zwischenspiel gehts in die nächste Kantilene, die aber rasant, furios endet und in den nächsten Teil mündet, welcher sich durch die sehr hohen technischen Anforderungen auszeichnet, erst Sechzehntelläufe ( mit Staccati am Ende) im piano, dann ein Doppelgriffteil das Griffbrett hoch und runter im Forte, dann ein Auf- und Abstieg in kleinen Terzen und am Ende eine chromatische Tonleiter, die in die nächste Kantilene übergeht. In dieser wird wieder das Hauptthema aufgegriffen, allerdings in andere Tonarten moduliert, bevor dann ein Aufstieg in Oktaven kommt, an den sich eine kurze, extrem leidenschaftliche Überleitung anschließt, die ins Seitenthema überleitet. Dieses steht in F-Dur und wird recht schnell vom Orchester unterbrochen, allerdings nur sehr kurz. Nach dem Zwischenspiel gehts dann auch recht schnell wieder zurück ins Hauptthema, von dem der Anfang allerdings ausgelassen wird und das leicht verändert weitergeführt wird und schließlich im abschließenden Teil endet. Dieser stellt nochmal extrem hohe Anforderungen an den Solisten, erst eine furiose Doppelgriffstelle in Triolen, dann chromatische Glissandi, lange (sehr lange :D) Staccato-Reihen, Sechzehntelauf- und abstiege, noch ein Aufstieg in Oktaven, gebrochene Sexten, ein F-Dur Dreiklang über 3 Oktaven, und das ganze endet in einer furiosen Trillertonleiter.
Der anschließende Orchesterteil mündet direkt in den 2. Satz, eine Romanze in B-Dur, die mit einem sehr ruhigen Thema beginnt, das sich langsam immer mehr steigert, dabei auch immer wieder ein bisschen zurück geht, aber schließlich doch in den sehr leidenschaftlichen animato Teil gelangt, der sehr leidenschaftlich auf der G-Saite beginnt, kurz zurück geht, dann wieder anschwillt, hoch erst auf die A-Saite, dann auf die E-Saite, wieder zurück geht, allerdings in den etwas höheren Gefilden bleibt, dann zurück auf die G-Saite, um den Anstieg zum absoluten Höhepunkt des Stückes zu beginnen, der nur kurz andauert, in Oktaven, dann in Sexten weit oben auf dem Griffbrett. Dann kommt schon die Hinleitung zum Schlussaufstieg, in der der Anfang nochmal kurz aufgegriffen wird, und das ganze endet in einem sanften Aufstieg hoch zum hohen B, wo das Stück dann ganz süß ausklingt.
Der dritte Satz, meines Erachtens der technisch schwierigste, beginnt mit einer extrem furiosen Einleitung, "Allegro con fuoco", "mit Feuer", schnelle Sechzehntelaufstiege, vom Orchester unterbrochen, dann eine Solokadenz erst das Griffbrett runter, dann wieder hoch, das ganze im Spiccato. Dann das Allegro moderato (a la Zingara) (nach Art der Zigeuner). Auch hier ein technisch extrem anspruchsvoller Teil, wieder mit Spiccato, wieder von ganz unten nach ganz oben und wieder zurück, das ganze zweimal, hier noch in d-moll. Nachdem anschließenden Orchesterzwischenspiel beruhigt sich das ganze erst etwas, eine kurze Kantilene, und dann ändert sich die Tonart nach D-Dur. Dieser Dur Teil beginnt (mal wieder :P) mit reichlichen Spiccati übers ganze Griffbrett verteilt, in der zweiten Hälfte dieses Teils wird die Solokadenz aus der Einleitung wiederholt, diesmal gehts in einen sehr, ja, fast schon witzigen Teil über, ich finde, der Ausdruck "zigeunerhaft" triffts hier genau, mir fällt grad kein anderes Wort ein^^ Viele Doppelgriffe hier, aber trotzdem ist dieser Teil bei weitem nicht so anspruchsvoll wie der davor. Dann gehts offiziell zurück nach d-moll, aber eigentlich ist es B-Dur (glaub ich, ich bin mir grad nicht so ganz sicher^^), und zwar mit dem Thema vom Anfang des Zigeunerteils, etwas verändert aber, Staccati anstatt Spiccati und eine andere Fortsetzung. Anschließend die gleiche Kantilene wie aus dem ersten Teil, halt in der entsprechenden Tonart, bevors dann endgültig nach d-moll zurück geht, wieder in den Anfangsteil des Zigeunerteils. Anschließend der Schluss, der "witzige" Teil wird wiederholt und über eine Reihe von verminderten Akkorden wird dann in den endgültigen Schluss übergeleitet, erst eine Abwärtsbewegung in Oktaven, eine Aufwärtsbewegung in Doppelgriffen, ein Aufstieg zum hohen D und dann die Schlussakkorde.
So, das war die Werksbeschreibung, sprachlich nicht so toll, glaub ich, durchaus verbesserungswürdig (vorsichtig ausgedrückt;)), also bitte nicht zurückhalten mit Kritik ;)
Zur Diskografie:
Momentan besitze ich 5 Aufnahmen:
Jascha Heifetz, London PO, John Barbiolli, 18.3.1935 Gil Shaham, London Symphony Orchestra, Lawrence Foster, 1991, DG Itzhak Perlman, London PO, Seiji, Ozawa, 1973 Isaac Stern, NY PO, Efrem Kurz, 1946 Vasa Prihoda, Dirigent und Orchester unbekannt, zumindest auf der CD, die ich hab (Prihoda Komplettdiskografie, Vol. 1).
Von diesen gefällt mir Heifetz am besten, sein Stil passt einfach perfekt zu dem Werk (meiner Meinung nach), diese kalte Intensität ist einfach genial. Auch Shaham, Perlman und Stern gefallen mir sehr gut, jeder spielt es auf seine ganz eigene Weise, wobei sich Shaham und Perlman meines Erachtens allgemein etwas ähneln, von der Tonfarbe her, die Aufnahme mit Prihoda kenne ich nicht gut genug, um ein Urteil darüber abgeben zu können.
So, und jetzt viel Spaß beim Diskutieren :) Falls irgendwas unklar sein sollte, einfach fragen, und auch sonst, wie schon gesagt, Kritik und Verbesserungsvorschläge sind erwünscht! ;)
ich habe leider überhaupt nichts zur Diskussion beizutragen, weil ich show-off .Violinkonzerte dieser Art (sag ich jetzt mal ohne zu wissen, was bei Wieniawski wirklich an Substanz drinsteckt) eher meide. Ich will aber auf jeden Fall rückmelden, dass dies eine ganz hervorragend gelungene, sehr niveauvolle Thread-Eröffnung ist. Deine Bedenken kann ich bedenkenlos zerstreuen! :wink
Ich bin gespannt, was im Laufe der Zeit zu Beethoven, Brahms und Shostakovich von dir zu lesen sein wird. :hello
Rachmaninov (08.10.2008, 07:58): Original von Dox Orkh Hallo Cornelius,
ich habe leider überhaupt nichts zur Diskussion beizutragen, weil ich show-off .Violinkonzerte dieser Art (sag ich jetzt mal ohne zu wissen, was bei Wieniawski wirklich an Substanz drinsteckt) eher meide.
@Dox,
denke Du unterstchätzt dieses Konzert vielelicht wenn Du es als "show off" Konzert bezeichnest. Es ist kein Showstück wie Du wohl vermutest. Es ist vielleicht keins der ganz Großen VK aber dennoch sehr schön.
Rachmaninov (08.10.2008, 07:59): Original von Dox Orkh Ich will aber auf jeden Fall rückmelden, dass dies eine ganz hervorragend gelungene, sehr niveauvolle Thread-Eröffnung ist. Deine Bedenken kann ich bedenkenlos zerstreuen! :wink
Ich bin gespannt, was im Laufe der Zeit zu Beethoven, Brahms und Shostakovich von dir zu lesen sein wird. :hello
@Alle,
dem schließe ich mich an und werde, sobald ich nochmals die vorliegenden Aufnahmen gehört habe, mich zu Wort melden...
Nicolas_Aine (08.10.2008, 13:32): zu einem gewissen Teil ist es durchaus ein Showoff stück, gerade der 1. Satz, der ja auch sehr stark unterteilt ist, nämlich in technische und musikalische Teile. Trotzdem würde ich es nicht so unterschreiben, natürlich steckt da nicht so viel drin wie z.B. bei Mendelssohn oder so, aber trotzdem kann man da viel rausholen, gerade auch aus dem 2. und 3. Satz, aber auch in den Kantilenen des 1. Satzes steckt mehr drin als man beim einfachen Anhören vllt. vermutet.
@Dox: vielen Dank :) Ich werd mich auf jeden Fall noch öfter zu Wort melden, wenn ich das richtig seh, fehlen hier noch so einige Violinkonzerte (Dvorak, Khachaturian, Mendelssohn, Saint-Saens, Lalo, ....)^^
HenningKolf (08.10.2008, 18:46): @ Dox
show off heißt ja soviel wie angeben oder prahlen. Schon eher mutig, ein VK, welches man nicht kennt, als prahlerisch-protzend einzuschätzen.
Sei´s drum. Ich möchte behaupten, dass Wienawski es durchaus vermeidet, nur virtuose Schwierigkeiten und süßliche Sentimentalitäten aneinanderzureihen, auch wenn es stellenweise ein wenig "gypsy-like" klingt. Ich halte das VK durchaus für ein "ernsthaftes" (blödes Wort, mir fiel kein besseres ein) Stück mit musikalischer Struktur.
Habe mir gerade noch einmal die Aufnahme mit Shaham - die einzige die ich besitze - angehört, die wirklich ziemlich überzeugend ist.
@ Nicolas
Vielen Dank für die Fadeneröffnung. Ich muss mich gleich mal als unwissend outen: Wer verbirgt sich hinter dem tschechisch klingenden Namen Vasa Prihoda? Ich glaube zumindest, dass mir der Name bisher noch nicht begegnet ist (hoffentlich nicht der Geigengott, zu dem auch Heifetz aufgeschaut hat und den außer mir jeder kennt........ :B )
Gruß Henning
Rachmaninov (08.10.2008, 19:36): Original von Nicolas_Aine Der 1. Satz ist ein Allegro moderato. Es lässt sich nicht so einfach beschreiben, nach der Orchestereinleitung, in der die Themen vorgestellt werden, fängt der Solist mit dem melancholischen und leidenschaftlichem Thema an, über eine kurze Solokadenz mit anschließendem Zwischenspiel gehts in die nächste Kantilene, die aber rasant, furios endet und in den nächsten Teil mündet, welcher sich durch die sehr hohen technischen Anforderungen auszeichnet, erst Sechzehntelläufe ( mit Staccati am Ende) im piano, dann ein Doppelgriffteil das Griffbrett hoch und runter im Forte, dann ein Auf- und Abstieg in kleinen Terzen und am Ende eine chromatische Tonleiter, die in die nächste Kantilene übergeht. In dieser wird wieder das Hauptthema aufgegriffen, allerdings in andere Tonarten moduliert, bevor dann ein Aufstieg in Oktaven kommt, an den sich eine kurze, extrem leidenschaftliche Überleitung anschließt, die ins Seitenthema überleitet. Dieses steht in F-Dur und wird recht schnell vom Orchester unterbrochen, allerdings nur sehr kurz. Nach dem Zwischenspiel gehts dann auch recht schnell wieder zurück ins Hauptthema, von dem der Anfang allerdings ausgelassen wird und das leicht verändert weitergeführt wird und schließlich im abschließenden Teil endet. Dieser stellt nochmal extrem hohe Anforderungen an den Solisten, erst eine furiose Doppelgriffstelle in Triolen, dann chromatische Glissandi, lange (sehr lange :D) Staccato-Reihen, Sechzehntelauf- und abstiege, noch ein Aufstieg in Oktaven, gebrochene Sexten, ein F-Dur Dreiklang über 3 Oktaven, und das ganze endet in einer furiosen Trillertonleiter.
Der anschließende Orchesterteil mündet direkt in den 2. Satz, eine Romanze in B-Dur, die mit einem sehr ruhigen Thema beginnt, das sich langsam immer mehr steigert, dabei auch immer wieder ein bisschen zurück geht, aber schließlich doch in den sehr leidenschaftlichen animato Teil gelangt, der sehr leidenschaftlich auf der G-Saite beginnt, kurz zurück geht, dann wieder anschwillt, hoch erst auf die A-Saite, dann auf die E-Saite, wieder zurück geht, allerdings in den etwas höheren Gefilden bleibt, dann zurück auf die G-Saite, um den Anstieg zum absoluten Höhepunkt des Stückes zu beginnen, der nur kurz andauert, in Oktaven, dann in Sexten weit oben auf dem Griffbrett. Dann kommt schon die Hinleitung zum Schlussaufstieg, in der der Anfang nochmal kurz aufgegriffen wird, und das ganze endet in einem sanften Aufstieg hoch zum hohen B, wo das Stück dann ganz süß ausklingt.
Der dritte Satz, meines Erachtens der technisch schwierigste, beginnt mit einer extrem furiosen Einleitung, "Allegro con fuoco", "mit Feuer", schnelle Sechzehntelaufstiege, vom Orchester unterbrochen, dann eine Solokadenz erst das Griffbrett runter, dann wieder hoch, das ganze im Spiccato. Dann das Allegro moderato (a la Zingara) (nach Art der Zigeuner). Auch hier ein technisch extrem anspruchsvoller Teil, wieder mit Spiccato, wieder von ganz unten nach ganz oben und wieder zurück, das ganze zweimal, hier noch in d-moll. Nachdem anschließenden Orchesterzwischenspiel beruhigt sich das ganze erst etwas, eine kurze Kantilene, und dann ändert sich die Tonart nach D-Dur. Dieser Dur Teil beginnt (mal wieder :P) mit reichlichen Spiccati übers ganze Griffbrett verteilt, in der zweiten Hälfte dieses Teils wird die Solokadenz aus der Einleitung wiederholt, diesmal gehts in einen sehr, ja, fast schon witzigen Teil über, ich finde, der Ausdruck "zigeunerhaft" triffts hier genau, mir fällt grad kein anderes Wort ein^^ Viele Doppelgriffe hier, aber trotzdem ist dieser Teil bei weitem nicht so anspruchsvoll wie der davor. Dann gehts offiziell zurück nach d-moll, aber eigentlich ist es B-Dur (glaub ich, ich bin mir grad nicht so ganz sicher^^), und zwar mit dem Thema vom Anfang des Zigeunerteils, etwas verändert aber, Staccati anstatt Spiccati und eine andere Fortsetzung. Anschließend die gleiche Kantilene wie aus dem ersten Teil, halt in der entsprechenden Tonart, bevors dann endgültig nach d-moll zurück geht, wieder in den Anfangsteil des Zigeunerteils. Anschließend der Schluss, der "witzige" Teil wird wiederholt und über eine Reihe von verminderten Akkorden wird dann in den endgültigen Schluss übergeleitet, erst eine Abwärtsbewegung in Oktaven, eine Aufwärtsbewegung in Doppelgriffen, ein Aufstieg zum hohen D und dann die Schlussakkorde.
@Cornelius,
danke für diese Werkbeschreibung, die einen kleinen haken hat! Der Haken ist folgender, ich werde die mir vorliegenden Aufnahmen nochmals genauer anhören und dabei Deiner Beschreibung folgen. Dies dauert allerdings ein wenig und daher folgen meine Besprechungen "später" ....
BTW,
ich besitze Shaham udn Rabin, Heifetz nicht, was mich wundert ?!?!?
Cetay (inaktiv) (08.10.2008, 20:45): Original von HenningKolf @ Dox
show off heißt ja soviel wie angeben oder prahlen. Schon eher mutig, ein VK, welches man nicht kennt, als prahlerisch-protzend einzuschätzen.
Ich habe es aufgrund meiner Höreindrücke so eingeschätzt (und im Nebensatz darauf hingewiesen, dass das nichts über die wirkliche Substanz aussagt) und mich deshalb nicht weiter damit beschäftigt. Von nicht Kennen war nirgends die Rede.
Nicolas_Aine (08.10.2008, 20:55): ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht so genau, wer Vasa Prihoda ist, da sind noch ein paar Striche auf versch. Buchstaben, das ganze sieht tchechisch oder iwas aus der Richtung aus. So verrauscht, wie die Aufnahmen klingen, schätz ich, dass er etwa zur Zeit Hubermans aktiv war oder so.
@Henning: Natürlich ist auch in den technischen Stellen Musik drin und es ist auch mehr als eine Aneinanderreihung technischer und musikalischer Stellen, aber dadurch, dass es so "geteilt" ist, geht es schon in Richtung show off stück, meiner Meinung nach, zumal ja auch wirklich fast das ganze technische Repertoire drin ist.
@Rachmaninov: Nur zu :)
HenningKolf (08.10.2008, 20:58): Original von Dox Orkh Original von HenningKolf @ Dox
show off heißt ja soviel wie angeben oder prahlen. Schon eher mutig, ein VK, welches man nicht kennt, als prahlerisch-protzend einzuschätzen.
Ich habe es aufgrund meiner Höreindrücke so eingeschätzt (und im Nebensatz darauf hingewiesen, dass das nichts über die wirkliche Substanz aussagt) und mich deshalb nicht weiter damit beschäftigt. Von nicht Kennen war nirgends die Rede.
sorry, das hatte ich anders verstanden
HenningKolf (08.10.2008, 21:05): Original von Nicolas_Aine ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht so genau, wer Vasa Prihoda ist, da sind noch ein paar Striche auf versch. Buchstaben, das ganze sieht tchechisch oder iwas aus der Richtung aus. So verrauscht, wie die Aufnahmen klingen, schätz ich, dass er etwa zur Zeit Hubermans aktiv war oder so.
Wissenslücken machen mich immer ganz nervös, deshalb habe ich mich in die Weiten des www begeben und
hier
eine Kurzbiographie gefunden.
Poztupimi (08.10.2008, 21:50): Original von HenningKolf Original von Nicolas_Aine ehrlich gesagt, weiß ich auch nicht so genau, wer Vasa Prihoda ist, da sind noch ein paar Striche auf versch. Buchstaben, das ganze sieht tchechisch oder iwas aus der Richtung aus. So verrauscht, wie die Aufnahmen klingen, schätz ich, dass er etwa zur Zeit Hubermans aktiv war oder so.
Wissenslücken machen mich immer ganz nervös, deshalb habe ich mich in die Weiten des www begeben und
hier
eine Kurzbiographie gefunden.
Der Text wird auch als Quelle für den Kurzeintrag bei Wikipedia angegeben (ich vermute mal, Du hast ihn darüber gefunden?). Für die auf der Wikipedia-Seite erwähnte Stradivari 1710, „Camposelice" wird allerdings auf der Seite der Nippon Music Foundation eine etwas andere Geschichte beschrieben.
Grüße, Wolfgang
HenningKolf (08.10.2008, 22:02): Den Umweg über das wiki hatte ich nicht gemacht, der link wurde von google genannt.
Wenn ich das richtig verstehe sagt die Foundation etwas über die Zeit vor dem zweiten Weltkrieg und dann über den letzten Besitzer - insoweit kann auch wikipedia recht haben (da steht aber häufiger schon mal Dubioses)
Rachmaninov (26.11.2008, 19:48): während ich diese besprechung schreibe höre ich gerade die aufnahme des konzerts mit G. Shaham dem LSO und L. Foster. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028943181525.jpg
IMHO eine richtig gute aufnahme, die ich auf jeden fall sehr empfehlen kann.
L. Foster leitet das LSO umsichtig, vermeidetnach meiner meinung zu starke kontraste und vermeidet dadurch eine bewusste darstellung des "virtuosen" durch ein übertriebenes zu schau stelllen.
das LSO agiert unter Foster's Leitung sehr differenziert und vor allem sind alle instrumentegruppen sehr schön eingefangen.
der geigenton von shaham gefällt mir bei diesem repertoi sehr gut. shaham ist ein technisch grandioser geiger, der trotz extrem sauberen ton nicht zu glatt wirkt und auch emotionale stellen gut artikuliert.
im grunde ist er vom potential ein virtuose und könnte dies in diesem werk zu schau stellen, unterläßt dies aber. so gelingt ihm eine darstellung mit starken stellen, die virtuoses spiel forden, unterläßt dies aber wo es nicht angebracht ist.
insgesamt gefällt mir das 2. Konzert von Wieniawski recht gut, allerdings fehlt ihm dann aber doch genau das besonder, der geniale einfall, der es zu einem herausragenden konzert macht.
wahrscheinlich auch daher einige der hier gelesenen äußerungen.
kennt einer die aufnahme von perlman mit ozawa? denke ozawa ist hier ein dirigent nach meinem geschmack.
Nicolas_Aine (26.11.2008, 20:48): doch, die kenne ich, wie auch im Ausgangspost steht;) Gefällt mir durchaus sehr gut, allerdings finde ich sie nicht hervorstechend im Vergleich zu den anderen genannten Aufnahmen, und Heifetz trifft halt meinen Geschmack doch noch eher :)
Rachmaninov (26.11.2008, 20:49): Original von Nicolas_Aine doch, die kenne ich, wie auch im Ausgangspost steht;) Gefällt mir durchaus sehr gut, allerdings finde ich sie nicht hervorstechend im Vergleich zu den anderen genannten Aufnahmen, und Heifetz trifft halt meinen Geschmack doch noch eher :)
@Nicolas,
war mir nicht mehr bewusst, daß du sie genannt hattest.