Habt ihr noch einen Plattenspieler oder Cassetenrekorder mit klassischer Musik?

martin (28.04.2006, 20:01):
Habt ihr noch einen Plattenspieler? Ich habe meinen irgendwann mal aussortiert. Ich habe zwar noch ein paar Platten ( im Keller), aber soviele warens dann doch nicht und ich hatte auch damals viele davon naß abgespielt. Deshalb habe ich mich von meinem Plattenspieler getrennt.

Kollege von mir meint: Wie kann man denn bloß keinen Plattenspieler besitzen! Als Klassikliebhaber. Ich habe auch in letzter Zeit viele günstige LPs mit tollen Interpreten gesehen. Vielleicht, wenn ich einen billigen Plattenspieler sehe, vielleicht sollte ich mir doch noch mal einen anschaffen. Was ist Eure Meinung?

Und einen Casettenrekorder habe ich auch nicht mehr. Mein alter ging kaput, meine Casetten, von denen die meisten sicher über 20 Jahre alt und schlecht gelagert sind, taugen bestimmt nichts mehr. Da habe ich mir einen Minidiskrekorder gekauft und bin von dieser neuen Technologie begeistert.

Ja - irgendwie haben CD Player und Minidiskrekorder Plattenspieler und Casettenrekorder technologisch abgelöst. Besitzt ihr noch die "alte Technologie" und benutzt ihr sie noch?
Rolf Scheiwiller (29.04.2006, 07:02):
Original von martin
Habt ihr noch einen Plattenspieler? Ich habe meinen irgendwann mal aussortiert. Ich habe zwar noch ein paar Platten ( im Keller), aber soviele warens dann doch nicht und ich hatte auch damals viele davon naß abgespielt. Deshalb habe ich mich von meinem Plattenspieler getrennt.

Kollege von mir meint: Wie kann man denn bloß keinen Plattenspieler besitzen! Als Klassikliebhaber. Ich habe auch in letzter Zeit viele günstige LPs mit tollen Interpreten gesehen. Vielleicht, wenn ich einen billigen Plattenspieler sehe, vielleicht sollte ich mir doch noch mal einen anschaffen. Was ist Eure Meinung?

Und einen Casettenrekorder habe ich auch nicht mehr. Mein alter ging kaput, meine Casetten, von denen die meisten sicher über 20 Jahre alt und schlecht gelagert sind, taugen bestimmt nichts mehr. Da habe ich mir einen Minidiskrekorder gekauft und bin von dieser neuen Technologie begeistert.

Ja - irgendwie haben CD Player und Minidiskrekorder Plattenspieler und Casettenrekorder technologisch abgelöst. Besitzt ihr noch die "alte Technologie" und benutzt ihr sie noch?

Guten Morgen Martin.

Vor vielen Jahren hatte ich einige sehr hochwertige z. B. einen THORENS, einen LENCO und im Laufe der Jahre verschiedene der Marke DUAL.

Hab alle meine LP verschenkt. Darunter waren sehr viele der No. SXL. Ich nehme an, Du weisst Bescheid.

Was nützt der beste Plattenspieler, wenn die Platten so mies gepresst sind .
Und himmeltraurige Pressqualität gab es zuhauf.

Am besten liefen die ganz dicken LP der Marke " CONCERT HALL ".

Eines der schlechtesten Labels betr. Pressqual. war " VANGUARD ".


Generell die Platten der engl. DECCA liefen bei mir mit besten Ergebnissen.

Schönen Sonntag.
R.
Engelbert (29.04.2006, 07:05):
Hallo Martin,

Akustisch ziehe ich den Plattenspieler dem CD-Player vor. Man ist am Klang näher dran!

Zwanzig Jahre lang habe ich LPs gekauft und bis heute sorgfältig gehütet. Sie werden nach wie vor gehört. Viele Opernkassetten habe ich auch in den 90er Jahren noch erstanden, weil man in Hamburgs Antiquariaten einfach billig erwerben konnte.

Ursprünglich wollte ich mir gar keinen CD-Player kaufen. Dann kamen aber so viele Opern-Raritäten auf den Markt, dass es nicht mehr zu umgehen war. Dann wurden auch CDs preiswert und kamen in die
Antiquariate, dazu das Label Naxos.

Das Casettenzeitalter habe ich übersprungen.

Mit DVD habe ich ebenfalls lange gewartet. Meine ersten DVDs
waren die russischen Opern unter Gergiev. Ich war hellauf begeistert,
aber ich muss gestehen, dass ich DVD nicht oft sehe, weil Sehen und Hören gleichzeitig doch die volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, während man beim Nur-Hören auch Hausarbeit machen kann.

Zeitweilig lagen DVDs im Preis unter der CD. Das hat sich in jüngster Zeit aber geändert. Für Neuproduktionen haben die Preise angezogen.

Wenn ich meine Stimmung anheben will, wähle ich eine Ballett-DVD,
habe allerdings erst vier. Die chronologische Reihenfolge: 1 Excelsior, 2 Die steinerne Blume 3 Der Prinz der Pagoden 4 Die Tochter des Pharao

Aus heutiger Sicht betrachte ich die Sache so, dass alle Medien gleichwertig nebeneinanderstehen. Was dem einen abgeht, hat das andere.

Vorzügliche Plattenspieler werden nach wie vor bei SATURN angeboten.

Gruss
Engelbert
:engel
Holger S. (29.04.2006, 09:24):
Guten Tag!

Ich habe sowohl einen Plattenspieler als auch einen Kassettenrecorder. Den Kassettenrecorder benutze ich selten, ich habe aber einige ganz interessante Rundfunkmitschnitte auf Kassette. Den Plattenspieler benutze ich hin und wieder. Ich habe letztes Jahr begonnen, auch Schallplatten zu kaufen, und das aus einem einfachen Grund: viele der Stücke, die ich suche, sind auf CD überhaupt nie erhältlich gewesen und werden es vermutlich auch so schnell nicht sein. Allerdings lasse ich mir die Platten in der Regel auf CD übertragen. Ich habe auch schon überlegt, dies selbst vorzunehmen, allerdings scheint man in dieser Angelegenheit so viel bedenken zu müssen, dass ich mich immer wieder davon abwende... Wenn möglich, ziehe ich aber CDs vor. Übrigens habe ich bisher keinen SACD-Player. Ehrlich gesagt gedenke ich auch nicht, mir in nächster Zeit so etwas anzuschaffen. Erst mal abwarten, wie sich der SACD-Markt entwickelt. Es ärgert mich schon ein wenig, dass mit der SACD alles noch ein Stück teurer wird.

Viele Grüße
Holger
Rachmaninov (29.04.2006, 12:22):
Original von Holger S.
Übrigens habe ich bisher keinen SACD-Player. Ehrlich gesagt gedenke ich auch nicht, mir in nächster Zeit so etwas anzuschaffen. Erst mal abwarten, wie sich der SACD-Markt entwickelt. Es ärgert mich schon ein wenig, dass mit der SACD alles noch ein Stück teurer wird.
Viele Grüße
Holger

@Holger,

das sehe ich auch so! Von meinem Naim CD5 bin ich derzeit so sehr überzeugt was die Musikalität angeht, daß ich nicht das geringste verlangen nach SACD spühre. Der höhere Preis ist da eher Nebensache, wenn auch nicht unwichtig!
Zelenka (29.04.2006, 12:54):
Habe ich noch einen Plattenspieler? Nein, die Kosten waren nicht mehr zu rechtfertigen. Und das Geknackse nicht mehr auszuhalten. Der Platz für LPs nicht vorhanden. Mein Plattenspiler wurde vor 10 Jahren "in die Tonne getreten" (damals trennte man elektronischen Müll noch nicht).

Gruß,

Zelenka
Rachmaninov (29.04.2006, 13:35):
Wahrscheinlich bedingt durch die "Gnade" der späten Geburt (in relation zur Markteinführung der CD) habe ich nie wirklich einen hochwertigen Plattenspieler bessesen und höre ausschließlich CD's! :cool

Gruß
AcomA (29.04.2006, 14:05):
hallo,

über etwa 15 jahre hörte ich musik fast ausschließlich mit mcs, da ich während der schulzeit und studienzeit lediglich einen cassetten-radio-recorder hatte. diese mcs besitze ich immer noch. höre sie aber heute nicht, da ich mich an den komfort der cds gewöhnt habe.

gruß, siamak :)
Walter (03.05.2006, 08:17):
Hallo Martin,

die Geschichte mit den Platten und Spielern ist nicht ganz so einfach. Zum einen gibt es äußerst große Unterschiede in der Qualität der Plattenpressungen. Die einen bringen jede CD ins "Schwitzen" die anderen kann man auch als Ersatz für offenes Feuer verwenden. Wenn dann noch Abnutzungsspuren und unvorsichtiger Gebrauch dazu kommen wird so eine Schallplatte schnell vom Hörgenuss zum Hörgraus :I

Nun ist es leider mit den Plattenspielern genauso. Ein Plattenspieler ist ein mechanisches Meisterwerk. Leider wird gute Mechanik immer teurer und nur die Elektronik nicht. So sind (und waren) gute Plattenspieler immer schon wertvolle Gegenstände der Technik. Wenn man sich nun des Hörgenusses wegen einen Plattenspieler kaufen will, dann sollte man damit rechnen recht tief in die Geldbörse greifen zu müssen. Dazu kommen dann auch noch die Verschleißteile (eine Nadel hält nicht Ewig - Vielhörer reden von einer Nadel im Jahr) und auch die liegen im 3 stelligen Bereich!

Schallplatten gibt es aktuell als Neupressungen in hervorragender Qualität zu hervorragenden Preisen - auf dem Gebrauchtmarkt in ??? Qualität zu günstigen Preisen. Die Frage lautet: hast Du eine erhebliche Anzahl an eigenene Platten?

Nun zu mir:

Ich habe meinen technisch einwandfreien Plattenspieler behalten und damit meine Plattensammlung Stück für Stück auf CD übernommen. Dabei gab es einiges zu lernen und zu wiederholen! Mittlerweile kaufe ich mir lieber die Aufnahmen die es als CD gibt wieder neu! Die klanglichen Unterschiede sind meistens deutlich!

Zum Kassettenrecorder habe ich eine ähnliche Einstellung:

Hab ich noch! Ich überspiele wertvolle Aufnahmen auf CD. Neuanschaffung ist schwierig und teuer, da die Geräte über eine Spurregelung verfügen sollten da die Kassetten sonst überhaupt nicht klingen.

Wenn schon in neue Technik investieren, dann... Äh also, na ja ...

Computer, wenn die Flexibilität im Vordergrund steht...

NAIM, wenn der Klang im Vordergrund steht... :cool


Walter
martin (28.04.2006, 20:01):
Habt ihr noch einen Plattenspieler? Ich habe meinen irgendwann mal aussortiert. Ich habe zwar noch ein paar Platten ( im Keller), aber soviele warens dann doch nicht und ich hatte auch damals viele davon naß abgespielt. Deshalb habe ich mich von meinem Plattenspieler getrennt.

Kollege von mir meint: Wie kann man denn bloß keinen Plattenspieler besitzen! Als Klassikliebhaber. Ich habe auch in letzter Zeit viele günstige LPs mit tollen Interpreten gesehen. Vielleicht, wenn ich einen billigen Plattenspieler sehe, vielleicht sollte ich mir doch noch mal einen anschaffen. Was ist Eure Meinung?

Und einen Casettenrekorder habe ich auch nicht mehr. Mein alter ging kaput, meine Casetten, von denen die meisten sicher über 20 Jahre alt und schlecht gelagert sind, taugen bestimmt nichts mehr. Da habe ich mir einen Minidiskrekorder gekauft und bin von dieser neuen Technologie begeistert.

Ja - irgendwie haben CD Player und Minidiskrekorder Plattenspieler und Casettenrekorder technologisch abgelöst. Besitzt ihr noch die "alte Technologie" und benutzt ihr sie noch?
Rolf Scheiwiller (29.04.2006, 07:02):
Original von martin
Habt ihr noch einen Plattenspieler? Ich habe meinen irgendwann mal aussortiert. Ich habe zwar noch ein paar Platten ( im Keller), aber soviele warens dann doch nicht und ich hatte auch damals viele davon naß abgespielt. Deshalb habe ich mich von meinem Plattenspieler getrennt.

Kollege von mir meint: Wie kann man denn bloß keinen Plattenspieler besitzen! Als Klassikliebhaber. Ich habe auch in letzter Zeit viele günstige LPs mit tollen Interpreten gesehen. Vielleicht, wenn ich einen billigen Plattenspieler sehe, vielleicht sollte ich mir doch noch mal einen anschaffen. Was ist Eure Meinung?

Und einen Casettenrekorder habe ich auch nicht mehr. Mein alter ging kaput, meine Casetten, von denen die meisten sicher über 20 Jahre alt und schlecht gelagert sind, taugen bestimmt nichts mehr. Da habe ich mir einen Minidiskrekorder gekauft und bin von dieser neuen Technologie begeistert.

Ja - irgendwie haben CD Player und Minidiskrekorder Plattenspieler und Casettenrekorder technologisch abgelöst. Besitzt ihr noch die "alte Technologie" und benutzt ihr sie noch?

Guten Morgen Martin.

Vor vielen Jahren hatte ich einige sehr hochwertige z. B. einen THORENS, einen LENCO und im Laufe der Jahre verschiedene der Marke DUAL.

Hab alle meine LP verschenkt. Darunter waren sehr viele der No. SXL. Ich nehme an, Du weisst Bescheid.

Was nützt der beste Plattenspieler, wenn die Platten so mies gepresst sind .
Und himmeltraurige Pressqualität gab es zuhauf.

Am besten liefen die ganz dicken LP der Marke " CONCERT HALL ".

Eines der schlechtesten Labels betr. Pressqual. war " VANGUARD ".


Generell die Platten der engl. DECCA liefen bei mir mit besten Ergebnissen.

Schönen Sonntag.
R.
Engelbert (29.04.2006, 07:05):
Hallo Martin,

Akustisch ziehe ich den Plattenspieler dem CD-Player vor. Man ist am Klang näher dran!

Zwanzig Jahre lang habe ich LPs gekauft und bis heute sorgfältig gehütet. Sie werden nach wie vor gehört. Viele Opernkassetten habe ich auch in den 90er Jahren noch erstanden, weil man in Hamburgs Antiquariaten einfach billig erwerben konnte.

Ursprünglich wollte ich mir gar keinen CD-Player kaufen. Dann kamen aber so viele Opern-Raritäten auf den Markt, dass es nicht mehr zu umgehen war. Dann wurden auch CDs preiswert und kamen in die
Antiquariate, dazu das Label Naxos.

Das Casettenzeitalter habe ich übersprungen.

Mit DVD habe ich ebenfalls lange gewartet. Meine ersten DVDs
waren die russischen Opern unter Gergiev. Ich war hellauf begeistert,
aber ich muss gestehen, dass ich DVD nicht oft sehe, weil Sehen und Hören gleichzeitig doch die volle Aufmerksamkeit in Anspruch nimmt, während man beim Nur-Hören auch Hausarbeit machen kann.

Zeitweilig lagen DVDs im Preis unter der CD. Das hat sich in jüngster Zeit aber geändert. Für Neuproduktionen haben die Preise angezogen.

Wenn ich meine Stimmung anheben will, wähle ich eine Ballett-DVD,
habe allerdings erst vier. Die chronologische Reihenfolge: 1 Excelsior, 2 Die steinerne Blume 3 Der Prinz der Pagoden 4 Die Tochter des Pharao

Aus heutiger Sicht betrachte ich die Sache so, dass alle Medien gleichwertig nebeneinanderstehen. Was dem einen abgeht, hat das andere.

Vorzügliche Plattenspieler werden nach wie vor bei SATURN angeboten.

Gruss
Engelbert
:engel
Holger S. (29.04.2006, 09:24):
Guten Tag!

Ich habe sowohl einen Plattenspieler als auch einen Kassettenrecorder. Den Kassettenrecorder benutze ich selten, ich habe aber einige ganz interessante Rundfunkmitschnitte auf Kassette. Den Plattenspieler benutze ich hin und wieder. Ich habe letztes Jahr begonnen, auch Schallplatten zu kaufen, und das aus einem einfachen Grund: viele der Stücke, die ich suche, sind auf CD überhaupt nie erhältlich gewesen und werden es vermutlich auch so schnell nicht sein. Allerdings lasse ich mir die Platten in der Regel auf CD übertragen. Ich habe auch schon überlegt, dies selbst vorzunehmen, allerdings scheint man in dieser Angelegenheit so viel bedenken zu müssen, dass ich mich immer wieder davon abwende... Wenn möglich, ziehe ich aber CDs vor. Übrigens habe ich bisher keinen SACD-Player. Ehrlich gesagt gedenke ich auch nicht, mir in nächster Zeit so etwas anzuschaffen. Erst mal abwarten, wie sich der SACD-Markt entwickelt. Es ärgert mich schon ein wenig, dass mit der SACD alles noch ein Stück teurer wird.

Viele Grüße
Holger
Rachmaninov (29.04.2006, 12:22):
Original von Holger S.
Übrigens habe ich bisher keinen SACD-Player. Ehrlich gesagt gedenke ich auch nicht, mir in nächster Zeit so etwas anzuschaffen. Erst mal abwarten, wie sich der SACD-Markt entwickelt. Es ärgert mich schon ein wenig, dass mit der SACD alles noch ein Stück teurer wird.
Viele Grüße
Holger

@Holger,

das sehe ich auch so! Von meinem Naim CD5 bin ich derzeit so sehr überzeugt was die Musikalität angeht, daß ich nicht das geringste verlangen nach SACD spühre. Der höhere Preis ist da eher Nebensache, wenn auch nicht unwichtig!
Zelenka (29.04.2006, 12:54):
Habe ich noch einen Plattenspieler? Nein, die Kosten waren nicht mehr zu rechtfertigen. Und das Geknackse nicht mehr auszuhalten. Der Platz für LPs nicht vorhanden. Mein Plattenspiler wurde vor 10 Jahren "in die Tonne getreten" (damals trennte man elektronischen Müll noch nicht).

Gruß,

Zelenka
Rachmaninov (29.04.2006, 13:35):
Wahrscheinlich bedingt durch die "Gnade" der späten Geburt (in relation zur Markteinführung der CD) habe ich nie wirklich einen hochwertigen Plattenspieler bessesen und höre ausschließlich CD's! :cool

Gruß
AcomA (29.04.2006, 14:05):
hallo,

über etwa 15 jahre hörte ich musik fast ausschließlich mit mcs, da ich während der schulzeit und studienzeit lediglich einen cassetten-radio-recorder hatte. diese mcs besitze ich immer noch. höre sie aber heute nicht, da ich mich an den komfort der cds gewöhnt habe.

gruß, siamak :)
Walter (03.05.2006, 08:17):
Hallo Martin,

die Geschichte mit den Platten und Spielern ist nicht ganz so einfach. Zum einen gibt es äußerst große Unterschiede in der Qualität der Plattenpressungen. Die einen bringen jede CD ins "Schwitzen" die anderen kann man auch als Ersatz für offenes Feuer verwenden. Wenn dann noch Abnutzungsspuren und unvorsichtiger Gebrauch dazu kommen wird so eine Schallplatte schnell vom Hörgenuss zum Hörgraus :I

Nun ist es leider mit den Plattenspielern genauso. Ein Plattenspieler ist ein mechanisches Meisterwerk. Leider wird gute Mechanik immer teurer und nur die Elektronik nicht. So sind (und waren) gute Plattenspieler immer schon wertvolle Gegenstände der Technik. Wenn man sich nun des Hörgenusses wegen einen Plattenspieler kaufen will, dann sollte man damit rechnen recht tief in die Geldbörse greifen zu müssen. Dazu kommen dann auch noch die Verschleißteile (eine Nadel hält nicht Ewig - Vielhörer reden von einer Nadel im Jahr) und auch die liegen im 3 stelligen Bereich!

Schallplatten gibt es aktuell als Neupressungen in hervorragender Qualität zu hervorragenden Preisen - auf dem Gebrauchtmarkt in ??? Qualität zu günstigen Preisen. Die Frage lautet: hast Du eine erhebliche Anzahl an eigenene Platten?

Nun zu mir:

Ich habe meinen technisch einwandfreien Plattenspieler behalten und damit meine Plattensammlung Stück für Stück auf CD übernommen. Dabei gab es einiges zu lernen und zu wiederholen! Mittlerweile kaufe ich mir lieber die Aufnahmen die es als CD gibt wieder neu! Die klanglichen Unterschiede sind meistens deutlich!

Zum Kassettenrecorder habe ich eine ähnliche Einstellung:

Hab ich noch! Ich überspiele wertvolle Aufnahmen auf CD. Neuanschaffung ist schwierig und teuer, da die Geräte über eine Spurregelung verfügen sollten da die Kassetten sonst überhaupt nicht klingen.

Wenn schon in neue Technik investieren, dann... Äh also, na ja ...

Computer, wenn die Flexibilität im Vordergrund steht...

NAIM, wenn der Klang im Vordergrund steht... :cool


Walter
Hosenrolle1 (02.02.2015, 22:12):
Original von martin
Kollege von mir meint: Wie kann man denn bloß keinen Plattenspieler besitzen! Als Klassikliebhaber.

Ich würde soweit gehen und sagen, dass man gerade als Klassikliebhaber keine Vinylplatten braucht; gerade in der klassischen Musik gibt es leise Stellen, und da fallen Störgeräusche wie Knistern viel mehr auf, als bei einer lauten Rock-Platte.


Ich habe auch in letzter Zeit viele günstige LPs mit tollen Interpreten gesehen. Vielleicht, wenn ich einen billigen Plattenspieler sehe, vielleicht sollte ich mir doch noch mal einen anschaffen. Was ist Eure Meinung?

Ich bin kein "Gegner" von Schallplatten, im Gegenteil, ich habe selber viele, und höre mir meine Hörspiele etc. immer noch nur auf Vinyl an. Aber für klassische Musik? Auf keinen Fall.

Das Problem ist ja, dass diese Form der Abtastung sowie das ganze Drumherum einen Haufen Probleme mit sich bringt. Spurverzerrungen, Spurfehlerwinkel, Skatingeffekt, Aussteuerungsgrenzen, Klirr, Rumpeln, Störgeräusche wie das Brummen des Motors, Knacken, Knistern, usw. usw.

Nun gibt es natürlich Plattenspieler und alle möglichen Geräte und Zubehör, um diese natürlichen Störquellen weitestgehend auszumerzen, unhörbar zu machen.

Das Problem ist, dass es einfach eine wahnsinnige Spielerei und Frickelei ist. Es gibt natürlich Leute, die Spaß daran haben, sich Tonabnehmer, Wasserwaagen, Nadelbürsten, Schallplattenwaschmaschinen, Schallplattenwaschmaschinenflüssigkeit, Stroboskopscheiben, usw. zu besorgen und da herumzubasteln, damit sie ihre Musik möglichst ohne Probleme hören können.
Das ist auch kein Vergehen, wenn es Spaß macht dann ist alles in Ordnung.

Die Frage ist, ob man sich das wirklich antun möchte. Billige Plattenspieler vom Supermarkt, wo schon der Drehteller und der Tonarm aus Plastik bestehen taugen einfach gar nichts.

Ich schätze einfach die Vorzüge der CD: ich kann Musik sofort bei gleichbleibender Qualität ohne Störgeräusche hören, muss die Platten nicht ständig umdrehen und wechseln, muss sie nicht vor dem Abspielen zuerst abbürsten o.ä., und ich muss nicht erst am CD Player herumbasteln, um einen halbwegs brauchbaren Sound hinzubekommen.

Generell mag ich Schallplatten (und Schellackplatten!) sehr gerne, weil es auf jeden Fall etwas tolles ist, sie aufzulegen, den Plattenspieler aufzudrehen etc. Man sieht sozusagen, wo die Musik herkommt. Auch die größeren Cover sind unbestreitbar ein Vorteil.

Aber dennoch, für einen besseren Sound nehme ich es gerne in Kauf, dass ich nur einen kleinen Silberling "auflege" und auf Play drücke.

Ich würde also auf jeden Fall zu CDs raten.

Hier noch ein interessanter Link, wo die vielen Probleme der Schallplatte präziser und technischer erklärt werden:


http://www.hifiaktiv.at/?page_id=184



LG,
Hosenrolle1
EinTon (03.02.2015, 01:14):
Original von Hosenrolle1

Ich würde soweit gehen und sagen, dass man gerade als Klassikliebhaber keine Vinylplatten braucht; gerade in der klassischen Musik gibt es leise Stellen, und da fallen Störgeräusche wie Knistern viel mehr auf, als bei einer lauten Rock-Platte.


Teure Plattenspieler knistern vermutlich weniger als Billigmodelle.

Walter schreibt ja oben auch:


Original von Walter
Wenn man sich nun des Hörgenusses wegen einen Plattenspieler kaufen will, dann sollte man damit rechnen recht tief in die Geldbörse greifen zu müssen. Dazu kommen dann auch noch die Verschleißteile (eine Nadel hält nicht Ewig - Vielhörer reden von einer Nadel im Jahr) und auch die liegen im 3 stelligen Bereich!

Ansonsten: Wenn einem der Vinylklang sehr gut gefällt und man das ganze bezahlen kann und will, warum nicht?

Gruß,

Normann
Cetay (inaktiv) (03.02.2015, 08:20):
Über diesen Themenkreis haben wir (-> hier) in einem anderen Faden ausführlich und mitunter recht geistreich (wo ist eigentlich Sfantu abgeblieben? :() diskutiert.
Hosenrolle1 (03.02.2015, 10:31):
Original von EinTon
Teure Plattenspieler knistern vermutlich weniger als Billigmodelle.

Da bin ich mir nicht 100%ig sicher. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade teurere Plattenspieler (bzw. Nadeln) noch mehr an Informationen aus der Rille herausholen - damit gleichzeitig aber jedes Staubkorn noch deutlicher hörbar machen.

Mein Tipp war einfach der, wenn man KEINE Lust auf Basteleien und massenweise Zubehör hat, sondern einfach nur schnell seine Musik hören möchte, ohne sich Plattenwaschmaschinen zu kaufen, sollte man lieber bei CDs bleiben. (Aber nicht MP3!)

Es ist natürlich logisch, dass da Probleme auftreten, wenn eine Nadel über ein Material fährt. Dass da nicht nur reine Toninformation mitgeht ist klar. Nadel und Platte werden abgenutzt.

Bei ganz frühen Schellackplatten aus der akustischen Zeit übrigens war es so, dass die Auslaufrille plötzlich aufhörte, so dass die Nadel, wenn man sie nicht rechtzeitig absetzt, über das Etikett läuft und zerkratzt. Da muss ich dann immer beim Hören danebensitzen, und aufpassen :D
Ist zwar jetzt nicht sehr geistreich, aber dennoch interessant. :wink



LG,
Hosenrolle1
EinTon (03.02.2015, 16:18):
Original von Hosenrolle1
Original von EinTon
Teure Plattenspieler knistern vermutlich weniger als Billigmodelle.

Da bin ich mir nicht 100%ig sicher. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade teurere Plattenspieler (bzw. Nadeln) noch mehr an Informationen aus der Rille herausholen - damit gleichzeitig aber jedes Staubkorn noch deutlicher hörbar machen.

Nun, wenn's Dich interessiert, dann geh doch einfach mal in ein Hifigeschäft (in Wien dürfte es da doch genügend Auswahl geben) und frage, ob die Dir ein Teuer- oder gar Highendmodell vorführen, dann kannst Dich ja vor Ort überzeugen...


Original von Hosenrolle1
Mein Tipp war einfach der, wenn man KEINE Lust auf Basteleien und massenweise Zubehör hat, sondern einfach nur schnell seine Musik hören möchte, ohne sich Plattenwaschmaschinen zu kaufen, sollte man lieber bei CDs bleiben. (Aber nicht MP3!)

WAV und FLAC haben (mit 16-bit-Auflösung) aber dieselbe Qualität wie die CD, und mit 24-bit-Dateien ist die Qualität sogar besser (wenngleich fraglich ist, ob man den Unterschied überhaupt noch hört). Solche hochaufgelösten Dateien werden zB vom Label Linn Records ( http://www.linnrecords.com/ ) angeboten.
Hosenrolle1 (03.02.2015, 16:40):
Wegen der Klangverfälschungen: ich meinte in diesem Fall eigentlich "nur" das Knistern und Knacken. Dass man das immer hört, auch (oder vielleicht gerade MIT?) einer teuren bis High End-Nadel.

Ein Vergleich mit der CD:

Ich habe vor Jahren einmal in einem Geschäft eine gebrauchte CD geschenkt bekommen, die einen Kratzer hatte. Ich habe sie zuerst versucht auf meinem transportablen CD Player, den ich damals günstig gekauft habe, zu spielen: Fehlanzeige.

Dann habe ich sie in meiner Yamaha HIFI-Komponente gespielt, und da läuft das Teil fehlerfrei durch, wohl durch die bessere Fehlerkorrektur.

Wenn ich nun eine Schallplatte habe, die einen tiefen Kratzer hat, dann ist es aber egal, ob der Plattenspieler 50 oder 5000 Euro gekostet hat - den Kratzer hört man unweigerlich, im schlimmsten Fall springt die Nadel aus der Rille und wird dabei noch beschädigt. (Die berühmte TELDEC-Aufnahme der 1812er von Tschaikovsky hat bei den Kanonenschlägen extreme Aussteuerungen, die dafür gesorgt hat, dass manche Nadeln kaputt gingen)


Dass man mit hochwertigen Plattenspielern und Zubehör andere Klangverfälschungen minimieren kann steht natürlich außer Frage.


Ich wollte Vinylplatten keineswegs abwerten, und auch keine Plattenspieler oder Vinylliebhaber. Ich sehe das Medium einfach nur nicht als DAS Nonplusultra, und auch ohne jede Verklärung, sondern eben als einen Teil einer Kette von Versuchen, Tonträger immer wieder zu verbessern. Die Leute haben ja damals schon jede Verbesserung dankend angenommen; als 1925 elektrische Aufnahmen herauskamen, hat sich keiner mehr für akustische Aufnahmen interessiert, die natürlich viel schlechter klangen. Und als Vinylplatten herauskamen, wurden die alten Schellackplatten leider weggeworfen, zerstört oder man ließ sie auf dem Dachboden verschimmeln.

Ich mag Schallplattenboxen und die großen Cover und schöne Plattenspieler auch lieber als CDs, aber schlussendlich sind mir letztere dann doch lieber, weil es mir in erster Linie auf den Klang ankommt, und (in meinem Fall) auch darauf, dass ich bestimmte Takte loopen kann, etc.



LG,
Hosenrolle1
Rotkäppchen (03.02.2015, 17:01):
Ich bekenne mich schuldig und oute mich als Banausin: alles wurde bei mir aussortiert und inzwischen habe ich nur noch meinen Laptop und Kopfhörer und bin zufrieden. Mit Plattenspieler und Kassettenrekorder verbinde ich viele Kindheitserinnerungen, aber eher mit Hörspielen, noch nicht mit Klassik. Mitte der Neunziger haben sich meine Eltern ihren ersten CD-Spieler gekauft und das fiel ungefähr mit der Zeit, in der ich begonnen habe, Klassik zu hören, zusammen, so dass ich die entsprechenden Werke (fast) nur auf Silberscheiben habe, Ausnahme sind Radiomitschnitte auf Magnetbandkassette. Inzwischen sind die CDs, die ich gerne höre, alle gerippt und in iTunes importiert, sie fangen Staub, aber wegen der Booklets möchte ich mich (noch?) nicht davon trennen, so arg viele sind es auch nicht, vielleicht 200. Eine Auswahl habe ich auch auf meinem Mobiltelefon gespeichert, für unterwegs. Auch sonst ist der Computer ein unverzichtbarer Schatz, vor allem zum Ansehen von youtube-Videos, Opern-Livestreams/-DVDs und -MP4s -- und da es ja bei mir ein Laptop ist, geht das alles ganz bequem und kuschelig im Bett.

Eine kleine Ausnahme gibt es doch: mein Auto stammt aus einer Zeit, in der noch Kassettendecks in selbigen verbaut wurden. Dieses ist dann vor Jahren bei mir in Ungnade gefallen, da es mir einen meiner geliebten Radiomitschnitte einer seltenen Hasse-Oper gehäckselt hat. Aber was findet man nicht alles im Internet: mehr durch Zufall habe ich eine Art Adapterkassette entdeckt, die man in so ein Deck stecken kann und an die man z.B. eben einen MP3-Player (bei mir in Gestalt meines Telefons) anschließen kann, was für eine tolle Entdeckung!

LG, Rk
EinTon (03.02.2015, 17:37):
Original von Hosenrolle1


Ich wollte Vinylplatten keineswegs abwerten, und auch keine Plattenspieler oder Vinylliebhaber. Ich sehe das Medium einfach nur nicht als DAS Nonplusultra, und auch ohne jede Verklärung, sondern eben als einen Teil einer Kette von Versuchen, Tonträger immer wieder zu verbessern.

Sehe ich im Prinzip auch so (ich habe ja auch keinen Plattenspieler), ich meine nur, dass es - wenn Dich der Klangunterschied zwischen Billig- und Teuerplattenspielern interessiert - doch das naheliegendste wäre, das mal auszuprobieren bzw. Dir ein High-End-Gerät mal vorführen zu lassen. Natürlich mit einer guten und keiner beschädigten Platte.
EinTon (03.02.2015, 17:45):
Original von Rotkäppchen
Ich bekenne mich schuldig und oute mich als Banausin: alles wurde bei mir aussortiert und inzwischen habe ich nur noch meinen Laptop und Kopfhörer und bin zufrieden.

Nur mir PC - allerdings mit sehr guten Boxen - hört sogar Christian Köhn (für die, die ihn nicht kenen: er ist professioneller Pianist (mit Musikhochschulprofessur) und schreibt im Capriccio-Forum).
Auch ich selber höre über Rechner + externes Audio-Interface + ganz ordentliche Aktivboxen (wenngleich sicher nicht gute wie die von Christian Köhn).

Gute Lautsprecher würde ich Dir allerdings auch empfehlen.

Gruß,

Normann
Hosenrolle1 (03.02.2015, 17:46):
Da sprichst du etwas Gutes an, EinTon: gerade auf YouTube findet man viele Videos, wo Leute ihre hochwertigen Plattenspieler nebst Komponenten herzeigen, und dann meistens auch mit ganz neuen Pressungen von neuen Aufnahmen, meistens Klassik oder Jazz.

Problematisch wird es dann, wenn mal eine ältere Aufnahme auf dem Teller landet, die auch knistert. Da kann der schöne Plattenspieler, da kann der luxiriös aussehende Röhren-Vorverstärker nichts dran ändern, dass man ständig Störgeräusche hat.

Die Leute sollten diese hochwertigen Geräte einmal mit weniger gut erhaltenen Platten vorführen, damit man sieht, wie das klingt.



LG,
Hosenrolle1
EinTon (03.02.2015, 17:54):
Original von Hosenrolle1
Da sprichst du etwas Gutes an, EinTon: gerade auf YouTube findet man viele Videos, wo Leute ihre hochwertigen Plattenspieler nebst Komponenten herzeigen, und dann meistens auch mit ganz neuen Pressungen von neuen Aufnahmen, meistens Klassik oder Jazz.


Du müsstest die Geräte aber schon "in echt" hören, zB bei einem Hifi-Händler oder bei dem Besitzer eines solchen Geräts (falls Du einen kennst). Youtube-Wiedergaben(die oft stark komprimiert und damit klanglich verschlechtert sind) sind da kaum aussagekräftig
Hosenrolle1 (03.02.2015, 18:02):
Gibt es eigentlich Klassikaufnahmen, die per Kunstkopf-Stereophonie aufgenommen wurden?

Das wäre wohl was für mich, weil ich fast nur über meine Sennheiser Kopfhörer höre. :wink

Aber du hast schon Recht, aussagekräftig sind YouTube Videos nicht wirklich.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (03.02.2015, 18:08):
Ich habe als Kind und Jugendlicher immer auf einem Technics Tangentialplattenspieler von 1980 gehört, das war ein tolles Teil. Man hatte draußen die Knöpfe zum Bedienen, das hatte schon was.

2005 herum habe ich mir dann einen günstigeren Plattenspieler gekauft, eigentlich ein DJ-Turntable, aber ich brauchte einen mit Stroboskoplicht und v.a. musste er auch 78 UpM schaffen, für meine Schellacks. Kein Vergleich natürlich zum Technics, andererseits konnte man da die Platten vorher abbürsten, was beim Technics nicht ging, da man den Deckel schließen musste, damit sich der Teller dreht.



LG,
Hosenrolle1
EinTon (03.02.2015, 18:19):
Original von Hosenrolle1
Aber du hast schon Recht, aussagekräftig sind YouTube Videos nicht wirklich.


Ne, in der Tat nicht! :wink
Rotkäppchen (03.02.2015, 18:50):
Original von EinTon
Original von Rotkäppchen
Ich bekenne mich schuldig und oute mich als Banausin: alles wurde bei mir aussortiert und inzwischen habe ich nur noch meinen Laptop und Kopfhörer und bin zufrieden.

Nur mir PC - allerdings mit sehr guten Boxen - hört sogar Christian Köhn (für die, die ihn nicht kenen: er ist professioneller Pianist (mit Musikhochschulprofessur) und schreibt im Capriccio-Forum).
Auch ich selber höre über Rechner + externes Audio-Interface + ganz ordentliche Aktivboxen (wenngleich sicher nicht gute wie die von Christian Köhn).

Gute Lautsprecher würde ich Dir allerdings auch empfehlen.

Gruß,

Normann
Lieber Normann, jetzt, wo Du das schreibst, erinnere ich mich düster, dass ich von Christian Köhn mal ein entsprechendes Statement gelesen habe... Ja, ich weiß, eigentlich bräuchte ich würdige Boxen. Mit den Kopfhörern (da habe ich allerdings schon auch ein wenig investiert), das ist halt ein Kompromiss, um die Family nicht zu nerven :D.

LG, Elke
EinTon (03.02.2015, 19:22):
Meistens höre ich zugegebenermaßen sogar auch über Kopfhörer (und gar nicht mal besonders gute, denn für teurere fehlt mir auf längere Sicht das Geld), da mein "Block" leider ziemlich hellhörige Wände hat... ;)

Gruß,

Normann
donpaolo (03.02.2015, 20:53):
Ich besitze (altersbedingt) mehr Schallplatten als CDs. Natürlich haben CDs hinsichtlich der Bequemlichkeit deutliche Vorteile, weil Schallplatten erheblich empfindlicher sind.

Gut erhalten und mit hochwertigem Equipment abgespielt sind sie jedoch CDs klanglich oft überlegen. Vor allem gut erhaltene Erstpressungen sind nicht selten eine klangliche Offenbarung, da sie durch Lagerung nichts an Qualität verlieren (im Gegensatz zu den Originalbändern). Ich besitze einige Erstpressungen, die um Welten besser klingen als später aufgelegte Wiederveröffentlichungen auf CD für welche auf die Originalbänder zurückgegriffen wurde. Besonders im Jazz-Bereich gibt es zahlreiche dieser Wiederveröffentlichungen.

Auch gefällt mir das Format (große Cover vs. kleine CD-Hülle) deutlich besser.

Hinsichtlich des Handlings sind CDs natürlich wesentlich bequemer. Aber noch bequemer sind Dateien. Als zahlender Spotify-Kunde hat man Zugriff auf massenweise Material in hoher Qualität. Aus diesem Grund kaufe ich schon seit längerer Zeit kaum noch CDs.

Herzliche Grüße

Paul
Hosenrolle1 (03.02.2015, 21:51):
Original von donpaolo
Gut erhalten und mit hochwertigem Equipment abgespielt sind sie jedoch CDs klanglich oft überlegen. Vor allem gut erhaltene Erstpressungen sind nicht selten eine klangliche Offenbarung, da sie durch Lagerung nichts an Qualität verlieren (im Gegensatz zu den Originalbändern). Ich besitze einige Erstpressungen, die um Welten besser klingen als später aufgelegte Wiederveröffentlichungen auf CD für welche auf die Originalbänder zurückgegriffen wurde. Besonders im Jazz-Bereich gibt es zahlreiche dieser Wiederveröffentlichungen.


Naja, es gibt natürlich genügend Fälle, wo CD-Versionen durch das "Remastering" verhunzt werden, wo die Bässe zu stark betont werden, usw.
Dafür kann aber der Tonträger selbst natürlich nichts, wie auch eine Vinylplatte nichts dafür kann, wenn da eine total schlechte Aufnahme draufgepresst wird.



LG,
Hosenrolle1
EinTon (03.02.2015, 22:41):
Original von Hosenrolle1

Naja, es gibt natürlich genügend Fälle, wo CD-Versionen durch das "Remastering" verhunzt werden, wo die Bässe zu stark betont werden, usw.


...bei neueren Rock/Pop-CDs v. a. durch zu starke Kompression, vgl hier:

https://www.youtube.com/watch?v=3Gmex_4hreQ

(wenngleich das Beispiel etwas manipulativ ist, ein besseres Beispiel findet man hier:

http://www.bdrak.com/other/mastering/examples.htm )
Hosenrolle1 (03.02.2015, 23:03):
Da hört man wirklich die Unterschiede! Ich finde es auch grausig, wie alles nur lauter gemacht wird - viele denken da leider tatsächlich, dass es deswegen auch besser klingt.

Was mir leider aber generell abgeht ist, dass ältere Aufnahmen aus den 60ern oder 70ern sicher, bei guter Aufnahme und Abmischung, gut klingen können, aber trotzdem wirkt es immer irgendwie "distanziert".

Ein konkretes Beispiel: mir gefällt der Song "Sloop John B." in der Beach Boys-Version.

Nun habe ich vor kurzem auf YouTube ein Video gefunden, wo mehrere Musiker das Stück nachspielen, und zwar exakt so wie die Beach Boys, d.h. das gleiche Arrangement, der gleiche Sound. Aufgenommen wurde das Ganze in einem Studio.

Der Sound hier war nun ein ganz anderer! Ich traue mich fast sagen, dass ich den Song ganz neu für mich entdeckt habe, denn plötzlich war das Schlagzeug viel präsenter, druckvoller, es klang "echter", auch die anderen Instrumente natürlich.
Und z.B. dieses Schlagzeug geht mir im Original einfach ab, die Bassdrum, die man deutlich hört, und die Snaredrum, die Power haben sollte.

Da fürchte ich fast, dass kein Medium und kein Remastering daran etwas ändern können :(


EDIT: so ähnlich geht es mir bei Blasmusik aber auch. Wenn man so eine Kapelle live hört, und die große Trommel geschlagen wird, dann drückt das recht ordentlich, man spürt sie direkt in der Magengegend. Weder auf CDs, noch auf Vinylplatten habe ich die große Trommel so gehört.
Wenn man es live hört, dann ist es, als ob da eine Tür aufgeht - davor war sie verschlossen und man hat nur ein bisschen was davon gehört ... und dann öffnet sie sich und man bekommt die GANZE Musik ungefiltert um die Ohren.


LG,
Hosenrolle1
EinTon (04.02.2015, 00:56):
Original von Hosenrolle1
D
Ein konkretes Beispiel: mir gefällt der Song "Sloop John B." in der Beach Boys-Version.

Nun habe ich vor kurzem auf YouTube ein Video gefunden, wo mehrere Musiker das Stück nachspielen, und zwar exakt so wie die Beach Boys, d.h. das gleiche Arrangement, der gleiche Sound. Aufgenommen wurde das Ganze in einem Studio.

Der Sound hier war nun ein ganz anderer!

EDIT: so ähnlich geht es mir bei Blasmusik aber auch. Wenn man so eine Kapelle live hört, und die große Trommel geschlagen wird, dann drückt das recht ordentlich, man spürt sie direkt in der Magengegend. Weder auf CDs, noch auf Vinylplatten habe ich die große Trommel so gehört.


In beiden Fällen hat das aber mit Remastering und Loudnessrace nichts zu tun, das eine Mal sind es 2 verschiedene Aufnahmen (bzw. Einspielungen) und nicht (wie oben diskutiert) 2 verschiedene Masterings derselben Aufnahme. Dein 2. Beispiel ist eines für "Live vs. Konserve". Jetzt mal bitte nicht verschiedene Ebenen und Themenkreise querbeet miteinander vermischen!
Hosenrolle1 (04.02.2015, 01:00):
Ich weiß, trotzdem ist es ärgerlich, irgendwie.

Es wird ja immer gern propagiert, dass man durch die Vinylplatte "näher am Sound" sei, oder näher am Original. Meines Erachtens kann das nur bedeuten "näher am Masterband", oder so ähnlich, denn näher am Live-Sound der Aufnahme ist es sicher nicht.



LG,
Hosenrolle1
EinTon (04.02.2015, 01:30):
Original von Hosenrolle1
Es wird ja immer gern propagiert, dass man durch die Vinylplatte "näher am Sound" sei, oder näher am Original. Meines Erachtens kann das nur bedeuten "näher am Masterband",

So würde ich das auch sehen, allerdings gilt das (zumindest nach Auskunft von Audiofachleuten und für mich eigentlich vollkommen einsichtig) gerade umgekehrt für die CD.:

http://www.gutefrage.net/frage/haben-schallplatten-eine-bessere-tonqualitaet-wie-cds#answers

bzw.:

http://www.soundandrecording.musikmachen.de/Community/Forum/Studio-Recording/Mix-Praxis/mp3-besser-als-wav/%28beitrag%29/429917 :

das ist einfach eine frage was man als "besser definiert". definiert man "besser" im sinne von "näher am originalmaster", also die klassische hifi-definition maximaler klangtreue und minimalem generationsverlusts, so schlägt die CD die platte natürlich um längen.

definiert man besser einfach als "wo kommt unterm strich der schnuffigste wohlklang rüber" gewinnt oftmals die LP.
Hosenrolle1 (04.02.2015, 02:00):
Interessante Diskussion dort!

Die Frage ist tatsächlich, was mit "XY klingt besser als YX" gemeint ist.

Ist das im technischen Sinne gemeint, dass diese und jene Daten besser abschneiden? Oder geht es einfach nur darum, was einem selber besser vorkommt. Oder spielt da auch die nostalgische Erinnerung eine große Rolle, dass man sagt "Was ICH damals, in der guten alten Zeit gehört habe klang besser als das moderne Zeug, das später kam". Oder auch "Ich habe diese Platte jetzt schon über 30 Jahre, da hängen Erinnerungen dran, die klingt besser als jede CD das könnte" etc.

Ich muss zugeben, dass ich da auch nostalgischer bin, weil ich z.B. meine Hörspiele immer noch nur auf Platte höre, obwohl es einige bereits auf YouTube oder auf CD gibt. Allerdings hat das tatsächlich KEINE klanglichen Gründe, sondern nur nostalgische.

Ich habe mir so ein Hörspiel mal kurz auf YouTube angehört ... es war einfach nicht das Gleiche. Ich habe mit einer Maus auf Play gedrückt, und das wars. Da fehlte die dicke Schallplattenbox mit dem Trägergriff oben drauf, da fehlte der Technics Tangentialplattenspieler, da fehlt alles.

Ich will damit nur zeigen, dass ich kein Vinyl-Gegner bin, oder so. Jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile, und natürlich spielen persönliche Erinnerungen auch eine große Rolle.

Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass in den 40ern oder frühen 50ern auch manche 40 oder 50jährige lieber Schellackplatten gehört haben, dicke, richtige Platten auf ihrem ODEON Koffergrammophon im Bauhaus-Stil, und nicht diese neumodischen, dünnen Plastikscheiben. Da hat die Nostalgie sicher auch eine große Rolle gespielt. :)



LG,
Hosenrolle1