Haendel Giulio Cesare in Egitto

palestrina (02.12.2012, 23:37):
Hallo zusammen!
Komme gerade von der Premiere aus der Oper in FFM.
Für fast alle Sänger waren es Rollendebuets ,außer dem Achilla von Simon Bayley.
Gesungen wurde durchweg auf sehr ,sehr hohem Niveau.
Allen voran Tanja Ariane Baumgartner als Cornelia .
Ihren Sohn Sesto sang Paula Murrihy.
Die Cleopatra lag Brenda Rae fantastisch in der Stimme.
Den Tolomeo sang der Counter Matthias Rexroth, besser als ich Ihn sonst kenne.
Den Nireno der Counter Dimitri Egorov.
Curio sang Sebastian Geyer .

Alle hatten auch ihre Schauspielerichen Qualitäten .

Aber nun , ich konnte mit der Inszenierung fürs erste , nichts anfangen.
Habe überhaupt den Faden verloren, weil die Handlung manchmal das Buehnengeschehen
völlig ueberlagerte .
Es gab jedoch etwas ,das mich gleich zu Anfang fesselte ,
in den Rezitativen handelten alle, aber sobald die Arien anfingenblieb der Rest der Personen
Wie in der letzten Bewegung stehen.

Fazit : Gesanglich ganz hervorragend !
Ich werde nächsten Sonntag den zweiten Anlauf nehmen.
Und werde dann mich mehr auf das Buehnengeschehen konzentrieren.


LG palestrina
palestrina (03.12.2012, 07:48):
Nachtrag:
Habe doch glatt den Cesare vergessen, das kommt davon, er war mit einem Bariton
besetzt. Ich kann einfach keine Freude dafür aufbringen.
Der Michael Nagy , hat das sehr gut ruebergebracht, toll gespielt aber , es ist halt ein Bariton.
Muss mal nachschauen, wer das verbrochen hat, diese Tranponierung.
Das geht auch auf Kosten, der musikalischen Linie , hat man in der ersten Arie
schon gemerkt (Presto ormai ...).

Zum Dirigat ist zu sagen, rhythmisch war das schon sehr schoener Händel,
aber war leicht verschwommen .
Erik Nielsen hat aber das ganze doch gut zusammengehalten.

LG palestrina
stiffelio (03.12.2012, 21:03):
Hallo palestrina,

ich gebe ja zu, dass mich als Liebhaberin tiefer Stimmen der Cäsar als Bariton oder sogar Bass besetzt, durchaus mal reizen würde. Allerdings kann ich mir vorstellen,dass es nicht einfach ist, dafür einen Sänger mit der nötigen stimmlichen Flexibilität zu finden. Denn wenn die Koloraturen dann nur im Schneckentempo kämen, würde ich das sicher nur schwer aushalten.
Hat Nagy das gut hinbekommen?

VG, stiffelio
palestrina (03.12.2012, 21:53):
Hallo Siffelio!

Oh ja, das hat er ganz gewiss, seine sehr flexible Stimme war schon sehr geeignet .
Er konnte das barocke Feeling sehr gut rueberbringen .

Habe heute mit dem Dramaturgen gesprochen , es ging primär darum zu zeigen MANN-FRAU!
Also kein Mezzo o. Alt . Counter war wohl indiskutabel.

Nagy hat eine wirklich schöne Stimme , aber das letzte i Tuepfelchen hat mir gefehlt.

LG palestrina