Peter Brixius (17.11.2010, 21:39):
http://ecx.images-amazon.com/images/I/417OoCmN%2BML._SS500_.jpg
Eine 150 CD-Box - da geht das Gesamtwerk anderer Komponisten gleich mehrfach hinein. Bei Haydn ist es "nur" eine Auswahl (auch wenn eine Anzeige bei Amazon von Complete Works träumt) - nun, wie gut ist die Auswahl?
Nach der Hälfte bei mir eine erste Bilanz: die Sinfonien sind komplett in der durchaus akzeptablen Fischer-Einspielung, bei den Messen fehlen ausgerechnet einige der späten, die zum besten der Gattung zählen. Ausgerechnet bei der "Referenzgattung" Haydns fehlen aus der benutzten Buchberger-Edition drei CDs mit op. 50, 4-6, op. 54, 1-3 und op. 76. 4-6. Im Unterschied zu der Buchberger-Box, die die Streichquartette in der Reihenfolge ihrer Opus-Zahl anbietet (das ist zwar nicht exakt die chronologische Reihenfolge, die Abweichungen sind aber überschaubar), muss man in der Haydn-Edition ein einzelnes Streichquartett schon suchen.
Bei 150 CDs erwartet man die kompletten Streichquartette (spätestens ab op. 9), man freut sich, wenn Hofstetters op. 3 dazugesteckt wird (wie es das Kodaly-Quartett liebenwürdigerweise gemacht hat: allein das Quartett mit der Serenade rechtfertigt das Unternehmen - es ist alles kein Haydn, aber offensichtlich im Umkreis von Haydn entstanden). Aber bei den weggelassenen Streichquartette handelt es sich durchweg um Kleinodien.
Was haltet Ihr davon. Weiß jemand, warum?
Liebe Grüße Peter