In 18 Fragen um die Welt - ein musikalisches Rätsel für Reiselustige
Rideamus (28.08.2010, 11:03): Wenn man ungewollt ans Bett gefesselt ist, gehen die Gedanken gerne auf Reisen. Meine beschlossen eines Tages, lauter Orte aufzusuchen, die so eng mit bestimmten musikalischen Werken verbunden sind, dass man sie zum Leidwesen mancher Regisseure kaum voneinander trennen kann. Als hier nicht gefragte Beispiele seien die Pyramiden nahe Kairo und AIDA oder die MEISTERSINGER VON NÜRNBERG erwähnt. Es waren überraschend wenige Werke, die sich da aufdrängten, weil die meisten doch eher in allgemeinen, wenn nicht gar mythischen Gegenden spielen, aber für ein Rätsel genügt ihre Zahl allemal, wenn man, wie ich es boshafterweise auch diesmal wieder tat, Werke aus allen Gattungen des Musiktheaters einbezieht, also Opern, Operetten und Musicals (von Zarzuelas bleibt Ihr aber diesmal verschont :haha )
Gesucht werden diesmal also 18 Städte, die von den Autoren der jeweiligen Werke musikalisch wie inhaltlich untrennbar mit den Schauplätzen ihrer Stücke verbunden wurden. Die spezifisch gesuchten Lösungsbuchstaben dieser Städtenamen ergeben, richtig sortiert, wiederum ein Werk, das in einer spezifischen, diesmal aber mythischen Landschaft spielt, in der stets die Glocken läuten, wenn eine Frau untreu ist. In diese laute Gegend kommen wir aber erst zum Schluss.
Die Regeln dieses Rätsels sind im Wesentlichen dieselben wie zuvor: ich werde jeden Tag eine neue Frage einstellen. Eine vollständige Lösung besteht aus drei Elementen: dem Namen der gesuchten Stadt (wo nicht ausdrücklich anders gefordert), dem Werk und seinem Komponisten und dem spezifisch erfragten Lösungsbuchstaben. Außerdem vergebe ich bei jeder Frage bis zu vier Extrapunkte für Nennung eines jeden weiteren irgendwo aufgeführten Werkes, das in derselben gesuchten Stadt spielt. Wenn ich also LA BOHÉME und damit Paris suche, wäre die Nennung von NOTRE DAME einen weiteren Punkt wert. Paris wird aber eher nicht vorkommen. :W
Gewonnen hat jeder, der einige Fragen richtig beantwortet hat, in der Reihenfolge der erreichten Punkte. Bei Gleichstand entscheidet der Zeitpunkt des frühesten Eingangs aller Lösungen. Es kommt also nicht so sehr auf die Geschwindigkeit an. Im Gegenteil: das Rätsel wird noch länger offen bleiben, so dass jede/r eine Chance auf die maximale Punktzahl hat, egal, wann sie/er einsteigt.
Wer eine Lösung zu kennen glaubt, egal ob zu einer aktuellen oder älteren Frage, schicke sie mir per PN oder per Email an Rideamus@email.de". Wenn ich die Richtigkeit der Lösung bestätigt habe, dürft und solltet Ihr Euren Mitratern in diesem Thread einen Tipp zu Lösung geben, der aber nicht die gefragte Stadt oder andere Werke nennen darf, die dort spielen. Bitte stellt keine Lösungen öffentlich ein um den anderen nicht den Ratespaß zu verderben.
Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich das gleiche Rätsel parallel auch bei Capriccio laufen lasse, da ich dort auch eines versprochen habe. Wer möchte, kann hier nachsehen, ob es weitere Tipps gibt: http://www.capriccio-kulturforum.de/r%C3%A4tselhaftes-und-spielerisches/p85302-in-18-fragen-um-die-welt-ein-musikalisches-r%C3%A4tsel-f%C3%BCr-reiselustige/#post85302. Wer Mitglied in beiden Foren ist, kann sich natürlich aussuchen, wo er sich beteiligen möchte, aber bitte konsequent nur in einem der beiden. Rückfragen könnte Ihr natürlich auch in diesem Thread stellen.
Und nun viel Spaß bei diesem sommerlichen Reiserätsel. Die erste Frage kommt in Kürze.
:hello Riddleamus
Rideamus (28.08.2010, 11:10): Wir beginnen unsere Reise ganz in der derzeit rekordverdächtig regnerischen Nähe:
In einem späteren Werk priesen Autor und Komponist des gesuchten Werkes das Paradies, verrieten aber nicht wirklich, wo es lag. Wo das hier gesuchte Werk um einen pathologischen Paradiessucher stattfindet, wissen wir dagegen sehr genau. Heute ist die Stadt allerdings eher für einen anderen Pathologen bekannt.
Für das Lösungswort gesucht wird der erste Buchstabe der Stadt
:hello Riddleamus
Heike (28.08.2010, 14:37): Oh wie schön, ein neues Rätsel!!! Danke Riddleamus :thanks
(für die Lösung fehlen mir aber noch ein paar Tipps) Heike
Rideamus (28.08.2010, 15:11): Original von Heike Oh wie schön, ein neues Rätsel!!! Danke Riddleamus :thanks
(für die Lösung fehlen mir aber noch ein paar Tipps) Heike
Bitte sehr:
die Stadt war fast ein Jahr lang die Haupstadt des dort ausgerufenen "Königreich Zion", das aber ziemlich schaurig endete, wie auch das gefragte Werk andeutet.
:hello Riddleamus
Heike (28.08.2010, 17:44): Tipp zu Nr. 1: Der Pathologe, für den die Stadt heute bekannt ist, ist total genial! Wer ihn nicht kennt (falls es das doch noch gibt) kann sich heute in der 'Nacht der Pathologie' auf rbb-TV (23.15 Uhr) informieren.
Severina (28.08.2010, 18:24): Den Pathologen kenne ich zwar nicht, aber ich möchte eine Tipp zum Haupthelden der Oper abgeben: Ein Landsmann mit gleichem Nachnamen war ein berühmter Maler, sein Vorname ist auch der eines Evangelisten.
lg Sevi :hello
Rideamus (29.08.2010, 02:50): Welche Fragen dieses Rätsel doch noch alles aufwerfen und lösen kann. Jetzt lernt man hier auch noch etwas über Pathologie. :D
Ich danke Euch allen für die rege Beteiligung. Bislang trafen zwölf richtige Lösungen ein und wurden zu meiner großen Überraschung vier weitere Werke vorgeschlagen, die in der gleichen Stadt spielen wie das Werk meiner Eröffnungsfrage, die selbstverständlich für alle offen bleibt, die später noch hinzu stoßen wollen. Von all diesen Werken hatte ich bislang keine Ahnung! Ich gatuliere vor allem Emotione und Don Fatale zu diesen zusätzlichen Funden.
Wir begeben uns einstweilen etwas nach Westen, ans Meer, das wir für das Schlussbild des zweiten gefragten Werkes brauchen. Auch der in diesem Ziel residierende "Held" hat es mit der Gerechtigkeit, die ihm heilig ist, aber das Ergebnis ist eher lustig, tatsächlich aber im Wesentlichen historisch verbürgt.
Gesucht ist hier der vierte Buchstabe der Stadt, die heute anders heißt. EDIT: Zur Vermeidung von Missverständnissen sei also darauf hingewiesen, dass ich bei der Zählung der Buchstaben in der Frage - wohl fälschlich - von der einfachen Schreibung ausgegangen bin.
Mir fallen derzeit zwei Werke ein, die denselben Stoff behandeln, also in derselben Stadt spielen. Ob es auch hier wiederum noch mehr gibt?
:hello Rideamus
Rideamus (29.08.2010, 07:47): Angesichts der ersten, eigentlich richtigen Lösungen zur Frage 2 ist der Hinweis notwendig, dass die Stadt manchmal mit und manchmal ohne Doppelbuchstaben geschrieben wird. Zur Vermeidung von Missverständnissen sei also darauf hingewiesen, dass ich bei der Zählung der Buchstaben in der Frage - wohl fälschlich - von der einfachen Schreibung ausgegangen bin.
Der gesuchte Buchstabe ist nämlich ein d.
Das bedeutet: nach der Lösung der beiden ersten Fragen sind die gesuchten Buchstaben
1 - M 2 - D
Und noch ein Tipp: beide Fragen galten Werken, die ein besonders beliebtes Ballettstück hervor gebracht haben.
:hello Rideamus
Heike (29.08.2010, 10:28): Tipp zu Nr. 2
Wir begeben uns einstweilen etwas nach Westen Genau, wir begeben uns nach Westen - und nicht nach Osten, wie der Werktitel bei Unkenntnis des Inhaltes auf den ersten Blick vermuten lassen könnte. Heike
Severina (29.08.2010, 11:13): Tipp zu Nr.2:
In diesem Werk geht eine hoch gestellte Persönlichkeit einer eher unüblichen Beschäftigung nach!
lg Sevi :hello
Rideamus (29.08.2010, 11:15): Leider ist Emotione, die sich gerne hier beteiligen möchte, im Moment noch aus technischen Gründen daran gehindert. Auf ihren Wunsch gebe ich hier ihren Tipp weiter:
Historisch belegt ist, dass der Held in der erfragten Stadt nicht länger als eine Woche residierte, um dann seine Residenz in eine nahegelegene andere Stadt zu verlegen. Die drittletzten Buchstaben sind jedoch gleich. Die Bezeichnung, unter der die Ballettmusik des Werkes zur 1. Frage bekannt ist, assoziiert ähnlich unbequemes Schuhwerk wie die zur Frage 2.
Es wurden übrigens bis jetzt schon 8 weitere musikalische Bühnenwerke gefunden, die in den Städten Nr. 1 oder 2 stattfinden. Ihr seid wirklich phänomenal!
:hello Rideamus
Rideamus (29.08.2010, 17:57): Liebe Ratefreunde,
ich bin begeistert von Eurer zahlreichen Teilnahme an meinem neuesten Rätsel. Mit (bislang schon bzw. erst) 17 Teilnehmern in beiden Foren sind wir ganz nahe an einem Rätselrekord. Ich wünschte nur, ich könnte dasselbe von der Zahl der Tippgeber sagen. Dabei freuen mich Eure intelligenten und witzigen Tipps, die oft viel gewitzter sind als meine Fragen, immer am meisten. Also bitte mehr davon. Es gibt nur zu wenig und nie zuviel.
Nachdem bisher trotz der schwierigen Startorte schon 18 Zusatzpunkte vergeben werden konnten, bin ich gespannt, was da noch auf uns zu kommt. Beim nächsten Ort dürften es nämlich einige mehr werden.
Damit diejenigen, die Zeit und Lust zum Recherchieren zusätzlicher Punkte haben, den Sonntag abend nutzen können, stelle ich schon mal die nächste Frage ein, obwohl ich die Antworten vermutlich erst morgen bearbeiten kann. Dafür machen wir einen Schwenk nach Süden (ungefähr) und kommen in ganz andere Bereiche:
Im Original waren alle aus der Stadt geflohen, in der diese Geschichte spielt, die hier in komödiantischer Form nachgedichtet wurde, wie der Titel verrät, der den Autoren zum Helden macht.
Gesucht wird insbesondere der fünfte Buchstabe der Stadt (deutsche Schreibung), in der das Werk spielt
Na, wo sind wir jetzt?
Riddleamus
Heike (30.08.2010, 07:17): Tipp zu Nr. 3 Weil die Priester und Mönche da nicht so gut wegkommen und es mitunter auch recht erotisch zuging, war das Original bei der Kirche verpönt.
Emotione (30.08.2010, 09:36): Tipp zu 3)
7 + 3 x 10 x 10 = 100 ?(
Widerspricht zwar den mathematischen Regeln, trifft aber für das Original zu.
:hello
Emotione
Rideamus (30.08.2010, 10:13): Liebe Emotione,
sei herzlich willkommen im Kreis der Ratefreunde und vor allem der Tippgeber.
Ich liebe es ja, wenn die Tipps noch schwerer sind als das Rätsel, aber der Tipp ist wirklich genial. :down
Apropos Tipps: aus gegebenem Anlass darf ich daran erinnern, dass es zu jeder Stadt bis zu vier Zusatzpunkte gibt. Bei der Frage Nr. drei lassen die sich m. E. relativ leicht verdienen, wenn man erst einmal die Stadt raus hat.
Zusatznominierungen können übrigens gegeben werden, solange das Rätsel läuft. Ich bitte dann nur darum, jeweils alle Nominierungen zusammen zu nennen, damit ich die Punkte nicht über viele PN verstreut zusammensuchen muss.
:hello Riddleamus
Severina (30.08.2010, 11:30): Welch namenlose Freude, Emotione in unserer Raterunde begrüßen zu dürfen! (Obwohl das meine Gewinnchancen natürlich auf Null reduziert :wink ) Gottlob kam ich auf Nr.3 ohne Deinen Tipp, denn bei dem wäre ich auf der Seife gestanden! Meiner ist natürlich viiiiiiel leichter:
Der Titelheld hat gewissen phonetische Ähnlichkeiten mit einem in diesem Land sehr beliebten Kugelspiel!
lg Sevi :hello
Rideamus (30.08.2010, 13:51): Nachdem die meisten, die sich an diesem Ratespiel beteiligen, jetzt auch die dritte Frage geknackt haben, gebe ich schon mal die vierte frei. Wir bewegen uns dafür weiter nach Süden und kommen in eine Gegend, die schon für viel Aufregung gesorgt hat und auch musikalisch einmal Maßstäbe setzte. Hier aber ist sie eine große Ausnahme in dem Rätsel insofern, als wir nicht in eine für die Handlung unaustauschbare Stadt kommen, sondern in eine, von der den meisten (und sowieso den meisten Regisseuren) gar nicht bewusst zu sein scheint, dass das gefragte Werk hier spielt. Gerade das hat mich aber gereizt, denn wenn man darauf achtet, macht es enorm viel Sinn, dass das Werk gerade hier spielt. Zur Frage denn:
Nur Wenigen ist bewusst, dass der Schauplatz dieser bekannten Oper um überkochende Gefühle und falsche Kriege diese Stadt ist, die schon eine gewisse Tradition im Überkochen hat. Eigentlich schade, dass das in Inszenierungen so wenig genutzt wird.
Für die Zusatzpunkte gilt nicht nur die eigentliche Stadt, sondern auch die unmittelbare Region des Schauplatzes mit ihrer weithin sichtbaren Touristenattraktion, und der hier besonders gesuchte Buchstabe ist der zweite der Stadt in ihrer lokalen Schreibweise.
Rideamus
Severina (30.08.2010, 15:07): gelöscht! (Hoffentlich nicht zu spät :wink :D ) lg Sevi :hello
Sfantu (30.08.2010, 15:20): Ha, Verweg'ne! Gut, dass ich's kaum gelesen habe. Ausserdem irritieren mich die von Rideamus erwähnten "falschen Kriege", die dazu m. E. nicht passen - es sei denn, wir verstehen's im übertragenen Sinne...
Sfantu (30.08.2010, 15:58): Tipp zu Nr. 4 (die neue Falschschreibung bereitet mir von Zeit zu Zeit noch Schmerzen) Die gemeinte Stadt liegt an einer Meeresbucht, in welcher sich mehrere kleine bis kleinste Inseln befinden. Eine der zur letzteren Kategorie gehörenden wurde in den 1950ern von Rudi Schuricke in einer berühmt gewordenen deutschen Schlagerschnulze besungen.
:hello Sfantu
Severina (30.08.2010, 16:04): Lieber Sfantu,
na ja, in einen echten Krieg müsste man doch wirklich ziehen, meine ich zumindest. Mit dem von Rideamus erwähnten Wahrzeichen hatten schon die ollen Römer ihre Zores. (Sehr zur Freude ihrer modernen Nachfahren!)
lg Sevi :hello
Emotione (30.08.2010, 17:34): Tipp zu 4)
Ein Gastwirtssohn aus Südfrankreich regierte sieben Jahre in dem nach der Stadt benannten Königreich.
:hello
Emotione
Rideamus (31.08.2010, 00:49): Wir fahren weiter nach Süden und machen es mal ganz einfach:
Wenn ein Stück schon mit "Oh, du..." anfängt, hat man meist Grund, skeptisch zu sein. Hier aber fängt eine beliebte Arie so an und preist den Schauplatz des Stückes, das einen historischen Hintergrund hat. In seiner Nähe steht übrigens eine Gemeinsamkeit mit dem vorigen Schauplatz.
Wichtig ist hier der erste Buchstabe der Stadt, in der das Werk spielt
:hello Rideamus
Severina (31.08.2010, 14:19): Mein Tipp:
Die gesuchte Stadt hat mit der von Nr. 4 auch eine unrühmliche Gemeinsamkeit! (Die aber der Filmindustrie umso mehr Ruhm eingebracht hat!)
lg Severina :hello
Heike (31.08.2010, 17:10): Tipp zu 4: es gibt nicht nur falsche Kriege, sondern auch falsche Suizide.
Tipp zu 5: Goethe suchte in dieser Stadt (vergeblich) nach der Urpflanze!
Emotione (31.08.2010, 22:21): Tipp zu 5)
Der Werktitel benennt ein Ereignis in der gesuchten Stadt, das auch in einer Zeile der Nationalhymne des Landes erwähnt wird.
:hello
Emotione
Rideamus (01.09.2010, 00:26): Na, das läuft doch wie beim Brez'nbacken. Ich danke Euch dafür, dass jetzt auch mehr Tipps kommen.
Fahren wir also weiter, über's Meer.
Ich gestehe: hier habe ich die Regeln etwas gedehnt um endlich auch einmal wieder dieses Lieblingsstück von mir unterbringen zu können, denn der Schauplatz des Werkes wird zwar sehr konkret benannt, ist aber eher allgemein regional gemeint. Jedenfalls gilt das für dieses Stück um eine unfreiwillige Touristin oder auch eine Entführung und ihre Folgen.
Besonders wichtig ist hier der vorletzte Buchstabe der Stadt in der üblichen deutschen Schreibung
:hello Riddleamus
Severina (01.09.2010, 00:42): gelöscht
Rideamus (01.09.2010, 09:34): Anscheinend habe ich die Himmelsrichtung vergessen. Wir bleiben in der Nachbarschaft, fahren aber Richtung Südwesten übers Meer.
Und natürlich habe ich mehrere Lieblingswerke. :haha
:hello Riddleamus
Sfantu (01.09.2010, 11:59): Tipp zu Nr. 6:
Zugegeben, ein etwas holpriger Hinweis: Die 2. Silbe des Namens dieser Stadt rückwärts gesprochen ergibt die gute erste Silbe des Titels eines recht bekannten Bühnenstücks von Arthur Schnitzler, in welchem eine Reihe erotischer Begegnungen geschildert wird. Ausserdem: Der grosse klassizistische Romantiker der französischen Tonkunst starb hier - Stadt und Land waren oft Inspirationsquellen für seine Schöpfungen, was sich auch in einigen Werktiteln niederschlug.
Heike (01.09.2010, 18:49): Tipp zu Nr. 6
Der Komponist hat zugegeben, dreimal im Laufe seines Lebens geweint zu haben - zwei der Anlässe seiner Tränen waren musikalischer und einer kulinarischer Art.
Emotione (01.09.2010, 22:40): Tipp zu 6)
In diesem Stück ist Niesen auf der Bühne ausdrücklich erwünscht, leider verfehlt es völlig seinen Zweck.
:hello
Emotione
Rideamus (01.09.2010, 23:53): Um zu unserer nächsten Etappe zu gelangen, kümmern wir uns nicht um das Land der schlauen Opernfriseure im Norden, sondern besteigen einen fliegenden Teppich, reisen weit nach Ost-Nordost und gelangen in ein Märchenreich, dessen Hauptstadt heute ganz andere Assoziationen weckt. Im Gegensatz zum vorigen Werk hört man in dem hier gefragten Werk vom ersten Ton an, wo der Schauplatz liegt, der in dem Titel des Stückes auch genannt wird. Dabei stammt das dazu passende Werk gar nicht von dort, sondern von einem grandiosen Übersetzer vieler Werke von Hector Berlioz.
Hier geht es um den zweiten Buchstaben der Stadt, in der das Werk spielt.
:hello Riddleamus
Rideamus (02.09.2010, 13:09): wie ich soeben schlüssig belehrt wurde, hat mein Teppich zwar die richtige Richtung eingeschlagen, diese aber falsch definiert. Ich bedaure das und freue mich um so mehr, dass es schon so viele richtige Lösungen gab.
Tatsächlich verhält es sich so: (ich zitiere Pavel, dem ich für diese konkreten Daten danke)
Die Stadt der Frage Nr. 6 hat 36° 40' nördliche Breite Unser Reiseziel XXX von Nr. 7 liegt auf 33° 20', ist also sogar etwas südlicher !
(Jerusalem wäre 31° 46' also noch südlicher)
Was man auf diese Weise alles dazu lernt! Nun müsst Ihr nur noch bestimmen, wie weit der Teppich nach Osten fliegen soll, denn es kommt natürlich vor allem immer noch auf das gesuchte musikalische Bühnenwerk an.
Das gibt mir Gelegenheit, schon mal die gelösten Buchstaben zusammenzufassen, damit Ihr Eure Lösungen überprüfen könnt:
1 - M 2 - D 3 - E 4 - A 5 - P 6 - E 7 - A
Weiterhin viel Spaß auf der Rätselreise. Ab morgen werden die Fragen aber etwas schwerer
:hello Riddleamus
Sfantu (02.09.2010, 13:43): Tipp zu Nr. 7:
Der Komponist starb in seinem 50. Lebensjahr in seiner Vaterstadt, einer rheinischen Karnevalshochburg, auf einem Spaziergang an der damals noch nicht behandelbaren Diabetes. Er war ein glühender Fürsprecher der Neudeutschen, blieb mit seinen verfeinerten, lyrischen Mitteln aber selbst im Schatten der grossen Exponenten (die waren einander Schwiegerpapa und -sohn) dieser Richtung. Wenn heute sein Name fällt, denken die Nicht-Klassik-Hörer an einen namensgleichen österreichischen Schlagerfuzzi.
Als vor Jahren einmal ein von mir dilettantisch aufgeschichteter Kaminholzstapel zusammenkrachte, begrub er mein daneben geparktes Auto unter sich. Das Blech sah nun so aus, als sei ich durch einen Kugelhagel gefahren. Ein Freund fragte scherzend, ob ich mit dem Wagen auf Urlaubsreise in der gesuchten Stadt gewesen wär'. Soviel zu deren heutiger, trauriger Gegenwart.
Heike (02.09.2010, 16:45): Tipp zu Nr. 7
Bei der Uraufführung des Werkes wurde in Weimar der Dirigent (ein berühmter Klaviervirtuose) ausgezischt. Daraufhin hat er keine Opern mehr dirigiert.
Danke für diese beiden besonders schönen Tipps.:down :down
Aber natürlich danke ich auch allen anderen Tippgebern. Ich weiß, dass sie viel und vielen mehr helfen, als hier deutlich wird.
Das musste auch mal gesagt werden.
:hello Riddleamus
Sfantu (02.09.2010, 19:03): Tipp zu Nr. 7:
Der berühmte Klaviervirtuose und Uraufführungsdirigent des gesuchten Werkes aus Heikes Tipp und der Schwiegerpapa aus meinem bilden eine Personalunion.
Fairy Queen (02.09.2010, 19:47): Original von Rideamus
Aber natürlich danke ich auch allen anderen Tippgebern. Ich weiß, dass sie viel und vielen mehr helfen, als hier deutlich wird.
Genau, denn ohne die supertollen (und lustigen!) Tipps hâtte ich gar nciht erst den Einstieg hier ins Rätsel gefunden! :down :down :down Gut, dass sich so Einiges ja in meinem Vater-Land abspielt- die Motivation ratenderweise dorthin zu reisen, ist bei mir dann besonders gross. Bei der Nummer 1 stehe ich noch voll auf der Leitung- ist mit "Pathologe" ein echter Sezier-Arzt gemeint oder eher ein pathologisches sprich durchgedrehtes oder gemeingefährlcihes Subjekt? Sobald ich grünes Licht für meine verscuhten Lösungen vom Riddelamus habe, kommen auch Tipps von mir- falls ihr überhaupt noch welvche brauchen solltet! Ich kann aber leider leider nur sporadisch mitmachen.
F.Q.
Heike (02.09.2010, 19:59): Hallo Fairy, Bei der Nummer 1 stehe ich noch voll auf der Leitung- ist mit "Pathologe" ein echter Sezier-Arzt gemeint oder eher ein pathologisches sprich durchgedrehtes oder gemeingefährlcihes Subjekt? Nichts von beiden. Es ist zwar ein Sezier-Arzt gemeint, aber kein "echter"
Heike
P.s. vielleicht als Tipp zu Nr. 1 noch ein Wort zum Komponisten: Er war ein Vorbild des jungen Richard Wagner, wurde aber später von ihm übel verunglimpft.
Rideamus (02.09.2010, 23:50): Wie schön, dass Fairy jetzt auch dabei sein kann. Wir freuen uns auf ihre Tipps.
Für unsere nächste Etappe reisen wir weiter an einen Ort, der schon eine gewisse Tradition als Ausgangspunkt langer Reisen hat, wie wir sie von hier aus ebenfalls antreten werden.
Hier begegnen wir einem sehr weltläufigen und einst besonders in Deutschland beliebten, heute aber leider kaum mehr wahrgenommenen Komponisten, der in der gesuchten Stadt geboren wurde und auch starb und mehrere seiner Werke hier ansiedelte. Unter diesen frage ich besonders nach einem mit mehreren nicht besonders sympathischen, aber dennoch liebenswürdigen Hauptfiguren, die viel von ihren Frauen lernen können - und müssen.
Besonders wichtig ist hier der zweite Buchstabe der gefragten Stadt.
:hello Riddleamus
Emotione (03.09.2010, 08:08): Tipp zu 7)
sofern wider Erwarten noch ein solcher benötigt wird:
Die Vertreter der Zunft, welcher der Titelheld angehört, gelten allgemein als geschwätzig. Unsere gesuchte Person hält sich obendrein noch für ein Total-Universalgenie.
:hello
Emotione
Fairy Queen (03.09.2010, 09:39): Hier dann nun meine Tipss- etwas verspätet und eher überflüssig- für die bereits bestätigten Lösungen. vieleleicht helfen sie noch denen, denen es so geht wie mir: beim überfleigen des Rätsels fallen einem spontan einige Lösungen zu und dann will man unbedingt weiter reisen.
2: es gibt in diesem Werk eine unwichtige Nebenfigur, die aber eine berühmt gewordene(und zu Zeiten meiner Grossmutter noch sehr beleibten) Tenorarie singt, in dem ein Mädchen aus der Region in der das Werk spielt mit viel Schmalz verabschiedet wird. Galanten Herren der Nationalitât dieses Tenors sagt man besondere Verführungskünste und wenig Tiefgang nach.....
3: die Originalvorlage dieses Werks ist ganz schön heftig deftig, uralt und eines der berühmtesten literarischen Zeugnisse seiner Epoche und sowieso seiner Nation. Recht verwandt übrigens mit einem Werk, das in Canterbury angesiedelt ist
4: Nein, auf das Werk kommt man nicht so leicht, auch wenn man die Stadt nach dne tipss leicht errât: Was in dieser Stadt alle so machen??????? nicht nur Spaghetii und Pizza essen, scheint es!
5: Wenn man griechische Antike studieren will,sollte man eher in die Region, deren Metropole die gesuchte Stadt ist, als nach Griechenland selbst reisen- hat man mir schon mehrfach gesagt. Ausserdem ist mein Opern- Lieblingskomonist dort geboren,(in der Region, nciht in der Stadt!) was ein weiterer Grund wâre, endlich mal hinzufahren. Aber man sollte sich wohl gut bewaffnen.
6. Der Komponist war wohl niemals dort- oder doch? In dem Land in dem ich jetzt lebe, kommen viele Einwanderer von da- nciht sehr erstaunlich.....
7. Von dem Komponisten kenne ich eigentlich nur Weihnachtslieder, traurig genug! Die einstige Stadt der üppigsten Märchen-Träume, ist nun zum Albtraum geworden, noch trauriger!
F.Q.
Heike (03.09.2010, 09:51): Tipp zu Nr. 8
Zu Beginn des 4. Aktes einer allseits bekannten eingerahmten Episodenoper gibt es einen berühmten musikalischen Hinweis auf die gesuchte Stadt (und wir bleiben in dieser Episode dann auch dort). Heike
Fairy Queen (03.09.2010, 12:08): Liebe Heike, das ist ein Supertipp! Mille grazie :down Die Stadt weiss ich ja nun und eigentlich auch den Komponisten, aber das Werk.......?????????
F.Q.
Rideamus (03.09.2010, 13:18): Hiermit gebe ich gerne den Tipp einer externen Mitraterin weiter, der zumindest näher an den Komponisten heran führen sollte:
" Im Gegensatz zu einer anderen Oper des Komponisten wird hier auf der Bühne zumindest nicht nach der originalen Regieanweisung geraucht".
:hello Riddleamus
Emotione (03.09.2010, 13:51): Tipp zu 8)
Es gibt eine Gemeinsamkeit des hier erfragten Werks mit Werther/Massenet.
Ein fiktiver Dirigent hat in dieser Stadt mit den trauernden Fortbewegungsmitteln seine finale Vorstellung.
:hello
Emotione
Fairy Queen (03.09.2010, 14:34): Ich darf nun auch zur Nummer 8 tippsen :leb:
die Stadt dürfte nach Heikes und Emotiones Turbo-Tips ja nun sonnenklar sein, wenn nciht: sie eignet sich laut Nobelpreisträger Joseph Brodskij nicht nur in besonderer Weise für Flitterwochen sondern auch für Scheidungen. Letzteres hab ich gottseidank noch nciht ausprobiert, Ersteres kann ich nur bestätigen! Was den Komponisten und das Werk angeht: wenn Rotkäppchens ärgster Feind im roten Rennauto mit 200 Sachen durch den Wald düst und dabei alles umnietet, hat er wohl auch den "Nick"-Namen der Titelhelden dieses Werkes verdient!
:hello
Heike (03.09.2010, 15:51): @Fairy: Die Stadt weiss ich ja nun und eigentlich auch den Komponisten, aber das Werk.......????????? Meinst du hier Nr. 1? Zum Werk: Beeindruckt von der Oper schrieb Liszt 1850 eine Phantasie und Fuge für Orgel über den Choral der Täufer. Heike
Fairy Queen (03.09.2010, 17:44): Nein, liebe Heike, ich bin bei Nummer 8. Die 1 habe ich auf Umwegen aber auch herausgefunden. Der "Pathologe" hat mich doch arg irritiert! Mit meiner Vermutung, dass es sich eher um eine pathologische Gestalt handelt, lag ich nicht so ganz daneben....... F.Q.
Rideamus (04.09.2010, 01:07): Bevor die Reise etwas beschwerlicher wird, kommt erst noch einmal eine leichte Etappe nördlich der letzten.
Die Schöpfer dieses Werkes mit einer genial erfundenen Tradition als (ein) Höhepunkt wollten ihren Schauplatz erklärtermaßen genauso unverwechselbar charakterisieren wie Wagner das Nürnberg seiner MEISTERSINGER. Es ist ihnen gelungen. Heute weiß man kaum mehr, ob das Werk mehr auf die Stadt abgefärbt hat oder umgekehrt, denn beide sind nahezu synonym geworden, und es ist eigentlich undenkbar, es irgendwo anders spielen zu lassen.
Auch hier wird vor allem der zweite Buchstabe des Schauplatzes gesucht.
:hello Riddleamus
Heike (04.09.2010, 16:41): Als ich das letzte Mal eine Woche in dieser Stadt war, habe ich gefühlte 3 Kilos zugenommen - v.a. dank diversen süßen Sünden. Heike
Emotione (04.09.2010, 18:29): Im letzten gemeinsamen Werk der Schöpfer, dessen Uraufführung der Librettist nicht mehr erlebte, ist eine weitere erfundene Tradition für das Finale von Relevanz.
:hello
Emotione
Rideamus (04.09.2010, 23:21): Die Reise zu unserer nächsten Etappe ist kurz und einfach, die sich dort erhebende Frage schon weniger.
Nicht nur der PARSIFAL, auch dieses Werk sollte nur zu bestimmten Gelegenheiten an einem einzigen Ort aufgeführt werden, weshalb es der Komponist nicht mehr richtig zu hören bekam. Die Geschichte setzte sich dann auch über diesen Willen des Komponisten hinweg, allerdings nicht im gleichen Maße wie beim PARSIFAL, denn das Stück wurde und wird außerhalb seiner Heimat, die es glorifiziert, trotz großartiger Musik so gut wie gar nicht gespielt.
Für das Lösungswort besonders gesucht wird der erste Buchstabe des Schauplatzes dieser Nationaloper
:hello Riddleamus
Fairy Queen (05.09.2010, 07:24): Bei der heutigen Frage fällt mir erstmal rein gar ncihts ein , aber zu gestern habe ich noch einen Tipp nachzuliefern: In diesem Werk haben wir es mit zwei richtigen oder potentiellen Paaren zu tun, bei denen der Altersunterschiede zwischen den echten bzw gewollten Partnern eine grosse Rolle spielt. Während die Dame liebenswerte Weisheit beweist, zeigt sich der Herr als wahrer Tölpel und Grobian. Aber auch die Weisheit der Dame hilft am Ende nciht weiter, denn beide gehen leer aus : der Komponist und sein Librettist waren offenbar der Ansicht, dass Ehen nur unter Gleichaltrigen geschlossen werden sollten.Ja,ja......
F.Q.
Heike (05.09.2010, 08:47): Bei der heutigen Frage fällt mir erstmal rein gar ncihts ein Mir auch nicht, also warten wir mal die hoffentllich bald eintrudelnden Tipps ab! Heike
Rideamus (05.09.2010, 09:53): Die werden diesmal auf sich warten lassen, da einige Cracks verreist sind. Daher mal ein Tipp von mir:
Wir befinden uns in einem Land, in dem man gelegentlich sogar Bräute verschachern soll.
Und um Missverständnisse zu vermeiden: das wesentliche Geschehen spielt in einem berühmten Gebäude nahe der Stadt, die aber eigentlich gemeint ist.
:hello Riddleamus
peter337 (05.09.2010, 10:30): Original von Heike Bei der heutigen Frage fällt mir erstmal rein gar ncihts ein Mir auch nicht, also warten wir mal die hoffentllich bald eintrudelnden Tipps ab! Heike
Meine Lieben! Tipp von mir: Gehts in ein Sprechtheater, da ist einer der Nachfolger von denen da, - ein Tipp von Capriccio aus.
Liebe Grüße sendet Euch Peter
Emotione (05.09.2010, 10:47): Tipp zu 10)
Das Werk ist tatsächlich die Nationaloper des Landes, auch wenn meist eine andere als solche bezeichnet wird. Von der Entstehung des Werks bis zu seiner UA vergingen 9 Jahre, in denen er an einem ähnlichen Leiden erkrankte, das auch einen anderen Großen der Musikgeschichte befiel.
:hello
Emotione
Heike (05.09.2010, 11:29): für einen Tipp zu 10 zitiere ich einfach nur ganz frech den den gewitzten Rätselautor, der den Tipp in der Frage schon selbst versteckt hat:
weshalb es der Komponist nicht mehr richtig zu hören bekam Heike
Fairy Queen (05.09.2010, 14:28): Die Stadt weiss ich ja nun auch, aber das Werk bleibt im Nebel- na ja, vielleicht verzieht der sich mit einigen Holzhammer Tipps dann auch noch.... Ich kenne diese Stadt vor allen Dingen durch eine Art Zombie, über den ein sehr berühmter und hervorragender Roman geschrieben wurde.
F.Q.
Rideamus (05.09.2010, 14:58): mit Dank an diejenigen, die die Werke genannt haben, die nachfolgend paraührasiert werden:
Liebe Fairy,
es gibt nicht nur ein gutes Buch, sondern auch einen berühmten Stummfilm über diesen Zombie und mindestens eine Oper.
Zur Identifizierung des Werkes selbst genügt es, wenn man sich ein wenig mit der (legendären) Gründung der Stadt beschäftigt und beispielsweise weiß, daß Kreutzer nicht nur der Widmungsträger einer Sonate, sondern auch ein Komponist war. Nur ist dessen gleichnamige Oper hier nicht gemeint, denn er hat die noch gehört, weil sie ihrerzeit sogar ziemlich erfolgreich war.
Genug des Holzhammers?
:hello Riddleamus
Heike (05.09.2010, 18:40): Liebe Fairy, hast du denn schon den Komponisten identifiziert??? Das müsste anlässlich der Tipps am Ende der letzten Seite eigentlich machbar sien - und dann hast du nur noch (laut Wiki) neun Opern zur Auswahl. Bzw. noch weniger, wenn du die Stadt schon kennst. Heike
Fairy Queen (05.09.2010, 20:29): Liebe Heike, ich weiss weiter nur die Stadt und stehe ansonsten total auf der Leitung. Vom besagten Herr Sonaten- und Tolstoi-Novellen Widmungstrâger gibt es massenweise Opern und Singspiele. Aber egal, der Punkt fûr die Stadt reciht mir auch. :hello F.Q.
Heike (05.09.2010, 20:34): Liebe Fairy, guck doch mal nach dem Komponisten des Lösungswerkes direkt: dieser bekannte Gesuchte "erkrankte an einem ähnlichen Leiden, das auch einen anderen Großen der Musikgeschichte befiel." (schrieb emotione) und Rideamus wies in seiner Frage darauf hin, dass er das besagte Werk nicht mehr "hören" konnte .... Heike P.s. welcher Fluss fällt dir zu der Stadt ein?
Severina (05.09.2010, 20:44): Meine Lieben, ich kehre an die Rätselfront zurück! :D 8,9 und 10 glaube ich dank Eurer Tipps geknackt zu haben - allerdings noch ohne Bestätigung von unserem Rätselmeister - bei 9 stehe ich leider total auf der Leitung :(
lg Sevi :hello
Heike (05.09.2010, 20:53): Tipp zu Nr. 9: Das Werk kommt morgen (Montag) am frühen Abend im Fernsehen :-) (in der Stummfilmfassung, Österreich 1925) Heike
Severina (05.09.2010, 22:05): liebe Heike,
peinlich, peinlich :S Von dem Zaunpfahl brummt mir jetzt gewaltig der Schädel. :thanks lg Sevi :hello
Rideamus (05.09.2010, 23:22): Nachdem trotz der anfänglichen Schwierigkeit der letzten Frage so viel richtige Resonanz auf die letzte Frage einging, belohne ich das mal mit einer leichten. Dafür begeben wir uns weiter gen Norden.
Dort treffen wir einen Komponisten, der dem (teilweisen) Schauplatz seiner beliebtesten Bühnenwerke so verbunden war, dass er sich dort wissentlich selbst vergiftet haben soll. Das hier besonders gefragte Werk trägt den Namen einer unmenschlichen Frau.
Der besonders interessante Buchstabe ist der zweite des vollständigen Namens der Stadt.
Apropos Buchstaben. Bisher haben wir:
1 - M 2 - D 3 - E 4 - A 5 - P 6 - E 7 - A 8 - E 9 - I 10 - P
Ein Ratefreund hat zu meiner nicht geringen Bewunderung sogar schon das Lösungswort gefunden, bei dem es sich übrigens um einen fremdsprachigen Titel handelt.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (06.09.2010, 05:44): Liebe Heike, ich brauchte wirklich mehrere Holzhämmer bei dieser Frage und hoffe, dass ich nun das- nie vorher gehörte- Ergebnis habe. vielen Dank fûr eure Geduld...... :A Gut, dass auch Sevi wieder da ist, du weisst ja: feenkompatible Tipps..... zum Beispiel zur Frage von heute. :thanks
Emotione (06.09.2010, 09:08): Tipp zu 11)
In den beiden Opern des Komponisten, die in der gesuchten Stadt spielen, gibt es im 2. Akt eine Arie in einer Fremdsprache.
Die gesuchte Stadt hat mit Istanbul eine Gemeinsamkeit.
:hello
Emotione
Heike (06.09.2010, 09:25): Tipp zu Nr. 11 Beim Auftauchen der unmenschlichen Frau (die auf der Wiki-Seite des Werkes abgebildet ist) suizidiert sich der Tenor. Heike
Rideamus (06.09.2010, 09:53): Aus gegebenem Anlass zwei Hinweise:
Der gesuchte Buchstabe der Nr. 11 erschließt sich erst, wenn man die übliche Schreibweise der Stadt ignoriert und den Namen voll ausschreibt. Da die Frage schon mehrfach gelöst wurde, kann ich aber auch den Buchstaben verraten:
11 ist ein A
Außerdem hat nun auch eine weitere Ratefreundin nach der Inhaltsangabe das Lösungswort gefunden und mir geraten, darauf hinzuweisen, dass bei dem Titel des Lösungswortes der Artikel nicht mit aufgeführt wird. In der Tat, dem ist so. Ein allfälliges The, Le,la, les oder Der, die, das oder was sonst in welcher Sprache auch immer wäre hier zu ignorieren.
Soweit meine Tipps des Tages, denn die heutige Frage ist offensichtlich sehr einfach.
Weiterhin viel Spaß und Erfolg mit seinem Rätsel wünscht
:hello Riddleamus
Severina (06.09.2010, 11:27): Original von Rideamus Aus gegebenem Anlass zwei Hinweise:
Soweit meine Tipps des Tages, denn die heutige Frage ist offensichtlich sehr einfach. Weiterhin viel Spaß und Erfolg mit seinem Rätsel wünscht
:hello Riddleamus
Ach ja??? :( Also, ich fand die letzten wesentlich einfacher, denn bei "unmenschlicher Frau" fällt mir als Erstes Turandot ein, aber da meuhelt sich der Tenor nicht selbst. Also nix mit feenkompatiblen Tipps meinerseits - sorry, Fairysister!
lg Sevi :hello
Heike (06.09.2010, 12:32): Dann gebe ich euch mal einen gezielt zuckersüßen Feentipp zu Nr. 11 - bei dem gesuchten Komponisten darf auch viel getanzt werden und das zu diesem Tipp passende, winterliche Tanzsstück wurde in der gesuchten Stadt uraufgeführt! Heike
Fairy Queen (06.09.2010, 12:39): Liebe Heike grand merci! Jetzt klingelts (wie die Glöckchen am Schlitten) bei mir und kalt wird mir gleich auch , wenn ich an die gesuchte Stadt denke! Immerhin weiss ich jetzt Stadt und Komponisten, wobei mir neu ist, dass er sich selbst umgebracht hat. ?( Das Werk bleibt weiter im Dunkeln oder ich verdränge es, weil unmenschliche Frauen in meiner heilen Welt gar nicht vorkommen dûrfen. Für den Komponisten waren Frauen aber eh nur als Mâzeninnen oder Unmenschen interessant, schient mir..... :D
F.Q.
Heike (06.09.2010, 12:41): Liebe Fairy, weil unmenschliche Frauen in meiner heilen Welt gar nicht vorkommen dûrfen Ich bin sicher du kennst die Dame und ich bin ebenso sicher, du hast in deiner heilen Welt nichts gegen sie vorzubringen! Heike
Severina (06.09.2010, 12:52): Ich denke, vorhin hat's bei mir auch geklingelt, als mir endlich!! die Doppelbedeutung von "unmenschlich" klar wurde! Dabei habe ich dieses Werk erst im Vorjahr an der WSO gesehen, mit einem Tenor, der prädestiniert fürs Hysterische ist :ignore lg Sevi :hello
Rideamus (06.09.2010, 12:55): Liebe Fairy,
wahrscheinlich hast Du die Dame sogar schon mal in der Hand gehabt, denn sie ist so omnipräsent und verfügbar, dass Männer wie Frauen sie anfassen und gegeneinander ausspielen können, dürfen und sollen.
:hello Riddleamus
Sfantu (06.09.2010, 19:56): Tipp zu Nr. 11:
Dass wir alle diese Dame schonmal in der Hand hielten, liess mich, bevor ich's kapierte, an eine Häckelliesel oder Mamuschka denken. Ganz falsch - dieser Dame fehlt da ganz entschieden die dritte Dimension. Wird sie (offen) auf den Tisch gelegt, kann das mal mehr, mal weniger bedeuten - je nachdem, was die Anderen noch so in der Hand haben...
Übrigens glaube ich kaum, dass der Komponist aus lauter Hingabe an diese Stadt gerade dort den Giftbecher leerte - das geschah ja wohl nicht so ganz freiwillig, soweit man heute weiss, sondern war das Urteil eines geheimen Ehrengerichts...
Rideamus (07.09.2010, 00:58): Wir besteigen jetzt ein Flugzeug und fliegen weit Richtung Südosten. Dort kommen wir ausnahmsweise nicht in einer Stadt an (das auch, denn natürlich braucht unser Flugzeug einen Flughafen, wie Peter jetzt anmerken würde), sondern auf einer Insel, die einmal anders hieß.
Hier spielt ein Werk, das immerhin ein sehr beliebtes Duett und einen auf der Musikbühne schwer darstellbaren Beruf aufzuweisen hat, aber dennoch im Schatten eines Welterfolges verharren muss, der in einem europäischen Land spielt, das wir hier gemieden haben.
Gesucht wird neben dem angesprochenen Bühnenwerk und dessen Komponisten der letzte Buchstabe des traditionellen Namens der Insel, der auch in dem Stück genannt wird.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (07.09.2010, 07:43): Laut Rideamus bin ich die Erste, die diese Frage beantwortet hat, was aber nciht an meinem Scharfsinn sondern am frûhen Aufstehen liegt. Nun also von mir der erste Tipp: diese oper hat es schwer aufgeführt zu werden, was angescihts der wunderbaren Musik eine Schande ist. Richtig bekannt ist ein Duett und eine Arie- beides nciht leicht zu besetzen! Die Insel ist kulinarisch und landschaftlich ein Paradies aber innerinsulare kriegerische Auseinandersetzungen,( die in anderer Form bereits in der Oper vorkommen) sind dort alles andere als paradiesisch! bon couurage
F.Q.
Sfantu (07.09.2010, 08:37): Ha!!! Ich war viel früher dran! Nützt mir nur leider nichts, da ich immer noch auf dem Schlauch stehe - das Kopfzerbrechen hab' ich mit ins Bett genommen - und jetzt auch ins Bureau... X( Die einzigen Inselnamen in Werktiteln, die mir einfielen, sind die zweier Operetten, die meines Wissens aber keinen Hit enthalten. De Falla ist mit seiner "Atlantis" nie fertig geworden & ausserdem hat die, glaub' ich, nie ihren Namen gewechselt...also welche Insel, zum Kuckuck...(?) Ich köchel weiter, auf mittlerer Flamme...
Sfantu
Rideamus (07.09.2010, 08:56): Lieber Sfantu,
hier liegt ein Missverständnis vor. Die Insel wird zwar im Werk benannt, nicht aber im Titel, der nur den ungewöhnlichen Beruf anführt. Du solltest Deinen Topf also auf eine andere Flamme setzen.
Wie in jedem Rätsel, muss ich leider auch diesmal wieder eine Panne bekennen, die mir letzte Nacht unterlaufen ist, und auf die ich erst jetzt aufmerksam gemacht wurde.
Die Reise von Nr. 11 zu Nr. 12 würde zwar auch in südwestlicher Richtung irgendwann ankommen; viel praktischer wäre es aber, wenn man gleich nach Südosten fliegt.
Dieser columbianische Lapsus wurde soeben von mir korrigiertm, sollte aber für diejenigen, die die ursprüngliche Frage noch im Kopf haben, eigens erwähnt werden, damit die Verwirrung in jeder Hinsicht ein Ende haben kann.
Sorry für beides
:I :hello Riddleamus
Sfantu (07.09.2010, 09:41): Tipp zu Nr. 12:
Das denkleistungsmässige Köcheln ob der Rätsellösung konnte ich dank sanfter Kurskorrektur seitens des Rätselmeisters beenden - thematisch anknüpfend könnte man die Flamme aber gleich weiter züngeln lassen um Wasser aufzusetzen: die gesuchte Insel ist nämlich für ein anregendes Heissgetränk bekannt, da die hierzu zu übergiessenden Pflanzenblätter u. a. dort gedeihen.
Um dem gemeinten Beruf inszenatorisch gerecht zu werden, dürfte man das Stück eigentlich nur in Bregenz aufführen...
Fairy Queen (07.09.2010, 12:15): Lieber Sfantu, glaubst du wirklich dass man in Bregenz solche kostbaren Objekte im Wasser findet???????? :haha
Es gibt übrigens einen sehr empfehlenswerten recht neuen Roman von Martin Suter, in dem die kulinarischen Genüsse besagter Insel eine Hauptrolle spielen. Da läuft einem das Wasse rim Mund zusammen und es gibt auf dieser insel offensichtlich viel mehr als das welltberühmte Heissgetränk Wenn ich allein an die farben und Düfte der diversen Gewürze denke! Ein echtes Gesamtkunstwerk für alle Sinne. :engel
F.Q.
Severina (07.09.2010, 15:05): Die Idee mit Bregenz + besagter Oper hat aber was, denn da braucht der Regisseur wenigstens einmal nicht krampfhaft nach einer Begründung suchen, wieso seine Inszenierung baden geht :rofl Übrigens werde ich in Zukunft immer erst am Nachmittag in den Rätselthread schauen, denn da gibt's schon so viele tolle Tipps, dass ich meine Gehirnwindungen gar nicht mehr anwerfen muss :down Dafür spendier ich Euch was: :beer
lg Sevi :hello
Sfantu (07.09.2010, 16:27): Tipp zu Nr. 12:
Cave! Suters neuester Roman "Der Koch" spielt in Bern. Das bedeutet aber nicht, dass die gesuchte Insel in der Aare liegt. Auch hier würden man beim Tauchen wohl ebenso vergeblich nach den werktitelimmanenten Kostbarkeiten suchen wie im Bodensee.
Unsere Insel ist der Südspitze eines asiatischen Subkontinents süd-südöstlich vorgelagert. Dass ein Teil ihrer Bewohner Schutz in unseren Breiten sucht, liegt vor allem an dem Bürgerkrieg, den sich die Zentralmacht mit selbsternannten Befreiungstigern einer nach Unabhängigkeit strebenden Provinz liefert.
Deren an harten Konsonanten äusserst arme Landessprache klingt für unsere Ohren meist wie ein Singsang mit vollem Mund - wie will man's auch verübeln bei solch kulinarischem Reichtum...ein Reichtum allerdings, welchen die Nation des Komponisten ebenfalls besitzt...
Severina (07.09.2010, 17:20): Und wer sein Genie an Unwürdige verschwendet, der wirft sprichwörtlich die "werktitelimmanenten Kostbarkeiten" (Sfantu) vor Tiere, deren Mitarbeit beim Aufspüren kulinarischer Kostbarkeiten sehr geschätzt wird.
lg Sevi :hello
peter337 (07.09.2010, 20:42): Lieber Sfantu!
Du hast zu viel "Asterix bei den B." gelesen, denke ich.
Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello :hello
Fairy Queen (07.09.2010, 22:24): :rofl Liebes Streiferl, da scheint ein Irrtum vorzuliegen: meinst du nicht vielmehr Asterix bei Schweizern???? Wie wârs mit einer netten Opernparodie namens die Käsefondue-Taucher? :D
Liebe Sevi, Frühaufsteher habens wahrlich am Schwersten- beim Raten hat Morgenstund jedenfalls kein Gold im Mund.
Bonne nuit allerseits und ich bin gespannt was unser Riddle uns morgen früh prâsentiert!
F.Q. Lieber Sfantu, bisher haben wir schamhaft unbd wohlerzogen, wie wir sind, ganz verschwiegen, welche Auswirkungen die kulinarischen Kostbarkeiten der gesuchten insel sonst noch haben...... :engel
Rideamus (08.09.2010, 01:49): Wir fliegen weiter Richtung Nordosten, bleiben in etwa in der Region unseres letzten Zieles, machen aber einen großen Zeitsprung.
Hier stoßen wir auf ein Werk, das an einem sehr selten genutzten Schauplatz eine eher zufällige Verbindung zwicshen einem Zwölftöner und MADAME BUTTERFLY herstellt.
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Schauplatzes, der ebenfalls heute anders heißt..
:hello Riddleamus
EDIT - noch ein Tipp zum Aufgalopp: die Stadt wird im Werktitel genannt
Heike (08.09.2010, 08:18): Tipp zu 13 Die gesucht Stadt wurde nach einem Mann benannt, den die einen für einen Massenmörder halten, die anderen mit immensen Personenkult verehren. Heike
Emotione (08.09.2010, 08:30): Tipp zu 13)
Die im Werktitel genannte Stadt hat jetzt aber einen anderen Namen. Es wäre auch unlogisch, würde die Titelheldin auf ein Schiff warten.
:hello
Emotione
Severina (08.09.2010, 11:25): Ich glaub, ich hab's, obwohl ich noch auf die Bestätigung vom Rätselmeister warte! Emotione hat mich mit ihrem Tipp ganz schön in die Irre gelockt, denn mit "Schiff + Osten" verband ich automatisch Hongkong, und das ist's defintiv nicht!
lg Sevi :hello
Rideamus (08.09.2010, 12:23): Original von Severina Ich glaub, ich hab's, obwohl ich noch auf die Bestätigung vom Rätselmeister warte!
lg Sevi :hello
Liebe Sevi,
Hongkong ist es tatsächlich nicht, aber wenn Du mich nicht fragst, kann ich leider auch nichts bestätigen X(
:hello Riddleamus
Severina (08.09.2010, 13:32): Lieber Riddle, meine PN ist in den Weiten des www offenbar verloren gegangen, ich habe Dir jetzt die (hoffentlich richtige) Lösung noch einmal geschickt!
lg Sevi :hello
Rideamus (08.09.2010, 14:17): ... und diesmal kam sie an und hat ins Schwarze getroffen, wie ich Dir gerade schrieb. :down
Nun freue ich mich auf Deinen Tipp (und Fairy und die anderen, die noch rätseln hoffentlich auch).
:hello The Riddler
Fairy Queen (08.09.2010, 14:22): Ich weiss leider überhaupt nichts........ in solchen Gefilden bin ich noch nie gereist :I
Severina (08.09.2010, 14:38): Liebe Fairy, unser Riddle hat bei dieser Frage nicht nur den Schauplatz, sondern auch das Genre gewechselt - in eines, das uns beiden leider nicht so liegt wie ihm. Bei mir fiel der Groschen, als ich den Hinweis auf den Zwölftöner ernst nahm und Tante Google einen Besuch abstattete.
Als Reiseziel eignete sich dieses Land lange Zeit leider gar nicht, aus Gründen, mit deren traumatischen Folgen sich heute viele Filmregisseure über dem großen Teich beschäftigen.
lg Sevi :hello
Sfantu (08.09.2010, 15:41): Tipp zu Nr. 13:
Etwas zweifelhaftes Renommée hat sich das Land, in welchem diese Stadt liegt, in letzter Zeit als Heimat der Zigarettenmafia erworben. Auch entstammte ihm ein Grossteil der Gastarbeiter in der DDR. Und die Eselsbrücke über den Zwölftöner ist eher eine nominelle als stilistische.
Auch ich bin kein ausgesprochener Anhänger dieser Gattung, brauchte also eine ganze Formation rhythmischer Sportgymnastik an lustig schwankenden Zaunpfählen - vielen Dank dafür!
:hello Sfantu
Sfantu (08.09.2010, 16:48): Liebe Fairy,
nur keine vorauseilende Schadenfreude! Sitze keineswegs gerade am mittelasiatischen Futternapf - mein Magen ist wohlauf und macht nichts ausser einem zufriedenen Bäuerchen - Carl Heinrich Grauns "Montezuma" erfreut mein Ohr also ohne jegliche Rachsucht... :P
@ Peter
was kann ich dafür? Die nennen sich nunmal selbst "Befreiungstiger", auch, wenns in Wirklichkeit Menschentiere sind. So wie Solti als Pulttiger oder Du als Possentiger (die Streiferln hast Du ja schliesslich auch :leb)
:hello Sfantu
Heike (08.09.2010, 18:15): noch ein Tipp zu 13: Im Titel gibt es weder ein Señorita noch Signorina noch Mademoiselle, sondern.... Heike
Fairy Queen (08.09.2010, 20:50): Ihr Lieben, ich gebe auf! Nix von Schadenfreude, im Gegenteil! Diese Frage übersteigt mein zugegebenermassen nciht sonderlich grosses Feen-Hirn. In dem besagten Land (das ich zwar dank eurer Tipps mit seinem heutigem Namen nun weiss) gibt es offenscihtlich keine Artgenossinnen meiner Gattung,die mir bei der Lösung behilflich sein könnten. Ich dachte ja zuerst spontan an Siam und einen Film(der wenb ich mich recht entsinne eine Art Musical ist) mit Jodie Forster und Yul Brynner, aber Siam das ist Thailand und da gibts kein USA Trauma und keine DDR Gastarbeiter sondern "nur" Sextourismus. Nee, mir fällt ncihts ein und ich hoffe, morgen wird es besser . Europa liegt mir einfach näher und Flugreisen mach ich eh nicht. Aber mit dem Riddle müssen wir gewiss noch in die USA, da führt kein Weg vorbei, fürchte ich.
F.Q.
Heike (08.09.2010, 21:11): Liebe Fairy, die Stadt heißt heute „der die Erleuchtung bringt“- Stadt - das ist doch ein gutes Omen, dass dir die Lösung doch noch bald gelingt! Vielleicht hilft dir der Hinweis, dass es die größte Stadt des besagten Landes ist (aber nicht die Hauptstadt). Heike
Sfantu (08.09.2010, 21:23): Hey, hey, hey, wer wird denn so schnell aufgeben? Ich glaube, es ist das mit dem Wald und den vielen Bäumen... Also, nochmal die Tipps in der richtigen Reihenfolge:
Vorab: andere Gattung,
1. Teil des Werktitels: nicht Senorita, nicht Signorina, nicht Fräulein s o n d e r n :
2. Teil des Werktitels: Name der Stadt: denk' mal an die revolutionären Kampfparolen der 68er - da wurden die Namen kommunistischer Führer wahllos & unreflektiert skandiert - ob's nun Idealisten, Vordenker und Visionäre waren (Marx, Engels), Praktiker und Vollstrecker (Lenin, Fidel, Che) oder ebenso selbstverständlich die Ideale des Systems pervertierende Schlächter und Despoten ("Mao, Mao, Mao Tse Tung!" o d e r eben: "Ho, Ho, Ho hm hm! ") Genau der! Und nach dem ist diese Stadt eben heute benannt (Riddle fragt aber wohlgemerkt nach dem alten Namen).
Und noch zur Lokalisation der Stadt - in welchem Land also: das US-Trauma, ein Jahrzehnt sinnloses Abschlachten ohne Befreiung, Sieg oder Friedenslösung - das Synonym des Scheiterns überhaupt (gelernt haben sie daraus: nix!), das, wie Sevi schon anmerkte, seither eine Generation von Kinomachern ernährt - also, ich bitte Dich...
1x drüber schlafen geht in Ordnung, Aufgeben gilt nicht!
:hello Sfantu
Severina (08.09.2010, 21:41): Coraggio, mia sorella!!!! Sfantu hat die Zaunpfähle schon hübsch aufgereiht, ich möchte noch einige zum Komponisten hinzufügen:
Sein Name beinhaltet den eines anderen Komponisten, von dem Du Dich erst gestern distanziert hast, nachdem Dir unerfreuliche Details seiner Biografie bekannt wurden. Nur dass der gesuchte "schöner" ist, aber trotzdem nicht Arnold heißt, sondern verwirrender Weise einen französischen Doppel-Vornamen trägt. Den ersten teilt er mit einem Komponisten, den Du sehr schätzt und der eine geheimnisumwobene Paraderolle für Nathalie Dessay kreiert hat, der zweite schreibt sich genauso wie der "teutsche M........."
lg Sevi :hello :hello
Rideamus (08.09.2010, 22:35): Aus gegebenem Anlass möchte ich betonen, dass nicht nur einmal überschlafen in Ordnung ist, sondern jede Frage beantwortet werden kann und auch Zusatznominierungen abgegeben werden können, solange das Rätsel läuft. Ich werde es auch nach der letzten Frage noch mindestens eine Woche offen halten, bis alle Urlauber zurück sind und Gelegenheit hatten, die Lücken zu füllen. Also nicht verzweifeln, wenn es mal eine Ladehemmung gibt. Die könnte auch jetzt kommen.
Wir kommen nun nämlich zur vielleicht schwersten Etappe dieses Rätsels, wenn ich die bisherigen Rückmeldungen richtig interpretiere. Dazu reisen wir weiter ostwärts in die Heimat des Helden unseres letzten Stückes, die für uns eher im Westen liegt. Allerdings möchte man es kaum glauben, denn die Leute, denen wir begegnen, sehen alle ganz anders aus als man sich die Einwohner dieses Kontinents vorstellt. Und dennoch sind auch sie zwar überwiegend Migranten, aber mindestens der zweiten Generation.
Die Geschichte: Ein junges Ding findet eine neue Familie in einer großen Stadt, in der angeblich täglich 100 Millionen Wunder geschehen, und in der eine bestimmte Straße heute noch eine Plakette zu Ehren der Autoren des Werkes trägt, weil die Straße in dem Werk namentlich gefeiert wird. Die Autoren hatten übrigens eine besondere Affinität zu Asiaten, denn die spielten in drei ihrer Werke eine sympathische und wichtige Rolle.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe der Stadt mit der Straße mit der Plakette mit den Autoren und dem Werk.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (09.09.2010, 08:43): Lieber Sfantu, du wirst es nciht glauben, aber genau die von dir geannten skandierten Parolen gingen mir beim Überschlafen durch den Kopf, denn das Land hatte ich ja gestern schon gefunden und besagte Stadt heutigen Namens ebenfalls. gehören wir Beide evtl zur gleichen Nach-68iger Generation und haben wir uns evtl bei diversen Anti-Atomkraft und Anti-Pershing 2 Demos in den 80 igern unbekannterweise getroffen? :hello
Dank eurer Gartenzäune ist mir nun alles klar.... aber nicht als mein Verdienst zu rechnen...... Grand merci, ich hoffe, ich kann mich mal revanchieren. Heute eher nicht! :( F.Q.
Emotione (09.09.2010, 08:51): Tipp zu 14)
Das hier erfragte Werk ist ebenso wie mehrere andere des sehr produktiven Duos verfilmt worden. Allerdings ist es bei uns relativ unbekannt. In Bezug auf die gesuchte Stadt sollte man auf den Straßen achtsam sein, sein Herz dort nicht zurücklassen und möglichst keine Höhenangst haben.
:hello
Emotione
Severina (09.09.2010, 12:52): Außer der "Straße der Ölsardinen" und der "Straßen von San Francisco" kenne ich leider keine verfilmten Straßen - ich sollte wohl öfter ins Kino gehen... Jetzt werde ich einmal alle mir bekannten Musicalduos abklappern, denn ich fürchte, Ridi ist dem Genre treu geblieben :(
lg Sevi :hello
Sfantu (09.09.2010, 13:14): Liebe Fairy,
da bin ich aber froh, dass unsere konzertierte Krisenintervention noch gefruchtet hat. Zur Hoch-Zeit der Anti-AKW-Proteste war ich noch zu milchbärtig-ängstlich und passiv um mit dabei zu sein - Unterstützer der Bewegung war & bin ich aber schon. Beim Ausbruch des 1. Golfkriegs war ich dann aber selbst auf den Demos. Wie gesagt - angeblich wiederholt sich Geschichte ja nicht. Schau' ich aber auf das Selbstverständnis und die kriegerischen Grosstaten der auserwählten Nation, hab' ich so meine Zweifel. Da schliesst sich der Kreis zu unseren Musiktheater-Schauplätzen...
@ Sevi
auch ich gerate mehr & mehr auf verlorenen Posten. Mein oft zweckentfremdeter Musical-Führer ist da wo ich nicht bin, nämlich daheim - da kann ich auch nur wieder auf hilfreiche Zaunpfähle hoffen...
:hello Sfantu
Rideamus (09.09.2010, 14:22): Die Befürchtung mit dem Musical trifft zu, und das leider nicht zum ersten oder letzten Mal.
Panik ist dennoch nicht angebracht. Wer Zaunpfähle sucht, sollte mal in Capriccio hinein schauen und bedenken, welches hochberühmte Komponisten/Texter-Paar drei weitere Musicals geschaffen hat, die ein starkes und trotz mancher Ironie positiv besetztes, asiatisches Element haben.
Die Straße braucht Ihr nicht zu kennen, aber es ist nicht die Lombard Street, die zur Golden Gate Bridge führt, sondern die Hauptstraße eines Migrantenviertels. :ignore
:hello Riddleamus
pavel (09.09.2010, 14:25): Liebe Sevi,
mal den Hinweis, dass die Ölsardinen nicht weiter führen, aber es ist auch noch ein Hammer, von der Stadt zum Werk zu finden, vor allem weil das im Titel keine Strasse hat. (Aber irgenwie erinnert er mich an den Dialog zwischen FairyQueen und Sfantu)
Severina (09.09.2010, 14:31): Lieber Pavel, vielen Dank, gottlob hatte ich schon vorher die Eingebung, dass die Ölsardinen in eine Sackgasse münden. Tante Google besorgte dann den Rest. Die Stadt dürfte inzwischen allen klar sein, zum Komponistenduo möchte ich nur sagen: Ridis Fragen sind immer ein Hammer, "Alles "Ro()ger" kann man da leider nur selten sagen :wink :D Den Bildungsauftrag hat er jedenfalls voll erfüllt, denn dieses Werk kannte ich nicht einmal dem Namen nach!
lg Sevi :hello
Sfantu (09.09.2010, 23:12): Liebe Sevi,
Du lauerst doch bestimmt auch auf Good Old Riddle, um mal wieder die Erste zu sein...viel Glück! Mir fallen die Augen zu.
:hello Sfantu
Severina (09.09.2010, 23:29): Lieber Sfantu, schön wär's, aber die Erste war ich noch nie, ich bin schon froh, wenn ich überhaupt über die Ziellinie krieche! Hast Du Nr. 14 schon geknackt, oder besteht noch Bedarf an einem Hölzchen? :wink
lg Sevi :hello
Rideamus (09.09.2010, 23:35): Severinas EInwand kann ich bestätigen. Sie war noch nie die Erste, wird aber sicher auch nicht die Letzte sein. Aber eigentlich kommt es darauf und schon gar auf die Zeit doch gar nicht an. Machen wir also weiter.
Wir bleiben im Lande, wechseln aber den benachbarten Ozean - nur um wieder auf eine sehr geschlossene Gesellschaft zu treffen, die das aber noch unfreiwilliger ist.
Eigentlich ist die Stadt, in die wir jetzt kommen, wegen etwas anderem, allerdings auch musikalischem bekannt, aber präziser wurden, rein musikalisch, ein Ort und eine Gesellschaft selten gekennzeichnet, weswegen das Werk auch nicht einfach so von jedem aufgeführt werden kann - auch nicht von Harnoncourt, wie ich ganz persönlich finde.
Gesucht wird der fünfte Buchstabe des Ortsnamens
:hello Riddleamus
Heike (10.09.2010, 00:01): So ich hänge zeitmangelbedingt leider etwas hinterher, aber wenn ich so Nr. 14 lese, dann werde ich jetzt lieber schlafen gehen und mich dieser und auch Nr. 15 morgen oder am Wochenende widmen. Bis dahin könnt ihr ruhig noch ein paar Zaunpfähle pflanzen :cool Gute Nacht, Heike
Fairy Queen (10.09.2010, 06:38): Guten Morgen liebe Ratefreunde, ich konnte gestern nicht mitraten und brauche auch noch Grtenzäune für die 14 (an die 15 denke ich noch gar nciht....) :thanks F.Q.
Sfantu (10.09.2010, 08:02): Hallo Sevi,
lieben Dank - Nr. 14 hab' ich gefunden. Das Autoren-Paar war selbst mir ein Begriff, von dort an weiter ging aber nichts ohne Tante Google (Severina). Selbst noch Tipps hierzu zu liefern, fällt mir schwer. Es ist ein solches Spezialgebiet, dass, wie ich finde, durch Hinweise kaum Groschen zum Fallen zu bewegen sind - da fehlt einfach das Hintergrundwissen (mal frech von mir auf die Mehrheit schliessend).
:hello Sfantu
Rideamus (10.09.2010, 09:20): Noch ein dicker Zaunpfahl zur Nr. 14 gefällig (die 15 braucht offenbar keinen)?
Zugegeben, das Werk muss man womöglich ergooglen, denn Blumentrommeln werden auf unseren Bühnen selten besungen, aber dass bei einem Stein mit einem passenden Hammer alles Roger werden kann, hat doch Severina schon verraten.
Also ist der Rest etwa so schwer wie die Gleichung 1+1 = ?(
:hello Riddleamus
Fairy Queen (10.09.2010, 09:43): Von wegen braucht keine! Ich weiss zwar shcon seit gestern, von wem die Nummer 14 ist, aber ich irre nun durch den South Pacific und finde keine passende Stadt und schon gar keine Strasse. ?( ?( ?( An die 15 denke ich ohne Tipps schon gar nciht erst..... sind wir endlich wieder in Europa oderi mmer noch in irgendwelchen ozeanischen Gefilden?
F.Q.
Rideamus (10.09.2010, 10:27): Liebe Fairy,
es tut mir Leid, darauf hinweisen zu müssen, aber Lesen bildet.
Zur Nr. 14, bei der die Straße irrelevant ist, wenn sie nicht als Hinweis wahrgenommen wird, wissen wir doch schon, dass es da attraktive Verkehrsmittel und steile Straßen gibt sowie eine Community, die man zuvörderst nicht mit dieser Umgebung identifiziert. Klingt das wirklich noch nach einem asiatischen Land oder einer Südseeinsel? Ich weiß von keiner anderen als der gemeinten Stadt, die für Dergleichen so bekannt wäre, dass man es als Tipp verwenden kann.
Zudem müsste schon anhand der inzwischen allseits bekannten Autoren/Komponisten relativ leicht festzustellen sein, was mit der Blumentrommel gemeint sein könnte, die ja schon als Begriff auf eine bestimmte Migrantengruppe verweist.
Zur 15, wo ich schon sagte, dass wir im Lande bleiben, aber den benachbarten Ozean wechseln, was die Südseeinseln schon mal ausschließt, beharre ich darauf, dass dazu keine Tipps nötig sind, sondern nur eine aufmerksame Lektüre der Frage. 14 und 15 haben nämlich gemeinsam, dass sie nicht ohne Weiteres von europäischen Opernsängern aufgeführt werden können. Damit rede ich keineswegs den dummen Vererbungsthesen von Herrn Sarrazin das Wort, sondern greife nur zwei Äußerlichkeiten auf, die den jeweiligen Autoren vorgeschwebt haben. Zur Vorwarnung: Frage 16 wird dasselbe Phänomen der begrenzten Aufführbarkeit aufweisen.
Hai capito?
:hello Riddleamus
Severina (10.09.2010, 13:32): Liebe Fairy,
Zu der in 14 gesuchten Stadt fallen mir leider keine deutlicheren Zaunpfähle mehr ein, oder braucht's ein zweites Erdbeben????
Die Stadt in Nr. 15 hat etwas Tänzerisches an sich, die Initialen der Titelhelden des gesuchten Werkes erinnern in umgekehrter Reihenfolge an einen Konzern, der in jüngster Zeit durch eine Umweltkatastrophe traurige Berühmtheit erlangt hat.
lg Sevi :hello
Rideamus (10.09.2010, 18:27): Wir kommen nun zum Endspurt, der noch einmal kräftig bergauf geht. Nachdem schon fast alle derzeit in dem Rätsel Aktiven das Rätsel Nr 15 erfolgreich gelöst haben, - und weil das Wochenende bevorsteht - und ich am Sonntag fertig werden möchte, damit alle viel Zeit für die letzte Frage und das Lösungswort haben, stelle ich jetzt schon mal die nächste Frage.
Die vorletzte kommt dann morgen Vormittag und die letzte in der Nacht zum Sonntag. Da ich außerdem davon ausgehe, dass alle Fragen bis dahin von mindestens einigen Ratefreund/Innen richtig beantwortet wurden, gebe ich voraussichtlich Sonntag Vormittag auch alle Buchstaben bekannt, die man für den Lösungstitel braucht.
Natürlich bleibt davon unbenommen, dass auch danach jeder noch mindestens eine Woche Zeit hat, die offen gebliebenen Fragen zu beantworten und weitere Zusatztitel zu nennen. Wenn jemand es wünscht, gerne auch länger.
Für die nächste Frage fliegen wir ganz weit nach Südosten und kommen in ein Land, aus dem wir gerade in letzter Zeit viel gehört haben. Das war u. a. nur möglich, weil es ein Ereignis gab, das in einer so berüchtigten wie berühmten (Vor-)Stadt spielt und Schulkinder als HeldInnen hat. Nachdem es lange nicht finanziert werden konnte, wurde das Werk ganz unerwartet zu einem zu einem sensationellen Welterfolg, der mithalf, diese Gesellschaft zu verändern.
Gesucht sind vor allem der erste Buchstabe der berüchtigten (Vor-)Stadt und natürlich, wie immer, der Werktitel und der Komponist.
:hello Riddleamus
Heike (11.09.2010, 07:37): So ich habe den Anschluss geschafft und liefere noch ein paar Tipps nach:
14: Es gibt in dem Werk im ersten Akt einen Song namens "Don't Marry Me", aber dann im zweiten Akt doch eine "Wedding Parade".
15: Ganz besonders populär ist aus diesem Werk (das der Komponist immer wieder als Oper und nicht als Musical bezeichnete) eine Arie namens "**time" - leider ist diese Zeit nun für dieses Jahr vorbei. Gesungen haben den Hit z.B. Frank Sinatra, Miles Davis, Janis Joplin und Scarlett Johansson ....
16: The Music of Liberation erzählt die Geschichte eines Schulmädchens aus dem bekannten Vorort einer Großstadt des besagten Landes. Es nahm an Schülerprotesten teil, die sich gegen die Regierungaanordnung richteten, dass aller Unterricht ab sofort nur noch in einer Sprache stattzufinden habe.
Heike P.s. zu 14 und 16 gibt es keine deutsche Wiki-Seite, aber englisch hilft wie so oft weiter.
Rideamus (11.09.2010, 09:14): Weil die Frage 16 schon wieder zahlreich gelöst ist (was nicht bedeutet, dass dazu keine Tipps mehr gebraucht werden), schiebe ich gleich die Nr. 17 nach. Dazu fliegen wir zur Abwechslung mal weit nach Norden.
Wir alle wissen um das Schicksal der unglücklichen Rosine Leckermaul, die in ihrem eigenen Backofen verbrannte. Leider wissen wir nichts Genaueres über den Schauplatz dieser Tragödie. Dagegen wissen wir zwar nichts Authentisches über ein zweites Malheur dieser Art, kennen dafür aber sogar die Straße, in der sie sich abspielte, weil sie im Werktitel genannt wird.
Für das Lösungswort gebraucht wird der erste Buchstabe der Stadt, in der es diese Straße bis heute gibt.
:hello Riddleamus
Severina (11.09.2010, 10:57): Nr. 16 war echt eine harte Nuss, ohne die guten Tipps bei Capriccio stünde ich wohl immer noch auf der Leitung! Ich versuche es historisch: Die Südspitzer des gesuchten Landes war einst bei Seefahrern sehr gefürchtet, im 20.Jhdt. wurde das menschenverachtende politische System nicht zuletzt dank eines weltweiten Wirtschaftsboykotts zu Fall gebracht. Der Titel des gesuchten Werkes hat eine lautmalerische Ähnlichkeit mit meinem Nick - dies sollte die Suche in der elendslangen Werkliste jener berühmten Schauspielerin erleichtern, die in der Verfilmung eine Hauptrolle gespielt hat. (In einem sehr populären Film trägt diese Schauspielerin übrigens auch einen Nickname, der an einen berühmten schielenden Löwen erinnert, womit die Kurve zu unserem gesuchten Land wieder erreicht wäre!)
lg Severina :wink:hello
Emotione (11.09.2010, 12:29): zu 16) Die Vorstadt ist erst seit wenigen Jahren Teil einer Großstadt, in der kürzlich ein weltweites Großereignis eröffnet wurde. Das hierfür zwingend erforderliche Gerät trägt wiederum den Namen eines Bezirks in der Vorstadt.
Das Werk selbst und auch die Verfilmung waren mir völlig unbekannt.
:hello
Emotione
peter337 (11.09.2010, 13:15): Meine Lieben!
Die W.G. hat sich persönlich engagiert für den Film und auch für das Musical.
Liebe Grüße Euer Peter. :hello :hello
Heike (11.09.2010, 17:35): Tipp zu Nr. 17 Die Straße ist nach einem der unterirdisch kanalisierten Fluss benannt. Heike
Severina (11.09.2010, 18:57): Riddles Missionierungseifer für diesen Komponisten schlägt sich in jedem seiner Rätsel nieder, so langsam bin ich reif für die erste CD..... Mein Tipp zu 17: Der im Titel enthaltene Beruf ist gleichzeitig der Name eines amerikanischen Komponisten, der allerdings mit den in hier vertretenen Musikgattungen weniger am Hut hat.
lg Sevi :hello
Emotione (11.09.2010, 19:57): zu 17)
In einer deutschen Stadt gibt es oberirdisch mehrere nicht begehbare Wege, die den gleichen Namen wie die Straße im Werktitel haben.
:hello
Emotione
Rideamus (11.09.2010, 22:33): Die letzte Frage führt uns wieder Richtung Heimat. Sie ist, wie es sich für einen krönenden Abschluss gehört, wieder etwas schwerer als sonst, betrifft aber kein Musical. Versprochen!
Unsere Reise endet in einer bekannten Kleinstadt ganz nahe einem noch bekannteren Fluss (überwiegend) unseres Landes. Dort beginnt unser letztes Werk. Sein Komponist hat Einiges mit dem des ersten in diesem Rätsel erfragten Werkes gemeinsam und schrieb eines seiner beliebtesten Stücke für diese Fantasy, die für ihn ansonsten aber eher untypisch war und deshalb bald vergessen oder nur noch als Ursprung des genannten Stückes erwähnt wurde.
Für das Lösungswort benötigt wird der vorletzte Buchstabe der Stadt, in der dieses Werk beginnt. Für die Extrapunkte dürfen auch Werke genannt werden, die zur Folklore der Gegend gehören, also im engeren Umkreis dieser Stadt spielen.
Damit könntet Ihr alle Buchstaben haben, die Ihr für das Lösungswort braucht. Zur Erinnerung: es handelt sich dabei um den Titel eines fremdsprachigen Werkes, das zur Abwechslung in keiner Stadt spielt, sondern in einem fantastischen Land, in dem immer die Glocken läuten, wenn Frauen untreu sind. Allerdings habe ich mir um der 18 Fragen willen erlaubt, den Artikel weg zu lassen.
Dieses Land ist das Lösungswort, dessen Buchstaben ich vermutlich morgen zusammenfassen werde, wenn die ersten Lösungen der heutigen letzten Frage eingetroffen sind.
Viel Spaß und Erfolg an der letzten Nuss. Wer noch Lücken hat, hat danach aber noch reichlich Zeit, sie zu schließen.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (12.09.2010, 05:58): Ich habe total den Anschluss verloren und muss ab der Nummer 14 noch Alles nachholen. wie weit ich dabei die nächsten Tage komme, wird sich zeigen- in 80 Tagen um die Welt ist evtl realistisch :D
F.Q.
Rideamus (12.09.2010, 07:11): Nun, 80 Tage ist wohl etwas übertrieben, aber wir warten gerne, denn vielleicht wollen ja auch andere noch in Ruhe nachdenken können.
Da schon vier richtige Lösungen für die letzte Frage eingegangen sind :down :down :down :down , für die sicher noch Tipps kommen werden, gebe ich hier mal die Lösungsbuchstaben bekannt:
1 - M 2 - D 3 - E 4 - A 5 - P 6 - E 7 - A 8 - E 9 - I 10 - P 11 - A 12 - N 13 - I 14 - C 15 - L 16 - S 17 - L 18 - E Der gesuchte Titel, der schon zweimal gefunden wurde :down :down kennzeichnet das Fantasieland auf italienisch - wie gesagt, ohne Artikel.
Viel Spaß beim Schlussspurt
:hello Riddleamus
Fairy Queen (12.09.2010, 07:40): Vielleicht werden aus den 80 Tagen doch noch 8 Tage, jedenfalls habe ich dank eurer Turbo-Tipps die 14 und 15 nun erraten. Man braucht einfach nur Zeit zum Lesen und Suchen- und sonntagsmorgens scheint dafür besser geeignet. Also hier meine Tipps zur 14 und 15:
14 ist vollkommen hoffnungslos ohne Google- das Werk kennt wohl so gut wie niemand. ?( Wenn man dank der Tipps das Autorenduo hat bzw den Song von Heike (danke, das war's bei mir! :thanks) findet man dank der englsihcsprachigen Werkbeschreibung dann auch die stadt. Ganz schön aufwendig- etwas für die Cracks!
15 ist dagegen auch für Anfänger und Stümper (wie mich) geignet, gazn ohne google zu erraten. Hier waren der auf abwegen "rockende" Harnoncourt und der Tanz, der diese Stadt berühmt gemacht hat, das Ausschlaggebende für mcih- merci!
Nun bin ich bei 16, die Stadt und deren traurigen Vorort weiss ich , das war's aber auch schon..... Nun ja, nâchsten Sonntag ist auch noch ein Tag, würde Scarlett O Hara sagen- womit wir uns aber mehr in Frage 15 befinden..... :hello F.Q.
Heike (12.09.2010, 09:28): Liebe Fairy, Nun bin ich bei 16, die Stadt und deren traurigen Vorort weiss ich , das war's aber auch schon..... Dann bist du schon ganz kurz vor der Lösung: Gehe auf die englische Wikiseite, gib in die Suche den Vorort und die vermutete Gattungsbezeichnung ein - und du wirst sehr schnell fündig werden. Heike
Rideamus (12.09.2010, 09:36): Noch ein Tipp zur Nr. 16:
Der Titel klingt auffällig nach dem Namen einer besonders einprägsamen Figur in Fellinis 8 1/2, die auch von Mauty Yesteon in sein Musical NINE übernommen wurde. Man muss nur ein gh gegen ein f austauschen.
:hello Riddleamus
Emotione (12.09.2010, 10:29): Und noch ein Tipp zu 16)
In einem weiteren Film, dem Meisterwerk von Albert Camus ORFEU NEGRO, gibt es eine Figur mit einem bis auf einen Vokal identischen Namen.
:hello
Emotione
Rideamus (12.09.2010, 11:13): Liebe Ratefreunde
Bis jetzt haben schon drei Rätselchampions (2 w, 1 m) das gesamte Rätsel geschafft, und drei weitere hängen nur noch an dem schwierigen Lösungswort, womit es bei den bisher erfolgreichen Männlein und Weiblein pari pari steht!!! Ich erstarre vor Bewunderung für alle Sechse.
Das Rätsel ist also offensichtlich zu schaffen. Ich wünsche allen, die noch an dem Rätsel basteln, viel Erfolg. Zum Ansporn für diejeinigen, die womöglich auch noch ihr Punktekonto aufbessern möchten, gebe ich hier mal die jeweils höchste Zahl der gültigen Zusatzpunkte (bekanntlich sind es maximal 4) für jeden Ort bekannt:
Es gibt also 19 Lösungspunkte und theoretisch (bislang) 50 Zusatzpunkte zu verdienen. Die bislang höchste erreichte Punktzahl ist immerhin 65. :times10 But there's still room at the top.
Weiterhin viel Spaß mit dem Rätsel, bei dem bekanntlich jeder gewinnt, der mitmacht.
:hello Riddleamus
Severina (12.09.2010, 15:07): Ein Tipp zu 18:
Hier ist ein Rätselteilnehmer sehr im Vorteil! Ich finde das ziemlich unfairy!!!!
lg Sevi :engel
Heike (12.09.2010, 15:45): Tipp zu 18 Die Damen aus dem gesuchten Titel des Werkes tanzen auch oft in Bayreuth rum - allerdings zu anderer Musik.
Bei der Gesamtlösung tappe ich bisher noch im Dunkeln .... Heike
Severina (12.09.2010, 16:15): Original von Heike Tipp zu 18 Die Damen aus dem gesuchten Titel des Werkes tanzen auch oft in Bayreuth rum - allerdings zu anderer Musik.
Bei der Gesamtlösung tappe ich bisher noch im Dunkeln .... Heike
Liebe Heike,
ich tappe mit Dir, auch bei den Zusatzpunkten hinke ich ziemlich hinten nach :I
lg Sevi :hello
Emotione (12.09.2010, 16:16): Tipp zu 18)
Die Damen, die des öfteren in Bayreuth herumtanzen, sind zwar im deutschen Titel des gesuchten Werks genannt, gehören jedoch einer anderen Gattung dieser sagenhaften Gestalten an. Dem Vernehmen nach sollen aber in naher Zukunft die hier gesuchten Wesen entgegen dem Willen des Meisters auch den Weg nach Bayreuth finden.
:hello
Emotione
Severina (12.09.2010, 16:30): Original von Fairy Queen Nun bin ich bei 16, die Stadt und deren traurigen Vorort weiss ich , das war's aber auch schon..... Nun ja, nâchsten Sonntag ist auch noch ein Tag, würde Scarlett O Hara sagen- womit wir uns aber mehr in Frage 15 befinden..... :hello F.Q.
Liebe Fairy, mit meinem obigen heißen Tipp bezüglich meines Nicknames müsstest Du das Werk leicht finden, wenn Du Dir die Filmographie der Schauspielerin vornimmst, die Du ganz bestimmt kennst. (Die Fortsetzung des Kinohits, auf den hier einige anspielen, läuft heute noch auf SAT 1 :wink ) Ich stehe dafür beim Lösungswort komplett daneben, denn Anspielungen auf Filme helfen mir nur äußerst selten. Alles, was mir spontan zu Sophia Loren einfällt, ist "Hausboot", und das ist nun ziemlich unmythisch.
lg Sevi :hello
Emotione (12.09.2010, 17:46): Tipp zum Lösungswort
Das Stück ist zwar in einer mythischen Gegend verortet, jedoch in der Nähe eines in der Realität existierenden Landes, das schon mal durch eine hochgestellte Persönlichkeit zwecks Ausübung eines ungewöhnlichen Nebenberufs besucht wurde.
Auch hier handelt es sich um ein Schöpfer-Duo, durch dessen Zusammenarbeit einige, besonders in deren Heimatland, sehr erfolgreiche Werke dieses Genres entstanden.
:hello
Emotione
In dem Stück gibt es übrigens ein Quartett, das unter der Bezeichnung eines Gesellschaftstanzes in Verbindung mit unserem Trabanten zu einem Schlager wurde.
Rideamus (12.09.2010, 18:43): Liebe Ratefreundinnen und -freunde
Ich kann es nicht länger unterdrücken, denn das Ergebnis ist schon jetzt wirklich sensationell :
Vor Ende des ersten Tages haben bereits (EDIT um 19:50) 14 Rätselfans alle Fragen einschließlich des Lösungswortes richtig beantwortet. Zwei hängen nur noch am Lösungswort und etliche andere sind noch in spätem Urlaub und anderweitig beschäftigt, werden es aber sicher auch noch schaffen. Bei so vielen Gewinnern lohnen sich die Zusatzpunkte, um die ich jetzt besonders froh bin. :leb Ein Riesenergebnis, auf das Ihr alle stolz sein könnt, ist das aber jetzt schon. Mein Bewunderung gilt allen, die mitgemacht haben und sich auch weiterhin nicht entmutigen lassen, und meine Dankbarkeit allen Tippgebern, ohne die wir jetzt sicher noch nicht so weit wären.
Aber, wie gesagt, der erste Tag ist noch nicht einmal vorbei. Statistiken kommen daher erst morgen.
Einen schönen Abend und eine gute Nacht allerseits wünscht bis dahin Euer
:hello Riddleamus (der natürlich hofft, dass alle, die noch nicht ganz fertig sind, weiter machen)
Severina (12.09.2010, 20:56): Ich plage mich gerade mit den Zusatzpunkten herum und bin voll der Bewunderung, dass es tatsächlich Leute gibt, die drei Werke kennen, die in M. (Frage 1) oder C. (Frage 15) spielen...... Nicht, dass ich zu allen übrigen Städten drei Lösungen wüsste ?(
lg Sevi :hello
Fairy Queen (12.09.2010, 21:30): Liebe Sevi, was wäre ich ohne dich? Dein Tipp zur 18 ist ja wohl der Hammer..... :leb :thanks Tja, was soll man machen, wenn man gleich an den Stromschnellen besagten Flusses das Licht der Welt erblickte. Von den Bayreuther Stiefschwestern distanziere ich mich aber gazn entschieden- das ist der rabenschwarze Zweig der Family und ganz bucklige ungeliebte Verwandtschaft!!!!!! Unsereiner hat ein gutes Herz und wâre niemals so mit armen liebebedürftigen Zwergen umgesprungen.
Nun fehlen mir noch die halbe 16 und die ganze 17 und das Lösungswirrwarrwort aber ich habe ja noch ein bisschen Gnadenfrist.... auch als letzter Mohikaner: dabei sein ist Alles! :times10 Sobald ich wieder eine halbe Stunde übrig habe, mache ich mich ans Lesen der diversen Tipps und ans Suchen.
Meine grösste Hochachtung Allen, die bereits ins Ziel eingelaufen sind! :down :down :down
Heike (12.09.2010, 22:16): Liebe Fairy, für Nr. 16 habe ich dir am Ende der letzten Seite einen ganz pragmatischen Tipp gegeben. Nr. 17 es geht nicht um Jack the Ripper, aber weit weg davon sind wir örtlich nicht.
Liebe Sevi, Ich stehe dafür beim Lösungswort komplett daneben, denn Anspielungen auf Filme helfen mir nur äußerst selten dito. Auch hier immernoch gähnende Unwissenheit, also ich hoffe auf weitere Tipps derjenigen, die schon im Ziel sind! Heike
Severina (12.09.2010, 23:54): Liebe Heike, mir haben Renates Tipps anderen Orts auf die Sprünge geholfen, denn weder das Komponistenduo noch das Werk waren mir bekannt. Wie Rideamus schon sagte, suchen wir diesmal keine cittá, sondern ein ............., und zwar eines, in der nicht die Bäume in den Himmel wachsen, auf denen ja auch keine Glocken hängen würden. Der Name eines der beiden Komponisten klingt wie die Region, deren Hauptstadt Milano ist, der andere hat was von Butter an sich, die zu lange in der Sonne gelegen ist.
lg Sevi :hello
Heike (13.09.2010, 08:24): Danke Sevi, ich glaube, jetzt hats geklingelt. Man ist im Nachteil, wenn man kein italienisch spricht. Heike
P.s. nachdem mir der Rätselmeister mittlerweise die Richtigkeit bestätigt hat, kann ich mitjubeln - juhu-alles gelöst :-) Es fehlen zwar etliche Zusatzpunkte (ich erstarre auch in Ehrfurcht vor den diversen Werken zu M. oder C.), aber es hat sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon auf die Auflösung, die sicherlich bei mir wieder die eine oder andere Bildungslücke schließen wird!
DANKE RIDDLEAMUS! Heike
Rideamus (13.09.2010, 11:21): Liebe Ratefreundinnen und Ratefreunde,
mit dem Ende des ersten Tages nach Bekanntgabe des letzten Rätsels wurde das erste wichtige Etappenziel erreicht, und es ist an der Zeit, Euch über den Zwischenstand zu diesem Zeitpunkt zu informieren. Da mich mehrere Teilnehmer gebeten haben, nicht individuell hervorgehoben zu werden, veröffentliche ich keine einzelnen Punktestände, sondern nur Gruppierungen aus beiden Foren gemeinsam. Wer sich aber besonders für sein eigenes Ergebnis interessiert, den informiere ich natürlich gerne per PN.
Leider konnte ich wegen der Begrenzung der Zahl der erlaubten PN die frühen Nominierungen nicht aufheben (die abzuspeichern, wäre doch zu viel des Aufwands gewesen), und erfahrungsgemäß weist meine Buchhaltung zuweilen Lücken auf, wenn zu viele Nominierungen auf einmal ankamen oder ich anderweitig abgelenkt wurde. Wer also meint, mehr Punkte und Lösungen zu haben als von mir vermerkt, möge mich bitte korrigieren. Aber bedenkt bitte auch, dass alles nur ein Spiel ist, bei dem es vor allem darauf ankommt, dass möglichst viele mit Hilfe von möglichst vielen überhaupt bis durch das Zielband gelangen.
Davon unabhängig, sind mir auch und gerade diejenigen besonders lieb, die nach einer Weile aufgeben mussten, denn ich weiß, dass es wahrlich nicht selbstverständlich ist, dass selbst die Musikliebhaber hier mehr als eine gelegentliche Frage spontan beantworten können. Hinter jeder richtigen Antwort stecken also echte Tropfen Gehirnschmalz und zuweilen sogar Stunden angestrengter Googelei. Ich danke dafür, dass Ihr das so großzügig eingesetzt habt, stünde ich doch ohne Euch ziemlich belämmert da.
Vor daher ist es auch mehr als bemerkenswert, geradezu sensationell, dass in beiden Foren (immer: bislang) 27 Mitglieder mitgeraten und knapp die Hälfte, nämlich bislang 13, alle Fragen richtig beantwortet, und alle Teilnehmer zusammen dabei sagenhafte 852 Punkte eingefahren haben. Ich werde sicher nicht der Einzige bleiben, der bei der späteren Auflösung angesichts der enorm findigen Liste der Zusatznominierungen baff sein wird.
Hier die Namen der gleichberechtigten ersten Sieger, die zur Zwischenetappe alle Fragen beantworten konnten und auch das knifflige Lösungswort fanden, in alphabetischer Reihenfolge:
Agravain, Alviano, Amelia Grimaldi, Athene, Calisto, Emotione, Heike, Maggie, Nightrider, Oper337, Pavel, Severina und Teresa Cellini.Ihnen allen gebühren unsere große Bewunderung, Beifall und jede Menge Feiergetränk.
Noch im Rennen, aber wegen aktueller Abwesenheit oder anderweitiger Abgelenktheit (noch) nicht im Ziel, aber weit davon entfernt, Trostworte zu benötigen, sind Fairy Queen, die ausgerechnet nur noch an dem italienischen Lösungswort hängt, sowie, wiederum in alphabetischer Reihenfolge,
Alexa, Areios, Cherubino, Don Fatale, Eifelplatz, Gurnemanz, Musikkristin, Quasimodo, Roi des Etoiles, Sfantu, Talestri, Vé und Zwielicht.
Damit sind die Teilnehmer wunderbarerweise fast genau hälftig männlich und weiblich, wobei die Ratefreundinnen einen kleinen zahlenmäßigen Vorsprung beim Erreichen des Zieles, die ehrgeizigeren Männer aber deutlich mehr Punkte eingefahren haben. :wink
Ich rechne aber fest damit, dass einige noch zu der ersten Gruppe stoßen werden, und es dürfen natürlich auch noch ganz Neue dazu stoßen, solange das Rätsel läuft, was mindestens noch eine Woche lang der Fall sein wird. Eine weitere Verlängerung ist auf Wunsch möglich, sonst fange ich nächsten Sonntag mit der Auflösung der ersten Frage an, die, mit Ausnahme einer spät hinzu gekommenen Mitraterin, ohnehin schon von allen gelöst wurde.
Bis dahin kann sich aber noch alles ändern und sollte sich auch niemand scheuen, weitere Tipps einzustellen, denn die sind nicht nur hilfreich für die "andere Hälfte", sondern machen bekanntlich immer besonders viel Spaß, wenn man die Lösung schon kennt.
Damit ist meine Aufgabe als Rätselsteller und Fremdenführer in der Hauptsache beendet. Natürlich werde ich die weiterhin eingesandten Lösungsvorschläge auch noch während der kommenden Woche kommentieren und auswerten, bis ich mit der Auflösung beginne.
Ich danke allen, die sich für dieses Spiel interessiert und engagiert haben und bin, zugegeben, ein wenig stolz auf die große Zahl der Interessenten in beiden Foren, die sich in derzeit insgesamt mehr als 7600 Klicks ausdrückt. Auch den zwangsläufig stummen Mitlesern und Gästen sei dafür herzlich gedankt.
:hello Riddleamus
Severina (13.09.2010, 11:58): Lieber Riddleamus,
ich danke Dir für dieses tolle Rätsel das wieder riesigen Spaß gemacht hat :thanks, wenn ich auch immer wieder schier verzweifelte ob der beschämenden Tatsache, was ich alles NICHT kenne - und das betrifft diesmal den Großteil der von Dir verrätselten Werke. (Vielleicht schaffe ich es ja endlich einmal, meinen inzwischen so oft gefassten Vorsatz, mich mit Stephen Sondheim zu beschäftigen, in die Tat umzusetzen!) Auch den "grenzüberschreitenden" Charakter dieses Rätsels finde ich sehr nett, so kann man sich von hüben und drüben Tipps holen, was zumindest meiner Trefferquote sehr gut bekam :D.
Gerne gebe ich weiterhin Tipps, es wäre aber sehr hilfreich, wenn ich wüsste, zu welchen Fragen die noch erforderlich sind!
lg Sevi :hello
Fairy Queen (13.09.2010, 12:11): Ich hab's nun auch geschafft- uff! Wenn man genug Zeit zum Suchen und Lesen hat(dazu noch in zwei Foren!), ist man eindeutig im Vorteil was die Schnelligkeit angeht, aber gottseidank geht es ja darum hier nicht. Beim Lösungswort muss man italienisch kônnen, ich weiss nciht, wie das anders gehen soll. Es sei denn man findet dank Sevi die Komponisten(von der Spezies norditalienischen Region gibt's aber leider mehrere Anwärter!!!) raus und kann das Werk dann suchen. Einige Fragen waren wirklcih happig und ich weiss nciht, wie die ersten, ohne tipps, sowas rausfinden. Verratet uns das doch bitte mal! ?( eigentlcih müsste es auch Pflicht sein, dass alle Mitrater Tipps geben um ihre Punkte zu bekommen, ich fände das nur fair! Dem Dank an den Ratechef schliesse ich mich an: Riddles Raterunden sind immer sehr lustig und bildend zugleich, wobei mir das Austauschen von Verzweiflungshilferufen und Holzhammertipps den meisten spass macht- alleine zu raten ist nicht mein Ding. Beste Unterhaltung- ganz nach dem Vorbild der rideamus-Favourites, vo ndnen wir ja im Laufe der Auflösungen sicher noch etliche kennenlernen werden. :down :down :down :leb :leb :leb
Rideamus (13.09.2010, 14:15): Liebe Fairy,
herzlichen Glückwunsch dazu, dass nun auch Du die Riege der Siegerinnen verstärkt hast :down:down:down:down:down , und vielen Dank für die (Vorschuss-)Lorbeeren.
Ich gestehe, dass es manchmal sogar mit schleierhaft ist, wie manche so schnell die nicht immer leichten Fragen lösen konnten und dann auch noch auf Werke kommen, von denen ich nie gehört habe, die aber durchweg zumindest interessant klingen.
Ich glaube, wenn diese Foren sich zusammentäten, könnten sie an geballtem Musikwissen leicht jedes Lexikon einschließlich der Wikipedia übertreffen. :down:down:down:down:down
Ich hoffe, dass sich auch andere jetzt dazu angespornt fühlen wieder bzw weiter mit zu machen.
:hello Riddleamus
Über die Pflicht zum Tippsen für Punkte habe ich auch schon nachgedacht, aber da die Tipps oft auch Zeit und Hirnschmalz brauchen, ist das sehr schwer zu administrieren, weil dann ja die PN und die Tipps verfolgt und protokolliert werden müssten. Vielleicht gehe ich beim nächsten Mal dazu über, einen Tipp mit einem Extrapunkt zu belohnen, denn ich kann ja nicht immer wieder Städte finden lassen.
Heike (13.09.2010, 19:13): Hallo, Riddles Raterunden sind immer sehr lustig und bildend zugleich, wobei mir das Austauschen von Verzweiflungshilferufen und Holzhammertipps den meisten spass macht- alleine zu raten ist nicht mein Ding.
:times10 :times10 :times10
Genau, das macht mir auch am meisten Spaß, das zusammen über den Fragen brüten und mal abwechselnd in der Rolle des Wissenden und Tippgebenden oder in der Rolle der Verzweifelten und Fragenden zu sein :-) Die Tipps sind oft total lustig. Lieber Rideamus, ich liebe diese Rätsel, weil sie so schön abseits von ernstem Wettbewerb und Selbstbeweihräucherung laufen und einfach gute Laune machen- was man auch in dieser Runde wieder bestätigen konnte!! Man entwickelt einen gewissen Ehrgeiz (was auch gut so ist), aber es ist immer nur ein "Kampf" gegen sich selbst, weil man neugierig auf die Lösungen ist oder einen das Zusatzpunkte-Fieber packt. Und am Ende verliert höchstens unser Portemonnaie, wenn wieder einige CDs und DVDs im Einkaufskorb landen, weil man soooo neugierig auf ein bisher unbekanntes Werk geworden ist.
Und ich hoffe sehr, dass spätestens zum Advent uns wieder ein neues Rätselchen erwarten wird???? Heike
Heike (13.09.2010, 19:18): Und ich schließe mich Sevi an und frage alle, die noch mitraten:
Zu welchen Fragen werden jetzt noch Tipps benötigt? Heike
Rideamus (14.09.2010, 00:29): Original von Heike
Und ich hoffe sehr, dass spätestens zum Advent uns wieder ein neues Rätselchen erwarten wird???? Heike
Versprechen kann ich in meiner Situation natürlich nichts, aber ich habe jedenfalls vor, auch dieses Jahr wieder ein Adventsrätsel vorzubereiten. Ich könnte mir vorstellen, das es diesmal um Märchenhaftes gehen wird, aber wer weiß das jetzt schon? Ich muss ja erst noch 19 Lösungen erläutern. :B
Jedenfalls vielen Dank für die Komplimente, wobei die schönsten immer noch die sind, dass heute wieder drei Ratefreunde fertig geworden sind und noch ein weiterer früherer Stammgast ganz neu hinzu kam. Mehr dazu morgen (bzw. später heute).
:hello Riddleamus
Rideamus (14.09.2010, 10:39): Es ist mir eine große Freude, verkünden zu dürfen, dass mit Waldi ein weiterer bekannter Ratefreund mit seinen ersten richtigen Lösungen trotz erheblicher Zeitprobleme zu uns gestoßen ist.
Ebenso freut es mich, das mit FAIRY QUEEN, dem ROI DES ETOILES und QUASIMODO drei weitere Ratefreunde alle Fragen einschließlich des Lösungswortes erfolgreich gelöst haben. Damit haben wir schon 16 Rätselköniginnen und -könige haben, und zwar je 8 Männlein und Weiblein! Ihnen allen gebüren herzliche Glückwünsche von allen und mein Dank für ihr Engagement.
Außerdem stelle ich mit wachsendem Vergnügen fest, dass ein enorm fruchtbarer Wettbewerb um die höchste Zusatzpunktzahl ausgebrochen zu sein scheint, der mir jede Menge exotischer und fast durchweg bislang unbekannter musikalische Bühnenwerke und einen Film liefert, die ich gelten lasse, weil sie den Regeln entsprechen. Ihr werdet bei den Auflösungen noch staunen.
Der Führende hat jetzt 67 Punkte, wird aber mit fünf weiteren KandidatInnen im 60er - Bereich dicht verfolgt. Dabei bewerte ich die vier Opern des RING DES NIBELUNGEN, falls er irgendwo passen sollte, nur mit einem Punkt. Nunmehr ist die nur die Nr. 16 noch die einzige Stadt, in der kein zweites Werk zu spielen scheint. Konkret sind jetzt für alle Zielorte fünf Punkte erreicht worden außer
2 - 3 Zusatznominierungen
6 - 1 (aber drei verschiedene von drei Ratefreunden)
12 - 1 (und das von nur einem Ratefreund) 13 - 1 14 - 3 15 - 0
Bei allen anderen Fragen hat mindestens ein Rätselchampion 4 zusätzliche Werke gefunden, die für die Höchstpunktzahl reichen. Ein wirklich erstaunliches Ergebnis. :down :down :down :down :down
Jetzt bin ich um so mehr gespannt, wie die Woche noch weitergeht, denn ich hoffe auch noch auf weitere Tipps für diejenigen, die noch unterwegs sind.
:hello Riddleamus
Emotione (14.09.2010, 17:54): Lieber Riddleamus,
vielen Dank für das großartige Rätsel, das mir wieder viel Vergnügen bereitete, meine kleinen grauen Zellen zum Glühen brachte und einen ziemlich hartnäckigen Ohrwurm bescherte, eigentlich sind es mit dem Fox aus dem Lösungswort zwei.
Jeder ist Gewinner, ganz gleich ob man als Erster oder Letzter über die Ziellinie kommt, allein schon die Nebenschauplätze, die beim Suchen immer wieder auftauchen und an denen man oft mit Vergnügen verweilt, sind eine Bereicherung. So geht es jedenfalls mir persönlich.
Danke auch für den großen Zeitaufwand, den die Betreuung erfordert und im voraus schon für das Einstellen der Auflösungen, die dieses Mal besonders spannend sein werden.
Emotione
Don Fatale (15.09.2010, 00:43): Original von Severina bin voll der Bewunderung, dass es tatsächlich Leute gibt, die drei Werke kennen, die in M. (Frage 1) oder C. (Frage 15) spielen
Da ist es von Vorteil, wenn man in M. aufgewachsen ist. Schulmusicals oder kirchliche Singspiele mit lokalhistorischem Hintergrund. Und so.
Ich bin schon froh, ins Ziel eingelaufen zu sein und gespannt was da noch Alles bei den Auflösungen zum Vorschein kommt.
F.Q.
Rideamus (15.09.2010, 15:58): Liebe Ratefreunde,
vielen Dank für die weiteren Tipps. Lasset sie weiter kommen, denn sie werden noch gebraucht und sowieso sehr geschätzt, und das nicht nur von mir.
Hoch geschätzt wird von mir auch nach wie vor der Wettbewerb um die Zusatzpunkte. So hat NIGHTRIDER seinem Namen alle Ehre gemacht und über Nacht das Feld von hinten aufgerollt, so dass er jetzt mit sagenhaften 68 Punkten führt, als sage und schreibe 49 musikalische Werke gefunden hat, die in unseren Rätselorten spielen. Und sowas will nach eigenem Bekenntnis ein Opernneuling sein. :rofl:engel Trotzdem natürlich: :down:down:down etc.
Die 10 Spitzenreiter aus beiden Foren sind in der aktuellen Reihenfolge, die sich immer wieder ändern kann:
1 - Nightrider - 68 Punkte
2 - Emotione - 67 2 - Roi des Etoiles - 67
4 - Heike - 66 4 - Pavel - 66
6 - Athene - 63
7 - NN - 62 7 - Teresa Cellini - 62
9 - Calisto - 60
10 - Agravain - 49
Insgesamt konnten bisher sagenhafte 967 Punkte vergeben werden. Ob wir wohl noch die 1000 schaffen?
Gespannt wie ein Flitzebogen, auch wenn es auf die Punkte eigentlich kaum ankommt.
miranda (15.09.2010, 22:05): Ich habe alles bis auf das letzte Werk - das mysteriöse italienische - herausgefunden und würde mich sehr über einen weiteren Tipp freuen! Tausend Dank im voraus...
Rideamus (15.09.2010, 23:59): Liebe Miranda,
das ist aber schön, dass auch ein Neuling sich noch an das Rätsel heran wagt, und das mit anscheinend brillianten Ergebnis. Willst Du mir Deine Lösungen zusenden? Falls Du noch keine PN schicken kannst, sende eine Email an Rideamus@email.de. So oder so: sei herzlich willkommen im Kreis der Ratefreunde.
Der gewünschte Tipp zum Lösungswort: Wenn Du etwas Italienisch kannst, suche nach einem Werk, in dem von einem Land der Glockentürme die Rede ist. Du könntest aber auch bei YouTube nach einem Fox des Mondes suchen (wissend, dass der Foxtrott auf italienisch Fox genannt wird und wie Haydns DIE WELT AUF DEM MOND im Original heißt). :ignore
Ansonsten geht die Erfolgsstatistik weiter:
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Richtig. Der "Opernneuling" Nightrider hat wieder zugeschlagen, die Schallgrenze der 70 durchbrochen und führt jetzt mit 71 Punkten. Das gleiche Ergebnis hat soeben auch Emotione erreicht. Sagenhaft!!! :down:down:down:down:down:down:down:down:down
Aber auch sonst geht es weiter. So haben sich Athene mit 65 Punkten auf den vierten und Teresa Cellini mit jetzt 64 Punkten auf den fünften Platz vorgeschoben.
Absolut phänomenal finde ich aber, dass sich der Forenneuling Miranda, die zur vollständigen Lösung ihres ersten Rätsels hier nur noch am Lösungswort hängt, soeben mit satten 54 Punkten zu Wort gemeldet und damit gleich den 10. Platz eingenommen hat. :down :down :down :down :down :thanks :down :down :down :down :down
Ob die Frauen die Männer jetzt auch noch nach Punkten überholen, wo sie schon die Erste stellten, die alle Fragen löste?
Es bleibt spannend. Darüber freut sich wie stets Euer
:hello Riddleamus
Severina (16.09.2010, 01:15): Meine Bewunderung ist wirklich grenzenlos, denn selbst wenn ich meinen Kopf in einen Schraubstock zwänge und meine Gehirnwindungen ausquetsche, fiele mir nichts Neues zu meinen mickrigen paar Zusatzpunkten ein!! Und wieder einmal nehme ich mir vor, mir endlich einen vernünftigen Opernführer anzuschaffen! (Der meine stammt aus dem Jahr 1957 und umfasst knapp 300 Seiten.... :S :S :S :S) Aber das soll jetzt natürlich keine Ausrede sein, selbst mit dem tollsten Opernführer bliebe ich meilenweit hinter unseren Champions zurück!!
Heike (16.09.2010, 07:46): Liebe miranda, ohne Italienischkenntnisse ist das Finden der Zusatzlösung in der Tat schwierig. Es gibt keine deutsche oder englische Wikiseite dazu. Mir hat der Hinweis geholfen, dass es eine Verfilmung mt Sophia Loren gibt. Dann habe ich das Wort Glocke ins italienische übersetzt und damit das Werkverzeichnis der Loren durchforstet (hier ist die englische Wikiseite zielführend) Heike
Rideamus (16.09.2010, 09:56): Original von Severina ... wieder einmal nehme ich mir vor, mir endlich einen vernünftigen Opernführer anzuschaffen! (Der meine stammt aus dem Jahr 1957 und umfasst knapp 300 Seiten.... :S:S:S:S) Aber das soll jetzt natürlich keine Ausrede sein, selbst mit dem tollsten Opernführer bliebe ich meilenweit hinter unseren Champions zurück!! lg Severina :hello
Liebe Sevi,
nichts gegen einen guten Opernführer, denn das normale Theaterrepertoire decken die meisten ab. Hier aber helfen sie kaum, denn erstens müsste man sie auswendig können oder jedesmal neu nachlesen, und zweitens müssten auch noch Operetten- und Musicalführer dazu kommen, und drittens hat erwähnt keiner meiner diversen alten und neuen Opernführer auch nur 50% der hier nominierten Zusatztitel. :B Da bleiben Google und Wikipedia wohl unschlagbar.
Ansonsten geht die Erfolgsgeschichte immer weiter:
Dank des Neulings Miranda und vieler Endspurte habt Ihr jetzt die 1000-Punkte - Grenze durchstoßen und steht jetzt bei legendären 1039 Punkten, und aktuell 8700 Klicks in beiden Foren zusammen noch vor der Auflösung sind ja auch nicht von Pappe.
Ein Ende ist anscheinend nicht abzusehen, denn heute früh hat Pavel einen weiteren Spurt eingelegt und führt jetzt mit 72 Punkten.
Die Top Five sind jetzt also
1 - Pavel - 72
2 - Emotione - 71 2 - Nightrider - 71
4 - Roi des Etoiles - 67
5 - Heike - 66 5 - Athene - 66
Macht bitte ruhig weiter so :leb:beer
:hello Riddleamus
Rideamus (17.09.2010, 15:16): Liebe Leute,
langsam mache ich mir Sorge um Eure Freizeitgestaltung, denn der Wettbewerb geht unvermindert weiter. Mit jetzt schon 1078 Punkten nähern wir uns unaufhaltsam den 1111, und der (derzeitige) Spitzenreiter Pavel hat schon 75 Werke aufgetan, die an einer der 18 Örtlichkeiten des Rätsels spielen. Eigentlich waren es sogar etliche mehr, aber mehr als 5 Punkte pro Frage wollte ich nun einmal nicht vergeben, und manche Orte wurden einfach nicht öfter musikalisch dramatisiert bespielt, wie es scheint.
Bevor jetzt aber noch mehr anbrennt als die gelegentliche Mahlzeit, woran das Rätsel mindestens schon einmal schuld war, und mancher Haussegen endgültig schief hängt, habe ich beschlossen (vorbehaltlich mehrheitlichen Protestes), das Rätsel jetzt doch kurzfristig zu beenden und zwar am kommenden Sonntag Nacht, Null Uhr. Ihr habt also ein letztes Wochenende um weitere Zusatznominierungen zu finden (oder sogar noch ganz neu mit Lösungen einzusteigen). Danach dürfen nur noch Lösungen und Zusatznominierungen eingestellt werden, die hier noch nicht aufgelöst wurden.
Ich hoffe, Ihr seid damit einverstanden. Natürlich wünsche ich trotzdem allen, die noch Ehrgeiz in sich spüren, einen fröhlichen und erfolgreichen Endspurt.
:hello Riddleamus
miranda (17.09.2010, 23:13): Liebe Heike, schönen Dank! Jetzt war es ein Kinderspiel. Allein wäre ich verzweifelt. Ich finde es wunderbar, dass man sich hier gegenseitig hilft, anstelle verbissen zu versuchen, um jeden Preis erster zu werden. Altruisten haben mehr vom Leben... Alles Liebe, Miranda
Severina (18.09.2010, 00:45): Original von miranda Liebe Heike, schönen Dank! Jetzt war es ein Kinderspiel. Allein wäre ich verzweifelt. Ich finde es wunderbar, dass man sich hier gegenseitig hilft, anstelle verbissen zu versuchen, um jeden Preis erster zu werden. Altruisten haben mehr vom Leben... Alles Liebe, Miranda
Liebe Miranda,
willkommen in der Raterunde! Genau das ist der Sinn von Riddleamus' Turborätseln, dass alle ins Ziel kommen und die Reihenfolge des Zieleinlaufes zweitrangig ist. Und ehrlich, das Erstellen der Tipps macht ebenso viel Spaß wie die Suche nach der richtigen Lösung, das wirst Du sicher auch noch feststellen!
lg Severina :hello
PS: Und eben sehe ich Rideamus' letztes Postimg und beuge mich in Bewunderung vor Deiner Punktezahl :down :down :down :down :down- ich habe das Rennen um Zusatzpunkte schon längst aufgegeben :I
Rideamus (18.09.2010, 00:46): Damit hat auch Miranda als erste Neueinsteigerin das ganze Rätsel geschaft, aber nicht nur das: mit einer Unmenge von Zusatznominierungen, darunter einigen, die noch niemand hatte, hat sie sich jetzt auf geschlagene 68 Punkte und den sechsten Platz inmitten aller erprobten Rätselcracks vorgearbeitet.
Severina (18.09.2010, 19:42): Da andernorts ein Hilferuf zu 14-18 erschallt ist, hier noch einige Tipps: Nr. 16: Da sollte die Filmographie der sehr bekannten Schauspielerin helfen und der Hinweis auf meinen Nick, der eine phonetische Ähnlichkeit mit der Titelheldin aufweist.
Nr.17: Auch dieses Werk wurde mit einem berühmten Schauspieler verfilmt, der sonst unter anderer Flagge segelt, für diese Profession aber besser beide Augen öffnet... (Obwohl's eh schon egal ist, weil sowieso Blut genug fließt!)
Nr. 18: Offenbar ist hier noch rhein gar nichts klar, da hilft vielleicht das Studium der Avatare!!!!
lg Severina :hello
Rideamus (19.09.2010, 10:54): Zum Auftakt des letzten Rätseltages nun noch einige Tipps von mir für das letzte Drittel der Fragen, an denen noch Einige hängen:
13 - Man kommt dem Namen der Stadt vielleicht akustisch näher, wenn er an zwei amerikanische Filme denkt und die Anfangssilben von SAYONARA und GONE WITH THE WIND verbindet.
14 - Die vielleicht schwerste Frage lässt sich lösen, indem man nach einer bekannten Straße fahndet, die nach einem Präsidenten benannt ist, der, wie später andere auch, als erfolgreicher General (hier: im Bürgerkrieg) prominent wurde. Noch leichter geht es mit der Verfilmung von "I Enjoy Being a Girl" hier: "http://www.youtube.com/watch?v=QjWn-ueeeLw"
15 - Wenn man nach dem englischen Thronfolger eine Stadt benennen würde, käme man sowohl einem beliebten Tanz als auch dem Schauplatz sehr nahe.
16 - Hier kann ich es wirklich nicht leichter als schon geschehen. Man nehme einfach den denkbar südlichsten Schauplatz und Herkunftsort eines erfolgreichen Musikstückes.
17 - Wer sich schon immer mal gefragt hat, was in manchem Dosenfleisch stecken könnte, findet vielleicht in diesem Werk eine Antwort. Denn, wie es dort heißt: Die Weltgeschichte fragt nur danach: Wer wird gefressen, und wer darf es tun?
18 - Nicht nur Wagner berichtet musikalisch von diesen Flussjungfrauen
19 - Das Land des Lösungswortes ist reine Übersetzungsarbeit, wenn man erst einmal darauf kommt, in welchen Gebäuden gewöhnlich Glocken läuten.
Bei den Zusatznominierungen komme ich aus dem Staunen nicht heraus, den Platz 1 ist jetzt schon 77 Punkte wert. Daneben wurden bereits zwei zweite Plätze mit je 75 und je zwei vierte mit je 71 Punkten errungen, und selbst für den 11. Platz brauchrt man schon 60 Punkte.
Mit Rücksicht auf Eure Freizeit und meine Buchführungsarbeit erkläre ich deshalb hiermit, dass nach heute abend um Mitternacht keine Zusatznominierungen mehr angenommen werden. Das Rätsel selbst bleibt aber für jede Frage offen, deren Lösung ich noch nicht eingestellt habe.
Viel Erfolg beim Endspurt wünscht
:hello Riddleamus
Rideamus (20.09.2010, 00:32): Liebe Ratefreunde, während ich dies schreibe um halbwegs pünktlich zur mitternächtlichen Verwandlung der goldenen Kutsche des Rätsels in einen stinknormalen Kürbis mit vielen Aufgaben für mich die erste Lösung bieten zu können, muss ich Euch mit der Gewinnerstatistik auf morgen vertrösten. Ich kann aber jetzt schon sagen, dass es noch einige Überraschungen geben wird.
Wie immer hoffe, dass Ihr mich auch diesmal nicht mit den Lösungen allein lasst, sondern eifrig mit kommentiert. Besonders interessieren würde mich diesmal, ob ich Zusatznominierungen von Euch übersehen habe, aber natürlich auch, wie Ihr auf die vielen Zusatzlösungen gekommen seid, und welche Aufnahmen der Werke im Zentrum der eigentlichen Rätselfragen Ihr empfehlen könnt.
Frage Nr. 1 In einem späteren Werk priesen Autor und Komponist des gesuchten Werkes das Paradies, verrieten aber nicht wirklich, wo es lag. Wo das hier gesuchte Werk um einen pathologischen Paradiessucher stattfindet, wissen wir dagegen sehr genau. Heute ist die Stadt allerdings eher für einen anderen Pathologen bekannt.
Für das Lösungswort gesucht wird der erste Buchstabe der Stadt
Tipps: Auch, wenn es damals mit der Paradiesessuche nicht so ganz geklappt hat, die Bühne erstrahlte am ende des 3. Aktes erstmals in ganz besonderem Licht: dem elektrischen – Roi des Étoiles
Ein anderes Werk des gesuchten Komponisten endet damit, dass es dem Helden erspart bleibt, an einen Ort gebracht zu werden, der unparadiesischer nicht sein könnte – Ve-nus
Die gesuchte Stadt zeichnet sich durch die prominente Rolle eines bestimmten Verkehrsmittels aus. Zudem ist sie der Arbeitsort eines Capriccio-Mitglieds – Zwielicht
Die Stadt war fast ein Jahr lang die Hauptstadt des dort ausgerufenen "Königreich Zion", das aber ziemlich schaurig endete, wie auch das gefragte Werk andeutet - Rideamus
In der Schlusskatastrophe explodiert ein Schloss, so ziemlich alle kommen um, auch zwei Damen, die dem pathologischen Paradiessucher nahe stehen – Calisto
Der Pathologe, für den die Stadt heute bekannt ist, ist total genial! Wer ihn nicht kennt (falls es das doch noch gibt) kann sich heute in der 'Nacht der Pathologie' auf rbb-TV (23.15 Uhr) informieren – Heike
Ein Landsmann mit gleichem Nachnamen war ein berühmter Maler, sein Vorname ist auch der eines Evangelisten - Severina
Der gesuchte Komponist schrieb u.a. auch eine Oper, die das Leid und die Geschichte meiner Ahnen zum Inhalt hat. Diese, meine Ahnen und andere ihrer Glaubensrichtung siedelten sich im Zuge der geschichtlichen Ereignisse in und um Berlin an – Maggie
Wie ich eben bemerke, fand die Uraufführung von Nr. 1 keine 12 Jahre nach der von Nr. 2 statt. Und beide Komponisten stammen offensichtlich aus derselben Region – Gurnemanz
Man sagt, wenn es in dieser Stadt nicht regnet, dann läuten die Glocken. Gelegentlich hängt man dort aber auch Anderes in die Kirchtürme – Don Fatale
Die Stadt, in der die gesuchte Oper spielt, konkurrierte lange mit meiner Heimatstadt um den zweifelhaften Ruhm der "schwärzesten deutschen Großstadt". Die Steigerung "Schwarz - ... - Paderborn" soll mal ein weit verbreitetes Spottwort gewesen sein. Heute kennt man die beschauliche Stadt eher als Krimimetropole aus dem Fernsehen – Cherubino
Das Werk sah ich seinerzeit am Ort der Handlung und schrieb für die Produktion auch einen Programmheftbeitrag. In jüngerer Zeit war die Stadt auch durch einen pathologischen Schwan in den Gazetten zu finden – Armin Dietrich
Als Dienstfahrzeug der Polizei in der Stadt Nr. 1 ist das Verkehrsmittel lila. Nur EIN Capriccio-Mitglied? Ein Freund edler Katzen arbeitet doch auch dort, oder? Der Pathologe hat den gleichen Vornamen wie der Protagonist der Oper – Alexa
Der Paradiessucher hat es vor einigen Jahren auch zu "Filmehren" gebracht und niemand geringerer spielte ihn in diesem Film, als ein Schauspieler, der für eine Rolle in einem inzwischen als Kultfilm gehandelten amerikanischen Streifen den Oskar erhalten hat – Teresa Cellini
Der Name der Stadt bezeichnet auch einen bestimmten Typus sakraler Baukunst – Waldi
Die Lösung: MÜNSTER als Schauplatz von Giacomo Meyerbeers Oper LE PROPHÉTE
Lösungsbuchstabe: M
Die nicht etwa nach einem Dom, sondern nach einem Monasterium, also einem Kloster benannte Stadt Münster war zum Zeitpunkt der Handlung des Werkes noch holländisch, weswegen ihr Held auch einen holländischen Namen trägt. Jan Beuckelszoon oder Beukelszoon (1509 –1536), der sich später nach seinem holländischen Geburtsort Jan van Leiden (oder Leyden) nannte, war ungeachtet seines auch damals noch jugendlichen Alters (als er hingerichtet wurde, war er nur 27 Jahre alt!) eine der berüchtigtsten Persönlichkeiten seiner Zeit, die, auch schon rund hundert Jahre vor dem 30-jährigen Krieg, durch grausame Religionsstreitigkeiten geprägt war. Zwar sollte man sich hüten, manche der nach seinem Tod über ihn gestreuten Gerichte unbesehen zu übernehmen, etwa dass er mit eigener Hand eine seiner 17 Ehefrauen wegen Untreue enthaupt hätte, denn seine Bezwinger taten alles um seinen legendären Ruf zu beschädigen, aber was man sicher weiß, ist schlimm genug. Bevor er sich 1533 taufen ließ und in nur drei Jahren als fanatischer Fundamentalist und Schreckensherrscher Geschichte machte, war er Schneider und Meistersinger, dann dank seiner erste Ehe Kaufmann geworden, als der er halb Europa bereiste. 1534 folgte er seinem von Landsknechten zerstückelten Vorbild und Täufer Jan Matthys als Oberhaupt der Stadt Münster nach und ließ sich in verblendeter Vermessenheit zum König Johann I des von ihm selbst ausgerufenen Königreichs Zion krönen, das im wesentlichen aus der Stadt Münster und Umgebung bestand.
In dieser Eigenschaft ließ er alle Bücher außer der Bibel verbrennen und jeden Verstoß gegen die zehn Gebote mit dem Tode bestrafen. Dennoch führte er auch die Vielweiberei ein, was ihm, neben seiner rücksichtslosen Grausamkeit, zahlreiche Gegner in den eigenen Reihen eintrug, die 1535 die Stadt an die Belagerungstruppen des Bischofs von Waldeck und des Landgrafen von Hessen auslieferten. Diese Anführer der Gegenreformation verschonten vorerst alle, die widerriefen und sich taufen ließen. Jan van Leiden und zwei andere Anführer des Königreiches aber weigerten sich und wurden mit glühenden Zangen auf das Grausamste zu Tode gebracht. Ihre halb verbrannten Leichen wurden in Körben an einer Kirche aufgehängt, wo man ihre Skelette noch Jahrzehnte lang sehen (und vermutlich auch riechen) konnte. Die restaurierten Körbe sind heute noch zu bestaunen. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_van_Leiden)
Diese authentische Geschichte beeindruckte unter anderen auch den Librettisten des Erfolgskomponisten Giacomo Meyerbeer, Eugene Scribe, der ihm schon den Großerfolg LES HUGUENOTS im Jahr 1836 getextet hatte. Nach dessen überragendem Erfolg hatte Scribe noch im gleichen Jahr dieses weitere Libretto mit ähnlicher Thematik über die ein halbes Jahrhundert vor der Bartholomäusnacht geschehenen Ereignisse um die münsteraner Wiedertäufer verfasst, für die er sich allerdings eine weitgehend neue Geschichte ausdachte. So wird der Titelheld, der nicht zu negativ geraten sollte, ursprünglich nicht aus religiöser Überzeugung zum Fanatiker, sondern um Rache an einem tyrannischen Grafen zu üben, der ihm die Hochzeit mit der Frau verweigert, die er liebt, um sich selbst mit ihr zu vergnügen. Auch im weiteren Verlauf des Werkes wird er immer wieder von Rücksicht auf seine Mutter und seine Geliebte davon abgehalten, seinem historischen Vorbild konsequent zu entsprechen. Dennoch bleiben auch bei Scribe und Meyerbeer genug Dreck an dem Stecken der hier natürlich Jean genannten Titelfigur um ihn zu einem der unsympathischsten Opernhelden überhaupt zu machen. Eine vollständige, wenn auch wie natürlich etwas schräge Inhaltsangabe der Oper findet sich übrigens in Streifenpeters Opernführer hier: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/p55634-wiener-streif-en-lichter-%E2%80%93-der-etwas-andere-opernf%C3%BChrer/#post55634
Meyerbeer ließ sich jedoch sehr viel Zeit mit der Komposition dieses Stoffes, von dem er zunächst wohl - und mit Recht - den Eindruck hatte, dass er den HUGUENOTS zu ähnlich war um ihm eine wirklich neue Herausforderung zu bieten. Ganz lösen konnte er sich davon auch nicht. Man vergleiche nur den eindringlichen und immer wieder stentorenhaft vorgetragenen Predigtgesang der drei Wiedertäufer mit dem Zitat von „Ein feste Burg“ in den HUGENOTTEN. So kam es, auch dank mehrerer Umbesetzungen in der Direktion und Meyerbeers Ernennung zum Generaldirektor der preußischen Hofopern, erst 1849 zur viel umjubelten Premiere des Werkes in Paris, für die man in der Tat erstmals elektrisches Licht als Bühnenbeleuchtung für das umjubelte Finale des dritten Aktes einsetzte. Die späte Premiere erlaubte es Meyerbeer auch, als eines der bleibend beliebten Schaustücke den Krönungsmarsch einzusetzen, den er schon früher für die Krönung Napoleons III komponiert hatte. Das erfolgreichste Repertoirestück der Oper wurde jedoch das Ballett der Schlittschuhläufer „Les Patineurs“, das, getreu den Vorgaben der Grand Opéra, den dritten Akt eröffnete. (zu hören hier: http://www.youtube.com/watch?v=LE2zmFAbX3c)
Dass sich die Oper, deren - ungeachtet gelegentlicher Längen oft mitreißende - Musik neben vielen anderen auch von Hector Berlioz wegen „der Wahrheit ihres Ausdrucks und ihrer packenden Wirkung“ hoch geschätzt wurde, trotz ihres grandiosen Erfolges nicht auf Dauer im Repertoire halten konnte, lag an drei Faktoren. Zunächst einmal bietet diese extrem düstere Oper kaum Lichtblicke, weshalb wohl die Beleuchtungseffekte, aber auch die Ballet- und Prunksequenzen besonders wichtig waren und geschätzt wurden, mit denen man später, und schon gar in kleineren Häusern kaum mehr Eindruck machen konnte. Das führte dazu, dass keine einzige Arie außerhalb der Oper einen nachhaltigen Erfolg verbuchen konnte, obwohl einige Prunkstücke darunter sind wie etwa die Arie des Jean: „Sous les vastes arceaux d’un temple magnifique" oder Berthes „Ah mon fils“ aus dem zweiten Akt oder die großen Finali, deren letztes zur Explosion des Schlosses führt, in der alle Beteiligten umkommen, weil Scribe nicht das historische Vorbild der Folterung und Hinrichtung des Helden nachstellen wollte oder durfte.
Ein weiterer und Hauptfaktor der mangelnden Dauerhaftigkeit des Erfolges der Oper waren die enormen Anforderungen, welche die Partitur an die Hauptpersonen stellt. Die groß angelegte Partie der Mutter Fidès ist vielleicht die mörderischste, die es überhaupt für einen Mezzosopran gibt, aber auch die Titelrolle stellt kaum geringere Anforderungen als eine längere Wagneroper. Schließlich tat der Antisemitismus des letzten Jahrhunderts, der schon mit Wagners niederträchtigem Undank an Meyerbeer einsetzte, ein Übriges. Danach hatte es eine dermaßen aufwändige Oper begreiflicherweise schwer, die tief verwurzelte Missachtung zu überwinden, die ihren Ruf seit Anfang des 20, Jahrhunderts begleitete.
Dennoch konnte eine jüngere Aufführung trotz der umstrittenen Inszenierung durch Hans Neuenfels, der es sich bei manch gelungener Aktualisierung leider nicht verkneifen konnte, bestimmte Teile der Oper zu ironisieren und so ihre Wirkung zu konterkarieren, fast legendären Ruhm erwerben, nämlich die Wiener Serie von 1998 mit den großartigen Agnes Baltsa, Placido Domingo, Franz Hawlata und einer streckenweise arg überforderten Viktoria Loukianetz als Jeans Braut Berthe. Von dieser Aufführung kursiert eine - leider bildtechnisch sehr mangelhafte – Privataufnahme im Netz, vor der man sich immerhin hier "http://www.youtube.com/watch?v=5jKRMNNpjVY" und hier "http://www.youtube.com/watch?v=DUJq25aRm0w&feature=related" einen Eindruck verschaffen kann.
Trotz allen nötigen und fraglos kostspieligen Aufwands unverständlich ist es mir allerdings angesichts der Tatsache, dass es heute fast so viele Aufnahmen von Wagners RING DES NIBELUNGEN gibt wie von Verdis RIGOLETTO, dass es bis heute nur eine einzige professionelle Einspielung gibt, die zudem auch schon seit Langem gestrichen wurde.
Zwar singt James McCracken dort seinen Titelpart ähnlich unkultiviert und überfordert wie bei John Barbirolli den OTELLO, aber Marilyn Horne erfüllt als Berthe alle technischen Ansprüche, und Renata Scotto ist unter der Leitung von Hornes Ehemann Andrew Davis eine großartige Berthe, während Jules Bastin einen eindrucksvoll schurkischen Grafen Oberthal gibt. Da auch das Klangbild dieser Aufnahme sehr gut ist, gehört eine Neuauflage zu den besonders dringenden Desideraten des Marktes, denn leider kriegt man sie derzeit nur für sehr viel Geld, wenn überhaupt, so dass ich meine LP-Box davon wie einen Schatz hüte.
So ist denn dieser Mitschnitt einer Live-Aufnahme der RAI Turin mit Lewis und Horne die gegenwärtig einzig greifbare und faute de mieux auch empfehlenswerte, obwohl Marilyn Horne da weitaus undifferenzierter singt. Immerhin hat sie mit Nicolai Gedda wenigstens einen viel besseren Tenor aufzuweisen, auch wenn die Anforderungen der Rolle nicht gerade seinem Fach entsprechen. Ich kenne die Aufnahme nur aus schwacher Erinnerung an eine technisch unbefriedigende LP vom grauen Markt, so dass ich nicht sagen kann, wie gut (oder schlecht) die technische Qualität dieser Edition geraten ist:
Die (leider sehr spärlichen) Hörproben geben immerhin Anlass zur Hoffnung, auch im Hinblick auf Margherita Rinaldi, deren Leistung ich kaum noch erinnere. So bleibt mir nur, eindringlich dafür zu plädieren, dass man dieses großartige Werk kennen lernt, sobald man irgend eine erschwingliche Chance bekommt.
Fortsetzung folgt
:hello Rideamus
Rideamus (20.09.2010, 00:34): Bleiben noch die Zusatznominierungen, deren Anzahl nicht nur mich sehr überrascht hat, weil ich bis zu den ersten Antworten auf dieses Rätsel nicht geglaubt hätte, dass es auch nur eine weiteres musikalisches Bühnenwerk gibt, das ebenfalls in Münster spielt. Tatsächlich aber gibt es sogar mehrere Wiedertäufer-Opern, von denen ich durch die Bank nie gehört hatte, allen voran die meistgenannten, Azio Corghis ZIVARA- WASSER UND BLUT und Alexander Goehrs DIE WIEDERTÄUFER, die auch unter dem englischen Titel BEHOLD THE SUN firmiert. Da es die Kriterien eines Musikdramas erfüllt, habe ich zur Belohnung für den Forschungseifer ausnahmsweise auch WIEDERTÄUFER-DAS MUSICAL der Herren Eickmeyer und Kaltmeyer akzeptiert, obwohl es anscheinend noch nicht öffentlich aufgeführt wurde. Schließlich gibt es noch, wenn ich richtig erinnere, denn die PN mit der Nominierung hatte ich wegen Überfüllung meines Postfaches leider löschen müssen, eine Schuloper eines Herrn Becker über den Münsteraner Widerstandskämpfer und kurzzeitigen Kardinal Graf Galen unter dem Titel seines Mottos NEC LAUDIBUS NEC TIMORE, über die ich sonst nichts finden konnte. Vielleicht kann uns da noch Don Fatale etwas sagen kann, der das Stück dank seines Heimvorteils nominierte. Alle Interessenten an weiteren Informationen über diese Werke bitte ich, Google zu konsultieren, denn dort musste auch ich alle Nominierungen auf ihre Authentizität hin überprüfen.
Jetzt aber seid Ihr erst mal dran. Kennt überhaupt jemand diese Oper Meyerbeers, und was haltet Ihr davon?
:hello Rideamus
Rideamus (20.09.2010, 11:30): Liebe RätselfreundInnen und MitraterInnen,
bevor ich mit den Auflösungen fortfahre, gebe ich mit Stolz und Freude die Resultate der Beteiligung in beiden Foren bekannt. Hier die Spitzengruppe von 14 RatefreundInnen, die alle das gesamte Rätsel gelöst haben, was je 19 Punkte einbrachte, und mehr als 25 Zusatzpunkte einfuhren:
1. Emotione - 77 Punkte2. Agravain und Pavel, je 75 Punkte4. Athene - 735. Nightrider - 716. Miranda - 687. Roi des Etoiles und Heike - je 679. Teresa Cellini - 6610. Amelia Grimaldi und NN - je 6311. Calisto - 6012. Severina und Oper 333 - je 47
Ihnen allen gebührt höchstes Lob und mein tiefer Dank für eine Unmenge interessanter Nominierungen.
Aber auch die anderen, die sich im Wesentlichen "nur" an dem eigentlichen Rätsel beteligten oder aus den verschiedensten Gründen aufgeben mussten, haben unseren großen Dank verdient, denn von ihnen stammen viele Tipps, die den anderen oft erst den Durchmarsch ermöglicht haben. Desegen seien auch sie hier gewürdigt. Das Rätsel vollständig gelöst haben
Alexa, Areios, Cherubino, Don Fatale, Eifelplatz, Gurnemanz, Musikkristin, Sfantu, Talestri, Ve-nus und Zwielicht:leb :leb :down :down :leb :leb
Auch ihnen gilt mein herzlicher Dank, denn ohne sie wäre das Rätsel nicht so großartig angelaufen und hätte es auch nicht die erstaunliche Zahl von insgesamt 1003 Punkten gegeben. Jawohl, hier stand wohl Don Giovanni Pate. :rofl
Dabei ist das Rätsel selbst ja noch gar nicht beendet, denn alle Fragen, die noch nicht hier aufgelöst werden, dürfen nach wie vor gültig beantwortet werden. Lediglich für die Zusatzpunkte ist das Ratebüro endgültig geschlossen.
In diesem Sinne: auf eine interessante Gemeinsamkeit bei den Lösungen, bei denen Eure Mitwirkung natürlich ebenfalls erwünscht und gefragt ist.
:hello Riddleamus
Rideamus (20.09.2010, 17:55): Wir begeben uns einstweilen etwas nach Westen, ans Meer, das wir für das Schlussbild des zweiten gefragten Werkes brauchen. Auch der in diesem Ziel residierende "Held" hat es mit der Gerechtigkeit, die ihm heilig ist, aber das Ergebnis ist eher lustig. Tatsächlich ist es im Kern auch historisch.
Gesucht ist hier der vierte Buchstabe der Stadt, die heute anders heißt. Zur Vermeidung von Missverständnissen, da die Stadt mal mit und mal ohne Doppelbuchstaben geschrieben wird: gemeint ist der identische drittletzte Buchstabe der Stadt,
Tipps:
Wie ich eben bemerke, fand die Uraufführung von Nr. 1 keine 12 Jahre nach der von Nr. 2 statt. Und beide Komponisten stammen offensichtlich aus derselben Region – Gurnemanz
Genau, wir begeben uns nach Westen - und nicht nach Osten, wie der Werktitel bei Unkenntnis des Inhaltes auf den ersten Blick vermuten lassen könnte - Heike
In dem Landstrich, in dem diese Geschichte spielt, vergleicht man das Schuhwerk nicht nach Marke, sondern sagt Dinge wie: "Oh, Du heute in Buche?" "Ja, aber deine aus Kirsche sind auch nicht übel." Und man glaubt es kaum, die Botten sind - selbst wenn man es ihnen nicht anmerkt - Dancefloor geeignet. Das Werk beweist es – Agravain
Ein beschränkter Freizeitdirigent malträtiert seinen Freizeitchor, bis die Chormitglieder die Sache selbst in die Hand nehmen. Sehr, sehr lustige Szene - Calisto
In diesem Werk geht eine hoch gestellte Persönlichkeit einer eher unüblichen Beschäftigung nach – Severina
Den Lösungsbuchstaben D hat Rideamus ja schon verraten. Ein Z führt allerdings eher auf den richtigen Lösungsweg – Don Fatale Vor einem Jahr tauchten die Werke auch schon einmal in einem Rätsel auf... – Pavel
Historisch belegt ist, dass der Held in der erfragten Stadt nicht länger als eine Woche residierte, um dann seine Residenz in eine nahegelegene andere Stadt zu verlegen. Die drittletzten Buchstaben sind jedoch gleich. Die Bezeichnung, unter der die Ballettmusik des Werkes zur 1. Frage bekannt ist, assoziiert ähnlich unbequemes Schuhwerk wie die zur Frage 2 – Emotione
Im Gegensatz zur ersten gesuchten Stadt kenne ich diese wirklich nur durch die hier erfragte Oper, deren Titelheld als "der Große" in die Geschichtsbücher eingegangen ist – Cherubino
Magistratspersonen haben’s nicht leicht, auch wenn sie sapientissime zu agieren vermögen... – Armin Dietrich
Hätte sich ein historischer Herrscher nicht einige Tage incognito (so wird es jedenfalls behauptet) in dieser Stadt aufgehalten, wäre sie heute wohl gänzlich unbekannt. Dieser Herrscher spielt in mehreren Opern Hauptrollen, allerdings sind nur zwei Opern bekannt, die in dieser Stadt spielen. Eine Oper, in der er übrigens zu Beginn in seiner typischen Verkleidung auftritt, sie spielt allerdings nicht in der gesuchten Stadt, ist von jenem Komponisten, um dessen Werk es in Frage 1 geht – Teresa Cellini
Wer klug und weise ist, der kennt die Stadt natürlich - Waldi
Die Lösung: Saardam als Schauplatz von Albert Lortzings Oper ZAR UND ZIMMERMANN Lösungsbuchstabe – D
Wie ich bei der Zusammenstellung dieses Rätsels zu meiner nicht gelinden Überraschung feststellte, gibt es, zumal außerhalb des deutschen Sprachraums, gar nicht so viele Werke, die einen konkreten Schauplatz benennen und den auch noch musikalisch illustrieren. Da ich aber nicht in Deutschland bleiben wollte und zudem als bekennender Melomane gerne jede Gelegenheit nutze, die deutsche Spieloper immer wieder auf unseren Radarschirm zu bringen, wo sie leider nur selten auftaucht, griff ich gerne zu einem von Lortzings zwei ganz großen Werken, obwohl ich es erst bei meinem Osterrätsel (also nicht letztes, sondern dieses Jahr angesteuert hatte. Damals ging es um die in Calistos Tipp umschriebene Chorprobe, und bei der Gelegenheit habe ich hier auch Einiges zu dem Werk gesagt: http://www.capriccio-kulturforum.de/r%C3…tsel/#post72918
Severina (20.09.2010, 18:17): Auf den zaristischen Hobbytischler kam ich relativ bald (spätestens, als Agravain mit Holzschuhen warf :wink), aber dass mein Donizetti einen "Borgomastro di Saardam" komponiert hatte, war eine völlig neue Erkenntnis für mich, die ich Tante Google verdanke!
lg Sevi :hello
Heike (20.09.2010, 18:59): Sagenhaft, was da alles an Zusatznominierungen zutage kommt, Respekt! Bei Nr. 2 stand ich erst total auf der Leitung, bis der Hinweis auf die Holzschuhe es dann ganz einfach machte. Bei Nr. 1 habe ich mich über den Pathologen halb tot gelacht, weil ich den erst total ernst genommen habe und mein Gedächtnis nach berühmten Pathologen durchforstet habe - natürlich vergeblich im Zusammenhang mit der Frage. Und dabei guck ich den Tatort aus Münster sooooo gerne! Heike
Heike (20.09.2010, 19:07): Herzlichen Glückwunsch an die TOP 3 Emotione, Agravain und Pavel :beer
Ich schicke euch einen virtuellen Pokal :engel - bin schon super neugierig auf die ganzen Zusatznominierungen (oje, was Rideamus da an Buchführung zu tun hatte, das hat ja fast lexikalischen Wert!). Heike
Emotione (20.09.2010, 22:35): Liebe Heike,
danke für den Glückwunsch, den ich aber mit einem lachendem und einem weinenden Auge entgegen nehme.
Im Gegensatz zu vielen Anderen bin ich auf Hilfsmittel wie Opern-, Operetten- und Musicalführer sowie Wikipedia angewiesen, die ich auch ganz hemmungslos nutze. Weshalb ich denke, dass Alle die Höchstpunktzahl verdienten, da ja bestimmt auch der Eiine oder Andere aus Zeit- oder anderen Gründen bei den Zusatzpunkten nicht weiter suchen wollte oder konnte.
Zur Frage 1) LE PROPHÈTE möchte ich noch bemerken, dass auch ich nur das Ballett und den Krönungsmarsch kannte. Gestern und heute habe ich endlich einmal die Oper im Ganzen gehört in einem Mitschnitt aus der WSO. Für mich persönlich steht diese wundervolle Musik in weiten Teilen im Widerspruch zu dem grauenvollen Geschehen, das hier geschildert wird. Da ich vermute, dass Sevi die Aufführungsserie 1998 in der WSO gesehen hat, wäre es schön, wenn sie zu gegebener Zeit hierzu einmal einen Kommentar schreiben würde.
:hello
Emotione
Severina (21.09.2010, 01:02): Liebe Emotione,
zunächst einmal: Du glaubst doch nicht im Ernst, dass irgendjemand aus unserer Raterunde ohne jedes Hilfsmittel zu den Lösungen gelangt??? Von den 18 Werken kannte ich den Großteil überhaupt nicht, und zu so vielen Zusatzpunkten wie Du oder die anderen Spitzenreiter wäre ich nicht gekommen, wenn mich Tante Google adoptiert hätte!! Also bitte keine falsche Bescheidenheit :D, ich kann nur sagen :down :down :down :down
Zu "Prophète": Ich war zwar tatsächlich in einer Vorstellung, hatte aber nur einen Stehplatz Seite, sodass ich von der Inszenierung nicht viel mitbekam. Ich erinnere mich nur an einige Eisengerüste und Kinder, die in Affenkostümen steckten. Auch die Musik hat sich mir nicht sehr eingeprägt, muss ich gestehen, obwohl ich mich entsinnen kann, von Domingo und Baltsa sehr beigeistert gewesen zu sein. (Aber das besagt nicht viel, von diesen beiden war ich immer begeistert :D ) Irgendwie war diese Aufführung so in die unergründlichen Tiefen meines Gedächtnissen gerutscht, dass zunächst einmal gar nichts klingelte bei Rideamus' erster Frage. Leider ein sehr dürftger Bericht also :S
lg Sevi :hello
Heike (21.09.2010, 07:35): Also bitte keine falsche Bescheidenheit großes Grinsen , ich kann nur sagen :down :down :down :down Genau!! ich glaub, die Gefahr, dass hier irgendjemand einen krankhaften Ehrgeiz zum Sieg entwickelt, besteht nicht - wir können uns alle einfach mitfreuen
und ich finde so ein bissel sportlichen Wettstreit im übrigen auch richtig schön! Heike (auch mit Hilfsmitteln bewaffnet)
Rideamus (21.09.2010, 12:36): Im Original waren alle aus der Stadt geflohen, in der diese Geschichte spielt, die hier in komödiantischer Form nachgedichtet wurde, wie der Titel verrät, der den Autoren zum Helden macht.
Gesucht wird insbesondere der fünfte Buchstabe der Stadt (deutsche Schreibung), in der das Werk spielt
Tipps:
In der ... Stadt Nr. 3 spielt in einem anderen Werk eines jüngeren Komponisten der Herr Papa eine glückstiftende Wirkung – Roi des Ètoiles
Überhaupt spielt die Stadt eine wichtige Rolle in der Geschichte der Gattung, der das gesuchte Werk angehört. Wobei zugegebenermaßen die Gattungsfrage in diesem Fall nicht ganz eindeutig zu beantworten ist – Zwielicht
Manchmal sollte man auch einfach mal ältere Novellen lesen – Roi des Étoiles
In der Oper, auf die der Roi des Étoiles in seinem ersten Tipp anspielt, wird diese Metropole einer ganzen Epoche mit einem blühenden Baum verglichen. Ich hatte in diesem Monat das Glück, diese Stadt besuchen und besichtigen zu können: Viel Grün sieht man in ihr allerdings nicht, wenn man unsere deutschen Städte gewöhnt ist – Cherubino
Wenn wir schon... bei Federvieh sind: eine der berühmtesten Novellen des Helden aus Stadt Nr. 3 dreht sich um (einen Falken) - Alexa
Mit meinen Tipps werd ich wohl 'der Liebling der Frau'n'. Ich frag jetzt mal nicht, woraus das ist – Roi des Étoiles
Weil die Priester und Mönche da nicht so gut wegkommen und es mitunter auch recht erotisch zuging, war das Original bei der Kirche verpönt - Heike
7 + 3 x 10 x 10 = 100 Widerspricht zwar den mathematischen Regeln, trifft aber für das Original zu - Emotione
Der Titelheld hat gewissen phonetische Ähnlichkeiten mit einem in diesem Land sehr beliebten Kugelspiel - Severina
Auch andere Werke des Musiktheaters, die in der gesuchten Stadt spielen, gehen davon aus, dass es schöne Frauen dort gibt und die Männer furchtbar eifersüchtig sind, was allerdings meistens (anders als in dem gesuchten Werk) Tragödien (oder Tragikomödien) zur Folge hat – Teresa Cellini
Die Originalvorlage dieses Werks ist ganz schön heftig deftig, uralt und eines der berühmtesten literarischen Zeugnisse seiner Epoche und sowieso seiner Nation. Recht verwandt übrigens mit einem Werk, das in Canterbury angesiedelt ist – Fairy Queen
Manchmal gewinnt Mann, wenn man verliert - Maggie
Dem Helden winkt ein herzoglicher Schwiegervater -Waldi
Die Lösung: Florenz als Schauplatz von Franz von Suppés Operette (oder komischer Oper) BOCCACCIO – Lösungsbuchstabe: E
Der 1819 im dalmatischen Split geborene und 1895 in Wien gestorbene Franz von Suppé ist heute vor allem dank seiner spritzigen Ouvertüren und zwei Werken ein Begriff, die zum kostbarsten gehören, was das Operettengenre hervorgebracht hat: der Einakter DIE SCHÖNE GALATHÉE (1865) und eben BOCCACCIO von 1879, in dem man sein Meisterwerk sehen darf. Als ich das Werk zu Beginn des Rätsels als Operette bezeichnete, fing ich mir einen leichten Tadel ein, denn tatsächlich könnte es problemlos als komische Oper durchgehen, wie Suppé, der ja noch vor Johann Strauß der eigentliche Begründer der Wiener Operette war, beispielsweise sein Frühwerk LEICHTE KAVALLERIE noch bezeichnete.
Mit seinen vielfältigen Musiknummern, seien es das textlich im Wortsinn unerhörte „Hab ich nur Deine Liebe, die Treue brauch’ ich nicht“, den Duetten wie dem herrliche Fechtduell, aber auch seinen Ballettnummern und vor allem den herrlichen Ensembles ist das Werk mindestens jeder Spieloper und den meisten Buffoopern gleichwertig. Ein großes Verdienst daran hat das Libretto von Camillo Walzel und Richard Genée, denen das Kunststück gelang, in ihrer zumindest oberflächlich prüden Zeit zwar nicht die Detailfreude, wohl aber einige Episoden aus dem siebten Buch von Boccaccios „Decamerone“ und deren freizügigen Geist in die Operette hinüber zu retten. Leider wurde das in den nachfolgenden Jahrzehnten und besonders im letzten Jahrhundert, das dem Original nicht trauen wollte oder es für zu unanständig hielt, durch immer neue Bearbeitungen manchmal bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt, wovon leider auch die bislang verfügbaren Aufnahmen nicht frei blieben. Aber fangen wir lieber der Reihe nach an.
Das Hauptwerk Giovanni Boccaccios (1313-1375), die 100 Novellen seines DECAMERONE, gehört fraglos zu den größten literarischen Werken der Weltgeschichte – nicht nur wegen seiner sprühenden Einfallskraft und exquisiten Sprache, sondern weil es zur Zeit des Ausbruchs der damals schlimmsten vorstellbaren Katastrophe, der Florentiner Pest von 1348, die Boccaccio selbst erlebte, die Lebensfreude in oft drastischer, immer aber ansteckender Weise feiert. Ich kann nur vermuten, wie weit die Stellung der Frau im damaligen Mittelalter die von Boccaccio geschilderte, zwar streng bewachte, aber mit viel List errungene Freizügigkeit erlaubte, oder ob diese Darstellung schon eine Konsequenz des nahe geglaubten Weltendes war, in der viele Regeln, vor allem solche des Anstands, über Bord geworfen wurden, aber es ist bemerkenswert, wie lebhaft Suppés Librettisten gerade diesen Aspekt aufgriffen, wobei sie sich des legitimen Kunstgriffs bedienten, Boccaccio zum Helden seines eigenen Werkes zu machen. Dabei stellten sie ihn allerdings in einer Weise dar, die mit dem authentischen Literaten oder gar dem späteren frommen Wissenschaftler kaum mehr etwas zu tun hat.
Es ist es kein Wunder, dass Suppés BOCCACCIO gerade beim weiblichen Publikum besonders beliebt ist, denn hier werden, was angesichts des Sujets zwar logisch ist, aber in Anbetracht seiner Entstehungszeit auch verblüfft, die Frauen in einer Weise gewürdigt, ja, gefeiert, wie in kaum einem anderen Werk. Deswegen finde ich es auch ein Unding, aus einem völlig falsch verstandenen Authentizitätsgedanken heraus den Boccaccio statt als Hosenrolle, wie von Suppé komponiert, mit einem Tenor oder Bariton zu besetzen. Man höre sich nur mal Rupert Glawitsch, Hermann Prey oder gar Rudolf Schock in dem Duett „Ma bella Fiorentina“ bzw. „Florenz hat schöne Frauen“ an und vergleiche den Klang mit dem ungleich schöneren des Duetts in diesem – leider auch deutschsprachigen - YouTube-Ausschnitt aus der Wiener Volksoper mit Elisabeth Kulman und Jennifer O’Laughlin: "http://www.youtube.com/watch?v=VRYiYwd0Ih8". Es würde mich nicht verwundern, wenn Richard Strauss hier die Anregung seiner Komposition des Rosenkavaliers Octavian als Hosenrolle bezog, die er gegen den heftigen Widerstand Hofmannsthals (zum Glück) durchsetzte.
Mit der Umbesetzung und Eindeutschung des im Original italienischen Duetts ruinierten die Bearbeiter nicht nur die essentielle Fortführung einer Tradition des Musiktheaters, welche die Bedeutung und Ambivalenz der Rolle der Frauen besonders deutlich betonte, sondern die Bemühung der Autoren um lokale und sprachliche Authentizität. Leider wurde die später durch die unsäglichen Italienschlager der 50er Jahre endgültig an den Rand des Erträglichen geschoben. Vor 150 Jahren aber war der Einsatz der italienischen Originalsprache im Volkstheater mehr als ungewöhnlich, und man sollte die Motive der Schöpfer des Werkes respektieren, sich hier ihrer zu bedienen.
Vor dem Hintergrund dieser Überlegungen bin ich auch nicht recht glücklich mit dem bisherigen Angebot an Einspielungen, sei es die bekannteste von Boskovsky, mit einem ungewöhnlich sülzenden Hermann Prey und einer stocksteifen Anneliese Rothenberger, oder die besseren von Wilhelm Schüchter mit Rita Streich und Rupert Glawitsch oder die Fassung aus der Wiener Staatsoper von Anton Paulik mit Elisabeth Roon, Waldemar Kmentt, Gerda Scheyrer und Walter Berry, die leider nur als großer Querschnitt aufgenommen wurde.
Meine Lieblingsaufnahme ist leider nur der Rundfunkmitschnitt einer Aufführung der Wiener Volksoper unter Marc Piollet mit der authentischen Stimmbesetzung Antigone Papoulkas, Birgit Steinberger, Reinhard Alessandri und Heinz Zednik. Der erwähnte YouTube-Ausschnitt basiert meines Wissens ebenfalls auf dieser Inszenierung, und eine vollständige Veröffentlichung eines Mitschnitts dieser Inszenierung, so es ihn denn gibt, wäre höchst wünschenswert.
Noch besser aber wäre natürlich die Aufzeichnung einer Neuinszenierung, die dieses Meisterwerk der deutschsprachigen Musikliteratur ähnlich respektiert wie Laurent Pelli und Marc Minkowski die Werke Jacques Offenbachs.
Nun zu den Zusatzpunkten, bei denen es wenig überraschen dürfte, dass sehr viele Ratefreunde hier erstmals ihre Maximalquote von fünf Punkten erfüllten. Die Frage war in der Tat die erste, bei der ich das erwartete, wenn ich auch nicht unbedingt damit rechnete, dass Puccinis GIANNI SCHICCHI hier die Spitzenposition der Nominierungen einnehmen würde, wie verdient auch immer. Die anderen Werke, die hier genannt wurden, führe ich einfach mal in der ungefähren Reihenfolge auf, in der sie gefunden wurden:
Puccini: Gianni Schicchi; Zemlinsky: Florentinische Tragödie; Leoncavallo: I Medici; Schillings: Mona Lisa; Stanford / Kirchner: Savonarola; Glass: Galileo Galilei; Weill: The Firebrand of Florence; Halévy: Guido e Ginevra; Mercadente: Elisa und Claudio; Giordano: La cena delle beffe; Ginastera: Bomarzo; Donizetti: Buondelmonte; Paer: I fuorusciti di Firenze
Sollte ich welche zu notieren vergessen haben, bitte ich um Ergänzung hier. Dabei finden sich etliche Kostbarkeiten, auf die einzugehen hier leider zu weit führen würde, etwa die Werke Zemlinskys und Weills (weniger die Schreker-Kopie MONA LISA von Schillings), aber ich wäre auch sehr neugierig auf Einspielungen der Werke von Leoncavallo, Giordano, Halévy, Donizetti, Mercadente oder Paer, von den mir gänzlich unbekannten anderen Werken ganz zu schweigen.
Kennt Ihr welche davon? Und was haltet Ihr von Suppés komischer Oper bzw. Operette?
:hello Rideamus
Rideamus (22.09.2010, 12:49): Nur Wenigen ist bewusst, dass der Schauplatz dieser bekannten Oper um überkochende Gefühle und falsche Kriege diese Stadt ist, die schon eine gewisse Tradition im Überkochen hat. Eigentlich schade, dass das in Inszenierungen so wenig genutzt wird.
Für die Zusatzpunkte gilt die unmittelbare Region des Schauplatzes mit ihrer weithin sichtbaren Touristenattraktion, nicht nur die Stadt selbst, und der hier besonders gesuchte Buchstabe ist der zweite der Stadt in ihrer lokalen Schreibweise.
Tipps:
Man könnte meinen, die gesuchte Oper spiele im Karneval - der in der gesuchten Stadt auch eine reiche Tradition hat – Zwielicht
Die weiblichen Hauptdarstellerinnen kommen aus einer Stadt weiter nördlich ; gleich nebenan spielt noch eine weitere Oper, in der die Gefühle genauso überkochen und die Folgen noch um etliches drastischer sind – Armin Diederich
Wenn man an der Klaviatur sitzend und ein bestimmtes Gebäck kauend diesen Zusammenklang anschlägt, so ist man quasi schon ganz dort – Agravain
Aber sterben sollte man nicht, wenn man da ist - auch wenn’s heutzutage noch manchmal gefährlich werden kann, was dann allerdings weniger an der Touristenattraktion liegt – Roi des Étoiles
Der Librettist verstarb in New York und hieß eigentlich Emmanuele Conegliano – Pavel
Auf die Damen wird gerne mit der Moralkeule eingedroschen. Die Herren sind weit infamer – Calisto
Na, eine der Weibspersonen hat’s aber auch faustdick hinter den Ohren – Roi des Étoiles
Die gemeinte Stadt liegt an einer Meeresbucht, in welcher sich mehrere kleine bis kleinste Inseln befinden. Eine der zur letzteren Kategorie gehörenden wurde in den 1950ern von Rudi Schuricke in einer berühmt gewordenen deutschen Schlagerschnulze besungen - Sfantu
Na ja, in einen echten Krieg müsste man doch wirklich ziehen, meine ich zumindest. Mit dem von Rideamus erwähnten Wahrzeichen hatten schon die ollen Römer ihre Zores. (Sehr zur Freude ihrer modernen Nachfahren!) - Severina
Ein Gastwirtssohn aus Südfrankreich regierte sieben Jahre in dem nach der Stadt benannten Königreich – Emotione
Zwei weitere Opern, die den selben Librettisten haben, spielen in Spanien. Die gesuchte Stadt und ihre Umgebung waren viele Jahre lang ebenfalls unter Herrschaft Spaniens bzw. eines spanischen Landes – Teresa Cellini
In der ersten Szene dieser Oper flattert ein Vogel aus Arabien durch das Textbuch - dabei befinden wir uns eigentlich in einer ganz anderen Region der Welt – Cherubino
Es gibt nicht nur falsche Kriege, sondern auch falsche Suizide – Heike
Ein sehr berühmtes Gericht, bestehend aus langen zumeist gelblichen, sehr dünnen N..... plus Soße trägt den Namen der gesuchten Stadt – Maggie
Nein, auf das Werk kommt man nicht so leicht, auch wenn man die Stadt nach den Tipps leicht errät: Was in dieser Stadt alle so machen??????? Nicht nur Spaghetti und Pizza essen, scheint es! – Fairy Queen
Ein Arzt und ein Notar spielen in der Oper eine wichtige Rolle; die Qualifikation dieser Respektspersonen ist allerdings zu hinterfragen – Waldi
Die Lösung: Neapel bzw. Napoli als Schauplatz von W. A. Mozarts Oper COSI FAN TUTTE – Lösungsbuchstabe A
Rideamus (24.09.2010, 16:35): Wenn ein Stück schon mit "Oh, du..." anfängt, hat man meist Grund, skeptisch zu sein. Hier aber fängt eine beliebte Arie so an und preist den Schauplatz des Stückes, das einen historischen Hintergrund hat. In seiner Nähe steht übrigens eine Gemeinsamkeit mit dem vorigen Schauplatz.
Wichtig ist hier der erste Buchstabe der Stadt, in der das Werk spielt
Tipps:
Das Werk wurde für jene Stadt geschrieben, die in diesem Rätsel eher nicht vorkommen wird (und gehört - zumindest der Form nach - zum gleichen Genre wie Nr. 1). Das brachte dem Komponisten ein Sprachproblem ein; er lernte jene Fremdsprache erst später besser (aber die Frau an seiner Seite sprach sie ziemlich gut) – Quasimodo
Seitenblick auf die Filmgeschichte: Das sehr große Opernhaus der gesuchten Stadt ist der Schauplatz einer der letzten Szenen einer großen dreiteiligen Familiensaga. Im Film wird dort zwar eine andere Oper gespielt als die im Rätsel gesuchte, der Ort der Handlung ist allerdings nicht weit entfernt – Zwielicht
Die große Arie wird vom Leibarzt eines früheren Herrschers gesungen. Die Stadt verbindet mit der aus der vorherigen Frage geschichtlich einiges – Pavel
Die gesuchte Stadt hat mit der von Nr. 4 auch eine unrühmliche Gemeinsamkeit! (Die aber der Filmindustrie umso mehr Ruhm eingebracht hat!) - Severina
Auch eine Oper eines anderen und zum Gegenpol stilisierten Komponisten spielt in derselben Stadt – Roi des Étoiles
Nicht nur Ravel komponierte einen Bolero – Calisto
Goethe suchte in dieser Stadt (vergeblich) nach der Urpflanze! – Heike
Der Werktitel benennt ein Ereignis in der gesuchten Stadt, das auch in einer Zeile der Nationalhymne des Landes erwähnt wird - Emotione
Vermutlich handelt es sich bei der hier angeführten Arie um die bekannteste Liebeserklärung an eine Stadt bzw. die Heimatstadt, die jemand in der Oper (und nicht einmal eine eindeutig positive Figur) singt. Von der Situation her vergleichbare Arien finden sich übrigens auch in zwei weiteren Opern dieses Komponisten, die allerdings früher entstanden sind und in der letzten Oper von Gaetano Donizetti – Teresa Cellini
Und - für den Kenner des deutschsprachigen Pop der Achtziger - die EAV besang die heißen Nächte in dieser Stadt – Agravain
Wenn man griechische Antike studieren will, sollte man eher in die Region, deren Metropole die gesuchte Stadt ist, als nach Griechenland selbst reisen- hat man mir schon mehrfach gesagt. Außerdem ist mein Opern- Lieblingskomponist dort gebore (in der Region, nicht in der Stadt!), was ein weiterer Grund wäre, endlich mal hinzufahren. Aber man sollte sich wohl gut bewaffnen - Fairy Queen
Die Lösung: Palermo als Schauplatz von Giuseppe Verdis LES VEPRES SICILIENNES bzw, I VESPRI SICILIANI – Lösungsbuchstabe: P
Verdis erstes eigens für die pariser Opéra geschriebenes Werk hatte es lange Zeit sehr schwer bei mir, denn ich lernte diese Oper in dieser deutschsprachigen Aufnahme mit (immerhin) Helge Rosvaenge, Heinrich Schlusnus und Maud Cunitz kennen:
Rideamus (25.09.2010, 12:39): Ich gestehe: hier habe ich die Regeln etwas gedehnt um endlich auch einmal dieses Lieblingsstück von mir in einem Rätsel unterbringen zu können, denn der Schauplatz des Werkes wird zwar sehr konkret benannt, ist aber eher allgemein regional gemeint. Jedenfalls gilt das für dieses Stück um eine unfreiwillige Touristin oder auch eine Entführung und ihre Folgen.
Besonders wichtig ist hier der vorletzte Buchstabe der Stadt in der üblichen deutschen Schreibung
Tipps:
Wenn Verwirrte nur Glöckchen im Kopf haben. . Unvermutet kommt es im zweiten Akt zu einer heroischen Arie – Calisto
Mann, wenn man dort geboren wurde, musste man schon Künstler werden und Ungewöhnliches schaffen. Bücher über Seuchen, Symphonien mit obligaten, schwer zu transportierenden Aerophonen... – Agravain
Nicht nur bei Romanen oder Filmen kommt es bei Erfolg manchmal zu 'Nachfolgern' – Roi des Étoiles
Für den Nachfolger (der die Herkunft der Protagonisten umkehrt) müssten wir allerdings wieder in die Gegend des Schauplatzes von Nr. 4 zurückkehren – Quasimodo
Die 2. Silbe des Namens dieser Stadt rückwärts gesprochen ergibt die gute erste Silbe des Titels eines recht bekannten Bühnenstücks von Arthur Schnitzler, in welchem eine Reihe erotischer Begegnungen geschildert wird. Ausserdem: Der grosse klassizistische Romantiker der französischen Tonkunst starb hier - Stadt und Land waren oft Inspirationsquellen für seine Schöpfungen, was sich auch in einigen Werktiteln niederschlug – Sfantu
Der Komponist hat zugegeben, dreimal im Laufe seines Lebens geweint zu haben - zwei der Anlässe seiner Tränen waren musikalischer und einer kulinarischer Art - Heike
Einmal sah ich einen Gangsterfilm in schwarz/weiß, der in der gesuchten Stadt spielt – Calisto
In diesem Stück ist Niesen auf der Bühne ausdrücklich erwünscht, leider verfehlt es völlig seinen Zweck - Emotione
Siebzehn Jahre nachdem die Oper spielt (bzw. vierzehn Jahre nach ihrer Uraufführung) wurden in der gesuchten Stadt einem ausländischen Gesandten einige Hiebe mit einer Fliegenpatsche verpasst, was einen Kolonialkrieg auslöste – Zwielicht
Ein Werk, in dem die Eunuchen von Bässen gesungen werden – Teresa Cellini
ALSO zu Frage Sex, äh Sechs. Er kann mit ihr ersteres nicht mehr ertragen. - Maggie
Der Komponist war wohl niemals dort- oder doch? In dem Land in dem ich jetzt lebe, kommen viele Einwanderer von da- nicht sehr erstaunlich..... – Fairy Queen
Was einer Südländerin nicht alles passieren kann bei Leuten, die dem aber geistig nicht gewachsen sind... – Waldi
Die Lösung: Algier als Schauplatz von Gioacchino Rossinis L’ITALIANA IN ALGERI – Lösungsbuchstabe: E
Gioacchino Rossini, hatte seine erste Oper, DEMETRIO E POLIBIO, bereits mit 14 Jahren geschrieben und weitere fünf zur Aufführung bringen können, als ihm 1813, im Alter von nur 21 Jahren, mit zwei grundverschiedenen Werken, nämlich der Opera Seria TANCREDI und eben der komischen Oper L’ITALIANA IN ALGERI in Venedig der große Durchbruch gelang. Während von TANCREDI aber lange nur die glanzvolle Arie „Di tanti palpiti“ überlebte, bevor sie – vor allem dank Marilyn Horne – wieder ins Repertoire der Opernbühnen gelangte, verschwand die ITALIANA nie vollkommen von den Bühnen der Welt, auch wenn sie später noch von dem BARBIERE DI SIVIGLIA an Beliebtheit übertroffen wurde.
Der Grund dafür liegt fraglos in der Fülle der melodischen Einfälle zwischen der großartigen Tenorarie „Languir per una bella“ über das urkomische Finale des ersten Aktes „Viva, viva il flagel delle donne“ bis zur nicht weniger lustigen „Auszeichnung“ des Bey im zweiten Akt als Papataci und der von Calisto angesprochenen „patriotischen“ Arie Isabellas „Penso alla patria“ steckt das Werk voller köstlicher Einfälle. Die Stretta des Finales des ersten Aktes, „Nella testa ho un campanello“ diente zudem als Vorbild zahlreicher Finali Rossinis, der sich nicht zu schade war, in seinem Barbier die Idee des Klopfens im Kopf fast wörtlich zu übernehmen. Mann kann das sehr schön in einem Vergleich zwischen dieser herrlichen Inszenierung Michael Hampes aus Schwetzingen "http://www.youtube.com/watch?v=cBLUxnnl7A0" und der Inszenierung des BARBIERE Jean Pierre Ponnelles in der Mailänder Scala sehen: "http://www.youtube.com/watch?v=qTLImwochUQ".
Die Handlung dieser Oper im Detail zu schildern, hieße zur Zeit wahrscheinlich, Sarrazinen in ihren Vorurteilen zu bestätigen, aber wer sie wirklich noch nicht kennt, kann sie gerne hier nachschlagen: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper…hrer/#post62173. Ganz in der Nähe findet man auch eine Beschreibung der in den Tipps erwähnten „Fortsetzung“ IL TURCO IN ITALIA, die in meinen Ohren allerdings alle Nachteile der meist schwächeren Inspiration solcher Neuauflagen aufweist, wenn auch auf einem, bei Rossini selbstverständlichen, sehr hohen Niveau, um das ihn manch anderer Komponist nur beneiden kann.
Wie auch bei anderen Werken Rossinis bis hin zu IL VIAGGIO IN ITALIA geht es mir bei dieser Oper regelmäßig so, dass mich das Werk dermaßen einfängt und hinreißt, dass ich kaum in der Lage bin, mich noch relative Qualitäten zu kümmern. Entsprechend schwer fällt es mir, hier die besten Einspielungen zu benennen, weil die Oper selbst dafür sorgt, dass sie alle ihre Qualitäten haben. Dennoch kann/muss ich zwei Tonaufnahmen zu den „besten“ deklarieren, nämlich diese hier:
und diese, die gerade besonders günstig ist (aber natürlich auch ohne Lbretto einher kommt):
Der Grund liegt in dem einem Fall bei dem Dirigenten Claudio Abbado und seiner Besetzung, in der vor allem Agnes Baltsa und Ruggero Raimondi hervorzuheben sind, und im anderen bei der Titelfigur von Marilyn Horne, die gegenüber Agnes Baltsa eine noch beweglichere Kehle hat, und dem Mustafa von Samuel Ramey. Wegen des noch präziseren Dirigates würde ich dennoch problemlos die Aufnahme Abbados vorziehen, wenn sie nicht auch die mit Abstand teuerste wäre.
Eigentlich sollte man die Oper aber nicht nur hören, sondern auch sehen. Die Entscheidung zwischen den verschiedenen DVD fällt aber keineswegs leichter. Wegen der wirklich witzigen Inszenierung Michael Hampes und der Darstellung der Titelrolle durch Cecilia Bartoli würde ich der bereits angesprochenen Aufzeichnung aus Schwetzingen den Vorzug gegenüber den anderen Alternativen geben (die Turiner Aufzeichnung mit Juan Diego Florez nach einer Inszenierung Jean-Pierre Ponnelles gibt es leider nicht im kommerziellen Angebot). Aber auch diese Aufnahme aus Aix en Provence hat wegen einer ausgesprochen witzigen Inszenierung und einem hoch begabten, jungen Ensemble ihre Verdienste:
Wer sie testen will, kann das in zahlreichen Ausschnitten bei YouTube tun, etwa hier: "http://www.youtube.com/watch?v=MO8rzagkwxA". Mit ein paar Clicks kann man von dort sogar zu der gesamten Aufführung gelangen; da bei diesem russischen Link jedoch die Rechtslage fragwürdig ist, beschränke ich mich lieber auf den Nachweis der offiziellen DVD.
Spannend blieb lange die Frage nach den Zusatznominierungen. Mir selbst war auch nur eine Möglichkeit bekannt, nämlich das Vorbild Rossinis, die sechs Jahre vor seinem Erfolgswerk aufgeführte Oper Luigi Moscas mit dem gleichen Titel und Stoff. Obwohl es von der sogar eine – mir leider nicht bekannte, weil unangemessen teure - Aufnahme gibt, dauerte es sehr lange, bis jemand erstmals dieses Werk nominierte:
Erst zum Schluss, als die ernsthaften Forscher zum Endspurt ansetzten, wurden noch eine Reihe weiterer und mir (mit Ausnahme der Werke von Nono und Victor Herbert) bis heute nicht einmal dem Namen nach bekannter Werke gefunden, obwohl sich Azio Corghis ISABELLA sogar auf die ITALIANA bezieht, nämlich
Adriana Hölszky: Die Wände; Dagoll Dagom: Mar i cel; Luigi Nono: Intolleranza; Victor Herbert: The Rose of Algeria; Frank Lindon: The Prisoner of Algiers; Eugene D'Albert: Sirocco; Niccolo Jommelli: La Schiava liberata; Gennaro Astarita: Il corsaro algerino; Azio Corghi: Isabella; Joseph Schuster: Osmano Bey d'Algeri
Über die finden sich durchweg Informationen im Internet, wenn auch zuweilen nur spärliche, die aber tatsächlich ausreichten um eine Lokalisierung in Algier zu überprüfen.
Nun seid Ihr wieder dran. Welche der vielen guten Aufnahmen der ITALIANA kennt und bevorzugt Ihr?
:hello Riddleamus
Heike (26.09.2010, 09:04): Mmmm also wenn ich ganz ehrlich bin - Rossini ist so ziemlich derjenige unter den berühmten Opernkomponisten, den ich am allerwenigsten mag und höre. Daher besitze ich auch keine seiner CDs oder DVDs, auch wenn ich einige Werke von Bühne oder Radio/ TV kenne. Irgendwie kann ich mit dem so ganz und gar nicht warm werden. Vielleicht kenne ich aber auch genau das nicht, was mir gefallen würde ;-) Heike
Rideamus (26.09.2010, 15:29): Liebe Heike,
das mit Rossini ist natürlich geradezu tragisch, aber gewaltsame Bekehrungsversuche haben da natürlich auch keinen Sinn. Wenn Du es ernsthaft mit ihm vrsuchen willst, fange mal von (fast) hinten an, also mit dem WILHELM TELL oder der PETITE MESSE SOLENELLE. Jedenfalls hoffe ich, dass Du mit diesem deutschen Pendant von Rossinis ADINA OVVERO IL CALIFFO DI BAGDAD anscheinend mehr anfangen kannst:
Um zu unserer nächsten Etappe zu gelangen, kümmern wir uns nicht um das Land der schlauen Opernfriseure im Norden von Algier, sondern besteigen einen fliegenden Teppich, reisen weit nach Osten und gelangen in ein Märchenreich, dessen Hauptstadt heute leider ganz andere Assoziationen weckt. Im Gegensatz zum vorigen Werk hört man in dem hier gefragten Werk vom ersten Ton an, wo der Schauplatz liegt, der in dem Titel des Stückes auch genannt wird. Dabei stammt das dazu passende Werk gar nicht von dort, sondern von einem grandiosen Übersetzer vieler Werke von Hector Berlioz.
Hier geht es um den zweiten Buchstaben der Stadt, in der das Werk spielt.
Tipps:
Ein aktueller berühmter Jubilar bearbeitete einmal eine unbekanntere Oper eines anderen berühmten Komponisten, der ebenfalls eine (unbekanntere) Oper schrieb, die in der gesuchten Stadt spielt – Roi des Étoiles
Unser Reiseziel XXX von Nr. 7 liegt auf 33° 20', ist also sogar etwas südlicher (als Algier) – Pavel
In der Schweiz wäre eine Aufführung des gesuchten Werks wohl eine der wenigen Gelegenheiten, bei der dort ein Muezzin vom Minarett zum Gebet rufen dürfte. Aber nicht nur in der Schweiz, auch in Deutschland ist diese wunderbare Oper m. W. seit über zehn Jahren nicht mehr aufgeführt worden – Zwielicht
Das in Rede stehende bezaubernde Werk wurde zuletzt vor exakt vierzig Tagen aufgeführt, allerdings weder in Deutschland noch in der Schweiz- Thorstein
Es muss nicht immer ein Waschkorb sein. Manchmal reicht auch eine Schatztruhe , um sich zu verstecken. Es ist ein Jammer, dass diese Oper so selten (oder gar nicht?) aufgeführt wird - Calisto
Da hast Du völlig Recht eine Oper die so humorvoll ist gibt es selten. Auch gibt es kaum eine Stadt, die so viele Geschichten für Einen hat, der dort regiert – Oper 333
Der Komponist starb in seinem 50. Lebensjahr in seiner Vaterstadt, einer rheinischen Karnevalshochburg, auf einem Spaziergang an der damals noch nicht behandelbaren Diabetes. Er war ein glühender Fürsprecher der Neudeutschen, blieb mit seinen verfeinerten, lyrischen Mitteln aber selbst im Schatten der großen Exponenten (die waren einander Schwiegerpapa und -sohn) dieser Richtung. Wenn heute sein Name fällt, denken die Nicht-Klassik-Hörer an einen namensgleichen österreichischen Schlagerfuzzi – Sfantu
Bei der Uraufführung des Werkes wurde in Weimar der Dirigent (ein berühmter Klaviervirtuose) ausgezischt. Daraufhin hat er keine Opern mehr dirigiert– Heike
Der berühmte Klaviervirtuose und Uraufführungsdirigent des gesuchten Werkes aus Heikes Tipp und der Schwiegerpapa aus meinem bilden eine Personalunion- Sfantu
Ein doppeldeutiger Schatz bewirkt den Ausgang dieses Werkes – Teresa Cellini
Schon seltsam wie gut unterrichtet und schlau die Männer dieser Zunft glauben zu sein, oder sind sie es wirklich, oder scheinen sie es etwa nur zu sein. - Maggie
Da wäre zu ergänzen, dass es bei diesem Werk für den ersten Ton zwei Möglichkeiten gibt ; eine in h-moll, eine in D-Dur... – Armin Diederich
Die Vertreter der Zunft, welcher der Titelheld angehört, gelten allgemein als geschwätzig. Unsere gesuchte Person hält sich obendrein noch für ein Total-Universalgenie- Emotione
Von dem Komponisten kenne ich eigentlich nur Weihnachtslieder, traurig genug! Die einstige Stadt der üppigsten Märchen-Träume, ist nun zum Albtraum geworden, noch trauriger! – Fairy Queen
Was einfaches Blumengießen doch für Folgen haben kann... – Waldi
Die Lösung: Bagdad als Schauplatz von Peter Cornelius’ komischer Oper DER BARBIER VON BAGDAD – Lösungsbuchstabe: A
Peter Cornelius (1824-1874) war ein Freund und Schüler von Franz Liszt in Weimar und als solcher ein beredter Befürworter der „neudeutschen“ Bewegung in der Musik, weshalb er lange Zeit fälschlich für einen Wagner-Adepten gehalten wurde, was er nie wirklich war. Zwar schätzte er Wagner sehr, aber dieser verdankte ihm auch einiges, vor allem in den Konversationen der MEISTERSINGER. Cornelius' Beziehungen verhinderten allerdings nicht, dass er notorisch arm war und die meiste Zeit seines Lebens von Freunden unterstützt werden musste.
Daran änderte auch seine Oper DER BARBIER VON BAGDAD nichts, die nur eine einzige Premierenvorstellung in Weimar im Jahr 1858 erlebte und dann von Cornelius zurückgezogen wurde, weil sie bei der Premiere gnadenlos ausgebuht wurde – ein Urteil, das allerdings eher der Person Franz Liszts als dem Werk galt, worauf Heikes Tipp mit Recht verweist. Auch seine spätere Oper DER CID (1875) wurde ungeachtet ihrer beachtlichen Qualität kein Erfolg. So begegnete mir Cornelius in letzter Zeit häufiger als Übersetzer etwa der NUITS D’ÉTÉ, des wunderbaren Liederzyklus von Hector Berlioz, der in Liszt und Cornelius seine engagiertesten deutschen Förderer fand, denn als Komponist. Heute noch wenigstens einem Kreis von Eingeweihten bekannt ist er aber vor allem als Schöpfer von geistlichen Liedern.
Als Zeugnisse für die Qualität deseiner zauberhaften komischen Oper habe ich mir erlaubt, diesen Beitrag des engagierten Mitraters Zwielicht aus einer anderen Welt hierher zu holen:
"Ich finde, dass der "Barbier von Bagdad" musikalisch den mir bekannten Opern von Lortzing ("Zar und Zimmermann", "Wildschütz") oder gar Flotow ("Martha") turmhoch überlegen ist: In Harmonik und Rhythmik ohnehin (man höre nur mal die h-moll-Ouvertüre!), aber auch melodisch. Das Libretto zum "Barbier" ist brillant, Cornelius war dichterisch ungeheuer begabt (und hat ja auch in der Germanistik Aufmerksamkeit gefunden).
Er war (von den Sonderfällen Liszt und Wagner mal abgesehen) der deutsche Komponist, der am produktivsten Berlioz rezipiert hat - im "Barbier" schimmert immer wieder mal der Tonfall von "Benvenuto Cellini" durch. Cornelius gehörte zwar zu Wagners Freundesriege (in dessen Münchner Zeit), erwies sich aber als zu unabhängiger Kopf und wurde von Cosima aus dem Dunstkreis des Meisters hinauskomplimentiert. Noch enger war die Beziehung zu Liszt, der den "Barbier" ja uraufgeführt hat, allerdings auch massiv in die musikalische Substanz eingriff (Auswechslung der Ouvertüre z.B.).
Das Lamento über zu Unrecht vernachlässigte Werke trifft hier wirklich einmal zu. Ich weiß nicht, wann an einem Theater im deutschsprachigen Raum der "Barbier" zuletzt auf die Bühne gebracht worden ist.
Diesen Feststellungen ist uneingeschränkt zuzustimmen. Wer sich fragt, wo Cornelius sich von Berlioz hätte inspirieren lassen können, der höre mal das Duett Nureddin-Bostana ("Wenn zum Gebet vom Minarett...") und direkt danach das Terzett des ersten Aktes von BENVENUTO CELLINI. Vergleichbar Auffälliges gibt es z. B. in einigen Violinläufen der Ouvertüre, aber auch vielen instrumentalen Details überall in der Oper. Cornelius hat aber nicht nur von Berlioz gelernt, sondern auch vermocht, ihn in dessen Sinn "fortzuschreiben". Man höre sich mal das Vorspiel des Zweiten Aktes an. Es wäre in der, zwar zehn Jahre früher uraufgeführten, Cornelius aber allenfalls über Liszt bekannten, DAMNATION DE FAUST zwar vom Ton her, nicht aber in der Instrumentierung deplatziert. Damit will ich keineswegs Cornelius des Plagiates bezichtigen, denn er machte etwas sehr Eigenes daraus (von seinem herrlichen Text ganz zu schweigen), nur Zwielicht bei dem für manche vielleicht etwas überraschenden Hinweis auf die Querverbindungen zwischen Cornelius und Berlioz unterstützen.
Es ist wirklich eine Schande, dass diese wunderbare Oper so selten aufgeführt wird. Allerdings ging es ihr international wohl noch schlechter, vermutlich wegen der fein ziselierten Sprache, die sich einer angemessenen Übersetzung ähnlich verweigert wie die Texte von William S. Gilbert.
Rideamus (26.09.2010, 16:16): In dem anderen Forum (i. e. CAPRICCIO) hat "Zwielicht" meinen Beitrag in einer so dankenswerten Weise ergänzt, dass ich sie Euch hier nicht vorenthalten möchte:
Lieber Rideamus,
schön, dass Du an alte Unterhaltungen in einer anderen Welt erinnerst .
Zitat von »Rideamus« nur Zwielicht bei dem für manche vielleicht etwas überraschenden Hinweis auf die Querverbindungen zwischen Cornelius und Berlioz unterstützen.
... Hinweise, die übrigens bereits von Felix Weingartner gegeben worden sind.
In einer autobigraphischen Skizze von 1852 erzählt Cornelius von seiner Entdeckung der Kompositionen Berlioz':
Ich höre Berlioz, stürze über seine Partituren her, studire Tag und Nacht darüber - und war ganz verliebt in diesen "Benvenuto Cellini", noch eh ich den "Lohengrin" gehört.
In einem Brief an Liszt (1855) schreibt er über sein Barbier-Libretto:
Einige Anklänge an "Cellini" sind unvermeidlich gewesen, z.B. eine Gedrängszene.
Zitat von »Rideamus« Allerdings ging es ihr international wohl noch schlechter, vermutlich wegen der fein ziselierten Sprache, die sich einer angemessenen Übersetzung ähnlich verweigert wie die Texte von William S. Gilbert.
Wobei es Anfang des 20. Jahrhunderts - als das Werk in Deutschland recht oft gespielt wurde - auch Produktionen in Italien, Spanien und Russland gegeben hat.
Zitat von »Rideamus« so gilt schon seit Jahrzehnten, dass die Einspielung Erich Leinsdorfs mit Elisabeth Schwarzkopf alsherrlich künstlicher Märchenprinzessin, Nicolai Gedda und Hermann Prey als prahlerischer Barbier sowie Oskar Czerwenka als unübertrefflich prahlerischer Barbier wohl unschlagbar bleibt
Wir hatten ja damals eine längere Diskussion über Fassungsfragen. Bei Leinsdorf konnten wir nicht vollständig eruieren, inwieweit der Dirigent hier teilweise Bearbeitungen von Mottl und Levi zugrunde legt. Die Aufnahme beinhaltet jedenfalls Kürzungen. Bei Hollreiser ist man fassungsmäßig auf der sicheren Seite, leider sind Dirigat und Sänger nicht durchweg erstklassig.
Auch nicht klären konnten wir die interessante Frage, inwieweit der Barbier einen gewissen Einfluss auf den Konversationsstil insb. im ersten Akt von Wagners Meistersingern gehabt hat (Hypothese von Peter P. Pachl). Ziemlich sicher aber ist, dass die Titelfigur auch eine sehr gelungene Parodie auf Cornelius' temporären Freund Richard Wagner ist, besonders deutlich in der Titulierung als Gesamtgenie im wunderbaren Monolog des ersten Akts:
Bin Akademiker Doktor und Chemiker, Bin Mathematiker Und Arithmetiker, Bin auch Grammatiker, Sowie Ästhetiker, Ferner Rhetoriker, Grosser Historiker, Astrolog, Philolog, Physiker, Geolog, Geograph, Korograph, Topograph, Kosmograph, Linguist und Jurist Und Tourist und Purist. Maler und Plastiker, Fechter, Gymnastiker.
Tänzer und Mimiker, Dichter und Musiker, Grosser Dramatiker, Epigrammatiker, Scharfer Satiriker, Epiker, Lyriker, Dabei ein Sokrates Und Aristoteles. Bin Dialektiker, Sophist, Eklektiker, Zyniker, Ethiker, Peripathetiker. Bin ein athletisches, Tief theoretisches, Musterhaft praktisches, Autodidaktisches Gesamtgenie, Ja, ein Gesamtgenie!
Viele Grüße Bernd
Rideamus (27.09.2010, 12:08): Wir reisen weiter an einen Ort, der schon eine gewisse Tradition als Ausgangspunkt langer Reisen hat, wie wir sie von hier aus ebenfalls antreten werden. Hier begegnen wir einem sehr weltläufigen und einst besonders in Deutschland sehr beliebten, heute aber leider kaum mehr wahrgenommenen Komponisten, der in der gesuchten Stadt geboren wurde und auch starb und mehrere seiner Werke hier ansiedelte. Unter diesen frage ich besonders nach einem mit mehreren nicht besonders sympathischen, aber dennoch liebenswürdigen Hauptfiguren, die viel von ihren Frauen lernen können - und müssen.
Besonders wichtig ist hier der zweite Buchstabe der gefragten Stadt.
Tipps:
Mit dem flotten Gefährt, das in einer anderen Stadt dieses Landes produziert wird, und dessen Name irgendwie mit dem Namen des Tonsetzers in Verbindung steht, kommt man in der gesuchten Stadt nicht problemlos ins Zentrum – Agravain
Von Nr. 7 hierher geht es sozusagen vom Sand ins Wasser – Pavel
Ich habe es schon erraten, ist gar nicht so schwer, wenn man früher oft in eines der Wiener Opernhäuser ging – Oper 337
Na, vor der Frage und vor allem dem Komponisten sollte man nun wirklich keine Angst haben – Roi des Étoiles
Zu Beginn des 4. Aktes einer allseits bekannten eingerahmten Episodenoper gibt es einen berühmten musikalischen Hinweis auf die gesuchte Stadt (und wir bleiben in dieser Episode dann auch dort) - Heike
Um allgemeiner Verzweiflung beizukommen: Eichendorffscher Singsang + Bild des erregten Black Beauty = Tonsetzer – Agravain
Pah, wer kennt denn heute noch Black Beauty? Heute wird der Namensteil doch weit eher mit der Farbe rot assoziiert! Es gibt übrigens auch noch eine Verbindung dieses Namensteils zur Herkunft der beiden Damen aus Nr. 4. Ach ja, und in der Gegend liegt auch noch eine für eine süß-saure Köstlichkeit bekannte Stadt, die ebenfalls eng mit dem zweiten Namensteil unseres Komponisten verbunden ist – Quasimodo
Und das, obwohl das Gefährt nicht für Ampeln gemacht wurde. Schon gar nicht für ROTE. - Agravain
Auf die Stadt (ist) nicht schwer zu kommen, da spielen sehr, sehr viele Bühnenwerke - sie wirkt manchmal schon in echt wie eine Theaterkulisse – Cherubino
Im Gegensatz zu einer anderen Oper des Komponisten wird hier auf der Bühne zumindest nicht nach der originalen Regieanweisung geraucht - Athene
Die Vorlage zum Libretto des Werks stammt auch von einem berühmten Sohn der gesuchten Stadt. Dieser lebte allerdings weit früher und hat übrigens auch "richtige" Libretti geschrieben - Zwielicht
Eine ziemlich rustikale Angelegenheit. Aber ohne Kavallerie – Don Fatale
Es gibt eine Gemeinsamkeit des hier erfragten Werks mit Werther/Massenet. Ein fiktiver Dirigent hat in dieser Stadt mit den trauernden Fortbewegungsmitteln seine finale Vorstellung - Emotione
20 Millionen Besucher verzeichnet die Stadt jährlich und dir wäre sie unbekannt ? Das glaube ich einfach nicht – Pavel
Die ungehobelten Patrone der achten Frage habe ich mal in einer durchaus sehenswerten Produktion in der zweiten wichtigen Wirkungsstätte des Komponisten erlebt. Mit einer anderen Oper hätte er in Bayern seit 1. August eventuell Schwierigkeiten, das Geheimnis muss eines bleiben... Ansonsten sind in den Titeln seiner sonstigen Werke noch Damen mit einer negativen Eigenschaft zu finden, Glitzerzeug, das einer höheren Macht geweiht ist, ein griechischer Vogel und aus dem Paradies stammende Gewandung – Armin Diederich
Die gesuchte Stadt hat einiges mit Passau gemeinsam, wo die gesuchte Oper (Kennen lernen lohnt!) übrigens schon aufgeführt wurde.... Und über das Gefährt hätte sich ein bekannter deutscher Rennfahrer vielleicht vor der Saison Gedanken machen sollen - Athene
Ein Zusatzpünktchen habe ich erworben mit einer weiteren Oper des Komponisten. Diese Oper spielt allerdings in der Stadt zu Rätsel Nr. 4 – Calisto
Werk und Komponist auf den Punkt gebracht: Rotkäppchens ärgster Feind düst mit einem roten Rennauto mit 200 Sachen durch den naturgeschützten Wald und outet sich damit als einer der potentiellen Protagonisten dieses Werkes. Der Komponist hat noch eine weitere Oper geschrieben, die in derselben Stadt spielt und deren Titel (jedenfalls für Kenner der Landessprache) bereits darauf hinweist. Die Stadt selbst ist die Erstaunlichste des Universums ( weit vor Lutetia!!!!) und nach Nobelpreistrâger Joseph Brodskij nicht nur sehr gut für Flitterwochen sondern auch für Scheidungen – Fairy Queen
Viererpack... - Waldi
Die Lösung: Venedig als Schauplatz von Ermanno Wolf-Ferraris komischer Oper I QUATTRO RUSTEGHI / DIE VIER GROBIANE – Lösungsbuchstabe: E
Man sieht es schon an der langen Liste der Tipps: Wolf-Ferrari und seine Opern sind uns heute nicht mehr sehr gegenwärtig. Das mag seine Gründe haben, aber ich finde es trotzdem schade, ist es doch ein bleibendes Anzeichen dafür, wie arg die Variationsbreite auf unseren Bühnen geschrumpft ist. Es ist daher wohl unumgänglich, dass ich erst einmal einen Eindruck von dem Werk und seinem Komponisten vermittle. Dazu greife ich auf eine Rätselantwort zurück, die ich vor langer Zeit mal in einem anderen Forum gegeben habe – natürlich mit allfälligen Ergänzungen und Aktualisierungen.
Manche Dinge können im Leben auch zu früh kommen. Für mich war das beispielsweise in den frühen 60er Jahren eine Aufführung der (damals deutsch gegebenen) VIER GROBIANE in Frankfurt, an die ich nur noch ein paar vage visuelle Erinnerungen habe, denn die Oper hatte mich als relativen Novizen zwar milde unterhalten, aber wenig begeistern können. Deshalb dauerte es auch noch viele Jahre, bis ich über John Pritchards leider schon lange vergriffene, Einspielung von IL SEGRETO DI SUSANNA mit Renata Scotto und Renato Bruson über die in den Tipps angesprochene, heimliche Raucherin begann, Wolf-Ferraris melodische Einfallskraft und seinen Sinn für handfeste Komik, Theaterwirkung und hinreißende Ensembles zu entdecken und danach immer mehr zu schätzen. Leider verschwanden seine Werke danach immer mehr von unseren Bühnen, was sehr schade ist, zumal es mit Aufnahmen entsprechend flau aussieht und DVD – Aufzeichnungen natürlich auch nicht zu erwarten sind, wenn die Stücke kaum gespielt werden.
Dabei gehörte der 1876 in Venedig als Hermann Friedrich Wolf geborene Ermanno Wolf-Ferrari gerade bei uns noch bis in die Zeit unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zu den letzten (oder besser: “jüngsten“) wirklich populären, lebenden Opernkomponisten. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass er als Sohn des schwäbischen Malers August Wolf und der Italienerin Emilia Ferrari binational war und viel Zeit nicht nur in seiner Heimatstadt verbrachte, wo er von 1902 bis 1907 das Konservatorium leitete, sondern auch sehr viel in Deutschland, vor allem in München, wirkte. Leider wurde seine Schaffenskraft durch das Aufkommen des Faschismus in Italien und Deutschland stark beeinträchtigt, und er zog sich in die neutrale Schweiz zurück, wo er aber nur noch einige Instrumentalwerke schuf. Erst nach dem Krieg kehrte er wieder nach Venedig zurück, wo er bald darauf, nämlich 1948, starb
Sein vielleicht erfolgreichstes Werk, I QUATTRO RUSTEGHI / DIE VIER GROBIANE, basiert auf der Komödie „I Rusteghi“ des Venezianers Carlo Goldoni und wurde für den Venezianer Wolf-Ferrari von Luigi Sugana und Giuseppe Pizzolato in venezianischem Dialekt eingerichtet – eín besonderer Reiz, der natürlich in der deutschen Fassung verloren geht. Eine tiefere Verankerung eines Werkes in seinem Schauplatz, der zudem eine Hafenstadt ist, ist also kaum denkbar. Um so erstaunlicher, dass die Uraufführung 1903 in deutscher Sprache in München stattfand, bevor die Oper auch die italienischen Bühnen eroberte. Der Stoff steckt voller traditioneller Elemente der italienischen Buffa mit ihren heimlichen Liebespaaren, gewitzten Frauen und heimlich Liebenden. Das Milieu ist das vermögender, venezianischer Kaufleute, und dort wird alles ge- und verhandelt, auch die Eheschließung der eigenen Kinder und insbesondere deren Mitgift.
So hält es der Antiquitätenhändler Lunardo, der, ebenso wie seine alten Freunde die ihren, seine Familie tyrannisiert, für sein selbstverständliches Recht seine Tochter aus erster Ehe, Lucieta, mit Filipeto, dem Sohn seines Freundes Maurizio zu verheiraten ohne den Beiden Gelegenheit zu geben, sich vorher wenigstens einmal zu sehen, geschweige denn besser kennen zu lernen. Maurizios Frau Marina ist zwar mit der Wahl ihrer künftigen Schwiegertochter einverstanden; sie hat aber auch Verständnis für den Wunsch ihres Sohnes, nicht die Katze im Sack zu heiraten. So bringt sie die Beiden während des venezianischen Karnevals zusammen, und zum Glück verlieben sie sich sofort ineinander.
Als Lunardo und seine griesgrämigen Freunde dahinter kommen, sehen sie ihre Autorität in Gefahr, und statt froh zu sein, dass die füreinander bestimmten Kinder einander sogar lieben, will Lunardo seine Tochter ins Kloster stecken. Schließlich haben die Frauen von dem groben Egoismus ihrer Männer, die ihnen immer nur alles verbieten, aber kaum etwas bieten, die Nase voll. Nach einer kräftigen Standpauke, in deren Verlauf die Männer erkennen, wie sehr sie ihre Frauen brauchen, steht dem Liebesglück der jungen Leute nichts mehr im Wege.
Wolf-Ferraris Musik passt sich ideal diesem traditionsbewussten Sujet an. Die Rückwärtsgewandtheit des Stückes und seiner Nachfolger wird oft gegen Wolf-Ferrari angeführt, verkennt aber, dass er ganz andere Interessen hatte als etwa seine Zeitgenossen Arnold Schönberg oder Giacomo Puccini. Wie schon in dem vorangegangenen, erfolgreichen Gegenstück LE DONNE CURIOSE von 1903 ging es ihm um nicht weniger als eine Wiederbelebung, aber keineswegs eine bloße Rekonstruktion der klassischen Opera buffa. Dies gelang niemandem besser als ihm, und so kann und muss er heute als der letzte Meister dieser Gattung gelten.
Seine einfallsreich muntere Konversationsmusik orientiert sich eng an den Dialogen, wird aber immer wieder von Erinnerungsmotiven des Orchesters ergänzt und kommentiert, so dass man in stark abgemilderter Weise sogar von einem Einfluss der Wagnerschen Leitmotivik sprechen kann. Hinzu kommt seine geschickte Verarbeitung traditioneller Volkslieder (man vergleiche mal das „La bella gondoliera“ - a.k.a. „Mein Hut, der hat drei Ecken“ - mit dem „El specio me ga dito“ der Marina im ersten Akt – ein Motiv, das sich durch die ganz Oper zieht). Beides ergab einen ganz eigenen und leichtfüßigen musikalischen Humor, der von herrlichen Ensembles mit bis zu zehn Solisten gekrönt wird, und als deren letzter Großmeister Wolf-Ferrari gelten kann. Wer weiß, wie sehr ich Ensembles schätze, und dass ich sie für die Krone und eigentliche Rechtfertigung der Gattung Oper halte, kann ermessen, welches Lob das aus meinen Schreibfingern ist.
In Ermangelung einer guten neueren Aufnahme kann ich immerhin jedem, der das unterhaltende Musiktheaters zu schätzen weiß, diese alte Aufnahme ans Herz legen, deren Lyrik in dem etwas veralteten Klangbild leider ein wenig zu kurz kommt:
Dafür warten die Protagonisten auch in der musikalischen Darstellung mit einer derart köstlichen Komik auf, dass man sogar ins Lachen kommt, wenn man kein Wort versteht. Man muss sie einfach vollständig aufführen, will man niemandem gegenüber ungerecht sein:
Lunardo - Fernando Corena Margarita - Agnese Dubbini Lucieta - Gianna Perea Labia Maurizio - Pasquale Lombardo Filipeto - Mario Carlin Marina - Alda Noni Simon - Carlo Ulivi Cancian - Cristiano Dalamangas Felice - Ester Orell Conte Riccardo - Manfredi Ponz de Leon Junge Dienerin - Gilda Capozzi
Die musikalische Leitung der immer noch frischen Einspielung hat Alfredo Simonetto am Pult des Orchesters der RAI Milano. Greift sie Euch, solange Ihr noch irgend könnt. Wer die Aufnahme nicht mehr bekommt, ist aber auch mit dieser preiswerten Aufnahme mit Magda Olivero, Fedora Barbieri und Nicola Rossi-Lemeni nicht schlecht bedient. Die beiden Damen sind zwar schon hörbar über ihren Zenith hinaus, und den Witz der Aufführung kann man manchmal nur an den Lachern des leider recht präsenten Publikums erkennen, aber schlecht oder auch nur mittelprächtig ist sie deshalb noch lange nicht:
"> Es gibt auch eine wesentlich neuere und hoffentlich mindestens klanglich bessere Einspielung aus Venedig von 1967, die ich jedoch noch nicht kenne:
Kann jemand etwas dazu sagen, ob sich die lohnt, wenn man die beiden älteren schon hat? Die Samples bei jpc sind da leider nicht sehr aussagekräftig. Leider gibt es wohl auch keine Aufzeichnung auf DVD, wo Wolf-Ferrari sträflicherweise bislang überhaupt nicht vertreten ist, während man von einem Mascagni ein unbekanntes Werk nach dem anderen ausgräbt. Das hat wohl mehr mit der Programmpolitik italienischer Bühnen zu tun als mit den ohnehin sehr mangelhaften Initiativen der einschlägigen Labels wie dem sehr entdeckungsfreudigen Label Dynamic, bleibt aber trotzdem eine Schande.
Was die Zusatznominierungen betrifft, so beginnt hier, wenn nicht schon in Bagdad, die Abfolge der Schauplätze, in denen eine Unmenge musikalischer Bühnenwerke angesiedelt ist, so dass es nicht überraschte, wenn hier die meisten 5er eingefahren wurden. Ausnahmsweise kenne ich deshalb auch fast alle Nominierungen, weil Ihr vernünftigerweise aufgehört habt nachzuschlagen, als Ihr die ersten vier Werke gefunden habt. Manchen fiel sogar auf, dass man das fast mit Opern Wolf-Ferraris allein schon tun konnte, nämlich mit LE DONNE CURIOSE/DIE NEUGIERIGEN FRAUEN, LA VEDOVA SCALTRA / DIE SCHALKHAFTE WITWE und IL CAMPIELLO. IL SEGRETO DI SUSANNA konnte ich leider nicht gelten lassen, da die auf der anderen Seite des Stiefels, nämlich im Piemont angesiedelt ist.
Weitere Werke, die genannt wurden, aber natürlich nur eine Auswahl der viel zahlreicheren Möglichkeiten darstellen:
Bernstein: Candide; Britten: Death in Venice; Donizetti: Marino Faliero; Flotow: Alessandro Stradella; Gassmann: Die junge Gräfin; Haydn: Il mondo della luna; Korngold: Violanta; Kubelik: Cornelia Faroli; Offenbach: Les contes d'Hoffmann, Le pont des soupirs; Paisiello: Il Re Teodoro in Venezia; Petrella: Il carnevale di Venezia ovvere Le precauzioni; Ponchielli: La Gioconda; Rossini: Otello; Il cambiale di matrimonio; Salieri: La fiera di Venezia Schoeck: Massimilia Doni; Strauß: Eine Nacht in Venedig; Verdi: I due Foscari
Was fällt Euch noch zu Wolf-Ferrari oder dem musikalischen Venedig ein?
:hello Riddleamus
Rideamus (28.09.2010, 16:06): Die Schöpfer dieses Werkes mit einer genial erfundenen Tradition als (ein) Höhepunkt wollten ihren Schauplatz erklärtermaßen genauso unverwechselbar charakterisieren wie Wagner das Nürnberg seiner MEISTERSINGER. Es ist ihnen gelungen. Heute weiß man kaum mehr, ob das Werk mehr auf die Stadt abgefärbt hat oder umgekehrt, denn beide sind nahezu synonym geworden, und es ist eigentlich undenkbar, es irgendwo anders spielen zu lassen.
Auch hier wird vor allem der zweite Buchstabe des Schauplatzes gesucht.
Tipps:
Es gibt nicht viele Opern, die als Stummfilm (!) verfilmt wurden. Auch eine Lesung mit Schauspielern (u.a. Helmut Qualtinger) und ganz ohne Musik ist nur bei wenigen Libretti vorstellbar – Pavel
Ein schöner Tipp, nur: ab wann ist "viel" zutreffend? Es gibt nämlich erstaunlich viele Stummfilme nach Opern, von der CARMEN bis zur STUMMEN VON PORTICI. Die gesuchte ist aber sicher eine der bekanntesten Stummfilmopern und (fast?) die einzige, für die vom originalen Komponisten eine eigene Partitur geschrieben wurde, welche bis in die jümngste Zeit öffentlich aufgeführt wurde – Rideamus
Edelmetall in einer ganz besonderen Form gehört in das gesuchte Werk, das übrigens nicht das einzige der gefragten Schöpfer ist, das in der gesuchten Stadt spielt. Ein Mitglied dieses Forums hat übrigens eine ehrenvolle Beziehung zum Werk.... – Athene
Fehlte einem der männlichen Hauptdarsteller das, was sein Name nahe legt, dann hätte er weniger Probleme mit seiner Libido – Agravain
Ein junger Mann verliebt sich in ein einfältiges Maderl (gähn). - Calisto Bist Du ganz sicher, dass es sich um einen jungen Mann handelt? Ich weiß nicht so recht – Oper 337 Du meinst, die Stimme des jungen Mannes ist zu hoch, oder wie soll ich das jetzt verstehen? – Calisto
Es soll ja Leute geben, die beim Namen des Komponisten an ein Kettensägenmassaker an unschuldigen jungen Henderln auf dem Oktoberfest denken. Das hat er nicht verdient.... Man muss sich nur in die gesuchte Stadt und das gesuchte Werk begeben um auf zart parfümierte Weise eines Besseren belehrt zu werden, jaja... Übrigens eignen sich die ersten Takte des Werkes vortrefflich zu einem Geburtstagständchen – Teresa Cellini
Bei den ersten Aufführungen des gesuchten Werks reiste das Pubblikum teils in eigens eingerichteten Sonderzügen an – Zwielicht
Als ich das letzte Mal eine Woche in dieser Stadt war, habe ich gefühlte 3 Kilos zugenommen - v.a. dank diversen süßen Sünden – Heike
Im letzten gemeinsamen Werk der Schöpfer, dessen Uraufführung der Librettist nicht mehr erlebte, ist eine weitere erfundene Tradition für das Finale von Relevanz – Emotione
In diesem Werk haben wir es mit zwei richtigen oder potentiellen Paaren zu tun, bei denen der Altersunterschiede zwischen den echten bzw. gewollten Partnern eine große Rolle spielt. Während die Dame liebenswerte Weisheit beweist, zeigt sich der Herr als wahrer Tölpel und Grobian. Aber auch die Weisheit der Dame hilft am Ende nicht weiter, denn beide gehen leer aus. Der Komponist und sein Librettist waren offenbar der Ansicht, dass Ehen nur unter Gleichaltrigen geschlossen werden sollten. Ja, ,ja... – Fairy Queen
Wer behauptet, diese Geschichte ist für'n Hugo, weiß nicht genau Bescheid – Waldi
Die Lösung: Wien als Schauplatz der Oper DER ROSENKAVALIER von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal – Lösungsbuchstabe: I
Ich bekenne freimütig, dass ich hier nicht ungern und entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten ein Werk angesteuert habe, das gerade erst in meinem letzten Rätsel gefragt war. Deshalb kann und will ich es mir ein Stück bequem machen und auf meine Auflösung in diesem Rätsel verweisen, da sich seither in meinen bevorzugten Aufnahmen nichts geändert hat: http://www.das-klassikforum.de/search.php?searchid=51953
Allerdings wüsste ich gerne, was von der Tonqualität dieser sehr preisgünstigen Pressung zu halten ist:
Kennt jemand von Euch diese Aufnahme? Ich habe nämlich nur einen sehr dumpfen Rundfunkmitschnitt, der leider Rudolf Kempes erfreulich flotte und unsentimentale Orchesterleitung kaum angemessen zur Geltung kommen lässt. Die Besetzung mit Lisa della Casa, Rise Stevens, Hilde Güden und Otto Edelmann ist jedenfalls so traumhaft, dass ich sogar die gelegentlichen Kürzungen verschmerzen kann, die manchen sogar recht lieb sein dürften.
Ich will hier nicht wieder in die Diskussion einsteigen, ob hier oder anderswo bei diesem Komponisten Schweinshaxen kreischen (ich höre keine), denn die ist so fruchtlos und ausgelutscht wie ihre Komplementärdebatte um die Anhörbarkeit der Zwölftonmusik. Wen die besondere Qualität dieser wohl letzten Repertoiresäule, die nicht von ungefähr weltweit populär wurde, nicht anspricht, der findet sicher Alternativen anderswo, und wer sie mag, dem kann und brauche ich hier nichts Neues mehr erzählen.
Der Grund, warum ich hier noch einmal dieses Werk angesteuert habe, liegt allein darin, dass ich kein anderes Werk außer vielleicht der FLEDERMAUS kenne, in der, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, die Stadt Wien aber nicht spezifisch genannt wird (kein Wunder, da das Stück von Paris über Berlin dorthin kam), die mit ähnlicher Präzision und einem größeren Feingefühl für Zwischentöne und Standesunterschiede die Stadt reflektiert, in der sie spielt. Besonders hervorzuheben ist, dass sich diese Authentizität nicht nur in der dürftig geschilderten Geografie, sondern bis in die kleinsten Details von Sprache und Musik hinein niederschlägt.
Eigentlich wollte ich zum Beleg für den subtilen Einsatz der Sprache noch einmal eine Diskussion aus einem anderen Forum zitieren, aber das ist seit gestern leider unerreichbar. Waldi hat darin nämlich sehr gut beschrieben, mit welch sprachlichem und musikalischen Feingefühl jede einzelne Figur gezeichnet ist, und warum zum Beispiel die Marschallin keinesfalls so sprechen darf wie Faninal oder gar der Ochs. Aber das würde vielleicht ohnehin zu weit von dem Rätsel weg führen. Vielleicht lässt sich ja dieser vorzügliche Thread, der seinerzeit von Knulp gestartet und ausschließlich von heute aktiven Capricciosi bestritten wurde und zu den besten gehört, die ich aus der alten Welt erinnere, bei künftiger Gelegenheit herüber holen, oder jemand hat ihn schon vor anderthalb Jahren gesichert.
Natürlich habe ich bei meiner Wahl auch das Zuckerbäcker-Wien der meisten Operetten und vieler der übrigen Zusatznominierungen keineswegs übersehen, aber ich spreche von einer kunstfertig geschilderten, nicht von einer künstlichen Stadt.
Da ich ungern aus dem Gedächtnis plagiiere, muss ich es diesmal bei der bloßen Behauptung bewenden lassen. Immerhin kann die ein jeder überprüfen, der mit offenen Augen und Ohren der Oper folgt. Allein die anachronistischen Walzer, die unmissverständlich an die Kreationen anderer Sträuße erinnern, sollten als Beleg dafür genügen, wo nicht nur der Dichter Hugo von Hofmannsthal, sondern auch der Komponist Richard Strauss das Werk verorten. Es gibt nun einmal überraschend wenige Werke, die sich so intensiv um ein korrektes Lokalkolorit bemühen. Nicht zuletzt darum aber war es mir diesmal nach Möglichkeit zu tun.
Was nun die Zusatznominierungen betrifft, so haben wir hier das gleiche Phänomen wie zuvor, nur dass hier naturgemäß ein viel größerer Anteil auf Operetten entfällt. Hinzu kämen im Bedarfsfall noch viele Werke, die zwar den Ort nicht benennen, aber unverkennbar das Geschehen vor Ort meinen, wie etwa Mozarts SCHAUSPIELDIREKTOR. Die wurden aber gar nicht gebraucht. Ich denke, auch hier genügt es, wenn ich die vorgeschlagenen und akzeptierten Titel einfach aufliste, denn die meisten davon dürften den Interessierten auch ohne meinen Kommentar etwas sagen. Zwei davon waren übrigens schon bei Richard Strauss selbst zu finden, nämlich ARABELLA und INTERMEZZO. Ansonsten wurden genannt:
Berté: Das Dreimäderlhaus; Fall: Die Kaiserin; Heuberger: Der Opernball; Kienzl: Der Evangelimann; Kalman: Die Zirkusprinzessin; Die Czardasfürstin; Krenek: Kehraus in St. Stephan; Lehar: Der Rastelbinder; Wiener Frauen, Das Land des Lächelns; Lortzing: Regina; Lanner: Alt Wien; Neumann: Liebelei; Ronnefeld: Die Ameise; Rimsky Korssakoff: Mozart und Salieri Salieri: Prima la musica; Stolz: Frühjahrsparade; Zwei Herzen im Dreivierteltakt; Strauß: Wiener Blut, Cagliostro in Wien; Ziehrer: Der Fremdenführer;
Ich bin überzeugt, dass Ihr noch viele Werke mehr gefunden hättet, wenn ich die Zusatzpunkte nach oben offen gelassen hätte, denn schon Eure Nominierungen haben mir bewiesen, dass Wien neben Paris (und im Musical New York) wohl die meistvertonte Stadt der Welt ist. Ist ja auch kaum ein Wunder, oder?
:hello Riddleamus
Rideamus (29.09.2010, 12:05): Nicht nur der PARSIFAL, auch dieses Werk sollte nur zu bestimmten Gelegenheiten an einem einzigen Ort aufgeführt werden, weshalb es der Komponist nicht mehr richtig zu hören bekam. Die Geschichte setzte sich dann auch über diesen Willen des Komponisten hinweg, allerdings nicht im gleichen Maße wie beim PARSIFAL, denn das Stück wurde und wird außerhalb seiner Heimat, die es glorifiziert, trotz großartiger Musik so gut wie gar nicht gespielt.
Für das Lösungswort besonders gesucht wird der erste Buchstabe des Schauplatzes dieser Nationaloper
Tipps:
Ach, das waren noch Zeiten, da man an diesem Ort die Verwaltung im Konfliktfall einfach mal rausschmeißen konnte – Agravain
Was hast Du gegen die Verwaltung? ... Sittenwidrig erscheinende Rechtsgeschäfte werden in diesem vaterländischen Stück genauso wenig abgeschlossen wie sprechender Tanzbär auftritt... - Athene
Die Stadt liegt an einem Fluss, der einer symphonischen Dichtung ihren Namen gab – Pavel
Aber auch für Leute die Sprechstücke gern haben, denn einer davon ist ein Nachfolger von denen oder welchen da – Oper 337
Wir befinden uns in einem Land, in dem man gelegentlich sogar Bräute verschachern soll. ... Und um Missverständnisse zu vermeiden: das wesentliche Geschehen spielt in einem berühmten Gebäude nahe der Stadt, die aber eigentlich gemeint ist – Rideamus
Das Werk ist tatsächlich die Nationaloper des Landes, auch wenn meist eine andere als solche bezeichnet wird. Von der Entstehung des Werks bis zu seiner UA vergingen 9 Jahre, in denen er an einem ähnlichen Leiden erkrankte, das auch einen anderen Großen der Musikgeschichte befiel - Emotione
Ach ja: Biene Maja hat indirekt auch etwas mit dieser Stadt zu tun. - Agravain
... Der faule Willi aber auch – Oper 337
Das von Rideamus genannte Gebäude spielt eine wichtige Rolle in einem weiteren werk des Komponisten – Roi des Étoiles
Und es ist nicht identisch mit einer nahezu gleichnamigen Stadt in Ungarn – Don Fatale
Nicht nur in Ungarn, sondern auch in Bosna-Hercegowina gibt es einen Ort des gleichen Namens wie dieser Schauplatz – Quasimodo Ich kenne diese Stadt vor allen Dingen durch eine Art Zombie, über den ein sehr berühmter und hervorragender Roman geschrieben wurde – Fairy Queen
Komm , Liebe, kriegst 'n Bussi – Don Fatale
aka Dear USA.
Im Ernst: Es gibt nicht nur ein gutes Buch, sondern auch einen berühmten Stummfilm über einen berühmten Zombie, der in dieser Stadt umging, und mindestens eine Oper. Zur Identifizierung des Werkes selbst genügt es, wenn man sich ein wenig mit der (legendären) Gründung der Stadt beschäftigt und beispielsweise weiß, dass Kreutzer nicht nur der Widmungsträger einer Sonate, sondern auch ein Komponist war. Nur ist dessen gleichnamige Oper hier nicht gemeint, denn er hat die noch gehört, weil sie ihrerzeit sogar ziemlich erfolgreich war – Rideamus
Wenn Du das aber alles kennst, dann kennst Du auch das Rinnsal, das durch die Stadt fließt. Und wenn Du das Rinnsal kennst, dann kennst Du auch den Tonsetzer, der dies Bächlein so eingängig vertont hat, dass es eine Popularität errungen hat, wie das "Halleluja!". Und wenn Du den Tonsetzer kennst und des Riddleamus' Tipp beherzt, dann kannst Du feststellen, welche berühmte Oper heiteren Sujets es nicht ist und was thematisch an Opern von selbigem Tonsetzer noch bleibt. Und wenn Du dann noch einmal des Dons Hinweis ganz genau liest, dann kannst Du gar nicht mehr anders. Dann MUSST Du es wissen. Denn BUSSIs gibt es nie einfach so... – Agravain
Wer jetzt noch nicht bei des Rätsels Lösung angelangt ist, der möge wissen, dass die Hauptperson des 10. Rätsels ebenso dem weiblichen Geschlecht angehört. Sie ist aber kein Hund – Agravain
In der gesuchten Oper kann man im ersten Akt den Übergang vom Matriarchat zum Patriarchat erleben – Calisto
Dieser bekannte Gesuchte "erkrankte an einem ähnlichen Leiden, das auch einen anderen Großen der Musikgeschichte befiel." (schrieb emotione) und Rideamus wies in seiner Frage darauf hin, dass er das besagte Werk nicht mehr "hören" konnte .... P.s. welcher Fluss fällt dir zu der Stadt ein? - Heike
Auch ein braver Soldat kommt aus dieser Gegend – Waldi
Die Lösung: PRAG als Schauplatz von BedYich Smetanas Oper LIBUŠE / LIBUSSA – Lösungsbuchstabe: P
Vor der Erläuterung dieser Frage, die mit am meisten Tipps benötigte, muss ich mich zu einer weiteren Inkonsequenz bekennen: im Allgemeinen wähle ich für meine Rätsel fast nur Werke aus, die ich gerne mag, schon deshalb, weil es mir dann leichter fällt, einen Erläuterungstext dazu zu verfassen. Nun ist es keineswegs so, dass ich Smetanas Opern nicht mag, nur kann ich leider nicht verschweigen, dass sie ein Opfer meiner schwer erklärlichen Abstinenz gegenüber den meisten osteuropäischen Opern sind. Besonders schwer wiegt dabei, dass das Stück in meiner Vaterstadt spielt (die ich leider noch nie zu sehen bekam). Folglich kenne ich dieses Werk und eine ganze Reihe von anderen aus diesem Land viel zu wenig, wie ich immer wieder feststelle, wenn ich, wie gerade eben, wieder einmal hinein höre. Dann nämlich drängt sich mir sehr schnell der Eindruck auf, wie schön diese Werke eigentlich sind. In diesem Falle hätte ich allerdings lieber Smetanas frühere Oper DALIBOR nehmen wollen, die mir musikalisch inspirierter erscheint, leider aber etwas unpräzise in der Lokalisierung ist und daher im Rahmen dieses Reiserätsels zu schwierig zu erfragen war.
Das Problem mit dieser Festoper, und hier spreche ich eingestandenermaßen aus einem limitierten Eindruck, scheint mir ein mehrschichtiges zu sein. Zum einen gilt Smetana zu Recht als einer der Begründer der nationalen Volksoper, für die er sich gerne eines volkstümlichen, höchst melodischen Tons bediente. Sein ausgeprägter Patriotismus ließ ihn aber gerade in diesem Werk über die legendäre Gründerin der Stadt Prag gefährlich nahe an das große und zuweilen hohle Pathos geraten, und prompt begann der glühende Patriot und dezidierte Nichtdeutsche plötzlich wie ein unverdauter Wagner zu klingen. Jedenfalls fühle ich mich beim Anhören des Werkes beständig an eine Kreuzung von LOHENGRIN und die auf sehr interessante Weise vorweg genommene bzw. parallel geschriebenen Musik zum PARSIFAL erinnert. Das macht Smetana wirklich nicht schlecht, aber mir wird immer gleich wohler, wenn diese ausgiebig pathetischen Strecken von den volkstümlicheren Tönen unterbrochen werden, die Smetana besser liegen.
Eine weitere vorweg genommene Parallele zum PARSIFAL ist die von Smetana vorgesehene Bedingung, dass seine LIBUŠE als weihevolles Nationalepos nur bei besonderen Gelegenheiten in der Prager Nationaloper aufgeführt werden dürfe. Dies verhinderte eine frühere Premiere der bereits 1872 abgeschlossenen Komposition, die erst 1881 zur Eröffnung des Prager Nationaltheaters zur Uraufführung kam, als Smetana bereits ertaubt und der geistigen Umnachtung nahe war. Danach wurde die Oper selbstredend auch andernorts aufgeführt, in Deztschland in einer Bearbeitung von Ludwig Hartmann. Wenn das Stück heute, anders als der PARSIFAL,kaum noch außerhalb seines exklusiven Bestimmungsortes aufgeführt wird, dann liegt das eher in der begrenzten Inspirationskraft der Musik und natürlich an dem Stoff, der von dem Librettisten Josef Wenzig trotz zahlreicher Massenszenen denkbar undramatisch aufbereitet wurde. Die köstlichste Nacherzählung der Handlung, die weitgehend auf der Burg Vyseherad nahe Prag spielt (die Tipps wiesen zu Recht darauf hin, dass Smetanas in seiner Tondichtung MA VLAST der Burg wie der daran vorbei fließenden Moldau ein bekanntes Kapitel widmete), hat wieder einmal unser Streifenpeter aufbereitet, und zwar hier: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper…hrer/#post87184
Leider kann ich diesmal keine Empfehlung einer bestimmten Aufnahme aussprechen, denn ich besitze nur einen Rundfunkmitschnitt, der 1955 zum hundersten Geburtstag der Sopranistin Ludmila ervinková ausgestrahlt wurde, also schon damals offensichtlich recht alt sein musste, was hörbar auch für die Hauptdarstellerin galt, die dennoch bewundernswert singt. Krombholc hat auch mit anderer Besetzung eine cd des Werkes eingespielt, die vermutlich die empfehlenswerte ist, aber ich liste mal alle drei Aufnahmen auf, die mir begegnet sind:
Vielleicht gibt es ja Kenner unter Euch, die uns mehr über das Werk und seine Aufnahmen verraten können. Ich würde schon nach dem eher oberflächlichen Anhören dieses Werkes und anderer Opern Smetanas gerne einmal dazu gehören, aber das gelingt mir sicher nicht in absehbarer Zeit.
MIt Dank an die Ratefreunde, die mich mit der Nennung so vieler in Prag spielender Werke, die ich, mit Ausnahme der aufgeführten Opern von Janacek und Smetana selbst, nicht einmal dem Namen nach kannte, besonders angenehm überrascht haben, führe ich kommentarlos die Titel auf, die zu diesem Schauplatz noch gefunden wurden. Besonders interessant finde ich die mir durchweg unbekannten Opern um den Golem, auf den in den Tipps mehrfach angespielt wurde:
Breton bzw. John Casken: (Der) Golem; Cerha: Der Riese vom Steinfeld; D'Albert: Der Golem; Fischer: Romeo, Julia a tma; Hindemith: Die Harmonie der Welt; Janacek: Die Sache Markopoulos, Die Ausflüge des Herrn Broucek, Osud; Janacek bzw. Fibich: Sarka; Kricka: Spuk im Schloss; Mayer-Freiwaldau: Anmerkungen zu Jan Hus Smetana: Die Brandenburger in Böhmen, Dalibor.
:hello Rideamus
Rideamus (01.10.2010, 18:37): Nördlich von unserem letzten Schauplatz treffen wir einen Komponisten, der dem (teilweisen) Schauplatz seiner beliebtesten Bühnenwerke so verbunden war, dass er sich dort wissentlich selbst vergiftet haben soll. Das hier besonders gefragte Werk trägt den Namen einer unmenschlichen Frau.
Der besonders interessante Buchstabe ist der zweite des vollständigen Namens der Stadt.
Tipps:
Das gesuchte Werk hat (inhaltlich) eine Gemeinsamkeit mit Carmen und Arabella, die gesuchte Stadt tauchte indirekt schon in einer frühen Frage dieses Rätsels auf. In einem anderen Werk eines ganz anderen Komponisten werden dort märchenhafte Augen besungen – Athene Zum Aufbau der Stadt musste einst jeder Einwohner jährlich 100 Steine abliefern – Pavel
Nicht jede Dame ist auch wirklich eine. Bei manchen ist die Seele schwarz, bei manchen anderes..... – Amelia Grimaldi Der hysterische Held der Oper hat zwei Leidenschaften, die Heldin ist dem Hysteriker verfallen, dem Schicksal kann man nicht entfliehen. Das sagen schon........... s. Carmen - Calisto
Tja, der Rideamus lässt sich nicht so leicht in die Karten kucken. Könntest du's, würdest du die gesuchte Dame wohl schnell finden – Don Fatale
In den beiden Opern des Komponisten, die in der gesuchten Stadt spielen, gibt es im 2. Akt eine Arie in einer Fremdsprache. Die gesuchte Stadt hat mit Istanbul eine Gemeinsamkeit – Emotione
Beim Auftauchen der unmenschlichen Frau (die auf der Wiki-Seite des Werkes abgebildet ist) suizidiert sich der Tenor - Heike
Hallo Peter, als angehender Theologe sollte das ein Klacks für Dich sein – Nightrider
Noch ein Spitzentipp: die Stadt liegt nicht in Florida - Nightrider Aber fast daneben, a bisserl übers Meer hinaus – Oper 337 Die weißen Nächte sind leider schon vorbei in diesem Jahr - Calisto Da gibt es weiße Nächte, in einer anderen gesuchten Stadt gibt es heiße Nächte... – Armin Diedrich
Dann gebe ich euch mal einen gezielt zuckersüßen Feentipp zu Nr. 11 - bei dem gesuchten Komponisten darf auch viel getanzt werden und das zu diesem Tipp passende, winterliche Tanzstück wurde in der gesuchten Stadt uraufgeführt! – Heike
Jetzt klingelts (wie die Glöckchen am Schlitten) bei mir und kalt wird mir gleich auch , wenn ich an die gesuchte Stadt denke! Immerhin weiss ich jetzt Stadt und Komponisten, wobei mir neu ist, dass er sich selbst umgebracht hat. Das Werk bleibt weiter im Dunkeln oder ich verdränge es, weil unmenschliche Frauen in meiner heilen Welt gar nicht vorkommen dûrfen. Für den Komponisten waren Frauen aber eh nur als Mâzeninnen oder Unmenschen interessant, schient mir..... - Fairy Queen
Ich bin sicher du kennst die Dame und ich bin ebenso sicher, du hast in deiner heilen Welt nichts gegen sie vorzubringen! – Heike
Ich denke, vorhin hat's bei mir auch geklingelt, als mir endlich!! die Doppelbedeutung von "unmenschlich" klar wurde! Dabei habe ich dieses Werk erst im Vorjahr an der WSO gesehen, mit einem Tenor, der prädestiniert fürs Hysterische ist - Severina
Wahrscheinlich hast Du die Dame sogar schon mal in der Hand gehabt, denn sie ist so omnipräsent und verfügbar, dass Männer wie Frauen sie anfassen und gegeneinander ausspielen können, dürfen und sollen – Rideamus
Dass wir alle diese Dame schon mal in der Hand hielten, ließ mich, bevor ich's kapierte, an eine Häckelliesel oder Mamuschka denken. Ganz falsch - dieser Dame fehlt da ganz entschieden die dritte Dimension. Wird sie (offen) auf den Tisch gelegt, kann das mal mehr, mal weniger bedeuten - je nachdem, was die Anderen noch so in der Hand haben... Übrigens glaube ich kaum, dass der Komponist aus lauter Hingabe an diese Stadt gerade dort den Giftbecher leerte - das geschah ja wohl nicht so ganz freiwillig, soweit man heute weiss, sondern war das Urteil eines geheimen Ehrengerichts... – Sfantu Ahnlvertilgung, Pech in der Liebe (für den Sopran) und Pech im Spiel (für den Tenor) - Waldi
Die Lösung: Sankt Petersburg als Schauplatz von Peter Tschaikowskis Oper PIKOWAJA DAMA / PIQUE DAME – Lösungsbuchstabe: A
Eigentlich wollte ich hier ein Werk unterbringen, zu dessen Schauplatz es bestimmt kein zweites gibt, nämlich Mussorgskis JAHRMARKT VON SAROTSCHINZI. Die Stadt gibt es wirklich, aber leider scheiterte das an den Unstetigkeiten der Umschrift des kyrillischen Originals, was eine eindeutige Bestimmung des Lösungsbuchstabens unmöglich machte. Andererseits kamen so eine ganze Reihe hochinteressanter, zusätzlicher Nominierungen ans Tageslicht (s.u.) und war auch diese Frage, die ich für so leicht hielt, wie sie für viele war, für andere, die mit meiner Vorliebe für "unmenschliche" Wortspiele nicht so vertraut waren, schon schwer genug.
Rideamus (02.10.2010, 16:02): Wir besteigen jetzt ein Flugzeug und fliegen weit Richtung Südosten. Dort kommen wir ausnahmsweise nicht in einer Stadt an, sondern auf einer Insel, die einmal anders hieß. Hier spielt ein Werk, das immerhin ein sehr beliebtes Duett und einen auf der Musikbühne schwer darstellbaren Beruf aufzuweisen hat, aber dennoch im Schatten eines Welterfolges verharren muss, der in einem europäischen Land spielt, das wir hier gemieden haben.
Gesucht wird neben dem angesprochenen Bühnenwerk und dessen Komponisten der letzte Buchstabe des traditionellen Namens der Insel, der auch in dem Stück genannt wird.
Tipps:
Es war einmal (so fängt jedes Märchen an) eine Insel, zu der nur besonders Reiche hinkommen konnten, und das noch am Anfang des 20. Jahrhunderts... – Oper 337
Vor Jahren gab es mal einen TV-Werbespott für eine schokodadenfreie Süßigkeit, bei der angepriesen wurde, wozu diese gut genossen werden könne. Einer tauchte dann immer auf, der seine Kombination nicht dabei fand, und wollte sehr hartnäckig eine Antwort, ob das auch passe. Diese Kombination weist einen Weg zum gesuchten Ort – Athene
Diese Oper hat es schwer aufgeführt zu werden, was angesichts der wunderbaren Musik eine Schande ist. Richtig bekannt ist ein Duett und eine Arie- beides nicht leicht zu besetzen! Die Insel ist kulinarisch und landschaftlich ein Paradies aber innerinsulare kriegerische Auseinandersetzungen, die in anderer Form bereits in der Oper vorkommen, sind dort alles andere als paradiesisch! – Fairy Queen
Das Produkt dieses Berufes erfreut die Damenwelt auch heute noch! – Amelia Grimaldi
,,,und die Herrenwelt muss dafür manchmal ganz schön tief in die Tasche greifen ... - Roi des Étoiles
Manchmal hat die Damenwelt eigenes Geld. Man hält es nicht für möglich, aber es ist so - Calisto
Manchmal muss halt die Damenwelt ihr Geld für die wirklich wichtigen Dinge im Leben ausgeben (Klassik-CDs z.B. oder Konzert- und Opernkarten), da müssen dann die Männer für den Klimbim rundherum einspringen...... - Amelia Grimaldi
Das Duett war ziemlich lange ein Wunschkonzertohrwurm. Schade, dass man die Originalfassung nicht rekonstruieren kann - Calisto
Ist es das nicht bis heute noch? sooo traumhaft schöööön ... und übrigens, im Duett müssen nicht immer nur beide Geschlechter vertreten sein ... - Roi des Étoiles
Das hört man auch bei einem anderen Duett, das "maechtig" gut ist, ihr wisst schon woraus ich meine – Oper 337
Die Insel wird zwar im Werk benannt, nicht aber im Titel, der nur den ungewöhnlichen Beruf anführt. Du solltest Deinen Topf also auf eine andere Flamme setzen – Rideamus
Das denkleistungsmäßige Köcheln ob der Rätsellösung konnte ich dank sanfter Kurskorrektur seitens des Rätselmeisters beenden - thematisch anknüpfend könnte man die Flamme aber gleich weiter züngeln lassen um Wasser aufzusetzen: die gesuchte Insel ist nämlich für ein anregendes Heißgetränk bekannt, da die hierzu zu übergießenden Pflanzenblätter u. a. dort gedeihen. Um dem gemeinten Beruf inszenatorisch gerecht zu werden, dürfte man das Stück eigentlich nur in Bregenz aufführen... – Sfantu
Lieber Sfantu, glaubst du wirklich dass man in Bregenz solche kostbaren Objekte im Wasser findet????????
Es gibt übrigens einen sehr empfehlenswerten recht neuen Roman von Martin Suter, in dem die kulinarischen Genüsse besagter Insel eine Hauptrolle spielen. Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen und es gibt auf dieser Insel offensichtlich viel mehr als das weltberühmte Heißgetränk Wenn ich allein an die Farben und Düfte der diversen Gewürze denke! Ein echtes Gesamtkunstwerk für alle Sinne – Fairy Queen
Die Idee mit Bregenz + besagter Oper hat aber was, denn da braucht der Regisseur wenigstens einmal nicht krampfhaft nach einer Begründung suchen, wieso seine Inszenierung baden geht - Severina
Cave! Suters neuester Roman "Der Koch" spielt in Bern. Das bedeutet aber nicht, dass die gesuchte Insel in der Aare liegt. Auch hier würden man beim Tauchen wohl ebenso vergeblich nach den werktitelimmanenten Kostbarkeiten suchen wie im Bodensee. Unsere Insel ist der Südspitze eines asiatischen Subkontinents süd-südöstlich vorgelagert. Dass ein Teil ihrer Bewohner Schutz in unseren Breiten sucht, liegt vor allem an dem Bürgerkrieg, den sich die Zentralmacht mit selbsternannten Befreiungstigern einer nach Unabhängigkeit strebenden Provinz liefert. Deren an harten Konsonanten äußerst arme Landessprache klingt für unsere Ohren meist wie ein Singsang mit vollem Mund - wie will man's auch verübeln bei solch kulinarischem Reichtum...ein Reichtum allerdings, welchen die Nation des Komponisten ebenfalls besitzt... – Sfantu
Und wer sein Genie an Unwürdige verschwendet, der wirft sprichwörtlich die "werktitelimmanenten Kostbarkeiten" (Sfantu) vor Tiere, deren Mitarbeit beim Aufspüren kulinarischer Kostbarkeiten sehr geschätzt wird – Severina
Wie wâr’s mit einer netten Opernparodie namens die Käsefondue-Taucher? - Fairy Queen
Wie passend für ein musikdramatisches Werk, wenn ein junger Mann, die verhüllte Geliebte an ihrer Stimme erkennt, Thema einer anderen bekannten Nummer aus dieser Oper – Teresa Cellini
Liebe und Eifersucht - es brennt, es brennt... - Waldi
Die Lösung: Ceylon als Schauplatz von Georges Bizets Oper LES PÊCHEURS DES PERLES / DIE PERLENFISCHER – Lösungsbuchstabe N
Bei dieser absichtlich leichten Frage vor dem schweren Endspurt entsprang die Zahl der Tipps wohl eher dem Bedürfnis nach Dialog als einer Notwendigkeit zur Hilfestellung, denn das Werk ist offensichtlich allgemein bekannt - jedenfalls hier.
Es ist so erstaunlich wie erfreulich, dass sich Bizets erste abendfüllende Oper heute eines solch regelmäßigen Zuspruchs erfreut, obwohl sie ursprünglich demselben Problem eines dominierenden Meisterwerkes zum Opfer fiel, das auch das direkt zuvor erfragte Werk Tschaikowskis belastet. Allerdings ist es in diesem Fall noch gravierender, denn es gehört schon sehr viel dazu, nach einem anfänglichen Misserfolg (auch wenn das bei einem Debütanten höchst achtbaren 18 Vorstellungen übertrieben überliefert wurde) doch noch aus dem Schatten der erfolgreichsten Oper aller Zeiten, und das ist Bizets CARMEN wohl unstreitig,hervorzutreten.
Dies um so mehr, als Bizet seine Partitur wohl in einem depressiven Anfall nach dem vermeintlichen Misserfolg seiner Oper, die abgesetzt und von niemandem übernommen worden war, vernichtet hatte. Die Orchesterpartitur jedenfalls bleibt bis heute verloren und musste anhand der Klavierauszüge rekonstruiert werden. Das immerhin ist glänzend gelungen, denn die wunderbar exotische und mindestens pseudoauthentische Färbung der Instrumentierung, die mich veranlasst hat, diese Oper für mein Rätsel auszuwählen, gilt als ein Charakteristikum der Kompositionskunst Bizets, die er in der CARMEN bekanntlich zu einem weiteren Höhepunkt getrieben hat.
Nicht von ungefähr hat Berlioz Bizets Oper in hohen Tönen gelobt und dabei auch die Überlieferung korrigiert, dass die Oper ein Misserfolg gewesen sei: „Die Partitur dieser Oper erzielte einen wahrhaftigen Erfolg. Sie enthält eine beachtliche Anzahl schöner und ausdrucksvoller Stücke voller Feuer und reicher Farben. Sie hat keine Ouvertüre, aber eine gesungene und getanzte Einleitung... Das Duett „Au fond du temple saint“ ist sehr gut ausgeführt, und das in einem maßvollen und einfachen Stil. ... Eine Arie der Leila mit einem Hornsolo ist voller Anmut. ... (Journal des débats, 8. Oktober 1863, zitiert nach http://www.hberlioz.com/feuilletons/debats631008.htm?zoom_highlight=Bizet Vielleicht mag ja mal jemand, der der Sprache mächtiger ist als ich, eine vollständige/re Übersetzung in einen eigenen Thread zu der Oper stellen. )
Die Inhaltsbeschreibung hat mir dankenswerterweise wieder unser Streifenpeter abgenommen. Ihr findet sie hier: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/p28452-wiener-streif-en-lichter-%E2%80%93-der-etwas-andere-opernf%C3%BChrer/#post28452
Heutzutage stellen nicht wenige die Partitur der PERLENFISCHER sogar noch über die CARMEN. Das halte ich allerdings für übertrieben und eher für das Resultat einer vagen Animosität gegen die Überpräsenz der Letzteren und ihrer Hits. Aber auch die Hits der PERLENFISCHER sind keineswegs zu verachten, und ich finde es bemerkenswert, dass Berlioz sie schon in seiner Uraufführungskritik benennt. Neben den Arien des Nadir (Je crois entendre encore) und der Leila (Comme autrefois dans la nuit sombre) enthält die Oper immerhin eines der schönsten und berühmtesten Duette für zwei Männerstimmen, dem ich allenfalls Verdis „Vieni a me“, das Duett Fiesco/Adorno aus SIMON BOCCANEGRA, und das Duett Carlos/Posa (Dio, che nell’ alma infondere) gleichberechtigt an die Seite stellen würde: „Au fond du temple saint“.
Wie viele, hörte ich hörte dieses Duett erstmals gesungen von Nicolai Gedda und Ernest Blanc auf der fabelhaften Aufnahme von Pierre Dervaux, die ich bis heute für die beste halte:
...........
Leider kenne ich die Qualität der Pressung des Billiglabels Line nicht, da ich noch die alte EMI-Aufnahme von 1857 besitze, die zum Glück auch Bizets IVAN IV enthält. Sehr gute Alternativen bieten auch Georges Pretre mit Ileana Cotrubas, Alain Vanzo und Roger Soyer
sowie Michel Plasson
Letzterer bietet ein sehr gutes Klangbild, kostet als Auslandsimport aber auch deutlich das meiste Geld ohne den entsprechenden Mehrwert zu bieten.
Auf DVD konkurrenzlos, wenngleich nur in der weiblichen Hauptrolle und im Dirigat Marcello Viottis einigermaßen mit den vorher aufgeführten Spitzenleistungen vergleichbar, ist die Aufnahme Marcello Viottis aus dem Teatro la Fenice in Venedig.
In einer Anwandlung von Nostalgie möchte ich gerne meine Wertung aus einer anderen Welt aufgreifen, die es derzeit zumindest dem Anschein nach dem Kontinent Atlantis nachmacht:
Orchester des Teatro la Fenice, Venedig; Marcello Viotti - Er ist nicht daran schuld, dass der musikalische Gesamteindruck etwas schwach ausfällt, aber auch nicht außerordentlich Leila: Annick Massis - Sie bietet eine gute Leistung, die, was man leider auch sieht, ersichtlich hart erarbeitet ist und wenig Raum für Gestaltung lässt Nadir: Yasu Nakajima - Er singt auf recht ordentlichem Regionalniveau, aber nicht viel besser, und auch seine Gestaltung der Rolle zeichnet sich mehr durch ernsthaftes Bemühen als Gelingen aus Zurga: Carlo Grassi - Musikalisch der Star der Aufnahme, mit schönem Organ, das er klug einzusetzen weiß. Darstellerisch kein Naturtalent, aber auch wenig gefordert Nourabad: Luigi de Donato - Unauffällig, dem Niveau des Ganzen angemessen Dazu kommt ein gut singender, im Doppelsinn standfester Chor und eine ordentliches Corps de ballet, mehr aber auch nicht
Regie: Pierluigi Pizzi - Ein funktionales, sparsames Bild wird ansprechend bevölkert, aber Pizzi ist mehr ein Regisseur für eindrucksvolle Tableaus als das Detail. So überlässt er auch hier die Sänger weitgehend sich selbst
Kommentar: Ich finde die Produktion insgesamt weit besser als erwartet. Trotzdem ist meine Reaktion eher gemischt. Die Inszenierung Pierluigi Pizzis, der in Venedig auch eine (bessere) THAIS gestaltete, ist ansprechend funktional mit geschicktem Balletteinsatz. Wer also Bizets zauberhafte Oper auch einmal aufgeführt SEHEN will, wird hier gut bedient, wenn auch die Personenführung eher summarisch ausfällt. Leider schließt das Sehen auch die ersichtlich harte Arbeit der Sänger ein, was vor allem bei Annick Massis hier weitaus desillusionierender ausfällt, als in den meisten Opern-DVDs. Immerhin ist sie mit Abstand die Einzige, die weiß, wie man französisch spricht und singt.
Derzeit gibt es diese DVD nur noch in einer – allerdings extrem preisgünstigen – Sammelbox, für die man etliche weitere Opernaufzeichnungen der Firma Dynamic bekommt, nämlicheine sehr gute
Thais von Massenet mit Eva Mei, Michele Pertusi, William Joyner, ebenfalls unter Marcello Viotti sowie als Bonus mindestens ordentliche Einspielungen von
Massenet: Le Roi del Lahore mit Giuseppe Gipali, Ana Maria Sanchez, Vladimir Stoyanov, Teatro La Fenice Orchestra, Marcello Viotti
Rossini: Maometto Secondo mit Lorenzo Regazzo, Federico Lepre, Maxim Mironov, Teatro La Fenice Orchestra, Claudio Scimone
Donizetti: Pia De' Tolomei mit Patrizia Ciofi, Dario Schmunck, Andrew Schroeder, Teatro La Fenice Orchestra, Paolo Arrivabeni
Strauss: Daphne mit June Anderson, Roberto Sacca, Scott Mac Allister, Birgit Remmert, Teatro La Fenice Orchestra, Stefan Anton Reck
Schon deswegen, weil auch die anderen Wrke ein Kennenlernen lohnen, sollte jeder Liebhaber von Opern-DVD einen Erwerb der Box ernsthaft erwägen.
Zusatznominierungen gab es bei Ceylon so gut wie keine, denn Indien oder gar Pakistan konnte ich nicht anerkennen. Vermutlich gibt es noch das eine oder andere Bollywood-Musical, aber die einzigen Titel, die mir genannt und anerkannt wurden, waren die total vergessene, englische Operette THE CINGALEE or SUNNY CEYLON von Lionel Monckton, Claus Nielsen Schalls Ballett DER ABGOTT VON CEYLON und ein lokales Filmmusical von 1947, Narayana Aiyars KADAWUNU PORONDUWA (DAS GEBROCHENE VERSPRECHEN), eines der ersten Bollywood-Musicals, lange bevor es den Begriff gab. Die Geschichte wurde unter dem gleichen Titel 1982 erneut verfilmt (s. http://en.wikipedia.org/wiki/Kadawunu_Poronduwa).
Wer weiß noch mehr?
:hello Riddleamus
Rideamus (03.10.2010, 11:44): Wir fliegen weiter Richtung Nordosten, bleiben in etwa in der Region unseres letzten Zieles, machen aber einen großen Zeitsprung. Hier stoßen wir auf ein Werk, das an einem sehr selten genutzten Schauplatz eine eher zufällige Verbindung zwischen einem Zwölftöner und MADAME BUTTERFLY herstellt. Ein Tipp vorab: Die Stadt, die heute ebenfalls anders heißt, wird mit dem gesuchten Namen im Werktitel genannt.
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Schauplatzes.
Tipps:
(Die Schwierigkeit) ist wohl ein Generationenproblem. Heute hieße das Stück vielleicht "Frau Kabul" ? – Pavel
Lieber Pavel! Wo Du Recht hast, hast Du Recht, aber auch Frau – Oper 337
Die gesuchte Stadt wurde nach einem Mann benannt, den die einen für einen Massenmörder halten, die anderen mit immensen Personenkult verehren - Heike
Die im Werktitel genannte Stadt hat jetzt aber einen anderen Namen. Es wäre auch unlogisch, würde die Titelheldin auf ein Schiff warten – Emotione
Emotione hat mich mit ihrem Tipp ganz schön in die Irre gelockt, denn mit "Schiff + Osten" verband ich automatisch Hongkong, und das ist's definitiv nicht! Unser Riddle hat bei dieser Frage nicht nur den Schauplatz, sondern auch das Genre gewechselt - in eines, das uns leider nicht so liegt wie ihm. Bei mir fiel der Groschen, als ich den Hinweis auf den Zwölftöner ernst nahm und Tante Google einen Besuch abstattete. Als Reiseziel eignete sich dieses Land lange Zeit leider gar nicht, aus Gründen, mit deren traumatischen Folgen sich heute viele Filmregisseure über dem großen Teich beschäftigen - Severina
Tja, was kann ich da noch sagen: Arnold ist jedenfalls der falsche - Athene
Mich überfällt immer Panik bei der Vorstellung, dass sich Rideamus von der Oper ab- und einer anderen Musikgattung zuwendet. Heute ist es geschehen!! Der gesuchten Stadt und natürlich auch dem Land – also deren Volk - wurde die französische Sprache aufgedrückt. Mehr kann ich zu Rätsel Nr. 13 nicht beitragen - Calisto
Ob der Griff von Rideamus genremäßig wohl ein Missgriff war, wird sich erweisen – Amelia Grimaldi
Auch dieses Land hieß einmal anders, und dazu gehörten auch noch weitere Länder, die heute ebenfalls anders heißen – Roi des Ètoiles
Der Titel der Novelle, die diesem Opus als Vorlage diente, hat etwas mit Korbblütlern aus jener Region zu tun, die gegenwärtig in vielen Töpfen blühen – Agravain
Im Titel gibt es weder ein Señorita noch Signorina noch Mademoiselle, sondern.... Heike
Etwas zweifelhaftes Renommée hat sich das Land, in welchem diese Stadt liegt, in letzter Zeit als Heimat der Zigarettenmafia erworben. Auch entstammte ihm ein Großteil der Gastarbeiter in der DDR. Und die Eselsbrücke über den Zwölftöner ist eher eine nominelle als stilistische - Sfantu
Die Titelheldin wählt zuletzt einen Ausgang wie Madame Butterfly, aber sie hat dafür ganz andere Gründe – Teresa Cellini
Die Stadt heißt heute „der die Erleuchtung bringt“- Stadt - das ist doch ein gutes Omen, dass dir die Lösung doch noch bald gelingt! Vielleicht hilft dir der Hinweis, dass es die größte Stadt des besagten Landes ist (aber nicht die Hauptstadt) - Heike
Wer das Kürzel "TP HCM" auflösen kann, ist der Lösung schon nahe – Waldi
Also, noch mal die Tipps in der richtigen Reihenfolge: Vorab: andere Gattung, 1. Teil des Werktitels: nicht Senorita, nicht Signorina, nicht Fräulein s o n d e r n : 2. Teil des Werktitels: Name der Stadt: denk' mal an die revolutionären Kampfparolen der 68er - da wurden die Namen kommunistischer Führer wahllos & unreflektiert skandiert - ob's nun Idealisten, Vordenker und Visionäre waren (Marx, Engels), Praktiker und Vollstrecker (Lenin, Fidel, Che) oder ebenso selbstverständlich die Ideale des Systems pervertierende Schlächter und Despoten ("Mao, Mao, Mao Tse Tung!" o d e r eben: "Ho, Ho, Ho hm hm! ") Genau der! Und nach dem ist diese Stadt eben heute benannt (Riddle fragt aber wohlgemerkt nach dem alten Namen). Und noch zur Lokalisation der Stadt - in welchem Land also: das US-Trauma, ein Jahrzehnt sinnloses Abschlachten ohne Befreiung, Sieg oder Friedenslösung - das Synonym des Scheiterns überhaupt (gelernt haben sie daraus: nix!), das, wie Sevi schon anmerkte, seither eine Generation von Kinomachern ernährt - Sfantu
Sfantu hat die Zaunpfähle schon hübsch aufgereiht, ich möchte noch einige zum Komponisten hinzufügen: Sein Name beinhaltet den eines anderen Komponisten, von dem Du Dich erst gestern distanziert hast, nachdem Dir unerfreuliche Details seiner Biografie bekannt wurden. Nur dass der gesuchte "schöner" ist, aber trotzdem nicht Arnold heißt, sondern verwirrender Weise einen französischen Doppel-Vornamen trägt. Den ersten teilt er mit einem Komponisten, den Du sehr schätzt und der eine geheimnisumwobene Paraderolle für Nathalie Dessay kreiert hat, der zweite schreibt sich genauso wie der "teutsche M........." - Severina
Die Lösung: Saigon bzw. Ho-Chi-Minh Stadt als Schauplatz des Musicals MISS SAIGON von Claude-Michel Schoenberg und Alain Boublil – Lösungsbuchstabe: I
Ohne den Zwölftöner hätten wahrscheinlich noch viel mehr Ratefreunde die sauber geordneten Zaunpfähle der letzten Tipps gebraucht, denn dieses Musical ist mit seinen vielen Passagen mikrophonisierten Gebrülles und seiner Neigung zum schweren Kitsch auch für mich grenzwertig. Die Gründe kann man in diesem kurzen Querschnitt hören und sehen, der sich allerdings naturgemäß auf die Hits konzentriert: http://www.youtube.com/watch?v=1Gy8P7Lkw2A
Man muss Derartiges wirklich mögen oder zumindest gut ertragen können um zu verstehen, warum ich das Musical trotz der hörbaren Geschmacksprobleme mindestens diskussionswürdig finde. Ich will gerne erklären, warum. Zunächst aber zur Geschichte des Musicals selbst, die in der sich wandelnden Sicht auf die Hauptpersonen ein wunderbarer Spiegel des Wandels der Zeiten ist.
Agravain wies in seinem Tipp auf die semiautobiografische Novelle „Madame Chrysanthème“ hin, die der Franzose Pierre Loti (eigentlich: Julien Viaud) 1887 veröffentlichte, die André Messager bereits 1893 als Vorlage für seine gleichnamige Oper(ette) – er nannte sie Comédie lyrique - auswählte. Sie spielt in Nagasaki und wäre sicher auch eine mögliche Nominierung für das Rätsel gewesen, aber dieses Stück kennt wirklich kaum jemand mehr als allenfalls dem Namen nach. Das ist übrigens sehr schade, denn es gibt eine Aufnahme des französischen Rundfunks von 1956 mit Janine Micheau, die belegt, dass es ein eminent hörenswertes Werk ist.
Es verläuft ziemlich anders als Puccinis MADAME BUTTERFLY, deren Librettisten sich auf die gleiche Vorlage stützten, aber die Tragödie der Heldin in den Mittelpunkt rückten, während Loti und Messager die Sache weitaus realistischer angingen. Loti, der die Partei des Helden, also seiner selbst, ergreift, ist noch extremer als Messager, denn am Schluss seiner Novelle zählt die Heldin das Geld, das sie von dem Ausländer bekommen hat, und wartet auf den nächsten Ehemann, denn Pierre, der Held, kehrt nie wieder nach Japan zurück, weil er die Frau gründlich satt hat.
Wie Puccinis Librettisten Luigi Illica und Giuseppe Giacosa – zugegeben, auf dem Umweg über den amerikanischen Melodramatiker David Belasco – das Stück romantisierten, brauche ich wohl nicht näher zu erläutern, aber es ist eine interessante Brücke zu dem Musical, das uns hier beschäftigt, denn Boublil und Schoenberg verlegten in einem genialen Einfall nicht nur den Schauplatz in das Saigon kurz vor dem Ende des Vietnamkrieges, sondern romantisierten auch die Hauptpersonen noch weiter. Bei ihnen ist die weibliche Hauptperson, Kim, der unschuldige, vietnamesische Teenager vom Lande, ein Tanzmädchen – der übliche Euphemismus für eine Prostituierte – und der Held Chris ein höchst sensibler, amerikanischer Marinesoldat, der, wie sein Vorbild bei Puccini, nach seiner Rückkehr in Amerika heiratet, aber Kim stets vermisst. Seine amerikanische Frau, die sich für vietnamesische Waisenkinder einsetzt, hat großes Mitgefühl mit Kims Schicksal, aber diese zieht es vor, sich selbst zu töten, nachdem sie begreift, dass ihr Sohn nur ihren Wunschtraum erfüllen und als richtiger Amerikaner aufwachsen kann, wenn er von Chris und seiner amerikanischen Frau adoptiert wird.
Wie man sieht, ist die Geschichte nicht weniger rührselig als Puccinis Libretto, wird jedoch weitaus lebensnäher erzählt und gewinnt eindrucksvolle Momente aus der Gegenüberstellung mit dem parallel geschilderten Machtstreben der Vietcong, der durch Kims Bruder repräsentiert wird, und das Schlaglicht auf die Folgen des Krieges mit den vielen Kriegswaisen (Bui-doi s. http://www.youtube.com/watch?v=fdi8c70rE_4), welche von den amerikanischen Invasoren, aber auch infolge der Rücksichtslosigkeit des Vietcong gegenüber dem eigenen Volk hinterlassen wurden.
Hier gilt es zur Abwechslung einmal, einen Produzenten zu würdigen, denn Cameron Mackintosh, der das Musical auf die Bühne des Londoner Drury Lane Theaters (wo ich es sehen konnte) und später an den Broadway gebracht hat, ist nach dem Erfolg von LES MISERABLES des gleichen Teams erhebliche Risiken eingegangen um das Musical entsprechend den Vorstellungen des Regisseurs Nicholas Hytner mit eindrucksvollen und kostspieligen Coups de Théatre bis hin zu einem echten, wenn auch abgespeckten Hubschrauber auszustatten, die allen Zuschauern lange im Gedächtnis bleiben.Man sollte nie vergessen, dass Musicals in erster Linie Bühnenwerke sind und dort vor allem funktionieren müssen. Genau das aber tut MISS SAIGON - jedenfalls in einer guten Realisierung, die es schafft, den Schwulst auszubalancieren.
Die Musik unterscheidet sich nicht wesentlich von den ausgewalzten Einfällen Andrew Lloyd Webbers und zieht einem in ihrem hemmungslosen Kitsch (s. „Bui-doi“ oder den größten Hit der Show, „The Last Night of the World“), der selbst Puccini in den Schatten stellt, nicht selten die Schuhe aus. Sie hat aber auch eine ganz eigentümliche Durchschlagskraft und zudem eine wesentlich größere Vielfalt als mindestens die späteren Erzeugnisse von Webbers Elefantiasis. Leider hört man das nie außerhalb einer Gesamtdarbietung. Wer also eine Affinität zu der Gattung hat, sollte sich (ab hier: "http://www.youtube.com/watch?v=c1AgE4uVatw") durch YouTube klicken, wo fast das gesamte Musical mit Originaltexten hochgeladen ist. Noch einfacher und für Freunde der Gattung absolut lohnend ist allerdings der vollständige Soundtrack - wenn irgend möglich und verständlich, aber bitte nur im Original:
Einem Klassikliebhaber würde ich allerdings nicht unbedingt gerade dieses Werk als das ideale Vehikel empfehlen, sich mit der Gattung des Musicals anzufreunden.
Oder sieht jemand von euch das anders?
:hello Rideamus
Rideamus (04.10.2010, 23:12): Bevor ich das nächste Rätsel löse, habe ich noch die einzige Zusatznominierung nachzutragen, die zum Thema Saigon genannt wurde, und die ich vergaß, weil ich nicht mehr damit gerechnet hatte. Sie ist auch exotisch genu. Es handelt sich nämlich um den Film Saigon Love Story von einem gewissen Ringo Le, über den ich auch nicht viel mehr herausbekommen konnte, als dass er womöglich das erste genuin vietnamesische Filmmusical ist und ab 2006 mit einigem Erfolg in Tokio sowie auf diversen asiatischen Festivals gezeigt wurde. Man kann die Stadt also mit Fug und Recht als die bislang einzige bezeichnen, zu der vor dem erfragten Werk anscheinend nie jemandem ein musikalisches Bühnenwerk einfiel. Aber Ihr werdet sehen, es gibt noch einen weiteren unter diesen 18 Schauplätzen.
Erst aber kommen wir zur vielleicht schwersten Etappe dieses Rätsels. Dazu reisen wir weiter ostwärts in die Heimat des Helden unseres letzten Stückes, die für uns eher im Westen liegt. Allerdings möchte man es kaum glauben, denn die Leute, denen wir begegnen, sehen alle ganz anders aus als man sich die Einwohner dieses Kontinents vorstellt. Und dennoch sind auch sie zwar überwiegend Migranten, aber mindestens der zweiten Generation. Die Geschichte: Ein junges Ding findet eine neue Familie in einer großen Stadt, in der angeblich täglich 100 Millionen Wunder geschehen, und in der eine bestimmte Straße heute noch eine Plakette zu Ehren der Autoren des Werkes trägt, weil die Straße in dem Werk namentlich gefeiert wird. Die Autoren hatten übrigens eine besondere Affinität zu Asiaten, denn die spielten in drei ihrer Werke eine sympathische und wichtige Rolle.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe der Stadt mit der Straße mit der Plakette mit den Autoren und dem Werk.
Tipps:
Wenn man in dieser Stadt knusprige Ente verzehren möchte, sollte man nicht vergessen, nach dem Parkvorgang die Handbremse seines Fahrzeuges zu betätigen. Und wenn man dann dem Klang der Musik lauscht, dann marschiert man schon einmal in die richtige Richtung – Agravain
...schöner ist es aber, anstelle des Autos ein öffentlliches Fortbewegungsmittel zu benutzen und bei der gesuchten Straße auszusteigen. Wer partout nicht auf's Auto verzichten möchte, sollte aber beachten, dass es sich um eine Einbahnstraße handelt (wenn das keine Hilfe ist, weiß ich auch nicht ... ) – Nightrider
Das hier erfragte Werk ist ebenso wie mehrere andere des sehr produktiven Duos verfilmt worden. Allerdings ist es bei uns relativ unbekannt. In Bezug auf die gesuchte Stadt sollte man auf den Straßen achtsam sein, sein Herz dort nicht zurücklassen und möglichst keine Höhenangst haben – Emotione
Außer der "Straße der Ölsardinen" und der "Straßen von San Francisco" kenne ich leider keine verfilmten Straßen - ich sollte wohl öfter ins Kino gehen... Jetzt werde ich einmal alle mir bekannten Musicalduos abklappern, denn ich fürchte, Ridi ist dem Genre treu geblieben - Severina
Ich gebe Dir mal den Hinweis, dass die Ölsardinen nicht weiter führen, aber es ist auch noch ein Hammer, von der Stadt zum Werk zu finden, vor allem weil das im Titel keine Strasse hat. (Aber irgendwie erinnert er mich an den Dialog zwischen Fairy Queen und Sfantu) – Pavel
Lieber Pavel, vielen Dank, gottlob hatte ich schon vorher die Eingebung, dass die Ölsardinen in eine Sackgasse münden. Tante Google besorgte dann den Rest. Die Stadt dürfte inzwischen allen klar sein, zum Komponistenduo möchte ich nur sagen: Ridis Fragen sind immer ein Hammer, "Alles "Ro()ger" kann man da leider nur selten sagen Den Bildungsauftrag hat er jedenfalls voll erfüllt, denn dieses Werk kannte ich nicht einmal dem Namen nach! - Severina
Die Frage gehört mal wieder zu den Fällen, bei denen Calisto nach eigener Aussage von Panik überfallen wird Es hilft, die Rätselfrage sehr genau auszuwerten Ein königliches Werk dieses sehr bekannten Duos wurde übrigens mit Yul Brynner verfilmt – Athene
Die Befürchtung mit dem Musical trifft zu, und das leider nicht zum ersten oder letzten Mal. Panik ist dennoch nicht angebracht. Wer Zaunpfähle sucht, sollte mal in Capriccio hinein schauen und bedenken, welches hochberühmte Komponisten/Texter-Paar drei weitere Musicals geschaffen hat, die ein starkes und trotz mancher Ironie positiv besetztes, asiatisches Element haben. Die Straße braucht Ihr nicht zu kennen, aber es ist nicht die Lombard Street, die zur Golden Gate Bridge führt, sondern die Hauptstraße eines Migrantenviertels. - Rideamus
Dass ich die Straße nicht gefunden habe, hat mich ganz grantig gemacht.... Die Stadt war vor vielen Jahren Schauplatz einer Serie mit einem jungen Schauspieler aus einer berühmten amerikanischen Schauspielerfamilie und einem älteren Kollegen, der voriges Jahr hochbetagt gestorben ist – Amelia Grimaldi
In der Stadt gibt es auch eine bekannte Brücke, sie war Schauplatz einer Krimiserie und Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie von einer Naturkatastrophe heimgesucht – Teresa Cellini
Na, wenn Ihr die Stadt schon habt und Athenes weisen Tipp zu Ende lest, seid Ihr der Lösung schon sehr nahe. Ansonsten könnt Ihr Euch darauf verlassen, dass ich mich inzwischen fast immer irgendwo wiederhole. So auch hier, bei Capriccio. Googeln hilft bestimmt über den Rest hinweg – Rideamus
Eine der weiblichen Hauptdarstellerinnen in der Verfilmung wurde seinerzeit berühmt durch einen anderen Film, in dem sie eine Edelprostituierte spielte, die anständig wird und einen Maler heiratet. Diese Schauspielerin ist übrigens in dritter Ehe mit einem gebürtigen Österreicher verheiratet - Waldi
Zugegeben, das Werk muss man womöglich ergooglen, denn Blumentrommeln werden auf unseren Bühnen selten besungen, aber dass bei einem Stein mit einem passenden Hammer alles Roger werden kann, hat doch Severina schon verraten – Rideamus
Zu der in 14 gesuchten Stadt fallen mir leider keine deutlicheren Zaunpfähle mehr ein, oder braucht's ein zweites Erdbeben???? – Severina
Es gibt in dem Werk im ersten Akt einen Song namens "Don't Marry Me", aber dann im zweiten Akt doch eine "Wedding Parade" - Heike
Zur Nr. 14, bei der die Straße irrelevant ist, wenn sie nicht als Hinweis wahrgenommen wird, wissen wir doch schon, dass es da attraktive Verkehrsmittel und steile Straßen gibt sowie eine Community, die man zuvörderst nicht mit dieser Umgebung identifiziert. Klingt das wirklich noch nach einem asiatischen Land oder einer Südseeinsel? Ich weiß von keiner anderen als der gemeinten Stadt, die für Dergleichen so bekannt wäre, dass man es als Tipp verwenden kann. Zudem müsste schon anhand der inzwischen allseits bekannten Autoren/Komponisten relativ leicht festzustellen sein, was mit der Blumentrommel gemeint sein könnte, die ja schon als Begriff auf eine bestimmte Migrantengruppe verweist – Rideamus
14 ist vollkommen hoffnungslos ohne Google - das Werk kennt wohl so gut wie niemand. Wenn man dank der Tipps das Autorenduo hat bzw. den Song von Heike (danke, das war's bei mir! ) findet man dank der englischsprachigen Werkbeschreibung dann auch die Stadt. Ganz schön aufwendig- etwas für die Cracks! – Fairy Queen
Die Lösung: San Francisco als Schauplatz des Rodgers & Hammerstein – Musicals FLOWER DRUM SONG – Lösungsbuchstabe: C
Wenn Fairys Annahme stimmen sollte, dass das Werk „so gut wie niemand“ (hier?) kennt (was ich bezweifle, weil mindestens die ersten Tippgeber bereits gewusst haben müssen, wo sie suchen sollen), dann muss es, sehr frei nach Lichtenberg, nicht unbedingt die Schuld des Werkes sein. Tatsächlich sprach zunächst einmal nicht viel dafür, dass diese Story populär werden könnte, auch wenn der 1957 erschienene Roman des amerikanischen Chinesen C. Y. Lee, auf dem sie basiert, recht erfolgreich war (und das, obwohl er im Gegensatz zu dem Musical tragisch endet). Sie spielt nämlich ausschließlich unter Chinesen im Chinatown von San Francisco und ist eigentlich auch nur mit musicalerfahrenen Chinesen zu besetzen. Da das zumindest damals niht möglich war, musste man mogeln und setzte auf der Bühne wie im Film Juanita Hall und einige Japaner ein. Vielleicht war das auch ein Hinweis, wo man das mehrheitliche Publikum vermutete, denn für unsereinen und schon gar den durchschnittlichen Broadway-Touristen sind Asiaten bekanntlich ohnehin nicht auseinander zu halten.
Ich könnte mir nämlich gut vorstellen, dass das Musical auf Chinesen ähnlich grotesk wirkt wie die Musicalisierung der Trapp-Familie durch das gleiche Autorenteam auf uns. Das hat mich auch gehindert, THE SOUND OF MUSIC in das Rätsel einzubauen, obwohl Salzburg eine Stadt gewesen wäre, zu der mich die Zusatznominierungen über Fred Raymond hinaus besonders interessiert hätten. Wenn also das Musical trotz der thematischen und Besetzungsschwierigkeiten ein Erfolg war, und das war es mit seiner zweijährigen Laufzeit nach seiner Uraufführung am Broadway, dann muss es gute Gründe gehabt haben, und die lagen fraglos in seiner Musik. Richard Rodgers und Oscar Hammerstein hatten ja bereits mit SOUTH PACIFIC und THE KING AND I eine fruchtbare Affinität zu asiatischen Themen bewiesen, aber ihr dritter Anlauf erwischte Richard Rodgers in einer besonders kreativen Phase melodischer Einfallskraft.
Zwar eroberten nur wenige Nummern des Werkes die Charts, dazu waren sie einfach zu spezifisch ethnisch, aber von dem Auftakt mit „A hundred million miracles“ (hier ein Ausschnitt aus dem Broadway-Revival mit Lea Salonga, der philippinischen Universalasiatin aus MISS SAIGON: „http://www.youtube.com/watch?v=vvLUKmprbSU&feature=related“) über das zitierte „I enjoy being a girl“ ("http://www.youtube.com/watch?v=rbBqMylQufg") mit Nancy Kwan bis hin zu dem in der Frage angesprochenen Finale „Grant Avenue, San Francisco, California, USA" quillt das Musical geradezu über von nahezu ausnahmslos einprägsamen und einfühlsam getexteten Melodien.
Die erste Aufführung des Werkes am Broadway im Jahr 1958 wurde von Gene Kelly inszeniert und brachte es auf eindrucksvolle 600 Aufführungen, das Revival mit Lea Salonga 2002 auf immerhin 169. Seine Geschichte lässt sich in wenigen Sätzen zusammenfassen: ein junges Mädchen kommt Ende der 50er Jahre illegal nach San Francisco in der Hoffnung, dort einen reichen amerikanischen Chinesen zu heiraten, der aber in eine Nachtclubtänzerin verliebt ist. Die konservativen Eltern des jungen Mannes möchten ihn aber mit der jungen Chinesin verheiraten, und schließlich gelingt das auch, denn er verliebt sich in sie, während ihm die Tänzerin auf Dauer zu emanzipiert ist. Das jedenfalls ist die Geschichte von 1958, die aus begreiflichen Gründen 2002 gründlich überarbeitet wurde.
Trotz des respektablen Erfolges, der allerdings weit hinter ihren Superhits zurück blieb, ahnten Rodgers und Hammerstein, dass die Lebenszeit dieses Stückes nicht von langer Dauer sein würde, und so erlaubten sie, die bei ihren Großerfolgen Wert auf eine totale Kontrolle auch der Verfilmungen legten, dass ein anderer Produzent das Werk unmittelbar nach dem Auslaufen seiner Broadway-Spielzeit auf die Leinwand brachte. In dieser Fassung mit der damals auf Grund ihres Erfolges in „Die Welt der Suzie Wong“ populären Nancy Kwan lernte ich das Musical Anfang der 60er Jahre kennen und verliebte mich – nicht in Nancy Kwan, und auch nicht in die junge Miyoshi Umeki, die eigentlich Japanerin war, wohl aber in das Musical. Ich besorgte mir also umgehend sowohl den Soundtrack der originalen Broadway Show als auch den der Filmversion und kannte sie in kürzester Zeit fast auswendig, so dass ich sie auch heute noch empfehlen kann, zumal es sie erstaunlicherweise noch am Markt gibt. Dabei gebe ich wie üblich dem schlankeren Broadway-Original den Vorzug.
Mindestens den englischsprachigen Musicalfreunden unter Euch kann ich (jedenfalls derzeit noch, bevor er gefunden und womöglich gesperrt wird) einen Leckerbissen anbieten, denn auf YouTube gibt es den kompletten Kinofilm ab hier: "http://www.youtube.com/watch?v=_x-pODJwS9M&feature=related". Wenn jemand einen Tipp hat, wie ich mir den sichern könnte, bitte ich um Hinweise, ggf. auch per PN.
Leider sind die Ausschnitte aus dem Broadway Revival hier überwiegend gesperrt, und da ich den Soundtrack nicht kenne, kann ich leider bis auf Weiteres nichts dazu sagen, als dass es ihn gibt:
Das soll es vorerst zu diesem Musical gewesen sein. Ich hoffe, die Emüfehlung ist angekommen. Bleiben noch die Zusatznominierungen, die für San Francisco naturgemäß reichlicher sprudelten, wenn auch nicht überwältigend:
Zu beginnen wäre natürlich mit Richard Rodgers selbst: sein Musical I REMEMBER MAMA spielt nämlich in dieser Stadt, und das tut auch die Filmversion eines seiner besten Werke, PAL JOEY, die ich gelten ließ. Das Lob für eines der besten Werke gilt aber nur für das Broadway-Original und weit weniger für die trotz Frank Sinatra, Ava Gardner und Kim Novak arg harmlose Filmversion. Weitere Nominierungen, darunter naturgemäß eine Mehrzahl von Musicals, waren, in der ungefähren Reihenfolge ihres Eingangs:
Franco Leoni: L'Oracolo; tewart Wallace: Harvey Milk; Guido Masanetz: In Frisco ist der Teufel los; Kurt Weill: Die sieben Todsünden; Percy Gaunt u. Charles Hoyt: A Trip to Chinatown; Alexej Llwowitsch Rybnikow: Junona i Avos (eine russische Rockoper); Frank Loesser: The Most Happy Fella; Victor Jacobi: The Marriage Market; Randolph Hobler: Banjo Boy
Ebenfalls als Filmmusical anerkannt habe ich den Film SAN FRANCISCO von Woody S. van Dyke mit Jeanette MacDonald, Clark Gable und Spencer Tracy, obwohl der eigentlich ein Katastrophenfilm mit viel Musik ist, denn ihm entstammt der Evergreen San Francisco von Bronislau Kaper mit einem Text von Gus Kahn, den Euch Ihr hier im Original in Erinnerung rufen könnt: "http://www.youtube.com/watch?v=QvK_gD3ulaw"
:hello Rideamus
Rideamus (05.10.2010, 13:37): Wir bleiben im Lande, wechseln aber den benachbarten Ozean - nur um wieder auf eine sehr geschlossene Gesellschaft zu treffen, die das aber weit unfreiwilliger ist als die chinesische. Eigentlich ist die Stadt, in die wir jetzt kommen, wegen etwas anderem, allerdings auch musikalischem, bekannt, aber präziser wurden, rein musikalisch, ein Ort und eine Gesellschaft selten gekennzeichnet, weswegen das Werk auch nicht einfach so von jedem aufgeführt werden kann - auch nicht von Harnoncourt, wie ich finde.
Gesucht wird der fünfte Buchstabe des Ortsnamens
Tipps:
Ich kann es bis heute nicht verstehen, wie man das so hinbekommt, wofür diese Stadt so bekannt geworden ist – Roi des Étoiles
Aus der gesuchten Stadt kommt auch die männliche Hauptgestalt der monumentalen Verfilmung eines Romans, der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde. Ihr müsst das Rätsel aber nicht heute knacken, morgen ist auch noch ein Tag........ – Amelia Grimaldi
Wenn es bei dem derzeit hier sehr trüben Wetter spät hell wird, frage ich mich zum wievielten Mal, warum wir uns alljährlich mit der Sommerzeit plagen müssen. Entgegen anderslautenden Vermutungen hat der Rätselersteller heute wieder auf Dich, liebe Calisto, Rücksicht genommen - Athene
Ja, Rätsel Nr. 15 schrammt aber doch haarscharf am Musical vorbei! Einmal sah ich eine sehr folkloristische Aufführung in der Deutschen Oper - Calisto
Das Stück ging erst kürzlich auf Tournee durch Deutschland. Die Chancen, dass es einer der Capricciosi gesehen hat, stehen also nicht schlecht – Nightrider
Die Sommerzeit ist ein guter Hinweis – Teresa Cellini
Wie ich schon sagte, wir bleiben im Lande, wechseln aber den benachbarten Ozean, was die Südseeinseln schon mal ausschließt. Auch beharre ich darauf, dass dazu keine Tipps nötig sind, sondern nur eine aufmerksame Lektüre der Fragen. Die Nummern 14 und 15 haben nämlich gemeinsam, dass sie nicht ohne Weiteres von europäischen Opernsängern aufgeführt werden können. Damit rede ich keineswegs den dummen Vererbungsthesen von Herrn Sarrazin das Wort, sondern greife nur zwei Äußerlichkeiten auf, die den jeweiligen Autoren vorgeschwebt haben. Zur Vorwarnung: Frage 16 wird dasselbe Phänomen der begrenzten Aufführbarkeit aufweisen – Rideamus
Die Stadt in Nr. 15 hat etwas Tänzerisches an sich, die Initialen der Titelhelden des gesuchten Werkes erinnern in umgekehrter Reihenfolge an einen Konzern, der in jüngster Zeit durch eine Umweltkatastrophe traurige Berühmtheit erlangt hat – Severina
Ganz besonders populär ist aus diesem Werk (das der Komponist immer wieder als Oper und nicht als Musical bezeichnete) eine Arie namens "**time" - leider ist diese Zeit nun für dieses Jahr vorbei. Gesungen haben den Hit z.B. Frank Sinatra, Miles Davis, Janis Joplin und Scarlett Johansson .... – Heike
Gegen die Nr. 14 ist die 15 auch für Anfänger und Stümper (wie mich) geeignet und ganz ohne Google zu erraten. Hier waren der auf Abwegen "rockende" Harnoncourt und der Tanz, der diese Stadt berühmt gemacht hat, das Ausschlaggebende für mich - Fairy Queen
Bei 15 und 16 hab ich ja nur schwarz gesehen, aber das zum Glück richtig - Maggie
Der Hauptdarsteller besitzt nichts, aber davon jede Menge – Quasimodo
In den 20ger Jahren gab es wohl mal einen Tanz oder so. In Berlin gibt es einige Clubs, in denen dieser Tanz wieder der letzte Schrei ist - Calisto
Nochmal: wie war das mit dem Sommer und seiner Zeit? Frau kann das doch sogar singen - Athene
Neben den Nummern mit der Sommerzeit und dem vielfachen Nichts ist aus dem gesuchten Stück noch eine recht eigenwillige, aber sehr treffende Bibelauslegung bekannt. Muss aber nicht unbedingt so sein! – Quasimodo
Wenn man nach dem englischen Thronfolger eine Stadt benennen würde, käme man sowohl einem beliebten Tanz als auch dem Schauplatz sehr nahe – Rideamus
Bei Nr. 15 müsste nach Riddleamus' letztem Hinweis alles klar sein, aber was soll's, ich lege noch eins drauf: Vor- und Familienname des Komponisten beginnen mit demselben Buchstaben – Waldi
Die Lösung: Charleston als Schauplatz von George Gershwins Oper PORGY AND BESS – Lösungsbuchstabe: L
Wenn man, wie in der Frage vorgegeben, vom Pazifik bei San Francisco an die andere Küste des Kontinents fliegt und sich etwas südwärts hält, kommt man in eine der angeblich schönsten amerikanischen Städte, die zwar 1886 bei einem Erdbeben kurz nach dem Bürgerkrieg weitgehend zerstört wurde, heute jedoch noch fast so erhalten ist, wie man sie gleich danach wieder aufgebaut hat: Charleston. Die Stadt war nach dem Unabhängigkeitskrieg eine der großen Metropolen der Südstaaten, vorübergehend auch mal Hauptstadt des Staates South Carolina, und von daher ideal geeignet als Geburtsort Rhett Butlers, des Helden von Margaret Mitchells Roman GONE WITH THE WIND, wie Amelia Grimaldi uns richtig verraten hat.
1923 gab die Stadt unfreiwillig auch dem gleichnamigen Tanz ihren Namen, weil der Jazzpianist James P. Johnson eine Nummer des Musicals RUNNING WILD nach dieser Stadt benannte. Unter diesem Namen machte bald darauf Josephine Baker den gleichnamigen Tanz so populär, dass er heute nachgerade als Synonym für die „Roaring Twenties“ gelten kann. Mit dem von uns gesuchten Werk George Gershwins hat allerdings eher die traurige Tatsache zu tun, dass Charleston heute als eine der zehn gefährlichsten Städte der USA gilt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die traurige Geschichte der amerikanischen Sklavenhaltung in Charleston eines ihrer Zentren hatte und die Abschottung der Schwarzen von jeglichen Ansätzen von Wohlstand 100 Jahre nach dem Bürgerkrieg noch immer spürbar war und bis heute ist.
Die Kenntnis der ärmlichen Verhältnisse der Fischer der Catfish Row veranlasste DuBose Hayward, diese Stadt zum Schauplatz seines Romans "Porga and Bess" zu machen, nach dem er auf Ersuchen der Gershwins sein Libretto zu der gleichnamigen Oper verfasste. Die Diskussion, ob dieses Werk wirklich eine Oper ist, sollte eigentlich längst entschieden sein, denn man braucht sich nur die echten Musicals von George Gershwin anhören um sofort festzustellen, wie groß der Quantensprung ist, den die musikalische Sprache Gershwins hier vollzog. Bezeichnenderweise kennen aber die wenigsten die – nicht immer einfache - Oper selbst, sondern machen sich ihr Bild von den zahlreichen, in ihrer Art oft ebenfalls großartigen, Coverversionen der einschlägigen Hitsongs von „Summertime“ über das wunderschöne Duett „Bess, you is my woman now“ bis hin zu Sportin’ Life’s Bibelauslegung „It ain’t necessarily so“, die populäre Sänger wie Ella Fitzgerald, Louis Armstrong oder Sammy Davis, Jr. aufnahmen, der den Sportin’ Life sogar in Otto Premingers Verfilmung verkörperte.
So kennt alle Welt zwar die populären Nummern der Oper (nicht von ungefähr wurde in weiteren Tipps immer die Jahreszeit "Summertime" betont), die Handlung des Stückes in den Details, die nicht von den Hits abgedeckt werden, aber weit weniger vertraut ist. Die Geschichte des brutalen Hafenarbeiters Crown, dem die lebenslustige Bess auch noch hörig ist, nachdem er im Suff einen Mann getötet hat, wird nämlich, mit Ausnahme des weniger bekannten Liedes "A Redheaded Woman" nur in Ensembleszenen abgehandelt, die es so gut wie nie in die üblichen Highlight-Sammlungen schaffen. Hand auf's Herz: wie oft und wann zuletzt habt Ihr das ganze Werk gehört oder gar in einer Aufführung gesehen?
Der durchaus gelungene Film von Otto Preminger ist leider aus lizenzrechtlichen Gründen schon ewig nicht mehr verfügbar, denn Gershwins Erben verlangen dafür wohl enorme Summen, obwohl sie die Verfilmung ursprünglich nicht sehr schätzten. Dennoch gehört diese Version, die man mit etwas Glück im Netz finden konnte, zu den großen Desideraten, obwohl sie die Oper kürzte und die Orchestrierung, wie in Hollywood üblich, aufblies. Mit den - von Robert McFerrin, dem Vater von Bobby McFerrin, und Adele Addison hervorragend synchronisierten - Stars Sidney Poitier und Dorothy Dandridge sowie den selbst singenden Sammy Davis und Pearl Bailey war er einfach großartig besetzt.
Rideamus (06.10.2010, 10:16): Für die nächste Frage fliegen wir ganz weit nach Südosten und kommen in ein Land, aus dem wir gerade in letzter Zeit viel gehört haben. Das war nur möglich, weil es ein Ereignis gab, das in einer so berüchtigten wie berühmten (Vor-)Stadt spielt und Schulkinder als HeldInnen hat. Nachdem es lange nicht finanziert werden konnte, wurde das Werk ganz unerwartet zu einem zu einem sensationellen Welterfolg, der mithalf, diese Gesellschaft zu verändern.
Gesucht sind vor allem der erste Buchstabe der berüchtigten (Vor-)Stadt und natürlich, wie immer, der Werktitel und der Komponist.
Tipps:
Goldene Stellen gibt es in dieser Vorstadt, deren Name eine Abkürzung und deren Existenz das Ergebnis der Handlungen einiger ist, die den Wunsch hatten, sich von den anderen abzusetzen, nur wenige – Agravain
Nichts gegen Harald Serafin, aber nach Mörbisch passt das gesuchte Werk nun wirklich nicht - Athene
Eine der Hauptdarstellerinnen in der Verfilmung des gesuchten Werks wurde durch einen anderen Film mit Farbe bekannt (natürlich auch in Farbe) - Nightrider
Die Hauptdarstellerin in der Verfilmung hat in einem ihrer berühmtesten Filme einer Gruppe von Damen musikalischen Schwung beigebracht – Amelia Grimaldi
Auch wenn die Damen keine "Straßenkleidung" tragen... Ach ja, und was wir aus dem Land hörten, hatte mit einem schwarz-weißen, runden Gegenstand zu tun – Athene
Die angeleitete Gruppe von Damen wohnt auch zusammen. Herrenbesuch ist in dieser WG allerdings nicht erwünscht – Agravain
Die Hauptdarstellerin, in der Verfilmung, ist eine besonders gute Schauspielerin, die ich liebe und die meint sie wäre eine Nummer für sich – Oper 337
Rekapitulieren wir: a) Schauspielerin bekannt b) Tipp des Riddleamus: Welches Land war dieses Jahr in aller Munde? c) Ein schwarz-weißer wie runder Gegenstand scheint hier eine prominente Rolle zu spielen. d) Warum ist man ganz nahe, wenn einem SCHWARZ vor Augen wird? e) Wo wollten sich die einen von den anderen absetzen? Noch zwei Tipps? Die Stadt, um deren Vorort es geht, hat einen geradezu biblischen Namensgeber. Und: Waka Waka! – Agravain
Die politischen Geschehnisse, die Thema des gesuchten Werkes sind, führten schließlich dazu, dass das Land einen Präsidenten bekam, der vorher absolut undenkbar war. Dieser Präsident bekam später einen Nobelpreis – Amelia Grimaldi
Und der ist dazu noch Erzbischof, nicht von Canterbury - also nicht Thomas Beckett - der ist es nicht – Oper 337
äh - ich dachte eigentlich Jurist und mehrfach verheiratet – Athene
Sowohl der ehemalige Präsident, als auch der Erzbischof sind Friedensnobelpreisträger – Nightrider
Achtung: Jetzt kein Personenmischmasch! Der eine ist Jurist und hat einen britischen Vetter, der in der Haptstadt des Empire auf einer Säule steht. Der andere ist Erzbischof und sein Name klingt (bitte nicht als mangelhafte Ehrbezeugung verstehen) in unserem Ohr schnell nach Hupe. Beide wohnten in dem gesuchten Vorort – Agravain
Die Südspitze des gesuchten Landes war einst bei Seefahrern sehr gefürchtet, im 20.Jhdt. wurde das menschenverachtende politische System nicht zuletzt dank eines weltweiten Wirtschaftsboykotts zu Fall gebracht. Der Titel des gesuchten Werkes hat eine lautmalerische Ähnlichkeit mit meinem Nick - dies sollte die Suche in der elendslangen Werkliste jener berühmten Schauspielerin erleichtern, die in der Verfilmung eine Hauptrolle gespielt hat. (In einem sehr populären Film trägt diese Schauspielerin übrigens auch einen Spitznamen, der an einen berühmten schielenden Löwen erinnert, womit die Kurve zu unserem gesuchten Land wieder erreicht wäre!) – Severina
Nach Frage 16 hätte mich ein Flug Süden sehr gewundert – Nightrider
The Music of Liberation erzählt die Geschichte eines Schulmädchens aus dem bekannten Vorort einer Großstadt des besagten Landes. Es nahm an Schülerprotesten teil, die sich gegen die Regierungsanordnung richteten, dass aller Unterricht ab sofort nur noch in einer Sprache stattzufinden habe. Zu 14 und 16 gibt es keine deutsche Wiki-Seite, aber englisch hilft wie so oft weiter – Heike
Die Vorstadt ist erst seit wenigen Jahren Teil einer Großstadt, in der kürzlich ein weltweites Großereignis eröffnet wurde. Das hierfür zwingend erforderliche Gerät trägt wiederum den Namen eines Bezirks in der Vorstadt – Emotione
Nun bin ich bei 16, die Stadt und deren traurigen Vorort weiss ich , das war's aber auch schon..... – Fairy Queen
Dann bist du schon ganz kurz vor der Lösung: Gehe auf die englische Wikiseite, gib in die Suche den Vorort und die vermutete Gattungsbezeichnung ein - und du wirst sehr schnell fündig werden - Heike
Der Titel klingt auffällig nach dem Namen einer besonders einprägsamen Figur in Fellinis 8 1/2, die auch von Maury Yesteon in sein Musical NINE übernommen wurde. Man muss nur ein gh gegen ein f austauschen – Rideamus
In einem weiteren Film, dem Meisterwerk von Albert Camus ORFEU NEGRO, gibt es eine Figur mit einem bis auf einen Vokal identischen Namen – Emotione
Das gesuchte Werk ist viersilbig. Die ersten beiden Silben entsprechen einem - derzeit recht beliebten - Mädchen- bzw. Frauennamen, den in Deutschland ab 1938 eine gewisse Personengruppe zwangsweise führen musste - Waldi
Da kommt mir spontan "Que sará, sará" in den Sinn - komisch... – Athene
Locates in the SOuth WEstern TOwnships of a big city - Quasimodo
Hier kann ich es wirklich nicht noch leichter machen als Quasimodo. Man nehme einfach den denkbar südlichsten Schauplatz und Herkunftsort eines erfolgreichen Musikstückes - Rideamus
Die Lösung: Soweto als Schauplatz des Musicals SARAFINA! von Mbongeni Ngema und Hugh Masekela – Lösungsbuchstabe: S
Kann/darf/sollte man wirklich eine musikalische Reise um die Welt machen ohne ein einziges Mal die Südhalbkugel zu betreten? Ich finde das nicht, aber es gibt erschreckend wenige Stücke mit Musik, die irgendwo auf der Welt südlich des Äquators spielen und dann auch noch bekannt genug sind um hier erfragt zu werden. Einen Montezuma wollte ich jedenfalls nicht schon wieder nehmen. Ich war schon bei Verdis ALZIRA hängen geblieben und wollte Palermo kippen. Da fiel mir dieses Werk ein, dessen zumindest seinerzeit sensationeller Welterfolg mir gerade recht kam, auch wenn er nur auf eine kurze Zeitspanne begrenzt war. Zum Glück überholten die Zeitläufe nämlich bald nach der Premiere des Werkes im Jahr 1987 seine unmittelbare Relevanz, wozu die in diesem Werk geschilderten Ereignisse nicht unwesentlich beigetragen haben.
Dennoch war die Frage für viele nicht einfach, wie die Zahl der Tipps belegt, denn schon der Film war nicht mehr sehr erfolgreich, so dass kaum jemand das Werk kennt, der das Werk nicht seinerzeit bei seiner Welttournee mitbekommen hat. Ich hatte dieses Glück, und als ich es 1989 im Deutschen Theater in München sah, war ich von der mitreißenden Musik dieses Musicals begeistert. Ich kannte den Stil der sogenannten Mbaqanga-Musik, die in der schwarzen Bevölkerung Südafrikas eine ähnlich bedeutende Rolle spielte wie einst der Jazz in Charleston, zwar schon von einigen Aufnahmen Miriam Makebas; ich hatte ihn aber noch nie so geballt und dann noch in Verbindung mit der aufrüttelnden Geschichte des mir nur vage bekannten, historischen Schüleraufstands von Soweto im Jahr 1976 erlebt, in dessen Verlauf 176 schwarze Schüler und Studenten um ihr Leben kamen.
Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern, unter ihnen die hochintelligente und beliebte Sarafina, die sich gegen ein neues Gesetz wehren, nach dem künftig in der Schule ihre eigene Zulu-Sprache verboten sein sollte und nur noch die Sprache der Weißen, das Afrikaans, gesprochen werden durfte. Im Zuge der Unruhen wird SARAFINA! ins Gefängnis gesteckt und erst nach diversen Misshandlungen wieder entlassen. Dafür gibt man ihr bei dem Abschlussfest der Schule, auf dem man den erhofften Tag der Entlassung Nelson Mandelas aus dem Gefängnis darstellen will, die Rolle Mandelas. In dieser Rolle erzählt sie unter anderem die Geschichte der Farbigen Mxenge, die vor Gericht die Verurteilung von weißen Vergewaltigern durchgesetzt hat, weil diese Rassenschande begingen, dafür aber von mehreren weißen Männern vor den Augen ihrer wehrlosen Kinder brutal gelyncht wurde. Zum Schluss fordert sie mit ähnlichen Worten, wie sie später Nelson Mandela selbst gebrauchen sollte, zur Solidarität mit der Bevölkerung der Townships auf und gibt einen überraschend optmistischen Ausblick, der aus der Rückschau fast prophetisch wirkt.
Bereits ein Jahr nach den Aufführungen dieses Musicals in Deutschland, nämlich 1990, entließ die Regierung de Klerk den Volkshelden Nelson Mandela aus seiner Haft. Damit verlor das Thema zwar beileibe nicht seine Relevanz, die es bis heute behalten hat, wohl aber die politische Aktualität. Darunter litt auch der Film von 1992, in dem Whoopie Goldberg die Lehrerin und Miriam Makeba die im Stück noch nicht vorkommende Rolle der Angelina verkörperten. Das Hauptproblem der Verfilmung ist allerdings eine etwas arg dominante Naivität, mit der die authentischen Elemente der Vorlage und Klischees aktueller Hollywood-Musicals vermischt werden ohne dass eine stringente Geschichte erzählt wird. Bei uns ist der Film nicht mehr am Markt, aber als Dokument einer bestimmten Epoche ist er Film aber durchaus noch von Bedeutung.
Wer sich den Film in einer unvollständigen Fassung ansehen möchte, kann ihn hier testen, sollte allerdings gute Englischkenntnisse mitbringen, denn die südafrikanische Sprachfärbung zumal der Schwarzen ist nicht immer leicht zu verstehen: "http://www.youtube.com/watch?v=X8muaT7nNJY"
Was man aber auch auf diesen Ausschnitten mitbekommt, ist der mitreißende Charakter der Musik, die selbst in dieser Hollywoodisierung, die kaum mehr den Klang der authentischen und deshalb weitaus sparsameren Mbaqanga spiegeln dürfte, mit ihrer unbekümmerten Mischung aus Blues, Soul, Swing und Rock auch heute noch beeindruckt. Auf Dauer wirkt sie allerdings etwas gleichförmig. Das hat sie mit einem Großteil der zeitgenössischen Popmusik gemeinsam, der sie, zumindest in meinen Ohren, dann doch überlegen ist. Diese Überlegenheit wird noch deutlicher in dem originalen Soundtrack, den ich bevorzugt empfehlen würde um das verdienstvolle Werk kennen zu lernen, denn er überlässt es dem hoffentlich begeisterten Hörer, sich seine eigenen Bilder zu machen, die sicher wirkungsvoller sind als die des Films.
Weitere Musikwerke, die in Soweto spielen, sind naturgemäß selten. Natürlich blieb Ngema, der schon mit seinem Stück „Woza Albert“ (1981), in dem er Christus in Südafrika wieder auferstehen ließ, weltweit Aufmerksamkeit erregt und damit auch geholfen hatte, SARAFINA! zu finanzieren, weiterhin kreativ und verfasste u.a. die hier nominierten Musicals ASINAMALI (1987), TOWNSHIP FEVER (1991), SARAFINA! 2 (1997) und The Zulu and the Music of Resistance(1999). Außerdem fand sich noch das Musical SOWETO STORY von Janine Neethling und Zwai Bala, eine Art in Soweto angesiedelter WEST SIDE STORY.
Erst mit der Ausweitung des gültigen Schauplatzes auf ganz Südafrika wurden die Zusatznominierungen aber wirklich interessant, denn genannt wurden dann noch:
Ernest Robert Bryson: The Piper’s Flute Philip Glass: Satyagraha: Elton John: The Lion King; Mzilikazi Khumalo: Prinzessin Magogo; Todd Matshikiza: King Kong; Giancarlo Menotti: The Most Important Man; Ernst Hermann Meyer: Reiter der Nacht; David Pollecut: African Footprint; Kurt Weill: Lost in the Stars,
Ich finde, dass allein die Erinnerung an die Oper von Kurt Weill diese Ausweitung schon wert war.
Wer von Euch kennt SARAFINA! noch, und wie findet bzw. fandet Ihr das Stück?
:hello Riddleamus
Severina (06.10.2010, 15:16): Lieber Rideamus, es tut mir ja aufrichtig Leid und ich schäme mich zutiefst meiner Unbildung, aber auf die meisten Deiner Fragen der letzten Tage kann ich nur mit "NEIN, kenne ich nicht!" antworten. Ich denke, meinen Mitstreitern ergeht es ähnlich, denn die fehlende Resonanz auf Deine Beiträge liegt sicher nicht in mangelndem Interesse, sondern schlicht im Unvermögen, dazu etwas beizutragen. Zumindest bei mir ist es so, aber deshalb lese ich sie nicht minder gerne und natürlich mit dem festen Vorsatz, diese Bildungslücken zu füllen. Naja, zumindest die Vorsätze fasse ich wirklich, denn meist ist zwar der Geist willig, aber das Fleisch schwach und die Geldbörse leer :S.
lg Sevi :hello
Heike (06.10.2010, 15:21): @Sevi: "unterschreib* Das geht mir auch so. Ich betrachte das, was Riddleamus da so als Auflösung reinschreibt, quasi als interessantes Bildungsangebot, nehme das gerne auf und habe immer ein schlechtes Gewissen, weil ich so wenig beitragen kann. Heike
Rideamus (07.10.2010, 13:48): Danke für das Lob und die nette Unterbrechung meiner Monologe. Das spornt doch gleich an, auch meinerseits rechtzeitig zum Wochenende den Endspurt anzutreten. Wie kommen nämlich schon zur vorletzten Frage, zu der wir wieder weit zurück in den Norden geflogen sind.
Wir alle wissen um das Schicksal der unglücklichen Rosine Leckermaul, die in ihrem eigenen Backofen verbrannte. Leider wissen wir nichts Genaueres über den Schauplatz dieser Tragödie. Dagegen wissen wir zwar nichts Authentisches über ein zweites Malheur dieser Art, kennen dafür aber sogar die Straße, in der sie sich abspielte, weil sie im Werktitel genannt wird.
Für das Lösungswort gebraucht wird der erste Buchstabe der Stadt, in der es diese Straße bis heute gibt.
Tipps:
Den Beruf des Titelhelden hatten wir schon mal, und der Name der Straße dient gelegentlich als Synonym für einen völlig anderen Berufsstand – Nightrider
Wir sind wieder in Europa (auch wenn die dortigen Einwohner das nicht immer akzeptieren). In der Zeit der Handlung sind wir aber um 130 Jahre zurückgereist, nicht aber bei der Entstehungszeit des Werkes – Pavel
Es geht blutig zu. Bei Anfängern kann das schon mal passieren. Der Titelheld hingegen beherrscht sein Handwerkszeug virtuos. Michael Palin hasst diesen Beruf, er wäre lieber Holzfäller geworden. In der Hollywood-Adaption übernehmen die (sehr guten) Schauspieler auch die (weniger guten) Gesangspartien. Rideamus z. B. was not amused. Die gerade eben geschickt (ahem) eingeflochtene Redewendung führt zu Zeit & Ort der Handlung – Nightrider
Wenn Du Krähen in der Nähe siehst, bist Du schon mal in der richtigen Stadt, und um den Komponisten (der sich auffallend häufig in Rätseln von Rideamus herumtreibt) zu finden, musst Du nicht unbedingt in den Wald gehen... – Athene
Wir hatten den Beruf schon. Damals waren wir im Orient. ... Über die Krähen würde ich vermutlich auch nicht drauf kommen. Dass es ab in den Wald geht, hülfe mir schon eher. Aber die Helden dieses Werkes gehen nicht in den Wald. Vielmehr sehen sie kaum Bäume, weil sie in einer Großstadt höchst ehrbaren, traditionellen Berufen nachgehen. Nur gehen sie arg rücksichtslos damit um – Rideamus
Die Straße ist nach einem der unterirdisch kanalisierten Fluss benannt – Heike
Riddles Missionierungseifer für diesen Komponisten schlägt sich in jedem seiner Rätsel nieder, so langsam bin ich reif für die erste CD..... Mein Tipp zu 17: Der im Titel enthaltene Beruf ist gleichzeitig der Name eines amerikanischen Komponisten, der allerdings mit den in hier vertretenen Musikgattungen weniger am Hut hat – Severina
In einer deutschen Stadt gibt es oberirdisch mehrere nicht begehbare Wege, die den gleichen Namen wie die Straße im Werktitel haben - Emotione
Wir haben es mit einem Meister seines Fachs zu tun, der eine erfolgreiche neue Geschäftsidee entwickelt. Zum Glück (für ihn, für seine Kunden weniger) waren die Lebensmittelkontrollen damals noch recht nachlässig. Die Ware war aber immer frisch! – Nightrider
Die heutige Lebensmittelkontrolle lässt das wirklich nicht unbedingt durchgehen – Oper 337
Nr. 17 es geht nicht um Jack the Ripper, aber weit weg davon sind wir örtlich nicht – Heike
Dieses Stück spielt an einem häufig nebeligen Ort. Ich sah es einst an der Komischen Oper in Berlin. Das Blut floß in Strömen und ich habe mich köstlich amüsiert, wirklich! - "die blutrünstige" Calisto.
Dem dämonischen Hauptdarsteller rutscht sein Arbeitswerkzeug ständig zu tief nach unten - Quasimodo
Eine praktisch denkende Dame liebt einen Herrn, der eigentlich einen seriösen Beruf ausübt, diese n aber auf für andere Menschen unangenehme Weise mißbraucht. Beide, die Dame und der Herr, kommen sich über ihr gemeinsame Hobby, nämlich der Herstellung von Fleischpasteten, näher! Obwohl Nr. 17 für meinen Geschmack keine Oper ist, nimmt die Geschichte kein gutes Ende - Calisto
Der gesuchte Berufsstand wurde auch von einem meisterlichen Koch auf die Bühne gebracht, von dem ein anderes (königliches) Werk in der gesuchten Stadt spielt –Athene
Der Komponist ist ein Dauerbrenner in Rideamus' Rätseln - und ich kenne immer noch kaum mehr als gerade dieses eine blutrünstige Swienestück – Quasimodo
Wer sich schon immer mal gefragt hat, was in manchem Dosenfleisch stecken könnte, findet vielleicht in diesem Werk eine Antwort. Denn, wie es dort heißt: Die Weltgeschichte fragt nur danach: Wer wird gefressen, und wer darf es tun? – Rideamus
Bei Nr. 17 käme auch Pedigree oder Kitekat in Frage – Oper 337
Die gesuchte Straße hatte früher sehr viel mit dem Zeitungswesen zu tun, heute eher mehr redensartlich – Waldi
Die Lösung: London als Schauplatz von Stephen Sondheims Musical SWEENEY TODD – THE DEMON BARBER OF FLEET STREET - Lösungsbuchstabe: L
Ich bekenne es freimütig: Ich schätze Stephen Sondheim so sehr, dass ich ihm auch mal einen, leider in den Anfängen stecken gebliebenen Thread widmete (http://www.capriccio-kulturforum.de/operette-musical-zarzuela/396-kunst-ist-nicht-einfach-der-komponist-stephen-sondheim/?highlight=Sweeney). So ist mir auch jede Gelegenheit, ein Werk von ihm in einem meiner Rätsel unterzubringen, immer höchst willkommen. Diesmal fragte ich nach seinem vielleicht stärksten Stück, das zwar unter der Flagge des Musicals segelt, nach allen gängigen Kriterien aber eigentlich als Oper gelten kann. Da ich entgegen meinen besten Absichten noch immer nicht dazu kam, das Werk eingehender zu besprechen, gebe ich hier schon mal einige Basisinformationen.
Die Initialzündung für das Werk erfolgte 1973, als Sondheim wegen einer Neuinszenierung des Jule Styne–Musicals GYPSY, für das er die Texte geschrieben hatte, in London weilte und dort einen Theaterthriller eines Schauspielers namens Christopher Bond sah, das den gleichen Titel hatte. Er übernahm ihn für sein Musical um dessen Herkunft vom Grand Gignol zu unterstreichen. Nach dem relativen Misserfolg seines Kabuki-Musicals PACIFIC OVERTURES schlug er dem Regisseur Harold Prince diesen Stoff vor, und dieser stimmte zu, obwohl er, wie zunächst fast immer bei den Projekten Sondheims, anfangs davon gar nicht begeistert war. Auf der Suche nach der passenden musikalischenSprache für sein Sujet, erinnerte sich Sondheim an einen alten Thriller von John Brahm über einen verrückt gewordenen Komponisten mit dem Titel „Hangover Square“. Dessen Musik stammte von Alfred Hitchcocks Stammkomponisten Bernard Herrmann, dessen Musik sich Sondheim erklärtermaßen zum Vorbild nahm: „Ich dachte an Bernard Herrmann... und heraus kam diese Art Musik voller unaufgelöster Dissonanzen, welche die Menschen in Spannung halten“, während Sondheim zufolge aufgelöste Dissonanzen beruhigend wirken (zitiert nach Martin Gottfrieds hervorragendem Buch "Sondheim", N.Y. 1993, dem ich auch einige andere Informationen in diesem Text verdanke).
Danach begab er sich auf die Suche nach einem zentralen Spannungsmotiv und entschied sich für ein „Dies irae“, das schon seit den gregorianischen Gesängen zahlreichen Komponisten als Signal für endzeitliche Beunruhigung gedient hatte. Nach einem kurzen, irritierend sanften Orgelpräludium eröffnet Sondheim das Werk, bevor er, getreu der Moritatentradition, auf die sich das Stück beruft, mit der „Ballade von Sweeney Todd“ den dominierenden Ton des Werkes angibt, und in der das „Dies Irae“ – Motiv zu dem Text „Swing your razor wide, Sweeney“ wie später im ganzen Stück eine Art Leitmotivfunktion einnimmt. (Andrew Lloyd Webber muss sehr beeindruckt von Sondheims bzw. der Instrumentierung Jonathan Tunicks gewesen sein, als er sein Musical THE PHANTOM OF THE OPERA komponierte).
Auch der Text des Werkes, der nur in den relativ kurzen Dialogsequenzen von Hugh Wheeler, überwiegend aber von Sondheim selbst stammt, schlägt von Anfang an einen Ton an, der zwischen dem Makabren und unwiderstehlicher Komik changiert:
Attend the tale of Sweeney Todd His skin was pale and his eye was odd. He shawed the faces of gentlemen Who never thereafter were heard of again.
Vernehmt die Geschichte Sweeney Todds Wer ihn nur sah, der rief „Oh Gott“ Sein Messer schor einen jeden, der kam, Wonach man von jenem gar nichts mehr vernahm.
Leider fehlt mir die Zeit und ist hier auch nicht der Ort für eine ausführliche Werkanalyse, die ich immer noch hoffe, bei Gelegenheit einstellen zu können, aber vielleicht habt Ihr eine Ahnung von dem speziellen Reiz des Werkes bekommen, das ich nicht zuletzt deshalb eine (mehr als) halbe Oper nenne, weil es fast durchkomponiert ist, denn selbst manche ursprüngliche Textpassagen Hugh Wheelers hat Sondheim 13 Jahre nach der Premiere des Werkes noch in Noten gesetzt.
Die Handlung des grausigen Spiels lässt sich relativ kurz zusammenfassen. Der Barbier Sweeney Todd liebte lange vor Beginn der Handlung ein junges, schönes Mädchen, mit der er eine Tochter hatte. Diese Schönheit wurde von dem korrupten Richter Turpin entführt und geschändet, und der störende Todd zur Fronarbeit in der Strafkolonie Australien geschickt. Zu Beginn des Stückes kehrt Todd nach London zurück, denn, wie es in einem weiteren wiederkehrenden Motiv heißt: „There’s no place like London“. Auf seiner Reise lernte er den jungen Anthony Hope kennen, der sich bald in eine junge Schönheit namens Johanna verliebt, die niemand anders als Todds Tochter ist und von dem Richter quasi als Gefangene gehalten wird. Von dem armen Jonathan will der Richter natürlich nichts wissen will, zumal er sie selbst heiraten will um zu verhindern, dass sie je gegen ihn aussagen könne.
Ganz darauf fixiert, sich an den Übeltätern zu rächen, quartiert sich Todd in dem Viertel, in dem er einst wohnte, bei der Inhaberin eines Pastetengeschäfts namens Mrs. Lovett ein, über deren Geschäft er seinen Friseursalon einrichtet. Das erweist sich in so fern als praktisch, als gerade eine große Fleischknappheit in London herrscht und Mrs. Lovett auf die Idee kommt, die Kunden, denen Todd in seinem rasenden Zorn immer wieder die Kehle durchschneidet, zu Fleischpasteten zu verarbeiten. Die verkaufen sich so gut, dass Mrs. Lovett sogar ein Lokal einrichten kann. So kommt es zu dem herrlichen Duett über die Eignung verschiedener Menschentypen als Pastetenfüllung, dessen Refrain ich in einem Tipp zitierte:
The history of the world, my dear, Is: who gets eaten and who gets to eat
Die Weltgeschichte fragt nur danach: Wer wird gefressen, und wer darf es tun?
Am Ende vieler Verwicklungen, in deren Verlauf Anthony seine Johanna und Sweeney Todd seine Rache bekommt, bringt Mrs. Lovett Todd unwissentlich dazu, eine lästige Bettlerin umzubringen, die aber niemand anders als seine ehemalige und von ihm lebenslang geliebte Frau ist. Als er dessen gewahr wird, stößt Todd, rasend vor Zorn, Mrs. Lovett lebendigen Leibes in ihren flammenden Ofen, nur um dann selbst von dem halbirren Wirtshaushelfer getötet zu werden. Auf diesen Höhepunkt bezogen sich meine Frage und die Erinnerung an das Schicksal der Hexe von HÄNSEL UND GRETEL.
Starker Tobak, in der Tat, aber so geschickt zwischen lähmendem Entsetzen, befreiendem Gelächter und eindringlicher Emotion balanciert, das man das Werk für seine Kühnheit und Konsequenz, aber auch Ambivalenz auf höchstem Niveau nur bewundern kann.
Und natürlich für seine Musik, denn auch dieses Stück wimmelt - neben regelrechten Arien wie Jonathans „Johanna“ mit ihrem absichtlich dümmlichen Text (Anthony ist ein schlichter Junge, der seinem Nachnamen „Hoffnung“ wenig Ehre macht) und der großartigen "Epiphany", in der Todd sein grausames Schicksal beklagt - von großartigen musikalischen Einfällen in Ensembles und Massenszenen.
s Musicals mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter nur dem visuellen Anspruch des Stückes gerecht.
Während nämlich die Bildführung und Dekoration enorm beeindrucken und die schauspielerischen Leistungen aller Beteiligten absolut rollendeckend sind, bleibt das musikalische Niveau des Films, nicht zuletzt wegen der sehr begrenzten sängerischen Fähigkeiten der Stars, so weit hinter dem übrigen zurück, dass ich kaum glauben kann, dass Sondheim wirklich derart positiv zu dem musikalischen Aspekt dieser Version stand, wie die PR des Films behauptete. Man sollte also wissen, was man erwirbt, auch wenn der Film derzeit extrem billig ist, und keinesfalls die Musik allein auf der Basis dieser Aufnahme bewerten.
Ich würde deshalb allen, die sich für das Werk interessieren, und das sollte jeder, der das Musiktheater mag, entweder zu dem ursprünglichen Broadway Soundtrack mit Len Cariou und der unübertrefflichen Angela Lansbury raten.
Oder, weil sie ihre schwere Inszenierungsaufgabe brillant löst und mit George Hearn und Patti LuPone mir noch überwältigender vorkommt, zu dieser semikonzertanten DVD aus San Francisco, die kaum Wünsche offen lässt:
Egal wie, dieses Werk sollte man kennen, oder ist da jemand anderer Meinung?
Dass es für London viele Zusatznominierungen geben würde, war zu erwarten, aber wie viele und vor allem welche dann genannt wurden, hat mich doch überrascht, zumal ja nur vier gefragt waren. Von Opern über Operetten und Musicals inklusive Filmmusicals war alles dabei, und wieder einmal vieles, was ich hochinteressant finde, von dem ich jedoch noch nie gehört hatte. Wie üblich, führe ich kommentarlos alle genannten Werke auf, die Ihr natürlich gerne ergoogeln könnt:
Thomas Ades: Powder Her Face, TheTempest; Lionel Bart: Oliver; Alban Berg: Lulu; Benjamin Britten: Glorianna, Owen Wingrave; Jan Cikker: Mr. Scrooge; Gaetano Donizetti: Anna Bolena, Maria Stuarda, Roberto Devereux; Giuseppe Farinelli: Teresa e Claudio; Giorgio Ferrari: Lord Savile; Edward German: Merry England, Tom Jones; Robert Hanell: Dorian Gray; Frederick Loewe: My Fair Lady; Lorin Maazel: 1984 William Thomas Moncrieff: Tom and Jerry; John Christopher Pepusch: A Beggar's Opera und Kurt Weill: Die Dreigroschenoper; Gioacchino Rossini: Elisabetta d'Inghilterra; Richard und Robert M. Sherman: Mary Poppins; Igor Strawinsky: The Rake's Progress; Richard Strauss: Die schweigsame Frau; Ermanno Wolf-Ferrari: Sly.
Was mich übrigens etwas wundert, ist, dass sich nie jemand nach der Beduetung mancher Tipps erkundigt. Sind die Euch wirklich alle so klar, wenn Ihr erst einmal die Auflösung wisst? Ich wusste sie nämlich nicht alle zu enträtseln.
:hello Riddleamus
Rideamus (08.10.2010, 16:10): Die letzte Frage führt uns wieder Richtung Heimat. Sie ist, wie es sich für einen krönenden Abschluss gehört, wieder etwas schwerer als sonst, betrifft aber kein Musical. Versprochen! Unsere Reise endet in einer bekannten Kleinstadt ganz nahe einem noch bekannteren Fluss (überwiegend) unseres Landes. Dort beginnt unser letztes Werk. Sein Komponist hat einiges mit dem des ersten in diesem Rätsel erfragten Werkes gemeinsam und schrieb eines seiner beliebtesten Stücke für diese Fantasy, die für ihn ansonsten aber eher untypisch war und deshalb bald vergessen oder nur noch als Ursprung des genannten Stückes erwähnt wurde.
Für das Lösungswort benötigt wird der vorletzte Buchstabe der Stadt, in der dieses Werk beginnt. Für die Extrapunkte dürfen auch Werke genannt werden, die zur Folklore der Gegend gehören, also im engeren Umkreis dieser Stadt spielen.
Tipps:
Der Komponist hatte mit den Uraufführungen seiner beiden Opern kein Glück. Die gefragte Oper wurde nur in einer stark gekürzten Fassung uraufgeführt. Die Uraufführung der zweiten Oper erlebte er nicht mehr und eröffnete damit die Möglichkeit, bis zum heutigen Tag über die "Originalversion" zu spekulieren – Pavel
In gesuchter Oper wird das bekannteste Musikstück von Frauen gesungen, denen ein Happy End zu verdanken ist. In dem Werk desselben Komponisten, in welches dieses Musikstück übernommen und weltbekannt wurde, wird dagegen von dagegen von einem Liebesglück geträumt, das alles andere als glücklich sein wird – Teresa Cellini
Vielleicht hilft es dir, wenn du dich zunächst einmal nicht auf die Kleinstädte konzentrierst, sondern dir deutsche Flüsse vornimmst oder nach Komponisten Ausschau hältst, die Namen haben, die ebenfalls in dieses Rätsel gepasst hätten. Und wie gesagt, eine Nummer aus dieser Oper ist dir sicher bekannt, nur eben eher nicht durch dieser Oper, und in der Oper gibt es noch eine zweite Nummer (eine Tenorarie, allerdings mit anderen Text), die sich ebenfalls im anderen Werk befindet. Übrigens, Geld ist eine sehr schöne Sache, und noch ein Tipp: Mit Käse und gewissen Nagetieren hat die Oper nichts zu tun – Teresa Cellini
Die Nr. 18 wurde 1864 mit (damals noch) großem Erfolg in Wien uraufgeführt, ist aber recht deutsch - trotz ihres Komponisten, der es zum Glück eher nicht blieb – Rideamus
Von einem Forumsmitglied gibt es eine geniale Darstellung des gesuchten Komponisten, die quasi untrennbar mit dem Rätselsteller verbunden ist - Athene
Beim gesuchten Ort mündet ein kleinerer Fluss in einen größeren. Für den weiteren Verlauf des Stückes geht es an diesem kleinen Fluss aufwärts in eine Stadt, die sich heute mit dem Titel "Bad" schmücken darf – Quasimodo
Hier ist ein Rätselteilnehmer sehr im Vorteil! Ich finde das ziemlich unfairy!!!! – Severina
Liebe Sevi, Dein Tipp zur 18 ist ja wohl der Hammer..... Tja, was soll man machen, wenn man gleich an den Stromschnellen besagten Flusses das Licht der Welt erblickte. Von den Bayreuther Stiefschwestern distanziere ich mich aber ganz entschieden - das ist der rabenschwarze Zweig der Familie und ganz bucklige ungeliebte Verwandtschaft!!!!!! Unsereiner hat ein gutes Herz und wäre niemals so mit armen liebebedürftigen Zwergen umgesprungen – Fairy Queen
Ist das ein Bach oder keiner? Die Frage bleibt offen – Waldi
Wieso, Du bist doch ganz Nahe dran! – Quasimodo
Gute Pointe! Aber trotzdem, ich sitze - momentan - in Wien, während das Gewässer, um das es geht, weit von hier plätschert (aber eine meiner Großmütter wurde an seinen Ufern geboren in einer Stadt, aus der auch der Komponist stammt). Ob eine Sorte Bach oder ein Strom oder beides mit der Antwort zusammenhängt, das müssen die noch anzuhoffenden Rätselrater austüfteln – Waldi
Die Damen aus dem gesuchten Titel des Werkes tanzen auch oft in Bayreuth rum - allerdings zu anderer Musik – Heike
Die Damen, die des öfteren in Bayreuth herumtanzen, sind zwar im deutschen Titel des gesuchten Werks genannt, gehören jedoch einer anderen Gattung dieser sagenhaften Gestalten an. Dem Vernehmen nach sollen aber in naher Zukunft die hier gesuchten Wesen entgegen dem Willen des Meisters auch den Weg nach Bayreuth finden - Emotione
Eine Sehenswürdigkeit in der gesuchten Stadt ist nach Nagetieren benannt. Also nicht der "Passauer Hamsterbungalow", sondern ... – Nightrider
Das "Wiener Ratzenstadl" ist auch nicht damit gemeint, hat es in meiner Jugend noch gegeben. lang ist's her – Oper 337
Der gesuchte Ort ist auch durch ein Loch bekannt. Vorsicht: Stehst Du Nahe dabei, fällst du leicht Rhein! Ach ja, ebendort wohnen auch die Protagonistinnen des gesuchten Stückes – Quasimodo
Nicht nur Wagner berichtet musikalisch von diesen Flussjungfrauen – Rideamus
Offenbar ist hier noch rhein gar nichts klar, da hilft vielleicht das Studium der Avatare!!!! – Severina
Die Lösung: Bingen als Schauplatz von Jacques Offenbachs Oper LES FÉES DU RHIN / DIE RHEINNIXEN – Lösungsbuchstabe: E
Ursprünglich wollte ich dieses Rätsel mit dem ebenfalls deutsch-französischen WERTHER Massenets in Wetzlar abschließen, fand es dann aber weitaus passender, die Rundreise mit einem weiteren deutsch-französischen Komponisten und einem Werk abzuschließen, das zur gleichen Handlungszeit und nur wenige Kilometer südlich vom Schauplatz des PROPHÉTE spielt, nämlich zur Zeit des ebenfalls in den Reformationsstreit verwickelten Franz von Sickingen (1481-1523) in und um Bingen. Die Schilderung der Handlung hat mir kürzlich zu meinem Glück wieder einmal unser Streifenpeter abgenommen, und zwar hier: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper…hrer/#post86793. Ich kann mich daher darauf konzentrieren, die Oper selbst zu diskutieren.
Rideamus (09.10.2010, 08:17): Bei dem Lösungswort handelt es sich um den Titel eines fremdsprachigen Werkes, das zur Abwechslung in keiner Stadt spielt, sondern in einem fantastischen Land, in dem immer die Glocken läuten, wenn Frauen untreu sind. Allerdings habe ich mir um der (Synchronität mit den) 18 Fragen willen erlaubt, den Artikel weg zu lassen.
Tipps:
Das Lösungswort ist etwas mühevoll, kann aber ergoogelt werden. Orientierungshilfe für das Googeln: die Formulierung von Rideamus und die italienische Sprache. Die Lösung ist auf Wikipedia zu finden, allerdings nicht in der deutschsprachigen – Teresa Cellini
Heute früh stieß mich Nightrider in wunderschöner Weise mit einem Plakatmotiv auf die mir unbekannte Information, dass das Werk mit Sophia Loren verfilmt wurde – Rideamus
Heureka!! Ein Werkverzeichnis der guten Sophia und Glockentürme haben mich geführt. Viva l'Italia! Es ist wirklich keine Oper – Amelia Grimaldi
Für manche Südeuropäer ist das Land zu Nr. 2 offenbar schon was recht Exotisches – Quasimodo
Noch ein Tipp zum Losungswort für Leute, die "Lexika" besitzen und eine Suche dort nicht ablehnen. Das Werk findet sich im Operettenbuch von Volker Klotz im Anhang und es gibt dazu sogar einen Kommentar – Teresa Cellini
Das Stück ist zwar in einer mythischen Gegend verortet, jedoch in der Nähe eines in der Realität existierenden Landes, das schon mal durch eine hochgestellte Persönlichkeit zwecks Ausübung eines ungewöhnlichen Nebenberufs besucht wurde. Auch hier handelt es sich um ein Schöpfer-Duo, durch dessen Zusammenarbeit einige, besonders in deren Heimatland, sehr erfolgreiche Werke dieses Genres entstanden – Emotione
Einer der beiden Komponisten (die auch für den Text verantwortlich zeichneten) gilt als äußerst wichtig für die Geschichte der Operette in seinem Land. Er war übrigens mit Pietro Mascagni befreundet und arbeitete auch als Librettist für ihn – Waldi
Ohne Italienischkenntnisse ist das Finden der Zusatzlösung in der Tat schwierig. Es gibt keine deutsche oder englische Wikiseite dazu. Mir hat der Hinweis geholfen, dass es eine Verfilmung mt Sophia Loren gibt. Dann habe ich das Wort Glocke ins italienische übersetzt und damit das Werkverzeichnis der Loren durchforstet (hier ist die englische Wikiseite zielführend) – Heike
Wie Rideamus schon sagte, suchen wir diesmal keine cittá, sondern ein ............., und zwar eines, in der nicht die Bäume in den Himmel wachsen, auf denen ja auch keine Glocken hängen würden. Der Name eines der beiden Komponisten klingt wie die Region, deren Hauptstadt Milano ist, der andere hat was von Butter an sich, die zu lange in der Sonne gelegen ist - Severina
Beim Lösungswort muss man italienisch kônnen. Ich weiß nicht, wie das anders gehen soll. Es sei denn man findet dank Sevi die Komponisten (von der Spezies norditalienischen Region gibt's aber leider mehrere Anwärter!!!) raus und kann das Werk dann suchen – Fairy Queen
Das Land des Lösungswortes ist reine Übersetzungsarbeit, wenn man erst einmal darauf kommt, in welchen Gebäuden gewöhnlich Glocken läuten. ... Wer etwas Italienisch kann, suche nach einem Werk, in dem von einem Land der Glockentürme die Rede ist. Man könnte aber auch bei YouTube nach einem Foxtrott zum Mond suchen (wissend, dass der Foxtrott auf italienisch Fox genannt wird und wie Haydns DIE WELT AUF DEM MOND im Original heißt) – Rideamus
Die Lösung: (IL) PAESE DIE CAMPANELLI (Das Land der Glockentürme) – Operette von Virgilio Ranzato (Musik) und Carlo Lombardo (Buch und Texte)
Ich war darauf vorbereitet, dass dieses schwierige Lösungswort in einer Fremdsprache Hilfestellungen benötigen würde. Um so mehr war ich dann perplex, als mir unser Streifenpeter gleich zu Beginn ein Werk zum Lösungswort präsentierte, das in der Tat sehr gut auf meine Beschreibung passte, und an das ich hätte denken müssen: Louis Aimé Maillarts LES DRAGONS DE VILLARS (DAS GLÖCKCHEN DES EREMITEN). Diese köstliche Oper aus dem Jahr 1856, die später auch von einer - anscheinend am Rande der Resignation operierenden - Ratefreundin genannt wurde, hat in der Tat ein entscheidendes Handlungselement, nämlich das Glöckchen, das jedes mal klingelt, wenn ein Ehegatte untreu wird, mit dem von mir gesuchten Lösungswerk gemeinsam. Damit hat sich Peter einen weiteren Verweis auf eine seiner Werkparodien verdient: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper…hrer/#post60760
Aber natürlich passten die Buchstaben vorne und hinten nicht, und ich suchte tatsächlich ein Werk aus einem anderen Land, das auf einer Fantasieinsel in der Nähe von Holland spielt und mit einem frech erotischen Libretto aufwartet, wie man es im noch streng katholischen Italien von 1923, dem Premierenjahr der Operette, kaum erwartet. Kein Wunder, dass die Geschichte in einem Fantasy-Land angesiedelt ist, obwohl mehr als deutlich wird, wem die Bewohner wirklich gleichen.
In diesem Land hat jedes Haus ein Glockentürmchen, das eine einzige Funktion hat: seine Glocke läutet jedesmal, wenn ein Ehepartner untreu wird. Da niemand es wagt, sich der öffentlichen Schande auszusetzen, sind alle Einwohner ihren Gatten treu – und langweilen sich fürchterlich. Vor allem die Frauen, denn die Männer haben ja ihre abendlichen Kneipenbesuche. Eines Tages strandet ein Schiff mit englischen Offizieren an der Insel und muss repariert werden. Um sich die Zeit zu vertreiben, lassen die Offiziere von einem Matrosen ein zweites Schiff mit Callgirls bestellen. In der Zwischenzeit bandeln sie mit den nur all zu willigen Ehefrauen der Insel an. Während die Männer im Wirtshaus ihre Pfeifen rauchen, läutet es plötzlich im ganzen Ort. Wütend eilen die Männer heim und jagen die Offiziere aus ihren Häusern. Zu spät, wie man dem Geläut entnehmen kann. Anderntags kommen die Callgirls, und die Offiziere überzeugen die Ehemänner davon, dass neuerdings der Frauentausch modern sei. Die Ehemänner sind einverstanden und widmen sich den Callgirls. Was die Offiziere nicht wissen: während sie sich erneut mit den Ehefrauen vergnügen, werden sie selbst gehörnt, weil der Matrose die Ehefrauen der Offiziere bestellt hat. Am dritten Tag müssen sie Seeleute wieder fort, und es kehrt absolute Ruhe im Dorf ein. Weil das aber zu einer magischen Zeit geschieht, in der der Zauber der verräterischen Glocken erlischt, wenn alle Bewohner treu sind, verlieren diese ihre Funktion. Wie treu man danach noch in dem Land ist, sobald sich das herumspricht, das kann und muss sich jeder Zuschauer selber denken.
Diese Geschichte des Impresarios und Texters Carlo Lombardo (1869-1959) wurde von dem bewährten Operettenkomponisten Virgilio Ranzato (1883-1937), einem ehemaligen Geigenprimarius, mit enormem Esprit vertont und mit zahlreichen modernen Tanzrhythmen versetzt, die damals überall in der europäischen Operette Fuß fassten (man erinnere sich zum Beispiel an Eduard Künnekes DER VETTER AUS DINGSDA). Am populärsten wurde der „Fox della luna“, der erklingt und getanzt wird, während alles den Freuden entgegen fiebert, die in diesem märchenhaften Land mit dem Klingeln der Glocken verbunden sind. In diesen Ohrwurm kann man – leider in einer suboptimalen Interpretation – hier hinein hören: http://www.youtube.com/watch?v=e9n3JYKVxB8&feature=related. In der Nachbarschaft dieses Links gibt es auch weitere Clips, die allerdings durchweg belegen, dass es der Operette in Italien nach dem Krieg auch nicht besser ging als bei uns.
Ich erfuhr von dem Werk und überhaupt von der italienischen Operette, die man dort auch „piccola lirica“nennt, erstmals vor wenigen Jahren im Zuge einer intensiven Beschäftigung mit der Gattung aus Volker Klotz’ höchst lesbarem und informativem Wälzer „Operette“ und besorgte mir danach eine italienische cd mit Melodien aus diesem und dem Schwesterwerk desselben Teams, CIN-CI-LA. Die schmissige Musik gefiel mir sehr gut, und ließ mich staunen, wie betagt die Wurzeln der italienischen Schlagermusik schon waren, als ich sie während der 50er und 60er Jahre kennen lernte. Endgültig von der Qualität dieser Operette überzeugt wurde ich dann durch einen Fernsehbericht über eine Inszenierung in Verona durch den Schauspieler Maurizio Nichetti, den manche vielleicht noch als den Darsteller des Films ALLEGRO NON TROPPO erinnern, der die herrlichen Animationssequenzen von Bruno Bozzettos zeichnerische Umsetzung klassischer Musikstücke verbindet. Hier entstand tatsächlich eine trotz ihres Alters zeitgemäße und witzsprühende Operettendarbietung. Leider gibt es anscheinend sonst keine Aufzeichnung davon, aber Leute mit Italienischkenntnissen können darüber hier nachlesen: http://www.teatroverdi-trieste.com/verdi2007/02.Operetta/Images/ComPaeseCampanelli.pdf.
Erst durch Nightriders Hinweis erfuhr ich dann von der Verfilmung der Operette aus dem Jahr 1954 mit der jungen Sophia Loren als „Bonbon“, die ich leider nicht kenne. Vermutlich hätte ich sie sonst selbst schon als Hilfe zum Zusammenbasteln des Buchstabenwirrwars angeboten. Die Poster und weitere englischsprachige Informationen zu dem Film, dessen Handlung ziemlich von dem Original abweicht, findet Ihr hier: http://www.lorenarchives.com/images/poster_1954_paese_italian.jpg
Leider kann ich mangels einer zugänglichen Einspielung des Werkes über die bereits genannten Links hinaus keine Empfehlungen geben. Um so mehr bewundere ich die beiden Ratefreunde, die schon zur Hälfte des Rätsels mit der richtigen Lösung kamen, weil sie das Thema wiedererkannten.
Damit bin ich am Ende der Auflösungen dieses Rätsels angekommen. Ich bedanke mich bei Euch allen für Euer Interesse und auch bei den vielen Gästen. Mit Eurer regen Beteiligung in beiden Foren kamt Ihr auf insgesamt sagenhafte 12.150 Klicks (im Augenblick) und habt mit dafür gesorgt, dass es so große Aufmerksamkeit fand. Es freut mich, dass es auch den meisten von Euch so viel Spaß gemacht hat wie mir.
Was mich als Kryptomissionar abschließend noch interessieren würde: welche der hier erläuterten Werke, die Ihr noch nicht kanntet, interessieren Euch jetzt am meisten (wenn überhaupt)?
:hello Riddleamus
Severina (09.10.2010, 12:05): Lieber Rideamus,
das Lösungswort war für mich die schwierigste aller Nüsse, da half mir nur der Tipp mit Sophia Loren weiter und meine rudimentären Italienischkenntnisse. Welches der von Dir vorgestellten Werke mich nun am meisten interessieren würde? Wenn ich mir Deinen Lösungsthread so durchlese, denke ich mir beinahe bei jedem "Oh, das muss ich mir einmal anhören!", aber leider bleibt es meist beim guten Vorsatz :S Aber fest entschlossen bin ich, nun endlich mit Fairys Verwandtschaft aus Offenbach'scher Feder Bekanntschaft zu schließen, schon einmal, um endlich die Barcarole im Originalzusammenhang zu hören.
Auf jeden Fall Dir noch einmal :thanks :thanks :thanks für die Mühe, die Du Dir nicht nur mit dem Rätsel, sondern viel mehr noch mit dem Lösungssthread gemacht hast. Es war wie immer nicht nur lehrreich, sondern auch lustig, wobei mir auch das Pendeln zwischen den beiden Foren Spaß gemacht hat - vor allem haben die tollen Tipps aus beiden zusammen meine Trefferquote enorm erhöht!!! :D
Ich freue mich schon auf Dein nächstes Rätsel! :down
lg Sevi :hello
Heike (09.10.2010, 15:07): Hallo, Was mich als Kryptomissionar abschließend noch interessieren würde: welche der hier erläuterten Werke, die Ihr noch nicht kanntet, interessieren Euch jetzt am meisten (wenn überhaupt)? Also meinerseits könnte ich da gleich am Anfang beginnen: Giacomo Meyerbeers Oper LE PROPHÉTE Ein sehr interessanter Stoff - und Musik, die ich bisher nicht kenne. Darauf bin ich am neugierigsten. Heike
miranda (09.10.2010, 21:24): Ich schließe mich Heike an: große Neugier auf Meyerbeers Wiedertäufer-Oper.
Außerdem würde ich liebend gern die Rheinfeen des Herrn Offenbach erleben.
Vielleicht lassen sich diese Opern nach all der antisemitischen Hetze, die seinerzeit über ihre Komponisten ausgeschüttet wurde, heute objektiver würdigen.
Aber auch für die anregenden und originellen Erläuterungen zu allen anderen Werken des Rätsels ein ganz großes Danke an den fleißigen Rideamus!
Rideamus (11.10.2010, 11:47): Liebe Leute,
Euer Dank hat mich gefreut und geht an Euch zurück, denn diese Rätsel sind immer eine Gemeinschaftsarbeit, und Ihr Erfolg wäre ohne Euch nicht denkbar.
Leider vergaß ich Trottel bei der Erläuterung des Lösungswortes meine umfassendste Quelle für die Kenntnis des Werkes. Das sei hiermit nachgeholt. Am Neujahrsabend 2005 brachte nämlich der MDR ein Konzert seines Sinfonieorchesters unter Leitung von Fabio Luisi, in dessen Zentrum diese Operette in einer Bearbeitung Thomas Pigors stand. Mitschnitte davon lassen sich vermutlich über das Internet beschaffen. Hier die Details des Konzertes:
Neujahrskonzert des MDR SINFONIEORCHESTERS Live aus dem Gewandhaus Leipzig
Virgilio Ranzato: Il paese dei campanelli ("Das Land der Glöckchen") Operette in drei Akten (Konzertante Aufführung)