steve (21.05.2008, 17:19): Hallo. Ich hatte bis jetzt noch nicht viel mit Klassik zu tun. Will mich aber gern dieser Welt erschließen. Meine Kenntnisse hören leider bei Vivaldi's Vier Jahreszeiten oder Smetana's Moldau auch schon wieder auf *lol* Wenn ihr mir vielleicht was zum einstieg empfehlen könntet...Sollten vielleicht net unbedingt gleich Opernstücke oder "schwere Kost" sein. Ich bedanke mich schon mal im Vorraus....
Cetay (inaktiv) (23.05.2008, 10:12): Hier gibt es Empfehlungen der Forianer aus allen Genres und Epochen. Für einen ersten Überblick gibt es auch preisgüstige CD-Serien zu kaufen. Diese hier bietet einen guten ersten Überblick mit ganz brauchbaren Interpretationen.
ab (23.05.2008, 13:06): Was für Musik hörtest Du denn bislang hauptsächlich?
Allgemeine Empfehlungen sind auch deshalb etwas heikel, weil es in der Regel von der Veranlagung her so etwas wie primär den Kammermusiker-Typ, den Orchestertyp und den Operntyp gibt. Und Kammermusik zB einem Operntypen zu empfehlen kann kontraproduktiv sein.
Wer unmittelbar sich von Barockmusik à la Vivald oder Bach angesprochen fühlt, muss nicht unbedingt auch Musik der Romantik à la Bruckner lieben und umgekehrt. Wer Griegs Per Gynt-Suite toll findet muss nicht auch Mozarts Divertimenti auf Anhieb großartig finden usw.usf.
Ein paar Hinweise zu Deinen Hörgewohnheiten können da schon nützlich sein.
Solitaire (23.05.2008, 15:43): Hallo Steve! Ich mach jetzt mal, was ich auch immer mache, wenn mir einer beruflich diese "Womit soll ich anfangen?"-Frage stellt: ich empfehle die Peer Gynt Suiten von Edvard Grieg. Außerdem die ungarischen Tänze von Johannes Brahms. lVile Grüße und viel Spaß damit :hello
Pollux (23.05.2008, 15:59): Nichts falsch machen kann man auch mit Dvoraks Sinfonie Nr.9 "Aus der neuen Welt", die auch unerfahrene Klassik-Hörer unmittelbar packen und begeistern kann/wird.
Einspielungen gibt's wie Sand am Meer. Von sehr vielen Klassikhörern unterschiedlichster Provenienz wird die Aufnahme mit Fricsay/Berliner Philharmoniker (Deutsche Grammophon) als eine der schönsten Interpretationen genannt. Eine Referenz-Aufnahme der Moldau gibt's als Zugabe obendrauf.
LadyMacbeth (23.05.2008, 20:46): An der hiesigen Musikschule (sie gehört hier zur VHS) gibt es immer wieder 'mal Kurse für Erwachsene zur Musiktheorie und zum Hören. Sie waren auf interessierte, aber nicht-vorgebildete Menschen abgestimmt und gaben Tips und Hinweise zum Hören und Verstehen klassischer Musik. Mir hat es nicht nur Spaß gemacht, sondern auch die moderne Musik näher gebracht. Erkundige Dich doch mal, vielleicht gibt es ähnliches bei Dir. Falls Du in der Nähe von Wetzlar wohnst, wende Dich an die dortige Musikschule. Deren Leiter hat die Kurse bei mir gemacht und ist didaktisch wirklich gut. Falls Du im Rhein-Main-Gebiet wohnst besorge Dir das Programm der Musikschulen Bad Homburg und Friedrichsdorf. Du kannst Dir auch einmal die ein oder andere Klassiksendung auf einer Kulturwelle anhören. Hier in HR2 gibt es jeden Mittwoch abend eine Sendung namens "Notenschlüssel", in der ein Werk intensiv besprochen und vorgestellt wird. Meine eigene Begeisterung für klassische Musik hat in einer Silvesternacht begonnen. Ich war krank und konnte nicht feiern, und bin daher in den Genuß des Neujahrskonzerts des hessischen RSO gekommen (damals noch Eliahu Inbal). Sie spielten Dvoraks 9., und ich bin dieser Musik verfallen. Bis heute ist sie eines meiner Lieblingsstücke.
steve (02.06.2008, 18:30): vielen Dank erstmal. Ich hab mich eigendlich hier angemeldet um einen teuren Volkshochschulkurs zu vermeiden (Aber trotzdem Danke für den Tip!). Das Neujahrskonzert gehört bei uns schon zu Sylvester wie dinner for one oder Feuerwerk. Mich interessieren auch eher Orchesterstücke. So in der Art von den Vier Jahreszeiten oder Moldau oder so.(sorry für meine absolute Null-Ahnung) Ich kann mir vorstellen dass es schwierig ist so jemandem Tips zu geben. Aber es gibt doch bestimmt bekannte Stücke, die man häufiger irgendwo hört. Vom hören kenne ich ja auch ein paar. Nur leider weiß ich weder von wem die sind, noch wie sie heißen.
Solitaire (02.06.2008, 19:13): Brauchst dich doch nicht zu entschuldigen! Was dir vielleicht auch gefallen könnte, sind die Ballettmusiken von Peter Tschaikowsky:"Dornröschen", "Schwanensee" und "Der Nußknacker". Die sind alle miteinander so extrem populär, daß du daraus garantiert vieles kennst. Ich finde die Musik genial.Wenn es ohneGesang seiin soll, kann ich dir auch noch die Ouvertüren zu den Opern von Rossini empfehlen: der Hammer :down Opernouvertüren allgemein sind oft sehr schön: die beiden Vorspiele zu "La Traviata",die Ouvertüre zu "La forza del destino"(Die Macht des Schicksals), beides von Giuseppe Verdi, die Ouvertüren zu "Don Giovanni", "Die entführung aus dem Serail" und "Die Zauberflöte", alles Mozart, die Ouvertüren zu den Operetten von Jacques Offenbach (zu den Klängen des CanCan will ich einst in die Grube fahren. Kein Scherz. Bach hat jeder... :D)
satie (02.06.2008, 19:25): Also das ist doch mal eine prima Gelegenheit die absoluten Evergreens der Klassik durch zu nehmen, denn die behandeln wir ja aus diversen Gründen anderweitig eher nicht. Ich bin jetzt selber mal gespannt, was da an Stoff genannt wird, fange aber einfach mal an mit einem Epochen-Versuch. Es soll also um Orchesterwerke gehen (ich lasse mal Klavierkonzerte und andere Instrumentalkonzerte bewusst weg:
Johann Sebastian Bach: Orchestersuite Nr. 2, h-moll: Badinerie Orchestersuite Nr. 3, D-Dur: Air (natürlich sind die kompletten Suiten auch schön, da würde ich aber eher zur 1. Suite raten für den Anfang) Die Brandenburgischen Konzerte
Georg Friedrich Händel: Wassermusik Feuerwerksmusik
Joseph Haydn: Symphonie mit dem Paukenschlag diverse andere Symphonien, ich kann keine Empfehlung abgeben, sie sind alle toll
Wolfgang Amadeus Mozart: Eine kleine Nachtmusik Symphonien Nr. 40 und 41 Ouvertüren zu "Die Zauberflöte", "Lenozze di Figaro", "Entführung aus dem Serail"
Ludwig van Beethoven: 9 Symphonien, davon v.a. Nr. 5, 9, 6, 3 und 7 (in dieser Reihenfolge)
Franz Schubert: Die "Unvollendete" (meist als 8. bezeichnet, mitunter bei neueren Einspielungen jetzt richtiger als 7.)
Gioacchino Rossini: Ouvertüren (Die Nachtigall, Der Barbier von Sevilla, Wilhelm Tell)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Ein Sommernachtstraum Italienische Symphonie (Nr. 4)
Johannes Brahms: 4 Symphonien (Reihenfolge eher egal, v.a. die 4. finde ich sehr wichtig)
Antonin Dvorak: Slawische Tänze
Franz Liszt: Symphonische Dichtung "Les Preludes"
Richard Wagner: Ouvertüren (Lohengrin, Die Meistersinger von Nürnberg)
Johann Strauß (Sohn): Walzer (sind so viele...)
In moderneres würde ich mich zunächst einmal nicht vor wagen. Du kannst uns ja berichten, was Dir so am besten gefällt, dann kann man auch eher wieder weitere Tips geben.
Herzlich, S A T I E
ab (02.06.2008, 20:42): Was fiele mir da außer den trefflich genannten so ein?
Mozarts Klavierkonzerte Nr. 20 & 21 (insbes. Gulda mit Abbado)
Beethoven Trippelkonzert
Beethoven Violinkonzert
Bachs Violinkonzerte, insbesondere das in a Moll und das Doppelkonzert.
Hörst Du gerne Rock-Musik? Dann das Klavierkonzert Nr. 1 von Johannes Brahms (insbes. in der Szell/Fleisher-Aufnahme)
Klassiker sind wohl jedenfalls auch: Prokofievs Romeo & Julia Op.64 Carl Orff: Carmina Burana Rachmaninov Klavierkonzert Nr. 3
Zu Stöbern lies viellicht auch solches wie hier.
In der Kammermusik fällt mir spontan ein:
Bach: Goldbergvariationen (was sonst als: Glenn Gould - nicht gerade die 1955er Einspielung, sondern eine der anderen drei)
Schubert: Klaviersonate B-Dur D 960
Schubert: Streichquartett Nr. 14 "Der Tod und das Mädchen"
Dvorak: "Das Amerikanische" Streichquartett Nr. 12
ab (02.06.2008, 20:51): sorry
cellodil (02.06.2008, 23:05): Lieber Steve,
erst einmal warmly welcome...
Ich finde es auch einigermaßen schwierig, so "ins Blaue" hinein irgend etwas zu empfehlen...
Nix gegen günstige Klassik-CDs (da findest Du im Forum sicherlich auch einige Hinweise). Ich würde aber, um überhaupt einmal herauszufinden, was ich mag, es vielleicht einmal mit dem Hören von Klassik-Radio-Sendern versuchen. Da wirst Du sicherlich ziemlich schnell herausfinden, in welche Richtung Deine persönliche Klassik-Reise gehen könnte....
Hier im Süden bietet sich ja SWR 2 an (Programm hier).
Oder Du könntest zum Beispiel auch mal ins Programm der Stuttgarter Musikhochschule schauen und hin und wieder (häufig auch noch umsonst) ins Konzert gehen.
Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Freude und Entdeckungslust und allzeit offene Ohren und ein offenes Herz für Dein Abenteuer in Sachen Klassik.
Das waren meine ersten Erfahrungen mit der Klassik. Eine große Hilfe zum Einstieg in die Symphonik, war Smetanas Moldau und Dvoraks Neunte Symphonie "Aus der Neuen Welt"
Beethoven war ein großes Hindernis bei meinem Einstieg, habe lange kein Zugang zu Beethoven gefunden, ebenfalls Vorsicht geboten sei (am Anfang) bei Johannes Brahms (obwohl das nicht gleichzeitig bedeutet, dass es anderen ebenso ergeht, wie mir) Jetzt ist das natürlich anders :down!
Gruß Daniel :hello
Jürgen (03.06.2008, 10:25): Ich habe mir mal eine mp3-CD zusammengestellt, die nannte ich "Klassische Gassenhauer". Das Listing habe ich noch als Excel-sheet. Stark zusammengestrichen (weil nur instrumental und vieles schon genannt) und etwas modifiziert habe ich daraus etwas hierhin kopiert:
Hänsel und Gretel - Ouvertüre, Engelbert Humperdinck Rondo Alla Turka Wolfgang Amadeus Mozart Der Schwan von Tuola Jean Sibelius Ungarischer Tanz Nr. 5 Johannes Brahms Pavane Gabriel Fauré Klavierkonzert Nr. 1 - Allegro non troppo Peter Ilyich Tchaikovsky Peer Gynt Suiten Edvard Grieg Romanze für Violine und Orchester Nr. 2 Ludwig van Beethoven Klavierkonzert Nr.3 Ludwig van Beethoven Träumerei Robert Schumann Sinfonie nr.6 Peter Ilyich Tchaikovsky Scheherazade Nicolai Rimsky-Korssakoff Karelia Suite Jean Sibelius Sinfonie Nr. 9 "Aus der neuen Welt" Antonin Dvorak Die Planeten Gustav Holst Pavane Maurice Ravel Klavierkonzert Nr.2 Sergej Rachmaninoff Siziliano Johann Sebastian Bach Canon Johann Pachelbel Pomp and Circumstance - Nr.1 Edward Elgar Mondscheinsonate - Adagio Ludwig van Beethoven Clair De Lune Claude Debussy Bilder einer Ausstellung Modest Mussorgsky Concerto de Aranjuez - Adagio Joaquin Rodrigo
Grüße Jürgen
steve (03.06.2008, 16:59): Vielen Dank für die zahreichen Anworten und Tips.
Hab mir gestern abend mal die 9. Symphony von Dvorak angehört (ich hoff meinen Nachbarn hat es auch gefallen*lol*). In den Worten eines Laien kann ich nur sagen: Es war Klasse!!!
Mit der riesen Liste werd ich mich jetzt mal durch Amazon und E-bay durchkämpfen. Ich freu mich schon auf ruhige Stunden mit den Komponisten und Orchestern.
Werd selbstverständlich berichten wie mir die einzelnen Stücke gefallen haben.
Gruß Steffen
Pollux (03.06.2008, 19:56): Original von steve Hab mir gestern abend mal die 9. Symphony von Dvorak angehört (ich hoff meinen Nachbarn hat es auch gefallen*lol*). In den Worten eines Laien kann ich nur sagen: Es war Klasse!!!
Wusst' ich's doch! :beer
Pollux (03.06.2008, 20:17): Original von Satie In moderneres würde ich mich zunächst einmal nicht vor wagen.
Ich verstehe, was du meinst, bin aber mit diesem Rat nicht einverstanden. Erstens wird damit das alte Vorurteil weiter zementiert, dass moderne Musik besonders sperrig und nur was für Experten sei. Und zweitens wissen wir ja nicht was Steve für Hörerfahrungen mitbringt. Angenommen, er hätte zuvor nicht nur Pop oder Rock sondern auch Jazz gehört. Dann leuchtet so manches moderne Werk möglicherweise mehr ein, als sagen wir mal Mozarts Kleine Nachtmusik.
Anderswo in diesem Thread heißt es auch, dass Brahms mit Vorsicht zu genießen sei. Ich selber kannte als blutiger Klassikanfänger von Brahms außer dem Namen rein gar nichts. Ich habe mir dann einfach aus Neugier eine Box mit den Sinfonien gekauft und die erste Sinfonie (die von vielen sehr erfahrenen Hörern für sperrig oder spröde gehalten wird) hat mich sofort begeistert und zum Brahms-Fan gemacht. Zum Glück hat mir vorher keiner gesagt, dass Brahms schwierig sei.
Steve, mein Rat wäre, neben den hier genannten Klassik-Hits ruhig auch mal unvoreingenommen Modernes oder Zeitgenössisches zu hören und dich einfach überraschen zu lassen. Iin der Klassikszene gilt ja vielen Musik, die schon rund 100 Jahre alt ist, immer noch als "modern". Da muss man sich auch erst mal dran gewöhnen.
satie (03.06.2008, 22:36): Original von Pollux Original von Satie In moderneres würde ich mich zunächst einmal nicht vor wagen.
Ich verstehe, was du meinst, bin aber mit diesem Rat nicht einverstanden. Erstens wird damit das alte Vorurteil weiter zementiert, dass moderne Musik besonders sperrig und nur was für Experten sei. Und zweitens wissen wir ja nicht was Steve für Hörerfahrungen mitbringt. Angenommen, er hätte zuvor nicht nur Pop oder Rock sondern auch Jazz gehört. Dann leuchtet so manches moderne Werk möglicherweise mehr ein, als sagen wir mal Mozarts Kleine Nachtmusik.
Anderswo in diesem Thread heißt es auch, dass Brahms mit Vorsicht zu genießen sei. Ich selber kannte als blutiger Klassikanfänger von Brahms außer dem Namen rein gar nichts. Ich habe mir dann einfach aus Neugier eine Box mit den Sinfonien gekauft und die erste Sinfonie (die von vielen sehr erfahrenen Hörern für sperrig oder spröde gehalten wird) hat mich sofort begeistert und zum Brahms-Fan gemacht. Zum Glück hat mir vorher keiner gesagt, dass Brahms schwierig sei.
Steve, mein Rat wäre, neben den hier genannten Klassik-Hits ruhig auch mal unvoreingenommen Modernes oder Zeitgenössisches zu hören und dich einfach überraschen zu lassen. Iin der Klassikszene gilt ja vielen Musik, die schon rund 100 Jahre alt ist, immer noch als "modern". Da muss man sich auch erst mal dran gewöhnen.
Ist ja gut, ist ja gut. Nur, wenn mir einer die "Moldau", das Neujahrskonzert und die "Vier Jahreszeiten" nennt und explizit nach ähnlichem verlangt, schien es mir der sichere Weg, vorerst einmal das 20. Jahrhundert auszuklammern. In diesem Fall keineswegs wegen angeblich hoher Komplexität und Bildungsnotwendigkeit etc. weiß ich was für Standardphrasen, sondern einfach nur wegen der Dissonanzenträchtigkeit, bzw. entwurzelten Harmonik, die durchaus eben auch dazu führen kann, dass diese Musik ein für allemal aus dem eigenen Hören ausgeklammert wird. Insofern ist es also genau so gefährlich, hier zum Anhören zu raten als davon abzuraten. Ich würde aus einem ganz triftigen Grund vorerst nicht neuere Musik hören, nämlich weil mir relativ klar ist, was da gehört wird und was dann die Folgen sein werden. Gefallen werden Werke, die der traditionellen Harmonik möglichst nahe kommen und eventuell werden dann in der Zukunft wegweisende Werke, die atonal, seriell oder aleatorisch gearbeitet sind und mit der gewohnten Hörsphäre nichts zu tun haben eher unter den Tisch fallen, als wenn die Entwicklung der Harmonik etc. bis hin zum 20. Jahrhundert grundsätzlich nachvollzogen wurde.
Herzlich, S A T I E
LadyMacbeth (04.06.2008, 11:38): @Steve: VHS-Kurse habe ich bislang nicht als teuer empfunden (meine Kurse, die entweder über 4 Abende bzw. ein Wochenende gingen haben zwischen EUR 35 und EUR 50 gekostet. Und dabei ist die VHS Bad Homburg eine der teuersten :I). Außerdem geben die VHS als halbstaatliche Einrichtungen Ermäßigungen für Leute, denen das Geld nicht locker in der Tasche sitzt. Erkundige Dich doch einfach einmal.
Eine der Anregungen, die ich in einem der VHS-Kurse bekomme habe, ist der Sender SwissClassic, den man über Satellit und Internet empfangen kann. Es wird den ganzen Tag klassische Musik gehört, über Internet kann man das Programm verfolgen. Ich lasse es oft als "Hintergrund" laufen, man bekommt aber einen guten Eindruck, was alles "klassische Musik" ist und kann dann auswählen, was einem gefällt und was nicht.
Eine weitere war, sich beim Konservatorium nach Konzerten zu erkundigen. Der Eintritt ist oft niedrig bzw. kostenlos, dafür sind die Konzertzeiten meist am Nachmittag oder frühen Abend. Ich kann es mir leider nicht einrichten, aber wer zeitlich flexibler ist, sollte das probieren (ich warte solange, bis ich in Rente bin :J).
Ich gebe Satie recht, was moderne Musik betrifft. Sie ist leider erklärungsbedürftig und nicht so leicht zugänglich wie die älteren Komponisten. Wer unvorbereitet ist, dem wird das gesamte Genre verleidet, und das wäre nun wirklich schade.
ab (04.06.2008, 12:00): Original von LadyMacbeth Ich gebe Satie recht, was moderne Musik betrifft. Sie ist leider erklärungsbedürftig und nicht so leicht zugänglich wie die älteren Komponisten. Wer unvorbereitet ist, dem wird das gesamte Genre verleidet, und das wäre nun wirklich schade.
Allgemein gilt dies wohl sicher nicht. Ich habe viele Bekannten, die wenig mit klassischer Musik am Hut (gehabt) haben, es aber sehr schätzen, Musik von Arvo Pärt oder Michael Nyman oder Philip Glass zu hören - oder die Musik des Balanescu-Quartets oder manches vom Kronos-Quartet. Ja mehr noch, für viele war solche Musik gerade ihr Einstieg in die Welt der Klassik!
ab (04.06.2008, 12:18): Heute einen Ausschnitt im Radio gehört: Fiesta. Gustavo Dudamel dirigiert: Werke von Revueltas, Carreno u.a Label: Deutsche Grammophon Das hat mir viel Spaß zu hören gemacht. Hier eine sehr positive Rezension, auch wenn sie bemängelt, das bloß (zu) populäre Klänge zu hören sind. Aber gerade solches eigent sich doch für Klassik-Neulinge!
satie (04.06.2008, 14:10): Original von ab Original von LadyMacbeth Ich gebe Satie recht, was moderne Musik betrifft. Sie ist leider erklärungsbedürftig und nicht so leicht zugänglich wie die älteren Komponisten. Wer unvorbereitet ist, dem wird das gesamte Genre verleidet, und das wäre nun wirklich schade.
Allgemein gilt dies wohl sicher nicht. Ich habe viele Bekannten, die wenig mit klassischer Musik am Hut (gehabt) haben, es aber sehr schätzen, Musik von Arvo Pärt oder Michael Nyman oder Philip Glass zu hören - oder die Musik des Balanescu-Quartets oder manches vom Kronos-Quartet. Ja mehr noch, für viele war solche Musik gerade ihr Einstieg in die Welt der Klassik!
Gerade solche Musik aber ist es, die heikel ist, da sie gerade in den Kreisen der Neuen Musik mehr als nur kontrovers diskutiert wird. Ob das richtig ist oder falsch will ich hier gar nicht zur Diskussion stellen, mir geht es aber darum, die Tür in die Welt jener als schwierig bezeichneten Komponisten offen zu halten und in diesem Fall, wo offenbar das Interesse zunächst an eingängigen Standardwerken der Klassik besteht, wäre ein Zugang über ein Durchleben und Durchhören der historischen Linie vielleicht möglich. Natürlich ist das nur ein Weg von vielen, und vielleicht wäre es auch besser, völlig unsystematisch heranzugehen. Wäre hier jemand gekommen, der gar keine Musik gehört hat zuvor, keine Linie bevorzugt etc. hätte ich empfohlen, ausschließlich aktuellste, neueste Musik zu hören, denn das wäre der vernünftigste Weg überhaupt. Aber das will ich jetzt auch nicht vertiefen, denn sonst landen wir wieder in den Diskussionen über zeitgenössische Musik, und das sollte jetzt vielleicht doch nicht sein... Dass neuere Musik erklärungsbedürftig sei, möchte ich aber doch entschieden dementieren. Sie ist aber völlig anders als die genannten Super-Standardwerke, daher will ich vor einem möglichen negativen Erlebnis bewahren, das sich eventuell später eher gar nicht mehr einstellen wird.
Herzlich, S A T I E
Travi (05.06.2008, 10:05): Hallo Satie, :hello
ich erlaube mir eine etwas ketzerische Frage:
Kann (darf) man "als schwierig bezeichnete" Musik nicht auch ganz laienhaft und schlicht genießen? Ich komme darauf, weil es z.B. bei der Rezeption von Literatur durchaus möglich ist, einen als außerordentlich schwierig geltenden Roman wie z.B. Ulysses von James Joyce ohne "Schwierigkeiten" zu lesen. Die Rezeption wird dann auf einer Ebene ablaufen, auf der nicht alle Anspielungen, Zitate etc. verstanden werden, aber es wird sich trotzdem ein Verständnis einstellen. Und vielleicht greift der Leser oder die Leserin danach irgendwann zum nächsten und übernächsten Werk des Verfassers. Wäre dieser Fall nicht auf die Musik übertragbar?
Gruß, Travi
satie (05.06.2008, 11:11): Original von Travi Hallo Satie, :hello
ich erlaube mir eine etwas ketzerische Frage:
Kann (darf) man "als schwierig bezeichnete" Musik nicht auch ganz laienhaft und schlicht genießen? Ich komme darauf, weil es z.B. bei der Rezeption von Literatur durchaus möglich ist, einen als außerordentlich schwierig geltenden Roman wie z.B. Ulysses von James Joyce ohne "Schwierigkeiten" zu lesen. Die Rezeption wird dann auf einer Ebene ablaufen, auf der nicht alle Anspielungen, Zitate etc. verstanden werden, aber es wird sich trotzdem ein Verständnis einstellen. Und vielleicht greift der Leser oder die Leserin danach irgendwann zum nächsten und übernächsten Werk des Verfassers. Wäre dieser Fall nicht auf die Musik übertragbar?
Gruß, Travi
Genau diese Möglichkeit will ich ja offen halten und nicht verbauen! Ich meine mit dem Nachvollziehen einer Entwicklungslinie nicht unbedingt ein "wissendes", sondern viel eher ein "hörendes" Nachvollziehen. Bei jenen, die keine Mühe mit Sprüngen haben, muss da auch keinerlei Systematik dahinterstecken. Ich muss hier wirklich ein Missverständnis aus dem Weg räumen: man soll mit den Ohren Hören und nicht mit dem Intellekt, zumindest nicht in erster Linie. Ich meine überhaupt nicht, dass man etwas verstehen muss im Sinne von "Ha, die herrliche Trope da, wo der Kontrapunkt sich zu diesem Augmentationskanon mit dem Dies-Irae-Zitat verdichtet, während die imitatorische Verarbeitung der zweiten Hälfte des Seitengedankens in der Krebsform eine zweite Ebene dazu bildet...köstlich...". Nein, so was ist einfach nur BLÖD. Hier aber hatte ich den Eindruck, dass man jemanden, der bislang die Mona Lisa und vielleicht mal einen Caspar David Friedrich gesehen hat nun in die Lage versetzen muss, auch einen Jackson Pollock oder Joseph Beuys zu mögen. Ich bezweifle, dass man das kann, indem man ihn einfach vor den Pollock setzt und annimmt, er würde ihn mögen, denn da liegen einfach Welten dazwischen. MÖGLICH wäre es im Grunde aber schon, nur sehr unwahrscheinlich, denn warum denn fiel die Wahl zuvor auf Mona Lisa und Caspar David Friedrich und nicht gleich auf den Pollock? Ich vermute mal einfach eine geschmackliche Präferenz, und daher würde ich vorsichtig heranführen, nicht über den Intellekt (nicht zwingend: manchmal aber muss es sogar über den Intellekt gehen, so wie bei meiner Mutter), sondern übers Ohr. Um es noch einmal zu sagen: wäre da keine Präferenz, wäre das alles keine Frage, dann hieße es einfach nur "Ohren auf" und los.
Herzlich, S A T I E
Solitaire (05.06.2008, 11:51): Original von Satie denn warum denn fiel die Wahl zuvor auf Mona Lisa und Caspar David Friedrich und nicht gleich auf den Pollock? Najaaa, vielleicht weil man über die Mona Lisa schon mal eher "stolpert", da sie ungleich populärer ist? :wink Nebenbei: ich kann mit neuer Musik relativ wenig anfangen, und frage mich schon manchmal, ob das nicht vielleicht auch daran liegt, daß meine Ohren von der Fülle des Wohllauts eines Mozart, Donizetti, Verdi, Puccini etc. geprägt (um nicht zu sagen verdorben :D ) sind. Ich gebe zu, ich bin da faul: ich mag nicht durch atonales quälen, wenn ich "Un bel di vedremo" haben kann :wink
satie (05.06.2008, 12:03): Original von Solitaire Original von Satie denn warum denn fiel die Wahl zuvor auf Mona Lisa und Caspar David Friedrich und nicht gleich auf den Pollock? Najaaa, vielleicht weil man über die Mona Lisa schon mal eher "stolpert", da sie ungleich populärer ist? :wink Nebenbei: ich kann mit neuer Musik relativ wenig anfangen, und frage mich schon manchmal, ob das nicht vielleicht auch daran liegt, daß meine Ohren von der Fülle des Wohllauts eines Mozart, Donizetti, Verdi, Puccini etc. geprägt (um nicht zu sagen verdorben :D ) sind. Ich gebe zu, ich bin da faul: ich mag nicht durch atonales quälen, wenn ich "Un bel di vedremo" haben kann :wink
Zunächst: nur weil man über etwas stolpert, muss man nicht dahinter liegen bleiben! :wink Dann ist die Definition von "Wohllaut" doch eine sehr fragliche, empfinde ich doch etwa die Streichquartette von Morton Feldman schon rein klanglich weit schöner als jeden Puccini (also auf einer rein sinnlichen Ebene). Aber das Beispiel zeigt im Grunde die Gefahren der Prägung auf konventionelle harmonisch-formale Codes (um es mal mit Boulez zu sagen, der darin das Hauptproblem bei der Rezeption Neuer Musik sieht). Und was ist natürlich passiert? Wir haben von moderner Musik gesprochen und sind schon wieder mitten drin in der Diskussion um zeitgenössische Musik, die ich eigentlich hier vermeiden wollte. Ich mache jetzt folgenden Vorschlag: lassen wir es einfach, bzw. ziehen uns hierfür in den geeigneten Thread zurück und warten hier jetzt einmal, was unser Steve berichtet, wenn er sich durch die Empfehlungslisten gehört hat. Ok?
Herzlich, S A T I E
Solitaire (05.06.2008, 12:06): Okay. Wir wollen ihn ja nicht gleich verschrecken :D Und es stimmt: ich bin ein sehr konventioneller Klassikhörer, eine Eigenschaft die mir sonst in jedem anderen Lebensbereich eher abgesprochen wird :D
Travi (05.06.2008, 13:30): Original von Satie Original von Travi Hallo Satie, :hello
ich erlaube mir eine etwas ketzerische Frage:
Kann (darf) man "als schwierig bezeichnete" Musik nicht auch ganz laienhaft und schlicht genießen? Ich komme darauf, weil es z.B. bei der Rezeption von Literatur durchaus möglich ist, einen als außerordentlich schwierig geltenden Roman wie z.B. Ulysses von James Joyce ohne "Schwierigkeiten" zu lesen. Die Rezeption wird dann auf einer Ebene ablaufen, auf der nicht alle Anspielungen, Zitate etc. verstanden werden, aber es wird sich trotzdem ein Verständnis einstellen. Und vielleicht greift der Leser oder die Leserin danach irgendwann zum nächsten und übernächsten Werk des Verfassers. Wäre dieser Fall nicht auf die Musik übertragbar?
Gruß, Travi
Hier aber hatte ich den Eindruck, dass man jemanden, der bislang die Mona Lisa und vielleicht mal einen Caspar David Friedrich gesehen hat nun in die Lage versetzen muss, auch einen Jackson Pollock oder Joseph Beuys zu mögen. Ich bezweifle, dass man das kann, indem man ihn einfach vor den Pollock setzt und annimmt, er würde ihn mögen, denn da liegen einfach Welten dazwischen. MÖGLICH wäre es im Grunde aber schon, nur sehr unwahrscheinlich, denn warum denn fiel die Wahl zuvor auf Mona Lisa und Caspar David Friedrich und nicht gleich auf den Pollock? Ich vermute mal einfach eine geschmackliche Präferenz, und daher würde ich vorsichtig heranführen, nicht über den Intellekt (nicht zwingend: manchmal aber muss es sogar über den Intellekt gehen, so wie bei meiner Mutter), sondern übers Ohr. Um es noch einmal zu sagen: wäre da keine Präferenz, wäre das alles keine Frage, dann hieße es einfach nur "Ohren auf" und los.
Herzlich, S A T I E
Hallo Satie,
Dein Ausdruck "Nachvollziehen einer Entwicklungslinie" hatte mich offenbar zu sehr irritiert :wink. "Mit den Ohren Hören und nicht mit dem Intellekt, zumindest nicht in erster Linie", das kann ich gerne unterschreiben.
Natürlich gibt es die lieben Hör-Gewohnheiten, die sich zwangsläufig einstellen, die von Dir zu Recht erwähnten geschmacklichen Präferenzen; auch die Stimmung, die die Aufnahmebereitschaft beeinflusst. Interessant fände ich es, für jeden Mona-Lisa-Hörer in regelmäßigen Abständen einen musikalischen Picasso oder einen Beuys oder einen Zeitgenossen gar :P parat zu haben, um ihn im richtigen Moment auf ihn "loszulassen". Ich selbst hatte ja mein Erlebnis in dieser Hinsicht fast schon, als mich ein Beitrag über Wagner in diesem Forum offenbar im genau richtigen Moment erwischte... Das Beispiel passt jetzt natürlich nicht so ganz, aber für mich war das schon ein toller Anstoß, mal in etwas (für mich) ganz anderes reinzuhören.
Aber warten wir in der Tat einfach mal ab, was "unser Steve" berichten wird...
Gruß, :) Travi
Olaf (09.06.2008, 12:26): Hallo zusammen,
wollte mich auch kurz hier vorstellen! Seit ca. 7 Monaten höre ich nun klassische Musik. Vorher habe ich von Pop Musik, Rock, Hard Rock, Heavy Metal, Soul, Hip Hop und sogar Trash Metal so ziemlich alles gehört.
Aber erst als ich damals eine "Best of Mozart Box" (40 CD´s für 9,99 Euro) kaufte, bin ich mit dem Thema vertraut gemacht worden. Mittelerweile habe ich schon sehr viel kennengelernt. Den größten Teil der hier gennanten Vorschläge für Klassik Neulinge habe ich schon auf CD oder SA- CD besorgt. Beethoven hat mich davon am meisten fasziniert.
Ich hoffe, noch mehr über dieses Form zu entdecken! Gruß Olaf :hello
satie (09.06.2008, 12:53): Hallo Olaf, herzlich willkommen hier im Forum! Ich freue mich auf interessante Diskussionen.
Herzlich, S A T I E
p.s.: anfangs sind nicht alle Funktionen freigeschaltet und die Beiträge sind noch moderiert, was sich aber nach einiger Zeit ändern wird, wenn alles rund läuft.
Cetay (inaktiv) (09.06.2008, 15:48): Original von Olaf und sogar Trash Metal.
Hallo Olaf, auch wenn ich seit geraumer Zeit aus dem Metal ausgestiegen bin, dreht sich mir immer noch der Magen um, wenn ich "Trash" lese. Trash = Schrott, was vielleicht die Meinung von Vielen trifft, aber diesem Genre sicher nicht gerecht wird. Korrekt heisst es "Thrash". Herzlich Willkommen :hello
On Topic: Ein interessanter Link für Einsteiger: 100 CDs for Building Your Library, zusammengestellt von ener in Fachkreisen recht angesehenen Redaktion. Wie immer bei solchen Listen kann man endlos darüber debatieren, ob Aufnahme X wirklich hineingehört oder dass Aufnahme Y fehlt, aber im großen und ganzen ist es wirklich ein wertvoller Wegweiser zum Grundstock einer hochwertigen Sammlung für kleines Geld.
ab (09.06.2008, 17:20): Original von Dox Orkh On Topic: Ein interessanter Link für Einsteiger: 100 CDs for Building Your Library, zusammengestellt von ener in Fachkreisen recht angesehenen Redaktion. Wie immer bei solchen Listen kann man endlos darüber debatieren, ob Aufnahme X wirklich hineingehört oder dass Aufnahme Y fehlt, aber im großen und ganzen ist es wirklich ein wertvoller Wegweiser zum Grundstock einer hochwertigen Sammlung für kleines Geld.
Ganz persönlich dazu:
Bei fünf davon, nämlich Nr. 7, 15, 20, 34, 52 kann ich voll und ganz zustimmen, bei der 87 auch, wenn das frühere Konzert von 1989, statt von 1991 gemeint wäre und ebenso bei der 93, wenn die spätere Studio-Aufnahme aus London, also jene Doppel-DG-CD ohne Sanderling gemeint wäre.
für ganz ausgezeichntete Empfehlung halte ich Nr. 1, 3, 14, 22, 24, 29, 46, 53, 59, 74 (leider, leider vergriffen), 81, 97.
Ich denke, mit dem Rest - soweit ich ihn kenne - kann man auch ganz gut, bis vorzüglich leben! Einen wirklichen qualitativen Flopp kann ich nicht entdecken.
Ganze gezählte 34 Aufnahme davon - darunter fast alle Opernempfehlungen - habe ich leider nie gehört. :I
Auf Nr. 2 und 43, kann ich ganz persönlich voll und ganz verzichten. Zwiespältig ist für mich Nr. 17, wo dasselbe für den Berg; ganz und gar nicht aber für den Stravinsky gilt.
Ich fürchte Nr. 1 könnte trotz höchster Qualität vom Ansatz her in seiner kammermusikalischen Art für manchen Einsteiger heikel sein.
Dürfte ich mir jetzt eine aus dieser Liste zum Geschenk aussuchen, wäre es die letztgenannte, die ich leider immer noch nicht kenne. :ignore
Zelenka (09.06.2008, 18:07): :D Ich muß die Classicstoday-Liste wohl erst einmal numerieren, um mitreden zu können ...
Gruß, Zelenka (im Moment zu faul)
satie (09.06.2008, 18:14): Original von ab
Ich fürchte Nr. 1 könnte trotz höchster Qualität vom Ansatz her in seiner kammermusikalischen Art für manchen Einsteiger heikel sein.
Dürfte ich mir jetzt eine aus dieser Liste zum Geschenk aussuchen, wäre es die letztgenannte, die ich leider immer noch nicht kenne. :ignore
Lieber ab, wie kannst Du denn dann all diese Dinge über die Aufnahme sagen, ohne sie zu kennen?????????? ?( ?( ?( ?( ?( ?( Oder hab ich jetzt einen Scherz nicht verstanden?
Herzlich, S A T I E
satie (09.06.2008, 18:14): Oer meinst Du die letzte aus der Liste: Zelenka: Trio Sonatas. Holliger (ECM)
?
ab (09.06.2008, 21:03): Original von Satie Oer meinst Du die letzte aus der Liste: Zelenka: Trio Sonatas. Holliger (ECM)
?
sorry, die Mehrdeutigkeit ist mir entgangen: Ja ich meinte Holligers Einsatz für Zelenka (nicht unseren); wobei ich nicht weiß, welche seiner beiden Aufnahmen besser ist.
Bachs Brandenburgische Konzerte mit der Akademie für alte Musik Berlin habe und schätze ich seit langem - hätte aber wohl eher einem Anfänger die Archiv-Produktion mit Pinnock (den ich sonst ja nicht so mag) empfohlen (wobei ich leider weder dessen neue bei avie, noch den hochgelobten Elch in der Garage mit Allesandrini bei Naive bislang gehört habe).
ab (09.06.2008, 21:07): Original von Zelenka :D Ich muß die Classicstoday-Liste wohl erst einmal numerieren, um mitreden zu können ...
Gruß, Zelenka (im Moment zu faul)
Falls rechtlich bedenklich, bitte wieder löschen:
1. Bach: Brandenburg Concertos. Akademie für alte Musik Berlin (HM) 2. Bach: Violin Concertos. Faust-Poppen (Haenssler) 3. Bach: B-Minor Mass. Jacobs (Berlin Classics) 4. Bach: Passions. Koopman (Erato) 5. Bach: Sonatas and Partitas for solo violin. Ehnes (Analekta) 6. Bach: Goldberg Variations. Perahia (Sony) 7. Bartók: Piano Concertos. Anda-Fricsay (DG) 8. Bartók: Concerto for Orchestra; Music for Strings, Percussion, and Celesta. Bernstein (Sony) 9. Beethoven: Violin Concerto. Perlman-Giulini (EMI) 10. Beethoven: Piano Concertos Nos. 3 and 5. Serkin-Bernstein (Sony) 11. Beethoven: Fidelio. Klemperer (EMI) 12. Beethoven: Piano Sonatas Nos. 8, 14, 26. Moravec (Supraphon) 13. Beethoven: Symphony No. 3. Szell (Sony) 14. Beethoven: Symphonies Nos. 5 and 7. Kleiber (DG) 15. Beethoven: Symphony No. 9. Fricsay (DG) 16. Bellini: Norma. Callas-Serafin (EMI). 17. Berg: Violin Concerto (+ Stravinsky). Perlman-Ozawa (DG) 18. Berlioz: Harold in Italy. Davis (LSO) 19. Berlioz: Symphonie fantastique. Munch (RCA) 20. Biber: Rosary Sonatas. Manze (HM) 21. Bizet: Carmen. Solti (Decca) 22. Brahms: Piano Concertos. Gilels-Jochum (DG) 23. Brahms: Violin Concerto. Oïstrakh-Szell (EMI) 24. Brahms: Piano Works. Kempff (DG) 25. Brahms: Violin Sonatas. Suk-Katchen (Decca) 26. Brahms: Symphonies. Solti (Decca). 27. Britten: Peter Grimes. Britten (Decca) 28. Britten: War Requiem. Britten (Decca). 29. Bruckner: Symphony No. 7. Skrowaczewski (Oehms Classics) 30. Bruckner: Symphony No. 9. Mehta (Decca) 31. Chopin: Ballades, Mazurkas. Moravec (Supraphon) 32. Chopin: Nocturnes. Arrau (Philips) 33. Chopin: Préludes. Sonata No. 2. Argerich (DG). 34. Debussy: Piano Works. Michelangeli (DG) 35. Debussy: La Mer, Nocturnes. Tilson Thomas (Sony) 36. Dowland: Vocal Works and Lute Pieces. Deller (HM) 37. Duruflé: Requiem. Graden (BIS) 38. Dvorak: Symphonies Nos. 7 and 9. Levine (RCA) 39. Falla: The Three-Cornered Hat. Ansermet (Decca) 40. Fauré and Franck: Violin Sonatas. Grumiaux (Philips) 41. Fauré: Requiem. Shaw (Telarc) 42. Franck: Quintet. Levinas, Quatuor Ludwig (Naxos) 43. Franck: Symphonie in D minor. Monteux (RCA). 44. Gershwin: Rhapsody in Blue. An American in Paris. Tilson Thomas (RCA) 45. Gounod: Faust. Cluytens (EMI) 46. Handel: Water Music, Royal Fireworks Music. Savall (Astrée) 47. Handel: Messiah. Mackerras (EMI) 48. Haydn: The Creation. Karajan (DG) 49. Haydn: Quartets Opp. 42, 64 No. 5, 76 No. 5. Lindsay Quartet (ASV Quicksilva) 50. Haydn: London Symphonies. Jochum (DG) 51. Janácek: Glagolitic Mass; Sinfonietta; Taras Bulba. Ancerl (Supraphon) 52. Liszt: Piano Concertos. Sonata. Richter (Philips) 53. Liszt: Faust Symphony. Bernstein (DG) 54. Mahler: Symphony No. 1. Solti-LSO (Decca) 55. Mahler: Symphony No. 5. Barshai (Brilliant Classics) 56. Mahler: Symphony No. 9. Ancerl (Supraphon) 57. Mendelssohn: Symphonies . Abbado (DG) 58. Messiaen: Turangalila Symphonie. Wit (Naxos) 59. Monteverdi: Vespers. Herreweghe (Harmonia Mundi) 60. Mussorgsky: Pictures at an Exhibition. Ormandy (Sony) 61. Mozart: Flute Concertos. Gallois (Naxos) 62. Mozart: Piano Concertos Nos. 18, 21, 22, 23, 26, 27. Casadesus-Szell (Sony) 63. Mozart: Don Giovanni. Giulini (EMI) 64. Mozart: The Magic Flute. Östman (Decca) 65. Mozart: Quatuors dédiés à Haydn. Alban Berg Quartet (Teldec) 66. Mozart: Requiem. Bernstein (DG) 67. Mozart: The Last Symphonies. Davis-Dresden (Philips) 68. Nielsen: Symphonies Nos. 4 and 5. Schonwandt (dacapo) 69. Orff: Carmina burana. Muti (EMI) 70. Prokofiev: Symphonies Nos. 1 and 5. Karajan (DG) 71. Puccini: La Bohème. Tebaldi-Serafin (Decca) 72. Puccini: Tosca. Callas-de Sabata (EMI) 73. Rachmaninov: Piano Concertos. Kocsis-De Waart (Philips) 74. Ravel: Orchestral Works (2 CD). Cluytens (EMI) 75. Rimsky-Korsakov: Schéhérazade. Kondrashin (Philips) 76. Rossini: Overtures. Reiner (RCA) 77. Schubert: Lieder (various collections and song cycles). Fischer-Dieskau-Moore (EMI) 78. Schubert: String Quintet in C major. Schiff-Alban Berg Quartet (EMI) 79. Schubert: The Last Piano Sonatas. Brendel (Philips) 80. Schubert: Symphonies. Wand (RCA) 81. Schubert: Trio op. 100. Stern, Istomin, Rose (Sony) 82. Schumann: Piano Concerto (+ Grieg). Katchen-Kertesz (Decca) 83. Schumann: Kreisleriana. Horowitz (Sony) 84. Shostakovich: Symphonies Nos. 1, 5, 6, 8, 10 and 15. Sanderling (Berlin Classics) 85. Sibelius: Symphonie n° 2. Szell (Sony) 86. Smetana: Ma Vlast (My Country). Kubelik-Boston (DG). 87. Strauss J.: Waltzes. 1992 New Year’s Concert. Kleiber (Sony) 88. Strauss R.: Also Sprach Zarathustra (+ Holst). Steinberg (DG) 89. Strauss R.: Salomé. Karajan (EMI) 90. Stravinsky: The Firebird. Dorati. (Mercury.) 91. Stravinsky: The Rite of Spring. Petrushka. Boulez (Sony) 92. Tchaikovsky: Violin and Piano Concertos. Kremer-Maazel, Argerich-Dutoit (DG) 93. Tchaikovsky: Symphonies Nos. 4 - 6. Sanderling et Mravinski (DG) 94. Verdi: Aida. Solti (Decca). 95. Verdi: La traviata. Cotrubas-Kleiber (DG) 96. Verdi: Requiem. Shaw (Telarc) 97. Vivaldi: The Four Seasons. Carmignola (Sony) 98. Wagner: Overtures and Preludes. Böhm , Kubelik, Jochum (DG) 99. Wagner: Tristan and Isolde. Böhm (DG) 100. Zelenka: Trio Sonatas. Holliger (ECM)
Olaf (10.06.2008, 11:15): Hallo,
die Liste ist sehr interessant für mich. Danke dafür! :W Ich habe mir vor einiger Zeit die Brilliant Classics Gesamtwerk Edition von J.S. Bach zugelegt. Natürlich habe ich noch nicht alle CD´S angehört, daß würde mehr als eine Woche am Stück dauern :leb Auch als "Anfänger" habe ich mittlerweile zu schätzen gelernt, wer eine Aufnahme eingespielt hat. Im Falle der Bach Edition werde ich u. U. die ein oder andere Aufnahme nochmal kaufen.
Im Moment höre ich übriegens das Violinkonzert op 35 von Tchaikovsky
Mag sein, ich habe die Bezeichnung der von mir erwähnten Heavy Metal Gattung nicht korrekt geschrieben. Aber das waren ohnehin "Jugendsünden" Auch wenn ich meine ca. 1200 nicht klassischen CD´s nicht mehr auflege, werde ich sie nicht verkaufen oder entsorgen. Vermutlich musste ich auch erst Genesis, Sting und Co kennenlernen, um dann später die Klassik lieben zu lernen :wink
Ich hab mal die Werke stehen lassen, die ich nicht kenne, und musste feststellen, dass mein Banausenfaktor 23% beträgt. :I
ab (10.06.2008, 18:44): Hallo Olaf,
im Radio hörte ich jüngst, eine riesige Studie habe ergeben, dass weit über zwei Drittel unserer Bevölkerung angibt, Musik spiele eine ganz wichtige Rolle in ihrem Leben. Mich wunderts nicht: wer viel hört, möchte schließlich noch mehr kennen lernen. Ich denke, da liegt auch die Zukunft der Klassik, die ja ststs als aussterbend schon fast abgeschrieben wird. Ich kenne viele, die so knapp über Dreissig beginnen, sich der Klassik zuzuwenden. Wie alt bist denn Du?
:hello
Zelenka (10.06.2008, 20:10): Original von Dox Orkh Ich hab mal die Werke stehen lassen, die ich nicht kenne, und musste feststellen, dass mein Banausenfaktor 23% beträgt. :I
Ich komme auf 3%, beide Britten-Werke und peinlicherweise auch Gounods Faust ...
Gruß, Zelenka
Poztupimi (10.06.2008, 20:25): Original von Dox Orkh
Ich hab mal die Werke stehen lassen, die ich nicht kenne, und musste feststellen, dass mein Banausenfaktor 23% beträgt. :I
Interessante Betrachtung, ich habe mal nachgedacht und komme zu einer kaum kürzeren Liste von Werken, die ich nicht oder nur teilweise kenne:
08. Bartók: Concerto for Orchestra; Music for Strings, Percussion, and Celesta. Bernstein (Sony) 24. Brahms: Piano Works. Kempff (DG) 27. Britten: Peter Grimes. Britten (Decca) 34. Debussy: Piano Works. Michelangeli (DG) 36. Dowland: Vocal Works and Lute Pieces. Deller (HM) 40. Fauré and Franck: Violin Sonatas. Grumiaux (Philips) 42. Franck: Quintet. Levinas, Quatuor Ludwig (Naxos) 43. Franck: Symphonie in D minor. Monteux (RCA). 52. Liszt: Piano Concertos. Sonata. Richter (Philips) 61. Mozart: Flute Concertos. Gallois (Naxos) 68. Nielsen: Symphonies Nos. 4 and 5. Schonwandt (dacapo) 73. Rachmaninov: Piano Concertos. Kocsis-De Waart (Philips) 74. Ravel: Orchestral Works (2 CD). Cluytens (EMI) 81. Schubert: Trio op. 100. Stern, Istomin, Rose (Sony) 84. Shostakovich: Symphonies Nos. 1, 5, 6, 8, 10 and 15. Sanderling (Berlin Classics) 87. Strauss J.: Waltzes. 1992 New Year’s Concert. Kleiber (Sony) 100. Zelenka: Trio Sonatas. Holliger (ECM)
(34, 36, 40, 73, 74, 84, 87 immerhin teilweise)
Aber dafür gibt es immerhin genauso viele Werke, von denen ich die aufgeführte besitze.
Grüße, Wolfgang
ab (10.06.2008, 20:48): Original von Zelenka Original von Dox Orkh Ich hab mal die Werke stehen lassen, die ich nicht kenne, und musste feststellen, dass mein Banausenfaktor 23% beträgt. :I
Ich komme auf 3%, beide Britten-Werke und peinlicherweise auch Gounods Faust ...
Gruß, Zelenka
Mein Banausenfaktor ist immerhin das Doppelte: folgende Werke kenne ich nicht einmal in anderen Interpretatione, geschweigen denn, dass ich sie in Konzert oder Opernhaus gehört hätte (alle aber würde ich lieber kennen als zB die Turangalila Symphonie, die ich leider nicht von Wit, sondern in der recht öden Rattle-Version habe - da gäbe es mE deutlich interessanteres aus dem 20. Jahhundert auf diese Liste zu setzen):
37. Duruflé: Requiem. 39. Falla: The Three-Cornered Hat. 76. Rossini: Overtures. Reiner (RCA) 94. Verdi: Aida. 99. Wagner: Tristan and Isolde. 100. Zelenka: Trio Sonatas.
Kantate (10.06.2008, 21:25): Liebe Foristen,
mit einem zweifachen Salto habe ich heute den Sprung auf diese Plattform gewagt.
Bei der ersten Landung glaubte ich an eine unzureichend funktionierende Technik, was sich später als Irrtum erwies, und so wagte ich einen zweiten Sprung.
Zwei Sprünge ergeben zwei Nicknamen, die ich den Mitgliedern korrekter Weise bekannt geben möchte:
Es sind dies "Kantate" und "da capo".
Ich freue mich auf gute Diskussionen und interessante Informationen!
Musikalische Grüße,
Kantate :-)
satie (10.06.2008, 21:44): Nein, unter da capo bist Du nicht registriert... Jedenfalls: herzlich willkommen!
S A T I E
Kantate (10.06.2008, 22:29): Könnte es sein, Satie, dass es technisch nicht möglich ist, auch unter dem Namen "da capo" registriert zu sein, weil ich ja dieselbe I-Mail-Adresse angegeben hatte?
Danke für den Wollkommensgruß!
Kantate
satie (10.06.2008, 22:43): Gerade weil es die selbe Email Adresse ist, funktioniert es nicht mit zwei Usernamen, zumindest verhindert die Forensoftware das, soweit mir bekannt ist. Aber ich kenne noch nicht alle Kniffe hier... Jedenfalls: weniger verwirrend ist es, wenn Du bei Kantate bleibst!
Herzlich, S A T I E
Kantate (10.06.2008, 23:16): Ja, so meinte ich es, Satie.
Musikalische Grüße,
Kantate
Jürgen (11.06.2008, 09:50): Das mit dem Banausenfaktor finde ich ganz witzig. Bei mir sind es 24%
Olaf (11.06.2008, 10:16): Original von ab Hallo Olaf,
Ich kenne viele, die so knapp über Dreissig beginnen, sich der Klassik zuzuwenden. Wie alt bist denn Du?
Ich werde nächsten Monat 31 Jahre alt. :I Es ist mir offengestanden immer etwas komisch zumute, wenn ich z.B. im Ladengeschäft von JPC (osnabrück) in die Klassikabteilung ghe und nur ältere Leute sehe. Oder aber gegenüber anderen Leuten zuzugeben, daß ich momentan nur noch Klassik höre. Ich werde dann immer ganz unverständnisvoll beäugt. Aber da stehe ich drüber! :haha Gruß Olaf
Zelenka (11.06.2008, 16:25): Ich sehe mit Betroffenheit, wie wenig Zelenkas Triosonaten im Forum verbreitet sind ... Aber im Ernst: In eine Klassik-Einsteigerdiskothek von 100 Aufnahmen gehören sie wohl eher nicht.
Gruß, Zelenka
Cetay (inaktiv) (11.06.2008, 16:41): Wenn auch nicht mit den Triosonaten, so kommt doch mit der von einigen Milgliedern bestellten DHM 50 Box etwas Zelenka-Bildung ins Forum.
ab (11.06.2008, 17:42): Original von Olaf Original von ab Hallo Olaf,
Ich kenne viele, die so knapp über Dreissig beginnen, sich der Klassik zuzuwenden. Wie alt bist denn Du?
Ich werde nächsten Monat 31 Jahre alt. :I Es ist mir offengestanden immer etwas komisch zumute, wenn ich z.B. im Ladengeschäft von JPC (osnabrück) in die Klassikabteilung ghe und nur ältere Leute sehe. Oder aber gegenüber anderen Leuten zuzugeben, daß ich momentan nur noch Klassik höre. Ich werde dann immer ganz unverständnisvoll beäugt. Aber da stehe ich drüber! :haha Gruß Olaf
Na, einer mehr - wer sagsts denn! :hello Brings nur unter die Leute, denn dann fangen die womöglich auch noch an, sich einmal der Klassik zuzwenden: Authentizität wirkt immer motivierend...
Gamaheh (12.06.2008, 15:50): Original von Zelenka
Ich komme auf 3%,
Angeber!
Original von ab alle aber würde ich lieber kennen als zB die Turangalila Symphonie Oh, die solltest Du unbedingt im Konzertsaal hören. Ich mußte an Aldous Huxleys Beschreibung seiner Mescalin-Selbstexperimente denken und habe mir vorgestellt, was einem in dem Zustand beim Hören dieser Musik passiert.
Mit dieser Liste kann ich mich, ehrlich gesagt, gar nicht anfreunden. Ich will ja nicht sagen, daß ich nichts davon kenne, aber manches habe ich vielleicht vor Jahren mal gehört, kenne es aber darum noch lange nicht. Dazu auch noch die bevorzugten Interpretationen anzugeben, finde ich abwegig. Es klingt für mich ein bißchen wie "Bildung - alles, was man wissen muß" (von D. Schwanitz).
Aber vielleicht stellt sie auch so etwas dar wie "Bluff your way through classical music" (diese Reihe gab es mal, die Werke waren so handlich wie Pixi-Bücher und geradezu genial), und soll nur bedeuten, daß man die Namen der Werke und der entsprechenden Interpreten schon mal gehört haben soll, um bei Cocktail Parties auf der Höhe des Gesprächs zu sein?
Mir fehlen übrigens, falls ich sie nicht übersehen habe, in diesem ganzen Faden Brahms' Ungarische Tänze (Orchester-Fassung) - sind die nicht der "Mann mit dem Goldhelm" im Plattenschrank?
Grüße, Gamaheh
ab (12.06.2008, 16:14): Original von Gamaheh Original von Zelenka
Ich komme auf 3%,
Angeber!
No, muss das sein? Gemeint war ja hier mit dem "Ignorantenfaktor" bloß die Kenntnis (im weitesten Sinne) des Werks, nicht auch der dazu genannten Interpretation.
Mir, zB. fehlen die Ungarischen Tänze gar nicht - aber den "Mann mit dem Goldhelm" hab ich ja auch nicht zuhause hängen (by the way: anders als es bei Cocktail Parties womöglich zu behaupten erforderlich wäre, würde es mir nichts ausmachen, wenn er von einem anderen Mahler stammen würde) :W
Ich finde - übrigens - die Interpretenangabe weniger "abwegig" als die Angabe einer Werkauswahl.
Ich finde solche Listen immer amüsant - und offensichtlich auch noch mehr hier im Forum. Geglegentlich ist ein guter Tipp dabei - es muss ja nicht immer Bernsteins Mozart-Requiem sein :ignore
Die Turangalila Symphonie habe ich nie im Konzert gehört. Dort würde ich sie auch lieber hören als zuhause - und sicher lieber von Wit als von Rattle oder gar Nagano.
:hello
Gamaheh (12.06.2008, 17:04): Original von ab Original von Gamaheh Original von Zelenka
Ich komme auf 3%,
Angeber!
No, muss das sein?
Nein, mußte nicht - und war natürlich als Scherz gemeint. Vielleicht sollte ich mich doch mal überwinden und Smilies einsetzen...
Ich finde - übrigens - die Interpretenangabe weniger "abwegig" als die Angabe einer Werkauswahl.
Wenn es einfach darum ginge, daß jemand seine 100 liebsten Platten angibt, würde ich das auch nicht finden, aber in einer Liste, die einem Neuling den Weg weisen will, schon - das wissen wir doch, wie unterschiedlich da die Meinungen sein können; und will man einem gerade auch noch das aufdrängen? Ich habe bei sowas leider immer den Verdacht, daß da der Markt angekurbelt werden soll. Ich finde die Liste selbst (d.h. die Auswahl der Werke) übrigens auch nicht so, daß sie jeder kennen müßte (das geht aber offensichtlich den meisten anderen hier auch so). Nur als "Bluff-your-way"-Handreichung kann ich sie begrüßen!
Grüße, Gamaheh
Zelenka (12.06.2008, 18:13): Original von Gamaheh Original von Zelenka
Ich komme auf 3%,
Angeber!
:A Touché! Ich bitte um Vergebung!
Ich hatte die Liste nicht so schrecklich ernst genommen ... Und es gibt sicher Klassikneulinge oder -interessierte, die dankbar für sie sind. Grundsätzlich fände ich es auch besser, wenn man seine eigenen Erfahrungen macht.
Gruß, Zelenka
Sarastro (15.06.2008, 22:53): Liebe Gamaheh,
Original von Gamaheh Mit dieser Liste kann ich mich, ehrlich gesagt, gar nicht anfreunden. Ich will ja nicht sagen, daß ich nichts davon kenne, aber manches habe ich vielleicht vor Jahren mal gehört, kenne es aber darum noch lange nicht. Dazu auch noch die bevorzugten Interpretationen anzugeben, finde ich abwegig. Es klingt für mich ein bißchen wie "Bildung - alles, was man wissen muß" (von D. Schwanitz).
Mir geht´s ähnlich - liegt aber vielleicht daran, daß bei mir der "Banausenfaktor" wesentlich höher liegt als bei manchen anderen Forumsmitgliedern. Ich frage mich z.B. (neben vielem anderem), warum etwa Bruckners Achte nicht in der Liste der Empfehlungen steht, aber die Liste ist ja auch für niemanden verbindlich.
Aber vielleicht stellt sie auch so etwas dar wie "Bluff your way through classical music" (diese Reihe gab es mal, die Werke waren so handlich wie Pixi-Bücher und geradezu genial), und soll nur bedeuten, daß man die Namen der Werke und der entsprechenden Interpreten schon mal gehört haben soll, um bei Cocktail Parties auf der Höhe des Gesprächs zu sein?
Mir fehlen übrigens, falls ich sie nicht übersehen habe, in diesem ganzen Faden Brahms' Ungarische Tänze (Orchester-Fassung) - sind die nicht der "Mann mit dem Goldhelm" im Plattenschrank?
Darf ich fragen, wer der "Mann mit dem Goldhelm" ist? Da stehe ich jetzt wohl auf der Leitung, bzw. ich verstehe einen Insiderscherz nicht. Auf jeden Fall hätten die "Ungarischen Tänze" ruhig mit aufgenommen werden können, da stimme ich Dir zu.
Schöne Grüße, Sarastro
ab (15.06.2008, 23:23): Original von Sarastro
Darf ich fragen, wer der "Mann mit dem Goldhelm" ist? Da stehe ich jetzt wohl auf der Leitung, bzw. ich verstehe einen Insiderscherz nicht.
Kein Insiderscherz, sondern ein "evergreen" oder "evergold" :D der Malerei. Hier.
In der Nachkriegsgeneration gab es wohl nur wenige bürgerliche Haushalte ohne Reproduktion davon an einer der Wohnungswände. (Damals dachte man noch, er sei von Rembrandt selbst. Dessen Wertschätzung - obwohl immer noch dasselbe Bild :ignore - ist beträchtlich erschüttert worden, nachdem man das Gemälde nun nur mehr seinem Umkreis zuschreibt.)
Sarastro (16.06.2008, 19:50): Lieber ab, man wird alt wie ein Kuh und lernt immer noch dazu. Ergebensten Dank für die schnelle Aufklärung!
Schöne Grüße, Sarastro
Gamaheh (23.06.2008, 23:21): Original von Sarastro Liebe Gamaheh, Darf ich fragen, wer der "Mann mit dem Goldhelm" ist? Da stehe ich jetzt wohl auf der Leitung, bzw. ich verstehe einen Insiderscherz nicht.
Lieber Sarastro,
entschuldige, daß ich nicht geantwortet habe! Ich war mangels Zeit länger nicht hier und lese das gerade erst ...