Krzysztof Penderecki ist heute verstorben

tapeesa (29.03.2020, 22:17):
Nachdem ich um Mitternacht die erste Todesnachricht für heute hörte, Thomas Schäfer, auf die, die von Jörn Kubicki dann am Morgen folgte,
lese ich nun noch vom heutigen Tod Pendereckis. :(

Penderecki wurde 86 Jahre alt. †

Zum Tod des Komponisten Krzysztof Penderecki - BR Klassik

Diese CD ist die einzige, die ich mit Zeit und Ruhe intensiver durch gehört habe.




Immer mit dem Vorsatz, doch Weiteres zu hören. Aber eine Annäherung an sein Werk, fand ich nicht einfach. Da war das Gefühl, erstmal grundsätzlich Einführendes zu brauchen oder vielleicht auch eine Art "Geländer", ob der Tiefe.

Einige Radiosender spielen Sondersendungen anlässlich seines Todes ein, heute bereits und die nächsten Tage, soweit ich gesehen habe.
tapeesa (31.03.2020, 09:44):
Hier noch ein Audionachruf, auch zum Download:

Von Avantgarde bis Kirchenmusik: Zum Tod von Krzysztof Penderecki - SWR2
Sfantu (03.02.2024, 16:57):
Aus purer Bequemlichkeit praktischen Gründen füge ich einen Beitrag aus dem Gerade-gehört-Faden hier ein:
Von Pendereckis Sinfonien kannte ich lange Zeit nur die ersten beiden.
Seit knapp einem Jahr steht nun diese Box bei mir und ich hab' sie immer nur gelegentlich quer gehört. Heute ließ mich beim ersten konzentrierten Durchhören die Vierte etwas ratlos zurück. Recht einförmig das Ganze - etwas plakativ ausgedrückt, bleibt Penderecki im Grunde bis zum Schluß in einer Art kulturellen Aneignung des Walküren-Vorspiels stecken: wabernde Tonrepititionen wechselnder Streicherpulte, über denen warnend unheilvolle Gedanken zum "Mensch, bedenke, daß...!" mahnen...ächz! Allein im vierten Satz kommen ein wenig Abwechslung und Aufhellung hinein, wenn die Perkussionisten (sind es unterschiedlich gestimmte kleine Trommeln oder Tambourine?) etwas zu tun bekommen und interessante Läufe spielen (schönes Changieren mit Stereo-Effekten an diesen Stellen!), auch das Triangel erfreut da und dort durch kurzes Glitzern. Doch schon bald geht es zurück in den Bedenkenträger-Modus.
Uraufführung 1989 durch das Orchestre National de France und Lorin Maazel zur 200-Jahr-Feier der französischen Revolution. Wenn dieser düstere Brocken als programmatischer Kommentar gemeint ist, gehe ich d'accord mit Penderecki. Denn ein "Feiern" jenes Ereignisses sollte freilich (das sage ich) ambivalent begriffen werden.
Das ist gut gemachte und anzuhörende Musik - leider nur nicht besonders einfallsreich.
Bestnoten für Orchesterspiel und Aufnahmetechnik.



Krzysztof Penderecki


Sinfonie Nr. 4 (1989)


Wielka Orkiestra Symfoniczna Polskiego Radia i Telewizji w Katowicach - Antoni Wit
(CD, Naxos, 2000)


Adagio 4'31
Più animato 3'27
Tempo I 13'02
Allegro 5'46
Tempo 3'5