Gonzalo Castelanos-Yumar kommt aus einer Familie hervorragender Musiker. Sein Vater Pablo Castelanos war sein erster Lehrer. Komposition studierte er unter Maestro Vicente Emilio Sojo an der Escuela Superior de Musica on Caracas, wo er im Jahre 1947 seinen akademischen Titel erhielt. Um Dirigent zu werden, studierte er bei Sergiu Celibidache an der Chigiana Akademie in Siena (Italien).
Die Vielseitigkeit seiner Werke, die beispielhafte Dynamik, die sein Leben prägte, hat ihn im venezuelanischen Kulturmilieu Funktionen von großer Verantwortlichkeit erfüllen lassen.
Am bekanntesten ist sein Violinkonzert, welches in den Jahren 1972-1974, während seines Aufenthaltes in London komponiert wurde und seinem Freund, dem Violinisten Maurice Hasson gewidmet ist.
Den kulturellen Werten seines Landes und seines Volkes ist Gonzalo, als echtem Venezuelaner immer tief verbunden gewesen.
Diskographie in Auswahl
Suite Caraqueña (Caracas-Suite) Fantasia Cromatíca (Chromatische Fantasie) Fantasia para Piano y Orchestra (Fantasie für Klavier und Orchester) Divertimento para Pequeña Orchestra (Divertimente für kleines Orchester) Islas Crepusculares (Inseln in der Abenddämmerung) Concierto para Violin y Orchestra (Concert für Violine und Orchester)
Engelbert :engel
Zelenka (22.05.2006, 13:59): Lieber Engelbert:
Besten Dank für die Vorstellung des Venezolaners Castelanos-Yumar! In seinem Falle muß ich sprachlos bleiben, ich habe noch nie von ihm gehört. Ich schäme mich natürlich. Aufnahmen habe ich bislang nicht gefunden. - Im Prinzip hättest Du einen eigenen Faden "Lateinamerikanische Komponisten: Castelanos-Yumar" aufmachen müssen, hier in den "Anthologien" ist er eigentlich falsch plaziert ...
Gruß,
Zelenka
Landowski (22.05.2006, 14:42): Ich besitze das Violinkonzert und finde es anregend, aber auch nicht in besonderem Maße überragend. Da gibt es für meinen Geschmack bessere lateinamerikanische Violinkonzerte.
Falls im Übrigen jemand die LP mit dem Violinkonzert kaufen möchte - ich habe eine LP mit Widmung durch Maurice Hasson. Ich würde sie gerne verkaufen.
Engelbert (23.05.2006, 04:33): Lieber Zelenka,
Ich denke, man muss nicht in Verlegenheit geraten, wenn man einen Komponisten nicht kennt. Dafür ist der südamerikanische Kontinent ein bisschen zu groß.
Mir war bewusst, dass ich nicht optimal plaziert hatte, aber ich wollte keinen neuen Zwirn anlegen, der gleich nach einem Beitrag abreiißt. Die Forenadministration hat die Möglichkeit, zu verschieben. Am besten wäre es, Lateinamerika nach Ländern aufzuteilen: Argentinien, Brasilien, Peru, Venezuela, Mexiko, Porto-Rico, Kuba usw.
Zur Barockzeit gab es in Südamerika auch schon eine Hochblüte. Die Jesuiten in Paraguay sorgten dafür.
-
Nun zum Violinkonzert. Hier gebe ich LANDOWSKI vollkommen recht. Das Violinkonzert ist nicht sehr spektakulär - muss auch nicht sein. Es ist ganz einfach ein lateinamerikanischer Beitrag zur Weltmusik, der sich sehen lassen kann..
Aber das Konzert ist nicht nur romantisch stimmungsvoll, zum Schluß wird es doch recht "kantig"
Ein paar sachliche Angaben:
First Movement: Moderato Cantabile, 16,36' Second Movement: Andante, 10,54 Third Movement: Allegro Deciso, 17,32
LABEL: ASV, Nr.: DCA 519 DIGITAL, Aufnahme LP. 1982 London SO. Der Komponist dirigiert, Maurice Hasson spielt
In eine Lateinamerika-Collection gerhört es in jedem Fall hinein. In eine Enzyklopädie der Violinkonzerte ebenfalls. Ansonsten freut man sich, wenn man es hat.
Engelbert :engel
Zelenka (23.05.2006, 16:10): Original von Engelbert Lieber Zelenka,
Ich denke, man muss nicht in Verlegenheit geraten, wenn man einen Komponisten nicht kennt. Dafür ist der südamerikanische Kontinent ein bisschen zu groß.
Mir war bewusst, dass ich nicht optimal plaziert hatte, aber ich wollte keinen neuen Zwirn anlegen, der gleich nach einem Beitrag abreiißt. Die Forenadministration hat die Möglichkeit, zu verschieben. Am besten wäre es, Lateinamerika nach Ländern aufzuteilen: Argentinien, Brasilien, Peru, Venezuela, Mexiko, Porto-Rico, Kuba usw.
Zur Barockzeit gab es in Südamerika auch schon eine Hochblüte. Die Jesuiten in Paraguay sorgten dafür.
Engelbert :engel
Lieber Engelbert:
Ich bin ja schon dankbar, daß Lateinamerika wieder ein wenig zum Leben erwacht ist, nachdem es von mir hier im Forum schon wegen mangelnden Zuspruchs beerdigt worden ist.#
Ja, es gab zu Barockzeit eine Menge wunderschöner Kirchenmusik, und in den letzten Jahren ist einiges auf CD veröffentlicht worden. Aber davon muß ich schweigen :I.
Gruß,
Zelenka
Engelbert (22.05.2006, 09:35):
Gonzalo Castelanos-Yumar kommt aus einer Familie hervorragender Musiker. Sein Vater Pablo Castelanos war sein erster Lehrer. Komposition studierte er unter Maestro Vicente Emilio Sojo an der Escuela Superior de Musica on Caracas, wo er im Jahre 1947 seinen akademischen Titel erhielt. Um Dirigent zu werden, studierte er bei Sergiu Celibidache an der Chigiana Akademie in Siena (Italien).
Die Vielseitigkeit seiner Werke, die beispielhafte Dynamik, die sein Leben prägte, hat ihn im venezuelanischen Kulturmilieu Funktionen von großer Verantwortlichkeit erfüllen lassen.
Am bekanntesten ist sein Violinkonzert, welches in den Jahren 1972-1974, während seines Aufenthaltes in London komponiert wurde und seinem Freund, dem Violinisten Maurice Hasson gewidmet ist.
Den kulturellen Werten seines Landes und seines Volkes ist Gonzalo, als echtem Venezuelaner immer tief verbunden gewesen.
Diskographie in Auswahl
Suite Caraqueña (Caracas-Suite) Fantasia Cromatíca (Chromatische Fantasie) Fantasia para Piano y Orchestra (Fantasie für Klavier und Orchester) Divertimento para Pequeña Orchestra (Divertimente für kleines Orchester) Islas Crepusculares (Inseln in der Abenddämmerung) Concierto para Violin y Orchestra (Concert für Violine und Orchester)
Engelbert :engel
Zelenka (22.05.2006, 13:59): Lieber Engelbert:
Besten Dank für die Vorstellung des Venezolaners Castelanos-Yumar! In seinem Falle muß ich sprachlos bleiben, ich habe noch nie von ihm gehört. Ich schäme mich natürlich. Aufnahmen habe ich bislang nicht gefunden. - Im Prinzip hättest Du einen eigenen Faden "Lateinamerikanische Komponisten: Castelanos-Yumar" aufmachen müssen, hier in den "Anthologien" ist er eigentlich falsch plaziert ...
Gruß,
Zelenka
Landowski (22.05.2006, 14:42): Ich besitze das Violinkonzert und finde es anregend, aber auch nicht in besonderem Maße überragend. Da gibt es für meinen Geschmack bessere lateinamerikanische Violinkonzerte.
Falls im Übrigen jemand die LP mit dem Violinkonzert kaufen möchte - ich habe eine LP mit Widmung durch Maurice Hasson. Ich würde sie gerne verkaufen.
Engelbert (23.05.2006, 04:33): Lieber Zelenka,
Ich denke, man muss nicht in Verlegenheit geraten, wenn man einen Komponisten nicht kennt. Dafür ist der südamerikanische Kontinent ein bisschen zu groß.
Mir war bewusst, dass ich nicht optimal plaziert hatte, aber ich wollte keinen neuen Zwirn anlegen, der gleich nach einem Beitrag abreiißt. Die Forenadministration hat die Möglichkeit, zu verschieben. Am besten wäre es, Lateinamerika nach Ländern aufzuteilen: Argentinien, Brasilien, Peru, Venezuela, Mexiko, Porto-Rico, Kuba usw.
Zur Barockzeit gab es in Südamerika auch schon eine Hochblüte. Die Jesuiten in Paraguay sorgten dafür.
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Nun zum Violinkonzert. Hier gebe ich LANDOWSKI vollkommen recht. Das Violinkonzert ist nicht sehr spektakulär - muss auch nicht sein. Es ist ganz einfach ein lateinamerikanischer Beitrag zur Weltmusik, der sich sehen lassen kann..
Aber das Konzert ist nicht nur romantisch stimmungsvoll, zum Schluß wird es doch recht "kantig"
Ein paar sachliche Angaben:
First Movement: Moderato Cantabile, 16,36' Second Movement: Andante, 10,54 Third Movement: Allegro Deciso, 17,32
LABEL: ASV, Nr.: DCA 519 DIGITAL, Aufnahme LP. 1982 London SO. Der Komponist dirigiert, Maurice Hasson spielt
In eine Lateinamerika-Collection gerhört es in jedem Fall hinein. In eine Enzyklopädie der Violinkonzerte ebenfalls. Ansonsten freut man sich, wenn man es hat.
Engelbert :engel
Zelenka (23.05.2006, 16:10): Original von Engelbert Lieber Zelenka,
Ich denke, man muss nicht in Verlegenheit geraten, wenn man einen Komponisten nicht kennt. Dafür ist der südamerikanische Kontinent ein bisschen zu groß.
Mir war bewusst, dass ich nicht optimal plaziert hatte, aber ich wollte keinen neuen Zwirn anlegen, der gleich nach einem Beitrag abreiißt. Die Forenadministration hat die Möglichkeit, zu verschieben. Am besten wäre es, Lateinamerika nach Ländern aufzuteilen: Argentinien, Brasilien, Peru, Venezuela, Mexiko, Porto-Rico, Kuba usw.
Zur Barockzeit gab es in Südamerika auch schon eine Hochblüte. Die Jesuiten in Paraguay sorgten dafür.
Engelbert :engel
Lieber Engelbert:
Ich bin ja schon dankbar, daß Lateinamerika wieder ein wenig zum Leben erwacht ist, nachdem es von mir hier im Forum schon wegen mangelnden Zuspruchs beerdigt worden ist.#
Ja, es gab zu Barockzeit eine Menge wunderschöner Kirchenmusik, und in den letzten Jahren ist einiges auf CD veröffentlicht worden. Aber davon muß ich schweigen :I.