Legale Download Portale

Rachmaninov (11.09.2007, 18:42):
Forianer,

in einem Thread schrieb Henning Kolf von eMusik.

Wie ich es verstehe ein legales Portal um Musik als download auf den PC zu laden, als mp3 oder in ähnlichen Formaten.

Habt ihr damit Erfahrung, welche kennt und nutzt ihr?

Gruß
HenningKolf (14.09.2007, 15:36):
Da schreibe ich gerne, am Montag oder Dienstag, noch etwas mehr zu (derzeit Kurzurlaub)...nur vorweg, da ich recht neu im Forum bin und dies in jedem Forum verschieden gehandhabt wird:

wären links gewünscht oder sollen hier keine links angezeigt werden (?)

Gruß
Henning
Rachmaninov (14.09.2007, 16:42):
Original von HenningKolf
Da schreibe ich gerne, am Montag oder Dienstag, noch etwas mehr zu (derzeit Kurzurlaub)...nur vorweg, da ich recht neu im Forum bin und dies in jedem Forum verschieden gehandhabt wird:

wären links gewünscht oder sollen hier keine links angezeigt werden (?)

Gruß
Henning

@Henning,

bei legalen Portalen, die Lizenzgebühren zahlen spricht nichts gegen einen Link! :hello
HenningKolf (19.09.2007, 12:27):
Dann zunächst mal den link zu emusic



natürlich LEGALE downloads


schließlich handelt es sich um ein Angebot von AMG


Man bekommt dementsprechend nicht die Musik jedes Klassiklabels, es sind aber sehr gute, sonst teils hochpreisige, Label vertreten, etwa BIS, Ondine, Harmonia Mundi, Hänssler Profil, LSO, auch sehr umfassend der ältere Teil des Naxos-Katalogs...

Es handelt sich um MP3 ohne DRM, meist 192 kbit vbr oder höher, das findet man ansonsten legal meines Wissens, jedenfalls abseits von Mini-Datenbanken, nicht..fast immer bekommt man WMAs mit DRM zumeist in minderer Klangqualität.

Preismodell ist nicht die Einzelabrechnung, sondern ein jederzeit kündbares Abo, wobei die Kosten davon abhängen, welche trackanzahl man monatlich kauft....ich bin derzeit Großabnehmer mit 200 tracks pro Monat für 60 €, man kann mit glaube ich 12,99 € für 30 tracks monatlich einsteigen.

Bei dem trackbezogenen Preismodell fährt der Liebhaber sinfonischer Musik natürlich besser, da hier einige Sätze eine CD füllen, während z.B eine Monteverdi-CD das 30er Abo verbrauchen kann.

Ursprünglich hatte ich beabsichtigt, den download als Entscheidungshilfe vor dem CD-Kauf zu nutzen - habe ich auch, ich weiss jetzt das Penderecki nicht meinen Geschmack trifft, ohne vorher eine CD für teures Geld erworben zu haben und weiss, das Vänskä einen so hervorragenden Beethoven eingespielt hat, dass ich ihn in bester Klanggüte in den CD-Schrank stellen musste - aber jedenfalls bei meinen Hörgewöhnheiten (auch zuhause Kopfhörer am PC oder am Mobilplayer) reicht mir je nach Musikmaterial das emusic-Format oft aus (Holsts Planeten eher nein, Kammermusik, Haydns Sinfonien eher ja), sodass ich auch downloads archiviere und zu meinem Musikarchiv hinzuzähle.

Das wird vermutlich jeder anders beurteilen. An einer Burmeister-Anlage mit Elektrostaten klingt eine 192er-MP3 natürlich nicht, an meinem Equipment mit gutem und nicht billigem Kopfhörer meist schon (obwohl ich meine eigenen CDs in MP3s mit 320 kbit und verlustfreie FLAC-Dateien konvertiere, um sie - auch zu Hause - mobil zu hören). Ist auch deshalb individuell verschieden, weil der MP3 encoder auf das gesunde Gehör zugeschnitten ist und von Personen mit Hörschäden der Informationsverlust bei der Komprimierung anders wahrgenommen wird.


Ich habe zurzeit eher das Problem, dass ich durch die viele Downloaderei ein Konsumentenverhalten entwickle und der Genuss etwas auf der Strecke bleibt (ich muss das haben und das hören, wenigstens reinhören, weil ich es jetzt habe)..ich werde daher "downgraden", weniger neue Sachen runterladen und George Szell, Kondraschin, Klemperer und Bernstein wieder häufiger erklingen lassen. Ausserdem macht ein auf dem PC befindliches Musikarchiv Arbeit, wenn man ihm die für die Übersicht notwendige Pflege zukommen lässt (Tags, Backups etc.)


Was ist negativ bei emusic?? - Die Information, Dokumentation! Da werden schon Mal Komponist und Dirigent durcheinandergeworfen, das Aufnahmejahr etc. erfährt man fast nur über allmusic oder die Internetseiten der jeweiligen Labels, ebenso geht aus der emusic-Seite nicht immer hervor, welche Künstler neben den auf dem Cover genannten mitwirken.

Man kann bei emusic übrigens kostenfrei probieren, ich glaube das sind zurzeit 30 tracks....

Legale, DRM-freie Downloadportale aus dem Klassikbereich gibt es sonst nicht viele, soweit mir bekannt ist.

Mir fällt dazu noch die Firma Linn ein,


nur deren CDs und nicht billig

allerdings auch in hervorragendster Klangqualität (auch FLAC). Ob die Interpretationen mit dem High-End-Anspruch mithalten können, weiss ich nicht. Ich habe glaube ich keine CD dieses Labels.

Gruß
Henning
HenningKolf (05.10.2007, 19:20):
Naxos steigt nunmehr selbst mit nicht kopiergeschützten Dateien ins Downloadgeschäft ein..................

das sieht auf

den ersten Blick erheblich teurer aus als das emusic-Modell. Ich werde mal versuchen zu eruieren, in welchen Qualitäten die den Download anbieten und ob sich emusic und deren Portal ergänzen oder ob die gleichen Einspielungen eingestellt worden sind.


Henning
HenningKolf (26.10.2007, 11:54):
das oben angeführte Naxos Portal scheint die Qualität 192 kbps anzubieten, während emusic jedenfalls überwiegend 192 VBR (variable Bitrate) anbietet, was ganz erheblich besser ist. Bei Naxos habe ich aber nur testweise einen track gekauft, sodass mein Eindruck falsch sein kann....



gerade entdeckt habe ich, dass

chandos


ein downloadportal hat, welches auch wma-lossless anbietet. Wenn ich es richtig verstanden habe, DRM-frei, was für mich Grundvoraussetzung eines Kaufes ist. Dies ist dann CD-Qualität, allerdings auch zu CD-Preisen, nämlich 10 brit. Pfund pro CD. Aber trotzdem, wenn ich mal eine Chandos-CD nicht oder nur zu Sammlerpreisen bekomme, weiss ich, wo es sich auch noch zu suchen lohnt

Henning
Cosima (28.11.2007, 11:35):
Gerade den neuen Webshop der DG entdeckt:

http://www2.ham.deutschegrammophon.com/home

Was für ein Ärgernis! :S Auf der ersten Seite prangt z.B. gleich die neue Pollini-CD, zum Download für stolze EUR 11,99. Eine Frechheit ist das! Warten wir noch ein paar Wochen ab, dann wird sie für als Neuware für unter EUR 10,00 bei caiman & Co. zu beziehen sein. Und dafür gibt es eine vernünftig gepresste CD mit Booklet, Case etc.

Für „out-of-print“-Scheiben mag dieses Konzept Sinn machen, aber bei allen anderen Aufnahmen riecht mir dies doch allzu sehr nach Abzocke. X(

Ich bin hier vielleicht zu konservativ, aber ich hasse diese Musik-Downloaderei. Ach was soll’s: Ich bin gerne konservativ, weil die Musik-Leidenschaft mit all dem Drumherum (so wie ich es betreibe) auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. Ein Wein-Liebhaber würde auch nicht mit einem Plastikkanister zum Weinbauern pilgern und sich dort seinen edlen Tropfen umfüllen lassen und hernach ein selbst geschriebenes Etikett auf den Kanister pappen.

Sei’s drum – dieser Webshop wird mich jedenfalls als Kunden nicht gewinnen!

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 12:23):
Noch etwas, das mir an diesem Webshop auffiel:

Bei Pop-Alben etc. mag es Sinn machen, einzelne Tracks zum Download anzubieten. Oft sind wohl tatsächlich nur die „Hits“ interessant. Aber eine Beethoven-Sonate, nur weil sie in 4 Tracks unterteilt ist, auch zum Verkauf für jeweils 1,29 Euro/Track anzubieten, das ist schon sehr seltsam. Wer kauft denn einen einzelnen Satz aus einer Sonate? Und für das ganze Werk würde der Download 4 x 1,29 = EUR 5,16 kosten. Mich ärgert so etwas! :S

Gruß, Cosima
HenningKolf (28.11.2007, 13:18):
Das hört sich nicht sehr konkurrenzfähig an, was die DG da anbietet, erst recht, wenn dass der Preis für eine mp3 und nicht für ein lossless-Format sein sollte (bin im Büro und habe das deshalb nicht geprüft). Eben weil ich beim download kein booklet erhalte, meist (außer Chandos und wohl auch naxos) noch nicht einmal eins im pdf-Format erhalte und jedenfalls mp3 klanglich hinter einer CD zurücksteht muss die Musikindustrie das deutlich billiger anbieten, alles andere wird vom Markt nicht akzeptiert werden.


Gruß
Henning
Jürgen (28.11.2007, 13:18):
Original von Cosima
Ein Wein-Liebhaber würde auch nicht mit einem Plastikkanister zum Weinbauern pilgern und sich dort seinen edlen Tropfen umfüllen lassen und hernach ein selbst geschriebenes Etikett auf den Kanister pappen.


Oh doch, das machen sogar Einige. Es gibt Weinhändler, die verkaufen Fassware (Wein, Essig, Öl oder Brände). In was Du das abfüllst, bleibt Dir überlassen.

Über Klassik-Download-Portale ärgere ich mich nicht. Ich meide sie einfach, weil sie mir (genauso wie Dir) zu teuer sind. Wir hatten in der klassischen Musik in den letzten Jahren solch einen Preisverfall, dass sogar manche Aufnahmen der Majors billiger sind, als solche Downloads.

Dieses Beispiel muss ich anführen:
Edvard Grieg, PEER-GYNT-SUITEN NR. 1 & 2
Liszt "Orpheus, Mazeppa"
Bamberger Sinfoniker/Otmar Suitner. ADD/Mono. DGG. 1953/57.
http://www.deutschegrammophon.com/imgs/s150x150/4775482.jpg
Zum Download: 11,99 €
Bei 2001 als CD: 2,99 €
Nein, ich ärgere mich nicht. Ich bewundere nur die Dreistigkeit und freue mich, dass es 2001 noch gibt.

Grüße
Jürgen
Rachmaninov (28.11.2007, 13:30):
Original von Jürgen
Zum Download: 11,99 €
Bei 2001 als CD: 2,99 €
Nein, ich ärgere mich nicht. Ich bewundere nur die Dreistigkeit und freue mich, dass es 2001 noch gibt.

Grüße
Jürgen

Für mich wären fast 12€, ohne irgendetwas in der Hand zu haben, was mir eine gewisse "Wertigkeit" vermittelt, eh nicht denkbar.

Und bei jedem Angebot muss man halt prüfen ob es das nun auch "wert" ist!
Cosima (28.11.2007, 13:41):
Mich ärgert das schon, weil es ein deutliches Zeichen der DG ist, wohin die Reise zukünftig gehen soll. Ein Szenario könnte sein, dass die Scheiben nur noch als Hochpreis-CDs auf den Markt kommen, um nach kurzer Zeit als out-of-print-Ware nurmehr als Download erhältlich zu sein. D.h. man wäre gezwungen, entweder schnell zu handeln und den hohen Preis in Kauf zu nehmen oder aber den Download. Der Download bietet ja nur Anreiz, wenn der Preis dafür geringer ist als der Preis einer richtigen CD. Wieder-Veröffentlichungen von CDs zu geringeren Preisen - so wie derzeit noch üblich - wären also nicht mehr rentabel, der Konsument am Ende so oder so der Dumme.

Und ich meine doch, dass ein guter Wein in eine richtige Flasche gehört. :)

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 13:51):
Original von Jürgen
Nein, ich ärgere mich nicht. Ich bewundere nur die Dreistigkeit und freue mich, dass es 2001 noch gibt.


Wenn es zukünftig aber mehr und mehr Downloads geben wird, wird es auch weniger CDs am Markt geben. D.h. auch weniger Material, das Firmen wie 2001 zum Verramschen zur Verfügung steht. Man kann sich auch ausmalen, welche Mondpreise dann für vergriffene "richtige" CD verlangt werden können.

Ich verfolge derzeit ein Richter-Recital aus Leipzig. Das Label hat die CD schon lange gestrichen, eine Neuauflage ist nicht in Sicht - sie wird als Gebrauchtware überall für ca. 1.000 Euro gehandelt! Parnassus bietet das Recital als gebrannte Ware für ungefähr 15 Pfund an. Ich habe sogar überlegt, mir diese CD zu bestellen. Aber andererseits: Man muss ja auch Ziele haben im Leben. :D

Gruß, Cosima
Jürgen (28.11.2007, 14:44):
Original von Cosima
Mich ärgert das schon, weil es ein deutliches Zeichen der DG ist, wohin die Reise zukünftig gehen soll. Ein Szenario könnte sein, dass die Scheiben nur noch als Hochpreis-CDs auf den Markt kommen, um nach kurzer Zeit als out-of-print-Ware nurmehr als Download erhältlich zu sein. D.h. man wäre gezwungen, entweder schnell zu handeln und den hohen Preis in Kauf zu nehmen oder aber den Download. Der Download bietet ja nur Anreiz, wenn der Preis dafür geringer ist als der Preis einer richtigen CD. Wieder-Veröffentlichungen von CDs zu geringeren Preisen - so wie derzeit noch üblich - wären also nicht mehr rentabel, der Konsument am Ende so oder so der Dumme.

Und ich meine doch, dass ein guter Wein in eine richtige Flasche gehört. :)

Gruß, Cosima

Hallo Cosima,

vielleicht beruhigt es Dich, aber ich glaube nicht, dass Dein Szenario sehr bald einteten wird. Dazu ist der normale Klassikkunde viel zu technikentfernt. Wir hier im Forum sind doch nur ein winziger Ausschnitt und überhaupt nicht repräsentativ.
Schau dich doch mal bei einem Konzert um im Zuschauerraum um und überlege bei einigen Besuchern, ob die sich irgendwas runterladen würden, oder jemals schon im Internet waren. Und selbst unter denen, die hier diskutieren findest Du keine Zehn, die klassische Musik runterladen. Den meisten ist das zu teuer.

@Wein: Natürlich, einen richtig guten Wein bekommt man ja auch nur in der Flasche. In der Klassikbranche sieht es momentan aber etwas anders aus. Da verkauft ein schwedischer Weinhändler einen Brunello für 20 €, natürlich in der Flasche mit edlem Etikett. Seit einigen Jahren macht sich aber ein holländischer Händler breit, der bietet den selben Brunello im 3l-Zapfkarton an für 8€.
Gäb es das beim Wein tatsächlich, würde ich nicht zögern und auf Flasche wie Etikett verzichten.

Grüße
Jürgen
Cosima (28.11.2007, 14:45):
Noch so ein hübsches Beispiel:

Wenn man nur das 2. Rachmaninov-Konzert mit Richter / Rowicki herunterladen möchte, muss man sogar EUR 2,69 X( pro Track (statt der sonst wohl üblichen 1,29) bezahlen, d.h. insgesamt EUR 8,07. Dabei kostet die ganze CD regulär nur 9,99 Euro.
Rachmaninov (28.11.2007, 14:47):
Bin ich froh!

Mich interessiert eine unsymphatische mp3 Datei nicht!

Mein Interesse liegt bei einer CD mit Booklet. Diese Kunden wird es immer geben, so wie es auch heute noch "Vinylkäufer" gibt, die immer noch bedient werden...
Cosima (28.11.2007, 15:05):
Original von Jürgen
vielleicht beruhigt es Dich, aber ich glaube nicht, dass Dein Szenario sehr bald einteten wird. Dazu ist der normale Klassikkunde viel zu technikentfernt. Wir hier im Forum sind doch nur ein winziger Ausschnitt und überhaupt nicht repräsentativ.
Schau dich doch mal bei einem Konzert um im Zuschauerraum um und überlege bei einigen Besuchern, ob die sich irgendwas runterladen würden, oder jemals schon im Internet waren. Und selbst unter denen, die hier diskutieren findest Du keine Zehn, die klassische Musik runterladen. Den meisten ist das zu teuer.


Hallo Jürgen,

ich sehe das nicht so rosig. Lt. Pressportal der DG heißt es: „Verfügbar
ist das Angebot in weltweit 42 Ländern - und somit auch erstmals in
Regionen, die bislang nicht von den bekannten Musikshops im Internet
bedient werden.“ Wenn ich allein an die riesigen Märkte in China und Südostasien denke - da schert man sich am Ende nicht um eine kleine Minderheit, die aus nostalgischen Gründen oder aus Sammelleidenschaft am CD-Format hängt.

Vom Gramophone Magazin wurde die DG 2007 als "Label of the year" ausgezeichnet. Schauen wir mal wohin die Reise geht…

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 15:42):
Okay, ein letztes Beispiel noch – ich verspreche auch, mich nicht weiter aufzuregen: :ignore

Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowskij mit S. Richter / Karajan:

1. Allegro non troppo e molto maestoso - Allegro con spirito € 4.99
2. Andantino semplice - Prestissimo - Tempo I € 1.29
3. Allegro con fuoco € 1.99

Was ist das für eine vollkommen idiotische Preispolitik? Man beachte die unterschiedlichen Preise der Sätze 1-3! Da kann man ja nur froh sein über schnellere Tempi - dann wird es nämlich am Ende günstiger. Schlechte Zeiten für Celibidache-und Arrau-Fans. :rofl

Dazu fällt mir eine Anekdote aus Lazar Bermans Biographie ein. Die Künstler wurden seinerzeit nach Zeit bezahlt, bekamen also mehr Rubel als Gage je länger sie spielten. Das veranlasste Berman, der oft knapp bei Kasse war, in einer besonders brenzligen Situation eine Schubert-Sonate unendlich auszudehnen. Das Publikum mochte die Interpretation sogar, sofern ich mich recht erinnere.

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 16:07):
Boah, die Davidsbündlertänze (18 an der Zahl) von Pollini kosten, so man sie einzeln herunterladen möchte: 18 x 1,99 = EUR 35,82. Dabei kostet jeder Track EUR 1,99 Euro, egal ob 0:40 oder 3:50 Länge! Mit der Tracklänge hat es also nichts zu tun – das ist reine Willkür! :S :S :S
Rachmaninov (28.11.2007, 16:08):
Original von Cosima
Okay, ein letztes Beispiel noch – ich verspreche auch, mich nicht weiter aufzuregen: :ignore

Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowskij mit S. Richter / Karajan:

1. Allegro non troppo e molto maestoso - Allegro con spirito € 4.99
2. Andantino semplice - Prestissimo - Tempo I € 1.29
3. Allegro con fuoco € 1.99

@Cosima,
also wirklich, diese Richter Aufnahme ist ja eh nicht wirklich nötig im gepflegten Haushalt :ignore
Cosima (28.11.2007, 16:11):
Original von Rachmaninov
@Cosima,
also wirklich, diese Richter Aufnahme ist ja eh nicht wirklich nötig im gepflegten Haushalt :ignore

Willst Du damit etwa andeuten, mein Haushalt wäre ungepflegt? :D
War ja nur ein Beispiel für diese willkürliche und absolut ärgerliche Preispolitik! Ich finde das unseriös. Noch dazu von einem solchen Label!
HenningKolf (28.11.2007, 16:16):
Original von Jürgen


vielleicht beruhigt es Dich, aber ich glaube nicht, dass Dein Szenario sehr bald einteten wird. Dazu ist der normale Klassikkunde viel zu technikentfernt.


Sehr bald nicht, aber es wird....................

der normale Klassikkunde ist - Ausnahmen bestätigen die Regel - schon etwas älter, ergo ist der download nichts mit dem er aufgewachsen ist. Es gibt Ressentiments.

Für die Zukunft gibt es zwei Szenarien:

Entweder kaum jemand interessiert sich in zwanzig oder dreißig Jahren noch für Klassik...(wenn ich mich so umschaue halte ich das aus eigener Anschauung iin den neuen Ländern oder der Ukraine für möglich, in Finnland oder Schweden z. B. für eher unwahrscheinlich, btw.)

oder es wächst eine an downloads gewöhnte Generation von Klassikhörern heran, dann setzt sich der download ganz natürlich mehr und mehr durch (in der Qualitätsstufe mp3 zu DG-Preisen hätte ich allerdings Zweifel).


Die preislichen Auswirkungen, die cosima befürchtet, können durchaus eintreten...auch deshalb will die Musikindustrie (natürlich nicht nur auf die Klassik beschränkt) ein weltweit absolut straffes Urheberrecht durchsetzen. Wenn man auch die Zweitvermarktung - in Form von downloads - beherrscht ist in der Tat das Ende der Billiganbieter angebrochen, dann wird es für CD und andere Tonträger allenfalls noch einen Gebrauchtmarkt und einen highendigen Nischenmarkt - wie bei der Schallplatte - geben. Klar, wenn man Datein anbietet, die adhoc herstellbar sind, hat man keine Lagerbestände, die man an Zweitausendeins etc. verkauft bzw. verkaufen muss.

Gruss
Henning
Rachmaninov (28.11.2007, 16:16):
Original von Cosima
Original von Rachmaninov
@Cosima,
also wirklich, diese Richter Aufnahme ist ja eh nicht wirklich nötig im gepflegten Haushalt :ignore

Willst Du damit etwa andeuten, mein Haushalt wäre ungepflegt? :D
War ja nur ein Beispiel für diese willkürliche und absolut ärgerliche Preispolitik! Ich finde das unseriös. Noch dazu von einem solchen Label!

@Cosima,
Dein Haushalt ist mir völlig unbekannt, also liegt mir eine derartige Bewertung doch fern :wink

Ich wollte Dich nur mit etwas Ironie aufheitern bei so viel Ärger über diese Thematik.
Zelenka (28.11.2007, 18:04):
Original von Cosima


Was für ein Ärgernis! :S Auf der ersten Seite prangt z.B. gleich die neue Pollini-CD, zum Download für stolze EUR 11,99. Eine Frechheit ist das! Warten wir noch ein paar Wochen ab, dann wird sie für als Neuware für unter EUR 10,00 bei caiman & Co. zu beziehen sein. Und dafür gibt es eine vernünftig gepresste CD mit Booklet, Case etc.

Für „out-of-print“-Scheiben mag dieses Konzept Sinn machen, aber bei allen anderen Aufnahmen riecht mir dies doch allzu sehr nach Abzocke. X(



Wenn weder Qualität noch Preis stimmen, verzichte ich liebend gern auf diese schöne neue digitale Welt! Als Kunde mag ich nicht über den Tisch gezogen werden.

Gruß, Zelenka
satie (28.11.2007, 19:00):
Obwohl schon vor rund 20 Jahren die Entwicklung des mp3-Formats begann, benutzt man es seit sagen wir mal ca. 10 Jahren. Der Normalnutzer seit vielleicht 7 Jahren. Wenn nun diese Entwicklung noch so jung ist, so darf man wetten, dass weit bessere Formate geschaffen werden, die nicht mit einer Beeinträchtigung des Klanges verbunden sind. Auch muss man bedenken, welche Datenmengen mittlerweile heruntergeladen werden können und welche Speichermassen mittlerweile verfügbar sind (ein Handy mit 4 GB eingebautem Speicher wäre noch vor kurzer Zeit nicht denkbar gewesen, jetzt macht Nokia dafür Werbung). Wer sagt denn, dass Download gleich mp3 sein und vor allem bleiben muss? Wenn die Entwicklung so weitergeht, kann genau so gut CD-Qualität heruntergeladen werden, was braucht man da noch eine Komprimierung. Klanglich ist dann schon mal gar nichts mehr dagegen einzuwenden. Das Haptische wird eine künftige Generation durchaus noch interessieren (manche mehr, andere weniger). Aber ein Booklet könnte durchaus ebenfalls als Download zur Verfügung stehen, ebenso die CD-Labels. Ob die Rohlinge auf lange Sicht mit dem normalen Brenner mit den Daten versorgt werden ist ebenfalls abzuwarten (vielleicht tut sich auch hier qualitätsmäßig bald einiges). Ich sehe da aber durchaus eine Generation kommen, die ganz selbstverständlich "im Netz lebt" und Musik vielleicht primär herunterlädt. Ich frage mich nur, ob man die Oberflächen der Musikverwaltungsprogramme nicht anders einrichten müsste, so dass es mehr einem Regal entspricht. Ich zumindest brauche diese Möglichkeit des Zugriffs, anders kann ich nicht gut in der Sammlung stöbern. Allerdings kann ich mir trotzdem vorstellen, einmal keine CD mehr zu benutzen, sondern das eben irgendwie anders digital vorliegen zu haben, vielleicht so, dass ich durch Epochen wie mit einer Slideshow durchgehen kann, dann wäre es schon fast wie das Suchen im Regal.

Aber eigentlich gehört das alles ja eher in den Thread zum Ende der Audio-CD...

Meine Liebste macht immer bei den Warner-Umfragen mit, und da gab es einen Punkt, der mit den Klassik-Downloads zu tun hatte. Vor allem ging es um die Frage, ab welcher Qualität man Klassik herunterladen würde und was man sonst noch so wünscht. Das zeigt, dass man hier an möglichen Lösungen arbeitet.


Herzlich,
S A T I E
Zelenka (28.11.2007, 19:31):
Lieber Satie:

Du hast sicher recht, oder besser: Ich fürchte, Du hast recht. Die Technik wird sich weiterentwickeln, auch jetzt gibt es ab und an die Möglichkeit, Musik auch in CD-Qualität herunterzuladen. (Auch die DVD wird von der Technik überholt werden.) Nur: Leistung und Preis sollten in einer akzeptablen Relation stehen. Was im Moment geschieht, ist z.T. einfach unverschämt.

Gruß, Zelenka
HenningKolf (28.11.2007, 20:11):
@ satie

also Möglichkeiten bessere Qualität anzubieten als mp3 gibt es jetzt schon genug.

Technisch stehen die verlustfreien Formate flac, apple lossless, ape, wma lossless und noch einige wenige Exoten zur Verfügung. Von mir bevorzugt ist eindeutig flac, weil es mit bestimmten Programmen "freies taggen" erlaubt und zudem open source software ist, dass heißt es sind ständig neue kostenlose Anwendungsprogramme zu erwarten. Freies taggen heißt, ich kann die Dateien mit den Informationen versehen, die ich für notwendig erachte (das geht mit mp3 im übrigen auch fast ähnlich, mit apple lossless aber nicht).

Flacs werden, wie ich weiter oben schrieb, bereits von Linn Records angeboten (natürlich ist insoweit nur eine Nische besetzt). Ich persönlich rippe eigene CDs in Flac-Dateien, sodass sich auf meiner Platte flacs und gekaufte mp3s befinden.

Mit der software foobar die ich benutze, ist stöbern in der Musiksammlung überhaupt kein Problem, ich kann mir alle Dateien anzeigen lassen, die Sibelius als Komponisten getaggt haben oder nur die, die ich mit dem tag Fricsay als Dirigenten versehen habe oder auch nur die, die die Angabe Aufnahmedatum 1961 haben und so weiter. Das taggen der Dateien ist übrigens arbeitsintensiv, da kann man nicht dran vorbeireden.

Die Musikindustrie setzt allerdings nach wie vor überwiegend noch nicht einmal auf mp3, sondern auf AAC von itunes bzw WMA (komprimiert, nicht lossless), weil diese Dateien mit DRM (digital rights management) versehen werden können - das bedeutet dann, dass ich die Dateien zwei oder auch viermal auf CD brennen oder fünf-oder sechsmal auf einen mobilen Player kopieren kann und dass ich, wenn das Kontingent erschöpft ist, Dateien, die ich bezahlt habe, nicht mehr verwenden kann. Eine bodenlose Frechheit, für so etwas bezahl ich kein Geld.

Insoweit freue ich mich durchaus, dass DG mp3s anbietet in der jedenfalls für mp3 hohen Qualität von 320 VBR. Das zeigt nämlich, dass sich die Industrie immer mehr vom DRM entfernt. Die Preise bei DG bleiben natürlich ein Ärgernis. Diese Preise wären allenfalls für ein lossless-Format gerechtfertigt.

Zum Handling von WMA lossless kann ich noch nichts sagen, aber das Format wird, wie ich bereits weiter oben schrieb, von Chandos (natürlich viel bedeutender als Linn) angeboten. Ich werde das demnächst mal ausprobieren, weiss noch nicht, wie dieses Format mit meiner Soft- und Hardware kompatibel ist. Bei Chandos kann man übrigens booklets downloaden. Apple Lossless werde ich im übrigen niemals kaufen, weil diese Firma, um ein gewisses Monopol zu erreichen, extra eine Software und ein Dateiformat erfunden hat, welches mit anderen Geräten und Fremdsoftware nicht oder nur schwer kompatibel ist. Das ist mir, wie auch DRM, zutiefst unsympathisch.


Ich bin wohl hier im Forum was meinen Umgang mit dem Thema betrifft noch etwas exotisch - meine Stereoanlage nutze ich fast nicht mehr. Aber ich habe schon immer Spass daran gehabt, den Computer zu nutzen. Hat wohl auch damit zu tun.

Gruss Henning
nikolaus (28.11.2007, 21:04):
Original von Cosima
Ich bin gerne konservativ, weil die Musik-Leidenschaft mit all dem Drumherum (so wie ich es betreibe) auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. Ein Wein-Liebhaber würde auch nicht mit einem Plastikkanister zum Weinbauern pilgern und sich dort seinen edlen Tropfen umfüllen lassen und hernach ein selbst geschriebenes Etikett auf den Kanister pappen.


Da stosse ich mit Dir an! :beer (leider gibt's keine Weingläser hier)
Ich liebe es, im CD-Laden zu stöbern, ich muss etwas zum Anfassen haben, möchte im Booklet blättern oder zwischen Stapeln von CDs sitzen - ja, das ist in der Tat ein Stück Lebensqualität für mich...

Herzliche Grüße, Nikolaus.
Cosima (28.11.2007, 21:24):
Original von nikolaus
Da stosse ich mit Dir an! :beer (leider gibt's keine Weingläser hier)


Recht so! :beer

Obwohl ich selber schon seit Ewigkeiten mit dem PC arbeite und auch im Internet unterwegs bin: Ich finde diese Entwicklung grauselig! Schöne neue Welt… Irgendwann sieht man gar keine Menschen mehr auf den Straßen, Geschäfte gibt es nicht mehr, weil alles über das Internet geregelt wird. Man braucht nicht einmal mehr miteinander zu reden. Der Untergang der CD wird den Untergang der zivilisierten Welt einläuten,.........! Rettet die CD! :W

Gruß, Cosima
satie (29.11.2007, 09:05):
Lieber Henning,
gar nicht exotisch! Ich habe eine Zeit lang das genau so gemacht, mich hat nur gestört, dass ich zu wenig Überblick hatte. Aber das ist wahrscheinlich eine Typfrage und auch eine Softwarefrage, ist auch gar nicht so wichtig.
Du hast völlig Recht, AAC und WMA sind derzeit generell die Formate, allerdings nur was die kommerzielle Seite betrifft, ansonsten würde ich schon sagen, dass mp3 ein sehr beliebtes Format ist. Apple hat ja sowieso schon eins auf den Deckel bekommen wegen des hauseigenen Formats. Haben die eigentlich jetzt auch mp3 zum Angebot? Ich hatte iTunes ein einziges Mal genutzt, fand die Klassik-Auswahl aber ziemlich erbärmlich. Allerdings: bei iTunes haben sich die einheitlichen Preise schon recht früh durchgesetzt (davon scheint die DG ja noch weit entfernt...).
Man kann sich insofern Hoffnung machen, als die neueren Geräte wohl auch mehr Formate werden lesen können und gewaltige Speichermengen wohl bald ganz billig zu haben sind (man schaue sich nur mal die Preisentwicklung von Speicherkarten an). Wenn lossless auf einem portablen Player mit Festplatte oder Speicherkarte geht, sehe ich persönlich keinen Grund mehr für die Scheiben (abgesehen mal von den haptischen, optischen und ästhetischen Gründen, die genau so viel Gewicht haben). Rein klanglich jedenfalls no Problem. Das Problem jetzt ist im Grunde ja nur der Speicher, sonst könnte man auch ein gänzlich unkomprimiertes Format nehmen wie wav, was auch viel schneller gerippt werden könnte.
Bei den prtablen Playern stört mich aber dasselbe wie beim Computer: mir fehlt einfach die Übersicht. Denn ich würde ja dann schon meine komplette Sammlung haben wollen, und die dann auch so wie im Regal nach Epochen geordnet haben wollen. Da muss den Herstellern noch was einfallen. Taggen ist natürlich gut und praktisch, aber doch wohl eher für eine tabellarische Ansicht und Sortierung gut geeignet als zum Stöbern. Aber vielleicht habe ich da eine völlig unnötige Hemmschwelle oder sitze viel zu viel vor dem Rechner und habe deshalb keinen Bock auf die reine Festplatten-Bibliothek. Wer weiß.

Herzliche Grüße,
S A T I E
HenningKolf (01.12.2007, 12:02):
@ satie


wav hat wohl glaube ich das Problem nicht tagfähig zu sein. Ich kenne jedenfalls keine software, die wavs taggen könnte.

Was die Epochenübersicht betrifft.......am Computer auch eine Frage der Ordnerstruktur, ich habe auf Dateiebene alles nach Komponisten unterschieden (also auch Sampler aufgeteilt), auf der Ebene der tag-Informationen kann ich unter foobar oder auch mp3tag frei taggen, das heißt tags selbst definieren. Da wäre es kein technisches Problem jetzt tags für subgenres a la Frühbarock, Spätrenaissance oder "1732 bis 1809" etc. zu kreieren; das ist natürlich mit Arbeit verbunden, gerade wenn man große bestehende Sammlungen umorganisieren will. Ein Regal hat man in der Tat wesentlich schneller umorganisiert, selbst wenn da 1500 CDs stehen. Ich habe das freie taggen erst spät entdeckt und brauche schon 1 bis 2 Jahre, denke ich, bis alle meine Dateien so organisiert sind, wie ich es will.

Mobile player sind da unkomfortabel, allerdings habe ich auch nicht im Sinn, meine gesammte Sammlung auf dem Player zu haben. Besonders problematisch ist etwas anderes: nämlich dass ich bisher nur Player kenne, die entweder alle Formate auslesen und dafür nicht gapless (d.h., attaca: geht nicht, es gibt dann in Schumanns KK oder in Beethovens 5. KK etc. eine extrem störende Pause, die es eigentlich eben nicht gibt - wobei ich jetzt einfach mal hoffe, dass ich den Begriff attaca richtig zugeordnet habe und nichts verwechsel) spielen können oder gapless beherrschen, dann aber nicht alle Formate lesen können, wie z.B die IPods. Ich habe aus diesem Grund zwei mobile-player, höre aber eigentlich am liebsten direkt vom PC mit externem Kopfhörerverstärker/Kopfhörer(zur Zeit allerdings nicht, weil es sich schwierig gestaltet, ein Netzteil zu beschaffen, was genauso geräuschlos ist, wie das Originalnetzteil btw)

Gruss
Henning
karajan (02.12.2007, 21:55):
Original von Rachmaninov
Bin ich froh!

Mich interessiert eine unsymphatische mp3 Datei nicht!

Mein Interesse liegt bei einer CD mit Booklet. Diese Kunden wird es immer geben, so wie es auch heute noch "Vinylkäufer" gibt, die immer noch bedient werden...

Hallo
Genauso sehe ich das auch für mich ist das nichts.
Gruß Karajan
HenningKolf (10.12.2007, 19:36):
Ich gehöre ja bekannterweise zu der Forum-Minderheit, die downloads, sogar als mp3, positiv gegenübersteht. Trotzdem hoffe ich, dass


dies

sich nicht zum Trend entwickelt. Wenn man Aufnahmen nur als digitalen download anbietet und dann sogar nur als mp3 und nicht im lossless-Format ist, wenn dies im größeren Stil geschieht, mit dem Verlust von (Klang)Kultur zu rechnen.


Gruß
Henning
Cosima (10.12.2007, 20:59):
Original von HenningKolf
Ich gehöre ja bekannterweise zu der Forum-Minderheit, die downloads, sogar als mp3, positiv gegenübersteht. Trotzdem hoffe ich, dass
dies
sich nicht zum Trend entwickelt. Wenn man Aufnahmen nur als digitalen download anbietet und dann sogar nur als mp3 und nicht im lossless-Format ist, wenn dies im größeren Stil geschieht, mit dem Verlust von (Klang)Kultur zu rechnen.

Nein, ich rege mich nicht auf. :S Ich bin ganz ruhig. :S :S

Anscheinend kommt es noch schlimmer, als ich es mir in meinen wüstesten Phantasien auszumalen wagte.

Gruß, Cosima
Rachmaninov (11.12.2007, 19:09):
Original von Cosima
Original von HenningKolf
Ich gehöre ja bekannterweise zu der Forum-Minderheit, die downloads, sogar als mp3, positiv gegenübersteht. Trotzdem hoffe ich, dass
dies
sich nicht zum Trend entwickelt. Wenn man Aufnahmen nur als digitalen download anbietet und dann sogar nur als mp3 und nicht im lossless-Format ist, wenn dies im größeren Stil geschieht, mit dem Verlust von (Klang)Kultur zu rechnen.

Nein, ich rege mich nicht auf. :S Ich bin ganz ruhig. :S :S

Anscheinend kommt es noch schlimmer, als ich es mir in meinen wüstesten Phantasien auszumalen wagte.

Gruß, Cosima

Erinnert mich ein wenig an die Diskussion damals als die CD kam! Vinyl lebt aber für die Liebhaber immernoch.
Fakt ist doch, der Kunde will eine gewisse "Wertigkeit". Wahrscheinlich wird es daher CD's weiter geben. Ich mache mir da mehr sorgne bzgl. Wechselkurse €/$. Der ist einfach zu gut für uns als Caiman-Kunden :rofl
HenningKolf (11.12.2007, 19:42):
Klar lebt Vinyl...aber eben als Nische. Das bedeutet z.B., wenn das die Vorwegnahme eines Trends sein soll, dass es möglicherweise noch einige kleinere Label gäbe, die (ich nehme an SACDS oder BlueRays, glaube nicht dass die einfache CD Nischen ausfüllen würde) eher unbekannte Künstler herausbringen, aber die Shahams, Sudbins und Bitschkows des Jahres 2015 nur noch digital zu loaden sind...wie gesagt, mich persönlich schreckt das nicht, mich schreckt, dass die das mit einem komprimierten Format versuchen. Ich hoffe, dass das ein label mit einem lossless-format versucht und sich das 10 Mal so gut verkauft wie der mp3-Versuch...wobei ich auch nichts dagegen hätte, zusätzlich die (bei caiman gekauften :D) CDs im Regal zu haben. Ich glaube allerdings, dass das was Cosima als Befürchtung ausspricht, eintreten wird und sich zusätzlich auch eine sich auf multimediale DVDs focussierende Kundschaft herausbilden wird (die Glotze ist allerdings eher nicht mein Ding).

Henning
Rachmaninov (11.09.2007, 18:42):
Forianer,

in einem Thread schrieb Henning Kolf von eMusik.

Wie ich es verstehe ein legales Portal um Musik als download auf den PC zu laden, als mp3 oder in ähnlichen Formaten.

Habt ihr damit Erfahrung, welche kennt und nutzt ihr?

Gruß
HenningKolf (14.09.2007, 15:36):
Da schreibe ich gerne, am Montag oder Dienstag, noch etwas mehr zu (derzeit Kurzurlaub)...nur vorweg, da ich recht neu im Forum bin und dies in jedem Forum verschieden gehandhabt wird:

wären links gewünscht oder sollen hier keine links angezeigt werden (?)

Gruß
Henning
Rachmaninov (14.09.2007, 16:42):
Original von HenningKolf
Da schreibe ich gerne, am Montag oder Dienstag, noch etwas mehr zu (derzeit Kurzurlaub)...nur vorweg, da ich recht neu im Forum bin und dies in jedem Forum verschieden gehandhabt wird:

wären links gewünscht oder sollen hier keine links angezeigt werden (?)

Gruß
Henning

@Henning,

bei legalen Portalen, die Lizenzgebühren zahlen spricht nichts gegen einen Link! :hello
HenningKolf (19.09.2007, 12:27):
Dann zunächst mal den link zu emusic



natürlich LEGALE downloads


schließlich handelt es sich um ein Angebot von AMG


Man bekommt dementsprechend nicht die Musik jedes Klassiklabels, es sind aber sehr gute, sonst teils hochpreisige, Label vertreten, etwa BIS, Ondine, Harmonia Mundi, Hänssler Profil, LSO, auch sehr umfassend der ältere Teil des Naxos-Katalogs...

Es handelt sich um MP3 ohne DRM, meist 192 kbit vbr oder höher, das findet man ansonsten legal meines Wissens, jedenfalls abseits von Mini-Datenbanken, nicht..fast immer bekommt man WMAs mit DRM zumeist in minderer Klangqualität.

Preismodell ist nicht die Einzelabrechnung, sondern ein jederzeit kündbares Abo, wobei die Kosten davon abhängen, welche trackanzahl man monatlich kauft....ich bin derzeit Großabnehmer mit 200 tracks pro Monat für 60 €, man kann mit glaube ich 12,99 € für 30 tracks monatlich einsteigen.

Bei dem trackbezogenen Preismodell fährt der Liebhaber sinfonischer Musik natürlich besser, da hier einige Sätze eine CD füllen, während z.B eine Monteverdi-CD das 30er Abo verbrauchen kann.

Ursprünglich hatte ich beabsichtigt, den download als Entscheidungshilfe vor dem CD-Kauf zu nutzen - habe ich auch, ich weiss jetzt das Penderecki nicht meinen Geschmack trifft, ohne vorher eine CD für teures Geld erworben zu haben und weiss, das Vänskä einen so hervorragenden Beethoven eingespielt hat, dass ich ihn in bester Klanggüte in den CD-Schrank stellen musste - aber jedenfalls bei meinen Hörgewöhnheiten (auch zuhause Kopfhörer am PC oder am Mobilplayer) reicht mir je nach Musikmaterial das emusic-Format oft aus (Holsts Planeten eher nein, Kammermusik, Haydns Sinfonien eher ja), sodass ich auch downloads archiviere und zu meinem Musikarchiv hinzuzähle.

Das wird vermutlich jeder anders beurteilen. An einer Burmeister-Anlage mit Elektrostaten klingt eine 192er-MP3 natürlich nicht, an meinem Equipment mit gutem und nicht billigem Kopfhörer meist schon (obwohl ich meine eigenen CDs in MP3s mit 320 kbit und verlustfreie FLAC-Dateien konvertiere, um sie - auch zu Hause - mobil zu hören). Ist auch deshalb individuell verschieden, weil der MP3 encoder auf das gesunde Gehör zugeschnitten ist und von Personen mit Hörschäden der Informationsverlust bei der Komprimierung anders wahrgenommen wird.


Ich habe zurzeit eher das Problem, dass ich durch die viele Downloaderei ein Konsumentenverhalten entwickle und der Genuss etwas auf der Strecke bleibt (ich muss das haben und das hören, wenigstens reinhören, weil ich es jetzt habe)..ich werde daher "downgraden", weniger neue Sachen runterladen und George Szell, Kondraschin, Klemperer und Bernstein wieder häufiger erklingen lassen. Ausserdem macht ein auf dem PC befindliches Musikarchiv Arbeit, wenn man ihm die für die Übersicht notwendige Pflege zukommen lässt (Tags, Backups etc.)


Was ist negativ bei emusic?? - Die Information, Dokumentation! Da werden schon Mal Komponist und Dirigent durcheinandergeworfen, das Aufnahmejahr etc. erfährt man fast nur über allmusic oder die Internetseiten der jeweiligen Labels, ebenso geht aus der emusic-Seite nicht immer hervor, welche Künstler neben den auf dem Cover genannten mitwirken.

Man kann bei emusic übrigens kostenfrei probieren, ich glaube das sind zurzeit 30 tracks....

Legale, DRM-freie Downloadportale aus dem Klassikbereich gibt es sonst nicht viele, soweit mir bekannt ist.

Mir fällt dazu noch die Firma Linn ein,


nur deren CDs und nicht billig

allerdings auch in hervorragendster Klangqualität (auch FLAC). Ob die Interpretationen mit dem High-End-Anspruch mithalten können, weiss ich nicht. Ich habe glaube ich keine CD dieses Labels.

Gruß
Henning
HenningKolf (05.10.2007, 19:20):
Naxos steigt nunmehr selbst mit nicht kopiergeschützten Dateien ins Downloadgeschäft ein..................

das sieht auf

den ersten Blick erheblich teurer aus als das emusic-Modell. Ich werde mal versuchen zu eruieren, in welchen Qualitäten die den Download anbieten und ob sich emusic und deren Portal ergänzen oder ob die gleichen Einspielungen eingestellt worden sind.


Henning
HenningKolf (26.10.2007, 11:54):
das oben angeführte Naxos Portal scheint die Qualität 192 kbps anzubieten, während emusic jedenfalls überwiegend 192 VBR (variable Bitrate) anbietet, was ganz erheblich besser ist. Bei Naxos habe ich aber nur testweise einen track gekauft, sodass mein Eindruck falsch sein kann....



gerade entdeckt habe ich, dass

chandos


ein downloadportal hat, welches auch wma-lossless anbietet. Wenn ich es richtig verstanden habe, DRM-frei, was für mich Grundvoraussetzung eines Kaufes ist. Dies ist dann CD-Qualität, allerdings auch zu CD-Preisen, nämlich 10 brit. Pfund pro CD. Aber trotzdem, wenn ich mal eine Chandos-CD nicht oder nur zu Sammlerpreisen bekomme, weiss ich, wo es sich auch noch zu suchen lohnt

Henning
Cosima (28.11.2007, 11:35):
Gerade den neuen Webshop der DG entdeckt:

http://www2.ham.deutschegrammophon.com/home

Was für ein Ärgernis! :S Auf der ersten Seite prangt z.B. gleich die neue Pollini-CD, zum Download für stolze EUR 11,99. Eine Frechheit ist das! Warten wir noch ein paar Wochen ab, dann wird sie für als Neuware für unter EUR 10,00 bei caiman & Co. zu beziehen sein. Und dafür gibt es eine vernünftig gepresste CD mit Booklet, Case etc.

Für „out-of-print“-Scheiben mag dieses Konzept Sinn machen, aber bei allen anderen Aufnahmen riecht mir dies doch allzu sehr nach Abzocke. X(

Ich bin hier vielleicht zu konservativ, aber ich hasse diese Musik-Downloaderei. Ach was soll’s: Ich bin gerne konservativ, weil die Musik-Leidenschaft mit all dem Drumherum (so wie ich es betreibe) auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. Ein Wein-Liebhaber würde auch nicht mit einem Plastikkanister zum Weinbauern pilgern und sich dort seinen edlen Tropfen umfüllen lassen und hernach ein selbst geschriebenes Etikett auf den Kanister pappen.

Sei’s drum – dieser Webshop wird mich jedenfalls als Kunden nicht gewinnen!

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 12:23):
Noch etwas, das mir an diesem Webshop auffiel:

Bei Pop-Alben etc. mag es Sinn machen, einzelne Tracks zum Download anzubieten. Oft sind wohl tatsächlich nur die „Hits“ interessant. Aber eine Beethoven-Sonate, nur weil sie in 4 Tracks unterteilt ist, auch zum Verkauf für jeweils 1,29 Euro/Track anzubieten, das ist schon sehr seltsam. Wer kauft denn einen einzelnen Satz aus einer Sonate? Und für das ganze Werk würde der Download 4 x 1,29 = EUR 5,16 kosten. Mich ärgert so etwas! :S

Gruß, Cosima
HenningKolf (28.11.2007, 13:18):
Das hört sich nicht sehr konkurrenzfähig an, was die DG da anbietet, erst recht, wenn dass der Preis für eine mp3 und nicht für ein lossless-Format sein sollte (bin im Büro und habe das deshalb nicht geprüft). Eben weil ich beim download kein booklet erhalte, meist (außer Chandos und wohl auch naxos) noch nicht einmal eins im pdf-Format erhalte und jedenfalls mp3 klanglich hinter einer CD zurücksteht muss die Musikindustrie das deutlich billiger anbieten, alles andere wird vom Markt nicht akzeptiert werden.


Gruß
Henning
Jürgen (28.11.2007, 13:18):
Original von Cosima
Ein Wein-Liebhaber würde auch nicht mit einem Plastikkanister zum Weinbauern pilgern und sich dort seinen edlen Tropfen umfüllen lassen und hernach ein selbst geschriebenes Etikett auf den Kanister pappen.


Oh doch, das machen sogar Einige. Es gibt Weinhändler, die verkaufen Fassware (Wein, Essig, Öl oder Brände). In was Du das abfüllst, bleibt Dir überlassen.

Über Klassik-Download-Portale ärgere ich mich nicht. Ich meide sie einfach, weil sie mir (genauso wie Dir) zu teuer sind. Wir hatten in der klassischen Musik in den letzten Jahren solch einen Preisverfall, dass sogar manche Aufnahmen der Majors billiger sind, als solche Downloads.

Dieses Beispiel muss ich anführen:
Edvard Grieg, PEER-GYNT-SUITEN NR. 1 & 2
Liszt "Orpheus, Mazeppa"
Bamberger Sinfoniker/Otmar Suitner. ADD/Mono. DGG. 1953/57.
http://www.deutschegrammophon.com/imgs/s150x150/4775482.jpg
Zum Download: 11,99 €
Bei 2001 als CD: 2,99 €
Nein, ich ärgere mich nicht. Ich bewundere nur die Dreistigkeit und freue mich, dass es 2001 noch gibt.

Grüße
Jürgen
Rachmaninov (28.11.2007, 13:30):
Original von Jürgen
Zum Download: 11,99 €
Bei 2001 als CD: 2,99 €
Nein, ich ärgere mich nicht. Ich bewundere nur die Dreistigkeit und freue mich, dass es 2001 noch gibt.

Grüße
Jürgen

Für mich wären fast 12€, ohne irgendetwas in der Hand zu haben, was mir eine gewisse "Wertigkeit" vermittelt, eh nicht denkbar.

Und bei jedem Angebot muss man halt prüfen ob es das nun auch "wert" ist!
Cosima (28.11.2007, 13:41):
Mich ärgert das schon, weil es ein deutliches Zeichen der DG ist, wohin die Reise zukünftig gehen soll. Ein Szenario könnte sein, dass die Scheiben nur noch als Hochpreis-CDs auf den Markt kommen, um nach kurzer Zeit als out-of-print-Ware nurmehr als Download erhältlich zu sein. D.h. man wäre gezwungen, entweder schnell zu handeln und den hohen Preis in Kauf zu nehmen oder aber den Download. Der Download bietet ja nur Anreiz, wenn der Preis dafür geringer ist als der Preis einer richtigen CD. Wieder-Veröffentlichungen von CDs zu geringeren Preisen - so wie derzeit noch üblich - wären also nicht mehr rentabel, der Konsument am Ende so oder so der Dumme.

Und ich meine doch, dass ein guter Wein in eine richtige Flasche gehört. :)

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 13:51):
Original von Jürgen
Nein, ich ärgere mich nicht. Ich bewundere nur die Dreistigkeit und freue mich, dass es 2001 noch gibt.


Wenn es zukünftig aber mehr und mehr Downloads geben wird, wird es auch weniger CDs am Markt geben. D.h. auch weniger Material, das Firmen wie 2001 zum Verramschen zur Verfügung steht. Man kann sich auch ausmalen, welche Mondpreise dann für vergriffene "richtige" CD verlangt werden können.

Ich verfolge derzeit ein Richter-Recital aus Leipzig. Das Label hat die CD schon lange gestrichen, eine Neuauflage ist nicht in Sicht - sie wird als Gebrauchtware überall für ca. 1.000 Euro gehandelt! Parnassus bietet das Recital als gebrannte Ware für ungefähr 15 Pfund an. Ich habe sogar überlegt, mir diese CD zu bestellen. Aber andererseits: Man muss ja auch Ziele haben im Leben. :D

Gruß, Cosima
Jürgen (28.11.2007, 14:44):
Original von Cosima
Mich ärgert das schon, weil es ein deutliches Zeichen der DG ist, wohin die Reise zukünftig gehen soll. Ein Szenario könnte sein, dass die Scheiben nur noch als Hochpreis-CDs auf den Markt kommen, um nach kurzer Zeit als out-of-print-Ware nurmehr als Download erhältlich zu sein. D.h. man wäre gezwungen, entweder schnell zu handeln und den hohen Preis in Kauf zu nehmen oder aber den Download. Der Download bietet ja nur Anreiz, wenn der Preis dafür geringer ist als der Preis einer richtigen CD. Wieder-Veröffentlichungen von CDs zu geringeren Preisen - so wie derzeit noch üblich - wären also nicht mehr rentabel, der Konsument am Ende so oder so der Dumme.

Und ich meine doch, dass ein guter Wein in eine richtige Flasche gehört. :)

Gruß, Cosima

Hallo Cosima,

vielleicht beruhigt es Dich, aber ich glaube nicht, dass Dein Szenario sehr bald einteten wird. Dazu ist der normale Klassikkunde viel zu technikentfernt. Wir hier im Forum sind doch nur ein winziger Ausschnitt und überhaupt nicht repräsentativ.
Schau dich doch mal bei einem Konzert um im Zuschauerraum um und überlege bei einigen Besuchern, ob die sich irgendwas runterladen würden, oder jemals schon im Internet waren. Und selbst unter denen, die hier diskutieren findest Du keine Zehn, die klassische Musik runterladen. Den meisten ist das zu teuer.

@Wein: Natürlich, einen richtig guten Wein bekommt man ja auch nur in der Flasche. In der Klassikbranche sieht es momentan aber etwas anders aus. Da verkauft ein schwedischer Weinhändler einen Brunello für 20 €, natürlich in der Flasche mit edlem Etikett. Seit einigen Jahren macht sich aber ein holländischer Händler breit, der bietet den selben Brunello im 3l-Zapfkarton an für 8€.
Gäb es das beim Wein tatsächlich, würde ich nicht zögern und auf Flasche wie Etikett verzichten.

Grüße
Jürgen
Cosima (28.11.2007, 14:45):
Noch so ein hübsches Beispiel:

Wenn man nur das 2. Rachmaninov-Konzert mit Richter / Rowicki herunterladen möchte, muss man sogar EUR 2,69 X( pro Track (statt der sonst wohl üblichen 1,29) bezahlen, d.h. insgesamt EUR 8,07. Dabei kostet die ganze CD regulär nur 9,99 Euro.
Rachmaninov (28.11.2007, 14:47):
Bin ich froh!

Mich interessiert eine unsymphatische mp3 Datei nicht!

Mein Interesse liegt bei einer CD mit Booklet. Diese Kunden wird es immer geben, so wie es auch heute noch "Vinylkäufer" gibt, die immer noch bedient werden...
Cosima (28.11.2007, 15:05):
Original von Jürgen
vielleicht beruhigt es Dich, aber ich glaube nicht, dass Dein Szenario sehr bald einteten wird. Dazu ist der normale Klassikkunde viel zu technikentfernt. Wir hier im Forum sind doch nur ein winziger Ausschnitt und überhaupt nicht repräsentativ.
Schau dich doch mal bei einem Konzert um im Zuschauerraum um und überlege bei einigen Besuchern, ob die sich irgendwas runterladen würden, oder jemals schon im Internet waren. Und selbst unter denen, die hier diskutieren findest Du keine Zehn, die klassische Musik runterladen. Den meisten ist das zu teuer.


Hallo Jürgen,

ich sehe das nicht so rosig. Lt. Pressportal der DG heißt es: „Verfügbar
ist das Angebot in weltweit 42 Ländern - und somit auch erstmals in
Regionen, die bislang nicht von den bekannten Musikshops im Internet
bedient werden.“ Wenn ich allein an die riesigen Märkte in China und Südostasien denke - da schert man sich am Ende nicht um eine kleine Minderheit, die aus nostalgischen Gründen oder aus Sammelleidenschaft am CD-Format hängt.

Vom Gramophone Magazin wurde die DG 2007 als "Label of the year" ausgezeichnet. Schauen wir mal wohin die Reise geht…

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 15:42):
Okay, ein letztes Beispiel noch – ich verspreche auch, mich nicht weiter aufzuregen: :ignore

Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowskij mit S. Richter / Karajan:

1. Allegro non troppo e molto maestoso - Allegro con spirito € 4.99
2. Andantino semplice - Prestissimo - Tempo I € 1.29
3. Allegro con fuoco € 1.99

Was ist das für eine vollkommen idiotische Preispolitik? Man beachte die unterschiedlichen Preise der Sätze 1-3! Da kann man ja nur froh sein über schnellere Tempi - dann wird es nämlich am Ende günstiger. Schlechte Zeiten für Celibidache-und Arrau-Fans. :rofl

Dazu fällt mir eine Anekdote aus Lazar Bermans Biographie ein. Die Künstler wurden seinerzeit nach Zeit bezahlt, bekamen also mehr Rubel als Gage je länger sie spielten. Das veranlasste Berman, der oft knapp bei Kasse war, in einer besonders brenzligen Situation eine Schubert-Sonate unendlich auszudehnen. Das Publikum mochte die Interpretation sogar, sofern ich mich recht erinnere.

Gruß, Cosima
Cosima (28.11.2007, 16:07):
Boah, die Davidsbündlertänze (18 an der Zahl) von Pollini kosten, so man sie einzeln herunterladen möchte: 18 x 1,99 = EUR 35,82. Dabei kostet jeder Track EUR 1,99 Euro, egal ob 0:40 oder 3:50 Länge! Mit der Tracklänge hat es also nichts zu tun – das ist reine Willkür! :S :S :S
Rachmaninov (28.11.2007, 16:08):
Original von Cosima
Okay, ein letztes Beispiel noch – ich verspreche auch, mich nicht weiter aufzuregen: :ignore

Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowskij mit S. Richter / Karajan:

1. Allegro non troppo e molto maestoso - Allegro con spirito € 4.99
2. Andantino semplice - Prestissimo - Tempo I € 1.29
3. Allegro con fuoco € 1.99

@Cosima,
also wirklich, diese Richter Aufnahme ist ja eh nicht wirklich nötig im gepflegten Haushalt :ignore
Cosima (28.11.2007, 16:11):
Original von Rachmaninov
@Cosima,
also wirklich, diese Richter Aufnahme ist ja eh nicht wirklich nötig im gepflegten Haushalt :ignore

Willst Du damit etwa andeuten, mein Haushalt wäre ungepflegt? :D
War ja nur ein Beispiel für diese willkürliche und absolut ärgerliche Preispolitik! Ich finde das unseriös. Noch dazu von einem solchen Label!
HenningKolf (28.11.2007, 16:16):
Original von Jürgen


vielleicht beruhigt es Dich, aber ich glaube nicht, dass Dein Szenario sehr bald einteten wird. Dazu ist der normale Klassikkunde viel zu technikentfernt.


Sehr bald nicht, aber es wird....................

der normale Klassikkunde ist - Ausnahmen bestätigen die Regel - schon etwas älter, ergo ist der download nichts mit dem er aufgewachsen ist. Es gibt Ressentiments.

Für die Zukunft gibt es zwei Szenarien:

Entweder kaum jemand interessiert sich in zwanzig oder dreißig Jahren noch für Klassik...(wenn ich mich so umschaue halte ich das aus eigener Anschauung iin den neuen Ländern oder der Ukraine für möglich, in Finnland oder Schweden z. B. für eher unwahrscheinlich, btw.)

oder es wächst eine an downloads gewöhnte Generation von Klassikhörern heran, dann setzt sich der download ganz natürlich mehr und mehr durch (in der Qualitätsstufe mp3 zu DG-Preisen hätte ich allerdings Zweifel).


Die preislichen Auswirkungen, die cosima befürchtet, können durchaus eintreten...auch deshalb will die Musikindustrie (natürlich nicht nur auf die Klassik beschränkt) ein weltweit absolut straffes Urheberrecht durchsetzen. Wenn man auch die Zweitvermarktung - in Form von downloads - beherrscht ist in der Tat das Ende der Billiganbieter angebrochen, dann wird es für CD und andere Tonträger allenfalls noch einen Gebrauchtmarkt und einen highendigen Nischenmarkt - wie bei der Schallplatte - geben. Klar, wenn man Datein anbietet, die adhoc herstellbar sind, hat man keine Lagerbestände, die man an Zweitausendeins etc. verkauft bzw. verkaufen muss.

Gruss
Henning
Rachmaninov (28.11.2007, 16:16):
Original von Cosima
Original von Rachmaninov
@Cosima,
also wirklich, diese Richter Aufnahme ist ja eh nicht wirklich nötig im gepflegten Haushalt :ignore

Willst Du damit etwa andeuten, mein Haushalt wäre ungepflegt? :D
War ja nur ein Beispiel für diese willkürliche und absolut ärgerliche Preispolitik! Ich finde das unseriös. Noch dazu von einem solchen Label!

@Cosima,
Dein Haushalt ist mir völlig unbekannt, also liegt mir eine derartige Bewertung doch fern :wink

Ich wollte Dich nur mit etwas Ironie aufheitern bei so viel Ärger über diese Thematik.
Zelenka (28.11.2007, 18:04):
Original von Cosima


Was für ein Ärgernis! :S Auf der ersten Seite prangt z.B. gleich die neue Pollini-CD, zum Download für stolze EUR 11,99. Eine Frechheit ist das! Warten wir noch ein paar Wochen ab, dann wird sie für als Neuware für unter EUR 10,00 bei caiman & Co. zu beziehen sein. Und dafür gibt es eine vernünftig gepresste CD mit Booklet, Case etc.

Für „out-of-print“-Scheiben mag dieses Konzept Sinn machen, aber bei allen anderen Aufnahmen riecht mir dies doch allzu sehr nach Abzocke. X(



Wenn weder Qualität noch Preis stimmen, verzichte ich liebend gern auf diese schöne neue digitale Welt! Als Kunde mag ich nicht über den Tisch gezogen werden.

Gruß, Zelenka
satie (28.11.2007, 19:00):
Obwohl schon vor rund 20 Jahren die Entwicklung des mp3-Formats begann, benutzt man es seit sagen wir mal ca. 10 Jahren. Der Normalnutzer seit vielleicht 7 Jahren. Wenn nun diese Entwicklung noch so jung ist, so darf man wetten, dass weit bessere Formate geschaffen werden, die nicht mit einer Beeinträchtigung des Klanges verbunden sind. Auch muss man bedenken, welche Datenmengen mittlerweile heruntergeladen werden können und welche Speichermassen mittlerweile verfügbar sind (ein Handy mit 4 GB eingebautem Speicher wäre noch vor kurzer Zeit nicht denkbar gewesen, jetzt macht Nokia dafür Werbung). Wer sagt denn, dass Download gleich mp3 sein und vor allem bleiben muss? Wenn die Entwicklung so weitergeht, kann genau so gut CD-Qualität heruntergeladen werden, was braucht man da noch eine Komprimierung. Klanglich ist dann schon mal gar nichts mehr dagegen einzuwenden. Das Haptische wird eine künftige Generation durchaus noch interessieren (manche mehr, andere weniger). Aber ein Booklet könnte durchaus ebenfalls als Download zur Verfügung stehen, ebenso die CD-Labels. Ob die Rohlinge auf lange Sicht mit dem normalen Brenner mit den Daten versorgt werden ist ebenfalls abzuwarten (vielleicht tut sich auch hier qualitätsmäßig bald einiges). Ich sehe da aber durchaus eine Generation kommen, die ganz selbstverständlich "im Netz lebt" und Musik vielleicht primär herunterlädt. Ich frage mich nur, ob man die Oberflächen der Musikverwaltungsprogramme nicht anders einrichten müsste, so dass es mehr einem Regal entspricht. Ich zumindest brauche diese Möglichkeit des Zugriffs, anders kann ich nicht gut in der Sammlung stöbern. Allerdings kann ich mir trotzdem vorstellen, einmal keine CD mehr zu benutzen, sondern das eben irgendwie anders digital vorliegen zu haben, vielleicht so, dass ich durch Epochen wie mit einer Slideshow durchgehen kann, dann wäre es schon fast wie das Suchen im Regal.

Aber eigentlich gehört das alles ja eher in den Thread zum Ende der Audio-CD...

Meine Liebste macht immer bei den Warner-Umfragen mit, und da gab es einen Punkt, der mit den Klassik-Downloads zu tun hatte. Vor allem ging es um die Frage, ab welcher Qualität man Klassik herunterladen würde und was man sonst noch so wünscht. Das zeigt, dass man hier an möglichen Lösungen arbeitet.


Herzlich,
S A T I E
Zelenka (28.11.2007, 19:31):
Lieber Satie:

Du hast sicher recht, oder besser: Ich fürchte, Du hast recht. Die Technik wird sich weiterentwickeln, auch jetzt gibt es ab und an die Möglichkeit, Musik auch in CD-Qualität herunterzuladen. (Auch die DVD wird von der Technik überholt werden.) Nur: Leistung und Preis sollten in einer akzeptablen Relation stehen. Was im Moment geschieht, ist z.T. einfach unverschämt.

Gruß, Zelenka
HenningKolf (28.11.2007, 20:11):
@ satie

also Möglichkeiten bessere Qualität anzubieten als mp3 gibt es jetzt schon genug.

Technisch stehen die verlustfreien Formate flac, apple lossless, ape, wma lossless und noch einige wenige Exoten zur Verfügung. Von mir bevorzugt ist eindeutig flac, weil es mit bestimmten Programmen "freies taggen" erlaubt und zudem open source software ist, dass heißt es sind ständig neue kostenlose Anwendungsprogramme zu erwarten. Freies taggen heißt, ich kann die Dateien mit den Informationen versehen, die ich für notwendig erachte (das geht mit mp3 im übrigen auch fast ähnlich, mit apple lossless aber nicht).

Flacs werden, wie ich weiter oben schrieb, bereits von Linn Records angeboten (natürlich ist insoweit nur eine Nische besetzt). Ich persönlich rippe eigene CDs in Flac-Dateien, sodass sich auf meiner Platte flacs und gekaufte mp3s befinden.

Mit der software foobar die ich benutze, ist stöbern in der Musiksammlung überhaupt kein Problem, ich kann mir alle Dateien anzeigen lassen, die Sibelius als Komponisten getaggt haben oder nur die, die ich mit dem tag Fricsay als Dirigenten versehen habe oder auch nur die, die die Angabe Aufnahmedatum 1961 haben und so weiter. Das taggen der Dateien ist übrigens arbeitsintensiv, da kann man nicht dran vorbeireden.

Die Musikindustrie setzt allerdings nach wie vor überwiegend noch nicht einmal auf mp3, sondern auf AAC von itunes bzw WMA (komprimiert, nicht lossless), weil diese Dateien mit DRM (digital rights management) versehen werden können - das bedeutet dann, dass ich die Dateien zwei oder auch viermal auf CD brennen oder fünf-oder sechsmal auf einen mobilen Player kopieren kann und dass ich, wenn das Kontingent erschöpft ist, Dateien, die ich bezahlt habe, nicht mehr verwenden kann. Eine bodenlose Frechheit, für so etwas bezahl ich kein Geld.

Insoweit freue ich mich durchaus, dass DG mp3s anbietet in der jedenfalls für mp3 hohen Qualität von 320 VBR. Das zeigt nämlich, dass sich die Industrie immer mehr vom DRM entfernt. Die Preise bei DG bleiben natürlich ein Ärgernis. Diese Preise wären allenfalls für ein lossless-Format gerechtfertigt.

Zum Handling von WMA lossless kann ich noch nichts sagen, aber das Format wird, wie ich bereits weiter oben schrieb, von Chandos (natürlich viel bedeutender als Linn) angeboten. Ich werde das demnächst mal ausprobieren, weiss noch nicht, wie dieses Format mit meiner Soft- und Hardware kompatibel ist. Bei Chandos kann man übrigens booklets downloaden. Apple Lossless werde ich im übrigen niemals kaufen, weil diese Firma, um ein gewisses Monopol zu erreichen, extra eine Software und ein Dateiformat erfunden hat, welches mit anderen Geräten und Fremdsoftware nicht oder nur schwer kompatibel ist. Das ist mir, wie auch DRM, zutiefst unsympathisch.


Ich bin wohl hier im Forum was meinen Umgang mit dem Thema betrifft noch etwas exotisch - meine Stereoanlage nutze ich fast nicht mehr. Aber ich habe schon immer Spass daran gehabt, den Computer zu nutzen. Hat wohl auch damit zu tun.

Gruss Henning
nikolaus (28.11.2007, 21:04):
Original von Cosima
Ich bin gerne konservativ, weil die Musik-Leidenschaft mit all dem Drumherum (so wie ich es betreibe) auch ein Stück Lebensqualität bedeutet. Ein Wein-Liebhaber würde auch nicht mit einem Plastikkanister zum Weinbauern pilgern und sich dort seinen edlen Tropfen umfüllen lassen und hernach ein selbst geschriebenes Etikett auf den Kanister pappen.


Da stosse ich mit Dir an! :beer (leider gibt's keine Weingläser hier)
Ich liebe es, im CD-Laden zu stöbern, ich muss etwas zum Anfassen haben, möchte im Booklet blättern oder zwischen Stapeln von CDs sitzen - ja, das ist in der Tat ein Stück Lebensqualität für mich...

Herzliche Grüße, Nikolaus.
Cosima (28.11.2007, 21:24):
Original von nikolaus
Da stosse ich mit Dir an! :beer (leider gibt's keine Weingläser hier)


Recht so! :beer

Obwohl ich selber schon seit Ewigkeiten mit dem PC arbeite und auch im Internet unterwegs bin: Ich finde diese Entwicklung grauselig! Schöne neue Welt… Irgendwann sieht man gar keine Menschen mehr auf den Straßen, Geschäfte gibt es nicht mehr, weil alles über das Internet geregelt wird. Man braucht nicht einmal mehr miteinander zu reden. Der Untergang der CD wird den Untergang der zivilisierten Welt einläuten,.........! Rettet die CD! :W

Gruß, Cosima
satie (29.11.2007, 09:05):
Lieber Henning,
gar nicht exotisch! Ich habe eine Zeit lang das genau so gemacht, mich hat nur gestört, dass ich zu wenig Überblick hatte. Aber das ist wahrscheinlich eine Typfrage und auch eine Softwarefrage, ist auch gar nicht so wichtig.
Du hast völlig Recht, AAC und WMA sind derzeit generell die Formate, allerdings nur was die kommerzielle Seite betrifft, ansonsten würde ich schon sagen, dass mp3 ein sehr beliebtes Format ist. Apple hat ja sowieso schon eins auf den Deckel bekommen wegen des hauseigenen Formats. Haben die eigentlich jetzt auch mp3 zum Angebot? Ich hatte iTunes ein einziges Mal genutzt, fand die Klassik-Auswahl aber ziemlich erbärmlich. Allerdings: bei iTunes haben sich die einheitlichen Preise schon recht früh durchgesetzt (davon scheint die DG ja noch weit entfernt...).
Man kann sich insofern Hoffnung machen, als die neueren Geräte wohl auch mehr Formate werden lesen können und gewaltige Speichermengen wohl bald ganz billig zu haben sind (man schaue sich nur mal die Preisentwicklung von Speicherkarten an). Wenn lossless auf einem portablen Player mit Festplatte oder Speicherkarte geht, sehe ich persönlich keinen Grund mehr für die Scheiben (abgesehen mal von den haptischen, optischen und ästhetischen Gründen, die genau so viel Gewicht haben). Rein klanglich jedenfalls no Problem. Das Problem jetzt ist im Grunde ja nur der Speicher, sonst könnte man auch ein gänzlich unkomprimiertes Format nehmen wie wav, was auch viel schneller gerippt werden könnte.
Bei den prtablen Playern stört mich aber dasselbe wie beim Computer: mir fehlt einfach die Übersicht. Denn ich würde ja dann schon meine komplette Sammlung haben wollen, und die dann auch so wie im Regal nach Epochen geordnet haben wollen. Da muss den Herstellern noch was einfallen. Taggen ist natürlich gut und praktisch, aber doch wohl eher für eine tabellarische Ansicht und Sortierung gut geeignet als zum Stöbern. Aber vielleicht habe ich da eine völlig unnötige Hemmschwelle oder sitze viel zu viel vor dem Rechner und habe deshalb keinen Bock auf die reine Festplatten-Bibliothek. Wer weiß.

Herzliche Grüße,
S A T I E
HenningKolf (01.12.2007, 12:02):
@ satie


wav hat wohl glaube ich das Problem nicht tagfähig zu sein. Ich kenne jedenfalls keine software, die wavs taggen könnte.

Was die Epochenübersicht betrifft.......am Computer auch eine Frage der Ordnerstruktur, ich habe auf Dateiebene alles nach Komponisten unterschieden (also auch Sampler aufgeteilt), auf der Ebene der tag-Informationen kann ich unter foobar oder auch mp3tag frei taggen, das heißt tags selbst definieren. Da wäre es kein technisches Problem jetzt tags für subgenres a la Frühbarock, Spätrenaissance oder "1732 bis 1809" etc. zu kreieren; das ist natürlich mit Arbeit verbunden, gerade wenn man große bestehende Sammlungen umorganisieren will. Ein Regal hat man in der Tat wesentlich schneller umorganisiert, selbst wenn da 1500 CDs stehen. Ich habe das freie taggen erst spät entdeckt und brauche schon 1 bis 2 Jahre, denke ich, bis alle meine Dateien so organisiert sind, wie ich es will.

Mobile player sind da unkomfortabel, allerdings habe ich auch nicht im Sinn, meine gesammte Sammlung auf dem Player zu haben. Besonders problematisch ist etwas anderes: nämlich dass ich bisher nur Player kenne, die entweder alle Formate auslesen und dafür nicht gapless (d.h., attaca: geht nicht, es gibt dann in Schumanns KK oder in Beethovens 5. KK etc. eine extrem störende Pause, die es eigentlich eben nicht gibt - wobei ich jetzt einfach mal hoffe, dass ich den Begriff attaca richtig zugeordnet habe und nichts verwechsel) spielen können oder gapless beherrschen, dann aber nicht alle Formate lesen können, wie z.B die IPods. Ich habe aus diesem Grund zwei mobile-player, höre aber eigentlich am liebsten direkt vom PC mit externem Kopfhörerverstärker/Kopfhörer(zur Zeit allerdings nicht, weil es sich schwierig gestaltet, ein Netzteil zu beschaffen, was genauso geräuschlos ist, wie das Originalnetzteil btw)

Gruss
Henning
karajan (02.12.2007, 21:55):
Original von Rachmaninov
Bin ich froh!

Mich interessiert eine unsymphatische mp3 Datei nicht!

Mein Interesse liegt bei einer CD mit Booklet. Diese Kunden wird es immer geben, so wie es auch heute noch "Vinylkäufer" gibt, die immer noch bedient werden...

Hallo
Genauso sehe ich das auch für mich ist das nichts.
Gruß Karajan
HenningKolf (10.12.2007, 19:36):
Ich gehöre ja bekannterweise zu der Forum-Minderheit, die downloads, sogar als mp3, positiv gegenübersteht. Trotzdem hoffe ich, dass


dies

sich nicht zum Trend entwickelt. Wenn man Aufnahmen nur als digitalen download anbietet und dann sogar nur als mp3 und nicht im lossless-Format ist, wenn dies im größeren Stil geschieht, mit dem Verlust von (Klang)Kultur zu rechnen.


Gruß
Henning
Cosima (10.12.2007, 20:59):
Original von HenningKolf
Ich gehöre ja bekannterweise zu der Forum-Minderheit, die downloads, sogar als mp3, positiv gegenübersteht. Trotzdem hoffe ich, dass
dies
sich nicht zum Trend entwickelt. Wenn man Aufnahmen nur als digitalen download anbietet und dann sogar nur als mp3 und nicht im lossless-Format ist, wenn dies im größeren Stil geschieht, mit dem Verlust von (Klang)Kultur zu rechnen.

Nein, ich rege mich nicht auf. :S Ich bin ganz ruhig. :S :S

Anscheinend kommt es noch schlimmer, als ich es mir in meinen wüstesten Phantasien auszumalen wagte.

Gruß, Cosima
Rachmaninov (11.12.2007, 19:09):
Original von Cosima
Original von HenningKolf
Ich gehöre ja bekannterweise zu der Forum-Minderheit, die downloads, sogar als mp3, positiv gegenübersteht. Trotzdem hoffe ich, dass
dies
sich nicht zum Trend entwickelt. Wenn man Aufnahmen nur als digitalen download anbietet und dann sogar nur als mp3 und nicht im lossless-Format ist, wenn dies im größeren Stil geschieht, mit dem Verlust von (Klang)Kultur zu rechnen.

Nein, ich rege mich nicht auf. :S Ich bin ganz ruhig. :S :S

Anscheinend kommt es noch schlimmer, als ich es mir in meinen wüstesten Phantasien auszumalen wagte.

Gruß, Cosima

Erinnert mich ein wenig an die Diskussion damals als die CD kam! Vinyl lebt aber für die Liebhaber immernoch.
Fakt ist doch, der Kunde will eine gewisse "Wertigkeit". Wahrscheinlich wird es daher CD's weiter geben. Ich mache mir da mehr sorgne bzgl. Wechselkurse €/$. Der ist einfach zu gut für uns als Caiman-Kunden :rofl
HenningKolf (11.12.2007, 19:42):
Klar lebt Vinyl...aber eben als Nische. Das bedeutet z.B., wenn das die Vorwegnahme eines Trends sein soll, dass es möglicherweise noch einige kleinere Label gäbe, die (ich nehme an SACDS oder BlueRays, glaube nicht dass die einfache CD Nischen ausfüllen würde) eher unbekannte Künstler herausbringen, aber die Shahams, Sudbins und Bitschkows des Jahres 2015 nur noch digital zu loaden sind...wie gesagt, mich persönlich schreckt das nicht, mich schreckt, dass die das mit einem komprimierten Format versuchen. Ich hoffe, dass das ein label mit einem lossless-format versucht und sich das 10 Mal so gut verkauft wie der mp3-Versuch...wobei ich auch nichts dagegen hätte, zusätzlich die (bei caiman gekauften :D) CDs im Regal zu haben. Ich glaube allerdings, dass das was Cosima als Befürchtung ausspricht, eintreten wird und sich zusätzlich auch eine sich auf multimediale DVDs focussierende Kundschaft herausbilden wird (die Glotze ist allerdings eher nicht mein Ding).

Henning
Tranquillo (27.03.2008, 17:10):
Hallo zusammen,

ich habe erst überlegt, diesen Beitrag im Karajan-Thread zu posten, aber ich denke, er gehört eher hierhin.

Heute habe ich folgende Pressemitteilung gelesen (Name des Portals ausgesternt, ich möchte keine Werbung machen):


Klangvirtuose Karajan ohne Kopierschutz
Pünktlich zum 100. Geburtstag Herbert von Karajans am 5. April 2008 bietet * den vollständigen Universal-Katalog des Meisterdirigenten im MP3-Format an. Highlight: die neue KARAJAN GOLD mit meisterhaften Interpretationen des Dirigenten von Bach bis Vivaldi.

Das Musik-Downloadportal * gehört damit zu den ersten digitalen Musikvollsortimentern in Deutschland, die Content von Universal ohne Kopierschutz anbieten. * baut sein Repertoire an kopierschutzfreien Musiktiteln konsequent aus: Schnellstmöglich wird der gesamte Klassikkatalog des Majorlabels im MP3-Format erhältlich sein. Mit der Erweiterung seines Portfolios reagiert das Downloadportal auf die Wünsche seiner immer größer werdenden Kundschaft. "Auch Klassikfans entdecken die Vorteile des Online-Musikkaufs mehr und mehr für sich", erklärt , Vice President *. "Dank der Kooperation mit Universal finden sie bei uns nun viele weitere attraktive Angebote in bester Klangqualität für grenzenlosen Musikgenuss." Auch das Label profitiert von der engen Partnerschaft mit *, denn anders als viele Downloadportale zielt * auf ein breites Kundenspektrum - vom Popfan bis zum Klassikliebhaber.

Klangerlebnis wie von CD
Besonderes Highlight der Kooperation: die neue KARAJAN GOLD. Das Best-of-Album ist nur bei * im MP3-Format erhältlich. Klassikfreunde kommen unter anderem in den Genuss berühmter Aufnahmen des Dirigenten wie das legendäre Violinkonzert op. 61 von Beethoven mit der Jahrhundertgeigerin Anne-Sophie Mutter oder seine aufregend rhythmische Interpretation des Boléros von Maurice Ravel. Bereits ab dem 4. April 2008 können Fans das Doppelalbum mit 21 Titeln für 19,95 Euro im MP3-Format erwerben. Dabei profitieren Kunden nicht nur vom kopierschutzfreien Format MP3: Die hohe Audioqualität von 256 kbit/s ermöglicht ein Musikerlebnis in CD-Klangqualität. "Herbert von Karajan war zu Lebzeiten ein ausgesprochener Technik-Fan. Seine Aufnahmen nun auch als Download in CD-Klangqualität zu sehen, hätte ihm sicher große Freude bereitet", erläutert , Managing Director Classics & Jazz.

Dazu ein paar Anmerkungen:

Für die Marketingleute ist klassische Musik offenbar nur "Content", den man als "Vollsortimenter" eben haben muss.

Die "Freude" wird in erster Linie wohl Universal und den Karajan-Erben bereitet, da seine Aufnahmen jetzt auch trackweise verkauft werden können und zusätzliches Geld in die prallen Kassen spülen.

Kopierschutzfreie MP3-Dateien waren schon längst überfällig, weil es mit dem Kopierschutz oft technische Probleme gab und manche Menschen (ich gehöre dazu) prinzipiell keine Musik mit Kopierschutz kaufen. 256 kbit/s ist schon sehr gute Qualität, aber für die hohen Preise, die verlangt werden, möchte ich die Musik bitte lossless komprimiert haben (FLAC) und dann selbst entscheiden, in welcher Qualität ich sie komprimiere und ob überhaupt. Andere Labels sind da schon wesentlich weiter!

Und: Mich würde mal brennend interessieren, was die Marketingleute unter einer "aufregend rhythmischen Interpretation" verstehen :D
Viele Grüsse
Andreas
HenningKolf (27.03.2008, 17:20):
19,95 für ein Doppelalbum mit 256er mp3s ist ziemlich frech, finde ich. Da klingt ja schon V2 VBR deutlich besser, wenn schon konstante bitraten bei Verlustformaten dann 320er. 19,95 würde ich glaube ich auch für flacs kaum ausgeben, im Zweifel bekomme ich die CD beim kleinen Krokodil für 12 €, rippe die flacs selber und habe zudem noch CD und ein mehr oder weniger nützliches booklet.......

Jahrhundertgeigerin A.S. Mutter... :rofl
Tranquillo (27.03.2008, 17:54):
Original von HenningKolf
19,95 für ein Doppelalbum mit 256er mp3s ist ziemlich frech, finde ich. Da klingt ja schon V2 VBR deutlich besser, wenn schon konstante bitraten bei Verlustformaten dann 320er. 19,95 würde ich glaube ich auch für flacs kaum ausgeben, im Zweifel bekomme ich die CD beim kleinen Krokodil für 12 €, rippe die flacs selber und habe zudem noch CD und ein mehr oder weniger nützliches booklet.......
Der Preis erscheint mir auch ziemlich hoch, vor allem verstehe ich genauso wie Du nicht so ganz, wieso beim Download - wenn man angeblich auf Qualität achtet - noch Dateien mit konstanter Bitrate angeboten werden, obwohl das technisch (da kein Streaming) überhaupt nicht erforderlich ist. Bei den Download-Portalen scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben, dass VBR vom Klang her eindeutig besser ist als CBR.

Bei diesen Preisen ist das Angebot eigentlich nur für diejenigen interessant, die nur ein paar Tracks haben wollen und nicht die ganze CD - z. B. das "legendäre" Violinkonzert oder die "aufregend rhythmische Interpretation" des Bolero :rofl

FLAC für komplette Alben ist für mich dann akzeptabel, wenn der Download wesentlich günstiger ist als die CD - oder die CD im Handel nicht erhältlich ist und ich die Aufnahme unbedingt haben will.

Viele Grüsse
Andreas
Tranquillo (27.03.2008, 18:54):
Ich habe gerade mal nachgeschaut - entgegen der Pressemitteilung wird das erwähnte Album

http://static.musicload.de/cov/m/230/29/cover/05/a4/000000000005a44a/UMG_cvrart_00028948007783_01_RGB72_150x150_1697107_eb000b0e3fbef4178f3cc9effc105fca.jpg

für satte 23,95 € angeboten. Hallo, geht's noch?

Für diese EMI-Box

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/5099951609122.jpg

mit 8 CD's will besagtes Portal im Download knapp 40 € haben (MP3 ohne Kopierschutz, 256 kbit/s). Die CD-Box bekommt man im Versand locker für 10 € billiger. Den Download kaufen doch höchstens Leute, die nicht wissen, was die CD's kosten (um sich dann später zu ärgern und wieder CD's zu kaufen). Liebe Musikindustrie, so wird das nichts...

Viele Grüsse
Andreas
Cetay (inaktiv) (30.03.2008, 11:54):
Original von Tranquillo im l'oiseau lyre Faden
Original von Dox Orkh
Wobei ich im Zweifelsfalle immer auf die optisch und haptisch ansprechend aufgemachte CD zurückgreifen werde.
Solange die Downloads sogar teurer sind als die CD's und eine schlechtere Qualität haben (nicht lossless), werde ich das auch tun.

Die Optik und Haptik wird schnell nebensächlich, wenn man eine 20 Jahre alte CD aus dem Regal holt und feststellt, dass man sie nicht mehr abspielen kann. Was nutzt das aufwendig gestaltete Booklet, wenn Du die Musik nicht mehr hören kannst? Das Medium CD hat leider - im Gegensatz zur LP - eine begrenzte Lebensdauer von 20-30 Jahren. Für Popmusik mag das hinnehmbar sein, für Klassik nicht.

Viele Grüsse
Andreas

Ich werde jetzt hier keine Diskussion über die Vergänglichkeit aller Dinge anzetteln. :P
Der Gedanke, den CD-Player gleich durch einen Computer zu ersetzen, hat auch den Hintergrund der Datensicherung von vorhandenen CDs. Und dann von der Festplatte hören und dabei das aufwendige Booklet in der Hand halten. Wer weiß, vielleicht etabliert sich sogar in Zukunft eine Mischform. Man lädt die Daten herunter und bekommt die Informationen als File. Und wer will, kann sich das Booklet gedruckt bestellen. Dann überlässt man dem Hörer die Wahl, ob er zu Gunsten des niedrigen Preises darauf verzichten will oder nicht. Mal sehen, was die Zukunft bringen wird.
Tranquillo (30.03.2008, 12:32):
Original von Dox Orkh
Wer weiß, vielleicht etabliert sich sogar in Zukunft eine Mischform. Man lädt die Daten herunter und bekommt die Informationen als File.
Das gibt es schon, beispielsweise hier. Man kann wählen, in welchem Format man die Musik haben will (auch lossless) und bekommt das Booklet als PDF-Datei. Die Audiodateien haben kein DRM, und man darf sie sogar legal an bis zu drei Freunde weitergeben. Den Preis für die CD kann man selbst festlegen, wobei es natürlich eine Untergrenze gibt. Vor dem Kauf kann man in voller Länge (also nicht nur Hörschnipsel!) probehören, auch in gehobener Qualität.

Aber ich befürchte, dass die "Majors" nie so kundenfreundlich werden; das wird eher bei kleineren Labels der Fall sein.

Viele Grüsse
Andreas
HenningKolf (30.03.2008, 12:59):
Bei Chandos kann man in aller Regel das booklet zum download komplett mit runterladen
HenningKolf (15.12.2008, 22:20):
ab schrieb es heute schon in der Technikecke: Bei der DG gibt es - als Studie über die Kundenresonanz deklariert - 50 CDs in einem lossless-Format (hier: FLAC) zum Download. Der Preis von 12,99 € (ich habe nicht eruiert, ob die sich das Booklet noch extra bezahlen lassen) erscheint mir nicht wirklich konkurrenzfähig. Auf dem Zweitmarkt bekomme ich viele der angebotenen CDs für einen vergleichbaren Preis. Rippe ich selbst und verkaufe die CD für 2,5 bis 3,0 €, komme ich billiger weg und kann mir zudem das Booklet vollständig einscannen. Allerdings werden von der DG auch einige Liveaufnahmen angeboten, die es bisher - und wohl auch demnächst - nicht auf CD gibt (ob die sich lohnen bleibt fraglich).

Naxos hat angekündigt, Anfang nächsten Jahres auf dem vom Label betriebenen Downloadportal ebenfalls FLACs anzubieten. Ich habe noch nicht in Erfahrung gebracht, in welchem Umfang und zu welchem Preis.

Ich hoffe, dass sich irgendwann auch emusic zu einem solchen Schritt wird entscheiden können (mir ist egal, welches lossless-Format - außer apple-lossless wär mir alles recht). Die sind, was lossy-Formate betrifft, konkurrenzlos billig, was für mögliche zukünftige lossless-Angebote hoffen lässt.

Jedenfalls: Es tut sich was an der downloadfront. Leute wie mich, deren Musiksammlung keine Regale füllt, sondern 500 GB, freut es. Der andersdenkenden Forums-Mehrheit kann es allerdings auch nicht ganz egal sein; meine Prognose ist, dass die CD mittelfristig ein Nischendasein fristen wird und die Industrie zum Zwecke der Gewinnmaximierung versuchen wird, teure High-End-Formate durchzudrücken - ob blue ray, DVD-Audio oder ein neues Format, wird sich zeigen.

Gruß
Henning
HenningKolf (15.12.2008, 23:37):
Ich bin mal so frei - nach Rücksprache mit ab - und verschiebe seine heutige Fadeneröffnung und Tranquillos Antwort in diesen Faden, weil es thematisch bestens hineinpasst.


Original von ab
Es geht also los: Das Lossless-Format wird langsam Standard werden. Heute folgendes hereinbekommen:



The DG Web Shop is the first major-label online music-shop offering music downloads in LossLess quality on a global scale. While our DRM-free MP3 320-kbps files remain the standard, as part of the Web Shop's anniversary enhancement, we are making available for download a first selection of fifty titles in the widely used FLAC format at CD LossLess quality. More are planned.

The FLAC (Free Lossless Audio Codec) format is an audio format that compresses a CD quality audio file down to approximately half of its size without any loss in quality - ideal for downloading. Compared to our MP3 320-kbps files, our FLAC files are approximately double the size.



Original von Tranquillo
Original von ab
Es geht also los: Das Lossless-Format wird langsam Standard werden.

Lieber ab,

bei denen, die Wert auf Qualität legen, ist Lossless schon länger Standard. Bei den heutigen Preisen für Festplatten und DSL-Flatrates spielt die Dateigrösse keine entscheidende Rolle mehr.

Neu ist, dass das offenbar nun endlich auch ein Klassik-Major erkannt hat. Der Schritt weg von DRM und Lossy-Formaten war hier längst überfällig. Allerdings unterscheiden sich die Preise nicht nennenswert von den CD's, obwohl die Kosten für Booklet, Jewel Case und CD-Pressung eingespart werden.

Meiner Meinung ist ein Download-Angebot nur dort sinnvoll, wo man Aufnahmen zur Verfügung stellen will, bei denen eine CD-Pressung sich nicht lohnt bzw. wegen wahrscheinlich geringer Nachfrage ein wirtschaftliches Risiko darstellt - nicht aber für CD's mit Mutter oder Netrebko/Villazon, die sicher zu den DGG-Topsellern zählen dürften. Da können die Majors noch einiges von den kleineren Labels lernen.

Wehe aber den Majors, wenn Labels wie Naxos oder Brilliant beginnen, ihren mittlerweile sehr umfangreichen Katalog lossless zu entsprechenden Preisen anzubieten...

Viele Grüsse
Andreas
HenningKolf (22.12.2008, 23:53):
Weitere Möglichkeiten des lossless - Downloads:



MDG, Dorian, Vanguard, ASV im Format FLAC oder AIFF
bisher nur in den USA



KML (Labeque) im FLAC-Format


zahlreiche CD´s von Major-Labeln, noch exklusiv in UK
aber auf der Seite ist "expansion in other countries in 2009" angekündigt



Gruß
Henning
Poztupimi (08.01.2009, 15:04):
Vielleicht was die Download-Fans unter Euch:

Gerade lief auf drkultur ein Beitrag, daß iTunes auf DRM verzichtet und Musicload nachziehen wird. Allerdings wird sich wohl die Preisstruktur ändern, Älteres kann billiger werden, Aktuelles teurer.

Grüße,
Wolfgang