Geboren: 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts Gestorben: 14. Oktober 1990 in New York City __________________________________________________
Ein Thread zu Ehren des Großen Amerikanischen Dirigenten! Leonard Bernstein! Ein Lieblingsdirigent von mir! Ich liebe seine Art, Emotionen, mehr oder weniger stärker in die Musik mit einzubringeni! Bei Bernstein kann man sagen, er hat seine eigene Musik gemacht! Seine oft sehr langsamen und schwerfälligen Tempi, seine gewaltakte, sein Krachen und donnern, seine aufsprießendes Temperament! Ein von meinerseite überaus charismatischer und liebenswürdiger Dirigent, welcher die Musik nicht nur Dirigierte, er lebte diese Musik! :J Bernstein - la valse
Leonard Bernstein! Mit Ihm starb am 14. Oktober 1990, der letzte große Dirigent, der letzte der Großen Garde!
Aufteilen würde ich Bernsteins arbeiten, in den "Sony und BMG - Bernstein" der sechziger und in den "DGG - Berrnstein" der achziger Jahre! Gleich zu Anfang bin ich durch das lesen zweier Biographieren über Bernstein auf seine Spur gekommen! Beide berichteten sehr verschieden über den "Menschen" Bernstein, beim "Dirigenten" Bernstein waren sich aber beide Autoren einig!
1. Leonard Bernstein, Unendliche Vielfalt eines Musikers, Atlantis Musikbuch-Verlag, Peter Gradenwitz, 1984 2. Hoffmann und Campe Verlag, Eine Biographie, 1987, Joan Peyser
Die Gradenwitz-Biographie nähert sich dem "menschlichen" Bernstein, der schönen und guten Seite und lässt ein wenig über den echen Bernstein, der nicht immer besonnen war, sondern auch ein Mann der großen Sprüche war, ein wenig außen vor! Über die andere Hälfte des Bernsteins konnte ich dann in Campes "eine Biographie" Verlag nachlesen! __________________________________________________________________ __________________________________________________________________
Der Unterschied zwischen dem Sony Bernstein und dem DGG Bernstein liegt darin, das Leonard im Gegensatz zu seinen schon emotional beeinflussten Interpretationen der sechziger Jahre, bei der DGG noch emotionaler und schwermütiger wurde und sich regelrecht gehen ließ, was wohl mit dem Tod seiner Frau im Jahre 1978 zusammenhängt und seinen darauffolgenden Vorwürfen sich gegenüber! Langsame, feierlich-schwere Tempi waren an der Tagesordnung wie z.b bei Mozarts Requiem, DDG Beethoven 1-9, Mahler Dies ist bei seinem Mahler der sechziger, gegenüber den achzigern zu beobachten! Viele Kritiker werfen Ihm vor zu weit von den wahren Interpretationen der Komponisten abzudriften! Mich stört das nicht im geringsten! Bernstein darf ruhig abdriften, die Musik durch eigene Emotionen verziehren, so viel und so oft er will! Ich habe gemerkt, dass mir genau diese, seine oft sehr eigenwillige Interpretation, an Herz gewachsen ist! :down :engelBernstein kann zaubern, denn seine Interpretation wird trotz "langsam, schwerfällig" nicht langweilig! Ich liebe seine eigenwillige Art, einen Komponisten darzustellen, wie bei dem 2 Mahler-yklus! Ich mag es, wenn ein Dirigent mehr zu bieten hat, als die schlichte, echte Interpretation eines Werkes, so wie der Komponist das haben wollte! Geladene, krachende Aufnahmen kann Lenny vorzeigen, z.B Dvoraks 9, 1962 NYP, ein Feuerwerk der Extraklasse! :down :engel In meinen Augen nicht zu überbieten! Die DGG Aufnahme von Dvoraks 9 kenne ich noch nicht, aber bald, diese soll nach Meinungen anderer sehr langsam und schwerfällig sein! Mir, als Freund langsamer Tempi, wird diese Aufnahme bestimmt genauso zusagen! Allerdings ist Lenny nicht jedermanns Sache, wie ich bereits in anderen Foren bemerkt habe!
Meine Favouriten:
Dvorak 9, New Yorker Philharmoniker, 1962 :down http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/51mER9VWCJL._AA240_.jpg
Mozart Symphonien 25,29, 35-41,DGG, gehören für mich zu den stärksten, neben Böhm und Walter Requiem 626, DGG,1989 http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6310857.jpg
Beethoven Zyklen 1 und 2, Sony und DGG- Aufnahmen! Besonders liebe ich unter Ihm die Eroica, 5 und die Neunte! http://www.jpc.de/image/w300/front/0/3656606.jpg http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6267379.jpg
Die Fünfte, finde ich nicht nur Typisch Bernstein, nein auch typisch Beethoven(für mich)! Das Thema mit den Schicksalsschlägen zu anfang der 5! Ich kenne keinen, der diese Schläge wie Bernstein langsam, bedrohlich und voller Dramatik, voller Leid ausführt! Langsam und donnern folgen sie dem nächsten! Schicksalsschläge hören sich für mich genau so an! Karajan, Böhm, Kubelik und weiter die Straße runter spielen diese Schläge schnell, wenn auch meistens mit Dramatik! Aber für mich gehören diese Schläge langsam ausgeführt! :thanks Bernstein!
Bernstein, mein Mann für Mahler! Vieles an Ihm Verglich Ihn mit Mahler! Mahler wird, wo man auch hinkommt mit Bernstein in Verbindung gebracht! Der auch nicht ganz frei von übertriebenen Emotionen gewesene Gustav Mahler! Wer, kann diese Musik, dieses Komponisten gerecht werden, wenn nicht Lenny? http://ec1.images-amazon.com/images/I/415XYNM7V5L._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/31T9P637QDL._AA240_.jpg
Den ersten Mahler Zyklus kenne ich komplett, den zweiten leider nur teilweise, meist durch hörproben! Außer zu Solti, habe ich keine Vergleiche anderer Dirigenten! Mahlers Musik ist neben Mozart und Beethoven die Musik, die mich am Meisten fesselt!
Tschaikowski, DGG, 4,5 und 6, DGG sind hervorragend! :engel Nach 1,2 und 3 bin ich auf der Suche http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6311935.jpg
Von Schumann 1-4, DGG, positiv überrascht, beim Probehören http://i2.ebayimg.com/01/i/000/b7/37/c65d_1_b.JPG
Sibilius, Schubert, Mendelssohn (alle DGG) unter Bernstein kommen demnächst, kenne ich nur zum Teil! Ebenso bin ich auf seine eigenen Kompositionen gespannt, seine 3 Symphonien.
Die "Londoner" und "Pariser" Symphonien (Haydn) (Sony) sind bestellt! Habe irgentwo einen Begeisterten Beitrag darüber gelesen! http://ec1.images-amazon.com/images/I/41DZN8G82ML._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/31TCSHB370L._AA240_.jpg
Als Operndirigent ist mir Lenny bis auf Medea (mit Callas) völlig unbekannt!
Er war besonders ein Dirigent der Klassischen Moderne und deswegen werde ich auch noch den einen oder anderen unbekannten Komponisten durch Ihn ins Haus holen! :J
Laut dieses Textes sollte man meinen, dass ich nichts als Bernstein höre! Nein! Ich höre auch viel unter Karajan, Böhm, Furtwängler, usw. aber was auch immer ich als Top-Einspielungen anderer Dirigenten bezeichne, Bernstein kann fast immer mithalten oder sogar übertrumpfen! :J :J :J
Videos zu L. Bernstein
Gustav Mahler Symphonie Nr.1 (Ausschnitt) Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 1) Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 2) Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 3) Beethoven Egmont Overture Bernstein Vienna Philharmonic W.A. Mozart - Requiem (KV 626) - Dies irae Mozart Ave Verum Corpus por Leonard Bernstein
Wisst Ihr, warum Bernstein nur wenig Bruckner gemacht hat? Wie gut vertreten ist Bernstein bei euch? Wie steht Ihr zu diesem Dirigenten? Gibt es Empfehlungen von eurer Seite? Hat Ihn jemand von euch live erlebt?
Gruß Daniel :beer
Rachmaninov (03.10.2007, 17:19): @Daniel,
eine sehr schöne und vor allem sehr persönliche Eröffnung des Threads! :hello
Kennen sollte, nein muss man natürlich die Ansprache zur Aufnahme des 1. Klavierkonzerts von Brahms mit Glenn Gould. Grandios was Bernstein sagt, wie er es sagt und vor allem WARUM! Er sagt es eben WEIL er die Musik liebt, mehr als eine unterschiedliche Meinung.
Zu hören auf dieser Aufnahme, die kürzlich auch im neuen Look erschien!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/8688664.jpg
Cosima (03.10.2007, 19:13): Leonard Bernstein steht ganz oben in meiner Favoriten-Liste der Dirigenten. Ich schätze seinen expressiven und emotionalen Stil sehr. An Aufnahmen würde ich besonders hervorheben:
Barber – Adagio for Strings (ich mag das :engel)
Berlioz – Symphonie fantastique (auch wenn Zelenka nun Minkowski noch über Bernstein stellt)
Dvorák - Symphonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt"
Franck - Symphonie d-moll
Ives - Symphonie Nr. 2 (sehr gut, obwohl ich Litton inzwischen noch etwas vorziehe)
Mozart – Requiem (genauso will ich das hören!)
Prokofiev - Symphonie Nr. 1 "Klassische" (für mich die „Referenz“ dieser Symphonie, fantastisch! :down)
Seinen Beethoven finde ich auch gut; was seine Mahler-Aufnahmen angeht, bin ich noch etwas unschlüssig.
Gruß, Cosima
Rachmaninov (03.10.2007, 19:18): @Forianer,
K. Zimerman hatte ein Projekt begonnen und spielte mit dem Wiener Philharmonikern die gesamten Klavierkonzerte Beethovens ein. Wenn ich mich nichtirre nannte Bernstein "Beethoven den größten aller Komponisten"
Bernstein verstarb und daher konnte er nur die Konzerte 3-5 mit Zimerman einspielen, der dann die Konzerte 1-2 von Klavier aus dirigierte.
Diese Aufnahme ist sicherlich ein wichtiges Dokument und ein "fast" muss in der Diskographie eines Bernstein-Bewunderers!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6459615.jpg
HenningKolf (03.10.2007, 19:26): Hallo Daniel,
sehr schöne thread-Eröffnung, besonders gefällt mir das oben verlinkte Video...muss schön sein, wenn man einen Beruf hat, in dem man voll und ganz aufgehen kann :)
Ich finde auch, dass Bernstein oft (immer?) sehr eigenwillig interpretiert, stets mit überkochender Emotion und oft recht eigenwilligen Tempi. Es ist daher so, dass ich Bernstein-Aufnahmen sehr gerne als Kontrastprogramm zu der von mir geschätzten exakten Fraktion im "Bauhausstil" (Szell, Klemperer) höre.
Das, was ich von bzw. über Lenny als Menschen gelesen und gehört habe, läßt ihn mir recht sympathisch erscheinen.
Von Bruckner gibt es wohl wirklich nur die 6. und 9., keine Ahnung warum dies so ist. Eine gute Discographie findet sich übrigens hier:
als pdf-download
cosima schreibt über Bernsteins Symphonie Fantastique - gute Idee, ich bin nämlich mit meinen bisherigen Anschaffungen diesbezüglich nicht zufrieden, kann mir extrem gut vorstellen, dass das eine bemerkenswerte Aufnahme ist.
Gruß Henning
Rachmaninov (03.10.2007, 19:32): Original von HenningKolf Ich finde auch, dass Bernstein oft (immer?) sehr eigenwillig interpretiert, stets mit überkochender Emotion und oft recht eigenwilligen Tempi. Es ist daher so, dass ich Bernstein-Aufnahmen sehr gerne als Kontrastprogramm zu der von mir geschätzten exakten Fraktion im "Bauhausstil" (Szell, Klemperer) höre.
Recht gewöhnungsbedürftig und für mich nicht gänzlich überzeugend, da mir oft das "doppelbödige" fehlt empfinde ich z.B. seine Schostakowitsch Sinfonien. Soweit mir bekannt hat er alle, die er für SONY einspielte später auch bei der DG aufgenommen. Alleridngs hat er bei weitem nicht alle Sinfonien eingespielt. Die #5 war wohl sein Favorit!
cosima schreibt über Bernsteins Symphonie Fantastique - gute Idee, ich bin nämlich mit meinen bisherigen Anschaffungen diesbezüglich nicht zufrieden, kann mir extrem gut vorstellen, dass das eine bemerkenswerte Aufnahme ist.
Gruß Henning
Gibt auch einen Thread dazu! hier
daniel5993 (03.10.2007, 19:33): Rachmaninov schrieb: Wenn ich mich nicht irre nannte Bernstein "Beethoven den größten aller Komponisten"
Ja, Bernstein hatte immer große Worte für "Große" Komponisten! Viele Zitate Bernstein sprießen nur so von Wahrheit und tiefe!
Und es ist richtig, nachdem er den zweiten Beethoven-Symphonien Zyklus mit den Wiener Philharmonikern beendet hatte, sagte er in einem Interview, er halte Beethoven für den größten aller Komponisten!
nikolaus (03.10.2007, 20:08): Original von Cosima Leonard Bernstein steht ganz oben in meiner Favoriten-Liste der Dirigenten. Ich schätze seinen expressiven und emotionalen Stil sehr. An Aufnahmen würde ich besonders hervorheben:
Barber – Adagio for Strings (ich mag das :engel)
Berlioz – Symphonie fantastique (auch wenn Zelenka nun Minkowski noch über Bernstein stellt)
JAAA!!! :down
Original von CosimaProkofiev - Symphonie Nr. 1 "Klassische" (für mich die „Referenz“ dieser Symphonie, fantastisch! :down)
Wo ist die denn erschienen/mit welchem Orchester? Ich suche nämlich immer noch nach einer guten Aufnahme dieser Symphonie.
:thanks Nikolaus.
Cosima (03.10.2007, 20:22): Original von nikolaus Original von CosimaProkofiev - Symphonie Nr. 1 "Klassische" (für mich die „Referenz“ dieser Symphonie, fantastisch! :down)
Wo ist die denn erschienen/mit welchem Orchester? Ich suche nämlich immer noch nach einer guten Aufnahme dieser Symphonie.
Ich hatte die Aufnahme schon vor über einem Jahr in dem von Dir eingerichteten Thread zur Symphonie empfohlen. :W
Es handelt sich um das New York Philharmonic (Sony). Sie ist aber nach wie vor nur als Gebrauchtware erhältlich, leider momentan auch nur zu horrenden Preisen. Aber es wird ja einiges wieder veröffentlicht…
Gruß, Cosima
Poztupimi (03.10.2007, 20:33): Hallo zusammen,
also ich muß zugeben, Bernstein spielt in meiner Tonträgersammlung eher eine untergeordnete Rolle, ohne daß dies auf irgendeine Art der Ablehnung meinerseits zurückzuführen wäre.
Was ich mit ihm besitze, deckt dann eher "Randbereiche" meiner Hörgewohnheiten ab, also z. B.
Gershwin - Rhapsody in Blue / An American in Paris Bernstein - Kaddish / Chichester Psalms / Candide / West Side Story Copland, Barber - Appalachian Spring / Adagio for Spring Hindemith - Symphonie in Es Hindemith - Mathis der Maler Elgar, Holst - Pomp / Planets
Bei diesen Werken bin ich mit den Aufnahmen insofern zufrieden, als daß ich nicht denke, hier weitere kaufen zu müssen.
Klar, auch etwas Beethoven, Mozert, Haydn, Mahler und Brahms, aber sehr untergeordnet.
Ach ja:
Original von daniel5993
Leonard Bernstein! Mit Ihm starb am 14. Oktober 1990, der letzte große Dirigent, der letzte der Großen Garde!
Widerspruch! Ich denke nicht, daß es keine großen Dirigenten mehr gibt, bei einer Formulierung wie "... der alten Garde..." allerdings hätte ich nicht widersprochen. :D
Viele Grüße, Wolfgang
nikolaus (03.10.2007, 21:04): Original von Cosima
Ich hatte die Aufnahme schon vor über einem Jahr in dem von Dir eingerichteten Thread zur Symphonie empfohlen. :W
Es handelt sich um das New York Philharmonic (Sony). Sie ist aber nach wie vor nur als Gebrauchtware erhältlich, leider momentan auch nur zu horrenden Preisen. Aber es wird ja einiges wieder veröffentlicht…
Gruß, Cosima
:ignore Verflixt, ich werde alt!
Aber in der Tat hatte ich damals herumgeschaut, ob ich sie bekommen kann (zu vernünftigen Preisen), hatte aber nichts erreichen können. Das nur zu meiner Entlastung... :engel
Demütigst, Nikolaus.
daniel5993 (03.10.2007, 21:40): Original von Cosima Leonard Bernstein steht ganz oben in meiner Favoriten-Liste der Dirigenten. Ich schätze seinen expressiven und emotionalen Stil sehr. An Aufnahmen würde ich besonders hervorheben:
Mozart – Requiem (genauso will ich das hören!)
Hallo Cosima :hello
Da geb ich dir Recht! Eine schöne Aufnahme! Heut Morgen zum ersten mal gehört und gleich begeistert!
Gruß Daniel
daniel5993 (03.10.2007, 21:44):
Original von daniel5993
Leonard Bernstein! Mit Ihm starb am 14. Oktober 1990, der letzte große Dirigent, der letzte der Großen Garde!
Widerspruch! Ich denke nicht, daß es keine großen Dirigenten mehr gibt, bei einer Formulierung wie "... der alten Garde..." allerdings hätte ich nicht widersprochen. :D
Viele Grüße, Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Ok, da wären noch Solti (1997) und Giulini (2005) Aber das ist Ansichtssache!
Ich denke aber, das heute keiner mehr solch einen hohen Stellenwert hat und die Massen begeistern kann wie etwa ein Toscanini, Furtwängler, Karajan, Fricsay, Böhm, Walter, Bernstein! Aber auch das ist wieder Ansichtssache! :J
D :tongue:arüber lohnt es sich nicht zu streiten!
Gruß Daniel :beer
Poztupimi (03.10.2007, 22:17): Hallo Daniel,
Original von daniel5993
Ich denke aber, das heute keiner mehr solch einen hohen Stellenwert hat und die Massen begeistern kann wie etwa ein Toscanini, Furtwängler, Karajan, Fricsay, Böhm, Walter, Bernstein! Aber auch das ist wieder Ansichtssache! :J
D :tongue:arüber lohnt es sich nicht zu streiten!
Gruß Daniel :beer
Ob die von Dir genannten die Massen begeistert haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bleibe jedoch dabei, daß es auch unter den heute noch lebenden aus meiner Sicht durchaus große Dirigenten gibt, seien es Barenboim, Rattle, Abbado, Harnoncourt, Levine, Muti ... Möglicherweise ist nicht jeder dieser hier genannten - oder die nicht genannten - nicht so medial veranlagt und entsprechend präsent wie zum Beispiel Bernstein.
Viele Grüße, Wolfgang
daniel5993 (03.10.2007, 22:38): Original von Poztupimi Hallo Daniel,
Original von daniel5993
Ich denke aber, das heute keiner mehr solch einen hohen Stellenwert hat und die Massen begeistern kann wie etwa ein Toscanini, Furtwängler, Karajan, Fricsay, Böhm, Walter, Bernstein! Aber auch das ist wieder Ansichtssache! :J
D :tongue:arüber lohnt es sich nicht zu streiten!
Gruß Daniel :beer
Ob die von Dir genannten die Massen begeistert haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bleibe jedoch dabei, daß es auch unter den heute noch lebenden aus meiner Sicht durchaus große Dirigenten gibt, seien es Barenboim, Rattle, Abbado, Harnoncourt, Levine, Muti ... Möglicherweise ist nicht jeder dieser hier genannten - oder die nicht genannten - nicht so medial veranlagt und entsprechend präsent wie zum Beispiel Bernstein.
Viele Grüße, Wolfgang
:beer
Gruß Daniel
daniel5993 (04.10.2007, 11:14): Hallo!
Hier ein paar Sprüche und Weisheiten ala Bernstein! Er war nicht nur Komponist und Dirigent, auch war er ein Wortgewandter, ein nach Wahrheit suchender Denker! Lassen wir also Leonard Bernstein mal selbst zu Wort kommen! :wink
"DerKunstliebhaber kann ehrlicherweise kein Skeptiker sein. Die Liebe zur Musik ist ein Glaube, wie immer man sich drehen und wenden mag"
"Die echte Freude, die Musik bereitet, ist vielleicht unendlich viel größer als die Freude an einem Bild. Sie ist physischer, ein zeitliches Erlebnis, das vom Komponisten für den Zuhörer organisiert wird. Das ist ein Gemälde nicht; der Beschauer muss sein Erlebnis selbst organisieren, indem er seine Wahrnehmungen auf einen Baum unten rechts oder auf einen Sonnenuntergang oben links konzentriert. Darum behaupte ich, dass die Menschen so viel versäumen, wenn sie ein musikalisches Erlebnis nicht in seiner Gesamtheit, die offen vor Ihnen ausgebreitet liegt, genießen können."
"Warum will ein Komponist überhaupt etwas sagen? Vorrausgesetzt, er habe etwas zu sagen, warum behält er es nicht für sich? Das ist der Zwang, der den Künstler macht. Ich sehe immer ein Bild vor mir: ein Künstler, mit einer Art von Teufel auf dem Rücken, der Ihn mit einer Heugabel anstachelt. Ich habe dieses Gefühl, wenn ich auf die Bühne trete, um zu dirigieren - irgend etwas stößt mich hinaus, ein Kobold im Rücken. Man bekommt in der Tat selbst Lust, hinauszutreten und diese Verrückte Sache auf dem Podium anzuschauen; es ist wirklich eine verrückte Sache. Ein erwachsener Mann steht auf dem Podium und fuchtelt mit den Armen herum: blödsinn! Aber irgend etwas bringt mich dazu, es zu tun. Es ist ein Zwang. Kein Zweifel - es ist triebhaft. Man kann nichts dagegen tun. der Akt des Komponierens ist ebenso zwingend. Wenn man etwas zu sagen hat, fließt einem sofort der Mund davon über. Im Privatleben geht das natürlich nicht, denn wenn man da etwas zu sagen hat, muss man warten, bis man an die Reihe kommt, und die Gewissheit haben, dass irgendjemand hören will, was man zu sagen hat. Man hat während einer Abendgesellschaft den günstigen Moment abzuwarten, indem man sich einschalten und es dann sagen kann. Ist man aber ein Komponist oder ein anderer Künstler, hat man das göttliche Recht, es auf jeden Fall zu sagen. Das heiß noch nicht, dass es auch gehört werden wird."
"Der Dirigent muss sein Orchester nicht nur zum Spielen bringen. Er muss den Musikern auch noch den Wunsch und das Bedürfnis zum Spielen einflößen. Durch Schmeichelei, Forderung oder Zorn muss er sie begeistern und mitreißen ... wenn das entritt - wenn hundert Menschen genau und zur gleichen Zeit seine Gefühle teilen, wenn sie wie ein Mann jedem Steigen und Fallen, jeder Wendung und jeder inneren Bewegung folgen-, erst dann entsteht eine Gemeinschaft des Fühlens, die nicht ihresgleichen hat. Unter allen menschlichen Beziehungen, die ich kenne, ist es diese, die der Liebe am nächsten kommt. Diese Vereinigung in gemeinsamer Liebe schafft eine vollständige Einheit zwischen dem Dirigenten und den Musikern und schließlich auch dem Publikum."
"Beethovens Musik spielen heißt, sich selbst ganz dem Kindergeist anvertrauen, der in diesem grimmigen, unbeholfenen, gewalattätigen Mann lebt. Es heißt, sich von einer hinreißenden Unschuld verführen zu lassen. Ohne diese äußere Hingabe kann man das Adagio der neunten nicht spielen. Oder, zum Beispiel, das Scherzo. Oder, weiß der Himmel, den ersten Satz. Und das Finale? Das vor allem! s ist schlechthin unspielbar, solange wir nicht den ganzen weg mit ihm gehen, in kindlichem Glauben, in der Sicherheit, dass es eine Unsterblichkeit gibt, wie sie nur Kinder (oder das Genie) besitzen - es ist unspielbar, solange wir nicht mit Ihm gehen, wenn er ausruft, Brüder!, Töchter!, Freude!, Millionen!, Gott!. Aber vor allem Brüder! Das vor allem ist sein kindlicher Aufschrei. den müssen wir glauben, um ihn spielen zu können. Das ist der Grund, warum wir in dieser zynischen Welt von der wunderlichen, unzeitgemäßen Vorstellung verzaubert werden, dass alle Menschen suf Erden als Kinder Gottes zusammenleben könnten - wenn wir es von Beethoven ausgesprochen hören. Es ist der unwiderstehliche Zauber seines Glaubens, der die Idee und die Musik unzerstörbar macht.!
"Es kann nicht purer Zufall sein, dass nach einem halben Jahrhundert gründlichen Experimentierens die besten und beliebtesten Werke in atonaler und serieler Ausdrucksweise oder in der Zwölftonmusik jene Werke sind, die sich entgegen aller Übermacht einen gewissen Hintergrund der Tonalität bewahrt zu haben scheinen, jene Werke, die am reichsten an tonalen Einflechtungen sind. Ich denke aus dem Stegreif an Schönbergs Drittes Quartett, an sein Violinkonzert, an seine beiden Kammer-Symphonien; ich denke an beinahe sämtliche Musik von Alban Berg und an "Agon" oder "Threni" von Stravinsky; sogar an die Symphonie von Webern oder an seine zweite Kantate - in allen diesen Werken trifft man fortwährend deutliche Gespenster von Tonalität, die einen beim Zuhören verfolgen. Je mehr man zuhört, desto mehr wird man verfolgt. In dieser Verfolgung spührt man die quälende Sehnsucht nach Tonalität, den heftigen Trennungsschmerz und das geheime Bedürfnis, sie wiederzuerlangen."
"Im Augenblick, da ein Komponist versucht, Töne zu abstrahieren, weil er Ihren tonalen Sinn verleugnet, hat er das Reich der Verständigung mit der Welt verlassen. Es ist in der Tat beinahe unmöglich (wenn sich auch die Komponisten, weiß der Himmel, seit fünfzig Jahren eifrigst bemühen) mitanzusehen, zu welchen verzweifelten Mitteln mehr und mehr Zuflucht genommen wird; Aleatorik, Elektronik, notenlose "Angaben", Verwendung von Lärm und was nicht noch alles."
"Sucht man in meiner Musik nach dem Gegensatz von Optimismus und Pessimismuss, so wird man im Gegensatz von Tonalität und Nicht-Tonalität das beste musikalische Äquivalent finden. Ich glaube zutiefst an die Tonalität, dass man immer noch frische Klänge, wirklich neue Melodien und Harmonien auf tonaler Basis schreiben kann."
"Ein großer Lehrer ist einer, der aus seinen Schülern Funken herrausschlagen kann, Funken, an denen ihr Enthusiasmus für Musik - oder was immer sie studieren - schließlich Feuer fängt."
"Es ist mehr als merkwürdig, dass die letzte wirklich große Symphonie, Stravinskys Symphonie in drei Sätzen, die 1945 vollendet wurde, genau mit dem Ende des zweiten Weltkriegs zusammenfällt. Manchmal glaube ich, dass die apokalyptische Bombe nicht nur Hiroshima zerstört hat, sondern auch die gesamte tonale Idee der Symphonie."
"Mozart ist der göttliche Mozart und wird es immer sein. Nicht nur ein Name, sondern ein himmlisches Genie, das auf diese Erde kam, dreißig und einige Jahre blieb, und als er die Welt verließ, war sie neu, bereichert und durch seinen Besuch gesegnet... Mozarts Genie war wie das aller großen Künstler weltumfassend. Mozart fing nicht nur das Gefühl, den Duft und den Geist seines Zeitalters ein, sondern auch den Geist und das Wesen des Menschen, des Menschen aller Epochen, des Menschen mit all seiner geheimen Sehnsucht, mit seinem Kampf und seiner Zwiespältigkeit."
"Gelegentlich kommt es mir in den Sinn, dass an irgendeinem fernen Tag Musik, die völlig von der Tonalität losgelöst ist, denkbar wäre. Ich kann in meinem Kopf solche Musik nicht hören, bin aber bereit zuzugestehen, dass sie möglich wäre. Nur könnte dieser ferne Tag erst nach einer grundlegenden Veränderung unserer physischen Gesetzte erscheinen, möglicherweise dadurch, dass sich der Mensch von unserem Planeten loslöst. Vielleicht befindet sich der Mensch auf seiner Jagd nach dem Weltraum bereits am Anfang der langen Straße zu diesem neuen Bewußtsein, zu diesem Omega-Punkt. Vielleicht sind wir eines Tages von der Tyrannei de Tempos und von der Diktatur der Obertonreihe befreit. Aber noch sind wir irdisch, erdgebunden und weit entfernt von einem Omega-Punkt; wir stecken noch immer in so altmodischen Dingen wie menschlichen Verbindungen, ideologischen, internationalen Konflikten und Rassenkämpfen. Wir sind auch mit der größten Vorstellkraft und ungeachtet der Wunschträume unserer Kosmologien noch nicht von unserem Planeten befreit. Wie können wir vom Erreichen des Omega-Punktes sprechen, solange wir immer noch solche Hinterhofspiele trieben wie Vietnam? Nein, wir sind immer noch Kreaturen dieser Erde, wir brauchen noch menschliche Wärme und haben das Bedürfnis, uns untereinander zu verständigen. Dafür sei Gott gepriesen. Solange einer von uns noch versucht, den anderen zu erreichen, solange wird es den heilenden Beistand tonaler Empfänglichkeit geben."
"Wenn es je einen Komponisten gab, von dem man sagen kann, er sei der Komponist seiner Zeit gewesen, dann war es Gustav Mahler. Prophetisch war er nur insofern, als er bereits wußte, was die Welt erst ein halbes Jahrhundert später wissen und sich eigestehen würde... In Ihrer Enthüllung ist diese Musik beinahme grausam. Es ist, als hätte eine Kamera die westliche Zivilisation in dem augenblick erwischt,in dem ihr Verfall begann. Mahlers eigenes Konzertpublikum aber sah all das nicht: Es weigerte sich - oder war außerstande -, das eigene Abbild im Spiegel dieser seltsamen Symphonien zu erkennen."
"Die Musik ist etwas ganz Besonderes. sie errreicht unser Herz nicht über den Verstand; sie ergreift das Herz direkt. Man muss sie nicht verkleiden wie die gesprochenen Worte in einem Theaterstück. Sie packt uns ganz spontan und beeidruckt uns deswegen so stark"
"Bewegende Musik wird nie von einem bewegten komponisten geschrieben und verzweifelte Musik nie von einem verzweifelten Komponisten. Können Sie sich mich als Komponisten vorstellen, der in verzweifelter Stimmung, in Selbstmordstimmung, bereit, alles aufzugeben, sich ans Klavier setzt und die "Pathetique" von Tschaikowsky komponiert? Wie könnte ich das? Ich wäre nicht einmal in der Verfasung, meinen Namen zu schreiben."
"Es kommt darauf an, was Ihr empfindet, wenn ihr Musik hört... Wir brauchen nicht alles über Halbtöne, Ganztöne und Akkorde wissen, um Musik zu verstehen. Wenn sie uns etwas sagt - nicht etwas erzählt oder ein Bild beschreibt, sondern ein Gefühl erweckt-, wenn sie eine Veränderung in uns bewirkt, dann verstehen wir Musik. Das ist alles. Denn diese Gefühle gehören zur Musik. Sie stehen selbstständig da wie die Geschichten und Bilder, über die wir vorher gesprochen haben. Sie sind nicht außerhalb der Musik. Um diese Gefühle geht es in der Musik. Das wunderbarste aber ist, dass die Gefühle, welche Musik in uns hervorruft, unendlich vielfältig sind."
"Nur Künstler können Magie begreiflich machen. Nur in der Kunst findet die Natur ihren Ausdruck. Und ebenso läßt sich Kunst nur durch Kunst ausdrücken."
"Ihr habt sicher schon Leute sagen hören: "Ich habe nur gute Musik gern" und sie meinen Händel anstatt Bob Dylan. Ihr wisst, was sie sagen wollen; aber gibt es nicht auch so etwas wie guten Jazz oder einen guten Schlager? Ihr könnt also nicht das Wort "gut" benutzen, um eine einzige Art von Musik zu beschreiben. Es gibt guten Händel und guten Bob Dylan."
Quelle der Zitate, Leonard Bernstein - Worte wie Musik (Buch)
Ich fand das mal ganz interessant, zu sehen, was in diesem Kopf so vor sich ging! :wink
Gruß Daniel
Nordolf (07.10.2007, 00:04): Danke Daniel für Deine sehr persönliche Einführung (gerade bei Bernstein passt das besonders gut) und für die interessanten Zitate! :hello
Die Zitate zeigen auch, das Bernstein ein sehr religiöser und zwar in einem archaischen Sinne religiöser Mensch war: diese ganze Epiphaniesprache, die ekstatische Glut der "Anbetung", Musik als Entrückung und Erlebnis einer geheimen Macht, das Betonen der Selbsterfahrung, das Gegenüberstellen von sinnlichem erdverhafteten tonalen Hören und utopischem Wunsch nach Entgrenzung der Tonalität, dann aber wieder die Tonalität als Gemeinschafts- und Verbindungserlebnis...
Ich finde das sehr spannend. Irgendwie fordert die ganze Interpretationskunst von Bernstein geradezu zum Bekenntnis heraus. Immer, wenn ich über Bernstein rede, kommen mir ganz schnell Bekenntnisse über die Lippen. Dabei geht es mir allerdings nicht um einen einzelnen Menschen, sondern um eine bestimmte Art des Musizierens - eben um dieses fast "religiöse" Aufgehen in der Musik.
Ich liebe ganz besonders die drei Mahler-Boxen bei DGG, die Sony-Boxen mit Sibelius und Tschaikovsky sowie die Aufnahme der 6. Symphonie von Tschaikovsky bei DGG.
Die unglaublich große Liebe zur Musik macht Ihn so interessant! Mahlers Musik ist seine Musik gewesen! Darin ist er regelrecht aufgegangen! Seine Charismatische, sympatische Ausstrahlung ists die einen fasziniert, Musik machen ist für Ihn Hingabe gewesen! Mit dieser Innigkeit zur Musik, legt er einem diese Musik ans Herz! Oft wurde Lenny in New Yorker Zeiten (1958-1969) von einem hartnäckigen Kritiker in New york als Schauspieler hingestellt, attackiert, kritisiert! Doch seine Art, Musik zu machen, zu dirigieren ist kein Schauspiel! Für mich ist er kein Schauspieler gewesen! Schonberg (Kritiker) sagte, er täusche die Empfindungen zur Musik vor! Später hat Lenny auch gesagt, das Ihm die ewige Kritik an seinem Dirigierstil viel Kraft gekostet hat, was auch zeigt, das er nicht unbeding hart im Nehmen war!" Es gab Augenblicke, da hätte ich lieber alles hingeschmissen"! Alle Kritik hat aber nichts gebracht, Faszination Bernstein hieß es weiterhin für die New Yorker, die Sääle blieben brechend voll! Die "Freiheit", wie er meinte hat er erst bei den Wienern wiedererlangt!
In seinen zwei großen Stationen, Sony-BMG und DGG hat er fast alles doppelt aufnehmen können, bevor er ging! Wir haben also den Kontrast von dem New Yorker und dem Wiener Bernstein vor Augen! Woran ist er eigentlich gestorben? Er ist "nur" 72 Jahre alt geworden, sah aber wesentlich älter aus, durch seine markanten, tiefen Gesichtszüge und den grauen Haaren, welche sich schon mit mitte dreißig zeigten!
Die DGG- Symphonien von Mahler kenne ich nur wenig, aus Hörproben! Hatte vor mir die große Gesamtbox zu kaufen! Denke aber ich werde die Teilboxen der Symphonien kaufen und mich nach und nach vorwärts tasten!
Gute Nacht Daniel :beer
satie (07.10.2007, 01:46): Woran ist er eigentlich gestorben? Er ist "nur" 72 Jahre alt geworden, sah aber wesentlich älter aus, durch seine markanten, tiefen Gesichtszüge und den grauen Haaren, welche sich schon mit mitte dreißig zeigten!
Gestorben ist er an den Folgen eines Herzinfarktes. Ich glaube mich zu erinnern, dass der irgend etwas mit einem seiner sexuellen Abenteuer zu tun hatte. Bernstein war ja bisexuell (das ist offiziell und gar kein Geheimnis). Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland. Ich dachte, der Herzinfarkt hatte mit irgend einer Geschichte mit einem Callboy zu tun, aber sicher bin ich nicht mehr. Damals hatte ich die Todesnachricht mit Erschütterung gehört, denn er war in meinen sehr jungen Jahren ein großes Vorbild. Und da erschütterten mich die Meldungen von wegen Bisexualität noch ziemlich. Heute habe ich damit gar keine Probleme mehr. Jedenfalls kann so ein furchiges Gesicht nach derartig schwierigen Lebenserfahrungen eigentlich nicht wundern. Jahrelang hatte er ja zumindest teilweise gezwungenermaßen seine wahren Leidenschaften nicht ausleben dürfen, zumindest nicht ohne große Angst. Und vielleicht war da die Musik auch ein Ventil, vielleicht spiegelt sich davon ja auch etwas in den Interpretationen, seinem Zugang zu Musik.
S A T I E
P.S.: Und natürlich hat er auch geraucht wie ein Bürstenbinder. Von nichts hatte er nicht so eine naja, sagen wir mal... bassige Stimme. Da ist der Herzinfarkt oft nicht weit.
Zelenka (07.10.2007, 09:55): Original von Satie P.S.: Und natürlich hat er auch geraucht wie ein Bürstenbinder. Von nichts hatte er nicht so eine naja, sagen wir mal... bassige Stimme. Da ist der Herzinfarkt oft nicht weit.
Original von Satie Woran ist er eigentlich gestorben? Er ist "nur" 72 Jahre alt geworden, sah aber wesentlich älter aus, durch seine markanten, tiefen Gesichtszüge und den grauen Haaren, welche sich schon mit mitte dreißig zeigten!
Gestorben ist er an den Folgen eines Herzinfarktes. Ich glaube mich zu erinnern, dass der irgend etwas mit einem seiner sexuellen Abenteuer zu tun hatte. Bernstein war ja bisexuell (das ist offiziell und gar kein Geheimnis). Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland. Ich dachte, der Herzinfarkt hatte mit irgend einer Geschichte mit einem Callboy zu tun, aber sicher bin ich nicht mehr. Damals hatte ich die Todesnachricht mit Erschütterung gehört, denn er war in meinen sehr jungen Jahren ein großes Vorbild. Und da erschütterten mich die Meldungen von wegen Bisexualität noch ziemlich. Heute habe ich damit gar keine Probleme mehr. Jedenfalls kann so ein furchiges Gesicht nach derartig schwierigen Lebenserfahrungen eigentlich nicht wundern. Jahrelang hatte er ja zumindest teilweise gezwungenermaßen seine wahren Leidenschaften nicht ausleben dürfen, zumindest nicht ohne große Angst. Und vielleicht war da die Musik auch ein Ventil, vielleicht spiegelt sich davon ja auch etwas in den Interpretationen, seinem Zugang zu Musik.
S A T I E
P.S.: Und natürlich hat er auch geraucht wie ein Bürstenbinder. Von nichts hatte er nicht so eine naja, sagen wir mal... bassige Stimme. Da ist der Herzinfarkt oft nicht weit.
Danke Satie, das ist schön zusammengetragen!
Bernstein war ja bisexuell (das ist offiziell und gar kein Geheimnis). Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland.
Und da erschütterten mich die Meldungen von wegen Bisexualität noch ziemlich.
Von seinen sexuellen Neigungen wurde auch ausführlich in der oben genannten "Hoffman und Campe" Biographie berichtet und ich muss sagen, dass mich dass auch erschüttert hat! Die Begeisterung Bernstein lies nach, doch mit der Zeit bin ich garnicht "musikalisch" an Ihm vorbeigekommen! Jetzt ists mir schon egal! Jeder lebt anders!
Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland.
Und bis ans Ende seiner Tage hat er sich große Vorwürfe gemacht, wegen seiner Frau! In Ihrer Krankheitszeit hat er sich ja rührend um Sie gekümmert, bis zu Ihrem Tod! Aber Vorwürfe hat er sich trotzdem immer gemacht! Er hat ja auch seiner Frau zuliebe, mehrere Therapien über sich ergehen lassen in Sachen "Weg von homosexualität"!
Gruß Daniel
Amadé (07.10.2007, 16:52): Hallo,
bei L.Bernstein wurde im April 1990 Lungenkrebs diagnostiziert, der mit Bestrahlungen behandelt wurde. Als Folge stellten sich weitere Beschwerden ein, die zusammen seinen Gesundheitszustand rapide verschlechterten. Er verstarb am 14.10.1990 gegen 18.15. Als Todesursache gab sein behandelter Arzt Dr. Kevin Cahill an: "Akutes Herzversagen, verursacht durch fortgeschrittenes Emphysem, pleuralen Tumor und eine Reihe von Lungeninfekten." Quelle: Humphrey Burton - Leonard Bernstein - Die Biographie, deutsch Stuttgart 1994 S.672
Die "West side story" ist sicherlich ein Welterfolg. Denke viele andere komponierende Komponisten hatten da nicht so viel erfolg mit ihren Werken....
teleton (09.10.2007, 13:08): Hallo Rachmaninov,
Du meinst komponierende Dirigenten. Ich finde Bernstein in dieser Hinsicht sehr ausgewogen, denn er hat ebensogute Komositionen wie Aufnahmen hinterlassen. Seine mit jüdischer Thematik angehauchten Werke gefallen mir alle ausnahmslos und ich besitze alle Stereo-Aufnahmen mit ihm /von ihm.
In der Regel ist Bernstein selbst der beste Dirigent seiner Werke. Die Sinfonien Nr.1-3 liegen in der großartigen CBS-Einspielung mit den New Yorker PH (SONY) vor, die spätere mit dem Isreal PO (DG) ist auch Klasse gelungen, da er alles aus dem Israel PO raus holt.
Leonard Bernstein ist jüdischer Abstammung und diese Thematik prägt und durchzieht sein gesamtes Schaffen. Seine eindrucksvollen Sinfonien sind geprägt von seinem tiefen Glauben, seiner verbundenheit zum Judaismus und enthalten zudem die bernsttypischen Jazzelemente.
Seine Sinfonie Nr.1 „Jeremiah“ schrieb Bernstein im Jahre 1942 für einen Kompositionswettbewerb des NewEngland Conservatory. Bei der Preisvergabe ging Bernstein zwar leer aus, doch der Leiter seiner Dirigentenklasse Fritz Reiner war überaus angetan von der Sinfonie und wollte diese in Pittsburg uraufführen. Er überließ diese Aufgabe dann am 28.Januar1944 Bernstein selbst. Der Erfolg, auch in Boston im Februar 1944 bestimmte die Sinfonie zur besten Neukomposition des Jahres. Die Sinfonie Jeremiah hat kein direktes Programm. Es wird in gerigem Maß häbräisches Themenmaterial aus der Lithurgie verwendet. Im ersten dramatischen Satz „Weissagung“geht es um die inständigen Bitten des Propheten an sein Volk. Der zweite emotionale Satz „Entweihung“ beschreibt die Zerstörung und das Chaos, die durch die heidnische Verderbtheit der Priester und des Volkes ausgelöst wurde. Der dritte Satz „Lamentation“ für Sopran und Orchester enthält die biblischen Klagelieder Jeremias um sein geliebtes Jerusalem, der am Ende dann Trost bringt.
Die Sinfonie Nr.2 für Klavier und Orchester „The age of aniexty“ (Das Zeitalter der Angst) von 1948/49 ist eine Art Programmmusik, die sich eng an das gleichnamige Gedicht von W.H.Auden hält. Es wird die Stimmung von 4Menschen in einer Bar geschildert, die dann zusammen in die Wohnung der Frau fahren, weiter feiern und später zu sich selbst finden (absolute Kurzbeschreibung). Das ist von Bernstein sehr gut durchdacht und hat seine kompositorische Berechtigung. Das Ergebnis ist jedenfalls eine höchstinteressante Sinfonie mit vielen Jazzelementen, dramatischen Momenten und ein großes Meisterwerk des 20.Jahrhunderts, das für den Hörer an keiner Stelle uninteressant oder langweilig ist. Bernstein widmete die Sinfonie seinem Mentor Serge Kussewitzky, der am 08.April 1949 mit Bernstein am Klavier die Uraufführung leitete. Bernstein erstellte 1965 eine revidierte Fassung, die er als die Gültige und Zufriedenstellende bezeichnete, weil der Klaviersolist im Finale nun eine gewichtige Rolle im konzertanten Gesamtzusammenhang hat.
Die Sinfonie Nr.3 „Kaddish“ für Sprecher und Orchester ist im November 1963 fertig gewesen. Sie basiert auf dem jüdischen Totengebet Kaddish. Der Zufall wollte es so, das das John F.Kennedy-Attentat in diesem Jahr am 22.11.1963 stattfand und so hat Bernstein diesem ersten katolischen Präsidenten der USA seine Sinfonie gewidmet. Im darauffolgenden Jahr unter dem Eindruck und der Trauer zum Tode Kennedy´s wurde die schwergewichtigste Aufnahme in der Erstfassung mit Bernstein/NewYorker PH und als Sprecher seine Frau Felicia Montealgre. Die New Yorker Musiker und Frau „Bernstein“ standen unter dem Eindruck der Trauer zu dem Ereignis und so ist eine atemberaubende Interpretation seitens aller Beteiligten entstanden, in der sich die tiefe Trauer wiederspiegelt. Die weibliche Sprecherstimme ist absolut herzzerreißend (zum Glück singt sie nicht). Ausgerechnet paßt auch der Inhalt der Sinfonie um diese Trauer auszudrücken. Wohlgemerkt
die Sinfonie wurde 1963 ursprünglich nicht von Bernstein zum Tode Kennedy´s geschrieben. Bernstein hat 1976 die Sinfonie bearbeitet um unter anderem die Länge der Sprecherauftritte zu reduzieren. So ist die DG-Aufnahme von 1976 mit dem Israel Philharmonic Orchestra in der zweiten Fassung der Sinfonie Nr.3 mit einem männlichen Sprecher (Micheal Wagner) besetzt, eine willkommene Ergänzung zur CBS-Aufnahme von 1965.
Zu den Bernstein-Aufnahmen bei DG und CBS/SONY: Die 3 Sinfonien habe ich in den 70er Jahren aus dem Rundfunk in der NewYorker-Aufnahme kennengelernt und aufgenommen. Später habe ich mir dann die DG-Aufnahmen mit Bernstein / Israel PO incl. andere Sinf.Werke auf LP gekauft und war von der atemberaubenden Klangqualität auf LP begeistert. Die DG-Übernahme auf CD ist nicht so einwandfrei gelungen, wie man es sonst gewohnt ist – aber auch nicht so schlecht, das man diese nicht kaufen könnte oder sollte, denn die Interpretation ist absolut autentisch.
Die beiden SONY-CD´s mit den drei Bernstein-Sinfonien (Bernstein / NewYorker PH aus 1961-65) sind die CBS-Aufnahmen, die ich damals im Rundfunk aufgenommen habe und die es auch auf CBS-CD´s gab – sie waren mir damals zu teuer. Diese CBS-Aufnahmen mit Bernstein sind perfekt und klangtechnisch auf sehr hohem Niveau (meinen alten Bandaufnahmen haushoch überlegen). Die DG-Aufnahmen geben in kammermusikalischen Passagen machmal hier und da noch mehr Informationen frei und klingen in Schlagzeugpassagen präzisier. Welcher Aufnahme man letztendlich den Vorzug gibt bleibt Geschmackssache – sie sind Beide großartig.
:) Wenn man die SONY/CBS-Aufnahmen hat braucht man die DG-Aufnahmen nicht unbedingt, aber wenn man, wie ich bisher die DG-LiveAufnahmen hat, dann sind die CBS-Aufnahmen eine wunderbare Ergänzung, besonders wegen der emotionsgeladenen Erstfassung der Sinfonie Nr.3. :cool Es ist einfach gut, wenn man beide Bernstein-Aufnahmen DG und SONY/CBS besitzt. Die DG-Aufnahmen der Sinf.Nr.1 und 2 sind live in der Berliner Philharmonie 1977 aufgenommen, die Nr.3 live in Mainz (BRD) und haben ebenfalls eine Qualität, die nur durch einen Dirigenten wie Bernstein erreicht wurde. Bernstein bewegt die Musiker des Israel Philharmonic Orchestra zu Höchstleistungen; nicht anders als 16Jahre zuvor in NewYork. :beer Ich tendere heute mehr zu den älteren CBS-Aufnahmen.
:) Die beim Erscheinen so hochgelobte NAXOS-Aufnahme der Sinfonie Nr.2 mit J.Judd ist sauber und perfekt eingespielt (mehr nicht), doch bei genauem und mehrmaligem Hören stellt man doch fest, das kein anderer als Bernstein seine eigenen Werke besser interpretieren konnte. Da werden Emotionen frei gesetzt, die mit dem Tode Bernsteins verpufft sind.
:engel Wie gut das Bernstein in einer Zeit gelebt hat in der er seine Werke in mustergültiger Qualität aufnehmen konnte.
:leb Nun gibt es aber noch eine CD mit einem für Filmmusik bekannten Dirigenten Carl Davis, der auf dem audiophilen Label RPO eine Superaufnahme mit Bernstein-Werken vorlegte, die nicht nur klanglich absolut überzeugt: Es ist auch die fantastische Suite ON THE WATERFRONT zum Fim Die Faust im Nacken in unsagbar guter Qualität enthalten - die sollte jeder der bernstein schätzt kennen - einen Wahnsinnsmusik, die für mich zu den besten Werken des 20.Jhd. zählt.
http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/51MUbhw%2BmbL._AA240_.jpg Candide (Ouvertüre) On the Town-Suite West Side Story-Sinf-Suite On the Waterfront - Sinfonische Suite aus "Die Faust im Nacken" Royal PO / C.Davis RPO, DDD
daniel5993 (21.10.2007, 13:28): Leonard Bernstein in Ekstase und mit seinem Ganzen Wesen bei der Sache. So wie ich Ihn mag! :D
Beethoven Egmont Overture Bernstein Vienna Philharmonic
:down
daniel5993 (10.11.2007, 07:54): Glenn Gould - Leonard Bernstein - Bach Klavierkonzert Nr. 1 "BWV 1052" (Teil von Satz 1)
Eine herrliche Zusammenarbeit! :down Ein herrliches Konzert! :down
Carl Bernstein (15.11.2007, 23:43): Ich erinnere mich besonders gerne, wie Leonard B. 1989 kurz nach dem Mauerfall Beethovens Neunte mit dem Text "Freiheit, schöner Götterfunken" in West- und Ost-Berlin aufführte. Für mich als geborenen Ossi hat er meine Lieblings-Sinfonie in dem Moment noch einmal getoppt.
Gruß, Carl
karajan (16.11.2007, 10:41): Original von Carl Bernstein Ich erinnere mich besonders gerne, wie Leonard B. 1989 kurz nach dem Mauerfall Beethovens Neunte mit dem Text "Freiheit, schöner Götterfunken" in West- und Ost-Berlin aufführte. Für mich als geborenen Ossi hat er meine Lieblings-Sinfonie in dem Moment noch einmal getoppt.
Gruß, Carl
Hallo Carl Bernstein!:hello
Kommt der Name vom us.amerikanischem Journalisten oder? Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum. Wieder mal ein großer Name hier. Nach Karajan jetzt Bernstein. Kann es sein das Lennie einer deiner Favoriten ist. Auch ich höre Bernstein sehr gerne aber mehr auf DVD. Dagegen Karajan habe ich bis auf kleine Ausnahmen alle Aufnahmen und bald auch alle DVDs. Ich wünsche dir viel Spass hier. Schöne Grüße Karajan
daniel5993 (06.12.2007, 17:21): @ teleton
Kennst du diese 3 CD's aus den ersten Jahren Bernsteins (1953)
Dieses bisschen, was man bei JPC hören kann, hört sich wie eine beganadete Aufnahme der Eroica an. Natürlich sind die Aufnahmen in Mono! Aber ich denke bei 9.99 € ist nichts falsch zu machen!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/3781577.jpg
(The 1953 American Decca Records)
Beethoven: Symphonie Nr. 3 Schumann: Symphonie Nr. 2 Brahms: Symphonie Nr. 4 Dvorak: Symphonie Nr. 9 Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6
New York Stadium SO, Leonard Bernstein
Ich hab mir die CD gekauft und sobald Sie da ist werde ich berichten!
Gruß Daniel
teleton (07.12.2007, 08:57): Hallo Daniel,
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant. :cool Da Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Was soll das Stereoequipmnet und der CD-Player ? Diese haben die Aufgabe den Konzertsaal so natürlich wie möglich im Hörraum nachzubilden. :times10 Das geht nur in Stereo und mit brauchbaren Aufnahmen. Noch besser über Dolby Surrond ProLogic II um die hinteren Hallanteile zu ermöglichen, oder gleich als Mulikanal SACD.
-
Zurück zu Bernstein:
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich hatte ja im Beitrag weiter oben einiges vorgestellt.
daniel5993 (07.12.2007, 11:47): Hallo Teleton
Durch Opern bin ich teilweise an Mono gewöhnt und das empfinde ich nicht als eine Qual! Im Gegenteil, es hat für manchmal etwas Besonderes, speziell die älteren Aufnahmen! Ich höre gern zum Vergleich ältere Aufnahmen, in wie fern sich z.B der Dirigent zum Heutigen, verändert hat. Klang ist bei mir nicht immer das A und O!
Bedeutet das für dich, dass alles unter der Stereogrenze keine Beachtung findet? Wilhem Furtwängler, Ferenc Fricsay, Bruno Walter und wie Sie alle heißen?
Jedem das Seine! :wink
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich habe seine Musik noch nie gehört, habe Sie aber im Auge! Soviel anderes ist gerade wichtig! Aber das kommt noch!
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant.:coolDa Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Es ist die Neugier :cool
Gruß Daniel
karajan (08.12.2007, 00:34): Original von teleton Hallo Daniel,
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant. :cool Da Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Was soll das Stereoequipmnet und der CD-Player ? Diese haben die Aufgabe den Konzertsaal so natürlich wie möglich im Hörraum nachzubilden. :times10 Das geht nur in Stereo und mit brauchbaren Aufnahmen. Noch besser über Dolby Surrond ProLogic II um die hinteren Hallanteile zu ermöglichen, oder gleich als Mulikanal SACD.
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Zurück zu Bernstein:
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich hatte ja im Beitrag weiter oben einiges vorgestellt.
Hallo Teleton
Da muss ich dir vollkommen recht geben. Auch ich habe Karajan Aufnahmen in Mono die klingen einfach fürchterlich. Keine Freude fürs Ohr, ich kaufe auch keine Monoaufnahmen die sehr alt sind nicht mehr auch keine Karajan Aufnahmen mehr. Daniel muß erst selbst die Erfahrung machen denn Rat nimmt er selten an.
Gruß Karajan
karajan (08.12.2007, 00:39): Original von daniel5993 Hallo Teleton
Durch Opern bin ich teilweise an Mono gewöhnt und das empfinde ich nicht als eine Qual! Im Gegenteil, es hat für manchmal etwas Besonderes, speziell die älteren Aufnahmen! Ich höre gern zum Vergleich ältere Aufnahmen, in wie fern sich z.B der Dirigent zum Heutigen, verändert hat. Klang ist bei mir nicht immer das A und O!
Bedeutet das für dich, dass alles unter der Stereogrenze keine Beachtung findet? Wilhem Furtwängler, Ferenc Fricsay, Bruno Walter und wie Sie alle heißen?
Jedem das Seine! :wink
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich habe seine Musik noch nie gehört, habe Sie aber im Auge! Soviel anderes ist gerade wichtig! Aber das kommt noch!
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant.:coolDa Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Es ist die Neugier :cool
Gruß Daniel
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Cetay (inaktiv) (08.12.2007, 09:48):
Original von teleton
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Hallo Telton,
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit mittelmäßigen Interpretationen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top Interpretationen.
Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben? Ich finde dieses interessante Thema könnte man in einem eigenen Faden vertiefen. Ich werd mich später oder morgen mal an einem Eröffnungsbeitrag versuchen.
:hello Jochen
Zelenka (08.12.2007, 12:27): Original von Dox Orkh
Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben? Ich finde dieses interessante Thema könnte man in einem eigenen Faden vertiefen. Ich werd mich später oder morgen mal an einem Eröffnungsbeitrag versuchen.
:hello Jochen
Muß das wirklich vertieft werden?
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (08.12.2007, 12:35): Original von Dox Orkh
Original von teleton
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Hallo Telton,
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit mittelmäßigen Interpretationen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top Interpretationen.
Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben? Ich finde dieses interessante Thema könnte man in einem eigenen Faden vertiefen. Ich werd mich später oder morgen mal an einem Eröffnungsbeitrag versuchen.
:hello Jochen
Wenn, dann bietet sich ja die Technikecke an, wahrscheinlich gibt es aber irgendwo einen Thread, der sich damit schonmal in gewisser Weise auseinander gesetzt hat :W
daniel5993 (08.12.2007, 14:14): @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man.
Es gibt Klanglich Schöne Monoaufnahmen und wie oft muss ichs eigentlich sagen? KLang ist für mich nicht alles! Tiefe, die einen erschüttert, Leidenschaft die man spührt, Freude an der Musik usw. All das hört man auch in Monoaufnahmen! Und was ist da ein bisschen Gerausche nebenbei :engel? Eine Aufnahme muss mich emotional ansprechen! Ich suche mehr als "reinen schönen Klang" in der Musik!
Gruß Daniel
PS: Jetzt lasst uns auf Lenny zürrückkommen, das ist schließlich sein Thread!
Rachmaninov (10.12.2007, 14:25): Original von daniel5993 @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
@Daniel,
nimm ruhig einen Rat erfahrener Hörer / Sammler an
daniel5993 (27.12.2007, 20:26): Bernstein spricht über Beethoven
Bernstein on Beethoven (1/3) Bernstein on Beethoven (2/3) Bernstein on Beethoven (3/3)
satie (27.12.2007, 22:58): Original von Rachmaninov Original von daniel5993 @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
@Daniel,
nimm ruhig einen Rat erfahrener Hörer / Sammler an
@Daniel, ich würde es so sagen: hör Dir den Rat der "erfahrenen Hörer/ Sammler" an und mach dann trotzdem das, was Du willst! Hier hat keiner absolut Recht oder nicht. Mono und Stereo haben ihre Existenzberechtigung gleichermaßen, und es scheint mir ziemlich unnötig, hier darüber zu debattieren, warum das eine besser oder schlechter als das andere sein soll.
Also sprach Satie.
satie (27.12.2007, 23:04): Original von teleton Hallo Daniel,
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant. :cool Da Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Nun, vielleicht will man gerade den Unterschied zwischen den frühen und den späteren hören? Nicht den klanglichen, sondern den interpretatorischen???
oder gleich als Mulikanal
Ist das dieser neue Tiersender? Brauch man da Kabel oder Satellit?
Amadé (27.12.2007, 23:58): Ha, ha, ha, Satie
Auf jeden Fall aber einen Treiber!
Nächtliche Grüße Amadé
daniel5993 (28.12.2007, 08:17): Original von Satie Original von Rachmaninov Original von daniel5993 @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
@Daniel,
nimm ruhig einen Rat erfahrener Hörer / Sammler an
@Daniel, ich würde es so sagen: hör Dir den Rat der "erfahrenen Hörer/ Sammler" an und mach dann trotzdem das, was Du willst! Hier hat keiner absolut Recht oder nicht. Mono und Stereo haben ihre Existenzberechtigung gleichermaßen, und es scheint mir ziemlich unnötig, hier darüber zu debattieren, warum das eine besser oder schlechter als das andere sein soll.
Also sprach Satie.
Tag Satie,
Tun wir das nicht alle so? Zuhören tun wir, weil z.T unsere Pflicht ist, aber letztendlich machen wir doch sowieso was wir wolln. Erfahrungen muss man selbst machen.
Gruß Daniel
daniel5993 (31.12.2007, 13:28): Hallo teleton und alle anderen Beethoven Freunde, :hello
Seit Tagen höre ich verschiedene Symphonien aus der Box mit den New Yorkern unter Bernstein! Es ist fantastisch, ein überaus reiner KLang, ein ganz besonderer Klang hat sich mir da offenbart, welchen ich vorher nicht kannte. Und Lenny? Er bleibt seiner überaus wuchtigen und Leidenschaftlichen Weise Musik zu machen, treu. Und wie dankbar bin ich Ihm dafür. Du meinstest mal, dass wenn ich schon den Wiener Zyklus unter Leonard Bernstein als "Wahnsinn" bezeichne, dann wird mich der mit den New Yorkern vom Hocker reißen. Mittlerweile hält es mich wirklich nicht mehr auf meinem Hocker. Es ist ein weiterer "Wahnsinns" Zyklus!!! Anfangs hatte ich mit dieser Klangart irgentwie schwierigkeiten. Jetzt aber bin ich in Ekstase :engel.
Irgendein Kritiker meinte einmal, dass es doch erstaunlich gewesen sei, wie Bernstein sich in seinen letzten 15 Jahren zum "Wahren König" der Musik entfaltet hat.
Ich finde dieses Zitat (hab nicht mehr den genauen Wortlaut im Kopf, aber so in etwa hieß es) völlig falsch! Diese Klasse Musik umzusetzten hat er immer besessen und wie ich es empfinde, immer beibehalten und verändert hat er sich über die Jahre auch nicht wirklich (Ihm sei Dank). Seinen DG-Zyklus bezeichne ich als etwas langsamer als die Gesamtaufnahme von Sony, ziehe jedoch keine deranderen vor. Intensiv, emotional, voll Leidenschaft, Tragik und Schmerz, so sehe ich Lennys Beethoven (man hört all dieses im EIngangssatz seiner 5). Wenn ich all diese Beehoven Zyklen anderer Dirigenten welche ich kenne ansehe (anhöre), stell ich mir dies Frage, wie kann z.B ein Zyklus (ohne Namen zu nennen) soo wenig "echt" sein, so wenig auf Beethovens Leben bezogen sein und so wenig den Umständen, unter denen diese Musik geschrieben wurde, berücksichtigt werden? Mit dem Leben und der Tragik eines kämpferisch -Leidenden Beethoven zusammenhängen??? Soll Beethoven etwa nur schön klingen? Und wie kann man einen so "emotionalen" Menschen ohne Gefühle wiedergeben (in seiner Musik)? Für mich ist der Zugang zum wahren Beethoven in seinem Leben zu finden. Wer "nur" die Partitur wiedergibt, gibt nicht unbedingt Beethoven wieder, so genau er sich auch daran hält. Was mir aufgefallen ist, ist, dass viele diesem Schmerz, dieser Tragik eines Beethoven in seinen Symphonien nicht genug nahe kommen. Für mich fließt durch den ebenfalls sehr emotional veranlagten Menschen Bernstein, der Wahre Beethoven in die Musik, ähnlich wie bei Mahler. Musik muss uns Menschen emotional ansprechen (mich jedenfalls) und dieses "emotionale" muss bei Beethoven(und nicht nur bei Ihm) zum Ausdruck kommen! Ich denke, Beethoven hätte seine Freude an Lennys Auffassung über seine Musik gehabt. :cool
Zurrück zu den beiden Zyklen:
Sie sind beide voller Dramatik und Leidenschaft, wie ich es bei Lenny so liebe und auch klanglich sind diese beiden Zyklen erste Liga. Sie spiegeln einen Beethoven wieder, wie ich Ihn mir vorstelle. Beethoven wird bei Lennys Zyklen emotional beschrieben, wie es mit Blick auf Beethovens Leben auch NUR richtig sein kann! Für mich selbst ist Lennys Beethoven eine :down :down :downOffenbarung :down :down :down, bei der kein anderer Zyklus mithalten kann. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster und sage: Lenny hängt sie alle ab, ob Beethoven, Mahler oder Tschaikowsky.
Vorläufig möchte ich noch nicht genau sagen, welche einzelne Symphonie aus welcher Box nun für mich die Beste ist, dazu muss ich noch genauer hören. Beispiel die dritte, herrlich kampfbetont wiedergegeben mit den New Yorkern. Dagegen "mehr" tragisch und langsam mit den Wienern. Beide Ausführungen liebe ich, jede zu seiner Zeit. Deswegen fällt es mir schwer genau zu sagen, "die und die Symphonuie und unbedingt aus der und der Box". Aber bei einer Symphonie kann ich mich festlegen: DIe 7. aus dem Wiener Zyklus geht nich besser :D :D
Wenn ich meine TOP 9 Aufnahmen vorlegen sollte, sie würden sich aus diesen beiden Zyklen zusammensetzten.
Da dieser Beitrag eher eine Hymne auf Lenny ist, hab ich sie auch in den Bernstein Thread gesetzt. Zu dem wurden diese GA's schon im "Beethoven- Alle Neune ausführlich gelobt und desshalb gedenke ich, diese auch an einem anderen Ort zu würdigen. :D
@teleton Danke für den Tipp der New Yorker GA!
"Wenn wir einander mit Musik berühren, berührt einer des anderen Herz, Verstand und Seele, alles auf einmal" (Leonard Bernstein "Worte wie Musik")
Gruß Daniel :ignore
daniel5993 (26.01.2008, 22:58): Typisch! Wie er die Schicksalsschläge ausspielt, herrlich!
Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 1/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 2/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 3/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 4/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 5/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 6/6
Das dürfte diese 5. hier gewesen sein, vom Amnesty international concert.
Geboren: 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts Gestorben: 14. Oktober 1990 in New York City __________________________________________________
Ein Thread zu Ehren des Großen Amerikanischen Dirigenten! Leonard Bernstein! Ein Lieblingsdirigent von mir! Ich liebe seine Art, Emotionen, mehr oder weniger stärker in die Musik mit einzubringeni! Bei Bernstein kann man sagen, er hat seine eigene Musik gemacht! Seine oft sehr langsamen und schwerfälligen Tempi, seine gewaltakte, sein Krachen und donnern, seine aufsprießendes Temperament! Ein von meinerseite überaus charismatischer und liebenswürdiger Dirigent, welcher die Musik nicht nur Dirigierte, er lebte diese Musik! :J Bernstein - la valse
Leonard Bernstein! Mit Ihm starb am 14. Oktober 1990, der letzte große Dirigent, der letzte der Großen Garde!
Aufteilen würde ich Bernsteins arbeiten, in den "Sony und BMG - Bernstein" der sechziger und in den "DGG - Berrnstein" der achziger Jahre! Gleich zu Anfang bin ich durch das lesen zweier Biographieren über Bernstein auf seine Spur gekommen! Beide berichteten sehr verschieden über den "Menschen" Bernstein, beim "Dirigenten" Bernstein waren sich aber beide Autoren einig!
1. Leonard Bernstein, Unendliche Vielfalt eines Musikers, Atlantis Musikbuch-Verlag, Peter Gradenwitz, 1984 2. Hoffmann und Campe Verlag, Eine Biographie, 1987, Joan Peyser
Die Gradenwitz-Biographie nähert sich dem "menschlichen" Bernstein, der schönen und guten Seite und lässt ein wenig über den echen Bernstein, der nicht immer besonnen war, sondern auch ein Mann der großen Sprüche war, ein wenig außen vor! Über die andere Hälfte des Bernsteins konnte ich dann in Campes "eine Biographie" Verlag nachlesen! __________________________________________________________________ __________________________________________________________________
Der Unterschied zwischen dem Sony Bernstein und dem DGG Bernstein liegt darin, das Leonard im Gegensatz zu seinen schon emotional beeinflussten Interpretationen der sechziger Jahre, bei der DGG noch emotionaler und schwermütiger wurde und sich regelrecht gehen ließ, was wohl mit dem Tod seiner Frau im Jahre 1978 zusammenhängt und seinen darauffolgenden Vorwürfen sich gegenüber! Langsame, feierlich-schwere Tempi waren an der Tagesordnung wie z.b bei Mozarts Requiem, DDG Beethoven 1-9, Mahler Dies ist bei seinem Mahler der sechziger, gegenüber den achzigern zu beobachten! Viele Kritiker werfen Ihm vor zu weit von den wahren Interpretationen der Komponisten abzudriften! Mich stört das nicht im geringsten! Bernstein darf ruhig abdriften, die Musik durch eigene Emotionen verziehren, so viel und so oft er will! Ich habe gemerkt, dass mir genau diese, seine oft sehr eigenwillige Interpretation, an Herz gewachsen ist! :down :engelBernstein kann zaubern, denn seine Interpretation wird trotz "langsam, schwerfällig" nicht langweilig! Ich liebe seine eigenwillige Art, einen Komponisten darzustellen, wie bei dem 2 Mahler-yklus! Ich mag es, wenn ein Dirigent mehr zu bieten hat, als die schlichte, echte Interpretation eines Werkes, so wie der Komponist das haben wollte! Geladene, krachende Aufnahmen kann Lenny vorzeigen, z.B Dvoraks 9, 1962 NYP, ein Feuerwerk der Extraklasse! :down :engel In meinen Augen nicht zu überbieten! Die DGG Aufnahme von Dvoraks 9 kenne ich noch nicht, aber bald, diese soll nach Meinungen anderer sehr langsam und schwerfällig sein! Mir, als Freund langsamer Tempi, wird diese Aufnahme bestimmt genauso zusagen! Allerdings ist Lenny nicht jedermanns Sache, wie ich bereits in anderen Foren bemerkt habe!
Meine Favouriten:
Dvorak 9, New Yorker Philharmoniker, 1962 :down http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/51mER9VWCJL._AA240_.jpg
Mozart Symphonien 25,29, 35-41,DGG, gehören für mich zu den stärksten, neben Böhm und Walter Requiem 626, DGG,1989 http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6310857.jpg
Beethoven Zyklen 1 und 2, Sony und DGG- Aufnahmen! Besonders liebe ich unter Ihm die Eroica, 5 und die Neunte! http://www.jpc.de/image/w300/front/0/3656606.jpg http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6267379.jpg
Die Fünfte, finde ich nicht nur Typisch Bernstein, nein auch typisch Beethoven(für mich)! Das Thema mit den Schicksalsschlägen zu anfang der 5! Ich kenne keinen, der diese Schläge wie Bernstein langsam, bedrohlich und voller Dramatik, voller Leid ausführt! Langsam und donnern folgen sie dem nächsten! Schicksalsschläge hören sich für mich genau so an! Karajan, Böhm, Kubelik und weiter die Straße runter spielen diese Schläge schnell, wenn auch meistens mit Dramatik! Aber für mich gehören diese Schläge langsam ausgeführt! :thanks Bernstein!
Bernstein, mein Mann für Mahler! Vieles an Ihm Verglich Ihn mit Mahler! Mahler wird, wo man auch hinkommt mit Bernstein in Verbindung gebracht! Der auch nicht ganz frei von übertriebenen Emotionen gewesene Gustav Mahler! Wer, kann diese Musik, dieses Komponisten gerecht werden, wenn nicht Lenny? http://ec1.images-amazon.com/images/I/415XYNM7V5L._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/31T9P637QDL._AA240_.jpg
Den ersten Mahler Zyklus kenne ich komplett, den zweiten leider nur teilweise, meist durch hörproben! Außer zu Solti, habe ich keine Vergleiche anderer Dirigenten! Mahlers Musik ist neben Mozart und Beethoven die Musik, die mich am Meisten fesselt!
Tschaikowski, DGG, 4,5 und 6, DGG sind hervorragend! :engel Nach 1,2 und 3 bin ich auf der Suche http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6311935.jpg
Von Schumann 1-4, DGG, positiv überrascht, beim Probehören http://i2.ebayimg.com/01/i/000/b7/37/c65d_1_b.JPG
Sibilius, Schubert, Mendelssohn (alle DGG) unter Bernstein kommen demnächst, kenne ich nur zum Teil! Ebenso bin ich auf seine eigenen Kompositionen gespannt, seine 3 Symphonien.
Die "Londoner" und "Pariser" Symphonien (Haydn) (Sony) sind bestellt! Habe irgentwo einen Begeisterten Beitrag darüber gelesen! http://ec1.images-amazon.com/images/I/41DZN8G82ML._AA240_.jpg http://ec1.images-amazon.com/images/I/31TCSHB370L._AA240_.jpg
Als Operndirigent ist mir Lenny bis auf Medea (mit Callas) völlig unbekannt!
Er war besonders ein Dirigent der Klassischen Moderne und deswegen werde ich auch noch den einen oder anderen unbekannten Komponisten durch Ihn ins Haus holen! :J
Laut dieses Textes sollte man meinen, dass ich nichts als Bernstein höre! Nein! Ich höre auch viel unter Karajan, Böhm, Furtwängler, usw. aber was auch immer ich als Top-Einspielungen anderer Dirigenten bezeichne, Bernstein kann fast immer mithalten oder sogar übertrumpfen! :J :J :J
Videos zu L. Bernstein
Gustav Mahler Symphonie Nr.1 (Ausschnitt) Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 1) Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 2) Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 3) Beethoven Egmont Overture Bernstein Vienna Philharmonic W.A. Mozart - Requiem (KV 626) - Dies irae Mozart Ave Verum Corpus por Leonard Bernstein
Wisst Ihr, warum Bernstein nur wenig Bruckner gemacht hat? Wie gut vertreten ist Bernstein bei euch? Wie steht Ihr zu diesem Dirigenten? Gibt es Empfehlungen von eurer Seite? Hat Ihn jemand von euch live erlebt?
Gruß Daniel :beer
Rachmaninov (03.10.2007, 17:19): @Daniel,
eine sehr schöne und vor allem sehr persönliche Eröffnung des Threads! :hello
Kennen sollte, nein muss man natürlich die Ansprache zur Aufnahme des 1. Klavierkonzerts von Brahms mit Glenn Gould. Grandios was Bernstein sagt, wie er es sagt und vor allem WARUM! Er sagt es eben WEIL er die Musik liebt, mehr als eine unterschiedliche Meinung.
Zu hören auf dieser Aufnahme, die kürzlich auch im neuen Look erschien!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/8688664.jpg
Cosima (03.10.2007, 19:13): Leonard Bernstein steht ganz oben in meiner Favoriten-Liste der Dirigenten. Ich schätze seinen expressiven und emotionalen Stil sehr. An Aufnahmen würde ich besonders hervorheben:
Barber – Adagio for Strings (ich mag das :engel)
Berlioz – Symphonie fantastique (auch wenn Zelenka nun Minkowski noch über Bernstein stellt)
Dvorák - Symphonie Nr. 9 "Aus der Neuen Welt"
Franck - Symphonie d-moll
Ives - Symphonie Nr. 2 (sehr gut, obwohl ich Litton inzwischen noch etwas vorziehe)
Mozart – Requiem (genauso will ich das hören!)
Prokofiev - Symphonie Nr. 1 "Klassische" (für mich die „Referenz“ dieser Symphonie, fantastisch! :down)
Seinen Beethoven finde ich auch gut; was seine Mahler-Aufnahmen angeht, bin ich noch etwas unschlüssig.
Gruß, Cosima
Rachmaninov (03.10.2007, 19:18): @Forianer,
K. Zimerman hatte ein Projekt begonnen und spielte mit dem Wiener Philharmonikern die gesamten Klavierkonzerte Beethovens ein. Wenn ich mich nichtirre nannte Bernstein "Beethoven den größten aller Komponisten"
Bernstein verstarb und daher konnte er nur die Konzerte 3-5 mit Zimerman einspielen, der dann die Konzerte 1-2 von Klavier aus dirigierte.
Diese Aufnahme ist sicherlich ein wichtiges Dokument und ein "fast" muss in der Diskographie eines Bernstein-Bewunderers!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/6459615.jpg
HenningKolf (03.10.2007, 19:26): Hallo Daniel,
sehr schöne thread-Eröffnung, besonders gefällt mir das oben verlinkte Video...muss schön sein, wenn man einen Beruf hat, in dem man voll und ganz aufgehen kann :)
Ich finde auch, dass Bernstein oft (immer?) sehr eigenwillig interpretiert, stets mit überkochender Emotion und oft recht eigenwilligen Tempi. Es ist daher so, dass ich Bernstein-Aufnahmen sehr gerne als Kontrastprogramm zu der von mir geschätzten exakten Fraktion im "Bauhausstil" (Szell, Klemperer) höre.
Das, was ich von bzw. über Lenny als Menschen gelesen und gehört habe, läßt ihn mir recht sympathisch erscheinen.
Von Bruckner gibt es wohl wirklich nur die 6. und 9., keine Ahnung warum dies so ist. Eine gute Discographie findet sich übrigens hier:
als pdf-download
cosima schreibt über Bernsteins Symphonie Fantastique - gute Idee, ich bin nämlich mit meinen bisherigen Anschaffungen diesbezüglich nicht zufrieden, kann mir extrem gut vorstellen, dass das eine bemerkenswerte Aufnahme ist.
Gruß Henning
Rachmaninov (03.10.2007, 19:32): Original von HenningKolf Ich finde auch, dass Bernstein oft (immer?) sehr eigenwillig interpretiert, stets mit überkochender Emotion und oft recht eigenwilligen Tempi. Es ist daher so, dass ich Bernstein-Aufnahmen sehr gerne als Kontrastprogramm zu der von mir geschätzten exakten Fraktion im "Bauhausstil" (Szell, Klemperer) höre.
Recht gewöhnungsbedürftig und für mich nicht gänzlich überzeugend, da mir oft das "doppelbödige" fehlt empfinde ich z.B. seine Schostakowitsch Sinfonien. Soweit mir bekannt hat er alle, die er für SONY einspielte später auch bei der DG aufgenommen. Alleridngs hat er bei weitem nicht alle Sinfonien eingespielt. Die #5 war wohl sein Favorit!
cosima schreibt über Bernsteins Symphonie Fantastique - gute Idee, ich bin nämlich mit meinen bisherigen Anschaffungen diesbezüglich nicht zufrieden, kann mir extrem gut vorstellen, dass das eine bemerkenswerte Aufnahme ist.
Gruß Henning
Gibt auch einen Thread dazu! hier
daniel5993 (03.10.2007, 19:33): Rachmaninov schrieb: Wenn ich mich nicht irre nannte Bernstein "Beethoven den größten aller Komponisten"
Ja, Bernstein hatte immer große Worte für "Große" Komponisten! Viele Zitate Bernstein sprießen nur so von Wahrheit und tiefe!
Und es ist richtig, nachdem er den zweiten Beethoven-Symphonien Zyklus mit den Wiener Philharmonikern beendet hatte, sagte er in einem Interview, er halte Beethoven für den größten aller Komponisten!
nikolaus (03.10.2007, 20:08): Original von Cosima Leonard Bernstein steht ganz oben in meiner Favoriten-Liste der Dirigenten. Ich schätze seinen expressiven und emotionalen Stil sehr. An Aufnahmen würde ich besonders hervorheben:
Barber – Adagio for Strings (ich mag das :engel)
Berlioz – Symphonie fantastique (auch wenn Zelenka nun Minkowski noch über Bernstein stellt)
JAAA!!! :down
Original von CosimaProkofiev - Symphonie Nr. 1 "Klassische" (für mich die „Referenz“ dieser Symphonie, fantastisch! :down)
Wo ist die denn erschienen/mit welchem Orchester? Ich suche nämlich immer noch nach einer guten Aufnahme dieser Symphonie.
:thanks Nikolaus.
Cosima (03.10.2007, 20:22): Original von nikolaus Original von CosimaProkofiev - Symphonie Nr. 1 "Klassische" (für mich die „Referenz“ dieser Symphonie, fantastisch! :down)
Wo ist die denn erschienen/mit welchem Orchester? Ich suche nämlich immer noch nach einer guten Aufnahme dieser Symphonie.
Ich hatte die Aufnahme schon vor über einem Jahr in dem von Dir eingerichteten Thread zur Symphonie empfohlen. :W
Es handelt sich um das New York Philharmonic (Sony). Sie ist aber nach wie vor nur als Gebrauchtware erhältlich, leider momentan auch nur zu horrenden Preisen. Aber es wird ja einiges wieder veröffentlicht…
Gruß, Cosima
Poztupimi (03.10.2007, 20:33): Hallo zusammen,
also ich muß zugeben, Bernstein spielt in meiner Tonträgersammlung eher eine untergeordnete Rolle, ohne daß dies auf irgendeine Art der Ablehnung meinerseits zurückzuführen wäre.
Was ich mit ihm besitze, deckt dann eher "Randbereiche" meiner Hörgewohnheiten ab, also z. B.
Gershwin - Rhapsody in Blue / An American in Paris Bernstein - Kaddish / Chichester Psalms / Candide / West Side Story Copland, Barber - Appalachian Spring / Adagio for Spring Hindemith - Symphonie in Es Hindemith - Mathis der Maler Elgar, Holst - Pomp / Planets
Bei diesen Werken bin ich mit den Aufnahmen insofern zufrieden, als daß ich nicht denke, hier weitere kaufen zu müssen.
Klar, auch etwas Beethoven, Mozert, Haydn, Mahler und Brahms, aber sehr untergeordnet.
Ach ja:
Original von daniel5993
Leonard Bernstein! Mit Ihm starb am 14. Oktober 1990, der letzte große Dirigent, der letzte der Großen Garde!
Widerspruch! Ich denke nicht, daß es keine großen Dirigenten mehr gibt, bei einer Formulierung wie "... der alten Garde..." allerdings hätte ich nicht widersprochen. :D
Viele Grüße, Wolfgang
nikolaus (03.10.2007, 21:04): Original von Cosima
Ich hatte die Aufnahme schon vor über einem Jahr in dem von Dir eingerichteten Thread zur Symphonie empfohlen. :W
Es handelt sich um das New York Philharmonic (Sony). Sie ist aber nach wie vor nur als Gebrauchtware erhältlich, leider momentan auch nur zu horrenden Preisen. Aber es wird ja einiges wieder veröffentlicht…
Gruß, Cosima
:ignore Verflixt, ich werde alt!
Aber in der Tat hatte ich damals herumgeschaut, ob ich sie bekommen kann (zu vernünftigen Preisen), hatte aber nichts erreichen können. Das nur zu meiner Entlastung... :engel
Demütigst, Nikolaus.
daniel5993 (03.10.2007, 21:40): Original von Cosima Leonard Bernstein steht ganz oben in meiner Favoriten-Liste der Dirigenten. Ich schätze seinen expressiven und emotionalen Stil sehr. An Aufnahmen würde ich besonders hervorheben:
Mozart – Requiem (genauso will ich das hören!)
Hallo Cosima :hello
Da geb ich dir Recht! Eine schöne Aufnahme! Heut Morgen zum ersten mal gehört und gleich begeistert!
Gruß Daniel
daniel5993 (03.10.2007, 21:44):
Original von daniel5993
Leonard Bernstein! Mit Ihm starb am 14. Oktober 1990, der letzte große Dirigent, der letzte der Großen Garde!
Widerspruch! Ich denke nicht, daß es keine großen Dirigenten mehr gibt, bei einer Formulierung wie "... der alten Garde..." allerdings hätte ich nicht widersprochen. :D
Viele Grüße, Wolfgang
Hallo Wolfgang!
Ok, da wären noch Solti (1997) und Giulini (2005) Aber das ist Ansichtssache!
Ich denke aber, das heute keiner mehr solch einen hohen Stellenwert hat und die Massen begeistern kann wie etwa ein Toscanini, Furtwängler, Karajan, Fricsay, Böhm, Walter, Bernstein! Aber auch das ist wieder Ansichtssache! :J
D :tongue:arüber lohnt es sich nicht zu streiten!
Gruß Daniel :beer
Poztupimi (03.10.2007, 22:17): Hallo Daniel,
Original von daniel5993
Ich denke aber, das heute keiner mehr solch einen hohen Stellenwert hat und die Massen begeistern kann wie etwa ein Toscanini, Furtwängler, Karajan, Fricsay, Böhm, Walter, Bernstein! Aber auch das ist wieder Ansichtssache! :J
D :tongue:arüber lohnt es sich nicht zu streiten!
Gruß Daniel :beer
Ob die von Dir genannten die Massen begeistert haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bleibe jedoch dabei, daß es auch unter den heute noch lebenden aus meiner Sicht durchaus große Dirigenten gibt, seien es Barenboim, Rattle, Abbado, Harnoncourt, Levine, Muti ... Möglicherweise ist nicht jeder dieser hier genannten - oder die nicht genannten - nicht so medial veranlagt und entsprechend präsent wie zum Beispiel Bernstein.
Viele Grüße, Wolfgang
daniel5993 (03.10.2007, 22:38): Original von Poztupimi Hallo Daniel,
Original von daniel5993
Ich denke aber, das heute keiner mehr solch einen hohen Stellenwert hat und die Massen begeistern kann wie etwa ein Toscanini, Furtwängler, Karajan, Fricsay, Böhm, Walter, Bernstein! Aber auch das ist wieder Ansichtssache! :J
D :tongue:arüber lohnt es sich nicht zu streiten!
Gruß Daniel :beer
Ob die von Dir genannten die Massen begeistert haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich bleibe jedoch dabei, daß es auch unter den heute noch lebenden aus meiner Sicht durchaus große Dirigenten gibt, seien es Barenboim, Rattle, Abbado, Harnoncourt, Levine, Muti ... Möglicherweise ist nicht jeder dieser hier genannten - oder die nicht genannten - nicht so medial veranlagt und entsprechend präsent wie zum Beispiel Bernstein.
Viele Grüße, Wolfgang
:beer
Gruß Daniel
daniel5993 (04.10.2007, 11:14): Hallo!
Hier ein paar Sprüche und Weisheiten ala Bernstein! Er war nicht nur Komponist und Dirigent, auch war er ein Wortgewandter, ein nach Wahrheit suchender Denker! Lassen wir also Leonard Bernstein mal selbst zu Wort kommen! :wink
"DerKunstliebhaber kann ehrlicherweise kein Skeptiker sein. Die Liebe zur Musik ist ein Glaube, wie immer man sich drehen und wenden mag"
"Die echte Freude, die Musik bereitet, ist vielleicht unendlich viel größer als die Freude an einem Bild. Sie ist physischer, ein zeitliches Erlebnis, das vom Komponisten für den Zuhörer organisiert wird. Das ist ein Gemälde nicht; der Beschauer muss sein Erlebnis selbst organisieren, indem er seine Wahrnehmungen auf einen Baum unten rechts oder auf einen Sonnenuntergang oben links konzentriert. Darum behaupte ich, dass die Menschen so viel versäumen, wenn sie ein musikalisches Erlebnis nicht in seiner Gesamtheit, die offen vor Ihnen ausgebreitet liegt, genießen können."
"Warum will ein Komponist überhaupt etwas sagen? Vorrausgesetzt, er habe etwas zu sagen, warum behält er es nicht für sich? Das ist der Zwang, der den Künstler macht. Ich sehe immer ein Bild vor mir: ein Künstler, mit einer Art von Teufel auf dem Rücken, der Ihn mit einer Heugabel anstachelt. Ich habe dieses Gefühl, wenn ich auf die Bühne trete, um zu dirigieren - irgend etwas stößt mich hinaus, ein Kobold im Rücken. Man bekommt in der Tat selbst Lust, hinauszutreten und diese Verrückte Sache auf dem Podium anzuschauen; es ist wirklich eine verrückte Sache. Ein erwachsener Mann steht auf dem Podium und fuchtelt mit den Armen herum: blödsinn! Aber irgend etwas bringt mich dazu, es zu tun. Es ist ein Zwang. Kein Zweifel - es ist triebhaft. Man kann nichts dagegen tun. der Akt des Komponierens ist ebenso zwingend. Wenn man etwas zu sagen hat, fließt einem sofort der Mund davon über. Im Privatleben geht das natürlich nicht, denn wenn man da etwas zu sagen hat, muss man warten, bis man an die Reihe kommt, und die Gewissheit haben, dass irgendjemand hören will, was man zu sagen hat. Man hat während einer Abendgesellschaft den günstigen Moment abzuwarten, indem man sich einschalten und es dann sagen kann. Ist man aber ein Komponist oder ein anderer Künstler, hat man das göttliche Recht, es auf jeden Fall zu sagen. Das heiß noch nicht, dass es auch gehört werden wird."
"Der Dirigent muss sein Orchester nicht nur zum Spielen bringen. Er muss den Musikern auch noch den Wunsch und das Bedürfnis zum Spielen einflößen. Durch Schmeichelei, Forderung oder Zorn muss er sie begeistern und mitreißen ... wenn das entritt - wenn hundert Menschen genau und zur gleichen Zeit seine Gefühle teilen, wenn sie wie ein Mann jedem Steigen und Fallen, jeder Wendung und jeder inneren Bewegung folgen-, erst dann entsteht eine Gemeinschaft des Fühlens, die nicht ihresgleichen hat. Unter allen menschlichen Beziehungen, die ich kenne, ist es diese, die der Liebe am nächsten kommt. Diese Vereinigung in gemeinsamer Liebe schafft eine vollständige Einheit zwischen dem Dirigenten und den Musikern und schließlich auch dem Publikum."
"Beethovens Musik spielen heißt, sich selbst ganz dem Kindergeist anvertrauen, der in diesem grimmigen, unbeholfenen, gewalattätigen Mann lebt. Es heißt, sich von einer hinreißenden Unschuld verführen zu lassen. Ohne diese äußere Hingabe kann man das Adagio der neunten nicht spielen. Oder, zum Beispiel, das Scherzo. Oder, weiß der Himmel, den ersten Satz. Und das Finale? Das vor allem! s ist schlechthin unspielbar, solange wir nicht den ganzen weg mit ihm gehen, in kindlichem Glauben, in der Sicherheit, dass es eine Unsterblichkeit gibt, wie sie nur Kinder (oder das Genie) besitzen - es ist unspielbar, solange wir nicht mit Ihm gehen, wenn er ausruft, Brüder!, Töchter!, Freude!, Millionen!, Gott!. Aber vor allem Brüder! Das vor allem ist sein kindlicher Aufschrei. den müssen wir glauben, um ihn spielen zu können. Das ist der Grund, warum wir in dieser zynischen Welt von der wunderlichen, unzeitgemäßen Vorstellung verzaubert werden, dass alle Menschen suf Erden als Kinder Gottes zusammenleben könnten - wenn wir es von Beethoven ausgesprochen hören. Es ist der unwiderstehliche Zauber seines Glaubens, der die Idee und die Musik unzerstörbar macht.!
"Es kann nicht purer Zufall sein, dass nach einem halben Jahrhundert gründlichen Experimentierens die besten und beliebtesten Werke in atonaler und serieler Ausdrucksweise oder in der Zwölftonmusik jene Werke sind, die sich entgegen aller Übermacht einen gewissen Hintergrund der Tonalität bewahrt zu haben scheinen, jene Werke, die am reichsten an tonalen Einflechtungen sind. Ich denke aus dem Stegreif an Schönbergs Drittes Quartett, an sein Violinkonzert, an seine beiden Kammer-Symphonien; ich denke an beinahe sämtliche Musik von Alban Berg und an "Agon" oder "Threni" von Stravinsky; sogar an die Symphonie von Webern oder an seine zweite Kantate - in allen diesen Werken trifft man fortwährend deutliche Gespenster von Tonalität, die einen beim Zuhören verfolgen. Je mehr man zuhört, desto mehr wird man verfolgt. In dieser Verfolgung spührt man die quälende Sehnsucht nach Tonalität, den heftigen Trennungsschmerz und das geheime Bedürfnis, sie wiederzuerlangen."
"Im Augenblick, da ein Komponist versucht, Töne zu abstrahieren, weil er Ihren tonalen Sinn verleugnet, hat er das Reich der Verständigung mit der Welt verlassen. Es ist in der Tat beinahe unmöglich (wenn sich auch die Komponisten, weiß der Himmel, seit fünfzig Jahren eifrigst bemühen) mitanzusehen, zu welchen verzweifelten Mitteln mehr und mehr Zuflucht genommen wird; Aleatorik, Elektronik, notenlose "Angaben", Verwendung von Lärm und was nicht noch alles."
"Sucht man in meiner Musik nach dem Gegensatz von Optimismus und Pessimismuss, so wird man im Gegensatz von Tonalität und Nicht-Tonalität das beste musikalische Äquivalent finden. Ich glaube zutiefst an die Tonalität, dass man immer noch frische Klänge, wirklich neue Melodien und Harmonien auf tonaler Basis schreiben kann."
"Ein großer Lehrer ist einer, der aus seinen Schülern Funken herrausschlagen kann, Funken, an denen ihr Enthusiasmus für Musik - oder was immer sie studieren - schließlich Feuer fängt."
"Es ist mehr als merkwürdig, dass die letzte wirklich große Symphonie, Stravinskys Symphonie in drei Sätzen, die 1945 vollendet wurde, genau mit dem Ende des zweiten Weltkriegs zusammenfällt. Manchmal glaube ich, dass die apokalyptische Bombe nicht nur Hiroshima zerstört hat, sondern auch die gesamte tonale Idee der Symphonie."
"Mozart ist der göttliche Mozart und wird es immer sein. Nicht nur ein Name, sondern ein himmlisches Genie, das auf diese Erde kam, dreißig und einige Jahre blieb, und als er die Welt verließ, war sie neu, bereichert und durch seinen Besuch gesegnet... Mozarts Genie war wie das aller großen Künstler weltumfassend. Mozart fing nicht nur das Gefühl, den Duft und den Geist seines Zeitalters ein, sondern auch den Geist und das Wesen des Menschen, des Menschen aller Epochen, des Menschen mit all seiner geheimen Sehnsucht, mit seinem Kampf und seiner Zwiespältigkeit."
"Gelegentlich kommt es mir in den Sinn, dass an irgendeinem fernen Tag Musik, die völlig von der Tonalität losgelöst ist, denkbar wäre. Ich kann in meinem Kopf solche Musik nicht hören, bin aber bereit zuzugestehen, dass sie möglich wäre. Nur könnte dieser ferne Tag erst nach einer grundlegenden Veränderung unserer physischen Gesetzte erscheinen, möglicherweise dadurch, dass sich der Mensch von unserem Planeten loslöst. Vielleicht befindet sich der Mensch auf seiner Jagd nach dem Weltraum bereits am Anfang der langen Straße zu diesem neuen Bewußtsein, zu diesem Omega-Punkt. Vielleicht sind wir eines Tages von der Tyrannei de Tempos und von der Diktatur der Obertonreihe befreit. Aber noch sind wir irdisch, erdgebunden und weit entfernt von einem Omega-Punkt; wir stecken noch immer in so altmodischen Dingen wie menschlichen Verbindungen, ideologischen, internationalen Konflikten und Rassenkämpfen. Wir sind auch mit der größten Vorstellkraft und ungeachtet der Wunschträume unserer Kosmologien noch nicht von unserem Planeten befreit. Wie können wir vom Erreichen des Omega-Punktes sprechen, solange wir immer noch solche Hinterhofspiele trieben wie Vietnam? Nein, wir sind immer noch Kreaturen dieser Erde, wir brauchen noch menschliche Wärme und haben das Bedürfnis, uns untereinander zu verständigen. Dafür sei Gott gepriesen. Solange einer von uns noch versucht, den anderen zu erreichen, solange wird es den heilenden Beistand tonaler Empfänglichkeit geben."
"Wenn es je einen Komponisten gab, von dem man sagen kann, er sei der Komponist seiner Zeit gewesen, dann war es Gustav Mahler. Prophetisch war er nur insofern, als er bereits wußte, was die Welt erst ein halbes Jahrhundert später wissen und sich eigestehen würde... In Ihrer Enthüllung ist diese Musik beinahme grausam. Es ist, als hätte eine Kamera die westliche Zivilisation in dem augenblick erwischt,in dem ihr Verfall begann. Mahlers eigenes Konzertpublikum aber sah all das nicht: Es weigerte sich - oder war außerstande -, das eigene Abbild im Spiegel dieser seltsamen Symphonien zu erkennen."
"Die Musik ist etwas ganz Besonderes. sie errreicht unser Herz nicht über den Verstand; sie ergreift das Herz direkt. Man muss sie nicht verkleiden wie die gesprochenen Worte in einem Theaterstück. Sie packt uns ganz spontan und beeidruckt uns deswegen so stark"
"Bewegende Musik wird nie von einem bewegten komponisten geschrieben und verzweifelte Musik nie von einem verzweifelten Komponisten. Können Sie sich mich als Komponisten vorstellen, der in verzweifelter Stimmung, in Selbstmordstimmung, bereit, alles aufzugeben, sich ans Klavier setzt und die "Pathetique" von Tschaikowsky komponiert? Wie könnte ich das? Ich wäre nicht einmal in der Verfasung, meinen Namen zu schreiben."
"Es kommt darauf an, was Ihr empfindet, wenn ihr Musik hört... Wir brauchen nicht alles über Halbtöne, Ganztöne und Akkorde wissen, um Musik zu verstehen. Wenn sie uns etwas sagt - nicht etwas erzählt oder ein Bild beschreibt, sondern ein Gefühl erweckt-, wenn sie eine Veränderung in uns bewirkt, dann verstehen wir Musik. Das ist alles. Denn diese Gefühle gehören zur Musik. Sie stehen selbstständig da wie die Geschichten und Bilder, über die wir vorher gesprochen haben. Sie sind nicht außerhalb der Musik. Um diese Gefühle geht es in der Musik. Das wunderbarste aber ist, dass die Gefühle, welche Musik in uns hervorruft, unendlich vielfältig sind."
"Nur Künstler können Magie begreiflich machen. Nur in der Kunst findet die Natur ihren Ausdruck. Und ebenso läßt sich Kunst nur durch Kunst ausdrücken."
"Ihr habt sicher schon Leute sagen hören: "Ich habe nur gute Musik gern" und sie meinen Händel anstatt Bob Dylan. Ihr wisst, was sie sagen wollen; aber gibt es nicht auch so etwas wie guten Jazz oder einen guten Schlager? Ihr könnt also nicht das Wort "gut" benutzen, um eine einzige Art von Musik zu beschreiben. Es gibt guten Händel und guten Bob Dylan."
Quelle der Zitate, Leonard Bernstein - Worte wie Musik (Buch)
Ich fand das mal ganz interessant, zu sehen, was in diesem Kopf so vor sich ging! :wink
Gruß Daniel
Nordolf (07.10.2007, 00:04): Danke Daniel für Deine sehr persönliche Einführung (gerade bei Bernstein passt das besonders gut) und für die interessanten Zitate! :hello
Die Zitate zeigen auch, das Bernstein ein sehr religiöser und zwar in einem archaischen Sinne religiöser Mensch war: diese ganze Epiphaniesprache, die ekstatische Glut der "Anbetung", Musik als Entrückung und Erlebnis einer geheimen Macht, das Betonen der Selbsterfahrung, das Gegenüberstellen von sinnlichem erdverhafteten tonalen Hören und utopischem Wunsch nach Entgrenzung der Tonalität, dann aber wieder die Tonalität als Gemeinschafts- und Verbindungserlebnis...
Ich finde das sehr spannend. Irgendwie fordert die ganze Interpretationskunst von Bernstein geradezu zum Bekenntnis heraus. Immer, wenn ich über Bernstein rede, kommen mir ganz schnell Bekenntnisse über die Lippen. Dabei geht es mir allerdings nicht um einen einzelnen Menschen, sondern um eine bestimmte Art des Musizierens - eben um dieses fast "religiöse" Aufgehen in der Musik.
Ich liebe ganz besonders die drei Mahler-Boxen bei DGG, die Sony-Boxen mit Sibelius und Tschaikovsky sowie die Aufnahme der 6. Symphonie von Tschaikovsky bei DGG.
Die unglaublich große Liebe zur Musik macht Ihn so interessant! Mahlers Musik ist seine Musik gewesen! Darin ist er regelrecht aufgegangen! Seine Charismatische, sympatische Ausstrahlung ists die einen fasziniert, Musik machen ist für Ihn Hingabe gewesen! Mit dieser Innigkeit zur Musik, legt er einem diese Musik ans Herz! Oft wurde Lenny in New Yorker Zeiten (1958-1969) von einem hartnäckigen Kritiker in New york als Schauspieler hingestellt, attackiert, kritisiert! Doch seine Art, Musik zu machen, zu dirigieren ist kein Schauspiel! Für mich ist er kein Schauspieler gewesen! Schonberg (Kritiker) sagte, er täusche die Empfindungen zur Musik vor! Später hat Lenny auch gesagt, das Ihm die ewige Kritik an seinem Dirigierstil viel Kraft gekostet hat, was auch zeigt, das er nicht unbeding hart im Nehmen war!" Es gab Augenblicke, da hätte ich lieber alles hingeschmissen"! Alle Kritik hat aber nichts gebracht, Faszination Bernstein hieß es weiterhin für die New Yorker, die Sääle blieben brechend voll! Die "Freiheit", wie er meinte hat er erst bei den Wienern wiedererlangt!
In seinen zwei großen Stationen, Sony-BMG und DGG hat er fast alles doppelt aufnehmen können, bevor er ging! Wir haben also den Kontrast von dem New Yorker und dem Wiener Bernstein vor Augen! Woran ist er eigentlich gestorben? Er ist "nur" 72 Jahre alt geworden, sah aber wesentlich älter aus, durch seine markanten, tiefen Gesichtszüge und den grauen Haaren, welche sich schon mit mitte dreißig zeigten!
Die DGG- Symphonien von Mahler kenne ich nur wenig, aus Hörproben! Hatte vor mir die große Gesamtbox zu kaufen! Denke aber ich werde die Teilboxen der Symphonien kaufen und mich nach und nach vorwärts tasten!
Gute Nacht Daniel :beer
satie (07.10.2007, 01:46): Woran ist er eigentlich gestorben? Er ist "nur" 72 Jahre alt geworden, sah aber wesentlich älter aus, durch seine markanten, tiefen Gesichtszüge und den grauen Haaren, welche sich schon mit mitte dreißig zeigten!
Gestorben ist er an den Folgen eines Herzinfarktes. Ich glaube mich zu erinnern, dass der irgend etwas mit einem seiner sexuellen Abenteuer zu tun hatte. Bernstein war ja bisexuell (das ist offiziell und gar kein Geheimnis). Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland. Ich dachte, der Herzinfarkt hatte mit irgend einer Geschichte mit einem Callboy zu tun, aber sicher bin ich nicht mehr. Damals hatte ich die Todesnachricht mit Erschütterung gehört, denn er war in meinen sehr jungen Jahren ein großes Vorbild. Und da erschütterten mich die Meldungen von wegen Bisexualität noch ziemlich. Heute habe ich damit gar keine Probleme mehr. Jedenfalls kann so ein furchiges Gesicht nach derartig schwierigen Lebenserfahrungen eigentlich nicht wundern. Jahrelang hatte er ja zumindest teilweise gezwungenermaßen seine wahren Leidenschaften nicht ausleben dürfen, zumindest nicht ohne große Angst. Und vielleicht war da die Musik auch ein Ventil, vielleicht spiegelt sich davon ja auch etwas in den Interpretationen, seinem Zugang zu Musik.
S A T I E
P.S.: Und natürlich hat er auch geraucht wie ein Bürstenbinder. Von nichts hatte er nicht so eine naja, sagen wir mal... bassige Stimme. Da ist der Herzinfarkt oft nicht weit.
Zelenka (07.10.2007, 09:55): Original von Satie P.S.: Und natürlich hat er auch geraucht wie ein Bürstenbinder. Von nichts hatte er nicht so eine naja, sagen wir mal... bassige Stimme. Da ist der Herzinfarkt oft nicht weit.
Original von Satie Woran ist er eigentlich gestorben? Er ist "nur" 72 Jahre alt geworden, sah aber wesentlich älter aus, durch seine markanten, tiefen Gesichtszüge und den grauen Haaren, welche sich schon mit mitte dreißig zeigten!
Gestorben ist er an den Folgen eines Herzinfarktes. Ich glaube mich zu erinnern, dass der irgend etwas mit einem seiner sexuellen Abenteuer zu tun hatte. Bernstein war ja bisexuell (das ist offiziell und gar kein Geheimnis). Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland. Ich dachte, der Herzinfarkt hatte mit irgend einer Geschichte mit einem Callboy zu tun, aber sicher bin ich nicht mehr. Damals hatte ich die Todesnachricht mit Erschütterung gehört, denn er war in meinen sehr jungen Jahren ein großes Vorbild. Und da erschütterten mich die Meldungen von wegen Bisexualität noch ziemlich. Heute habe ich damit gar keine Probleme mehr. Jedenfalls kann so ein furchiges Gesicht nach derartig schwierigen Lebenserfahrungen eigentlich nicht wundern. Jahrelang hatte er ja zumindest teilweise gezwungenermaßen seine wahren Leidenschaften nicht ausleben dürfen, zumindest nicht ohne große Angst. Und vielleicht war da die Musik auch ein Ventil, vielleicht spiegelt sich davon ja auch etwas in den Interpretationen, seinem Zugang zu Musik.
S A T I E
P.S.: Und natürlich hat er auch geraucht wie ein Bürstenbinder. Von nichts hatte er nicht so eine naja, sagen wir mal... bassige Stimme. Da ist der Herzinfarkt oft nicht weit.
Danke Satie, das ist schön zusammengetragen!
Bernstein war ja bisexuell (das ist offiziell und gar kein Geheimnis). Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland.
Und da erschütterten mich die Meldungen von wegen Bisexualität noch ziemlich.
Von seinen sexuellen Neigungen wurde auch ausführlich in der oben genannten "Hoffman und Campe" Biographie berichtet und ich muss sagen, dass mich dass auch erschüttert hat! Die Begeisterung Bernstein lies nach, doch mit der Zeit bin ich garnicht "musikalisch" an Ihm vorbeigekommen! Jetzt ists mir schon egal! Jeder lebt anders!
Er hatte seine Frau verlassen, um mit einem Mann zusammen zu ziehen, auch hatte er eine Beziehung mit Mitropoulos und Aaron Copland.
Und bis ans Ende seiner Tage hat er sich große Vorwürfe gemacht, wegen seiner Frau! In Ihrer Krankheitszeit hat er sich ja rührend um Sie gekümmert, bis zu Ihrem Tod! Aber Vorwürfe hat er sich trotzdem immer gemacht! Er hat ja auch seiner Frau zuliebe, mehrere Therapien über sich ergehen lassen in Sachen "Weg von homosexualität"!
Gruß Daniel
Amadé (07.10.2007, 16:52): Hallo,
bei L.Bernstein wurde im April 1990 Lungenkrebs diagnostiziert, der mit Bestrahlungen behandelt wurde. Als Folge stellten sich weitere Beschwerden ein, die zusammen seinen Gesundheitszustand rapide verschlechterten. Er verstarb am 14.10.1990 gegen 18.15. Als Todesursache gab sein behandelter Arzt Dr. Kevin Cahill an: "Akutes Herzversagen, verursacht durch fortgeschrittenes Emphysem, pleuralen Tumor und eine Reihe von Lungeninfekten." Quelle: Humphrey Burton - Leonard Bernstein - Die Biographie, deutsch Stuttgart 1994 S.672
Die "West side story" ist sicherlich ein Welterfolg. Denke viele andere komponierende Komponisten hatten da nicht so viel erfolg mit ihren Werken....
teleton (09.10.2007, 13:08): Hallo Rachmaninov,
Du meinst komponierende Dirigenten. Ich finde Bernstein in dieser Hinsicht sehr ausgewogen, denn er hat ebensogute Komositionen wie Aufnahmen hinterlassen. Seine mit jüdischer Thematik angehauchten Werke gefallen mir alle ausnahmslos und ich besitze alle Stereo-Aufnahmen mit ihm /von ihm.
In der Regel ist Bernstein selbst der beste Dirigent seiner Werke. Die Sinfonien Nr.1-3 liegen in der großartigen CBS-Einspielung mit den New Yorker PH (SONY) vor, die spätere mit dem Isreal PO (DG) ist auch Klasse gelungen, da er alles aus dem Israel PO raus holt.
Leonard Bernstein ist jüdischer Abstammung und diese Thematik prägt und durchzieht sein gesamtes Schaffen. Seine eindrucksvollen Sinfonien sind geprägt von seinem tiefen Glauben, seiner verbundenheit zum Judaismus und enthalten zudem die bernsttypischen Jazzelemente.
Seine Sinfonie Nr.1 „Jeremiah“ schrieb Bernstein im Jahre 1942 für einen Kompositionswettbewerb des NewEngland Conservatory. Bei der Preisvergabe ging Bernstein zwar leer aus, doch der Leiter seiner Dirigentenklasse Fritz Reiner war überaus angetan von der Sinfonie und wollte diese in Pittsburg uraufführen. Er überließ diese Aufgabe dann am 28.Januar1944 Bernstein selbst. Der Erfolg, auch in Boston im Februar 1944 bestimmte die Sinfonie zur besten Neukomposition des Jahres. Die Sinfonie Jeremiah hat kein direktes Programm. Es wird in gerigem Maß häbräisches Themenmaterial aus der Lithurgie verwendet. Im ersten dramatischen Satz „Weissagung“geht es um die inständigen Bitten des Propheten an sein Volk. Der zweite emotionale Satz „Entweihung“ beschreibt die Zerstörung und das Chaos, die durch die heidnische Verderbtheit der Priester und des Volkes ausgelöst wurde. Der dritte Satz „Lamentation“ für Sopran und Orchester enthält die biblischen Klagelieder Jeremias um sein geliebtes Jerusalem, der am Ende dann Trost bringt.
Die Sinfonie Nr.2 für Klavier und Orchester „The age of aniexty“ (Das Zeitalter der Angst) von 1948/49 ist eine Art Programmmusik, die sich eng an das gleichnamige Gedicht von W.H.Auden hält. Es wird die Stimmung von 4Menschen in einer Bar geschildert, die dann zusammen in die Wohnung der Frau fahren, weiter feiern und später zu sich selbst finden (absolute Kurzbeschreibung). Das ist von Bernstein sehr gut durchdacht und hat seine kompositorische Berechtigung. Das Ergebnis ist jedenfalls eine höchstinteressante Sinfonie mit vielen Jazzelementen, dramatischen Momenten und ein großes Meisterwerk des 20.Jahrhunderts, das für den Hörer an keiner Stelle uninteressant oder langweilig ist. Bernstein widmete die Sinfonie seinem Mentor Serge Kussewitzky, der am 08.April 1949 mit Bernstein am Klavier die Uraufführung leitete. Bernstein erstellte 1965 eine revidierte Fassung, die er als die Gültige und Zufriedenstellende bezeichnete, weil der Klaviersolist im Finale nun eine gewichtige Rolle im konzertanten Gesamtzusammenhang hat.
Die Sinfonie Nr.3 „Kaddish“ für Sprecher und Orchester ist im November 1963 fertig gewesen. Sie basiert auf dem jüdischen Totengebet Kaddish. Der Zufall wollte es so, das das John F.Kennedy-Attentat in diesem Jahr am 22.11.1963 stattfand und so hat Bernstein diesem ersten katolischen Präsidenten der USA seine Sinfonie gewidmet. Im darauffolgenden Jahr unter dem Eindruck und der Trauer zum Tode Kennedy´s wurde die schwergewichtigste Aufnahme in der Erstfassung mit Bernstein/NewYorker PH und als Sprecher seine Frau Felicia Montealgre. Die New Yorker Musiker und Frau „Bernstein“ standen unter dem Eindruck der Trauer zu dem Ereignis und so ist eine atemberaubende Interpretation seitens aller Beteiligten entstanden, in der sich die tiefe Trauer wiederspiegelt. Die weibliche Sprecherstimme ist absolut herzzerreißend (zum Glück singt sie nicht). Ausgerechnet paßt auch der Inhalt der Sinfonie um diese Trauer auszudrücken. Wohlgemerkt
die Sinfonie wurde 1963 ursprünglich nicht von Bernstein zum Tode Kennedy´s geschrieben. Bernstein hat 1976 die Sinfonie bearbeitet um unter anderem die Länge der Sprecherauftritte zu reduzieren. So ist die DG-Aufnahme von 1976 mit dem Israel Philharmonic Orchestra in der zweiten Fassung der Sinfonie Nr.3 mit einem männlichen Sprecher (Micheal Wagner) besetzt, eine willkommene Ergänzung zur CBS-Aufnahme von 1965.
Zu den Bernstein-Aufnahmen bei DG und CBS/SONY: Die 3 Sinfonien habe ich in den 70er Jahren aus dem Rundfunk in der NewYorker-Aufnahme kennengelernt und aufgenommen. Später habe ich mir dann die DG-Aufnahmen mit Bernstein / Israel PO incl. andere Sinf.Werke auf LP gekauft und war von der atemberaubenden Klangqualität auf LP begeistert. Die DG-Übernahme auf CD ist nicht so einwandfrei gelungen, wie man es sonst gewohnt ist – aber auch nicht so schlecht, das man diese nicht kaufen könnte oder sollte, denn die Interpretation ist absolut autentisch.
Die beiden SONY-CD´s mit den drei Bernstein-Sinfonien (Bernstein / NewYorker PH aus 1961-65) sind die CBS-Aufnahmen, die ich damals im Rundfunk aufgenommen habe und die es auch auf CBS-CD´s gab – sie waren mir damals zu teuer. Diese CBS-Aufnahmen mit Bernstein sind perfekt und klangtechnisch auf sehr hohem Niveau (meinen alten Bandaufnahmen haushoch überlegen). Die DG-Aufnahmen geben in kammermusikalischen Passagen machmal hier und da noch mehr Informationen frei und klingen in Schlagzeugpassagen präzisier. Welcher Aufnahme man letztendlich den Vorzug gibt bleibt Geschmackssache – sie sind Beide großartig.
:) Wenn man die SONY/CBS-Aufnahmen hat braucht man die DG-Aufnahmen nicht unbedingt, aber wenn man, wie ich bisher die DG-LiveAufnahmen hat, dann sind die CBS-Aufnahmen eine wunderbare Ergänzung, besonders wegen der emotionsgeladenen Erstfassung der Sinfonie Nr.3. :cool Es ist einfach gut, wenn man beide Bernstein-Aufnahmen DG und SONY/CBS besitzt. Die DG-Aufnahmen der Sinf.Nr.1 und 2 sind live in der Berliner Philharmonie 1977 aufgenommen, die Nr.3 live in Mainz (BRD) und haben ebenfalls eine Qualität, die nur durch einen Dirigenten wie Bernstein erreicht wurde. Bernstein bewegt die Musiker des Israel Philharmonic Orchestra zu Höchstleistungen; nicht anders als 16Jahre zuvor in NewYork. :beer Ich tendere heute mehr zu den älteren CBS-Aufnahmen.
:) Die beim Erscheinen so hochgelobte NAXOS-Aufnahme der Sinfonie Nr.2 mit J.Judd ist sauber und perfekt eingespielt (mehr nicht), doch bei genauem und mehrmaligem Hören stellt man doch fest, das kein anderer als Bernstein seine eigenen Werke besser interpretieren konnte. Da werden Emotionen frei gesetzt, die mit dem Tode Bernsteins verpufft sind.
:engel Wie gut das Bernstein in einer Zeit gelebt hat in der er seine Werke in mustergültiger Qualität aufnehmen konnte.
:leb Nun gibt es aber noch eine CD mit einem für Filmmusik bekannten Dirigenten Carl Davis, der auf dem audiophilen Label RPO eine Superaufnahme mit Bernstein-Werken vorlegte, die nicht nur klanglich absolut überzeugt: Es ist auch die fantastische Suite ON THE WATERFRONT zum Fim Die Faust im Nacken in unsagbar guter Qualität enthalten - die sollte jeder der bernstein schätzt kennen - einen Wahnsinnsmusik, die für mich zu den besten Werken des 20.Jhd. zählt.
http://g-ec2.images-amazon.com/images/I/51MUbhw%2BmbL._AA240_.jpg Candide (Ouvertüre) On the Town-Suite West Side Story-Sinf-Suite On the Waterfront - Sinfonische Suite aus "Die Faust im Nacken" Royal PO / C.Davis RPO, DDD
daniel5993 (21.10.2007, 13:28): Leonard Bernstein in Ekstase und mit seinem Ganzen Wesen bei der Sache. So wie ich Ihn mag! :D
Beethoven Egmont Overture Bernstein Vienna Philharmonic
:down
daniel5993 (10.11.2007, 07:54): Glenn Gould - Leonard Bernstein - Bach Klavierkonzert Nr. 1 "BWV 1052" (Teil von Satz 1)
Eine herrliche Zusammenarbeit! :down Ein herrliches Konzert! :down
Carl Bernstein (15.11.2007, 23:43): Ich erinnere mich besonders gerne, wie Leonard B. 1989 kurz nach dem Mauerfall Beethovens Neunte mit dem Text "Freiheit, schöner Götterfunken" in West- und Ost-Berlin aufführte. Für mich als geborenen Ossi hat er meine Lieblings-Sinfonie in dem Moment noch einmal getoppt.
Gruß, Carl
karajan (16.11.2007, 10:41): Original von Carl Bernstein Ich erinnere mich besonders gerne, wie Leonard B. 1989 kurz nach dem Mauerfall Beethovens Neunte mit dem Text "Freiheit, schöner Götterfunken" in West- und Ost-Berlin aufführte. Für mich als geborenen Ossi hat er meine Lieblings-Sinfonie in dem Moment noch einmal getoppt.
Gruß, Carl
Hallo Carl Bernstein!:hello
Kommt der Name vom us.amerikanischem Journalisten oder? Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum. Wieder mal ein großer Name hier. Nach Karajan jetzt Bernstein. Kann es sein das Lennie einer deiner Favoriten ist. Auch ich höre Bernstein sehr gerne aber mehr auf DVD. Dagegen Karajan habe ich bis auf kleine Ausnahmen alle Aufnahmen und bald auch alle DVDs. Ich wünsche dir viel Spass hier. Schöne Grüße Karajan
daniel5993 (06.12.2007, 17:21): @ teleton
Kennst du diese 3 CD's aus den ersten Jahren Bernsteins (1953)
Dieses bisschen, was man bei JPC hören kann, hört sich wie eine beganadete Aufnahme der Eroica an. Natürlich sind die Aufnahmen in Mono! Aber ich denke bei 9.99 € ist nichts falsch zu machen!
http://www.jpc.de/image/w300/front/0/3781577.jpg
(The 1953 American Decca Records)
Beethoven: Symphonie Nr. 3 Schumann: Symphonie Nr. 2 Brahms: Symphonie Nr. 4 Dvorak: Symphonie Nr. 9 Tschaikowsky: Symphonie Nr. 6
New York Stadium SO, Leonard Bernstein
Ich hab mir die CD gekauft und sobald Sie da ist werde ich berichten!
Gruß Daniel
teleton (07.12.2007, 08:57): Hallo Daniel,
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant. :cool Da Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Was soll das Stereoequipmnet und der CD-Player ? Diese haben die Aufgabe den Konzertsaal so natürlich wie möglich im Hörraum nachzubilden. :times10 Das geht nur in Stereo und mit brauchbaren Aufnahmen. Noch besser über Dolby Surrond ProLogic II um die hinteren Hallanteile zu ermöglichen, oder gleich als Mulikanal SACD.
-
Zurück zu Bernstein:
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich hatte ja im Beitrag weiter oben einiges vorgestellt.
daniel5993 (07.12.2007, 11:47): Hallo Teleton
Durch Opern bin ich teilweise an Mono gewöhnt und das empfinde ich nicht als eine Qual! Im Gegenteil, es hat für manchmal etwas Besonderes, speziell die älteren Aufnahmen! Ich höre gern zum Vergleich ältere Aufnahmen, in wie fern sich z.B der Dirigent zum Heutigen, verändert hat. Klang ist bei mir nicht immer das A und O!
Bedeutet das für dich, dass alles unter der Stereogrenze keine Beachtung findet? Wilhem Furtwängler, Ferenc Fricsay, Bruno Walter und wie Sie alle heißen?
Jedem das Seine! :wink
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich habe seine Musik noch nie gehört, habe Sie aber im Auge! Soviel anderes ist gerade wichtig! Aber das kommt noch!
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant.:coolDa Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Es ist die Neugier :cool
Gruß Daniel
karajan (08.12.2007, 00:34): Original von teleton Hallo Daniel,
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant. :cool Da Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Was soll das Stereoequipmnet und der CD-Player ? Diese haben die Aufgabe den Konzertsaal so natürlich wie möglich im Hörraum nachzubilden. :times10 Das geht nur in Stereo und mit brauchbaren Aufnahmen. Noch besser über Dolby Surrond ProLogic II um die hinteren Hallanteile zu ermöglichen, oder gleich als Mulikanal SACD.
-
Zurück zu Bernstein:
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich hatte ja im Beitrag weiter oben einiges vorgestellt.
Hallo Teleton
Da muss ich dir vollkommen recht geben. Auch ich habe Karajan Aufnahmen in Mono die klingen einfach fürchterlich. Keine Freude fürs Ohr, ich kaufe auch keine Monoaufnahmen die sehr alt sind nicht mehr auch keine Karajan Aufnahmen mehr. Daniel muß erst selbst die Erfahrung machen denn Rat nimmt er selten an.
Gruß Karajan
karajan (08.12.2007, 00:39): Original von daniel5993 Hallo Teleton
Durch Opern bin ich teilweise an Mono gewöhnt und das empfinde ich nicht als eine Qual! Im Gegenteil, es hat für manchmal etwas Besonderes, speziell die älteren Aufnahmen! Ich höre gern zum Vergleich ältere Aufnahmen, in wie fern sich z.B der Dirigent zum Heutigen, verändert hat. Klang ist bei mir nicht immer das A und O!
Bedeutet das für dich, dass alles unter der Stereogrenze keine Beachtung findet? Wilhem Furtwängler, Ferenc Fricsay, Bruno Walter und wie Sie alle heißen?
Jedem das Seine! :wink
Wie findest Du Bernstein als Komponist ? Ich habe seine Musik noch nie gehört, habe Sie aber im Auge! Soviel anderes ist gerade wichtig! Aber das kommt noch!
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant.:coolDa Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Es ist die Neugier :cool
Gruß Daniel
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Cetay (inaktiv) (08.12.2007, 09:48):
Original von teleton
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Hallo Telton,
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit mittelmäßigen Interpretationen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top Interpretationen.
Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben? Ich finde dieses interessante Thema könnte man in einem eigenen Faden vertiefen. Ich werd mich später oder morgen mal an einem Eröffnungsbeitrag versuchen.
:hello Jochen
Zelenka (08.12.2007, 12:27): Original von Dox Orkh
Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben? Ich finde dieses interessante Thema könnte man in einem eigenen Faden vertiefen. Ich werd mich später oder morgen mal an einem Eröffnungsbeitrag versuchen.
:hello Jochen
Muß das wirklich vertieft werden?
Gruß, Zelenka
Rachmaninov (08.12.2007, 12:35): Original von Dox Orkh
Original von teleton
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit schlecht klingenden Monoaufnahmen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top klingenden Stereo-Aufnahmen.
Hallo Telton,
Ich sehe die Sache so: Man hat so viele CD´s, die gehört werden wollen. Warum soll man sich die wenige Zeit dann mit mittelmäßigen Interpretationen vergeuden ???
:hello Ich möchte beim Hören Spaß an der Musik verspüren und das geht bei mir nur mit Top Interpretationen.
Soll ich wirklich eine Jahrhundertaufnahme wie Talichs Má Vlast links liegen lassen, nur weil es einen Haufen oberflächlicher Langweiler gibt, die das in Stereo/Digital aufgenommen haben? Ich finde dieses interessante Thema könnte man in einem eigenen Faden vertiefen. Ich werd mich später oder morgen mal an einem Eröffnungsbeitrag versuchen.
:hello Jochen
Wenn, dann bietet sich ja die Technikecke an, wahrscheinlich gibt es aber irgendwo einen Thread, der sich damit schonmal in gewisser Weise auseinander gesetzt hat :W
daniel5993 (08.12.2007, 14:14): @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man.
Es gibt Klanglich Schöne Monoaufnahmen und wie oft muss ichs eigentlich sagen? KLang ist für mich nicht alles! Tiefe, die einen erschüttert, Leidenschaft die man spührt, Freude an der Musik usw. All das hört man auch in Monoaufnahmen! Und was ist da ein bisschen Gerausche nebenbei :engel? Eine Aufnahme muss mich emotional ansprechen! Ich suche mehr als "reinen schönen Klang" in der Musik!
Gruß Daniel
PS: Jetzt lasst uns auf Lenny zürrückkommen, das ist schließlich sein Thread!
Rachmaninov (10.12.2007, 14:25): Original von daniel5993 @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
@Daniel,
nimm ruhig einen Rat erfahrener Hörer / Sammler an
daniel5993 (27.12.2007, 20:26): Bernstein spricht über Beethoven
Bernstein on Beethoven (1/3) Bernstein on Beethoven (2/3) Bernstein on Beethoven (3/3)
satie (27.12.2007, 22:58): Original von Rachmaninov Original von daniel5993 @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
@Daniel,
nimm ruhig einen Rat erfahrener Hörer / Sammler an
@Daniel, ich würde es so sagen: hör Dir den Rat der "erfahrenen Hörer/ Sammler" an und mach dann trotzdem das, was Du willst! Hier hat keiner absolut Recht oder nicht. Mono und Stereo haben ihre Existenzberechtigung gleichermaßen, und es scheint mir ziemlich unnötig, hier darüber zu debattieren, warum das eine besser oder schlechter als das andere sein soll.
Also sprach Satie.
satie (27.12.2007, 23:04): Original von teleton Hallo Daniel,
für den Bernstein-Fan sind diese 3CD´s gewiss interessant. :cool Da Bernstein aber später alle enthaltenen Werke in astrein klingenden Stereo-Aufnahmen vorgelegt hat wäre es für meine Geschmack in Mono nicht das richtige - auch als Bernstein-Fan nicht.
Nun, vielleicht will man gerade den Unterschied zwischen den frühen und den späteren hören? Nicht den klanglichen, sondern den interpretatorischen???
oder gleich als Mulikanal
Ist das dieser neue Tiersender? Brauch man da Kabel oder Satellit?
Amadé (27.12.2007, 23:58): Ha, ha, ha, Satie
Auf jeden Fall aber einen Treiber!
Nächtliche Grüße Amadé
daniel5993 (28.12.2007, 08:17): Original von Satie Original von Rachmaninov Original von daniel5993 @ Andreas
Original von karajan
Hallo Daniel
Mensch wir meinen es doch gut es gibt noch so viele Cds die du noch willst und brauchst. Stelle dir doch die Schränke nicht so voll mit alten Monoaufnahmen. Oder hörst du alles gleich das gibt es schon dann ist es ok. Und sag mir nicht der Klang ist schön dann sind meine Ohren kaputt denn das hört man. Gruß karajan
Ich glaube ich weiß was ich will und ich denke das sollte man auch mir selbst überlassen. Das hört sich ja so an, als ob ich gerade den Windeln entkommen bin und nicht selbst wüsste was gut für mich ist, was ich will!
@Daniel,
nimm ruhig einen Rat erfahrener Hörer / Sammler an
@Daniel, ich würde es so sagen: hör Dir den Rat der "erfahrenen Hörer/ Sammler" an und mach dann trotzdem das, was Du willst! Hier hat keiner absolut Recht oder nicht. Mono und Stereo haben ihre Existenzberechtigung gleichermaßen, und es scheint mir ziemlich unnötig, hier darüber zu debattieren, warum das eine besser oder schlechter als das andere sein soll.
Also sprach Satie.
Tag Satie,
Tun wir das nicht alle so? Zuhören tun wir, weil z.T unsere Pflicht ist, aber letztendlich machen wir doch sowieso was wir wolln. Erfahrungen muss man selbst machen.
Gruß Daniel
daniel5993 (31.12.2007, 13:28): Hallo teleton und alle anderen Beethoven Freunde, :hello
Seit Tagen höre ich verschiedene Symphonien aus der Box mit den New Yorkern unter Bernstein! Es ist fantastisch, ein überaus reiner KLang, ein ganz besonderer Klang hat sich mir da offenbart, welchen ich vorher nicht kannte. Und Lenny? Er bleibt seiner überaus wuchtigen und Leidenschaftlichen Weise Musik zu machen, treu. Und wie dankbar bin ich Ihm dafür. Du meinstest mal, dass wenn ich schon den Wiener Zyklus unter Leonard Bernstein als "Wahnsinn" bezeichne, dann wird mich der mit den New Yorkern vom Hocker reißen. Mittlerweile hält es mich wirklich nicht mehr auf meinem Hocker. Es ist ein weiterer "Wahnsinns" Zyklus!!! Anfangs hatte ich mit dieser Klangart irgentwie schwierigkeiten. Jetzt aber bin ich in Ekstase :engel.
Irgendein Kritiker meinte einmal, dass es doch erstaunlich gewesen sei, wie Bernstein sich in seinen letzten 15 Jahren zum "Wahren König" der Musik entfaltet hat.
Ich finde dieses Zitat (hab nicht mehr den genauen Wortlaut im Kopf, aber so in etwa hieß es) völlig falsch! Diese Klasse Musik umzusetzten hat er immer besessen und wie ich es empfinde, immer beibehalten und verändert hat er sich über die Jahre auch nicht wirklich (Ihm sei Dank). Seinen DG-Zyklus bezeichne ich als etwas langsamer als die Gesamtaufnahme von Sony, ziehe jedoch keine deranderen vor. Intensiv, emotional, voll Leidenschaft, Tragik und Schmerz, so sehe ich Lennys Beethoven (man hört all dieses im EIngangssatz seiner 5). Wenn ich all diese Beehoven Zyklen anderer Dirigenten welche ich kenne ansehe (anhöre), stell ich mir dies Frage, wie kann z.B ein Zyklus (ohne Namen zu nennen) soo wenig "echt" sein, so wenig auf Beethovens Leben bezogen sein und so wenig den Umständen, unter denen diese Musik geschrieben wurde, berücksichtigt werden? Mit dem Leben und der Tragik eines kämpferisch -Leidenden Beethoven zusammenhängen??? Soll Beethoven etwa nur schön klingen? Und wie kann man einen so "emotionalen" Menschen ohne Gefühle wiedergeben (in seiner Musik)? Für mich ist der Zugang zum wahren Beethoven in seinem Leben zu finden. Wer "nur" die Partitur wiedergibt, gibt nicht unbedingt Beethoven wieder, so genau er sich auch daran hält. Was mir aufgefallen ist, ist, dass viele diesem Schmerz, dieser Tragik eines Beethoven in seinen Symphonien nicht genug nahe kommen. Für mich fließt durch den ebenfalls sehr emotional veranlagten Menschen Bernstein, der Wahre Beethoven in die Musik, ähnlich wie bei Mahler. Musik muss uns Menschen emotional ansprechen (mich jedenfalls) und dieses "emotionale" muss bei Beethoven(und nicht nur bei Ihm) zum Ausdruck kommen! Ich denke, Beethoven hätte seine Freude an Lennys Auffassung über seine Musik gehabt. :cool
Zurrück zu den beiden Zyklen:
Sie sind beide voller Dramatik und Leidenschaft, wie ich es bei Lenny so liebe und auch klanglich sind diese beiden Zyklen erste Liga. Sie spiegeln einen Beethoven wieder, wie ich Ihn mir vorstelle. Beethoven wird bei Lennys Zyklen emotional beschrieben, wie es mit Blick auf Beethovens Leben auch NUR richtig sein kann! Für mich selbst ist Lennys Beethoven eine :down :down :downOffenbarung :down :down :down, bei der kein anderer Zyklus mithalten kann. Ich lehne mich sogar so weit aus dem Fenster und sage: Lenny hängt sie alle ab, ob Beethoven, Mahler oder Tschaikowsky.
Vorläufig möchte ich noch nicht genau sagen, welche einzelne Symphonie aus welcher Box nun für mich die Beste ist, dazu muss ich noch genauer hören. Beispiel die dritte, herrlich kampfbetont wiedergegeben mit den New Yorkern. Dagegen "mehr" tragisch und langsam mit den Wienern. Beide Ausführungen liebe ich, jede zu seiner Zeit. Deswegen fällt es mir schwer genau zu sagen, "die und die Symphonuie und unbedingt aus der und der Box". Aber bei einer Symphonie kann ich mich festlegen: DIe 7. aus dem Wiener Zyklus geht nich besser :D :D
Wenn ich meine TOP 9 Aufnahmen vorlegen sollte, sie würden sich aus diesen beiden Zyklen zusammensetzten.
Da dieser Beitrag eher eine Hymne auf Lenny ist, hab ich sie auch in den Bernstein Thread gesetzt. Zu dem wurden diese GA's schon im "Beethoven- Alle Neune ausführlich gelobt und desshalb gedenke ich, diese auch an einem anderen Ort zu würdigen. :D
@teleton Danke für den Tipp der New Yorker GA!
"Wenn wir einander mit Musik berühren, berührt einer des anderen Herz, Verstand und Seele, alles auf einmal" (Leonard Bernstein "Worte wie Musik")
Gruß Daniel :ignore
daniel5993 (26.01.2008, 22:58): Typisch! Wie er die Schicksalsschläge ausspielt, herrlich!
Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 1/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 2/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 3/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 4/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 5/6 Beethoven Sinfonía nº 5 (Bernstein - Baviera) 6/6
Das dürfte diese 5. hier gewesen sein, vom Amnesty international concert.
daniel5993 (31.01.2008, 18:26): Das "Ode an die Freude" aus dem Vereinigungskonzert unter Bernstein.
Beethoven Symphony No.9 - Bernstein 1989 (part 4)
Wer mags in Worte fassen?......wer kanns in Worte fassen?
:I :I :I :I :I
teleton (01.02.2008, 12:27): Hallo Daniel,
Wer mags in Worte fassen?......wer kanns in Worte fassen?
Bernstein hat es in höchst angemessener Weise Worte gefasst: :down FREUNDE SCHÖNER GÖTTER FUNKEN
h1957 (03.12.2009, 10:19): Eine Frage an alle Bernstein-Fans:
Am 14.10.1984 hat Bernstein die Wiener Philharmoniker dirigiert - im Musikvereinssaal Wien. Davon gab es eine TV-Ausstrahlung, vermutlich ORF. Ein Programmpunkt (Bernsteins Divertimento) ist auch auf einer DVD enthalten (DGG).
Hat jemand ein Video der TV-Ausstrahlung (vermutlich 1993)? Hier wurde nämlich auch die Draufgabe gesendet: Bernstein wiederholt den "Waltz" aus seinem Divertimento und dirigiert das Orchester nur mit seinen Augen!
Dieses Video ist mir verlorengegangen. Wer kann mir helfen?
Danke!
teleton (01.12.2010, 11:46): Ludwig van Beethoven war einer der Komponisten, dessen Musik unter den vielen persönlichen und historischen Meilensteinen einen ganz besonderen Stellenwert in Leonard Bernstein´s Leben hatte.
:thanks Die Deutsche Grammophon hat dazu auf 6CD bislang teils wenig bekannte Aufnahmen von Beethoven zu einer DG-6CD-Box zusammengefügt:
Preislich ist diese 6CD-Box, die für den Preis einer CD zuhaben ist, nicht nur ein Schnäppchen, sondern ein Geschenk ! :down Am Inhalt dieser 6CD-Box gibt es nun gar nichts auszusetzen - das ist alles Beethoven-Pur mit Spitzeninterpretationen, wie sie nur schwer von Anderen erreicht werden. Eine weitere Überraschung war dann auch, dass diese LIVE-Aufnahmen klanglich gar kein Live-Niveau haben, sonderen alle sehr sauber aufgenommen sind. Man hört nur selten Publikumsgeräusche (die Münchener beim Amnesty-Konzert sind vorbildlich). Schlussapplause sind "gecancelt" - finde ich gut !
Die Sinfonie Nr.5 ist in ihrer Größe und Dramatik in dieser Aufnahme schwer zu übertreffen. :beer Bernstein liefert den Wahnsinn und baut nicht große, nein riesige Spannungsbögen auf - fantastisch. Mit fällt es schwer mich in meiner Gunst nun für Bernsteins New Yorker Aufnahme (SONY) und dieser mit dem Bayerischen RSO München zu entscheiden. Bernstein´s klangschöne aber für Lenny´s Verhältnisse ungewöhnlich brave Aufnahme mit den Wiener PH klingt dagegen wie eine Serenade, die fällt bei mir als einzige Sinfonie in der DG-GA mit den WPH ohnehin durch. Was er hier liefert war höchste Eingebung. *** Auf dem Cover der Bernstein-Amnesty-Box ist gerade die Fünfte gar nicht aufgeführt, wo es doch im Prinzip die Hauptaufnahme in dieser Box ist !
Auch alles weitere sind famose Aufnahmen:
Das KK Nr.4 mit dem Altmeister Arrau trieb mir Tränen in die Augen - sehr gut; das Cover der ehemaligen Einzel-CD ist auch in der Innenseite des Textheftes abgedruckt.
Die LeonoreIII (zwei mal in der Box enthalten) mit dem Bayerischen RSO liefert er ebenfalls in 14:03 packend ab - eine der besten Aufführungen dieser LeoIII, die ich je hörte.
Die "Wiedervereinigungsaufnahme" der Sinfonie Nr.9 von 1989 ist ebenfalls ein Zeitdokument, das man kennen sollte (die Spielzeiten natürlich sehr ausgewalzt). Diese Aufführung wurde damals in alle Welt übertragen und von mindestens 100tausend Hörern gesehen.
Ebenfalls dabei, die bekenntnishafte Aufnahme der Sinfonie Nr.7 als seine letzte Lebens-Aufnahme vom August 1990.
Es sind auch Neuzugänge in dieser Box für mich zu verzeichnen: Die Missa Solemnis werde ich mir mal in einer ruhigen Stunde anhören. Sie ist auf CD5 mit einer Länge von 81Minuten (Andere benötigen dafür 2CD !).
Die Streichquartette op.131 in der Instrumentierung für Streichorchester von Mitropulos hielt Bernstein für seine beste schallplattenaufnahme überhaupt. Das Streichquartett op.135 ist in diesem Arrangement auch dabei. Diese CD wollte ich mir immer schonmal gönnen - aber sie war immer weit teurer, als diese gesamte Bernstein-Box. Ganz große Aufnahmen.
Die klangstarken Aufnahmen der wichitgsten Ouvertüren mit den Wiener PH auf CD3 stammen aus Bernsteins Sinfonien-GA (DG), die mir bereits seit vielen Jahren vorlagen. Aber es ist eine schöne Ergänzung.
:hello Ich weis nicht was mich bis Ende Dezember noch erwartet, aber aus heutiger Sicht ist das mein Best-Buy 4.Quartal 2010. :times10 Ein weiteres großes Geschenk von Leonard Bernstein.
Amadé (01.12.2010, 18:13): Original von teleton Ebenfalls dabei, die bekenntnishafte Aufnahme der Sinfonie Nr.7 als seine letzte Lebens-Aufnahme vom August 1990.
Hallo teleton,
auch ich besitze die Box schon seit einiger Zeit und bin teilweise begeistert, andererseits schließt sie noch Lücken in meiner Bernstein-Sammlung. Das Amnesty-Konzert in München, einst auf 2 LPs veröffentlicht, ist großartig, jedes Werk, besonders jedoch das 4. Klavierkonzert, eine der wenigen Arrau-live-Mitschnitte auf dem Markt. Zu dem Konzert mit der 7. in Boston schreibt sein Biograph Humphrey Burton, dass Berstein damals große Atemprobleme hatte und hinter der Bühne Sauerstoffflaschen bereitstanden. Im 3.Satz soll ihn ein schlimmer Hustenanfall überwältigt haben, der ihn am Weiterdirigieren hinderte, dass Orchester spielte jedoch unter Leitung des Konzertmeisters weiter. Nach dem Anfall soll er nur noch mit Augen, Schultern und Knien dirigiert haben. Das war sein letzter Auftritt.
Grüße Amadé
teleton (02.12.2010, 11:45): Hallo Amade,
was Du über die Umstände seines letzten Konzertes In Bosten mit der Beethoven 7 schreibst ist mir bekannt. Sehr bewegend und traurig.
:beer :engel Aber es ist auf der anderen Seite doch wunderbar für Leonard Bernstein und uns, dass er mit dem Komponisten Beethoven, der ihm Zeit seines Lebens so nahe gestanden hat, beschließen konnte.
:down Für mich war Bernstein einer der größten Beethoven-Dirigenten aller Zeiten. Ich besitze mit der oben gennanten Bernstein-Amnesty-DG-Box nun alle Beethoven-CD´s von Leonard Bernstein von SONY und DG (zumindest alle aus der Stereozeit (der Rest in MONO, soweit es da was gibt wäre mir ohnehin nicht wichtig)).
Amadé (02.12.2010, 20:06): Original von teleton der Rest in MONO, soweit es da was gibt wäre mir ohnehin nicht wichtig.
Ja ich kann mir denken, dass Du die Mono-Aufnahmen ignorierst, trotzdem hier einen Hinweis auf seine erste Eroica, auch mit den New Yorker Philharmonikern, inklusive Bernsteins Werkeinführungen:
teleton (03.12.2010, 11:13): seine erste Eroica, auch mit den New Yorker Philharmonikern, inklusive Bernsteins Werkeinführungen:
Hallo amade,
ja ich habe diese Werkeinführung der Eroika und zaglreiche weitere umfangreiche Bernstein-TV-Sendungen noch auf VIDEO gespeichert (die liefen in den 80ern im TV, ich glaube ZDF). Dies sind sehr interessante Bernstein-Dokumentationen, die man sehen muss. Da kommt es weniger auf die Klangqualität an.
Andreas (03.11.2012, 21:24): Ein paar persönliche Worte zum Thema „Bernstein“, wobei ich mich kurz fassen will:
Auf meiner Entdeckungsreise durch die klassischen Musik bin ich irgendwann auf den Dirigenten Bernstein gestoßen. Ich war von Anfang an gefesselt. So hatte ich Musik noch nie gehört. Seine teilweise ungebremste Emotionalität, die er in seine Interpretation legte, beeindruckten mich ebenso wie seine Ernsthaftigkeit im Umgang mit jedem Werk. Bei jedem Werk schien es ums Ganze zu gehen. Niemals halbe Sachen und niemals einfach nur Gefallen-Wollen. Er hatte auch den Mut zu radikaler Subjektivität im Dienste des Werkes.
Im Gegensatz zu vielen Klassikfans hatte ich nie den Eindruck, dass es ihm um Selbstinszenierung ging. Im Gegenteil: Es ging ihm immer um Musik und darum deren Botschaft zu vermitteln.
Bernstein hat Musik wirklich bis zum Letzten gelebt.
Aber auch der Mensch Bernstein soll nicht unerwähnt bleiben, zumal dieser nie vom Musiker zu trennen ist. Bernstein liebte die Menschen. Seine Offenheit und Präsenz muss einmalig gewesen sein. Und Bernstein baute auf den Menschen und seine Möglichkeiten, wenn man diesem nur die Chance dazu lässt. Dabei sah er die Welt nicht durch rosarote Brille und auch nicht aus dem Elfenbeinturm des Künstlers. Er kannte die Nöte und Ungerechtigkeiten dieser Welt und litt darunter.
Ich habe vom Menschen und Musiker Bernstein viel gelernt. Auch wenn ich ihm niemals begegnet bin. Leider hatte ich auch nie die Gelegenheit ihn live zu erleben. Ich hatte 1990 tatsächlich eine Karte für ein Konzert mit ihm in Kiel im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals ergattert. Diese wurde aber wegen der angeschlagenen Gesundheit Bernsteins abgesagt. Kurze Zeit später ist Leonard Bernstein gestorben.
palestrina (24.01.2013, 22:12): Bernstein war Musik , Karajan machte Musik!
OT: Christa Ludwig
LG palestrina
Falstaff (22.07.2017, 00:44): Irgendwie habe ich das Gefühl, ich entdecke den Musiker (nicht den Menschen) Bernstein erst so richtig in der letzten Zeit, obwohl ich eigentlich immer wieder Aufnahmen von ihm gehört habe. Aber wie so oft braucht es bei mir einen bestimmten Moment, um den Funken überspringen zu lassen. Das war mit Sicherheit seine CBS-Aufnahme der Mahler-Sinfonien, die ich mir vor ein paar Wochen bestellt habe.
Obwohl ich von der vokalen Seite oftmals nicht so überzeugt war, hat mich sein Dirigieren immer wieder fasziniert. Lebendig, ernst, skurril, wunderbar phrasiert, den großen Atem, ein entsprechendes Tempo habend, Akzente richtig setzend. Eine wunderbare Alternative zu all den Versionen, die ich so habe.
Selber habe ich ihn leider nie live erlebt. Ich erinnere mich an einen Besuch in Mailand im Sommer 1987, als eine Freundin mir anbot, entweder Bernstein in der Scala zu besuchen oder 'Il Piccolo Marat' von Mascagni in Livorno. Da Bernstein (es ging um das SHMF-Jugendorchester) nur den 2. Teil selber dirigieren sollte und er in den Jahren regelmäßig beim Schleswig-Holstein-Festival auftrat, entschied ich mich für den Mascagni. Mit der Begründung, Bernstein könne ich ja auch noch nächstes Jahr sehen, aber den 'Piccolo Marat' wohl nie wieder. Was den Mascagni angeht, stimmte es, was Bernstein betrifft, leider nicht. Im kommenden Jahr starb er. Wie so oft im Leben war es genau die falsche Entscheidung. :A
Jedenfalls habe ich seit dem Mahler wieder genauer Bernstein gehört und bin, wenn auch nicht immer vollständig überzeugt, so doch wirklich fasziniert von dieser Emphase, dieser Musikalität, diesem Engagement.
Und was Gershwin angeht... :down :down :down
:hello Falstaff
Falstaff (22.07.2017, 00:49): Eine packende, höchst lebendige Version des 1. Klavierkonzertes von Beethoven.
Das ist mitreißend, in der Übereinstimmung mit dem Orchester faszinierend, insgesamt atemberaubend.