Leonid Kogan: Glühender Ton in dunklen Farben

Rachmaninov (29.05.2006, 20:49):
Denkt man an die "großen" Geiger des letzten Jahrhunderts so werden fast nahezu überall Heifetz, Oistrach und Milstein genannt.

Dabei völlig zu unrecht wird meist Leonid Kogan vergessen.



Leonid Kogan wurde 1924 in der russischen Stadt Dnepropetrosk geboren.

Ersten Geigenunterricht bekam er durch seinen Vater, der eigentlich Fotograph war, jedoch ebenfalls Amateurgeiger.

Im Alter von 10 Jahren zog Leonid mit seiner Familie nach Moskau wo er von Leopold Auer (wem auch sonst!) Unterricht erhielt!

Bereits im Alter von 17 Jahren erste Konzertreisen in der damaligen Heimat.

1951(?) gewann er den Königin-Elisabeth-Wettbewerb triumphal. In der Jury der Sieger von 1937, David Oistrach.
Dabei war doch sein Geigenton so völlig anders - so einzigartig - im Vergleich zum Geigenton eines Oistrachs.

1955 Debut in London und Paris. 1958 in den USA.

Seit 1963 Professur am Moskauer Konservatorium wo er u.A. Lehrer von V. Mullova war.

Mit seinem Schwager Emil Gilels und M. Rostropowitsch agierte er als Klaviertrio.

Als erste russischer Geiger spielte er das A. Berg Violinenkonzert und zum Tode S. BaberÄs 1981 setzte er sein Violinenkonzert auf des Programm in Kiev.



Am 17.November 1982 im Alter von nur 58 starb Leonid Kogan auf einen Zug wartend am Bahnhof Mytischa. :I

An diesem Tag erlosch ein Geigenton, den Kogan aus seiner Guarneri Del Ges (1726) erzeugte und den es so sicherlich nie wieder geben wird :(

Eine Aufnahme die seinen berechtigten Aufenthalt im Olymp der Geiger verdeutlichen:



Geigerisch unerreicht!
Holger S. (30.05.2006, 07:54):
Hallo Rachmaninov!

Du hast recht, Kogan wird leider verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt - warum auch immer. Vielleicht spielen seine immer mal wieder erwähnten Aktivitäten für den KGB hier eine Rolle? In einer Rundfunksendung, die ich mal gehört habe, wurde er jedenfalls als "sowjetischer Apparatschik" bezeichnet. Verglichen mit Oistrach spielt Kogan m.E. herber, wie du eben sagst "in dunklen Farben". Er war eben eine ganz eigene Geigerpersönlichkeit! Mir gefällt seine Aufnahme des Violinkonzertes von Rewol Bunin (1924-1976) ausgezeichnet. Dieses Konzert ist für Kogan komponiert (genau wie die Konzert-Rhapsodie von Chatschaturjan, das 1. Violinkonzert von Chrennikow, das Violinkonzert von Weinberg und vieles andere mehr). Bunin, ein Schostakowitsch-Schüler, erinnert stilistisch deutlich an seinen Lehrer. Das Violinkonzert ist ein tendenziell ernstes Werk, das Kogan hier ausgezeichnet in Szene setzt. Die CD war vor kurzem bei jpc erhältlich, ist jetzt aber anscheinend wieder aus dem Programm genommen worden. Auf der CD waren auch noch Konzerte von Samuel Barber (Aufnahme von 1981) sowie von einem ominösen Sergei Barsukow, von dem sich nicht einmal das Geburtsjahr zweifelsfrei herausfinden lässt (1912? 1918? 1923?). Letzteres ist nicht unbedingt der Renner, aber das Bunin-Konzert lohnt sich, zumal in dieser mustergültigen Interpretation.

Viele Grüße
Holger
AcomA (30.05.2006, 09:07):
hallo Sergejewitsch,

es gibt aufnahmen mit leonid kogan, die ich nie vergessen werde, obwohl ich sie nicht selbst zur zeit verfügbar habe (außer der von dir gezeigten aufnahme des khatschaturian-konzertes). lalos symphonie espagnole mit deinem der londoner orchester (EMI) aus den 70er jahren und die sonaten für cembalo und violine js bachs mit karl richter am cembalo (Ariola/Eurodisc) ! :down

ich hatte mal im internet versucht näheres über l. kogan zu erfahren. da wurde im SWR im rahmen einer sendereihe über große violinisten des vergangenen jahrhunderts von herrn rübenacker ebendies behauptet, dass leonid kogan kommissar des KGB war und seinen schwager emil gilels, m. rostropowitsch und david oistrach bespitzelte. in einem amerikanischen forum wurde überdies behauptet, dass er auch seinen lehrer a. yampolski bespitzelte. d. schostakowitsch soll ihn immer als 'unseren kommunistischen geiger' genannt haben.

das ist insgesamt interessant zur quelle weiterzuverfolgen. gerade die jüdischen musiker hatten in der UdSSR nicht viel zu lachen ! und wenn sie weltruf hatten, wurden sie vom kultusministerium schamlos ausgebeutet (z.b. d. oistrach). leonid kogan war zwar auch jüdischer herkunft, aber soll eben überzeugter und stolzer kommunist gewesen sein.

ich habe noch mal in folgendem buch recherchiert:

mstislaw und galina rostropowitsch 'die musik und unser leben', aufgezeichnet (interviews) von claude samuel, aus dem französischen übersetzt (originalausgabe von 1983) und herausgegeben von r.piper gmbh, münchen, 1992.

ein hauptthema sind die lebensumstände und innenpolitischen ereignisse des landes. interessant ist, das l. kogan in diesem zusammenhang keine erwähnung findet, obgleich m. rostropowitsch auf prominente musiker als effektive parteifunktionäre (z.b. der komponist chrennikov) eingegangen ist. womöglich ist kogans kgb-funktion erst nach glasnost und posthum bekannt geworden.

gruß, siamak :)
Rachmaninov (03.06.2006, 08:22):
Hallo,

kann jemand etwas zu Kogan Box berichten die bei Brilliant erschienen sein soll? KLangqualität und enthaltende Werke?

Gruß
Holger S. (03.06.2006, 09:00):
Hallo Rachmaninov,

ich kenne die Box auch noch nicht, du hast mich erst gerade darauf aufmerksam gemacht. Bei jpc findet man dies hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7036493/. Erscheint am 16.6, eine ziemlich bunte Mischung.

Viele Grüße
Holger
Rachmaninov (03.06.2006, 09:01):
Original von Holger S.
Hallo Rachmaninov,

ich kenne die Box auch noch nicht, du hast mich erst gerade darauf aufmerksam gemacht. Bei jpc findet man dies hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7036493/. Erscheint am 16.6, eine ziemlich bunte Mischung.

Viele Grüße
Holger

Holger,

danke. Ich hatte dort mal nachgesehen aber da war sie wohl nicht gelistet!
16.06. wohl im Handel :leb :leb
Cosima (03.06.2006, 10:32):
Liebe Kogan-Anhänger,

ich freue mich über diesen Thread. Bezüglich des Khachaturian-Konzertes sind wir uns einig. Ist Euch aufgefallen, dass man von der Physiognomie eines Geigers auf sein Violinspiel schließen kann? Heifetz wirkte streng und kühl – ebenso sein Spiel. Genauso wie Repins bodenständiges, gesundes Äußeres sich zu übertragen scheint. Oder Oistrakh: Rund, großes Volumen, kraftvoll, energisch. Oder in diesem Falle: Kogan wirkt melancholisch, recht düster, fast ein wenig dämonisch – so klingt auch sein Geigenspiel. Es ist fernab von Gefühlsduselei, sehr ausdrucksstark und intensiv. Richard sprach die „dunklen Farben“ bereits im Thread-Titel an.

Ich kenne außer der bereits aufgeführten CD nichts von Kogan, freue mich aber über weitere Vorstellungen seiner Aufnahmen.

Viele Grüße,
Cosima :)
Rachmaninov (03.06.2006, 10:34):
Original von Cosima
Ist Euch aufgefallen, dass man von der Physiognomie eines Geigers auf sein Violinspiel schließen kann? Heifetz wirkte streng und kühl – ebenso sein Spiel. Genauso wie Repins bodenständiges, gesundes Äußeres sich zu übertragen scheint. Oder Oistrakh: Rund, großes Volumen, kraftvoll, energisch. Oder in diesem Falle: Kogan wirkt melancholisch, recht düster, fast ein wenig dämonisch – so klingt auch sein Geigenspiel.

Du hast Milstein vergessen! Als Kind voller Agressionen und ein kleiner Schläger. Wie ich finde hört man diese Charaktereigenschaft auch in seinem Geigenspiel!

Von der EMI Box werde ich als bald berichten :down
Cosima (03.06.2006, 10:38):
Original von Rachmaninov
Du hast Milstein vergessen! Als Kind voller Agressionen und ein kleiner Schläger. Wie ich finde hört man diese Charaktereigenschaft auch in seinem Geigenspiel!


Lieber Richard,

es scheint also etwas dran zu sein an dieser Überlegung! Wir sollten das einmal genauer untersuchen.

Schneiderhan sieht eher aus wie ein Biedermann – entsprechend solide und bodenständig klingt er.

Gruß, Cosima :beer
Cosima (03.06.2006, 10:46):
Noch einer fiel mir ein:

Nathan Milstein hatte etwas Nobles, Feines und Aristokratisches in seinem Äußeren – auch das überträgt sich.

Gruß, Cosima

P.S.: Aber ich schweife ab vom Thema. :engel
AcomA (03.06.2006, 11:03):
liebe geigen-liebhaber,

ja, da ist etwas dran. der geiger benutzt die violine zwangsläufig als eine erweiterung seines körpers. er muss den ton erstmal erzeugen. die physiognomie äußert sich zu einem bestimmten anteil in seinem spiel ! körperlicher verfall macht sich demnach auch viel deutlicher in der interpretation der geiger als der der pianiosten bemerkbar !

gruß, siamak :)
Cosima (03.06.2006, 11:08):
Lieber Siamak,

diese Erklärung ist sehr gut. Erst dachte ich, dass es Zufall sein könne, dann überlegte ich, dass die Violine - im Gegensatz zum Klavier beispielsweise - viel näher am Körper des Musikers ist. Es stimmt also.

Gruß, Cosima :beer
Zelenka (03.06.2006, 12:00):
Original von Rachmaninov
Original von Holger S.
Hallo Rachmaninov,

ich kenne die Box auch noch nicht, du hast mich erst gerade darauf aufmerksam gemacht. Bei jpc findet man dies hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7036493/. Erscheint am 16.6, eine ziemlich bunte Mischung.

Viele Grüße
Holger

Holger,

danke. Ich hatte dort mal nachgesehen aber da war sie wohl nicht gelistet!
16.06. wohl im Handel :leb :leb

Lieber Rachmaninov:

Wie schon per PN die Tage gesagt, die Kogan-Box gibt es schon längst bei 2001 für EUR 16.99, ich habe sie vorgestern schon in meinen Händen gehalten und nicht gekauft. Sie läuft mir nicht weg. (Ich habe innerhalb der letzten Woche etwa 50 neue CDs angeschaffft, der Wahnsinn muß gebremst werden.) Auf den CDs ist u.a. erheblich mehr Kammermusik als auf der EMI-Box, in der nur zwei Brahms-Sonaten enthalten sind. Zusätzlich Konzerte z.B. sowjetischer Komponisten, die bei EMI nicht vorkommen. Der einzige Russe dort ist ja P. Tschaikowsky.

Gruß,

Zelenka
Rachmaninov (31.07.2006, 20:20):
Eindringlich empfehlen kann ich aber auch die EMI Box Kogan's!



darauf enthalten

J.S.Bach - BWV 1043 & 1041

Vivaldi op.12 no.3

W.A-Mozart VK #5

Paganini VK #1

Brahms - Sonate für Klavier und Violine #1 und #2

Brahms VK

Lalo - Symphonie Espagnole

Beethoven - VK

Tchaikovsky - VK


Wer einmal erfahren möchte was an geigerischer Ausdruckkraft möglich ist MUSS mal dieses Paganini VK gehört haben :down
Nordolf (04.10.2007, 13:52):
Hallo liebe Kogan-Freunde!

Also ich liebe die Brilliant-Box ohne Einschränkung. Ich denke, manchmal sollte man eine solche historische Einspielung so nehmen wie sie ist - mit allem Mono, mit den Hustern, den Nebengeräuschen und dem Knistern. So hat sie nun mal ihre geschichtliche Bedeutung. Allein, wenn man sich verdeutlicht, welche historische Situation zu Zeiten etwa einer Aufnahme von 1951 in der Sowjetunion vorherrschte - und was es in dieser Situation heißt, wenn Kogan das 1. Violinkonzert von Schostakowitsch spielt oder Khachaturian ein eigenes Werk als Dirigent interpretiert.

Ich will aber betonen, das selbst ein Großteil der Mono-Aufnahmen dieser Box hervorragend klingen. Sie sind kräftig und haben einen für Monoverhältnisse(!) weiträumigen Klang. Schlechter klingen nur die Aufnahmen von 1947. Wer sich allerdings an Nebengeräusche gar nicht gewöhnen kann, sollte dann doch vom Kauf Abstand nehmen. Er kommt dann aber um den Ausnahmeton eines Geigers, der mit ganzem Herzen dabei war.
Kogans melancholisch-intensiver Klang wurde ja schon gewürdigt.

Hier mal die Daten zur Box. Meine persönlichen Lieblingsaufnahmen habe ich entsprechend gekennzeichnet:

Mozart - Violin Concerto No. 3: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / State Symphony Orchestra 1959
Mozart - Adagio: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / Moscow Philhamonic Orchestra 1981
Bach - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / Moscow Philhamonic Orchestra 1962
Bach - Sonata / Bloch - Nigun / Vieuxtemps - Rondino: Violin: Leonid Kogan / Piano: Vladimir Yampolski 1947
Paganini - Capriccios Nos. 9 & 23: Violin: Leonid Kogan 1953
Denisov - Partita: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / Unknown Orchestral Group 1981 :down
Shostakovich - Violin Concerto No. 1: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / Moscow Philhamonic Orchestra 1959 :down
Saint-Saens - Introduction and Rondo Capriccioso: Violin: Leonid Kogan // Alexander Gauk / Grand Symphony Orchestra 1951
Beethoven - Sonata No. 9: Violin: Leonid Kogan / Piano: Grigory Ginzburg 1952 :down
Beethoven - Sonata No. 10 / Schubert - Fantasie: Violin: Leonid Kogan / Piano: Samuel Alumian 1975 :down
Beethoven - Violin Concerto / Romance: Violin: Leonid Kogan // Gennady Rozhdestvensky / USSR State TV & Radio Symphopny Orchestra 1970
Beethoven - Turkish March / Bizet/Waxman - Carmen Fantasia: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / State Academic Symphony Orchestra 1981
Tchaikovsky - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Vassily Nebolsin / USSR State Symphopny Orchestra 1950 :down
Tchaikovsky -Valse: Violin: Leonid Kogan // Alexander Gauk / USSR State TV & Radio Symphopny Orchestra 1952
Tchaikovsky - Meditation: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / USSR State Symphopny Orchestra 1960
Vieuxtemps - Violin Concerto No. 5: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / State Symphony Orchestra 1952
Chausson - Poeme / Massenet - Meditation From "Thais": Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / USSR State Symphony Orchestra 1980
Sarasate - Concert Fantasy On Carmen: Violin: Leonid Kogan // Vassily Nebolsin / Grand Symphony Orchestra 1950
Sarasate - Malaguena: Violin: Leonid Kogan / Piano: Abram Marakov 1949
Wieniawski - Legende: Violin: Leonid Kogan // Alexander Gauk / Grand Symphony Orchestra Of State Radio Comitee 1952 :down
Barber - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / Ukrainian Symphony Orchestra 1981
Kreisler - Rondino On A Theme By Beethoven: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / State Academic Symphony Orchestra 1976
Khachaturian - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Aram Khachaturian / Moscow Radio Symphony Orchestra 1951 :down
Khachaturian - Concerto-Rhapsody: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / Moscow Philhamonic Orchestra 1964
Szymanowski - Nocturne And Tarantella / Albeniz - Sevilla / Schumann - Fantasie: Violin: Leonid Kogan / Piano: Andrei Mytnik 1953 :down
Grieg - Sonatas Nos. 3 & 1: Violin: Leonid Kogan / Piano: Grigory Ginzburg 1947
Albeniz - El Puerto: Violin: Leonid Kogan / Piano: Andrei Mytnik 1952
Debussy - Il Pleure Dans Mon Coeur: Violin: Leonid Kogan / Piano: Nina Kogan 1978
Rachmaninov - Trio Elegiaque No. 2: Violin: Leonid Kogan / Cello: Fiodor Luzanov / Piano: Evgeny Svetlanov 1973 :down :down :down
Khrennikov - Violin Concerto No. 2: Violin: Leonid Kogan // Evgeny Svetlanov / State Academic Symphony Orchestra 1977
Franck - Sonata: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / State Academic Symphony Orchestra 1980

Herzliche Grüße!
Jörg
Rachmaninov (04.10.2007, 19:19):
@Jörg,

eine wunderbare Übersicht! Danke für die Mühe :thanks

Kennst Du auch Kogan's Aufnahme des Khachaturian Konzerts mit Pierre Monteux?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/61nkoJeNrAL._AA240_.jpg

Außerdem tritt dieses Zitat es wohl ziemlich genau:


He was one of the very few violinists able to command both
interpretative insights and technical skills
to the highest degree.
(Tully Potter)
Zelenka (04.10.2007, 19:49):
Original von Nordolf
Rachmaninov - Trio Elegiaque No. 2: Violin: Leonid Kogan / Cello: Fiodor Luzanov / Piano: Evgeny Svetlanov 1973 :down :down :down

Herzliche Grüße!
Jörg

Lieber Jörg:

Auch von mir einen herzlichen Dank für Deine annotierte Liste der Aufnahmen in der Kogan-Box, die ich auch insgesamt sehr schätze. Ich kann das Rachmaninov-Trio wirklich nur in dieser einzigen Aufnahme einigermaßen ertragen! Das ist schon mindestens drei Verneigungen wert!

Gruß, Zelenka
Jürgen (05.10.2007, 09:24):
Original von Zelenka
Original von Nordolf
Rachmaninov - Trio Elegiaque No. 2: Violin: Leonid Kogan / Cello: Fiodor Luzanov / Piano: Evgeny Svetlanov 1973 :down :down :down

Herzliche Grüße!
Jörg

Lieber Jörg:

Auch von mir einen herzlichen Dank für Deine annotierte Liste der Aufnahmen in der Kogan-Box, die ich auch insgesamt sehr schätze. Ich kann das Rachmaninov-Trio wirklich nur in dieser einzigen Aufnahme einigermaßen ertragen! Das ist schon mindestens drei Verneigungen wert!

Gruß, Zelenka

Ich kenne und schätze dieses Trio nur in einer Denon-Aufnahme.
Aber vielleicht ändert sich das ja, wenn ich Kogan gehört habe.

Danke Jörg für den Hinweis

Jürgen
Nordolf (05.10.2007, 11:59):
Original von Rachmaninov

Kennst Du auch Kogan's Aufnahme des Khachaturian Konzerts mit Pierre Monteux?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/61nkoJeNrAL._AA240_.jpg



Hallo Rachmaninov,

leider nicht. Vom Kauf hatte mich bislang abgeschreckt, das die Alexander-Newsky-Suite auf dieser CD zwar gut interpretiert, aber in Englisch gesungen sein soll X(

Herzliche Grüße!
Jörg
Nordolf (05.10.2007, 18:15):
Hallo Zelenka!

Dein Fall scheint ja ohnehin mehr die "gestrenge" Klassik zu sein und weniger "überschäumende" Romantik. Und dieses Klaviertrio (wie auch sein 1. aus der Jugendzeit) ist geradezu ein Paradebeispiel dafür.

An der Kogan/Luzanov/Svetlanov-Aufnahme schätze ich vor allem die konsequent düstere Interpretation des ersten Satzes - was auch dadurch verstärkt wird, das hier der unheilvoll klingende und zu Beginn repetative Klavierpart sehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Herzliche Grüße!
Jörg
Zelenka (05.10.2007, 18:36):
Original von Nordolf
Hallo Zelenka!

Dein Fall scheint ja ohnehin mehr die "gestrenge" Klassik zu sein und weniger "überschäumende" Romantik. Und dieses Klaviertrio (wie auch sein 1. aus der Jugendzeit) ist geradezu ein Paradebeispiel dafür.

An der Kogan/Luzanov/Svetlanov-Aufnahme schätze ich vor allem die konsequent düstere Interpretation des ersten Satzes - was auch dadurch verstärkt wird, das hier der unheilvoll klingende und zu Beginn repetative Klavierpart sehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Herzliche Grüße!
Jörg

Lieber Jörg:

Mit überschäumender Romantik vor etwa 1880 habe ich keine Probleme, dananch werde ich mißtrauisch und möchte endlich in die Moderne überwechseln.

Gruß, Zelenka
Rachmaninov (29.05.2006, 20:49):
Denkt man an die "großen" Geiger des letzten Jahrhunderts so werden fast nahezu überall Heifetz, Oistrach und Milstein genannt.

Dabei völlig zu unrecht wird meist Leonid Kogan vergessen.



Leonid Kogan wurde 1924 in der russischen Stadt Dnepropetrosk geboren.

Ersten Geigenunterricht bekam er durch seinen Vater, der eigentlich Fotograph war, jedoch ebenfalls Amateurgeiger.

Im Alter von 10 Jahren zog Leonid mit seiner Familie nach Moskau wo er von Leopold Auer (wem auch sonst!) Unterricht erhielt!

Bereits im Alter von 17 Jahren erste Konzertreisen in der damaligen Heimat.

1951(?) gewann er den Königin-Elisabeth-Wettbewerb triumphal. In der Jury der Sieger von 1937, David Oistrach.
Dabei war doch sein Geigenton so völlig anders - so einzigartig - im Vergleich zum Geigenton eines Oistrachs.

1955 Debut in London und Paris. 1958 in den USA.

Seit 1963 Professur am Moskauer Konservatorium wo er u.A. Lehrer von V. Mullova war.

Mit seinem Schwager Emil Gilels und M. Rostropowitsch agierte er als Klaviertrio.

Als erste russischer Geiger spielte er das A. Berg Violinenkonzert und zum Tode S. BaberÄs 1981 setzte er sein Violinenkonzert auf des Programm in Kiev.



Am 17.November 1982 im Alter von nur 58 starb Leonid Kogan auf einen Zug wartend am Bahnhof Mytischa. :I

An diesem Tag erlosch ein Geigenton, den Kogan aus seiner Guarneri Del Ges (1726) erzeugte und den es so sicherlich nie wieder geben wird :(

Eine Aufnahme die seinen berechtigten Aufenthalt im Olymp der Geiger verdeutlichen:



Geigerisch unerreicht!
Holger S. (30.05.2006, 07:54):
Hallo Rachmaninov!

Du hast recht, Kogan wird leider verhältnismäßig wenig Beachtung geschenkt - warum auch immer. Vielleicht spielen seine immer mal wieder erwähnten Aktivitäten für den KGB hier eine Rolle? In einer Rundfunksendung, die ich mal gehört habe, wurde er jedenfalls als "sowjetischer Apparatschik" bezeichnet. Verglichen mit Oistrach spielt Kogan m.E. herber, wie du eben sagst "in dunklen Farben". Er war eben eine ganz eigene Geigerpersönlichkeit! Mir gefällt seine Aufnahme des Violinkonzertes von Rewol Bunin (1924-1976) ausgezeichnet. Dieses Konzert ist für Kogan komponiert (genau wie die Konzert-Rhapsodie von Chatschaturjan, das 1. Violinkonzert von Chrennikow, das Violinkonzert von Weinberg und vieles andere mehr). Bunin, ein Schostakowitsch-Schüler, erinnert stilistisch deutlich an seinen Lehrer. Das Violinkonzert ist ein tendenziell ernstes Werk, das Kogan hier ausgezeichnet in Szene setzt. Die CD war vor kurzem bei jpc erhältlich, ist jetzt aber anscheinend wieder aus dem Programm genommen worden. Auf der CD waren auch noch Konzerte von Samuel Barber (Aufnahme von 1981) sowie von einem ominösen Sergei Barsukow, von dem sich nicht einmal das Geburtsjahr zweifelsfrei herausfinden lässt (1912? 1918? 1923?). Letzteres ist nicht unbedingt der Renner, aber das Bunin-Konzert lohnt sich, zumal in dieser mustergültigen Interpretation.

Viele Grüße
Holger
AcomA (30.05.2006, 09:07):
hallo Sergejewitsch,

es gibt aufnahmen mit leonid kogan, die ich nie vergessen werde, obwohl ich sie nicht selbst zur zeit verfügbar habe (außer der von dir gezeigten aufnahme des khatschaturian-konzertes). lalos symphonie espagnole mit deinem der londoner orchester (EMI) aus den 70er jahren und die sonaten für cembalo und violine js bachs mit karl richter am cembalo (Ariola/Eurodisc) ! :down

ich hatte mal im internet versucht näheres über l. kogan zu erfahren. da wurde im SWR im rahmen einer sendereihe über große violinisten des vergangenen jahrhunderts von herrn rübenacker ebendies behauptet, dass leonid kogan kommissar des KGB war und seinen schwager emil gilels, m. rostropowitsch und david oistrach bespitzelte. in einem amerikanischen forum wurde überdies behauptet, dass er auch seinen lehrer a. yampolski bespitzelte. d. schostakowitsch soll ihn immer als 'unseren kommunistischen geiger' genannt haben.

das ist insgesamt interessant zur quelle weiterzuverfolgen. gerade die jüdischen musiker hatten in der UdSSR nicht viel zu lachen ! und wenn sie weltruf hatten, wurden sie vom kultusministerium schamlos ausgebeutet (z.b. d. oistrach). leonid kogan war zwar auch jüdischer herkunft, aber soll eben überzeugter und stolzer kommunist gewesen sein.

ich habe noch mal in folgendem buch recherchiert:

mstislaw und galina rostropowitsch 'die musik und unser leben', aufgezeichnet (interviews) von claude samuel, aus dem französischen übersetzt (originalausgabe von 1983) und herausgegeben von r.piper gmbh, münchen, 1992.

ein hauptthema sind die lebensumstände und innenpolitischen ereignisse des landes. interessant ist, das l. kogan in diesem zusammenhang keine erwähnung findet, obgleich m. rostropowitsch auf prominente musiker als effektive parteifunktionäre (z.b. der komponist chrennikov) eingegangen ist. womöglich ist kogans kgb-funktion erst nach glasnost und posthum bekannt geworden.

gruß, siamak :)
Rachmaninov (03.06.2006, 08:22):
Hallo,

kann jemand etwas zu Kogan Box berichten die bei Brilliant erschienen sein soll? KLangqualität und enthaltende Werke?

Gruß
Holger S. (03.06.2006, 09:00):
Hallo Rachmaninov,

ich kenne die Box auch noch nicht, du hast mich erst gerade darauf aufmerksam gemacht. Bei jpc findet man dies hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7036493/. Erscheint am 16.6, eine ziemlich bunte Mischung.

Viele Grüße
Holger
Rachmaninov (03.06.2006, 09:01):
Original von Holger S.
Hallo Rachmaninov,

ich kenne die Box auch noch nicht, du hast mich erst gerade darauf aufmerksam gemacht. Bei jpc findet man dies hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7036493/. Erscheint am 16.6, eine ziemlich bunte Mischung.

Viele Grüße
Holger

Holger,

danke. Ich hatte dort mal nachgesehen aber da war sie wohl nicht gelistet!
16.06. wohl im Handel :leb :leb
Cosima (03.06.2006, 10:32):
Liebe Kogan-Anhänger,

ich freue mich über diesen Thread. Bezüglich des Khachaturian-Konzertes sind wir uns einig. Ist Euch aufgefallen, dass man von der Physiognomie eines Geigers auf sein Violinspiel schließen kann? Heifetz wirkte streng und kühl – ebenso sein Spiel. Genauso wie Repins bodenständiges, gesundes Äußeres sich zu übertragen scheint. Oder Oistrakh: Rund, großes Volumen, kraftvoll, energisch. Oder in diesem Falle: Kogan wirkt melancholisch, recht düster, fast ein wenig dämonisch – so klingt auch sein Geigenspiel. Es ist fernab von Gefühlsduselei, sehr ausdrucksstark und intensiv. Richard sprach die „dunklen Farben“ bereits im Thread-Titel an.

Ich kenne außer der bereits aufgeführten CD nichts von Kogan, freue mich aber über weitere Vorstellungen seiner Aufnahmen.

Viele Grüße,
Cosima :)
Rachmaninov (03.06.2006, 10:34):
Original von Cosima
Ist Euch aufgefallen, dass man von der Physiognomie eines Geigers auf sein Violinspiel schließen kann? Heifetz wirkte streng und kühl – ebenso sein Spiel. Genauso wie Repins bodenständiges, gesundes Äußeres sich zu übertragen scheint. Oder Oistrakh: Rund, großes Volumen, kraftvoll, energisch. Oder in diesem Falle: Kogan wirkt melancholisch, recht düster, fast ein wenig dämonisch – so klingt auch sein Geigenspiel.

Du hast Milstein vergessen! Als Kind voller Agressionen und ein kleiner Schläger. Wie ich finde hört man diese Charaktereigenschaft auch in seinem Geigenspiel!

Von der EMI Box werde ich als bald berichten :down
Cosima (03.06.2006, 10:38):
Original von Rachmaninov
Du hast Milstein vergessen! Als Kind voller Agressionen und ein kleiner Schläger. Wie ich finde hört man diese Charaktereigenschaft auch in seinem Geigenspiel!


Lieber Richard,

es scheint also etwas dran zu sein an dieser Überlegung! Wir sollten das einmal genauer untersuchen.

Schneiderhan sieht eher aus wie ein Biedermann – entsprechend solide und bodenständig klingt er.

Gruß, Cosima :beer
Cosima (03.06.2006, 10:46):
Noch einer fiel mir ein:

Nathan Milstein hatte etwas Nobles, Feines und Aristokratisches in seinem Äußeren – auch das überträgt sich.

Gruß, Cosima

P.S.: Aber ich schweife ab vom Thema. :engel
AcomA (03.06.2006, 11:03):
liebe geigen-liebhaber,

ja, da ist etwas dran. der geiger benutzt die violine zwangsläufig als eine erweiterung seines körpers. er muss den ton erstmal erzeugen. die physiognomie äußert sich zu einem bestimmten anteil in seinem spiel ! körperlicher verfall macht sich demnach auch viel deutlicher in der interpretation der geiger als der der pianiosten bemerkbar !

gruß, siamak :)
Cosima (03.06.2006, 11:08):
Lieber Siamak,

diese Erklärung ist sehr gut. Erst dachte ich, dass es Zufall sein könne, dann überlegte ich, dass die Violine - im Gegensatz zum Klavier beispielsweise - viel näher am Körper des Musikers ist. Es stimmt also.

Gruß, Cosima :beer
Zelenka (03.06.2006, 12:00):
Original von Rachmaninov
Original von Holger S.
Hallo Rachmaninov,

ich kenne die Box auch noch nicht, du hast mich erst gerade darauf aufmerksam gemacht. Bei jpc findet man dies hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/7036493/. Erscheint am 16.6, eine ziemlich bunte Mischung.

Viele Grüße
Holger

Holger,

danke. Ich hatte dort mal nachgesehen aber da war sie wohl nicht gelistet!
16.06. wohl im Handel :leb :leb

Lieber Rachmaninov:

Wie schon per PN die Tage gesagt, die Kogan-Box gibt es schon längst bei 2001 für EUR 16.99, ich habe sie vorgestern schon in meinen Händen gehalten und nicht gekauft. Sie läuft mir nicht weg. (Ich habe innerhalb der letzten Woche etwa 50 neue CDs angeschaffft, der Wahnsinn muß gebremst werden.) Auf den CDs ist u.a. erheblich mehr Kammermusik als auf der EMI-Box, in der nur zwei Brahms-Sonaten enthalten sind. Zusätzlich Konzerte z.B. sowjetischer Komponisten, die bei EMI nicht vorkommen. Der einzige Russe dort ist ja P. Tschaikowsky.

Gruß,

Zelenka
Rachmaninov (31.07.2006, 20:20):
Eindringlich empfehlen kann ich aber auch die EMI Box Kogan's!



darauf enthalten

J.S.Bach - BWV 1043 & 1041

Vivaldi op.12 no.3

W.A-Mozart VK #5

Paganini VK #1

Brahms - Sonate für Klavier und Violine #1 und #2

Brahms VK

Lalo - Symphonie Espagnole

Beethoven - VK

Tchaikovsky - VK


Wer einmal erfahren möchte was an geigerischer Ausdruckkraft möglich ist MUSS mal dieses Paganini VK gehört haben :down
Nordolf (04.10.2007, 13:52):
Hallo liebe Kogan-Freunde!

Also ich liebe die Brilliant-Box ohne Einschränkung. Ich denke, manchmal sollte man eine solche historische Einspielung so nehmen wie sie ist - mit allem Mono, mit den Hustern, den Nebengeräuschen und dem Knistern. So hat sie nun mal ihre geschichtliche Bedeutung. Allein, wenn man sich verdeutlicht, welche historische Situation zu Zeiten etwa einer Aufnahme von 1951 in der Sowjetunion vorherrschte - und was es in dieser Situation heißt, wenn Kogan das 1. Violinkonzert von Schostakowitsch spielt oder Khachaturian ein eigenes Werk als Dirigent interpretiert.

Ich will aber betonen, das selbst ein Großteil der Mono-Aufnahmen dieser Box hervorragend klingen. Sie sind kräftig und haben einen für Monoverhältnisse(!) weiträumigen Klang. Schlechter klingen nur die Aufnahmen von 1947. Wer sich allerdings an Nebengeräusche gar nicht gewöhnen kann, sollte dann doch vom Kauf Abstand nehmen. Er kommt dann aber um den Ausnahmeton eines Geigers, der mit ganzem Herzen dabei war.
Kogans melancholisch-intensiver Klang wurde ja schon gewürdigt.

Hier mal die Daten zur Box. Meine persönlichen Lieblingsaufnahmen habe ich entsprechend gekennzeichnet:

Mozart - Violin Concerto No. 3: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / State Symphony Orchestra 1959
Mozart - Adagio: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / Moscow Philhamonic Orchestra 1981
Bach - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / Moscow Philhamonic Orchestra 1962
Bach - Sonata / Bloch - Nigun / Vieuxtemps - Rondino: Violin: Leonid Kogan / Piano: Vladimir Yampolski 1947
Paganini - Capriccios Nos. 9 & 23: Violin: Leonid Kogan 1953
Denisov - Partita: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / Unknown Orchestral Group 1981 :down
Shostakovich - Violin Concerto No. 1: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / Moscow Philhamonic Orchestra 1959 :down
Saint-Saens - Introduction and Rondo Capriccioso: Violin: Leonid Kogan // Alexander Gauk / Grand Symphony Orchestra 1951
Beethoven - Sonata No. 9: Violin: Leonid Kogan / Piano: Grigory Ginzburg 1952 :down
Beethoven - Sonata No. 10 / Schubert - Fantasie: Violin: Leonid Kogan / Piano: Samuel Alumian 1975 :down
Beethoven - Violin Concerto / Romance: Violin: Leonid Kogan // Gennady Rozhdestvensky / USSR State TV & Radio Symphopny Orchestra 1970
Beethoven - Turkish March / Bizet/Waxman - Carmen Fantasia: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / State Academic Symphony Orchestra 1981
Tchaikovsky - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Vassily Nebolsin / USSR State Symphopny Orchestra 1950 :down
Tchaikovsky -Valse: Violin: Leonid Kogan // Alexander Gauk / USSR State TV & Radio Symphopny Orchestra 1952
Tchaikovsky - Meditation: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / USSR State Symphopny Orchestra 1960
Vieuxtemps - Violin Concerto No. 5: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / State Symphony Orchestra 1952
Chausson - Poeme / Massenet - Meditation From "Thais": Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / USSR State Symphony Orchestra 1980
Sarasate - Concert Fantasy On Carmen: Violin: Leonid Kogan // Vassily Nebolsin / Grand Symphony Orchestra 1950
Sarasate - Malaguena: Violin: Leonid Kogan / Piano: Abram Marakov 1949
Wieniawski - Legende: Violin: Leonid Kogan // Alexander Gauk / Grand Symphony Orchestra Of State Radio Comitee 1952 :down
Barber - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / Ukrainian Symphony Orchestra 1981
Kreisler - Rondino On A Theme By Beethoven: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / State Academic Symphony Orchestra 1976
Khachaturian - Violin Concerto: Violin: Leonid Kogan // Aram Khachaturian / Moscow Radio Symphony Orchestra 1951 :down
Khachaturian - Concerto-Rhapsody: Violin: Leonid Kogan // Kirill Kondrashin / Moscow Philhamonic Orchestra 1964
Szymanowski - Nocturne And Tarantella / Albeniz - Sevilla / Schumann - Fantasie: Violin: Leonid Kogan / Piano: Andrei Mytnik 1953 :down
Grieg - Sonatas Nos. 3 & 1: Violin: Leonid Kogan / Piano: Grigory Ginzburg 1947
Albeniz - El Puerto: Violin: Leonid Kogan / Piano: Andrei Mytnik 1952
Debussy - Il Pleure Dans Mon Coeur: Violin: Leonid Kogan / Piano: Nina Kogan 1978
Rachmaninov - Trio Elegiaque No. 2: Violin: Leonid Kogan / Cello: Fiodor Luzanov / Piano: Evgeny Svetlanov 1973 :down :down :down
Khrennikov - Violin Concerto No. 2: Violin: Leonid Kogan // Evgeny Svetlanov / State Academic Symphony Orchestra 1977
Franck - Sonata: Violin: Leonid Kogan // Pavel Kogan / State Academic Symphony Orchestra 1980

Herzliche Grüße!
Jörg
Rachmaninov (04.10.2007, 19:19):
@Jörg,

eine wunderbare Übersicht! Danke für die Mühe :thanks

Kennst Du auch Kogan's Aufnahme des Khachaturian Konzerts mit Pierre Monteux?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/61nkoJeNrAL._AA240_.jpg

Außerdem tritt dieses Zitat es wohl ziemlich genau:


He was one of the very few violinists able to command both
interpretative insights and technical skills
to the highest degree.
(Tully Potter)
Zelenka (04.10.2007, 19:49):
Original von Nordolf
Rachmaninov - Trio Elegiaque No. 2: Violin: Leonid Kogan / Cello: Fiodor Luzanov / Piano: Evgeny Svetlanov 1973 :down :down :down

Herzliche Grüße!
Jörg

Lieber Jörg:

Auch von mir einen herzlichen Dank für Deine annotierte Liste der Aufnahmen in der Kogan-Box, die ich auch insgesamt sehr schätze. Ich kann das Rachmaninov-Trio wirklich nur in dieser einzigen Aufnahme einigermaßen ertragen! Das ist schon mindestens drei Verneigungen wert!

Gruß, Zelenka
Jürgen (05.10.2007, 09:24):
Original von Zelenka
Original von Nordolf
Rachmaninov - Trio Elegiaque No. 2: Violin: Leonid Kogan / Cello: Fiodor Luzanov / Piano: Evgeny Svetlanov 1973 :down :down :down

Herzliche Grüße!
Jörg

Lieber Jörg:

Auch von mir einen herzlichen Dank für Deine annotierte Liste der Aufnahmen in der Kogan-Box, die ich auch insgesamt sehr schätze. Ich kann das Rachmaninov-Trio wirklich nur in dieser einzigen Aufnahme einigermaßen ertragen! Das ist schon mindestens drei Verneigungen wert!

Gruß, Zelenka

Ich kenne und schätze dieses Trio nur in einer Denon-Aufnahme.
Aber vielleicht ändert sich das ja, wenn ich Kogan gehört habe.

Danke Jörg für den Hinweis

Jürgen
Nordolf (05.10.2007, 11:59):
Original von Rachmaninov

Kennst Du auch Kogan's Aufnahme des Khachaturian Konzerts mit Pierre Monteux?

http://ec1.images-amazon.com/images/I/61nkoJeNrAL._AA240_.jpg



Hallo Rachmaninov,

leider nicht. Vom Kauf hatte mich bislang abgeschreckt, das die Alexander-Newsky-Suite auf dieser CD zwar gut interpretiert, aber in Englisch gesungen sein soll X(

Herzliche Grüße!
Jörg
Nordolf (05.10.2007, 18:15):
Hallo Zelenka!

Dein Fall scheint ja ohnehin mehr die "gestrenge" Klassik zu sein und weniger "überschäumende" Romantik. Und dieses Klaviertrio (wie auch sein 1. aus der Jugendzeit) ist geradezu ein Paradebeispiel dafür.

An der Kogan/Luzanov/Svetlanov-Aufnahme schätze ich vor allem die konsequent düstere Interpretation des ersten Satzes - was auch dadurch verstärkt wird, das hier der unheilvoll klingende und zu Beginn repetative Klavierpart sehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Herzliche Grüße!
Jörg
Zelenka (05.10.2007, 18:36):
Original von Nordolf
Hallo Zelenka!

Dein Fall scheint ja ohnehin mehr die "gestrenge" Klassik zu sein und weniger "überschäumende" Romantik. Und dieses Klaviertrio (wie auch sein 1. aus der Jugendzeit) ist geradezu ein Paradebeispiel dafür.

An der Kogan/Luzanov/Svetlanov-Aufnahme schätze ich vor allem die konsequent düstere Interpretation des ersten Satzes - was auch dadurch verstärkt wird, das hier der unheilvoll klingende und zu Beginn repetative Klavierpart sehr in den Vordergrund gerückt wurde.

Herzliche Grüße!
Jörg

Lieber Jörg:

Mit überschäumender Romantik vor etwa 1880 habe ich keine Probleme, dananch werde ich mißtrauisch und möchte endlich in die Moderne überwechseln.

Gruß, Zelenka