Lieblingskomponisten

Heike (25.07.2011, 19:51):
Wie ich gerade festgestellt habe, gibt es ganz gegen meine Erwartung noch keinen Thread über die Lieblingskomponisten der Forianer.

Dabei finde ich das ziemlich interessant, wen ihr so besonders gern hört.
Gesucht sind die liebsten 6 in beliebiger Reihenfolge, gern mit kurzer Begründung.

Meine Favoriten sind:

Bach
schon allein wegen der Matthäuspassion und der Kunst der Fuge - aber auch die vielen vielen Kantaten und überhaupt das Chorwerk und alles für Tasteninstrumente haben es mir angetan.

Beethoven
Seine Klaviersonaten und seine Kammermusik finde ich noch viel schöner als die Sinfonien, besonders liebe ich die Streichquartette. Ich mag auch die Chorwerke sehr.

Schostakowitsch
Für mich einer der letzten Universalgenies in der Musik, ich mag eigentlich alles, was ich bisher vion ihm gehört habe, von Oper über Sinfonisches bis zur Kammermusik (auch hier besonders die Streichquartette)

Schubert
Was wäre die Welt ohne Schuberts Lieder! Seine berührenden Klaviersonaten und auch die Kammermusik, allen voran das unsterbliche Strecihquintett, gehen mir an die Seele.

D. Scarlatti
Der muss einfach rein. Seine hunderte Klaviersonaten sind für mich die Gute-Laune-Musik schlechthin.

Mit Nr. 6 habe ich Mühe, bzw. muss schweren Herzens einige von mir sehr geliebte Komponisten zurückstellen (mir blutet das Herz, dass zB der auf der Bühne von mir so heißgeliebte Wagner draußen bliebt), denn letztlich höre ich doch immer wieder und sehr sehr oft:

Händel
Vor allem die vielen schönen Barockopern und Chorwerke, das ist großartige Musik.

So, jetzt seid ihr dran.
Heike
Billy Budd (25.07.2011, 23:38):
Danke, liebe Heike, für die Eröffnung dieses Threads.
Ich nominiere auf die Schnelle:

1) Richard Wagner.
Ich liebe alles an seiner Musik, es gibt hier meiner Meinung nach keine überflüssige oder langweilige Stelle.
2) Richard Strauss.
Mir gefallen sowohl seine „schrillen“ Werke, wie Salome oder Elektra, hier stehe ich beim Zuhören eineinhalb Stunden unter Strom; als auch die romantischen, etwas kitschigen (Rosenkavalier, Arabella), den Grund hierfür weiß ich nicht. Und dann hat er noch ein Meisterwerk geschaffen, dass die Tragik und Komödiantik vereint: Ariadne auf Naxos
3) Giuseppe Verdi.
Was soll ich schreiben? Geniale Opern (meine Favoriten sind Simon Boccanegra und Nabucco)!
4) Giacomo Puccini.
Die Tosca schätze ich am meisten, weiteres das Trittico, bei dem ich „dank“ der Wiener Volksoper nur den Mantel und Gianni Schicci (noch dazu in deutscher Übersetzung :S) kenne und Turandot .Außerdem gebe ich gerne zu, dass ich durchaus für kitschige Opern und ebensolche Inszenierung etwas übrig habe, weshalb ich von der „Boheme“ ebenfalls angetan bin. Sonst kenne ich noch nichts von ihm.
4) Jaques Offenbach.
Von ihm kenne ich noch sehr wenig. Hoffmanns Erzählungen liebe ich, Orpheus in der Unterwelt hat keinen besonderen Eindruck hinterlassen (Allerdings wurde hier die schöne Ouvertüre weggekürzt.). Weiteres habe ich vor einiger Zeit eine Kassette mit Ouvertüren aus Offenbach-Operetten gehört, die mir sehr gefallen hat.
5) Franz Schubert.
Original von Heike
Was wäre die Welt ohne Schuberts Lieder! Seine berührenden Klaviersonaten und auch die Kammermusik, allen voran das unsterbliche Strecihquintett, gehen mir an die Seele. - Volle Zustimmung.
6) Wolfgang Amadeus Mozart.
Auch wenn ich die Zauberflöte gar nicht mag, halte ich die „Nozze“ für ein Meisterwerk.

Liebe Grüße,
Billy :hello
Heike (26.07.2011, 07:38):
Lieber Billy,
das Wolferl muss leider rausfliegen, da du trickreicherweise zweimal die Nummer 4 nominiert hast ;-)
Heike
Rideamus (26.07.2011, 10:26):
Diese Fragestellung lässt sich wirklich nur ganz schnell aus dem Bauch heraus beantworten. Ich nehme einfach die, die ich wahrscheinlich am öftesten höre, wofür es einen guten Grund geben muss:

1. Hector Berlioz
Ein Revolutionär auf vielen Gebieten der Musik, dem wir nicht nur eine der spektaulärsten Sinfonien sondern auch eine der größten Opern verdanken, ganz zu schweigen von den vielen Mischformen, die er darüber hinaus kreiert und mit Sinn angefüllt hat. Vielleicht der einzige Komponist, an dem ich mich noch nie überhören konnte.

2. Wolfgang Amadeus Mozart
Der zweite vielseitige Komponist, von dem ich nie genug hören und nicht verstehen kann, wie jemand den Schöpfer der NOZZE DI FIGARO, des DON GIOVANNI, mindestens der späten Klavierkonzerte und des Klarinettenkonzertes und vieler anderer Schönheiten nicht lieben kann oder gar muss.

3. Giuseppe Verdi
Der Meister der Melodie und der Empathie und der Schöpfer der perfektesten komischen Oper schlechthin. Braucht es mehr Gründe, als eine Oper von ihm zu hören?

4. Jacques Offenbach
Der Antipode von Berlioz und Verdi, aber ihnen gleichwertig in seiner Vielfalt und seinem Erfindungsreichtum, zudem der Schöpfer der unterhaltsamsten Form des Musiktheaters überhaupt, dessen logische Fortführung und Krönung sein Meisterwerl der HOFFMANN, ist.

5. Emmanuel Chabrier
Um auch mal einen verkannten Außenseiter zu nennen, dessen Originalität und Ideenreichtum alle anderen in die Tasche steckt, egal ob man seine Klavierwerke, seine brillianten Orchesterstücke oder seine Meisterwerke L'ÉTOILE oder LA ROI MALGRÉ LUI nimmt.

6. Leonard Bernstein
Für mich die ideale Verschmelzung aller Musikstle und -formen von der Messe bis hin zum Musical, und das auf einem sehr hohen NIveau an Einfallsreichtum, wie er in der jüngeren Zeit selten geworden ist. Es gibt sicher größere Komponisten, aber kaum welche, die ich öfter und lieber höre.

Wie gesagt: dies ist keine Liste der "Besten", sondern eher der am liebsten gehörten, und da entschuldige ich mich für ihre Auslassung bei Haydn, Schubert und überhaupt den vielen Komponisten, die meine Lieblingsgattung der Vokalmusik nicht so bedient haben, wie die genannten. Besonders entschuldigen muss ich mich aber bei Rossini und Richard Strauss, die eigentlich gleichwertig dazu gehören.

:hello Rideamus
Billy Budd (26.07.2011, 12:10):
Oh, Entschuldigung, das war keine Absicht!
Hier die korrigierte Version:
1) Richard Wagner
2) Richard Strauss
3) Giuseppe Verdi
4) Giacomo Puccini
5) Jaques Offenbach
6) Franz Schubert.
Billy :hello
nikolaus (26.07.2011, 22:20):
Ganz spontan:

Beethoven - der Gigant

Schumann - der Romantische

Ravel - der Betörende

Prokofiev - der Rhythmische

Bach - der Vater

Brahms - der Kammermusiker


Und morgen sieht es wieder anders aus. Nur Beethoven wird wohl immer in der Liste bleiben!

Nikolaus
Dulcamara (26.07.2011, 23:33):
Auch ganz spontan:

Mozart - Vielschichtig, empatisch und dramatisch. Würde mir fast schon reichen.

Schumann - Manchmal geradezu schroff und unnahbar, dann wieder melodisch sanft.

Korngold - Modernität trotz Melodiösität.

Bellini - Unendliche und grazile Linien.

Derzeit nur vier. Irgendwie krumm, die Zahl. Egal, kann mich nicht entscheiden, ob jetzt Gluck, Rossini, Richard Strauss oder Brahms auch noch in dieses Ranking sollen.


Ganz viele Edits wg. meiner Probleme mit dem Wort Melodiösität:
Severina (27.07.2011, 00:33):
Au fein, ein Ranking!! Aber nur 6 Nominierungen- schwierige Entscheidung, welche meiner Kinder ich da verstoßen muss :I!
Momentan dürften folgende ins Boot:

1. Giuseppe Verdi - der Mann hatte einfach eine Theaterpranke und seine Musik ist alles andere als Humtata! (Auch meine Lieblingsoper von ihm ist übrigens "Simon Boccanegra", gefolgt von "Don Carlos"!)

2. Rossini - nicht nur als Plagiator seiner selbst genial, für mich die Gute-Laune-Musik schlechthin.

3. Schubert - der Liederfürst muss natürlich aufs Stockerl, außerdem liebe ich noch vieles mehr von ihm.

4. Antonin Dvorak - wegen meiner Lieblingssymphnonie, der 9. Aus der Neuen Welt, aber das ist nicht der einzige Grund.

5. Leos Janacek - seit "Katia Kabanova" ganz besonders, Musik, die mich einfach elektrisiert.

6. Rameau - mein liebster Barockkomponist, wegen seiner verblüffenden Modernität.

Bellini, Donizetti und Mozart mögen mir ebenso verzeihen wie mein geliebter Mendelssohn-Bartholdy oder Gustav Mahler! Die Beschränkung auf 6 Namen ist echt fies, nächste Woche würde meine Liste vielleicht ganz anders ausschauen. Aber ohne Verdi und Rossini geht gar nix!!

lg Sevi :hello
Armin70 (27.07.2011, 01:16):
Folgende Komponisten höre ich vielleicht am liebsten bzw. sie bilden schon so eine Art musikalisches Zentrum für mich:

Jean Sibelius:
Der große finnische Komponist mit seiner kraftvollen-melancholischen Musik fesselt mich, seit dem ich mich mit klassischer Musik beschäftige.

Ralph Vaughan Williams:
Der englische Mystiker mit seinen eindrucksvollen Chorwerken und seinen vielschichtigen Orchesterwerken fasziniert mich auch schon sehr lange.

Carl Nielsen:
Der dänische Eigenbrödler, mit seiner individuellen Musik, die manchmal fast sarkastisch klingt (6. Sinfonie) ist für mich immer ein Erlebnis.

Leos Janacek:
Ich bin kein großer Opernfan aber Janaceks Opern bilden da eine große Ausnahme. Das sind allesamt spannende Musikdramen mit Janaceks ganz eigener Musik, welche exakt auf die tschechische Sprachmelodie abgestimmt ist.

William Walton:
Allein schon wegen seines kraftvollen Oratoriums "Belshazzars Feast" gehört er für mich hier in diese List. Eine impulsive Musik, die mit jazzigen Einflüssen einen tollen Drive hat. Aber auch seine Sinfonien, Konzerte und Filmmusiken sind für mich beeindruckende Werke. Sein Violinkonzert gehört für mich zu den schönsten Solokonzerten der Konzertliteratur.

Howard Hanson:
Manchmal als "amerikanischer Sibelius" bezeichnet. Für manche mag seine Musik retrospektiv oder neo-romantisch sein aber für mich schuf Hanson ein vielschichtiges Werk, mit einer unverwechselbaren Musik. Übrigens war Hanson auch ein hervorragender Dirigent.
Cetay (inaktiv) (28.07.2011, 15:15):
Ich kann mich nicht entscheiden, welche Kriterien ich für Lieblingskomponisten heranziehen soll, will aber auch nicht alleine aus dem Bauch heraus entscheiden. Also schaue ich mal, welcher Komponist in wievielen meiner Beiträge für dieses Forum erwähnt wurde. Eine große Anzahl deutet auf einen regen Missionierungsbedarf hin und der entwickelt sich nur bei echter Begeisterung.

Mainstream und Avantgarde sind dabei gesondert zu betrachten, denn naturgemäß gibt es viel mehr Fäden über die Altvorderen und somit mehr Gelegenheit mitzudiskutieren.

Beethoven - 243
Mozart - 174
Bruckner - 100
Sibelius - 86
Mahler - 80
Bach - 62
-

Cage - 68
Xenakis - 39
Schönberg - 34
Feldman - 23
Varèse - 17
Coates - 13

Wenn ich die auf 6 eindampfen müsste, dann würden -da ich Klassisch/Neu etwa im Verhältnis 50:50 höre- die ersten zwei jeder Liste gesetzt und der Rest nach Bauch gewählt, so wie auch das finale Ranking:

1. Cage
2. Bruckner
3. Beethoven
4. Mozart
5. Xenakis
6. Varèse

Interessant: Die ersten 5 habe ich schon in meinem Vorstellungsbeitrag vor 3 1/2 Jahen als meine Lieblingskomponisten genannt. Ich kann mir also Kommentare à la morgen sieht es wieder ganz anders aus getrost sparen. :P

Edit: Mahler wurde vergessen, peinlich!
Nordolf (01.08.2011, 00:37):
Hallo!

Nur 6 Komponisten!!! – da wird die Qual der Wahl zur Wahl der Qual für einen Viele-Komponisten-Hörer wie mich. Wen soll ich da willkürlich auswählen? - wen ungerechterweise weglassen? Nur drei sind ganz klar:

Richard Wagner

Der Erfinder und Inspirator vieler Musik – nicht nur der klassischen -, die ich gerne höre. Ich bin versucht mit Thielemann von "Richard, dem Einzigen" zu sprechen und mich als Wagnerianer zu bezeichnen. An Wagner fasziniert mich der unglaubliche Druck, der lange Atem, die dramatischen Blechbläser, der schwül-ausufernde Fluß, die mythisch-archaische Atmosphäre seiner Musik. Ein Stück wie beispielsweise das "Lohengrin-Vorspiel" hat eine unsagbar entrückende, in ferne Welten versetzende, von der Banalität des Alltags befreiende Kraft. Die Sagenwelten der Germanen und des Mittelalters, die er als Sujets wählte, die Schopenhauer-Nietzsche-Luft seiner Ideen und seine Verherrlichung des freien Menschen im "Ring" tun ein Übriges, um mich in der Wagnerischen Welt vollständig zuhause zu fühlen.

Gustav Mahler

Die Fortführung von Wagner am Beginn des 20. Jahrhunderts. Seine groß angelegten, teilweise mit sehr seperaten Sätzen (exemplarisch die 3.) versehenen Symphonien faszinieren mich immer wieder. Ganz herrlich erscheint mir diese Mischung aus deutscher Romantik, Zerrissenheit, sich aneinander reibender Themen, Trauer- und Militärmarsch, Brucknerischer überlanger Adagios und aufrüttelndem, den Expressionismus vorwegnehmenden "Ich schreie"-Pathos bei Mahler. Die "Totenfeier" der 2., der 1. Satz der 3., die ersten beiden Sätze der 5. sowie die gesamte 6. Symphonie – ein für Mahlers Verhältnisse recht homogenes Werk –, aus dem Spätwerk der 1. Satz der 9. Symphonie oder das "Trinklied vom Jammer der Erde" oder der "Abschied" gehören zu meinen ganz großen, persönlichen "Evergreens", die ich immer wieder höre.

Ich möchte an dieser Stelle mal auf einen großartigen Gothic-Song der DüsterRock/Pop/Avantgarde-Gruppe Janus hinweisen, der mit fast Musical-haftem Pathos vom letzten Lebensjahr Mahlers handelt: - hier auf You-Tube zu hören.

Dmitri Schostakowitsch

Die Fortführung von Mahler in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Das Zerrissene, Marschmäßige, Expressive entwickelt Schostakowitsch konsequent weiter – trotz aller grotesken Gesten, trotz aller Auflösung der herkömmlichen Tonalität bleibt der Russe doch einem spätromantischem Pathos treu. Für meine Ohren klingt in seinen Kompositionen viel Zeitgenössisches mit: - ich fühle mich bei seiner Musik in die Zeit der Avantgarde der 20ziger Jahre, in die Jahre der Oktoberrevolution oder des 2. Weltkrieges versetzt. Außerdem gibt es solch depressiven Streichinstrumentklänge wie bei Schostakowitsch kaum bei einem anderen Komponisten (nur noch Alan Pettersson). Die Aufnahme seiner 8. Symphonie mit Haitink und dem Concertgebouw Orchester aus dem Jahr 1982 gehört für mich zu den Sternstunden der klassischen Interpretationskunst. Sehr abwechslungsreich und hörenswert ist auch die Filmmusik von Schostakowitsch.

So – und nun?! Jetzt wird es willkürlich – ich kann jetzt mindestens 20 weitere Komponisten nennen, die einen gänzlich gleichen Stellenwert für mich haben. Daraus 3 auszuwählen ist mir nicht wirklich überzeugend möglich. Wenn es unbedingt sein muss, würde ich Peter I. Tschaikowsky (herrlich russisches Sentiment, das ich liebe), Ernst Boehe (farbige Jugendstil-Tondichtungen par exellence) und Alan Pettersson (Trauer, Wut, Verzweiflung ohne Kompromisse) nennen. Die modernen Komponisten wie Xenakis, Penderecki und Rautavaara müssen nun leider gänzlich außen vor bleiben.

Herzliche Grüße!
Jörg
Klingsor (15.08.2011, 13:43):
Wenn ich so dem rauen Wind der allgemeinen Musikwelt lausche, ist es ja beinah ein Wagnis, dies überschwänglich hier zu äußern, ohne alsgleich in die Kitsch-Schublade gesteckt zu werden ( wo der verehrte Herr auch falsch einzuordenen ist ), aber mein absoluter Lieblingskomponist...dazu auf einem Podest noch über allen Folgenden ist :

Giacomo Puccini

Ich bin der Meinung, dass dieser Herr musikalisch viel zu sehr unterschätzt wird und sich deshalb viele Leute den Zugang zu ihm mit Vorurteilen verbauen und dabei grandiose Dinge verpassen.

Weiterhin mag ich :

Richard Wagner...aber nur eingeschränkt, denn bei ihm stehen für mich Großartiges und Unerträgliches zeitweise dicht beieinander.

Mozart...was auch immer er gemacht hat, ich habe immer ein wie auch immer geartetes positives Gefühl beim Hören
Bert (10.09.2011, 19:49):
Nicht so einfach, weil ich merke, daß sich die Präferenzen in den letzten 30 Jahren etwas verschoben haben, aber:

1. Richard Wagner (seine Opern)
Für mich der beste Dramatiker überhaupt. In seinen Opern finde ich alles, was (mir) die Musik zu bieten hat.

2. Tschajkowsky (vor allem instrumental)
Der Komponist meiner Jugend; mit seiner Musik hatte ich immer das Gefühl, daß er die Melancholie und Trauer meines Lebens zum Ausdruck gebracht hat. Mit seiner Musik habe ich in der Pubertät die klassische Musik entdeckt; viele Jahre habe ich nur seine Musik gekauft, erst später entdeckte ich auch andere Komponisten.

3. Dvorak (Rusalka, Cellokonzert)
Für mich der musikalische Lyriker schlechthin.

4. Saint-Saëns
Einfach schön ...

5. Diverse Romantiker: Opern, Violinkonzerte, Cellokonzerte, Klavierkonzerte
6. Quartette (Borodin, Schubert)

Gruß, Bert
Billy Budd (11.07.2012, 07:49):
Original von Billy Budd
Vor knapp einem Jahr habe ich meine damaligen Lieblingsopern aufgezählt. Ich bin keiner, der heute x und morgen y sagt, aber mein Musikgeschmack hat sich in letzter Zeit ein wenig verändert. Meine derzeitige Liste schaut so aus:


Ebenso mache ich es mit meinen Lieblingskomponisten.

1) Richard Strauss
2) Leoš Janácek
3) Dimitri Schostakowitsch
4) Pjotr Iljitsch Tschaikowski
5) Richard Wagner
6) Gustav Mahler.

Billy :hello
Hyacinth (11.07.2012, 10:22):
1. Richard Strauss
2. Wolfgang Amadeus Mozart
3. Giuseppe Verdi
4. Antonin Dvorak
5. Richard Wagner
6. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Arturo (17.10.2012, 17:42):
1) Antonin Dvorak - wegen der Musizierfreude, der Sinfonie "Aus der Neuen Welt" und der großartigen Kammermusik
2) Franz Schubert - wegen der Tiefe des Ausdrucks - "Anmut am Rande des Abgrunds"
3) Ludwig van Beethoven - der große Klassiker und der erste Romantiker zugleich
4) Claude Debussy - wegen des betörenden Klanges und der neuen Wege, die er beschritten hat
5) J. S. Bach - wegen der Balance zwischen tiefem Ausdruck und perfekt beherrschter Form
6) W. A. Mozart - wegen der Wärme und Güte, die in seiner Musik zu finden ist.
Hörbert (03.11.2012, 09:29):
Hallo!

Bei mir sind das:

Arnold Schönberg: Seine Musik, -inbesondere seine Kammermusik-, fasziniert mich, hierr erklebe ich den Beginn einer Klangwelt die ein ganzes Jahrundert der Musikentwicklung prägte.

Hans Werner Henze: Seit ich "Nachtstücke und Arien" und das 2. Klavierkonzert kenne. kenne. Bei Henze mag ich allerdings eher die Orchestermusik.

Helmut Lachenmann: In seinen Klangflächen kann ich mich verlieren.

Anton Bruckner: Seine gewaltige Klanggebirge und die Vielfalt seiner gleichzeitig auftretenten Themen sucht seinesgleichen, immer noch höre ich neue Zusammenhänge in seinen Symphonischen Werken, obwohl ich sie seit Jahrzehnten kenne.

Max Reger: Wie Hindemith einmal sagte: "Der letzte Riese." Seine Beherrschung des Kontrapunktes und seine schwankenden Tonalen Gefüge die er immer im richtigen Moment auffängt und abstützt haben es mir angetan. Hörtipps: Streichquartett Op.74 d-Moll und Klaviertrio Op.102 e-Moll.

Johannes Brahms: Hier bin ich gespalten in meine Vorliebe für seine Kammermusik und für seine Symphonien, auch seine beiden Klavierkonzerte liebe ich sehr, -leider sagt mir sowohl sein Doppelkonzert wie auch sein Violinkonzert weniger zu-. Aber das kann sich ja noch ändern.

MFG Günther
nikolaus (03.11.2012, 10:36):
Herzlich willkommen!

Das ist spannende Mischung aus Lieblingskomponisten und Soloklavierwerken.

Ich bin gespannt auf weiteres!

Nikolaus.
Andreas (03.11.2012, 15:24):
Gar nicht so einfach. Ich versuche es aber einfach mal (Reihenfolge ist nicht relevant)

Mozart
Besonders seine Klavierkonzerte und die Opern. Mozart ist für mich der Komponist der kleinen Gesten (das ist keine Wertung). Ich erlebe seine Musik als sehr menschlich - Freude, Trauer, Wut, Angst usw., alles ist zu finden, ohne Übersteigerung.

Mahler
Musik in Extremen. Der Mensch zerissen und ohne Halt und doch so bedürftig. Musik, die mich hin- und herwirft

Bruckner
Musik, wie aus einer anderen Welt. Geordnet und strukturiert und doch voller menschlicher Gefühle.

Bach
Die optimale Verbindung von Geist und Gefühl in der Musik.

Schostakowitsch
Ähnlich wie Mahler; eine Musik ohne Illusionen, die manchmal nur noch "Lachen" kann.
nikolaus (03.11.2012, 17:47):
Auch Dir ein herzliches Willkommen!

Schöne Worte zu Deinen Lieblingskomponisten.

Auf einen regen Austausch!

Nikolaus.
Heike (03.11.2012, 18:49):
Herzlich willkommen auch von mir an Andreas und Günther!
Andreas, du darst noch einen hinzufügen - 6 dürfen genannt werden!
Heike
Cetay (inaktiv) (26.01.2013, 08:42):
Original von Cetay am 11.11.2007
Ausgesprochene Lieblingskomponisten habe ich nicht, wenn ich 5 nennen müsste, dann wären das Mozart, Beethoven, Bruckner, Xenakis und Cage.
Original von Cetay am 28.07.2011

1. Cage
2. Bruckner
3. Beethoven
4. Mozart
5. Xenakis
6. Varèse



1. Haydn
2. Cage
3. Bruckner
4. Beethoven
5. Mozart
6. Varèse

Ich mag solche Ranking-Threads auch deswegen, weil man damit die Entwicklung der eigenen Präferenzen nachvollziehen kann. Beziehungsweise in diesem Fall eher die Nichtentwicklung. Obwohl ich ständig auf Streifzügen durch unbekannte musikalische Territorien bin und mach fette Beute mache, bleiben die Großen die Großen. Dass Haydn bislang gefehlt hat, war eine Folge aus Unverständnis und "falschen" gehörten Einspielungen.
Hurwitz' grandioses Haydn-Buch war ein echter Ohröffner und extremistische Interpreten wie das Quartetto di Cremona oder Thomas Fey waren die Initialzündungen. Mittlerweile höre ich Haydn quer durch die Gattungen und egal was ich höre -vom frühen Divertimento bis zur späten Messe, von der 1. Sinfonie bis zum 83. Streichquartett- wann und wie ich es höre -nebenher zum Frühstück, hinhörend nach der Arbeit, konzentriert zuhörend in der Nacht- es beglückt mich jedesmal. Das schafft kein anderer Komponist und deswegen gebührt Haydn mein Thron.
Maurice inaktiv (16.03.2013, 17:23):
Oje,was ist das denn für eine schwere Frage!!Wir haben immerhin runde 600 Jahre Musikgeschichte zu bewältigen.

Ich werde es kurz machen,auch wenn mir das Auslassen anderer eminent wichtiger Komponisten Kopfschmerzen bereitet.

1. Johann Sebastian Bach - ich mag ihn nicht,aber die Geschichte sagt was
Anderes

2. Ludwig van Beethoven - Für mich einfach nicht zu ersetzen

3. Franz Schubert - Leider viel zu früh von der Welt gegangen

4. Anton Bruckner - seine Sinfonien stehen vielleicht über all den
Anderen
großartigen Werke der Romantik....

5. Arnold Schönberg - er vollzog den Wandel zur Moderne

6. Dmitri Schostakowitsch - der Mann,der sich mit Musik dem Stalinismus
verweigerte.

Hier müssten aber auch Joseph Haydn,Wolfgang A. Mozart,Robert Schumann,Hans Rott,Gustav Mahler,Johannes Brahms,Richard Strauss,Hans Pfitzner,Antonin Dvorak,Jean Sibelius,Edward Grieg,Ralph Vaughan Williams,Edward Elgar,William WaltonPeter Tschaikowsky,Paul Hindemith,Max Reger,und wirklich viele viele Andere stehen.....
abendroth (16.03.2013, 19:02):
1 - 6 ex aequo:

- Brahms (seit ich mit 15 sein erstes Klavierkonzert hörte ist er immer mit ganz oben unter meinen Vorlieben gewesen)
- Schubert (selbst wenn er nur das Streichquintett geschrieben hätte)
- Beethoven (seine Quartette höre ich immer und immer wieder)
- JS Bach (... aber das Tasteninstrument sollte ein modernes Klavier sein)
- Bruckner (relativ spät liebgewonnen, aber dafür umso leidenschaftlicher)
miclibs (20.03.2013, 20:26):
1. Lachenmann
Seine Strukturklänge begeistern mich immer wieder auf das Neue;
könnte ich stundenlang hören.

2. Xenakis
Seine Methoden Musik aus Klangwolken zu konstruieren, finde ich klasse,
und das Ergebnis sowieso, egal ob klassisch oder elektroakustisch gespielt.

3. Sciarrino
Seine Musik ist leise, aber nicht langweilig; geht meist nach innen, sucht
sich einen Weg in das menschliche Bewußtsein

4. Rihm, Wolfgang
Er hat mich mit seinen Streichquartetten gekriegt. Seine Musik kommt eher
aus dem Bauch; lässt sich ungern methodisch festlegen.

5. Ferneyhough
Seine Streichquartette liebe ich. Langweilig ist er auf keinen Fall.

6. Billone
Studierte bei Sciarrino und Lachenmann. Allein sein Werk '1+1=1' für
zwei Bassklarinetten ist Zucker. Habe so ziemlich alles, was man von ihm
auf CD kriegen kann.

Dahinter stehen bei mir Berio, Saunders, Norgard, Sanchez-Verdu, Possadas, Ronchetti,
Ablinger, Kalitzke, Carter,Stockhausen, Birtwistle, Cage, P.M.Davies, Ligeti u.v.a.

Von den weniger 'modernen' Komponisten sind es Webern, Schönberg, Shostakovich
und Beethoven, die mich meist kammermusikalisch fesseln können.
Messiaen gehört auch noch dazu. :down

Für Haydn, Mozart, Bruckner, Schubert, Schumann etc. konnte ich mich bisher noch
nicht so erwärmen. Aber die klingen auch nicht wie Lachenmann. :wink
AcomA (20.03.2013, 20:46):
Hallo,

JS Bach
LvBeethoven
WA Mozart
SW Rachmaninov
R Schumann
F Schubert

LG, Siamak
Cetay (inaktiv) (20.03.2013, 20:59):
Original von abendroth
1 - 6 ex aequo:

- Brahms (seit ich mit 15 sein erstes Klavierkonzert hörte ist er immer mit ganz oben unter meinen Vorlieben gewesen)
- Schubert (selbst wenn er nur das Streichquintett geschrieben hätte)
- Beethoven (seine Quartette höre ich immer und immer wieder)
- JS Bach (... aber das Tasteninstrument sollte ein modernes Klavier sein)
- Bruckner (relativ spät liebgewonnen, aber dafür umso leidenschaftlicher)

Ist Nummer 6 dann diese Buchempfehlung?

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51yE0E2epwL._AA160_.jpg
Hörbert (21.03.2013, 08:10):
Hallo!

@miclibs

....Für Haydn, Mozart, Bruckner, Schubert, Schumann etc. konnte ich mich bisher noch...

Das kommt wahrscheinlich noch, gerade bei Schuberts später Kammermusik gibt es für dich möglicherweise noch viel zu endecken.

Mein Tipp, vergleiche doch einmal Schuberts drei letzte Streichquartette mit den Streichquartetten von Ernst Krenek.

Witzigerweise habe ich einige Freunde und Bekannte die alte Musik hörten mit der neueren vertraut gemacht, bei dir sollte der umgekehrte Weg ebenfalls möglich sein, neue Musik läßt sich besser und tiefer verstehen mit profunder Kentniss der alten.

MFG Günther
miclibs (21.03.2013, 18:24):
Original von Hörbert
Hallo!

@miclibs

....Für Haydn, Mozart, Bruckner, Schubert, Schumann etc. konnte ich mich bisher noch...

Das kommt wahrscheinlich noch, gerade bei Schuberts später Kammermusik gibt es für dich möglicherweise noch viel zu endecken.

Mein Tipp, vergleiche doch einmal Schuberts drei letzte Streichquartette mit den Streichquartetten von Ernst Krenek.


Hallo Hörbert,

danke für deine Anregung.
Ich habe mal in diese Schubert-Streichquartette reingehört...
Streichquartett Nr. 12 in c-Moll „Quartettsatz“ (D 703)
Streichquartett Nr. 13 in a-Moll „Rosamunde-Quartett“ (D 804)
Streichquartett Nr. 14 in d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ (D 810)
Streichquartett Nr. 15 in G-Dur (D 887)

und da ich Krenek nicht kenne, Schuberts Streichquartette verglichen mit drei Streichquartetten,
die mir besonders am Herzen liegen.

1. Brian Ferneyhough , 6. Streichquartett, Donaueschinger Musiktage 2010, Arditti Quartet
Youtube:Ferneyhough 6. Streichquartett
2. Iannis Xenakis, Tetras, Kammermusik 1955-90. Claus Helfter, Arditti Quartett
Youtube: Xenakis Tetras 1.Satz
3. Helmut Lachenmann, Grido, Arditti Quartett
Youtube:Lachenmann Grido 1.Satz

Ich glaube, im Moment bin ich Schubert so nah, wie ich ich es in Karlsruhe den Osterinseln
bin. Komischerweise kann ich mit Beethovens späten Streichquartetten mehr anfangen.

Für meine drei Streichquartette habe ich Youtube-Links eingetragen.
Mir springen im Moment leider keine Gemeinsamkeiten mit Schuberts Streichquartetten
ins Ohr.

LG Michael
Hörbert (21.03.2013, 22:22):
Hallo!

Ersteinmal etwas verspätet aber immerhin: "Ich freue mich noch einen Hörer neuer Musik hier gefunden zu haben." :)

Du wirst lachen, ich habe alle drei Quartette hier, -sogar die gleichen Interpretationen-, (kein Wunder es gibt gar keine Auswahl) die ich (bis auf Ferneyhough´s 6. das muß ich noch einigemale hören) sogar einigermaßen gut kenne.

Nunja, Grido von Lachenmann oder sonstige Werke des Freiburg-Basel-Kreises (Hollinger, Klaus Huber u.ä.) sind natürlich sehr weit weg.

Die Stochastik von Iannis Xenakis oder die präseriellen Werke des späten Brian Ferneyhough der dem Freiburg-Basel-Kreis ebenfalls dürch Klaus Huber sehr nahe steht (eher käme schon seine "Sonate für Streichquartett von 1967 in Frage, aber eigentlich nicht mal diese-.) sind für einen Verständnisschritt m.E. ebenfalls recht weit weg.

:)Nicht von ungefähr nannte ich Ernst Krenek, hier ist der Schritt zu Schuberts letzten Quartetten, -insbesondere von seinem vierten Streichquartett aus leicht nachvollziebar, ebenfalls nur ein kleiner Schritt ist es dann -von Krenek her-, zum dritten Streichquartett von Elliot Carter, von da aus zu "Gran Torso," "reigen seliger Geister" oder zu "Grido" findet man dann leicht. :)

Ich finde immer das man neue Musik besser würdigen kann wenn man auch die Wurzeln kennt (sonst ist Lachenmann wohlmöglich für den einen oder anderen nur breit ausgewalzter Webern) so auch bei den aktuellen Werken.

Natürlich kommst du mit den Späten Streichquartetten Beerhovens eher zurecht, zumal wenn du eine Interpretation hast die eher die technisch-strukturelle Seite dieser Quartette betont (z.B. die alte Juiliard-Interpretationen) und natürlich ist bei Schubert eher ein romantisierender Interpretationsansatz die Norm (hier würde ich dir im übrigen die eben nicht ganz so untechnische Interpretation mit dem Leipziger Streichquartett nahelegen) das erschwert zuweilen die Rezeption.

Ein anderer Weg zu Schubert wäre der über Hans Werner Henzes 4. und 5. Streichquartett, auch hier lohnt sich ein Vergleich. Henze wird wie Schubert in der Interpretation eher von der Emotionalen -nichtechnischen-, Seite her begriffen, -allerdings ist dieser Weg ungleich indirekter-.

Aber Schubert sollte der Anfang sein, wenn du mit Schubert etwas anfangen kannst du auch Bruckner verstehen. Mit Bruckner und Brahms steht dir dann der Weg zu Max Reger offen und über den kommst du zurück zu Mozart/Hayden, Schuhman sollte man im Rückschluß über Brahms erreichen können und von Schönberg zurück zu Brahms ist ja wohl kein Thema?

Aber bleiben wir bei Schubert, hier ist wie schon erwähnt vor allen anderen Krenek m.E. der Schlüssel, Krenek selbst ist Schönberg recht nahe da dürfte eigentlich keinerlei Problem bestehen.

MFG Günther
miclibs (22.03.2013, 17:23):
Original von Hörbert
:)Nicht von ungefähr nannte ich Ernst Krenek, hier ist der Schritt zu Schuberts letzten Quartetten, -insbesondere von seinem vierten Streichquartett aus leicht nachvollziebar, ebenfalls nur ein kleiner Schritt ist es dann -von Krenek her-, zum dritten Streichquartett von Elliot Carter, von da aus zu "Gran Torso," "reigen seliger Geister" oder zu "Grido" findet man dann leicht. :)
So, ich habe mir beim Rossmannversand für knapp über 30 Euro Kreneks 8 Streichquartette mit dem Sonare Quartett bestellt.
Sehr viel Auswahl gibt es bei den Einspielungen nicht und die Preise sind z.Teil sehr hoch.
Schuberts 'Das Mädchen und der Tod' hat meine Freundin als CD , Elliott Carters Streichquartette habe
ich auch alle und die von Lachenmann sowieso.
Dann kann ja die Reise beginnen. :)

Original von Hörbert
Ich finde immer das man neue Musik besser würdigen kann wenn man auch die Wurzeln kennt (sonst ist Lachenmann wohlmöglich für den einen oder anderen nur breit ausgewalzter Webern) so auch bei den aktuellen Werken.
Von Lachenmann hatte ich mir sein Buch besorgt,
um die Gedanken des Komponisten kennen zu lernen.
Über Xenakis habe ich die Interviews mit ihm in dem Buch .
Bei Neuer Musik hat man natürlich den Vorteil, dass der ein oder andere Komponist noch
lebt oder noch nicht lange tot ist, sodass Infos über deren Werk noch relativ unverfälscht sind.

Original von Hörbert
Natürlich kommst du mit den Späten Streichquartetten Beerhovens eher zurecht, zumal wenn du eine Interpretation hast die eher die technisch-strukturelle Seite dieser Quartette betont (z.B. die alte Juiliard-Interpretationen) und

Meine ist die mit dem Emerson String Quartet, Deusche Grammophon - 1996 - Late String Quartets.

Original von Hörbert
Aber bleiben wir bei Schubert, hier ist wie schon erwähnt vor allen anderen Krenek m.E. der Schlüssel, Krenek selbst ist Schönberg recht nahe da dürfte eigentlich keinerlei Problem bestehen.

Günther, ich danke dir für deine Ratschläge und werde versuchen sie zu beherzigen. :thanks
Hörbert (22.03.2013, 18:49):
Hallo!

Neben der auch schon etwas älteren Gesamteinspielung mit dem Sonare-Quartett gibt es wohl gar keine andee GA auf dem Markt, ich habe im übrigen auch keine andere.

Lachenmanns Musik schätze und kenne ich seit etwa 1983, seinerzeit habe ich in Donaueschingen eine Aufführung eines seiner Werke erlebt, auf Tonträger waren seinerzeit nur Gran Torso und Movement für mich verfügbar (noch auf Schallplatten) Hier hat sich erst ab den 90gern viel getan, mittlerweile gibt es ja sogar zwei Interpretationen des "Mädchens mit den Schwefelhölzern"

Auch bei Klaus Huber gibt es jetzt etwas mehr Auswahl, mittlerweile konnte ich sogar eine zweite Interpretation von "Tempora" ergattern und auch Heinz Holligers Werke werden allmählich Tonträgertechnisch zum Begriff.

:(Leider bin ich von Donaueschingen und einigen wenigen Hihglights abgesehenhier in Ulm in eine Neuen-Musik-Diaspora und zu 99% auf Tonträger angewiesen. X(


MFG Günther
miclibs (22.03.2013, 20:25):
Original von Hörbert
:(Leider bin ich von Donaueschingen und einigen wenigen Hihglights abgesehenhier in Ulm in eine Neuen-Musik-Diaspora und zu 99% auf Tonträger angewiesen. X(
MFG Günther

In Karlsruhe haben wir zum Glück das ZKM, welches meist für eher elektroakustische
Aufführungen sorgt.
Letztes Wochenende war es richtig gut. :D :D :D

Hier das Programm aus der Veranstaltung 'Quantensprünge', gespielt von Stipendianten
der Internationale Ensemble Modern Akademie e.V.

Dariusz Przybylski: »Green and Maroon« (2013)
Franck Bedrossian: »Transmission« – für Fagott, Live-Elektronik (2002)
Michèle Reverdy: »La Délirante« - für Horn, Trompete und Posaune – aus El Corro infrangible "Cinq miniatures" (1982)
Luciano Berio: »Différences« für 5 Instrumente und Tonband (1959)
Gérard Grisey: »Vortex temporum I, II, III« – für Klavier und fünf Instrumente (1994-96)
Anton Webern: »Konzert op. 24« – für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Trompete, Posaune, Geige, Bratsche und Klavier (1934)
Nicolaus A. Huber: »Fingercapriccio« (2007)
Brigitta Muntendorf: »behind her back« (2013)
Heiner Goebbels: »out of« – elektroakustische Klangkomposition mit Klangregie und Live-Elektronik (2009)
Helmut Lachenmann: »Toccatina« (1986)
Hörbert (22.03.2013, 22:02):
Hallo!

Na ja, so viel Glück habe ich hier nicht, -aber ich tröste mich mit Tonträgern und Interpretationsvergleichen.

Ich denke mal das du sobald die Krenek-Quartette da sind und du die Zeit sowie die Lust für eine längere Hörsitzung aufbringen kannst gleich mit dem 4. Krenek-Quartett beginnst und danach einmal Schuberts D-887 hörst, das dürfte der direkteste Weg sein. Das 4. Quartett von Krenek wirkt in vieler Hinsicht wie ein später Nachfolger von D-887. am Anfang wird dir das wahrscheinlich nicht nicht ins Ohr fallen, aber nach zwei bis dreimaligem Hören dieser beiden Quartette wird es klar auf der Hand liegen.

Als nächsten Schritt machst du das gleiche mit Bergs Lyrischer Suite und D-810 auch hier dürften dir nach relativ kurzer Zeit die Gemeinsamkeiten ins Ohr dringen. Ab hier solltest du eigentlich Schubert Aufschlüsseln können.

Eventuell solltest du dir noch das Quintett D-956 anhören, das Werk spricht eigentlich für sich selbst, aber es ist auch für eine Gegenüberstellung dienlich, hier solltest du dich direkt danach mit den dritten Streichquartett von Schönberg befassen.

Ich denke mal damit könntest du hinkommen, Schubert ist von deiner Warte aus wahrlich nicht leicht zugänglich und normalerweise würde ich noch einige ZÄwischenschritte hineinpacken, aber normalerweise stoße ich ja auch eher auf das umgekehrte Problem, an Schuberts, Brahms und Beethoven Kammermusik geübte Hörer wollen die Moderne kennenlernen.

MFG Günther
Stroz (11.10.2018, 13:03):
Definitiv Richard Wagner!

LG
Amonasro (11.10.2018, 18:38):
Hallo Stroz,

herzlich willkommen im Forum! Wagner ist auch einer meiner Favoriten. Allerdings könnte ich mich bei der Frage nach dem Lieblingskomponisten nicht auf einen beschränken. Bei einer Einschränkung auf sechs wie in den vorherigen Beiträgen wären es für mich im Augenblick:

1. Giuseppe Verdi (liebstes Werk: Simon Boccanegra)
2. Gioachino Rossini (liebstes Werk: La donna del lago)
3. Richard Wagner (liebstes Werk: Die Walküre oder Tristan und Isolde)
4. Pietro Mascagni (liebstes Werk: Iris)
5. Franz Schreker (liebstes Werk: Der Schatzgräber)
6. Ottorino Respighi (liebstes Werk: Vetrate di Chiesa)

Gruß Amonasro :hello
palestrina (11.10.2018, 19:07):
Bei mir war das mal anders.....und jetzt.....

1. J.S.Bach
2. C.Monteverdi
3. H.Schütz
4. G.F.Händel
5. G.Rossini
6. F.Schubert

LG palestrina
Amonasro (12.10.2018, 15:47):
5. G.Rossini
6. F.Schubert
Dann haben wir dich ja doch noch nicht vollständig an die Alte Musik verloren. ;)

Gruß Amonasro :hello
Cetay (inaktiv) (12.10.2018, 20:04):
Es gibt -> hier einen Thread mit einer nicht ganz so sadistischen Beschränkung auf immerhin 30 Komponisten. Unserem Neuzugang "Stroz" dürfte das freilich schnuppe sein. :D
Bei dieser Gelegenheit: Herzlich Willkommen! :hello (auch wenn Richie bei mir definitiv nicht in der Top 30 ist)
kohlmetin (29.11.2018, 12:21):
Number 1:

Frédéric Chopin
Cetay (inaktiv) (08.04.2019, 15:12):
1. Haydn
2. Cage
3. Bruckner
4. Beethoven
5. Mozart
6. Varèse

Ich mag solche Ranking-Threads auch deswegen, weil man damit die Entwicklung der eigenen Präferenzen nachvollziehen kann. (...)

Nach 6 Jahren mal wieder ein Update:
Haydn
Cage
Varèse
Boccherini
Mozart
J.S. Bach
Nikolaus (10.04.2019, 08:57):
Ganz spontan:

Beethoven - der Gigant

Schumann - der Romantische

Ravel - der Betörende

Prokofiev - der Rhythmische

Bach - der Vater

Brahms - der Kammermusiker


Und morgen sieht es wieder anders aus. Nur Beethoven wird wohl immer in der Liste bleiben!

Nikolaus
Bei mir ein update nach 8 Jahren.

Im langen Zeitraum bleibt fast alles konstant, nur Ravel würde ich aktuell gegen Schostakowitsch (um bei den "Beinamen" zu bleiben: der Erschütternde) austauschen.

Würde ich die Liste in kürzeren Abständen aktualisieren, wäre eventuell mehr Bewegung darin.
Cantus Arcticus (24.04.2019, 14:45):
Da mache ich auch mit, die Liste ist ziemlich "quer Beet" zur Zeit:

1. Händel
2. Beethoven
3. Holmboe
4. Rameau
5. Haydn
6. Tcherepnin

Gruss :hello
Stefan
Philidor (03.07.2020, 17:58):
Nur sechs? Wie grausam ...

1. J. S. Bach
2. Gustav Mahler
3. Richard Strauss
4. L. v. Beethoven
5. Jean SIbelius
6. Johannes Brahms

Gruß
Philidor

:hello
Cosima (04.07.2020, 16:50):
Bach, J.S.
Beethoven
Chopin
Debussy
Liszt
Schubert oder Schumann (kann mich nicht entscheiden, mein Herz schlägt wohl eher für Schumann)

Ich liebe Klaviermusik. Deshalb diese (alphabetische) Auswahl.
tapeesa (05.07.2020, 20:51):
Liebe @Cosima,

hat mich sehr gefreut, deinen Namen hier wieder zu finden - und mag dir "Hallo" sagen.
Habe viel von dir im Forum gelesen :)

Gruß, tapeesa
_____

Mit Lieblingskomponisten benennen tue ich mich schwer. Klappt (noch) nicht.
Cosima (11.07.2020, 23:37):
Liebe @Cosima,

hat mich sehr gefreut, deinen Namen hier wieder zu finden - und mag dir "Hallo" sagen.
Danke sehr und ein Hallo auch an Dich zurück. :)
Jan Van Karajan (20.12.2020, 22:38):
Dann mal ran an die Top 6, auch wenn sie häufiger mal wechselt:
1. Ludwig van Beethoven: Für mich DER Stern am Musikhimmel, bei kaum einer anderen Musik ist so viel Kraft und Wandlungsfähigkeit spürbar.
2. Wolfgang Amadeus Mozart: Alles, was ich von ihm kenne, gefällt mir außerordentlich. Fast täglich höre ich seine Musik.

3. Anton Bruckner: So epische und kraftvolle Musik habe ich bisher nur selten in meinem Leben gehört.

4. Johannes Brahms: Für mich der Inbegriff der musikalischen Romantik.

5. Gustav Mahler: Besonders seine Symphonien sprechen mich sehr an.

6. Joseph Haydn: Seine Symphonien veredeln mir häufig den Sonntag.

Dazu kommen noch Tschaikowsky, Schumann, Strauss, Sibelius, Skrjabin, Bartok, Bach, Wagner, Strawinsky, die Gebrüder Strauß, Chopin, Dvorak oder Schubert. Natürlich gibts auch noch andere, die immer wieder mal den weg in mein Ohr finden.

Grüße

Jan :hello
Philidor (20.12.2020, 23:27):
Ui je. ohne viel Nachdenken aus dem Bauch:

1. Johann Sebastian Bach
Ja, wer denn sonst ... jede Woche hat er eine Kantate in hoher Qualität abgeliefert. Der hat das Top-Down-Komponieren offenbar perfektioniert. Dann halt Werke wie die Mt-Passion, die h-Moll-Messe, viele seine Orgelwerke, ...

2. Ludwig van Beethoven
Vom Komponieren können zum Komponieren müssen. Einen Dreck hat der sich um Konventionen geschert. Und richtig gut geliefert ... die Quartette op. 59, die Eroica und die Neunte, die fünf letzten Klaviersonaten ... aber auch bei einer Beethoven-Totale im ersten Halbjahr (nur Werke mit Opuszahl) fand ich opp. 1, 7, 9 ganz schön ohrenöffnend.

3. RIchard Wagner
Überwältigung als Programm. Sein Ansatz zum Gesamtkunstwerk überzeugt mich. Oper nicht als Verzierung des Alltags, sondern als Hauptsache.

4. Johannes Brahms
Sinfonien, Konzerte, vor allem das zweite Klavierkonzert, die Händel-Variationen, die späten Klavierwerke und natürlich die Kammermusik.

5. Jean Sibelius
Erfrischend anders. Hat etwas Urtümliches, Archaisches. War formal innovativ (Sinfonien 5, 7). Unglaubliche Stringenz der Abläufe. Seine Sinfonie haben etwas Evolutionäres, irgendwie geht es los, verändert sich, etwas Neues kommt hinzu. verändert das vorher Dagewesene, etwas Neues entsteht, ...

6. Per Nørgård
In seinen Sinfonien genauso stringent und evolutionär wie Sibelius.

Darf ich noch ein paar ...? Mozart, Schubert (späte Kammermusik), Bruckner, Mahler, Ravel, Schönberg, Bartók., Ligeti ...

Gruß
Philidor

:hello
palestrina (21.12.2020, 10:01):
In der folgenden Reihenfolge.....

J.S.Bach
Daran wird man nicht vorbeikommen! :times10

Monteverdi
Madrigale, Opern, Sakrale Kompositionen, ohne wenn und aber!

Mahler
Nicht nur der Symphonien wegen, generell berühren mich die Lieder mehr!

Schubert
Was wäre die Liedkunst ohne diesen Großmeister!

Donizetti
Ganz früh in meinem Leben huldigte ich schon diesem Opernkomonisten mit den wunderschönen Melodien!
Das wird sich in diesem Leben nicht mehr loslassen.

Wagner
Die Erfüllung des Musikdramas!

LG palestrina


......aber es gibt ja noch soviel mehr!
Maurice inaktiv (21.12.2020, 14:41):
Bruckner - Brahms - Schubert - J.Haydn - Hans Rott - Mahler -Sibelius - Carl Nielsen - Ralph Vaughan Williams - Schumann - Dvorak - Janacek - Smetana - Verdi - Rossini - die Strauß-Dynastie - Delius - Bax - Franz Schmidt

Die Zeitgenossen Hadyns finde ich grundsätzlich sehr interessant, dazu Romantik, Spätromantik, Impressionismus und die Verschmelzungen etwa. Nordische Komponisten und auch tschechische Komponisten. Bei den Russen kommt es darauf an: Tschaikowsky, Glasunov, Miaskowsky, Balakirev.......Doch da muss ich wirklich Lust darauf haben. Auch bei Schostakowitsch muss ich Lust darauf haben.
tapeesa (21.12.2020, 15:19):
Muss und mag zwischen Frauen und Männern trennen.

Dass das überhaupt geht hier "aufzulisten", ist neu - und die kurze Begründung muss auf einen späteren Versuch warten -

aktuell, spontan, "aus dem Bauch heraus" -

Frauen:

1. Chaya Czernowin
2. Rebecca Clarke
3. Louise Farrenc
4. Pauline Oliveros
5. Libby Larsen
6. Elisabeth Jacquet de la Guerre

Männer:

1. Franz Schubert
2. François Couperin
3. Leoš Janáček
4. Aaron Copland
5. Frédéric Chopin
6. Anton Webern

Franz Schubert ist die einzig solide Konstante bisher.
michael74 (21.12.2020, 20:39):
Hallo Zusammen
dann mach ich mal die Statistik kaputt

1 Mahler
2 Tschaikowski
3 Beethoven
4 Mozart aber dann ehr die Klavier und Violinkonzerte

Es folgen dann Schumann Schubert und dann Brahms Bruckner je nach Stimmungen

Gruß
Michael
tapeesa (22.12.2020, 11:24):
Warum?
Muss - weil es mir anders nicht möglich ist, trotz diverser gedanklicher Versuche.

Mag - weil ich festgestellt habe, dass ich in den von mir gehörten Frauenkompositionen recht grundlegend anderes mag als in Männerkompositionen.
Maurice inaktiv (22.12.2020, 13:25):
Muss und mag zwischen Frauen und Männern trennen.
Warum?
Muss - weil es mir anders nicht möglich ist, trotz diverser gedanklicher Versuche.

Mag - weil ich festgestellt habe, dass ich in den von mir gehörten Frauenkompositionen recht grundlegend anderes mag als in Männerkompositionen.
Kann ich nicht mal im Ansatz nachvollziehen, sorry. Dann dürftest Du die Musik auch nur von "reinen" Männer-oder Frauenorchestern gespielt die Stücke anhören - und da wird es dann vermutlich eng.

Ich kann nicht erkennen, ob da eine Frau oder Mann der Komponist war.

So etwas habe ich auch noch nie gehört mal zuvor. ;(
tapeesa (22.12.2020, 13:56):
edit:

okay, dem bin ich nicht gewachsen - ich schreibe, was ich mag, gemäß Thread-Thema - auf eine Art, wie es für mich passt, gebe Antwort auf ein "Warum"? - einfach so wie es gerade ist - ganz bestimmt nicht absolut gemeint - einfach, wie ich das gerade für mich erlebe.
und dann sowas?

Kein Bedarf an Diskussion dazu - Maurice - echt nicht.
Maurice inaktiv (22.12.2020, 16:31):
Kein Bedarf an Diskussion dazu - Maurice - echt nicht.
Nun, die Diskussion habe ich nicht in Gang gebracht, das kam von Dir selbst. Diskussion beendet.
Maurice inaktiv (22.12.2020, 21:51):
Oh, ich wollte eigentlich mit meiner Frage keinen Streit provozieren.
Hatte wirklich aus Unverständnis gefragt, auch weil ich wenig fit bin, was Komponistinnen betrifft. Wenn ichs recht bedenke, fällt mir nicht eine Frau als solche in meiner Sammlung ein...
Es wurde auch "kein Streit ausgelöst", sondern mein Unverständnis darüber, da ich keinerlei Unterschied habe feststellen können beim Anhören von Werken, die Frauen geschrieben hatten. In einem Forum, dass sich austauscht und in dem solche Dinge zumindest mal mit einem Posting geschrieben werden, sicher zu wenig, um gleich mich da so anzugehen. Im Jahre 2020 wundert mich inzwischen nichts mehr.

Ich kenne auch nicht wirklich viele Frauen, etwa Clara Schumann, Louise Farrenc (durch die Aufnahmen von CPO her schon) und Ruth Gipps (durch eine Chandos-CD).Lil und Nadia Boulanger, Ethel Smyth, Fanny Hensel (später Mendelssohn), Gloria Coates, Grazyna Bacewicz, Meredith Monk, Libby Larsen habe ich auch bereits mal gehört.
Sfantu (22.12.2020, 23:17):
Muss und mag zwischen Frauen und Männern trennen.
Warum?
Muss - weil es mir anders nicht möglich ist, trotz diverser gedanklicher Versuche.

Mag - weil ich festgestellt habe, dass ich in den von mir gehörten Frauenkompositionen recht grundlegend anderes mag als in Männerkompositionen.
Es folgte ein Hin & Her an Posts von tapeesa, Marcie & Maurice.

Fanny Hensel (später Mendelssohn)
Korrekterweise umgekehrt: Fanny Mendelssohn (später Hensel) sorry für die Korinthenkackerei


ich schreibe, was ich mag, gemäß Thread-Thema - auf eine Art, wie es für mich passt

Zu schreiben, was gerade gefällt - das ist ja in der Tat der Sinn/die Grundidee dieses Fadens - das soll selbstverständlich unangetastet bleiben.
Wenn ich aber die oben erwähnten geschlechtsspezifischen Unterscheidungen schon mal treffe, muß es wohl nicht verwundern, daß dann auch entsprechende Nachfragen kommen. Eine weiter gehende Diskussion zu dem Thema wäre sicher nicht uninteressant (wenn auch vielleicht in einem separaten Faden).
Maurice inaktiv (23.12.2020, 00:17):
Korrekterweise umgekehrt: Fanny Mendelssohn (später Hensel) sorry für die Korinthenkackerei
Stimmt. Genau anders herum. Schon ok.
Joanne August (02.01.2021, 16:42):
Also meine Lieblingskomponisten sind die folgenden:

1) Wolfgang Amadé Mozart.
Hat länger gedauert, bis er mich wirklich überzeugen konnte, aber ich hatte schon immer das Verlangen, ihn gegen Vorwürfe, er sei zu langweilig, zu verteidigen. Lieblingswerke: 25., 40. und 41. Sinfonie, Opern Don Giovanni und Entführung aus dem Serail, Requiem.

2) Jean Sibelius.
Hab mal die Finlandia (als Posaune) im Orchester gespielt und habe das Stück von Anfang an geliebt. Damals hatte ich ja keine Ahnung, dass das noch so ziemlich sein romantischstes Stück ist! Im Finnisch- und MuWi-Studium war er logischerweise ein gemeinsamer Nenner als bekanntester finnischer Komponist. Die nächsten Werke, die ich lieben gelernt habe, waren der Valse Triste (bitte auf Youtube in der von Ashkenazy dirigierten Version anhören, das ist mit Abstand die beste!!!) und die Karelia Suite, dann folgte das Violinkonzert, das ja schon etwas moderner ist. Lieblingswerke heute: Violinkonzert (vor allem der dritte Satz), 1. Sinfonie, Valse Triste, Finlandia.

3) Pjotr Iljitsch Tschaikowsky.
Ich bin tatsächlich nach zwei Namen überfragt, muss ich gestehen, weil danach so gefühlt zwei Dutzend Komponisten kommen, von denen ich jeweils ein, zwei Werke gern höre und den Rest kaum kenne. Aber Tschaikowsky ist von denen wohl derjenige, von dem ich die meisten verschiedenen Werke höre. Lieblingswerke: Violinkonzert, 1812 Ouvertüre, 1. Klavierkonzert, Schwanensee.

4) Antonin Dvorak.
Ich kenne kaum ein anderes Werk als die 9. Sinfonie, muss ich gestehen, dafür ist das mein absolutes Lieblingswerk klassischer Musik. Jeder einzelne Satz, aber mein Favorit ist der vierte.

5) Sergei Rachmaninow.
Ich bin kein besonderer Fan von reiner Klaviermusik, außer es ist Chopin oder Rachmaninow. Seine Preludes sind der Hammer. Favorit: Prelude in g-Moll. Vor allem seine eigenen Aufnahmen.

6) Alma Deutscher.
Finde ich einfach faszinierend, und vor allem ihre neueren Kompositionen haben nichts mehr von dem kindlichen Charakter, den man ihren ersten Werken zuschreiben könnte. From my book of songs ist ein Album voller beeindruckender Stücke, aber mein Lieblingswerk ist das Klavierkonzert.

Übrigens: das ist Einojuhani Rautavaara auf meinem Profilbild. Das meiste von dem ist mir zu modern, deswegen würde ich ihn auf keinen Fall zu dieser Liste hinzufügen, aber die Vigilia ist beim zweiten Hören GENIAL! Wie er Epochen miteinander verbindet...


Honourable mentions (einige der oben genannten Komponisten, von denen ich nur ein, zwei Werke regelmäßig höre):

Frédèric Chopin (die Nocturnes)
Felix Mendelssohn Bartholdy (Violinkonzert <3)
Ludwig van Beethoven (die siebte Sinfonie reicht vollkommen)
Gustav Holst (die Planeten, was sonst?)
Georges Bizet (Carmen und die L'Arlesienne (Nr. 2), von der ich regelmäßig Ohrwürmer habe)
Charles-Marie Widor (die Toccata und die Bearbeitung der Chorals aus der Matthäus(?)-Passion von Bach für Orgel)