Magnus Lindberg - Violinkonzert

Cetay (inaktiv) (27.12.2007, 10:20):
Der Finne Magnus Lindberg (geb. 1958) hat als Postmoderner Komponist die Frage, ob Schönberg oder Strawinsky die bedeutendste Persönlichkeit für die Musik des 20. Jhd. sei, mit sowohl als auch beantwortet und verarbeitet mit Debussy und Bartók gleich noch zwei weitere Eckpfeiler der Moderne. In vielen seiner Orchesterwerke werden konstruktive Techniken in Neoklassizistische Formen gebracht und ekstatisch ausufernde Klangfarbengestaltung mit archaischer Motorik kombiniert. Das ist aber nicht im Sinne einer Polystilistik oder bloßen Zusammenfügung zu verstehen, sondern erfährt bei Lindberg eine Weiterentwicklung zu einem persönlichen Stil.
In seinem Violinkonzert geht Lindberg neue Wege, indem er sich bewusst auf das große nationale Vorbild Sibelius bezieht, wobei er freilich auch diesen mit spektraler Klanggestaltung und extrem geschärfter Harmonik aufmöbelt.

Das Konzert setzt die lyrische Tradition, bei der das Soloinstrument die Führung übernimmt und das Orchester als Klangkulisse, Kommentator und Impulsgeber dient, konsequent fort. Allerdings ist die Kulisse hier bis aufs äußerste differenziert. Die Stimmen sind extrem weit aufgefächert, es entsteht ein schillernder kühler Orchesterklang, der nachdrücklich auf Sinnlichkeit ausgelegt ist, aber wegen der überfließenden Harmonik (70-Ton-Akkorde wie im Orchesterwerk Aura kommen zwar nicht vor, aber es geht in dieselbe Richtung) immer unter einer immensen inneren Spannung steht. Vor diesem prachtvollen doch stets latent bedrohlichen Hintergrund entfaltet die Violine ihren Gesang, der wie der Orchesterpart spieltechnisch und klanglich äußert ausdifferenziert ist und mit ungewöhnlichen Wirkungen aufwartet.

Formal ist das Konzert dreisätzig (ohne Bezeichnungen) angelegt. Der zweite Teil des langsamen Mittelsatzes, der vom Soloinstrument allein bestritten wird, kann als Kadenz aufgefasst werden, wodurch der schnelle dritte Satz zur Reprise im Zeitraffer mit anschließender Coda wird und damit eine übergeordnete einsätzige Struktur entsteht. Darüber hinaus gibt es verschiedene Satz-übergreifende Abschnitte, für die das wie ein Sibelius-Zitat klingende Hauptthema als Bindeglied dient (ähnlich wie in dessen 7. Sinfonie), wodurch noch eine weitere Struktur entsteht. Dies ist eine weitere klare Referenz an den Meister, der für solche formalen Experimente eine Vorliebe hatte.

Der erste Satz beginnt mit einzelnen Linien in den Geigen und Oboen, die sich aneinander reibend zu irisierenden Clusterklängen verbinden aus denen ein 12-töniges Motiv aufsteigt. Hier schält sich das Soloinstrument heraus das in höchsten Lagen beginnt und mit einem prägnanten Motiv abstürzt. Dies setzt die eigentliche Entwicklung in Gang, in deren Verlauf bald erstmals das Sibelius-Motiv in den Bläsern auftaucht. Damit ist das Material beisammen, das im weiteren Verlauf des gesamten Werks immer wiederkehrt. Meist dominiert das Soloinstrument, das sich vor der bewegten Orchesterkulisse ausbreitet oder auf vielfältige und subtile Weise mit einzelnen oder mehreren Instrumenten in Dialoge tritt. In den wenigen Orchestertutti werden neue Entwicklungen angestoßen, die dann von der Solovioline aufgenommen und weitergeführt werden - der Übergang in den langsamen Mittelsatz geschieht dabei unmerklich. Nach der sehr langen Solokadenz, leitet das Orchester den dritten Satz mit einem galoppierenden Teil ein und treibt die Sologeige zu einem echten Parforceritt an. Die setzt noch einen drauf und hetzt nun ihrerseits das Orchester, kurzzeitig scheint alles aus dem Ruder zu laufen, aber die Katastrophe wird vermieden und mit einem Mal befindet man sich übergangslos wieder im gemäßigten Tempo worauf der Satz und damit das Werk recht unvermittelt abbricht.

Lindberg ist hier zweifellos ein Geniestreich allererster Güte gelungen. Bislang liegt nur eine einzige Einspielung dieses Werks vor, der beliebte Interpretationsvergleich fällt diesmal flach. Dass das Werk Lisa Batiashvili wie auf den Leib geschrieben wirkt, wundert nicht weiter, denn Sie ist die Widmungsträgerin und hat es 2006 uraufgeführt.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hb48ZpmkL._AA240_.jpg
Rachmaninov (29.12.2007, 15:29):
@Dox Orkh,

wie ich sehe hat sich Deine Begeisterung für das Linberg VK zu einem sehr interessanten Beitrag inspiriert.

Die bisher einzige Aufnahme durch die Widmungsträgerin hatte ich mir ja vor ein paar Tagen bestellt.
Meine Vorfreude steigert sich ganz sicher durch Deinen Thread.
Bin sehr gespannt und werde das Werk sicherlich nach 2-3 maligem Einwirken auf mich mit Deinem Text verfolgen :thanks
Rachmaninov (31.01.2008, 16:31):
@Dox,

viel kann man nach Deinem sehr informativen und gut geschriebenem Beitrag ja kaum mehr hinzufügen.

Deiner Einschätzung, daß es sich hierbei um ein sehr spannendes Violinkonzert in der von Dir aufgezeigten Tradition handelt, muß ich mich uneingeschränkt anschließen. Nach den bisherigen Hörsitzung muß ich gestehen, daß mir dieses Werk durchaus gefällt, es aber wie viele moderne Kompositionen eine gewisse Beschäftigung mit dem Material einfordert.

Mir gefällt Batiashvili richtig gut bei dem Konzert, das ihr gewidmet wurde. Das Orchester gefällt auch durchaus. Mal gesapnnt ob andere Geiger das Werk einspielen in der Zukunft.
Cetay (inaktiv) (02.02.2008, 08:20):
Original von Rachmaninov
@Dox,

viel kann man nach Deinem sehr informativen und gut geschriebenem Beitrag ja kaum mehr hinzufügen.


:thanks Das geht runter wie Öl :D

Nach den bisherigen Hörsitzung muß ich gestehen, daß mir dieses Werk durchaus gefällt, es aber wie viele moderne Kompositionen eine gewisse Beschäftigung mit dem Material einfordert.

Das hängt sicher auch von der "Vorbildung" ab. Wenn man sich Zeitgenossen wie Carter, Hespos oder Lachenmann erschlossen hat, dann ist Lindberg leichte Kost, der den Klassikern näher steht als den radikalen Avantgardisten. Aber genau das schätze ich so sehr an ihm. Dass er es schafft, eine zeitgemäße und moderne Tonsprache leicht zugänglich zu machen ohne dass man irgendwo faule Kompromisse riecht. Solange blutige Laien wie ich eine zeitgenössische Kompositon zumindest an der Oberfläche "verstehen" können, braucht es uns um die Zukunft der "Neuen Musik" nicht bange zu sein.

Ich bin auch gespannt, ob dieses Werk Eingang ins Repertoire von anderen Virtuosen finden wird. Dass man damit glänzen kann, stellt Lisa Batiashvili eindrucksvoll unter Beweis. Ich liebe ihren Ton, er weckt bei mir Assoziationen an eichenfassgereiften, dunklen Rotwein :ignore
Rachmaninov (02.02.2008, 08:31):
Original von Dox Orkh
Dass er es schafft, eine zeitgemäße und moderne Tonsprache leicht zugänglich zu machen ohne dass man irgendwo faule Kompromisse riecht. Solange blutige Laien wie ich eine zeitgenössische Kompositon zumindest an der Oberfläche "verstehen" können, braucht es uns um die Zukunft der "Neuen Musik" nicht bange zu sein.

Ich bin auch gespannt, ob dieses Werk Eingang ins Repertoire von anderen Virtuosen finden wird. Dass man damit glänzen kann, stellt Lisa Batiashvili eindrucksvoll unter Beweis. Ich liebe ihren Ton, er weckt bei mir Assoziationen an eichenfassgereiften, dunklen Rotwein :ignore

Aufgrund der von Dir oben beschriebenen Eigenschaften des Konzerts könnte ich mir durchaus vorstellen, daß das Konzert einzug in die Konzertprogramm einiger Geiger nimmt!
nikolaus (02.02.2008, 13:03):
Original von Dox Orkh
Ich liebe ihren Ton, er weckt bei mir Assoziationen an eichenfassgereiften, dunklen Rotwein :ignore

JA! :beer (großvolumige Rotweingläser)
Cetay (inaktiv) (27.12.2007, 10:20):
Der Finne Magnus Lindberg (geb. 1958) hat als Postmoderner Komponist die Frage, ob Schönberg oder Strawinsky die bedeutendste Persönlichkeit für die Musik des 20. Jhd. sei, mit sowohl als auch beantwortet und verarbeitet mit Debussy und Bartók gleich noch zwei weitere Eckpfeiler der Moderne. In vielen seiner Orchesterwerke werden konstruktive Techniken in Neoklassizistische Formen gebracht und ekstatisch ausufernde Klangfarbengestaltung mit archaischer Motorik kombiniert. Das ist aber nicht im Sinne einer Polystilistik oder bloßen Zusammenfügung zu verstehen, sondern erfährt bei Lindberg eine Weiterentwicklung zu einem persönlichen Stil.
In seinem Violinkonzert geht Lindberg neue Wege, indem er sich bewusst auf das große nationale Vorbild Sibelius bezieht, wobei er freilich auch diesen mit spektraler Klanggestaltung und extrem geschärfter Harmonik aufmöbelt.

Das Konzert setzt die lyrische Tradition, bei der das Soloinstrument die Führung übernimmt und das Orchester als Klangkulisse, Kommentator und Impulsgeber dient, konsequent fort. Allerdings ist die Kulisse hier bis aufs äußerste differenziert. Die Stimmen sind extrem weit aufgefächert, es entsteht ein schillernder kühler Orchesterklang, der nachdrücklich auf Sinnlichkeit ausgelegt ist, aber wegen der überfließenden Harmonik (70-Ton-Akkorde wie im Orchesterwerk Aura kommen zwar nicht vor, aber es geht in dieselbe Richtung) immer unter einer immensen inneren Spannung steht. Vor diesem prachtvollen doch stets latent bedrohlichen Hintergrund entfaltet die Violine ihren Gesang, der wie der Orchesterpart spieltechnisch und klanglich äußert ausdifferenziert ist und mit ungewöhnlichen Wirkungen aufwartet.

Formal ist das Konzert dreisätzig (ohne Bezeichnungen) angelegt. Der zweite Teil des langsamen Mittelsatzes, der vom Soloinstrument allein bestritten wird, kann als Kadenz aufgefasst werden, wodurch der schnelle dritte Satz zur Reprise im Zeitraffer mit anschließender Coda wird und damit eine übergeordnete einsätzige Struktur entsteht. Darüber hinaus gibt es verschiedene Satz-übergreifende Abschnitte, für die das wie ein Sibelius-Zitat klingende Hauptthema als Bindeglied dient (ähnlich wie in dessen 7. Sinfonie), wodurch noch eine weitere Struktur entsteht. Dies ist eine weitere klare Referenz an den Meister, der für solche formalen Experimente eine Vorliebe hatte.

Der erste Satz beginnt mit einzelnen Linien in den Geigen und Oboen, die sich aneinander reibend zu irisierenden Clusterklängen verbinden aus denen ein 12-töniges Motiv aufsteigt. Hier schält sich das Soloinstrument heraus das in höchsten Lagen beginnt und mit einem prägnanten Motiv abstürzt. Dies setzt die eigentliche Entwicklung in Gang, in deren Verlauf bald erstmals das Sibelius-Motiv in den Bläsern auftaucht. Damit ist das Material beisammen, das im weiteren Verlauf des gesamten Werks immer wiederkehrt. Meist dominiert das Soloinstrument, das sich vor der bewegten Orchesterkulisse ausbreitet oder auf vielfältige und subtile Weise mit einzelnen oder mehreren Instrumenten in Dialoge tritt. In den wenigen Orchestertutti werden neue Entwicklungen angestoßen, die dann von der Solovioline aufgenommen und weitergeführt werden - der Übergang in den langsamen Mittelsatz geschieht dabei unmerklich. Nach der sehr langen Solokadenz, leitet das Orchester den dritten Satz mit einem galoppierenden Teil ein und treibt die Sologeige zu einem echten Parforceritt an. Die setzt noch einen drauf und hetzt nun ihrerseits das Orchester, kurzzeitig scheint alles aus dem Ruder zu laufen, aber die Katastrophe wird vermieden und mit einem Mal befindet man sich übergangslos wieder im gemäßigten Tempo worauf der Satz und damit das Werk recht unvermittelt abbricht.

Lindberg ist hier zweifellos ein Geniestreich allererster Güte gelungen. Bislang liegt nur eine einzige Einspielung dieses Werks vor, der beliebte Interpretationsvergleich fällt diesmal flach. Dass das Werk Lisa Batiashvili wie auf den Leib geschrieben wirkt, wundert nicht weiter, denn Sie ist die Widmungsträgerin und hat es 2006 uraufgeführt.

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51hb48ZpmkL._AA240_.jpg
Rachmaninov (29.12.2007, 15:29):
@Dox Orkh,

wie ich sehe hat sich Deine Begeisterung für das Linberg VK zu einem sehr interessanten Beitrag inspiriert.

Die bisher einzige Aufnahme durch die Widmungsträgerin hatte ich mir ja vor ein paar Tagen bestellt.
Meine Vorfreude steigert sich ganz sicher durch Deinen Thread.
Bin sehr gespannt und werde das Werk sicherlich nach 2-3 maligem Einwirken auf mich mit Deinem Text verfolgen :thanks
Rachmaninov (31.01.2008, 16:31):
@Dox,

viel kann man nach Deinem sehr informativen und gut geschriebenem Beitrag ja kaum mehr hinzufügen.

Deiner Einschätzung, daß es sich hierbei um ein sehr spannendes Violinkonzert in der von Dir aufgezeigten Tradition handelt, muß ich mich uneingeschränkt anschließen. Nach den bisherigen Hörsitzung muß ich gestehen, daß mir dieses Werk durchaus gefällt, es aber wie viele moderne Kompositionen eine gewisse Beschäftigung mit dem Material einfordert.

Mir gefällt Batiashvili richtig gut bei dem Konzert, das ihr gewidmet wurde. Das Orchester gefällt auch durchaus. Mal gesapnnt ob andere Geiger das Werk einspielen in der Zukunft.
Cetay (inaktiv) (02.02.2008, 08:20):
Original von Rachmaninov
@Dox,

viel kann man nach Deinem sehr informativen und gut geschriebenem Beitrag ja kaum mehr hinzufügen.


:thanks Das geht runter wie Öl :D

Nach den bisherigen Hörsitzung muß ich gestehen, daß mir dieses Werk durchaus gefällt, es aber wie viele moderne Kompositionen eine gewisse Beschäftigung mit dem Material einfordert.

Das hängt sicher auch von der "Vorbildung" ab. Wenn man sich Zeitgenossen wie Carter, Hespos oder Lachenmann erschlossen hat, dann ist Lindberg leichte Kost, der den Klassikern näher steht als den radikalen Avantgardisten. Aber genau das schätze ich so sehr an ihm. Dass er es schafft, eine zeitgemäße und moderne Tonsprache leicht zugänglich zu machen ohne dass man irgendwo faule Kompromisse riecht. Solange blutige Laien wie ich eine zeitgenössische Kompositon zumindest an der Oberfläche "verstehen" können, braucht es uns um die Zukunft der "Neuen Musik" nicht bange zu sein.

Ich bin auch gespannt, ob dieses Werk Eingang ins Repertoire von anderen Virtuosen finden wird. Dass man damit glänzen kann, stellt Lisa Batiashvili eindrucksvoll unter Beweis. Ich liebe ihren Ton, er weckt bei mir Assoziationen an eichenfassgereiften, dunklen Rotwein :ignore
Rachmaninov (02.02.2008, 08:31):
Original von Dox Orkh
Dass er es schafft, eine zeitgemäße und moderne Tonsprache leicht zugänglich zu machen ohne dass man irgendwo faule Kompromisse riecht. Solange blutige Laien wie ich eine zeitgenössische Kompositon zumindest an der Oberfläche "verstehen" können, braucht es uns um die Zukunft der "Neuen Musik" nicht bange zu sein.

Ich bin auch gespannt, ob dieses Werk Eingang ins Repertoire von anderen Virtuosen finden wird. Dass man damit glänzen kann, stellt Lisa Batiashvili eindrucksvoll unter Beweis. Ich liebe ihren Ton, er weckt bei mir Assoziationen an eichenfassgereiften, dunklen Rotwein :ignore

Aufgrund der von Dir oben beschriebenen Eigenschaften des Konzerts könnte ich mir durchaus vorstellen, daß das Konzert einzug in die Konzertprogramm einiger Geiger nimmt!
nikolaus (02.02.2008, 13:03):
Original von Dox Orkh
Ich liebe ihren Ton, er weckt bei mir Assoziationen an eichenfassgereiften, dunklen Rotwein :ignore

JA! :beer (großvolumige Rotweingläser)
Cetay (inaktiv) (07.03.2015, 19:23):
Dieser Faden ist leicht veraltet.

Bislang liegt nur eine einzige Einspielung dieses Werks vor, der beliebte Interpretationsvergleich fällt diesmal flach.Mal gespannt ob andere Geiger das Werk einspielen in der Zukunft.

Die Zukunft ist schon eine ganze Weile vorbei. Seit August 2013 gibt es eine Alternative mit Pekka Kuusisto, der den Soloteil und das Dirigat der Tapiola Sinfonietta in Personalunion übernimmt. Diese Aufnahme zieht mich genau so in den Bann, wie weiland die Ersteinspielung (deren Solo- und Orchesterbehandlung ich allerdings wesentlich differenzierter im Gedächtnis habe) und ich frage mich, warum das Werk für Jahre völlig von meinem Hörradar verschwunden ist.
?(

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51vDQLePS6L._SL500_AA270_.jpg

Da der ursprüngliche Link zum Cover der Erstaufnahme im Einführungsbeitrag gebrochen ist, stelle ich das der Vollständigkeit halber nochmals ein:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51lJXLNd1UL._SL500_AA270_.jpg