EinTon (11.01.2015, 21:34): So, das Stück ist zwar nun schon etwas älter, (einige werden es vielleicht schon von Capriccio kennen) anläßlich einer PN-Unterhaltung mit Satie hier aber nun noch die Noten als PDF- und Sibelius-Datei:
http://www.einton.info/stueck-in-g.pdf
http://www.einton.info/stueck-in-g.sib
Hosenrolle1 (12.01.2015, 00:45): Der Sound der Violinen war zwar nicht soo berauschend, wie man das von den Programmen kennt - aber die Pizzicati der Bässe klangen echt toll! Die hätte ich auch gerne!
Die kleine Fuge von Takt 19-26 gefiel mir auch gut.
Das B-Dur in Takt 29 gibt mir Rätsel auf: für mich klang er irgendwie nach Wagner. Wie sieht es hier eigentlich mit den Satzregeln aus, weil das D (also die Durterz) von der II. Violine gedoppelt wird.
Mir gefiel auch gut, dass du den (für mich persönlich) etwas starren Rhythmus am Anfang später auch auflockerst :)
LG, Hosenrolle1
EinTon (19.01.2015, 20:46): Original von Hosenrolle1
Das B-Dur in Takt 29 gibt mir Rätsel auf: für mich klang er irgendwie nach Wagner. Wie sieht es hier eigentlich mit den Satzregeln aus, weil das D (also die Durterz) von der II. Violine gedoppelt wird.
Hi, Hosenrolle :)
Dass das eine Terzverdopplung ist, ist mir natürlich bewusst.
Für mich würde ich ("laientheoretisch") die Verdopplung so rechtfertigen:
1. Ich hätte natürlich auch die 2. Violine den Ton B spielen lassen können, dann hätte ich den Grundton und nicht die Terz verdoppelt allerdings hätte es dann für mich an dieser Stelle etwas hohl geklungen (wegen der Ausdünnung des Satzes durch das Primen-Unisono mit der Va.
2. Zudem habe ich die Terzverdopplung schon an der Parallelstelle in Takt 27 "quasi-vorbereitet", denn auch da spielen Bässe und 2. Violine schon das D. ,was die Schärfe der dann nachfolgenden Terzverdopplung abmildert. (Ja, ich weiss, da ist in Takt 28 noch ein a-moll dazwischen, aber das d-moll hat der Zuhörer immer noch "im Ohr").
Kurz gesagt: Für mich klingt die Stelle trotz Terzverdopplung gut, und mein damaliger Kompositionslehrer hatte hierfür auch sein OK gegeben.
Satztechnisch problematisch sind möglicherweise eher die Engführungspassagen (ab Takt 19 (mit Auftakt im Vc)) und dann noch einmal ab Takt 43 (mit Auftakt in der 2. Vl. ) - für mich hört sich das zwar (besonders in den 2-stimmigen Passagen) letztendlich "stimmig" an, aber vielleicht höre ich mir das auch "schön".