Mehrstimmige Ostereier - Das große Ensemblerätsel zu Ostern
Rideamus (15.03.2010, 08:06): Besonders nach einem Winter wie dem immer noch nicht vergehenden ist es für Alt und Jung stets eine große Freude, Ostereier zu verstecken und suchen zu lassen. Um das Verstecken will ich mich gerne in den nächsten 20 Tagen kümmern.
Jede der von mir versteckten Lösungen ist eines jener von mir besonders geliebten musikalischen Phänomene, das Ensemble aus dem Musiktheater. Es reicht vom Terzett mit drei Stimmen bis zum großen Finale mit zweistelligen Stimmenzahlen, und natürlich stammen alle hir erfragten von großen Komponisten und Bühnenwerken. Um das Rätsel für den Anfang nicht zu schwer zu machen, habe ich nur Ensembles ausgewählt, die man - wenigstens teilweise - auch in YouTube anhören kann. Ein gewisser Bekanntheitsgrad kann also unterstellt werden.
Die Regeln dieses Ostereierrätsels sind relativ einfach: ich werde bis Ostern jeden Tag eine neue Frage einstellen (meist frühmorgens). Die vollständige Lösung besteht aus drei Elementen: dem Werk und seinem Komponisten, dem spezifisch erfragten Lösungsbuchstaben und einer genaueren Bezeichnung des Ensembles - in der Regel dessen erste Textzeile, es reicht aber auch ein Hinweis, wo in dem genannten Werk es in etwa gesungen wird und von wie vielen Stimmen. Der Lösungsbuchstabe ergibt einen klassischen Spruch in seiner Originalsprache, der zwar für andere Gelegenheiten geprägt wurde, jedoch wie geschaffen ist für die Kennzeichnung eines gelungenen Ensemblevortrages.
Wer eine Lösung zu kennen glaubt, egal ob eine akuelle oder ältere, schicke sie mir per PN oder per Email an Rideamus@email.de. Wenn ich die Richtigkeit der Lösung bestätigt habe, dürft Ihr Euren Mitratern in diesem Thread einen Tipp zu Lösung geben. Bitte stellt keine Lösungen öffentlich ein um den anderen nicht den Ratespaß zu verderben.
Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich das gleiche Rätsel parallel im Capriccio-Kulturforum laufen lasse, da ich noch nicht weiß, wie groß das Interesse hier an solchen Rätseln ist und die Anhänger meiner Rätsel in dem anderen Forum nicht verprellen möchte. Dafür kann jeder, der möchte, sich hier erkundigen, ob es noch weitere hilfreiche Tipps gibt:http://www.capriccio-kulturforum.de/r%C3%A4tselhaftes-und-spielerisches/1867-mehrstimmige-ostereier-das-zweite-gro%C3%9Fe-ensembler%C3%A4tsel/
Und nun viel Spaß beim verfrühten Ostereiersuchen. Das erste verstecke ich sogleich.
:hello Rideamus
Rideamus (15.03.2010, 08:17): 1. Naturwissenschaftler kreieren manch seltsame Widersprüche, wie dieses köstliche Ensemble zum Thema Schaltjahre belegt.
Gesucht ist der letzte Buchstabe des Librettisten.
Bitte gebt bei Euren Lösungsvorschlagen in der Übrschrift der PN oder Mail immer die Nummer der Frage an, damit ich die Antwort leichtermit der entsprechenden Frage verbinden kann.
:hello Riddleamus
Severina (15.03.2010, 14:03): Mein Tipp für Nr.1: Kann Johnny Depp eigentlich singen? Dann wäre er natürlich prädestiniert für dieses Werk der eher leichteren Muse! Librettist und Komponist sind ein berühmtes Doppelpack in diesem Genre, und wenn man Rideamus' Vorlieben ein wenig kennt, ist die Lösung nicht mehr so schwer. (Ich muss allerdings gestehen, dass ich das Werk überhaupt nicht kenne, sondern auch nur durch richtiges Kombinieren dahinter gekommen bin :S) lg Severina :hello
Rideamus (15.03.2010, 14:52): Nun, wie Johnny Depp singen kann, das kann man hier erfahren: http://www.amazon.de/Sweeney-Todd-teuflische-Barbier-Street/dp/B0019BSC3Q/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=dvd&qid=1268660618&sr=1-1
Das Werk hat aber mit diesem Rätsel nichts zu tun, und gemeint ist auch nicht der Friseurberuf, sondern ein wesentlich kriminellerer Beruf, den er inzwischen mehrfach auf der Leinwand ausgeübt hat.
Das Paradox dabei ist, dass er als Friseur viel krimineller war denn als Verbrecher.
:hello Riddleamus
Heike (15.03.2010, 19:50): Liebe Severina, dank deines Tipps bin auch ich drauf gekommen - es gibt ja sogar eine deutsche Wiki-Seite darüber (auf der aber nicht J.Depp abgebildet ist). Heike
Fairy Queen (15.03.2010, 20:36): Wieso ratet ihr das sofort und ich weiss mal wieder nichts? :I :I :I Kein blasser Schimmer..... Johnny Depp kenn ich nur als Pirat(zum Anknabbern!) oder Barbier oder als Zigeuner in Chocolat. aber das kann's ja kaum sein.
F.Q.
Severina (15.03.2010, 20:40): Liebe Fairy. dann hast Du ja schon eine heiße Spur!! :D :D (Allerdings keine schokoladige...) lg Sevi :hello
Heike (15.03.2010, 20:41): Johnny Depp kenn ich nur als Pirat(zum Anknabbern!) oder Barbier oder als Zigeuner in Chocolat. aber das kann's ja kaum sein. Ich würde an deiner Stelle nochmal knabbern! Heike
Rideamus (16.03.2010, 05:50): Na, das fing doch schon mal gut an. Lauter richtige Lösungsvorschläge. Also weiter in einem ähnlchen Genre, aber einem anderen Land. Auch hier geht es darum, dass eine Dame jemanden anknabbern möchte, aber nicht recht dazu kommt. Deshalb:
2. In diesem Ensemble wird jemand von aller Welt auf die Reise geschickt um sein Ehebett für einen Rivalen frei zu machen.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Ensembletextes, der hier am meisten wiederholt wird.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (16.03.2010, 07:28): Liebe Heike und liebe Sevi, danke für eure leckeren Tipps! Schmeckt zwar etwas nach Fisch und nasse Katze aber sonst..... Was die nächste Frage angeht, ich weiss im Moment nur, wer es nicht sein kann: Odysseus!
F.Q. :haha
Heike (16.03.2010, 08:11): Liebe Heike und liebe Sevi, danke für eure leckeren Tipps! Schmeckt zwar etwas nach Fisch und nasse Katze aber sonst..... verknüpfe mal die "Berufsbezeichung" dieses Knabbermannes mit den Punkten aus Rideamus' Frage ....
Heute bin ich leider bisher genauso ratlos wie du. Heike
Rideamus (16.03.2010, 08:14): Original von Fairy Queen Liebe Heike und liebe Sevi, danke für eure leckeren Tipps! Schmeckt zwar etwas nach Fisch und nasse Katze aber sonst..... Was die nächste Frage angeht, ich weiss im Moment nur, wer es nicht sein kann: Odysseus!
F.Q. :haha
Liebe Fairy, wenn Du wüsstest, wie viel näher Du an der heutigen Lösung bist als Du denkst...
Der Lösungsbuchstabe ist übrigens auch der Anfangsbuchstabe des Rivalen.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (16.03.2010, 13:01): Ihr Lieben, ich hatte es dank eurer Tipps schon rausbekommen- diei nasse Katze und der Fisch waren ja Signale dafür! :D
Was den Odysseus, der es ja nun unmöglich sein kann, aber nah dran sein soll angeht, tippe ich einfach mal auf einen Typen aus dem antiken Umfeld desselben... aber wer?????? ?(
F.Q.
Rideamus (16.03.2010, 13:17): Original von Fairy Queen Ihr Lieben, ich hatte es dank eurer Tipps schon rausbekommen- diei nasse Katze und der Fisch waren ja Signale dafür! :D
Was den Odysseus, der es ja nun unmöglich sein kann, aber nah dran sein soll angeht, tippe ich einfach mal auf einen Typen aus dem antiken Umfeld desselben... aber wer?????? ?(
F.Q.
Sagen wir mal so: Du hättest wohl von Odysseus nie gehört, wenn es den gefragten Nebenbuhler nie gegeben hätte, denn dann hätte der nicht so lange verreisen müssen.
:hello Riddleamus
Fairy Queen (16.03.2010, 13:59): Nee, hier stimmt aber was nicht! ?( Odysseus ist doch freiwillig verreist und nicht, weil Penelope ihn loswerden wollte. Sie hat doch sogar alle Nebenbuhler jahrelang hingehalten... also irgendwie scheine ich da Alles falsch verstanden zu haben..... :I F.Q.
P.S. Ihr habt beste wetteraussichten! Hier ist es heute 13 Grad, sonnenschein udn das soll nach Osten ziehen!!!! :leb Besonders lieben Anti-Schnee Gruss an Heike und Sevi
Severina (16.03.2010, 14:07): Original von Fairy Queen Nee, hier stimmt aber was nicht! ?( Odysseus ist doch freiwillig verreist und nicht, weil Penelope ihn loswerden wollte. Sie hat doch sogar alle Nebenbuhler jahrelang hingehalten... also irgendwie scheine ich da Alles falsch verstanden zu haben..... :I F.Q.
P.S. Ihr habt beste wetteraussichten! Hier ist es heute 13 Grad, sonnenschein udn das soll nach Osten ziehen!!!! :leb Besonders lieben Anti-Schnee Gruss an Heike und Sevi
Liebe Fairy, schau Dich mal ein bisschen bei seinen Kumpels um :wink :D lg Sevi :hello
Heike (16.03.2010, 19:53): Mit dem Namen von dem Rivalen schmücken sich sowohl Damen als auch Herren und sogar Städte! Heike
Fairy Queen (16.03.2010, 19:58): Liebe Sevi, deien Tipps sind einfach der Hit! Die Kumpels.... :rofl. Die die als Schweine enden? Oder die, die von den Sirenen ins Verderben gelockt werden? Oder die Kampf-Kumpels mit den ganz ganz üblen Trciks? Da ich nach Heikes TYipp nur noch auf Letztere kommen kann, hoffe ich , dass der Rätsel-King meine Lösung für gut befindet. DIE Kampf-Kumpels kommen nämlich in der Operngeschichte wahrlich nicht nur einmal vor.... :( F.Q.
Severina (16.03.2010, 20:26): Original von Fairy Queen Liebe Sevi, deien Tipps sind einfach der Hit! Die Kumpels.... :rofl. Die die als Schweine enden? Oder die, die von den Sirenen ins Verderben gelockt werden? Oder die Kampf-Kumpels mit den ganz ganz üblen Trciks? Da ich nach Heikes TYipp nur noch auf Letztere kommen kann, hoffe ich , dass der Rätsel-King meine Lösung für gut befindet. DIE Kampf-Kumpels kommen nämlich in der Operngeschichte wahrlich nicht nur einmal vor.... :( F.Q.
Liebe Fairy, ich meine die Kumpels, denen die Hörner aufgesetzt werden, denn der, der sie ihm aufsetzt, ist natürlich kein Kumpel, hat dafür eine Schwäche für Obst! lg Sevi :hello
Rideamus (17.03.2010, 04:27): Und wieder haben wir lauter Richtige auf Anhieb. Sind die Verstecke zu leicht zu finden?
Ei Nummer drei ist jedenfalls ein sehr auffälliges:
3. Man soll Reisende zwar nicht aufhalten, aber wenn es dennoch unvermeidlich ist, kann Großartiges dabei heraus kommen. Zum Beispiel dieses köstliche Ensemble für nicht weniger als 14 erstrangige Solisten, bei dessen naturgemäß viel zu seltener Darbietung man immer wieder erleben darf, wieviel Spaß Musik machen kann.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens
:hello Riddleamus
Heike (17.03.2010, 12:20): ?(
Rideamus (17.03.2010, 12:25): Liebe Heike,
den meisten schien diese Frage eher zu leicht zu sein, also hängt es wohl damit zusammen, dass man die Verbindung zwischen der Formulierung der Frage und dem Titel des Werkes ausfindig macht. Oder ein Werk findet, in dem fast die Hälfte aller großen Stars des Belcanto mitwirken.
Vielleicht hilft auch der Hinweis, dass ich bei dieser Frage fast meinen Vorsatz verletzt habe, kein Werk zu nehmen, das schon in meinem letzten Ensemblerätsel in dem anderen Forum vorkam.
:hello Riddleamus
Heike (17.03.2010, 19:46): Nr. 3: Der Herr Compositore sollte, wie ich gerade gelesen habe, zum Sängerkastraten gemacht werden - zum Glück ist ihm das auf Intervention seiner Mutter erspart geblieben! Heike
Agravain (17.03.2010, 19:46): In Punkto dieser Frage sei die französische Gotik nicht zu vergessen. :hello
Rideamus (18.03.2010, 05:09): Wie schön! Wieder kamen mehr richtige Antworten als zuvor und keine einzige falsche. Leider scheinen manche deshalb zu glauben, dass ihre Tipps nicht mehr notwendig sind. Sie irren, denn dieser Teil ist der Kern der Kommunikation des Spiels. Verkünden wir also ruhig, wo wir ein Ei gefunden haben.
Das nächste ist ein besonders buntes und großes:
4. Dieses große Ensemble beginnt mit einer Einladung von Unbekannten, die zu einer höfischen Musik tanzen, und endet in allgemeinem Chaos wegen einer misslingenden (?) Vergewaltigung.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Werktitels
:hello Riddleamus
Heike (18.03.2010, 08:39): Verkünden wir also ruhig, wo wir ein Ei gefunden haben. Oh ja, ich bitte ganz herzlich darum, mit Tipps allerseits großzügig zu sein; denn ich bin bis Sonntag unterwegs und wenn ich dann die 4 Fragen nachholen will, dann bin ich ohne Hinweise vermutlich völlig überfordert! Heike
Severina (18.03.2010, 15:59): Tipp zu 4.
Tja, das kommt davon, wenn frau nicht weiß, wo sie hingehört und auf die Taube am Palastdach reinfällt. (Wobei der Spatz in der Hand in den meisten Inszenierungen ziemlich einfältig gezeichnet wird und man die hormonal verwirrte Braut gut verstehen kann :D )
lg Severina :hello
Fairy Queen (18.03.2010, 17:19): Ich glaub bei mir funkts jetzt auch !!! :leb Ich dachte schon an Rigoletto, aber was den einfältigen Spatzen angeht: Sevis Tipps sind einfach nciht zu toppen!!!! :times10 F.Q.
Rideamus (19.03.2010, 05:58): Ich habe zwar versucht, möglichst viele bunte und lustige Ostereier zu verstecken, aber es sind auch ein paar düstere dabei. Dieses ist eines davon:
5. Ausgerechnet während seiner Hochzeit findet ein Serienmörder seine gerechte Strafe, die aber auch Erlösung bedeutet.
Gesucht wird der drittletzte Buchstabe des Komponisten
:hello Rideamus
Fairy Queen (19.03.2010, 06:51): So, ich darf/soll/muss noch einen Tipp nachliefern: selbst um diese Uhrzeit und im Halbschlaf kann man dem Held dieser Oper(Nummer 4) nicht widerstehen. Er ist der Prototyp seiner Gattung und nicht die Taube sondern der Edelfalke auf dem Dach. Wer will denn da noch den Spatz in der Hand?
F.Q
Zur Nummer 5 fällt mir nun Furchtbares ein.....Erlösung durch Tod klingt ja nach Fliegendem Holländer, aber der war doch kein Serienmörder?
Rideamus (19.03.2010, 09:27): Original von Fairy Queen
Zur Nummer 5 fällt mir nun Furchtbares ein.....Erlösung durch Tod klingt ja nach Fliegendem Holländer, aber der war doch kein Serienmörder?
Stimmt, deswegen hat er mit diesem Osterei auch nichts zu tun. Immerhin bist Du in der ungefähren Nachbarschaft schon recht warm.
:hello Rideamus
Agravain (19.03.2010, 09:43): Ein kleiner Tipp zur Nr. 5: Der Massenmörder ist samt seiner Verwandtschaft aus der Kirche ausgtreten. Außerdem hat er eine Abneigung gegen Aioli. :hello
Fairy Queen (19.03.2010, 15:54): Lieber Agravain, Massenmöder mit Abneigung gegen Knoblauch kann nur ein Vampir sein! Allerdings kenne ich keinen Vampir,der auf seiner Hochzeit ermordet wird. Das ist wahrscheinlich mal wieder so ein nie gespieltes Musical aus den Archiven des Rideamus. :(
F.Q.
Armin70 (19.03.2010, 16:08): Kleiner Tipp: Ein anderer berühmter Komponist verwendete in seiner wohl berühmtesten Sinfonie eine Melodie aus einer anderen Oper des gesuchten Komponisten.
Agravain (19.03.2010, 16:11): Original von Fairy Queen Das ist wahrscheinlich mal wieder so ein nie gespieltes Musical aus den Archiven des Rideamus. :( F.Q.
Nö. Kein Phantom der Oper. Respektabler. Es ist zudem nicht die einzige Produktion dieses Komponisten in der Gattung. Er schrieb zum Beispiel auch ein berühmtes Werk der Gattung über einen Helden, der sich an einem bayerisch-tschechischen Fluss mit 4 Buchstaben mit zwielichtigen Erscheinungen traf, um dann in der Unterwelt zu landen und von dort wieder aufzutauchen. Doch. Respektabel. :hello
Rideamus (19.03.2010, 16:21): Lieber Agravain,
Du hast absolut Recht, aber dass Fairy mit diesem Ei ihre Probleme haben wird, habe ich mir schon gedacht, denn das ist überhaupt nicht ihr Repertoire. Immerhin hat sie schon mal die richtige Wesensart des Serienmörders getroffen und war auch stilistisch schon in der richtigen Gegend.
Dir einen schönen Osterurlaub. Deine Antworten und Tipps werden dem Rätsel fehlen. Aber nach Deiner Rückkehr lässt sich bestimmt noch einiges nachholen.
Mit bestem Gruße
:hello Rideamus
Agravain (19.03.2010, 16:50): Original von Rideamus Dir einen schönen Osterurlaub. Deine Antworten und Tipps werden dem Rätsel fehlen. Aber nach Deiner Rückkehr lässt sich bestimmt noch einiges nachholen.
Mit bestem Gruße
:hello Rideamus
Danke! Hoffe, nach meiner Rückkehr noch aufholen zu können. http://www.smilies.4-user.de/include/Fahrzeuge/smilie_car_150.gif Bis dahin Dir und allen Ratenden weiter viel Spaß. :hello Agravain
Severina (19.03.2010, 17:22): Original von Agravain Original von Rideamus Dir einen schönen Osterurlaub. Deine Antworten und Tipps werden dem Rätsel fehlen. Aber nach Deiner Rückkehr lässt sich bestimmt noch einiges nachholen.
Mit bestem Gruße
:hello Rideamus
Danke! Hoffe, nach meiner Rückkehr noch aufholen zu können. http://www.smilies.4-user.de/include/Fahrzeuge/smilie_car_150.gif Bis dahin Dir und allen Ratenden weiter viel Spaß. :hello Agravain
Keine Bange, ich bin auch einige Zeit weg und muss dann den Turbo zünden, um den Anschluss zu finden! Dir wünsche ich viel Spaß beim Ostereiersuchen in Dänemark!
Aber einen Tipp soll es von mir natürlich auch geben:
Zu dem Genre gibt's auch einen Kultfilm und ein Kultmusical! lg Severina :hello
Fairy Queen (19.03.2010, 19:55): Neee, ihr könnt mich doch nicht hier ohne eure Tipps raten lassen!!!!! Protest!!! zu Hilfe, zu Hiilfe,nun bin ich verloren! :I :I :I
Trotzdem : schöne Ferien, das Wetter enttäuscht ja nun hoffentlich niemanden mehr. F.Q.
Der hier gesuchte Vampir ist mir weiter ein Rätsel :A
Severina (19.03.2010, 21:18): Liebe Fairy, oft ist man nur einen Buchstaben von der Lösung entfernt!! :D lg Sevi :hello
Rideamus (20.03.2010, 05:01): Dabei war Fairy fast die Erste, die erraten hat, wie der TItelheld seinen Lebensunterhalt bestreitet.:wink
Diesmal hat es zwar etwas länger gedauert, aber dann wurde doch auch das fünfte Ei fast so oft gefunden wie die vorherigen. Dennoch: Ostern wirft seine urlaubenden Schatten voraus. Mal sehen, wie es diesem ganz anderen Ei geht:
6. In diesem Ensemble betet ein junges Liebespaar anrührend um Hilfe, während die übrigen empört sind, dass der junge Mann keiner von ihnen ist.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Titelhelden.
:hello Riddleamus
Rideamus (21.03.2010, 04:19): Liebe Ratefreunde,
nachdem gestern ein trotz angekündigter Abwesenheiten merklicher Einbruch in der Zahl der gefundenen Eier und leider ein noch größerer bei den abgegebenen Tipps zu verzeichnen war, fange ich heute mal mit einer Zusammenfassung dessen an, was wir bislang von Ei Nr. 6 wissen: es handelt sich um ein sehr bekanntes Liebespaar, das von einem berühmten Autor verewigt wurde, dessen Drama aber NICHT die Vorlage für das Werk war, in dem das gesuchte Ei steckt. Der männliche Teil des Liebespaares gehört nicht zu dem Kreis um den weiblichen, weshalb dessen Verwandte ihn beschimpfen, während beide um Hilfe bitten. In der berühmten Vorlage (nicht dem Ei) gibt es auch ein bekanntes "ornithologisches" Missverständnis, weil die beiden zu sehr darauf konzentriert waren, es den Vögeln nachzutun statt darauf, deren Gesang korrekt zu identifizieren.
Damit sollte eigentlich eine Lokalisierung des Eis Nr. 6 oder wenigstens des Werkes möglich sein, in dem es steckt. Das würde mir hier für die Lösung reichen.
Bleiben wir trotzdem im gleichen Repertoire:
7. Dieses große und nur bedingt komische Finale, unter dem eine Tragödie lauert, beginnt mit der Bitte eines jungen Mannes an seine Angebetete, sie möge ihre Hochzeit verschieben, aber alle anderen wollen ihr Fest.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponisten
:hello Riddleamus
Severina (21.03.2010, 10:44): Nun, zu 6 ist eigentlich schon alles gesagt, außer vielleicht, dass es zwei berühmte Vertonungen des Sujets gibt.
Mein Tipp zum 7. Osterei:
Tja, wenn die Angebetete dem Zauber der Montur erliegt, kann man(n) sich nur mehr dem Suff ergeben, wenn auch mit einer edleren Absicht, als gemeinhin dahintersteckt. lg Severina :hello
Heike (21.03.2010, 21:53): Habt ihr alle Nr. 7 schon raus? Ich tappe im Dunkeln! Das geht doch überall und laufend darum, dass irgendeine Braut den falschen heiraten will oder soll und - ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu suchen. Heike
Rideamus (21.03.2010, 23:17): Original von Heike Habt ihr alle Nr. 7 schon raus? Ich tappe im Dunkeln! Das geht doch überall und laufend darum, dass irgendeine Braut den falschen heiraten will oder soll und - ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu suchen. Heike
Das stimmt zwar, aber es gibt nur ein Werk, wo jemand um Verschiebung der Hochzeit bittet, weil sein Zaubertrank erst später wirkt.
:haha Rideamus
Severina (22.03.2010, 00:55): Original von Heike Habt ihr alle Nr. 7 schon raus? Ich tappe im Dunkeln! Das geht doch überall und laufend darum, dass irgendeine Braut den falschen heiraten will oder soll und - ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu suchen. Heike
Liebe Heike, bei Tristan und Isolde geht die Sache letal aus, in der gesuchten Oper werden die beiden zwar zitiert, aber ansonsten ist alles Placeboeffekt :wink :D Falls Du jetzt noch eine heimliche Träne vergießt, weil Dir die Lösung nicht einfällt, bist Du ihr schon näher als Du denkst!!!!! lg Severina :hello
Rideamus (22.03.2010, 04:47): Meinen herzlichen Glückwunsch an alle, die sich den nicht immer leichten Suchaufgaben stellen. :down
Nachdem die Sucherei zum Glück jetzt doch wieder etwas erfolgreicher verlief, hier ein Hinweis auf das Verstecke des achten Eis, das ganz anders klingt und aussieht als die vorherigen:
8. Eine vollblütige Spanierin vergleicht ihre Liebhaber und kommt auf eine Moral von Boccaccio
Gesucht wird der sechste Buchstabe der weiblichen Hauptfigur
:hello Rideamus
Fairy Queen (22.03.2010, 07:25): Gottseidank seid ihr alle wieder da!!!!! :leb Liebe Heike ich habs auch gefunden.... Derjenige, der da um Aufschub der hochzeit bittet und betrunken ist, wird in einer Paradebesetzung von einigen Damen hier ganz besodners geliebt und wenn ich nicht täusche, ist heute sein grosser Abend!
Zur 6 kann ich nur sagen, dass ich lange auf der falschen Spur war, was an der Vorlage liegt, denn ich war ziemlich überzeugt, dass die Vorlage nciht so arg verändert wurde. Dabei ist das eine meiner Lieblingsopern, in der- einzigartig für den Komponisten, der vogelunkundige Liebhaber keine Männerstimme hat. Die Frage von heute klingt so einfach , dass ich so meine Zweifel habe...... Liebe Montagsgrüsse ringsum!
F.Q.
Armin70 (22.03.2010, 14:15): Der Komponist des zu Nr. 8 gesuchten Werkes hatte ein ausgesprochenes Faible für Spanien.
Rideamus (23.03.2010, 04:53): Nach der empfangsbereiten Uhrfrau der letzten Frage, die für einige doch etwas schwerer aufzutreiben war, als es ursprünglich scheinen wollte, gilt das heutige Ei einem ganz anderen, aber nicht weniger eigenwilligen Wesen, nämlich dem Chor.
9. Ensembles kann man nicht nur für Einzelstimmen schreiben, sondern auch für Chöre, etwa diese köstliche Chorprobe zu Ehren eines Herrschers, der sein Incognito verliert.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe des Komponisten und für einen Extrapunkt eine Liebesgeschichte in einer anderen Sprache, in der ein lokaler Wein eine andere Chorprobe beeinflusst.
:hello Riddleamus
Heike (23.03.2010, 08:18): Danke für eure Tipps, es hat geholfen :-) Bei Frage 9 habe ich spontan keine Idee, aber vielleicht kommt sie ja während des Arbeitstages. Heike
Fairy Queen (23.03.2010, 10:55): Ich darf noch Tipps zu 8 und 9 abgeben. Das in 8 gesuchte Werk ist ziemlich unbekannt- meine erste Idee, Carmen, wäre wohl zu simpel gewesen. :D Der Komponist ist allerdings serh bekannt, insbesodnere wegen eines ebenfalls spanisch angehauchten Werkes, das ein soclher Ohrwurm ist, das macnhe Leute es gar nciht mehr hören wollen. Und das Geniale an diesem Mega-Hit: eigentlch wird immer dasselbe Schema wiederholt, nur je anders orchestriert. Die Nummer 9 war zu Zeiten serh beliebt und wird immer noch gespielt, aber deutlich weniger schient mir. Mein Genre ist das nciht gerade, wobei diese Ensembleszene äusserst witzig und gut gemacht ist und daher auch ausserhalb des Werkes einzeln in Konzerten aufgeführt wurde. Der Ort der Handlung liegt nciht allzuweit von mir und es gibt eine sehr berühmte Tenorarie, die könnte mich in meinem Exil besingen. :D
F.Q.
Rideamus (23.03.2010, 11:53): Das im Wortsinn eintönige Ei von heute scheint ja leicht zu orten. Da aber die Zusatzfrage besonders schwer ist (bislang wurde dieses Ei nur einmal gefunden), hier ein ausführlicher Tipp von mir:
Der Autor der Vorlage ist ein berühmter Engländer Der Komponist ist ein berühmter Franzose Der Wein wächst nahe einer berühmten südeuropäischen Stadt, in der der Sage nach ein berühmter griechischer Mathematiker von einem unbekannten römischen Soldaten erschlagen wurde, weil der seine Kreise störte.
Mit den Schauplätzen, dem Personal und den Sprachen des heutigen Eis hat all das gar nichts zu tun.
Damit hätten wir die meisten europäischen Länder abgedeckt. :D
:hello Riddleamus
Severina (23.03.2010, 12:37): Sorry, offensichtlich hat mein gestriges frenetisches KLatschen und Bravoschreien nach dem "L'elisir" meine Gehirnstruktur nachhaltig erschüttert, denn zu Nr. 9 fällt mir nur ein: ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( ?( lg Sevi :hello
Rideamus (23.03.2010, 12:48): Machen wir weiter bei den Überblicken über die bisherigen Fragen und Tipps:
3. Man soll Reisende zwar nicht aufhalten, aber wenn es dennoch unvermeidlich ist, kann Großartiges dabei heraus kommen. Zum Beispiel dieses köstliche Ensemble für nicht weniger als 14 erstrangige Solisten, bei dessen naturgemäß viel zu seltener Darbietung man immer wieder erleben darf, wieviel Spaß Musik machen kann.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens
Trotz des unvorhergesehenen Aufenthalts und einiger Verwicklungen, haben sich die Damen und Herren recht gut amüsiert.
Weder Grand Tour noch Badeurlaub - der Zweck dieser Reise ist ein feierliches Ereignis.
Wie deutlich akustisch wahrnehmbar ist, handelt es sich um eine internationale Reisegruppe.
Rideamus, Du wolltest doch keine Stücke unterbringen, die schon im Adventsrätsel vorkamen! OK, ok, ist 'n anderes Libretto und 'ne andere Sprache ...
... und dann noch eine völlig andere Handlung. Außerdem müsste ich noch einmal nachhören, ob dieses Stück in dem anderen Werk überhaupt vorkommt, denn derzeit erinnere ich es da nicht. Grundsätzlich aber gebe ich gerne zu: Du hast mich erwischt.
Das Reiseziel wäre eine Kathedrale, in der sich traditionell Dinge tun, die nichts für überzeugte Republikaner sind.
Der Schauplatz der Oper hat viele Schriftsteller/innen inspiriert, bekanntes Beispiel ist zum Beispiel Vicki Baum.
Der Herr Compositore sollte, wie ich gerade gelesen habe, zum Sängerkastraten gemacht werden - zum Glück ist ihm das auf Intervention seiner Mutter erspart geblieben!
In Punkto dieser Frage sei die französische Gotik nicht zu vergessen.
In die hier gefragte Stadt bin ich noch nicht gereist - und wenn es einmal dazu kommen würde, hätte ich vermutlich ganz andere Motive als die, um die es hier geht.
4. Dieses große Ensemble beginnt mit einer Einladung von Unbekannten, die zu einer höfischen Musik tanzen, und endet in allgemeinem Chaos wegen einer misslingenden (?) Vergewaltigung.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Werktitels
Und andere Leute tanzen zu einer anderen Musik - gleichzeitig!
Eigentlich handelt es sich um drei verschiedene Tänze. Wie auch in einem anderen Werk des Komponisten werden hier im Tanz verschiedene Gesellschaftsschichten auf eine Ebene gebracht.
Tja, das kommt davon, wenn frau nicht weiß, wo sie hingehört und auf die Taube am Palastdach reinfällt. (Wobei der Spatz in der Hand in den meisten Inszenierungen ziemlich einfältig gezeichnet wird und man die hormonal verwirrte Braut gut verstehen kann )
Selbst um diese Uhrzeit und im Halbschlaf kann man dem Helden dieser Oper nicht widerstehen. Er ist der Prototyp seiner Gattung und nicht die Taube sondern der Edelfalke auf dem Dach. Wer will denn da noch den Spatz in der Hand?
Das spielt - aus meiner Perspektive - noch weiter weg - und den Librettisten trieb es sogar über den großen Teich.
5. Ausgerechnet während seiner Hochzeit findet ein Serienmörder seine gerechte Strafe, die aber auch Erlösung bedeutet.
Gesucht wird der drittletzte Buchstabe des Komponisten
Der Massenmörder ist samt seiner Verwandtschaft aus der Kirche ausgetreten. Außerdem hat er eine Abneigung gegen Aioli.
Ein anderer berühmter Komponist verwendete in seiner wohl berühmtesten Sinfonie eine Melodie aus einer anderen Oper des gesuchten Komponisten.
Zu dem Genre gibt's auch einen Kultfilm und ein Kultmusical!
Kein Phantom der Oper. Respektabler. Es ist zudem nicht die einzige Produktion dieses Komponisten in der Gattung. Er schrieb zum Beispiel auch ein berühmtes Werk der Gattung über einen Helden, der sich an einem bayerisch-tschechischen Fluss mit 4 Buchstaben mit zwielichtigen Erscheinungen traf, um dann in der Unterwelt zu landen und von dort wieder aufzutauchen. Doch. Respektabel.
Gesucht wird das finale Ensemble aus einer veritablen und durchaus ernst zu nehmenden Oper um einen Atheisten, der, worauf an anderer Stelle schon richtig und witzig hingewiesen wurde, etwas gegen (einen wesentlichen Bestandteil von) Aioli hat.
Die Oper spielt nicht etwa, wie man erwarten könnte, in einer Gegend, die man grob dem Balkan zuordnen würde, sondern in einem weit nördlicher gelegenen Lande.
Als sein Bruder in Würzburg diese Oper sang, hat Richard Wagner für die Tenor-Arie einen Allegroteil komponiert, der auch heute noch in den (seltenen) Aufführungen verwendet wird.
Vom Thema her könnte die Oper heutzutage wieder Chancen haben ; Edward und Bella sei Dank...
Die Vorlage zur Oper war eine der ersten oder sogar die erste Veröffentlichung einer Erzählung dieses Genres und löste bereits zu dieser Zeit einen regelrechten Gothic-Boom aus.
Mit Richard Wagner hatte der Komponist außer der Aufführung in Würzburg noch eine weitere Gemeinsamkeit.
Der hier gefragte Serienmörder - bzw. ein Verwandter, so genau kenne ich die Sorte nicht - ist auch im Kino recht beliebt: Roman Polanski wußte davon auf witzige Weise zu erzählen und letztes Jahr erlebte ich sogar einen Stummfilm mit einem lebendigen Orchester vor der Leinwand.
6. In diesem Ensemble betet ein junges Liebespaar anrührend um Hilfe, während die übrigen empört sind, dass der junge Mann keiner von ihnen ist.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Titelhelden.
Es ist zwar in diesem Stück kein Thema, jedoch sind die Liebenden auch durch eine ornithologische Meinungsverschiedenheit bekannt.
...wobei, wenn man bedenkt, dass Lärchen eigentlich nicht singen können...
Nur ist die Vorlage überhaupt nicht das Stück von dem, den man als dessen als Autor sofort vermuten würde.
Ich fange heute mal mit einer Zusammenfassung dessen an, was wir bislang von Ei Nr. 6 wissen: es handelt sich um ein sehr bekanntes Liebespaar, das von einem berühmten Autor verewigt wurde, dessen Drama aber NICHT die Vorlage für das Werk war, in dem das gesuchte Ei steckt. Der männliche Teil des Liebespaares gehört nicht zu dem Kreis um den weiblichen, weshalb dessen Verwandte ihn beschimpfen, während beide um Hilfe bitten. In der berühmten Vorlage (nicht dem Ei) gibt es auch ein bekanntes "ornithologisches" Missverständnis, weil die beiden zu sehr darauf konzentriert waren, es den Vögeln nachzutun statt darauf, deren Gesang korrekt zu identifizieren.
Nun, zu 6 ist eigentlich schon alles gesagt, außer vielleicht, dass es zwei berühmte Vertonungen des Sujets gibt.
Zur 6 kann ich nur sagen, dass ich lange auf der falschen Spur war, was an der Vorlage liegt, denn ich war ziemlich überzeugt, dass die Vorlage nciht so arg verändert wurde. Dabei ist das eine meiner Lieblingsopern, in der- einzigartig für den Komponisten, der vogelunkundige Liebhaber keine Männerstimme hat.
7. Dieses große und nur bedingt komische Finale, unter dem eine Tragödie lauert, beginnt mit der Bitte eines jungen Mannes an seine Angebetete, sie möge ihre Hochzeit verschieben, aber alle anderen wollen ihr Fest.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponisten
Der junge Mann möchte davor doch noch einen Bordeaux trinken.
Tja, wenn die Angebetete dem Zauber der Montur erliegt, kann man(n) sich nur mehr dem Suff ergeben, wenn auch mit einer edleren Absicht, als gemeinhin dahintersteckt.
Es gibt nur ein Werk, wo jemand um Verschiebung der Hochzeit bittet, weil sein Zaubertrank erst später wirkt.
Bei Tristan und Isolde geht die Sache letal aus, in der gesuchten Oper werden die beiden zwar zitiert, aber ansonsten ist alles Placeboeffekt Falls Du jetzt noch eine heimliche Träne vergießt, weil Dir die Lösung nicht einfällt, bist Du ihr schon näher als Du denkst!!!!!
8. Eine vollblütige Spanierin vergleicht ihre Liebhaber und kommt auf eine Moral von Boccaccio
Gesucht wird der sechste Buchstabe der weiblichen Hauptfigur
Eine Person in diesem Stück hat das Prädikat tragende Rolle im wahrsten Sinne verdient.
Wem die Stunde schlägt ...
Nach der empfangsbereiten Uhrfrau der letzten Frage, die für einige doch etwas schwerer aufzutreiben war, als es ursprünglich scheinen wollte...
Der Komponist des zu Nr. 8 gesuchten Werkes hatte ein ausgesprochenes Faible für Spanien.
Das in 8 gesuchte Werk ist ziemlich unbekannt- meine erste Idee, Carmen, wäre wohl zu simpel gewesen. Der Komponist ist allerdings sehr bekannt, insbesodnere wegen eines ebenfalls spanisch angehauchten Werkes, das ein solcher Ohrwurm ist, das manche Leute es gar nicht mehr hören wollen. Und das Geniale an diesem Mega-Hit: eigentlich wird immer dasselbe Schema wiederholt, nur je anders orchestriert.
Soviel mal zur bisherigen Zusammenfassung, denn zur Nr. 9 und ihrer Zusatzfrage kommen hoffentlich noch Tipps, auch wenn die bedauerlicherweise immer rarer werden, was anscheinend manchen die Freude an dem Rätsel mindert.
Ich wiederhole daher meine Bitte an alle, die ein Ei gefunden haben: bitte helft Euren Mitratern. Es geht nicht darum, wer am schnellsten am meisten Eier findet, sondern darum, dass möglichst viele alle herumliegenden Eier einsammeln.
:hello Riddleamus
Rideamus (23.03.2010, 12:51): Original von Severina Sorry, offensichtlich hat mein gestriges frenetisches KLatschen und Bravoschreien nach dem "L'elisir" meine Gehirnstruktur nachhaltig erschüttert, denn zu Nr. 9 fällt mir nur ein: ?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?(?( lg Sevi :hello
Liebe Sevi,
das kann doch wohl nicht wahr sein, dass ausgerechnet Du das Ei nicht findest. Vielleicht solltest Du Dich mal von Süden weg und mehr nach Westen orientieren, zum Beispiel ins Land der Holzschuhe (und nicht etwa des "Albero degli zoccoli").
:hello Rideamus
Armin70 (23.03.2010, 15:22): Ein Tipp zur Zusatzfrage des 9. Ostereis:
Die gesuchte Oper zählt zu den kürzeren und wohl auch leichtgewichtigeren Bühnenwerken dieses Komponisten. Diese Oper ist übrigens auch die einzigste seiner Opern, die nicht in seinem Heimatland uraufgeführt wurde.
Heike (23.03.2010, 20:54): 9: besagter Herrscher soll ziemlich groß gewesen sein.
Rideamus (24.03.2010, 00:25): Wie schön! Jetzt haben doch sehr viele auch das Zusatzei der Nr. 9 gefunden. :down
Damit kann es unbeschwert an das märchenhaft schöne Ei Nr. 10 gehen:
10. Sechs Personen suchen hier keinen Autor, sondern einen Ausweg aus dem Dilemma, das entsteht, wenn Herren und Diener verwechselt werden.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponisten
:hello Riddleamus
Armin70 (24.03.2010, 06:22): Ein Tipp zum 10. Osterei:
Eine Variante des Märchens, auf dem die gesuchte Oper basiert, läuft alle Jahre wieder zu Weihnachten in einer schönen Verfilmung auf den verschiedenen ARD-Regionalprogrammen.
Rideamus (24.03.2010, 07:47): Nachdem die erste Hälfte der Eier versteckt ist und von den meisten, die mitmachen, auch schon sehr viele gefunden wurden, ist es an der Zeit, sich einmal den Lösungsspruch näher anzusehen.
Dieser Spiegelsatz besteht tatsächlich nur aus sieben verschiedenen Buchstaben. Viele kommen also mehrfach vor. Bislang stehen fest:
1 - T
2 - P
3 - O
4 - O
5 - N
6 - O
7 - O
8 - P
9 - N
10 - R
Zugegeben, im Augenblick macht das noch nicht sehr viel Sinn, aber wenn die Buchstaben komplett feststehen und richtig sortiert sind, ergeben sie einen sich spiegelnden Satz (kein Palindrom!) in einer Fremdsprache, der zu den berühmtesten der internationalen Literatur des 19. Jahrhunderts zählt.
Später mehr dazu, denn was der mit Ensembles zu tun hat, wird sich für jeden, der in gefunden hat, von selbst ergeben.
:hello Rideamus
Heike (24.03.2010, 09:28): Tipp zum Zusatzei der Nr. 9: Die wohl bekannteste Oper des Komponisten hat das wohl bekannteste deutsche Drama zur Vorlage. Heike
Rideamus (24.03.2010, 09:37): Original von Heike Tipp zum Zusatzei der Nr. 9: Die wohl bekannteste Oper des Komponisten hat das wohl bekannteste deutsche Drama zur Vorlage. Heike
... wobei darüber diskutiert werden kann, ob diese "dramatische Legende" übrhaupt eine Oper ist, auch wenn sie gerne als solche aufgeführt wird.
:hello Rideamus
Heike (24.03.2010, 09:43): Nr. 10: Sowohl bei den Grimm-Brüdern, als auch bei Ludwig Bechstein und Charles Perrault findet man diese Märchenfigur.
Rideamus (25.03.2010, 06:20): 11. Soll einer sagen, Belcanto hätte man nur in Italien schreiben können. Dieses reuevolle "Gute Nacht-Quartett" von einem eher nördlichen Komponisten ist das beste Gegenbeispiel.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistenvornamens
:hello Rideamus
Severina (25.03.2010, 13:45): Mein Tipp zu Nr.11: Kurz nach diesem Quartett verflüchtigt sich die eine Hälfte, und der Herzschmerz eines der Zurückgebliebenen zählt zu den bliebtesten tenoralen Schmachtfetzen! :D lg Severina :hello
Armin70 (25.03.2010, 14:47): Vielleicht noch ein Tipp zum 11. Osterei:
Ein berühmter Karikaturist, der auch Regisseur und Schauspieler ist, hatte diese Oper mal für ein Staatstheater in einer süddeutschen Landeshauptstadt sehr brilliant inszeniert.
Heike (25.03.2010, 17:05): Das 11. Osterei bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Das ist so ganz und gar nicht mein Genre fürchte ich. Ihr müsst mir also etwas kräftiger auf die Sprünge helfen. Heike
Armin70 (25.03.2010, 17:12): Original von Heike Das 11. Osterei bleibt mir weiterhin ein Rätsel. Das ist so ganz und gar nicht mein Genre fürchte ich. Ihr müsst mir also etwas kräftiger auf die Sprünge helfen. Heike
Hallo Heike,
in der wohl berühmtesten Arie aus der Oper geht es um eine wunderschöne Blume, die sich Liebende gerne schenken.
Gruß Armin
Fairy Queen (25.03.2010, 17:17): Mir ist das 10. und 11. Ei bisher gleichermassen rätselhaft. So ein paar kleine wohlplacierte Special-Holzhämmer, vor Sevis Abreise....... ?(
F.Q.
Heike (25.03.2010, 17:23): 10: im zugrundeliegenden Märchen gibt es ganz fleißige Vögelchen, die im heutigen Stadtbild aber meist gar nicht so erwünscht sind. Heike
Severina (25.03.2010, 17:53): Liebe Fairy, als, die Nr. 10 fällt defintiv in Dein Genre! Beim Hinweis auf das Märchen müsste es doch schwanen! Ich sag nur so viel: Was der einen ihr Schuh, ist der anderen ihr Armreif!!
Nr. 11: Besagte Blume wird in einer Melodie verherrlicht, die angeblich auf ein irisches Volkslied zurückgeht. Ich hasse übrigens das Happyend dieser Oper, diese blöde Zicke hat diesen Mann überhaupt nicht verdient!
lg Sevi :hello
Rideamus (26.03.2010, 03:37): Wieder mal ein dramatisch gefärbtes Ei:
12. Eine Feuersbrunst und ein vermeintlicher Mord bilden den Hintergrund dieses vergleichsweise weniger bekannten Finales eines sehr populären Komponisten.
Gesucht wird der letzte Buchstabe des mittleren Namens des Komponisten
:hello Rideamus
Fairy Queen (26.03.2010, 07:21): Guten Morgen, Dank der Tipps hab ich nun die 10 und 11 auch geschafft und gebe mal noch zwei Tipps: Nummer 10: der Name der Titelfigur sorgt für einige Verwirrung! Es gibt eine WaltDisney Version, eine Oper von Massenet und die hier gesuchte und die heissen alle drei anders, obschon es sich um dieselbe mârchenhafte Dame handelt. Zum Glück fangen die wenigstens mit demselben Buchstaben an, im deutschen Märchenbuch nämlich nciht....
Nummer 11 hab ich nur wegen der irischen Blumenarie erraten und wegen der weltliterarischen aber etwas pardodierten Vorlage. Kennen tu ich das Werk nciht, fällt nciht gerade in mein bisher bevorzugtes Repertoire.
Was die 12 angeht.... ?(
Rideamus (26.03.2010, 07:56): Ein Tipp zur Nr. 12:
Verdi hat den Stoff nicht vertont. Monteverdi auch nicht, obwohl er mal nahe dran warund ähnlich geschichtsklitternd vorging. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte, und der Komponist kommt von etwas weiter nördlich als die beiden.
:hello Rideamus
Rideamus (26.03.2010, 14:51): Leider ist mir beim Austausch der heutigen Rätselfrage gegen eine andere ein bedauerlicher Lapsus passiert. Gesucht wird nämlich nicht der erste Buchstabe des KOmponisten, sondern der letzte seines Mittelnamens. Ich habe das jetzt in der Frage korrigiert. Solltet Ihr aber schon einen Lösungsbuchstaben notiert haben, überprüft das bitte und korrigiert das, wenn nötig.
Tut mir Leid für diesen Lapsus. :I
:hello Rideamus
Heike (26.03.2010, 15:19): Was die 12 angeht.... ?(
hier auch ?( Heike
Heike (26.03.2010, 15:27): 11: 1903 war der Vorname der Titelheldin in Deutschland auf Platz 1 der häufigsten weiblichen Namen. Heike
Rideamus (26.03.2010, 15:31): Hier ein Tipp zur 12 bzw. eine Zusammenfassung dessen, was Ihr schon wissen könnt:
Es geht um einen römischen Kaiser, bei dem's brennt, aber nicht Nero
Der Komponist hat einen bekannten Mittelnamen und liegt zeitlich zwischen Monteverdi und Verdi, aber nach Händel. Wenn man seinen Geburtsort mit denen der beiden Verdis verbindet, erhält man ein spitzes Dreieck.
Das Ensemble ist ein Aktfinale dieses Komponisten, das im Gegensatz zu vielen seiner sonstigen Finali offenbar den wenigsten präsent ist, obwohl er sehr populär ist. Dennoch zählt die Oper zu seinen großen Werken.
Eigentlich sollte das reichen.
:hello Rideamus
Armin70 (26.03.2010, 16:30): Ein Tipp zum 12. Osterei:
Die gesuchte Oper entstand im gleichen Jahr wie eine andere berühmtere Oper des gleichen Komponisten. Beide Opern wurden im gleichen Monat und im gleichen Jahr, übrigens das Todesjahr des gesuchten Komponisten, uraufgeführt. Allerdings in verschiedenen Städten.
Die gesuchte Oper war Anfangs beim Publikum sehr beliebt geriet dann aber doch etwas in Vergessenheit und erst in jüngster Zeit rückt sie wieder stärker ins Interesse von Musikern und Publikum
Heike (26.03.2010, 16:35): Mmmh das verifiziert meinen Verdacht, den ich aber aus bestimmten Gründen schon mehrmals verworfen habe. Wenn ich das jetzt so durchdenke, muss das ja wohl doch stimmen und ich wohl woanders einen Denkfehler haben. Mal sehen was Rideamus dazu sagt, was ich ihm PNt habe. Heike
p.s. wer lesen kann ist klar im Vorteil - mein Fehler. Steht ja alles da, es sind 7 Buchstaben - und da fehlen dann ja noch welche!
Heike (26.03.2010, 16:49): 12: diesen Mittelnamen hat sich der Schelm übrigens selbst ausgedacht. Heike
Fairy Queen (26.03.2010, 22:24): Also ich habe die Nummer 12 auch geschafft, wusste allerdings erst nicht, von welchem Kompnisten. Die Oper gibts nämlich zweimal, wobei die ein wenig ältere Fassung leider und ungerechterweise unbekannt ist. Stücke der hier gesuchten hab ich selbst schon gesungen. Allerdings nicht die femme fatale die die weibliche Hauptrolle hat, sondern die tapfere und bewundernswert aufrechte zweite Dame, die dann am Ende auch glücklich wird. was ich von der ersten Dame trotz Happy End absolut nciht glauben kann..... Bonne nuit
F.Q.
Rideamus (27.03.2010, 00:16): Auch das 13. Ei hat eine hochdramatische Färbung:
13. Noch eine Nachtmusik, aber was hier schon früher als Liebesduett anklang, führt als Ensemble zu einem letalen Ausgang.
Gesucht wird der einzige Konsonant, der in allen Worten des Titels vorkommt.
:hello Riddleamus
Rideamus (27.03.2010, 16:31): Seltsam, dass gerade das 13. Ei so schwer zu finden ist. Dabei möchte ich wetten, dass Ihr es alle kennt. Deshalb mein Tipp dazu:
Lest mal in der Frage nach, wann das Ensemble spielt, dann habt Ihr fast schon den Namen des Eis, zumal der sowohl für das Duett als auch für das Ensemble gilt - natürlich in einer anderen, aber sehr gängigen Sprache. Und so furchtbar alt wie die meisten Eier hier ist dieses auch nicht.
:hello Rideamus
Heike (27.03.2010, 20:54): Falls es schon jemand gelöst hat, wären einige Tipps hilfreich. Mir fällt immer noch nichts ein. Heike
Rideamus (27.03.2010, 22:24): Es wurde gelöst, aber bislang seltsamerweise erst zweimal.
Vielleicht ändert sich das ja heut' nacht, sta notte, cette nuit, ...
:hello Rideamus
Rideamus (28.03.2010, 01:09): Spät kamen sie, doch sie kamen - die ersten drei richtigen Lösungen der Nr. 13. Machen wir also ungerührt weiter und spielen mit der heute wieder mal verschobenen Zeit, indem wir ein ziemlich altes Thema einer recht modernen Verpackung suchen:
14. Dieses Ensemble könnte als modernes Gegenstück zu Gretchen am Spinnrad verstanden werden, behandelt aber eine noch viel ältere Geschichte um eines der ältesten Verbrechen der Welt.
Gesucht wird der Doppelbuchstabe des Komponistennamens
:hello Riddleamus
Armin70 (28.03.2010, 01:27): Wäre nett, wenn diejenigen, die das 13. Osterei gefunden haben, mal den ein oder anderen Tipp geben würden.....
Because, i understand only railway-station....
Rideamus (28.03.2010, 05:31): Original von Armin70 Wäre nett, wenn diejenigen, die das 13. Osterei gefunden haben, mal den ein oder anderen Tipp geben würden.....
Because, i understand only railway-station....
Heut' nacht ist es passiert. In der richtigen Sprache denkst Du ja schon. Fehlt nur noch der passende Halbedelstein. :D
:hello Riddleamus
Fairy Queen (28.03.2010, 07:52): Lieber Armin, ich weiss auch nix.... :I
Rideamus (28.03.2010, 10:23): Da einige Rätselcracks Osterurlaub machen und die Eier dieses Wochenendes anscheinend besonders schwer zu finden sind, hier zwei weitere Tipps:
Nr. 13: eine klassische Geschichte in modernem Gewand. Die Hauptrollen heißen hier anders als sonst, weil "Heut' Nacht" in der neuen Welt spielt.
Nr. 14: Die Titelrolle dieses selten gespielten Werkes, das in einer Opernmetropole für die nächste Saison angekündigt wurde, sang bei der Uraufführung Kathleen Ferrier
Viel Spaß beim Googeln
:hello Riddleamus
Heike (28.03.2010, 11:13): 13: ich habe Ohrringe und eine Kette mit dem "Komponisten" Heike
Fairy Queen (28.03.2010, 12:34): Und ich bin schon mit dem Tenorhit aus diesem Werk namensecht besungen worden! :engel
Fairy-Mary
Heike (28.03.2010, 12:45): 14: Ein Herr Wettermann ist dieses Verbrechens gerade beschuldigt. Heike
Rideamus (29.03.2010, 06:17): Nach den beiden, offensichtlich sehr schwer zu findenden, dramatischen Eiern verstecke ich mal wieder ein lustiges:
15. In diesem Finale geht es zwar um Wahlplakate, aber nur indirekt um Politik, denn die Hälfte der Bevölkerung ist von der Wahl ausgeschlossen.
Gesucht wird der zweite Buchstabe der im Titel genannten Eigenschaft der weiblichen Hauptrolle
:hello Riddleamus
Heike (29.03.2010, 08:20): 15: Im Sissy-Film bricht die Kaiserin mit der Etikette und überrascht den ganzen Ballsaal, um Graf Andrássy am gehen zu hindern.
Rideamus (29.03.2010, 13:53): Da nun auch das dritte Viertel der versteckten Eier mindestens von manchen gefunden wurde, gebe ich mal ein Update der bisherigen Lösungsbuchstaben:
1 - T
2 - P
3 - O
4 - O
5 - N
6 - O
7 - O
8 - P
9 - N
10 - R
11 - R
12 - S
13 - S
14 - T
15 - U
Fehlen noch fünf Buchstaben, von denen wir drei Dinge wissen:
1 ) mindestens einer muss noch einmal ein U sein, da alle Buchstaben gespiegelt auftreten
2) es gibt keine neuen Buchstaben, da der Satz insgesamt mit 7 Buchstaben auskommt
3) der Satz steht in einer dem deutschen Sprachraum benachbarten Fremdsprache
Die Zusammenfassung der letzten fünf Tipps kommt etwas später.
Viel Erfolg beim Knobeln wünscht
:hello Rideamus
Rideamus (30.03.2010, 01:02): In der Hoffnung, dass mal wieder mehr richtige Lösungen und vor allem Tipps kommen, denn diesas Ei sollte sehr leicht zu finden sein:
16. Verzicht kann schöner nicht klingen, schon gar nicht, wenn das Werk darin seinen Höhepunkt findet, bevor es mit einem Duett ausklingt.
Gesucht wird (EDIT: SORRY) der FÜNFTE Buchstabe des Komponistennamens
:hello Riddleamus
Fairy Queen (30.03.2010, 05:23): Ich würde ja gerne , aber ich weiss wirklich nichts. Ohne Sevi bin ich verloren, hab ich ja gleich gesagt...; :I
Rideamus (30.03.2010, 06:11): Liebe Fairy,
das ist eine selbsterfüllende Prophzeiung, die Du nicht nötig hast.
Wenn ich richtig informiert bin, hast Du schon Stücke aus beiden Werken der Nummern 15 und 16 selbst gesungen, obwohl die Komponisten nicht unbedingt zu Deinen erstrangigen Lieblingen zählen.
Nr. 15 ist ein Finale, dessen Walzer später von Alfred Hitchcock zur Kennmelodie eines Mörders gewählt wurde, der seinen Spitznamen von diesem Werk erhielt.
Nr. 16 ist auch für Walzerfolgen bekannt, die hie besonders anachronistisch sind, weil der Walzer zur Handlungszeit noch nicht erfunden war. Auch hier geht es um ein Fnale, das Du im Gegensatz zum Rest des Schaffens des Komponisten sehr gut kennst, meines Wissens sogar vom Mitsingen.
Damit müssten diese beiden Eier doch zu finden sein, denn ich habe mir gelobt, sie leicht auffindbar zu lassen.
:hello Rideamus
Armin70 (30.03.2010, 06:28): Zum 16. Osterei hätte ich eine Idee, die ich Rideamus per PN mitgeteilt habe. Kann aber auch sein, dass ich vollkommen daneben liege...
Das war leider ein Satz mit X....
Neues Spiel, neues Glück wie es so schön heisst....
Neuer Versuch per PN an Rideamus...
Armin70 (30.03.2010, 07:25): Tipp zum 16. Osterei:
Nach dem mich Rideamus aufgrund eines Buchstabenfehlers (:wink) durch die halbe Operngeschichte geschickt hat, habe ich das 16. Osterei doch noch gefunden.
Der gesuchte Komponist heisst eigentlich genau so wie ein anderer berühmter Komponist. Die beiden unterscheiden sich lediglich in der Schreibweise ihrer Nachnamen. In der gesuchten Oper spielt eine Blume eine wichtige Rolle...
Heike (30.03.2010, 08:24): Der Posteingang von Rideamus ist voll - da müssen ja jede Menge richtiger Lösungen angelandet sein :-) Heike
Rideamus (30.03.2010, 10:17): Original von Heike Der Posteingang von Rideamus ist voll - da müssen ja jede Menge richtiger Lösungen angelandet sein :-) Heike
Schön wär's. Aber bei 16 Eiern kommen mit Vorschlag und Bestätigung zu jedem einzelnen schon ein paar PN zusammen, und 100 ist ja nicht gerade eine großzügige Obergrenze.
Wie auch immer, ich habe jetzt alle meine Bestätigungen und die Lösungsvorschläge für die ersten zehn Eier gelöscht, und wieder 50 Freikugeln.
Ihr könnt mir also wieder Lösungen schicken. Danke, Heike, für den Hinweis, denn man kriegt hier anscheinend keine Warnung, wenn die Box voll ist.
:thanks Rideamus
Rideamus (30.03.2010, 12:43): Hier nun die Fragen Nr. 9 - 14 mit ihren bisherigen Tipps für alle, die sich noch über Ostern oder nach ihrer Rückkehr aus dem Osterurlaub wieder beteiligen wollen:
9. Ensembles kann man nicht nur für Einzelstimmen schreiben, sondern auch für Chöre, etwa diese köstliche Chorprobe zu Ehren eines Herrschers, der sein Incognito verliert.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe des Komponisten und für einen Extrapunkt eine Liebesgeschichte in einer anderen Sprache, in der ein lokaler Wein eine andere Chorprobe beeinflusst.
Der Komponist von Nr. 7 hat ebenfalls eine Oper auf dieselbe historische Gegebenheit geschrieben. Der dortigen Titelfigur ist im hiesigen Stück die Gerechtigkeit heilig.
Der Herrscher, von dem hier die Rede ist, war westlichen Werten durchaus aufgeschlossen.
Eine Chorprobe, die allerdings für die Katz ist, den die Aufführung kann am Schluss nicht stattfinden. Ganz anders ergeht es da einem Tanz, in welchem Schuhe eine Rolle spielen.
Nr. 9 Zusatzfrage
Der Mathematiker wurde ja schon genannt, jetzt hilft vielleicht noch ein berühmter Süßwein aus dieser Gegend. Das Stück endet übrigens morgen.
In dem Zusatzei gibt es einen Schaumschläger und eine Schaumschlägerin. Beide geben sich einen emanzipierten Anstrich, leider ist aber nichts dahinter. Das ist jetzt meine persönliche Meinung, weil ich die Handlung ein kleines bißchen doof finde.
Die wohl bekannteste Oper des Komponisten hat das wohl bekannteste deutsche Drama zur Vorlage...
... wobei darüber diskutiert werden kann, ob diese "dramatische Legende" übrhaupt eine Oper ist, auch wenn sie gerne als solche aufgeführt wird.
10. Sechs Personen suchen hier keinen Autor, sondern einen Ausweg aus dem Dilemma, das entsteht, wenn Herren und Diener verwechselt werden.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponisten
Diese Geschichte wird in verschiedenen Versionen erzählt. Trockengemüse ist jedoch in dem gefragten Stück kein Thema.
Was haben Johann Strauß, Sergej Prokoffiev und Jules Massenet mit Walt Disney gemeinsam ?
Sowohl bei den Grimm-Brüdern, als auch bei Ludwig Bechstein und Charles Perrault findet man diese Märchenfigur.
Im zugrundeliegenden Märchen gibt es ganz fleißige Vögelchen, die im heutigen Stadtbild aber meist gar nicht so erwünscht sind.
Beim Hinweis auf das Märchen müsste es doch schwanen! Ich sag nur so viel: Was der einen ihr Schuh, ist der anderen ihr Armreif!!
Der Name der Titelfigur sorgt für einige Verwirrung! Es gibt eine Walt Disney - Version, eine Oper von Massenet und die hier gesuchte und die heißen alle drei anders, obschon es sich um dieselbe mârchenhafte Dame handelt. Zum Glück fangen die wenigstens mit demselben Buchstaben an, im deutschen Märchenbuch nämlich nicht....
Der Stoff ist bekannt - mit dieser Familienkonstellation wurde er von Jane Austen für ihren Roman "Persuasion" ("Anne Eliott" bzw. "Verführung" ) genutzt. Und Johann Nepomuk Nestroy ist zu seiner Zeit als Sänger nicht nur in diesem Werk aufgetreten, er hat auch eine Parodie daraus gemacht, wo das Wort Pfutsch eine Rolle spielt.
11. Soll einer sagen, Belcanto hätte man nur in Italien schreiben können. Dieses reuevolle "Gute Nacht-Quartett" von einem eher nördlichen Komponisten ist das beste Gegenbeispiel.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistenvornamens
Gott sei Dank ist der junge Herr von Adel und so ist am Ende alles eitel Freude und Sonnenschein!
Die Damen bewerben sich hier um eine Position, die sich als ziemlich ungeeignet für sie erweist.
Die Oper enthält auch einen Tenorschlager, den alle italienischen Tenöre von Caruso bis Pavarotti in ihrem Repertoire hatten. (Allerdings auch in der italienischen Übersetzung.) ...
... und die bekannteste Melodie dieser Oper ist von einem anderen Komponisten!
Kurz nach diesem Quartett verflüchtigt sich die eine Hälfte, und der Herzschmerz eines der Zurückgebliebenen zählt zu den bliebtesten tenoralen Schmachtfetzen!
Ein berühmter Karikaturist, der auch Regisseur und Schauspieler ist, hatte diese Oper mal für ein Staatstheater in einer süddeutschen Landeshauptstadt sehr brilliant inszeniert.
Besagte Blume wird in einer Melodie verherrlicht, die angeblich auf ein irisches Volkslied zurückgeht. Ich hasse übrigens das Happyend dieser Oper, diese blöde Zicke hat diesen Mann überhaupt nicht verdient!
in der wohl berühmtesten Arie aus der Oper geht es um eine wunderschöne Blume, die sich Liebende gerne schenken.
Nummer 11 hab ich nur wegen der irischen Blumenarie erraten und wegen der weltliterarischen aber etwas pardodierten Vorlage. Kennen tu ich das Werk nciht, fällt nciht gerade in mein bisher bevorzugtes Repertoire.
1903 war der Vorname der Titelheldin in Deutschland auf Platz 1 der häufigsten weiblichen Namen.
Es handelt sich dabei nicht um die Komödie "Das Glas Wasser" von Eugene Scribe, obwohl der zeitliche Rahmen stimmen würde.
12. Eine Feuersbrunst und ein vermeintlicher Mord bilden den Hintergrund dieses vergleichsweise weniger bekannten Finales eines sehr populären Komponisten.
Gesucht wird der letzte Buchstabe des mittleren Namens des Komponisten
Verdi hat den Stoff nicht vertont. Monteverdi auch nicht, obwohl er mal nahe dran war und ähnlich geschichtsklitternd vorging. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte, und der Komponist kommt von etwas weiter nördlich als die beiden.
Es geht nicht um Nero, aber um einen Kollegen (der, obwohl im wirklichen Leben auch nicht gerade ein Zimperling, zumindest in dieser Oper schon rein titelmäßig eine sehr viel bessere Presse hat als Nero in "Quo Vadis").
Neronisch ist nicht falsch, aber der LIbrettist des gesuchten Werkes hat den Brand in die Regierungszeit eines anderen Kaisers verlegt, der allerdings auch recht geübt im Abfackeln berühmter Städte war. Im übrigen würde ich die Mitte zwischen Monteverdi und Verdi nicht bei Händel ansiedeln, sondern eher etwas später, jedenfalls zeitlich gesehen. Geografisch ist nichts mit Mitte, höchstens ein sehr spitzes Dreieck.
Nun, um sich als Herrscher zu profilieren hat er schlicht zu kurz regiert - und für die zeitgenössischen Historiker galt er als das Ideal eines Fürsten. Aber vielleicht liegt das einfach daran, dass er keine Zeit hatte, sich richtig in die Annalen der Geschichte einzutragen.
Für gewisse Ereignisse wurden häufig Opern komponiert. Eines davon ist in diesem Rätsel schon einmal der Anlass, nur 34 Jahre später. Und was die historische Person in der Oper zu Frage 12 betrifft, kann man unter dem Vorbehalt der kurzen Regierungszeit wohl behaupten, dass bei ihm charakterlich eine 180 Grad Wende eingetreten ist.
Nicht traurig sein. Milde und Großmut sind gerade bei Nr. 12 am rechten Ort.
Hier eine Zusammenfassung dessen, was Ihr schon wissen könnt: Es geht um einen römischen Kaiser, bei dem's brennt, aber nicht Nero Der Komponist hat einen bekannten Mittelnamen und liegt zeitlich zwischen Monteverdi und Verdi, aber nach Händel. Wenn man seinen Geburtsort mit denen der beiden Verdis verbindet, erhält man ein spitzes Dreieck. Das Ensemble ist ein Aktfinale dieses Komponisten, das im Gegensatz zu vielen seiner sonstigen Finali offenbar den wenigsten präsent ist, obwohl er sehr populär ist. Dennoch zählt die Oper zu seinen großen Werken.
Die gesuchte Oper entstand im gleichen Jahr wie eine andere berühmtere Oper des gleichen Komponisten. Beide Opern wurden im gleichen Monat und im gleichen Jahr, übrigens das Todesjahr des gesuchten Komponisten, uraufgeführt. Allerdings in verschiedenen Städten. Die gesuchte Oper war Anfangs beim Publikum sehr beliebt geriet dann aber doch etwas in Vergessenheit und erst in jüngster Zeit rückt sie wieder stärker ins Interesse von Musikern und Publikum
Also ich habe die Nummer 12 auch geschafft, wusste allerdings erst nicht, von welchem Kompnisten. Die Oper gibts nämlich zweimal, wobei die ein wenig ältere Fassung leider und ungerechterweise unbekannt ist. Stücke der hier gesuchten hab ich selbst schon gesungen. Allerdings nicht die femme fatale, die die weibliche Hauptrolle hat, sondern die tapfere und bewundernswert aufrechte zweite Dame, die dann am Ende auch glücklich wird. was ich von der ersten Dame trotz Happy End absolut nciht glauben kann..... (Fairy Queen)
Die gefragte Szene dreht sich um ein daneben gegangenes Attentat. Die Vorlage zum Libretto stammte von einem Librettisten, der als der bedeutendste Librettist seiner Zeit galt. Hier allerdings war der Mordanschlag noch keineswegs politisch motiviert. Ein Kuriosum dieses Attentats - aufgrund einer Verwechslung mit dem ursprünglichen Opfer kommt der Hauptanstifter beinahe ums Leben. Und dieser Mann tritt in der Oper selbst nicht auf ... es ist von ihm nur die Rede (außer die Regie ändert das).
13. Noch eine Nachtmusik, aber was hier schon früher als Liebesduett anklang, führt als Ensemble zu einem letalen Ausgang.
Gesucht wird der einzige Konsonant, der in allen Worten des Titels vorkommt.
Lest mal, wann das Ensemble spielt, dann habt Ihr fast schon den Namen des Eis, zumal der sowohl für das Duett als auch für das Ensemble gilt - natürlich in einer anderen, aber sehr gängigen Sprache. Und so furchtbar alt wie die meisten Eier hier ist dieses auch nicht.
Den Stoff hatten wir schon bei Nr.6 !
Es handelt es sich hierbei jedoch um eine moderne Adaption der berühmtesten Vorlage, das Milieu ist ein völlig anderes und ein Teil des Paares überlebt die Tragödie.
Eine klassische Geschichte in modernem Gewand. Die Hauptrollen heißen hier anders als sonst, weil "Heut' Nacht" in der neuen Welt spielt.
Das Ei wurde gefunden, aber bislang seltsamerweise erst zweimal.Vielleicht ändert sich das ja heut' nacht, sta notte, cette nuit, ...
Heut' nacht ist es passiert. Wenn Du nur Railway Station verstehst, denkst Du immerhin schon in der richtigen Sprache. Fehlt nur noch der passende Halbedelstein.
Ich habe Ohrringe und eine Kette mit dem "Komponisten"
Der Text des gesuchten Ensembles stammt von einem Komponisten, der im Weihnachtsrätsel vorkam. Ja, ich weiß, seinerzeit habe ich den Tip genau andersherum formuliert. Waren halt Mehrfachbegabungen, die Beiden.
Ich bin schon mit dem Tenorhit aus diesem Werk namensecht besungen worden! (Fairy Queen)
14. Dieses Ensemble könnte als modernes Gegenstück zu Gretchen am Spinnrad verstanden werden, behandelt aber eine noch viel ältere Geschichte um eines der ältesten Verbrechen der Welt.
Gesucht wird der Doppelbuchstabe des Komponistennamens
Die Titelrolle dieses selten gespielten Werkes, das in einer Opernmetropole für die nächste Saison angekündigt wurde, sang bei der Uraufführung Kathleen Ferrier
In dieser Opernmetropole war es vor einigen Jahren konzertant zu erleben (mit Angelika Kirchschlager)
Das Verbrechen, die Titelfigur und ihre Reaktion sind vermutlich nur ein Mythos, jedoch inspirierte er selbst die berühmtesten Maler der Renaissance und des Barock das Geschehen mehr oder weniger blutrünstig auf Leinwand, Papier oder Holz zu dokumentieren.
Der deutsche Titel des Werks suggeriert ein anderes Verbrechen, das aber im Stück gar nicht vorkommt.
Ein Herr Wettermann ist dieses Verbrechens gerade beschuldigt.
Soweit die bisherigen Tipps. Wenn Ihr meint, das seien aber wenige, dann kann ich Euch leider nicht widersprechen. Aber vielleicht werden es ja noch mehr. Also schaut bitte auch später noch einmal hier nach - jedenfalls solange ich hier noch etwas ergänzen darf.
Die letzte Zusammenfassung erfolgt an Ostern.
:hello Riddleamus
Heike (30.03.2010, 13:02): Nr. 15: Ernst Lubitsch hat dieses Werk u.a. verfilmt, wobei der Schauspieler in der männlichen Hauptrolle einen Nachnamen trägt, der übersetzt im dt. Titel von Nr. 16 vorkommt.
Nr. 16: Der gesuchte Komponist heisst eigentlich genau so wie ein anderer berühmter Komponist. Die beiden unterscheiden sich lediglich in der Schreibweise ihrer Nachnamen. Der Vater war's nicht und der Sohn auch nicht. Heike
Rideamus (30.03.2010, 16:55): Original von Heike Nr. 15: Ernst Lubitsch hat dieses Werk u.a. verfilmt, wobei der Schauspieler in der männlichen Hauptrolle einen Nachnamen trägt, der übersetzt im dt. Titel von Nr. 16 vorkommt.
Dabei gehört der Marquis de Renard eher in die akustische Verwandtschaft des Komponisten von Nr. 16, aber gemeint ist ja auch der Chagrin.
Nr. 16: Der gesuchte Komponist heisst eigentlich genau so wie ein anderer berühmter Komponist. Die beiden unterscheiden sich lediglich in der Schreibweise ihrer Nachnamen. Der Vater war's nicht und der Sohn auch nicht. Heike
Und auch nicht der Oscar. Aber der Gesuchte war auch Familienvater.
:D Rideamus
Heike (30.03.2010, 17:08): 16: Der wars auch nicht (per Klick vergrößerbar):
Der Vater des gesuchten Komponisten war auch Musiker und dieser war an Uraufführungen eines anderen großen Komponisten direkt beteiligt, obwohl er dessen Werke eigentlich gar nicht so gut leiden konnte.
Der gesuchte Komponist widmete seinem Vater übrigens auch eine Komposition.
pavel (30.03.2010, 18:19): Liebe Fairy Queen, wenn das Gedächtnis eingerostet ist, kann ein Tropfen persischen Rosenöls Wunder wirken ...
Fairy Queen (30.03.2010, 18:23): Bei so vielen netten Holzhämmern auf einmal tickt es sogar bei mir- allerdings wars dann das persische Rosenöl, weil ich das wirklich schon selbst besungen habe, bzw meine HosenrollenPartnerin. Der Vogel ohne Kopf im Sand ist aber auch echt gut! :rofl Was die 15 angehtn bin ich auch fündig geworden, auch wegen des selbst gesungenen Duetts im Walzertakt- als Sänger hat man irgendwie doch einen Tunnelblick.....
Danke!!!!! Morgen gehts weiter....... F.Q.
Rideamus (31.03.2010, 00:26): Es geht in die Zielgerade mit einem spannenden Erstling, der lange Zeit nur als Ouvertüre überlebt hat:
17. Ein Rivale hört unfreiwillig einen verliebten Dialog mit und bietet einen komischen Kontrapunkt, weil er in seinem Versteck nicht alles versteht.
Gesucht wird der drittletzte Buchstabe des Vornamens des Titelhelden
:hello Riddleamus
Rideamus (31.03.2010, 13:42): Mir scheint, das Rätsel tut schwerer als es ist, denn sowohl die Titelfigur als auch ihr Komponist sind sehr bekannte Genies gewesen.
:hello Rideamus
Armin70 (31.03.2010, 15:54): Ein Tipp zum 17. Osterei:
Wie so viele Werke des Komponisten, so war auch die gesuchte Oper leider erfolglos. Daran änderten auch mehrere Umarbeitungen und die Straffung von 4 auf 3 Akte und der Einsatz eines anderen berühmten Komponisten, der zudem auch ein gefeierter Klaviervirtuose und Dirigent war, nichts.
Die Urfassung der Oper wurde zum ersten Mal 1966, 128 Jahre nach der Uraufführung, zum ersten Mal wieder gespielt und die vom Komponisten später geschaffene Dialogfassung dieser Oper (gesprochene Dialoge statt gesungene Rezitative) wurde gar erst im Jahr 2004 uraufgeführt.
Die gesuchte Titelperson der Oper ist ein berühmter Künstler der italienischen Renaissance.
Heike (31.03.2010, 16:10): Dank Armin habe ich den Komponisten gefunden - die Oper habe ich nie gehört, nicht mal von Namen her. Der Komponist allerdings ist wohlbekannt, am populärsten wurde er durch ein gewisses Leitmotiv, das er einer Dame zuordnet. Heike
Agravain (31.03.2010, 18:55): Original von Heike Der Komponist allerdings ist wohlbekannt, am populärsten wurde er durch ein gewisses Leitmotiv, das er einer Dame zuordnet. Heike
Außerdem schrieb er Wandermusik für den Helden eines britischen Romantikers.
:hello
Fairy Queen (31.03.2010, 20:50): Ich habs auch geschafft- aber nur wegen des italienischen Renaissancehelden. Welches Leitmotiv mit Dame Heike meint, ist mir leider weiter ein Rätsel..... :I Ich denke bei diesem Komponisten viel mehr an herrliche Sommernächte und griechische Tragödien. Rein wortmalerisch könnte der Titel etwas mit einem itallienischen Diktator und Kampf- Genossen eines deutschen Diktators zu tun haben- inhaltlich aber ausser der Stadt, in der das Ganze spielt, nichts!
F.Q.
Heike (31.03.2010, 21:00): @Fairy:
(Bildquelle: Wiki)
Fairy Queen (31.03.2010, 21:53): Liebe Heike, ist ja genial! :times10 Ich versuche gerade, das vom Blatt zu singen- ist gottseidank nciht so schwierig. Aber wer ist die Dame? H.S.?
Bonne nuit!
Heike (31.03.2010, 21:56): Schau mal in deine PNs liebe Fairy! Heike
Rideamus (31.03.2010, 23:40): Heute verstecke ich mein Ei ausnahmsweise mal etwas früher als sonst, weil ich morgen früh kaum zum Antworten kommen dürfte.
18. Während einer großen Feier dreht der Held durch und demütigt seine Frau vor aller Öffentlichkeit
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Komponistenvornamens
diesmal musste ich zu meiner Schande darauf gestoßen werden, dass es mehrere richtige Lösungen gibt, darunter sogar zwei vom selben Komponisten. Ich meinte das Werk und die Szene, in welcher der Held ausrastet, während er eine offizielle Ehrung erhalten soll, aber das andere gilt natürlich auch, zumal der Vorwurf in beiden Fällen lautet, dass die Dame ehrlos sei.
Gefragt ist also nach dem dritten Buchstaben im Vornamen eines Komponisten, der zwei solcher Szenen in zwei verschiedenen Werken komponierte. Es genügt aber natürlich nach wie vor die Nennung eines einzigen Werkes.
:hello Riddleamus, der Reumütige
Armin70 (01.04.2010, 06:48): Ein Tipp zum 18. Osterei:
Diese Oper basiert auf einem Drama eines großen Dramatikers, welches auch von einem anderen großen Komponisten, der ein Landsmann des gesuchten Komponisten ist, vertont wurde. Die Oper des gesuchten Komponisten ist aber die wesentlich berühmtere und vielleicht auch die wesentlich bessere als die Version des anderen Komponisten.
Im Prinzip gehts in der Oper um eine Variation von "Kabale und Liebe" aber mit Schiller hat das nix zu tun.
Armin70 (01.04.2010, 15:14): Noch ein Tipp zum 18. Osterei:
Die betreffende Oper ist die vorletzte des gesuchten Komponisten.
Heike (01.04.2010, 15:23): Am Schluss bringt der Titelheld erst sie um und dann sich - uind alles nur wegen eines verlorenen und intrigant versteckten Accessoires. Heike
Fairy Queen (01.04.2010, 22:15): Das unschuldige Opfer aus diesem Ei darf aber, bevor es gemeuchelt wird, gnädigerweise noch beten und tut das auf musikalisch wunderschöne Weise. F.Q.
Rideamus (02.04.2010, 00:11): Diesmal gilt die Suche einem besonders tragischen und im Wortsinne mitreißenden Karfreitagsei:
19. Die kleine Trommel hat die unsichtbare Hauptrolle in diesem Ensemble, das eigentlich gar keines ist, sondern ein immer dünner, und gerade darum immer eindringlicher werdender, Unisono-Chorgesang.
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Komponistennamens
:hello Riddleamus
Fairy Queen (02.04.2010, 07:55): Ich habe zwar noch keine Bestätigung bin mir aber so sicher, dass ich schon den Tipp gebe: in dieser Oper geht es um ein Martyrium, das dem Karfreitag würdig ist, sich aber in der Historie viel später als Selbiger abspielte. In wahrhaft finsteren Zeiten. F.Q.
Heike (02.04.2010, 14:00): ich bin völlig ahnungslos ?(
Fairy Queen (02.04.2010, 14:24): Liebe Heike, die Story ist sehr düster und spielt in einer schrecklichen Phase der Geschichte meines Exillandes, die trotz ihrer Schrecken Europa massgeblich und nachhaltig verändert hat. Die Vorlage ist ein Theaterstück dessen Vorlage ein deutschsprachiges Werk ist. Wer dieses grossartige Musiktheaterwerk noch nicht kennt, hat derzeit die Chance es in Deutschland zu sehen..... der Schluss ist einer der ergreifendsten im gesamten Genre. :engel.
F.Q.
Armin70 (02.04.2010, 14:37): Dank Fairy Queen bin ich möglicherweise auf der richtigen Spur aber ich warte lieber aus Rideamus Bestätigung...
Agravain (02.04.2010, 14:47): Da mir dieses Rätsel auch sehr schwer gefallen ist, hier mein Tipp:
Heike (02.04.2010, 15:16): Danke danke :-) ich glaub ich habs - das kenne ich nicht, aber es kommt aufgrund der gewonnenen Infos ganz sicher auf die "must see" Liste. Heike
Fairy Queen (02.04.2010, 16:59): Liebe Heike unbedingt! Ein Werk das ganz ohne die üblichen "Verdächtigen" (also Liebe, Eifersucht etc) auskommt und die Abgründe und Höhenflüge der menschlichen Seele und der conditio humana ausleuchtet. Ganz grosse Kunst!
F.Q. in Vorfreude, ich sehe es nämlich am Donnerstag!!!!!!
Rideamus (03.04.2010, 00:39): Eigentlich sollte das heute das letzte Ei sein, das ich verstecken wollte, aber ich konnte mich nicht zwischen zwei großartigen Ensembles entscheiden, an deren Ende man Stimmen vom Himmel hört. Also gibt es ein Ei mehr, und das wirklich allerletzte wird morgen erst versteckt. Hier nun das vorletzte:
20. Ostern spielt eine wichtige Rolle in diesem Werk, an dessen Ende, um das es hier geht, eine Rettung durch Vergebung steht.
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Komponisten
:hello Riddleamus
Rideamus (03.04.2010, 14:12): Da leider fast alle Ratefreunde gerade urlauben, liefere ich mal einen Tipp:
Das gesuchte Werk behandelt ein teuflisches Thema, zu dem es viele Opern gibt. Gesucht ist das Werk, das unter zwei verschiedenen Namen bekannt geworden ist, einem männlichen und einem weiblichen
Außerdem zitiere ich zum Lösungswort einen Tipp aus dem anderen Forum: Die überdurchschnittliche Häufigkeit von O und U sollte einen Hinweis auf die Sprache liefern (in der werden die beiden Vokale gerne verbunden ...) Der Vater schrieb einen vielgelesenen Roman, der aber "nur" für eine Operette und ein Musical die Vorlage bildet, meines Wissens aber für keine Oper. (Der Sohn hat es schon auf die Opernbühne geschafft.)
Das alles stimmt, aber englisch ist es trotzdem nicht. :D
Ihr könntet übrigens jetzt alle Buchstaben haben, die im Lösungssatz gebraucht werden, denn morgen kommen nur noch Satzzeichen.
Deshalb hier schon mal die Zusammenfassung aller gefundenen Buchstaben:
1 - T
2 - P
3 - O
4 - O
5 - N
6 - O
7 - O
8 - P
9 - N
10 - R
11 - R
12 - S
13 - S
14 - T
15 - U
16 - U
17 - U
18 - U
19 - U
20 - U
:hello Rideamus
Agravain (03.04.2010, 16:44): Von mir auch noch schnell ein Tipp:
Der Gegenspieler des Titelhelden gilt selbigem als Nucleus eines Rassehundes.
:hello
Armin70 (03.04.2010, 17:41): Tipp zum 20. Osterei:
"Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor..."
(P.S.: Dieses Zitat könnte für mich auch zum Lösungssatz passen)
Heike (03.04.2010, 17:47): P.S.: Dieses Zitat könnte für mich auch zum Lösungssatz passen dito
Agravain (03.04.2010, 17:49): Original von Armin70 P.S.: Dieses Zitat könnte für mich auch zum Lösungssatz passen
same here
Armin70 (03.04.2010, 20:35): Ich hab den Lösungssatz geknackt.....hoffe ich zumindest....
Armin70 (03.04.2010, 23:51): Kleiner Tipp zum Lösungssatz:
In einem Song einer bekannten deutsche Punk/Rock-Band kommt dieser Satz in der deutschen Übersetzung im Refrain vor.
Rideamus (04.04.2010, 00:54): Ich bedanke mich für bislang 222 richtige Lösungsvorschläge und drei korrekte Lösungssätze.
Um ausgerechnet am Ostersonntag keinen Wettbewerb im Frühaufstehen auszulösen, werde ich alle Lösungsvorschläge, die zwischen jetzt und 12 Uhr mittags bei mir eingehen, als gleichzeitig eingetroffen werten.
Nun also zum letzten und vielleicht eindrucksvollsten Ei:
21. Dieses vielleicht größte Ensemble in einem Bühnenwerk überhaupt nimmt ein ganzes Bild in Anspruch, während dem ein Machtkampf entschieden und Menschen einem fundamentalistischen Religionsbegriff geopfert werden.
Gesucht wird hier nur noch das Werk selbst, denn zum Lösungssatz steuere ich wahlweise zwei Ausrufezeichen oder ein Komma und einen Punkt bei, weil keine Buchstaben mehr fehlen.
Damit ist die diesjährige Suche nach mehrstimmigen Ostereiern an ihrem Ende angekommen. Ich bedanke mich bei allen, die so eifrig mitgeraten haben und dies ggf. auch weiterhin tun wollen, und wünsche allen Ratefreund/Innen viele fröhliche Ostereier und ein durchweg erfreuliches Osterfest.
:hello Riddleamus
Rideamus (04.04.2010, 14:59): Da sein Postfach voll ist, muss ich ihm das auf diesem Wege mitteilen:
Vor wenigen Minuten hat
ARMIN 70
als erster Ratefreund dieses Forums alls seine versteckten Eier gefunden, korrekt identifiziert, und dabei auch die Zusatzfrage und den Lösungssatz entschlüsselt.
Mögen ihm noch viele weitere folgen, denn etliche mussten ja urlaubsbedingt unterbrechen, bevor alle Eier versteckt waren. Es lohnt sich also für jeden, noch mitzumachen. Es sind nämlich noch genügend Eier da, und die bleiben auch noch eine Weile frisch, denn ich werde mindestens noch eine Woche warten, bevor ich die ersten Lösungen einstelle.
Vorerst kommt noch eine Zusammenfassung der letzten Tipps, wobei ich natürlich noch auf einige mindestens zu den Fragen 20 und 21 hoffe, nachdem mein erster Versuch gerade im Orkus der falschen Tasten verschwunden ist.
:hello Rideamus
Armin70 (04.04.2010, 15:17): Hallo,
zunächst danke für die Glückwünsche. Hier noch ein paar Tipps zu den letzten Ostereiern:
20. Osterei:
Der gesuchte Komponist hatte u. a. ein bekanntes Werk eines berühmten Thomaskantors bearbeitet und in der gesuchten Oper kommt u. a. der Blocksberg vor.
21. Osterei:
Von dieser gesuchten Oper existieren verschiedene Fassungen, eine in französischer und eine in italienischer Sprache, sowie gibt es diese Oper mit 4 und mit 5 Akten. Die Oper wurde nicht im Heimatland des Komponisten uraufgeführt und mit dem Land der Uraufführung konnte sich dieser Komponist nie so recht anfreunden.
Zum Lösungssatz:
Dieser Satz stammt aus einem literarischen Werk, das u. a. Stoff für Mantel- und Degenfilme lieferte.
Gruß Armin
Heike (04.04.2010, 22:36): Ich hätte ja das letzte Ei gern passend zu Ostern heute noch eingesammelt, aber irgendwie hat das der fleißige Osterhase zu gut vor mir versteckt :(
Jedenfalls allen morgen einen schönen zweiten Feiertag, vielleicht leuchtet mir ja dann das letzte Ei und vor allem der mysteriöse Lösungssatz auch noch entgegen! Heike
Armin70 (04.04.2010, 23:23): Vielleicht noch 2 Tipps:
Zum 21. Osterei:
Die Oper basiert auf einem gleichnamigen Drama, das von einem berühmten Dramatiker stammt, der auch Dichter, Lyriker und übrigens auch Arzt war.
Zum Lösungssatz:
Die literarische Vorlage, aus dem dieser Lösungssatz stammt, wurde mehrfach verfilmt. Stichwort: Mantel- und Degenfilme. Gene Kelly spielte in einer der Verfilmungen eine Hauptrolle. Der Lösungssatz wurde zu einem sehr bekannten Motto...
Heike (04.04.2010, 23:48): Ahhja damit sind doch noch gaaaaaz knappp vor Mitternacht alle Eier gefunden hoffe ich :-) Schönes Motto!
Merci an den Rätsel-Osterhasen für die tägliche schöne Rate- Beschäftigung, irgendwie schade, dass es schon vorbei ist! Heike
Rideamus (05.04.2010, 07:04): Es gibt einen weiteren Grund zu feiern:
Kurz vor Mitternacht hat sich erwiesen, dass ihre Verzweiflung verfrüht war, denn das hat in einem fulminanten Endspurt auch
HEIKE
das letzte versteckte Ei, nämlich den Lösungssatz, gefunden und korrekt identifiziert.
Nach dieser letzten Anstrengung wünsche ich Ihr und Euch allen einen geruhsamen Ostermontag und freue mich auf weitere Lösungen und Tipps.
:hello Rideamus
Heike (05.04.2010, 09:35): Juhu :-) Noch die letzten fehlenden Tipps von mir:
20: Wer diese Frage beantwortet, ist der Vorlage ganz nahe.
21: Die Mutter des erstgeborenen Titelhelden starb nach seiner Geburt und ehe die gleichaltrige Prinzessin viel später (und in der Oper) seine Stiefmutter wurde, war der Titelheld erst mal mit ihr verlobt.
Lösungssatz: Der drückt das Solidarprinzip aus und wurde so zum Motto etlicher Vereinigungen, aber heutzutage auch zum Werbeslogan für besonders simple Tarife.
Heike
Rideamus (05.04.2010, 11:41): Und schon wieder gibt es einen Grund zu feiern:
Soeben hat auch
AGRAVAIN
alle Eier gefunden und korrekt identifiziert . Auch ihm einen
Aber ich freue mich natürlic auch noch auf und über weitere Lösungen und Tipps spätestens dann, wenn die derzeitigen Urlauberinnen zurück sind. Aber vielleicht hat ja noch jemand Lust, noch einzusteigen? Das Rätsel bleibt jedenfalls mindestens bis Ende der Woche offen.
Es war ein schönes Rätselraten, hoffentlich gibt es davon bald MEHR. Es ist nämlich nicht nur spannend, sondern auch lehrreich! Und wie im entsprechenden Thread (Heute gekauft...) zu sehen, regt so etwas auch die Wirtschaft an!
Rideamus (05.04.2010, 14:36): Das freut mich aber, dass Ihr so intensiv nachfasst.
Das verpflichtet mich je geradezu, bei den Auflösungen noch nachzufassen um Euch noch mehr zu "schädigen".
Wenn ich vorab schon mal ein günstiges Angebot in den Raum stellen darf... :W
Diese nicht nur besonders authentische, die auch eine der besten ist, gibt es derzeit für rund 12 Euronen bei den drei Buchstaben. Das lohnt sich auch mit Versand.
:hello Rideamus
Heike (05.04.2010, 14:56): Es ist nämlich nicht nur spannend, sondern auch lehrreich! Da hast du absolut recht!!!! Ich hoffe, Rideamus beglückt uns recht bald wieder mit so einem schönen Rätsel; und ich freue mich schon auf die Auflösung inclusive der sicher nochmal sehr interessanten Erläuterungen dazu! Heike
Rideamus (06.04.2010, 16:46): Und auch heute gibt es wieder einen Grund zu feiern:
Soeben hat kurz nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub auch
SEVERINA
alle Eier gefunden und korrekt identifiziert . Auch ihr widme ich einen
Herzlichen Glückwunsch!!!der um so mehr zählt, als sie fast alle Eier täglich als eine der ersten gefunden hat, also bevor die ersten Tipps kamen.:down :down :down :down :down :down :down :down :down :down :down :down
Wieder mal ein Anlass, aich auf weitere Lösungen und Tipps zu freuen. Meine letzten Zusammenfassungen müssen leider noch etwas warten, denn für die letzten Eier gibt es leider kaum noch Tipps, so dass es sich nicht lohnt. Das Rätsel bleibt jedenfalls weiterhin bis mindestens zum kommenden Wochenende offen.
:hello Rideamus
Rideamus (09.04.2010, 13:08): Ostern ist vorbei, und der Spaß am Ostereiersuchen offenbar auch.
Nachdem nun mehrere Tage allgemeine Ruhe an der Rätselfront herrscht und die mit ihren letzten Lösungen abwesenheitsbedingt noch ausstehende Fairy Queen alle frühen Rätsel schon gelöst hat, werde ich am Wochenende mit den Auflösungen beginnen, falls niemand protestiert, weil sie/er sich dann erst richtig damit beschäftigen wollte.
:hello Riddleamus
Rideamus (11.04.2010, 09:58): Liebe Ratefreunde,
wie angekündigt, beginne ich in Kürze mit den Auflösungen des Osterrätsels. Wie immer, wäre ich Euch dankbar, wenn Ihr mich dabei nicht ganz alleine lasst, sondern zum Beispiel Euren Mitratern mitteilt, wie Ihr selbst die jeweiligen Ostereier gefunden habt. Neu ist, dass Ihr auch die Eier selbst kommentieren könnt, denn ich habe diesmal nur Stücke ausgewählt, für die es Beispiele bei YouTube gibt, auf die ich auch jedesmal verweisen werde.
Vorab ein wenig Statistik, die sich aber noch ändern kann, denn mindestens zwei Ratefreunde haben noch angekündigt, weitere Lösungen zu den späteren Fragen einreichen zu wollen. Dazu sei angemerkt, dass auch künftig noch jede Lösung gelten wird, die ich noch nicht hier oder im Capriccio-Forum veröffentlicht habe, wo das Rätsel parallel lief. In der Statistik habe ich die Ergebnisse beider Foren zusammengefasst.
Auf die 22 Fragen (inklusive Zusatzfrage und Lösungssatz) gingen (bislang) insgesamt 252 richtige Lösungen ein, also über zehn pro Frage. Ich finde das ein schönes Ergebnis und danke Euch für Euer Engagement, das sich auch in der erstaunlichen Zahl von (zusammen bisher) 4.867 Klicks auf das Rätsel in beiden Foren ausdrückt. Auch dafür vielen Dank, der natürlich auch allen Gästen gilt, die sich daran beteiligt haben. :down :beer
In diesem Sinne: auf Wiederlesen bei der ersten Lösung
:hello Riddleamus
Rideamus (11.04.2010, 13:07): Mit Dank an Thorstein, der mich auf diese Frage brachte:
1. Naturwissenschaftler kreieren manch seltsame Widersprüche, wie dieses köstliche Ensemble zum Thema Schaltjahre belegt.
Gesucht ist der letzte Buchstabe des Librettisten.
Tipps: Warum denn in die Ferne schweifen? Die Lösung liegt gleich um die Ecke!
Nämlich bei einer anderen Lösung aus jüngerer Zeit.
Rein geografisch müsste man nämlich einen Ärmel hochkrempeln - oder überqueren.
An der Stelle (der Handlung nämlich) ist der Ärmel aber ziiiiemlich breit! Da ist ja schon fast das Land zu Ende!
Manchmal muß man nur ein andere Seite bei Capriccio aufschlagen, um die Lösung zu finden.
Kann Johnny Depp eigentlich singen? Dann wäre er natürlich prädestiniert für dieses Werk der eher leichteren Muse! Librettist und Komponist sind ein berühmtes Doppelpack in diesem Genre, und wenn man Rideamus' Vorlieben ein wenig kennt, ist die Lösung nicht mehr so schwer.
Rideamus (11.04.2010, 18:26): Wir bleiben im Genre, gehen aber ein Vierteljahrhundert zurück und über den Kanal, den wir noch lange nicht mit Operettenmelodien voll haben.
2. In diesem Ensemble wird jemand von aller Welt auf die Reise geschickt um sein Ehebett für einen Rivalen frei zu machen.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Ensembletextes, der hier am meisten wiederholt wird.
Tipps: Der gesuchte Buchstabe ist auch der Anfangsbuchstabe des Rivalen und der Stadt, in der das Werk entstand. ...
... ... und keineswegs der einzige, den sie gemein haben.
Witzigerweise wird er auf eine Insel geschickt, wo der Rivale zuvor schon war und ein für die Geschichte nicht unbedeutendes Erlebnis hatte, wovon er ein paar Szenen zuvor auch berichtet hat.
Kein Musical und keine Oper, aber vom Rest eines der bekanntesten Werke.
Ansonsten könnten wir uns auch mal mit der Hauptperson der Geschichte befassen: Cherchez la femme!
Eine schöne Dame verwirrt die Männer. In diesem Fall hat es ihr einer besonders angetan. Die Männer sind so wie sie sind und fangen eine Zeit später ein großes Hauen und Stechen an. Das zieht sich ziemlich lange hin. In der gesuchten Geschichte geht es nicht gar so schlimm zu.
In diesem Werk verläuft sich eine überaus witzige Tyrolienne in eine völlig unerwartete Umgebung...
...und der Gatte völlig zur Unzeit ins Schlafgemach der Gattin...
...worin er leider seine Gattin mit l’homme à la pomme in flagranti ertappt.
Man hätte wohl von Odysseus nie gehört, wenn es den gefragten Nebenbuhler nie gegeben hätte, denn dann hätte der nicht so lange verreisen müssen.
Mit dem Namen von dem Rivalen schmücken sich sowohl Damen als auch Herren und sogar Städte!
Die Lösung: Jacques Offenbach: LA BELLE HÉLÈNE - Finale I. Akt: Va, pars, va, pars, pars pour la Crète Lösungsbuchstabe: P Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=48zhdW_2nUQ
Jacques Offenbach war stets das zugleich bewunderte wie beneidete Vorbild Arthur Sullivans, das es zu übertreffen galt. Ein noch größerer Fan war jedoch William Gilbert, der vor seiner Zeit mit Sullivan mehrere Texte von Offenbachs Librettisten Meilhac und Halévy übersetzt und selbst parodistische Verse zu Offenbach-Melodien geschrieben hatte. Dem im Grunde erzkonservativen Victorianer Gilbert behagten jedoch die erotisch suggestiven Aspekte der Satiren Offenbachs überhaupt nicht, und so ist es kein Zufall, dass die Operette THESPIS aus dem Jahr 1871, die erste und fast zufällig zustande gekommene, gemeinsame Arbeit Gilberts und Sullivans ihr einziges blieb, das dem Vorbild Offenbachs nahe kam, wenn es auch mit seiner Geschichte einer Schauspielertruppe, welche die antiken Götter vertritt und ein Chaos anrichtet, während diese in der echten Welt herausfinden, warum niemand sie mehr anbetet, zwar hübsch, aber weitaus harmloser war als das Libretto von Meilhac und Halévy, das fraglos eines der besten ist, das je für die Bühne geschrieben wurde.
Natürlich war von den beiden Engländern, die mit ihrer Gesellschaftsform von Herzen einverstanden waren, nicht ein ähnlich kritischer Scharfblick zu erwarten, wie ihn die drei Franzosen an den Tag legten. Eine Parodie wie das Gänsespiel, mit dem sie eine bekannte Vorliebe des napoleonischen Hofes parodierten, wäre auch im England der gestrengen Königin Viktoria undenkbar gewesen, und mindestens Gilbert dürfte es, im Gegensatz zu dem lebenslustigen Sullivan, sogar als gerechte Strafe für die in seiner Herrschaft gängig gewordenen, verlotterten Sitten empfunden haben, dass Napoleon den Krieg von 1871 gegen Preußen verlor.
Im Dezember 1864, dem Uraufführungsjahr der BELLE HÉLÈNE, gab es jedoch außer in den Köpfen Bismarcks und einiger preußischer Generäle noch keinen Gedanken daran. Auch Offenbach war eher damit beschäftigt und darauf angewiesen, einen erfolgreichen Nachfolger seiner sechs Jahre alten Operette ORPHÉE AUX ENFERS zu finden, denn er hatte zwar mit Werken wie GENEVIÉVE DE BRABANT, LE PONT DES SOUPIRS oder LES BAVARDS ordentliche Prestigeerfolge erzielt, mit seiner Oper DIE RHEINNIXEN aber auch einen empfindlichen Misserfolg einstecken müssen und zunehmend Geld verloren. Andererseits hatten Meilhac und der hohe Staatsbeamte Ludovic Halévy, ein Neffe des berühmten Komponisten der JUIVE, Jacques Fromental Halévy, große Lust, den vergangenen Erfolg zu wiederholen, zumal Halévy keinen offiziellen Anteil daran hatte, weil er damals um die Folgen einer frechen Satire für seine Position fürchtete. Halévy war es, der den Einfall hatte, aus der Welt der Götter in die der antiken Helden umzusteigen und eine Satire auf die Entstehung des trojanischen Krieges zu verfassen. Offenbach war begeistert. Hier bot sich eine großartige Chance, in dem vermeintlich antiken Sparta das Frankreich der Gegenwart zu reflektieren, das mitsamt den übrigen griechischen Königen so dekadent ist, dass es einem schlagfertigen Ausländer ein Leichtes ist, seine arroganten Herrscher zu übertölpeln.
Dieser Ausländer heißt Paris und ist der berühmte Apfelmann, der "homme à la pomme", von dem alle Welt weiß, dass er den Preis für die schönste Göttin der Venus zuerkannt und dafür die Hand und natürlich auch das Bett der schönsten Frau der Welt versprochen bekommen hatte. Diese ist bekanntlich die schöne Helena, die Gattin des langweiligen Herrscher der Spartaner, Menelaus, der sich mit dem lächerlichen Reim einführt:
Je suis l'époux de la reine Poux de la reine, poux de la reine Le roi Menelas
Ich bin Adept der Helene Dept der Helene, Dept der Helene Ihr Gatte Menelas.
Dass dabei ein Depp heraus kommt, verwundert niemanden, und so ist es Paris, der sich mit dem doppelzüngigen Priester Kalchas verbündet hat, ein Leichtes, diesen zu überreden, den Menelaus auf Pilgerfahrt in die Berge von Kreta zu schicken, damit er im Bett seiner Frau freie Bahn hat. Da auch die anderen finden, dass Menelaus dem Befehl des Jupiter gehorchen muss, wird er von allen nach Kreta geschickt.
Va, pars, va, pars, pars pour la Crète Que rien t'arrète Ni flots, ni tempete Va, pars pour la Crète.
Ab, ab, ab geh nach Kreta Schreckliches steht, ja, Sonst im Magnet da Ab geh nach Kreta.
Bekanntlich verliert Menelaus unterwegs die Lust an der weiteren Pilgerfahrt und erwischt seine Frau dabei, wie sie in ihrer Lust etwas mehr als ihre Contenance verliert. Paris ist deshalb gezwungen, sie zu entführen und die Griechen dazu, den Trojanischen Krieg zu erklären - sehr wider ihren Willen, natürlich. Pikant daran ist, dass die erste Darstellerin der Helena, die berühmte Hortense Schneider, die Rolle unter anderem deshalb annehmen konnte, weil ihr weltweit bekannter Geliebter Caderousse auf einer längeren Reise in Ägypten weilte, was natürlich tout Paris wusste - und viele hochadelige Besucher auch, die sie wohl nicht nur in ihrer Garderobe empfing. :D
Diese klassische Operette hat zum Glück zahlreiche vorzügliche Aufnahmen gewidmet bekommen, die alle das Kennenlernen lohnen (die deutschsprachigen lasse ich mal aus guten Gründen außen vor), von der klassischen Aufnahme Jules Gressiers mit Fanely Revoil (1947)
über die ebenfalls sehr schätzenswerte Aufnahme von René Leibowitz (1952)
bis hin zu der ebenfalls sehr guten Aufnahme von Michel Plasson mit Jessye Norman (1984).
Sie alle stehen jedoch klar im Schatten zweier DVD-Aufnahmen. Da wäre zum einen die Zürcher Inszenierung Helmut Lohners, welche die klassische Vorlage hübsch illustriert und dank einer vorzüglichen Vesselina Kasarova und Deon van der Walt sowie der straffen Leitung Nikolaus Harnoncourts auch musikalisch überzeugen kann:
Sie wird jedoch in jeder Hinsicht noch übertroffen von der grandiosen Inszenierung Laurent Pellys mit einer hinreißenden Felicity Lott, dem sehr guten Yannick Beuron und Michel Sénéchal als Menelaus sowie einem superben Marc Minkowski am Pult. Schon die cd-Box ist ein Genuss:
Wirklich unschlagbar aber ist die DVD, denn sie zeigt auch Pellys großartige Umsetzung seines genialen Einfalls, das Geschehen in die Gegenwart einer frustrierten Ehefrau zu verlagern, welche sich die erotischen Abenteuer mit dem schönen Paris und die weltbewegenden Folgen ihrer Schönheit erträumt. Ein wunderbares Beispiel dafür gibt der oben zitierte YouTube-Ausschnitt, neben dem es für Interessierte auch noch eine ganze Reihe anderer gbt.
Das gibt der überwältigenden Komödiantin Felicity Lott reichhaltig Gelegenheit, ihren doppelbödigen Humor auszuspielen und dennoch als die schönste Frau der Welt glaubwürdig zu bleiben.
Wenn Ihr im ganzen Jahr keine andere Aufnahme mehr kauft, dann sollte es trotzdem diese sein. Bis jetzt habe ich noch von niemandem gehört, der diesen Kauf bereut hat. Im Gegenteil.
:hello Riddleamus
Heike (12.04.2010, 08:16): zu Nr. 1 ohne Johnny Depp wäre ich da nie drauf gekommen, ich gestehe, dass ich vom Herrn Sullivan bisher absolut keine Ahnung habe, obwohl er ja lange Listen an durchaus bekannten Kompositionen vorgelegt hat.
Wobei, was den Stoff angeht: die früher doch immer mit halbehrfürchtigem Wohlwollen betrachteten Piraten sind mir in der heutigen Zeit doch eher suspekt, wenn ich so an die Weltmeere in somalischer Hand denke. Heike
Armin70 (12.04.2010, 21:45): Zu Nr. 2:
Ohne die Hinweise, dass der gesuchte Buchstabe mit den Anfangsbuchstaben des Rivalen und der Stadt der Uraufführung des Werkes identisch ist bzw. dass sich mit dem Namen des Rivalen sowohl Damen als auch Städte schmücken, wäre ich nie auf die Lösung gekommen.
Rideamus (13.04.2010, 00:28): Tut mir Leid, aber die nächsten Lösungen müssen wohl warten, bis mein PC-Problem gelöst ist.
:hello Rideamus
Rideamus (13.04.2010, 12:53): In der Hoffnung, dass PC-das Problem nicht nur pausiert, sondern mindestens bis auf Weiteres bereinigt ist, mache ich weiter mit dem dritten Osterei, das besonders viele und schöne Tipps hervor gebracht hat. Ausnahmsweise reflektiert das aber nicht eine besondere Schwierigkeit der Frage, sondern eher eine (hoch verdiente) Popularität des erfragten Werkes - jedenfalls bei mir und wohl auch vielen Ratefreunden.
3. Man soll Reisende zwar nicht aufhalten, aber wenn es dennoch unvermeidlich ist, kann Großartiges dabei heraus kommen. Zum Beispiel dieses köstliche Ensemble für nicht weniger als 14 erstrangige Solisten, bei dessen naturgemäß viel zu seltener Darbietung man immer wieder erleben darf, wieviel Spaß Musik machen kann.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistennamens
Trotz des unvorhergesehenen Aufenthalts und einiger Verwicklungen, haben sich die Damen und Herren recht gut amüsiert.
Weder Grand Tour noch Badeurlaub - der Zweck dieser Reise ist ein feierliches Ereignis.
Wie deutlich akustisch wahrnehmbar ist, handelt es sich um eine internationale Reisegruppe.
Rideamus, Du wolltest doch keine Stücke unterbringen, die schon im Adventsrätsel vorkamen! OK, ok, ist 'n anderes Libretto und 'ne andere Sprache ...
... und dann noch eine völlig andere Handlung. Außerdem müsste ich noch einmal nachhören, ob dieses Stück in dem anderen Werk überhaupt vorkommt, denn derzeit erinnere ich es da nicht. Grundsätzlich aber gebe ich gerne zu: Du hast mich erwischt.
Das Reiseziel wäre eine Kathedrale, in der sich traditionell Dinge tun, die nichts für überzeugte Republikaner sind.
Der Schauplatz der Oper hat viele Schriftsteller/innen inspiriert, bekanntes Beispiel ist zum Beispiel Vicki Baum.
Der Herr Compositore sollte, wie ich gerade gelesen habe, zum Sängerkastraten gemacht werden - zum Glück ist ihm das auf Intervention seiner Mutter erspart geblieben!
In Punkto dieser Frage sei die französische Gotik nicht zu vergessen.
In die hier gefragte Stadt bin ich noch nicht gereist - und wenn es einmal dazu kommen würde, hätte ich vermutlich ganz andere Motive als die, um die es hier geht.
Die Lösung: Gioacchino Rossini: IL VIAGGIO Á REIMS - Gran pezzo concertato a 14 voci Lösungsbuchstabe: O
Hier gibt's gleich drei Beispiele auf YouTube, eines schöner als das andere und alle dirigiert von Claudio Abbado: Pesaro: http://www.youtube.com/watch?v=T3G8HdtlSxg&feature=PlayList&p=2D503B5F73504740&index=10 Wien: http://www.youtube.com/watch?v=OapujbtTUMI Berlin:http://www.youtube.com/watch?v=TRqSzbs7KgE&feature=PlayList&p=2D503B5F73504740&index=6
Dieses Osterei ist in vieler Hinsicht etas ganz Besonderes. Zum einen wurde es erst rund 150 Jahre nach den vier einzigen Vorführungen wiederentdeckt, die Rossini seinerzeit nur erlaubt hatte, und war schon deshalb eine Sensation ersten Ranges, denn hier handelt es sich nicht um ein schwächeres Werk, das vergessen wurde, sondern um eines der allerbesten seines Komponisten, das dieser zwar im Auftrag für die offizielle Krönung des erzkonservativen Charles X (der fünf Jahre später in der Julirevlution gestürzt wurde) in Reims verfasst, hauptsächlich aber zu seinem ganz eigenen Vergnügen geschrieben hatte, da er erstmals keinerlei Rücksicht auf den möglichen Publikumserfolg nehmen musste. Vielmehr nahm er sich von Anfang an vor, mindestens die besten Teile der Partitur später für ein anderes Werk zu verwenden und erlaubte deshalb auch nur eine begrenzte Zahl von Aufführungen. Für diese vier Aufführungen stand ihm aber die Creme nicht nur der Opernwelt, sondern auch einige der besten Instrumentalsolisten zur Verfügung, wie man zum Beispiel an der enorm schweren Flötenbegleitung der Arie des Lord Sidney, aber auch an der Harfenbegleitung der Impovisationskünstlerihn Corinna leicht feststellen kann.
Das Resultat ist ein exquisites Werk, das wahrlich nicht ganz leicht aufzuführen ist, denn man braucht immerhin 14 grandiose Belcantisten und einen Dirigenten, der das Ganze optimal formen und zusammen halten kann, wie dies Claudio Abbado drei mal vorzüglich tat. Wer einmal miterleben will, wie dieser ansonsten eher gestrenge Musiker vor Freude über eine gelungene Aufführung schmunzelt, ja sogar lacht, der sehe sich die oben verwiesenen Ausschnitte an.
Er hat aber auch allen Grund dazu, denn nicht nur die Ausführung dieses großartigen Ensembles ist jedes mal mustergültig, auch die Komposition sucht ihresgleichen. Wann sonst hat ein Komponist es gewagt, 14 Solisten dieser Güte in einem Ensemble zur Geltung kommen und bis zur Ausgelassenheit fröhlich sein zu lassen? Leider erfassen die Ausschnitte nur den zweiten Teil des Ensembles, dem ein unbegleiteter à cappella-Gesang der 14 Solisten vorausgeht, die gerade erfahren mussten, dass es weit und breit keine Pferde gibt, welche die Gäste rechtzeitig zur Krönung Charles X nach Reims bringen können. Im Warten auf diese Reise und der anschließenden Freude über die Mitteilung, dass man dennoch an den Festlichkeiten in Paris teilnehmen darf, erschöpft sich erstaunlicherweise schon fast die ganze Handlung des Werkes.
Rossinis Librettist Luigi Balocchi bezog seine Inspiration hauptsächlich aus einem populären Roman der Madame de Stael, "Corinne ou l'Italie", in dem sie - recht autobiographisch - sich selbst als eine viel reisende Improvisationskünstlerin schildert, der wir als die Corinna der Oper wiederbegegnen. Kernstücke des Werkes sind die liebevollen Karikaturen der diversen nationale Charaktere, mit denen Rossini uns nach Sulivan und Offenbach einen dritten Weg des musikalischen Unterhaltungstheaters weist, der jenseits aller Satire und milde freundlichen Parodie vor allem durch seine technische und künstlerische Meisterschaft brilliert und begeistert. Nicht von ungefähr berief sich Arthur Sullivan vor allem auf Rossini als Inspiration. Er traf ihn 1862 und bekannte noch 1895 in einem Interview: "Ich meine, dass es vor allem Rossini war, der für meine Liebe zum Theater und der Oper verantwortlich war und mich inspirierte, eine Stelle als Organist der Roxal Italian Opera in London anzunehmen".
Zu dem Werk selbst wird uns hoffentlich Severina bei Gelegenheit noch etwas schreiben,denn es ist aus heutiger Sicht natürlich nicht mehr unabhängig von Rossinis späterem LE COMTE ORY (1828) zu sehen, in der er ungefähr die Hälfte der Musik für IL VIAGGIO recycelte, und über das sie uns bereits so viel berichtet hat.
Was empfehlenswerte Aufnahmen betrifft, so gibt es eine luxuriöse Qual der Wahl. Da wären zuallererst die beiden Platteneinspielungen Claudio Abbados aus Pesaro und Berlin, die einander allenfals in persönlichen Präferenzen für einzelne Sänger nachstehen (wie bei mir Cecilia Gasdia und Francisco Araiza in der Aufnahme von Pesaro - Ruggero Raimondi singt seinen Don Profondo zum Glück in beiden Aufnahmen), die man aber auch nicht unbedingt beide haben muss:
............... Ewig schade ist es, dass es keine der bei YouTube zitierten Aufnahmen auf dem offiziellen Markt gibt, so dass man sich bei einer DVD mit dieser - auch sehr guten, aber doch etwas schwächeren - Alternative aus Barcelona begnügen muss:
Die DVD unter Leitung von Valeri Gergiev kenne ich leider nicht. Ich bin allerdings skeptisch, ob sie mit den erwähnten mithalten kann.
Im Netz findet man noch Aufzeichnungen der sehr hübschen Inszenierung Dario Fos in Helsinki und der Neuinszenierung an der Mailänder Scala, die aber weitgehend der Debütinszenierung Luca Ronconis in Mailand folgt, die auch der Aufführung in Wien zugrunde lag.
In welcher Aufführung auch immer: wer sich dieses herrliche Werk entgehen lässt, ist wirklich selber Schuld daran, dass ihm mit das Beste entgeht, was je für die Musikbühne geschaffen wurde.
:hello Riddleamus
Rideamus (13.04.2010, 14:41): Jetzt habe ich doch die Parallele zu dem "Gran Concertato" im COMTE ORY gefunden, und sogar einen Link in YouTube hier: http://www.youtube.com/watch?v=3ElQ1QCc1zI
Es handelt sich um das große Finale der Ersten Aktes in der Glyndebourner Aufführung, in der der Graf Ory als falscher Quacksalber enttarnt wird. Der leise Tadel in einem Tipp, dass ich entgegen meiner Ankündigung doch zweimal dasselbe Werk erfragt habe, ist also doch nicht ganz unberechtigt. Allerdings hat Rossini hier die Zahl der Solisten auf genau die Hälfte reduziert, was den - immer noch sehr virtuosen - Eindruck etwas mindert. Dafür dürfen die sieben ihr Ensemble mit der Unterstützung eines Chores absolvieren.
Vergleicht selbst und entscheidet Euch dann, ob das Remake wirklich besser ist als das Original. Großartig sind sie fraglos beide.
:hello Riddleamus
Rideamus (13.04.2010, 17:25): Wir bleiben bei den großartigen Werken (eigentlich sind das alle Ostereier), sprechen aber diesmal über eines der bekanntesten, was sich auch in relativ schnell eingehenden, durchweg richtigen Lösungen niederschlug.
4. Dieses große Ensemble beginnt mit einer Einladung von Unbekannten, die zu einer höfischen Musik tanzen, und endet in allgemeinem Chaos wegen einer misslingenden (?) Vergewaltigung.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Werktitels
Und andere Leute tanzen zu einer anderen Musik - gleichzeitig!
Eigentlich handelt es sich um drei verschiedene Tänze. Wie auch in einem anderen Werk des Komponisten werden hier im Tanz verschiedene Gesellschaftsschichten auf eine Ebene gebracht.
Tja, das kommt davon, wenn frau nicht weiß, wo sie hingehört und auf die Taube am Palastdach reinfällt. (Wobei der Spatz in der Hand in den meisten Inszenierungen ziemlich einfältig gezeichnet wird und man die hormonal verwirrte Braut gut verstehen kann )
Selbst um diese Uhrzeit und im Halbschlaf kann man dem Helden dieser Oper nicht widerstehen. Er ist der Prototyp seiner Gattung und nicht die Taube sondern der Edelfalke auf dem Dach. Wer will denn da noch den Spatz in der Hand?
Das spielt - aus meiner Perspektive - noch weiter weg - und den Librettisten trieb es sogar über den großen Teich.
Die Lösung: Wolfgang Amadeus Mozart: DON GIOVANNI - Finale I: Riposate vezzose ragazze Lösungbuchstabe: O
Erinnert Ihr Euch an die Szene aus Milos Formans Film AMADEUS, in der Mozart dem Kaiser begeistert vorschwärmte, dass er für den FIGARO ein zehn MInuten langes Ensemble geschrieben habe? Ich finde das eine der eindrucksvollsten, weil glaubhaftesten Szenen des Films, mit dem ich ansonsten meine Probleme habe (nicht allerdings mit Marriners Musikauswahl und -interpretation). Wenn man das noch umfangreichere und vielfältigere erste Finale von Mozarts DON GIOVANNI betrachtet, kann man sich sehr gut vorstellen, dass Mozart tatsäclich so stolz war, wie in dem Film geschildert, und sich für seinen DON GIOVANNI vorgenommen hatte, die Finali der vorhergehenden Oper noch zu übertreffen. Dazu muss man natürlich wissen, dass das Finale nicht erst mit dem oben angeführten "Riposate vezzose ragazze" beginnt, sondern erheblich früher, weshalb auch die Hinweise auf die verschiedenen Tanzrhythmen in den Tipps mehr sagen. Dennoch gefällt mir der Ausschnitt auf YouTube recht gut, weil es die Oper in einer dieser ähnlichen Besetzung sonst nur auf cd gibt.
Muss, nein, kann man in einem Forum wie diesem im Rahmen einer konzisen Rätsellösung überhaupt noch etwas zu dieser Oper sagen, was nicht schon viel besser andernorts steht? Vieleicht dieses: wer sich einmal vergleichend vergewissern will, wie grandios dieses von manchen als absolut beste Oper bezeichnete "Dramma giocoso" tatsächlich ist, vergleiche es einmal mit den Vertonungen des gleichen Stoffes zweier anderer Giovannis, nämlich Giovanni Pacini, von dessen DON GIOVANNI ich "nur" einen Rundfunkmitschnitt der Neuentdeckung in Bad Wildbad kenne, und den von Giovanni Gazzaniga, von dem es sogar eine DVD gibt:
Beide sind wahrlich nicht von schlechten Eltern, wie auch diese sehr preiswerte cd-Box unter der Leitung von Herbert Handt belegt:
Dennoch: was für ein Unterschied an Originalität und Einfallskraft, und das beileibe nicht nur in der Musik.
Meine erste Begegnung mit einem Live-DON GIOVANNI war eine besondere Sache, nämlich die Premiere am 5. November 1969 in Frankfurt einer sehr beeindruckenden Inszenierung Ulrich Brechts in FRankfurt unter der Stabfü+hrung von Günter Wand, eine Aufführung, die mir nch heute vor Augen und Ohren steht. Dies wird natürlich sonst kaum jemandem etwas sagen. Die schwierige Frage bleibt also, welche Aufnahme man hier empfehlen soll. Zwischen den alten Aufnahmen von Wilhelm Furtwängler und Josef Krips und den "Klassikern" von Böhm, Karajan und nicht zuletzt wieder einmal John Eliot Gardiner, bis zu den allerneuesten, zum Beispiel den Einspielungen von René Jacobs, gibt es zahlreiche Aufnahmen, die man guten Gewissens empfehlen kann. Ich möchte daher den Blick auf drei persönliche Favoriten lenken.
Da wäre zunächst einmal ein ganz subjektiver Liebling, ein Querschnitt in deutscher Sprache unter der Leitung von Hans Zanotelli mit Elisabeth Grümmer, Erika Köth, Hildegard Hillebrecht, Hermann Prey, Karl Kohn und Fritz Wunderlich, der zu den bestgesungenen Einspielungen überhaupt gehört.
Dann natürlich der unübertreffliche Kinofilm von Joseph Losey mit dem rein visuell wohl besten aller Giovannis (Pardon, Cesare Siepi), Ruggero Raimondi, sowie u. a. Kiri Te Kanawa, Teresa Berganza und José van Dam:
und nicht zuletzt ein ganz besonderer Favorit, der mich selbst sehr überrascht hat, weil ich sonst kein Fan von Riccardo Muti bin. Aber gerade in dem hier angesprochenen Finale leistet er Grandioses:
Die Aufnahme ist nicht zu verwechseln mit dem ebenfalls sehr preisgünstiigen Mitschnitt aus dem Theater an der Wien mit Carlos Alvarez und ANgelika Kirchschlager, die ich nicht kenne. Den entscheidenden Unterschied (neben der vorzüglichen Besetzung mit Thomas Allen, Edita Gruberova, Francisco Araiza, Ann Murray und Susanne Mentzer als Zerlina macht der Regisseur Giorgio Strehler, der hier nicht weniger kostümprächtig arbeitet als Zeffirelli, aber eine ungleich hellsichtigere Personenregie zeigt, die trotz der manchmal etwas dunklen Bildqualität begeistert.
ZUm Glück muss ich miczh nicht entscheiden. Wo blieben sonst Welser-Möst mit Keenleyside, Mei und Beczala um nur noch eine Letzte zu nennen?
Gerade, weil die Wahl so schwer ist, würde mich hier ganz besonders interessieren, welche Aufnahmen Eure Favoriten sind.
:hello Riddleamus
Severina (13.04.2010, 17:48): Lieber Rideamus, gerne gäbe ich alle meine DVDs und CDs für eine von der genialen Ponnelle-Produktion in Zürich mit Thomas Hampson und Francisco Araiza, aber leider existiert von dieser Sternstunde kein Mitschnitt. In meiner persönlichen DG-Hitliste wird sie wohl für immer und ewig unangefochten die Spitzenposition behaupten. In der Welt der real existierenden Tonträger schätze ich die von Dir erwähnte Scala-Produktion unter Muti, würde aber seinen Wiener Giovanni mindestens gleichrangig bewerten. Thomas Allen hat zwar gegenüber Carlos Alvarez`die Nase vorne, beim restlichen Ensemble steht es Remis, mit leichtem Vorteil für Ildebrando D'Arcangelo als Leporello. (Vielleicht ist das aber auch nur der Bonuspunkt, weil ich diesen Sänger einfach mag! :D) Die Züricher DVD muss ich mir nach längerer Zeit wieder einmal anschauen, bevor ich meinen Senf dazugebe :wink
Meine liebste CD ist die unter Harnoncourt (Concertgebouw Amsterdam) mit THomas Hampson, Robert Holl, Edita Gruberova, H.P.Blochwitz, Anton Scharinger......
lg Severina :hello
Rideamus (13.04.2010, 18:48): Liebe Severina,
ich muss(te) mich korrigieren. Die Wiener DVD von Mutis GIOVANNI kenne und habe ich doch. Ich habe eben noch einmal kurz hineingesehen und werde später noch mehr davon nachholen, denn auch diese Aufnahme ist wirklich recht schön. Dennoch bevorzuge ich die Mailänder Aufnahme, denn die Wiener ist mit etwas zu "busy" und plakativ, was stark an Roberto de Simones Inszenierung liegt, die mir eigentlich ganz gut gefällt (sehr schön, wie er die verschiedenen Tanzmusiken ausführt), gegenüber Strehlers subtiler Personenregie in einem oberflächlich konventionellen Rahmen jedoch abfällt. Hinzu kommt das Traumpaar Gruberova/Araiza und die Genannten. Bei Ildebrando d'Arcangelo gebe ich Dir Recht, obwohl mir Claudio Desderis Leporello auch gut gefällt.
Insgesamt aber überrascht mich aber doch, wie deutlich Muti in beiden GIOVANNIs punkten kann. Vielleicht muss ich doch mal wieder ein gewachsenes (Vor-)Urteil überprüfen.
Was Tonaufnahmen betrifft, sollte ich eigentlich Carlo Maria Giulini nicht vergessen. Allerdings denke nicht an seine gerühmte Aufnahme mit Eberhard Wächter. Elisabeth Schwarzkopf und Joan Sutherland, sondern an diese Aufnahme aus Rom, die bei durchaus achtbarem Klang mit Nicolai Ghiaurov, Sesto Bruscantini, Alfredo Kraus, Sena Jurinac und Gundula Janowitz ein schwer zu übertreffendes Ensemble aufbietet.
:hello Rideamus
Severina (13.04.2010, 19:03): Lieber Rideamus, worin bestehen Deine Vorurteile gegen Muti? Magst Du ihn generell nicht oder speziell bei Mozart nicht? Für uns Wiener ist es eigentlich immer ein highlight, wenn Muti Mozart dirigiert, so wie vor zwei Jahren die Cosi. Auch an seiner Salzburger Cosi, die Du ja sicher kennst (Araiza!!), könnte ich nichts aussetzen. Ich bin allerdings nicht DIE Cosi-Expertin, weil ich sie von den Da-Ponte-Opern am wenigsten mag und daher nur anschaue, wenn mich die Besetzung seeeehr reizt. lg Sevi :hello
Agravain (13.04.2010, 19:09): Original von Severina Lieber Rideamus, worin bestehen Deine Vorurteile gegen Muti? Magst Du ihn generell nicht oder speziell bei Mozart nicht? Für uns Wiener ist es eigentlich immer ein highlight, wenn Muti Mozart dirigiert, so wie vor zwei Jahren die Cosi. Auch an seiner Salzburger Cosi, die Du ja sicher kennst (Araiza!!), könnte ich nichts aussetzen. Ich bin allerdings nicht DIE Cosi-Expertin, weil ich sie von den Da-Ponte-Opern am wenigsten mag und daher nur anschaue, wenn mich die Besetzung seeeehr reizt. lg Sevi :hello
Hallo Severina, hallo Ex-Riddleamus,
Muti scheint zu polarisieren. Nur zur Info: Vor einiger Zeit wurde mal dieser Thead begonnen: HIER
Ich höre gerade seine Wiener "Don Giovanni"-Einspielung bei der EMI und finde mein Urteil - wie immer bei dieser Aufnahme - bestätigt: ein sehr kraftvoller, gut anzuhörender Ansatz.
:hello Agravain
Rideamus (14.04.2010, 00:21): Original von Severina Lieber Rideamus, worin bestehen Deine Vorurteile gegen Muti? Magst Du ihn generell nicht oder speziell bei Mozart nicht? Für uns Wiener ist es eigentlich immer ein highlight, wenn Muti Mozart dirigiert, so wie vor zwei Jahren die Cosi. Auch an seiner Salzburger Cosi, die Du ja sicher kennst (Araiza!!), könnte ich nichts aussetzen. Ich bin allerdings nicht DIE Cosi-Expertin, weil ich sie von den Da-Ponte-Opern am wenigsten mag und daher nur anschaue, wenn mich die Besetzung seeeehr reizt. lg Sevi :hello
Liebe Severina, lieber Agravain,
wie ich schon schrieb: gegen Muti habe ich ein gewachsenes (Vor-)Urteil. Anfangs mochte ich ihn sehr. Vor allem seinen frühen und mittleren Verdi (ATTILA, I DUE FOSCARI, I VESPRI SICILIANI), aber auch seinen DON PASQUALE oder I CAPULETI ED I MONTECCHI sowie die PURITANI aus Rom mit Freni und Pavarottii, mochte ich sehr, und finde ich auch heute noch gut bis ideal.
Dann aber geschah es immer öfter, dass ich Aufnahmen von ihm allenfalls als zweite oder dritte Wahl einstufte. Berlioz zum Beispiel wird bei ihm zu preußischer Militärmusik. Auch Poulencs DIALOGUES DES CARMELITES leidet unter seinem Mangel an Flexibilität und Schmiegsamkeit. Aber auch sein GUGLIELMO TELL steht deutlich hinter dem von Chailly oder Gardelli zurück, Ähnliches gilt für seine AIDA, seinen DON CARLOS und seinen FALTAFF, und seine aufsehenerregenden Wiederentdeckungen wie Pergolesis LO FRATE 'NAMORATO oder Salieris L'EUROPA SCONOSCIUTA blieben in meinen Ohren Langweiler. Dabei schlug seine herrische Attitüde gegen ihn aus, denn ich mag keine Diktatoren, auch nicht am Dirigentenpult - jedenfalls nicht solche, denen man (im Gegensatz etwa zu Carlos Kleiber) anmerkt, dass sie es aus Überzeugung sind.
Da ich von Mozart lange Zeit nur noch meine zahlreichen Neuerwerbungen gehört habe, blieben mir seine Einspielungen, die ich in einem früheren Kaufrausch erworben hatte, nur marginal vor Augen und Ohren, und hier setzt das Vorurteil ein. Seine fast militaristisch strenge Dominatorenattitüde färbt auf die Erinnerung der Ohren ab. In dem von Agravain erwähnten Thread und auch von ihm selbst wird das sehr schön beschrieben. Man hört Dinge, die eigentlich gar nicht da sind, denn gerade Mozarts Ensembles kann er sehr gut ausbalancieren und durchhörbar machen. Hier bewährt sich ein an Toscanini erinnernder Absolutheitsanspruch im Dienst am Buchstaben der Partitur.
Also, wie gesagt, mindestens sein Mozart muss bei mir noch einmal auf den, diesmal dank des DON GIOVANNI sehr gutwilligen, Prüfstand.
Gute Nacht
:hello Rideamus
Fairy Queen (14.04.2010, 06:38): Lieber Rideamus, gut, dass dein PC offenbar doch noch funktioniert! Ich habe mich neulich mal wieder intensiver mit dem Don Giovanni befasst und die beiden Theaterstücke "Dom Juan" von Molière und "La nuit de Valogne" von Eric-Emmanuel Schmitt mit dem Losey-Film zusammengebracht. Die Geschichte ist einfach so archetypisch und faszinierend, dass es immer wieder neue Facetten zu entdecken gibt, eine Oper, von der man nie genug bekommen kann. Du stellst oben eine Einspielung unter Hans Zanotelli vor: das klingt von der Besetzung her serh spannend. Welche Rolle singt den Erika Köth? Ich nehme doch an Zerlina-oder? Die Besetzung der Frauenrollen beim Don Giovanni ist eine faszinierende Angelegenheit- und da gibt es durch die Jahrzehnte hindurch wirklich Alles.
Mein Favorit ist der Losey Film und zwar in erster Linie wegen des idealen Rollenporträts von Ruggiero Raimondi- einfach unglaublich, wie er einen Prototyp darstellt, den man(bzw frau) nie mehr vergessen kann. Die Verführungsszene mit Zerlina oder der Moment als dieses junge Mädchen auftaucht, die Bewunderung die der junge Diener ihm entgegenbringt, sein arrogantes Verhalten gegenüber Leporello und seine Kaltblütigkeit in der Szene mit dem Commendatore- das sind unbeschreibliche Highlights der Operngeschichte. Aber auch Kiri te Kanawa ist für mich eine ideale Elvira und gibt der Rolle gerade im Vergleich mit der maschinengewehrscharfen und unsympathischen Donna Anna Edda Mosers genau das Profil, das ich mir bei dieser Rolle vorstelle. Sie ist immerhin die einzige Frau, die den Don wirklch liebt und mit einer rein hysterishcen Kreischerei geht das nicht zu vermitteln. die Noblesse und stimmlichen Wärme der Kanawa ist genau richtig dafür. Teresa Berganza ist leider schon etwas zu alt und zu wenig sexy als Zerlina, sonst wäre diese Damenriege ein durch und durch stimmige Angelegenheit. Für die Herren gilt das natürlcih erst recht: José van Dam ist der hasenfüssige Gegepol von Raimondi und der Tenor Kenneth Riegel sieht zwar genauso aus, als müsse man ihn verschmähen und jahrelang hinhalten, aber er singt so wunderschön , dass man es dann doch wieder nciht will. Ein Casting wie aus dem Bilderbuch! Und dazu das venezianische Ambiente- fûr mich gibt es nach wie vor ncihts Besseres. :down :down :down
Wobei die Aufnahme mit Cesare Siepi(ich glaube unter Krips) auch nicht zu verachten ist!!!!! Die Qual der Wahl.
Im Mai gibt es hier einen Don Giovanni unter Malgoire mit Nicholas Rivenq, Veronique Gens, Sandrine Piau etc... Die inszenierung ist nicht schlecht und Rivenq als alternder Lüstling auch nicht . Ich hoffe (trotz Malgoires langweiligem Bonsai- Mozart- die Coosi hat mich mal wieder nur geärgert!) noch Karten zu bekommen.
F.Q.
Rideamus (14.04.2010, 13:59): Liebe Fairy
Erika Köth singt auf dem Zanotelli Querschnitt in der Tat die Zerline. Allerdings (unterstellt, das Programm dieser cd ist mit meiner LP identisch) lohnt sich die Aufnahme ihretwegen allein kaum, da sie nur mit ihrer Auftrittskanzonette (Oh ihr Mädchen zur Liebe geboren) und als Partnerin von Hermann Prey in "Reich mir die Hand, mein Leben präsent ist.
Die dicken Pluspunkte des Querschnitts sind >Elisabeth Grümmer Donna Anna und natürlich Fritz Wunderlichs Don Ottavio, dessen "Nur ihrem Frieden" zu den besten gehört.
Da die Aufnahme auch beide Finali enthält, ist sie aber im Gegensatz zum üblichen Brauch wirklich ein Querschnitt und nicht nur eine Ariensammlung, und dafür erfreulich billig.
Was meinen PC betrifft, danke der Nachfrage. Er scheint zwar stabilisiert, aber richtig geheilt ist er sicher noch nicht. Irgendwie passt das zu mir. :D
:hello Rideamus
Rideamus (15.04.2010, 12:38): Galt die vorige Frage einem sehr bekannten Werk, so zielte die fnfte auf eines jener Werke ab, von denen fast jeder gehört weiß, der sich für die Oper interessiert, die aber kaum jemand wirklich gehört, geschweige denn auf einer Bühne erlebt hat. Entsprechend galt die Mehrzahl der Tipps, welche die meisten dann doch zum Ziel führten, auch dem Charakter der Titelfigur und nichjt deta den Schöpfern des Werkes.
5. Ausgerechnet während seiner Hochzeit findet ein Serienmörder seine gerechte Strafe, die aber auch Erlösung bedeutet.
Gesucht wird der drittletzte Buchstabe des Komponisten
Der Massenmörder ist samt seiner Verwandtschaft aus der Kirche ausgetreten. Außerdem hat er eine Abneigung gegen Aioli.
Ein anderer berühmter Komponist verwendete in seiner wohl berühmtesten Sinfonie eine Melodie aus einer anderen Oper des gesuchten Komponisten.
Zu dem Genre gibt's auch einen Kultfilm und ein Kultmusical!
Kein Phantom der Oper. Respektabler. Es ist zudem nicht die einzige Produktion dieses Komponisten in der Gattung. Er schrieb zum Beispiel auch ein berühmtes Werk der Gattung über einen Helden, der sich an einem bayerisch-tschechischen Fluss mit 4 Buchstaben mit zwielichtigen Erscheinungen traf, um dann in der Unterwelt zu landen und von dort wieder aufzutauchen. Doch. Respektabel.
Gesucht wird das finale Ensemble aus einer veritablen und durchaus ernst zu nehmenden Oper um einen Atheisten, der, worauf an anderer Stelle schon richtig und witzig hingewiesen wurde, etwas gegen (einen wesentlichen Bestandteil von) Aioli hat.
Die Oper spielt nicht etwa, wie man erwarten könnte, in einer Gegend, die man grob dem Balkan zuordnen würde, sondern in einem weit nördlicher gelegenen Lande.
Als sein Bruder in Würzburg diese Oper sang, hat Richard Wagner für die Tenor-Arie einen Allegroteil komponiert, der auch heute noch in den (seltenen) Aufführungen verwendet wird.
Vom Thema her könnte die Oper heutzutage wieder Chancen haben ; Edward und Bella sei Dank...
Die Vorlage zur Oper war eine der ersten oder sogar die erste Veröffentlichung einer Erzählung dieses Genres und löste bereits zu dieser Zeit einen regelrechten Gothic-Boom aus.
Mit Richard Wagner hatte der Komponist außer der Aufführung in Würzburg noch eine weitere Gemeinsamkeit.
Der hier gefragte Serienmörder - bzw. ein Verwandter, so genau kenne ich die Sorte nicht - ist auch im Kino recht beliebt: Roman Polanski wußte davon auf witzige Weise zu erzählen und letztes Jahr erlebte ich sogar einen Stummfilm mit einem lebendigen Orchester vor der Leinwand.
Es ist manchmal praktisch, einen Holzpflock mit sich herumzutragen.
Die Lösung: Heinrich Marschner: DER VAMPYR - Finale des zweiten Aktes: "Blumen ud Blüten im Zephyrgekose". Lösungsbuchstabe: N
Tiefenpsychologen mögen ausloten, warum der im Grunde recht biedere, spätere Hofkapellmeister von Hannover eine solch starke Affinität zu finsteren Stoffen hatte, aber es ist nicht zu leugnen, dass er ihr die stärksten Seiten seiner eindrucksvollsten Oper verdankt, die nicht einfach nur dem FREISCHÜTZ seines Förderers Carl Maria von Weber verpflichtet ist, obwohl dessen Wolfsschluchtszene gleich zu Beginn unüberhörbar Vorbild war und auch die weibliche Hauptfigur der Malwine unüberhörbare Ähnlichkeiten mit der Agathe des FREISCHÜTZ aufweist.
Andererseits ist nicht zu überhören, wie stark Marschners Partitur wiederum auf Richard Wagners DER FLIEGENDE HOLLÄNDER ausgestrahlt hat. Nicht von ungefähr hat Wagner für den Helden dieses Werkes, Aubry eine zusätzliche Arie verfasst und fülte sich auch Pfitzner verpflichtet, dem Werk durch eine - sehr diskrete - Bearbeitung aufzuhelfen, als seine ursprüngliche Popularität nachzu lassen schien. Marschner wird deshalb gerne als Bindeglied zwischen diesen Komponisten gesehen und auch darauf reduziert. Das ist insofern nicht ganz ungerechtfertigt, als er sehr unausgeglichene und in seiner späteren Zeit durchweg uninteressante Werke schuf. Der Großartgkeit dieser Partitur aber wird die Reduktion auf ein Bindeglied nicht gerecht, denn in der Figur und der Musik des Vampirs Lord Ruthwen gelang ihm eine der eindrucksvollsten Musiken der Romantik.
Dies verdankte er nicht zuletzt dem Libretto seines Schwagers Wilhelm August Wohlbrück, das dieser nach einer vergessenen Erzählung von John William Polidoris schrieb, in die er auch Elemente einer von Lord Byron geplanten Erzählung nach dem gleichen Stoff einarbeitete. Auf Byron geht vor allem die großartige Erzählung Lord Ruthwens von dem Fluch zurück, der ihn einst selbst zum Vampir machte, weil er entgegen seinem Versprechen die Identität eines anderen Vampirs verraten hatte. Mit dieser tragischen Dimension des zentralen Bösewichtes geht Marschner einen entscheidenden Schritt weiter als Webers Librettist, dessen Kaspar ein ziemlich zweidimensionaler Schurke bleibt.
Die Handlung in aller Kürze: Der in dem Libretto nur Meister genannte Satan gewährt dem Vampir Lord Ruthven ein weiteres Jahr auf Erden, wenn er bis Mitternacht drei Bräute beißt und zu Vampiren macht. Das erste Opfer bereitet ihm keine Probleme, denn sie ist ist ohnehin schon in ihn verliebt und nicht sonderlich tugendhaft. Ruthven wird jedoch von Janthes Vater verfolgt und niedergestochen. Sein Freund Aubry findet den schon fast Leblosen und hilft ihm wieder auf die Beine, indem er ihn dem Licht des Vollmonds aussetzt. Entsetzt muss Aubry erkennen, dass Ruthven ein Vampir ist, lässt sich aber von diesem zu Stillschweigen verpflichten, weil Ruthven einst auch ihm das Leben gerettet hatte. Kurz darauf ver- und entführt Ruthven eine weitere Braut auf einem Hochzeitsfest. Seine Lebensverlängerung scheint gewährleistet, denn das dritte Opfer, Malwina Davenaut, soll ihn ohnehin auf Wunsch von deren Vater heiraten. Malwina aber liebt Aubry, und da dieser ihre Liebe erwidert, gerät er in einen zentralen Konflikt. Natürlich siegt auch bei ihm der Eigennutz. Er verrät Ruthvens furchtbares Geheimnis, und dieser wird von den Schergen des Teufels in die Hölle gezerrt, während unter großem Jubel die beinahe ausgefallene Hochzeit stattfindet - nur mit Aubry statt Ruthven als Bräutigam und zur Begleitung des schon in der Ouvertüre omnipräsenten Erlösungsmotivs, das schon stark auf Wagners Leitmotivik vorausweist, aber mehr Ähnlichkeit mit der Idée fixe von Berlioz' artverwandter SYMPHONIE FANTASTIQUE aufweist.
In einem anderen Forum führte ich einmal die sehr preiswerte Aufnahme der Oper mit Sigmund Nimsgern unter Günther Neuhold als ein Beispiel für eine Aufnahme auf, die ich nie mehr hören möchte, so langweilig erschien mir die Oper da, und so topfig der Klang. Zum Glück rief das die missionarischen Instinkte eines Lesers hervor, der mir daraufhin eine Kopie der DVD einer TV-Inszenierung der BBC schickte und mir so demonstrierte, was wirklich in dieser Oper steckt, die mindestens in ihren besten Teilen tatsächlich an den FREISCHÜTZ heran reicht. Der Film verlegt die (englisch gesungene) Handlung in die Gegenwart und inszeniert einen veritablen Vampirfilm mit allem Sex und Blut, der heutzutage zu dem Genre gehört. Gut gemacht, aber arg heftig, weil es die (gekürzte) Opernmusik fast zur Untermalung reduziert. Aber was für eine Untermalung! Was John Parry aus dieser Partitur an Dramatik und Schwung herausholt ist phänomenal, und auch die Besetzung (Ebrahim, Salmon, Winston, Van Allen) macht dem Stück alle Ehre. Wer sich dafür interessiert, kann sich ab hier durch eine komplette Aufzeichnung auf YouTube durchklicken: http://www.youtube.com/watch?v=kbC7dkswDng . Gute Englischkenntnisse sind da allerdings hilfreich.
Die Übertragung ist übrigens auch deshalb eine glückliche, weil die Sprache des Librettisten mit seinem dramatischen Instinkt nicht Schritt halten konnte und zuweilen die Grenze des heute Lächerlichen streift. Als Beispiel dienen hier mal die Worte von Lord Ruthwens Auftrittsarie:
Ha, noch einen ganzen Tag! Überlang ist diese Zeit. Zwei Opfer sind mir schon geweiht Und das dritte ist leicht gefunden. Ha, welche Lust aus schönen Augen An blühender Brust neues Leben In wonnigem Beben Mit einem Kusse in sich zu saugen! Ha, welche Lust, in liebendem Kosen Mit lüsternem Mut Das süßeste Blut Wie Saft der Rosen Mit purpurnen Lippen Schmeichelnd zu nippen. ...
Seither fand ich noch andere Aufnahmen, die mir die Qualität dieser Musik bestätigten, etwa eine Rundfunkaufzeichnung aus Bologna unter Roberto Abbado mit Detlef Roth, John Osborn und Carmela Remigio, von der es auch Beispiele auf YouTube gibt, vor allem aber diese Plattenaufnahme des WDR unter Helmuth Frochauermit Franz Hawlata, Regina Klepper einem jungen Jonas Kaufmann, die ich nicht nachdrücklich genug empfehlen kann, und die auch den o. g. Highlights aus YouTube zugrunde liegt:
Leider ist diese Aufnahme schon wieder gestrichen, und man sollte sich ein Exemplar sichern, solange man das zu einem halbwegs vertretbaren Preis tun kann.
Alternativ tut es wahrscheinlich auch diese Aufnahme, die ich allerdings nur von den Beispielen auf jpc kenne:
Kennen lernen sollte man die Oper aber auf jeden Fall, nach Möglichkeit halt nur nicht in der Neuhold-Aufnahme.
:hello Riddleamus
Rideamus (18.04.2010, 13:24): Nun also, nach einer kleinen Pause, in der weitere Eier gefunden wurden, zu den nächsten Auflösungen. Hier hätte ich niemandem verübelt, wenn er mit dem Lösungsbuchstaben gestrauchelt wäre, denn Romeo ist zwar auch einer der Montecchi, aber auch darauf muss man erst einmal kommen. Aber der Reihe nach:
6. In diesem Ensemble betet ein junges Liebespaar anrührend um Hilfe, während die übrigen empört sind, dass der junge Mann keiner von ihnen ist.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Titelhelden.
Es ist zwar in diesem Stück kein Thema, jedoch sind die Liebenden auch durch eine ornithologische Meinungsverschiedenheit bekannt.
...wobei, wenn man bedenkt, dass Lärchen eigentlich nicht singen können...
Nur ist die Vorlage überhaupt nicht das Stück von dem, den man als dessen als Autor sofort vermuten würde.
Ich fange heute mal mit einer Zusammenfassung dessen an, was wir bislang von Ei Nr. 6 wissen: es handelt sich um ein sehr bekanntes Liebespaar, das von einem berühmten Autor verewigt wurde, dessen Drama aber NICHT die Vorlage für das Werk war, in dem das gesuchte Ei steckt. Der männliche Teil des Liebespaares gehört nicht zu dem Kreis um den weiblichen, weshalb dessen Verwandte ihn beschimpfen, während beide um Hilfe bitten. In der berühmten Vorlage (nicht dem Ei) gibt es auch ein bekanntes "ornithologisches" Missverständnis, weil die beiden zu sehr darauf konzentriert waren, es den Vögeln nachzutun statt darauf, deren Gesang korrekt zu identifizieren.
Nun, zu 6 ist eigentlich schon alles gesagt, außer vielleicht, dass es zwei berühmte Vertonungen des Sujets gibt.
Zur 6 kann ich nur sagen, dass ich lange auf der falschen Spur war, was an der Vorlage liegt, denn ich war ziemlich überzeugt, dass die Vorlage nciht so arg verändert wurde. Dabei ist das eine meiner Lieblingsopern, in der- einzigartig für den Komponisten, der vogelunkundige Liebhaber keine Männerstimme hat.
Die Lösung: Vincenzo Bellini: I CAPULETI E I MONTECCHI - Finale I (Quintett m. Chor): Soccorso, sostegno Lösungsbuchstabe: O Beispiele cd: http://www.youtube.com/watch?v=0anA1ObN2JA und DVD: http://www.youtube.com/watch?v=SjQQe2pAdDI&feature=related
Hätte Bellini auch ein Märchen komponiert, hätte er dank dieser Oper auch gut in das Dreierrätsel gepasst, aber leider lebte er nicht lange genug um sich auch in anderen Gattungen ernsthaft zu versuchen. So müssen wir uns mit einem relativ schmalen, aber dennoch überragenden Werk begnügen, bei dem ich allerdings noch deutliche Qualitätsunterschiede zwischen den Werken unmittelbar nach dieser Oper und denen davor ausmache, mit den CAPULETI als Wasserscheide.
Das Problem fängt damit an, dass sowohl das Libretto als auch die Musik extrem kurzfristig entstehen mussten und dies nur möglich war, weil Felice Romani ohne Bellinis Wissen auf ein früheres Libretto zurück griff, das ein Giuseppe Foppa für Nicola Zingarellis GIULIETTA E ROMEO von 1796 geschrieben hatte. Romani kannte natürlich auch seinen Shakespeare, folgte aber dennoch weitgehend Foppa und der Erzählung von Matteo Bandello von den Liebenden von Verona, durch die auch Shakespeare auf den Stoff gestoßen war.
Aber auch Bellini komponierte hier keineswegs nur originale Musik, sondern gabe seinem Librettisten sozusagen eine Entshculdigung, weil er ihn zwang, seine Texte Melodien anzupassen, die er für die im Vorjahr in Parma geflopte Oper ZAIRA geschrieben hatte. Ich finde, man merkt dem Stück die Hast an, mit der es in kaum mehr als den ersten sechs Wochen des Jahres 1830 adaptiert wurde. So machte Romani einen Riesenfehler, indem er auf die dramaturgisch entscheidende und emotional unverzichtbare Wurzel der ersten Begegnung der beiden Liebenden verzichtete und sowohl die Tötung eines Capulet durch Rmeo als auch die erste Begegnung der beiden Liebenden, also die dramatischen Angelpunkte bei Shakespeare und seinen Adaptoren, vor die eigentliche Handlung verlegte. Das später folgende, sehr schöne erste Liebesduett kann das nicht mehr kompensieren, da vorher viel zu viel Zeit mit leeren Behauptungsformeln und Erzählungen von wichtigen Begebenheiten vergeudet wurde, die Shakespeare zeigt.
Überhaupt gibt es in der Oper für meine Begriffe zu viele pauschale und beliebig übertragbare Affekte. Das ist kein Wunder bei nur wenigen Wochen Kompositionszeit und der Übernahme vieler Einfälle und Melodien aus einem ganz anderen Werk, und man kann Bellini nicht genug dafür bewundern, was er in dieser Rekordzeit zustande gebracht hat. Insofern ist das Kritik auf einem sehr hohen Niveau, das ich ihm auch in dieser Oper keineswegs absprechen will. Natürlich sind mindestens einige melodische Einfälle auch hier exquisit und im Wortsinne beseelt. Daneben gibt es aber auch einigen Leerlauf bzw. immer neue Anläufe, die oft, aber eben lange nicht immer zu einem voll befriedigenden Ziel führen, das die Durchhänger rechtfertigt.
Natürlich gibt es das bei Donizetti oder Verdi nicht weniger, aber es ruft auch keine Verwunderung hervor, wenn man die Werke von dessen Galeeren nicht auf dem Niveau der Meisterwerke ansiedelt. So ist es nicht von ungefähr, dass ich von Bellini vor allem die letzten Meisterwerke besser kenne, öfter höre und besonders liebe, nämlich in chronologischer und bezeichnenderweise auch aufsteigender Folge IL PIRATA, LA SONNAMBULA, NORMA und I PURITANI. Die Fortschritte, die Bellini in seinen letzten vier Werken jedesmal gemacht hat, sind enorm, und schon von daher ist es ewig schade, dass ihm nicht die Lebenszeit eines Verdi gegönnt war. Ich finde nämlich, er war erst richtig gut geworden, als er starb - und offenbar auch wählerischer und durchsetzungsfähiger bei der Auswahl seiner Libretti. Leider wird deren Bedeutung im Belcanto notorisch unterschätzt, weil wir es heute mit den reinen Affekten im Text nicht mehr so haben, während wir uns in der Musik danach sehnen - natürlich ohne zu berücksichtigen, dass das eine ohne das andere kaum zu haben ist.
Dennoch ist gerade das hier angefragte Finale eines meiner Lieblingsstücke von Bellini - vielleicht auch deswegen, weil es mich an einen meiner Allzeitfavoriten erinnert, nämlich das "Mi manca la voce" aus Rossinis MOSE, obwohl Bellini mit dem Material ganz anders umgeht. Kurz: man kann, ja muss Bellinis Musik lieben, finde ich (ihn selber wohl weniger). Man sollte das aber nicht kritiklos tun und in jedem Fall darauf achten, dass man sich mit ihm nicht überfüttert, denn dann wirkt sich die relative Gleichförmigkeit seiner Qualitäten trotz seiner unbestreitbar hinreißenden Einfälle leicht fatal aus.
Was nun die Empfehlung einer Aufnahme betrifft, so habe ich das Problem, die zwei derzeit populärsten Aufnahmen nicht oder nur auszugsweise zu kennen, nämlich diese von Fabio LUisi mit Anna Netrebko und Elina Garanca
als auch diese von Roberto Abbado mit Vesselina Kassarova und Eva Mei, von der das erste oben angeführte Beispiel stammt.
Meine Empfehlung wäre deshalb. mit aller gebotenen Vorsicht, diese Aufnahme von Riccardo Muti mit Agnes Baltsa und Edita Gruberova.
Aber für weitere Empfehlungen überlasse ich gerne Euch das Feld.
:hello Rideamus
Severina (18.04.2010, 14:14): Lieber Rideamus, Ich kenne und besitze Nr.1 und 3 der von Dir vorgestellten CDs, tu mir aber sehr schwer mit einer objektiven Kritik, weil ich Gruberova & Baltsa so oft live in diesen Rollen erlebt habe, dass mich schon die bekanntlich alles verklärende Erinnerung dazu verleitet, die Muti-Aufnahme zur besseren zu erklären. Bei der Aufnahme der jüngsten Capuleti war ich zwar live im Wiener Konzerthaus dabei, aber Oper konzertant wirkt auf mich nie so nachhaltig wie eine szenische Umsetzung. Allerdings ist Elina Garanca ein großartiger Romeo, Anna Netrebko ebenfalls sehr gut, und für meinen Geschmack harmonieren diese beiden Stimmen beim bloßen Zuhören besser miteinander als die von Gruberova und Baltsa. Beim Tenorpart würde ich trotz meiner ausgewiesenen Aversion gegen ihn sagen, dass Joseph Calleja besser ist als Dano Raffanti.
Riccardo Muti mag ich sehr, Fabio Luisi weniger, aber auch da beeinflussen wohl die vielen Male, wo er mich live an der WSO nicht wirklich vom Stuhl gerissen hat, mein Urteil.
lg Sevi :hello
Rideamus (21.04.2010, 12:31): Bemerkenswert, dass mindestens drei musikalische Komödien des 19. Jahrhunderts sich auf TRISTAN UND ISOLDE beziehen um auf das tragische Potenzial ihres Stoffes hinzuweisen. Während dies bei Wagners MEISTERSINGERN nahe liegt, ist das bei einem Italiener, der Wagner noch nicht kennen konnte, schon auffällig. Allerdings... aber rekapitulieren wir zunächst die Frage:
7. Dieses große und nur bedingt komische Finale, unter dem eine Tragödie lauert, beginnt mit der Bitte eines jungen Mannes an seine Angebetete, sie möge ihre Hochzeit verschieben, aber alle anderen wollen ihr Fest.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponisten
Der junge Mann möchte davor doch noch einen Bordeaux trinken.
Tja, wenn die Angebetete dem Zauber der Montur erliegt, kann man(n) sich nur mehr dem Suff ergeben, wenn auch mit einer edleren Absicht, als gemeinhin dahintersteckt.
Es gibt nur ein Werk, wo jemand um Verschiebung der Hochzeit bittet, weil sein Zaubertrank erst später wirkt.
Bei Tristan und Isolde geht die Sache letal aus, in der gesuchten Oper werden die beiden zwar zitiert, aber ansonsten ist alles Placeboeffekt.
Falls Du jetzt noch eine heimliche Träne vergießt, weil Dir die Lösung nicht einfällt, bist Du ihr schon näher als Du denkst!!!!!
Ein einfältiger junger Mann bildet sich ein, daß sich die Wirkung eines Getränkes erst 24 Stunden später zeigen werde.
Die Lösung: Gaetano Donizetti: L'ELISIR D'AMORE - Finale I "Adina, credimi" Lösungsbuchstabe: O Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=LajMtgoRlvU&feature=related
L'ELISIR D'AMORE aus dem Jahr 1832 ist Donizettis erstes Erfolgswerk, das, anders als ANNA BOLENA, der Donizetti im Vorjahr seinen Durchbruch verdankte, seit seiner Mailänder Uraufführung nie wieder aus dem Repertoire der internationalen Opernbühnen verschwunden ist. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie das perfekte Schaustück internationaler Tenöre geworden ist. Carusos Sensationserfolg an der MET mit "Una furtiva lacrima" ist bis heute legendär, und die Faszination des von Donizettis Librettisten Felice Romani so nett umbenannten "kleinen Niemand" (Nemorino) auf Startenöre von Pavarotti bis Alagna und Villazon ist bis heute ungebrochen. Einzig und ausgerechnet Juan Diego Florez scheint bislang, von der heimlichen Träne auf einer Arienplatte abgesehen, einen Bogen um diese Oper gemacht zu haben, warum auch immer. Allerdings nur, soweit es offizielle Aufnahmen betrifft. YouTube bietet zumindest Ausschnitte aus Palma, Parma und Turin, etwa hier: http://www.youtube.com/watch?v=352JMHx0RG0&feature=related
Diese Oper, über die Näheres zu erzählen hier ziemlich übrflüssig sein dürfte, ist offensichtlich nicht umzubringen, und man kann gut verstehen, warum das so ist und nicht auch für deren unmittelbare Vorgängerin gilt. Weitgehend unbekannt ist nämlich die Tatsache, dass Donizetti auf diesen Stoff durch den bereits blind engagierten Sänger des Belcore, Henry Bernard Dabadie, gestoßen wurde. Dieser hatte nämlich im Vorjahr in Daniel Aubers Oper LE PHILTRE den Sergeanten Guillaume gesungen, der ein direktes Vorbild des Belcore war, wie überhaupt Romanis Libretto verblüffend nahe an der Vorlage Eugène Scribes blieb, von der er u. a. auch die Erzählung von Tristan und Isolde bezog. Ich kenne von Abers Oper nur die sehr militärisch klingende Ouvertüre, aber schon da wird deutlich, warum auch Donizetti sein Werk nicht etwa eine pera buffa, sondern ein "melodramma" nannte.
Die Ähnlichkeit der Libretti ging nicht zuletzt auf die damals fast übliche Zeitnot zurück. Es war nämlich offensichtlich geworden, dass ein anderer Komponist nicht rechtzeitig mit einer Buffa fertig werden würde, die vom Mailänder Teatro Canobbiano in Auftrag gegeben worden war. Dessen Intendant bot daraufhin Donizetti an, ein früheres Werk für ihn zu überarbeiten. Das aber wollte Donizetti nicht, und so verpflichtete er seinen Librettisten der ANNA BOLENA, Felice Romani, dem für die Abfassung eines neuen Librettos kaum mehr als eine Woche blieb, und sich selbst, das neue Werk binnen weniger als zwei Monaten fertig zu stellen. Es ist kaum begreiflich, wie unter diesen Umständen ein solches Meisterwerk entstehen konnte, selbst wenn man die Anleihen bei Scribe, Auber und einigen früheren Einfällen von Donizetti selbst abzieht, denn die Höhepunkte der Oper, zu denen auch das "Una furtiva lacrima" und das angefragte Finale gehören, sind sämtlich neue Erfindungen von Romani und Donizetti.
Was meine Lieblingsaufnahmen betrifft, so rangiert fraglos diese DVD mit Anna Netrebko und Rolando Villazon wegen der offensichtlichen und unbändigen Spielfreude der beiden Protagoniten ganz weit vorne, obwohl von einer Inszenierung kaum mehr die Rede sein kann. Das aber wohl von Anfang an, wie das oben zitierte YouTube-Beispiel aus derselben Inszenierung rund 15 Jahre früher mit Francisco Araiza, Alida Ferrarini und Alberto Rinaldi zeigt:
Wie bei jedem Standardwerk der Opernliteratur hat man aber auch hier die Qual der Wahl. Meine Lieblingsaufnahme von je her ist leider nur noch in Ausschnitten herunter zu laden, sollte sich aber jeder sichern, der ihr antiquarisch begegnet, vereint sie doch die führenden Vertreter ihres Faches: Francesco Molinari-Pradelli, Mirella Freni, Nicolai Gedda, Renato Capecchi und Mario Sereni in Bestform:
Mein dritter Favorit wäre diese DVD, obwohl die cd musikalisch besser istm weil man Pavarotti in dieser Rolle einfach gesehen haben muss, da sie eine seiner besten darstellerischen Leistungen zeigt:
Aber daneben gibt es noch viele andere Alternativen, deren Euch liebste hier zu nennen, ich Euch gerne überlasse.
:hello Rideamus
Rideamus (21.04.2010, 17:48): Ich habe doch glatt eine ganz neue Lieblingsaufnahme vergessen:
Sie ist sängerisch nicht die allererste (aber immer noch sehr gute zweite) Sahne, dafür aber bietet die DVD dank dem Regisseur Laurent Pelly eine der überzeugendsten Interpretationen des Stückes selbst, denn diesmal kann man sich keine Illusionen mehr darüber machen, dass das Stück in der tiefsten Provinz spielt und die Protagonisten bei einem Intelligenzwettbewerb keine Chance hätten. Und das alles ohne zu übertreiben oder in die platte Farce abzurutschen. Einfach köstlich!
:hello Rideamus
Rideamus (23.04.2010, 11:44): Nicht jede leidenschaftliche Spanierin heißt Carmen, und so gefielen mir besonders der erste und letzte Tipp, die hoffentlich die meisten auf die richtige Spur brachten.
8. Eine vollblütige Spanierin vergleicht ihre Liebhaber und kommt auf eine Moral von Boccaccio
Gesucht wird der sechste Buchstabe der weiblichen Hauptfigur
Eine Person in diesem Stück hat das Prädikat tragende Rolle im wahrsten Sinne verdient.
Wem die Stunde schlägt ...
Nach der empfangsbereiten Uhrfrau der letzten Frage, die für einige doch etwas schwerer aufzutreiben war, als es ursprünglich scheinen wollte...
Der Komponist des zu Nr. 8 gesuchten Werkes hatte ein ausgesprochenes Faible für Spanien.
Das in 8 gesuchte Werk ist ziemlich unbekannt- meine erste Idee, Carmen, wäre wohl zu simpel gewesen. Der Komponist ist allerdings sehr bekannt, insbesodnere wegen eines ebenfalls spanisch angehauchten Werkes, das ein solcher Ohrwurm ist, das manche Leute es gar nicht mehr hören wollen. Und das Geniale an diesem Mega-Hit: eigentlich wird immer dasselbe Schema wiederholt, nur je anders orchestriert.
Diese Oper dauert so lange wie sie heißt.
Die Lösung - MAURICE RAVEL: L'HEURE ESPAGNOLE (DIE SPANISCHE STUNDE) - Schlussquintett: Un financier et un poete Lösungsbuchstabe: P Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=ygjJ84lT-Bk&feature=related
Ich gestehe, dass ich mich mit der liebevollen Prosodie Ravels in seinen Opern lange Zeit sehr schwer getan habe, bis es eines Tages dann doch gefunkt hat, und zwar wegen des abschließenden Ensembles in der herrlichen Inszenierung Maurice Sendaks in Glyndebourne, von der auch das zitierte Beispiel stammt:
Da es anderen ähnlich gehen könnte und sie deswegen gar nicht wissen, was sie versäumen, gebe ich zunächst einmal eine Kurzsynopsis dieses Einakters um die auffällig ironisch genannte Uhrmacherfrau Concepciòn, der leider, ebenso wie Ravels L'ENFANT ET LES SORTILEGES, bei uns trotz seines sprühenden Humors kaum zu sehen ist, weil diese Oper zum optimalen Verständnis die Originalsprache braucht, an die sich die Musik sehr eng anlehnt - auskomponierte Prosodie eben.
Der Mauleseltreiber Ramiro kommt in den Uhrmacherladen um seine Uhr reparieren zu lassen. Der Uhrmacher Torquemada untersucht sie, aber seine Frau Concepcion drängt ihn, die Rathausuhren nachzusehen und aufzuziehen. Eigentlich sind ihr ja die Rathausuhren egal, aber sie hat nun einmal für diese feste Uhrzeit ein Rendezvous mit ihrem Liebhaber vereinbart, bei dem ihr Ehemann begreiflicherweise stören würde. Nun aber stört auch Ramiro, der von Torquemada gebeten wird, im Laden auf ihn zu warten. Um ihn loszuwerden, bittet Concepcion Ramiro, Standuhren in ihr Zimmer zu tragen, was dieser gutmütige Bulle von Mensch bereitwillig tut. Da tritt Gonzalvo ein, ein weiterer Verehrer Concepcions. So muss Ramiro, um die beiden in Ruhe zu dem kommen zu lassen, von dem sie gerne mehr täten, unentwegt Standuhren hin und her tragen.
Richtig kompliziert wird die Angelegenheit, als der eigentlich mit ihr verabredete Liebhaber Concepciòns, der Bankier Inigo, im Laden erscheint. Beide Verehrer müssen sich daher von Concepciòn, während sie mit ihnen kokettiert, in große Uhrgehäuse stecken lassen, die der bärenstarke Mauleseltreiber unerschütterlich auf den Rücken nimmt. Schließlich wird der Frau klar, dass sie in Ramiro ein wahres Juwel von Mann gefunden hat, und gewährt ihm ein Schäferstündchen (die spanische Stunde ist dehnbarer als die Länge der Oper). Indessen kehrt Torquemada zurück und findet die beiden Liebhaber in den Uhren. Ein Geschäft witternd, versucht er ihnen die Uhren anzudrehen, und den beiden Liebhabern bleibt nichts anderes übrig, als Interesse zu heucheln und ihre jeweiligen Verstecke käuflich zu erwerben. So haben beide Eheleute ihren Spaß, und der Zuschauer sein Vergnügen an dem abschließenden (einzigen) Ensemble, in dem Concepción im Rhythmus einer Habanera das Publikum belehrt, dass auch ein Maultiertreiber Fortune haben kann, wenn er ein tüchtiger Liebhaber ist und sie ihren Boccaccio gut kennt.
Dieses nicht von ungefähr an eine - allerdings sehr moderne - Zarzuela erinnernde Kabinettstück (im wahrsten Sinne des Wortes) ist für mich ein gutes Beispiel dafür, dass man eine Oper auch zu früh sehen kann um sie wirklich schätzen zu können. Ich sah sie nämlich erstmals, leider bislang auch das einzige Mal, in sehr jungen Jahren in Frankfurt und konnte mit ihr überhaupt nichts anfangen. Ravels Klangwelt braucht fortgeschrittene Hörer, die sich nicht nur an seinem Humor ergötzen können, der einen schon in der Orchestration dieser köstlichen Musikkomödie immer wieder anspringt. Man sollte sich auch in Ravels musikalischen Strukturen mit ihren fast schon obsessiv häufgen Rhythmuswechseln zurecht finden und eigentlich auch der französischen Sprache zumindest ansatzweise mächtig sein, wenn man den Einakter wirklich goutieren will.
Hat man den Einstieg aber einmal geschafft (die Kenntnis des BOLERO reicht dazu kaum), erwartet einen hier ein Juwel, das seinesgleichen sucht. Ich kann mir das Stück gut als ersten Teil eines Opernabends mit Ermanno Wolff-Ferraris IL SEGRETO DI SUSANNA vorstellen, aber meist, und trotz des sehr anderen Themenwelt natürlich mit gutem Grund, wird das Stück zusammen mit Ravels L'ENFANT ET LES SORTILEGES gegeben, was allerdings leider auch dafür sorgt, dass sich der Publikumszuspruch in Grenzen hält.
Diese Kopplung (plus Strawinskys LE ROSSIGNOL und Rimsky-Korssakoffs CAPRICCIO ESPAGNOL) gibt es auch auf einer der besonders empfehlenswerten Einspielungen, nämlich der unter Lorin Maazel mit Jane Berbié, Michel Sénéchal und Gabriel Bacquier:
Meine einzige Aufnahme vor der Glyndebourner Einspielung unter Simon Rattle war eine ältere, die es wohl nicht mehr gibt, mich aber dank ihrer noch immr empfehlenswerten Qualität gehindert hat, die Alternativen kennen zu lernen. Sie wurde von Armin Jordan dirigiert. Die Hauptrollen dieser sehr guten Erato-Aufnahme sangen Elisabeth Laurence, Michel Sénéchal, der nachgerade auf die Rolle des Torquemado abonniert war, und Gino Quilico. Weitere sehr gute Aufnahmen, die ich leider nicht kenne, wurden, den Kritiken in diversen Schallplattenführern zufolge, auch von Ernest Ansermet und Serge Baudo eingespielt.
Was habt und kennt Ihr von dieser Stundenoper, und wie findet Ihr sie?
:hello Rideamus
Rideamus (06.05.2010, 08:13): Nach einer leider längeren Zwangspause möchte ich endlich mit den Erläuterungen der von mir versteckten Ostereier fortfahren, bevor das letzte Osterfest gänzlich in Vergessenheit gerät. Ursprünglich wollte ich dieses Sextett verstecken, aber mir wollte einfach keine Frage einfallen, die die Suche erleichtert hätte ohne gleich zuviel zu verraten: http://www.youtube.com/watch?v=uTrod395HGc
So entschloss ich mich zu einem Ensemble, das besser zu erfragen war und mir noch die Option einer Zusatzfrage nach einem anderen viel zu unbekannten Werk anbot:
9. Ensembles kann man nicht nur für Einzelstimmen schreiben, sondern auch für Chöre, etwa diese köstliche Chorprobe zu Ehren eines Herrschers, der sein Incognito verliert.
Gesucht wird der vorletzte Buchstabe des Komponisten und für einen Extrapunkt eine Liebesgeschichte in einer anderen Sprache, in der ein lokaler Wein eine andere Chorprobe beeinflusst.
Tipps:
Der Komponist von Nr. 7 hat ebenfalls eine Oper auf dieselbe historische Gegebenheit geschrieben. Der dortigen Titelfigur ist im hiesigen Stück die Gerechtigkeit heilig.
Der Herrscher, von dem hier die Rede ist, war westlichen Werten durchaus aufgeschlossen.
Eine Chorprobe, die allerdings für die Katz ist, den die Aufführung kann am Schluss nicht stattfinden. Ganz anders ergeht es da einem Tanz, in welchem Schuhe eine Rolle spielen.
Der klassische Fall von politischer Gschaftelhuberei, es ist schon lange her...
Die Lösung: Albert Lortzing: Zar und Zimmermann - Ensemble: Heil sei der Tag Lösungsbuchstabe: N Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=0jfzfUmHS50
Schon die Kargheit der notwendigen Tipps belegt, dass dies eine der leichtesten Fragen war, die auch von allen gelöst wurde, wenn auch einige an der Zusatzfrage scheiterten.
Über diese köstliche Chorprobe oder das Werk, der sie entstammt, muss man wohl nicht mehr viel Worte verlieren - oder vielleicht leider doch, weil die deutsche Spieloper immer mehr von unseren Bühnen und aus den Aufnahmestudios verschwindet und das Schicksal der Operette zu teilen beginnt, die zu Unrecht als zu seicht empfunden wird, weil man sie all zu oft zweitrangigen oder unerprobten Talenten überlässt, die sich auf den zuweilen platten Humor verlassen, den gerade Lortzings Werke natürlich auch bieten. Seinerzeit allerdings galt diese Bühnenwirksamkeit, die sich gerade bei der Chorprobe immer wieder beweist, als Qualität. Seltsamerweise überträgt die sich nicht wirklich in einer der DVDs des Werkes, von denen ich aber doch eine empfehlen kann, aus der das Sextett meiner ursprünglich geplanten Fragestellung stammt:
Die Inszenierung Rolf Liebermanns an seiner Hamburger Staatsoper wirkt heute zwar ziemlich altbacken, aber Lucia Popp, Hans Sotin und die übrigen, heute schon weniger bekannten Solisten wie Raymond Wolanski machen ihre Sache sehr gut, weil sie in Charles Mackerras einen Dirigenten gefunden haben, der die Spielopern von Gilbert & Sullivan aus dem ff kannte, Lortzings musikalischen Humor deshalb gut aufzugreifen wusste und dennoch die Zügel straff hielt.
Daneben empfehle ich gerne zwei Tonaufnahmen, die m. E. dem Werk noch besser gerecht werden, weil sie der Fantasie des Hörers zur Ausgestaltung des Geschehens den freien Raum lassen, der heute der Spieloper besser bekommt als die diversen TV-Aufzeichnungen, die zu schnell veralteten.
Es sind dies der Klassiker von 1965 aus Dresden unter dem leider ziemlich flügellahmen Robert Heger mit der Traumbesetzung Hermann Prey, Nicolai Gedda, Peter Schreier, Gottlob Frick und Erika Köth, die kaum zu toppen ist:
Unter'm Strich vorziehen würde ich wegen des besseren Klangbildes, einer fast gleichwertigen Besetzung und dem viel besseren Dirigat von Heinz Wallberg allerdings diese Aufnahme, zumal es sie derzeit sehr preiswert gibt:
Aber vielleicht kennt Ihr noch bessere Aufnahmen und wollt uns verraten, wie Ihr zu dieser all zu leicht und zu Unrecht verstaubt erscheinenden Oper steht.
:hello Rideamus
Rideamus (06.05.2010, 11:45): 9. Ensembles kann man nicht nur für Einzelstimmen schreiben, sondern auch für Chöre, etwa diese köstliche Chorprobe zu Ehren eines Herrschers, der sein Incognito verliert.
Gesucht wird ... für einen Extrapunkt eine Liebesgeschichte in einer anderen Sprache, in der ein lokaler Wein eine andere Chorprobe beeinflusst.
Tipps:
Der Mathematiker wurde ja schon genannt, jetzt hilft vielleicht noch ein berühmter Süßwein aus dieser Gegend. Das Stück endet übrigens morgen.
In dem Zusatzei gibt es einen Schaumschläger und eine Schaumschlägerin. Beide geben sich einen emanzipierten Anstrich, leider ist aber nichts dahinter. Das ist jetzt meine persönliche Meinung, weil ich die Handlung ein kleines bißchen doof finde.
Die wohl bekannteste Oper des Komponisten hat das wohl bekannteste deutsche Drama zur Vorlage...
... wobei darüber diskutiert werden kann, ob diese "dramatische Legende" überhaupt eine Oper ist, auch wenn sie gerne als solche aufgeführt wird.
Die Lösung: Hector Berlioz: Béatrice et Bénedict - "Epithalame grotesque: Mourez, tendres amours" Leider gibt es hier kein Beispiel, es sei denn Track 16 hier: http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Hector-Berlioz-Beatrice-et-Benedict/hnum/6305943 Deshalb hier ein anderes herrliches Stück aus der Oper: http://www.youtube.com/watch?v=JtZleGpT9Gk&feature=related
Diese Frage erwies sich als so schwer wie vermutet, weshalb ich in meinen Tipps auf ein weiteres und etwas bekannteres Ensemble hingewiesen habe, nämlich das Trinklied Somarones "Le vin du Syracuse". Deshalb habe ich auch alle Lösungen akzeptiert, die nur die richtige Oper benannten. Gemeint war aber die Parallele zu ZAR UND ZIMMERMANN, nämlich die Chorprobe zu dem Hochzeitslied, das der Kapellmeister Somarone komponiert hat und von dem Chor zersungen wird.
Wie bei Lortzing ist es bewusst schlecht komponiert, aber doch so raffiniert, dass man schon um Berlioz' Abneigungen gegen gewisse Klischees wissen muss um den Humor des Stückes voll zu registrieren und nachvollziehen zu können. In John Nelsons Aufnahme mit Gabriel Bacquier ist das weitaus besser hörbar als in der an sich auch wunderschönen Aufnahme von Colin Davis, wo das Stück so perfekt ausgespielt wird, dass man sich wundert, was daran komisch sein soll. Trotzdem sind beide Aufnahmen der Oper ohne nennenswerte Einschränkungen zu empfehlen.
Die Aufnahme von Colin Davis gibt es allerdings nur noch in der Gesamtedition seines Berlioz-Zyklus, die sich allerdings für den Preis auch lohnt, weil man einige weitere Meisterwerke wie die TROENS dazu bekommt.
Erst aber einmal etwas mehr zu dieser viel zu unbekannten Oper:
Man stelle sich vor, Giuseppe Verdi hätte es nicht geschafft, seinen DON CARLOS an der Pariser Oper unterzubringen, deshalb auf den OTELLO verzichtet und dennoch, obwohl schwer krank, nach seinen vielen Tragödien als letztes Bühnenwerk erstmals eine filigrane Komödie nach einem Stoff seines Lieblingsdramatikers geschrieben, nämlich den FALSTAFF.
So ähnlich war die Situation für Hector Berlioz, als er von Edouard Bénazet, dem Intendanten des damals hochmondänen Baden Baden, in dem der europäische Hochadel zu kuren beliebte, wenn er nicht gerade nach Bad Ems ging um Offenbach zu hören, den Auftrag einer Oper zur Einweihung seines neuen Opernhauses erhielt. Ursprünglich wollte Bénazet einen Stoff über den Dreißigjährigen Krieg vertont haben, aber Berlioz verspürte wenig Lust dazu und konnte seinen Auftraggeber schließlich überreden, die Shakespeare-Komödie VIEL LÄRM UM NICHTS zu akzeptieren, mit deren Vertonung Berlioz schon seit fast dreißig Jahren geliebäugelt hatte ohne jemals Gelegenheit zu finden, sie tatsächlich zu vertonen.
Es ist wirklich zu schade, dass Berlioz ein Leben lang mit so viel Widrigkeiten zu kämpfen hatte, denn wir können nur ahnen, wieviel wunderbare Musik uns aus diesem Grunde entgangen ist, denn von einer nachlassenden Inspiration ist in seinem letzten originären Werk (danach schrieb er nur noch eine Einleitung zu dem zweiten Teil der TROYENS, als diese eigenständig aufgeführt werden sollte) nicht das Geringste zu spüren. Tatsächlich ist es die zweite Krönung seines Schaffens und das perfekte Gegenstück zu der anderen. Es ist kurz, heiter und in einer Weise konzentriert, die für einen Romantiker mehr als erstaunlich ist.
Da er ursprünglich nur einen Einakter plante, übernahm Berlioz, der sich wie immer auch das Libretto selbst schrieb, von Shakespeare nur das Hauptthema der kontrastierten Liebe zwischen zwei schwärmerischen jungen Leuten und den schon erfahreneren, im Doppelsinn gewitzten Titelhelden, die einander so sehr verabscheuen, dass sie sich bei jeder Begegnung bis auf das Blut reizen müssen, irgendwann aber erkennen, dass sie einander brauchen und füreinander dasselbe empfinden, was andere Liebe nennen, auch wenn sie sich das bis zum Schluss nicht eingestehen, wie der letzte Dialog deutlich macht, in dem sie das selbe sagen, aber zu den irrlichternden Tönen, mit denen auch die Ouvertüre beginnt, als Streitduett formulieren:
BÉNÉDICT: Die Liebe ist eine Fackel BÉATRICE Die Liebe ist eine Flamme BÉNÉDICT Ein Irrlicht von irgendwo her BÉATRICE und BÉNEDICT Das erglüht und verlischt BÉATRICE Um unsere Seele zu reizen BÉNÉDICT Und den angelockten Narren zum Wahnsinn zu treiben. BÉATRICE und BÉNEDICT Nun, Vernarrtheit ist schließlich besser als Dummheit ... Für heute gelte Waffenruhe Doch werden wir morgen wieder Feinde sein.
Klingt das nicht schon sehr nach Boitos Worten für Verdis Abschlusskanon zum FALSTAFF, „Auf der Welt ist alles Narrheit?“ Könnte es sein, dass Berlioz schon wusste, das er kein weiteres Werk schreiben würde, als er auf diesem Stoff bestand? Dabei hätte er nach dem großen Erfolg, der, wie schon zuvor L'ENFANCE DU CHRIST, von seiner Umwelt als "ein völlig neuer Berlioz" wahrgenommen wurde, weitere Auftragskompositionen leichter bekommen als je zuvor in seinem Leben, das immerhin noch sechs Jahre fortdauern sollte. Aber Berlioz verspürte wohl ähnlich wie Verdi, dass er seinem Schaffen nicht wirklich Neues mehr hinzufügen konnte - oder wollte, als er seiner Freundin, der Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein, schrieb, die ihm schon die TROYENS abgerungen hatte und nun eine Oper über Antonius und Cleopatra drängte: "Nichts mehr davon. Othellos Aufgaben sind erledigt." Erneut: welch eine seltsame Parallele. Aber vergessen wir nicht: Berlioz schrieb seine letzte Oper schon einige Jahrzehnte vor Verdis OTELLO und seinem FALSTAFF, den ich bekanntlich für die (fast) einzig perfekte Oper halte. Kein Wunder also, dass auch BÉATRICE ET BÉNÉDICT zu meinen absoluten Lieblingswerken gehört.
Wenn man dieses hochkonzentrierte und im Gegensatz zu dem frühen BENVENUTO CELLINI ganz und gar nicht laute, fast stillvergnügte Werk hört, kann man kaum glauben, dass Berlioz’ Leben zu diesem Zeitpunkt alles andere als heiter war. Sein Privatleben war unerfreulich, seine TROYENS nirgendwo unterzubringen, und er musste weiterhin sein Brot mit der ungeliebten Tätigkeit als Theaterkritiker fristen. Zudem litt er an einer schweren Nervenkrankheit, deren sehr schmerzhafte Symptome er nur mit starken Dosen von Beruhigungsmitteln lindern konnte, die auch jede Kreativität abdämpfen mussten. Um so erstaunlicher, wie heiter und frei von jeder Boshaftigkeit, an der es seinen Kritiken nie mangelte, diese Oper daher kommt. Selbst die Karikatur des stockakademischen Chorleiters Somarone, die Berlioz an Stelle von Shakespeares komischen Figuren erfand, erhält versöhnliche Aspekte und bekommt im weiteren Verlauf des Stückes eine besonders heitere Sicilienne gegönnt, aus der schiere Lebensfreude spricht.
Kontrastiert wird das unter anderem mit einem der schönsten lyrischen Duette der Operngeschichte, das „Nuit paisible et serène“ (Friedvolle, erhabene Nacht) zwischen der jungen, verliebten Héro und ihrer Dienerin Ursule, das ich oben als Ersatzbeispiel angegeben habe. Als ich vor vielen Jahren erstmals das Duett zwischen Dido und Aerneas, „Nuit d’ivresse et d’extase infinie“ gehört hatte, war ich sicher, dass es nichts Schöneres gibt als dieses. Dann kam dieses in Duktus und Vollkommenheit sehr ähnliche, aber dennoch ganz andere Duett auf meinen Plattenteller, und ich war erneut hingerissen und fasziniert. Davon, mit welch relativ einfachen Mitteln man so viel Schönheit erzeugen kann, aber auch davon, wie unterschiedlich und ihrem sehr konträren Text angemessen diese Duette sind. Während das frühere in immer wieder aufsteigenden Bögen nach der Erfüllung einer unstillbaren Sehnsucht drängt, prangt das spätere von eben dieser Erfüllung, indem es einfach dahin schwebt und die Seele des Zuhörers mitnimmt. Wer sich von diesen Duetten nicht hinreißen lässt, ist nicht nur für diese Oper verloren.
Ich warte jedenfalls sehnlichst auf die erste gute DVD, denn bislang kenne ich nur einen suboptimalen Mitschnitt einer konzertanten Aufführung unter Seiji Ozawa mit der Boston Symphony. Immerhin gibt dieser Trailer der Pariser Opéra Comique einen schwachen Eindruck davon, was man aus dem Stück machen kann, wenn man es mal aufführt: http://www.youtube.com/watch?v=AglF9zSxec8
Bis dahin aber muss leider jeder, der das ganze Stück auch sehen will, auf Berlioz verzichten und auf einen meiner Lieblingsfilme ausweichen:
Nun seid erst einmal Ihr dran. Kennt Ihr dieses Werk? Wenn nein, warum nicht??????
Und vor allem: was haltet Ihr davon und von seinen Aufnahmen?
:hello Jacques Rideamus
Heike (06.05.2010, 23:25): Lieber Rideamus, ich kenne die Oper nicht (warum - weil ich wahrscheinlich sowieso bisher nur einen Bruchteil der Opern kenne) . aber ich finde immer wieder interessant zu lesen, wie du mit deinen auflösenden Werkbeschreibungen gleich noch eine halbe Biographie des Komponisten bzw. wissenswerte Details aus seinem Leben mitlieferst!
Herzlichen Dank, und ich bin sicher, ich werde noch in -zig Jahren in deinen Forenbeiträgen herumstöbern: mich nämlich spätestens dann dran erinnern, wenn irgendwas von den mir bisher unbekannten Ostereiern hier auf den Berliner Spielplan kommt oder die zugehörigen DVDs zu erschwinglichen Preisen in meinen Warenkorb wandern. Heike
P.s. bis dahin begnüge ich mich mit Youtube :-)
Severina (07.05.2010, 00:32): Lieber Rideamus (seit wann bist Du wieder ein Jacques???),
ich kenne und liebe diesen Film, leider bin ich am Sprung in die Provinz und kann mich daher nicht darüber auslassen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben!!!! lg Sevi :hello
Rideamus (07.05.2010, 10:34): Original von Heike Lieber Rideamus, ich kenne die Oper nicht (warum - weil ich wahrscheinlich sowieso bisher nur einen Bruchteil der Opern kenne) . aber ich finde immer wieder interessant zu lesen, wie du mit deinen auflösenden Werkbeschreibungen gleich noch eine halbe Biographie des Komponisten bzw. wissenswerte Details aus seinem Leben mitlieferst!
Herzlichen Dank, ...
P.s. bis dahin begnüge ich mich mit Youtube :-)
Liebe Heike, vielen Dank für die freundlichen Zeilen. Ich werde mich bemühen, ihnen weiter gerecht zu werden. Bei dem nächsten Komponisten wird Biographisches aber kaum mehr nötig sein, denn er kommt nicht von ungefähr in den Ensemblerätseln am öftesten hoch. Schließlich hat er eine Menge der besten geschrieben.
10. Sechs Personen suchen hier keinen Autor, sondern einen Ausweg aus dem Dilemma, das entsteht, wenn Herren und Diener verwechselt werden.
Gesucht wird der erste Buchstabe des Komponisten
Diese Geschichte wird in verschiedenen Versionen erzählt. Trockengemüse ist jedoch in dem gefragten Stück kein Thema.
Was haben Johann Strauß, Sergej Prokoffiev und Jules Massenet mit Walt Disney gemeinsam ?
Sowohl bei den Grimm-Brüdern, als auch bei Ludwig Bechstein und Charles Perrault findet man diese Märchenfigur.
Im zugrundeliegenden Märchen gibt es ganz fleißige Vögelchen, die im heutigen Stadtbild aber meist gar nicht so erwünscht sind.
Beim Hinweis auf das Märchen müsste es doch schwanen! Ich sag nur so viel: Was der einen ihr Schuh, ist der anderen ihr Armreif!!
Der Name der Titelfigur sorgt für einige Verwirrung! Es gibt eine Walt Disney - Version, eine Oper von Massenet und die hier gesuchte und die heißen alle drei anders, obschon es sich um dieselbe mârchenhafte Dame handelt. Zum Glück fangen die wenigstens mit demselben Buchstaben an, im deutschen Märchenbuch nämlich nicht....
Der Stoff ist bekannt - mit dieser Familienkonstellation wurde er von Jane Austen für ihren Roman "Persuasion" ("Anne Eliott" bzw. "Verführung" ) genutzt. Und Johann Nepomuk Nestroy ist zu seiner Zeit als Sänger nicht nur in diesem Werk aufgetreten, er hat auch eine Parodie daraus gemacht, wo das Wort Pfusch eine Rolle spielt.
Die Lösung: Gioacchino Rossini: LA CENERENTOLA - Sextett: Questo e un nodo avvilluppato Lösungsbuchstabe: R http://www.youtube.com/watch?v=NB14yuKef1s
Hier bin ich besonders froh um die Möglichkeit, meine Lösungen mit Beispielen des immer reichhaltigeren YouTube-Repertoires illustrieren zu können, denn man vergleiche mal die geniale Realisierung Jean-Pierre Ponnelles in dem o.g. Beispiel mit den wahrlich nicht schlechten Alternativen mit Cecilia Bartoli (http://www.youtube.com/watch?v=7t5Mz8FvCz0&feature=related) oder Jennifer Larmore (http://www.youtube.com/watch?v=LrQ6V_2iRek&feature=related). Gerade die routinierte Regie Jerome Savarys im letztgenannen Beispiel illustriert den Unterschied zwischen einer hochprofessionellen, aber auch konventionellen Komödieninszenierung und der Möglichkeit, mit der Inszenierung nicht nur den Gehalt einer Sequenz, sondern auch die musikalischen Qualitäten besonders heraus zu arbeiten. Diese Aufnahme ist allerdings auch eine der besten Opern-DVDs überhaupt:
Ponnelle hat hier nämlich auf allen Ebenen optimale Partner gefunden. Nicht nur den bewährten Rossini-Maestro Claudio Abbado, sondern mit Frederica von Stade die visuell und akustisch optimale Titelfigur, einen gleichrangigen Partner in Francisco Araizas optimalem Prinzen und ein urkomisches Zentrum in Paolo Montarsolo und Claudio Desderi, die beide vor Spielfreude nur so sprühen. Besser geht es einfach nicht, und ich sage das, obwohl es gerade bei dieser Oper eine ungemein starke Konkurrenz gibt. Zwei Aufnahmen sind schon genannt worden, aber auch diese beiden DVDs sind schon wegen Garanca, DiDonato und Florez die Aufmerksamkeit aller Freunde der Oper wert:
............... Und damit sind erst einmal nur die DVDs und TV-Aufzeichnungen erfasst, Hinzu kommen noch höchst erfreuliche cds, etwa die mit Teresa Berganza/Abbado, die lange meine Referenz war,
diese mindestens zufriedenstellende Aufnahme mit Vesselina Kasarova
und last but certainly not least die cd mit Cecilia Bartoli unter Riccardo Chailly, die für mich rein akustisch ebenfalls Referenzcharakter hat und der DVD klar überlegen ist:
Woran liegt diese eigentümliche Popularität, mit der nach meinem Eindruck diese Märchenoper heute sogar den Dauererfolg von Rossinis IL BARBIERE DI SIVIGLIA überstrahlt? Die Popularität bei Sängern ist leicht zu begründen. Die Operngeschichte hat wenige Partien anzubieten, die dermaßen dankbar sind. Aber beim Publikum? Schließlich gibt es noch ein kaum weniger zauberhaftes, im Wortsinn sogar noch märchenhafteres Aschenputtel von Massenet, das längst nicht diese, eigentlich auch verdiente, Popularität erreicht, obwohl in einer der besten Aufnahmen, die derzeit leider gestrichen ist, Frederica von Stade auch die ideale Verkörperung dieser Rollenvariante offeriert: Schöne Belege dafür finden sich - mit den üblichen technischen Einschränkungen - hier: http://www.youtube.com/watch?v=28FEGAnkY04 und, mit anderen zum Vergleich, hier: http://www.youtube.com/watch?v=CUozFELVdE4
Ich glaube, die Popularität von Rossinis Operhat damit zu tun, dass wir zum einen aus verschiedenen Gründen CINDERELLA- Stories heutzutage besonders mögen (man denke nur an den Riesenerfolg des Films PRETTY WOMAN), aber auch daran, dass Jacopo Ferrettis glänzende Bearbeitung des alten Märchens von Perrault die Märchenelemente weitgehend eliminiert, indem sie die gute Fee durch den Philosophen Alidoro ersetzt und die Geschichte (im Rahmen der Opernkovention natürlich nur) nachgerade realistisch erscheinen lässt. Hinzu kommt die liebevolle Zeichnung einiger Figuren, die vor allem in dem ungewohnt altruistischen Liebespaar eine ganz besondere Ausformung bietet, während die klassischen Komödienrollen ganz besonders dankbar sind.
Müsste ich mich für eine einzige Rossini-Oper als repräsentativstes und optimales Werk entscheiden, so wäre dies wohl LA CENERENTOLA, trotz des grandiosen BARBIERE und der in ihren besten Einzelelementen unschlagbaren IL VIAGGIO A REIMS oder GUILLAUME TELL.
Zum Glück muss ich das nicht. Könntet Ihr es, und wie steht Ihr generell zu diesem Werk und seinen Aufnahmen?
:hello Rideamus
Rideamus (07.05.2010, 11:29): Verzeiht ein kleines OT, an dem mir liegt:
Zum Glück gibt es die Aufnahme von Massenets CENDRILLON mit Frederica von Stade wieder:
Beachten sollte man, dass sich der Dirigent Julius Rudel für den Tenor Nicolai Gedda in der Rolle des Prinzen entschieden hat. Der macht seine Sache wahrlich nicht schlecht, aber man sollte wissen, dass Massenet die Rolle des Prinzen für einen Sopran komponiert hat. Das erklärt auch die meisten tenorlosen Ausschnitte der Oper auf YouTube. Allein wegen dieser größeren Texttreue lohnt sich auch diese sehr preiswerte Aufnahme zur Ergänzung, der ich allerdings trotzdem die mit von Stade vorziehe:
:hello Rideamus
Rideamus (08.05.2010, 12:46): 11. Soll einer sagen, Belcanto hätte man nur in Italien schreiben können. Dieses reuevolle "Gute Nacht-Quartett" von einem eher nördlichen Komponisten ist das beste Gegenbeispiel.
Gesucht wird der zweite Buchstabe des Komponistenvornamens
Tipps:
Gott sei Dank ist der junge Herr von Adel und so ist am Ende alles eitel Freude und Sonnenschein!
Die Damen bewerben sich hier um eine Position, die sich als ziemlich ungeeignet für sie erweist.
Die Oper enthält auch einen Tenorschlager, den alle italienischen Tenöre von Caruso bis Pavarotti in ihrem Repertoire hatten. (Allerdings auch in der italienischen Übersetzung.) ...
... und die bekannteste Melodie dieser Oper ist von einem anderen Komponisten!
Kurz nach diesem Quartett verflüchtigt sich die eine Hälfte, und der Herzschmerz eines der Zurückgebliebenen zählt zu den bliebtesten tenoralen Schmachtfetzen!
Ein berühmter Karikaturist, der auch Regisseur und Schauspieler ist, hatte diese Oper mal für ein Staatstheater in einer süddeutschen Landeshauptstadt sehr brilliant inszeniert.
Besagte Blume wird in einer Melodie verherrlicht, die angeblich auf ein irisches Volkslied zurückgeht. Ich hasse übrigens das Happyend dieser Oper, diese blöde Zicke hat diesen Mann überhaupt nicht verdient!
in der wohl berühmtesten Arie aus der Oper geht es um eine wunderschöne Blume, die sich Liebende gerne schenken.
Nummer 11 hab ich nur wegen der irischen Blumenarie erraten und wegen der weltliterarischen aber etwas parodierten Vorlage. Kennen tu ich das Werk nciht, fällt nciht gerade in mein bisher bevorzugtes Repertoire.
1903 war der Vorname der Titelheldin in Deutschland auf Platz 1 der häufigsten weiblichen Namen.
Es handelt sich dabei nicht um die Komödie "Das Glas Wasser" von Eugene Scribe, obwohl der zeitliche Rahmen stimmen würde.
Angelsächsische Marktwirtschaft, so könnte man sagen
Die Lösung: Friedrich von Flotow: MARTHA oder DER MARKT VON RICHMOND - Quartett: Mitternacht Lösungsbuchstabe: R Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=Mu1vkHll0IY
Von Zeit zu Zeit, nämlich fast immer, wenn ich eine höre, frage ich mich, warum die Erfolgskarriere der deutschen Spieloper seit dem Kriege so ganz anders verlaufen ist als die der italienischen Belcanto-Oper. Während von Letzterer zu Recht immer neue Werke eines Rossini, Bellini oder Donizetti entdeckt und aufgeführt werden, schwinden die Werke ihrer damaligen deutschen Konkurrenten wie Friedrich von Flotow, Otto Nicolai und Peter Cornelius, von Lortzing ganz zu schweigen, aus dem Repertoire, wo sie schon lange fast nur noch noch als Abonnentenfutter ohne besonderen Anspruch eingesetzt werden. Vorbei die Zeiten, als man diese Oper mit einem internationalen Starensemble an der Scala oder der MET aufführte.
Selbst die deutsche Plattenindustrie produzierte 1960 leider nur einen ideal besetzten und umgesetzten Querschnitt, dem mein o.g. Beispiel entstammt, dem aber auch leider wesentliche Teile wie die Ouvertüre fehlen:
Dank der idealen Beetzung der Hauptrollen und Berlislav Klobucars feinfühligem Dirigat kann sie dennoch Referenzcharakter beanspruchen und wird eigentlich nur von dieser Aufnahme lohnend ergänzt, weil es eine Gesamtaufnahme ist:
Aber zurück zur Ausgangsfrage: wie kommt es, dass die Spieloper so völlig von unseren Bühnen verschwindet, obwohl beispielsweise die subtil ironische Inszenierung Loriots in Stuttgart (mit Waltrauf Meier und einer sonst leider subotimalen Besetzung) und München bewiesen hat, wie lebensfähig das Stück ist, wenn man es ernst nimmt?
Offen gestanden, so recht weiß ich es nicht, denn es liegt sicher nicht an besseren Libretti oder gar am mangelnden melodischen Einfallsreichtum des Mecklenburger Adeligen und Wahlparisers Friedrich von Flotow, einem engen Freund Offenbachs und Meyerbeers, der einen Ohrwurm nach dem anderen produzierte und sich auch nicht scheute, für seinen Superhit "Letzte Rose" mal ein irisches Volkslied und einen französischen Bühnenschlager zu adaptieren, der immerhin auf Anhieb konkurrierende Erfolgswerke ihrer Zeit von, beispielsweise, William Balfe (THE MAID OF HONOR) oder Carl Dietrich von Dittersdorf (DER MÄDCHENMARKT) überstrahlte. Nicht nur der Vorname Martha war seinerzeit der beliebteste, auch diese Oper wurde mit mindestens 500 Aufführungen in Deutschland allein von seiner Premier 1847 bis 1882 eine der populärsten. Carusos einziges deutsches Stück in seinem Repertoire war der nicht umzubringende Tenorhit "Ach so from", der immerhin heute noch von Sängerstars wie Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Jonas Kaufmann oder Rolando Villazon aufgenommen wurde, während sich seit Joan Sutherland und Montserrat Caballé, wenn überhaupt, fast nur noch deutsche Sängerinnen dem ehemaligen Dauerlutscher "Letzte Rose" widmen und kaum ein internationaler Star mehr die Rollen der Lady Harriet oder des Lyonel auf deutsch einstudieren will, was wohl einer der Gründe für die Abwesenheit des Werkes von den führenden Bühnen ist, die diese Stars brauchen. Wenn sich aber selbst eine entdeckungsfreudige Sängerin wie Patricia Petibon allenfalls mit Mozarts ENTFÜHRUNG für eine deutschsprachige Spieloper verpflichten lässt, dann wird es schwer halten, die entsprechenden Besetzungen zu finden.
Wie das verwiesene Beispiel, dem sich leicht noch viele weitere reizvolle Ensembles und Arien hinzufüen ließen, beweist, geht uns damit sehr viel wunderschöne Musik verloren, und das trifft leider nicht nur die wenigen Hits, die überlebt haben, sondern auch ehemalige Erfolge wie Flotows ALESSANDRO STRADELLA, die weitaus besser ist als das, was Rudolf Schockk 1955 in dem Film DER FRÖHLICHE WANDERER mit dem Gebetshit des Werkes, "Jungfrau Maria". in den Sumpf gleich neben die Seligen, die Verfolgung leiden, geschnulzt hat. Von diese Oper erschien vor fünf Jahren immerhin eine vielversprechende Aufnahme, die mir allerdings noch unbekannt ist:
Kennt die jemand?
Wie auch immer: verachtet mir die deutsche Spieloper nicht. Es steckt mehr drin, als wir heute wahrnehmen wollen. Schon gar in lange vergessenen Opern wie Otto Nicolais IL TEMPLARIO (nach Walter Scotts IVANHOE), die unlängst von der Chemnitzer Oper mit gutem Erfolg, aber leider ohne nennenswerte Nachwirkungen wieder ausgegraben wurde.
So nutze ich denn die Gelegenheit, wenigstens auf eine spottbillige Ouvertürensammlung hinzuweisen, die einen zwar schwachen, aber durchaus lohnenden Eindruck dessen vermittelt, was wir ansonsten versäumen (müssen):
:hello Rideamus
Rideamus (16.05.2010, 06:43): Nach der zweiten Zwangspause wegen zuviel anderer Arbeit nun die Fortsetzung meiner Lösungen mit der zweiten Hälfte.
12. Eine Feuersbrunst und ein vermeintlicher Mord bilden den Hintergrund dieses vergleichsweise weniger bekannten Finales eines sehr populären Komponisten.
Gesucht wird der letzte Buchstabe des mittleren Namens des Komponisten
Tipps:
Verdi hat den Stoff nicht vertont. Monteverdi auch nicht, obwohl er mal nahe dran war und ähnlich geschichtsklitternd vorging. Die Wahrheit liegt, wie so oft, irgendwo in der Mitte, und der Komponist kommt von etwas weiter nördlich als die beiden.
Es geht nicht um Nero, aber um einen Kollegen (der, obwohl im wirklichen Leben auch nicht gerade ein Zimperling, zumindest in dieser Oper schon rein titelmäßig eine sehr viel bessere Presse hat als Nero in "Quo Vadis").
Neronisch ist nicht falsch, aber der Librettist des gesuchten Werkes hat den Brand in die Regierungszeit eines anderen Kaisers verlegt, der allerdings auch recht geübt im Abfackeln berühmter Städte war. Im übrigen würde ich die Mitte zwischen Monteverdi und Verdi nicht bei Händel ansiedeln, sondern eher etwas später, jedenfalls zeitlich gesehen. Geografisch ist nichts mit Mitte, höchstens ein sehr spitzes Dreieck.
Nun, um sich als Herrscher zu profilieren hat er schlicht zu kurz regiert - und für die zeitgenössischen Historiker galt er als das Ideal eines Fürsten. Aber vielleicht liegt das einfach daran, dass er keine Zeit hatte, sich richtig in die Annalen der Geschichte einzutragen.
Für gewisse Ereignisse wurden häufig Opern komponiert. Eines davon ist in diesem Rätsel schon einmal der Anlass, nur 34 Jahre später. Und was die historische Person in der Oper zu Frage 12 betrifft, kann man unter dem Vorbehalt der kurzen Regierungszeit wohl behaupten, dass bei ihm charakterlich eine 180 Grad Wende eingetreten ist.
Nicht traurig sein. Milde und Großmut sind gerade bei Nr. 12 am rechten Ort.
Hier eine Zusammenfassung dessen, was Ihr schon wissen könnt: Es geht um einen römischen Kaiser, bei dem's brennt, aber nicht Nero Der Komponist hat einen bekannten Mittelnamen und liegt zeitlich zwischen Monteverdi und Verdi, aber nach Händel. Wenn man seinen Geburtsort mit denen der beiden Verdis verbindet, erhält man ein spitzes Dreieck. Das Ensemble ist ein Aktfinale dieses Komponisten, das im Gegensatz zu vielen seiner sonstigen Finali offenbar den wenigsten präsent ist, obwohl er sehr populär ist. Dennoch zählt die Oper zu seinen großen Werken.
Die gesuchte Oper entstand im gleichen Jahr wie eine andere berühmtere Oper des gleichen Komponisten. Beide Opern wurden im gleichen Monat und im gleichen Jahr, übrigens das Todesjahr des gesuchten Komponisten, uraufgeführt. Allerdings in verschiedenen Städten. Die gesuchte Oper war Anfangs beim Publikum sehr beliebt geriet dann aber doch etwas in Vergessenheit und erst in jüngster Zeit rückt sie wieder stärker ins Interesse von Musikern und Publikum
Also ich habe die Nummer 12 auch geschafft, wusste allerdings erst nicht, von welchem Kompnisten. Die Oper gibts nämlich zweimal, wobei die ein wenig ältere Fassung leider und ungerechterweise unbekannt ist. Stücke der hier gesuchten hab ich selbst schon gesungen. Allerdings nicht die femme fatale, die die weibliche Hauptrolle hat, sondern die tapfere und bewundernswert aufrechte zweite Dame, die dann am Ende auch glücklich wird. was ich von der ersten Dame trotz Happy End absolut nciht glauben kann..... (Fairy Queen)
Die gefragte Szene dreht sich um ein daneben gegangenes Attentat. Die Vorlage zum Libretto stammte von einem Librettisten, der als der bedeutendste Librettist seiner Zeit galt. Hier allerdings war der Mordanschlag noch keineswegs politisch motiviert. Ein Kuriosum dieses Attentats - aufgrund einer Verwechslung mit dem ursprünglichen Opfer kommt der Hauptanstifter beinahe ums Leben. Und dieser Mann tritt in der Oper selbst nicht auf ... es ist von ihm nur die Rede (außer die Regie ändert das).
Die Lösung: Wolfgang Amadeus Mozart: La Clemenza di Tito - Quintett: Deh, conservate o dei Lösungsbuchstabe: S Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=0Mk1Ewq_j3I&feature=related
Nachdem ich die ersten Rater durch eine falsche Übertragung des Lösungsbuchstabens verwirrt hatte, folgten sehr viele schöne Tipps, die mich fast in Versuchung bringen, häufiger Fehler zu machen. Tatsächlich stellte sich aber die Lösung des Rätsels als schwieriger heraus, als man dem Komponisten zutrauen mag, von dem man halt doch im wesentlichen nur fünf Opern in- und auswendig kann. Mir wäre es übrigens ähnlich gegangen, denn bei meinem blinden Fleck auf der Opera seria hielt ich den TITUS immer für ein bewundernswertes Stück mit wenigen Höhepunkten, zu denen ich allerdings das Finale des ersten Aktes mit diesem Quintett zählen würde. Dabei merkt man dem Werk kaum an, in welcher Eile es geschrieben wurde, nachdem Mozart sich entschlossen hatte, den Auftrag einer Oper zur Krönung Leopolds II als König von Böhmen aus finanziellen Gründen anzunehmen, obwohl er schon an der ZAUBERFLÖTE arbeitete und ohnehin kaum noch Zeit war, weil Salieri das ursprüngliche Angebot der Prager Oper zur Komposition des Werkes spät abgelehnt hatte.
Zur Erinnerung an die Situation der Handlung: Vitellia, die Tochter des toten Kaisers Vitellius, hat aus enttäuschter Liebe Sextus zu einem Attentat auf den Kaiser Titus angestiftet. Der hat daraufhin das Forum in Brand stecken lassen um in der allgemeinen Verwirrung das Attentat durchzuführen. Er hat heftige Gewissensbisse, führt aber dennoch seinen Mord durch, tötet allerdings nicht Titus, sondern, ohne das zunächst zu wissen, einen anderen. Nun will er öffentlich seine Schuld bekennen, aber Vitellia, welche die Aufdeckung ihrer eigenen Schuld fürchtet, will das verhindern, wird dafür aber von Sextus' Schwester Servilia, deren Liebhaber Annius und dem Prätorianerpräfekten Publius für verrückt gehalten, weil diese die wahren Hintergründe nicht kennen.
Dramatischer geht es kaum, und dennoch hat es ewig gedauert, bis die Größe dieser Partitur auch zu mir durchgedrungen ist, weil ich mich mit der Opera seria und dem eigentlich glänzenden Libretto von Pietro Metastasio in der Bearbeitung des sächsischen Hofpoeten Caterino Mazzola sehr schwer tat. Vielleicht lag es auch daran, dass man diese Oper (wie eigentlich alle) auch sehen muss, was ich nie tat, bis mir die erste DVD über den Weg lief.
Leider konnte ich mich mit Jonathan Millers Verlegung der Oper in die Zeit des Faschismus nicht anfreunden, aber die musikalische Umsetzung des Werkes durch Franz Welser-Möst sowie Vesselina Kasarova, Malin Hartelius und Jonas Kaufmann überzeugten mich. Erst später lernte ich diese Inszenierung kennen, auf die ich mich in der Frage ursprünglich bezog. Leider ist mein Lieblingsbeispiel, das die Feuersbrunst noch eindrücklicher inszeniert als dies Ponnelle in meinem o.g. Beispiel tat, von YouTube aus Copyrightgründen gesperrt worden, aber um so lieber möchte ich auf diese Aufnahme hinweisen, der es entstammt:
Martin Kusejs brilliante Inszenierung wird hier ergänzt durch ein ideales Sängerensemble mit Michael Schade, Dorothea Röschmann, Vesselina Kasarova, Elina Garanca, Barbara Bonney, Luca Pisaroni, aus dem man niemanden hervorheben möchte, und hier bin ich auch mit Harnoncourts Dirigat sehr zufrieden.
Wer keine Bilder (mehr) braucht, dem würde ich gerne meinen Uraltfavoriten Colin Davis mit Janet Baker, Lucia Popp, Frederica von Szade und Stuart Burrows ans Herz legen, die es derzeit aber nur in diesem - immerhin recht attraktiven - Gesamtpaket gibt:
HIP- Anhänger sind mit der Aufnahme Gardiners mit Anne Sofie von Otter, Julia Varady, Sylvia McNair und Anthony Rolfe Johnson sicher besser bedient, aber da ich hier keinen Vergleich habe, überlasse ich es gerne Euch, die entsprechenden Empfehlungen auszusprechen und dabei nach Möglichkeit auch etwas zu den in den Tipps angesprochenen, vorangehenden Kompositionen des Textes, etwa durch Gluck zu sagen, dessen Version ich bislang nur sehr flüchtig kenne.
:hello Rideamus
Severina (16.05.2010, 11:10):
Selbst die deutsche Plattenindustrie produzierte 1960 leider nur einen ideal besetzten und umgesetzten Querschnitt, dem mein o.g. Beispiel entstammt, dem aber auch leider wesentliche Teile wie die Ouvertüre fehlen:
Dank der idealen Beetzung der Hauptrollen und Berlislav Klobucars feinfühligem Dirigat kann sie dennoch Referenzcharakter beanspruchen und wird eigentlich nur von dieser Aufnahme lohnend ergänzt, weil es eine Gesamtaufnahme ist:
Kennt die jemand? :hello Rideamus
Nein, leider, ich muss gestehen, ich kenne von dieser Oper auch nur die "Jungfrau Maria", aber nicht durch Rudolf Schock, sondern Rolando Villazón, er es auf seiner 2. Arienplatte singt :D.
Zur "Martha": Da gab es doch vor vielen Jahren einmal eine Produktion des NDR mit Rüdiger Wohlers als Lionel (außerdem Klaus Hirte, Lucy Peacock, Elisabeth Steiner...) unter Horst Stein - schade, dass man die nicht als DVD herausbringt. Die Inszenierung ist natürlich 0815, aber besser so als gar nicht! Ich habe es noch auf Video, allerdings schon ziemlich abgspielt, weil es damals in Dauerschleife gelaufen ist. Da fällt mir ein, was wohl aus Rüdiger Wohlers geworden ist, aber das ist hier OT!
lg Sevi :hello
PS: Habe falsch zitiert, mein "Nein, Leider!" bezieht sich natürlich auf die Stradella!!!!
Rideamus (17.05.2010, 11:30): Liebe Severina,
danke für die Rückmeldung zur MARTHA. Die NDR-Fassung scheint völlig vergessen zu sein, Auch Opera Share führt sie leider nicht. Immerhin ist Loriots Inszenierung greifbar, und die ist vermutlich sogar die bessere.
Nun aber in dem festen Vorsatz, alle Ostereier wenigstens bis Pfingsten erklärt zu haben,gleich zum nächsten:
13. Noch eine Nachtmusik, aber was hier schon früher als Liebesduett anklang, führt als Ensemble zu einem letalen Ausgang.
Gesucht wird der einzige Konsonant, der in allen Worten des Titels vorkommt.
Tipps:
Lest mal, wann das Ensemble spielt, dann habt Ihr fast schon den Namen des Eis, zumal der sowohl für das Duett als auch für das Ensemble gilt - natürlich in einer anderen, aber sehr gängigen Sprache. Und so furchtbar alt wie die meisten Eier hier ist dieses auch nicht.
Den Stoff hatten wir schon bei Nr.6 !
Es handelt es sich hierbei jedoch um eine moderne Adaption der berühmtesten Vorlage, das Milieu ist ein völlig anderes und ein Teil des Paares überlebt die Tragödie.
Eine klassische Geschichte in modernem Gewand. Die Hauptrollen heißen hier anders als sonst, weil "Heut' Nacht" in der neuen Welt spielt.
Das Ei wurde gefunden, aber bislang seltsamerweise erst zweimal.Vielleicht ändert sich das ja heut' nacht, sta notte, cette nuit, ...
Heut' nacht ist es passiert. Wenn Du nur Railway Station verstehst, denkst Du immerhin schon in der richtigen Sprache. Fehlt nur noch der passende Halbedelstein.
Ich habe Ohrringe und eine Kette mit dem "Komponisten"
Der Text des gesuchten Ensembles stammt von einem Komponisten, der im Weihnachtsrätsel vorkam. Ja, ich weiß, seinerzeit habe ich den Tip genau andersherum formuliert. Waren halt Mehrfachbegabungen, die Beiden.
Ich bin schon mit dem Tenorhit aus diesem Werk namensecht besungen worden! (Fairy Queen)
Teilt mit Frage 6 den Stoff, auf den die Vorlage letztlich zurückgeht.
Die Lösung: Leonard Bernstein: West Side Story - Quintett m. Chor: Tonight Lösungsbuchstabe: S Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=wm8QhhmJ-uk
Hier lag die größte Schwierigkeit darin, in der Frage nicht zuviel von der Lösung zu verraten. Das scheint mir gelungen zu sein, denn an dieser Frage hingen etliche Ratefreunde doch erstaunlich lange. Erst der Hinweis auf die Sprache des Werkes brach dann den Damm, denn natürlich kannten die meisten dieses Ensemble und kamen nur nicht darauf, dass es gemeint sein könnte.
Das vorhin angeführte Beispiel beginnt mit einem Ausschnitt aus einem Interview mit Stephen Sondheim, der hier als Songtexter und noch nicht als Komponist wirkte, und erzählt, wie er zu diesem Auftrag kam. Ich habe es trotz einiger Missklänge und einer schwachen technischen Qualität ausgewählt, weil hier mit Audra MacDonald eine der besten Sängerinnen der Maria zu hören ist, die man leider auf keiner Gesamtaufnahme vernehmen kann, sondern nur in dem in der Frage angesprochenen Duett auf die gleiche Melodie in diesem vorzüglichen Sampler:
Ansonsten kann ich mich diesmal kurz fassen, indem ich ausnahmsweise einmal auf einen Text in einem anderen Forum verweise, den ich im letzten Jahr zu diesem Musical geschrieben habe: http://www.capriccio-kulturforum.de/operette-musical-zarzuela/693-bernstein-leonard-die-new-york-musicals-iii-west-side-story/? Dort gibt es auch ausführliche Besprechungen der einzelnen Aufnahmen. Was das angesprochene Quintett betrifft, bleibt die beste Aufnahme aber Bernsteins eigene, so sehr ich sonst seine Besetzung des Liebespaares kritisiere:
Sie ist gegenwärtig auch extrem preisgünstig und sollte in keiner Sammlung zeitgenössischer Musik fehlen. Bernsteins Begeisterung darüber, wie die musikalisch wenig trainierten Chorsänger der Jets und der Sharks, die bezeichnenderweise genau dasselbe singen, nämlich dass die anderen angefangen haben ("for they began it"), plötzlich fehlerfrei und engagiert die kompliziertesten Kontrapunkte sangen, kann man nur teilen. Aber das gilt natürlich auch für den Film, der die Dramatik dieses Ensembles ungeachtet aller Aufgeblasenheit der Instrumentation unübertrefflich einfängt. Man sollte ihn nach Möglichkeit in dieser mustergültigen DVD-Edition sehen, die auch das Textbuch und viele Hintergrundinformationen enthält:
Welche Einspielungen gefallen Euch besonders gut, und wie seid Ihr letztlich doch auf diese Lösung gekommen?
:hello Rideamus
Armin70 (17.05.2010, 16:52): Hallo,
ich weiss nicht mehr so genau, wie ich auf die Lösung zur 13. Rätselfrage kam. Irgendwann viel auch bei mir aufgrund der zwischenzeitlich abgegebenen Tipps der Groschen.
Ich besitze Bernsteins eigene Aufnahme mit Kiri Te Kanawa und José Carreras, weil das vielleicht wirklich die beste Aufnahme der "West Side Story" ist. Vor allem Kiri Te Kanawa und Tatjana Troyanos und das brilliante fetzige, handverlesene Orchester sind für mich die "Stars" dieser Aufnahme. Mit Carreras habe ich so ein etwas Probleme, weil mir sein Stimm-Timbre nicht so gefällt (wobei ich nicht der größte Gesangsexperte bin). Vielleicht liegts auch daran, dass dies glaube ich eine seiner letzten Aufnahmen vor seiner Krebserkrankung war und sich das da schon andeutete, weshalb er stimmlich vielleicht nicht mehr so ganz auf der Höhe war. Abgesehen davon klingt mir Carreras in dieser Aufnahme auch etwas zu sehr nach "Heldentenor".
Den anderen Sängern nimmt man dieses "Straßengang-mäßige" jedenfalls viel besser ab.
Spannend ist auch die im Fernsehen schon einige Male zu sehende Doku, welche die Aufnahme-Sitzungen zeigt und wie Bernstein manchmal wohl kurz vorm "Ausrasten" war, wenn Carreras zum wiederholten Male an der englischen Aussprache scheiterte...
Weiteres Highlight der Aufnahme ist die Suite aus Bernsteins Filmmusik zu "On the Waterfront" (Die Faust im Nacken; mit Marlon Brando und Karl Malden; Regie: Elia Kazan) mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter Leitung des Komponisten.
Gruß
Rideamus (18.05.2010, 10:19): 14. Dieses Ensemble könnte als modernes Gegenstück zu Gretchen am Spinnrad verstanden werden, behandelt aber eine noch viel ältere Geschichte um eines der ältesten Verbrechen der Welt.
Gesucht wird der Doppelbuchstabe des Komponistennamens
Tipps:
Die Titelrolle dieses selten gespielten Werkes, das in einer Opernmetropole für die nächste Saison angekündigt wurde, sang bei der Uraufführung Kathleen Ferrier
In dieser Opernmetropole war es vor einigen Jahren konzertant zu erleben (mit Angelika Kirchschlager)
Das Verbrechen, die Titelfigur und ihre Reaktion sind vermutlich nur ein Mythos, jedoch inspirierte er selbst die berühmtesten Maler der Renaissance und des Barock das Geschehen mehr oder weniger blutrünstig auf Leinwand, Papier oder Holz zu dokumentieren.
Der deutsche Titel des Werks suggeriert ein anderes Verbrechen, das aber im Stück gar nicht vorkommt.
Ein Herr Wettermann ist dieses Verbrechens gerade beschuldigt.
Ein bestimmter Sänger, für den der Komponist gewöhnlich die Hauptrollen seiner Werke schrieb, hat hier eine Rolle, aber es ist keine der handelnden Figuren.
Die Lösung Benjamin Britten: The Rape of Lukretia - Quintett: The Spinning Wheel Unwinds Lösungsbuchstabe: T Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=MkBC_u7DcSI
Die Geschichte von der Vergewaltigung der tugendhaften Römerin Lukrezia durch einen etruskischen Prinzen, die keineswegs dem Raub der Sabinerinnen nahe steht, wie der verfälschende deutsche Titel nahe legt, wurde zuerst von Ovid in seinen Fasti dargestellt. Darin berichtet er, dass die Römerinnen es während der etruskischen Besatzung nicht so genau nahmen und lediglich tie Ehefrau eines gewissen Collatinus ihrem Mann die Treue hielt. Dies reizte den etruskischen Prinzen Tarquinius so sehr, dass er Lukrezia zunächst zu verführen suchte und dann vergewaltigte. Lukrezia erzählte ihrem Mann von diesem Verbrechen und beging Selbstmord, da sie keinen Vorwand für andere Frauen liefern wollte, sich in ihrer Untugend auf ihr Schicksal zu berufen. Als die Geschichte ruchbar wurde, erhoben sich die Römer zu einem Aufstand gegen die Etrusker, wobei Tarquinius Rang und Leben verlor und Rom zur Republik wurde mit Collatinus als einem der ersten Konsuln.
Diese historische Legende wurde vielfach gemalt, u. a. von Rubens oder Tizian, und oft bedichtet, darunter von Shakespeare in einem frühen Versepos namens THE RAPE OF LUCRECE. Britten interessierte sich allerdings wenig für den historischen Hintergrund, als er 1946 diese Kammeroper für die Altistin Kathleen Ferrier und seinen Lebensgefährten Peter Pears schrieb, der hier den kommentierenden männlichen Chor verkörperte. Vielmehr faszinierte ihn auch hier, wie in vielen anderen Werken, die Geschichte einer Korruption der Unschuld, die er auf verschiedenen Ebenen reflektiert. Bei aller Begrenztheit der Mittel wird deutlich, wie intensiv er seinen Purcell kannte, denn die Oper evoziert immer wieder Purcells DIDO AND AENEAS, vor allem in der Passacaglia des Schlussbildes.
Vermutlich ist es dieses Echo, das mich spontan für dieses Ensemble einnahm. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich darauf kam, denn ich kannte diese Oper nur dem Namen nach, bevor ich dieses Rätsel entwickelte. Ich war wohl wieder einmal auf der Suche nach einem wenigstens halbwegs zeitgenössischen Ensemble, denn bekanntlich haben die Komponisten unserer Zeit nur wenige geschrieben. Als ich dann die Opern Benjamin Brittens, mit denen ich mich notorisch schwer tue, auf ein passendes Beispiel durchsuchte und auf das o. g. Beispiel in YouTube stieß, war ich sofort fasziniert. Zum Glück lässt sich die lohnende Aufführung des Aldeburgh Festivals von 2001 in der Inszenierung von David McVicar mit Sarah Connolly, David Ainsley u. a. unter der Leitung von Paul Daniels komplett ab hier auf YouTube verfolgen: http://www.youtube.com/watch?v=r5EvMJ7izaA&feature=related . Allerdings muss man über einige Englischkenntnisse verfügen, wenn man die gute Einführung in dem ersten Link verstehen will.
Ansonsten bin ich mit dem Studium der Oper noch lange nicht weit genug um mich dazu über das bisher Angelesene hinaus kompetent äußern zu können. Ich würde das also gerne Euch überlassen, soweit ihr könnt, und hier nur auf eine buchstäblich maßstabsetzende Aufnahme verweisen, nämlich den Mitschnitt der Uraufführungsbesetzung unter Reginald Goodall mit Kathleen Ferrier, den ich allerdings auch noch nicht kenne, weswegen ich auch nichts zu seiner technischen Qualität sagen kann:
Welche Aufnahmen des Werkes kennt Ihr und würdet Ihr empfehlen, und was haltet Ihr überhaupt von dieser sehr besonderen Kammeroper, die gerade in unseren Tagen immer wieder aufgeführt wird?
:hello Rideamus
Rideamus (18.05.2010, 15:47): 15. In diesem Finale geht es zwar um Wahlplakate, aber nur indirekt um Politik, denn die Hälfte der Bevölkerung ist von der Wahl ausgeschlossen.
Gesucht wird der zweite Buchstabe der im Titel genannten Eigenschaft der weiblichen Hauptrolle
Tipps:
Es dürfte dies das erfolgreichste Werk und eines der ganz wenigen dieses Genres sein, die den Weg in die großen Opernhäuser gefunden haben. Angeblich wurde es in 25 Sprachen übersetzt und soll vom Tag der Uraufführung bis zum Tod des Komponisten weltweit bereits 300.000mal aufgeführt worden sein.
Mit dem bekanntesten Fan des Stückes kann man schwerlich Ehre einlegen; aber er hat dem berühmtesten Thema aus dem Werk zu einem Auftritt in Schostakowitschs 7. Sinfonie verholfen. Das gesuchte Ensemble hat es neben den vielen anderen Hits aus diesem Werk vielleicht etwas schwer.
Auch wenn die Wahl nicht demokratisch und nicht einmal geheim ist, darf auch eine anständge Frau daran teilnehmen.
Einen weiteren Auftritt hat das Thema aus Nr. 15 in Béla Bartóks Konzert für Orchester. Ob das Ausdruck von Wertschätzung war, könnte bezweifelt werden.
Da machen die Männer zunächst für sich Eigenwerbung und dann erhalten sie die Chance, das, wofür sie sich beworben haben, käuflich zu erwerben. Aber Geld wollen sie dafür nicht bezahlen, obwohl der Verkäufer den Preis sogar für wohltätige Zwecke zu stiften gedenkt. (Das behauptet er jedenfalls.)
Die Lösung: Franz Léhar: Die lustige Witwe - Finale I (Damenwahl) Lösungsbuchstabe S Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=vtSG5sZ5YBU&feature=related
Diese Frage um die ausgeschlossenen männlichen Wähler hielt ich eigentlich für eine der leichtesten, aber das war sie beileibe nicht. Allerdings hörte ich dann später öfter die klatschenden Geräusche, wenn sich jemand vor die Stirn geschlagen hat, nachdem das Ei doch gefunden wurde, denn natürlich war das Stück vielen bekannt. In der Tat ist dieses Finale gegenüber den vielen sonstigen Hits des Stückes vom Titelwalzer bis hin zum "Vilja"- Lied in den Hintergrund getreten, weil es sich wenger für Hitparaden und sparsame Querschnitte eignet. Dabei enthält es eines der besten, beschwingtesten und abwechslungsreichsten Ensembles, die Lehar oder überhaupt ein Operettenkomponist je komponiert hat.
Zu dem Werk brauche ich wohl nichts zu sagen. Leute, die sie noch nicht so gut kennen, verweise ich aber gerne auf diese Inhaltsangabe unseres Wiener Opernfreundes: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/p66610-wiener-streif-en-lichter-%E2%80%93-der-etwas-andere-opernf%C3%BChrer/?highlight=Lustige+Witwe#post66610
Leider bringt YouTube, wie so oft bei Ensembles, gerade von diesem kaum Beispiele und wenn, dann nicht gerade die besten. Wer den oben zitierten aus der Dresdner Oper nicht schätzt (was ich sehr gut verstehen kann), mag sich vielleicht eine andere Aufnahme unter Lovro von Matacic mit Elisabeth Schwarzkopf anhören, aber leider ist auch die suboptimal: http://www.youtube.com/watch?v=8kByAuCKKnE
Das gilt m. E. auch für die - nach meiner Kenntnis immer noch relativ beste - DVD der Operette aus Zürich, die eine Regiearbeit Helmut Lohners mit Dagmar Schellenberger, Rodney Gilfry und Piotr Beczala vorstellt.
Während sich das Zürcher Opernorchester unter Franz Welser Möst mit viel Erfolg Mühe gibt, die Partitur schwungvoll zu halten und sich auch Rodney Gilfry (trotz Akzent) und Piotr Beczala als Luxusbesetzung wacker schlagen, kann Dagmar Schellenberger einfach nie die Operettendiva ablegen und bleibt so alles andere als rollendeckend.
Wer DIE LUSTIGE WITWE wirklich optimal genießen will, muss sie hören, aber angesichts heutiger Operettentraditionen ist das vielleicht sowieso ratsam. Neben der von Peter in seinem Opernführer zu Recht herausgestellten Aufnahme mit Hilde Güden würde ich vor allem zwei Aufnahmen empfehlen, nämlich die von Robert Stolz, die den Wiener Schmäh der Operette am besten wieder gibt, und die von John Eliot Gardiner.
Die Einspielung von Robert Stolz ist die traditionelle Alternative zur Gardiner-Aufnahme, welche ich persönlich lieber höre, weil mich die - sehr gute, aber auch mit typisch gekünstelten Operettendialekten "angereicherte" - Dialogführung dieser Aufnahme zu oft an Klamotte erinnert. Aber die Aufnahme ist sehr idiomatisch und wird stilistisch konsequent und auf sehr hohem Niveau dargeboten. Insgesamt also eine empfehlenswerte "Volksausgabe", die jeden zufrieden stellen dürfte, der mehr Wert auf das Milieu des Werkes legt als optimale Darbietung der Musik. Margit Schramm ist eine sehr authentische Witwe mit leider etwas viel Vibrato. So war es eine gute Entscheidung, das 'Vilja'-Lied als schlichtes Volkslied zu interpretieren. Der Danilo von Rudolf Schock ist ein etwas ältlich-steifer Bonvivant, dem die Schmiere nicht fremd ist, aber das trifft den Text der Operette haargenau. Unbedingt erwähnen muss man auch die herrliche Valencienne von Dorothea Chryst. Mir ist absolut unverständlich, dass sie nie zu den ganz Großen zählte. Schade, dass die Aufnahme derzeit nur antiquarisch zu haben ist.
Die für mich maßstäbliche Aufnahme ist aber immer noch diese:
Die Wiener Philharmoniker bieten wahrhaftigen Ohrenschmaus. Gardiner ist endlich mal ein Dirigent, der diese Musik ernst nimmt - fast schon zu sehr, so dass etwas die sprühende Laune fehlt. Cheryl Studers Hanna Glawari ist ebenfalls eine Vertreterin der Operettendiven und keine normale Pontevedrinerin, die reich geheiratet hat, aber sie singt ihre Rolle vorzüglich und ohne die aufgesetzte Koketterie einer Eliosabeth Schwarzkopf. Gleiches gilt für den Danilo von Boje Shovhus, der in späteren Aufnahmen wesentlich lockerer wurde. Auch hier fehlt mir nur ein Tick Operettenidiomatik und Komik. Ideal auch neben der soeben gepriesenen Dorothea Chryst finde ich die Valencienne Barbara Bonneys. Ich gebe zu, ich bin ein Fan dieser Sängerin, aber sie macht das auch zu schön und hat zudem einen optimalen Partner in Rainer Trosts Camille de Rosillon. Nimmt man noch die Luxusbesetzung Bryn Terfels als Baron Mirko und Heinz Zedniks Negus hinzu, rundet das die fast ideale Aufnahme ab.
Musikalisch ist dies mit Sicherheit die kostbarste Aufnahme, zumal trotz der internationalen Besetzung auch die Dialoge sehr erfreulich vorgetragen werden. Die dabei zu konstatierenden, überraschend leichten, Akzente stören mich bei einer Operette unter lauter Ausländern in Paris nicht wirklich. So fehlt mir gelegentlich nur der heitere Operettenfunke, was nicht ganz dadurch ausgeglichen wird, dass Gardiner das Werk nicht weniger ernst nimmt als seine französischen Operetteneinspielungen und deshalb die mich oft störenden "Operettentraditionen" hier gänzlich fehlen. Wer nicht unbedingt eine "echte Wiener" Operette haben muss, sondern lieber eine musikalisch optimal realisierte Aufnahme der Partitur haben möchte, ist hier bestens bedient.
Aber es gibt noch viele andere WITWEn, von denen Ihr vielleicht auch welche empfehlen möchtet. Deshalb seid Ihr jetzt wieder dran.
:hello Rideamus
Severina (18.05.2010, 18:33): Nachdem mein erster Beitrag irgendwie nicht im Thread gelandet ist, alle noch einmal:
Bei mir fiel der Groschen beim Tipp mit der "anständigen Frau", unter dem Wahlaspekt habe ich die LW eigentlich nie betrachtet. Obwohl ich diese Operette sehr liebe, besitze ich keine einzige Einspielung, weil ich die optimale Besetzung noch nirgends entdeckt habe. Irgendetwas stört mich auf jeder Aufnahme. Allerdings wäre die DVD eine Option, weil ich diese Produktion auch live gesehen habe. Bloß war das eine Silvestervorstellung, daher mit zahlreichen Gags und Einlagen angereichert. (Pereira trat z.B. als livrierter Diener auf!) Außerdem glaube ich mich zu erinnern, dass damals Naomi Nadelmann gesungen hat.
Live war ansonsten Harald Serafin mein liebster Danilo, der brachte alles mit, was man für diese Rolle braucht. Nach Yoopie Heesters war er sicher der charmanteste Windhund, der je ins Maxim ging, und im Unterschied zu diesem konnte er sogar singen :ignore
Dein Beitrag hat mir jetzt wieder Lust gemacht, doch auf CD-jagd zu gehen! :D
lg Sevi :hello
Rideamus (19.05.2010, 10:41): Und gleich weiter mit noch einem sehr populären Stück:
16. Verzicht kann schöner nicht klingen, schon gar nicht, wenn das Werk damit seinen Höhepunkt findet, bevor es mit einem Duett ausklingt.
Gesucht wird der fünfte Buchstabe des Komponistennamens
Tipps:
Die verzichtende Dame hat sich zwei Akte zuvor schon über Merkwürdigkeiten der vierten Dimension ausgelassen.
Mit Rosenöl geht alles besser.
... muss aber "persisches" sein. :W
...aber nur "ein Tropfen."
Das habe sogar ich schon auf der Bühne gesehen. Damals war eine der Hauptfiguren Michael Jackson zum Verwechseln ähnlich, ein Regieeinfall, den ich gelungen fand. (Gurnemanz)
Edwin schüttelt sich wahrscheinlich, aber dieses Ensemble ist himmlisch und das in einem gemeinen Beisel!
Hat mit Frage 18 ein Requisit und die Bezeichnung für eine Figur gemeinsam. Hier ist es jedoch eine stumme Nebenfigur und der vorübergehende Verlust eines Gegenstandes wird wohl auch keine tödlichen Folgen haben.
Die Lösung - Richard Strauss: Der Rosenkavalier - Schlussterzett: Hab mir's gelobt Lösungsbuchstabe S Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=iUS6aAsqy4E
Diese Frage nach einer meiner Lieblingsopern war für alle eine relativ leichte Übung und gehörte zu den von allen am schnellsten gefundenen Eiern. Dieses herrliche Terzett findet nämlich sogar Gnade bei eingefleischten Strauss-Gegnern wie unserer Fairy Queen. :B
Auch hier gibt es eine sehr schöne Inhaltsangabe von unserem Wiener Opern(an)beter, so dass ich mir Details dazu sparen kann: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/p24055-wiener-streif-en-lichter-%E2%80%93-der-etwas-andere-opernf%C3%BChrer/#post24055. Ich komme also direkt zu meinen Liebingsaufnahmen. Hier gibt es eine Fülle sehr guter DVDs, so dass ich mich fast auf diese beschränken kann:
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Die alte Karajan-Aufnahme ist sicher eine erste Wahl und deutlich besser als die neue, zumal sie klanglich wie interpretatorisch superb ist, allerdings nur auf cd. Leider ist die (derzeit nur gebraucht verfügbare) DVD von Paul Czinners Film mit einer etwas anderen, aber fast gleichwertigen Besetzung (u. a. Anneliese Rothenberger statt Teresa Stich-Randall) filmisch und auch vom Ton her sehr mäßig, aber man sollte Elisabeth Schwarzkopf, die diese Rolle für eine ganze Generation von Sängerinnen von Christa Ludwig bis zu Kiri Te Kanawa geprägt hat, auch einmal in einer ihrer Glanzrollen gesehen haben, auch wenn sie aus heutiger Sicht überzogen wirkt.
Noch überzeugender sind für mich aber die beiden DVDs von Carlos Kleiber, die leider nicht den allerbesten Octavian (Brigitte Fassbender) und die allerbeste Sophie (Barbara Bonney) vereinen, obwohl sie auch individuell fast ideale Besetzungen bieten. Von der ersten mit Gwyneth Jones (eine ihrer besten Aufnahmen), Brigitte Fassbaender und Lucia Popp stammt mein oben angeführtes YouTube-Beispiel.
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Der anderen Aufnahme mit Felicity Lott, Anne Sofie von Otter und Barbara Bonney entstammt ein weiteres YouTube-Beispiel mit einer faszinierenden Kopplung von Bild und Dirigent: : http://www.youtube.com/watch?v=BFjFXbhil5Y&feature=related
Zum Glück brauche ich mich nicht zwischen beiden entscheiden, denn das könnte ich nicht, kommen doch beide einem idealen ROSENKAVALIER so nahe, wie nur möglich, zumal ich das Glück hatte, die erste der beiden mitsamt Francisco Araiza auch live in München erleben zu können. Mir fällt es schon schwer genug, die anderen Aufnahmen nur kurz zu streifen, denn sie haben alle ihre Qualitäten. So gefällt mir von der Inszenierung her, deren Aufzeichnung ich sogar miterleben durfte, die von John Schlesinger auf der DVD unter Georg Solti am besten, zumal auch hier Barbara Bonney als Sophie brilliert.
Natürlich ist das keine Wiener Angelegenheit, aber wunderschön gesungen und gespielt sowie von einem Meisterregisseur inszeniert. Kiri Te Kanawa, Anne Howells und Barbara Bonney fehlt nichts außer dem Wienerischen Ton, und Age Haugeland ist ein erfreulich junger Ochs.
Bei den drei führenden DVD-Marschallinnen Gwyneth Jones, Felicity Lott und Kiri Te Kanawa fehlt mir naturgemäß ein wenig das Idiomatische, obwohl sie sich alle bestens schlagen, aber natürlich nicht an die Schwarzkopf im Karajan-Film oder an Christa Ludwig in der Bernstein-cd heran kommen.
Speziell das Terzett auf cd kann ich in dem Querschnitt mit Renéé Fleming, Susan Graham und, nicht zu vergessen, Barbara Bonney nachdrücklich empfehlen. Auch Christoph Eschenbach wird ihrer Leistung voll gerecht. Zu schade, dass es hier nicht zu einer Gesamtaufnahme gereicht hat. Immerhin kriegt man dafür auch noch ein paar andere Strauss-Schmankerl aus ARABELLA und CAPRICCIO (zu Letzterer fast ein "Best of..." ).
Eine höchst lohnende Platte, auch und vor allem für solche, die sich erst einmal in diese Klangwelt einhören wollen. Aber Achtung: wem die gefällt, der wird erst recht Gesamtaufnahmen haben wollen um dann womöglich festzustellen, dass der Stimmenglanz dieser Einspielung unübertroffen ist.
Was ältere Gesamtaufnahmen auf cd betrifft, so ist die von Erich Kleiber mehr als lobenswert, aber Maria Reining als Marschallin finde ich suboptimal. Hier würde ich mich für den frühen Karajan entscheiden, wenn es nur eine sein darf, und dann die anderen vermissen, nicht zuletzt Bernsteins unorthodoxe Alternative mit Christa Ludwig als Marschallin, die derzeit sehr preiswert ist.
Sie ist zwar keineswegs eine Referenzeinspielung, aber eine hochinteressante Alternative, die manchmal (Terzett im Ersten Akt!) fast zur italienischen Buffooper hin drängt und so eine enorm lebendige und in der Besetzung mit Christa Ludwig, Lucia Popp, Walter Berry (weniger Gwyneth Jones, die mir bei Carlos Kleiber als Marschallin besser gefällt) eine erfreulich idiomatische Spitzenleistung darstellt. Leider ist sie etwas verhallt, so dass man den Eindruck hat, bei Feldmaschalls wäre gerade Großwaschtag und alle Stoffe weggehängt, wie ein Krtiker mal formuliert hat.
Aber ich sollte auch Euch Gelegenheit lassen, Eure liebsten Rosenkavaliere vorzustellen und zu kommentieren, enn es sind seit Solti ja noch einige dazu gekommen.
:hello Rideamus
Rideamus (20.05.2010, 13:10): 17. Ein Rivale hört unfreiwillig einen verliebten Dialog mit und bietet einen komischen Kontrapunkt, weil er in seinem Versteck nicht alles versteht.
Gesucht wird der drittletzte Buchstabe des Vornamens des Titelhelden
Tipps:
Es geht in die Zielgerade mit einem spannenden Erstling, der lange Zeit nur als Ouvertüre überlebt hat.
Ein/e Ratefreund/in hier, spielt in dem gesuchten Ensemble eine zentrale Rolle.
Denkt mal in Richtung einer Saison, die erst kürzlich vorbei ging, und dann nach Rom, dann kommt Ihr zumindest der Ouvertüre schon mal näher.
Der Titelheld sticht im Verlauf des Stücks einen seiner Widersacher nieder, am Schluß gibt es einen großen Knall... Obendrein hat das Werk eine Gemeinsamkeit mit Pfitzners "Palestrina"...
..., nur ist der in beiden Stücken auftretende Herr einmal mild und einmal fromm. Es liegen übrigens nur etwa drei Jahrzehnte zwischen den Handlungen der beiden Opern.
Was haben Opern von Richard Strauss und Max von Schillings mit dieser Oper gemeinsam? (Teresa Cellini)
Die Lösung: Hector Berlioz: Benvenuto Cellini - Terzett: "Eh bien donc, Teresa" Lösungsbuchstabe: U Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=qpFenWqp9Z8&feature=video_response
Diese Frage stellte sich als eine der am schwersten zu lösenden heraus, weil zwar sehr viele von dem Werk gehört haben, aber nur eine Minderheit das Werk selbst kennt, geschweige denn sich danach benennt, wie die wackere Raterin Teresa Cellini, die wieder einmal alle Fragen gelöst hat :down , aber leider bei dem Lösungswort passen musste.
Eigentlich wollte ich nach dem allgemeinen Ensemble während des römischen Karnevals fragen, das auch der viel berühmteren Berlioz-Ouvertüre LE CARNIVAL ROMAIN Namen und Themen gegeben hat. Leider fand sich dafür kein Beispiel bei YouTube, und da ich schon Beispiele für alle anderen Fragen hatte, wollte ich konsequent bleiben. Daher dieses Terzett, das jedoch eine Aufnahme in den Reigen großer Ensembles allemal verdient, ist es doch eine der ganz brillianten Eingebungen von Berlioz, die übrigens auch in die genannte Ouvertüre Eingang fand, die man sich hier in der vorzüglichen Interpretation von Colin Davis anhören kann und zum Vergleich auch anhören sollte: http://www.youtube.com/watch?v=04YHr7__kBU
BENVENUTO CELLINI beschäftigt sich mit zwei Aspekten des Lebens des berühmten Bildhauers, die miteinander wenig zu tun haben, nämlich seinen zahlreichen Liebschaften und der Schaffung der berühmten Statue des David, die auch die meisten Platencover ziert, auf Geheiß des Papstes Clemens VII, den wir auch aus der Oper PALESTRINA und als Auftraggeber der Ausgestaltung der Sixtinischen Kapelle durch Michelangelo kennen. Das Werk war Berlioz' erste vollständige und aufgeführte Oper, hatte aber lange Zeit kein sehr glückliches Schicksal, weil die Partitur mit ihren komplexen Ensembles und Temporückungen selbst von dem damaligen Stardirigenten Habeneck nicht angemessen zu realisieren war, wie Berlioz stolz berichtete, nachdem es ihm mit der Konzertouvertüre gelungen war, den Beweis für die Brillianz und technische Machbarkeit dieses Stückes anzutreten. Dennoch blieb es dabei, dass seine Oper lange nicht mehr aufgeführt wurde, so dass die mustergültige Gesamtaufnahme des Werkes durch Colin Davis eine nicht weniger bedeutende Ehrenrettung dieses Werkes war, wie zuvor schon seine bahnbrechende Gesamteinspielung der TROYENS.
Leider gibt es diese Einspielung derzeit nur im Gesamtpaket des Berlioz-Zyklus von Colin Davis, das allerdings ohnehin eine Anchaffung lohnt. Die neue Einspielung von Colin Davis kenne ich leider noch nicht gut genug um dazu etwas Schlüssiges zu sagen, aber ich kann inzwischen noch eine weitere Aufnahme empfehlen, nämlich die von John Nelson mit Gregory Kunde, Patricia Ciofi und Jean Francois Lapointe sowie Joyde di Donato, der auch das oben aufgeführte Beispiel entstammt:
Eher abraten würde ich von der DVD der Salzburger Festspiele, weil der Regisseur Philip Stölzl das Werk bis zure Unkenntlichkeit vergagt und wohl auch Valeri Gergiev die Lust an einer sorgfältigen Interpretation ausgetrieben hat, die er zuvor noch in Amsterdam mit Anna Netrebko abgeliefert hat, wie man einer mir zum Glück vorliegenden Rndfunkaufnahme entnehmen kann. Zur Begründung meiner Ablehnung hier ein Auszug aus einer Besprechung, die ich mal für ein anderes Forum schrieb:
Wenn der Vorhang aufgeht, sinkt einem Liebhaber dieser Oper das Herz ganz tief nach unten, was schon Stölzls Erklärungen im Vorspann befürchten ließen. ... Man sieht ein futuristisches Disneyland mit bezugslosen Robotern, als hätte Stölzl das Libretto von Victor Herberts BABES IN TOYLAND studiert und die Maßgabe beherzigt, wie weiland in dem kuriosen Film nach dieser Operette vor allem "Dick und Doof" in Szene zu setzen. Warum hier von einem Papst die Rede ist, mag der geneigte Zuschauer raten. Es ist ja nicht so, dass diese Oper jedem vertraut wäre. Statt dessen fragt man sich, ob man aus Versehen auf die Dächer eines von der Spielzeugfabrik Mattel ausgestatteten, pseudofuturistischen Mary Poppins - Remakes versetzt wurde und jeden Augenblick das fliegende Kindermädchen auftaucht um Supercalifragilistiexpialigetisch zu singen. Vorerst aber wird ein wunderbares Terzett durch Mätzchen wie den in einem Schornstein herumrutschenden Balducci ruiniert.
Wenn es je eine Inszenierung gab, welche die Musik erschlägt, dann diese. Wenn es je um eine Musik schade war, dann diese.
Schade drum. Warten wir auf eine adäquate Inszenierung, die dann hoffentlich auch aufgezeichnet wird. In Nürnberg scheint es ja jüngst eine gegeben zu haben, die sich gelohnt hätte, aber leider hat die niemand aufgezeichnet.
Vielleicht kann jemand hier etwas dazu sagen, der sie gesehen hat. Oder jemand, der im Gegensatz zu mir auch Norringtons Einspielung des Werkes kennt. Oder überhaupt jemand, denn langsam wird es etwas einsam hier.
:hello Rideamus
Fairy Queen (20.05.2010, 16:28): Ich kenne diese Oper noch gar nicht und habe hier einen Mitschnitt aus Salzburg 2007 liegen: Gergiev dirigiert. Kennt jemand diese Version? Bin je denfallsgespannt!!!!! Von Berlioz bin ich bisher nur angenehm überrascht worden.
F.Q.
Armin70 (20.05.2010, 16:42): Noch einige Anmerkungen zu den letzten Rätselfragen (Nr. 15 - 17):
Bezüglich Lehars Lustiger Witwe hatte ich schon an anderer Stelle hier im Forum erwähnt, dass ich Gardiners Aufnahme besitze und diese in musikalischer Hinsicht für mich fast schon Referenzstatus hat. Man kann vielleicht darüber streiten, ob die ein oder andere Sängerbesetzung ideal ist aber da ich nicht der große Gesangsexperte bin, kann ich zumindest feststellen, dass mir keiner der Sänger/innen negativ auffällt.
Was Richard Strauss`Rosenkavalier angeht, so kenne ich nur die Walzerfolgen, die Suite und das Schlussterzett aus dieser Oper. Zu Richard Strauss`Musik habe ich ein zwiespältiges Verhältnis aber das zu erläutern wäre OT.
Ähnlich verhält es sich mit der Musik von Hector Berlioz. Von seinen Opern kenne ich nur die Ouverüren, die ich immerhin in 2 Aufnahmen jeweils mit Colin Davis habe: Einmal die Aufnahme mit dem London Symphony Orchestra aus den 1960er Jahren und die neuere Aufnahme aus den 1990er Jahren mit der Staatskapelle Dresden. Als einzigstes längeres Werk von Berlioz, abgesehen von der Symphonie Fantastique und Harold in Italien, habe ich sonst nur noch die dramatische Sinfonie "Romeo et Juliette".
Für mich reicht das ehrlich gesagt auch, was ich von Berlioz kennen will bzw. muss.
Lieber Armin, ich will zwar gerne missionieren, aber bekehren müsst Ihr Euch schon selber. Schließlich liegen Gewinn und Verlust dabei ganz bei Euch. Bei Fairy Queen scheint es ja auch schon gelungen, dass zumindest Berlioz als Gewinn verbucht wird..
Ob allerdings ausgerechnet der Salzburger Mitschnitt der beste Weg ist, den BENVENUTO CELLINI schätzen zu lernen, wage ich zu bezweifeln. Im alten Forum war ich jedenfalls lange nicht der einzige, der sich wegen der oberflächlich popigen Inszenierung Stölzls mit Grausen wandte (s, a. meinen obigen Text dazu). Andererseits, wenn Du die Aufnahme schon hast: so schlecht, dass man keinen guten Eindruck von der Qualität der Partzitur bekommen könnte, ist die musikalische Seite der Aufzeichnung nun wieder auch nicht.
Riskiere einfach mal, da hinein zu sehen und vor allem zu hören, aber behalte Dir ein endgültiges Urteil vor, bis Du eine wirklich gute Aufnahme kennen lernst, die es derzeit leider nur auf cds, etwa den von mir empfohlenen, gibt.
:hello Rideamus
Rideamus (21.05.2010, 09:54): Heute ist anscheinend der Tag der Reue. Ich stelle gerade fest, dass ich bei den Fragen 16 und 17 einige wichtige Tipps übersehen habe. Ihr findet sie weiter oben nach den entsprechenden Fragen. Leider kann ich sie jetzt nicht mehr in den Antworten ergänzen. Tut mir sehr leid. :I
Nun wieder zu einer (mit) recht bekannten Oper. Eigentlich sogar mehreren:
18. Während einer großen Feier dreht der Held durch und demütigt seine Frau vor aller Öffentlichkeit
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Komponistenvornamens
Tipps:
diesmal musste ich zu meiner Schande darauf gestoßen werden, dass es mehrere richtige Lösungen gibt, darunter sogar zwei vom selben Komponisten. Ich meinte das Werk und die Szene, in welcher der Held ausrastet, während er eine offizielle Ehrung erhalten soll, aber das andere gilt natürlich auch, zumal der Vorwurf in beiden Fällen lautet, dass die Dame ehrlos sei.
Gefragt ist also nach dem dritten Buchstaben im Vornamen eines Komponisten, der zwei solcher Szenen in zwei verschiedenen Werken komponierte. Es genügt aber natürlich nach wie vor die Nennung eines einzigen Werkes.
Zum Trost reiche ich Dir ein Taschentuch, verlier es aber nicht!
Heute im Zellulosezeitalter unvorstellbar, dass diese Dinge des täglichen Gebrauchs einst als Liebespfand verschenkt wurden.
Der Stoff dieser Oper wurde schon zuvor von einem Komponisten vertont, in dessen Nachfolge sich der des gesuchten Stückes verstand. Für Aufführungen beider Opern gibt es ein Tenorproblem.
Der Gegenspieler unseres schwer zu besetzenden Tenors spinnt eine tödliche Intrige.
Dabei fing alles so friedlich an: Wird nicht auch mal, bevor die Intrige Unheil stiftet, ein schöner Sternenhimmel besungen?
Aber davor gibt es doch einen heftigen Sturm
Diese Oper basiert auf einem Drama eines großen Dramatikers, welches auch von einem anderen großen Komponisten, der ein Landsmann des gesuchten Komponisten ist, vertont wurde. Die Oper des gesuchten Komponisten ist aber die wesentlich berühmtere und vielleicht auch die wesentlich bessere als die Version des anderen Komponisten. Im Prinzip gehts in der Oper um eine Variation von "Kabale und Liebe" aber mit Schiller hat das nix zu tun.
Die betreffende Oper ist die vorletzte des gesuchten Komponisten.
Am Schluss bringt der Titelheld erst sie um und dann sich - uind alles nur wegen eines verlorenen und intrigant versteckten Accessoires.
Das unschuldige Opfer aus diesem Ei darf aber, bevor es gemeuchelt wird, gnädigerweise noch beten und tut das auf musikalisch wunderschöne Weise.
Die Orte der Handlung liegen bei den beiden Opern ca. 2.200 km entfernt, für das Rätsel ist der südlichere Ort interessant.
Markante Unterschiede zu anderen Werken, die ebenfalls in Frage kommen könnten: Hier wird eine verheiratete Frau von ihrem Ehemann in der Öffentlickeit bloßgestellt. Die Hochzeit der beiden liegt schon etwas länger zurück und sei Verhalten ist auch nicht dadurch motiviert, weil er gerade etwas aus der Vergangenheit der betroffenen Frau erfahren hat, was er zuvor nicht gewusst hat.
Die Lösung - Giuseppe Verdi: OTELLO - Ensemble: A terra si nel livido Lösungsbuchstabe: U Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=UV8XTom0SD0
Hier hatte ich übersehen, dass es in Verdis LA TRAVIATA - und im Grunde in noch diversen anderen Opern - eine sehr ähnliche Szene gibt, der man allerdings nur mit etwas Mühe den besonderen Status der "großen Feier" zuerkennen kann. Gemeint war natürlich das Ausrasten Otellos während der Ehrung durch die venezianische Delegation, da es zu einem der ganz großen Ensembles von Giuseppe Verdi führt, das ich schon immer mal hervorheben wollte. Im Ergebnis habe ich aber beide Lösungen anerkannt, zumal der Lösungsbuchstabe dank des gleichen Komponisten identisch ist.
Die Handlung des OTELLO brauche ich wohl niemandem mehr zu erläutern, zumal Englischsprachige sie auch in dem o. g. Beispiel von keinem Geringeren als Moses persönlich erläutert bekommen können und der Wiener Opernpeter das hier schon vorbildlich getan hat: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/p32203-wiener-streif-en-lichter-%E2%80%93-der-etwas-andere-opernf%C3%BChrer/#post32203
Erwähnt werden sollte allerdings die Version von Rossini, auf die sich der Tipp mit dem Tenorproblem bezieht. Es ist allerdings ein anderes als bei Verdi, denn während dieser eine der anspruchsvollsten Tenorpartien geschrieben hat, braucht Rossini gleich drei, die allerdings keine Heldentenöre sein dürfen. Dort verläuft die Handlung ziemlich anders, so dass es zwar ein Pendant zu der Szene bei Verdi gibt, aber ohne die öffentliche Demütigung Desdemonas durch ihren Ehemann. Ein Vergleich zwischen beiden Opern wäre dennoch sehr reizvoll, hier aber am falschen Platz, so dass ich mich ganz auf Verdis Oper und seine Einspielungen konzentrieren kann.
Hier bekenne ich mich zu einer sehr konservativen Haltung, denn der OTELLO war lange meine Lieblingsoper von Verdi, bis der FALSTAFF ihn überholt hat, und das dank zweier Aufnahmen, die m. E. bis heute unübertroffen sind, obwohl die Desdemona Herva Nellis und das Klangbild bei Toscanini nicht wrklich konkurrenzfähig sind:
............... Ich spreche natürlich von den Aufnahmen unter Arturo Toscanini mit dem besten aller Otellos in Ramon Vinay und Tullio Serafin mit einer sehr guten Leonie Rysanek und dem Jago Tito Gobbis, der als einziger mit Giuseppe Valdengo bei Toscanini mithalten kann. Beide Einspielungen setzten Maßstäbe, die von allen späteren Aufnahmen allenfalls teilweise erreicht wurden. Da wäre das Orchester bei Sir John Barbirolli zu nennen, der aber die mit Abstand schwächste Besetzung mit einem katastrophalen Otello hat, oder auch das von Karajan, der mit Mirella Freni eine überwältigend schön singende Desdemona aufzubieten hat, während Jon Vickers bei Serafin deutlich besser war und Peter Glossop zwar nicht schlecht ist, aber im Vergleich mit Valdengo und Gobbi unterliegen muss.
Auf DVD hat mich bislang keine Aufnahme so recht überzeugt, denn bei Karajan, der vielleicht die musikalisch beste Aufnahme bietet (man höre nur mal die erfragte Szene), findet keine nennenswerte Inszenierung statt und Solti fehlt ein neben dem besten Otello der Gegenwart (Placido Domingo) und einer wunderbaren Desdemona (Kiri Te Kanawa) überzeugender Jago. So möchte ich ausnahmsweise eine Lanze für eine Aufnahme aus Verona brechen, die zwar auch nur eine rudimentäre Inszenierung bietet und von Zoltan Pesko nur durchschnittlich dirigiert wurde, aber von Vladimir Atlantov, Kiri Te Kanawa und Piero Cappuccilli großartig gesungen wird:
Ich gestehe aber, dass mir von dieser Oper dank der überzeugenden alten Beispiele, die mir stets genügten, neuere Vergleiche fehlen (Muti fand ich wenig überzeugend). Vielleicht habt Ihr da bessere Eindrücke und Empfehlungen? Schließlich gehört ein optimales Klangbild unbedingt zu einem optimalen OTELLO dazu, und das sollte man sich von neueren Aufnahmen versprechen können. Nur: wo sind die entsprechenden Sänger?
:hello Rideamus
Rideamus (21.05.2010, 11:34): Ich schiebe die nächsteAntwort gleich hinterher, weil ich es mir hier sehr leicht machen kann:
19. Die kleine Trommel hat die unsichtbare Hauptrolle in diesem Ensemble, das eigentlich gar keines ist, sondern ein immer dünner, und gerade darum immer eindringlicher werdender, Unisono-Chorgesang.
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Komponistennamens
Tipps:
Das hier der Gesang, wie Rideamus schreibt, immer dünner wird, hat viel mit Politik zu tun.
Ein angeblich eigens für die Humanisierung lethaler Prozesse entwickelter Apparat spielt die unschöne Hauptrolle im gesuchten Ensemble.
Zentrales Thema ist hier die Angst vor der Angst und deren Überwindung.
In dieser Oper geht es um ein Martyrium, das dem Karfreitag würdig ist, sich aber in der Historie viel später als Selbiger abspielte. In wahrhaft finsteren Zeiten.
Die Story ist sehr düster und spielt in einer schrecklichen Phase der Geschichte meines Exillandes, die trotz ihrer Schrecken Europa massgeblich und nachhaltig verändert hat. Die Vorlage ist ein Theaterstück dessen Vorlage ein deutschsprachiges Werk ist. Wer dieses grossartige Musiktheaterwerk noch nicht kennt, hat derzeit die Chance es in Deutschland zu sehen..... der Schluss ist einer der ergreifendsten im gesamten Genre.
Liberté, Égalité, Fraternité.
Kleiner Tipp: "Les Six".
Ein Werk das ganz ohne die üblichen "Verdächtigen" (also Liebe, Eifersucht etc) auskommt und die Abgründe und Höhenflüge der menschlichen Seele und der conditio humana ausleuchtet. Ganz grosse Kunst!
Die Lösung - Francis Poulenc: Dialogues des Carmelites - Finale: Salve Regina Lösungsbuchstabe: U Beispiele - New York: http://www.youtube.com/watch?v=GcUXp-fpiD0&feature=related Strasbourg: http://www.youtube.com/watch?v=5RGSLSYXIek
Einfach machen kann ich es mir deshalb, weil diese Frage eine mich total überraschende Welle der Anteilnahme an dem Werk ausgelöst hat, die gleich zu einem Thread führte, auf den ich eigentlich nur noch verweisen muss, nämlich http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=1443. Außerdem gibt es natürlich auch hier den Opernführer: http://www.capriccio-kulturforum.de/oper/p63351-wiener-streif-en-lichter-%E2%80%93-der-etwas-andere-opernf%C3%BChrer/#post63351.
Da beide erst sehr jungen Datums sind, brauche ich dem kaum etwas hinzu zu fügen, was nicht auch und zuerst in die Threads gehört. Vielleicht aber noch meine eigene Präferenz einer Aufnahme der Oper, mit der ich mich nicht ganz so leicht tue wie manche von Euch, obwohl der letzte Akt wirklich zu den ganz großen der Musikgeschichte gehört.
In Ermangelung eines Mitschnitts der Inszenierung John Dexters an der MET mit Jessye Norman, Regin Crespin (ihre Abschiedsvorstellung in der MET), Betsy Norden, Maria Ewing und Florence Quivar, die es leider nur auf dem grauen Markt gibt, gebe ich zu, dass ich mich nicht wirklich zwischen der Mailänder Inszenierung Robert Carsens und der in Strasbourg von Marthe Keller entscheiden kann.
.....................
Die neue DVD aus Hamburg kenne ich nicht. In jedem Fall geht es zumindest mir so, dass ich diese Oper auch sehen muss um sie voll würdigen zu können. Ansonsten wäre noch diese sehr authentisch klingende cd unter der Leitung von Paul Dervaux, ebenfalls mit einer stimmlich noch besseren Régine Crespin, zu empfehlen:
Kommentare zu diesem Stück sollten aber weiter in dem o. g. Thread eingestellt werden.
:hello Rideamus
Rideamus (22.05.2010, 09:43): Und nun zum Endspurt. Wie ich seinerzeit schrieb, konnte ich mich nicht entscheiden, welches Stück ich an den Abschluss meines Rätsels stellen sollte und habe die Frage deshalb zweigeteilt. Hier die erste:
20. Ostern spielt eine wichtige Rolle in diesem Werk, an dessen Ende, um das es hier geht, eine Rettung durch Vergebung steht.
Gesucht wird der dritte Buchstabe des Komponisten
Tipps:
Vielleicht nicht die genialste, jedoch sicherlich die populärste musikalische Umsetzung dieses Stoffes der Weltliteratur.
Da könntest Du auf dem falschen Spaziergang sein. Es gibt eine weniger populäre Version, auf die die Angaben auch zutreffen, letztere zieht einen Zweiteiler auf einen Abend zusammen. Sie ist auch nach dem zweiten Protagonisten des Werks benannt, während die von Dir angedachte je nachdem einen Titelheld oder eine Titelheldin hat...
... ganz zu schweigen von jener, die dem Titelhelden auch den ihm gebührenden Doktortitel gibt oder der ganz tollen, die das unhappy end schon im Titel ankündigt. Aber das gesuchte Ei ist tatsächlich das Werk, das unter den zwei verschiedenen Namen bekannt wurde.
Das mit dem Doktortitel kam schon wegen des fehlenden Osterbezugs und der ausbleibenden Erlösung nicht in Frage. Aber mit den primären Angaben wäre tatsächlich auch das Werk in Frage gekommen, dessen erster Akt an Ostern in Frankfurt spielt.
Die lyrische Zentralfigur bewundert sich und ihren Schmuck im Spiegel. Der Komponist war übrigens mit Fanny Mendelssohn befreundet.
Das gesuchte Werk behandelt ein teuflisches Thema, zu dem es viele Opern gibt. Gesucht ist das Werk, das unter zwei verschiedenen Namen bekannt geworden ist, einem männlichen und einem weiblichen
Der Gegenspieler des Titelhelden gilt selbigem als Nucleus eines Rassehundes.
Ich habe einen Pekinesen und kenne daher die Kerne von Pudeln nicht so gut...
"Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor..."
Der gesuchte Komponist hatte u. a. ein bekanntes Werk eines berühmten Thomaskantors bearbeitet und in der gesuchten Oper kommt u. a. der Blocksberg vor.
Osterspaziergang oder nicht (und wenn ja, wann)? Wer diese Frage beantwortet, ist der Vorlage ganz nahe.
Die Vorlage für diese Oper ist zweiteilig, interessanterweise hat der erste Teil, wo die Heldin stirbt, die Komponisten wesentlich mehr inspiriert als der zweite Teil.
Die Lösung - Gounod: Faust - Finale: Anges purs, anges radieux Lösungsbuchstabe: U Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=fJkRuPA0-2M&feature=related
Dieses letzte Ei war eines der leichter zu findenden. Allerdings hatten sich einige Ratefreunde schon in den Osterurlaub verabschiedet, weshalb es nicht von allen gefunden wurde.
Gounods Vertonung des FAUST-Dramas ist für mich ein sehr zwiespältiges Stück mit grandiosen Passagen, die immer wieder in fragwürdig überladene Passagen ausbrechen. Das Finale mit seinem packenden Terzett und dem anschließenden, fast unsäglichen Chor ist ein typisches Beispiel dafür. Insofern hat Ken Russell, der Regisseur meines umstrittenen Beispiels aus der Wuener Staatsoper, durchaus einen Nerv der Oper getroffen, indem er Marguerite zur Nonne machte und so auch den religiösen Komponisten Goudon heraus kehrte.
Es ist bezeichnend für den Kulturdünkel Vorkriegsdeutschlands, dass die Oper bei uns lange nur unter dem Titel MARGARETHE aufgeführt wurde, weil Gounods französische Musik als Sakrileg an dem Denkmal Goethe empfunden wurde, aber gerade Gounods Partitur hat sich von den vielen FAUST-Vertonungen weltweit am lebendigsten im Repertoire erhalten, und das nicht von ungefähr, strotzt sie doch nur so vor "Hits" und brillianten Nummern, und auch ihr Libretto kann sich durchaus sehen lassen, wenn es auch neben der brillanten und viel ambitionierteren Leistung Boitos für dessen eigenen MEFISTOFELE verblasst.
Von allen Vertonungen des FAUST ist die Gounods wohl diejenige, die den Stoff am unverblümtesten beim dramatischen Wort nimmt und das Metaphysische, das bei Boito so stark dominiert, dass das Drama darunter leidet, sehr weit in den Hintergrund drängt. Gounods Librettisten sind von niemandem darin übertroffen worden, die blanken Leidenschaften des Dramas heraus zu stellen - wahrscheinlich wollte das auch sonst niemand -, und Gounod ist ihnen darin rückhaltlos gefolgt.
Eine adäquate Einspielung sollte also dem dramatischen Affen Zucker geben, und da steht die Aufnahme unter Plasson dem vollblütigen Dirigat Georges Pretres mit dem eindrucksvoll teuflischen Mephisto Nicolai Ghiaurovs, der wunderschön singenden Mirella Freni und dem gleichfalls auf dem Höhepunkt seines stimmlichen Könnens agierenden Placido Domingo merklich nach. Da die Aufnahme zudem denkbar vollständig ist, war sie lange meine Referenzeinspielung.
Andererseits: Gounods FAUST ist auch eine sehr französische große Oper, die ihren eigenen Stil hat, den man nicht so intensiv italianisieren sollte, wie die drei internationalen Stars es bei Pretre tun. Das ist für mich gar nicht so sehr eine Frage der korrekten Aussprache, mit der man ja in Einspielungen französischer Opern fast immer zu kämpfen hat, als des Gesangsstils. Bei aller vermeintlichen Nähe zu ihm ist Gounod kein Verdi-Imitator. Das gilt übrigens erst recht für die Aufnahme unter Richard Bonynge mit einer Joan Sutherland, die wieder mal wunderschöne Töne absondert, aber sonst wenig ausstrahlt (von dem tenoralen Protz Corellis ganz abgesehen), und der von Colin Davis, die immerhin eine mögliche dritte Wahl ist.
Dagegen ist die Aufnahme Plassons trotz der Mitwirkung internationaler Künstler hörbar die idiomatischste unter den klanglich zeitgemäßen, und vollständig ist sie auch. Da Richard Leech zu seiner besten Zeit dem Rollenvorbild Nicolai Gedda kaum nachsteht, dessen Aufnahme unter Cluytens leider durch eine unidiomatische Margarethe (bei aller Bewunderung für den Gesang von Victoria de los Angeles) und durch eine gekürzte Fassung bei zudem etwas angestaubtem Klangbild geschlagen ist, würde ich aus heutiger Sicht die Aufnahme Plassons als Referenz betrachten. Plasson übertrifft sich hier selbst, Cheryl Studer entspricht für mich der etwas naiven Anlage der Margarethe in dieser Oper und singt tadellos, und José van Dam ist für mich der bis heute beste Mephisto unter den Gounod-Einspielungen, denn auch mich stört die Outriertheit Christoffs etwas. Ghiaurov ist das zwar kaum weniger, aber ihm glaube ich die Rolle, obwohl er stimmlich schon über seinen Zenith hinaus war, während Christoff sie für meinen Geschmack etwas zu sehr spielt. Nicht vergessen werden sollte auch Thomas Hampson, der für den Valentin schon fast etwas zu kultiviert ist, aber dennoch reinen Hörgenuss bietet. Der mich bislang am meisten überzeugende FAUST ist also dieser:
Unter den kommerziell verfügbaren DVDs kenne ich nur die, aus der auch mein zitiertes Beispiel stammt. Sie ist, wie schon gesagt, wegen der Inszenierung Ken Russells umstritten, bietet aber ausgezeichnete Gesangsleistungen von Gabriela Benackova, die es allerdings sehr an Wortdeutlichkeit fehlen lässt, Francisco Araiza und Ruggero Raimondi als höchst eindrucksvoller Mephisto.
Interessieren würde mich, ob Ihr unter den Live- und Rundfunkmitschnitten nicht weitere Beispiele in anhörbarer Tonqualität kennt, die man sich zusätzlich ins Regal bzw. die Festplatte stellen kann. So weiß ich von einer interessanten Zürcher Aufführung mit Jonas Kaufmann und einer Covent Garden Aufführung mit Bryn Terfel, Angela Gheorghiu, Roberto Alagna und Simon Keenleyside unter Antonio Pappano, die ich mir ziemlich interessant vorstelle. Nur wird sie leider derzeit nicht angeboten. Auch der schon angesprochene japanische Mitschnitt mit Alfredo Kraus, Renata Scotto und wiederum Ghiaurov klingt verlockend. Ist ein Erwerb dieser DVD auch unter technischen Aspekten zu empfehlen?
:hello Rideamus
Rideamus (23.05.2010, 12:05): Nun endlich, paasend zum neuerlichen Feiertagswochenende, die Auflösung der letzten Frage meines Osterrätsels:
21. Dieses vielleicht größte Ensemble in einem Bühnenwerk überhaupt nimmt ein ganzes Bild in Anspruch, während dem ein Machtkampf entschieden und Menschen einem fundamentalistischen Religionsbegriff geopfert werden.
Gesucht wird hier nur noch das Werk selbst, denn zum Lösungssatz steuere ich wahlweise zwei Ausrufezeichen oder ein Komma und einen Punkt bei, weil keine Buchstaben mehr fehlen.
Tipps: What a Day for an ..... !!
Auf der Bühne kann dieses monumentale Werk mal diese, mal jene Gestalt annehmen. Oder auch mal in dieser, mal in jener Sprache aufgeführt werden.
Von dieser gesuchten Oper existieren verschiedene Fassungen, eine in französischer und eine in italienischer Sprache, sowie gibt es diese Oper mit 4 und mit 5 Akten.
Die Oper wurde nicht im Heimatland des Komponisten uraufgeführt und mit dem Land der Uraufführung konnte sich dieser Komponist nie so recht anfreunden.
Die Oper basiert auf einem gleichnamigen Drama, das von einem berühmten Dramatiker stammt, der auch Dichter, Lyriker und übrigens auch Arzt war.
Die Mutter des erstgeborenen Titelhelden starb nach seiner Geburt und ehe die gleichaltrige Prinzessin viel später (und in der Oper) seine Stiefmutter wurde, war der Titelheld erst mal mit ihr verlobt.
Fiamingi kommen nicht nur in Zoos vor.
In diesem Ensemble hat eine helle Frauenstimme eine Schlüsselfunktion, in der Schlussszene fällt diese Aufgabe einer tiefen Männerstimme zu.
Die Lösung - Giuseppe Verdi: Don Carlos - 3. Akt, 2. Bild: Autodafé Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=cQJn46YORZk (Teil I) und http://www.youtube.com/watch?v=F9zwI37vO48&feature=related (Teil II)
Die Wertschätzung von Verdis Grand Opéra DON CARLOS hat eine sehr interessante Entwicklung durchgemacht, denn während die Oper lange Zeit als imposantes, aber weniger attraktives Werk galt als die mittlere Trias RIGOLETTO, Il TROVATORE und LA TRAVIATA oder AIDA, schätzen viele sie heute als Verdis vielleicht bedeutendstes oder gar bestes Werk. Jedenfalls wurde sie sowohl im alten Forum wie Ende letzten Jahres auch von den Mitgliedern des Capriccio-Forums, die nur noch Mozarts LE NOZZE DI FIGARO als ihre liebste Oper bevorzugten, zu Verdis beliebtester Oper gewählt. Das ist sicher nur eine Perspektive von begrenztem empirischen Wert, aber doch bezeichnend für die Aufwertung, welche die Oper im Lauf der Jahrzehnte erfahren hat.
Ein Grund dafür ist sicher in dem Libretto zu suchen. Zwar verstärkte dies noch Schillers Tendenz, den hitzköpfigen Infanten wider jedes historische Wissen vom verkrüppelten Epileptiker und Sadisten zum Gutmenschen und Fürsprecher der Protestanten zu machen, und klebte auch ein problematisches "Happy End" mit dem Geist (?) des verstorbenen Karl V an; es ist aber auch dasjenige unter allen Libretti Verdis, in dem am ausführlichsten reife politische Überlegungen zum Tragen kommen, die Verdi begierig aufgegriffen und mit außerordentlicher schöpferischer Kraft in Musik geformt hat.
Besonders interessant ist auch die Gewichtung der Hauptpersonen. Wie schon Charles Osborne in seinem Buch "The Complete Operas of Verdi" angemerkt hat, ist erstmals bei Verdi eine Oper notfalls ohne das zentrale Liebespaar denkbar, nicht aber ohne die vermeintlichen Nebenfiguren Posa und Philipp, der für mich die eigentlich tragische Hauptperson des Stückes ist (s. a. http://www.das-klassikforum.de/thread.php?postid=84312#post84312).
Nachdem die Oper mit ordentlichem, aber nicht überragenden Erfolg in Paris uraufgeführt worden war (immerhin brachte sie es allein in der ersten Saison auf 43 Aufführungen), adaptierte Verdi sie zunächst in einer italienischen Fassung für Mailand und überarbeitete sie dann noch einmal für die Wiener Premiere, indem er den in Fontainebleau spielenden ersten Akt bis auf eine Arie des Don Carlos, die er in den zweiten einfügte, und natürlich, wie schon für Mailand, das in Paris noch notwendige Ballett strich. Da er bei anderen Gelegenheiten auch noch einige andere Veränderungen vornahm, gibt es sogar insgesamt sieben von Verdi selbst verfasste bzw. autorisierte Versionen. Ich persönlich ziehe die fünfaktige, also fast vollständige italienische Fassung vor, denn ich finde, dass Verdi sich in seiner eigenen Sprache eleganter und klangvoller auszudrücken vermochte, während manche französische Wendungen ihm, obwohl er wohl des Französischen sehr wohl mächtig war, hörbar quer lagen. Das Ballett ist zudem zwar hübsch, aber verzichtbar, vor allem in einer Live-Aufführung, die sonst eine enorme Dauer in Anspruch nimmt.
Auf einer Bild- oder Tondokumentation des Werkes würde ich allerdings Wert auf alle fünf Akte legen, weil die späteren Konflikte von Elisabeth und Carlos ohne den ersten unverständlich bleiben müssen. Leider disqualifiziert das die musikalisch sehr eindrucksvolle, wenn auch arg konventionell inszenierte Aufnahme Herbert von Karajans, der mein erstes Beispiel entstammt, weil er sich für die vieraktige Wiener Fassung entschieden hat. Gleiches gilt für die Aufnahme Gabriele Santinis mit den hervorragenden Bässen Boris Christoff und Tito Gobbi. Da Abbados denkbar vollständige französische Fassung ebenso wie die von Solti mindestens an einer problematischen Elisabeth (Ricciarelli bzw. Tebaldi) kranken, bleiben eigentlich nur drei Kandidaten für meine Lieblingsaufnahmen übrig. Die italienischen wurden beide von Carlo Maria Giulini geleitet, wobei ich der Studioaufnahme mit Domingo, Caballé, Raimondi, Verrett und Milnes deutliche Vorteile zuspreche, was zum einen an dem optimalen Klang, aber auch daran liegen dürfte, dass ich lange Zeit von diesem DON CARLO geprägt wurde.
Daneben ist aber auch der Mitschnitt von Covent Garden zu empfehlen, den ich nur noch nicht gut genug kenne um ihn rückhaltlos zu empfehlen. Wenn man zu gewissen tontechnischen Abstrichen bereit ist und einen leicht altmodischen Gesangsstil akzeptieren kann, bleibt dieser ältere Mitschnitt von 1958 jedoch eine der Spitzenaufnahmen des Werkes, zumal die Besetzung mit Boris Christoff, Jon Vickers, Gre Brouwenstijn, Michael Langdon und Fedora Barbieri absolut gleichwertig ist
Meine dritte Emfehlung wäre der Mitschnitt der Wiener Inszenierung der vollständigen französischen Fassung unter einem glänzend aufspielenden Bertrand de Billy:
Sie hat den großen Vorteil nicht nur des Bildes mit der brillanten Regie Peter Konwitschnys, von der sämtliche Sänger profitieren, sondern auch der absoluten Vollständigkeit sowie der französischen Originalfassung. Jeder, der diese Oper liebt, sollte diese Aufführung zumindest kennen, wenn schon nicht als Zweitaufnahme besitzen. Ich schreibe das in vollem Bewusstsein der Kontroversen, welche die Inszenierung ausgelöst hat, und obwohl auch ich nicht sonderlich glücklich mit der Verlegung ausgerechnet der zentralen Autodafé-Szene in das Opernhaus mit gesprochener Ansagerin bin. Ansonsten aber kenne ich keine Aufnahme oder Aufführung, in der gerade die vermeintlichen Nebenrollen des Philippe, des Posa und der Eboli so überzeugend zur Geltung kommen, zumal auch die sängerische Leistung dem der Inszenierung entspricht.
Widerspruch und Ergänzungen sind aber, wie immer, herzlich willkommen.
:hello Rideamus
Rideamus (23.05.2010, 12:38): Zum Abschluss meiner Rätsellösungen schulde ich Euch noch die Erklärung des Lösungsspruches, der wegen seiner vielen Mehrfachbuchstaben und seiner Fremdsprachigkeit diesmal besonders schwer zu lösen war und dennoch erfreulich oft gefunden wurde.
Tipps:
Die überdurchschnittliche Häufigkeit von O und U sollte einen Hinweis auf die Sprache liefern (in der werden die beiden Vokale gerne verbunden ...) Der Vater schrieb einen vielgelesenen Roman, der aber "nur" für eine Operette und ein Musical die Vorlage bildet, meines Wissens aber für keine Oper. (Der Sohn hat es schon auf die Opernbühne geschafft.)
Gabs nicht mal eine Fernsehserie "Drei sind einer zuviel"? :wink
In einem Song einer bekannten deutsche Punk/Rock-Band kommt dieser Satz in der deutschen Übersetzung im Refrain vor.
Es ist ein bereits in einer alten Sprache bekanntes Motto, das sich eine Gruppe Gleichgesinnter geben sollte, um ein Ziel oder einen Anspruch zu verdeutlichen.
Dieser Satz stammt aus einem literarischen Werk, das u. a. Stoff für Mantel- und Degenfilme lieferte.
Die literarische Vorlage, aus dem dieser Lösungssatz stammt, wurde mehrfach verfilmt. Stichwort: Mantel- und Degenfilme. Gene Kelly spielte in einer der Verfilmungen eine Hauptrolle. Der Lösungssatz wurde zu einem sehr bekannten Motto...
Die Lösung: UN POUR TOUS! TOUS POUR UN!
auf gut deutsch: Einer für alle! Alle für Einen.
Und natürlich habe ich auch hierfür Beispiele. Zunächst auf französisch: http://www.youtube.com/watch?v=ZPaUHOU6j94 Den kompletten Film gibt es hier auch auf deutsch: http://www.youtube.com/watch?v=2x6rmxoJF_Q
Nun weiß also jeder, wie es zu diesem berühmten Motto kam, das Alexandre Dumas père seinen drei Musketieren und D'Artagnan in den Mund gelegt hatte. Mir scheint das ein perfektes Motto für ein Ensemblerätsel zu sein. Für die Zumutung der französischen Fassung bitte ich um Entschuldigung, aber mit der deutschen Fassung wäre das Rätsel entschieden zu lang geworden.
Damit ist die Auflösung meines Osterrätsels immerhin pünktlich zu Pfingsten abgeschlossen. Ich bedanke mich bei allen ganz herzlich, die sich so engagiert an dem Rätsel und der Kommentierung seiner Auflösungen beteiligt haben. :down:down:down
Bis zum nächsten Mal mit den besten Wünschen für ein frohes Pfingstfest
:hello Euer Riddleamus
Severina (29.05.2010, 17:37): Original von Rideamus
Die DVD unter Leitung von Valeri Gergiev kenne ich leider nicht. Ich bin allerdings skeptisch, ob sie mit den erwähnten mithalten kann.
:hello Riddleamus
Lieber Rideamus,
die Gergiev-DVD habe ich vor einigen Tagen geschenkt bekommen, kann sie aber nicht weiterempfehlen: Die Mitglieder der Singakademie des Marijnsky-Theaters sind zum Teil heillos überfordert, vom gewöhnungsbedürftigen Italienisch will ich gar nicht reden. Ehrlich gesagt habe ich nach der Arie des Don Profondo genug gehabt und abgeschaltet. Erspare mir bitte eine detaillierte Kritik der einzelnen Sänger :ignore.......
Und Gergiev hat sicher seine Meriten, die liegen aber nicht unbedingt bei Rossini.
lg Severina :hello
Rideamus (29.05.2010, 19:31): Liebe Severina,
vielen Dank für diee Auskunft, die mir eine vergebliche Investition erspart. Um so bedauerlicher, dass es von keiner der drei grandiosen Abbado-Realisierungen eine legale DVD außerhalb des grauen Marktes der TV-Mitschnitte gibt. Glücklicherweise gibt es diese - und natürlich die cd-Boxen, die bei dieser Oper ja ohnehin das meiste bieten, was man von dieser Oper kennen muss.
Bleibt also die Aufnahme aus Barcelona unter der Leitung von Jesús Lopez Cobos, die zwar nicht ganz das Niveau der Aufführungen unter Abbado erreicht, aber keineswegs zu verachten ist. Immerhin gibt es sie jetzt auch in einer deutschen Ausgabe etwas preisgünstiger als zuvor: