Meine 10 Top Opern

Ganong (06.12.2006, 17:47):
Liebe Forumsmitglieder !

Auch wenn es vielleicht nicht so sehr beliebt ist hier , solche Lieblingslisten aufzustellen , so möge diese eine Anregung sein .

Meiner Meinung nach kann jemand aus unseren Kulturkreisen nie so leicht und schnel und auch bleibend einen Zugang zu Musik, im weitesten Sinne finden wie durch Opern .

Die oft bestehedne sprachliche Barriere wird durch den handlungsverlauf meistesn deutlich abgemildert .


Die Eleganz des Französischen , der Farbenreichtum des Otalienischen , die anscheinende Grimmigkeit des Russischen werden durch Handlung und herrlichste Musik beiseite geschoben .

Oper ist nicht freie Erfindung ohne realen Hintergrund . Oper beinhaltet pulsiere4ndes Leben . Sonst hätte sie nicht diesen enormen Zuspruch weltweit .

Meine zehn Lieblingsopern :

- K e in Ranking ! -

Andrea Chénier ( Umberto Giordano ) :

Chénier war ein nicht unbedeutender französischer Lyriker , der währerdn der Französische Revolution ermordet wurde . Sinnlos .

Aufnahme

Corelli ( live noch sensationeller als auf LP / CD ) ; Stella in überragender Form .

Das Schlussduett ist bis heute nicht erreicht . Auch nicht in den beiden Callas-Aufnahmen .

Otello ( Verdi )

Del Monaco ; Gobi ; Tucci

Kein Zweifel . Alle menschlichen Leidnschaften , ihre Abgründe wie die zartesten Empfindungen .

Dieser Livemitschnitt ( über amazon.de beziehbar ) vermittelt , warum Toscanini seinerzeit ..... Lest bei dem Maestro selbst nach .

Carmen ( G. Bizet )

Natürlich Leontyne Price als die sündige Verführerin , die eiskalt berechnende femme fatale ; der fast heillos hilflose Franco Corelli in dem herrlichen Duett mit der einsame spitze singenden Mirella Freni . Und ein Escamillo , der wohl seinerzeiot nur in Robert Masard , Pariser Oper "Palais Garnier" einen ebenbürtige Rivalen seines Faches hatte .

La Traviata ( Verdi )

Ein Schmerz hat mich immer erfasst , wenn ich an dem Grab der Kameliendame in Paris , Cimetrière Monmartre ( dort liegt auch H. heine beerdigt ) , gewesen bin . Die Wahrheit dürfte noch schlimmer gewesen sein .

Für den , der daran zweifeln solte : Au diesem Gebiet ist die Welt viel schlechter geworden .

Natürlich Maria Callas , aber sehr dicht gefolgt in der Liveaufnahme mit Anna Moffo ( Teatro alla Scala ; beide Aufnahmen ) .

Ein Weltschmerz hinterher . Selbst 1990 in "Pretty Woman" rührte dieses realitätsnahe Werk Fräulein Vivian Ward ( Julia Roberts ) in San Francisco`s Oper zu TRänen :

La Bohème .

Maria Callas mit einem sich selbst übertreffenden di Stefano ( EMI ) Un d der besten Musetta aller zeiten : Anna Moffo , die die Callas ihr Leben lang verehrt hat .

Die drei Konkurrenzaufnahmen haben als Mmi zweimal Mireli Freni als Protagonistin ( die Aufnahme mit Geda und dem brilianten Dirigat durch Thomas Schippers , dem an Krebs zu früh Verstorbenen ) noch ein wenig überzeugender , rein stimmlich , als der legendäre Wiener Livemitschnitt unter Karajan in der berühmten Zefrielli -Inszenierung .

Und Anna Moffo selbst als Mimi .

Il Trovatore ( Verdi )

Hier im Forum von mir schon vorgestellt .

Salzburg .

Karajans berühmte dinkle Phase , über die sich Rudolf Bing in New York einmal lustig gemacht hatte .

Corelli , L Price , Simionato , Bastianini , Zaccaria .

Tristan und Isolde ( Wagner )

Selbst Wagnerverächter müssen zugeben , das die Aufnahme unter Karl Böhm in Bayreuth 1966 zu den Höhepunkten einer langen Geschichte gehört hat .

Windgasen , d e r Tristan überhaupt , mit Kultur und Intelligenz singt er einen Tristan wie ich ihn nie zuvor un d danach gehört habe .

Die Nilsson hätte ich persönlich lieber durch die junge Mödl oder Varnay oder , spekulativ Silja , ersetzt gehabt . Aber es knistert von den Tristanakkorden bis zum LIebestod in keiner anderen Aufnahme wie hier .

Don Carlo ( Verdi )

Drei Aufnahmen haben mich auf Tonträger in meinem Lebenüberzeugt und eine persönlich in Wien .

Meine zusammengesstellte Idealaufnahme :
Filippo ........Boris Christoff
Don Carlo...Flaviano Labò
Elisabetta....Caballé
Rodrigo.......Bastianini
Inquisitore...Hans Hotter
Eboli...........Agnes Baltsa ( live ; Salzburg )

Carlo Maria Giulini

"Das grösste mesnchliche Drama" ( Carlo Maria Giulini ) :

Rigoletto

Persönlich zigmal erlebt . Auch hier kann nur eine erhältliche Aufanhemganz oben stehen :

Anna Moffo
Alfredo Kraus

Robert Merrill

Georg Solti

Kein Zweifel die beste Gesamtaufnahme . Mein Idealigoletto bleibt , naturalmente , Piero Cappuccilli .

es fällt nicht schwer zu schreiben , das Wiliam Shakepeare der vielleicht bedeutesnte Liberttist , ganz unfreiwilig , ist .

MACBATH ( Verdi )

Zwei Aufnahmen gibt es .

Kein Streit , welche Aufnahme die Nr. 1 aller Gesamtaufnahmen ist .

Für mich die mit Cappuccilli .

Aber : Mein Geschmack gegen Euren !

Grüse ,

Frank
Janina (07.12.2006, 01:04):
Oh wie schön, dass aus mir noch jemand Andrea Chenier zu seinen Lieblingsopern zählt! Ich liebe diese Oper! Nur WUNDERVOLLE Arien!! Und die Figuren! Ich hab mich auf Anhieb in den "Bösewicht" Gerard verliebt! Und die Geschichte sooo interessant! Ich habe bei der Produktion 2002 im Aalto (Essen) hospitiert. Seitdem ist es um mich geschehen! :) Daher bin ich natürlich auch sehr banausisch und muss sagen: An die Essener Premierenbesetzung kommt nichts heran :P
Jeremias (07.12.2006, 01:22):
Oje, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Andrea Chenier zwar mit Domingo in meiner Sammlung habe, ich die Oper aber erst einmal gehört habe :engel Aber ich habe sie noch in sehr guter Erinnerung!

Zu meinen Top 10 zählen u.a. Turandot mit Pavarotti/Sutherland/Mehta, erschienen bei DECCA, Samson und Dalila mit Obratzhova/Domingo/Barenboim oder auch Wagner's Tannhäuser. Ansonsten entscheide ich eher nach Lust und Laune. Klar darf auch eine Carmen nicht fehlen...!
sennahresor (07.12.2006, 11:52):
Lieber Frank,
das ist eine wirklich gute Wahl! Schön, dass Du die oft vernachlässigte Callas-Boheme auf der Liste hast. Aber wenn ich nur 10 Opern (in nur einer Aufnahme!) auf die einsame Insel mitnehmen dürfte - schrecklicher Gedanke - dann würde meine Wahl so aussehen:

Mozart: Don Giovanni
Karajan, Ramey, Tomowa-Sintow, Baltsa, Battle, Winbergh,
Furlanetto, Burchuladze

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5107811.jpg

Mozart: Le nozze di Figaro
Karajan, Schwarzkopf, Kunz, Seefried, Jurinac

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9742001.jpg

Strauss: Der Rosenkavalier
Böhm, Schech, Seefried, Streich, Böhme, Fischer-Dieskau,

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4747057.jpg

Puccini: Tosca
De Sabata, Callas, Di Stefano, Gobbi

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6634181.jpg

Rossini: La cenerentola
Abbado, Berganza, Alva, Capecchi, Montarsolo

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5171659.jpg

Wagner: Die Walküre
Solti, Nilsson, Hotter, King, Ludwig

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8161431.jpg

Strauß: Die Fledermaus
Krauss, Patzak, Güden, Dermota, Jaresch, Poell, Lipp

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9627855.jpg

Strauss: Salome
Karajan, Behrens, Baltsa, van Dam

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1336708.jpg

Bellini: Norma
Bonynge, Sutherland, Horne, Alexander, Cross, Minton

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1857469.jpg

Bizet: Carmen
Cluytens, Michel, Angelici, Chellet, Jobin, Dens

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7396988.jpg

Verdi fand auf der Liste keinen Platz; mit „Norma“ ist diese Italien-Ecke für mein Empfinden befriedigend abgedeckt. Die Reihenfolge der Werke ist übrigens durchaus wertend gemeint - für den Moment jedenfalls.

Viele Grüße, Hannes
Jürgen (07.12.2006, 11:59):
Lieber Frank,

Tristan und Isolde: Deine Beurteilung teile ich vollends. Möchte aber noch die Rolle von Christa Ludwig erwähnen. Ohne sie wäre würde im 2.Akt viel Gänsehaut fehlen. Diese Oper ist Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht Schmerz in Noten gegossen.

Der Solti-Ring: Einzelne Passagen mögen von Anderen besser sein, in der Summe macht aber er das Rennen.

Parsifal: Hier gefallen mir einige. Knappertsbusch 51 und 62. Karajan 80 aber auch Levine 92. Es entscheidet die Tagesform. Es gibt aber auch welche, die mir nicht gefallen: Boulez 70.

Hänsel & Gretel: Solti, er dirigiert das wie eine Wagneroper. Mir gefällt das. Und den Abendsegen habe ich noch nicht besser gehört.

Carmen: Na klar, mit Solti oder Maazel.

Turandot: Stimme Jeremias zu, die Mehta-Aufnahme.

Tosca: Allein der erste Akt stürmt von Wohlklang zu Wohlklang.

Wenn ich den Ring vierfach zähle, bin ich fertig.
Ich müßte jetzt auch länger überlegen.

Jürgen
Ganong (07.12.2006, 17:51):
Lieber Hannes ,

eine sicherlich interessante Zusammenstellung .

Vor allem , weil ich darin die wohl geschlosenste Carmen-Aufnahme wiederentdecke . Natürlich die legendäre Tosca .

Solti und Wagner . Die "walküre" dürfte aus dem "Ring" tatsächlich die beste seiner Aufnahmen sein .

War karajan nicht mitschuld an den , gelinde gesagt , massiven Stimmproblemen von H. Behrens - gerade in diser Rolle ?

Viele Grüsse ,

Frank

DIE OPER LEBT endlich auch hier ! Danke .
Jürgen (08.12.2006, 07:41):
Original von Ganong
Solti und Wagner . Die "walküre" dürfte aus dem "Ring" tatsächlich die beste seiner Aufnahmen sein .


Hallo Frank,

ich glaube, Du bist der erste, der das behauptet. Der Tenor der von mir gelesenen Rezensionen oder Forumsbeiträgen geht eher in die andere Richtung. Die Walküre sei als Schwachpunkt im Solti-Ring anzusehen.

Kannst Du daher Deinen Standpunkt ein wenig erläutern?

Danke im voraus
Jürgen
sennahresor (08.12.2006, 10:59):
Original von Ganong

War karajan nicht mitschuld an den , gelinde gesagt , massiven Stimmproblemen von H. Behrens - gerade in diser Rolle ?



Also, das Dirigat an sich finde ich einfach Klasse. Und die Salome scheint mir mit Abstand die beste Aufnahme der Behrens. Wenn ihr das die Stimme gekostet hat, muss ich sagen: das war es Wert! Auch, wenn man schon hier im Detail manches bemängeln kann: Sie IST Salome, und das entscheidet für mich.
Christel Goltz
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6208288.jpg
und Lubja Welitsch würde ich als Konkurrenz gelten lassen (zweitere aber mit Abstrichen), alles andere überzeugt mich weit weniger (Caballé, Nilsson, Studer). Cebotari, Varnay, Rysanek und Borkh kann ich nicht beurteilen, kenn ich noch nicht.

Im übrigen begeistert mich an der Karajan-Aufnahme immer wieder das stimmige Gesamtbild, wobei ich ausdrücklich die Leistung der (ja inzwischen eher unbeliebten) Agnes Baltsa einschließen würde. Sicher ist auch sie, und ebenso van Dam, nicht fehlerlos. Aber auch hier überzeugen mich die sehr intensiven Rollenportraits.

Zu Behrens sei noch angemerkt, dass ich ausser einer stimmlich sehr heiklen, aber ungemein ausdrucksvollen Version der Sheherazade-Lieder von Ravel nichts wirklich überzeugendes kenne. Grausam: Les nuits d'été (Berlioz) auf derselben CD. Grenzwertig: Elektra, Brünhilde. Leidlich: Isolde, Fidelio-Leonore, Freischütz-Agathe. Als halbwegs ordentlich habe ich eine Tosca auf Video in Erinnerung. Kennt jemand ihre Wozzeck-Marie unter Abbado?

Viele Grüße, Hannes
Amadé (08.12.2006, 18:31):
Hallo Jürgen,

die Walküre mit Solti klingt zwar saftig, die Tempi sind nicht, wie manchmal bei Solti, überzogen, die Rollen sind gut bis sehr gut besetzt (z.B.Hunding: Frick, Siegmund: King), es wird gut und (meist) textverständlich gesungen. Trotzdem hat die Aufnahme eine große Schwachstelle: Hans Hotter, von sehr vielen als der Wotan der Nachkriegszeit angesehen wird. Ich kann mir diese Meinung nicht zu eigen machen, da ich Hotter leider nie hören konnte und sein Singen nur von Schallplatten her kenne und beurteilen kann. Von vielen Kritikern wird er als der große Singdarsteller angesehen, wenn Hotter die Bühne betrat, stellte sich sofort eine besondere Atmospäre ein. Ich sah ihn einmal im Fernsehen und hatte da auch diesen Eindruck.
Aber in der Walküre, seiner letzten Wotan-Aufnahme? Da stört mich doch sehr seine wabernde Stimmgebung. In früheren Bayreuth-Mitschnitten ist dies auch schon zu beobachten, aber nicht so ausgeprägt. Leider wird dadurch in meinen Augen die Solti-Aufnahme abgewertet.
Einen der besten Wotan-Darsteller auf Schallplatte ist für mich Ferdinand Frantz. Man kann ihn im Furtwängler-Ring aus Mailand und Rom erleben sowie in Furtwänglers letzter Aufnahme, der Studio-Produktion mit den Wiener Philharmonikern 1954.

Gruß Amadé
Jeremias (08.12.2006, 19:19):
Stimmt, Hänsel und Brezel.... ääähh.... Gretel höre ich auch sehr gerne. Die habe ich früher im Kinderchor selber gesungen. Mittlerweile ist dies meine Lieblingsaufnahme, mit der ich auch als Kind aufgewachsen bin:

http://www.emiclassics.de/images/cover/150/0077776966922.jpg

Die Hauptakteure werden nämlich ausnahmslos von Kindern gesungen, Brigitte Lindner, die die Figur der Gretel singt, kenne ich durch meine bessere Hälfte mittlerweile auch persönlich. Sie hatte schon damals eine tolle Stimme! Gehört auf jeden Fall auch zu meinen Top 10!
Rachmaninov (08.12.2006, 19:27):
bin ja echt kein großer Freund der Oper:



Höre ich immer wieder - alle paar Monate - mal gerne!
Amadé (14.12.2006, 15:19):
Hallo,

10 Top Opern, da eine Auswahl zu treffen, ist für mich etwas schwierig. Ich würde eigentlich gern z.B. nach Sprachen oder Epochen gliedern. Trotzdem hier meine Auswahl:

Mozart Die Hochzeit des Figaro mit Erich KLeiber Decca

Mozart Don Giovanni mit Josef Krips Decca

Beethoven Fidelio mit Otto KLemperer EMI

Weber Der Freischütz mit Joseph Keilberth EMI

Wagner Lohengrin mit Rudolf Kempe EMI

Wagner Tristan und Isolde mit Karl Böhm DGG

Wagner Die Meistersinger von Nürnberg mit Rudolf Kempe, F.Frantz als H.Sachs EMI

Wagner Der Ring des Nibelungen mit Joseph Keilberth Bayreuth 1952 Archipel

Verdi Don Carlos mit Georg Solti Decca

Smetana Die verkaufte Braut mit Rudolf Kempe EMI

Teil 2 mit 11 - 20 könnte sofort folgen.

Gruß Amadé
Jürgen (15.12.2006, 08:10):
Hallo Amadé,

ich komme noch einmal auf das Thema Solti/Walküre zurück.

Ich hatte Frank gefragt, weshalb er diese Aufnahme für die Beste im Solti-Ring halte.
Daraufhin schreibst Du, sie sei gut, aber Hotter. Damit gibtst Du in etwa das zum Ausdruck, was ich schon an vielen Stellen hauptsächlich im Web gelesen habe.
Auf Franks Begründung bin ich noch immer gespannt.

Meine Meinung stimmt übrigens mit Deiner weitestgehend überein. Nur in einem entscheidendem Punkt nicht: Hotter. Seine optische Bühnenwirkung kann ich nicht beurteilen, ich habe ihn nur auf Fotos gesehen, aber seine Stimme gefällt mir sehr gut. Sagen wir mal so: Ich habe noch keinen besseren Wotan gehört, bis auf George London, allerdings noch nicht in der Walküre. Da habe ich noch eine Lücke.

Grüße
Jürgen
Ganong (15.12.2006, 16:56):
Lieber Jürgen ,

da meine Originalantwort aus irgendqwelchen technischen Gründen "zusammengebrochen" ist , in Kurzfassung folgendes :

Die Solti "Walküre2 leidet unter King ; sonst ist sie sehr ausgewogen besetzt. Das Dirigat ist sicherlich nicht jedermanns Sache . Die Aufnahmetechnik ist sehr gut .

B e s s e r und sängerich überzeugender ist der Keilberzth-"Ring" , der bei TESTAMENT erschienen ist . Leider ist der Preis für den kompletten Ring mit etwas über 200,00 Euro so hoch , dass wohl nur die festgefügten in der Wagner - "gemiende" ihn kaufen werden .

Und nochmals : der "Ring in der GA durch Karl Böhm ist wahrscheinlich der geschlossenste in sich alller "Ringe" .

Viele Grüsse ,

Frank
Amadé (15.12.2006, 17:44):
Liebe Forianer (eigentlich ein schreckliches Wort),

Hans Hotter war sicherlich ein außergewöhnlicher Sänger,auch Wotan-Darsteller, zweifellos. Ich denke unsere Diskussion um Hotter bleibt so lange im leeren Raum stehen, bis wir uns auf eine bestimmte Stelle in der Walküre einigen, über die wir Hotter mit anderen, ich denke da vor allem an Ferdinand Frantz und George London, vergleichen. Ich schlage den 3. Akt 2.Szene (Wotan-Brünnhilde) vor.

Folgende Aufnahmen bieten sich da an:

Hotter: Keilberth Bayreuth 52 / Keilberth Bayreuth 53 / Krauss Bayreuth 53 / Keilberth Bayreuth 54 /
Knappertsbusch Bayreuth 56 / Kempe Covent Garden 57 / Solti wien 65

Frantz: Zillig Hess.Rdfk 48 / Moralt Wien 49 / Furtwängler Mailand 50 / Stiedry New York 51, Furtwängler RAI Rom 53 / Furtwängler Wien 54 EMI

George London: Da kenne ich nur eine Produktion mit Leinsdorf 1961 bei Decca

Wer steigt mit mir in die Diskussion ein?

Amadé
Ganong (15.12.2006, 18:11):
Lieber Amadé ,

ich denke , dass wir solche Vergleich egrundsätzlich nur dann anstellen können ( untereinander natürlich noch sehr viel mehr 9 , wenn wir alle diese von Dir genanten Aufnahmen kennen .

Eine einzige Szene besagt in aller Regel gfast nichts über den Gesamtwert einer Rollen - Leistung .

Beispiel, das iommer wieder zu finden ist : Der erste Auftritt des Otello in Verdis Oper mit dem "Esultate!" mag ein Hinweis auf die ganz augenblickliche Präsenz auf der bühne sein . Auf Tonträger mit allen Möglichkeizten der Nachbesserung ist dies schon fast wertlos .

So ist es auch bei der von Dir vorgeschlagenen Szene bei Wagner .

Grüsse ,

Frank
Amadé (15.12.2006, 21:08):
Lieber Frank,da muss ich widersprechen: in der besagten Szene Wotan-Brünnhilde lässt sich viel über die Auffassung der Sänger, ihre Musikalität, ihr Rollenverständnis erkennen. Das ist in jeder Oper anders, da bin ich Deiner Meinung.Mir ging es nur darum Hotter mit einem anderen Bass in derselben Stelle zu vergleichen. Es ist mir klar, dass nicht jeder über alle der von mir genannten Aufnahmen verfügt, es sind sehr viele sehr preiswerte und sehr hörenswerte darunter, also viel beste Musik zum Superpreis.WEnn wir über Dinge reden, müssen wir die selbe Basis haben, snst bringts nichts. Ich habe gehört..., da wird geschrieben... ist mir zu wenig.Gruß Bernd
Jürgen (18.12.2006, 09:09):
Lieber Amadé,

die Idee an sich ist sehr gut, gefällt mir. Es gibt sicherlich keine andere Methode, bei der man Ross und Reiter benennt.

Trotzdem gibt es ein Problem, das auch Frank schon angesprochen hatte:
Von den von Dir aufgeführten Aufnahmen kenne ich lediglich Hotter/Solti. Zum vergleichen etwas dünn. Ich kenne im Web noch die Richard Wagner Werkstatt, wo man bei verschiedensten Einspielungen auch der Walküre immer in die gleichen Szenen reinhören kann. Dummerweise ist von diesen Aufnahmen die Solti-Walküre die älteste, bei Dir die jüngste. Dieses mein Problem dürfte noch manch Anderer so oder so ähnlich haben. Es gibt natürlich heutzutage eine technisch einfache Methode, dieses Problem aus der Welt zu schaffen. Leider werden wir wohl aus juristischen Gründen davon Abstand nehmen.


Sorry
Jürgen
ab (14.03.2007, 16:07):
Ich höre sehr wenig Oper zuhause. Es gibt aber eine Aufnahme, zu der ich sehr oft greife: Debussy: Pelleas et Melisande, einzigartig dirigiert von Jean Fournet (Maurane, Micheau, Depraz, Gorr, Roux,
Orch. de Concerts Lamoureux) früher bei Philips - und inzwischen wieder erhältlich:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2127204.jpg


sonst höre ich noch gerne:

1. Janacek: Katya Kabanova

2. Strauss: Elektra

3. Bartok: Herzog Blaubarts Burg (Dorati)

4. Dukas: Ariane & Blaubart

5. Mussorgsky: Boris Godunov (Gergiev)

6. Dallapiccola: Der Gefangene (Sallonen)

7. Monteverdi: L’Orfeo

8. Berg: Wozzek

9. Beethoven: Fidelio
Jimi (23.03.2007, 22:12):
Hallo miteinander,

lange habe ich mich um diesen Thread herumgedrückt, denn wie Amade tu ich mich schwer damit 10 Lieblingsopern auszuwählen.
Ich habe jetzt einfach mal 10 Cds ausgewählt die ich momentan besonders gerne und oft höre, vielleicht auch deswegen weil ich die meisten davon noch nicht allzu lange besitze:


Emilio de Cavalieri (1550- 1602) - Rappresentatione di Anima e di Corpo:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2781001.jpg




Marc-Antoine Charpentier (1634-1704) – La Descente d’Orphee aux Enfers:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7606876.jpg



Antonio Vivaldi (1678-1741) – Griselda:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4505646.jpg



Carl Maria von Weber (1786-1826) – Oberon:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6170116.jpg



Gioacchino Rossini (1792-1868) – Maometto Secondo:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3537514.jpg




Gioacchino Rossini (1792-1868) – Matilde di Shabran:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6884343.jpg



Vincenco Bellini (1801-1835) - Norma:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9964020.jpg



Vincenco Bellini (1801-1835) – La Sonnambula:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6092058.jpg



Vincenco Bellini (1801-1835) - I Capuleti e I Montecchi:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8639598.jpg



Richard Wagner (1813-1883) – Die Walküre:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8941165.jpg



Da waren jetzt auch einige weniger bekannte Sachen dabei, aber ich mag natürlich auch die allseits bekannten Opern von Mozart, Donizetti, Verdi oder Puccini. :wink


Viele Grüße

Jimi
Rachmaninov (01.04.2007, 12:46):
Hallo,

ich bin wahrlich kein so großer Kenner der Oper, alos noch nicht!

Gestern hörte ich jedoch nochmals die Aufnahme der Zauberflöte in der Aufnahme Streit, Bonney, Jo, Cachemaille, Sigmundsson,
Drottningholm Theatre Orchestra unter Östman.

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000004CY8.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.gif

Mir gefällt die Aufnahme wirlöich gut! Sauber gesprochene Dialoge und sehr gute Sängerleistung gepaart mit gutem Orchester. Was will man mehr?
Rachmaninov (26.07.2007, 19:45):
Viele Opern kenne ich nicht und wirklich ein großer Opernliebhaber bin ich auch nicht, aber Verdi's "La Traviata" ist einfach wunderschön.

Alleine die letzte Szene....... diese Leidenschaft und Schmerz ......

Ein ganz wundervolle Aufnahme ist diese hier

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5978210.jpg

Und Ende August werde ich sie live erleben dürfen :leb
manrico (27.07.2007, 17:29):
Hallo Rachmaninov!

Wunderschöne Traviata-Aufnahmen sind die Studioeinspielung unter Maazel mit Pilar Lorengar und Giacomo Aragall in glänznder stimmlicher Verfassung und die Traviata unter Giuseppe Patane mit der Stratas und Fritz Wunderlich!

Eine eher unbekannte Aufnahme gibt's noch aus Wien mit der Cotrubas, Gedda und McNeill.
Dirigent: Josef Krips (1971). Man leistet sich damals den Luxus die Flora Bervoix mit Edita Gruberova zu besetzen. Diese Aufnahme gehört zu den ganz großen Sternstunden der Oper. Krips wählt bedächtige Tempi und erzeugt viel Intimität ohne Sentimentalität. Die Cortubas ist noch besser als in der Produktion unter Kleiber und im Gegesatz zum Herzog von Mantua liegt Gedda der Alfredo wirklich gut. Nachteil der Aufnahme: Nicht ganz einfach zu beschaffen, aber sie lohnt sich wirklich.


Liebe Grüße

Werner
Rachmaninov (31.07.2007, 09:51):
Original von manrico
Hallo Rachmaninov!

Wunderschöne Traviata-Aufnahmen sind die Studioeinspielung unter Maazel mit Pilar Lorengar und Giacomo Aragall in glänznder stimmlicher Verfassung und die Traviata unter Giuseppe Patane mit der Stratas und Fritz Wunderlich!

Eine eher unbekannte Aufnahme gibt's noch aus Wien mit der Cotrubas, Gedda und McNeill.
Dirigent: Josef Krips (1971). Man leistet sich damals den Luxus die Flora Bervoix mit Edita Gruberova zu besetzen. Diese Aufnahme gehört zu den ganz großen Sternstunden der Oper. Krips wählt bedächtige Tempi und erzeugt viel Intimität ohne Sentimentalität. Die Cortubas ist noch besser als in der Produktion unter Kleiber und im Gegesatz zum Herzog von Mantua liegt Gedda der Alfredo wirklich gut. Nachteil der Aufnahme: Nicht ganz einfach zu beschaffen, aber sie lohnt sich wirklich.


Liebe Grüße

Werner

@Werner,

danke für Deine Einschätzungen.
Sollte ich nach weiteren Aufnahmen ausschau halten werde ich die von Dir genannten in Betracht ziehen :)
daniel5993 (31.07.2007, 19:24):
Hallo, :hello

Die Traviata ist eine der schönsten Opern überhaupt !!!
Auf Empfehlung habe ich mir jetzt diese hier unter Kleiber geholt!
Hoffentlich ist die Aufnahme wirklich so gut!

http://i4.ebayimg.com/05/i/000/aa/f7/f61c_1_b.JPG


Je mehr ich mich mit der Oper beschäftige, desto mehr liebe ich Sie und desto mehr erweitert sich die Plattensammlung richtung Oper!
Früher habe ich das nicht wirklich gemocht! Aber ich bin froh, das ich da reingefunden habe!

Gruß
Daniel
:beer
manrico (31.07.2007, 20:16):
Hallo Daniel !

Im Gegensatz zu vielen Kolleginnen singt die Cotrubas nicht nur mit der Stimme sondern auch mit der Seele. Und das macht vor allem ihre Violetta so besonders. In Kleiber hat sie einen kongenialen Partner. Ihr "Dite alla giovine" ist nicht von dieser Welt. Wenn du Oper magst, wirst du die Cotrubas in dieser Aufnahme lieben.

liebe Grüße


Werner
Rachmaninov (31.07.2007, 20:20):
Original von manrico
Hallo Daniel !

Im Gegensatz zu vielen Kolleginnen singt die Cotrubas nicht nur mit der Stimme sondern auch mit der Seele. Und das macht vor allem ihre Violetta so besonders. In Kleiber hat sie einen kongenialen Partner. Ihr "Dite alla giovine" ist nicht von dieser Welt. Wenn du Oper magst, wirst du die Cotrubas in dieser Aufnahme lieben.

liebe Grüße


Werner

@Werner,

also ich besitze auch die Kleiber Aufnahme, mit persönlich gefällt aber die o.g. Aufnahme deutlich besser! :hello
manrico (31.07.2007, 20:49):
Hallo Rachmaninov!

Also, ich gebe ja zu, dass die Sutherland technisch brillianter ist (vor allem beim Sempre libera), aber ich finde, dass es ihr nur selten gelingt, ihren Figuren Persönlichkeit zu geben. Sie findet für ihre Norma keine anderen Stimmfarben wie für ihre Traviata oder ihre Leonora. Eine Ausnahme finde ich hier nur die Esclarmonde, die Regimentstochter und ihre Sonnambula unter Varviso 1963.
Die Cotrubas hingegen ist für mich die Violetta Valery. Sie legt ihre ganze Liebes- und Leidensfähigkeit in diese Rolle. Ihre Stimme strahlt Schönheit, Erotik, Verführung und Jugendlichkeit aus (aber ich gebe zu, das empfindet sicher jeder anders).
Sutherlands Stimme klingt immer ein wenig verschleiert und künstlich weich gemacht. Fraglos aber ist sie eine hervorragende Technikerin. Auch Pavarotti ist Domingo vor allem hinsichtlich der Höhe überlegen (Domingos "Oh mio rimorso" ist glatter Schwindel), sein markanter, samtroter Tenor gefällt mir allerdings weit besser als Pavarottis heller, fast etwas näselnder Klang.
Daher gehört die Kleiber-Aufnahme zu meinen Favoriten bei den Traviatas.

Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (31.07.2007, 21:14):
Wenn ich die Oper bekommen habe höre ich sie und gebe meine Meinung ab!
Vergleiche kann ich aber nur mit "La Traviata" unter James Levine anstellen!
daniel5993 (01.08.2007, 08:28):
Ohhhhh, was haben meine Augen erblicket???

http://i13.ebayimg.com/03/i/000/ag/01/82d2_1_b.JPG

Das ganze unter der soooo hoch gelobten Callas!

Gibts dazu was zu sagen?
manrico (02.08.2007, 12:43):
Hallo Daniel!

Die Aufnahme von 1958 kenne ich nicht, ich habe nur den Mitschnitt von 1955 unter Giulini und Ausschnitte aus der Cetra-Produktion von 1953 (lange nicht so stark wie der Livemitschnitt).

Die Callas zeichnet da ein völlig anderes Bild von der Violetta Valery als alle anderen die ich kenne. Die Cotrubas (die ich ja außerordentlich schätze) wird von den Ereignissen überrannt und kann ihr Schicksal eigentlich nicht fassen, die Callas weiss von Anfang an wie es um sie steht. Sie lebt das Bild einer starken Frau, die weiss, dass es sinnlos ist, sich gegen ihr Schicksal aufzulehnen. Vor allem die dramatischen Szenen dieser Oper gestaltet die Callas mit einer Intensität, die ihresgleichen sucht. Interessant wird es nach dem Brindisi mit dem ersten Schwächeanfall. Hier ist ihr bereits klar, dass ihr Schicksal besiegelt ist. Mit diesem Wissen degradiert sie ihre Partner (di Stefano - singt gut, aber ohne innere Anteilnahme, Bastianini - sehr monochrom) zu Statisten. Die Callas wie die Violetta (wenn man das in dieser Aufnahme überhaupt trennen kann) ist beiden turmhoch überlegen. Im Duett mit Vater Germont tritt eine ungewöhnlich stolze selbstbewußte Frau entgegen, die Germont des Hauses verweist. Ihr Zusammenbruch mit "Cosi alla miseria" ist markerschütternd (und das ohne Tränendrücker, Seufzer und Schluchzer). Beim "Dite alla Giovine" hat sie sich wieder gefangen und versucht verzweifelt ihre Schwäche zu besiegen (und hier werden viele Interpretinnen kitschig).
Ein einziges Mal kann sie nicht glauben, dass der Tod schon so nahe ist - "Come son mutata". Bei "E strano. Cessarono gli spasimi del dolore" hört man manchmal die seltsamsten Deklamationen, bei der Callas kommt diese Schlußszene ganz leise aber mit äußserster Intensität. Da fehlen einem einfach die Worte.

Bin schon gespannt, was du über die Aufnahme von 1958 erzählst.

Liebe Grüße

Werner
daniel5993 (02.08.2007, 14:07):
Hallo manrico!

Noch habe ich die Aufnahme nicht! Bin aber fest entschlossen und auch mein Geldbeutel nickt gerade :J! Also steht dem nichts im Wege! Ich hoffe ich kann diese Box ersteigern!

Erstmal werde ich berichten, wie ich die Traviata unter Kleiber finde!


Stört es dich eigentlich, dass die Opern mit Callas fast nur Mono sind?
Mich störrt das überhaupt nicht! Für mich Kein Grund sich die Opern mit Ihr nicht zu kaufen! Leider sieht so mancher das anders! Die möchten Stereo!


Gruß
Daniel
manrico (02.08.2007, 14:59):
Hallo Daniel!
Nein, das stört mich eigentlich überhaupt nicht. Ich habe Aufnahmen, die bis 1902 zurückgehen. Sonst könnte ich ja viele der großartigen Künstler der Vergangenheit (Battistini, Ponselle, Melba,.....) gar nicht kennenlernen.
Ob die späteren Aufnahme jetzt mono oder stereo sind finde ich völlig sekundär (das spielt allerdings auch bei der Traviata 1955 keine Rolle, denn die Aufnahme ist technisch teilweise derartig schlecht, dass man aus lauter Verzweiflung Mäuse melken möchte! Vor allem, wenn man vergleicht, was damals schon möglich war).

Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (02.08.2007, 20:09):
Hallo Werner!

Ich kann dir auch eine wirklich schlechte "Callas - Aufnahme" sagen!
Also jetzt von der Klangqualität das schlechteste, was ich an Opern überhaubt von Ihr habe!

Cherubinis Medea, Callas, Leonard Bernstein 1953

Kennst du die Aufnahme vielleicht?

Eine sehr schöne Oper, trotz der schlechten Aufnahme-Qualität!



Gruß
Daniel
Poztupimi (02.08.2007, 20:50):
Original von daniel5993
Ohhhhh, was haben meine Augen erblicket???

http://i13.ebayimg.com/03/i/000/ag/01/82d2_1_b.JPG

Das ganze unter der soooo hoch gelobten Callas!

Gibts dazu was zu sagen?

Hallo Daniel,

ich besitze diese Aufnahme als CD mit dem gleichen Cover, und obwohl es sich nach den Angaben auf der Pappbox um eine digital überarbeitete Ausgabe von 1987 handelt, ist der Aufnahme IMO noch viel stärker als der von 1955 unter Giulini anzuhören, dass es sich um einen Live-Mittschnitt handelt. Darauf solltest Du Dich also stärker einstellen als auf die Tatsache, dass es eine Mono-Aufnahme ist. Wie Werner richtig bemerkt, tritt das doch merklich in den Hintergrund.

Grüße,
Wolfgang
manrico (02.08.2007, 23:36):
Hallo Daniel !

Den Medea-Mitschnitt kenne ich nicht, aber im Wettbewerb um die technisch schlechteste Callas-Aufnahme hat sicherlich auch der Nabucco von 1949 gute Chancen, einen der vorderen Plätze zu belegen.
Und andererseits: Wie gerne hätte ich auch einen klanglich unzulänglichen Don Carlos Mitschnitt mit der Callas als Elisabetta.
Gerade bei der faszinierenden Menschendarstellerin Callas fallen alle diese Einwände, und wenn ich Wolfgang richtig verstanden habe, sieht er das ähnlich.


Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (05.08.2007, 22:45):
Hallo manrico!

Leider musste ich von dem Kauf der "Callas-Traviata" abstand nehmen, da mein Plattenspieler kaputtgegangen ist und ich das Geld für die Reparatur, oder eventuell für einen neuen aufbringen muss!
So wirst du vorerst nicht erfahren, wie ich die Aufnahme bewertet hätte!
Ein andermal halt! :I

Gruß
Daniel
manrico (06.08.2007, 12:15):
Hallo Daniel!

Oje, das tut mir leid für dich.
Hast du einen CD-Player zur Verfügung, damit du dich über die plattenlose Zeit hinwegretten kannst (ich mein, eh nur für kurz, bis dein Plattenspieler wieder in Ordnung ist)?
Oder bist du jetzt im Sommer eh mehr im Bad oder am Beachvolleyballplatz (bei mir geht das jetzt erst wieder, ich hab mir nämlich vor 6 Wochen die Hand gebrochen).

Liebe Grüße aus Wien

Werner
daniel5993 (06.08.2007, 15:43):
Hallo Werner!

Die Reparatur kostet über 100 Euro! Zum Glück habe ich echt liebe Eltern, welche mir Geld für einen Neuen leihen! Habe heute einen Neuen bestellt, fast den Gleichen, mit neuem System! Zahlung auf Nachnahme, gesagt es wäre dringender und jetzt haben Sie mir versichert, dass er morgen bei mir sein wird! Das nenne ich einen Service! Bin echt seelig! Ich dachte ich kann in meinem Urlaub die Musik über Platte vergessen!

Cd's habe ich nicht einmal 20, das meiste davon Serenaden, noch aus meiner Anfangszeit!

Nein, ich gehe meist nur Morgens um 6 Uhr ins Schwimmbad, weil mir überfüllte Schwimmbäder garnicht zusagen! Morgens ist alles noch ruhig und es herrscht immer eine beeidruckende Stille, welche ich sehr liebe!

Ich hatte auch mal nen Bruch am Handgelenk! Man fängt danach wieder ganz von vorne an, ist garnicht so einfach! Hoffe, dein Arm wird bald wieder so sein wie dein alter Arm! :wink

Und wegen der Aufnahme: Es ist auch schön, mal nicht etwas sofort zu bekommen! Und außerdem haben manche Händler öffter Neuwertige Callas Opern auf Platte! Nur diese Traviata hatte ich noch nie auf Platte gesehen!

Gute Besserung!
Gruß
Daniel

:beer
manrico (08.08.2007, 21:36):
Hallo Daniel !

Danke für die Nachfrage, der Hand geht's eh schon wieder ganz passabel, ich darf halt noch nicht spielen. Das hat aber dazu geführt, dass ich mich jetzt doch zum Laufen gehen überreden lassen habe.

Und jetzt weiss ich auch, warum sie irgendwann einmal die Marschmusik erfunden haben!!!

Mit Verdi (vorzugsweise dem frühen, z.B. Un giono di regno) und Rossini auf dem ipod läuft es fast wie von selbst und die Stunde ist viel schneller vorbei. Verdi ist echt genial!!!

Ich habe es mit und ohne Musik versucht - kein Vergleich!

(Das Problem ist dabei nur, dass ich jetzt die Wildschweine überhöre, die hinter einem aus dem Gebüsch schießen - aber das ist eine andere Geschichte und gehört nicht hier her)

Liebe Grüße


Werner


P.S. Wenn du mir deine e-mail Adresse schickst, kann ich dir vielleicht noch einen Tipp zum Thema Plattenkauf schreiben (ich sehe nämlich bei dir keinen e-mail button aktiviert und aus irgendwelchen Gründen kann ich keine pn schicken)
daniel5993 (09.08.2007, 00:09):
Hallo manrico!

Du liebst Opern! Das habe ich mitlerweile erfasst! Auch ich liebe die Oper über alles! Vor einem Jahr war das noch nicht so! Ich brauche immer mehr die menschliche Stimme! Leider gibt es hier im Forum wohl nicht viele Opernfans!? Oder diese melden sich einfach nicht zu Wort! Mir fehlt das ein bisschen!

Ich bräuchte sehr Gute Opern - Einspielungen - Tipps!

Von z.B Rigoletto. Ich habe einmal die Oper mit Maria Callas im Radio gehört und war hin vor Begeisterung! Da ich meine Plattensammlung immer weiter Richtung Oper ausbaue, wollte ich fragen, welchen "Rigoletto" du bei dir stehen hast und welche du empfehlen würdest! Die mit Callas ist auf Platte selten! Kannst du mir eine "Super" Einspielung nennen?

Ich taste mich nämlich langsam von Oper zu Oper vor!

"Die Hochzeit des Figaro", Böhm
"Die Zauberflöte" Böhm
"Aida" Karajan
"Lucia di Lammermoor" Callas, Serafin
"Carmen" Schippers

................kenne ich mittlerweile fast auswendig!

Und am allerliebsten höre ich hiervon auch den Figaro!
Das ist Vollkommene Musik !!!

Hast du einen Rigoletto - Tipp für mich?


Gruß
Daniel
manrico (09.08.2007, 01:58):
Hallo Daniel!

Ich glaube auch fast, dass wir momentan ein wenig allein auf weiter Flur sind. Schade, denn ich glaube, Wolfgang, Rachmaninov oder Jimi hätten auch spannende Beiträge zur Oper.

Aber da hast du schon recht - Oper find ich einfach genial.

Aber jetzt zu deiner Frage bezüglich Rigoletto: der meiner Ansicht nach beste Rigoletto ist einer, der es nie wirklich in die Schaufenster geschafft hat (zumindest nicht in den letzten Jahren):
Cetra hat 1954 eine Einspielung mit dem unvergleichlichen Giuseppe Taddei gemacht. Das Farbenspiel, die Dramatik und Verzweiflung, der zynische Spott in der Eröffnungsszene sind, finde ich unerreicht. Als Gilda hat er die gute Lina Pagliughi (die mehr den Ziergesang als die Charakterisierung der Gilda in den Vordergrund stellt, ein legitimer Zugang, möglicherweise aber nach der Callas nicht mehr ganz zeitgemäß) und als Herzog Ferruccio Tagliavini, ein eleganter, rollendeckender aber nicht unbedingt phänomenaler Herzog. Einen würdigen Gegenspieler findet Taddei in Giulio Nero als finsteren Sparafucile.

Dirigent: Angelo Questa (stört die Sänger nicht)
Dieser Rigoletto ist bei Preiserrecords (allerdings auf CD) wieder erschienen.

Eine weitere höchst beeindruckende Aufnahme ist der Mitschnitt aus der Metropolitan Opera (29.12.1945) unter Cesare Sordero. Leonard Warren ist ein wilder, verzweifelter Rigoletto, viel düsterer und rauher als Taddei, aber sehr unmittelbar. Sein Herzog ist der großartige Jussi Björling. eine Traumbesetzung also. Bidu Sayao ist als Gilda ok.

Gleichwertig, aber vermutlich leichter zu beschaffen ist die Studioeinspielung unter Georg Solti (1963) für RCA. Hier dominiert Alfredo Kraus als absolut brillianter Herzog. Aber auch sein Rigoletto, Robert Merrill, ist phantastisch. Sein "Cortigiani, vil razza dannata" ist erfülltes, wahrhaftiges Singen ohne Theaterdonner. Eine 100%ig ehrliche Identifikation mit der geschundenen Seele. Anna Moffo ist erstaunlich präsent und singt recht sauber.

Nicolai Gedda ist als Herzog entbehrlich, absolut fürchterlich finde aber die (oft gelobte) Einspielung unter Gavazzeni von 1960. Zwar ist hier auch Alfredo Kraus ein perfekter Herzog, aber Renata Scottos schrilles, gespreiztes und nervtötendes Singen zerstört einfach alles. Dazu kommt Ettore Bastianini, der zwar eine schöne Stimme hat, das war's dann aber auch schon und ein unbeteiligtes Begleiten durch Gavazzeni.

viel Spaß beim Aussuchen

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (09.08.2007, 23:16):
Hallo Werner, hallo Daniel,

eine Aufnahme, die ich letzens wieder einmal gehört habe und die mir nach wie vor gefällt ist die unter Cellini aus dem Jahr 1950. Peerce als Duca, Berger als Gilda und Leonard Warren als Rigoletto:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3393451.jpg
(als LP bei RCA; keine Vorstellung, ob man die so mal eben bekommt)

Da es sich um keinen Live-Mitschnitt handelt, ist das Klangbild zwar hörbar historisch, aber die sängerischen Leistungen der genannten machen das nach meiner Auffassung wett. Ich habe noch nicht weiter versucht, es nachzuvollziehen, aber wenn ich sehe, daß hier auf zwei CDs noch eine Warren-Recital Platz hat, vermute ich mal, daß es einige Striche gegeben hat (müsste ich mal mit meiner wesentlich moderneren Aufnahme unter Muti vergleichen).

Daneben besitze ich noch Aufnahmen mit di Stefano, Callas, Gobbi sowie Björling, Peters, Merrill. Habe ich aber beide zulange nicht mehr gehört, um was zu den sängerischen Leistungen oder der Klangqualität sagen zu können. Nach der Papierform sollten beide Aufnahmen zumindest in den Hauptrollen eingermaßen adäquat besetzt sein.

Grüße,
Wolfgang
manrico (10.08.2007, 16:13):
Hallo Wolfgang, hallo Daniel!

Ich kenne die Aufnahme unter Cellini und die Callas - Einspielung unter Serafin. Von der Björling - Aufnahme weiss ich lediglich, dass sie existiert, bin aber mit seinem Herzog live sehr glücklich.

Bei der Cellini - Einspielung gefällt mir vor allem Erna Berger als Gilda sehr, sehr gut. Sie klingt aber extrem jung und unerfahren (vor allem im Vergleich zur Callas). Warren ist sehr gut, allerdings kein Vergleich zur Live-Aufnahme. Nan-Merriman ist eine Luxus-Draufgabe als Maddalena. Die Schwachstelle, finde ich, ist Ian Peerce. Den ersten Auftritt im Ballbild setz er völlig in den Sand. Ich würde tippen, ihn plagt bereits die Gicht von der vielen Völlerei. Gesund ist der Mann jedenfalls nicht!! Auch zu Gildas Hintereingang hat er sich eher hingequält, das Diclofenac scheint ihm im Lauf der Zeit ein wenig Linderung verschafft zu haben (will sagen, es wird besser).

Die Callas-Aufnahme habe ich schon lange nicht gehört, um aus dem Stehgreif was sagen zu können, erinnere mich aber an eine sehr frauliche Gilda. Gobbi ist generell nicht 100%ig mein Fall und hat da meiner Ansicht viel und starke Konkurrenz (Taddei!!!, Warren, Merrill, aber auch der völlig unterschätzte Josef Metternich singt unter Fricsay einen großartigen Rigoletto).

Liebe Grüße

Werner
Amadé (10.08.2007, 17:39):
Hallo Daniel, Werner und Wolfgang,

damit Ihr Euch hier nicht so allein austauschen müsst, möchte ich mich mit meinen, nicht so ausgeprägten Kenntnissen der italienischen Oper, einschalten.

Ich besitze folgende Aufnahmen:
Robert Heger 1944 DGG in deutsch Ri. Schlusnus
Ferenc Fricsay 1950 Cantus in deutsch Ri: Metternich
Tullio Serafin 1955 EMI RI:Gobbi
Jonel Perlea 1957 RCA Ri: Merrill
Rafael Kubelik 1963 DGG Ri: FIscher-Dieskau

und einen Querschnitt in deutsch dirigiert von W.Schüchter, Ri: Metternich Gi: Erika Köth

Sehr gut gefällt mir der Rigoletto von Metternich. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bisher noch keinen Vergleich angestellt habe.

Gruß Bernd
Poztupimi (10.08.2007, 18:56):
Original von manrico



Bei der Cellini - Einspielung gefällt mir vor allem Erna Berger als Gilda sehr, sehr gut. Sie klingt aber extrem jung und unerfahren (vor allem im Vergleich zur Callas).



Hallo Werner,

da stimme ich Dir zu, als ich gestern noch mal reingehört habe fiel mir spontan "kindlich-naiv" ein, was ich jetzt aber garnicht negativ meine. Mal sehen, vielleicht höre ich nachher nochmal in meine LPs rein.

Grüße,
Wolfgang
manrico (10.08.2007, 21:57):
Hallo alle zusammen !

Na, das freut mich, dass die Fraktion Vokalmusik und Oper nicht mehr im vegetativen Zustand persistiert.
Ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben gehabt.....
(Jetzt werd ich mich vielleicht doch noch zu einem Thread über Schubert-Opern hinreissen lassen)

Perfekt, dass uns Amade auch noch unterstützt.
Das mit den angeblich nicht so ausgeprägte Kenntnissen soll er aber erst einmal beweisen. Ich halte das für glatte Tiefstapelei :wink

zur Cellini Aufnahme:
....fiel mir spontan "kindlich-naiv" ein, was ich jetzt aber garnicht negativ meine
Seh ich auch so; Ich halte es für eine mögliche Interpretation.
Wie gefällt dir eingentlich Peerce?

Amade spricht noch die andere Aufnahme mit Erna Berger an: Schlusnus, Roswaenge, Berger unter Robert Heger. Zu dieser Aufnahme kann ich nicht wirklich Stellung nehmen, denn die hab ich mit 8 Jahren für mich entdeckt und bis zum Umfallen rauf und runter gespielt. Sie war also der Ursprung dessen, was ich hier im Forum so von mir gebe.

@Bernd: Metternich ist völlig unterschätzt, das war ein genialer Künstler, vor allem, wenn er mit Fricsay (einer der wirklich sensationellen Dirigenten) gearbeitet hat. Ein schlankes, straffes Klangbild, gutes Ensemble, aber natürlich mit den damals üblichen Strichen. Für mich ist es auch eine Rehabilitierung von Rudolf Schock, den ich als Künstler lange nicht ernst genommen habe, da ich ihn hauptsächlich als abgehalfterten Operettentenor mit fistelnder Höhe in Samstag-Abend Shows wahrgenommen habe. Ich bekenne, ich habe ihm Unrecht getan (zumindest, was seine Anfangszeit betrifft).

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (10.08.2007, 23:01):
Hallo Werner,

Original von manrico
Hallo alle zusammen !

Na, das freut mich, dass die Fraktion Vokalmusik und Oper nicht mehr im vegetativen Zustand persistiert.
Ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben gehabt.....
(Jetzt werd ich mich vielleicht doch noch zu einem Thread über Schubert-Opern hinreissen lassen)


Ich höre erst seit wenigen Jahren Opern - sonst hätte ich es nicht dazu kommen lassen, daß mein Bruder die LPs unseres Vaters zum größten Teil übernommen hat. Ich gebe zu, Schubert-Opern sind für mich völlig unbekannt, ein schwarzes Loch sozusagen. Aber vielleicht kann ich ja doch noch dann und wann zur einen oder anderen Oper was sagen.


Wie gefällt dir eingentlich Peerce?


Gerade gestern beim erneuten Hören habe ich zuerst auch gedacht, daß das nicht wirklich überzeugend ist.

Viele Grüße,
Wolfgang
manrico (12.08.2007, 10:32):
Hallo Wolfgang!

Ich verschieb die Antwort einfach in diesen Thread (der "was ich grade höre"-Thread ist mir zu sehr Kraut und Rüben, und der Informationsgehalt beschränkt sich doch zumeist eher auf das Kennenlernen der CD-Hüllen):

So weit ich das sehe, gibt's zumindest noch 4 weitere Traviata-Mitschnitte von der Callas, ich kenne aber keinen davon. Interessant dürften vor allem der erste Mitschnitt aus Mexico 1951 sein. Da hat die Callas nämlich Taddei als Vater Germont, und der Mitschnitt aus der Scala 1956, wieder unter Giulini, diesmal aber mit Raimondi statt mit di Stefano. Dieser Mitschnitt ist bei Myto aufgelegt worden. Er scheint noch erhältlich zu sein, ich habe ihn erst vor kurzem in Wien gesehen. Die Besetzung und das Label sprechen eigentlich für diese Aufnahme. Mal schauen, vielleicht höre ich das nächste Mal im Geschäft ein bisserl in den Mitschnitt hinein. Vielleicht lohnt es sich ja, ihn zu kaufen.

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (12.08.2007, 11:25):
Original von manrico
Hallo Wolfgang!

Ich verschieb die Antwort einfach in diesen Thread (der "was ich grade höre"-Thread ist mir zu sehr Kraut und Rüben, und der Informationsgehalt beschränkt sich doch zumeist eher auf das Kennenlernen der CD-Hüllen):



Gute Idee!



So weit ich das sehe, gibt's zumindest noch 4 weitere Traviata-Mitschnitte von der Callas, ich kenne aber keinen davon. Interessant dürften vor allem der erste Mitschnitt aus Mexico 1951 sein. Da hat die Callas nämlich Taddei als Vater Germont, und der Mitschnitt aus der Scala 1956, wieder unter Giulini, diesmal aber mit Raimondi statt mit di Stefano. Dieser Mitschnitt ist bei Myto aufgelegt worden. Er scheint noch erhältlich zu sein, ich habe ihn erst vor kurzem in Wien gesehen. Die Besetzung und das Label sprechen eigentlich für diese Aufnahme. Mal schauen, vielleicht höre ich das nächste Mal im Geschäft ein bisserl in den Mitschnitt hinein. Vielleicht lohnt es sich ja, ihn zu kaufen.

Liebe Grüße


Werner

So ganz steige ich nicht hinter die Auflistung bei Amazon, Mexiko sehe ich zweimal(?), Giulini mit Raimondi hatte ich auch gesehen. Aber sicher läßt sich im Internet eine entsprechende dataillierte Liste mit allen bisher veröffentlichten Aufnahmen finden, nur habe ich noch nicht gesucht.

Ich gebe zu, die Aufnahmen bei Myto kenne ich noch nicht, da ich bisher mit historischen Mitschnitten zurückhaltend war, aber, wie Du siehst, arbeite ich dran! Mein nächster Besuch in Berlin bei Dussmann wird also acuh diesen Aufnahmen gelten (neben Sibelius, Bach Cellosuiten ...)

Viele Grüße,
Wolfgang
manrico (12.08.2007, 12:06):
Hallo Wolfgang!

Ja, es scheint tatsächlich 2 Mitschnitte aus Mexico zu geben, einen vom 17.7.1951 unter Fabritiis und den anderen vom 3.6.1952 mit di Stefano und Campolonghi (kenn ich nicht).

Ich habe außerdem noch von einem Mitschnitt von 1958 unter Rescigno mit Valletti und Zanasi gelesen. Welcher dieser Mitschnitte erhältlich ist, weiss ich wie gesagt nicht. Ich bewundere die Callas als Künstlerin sehr, sie macht mich Erstaunen, aber trotzdem ist es bei der Callas nicht so, dass ich unbedingt alles haben muss (anders etwa bei Jurinac, die mich auf einer ganz anderen Ebene als die Callas berührt - da bin ich wirklich ziemlich gut ausgestattet - neulich habe ich entdeckt, dass es offensichtlich auch einen Carmen-Mitschnitt mit der Jurinac als Micaela gibt! Der wird sich bei mir als nächstes einfinden, denke ich).

Zu Myto muss man sagen, dass ich den Eindruck habe, dass sie dort eine Reihe sehr kompetenter Leute sitzen haben, die tatsächlich was von Musik und von Technik verstehen und nicht jeden Schmarrn veröffentlichen. Hier findest du wahre Schätze wie etwa Konyas Lohengrin in Bayreuth 1958, Björling als Don Carlo 1950 oder Wunderlich als Eginhard in Schuberts Fierrabras (Schuberts schönste Oper. Die Titelrolle ist zwar schwach besetzt, aber zum Kennenlernen von Schubert als Opernkomponist sicher gut geeignet).

Liebe Grüße


Werner
Jeremias (12.08.2007, 13:14):
Ich höre sehr gerne Opern, aber ich kann beim besten Willen keine Top10 hier veröffentlichen. Es kommt immer ganz drauf an... jahrelang war La Traviata mein Favorit, dann irgendwann Aida. Abgelöst wurde diese dann vor einem Jahr durch Turandot und jetzt ist es Tannhäuser....
manrico (12.08.2007, 22:26):
Hallo Jeremias!

Also, dieser Thread hat sich eher zum allgemeinen Plaudern über die Oper entwickelt.
Ich habe bislang auch noch keine 10 Top-Opern hereingestellt und ehrlich gesagt auch gar nicht vor, so etwas zu tun (ich seh nicht ein warum ich mir die Tortur der Beschränkung antun soll).
((Dass Tannhäuser die Turandot ablöst, kann ich übrigens gut verstehen!))


Liebe Grüße


Werner
Jimi (12.08.2007, 23:16):
Hallo miteinander,

zwecks viel Arbeit habe ich mich hier in letzter Zeit ein wenig rar gemacht, dazu kommt noch das ich nach 25 Jahren Pause wieder angefangen habe Klavier zu spielen(ganz schön hart wieder mit dem Zeug anzufangen das ich mit 10 Jahren viel besser gespielt habe) und somit ist für sonstige Aktivitäten wenig Zeit übrig geblieben.

Zu den beiden Callas Traviata Aufnahmen von 1955 unter Giulini und von 1958 unter Ghione hat Wolfgang in dem "was ich grade höre"-Thread geschrieben:


Original von Poztupimi

also neben dieser Neunanschaffung besitze ich noch die Mitschnitte von 1955 unter Giulini und von 1958 unter Ghione. Die 1955er Aufnahme bietet IMO die überzeugenderen Partner für Maria Callas, und wenn ich die Bühnengeräusche, den Applaus und manche Unstimmigkeit im Zusammenspiel in Kauf nehme, dann diese Aufnahme in der Gesamtbewertung.



Hallo Wolfgang,

Guiseppe di Stefano gefällt mir in La Traviata(1955) eigentlich ganz gut, zumindest besser als in I Puritani, Rigoletto oder Il Trovatore, wo er doch teilweise etwas überfordert wirkt.

Dennoch ist für mich Alfredo Kraus(1958) ein deutlich eleganterer und auch technisch viel besserer Alfredo.
Vor allem die Duette mit Maria Callas werden dadurch erheblich aufgewertet und wirken auf mich irgendwie homogener.
Deutlich zu hören z.B. in Parigi o cara. (Ok ist natürlich auch Geschmacksache :wink)

Bastianini(1955) find ich als Vater Germont auch nicht wirklich 100% überzeugend, er klingt zwar schön, singt aber etwas eintönig, ist für mich ist er sicher auch nicht besser als der solide Mario Sereni in der Aufnahme von 1958.



Original von manrico

Ich habe Aufnahmen, die bis 1902 zurückgehen. Sonst könnte ich ja viele der großartigen Künstler der Vergangenheit (Battistini, Ponselle, Melba,.....) gar nicht kennenlernen.


Hallo Werner,

was hältst du von einem Schellack –Thread in dem man z.B. parallel zu den hier genannten Opern Aufnahmen aus der Schellack –Ära besprechen kann?

Gerade als Rigoletto gibt es einige ausgezeichnete Interpreten, die vielleicht auch für die anderen Opernfreunde im Forum interessant wären.
Ich denke da z.B. an Guiseppe de Luca, Titta Ruffo, Pasquale Amato oder Joseph Schwarz.

Aus La Traviata gibt es z.B. eine traumhafte Aufnahme von Parigi o cara (von 1914 )die ich wirklich jeder neueren vorziehe.

Vielleicht weißt du welche ich meine?


:hello Jimi
manrico (13.08.2007, 01:25):
Hallo Jimi !

Schön, dass der Stress ein bissl nachlässt.

Also, die Idee mit dem Schellack-Forum find ich sehr gut. Echte Schellacks hab ich natürlich nicht - alles auf CD. Darf ich trotzdem mitschreiben ? :)

Ich würd mir zusätzlich Tito Schipa, Heddle Nash, Rosa Ponselle, Giacomo Lauri-Volpi wünschen.
Und bei den Künstlern der post-Schellack Ära gäb's für mich noch 3 wichtige Persönlichkeiten, die mir am Herzen liegen: Leopold Simoneau, Leyla Gencer und: die absolut einzigartige, göttliche Sena Jurinac.

Um jetzt noch auf dein Rätsel zurückzukommen: Ich würde einmal tippen, du meinst die Aufnahme mit Lucrezia Bori und John McCormack. Viel hab ich ja nicht von der Bori, aber das wenige ist musikalisch wirklich vom Feinsten.

Liebe Grüße


Werner
Jimi (13.08.2007, 23:02):
Original von manrico

Also, die Idee mit dem Schellack-Forum finde ich sehr gut. Echte Schellacks hab ich natürlich nicht - alles auf CD. Darf ich trotzdem mitschreiben ? :)



Hallo Werner,

ich hab schon CD Überspielungen gemeint, richtige Schellacks hab ich auch nicht.

Mit Bori und McCormack hast du natürlich recht, leider kenne ichvon Bori auch nicht allzuviel, von McCormack schon etwas mehr, z.B ...
Ähm das sollten wir dann besser im "Schellack-auf-Cd" oder wie auch immer Thread besprechen.

Mit Rosa Ponselle anzufangen ist glaube ich eine gute Idee, denn sie wurde ja auch schon in dem 20-Sopranos -Thread erwähnt.

:hello Jimi
Jimi (23.08.2007, 13:54):
Original von Poztupimi
Original von daniel5993
Ohhhhh, was haben meine Augen erblicket???

http://i13.ebayimg.com/03/i/000/ag/01/82d2_1_b.JPG

Das ganze unter der soooo hoch gelobten Callas!

Gibts dazu was zu sagen?

Hallo Daniel,

ich besitze diese Aufnahme als CD mit dem gleichen Cover, und obwohl es sich nach den Angaben auf der Pappbox um eine digital überarbeitete Ausgabe von 1987 handelt, ist der Aufnahme IMO noch viel stärker als der von 1955 unter Giulini anzuhören, dass es sich um einen Live-Mittschnitt handelt. Darauf solltest Du Dich also stärker einstellen als auf die Tatsache, dass es eine Mono-Aufnahme ist. Wie Werner richtig bemerkt, tritt das doch merklich in den Hintergrund.

Grüße,
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich besitze die beiden erwähnten Callas Traviatas(1955,Giulini und 1958,Ghione) in rel neuen Cd-Überspielungen, remastering von 1997.

Zur Klangqualität ist zu sagen, dass man dem Mitschnitt von 1958 in der Tat deutlich die Liveaufnahme anhört, besonders am Anfang sind Nebengeräusche aus dem Publikum usw. deutlich zu hören.
Dennoch werden die Stimmen und das Orchester, vor allem in Ensembleszenen IMO zum Teil deutlich besser abgebildet als in der Aufnahme von 1955.
Wie das jetzt bei LPs ausschaut kann ich nicht beurteilen,ein Vergleich mit den "neuen" Cds währe sicher interessant.



Original von daniel5993
Hallo Werner!

Ich kann dir auch eine wirklich schlechte "Callas - Aufnahme" sagen!
Also jetzt von der Klangqualität das schlechteste, was ich an Opern überhaubt von Ihr habe!

Cherubinis Medea, Callas, Leonard Bernstein 1953

Kennst du die Aufnahme vielleicht?

Eine sehr schöne Oper, trotz der schlechten Aufnahme-Qualität!



Gruß
Daniel



Original von manrico
Hallo Daniel !

Den Medea-Mitschnitt kenne ich nicht, aber im Wettbewerb um die technisch schlechteste Callas-Aufnahme hat sicherlich auch der Nabucco von 1949 gute Chancen, einen der vorderen Plätze zu belegen.
Und andererseits: Wie gerne hätte ich auch einen klanglich unzulänglichen Don Carlos Mitschnitt mit der Callas als Elisabetta.
Gerade bei der faszinierenden Menschendarstellerin Callas fallen alle diese Einwände, und wenn ich Wolfgang richtig verstanden habe, sieht er das ähnlich.


Liebe Grüße


Werner

Hallo Daniel und Werner,

das mit der Nabucco ist richtig, das ist echt nur was für "SchlechteAufnahmenHörProfis". Ähnlich bescheiden ist die Qualität bei der Armida(Rossini1952).

Beide würde ich, von der Klangqualität deutlich schlechter einschätzen als die Medea unter Bernstein.

Damit keine Missverständnisse aufkommen, was die Leistung von Maria Callas angeht, Sie braucht auf den beiden Aufnahmen,wie auch als Medea keine Konkurrenz fürchten.


Von der Medea gibt es eine neue Überspielung in rel guter Qualität:

http://ec1.images-amazon.com/images/I/31FR1W3SQML._AA240_.jpg

Hier ist die Klangqualität sicher nicht schlechter als bei der 1955 Traviata.

:hello Jimi
PeerGynt (10.01.2008, 22:20):
Meine jetzige Top 10, nicht unbedingt in dieser Reihe:

Tristan und Isolde
Das Rheingold
Die Walküre
Siegfried
Götterdämmerung
Parsifal
Elektra
Salome
Boris Godunov
Khovanshchina
:engel

...und natürlich alle anderen Musikdramen von Wagner. :P Ich bin kein Fan von italienischer Oper, aber Turandot höre ich immer begeistert. :wink
Jimi (11.01.2008, 14:45):
Hallo Peer (Gynt),

erst mal alles gut zum Geburtstag und herzlich willkommen im Forum.
Es ist schön mal wieder ein neues Mitglied zu begrüßen, das sich für die Oper interessiert.

Von deinen Top 10 Opern höre ich den Tristan und die Walküre am liebsten, hast da bestimmte Vorlieben was die Interpreten bez. Einspielungen angeht. Das würde mich auch bei der Turandot interessieren, mit der bin ich noch nie so 100% warm geworden. :(

:hello Jimi
PeerGynt (12.01.2008, 09:56):
Hallo Jimi,

Herzlichen Dank für die warme Begrüßung und die schönen Wünsche.

Ich habe eine sehr alte Aufnahme von Turandot, und zwar von 1938 :D

Turandot: Gina Cigna
Calaf: Francesco Merli
Liù: Magda Olivero
Timur: Luciano Neroni
El Emperador: Armando Giannotti
Ping: Afro Poli
Pang: Adelio Zagonara
Pong: Gino del Signore
Un Mandarín: Giuseppe Bravura

RAI de Turín Orquesta & Coro
Dirigent: Franco Ghione

Leider kann ich dir keine Empfehlung für Turandot machen, aber wenn du eine Liste mit alle Aufnahmen von allen Zeiten sehen möchtest, kannst du hier schauen:
www.operaclass.com

Hier gibt es komplette Informationen über Interpreten, Orchester, Jahr, usw. Wie gesagt, ich kenne mich wenig mit italienische Oper aus, deswegen sagen mir Interpretennamen auch nicht viel. Trotzdem, scheint mir Turandot viel mehr als „klassische“ italienische Oper zu sein, und geht etwas in die Richtung von Musikdrama.

Was Wagner angeht, bin ich von Adam Fischer als Dirigent ganz begeistert. Im Laufe der Jahre habe ich ihm mehrmals in Übertragungen von Bayreuth oder live in München gehört. Heutzutage scheint er den Richtigen für Wagner zu sein. Schade aber, dass die Interpreten nicht mehr so sind, wie sie sein sollten... :I Und schade auch, dass keine Aufnahmen mit Adam Fischer gemacht wurden... :(

Naja, die perfekte Aufnahme gibt es nicht, aber man kann immer eine Einzelheit finden, die begeistert. Wie z.B. Gunther Treptow als Siegmund (1948), oder Max Lorenz als Tristan (1949). :engel
Mime (12.01.2008, 18:02):
10 sind mir entschieden zu wenig, da ich ein leidenschaftlicher Opernfan bin. Wenn die Administration es erlaubt, würde ich von den mir bedeutenden Komponisten jeweils die Lieblingswerke benennen.
:hello
Rachmaninov (13.01.2008, 11:03):
Original von Mime
10 sind mir entschieden zu wenig, da ich ein leidenschaftlicher Opernfan bin. Wenn die Administration es erlaubt, würde ich von den mir bedeutenden Komponisten jeweils die Lieblingswerke benennen.
:hello

Wenn Dir dabei wohler ist, dann soll es uns nicht stören denke ich :wink
Jimi (13.01.2008, 12:20):
Original von PeerGynt

Ich habe eine sehr alte Aufnahme von Turandot, und zwar von 1938 :D

Turandot: Gina Cigna
Calaf: Francesco Merli
Liù: Magda Olivero
Timur: Luciano Neroni
El Emperador: Armando Giannotti
Ping: Afro Poli
Pang: Adelio Zagonara
Pong: Gino del Signore
Un Mandarín: Giuseppe Bravura

RAI de Turín Orquesta & Coro
Dirigent: Franco Ghione

Leider kann ich dir keine Empfehlung für Turandot machen, aber wenn du eine Liste mit alle Aufnahmen von allen Zeiten sehen möchtest, kannst du hier schauen:
www.operaclass.com

Hallo Peer,

danke für den Tipp, die Einspielung habe ich noch nicht hören können, Cinga, Merli und Olivero kenne ich von anderen Aufnahmen und glaube, dass sie in die jeweiligen Rollen in Turandot gut passen.

Adam Fischer habe ich bewusst auch noch nicht gehört, vielleicht kannst du hier darauf hinweisen wann es wieder eine Übertragung mit ihm gibt.

Günther Treptow halt ich wie auch Ludwig Suthaus für eine eher unterschätzten Sänger, bedauerlicherweise sind beide im Gegensatz zu Lorenz und Windgassen fast schon ein wenig in Vergessenheit geraten.

In der Ringaufführung unter Furtwängler (Scala live 1950) singt Treptow ebenfalls den Sigmund, recht überzeugend wie ich finde, allerdings Lauritz Melchior und Franz Völker finde ich dann (als Sigmund ) doch noch besser.

:hello Jimi
PeerGynt (13.01.2008, 19:34):
Hallo Jimi,

Ganz klar, Lauritz Melchior rules… Wenn du Lust hast, hier kannst du den „Wälse, Wälse, wo ist dein Schwert“ Aufschnitt „sehen“:
http://www.youtube.com/watch?v=ZbfrL4L5GME

So muss ein Heldentenor klingen. Der „Wäääääääääääääääääääääääääääälse“ finde ich aber bisschen zu übertrieben...

Auf der anderen Seite, finde ich Hans Hotter viel zu übergeschätzt. Er hat eine schlechte Diktion, inkompatible mit der wagnerischen Deklamation.

Ich habe gerade Turandot neu gehört, und ich muss zugeben, die berühmte Arie von Calaf klingt ganz komisch in dem Kontext von der ganzen Oper. Ich meine, diese Arie ist typisch italienisch-Puccini, während der Rest der Oper eine Konstruktion näher zu Musikdrama hat.
Mime (14.01.2008, 11:42):
Original von Rachmaninov
Original von Mime
10 sind mir entschieden zu wenig, da ich ein leidenschaftlicher Opernfan bin. Wenn die Administration es erlaubt, würde ich von den mir bedeutenden Komponisten jeweils die Lieblingswerke benennen.
:hello

Wenn Dir dabei wohler ist, dann soll es uns nicht stören denke ich :wink

:thanks
Nun denn:


Monteverdi:
L’Orfeo
Il Ritorno d’Ulysse in Patria
L’Incoronazione di Poppea

Mozart:
Die Zauberflöte
Don Giovanni
Die Entführung aus dem Serail
Idomeneo

Beethoven:
Fidelio
Leonore

Verdi:
La Traviata
Rigoletto
Un Ballo in Maschera
Il Trovatore

Puccini:
La Bohème
Turandot
Tosca

Donizetti:
Lucia di Lammermoor
L'elisir d'amore
Don Pasquale


Bellini:
Norma
La Sonnambula
I Puritani

Bizet:
Carmen
Die Perlenfischer

Wagner:
Die Walküre
Götterdämmerung
Parsifal
Tannhäuser
Lohengrin
Siegfried
Rheingold

Massenet:
Werther
Manon

Das war der "harte Kern". :hello
Jimi (14.01.2008, 23:58):
Original von PeerGynt

So muss ein Heldentenor klingen. Der „Wäääääääääääääääääääääääääääälse“ finde ich aber bisschen zu übertrieben...


Da gebe ich dir Recht " Wäääääääääääääääääääääääääääälse" ist ein wenig laaaaaaaaaaaang geraten. Nicht nur deshalb ziehe ich die Studioaufnahme von 1935 deutlich vor. Melchior singt dort deutlich differenzierter auch seine Partner Lotte Lehmann und Emanuel List sind großartig. Für michist das, im Bereich Oper, eine der deutlichsten Referenzaufnahmen überhaupt.

Auch davon Ausschnitte bei youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=7XQASPDdGQE

http://www.youtube.com/watch?v=mS-HYMAW7hk

:hello Jimi
Jimi (15.01.2008, 18:13):
Original von Mime
...
Monteverdi:
L’Orfeo
Il Ritorno d’Ulysse in Patria
L’Incoronazione di Poppea

Mozart:
Die Zauberflöte
Don Giovanni
Die Entführung aus dem Serail
Idomeneo
...


Hallo Mime,

die meisten deiner Lieblingsopern kenne ich gut und höre sie auch gerne.
L'Incoronazione di Poppea hatte ich mir nur mal ausgeliehen, vielleicht lag es an der Einspielung, jedenfalls hat es mich nicht gleich vor Begeisterung vom Hocker gehauen.

Hast du bei dieser Oper ein Lieblingsaufnahme oder kennst du sie "nur" live?

Was mir bei deine Liste auffällt, du hast gleich 3 Monteverdiopern aufgezählt(was ja ok ist :W), aber dann kommt nichts mehr bis Mozart. Gefallen dir die anderen Barockopern nicht ?(

:hello Jimi
PeerGynt (18.01.2008, 13:05):
@Jimi: Hallo Jimi, tut mir leid, dass ich so spät antworte. Die von dir empfohlenen Ausschnitte sind wirklich unglaublich, ich kannte diese Aufnahme nicht. Vielen Dank für die Empfehlung!!! Trotzdem mag ich nicht so viel, wie Lotte Lehmann klingt. Kann es sein, es ist wegen der schlechten technischen Audioqualität? Ich meine, die alten Aufnahmen haben immer Probleme mit der Wiedergabe von den höheren Frequenzen des Audiospektrums.

@Mime: Ich finde es erstaunlich, dass du gleichzeitig ein Wagner-Fan bist, und trotzdem hast du in deinem Top-10 Lucia di Lammermoor, zum Beispiel. Ich sage das nicht ironisch, oder weiß ich wie… :) Ich finde es einfach toll, dass du so breitbandig sein kannst.
Mime (18.01.2008, 15:40):
Hallo Jimi,

die Poppea kenne ich in den aufführungen von Zürich und Stuttgart, eine gute Aufnahme suche ich noch. Catherine Naglestad hat mir in der Hauptrolle bisher am besten gefallen.

Bei meiner Aufzählung hatte ich nur den "harten Kern" erwähnt. Natürlich gefallen mir andere Barock-Opern auch, z.B. Alcina von Händel und andere.
:hello
Mime (18.01.2008, 15:45):
Original von PeerGynt

@Mime: Ich finde es erstaunlich, dass du gleichzeitig ein Wagner-Fan bist, und trotzdem hast du in deinem Top-10 Lucia di Lammermoor, zum Beispiel. Ich sage das nicht ironisch, oder weiß ich wie… :) Ich finde es einfach toll, dass du so breitbandig sein kannst.

Hallo PeerGynt,

breitbandig und breitbeinig :cool bin ich wirklich. Mozart war bei mir schon als Kind in. Mit Wagner fing der eigentliche "Wahn"sinn an, dann kamen irgendwann die Italiener dazu. Man entwickelt sich weiter...
:hello
PS: Für Lucia lohnen Tickets schon wegen des Sextetts.
Jimi (21.01.2008, 10:40):
Original von Mime

Bei meiner Aufzählung hatte ich nur den "harten Kern" erwähnt. Natürlich gefallen mir andere Barock-Opern auch, z.B. Alcina von Händel und andere.
:hello


Hallo Mime,

das mit dem "harten Kern" hab ich wohl übersehen, es hätte mich schon gewundert wenn du zb Händel nicht hören würdest.

Original von PeerGynt
Trotzdem mag ich nicht so viel, wie Lotte Lehmann klingt. Kann es sein, es ist wegen der schlechten technischen Audioqualität? Ich meine, die alten Aufnahmen haben immer Probleme mit der Wiedergabe von den höheren Frequenzen des Audiospektrums.


Hallo Peer,

na ja, ich finde die Aufnahmequalität für das Alter der Aufnahme(1935) eigentlich ganz gut, speziell in der Naxosüberspielung die ich weiter oben in meiner Liste aufgeführt habe. Vom Prinzip her hast du schon Recht, baritonal timbrierte Tenorstimmen, wie Melchior oder Caruso werden auf den alten Aufnahmen schon besser wiedergegeben als hohe Sopranstimmen. Bei den Aufnahmen vor ca 1925 ist das noch viel deutlicher zu hören, zb auf Duettaufnahmen von Caruso mit Nelli Melba.


:hello Jimi
Der Alte (21.01.2008, 17:34):
Hallo,
wenn ihr gestattet, werde ich nur 10 Lieblings-Opern nennen, und da ich ein großer Mozart - Fan bin, kommt der große Meister besser weg.

1. Zauberflöte
2. Die Hochzeit des Figaro
3. Don Giovanni
4 Entführung aus dem Serail
5. Tosca
6. La Boheme
7. Lucia die Lammermoor
8. Der Barbier von Sevilla
9. Fidelio
10 Der Wildschütz :hello
Viele Grüße
Der Alte
Ganong (06.12.2006, 17:47):
Liebe Forumsmitglieder !

Auch wenn es vielleicht nicht so sehr beliebt ist hier , solche Lieblingslisten aufzustellen , so möge diese eine Anregung sein .

Meiner Meinung nach kann jemand aus unseren Kulturkreisen nie so leicht und schnel und auch bleibend einen Zugang zu Musik, im weitesten Sinne finden wie durch Opern .

Die oft bestehedne sprachliche Barriere wird durch den handlungsverlauf meistesn deutlich abgemildert .


Die Eleganz des Französischen , der Farbenreichtum des Otalienischen , die anscheinende Grimmigkeit des Russischen werden durch Handlung und herrlichste Musik beiseite geschoben .

Oper ist nicht freie Erfindung ohne realen Hintergrund . Oper beinhaltet pulsiere4ndes Leben . Sonst hätte sie nicht diesen enormen Zuspruch weltweit .

Meine zehn Lieblingsopern :

- K e in Ranking ! -

Andrea Chénier ( Umberto Giordano ) :

Chénier war ein nicht unbedeutender französischer Lyriker , der währerdn der Französische Revolution ermordet wurde . Sinnlos .

Aufnahme

Corelli ( live noch sensationeller als auf LP / CD ) ; Stella in überragender Form .

Das Schlussduett ist bis heute nicht erreicht . Auch nicht in den beiden Callas-Aufnahmen .

Otello ( Verdi )

Del Monaco ; Gobi ; Tucci

Kein Zweifel . Alle menschlichen Leidnschaften , ihre Abgründe wie die zartesten Empfindungen .

Dieser Livemitschnitt ( über amazon.de beziehbar ) vermittelt , warum Toscanini seinerzeit ..... Lest bei dem Maestro selbst nach .

Carmen ( G. Bizet )

Natürlich Leontyne Price als die sündige Verführerin , die eiskalt berechnende femme fatale ; der fast heillos hilflose Franco Corelli in dem herrlichen Duett mit der einsame spitze singenden Mirella Freni . Und ein Escamillo , der wohl seinerzeiot nur in Robert Masard , Pariser Oper "Palais Garnier" einen ebenbürtige Rivalen seines Faches hatte .

La Traviata ( Verdi )

Ein Schmerz hat mich immer erfasst , wenn ich an dem Grab der Kameliendame in Paris , Cimetrière Monmartre ( dort liegt auch H. heine beerdigt ) , gewesen bin . Die Wahrheit dürfte noch schlimmer gewesen sein .

Für den , der daran zweifeln solte : Au diesem Gebiet ist die Welt viel schlechter geworden .

Natürlich Maria Callas , aber sehr dicht gefolgt in der Liveaufnahme mit Anna Moffo ( Teatro alla Scala ; beide Aufnahmen ) .

Ein Weltschmerz hinterher . Selbst 1990 in "Pretty Woman" rührte dieses realitätsnahe Werk Fräulein Vivian Ward ( Julia Roberts ) in San Francisco`s Oper zu TRänen :

La Bohème .

Maria Callas mit einem sich selbst übertreffenden di Stefano ( EMI ) Un d der besten Musetta aller zeiten : Anna Moffo , die die Callas ihr Leben lang verehrt hat .

Die drei Konkurrenzaufnahmen haben als Mmi zweimal Mireli Freni als Protagonistin ( die Aufnahme mit Geda und dem brilianten Dirigat durch Thomas Schippers , dem an Krebs zu früh Verstorbenen ) noch ein wenig überzeugender , rein stimmlich , als der legendäre Wiener Livemitschnitt unter Karajan in der berühmten Zefrielli -Inszenierung .

Und Anna Moffo selbst als Mimi .

Il Trovatore ( Verdi )

Hier im Forum von mir schon vorgestellt .

Salzburg .

Karajans berühmte dinkle Phase , über die sich Rudolf Bing in New York einmal lustig gemacht hatte .

Corelli , L Price , Simionato , Bastianini , Zaccaria .

Tristan und Isolde ( Wagner )

Selbst Wagnerverächter müssen zugeben , das die Aufnahme unter Karl Böhm in Bayreuth 1966 zu den Höhepunkten einer langen Geschichte gehört hat .

Windgasen , d e r Tristan überhaupt , mit Kultur und Intelligenz singt er einen Tristan wie ich ihn nie zuvor un d danach gehört habe .

Die Nilsson hätte ich persönlich lieber durch die junge Mödl oder Varnay oder , spekulativ Silja , ersetzt gehabt . Aber es knistert von den Tristanakkorden bis zum LIebestod in keiner anderen Aufnahme wie hier .

Don Carlo ( Verdi )

Drei Aufnahmen haben mich auf Tonträger in meinem Lebenüberzeugt und eine persönlich in Wien .

Meine zusammengesstellte Idealaufnahme :
Filippo ........Boris Christoff
Don Carlo...Flaviano Labò
Elisabetta....Caballé
Rodrigo.......Bastianini
Inquisitore...Hans Hotter
Eboli...........Agnes Baltsa ( live ; Salzburg )

Carlo Maria Giulini

"Das grösste mesnchliche Drama" ( Carlo Maria Giulini ) :

Rigoletto

Persönlich zigmal erlebt . Auch hier kann nur eine erhältliche Aufanhemganz oben stehen :

Anna Moffo
Alfredo Kraus

Robert Merrill

Georg Solti

Kein Zweifel die beste Gesamtaufnahme . Mein Idealigoletto bleibt , naturalmente , Piero Cappuccilli .

es fällt nicht schwer zu schreiben , das Wiliam Shakepeare der vielleicht bedeutesnte Liberttist , ganz unfreiwilig , ist .

MACBATH ( Verdi )

Zwei Aufnahmen gibt es .

Kein Streit , welche Aufnahme die Nr. 1 aller Gesamtaufnahmen ist .

Für mich die mit Cappuccilli .

Aber : Mein Geschmack gegen Euren !

Grüse ,

Frank
Janina (07.12.2006, 01:04):
Oh wie schön, dass aus mir noch jemand Andrea Chenier zu seinen Lieblingsopern zählt! Ich liebe diese Oper! Nur WUNDERVOLLE Arien!! Und die Figuren! Ich hab mich auf Anhieb in den "Bösewicht" Gerard verliebt! Und die Geschichte sooo interessant! Ich habe bei der Produktion 2002 im Aalto (Essen) hospitiert. Seitdem ist es um mich geschehen! :) Daher bin ich natürlich auch sehr banausisch und muss sagen: An die Essener Premierenbesetzung kommt nichts heran :P
Jeremias (07.12.2006, 01:22):
Oje, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich Andrea Chenier zwar mit Domingo in meiner Sammlung habe, ich die Oper aber erst einmal gehört habe :engel Aber ich habe sie noch in sehr guter Erinnerung!

Zu meinen Top 10 zählen u.a. Turandot mit Pavarotti/Sutherland/Mehta, erschienen bei DECCA, Samson und Dalila mit Obratzhova/Domingo/Barenboim oder auch Wagner's Tannhäuser. Ansonsten entscheide ich eher nach Lust und Laune. Klar darf auch eine Carmen nicht fehlen...!
sennahresor (07.12.2006, 11:52):
Lieber Frank,
das ist eine wirklich gute Wahl! Schön, dass Du die oft vernachlässigte Callas-Boheme auf der Liste hast. Aber wenn ich nur 10 Opern (in nur einer Aufnahme!) auf die einsame Insel mitnehmen dürfte - schrecklicher Gedanke - dann würde meine Wahl so aussehen:

Mozart: Don Giovanni
Karajan, Ramey, Tomowa-Sintow, Baltsa, Battle, Winbergh,
Furlanetto, Burchuladze

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5107811.jpg

Mozart: Le nozze di Figaro
Karajan, Schwarzkopf, Kunz, Seefried, Jurinac

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9742001.jpg

Strauss: Der Rosenkavalier
Böhm, Schech, Seefried, Streich, Böhme, Fischer-Dieskau,

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4747057.jpg

Puccini: Tosca
De Sabata, Callas, Di Stefano, Gobbi

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6634181.jpg

Rossini: La cenerentola
Abbado, Berganza, Alva, Capecchi, Montarsolo

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5171659.jpg

Wagner: Die Walküre
Solti, Nilsson, Hotter, King, Ludwig

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8161431.jpg

Strauß: Die Fledermaus
Krauss, Patzak, Güden, Dermota, Jaresch, Poell, Lipp

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9627855.jpg

Strauss: Salome
Karajan, Behrens, Baltsa, van Dam

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1336708.jpg

Bellini: Norma
Bonynge, Sutherland, Horne, Alexander, Cross, Minton

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/1857469.jpg

Bizet: Carmen
Cluytens, Michel, Angelici, Chellet, Jobin, Dens

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7396988.jpg

Verdi fand auf der Liste keinen Platz; mit „Norma“ ist diese Italien-Ecke für mein Empfinden befriedigend abgedeckt. Die Reihenfolge der Werke ist übrigens durchaus wertend gemeint - für den Moment jedenfalls.

Viele Grüße, Hannes
Jürgen (07.12.2006, 11:59):
Lieber Frank,

Tristan und Isolde: Deine Beurteilung teile ich vollends. Möchte aber noch die Rolle von Christa Ludwig erwähnen. Ohne sie wäre würde im 2.Akt viel Gänsehaut fehlen. Diese Oper ist Liebe, Leidenschaft, Sehnsucht Schmerz in Noten gegossen.

Der Solti-Ring: Einzelne Passagen mögen von Anderen besser sein, in der Summe macht aber er das Rennen.

Parsifal: Hier gefallen mir einige. Knappertsbusch 51 und 62. Karajan 80 aber auch Levine 92. Es entscheidet die Tagesform. Es gibt aber auch welche, die mir nicht gefallen: Boulez 70.

Hänsel & Gretel: Solti, er dirigiert das wie eine Wagneroper. Mir gefällt das. Und den Abendsegen habe ich noch nicht besser gehört.

Carmen: Na klar, mit Solti oder Maazel.

Turandot: Stimme Jeremias zu, die Mehta-Aufnahme.

Tosca: Allein der erste Akt stürmt von Wohlklang zu Wohlklang.

Wenn ich den Ring vierfach zähle, bin ich fertig.
Ich müßte jetzt auch länger überlegen.

Jürgen
Ganong (07.12.2006, 17:51):
Lieber Hannes ,

eine sicherlich interessante Zusammenstellung .

Vor allem , weil ich darin die wohl geschlosenste Carmen-Aufnahme wiederentdecke . Natürlich die legendäre Tosca .

Solti und Wagner . Die "walküre" dürfte aus dem "Ring" tatsächlich die beste seiner Aufnahmen sein .

War karajan nicht mitschuld an den , gelinde gesagt , massiven Stimmproblemen von H. Behrens - gerade in diser Rolle ?

Viele Grüsse ,

Frank

DIE OPER LEBT endlich auch hier ! Danke .
Jürgen (08.12.2006, 07:41):
Original von Ganong
Solti und Wagner . Die "walküre" dürfte aus dem "Ring" tatsächlich die beste seiner Aufnahmen sein .


Hallo Frank,

ich glaube, Du bist der erste, der das behauptet. Der Tenor der von mir gelesenen Rezensionen oder Forumsbeiträgen geht eher in die andere Richtung. Die Walküre sei als Schwachpunkt im Solti-Ring anzusehen.

Kannst Du daher Deinen Standpunkt ein wenig erläutern?

Danke im voraus
Jürgen
sennahresor (08.12.2006, 10:59):
Original von Ganong

War karajan nicht mitschuld an den , gelinde gesagt , massiven Stimmproblemen von H. Behrens - gerade in diser Rolle ?



Also, das Dirigat an sich finde ich einfach Klasse. Und die Salome scheint mir mit Abstand die beste Aufnahme der Behrens. Wenn ihr das die Stimme gekostet hat, muss ich sagen: das war es Wert! Auch, wenn man schon hier im Detail manches bemängeln kann: Sie IST Salome, und das entscheidet für mich.
Christel Goltz
http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6208288.jpg
und Lubja Welitsch würde ich als Konkurrenz gelten lassen (zweitere aber mit Abstrichen), alles andere überzeugt mich weit weniger (Caballé, Nilsson, Studer). Cebotari, Varnay, Rysanek und Borkh kann ich nicht beurteilen, kenn ich noch nicht.

Im übrigen begeistert mich an der Karajan-Aufnahme immer wieder das stimmige Gesamtbild, wobei ich ausdrücklich die Leistung der (ja inzwischen eher unbeliebten) Agnes Baltsa einschließen würde. Sicher ist auch sie, und ebenso van Dam, nicht fehlerlos. Aber auch hier überzeugen mich die sehr intensiven Rollenportraits.

Zu Behrens sei noch angemerkt, dass ich ausser einer stimmlich sehr heiklen, aber ungemein ausdrucksvollen Version der Sheherazade-Lieder von Ravel nichts wirklich überzeugendes kenne. Grausam: Les nuits d'été (Berlioz) auf derselben CD. Grenzwertig: Elektra, Brünhilde. Leidlich: Isolde, Fidelio-Leonore, Freischütz-Agathe. Als halbwegs ordentlich habe ich eine Tosca auf Video in Erinnerung. Kennt jemand ihre Wozzeck-Marie unter Abbado?

Viele Grüße, Hannes
Amadé (08.12.2006, 18:31):
Hallo Jürgen,

die Walküre mit Solti klingt zwar saftig, die Tempi sind nicht, wie manchmal bei Solti, überzogen, die Rollen sind gut bis sehr gut besetzt (z.B.Hunding: Frick, Siegmund: King), es wird gut und (meist) textverständlich gesungen. Trotzdem hat die Aufnahme eine große Schwachstelle: Hans Hotter, von sehr vielen als der Wotan der Nachkriegszeit angesehen wird. Ich kann mir diese Meinung nicht zu eigen machen, da ich Hotter leider nie hören konnte und sein Singen nur von Schallplatten her kenne und beurteilen kann. Von vielen Kritikern wird er als der große Singdarsteller angesehen, wenn Hotter die Bühne betrat, stellte sich sofort eine besondere Atmospäre ein. Ich sah ihn einmal im Fernsehen und hatte da auch diesen Eindruck.
Aber in der Walküre, seiner letzten Wotan-Aufnahme? Da stört mich doch sehr seine wabernde Stimmgebung. In früheren Bayreuth-Mitschnitten ist dies auch schon zu beobachten, aber nicht so ausgeprägt. Leider wird dadurch in meinen Augen die Solti-Aufnahme abgewertet.
Einen der besten Wotan-Darsteller auf Schallplatte ist für mich Ferdinand Frantz. Man kann ihn im Furtwängler-Ring aus Mailand und Rom erleben sowie in Furtwänglers letzter Aufnahme, der Studio-Produktion mit den Wiener Philharmonikern 1954.

Gruß Amadé
Jeremias (08.12.2006, 19:19):
Stimmt, Hänsel und Brezel.... ääähh.... Gretel höre ich auch sehr gerne. Die habe ich früher im Kinderchor selber gesungen. Mittlerweile ist dies meine Lieblingsaufnahme, mit der ich auch als Kind aufgewachsen bin:

http://www.emiclassics.de/images/cover/150/0077776966922.jpg

Die Hauptakteure werden nämlich ausnahmslos von Kindern gesungen, Brigitte Lindner, die die Figur der Gretel singt, kenne ich durch meine bessere Hälfte mittlerweile auch persönlich. Sie hatte schon damals eine tolle Stimme! Gehört auf jeden Fall auch zu meinen Top 10!
Rachmaninov (08.12.2006, 19:27):
bin ja echt kein großer Freund der Oper:



Höre ich immer wieder - alle paar Monate - mal gerne!
Amadé (14.12.2006, 15:19):
Hallo,

10 Top Opern, da eine Auswahl zu treffen, ist für mich etwas schwierig. Ich würde eigentlich gern z.B. nach Sprachen oder Epochen gliedern. Trotzdem hier meine Auswahl:

Mozart Die Hochzeit des Figaro mit Erich KLeiber Decca

Mozart Don Giovanni mit Josef Krips Decca

Beethoven Fidelio mit Otto KLemperer EMI

Weber Der Freischütz mit Joseph Keilberth EMI

Wagner Lohengrin mit Rudolf Kempe EMI

Wagner Tristan und Isolde mit Karl Böhm DGG

Wagner Die Meistersinger von Nürnberg mit Rudolf Kempe, F.Frantz als H.Sachs EMI

Wagner Der Ring des Nibelungen mit Joseph Keilberth Bayreuth 1952 Archipel

Verdi Don Carlos mit Georg Solti Decca

Smetana Die verkaufte Braut mit Rudolf Kempe EMI

Teil 2 mit 11 - 20 könnte sofort folgen.

Gruß Amadé
Jürgen (15.12.2006, 08:10):
Hallo Amadé,

ich komme noch einmal auf das Thema Solti/Walküre zurück.

Ich hatte Frank gefragt, weshalb er diese Aufnahme für die Beste im Solti-Ring halte.
Daraufhin schreibst Du, sie sei gut, aber Hotter. Damit gibtst Du in etwa das zum Ausdruck, was ich schon an vielen Stellen hauptsächlich im Web gelesen habe.
Auf Franks Begründung bin ich noch immer gespannt.

Meine Meinung stimmt übrigens mit Deiner weitestgehend überein. Nur in einem entscheidendem Punkt nicht: Hotter. Seine optische Bühnenwirkung kann ich nicht beurteilen, ich habe ihn nur auf Fotos gesehen, aber seine Stimme gefällt mir sehr gut. Sagen wir mal so: Ich habe noch keinen besseren Wotan gehört, bis auf George London, allerdings noch nicht in der Walküre. Da habe ich noch eine Lücke.

Grüße
Jürgen
Ganong (15.12.2006, 16:56):
Lieber Jürgen ,

da meine Originalantwort aus irgendqwelchen technischen Gründen "zusammengebrochen" ist , in Kurzfassung folgendes :

Die Solti "Walküre2 leidet unter King ; sonst ist sie sehr ausgewogen besetzt. Das Dirigat ist sicherlich nicht jedermanns Sache . Die Aufnahmetechnik ist sehr gut .

B e s s e r und sängerich überzeugender ist der Keilberzth-"Ring" , der bei TESTAMENT erschienen ist . Leider ist der Preis für den kompletten Ring mit etwas über 200,00 Euro so hoch , dass wohl nur die festgefügten in der Wagner - "gemiende" ihn kaufen werden .

Und nochmals : der "Ring in der GA durch Karl Böhm ist wahrscheinlich der geschlossenste in sich alller "Ringe" .

Viele Grüsse ,

Frank
Amadé (15.12.2006, 17:44):
Liebe Forianer (eigentlich ein schreckliches Wort),

Hans Hotter war sicherlich ein außergewöhnlicher Sänger,auch Wotan-Darsteller, zweifellos. Ich denke unsere Diskussion um Hotter bleibt so lange im leeren Raum stehen, bis wir uns auf eine bestimmte Stelle in der Walküre einigen, über die wir Hotter mit anderen, ich denke da vor allem an Ferdinand Frantz und George London, vergleichen. Ich schlage den 3. Akt 2.Szene (Wotan-Brünnhilde) vor.

Folgende Aufnahmen bieten sich da an:

Hotter: Keilberth Bayreuth 52 / Keilberth Bayreuth 53 / Krauss Bayreuth 53 / Keilberth Bayreuth 54 /
Knappertsbusch Bayreuth 56 / Kempe Covent Garden 57 / Solti wien 65

Frantz: Zillig Hess.Rdfk 48 / Moralt Wien 49 / Furtwängler Mailand 50 / Stiedry New York 51, Furtwängler RAI Rom 53 / Furtwängler Wien 54 EMI

George London: Da kenne ich nur eine Produktion mit Leinsdorf 1961 bei Decca

Wer steigt mit mir in die Diskussion ein?

Amadé
Ganong (15.12.2006, 18:11):
Lieber Amadé ,

ich denke , dass wir solche Vergleich egrundsätzlich nur dann anstellen können ( untereinander natürlich noch sehr viel mehr 9 , wenn wir alle diese von Dir genanten Aufnahmen kennen .

Eine einzige Szene besagt in aller Regel gfast nichts über den Gesamtwert einer Rollen - Leistung .

Beispiel, das iommer wieder zu finden ist : Der erste Auftritt des Otello in Verdis Oper mit dem "Esultate!" mag ein Hinweis auf die ganz augenblickliche Präsenz auf der bühne sein . Auf Tonträger mit allen Möglichkeizten der Nachbesserung ist dies schon fast wertlos .

So ist es auch bei der von Dir vorgeschlagenen Szene bei Wagner .

Grüsse ,

Frank
Amadé (15.12.2006, 21:08):
Lieber Frank,da muss ich widersprechen: in der besagten Szene Wotan-Brünnhilde lässt sich viel über die Auffassung der Sänger, ihre Musikalität, ihr Rollenverständnis erkennen. Das ist in jeder Oper anders, da bin ich Deiner Meinung.Mir ging es nur darum Hotter mit einem anderen Bass in derselben Stelle zu vergleichen. Es ist mir klar, dass nicht jeder über alle der von mir genannten Aufnahmen verfügt, es sind sehr viele sehr preiswerte und sehr hörenswerte darunter, also viel beste Musik zum Superpreis.WEnn wir über Dinge reden, müssen wir die selbe Basis haben, snst bringts nichts. Ich habe gehört..., da wird geschrieben... ist mir zu wenig.Gruß Bernd
ab (14.03.2007, 16:07):
Ich höre sehr wenig Oper zuhause. Es gibt aber eine Aufnahme, zu der ich sehr oft greife: Debussy: Pelleas et Melisande, einzigartig dirigiert von Jean Fournet (Maurane, Micheau, Depraz, Gorr, Roux,
Orch. de Concerts Lamoureux) früher bei Philips - und inzwischen wieder erhältlich:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2127204.jpg


sonst höre ich noch gerne:

1. Janacek: Katya Kabanova

2. Strauss: Elektra

3. Bartok: Herzog Blaubarts Burg (Dorati)

4. Dukas: Ariane & Blaubart

5. Mussorgsky: Boris Godunov (Gergiev)

6. Dallapiccola: Der Gefangene (Sallonen)

7. Monteverdi: L’Orfeo

8. Berg: Wozzek

9. Beethoven: Fidelio
Jimi (23.03.2007, 22:12):
Hallo miteinander,

lange habe ich mich um diesen Thread herumgedrückt, denn wie Amade tu ich mich schwer damit 10 Lieblingsopern auszuwählen.
Ich habe jetzt einfach mal 10 Cds ausgewählt die ich momentan besonders gerne und oft höre, vielleicht auch deswegen weil ich die meisten davon noch nicht allzu lange besitze:


Emilio de Cavalieri (1550- 1602) - Rappresentatione di Anima e di Corpo:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/2781001.jpg




Marc-Antoine Charpentier (1634-1704) – La Descente d’Orphee aux Enfers:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/7606876.jpg



Antonio Vivaldi (1678-1741) – Griselda:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/4505646.jpg



Carl Maria von Weber (1786-1826) – Oberon:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6170116.jpg



Gioacchino Rossini (1792-1868) – Maometto Secondo:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3537514.jpg




Gioacchino Rossini (1792-1868) – Matilde di Shabran:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6884343.jpg



Vincenco Bellini (1801-1835) - Norma:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/9964020.jpg



Vincenco Bellini (1801-1835) – La Sonnambula:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/6092058.jpg



Vincenco Bellini (1801-1835) - I Capuleti e I Montecchi:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8639598.jpg



Richard Wagner (1813-1883) – Die Walküre:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/8941165.jpg



Da waren jetzt auch einige weniger bekannte Sachen dabei, aber ich mag natürlich auch die allseits bekannten Opern von Mozart, Donizetti, Verdi oder Puccini. :wink


Viele Grüße

Jimi
Rachmaninov (01.04.2007, 12:46):
Hallo,

ich bin wahrlich kein so großer Kenner der Oper, alos noch nicht!

Gestern hörte ich jedoch nochmals die Aufnahme der Zauberflöte in der Aufnahme Streit, Bonney, Jo, Cachemaille, Sigmundsson,
Drottningholm Theatre Orchestra unter Östman.

http://ec1.images-amazon.com/images/P/B000004CY8.03._AA240_SCLZZZZZZZ_.gif

Mir gefällt die Aufnahme wirlöich gut! Sauber gesprochene Dialoge und sehr gute Sängerleistung gepaart mit gutem Orchester. Was will man mehr?
Rachmaninov (26.07.2007, 19:45):
Viele Opern kenne ich nicht und wirklich ein großer Opernliebhaber bin ich auch nicht, aber Verdi's "La Traviata" ist einfach wunderschön.

Alleine die letzte Szene....... diese Leidenschaft und Schmerz ......

Ein ganz wundervolle Aufnahme ist diese hier

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/5978210.jpg

Und Ende August werde ich sie live erleben dürfen :leb
manrico (27.07.2007, 17:29):
Hallo Rachmaninov!

Wunderschöne Traviata-Aufnahmen sind die Studioeinspielung unter Maazel mit Pilar Lorengar und Giacomo Aragall in glänznder stimmlicher Verfassung und die Traviata unter Giuseppe Patane mit der Stratas und Fritz Wunderlich!

Eine eher unbekannte Aufnahme gibt's noch aus Wien mit der Cotrubas, Gedda und McNeill.
Dirigent: Josef Krips (1971). Man leistet sich damals den Luxus die Flora Bervoix mit Edita Gruberova zu besetzen. Diese Aufnahme gehört zu den ganz großen Sternstunden der Oper. Krips wählt bedächtige Tempi und erzeugt viel Intimität ohne Sentimentalität. Die Cortubas ist noch besser als in der Produktion unter Kleiber und im Gegesatz zum Herzog von Mantua liegt Gedda der Alfredo wirklich gut. Nachteil der Aufnahme: Nicht ganz einfach zu beschaffen, aber sie lohnt sich wirklich.


Liebe Grüße

Werner
Rachmaninov (31.07.2007, 09:51):
Original von manrico
Hallo Rachmaninov!

Wunderschöne Traviata-Aufnahmen sind die Studioeinspielung unter Maazel mit Pilar Lorengar und Giacomo Aragall in glänznder stimmlicher Verfassung und die Traviata unter Giuseppe Patane mit der Stratas und Fritz Wunderlich!

Eine eher unbekannte Aufnahme gibt's noch aus Wien mit der Cotrubas, Gedda und McNeill.
Dirigent: Josef Krips (1971). Man leistet sich damals den Luxus die Flora Bervoix mit Edita Gruberova zu besetzen. Diese Aufnahme gehört zu den ganz großen Sternstunden der Oper. Krips wählt bedächtige Tempi und erzeugt viel Intimität ohne Sentimentalität. Die Cortubas ist noch besser als in der Produktion unter Kleiber und im Gegesatz zum Herzog von Mantua liegt Gedda der Alfredo wirklich gut. Nachteil der Aufnahme: Nicht ganz einfach zu beschaffen, aber sie lohnt sich wirklich.


Liebe Grüße

Werner

@Werner,

danke für Deine Einschätzungen.
Sollte ich nach weiteren Aufnahmen ausschau halten werde ich die von Dir genannten in Betracht ziehen :)
daniel5993 (31.07.2007, 19:24):
Hallo, :hello

Die Traviata ist eine der schönsten Opern überhaupt !!!
Auf Empfehlung habe ich mir jetzt diese hier unter Kleiber geholt!
Hoffentlich ist die Aufnahme wirklich so gut!

http://i4.ebayimg.com/05/i/000/aa/f7/f61c_1_b.JPG


Je mehr ich mich mit der Oper beschäftige, desto mehr liebe ich Sie und desto mehr erweitert sich die Plattensammlung richtung Oper!
Früher habe ich das nicht wirklich gemocht! Aber ich bin froh, das ich da reingefunden habe!

Gruß
Daniel
:beer
manrico (31.07.2007, 20:16):
Hallo Daniel !

Im Gegensatz zu vielen Kolleginnen singt die Cotrubas nicht nur mit der Stimme sondern auch mit der Seele. Und das macht vor allem ihre Violetta so besonders. In Kleiber hat sie einen kongenialen Partner. Ihr "Dite alla giovine" ist nicht von dieser Welt. Wenn du Oper magst, wirst du die Cotrubas in dieser Aufnahme lieben.

liebe Grüße


Werner
Rachmaninov (31.07.2007, 20:20):
Original von manrico
Hallo Daniel !

Im Gegensatz zu vielen Kolleginnen singt die Cotrubas nicht nur mit der Stimme sondern auch mit der Seele. Und das macht vor allem ihre Violetta so besonders. In Kleiber hat sie einen kongenialen Partner. Ihr "Dite alla giovine" ist nicht von dieser Welt. Wenn du Oper magst, wirst du die Cotrubas in dieser Aufnahme lieben.

liebe Grüße


Werner

@Werner,

also ich besitze auch die Kleiber Aufnahme, mit persönlich gefällt aber die o.g. Aufnahme deutlich besser! :hello
manrico (31.07.2007, 20:49):
Hallo Rachmaninov!

Also, ich gebe ja zu, dass die Sutherland technisch brillianter ist (vor allem beim Sempre libera), aber ich finde, dass es ihr nur selten gelingt, ihren Figuren Persönlichkeit zu geben. Sie findet für ihre Norma keine anderen Stimmfarben wie für ihre Traviata oder ihre Leonora. Eine Ausnahme finde ich hier nur die Esclarmonde, die Regimentstochter und ihre Sonnambula unter Varviso 1963.
Die Cotrubas hingegen ist für mich die Violetta Valery. Sie legt ihre ganze Liebes- und Leidensfähigkeit in diese Rolle. Ihre Stimme strahlt Schönheit, Erotik, Verführung und Jugendlichkeit aus (aber ich gebe zu, das empfindet sicher jeder anders).
Sutherlands Stimme klingt immer ein wenig verschleiert und künstlich weich gemacht. Fraglos aber ist sie eine hervorragende Technikerin. Auch Pavarotti ist Domingo vor allem hinsichtlich der Höhe überlegen (Domingos "Oh mio rimorso" ist glatter Schwindel), sein markanter, samtroter Tenor gefällt mir allerdings weit besser als Pavarottis heller, fast etwas näselnder Klang.
Daher gehört die Kleiber-Aufnahme zu meinen Favoriten bei den Traviatas.

Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (31.07.2007, 21:14):
Wenn ich die Oper bekommen habe höre ich sie und gebe meine Meinung ab!
Vergleiche kann ich aber nur mit "La Traviata" unter James Levine anstellen!
daniel5993 (01.08.2007, 08:28):
Ohhhhh, was haben meine Augen erblicket???

http://i13.ebayimg.com/03/i/000/ag/01/82d2_1_b.JPG

Das ganze unter der soooo hoch gelobten Callas!

Gibts dazu was zu sagen?
manrico (02.08.2007, 12:43):
Hallo Daniel!

Die Aufnahme von 1958 kenne ich nicht, ich habe nur den Mitschnitt von 1955 unter Giulini und Ausschnitte aus der Cetra-Produktion von 1953 (lange nicht so stark wie der Livemitschnitt).

Die Callas zeichnet da ein völlig anderes Bild von der Violetta Valery als alle anderen die ich kenne. Die Cotrubas (die ich ja außerordentlich schätze) wird von den Ereignissen überrannt und kann ihr Schicksal eigentlich nicht fassen, die Callas weiss von Anfang an wie es um sie steht. Sie lebt das Bild einer starken Frau, die weiss, dass es sinnlos ist, sich gegen ihr Schicksal aufzulehnen. Vor allem die dramatischen Szenen dieser Oper gestaltet die Callas mit einer Intensität, die ihresgleichen sucht. Interessant wird es nach dem Brindisi mit dem ersten Schwächeanfall. Hier ist ihr bereits klar, dass ihr Schicksal besiegelt ist. Mit diesem Wissen degradiert sie ihre Partner (di Stefano - singt gut, aber ohne innere Anteilnahme, Bastianini - sehr monochrom) zu Statisten. Die Callas wie die Violetta (wenn man das in dieser Aufnahme überhaupt trennen kann) ist beiden turmhoch überlegen. Im Duett mit Vater Germont tritt eine ungewöhnlich stolze selbstbewußte Frau entgegen, die Germont des Hauses verweist. Ihr Zusammenbruch mit "Cosi alla miseria" ist markerschütternd (und das ohne Tränendrücker, Seufzer und Schluchzer). Beim "Dite alla Giovine" hat sie sich wieder gefangen und versucht verzweifelt ihre Schwäche zu besiegen (und hier werden viele Interpretinnen kitschig).
Ein einziges Mal kann sie nicht glauben, dass der Tod schon so nahe ist - "Come son mutata". Bei "E strano. Cessarono gli spasimi del dolore" hört man manchmal die seltsamsten Deklamationen, bei der Callas kommt diese Schlußszene ganz leise aber mit äußserster Intensität. Da fehlen einem einfach die Worte.

Bin schon gespannt, was du über die Aufnahme von 1958 erzählst.

Liebe Grüße

Werner
daniel5993 (02.08.2007, 14:07):
Hallo manrico!

Noch habe ich die Aufnahme nicht! Bin aber fest entschlossen und auch mein Geldbeutel nickt gerade :J! Also steht dem nichts im Wege! Ich hoffe ich kann diese Box ersteigern!

Erstmal werde ich berichten, wie ich die Traviata unter Kleiber finde!


Stört es dich eigentlich, dass die Opern mit Callas fast nur Mono sind?
Mich störrt das überhaupt nicht! Für mich Kein Grund sich die Opern mit Ihr nicht zu kaufen! Leider sieht so mancher das anders! Die möchten Stereo!


Gruß
Daniel
manrico (02.08.2007, 14:59):
Hallo Daniel!
Nein, das stört mich eigentlich überhaupt nicht. Ich habe Aufnahmen, die bis 1902 zurückgehen. Sonst könnte ich ja viele der großartigen Künstler der Vergangenheit (Battistini, Ponselle, Melba,.....) gar nicht kennenlernen.
Ob die späteren Aufnahme jetzt mono oder stereo sind finde ich völlig sekundär (das spielt allerdings auch bei der Traviata 1955 keine Rolle, denn die Aufnahme ist technisch teilweise derartig schlecht, dass man aus lauter Verzweiflung Mäuse melken möchte! Vor allem, wenn man vergleicht, was damals schon möglich war).

Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (02.08.2007, 20:09):
Hallo Werner!

Ich kann dir auch eine wirklich schlechte "Callas - Aufnahme" sagen!
Also jetzt von der Klangqualität das schlechteste, was ich an Opern überhaubt von Ihr habe!

Cherubinis Medea, Callas, Leonard Bernstein 1953

Kennst du die Aufnahme vielleicht?

Eine sehr schöne Oper, trotz der schlechten Aufnahme-Qualität!



Gruß
Daniel
Poztupimi (02.08.2007, 20:50):
Original von daniel5993
Ohhhhh, was haben meine Augen erblicket???

http://i13.ebayimg.com/03/i/000/ag/01/82d2_1_b.JPG

Das ganze unter der soooo hoch gelobten Callas!

Gibts dazu was zu sagen?

Hallo Daniel,

ich besitze diese Aufnahme als CD mit dem gleichen Cover, und obwohl es sich nach den Angaben auf der Pappbox um eine digital überarbeitete Ausgabe von 1987 handelt, ist der Aufnahme IMO noch viel stärker als der von 1955 unter Giulini anzuhören, dass es sich um einen Live-Mittschnitt handelt. Darauf solltest Du Dich also stärker einstellen als auf die Tatsache, dass es eine Mono-Aufnahme ist. Wie Werner richtig bemerkt, tritt das doch merklich in den Hintergrund.

Grüße,
Wolfgang
manrico (02.08.2007, 23:36):
Hallo Daniel !

Den Medea-Mitschnitt kenne ich nicht, aber im Wettbewerb um die technisch schlechteste Callas-Aufnahme hat sicherlich auch der Nabucco von 1949 gute Chancen, einen der vorderen Plätze zu belegen.
Und andererseits: Wie gerne hätte ich auch einen klanglich unzulänglichen Don Carlos Mitschnitt mit der Callas als Elisabetta.
Gerade bei der faszinierenden Menschendarstellerin Callas fallen alle diese Einwände, und wenn ich Wolfgang richtig verstanden habe, sieht er das ähnlich.


Liebe Grüße


Werner
daniel5993 (05.08.2007, 22:45):
Hallo manrico!

Leider musste ich von dem Kauf der "Callas-Traviata" abstand nehmen, da mein Plattenspieler kaputtgegangen ist und ich das Geld für die Reparatur, oder eventuell für einen neuen aufbringen muss!
So wirst du vorerst nicht erfahren, wie ich die Aufnahme bewertet hätte!
Ein andermal halt! :I

Gruß
Daniel
manrico (06.08.2007, 12:15):
Hallo Daniel!

Oje, das tut mir leid für dich.
Hast du einen CD-Player zur Verfügung, damit du dich über die plattenlose Zeit hinwegretten kannst (ich mein, eh nur für kurz, bis dein Plattenspieler wieder in Ordnung ist)?
Oder bist du jetzt im Sommer eh mehr im Bad oder am Beachvolleyballplatz (bei mir geht das jetzt erst wieder, ich hab mir nämlich vor 6 Wochen die Hand gebrochen).

Liebe Grüße aus Wien

Werner
daniel5993 (06.08.2007, 15:43):
Hallo Werner!

Die Reparatur kostet über 100 Euro! Zum Glück habe ich echt liebe Eltern, welche mir Geld für einen Neuen leihen! Habe heute einen Neuen bestellt, fast den Gleichen, mit neuem System! Zahlung auf Nachnahme, gesagt es wäre dringender und jetzt haben Sie mir versichert, dass er morgen bei mir sein wird! Das nenne ich einen Service! Bin echt seelig! Ich dachte ich kann in meinem Urlaub die Musik über Platte vergessen!

Cd's habe ich nicht einmal 20, das meiste davon Serenaden, noch aus meiner Anfangszeit!

Nein, ich gehe meist nur Morgens um 6 Uhr ins Schwimmbad, weil mir überfüllte Schwimmbäder garnicht zusagen! Morgens ist alles noch ruhig und es herrscht immer eine beeidruckende Stille, welche ich sehr liebe!

Ich hatte auch mal nen Bruch am Handgelenk! Man fängt danach wieder ganz von vorne an, ist garnicht so einfach! Hoffe, dein Arm wird bald wieder so sein wie dein alter Arm! :wink

Und wegen der Aufnahme: Es ist auch schön, mal nicht etwas sofort zu bekommen! Und außerdem haben manche Händler öffter Neuwertige Callas Opern auf Platte! Nur diese Traviata hatte ich noch nie auf Platte gesehen!

Gute Besserung!
Gruß
Daniel

:beer
manrico (08.08.2007, 21:36):
Hallo Daniel !

Danke für die Nachfrage, der Hand geht's eh schon wieder ganz passabel, ich darf halt noch nicht spielen. Das hat aber dazu geführt, dass ich mich jetzt doch zum Laufen gehen überreden lassen habe.

Und jetzt weiss ich auch, warum sie irgendwann einmal die Marschmusik erfunden haben!!!

Mit Verdi (vorzugsweise dem frühen, z.B. Un giono di regno) und Rossini auf dem ipod läuft es fast wie von selbst und die Stunde ist viel schneller vorbei. Verdi ist echt genial!!!

Ich habe es mit und ohne Musik versucht - kein Vergleich!

(Das Problem ist dabei nur, dass ich jetzt die Wildschweine überhöre, die hinter einem aus dem Gebüsch schießen - aber das ist eine andere Geschichte und gehört nicht hier her)

Liebe Grüße


Werner


P.S. Wenn du mir deine e-mail Adresse schickst, kann ich dir vielleicht noch einen Tipp zum Thema Plattenkauf schreiben (ich sehe nämlich bei dir keinen e-mail button aktiviert und aus irgendwelchen Gründen kann ich keine pn schicken)
daniel5993 (09.08.2007, 00:09):
Hallo manrico!

Du liebst Opern! Das habe ich mitlerweile erfasst! Auch ich liebe die Oper über alles! Vor einem Jahr war das noch nicht so! Ich brauche immer mehr die menschliche Stimme! Leider gibt es hier im Forum wohl nicht viele Opernfans!? Oder diese melden sich einfach nicht zu Wort! Mir fehlt das ein bisschen!

Ich bräuchte sehr Gute Opern - Einspielungen - Tipps!

Von z.B Rigoletto. Ich habe einmal die Oper mit Maria Callas im Radio gehört und war hin vor Begeisterung! Da ich meine Plattensammlung immer weiter Richtung Oper ausbaue, wollte ich fragen, welchen "Rigoletto" du bei dir stehen hast und welche du empfehlen würdest! Die mit Callas ist auf Platte selten! Kannst du mir eine "Super" Einspielung nennen?

Ich taste mich nämlich langsam von Oper zu Oper vor!

"Die Hochzeit des Figaro", Böhm
"Die Zauberflöte" Böhm
"Aida" Karajan
"Lucia di Lammermoor" Callas, Serafin
"Carmen" Schippers

................kenne ich mittlerweile fast auswendig!

Und am allerliebsten höre ich hiervon auch den Figaro!
Das ist Vollkommene Musik !!!

Hast du einen Rigoletto - Tipp für mich?


Gruß
Daniel
manrico (09.08.2007, 01:58):
Hallo Daniel!

Ich glaube auch fast, dass wir momentan ein wenig allein auf weiter Flur sind. Schade, denn ich glaube, Wolfgang, Rachmaninov oder Jimi hätten auch spannende Beiträge zur Oper.

Aber da hast du schon recht - Oper find ich einfach genial.

Aber jetzt zu deiner Frage bezüglich Rigoletto: der meiner Ansicht nach beste Rigoletto ist einer, der es nie wirklich in die Schaufenster geschafft hat (zumindest nicht in den letzten Jahren):
Cetra hat 1954 eine Einspielung mit dem unvergleichlichen Giuseppe Taddei gemacht. Das Farbenspiel, die Dramatik und Verzweiflung, der zynische Spott in der Eröffnungsszene sind, finde ich unerreicht. Als Gilda hat er die gute Lina Pagliughi (die mehr den Ziergesang als die Charakterisierung der Gilda in den Vordergrund stellt, ein legitimer Zugang, möglicherweise aber nach der Callas nicht mehr ganz zeitgemäß) und als Herzog Ferruccio Tagliavini, ein eleganter, rollendeckender aber nicht unbedingt phänomenaler Herzog. Einen würdigen Gegenspieler findet Taddei in Giulio Nero als finsteren Sparafucile.

Dirigent: Angelo Questa (stört die Sänger nicht)
Dieser Rigoletto ist bei Preiserrecords (allerdings auf CD) wieder erschienen.

Eine weitere höchst beeindruckende Aufnahme ist der Mitschnitt aus der Metropolitan Opera (29.12.1945) unter Cesare Sordero. Leonard Warren ist ein wilder, verzweifelter Rigoletto, viel düsterer und rauher als Taddei, aber sehr unmittelbar. Sein Herzog ist der großartige Jussi Björling. eine Traumbesetzung also. Bidu Sayao ist als Gilda ok.

Gleichwertig, aber vermutlich leichter zu beschaffen ist die Studioeinspielung unter Georg Solti (1963) für RCA. Hier dominiert Alfredo Kraus als absolut brillianter Herzog. Aber auch sein Rigoletto, Robert Merrill, ist phantastisch. Sein "Cortigiani, vil razza dannata" ist erfülltes, wahrhaftiges Singen ohne Theaterdonner. Eine 100%ig ehrliche Identifikation mit der geschundenen Seele. Anna Moffo ist erstaunlich präsent und singt recht sauber.

Nicolai Gedda ist als Herzog entbehrlich, absolut fürchterlich finde aber die (oft gelobte) Einspielung unter Gavazzeni von 1960. Zwar ist hier auch Alfredo Kraus ein perfekter Herzog, aber Renata Scottos schrilles, gespreiztes und nervtötendes Singen zerstört einfach alles. Dazu kommt Ettore Bastianini, der zwar eine schöne Stimme hat, das war's dann aber auch schon und ein unbeteiligtes Begleiten durch Gavazzeni.

viel Spaß beim Aussuchen

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (09.08.2007, 23:16):
Hallo Werner, hallo Daniel,

eine Aufnahme, die ich letzens wieder einmal gehört habe und die mir nach wie vor gefällt ist die unter Cellini aus dem Jahr 1950. Peerce als Duca, Berger als Gilda und Leonard Warren als Rigoletto:

http://www.jpc.de/image/cover/front/0/3393451.jpg
(als LP bei RCA; keine Vorstellung, ob man die so mal eben bekommt)

Da es sich um keinen Live-Mitschnitt handelt, ist das Klangbild zwar hörbar historisch, aber die sängerischen Leistungen der genannten machen das nach meiner Auffassung wett. Ich habe noch nicht weiter versucht, es nachzuvollziehen, aber wenn ich sehe, daß hier auf zwei CDs noch eine Warren-Recital Platz hat, vermute ich mal, daß es einige Striche gegeben hat (müsste ich mal mit meiner wesentlich moderneren Aufnahme unter Muti vergleichen).

Daneben besitze ich noch Aufnahmen mit di Stefano, Callas, Gobbi sowie Björling, Peters, Merrill. Habe ich aber beide zulange nicht mehr gehört, um was zu den sängerischen Leistungen oder der Klangqualität sagen zu können. Nach der Papierform sollten beide Aufnahmen zumindest in den Hauptrollen eingermaßen adäquat besetzt sein.

Grüße,
Wolfgang
manrico (10.08.2007, 16:13):
Hallo Wolfgang, hallo Daniel!

Ich kenne die Aufnahme unter Cellini und die Callas - Einspielung unter Serafin. Von der Björling - Aufnahme weiss ich lediglich, dass sie existiert, bin aber mit seinem Herzog live sehr glücklich.

Bei der Cellini - Einspielung gefällt mir vor allem Erna Berger als Gilda sehr, sehr gut. Sie klingt aber extrem jung und unerfahren (vor allem im Vergleich zur Callas). Warren ist sehr gut, allerdings kein Vergleich zur Live-Aufnahme. Nan-Merriman ist eine Luxus-Draufgabe als Maddalena. Die Schwachstelle, finde ich, ist Ian Peerce. Den ersten Auftritt im Ballbild setz er völlig in den Sand. Ich würde tippen, ihn plagt bereits die Gicht von der vielen Völlerei. Gesund ist der Mann jedenfalls nicht!! Auch zu Gildas Hintereingang hat er sich eher hingequält, das Diclofenac scheint ihm im Lauf der Zeit ein wenig Linderung verschafft zu haben (will sagen, es wird besser).

Die Callas-Aufnahme habe ich schon lange nicht gehört, um aus dem Stehgreif was sagen zu können, erinnere mich aber an eine sehr frauliche Gilda. Gobbi ist generell nicht 100%ig mein Fall und hat da meiner Ansicht viel und starke Konkurrenz (Taddei!!!, Warren, Merrill, aber auch der völlig unterschätzte Josef Metternich singt unter Fricsay einen großartigen Rigoletto).

Liebe Grüße

Werner
Amadé (10.08.2007, 17:39):
Hallo Daniel, Werner und Wolfgang,

damit Ihr Euch hier nicht so allein austauschen müsst, möchte ich mich mit meinen, nicht so ausgeprägten Kenntnissen der italienischen Oper, einschalten.

Ich besitze folgende Aufnahmen:
Robert Heger 1944 DGG in deutsch Ri. Schlusnus
Ferenc Fricsay 1950 Cantus in deutsch Ri: Metternich
Tullio Serafin 1955 EMI RI:Gobbi
Jonel Perlea 1957 RCA Ri: Merrill
Rafael Kubelik 1963 DGG Ri: FIscher-Dieskau

und einen Querschnitt in deutsch dirigiert von W.Schüchter, Ri: Metternich Gi: Erika Köth

Sehr gut gefällt mir der Rigoletto von Metternich. Ich muss allerdings zugeben, dass ich bisher noch keinen Vergleich angestellt habe.

Gruß Bernd
Poztupimi (10.08.2007, 18:56):
Original von manrico



Bei der Cellini - Einspielung gefällt mir vor allem Erna Berger als Gilda sehr, sehr gut. Sie klingt aber extrem jung und unerfahren (vor allem im Vergleich zur Callas).



Hallo Werner,

da stimme ich Dir zu, als ich gestern noch mal reingehört habe fiel mir spontan "kindlich-naiv" ein, was ich jetzt aber garnicht negativ meine. Mal sehen, vielleicht höre ich nachher nochmal in meine LPs rein.

Grüße,
Wolfgang
manrico (10.08.2007, 21:57):
Hallo alle zusammen !

Na, das freut mich, dass die Fraktion Vokalmusik und Oper nicht mehr im vegetativen Zustand persistiert.
Ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben gehabt.....
(Jetzt werd ich mich vielleicht doch noch zu einem Thread über Schubert-Opern hinreissen lassen)

Perfekt, dass uns Amade auch noch unterstützt.
Das mit den angeblich nicht so ausgeprägte Kenntnissen soll er aber erst einmal beweisen. Ich halte das für glatte Tiefstapelei :wink

zur Cellini Aufnahme:
....fiel mir spontan "kindlich-naiv" ein, was ich jetzt aber garnicht negativ meine
Seh ich auch so; Ich halte es für eine mögliche Interpretation.
Wie gefällt dir eingentlich Peerce?

Amade spricht noch die andere Aufnahme mit Erna Berger an: Schlusnus, Roswaenge, Berger unter Robert Heger. Zu dieser Aufnahme kann ich nicht wirklich Stellung nehmen, denn die hab ich mit 8 Jahren für mich entdeckt und bis zum Umfallen rauf und runter gespielt. Sie war also der Ursprung dessen, was ich hier im Forum so von mir gebe.

@Bernd: Metternich ist völlig unterschätzt, das war ein genialer Künstler, vor allem, wenn er mit Fricsay (einer der wirklich sensationellen Dirigenten) gearbeitet hat. Ein schlankes, straffes Klangbild, gutes Ensemble, aber natürlich mit den damals üblichen Strichen. Für mich ist es auch eine Rehabilitierung von Rudolf Schock, den ich als Künstler lange nicht ernst genommen habe, da ich ihn hauptsächlich als abgehalfterten Operettentenor mit fistelnder Höhe in Samstag-Abend Shows wahrgenommen habe. Ich bekenne, ich habe ihm Unrecht getan (zumindest, was seine Anfangszeit betrifft).

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (10.08.2007, 23:01):
Hallo Werner,

Original von manrico
Hallo alle zusammen !

Na, das freut mich, dass die Fraktion Vokalmusik und Oper nicht mehr im vegetativen Zustand persistiert.
Ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben gehabt.....
(Jetzt werd ich mich vielleicht doch noch zu einem Thread über Schubert-Opern hinreissen lassen)


Ich höre erst seit wenigen Jahren Opern - sonst hätte ich es nicht dazu kommen lassen, daß mein Bruder die LPs unseres Vaters zum größten Teil übernommen hat. Ich gebe zu, Schubert-Opern sind für mich völlig unbekannt, ein schwarzes Loch sozusagen. Aber vielleicht kann ich ja doch noch dann und wann zur einen oder anderen Oper was sagen.


Wie gefällt dir eingentlich Peerce?


Gerade gestern beim erneuten Hören habe ich zuerst auch gedacht, daß das nicht wirklich überzeugend ist.

Viele Grüße,
Wolfgang
manrico (12.08.2007, 10:32):
Hallo Wolfgang!

Ich verschieb die Antwort einfach in diesen Thread (der "was ich grade höre"-Thread ist mir zu sehr Kraut und Rüben, und der Informationsgehalt beschränkt sich doch zumeist eher auf das Kennenlernen der CD-Hüllen):

So weit ich das sehe, gibt's zumindest noch 4 weitere Traviata-Mitschnitte von der Callas, ich kenne aber keinen davon. Interessant dürften vor allem der erste Mitschnitt aus Mexico 1951 sein. Da hat die Callas nämlich Taddei als Vater Germont, und der Mitschnitt aus der Scala 1956, wieder unter Giulini, diesmal aber mit Raimondi statt mit di Stefano. Dieser Mitschnitt ist bei Myto aufgelegt worden. Er scheint noch erhältlich zu sein, ich habe ihn erst vor kurzem in Wien gesehen. Die Besetzung und das Label sprechen eigentlich für diese Aufnahme. Mal schauen, vielleicht höre ich das nächste Mal im Geschäft ein bisserl in den Mitschnitt hinein. Vielleicht lohnt es sich ja, ihn zu kaufen.

Liebe Grüße


Werner
Poztupimi (12.08.2007, 11:25):
Original von manrico
Hallo Wolfgang!

Ich verschieb die Antwort einfach in diesen Thread (der "was ich grade höre"-Thread ist mir zu sehr Kraut und Rüben, und der Informationsgehalt beschränkt sich doch zumeist eher auf das Kennenlernen der CD-Hüllen):



Gute Idee!



So weit ich das sehe, gibt's zumindest noch 4 weitere Traviata-Mitschnitte von der Callas, ich kenne aber keinen davon. Interessant dürften vor allem der erste Mitschnitt aus Mexico 1951 sein. Da hat die Callas nämlich Taddei als Vater Germont, und der Mitschnitt aus der Scala 1956, wieder unter Giulini, diesmal aber mit Raimondi statt mit di Stefano. Dieser Mitschnitt ist bei Myto aufgelegt worden. Er scheint noch erhältlich zu sein, ich habe ihn erst vor kurzem in Wien gesehen. Die Besetzung und das Label sprechen eigentlich für diese Aufnahme. Mal schauen, vielleicht höre ich das nächste Mal im Geschäft ein bisserl in den Mitschnitt hinein. Vielleicht lohnt es sich ja, ihn zu kaufen.

Liebe Grüße


Werner

So ganz steige ich nicht hinter die Auflistung bei Amazon, Mexiko sehe ich zweimal(?), Giulini mit Raimondi hatte ich auch gesehen. Aber sicher läßt sich im Internet eine entsprechende dataillierte Liste mit allen bisher veröffentlichten Aufnahmen finden, nur habe ich noch nicht gesucht.

Ich gebe zu, die Aufnahmen bei Myto kenne ich noch nicht, da ich bisher mit historischen Mitschnitten zurückhaltend war, aber, wie Du siehst, arbeite ich dran! Mein nächster Besuch in Berlin bei Dussmann wird also acuh diesen Aufnahmen gelten (neben Sibelius, Bach Cellosuiten ...)

Viele Grüße,
Wolfgang
manrico (12.08.2007, 12:06):
Hallo Wolfgang!

Ja, es scheint tatsächlich 2 Mitschnitte aus Mexico zu geben, einen vom 17.7.1951 unter Fabritiis und den anderen vom 3.6.1952 mit di Stefano und Campolonghi (kenn ich nicht).

Ich habe außerdem noch von einem Mitschnitt von 1958 unter Rescigno mit Valletti und Zanasi gelesen. Welcher dieser Mitschnitte erhältlich ist, weiss ich wie gesagt nicht. Ich bewundere die Callas als Künstlerin sehr, sie macht mich Erstaunen, aber trotzdem ist es bei der Callas nicht so, dass ich unbedingt alles haben muss (anders etwa bei Jurinac, die mich auf einer ganz anderen Ebene als die Callas berührt - da bin ich wirklich ziemlich gut ausgestattet - neulich habe ich entdeckt, dass es offensichtlich auch einen Carmen-Mitschnitt mit der Jurinac als Micaela gibt! Der wird sich bei mir als nächstes einfinden, denke ich).

Zu Myto muss man sagen, dass ich den Eindruck habe, dass sie dort eine Reihe sehr kompetenter Leute sitzen haben, die tatsächlich was von Musik und von Technik verstehen und nicht jeden Schmarrn veröffentlichen. Hier findest du wahre Schätze wie etwa Konyas Lohengrin in Bayreuth 1958, Björling als Don Carlo 1950 oder Wunderlich als Eginhard in Schuberts Fierrabras (Schuberts schönste Oper. Die Titelrolle ist zwar schwach besetzt, aber zum Kennenlernen von Schubert als Opernkomponist sicher gut geeignet).

Liebe Grüße


Werner
Jeremias (12.08.2007, 13:14):
Ich höre sehr gerne Opern, aber ich kann beim besten Willen keine Top10 hier veröffentlichen. Es kommt immer ganz drauf an... jahrelang war La Traviata mein Favorit, dann irgendwann Aida. Abgelöst wurde diese dann vor einem Jahr durch Turandot und jetzt ist es Tannhäuser....
manrico (12.08.2007, 22:26):
Hallo Jeremias!

Also, dieser Thread hat sich eher zum allgemeinen Plaudern über die Oper entwickelt.
Ich habe bislang auch noch keine 10 Top-Opern hereingestellt und ehrlich gesagt auch gar nicht vor, so etwas zu tun (ich seh nicht ein warum ich mir die Tortur der Beschränkung antun soll).
((Dass Tannhäuser die Turandot ablöst, kann ich übrigens gut verstehen!))


Liebe Grüße


Werner
Jimi (12.08.2007, 23:16):
Hallo miteinander,

zwecks viel Arbeit habe ich mich hier in letzter Zeit ein wenig rar gemacht, dazu kommt noch das ich nach 25 Jahren Pause wieder angefangen habe Klavier zu spielen(ganz schön hart wieder mit dem Zeug anzufangen das ich mit 10 Jahren viel besser gespielt habe) und somit ist für sonstige Aktivitäten wenig Zeit übrig geblieben.

Zu den beiden Callas Traviata Aufnahmen von 1955 unter Giulini und von 1958 unter Ghione hat Wolfgang in dem "was ich grade höre"-Thread geschrieben:


Original von Poztupimi

also neben dieser Neunanschaffung besitze ich noch die Mitschnitte von 1955 unter Giulini und von 1958 unter Ghione. Die 1955er Aufnahme bietet IMO die überzeugenderen Partner für Maria Callas, und wenn ich die Bühnengeräusche, den Applaus und manche Unstimmigkeit im Zusammenspiel in Kauf nehme, dann diese Aufnahme in der Gesamtbewertung.



Hallo Wolfgang,

Guiseppe di Stefano gefällt mir in La Traviata(1955) eigentlich ganz gut, zumindest besser als in I Puritani, Rigoletto oder Il Trovatore, wo er doch teilweise etwas überfordert wirkt.

Dennoch ist für mich Alfredo Kraus(1958) ein deutlich eleganterer und auch technisch viel besserer Alfredo.
Vor allem die Duette mit Maria Callas werden dadurch erheblich aufgewertet und wirken auf mich irgendwie homogener.
Deutlich zu hören z.B. in Parigi o cara. (Ok ist natürlich auch Geschmacksache :wink)

Bastianini(1955) find ich als Vater Germont auch nicht wirklich 100% überzeugend, er klingt zwar schön, singt aber etwas eintönig, ist für mich ist er sicher auch nicht besser als der solide Mario Sereni in der Aufnahme von 1958.



Original von manrico

Ich habe Aufnahmen, die bis 1902 zurückgehen. Sonst könnte ich ja viele der großartigen Künstler der Vergangenheit (Battistini, Ponselle, Melba,.....) gar nicht kennenlernen.


Hallo Werner,

was hältst du von einem Schellack –Thread in dem man z.B. parallel zu den hier genannten Opern Aufnahmen aus der Schellack –Ära besprechen kann?

Gerade als Rigoletto gibt es einige ausgezeichnete Interpreten, die vielleicht auch für die anderen Opernfreunde im Forum interessant wären.
Ich denke da z.B. an Guiseppe de Luca, Titta Ruffo, Pasquale Amato oder Joseph Schwarz.

Aus La Traviata gibt es z.B. eine traumhafte Aufnahme von Parigi o cara (von 1914 )die ich wirklich jeder neueren vorziehe.

Vielleicht weißt du welche ich meine?


:hello Jimi
manrico (13.08.2007, 01:25):
Hallo Jimi !

Schön, dass der Stress ein bissl nachlässt.

Also, die Idee mit dem Schellack-Forum find ich sehr gut. Echte Schellacks hab ich natürlich nicht - alles auf CD. Darf ich trotzdem mitschreiben ? :)

Ich würd mir zusätzlich Tito Schipa, Heddle Nash, Rosa Ponselle, Giacomo Lauri-Volpi wünschen.
Und bei den Künstlern der post-Schellack Ära gäb's für mich noch 3 wichtige Persönlichkeiten, die mir am Herzen liegen: Leopold Simoneau, Leyla Gencer und: die absolut einzigartige, göttliche Sena Jurinac.

Um jetzt noch auf dein Rätsel zurückzukommen: Ich würde einmal tippen, du meinst die Aufnahme mit Lucrezia Bori und John McCormack. Viel hab ich ja nicht von der Bori, aber das wenige ist musikalisch wirklich vom Feinsten.

Liebe Grüße


Werner
Jimi (13.08.2007, 23:02):
Original von manrico

Also, die Idee mit dem Schellack-Forum finde ich sehr gut. Echte Schellacks hab ich natürlich nicht - alles auf CD. Darf ich trotzdem mitschreiben ? :)



Hallo Werner,

ich hab schon CD Überspielungen gemeint, richtige Schellacks hab ich auch nicht.

Mit Bori und McCormack hast du natürlich recht, leider kenne ichvon Bori auch nicht allzuviel, von McCormack schon etwas mehr, z.B ...
Ähm das sollten wir dann besser im "Schellack-auf-Cd" oder wie auch immer Thread besprechen.

Mit Rosa Ponselle anzufangen ist glaube ich eine gute Idee, denn sie wurde ja auch schon in dem 20-Sopranos -Thread erwähnt.

:hello Jimi
Jimi (23.08.2007, 13:54):
Original von Poztupimi
Original von daniel5993
Ohhhhh, was haben meine Augen erblicket???

http://i13.ebayimg.com/03/i/000/ag/01/82d2_1_b.JPG

Das ganze unter der soooo hoch gelobten Callas!

Gibts dazu was zu sagen?

Hallo Daniel,

ich besitze diese Aufnahme als CD mit dem gleichen Cover, und obwohl es sich nach den Angaben auf der Pappbox um eine digital überarbeitete Ausgabe von 1987 handelt, ist der Aufnahme IMO noch viel stärker als der von 1955 unter Giulini anzuhören, dass es sich um einen Live-Mittschnitt handelt. Darauf solltest Du Dich also stärker einstellen als auf die Tatsache, dass es eine Mono-Aufnahme ist. Wie Werner richtig bemerkt, tritt das doch merklich in den Hintergrund.

Grüße,
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

ich besitze die beiden erwähnten Callas Traviatas(1955,Giulini und 1958,Ghione) in rel neuen Cd-Überspielungen, remastering von 1997.

Zur Klangqualität ist zu sagen, dass man dem Mitschnitt von 1958 in der Tat deutlich die Liveaufnahme anhört, besonders am Anfang sind Nebengeräusche aus dem Publikum usw. deutlich zu hören.
Dennoch werden die Stimmen und das Orchester, vor allem in Ensembleszenen IMO zum Teil deutlich besser abgebildet als in der Aufnahme von 1955.
Wie das jetzt bei LPs ausschaut kann ich nicht beurteilen,ein Vergleich mit den "neuen" Cds währe sicher interessant.



Original von daniel5993
Hallo Werner!

Ich kann dir auch eine wirklich schlechte "Callas - Aufnahme" sagen!
Also jetzt von der Klangqualität das schlechteste, was ich an Opern überhaubt von Ihr habe!

Cherubinis Medea, Callas, Leonard Bernstein 1953

Kennst du die Aufnahme vielleicht?

Eine sehr schöne Oper, trotz der schlechten Aufnahme-Qualität!



Gruß
Daniel



Original von manrico
Hallo Daniel !

Den Medea-Mitschnitt kenne ich nicht, aber im Wettbewerb um die technisch schlechteste Callas-Aufnahme hat sicherlich auch der Nabucco von 1949 gute Chancen, einen der vorderen Plätze zu belegen.
Und andererseits: Wie gerne hätte ich auch einen klanglich unzulänglichen Don Carlos Mitschnitt mit der Callas als Elisabetta.
Gerade bei der faszinierenden Menschendarstellerin Callas fallen alle diese Einwände, und wenn ich Wolfgang richtig verstanden habe, sieht er das ähnlich.


Liebe Grüße


Werner

Hallo Daniel und Werner,

das mit der Nabucco ist richtig, das ist echt nur was für "SchlechteAufnahmenHörProfis". Ähnlich bescheiden ist die Qualität bei der Armida(Rossini1952).

Beide würde ich, von der Klangqualität deutlich schlechter einschätzen als die Medea unter Bernstein.

Damit keine Missverständnisse aufkommen, was die Leistung von Maria Callas angeht, Sie braucht auf den beiden Aufnahmen,wie auch als Medea keine Konkurrenz fürchten.


Von der Medea gibt es eine neue Überspielung in rel guter Qualität:

http://ec1.images-amazon.com/images/I/31FR1W3SQML._AA240_.jpg

Hier ist die Klangqualität sicher nicht schlechter als bei der 1955 Traviata.

:hello Jimi
PeerGynt (10.01.2008, 22:20):
Meine jetzige Top 10, nicht unbedingt in dieser Reihe:

Tristan und Isolde
Das Rheingold
Die Walküre
Siegfried
Götterdämmerung
Parsifal
Elektra
Salome
Boris Godunov
Khovanshchina
:engel

...und natürlich alle anderen Musikdramen von Wagner. :P Ich bin kein Fan von italienischer Oper, aber Turandot höre ich immer begeistert. :wink
Jimi (11.01.2008, 14:45):
Hallo Peer (Gynt),

erst mal alles gut zum Geburtstag und herzlich willkommen im Forum.
Es ist schön mal wieder ein neues Mitglied zu begrüßen, das sich für die Oper interessiert.

Von deinen Top 10 Opern höre ich den Tristan und die Walküre am liebsten, hast da bestimmte Vorlieben was die Interpreten bez. Einspielungen angeht. Das würde mich auch bei der Turandot interessieren, mit der bin ich noch nie so 100% warm geworden. :(

:hello Jimi
PeerGynt (12.01.2008, 09:56):
Hallo Jimi,

Herzlichen Dank für die warme Begrüßung und die schönen Wünsche.

Ich habe eine sehr alte Aufnahme von Turandot, und zwar von 1938 :D

Turandot: Gina Cigna
Calaf: Francesco Merli
Liù: Magda Olivero
Timur: Luciano Neroni
El Emperador: Armando Giannotti
Ping: Afro Poli
Pang: Adelio Zagonara
Pong: Gino del Signore
Un Mandarín: Giuseppe Bravura

RAI de Turín Orquesta & Coro
Dirigent: Franco Ghione

Leider kann ich dir keine Empfehlung für Turandot machen, aber wenn du eine Liste mit alle Aufnahmen von allen Zeiten sehen möchtest, kannst du hier schauen:
www.operaclass.com

Hier gibt es komplette Informationen über Interpreten, Orchester, Jahr, usw. Wie gesagt, ich kenne mich wenig mit italienische Oper aus, deswegen sagen mir Interpretennamen auch nicht viel. Trotzdem, scheint mir Turandot viel mehr als „klassische“ italienische Oper zu sein, und geht etwas in die Richtung von Musikdrama.

Was Wagner angeht, bin ich von Adam Fischer als Dirigent ganz begeistert. Im Laufe der Jahre habe ich ihm mehrmals in Übertragungen von Bayreuth oder live in München gehört. Heutzutage scheint er den Richtigen für Wagner zu sein. Schade aber, dass die Interpreten nicht mehr so sind, wie sie sein sollten... :I Und schade auch, dass keine Aufnahmen mit Adam Fischer gemacht wurden... :(

Naja, die perfekte Aufnahme gibt es nicht, aber man kann immer eine Einzelheit finden, die begeistert. Wie z.B. Gunther Treptow als Siegmund (1948), oder Max Lorenz als Tristan (1949). :engel
Mime (12.01.2008, 18:02):
10 sind mir entschieden zu wenig, da ich ein leidenschaftlicher Opernfan bin. Wenn die Administration es erlaubt, würde ich von den mir bedeutenden Komponisten jeweils die Lieblingswerke benennen.
:hello
Rachmaninov (13.01.2008, 11:03):
Original von Mime
10 sind mir entschieden zu wenig, da ich ein leidenschaftlicher Opernfan bin. Wenn die Administration es erlaubt, würde ich von den mir bedeutenden Komponisten jeweils die Lieblingswerke benennen.
:hello

Wenn Dir dabei wohler ist, dann soll es uns nicht stören denke ich :wink
Jimi (13.01.2008, 12:20):
Original von PeerGynt

Ich habe eine sehr alte Aufnahme von Turandot, und zwar von 1938 :D

Turandot: Gina Cigna
Calaf: Francesco Merli
Liù: Magda Olivero
Timur: Luciano Neroni
El Emperador: Armando Giannotti
Ping: Afro Poli
Pang: Adelio Zagonara
Pong: Gino del Signore
Un Mandarín: Giuseppe Bravura

RAI de Turín Orquesta & Coro
Dirigent: Franco Ghione

Leider kann ich dir keine Empfehlung für Turandot machen, aber wenn du eine Liste mit alle Aufnahmen von allen Zeiten sehen möchtest, kannst du hier schauen:
www.operaclass.com

Hallo Peer,

danke für den Tipp, die Einspielung habe ich noch nicht hören können, Cinga, Merli und Olivero kenne ich von anderen Aufnahmen und glaube, dass sie in die jeweiligen Rollen in Turandot gut passen.

Adam Fischer habe ich bewusst auch noch nicht gehört, vielleicht kannst du hier darauf hinweisen wann es wieder eine Übertragung mit ihm gibt.

Günther Treptow halt ich wie auch Ludwig Suthaus für eine eher unterschätzten Sänger, bedauerlicherweise sind beide im Gegensatz zu Lorenz und Windgassen fast schon ein wenig in Vergessenheit geraten.

In der Ringaufführung unter Furtwängler (Scala live 1950) singt Treptow ebenfalls den Sigmund, recht überzeugend wie ich finde, allerdings Lauritz Melchior und Franz Völker finde ich dann (als Sigmund ) doch noch besser.

:hello Jimi
PeerGynt (13.01.2008, 19:34):
Hallo Jimi,

Ganz klar, Lauritz Melchior rules… Wenn du Lust hast, hier kannst du den „Wälse, Wälse, wo ist dein Schwert“ Aufschnitt „sehen“:
http://www.youtube.com/watch?v=ZbfrL4L5GME

So muss ein Heldentenor klingen. Der „Wäääääääääääääääääääääääääääälse“ finde ich aber bisschen zu übertrieben...

Auf der anderen Seite, finde ich Hans Hotter viel zu übergeschätzt. Er hat eine schlechte Diktion, inkompatible mit der wagnerischen Deklamation.

Ich habe gerade Turandot neu gehört, und ich muss zugeben, die berühmte Arie von Calaf klingt ganz komisch in dem Kontext von der ganzen Oper. Ich meine, diese Arie ist typisch italienisch-Puccini, während der Rest der Oper eine Konstruktion näher zu Musikdrama hat.
Mime (14.01.2008, 11:42):
Original von Rachmaninov
Original von Mime
10 sind mir entschieden zu wenig, da ich ein leidenschaftlicher Opernfan bin. Wenn die Administration es erlaubt, würde ich von den mir bedeutenden Komponisten jeweils die Lieblingswerke benennen.
:hello

Wenn Dir dabei wohler ist, dann soll es uns nicht stören denke ich :wink

:thanks
Nun denn:


Monteverdi:
L’Orfeo
Il Ritorno d’Ulysse in Patria
L’Incoronazione di Poppea

Mozart:
Die Zauberflöte
Don Giovanni
Die Entführung aus dem Serail
Idomeneo

Beethoven:
Fidelio
Leonore

Verdi:
La Traviata
Rigoletto
Un Ballo in Maschera
Il Trovatore

Puccini:
La Bohème
Turandot
Tosca

Donizetti:
Lucia di Lammermoor
L'elisir d'amore
Don Pasquale


Bellini:
Norma
La Sonnambula
I Puritani

Bizet:
Carmen
Die Perlenfischer

Wagner:
Die Walküre
Götterdämmerung
Parsifal
Tannhäuser
Lohengrin
Siegfried
Rheingold

Massenet:
Werther
Manon

Das war der "harte Kern". :hello
Jimi (14.01.2008, 23:58):
Original von PeerGynt

So muss ein Heldentenor klingen. Der „Wäääääääääääääääääääääääääääälse“ finde ich aber bisschen zu übertrieben...


Da gebe ich dir Recht " Wäääääääääääääääääääääääääääälse" ist ein wenig laaaaaaaaaaaang geraten. Nicht nur deshalb ziehe ich die Studioaufnahme von 1935 deutlich vor. Melchior singt dort deutlich differenzierter auch seine Partner Lotte Lehmann und Emanuel List sind großartig. Für michist das, im Bereich Oper, eine der deutlichsten Referenzaufnahmen überhaupt.

Auch davon Ausschnitte bei youtube:

http://www.youtube.com/watch?v=7XQASPDdGQE

http://www.youtube.com/watch?v=mS-HYMAW7hk

:hello Jimi
Jimi (15.01.2008, 18:13):
Original von Mime
...
Monteverdi:
L’Orfeo
Il Ritorno d’Ulysse in Patria
L’Incoronazione di Poppea

Mozart:
Die Zauberflöte
Don Giovanni
Die Entführung aus dem Serail
Idomeneo
...


Hallo Mime,

die meisten deiner Lieblingsopern kenne ich gut und höre sie auch gerne.
L'Incoronazione di Poppea hatte ich mir nur mal ausgeliehen, vielleicht lag es an der Einspielung, jedenfalls hat es mich nicht gleich vor Begeisterung vom Hocker gehauen.

Hast du bei dieser Oper ein Lieblingsaufnahme oder kennst du sie "nur" live?

Was mir bei deine Liste auffällt, du hast gleich 3 Monteverdiopern aufgezählt(was ja ok ist :W), aber dann kommt nichts mehr bis Mozart. Gefallen dir die anderen Barockopern nicht ?(

:hello Jimi
PeerGynt (18.01.2008, 13:05):
@Jimi: Hallo Jimi, tut mir leid, dass ich so spät antworte. Die von dir empfohlenen Ausschnitte sind wirklich unglaublich, ich kannte diese Aufnahme nicht. Vielen Dank für die Empfehlung!!! Trotzdem mag ich nicht so viel, wie Lotte Lehmann klingt. Kann es sein, es ist wegen der schlechten technischen Audioqualität? Ich meine, die alten Aufnahmen haben immer Probleme mit der Wiedergabe von den höheren Frequenzen des Audiospektrums.

@Mime: Ich finde es erstaunlich, dass du gleichzeitig ein Wagner-Fan bist, und trotzdem hast du in deinem Top-10 Lucia di Lammermoor, zum Beispiel. Ich sage das nicht ironisch, oder weiß ich wie… :) Ich finde es einfach toll, dass du so breitbandig sein kannst.
Mime (18.01.2008, 15:40):
Hallo Jimi,

die Poppea kenne ich in den aufführungen von Zürich und Stuttgart, eine gute Aufnahme suche ich noch. Catherine Naglestad hat mir in der Hauptrolle bisher am besten gefallen.

Bei meiner Aufzählung hatte ich nur den "harten Kern" erwähnt. Natürlich gefallen mir andere Barock-Opern auch, z.B. Alcina von Händel und andere.
:hello
Mime (18.01.2008, 15:45):
Original von PeerGynt

@Mime: Ich finde es erstaunlich, dass du gleichzeitig ein Wagner-Fan bist, und trotzdem hast du in deinem Top-10 Lucia di Lammermoor, zum Beispiel. Ich sage das nicht ironisch, oder weiß ich wie… :) Ich finde es einfach toll, dass du so breitbandig sein kannst.

Hallo PeerGynt,

breitbandig und breitbeinig :cool bin ich wirklich. Mozart war bei mir schon als Kind in. Mit Wagner fing der eigentliche "Wahn"sinn an, dann kamen irgendwann die Italiener dazu. Man entwickelt sich weiter...
:hello
PS: Für Lucia lohnen Tickets schon wegen des Sextetts.
Jimi (21.01.2008, 10:40):
Original von Mime

Bei meiner Aufzählung hatte ich nur den "harten Kern" erwähnt. Natürlich gefallen mir andere Barock-Opern auch, z.B. Alcina von Händel und andere.
:hello


Hallo Mime,

das mit dem "harten Kern" hab ich wohl übersehen, es hätte mich schon gewundert wenn du zb Händel nicht hören würdest.

Original von PeerGynt
Trotzdem mag ich nicht so viel, wie Lotte Lehmann klingt. Kann es sein, es ist wegen der schlechten technischen Audioqualität? Ich meine, die alten Aufnahmen haben immer Probleme mit der Wiedergabe von den höheren Frequenzen des Audiospektrums.


Hallo Peer,

na ja, ich finde die Aufnahmequalität für das Alter der Aufnahme(1935) eigentlich ganz gut, speziell in der Naxosüberspielung die ich weiter oben in meiner Liste aufgeführt habe. Vom Prinzip her hast du schon Recht, baritonal timbrierte Tenorstimmen, wie Melchior oder Caruso werden auf den alten Aufnahmen schon besser wiedergegeben als hohe Sopranstimmen. Bei den Aufnahmen vor ca 1925 ist das noch viel deutlicher zu hören, zb auf Duettaufnahmen von Caruso mit Nelli Melba.


:hello Jimi
Der Alte (21.01.2008, 17:34):
Hallo,
wenn ihr gestattet, werde ich nur 10 Lieblings-Opern nennen, und da ich ein großer Mozart - Fan bin, kommt der große Meister besser weg.

1. Zauberflöte
2. Die Hochzeit des Figaro
3. Don Giovanni
4 Entführung aus dem Serail
5. Tosca
6. La Boheme
7. Lucia die Lammermoor
8. Der Barbier von Sevilla
9. Fidelio
10 Der Wildschütz :hello
Viele Grüße
Der Alte
Solitaire (05.03.2008, 09:25):
Da ich das nicht für die schlechteste Art halte, sich in diesem Forum vorzustellen, soll mein erster Beitrag hier also meinen liebsten 10 Opern gewidmet sein. Die Reihenfolge soll keine Wertung sein, welche der Opern gerade meine persönliche Nummer 1 ist, hängt von der aktuellen emotionalen Großwetterlage ab, und kann sehr variieren.
Mein Geschmack ist eher konventionell, exotisches wird hier nicht zu finden sein.
Also:

W.A. Mozart Don GiovanniGehört zu den Opern, bei denen ich, wenn sie zufällig im Fernsehen laufen, entweder sofort die Glotze ausschalten, oder mich auf einen längeren Fernsehabend einrichten muß. Nur ein bisschen reingucken geht nicht, schon während der Ouvertüre bin ich verloren und pfeife darauf, daß der Wecker am nächsten Morgen zu unchristlicher Zeit rasseln und ich den ganzen Tag wie ein müder Koalabär durch die Bibliothek in der ich arbeite wanken werde. Die Inszenierung die mich zur Zeit am meisten begeistert, und die ich immer wieder ansehe ist diese: http://www.abella.de/detailanz/produktanzeige.rt?prid=451946. Vor allem Michael Schade als Don Ottavio fasziniert mich jedes Mal aufs neue. Er ist wohl so ziemlich der einzige Don Ottavio, bei dem ich nicht nach den ersten fünf Minuten „Wunderlich, hilf!!!“ flüstere.

G. Verdi La Traviata
Cotrubas, Callas, Stratas, Netrebko, Fleming, sie bringen mich alle zum weinen. Ebenso all die namenlosen Provinzprimadonnen, die wir hier in unserem beschaulichen Teo-Otto-Theater zu sehen kriegen. Ich liebe diese Oper einfach. Wenn dann noch, wie bei Netrebko und Fleming, Rolando Villazón am Sterbebett Händchen hält und so herzzereißend klagt, als stürbe ihm gerade wirklich das Liebste auf der Welt unter den Händen weg, wird bei mir aus stillen Tränen auch schon mal ein Heulen, daß an den berühmten Schlosshund erinnert. Zum Glück, oder leider, bisher nur im heimischen Wohnzimmer.
Da ich es im allgemeinen eher traditionell mag, bin ich großer Fan des Zefirelli-Films mit Teresa Stratas und Placido Domingo. Aber auch die Salzburger Traviata hat mich aus vielen Gründen sehr gepackt und wird immer wieder angesehen. Mich erfassen da auch keine Kälteschauer.

W.A. Mozart Die Zauberflöte
Was soll ich sagen. Die Zauberflöte ist eben die Zauberflöte. Die Zauberflöte meiner Kindheit und meine erste Begegnung mit Fritz Wunderlich ,auch wenn ich das damals noch nicht wusste:
http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/6927727?rk=classic&rsk=hitlist.
Ich mag auch den Bergman-Film sehr und bin gespannt auf die Verfilmung von Kenneth Brannagh.

G. Bizet CarmenIch kann mir ein künftiges Leben ohne Habanera und „Auf in den Kampf“ sehr gut vorstellen, aber um keinen Preis möchte ich das Schlussduett aus dem letzen Akt hergeben, und auch auf das Duett Micaela/José möchte ich nur ungern verzichten. Deshalb kommt „Carmen“ ins Handgepäck. Ich hoffe allerdings, daß ich in der nächsten Zeit keine Carmen im Dominalook und mit roter Lockenperücke mehr sehen muß.

J. Offenbach Les Contes d’HoffmannEtwas dämonischeres und gruseligeres als das Terzett Mirakel/Antonia/Stimme der Mutter, habe ich bisher nicht gehört, abgesehen natürlich vom 1. Finale des Don Giovanni. Als junges Mädchen hat mich diese Aufnahme sehr beeindruckt:
http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/5160281?rk=classic&rsk=hitlist.
Mittlerweile mag ich diese DVD sehr:
http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/9929656?rk=classic&rsk=hitlist.
Ich weiß das es Leute gibt, die die Inszenierung einfallslos und überladen finden. Aber wie gesagt, ich mag es traditionell. Mir ist auch völlig gleichgültig, ob die Spiegel/Diamantenarie nun von Offenbach ist oder nicht. Sie ist wunderschön, sie passt zur Situation, sie gehört dazu und ich möchte sie dann bitte auch gerne haben. Ich mag die traditionelle Fassung: Olympia-Giulietta-Antonia.

P. Tschaikowsky Eugen Onegin
Ich bin ein Onegin-Neuling, habe die Oper erst einmal gesehen (noch nicht lange her), war schwer beeindruckt, und bin noch auf der Suche nach einer gescheiten Aufnahme.

J. Massenet WertherEs sind sehr persönliche Gründe, warum diese Oper etwas ganz besonderes für mich ist. Ich werde das irgendwann vielleicht mal näher erläutern. Jedenfalls liebe ich die Musik sehr, und höre diese http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/4778604?rk=classic&rsk=hitlist Aufnahme sehr gern. Zur Zeit überlege ich, mit wie wenig Essen ich auskommen kann, um mir Karten für Villazóns Werther 2009 in Paris leisten zu können ; - )

G. Donizetti L’elisir d’amoreIch mag diese Musik einfach. Auch wenn ich der Meinung bin, daß Nemorino eine der Rollen ist, in denen Luciano Pavarotti definitiv die beste aller möglichen Besetzungen ist (die beiden anderen wären Rodolfo und Riccardo, jedenfalls für mich), mag ich die Wiener Aufführung von 2005 sehr. Mir gefällt die Spielfreude des Trios Netrebko/Villazón/D’Arcangelo besonders gut, und auch wenn Leo Nucci bessere stimmliche Tage gesehen hat, finde ich seine Leistung immer noch beachtlich.

W.A. Mozart Le nozze di FigaroAm Anfang habe ich mich mit dieser Oper und den langen Rezitativen schwergetan und es hat einige Aufführungen gebraucht, bis ich mich dafür begeistern konnte, jetzt aber möchte ich nicht mehr ohne sein. Mir hat diese http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/4240819?rk=classic&rsk=hitlist Inszenierung gut gefallen.

G. Verdi Don Carlos
Kann man das schöner singen als Placido Domingo und Montserrat Cabbalè? Deshalb ist diese Aufnahme http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/5228276?rk=classic&rsk=hitlist für mich immer noch die schönste. Auch Sherill Milnes als Posa gefällt mir sehr gut, wenngleich Tito Gobbi vermutlich bis auf weiteres unerreicht in dieser Rolle sein wird.
Rachmaninov (05.03.2008, 09:47):
@Solitaire,

ersteinmal ein herzliches Willkommen im Forum. :hello

Eine Interessante und sehr persönliche Übersicht Deiner Opernlieblinge.

Schön das hier jemand die Opernfreunde unterstützen wird :leb

R
Solitaire (05.03.2008, 12:06):
Danke für die Willkommensgrüße! :)
Ja, meine Auswahl ist sicher sehr persönlich, und natürlich sind 10 Opern, wie schon erwähnt, eigentlich zu wenig. Wo lasse ich Tosca, Lucia, Norma (allesamt mit Maria Callas), Forza del destino, Otello, Bohème, Butterfly, Romeo & Juliette, Manon ? Gut, daß ich nicht wirklich mit nur 10 Opern auskommen muß. :D
Mime (12.03.2008, 17:58):
Hallo Solitaire,

auch von mir noch ein herzliches Willkommen! Ich freue mich, dass die hiesige Opernfraktion mit dir eine fleissige Mitstreiterin gewonnen hat; deinen guten Geschmack hast du schon in deinen bisherigen Beiträgen kundgetan.

Mit deiner Top-Ten-Auswahl komme ich auch sehr gut zurecht, sind doch die meisten Highlights auch in meiner Favoritenaufstellung drin.

Zum Don Carlos erlaube mir eine Bemerkung: Schau dir mal den jungen José Carreras auf Youtube an. Er singt einen beseelt-verzweifelten Infanten, dazu noch Piero Cappuccilli als Marquis Posa. Da interessiert mich deine Meinung wirklich!

Und die Zauberflöte gibts auch als Gesamtaufnahme ;-)

:thanks
Dr. Schön (25.07.2008, 16:00):
Richard Wagner - Parsifal
Richard Wagner - Meistersinger
Modest Mussorgsky - Boris
Richard Wagner - Holländer
Richard Wagner - Tristan
Alban Berg - Wozzeck
Richard Wagner - Götterdämmerung
Georges Bizet - Carmen
Wolfgang Amadeus Mozart - Cosi
Ludwid van Beethoven - Fidelio
Dulcamara (27.07.2008, 18:02):
Ähnlich wie Solitaire möchte auch ich diesen Thread nutzen, um mich mit meinem ersten Posting vorzustellen. Ich lese schon seit einigen Monaten mit und möchte jetzt gerne auch ein bisschen aktiver einsteigen. Dazu sei gesagt, dass ich zwar ein wenig Klavier spielen kann, aber ansonsten ein reiner Amateurhörer bin.

Im Hinblick auf meine Top 10-Opern kann ich zunächst einmal vier Opern nennen, die ich über alles liebe und schätze. Dies sind:

Mozart, Le Nozze di Figaro: Von allen Mozart-Opern, die, zu der ich den leichtesten Zugang finde, sowohl musikalisch als auch vom Sujet. Fasziniert bin ich vor allem vom großen Witz gleichermaßen in Text und Musik und von der unglaublichen Vielschichtigkeit der Charaktere und der Subtilität mit der hier soviele große Themen scheinbar gelassen angesprochen werden. Nicht nur hier, aber hier ganz besonders, fällt mir auch immer wieder auf, mit wieviel Respekt Mozart musikalisch die einzelnen Akteure zeichnet. Letztlich nimmt er nicht Stellung und das macht das Stück für mich so unglaublich zeitlos (und trägt vermutlich auch dazu bei, dass es mir schon über einen sehr langen Zeitraum so viel bedeutet). Eine liebste Aufnahme habe ich derzeit nicht, gespannt bin ich auf die Aufnahmen von Jacobs sowie die DVD aus London mit Schrott/Persson.

Verdi, La Traviata Ich kann mich Solitaire nur anschließen, diese Oper berührt mich auch jedes Mal, wenn ich sie sehe, in der Regel mindestens einmal pro Jahr. Und das obwohl mein Kopf schreit, ich möge mich von einem solchen Rührstück doch nicht beeinflussen lassen. Meist höre ich die Aufnahme mit Kleiber/Cortrubas oder sehe die DVD mit Netrebko/Villazon. Gespannt bin ich auf die Aufnahme mit Harteros/Beczala, wenn es mein Budget zulässt.

Wagner, Tristan und Isolde: Noch eine verzweifelte Diva - und auch ihr Tod lässt mich nie kalt. Wagner und seine Musik finde ich in vielerlei Hinsicht schwierig - aber Tristan und Isolde, eine Oper, die ja vom ganzen Zuschnitt auch viel privater ist, als die anderen Werke, bedeutet mir sehr, sehr viel. Grundsätzlich ein Werk, was ich fast ausschließlich "live" konsumiere, dennoch habe ich sechs Aufnahmen, von denen mein augenblicklicher Favorit die DVD aus Bayreuth mit Waltraud Meier und Daniel Barenboim ist.

Strauss, Elektra Und... eine weitere verzweifelte Diva, die im Tod Erlösung findet. Trotz des Kitschfaktors: der Moment, wo sich Elektra und Orest wiedererkennen, ist für mich immer wieder ergreifend. Mir gefällt auch die große Aggresivität der Musik und die Tatsache, dass der Text an sich schon sehr lesenswert ist. Ich besitze nur ein Aufnahme, die ich sehr gut finde (Solti/Nilsson), habe aber hier noch vehementer beschlossen, die Oper in Zukunft nur noch "live" zu erleben. Toll fand ich die Stuttgarter Inszenierung von Konwitschny, mit einer phänomenalen Eva Marie-Westbroek als Chrysothemis.

Aufgrund ihrer besonderen Stellung im Zusammenhang mit meinem persönlichen Kennenlernen der Gattung Oper haben drei weitere Opern für mich eine absolute Sonderstellung:

Lortzing, Zar und Zimmermann: Habe ich als Kind mal in Hamburg in der Oper gesehen und damit fing eigentlich alles an. Kurze Zeit später bekam ich die Gesamtaufnahme auf LP geschenkt und habe sie sehr häufig gehört. Auch wenn sich meine Sympathie für die handelnden Personen gewandelt hat (erst der Zar, dann der "Marquis von Chateauneuf", heute am ehesten Marie), so höre ich diese Oper doch immernoch gerne - und es fällt mir sofort auf, wenn eine Textstelle anders ist, als in meiner ersten Aufnahme. Ich kann mir allerdings schwer vorstellen, dass die Oper heute noch auf der Bühne funktionieren würde.

Rossini, La Cenerentola: Mit dieser Oper begann in meiner Studentenzeit der Wiedereinstieg in das Genre Oper und auch hier hält die Faszination bei mir bis heute an, gespannt bin ich derzeit vor allem auf die Einspielung bei Naxos, mit der tollen Joyce DiDonato.

Donizetti, Roberto Devereux: Das war meine erste selbstgekaufte Operngesamtaufnahme (mit Gruberova/Haider/Bros), die CDs lassen sich heutzutage nur noch in ausgesuchten Spielern wiedergeben. Auch diese Oper höre ich bis heute gerne, mittlerweile meist in Form der DVD aus München.

Hinzu kommen immer wieder wechselnde aktuelle Vorlieben, derzeit sind es zum Beispiel:

Mozart, Idomeneo,
Mozarti, Cosi fan tutte,
Donizetti, Adelia
manrico (28.07.2008, 00:58):
Hallo Dulcamara!

Herzlich willkommen im Klassikforum. Schön, dass wir Verstärkung in der Opernfraktion bekommen.

Interessantes Programm, das du da erwähnst - vor allem die Adelia hat mich erstaunt, ist sie doch eine eher unbekannte Donizetti - Oper, aber mit grossartigen Melodien. Mehrere Nummern daraus stammen allerdings aus einer anderen - leider auch völlig vergessenen Oper: der zweiten Fassung von Gabriella di Vergy - wenn du Donizetti magst, gefällt dir die Gabriella sicherlich auch gut.

Ich habe mich ja sehr gefreut, wie die RCA im letzten Jahr die Aufnahme unter Gustav Kuhn heraus gebracht hat, war aber dann von der sängerischen Leistung eher enttäuscht. Mir persönlich gefällt der Live-Mitschnitt aus NY unter Eve Queler doch bedeutend besser.

Beim Figaro finde ich auch die Jacobs-Einspielung sehr sehr hörenswert, weil schlan und zügig gespielt.

Ich freu mich schon auf spannende Diskussionen

lg



Werner
Solitaire (29.07.2008, 07:58):
Auch von mir herzlich willkommen, Dulcamara!
Schöner Nick, ich mag die Oper sehr. Vor allem die Duette Nemorino/Dulcamara. Wenn dann noch Villazón und D'Arcangelo das singen und spielen ist mein Glück perfekt.
Endlich mal was heiteres, nicht immer das tragische Zeug :wink
Dulcamara (30.07.2008, 10:21):
Danke für die Willkommensgrüße!

Bezüglich Adelia: Ich habe die Oper in der Tat über die RCA-Aufnahme für mich entdeckt. Gerade wegen der vielen schönen Melodien habe ich die Oper in den letzten Wochen immer wieder gehört. Dabei reisst mich der gesangliche Aspekt zwar auch nicht vom Hocker, aber den Hörgenuss beeinträchtigt er für mich auch nicht wirklich. Ich wäre aber in der Tat sehr interessiert, andere Aufnahmen kennenzulernen, wobei ich die von Dir genannte Aufnahme zumindest bei den üblichen Versandhändlern nicht endecke. Aber wie gesagt, die letzten drei von mir genannten Opern sind mehr kleine aktuelle Liebschaften als wirklich dauerhafte Beziehungen.

Berüglich L'elisir: Ich muss sagen, dass mir gerade die DVD-Aufnahme mit Villazón und D'Arcangelo Villazón ein bisschen verdorben hat und zwar schauspielerisch. Ich finde er überzieht total. Den Spitznamen "Mr. Bean" verdient er sich jedenfalls zu recht. Gesanglich ist er in der Aufnahme in der Tat über jeden Zweifel erhaben, aber mich stört's schon, wenn ich dazu die Augen schließen muss, das Visuelle gehört zur Oper schließlich dazu. Habe ihn aber noch nicht live erlebt und liebäugle auch mit der Werther-Inszenierung in Paris (am besten kombiniert mit Joyce DiDonato als Idamante am Abend davor . Dazu muss allerdings noch etwas Geld in meine Richtung kommen. Ansonsten singt er den Werther nächstes Jahr auch konzertant im Festspielhaus Baden Baden, mit Garanca als Sophie. Da ist der Tradeoff klar, deutlich niedrigere Kosten, aber dafür auf gewisse Weise "kastrierte" Oper.
Solitaire (30.07.2008, 18:43):
Der Werther steht auch auf meiner to-do-Liste. Im übrigen habe ich es aufgegeben, über Rolando Villazón zu diskutieren. Man liebt ihn, oder man kann ihn nicht ausstehen, zumindest was sein Spiel angeht. aber das sit völlig in Ordnung so. Wäre ja langweilig, wenn wir alle das gleiche gut fänden :beer. Was mich angeht, hat er sich mit diesem Nemorino (und dem Bruder aus Barcelona ein Jahr später) meine ewige Ergebenheit ersungen und erspielt.
Rachmaninov (30.07.2008, 18:58):
Original von Solitaire
.... meine ewige Ergebenheit ersungen und erspielt.

Wow, Ewigkeit ... was eine Wort!
Das ist ja so LANGE :engel
Solitaire (30.07.2008, 19:10):
Ist aber so. Sowie ich Domnigo auf ewig für seinen Don Carlos, Pavarotti für seinen Riccardo und Maria Callas für alles was sie gesungen hat anbeten werde, so ist RV eben "mein" Nemorino, Alfredo und Werther. :)
Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, aber er hatte recht: "Die Ewigkeit ist ganz schön lang. Vor allem gegen Ende..." :cool
peter337 (05.01.2010, 21:13):
Lieber Solitaire!

Das Zitat hat Woody Allen gesagt.

Liebe Grüße sendet Dir Peter aus Wien. :hello :hello
Severina (06.08.2010, 00:57):
Rankings sind doch immer gut, um das Sommerloch zu füllen! Natürlich sind 10 Opern viiiiel zu wenig, aber ich versuchs mal:

1. Verdi, Simon Boccanegra
Keine Nummernoper, keiner der für Verdi so typischen Ohrwürmer, aber vom ersten bis zum letzten Takt wunderschöne Musik!
Meine liebste Aufnahme ist die unter Abbado mit Cappuccilli, Ghiaurov, Freni, Carreras

2. Verdi, Don Carlos
Was für ein Musikdrama!
Ich mag die französische Version lieber, ohne das konkret bergründen zu können. Aber egal ob französisch oder italienisch: Die fünfaktige Fassung muss es sein!

3. Bellini, La Sonnambula
Belcanto in Reinkultur zum Schwelgen, und wenn Juan Diego Flórez und Natalie Dessay das Liebespaar vokal veredlen, vergisst man sogar die krude Handlung!

4. Mozart, Don Giovanni
Braucht's da noch eine Erklärung? Nein!

5. Rameau, Platée
Ich liebe französische Barockopern generell mehr als deutsche, und Rameau ist mein großer Favorit.

6. Donizetti, Maria Stuarda
Zickenkrieg auf der Insel - da schaut der Tenor ganz schön blass aus, selbst wenn er Francisco Araiza heißt wie auf meiner liebsten CD. Aber wenn sich Agnes Baltsa und Edita Gruberova so herrlich befetzen, ist das Operndramatik pur.

7. Rossini, Il Barbiere di Siviglia
Rossini ist für mich einfach Gute-Laune-Musik, und schon die Ouvertüre des Barbiere vertreibt erfolgreich jeden Anflug von Depri.

8. Massenet, Werther
Viele empfinden diese Oper als langweilig, für mich ist sie ein Seelendrama, das mich jedesmal aufs Neue aufwühlt. Und mein Werther forever: Rolando Villazón. Er spielt den unglücklich verliebten Poeten nicht, er ist es mit jeder Faser seines Seins.

9. Bizet, Carmen
Ich sage nur ein Wort: Agnes Baltsa!!!!!!

10. Rossini, Otello
Sehr zu Unrecht im Schatten seines "großen Bruders" von Verdi, das Lied von der Weide gefällt mir in der Rossini-Version sogar besser.

Das ist der momentane Stand, der sich natürlich ständig ändert! Nur 10 Opern nominieren zu dürfen, ist sowieso "Opernfanquälerei"!!! X(

lg Severina :hello
Cetay (inaktiv) (06.08.2010, 12:38):
Original von Severina
Rankings sind doch immer gut, um das Sommerloch zu füllen! Natürlich sind 10 Opern viiiiel zu wenig

Ich freue mich immer über Rankings, allerdings musste ich in diesem Fall erst mal zählen, ob ich überhaupt 10 Opern kenne (d.h. mindestes 2 Mal vollständig gehört und die Handlung nachvollzogen habe). Ich war dann doch erstaunt, dass ich kräftig streichen musste um auf 10 zu kommen.

1. Bartok; A kékszakállú Herceg Vára (Blaubarts Burg)
Die habe ich erst vor kurzem entdeckt. Ich schrieb dazu: Was für ein Eingeweide schneidendes Drama! Die Amazon Produktbeschreibung nennt das nicht zu Unrecht einen Psychothriller. Höchstes Suchtpotential.

2. Morton Feldman; Neither
»Hin und her im Schatten vom inneren zum äußeren Schatten / vom undurchdringlichen Selbst zum undurchdringlichen Unselbst / durch weder noch.«

3. Monteverdi; L'Orfeo
Meine Eintrittskarte in die Welt der Barockoper.

4. Mozart; Zauberflöte

5. Elliott Carter; What next?
Carters erste Oper, im Alter von 90 Jahren komponiert.
Sechs Personen im Schockzustand nach einem Unfall. Sie wissen nicht mehr, wer sie sind, erkennen sich nicht und suchen nach Erinnerungen und Sprache.

6. Olga Neuwirth; Lost Highway
Die Zeit schreibt dazu: Lost Highway ist in sich verschlungener Trip und psychotischer Loop. Eine Höhlenexpedition in die Vorstellungswelt eines Mannes, der seine Frau aus Eifersucht umbringt und der aus Schuldgefühlen in eine andere Identität flüchtet. Die Seele als Pandämonium, als zutiefst verunsicherndes Vexierspiel, in dem Ängste auf ekelhaft-bedrohliche Weise Gestalt annehmen. Wehe dem, der so vermessen ist, diesen kranken Schädel aufzusägen und seinen schizophrenen Inhalt auf eine Opernbühne zu kippen. (Quelle: zeit.de)

7. Glass; Aknathen
"Rituelle Verzauberung zwischen archaischer Kraft und Sphärenmusik" (ein Kritiker).

8. Rameau; Les Boreades

9. Offenbach; Les Contes d'Hoffmann

10. Sibelius; Jungfrun i tornet
Vielgescholten (sogar vom Komponisten selbst) und mit <40 Minuten Spielzeit eine Kandidatin für die kürzeste Oper überhaupt.

Wagner und die Italiener fehlen mit Absicht, Janacek wohl nur aus Unkenntnis (im Sinne der obigen Definition).
Agravain (06.08.2010, 13:20):
Rankings sind in der Tat immer eine schicke Sache. Darum hier auch meine Opern-Favoriten:

1. Mozart: Don Giovanni
Mein erstes Opernerlebnis überhaupt. Das Finale war auf einer Kinderplatte, auf der Karlheinz Böhm Mozarts Leben erzählte. Seitdem für mich die größte Oper. Wie das mit Sandkastenlieben so ist...

2. Puccini: Tosca
Das tragische Dreieck in Vollendung, ein Wechselbad der großen Gefühle. Hier wird deutlich, wie die Begrifftrias "Liebe - Drama - Wahnsinn" zur Kurzdefinition der Gattung werden konnte.

3. Verdi: Don Carlo
Wenn man selbst Bassbariton ist, dann muss man diese Oper lieben. Am liebsten würde ich alle drei Partien selbst singen: Posa, Philipp, Großinquisitor. Es würde nur niemand hören wollen. Mir bleibt die Dusche...

4. Wagner: Die Walküre
Hammer. Der dramatischste Teil des Rings, mit Hochdruck, Wonnemond und der großartigen Wotan-Partie. Den Abschied singe ich auch immer lauthals mit. Meine Gattin muss da durch.

5. Mussorgsky: Boris Godunow
Ich habe durchaus etwas über für die wilden Auswüchse der russischen Oper. Und wieder eine grandiose Bass-Partie.

6. Rachmaninow: Francesca da Rimini
Kurz und gut. Wenn Seelen im Fegefeuer singen, dann sicher so gruselig wie hier.

7. Tschaikowsky: Eugen Onegin
Weich, etwas sentimental, etwas düster, introspektiv, kaum plakativ. Schade, dass das oft beim Publikum aufgrund einer gewissen Handlungsarmut nicht so ankommt. Im Staatstheater Braunschweig kürzlich eine exzellente, nur halbvolle Aufführung gesehen.

8. Britten: Peter Grimes
Herb, tragisch, düster. Ein echter Brocken für einen fähigen Tenor, der nicht nur stimmlich stabil, sondern auch noch in der Lage sein muss, die Abgründe der Seele darzustellen.

9. Purcell: Dido und Aeneas
Herrlich. Streckenweise zum Weinen schön, ganz zurückgenommen in den Mitteln, dafür mit einer phänomenalen Ausdrucksstärke.

10. Wagner: Parsifal
Wagners Mythizismus auf seinem Höhepunkt, philophische Gedanken eines ganzen Lebens verwoben, zeitliche Strukturen lösen sich auf, "zum Raum wird hier die Zeit", irrsinniger Orchestersatz.

Und anbei auch noch meine liebsten Einspielungen:

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:hello
Severina (06.08.2010, 14:23):
Wie nett, Agravain, dass Du noch einige meiner Favorits genannt hast! (Ich durfte ja nicht mehr :I)

lieber Cetay,
worauf gründet sich Deine Abneigung gegen Italienisches? "Man stirbt nicht im Dreivierteltakt!" oder so in der Art? :D Zu viel Pasta gegessen??
Keine Sorge, mir liegt Missionieren absolut fern, jeder hat das Recht auf seine "no-goes", es würde mich einfach nur interessieren!
lg Severina :hello
Agravain (06.08.2010, 15:44):
Original von Severina
Wie nett, Agravain, dass Du noch einige meiner Favorits genannt hast!

Stets zu Diensten!

:thanks
Maggie (06.08.2010, 16:20):
Au fein ein Ranking. :D

Also hier meine 10 Favoriten.


1. Mozart - Don Giovanni
Ich kann nicht anders. Es scheint mir mit der Oper genauso zu gehen wie den Damen in der Oper. Dieser Typ ist unwiderstehlich. :D


2. Donizetti - Lucia di Lammermoor
Fantastische Musik mit wunderschönen Arien.


3. Bellini - La Sonnambula
Begründung bitte bei severina nachlesen. :)


4. Lortzing - Der Wildschütz
Frech, witzig und eine Musik die leicht ins Ohr geht.


5. Verdi - La Traviata
Warum diese Oper nach wie vor zu meinen Lieblingsopern zählt, kann ich nicht begründen, es ist einfach so.


6. Mozart - Le Nozze di Figaro
Der Figaro gehörte zu den ersten Opern die ich hörte.


7. Donizetti - L'elisir d'amore
Ich weiß nicht wie oft ich die Aufzeichnung aus Wien mit Rolando Villazón und Anna Netrebko schon gesehen habe. :down


8. Flotow - Martha
Vielleicht keine große Oper, aber ich liebe sie. Möglicherweise auch nur aus Lokalpatriotismus dem Komponisten gegenüber. Er war nämlich Mecklenburger. :D


9. Verdi - Rigoletto
Die Oper ist hervorragend nur das Ende gefällt mir nicht. Wieso muss dieser Schurke eigentlich mit heiler Haut davonkommen? :A :J


10. Lortzing - Zar und Zimmermann
Diese komische Oper steht nur hier in meinem Ranking auf dem letzten Platz. 10 Opern sind echt zu wenige. :wink

LG

Maggie
Armin70 (07.08.2010, 06:54):
Mal schauen, ob ich auf 10 Opern komme, da diese Musikgattung bei mir ehrlich gesagt nicht so stark vertreten ist:

1. Alban Berg: Lulu
So sexy kann Zwölftonmusik klingen. Seit dem ich im letzten Jahr diese Oper dreimal live in Opernhäusern (Basel und London) erlebte ist das fast meine Lieblingsoper geworden. Heute Abend kommt übrigens auf 3SAT ein Mitschnitt einer Aufführung von den Salzburger Festspielen 2010.

2. Leos Janacek: Jenufa
Dramatisches und bewegendes Drama.

3. Giacomo Puccini: Madama Butterfly
Ich kenne zwar nicht alle Puccini-Opern aber von denen, die ich kenne, gefällt mir diese am besten.

4. Richard Wagner: Tristan und Isolde
Für mich fast das Beste, was Wagner neben den Meistersingern und dem Ring komponierte.

5. Alban Berg: Wozzeck
Packender musikalischer Expressionissmus.

6. Leos Janacek: Kata Kabanova
Fesselnde Musik.

7. Ralph Vaughan Williams: The Pilgrims Progress
Vielleicht schon eher ein szenisches Oratorium. Sehr erhabene mystische Musik.

8. Carl Orff: Der Mond
Heitere volkstümliche Oper. Am besten kombiniert mit dem "Schwesterwerk" "Die Kluge".

9. Richard Strauss: Elektra
Schade, dass Strauss danach der musikalische Mut verlassen hat und er mehr oder weniger nur noch gepflegte Langeweile ablieferte.

10. Giuseppe Verdi: Othello
Keine Ahnung wieso aber "Othello" ist Verdis einzigste Oper, die ich richtig gut finde.

Zu meinen weitern Lieblingsopern gehören übrigens noch Brittens "Peter Grimes" und Tschaikowskys "Eugen Onegin" aber diese wurden ja hier bereits erwähnt.
Cetay (inaktiv) (07.08.2010, 14:37):
Original von Severina
lieber Cetay,
worauf gründet sich Deine Abneigung gegen Italienisches? "Man stirbt nicht im Dreivierteltakt!" oder so in der Art? :D Zu viel Pasta gegessen??
Keine Sorge, mir liegt Missionieren absolut fern, jeder hat das Recht auf seine "no-goes", es würde mich einfach nur interessieren!
lg Severina :hello

Das ist gar nicht einfach zu beantworten. Italien ist mein bevorzugtes Urlaubsland und Pasta könnte ich 3 mal täglich ohne Übersättigung zu mir nehmen. Ich habe mit dem manieriert-artifiziellen Canto fiorito bislang unüberwindliche Schwierigkeiten. An der Künstlichkeit alleine kann es freilich nicht liegen, denn der gutturale Krächz-Kreisch-Grunz-"Gesang" bestimmer Formen des Extrem-Metal ist auch nicht gerade ein Ausbund an Natürlichkeit und wird von mir dennoch genußvoll goutiert.

Was mich an den Italienern (diese Pauschalisierung outet mich schon als Ignoranten) stört, ist der schlagerhafte Charakter vieler Nummern. Der gute Verdi kann ja nichts dafür, dass sein Trinklied von irgendwelchen Nasen mit Tracht und Maßkrug zum besten gegeben wird, aber irgendwie bietet es sich auch dazu an. Triumphmarsch, Gefangenenchor, La donna mobile ... zu O sole mio ist es da nicht mehr sehr weit. Dann scheint mir das manieriert-artifizielle bei den Italienern ganz besonders ausgeprägt zu sein (also das gefühls-(kitsch?)geladene Geschmettere und Geträllere; das ist wohl Belcanto?! - schnell lese ich nach, dass Verdi da nur noch teilweise und Puccini gar nicht mehr dazuzzurechnen ist und sammle erste Kompetenzpunkte. Aber es hilft nichts: wenn man mal in der Vorurteilsmaschinerie drin ist und dann mit einem Titel Names Madame Butterfly konfrontiert wird; also bitte!).
Ich vermisse bei der Oper oft den musikalischen Faden, die kompositorische Großform (und wieder lese ich nach, dass das wiederum hauptsächlich für Opern im Belcanto-Stil charakteristisch ist. Klar, bei Wagner gibt es diese Form, nur ist mein Hirn zu klein, um dies über den Ring nachvollziehen zu können; abgesehen davon, dass ich den Gesangsstil bei Wagner noch unausstehlicher finde.)

Also kurz: Mir ist das zu sentimental (nicht dass ich etwas gegen Emotionen hätte: Wenn Nina Stemme in der Schlussszene von Salome den Strauss'schen Orchesterapparat niederbrüllt, dann stellen sich mir alle Haare auf - im positiven Sinne) und auch zu banal (nicht, dass etwas gegen Einfachheit hätte, aber an "schönen Liedern" gibt es in anderen Genres Überzeugenders und sogar mit "natürlichem" Gesang - durch den m.E. Emotionen sehr viel unvermittelter und damit auch authentischer ausgedrückt werden können, als es hinter der schwierigen Technik des Kunstgesangs möglich sein kann).
.
Und als letztes kann ich noch ins Feld werfen, dass ich generell nicht viel von der Romantik-Periode halte (ich habe in meinen Anfangzeiten im Forum mal ein Aufsätzchen geschrieben, mit dem ich aufzeigen wollte, dass die gesamte Musik zwischen Mozart und Brahms eine Anomalie in der musikgeschichtlichen Entwicklung darstellt. So würde ich das heute nicht mehr sehen .. aber Schumann, Chopin, Liszt und Artverwandtes läßt mich immer noch kalt oder stösst mich zum Teil regelrecht ab. Wie du sagst, jeder hat seine no-goes und es ist müßig zu erklären warum das so ist. Aber nachdem ich es mit diesem ungeordneten Redeschwall jetzt trotzdem versucht habe, erhoffe ich mir als Gegenleistung den ultimativen Tip, welche italienische Oper in welcher Aufnahme meine lächerlich-ignoranten Vorurteile wegwischen und der ersten Schritt auf dem Weg zum Aficionado sein könnte. Ich erteile dir sozusagen die Lizenz zum Missionieren. Aber bitte nicht La Traviata!
Severina (07.08.2010, 16:01):
Lieber Cetay,

danke für Deine ausführliche Antwort, so ähnlich habe ich mir das schon gedacht, wenn ich mir vor Augen halte, was Du in "Eben gehört" immer postest. Ich fürchte, da sind Missionierungsversuche vergeblich, Du bist einfach nicht Belcanto-kompatibel, basta! (Und hältst Dich aus gutem Grund weiter lieber an Pasta :wink !) Ich hätte wahrscheinlich ähnliche Probleme mit Heavy Metal. Gottlob ist das Universum Musik so unvergleichlich und groß, dass sich niemand mit Klängen herumquälen muss, die ihm nur Kopfschmerzen bereiten. Solange niemand seinen Musikgeschmack über den eines anderen setzt - und das tun wir beide nicht - ist alles bestens.

Du siehst das ganz richtig: Wenn man kein Ohr für verzierten Schöngesang hat, kein "Melodien-Junkie" ist, bereiten einem Rossini oder Verdi in erster Linie nervöse Zustände, und von denen werde ich Dich kaum kurieren können. Denn eines ist klar, nur große Begeisterung für die Musik lässt einen über so manche Libretto-Albernheit hinwegsehen.
Übrigens wirst Du an meiner Top-ten-Liste sehen können, dass mir Verdis "Gassenhaueropern" (also Traviata, Rigoletto) auch nicht sonderlich liegen. Falls Du also Verdi noch einmal eine Chance geben willst, versuche es mit "Simon Boccanegra", da wirst Du keinen einzigen Hit finden, alles ist durchkomponiert, aber natürlich auch auf Schönklang ausgerichtet, also vielleicht trotzdem zu schmalzig für Dich.
"Madama Butterfly" halte ich übrigens auch nicht aus, das ist selbst mir des Guten zu viel, abgesehen davon, dass ich mich mit diesem Frauenbild absolut nicht identifizieren kann.

Vielleicht entdeckst ja auch Du einmal die Schönheiten einer Musik, die Deinem momentanen Geschmack diametral zuwider läuft. Bei mir z.B. ist es so, dass sich mein musikalischer Horizont in den letzten Jahren ganz entschieden erweitert hat. Vor 5 Jahren wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen, mir eine Opernuraufführung anzuschauen (moderne Musik - igitt :B ), und hätte mir jemand prophezeit, dass ich dann derart begeistert sein könnte wie bei Aribert Reimanns "Medea", hätte ich ihn taxfrei für verrückt erklärt. Heute zählen Schönberg, Berg etc. ebenso selbstverständlich zu meinem Opernkanon wie Verdi, die hätte ich früher nicht einmal mit der Beißzange angefasst.....

Du siehst, mein Talent zum Missionieren ist leider sehr unterentwickelt :(

lg Severina :hello
Ulrica (07.08.2010, 19:08):
Nun, das Missionieren lasse ich wohl lieber gleich, zumal ich sowohl für Rossini, Verdi, Wagner und, nach langem Anlauf, auch den sperrigen Strauß (ohne Schweinshaxen) viel übrig habe und auch Rock und Heavy Metal einiges abgewinnen kann (singen kann ich das allerdings eher nicht; "it is a Hiiiiighwaaay...." :haha)

ich persönlich würde eingehen, wenn es nur noch Wagner und Strauß zu hören oder singen gäbe, aber reinlegen kann ich mich da durchaus. Trotz aller großer Schaffenskraft und seinem Riesen - Können geht mir eher Mozart als Dauerzustand zuweilen auf den Nerv. Hier sind doch eine Menge "Evergreens" zugange, mehr als bei den fetzigen Italienern.

LG und viel Spaß mit den jeweiligen Favorites,
Ulrica
Heike (24.08.2010, 21:15):
1. Richard Wagner: Tristan und Isolde
grandiose Liebesgeschichte mit hochaufregender Musik

2. Richard Wagner - Der Ring
Der ewige Weltschmerz für mich, ich liebe es, immer wieder neue Inszenierungen dieser uralten Geschichte zu erleben.

3. Francis Poulenc - Dialogues des Carmélites
Diese Oper ist erst in diesem Jahr quasi von Null auf ganz vorn bei mir gelandet - unglaublich intensiver Stoff um das Thema Angst und eine Musik, die mich im Innersten berührt.

4. Monteverdi- L’Orfeo
Schlicht schön, unglaublich emotional fesselnd. Eine der schönsten antiken Liebesgeschichten.

5. Bartok - Herzog Blaubarts Burg
Hat alles, was ich zum Glücklichsein brauche: psychologische Hochspannung, innovative Musik, heimatlich-ungarische Seele

6. Schostakowitsch - Die Nase
Auch erst unlängst kennen gelernt - kluge, doppelbödige Story und sparsam istrumentierte, moderne Musik. Hat mich live glatt umgehauen.

7. Puccini - La Boheme
Tragisch, einfach zum heulen schön. Das muss kitschig sein.

8. Mozart - Don Giovanni
Meine private Mitsing- Oper schlechthin. Ich krieg gute Laune, wenn ich die höre.

9. Richard Strauss: Elektra
Psycho at its best. Wahnsinns-Geschichte und packende moderne Musik.

10 Tschaikowsky - Eugen Onegin
Das hat romantische Geschichte für mich - eine der ersten Opern, die ich schon als Kind mochte, und irgendwie hänge ich noch dran, obwohl mir Tschaikowsky sonst immer mehr abhanden gekommen ist.
miranda (30.08.2010, 14:30):
1. Puccini: Tosca

Meine Lieblingsoper: Leidenschaft, Revolutionäre, Künstler, üble Schergen der Macht - alles da. Am besten mit Callas als Tosca (und - falls das möglich wäre - Domingo als Caravadossi).

2. Wagner: Tannhäuser

Das war die erste Oper, die ich (mit 10 Jahren) auf der Bühne sah. Noch heute kommen mir die Tränen, wenn ich die gewaltige Tonflut des Pilgerchors höre. Mit Windgassen und Silja.

3. Dreigroschenoper: Weill

Ganz aktuell: Was ist schon die Beraubung einer Bank gegen die Gründung einer Bank? Falls jemand das Stück nicht für eine Oper hält: die Ballade der Seeräuber-Jenny hören.... aber nicht von Lotte Lenya (zu piepsig). Vielleicht mit Nina Hagen und Max Raabe?

4. Tschaikowski: Eugen Onegin

Auch ganz zeitgemäß: das Aneinander-Vorbeilieben aller Charaktere. Herzzerreißend, obwohl die Quote an Toten für eine Oper eher gering ausfällt. Ich mag die Version mit Hvorostovsky und Fleming.

5. Giordano: Andrea Chenier

Noch einmal Revolutionäre und Künstler in einer packenden Handlung. (Übrigens nächstes Jahr für Bregenz geplant, hoffentlich eine den Dichter nicht allzu sehr dekonstruierende Inszenierung). Mit Domingo und Tomova-Sintov.

6. Massenet: Werther

Dieses Werk war mir bis zu der Live-Sendung aus der Bastille-Oper Paris Anfang des Jahres völlig unbekannt (außer dem Glanzstück "Pourquoi me reveiller") und hat mich einfach hingerissen. Jonas Kaufmann war unglaublich intensiv.

7.Offenbach: Hoffmanns Erzählungen

Unvergesslich die Salzburger Inszenierung vor einigen Jahren mit Shicoff als neurotischem, fixenden Dichter und der überwältigend spielenden Angelika Kirchschlager als Niklaus. Ein Erlebnis!

8. Gershwin: Porgy and Bess

Die Oper hat es schwer, weil ihre Darstellung afroamerikanischen Lebens nicht mehr dem heutigen Bewusstsein entspricht und deshalb gerade schwarze Sänger fremdeln lässt. Es ist aber tolle Musik (z.B. mit Leontyne Price).

9. Smetana: Die verkaufte Braut

Vor zig Jahren gab es eine Fernsehproduktion mit Kollo und Stratas, die bei mir helles Entzücken auslöste (wenn man über Opern spricht, kann man durchaus zu starken Worten greifen, finde ich). Seitdem ist mir diese Oper sehr lieb.

10. Puccini: Das Mädchen aus dem Goldenen Westen

Auch hier war eine Fernsehproduktion mit Domingo als Ramerrez der Startpunkt für meine Begeisterung. Endlich mal eine überlebende Heldin, wunderbare Ensemblenummern. Ein Riesennugget!

Natürlich wird jeder Opernfreund fragen: Wo sind Verdi und Mozart in dieser Liste? Ich wollte aber auch eine Lanze für weniger bekannte Werke brechen, und die beiden brauchen keine Promotion. Eher schmerzt mich, dass ich Rusalka, Cavalleria, Trittico und viele andere nicht unterbringen konnte.

Zum Schluß noch herzlichen Dank, dass es dieses Forum gibt.
Heike (30.08.2010, 20:29):
Herzlich willkommen miranda :-) schön, so einen leidenschaftlichen ersten Beitrag zu lesen! Ich hoffe, du fühlst dich hier wohl und wir hören noch viel mehr von dir!!
Heike
Solitaire (30.08.2010, 21:28):
Original von miranda



7.Offenbach: Hoffmanns Erzählungen

Unvergesslich die Salzburger Inszenierung vor einigen Jahren mit Shicoff als neurotischem, fixenden Dichter und der überwältigend spielenden Angelika Kirchschlager als Niklaus. Ein Erlebnis!
Amen Schwester!!!
In der Tat eine grandiose Auffühurng. Habe sie seinerzeit auf Video aufgenommen, aber es zog wohl gerade ein Unwetter durch's Bergische, jedenfalls war das Video aufgrund atmosphärischer Störungen nicht zu gebrauchen. Dennoch absolut unvergesslich.

Herzlich willkommen! :)
Bert (29.09.2010, 21:49):
Die höre ich sehr oft:

1) Tristan und Isolde
2) Die Walküre
3) Rusalka
4) Götterdämmerung
5) Lohengrin
6) Das Rheingold
7) Siegfried
8) Eugen Onegin

und die beiden immer mal wieder:

9) Tannhäuser
10) Samson et Dalila


Gruß, Bert
Billy Budd (27.07.2011, 15:50):
Da es derzeit eine Aufzählung der sechs Lieblingskomponisten gibt, grabe ich eine über die zehn Lieblingsopern aus:

Donizetti: L'elisir d'amore
Janacek: Jenufa
Leoncavallo: I Pagliacci
Mascagni: Cavalleria Rusticana
Mozart: Le Nozze di Figaro
Puccini: Tosca
Strauss: Ariadne auf Naxos
Verdi: Simon Boccanegra
Wagner: Der Ring des Nibelungen
Zemlinsky: Der König Kandaules

Nota bene: Diese Aufzählung in alphabetischer Reihenfolge ist nur ein momentaner Stand (Vor einem halben Jahr hätte ich Jenufa, Ariadne, Simon Boccanegra, Ring und Kandaules noch nicht dazugezählt.) und gibt nur meine persönlichen Vorlieben wieder. Sie sagt natürlich nichts über die Qualität der Werke aus.

Billy :hello



Ergänzung: Ich habe "Jenufa" mit dem langen U geschrieben, aber dieser Buchstabe wird automatisch durch ein "o" ersetzt, weswegen ich das Wort nun mit "u" schreibe.
Rideamus (27.07.2011, 17:16):
An dieser Ausgrabung beteilige ich mich gerne auch, denn der Eindruck ist ohnehin so flüchtig, dass nächstes Jahr schon die Hälfte ersetzt worden sein dürfte.

Auch ich beschränke mich auf eine Oper pro Komponisten, damit es vielfältiger wird, und damit es bunter wird, hänge ich meine Lieblingsaufnahmen gleich dran:

1. Hector Berlioz: LES TROYENS
Je länger und öfter ich dieses Meisterwerk höre, um so mehr bewegt und begeistert es mich. Da würde ich jeden RING dagegen tauschen, obwohl der fast so viele Qualitäten wie Überlängen hat. Letztere fehlen dagegen bei Berlioz vollkommen.



2. Giuseppe Verdi: FALSTAFF
Zu anderen Zeiten hätte ich den SIMONE BOCCANEGRA oder den OTELLO genannt, aber die perfekte komische Oper ist so viel schwerer zu erreichen als selbst das ergreifendste Drama. Dies ist eine, und zwar in Text und Musik. Nur die Lieblingsaufnahme ist eine noch schwerere Entscheidung. Aus teilweise nostalgischen Gründen nehme ich dann doch diese:


3. Gioacchino Rossini: Il Viaggio a Reims
Bei Rossini fällt mir die Wahl noch schwerer als bei Verdi, weil eigentlich seine dramatischen Werke gegenüber den Buffas zu Unrecht in die zweite Reihe rücken, aber diese späte Ausgrabung ist so perfekt, dass ich sie inzwischen lieber höre als jede andere, selbst den GUILLAUME TELL oder die CENERENTOLA. Dafür fällt hier die Wahl der Einspielung leicht, denn solange es keine DVD von Abbados Wiener Aufführung gibt, ist die erste immer noch die beste:



4. Wolfgang Amadeus Mozart: Le nozze di Figaro
Vielleicht die erste beonders komplexe und dennoch perfekte Oper überhaupt. Da ich sie noch lieber hörte als den DON GIOVANNI, muss der leider zurückstehen. Hier ist es eigentlich unmöglich, eine beste Wahl zu treffen, denn die DVDs von Gardiner und die Londoner Aufführung unter Pappano sind absolut gleichwertig, aber aus nostalgiscen Gründen entscheide ich mich für den Augenblick trotz leichter technischer Schwächen für diese ältere Aufzeichnung:



5. Richard Strauss: Ariadne auf Naxos
Jetzt wird es langsam enger, aber einer meiner langjährigen Lieblingskomponisten darf natürlich nicht fehlen. Trotz starker Zuneigung zum ROSENKAVALIER und Teilen seiner späteren Opern siwe DIE FRAU OHNE SCHATTEN oder DIE SCHWEIGSAME FRAU entscheide ich mich für das intelligenteste und vielschichtigste Werk. Auch hier fällt die Wahl der Aufnahme schwer, weil es die für mich beste DVD aus Paris mit Nathalie Dessay in der einfallsreichen Regie Laurent Pellys nich gibt. Also entscheide ich mich für die mir am besten gefallende cd (neben der noch älteren von Karajan)


Fortsetzung folgt, denn die Wahl wird immer schwerer

:hello Rideamus
Rideamus (27.07.2011, 18:53):
6. Jacques Offenbach: Les contes d'Hoffmann
Offenbachs summum opus darf natürlich nicht fehlen, denn wenige Werke weisen eine solche Vielfalt auf, von Melodienreichtum ganz zu schweigen. Hier ist die Lieblingsaufnahme eine Frage der Fassung. Die beste aus Lausanne unter Minkowski in der Regie von Pelly gibt es leider nicht als Aufzeichnung, also entscheide ich mich für eine Tonaufnahme, die leider auch gerade vom Markt verschwunden ist:



7. Gaetano Donizetti: L'elisir d'amore
Die Gute-Laune-Oper schlechthin, bei der es ebenfalls eine Fülle großartiger Alternativen gibt. Eine davon ist die Paarung >Netrebko/Vollazon in Wien, aber wegen der besseren Inszenierung und des noch besseren Vollazon ziehe ich, trotz der leicht angestrengten Maria Bayo diese spanische DVD vor:


8. Jules Massenet: Manon
Hier wären auch WERTHER oder CENDRILLON nicht falsch gewesen, aber die MANONfinde ich unter dem Strich doch die beste Oper, und das besonders in diesem Mitschnitt mit Bathalie Dessay und Rolando Villazon, der für mich ganz knapp vor der älteren Wiener Inszenierung Ponnelles Aufnahme mit Gruverova/Araiza liegt:



9. Emmanuel Chabrier: Le roi malgré lui
Höchste Zeit für meinen Exoten vom Dienst, den ich wegen seiner Originalität und kühnen, wiewohl trotzdem mit großem Vergnügen anhörbaren Komposition nicht weniger schätze als die Meisterwerke von Offenbach und Massenet. Schade, dass das Libretto etwas konfus geraten ist. Noch bedauerlicher aber, dass die großartige Aufnahme Charles Dutoits immer noch vom Markt verschwunden ist:



10. Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
So ganz komme natürlich auch ich nicht um diese bête noire herum, und zum Glück hat er eine Oper geschrieben, in der für mich die Vorteile die unvermeidlich übermäßige Auzsführlichkeit bei weitem überwiegen. Das ist aber auch ein Verdienst dieser mit Abstand favorisierten Einspielung Herbert von Karajans:


Und was mache ich jetzt mit meinem schlechten Gewissen gegenüber Bellini, Bizet, Meyerbeer, PUccini, Rameau und Weber, um nur die zu nennen, die mir gerade besonders abgehen?

:hello Rideamus
Klingsor (15.08.2011, 14:20):
Nach der Bedingung nur eine Oper pro Komponist muss ich mich zügeln (sonst wäre Puccini allzu oft vertreten) und komme wohl gar nicht auf zehn.

1. "Il Tabarro" von Puccini...nur knapp eine Stunde lang, aber nichts fehlt, alles drin, was ich brauche. Für mich der Gipfelpunkt des Maestros und musikalisch widerspricht diese Oper dem Klischee, dessen sich im Zusammenhang mit diesem Komponisten oft bedient wird.
Bevorzugte Aufnahme : unter Antonio Pappano mit Maria Guleghia, Carlo Guelfi (einfach überragend in dieser Rolle) und Neil Shicoff
Weiteres von Puccini : "Turandot" unter Molinari-Pradelli
"La Fanciulla del West" unter Metha

Im folgendem nicht mehr als Ranking:

"Tristan und Isolde" von Wagner...ich muss zugeben, dass ich anfangs eher abgestoßen war, aber als ich mich darauf einließ, habe ich die Größe erkannt und bin ganz darin aufgegangen...besonders der Monolog König Markes (wenn er denn gut gesungen wird) und der ganze Dritte Akt haben es mir angetan.
Bevorzugte Aufnahme : da bin ich unschlüssig zwischen einer älteren unter Karl Böhm mit Birgit Nilson und Wolfgang Windgassen, sowie einer neueren unter Antonio Pappano mit Placido Domingo und Nina Stemme
Weiteres von Wagner : "Die Meistersinger von Nürnberg" unter Variso
"Parsifal" unter Levine

"Die Entführung aus dem Serail" von Mozart...macht mich jedes Mal wieder unheimlich fröhlich...die Figur Osmin ist einfach köstlich
Bevorzugte Aufnahme : unter Bruno Weill
Weiteres von Mozart : "Die Zauberflöte" unter Östman


"Lucia di Lammermoor" von Donizetti...hier habe ich meinen favorisierte Aufnahme noch nicht herauskristallisieren können

"La Traviata" von Verdi unter Maazel

"L'heure espagnole" von Ravel unter Maazel

"Salome" von Strauss unter Solti...einfach ein Brett!
Billy Budd (11.07.2012, 07:46):
Vor knapp einem Jahr habe ich meine damaligen Lieblingsopern aufgezählt. Ich bin keiner, der heute x und morgen y sagt, aber mein Musikgeschmack hat sich in letzter Zeit ein wenig verändert. Meine derzeitige Liste schaut so aus:

1) Strauss, Frau ohne Schatten (Elektra)
2) Janacek, Jenufa
3) Mascagni, Cavalleria
4) Schostakowitsch, Lady Macbeth von Mzensk
5) Tschaikowski, Eugen Onegin
6) Wagner, Tannhäuser (Lohengrin, Ring)
7) Leoncavallo, Paglliacci
8) Beethoven, Fidelio
9) Mussorgski, Boris Godunow
10) Donizetti, L'elisir

Folgende vier Opern hätte ich noch gerne untergebracht:
d'Albert, Tiefland
Puccini, Tabarro
Verdi, Simon Boccanegra (Otello)
Zemlinsky, König Kandaules.

Billy :hello
Zdenka Waldner (11.07.2012, 08:47):
Original von Billy Budd
Vor knapp einem Jahr habe ich meine damaligen Lieblingsopern aufgezählt. Ich bin keiner, der heute x und morgen y sagt, aber mein Musikgeschmack hat sich in letzter Zeit ein wenig verändert.

lieber Billy,

das ist doch sehr schön und interessant, wie sich sowas verändern kann :)

meine Top 10 ist (im Moment :D)

1. Strauss Arabella
2. Moart Die Zauberflöte
3. Mozart Le nozze di Figaro (wobei sich bei den ersten drei die reihenfolge ständig ändert :tongue:)
4. Donizetti L'Elisir d'Amore
5. Weber Der Freischütz
6. Marcello Arianna
7. Offenbach Les contes d'Hoffmann
8. Puccini Tosca
9. Bizet Carmen
10. Mozart Don Giovanni

LG
Zdenka
Billy Budd (11.07.2012, 09:04):
Liebe Zdenka,
Deine jetzige Liste könnte fast die meinige vor 1 ½ Jahren sein! Damals zählte ich auch noch die Nozze, den Hoffmann, die Tosca und die Carmen zu meinen Lieblingsopern. :haha
Von Marcelllos Arianna hab ich noch nie gehört.
Billy :hello
Hyacinth (11.07.2012, 10:29):
1. Strauss: Arabella
2. Verdi: Don Carlos (franz.!)
3. Mozart: Die Zauberflöte
4. Strauss: Die Frau Ohne Schatten
5. Offenbach: Les Contes D'Hoffmann
6. Strauss: Rosenkavalier
7. Bizet: Carmen
8. Mozart: Don Giovanni
9. Wagner: Der Fliegende Holländer
10. Mozart: Le Nozze di Figaro
Zdenka Waldner (11.07.2012, 15:50):
Original von Billy Budd
Liebe Zdenka,
Deine jetzige Liste könnte fast die meinige vor 1 ½ Jahren sein! Damals zählte ich auch noch die Nozze, den Hoffmann, die Tosca und die Carmen zu meinen Lieblingsopern. :haha
Von Marcelllos Arianna hab ich noch nie gehört.
Billy :hello

hehe ja, das sind halt auch irgendwie so die klassiker, die man manchmal total dazu zählt, dann wieder weniger, aber man hört sie doch mmer wieder gern :))

hoffmann hab ich erst seit februar auf meiner liste, da hab ich sie zum ersten mal gesehen und das war einfach unglaublich!

ja, arianna ist ziemlich unbekannt, es gibt auch kaum aufnahmen davon, aber sie wurde vor zwei jahren im salzburger landestheater aufgeführt. da gibt es einfach wunderschöne arien drin!

@hyacinth: YÄY, Arabella :))))
Hyacinth (11.07.2012, 16:21):
Tja, Zdenka, wir müssen zusammenhalten, wo es einige Leute gibt, die Arabella nicht mögen :wink
Zdenka Waldner (12.07.2012, 13:50):
Aber unbedingt! Das wird uns niemand ausreden können, allein die Geschichte ist wunderbar rührend schön und dann die Musik noch... :down
Hyacinth (12.07.2012, 14:13):
Ja.. obwohl, wenn ich wählen müsste, würde ich wahrscheinlich FroSch als großartigere Oper bezeichnen, aber Arabella ist einfach so eine herzige Geschichte mit einem echt lieben Text. FroSch ist halt emotional auf einer intellektuellen Ebene.. Und es ist nicht so eindimensional wie Arabella, es gibt viel vielschichtigere Gefühle, es geht viel mehr in die Tiefe.
Severina (12.07.2012, 14:45):
Meine Lieben,

hier will Euch niemand etwas ausreden oder einreden, hier darf jeder mit seinen Vorlieben und Abneigungen selig werden, sofern er auch die der anderen akzeptiert, und das war bisher eigentlich immer der Fall!
Und wer weiß, manchmal ist Begeisterung auch ansteckend, vielleicht entdecke ich ja noch einmal meine Liebe für Strauss :engel (in diesem Leben aber eher nicht mehr :wink)

lg Severina :hello
Hyacinth (12.07.2012, 14:54):
Ja klar, das ist auch das gute an diesem Forum, dass man unterschiedliche Meinungen und Ansichten hat. Sonst wärs ja fad :wink

Ich kanns sogar verstehen (rational gesehen), dass man Strauss nicht mag, aber bei mir berührt er irgendetwas (auf der emotionalen Ebene); mehr als jeder andere Komponist für mich. Das ist für jeden anders, logischerweise.

Ich werde wahrscheinlich auch nie ein Barockopern-Fan werden :wink

LG,
Hyacinth :hello
Solitaire (12.07.2012, 15:30):
Das ist aber eine schöne Auswahl, Hyacinth! "Arabella" kenne ich (noch) nicht, und Don Carlo mag ich persönlich lieber in der 5-aktigen italienischen Fassung, aber sonst... Jedenfalls stehen viele deiner Favoriten auch auf meiner Top Ten :)
Hyacinth (12.07.2012, 15:37):
Ich glaub bei Don Carlo ist es Gewöhnungssache. Ich hab den französischen viermal gesehen, bevor ich den italienischen gesehen habe. Und die vieraktige Fassung, die sie in Wien spielen ist dann auch von der Musik teilweise anders als die fünfaktige. Das hat mich halt etwas gestört, wenn es nur die Sprache ist, ist es mir egal. :)
Zdenka Waldner (12.07.2012, 16:08):
Original von Hyacinth
Ja.. obwohl, wenn ich wählen müsste, würde ich wahrscheinlich FroSch als großartigere Oper bezeichnen quote]

Liebe Hyacinth,

bei FroSch stimme ich dir zu: die ist wirklich großartig und ich gebe zu, es war nicht Arabella sondern FroSch, die mich dazu gebracht hat, Strauss zu lieben :D

Liebe Severina,

ich kanns auch total nachvollziehen, dass du Strauss nicht so magst. Bis vor einem Jahr habe ich ihn überhaupt nicht gemocht, ich habe ihn erst 2011 bei der FroSch bei den Salzburger Festspielen (wo ich im Kinderchor gesungen habe) für mich entdeckt und lieben gelernt, jetzt berührt er mich auch sehr, ob wohl ich die "melodiösen" Sachen (Mozart etc) immer noch ein bisschen lieber mag! Kann man halt auch nicht wirklich vergleichen...

Ich werde wohl nie ein Wagnerfan werden ;)

LG Zdenka
Amonasro (05.01.2013, 22:55):
1. Simon Boccanegra Verdi

2. I Pagliacci Leoncavallo

3. Tosca Puccini

4. Il trovatore Verdi

5. Mefistofele Boito

6. Don Carlo Verdi

7. Aida Verdi

8. Guglielmo Tell Rossini

9. Faust Gounod

10. Turandot Puccini

Gruß Amonasro
Hyacinth (05.01.2013, 23:37):
Man merkt dezent, wer dein Lieblingskomponist ist! :wink
Interessant, dass du Mefistofele auf der Liste hast, findet man ja nicht so häufig.

Hyacinth :hello
Amonasro (06.01.2013, 18:32):
Verdi ist tatsächlich mein Lieblingskomponist. Ich hoffe da dieses Jahr auf meine Kosten zu kommen.

Mefistofele ist wie ich finde eine besonders packende Oper. Leider wird sie selten gespielt. Es soll ursprünglich ja noch einen ganzen Akt mehr gegeben haben, der leider nicht mehr erhalten ist. Den hätte ich gerne mal gehört. Meine Lieblingsaufnahme ist die mit Pavarotti, Ghiaurov, Freni und Caballé unter de Fabritiis.

Gruß Amonasro
palestrina (06.01.2013, 19:16):
Hallo Amonasro!

Was hast Du denn noch für GA vom Mefistofele ?

LG palestrina
Amonasro (06.01.2013, 19:35):
Hallo palestrina!

Ich besitze eine Aufnahme mit Domingo, Caballé, Norman Treigle, Josella Ligi, Dirigent: Julius Rudel. Diese scheint der deFabritiis-Aufnahme in allen Belangen unterlegen.

Dann noch: Mario de Monaco, Renata Tebaldi, Cesare Siepi, Floriana Cavalli, Dirigent: Tullio Serafin. Siepi und Tebaldi finde ich herrausragend. Freni gefällt mir in der Rolle jedoch besser. Auch ziehe ich Caballé Florina Cavalli vor und Pavarottis Stimme gefällt mir persönlich besser als die von Mario del Monaco. Das Dirigat Serafins ist wie immer perfekt. Auch die Tonqualität ist in Ordnung.

Positiv an beiden Aufnahmen ist, dass Margarete und Helena unterschiedlich besetzt sind.

De Fabritiis gefällt mir bis jetzt am besten, allerdings würde ich gerne mal den Teufel von Boris Christoff hören.

Gruß Amonasro
stiffelio (06.01.2013, 20:45):
Hallo Amonasro,

kennst du schon "http://www.youtube.com/watch?v=1AyGJyXfgFw"?
Beim Mefistofele komme ich an Ramey nicht vorbei. Insbesondere deine Favoritenarie "Son lo spirito", die ich auch sehr schätze, finde ich in dieser Aufnahme grandios gesungen.

VG, stiffelio
palestrina (06.01.2013, 21:46):
Hallo Amonasro!
Möchte Dir 2 GA ans Herz legen.
1. Mark S. Doss , Meft .
A. Cupido Faust
A. Raspagliosi Margherita /Elena
Chor der Oper Frankfur
Frankfurter Museumsorchester
Con.Paolo Carignani
Super vor allem wegen A. Raspagliosi hr. Musik .de 2CD

2.F.Furlanetto
G. Filianoti
D. Theodossiou
Chor u. Orch . Teatro Massimo , Palermo
Con.Stefano Ranzani
NAXOS 2 CD
Sehr preiswert und super . Alle Rezensionen waren sehr gut.

Die Aufführung in Frankfurt habe ich mehrere male live gesehen!!!!!!

LG palestrina
Amonasro (06.01.2013, 21:51):
Danke für die Tipps. Ich werde sehen, was sich machen lässt. :thanks

Gruß Amonasro
Jakyll (07.01.2013, 00:57):
Hallo,

Im Rahmen meiner Registrierung im Klassik-Forum würde ich mich gerne anhand meiner Top 10 Opern(-einspielungen) vorstellen.

1. Die Zauberflöte 1937 (Emi)
Thomas Beecham dirigiert die Berliner Philharmoniker. Meiner Meinung nach hätte diese Aufnahme zum konstanten Wertmaß jeder folgenden Zauberflöte werden können, hätte Kipnis den Sarastro gesungen. Erna Berger klingt zwar noch recht jugendlich in ihrer Stimme, meistert die schwierigen Kolloraturen jedoch auffällig leichtfüßig. Gerhard Hüsch ist mir als Papageno sehr ans Herz gewachsen auf Grund seines warmen Timbre und seiner großartig-spielerischen Aussprache. Heinrich Tessmer erweckt als Monostatos, der oft vernachlässigten Rolle, ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit. Wahrer Held der Aufnahme ist der große Thomas Beecham mit den Philharmonikern, der in einer nur selten wieder gehörten fließenden Leichtigkeit und mit wahrlich magischen Kollorierungen mit dieser Einspielung einen meiner persönlichen Opernmeilensteine gesetzt hat.

2. Don Giovanni
Unglaublich gerne gehört, in den verschiedensten Aufnahmen.
Furtwängler 1953 - Salzburger Festspiele
Otto Klemperer (EMI) mit meiner persönlichen Lieblingsbesetzung:
Ghiaurov, Christa Ludwig, Mirella Freni, Nicolai Gedda, Walter Berry
Beide Einspielungen sind erstklassig. Ich habe mich nie festlegen wollen, welches Dirigat ich lieber mag.

3. Korngolds "Die tote Stadt"
Bis jetzt erst selten vorgeschlagen gesehen. Einer meiner Geheimtipps in der neuen Aufnahme der Oper Frankfurt erschienen im Oehms-Label. Vor 2 Jahren live in Frankfurt erlebt und immer noch hin und weg von der Inszenierung. Die tote Stadt wird leider zu selten gespielt, wohl auf Grund der enorm schwierigen Gesangspartien, die meistens nur von der sängerischen Spitzenklasse einwandfrei gesungen werden können. Ansonsten natürlich wegweisend die Einspielung von Erich Leinsdorf und dem Münchner Rundfunkorchester mit Renè Kollo, Carol Neblett und Hermann Prey.

4. Die schon viel genannte Tosca mit di Stefano und der Callas!

5. Der Freischütz
Carlos Kleiber dirigiert die Staatskapelle Dresden
Seine recht freie Interpretation des Freischützes macht die Einspielung von Kleiber so interessant. Schwungvoll und majestätisch, der Abgründe und der Dunkelheit der Natur jedoch stets bewusst, die folkloristischen Elemente stark betonend, hat mir der Kleiber das Gehör vergiftet und lässt kaum eine andere Aufnahme an mich heran.

6. Tristan und Isolde - Karl Böhm

7. Die Meistersinger von Nürnberg - Wilhelm Furtwängler, Bayreuth 1943

8. Wozzeck - Dirigiert von Claudio Abbado 1988 DGP
Claudio Abbado weiß in dieser Aufnahme wie kein anderer die Zerissenheit Wozzecks und einhergehende Spannung mit seinem Umfeld bis zur emotionalen Entladung im Mord zu fassen.

9. Elektra - Dirigert von Valérie Gergiev, LSO 2012
Eine neue Einspielung der Elektra. Ich habe mich lange mit anderen Aufnahmen der Elektra schwer getan. So finde ich die Böhm-Elektra von 1982 mit Varnay und Rysanek zwar sängerisch unübertroffen, jedoch von Böhm mechanisiert und entzaubert. Gergiev erschien mir lange Zeit der Richtige für eine angemessene Adaption der Elektra, umso freudiger habe ich diese CD erwartet und bin nicht enttäuscht worden.

10. Otello - Karajan, Berliner Philarmoniker 1973
Jon Vickers singt den Otello. Die männliche Hauptrolle gehört wohl zu den Paraderollen einer Vielzahl großer Sänger, so Del Monaco (der mir manchmal zu sehr schmettert) oder Domingo (den ich in höheren Lagen zwar überzeugender als Vickers finde, der jedoch das Gesamtbild in seinen Nuancen nicht ausfüllt). Vickers ziehe ich diesen beiden vor.

Für Tipps und Empfehlungen Ihrerseits bedanke ich mich im Voraus!
Fairy Queen (07.01.2013, 09:42):
Ich finde die Zahl 10 zwar eine arge Zumutung, denn allein meine Lieblingsopern von Händel füllen das schon fast alleine aus, aber sei's drum- hieri n mehreren Häppchen- eine eher repräsentative Auswahl:

1. Vincenzo Bellini: I Puritani

Bellinis weder literarisch wertvolle noch immer koherente Libretti hin oder her, sein melodisches Genie ist nicht zu übertreffen und kommt notfalls sogar ganz ohne Inszenierung aus, nciht aber ohne phantastsiche Sänger, die schlicht das A und 0 im Belcanto sind. Diese Oper wâre auch meine Lieblingsoper, wenn es nur "O rendetemi la speme" und sonst nichts darinnen gäbe. Um dieser Arie willen wollte ich singen lernen und auch nach dem 100sten hören trifft sie immer noch voll ins Herz. Neben der unübertroffenen Callas-Aufnahme sind noch Mirella Freni und Luciano Pavarotti in ihren jungen Jahren als Ideal- Schönklang -Paarung zu nennen.
Im Grunde sind alle Opern von Bellini meine Lieblingsopern, nach den Puritani kommen sofort die Sonnambulma und Capuleti et Montecchi, gefolgt von Norma. Ich kann von den Melodie lunghe und den herrlichen Duetten nicht genug bekommen. Der Rest ist mir dabei relativ egal, mir würden sträflicherweise sogar Ausschnitte reichen und ich ginge auch hin, wenn es einen Querschnitt durch alle Bellini-Opern ohne Inszenierung und nur mit den besten verfügbaren Stimmen gâbe......





2. G.F. Händel: Giulio Cesare und oder Alcina

Seltsam, dass Händel hier nicht genannt wird. ?(
Für mein Ohr ist das einer der grossartigsten Musiktheaterkomponisten aller Zeiten und er war ja auch weder faul, noch wird er selten aufgeführt. Repräsentativ nenne ich Giulio Cesare und Alcina, weil sie ganz besonders viele Dahinschmelz- und Ohrwurm-Arien haben und weil ic hherausragende Aufführungen gehört und gesehen habe. Ich sitze in Lille natürlich an der Händel-Quelle mit eienr der derzeit besten Spezialistinnen Emmanuelle Haïm und ihrem Concert d'Astrée, dem ich wunderschône Stunden verdanke. Beim Giulio Cesare noch dazu in Inszenierungen die ich nie vergessen werde. Laurent Pelly und David Mc Vicar. Da werden selbst 4 Stunden Da-Capo Arien nie langweilig sondern zum Hochgenuss.





Für Freunde des reinen Belcanto die nicht unbedingt die Inszenierung zum musikalischen Glûck brauchen empfehle ich für Alcina auch diese bis heute nciht wieder erreichte Cd:

F.Q.
stiffelio (07.01.2013, 21:00):
Original von Jakyll
Hallo,

Im Rahmen meiner Registrierung im Klassik-Forum würde ich mich gerne anhand meiner Top 10 Opern(-einspielungen) vorstellen.


Hallo Jakyll,

herzlich willkommen hier im Forum! Da ich bei Opern DVD-Fan bin, kenne ich nur wenige deiner Top-Einspielungen (den Furtwängler-Giovanni und eher zufällig "Die tote Stadt", weil es die Lieblingsoper eines Bekannten ist).
Aber als Opern zählen auch Zauberflöte, Don Giovanni, Tosca und Tristan und Isolde zu meinen Lieblingen.
Vielleicht hast du ja irgendwann Lust, dich auch in diesem Thread http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=51 vorzustellen...

Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Spaß und nette Bekanntschaften hier,
VG, stiffelio
Amonasro (20.05.2013, 20:24):
Hallo,

nachdem ich mich nun etwas mit Wagner beschäftigt habe, muss ich meine Liste von Grund auf revidieren:

1. Der Ring des Nibelungen (Wagner)

Hier weiß ich in keinster Weise, was ich sagen soll. Ein Meisterwerk. Ein Ranking der Einzelwerke kann ich nicht erstellen - ich finde alle klasse (der "Ring" ist für mich sowieso ein Gesamtwerk).

http://boxset.ru/wp-content/uploads/2010/07/solti_der_ring_des_nibelungen.jpg

5. Tristan und Isolde (Wagner)

Steht für mich eigentlich gleich auf mit dem "Ring", ist nur leider kürzer. :W

http://userserve-ak.last.fm/serve/_/49630883/Wagner+Tristan+und+Isolde+tristan.png

6. Lohengrin (Wagner)

Zwar etwas "opernhafter", aber was für eine Musik! Vor allem die erste Szene im 2. Akt ist ein Highlight.

http://www.musicweb-international.com/classrev/2010/June10/Wagner_Lohengrin_4564652.jpg

7. Parsifal (Wagner)

Ein sehr getragenes, ruhig und sakral anmutendes Werk. Zwar ganz anders als die anderen Wagner-Opern, aber trotzdem hervorragend. Meine Lieblingsstellen: Die Amfortas-Klage und die erste Szene im 2. Akt (Kundry, Klingsor). Ich verstehe nur nicht ganz, warum alle versuchen Titurel, der offenbar schon halb tot ist und im 1. Akt schon in einer Gruft liegt, mit allen Mitteln am Leben zu erhalten?! ?(

http://www.geisteskind.de/Bilder/Parsifal-solti.jpg

8. Simon Boccanegra (Verdi)

Meine liebste Verdi-Oper, am liebsten in dieser Aufnahme:

http://farm7.staticflickr.com/6207/6058678541_b7567bec4e.jpg

9. I Pagliacci (Leoncavallo)

Expressiv, emotional, heftig - Verismo schlechthin!

http://bilder.buecher.de/produkte/20/20064/20064249z.jpg

10. Tosca (Puccini)

Hier vor allem die legendäre Opernaufnahme unter de Sabata:

http://boxset.ru/wp-content/uploads/2011/03/gobbi_pucini_tosca.jpg

Ich frage mich nur, warum ich nicht früher mit Wagner begonnen habe. Bislang kenne ich nur die vier oben aufgeführten Werke, gehe aber fast davon aus, dass sich die anderen ebenfalls im oberen Teil der Tabelle ansiedeln werden. Es tut mir nur Leid um den alten Verdi (meinen nun Ex-Lieblingskomponisten), der ja dieses Jahr auch 200-jähriges hat.

Gruß Amonasro
palestrina (20.05.2013, 21:24):
Lieber Amonasro !

Lass dir nur Zeit, bisher ist deine Wahl SUPER !
Später kannst du dir noch einige Doubletten zulegen, von der ein oder anderen Oper!
Aber erst mal kennenlernen !

LG palestrina
stiffelio (20.05.2013, 21:35):
Original von Amonasro
Es tut mir nur Leid um den alten Verdi (meinen nun Ex-Lieblingskomponisten), der ja dieses Jahr auch 200-jähriges hat.


Hallo Amonasro,

Verdi und Wagner schließen sich ja nicht aus - zumindest bei mir tun sie es nicht und bei dir offenbar auch nicht. Sie sind eben beide, jeder auf seine Weise, meine Lieblings-Opernkomponisten.

Zum Parsifal
Ich verstehe nur nicht ganz, warum alle versuchen Titurel, der offenbar schon halb tot ist und im 1. Akt schon in einer Gruft liegt, mit allen Mitteln am Leben zu erhalten?!
Ich kann dir da nur ganz oberflächlich aus meinem unmittelbaren Erleben antworten, da ich bisher noch keine Deutungen zu Titurel gelesen habe:
Titurel ist ja immerhin der Begründer der Gralsburg und unmittelbarer Empfänger der Heiligtümer Speer und Gral gewesen. Es ist insoweit schon verständlich, dass die Gralsgemeinschaft in ihm eine Art Idol sieht.
Ich verstehe es aber nicht so, dass die Gralsenthüllung in erster Linie dazu dient, ihn am Leben zu erhalten. Vielmehr ist es das Leben der Gralsgemeinschaft selbst, das anders nicht erhalten werden kann.
Gurnemanz beklagt ja im dritten Akt in erster Linie:

"Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt;
gemeine Atzung muss uns nähren:
darob versiegte unsrer Helden Kraft.
Nie kommt uns Botschaft mehr,
noch Ruf zu heil'gen Kämpfen aus der Ferne:
bleich und elend wankt umher
die mut- und führerlose Ritterschaft."

und erst danach Titurels Tod als Folge der fehlenden Gralsenthüllung.
Titurels Zustand scheint mir mehr eine Art Spiegelbild des Zustandes der Gralsgemeinschaft zu sein (zumindest, solange es keinen neuen Gralskönig gibt, der sich dieser Aufgabe voll stellen kann): im ersten Akt ist er halb tot, schwer angeschlagen, ebenso wie die Ritterschaft, zu Beginn des dritten Aktes dann gestorben, wie auch die Ritterschaft zu diesem Zeitpunkt völlig handlungsunfähig und so gut wie tot ist.
Das erklärt auch, warum die Ritter auch nach Titurels Tod immer noch Amfortas zur Gralsenthüllung drängen, obwohl sie nicht anzunehmen scheinen, dass Titurel dann wieder auferstehen wird: sie haben einen letzten Funken Hoffnung, dass dann die Ritterschaft trotzdem neues Leben bekommt.
Aber wie gesagt: hinter Titurel könnte auch noch viel mehr stecken, was ich jetzt noch nicht durchschaut habe.

VG, stiffelio
Billy Budd (20.05.2013, 22:01):
Original von Amonasro
Ich frage mich nur, warum ich nicht früher mit Wagner begonnen habe. Bislang kenne ich nur die vier oben aufgeführten Werke, gehe aber fast davon aus, dass sich die anderen ebenfalls im oberen Teil der Tabelle ansiedeln werden. Es tut mir nur Leid um den alten Verdi (meinen nun Ex-Lieblingskomponisten), der ja dieses Jahr auch 200-jähriges hat.
Hallo Amonasro!
Ich habe mich sehr über Deine Liste gefreut; ich wusste doch, dass alle mal draufkommen, was wirklich gute Musik ist. hihi :haha :haha
Jetzt warte ich nur noch drauf, bis Du Richard Strauss entdeckst, dann musst Du wahrscheinlich Deine Liste nochmals revidieren - wetten wir?? :haha :haha :haha
Billy :hello
palestrina (20.05.2013, 22:43):
Amonasro hat mir Lust gemacht , auch mal meine Lieblings Opern vorzustellen !
1. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947771159.jpg
Wir wohl immer meine Lieblings Oper bleiben ! Diese hier auch wegen der Interpretation!
2, http://www.jpc.de/image/w600/front/0/4011790603322.jpg
Mödl und Vinay ein Traumpaar !
3. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028945555522.jpg
Hier der Ring als GesamtKunstwerk !
4. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0825646621255.jpg
Allein das Duett im 5ten Akt , sind die ganze Oper wert!
5. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0028947577317.jpg
Lisa Della Casa ist Arabella, und George London ist Mandryka !
6. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0724358683424.jpg
Dies und die Nachfolgende sind super schöne Opern und mit Callas noch besser !
7. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5099908297723.jpg
8. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5099996678527.jpg
Das Ensemble mach diese Aufnahme aus !
9. http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0709861305360.jpg
Die beste aller bisherigen Gesammteinspielungen!
10.http://www.jpc.de/image/w600/front/0/0822231101024.jpg
Hier kann man sagen , wie beim Ring , es ist ein Gesamtkunstwerk !

LG palestrina
Amonasro (20.05.2013, 23:17):
@stiffelio Ich denke, dass ist eine gute Erklärung. Die Figur des Titurel scheint mir nur deswegen besonders interessant, weil sie irgendwie unwirklich, recht mysteriös erscheint. Schließlich ist Titurel nie auf der Bühne zu sehen (außer später seine Leiche). Ich frage mich, was Wagner für ein Ziel verfolgte, Titurel aus der Tiefe im Hintergrund "sprechen" zu lassen. Er wirkt auch völlig emotionslos und bleibt seinem Sohn gegenüber unnachgiebig. Dies sollte man aber dann besser in einem Parsifal-Thread weiter erörtern.

@Billy Budd Welche Aufnahme(n) würdest du denn in Sachen Strauss als Einstieg empfehlen?

@palestrina Könntest du etwas zur Tonqualität der Anna Bolena Aufnahme unter Gavazzeni sagen? Die hatte mich nämlich auch schon gereizt.

Gruß Amonasro
Billy Budd (21.05.2013, 09:14):
Original von Amonasro
@Billy Budd Welche Aufnahme(n) würdest du denn in Sachen Strauss als Einstieg empfehlen?
Weil ich sehr wenig Aufnahmen höre, kann ich Dir da leider nicht wirklich weiterhelfen ... Ich geb Dir nur den Rat, nach Möglichkeit nicht mit dem Rosenkavalier anzufangen.

Aber so ernst war das eh nicht gemeint; hör ruhig das, was Dir gefällt, mit der Zeit merkt man dann eh, was einem gefällt und was nicht.
Billy :hello
palestrina (21.05.2013, 21:43):
Hallo Amonasro!
Na ja, zum Klang der ANNA BOLENA mit Callas , es ist keine Studio Aufnahme , und somit muss
man schon Abstriche machen, aber ich finde sie einfach überwältigend. Für Callas Fans ein
absolutes MUSS.
Aber es gibt auch schöne andere Aufnahmen, Sutherland , Gruberova usw .!
Wenn du Fragen hast nur zu !

LG palestrina
Amonasro (22.05.2013, 23:11):
Original von Billy Budd
hör ruhig das, was Dir gefällt

Naja, wenn ich Strauss noch nicht gehört habe, kann ich ja nicht wissen, ob er mir gefällt. :)

@palestrina: Die Besetzung hört sich wirklich Spitze an, sodass man klangliche Mängel verschmerzen können wird. Wie ich jetzt gelesen habe, soll es bei dieser Aufnahme aber große klangliche Unterschiede zwischen den einzelnen Labels geben, MYTHO wurde hier als beste Ausgabe gelobt. Aber ich schätze mal, dazu wirst du mir nichts sagen können: Du wirst ja wohl kaum die selbe Aufnahme von allen möglichen Labels haben. :W

Gruß Amonasro :hello
palestrina (23.05.2013, 17:12):
Hallo Amonasro !
Doch die MYTHO CD's hatte ich auch schon , aber ich werde mit ihnen nicht sonderlich glücklich
mir sind diese immer irgendwie zu trocken !
Ich bin mit der EMI Einspielung sehr zufrieden !
Zu R.Strauss , du kannst am besten m.E.mit der Ariadne anfangen .Konversation im Vorspiel und dann
diese herrliche Oper !
Und wie heißt es schon in der Ariadne , gesungen vom Komponisten "Musik ist eine heilige Kunst "!
(Gruss an Billy Budd !)

LG palestrina
Florestan (04.06.2013, 17:25):
Also hier 10 Lieblingsopern aufzuzählen ist für mich unmöglich, das sollten schon mindestens 50 sein. Trotzdem will ich mal einen Versuch starten:

Ich höre sehr gerne Barockopern, und da wären schon mal das erste Dutzend zusammen. Daher eine kleine Auswahl

Händel - Alcina
Rameau - Les Borréades
Scarlatti - La Griselda
Telemann - Orpheus

weiter chronologisch

Mozart - Cosi fan tutte
Berlioz - Les Troyens
Wagner - Tristan und Isolde
Wagner - Die Meistersinger
Chausson - Le roi Arthus
Strauss - Elektra
Strauss - Der Rosenkavalier
Puccini - Il Tabarro
Strauss - Die Frau ohne Schatten
Berg - Wozzek
Pulenc - Les Dialogues des Carmélites
Britten - Peter Grimes

Dann aber noch Zemlinsky, Schreker, Korngold, Prokoffiev, Rimsky-Korsakov uvam

Opern werden auf Tonträgern leider nur unvollkommen wiedergegeben, es fehlt das szenische Erlebnis, welches auch durch eine DVD nicht adäquat ersetzt werden kann. Daher am besten erst auf der Bühne und dann zu Hause.
Ich habe aus reinem Raritäten-Sammelwahn hier mindestens 50 Gesamtaufnahmen rumstehen die ich erst 1 Mal oder noch nie angehört habe, weil sie nie aufgeführt werden.

Florestan

PS: ach ja mein Namensvetter darf eigentlich auch nicht fehlen
Billy Budd (17.07.2014, 20:26):
Meine musikalischen Vorlieben erweitern und ändern sich ja die ganze Zeit. :D
Insofern wurde es Zeit, wieder mal eine Aktualisierung meiner Top10-Opernliste vorzunehmen.

(Wie sonst immer habe ich mich auch diesmal auf eine Oper pro Komponist beschränkt, und es werden nur Opern genannt, die ich auch schon live gehört habe.)

1. Strauss, Elektra
2. Britten, Peter Grimes
3. Schreker, Der Schatzgräber
4. Janácek, Das schlaue Füchslein
5. Mussorgsky, Boris Godunow
6. Wagner, Tristan und Isolde
7. Dvorák, Rusalka
8. Rimski-Korsakov, Der goldene Hahn
9. Berlioz, Les Troyens
10. Offenbach, Les contes d'Hoffmann.

Billy :hello
Cantus Arcticus (22.07.2014, 13:44):
Hier möchte ich auch noch meine Liste beisteuern:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/510bebHz9sL._SX350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51sgNwuGysL._SX350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51DVWI3lO6L._SX350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/71XuXj27sZL._SL350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51MOuwsWUnL._SX350_.jpg
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41K1Q9X198L._SX350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/71H5GlVsepL._SL350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/61VBv4yBk6L._SL350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/81YYopkMNHL._SL350_.jpg http://ecx.images-amazon.com/images/I/51l9g4pdX9L._SX350_.jpg

Grüsse :hello
Stefan
Don Juan d' Austria (18.02.2017, 09:58):
Nur 10 ist schwer aber ich versuchs...

1. Cosi Fan tutte
2. Cleofide
3. Le Comte Ory
4. I Puritani
5. Anna Bolena
6. Fra Diavolo
7. Lucia di Lammermoor
8. Rinaldo
9. Die Entführung aus dem Serail
10. Costanza e Fortezza
palestrina (18.02.2017, 10:25):
10. Costanza e Fortezza
Hallo Joschi, gibt es von dieser Krönungsoper von Fux eine Aufnahme?

LG palestrina
Don Juan d' Austria (18.02.2017, 10:42):
Ja...

https://youtu.be/HsN0Z6zOT_E

Eine Radioaufnahme...
Falstaff (21.02.2017, 01:07):
Nur 10 ist echt gemein. ^^

1) Fliegender Holländer bis Parsifal (gilt das? :D )
2) Fidelio
3) Don Giovanni
4) Elektra
5) Norma
6) Freischütz
7) Falstaff
8) Arabella
9) Otello
10) Billy Budd
Rotkäppchen (22.02.2017, 23:57):
Nur 10 ist echt gemein.
Genau, es ist die totale Folter! Deswegen muss getrickst werden. Ich stelle mir vor, dass ich zehn Opernaufnahmen mit auf die sogenannte Insel nehmen darf. Die muss ich natürlich auswürfeln. Und da würde ich wie folgt vorgehen:

1. Fidelio (ist fest gesetzt)
2.-4. Hier muss per Zufall (3 aus 6) die Wagner-Ration aus diesen Werken gewählt werden: Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Rheingold, Walküre, Siegfried
5.-6. Gleiches Prinzip: aus diesen Strauss-Opern werden zwei Stück ausgewürfelt: Arabella, Elektra, FroSch, Capriccio (wenn Arabella nicht dabei sein sollte, wird neu gewürfelt :D )
7.-8. Verdi-Würfeln --> 2 aus 4: Trovatore, Traviata, Rigletto, Don Carlos
9. Händel-Würfeln ist mir zu anstrengend, da mache ich nichts falsch, wenn ich den Giulio Cesare mitnehme
10. Ganz übel, dass jetzt nur noch ein Slot übrig ist; jetzt muss ich per Zufall noch aus dem ganzen Mozart und Puccini eine einzige Oper bestimmen -- ich schicke die drei da Pontes aka Don Giovanni, Cosi fan tutte, Le nozze di Figaro sowie Turandot und Il Tabarro ins Rennen...
11. Als Joker darf ich bestimmt noch Hoffmanns Erzählungen mitnehmen, oder?
Was für ein vergnüglich-grausames Spielchen :evil: .
Hörbert (01.03.2017, 20:41):
Hallo!

Hmm schwierige Sache.

1) A.Berg "Lulu"

2)A. Reimann "King Lear"

3) O. Respighi "La Fiamma"

4) C. Debussy "Pelleas et Melisande"

5) A. Schönberg "Moses und Aaron"

6) B.A. Zimmermann "Die Soldaten"

7) R. Strauss "Elektra"

8) F. Schreker "Der ferne Klang"

9) H.W. Henze "Der Prinz von Homburg"

10) C. Orff "Antigone"

Das ist natürlich nur eine "Momentaufnahme" noch vor vier Wochen hätte Hindemiths "Cardillac" an der Stelle von Henzes "Prinz von Homburg gestanden.

MFG Günther
norb (22.04.2017, 14:30):
Als kompletter Operndilettant und Seltenhörer hier meine Liste (in keiner bestimmten Reihenfolge):

- Puccini: Tosca

- Bizet: Carmen

- Mascagni: Cavalleria rusticana

- Leoncavalli: Pagliacci

- Weber: Der Freischütz

- Wagner: Der Fliegende Holländer

- Donizetti: Lucia di Lammermoor

- Verdi: Rigoletto

- Verdi: Un Ballo in maschera

- Verdi: Il Trovatore
Jan Van Karajan (09.10.2021, 22:52):
So groß ist mein Reportoire in diesem Bereich tatsächlich nicht, aber schauen wir mal, wie weit ich komme:
1. Richard Strauss: Der Rosenkavalier
2. Ludwig van Beethoven: Fidelio
3. Giuseppe Verdi: Rigoletto
4. Giacomo Puccini: Tosca
5. Giacomo Puccini: La Boheme
6. Richard Strauss: Salome
7.Wolfgang Amadeus Mozart: Die Entführung aus dem Serail
8. Johann Strauß: Die Fledermaus (Operette, ich weiß...)
9. Franz Lehar: Die lustige Witwe (s.o.)
10 Claude Debussy: Pelleas und Melisande
Vielleicht wird es mal Zeit, meine Kenntnisse in diesem Bereich grundlegend zu erweitern. Arien und Ouvertüren höre ich gern, Konzertformat halt. Bald kommen ja bei mir im Norden die Herbstferien, vielleicht lässt sich die Zeit ja nutzen :D .
Grüße
Jan :hello
Amonasro (10.10.2021, 19:04):
Bei mir sind es derzeit:

1. Verdi: Simon Boccanegra
2. Verdi: La forza del destino
3. Verdi: Aida
4. Wagner: Die Walküre
5. Wagner: Tristan und Isolde
6. Rossini: La donna del lago
7. Rossini: Semiramide
8. Donizetti: Lucia di Lammermoor
9. Mascagni: Iris
10. Lully: Atys

Ist aber immer wieder Schwankungen unterworfen, also nur eine Momentaufnahme.

Gruß Amonasro :hello
Waldi (10.10.2021, 21:55):
Auch bei mir (bis auf den ersten Platz) eine reine Momentaufnahme:

1. Verdi: La Traviata
2. Flotow: Martha
3. Donizetti: L'elisir d'amore
4. Mozart: Die Zauberflöte
5. Mozart: Cosi fan tutte
6. Verdi: Rigoletto
7. Weber: Der Freischütz
8. Rossini: Il barbiere di Siviglia
9. Strauss: Der Rosenkavalier
10. Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Andréjo (11.10.2021, 12:24):
Auf zehn Opern, die ich mag, komme ich denn schon. Von Kennerschaft als Opernhörer bin ich indes weit entfernt. Das ist nicht nur, aber leider auch eine Zeitfrage gewesen - ob sich jetzt im Nacharbeitsstand daran viel ändert? Ich weiß es (noch) nicht.

Die Reihenfolge ist alphabetisch.

Alban Berg: Wozzeck
Georges Bizet: Carmen
Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni
Wolfgang Amadé Mozart: Die Zauberflöte
Francis Poulenc: Gespräche der Karmeliterinnen
Giacomo Puccini: Tosca
Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Kurt Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Bernd Alois Zimmermann: Die Soldaten

:) Wolfgang
palestrina (11.10.2021, 14:24):
Bei mir große Veränderungen...... ^^

1. MONTEVERDI - L' ORFEO

2. DAVID - HERCULANUM

3. SCHREKER - DER FERNE KLANG

4. VERDI - LA TRAVIATA

5. BELLINI - I PURITANI

6. GLUCK - ORPHÉE ET EURIDICE franz.

7. MEYERBEER- LES HUGUENOTS

8. DONIZETTI - MARIA STUARDA

9. ECCLES - SEMELE

10. HÄNDEL - GIULIO CESARE

...... :hello

LG palestrina
Joe Dvorak (08.11.2025, 07:18):
(...) Mein (nennen wir es mal so) Schwachpunkt in unserer geliebten Musik war und ist der Bereich Oper. Außer Fidelio und Don Giovanni habe ich mir nie eine ganz "reingezogen"; diese beiden halte ich indes mit meinem begrenzten Horizont für die Meisterwerke schlechthin, und werde mich damit sicher der Kritik ausgesetzt sehen, dass ich "keine Ahnung" habe. Deshalb will ich lernen und bitte um Hinweise, was ein "Muss" ist.
Natürlich kenne ich die großen italienischen Arien, und liebe auch den Walkürenritt oder den Trauermarsch der Götterdämmerung. Aber es ist eben Halbwissen. Gestern habe ich mir bei der Tierschutzinitiative Rigoletto gekauft. Für einen Euro. Die Giulini-Einspielung mit den Wienern von 1980.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich bitte Dich und Andréjo (habe vergessen, wie man beide hier zitiert) mir zu sagen, womit ich mich nach Eurer Meinung unbedingt beschäftigen sollte, also am Stück hören, meine ich. Diese Bitte richtet sich natürlich auch an all die anderen Kapazitäten hier.

Bin gespannt und danke vorab. LG and a nice weekend!
Ich bin, was Opern angeht, ebenfalls sehr schwach auf der Brust. Eine, die es immer wieder mal in die Strömung schafft, ist Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók. Mein Alter Ego schrieb dazu: Was für ein Eingeweide schneidendes Drama! (...) Psychothriller. Höchstes Suchtpotential. Weiter höre ich sehr gelegentlich Monteverdis L’Orfeo und Offenbachs Orphée aux enfers und ab und an kann ich mir durchaus mal eine Oper aus dem Wagner-Ring geben; hier sind die großen Namen zu meiden - Janowski (die neuere Einspielung aus Berlin) oder van Zweden sind leichter zu goutieren. Mit Mozart, Verdi und wie sie alle heißen, kann man mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken. Wenn es Sologesang und Chöre mit Orchester sein sollen, ziehe ich mir von denen lieber ein geistliches Werk rein.
Philidor (08.11.2025, 08:19):
1. Wagner - Die Meistersinger von Nürnberg
2. Mozart - Le nozze di Figaro
3. Berg - Lulu

4. Verdi - Don Carlo
5. Berg - Wozzeck
6. Wagner - Der Ring des Nibelungen
7. Wagner - Der Fliegende Holländer
8. Puccini - La Bohème
9. Puccini - Turandot
10. Debussy - Pelléas et Mélisande

Aber die Liste bleibt fragwürdig. Ja, die Top 3 sind die heiß geliebten. Aber der Rest ..? Wenn die Oper läuft, dann bin ich drin.

Wenn es darum geht, herumzustöbern und zu schauen, was einem gefällt, würde ich Freischütz, Barbier von Sevilla + Cenerentola + Semiramide, Lucia di Lammermoor, Norma, L'elisir d'amore, Nabucco, alles von Verdi ab dem Rigoletto, Rusalka, Carmen, Samson et Dalila, Boris Godunov, Eugen Onegin, Pique Dame, Mefistofele, Salome, Elektra, Rosenkavalier, Lady Macbeth von Mzensk, Le grand macabre und St. Francois d'Assise unbedingt einbeziehen.

Ein weites Feld. Das sich mMn jedoch lohnt, denn die Komponisten haben auf diesem Feld oft ihr Bestes gegeben - Oper war die große, repräsentative Gattung, die Publikumserfolg versprach. Zudem sind die Opern ein fantastischer Zugang zu einem Komponisten - wie vertont er diese oder jene Emotion? Das liefert die Oper frei Haus ...
Andréjo (08.11.2025, 14:17):
Auf zehn Opern, die ich mag, komme ich denn schon. Von Kennerschaft als Opernhörer bin ich indes weit entfernt. Das ist nicht nur, aber leider auch eine Zeitfrage gewesen - ob sich jetzt im Nacharbeitsstand daran viel ändert? Ich weiß es (noch) nicht.

Die Reihenfolge ist alphabetisch.

Alban Berg: Wozzeck
Georges Bizet: Carmen
Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt
Wolfgang Amadé Mozart: Don Giovanni
Wolfgang Amadé Mozart: Die Zauberflöte
Francis Poulenc: Gespräche der Karmeliterinnen
Giacomo Puccini: Tosca
Richard Wagner: Die Meistersinger von Nürnberg
Kurt Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
Bernd Alois Zimmermann: Die Soldaten

:) Wolfgang
Nun, leider ist da nichts groß zu ändern. Es ist eine Frage der Präferenzen, des Aufwands und so weiter. Doch zumindest die Hochzeit des Figaro muss demnächst auf mein DVD-Programm. Vor Jahrzehnten habe ich mir auch mehrere Rundfunkübertragungen aus Bayreuth angehört, nicht nur die Meistersinger. Die Dreigroschenoper wäre oben freilich noch zu ergänzen. Beide Nummern von Brecht/ Weill waren auch Gegenstand in meinem Deutschunterricht der Oberstufe. Und auch schon gesehen und gehört habe ich von Lortzing Zar und Zimmermann. Nicht gar so bedeutend, meine ich, aber gewiss beliebt, witzig und genretypisch fürs Biedermeier.

Oben nennt Philidor Lulu. Auch das hätte ich als Deutschlehrer machen können - da sind es dann quasi mehrere Dramolette oder so - und sollte ich mir mal zu Gemüte führen. Die müsste ich aber erst kaufen. Verdi reizt mich irgendwie nicht - doch da steckt kein Sachverstand dahinter. Bei Debussy weiß ich's nicht recht. Dabei wären diese Sachen und noch ein paar andere zumindest zum Hören sehr wohl vorhanden. :/
Joe Dvorak (09.11.2025, 03:13):
Die Dreigroschenoper wäre oben freilich noch zu ergänzen.
Ja, unbedingt. Die habe ich vergessen, und ich gebe zu, dass es mir besonders die Bearbeitung von James Last angetan hat. Wenn das "Reinziehen" am Stück wegen der Länge ein Problem ist, gibt es noch die einzige und m. E. zu Unrecht vernachlässigte Sibelius-Oper Jungfrun i tornet (Maiden in the Tower), mit der man in etwas mehr als einer halben Stunde durch ist.
N.B. Sciarrino, Kalitzke, Feldmann, Carter und Neuwirth haben Aufregendes im Genre geschaffen, aber ich vermute, die gehören nicht zum Beuteschema.
Andréjo (09.11.2025, 13:48):
N.B. Sciarrino, Kalitzke, Feldmann, Carter und Neuwirth haben Aufregendes im Genre geschaffen, aber ich vermute, die gehören nicht zum Beuteschema.
Instrumental gehören die ganz genauso in mein Beuteschema wie vieles andere. Gut - ich will ehrlich sein, denn im Fall von Kalitzke habe ich nur den Namen schon gehört. Ansonsten gibt es Musik der Genannten, die mich fasziniert (Sciarrino vor allem, Feldman, Carter, bei Neuwirth tue ich mich etwas schwerer).

Auf die Oper bezogen, kann ich aber leider den Begriff des "Beuteschemas" generell nicht sinnvoll anwenden.

Jakob dem Letzten habe ich in Auszügen mit der Dreigroschenoper schon gelauscht. Ja, warum nicht!
Joe Dvorak (09.11.2025, 14:06):
Ein klassisches Mist-Verständnis durch auslassende Ungenauigkeit. Ich bezog mich auf das Beuteschema des ursprünglich nach Rat fragenden Beethoven-Fans.
Andréjo (09.11.2025, 14:11):
:) :hello