Musik Archivierung auf dem PC

Walter (25.03.2006, 14:47):
@Norbert

>Zur Zeit trenne ich mich in großen Portionen (ca. 2000 Stück sind schon weg) von meiner Sammlung, da ich in optischen Datenträgern keine Zukunft mehr sehe. Ich kaufe gelegendlich trotzdem noch CDs, konvertiere sie aber gleich.<

Also ich nehme an, Du speicherst die Daten auf dem PC. Welches Format nimmst Du und womit spielst Du denn ab??

Wie ist die Klangqualität?

Wollen wir vielleicht einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnen?

Walter
josquin (25.03.2006, 18:02):
Original von Walter
@Norbert

>Zur Zeit trenne ich mich in großen Portionen (ca. 2000 Stück sind schon weg) von meiner Sammlung, da ich in optischen Datenträgern keine Zukunft mehr sehe. Ich kaufe gelegendlich trotzdem noch CDs, konvertiere sie aber gleich.<

Also ich nehme an, Du speicherst die Daten auf dem PC. Welches Format nimmst Du und womit spielst Du denn ab??

Wie ist die Klangqualität?

Wollen wir vielleicht einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnen?

Walter
Hallo Walter,
ja ich speichere sie ab. Einen Teil auf dem PC, das Ganze aber auf eine externe USB2.0 Festplatte. Die sind ja so billig geworden!
Von den verkauften Cds habe ich aber nur eine Teilmenge gespeichert, weil das in dieser Menge zeitlich gar nicht anders möglich ist. Der dabei empfundene Verlustschmerz kommt danach heftig, vergeht aber auch zum Glück! Es wäre überhaupt ein interessantes Threadthema, wie viele und welche Cds, Besitzer größerer Sammlungen überhaupt noch anhören. Die Zahl der Cds, die bei mir mehr als ein oder zwei Jahre, oder sogar noch länger, nur im Regal standen, war erstaunlich hoch (bei anderen Sammlern dürfte es ähnlich sein!). Warum also nicht davon trennen, solange es noch Geld dafür gibt. Der Preisverfall ist DRAMATISCH!! X(

Nun zur Art der Speicherung.
Wertvolle Cds meist mit eac im Flac-Format. Diese Lösung wird, denke ich, aber langsam überflüssig. Zuletzt gab’s eine 320GB externe Festplatte für 139.-€. Da passen im wav-Format locker 500 Cds drauf. Ansonsten konvertiere ich direkt lossy, und zwar in portitauglicher Zielbitrate von 128kbps. Bisher war ich Anhänger von wma-Standard :ignore, besonders wegen der Encodiergeschwindigkeit. Das hat sich mittlerweile alles verändert!!
Ich bin völlig begeistert von der Qualität von lame3.97b2 mit -V5--vbrnew. V4 brachte für mich keinen relevanten Gewinn. Das grenzt an Zauberei.
Ich benutze einen Rio-Carbon 5GB, einen Archos Gmini 202xs 20GB, einen Ipod-Shuffle 1GB und einen mp3-fähigen Discman.

Einen “Klassik und Technik-Thread” fände ich gut. Dorthin sollte man dann diesen Beitrag verschieben.

Gruß
Norbert
josquin (25.03.2006, 22:12):
Für einen größeren Posten meiner Sammlung erhielt ich
bei einem Händler meines Vertrauens für ca. 640
Klassik-CDs 750 Euro !!!!! :I :S
Mehr gibt der Markt nicht mehr her.

Zusammensetzung: ca. 250 Budget-Cds wie Eloquence,
Naxos und Arte Nova , ca. 250 Midprice-CDs der bekannten
Serien (The Originals, Great Recordings, Legends...) und der Rest echte Hochpreis-CDs der renommierten Label! Alles in völlig makellosem Zustand, d.h. wie neu.

Gruß
Norbert
Rachmaninov (25.03.2006, 22:17):
Original von Walter
@Norbert

>Zur Zeit trenne ich mich in großen Portionen (ca. 2000 Stück sind schon weg) von meiner Sammlung, da ich in optischen Datenträgern keine Zukunft mehr sehe. Ich kaufe gelegendlich trotzdem noch CDs, konvertiere sie aber gleich.<

Also ich nehme an, Du speicherst die Daten auf dem PC. Welches Format nimmst Du und womit spielst Du denn ab??

Wie ist die Klangqualität?

Wollen wir vielleicht einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnen?

Walter

Ja, macht das in der Technikecke!
Kann dann die entsprechenden Beiträge in das neue Thema verschieben!
Rolf Scheiwiller (26.03.2006, 12:31):
Pardon.
Gehts hier um Archivierung allein, oder auch um Downloads?
Wenn, dann könnte ich auch etwas loswerden.
Rolf.
Rachmaninov (26.03.2006, 12:35):
Original von Rolf Scheiwiller
Pardon.
Gehts hier um Archivierung allein, oder auch um Downloads?
Rolf.

Hier eigentlich zunächst über die Archivierung, aber Du kannst gerne hier auch kurz auf Downloads eingehen. Oder ggf. ein neues Thema starten um die "Übersicht" zu wahren.

Natürlich reden wir hier nur über legale Möglichkeiten, aber das ist ja eh klar :wink
trabbirainer (26.03.2006, 14:57):
Ich nutze zur Archivierung auh das FLAC-Format (natürlich nur für die Privatkopie und auch nur wenn kein Kopierschutz drauf ist. Alles gemäß 2.Korb Novellierung des Urheberrechtsgesetzes.)
Als Player bevorzuge ich den Foobar2000.
josquin (26.03.2006, 15:08):
Original von trabbirainer
Ich nutze zur Archivierung auh das FLAC-Format (natürlich nur für die Privatkopie und auch nur wenn kein Kopierschutz drauf ist. Alles gemäß 2.Korb Novellierung des Urheberrechtsgesetzes.)
Als Player bevorzuge ich den Foobar2000.

Das versteht sich von selbst! Ich kopiere nur eigene CDs ohne Kopierschutz!!

Gruß
Norbert

p.s. foobar gibt es jetzt als Final in der Version 0.9, mit secure mode Ripper!
trabbirainer (26.03.2006, 15:31):
Original von josquin
p.s. foobar gibt es jetzt als Final in der Version 0.9, mit secure mode Ripper!

ja foobar mit colums ui und album list panel sind allererste Sahne.

Trabbi

PS: Ich bin für die ausdrückliche Kennzeichnungspflicht von CDs mit DRM.
Walter (26.03.2006, 20:51):
Ich benutze den iPod (30GB) mit MP3s. Die Qualität ist aber leider nicht ganz so wie ich mir das vorstelle. Mit Kopfhörer gehts aber nicht mit der Anlage.

Ich suche nach einer Möglichkeit von Festplatte möglichst ohne PC (die sind mir zu Laut) an die Anlage zu kommen. Die Qualtiät des Wandlers wäre dann die nächste Hürde, die zu nehmen wäre.

Bis ich da eine sinnvolle Möglichkeit gefunden habe bleibe ich bei meinem CD-Player; der klingt ausreichend gut :J

Aber am PC geht es wirklich super komfortabel - man gibt einfach einen Suchbegriff ein und wählt die Interpretation die man möchte oder wechselt hin und her oder ...

So hätte ich das halt gerne auch an der Anlage.

Walter
josquin (26.03.2006, 20:54):
Original von Walter
Ich benutze den iPod (30GB) mit MP3s. Die Qualität ist aber leider nicht ganz so wie ich mir das vorstelle.

Womit konvertierst Du und mit welchen Einstellungen ins mp3-Format?

Gruß
Norbert
stephan (27.03.2006, 11:20):
Hallo,

Norbert, mich wundert es, dass Du Festplatten mehr vertraust, als CDs. Ich habe da in meiner bisherigen Computer-Laufbahn komplett andere Erfahrungen gemacht. Die Dinger rauchen alle 1-2 Jahre ohne Vorwarnung einfach ab... :( X(
Meine derzeitige "Taktik" ist es, alles was mir wirklich gefällt, als Original-CD zu haben, da ich deren "Haltbarkeit" am Besten einschätze.
Nur, um bequemer mit der Musik umgehen zu können, kopiere ich mir vieles als APE auf die Platte. (Und als mp3 in den portablen Player)



Ciao

Stephan
josquin (27.03.2006, 11:48):
Original von stephan
Hallo,

Norbert, mich wundert es, dass Du Festplatten mehr vertraust, als CDs. Ich habe da in meiner bisherigen Computer-Laufbahn komplett andere Erfahrungen gemacht. Die Dinger rauchen alle 1-2 Jahre ohne Vorwarnung einfach ab... :( X(
Meine derzeitige "Taktik" ist es, alles was mir wirklich gefällt, als Original-CD zu haben, da ich deren "Haltbarkeit" am Besten einschätze.
Nur, um bequemer mit der Musik umgehen zu können, kopiere ich mir vieles als APE auf die Platte. (Und als mp3 in den portablen Player)



Ciao

Stephan

Hallo Stephan,
die Gefahr daß Festplatten schnell mal abrauchen, besteht aber nur bei der im Computer. Nur die ist ständig im Betrieb!
Schau Dir mal an wie billig heute z.B 250GB-Platten sind. Kaufe Dir zwei externe Platten und archiviere dort doppelt Deine Musik. Eine bewahrst Du sicher irgendwo auf. Die Wahrscheinlichkeit beide Inhalte zu verlieren, ist sehr gering. Sollte z.B Deine Wohnung abbrennen, so wären Deine CDs sicher verbrannt. Die Festplatten ließen sich noch rekonstruieren, z.B.

Das Recht auf eine private Kopie von nicht kopiergeschützten CDs bleibt übrigens bestehen!

Gruß
Norbert
Jazz-Freak (10.04.2006, 18:47):
Hallo an alle,

die CDs auf Festplatte zu speichern und von dort eine bequeme Auswahlmöglichkeit zu haben und nicht Diskjockey spielen zu müssen, mag ja eine schöne Sache sein, aber ich habe bisher weder ein Datenformat, noch eine adäquate Sounskarte gefunden, um diese Daten wieder möglichst ohne Verluste in Musik umzuwandeln.
Wenn ich Original-CDs z.B. für's Auto kopiere habe ich schon hörbare Verluste. Spiele ich die Original-CD mit dem PC und einer speziellen Audio-Sounskarte ab, sind die Verluste noch größer. Deshalb gibt es für mich noch keine Alternative zu meinem CD-Player

Auch ich habe schon mehrere Festplatten-Crashs erlebt. Aber mir ich noch keine CD einfach so kaputt gegangen, es sei denn sie wurde sehr unsanft behandelt, sprich zerkratzt.

Allerdings könnte auch ich mich dafür erwärmen, wenn dies nicht mehr mit Klangverlusten verbunden ist. Vielleich hat ja jemand schon entsprechende Möglichkeiten entdeckt :leb

Gruß
Klaus
Walter (11.04.2006, 07:44):
Original von josquin

Womit konvertierst Du und mit welchen Einstellungen ins mp3-Format?

Gruß
Norbert

Sorry Norbert, ich bin etwas spät!
Ich nutze von Apple iTunes mit variabler BitRate - ich glaube max 256 für das mp3 Format. Meine Sicherungskopieen mache ich mit der verlustfreien Komprimierung.

Walter
Walter (11.04.2006, 07:56):
Original von Jazz-Freak

Allerdings könnte auch ich mich dafür erwärmen, wenn dies nicht mehr mit Klangverlusten verbunden ist. Vielleich hat ja jemand schon entsprechende Möglichkeiten entdeckt :leb

Gruß
Klaus

Herzlich willkommen Klaus! :hello

wie ich sehe bist Du wirklich anspruchsvoll, wenn es um Hörgenuss geht. Wir könnten ja mal versuchen eine vernünftige Computer-Kette zu entwickeln!

Als erstes bräuchte man mal einen PC als Quelle, der leise genug ist!
Dann ein Format für die Daten, das verlustfrei arbeitet! (tun denn das die sogenannten lossless-Verfahren?)
Dann einen Wandler von ausreichender Güte für die digitalen Daten (Wie ich sehe bist Du da nicht gerade leicht zu überzeugen!) :rofl
Na ja, und dann gehts erst richtig los - aber das verschieben wir mal auf später! :haha

Wo fangen wir an? Beim Wandler für die digitalen Daten? Es gab vor kurzem einen Bericht in der Stereoplay über externe Wandler - ich denke den suche ich mal raus!

Bis bald,
Walter
Rachmaninov (11.04.2006, 22:47):
@Klaus,

grundsätzlich teile ich Deine Meinung, aber leider ist es halt nicht immer möglich auf dem Equipment Daheim zu hören.

Von daher spricht natürlich auch einiges für eine solche Archivierung.

Auf Dienstreisen bin ich immer wieder "gezwungen" auch mal aus der "Konserve" zu leben. Soll heißen ich muß mich mit mp3's begnügen. Auch bei 320 kb ist da natürlich kein Vergleich zu dem Klangerlebnis Daheim, aber besser als keine Musik.

Aus diesem Grund habe ich mir jetzt noch zusätzlich zum mp3-Player eine portable 80GB Festplatte angeschafft..........man hat halt sonst immer gerade das auf dem Player was man nicht hören will :D
Jazz-Freak (12.04.2006, 12:39):
Will man unterwegs Musik hören (im Auto, Flugzeug, etc) gibt es in den meisten Fällen so viel Nebengeräusche, daß es m. E. müßig ist, sich über Verluste bei der Datenkonvertierung und der Datenübertragung Gedanken zu machen. Im Auto höre ich kaum einen Unterschied zwischen Original-CD und MPS mit 320 kb. Ich denke, für solche Anwendungen kann man getrost auf aktuell verfügbare Technik zurückgreifen.

Anders sieht die Sache jedoch für Zuhause aus. In dem Fall möchte ich persönlich noch nicht mal "kaum einen Unterschied" akzeptieren.
Um CD's auf Festplatte zu archivieren und von dort aufrufen und abspielen zu können, sind, wenn dies ohne Verluste erfolgen soll, mehere Hürden zu nehmen:

1. Man muß die Daten zunächst von der CD auf die Festplatte transferieren.
2. Die Daten müssen anschließend von der Festplatte ausgelesen werden.
3. Es folgt die D/A-Wandlung
4. die analogen Signale müssen dem Verstärker zugeführt werden.

Ob alle 4 Schritte kritisch für die Klangqualität sind, oder nur einzelne und in welchem Umfang jeweils ist mür mich z.Z. schwer zu sagen. Ein Hörvergleich, den ich mit 2 ähnlichen CD-Playern machen konnte, brachte folgendes Ergebnis:
Philips CD 960 im vergleich zu NAIM CD 3:
Unterschiede: im NAIM arbeitet der gleiche Wandler, nur mit selektierten Bauteilen und der NAIM hat eine eigene Analog-Sektion. Klanglich sind beide Player ähnlich, in Punkto Musikalität liegen Welten dazwischen. Das heißt, DA-Wandler und Analog-Sektion haben zusammen einen großen Einfluß. Dies könnte den Schwerpunkt für die Entwicklung einer "PC-Kette" ausmachen.

Gruß
Klaus
Rachmaninov (12.04.2006, 16:37):
Original von Jazz-Freak
Will man unterwegs Musik hören (im Auto, Flugzeug, etc) gibt es in den meisten Fällen so viel Nebengeräusche, daß es m. E. müßig ist, sich über Verluste bei der Datenkonvertierung und der Datenübertragung Gedanken zu machen.


Da stimme ich Dir zu!


3. Es folgt die D/A-Wandlung


Denke das ist ein sehr kritischer Punkt!

Was die Wandler angeht gibt es soweit ich weiß eh nur noch 2 Unternehmen, dei groß genug sind diesen Entwicklungswettlauf zu betreiben.
Aber wie von Dir beschrieben gibt es noch weitere Kriterien, die entscheident sind!
Walter (13.04.2006, 21:19):
Original von Jazz-Freak

3. Es folgt die D/A-Wandlung

Gruß
Klaus

Hallo Klaus,
ich habe Dir ja angedroht was über Wandler zu schreiben:

In dem Testbericht der Stereoplay werden sechs D/A Wandler besprochen, die digitale Signale in analoge wandeln. Auf CDs und Computern wird die Musik in digitaler Form gespeichert (nicht bei LPs oder Musikcassetten). Die Verstärker in unseren Stereoanlagen können aber nur analoge Signale verstärken. Daher müssen die digitalen Signale in analoge umgewandelt werden. Die Kunst besteht nun darin aus Zahlen Musik zu machen. Hierbei kann man einen beliebig hohen Aufwand treiben. Die Frage ist, ob das Ergebniss der Realität oder aber den Erwartungen des Hörers nahe kommt.

Die vorgestellten Geräte kosteten zwischen 90 und 1600 Euro. Die Empfehlung der Zeitschrift - hier geht es um ein möglichst gutes Klangergebnis bei akzeptablem Preis war ein Wandler für den professionellen Einsatz für 620 Euros. Der RME ADI 2 überzeugte die Tester mit einer deutlichen Klangverbesserung (höhere Musikalität) bis in den Bereich der besten CD-Quellen. Als Tuning empfehlen die Tester das Netzgerät gegen ein höherwertiges oder sogar eine Batteriespeisung auszutauschen.

Für 700 Euronen gibt es von MUSICAL FIDELITY den X-DAC V3. Ich denke auch den sollte man sich mal anhören. Ich habe einen Verstärker dieser Marke und bin doch ziemlich angetan. Die Ausstattung dieses Gerätes ist zwar etwas bescheidener, aber man sollte den Hörtest machen.

Als Referenz stellt man dann den ELECTROCOMPANIET ECD 1 für 1,6kEuro vor. Der Wandler upsamplelt alle Daten auf 96 Kilohertz und kommt bei der Bewertung in die Richtung richtig guter CD-Spieler (Niveau des NAIM CD5). Den sollte man sich daher unbedingt mal anhören, wenn man Musik wirklich auf excellentem Niveau vom PC ausgeben möchte.

Die Frage ist jetzt erst mal - WO? :leb


Walter
Jazz-Freak (12.05.2006, 12:44):
Hallo Walter,

Erstens wäre zu klären, wie die digitalen Daten in den DA-Wandler eingespeist werden können (USB, etc). Davon ist abhängig, in welcher Form die Daten zu einem "Ortstermin" mitgenommen werden müssen.

Zweitens benötigt man zusätzlich eine komplette Abhörkette, um die "PC-Kette" im direkten Vergleich mit der konventionellen Art bewerten zu können.

Am einfachsten wäre es, einen Händler zu finden, der senie DA-Wandler zu einem von nach Hause mitbringt. Ansonsten müßte u.U. eine komplette Anlage bei einem Händler aufgebaut werden.
Weiterhin muß dieser Händeler auch genau die DA-Wandler im Sortiment haben, die wir miteinander vergleichen wollen.

Da wird wohl auf längere Sicht keine Langeweile aufkommen.

Gruß
Klaus
Walter (12.05.2006, 15:12):
Hallo Klaus,

um Daten für den Wandler zu liefern könnte man in einem ersten Versuch einfach mal den Rechner mit einer Soundkarte mit Digitalausgang nehmen. In einem nächsten Schritt - wenn der erste Hörversuch positiv war muß man dann doch eine genauere Auswahl bei der Kette treffen.

Ich würde erst mal mit einem Rechner anfangen wollen, wenn der Wandler damit ein musikalisches Ergebnis liefert, dann kann man ja weitersehen.

Damit die Frage:

Wo kann man einen hochwertigen Wandler probehören?

:hello

Walter
Jazz-Freak (23.05.2006, 14:23):
Hallo Walter,

als ausgesprochender Naim-Fan denke ich natürlich als erstes an einen Wandler von Naim. Allerdings verfolgt Naim eine sehr zugeschnürte Linie. Ersatzteile sind bei Naim nicht zu bekommen. Defekte Geräte werden ausschließlich bei Naim direkt repariert. Wenn man kein komplettes Naim-Gerät schlachten will, scheidet diese Alternative also aus. Das heißt: weiter suchen!

Gruß

Klaus
Manfred (15.08.2007, 20:45):
Hallo zusammen,

nachdem ich feststellen musste, dass einige meiner älteren CD's (ich sammele seit 1985) nicht mehr abspielbar waren, habe ich damit begonnen, meine komplette Sammlung auf externen USB-Festplatten zu archivieren.

Von vornherein kam für mich nur eine verlustfreie Archivierung in Frage. Nach einigen Recherchen habe ich mich für FLAC als Archivierungsformat entschieden. FLAC komprimiert und dekomprimiert sehr schnell und ist ohne Lizenzkosten frei verfügbar. Gegenüber unkomprimierten Dateien spart man durchschnittlich 60% Speicherplatz ein, außerdem bietet FLAC die Möglichkeit, die Dateien zu taggen (also Informationen wie Titel, Interpret etc. direkt in den Dateien abzuspeichern), was bei WAV-Dateien nicht möglich ist. Zum Rippen der CD's verwende ich EAC. Zum Schutz vor Datenverlust habe ich ein Backup aller Dateien (ebenfalls auf Festplatten).

Zum Musikhören unterwegs wandele ich die FLAC-Dateien mit foobar2000 in das MP3-Format um. Als Encoder verwende ich dabei LAME mit den empfohlenen Standard-Parametern -V2 --vbr-new, das entspricht einer mittleren Bitrate von 190 kbit/s. Bei niedrigeren Bitraten klingt die Musik für mich weniger transparent und dynamisch, während ich bei diesen Einstellungen praktisch keinen Unterschied zum Original mehr hören kann. Freundlicherweise überträgt foobar auch gleich die Tags aus den FLAC- in die MP3-Dateien, die Umwandlung ist daher sehr komfortabel und mit wenig Handarbeit verbunden. Übrigens kann man mit den FLAC-Dateien auch bequem aus foobar heraus Audio-CD's brennen (für den Player im Auto), wenn Nero installiert ist. Die Informationen aus den Tags werden dann sogar vom CD-Player angezeigt, wenn er das CD-Text-Format unterstützt.

Zum Hören verwende ich einen Creative Zen Touch mit 20 GB-Festplatte oder einen Creative Muvo TX mit 1 GB Flash-Speicher. Die Eipötte sind mir einfach zu teuer. Nach meiner Erfahrung können die Creative-Player in der Klangqualität sehr gut mit den fast doppelt so teuren Apfel-Playern mithalten.

Zuhause höre ich nach wie vor mit den Original-CD's. Die Archivierung hat für mich in erster Linie den Zweck der Datensicherung und bietet mir zusätzlich noch die Möglichkeit, Musik zum Hören unterwegs in beliebige andere (verlustbehaftete) Formate umzuwandeln. Wenn sich beispielsweise in der Zukunft Ogg Vorbis bei den mobilen Playern durchsetzen sollte, kann ich die FLAC-Dateien sehr komfortabel in dieses Format umwandeln, ohne die ganzen CD's noch einmal rippen zu müssen.

Viele Grüsse,
Manfred
Rachmaninov (20.08.2007, 18:56):
Original von Manfred
Zum Rippen der CD's verwende ich EAC.

@Manfred,

benutze ich auch! Hat sich im Vergleich als die klanglich beste Software herausgestellt!
Manfred (20.08.2007, 21:51):
Original von Rachmaninov
benutze ich auch! Hat sich im Vergleich als die klanglich beste Software herausgestellt!
Nach meiner Einschätzung ist EAC die beste Software für diesen Zweck, weil das Erkennen von Lesefehlern sehr ausgereift ist und sich gut an unterschiedliche Laufwerke anpassen lässt.

Einziger mir bekannter Nachteil von EAC: Das Programm erkennt zwar CD's mit Preemphasis (Höhenanhebung bei der Aufnahme), führt aber beim Rippen keine Deemphasis (entsprechende Absenkung der Höhen) durch. Daher sind in den gerippten Dateien dann die Höhen überbetont, was aber mit anderer Software korrigiert werden kann. Insbesondere das schwedische Label BIS hat lange Zeit Preemphasis bei den Aufnahmen eingesetzt.

Viele Grüße,
Manfred
Walter (25.03.2006, 14:47):
@Norbert

>Zur Zeit trenne ich mich in großen Portionen (ca. 2000 Stück sind schon weg) von meiner Sammlung, da ich in optischen Datenträgern keine Zukunft mehr sehe. Ich kaufe gelegendlich trotzdem noch CDs, konvertiere sie aber gleich.<

Also ich nehme an, Du speicherst die Daten auf dem PC. Welches Format nimmst Du und womit spielst Du denn ab??

Wie ist die Klangqualität?

Wollen wir vielleicht einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnen?

Walter
josquin (25.03.2006, 18:02):
Original von Walter
@Norbert

>Zur Zeit trenne ich mich in großen Portionen (ca. 2000 Stück sind schon weg) von meiner Sammlung, da ich in optischen Datenträgern keine Zukunft mehr sehe. Ich kaufe gelegendlich trotzdem noch CDs, konvertiere sie aber gleich.<

Also ich nehme an, Du speicherst die Daten auf dem PC. Welches Format nimmst Du und womit spielst Du denn ab??

Wie ist die Klangqualität?

Wollen wir vielleicht einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnen?

Walter
Hallo Walter,
ja ich speichere sie ab. Einen Teil auf dem PC, das Ganze aber auf eine externe USB2.0 Festplatte. Die sind ja so billig geworden!
Von den verkauften Cds habe ich aber nur eine Teilmenge gespeichert, weil das in dieser Menge zeitlich gar nicht anders möglich ist. Der dabei empfundene Verlustschmerz kommt danach heftig, vergeht aber auch zum Glück! Es wäre überhaupt ein interessantes Threadthema, wie viele und welche Cds, Besitzer größerer Sammlungen überhaupt noch anhören. Die Zahl der Cds, die bei mir mehr als ein oder zwei Jahre, oder sogar noch länger, nur im Regal standen, war erstaunlich hoch (bei anderen Sammlern dürfte es ähnlich sein!). Warum also nicht davon trennen, solange es noch Geld dafür gibt. Der Preisverfall ist DRAMATISCH!! X(

Nun zur Art der Speicherung.
Wertvolle Cds meist mit eac im Flac-Format. Diese Lösung wird, denke ich, aber langsam überflüssig. Zuletzt gab’s eine 320GB externe Festplatte für 139.-€. Da passen im wav-Format locker 500 Cds drauf. Ansonsten konvertiere ich direkt lossy, und zwar in portitauglicher Zielbitrate von 128kbps. Bisher war ich Anhänger von wma-Standard :ignore, besonders wegen der Encodiergeschwindigkeit. Das hat sich mittlerweile alles verändert!!
Ich bin völlig begeistert von der Qualität von lame3.97b2 mit -V5--vbrnew. V4 brachte für mich keinen relevanten Gewinn. Das grenzt an Zauberei.
Ich benutze einen Rio-Carbon 5GB, einen Archos Gmini 202xs 20GB, einen Ipod-Shuffle 1GB und einen mp3-fähigen Discman.

Einen “Klassik und Technik-Thread” fände ich gut. Dorthin sollte man dann diesen Beitrag verschieben.

Gruß
Norbert
josquin (25.03.2006, 22:12):
Für einen größeren Posten meiner Sammlung erhielt ich
bei einem Händler meines Vertrauens für ca. 640
Klassik-CDs 750 Euro !!!!! :I :S
Mehr gibt der Markt nicht mehr her.

Zusammensetzung: ca. 250 Budget-Cds wie Eloquence,
Naxos und Arte Nova , ca. 250 Midprice-CDs der bekannten
Serien (The Originals, Great Recordings, Legends...) und der Rest echte Hochpreis-CDs der renommierten Label! Alles in völlig makellosem Zustand, d.h. wie neu.

Gruß
Norbert
Rachmaninov (25.03.2006, 22:17):
Original von Walter
@Norbert

>Zur Zeit trenne ich mich in großen Portionen (ca. 2000 Stück sind schon weg) von meiner Sammlung, da ich in optischen Datenträgern keine Zukunft mehr sehe. Ich kaufe gelegendlich trotzdem noch CDs, konvertiere sie aber gleich.<

Also ich nehme an, Du speicherst die Daten auf dem PC. Welches Format nimmst Du und womit spielst Du denn ab??

Wie ist die Klangqualität?

Wollen wir vielleicht einen eigenen Thread zu dem Thema eröffnen?

Walter

Ja, macht das in der Technikecke!
Kann dann die entsprechenden Beiträge in das neue Thema verschieben!
Rolf Scheiwiller (26.03.2006, 12:31):
Pardon.
Gehts hier um Archivierung allein, oder auch um Downloads?
Wenn, dann könnte ich auch etwas loswerden.
Rolf.
Rachmaninov (26.03.2006, 12:35):
Original von Rolf Scheiwiller
Pardon.
Gehts hier um Archivierung allein, oder auch um Downloads?
Rolf.

Hier eigentlich zunächst über die Archivierung, aber Du kannst gerne hier auch kurz auf Downloads eingehen. Oder ggf. ein neues Thema starten um die "Übersicht" zu wahren.

Natürlich reden wir hier nur über legale Möglichkeiten, aber das ist ja eh klar :wink
trabbirainer (26.03.2006, 14:57):
Ich nutze zur Archivierung auh das FLAC-Format (natürlich nur für die Privatkopie und auch nur wenn kein Kopierschutz drauf ist. Alles gemäß 2.Korb Novellierung des Urheberrechtsgesetzes.)
Als Player bevorzuge ich den Foobar2000.
josquin (26.03.2006, 15:08):
Original von trabbirainer
Ich nutze zur Archivierung auh das FLAC-Format (natürlich nur für die Privatkopie und auch nur wenn kein Kopierschutz drauf ist. Alles gemäß 2.Korb Novellierung des Urheberrechtsgesetzes.)
Als Player bevorzuge ich den Foobar2000.

Das versteht sich von selbst! Ich kopiere nur eigene CDs ohne Kopierschutz!!

Gruß
Norbert

p.s. foobar gibt es jetzt als Final in der Version 0.9, mit secure mode Ripper!
trabbirainer (26.03.2006, 15:31):
Original von josquin
p.s. foobar gibt es jetzt als Final in der Version 0.9, mit secure mode Ripper!

ja foobar mit colums ui und album list panel sind allererste Sahne.

Trabbi

PS: Ich bin für die ausdrückliche Kennzeichnungspflicht von CDs mit DRM.
Walter (26.03.2006, 20:51):
Ich benutze den iPod (30GB) mit MP3s. Die Qualität ist aber leider nicht ganz so wie ich mir das vorstelle. Mit Kopfhörer gehts aber nicht mit der Anlage.

Ich suche nach einer Möglichkeit von Festplatte möglichst ohne PC (die sind mir zu Laut) an die Anlage zu kommen. Die Qualtiät des Wandlers wäre dann die nächste Hürde, die zu nehmen wäre.

Bis ich da eine sinnvolle Möglichkeit gefunden habe bleibe ich bei meinem CD-Player; der klingt ausreichend gut :J

Aber am PC geht es wirklich super komfortabel - man gibt einfach einen Suchbegriff ein und wählt die Interpretation die man möchte oder wechselt hin und her oder ...

So hätte ich das halt gerne auch an der Anlage.

Walter
josquin (26.03.2006, 20:54):
Original von Walter
Ich benutze den iPod (30GB) mit MP3s. Die Qualität ist aber leider nicht ganz so wie ich mir das vorstelle.

Womit konvertierst Du und mit welchen Einstellungen ins mp3-Format?

Gruß
Norbert
stephan (27.03.2006, 11:20):
Hallo,

Norbert, mich wundert es, dass Du Festplatten mehr vertraust, als CDs. Ich habe da in meiner bisherigen Computer-Laufbahn komplett andere Erfahrungen gemacht. Die Dinger rauchen alle 1-2 Jahre ohne Vorwarnung einfach ab... :( X(
Meine derzeitige "Taktik" ist es, alles was mir wirklich gefällt, als Original-CD zu haben, da ich deren "Haltbarkeit" am Besten einschätze.
Nur, um bequemer mit der Musik umgehen zu können, kopiere ich mir vieles als APE auf die Platte. (Und als mp3 in den portablen Player)



Ciao

Stephan
josquin (27.03.2006, 11:48):
Original von stephan
Hallo,

Norbert, mich wundert es, dass Du Festplatten mehr vertraust, als CDs. Ich habe da in meiner bisherigen Computer-Laufbahn komplett andere Erfahrungen gemacht. Die Dinger rauchen alle 1-2 Jahre ohne Vorwarnung einfach ab... :( X(
Meine derzeitige "Taktik" ist es, alles was mir wirklich gefällt, als Original-CD zu haben, da ich deren "Haltbarkeit" am Besten einschätze.
Nur, um bequemer mit der Musik umgehen zu können, kopiere ich mir vieles als APE auf die Platte. (Und als mp3 in den portablen Player)



Ciao

Stephan

Hallo Stephan,
die Gefahr daß Festplatten schnell mal abrauchen, besteht aber nur bei der im Computer. Nur die ist ständig im Betrieb!
Schau Dir mal an wie billig heute z.B 250GB-Platten sind. Kaufe Dir zwei externe Platten und archiviere dort doppelt Deine Musik. Eine bewahrst Du sicher irgendwo auf. Die Wahrscheinlichkeit beide Inhalte zu verlieren, ist sehr gering. Sollte z.B Deine Wohnung abbrennen, so wären Deine CDs sicher verbrannt. Die Festplatten ließen sich noch rekonstruieren, z.B.

Das Recht auf eine private Kopie von nicht kopiergeschützten CDs bleibt übrigens bestehen!

Gruß
Norbert
Jazz-Freak (10.04.2006, 18:47):
Hallo an alle,

die CDs auf Festplatte zu speichern und von dort eine bequeme Auswahlmöglichkeit zu haben und nicht Diskjockey spielen zu müssen, mag ja eine schöne Sache sein, aber ich habe bisher weder ein Datenformat, noch eine adäquate Sounskarte gefunden, um diese Daten wieder möglichst ohne Verluste in Musik umzuwandeln.
Wenn ich Original-CDs z.B. für's Auto kopiere habe ich schon hörbare Verluste. Spiele ich die Original-CD mit dem PC und einer speziellen Audio-Sounskarte ab, sind die Verluste noch größer. Deshalb gibt es für mich noch keine Alternative zu meinem CD-Player

Auch ich habe schon mehrere Festplatten-Crashs erlebt. Aber mir ich noch keine CD einfach so kaputt gegangen, es sei denn sie wurde sehr unsanft behandelt, sprich zerkratzt.

Allerdings könnte auch ich mich dafür erwärmen, wenn dies nicht mehr mit Klangverlusten verbunden ist. Vielleich hat ja jemand schon entsprechende Möglichkeiten entdeckt :leb

Gruß
Klaus
Walter (11.04.2006, 07:44):
Original von josquin

Womit konvertierst Du und mit welchen Einstellungen ins mp3-Format?

Gruß
Norbert

Sorry Norbert, ich bin etwas spät!
Ich nutze von Apple iTunes mit variabler BitRate - ich glaube max 256 für das mp3 Format. Meine Sicherungskopieen mache ich mit der verlustfreien Komprimierung.

Walter
Walter (11.04.2006, 07:56):
Original von Jazz-Freak

Allerdings könnte auch ich mich dafür erwärmen, wenn dies nicht mehr mit Klangverlusten verbunden ist. Vielleich hat ja jemand schon entsprechende Möglichkeiten entdeckt :leb

Gruß
Klaus

Herzlich willkommen Klaus! :hello

wie ich sehe bist Du wirklich anspruchsvoll, wenn es um Hörgenuss geht. Wir könnten ja mal versuchen eine vernünftige Computer-Kette zu entwickeln!

Als erstes bräuchte man mal einen PC als Quelle, der leise genug ist!
Dann ein Format für die Daten, das verlustfrei arbeitet! (tun denn das die sogenannten lossless-Verfahren?)
Dann einen Wandler von ausreichender Güte für die digitalen Daten (Wie ich sehe bist Du da nicht gerade leicht zu überzeugen!) :rofl
Na ja, und dann gehts erst richtig los - aber das verschieben wir mal auf später! :haha

Wo fangen wir an? Beim Wandler für die digitalen Daten? Es gab vor kurzem einen Bericht in der Stereoplay über externe Wandler - ich denke den suche ich mal raus!

Bis bald,
Walter
Rachmaninov (11.04.2006, 22:47):
@Klaus,

grundsätzlich teile ich Deine Meinung, aber leider ist es halt nicht immer möglich auf dem Equipment Daheim zu hören.

Von daher spricht natürlich auch einiges für eine solche Archivierung.

Auf Dienstreisen bin ich immer wieder "gezwungen" auch mal aus der "Konserve" zu leben. Soll heißen ich muß mich mit mp3's begnügen. Auch bei 320 kb ist da natürlich kein Vergleich zu dem Klangerlebnis Daheim, aber besser als keine Musik.

Aus diesem Grund habe ich mir jetzt noch zusätzlich zum mp3-Player eine portable 80GB Festplatte angeschafft..........man hat halt sonst immer gerade das auf dem Player was man nicht hören will :D
Jazz-Freak (12.04.2006, 12:39):
Will man unterwegs Musik hören (im Auto, Flugzeug, etc) gibt es in den meisten Fällen so viel Nebengeräusche, daß es m. E. müßig ist, sich über Verluste bei der Datenkonvertierung und der Datenübertragung Gedanken zu machen. Im Auto höre ich kaum einen Unterschied zwischen Original-CD und MPS mit 320 kb. Ich denke, für solche Anwendungen kann man getrost auf aktuell verfügbare Technik zurückgreifen.

Anders sieht die Sache jedoch für Zuhause aus. In dem Fall möchte ich persönlich noch nicht mal "kaum einen Unterschied" akzeptieren.
Um CD's auf Festplatte zu archivieren und von dort aufrufen und abspielen zu können, sind, wenn dies ohne Verluste erfolgen soll, mehere Hürden zu nehmen:

1. Man muß die Daten zunächst von der CD auf die Festplatte transferieren.
2. Die Daten müssen anschließend von der Festplatte ausgelesen werden.
3. Es folgt die D/A-Wandlung
4. die analogen Signale müssen dem Verstärker zugeführt werden.

Ob alle 4 Schritte kritisch für die Klangqualität sind, oder nur einzelne und in welchem Umfang jeweils ist mür mich z.Z. schwer zu sagen. Ein Hörvergleich, den ich mit 2 ähnlichen CD-Playern machen konnte, brachte folgendes Ergebnis:
Philips CD 960 im vergleich zu NAIM CD 3:
Unterschiede: im NAIM arbeitet der gleiche Wandler, nur mit selektierten Bauteilen und der NAIM hat eine eigene Analog-Sektion. Klanglich sind beide Player ähnlich, in Punkto Musikalität liegen Welten dazwischen. Das heißt, DA-Wandler und Analog-Sektion haben zusammen einen großen Einfluß. Dies könnte den Schwerpunkt für die Entwicklung einer "PC-Kette" ausmachen.

Gruß
Klaus
Rachmaninov (12.04.2006, 16:37):
Original von Jazz-Freak
Will man unterwegs Musik hören (im Auto, Flugzeug, etc) gibt es in den meisten Fällen so viel Nebengeräusche, daß es m. E. müßig ist, sich über Verluste bei der Datenkonvertierung und der Datenübertragung Gedanken zu machen.


Da stimme ich Dir zu!


3. Es folgt die D/A-Wandlung


Denke das ist ein sehr kritischer Punkt!

Was die Wandler angeht gibt es soweit ich weiß eh nur noch 2 Unternehmen, dei groß genug sind diesen Entwicklungswettlauf zu betreiben.
Aber wie von Dir beschrieben gibt es noch weitere Kriterien, die entscheident sind!
Walter (14.04.2006, 21:04):
Hallo - ich hab noch mal weiter nachgedacht:

Es gibt auf dem Markt Festplatten, die können ohne zusätzlichen PC an ein LAN-Netzwerk angeschlossen werden. Nun kann man über den eigenen PC die Musik auf diese Platte laden und dann den PC ausschalten!!!

Jetzt braucht man noch ein Gerät mit dem man von der Stereoanlage aus diese Festplatte steuern kann. So ein Ding heisst Netzwerkplayer. Dabei muss man darauf achten, dass er an ein LAN (möglichst mit Kabel = höherer Datendurchsatz und keine Strahlung) angeschlossen werden kann und die Daten auch digital weitergeben kann. So was gibts z.B. unter dem Namen Roku M1001 für 250 Euro. Der ist nett, weil der nicht nur MP3 sondern auch die lossless Formate WAV, FLAC und AAC abspielt!

Nun hätten wir es fast geschafft, denn von hier aus gehts in den Wandler, den ich ja schon beschrieben habe. Hier müsste man eben nur noch einen finden, der musikalisch genug ist (bezahlbar wäre auch noch eine nette Eigenschaft).

Wenn man damit fertig ist kann man mit dem Sitztraining anfangen - denn aufstehen und CD wechseln ist dann nicht mehr nötig.

LASST UNS DEN WANDLER FINDEN :cool

Walter
Jazz-Freak (12.05.2006, 12:44):
Hallo Walter,

Erstens wäre zu klären, wie die digitalen Daten in den DA-Wandler eingespeist werden können (USB, etc). Davon ist abhängig, in welcher Form die Daten zu einem "Ortstermin" mitgenommen werden müssen.

Zweitens benötigt man zusätzlich eine komplette Abhörkette, um die "PC-Kette" im direkten Vergleich mit der konventionellen Art bewerten zu können.

Am einfachsten wäre es, einen Händler zu finden, der senie DA-Wandler zu einem von nach Hause mitbringt. Ansonsten müßte u.U. eine komplette Anlage bei einem Händler aufgebaut werden.
Weiterhin muß dieser Händeler auch genau die DA-Wandler im Sortiment haben, die wir miteinander vergleichen wollen.

Da wird wohl auf längere Sicht keine Langeweile aufkommen.

Gruß
Klaus
Walter (12.05.2006, 15:12):
Hallo Klaus,

um Daten für den Wandler zu liefern könnte man in einem ersten Versuch einfach mal den Rechner mit einer Soundkarte mit Digitalausgang nehmen. In einem nächsten Schritt - wenn der erste Hörversuch positiv war muß man dann doch eine genauere Auswahl bei der Kette treffen.

Ich würde erst mal mit einem Rechner anfangen wollen, wenn der Wandler damit ein musikalisches Ergebnis liefert, dann kann man ja weitersehen.

Damit die Frage:

Wo kann man einen hochwertigen Wandler probehören?

:hello

Walter
Jazz-Freak (23.05.2006, 14:23):
Hallo Walter,

als ausgesprochender Naim-Fan denke ich natürlich als erstes an einen Wandler von Naim. Allerdings verfolgt Naim eine sehr zugeschnürte Linie. Ersatzteile sind bei Naim nicht zu bekommen. Defekte Geräte werden ausschließlich bei Naim direkt repariert. Wenn man kein komplettes Naim-Gerät schlachten will, scheidet diese Alternative also aus. Das heißt: weiter suchen!

Gruß

Klaus
Manfred (15.08.2007, 20:45):
Hallo zusammen,

nachdem ich feststellen musste, dass einige meiner älteren CD's (ich sammele seit 1985) nicht mehr abspielbar waren, habe ich damit begonnen, meine komplette Sammlung auf externen USB-Festplatten zu archivieren.

Von vornherein kam für mich nur eine verlustfreie Archivierung in Frage. Nach einigen Recherchen habe ich mich für FLAC als Archivierungsformat entschieden. FLAC komprimiert und dekomprimiert sehr schnell und ist ohne Lizenzkosten frei verfügbar. Gegenüber unkomprimierten Dateien spart man durchschnittlich 60% Speicherplatz ein, außerdem bietet FLAC die Möglichkeit, die Dateien zu taggen (also Informationen wie Titel, Interpret etc. direkt in den Dateien abzuspeichern), was bei WAV-Dateien nicht möglich ist. Zum Rippen der CD's verwende ich EAC. Zum Schutz vor Datenverlust habe ich ein Backup aller Dateien (ebenfalls auf Festplatten).

Zum Musikhören unterwegs wandele ich die FLAC-Dateien mit foobar2000 in das MP3-Format um. Als Encoder verwende ich dabei LAME mit den empfohlenen Standard-Parametern -V2 --vbr-new, das entspricht einer mittleren Bitrate von 190 kbit/s. Bei niedrigeren Bitraten klingt die Musik für mich weniger transparent und dynamisch, während ich bei diesen Einstellungen praktisch keinen Unterschied zum Original mehr hören kann. Freundlicherweise überträgt foobar auch gleich die Tags aus den FLAC- in die MP3-Dateien, die Umwandlung ist daher sehr komfortabel und mit wenig Handarbeit verbunden. Übrigens kann man mit den FLAC-Dateien auch bequem aus foobar heraus Audio-CD's brennen (für den Player im Auto), wenn Nero installiert ist. Die Informationen aus den Tags werden dann sogar vom CD-Player angezeigt, wenn er das CD-Text-Format unterstützt.

Zum Hören verwende ich einen Creative Zen Touch mit 20 GB-Festplatte oder einen Creative Muvo TX mit 1 GB Flash-Speicher. Die Eipötte sind mir einfach zu teuer. Nach meiner Erfahrung können die Creative-Player in der Klangqualität sehr gut mit den fast doppelt so teuren Apfel-Playern mithalten.

Zuhause höre ich nach wie vor mit den Original-CD's. Die Archivierung hat für mich in erster Linie den Zweck der Datensicherung und bietet mir zusätzlich noch die Möglichkeit, Musik zum Hören unterwegs in beliebige andere (verlustbehaftete) Formate umzuwandeln. Wenn sich beispielsweise in der Zukunft Ogg Vorbis bei den mobilen Playern durchsetzen sollte, kann ich die FLAC-Dateien sehr komfortabel in dieses Format umwandeln, ohne die ganzen CD's noch einmal rippen zu müssen.

Viele Grüsse,
Manfred
Rachmaninov (20.08.2007, 18:56):
Original von Manfred
Zum Rippen der CD's verwende ich EAC.

@Manfred,

benutze ich auch! Hat sich im Vergleich als die klanglich beste Software herausgestellt!
Manfred (20.08.2007, 21:51):
Original von Rachmaninov
benutze ich auch! Hat sich im Vergleich als die klanglich beste Software herausgestellt!
Nach meiner Einschätzung ist EAC die beste Software für diesen Zweck, weil das Erkennen von Lesefehlern sehr ausgereift ist und sich gut an unterschiedliche Laufwerke anpassen lässt.

Einziger mir bekannter Nachteil von EAC: Das Programm erkennt zwar CD's mit Preemphasis (Höhenanhebung bei der Aufnahme), führt aber beim Rippen keine Deemphasis (entsprechende Absenkung der Höhen) durch. Daher sind in den gerippten Dateien dann die Höhen überbetont, was aber mit anderer Software korrigiert werden kann. Insbesondere das schwedische Label BIS hat lange Zeit Preemphasis bei den Aufnahmen eingesetzt.

Viele Grüße,
Manfred
thwinter12 (07.04.2009, 13:14):
Hallo allen "Daheimgebliebenen", :wink

gestern abend beim Überspielen einer Original-MusikCD auf den PC trat bei mir folgendes Problem auf:

Bei den letzten beiden Tracks begann die CD plötzlich zu "hüpfen" - als ob Kratzer vorhanden wären (in Natura waren aber keine da!) und das Überspielen verlangsamte sich rapide. Beim Anhören der fertigen Musikdateien war das "Hüpfen" dann leider auch hörbar.

Ich legte die MusikCD in eine Dolby-Surround-Anlage, danach in den CD-Spieler einer herkömmlichen Stereoanlage und bei beiden Anlagen konnte sie ohne Probleme abgespielt werden - auch die letzten Tracks waren einwandfrei! Danach probierte ich es noch auf einem Laptop und plötzlich "hüpfte" die CD bei den letzten 2 Tracks wieder (es geht hier zwar nur um ca. 5 Minuten Laufzeit aber die CD ist für mich damit quasi wertlos, weil ich sie nicht gesamt in meine Musikdatenbank einspielen kann!).

Dieses Problem fällt mir zwar nur bei einer Handvoll CDs aus meinem Bestand auf, aber ich glaube trotzdem, dass es generell an den CD/DVD-Laufwerken der PCs liegt und nicht an den MusikCDs, da diese ja auf "herkömmlichen Stereoanlagen" abspielbar sind!? Aber weshalb ist das so?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann vielleicht helfen?

Servas,
Thomas
Pollux (07.04.2009, 22:03):
Ich bin zwar kein Experte, aber möglicherweise liegt es daran, dass die PC-Laufwerke nicht zu schlecht sondern im Gegenteil zu gut sind, nämlich vor allem was ihre hervorragende Fehlerkorrektur betrifft. Normale Audio-CD-Laufwerke sind da, so viel ich weiß, viel toleranter.
Manfred (07.04.2009, 22:05):
Original von thwinter12
Dieses Problem fällt mir zwar nur bei einer Handvoll CDs aus meinem Bestand auf, aber ich glaube trotzdem, dass es generell an den CD/DVD-Laufwerken der PCs liegt und nicht an den MusikCDs, da diese ja auf "herkömmlichen Stereoanlagen" abspielbar sind!? Aber weshalb ist das so?
Lieber Thomas,

CD-Player haben eine Fehlerkorrektur, die Lesefehler so weit wie möglich unhörbar macht. Wenn einzelne Samples nicht fehlerfrei lesbar sind, wird in der Regel zwischen dem letzten noch lesbaren und dem ersten wieder lesbaren Sample interpoliert. Wenn es nicht zu viele Samples sind, ist das kaum oder gar nicht hörbar.

CD-/DVD-Laufwerke in PC's sind für das Lesen von Daten optimiert und haben diese Fehlerkorrektur normalerweise nicht. Je nach Firmware des Laufwerks werden mehrere Leseversuche bei immer weiter reduzierter Lesegeschwindigkeit (bis zu 1x) unternommen. Sind die Daten dann immer noch nicht fehlerfrei lesbar, werden auch keine Daten weitergegeben, und es gibt einen Aussetzer.

Abhilfe: Mehrere unterschiedliche CD-Laufwerke ausprobieren, die Laufwerke reagieren unterschiedlich empfindlich bei Leseproblemen. Wenn die CD mit einem Laufwerk fehlerfrei ausgelesen werden kann, sofort eine Sicherungskopie herstellen. Oft sind solche Lesefehler der Anfang vom Ende einer CD (leider schon selbst mehrfach erlebt).

Manfred
Pollux (08.04.2009, 19:47):
Original von ManfredCD-/DVD-Laufwerke in PC's sind für das Lesen von Daten optimiert und haben diese Fehlerkorrektur normalerweise nicht.

Wie gesagt, ich bin kein Experte, aber dass CD-Rom-Laufwerke gar keine Fehlerkorrektur hätten, das ist mir allerdings völlig neu. Ich hab's gerade nochmal recherchiert, (u.a. Techchannel, PC-Welt) und demnach arbeiten diese Laufwerke mit Fehlerkorrektur. Was stimmt denn nun?
thwinter12 (08.04.2009, 20:12):
Lieber Manfred,
Hallo Pollux,

erstmal Danke für Eure Erläuterungen!

Für mich als Sammler ist die Angelegenheit mehr als ärgerlich, da die CD erst vor ca. 2 Wochen neu gekauft wurde und jetzt archiviert werden sollte. X(

Wie bereits erwähnt: bei einer "Handvoll CDs" von mir (Labels sind hier Hyperion und Guild!?) tritt dieser Lesefehler immer am Schluß der MusikCD auf und die sind erst ca. 7-8 Jahre alt. Demnach müsste es sich aber doch um einen Herstellerfehler handeln!?

Ich werde es mal auf PCs von Bekannten und Verwandten versuchen, ev. klappt es dann da!? Die umständlichere Variante wäre, die Dolby-Surround-Anlage an den PC anzuschließen und dann händisch aufnehmen. Oder die fehlerhaften Tracks als MP3s nachkaufen... :(

Egal - ich werd' mal Leute aus meiner Umgebung mit PCs "nerven"...
Servas, :hello
Thomas

P.S. Man stelle sich vor dieses Problem tritt bei der 24. CD aus der Scarlatti-Ross-Box auf - wie schrecklich wäre das wohl! :I
Jürgen (10.04.2009, 00:35):
Hallo Thomas,

das Problem habe ich auch schon beobachten können.

Wie es sich mir darstellt, kann ich Manfred zustimmen. In meinem PC befinden sich zwei Laufwerke: Ein Schnelles und ein Gründliches. I.d.R. rippe ich mit dem Schnellen, aber jede 10. CD kann nicht einwandfrei gelesen werden. Dann wird erst die Lesegeschwindigkeit bis auf 1-fache Geschwindigkeit gedrosselt. Klappt auch das nicht, wird das Signal analogisiert und interpoliert. Bei mir funktioniert es aber meist erst mit dem langsamen Laufwerk.

Dass es gar nicht klappt kommt sehr selten vor. Z.B. bei Leih-CDs aus der Bibliothek, die auch optisch schon sehr ramponiert daherkommen.

Dass es bei den letzten Stücken einer CD auftritt, liegt wohl daran, dass eine CD von innen nach aussen gelesen wird und viele Laser in diesen Aussenbereichen Schwierigkeiten mit der Feinjustierung haben.

Du wirst dieses Problem daher sicherlich noch nie bei einer CD mit einer Laufzeit von unter 60 Minuten gehabt haben. Die kommt nämlich nicht in diese Aussenbereiche.

Bei einer nur 2 Wochen alten CD hätte ich aber keine Hemmungen, sie zu reklamieren. In 25 Jahren CD-Erfahrung habe ich das nur etwa 5 mal gemacht, musste aber nur einmal "beweisen", dass die CD fehlerhaft war. Und diese eine mal liegt schon sehr lange zurück. Heutzutage weiss jeder CD Verkäufer, dass CD-Fehler in den seltensten Fällen auf anderen Geräten reproduzierbar sind. CDs werden anstandslos zurückgenommen.

Ansonsten gibt es Software, mir der Du die CD analysieren und korrigieren kannst, soweit sie nicht völlig zerkratzt ist. (zB WaveLab)


Grüße
Jürgen
thwinter12 (13.04.2009, 19:56):
Hallo Jürgen,

du hast recht, es handelt sich hierbei immer um CDs mit fast 80 Minuten Laufzeit! Dieses Problem scheint hier doch einigen bekannt zu sein! Ich bin noch auf der Suche nach einem PC mit "geeignetem" Laufwerk!

Danke für Deine Ausführungen bzw. Tipps! :thanks

Servas,
Thomas
Manfred (14.04.2009, 21:55):
Original von thwinter12
du hast recht, es handelt sich hierbei immer um CDs mit fast 80 Minuten Laufzeit!

Laut Spezifikation (Redbook) haben Audio-CD's eine Laufzeit von maximal 74 Minuten. Durch Verringern des Spurabstands lassen sich zwar bis zu 80 Minuten herausholen, allerdings entsprechen solche CD's strenggenommen nicht mehr der Spezifikation, und es kann deshalb bei einigen Laufwerken zu Leseproblemen kommen.

Manfred
Gerion (15.11.2009, 15:31):
Liebe Forianer,

ich arbeite mich gerade in foobar ein, um endlich mal vernünftig mit flac zu archivieren. Beim rippen meiner CDs beziehe ich dafür natürlich immer Tag-Vorschläge von der freedb.

Jetzt ist mir gerade aufgefallen, dass einige CDs, die bei mir im Büro mit winamp mit Titeln angezeigt werden, in der freedb fehlen. Daher wende ich mich mit zwei Fragen an die technisch Versierten "Foobarianer" unter Euch:

1. Wie lade ich eigentlich meine ergänzten/veränderten Titel wieder in die freedb?

2. Kann ich kostenlos noch andere Datenbanken anzapfen, vor allem die, die winamp nutzt (also gracenote, vormals cddb) ?

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Herzlichst
Gerion
EinTon (15.11.2009, 20:14):
Ich empfehle stark:

http://www.mp3tag.de/

- liest auch von amazon, discogs etc. Taginformationen ein

- funktoniert auch bei FLAC und praktisch allen gängigen Formaten (wie etwa dem von mir bevorzugten APE)

- macht die Tags bei Bedarf auch zu Dateinamen


Ich habe das Programm erst kürzlich entdeckt, und es ist wirklich sehr "professionell", obwohls nix kostet (allerdings darf man gern freiwillig was spenden!)

Gruß,

Normann
Gerion (15.11.2009, 22:49):
Lieber EinTon,

vielen Dank; kannst Du mir trotzdem zu meiner Frage antworten oder kennst Du foobar nicht? Falls Du foobar kennst: Worin liegen denn die weiteren Vorteile von mp3tag (gesetzt den Fall, dass Foobar auch in anderen DBen lesen kann) ?

Danke & Gruß :hello
Gerion
EinTon (15.11.2009, 23:42):
Ich kenne foobar nur flüchtig, aber mp3tag kann mE sehr viel mehr, was Tagging-Möglichkeiten anbelangt, zB auch mp3-Alben nachträglich taggen (als ich freeDB noch nicht kannte, waren alle meine eingelesenen Alben komplett ungetaggt und die Dateien hießen nur track 1.mp3 , track 2.mp3 etc., und mit mp3tag konnte ich ihnen nachträglich echte Namen geben).

Foobar scheint mir ja eher spartanisch ausgestattet zu sein, Allerdings ist mp3Tag wiederum kein Mediaplayer, sondern ein reiner Taggingspezialist.

Du kannst Dir das Programm ja mal versuchsweise installieren...
Gerion (16.11.2009, 08:59):
Lieber EinTon: Danke für die Hilfe. Ich sehe es mir an, wenn ich bei foobar nicht weiterkomme (eigentlich möchte ich nicht noch mehr progs installieren, aber vielleicht ist es wirklich sinnvoll). Herzlich grüßt Gerion
Jürgen (16.11.2009, 09:25):
Ich kann mich Normann nur anschließen.

mp3-Tag ist klasse. Die meisten Funktionen, die mp3-Tag beherrscht, kann man mit Foobar m.e. auch machen, allerdings nicht so intuitiv. Und Cover einfügen, geht gar nicht.

Ich musste letztens die kompletten Klaviersonaten Beethovens mit Brendel taggen. Da habe ich mir mit mp3-Tag die Tags einer schon getaggten Aufnahme in eine Datei exportiert, die Datei im Editor an die Brendel-Aufnahme angepasst, und dort wieder importiert. Cover hinzugefügt, fertig.

Das ist schon sehr komfortabel.


@Gerion: Deine Fragen bzg. Foobar kann ich leider nicht beantworten. Es gibt aber ein deutschsprachiges Forum zu Foobar2000.

Grüße
Jürgen
Rachmaninov (16.11.2009, 10:39):
ich bleibe derzeit bei itunes, vor allem weil ich die squeezebox besitze und diese nun auch via ipod ansteuern kann.
Pollux (16.11.2009, 12:33):
Ich benutze sowohl Foobar als auch MP3Tag. Um Tags zu korrigieren oder kleinere Änderungen vorzunehmen, bleibe ich in Foobar, für größere Aktionen starte ich MP3Tag. Über das Foobar-Plugin foo_run starte ich MP3Tag per Button direkt aus Foobar. Das kann so konfiguriert werden, dass die von mir markierten Dateien in der aktuellen Playlist in MP3Tag geladen werden, was ausgesprochen praktisch ist (auf die gleiche Weise habe ich übrigens auch Irfan View in Foobar eingebunden, um bei Bedarf die Coverbilder zu bearbeiten).

Foobar mag etwas fummelig sein, besonders am Anfang. Wenn man sich aber erstmal reingefuchst hat, und die ganzen nützlichen Plugins zu schätzen gelernt hat, gibt es meiner Meinung nach derzeit für klassische Musik keine vernünftige Alternative zu Foobar.

MP3tag ist schon in der Grundkonfiguration ein sehr mächtiges Programm. Auch hier muss man sich etwas einarbeiten, um die weniger offensichtlichen Features zu entdecken. Wie bei Foobar kann mit Hilfe von Skripten auch sehr komplexe Tagging-Aktionen auf Knopfdruck realisieren.