Musikempfehlungen für eine Freundin

Joanne August (17.01.2021, 13:36):
Hallo Leute,

ich habe gestern Abend halb im Scherz einer nicht so klassisch interessierten Freundin vorgeschlagen, dass sie (als "Gegenleistung" für ein Konzert, das ich einmal mit ihr besucht habe) mit mir in ein klassisches Konzert gehen soll, sobald das wieder möglich ist. Sie hat in aller Ernsthaftigkeit zugesagt.

Zwar wird in den nächsten Wochen wohl noch nichts möglich sein, ich überlege aber trotzdem schon, in welche Richtung das gehen soll. Sie hört normalerweise Gothic, Rock und ein bisschen 80er - ich frage mich, ob man daraus ableiten kann, welche Epoche/welcher Komponist ihr innerhalb der Klassik wohl am ehesten zusagen würde?

Und falls nicht: was sind eure Empfehlungen als "Einführung" in die klassische Musik für Leute, die noch nicht viel Ahnung haben? Sie ist ernsthaft bereit, sich darauf einzulassen, will sich sogar vorher auf die einzelnen Stücke vorbereiten.

Ich selbst tendiere momentan in Richtung Romantik - allzu modern ist vielleicht etwas viel des Guten zu Anfang, und Mozart etwa könnte sie vielleicht etwas langweilig finden - anderseits sind die Sinfonien nicht so lang wie in der Romantik.
Von der Gattung her überlege ich zwischen Sinfonien und Solokonzerten hin und her - bei letzterem würden ihr wahrscheinlich "außergewöhnliche" Instrumente zusagen - ein Kontrabasskonzert zum Beispiel eher als ein Violinkonzert.

Habt ihr Ideen? Konntet ihr schon mal Leute für klassische Musik begeistern? Wenn ja, mit was für Stücken?

Danke im Voraus!

Liebe Grüße,
Jo
Philidor (17.01.2021, 13:53):
Ist sehr lange her, aber einem klassikfernen Menschen habe ich mal den Anfang von Mahlers 6. Sinfonie vorgespielt - der wollte nicht mehr aufhören, bis zum Schluss des Werkes.

Ist live sicher nochmal spektakulärer. Der Schlagzeug-Einsatz im Finale, nicht nur der Hammer, ist einfach ... ja. Muss man gesehen haben.

Kurkonzert-Programme à la "Mozart kleine Nachtmusik", drei Opernarien, Grieg "Aus Holbergs Zeit" usw. usw. würde ich vielleicht eher vermeiden ... die verstärken eher eventuelle Vorurteile gegenüber klassischer Musik.

Gruß
Philidor

:hello
Marcie (17.01.2021, 14:47):
@Joanne August

Für einen interessierten Beginn vielleicht:

- Prokofjew - Sinfonie #1 - kurz, knackig, mitreißend

- Ravel - Piano Concerto In G, M.83 - 2. Adagio Assai - einfach wunderschön

- Satie - Trois Gymnopédies

- Mahler - Sinfonie #6 - in Verbindung zur Lektüre von Mahlers Geschichte einfach nachvollziehbar

- Tschaikowsky - Ballett-Suiten

- Sibelius - Sinfonie #2

- Rimsky-Korsakov - Scheherazade

- Grieg - Lyric Pieces

- Dvořák - Sinfonie #9
Maurice inaktiv (17.01.2021, 18:01):
Ich würde Franz Schubert (Seine Sinfonien sind vielleicht bis auf die "Neunte" alle sicher problemlos anzuhören), Joseph Haydn (seine Sinfonien sind ja immer interessant, wenn der richtige Dirigent vorne steht), Robert Schumanns Sinfonien oder Solowerke, Antonin Dvoraks Sinfonien, Orchesterwerke, Solowerke sind auch immer ganz gut dafür geeignet, und sonst würde ich in dieser Zeit bleiben. Also Mozart-Zeitgenossen bis hin zur Romantik. Eventuell auch was von Richard Strauss, etwa "Also, sprach Zarathustra", da kennt man ja das Einleitungsmotiv, aber den Rest meist nicht mehr.

Auch gebe ich Philidor recht, es sollte nicht unbedingt eine Art "Kurkonzert" gespielt werden. Etwas bekanntes kann helfen, aber da musst Du Deine Freundin fragen.

Ich wäre jetzt nicht für die Ballett-Suiten von Tschaikowsky oder die "Lyrischen Stücke" von Grieg, auch Dvoraks Neunte wäre mir (eigentlich) zu sehr abgenudelt, es sei denn, der Dirigent ist dafür geeignet (Jakub Hrusá, Adam und Ivan Fischer wären da Dirigenten, die das könnten). Hier bin ich mal nicht Marcies Meinung, sorry.

Bei Bruckner, Mahler, Sibelius, Nielsen, usw. könnte es eventuell dann problematisch werden. Als ich das erste Mal mit Bruckner oder Mahler konfrontiert worden bin, war ich völlig überfordert. Allerdings war ich da 19 Jahre jung erst gewesen. Und mich wollte jemand damit beglücken, der das wirklich selbst spielen konnte als Hornist im Auswahlorchester meines Bundeslandes.
Jan Van Karajan (17.01.2021, 18:54):
Ich bin da ganz bei euch :) . Mozart geht zum Einstieg immer, auch Haydn könnte funktionieren. Da die Filmmusik sich auch immer mehr im klassischen Konzertleben festigt, lässt sich da bestimmt auch was finden, zum Beispiel von Williams und Morricone. Außerdem vielleicht noch:
Ouvertüren von Rossini
Walzer, Polkas und Ouvertüren von Johann Strauß und Konsorten
Den Zauberlehrling von Dukas
Die Italienische Symphonie von Mendelssohn
Vielleicht konnte ich ja noch was Gescheites beitragen :)
Grüße
Jan :hello
Cetay (inaktiv) (18.01.2021, 06:58):
Sie hört normalerweise Gothic, Rock und ein bisschen 80er - ich frage mich, ob man daraus ableiten kann, welche Epoche/welcher Komponist ihr innerhalb der Klassik wohl am ehesten zusagen würde?
Ich bringe hier ein Zitat von Esa-Pekka Salonen aus einem Uralt-Faden :

To make contact with young people, it's better to play, for example, Stravinsky's Rite of Spring than Mozart or Beethoven. Rite of Spring gives a sense of recognizability even if the listener's only frame of reference is rock music. (Hervorhebung von mir)

Ich finde, er hat recht und sehe deshalb manche der Vorschläge weiter oben mit einem gewissen Strinrunzeln an. Wenn etwas davon gegeben wird, dann nichts wie hin:

Berlioz - Symphonie Fantastique
Stravinsky - Le Sacre du Printemps
Bartok - Kossuth
Holst - Die Planeten
John Adams - Fearful Symmetries
Wagner - Ouvertüren und Zwischenspiele, insbes. aus Die Walküre
xarddam (18.01.2021, 10:34):
ich würde was wählen wo eine Melodie gespielt wird, die man auch als nicht-Klassikfan schon mal gehört hat und kennt.
Es muss ja nicht unbedingt die 5. von Beethoven sein oder Vivaldi's Jahreszeiten sein

Ich dachte da zum Beispiel an

Tschaikowski 1.Klavierkonzert op. 23 b-moll

oder

Beethoven Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll, op. 37

spätestens beim dritten Satz wird sie aufhorchen


oder wie wäre es mit

Modest Mussorky - Bilder einer Austellung in der Orchesterversion


auch wenn das Beethoven Jahr rum ist und Beethoven ziemlich durchgenudelt scheint, so bin ich sicher dass viele die sich wenig auskennen, sich für Beethoven's Patorale begeistern können, daher:


Beethoven - 6. Sinfonie (Pastorale)
Marcie (18.01.2021, 11:57):
Dvoraks Neunte wäre mir (eigentlich) zu sehr abgenudelt, es sei denn, der Dirigent ist dafür geeignet (Jakub Hrusá, Adam und Ivan Fischer wären da Dirigenten, die das könnten). Hier bin ich mal nicht Marcies Meinung, sorry.
Ist doch ok! :)
Wobei, "abgenudelt" ist sie doch für die Einsteigerin ja nun noch garnicht, deshalb wäre #9 meiner Meinung nach schon ein schmissiger Türöffner in Richtung Sinfonie, denn sie macht es dem Erst/Neu-Hörer mit Melodien und Rhythmik doch sehr leicht und bleibt auch dann im Ohr.
ich würde was wählen wo eine Melodie gespielt wird, die man auch als nicht-Klassikfan schon mal gehört hat und kennt.
Ich denke, da hast Du recht. Überhaupt scheinen mir Melodien beim Einstieg eine ganz wichtige, womöglich sogar die entscheidende Sache zu sein und garnicht so sehr, dass es ordentlich reinballert wie bei cetays Vorschlägen, die ich alle außer Berlioz als eher ungeeignet für einen Einstieg empfinde.
Philidor (18.01.2021, 12:11):
Nun ja, um ehrlich zu sein: Wir wissen ja gar nix über die Freundin.

Hört sie sonst eher Helene Fischer oder eher Atom Heart Mother?

Isst sie nur, was sie kennt, oder geht sie (zu normalen Zeiten) heute zum Mexikaner, morgen zum Thailänder, übermorgen zum Portugiesen und freut sich schon total auf den Kongolesen, der nächstes Jahr im Nachbarort ein Restaurant mit Speisen aus seiner Heimat aufmacht?

Insofern sind alle unsere Vorschläge letztlich nur die Projektion unserer Vorurteile.

Joanne August wird mit typisch männlicher Intuition ;) schon das Richtige finden ... und letztlich könnt Ihr ja auch nur die Musik hören, die zur fraglichen Zeit auch gespielt wird. Ein Wunschkonzert wird es sicher nicht. Und guten Willen bie der Freundin würde ich einfach mal voraussetzen, weil Joanne August sonst sicher ganz andere Gedanken hegen würde, die ich hier gar nicht auszusprechen wage ... :evil:

Gruß
Philidor

:hello
Maurice inaktiv (18.01.2021, 12:15):
Wobei, "abgenudelt" ist sie doch für die Einsteigerin ja nun noch garnicht, deshalb wäre #9 meiner Meinung nach schon ein schmissiger Türöffner in Richtung Sinfonie, denn sie macht es dem Erst/Neu-Hörer mit Melodien und Rhythmik doch sehr leicht und bleibt auch dann im Ohr.
Mir persönlich gefällt die Neunte auch immer wieder aufs Neue, daher kann ich das schon nachvollziehen.


ich würde was wählen wo eine Melodie gespielt wird, die man auch als nicht-Klassikfan schon mal gehört hat und kennt.
Ich denke, da hast Du recht. Überhaupt scheinen mir Melodien beim Einstieg eine ganz wichtige, womöglich sogar die entscheidende Sache zu sein und garnicht so sehr, dass es ordentlich reinballert wie bei cetays Vorschlägen, die ich alle außer Berlioz als eher ungeeignet für einen Einstieg empfinde.
Ja uns Nein. Melodie ist eine Sache, aber die findet man bei Haydn auch oder bei Schumann, ohne auf ein bekanntes Werk zurückgreifen zu müssen. Die Mischung macht es aus : Bekannter Komponist mit einem weinger bekannten Werk kann ein Ansatz sein, aber eben auch EIN bekannter Komponist mit einem bekannten Werk auch. Bei Dvorak wären auch die Slawischen Tänze in Kombination mit einer weniger bekannten Sinfonie eine Möglichkeit.
Sfantu (18.01.2021, 12:57):
Cetays Argumentation scheint mir die bisher schlüssigste.
Wenn wir doch wissen, daß sie sonst Gothic & Rock hört, sollten die erwähnten schwereren Geschütze ganz gut passen um sie "abzuholen" - der Gedanke von Salonen leuchtet mir ein.
So gesehen würden sich auch folgende Beispiele anbieten:

Honegger - Pacific 231
Mossolow - Eisengießerei
Prokofieff - Scherzo aus der Fünften
Liebermann - Furioso
Nielsen - "Tanz der Neger" aus Aladdin

Hard'n heavy eben.
Marcie (18.01.2021, 13:03):
War es nicht gerade unser cetay, der mal schrieb, das man das Abrocken lieber den Rockmusikern überlassen sollte, weil die das besser können?! ;)
Cetay (inaktiv) (18.01.2021, 13:07):
Nun ja, um ehrlich zu sein: Wir wissen ja gar nix über die Freundin.

(...)

Joanne August wird mit typisch männlicher Intuition ;) schon das Richtige finden ...
Ausser dass die Freundin sonst Gothic, Rock und etwas 80er - was zugegebenermaßen recht weit gefasst ist - hört. Und vor diesem Hintergrund kann man als Einstieg schon mehr "zumuten" als schöne Melodien.
Ob Joanne als weibliche Person über typisch männliche Intuition verfügt, muss sie selbst beantworten. :P
Cetay (inaktiv) (18.01.2021, 13:12):
War es nicht gerade unser cetay, der mal schrieb, das man das Abrocken lieber den Rockmusikern überlassen sollte, weil die das besser können?! ;)
So isses. Wenn der Einstieg über den Sacre mal geschafft ist und man sich von da mit Mozart und Bach die "richtige" Klassik erschlossen hat, dann rockt man lieber wieder mit den Originalen.
:cool
Joanne August (18.01.2021, 13:45):
Wow, Leute, danke für die vielen Antworten!

Also es waren auf jeden Fall eine Menge Werke und Komponisten dabei, an die ich überhaupt nicht gedacht hatte. Filmmusik ist vielleicht ein guter Ansatz - da denke ich speziell an Dvoraks neunte (ja, die hat man schon ziemlich oft gehört, aber meine Freundin kennt garantiert nicht mehr als das Hauptthema des ersten Satzes) und die Inspiration für Jaws zu Beginn des vierten Satzes. Ist übrigens meine absolute Lieblingssinfonie, ich wäre also auch glücklich :D

Leichter Wiedererkennungswert oder "Ah"-Momente sind vielleicht gar nicht schlecht - vielleicht suche ich ein paar Werke raus, die öfter in Filmen vorkommen und gucke, ob die irgendwo mal gespielt werden.

Jemand hat die Pastorale von Beethoven vorgeschlagen - ich persönlich liebe diese Sinfonie, aber meiner Freundin wird die vielleicht etwas zu... beschwingt und leicht sein.

Es ist richtig, dass ihr kaum etwas über sie wisst - ich weiß ja nicht, ob jemand von euch Ahnung von Gothic-Musik hat, aber ihre Lieblingsband sind Asp, Lord of the Lost, Subway to Sally und Konsorten. Gothic ist musikalisch gesehen ja meist einfache Rockmusik mit einem etwas düsteren Flair, ansonsten fällt vor allem die Optik auf. Dann Rammstein und Eisbrecher. Ich weiß nicht, ob Asp ihre absolute Lieblingsband ist oder inzwischen Rammstein.
Mit Rock meinte ich dann alles andere, was sie hört - sie ist kein Metalhead, aber ein bisschen Nightwish von Zeit zu Zeit darf es etwa auch sein. Und 80er-Pop ist zur Entspannung, bei Feten oder ähnlichem. Was ich vergessen habe, ist Mittelalter-Rock, den hört sie nämlich auch manchmal gern - oder Mittelalter-Fetenmusik wie "blau wie das Meer" und co.

Zusammenfassung: ihr Geschmack ist alternativ, ein bisschen crazy. Sie mag es, wenn etwas dahinter steckt; sie mag witzige Anekdoten zur Musik, oder Lieder in exotischen Fremdsprachen (Mittelalter-Bands singen schon mal auf Estnisch oder "Gossenlatein" oder sowas). Asp nehmen meistens keine einfachen Alben bestehend aus unabhängigen Songs auf, sondern Liederzyklen, die von der Thematik wahrscheinlich noch düsterer sind als Schuberts Winterreise.

Noch kürzere Zusammenfassung: Easy listening ist normalerweise nicht so ihr Ding.

Gut, zurück zu meinen Ideen und euren Vorschlägen. Thematisch gesehen wäre es wahrscheinlich optimal, wenn es irgendeinen interessanten Hintergrund gibt, der am besten in der Musik erkennbar ist. Ich denke da an die Konzerte, die wir damals im Jugendorchester gegeben haben - während das älteste Orchester unserer Musikschule gespielt hat, saßen wir im Publikum. Der Dirigent hat immer Werke mit einer Geschichte gewählt, praktisch Vertonungen. Ich war damals noch überhaupt nicht an klassischer Musik interessiert, fand es aber wahnsinnig spannend, mir vorzustellen, an welcher Stelle der Geschichte wir jetzt in der Musik wohl sein mochten.

Musikalisch gesehen sollte es nicht gerade atonal sein - sie hat eine durchaus starke Vorstellung von Ästhetik (dieses Wort habe ich noch nie beim ersten Versuch richtig geschrieben, glaube ich). Auf etwas, das für sie "schief" klingt, wird sie sich nur schwer einlassen können.
Auf der anderen Seite darf es aber schon "heftig" sein. Heftig im Sinne vom Sturm aus Vivaldis Sommer oder sowas in der Art (nein, ich habe nicht vor, mir mit ihr die vier Jahreszeiten anzuhören, das war nur ein Beispiel). Also schnell, zackig, mit großen Unterschieden in der Dynamik, pompös, laut. Deswegen ist mir als erstes die Romantik eingefallen.

Mendelssohns Sinfonien liebe ich auch, allerdings bevorzuge ich die schottische gegenüber der italienischen. Hier habe ich allerdings die Befürchtung, dass sich das für sie ein bisschen in die Länge ziehen wird - bei Sibelius hätte ich diese Angst nicht (aber da wäre wieder die Frage, ob ihr das nicht schon zu "schief" klingt. Meine Lieblingssinfonie von ihm ist ja die erste, und die ist stellenweise schon echt modern).

Ich glaube, ich werde ihr einfach mal ein paar von euren Vorschlägen und meinen Ideen als Youtube-Links schicken, dann kann sie mir selbst sagen, in welche Richtung es gehen soll :)

Danke auf jeden Fall für eure rege Beteiligung! (Und sorry für meinen endlos langen Beitrag)
Joanne August (18.01.2021, 13:51):
Ob Joanne als weibliche Person über typisch männliche Intuition verfügt, muss sie selbst beantworten
Gibt es hier eigentlich überhaupt andere weibliche Mitglieder? Ich hatte bisher mit keinen zu tun. Macht mir aber nichts, mich in einem männlich dominierten Umfeld durchzuboxen xD

Ich habe schon eine weibliche Intuition, die mir sagt, dass ihr etwas wahrscheinlich gefallen wird oder so gar nicht. Das Problem ist, erstmal Ideen zu haben. Es ist für mich nicht leicht, aus dem Stegreif klassische Stücke aufzuzählen - ich habe eher ein "passives" Repertoire. Deswegen habe ich euch gefragt ;)
xarddam (18.01.2021, 14:49):
Ob Joanne als weibliche Person über typisch männliche Intuition verfügt, muss sie selbst beantworten
Gibt es hier eigentlich überhaupt andere weibliche Mitglieder? Ich hatte bisher mit keinen zu tun. Macht mir aber nichts, mich in einem männlich dominierten Umfeld durchzuboxen xD
Ich habe schon eine weibliche Intuition, die mir sagt, dass ihr etwas wahrscheinlich gefallen wird oder so gar nicht. Das Problem ist, erstmal Ideen zu haben. Es ist für mich nicht leicht, aus dem Stegreif klassische Stücke aufzuzählen - ich habe eher ein "passives" Repertoire. Deswegen habe ich euch gefragt ;)
ich glaub, ich hatte letz Jahr mal kurz Kontakt mit einer weiblichen "Foristin", aber kann nicht mehr sagen wer das war und in welchem Zusammenhang (?)
Allerdings nehme ich an, dass die männlichen Forenleser/schreiber hier dominieren (in der Anzahl)
Philidor (18.01.2021, 15:51):
Ob Joanne als weibliche Person über typisch männliche Intuition verfügt, muss sie selbst beantworten.
Ups ... da habe ich mich vom Avatar irritieren lassen ... sorry! Ja, ja, Männer können besser gucken als denken ... :S

Gruß
Philidor

:hello
Joanne August (18.01.2021, 16:33):
Ich habe ihr einfach meine gesamte Standardplaylist von Spotify geschickt und ihr erratet niemals, was ihr am besten gefallen hat - La Mer von Debussy. Ich bin so gar kein Fan vom Impressionismus, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll :D
So viel auf alle Fälle zu meiner weiblichen Intuition xD
Joanne August (18.01.2021, 16:36):
Ups ... da habe ich mich vom Avatar irritieren lassen ... sorry! Ja, ja, Männer können besser gucken als denken ...
Aber wenn wir von Geschlechterstereotypen sprechen... Man sagt ja Männern nach, dass sie visuell oberflächlich seien. Rautavaara ist mein Avatar, weil er als junger Mann gut aussah. Das reicht als Begründung :D (Und weil er Finne ist und ich finnisch studiere, aber das lassen wir mal außen vor)
aiel (19.01.2021, 15:54):
Hallo Joanne,



Zwar wird in den nächsten Wochen wohl noch nichts möglich sein, ich überlege aber trotzdem schon, in welche Richtung das gehen soll. Sie hört normalerweise Gothic, Rock und ein bisschen 80er - ich frage mich, ob man daraus ableiten kann, welche Epoche/welcher Komponist ihr innerhalb der Klassik wohl am ehesten zusagen würde?
da ich sowohl ein Einsteiger bin, als auch Gothic(!), Rock und 80er höre, kann ich vielleicht etwas dazu beitragen. Wobei "Gothic" ein breites Feld ist und mir davon auch nicht alles gefällt.
Als Gothic-Fan könnte sie auf dramatische Töne stehen, es muss aber nicht sein. Gleichzeitig sollte ein Werk zum Einstieg nicht zu lange dauern. Popstücke sind häufig kurz, weshalb man beim Umstieg etwas Zeit braucht, um sich an längere Stücke zu gewöhnen.
Spiel ihr testweise einmal "Snöfrid" von Sibelius und als Ergänzung "Dies Irae" aus Mozarts Requiem vor. Beides hat für mich etwas von "Gothic". Ich bin neugierig, wie die Stücke auf sie wirken.

Weitere Tipps, die ich nicht mit Gothic verbinde, aber eingängig und relativ kurz fand:

Tschaikowsky / Bekannte Stücke aus der Schwanensee- oder Nussknacker-Suite
Smetana / Moldau
Grieg / Peer Gynt Suite
Tschaikowsky / Slawischer Marsch
Saint Saens / Danse Baccanale (Op 47)

Von Strawinskys Sacre war ich sehr schnell fasziniert, würde dies aber nicht darauf zurückführen, dass ich Gothic höre.

Viele Grüße
Ronald
aiel (19.01.2021, 16:01):
Ich habe ihr einfach meine gesamte Standardplaylist von Spotify geschickt und ihr erratet niemals, was ihr am besten gefallen hat - La Mer von Debussy. Ich bin so gar kein Fan vom Impressionismus, ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll :D
So viel auf alle Fälle zu meiner weiblichen Intuition xD
Faszinierend. La Mer hat mich auch sofort begeistert, wobei ich es für den Anfang für zu lang eingeschätzt hätte.