Musikführer

Rolf Scheiwiller (29.03.2006, 16:43):
Gerne stelle ich hier die fünf dickleibigen Bände aus dem Harenberg Verlag vor.
Sie stehen seit Jahren in meinem Büchergestell.

Die Aufmachung der Bände ist hochwertig.
Bestes dickes Papier.
Hervorragende Abbildungen, meistens in Farbe.
Fadenbindung.
Mit CD Empfehlungen, nicht nur eines Labels.
Die Bücher sind gut lesbar. Auch für Neueinsteiger.
Auch die Schrift liest sich angenehm.
Natürlich nicht ganz billig. Aber eine Anschaffung, die ihren Wert behält.

Es gibt folgende Ausgaben.

Opernführer

Konzertführer

Kammermusikführer

Chormusikführer

Klaviermusikführer

Rolf.
Carola (29.03.2006, 17:51):
Ich möchte Rolfs Empfehlung der Harenberg-Führer unterstützen. Auch ich habe sie mir in den letzten Monaten angeschafft, jeden Monat einen, dadurch konnte ich den Preis von 50 € pro Buch gut verkraften.

Was mir sehr gut gefällt an den Harenberg-Bänden ist das Opulente. Es macht einfach Spaß, diese Wälzer in die Hand zu nehmen und in ihnen zu blättern, alles ist großzügig bebildert, man bekommt durch diese Bilder einen Eindruck auch vom atmosphärischen Umfeld der jeweiligen Musik. Hinzu kommt noch ein umfangreiches Glossar im Anhang, im Kammermusikführer zudem ein sehr schön gemachtes Instrumentenlexikon.

Die alphabetische Anordnung nach Komponisten ermöglicht zudem einen leichten Zugriff. Auch sehr praktisch und nützlich finde ich, dass bei einem sehr umfangreichen Werk eines bestimmten Komponisten zunächst eine tabellarische Aufstellung sämtlicher Werke der entsprechenden Gattung gemacht wird, das erleichtert enorm den Überblick darüber, wie viele Chormusikwerke es zum Beispiel von Haydn gibt.

Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht: Es gibt keine Notenbeispiele.

Außerdem, ganz unter uns: Das 20. Jahrhundert hätte man von mir aus ab 1920 komplett weglassen können. :D

Mit Gruß von Carola :)
Carola (29.03.2006, 18:25):
Dann gibt es noch die bei Reclam erschienenen Musikführer:

Konzertführer

Kammermusikführer

Chormusik- und Oratorienführer

Klaviermusikführer

Liedführer

Opern- und Operettenführer


Im Vergleich zu Harenberg handelt es sich um in Umfang und Ausstattung deutlich bescheidenere Bücher, die allerdings auch nur etwa die Hälfte kosten.

http://images-eu.amazon.com/images/P/3150105005.01.LZZZZZZZ.jpg


Die Gliederung erfolgt hier nach Epochen, nicht nach Komponisten in alphabetischer Reihenfolge. Jeder Epoche ist ein durchaus lesenswerter einführender Aufsatz vorangestellt. Bilder gibt es keine, dafür aber jeweils mehrere hundert Notenbeispiele.

Ich selber besitze den Liedführer und den Chormusik- und Oratorienführer von Reclam und finde sie beide empfehlenswert. Vor allem, wenn ich ein bestimmtes Musikstück in seinem konkreten Ablauf verfolgen und erklärt bekommen will, kann ich das mit den Reclam Führern besser als mit Harenberg. Wegen der Notenbeispiele vor allem, aber auch, weil der Hergang und die eingesetzten musikalischen Mittel nach meinem Eindruck besser verständlich und für mich gut nachvollziehbar beschrieben sind.

Mit Gruß von Carola :)
Rachmaninov (02.04.2006, 14:15):
@Rolf,

Deinen Worten zu den Harenberg Musikführern kann ich mich ebenfalls anschließen!
Besitze die Bände "Konzertführer" und "Klaviermusik".

Kompetente Nachschlagewerke. Die CD Empfehlungen kann man natürlich diskutieren, jedoch schreiben sie ausrücklich, daß es sich um Empfehlungen handelt, die auch im Handel zu bekommen sind. IMO eine sehr sinnvolle Vorgehensweise.
Daniel Behrendt (08.04.2006, 20:12):
Die Harenberg-Führer sind alle ein wenig "boulevardesk", aber deutlich unterhaltsamer als die etwas "studienrathaften" Reclam-Führer.
Ein intelligentes, dickes und spannendes Buch ist übrigens die

Metzler Musik-Chronik von Arnold Feil

die zu einer musikgeschichtlichen Entdeckungsreise nach Jahreszahlen einläd. Zusätzlich werden die musikalischen Errungenschaften jeder Epoche ausführlich vorgestellt - Es ist gut 900 (gehaltvolle) Seiten stark und kostet round about 30 € - gemessen am Inhalt ein echtes Schnäppchen!

LG!
Daniel
martin (25.04.2006, 21:32):
Ich besitze auch die Reklam Konzertführer, d.h den Konzertführer, den Kammermusikführer und einen Klaviermusikführer.

Was ich noch empfehlen kann ist die 5 Bändige Propyläen "Welt der Musik", ein wirklich großes Werk, das sehr umfangreich ist ( über 3000 doppelspaltige Seiten). Seine Stärke besteht darin, daß es ein wirklich sehr umfangreiches Komponistenlexikon ist, in dem wirklich selbst ausgefallene Komponisten verzeichnet sind. Meiner Erinnerung nach war dieses Werk sehr billig. Wie ich sehe über den normalen Buchhandel nicht mehr zu beziehen ( möglicherweise über spezielle Buchclubs etc.) Antiquarisch habe ich es übers Internet ( hab das mal gecheckt) ab 18 Euro gesehen ( bei den entsprechenden Adressen). Vielleicht schaue ich da auch mal nach dem Harenberg ( neu ist er ja schon sehr teuer) Klingt ja ganz interessant.
ab (22.05.2006, 17:06):
Ich habe habe Harenberg-, Reclam- und auch andere Führer. Alle taugen für meine Interessen viel zu wenig. Was mir wirklich nützlich ist, ist folgendes:

Peter Hollfelder: Die Klaviermusik. Das große Standardwerk (1008 Seiten). Ab 10 EUR. Dort schlage ich immer auch abseits des Klaviers nach, wenn ich erfahren möchte, was die Komponisten noch so komponiert haben. Dort wird man fündig!

Wirklich nützlich! Eigentlich unerlässlich!
Holger S. (23.05.2006, 07:43):
Hallo ab,

den Hollfelder habe ich auch. Ich gebe dir recht, ein sehr ausführliches, de facto nicht "bloß" auf Klaviermusik limitiertes Werk. Dort findet man viele Komponisten, die man anderswo vergeblich sucht, auch mit biographischen Angaben. Allerdings sollte man nicht unbedingt alles, was im Hollfelder steht, auf die Goldwaage legen. Ich habe mich interessehalber schon mit einigen der unbekannteren Komponisten beschäftigt und muss sagen, dass Hollfelder in den Details mitunter kleine Fehler aufweist. Dennoch ist das Werk als Basis sehr zu empfehlen, zumal zu diesem Preis.

Viele Grüße
Holger
Rachmaninov (23.05.2006, 12:42):
Meint ihr dieses Buch?
Holger S. (23.05.2006, 12:49):
Ja genau Rachmaninov, das ist es! Wie gesagt, die Anschaffung lohnt sich, gerade für Leute, die sich auch für ausgefalleneres Repertoire interessieren.

Viele Grüße
Holger
Rachmaninov (23.05.2006, 12:50):
Original von Holger S.
Ja genau Rachmaninov, das ist es! Wie gesagt, die Anschaffung lohnt sich, gerade für Leute, die sich auch für ausgefalleneres Repertoire interessieren.

Viele Grüße
Holger

Super, danke für diesen Hinweis vor allem zum Schnäppchenpreis! :leb
Rachmaninov (07.07.2006, 22:09):
Mittlerweile ist der "Hollfelder" bei mir eingetroffen.

Habe bereits einiges heute nachgeschlagen und mein erster Eindrcuk ist durchaus recht positiv.

Danke für den Tipp :thanks
Georg (28.08.2006, 10:10):
Hallo

Was mich sehr interessieren würde, wäre ein Musikführer speziell zu Werken des 20. Jahrhunderts, denn hier fällt es besonders schwer im Voraus zu wissen was man von einem Werk (Komponisten) zu erwarten hat. Zudem ist diese Musik noch nicht so "abgestanden", was bedeutet, dass es viel unentdecktes gibt.

Gruß
G.
Gerion (21.01.2007, 19:14):
Liebe Forianer,

kennt/besitzt jemand von Euch den Brockhaus-Themenband "Musik" und kann hier darüber berichten?
Rachmaninov (26.01.2007, 08:07):
Original von Ganong
Liebe Mitglieder des Forums !

Warum können wir nicht selbst solch einenMUSI(VER)FÜHRER zusammenstellen ???

Grüsse,

Frank

Dein Schumannprojekt ist doch in sich bereits ein Musikführen.

Die Weiterführung sicherlich sehr willkommen :engel
Rachmaninov (15.02.2007, 07:24):
habe ich mir gestern gekauft!

http://ec2.images-amazon.com/images/P/3761815603.03._SS500_SCLZZZZZZZ_.jpg

So ein Nachschlagewerk ist ja immer sehr hilfreich :cool
Gerion (15.02.2007, 11:18):
Hat eigentlich jemand von Euch das MGG auf DVD-Rom? Gibt es schon seit einiger Zeit bei Zweitausendeins, glaube ich...
Rachmaninov (15.02.2007, 11:37):
Original von Gerion
Hat eigentlich jemand von Euch das MGG auf DVD-Rom? Gibt es schon seit einiger Zeit bei Zweitausendeins, glaube ich...

MGG?
Holger S. (15.02.2007, 12:01):
Ohne Gewähr: ich meine gehört zu haben, dass es sich dabei um die alte Ausgabe von 1958 handelte, die Neuauflage ist schließlich bis jetzt noch nicht einmal komplett erschienen (ein Band vom Personenteil fehlt noch). Ich habe die bisher erschienenen Bände zu Hause stehen, das Lexikon ist natürlich fantastisch, kostet allerdings eine Unsumme. Meine Eltern haben damals, als die neue Auflage in Angriff genommen wurde, zugeschlagen, sodass wir immer halbjährlich eine neuen Band zum Subskriptionspreis erhalten...

Näheres unter http://www.mgg-online.com/

Viele Grüße
Holger
Gerion (15.02.2007, 12:13):
@Rach: Musik in Geschichte und Gegenwart.

Vergleichbar "Religion in Geschichte und Gegenwart" und "Lexikon für Theologie und Kirche", ein mit wissenschaftlichem Anspruch geschriebenes, umfassendes Nachschlagewerk.

In gedruckter Fassung - Holger S. schrieb es bereits - sündhaft teuer.
Ganong (25.01.2007, 21:18):
Liebe Mitglieder des Forums !

Warum können wir nicht selbst solch einenMUSI(VER)FÜHRER zusammenstellen ???

Grüsse,

Frank
Rachmaninov (15.02.2007, 07:24):
habe ich mir gestern gekauft!

http://ec2.images-amazon.com/images/P/3761815603.03._SS500_SCLZZZZZZZ_.jpg

So ein Nachschlagewerk ist ja immer sehr hilfreich :cool
Gerion (15.02.2007, 11:18):
Hat eigentlich jemand von Euch das MGG auf DVD-Rom? Gibt es schon seit einiger Zeit bei Zweitausendeins, glaube ich...
Carola (15.06.2008, 16:56):
Für unschlagbare 4, 95 € gibt es bei 2001 dieses "Konzertbuch Orchestermusik" für Kompositionen aus der Zeit zwischen 1650 und 1800.

http://www.zweitausendeins.de/www_articles_images/large/104996.jpg

Das Buch ist 1991 bei Breitkopf & Härtel erschienen, es handelt sich um eine gebundene Ausgabe; Umfang etwa 800 Seiten. Ich benutze es oft und komme vor allem auch mit der alphabetischen Anordnung nach Komponisten gut klar. Es gibt zahlreiche Notenbeispiele, auch sprachlich ist es in Ordnung.

Mehr Informationen gibt es hier

Es grüßt Euch Carola
Sarastro (19.07.2008, 10:54):
Original von Carola
Für unschlagbare 4, 95 € gibt es bei 2001 dieses "Konzertbuch Orchestermusik" für Kompositionen aus der Zeit zwischen 1650 und 1800.

http://www.zweitausendeins.de/www_articles_images/large/104996.jpg

Das Buch ist 1991 bei Breitkopf & Härtel erschienen, es handelt sich um eine gebundene Ausgabe; Umfang etwa 800 Seiten. Ich benutze es oft und komme vor allem auch mit der alphabetischen Anordnung nach Komponisten gut klar. Es gibt zahlreiche Notenbeispiele, auch sprachlich ist es in Ordnung.

Mehr Informationen gibt es hier



Liebe Carola,
dieses Buch habe ich mir vor ca. drei Jahren zugelegt, da war´s noch nicht ganz so billig, aber doch schon ziemlich günstig zu haben. Ich finde es ebenfalls sehr nützlich, hilfreich und insgesamt informativ. Zumindest zwei Kritikpunkte möchte ich aber doch anbringen:
1. Manchmal sind aus irgendwelchen Gründen besonders bedeutende Kompositionen von "Kleinmeistern" einfach nicht berücksichtigt, z.B. bei Kozeluch dessen vielleicht bedeutendste große prächtig instrumentierte, sehr gut gearbeitete C-Dur-Symphonie. Michael Haydn hat zwar, wie es sich gehört, einien eigenen Abschnitt erhalten, der aber hinsichtlich der Symphonien eher dürftig ausgefallen ist; die wichtigsten Werke sind hier einfach unter den Tisch gefallen ... Dadurch ist aber auch das Urteil über das Schaffen recht ausgewogen ausgefallen.
2. Manche Meister, die ebenfalls bedeutende Werke hinterlassen haben, sind überhaupt nicht aufgenommen worden. Vor allem habe ich Joseph Martin Kraus vermißt; sein Name wird in dem ganzen Buch kein einziges Mal erwähnt. Das mag aber damit zusammenhängen, daß seine Werke wie die hervorragende c-Moll-Symphonie erst, soviel ich mich erinnere, um die Mitte der 90er Jahre - bildlich gesprochen - wiederentdeckt wurden und eine breitere Rezeption fanden.
Auch Muzio Clementi hätte gewiß einen eigenen Abschnitt verdient.
Trotzdem - die spottbillige Anschaffung lohnt sich auf jeden Fall!

Herzliche Grüße,
Sarastro
Carola (26.08.2008, 10:20):
Die erste Auflage des MGG bietet 2001 auf CD-Rom jetzt für ganze 19,95 € an.

http://www.zweitausendeins.de/www_articles_images/large/180277.jpg

Wenn ich das richtig sehe, wird die gleiche CD-Rom bei jpc für 240 € (!) angeboten. Hier sieht das Cover so aus:

http://www.jpc.de/image/w183/front/0/9783898534604.jpg

Kann das überhaupt sein?

Die Frage ist natürlich auch, ob man längere Essays überhaupt am Computer lesen möchte. Andererseits: Im digitalen Brockhaus schaue ich durchaus ab und zu mal etwas nach.

Gruß, Carola
Tranquillo (26.08.2008, 10:41):
Original von Carola
Die erste Auflage des MGG bietet 2001 auf CD-Rom jetzt für ganze 19,95 € an.
Aus welchem Jahr stammt diese Auflage?

Die Frage ist natürlich auch, ob man längere Essays überhaupt am Computer lesen möchte. Andererseits: Im digitalen Brockhaus schaue ich durchaus ab und zu mal etwas nach.
Für mich wäre das eher etwas zum gezielten Nachschlagen, zumal die elektronische Suche schneller und umfassender ist als die Suche mit Inhalts- oder Stichwortverzeichnis. Das konzentrierte Lesen längerer Texte am Bildschirm ist mir persönlich zu anstrengend (trotz der modernen LCD-Displays), da habe ich lieber Papier in der Hand und würde mir den Text dann ausdrucken (wenn die Software auf der CD das zulässt).

Viele Grüsse
Andreas
Carola (26.08.2008, 10:54):
Original von Tranquillo
Original von Carola
Die erste Auflage des MGG bietet 2001 auf CD-Rom jetzt für ganze 19,95 € an.
Aus welchem Jahr stammt diese Auflage?



Laut jpc ist die 1. Auflage "entstanden zwischen 1949 und 1987". Ich bin allerdings nicht sicher, ob inzwischen überhaupt eine vollständige 2. Auflage erschienen ist. Die würde dann natürlich sehr viel teurer sein.

Vielleicht weiß Satie mehr...

Gruß, Carola
satie (26.08.2008, 11:11):
Liebe Carola,
meines Wissens gibt es momentan nur diese Auflage des MGG in digitaler Form. Die genannten 240 Euro sind durchaus der Normalpreis! 2001, Jokers und co. bekommen die irgendwoher als Restposten oder als irgendwie geartete Mangelware (die trotzdem in Ordnung ist!!) und können daher solcherlei sehr preisgünstig anbieten.
Ich würde auf jeden Fall dazu raten, ihn für die spottbilligen 20 Euro zu nehmen! Es ist immer noch DAS deutschsprachige Nachschlagewerk zur Musik, und hättest Du es im Regal stehen haben wollen in gedruckter Form, wäre es sündhaft teuer. Ich nutze den digitalen MGG sehr gerne, finde das Lesen am Bildschirm gar nicht schlimm. Bei längeren Texten druckt man sich einfach aus, was man möchte.

Herzlich,
S A T I E
Carola (27.08.2008, 11:36):
Ich habe mir die MGG-CD-Rom inzwischen geholt. Sie hat ein rotes Cover (statt grün) und vorne drauf steht "DIGITALE BIBLIOTHEK - Sonderausgabe bei Zweitausendeins". Was nun genau diese Ausgabe zu einer "Sonderausgabe" macht, wird allerdings nirgendwo gesagt. Vermutlich ist es nur der Preis. Die Originalausgabe ist jedenfalls inklusive aller Ergänzungen und Korrekturen vollständig auf der CD enthalten.

Zur Bedienung und Optik: Wenn ich das mit der digitalen Brockhaus-Ausgabe von 2007 vergleiche, wirkt die MGG doch recht spartanisch und umständlich in der Bedienung. Sehr nervig finde ich zum Beispiel, dass man bei jedem Start wieder die CD einlegen muss. Aber man kann immerhin alles ausdrucken und auch in andere Anwendungen exportieren.

Soweit mein erster Eindruck.

Gruß, Carola
Tranquillo (05.09.2008, 23:30):
Original von Carola
Zur Bedienung und Optik: Wenn ich das mit der digitalen Brockhaus-Ausgabe von 2007 vergleiche, wirkt die MGG doch recht spartanisch und umständlich in der Bedienung. Sehr nervig finde ich zum Beispiel, dass man bei jedem Start wieder die CD einlegen muss. Aber man kann immerhin alles ausdrucken und auch in andere Anwendungen exportieren.
Hallo Carola,

ich habe mir die MGG-CD jetzt zuschicken lassen - hier in der Nähe gibt es keinen Laden der allseits bekannten Firma.

Das Problem mit dem Einlegen der CD lässt sich ganz einfach lösen: Du legst auf der Festplatte ein Verzeichnis an (z. B. "C:\MGG") und kopierst die drei Verzeichnisse "DATA", "DB" und "IMAGES" in dieses Verzeichnis. Beim nächsten Start der Software gibst Du unten bei "Datenpfad" das neu angelegte Verzeichnis an ("C:\MGG"), und die CD kann in Zukunft im Regal bleiben :D

Ein weiterer Vorteil: Das Programm startet und arbeitet viel schneller, weil Festplattenzugriffe erheblich schneller sind als Zugriffe auf eine CD.

Viele Grüsse
Andreas
jünter (04.10.2008, 15:37):
Hallo allerseits,

für Quasi-Anfänger wie mich in Sachen Klassische Musik möchte ich einen Tip loswerden:

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/9783527700981.jpg

Ein sehr informatives, mit 10 Euro preiswertes und noch dazu äußerst amüsant geschriebenes Buch als Einstieg in die Welt der Klassik.
Kann ich wirklich sehr empfehlen!

Grüße, jünter
Travi (21.02.2009, 23:37):
Immer, wenn es um Oper geht, schaue ich sehr gerne hier hinein:

Charles Osborne
The Opera Lover's Companion
New Haven and London
Yale University Press
2004

Der Band verzeichnet an die 200 Opern aus fast 350 Jahren, angefangen bei Monteverdis Orfeo von 1607 bis hin zu Henzes Boulevard Solitude von 1952. Er ist alphabetisch nach Komponisten geordnet; innerhalb des jeweiligen Oeuvre erscheinen die wichtigsten Opern in chronologischer Reihenfolge, wobei dem jeweils ersten Werk Notizen zu Leben und Werk des Komponisten vorangestellt werden. Wie Osborne bereits in seinem kurzen Vorwort anmerkt, rundet eine persönliche Einschätzung und - natürlich - ein Hinweis auf besonders gelungene Aufnahmen jeden Eintrag ab.

Es macht Spaß, die sachlich aber nie trocken geschriebenen, knappen aber gleichzeitig immer faktenreichen Inhaltsangaben zu lesen. Besonders wichtige Arien u.a. werden hervorgehoben. Das gängige Repertoire und sogar ein bisschen mehr ist zu finden. Ein Titelindex sowie ein allgemeiner Index ergänzen den insgesamt 627 Seiten umfassenden Band.
Poztupimi (08.03.2009, 20:57):
Original von Travi
Immer, wenn es um Oper geht, schaue ich sehr gerne hier hinein:

Charles Osborne
The Opera Lover's Companion
New Haven and London
Yale University Press
2004

Der Band verzeichnet an die 200 Opern aus fast 350 Jahren, angefangen bei Monteverdis Orfeo von 1607 bis hin zu Henzes Boulevard Solitude von 1952. Er ist alphabetisch nach Komponisten geordnet; innerhalb des jeweiligen Oeuvre erscheinen die wichtigsten Opern in chronologischer Reihenfolge, wobei dem jeweils ersten Werk Notizen zu Leben und Werk des Komponisten vorangestellt werden. Wie Osborne bereits in seinem kurzen Vorwort anmerkt, rundet eine persönliche Einschätzung und - natürlich - ein Hinweis auf besonders gelungene Aufnahmen jeden Eintrag ab.

Es macht Spaß, die sachlich aber nie trocken geschriebenen, knappen aber gleichzeitig immer faktenreichen Inhaltsangaben zu lesen. Besonders wichtige Arien u.a. werden hervorgehoben. Das gängige Repertoire und sogar ein bisschen mehr ist zu finden. Ein Titelindex sowie ein allgemeiner Index ergänzen den insgesamt 627 Seiten umfassenden Band.

Liebe Travi,

vielen Dank für den Tip, eine Frage:

ich selber nutze sehr gerne diesen immer mal wieder neu aufgelegten (ich kenne noch eine Auflage aus den 50er Jahren, die meinem Vater gehörte) und dann ergänzten Opernführer:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/412CEAXE77L._SL500_AA240_.jpg
Kloiber, R., Konold, W., & Maschka, R. (2004): Handbuch der Oper; 10., durchges. Aufl., XV +929 S.; (dtv/Bärenreiter).

Kennst Du den vielleicht auch, sodaß Du vergleichen kannst?
Insgesamt scheinen mir nach Deiner Beschreibung beide recht ähnlich aufgebaut zu sein, allerdings fehlen Kloiber et al. irgendwelche Empfehlungen von Aufnahmen.

Viele Grüße,
Wolfgang
Travi (13.03.2009, 18:42):
Original von Poztupimi
Original von Travi
Immer, wenn es um Oper geht, schaue ich sehr gerne hier hinein:

Charles Osborne
The Opera Lover's Companion
New Haven and London
Yale University Press
2004

Der Band verzeichnet an die 200 Opern aus fast 350 Jahren, angefangen bei Monteverdis Orfeo von 1607 bis hin zu Henzes Boulevard Solitude von 1952. Er ist alphabetisch nach Komponisten geordnet; innerhalb des jeweiligen Oeuvre erscheinen die wichtigsten Opern in chronologischer Reihenfolge, wobei dem jeweils ersten Werk Notizen zu Leben und Werk des Komponisten vorangestellt werden. Wie Osborne bereits in seinem kurzen Vorwort anmerkt, rundet eine persönliche Einschätzung und - natürlich - ein Hinweis auf besonders gelungene Aufnahmen jeden Eintrag ab.

Es macht Spaß, die sachlich aber nie trocken geschriebenen, knappen aber gleichzeitig immer faktenreichen Inhaltsangaben zu lesen. Besonders wichtige Arien u.a. werden hervorgehoben. Das gängige Repertoire und sogar ein bisschen mehr ist zu finden. Ein Titelindex sowie ein allgemeiner Index ergänzen den insgesamt 627 Seiten umfassenden Band.

Liebe Travi,

vielen Dank für den Tip, eine Frage:

ich selber nutze sehr gerne diesen immer mal wieder neu aufgelegten (ich kenne noch eine Auflage aus den 50er Jahren, die meinem Vater gehörte) und dann ergänzten Opernführer:

http://ecx.images-amazon.com/images/I/412CEAXE77L._SL500_AA240_.jpg
Kloiber, R., Konold, W., & Maschka, R. (2004): Handbuch der Oper; 10., durchges. Aufl., XV +929 S.; (dtv/Bärenreiter).

Kennst Du den vielleicht auch, sodaß Du vergleichen kannst?
Insgesamt scheinen mir nach Deiner Beschreibung beide recht ähnlich aufgebaut zu sein, allerdings fehlen Kloiber et al. irgendwelche Empfehlungen von Aufnahmen.

Viele Grüße,
Wolfgang


Lieber Wolfgang,

leider kenne ich den von Dir genannten Opernführer nicht. Wollte eigentlich wenigstens einen Blick hineinwerfen, was aber leider in den mir zugänglichen Buchhandlungen nicht möglich war. Vielleicht gelingt es mir ja noch.

Was die Empfehlungen angeht, so finde ich das eigentlich etwas problematisch, denn Osborne gibt immer nur eine - und meist ist es nicht nicht eine, die ich habe ?(

Herzliche Grüße,
Travi
Poztupimi (13.03.2009, 19:49):
Original von Travi

Lieber Wolfgang,

leider kenne ich den von Dir genannten Opernführer nicht. Wollte eigentlich wenigstens einen Blick hineinwerfen, was aber leider in den mir zugänglichen Buchhandlungen nicht möglich war. Vielleicht gelingt es mir ja noch.

Was die Empfehlungen angeht, so finde ich das eigentlich etwas problematisch, denn Osborne gibt immer nur eine - und meist ist es nicht nicht eine, die ich habe ?(

Herzliche Grüße,
Travi

Liebe Travi,

immerhin könnten Deine Chancen, den Kloiber in einer Buchhandlung zu entdecken nicht gänzlich gegen null gehen. Da bin ich beim Osborne etwas skeptischer, vielleicht habe ich Glück und Dussmann hat ihn da – was voraussetzt, daß ich mal wieder nach Berlin komme. Die hiesigen Buchhandlungen sind warscheinlich eher nicht so gerne dazu bereit, ein englischsprachiges Buch zur Ansicht zu besorgen. Interessieren würde er mich schon mal, ich werde in jedem Fall mal nachfragen.

Mit den Empfehlungen ist es natürlich immer so eine Sache, das kann man ja teilweise schon hier im Forum sehen, wenn zwei Leute eine total unterschiedliche Auffassung von einer Aufnahme haben. Und wenn ich denke, wieviele CDs ich besitze, die in einer Zeitschrift total verrissen wurden und die mir trotzdem gefallen oder die in einer andern Kritik über den grünen Klee gelobt werden – oder umgekehrt –, so würde ich das beim Osborne auch lediglich als nette Beigabe sehen.

Viele Grüße,
Wolfgang
jünter (25.10.2012, 11:23):
Eigentlich ist dies

http://www.jpc.de/image/w600/front/0/9783283011109.jpg

kein Musikführer im engeren Sinne.

Ich habe aber zufällig entdeckt dass die Restauflage momentan günstig zu haben ist - z.B. für 13 statt 30 Euro bei jpc - und wollte Euch dies nicht vorenthalten (to whom it may concern...).

Ich habe den Wälzer heute morgen geordert.
Amadé (14.08.2018, 15:10):
Liebe Forianer,

meine beiden-Beethoven-Interpretationsbücher, Handbücher in Sachen Beethoven-Interpretation, sind jetzt im Verlag Dohr erschienen.
Band 1: Orchestermusik: alle Sinfonien, alle Konzerte, Ouvertüren, Missa solemnis u.a.
http://www.dohr.de/fachbuch/einzeltitel/isbn9783868461374.htm

Band 2: KLaviermusik, ausgewählte Sonaten, Variationswerke, Violinsonaten, Cellosonate op.69, Trios, Streichquartette, Quintett und Septett.
http://www.dohr.de/fachbuch/einzeltitel/isbn9783868461459.htm

Grüße Amadé
Cetay (inaktiv) (14.08.2018, 15:48):
Klasse! Herzlichen Glückwunsch zu dieser viele Jahre in Anspruch nehmenden Großtat - eine Wohltat in unserer schnelllebigen Zeit. :down
Hoffentlich hast du jetzt wieder mehr Zeit zum einfach mal genussvoll Hören und natürlich wieder für mehr Forenaktivität. ;)
satie (15.08.2018, 03:57):
Wow! Großes Kompliment auch von mir! Ich schließe mich den Wünschen von Cetays an!

Herzliche Grüße
Satie