HenningKolf (07.02.2008, 18:28): "Die jüdische Seele interessiert mich, die rätselhafte, glühende, bewegte Seele, die ich durch die Bibel hindurchschwingen fühle"
Dieser Ausspruch stammt von dem schweizerisch-amerikanischen Komponisten Ernest Bloch (1880 - 1959); tatsächlich gibt es einen Teil des Werkes des Komponisten, der sehr stark jüdisch geprägt ist, ohne ins Folkloristische abzugleiten. Aus diesem Teil stammt das wohl bekannteste Werk "Schelomo" (Cello und Orchester, 1916), das gelegentlich den Weg in die Konzertsääle findet, auf das das Schaffen des Komponisten in der öffentlichen Wahrnehmung aber auch zu Unrecht reduziert wird. Zu nennen in diesem Zusammenhang sind auch die "Suite Hébraique" aus dem Jahre 1951, "Trois Poème Juifs" (1913) oder "Baal Shem" (1923 f. Violine und Klavier, 1939 f. Orchester und Violine) sowie das liturgieartige Avodath Hakodech (Service Sacré) für Bariton, Chor und Orchester (1933).
Da ich mich für jüdische Kultur interessiere und früher auch mal musikalisch-konsumierend eine "Klezmerphase" hatte, lag die Beschäftigung mit dem Komponisten nahe.
Zu entdecken gab es dabei, dass der Komponist in einer Frühphase sichtlich vom französischen Impressionismus beeinflusst war - "Deux Poèmes pour Orchestre" (1905) - aber auch klassizistisch Anmutendes komponiert hat (Concerti grossi 1924 u. 1952). Die sinfonische Suite aus dem Jahre 1944 klingt demgegenüber schon beinahe nach Barock - so kommt es mir jedenfalls vor.
Dabei hat man aber stets das Gefühl, es mit Originalität, keineswegs mit einem Plagiat zu tun zu haben.
Kurzum: Ich mag Blochs Kompositionen sehr und bin durchaus der Meinung, dass sein Werk größere Anerkennung verdient hätte.
Zum Leben finden sich zusammen mit discographischen Hinweisen - eher spärliche - Informationen hier:
link
Die links zum deutschen und englischsprachigen wikipedia spare ich mir mal, weil ihr die Artikel sicherlich auch ohne Krücke findet.
Weitere discographische Hinweise finden sich hier:
noch ein link
Von Schelomo gibt es sicherlich sehr viele gute Aufnahmen. Ich höre unter anderem diese hier sehr gerne:
Hört Ihr Bloch? Was könnt Ihr sonst zum Thema beitragen?
Gruß Henning
Zelenka (07.02.2008, 19:44): Herzlichen Dank für die schöne Fadeneröffnung! Ich fürchte, ich werde hier nicht viel beisteuern können, sondern eigentlich nur Neues erfahren. Bei mir ist es tatsächlich fast nur "Schelomo", das Stück, in dem das Cello als menschliche Stimme König Salomo darzustellen hat. Ich besitze zwei Versionen davon, eine mit Fournier (DG) und eine mit Navarra (EMI). Seit längerem hätte ich gern die Streichquartette komplett, leider hat es bislang nur zum zweiten mit dem Griller Quartet in einer betagten Aufnahme gereicht (Dutton), die mir aber sehr gut gefällt und Appetit auf die anderen Quartette macht. Ansonsten hat es fast nur zu Zugabenstücken bei mir gereicht, die eher zufällig in meine Sammlung geraten sind: Ein Satz aus Baal Shem für Violine und Klavier wird von Kogan/Yampolski (Brilliant) und Grumiaux/Hajdu (Philips) interpretiert, auf dem Cello sind bei mir in "Jewish Life: No. 1: Prayer" Harrell/Canino (Decca) und Meneses/Wyss (Pan) zu hören. Und dann spielen Riebl/Höfer noch die Suite für Bratsche und Klavier (Pan). Das wars dann auch schon. An die Anschaffung von Blochs Concerti grossi habe ich gedacht, als ich mich vorzeiten einmal mit der Wiederbelebung des Concerto grosso im 20. Jhdt. beschäftigen wollte, leider bin ich damit auch nicht weitergekommen. Anderes kommt immer wieder dazwischen. Leider!
Gruß, Zelenka
Amadé (07.02.2008, 20:44): Ja Ihr Lieben,
Bloch ist für mich auch nicht gerade ein voll geschriebenes Blatt. Ich besitze Schelomo mit Fournier und zusätzlich in einer glühenden, jedoch klanglich unzureichenden Aufnahme mir dem viel zu früh verstorbenen Emanuel Feuermann. Die sollte man sich mal an Land ziehen, wenn man die Philips-Aufnahme als Schnäppchen erwischen sollte. Dann gibt es noch die beiden Violinsonaten mit Heifetz, erworben im Rahmen der Heifetz-Edition bei RCA. Mehr kenne ich (noch) nicht.
Grüße Bernd
Tranquillo (07.02.2008, 21:10): Hallo allerseits,
im Vergleich zu mir seid Ihr ja schon üppig bestückt mit Werken von Bloch. In meiner Sammlung findet sich nur eine einzige Komposition von ihm: das Violinkonzert mit Yehudi Menuhin und dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Paul Kletzki. Auf der CD befindet sich noch das Violinkonzert von Alban Berg, was Sinn macht, da beide Werke Mitte der 1930er Jahre komponiert wurden.
Viele Grüsse Andreas
HenningKolf (07.02.2008, 21:11): Original von Amadé
Dann gibt es noch die beiden Violinsonaten mit Heifetz, erworben im Rahmen der Heifetz-Edition bei RCA. Mehr kenne ich (noch) nicht.
Grüße Bernd
Da ich Heifetz verehre, aber zu den "Historische-Aufnahmen-Verweigerern" gehöre:
Aus welchem Jahr sind die Aufnahmen denn? Gruß Henning
Cosima (07.02.2008, 21:18): Original von Zelenka Bei mir ist es tatsächlich fast nur "Schelomo", das Stück, in dem das Cello als menschliche Stimme König Salomo darzustellen hat. Ich besitze zwei Versionen davon, eine mit Fournier (DG) ...
Bei mir kann man das "fast" streichen. Und es ist nur diese eine Version eben mit Pierre Fournier. Das war's.
Gruß, Cosima
HenningKolf (07.02.2008, 21:31): @ Zelenka
Bei den Quartetten und Quintetten habe ich auch noch Nachholbedarf. In den nächsten Monaten wird es sicherlich die eine oder andere Anschaffung geben. Bei den Quartetten bin ich noch etwas unschlüssig: Das Griller Quartett auf Decca ist wohl schon eine beinahe historische Aufnahme (1953/54 (?)) mit der ich mich möglicherweise schwer tue, die Aufnahmen mit dem Portland String Quartett sind anscheinend auch auf dem Zweitmarkt nicht wirklich billig....mal sehen...
Gruß Henning
Amadé (07.02.2008, 22:57): Hallo Henning,
die 1. Sonate wurde 1953 produziert, KLavier: sein langjähriger Partner Emanuel Bay, die 2. Sonate "Poem mystique" 1955 mit Brooks Smith am Klavier, mit dem er auch häufig zusammenarbeitete. Laufzeiten: Sonate 1. 26'21'', Sonate 2 18'40''.
Nächtliche Grüße Bernd
daniel5993 (07.02.2008, 23:48): Guten Abend,
Ich besitze lediglich eine Aufnahme von Ernest Bloch: "Schelomo". Hab das Stück gerade zum ersten mal gehört und es gefällt mir schon ganz gut. Mit mehr kann aber auch ich nicht dienen.
"Meine" Aufnahme ist mit Mischa Maisky (Violoncello) und Leonard Bernstein (Leitung) aus dem Jahre 1988.
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5076309.jpg
Gruß Daniel
HenningKolf (08.02.2008, 13:21): Original von Amadé Hallo Henning,
die 1. Sonate wurde 1953 produziert, KLavier: sein langjähriger Partner Emanuel Bay, die 2. Sonate "Poem mystique" 1955 mit Brooks Smith am Klavier, mit dem er auch häufig zusammenarbeitete. Laufzeiten: Sonate 1. 26'21'', Sonate 2 18'40''.
Nächtliche Grüße Bernd
Danke für den Hinweis!
Henning
Amadé (08.02.2008, 14:51): @ HenningKolf
Nachtrag: beide Sonaten finden/fanden sich auf Vol.8 der Heifetz-Collection.
Zelenka (08.02.2008, 14:53): Original von HenningKolf @ Zelenka
Bei den Quartetten und Quintetten habe ich auch noch Nachholbedarf. In den nächsten Monaten wird es sicherlich die eine oder andere Anschaffung geben. Bei den Quartetten bin ich noch etwas unschlüssig: Das Griller Quartett auf Decca ist wohl schon eine beinahe historische Aufnahme (1953/54 (?)) mit der ich mich möglicherweise schwer tue, die Aufnahmen mit dem Portland String Quartett sind anscheinend auch auf dem Zweitmarkt nicht wirklich billig....mal sehen...
Gruß Henning
Die Aufnahmen des Griller Quartet sind von 1954, also mono. Die vier von den 5 Quartetten, die das Ensemble aufgenommen hat, sind aber wohl immer noch die besten Versionen:
vielen Dank für den Hinweis. Mono wäre nicht das Problem. Bei Decca aus dem Jahre 1954 habe ich ja doch Hoffnung dass es nicht zischelt, knistert, im Frequenzgang zu stark beschnitten ist und wenn dann gleichmäßig im Hintergrund rauscht. Ich denke ich werde demnächst doch mal einen Versuch mit der Aufnahme wagen und wenn es dann doch nichts für meine Ohren ist kann die hiesige Bücherei sich über ein Geschenk freuen...............
Gruß Henning
HenningKolf (07.02.2008, 18:28): "Die jüdische Seele interessiert mich, die rätselhafte, glühende, bewegte Seele, die ich durch die Bibel hindurchschwingen fühle"
Dieser Ausspruch stammt von dem schweizerisch-amerikanischen Komponisten Ernest Bloch (1880 - 1959); tatsächlich gibt es einen Teil des Werkes des Komponisten, der sehr stark jüdisch geprägt ist, ohne ins Folkloristische abzugleiten. Aus diesem Teil stammt das wohl bekannteste Werk "Schelomo" (Cello und Orchester, 1916), das gelegentlich den Weg in die Konzertsääle findet, auf das das Schaffen des Komponisten in der öffentlichen Wahrnehmung aber auch zu Unrecht reduziert wird. Zu nennen in diesem Zusammenhang sind auch die "Suite Hébraique" aus dem Jahre 1951, "Trois Poème Juifs" (1913) oder "Baal Shem" (1923 f. Violine und Klavier, 1939 f. Orchester und Violine) sowie das liturgieartige Avodath Hakodech (Service Sacré) für Bariton, Chor und Orchester (1933).
Da ich mich für jüdische Kultur interessiere und früher auch mal musikalisch-konsumierend eine "Klezmerphase" hatte, lag die Beschäftigung mit dem Komponisten nahe.
Zu entdecken gab es dabei, dass der Komponist in einer Frühphase sichtlich vom französischen Impressionismus beeinflusst war - "Deux Poèmes pour Orchestre" (1905) - aber auch klassizistisch Anmutendes komponiert hat (Concerti grossi 1924 u. 1952). Die sinfonische Suite aus dem Jahre 1944 klingt demgegenüber schon beinahe nach Barock - so kommt es mir jedenfalls vor.
Dabei hat man aber stets das Gefühl, es mit Originalität, keineswegs mit einem Plagiat zu tun zu haben.
Kurzum: Ich mag Blochs Kompositionen sehr und bin durchaus der Meinung, dass sein Werk größere Anerkennung verdient hätte.
Zum Leben finden sich zusammen mit discographischen Hinweisen - eher spärliche - Informationen hier:
link
Die links zum deutschen und englischsprachigen wikipedia spare ich mir mal, weil ihr die Artikel sicherlich auch ohne Krücke findet.
Weitere discographische Hinweise finden sich hier:
noch ein link
Von Schelomo gibt es sicherlich sehr viele gute Aufnahmen. Ich höre unter anderem diese hier sehr gerne:
Hört Ihr Bloch? Was könnt Ihr sonst zum Thema beitragen?
Gruß Henning
Zelenka (07.02.2008, 19:44): Herzlichen Dank für die schöne Fadeneröffnung! Ich fürchte, ich werde hier nicht viel beisteuern können, sondern eigentlich nur Neues erfahren. Bei mir ist es tatsächlich fast nur "Schelomo", das Stück, in dem das Cello als menschliche Stimme König Salomo darzustellen hat. Ich besitze zwei Versionen davon, eine mit Fournier (DG) und eine mit Navarra (EMI). Seit längerem hätte ich gern die Streichquartette komplett, leider hat es bislang nur zum zweiten mit dem Griller Quartet in einer betagten Aufnahme gereicht (Dutton), die mir aber sehr gut gefällt und Appetit auf die anderen Quartette macht. Ansonsten hat es fast nur zu Zugabenstücken bei mir gereicht, die eher zufällig in meine Sammlung geraten sind: Ein Satz aus Baal Shem für Violine und Klavier wird von Kogan/Yampolski (Brilliant) und Grumiaux/Hajdu (Philips) interpretiert, auf dem Cello sind bei mir in "Jewish Life: No. 1: Prayer" Harrell/Canino (Decca) und Meneses/Wyss (Pan) zu hören. Und dann spielen Riebl/Höfer noch die Suite für Bratsche und Klavier (Pan). Das wars dann auch schon. An die Anschaffung von Blochs Concerti grossi habe ich gedacht, als ich mich vorzeiten einmal mit der Wiederbelebung des Concerto grosso im 20. Jhdt. beschäftigen wollte, leider bin ich damit auch nicht weitergekommen. Anderes kommt immer wieder dazwischen. Leider!
Gruß, Zelenka
Amadé (07.02.2008, 20:44): Ja Ihr Lieben,
Bloch ist für mich auch nicht gerade ein voll geschriebenes Blatt. Ich besitze Schelomo mit Fournier und zusätzlich in einer glühenden, jedoch klanglich unzureichenden Aufnahme mir dem viel zu früh verstorbenen Emanuel Feuermann. Die sollte man sich mal an Land ziehen, wenn man die Philips-Aufnahme als Schnäppchen erwischen sollte. Dann gibt es noch die beiden Violinsonaten mit Heifetz, erworben im Rahmen der Heifetz-Edition bei RCA. Mehr kenne ich (noch) nicht.
Grüße Bernd
Tranquillo (07.02.2008, 21:10): Hallo allerseits,
im Vergleich zu mir seid Ihr ja schon üppig bestückt mit Werken von Bloch. In meiner Sammlung findet sich nur eine einzige Komposition von ihm: das Violinkonzert mit Yehudi Menuhin und dem Philharmonia Orchestra unter der Leitung von Paul Kletzki. Auf der CD befindet sich noch das Violinkonzert von Alban Berg, was Sinn macht, da beide Werke Mitte der 1930er Jahre komponiert wurden.
Viele Grüsse Andreas
HenningKolf (07.02.2008, 21:11): Original von Amadé
Dann gibt es noch die beiden Violinsonaten mit Heifetz, erworben im Rahmen der Heifetz-Edition bei RCA. Mehr kenne ich (noch) nicht.
Grüße Bernd
Da ich Heifetz verehre, aber zu den "Historische-Aufnahmen-Verweigerern" gehöre:
Aus welchem Jahr sind die Aufnahmen denn? Gruß Henning
Cosima (07.02.2008, 21:18): Original von Zelenka Bei mir ist es tatsächlich fast nur "Schelomo", das Stück, in dem das Cello als menschliche Stimme König Salomo darzustellen hat. Ich besitze zwei Versionen davon, eine mit Fournier (DG) ...
Bei mir kann man das "fast" streichen. Und es ist nur diese eine Version eben mit Pierre Fournier. Das war's.
Gruß, Cosima
HenningKolf (07.02.2008, 21:31): @ Zelenka
Bei den Quartetten und Quintetten habe ich auch noch Nachholbedarf. In den nächsten Monaten wird es sicherlich die eine oder andere Anschaffung geben. Bei den Quartetten bin ich noch etwas unschlüssig: Das Griller Quartett auf Decca ist wohl schon eine beinahe historische Aufnahme (1953/54 (?)) mit der ich mich möglicherweise schwer tue, die Aufnahmen mit dem Portland String Quartett sind anscheinend auch auf dem Zweitmarkt nicht wirklich billig....mal sehen...
Gruß Henning
Amadé (07.02.2008, 22:57): Hallo Henning,
die 1. Sonate wurde 1953 produziert, KLavier: sein langjähriger Partner Emanuel Bay, die 2. Sonate "Poem mystique" 1955 mit Brooks Smith am Klavier, mit dem er auch häufig zusammenarbeitete. Laufzeiten: Sonate 1. 26'21'', Sonate 2 18'40''.
Nächtliche Grüße Bernd
daniel5993 (07.02.2008, 23:48): Guten Abend,
Ich besitze lediglich eine Aufnahme von Ernest Bloch: "Schelomo". Hab das Stück gerade zum ersten mal gehört und es gefällt mir schon ganz gut. Mit mehr kann aber auch ich nicht dienen.
"Meine" Aufnahme ist mit Mischa Maisky (Violoncello) und Leonard Bernstein (Leitung) aus dem Jahre 1988.
http://www.jpc.de/image/w600/front/0/5076309.jpg
Gruß Daniel
HenningKolf (08.02.2008, 13:21): Original von Amadé Hallo Henning,
die 1. Sonate wurde 1953 produziert, KLavier: sein langjähriger Partner Emanuel Bay, die 2. Sonate "Poem mystique" 1955 mit Brooks Smith am Klavier, mit dem er auch häufig zusammenarbeitete. Laufzeiten: Sonate 1. 26'21'', Sonate 2 18'40''.
Nächtliche Grüße Bernd
Danke für den Hinweis!
Henning
Amadé (08.02.2008, 14:51): @ HenningKolf
Nachtrag: beide Sonaten finden/fanden sich auf Vol.8 der Heifetz-Collection.
Zelenka (08.02.2008, 14:53): Original von HenningKolf @ Zelenka
Bei den Quartetten und Quintetten habe ich auch noch Nachholbedarf. In den nächsten Monaten wird es sicherlich die eine oder andere Anschaffung geben. Bei den Quartetten bin ich noch etwas unschlüssig: Das Griller Quartett auf Decca ist wohl schon eine beinahe historische Aufnahme (1953/54 (?)) mit der ich mich möglicherweise schwer tue, die Aufnahmen mit dem Portland String Quartett sind anscheinend auch auf dem Zweitmarkt nicht wirklich billig....mal sehen...
Gruß Henning
Die Aufnahmen des Griller Quartet sind von 1954, also mono. Die vier von den 5 Quartetten, die das Ensemble aufgenommen hat, sind aber wohl immer noch die besten Versionen:
vielen Dank für den Hinweis. Mono wäre nicht das Problem. Bei Decca aus dem Jahre 1954 habe ich ja doch Hoffnung dass es nicht zischelt, knistert, im Frequenzgang zu stark beschnitten ist und wenn dann gleichmäßig im Hintergrund rauscht. Ich denke ich werde demnächst doch mal einen Versuch mit der Aufnahme wagen und wenn es dann doch nichts für meine Ohren ist kann die hiesige Bücherei sich über ein Geschenk freuen...............
Gruß Henning
teleton (19.02.2008, 10:48): Hallo Henning,
ich habe diesen Thread über Bloch erst heuite gesehen, weil,ich meistens bei Klassische Instrumentalaufnahmen lese.
Blochs Schelomo kenne ich in mehreren Aufnahmen (hatte es in den 80ern schon auf meinem Tonband aufgenommen). Auf CD hatte ich mal die Aufnahme Ormandy/Rose (SONY), die auf mich mehr belanglos wirkte und klangrtechnisch auch nicht viel hergab.
Irgendwann bin ich auf die geniale Aufnahme Rostropowitsch/Orchestre National de France/Leonard Bernstein (EMI)gestoßen. :down Und dann ließ mich dieses Werk nicht mehr los. Das Orchester ist IMO genauso wichtig wie der Solopart. Was hier beide an unmittelbarem Feuer raußlassen ist unglaublich. Mich wundert, das bisher keiner diese Wahnsinnaufnahme erwähnt hat. Bernstein zaubert einen ergreifenden Orchesterpart der mitreßt. .
Interessant, das mit Maisky eine neuere Bernsteinaufnahme vorliegt. Die kenne ich nicht. Aber unter Bernstein wird das Israel PO zu einem Spitzenensemble, wie ich es aus mehreren Bernstein-DG-CD´s mit den Komposern Hindemith, Bernstein feststellen könnte. Ich bezweifele aber das er das er diese umhauende Interpretation (EMI) bei DG wiederholen konnte.
Meine weiteren Bloch-CD´s, die aufhorchen lassen und erkennbar machen, das Bloch ein viel zu selten gespielter Komponist ist sind diese:
http://ecx.images-amazon.com/images/I/61J1mIw1XfL._AA240_.jpg Violinkonzert (1938) Baal Shem für Violine und Orchester (1923) Suite Hebraique für V und O (1952) Zina Schiff, Vio/Roayal Scottish SO, Serebrier Naxos, 2006, DDD
http://ecx.images-amazon.com/images/I/21MERN5P38L._AA130_.jpg Bloch: Sinfomie in E (1954/55) Evocations-Symphonische Suite (1937) Trois poems Juifs (1913)Malmö SO/Boreyko BIS, 2002, DDD
http://ecx.images-amazon.com/images/I/41QQW1PG0QL._AA240_.jpg Poems of the Sea Voice of the Wilderness Violinkonzert RSO Berlin, M.Jurowski CAPRICCIO, 2004, DDD
:beer Mein Zitat gilt auch für mich. Ich muß diese CD´s unbedingt mal wieder hören.