Lapje (04.11.2009, 22:37): Einen schönen Abend wünsche ich...
Da ich in Sachen Klassik ja immer noch in der "Findungsphase" bin, hatte ein Bekannter einen guten Tipp für mich: Er meinte dass für mich eher die nordischen Komponisten in Frage kommen würden, da ich dieses Schwermütige sehr mag - womit er auch nicht ganz unrecht hatte, denn Peer Gynz von Grieg finde ich klasse...
Hättet ihr da evt. den einen oder anderen Tip für mich?
Besten dank
Lapje
Cetay (inaktiv) (05.11.2009, 04:10): Siehe hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier und hier. Da sollte was dabei sein.
Rachmaninov (21.10.2011, 10:48): Original von Cetay http://ecx.images-amazon.com/images/I/41fJS3D4TdL._SL500_AA300_.jpg
Aus dieser rundum gelungenen höchst empfehlenswerten CD höre ich in den letzten Tagen total zum Suchti mutiert immer wieder das Posaunenkonzert von Gröhndal. Die Posaunisten sind ja nicht gerade mit großem Repertoire gesegnet, aber dafür haben sie hier einen Kracher, um den sie die anderen Stiefinstrumentalisten beneiden müssten. Was mir besonders imponiert, ist der gelunge Balanceakt zwischen Eingängigkeit und Abstraktion oder einfacher: das hat fieseste Ohrwurmqualitäten ohne dass es dabei banal oder allzu volkstümlich klingen würde (kurz: keine Gassenhauer-Qualitäten). Die Themen und Motive passen zu dem Instrument wie die Faust aufs Auge; da hat einer wirklich ein ganz großes Gespür für die Möglichkeiten und Wirkung der Posaune gezeigt (ähnlich wie Mozart bei seinen Hornkonzerten). Das Orchester hat Begleit- und Kommentierfunktionen, nicht ohne die spezifische klangliche Raffinesse, die nordischen Komponisten zu eigen sein scheint. Schwermütig ist da allerdings nichts, das zwischen Klassizismus und Romantizismus jonglierende Konzert ist ein ernstes Spasspaket und Oberhaltung vom allerfeinsten.
Wollte ich sichern und bewahren!
Cetay (inaktiv) (21.10.2011, 11:55): Da wäre aber dieser Faden viel mehr Wert, mal wieder hochgespült zu werden. Ich werde es dorthin kopieren, dann kannst du diese Einträge wieder löschen.
Sully (30.11.2011, 16:19): Hallo Lapje,
im Forum habe ich diesen Komponisten nicht gefunden, deshalb hier mein Beirag: Ernst Mielck (1877-1899, Finnland)
Zitat Wiki (Leider keine andere Quelle gefunden): Ernst Leopold Christian Mielck (* 24. Oktober 1877 in Wyborg, finnisch Viipuri; † 22. Oktober 1899 in Locarno) war ein finnischer Komponist und Pianist.
Mielck war der Sohn eines deutschstämmigen Kaufmanns und einer finnlandschwedischen Mutter. Das Elternhaus war stark kulturell und musikalisch ausgerichtet, so dass der von Anfang an schwächliche und kränkliche Sohn Ernst (erst) mit 10 Jahren auch den ersten Klavierunterricht bei Albert Tietz in Vyborg erhielt. 1891 wurde er zur weiteren musikalischen Ausbildung nach Berlin an das Stern'sche Konservatorium gesandt. Er blieb mit Unterbrechungen bis 1898 in Berlin und wurde dort auch Privatschüler von Max Bruch, der sich höchst lobend über ihn äußerte.
1894 debütierte Mielck als Pianist in Vyborg mit dem Klavierkonzert in g-Moll von Mendelssohn, 1897 konzertierte er auch in Helsinki, wo auch seine Sinfonie in f-Moll, sein bedeutendstes Werk, aufgeführt wurde. Seine Werke sind alle innerhalb von nur vier Jahren entstanden. Sein früher Tod mit 22 Jahren - er starb an Tuberkulose in Locarno am Lago Maggiore - machte alle Hoffnungen, hier werde sich ein Komponist von Bedeutung (als Gegenpol zu Sibelius) entwickeln, zunichte.
Musikalisch knüpft Mielck - in seiner Sinfonie - an die großen Komponisten Beethoven, Brahms, Schumann, Mendelssohn an. Unüberhörbar ist aber auch der Einfluss der (gefälligen) Tonsprache seines Lehrers Max Bruch.
Ich stelle hier zwei CD's vor:
- Mielck - Symphony in F minor / Concert Piece in D major, Op.8 John Storgards - violin Finnish Radio Symphony Orchestra, cond. Sakari Oramo Aufgenommen 2003
- Mielck - Symphony in F minor / Concert Piece in E minor, Op.9 Liisa Pohjola - Piano Turku Philharmonic Orchestra, cond. Hannu Lintu Augenommen 1999