Ich komme zurück auf das Thema Olivier Messiaen der bei seinen Kompositionen oft aus der Welt der Religion und der Welt der Vögel schöpft.
Über das letzgenannte Thema gibt es nicht nur Zyklen für Klaviermusik, sondern auch für Kammermusik und Orchester.
Die Themen heißen:
Oiseau exotiques Reveil des oiseaux Catalogue d'oiseaux
Zwei Vorschläge habe ich Dir herausgesucht.
Berufene Interpretin am Klavier ist seine Frau Yvonne Loriod. Peter Hill hat sich auf Messiaen schon in den 80ern spezialisiert. Béroff ist mit Messiaen ein bischen überfordert.
Wie bei Debussy müssen feinste Klangabstufungen exakt getroffen werden, sonst wirkt das ganze oberflächlich. Yvonne Loriod ist hier das Maß aller Dinge.
Die Werke von Messiaen haben keine Zählung, die Titel wiederholen sich. Deshalb muss man sich an der Jahreszahl orientieren.
Mir haben die Quatre Etudes de Rythme (1949-50) und die 8 Preludien (1929) besonders gefallen. Die meisten Stücke haben ein Programm.
Gruß Engelbert
Cosima (09.07.2006, 14:19): Hallo Engelbert,
danke Dir für die interessanten Hinweise. Messiaen ist ein Komponist, mit dem ich mich immer mal näher beschäftigen wollte.
Trotz des Tipps bzgl. Yvonne Loriod würde ich gerne noch einmal fragen: Kennt vielleicht jemand die Ugorski-Aufnahme des Catalogue d'oiseaux?
Ich meine, mich erinnern zu können, dass ich über die Austbo-Aufnahme eher Negatives gelesen habe.
Gruß, Cosima
satie (09.07.2006, 21:32): Hallo, eine Frage hätte ich: soll es in diesem Thread allgemein um Messiaen gehen oder nur um die Vogelstücke? Zugegeben: die Vögel kommen sehr sehr oft vor (bei einem überaus kompetenten Ornithologen wie Messiaen kein Wunder), so auch in seiner Oper Saint Francois (Vogelkonzert), auch im Quatuor de la fin du temps (abime des oiseaux, Klarinette solo) und vielen weiteren bekannten Werken. Man kann bei Messiaen ja eigentlich drei große Themen anschneiden: Vögel, Katholizismus und Synästhetik. Die sind natürlich bei ihm stets verwoben. Die weit verbreitete Annahme, Messiaen sei ein serieller Komponist gewesen ist völliger Humbug. Das angeblich erste serielle Stück soll er geschrieben haben, die Etüde Mode des valeurs et d'intensite (die accents sind mir wie immer zu mühsam). Das ist aber ein modales Stück, kein serielles, und es war ein Stück, welches Messiaen in einigen Stunden, zum Spaß schrieb. Dies nur für jene, die vielleicht nur ein solches Schlagwort mit ihm in Verbindung bringen. Strukturell sind bei Messiaen die speziellen konstruierten Modi und Rhythmen, die auf Symmetrien beruhen wichtig, neben den direkt transkribierten Vogelstimmen.
Herzlichst Satie
Rachmaninov (10.07.2006, 13:19): Original von Satie Hallo, eine Frage hätte ich: soll es in diesem Thread allgemein um Messiaen gehen oder nur um die Vogelstücke?
@Satie,
wenn ich Engelberts Einleitung recht verstehe geht es hier um "seine Vögel"!
Gruß R
Engelbert (09.07.2006, 11:19): Hallo Cosima,
Ich komme zurück auf das Thema Olivier Messiaen der bei seinen Kompositionen oft aus der Welt der Religion und der Welt der Vögel schöpft.
Über das letzgenannte Thema gibt es nicht nur Zyklen für Klaviermusik, sondern auch für Kammermusik und Orchester.
Die Themen heißen:
Oiseau exotiques Reveil des oiseaux Catalogue d'oiseaux
Zwei Vorschläge habe ich Dir herausgesucht.
Berufene Interpretin am Klavier ist seine Frau Yvonne Loriod. Peter Hill hat sich auf Messiaen schon in den 80ern spezialisiert. Béroff ist mit Messiaen ein bischen überfordert.
Wie bei Debussy müssen feinste Klangabstufungen exakt getroffen werden, sonst wirkt das ganze oberflächlich. Yvonne Loriod ist hier das Maß aller Dinge.
Die Werke von Messiaen haben keine Zählung, die Titel wiederholen sich. Deshalb muss man sich an der Jahreszahl orientieren.
Mir haben die Quatre Etudes de Rythme (1949-50) und die 8 Preludien (1929) besonders gefallen. Die meisten Stücke haben ein Programm.
Gruß Engelbert
Cosima (09.07.2006, 14:19): Hallo Engelbert,
danke Dir für die interessanten Hinweise. Messiaen ist ein Komponist, mit dem ich mich immer mal näher beschäftigen wollte.
Trotz des Tipps bzgl. Yvonne Loriod würde ich gerne noch einmal fragen: Kennt vielleicht jemand die Ugorski-Aufnahme des Catalogue d'oiseaux?
Ich meine, mich erinnern zu können, dass ich über die Austbo-Aufnahme eher Negatives gelesen habe.
Gruß, Cosima
satie (09.07.2006, 21:32): Hallo, eine Frage hätte ich: soll es in diesem Thread allgemein um Messiaen gehen oder nur um die Vogelstücke? Zugegeben: die Vögel kommen sehr sehr oft vor (bei einem überaus kompetenten Ornithologen wie Messiaen kein Wunder), so auch in seiner Oper Saint Francois (Vogelkonzert), auch im Quatuor de la fin du temps (abime des oiseaux, Klarinette solo) und vielen weiteren bekannten Werken. Man kann bei Messiaen ja eigentlich drei große Themen anschneiden: Vögel, Katholizismus und Synästhetik. Die sind natürlich bei ihm stets verwoben. Die weit verbreitete Annahme, Messiaen sei ein serieller Komponist gewesen ist völliger Humbug. Das angeblich erste serielle Stück soll er geschrieben haben, die Etüde Mode des valeurs et d'intensite (die accents sind mir wie immer zu mühsam). Das ist aber ein modales Stück, kein serielles, und es war ein Stück, welches Messiaen in einigen Stunden, zum Spaß schrieb. Dies nur für jene, die vielleicht nur ein solches Schlagwort mit ihm in Verbindung bringen. Strukturell sind bei Messiaen die speziellen konstruierten Modi und Rhythmen, die auf Symmetrien beruhen wichtig, neben den direkt transkribierten Vogelstimmen.
Herzlichst Satie
Rachmaninov (10.07.2006, 13:19): Original von Satie Hallo, eine Frage hätte ich: soll es in diesem Thread allgemein um Messiaen gehen oder nur um die Vogelstücke?
@Satie,
wenn ich Engelberts Einleitung recht verstehe geht es hier um "seine Vögel"!