Oper im Fernsehen - Termine

Severina (13.03.2010, 19:41):
Ich hoffe, diesen Thread gibt es noch, nicht, ich habe auf jeden Fall nichts gefunden:

Heute (11.3.2010) 20 Uhr 15 3SAT: Gaetano Donizetti, "La Fille du Regiment" mit Juan Diego Flórez und Natalie Dessay in der köstlichen Regie von Lautent Pelly (leider ist es die Aufzeichnung aus Lonson und nicht aus Wien, wi die Nebenrollen viel besser besetzt waren und alles insgesamt mehr Esprit hatte)

lg Severina :hello
Heike (13.03.2010, 21:30):
Sollte der Thread nicht besser ins Opernforum????

Sonntag 14.3.2010
Wagner: Das Rheingold
Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia, 2007.
Inszenierung: La Fura dels Baus, Carlus Padrissa.
ZDF Theaterkanal 19:30 Uhr, 165 Min.
yago (22.03.2010, 22:59):
Original von Severina
Ich hoffe, diesen Thread gibt es noch, nicht, ich habe auf jeden Fall nichts gefunden:

Heute (11.3.2010) 20 Uhr 15 3SAT: Gaetano Donizetti, "La Fille du Regiment" mit Juan Diego Flórez und Natalie Dessay in der köstlichen Regie von Lautent Pelly (leider ist es die Aufzeichnung aus Lonson und nicht aus Wien, wi die Nebenrollen viel besser besetzt waren und alles insgesamt mehr Esprit hatte)

lg Severina :hello

da gebe ich dir unumwunden recht,obwohl mir in wien die caballé,nicht so gut gefallen hat,aber ansonsten empfand ich die wiener auffhrung auch spritziger.
den vergleich mit NY kenne ich leider nicht.
liebe grüße
yago
Heike (02.04.2010, 15:46):
Sonntag, 04. April
Verdi: Nabucco
Wiener Staatsoper, 2001.
Inszenierung: Günter Krämer
3Sat 23:55 Uhr, 130 Min

Montag, 05. April
Operette
Carl Zeller: Der Vogelhändler
MDR 05:55 Uhr, 85 Min.

Montag, 05. April
Mozart: Bastien & Bastienne/Der Schauspieldirektor
Salzburger Marionettentheater, 2006.
ZDF Theaterkanal 16:30 Uhr, 110 Min.
Heike (04.04.2010, 22:54):
Montag, 05. April
Wagner: Die Walküre
Inszenierung: La Fura dels Baus, Carlus Padrissa.
ZDF Theaterkanal 19:30 Uhr, 245 Min.

Samstag, 10. April
Tschaikowsky: Eugen Onegin
"Eugen Onegin" zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen - in einer Inszenierung von Andrea Beth aus dem Jahre 2007. Es musizieren die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Daniel Barenboim. Peter Mattei verkörpert den Onegin, Anna Samuil die Tatjana.
3Sat 20:15 Uhr, 160 Min.
Heike (29.04.2010, 20:41):
Samstag 1.5.10
Siegfried
Palau de les Arts Reina Sofía, Valencia 2008, musikalische Leitung: Zubin Mehta
Lance Ryan als Siegfried und Jennifer Wilson als Brünnhilde.
ZDF Theaterkanal 19:40 Uhr, 255 Min.

Sonntag 2.5.10
Operette
Marthalers Großherzogin von Gerolstein
Operette nach Jacques Offenbach
Arte 09:50 Uhr, 130 Min.

Donnerstag 6.5.10
Carmen
Aus der Wiener Staatsoper, Dirigent: Mariss Jansons
BR 21:15 Uhr, 170 Min.
Severina (29.04.2010, 22:54):
Donnerstag 6.5.10
Carmen
Aus der Wiener Staatsoper, Dirigent: Mariss Jansons
BR 21:15 Uhr, 170 Min.

Leider nein, es dirigiert Andris Nelsons - Jansons musste krankheitsbedingt (Herz) absagen. Und falls es sich noch nicht herumgesprochen hat: Statt Elina Garanca singt Nadia Krasteva und statt Boaz Daniel Adrian Eröd den Morales. (Wenigstens ein mehr als gleichwertiger Ersatz!!)

lg Severina :hello
yago (30.04.2010, 07:38):
für d. 6.5. hab´ ich karten :hello

lg yago
Heike (30.04.2010, 12:30):
Ich liebe ja Andris Nelsons :-) aber in der Oper habe ich ihn noch nicht erlebt!
Also ich hoffe auf ausführliche Berichte !
Heike
P.s. ich hoffe Jansons ist bald wieder richtig gesund, ich habe jetzt mal gegoogelt und gelesen, dass er monatelang pausieren muss. also gute Besserung für ihn!
Severina (30.04.2010, 23:49):
Ich weiß noch nicht, wann ich gehe - Karten habe ich für keine Vorstellung - am 6.5. tendiere ich aber eher dazu, mir daheim gemütlich die Fernsehübertragung anzuschauen.
lg Severina :hello
Severina (30.04.2010, 23:54):
Original von Heike
Ich liebe ja Andris Nelsons :-) aber in der Oper habe ich ihn noch nicht erlebt!
Also ich hoffe auf ausführliche Berichte !
Heike
P.s. ich hoffe Jansons ist bald wieder richtig gesund, ich habe jetzt mal gegoogelt und gelesen, dass er monatelang pausieren muss. also gute Besserung für ihn!

Liebe Heike,
ich wiederum habe Andris Nelsons bisher nur in der Oper erlebt, wo er ganz großartig Puccini dirigierte (ganz ohne den üblichen Kitsch-Zuckerguss) und als Einspringer einen Riesenerfolg einfuhr. Insofern freue ich mich auf sein Carmendirigat, bedaure aber trotzdem Jansons Absage, denn für ihn wäre es das WSO-Debut gewesen und ihn habe ich als Operndirigent noch nie erlebt.
lg Severina :hello

PS: Andris Nelsons erlebe ich heuer im August in einem Konzert in Grafenegg mit Dvoraks 9. - eine meiner Lieblingssymphonien! Karte dafür habe ich schon :leb
yago (01.05.2010, 09:50):
ich bin voll der vorfreude auf unsere "carmen",wobei ich mich natürlich auf anna netrebko am meisten freue,aber ebenso bin ich sehr gespannt auf nadja krasteva in der titelrolle.
auch massimo giordano finde ich überaus interessant,in manon fand ich ihn grossartig,seine stimme gefällt mir wirklich sehr gut und mittlerweile,wie man hört,ist sein spiel auch besser geworden.
dass adrian eröd gut spielt und singt wissen wir wiener schon lange und ich sehe ihn immer wieder gerne auf der bühne.
ich denke es wird trotz der paar absagen,ein grossartiges musikereignis 1.ranges werden.
da bin ich ganz zuversichtlich.
ich werde natürlich berichten.
lg yago
yago (01.05.2010, 09:55):
am 9.5.,ehe ich dann tags darauf zurück fliege,werde ich mir....
Engel aus Feuer - Oper von Sergej Prokofjew
9., Mai 2010, jeweils 20 Uhr im Odeon Theater....

„Philipp Harnoncourt hat stark inszeniert.“
(Die Presse, 23.4.2010)

„Die enorme Partie der Renata wird von Elena Suvorova glänzend gemeistert … Nicht weniger packend: Philipp Harnoncourts Inszenierung. Da selten zu hören: dringende Empfehlung!“

(Falter, 28.4.2010)
„… eine ausdrucksstarke Bearbeitung Wolfgang Suppans für Ensemble … und eine in den Raum bestens eingefügte Ausstattung der ,Hausherren’ Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits.“

(Salzburger Nachrichten, 23.4.2010)

ansehen....
lg yago
yago (01.05.2010, 09:59):
frage:
lohnt sich das?

Die Passion des Jonathan Wade

Musikdrama von Carlisle Floyd (EA)
zum Stück Termine Besetzung Pressestimmen
Von: 16.05.2010 Bis:09.06.2010
Inszenierungsteam:

Musikalische Leitung: Adrian Kelly

Inszenierung: Arila Siegert
Bühnenbild: Hans Dieter Schaal
Kostüme: Marie-Luise Strandt
Choreinstudierung: Karl Kamper
Dramaturgie: Bernd Feuchtner

Besetzung:
Judge Townsend Marcell Bakonyi
Lieutenant Patrick
Juan Carlos Navarro
Colonel Jonathan Wade
Hubert Wild
Wounded Confederate Soldier
Rudolf Pscheidl
Nicey Bridges Jeniece Golbourne
Celia Townsend Julianne Borg
J. Tertius Riddle Simon Schnorr
Lucas Wardlaw Eric Fennell
Enoch Pratt John Zuckerman
Union League Orator Franz Supper
Rector William Shaw Hackett



Chor des Salzburger Landestheater
Mozarteumorchester Salzburg



Derzeit sind noch keine Pressestimmen vorhanden.


Große Oper gibt es nicht nur in Europa. Dass die Musikgeschichte viele Wege kennt, haben wir spätestens dann erfahren, als die in der Nazizeit verfemten Komponisten wiederkehrten. So sind auch in Amerika zahlreiche bedeutende Opern entstanden, die bis heute darauf warten, in Europa entdeckt zu werden. Carlisle Floyd wurde hierzulande nur durch seine Oper „Susannah" bekannt, später auch (so bei den Bregenzer Festspielen) durch „Von Menschen und Mäusen". „The Passion of Jonathan Wade" ist ein Südstaatendrama großen Stils. Jonathan Wade, ein Offizier der siegreichen Nordstaatenarmee, kommt nach dem Ende des Bürgerkrieges in eine Stadt in den Südstaaten, um dort die Besatzung zu übernehmen. Er trifft Cecilia, die Tochter des örtlichen Honoratioren, der der Krieg die Mutter und den Mann genommen hat. Dennoch verlieben die beiden sich ineinander und heiraten - woraufhin Cecilias Vater sich von seiner Tochter lossagt. Ein verwöhnter Sklavenhalter-Sohn organisiert unterdessen mit dem Ku-Klux-Klan die Gegenbewegung. Doch Jonathan Wade weht noch von einer anderen Seite der Wind entgegen: Aus Washington ist ein Bürokrat angekommen, der die Sklavenbefreiung unterstützen soll - auch er sieht in Wade seinen Feind und isoliert ihn in der Armee. So stehen Wade und Cecilia mit ihrem Streben nach Menschlichkeit und Ausgleich alleine da und sehen sich zur Flucht gezwungen. Von der einen Seite rückt der Ku-Klux-Klan an, von der anderen die Armee...

Uraufführung am 11. Oktober 1962 in New York

Premiere: 16. Mai 2010
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Landestheater
Einführung jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Logen-Foyer

denn da bin ich 3 tage in salzburg oder hat jemand eine speziellen tipp?
lg yago
Heike (08.05.2010, 12:26):
Samstag 8.5.2010
Europäische Operntage 2010
Live aus Brüssel: Don Quichotte - Jules Massenet
Arte 20:25 Uhr, 145 Min.


Silvia Tro Santafé (Dulcinea);
José van Dam (Don Quichotte);
Werner Van Mechelen (Sancho Pansa);
Vincent Delhoume (Rodriguez);
Gijs Van der Linden (Juan);
Julie Mossay (Pedro);
Camille Merckx (Garcia)

Musikalische Leitung: Marc Minkowski
inszeniert von Laurent Pelly
Severina (12.05.2010, 18:16):
Ich fürchte, dass nicht viele von Euch den österr. Privatsender Servus-TV reinkriegen, aber der bringt morgen (3. Mai) um 9 Uhr 55 den
"Simone Boccanegra" von der Scala mit Placido Domingo!!!!
Ich bin schon seeeeeeehr gespannt!

lg Severina :hello
peter337 (13.05.2010, 19:49):
Liebe Severina!

ich habe mich schon vor etwa 3 Wochen bei Telekabel - Digital schlau gemacht und leider diesen Sender bekomme ich auch nicht über meien Box rein.

Wahrscheinlich kriegt man den nur via Satellit.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
Severina (13.05.2010, 20:29):
Original von peter337
Liebe Severina!

ich habe mich schon vor etwa 3 Wochen bei Telekabel - Digital schlau gemacht und leider diesen Sender bekomme ich auch nicht über meien Box rein.

Wahrscheinlich kriegt man den nur via Satellit.
Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello

Lieber Peter,
nein, ich habe nur die UPC-Digitalbox und kann Servus-TV problemlos empfangen. Leider habe ich es bisher ziemlich ignoriert, weil ich aufgrund des Namens dachte, das sei so ein blöder Trash-Sender mit albernen Talkshows, voyeuristische Berichte aus der Welt der Reichen und Schönen und Sonstigem, was mich nicht die Bohne interessiert. Da ich sehr wenig fernsehe, nehme ich mir meist gar nicht die Mühe, das Programm genau auf Interessantes zu durchforsten, daher bin ich aus reinem Zufall über die Ankündigung dieses Simone gestolpert. Und siehe an, jetzt am Abend gab es noch SChuberts Sinfonie in C-Dur unter Harnoncourt von den Salzburger Festspielen 2009!
In Zukunft werde ich also servusTV im Auge behalten!! :D

lg Severina :hello

PS: Schön, dass Du wieder einmal hier vorbeischaust! :beer
peter337 (13.05.2010, 20:41):
Liebe Severina!

Ich habe ja auch die UPC Digitalbox, UPC ist ja Telekabel?, werde morgen fragen welche Nummer man da eingeben muss,

beim ZDF Theaterkanal ist es die 543.

Danke für die Mitteilung, da hat man mir was Falsches beim Telekabel gesagt.

Leider ist ja keine Vorstellung des "Macbeth" an der Staatsoper, aber Simon Keenlyside singt den Vater Germont in der "Traviata", heute , und noch einmal, den Gallos halte ich nicht durch.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
Severina (13.05.2010, 20:51):
Lieber Peter,
ich habe jetzt genau nachgeschaut (bin ja eine Blödfrau in technischen Dingen), meine Box heißt genau "UPC Digital TV" und ist von Telekabel. Beim automatischen Senderdurchlauf landete ServusTV auf Position 8, Kanalnummer 107.
Damit kriege ich auch den ZDF-Theaterkanal und ZDF-Festival, die ich unbedingt haben wollte, weshalb ich mir diese Box zulegte. Leider bringt der Theaterkanal in letzter Zeit wenig Oper :I

lg Severina :hello
Heike (20.06.2010, 17:32):
Montag, 21.6.2010
Elektra aus dem Festspielhaus Baden-Baden
Mit Christian Thielemann und den Münchner Philharmonikern
Arte 21:45 Uhr, 110 Min.

Mittwoch, 23.6.2010
Götterdämmerung
Palau de les Arts Reina Sofía, Valencia, 2009
ZDF Theaterkanal 19:40 Uhr, 280 Min.
Heike (05.07.2010, 19:28):
Montag, heute, 5.7. arte, 21:25 - 01:00 Uhr

Don Giovanni - Live aus Aix-en-Provence
Frankreich 2010 Dmitri Tcherniakov (Inszenierung)
Louis Langrée - Freiburger Barockorchester.

Bo Skovhus (Don Giovanni)
Kyle Ketelsen (Leporello)
David Bizic (Masetto)
Colin Balzer (Don Ottavio)
Marlis Petersen (Donna Anna)
Kristina Opolais (Donna Elvira)
Kerstin Avemo (Zerlina)
Zefira (06.07.2010, 01:11):
Hat es noch jemand gesehen? Ich bin etwas hin- und hergerissen.
Den Regieeinfall, dass der Komtur ein von den "Geschädigten" bestellter Schauspieler ist, finde ich alles in allem geradezu genial.
Ich habe mich gewundert während seiner Partie im letzten Akt, dass sein Schnurrbart offensichtlich unzureichend angeklebt war - danach folgte gleich die Erklärung.
Bo Skovhus als Giovanni hat mich enttäuscht; Ketelsen als Leporello, den ich nie zuvor gehört habe, gefiel mir dagegen sehr (nicht nur mir, ich höre da gerade Bravorufe ...)

Gruß von Zefira, die's jedenfalls interessant fand
Fairy Queen (06.07.2010, 09:20):
Ich bin ja leider nie auf dem allerneuesten Stand, da TV-los, werde diese Inszenierung aber sicher auch noch sehen können. Tcherniakov hat in München ja die Karmeliterinnen von Poulenc inszeniert und mich dort serh ambivalent zurückgelassen- der so entscheidende Schluss war leider total an der Oper vorbei, der Rest sehr gut. Auf seinen Don Giovanni bin ich wirklich gespannt.
Im Radio gab es gestern die schlussszene zu hören und die ganze Sache wurde hochgelobt.
Von den Sängern kenne ich Kerstin Avemo, die bei uns schon Pamina und ich glaube auch die Monteverdi Euridice gesungen hat. Mir hat sie gut gefallen und als Zerlina kann ich sie mir bestens vorstellen, die Rolle ist ja ausgesprochen dankbar.
Und Marlis Petersen ist ganz sicher eine viel bessere Donna Anna als Ophelie! die anderen Herren und Damen sind mir stimmlich und schauspielerisch noch unbekannt. Vielleciht kann ja jemand einen ausgiebigen Bericht einstellen?

F.Q.
Severina (06.07.2010, 12:29):
Liebe Zefira,

ich habe die Übertragung leider nur phasenweise gesehen, da es (nach 10tägiger Abwesenheit) in meiner Wohnung unerträglich heiß war und ich immer auf die Loggia flüchtete. Daher kann ich das Regiekonzept natürlich nicht durchgehend beurteilen, einiges leuchtete mir ein, anderes nicht. (Dass sich Donna Elvira während der Registerarie nur für ihr Make-up interessiert und alles offensichtlich sehr lustig findet, kann ich trotz der wortreichen Erklärungen des Regisseurs in der Pause nicht nachvollziehen. Dann wieder war ich von der Personenführung begeistert, besonders die Zerlina hatte ganz starke Momente. Bo Skovhus hat das Konzept des Regisseurs, DG als Melancholiker zu zeigen, der eigentlich alle Frauen wirklich liebt und selber ganz unglücklich über den Kummer ist, den er ihnen zufügt (zumindest kam das in den Szenen, die ich gesehen habe, so rüber), perfekt umgesetzt, bloß sehe ich den Don absolut NICHT so. Stimmlich liegen seine besten Zeiten leider hinter ihm, denn Skovhus war einmal ein ganz toller Giovanni, mit dieser Partie an unserer Volksoper in Wien startete er eigentlich seine internationale Karriere.
Der Leporello gefiel mir in jeder Beziehung ausgezeichnet, den fand ich auch als Typ interessant.
In Marlis Petersen steckt schauspielerisch wesentlich mehr, als sie hier zeigen durfte.
Leider muckt mein Recorder im Moment, sodass ich diese Übertragung nicht aufzeichnen konnte, was mir nachträglich Leid tut, denn ich würde sie gerne noch einmal und zwar ganz sehen.

lg Sevi :hello
Zefira (06.07.2010, 12:47):
Ich habe heute noch einmal über das Konzept nachgedacht. Alle Personen gehören derselben Familie an, mit Don Giovanni (der mir in der Schlussphase geradezu psychotisch vorkam) als schwarzem Schaf. Sein Verhalten ist so unerträglich, dass die Familie - allen voran Don Ottavio - einen Schauspieler bestellt, der sich als Geist des Komturs ausgibt. In der Schlussszene sitzen alle um einen Tisch, mehr oder weniger gelangweilt, während der Komtur Don Giovanni zusammenstaucht. Übrigens hat Giovanni am Schluss noch gelebt - wenn auch am Boden zerstört.

Von allen Versuchen, die Handlung der Oper in die Gegenwart zu übertragen, die ich gesehen habe, hat mich dieser am meisten überzeugt. Giovanni war allerdings von Anfang an derart heruntergekommen, dass sich die Faszination, die er auf Frauen ausübt, eigentlich nur durch eine Art Helfersyndrom erklären lässt.

Sobald ich die Sendung gebrannt habe, ich Verleih möglich, vorausgesetzt, die Aufzeichnung hat geklappt - habe noch nicht nachgeschaut .. :-)

Schönen Gruß von Zefira
Severina (10.07.2010, 14:03):
Heute (10.7.) auf ARTE die Liveübertragung aus München:

"Tosca" mit Karita Mattila und Jonas Kaufmann :down :down :down(Regie Luc Bondy) - müsste von der Papierform her toll werden!
Ich hoffe, einige von Euch schauen zu und wir können unsere Eindrücke austauschen!!
lg Sevi :hello
peter337 (10.07.2010, 14:27):
Liebe Severina!

Ich nehem es auf 21 Uhr ist für mich, als 66jährigen, seit gestern, doch schon eine Schlafenszeit, aber ich schaue es mir an,

besonders Jonas Kaufmann interessiert mich, der schaut so gut aus, bitte nicht falsch verstehen - aber an José Cura und Neil Shicoff wir der bestimmt heranreichen.

Karita Matila ist bestimmt eine annehmbare Tosca

und den Schmarrn den ich seit 14.2. an der WStO erlebt habe , das kann nur besser werden.

Nein Herr Kim und Martina Serafin waren auch sehr gut,

aber Papian und Gallos, die hätten gar nicht auftreten dürfen, gleich von der Engelburg im 2. Akt runterfallen lassen, wäre ein Lösung gewesen.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello
Severina (10.07.2010, 16:06):
Original von peter337
Liebe Severina!

Ich nehem es auf 21 Uhr ist für mich, als 66jährigen, seit gestern, doch schon eine Schlafenszeit, aber ich schaue es mir an,

besonders Jonas Kaufmann interessiert mich, der schaut so gut aus, bitte nicht falsch verstehen - aber an José Cura und Neil Shicoff wir der bestimmt heranreichen.

Karita Matila ist bestimmt eine annehmbare Tosca

und den Schmarrn den ich seit 14.2. an der WStO erlebt habe , das kann nur besser werden.

Nein Herr Kim und Martina Serafin waren auch sehr gut,

aber Papian und Gallos, die hätten gar nicht auftreten dürfen, gleich von der Engelburg im 2. Akt runterfallen lassen, wäre ein Lösung gewesen.

Liebe Grüße sendet Dir Peter. :hello :hello

Lieber peter,
na hör mal, ein Student, der um diese zeit schon im Bett liegt - tztztz.... Also, das war zu meiner Zeit ganz anders :D

Diese "Tosca" hat Dich wohl nachhaltig traumatisiert! Ich verstehe ja nicht, warum Du nicht ein halbes Jahr früher warst, mit Kaufmann und Raimondi! Kaufmann ist nicht nur ein wirklich erfreulicher Anblick, er spielt auch ganz großartig und seine Stimme zählt für mich zu den chönsten derzeit. (Du weißt, ich steh auf baritonal eingefärbte Tenöre! :D)
Ich höre übrigens grade einen davon, nämlich Domingo. Passend zu der Hitze schaue ich mir nämlich die Carmen-Verfilmung mit Placi, Julia Migenes und Raimondi an - my best Escamillo forever. Bei dem Blick, den er Carmen bei seinem Abschied zuwirft, steigt meine Raumtemperatur um gefühlte 10°. Menno, was für ein Mannsbild!!! :down Vor allem aber einer der wenigen Sänger, der diese Partie auch stimmlich packt.
ür Domingos Don José haben mich allerdings Villazón und Kaufmann nachhaltig verdorben. Der wirkt viel zu reif, gesetzt, als dass man ihm glaubt, dass ihn Carmen so um den Verstand bringt, dass er alles hinwirft und mit ihr durchbrennt. Das Feuer der Leidenschaft, das in Villazón und Kaufmann hell auflodert, ist bei Domingo nur ein schwaches Flämmchen. Und das sage ich, obwohl ich ein großer Placi-Fan bin.

Huch, eigentlich bin ich damit im falschen Thrad, sorry! :S

lg Sevi :hello
Fairy Queen (11.07.2010, 10:50):
Liebe Sevi, wenn das derselbe Blick ist wie in Loseys Don Giovanni (Raimondi in der Titelrolle), dann steigt bei diesen Ausganstemperaturen die Raumtemperatur hier derartig an, dass ich zum Feen-Roastbraten werde..... oweia! :A
Karita Mattila kan nich mir nciht so supertoll als Toaca vorstellen- sie hat als salomé vorletzten Saison an der Met zwar sehr gut gesungen und( gespielt,wobei sie eindeutig zu reif für die blutjunge Salomé wirkte) aber im hochdramatischen Strauss-Fach oder bei Puccini ist ein himmelweiter Unterschied. M.E. fehlt da wahrscheinlich die lyrische Schaumbad-Qualität der Stimme. Der Typus Frau, den sie verkörpert, passt auch m.E. nicht in die Rolle der temperamentvollen Römerin. Hat das wer gesehen und kann ein Urteil abgeben?
Hingegen Kaufmann als Cavaradossi... imaginär dahinschmelz!.........
F.Q.
Severina (11.07.2010, 11:15):
Liebe Fairy,
es war einer dieser Blicke, wo Dir die Knie weich werden und ich vor allem nicht verstehe, warum Carmen erst den Umweg über Don José nimmt :D.
Ja, ich habe die Tosca gesehen, aber ich werde dazu in einen anderen Thread wechseln, denn der hier soll ja nur auf TV-Sendungen hinweisen. Ich gehe jetzt auf die Suche nach einem passenden Thread oder eröffne einen neuen!
Also ein wenig Geduld, carissima sorella!

lg Sevi :hello
nikolaus (11.07.2010, 11:24):
Ich habe mir fast die ganze Übertragung angesehen.

Anfangs wollte ich nur mal reinschauen, da ich aber beim Fussball einfach nicht hinschauen konnte, bin bei der Tosca hängen geblieben, nur unterbrochen von einer Störung der Übertragung.

Meines Wissens ist es die gleiche Inszenierung wie an der Met, wo sie ziemlich verrissen wurde.
Ehrlich gesagt kann ich das nicht nachvollziehen. Bis auf einzelne Abweichungen (Tosca stellt keine Leuchter neben die Leiche Scarpias, am Ende verschwindet sie in einem Turm, ohne dass man erahnen könnte, dass sie dort herunterspringt...) ist es eine konventionelle Inszenierung.

Die Premiere in München wurde von dem unerträglichen Manuel Brug verrissen, insbesondere auch die sängerische Leistung. Daher war ich neugierig auf das Gespann Mattila/Kaufmann.

Ich bin zwar kein Fan von Kaufmann, weil mir seine Stimme nicht so richtig gut gefällt (ich störe mich daran, dass sie v.a. in den unteren Lagen so weit "hinten" zu sitzen scheint), aber ich gebe gerne zu, dass er für den Cavaradossi ideal ist. Zu Recht grosser Jubel des Publikums.

Karital Mattila schätze ich sehr, und ich war etwas in Sorge, ob sich ihre schlechte Verfassung, wie Brug sie beschrieb, bestätigen würde.
Am Ende war ich doch beruhigt und begeistert. Nach etwas schwachem Start konnte sie sich deutlich steigern und hat alle Anforderungen an die Rolle mehr als gemeistert. Mag sein, dass ihre Stimme momentan nicht über die gewohnte Strahlkraft verfügt und dass sie ab und zu forcieren muss, aber man kann es auch als Interpretationsmittel sehen, denn die Rollengestaltung war immer glaubhaft und sehr intensiv. Und sie verfügt meiner Meinung nach durchaus über die nötigen lyrischen Qualitäten, denn sie hat bei aller Kraft auch immer die Fähigkeit, Zartheit und Wärme in die Stimme zu legen.
Für mich ist auch Mattila eine Idealbesetzung, weil sie einfach diese Bedingungslosigkeit ausstrahlt, die eine Tosca braucht. Jubel auch für sie, wenngleich weniger als Kaufmann - egal.

Scarpia wurde gesungen von einem Finnen, dessen Namen ich gerade nicht parat habe. Darstellerisch den anderen beiden ebenbürtig, sängerisch nicht ganz so überzeugend, die Buhs am Ende waren meiner Meinung nach aber nicht gerechtfertigt.

In den Nebenrollen stach Spoletta etwas heraus, der in dieser Inszenierung als wohl psychisch gestörter aufgewertet wurde und auch sehr passend verkörpert wurde durch (Name vergessen).

Einige Buhs auch für Fabio Luisi, für mich nicht verständlich.

Grüße,

Nikolaus.
Severina (11.07.2010, 13:09):
Lieber Nikolaus,

Freut mich riesig, dass ich nicht wieder monologisieren muss und es eine zweite Rezension gibt! (Sollten wir sie nicht zusammenlegen, das vereinfacht die Diskussion?)
Bis auf Karita Mattila, die ich nicht ganz so toll wie Du gefunden habe, stimmen wir ja ziemlich überein!

lg Severina :hello
peter337 (11.07.2010, 20:19):
Meine Lieben!

Der Beste in dieser Aufführung war für mich eine positive Überraschung - Jonas Kaufmann, er schaut nicht nur blendend aus, das sage ich als Mann, und wirkt auch gesanglich wunderbar.

Aber jetzt kommen die, für mich Miesen: Karita Mattila ist eine altjüngferliche Tosca, bei der ich im 1. Akt Angst hatte, dass sie es nicht derpackt, ihre Kniekehlen waren auf alle Fälle anziehender als ihre Gesangskehle. Juha Uusitalo war ein Halbverschnitt Scarpia, gesanglich schon beim Te Deum nicht gut, dann hat mein VHS Band gestreikt, wer weiß für was es gut war.

Wenn ich an Ruggero Raimondi im Februar an der WStO denke, da merke ich ich bin Raimondigeschädigt.

Liebe Grüße Euer Peter aus Wien, Handküsse an die Damen. :hello :hello
Severina (11.07.2010, 20:23):
Lieber Peter,

Du bist leider auch im falschen Thread gelandet, ich habe einen extra für diese "Tosca" aufgemacht, weil der hier ja eigentlich nur für Programmankündigungen gedacht ist. Dein VHs hat übrigens nicht gestreikt, es gab einen totalen Bild- und Tonausfall auf ARTE.
Diskutieren wir in Tosca-Thread weiter??

lg Sevi :hello
Heike (14.08.2010, 08:35):
3sat, Samstag, 14.8. heute, 21:15 - 00:00 Uhr
La Cenerentola
Joyce DiDonato (Angelina)
Juan Diego Flórez (Don Ramiro)
David Menéndez (Dandini)
Aufzeichnung aus dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona


arte, Montag, 16.08., 22:35 - 00:25 Uhr
Strawinski und Les Ballets Russes
Frankreich 2008
'Der Feuervogel' ('L'Oiseau de feu', 1910),
'Die Frühlingsweihe' ('Le sacre du printemps', 1913)
'Die Bauernhochzeit' ('Les Noces', 1923),
Aufgezeichnet am 17. und 20. Juni 2008 im Mariinski Theater in Sankt Petersburg unter der musikalischen Leitung von Valery Gergiev.

Heike
Severina (14.08.2010, 09:50):
Bin neugierig, wie Euch die "Cenerentola" gefällt (Ich hab sie auf DVD) Di Donato und Flórez super, aber die grellbunten Farben von Bühnenbild und Kostümen (stilisierte Anleihen an die Commedia dell'arte) bereiteten mir Augenschmerzen, ich musste dazwischen immer wieder weg schauen X(
lg Severina :hello
Mime (14.08.2010, 17:05):
Ach Severina, so leiden wir Beide! :I

DIR schmerzen die Augen und mir die Ohren! Wenn JDF Laute wie ein heiserer Kapaun aussendet, dann muss ich mir einen anderen Sender suchen. Sorry, diesen Burschen kann und will ich nicht hören.

Jetzt darfst mich verhauen...
Jimi (14.08.2010, 23:21):
Original von Mime
Wenn JDF Laute wie ein heiserer Kapaun aussendet, dann muss ich mir einen anderen Sender suchen. Sorry, diesen Burschen kann und will ich nicht hören.



Original von Mime
Top-Sänger gibt es im italienischen Fach genügend:Marcelo Alvarez,Salvatore Licitra,Juan Diego Florez,Rolando Villazón etc.Jeder in seiner Art einmalig. :leb
(Der gesamte Beitrag vom ist hier zu finden.
Die Fett-Formatierungen sind von mir)


Lieber Mime,
Das ist schon ein wenig wiedersprüchlich, kann es sein, dass dir zwischen deinen beiden Beiträgen das "Hörgerät" zwischen Hammer und Amboss geraten ist ?( :ignore

:hello Jimi
nikolaus (15.08.2010, 09:34):
Ich habe ab und zu reingeschaut und war enttäuscht.

Abgesehen von den "schrillen" Farben fand ich die Inszenierung furchtbar langweilig und weder DiDonato noch Florez konnten mich fesseln.

Ich überlege allerdings, ob es nicht auch an der Oper selbst liegt.
Vor ungefähr 13 Jahren habe ich mal eine Aufführung in der Wiener Volksoper gesehen, die auch aufwendig ausgestattet war und mit guten Sängern aufwartete, aber ich bin fast eingeschlafen...

Nikolaus :(
Mime (15.08.2010, 18:31):
Lieber Jimi,

da hast du mich aber erwischt! :cool

Der genannte Beitrag ist schon einige Jahre alt und ich habe mich in dieser Zeit auch weiterentwickelt, der Sänger allerdings auch, doch Jeder in eine andere Richtung. Früher war ich tatsächlich noch anderer Meinung, doch beim gestrigen "Genuß" der Cenerentola fand ich meinen zuletzt geäußerten Eindruck voll bestätigt. Was zum Abschalten führte. Das Gemeckere war einfach zuviel.

:hello
Severina (22.08.2010, 17:32):
Lieber Mime,

keine Bange, ich verkrafte es ganz ausgezeichnet, wenn jemand über meine Lieblingssänger anders befindet! Für mich ist Flórez in seinem Fach das Maß aller Dinge, ich höre kein Gemeckere und auch keinen abgestochenen Kapaun, sondern einen Tenor, der eine nahezu perfekte Technik besitzt und mit enormer Leichtigkeit Spitzentöne produziert, die zumindest in meinen Ohren höchst angenehm klingen.

Aber anders gefragt: Wer wäre für Dich im Moment ein idealer Don Ramiro? Mit fällt auf die Schnelle keiner ein, außer vielleicht Pavol Breslik.

Lieber Nikolaus,
ich finde die "Cenerentola" kein bisschen langweilig, diese Inszenierung war es aber in der Tat.

lg Severina :hello
Rideamus (23.08.2010, 10:34):
Original von Severina

Aber anders gefragt: Wer wäre für Dich im Moment ein idealer Don Ramiro? Mit fällt auf die Schnelle keiner ein, außer vielleicht Pavol Breslik.

Lieber Nikolaus,
ich finde die "Cenerentola" kein bisschen langweilig, diese Inszenierung war es aber in der Tat.

lg Severina :hello

Allein schon, wer die maßstäbliche Inszenierung der Oper durch Jean-Pierre-Ponnelle und ihre musikalische Ausgestaltung von Clöaudio bbado mit Frederica von Stade, Francisco Araiza und Paol Montarsolo kennt, kann diese Oper nicht langweilig finden. Mir war die Bonbonverpackung in Barcelona auch zu bunt und genau das Gegenteil einer adäquaten Umsetzung dieses halb realistisch umegdachte Märchen, aber musikalisch war die Aufführung erste Sahne, auch wenn Jonathan Summers kein Abbado ist, weshalb die Aufführung für mich nur mit einem gewissen Abstand hinter der Mustereinspielung Ponnelles rangiert. Bessere gibt es aber auch kaum - vielleicht noch in Teilen die MET - Aufführung mit Elina Garanca unter Riccardo Chailly . Aber Lawrence Brownlee ist leider auch kein idealer "Kapaun".

:hello Rideamus
Heike (28.08.2010, 16:09):
Schönberg: Moses und Aron
3sat heute, Samstag 28.8., 20.15 - 22 Uhr

Das erste Jahr seiner Ruhrtriennale-Intendanz von 2009 bis 2011 eröffnete Willy Decker mit einem Hauptwerk des modernen Musiktheaters und inszenierte Arnold Schönbergs monumentale Zwölftonoper 'Moses und Aron' in der Bochumer Jahrhunderthalle mit über 200 Mitwirkenden. Mit seiner Inszenierung schuf der international renommierte Opernregisseur eine neue Maßstäbe setzende Interpretation von Schönbergs kompromissloser und radikaler Auseinandersetzung mit der biblischen Mosesgeschichte. Die überragenden Solisten, allen voran Dale Duesing und Andreas Conrad in den Titelpartien, das ChorWerk Ruhr mit gesanglichen, darstellerischen und choreografischen Höchstleistungen und die ausgezeichneten Bochumer Symphoniker unter der musikalischen Leitung von Michael Boder, dem Generalmusikdirektor des Gran Teatre del Liceu in Barcelona, machen Schönbergs erkenntnistheoretisches Opernfragment zum Spannungstheater.
Quelle: www.tvinfo.de
Severina (28.08.2010, 16:50):
Darauf freue ich mich sehr! Willy Decker hätte auch bei uns "Moses und aron" inszenieren sollen, leider erkrankte er dann während der Proben, Reto Nickler übernahm und heraus kam ein nicht sonderlich befriedigendes Mischmasch zweier Regiekonzepte. (die Bühnenbilder und Kostüme standen nämlich schon!)
lg Sevi :hello
Solitaire (02.09.2010, 10:15):
Wer Domingo als Rigoletto erleben will, hat am Wochenende beim ZDF die Möglichkeit dazu:

Domingo in Mantua
Verdis "Rigoletto" als Live-Opern-Film
Regie Marco Bellocchio
Produktion rada film

1. Akt: 4. September, 00.00 Uhr
2. Akt: 5. September, 23.50 Uhr
3. Akt: 5. September, 00.20 Uhr

Mitwirkende
Plácido Domingo (Rigoletto)
Vittorio Grigolo (Herzog)
Julia Novikova (Gilda) u.a.
Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI
Musikalische Leitung: Zubin Mehta

Ich werde moch wohl ziemlich früh von einer Geburtstagsfeier stehlen um das zu erleben.
Fairy Queen (06.09.2010, 05:40):
Wie war der Rigoletto?
Allein der schauplatz Mantua miuss ja umwerfend sein- ich habe mal iene Inszenierung gesehen, in der das Bühnenebild aus den grossen Mantegna-Fresken im Pallazzo Ducale bestand- das schafft sofort eine einzigartige Stimmung. Besonders brennend interessiert mich natûrlich : wie hat sich Domingo in dieser Rolle geschlagen???????

Bitte herzlich um Kommentare derer, die es gesehen haben. :engel

F.Q.
Heike (06.09.2010, 09:36):
Vielleicht kann man das in der ZDF-Mediathek noch ansehen?
Heike
Erna (06.09.2010, 09:44):
Leider kann ich zu dieser Übertragung aus meiner Sicht nicht viel Positives sagen.

Der Schauplatz war fantastisch, die Sängerin der Gilda (Novikova) fand ich gut, ebenso das Orchester unter Zubin Mehta.

Vittorio Grigolo als Herzog gefiel mir nur bedingt, er spielte einen jungen Mann, der eine Frau nach der anderen vernascht, keinesfalls einen despotischen, absolut herrschenden Herzog, der sich ohne Rücksicht auf Verluste, nimmt, was er vermeint, dass es ihm zustünde. Ausserdem machte mir eine Unart sehr zu schaffen, immer wenn er einen hohen Ton ansang, stellte er sich quasi auf die Zehenspitzen und hob den ganzen Körper in die Höhe, das sah etwas komisch aus und minderte seine Ausstrahlung weiter. Auch stimmlich könnte ich auf Anhieb bessere Herzöge nennen.

Und nun zu Placido Domingo. Fabio Armiliatio hat auf Facebook einen Satz als Kritik dazu gesagt: "Verdi hat Rigoletto für einen Bariton geschrieben". Dem kann ich mich leider (ich bin an sich Domingo-Fan) nur anschliessen, Domingo tut sich mit der Rolle nichts Gutes, die Höhe hätte er ja, aber in der Tiefe gibts nur heisse Luft und die Tiefe braucht man als Rigoletto nun eben auch. Schauspielerisch fand ich ihn auch etwas schaumgebremst, wohl weil er sich so sehr auf die gesangstechnische Seite konzentrieren musste, an den tiefen Stellen der Partie war es sehr oft nur Sprechgesang, was aus seiner Kehle kam.

Vielleicht bin ich zu streng in meiner Kritik, aber ich bin eben über die Jahrzehnte fast nur Höchstleistungen von Domingo gewöhnt und die gestrige Leistung kann von mir beim besten Willen nicht als solche bezeichnet werden.

Lg. Erni
Solitaire (06.09.2010, 10:02):
Ich habe nur den ersten Teil gesehen, weil ich gestern einfach zu müde war.
Domingo gehört zu den Sängern, denen ich nahezu alles Verzeihe, und wenn jemand sich den Lebenstraum vom Rigoletto erfüllen darf, dann er. Aber die Frage ob das nun in dieser Riesenproduktion nötig war, oder ein normaler Theaterauftritt es nicht auch getan hätte, stellt sich tatsächlich...er ist eben kein Bariton, was mir hier viel mehr aufgefallen ist als beim Boccanegra vor einigen Monaten. Dennoch packt er mich mit seiner Bühnenpräsenz und Ausstrahlung immer wieder. Er ist schon ein ganz Großer, und auch dieser Auftritt schmälert seine Größe nicht im geringsten.
Aber ich würde mir seinen Rigoletto auf CD wohl trotzdem eher nicht anhören.
Vergleiche mit den ganz großen Iterpreten dieser Rolle KÖNNEN nur zu Places Ungunsten ausfallen. Selbst die großen Baritone unserer Tage können Tito Gobbis Stimme und Darstellung nicht aus meinem Kopf und Herz vertreiben, und Domingo konnte es auch nicht.
Die Gilda fand ich im ersten Teil ganz wunderbar, ich habe lange keine so jugendfrische, mädchenhafte Gilda mehr gehört. Die meisten Gildas die man heute hört, sind für meinen Geschmack zu reif und fraulich.Wohin sind sie entschwunden, die Zeiten, in denen man solche Rollen Sängerinnen von Format einer Erna Berger anvertraut hat?
Novikova jedenfalsl hat mir SEHR gefallen, und ich bedaure, daß ich für ihre weiteren Szenen zu müden war.
Ich bin gerade etwas in Eile, daher nur noch dies: ich LIEBE Ruggero Raimondi immer noch. Das Duett zwischen ihm und Place im ersten Teil war, trotz stimmlicher Abstriche auf beiden Seiten, ganz großes Theater. Raimondi ist längst Jenseits der Notwendigkeit große Bühnenaktion zu veranstalten. Der Mann muß nur SEIN und zieht einen mit seiner Ausstrahlung in seinen Bann. Diese beiden Opernurgesteine noch einmal zusammen erleben zu dürfen war trotz allem wunderbar.
Ich hoffe auch auf eine andere Möglichkeit, den zweiten Teil noch zu sehen.
Grigolo fand ich okay, aber er hat mächtig geschluchzt im Duett mit Gilda. Das war selbst mir zuviel und ich sehe das bei Verdi eigentlich nicht so eng... :B
Erna (06.09.2010, 10:06):
Ach ja, das habe ich vergessen zu erwähnen, dass die Leistung von Ruggero Raimondi als Sparafucile beachtlich war.

Lg. Erni
Severina (06.09.2010, 11:50):
Meine Lieben,
leider fand ich am gestrigen Abend auch nur wenig Positives. Das Ambiente natürlich wunderbar, obwohl ich ehrlich gesagt mehr als auf der Opernbühne das Gefühl von "Kulisse" hatte, einfach weil die Sänger ganz offensichtlich in diesen wunderbaren Räumen nur herumstanden, aber nicht in ihnen lebten. Ich hatte immer das Gefühl, als stünde in jeder Ecke ein Zerberus, der ständig zischte: "Ja nichts berühren!!" Von einer Regie war daher auch nichts zu bemerken, der Chor durfte nur im Pulk bedrohlich (??) hinter der jeweiligen Hauptfigur herziehen, was ich bald ziemlich lachhaft fand.
Dass es trotzdem einige eindringliche Szenen gab, lag an so großartigen Singschauspielern wie Domingo, Raimondi und auch der jungen Julia Novikova. Was für ein ausdrucksvolles Gesicht!!
Sie war die Einzige, die mich auch stimmlich überzeugte, und ich freue mich sehr, dass sie ab dieser Saison zum Ensemble der WSO gehört (Zerbinetta, Adina, Königin der Nacht)
Ich liebe Placi heiß und innig, will ihn aber bitte nie wieder als Rigoletto hören. Beim Simone dachte ich mir noch "Warum nicht?", da passte seine Stimme nach meinem Gefühl ganz gut, gestern aber überhaupt nicht. Erni hat schon alles Nötige gesagt, ich möchte nur hinzufügen, dass er hörbar nicht den nötigen Atem für die langen Phrasen hatte und daher immer wieder störende Hacker in der Gesangslinie waren.
Vittorio Grigolo enttäuschte mich auf der ganzen Linie, wobei er sich dann in Akt 2 und 3 doch hörbar steigerte, denn im 1. Akt dachte ich mir nur "Um Gottes willen, was ist denn das?" Ich finde auch sein Timbre nicht wirklich aufregend, eine schöne Stimme sicherlich, aber nicht herausragend, und vor allem wird sie ziemlich unruhig geführt. Dieses Tremolieren speziell im 1. Akt - vielleicht als Folge der Nervosität - nervte mich ziemlich.
Also ingesamt kein "Rigoletto", der in meine DVD-Sammlung eingehen wird, bei aller Liebe zu Placi.

lg Sevi :hello
Fairy Queen (06.09.2010, 12:47):
Danke an Erni und Sevi fûr diese ausführlcihen Kritiken, die dann wirklcih keine Lust machen, einen Mitschnitt an Land zu ziehen.
Ich fand Domingo zwar als boccanegra sehr beeindruckend aber das heisst lange nciht, dass er es als Rigoletto auch ist. Die von allen gelobte Gilda wûrde mich aber mal interessieren, den Namen habe ich noch nciht gehört. Der Palazzo Ducale in Mantova war dann woh schon l ZU lebensecht und einschüchternd als Kulisse, scheint es. Angesichts der so kostbaren echten Fresken traut man sich evtl. nicht mehr natürlich zu spielen und zu sein?

F.Q.
Solitaire (06.09.2010, 14:07):
Bitte schön, Julia Novikova:
Caro nome
Wenn ich mich nicht irre, hat sie vor kurzem Domingos Wettbewerb gewonnen, oder?
Fairy Queen (07.09.2010, 06:38):
guten Morgen und danke fûr den Link!!!! Ich habe mir diese vielversprechende junge Dame angehört und bin beeindruckt, Wobei ich sie als Königin der Nacht weit wengier überzeugend finde als als Gilda.
Wenn sie die Stimme in diesen fortwährenden Turbo-Rollen nciht frühzeitig verschleisst, hat sie sicher eine grosse Karriere vor sich, denn sie hat zu ihrer schönen klaren Stimme auch ein ausdrucksvolles Gesicht und die richtiige Erscheinung, um in alle Regiekonzepte von der kecken Koloratursoubrette bis zur ätherischen Bellini-Heroin zu passen.
F.Q.
Heike (07.09.2010, 07:45):
Man kann "Rigoletto" in der ZDF-Mediathek auch weiterhin ansehen und anhören.
Heike
Solitaire (07.09.2010, 08:34):
Hallo Fairy!
Als ich bei youtube gesehen habe, welche Rollen sie bereits singt, war ich auch etwas erschrocken. Eine schöne Stimme, ein schönes Gesicht, darstellerische Begsbung - ideale Vorraussetzungen zum verheizen :ignore
Naja, hoffen wir das Beste.
Heike, danke für den Link!
Severina (10.09.2010, 17:07):
Heute (10.9.2010) um 23 Uhr 30 im ZDF:
Rolando Villazón: Mein Mexiko

lg Severina :hello
miranda (03.10.2010, 20:11):
Hat jemand gestern die Rigoletto-Aufführung aus Venedig auf arte angesehen?

Obwohl ohne große Namen, fand ich sie besser gelungen als die so hochgejubelte Produktion in Mantua mit Domingo.

Aber kann mir mal jemand erklären, warum in beiden Inszenierungen Monterone deutlich jugendlicher erscheint als Rigoletto, der ihn ja immerhin als "il vecchio" bezeichnet? Ist grauer Haarspray zu teuer geworden :)?
Severina (03.10.2010, 21:40):
Liebe Miranda,
leider nein! Ich habe nur den Anfang gesehen, aber als dieses Riesenbaby von Duca (Den Namen habe ich gar nicht mitgekriegt) schon beim "Questa o quella" noch mehr ins Trudeln geriet als unlängst Grigolo und außerdem wie bestellt und nicht abgeholt in der Gegend herumstand, wandte ich mich lieber der Radioübertragung der "Lucrezia Borgia" aus der WSO zu.
Heute tut es mir Leid, den "Rigletto" nicht wenigstens aufgenommen zu haben, denn nach Deinen Worten scheint es dann ja besser geworden zu sein. Ich schaltete dann zwar wieder zu, kriegte aber nur mehr den Schlussapplaus und den wütenden Buhorkan für das Regieteam mit, woraus ich schließe, dass es eine interessante Inszenierung gewesen ist :D

lg Severina :hello
Erna (03.10.2010, 22:44):
Liebe Miranda, liebe Severina!

Ich habe den Rigoletto gestern aufgenommen und ihn mir heute angesehen.

Ich teile Mirandas Meinung nur in einem Punkt, der Sänger des Rigoletto (Roberto Frontali) war besser als Domingo in der Mantua-Aufführung, was ja keine Kunst ist, Roberto Frontali ist ein echter Bariton. Von der restlichen Besetzung gefielen mir nur Monterone und Sparafucile.

@Miranda, die Monterone-Sänger heutzutage sehen vermutlich alle so jung aus, weil man eben für diese relativ kleine Rolle junge und daher billigere Sänger engagiert oder diese Rolle aus dem Hausensemble eben meistens mit Nachwuchssängern besetzt.

@Severina, der Sänger des Duca war der Amerikaner Eric Cutler (gesanglich und darstellerisch ein Duca zum Abgewöhnen, da ist mir Grigolo allemal lieber).

Die Sängerin der Gilda (Rancatore) fand ich ebenfalls schlechter als die Gilda in Mantua (Novikova).

Myung-whun Chung dirigierte teilweise schleppend.

Die Regie war modern, wie Severina ganz richtig vermutet hat, aber ich fand sie sehr schlüssig und interessant und es war absolut kein Grund vorhanden, den Regisseur Daniele Abbado so auszubuhen.

Abschliessend muss ich leider sagen, dass auch diese Rigoletto-Aufführung meine Erwartungen nicht ganz erfüllt hat.
Heike (08.10.2010, 19:22):
Sonntag, 10 Oktober 2010
Offenbach - La Périchole
Komische Oper Berlin, 2010
ZDF Theaterkanal 19:40 Uhr, 130 Min.

Ob es eine Empfehlung ist, weiß ich jedoch nicht. Für mich war es jedenfalls in diesem Jahr BISHER die mit großem Abstand dümmste und ärgerlichste Aufführung, die ich auf Berliner Musikbühnen gesehen habe. Und das lag nicht an der Musik, so wie sie Offenbach komponiert hat, sondern an dem, was die KOB daraus gemacht hat.
Heike
Severina (08.10.2010, 19:27):
Das heißt, ich brauch's nicht programmieren - ich bin nämlich am Sonntag im Theater!
lg Sevi :hello
Heike (08.10.2010, 19:40):
Ich fand es grauslig. Einzig Chor und Orchester hielten mich davon ab, vorzeitig zu gehen (was ich selten mache), aber ich habe wirklich gelitten. Allem voran die Inszenierung ist so unterirdisch, dass man sich vermutlich lieber eine CD anhören sollte. Die wäre vermutlich auch besser gesungen.
Heike
Erna (08.10.2010, 21:24):
Ich kann mich Heike's Meinung nur anschliessen. Die Aufführung wurde schon einmal im Fernsehen gebracht. Ich habe Offenbachs "La Perichole" beinahe nicht erkannt, die Regie hat das Werk dermassen verunstaltet, dass auch ich es nur grauenhaft fand.

Lg Erni
Rideamus (24.10.2010, 11:45):
Leider habe ich die letzten Postings zu der in meinen Augen total missglückten PÉRICHOLE - Inszenierung der KOB erst jetzt gesehen. Falls sich noch jemand für weitere Reaktionen auf diese Übertragung interessiert, findet Ihr eine sehr kontroverse Diskussion in CAPRICCIO hier: http://www.capriccio-kulturforum.de/berichte-von-opernaufführungen-und-konzerten/2197-offenbach-la-périchole-komische-oper-berlin-06-06-2010

Ich weiß auch nicht, warum man hierzulande bei Offenbach immer Budenzauber zum Abgewöhnen machen muss, aber so schlimm war es selten. Das hat auch nichts mehr mit Staubi vs. Regietheater zu tun, sondern einfach mit einer aklatanten Missachtung des Werkes selbst.

Wirklich schade drum, denn die nächste Chance, hier guten Offenbach zu sehen, wird wohl wieder Jahre brauchen.

:hello Rideamus
Heike (24.10.2010, 15:27):
Danke Rideamus für den Hinweis auf diese Diskussion! Wie du ja gelesen hast, bin ich ganz deiner Meinung, was die Bewertung angeht. Nach wie vor rangiert diese Inszenierung bei mir unter der Rubrik "Ärgernis 2010" ganz oben. Sehr interessant jedoch zu lesen, wie verschieden die Geschmäcker da gewesen sind.
Heike
Heike (31.10.2010, 13:06):
arte, Montag, 01.11., 22:05 - 23:45 Uhr
Aus einem Totenhaus - Leos Janácek
Aix-en-Provence 2007:

Dirigent: Pierre Boulez
Inszenierung: Patrice Chéreau
Ausstattung: Richard Peduzzi
Arnold Schönberg Chor, Mahler Chamber Orchestra

Olaf Bär (Alexander Petrowitsch Gorjantschikow)
Eric Stoklossa (Aleja, ein junger Tartar)
Stefan Margita (Filka Morosow)
Peter Straka (Der große Sträfling)
Vladimir Chmelo (Der kleine Sträfling)
Juri Sulzenko (Der Platzkommandant)
Severina (03.01.2011, 17:09):
Wahrscheinlich leider nur für einen kleinen Kreis zu sehen, denn ich fürchte, unser Privatsender Servus-TV hat keine sehr große Reichweite:

6. Jänner, 9 Uhr 25: Händels "Alcina" aus der WSO (Aufzeichnung) auf Servus-TV!

lg Severina :hello
santuzza (03.01.2011, 19:28):
Hallo Sevi,
den Sender bekomme ich sogar in Berlin.
Severina (06.03.2011, 18:13):
Heute bringt 3SAT um 20 Uhr 15 zeitversetzt die PR der "Fledermaus" aus Frankfurt! Regie Christoph Loy - das könnte interessant werden! Vielleicht schauen ja einige Forianer zu und wir können unsere Impressionen austauschen!
lg Severina :hello
Zefira (17.03.2011, 23:45):
We findet ihr den Nabucco aus Rom, der gerade auf arte übertragen wird?
(
Ich habe mich auf Leo Nucci als Nabucco gefreut ... aber bei aller Liebe, er heult manchmal ganz entsetzlich, ich weiß nicht, ob das Portamenti sein sollen, mich schüttelt es jedes Mal.

Elisabete Matos als Abigail finde ich toll. (Nie gehört bisher, aber ich werde mir den Namen merken.)

Gruß von Zefira

ps. Wenn die Loge mit Berlusconi drin runterknallte, hätt ich nix dagegen ...
Severina (18.03.2011, 00:31):
Liebe Zefira,

ja, bei aller Liebe, Nucci sollte allmählich an einen ehrenvollen Rückzug von der Bühne denken, solange es noch ein ehrenvoller ist. Er hat ja ganz gut begonnen, aber jetzt versucht er nur mehr irgendwie über die Distanz zu kommen.
Die Inszenierung ist szenisch dröge wie fast alle aus Italien, aber wenigstens nicht die übliche kitschige Ausstattungsorgie.

Tja, und wird Riccardo Muti jetzt in die Wüste geschickt nach seiner kleinen Ansprache? Habe ich toll gefunden, und ich muss gestehen, das gemeinsame "Va pensiero" hat Gänsehaut bei mir ausgelöst. Schätze mal, il Cavaliere wird not amused sein.

lg Severina :hello
Zefira (18.03.2011, 00:39):
Mutis Ansprache war toll, so was fehlt in Deutschland. Am besten täglich!
Ich habe übrigens gerade abgeschaltet, mir wurde Nucci zuviel ...
Der Recorder läuft noch, irgendwann schaue ich mir den Rest sicher noch an.

Gruß von Zefira
Solitaire (18.03.2011, 08:47):
Guten Morgen!
Ich habe die Aufführung gestern bis zum "Va pensiero" und Mutis Ansprache gesehen (http://www.smilies.4-user.de/vorschau/205313.png Hoffentlich war Mr. Bunga Bunga im Publikum und hat sich so richtig geschämt.).

Abgesehen von der doch sehr statischen "Regie" hat es mir musikalisch wirklich gut gefallen. Ich habe die Oper lange nicht gesehen, aber ich gebe zu, ich habe eine kleine Schwäche für den frühen Verdi.
Szenisch war es natürlich reinstes Rampensingen, mal abgesehen von Leo Nucci: was ICH von ihm mitbekommen habe, hat mir sehr gefallen, sowohl stimmlich als aus in der Darstellung, aber ich habe ja den zweiten Teil der oper nicht gesehen, also glaube ich euch, daß er gegen Ende abgebaut hat.
Die übrigen Sänger(die mir alle vollkommen unbekannt waren) fand ich persönlich hervorragend, das mag aber auch daran liegen, daß Verdi-Gesang hier in der Provinz oft in eine schauerliche Brüllerei ausartet, was hier m.E. nicht der Fall war.
Wie gesagt: die Darstellung wäre durchaus noch zu verbessern, das war doch oft ziemlich platt. Eine DVD davon brauche ich ganz sicher nicht, aber wenn es für bezahlbares Geld irgendwann eine CD davon gäbe, ziehe ich durchaus in ERwägung sie mir zuzulegen. Sehr gefallen hat mir das Bühnenbild!
Und "Va pensiero.." bringt mich immer noch zum heulen.
Fairy Queen (18.03.2011, 09:19):
Guten Morgen ihr Lieben, verratet ihr einer tv-losen Exilantin mal , was Muti gestern gesagt hat?

Apropos Fledermaus: ich habe hier eine Aufzeichnung von einer skandalumwitterten Neuenfzles-Fledermaus liegen, aber noch nicht ansehen können. Kennt die jemand?
Operette darf bei mir gerne gegen den Strich gebürstet werden, ungebrochen ertrage ich das sehr selten.
Liebe Grûsse an alle
F.Q.
Solitaire (18.03.2011, 10:16):
Hallo Fairy!
Muti hat, um es auf einen kurzen Nenner zu bringen, gesagt, daß er sehr traurig über den Zustand seines Landes sein, wenn die italienische Kulturpolitik sich nicht ändere, sei Italien ein Land „bella e PERDUTA“ wie es der Chor eben gesungen habe.
Das habe sogar ich mit meinem Minimalitalienisch verstanden, und die unverwüstliche Frau Gerlach hat es dann etwas ausführlicher übersetzt.
Zefira (18.03.2011, 10:19):
Annette Gerlach hat übersetzt:
"Es tut mir weh zu sehen, was derzeit in Italien mit der Kultur passiert. Wenn man die Kultur erstickt, auf der die Geschichte Italiens beruht, dann wird unser Land wirklich zu dem, was der Chor der Gefangenen singt: Heimat, schön und verloren."
(Vermutlich hat Muti noch mehr gesagt, da die Ansprache ziemlich lang war, aber mehr wurde leider nicht übersetzt.)
Anschließend ließ Muti den Chor wiederholen und forderte das Publikum zum Mitsingen auf.
Berlusconi war im Publikum, ich habe ihn mit zwei Kardinälen und einigen anderen Leuten in der Loge sitzen sehen.
(Dazu sage ich jetzt lieber nichts mehr, der Mann kann mich zur Weißglut treiben ...)
Wenn jemand die Aufzeichnung noch sehen möchte, kann ich sie gern verleihen, sobald ich sie gebrannt habe. Ich habe gestern selbst nach dem Gefangenenchor den Fernseher abgeschaltet, aber noch mitgeschnitten.

Gruß von Zefira
Fairy Queen (18.03.2011, 12:06):
Danke! Mich bringt diese Witzfigur eines Staatschefs ebenfalls zur Weissglut und man kann sich seine Wahl nur damit erklären, dass die Italiener Politik für Schmierentheater halten und dann ist er die beste Besetzung! Dagegen ist selbst Sarkozy noch ein Sechser im Lotto.
Ich bin in einer italienischen Konversationsgruppe (um die Sprache besser zu lernen und "drin" zu bleiben) und wir sollten neulich ein Gedicht schreiben im Stil von Erri de Luca(das ist ein Kultdichter aus Neapel). Unsere Kursleiterin ist Napolitanierin und gottseidank auch total gegen Berluschoni- so konnten wir irchtig vom Leder ziehen. Mein Tiel war "Perché l'italiano" (warum italienisch lernen) und darin gab es einen Satz:
"Perché c'é una madonna e un purgatorio per i penitenti et un inferno per i Berluschoni. (weil es eine Madonna und ein Fegefeuer für die reuigen Sünder und eine Hölle für die Berlusconis gibt) Bei Dante sâsse diese Type jedenfalls in einem der unteren Kreise! Ich warte ungeduldig auf die neue Divina commedia :S :S :S

F.Q.
Solitaire (18.03.2011, 13:07):
Original von Fairy Queen
"Perché c'é una madonna e un purgatorio per i penitenti et un inferno per i Berluschoni. (weil es eine Madonna und ein Fegefeuer für die reuigen Sünder und eine Hölle für die Berlusconis gibt)
F.Q.
:rofl :rofl :rofl
Grazie!
You made my day :rofl :rofl :rofl :rofl :rofl
Du solltest bei Konrad Beikircher anfragen ob er eventuell bereit wäre, das zu vertonen und in seine italienischen Abende aufzunehmen, täte er unter Garantie mit Handkuß :D

EDIT
Und im Übrigen interessiert mich ja eigentlich das ganze Gedicht brennend :) :engel
Waldi (18.03.2011, 18:25):
Meine Lieben,

Da sich Severina berechtigterweise über meine zu geringe Beteiligung beklagt hat, riskiere ich, wie man im Norden sagt, eine Lippe:

Was ich von der Loyschen "Fledermaus" gesehen und gehört habe, war hauptsächlich schauderhaft, und ich mußte mich überwinden, wenigstens ein paar Teile zu hören bzw. zu sehen. Warum glauben manche Regisseure, sie müßten das Rad neu erfinden? Bei der "Fledermaus" reichte das Talent nicht einmal zu einem Blechhäferl. Auch akustisch war es mehr Krampf und Kampf, aber mir bliebe als Sänger auch allerhand in der Kehle stecken, müßte ich in dieser Aufführung mitwirken.

Der "Nabucco", von dem ich auch nicht viel mitbekommen habe (die interessanten Abschnitte leider gerade nicht), war redlich und fad. Die Sänger brav geschult und ehrlich bemüht, aber ohne Ausstrahlung und Farbe (nicht nur optisch). Nur der Chor klang gut. Wenn man die Augen zugemacht hat, war's besser.

Liebe Grüße
Waldi
Severina (18.03.2011, 18:56):
Lieber Waldi,

wow, das nenne ich eine prompte Reaktion!! :D Wirke ich soooo einschüchternd??? Aber im Ernst, freut mich sehr, Dich wieder einmal zu lesen!
Was "Nabucco" betrifft, gehe ich mit völlig konform, ich fand das ganze auch eine öde Stehpartie. Nucci hat seine gute Zeit hörbar hinter sich, wenn er sich auch sehr achtbar geschlagen hat für sein Alter, und zumindest spiegelte sich in seinem Gesicht das wider, wovon das Libretto spricht, sehr im Unterschied zu seinen Partnern.

Zur "Fledermaus" sage ich lieber nichts, sonst beendest Du den Dialog mit mir sofort wieder. :wink Musikalisch war es bis auf Christian Gerhaher schwach, die Inszenierung machte mich auch nicht wirklich glücklich, aber aus anderen Gründen wie Dich. Loy hat zwar erfolgreich den Operettenkitsch beseitigt :ignore, aber seine Interpretation überzeugt mich auch nicht. Mit hat über weite Strecken die "Fledermaus" im ThadW von Phlipp Himmelmann sehr gut gefallen, ud verglichen damit ist Loy harmlos-konservativ unterwegs. (Ich fürchte, jetzt redest Du gar nichts mehr mit mir :I )

Fairy meint die Neuenfels-Inszenierung von Salzburg, die damals der Skandal des Festspielsommers gewesen ist. Mir hat sie nicht gefalen und sie ist mir vor allem deshalb in Erinnerung, weil ich all meinen ausländischen Freunden erklären musste, was ein "Gigerl" ist. (Neuenfels hat nämlich "Zwa aus Ottakring" u.a. eingebaut!)

lg Sevi :hello
Waldi (18.03.2011, 19:16):
Liebe Severina,

Eigentlich wollte ich den Loy ja net amol ignorieren, und den "Nabucco" auch, aber der war in seiner Steifheit wenigstens ehrlich, während ich bei Loy die Empfindung hatte, daß der auf Teufel komm raus an Tantiemen für diese Fassung gedacht hat. Die Himmelmann-Inszenierung kenne ich nicht. Wer weiß, wofür das gut ist... Aber so arg wie die neuenfelssche Kreation kann wohl keine der nachfolgenden sein.

Anmerkung: Auch wenn man das jetzt vielleicht glauben könnte: "Waldi" ist kein Deckname für einen bekannten Forenbetreiber. :D

:hello Waldi
Severina (18.03.2011, 22:43):
Lieber Waldi,

nie und nimmerlich glauben wir das von Dir! Du bist auf jeden Fall ein Unikat und ein liebenswürdiger, weil undogmatischer Vertreter der Staubi-Fraktion :D In diesem Sinne kreuze ich gerne die Klingen mit Dir, weil es zwischen uns garantiert immer unblutig abgehen wird, schon gar bei der "Fledermaus", wo doch alle Brüderlein und Schwesterlein sind :engel

lg Sevi :hello
Waldi (19.03.2011, 23:19):
Liebe Severina,

"Fledermaus" ist immer ein guter Anlaß. In der Operngasse gibt es eine neue! Marszalek! Und Wunderlich als Eisenstein. Ich bin sehr gespannt, werde mich aber vermutlich gedulden müssen.

:hello Waldi
Severina (29.03.2011, 00:59):
Am 5. April senden ORF 1 und ARTE um 20 Uhr 15 zeitversetzt aus der WSO:

Gaetano Donizetti, Anna Bolena

Dirigat: Evelino Pidò

Anna Bolena - Anna Netrebko
Giovanna Seymour - Elina Garanca
Enrico VIII- Ildebrando d'arcangelo
Lord Riccardo Percy - Francesco Meli
Smeton - Elisabeth Kulman

lg Severina :hello
Fairy Queen (29.03.2011, 08:32):
Liebe Sevi, das klingt sehr interessant, zumal ich die Oper noch nie ganz gesehen habe. In der Rolle stelle ich mir Anna N. übrigens ziemlich gut vor, stimmlich kenne ich die Partie zwar nciht, nehme aber an, dass sie nciht so hoch liegt wie etwa Lucia.
F.Q.
Severina (31.03.2011, 22:03):
Nach der heutigen GP kann ich nur sagen: Für Belcantofans ist diese Fernsehübertragung ein Muss!! :down (Unf für Fairy: Anna Netrebko = :down :down :down ) Hoffentlich schauen einige Forianer zu und wir können anschließemd unsere Eindrücke austauschen!

lg Sevi :hello
Solitaire (01.04.2011, 09:51):
Super, das werde ich mir nicht entgehen lassen! Herzlichen Dank für den Termin! Ich hatte schon befürchtet, daß wir es in Deutschland icht zu sehen kriegen. Schön, daß ARTE auch überträgt!
Severina (05.04.2011, 21:54):
Na, schaut Ihr alle brav???
lg Sevi :hello
Dulcamara (05.04.2011, 22:50):
Ich bin dabei. Toller Opernabend und Anna Netrebko ist eine Sensation.
Severina (06.04.2011, 00:03):
Ja, war wieder wunderschön, wenn auch die Netrebko jetzt am Schluss nicht ganz so souverän war wie bei GP und PR. Kein Wunder, diese Partie dreimal innerhalb von 6 Tagen zu singen, geht an die Substanz. Außerdem ist das natürlich meckern auf höchstem Niveau.

Geärgert hat mich die Kameraführung von Brian Large, genauso einfallslos wie die Regie. Der sollte einmal bei Felix Breisach in die Lehre gehen, der kann aus der langweiligsten Inszenierung bildtechnisch noch so viel herausholen, dass die Übertragung dann richtig spannend wirkt.

Ich freue mich jedenfalls schon auf Freitag, da bin ich noch einmal live dabei :D

lg Sevi :hello
Zefira (06.04.2011, 00:07):
Wahnsinn. Ich habe leider vom ersten Akt nicht viel mitbekommen, weil ich noch gearbeitet habe, aber den zweiten Akt konnte ich ansehen und wurde immer mehr mitgerissen. ANna Netrebko ist einfach nur hinreißend, eine Wahnsinnsleistung ... und alle anderen gefielen mir auch. Besonders den Tenor werde ich mir merken.

Gruß von Zefira (die alles mitgeschnitten hat und sicher noch mehrmals ansehen wird)

/edit: Ich habe mich übrigens über die schönen Kostüme gefreut! Bei so viel Pracht in Samt und Seide stört mich die statische Regie nicht so sehr.
Severina (06.04.2011, 00:25):
Bei mir rangiert der Tenor erst hinter den drei Damen. Meli braucht immer den ersten Akt, bis er richtig in Schwung kommt, dann klingt es nicht schlecht, außer dass er bei den Spitzentönen ein bisschen schummelt. Das kann er sich bei der "Anna Bolena" natürlich eher erlauben als bei der Lucia.
Und jetzt ist auch klar, warum der stimmlich viel bessere Giaccomo Prestia nach der GP ausgebootet wurde: Ildebrando D'Arcangelo ist natürlich wesentlich telegener und wirkt in den prächtigen Kostümen wahrhaft königlich. Nur würde ich mir von einem Operndirektor halt erwarten, dass er Qualität vor Optik setzt und nicht vor den Fernsehmachern in die Knie geht. Aber das ist eine andere Geschichte.... (Die ich demnächst garantiert erzähle!)

Brian Large hat übrigens die einzige berührende Regieidee des 1. Aktes komplett vergeigt, als nämlich Giovanna Seymour den Thron umstreicht und sich mit den Fingern ganz vorsichtig der Lehne nähert, so als berühre sie etwas Verbotenes, dann im letzten Moment zurückzuckt, weil sie sich von Anna beobachtet fühlt. Diese tritt daraufhin entschlossen auf den Thron zu und umklammert die Rückenlehne (Noch bin ich die Königin!) - das sieht man dann in der Übertragung, nicht aber die Vorgeschichte! Dabei spielt sich in diesen wenigen Sekunden auf der Gefühlsebene mehr ab als in der gesamten Szene, und da trampelt der Herr Bildregisseur hinein wie ein Elefant in den Porzellanladen.


lg Sevi :hello
Solitaire (06.04.2011, 09:22):
Ich habe die Übertragung gestern Abend auch gesehen, und sie hat mir musikalisch sehr gefallen. Aber: ich glaube, ich habe irgendwas an den Ohren. Mich hat der Tenor nämlich gar nicht beeindruckt, nicht mal als vierter nach den drei Damen. Er hat sich achtbar geschlagen, und seine Rolle ist m.E. ohnehin eher undankbar (kein Schwein interessiert sich doch wirklich dafür was aus ihm wird, oder? :ignore) aber er steht definitiv nicht auf meiner „Merken!“ –Liste. Er hatte schöne, lyrische Momente, aber seine Höhe hat mir überhaupt nicht gefallen, und sein Timbre fand ich völlig uninteressant. Naja, Stimmen sind ja bekanntlich Geschmackssache, also was soll’s. Dennoch hätte ich gerne den jungen DiStefano in der Rolle gehört, was ja nun aber aus naheliegenden Gründen nicht möglich ist.
D’Arcangelo habe ich schon besser singen hören, ich kann nicht beurteilen ob es an der Rolle liegt, oder ob das noch die Nachwirkungen seiner Erkrankung sind. Ich will hoffen, daß es etwas in der Art ist und keine ernsteren Gründe hat. Optisch war er allerdings in der Tat ein sehr glaubhafter, furchteinflößender Heinrich. Ich habe mich gefragt, was Frauen bei einem solchen Mann suchen. Liebe kann es nicht sein. Leidenschaft? Nun ja, zumindest Giovanna schien mir nicht sehr leidenschaftlich verliebt zu sein, wäre sie es gewesen, hätte sie auf Moral und Anstand gepfiffen, wäre mit Heinrich ins Lotterbett gesunken und niemand hätte sterben müssen. Ich denke also neben der Krone ist es vor allem Schutz den Frauen bei diesem Mann suchen und (vorübergehend) finden: Heinrich ist ein Monster, aber in einer Welt in der ein Menschenleben nichts und ein Frauenleben noch viel weniger zählt, kann eine Frau bei einem solchen Mann Schutz finden – solange er das will...
Den rücksichtslosen Egoisten der über Leichen geht hat D’Arcangelo schon sehr glaubhaft rübergebracht.
Die Sensation waren aber natürlich wirklich die Damen: ich habe Anna Netrebko immer gemocht, war aber nie ein ausgewiesener Fan von ihr, aber ich sehe es wie Severina: die Schwangerschaft hat ihrer Stimme unendlich gut getan. Mich haut diese Fülle des Wohllauts in ihrer Stimme in den letzten Monaten regelmäßig aus den Schuhen, ich hoffe, daß sie diese schöne Stimme noch lange behält und bin gespannt, was wir noch von ihr zu hören bekommen. Angeblich steht bald eine Troubadour-Leonora an, sie hat im Intrview erzählt, daß sie von der Elsa träumt (und mehr als das, erste Vorgespräche gab es angeblich bereits), und ich persönlich wünsche mir irgendwann Desdemona und Tosca von ihr.
Im übrigen ist sie nach wie vor und mehr denn ja eine wunderschöne Frau, der die diversen Kilos mehr auf den Rippen überaus gut stehen.
Elina Garanca fand ich ebenfalls wunderbar, wenn auch etwas unterkühlt, aber das passt ja zur Rolle. Die große Auseinandersetzung im zweiten Akt war wirklich großartig, es kommt wohl auch in der WSO nicht alle Tage vor, zwei solche Künstlerinnen auf der Bühne zu haben.
Was nun die Inszenierung angeht, so hat Severina ja alles gesagt, was es dazu zu sagen gibt...mein Gatte meinte ganz lakonisch „Da fühlt man sich glatt in andere Zeiten versetzt!“. Ja, in das Stehtheater der 70er Jahre...schade, schade. Ich denke, hier wurden große Möglichkeiten verschenkt. Immerhin birgt das Stück doch jede Menge Gelegeneheit zu großer Personenregie: dieser furchtbare Ehemann, der ja aber irgendetwas an sich hat das die Frauen in seinen Bann zieht, Giovanna mit ihren widersprüchlichen Gefühlen: Liebe für Heinrich, Treue gegenüber ihrer Königin, nicht wahrhaben wollen der Tatsache daß Anna sterben muß damit sie Königin werden kann etc. und dann natürlich die Hauptperson selbst – es ließe sich soviel mehr daraus machen als nur knien, umfallen und Hände ringen.
Dennoch komme ich nicht umhin festzustellen, daß vor allem die Damen in den Kostümen wirklich toll ausgesehen haben.
Und ich will auch einen Maskenbildner der mir so tolle lange Haare verpasst wie Anna. :cool
Wie alle anderen bin ich natürlich sehr gespannt darauf was wir noch von Elisabeth Kulmann hören werden!
Alles in allem hat mir der Abend also sehr gefallen, auch wenn ich gestehen muß, nicht bis ganz zum Schluß durchgehalten zu haben: uch schlage mich seit Tagen mit einem heftigen Allergieanfall herum (Birkenpollen... :S :S :S) und bin ins Bett gegangen nachdem Riccardo und Annas Bruder sich so heldenhaft für den Tod entschieden haben.
Severina (06.04.2011, 10:01):
Liebe Mina,
Du hast gar nichts an den Ohren, denn insgesamt finde ich Meli auch nicht mehr als passabel, vor allem, wenn man Araiza in der Partie in den Ohren hat, obwohl er damals in Bregenz (1986) auch nicht in Bestform angetreten ist.
Meli ist einer der Tenöre, die vor einigen Jahren als große Entdeckung gepriesen wurden, dann aber ihr Versprechen nie so richtig eingelöst haben. Er ist nie wirklich schlecht, aber wie Du so richtig sagst, auch nicht mitreißend. Allerdings ist er ein guter Schauspieler, was er in dieser Nicht-Inszenierung natürlich nicht zeigen kann.

Elina Garanca gibt eine Seymour, die den Thron eindeutig mehr liebt als Heinrich, das kommt eben in dieser winzigen Szene zum Ausdruck, die uns die bescheuerte Kameraführung verweigert hat. Denn wenn's nur das prächtige Mannsbild wäre, würde sie sich nicht so zieren, und speziell bei Heinrich hatten die Mätressen immerhin den nicht unerheblichen Vorteil, dass sie in der Regel ihren Kopf behielten....

lg Sevi :hello
schwarzehand (06.04.2011, 11:05):
Ich muss sagen, dass mich der Tenor schon am Samstag in der Radioübertragung etwas genervt hat, vor allem bei seinen irgendwie herausgequetschten Spitzentönen. Von d'Arcangelo bin ich schon länger etwas enttäuscht, das fing vor allem bei der Wiener Carmen im letzten Jahr an und wurde, für meinen Geschmack, in diversen anderen Rollen danach auch nicht besser, die ich von ihm allerdings nur im Radio gehört habe.

Bei den Damen und zur Regie gibt es zu euren Beiträgen nichts mehr hinzuzufügen. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass diese Besetzung bis zum Ende der Vorstellungen durchhält, da ich für die letzte Aufführung Karten habe. :wink
Fairy Queen (06.04.2011, 14:06):
Ich kann nur hoffen, dass ich diese aufführung als mitshcnitt irgendwie zu sehen bekomme! die Kritiken sind ja so kontrovers, dass allein das schon spannend ist. es gibt alles: von totalverriss bis enthusiastischen Jubel über Inszenierung und Gesang. Netrebko muss in der Rolle einnfach super sein, sowohl die Figur als auch die Tessitura müssten ihr hervoragend liegen . Ich sehe ihr stimmliches Potential genau wie mina: grosses lyrisches Fach, das war von Anfang an für mich klar. sie ist keine Belcantistin,und shcon gar nicht in fragilen dem wahnsinn verfallenen Figuren wie Lucia. sie meistert das zwar alles irgendwie, aber ihre eigentliche Domäne, wo ihr vielleicht wirklich Weltrang gebührt, ist eine Andere. Da diese Oper überdies auf den Bûhnen eine Raritât ist, bin ich umso gespannter. ich habe sie noch nie gesehen oder gehört.
Liebe Mina,
warum Frauen solchen Männern wie dem Monster-Henry auf den Leim gehen?
Das tut sie doch heute immer noch! Sie werden zwar nicht mehr geköpft, aber immer noch reichlichst gedemütigt, körperlich wie seelisch und vor allem anderen natürlich sexuell. Ich möchte lieber gar nicht erst wissen, was Herr Ghadafi oder Herr Hussein und Genossen mit ihren Frauen machen und gemacht haben. Das sind die Henrys von heute und es gibt leider immer noch genug Frauen in der Welt, die sich darum reissen, deren Gattinnen zu werden.
Solange Frauen kein tragfähiges Selbstwertgefühl haben udn nicht aus eigener Kraft in der Welt besthehen kôinnen oder wollen, werden es die diversen Henrys leicht mit ihnen haben.

F.Q.
Heike (06.04.2011, 14:30):
Tja, ich habs leider auch verpasst :-( aber ich muss bei der Gelegenheit mal an eure Disziplin appellieren: Dieses hier ist eigentlich der Thread nur für Termine

Es gibt einen Thread zu Anna Bolena, vielleicht könnt ihr die Diskussion dort fortführen!
http://www.das-klassikforum.de/thread.php?threadid=1392

Heike
Heike (02.05.2011, 23:07):
nächsten Samstag, also am 7.5.11, ist Operntag auf arte, da kann ab früh um 8.50 Uhr geschaut werden:

08:50 Jules Massenet: Werther(Paris: Kaufmann, Koch)
11:35 Netrebko, Damrau, Domingo ... an der Wiener Staatsoper (Abschiedsgala Ioan Holender)
12:20 Giuseppe Verdi: Rigoletto (Dresden: Florez, Lucic, Damrau)
14:40 Don Pasquale (Genf: Alaimo, Giossi, Shakle, Ciofi)
16:50 Porgy & Me In der Welt von Gershwins Oper 'Porgy & Bess' (Doku)
20:15 Adriana Lecouvreur (London: Gheorghiu, Kaufmann)

näheres auf arte.de oder in den Programmzeitschriften.
Severina (15.07.2011, 10:35):
Am 16. 7. bringt ARTE um 21 Uhr 30 die "Traviata" aus Aix en Provence mit Natalie Dessay, die dann im Herbst an der WSO PR hat!

lg Severina :hello
nikolaus (17.07.2011, 10:05):
Original von Severina
Am 16. 7. bringt ARTE um 21 Uhr 30 die "Traviata" aus Aix en Provence mit Natalie Dessay, die dann im Herbst an der WSO PR hat!

lg Severina :hello

Ich habe es gesehen: großartig.

Später vielleicht mehr...

Nikolaus.
Severina (17.07.2011, 13:14):
Ich leider noch nicht, weil ich gestern außerhalb der Reichweite von ARTE war. Aber ich hoffe sehr, mein Recorder hat's aufgenommen, wenn nicht, krieg ich die Krise!!!! (Leider kann ich das erst in einer Woche feststellen)

lg Severina
Heike (17.07.2011, 22:13):
Ich habe es mir auch aufgenommen!
Ich schlage vor, die Diskussion dazu hier im La Traviata - Thread fortzuführen, da es hier nur um Terminankündigungen geht und man es dann nicht wiederfindet!
Heike
Heike (30.07.2011, 18:44):
Jacques Offenbach - Hoffmanns Erzählungen
3sat, Samstag, heute, 20:15 - 23:00 Uhr

Inszenierung von David McVicar für die Salzburger Festspiele 2003
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor, die Wiener Philharmoniker; Leitung Kent Nagano

Neil Shicoff (Hoffmann)
Waltraud Meier (Giulietta)
Angelika Kirchschlager (Die Muse/Niklas)
L'ubica Vargicová (Olympia)
Soile Isokoski (Antonia)
Ruggero Raimondi (Lindorf/Coppélius/Dapertutto/Doktor Mirakel)
Jeffrey Francis (Andrés/Cochenille/Pitichinaccio/Frantz)
Dan Dumitrescu (Crespel)
Robert Tear (Spalanzani)
John Nuzzo (Nathanael)
Marjana Lipovsek (Die Stimme der Mutter)
Peter Loehle (Meister Luther)

Diskussionen und Meiinungen zur Übertragung bitte hier, im Thread zum Werk.
Solitaire (31.07.2011, 09:28):
Sorry, falscher Thread.
Billy Budd (12.08.2011, 08:55):
Am kommenden Sonntag - 14. August - sendet Arte ab 17:15 "Lohengrin" aus Bayreuth. Um 20:00 wird wegen Nachrichten unterbrochen, ehe es um 20:15 mit dem dritten Akt weitergeht.
Besetzung:
Heinrich der Vogler - Georg Zeppenfeld
Lohengrin - Klaus Florian Vogt
Elsa von Brabant - Annette Dasch
Friedrich von Telramund - Tómas Tómasson
Ortrud - Petra Lang
Der Heerufer - Samuel Young
Dirigent: Andris Nelsons
Inszenierung: Hans Neuenfels

Billy :hello
Billy Budd (12.12.2011, 20:10):
Datum: 2011-12-17
Sender: 3Sat
Beginn: 21:10

Titel: Lucrezia Borgia
Komponist: Gaetano Donizetti

Nationaltheater München.

Besetzung:
Dirigent: Bertrand de Billy

Don Alfonso - Franco Vassallo
Lucrezia Borgia - Edita Gruberová
Gennaro - Pavol Breslik
Maffio Orsini - Alice Coote
Aposto Gazella - Christian Rieger
Jeppo Liverotto - Bruno Ribeiro
Ascanio Petrucci - Christopher Magiera
Gubetta - Steven Humes
Rustighello - Emanuelle d'Aguanno
Oloferno Vitellozzo - Erik Arman
Astolfo - Christian Van Horn

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

Inszenierung: Christof Loy

Billy :hello
Billy Budd (17.12.2011, 19:28):
Datum: 2011-12-22
Sender: ZDF-Kultur
Beginn: 20:15

Datum: 2011-12-23
Sender: ZDF-Kultur
Beginn: 2:15

Datum: 2011-12-23
Sender: ZDF-Kultur
Beginn: 9:15

Titel: Die Zauberflöte
Komponist: Wolfgang Amadé Mozart

Salzburger Festspiele.

Besetzung:
Dirigent: Riccardo Muti

Sarastro - René Pape
Tamino - Paul Groves
Sprecher - Franz Grundheber
Erster Priester - Franz Grundheber
Zweiter Priester - Xavier Mas
Die Königin der Nacht - Diana Damrau
Pamina - Genia Kühmeier
Erste Dame der Königin - Inga Kalna
Zweite Dame der Königin - Karine Deshayes
Dritte Dame der Königin - Ekaterina Gubanova
Drei Knaben - Wiener Sängerknaben
Papageno - Christian Gerhaher
Papagena - Irena Bespalovaite
Monostatos - Burkhard Ulrich
Erster geharnischter Mann - Simon O'Neill
Zweiter geharnischter Mann - Peter Loehle

Wiener Philharmoniker
Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor (Leitung: Thomas Lang)

Inszenierung: Pierre Audi

Billy :hello
Billy Budd (24.12.2011, 17:04):
Datum: 2011-12-26
Sender: 3Sat
Beginn: 20:15

Titel: Anna Bolena
Komponist: Gaetano Donizetti

Wiener Staatsoper

Besetzung:
Dirigent: Evelino Pidò

Enrico VIII - Ildebrando D'Ancangelo
Anna Bolena - Anna Netrebko
Giovanna Seymour - Elina Garanca
Lord Rochefort - Dan Paul Dumitrescu
Lord Riccardo Percy - Francesco Meli
Smeton - Elisabeth Kulman
Sir Hervey - Peter Jelosits

Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

Inszenierung: Eric Génovèse

Aufgezeichnet im April 2011

Billy :hello
Billy Budd (27.12.2011, 23:02):
Datum: 2011-12-29
Sender: Arte
Beginn: 21:55

Titel: Hoffmanns Erzählungen
Komponist: Jaques Offenbach

Bayerische Staatsoper

Besetzung:
Dirigent: Constantinos Carydis

Olympia, Giulietta, Antonia, Stella - Diana Damrau
Cochenille, Pitichinaccio, Frantz - Kevin Conners
Lindorf, Coppélius, Dapertutto, Miracle - John Relyea
Nicklausse/Muse - Angela Brower
Stimme der Mutter - Okka von der Damerau
Hoffmann - Rolando Villazón
Spalanzani - Ulrich Reß
Nathanael - Dean Power
Hermann - Tim Kuypers
Schlémil - Christian Rieger
Wilhelm - Andrew Owens
Crespel, Luther - Christoph Stephinger

Bayerisches Staatsorchester
Chor der Bayerischen Staatsoper

Inszenierung: Richard Jones

Billy :hello
Billy Budd (27.12.2011, 23:09):
Datum: 2011-12-31
Sender: ORF III
Beginn: 20:15

Datum: 2012-01-01
Sender: ORF III
Beginn: 2:35

Datum: 2012-01-01
Sender: ORF III
Beginn: 22:50


Titel: Die Fledermaus
Komponist: Johann Strauß Sohn

Wiener Staatsoper

Besetzung:
Dirigent: Karl Böhm

Rosalinde - Gundula Janowitz
Eisenstein - Eberhard Waechter
Alfred - Waldemanr Kmennt
Adele - Renate Holm
Frank - Erich Kunz
Orlofksy - Wolfgang Windgassen
Falke - Heinz Holecek
Frosch - Otto Schenk
Blind - Erich Kuchar
Ida - Sylvia Lukan

Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper

Inszenierung: Otto Schenk

Billy :hello
Ingrid (28.12.2011, 00:17):
Original von Billy Budd
Datum: 2011-12-26Sender: Arte
Beginn: 21:55

Titel: Hoffmanns Erzählungen
Komponist: Jaques Offenbach

Billy :hello

Lieber Billy,
jetzt hast Du mir aber einen gehörigen Schrecken eingejagt, denn verpassen möchte ich diesen Hoffmann (29.12., oder?) auf jeden Fall nicht.
Anna Bolena habe ich gestern etwas vollständiger gesehen und gehört, denn immer, wenn ich es mir auf der Couch gemütlich mache...... verliere ich irgendwie den Faden. Diesmal zum Glück an anderen Stellen :wink Ich mag diese Oper und Besetzung aber wirklich sehr sehr sehr.

Gute Nacht
Ingrid
Billy Budd (28.12.2011, 12:59):
Liebe Ingrid,
Du hast natürlich recht. Danke für die Korrektur.
Ich habe es schon richtg gestellt.
Billy :hello
Billy Budd (01.01.2012, 00:11):
Datum: 2012-01-04
Sender: ORF III
Beginn: 22:40


Titel: Die Fledermaus
Komponist: Johann Strauß Sohn

Wiener Staatsoper

Besetzung:
Dirigent: Karl Böhm

Rosalinde - Gundula Janowitz
Eisenstein - Eberhard Waechter
Alfred - Waldemanr Kmennt
Adele - Renate Holm
Frank - Erich Kunz
Orlofksy - Wolfgang Windgassen
Falke - Heinz Holecek
Frosch - Otto Schenk
Blind - Erich Kuchar
Ida - Sylvia Lukan

Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper

Inszenierung: Otto Schenk

Billy :hello
stiffelio (02.02.2012, 20:25):
Hallo Billy,,

vielen Dank für deine unermüdlichen Ankündigngen, ich habe mir schon vor Wochen einen festen Link auf diesen Thread gesetzt.
Aber: kommen denn tatsächlich so wenig Opern im deutschsprachigen Fernsehen? Den ganzen Januar "nur" die Fledermaus??
Ich hab heute mal auf arte gestöbert und in den Vorankündigungen bis Juni KEINE EINZIGE Oper gefunden. Kann das denn sein??

Für die Vergangenheit kann ich das nicht mehr so recht beurteilen, da ich seit knapp 10 Jahren keinen eigenen Fernseher mehr habe. Für Aufnahmen müsste ich also Bekannte "anzapfen". Und gerade dann ist es ja gut, wenn man wichtige Termine mit etwas Vorlauf weiss.

Viele Grüße,
Stiffelio
Severina (02.02.2012, 22:40):
Lieber Stiffelio,
ich bin zwar nicht Billy :wink, antworte aber trotzdem einmal: Falls du ORF III empfangen kannst, dort läuft jeden Sonntag Abend eine Oper, momentan alle 22 Mozartopern von den Salzburger Festspielen 2006. Offensichtlich in Endlosschleife, denn eigentlich wäre mit der "Zauberflöte" letzten Sonntag dieser Zyklus zu Ende gewesen, aber in der Vorschau wird schon wieder für die Nozze (in der Claus Guth-Inszenierung) am 5. Februar geworben....

lg Severina :hello
stiffelio (02.02.2012, 23:50):
Liebe Severina,

vielen herzlichen Dank für den Hinweis! Muss mal sehen, ob ich jemanden kenne, der ORF III empfangen kann. Allerdings finde ich in der Vorankündigung für den 5.2. nicht die "Nozze", sondern "La fille du Regiment"

VG, Stiffelio
Severina (03.02.2012, 00:30):
Lieber Stiffelio, jetzt danke ich Dir für die Korrektur, dann war das mit der Vorschau wohl eine falsche Einblendung! Ich habe mich ohnehin gewundert, warum man wieder von vorne beginnen will.
Angeblich will auch ATV II (ebenfalls ein öst. Privatsender) noch in diesem Jahr regelmäßig Opern bringen (Sogar von Live-Übertragungen aus der MET war die Rede), aber das sind wohl noch ungelegte Eier.

lg Severina :hello
PS: Willkommen in unserem Forum, vielleicht willst Du ja im Vorstellungsthread ein bisschen über Dich erzählen! (Ist natürlich nicht verpflichtend! :D)
Zefira (03.02.2012, 00:34):
Am 16.2. sendet Arte "Don Pasquale" aus Paris. Näheres hier .

Grüße von Zefira
Billy Budd (03.02.2012, 15:44):
Liebe Stiffelio,
danke für Dein Lob bezüglich meiner Ankündigungen.
Ich habe keinen Fernseher (Und es lebt sich ganz gut ohne diesem Ding. :cool ), weshalb ich nur hier schreibe, wenn mir ganz zufällig eine Sendung auffällt. Im Gegensatz dazu höre ich öfters Radiosendungen und nehme auch einige auf. Jede Woche suche ich das Radioprogramm nach Sendungen ab und sammle sie im entsprechenden Thread.
Dank an Severina, die uns auf die wöchentlichen Sendungen auf ORF3 aufmerksam gemacht hat, denn dann kann ich zukünftig etwas mehr "Oper im Fernsehen" ankündigen.
Billy :hello

P.S.: Auch von mir ein herzliches Willkommen! :)
Billy Budd (03.02.2012, 15:49):
Datum: 2012-02-05
Sender: ORF III
Beginn: 20:15

Datum: 2012-02-06
Sender: ORF III
Beginn: 4:05

Datum: 2012-02-06
Sender: ORF III
Beginn: 13:40


Titel: La Fille du Régiment
Komponist: Gaetano Donizetti

Wiener Staatsoper

2007

Besetzung:
Dirigent: Yves Abel

Marie - Natalie Dessay
Tonio - Juan Diego Flórez
Marquise de Berkenfield - Janina Baechle
Sulpice - Carlos Álvarez
Hortensius - Clemens Unterreiner
Korporal - Konrad Huber
Duchesse de Crakentorp - Montserrat Caballé
Bauer - Wolfram Igor Derntl
Notar - Carlo Chies

Orchester der Wiener Staatsoper
Chor der Wiener Staatsoper

Inszenierung: Laurent Pelly

Billy :hello
Billy Budd (03.02.2012, 15:53):
Original von Zefira
Am 16.2. sendet Arte "Don Pasquale" aus Paris. Näheres hier .

Grüße von Zefira

Ich erlaube mir, den Beitrag von Zefira ein wenig zu ergänzen:

Freitag, 17.02.12
22:10 - 00:25
Besetzung:

Dirigent: n.N.

Don Pasquale: Alessandro Corbelli
Norina: Désirée Rancatore
Dr. Malatesta: Gabriele Viviani
Ernesto: Francesco Demuro

Regie: Andy Sommer

Billy :hello
Zefira (03.02.2012, 17:44):
Danke, Billy, dass Du mir die Arbeit abnimmst, ich war gestern zu faul :hello

Grüße von Zefira
stiffelio (03.02.2012, 19:39):
vielen Dank für die Hinweise!

Severina, sehr gerne würde ich mich im Vorstellungsthread vorstellen, ich finde ihn nur leider nicht :S
Kannst du mir helfen?

VG, Stiffelio
Severina (03.02.2012, 20:11):
Original von stiffelio
vielen Dank für die Hinweise!

Severina, sehr gerne würde ich mich im Vorstellungsthread vorstellen, ich finde ihn nur leider nicht :S
Kannst du mir helfen?VG, Stiffelio

Aber gern! Klicke "Mitgliederbereich" an (Letzte Abteilung auf der Startseite) und dort dann den 7. Thread mit dem Titel "Wer bin ich?"!

lg Severina :hello
Billy Budd (03.02.2012, 23:13):
Original von Severina
Original von stiffelio
vielen Dank für die Hinweise!

Severina, sehr gerne würde ich mich im Vorstellungsthread vorstellen, ich finde ihn nur leider nicht :S
Kannst du mir helfen?VG, Stiffelio

Aber gern! Klicke "Mitgliederbereich" an (Letzte Abteilung auf der Startseite) und dort dann den 7. Thread mit dem Titel "Wer bin ich?"!

lg Severina :hello

Hier ist der direkte Link ins Antwortfenster:
http://www.das-klassikforum.de/addreply.php?threadid=51
Billy :hello
Severina (04.02.2012, 13:29):
Auf ORF III:

12. Februar: Massenet, MANON (WSO)
Manon - Anna Netrebko
Des Grieux - Roberto Alagna
Lescaut - Adrian Eröd

Philis unter Bertrand de Billy

19. Februard: Verdi LA TRAVIATA (Salzburg 2005)

Violetta - Anna Netrebko
Alfredo - Rolando Villazón
Germont - Thomas Hampson

Philis unter Carlo Rizzi

26. Februar: Rossini, LA CENERENTOLA

Don Ramiro - Juan Diego Flórez
(Restbesetzung muss ich erst eruieren)

Generell: Vor und/oder nach der Oper gibt es KÜnstlerporträts, Making-of-Beiträge o.ä.
Die Oper selbst wird immer am Montag Vormittag wiederholt!

Auf ATV:

Jeden Sonntag um 19 Uhr highlights aus öst. Oper/Theater (dauer ca. 20 Minuten):

5. Februar: Jonas Kaufmann als Faust
19. Februar: Rolando Villazón als Nemorino

lg Severina :hello

PS: Falls jemand meine erste Version gelesen hat: Das mit der zweigeteilten "Manon" ist offensichtlich ein Fehler in der Zeitschrift der Freunde der WSO, wo es exakt so steht, im Online-Programm von ORF III scheint die "Traviata" auf
Billy Budd (22.02.2012, 15:45):
3SAT: 25. Feber 2012 ab 20:15

Richard Strauss: Ariadne auf Naxos

Besetzung:
Haushofmeister: René Kollo
Ein Musiklehrer: Eike Wilm Schulte
Der Komponist: Sophie Koch
Ariadne/Primadonna: Renée Fleming
Bacchus/Der Tenor: Robert Dean Smith
Ein Perückenmacher: David Jerusalem
Ein Lakai: Roman Grübner
Zerbinetta: Jane Archibald
Harlekin: Nikolai Borchev
Scaramuccio: Ulrich Reß
Truffaldin: Steven Humes
Brighella: Kevin Conners
Najade: Christina Landshamer
Dryade: Rachel Frenkel
Echo: Lenneke Ruiten

Musik: Richard Strauss
Libretto: Hugo von Hofmannsthal

Orchester: Staatskapelle Dresden
Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Philippe Arlaud
Fernsehregie: Brian Large

Baden-Baden

Billy :hello
Billy Budd (09.03.2012, 14:29):
ORF3:

11.03.2012, 20:15
12.03.2012, 13:40
17.03.2012, 11:05


Giacomo Puccini: Madama Butterfly


Regie: Jean-Pierre Ponelle
Dirigent: Herbert von Karajan

Besetzung:
Mirella Freni (Cho-Cho-San, genannt Butterfly)
Placido Domingo (Pinkerton)
Christa Ludwig (Suzuki)
Robert Kerns (Sharpless)
Michel Senechal (Goro)

Orchester: Wiener Philharmoniker

Billy :hello
Billy Budd (09.03.2012, 14:32):
ORF3:

18.03.2012, 20:15
24.03.2012, 10:45


Giacomo Puccini: Tosca

Dirigent: Fabio Luisi

Regie: Luc Bondy

Bildregie: Michael Beyer

Besetzung:
Karita Mattila - Tosca
Jonas Kaufmann - Cavaradossi
Juha Uusitalo - Scarpia
Christian Van Horn - Angelotti
Enrico Fissore - Mesner

Billy :hello
Billy Budd (12.03.2012, 15:38):
ATV II

Georges Bizet: Carmen

Dirigent: Franz Welser-Möst

Regie: Matthias Hartmann

Besetzung:
Vesselina Kasarova - Carmen
Jonas Kaufmann - José

Opernhaus Zürich / 2008.

Billy :hello
Billy Budd (01.04.2012, 12:39):
ORF3:

1.4.2012, 20:15
7.4.2012, 13:00


Joseph Haydn: Il Mondo della Luna

Dirigent: Nikolaus Harnoncourt

Inszenierung: Tobias Moretti

Bildregie: Felix Breisach

Besetzung:
Dietrich Henschel (Buonafede)
Bernard Richter (Ecclitico)
Vivica Genaux (Ernesto)
Christina Landshamer (Clarice)
Anja Nina Bahrmann (Flaminia)
Maite Beaumont (Lisetta)
Markus Schäfer (Cecco)

Orchester: Concentus Musicus Wien
Theater an der Wien, 2009

Billy :hello
Billy Budd (27.05.2012, 16:52):
ORF3:


Sonntag, 27. Mai 20.15 Uhr
Samstag, 2. Juni 10.35 Uhr

Wolfgang Amadé Mozart: Così fan tutte

Dirigent: Riccardo Muti
Regie: Roberto de Simone

Besetzung:
Barbara Frittoli (Fiordiligi)
Angelika Kirchschlager (Dorabella)
Michael Schade (Ferrando)
Bo Skovhus (Guglielmo)
Stefania Bonfadelli (Despina)
Alessandro Corbelli (Don Alfonso)

Orchester: Wiener Staatsoper
Theater an der Wien im Rahmen der Mozart-Festwochen, 1994




Sonntag, 27. Mai 19.40 Uhr
Samstag, 02. Juni 10.00 Uhr

Michael Schade

Gestaltung: Erna Cuesta
Dokumentation, 2003




Sonntag, 27. Mai 23.20 Uhr
Wh. Sa, 02. Juni 13.40 Uhr

Nicholas Maw: Sophie’s Choice
Gestaltung: Karin Veitl und Thomas Bogensberger.
Dokumentation, 2005


Billy :hello
Severina (10.06.2012, 15:36):
Heute um 15 Uhr 40 auf ATV II:

"Don Carlo" aus der MET mit Alagna, Keenlyside, Poplavskaya...
Regie: N. Hytner
Dirigat: Yannick Nézet-Séguin

Wegen des Posa natürlich ein Muss für mich!
lg Severina :hello
Billy Budd (01.07.2012, 17:35):
ORF3

2012-07-01, 20:15
2012-07-07, 10:30

Charles Gounod: Roméo et Juliette

Besetzung:
Nino Machaidze (Juliette)
Rolando Villazón (Romeo)
Mikhail Petrenko (Frére Laurent)
Russel Braun (Mercutio)
Cora Burggraaf (Stéphano)
Falk Struckmann (Le comte Capulet)
Juan Francisco Gatell (Tybalt)
Susanne Resmark (Gertrude)
Christian Van Horn (Le Duc de Vérone)

Chor der Wiener Staatsoper
Mozarteum Orchester Salzburg
Salzburger Festspiele

2008

Billy :hello
Billy Budd (15.07.2012, 20:58):
Leider bin ich zu spät dran, aber zum Glück wird die Sendung wiederholt!

2012-07-15, 20.15 Uhr
2012-07-21., 11.05 Uhr

Richard Strauss: Ariadne auf Naxos

Besetzung:
Dirigent: Karl Böhm
Der Haushofmeister: Erich Kunz
Ein Musiklehrer: Walter Berry
Der Komponist: Trudeliese Schmidt
Bacchus: René Kollo
Ein Offizier: Peter Weber
Ein Tanzmeister: Heinz Zednik
Ein Perückenmacher: Georg Tichy
Ein Lakai: Alfred Šramek
Zerbinetta: Edita Gruberová
Ariadne: Gundula Janowitz
Harlekin: Barry McDaniel
Scaramuccio: Kurt Equiluz
Truffaldin: Manfred Jungwirth
Brighella: Heinz Zednik
Najade: Hilda de Groote
Dryade: Alexe Gall
Echo: Olivera Miljakovic

Wien

Billy :hello
Stonie (27.07.2012, 22:31):
Für Sky-Abonnenten:

So 29.07.2012 23:15 Uhr Classica TV

Mozart, Don Giovanni
Großbritannien
1954 |
180 Min. |
Original Titel: Don Giovanni

Oper - Wilhelm Furtwängler dirigiert Mozarts
Oper "Don Giovanni" in einer historischen Aufnahme von den Salzburger Festspielen 1954. Herbert Graf führte Regie. Die Solisten sind Cesare Siepi (Don Giovanni), Elisabeth Grümmer (Donna Anna), Lisa della Casa (Donna Elvira), Anton Dermota (Don Ottavio), Otto Edelmann (Leporello), Walter Berry (Masetto), Erna Berger (Zerlina) und Deszö Ernster (Komtur). Chor der Wiener Staatsoper, Wiener Philharmoniker. Die restaurierte Fassung dieses Films ist das letzte Bilddokument des großen Dirigenten Wilhelm Furtwängler (1886-1954).

Quelle: TV-Movie
Billy Budd (01.08.2012, 11:45):
Beginn: 20:15
Komponist: Giacomo Puccini/1858 - 1924
Textdichter, Textquelle: Giuseppe Giacosa/1847 - 1906
Textdichter, Textquelle: Luigi Illica/1857 - 1919
Gesamttitel: Salzburger Festspiele - OPER La Bohème
Titel: LA BOHÈME / Oper in 4 Akten
Leitung: Daniele Gatti
Orchester: Wiener Philharmoniker
Solist: Piotr Beczala - Rodolfo
Solist: Anna Netrebko - Mimi
Solist: Massimo Cavalletti - Marcello
Solist: Alessio Arduini - Schaunard
Solist: Carlo Colombara - Colline
Solist: Davie Fersini - Benoit
Solist: Nino Machaidze - Musetta
Solist: Steven Forster - Parpigno
Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Chor: Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
Choreinstudierung: Wolfgang Götz

Übertragung aus dem Großen Festspielhaus im Rahmen der Salzburger Festspiele 2012
Regie: Damiano Michieletto
Billy :hello
Billy Budd (01.08.2012, 22:03):
Original von Billy Budd
Beginn: 20:15
Komponist: Giacomo Puccini/1858 - 1924
Textdichter, Textquelle: Giuseppe Giacosa/1847 - 1906
Textdichter, Textquelle: Luigi Illica/1857 - 1919
Gesamttitel: Salzburger Festspiele - OPER La Bohème
Titel: LA BOHÈME / Oper in 4 Akten
Leitung: Daniele Gatti
Orchester: Wiener Philharmoniker
Solist: Piotr Beczala - Rodolfo
Solist: Anna Netrebko - Mimi
Solist: Massimo Cavalletti - Marcello
Solist: Alessio Arduini - Schaunard
Solist: Carlo Colombara - Colline
Solist: Davie Fersini - Benoit
Solist: Nino Machaidze - Musetta
Solist: Steven Forster - Parpigno
Chor: Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Chor: Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor
Choreinstudierung: Wolfgang Götz

Übertragung aus dem Großen Festspielhaus im Rahmen der Salzburger Festspiele 2012
Regie: Damiano Michieletto
Billy :hello
Wie ich eben im Capriccio-Forum gelesen habe, wird diese Aufzeichnung morgen ab 22:15 auf ZDF ausgestrahlt.
Billy :hello
Billy Budd (03.08.2012, 15:52):
Beginn: 20:15

Salzburger Festspiele

Besetzung:
Daniel Harding - Dirigent

Emily Magee - Primadonna/Ariadne
Elena Mouc - Zerbinetta
Jonas Kaufmann - Tenor/Bacchus
Eva Liebau - Najade/Eine Schäferin
Marie-Claude Chappuis - Dryade/Ein Schäfer
Eleonora Buratto - Echo/Eine Sängerin
Gabriel Bermúdez - Harlekin
Michael Laurenz - Scaramuccio
Tobias Kehrer - Truffaldin
Martin Mitterrutzner - Brighella
Peter Mati - Der Haushofmeister
Cornelius Obonya - M. Jourdain
Thomas Frank - Der Komponist
Michael Rotschopf - Hofmannsthal
Regina Fritsch - Ottonie/Dorine
Stefanie Dvorak - Nicolina
Johannes Lange - Lakai

Sven-Eric Bechtolf - Inszenierung.

Billy :hello
Heike (10.08.2012, 23:17):
arte, 11.8.12, Teil 1 ab 17.15; Teil 2 ab 20.45 Uhr
Parsifal
Live aus dem Festspielhaus Bayreuth.
Inszenierung: Stefan Herheim
Orchester der Bayreuther Festspiele
Dirigent: Philippe Jordan

Parsifal (Burkhard Fritz)
Gurnemanz (Kwangchul Youn)
Klingsor (Thomas Jesatko)
Kundry (Susan Maclean)
Amfortas (Detlef Roth)
1. Knappe (Julia Borchert)
2. Knappe (Ulrike Helzel)
3. Knappe (Clemens Bieber)
4. Knappe (Willem Van der Heyden)
Klingsors Zaubermädchen (Julia Borchert)
Klingsors Zaubermädchen (Martina Rüping)
Klingsors Zaubermädchen (Carola Guber)
Klingsors Zaubermädchen (Christiane Kohl)
Klingsors Zaubermädchen (Jutta Maria Böhnert)
Klingsors Zaubermädchen (Ulrike Helzel)
Altsolo (Simone Schröder)
Titurel (Diógenes Randes)
1. Gralsritter (Arnold Bezuyen)
2. Gralsritter (Christian Tschelebiew)

Moderator: Annette Gerlach
Billy Budd (20.08.2012, 13:14):
Beginn: 11:00

Siehe hier und die beiden folgenden Beiträge, sowie hier.

Billy :hello
Billy Budd (24.08.2012, 21:18):
Ö1

Komponist: Bernd Alois Zimmermann / 1918 - 1970
Vorlage: Jakob Michael Reinhold Lenz / 1751 - 1792
Textdichter, Textquelle: Bernd Alois Zimmermann
Titel: DIE SOLDATEN - Oper in vier Akten nach dem gln. Drama von J.M.R. Lenz / Gesamtaufnahme
Leitung: Ingo Metzmacher
Orchester: Wiener Philharmoniker
Solist: Alfred Muff - Baß, Wesener, ein Galanteriehändler in Lille
Solist: Laura Aikin - Hochdramat.Koloratursopran, Marie, seine Tochter
Solist: Tanja Ariane Baumgartner - Mezzosopran, Charlotte, seine Tochter
Solist: Cornelia Kallisch - Tiefer Alt, Weseners alte Mutter
Solist: Tomasz Konieczny - Jugendl.hoher Bariton,Stolzius, Tuchhändler in Armentieres
Solist: Renée Morloc - Hochdramat.Alt, Stolzius' Mutter
Solist: Reinhard Mayr - Baß, Obrist Graf von Spannheim
Solist: Gabriela Benackova - Mezzosopran, Die Gräfin de la Roche
Solist: Matthias Klink - Sehr hoher lyr.Tenor, der junge Graf, ihr Sohn
Solist: Daniel Brenna - Sehr hoher Tenor, Desportes, ein Edelmann aus dem Hennegau
Solist: Wolfgang Ablinger-Sperrhacke - Hoher Tenor, Pirzel, ein Hauptmann
Solist: Boaz Daniel - Heldenbariton, Eisenhardt, ein Feldprediger
Solist: Matjas Robavs - Heldenbariton, Haudy, Offizier
Solist: Morgan Moody - Bariton, Mary, Offizier
Solist: Andreas Früh - Sehr hoher Tenor, Junger Offizier
Solist: Paul Schweinester - Sehr hoher Tenor, Junger Offizier
Solist: Clemens Kerschbaumer - Sehr hoher Tenor, Junger Offizier
Solist: Werner Friedl - Schauspieler, Der Bediente der Gräfin de la Roche
Solist: Rupert Grössinger - Schauspieler, Der junge Fähnrich; Ein junger Jäger
Solist: Frederik Götz - Schauspieler, Der betrunkene Offizier
Solist: Robert Christott - Schauspieler, Fähnrich; Hauptmann
Solist: Stephan Schäfer - Schauspieler, Fähnrich; Hauptmann
Solist: Volker Wahl - Schauspieler, Fähnrich; Hauptmann
Chor: 18 Offiziere - rhythmisches Sprechen- Bedienen des "Schlagzeug Arsenals"
Ausführende: Jazzcombo
Ausführender: Johannes Bauer - Gitarre
Ausführender: Tony Ganev - Kontrabaß
Ausführender: Rudolf Matajsz - Trompete
Ausführender: Petkov Nedialko - Klarinette
Ausführender: Markus Stepanek - Orgel

Aufgenommen am 20. August in der Felsenreitschule im Rahmen der Salzburger Festspiele.
Billy :hello
Heike (06.09.2012, 08:03):
3sat überträgt am Sonntag, 16.9.12. live (aber um ca. 2 Stunden zeitversetzt) die Premiere von 3 Monteverdi-Opern aus der Komischen Oper Berlin:
12.45 Uhr "Orpheus",
15.25 Uhr "Odysseus" und
18.55 Uhr "Poppea"

Ein großes Comeback feiert Claudio Monteverdi (1567 - 1643), der mit seiner Musik die Höhen und Tiefen der menschlichen Psyche auslotet, am 16. September 2012 in der Komischen Oper Berlin: Zum ersten Mal werden die drei vollständig erhaltenen Opern Monteverdis - "Orpheus", "Odysseus" und "Poppea" - an einem einzigen Tag zu erleben sein: Ein Zwölf-Stunden-Theater mit fast 200 beteiligten Künstlern. 3sat überträgt das außergewöhnliche Musik-Event. In den Opernpausen führt Katrin Bauerfeind durch den Backstage-Bereich. Mit Kommentaren und mit Statements der Künstler präsentiert sie die spannenden Fakten des Opernprojektes. Zusätzlich liefern drei Dokumentationen über Monteverdi, sein Werk und seine Zeit Informationen und Diskussionsstoff: "Trilogie der Leidenschaft" (14.45 Uhr) sowie "Im Herzen der Nacht" und "Die Sonne der Melancholie", eine zweiteilige Filmerzählung von Theo Roos (18.10 Uhr und in der Pause von "Poppea" gegen 20.40 Uhr).
Der aus Australien stammende Regisseur Barrie Kosky inszeniert die Höhen und Tiefen dieses einmaligen Mammutprojekts. Akademischer Purismus liegt Kosky fern. Die Inszenierung des Monteverdi-begeisterten Regisseurs lässt vielmehr eine frische, freche und außergewöhnliche Interpretation des Opernstoffes erwarten. Das Monteverdi-Revival erhält aber auch musikalisch einen neuen Anstrich: Die international erfolgreiche Komponistin Elena Kats-Chernin hat Monteverdis Barock-Klänge aufgefrischt. Die klangliche Neuschöpfung integriert Stile wie Jazz, Klezmer, Tango und Ragtime. André de Ridder ist der Dirigent des mehr als außergewöhnlichen Opernevents. Er ist in vielen Stilen zu Hause, mit Barockmusik ebenso vertraut wie im Pop-Rockmilieu und der klassischen Avantgarde. Barocke Sinnenfreuden und kommunikatives Zusammensein bilden den Rahmen der Trilogie.

Quelle und ganzes Programm: hier

Ich werde in Berlin in diesen Aufführungen sein, grusele mich aber mittlerweile schon davor, nach allem, was ich davon bisher gehört habe. Den Freunden, die mitgehen, geht es ähnlich. Ich richte mich jedenfalls schon mal auf Klamauk statt Monteverdi ein. Deutsche Texte und umorchestrierte "Auffrischungen" der Musik ... ich hoffe, ich werde das bis zum Ende durchhalten!
Heike
Zefira (07.09.2012, 01:03):
Das klingt ja gräuslich.
Ich liebe Monteverdis Opern sehr, aber diesem Projekt gehe ich wohl besser aus dem Weg ...

Nachtgrüße von Zefira
Billy Budd (08.09.2012, 11:36):
Beginn: 20:15

Wiederholung: 2012-09-15, 10:45


Drigent - James Levine

Adina - Kathleen Battle
Nemorino - Luciano Pavarotti
Belcore - Juan Pons
Dulcamara - Enzo Dara
Gianetta - Korliss Uecker

Met, 1991.

Billy :hello
Billy Budd (23.09.2012, 16:54):
Link

23.: ab 20:15
29.: ab 10:35

Dirigent:
Marc Albrecht

Besetzung:
Patricia Petibon (Lulu)
Thomas Piffka (Alwa)
Franz Grundheber (Schigolch)
Heinz Zednik (Der Prinz/Der Kammerdiener)
Tanja Ariane Baumgartner (Gräfin Geschwitz)
Cora Burggraaf (Theatergarderobiere/Gymnasiast/Ein Groom)
Pavol Breslik (Der Maler/Ein Neger)
Michael Volle (Dr. Schön/Jack)
Thomas Johannes Mayer (Ein Tierbändiger/Ein Athlet)
Andreas Conrad (Der Marquis)
Martin Tzonev (Der Theaterdirektor/Der Bankier)
Emilie Pictet (Eine Fünfzehnjährige)
Cornelia Wulkopf (ihre Mutter)
Astrid Monika Hofer (Eine Kunstgewerblerin)
Simon Schnorr (Ein Journalist)
Gerhard Peilstein (Medizinalrat/Professor/Polizeikommissär)
James Cleverton (Ein Diener)

Regie:
Vera Nemirova

Orchester: Wiener Philarmoniker
Salzburger Festspiele, 2010

Billy :hello
stiffelio (07.12.2014, 14:01):
FIDELIO live aus der Mailänder Scala

Link

Klaus Florian Vogt (Florestan)
Anja Kampe (Leonore)
Peter Mattei (Don Fernando)
Falk Struckmann (Don Pizarro)
Mojca Erdmann (Marzelline)
Kwangchul Youn (Rocco)
Florian Hoffmann (Jaquino)

Dirigent/-in: Daniel Barenboim
Inszenierung: Deborah Warner

Will den FIDELIO heute abend noch jemand sehen? Ich hibbele schon seit Tagen und kann's kaum noch erwarten... :leb

VG, stiffelio
palestrina (07.12.2014, 14:22):
Na ja, da bin ich ja mal gespannt , Vogt als Florestan ?, und der völlig abgesungene F.Struckmann als Pizarro !?

Werde es mir aufnehmen und die kommmenden Tage anschauen. Dir liebe Stiffelio viel Spass beim hören und sehen!
Heute ist Weihnachtsmarkt angesagt !

LG palestrina
Rotkäppchen (07.12.2014, 16:53):
Hallo stiffelio, hallo palestrina,

ich werde es auch aufnehmen und erst die nächsten Tage dazukommen, bin aber auch gespannt.

@stiffelio: Wirst Du über Deine Eindrücke schreiben? Hier oder im Fidelio-Thread?

LG, Rotkäppchen
Viola (07.12.2014, 20:19):
Liebe stiffelio,
herzlichen Dank für diesen Link (für eine Fernseh-Abstinente, die weder Programm noch Programmahnungen hat) - biin natürlich dabei :)
Witzig, dass ich bis eben noch den Leipziger Fidelio (Masur) gehört hab ...
Also: da capo :D
Herzliche Grüße
Viola
Rotkäppchen (06.06.2015, 10:40):
Gerade mal wieder auf belcantissimo.blogspot.de unterwegs gewesen und u.a. das entdeckt:

Sbd, 6. Juni, 21:05 Uhr – Arte
Jean-Philippe Rameau, Meister der Barockmusik

Die Dokumentation porträtiert den lange verkannten Barockkomponisten Jean-Philippe Rameau in den prunkvollen Kulissen von Schloss Versailles.

Es musizieren anerkannte Rameau-Interpreten wie Sabine Devieilhe, Stéphane Degout und Karina Gauvin. Zu hören sind in dem musikalischen Porträt u.a.Passagen aus "Die Boreaden oder der Triumph des Abaris" und "Platée".

... hoffentlich wird es auch danach in der Mediathek verfügbar sein.

:hello Rk
Peter Brixius (06.06.2015, 12:01):
Original von Rotkäppchen
Gerade mal wieder auf belcantissimo.blogspot.de unterwegs gewesen und u.a. das entdeckt:

Sbd, 6. Juni, 21:05 Uhr – Arte
Jean-Philippe Rameau, Meister der Barockmusik

Die Dokumentation porträtiert den lange verkannten Barockkomponisten Jean-Philippe Rameau in den prunkvollen Kulissen von Schloss Versailles.

Es musizieren anerkannte Rameau-Interpreten wie Sabine Devieilhe, Stéphane Degout und Karina Gauvin. Zu hören sind in dem musikalischen Porträt u.a.Passagen aus "Die Boreaden oder der Triumph des Abaris" und "Platée".

... hoffentlich wird es auch danach in der Mediathek verfügbar sein.


Vielen Dank für den Hinweis. Die Sendung schneide ich auf jeden Fall mit.

Liebe Grüße Peter
Rotkäppchen (06.06.2015, 23:01):
Jean-Philippe Rameau, Meister der Barockmusik

... eben gesehen: hochinteressante Doku, informativ, witzig, phantastische Musikbeispiele :down, hat meinen Rameau-Horizont stark erweitert!
> 7 Tage auf ARTE+7 verfügbar:

http://www.arte.tv/guide/de/053995-000/jean-philippe-rameau-meister-der-barockmusik?autoplay=1

Sehr empfehlenswert! Ansehen!

LG, Rk
Severina (06.06.2015, 23:32):
Original von Rotkäppchen
Jean-Philippe Rameau, Meister der Barockmusik

... eben gesehen: hochinteressante Doku, informativ, witzig, phantastische Musikbeispiele :down, hat meinen Rameau-Horizont stark erweitert!
> 7 Tage auf ARTE+7 verfügbar:

http://www.arte.tv/guide/de/053995-000/jean-philippe-rameau-meister-der-barockmusik?autoplay=1

Sehr empfehlenswert! Ansehen!

LG, Rk

Dann verstehst Du jetzt vielleicht, warum Rameau in meiner Barock-Hitliste ganz oben steht! :D

lg Severina :hello
Rotkäppchen (07.06.2015, 00:03):
Original von Severina
Dann verstehst Du jetzt vielleicht, warum Rameau in meiner Barock-Hitliste ganz oben steht! :D

lg Severina :hello

Ja, absolut -- ich musste während des Films an Dich denken! Ich hatte bisher nur einmal den Zoroastre gesehen und sonst nur Schnipsel und irgendwie muss ich immer in der total falschen Stimmung gewesen sein, dass der Funke nie übergesprungen ist. Versteh' mich selber nicht, kopfschüttel...

LG, Rk :hello
Rotkäppchen (21.06.2015, 10:22):
Man muss es nicht unbedingt heute sehen, es wird auf ARTE+7 danach verfügbar sein.

Hier die Beteiligten (http://www.arte.tv/guide/de/057947-001/rolando-villazon-inszeniert-verdi-la-traviata):

Dirigent: Pablo Heras-Casado
Orchester: Balthasar-Neumann-Ensemble
Chor: Balthasar-Neumann-Chor

Inszenierung: Rolando Villazón
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Johannes Leiacker
Kostüme: Thibault Vancraenenbroek

Mit:
Olga Peretyatko (Violetta Valéry)
Atalla Ayan (Alfredo Germont)
Simone Piazzola (Giorgio Germont)
Christina Daletska (Flora Bervoix)
Emiliano Gonzalez Toro (Gaston Vicomte)
Tom Fox (Baron Douphol)
Konstantin Wolff (Marquis von Obigny)
Deniz Uzun (Annina)
Walter Fink (Dr. Grenvil)

Aus dem Festspielhaus Baden-Baden

:hello Rk
Zefira (22.06.2015, 11:52):
Ich wäre mal interessiert, Meinungen zur Traviata-Inszenierung zu hören. (Im, hm, Nachbarforum stehen erwartungsgemäß nur Verrisse.)
Was das Milieu angeht, war wohl von Villazón genau das zu erwarten: Zirkus. Violetta immer wieder gedoubelt von einer Trapezkünstlerin, die ihr nicht mal wirklich ähnlich sah. Ich habe nicht durchgehend zusehen können, vielleicht hat sich mir deshalb einiges nicht erschlossen, aber ich fragte mich in der Szene am Ende, ob Violetta womöglich die Versöhnung nur imaginiert.
Olga Peretyatko war einmalig gut, sowohl sängerisch wie auch darstellerisch ein Genuss.
Da ich aufgezeichnet habe, werde ich sicher noch mal hineinschauen.

Grüße von Zefira

/edit: Ich habe eben eine Online-Kritik überflogen und festgestellt, dass die komplette Opernhandlung offenbar imaginiert ist, was am Anfang irgendwie vermittelt worden sein soll.
Da ich die ersten zehn Minuten verpasst habe, fehlte mir diese Info. Aber das erklärt natürlich einiges.

/noch ein edit: "Eines steht jedenfalls fest: Villazons Inszenierung der "Traviata" hat mehr mit ihm selbst und seinem tragischen Sängerdasein zu tun als mit Verdi. Was er mit seiner Übertragung in die "Traviata" hineinliest, ist der Bühnentod einer Künstlerin."
... steht in dieser Kritik. Interessant.
Rotkäppchen (22.06.2015, 14:06):
Hallo Zefira,

ich bin gestern nicht dazugekommen, die Traviata anzusehen. Ich lade mir die Aufführung aus der Mediathek herunter und werde mir sie wohl heute Abend reinziehen. Die Kritik von br-klassik hatte ich vor einiger Zeit auch studiert -- grundsätzlich finde ich die Lesart/Idee Villazons überhaupt nicht verwerflich, zumal es "normale" Traviatas ja nun wie Sand am Meer gibt, aber mal sehen...

Viele Grüße, Rk :hello
Rotkäppchen (09.07.2015, 22:37):
Ein MUSS für Händelianer, Barockfans und Freunde schöner Stimmen...

Näheres hier: http://www.arte.tv/guide/de/058952-001/live-aus-aix-en-provence-haendels-alcina

BESETZUNG

Dirigent/-in: Andrea Marcon
Inszenierung: Katie Mitchell
Orchester: Freiburger Barockorchester

Mit:
Patricia Petibon (Alcina)
Philippe Jaroussky (Ruggiero)
Anna Prohaska (Morgana)
Katarina Bradic (Bradamante)

Bin schon sehr gespannt!

LG, Rk
Rotkäppchen (12.07.2015, 10:37):
... und nach der ALCINA gleich nochmal Patricia Petibon auf ARTE, nicht ganz so aktuell, da von 2011. Nähere Infos hier:

http://www.arte.tv/guide/de/045372-000/patricia-petibon-singt-italienische-barockarien

Die zu diesem Konzert "passende" CD ist diese hier (erschienen 2010):

http://ecx.images-amazon.com/images/I/51Og4afZ7eL._SL300_.jpg
Rotkäppchen (18.07.2015, 09:12):
... ist HEUTE abend!

Es handelt sich um eine beim Open Air Festival "Les Chorégies d’Orange" am 11. Juli 2015 aufgezeichnete Aufführung, siehe auch:

http://www.3sat.de/page/?source=/musik/182606/index.html

Musikalische Leitung: Mikko Franck
Inszenierung, Kostüme: Louis Désiré
Licht: Patrick Méeüs

Orchestre Philharmonique de Radio France
Opernchöre von Angers-Nantes, Grand Avignon und Nizza
Maîtrise des Bouches-du-Rhône
Pôle d'art vocal

Carmen: Kate Aldrich
Don José: Jonas Kaufmann
Micaëla: Inva Mula
Frasquita: Hélène Guilmette
Mercédès: Marie Karall
Escamillo: Kyle Ketelsen
Zuniga: Jean Teitgen
Le Dancaïre: Olivier Grand
Le Remendado: Florian Laconi
Moralès: Armando Noguera

:hello Rk
Zefira (18.07.2015, 09:49):
... ahhhhh, Ketelsen :leb

Freu mich auf heute abend!
Amonasro (18.07.2015, 10:10):
Ich denke, das werde ich mir auch ansehen. Vor allem wegen Kate Aldrich, die ich nur als Amneris kenne, mich in dieser Rolle aber sehr überzeugt hat.

Gruß Amonasro :hello
Rotkäppchen (18.07.2015, 12:17):
Original von Zefira
Freu mich auf heute abend!
Original von Amonasro
Ich denke, das werde ich mir auch ansehen.
:beer
Na dann, stellt schonmal die Getränke kalt, sonst überlebt man so einen Opernabend heute nicht :cool. Ich hoffe, dass ich auch rechtzeitig dazu komme. Falls nicht, nehme ich an, dass es in der Mediathek landet und ich es mir herunterladen kann.

LG, Rk :hello
Amonasro (18.07.2015, 16:13):
In meiner Fernsehzeitung steht seltsamer Weise Haydn: Die Schöpfung von den Salzburger Festspielen auf dem Programm. Aber ich hoffe, das Internet ist aktueller.

Gruß Amonasro :hello
Rotkäppchen (18.07.2015, 18:20):
Hallo Amonasro,

ja, ursprünglich war tatsächlich "Die Schöpfung" für heute Abend vorgesehen, dann wurde das Programm aus irgendwelchen Gründen relativ kurzfristig geändert und "Carmen" angesetzt.

LG, Rk
Zefira (18.07.2015, 23:15):
Ich wäre mal gespannt, eure Meinungen zu hören - wahrscheinlich kann jeder hier besser urteilen als ich. Ich kenne die Oper nicht sehr gut, eigentlich nur noch die Inszenierung damals in der Scala unter Barenboim (auch mit Jonas Kaufmann), verglichen damit schien mir heute alles, außer den beiden Hauptpersonen, irgendwie schaumgebremst.
Rotkäppchen (18.07.2015, 23:45):
Das "schaumgebremst" trifft sich gut damit, dass ich zwischendurch einen größeren Abschnitt nur angehört habe, weil ich die Augen nicht mehr offen halten konnte :P. Hatte es mehr auf die Wärme bei mir zu Hause geschoben... Das Finale war aber große Klasse. Ich kann morgen etwas zum Gesamteindruck schreiben -- zu meinen Lieblingsopern gehört Carmen allerdings nicht, zumindest nicht bzgl. der Story :ignore, daher kenne ich auch nicht gerade viele Versionen.

Bis dann, Rk :hello
Zefira (18.07.2015, 23:50):
Es war immer dann toll, wenn die beiden Hauptdarsteller im Bild waren, die waren nämlich richtig gut (abgesehen davon, dass ich Kaufmanns Timbre in den Piani manchmal nicht so besonders mag, aber das ist Geschmackssache). Die Chiemie stimmte da einfach, die waren mitreißend.

Ketelsen hat mich total enttäuscht und die Regie erschien mr eigenartig zusammengewürfelt, das Bühnenbild mit den Karten und Stühlen fand ich gut, aber die Tumultszene im letzten Akt war viel zu statisch, da wurde Potential verschenkt. Und ein paar Einzelheiten fand ich sehr merkwürdig ... vielleicht später dazu mehr.
Amonasro (19.07.2015, 01:40):
Ja, Aldrich und Kaufmann fand ich auch sehr überzeugend. Kaufmann hatte ich schon mal in dieser Rolle im Fernsehen gesehen, erinnere mich leider nicht mehr genau daran.

Auch bei mir zählt Carmen nicht zu den Lieblingsopern und so oft habe ich sie auch noch nicht gehört. Einzelne Teile finde ich immer klasse, aber als Gesamtpaket....

Bei der Inszenierung gebe ich zu bedenken, dass es ein Open-Air-Festival war; da wird nach meiner Erfahrung deutlich zurückhaltender inszeniert als im Opernhaus. So war diese Aufführung abgesehen von den großen Spielkarten auch relativ konservativ, was man gut oder schlecht finden kann. Dank des schauspielerischen Talents zumindest der beiden Protagonisten geriet die Vorführung aber nicht zum reinen Rampensingen, sondern war durchaus spannend. Die Lichteffekte fand ich sehr schön anzusehen. Tatsächlich waren einige Szenen zu statisch (z. B. Chorszenen im 4. Akt oder Quintett im 2. und Sextett zu Beginn des 3. Akts). Ich vermute die allgegenwärtigen Spielkarten sollten in Anlehnung an die Szene, in der Carmen, Frasquita und Mércédes sich die Karten legen, zeigen, dass das Schicksal der Hauptfiguren schon von Beginn an festgeschrieben ist bzw. sie ihm nicht entfliehen können. Insofern logisch, als die Handlungen von Carmen und José direkt ihrem Charakter entsprechen, diese Charaktere aber völlig unvereinbar sind. Eine andere These könnte eine Aussage nach dem Motto: "Das ganze Leben ist nur ein Spiel" sein (bezogen auf Carmens freiem Lebenswandel, ihr immer-nur-an-den-Augenblick-Denken unabhängig von den Folgen, etc.).

Gesanglich war die Aufführung auf jeden Fall lohnend. Kate Aldrich, die ich hier erst zum zweiten Mal gesehen habe, bestätigte den guten Eindruck, den ich beim ersten Mal (als Amneris in Aida) von ihr hatte. Fast eine ideale Carmen. Das Zusammenspiel mit Jonas Kaufmann war hervorragend, daher waren die Szenen dieser beiden auch die Höhepunkte des Abends. Vor allem die Finalszene, die ich sowieso für die beste dieser Oper halte, war sehr intensiv und authentisch. Beide blieben ihren Rollen weder stimmlich noch darstellerisch etwas schuldig. Mit den übrigen Sängern bin ich nicht ganz so zufrieden: Die Micaëla von Inva Mula wirkte zu reif für die Rolle des naiven, noch sehr jungen Mädchens und konnte die Figur weder stimmlich noch darstellerisch glaubhaft darstellen. Zu dem fand ich die Stimme auch nicht besonders schön; wenn ich da an Kiri te Kanawas Micaëla denke.... Ketelsen als Escamillo blieb unauffällig, der Rest der Besetzung agierte auf hohem Niveau. Insbesondere im Quintett im 5. Akt habe ich jedoch die Leichtigkeit und Spielfreude vermisst, die in solchen komischen Ensembles gefragt sind.

Insgesamt eine auf jeden Fall sehenswerte Aufführung, die vor allem von den beiden Hauptdarstellern getragen wurde.

Es wurde leider die Fassung mit gesungenen Rezitativen gespielt; ich bevorzuge hier gesprochene Dialoge, die auch Bizets Intentionen entsprochen haben. Der Vorteil der Dialogfassung ist der, dass der gesprochene Anteil bis zum Ende hin immer kleiner wird, sodass der letzte Akt fast komplett durchkomponiert ist. Dies korrespondiert mit der Handlung, die zu Beginn noch deutlich an die komische Oper erinnert (die Carmen wird von Bizet als "Opéra comique" bezeichnet), später aber immer mehr zur (damals meist durchkomponierten) Tragödie wird. Die Dialoge sind auch länger als die Rezitative und bringen deutlich mehr Komik in die Handlung (vor allem die Szenen Remendados aber auch z. B. Lillas Pastia, der in dieser Fassung ganz gestrichen wurde).

Gruß Amonasro :hello
Rotkäppchen (19.07.2015, 09:09):
... habe die Diskussion mal in den Oper-im-TV-Sammelthread umgezogen ...

:hello Rk
Rotkäppchen (19.07.2015, 09:19):
... das ist DIESE Nacht ...

Im Moment scheint es einen Opernboom im TV zu geben, wer also so viel Oper vertragen kann:

http://www.arte.tv/guide/de/055954-000/la-clemenza-di-tito-von-w-a-mozart


Dirigent/-in: Jérémie Rhorer
Inszenierung: Denis Podalydès
Bühnenbild / Ausstattung / Bauten: Eric Ruf
Choreographie: Cécile Bon
Kostüme: Christian Lacroix
Licht: Stéphanie Daniel
Orchester: Le Cercle de l’Harmonie

Mit:

Kurt Streit (Titus)
Kate Lindsey (Sextus)
Julie Boulianne (Annius)
Robert Gleadow (Publius)
Julie Fuchs (Servilia)
Karina Gauvin (Vitellia)

Aufnahme aus dem Pariser Théâtre des Champs-Elysées, 2014.

:hello Rk
Rotkäppchen (24.07.2015, 13:39):
... das ist HEUTE Abend!

Die Vorstellung wird zeitversetzt gesendet, alternativ zu 3sat auch auf ORF 2 und SWR.

Musikalische Leitung ... Paolo Carignani
Inszenierung & Bühne ... Marco Arturo Marelli
Kostüme ... Constance Hoffman
Licht ... Davy Cunningham

Wiener Symphoniker
Prager Philharmonischer Chor
Bregenzer Festspielchor

Turandot ... Mlada Khudoley
Altoum ... Manuel von Senden
Timur ... Michael Ryssov
Calaf ... Riccardo Massi
Liù ... Guanqun Yu
Ping ... Andrè Schuen
Pang ... Taylan Reinhard
Pong ... Cosmin Ifrim
Ein Mandarin ... Yasushi Hirano

http://bregenzerfestspiele.com/sites/default/files/atoms/files/24.juli_besetzungszettel.pdf


:hello Rk
Rotkäppchen (08.08.2015, 16:49):
... HEUTE Abend: der diesjährige Bayreuther Tristan nicht nur zum Hören sondern auch zum Sehen.

Besetzung siehe hier:
http://www.das-klassikforum.de/thread.php?postid=130302#post130302
Hosenrolle1 (09.08.2015, 10:37):
Heute um 17:55 spielt es auf Servus TV "Le nozze di Figaro" von den Salzburger Festspielen.

Mehr Infos hier auf der Hauptseite: http://www.servustv.com/de/




LG,
Hosenrolle1
Rotkäppchen (14.08.2015, 20:06):
Hier die Besetzung:

Sally Matthews (Konstanze),
Tobias Kehrer (Osmin),
Edgaras Montvidas (Belmonte),
Mari Eriksmoen (Blonde),
Brenden Gunnell (Pedrillo)

The Glyndebourne Chorus
Orchestra of the Age of Enlightenment

Dirigent: Robin Ticciati
Regie: David McVicar

http://concert.arte.tv/de/glyndebourne-2015-die-entfuehrung-aus-dem-serail-von-wa-mozart]

:hello Rk
Rotkäppchen (21.08.2015, 22:26):
Morgen abend ist es soweit, dann ist der umstrittene diesjährige Salzburger FIDELIO auch in D anzusehen, nämlich auf 3sat, woran ich hiermit erinnere.

... Besetzung siehe Fidelio-Thread.

:hello Rk
Rotkäppchen (12.11.2015, 23:04):
Aus der Staatsoper im Schiller-Theater Berlin:

Mozart: "Le nozze di Figaro"

Dorothea Röschmann (Gräfin Almaviva)
Anna Prohaska (Susanna)
Ildebrando d’Arcangelo (Graf Almaviva)
Lauri Vasar (Figaro)
Marianne Crebassa (Cherubino)
Katharina Kammerloher (Marcellina)
Stephan Rügamer (Basilio)
Florian Hoffmann (Don Curzio)
Otto Katzameier (Bartolo)
Olaf Bär (Antonio)
Sónia Grané (Barbarina)

Dirigent: Gustavo Dudamel
Inszenierung: Jürgen Flimm, Gudrun Hartmann

http://www.arte.tv/guide/de/061738-001/le-nozze-di-figaro


:hello Rk
Hosenrolle1 (22.11.2015, 18:13):
Zitat von "Rotkäppchen":

ARTE zeigt diese HuG-Inszenierung am 24.12.2015, ab 16:05 Uhr, steht so bei http://belcantissimo.blogspot.de/p/opern...n-aktuell.html, bei ARTE selbst geht die Programmvorschau zumindest online noch nicht soweit. Aber es wird schon stimmen...


Habe gerade auf ARTE selbst nachgeschaut, dort gibt es jetzt ein PDF, und darin steht auch der Termin für HUG.

Hänsel und Gretel

ARTE
24. Dezember 2015
16:05 Uhr

Meine Befürchtung ist, dass es dort wieder Zwangsuntertitel gibt ... das wäre ein Punkt, wo ARTE lieber die UT-Funktion des Teletextes benutzen sollte.




LG,
Hosenrolle1
Rotkäppchen (22.11.2015, 18:56):
Das Ganze gibt es auch nochmal ein paar Tage später auf ORF2:

SO 27.12.2015, 9.05 UHR
Märchenzauber aus der Staatsoper: ORF zeichnet "Hänsel und Gretel" für Weihnachtsprogramm auf

... steht hier
> http://programm.orf.at/?story=36866

Die Untertitel sind womöglich die gleichen :P. Wer weiß, vielleicht kommt die Aufführung ja auch als DVD/BluRay heraus.

:hello Viele Grüße, Rk.
Hosenrolle1 (22.11.2015, 19:54):
Danke für den Hinweis!

ARTE bringt ja normalerweise immer selbst erstellte, im aufdringlichem Gelb gehaltene Untertitel.

Beim ORF hoffe ich, dass sie darauf verzichten. Vor ein paar Jahren lief der Rosenkavalier dort, der wurde auch untertitelt. Also mal schauen.



Da Thielemann dirigiert hat, und das immerhin die Wr. Staatsoper ist, der ORF und ARTE da mit gleich 9 Kameras mitschneiden, und auch die UNITEL ihre Finger im Spiel hat, glaube ich auch, dass das auf DVD/Bluray erscheinen wird. Sieht auf jeden Fall günstig aus.

Bei HUG aus der Semperoper von 2006 war es auch so, wurde ebenfalls von ARTE gezeigt und kam später auf DVD raus.

Ich muss mir meinen Ö1 Mitschnitt noch anhören mit der Ruhe und vorher meine Partitur rauskramen. Das Dirigat soll ja laut Kritik besonders toll gewesen sein, gesanglich gab es da ziemliche Verrisse, besonders was die Hexe betrifft.

Eine Rezension dazu werde ich aber lieber in meinem HUG-Thread schreiben.




LG,
Hosenrolle1
Rotkäppchen (06.12.2015, 23:08):
LIVE AUS DER MAILÄNDER SCALA: "GIOVANNA D'ARCO" VON GIUSEPPE VERDI

Dirigent: Riccardo Chailly
Inszenierung: Moshe Leiser, Patrice Caurier

Mit:
Anna Netrebko (Giovanna)
Francesco Meli (Carlo VII.)
Carlos Alvarez (Giacomo)
Dmitry Beloselskiy (Talbot)

Link zu weiteren Infos auf der ARTE-Website
Hosenrolle1 (07.12.2015, 18:06):
Ich habe jetzt auf die Schnelle keinen Thread für gestreamte Opern gefunden, deswegen poste ich es mal hier her.

Am 7. und am 10 Dezember gibt es eine Vorstellung der "Salome" in der Wiener Staatsoper (2 Vorstellungen, das ja ist eh schon ein schlechter Witz).

Die Vorstellung am 10. wird dabei mit "Wiener Staatsoper live at home" in HD live übertragen.

Ich nehme mal an, dass das irgendein kostenpflichtiges Angebot ist, aber selbst wenn nicht, es wäre schöner, wenn man mal eine ordentliche Blu-ray dieser Produktion herausbringt, statt einen Stream in HD, der jederzeit stecken bleiben oder abbrechen kann wegen der Verbindung oder technischer Probleme. Und auf dem Laptop möchte ich das auch nicht sehen, dann lieber in groß auf dem Flachen.

Es geht ja hier immerhin um die Wr. Staatsoper, und da sollte, im Gegensatz zu kleineren Provinzbühnen, die Produktion kein so großes Problem sein, denke ich mal. Mitgefilmt wird ja schon.

Ich habe von dieser Inszenierung nur einen Mitschnitt aus den 80ern, aus Japan oder so, aber der sieht hässlich aus, und ich habe ihn mir bisher auch noch nicht angesehen, weil ich mir das Ganze beim ersten Mal in einer ordentlichen Qualität (also live oder auf Blu-ray) ansehen will.




LG,
Hosenrolle1

Die Vorstellung am 10. Dezember wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit live in HD übertragen:
stiffelio (07.12.2015, 18:15):
Original von Rotkäppchen
LIVE AUS DER MAILÄNDER SCALA: "GIOVANNA D'ARCO" VON GIUSEPPE VERDI

Dirigent: Riccardo Chailly
Inszenierung: Moshe Leiser, Patrice Caurier

Mit:
Anna Netrebko (Giovanna)
Francesco Meli (Carlo VII.)
Carlos Alvarez (Giacomo)
Dmitry Beloselskiy (Talbot)

Link zu weiteren Infos auf der ARTE-Website

Vielen Dank, liebe Rotkäppchen, da werde ich sicher hineinsehen, wenn ich es irgend schaffe! :thanks

VG, stiffelio
Rotkäppchen (07.12.2015, 22:20):
Hallo, liebe stiffelio,

ich schaffe es auf jeden Fall erst später, ist ja dann auf ARTE+7...

Viele Grüße, Rk :hello
Rotkäppchen (07.12.2015, 22:23):
Original von Hosenrolle1
Ich habe jetzt auf die Schnelle keinen Thread für gestreamte Opern gefunden, deswegen poste ich es mal hier her.

Hallo Hosenrolle,

doch, wir haben zwei passende Threads:

Opern online

Oper live im Internet - Termine

:hello Rk
Hosenrolle1 (07.12.2015, 22:27):
Schon gesehen, danke!



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (10.12.2015, 14:52):
Original von stiffelio
Vielen Dank, liebe Rotkäppchen, da werde ich sicher hineinsehen, wenn ich es irgend schaffe! :thanks

VG, stiffelio

Diesmal ein Link von mir :wink

https://www.youtube.com/watch?v=dadW3ny5RFk

Hier kann man sich das ganze Stück auch ansehen.




LG,
Hosenrolle1
stiffelio (10.12.2015, 20:46):
danke, das sind freilich französische Untertitel.
Ich freue mich immer am meisten, wenn es deutsche Untertitel gibt (auch wenn es Zwangsuntertitel sind :wink)

VG, stiffelio
Hosenrolle1 (10.12.2015, 21:05):
Ich finde Zwangsuntertitel generell unnötig, denn ich möchte selbst entscheiden können, ob ich eine Oper mit oder ohne Übersetzung sehen möchte. Dazu gibt es ja Teletext-Untertitel.

Besonders nervig ist es, wenn bei DEUTSCHEN Opern deutscher Text eingeblendet wird.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (24.12.2015, 16:52):
Gerade in HUG reingeschaut, das auf ARTE läuft - wie erwartet mit gelben Zwangsuntertiteln :(
Für eine Aufnahme also untauglich.




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (27.12.2015, 18:33):
Heute lief HUG auch im ORF - und natürlich: auch da Untertitel, zusätzlich zu dem Gequassel von der Rhett und uninteressanten Interviews mit den Künstlern, die den Text eh nicht konnten und krass fehlbesetzt waren.

Schade!



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (14.02.2016, 20:45):
Gleich spielt´s auf ARTE die Zauberflöte, mit dem Freiburger Barockorchester, oder so.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (24.04.2016, 18:47):
Heute auf 3sat, ab 21:45: Die Hochzeit des Figaro, Salzburg 2006, die Guth-Inszenierung.




LG,
Hosenrolle1
Zefira (24.04.2016, 23:01):
Dazu möchte ich wie immer bemerken, dass das Engelmännchen aus Fulda kommt - bei mir um die Ecke - und Weltmeister im Einradfahren ist :o)
Zefira (08.07.2016, 22:23):
Schaut außer mir noch jemand "Cosí fan tutte" aus Aix-en-Provence an?

Ich bin normal nicht so drauf, dass die Regie keine originellen Einfälle haben darf, aber diesmal finde ich wirklich gar keinen Zugang zu der Inszenierung.
Jedenfalls bis jetzt nicht - ist ja eigentlich noch am Anfang (die Männer verabschieden sich gerade von ihren Bräuten), aber ich habe schon keine Lust mehr ...
Hosenrolle1 (08.07.2016, 22:45):
Ist es eine "klassische" Inszenierung oder was modernes?




LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (08.07.2016, 22:53):
Ich habe jetzt einmal die ersten Szenen in der Partitur überflogen. Wirklich viele Regieanweisungen sind da leider nicht drin. Drei Stück habe ich gefunden:


(legt die Hand an den Degen)

(sie gehen ab)

(Garten am Meere. Fiordiligi, Dorabella, jede ein Portrait betrachtend)




LG,
Hosenrolle1
Zefira (08.07.2016, 23:13):
Auf musik-heute.de steht über die Inszenierung:

Christophe Honoré, der vor allem als Filmregisseur bekannt ist, versetzt die Handlung von Mozarts Opera buffa ins Eritrea der späten 1930er-Jahre und wirft Fragen über koloniale Machtstrukturen auf.

Was ich da sehe, ist schwer zu beschreiben ... es gibt eine ganze Anzahl farbiger Statisten, und zumindest bei den ersten Auftritten haben während der Arien und Duette jeweils die weißen Sänger nebenbei farbige Frauen befummelt bzw. die weißen Sängerinnen sich von farbigen Männern befummeln lassen.
Ich mag es generell nicht besonders, wenn ständig "stumme" Statisten aktiv auf der Bühne sind, das macht mich unruhig und lenkt von den Sängern ab. Dieses Gegrabsche nervt mich.

Mit dem Beginn des Dramas (Wiederauftritt der maskierten Männer) hat es aber etwas nachgelassen.
Hosenrolle1 (08.07.2016, 23:19):
Alles klar ... naja, das ist eine sensationelle Neudeutung!

Mit der muss man sich schon intensiv auseinandersetzen ... am besten noch vor der Musik von Mozart. :D




LG,
Hosenrolle1
Zefira (08.07.2016, 23:50):
Eben in der Pause hat der Regisseur seine Absichten etwas erläutert. Der springende Punkt ist der, dass sich die Männer - ausgeprägte Rassisten, die Inszenierung spielt in Äthiopien in der Mussolini-Ära - als Farbige maskieren. Das macht die Fallhöhe noch erheblich größer: die Frauen lassen sich nicht nur mit anderen Männern ein, sie lassen sich mit farbigen Männern ein.

Cosí fan tutte sei eine grausame Oper, meint der Regisseur. Er wollte die Grausamkeit, die in der Handlung liegt, verdeutlichen.

Naja. *kopfwieg*
Ich habe immer Probleme mit der inneren Logik der Handlung gehabt. Mag sein, dass sie grausam ist, vor allem funktioniert sie nicht wirklich; eben nur "in der Oper". Ich würde als Regisseur gar nicht erst versuchen, da sozialkritische Aspekte reinzubringen.
Hosenrolle1 (09.07.2016, 00:00):
Es wäre ja einmal toll, wenn ein Regisseur nach seinen Absichten befragt wird, und der ganz einfach antwortet "Ich wollte Mozarts Oper auf die Bühne bringen".

Und nicht sowas wie "Ich sehe in dem Stück dieses und jenes, und wollte diese Aspekte näher beleuchten auf eine radikale Weise, die durchaus Ähnlichkeit hat mit ..." usw.

Wurde wenigstens richtig gegrapscht, oder war das auch langweilig? :D




LG,
Hosenrolle1
Zefira (09.07.2016, 00:40):
Ich habe noch auf "Donne mie, la fate a tanti" gewartet, weil ich das immer so witzig finde, wenn es gut gesungen wird - aber als Guglielmo, während er sang, ein schwarzes Stubenmädchen vergewaltigte, hatte ich keine Lust mehr.

Wie gesagt, ich bin normal durchaus aufgeschlossen für gewagte Inszenierungseinfälle; ich habe ja auch damals den Don Giovanni aus Aux-en-Provence sehr gemocht, wo alle Personen der gleichen Familie angehörten und der "Komtur" ein gemieteter Schauspieler war. Aber ibei dieser "Cosí" mag ich nicht mitgehen.

Grüße von Zefira, die sich jetzt noch einen Rotwein reinzieht ...
Zefira (09.07.2016, 09:31):
Es wäre ja einmal toll, wenn ein Regisseur nach seinen Absichten befragt wird, und der ganz einfach antwortet "Ich wollte Mozarts Oper auf die Bühne bringen".

Das Problem ist, dass die Handlung der Oper einen inneren Widerspruch birgt, der nicht wegzureden ist. Der ist handlungsimmanent und wäre in jeder Aufführung erkennbar, auch in einer komnzertanten.

Jeder, der Cosí fan tutte inszeniert, muss sich in irgendeiner Form damit befassen, und meines Wissens ist nicht bekannt, ob und wie sich Mozart selbst damit auseinandergesetzt hat. Da hat man also quasi Deutungsfreiheit. Man kann die Männer als bornierte Trottel darstellen oder als unverschämte Herrenmenschen, aber sie müssen jedenfalls irgendeine Form erhalten, die den Widerspruch in ihrem Verhalten irgendwie erklärt. (Oder man lässt das Publikum mit dem Widerspruch alleine - aber das wäre dann nicht viel mehr als gar keine Inszenierung.)

Ich kann von daher den Grundgedanken verstehen, die Männer als Rassisten vorzuführen - ist ist eigentlich nur konsequent, denn Sexisten sind sie ja bereits. Wie gesagt, vom Kopf her verstehe ich den Deutungsansatz, aber gefallen hat er mir trotzdem nicht.

Egal, es kommt ja noch eine Menge vom Festspielsommer. Schaumamal.
Hosenrolle1 (09.07.2016, 12:26):
Du analysierst zuviel! :D



LG,
Hosenrolle1
Zefira (09.07.2016, 13:11):
Ich halte es für wichtig, zu hinterfragen, warum mir etwas nicht gefällt.

Einfach "das ist doof" sagen ist mir zu billig.
Speziell was das Schreiben angeht, habe ich durch diese Haltung auch schon viel gelernt. (Ich hinterfrage übrigens ebenso, warum mir etwas gefällt.)
Hosenrolle1 (09.07.2016, 14:05):
Das war eher selbstironisch gemeint von mir :wink



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (06.10.2016, 20:10):
Sonntag, 9. Oktober, ORF3:

Der Freischütz

aus der Semperoper Dresden.

Mir egal wer da singt, aber Christian Thielemann dirigiert, deswegen schau ich mir das auch an :down

Wenn sein Dirigat so toll wird wie das von HUG letztes Jahr, dann lohnt es sich auf jeden Fall.



LG,
Hosenrolle1
Hosenrolle1 (09.10.2016, 22:23):
So, gerade habe ich mir diesen Etikettenschwindel der Semperoper, der sich ganz frech „Der Freischütz“ nennt, angesehen.

Die Ouvertüre war vielversprechend, auch wenn ich den Schluss etwas zu schnell – aber dennoch sauber – gespielt fand.

Die Hörner zu Beginn waren mir mit ein bisschen zu viel Vibrato versetzt, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Wie schon bei HUG merkte man, dass er viel Wert auf ein durchsichtiges Orchester legte, man hörte viele Nebenstimmen heraus. Besonders gut gefielen mir die Synkopen, die hier nicht verwaschen, sondern sehr ruckartig, im positiven Sinne fast schon unschön gespielt wurden, was die Wirkung der Synkopen umso mehr verstärkt hat. Am Anfang der Kavatine und an anderen Stellen verwendet Weber ebenfalls Synkopen, um zu zeigen, dass die Dinge aus den Fugen geraten sind und es kein Gleichgewicht gibt.

Die Dialoge sind fürchterlich gekürzt worden, teilweise abgeändert, und teilweise auch neu geschrieben worden. Welch eine Freude.

Leider wurde der Gesang ständig zu laut abgemischt, so dass die Musik da sehr im Hintergrund war. Eine ganz tolle Stelle gelang Thielemann in Max´ Arie, wo er die schneidende Dissoananz recht lange aushält, um dann mit den erwähnten Synkopen weiterzumachen.
Verhaltener Applaus am Ende des 1. Aktes.

Die Zwangsuntertitel, die der ORF für notwendig hält, sind manchmal nicht korrekt, so steht dort etwa „nach verschmähter Mädchen Art“, obwohl es heißt „nach verschämter“.

Die Agathe … liebe Semperoper: ernsthaft?

Wolfsschluchtszene – es ist traurig, dass Regisseure jetzt schon bestimmen dürfen, wann jemand seine Einsätze hat. Samiel ruft erst ganz am Schluss, als der leise Akkord langsam verklingt, sein „Hier bin ich!“. Unsinn, er ruft nicht, sondern stöhnt da, wie auch bei seinen anderen Einsätzen, ins Mikro wie der durchschnittliche Tatort-Bösewicht.

Und dann wird es richtig bescheuert: das Vorspiel zum dritten Akt sowie die darauf folgende Szene, in der Kaspar und Max sich unterhalten, es geht direkt mit der Kavatine der Agathe los. Und was passiert nach dem Jungfernkranz? Das Vorspiel zum dritten Akt sowie die darauf folgende Szene mit Max und Kaspar wird gespielt, bevor es mit dem Jägerchor weitergeht! Ist das jetzt üblich, dass man Musikstücke einfach in eine andere Reihenfolge bringt, damit es ins Regiekonzept passt?

Das Vorspiel, das hier keines mehr ist, klingt dann aber auch schön, besonders die Hörner. Thielemann lässt hier korrekte kurze Vorschläge spielen (für die Nichtnotenleser: tja-ta, tja-ta statt taja-ta, taja-ta).

Der Jägerchor wird leider zu schnell gespielt für meinen Geschmack, und hinterher gibt es ebenfalls keinen großen Applaus, sondern nur kurzen, wiederum verhaltenen Applaus.

Die Musik war schön, soweit ich sie gehört habe. Nebenstimmen waren gut hörbar, das Blech spielte sauber und klar, und man merkte, dass Thielemann hier Wert auf die dunklen Töne gelegt hat; manche Cello-Läufe oder Einwürfe klangen richtig schaurig, auch die Fagotte sowie die Bässe hatten ihre gruseligen Momente.




LG,
Hosenrolle1
Amonasro (07.12.2016, 20:24):
Heute um 21:30 Uhr wird auf Arte Madama Butterfly aus der Scala übertragen.

Besetzung:
Maria José Siri - Ciò-Ciò-San
Annalisa Stroppa - Suzuki
Carlos Álvarez - Sharpless
Bryan Hymel - Pinkerton
Carlo Bosi - Goro
Dirigent: Riccardo Chailly Inszenierung: Alvis Hermanis

Gruß Amonasro :hello