Heike (06.04.2010, 20:34): Hallo, ich hab keins, aber manchmal vermisse ich es und überlege doch, mir eins zu kaufen. Die Optik ist mir relativ egal, klein soll es sein und seinen Zweck gut tun.
Wer kann was empfehlen bzw. worauf muss man achten? Ich hab mal bei amazon geschaut, die haben einige, aber die Bewertungen gehen wild durcheinander. Und was heißen eigentlich diese Zahlen (3x25 oder 6x15) - ich nehme an, es beschreibt die Vergrößerung, aber wie? Muss man das multiplizieren? Kann ja wohl nicht sein, also was sagen die Zahlen aus???? Danke! Heike
Armin70 (06.04.2010, 23:26): Hallo Heike,
ich habe zwar kein Opernglas aber die Zahlen sagen folgendes aus:
Wenn da z. B. 6 x 15 steht, bedeutet die erste Zahl die maximale Vergrößerung und die zweite Zahl steht für den Objektivdurchmesser (Angabe in mm). Wenn man also das Zwechfell des Startenors sehen will, sollte die erste Zahl möglichst groß sein.
Hier gibts z. B. auch Operngläser in den verschiedensten Preisklassen und unterschiedlichen Designs.
Gruß Armin
Heike (07.04.2010, 08:02): Ahh wieder was gelernt! Danke 3 fache Vergrößerung, das ist ja nicht besonders viel, da kann ja mein Fotoapparat mehr. Hat jemand Erfahrungen, ob das in einem normalen Opernhaus sinnvoll bzw. ausreichend ist? Heike
Armin70 (07.04.2010, 14:17): Ich würde mal sagen, dass es darauf ankommt, wo man in einem Opernhaus sitzt: Entweder auf einem der vorderen Sitzplätze oder man sitzt weiter entfernt, z. B. auf einem der oberen hinteren Ränge. Dann hängt es wohl auch von der jeweiligen Inszenierung ab, z. B. ob die Sänger/innen meistens statisch auf der Bühne agieren oder ob viel Bewegung mit vielen Sänger/innen mit vielen Requisten und Bühnenaufbauten auf der Bühne zu sehen ist, wo man sich gewisse Details mit einem Opernglas "heranzoomen" möchte. Als ich mir im Internet die verschiedensten Operngläser angeschaut habe, stellte ich fest, dass die meisten fast ausschliesslich nur maximal eine 3fache Vergrößerung bieten. Ein Opernglas, das immerhin eine maximal 6fache Vergrößerung bietet ist dieses hier bzw. hier. Es sieht zwar nicht ganz so chic aus wie die anderen aber es gehört immerhin zu den günstigsten und wenn man z. B. bei einem Open-Air-Konzert ist und dort weiter hinten sitzt oder steht, wirkt es nicht so "überkandidelt".
Jimi (09.04.2010, 13:22): Original von Heike 3 fache Vergrößerung, das ist ja nicht besonders viel, da kann ja mein Fotoapparat mehr. Hat jemand Erfahrungen, ob das in einem normalen Opernhaus sinnvoll bzw. ausreichend ist? Heike
Hallo Heike,
ich habe mal ein 8x24 Kompaktfernglas in die Nürnberger Oper mitgenommen, ich hatte kurzfristig nur noch einen Platz im Rang ganz hinten bekommen. Das Problem bei dem normalen Fernglas ist, daß wegen der rel. starken Vergrößerung begrenzte Sehfeld, d.h. der Ausschnitt den man von der Bühne durch das Glas sieht ist recht klein. Ich hatte praktisch immer nur eine oder zwei Personen im Blickfeld und nicht mit bekommen was sonst passiert, ganz heikel wird es wenn sich mehrere Personen auf der Bühne schnell bewegen. Das Sehfeld wird bei Ferngläsern oft so angegeben(bei meinem): 114m/1000m, das bedeutet bei 1000m Abstand sieht man einen Ausschnitt von 114m.-> Bei 100m Abstand nur noch 11,4m. Bei Opernhaus realistischeren 30m sieht man dann nur noch etwa 3,4 m von der Bühne. Da das Sehfeld mit stärkerer Vergrößerung immer Kleiner wird, würde ich für ein normales Opernhaus max 4fache Vergrößerung nehmen. Eine gute Alternative zu den normalen Operngläsern könnte das hier sein. Superklein und die Optik ist geschützt Am besten bei einem Fachhändler mal testen.
:hello Jimi
Heike (09.04.2010, 14:29): Danke Jimi! Das ist natürlich auch ein wichiges Kriterium mit dem Sichtfeld, das hatte ich bisher überhaupt noch nicht bedacht! Heike
ab (05.07.2010, 09:18): Ich habe dereinst festgestellt, dass es ganz wichtig ist, in ein Geschäft zu gehen, und unmittelbar den Ausblick zu vergleichen! Der Test ist unerlässlich, weil die Unterschiede leider enorm sind: viele verzerren einfach nervig. Und das variiert sogar innerhalb einundderselbe Produktpalette von Gucker zu Gucker! Zudem kommt hinzu, dass die Leuchthelligkeit, oder wie das heißt, verschieden ist: Bei einzelne ist das Bühnebild, in der Regel eh schon dunkel, noch dunkler abgebildet, bei anderen wirkt es heller.
Gradios fand ich das damalige Produkt von Swakowskioptik mit Riesensichtfeld, das eine größere Auflösung hatte, aber daher auch sowohl sowohl größer und schwerer als auch beträchtlich teuer (weshalb ich mich auch dagegen entschieden hatte) war. :hello